Nr. 56 Erster Blatt 177. Jahrgang Samstag, 12. Zebruar (927 fr|d)etni täghd), ouh« Sonnlags und Feiertag». Beilagen. •legen« ^amilienbl&ttu Heimat im Bild Dir Scholle Blonaud ejur»rret»: 2 Reichsmark und 20 Xeid)5ptennig für Träger» lohn, auch Lei sichrer» scheinen einzelnerNummerH tnjolge höhere, Gewalt. Fernsprechanl chlüffe: 51, SA und 112 Sn|d)rifl |üi Drohlnach» richten Bnjelger Ließe». Pofi|(t:1fonto: granlfuri am Main 11688. GietzcnerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vn»layoor>chritt 20* , mehr Chefredakteur Dr Fnedr Wich Gange. Beranttportlidi rür Dolnth Dr Fr Wilh Gange, für Feuilleton Dr H Tbgriot; für den übrigen Teil Ernst Slumid)ein; für den Anzeigenteil i. Teilt H Peöt, iämtlid) in (Bienet. Abrüstung. Es ist eine Tatsache, die nachdenklich stimmen muß, daß Zeiten erhöhter pazifistischer Propaganda stets zusammen fallen mit Höhepunkten offner ober geheimer Rüstungen in der ganzen Welt. Das war schon oor dem Kruge so. Die Idee des Weltfriedens, oder auch nur die einer Beschränkung der Rüstungen als Etappe zu einem utopischen Ziel, ist oon den Möchten kaum je ernsthaft von ihrer idealen Seite genommen, um so mehr aber als diplomatisches Mittel zur Erreichung sehr realer Zwecke benutzt worden. Rußland, dessen letzter Zar die erste Haager Friedenskonferenz anregte, Amerika, defsen imperialiftifcher Präsident Roosevelt die Der- anlafsung zu der zweiten gab, vor allen, aber England, dessen überlegene, diplomatische Kunst tchon aus diesen beiden Dorkriegskonferenzen aus •cm Gewirr pazifistischer Phrasen sehr greifbare Vorteile für seine damalige politische Vage heraus- schlug, sie alle drei haben es stets meisterhaft per- standen, den erhabenen Gedanken des ewigen Friedens vor ihren imperialistischen Wagen zu spannen. (Erinnern wir uns, daß kurz vor der Jahrhundertwende Im Jahre 1898 dem Zaren Nikolaus II. gerade in dem Augenblick oon seinem klugen Minister Witte der Gedanke einer Ab» ruttungskonserenz suggeriert wurde, als Rußlands erschöpfte Finanzen es nicht erlaubten, die neue Bewaffnung der österreichischen Artillerie aufzuhoien. Die Begeisterung über das Friedensmanifest dcs Zaren war in Berlin, Paris und London gleich gering. „Utopie” nannte eine Randglosse Kaiser Wilhelms den Gedanken seines russischen Detters. In London sprach man sehr schnell die Hoffnung aus, daß sich schon bei den Dorsragen solche Schwierigkeiten ergeben mochten, die es zu einer Konserenz Sar nicht erst kommen lassen würden. Der britische si'jchäststräger in Berlin meinte, zweifellos würden sich die Mächte theoretisch schnell einigen, aber gewiß nicht über einen einzigen positiven Punkt. Und in Paris sagte De 1 cass 6 zum Grasen Münster: „Wir haben auf dieser Konferenz ganz dasselbe Interesse wie Sie. Sie wollen Ihre Wehrkraft in diesem Augenblick nicht einschränken, wollen auf 8lbrüftungsDor|d)läge nicht eingehen, wir sind ganz in derselben Lage, wir wollen beide den Kaiser (gemeint ist Nikolaus II.) schonen und wollen eine Formel suchen, um diese Frage zu umgehen, uns aber auf nichts einlassen, was unsere beiderseitige Wehrkraft fchwächen könnte . . . Wir müssen neben dem Kaiser aber noch die öffentliche Meinung Europas schonen, denn diese ist durch den unbesonnenen Schritt der Russen in Aufregung geraten." Man kann wohl kaum klarer die tatsächliche Situation, in der die erste Haager Friedenskonferenz stattfand, kennzeichnen, als mit diesen Worten des Franzosen. So war denn auch das Ziel aller im Haag vertretenen Möchte, das von vornherein als aussichtslos bekannte Ergebnis der Beratungen nach Möglichkeit zu verschleiern, und — soweit dies nicht erreicht werden konnte — die Verantwortung für das Scheitern der Konferenz oon sich auf einen an- deren abzuwölzen. Als Sündenbock stellte sich bald Deutschland zur Verfügung. Bülow, damals noch Staatssekretär des Auswörtigen Amtes, meinte zwar in einer Anweisung an unseren Botschafter in London: „Für Deutschland würde es von Wert sein, wenn dieser Friedens- und Entwaffnungsgedanke, der unter seiner idealen äußeren Form reale Kriegsgefahren birgt, an Englands Ablehnung scheiterte, ohne daß wir dabei in den Vordergrund treten.” Trotz dieser grundlegenden Erkenntnis des deutschen Staatsmannes sollte es jedoch im Laufe der Verhandlungen gerade umgekehrt kommen. Die deutschen Vertreter im Haag ließen sich schnell auf ein gefähr- liches Glatteis locken. In einem übel angebrachten Doktrinarismus und aus Sorge um die, der geographischen Loge nach besonders bedrohte Stellung Deutschlands, begannen sie einen ernsthaften Feldzug gegen die praktisch ohnehin unmöglichen pazifistischen Phrasen, die sich gelegentlich im Konferenzsaal breitmachten. Es war dem Geschick der englischen Diplomatie ein leichtes, diesen Widerstand der deutschen Vertreter gegen im Grunde nicht ernsthaft gemeinte Vorschläge weidlich auszubeuten, und Deutschland für das «cheitern der Konferenz in vollem Maße verantwortlich zu machen. Bis in die jüngste Zeil hinein war dies Mißgeschick der deutschen Politik im Haag eine der ergiebigsten Bropaganbaqucllen für die Lüge von der Allein fchuld Deutschlands am Weltkriege. Man hat bann trotz aller Friedenskonferenzen in allen Lagern mit Macht weiter g e r ü ft e t, der Zündstoff häufle sich an allen Ecken und Enden Europas immer bedrohlicher an, und es bedurfte nur des Funkens von Serajewo, um die Flammen des Weltkrieges über den Völkern zusanmienschlagen zu lassen. Die ersten großen Dokumente der Weltpolitik ^tad) dem Kriege greifen den Gedanken der Abrüstung wieder auf Der Versailler Vertrag begründet die Entwaffnung des besiegten Deutschlands mit der Notwendigkeit, „den Anfang einer allgemeinen Beschränkung der Rüstungen aller Nationen zu ermöglichen", und die Satzung des Völkerbundes enthält in ihrem Artikel 8 ein eingehendes Programm für eine Herabsetzung der nationalen Rüstungen. Seitdem ist die Debatte über die Frage der Abrüstung nicht abgebrochen. Militär- kommisstonen tagen in Permanenz am Genfer See, Koryphäen auf dem Gebiete des Völkerrechts arbeiten Dorsckläge aus, die der Gegenstand endlosen Noten- wechsels zwischen den Regierungen werden, Parla- mentsausfcküsie und international^ Ligen diskutieren über das Problem des ewigen Friedens, aber die praktischen Ergebnisse aller dieser Bemühungen, zu einer Rüstungsbeschränkung aller Nationen zu kommen sind gleich Null. Mit einer Ausnahme, Deutschland und seine Bundesgenosien sind restlos entwaffnet, und die um ihre Sicher- MM 6er üeuWMWn WrlMllWmSMfW Berlin, 11. $ebr. (VDZ.) 3m Reichstag fand eine mehrstündige Besprechung zwischen dem Neichswlrtschaslsmlnisler, dem Auswärtigen Amt, dem Reich'.ernährungsmlnister und dem Relchsstnanjministcr über die Frage der Fortführung der Handelsvertragsoerhandlungen mit polen statt, wie das „B. I.” von unterrichteter Seile erfährt, ist Ucber- einstimmung darüber erzielt worden, daß eine Fortführung der Verhandlungen als z we cklo s aniu- sehen ist. Am Samstag wird wahrfchcinlich der polnischen Regierung eine deutsche Rote übermittelt werden, in der vorgeschlagen wird, die Verhandlungen solange w unterbrechen, bis die Verhandlungen zwischen der polnischen Regierung und dem deutschen Gesandten in Warschau über die Frage der enbgültiaen Regelung der Ausweisung von Deutschen beendet sind. Die polnische Delegation wird wahrscheinlich anfangs nächster Woche Berlin verlassen und erst wieder zurückkehren, wenn die warschauer Verhandlungen zum Abschluß gelangt sind. Der Streit um die Ehorzowwerke. Tcntschland tlagt vor dem Internationalen Gerichtshof. Berlin, 11. Febr. (Wolff.) Die deutsch- polnischen Verhandlungen übet das Stickstoff» werk in Chorzow haben ihren Abschluß in einer Klage gesunden, die von der deutschen Regierung gegen Polen bei dem Ständigen Internationalen Gerichtshof im Haag eingereicht worden ist. Trotzdem die Reic^rcaie- rung den Wünschen der polrrischen Regierung soweit entgegengekommen ist, als cs ihr nach Lage der Sache möglich erscheinen durfte, ist eS nicht gelungen, zu einer Einigung zu kommen, weil in der Frage der Zah - lungsmodalitäten sich die polnische Regierung vollkommen ablehnend verhielt. Die deutsche Regierung glaubte schon auS praktischen Gründen eine geringe, aber gesicherte und in kürzeren Zeiträumen zu zahlende Entschädigungssumme einer größeren, ohne Sicherheit vorziehen zu müssen. Die polnische Regierung hat aber lediglich für die Verletzung der Patente der bayerischen Stickstoffwerke eine unzureichende Entschädigung angeboten, gegenüber den Ansprüchen der ober- schlesischen Stickstosfwerke jedoch mit Forderungen gegen das Reich aufgerechnet. Ein Standpunkt, der schon deswegen unhaltbar ist, weil die anerkannten polnischen Forderungen gegen Deutschland bekanntlich aus den Dawesonnuitäten zu bezahlen sind. Wenn man außerdem bedenkt, daß bei zulässigen Liquidationen der Wert des enteigneten Gegenstandes unmittelbar den geschädigten Privatpersonen auszuzahlen ist. so muß dieser Gesichtspunkt umsomehr bei Enteignungen maßgebend fein, die die polnische Regierung unter Verstoß gegen d i e Liquidationsbestimmungen vorgenommen hat. Es kommt hinzu, daß die polnische Regierung die in dem Werke verkörperten Werte im Jahre 1922 fich angeeignet hat, feit dieser Zeit wirtschaftlich und finanziell benutzt, und daß daher von ihr verlangt werden kann, diefe Werte endlich in fach- und sinngemäßer Weife zu bezahlen. D.a die polnische Regierung sich heit trotzdem noch ängstlich besorgten Nastbarstaaten wenden ihre ganze Aufmerksamkeit ausschließlich auf die Kontrolle der Niedergeworfenen, statt nun endlich auch einmal ernsthaft an die Erfüllung ihres im Versailler Vertrag und im Dölkerbundsstatut den Völkern pomphaft verkündeten Programms zu denken. Ein einziger Schritt zur allgemeinen Abrüstung, und damit überhaupt das erste tatsächliche Abkommen über Rüstungsbeschränkungen von praktischem Wert war das Ergebnis der Konferenz von Washington vom Frühjahr 1922, jedoch mit der grundlegenden Einschränkung, daß lediglich eine llebereinfunft über die Rüstungen zur See zu- stände kam, über die Landheere man sich aber nicht einigen konnte. Die Konferenz von Washington verdankt ihr Zusammentreten der Initiative des inzwischen verstorbenen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Warren G. Har ding. Als den Vater des Konferenzgedankens muß man wohl indessen den amerikanischen Staatssekretär Hughes bezeichnen. Die Konferenz ergab ein überaus geschicktes Zusammenspiel der beiden großen angelsächsischen Mächte gegen Japan und Frankreich. Das erste Opfer auf dem Altar der neuen Freundschaft war das englisch- -japanische Bündnis. Und dann wurde Japan von beiden kräftig zwischen die Zange genommen. Japans damalige Vormachtstellung im Stillen Ozean, der stete Alpdruck für die amerikanischen Philippinen, für Hollöndisch-In- dien und Australien wurde in Washington zu Grabe getragen. Die schweren wirtschaftlichen Erschütte- rungen, die das große Erdbeben, die stete Finanznot dem Lande brachten, taten ihr übriges, die japanische Gefahr wenigstens für eine Zeitlang zurückzudämmen. Die fünf Seemächte England. Ämeri'a. Japan, Frankreich und Italien einigten sich auf ein Verhältnis der Großkampfschiffe wie 5:5:3:1,75: 1.75. Der Neubau von Kriegsschiffen mit mehr als 35 000 Tonnen Wasserverdrängung wurde unter- aber gerade hinsichtlich der Zahlungsweise vollkommen ablehnend verhielt, konnte ihr ein neuer Protest vor dem Haager Gericht nicht erspart bleiben. Polens Haltung. Bizcministcrpräfidcnt Bartels im Landtag Warschau, 11. Febr. (WB.) Dizeminister- präsident Bartel hielt im polnischen Landtag ein Expose über die posit sche Lage des Staates, um den Abgeordneten das Budget zur Annahme zu empfehlen. Die außenpolitische Haltung Polens hat nach Ansicht des Bizeminister- präsidenten viel zur Klärung der internationalen Atmosphäre beigetragen. Die Entscheidung der Botfchasterionfercnz über die Ostfestungen Deutschlands bedeutet zwar eine Kompromißlösung, die in vielen Punkten Zugeständnisse an Deutschland enthält, sie ist aber doch zu einem bedeutenden Teil das Ergebnis der Bemühungen unserer Verbündeten und berücksichtigt bis zu einem gewissen Grade die Bedeutung der Sicherheit Polens für den allgemeinen europäischen Frieden. Die polnische Re- gicruna versteht, daß jede Schwäche und jeder zu weitgehende Dergleich unabsehbare schädig c Fo'. gen nach sich ziehen kann. Andererseits wünscht die Regierung eine reale w.rtschast.iche nachbarliche Zusammenarbeit mit feinen westlichen Rachbarn, eine Zusammenarbeit, die gegründet sein soll auf den bestehenden Verträgen und wirtschaftlichem Verständnis. Trotz der Qiadiridjt über eine auf deutsches Verlangen erfolgte C i n- Stellung der Handelsvertrags Verhandlungen in Berlin will die polnische Regierung nicht glauben, daß die deutsche Regierung unter dem Borwand der verweigerten A u s e n t h a 11 S d e w i 11 i g u n g für vier deutsche Staatsangehörige es zu einem vollkommenen Bruch der Derhandlungen üser den Handelsvertrag kommen lassen will. Wenn es aus diesem Grunde zu einer Unterbrechung der Derhandlungen kommen sollte, so müssen wir von vornherein erklären, daß wir die ganze Schuld auf die gegenwärtige deutsche Regierung wälzen. Ablehnung der Wtztrauenrvülen gegen Aeudell. Das Ergebnis der Untersuchung des Reichskanzlers. Berlin, 11. Febr. (DDZ.) Auf der Tagesordnung steht die Abestimmung über das kommunistische Mißtrauensvotum gegen den Reichsinnenminister v. Keudell In Verbindung mit der kommunistischen Interpellation wegen Beherbergung von Mitgliedern der Olympia auf einem Gute des Minister- v. Keudell. Abg. T o r g l e r (Komm.) begründet die kommunistische Interpellation. Minister v. Keudell sei ein eifriger Förderer und Mitarbeiter der saszistischen, feit 1926 verbotenen Organisation Olympia. Ein fogenannteä Sommerlager dieser Organisation habe v. Keudell auf seinem Gute Hohenlübbichow beherbergt und beköstigt. Die Mitglieder Der Olympia wurden Dort militärisch von einem Reichswehrleutnant Szalla auggebilDet. Herr v. KeuDell habe wiederholt an Die jungen Leute Ansprachen gehalten, in Denen er Die WieDeraufrichlung der alten Hohen- zollern-Monarchie als erstrebenswert bezeichnete. In seiner letzten Reichstagserklärung habe Minister v. Keudell die Unwahrheit gesagt. Die Iungdeutschland-Abteilung, die er beherbergt haben wollte, sei tatsächlich eine Abteilung der Olympia gewesen. Reichskanzler Dr. Marx: „Ich habe die Untersuchung des Falles v. Keudell selbst in die Hand genommen und objektiv durchgeführt. Zuerst ist Dr. v. Keudell Beteiligung am Kapp-Putsch vorgeworfen worden. Er hat, wie er zugibt, die Be- lanntmachungen der militärischen Befehlshaber für die Kapp-Regierung verbreitet. Dies geschah auf ausdrückliche Anweisung seines damaligen Dorgesehten, des ständigen Stellvertreters des damals von seinem Amte selbst abwesenden Regierungspräsidenten Bartels, des Oberregierungsrates v. Keller. Mitteilungen Der rechtsmäßigen Regierung gelangten damals nicht zu ihm. Sobald die erste Nachricht von Der Rückkehr Der rechtmäßigen Regierung am 18. März 1920 an ihn gelangte, hat Landrat v. Keudell diese Mitteilung weiter verbreitet und alle srüheren Erlasse der Kapp-Regierung aufgehoben. (Zuruf bei Den Kommunisten: „Da hatte er schon Die Hosen volll") Es ist richtig, daß Landrat v. Keudell Den Vertrauensmann vor Der Generalstreikagitation gewarnt hat. Der frühere Bürgermeister von Mohrin bestreitet aber ausdrücklich Die auch hier verbreitete Behauptung, daß Landrat v. Keudell ihn unter Strafandrohung ersucht habe, sich Der Regierung zu fügen. Es muß festgestellt werDen, Daß nach der vorliegenden Rechtsprechung Der Beamte in erster Linie zu gehorchen hat. Der Kanzler weist Darauf hin, daß Damals Der militärische Aus, Ihme- zustanD bestand und daß die polizeiliche Gewalt auf den Militärbefehlshaber Überlegungen war. Auch danach war Herr v. keudell verpflichtet, den Anordnungen des Militärbefehlshabers nachzukommen. Ls war für ihn als Canbrat die erste Pflicht, für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Es roar (eine Pflicht, an der Zäck ricker Brücke Gendarmen aufzustellen. Diese Maßnahme hat er getroffen, um ein Uebergreifen der Unruhen aus Eberswalde zu verhindern. Herr v. Keudell ist bann in ben einstweiligen Ruhcstanb versetzt worden. Am 20. April 1920 hat er den Regierungspräsidenten um beschleunigte Untersuchung seines Verhaltens ersucht. Eine Untersuchung oder ein Disziplinarverfahren ist jedoch niemals eingeleitet worden. (Hört! Hört! rechts.) Herr v. Keudell ist in Dieser Beziehung bis heute noch ohne jeDe Rachricht. (Lachen links.) Am 22. Juli 1921 wurde Herr v. Keudell vom preußischen Innenminister vorübergehend der Regierung Stettin überwiesen. (Erneutes Hört! Hört! rechts.) Er hat Diese amtliche Stelle nicht antreten können, weil er Damals krank war. Er hat jeDoch Diese Berufung Dahin auffaffen müssen, daß ihn die preußische Staatsregierung wieder im aktiven Staatsdienst ver- fagt und bas Höchstkaliber für bie Schiffsgeschütze auf 40,6 Zentimeter festgesetzt. Einer Erörterung irgendwelcher Rüstungsbeschränkungen zu Laube hatte Frankreich, besten Damaliger Ministerpräsident Briand persönlich in Washington sein Land vertrat, auf das heftigste und mit Erfolg widerstanden. Neben diesem Rüstungsabkommen gingen Verhandlungen über das Schicksal Chinas mit dem Ziel, die javanische Vormachtstellung in China durch eine angelsächsische zu ersetzen. Es kam auch hier eine Uebereinkunft zustande, in der Japan sich verpflichtete, Schantung an China zurückzugeben und seine Truvpen zurückzuziehen, sobald die Chinesen für die Aufrechterhaltung der Sicherheit sorgen könnten. Japan hat in den nächsten Jahren alles getan, um aus diesem Kautschukparagraphen das denkbar möglichste für sich herauszuschlagen. In der Vorgeschichte des augenblicklichen schweren Konfliktes in China spielt diese Uebereinkunft oon Washington eine gewichtige Rolle. Wenn nun Hardings Rachfolger im Weißen Hause, Ealvin 6 o o I i D g e, gerade jetzt in einer Botschaft an Den Kongreß Der Bereinigten Staaten eine neue Abrüstungskonferenz vorschlägt. Die Das Abkommen Der Seemächte vom Jahre 1922 in bezug auf Die Kreuzer. Zerstörer unD _ il-'Boote ergänzen soll, so fällt Die Parallelität in Der politischen Lage des Femen Ostens auf. Das Angelsachsentum ist in China in Die Defensive gedrängt. Japan und Rußland unterstützen — das eine geheim, das andere offen — Di: chinesische Bewegung. Es toirD diesmal auf dieser neuen Konferenz, vorausgesetzt, daß sie überhaupt zustande kommt. Den beiden angelsächsischen Mächten nicht so leicht fallen. Dem heute in einer ganz anderen Position dastehenden Japan neue Rüstungsbeschränkungen aufjuof freieren. Zumal auch jetzt wieder, wie schon vor Jahren in Washington. Frankreich Der heftigste Gegner einer Beschränkung des ül-BootbaueS sein wird. Ist doch seine U-Boot- flotte die wirksamste Waffe gegen das englische Inselreich. Heber eine Beschränkung Der 2 a n D- rü ft ungen spricht sich schon Coolidge selbst außerordentlich pessimistisch aus. Er schlägt zwar Den europäischen Mächten regionale Vereinbarungen vor, verwahrt sich aber von vornherein Dagegen, auf Diesem Gebiet konkrete Borschläge zu machen. Die alte Scheu vor einer Einmischung in europäische Dinge, Die alle amerikanischen Parteien beherrscht, seit sich Präsident Wilson In Versailles so gründlich Die Finger verbrannt hat. spricht auch in Diesem Vorbehalt Hardings mit. So toirD sich für Deutschland durch Diese neue Konferenz gewiß nicht viel ändern. Der nwralifche Druck auf Frankreich und seine östlichen Satrapen wird gleich stark bleiben, wird aber kaum genügen, diese Möchte zu ernstlichen Anstrengungen in der Abrüstungs- frage zu veranlassen. Aber gerade Amerika allein hat es in der Hand. Die ihm verschuldeten europäischen Mächte zu Rüstungsbeschränkungen zu zwingen, sobald es ihnen einmal ernstlich den Brotkorb höher hängt vnd auf finanziellem Gebiet sein Entgegenkommen in Aussicht stellt gegen eine entsprechende Herabsetzung der Rüstungsausgaben. Wir scheinen jedoch hieraus nicht hoffen zu Dürfen. Amerika beherbergt auch eine Der ausgeDehntesten RüstungsinDu- freien Der Welt, unD Die Leute, Die hinter Den Kulissen Das amerikanische Volk in Den Weltkrieg getrieben haben, werden auch kaum gewillt fein, in Zukunft für ihre Kanonen auf Den europäischen Markt zu Verzichtern So sind Die Aussichten für Das entwaffnete DeutschlanD trotz aller Konferenzen, trotz aller Ausrufe und Reden gläubiger Ideologen nicht günstiger geworden. Man redet heute, wie damals im Haag, von Abrüstung und ewigem Frieden und meint Die Vorbereitung zum nächsten Krieg. wenden wollte. Diese Auffassung wird durch die Tatsache unterstützt. daß Herr v. Keudell im März 1922 -um Regierungsrat in Arnsberg ernannt werden sollte. Der vom preußischen Innen- und preußischen Finanz- Minister unterzeichnete Erlaß wurde aber nicht mehr abgesandt, da Herr v. Keudell inzwischen um seine Entlassung aus dem Staatsdienst gebeten hatte Au» der Tatsache, daß die preußische Staats- regirrung von einem Untersuchungsversohren gegen v. keudell abgesehen hat und ihn wieder lu den Staatsdienst aufnehmen wollte, muß der Schluß gezogen werden, daß auch die preußische Staatsregieruna damals schon sein Verhalten nickt so beurteilt hat, daß sie eine neuerliche Berufung in den Staatsdienst für ausgeschlossen hielt. Was den Küstriner Putsch anbelangt, so steht fest, daß der jetzige Reichsinnenministcr keincsfaNs unmittelbar nach dem Putsch bei Oberst Gudovius für Buchrucker eingetreten ist. Erst einige Tage später war er bei Gudovius, und zwar nur zu dem Zwecke, ihm dafür zu danken, daß er durch seine Haltung den Kreiß Königsberg vor schweren Unruhen bewahrt hat. (Lachen und Heiterkeit UnlS.) Hrrc v. Keüocll har den Küstriner Putsch stets a u f S schärf ste verurteilt. Herr von Keudell sei jahrelang von den verschiedensten Organisationen angegangen worden, er möge Mitglieder von ihnen für einige Zeit auf seinem Gute unterbringen. Keudell hat jahrelang in weitestgehendem Maße solche Gastfreundschaft gegeben. (Lachen links.) Er hat auch Kinder aus dem Ruhrrcvier ausgenommen und jüdische Pfadfinder. (Hört! Hört! und Heiterkeit rechts.) 3m übrigen ist die Olympia erst am 12. Mai 1926 verboten worden. 3m 3ahre 1926 war der 3ung* deutschlandbund auf dem Gute untergebracht. Dieser unpolitische Verband bat in keiner Wei e etwas mit der verbotenen Olympia zu tun. Militärische Ausbildungen haben nicht stattgesunden, auch keine militärischen Schießübungen. (Als der Kanzler von der Linken dauernd durch Lachen unterbrochen wird ruft er: 3a, meine Herren, bei 3hnen ist das Urteil schon gesprochen. Ich betrachte Ihre Kundgebungen als eine Unverfrorenheit ersten Ranges. 3ch weiß meine Pflicht zu tun. — (Lebhafter Beifall bei den Regierungsparteien. Lärm bei den Kommunisten.) Der Reichskanzler erklärt mit gehobener Stimme, daß er auf dieser Grundlage nach genauester gewissenhaftester Prüfung sagen müsse, daß Vorwürfe gegen Herrn v. Keudell wegen rechtswidrigen Verhaltens in der Vergangenheit nicht berechtigt sind. Persönlich wolle er bemerken, daß er glaube, in Herrn v. Keudell einen Mann kennen gelernt zu haben, der sein Wort hält. (Lärmende linier« b echungen links.) Der Kanzler betont zum Schluß, daß sich die Tätigkeit auch der neuen Regierung nur auf dem Boden der Verfassung bewegen werde. Rach den Besprechungen mit Herrn v. Keudell habe er die Heber- zeugung gewonnen, daß er in dessen Person für diese Bestrebungen einen treuen Helfer gefunden habe. (Lebhafter Beifall bei den Regierungsparteien, Unruhe und Lärm links.) Innenminister v. Keudell erklär,, es widerstrebe ihm, y_i glauben, daß ein Mitglied des Hauses ihm die Verletzung seiner Eidespslicht zulrauen könne. (Gelächter und Unruhe bei den Kommunisten.) Rach seiner ganzen Lebensaussassung werde er selbstverständlich zu seinem Eide stehen und er erachte es als , seine besondere Pflicht, für den Schutz und das ' Ansehen der deutschen Republik zu sorgen. > (Zwischenruse bei den Kommuni' en.) Die Worte des Herrn Reichskanzlers an meine persönliche F Adresse sindcn meinen B.ifall. Abg. v. Gu6rard (Ztr.) erklärt, dah nach '• den Feststellungen des Reichskanzlers und durch die eben gehörte Erklärung des Reichsinnen- nünisters die Voraussetzungen erfüllt feien, die daS Zentrum an sein Vertrauensvotum vom 5. Februar gestellt habe. Dieses erstrebe sich daher auf das ganze Reichskabinett, und das Zentrum lehne die gegen den Reichs- Jnnenm.niftcr vorgel:gten MißtrauenZanträge ab. Abg. Landsberg (Soz.) hält die Erklärungen deL Kanzlers für unbefriedigend. Gin Mann, der so schwer seine Beamtenpsllcht verletzt, und der in schwieriger Zeit seinem Eid und der Regierung nicht treu geblieben ist, kann unmöglich den Ministerposten bekleiden, der ihn zum Hüter der Reichsversassung macht. Außer dem kommunistischen ist inzwischen noch ein sozialdemokratisches und ein demokratisches Mißtrauensvotum geg"ii Minister v. Keudeil eingegangen. Abg. v. R i ch t h o f e n (Dem.) schließt sich der Verurteilung deS Verhaltens des Ministers v. Keudell beim Kapp-Putsch an. Ein Beamter, der in dieser Weise seine Beamtenpflicht verletzt hat, könne unmöglich den Ministerposten bekleiden. Der Mißtrauensantrag der Demokraten wird in namentlicher Abstimmung m t 217 gegen 161 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt. Für das Mißtrauensvotum stimmten außer den Antragstellern auch die Sozialdemokraten, fiommu- nisten und der Abg. Dr. Wirth (Zentr.) Die Mißtrauensanträge der Sozialdemokraten und Kommunisten wurden darauf in namentlicher Abstimmung mit 218 gegen 163 Stimmen bei einer Stimmenthaltung ebenfalls abgelehnt. Um 51 Uhr vertagt sich das Haus auf Mitt« woch, den 16. Februar. Erste Lesung des Haushalts für 1927 und vorläufiger Finanzausgleich. ReichshUfe für L. 3-127. Verlin , 11. Febr. (TH.) Wie bereits gemeldet, hatte sich der Verkehrsousschuß des Rric':StageS gestern mit dem Antrag der Abgeordneten Groß (Ztr.), Dietrich-Baden (Dem.), Rauch (B. V. P.) und Schmidt (Dnll.) zu befassen, der in den Etat des Reichsverkehrs- ministeriumS die Einsetzung von zwei Millionen Mark a s Zuschuß zu den Bau- fo'ten des aus dec Friedrichshafener Werft gegenwärtig im Bau befindlichen Zcppelinlust- schisseS L. Z. 127 verlangt. Diese Summe von 2 Millionen Mark war von Dr. Eckener bereits vor Monat.n vom DerkehrSminist.- erbeten roor» den. nachdem sich herausgestellt hatte, daß die Zeppelin-Eckener-S^ende nicht den Erwartungen entsprach. AuS den gesammelten Mitteln läßt sich zwar die F e r t ig st e l l u n g des Luftschiffes ermöglichen, doch sind darüber hinaus noch große Beträge erforderlich. um die notwendigen Versuche vornehmen zu fön-, n Der Verkehrsminister Dr Kröhne hatte di fc Summe zugesagt und man hofft, dah der Reichstag seine Genehmigung erteilen wird, um die Durchführung der Friedrichshafener Pläne zu ermöglichen. Die aufgewandte Summe wird vor allem der deutschen Wissenschaft zugute kommen, da das neue Luftschiff nicht, wie gemeldet worden ist, zu Expeditionen nach der Arktis bestimmt ist, sondern große Atlantikfahrten unternehmen wird, um die dort herrschenden klimatischen Verhältnisse zu erforschen. Zur Aufwertung der Reichsanleihen. Berlin, 12. Sehr. (Wolff.) Die demokra- tifche Reichstagsfraktion hat folgenden Antrag eingebracht: „Ser Reichstag wolle beschließen, die Reichsregierung zu ersuchen, unverzüglich einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch den im Wege einer sofort verzinslichen Hm- tauschonleihe oder auf andere geeignete Weise die Altbesitzer von Reichsanleihen an Stelle von Anleiheablölungsschuld und Auslosungsrechten in den Besitz eines Wertpapieres gesetzt werden, dessen Wert einer mindestens 12»/,prozentigen Aufwertung des ursprünglichen Betrages der in Anleiheablöfungsschuld umgetaufchten Reichsanleihe entspricht und das laufend mit mindestens 5 Prozent jährlich verzinst wird." Der Handel um die hessische Gesandtschaft in Berlin. D a r m st a d t, 11. gebr. (Wolff.) Zur Frage der Reubesetzung der hessischen Gesandtschaft in Berlin erfahren wir von unterrichteter Seite folgendes: Cs bewahrheitet sich, daß der vom Zentrum in Borschlag gebrachte, zum Zentrum gehörige Ministerialrat Äirnberger von den Sozialdemokraten abgelehnt wurde. Abg. Rechtsanwalt Ruß- Worms wäre dagegen genehmer. Da aber die Sozialdemokraten gleichzeitig den Abg. Dornemann als zweiten Ge- fandtschastSbeamten nach Berlin schicken wollen und Zentrum und Demokraten, die offenbar vollkommen dcsmteresFert sind, die Verantwortung für diese finanzielle Del astung des Staates nicht ohne werteres übernehmen wollen, kommt die Frage nicht recht vorwärts. Es scheint jedoch festzustehen, daß das Zentrum, das sich durch die Ablehnung Kimbergers brüskiert sieht, jetzt seinerseits Bornemann a b l e h n t und auf andere Vorschläge wartet. Ein Iw s erhall in Bingen. WSN. Bingen, 11. Febr. Als der Konzertmeister Eugen Lepp von hier sich von seinem Dienst in einem hiesigen Co.al in der Nacht a u f dem Nachhauseweg befand, wurde er v o n einem englischen Kriminalbeamten angehalten und ihm der Pah abverlangt. Lepp weigerte sich, seine Auswcispapiere zu zeigen und forderte den in Zivil befindlichen Beamten auf, sich zunächst einmal s e l b st auszuweisen. Der Beamte wurde darauf energischer und zog schließlich den Revolver. Lepp schlug dem Engländer die Waffe aus der Hand und verhütete so — er zählte schon bis drei — glücklicherweise ein folgenschweres Unglück. Es kam jetzt zu einem Handgemenge, worauf Lepp sich daooumachte. Nun nahm der Kriminalbeamte einen dabeistchenden jungen Mann, einen Studierenden am Binger Technikum fest und brachte ihn zur deutschen Polizeiwache. Der Krimi- nalbeamte wurde von seiner vorgesetzten Behörde seines Dien st es enthoben und sieht seiner Bestrafung entgegen. Lohnkonflikse im Rheinland und Schlesien. Esten, 11. Febr. (WB.) Bei den in Essen geführten Lohnverhandlungen für die nordwestliche Gruppe der Eisen- und Stahlindustrien forderten die Arbeitnehmer u. a. eine Erhöhung des SpitzenlohneS von 70 auf 85 Pf. für Facharbeiter, während die Arbeitgeber erklärten, eine Erhöhung ter bestehenden Tariisätze nicht tragen zu können. Da eine Einigung nicht erzielt werden konnte, sollen in der nächsten Woche neue Verhandlungen vor dem Reichs - und Staatskommissar in Essen staltfinden. Don den christlichen Gewerkschaften war außerdem eine Erhöhung der sozialen Zulagen um das Doppelte beantragt worden. Die Verhandlungen im Reichsarbeitsministerium zur Beilegung des Lohnkonfliktes In der schlesischen Textilindustrie sind ergebnislos verlaufen. Die Bezirksgruppe Körlitz-Seidenberg des Verbandes schlesischer Tertilindustrieller hat die "Aussperrung für Görlitz und Seidenberg beschlossen als Gegenmaßnahme gegen die Kündigung des Arbeitsoerhältnisses durch öie Arbeitnehmerschaft im Bezirk Görlitz-Seidenberg und Rcichenoach- Griinberg. Und der Völkerbund? Plan einer Internationalisierung Schanghais. Genf, 11. Febr. (Wolff.) Die Erklärung der britischen Regierung über ihre Politik gegenüber China, die dem Völkerbundsfelretarlat zugestellt wurde, enthält die Feststellung, daß England bereit sei, die Hnverletzlichkeit und Hnabhängig- keit Chinas zu toabren, daß aber bei den gegenwärtigen revolutionären Verhältni sen in denjenigen Städten Chinas, die unter der Herrschaft der nationalisti'chen Regierung stehen, keine Gewähr für ausreichenden Schuh der britischen Hntertanen dort gegeben sei. England habe deshalb Truppen entsenden müssen, deren Zusammensetzung aber an sich schon eine Gewähr dafür bietet, daß sie nur zu Verteidig ungszwecken bestimmt sind. Man hoffe, daß diese Truppen bald zurückgezogen werden können. Die Ereignisse von Hankau und Hlukiang dürften sich in Schanghai nicht wiederholen, und das Leben der dortigen Engländer werde vor jeder Gefahr geschützt werden. England sei bereit, über alle schwebenden Fragen zu verhandeln, sobald China sich eine Regierung gebildet habe, welche die notwendige Autorität für diele Verhandlungen besitzt. Doch müsse vorher die amtliche Hnterstützung der antibrUbcben Propaganda aufhbren. ES sei nun Sache der an dem Washingtoner Vertrag beteiligten Regierungen zu entscheiden. In welchem Maße sie sich der britischen Politik ankchlicßen wollten. Wie in politischen Kreisen verlautet, soll die Verständigung zwischen England und Kanton bereit- abgeschlossen fein. Es verlautet ferner, dah in Londoner maßgebenden Kreisen der Gedanke der Schaffung einer neutralen Zone um Schanghai unter Aufficht deS Völkerbundes, ähnlich wie dies gegenwärtig bei Danzig der Fall ist, eingehend geprüft wird. Sin Steg der chinesischen Nordarmee. Paris. 11. Febr. (WTD.) Rach einer Meldung der Agentur 3ndo Pacific auS Peking ist die Lage in der Provinz Tschekiang für Sunschuanschang, dessen Truppen Schushau wieder eingenommen haben, günstiger geworden. 3n der Provinz Klangst ziehen sich die Kuomintang- Truppen zurück. Eine erbitterte Schlacht zwischen Rordtruppen und 30 000 Mann Süd- truppen hat mit einem Siege der Rordtruppen geendet. Die verfügbaren Streitkräfte WupeifuS und Tschangtsolins werden in der Provinz Honan gegen die Rote Kavallerie eingesetzt. Der Stabschef Tschangtsolins erklärte: Es ist -selbstverständlich, daß Wupet'fu auf u n f e r e r S e i t e ist, aber angesichts der drohenden Lage in Tschekiang wird die mandschurische Armee in der Richtung auf die Provinz Honan vorgehen, um die Tätigkeit der südlichen Streit- fräftc zu behindern. Den amerikanischen Vorschlag bezüglich Schanghai sind wir nicht in der Lage gutzuheißen. Cs ist nicht unmöglich, zu einem Kompromiß zwischen der Rordarmee und der Eüdarmee zu gelangen, wenn dem Oberbefehlshaber der Kantontruppen die völlige Hn terbrüdung des Kommunismus gelingt. Abschaffung der ausländischen Gerichtsbarkeit. Hankau, 11. Febr. (W2.) Der Außenminister von Kanton teilt den Konsulaten mit, daß aus Grund einer Anordnung des politischen Bureaus ausländische Kläger künftig keine Klagen mehr vor dem besonderen Gerichtshof anhängig machen können. Alle ausländischen Prozesse müssen vor chinesischen Gerichtshöfen ohne Hnterstützung eines Kon- fularbeamten als Beisitzer durchgeführt werden. Paris und das amerikanische Abrüstungsmemorandum. Paris, 11. Febr. (WTB.) Das amerikanische Memorandum über die Seeabrüstungskonferenz ist von den zuständigen Stellen des Ministeriums des Aeußern unter Zuziehung der französischen Vertreter beim Völkerbund eingehend geprüft worden. Havas hält es für wahrfchein- lich, daß die französische Regierung gegen den amerikanischen Vorschlag keine Einwendungen erhebe, jedoch darauf bestehen werde, daß der Völkerbund mit dem Abrüstungsproblem weiter befaßt bleibe. Anderers-eits sei anzunehmen, daß die Beteiligung Sowjet-Rußlands an der vorgeschlngenen Konferenz nicht als Bedingung für den Zusammentritt der Konferenz gestellt werden touroe. Aucy die Aoend- presse bespricht das Vorgehen deS Präsidenten Coolidge In der Gntwaffnungssrage. Dec „TempS" findet, wenn man das Problem der Abrüstung zur See in dem Sinne, in dem Washington cs anempsehle, lösen wolle, zu gleicher Zeit aber dam Problem der Entwaffnung zu Lande und daS Problem der PotentielS de guerre u n q e * l ö st lasse, dann würde das bedeuten, daß man die Lage vollkommen per.älsche und die Sicherheit aller Rationen zugunsten der Völker opfere, die sich hinter der beweglichen Mauer der Meere und Ozeane sicyer fühlen. Was Washington erwartet. Reuyork, 11. Fcbr. (TH.) 3n Washingtoner politischen Kreisen rechnet man damit, dah daS Memorandum der amerikanischen Regierung über die Einberufung der neuen See-Abrüstungs- konserenz von England und 3apan angenommen, bei Frankreich und Stallen dagegen auf Widerstand ft oft en werde. Es wird darauf hingewiesen, daß dir englisch-französischen Beziehungen sich feit der Washingtoner Abrüstungskonferenz ständig verschlechtert hätten, während anderer;elid das Auftauchen Mussolinis die italienischen Machtträume hcrvorgcrufen habe, deren Vcrw rl- lichuv.g nur mit starker Armee und Flotte möglich sei. Deutschland spiele bä der ganzen Erörterung überhaupt keine Rolle, da es keine militärische Großmacht mehr sei. Von Eoolidge nahestehenden Persönlichkeiten wird erklärt, daß jetzt die Zeit gekommen fei, da die Großmächte Farbe bekennen und mit dem theoretischen Gerede auf» hören müßten, wenn es ihnen tatsächlich ernsthaft um die Abrüstung zu tun fei. Die Aufnahme in (kng'and. London , 11. Febr. (Reuter.) 3n hiesigen zuständigen Kreisen äußert man sich zu den Vorschlägen deS Präsidenten Coolidge für eine Beschränkung der Rüstungen zur See zustimmend. Eine ausführliche Stellungnahme kann aber erst nach gründlicher Prüfung der amerikanischen Vorschläge erfolgen. Tirpitz zur Botschaft des Präsidenten Coolidge. Reuyork. 12. Febr. (TH.) Die Blätter des 3nternational Rcws Service veröffentlichen eine Unterteilung ihres Berliner Korrespondenten S. Dunbar Weyer mit dem Großadmiral v. Tirpitz über die neuen Flottenabrüstungs- Vorschläge des Präsidenten Coolidge. Der Großadmiral führte u. a. aus: „Der neue Vorschlag des Präsidenten Coolidge für eine uneingeschränkte Flottenabrüstungsverständigung unterscheidet sich wohltuend von Methoden, die die Genfer Abrüstungskonferenz bisher anwandte, um eine wirkliche Abrüstung Frankreichs und feiner europäischen Verbündeten zu umgehen. So versuchen die Vertreter dieser Staaten in Genf, das französische Heer von 4 Mill. Kriegsstärke in ein Heer von 335 000 Mann um- zuwandeln, also 3.75 Mill, im Kriege verwendungsbereiter Soldaten verschwinden zu lassen und 5000 vorhandene Flugzeuge, sowie riesenhafte Kriegsmaterialbestände als nicht vorhanden zu bezeichnen. Cs werden natürlich einige Schwierigkeiten gemacht werden, doch ist der r»ue Vorschlag deS Präsidenten Coolidge ebenso wie der vorherige FlottenabrüstungS- vorschlag der praktisch brauchbare Versuch eines Weitblickenden Politikers, die allmähliche allgemeine Abrüstung, der bisher nurDeutschland und seine ehemaligen Verbündeten restlos nachgekommen find, auch bei den anderen Staaten zu fördern. Die einfeitige Abrüstung Deutschlands gegenüber feinen biS an die Zähne bewaffneten Rachbarn widerspricht vollkommen dem Gerecktigkei sgefühl. aus dem heraus das amerikanische Volk feine Unterschrift zu dem Versailler Vertrag verweigert hat. Kunst und Wissenschaft. Agnes Sanna gestorben. P r e s c o 11 (Aricona), 12. Febr. (DIB-Funk- E.) Agnes S o r m a , eine der berühmtesten «tischen Künstlerinnen, ist hier im 62. Lebensjahre einem Herzschlag erlegen. Die Schauspielerin war seit 1890 mit dem Grasen Minolta verheiratet. • Agnes Gorma, eigentlich Pollaczek. geboren am 17. Mai 1865 in Breslau, betrat febon als 14 ähriges Mädchen die weltbedeu'Lnden Bretter war später in Görlitz, Posen und DKimar als Schauspielerin tätig und kam 1883 an daS Deutsche Theater in Berlin unter L'Arronge, wo fic alsbald Der Liebling des Publikums wurde. 3n Berlin vollzog sich auch die entscheidende Entwicklung und der Hebergang von der jugendlichen Raiven und Liebhaberin ins ernste, hochdrama- tifche und tragische Fach: als Kätchen von Heilbronn. 3ulia, Ophelia, DeSdemona, Jüdin, Esther. Minna von Darnhelm. wurde sie eine Der gefeiertsten Darstellerinnen ihrer Zeit.« Von 1890 bis 1894 wirkte sie am Kleinen Theater, um dann wieder an die alte Wirkungsstätte zurückzukehren: bis Ende der 9Oct 3ahre blieb sie dem Deutschen Theater treu. Der aufkommende RaturalismuS machte die Gorma zu einer ebenso bedeutenden 3nterpretin der modernen Dühnenkunst. Besonders als 3bsendarstellerin (Hedda Gcbler, Rora) war sie unübertroffen; als Rautendelein und in Den Dramen SudermannS Hal e sie hinreißende Er- solge. 1899 ging sie nach Paris. 1900 begann fic mit einem eigenen Ensemble die Welt zu bereifen, und in aller Herren Ländern sand sie stürmische Anerkennung und — nebenbei — die Möglichkeit, sehr bald ein Vermögen zu erwerben. Später kehrte sie vorübergehend nach Berlin zurück, um bei Drahm und Reinhardt Gastspiele zu geben. — Mit Der Sorina, Die man die deutsche Düse genannt hat, ist eine der markantesten Persönlichkeiten Der älteren deutschen Schansp'e ercencra.ion Dafjngegangen. Georg Brandes operiert. Georg Brandes, der greife dänische Literarhistoriker, der schon lange schwer leidend war, wurde in Kopenhagen wegen Darmverschlingung einer Operation unterzogen, die günstig verlies. Der Zustand des Patienten ist belried.gend. Deutsches Operngaslspiel In Madrid. Die deutsche Opern.ruppe, die an Der Madrider Oper ein Gastspiel gibt, hat unter Der musikalischen Leitung von Pros. Szenkar- Köln so außerordentliche Erfolge erzielt, daß der königliche Hof an die Truppe die ‘Bitti? gerichtet hat, die Oper Lohengrin, die bis jetzt von einer italienischen Truvpe gelungen wurde, In deutscher Sprache zur Aus- sührung zu bringen. Die deutsche Botschaft bemüht sich, für die deutschen Künstler die dazu noitocnl i e Verlängerung ih.es Gastf^i.lurlaubs zu bewirken. 2lus aller Welt. Lchwere Lchncekatastropsten. Heber Korsika find so gewaltige Schneemengen niedergegangen, dah die Eifenbahn- verbindunng zwischen Bastia und Ajaccio unterbrochen wurde. Die meisten 6lehrt- zilärsleitungen Der 3nsel wurden gestört. 3n Erosaglia wurden Drei Häuser durch Die Dchnee- massen eingedrückt, in Palmeca Die Baracke italienischer Kohlenarbeiter, wobei 13 Arbeiter Den Tod fanden und vier schwer verletzt wurden. — Auch in 3 aPan sind infolge von Schnee stürmen 103 Personen ums Leben gekommen. Zehn Personen werden vermißt. Mehr als 20 000 Soldaten sind mit Den AufräumunpS- arbeiten längs Der Eiienbahnlinie.r beschäfttat. An gewissen Stellen liegt Der Schnee 16 ois 18 Fu.ß hoch. — 3 e r u f a [e m ist infolge eines schweren Schneegestöbers zum erstenmal wieder seit 1921 in tiefen Schnee gehüllt. — 3n Beirut hat ein Tornado gewaltigen Schaden angerichtet. Die im Hasen liegend.-n Schiffe wurden von ihren Ankerplätzen losgerissen. Baracken wurden durch den Sturm sorlge.egt. Drei Senegalesen wurden getötet und mehrere schwer verletzt. Raubüberfall auf eine russische Bahnstation. Auf einer Vorortstation osn vchitoinir überfielen Banditen den Stationschef, ermordeten ihn und zwei Fahrgäste und bemächtigten sich Der Bahnkasse mit 18 000 Rubel. Die Banditen entkamen aus einer Lokomotive. Sieben Bauarbeiter verunglückt. In Heer len bei Amsterdam brach ein Baugerüst zusammen. Die darauf befindlichen sieden Bauarbeiter wurden schwer verletzt. Zwei von ihnen starben kurz Darauf. Degen der Versicherungssumme ermordet. Bei Blankensee in Mecklenburg wurde Der 26jährige Knecht Karl Rohde tot auf» gefunden. Rohde war im Dezember v. 3. von feinem Arbeitgeber, dem Landwirt Krüger, durch Den Blantenseer Agenten einer Berliner Versicherungsgesellschaft mit 50 000 Mb versichert worden. Die Ermittelungen Der Kriminalpolizei ergaben, daß Rohde aller Wabr- scheinlichleit nach ermordet worden ist. Unmittelbar nach Dem Tode RohdeS beantragte Krüger Die Auszahlung Der Versicherungssumme. Krüger sowohl wie Der Versicherungsagent wurden unt:r Mordverdacht verhaftet. Auch im lobe vereint. In Neustadt bei Koburg wurden yemeinsam an ihrem Diamantenen Hochzeitstage Die Paul Naßschen Eheleute beerdigt. Die 84jährige Ehefrau starb nach kurzem Krankenlager drei Tage vor ihrem Hochzeitstag, der Ehemann am folgenden Tage während eines Kondolenzbesuches. Die Festvorbereitungen für das seltene Ehejubiläum waren schon im Gange Sus der Provinzialhauptstadt. ® ieb en, den 12. Februar 1927 Bubi hat die ,,©nippe“. Für- und vorforalich. tote Papa nun einmal Ist. sich und bie eeinen vor schwerer Grippe - erlrantung zu bewahren. halt er ei für geraten, zunächst eine Flasche „Asbach Uralt** ins Hous zu bringen und je nach physischer und psychischer Stimmung sich davon ein Gläs-chen zu Oemüte zu führen. Die- löbliche Dorhaben konnte auf die Dauer dem dreijährigen Bub', nicht verborgen bleiben; er folgerte daraus: toaS dem Papa zusagte, auch ihm nicht» schaden könne. Unbewachte Augenblicke gLt e4 im Leben aller BubiS eine ganze Menge, unser Bubi brauchte aber nur einen, schlich in die gute Stube wo die auf MamaS Düseti thronende Asbach Uralt- Pulle unter Zuhilfenahme eine# Stuhle« in feinen Besitz gelangte. Damit nahm die Tragödie ihren Anfang. — Bubi brachte auS der guten Stube ein Benehmen mit, da« die Mama sonst nie an ihm bemerkt hatte Sein Gang war wackelig, oer Gesicht-ausdruck einfach „ander#" wie sonst, er fuchtelte mit den Armen in der Lust herum, eckte an den Möveln an. behauptete stets und fest, da# Sopha habe vorher „da" gestanden und die Uhr an der andern Wand gehängt. ..Lump', der Dackel habe zwei Schwänze und der dienstbare Geist, die Marie, stehe auf Schlitt chuhen. Plötzlich verlor.Bubi den Boden unter den Füßen, kollerte unter den Tlfch und fing an zu heulen, bah „Lump'* vor Schreck leine beiden Schwänze einzog unb unter das Sopha kroch. Mama schrie laut auf. Marie flog auf den ihr angedlchtetrn Schlittschuhen in die Küche und Mama an da« Telephon. „Herr Doktor! Herr Do.t?r! Kommen Sie schnell, unser Bubi ist plötzlich schwer krank geworden, et hat die Grippe. Shnmacht^ansälle, Epilepsie, Deit-tanz, Krämpfe Mump# und wa# ihm sonst noch fehlt, weist ich nicht. Aber bitte, bitte, kommen Sie recht schncll. ich bin am Der zweifeln. unglücklicherwcife ist mein Mann verreist." Der Do.tor kam. besah unb befühlte ba# inzwischen auf da# Sopha ^erbettele Bubichen „Hm, hm, gnädige Frau, haben Sie Kognak im Hause?" ..Dewist. Herr Dvltor. in der Flasche nebenan im Büfett befindet sich noch ein Best. Marie, holen Vie die Flasche." - „Hm, hm," meinte der Doktor, als er die Flasche gegen das Licht hielt, von Kognak aber nicht bie Nagelprobe darin erblickte, „da haben wir die Diagnose, ba# Bürschchen hat einen richtiggehenden SchnapSraus chl" — „SchnapSrausch!" Herr Doktor, höre ich re' t?" ..Jawohl, gnäiige Frau, sehr recht. So. hi'r ist da» Ql:;c t. zunächst einen Eßlöffel in lauwarmem Wasser und dann ins Bett mit dem 3una?n." Das „Einnehmen" war int>c« nicht mehr nötig, Bubi opferte bald alle#, toal sein Wägelchen an Alkohol enthielt unb noch mehr in die rasch herbeigeschaffte Waschschüssel und Der,lei bann in einen regelrechten Schlaf, nachdem et noch gestammelt hotte: .M amml, ich habe die Gnlppe!" ®. Dom Arbeitsmarkt im nördlichen Oberhessen. Die Lage auf dem Skbeitemarft im nördlichen Dberbrfien (Stadt und Kreis Gießen, sowie die Kreise Alsfeld, Lauterbach und Scholten) hat sich im Laase de« Monats Januar verschlechtert. Die ungünstiger« Gestaltung ist auf bie üblichen Erscheinungen des Winter» (Stillegung der DautStig- feit infolge Froste», Schneefall usw.) und aus die frühere Beendigung der Holzhauerarbeiten In den ländlichen Kreisen de» ArbeiisamiSdezirks zurück- zuführen. — Im einzelnen ist yffenrmähig zu berichten (Biegen-Stabt: 1. Februar: 687 Haupt- Unterstützungsempfänger. 1007 Zuschiagsempfänger; (1. Januar: 683 bzw. 1051); Kreis Oie feen: 1. Februar: 1564 Haupt- Unterstützungsempfänger, 1801 Zuschiagsempiänger. (1. Januar: 1113 bzw. 1043); Kreis Alsfeld. 1. Februar: 494 Haupt- Unterstützungsempfänger, 871 Zuschlagsempfänger; (1. Januar: 406 bzw. 644); Kreis Lauterbach: 1. Februar: 170 Haupt- Unterstützungsempfänger. 290 Zuschlagsempfänger. (L Januar 94 bzw. 141); Kreis Schotten: 1. Februar: 269 Haupt- umerstützungsemosänger, 627 Auschtagsemp'änger, (1. Januar: 227 o.zw. 424); Insgesamt 1. Februar: 3184 Hauplumer- stützungsempsänger, 4496 Zuschlagsempfänger; (1. Januar 2523 bzw. 3303). Winlersportzüge. Die -icichvbahnbircklion Frankfurt a. M. hat in der letzten Zelt an den schneereichen Sonntagen Wintersportzüge von Frankfurt a. M. noch dem Taunus verkehren lassen. Leider hat man von einer gleichen Maßnahme, d. h. von Wintersport lügen aus Frankfurt nach dem Vogelsberg bisher nichts gehör!, obwohl im Vogelsberg die Win- terfportmöglichkeiten ebenfalls reichlich gegeben sind wie Im Taunus. E- ist der Reichsbahndirektion Frankfurt zu empfehlen, dem Sonntagszugverkehr aus Frankfurt nach den oerschie- denen Richtungen des Vogelsberg«» künftig mehr Aufmerksamkeit als bisher zu schenken. Obwohl bOA Dogelsberggcbiet hessisch ist, hat es doch wohl den gleichen Anspruch aus Forderung unb Verkehrserschließung wie der preußische Taunus. Giestencr ^-ochenmarktpreise. ö# kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt da« Pfund: Butter 150 bi« 170, Matte 30 bi« 35, Köfe 60 bis 140. Wirfina 12 bis 20. Weist- ftaut 10 bi« 15. Rotkraut 12 bi# 20, gelbe Rüben 10 bi« 12, rote 21 üben 10 Spinat 30 Bl« 40, älnter-Kohlrabi 3 bl« 10, Grünkohl 20 bi« 25, Aosenkohl 30 bis 45, Feldsalat 120 bis 250, Zwiebeln 10 bi« 20, Meerrettich 30 bis 60. Schwarzwurzeln 30 bis 50, Kartoffeln 6. Aepfel 15 bl# 30, Birnen 10 bi« 25, Honig 50, junge Hahnen 100 bi« 120, Suppenhühner 100 bl« 120, Günfe 90 bi« 100. Düsse 70 Pf.; ba« Stück: Eier 16 bi« 17, Blumenkohl 60 bi« 140. Salat 30 bl« 35. Endivien 80 bi« 100, Lauch 5 bl« 15. Rettich 10 bi« 15. Sellerie 20 bi« 40 Ps. TSetlervoraussagc. Noch Anhalten de« vorwiegend heiteren, trockenen Wetters mit Nachtfrost. Gestrige Tagcstemp^raturcn: Maximum plus 32. Minimum minu« 3,5 Grad Telfiu«. Heutige Morgentemperatur: mlnu« 4,6 Grad Selsiu«. Bornottzcn. — TageSkalender für Samstag. Bouerscher Gesangverein: 8 Uhr. Aula. 3ubi- läumskonzert und Festakt. — 1. Gießener Billard- Club: Clubheim Cafe Amend, 4 Ahr nachm., Gtäbte-Billard-Weit.piel Gießen—Kassel. — Lichtspielhaus Dahnhcfstrahe: „5)er Deilchensresscr". — Astoria-Lichtlplele: „5)le große ZirkuSkata- strophe (Maclste unter den Löwen)". — Tages kalenber f ü r Sonntag, vtadttheater: 7 Tltzr .Dover -Talal«" (Ende gegen 9.15 Uhr). — Dauerscher Gesangverein: 4 ilfcr nachm.. Neue Aula, IublläumSkonzert. — I. Dlcstener D.llard-Elub: Clubhe m. Caf6 Amcnd. Stäkste-Blllarb-WeMpiri Gieflen — ÄaffeL — Spielvereinigung 1900 gegen Gießener Borverein Handball-Wettspiele von 3 bi« 5 Uhr nachm Univ-Sportplatz. - Luka«saal (Lieblgstr. 56) 8 Uhr Familienabend. — Lichtspielhau« Bahn- hofstrahe: .Der Deilchenfrefser". — Astona- Llchtfpiele: .Die große ZlrkuSlataftrophe (Macifte unter den Löwen)". -- Palast-Ltchtsplele: .Da« Abenteuer der Sibylle Brant". — Au« dem etabttbeaterburtou wird uns geschrieben: Das Lustspiel .Dover — Calais" Ist zur Zeit wohl da# meistgegebene Werk auf deutschen Bühnen. E« sei darum ausdrücklich auf die Aussühruna de« Stücke« am morgigen Sonntag hingewiesen, die mit Ihrer flotten Darstellung und in der aparten Aufmachung jedem Besucher ein paar Stunden heiteren Genusses verspricht. — Turnen und Schwimmen der Gießener Studentenschaft. Der Akademische Ausschuß für Leibesübungen lädt in unserem heutigen Anzeigenteil zu Wettübungen der Studenten- schäft im Turnen und Schwimmen ein. Näheres ist aus der Anzeige ersichtlich. — Dr. Äinbermann über Sowjet- Außlanb 3n unserem heutigen Anzeigenteil wird ein interessanter Dortrag Dr. Kinder- mann« über Sowfet-Austfand angekündigt. Be- kanntlich wurden in Sowjet-Duhland drei harmlose deutsche Deckende, die Studenten Dr. Kindermann. Wolscht unb v. Ditmar. angeblich wegen Wirtschaftsspionage unb Attental#- vläne, aus Veranlassung der Tscheka verhastet, in« Gesängni« geworfen und bann In einem Prozeß, aus den die Augen der Welt mit Spannung gerichtet waren, zum Tobe verurteilt. Ein Ausschrei der Empörung durchzitterte damals die deutschen Lande. In seltener Einmütigkeit stellte sich da« deutsche Volk, ja die ganze zivilisierte Welt, hinter die zum Tode '33er» urteilten unb bewirkten in flammenden Protest» rufen. daß die Moskauer Gcwaltberren da« Schandurteil in lebenslängliche ZuchthauSstrafa umtoanbclten. Zwei dieser Studenten, darunter Dr. Kindermann, sind dann im vergangenen Herbst (1926) im Wcge des Austausches gegen verurteilte russische Kommunisten in ihre Heimat zurückgekehrt. ♦♦ Die Sauberkeit In den Straßen und Anlagen soll jetzt starker als bisher gefördert werden. Zu bleiern Zwecke will m In an- erkennenswerier Weise dafür sorgen, daß Papier- fetzen, Ziaarettenjchachteln, Obstschalen usw. nicht mehr auf die Straßen und in die Anlagen geworfen werden, sondern ihren Platz in Papierkvrben finden, die inan jetzt zunächst am Bahnhof und in den meist besuchten Tellen der Anlagen ausgestellt hat. Man darf wohl auch erwarten, daß die Abfälle den Papierkörben einverleibt und nicht etwa wahllos her- umgeworsen werden, ferner darf man wohl hoffen, daß die Papierkörbe den Schuh des Publikums finden. " Der Umbau der Zehntscheuer zu dem neuen Polizeiamt#gebäude am Landgraf- Philipp-Platz ist nunmehr in Angriff genommen worben. Gegenwärtig ist man mit dem Einbauen der Stützbalken beschäftigt. ,e Da« Bureau be« Ber.-'hr«ver- e l n « im Torhau« am Seitecsweg wirb von bet Bevölkerung in ständig steigendem Maße In Anspruch genommen. Es hat sich trotz be« erst mehrwöchigen Bestehen# diese« Bureaus bereit« herausgestellt, ba.ß e# einer bringend, n Notwendigkeit In Gießen Aechmmg trägt. Die stärkste Inanspruchnahme wird ber Deiseberatung zuteil, daneben besteht aber auch sehr starke Nachfrage nach den verschiedensten Derkhrsmögllch- fetten innerhalb der Stadt unb tn ber Provinz Ob er bet kn. Daß in dem Bureau eine öffentliche Fernlorechsttlle eingerichtet Ist. to.rd von weiten Kreisen der Bürgerschaft sehr angenehm empfunden ba man hierdurch bie Möglichkeit hat. In dringenden Fällen telephonieren zu könne, ohne dabei irgendwelchen Kaufverpslichtungen unterworfen zu sein. Seit vorgestern mittag bat ba« Postamt an dem Selter«torhau« übrigen« auch Briefmarken- und Postkartenautomaten anbringen lassen, die den Vorübergehenden den raschen Bezug von Ho ft frei werten ermöglichen. -=b. Städtische Brennholzv^rstei- g c r u n g. Bei der gestrigen Brennholzverstei- gerung der Stadt Gießen wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenscheiter 17.50 Mk Eichenscheiter 12 Mk., Buchenknüppel 12ch0 Mk.. Eichenknüppel 8.40 Mk.. Buchenstöcke 8 Mk. Sichen st öcke 6.50 Mk. je Daummeter; Buchenreisig 30 Mk.. Elchenreisig 14 Mk je 100 Wellen. 5 Vom Sübcnbe b t r Frankfurter Straße. Wohl wenige Straften am Stadt- äußeren haben einen so starken Fußgängerverkehr auszuweisen, al# gerade die Frankfurter Straße. Sie wird von Spaziergängern gern besucht, und namentlich an Sonntagen wandern ungezählte Menschen dort hinaus ins Freie. Allerdings lädt der dort vorhandene Bürgersteig nur Wenig zu Spazieraängen ein. denn er befindet sich nicht gerade in bestem Zustande. Während in |ruberen Jahren in gewissen Zeitabständen öfters einmal mit Kle# ober Kleinschotter nachgeholsen wurde, unterbleibt dies nun schon feit längerer Zelt. Infolgedessen ist der Bürgersteig zu beiden Seiten, namentlich bei seuchtem Detter, glatt und schmutzig, und Wenn auch noch die Sonne den fcflgcfrorenen Boden austoeicht, dann kann man sich kaum auf dem Bürgersteig fort- bewegen, ohne in Gesahr zu kommen, auSzu- rutschen und hlnzusallen. Die Bewohner be« süblichen Stadtteils, die diesen Weg benutzen müssen, unb auch viele Spaziergänger, wären bet Stadtverwaltung dankbar dafür, wenn ber Bürgersteig bis xum Gisenbahnv adukt ber Main- Wcserbahn wieder einmal mit Kies überdeckt Würbe. •• Die Maul- und Klauenseuche ist neuerdings in Stockheim und Lindheim (Krei« Büdingen) au-gebrochen. Rundfunk-Programm. Sonntag, 13. Februar: 8.30 bi« 9.30 Lkhr: Morgenfeier, veranstaltet vom Wartburgverein Zranlsurt a. M. 11.30 bl« 12 llhr: Eltcrnttunde. 12 bis 1 Ufot: Frauenlyrll. 3.30 bis 4 30 llhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 6 llhr: Konzert des HausorchesterL: Richard Wagner. 6 bi# 7 llhr: .Pestalozzi. Stein unb Fichte", Dortrag von Dr. Earl Gebhardt. 7.30 bi« 8 Tlhr: ..unkhoch'chu e: „Der altgermanische Donnergott". Dortrag von Pros. $>r. Naumann. 8.30 bis 10.30 llhr: .Leichte Ware aus drei Dezennien." Anschließend bi« 12.30 Uhr Tanzmusik. Montag, 14. Februar: 3.30 bi« 4 Llhr: Die otunoc der Jugend. 4.30 bi« 5.45: Konzert de« HauSorchesters: Die Oper der Woche. 5.45 bis 6.05 Uhr Die Lesestunde. 6.30 bis 7 ilfcr; .Die Tragödie Kleist". Dortraa von Dr. Ludwig Warcuse. 7 bi« 7.30 Uhr: Beamtenfortbildungskursu«. .Die Der- brauchSbesteuerung. besonders In Deutschland", Dortrag von Dr. Fritz Deumark. 7.30 bi# 8 llhr. Englischer Sprachunterricht. 8 bi« 8.15 Uhr Englische Literaturproben. 8.15 Uhr: Sinfonie-Konzert. Anschließend: Aeue Schallplatten. — C .1000 im Fichten- Stammholz neue Fällung, meist IV. u. V. Klasse, lieferbar März bis Mai, zu häufen gesucht Offerten franko Umlabe,taHon unt. N 2517 an UnnonccniCErpcbtlton D. Frenz, G.m.b.H »Wiesbaden. < / $paH.BärleHs8loh' e. O. m. b. H. Die verebrlichen Mitglieder unserer Genosienschaii werden zu Der Sonntag, den 20. Februar 1927. nachmittag# | ’/.♦ Uhr. im Gasthaus „Zar Sslnbe** da- hier stallsindenben ordentlichen General- Tetlammlung ergebend eingeladen. Ta leSordnung. 1. Geschäftsbericht des DorNandes, 2 Bericht des Ausichts- rates. 3. Bericht über die gesetzliche Revision, 4 Dor.age und Genehmigung der Zabresrechnung und Bilanz per 31. 12. 1926 und EnckastungSerteckung des Dvrstande». 5. Gewinnverteilung, 6. Festsetzung der Passiv-Kreditgrenzc. 7. Wahlen -um Aufsichisrat, 8. Sla» tuten inbeiur.g, 9. Verschiedenes. Die Rechnung liegt von heute ab 8 Tage zur Einsicht der Genoßen Im Geschäft#- Iflial offen. Lollar, den 11. Februar 1927. Der Vorsitzende de« Ausfichtsrats: Hofmann. 1448D Stenotypistin von industriellem Werk -um sofortigen oder späteren Eintritt gesucht. Bedingung: flottes Maschinenschreiben «Adler», perfekt in Stenoarapbie u Handelskorrespondenz in eng', u. tranj. Sprache. Sehr. An geb. mit Gebaltsansprücken unter 1307D an den Gießener Anzeiger. Kontoristin mit ff ui er Handschrift, sichere Rechnerin. lanffjÄbriff. Buehhaltangspraxis. zuletzt Leiterin einer Fabrik Versandabteilung. enffL u. franz. Sprachkeontnisse. 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Freitag, IS.Scbr., 18.Zre.tog-AV.-VOlil von 7‘ 7b. nach lüUbi Zum letzten Male Judith Draaöote in 5 Auszügen (7 Bllderni von Friedrich vebbel - onnrag.2O.3ebr. 19. 5onniag-ilü.-Brfl. von 7 b. nächst'^ Uhr Der Geizige Lustiviel tn 5 Akten von 'Molt^re. Hieraus: 1 ganzen Landes zu den Kn.en deS Darmstädter LandesthemrS zu- geschoffen. dagegen Hai er Mainz alljährlich mit 30 000 Mark für das Theater bedacht und das Gießener Stadktheater mit ganzen 5000 (fünftausend!) Mark, also nur ein Prozent der Darmstädter Zuschußsumme, unterstützt. In anerkennenswerter Weise hat die deutsavotts- partelliche Landtagsabgeordncte Frl, Birnbaum versucht, durch Anträge im Landtage für Gießen eine höher: Beihilfe zu erlangen, (sie forderte 10 000 Mark anstatt der bisherigen 5000 Mark, gewiß noch recht bescheiden im Verhältnis zu Darmstadt!), aber auch diesen Bemühungen blieb der Erfolg versagt. Tebauer- licherweise blieb die Antragstellerin bei ihrem Bestreben für Gießen nahezu allein; keiner der anderen ßanbtag6abge:rDn:.cn aus Gießen hat sie unterstützt, und von den übrigen Landboten auS Oberhessen haben lediZlich die beiden Dollsparteller den Vorstoß mitgemaa;t. Unter diesen Umständen war cs ber Regierung natürlich leicht, Gießen unb Oberhessen bei bet Theater- Unterstützung an die Wand zu drücken. Bei der jetzigen Sachlage — Hohe de- Darmstädter Theaterdesizlts, Lage der Staat-sinanzen — müssen wir fordern, daß die Stadt D a r m ft a b t die Delung deS Fehlbetrag- beim Landestheater, IhresStadttheaters, auf eigene städtische Rechnung übernimmt Auch im Interesse der Slaatssinanzen nmß^ie Befreiung des Staatshaushaltes vcn dieser großen Belastung gefordert werden. Wenn bet Staat dennoch die darstellende Kunst an den Theatern der großen hessischen Städte fördern will — was wir begrüßen würden — fo mag er unsertwegen Darmstadt mit ICO COO Mark jährlich bei- stehen, aber auch nur unter ber Bedingung, daß die staatlichen Zuschüße für Mainz unb Gießen in ein entsprechendes gerechtes Verhältnis gestellt werben, etwa 100 COO Mark für Darmstadt, 75 COO Mark für Mainz unb 53 003 Mark für Gießen. Das wäre eine gerechte Abstufung unb auch tragbar für den Sira Shaushalt. denn diese Summe zusammen wäre immer noch geringer als die jetzige für Darmstadt all:in. Im Betriebe des Landestheaters kann aber nach ber Ansicht unterrichteter Personen noch allerlei gespart werden, wenn bas Unternehmen In ftäb- tische Verwaltung kommt unb ble Stadt Darmstadt sich nach ihrer Deck« strecken muß. Sparkassen urb Kleinwoymmgsbau. Um im Interesse ber gesamten Volkswirt» schäft ble Herstellung von Kleinwohnungen zu tragbaren Bedingungen zu ermöglichen, hat ble Sparkassenorganifatlon für das Bau ahr 1927 Vorschläge zu einem umfassen en Finairzierungs- Programm gemacht. Sie geht dabei von folgenden Grundsätzen aus: Dir Lasten für eine Reuwohnung sollen nicht wesent ich hoher sein als die gesetzliche Miete für eine Altwohnung. Die jewelllae gesetzliche Miete stellt also die ungefähre Höchstgrenze der jährlichen Belastung bar. Aus ihr wirb zunächst ber Zins für die erste Hypothek unb, soweit verfügbar, die Mittel für die Verzinsung deS Eigenkap talS und die Zinsen sowie Tilgung der Haus-in-steuer-Hypothek genommen. Rur eine solche Re--elung gibt Wohnungsinter- effenten unb Bauunternehmer« einen Anreiz zum Bauen. Zins» bzw. Disagio-Zuschüsfe oder gar verlorene Zuschüsse sind bei ber Durchführung des Sparkassenprogramms nicht erforderlich. An der bestehenden gesetzlichen R.-geiung ber HauSzinS- fteuerverteilung soll im Interesse einer möglichst schnellen Durchführung b«s DauprogrammS nichts geändert werden. Der Eigentümer ber Hauö- zinssteuer soll lediglich vorübergehend sich mit einer geringeren, alS bisher vorgesehenen Verzinsung begnügen, wobei er aber im Endergebnis günstiger als bei dem bisherigen System ab- schneidet. Der Zins für die erste Hypothek wird der jeweiligen Kapitalmarit'age angepaßt. Jede Senkung ber Zinsen ber ersten Hypothek, sowie jede Erhöhung der gesetzlichen Miete erhöht automatisch die Verzinsung bes Eigenkapitals unb die Mittel zu einer Verzinsung unb Tilgung der Hauszinssteuerhypothek. Rachdem so eine normale Rente au« bet Reuwohnung gesichert ist, wird eine Beleihung des Dau- unb Bodenwertes In der ehemaligen Friebenshöhe von 60 Prozent burch die öffentlichen Sparkassen wieder vertretbar. Unter Berücksichtigung dieser Gesichtspunkte stellt sich die Finanzierung eine« Reubaues im Herstellungs- unb Bodenwert von 10 000 Mk. (dieser Betrag wird zum besseren rechnungs- mäßigen Vergleich eingesetzt) aus Mitteln der Sparkassen und ber HauszinSsteuer, wie folgt, a) 60 Prozent erste Hypothek durch ble Sparkasse = 6 000 Mk. b) 30 Proz. HauSzinssteuer-Hypolh =3000 . c) 10 Prozent Minbesteigenkapital des Bauherrn = 1 000 ■■ 10000 Rik. Bei einem entsprechenden Friedensbauwert in Höhe von 7000 Mark würde sich die Fricdens- micte, falls sie 7 Prozent des Bauwertes beträgt, auf rund 500 Mk., falls sie 6 Prozent d«S Bauwertes beträgt, auf 420 Mk. stellen. Legt man ble allgemein erwartete Steigerung der gesetzlichen Miete Im Jahre 1927 bi« auf 120 Proz Augrunbe, so ergibt sich eine Höchstbelastung für Die Reuwohnung a) in Höhe von 600 Mk. (120 Proz. von 500 Mari) bzw. Schram’s Eiernudeln urd lebau. «ne " ein J®*Nn Nj? d b»u»i/u $%»<• ltn Landl"' JJ® Men |S?in blÄ' itm bei k N •'äst Ä S J ®arjnHaö|n ? 7, Landes, ^rnt «TeJ: ÄÄ'Ü! Jyw: ?Äii g». %rmRa61. 'M QHar! |flr Hutung up^j btnn bift Ä Et 1 aber nach bet n,°i olttlel ge- 'W In Hab. und bk Stabt c Decke flrtdm nhn UoUitoitt. intoobnun^n ni vgiichen. hat bk 1 2au'a)t 192’ n ^inaitjieningl. >a5d von lolfltn» uwvhnung lolkr 15 bit yrlrtzlÄk Sie jetot.nae et- ungefähre g bar. 2uj ihr ie erste HhPvlhe! fiel für ixe Der- die Zinsen sovie •oiütl genommen QDoBnungtinten Inen Anreiz jur r vdn flat wx ^xWtunfl bei iotbetUil. 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Jugendliche unter 14 Jahren zahlen nachmittags ermäßigten Eintritt In beiden Theatern verstärktes Orchester. Der Welt gewaltigster Film BEN HUR kommt ab Montag, den 14. Februar, für längere Zeit zur Aufführung und wird gleichzeitig im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34, und indenAstona-Ltchtsplelen, Seltersweg, gespielt Freikarten und alle sonstigen Vergünstigungen sind während ,Ben Hur4aufgehoben EnMraHnBBnnnnB Preise der Platze Im Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34 3. Platz 1.20, 2. Platz 1.50, 1. Platz 2.—, Loge 2.50 Preise der Platze in den Astorla-Lichtspielen 3. Platz 0.90,2. Platz 1.20,1. Platz 1.50, Res. PI. 2. - Jugendliche unter 14 Jahren zahlen nachmittags ermäßigten Eintritt. - In beidenTheatem während des „Ben Hur“-Films verstärktes Orchester In den Astoria-Lichispielen kommt „Ben Hur“ nur von Montag, den 14., bis Donnerstag, den 17. 2., zur Aufführung. Beginn der Vorstellungen: 3.30 Uhr, 6 Uhr u. 8.30 Uhr. Kasseneröffnung in beiden Theatern 2.30 Uhr. 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Änoedo e mit näh. Annah üb. Serdalin.u. 0987 a. d. G XHiia. Edreniache. SPIELPLAN DER GIESSENER LICHTSPIELE Astoria-Lichtspiele Kelterawcg Palast-Lichtspiele Lindenpiatz Lichtspielhaus Bahnhofstraße 31 Mer noch heute und morgen: „Die große Zirkuskatastrophe“ (Haciatc unter den LUwcn) Der schönste und suannendste Zirkus- fllm, der ja in Gießen gezeigt wurde, in 0 Akten. — In der Hauptrolle: „■•eiste, dir stärkste fflana der Welt** Ferner: Das lästige Beiprogramm, Mur morgen Sonntag: Henny Porten in „Das Itata der ijlle hui" 6 Akte von Liebe und Leidenschaft In den Hauptrollen: Henny Porten, Memo Bcnassi, Harry-Lamberts-Paulsen, »Stuart Henry, E. Liehe. Ferner: Daa luetlgo Beiprogramm. Mur noch heute und morgen: .OerVeiichenfresser' G Akte nach dem bekannten Lustspiel von Gust. Moser — In den Hauptrollen: Harry Lief ke, Ernst Ver et es, Lil Dagover. Theodor Loos. Gary Hohn, Evi Evn. Ferner. „Südtirol“ Ein Film von herrlicher Pracht und Naturschönheit Ab Montag: Der Welt gewaltigster Film „BEN HUR11 im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34, und in den Astoria-Lichtspielen, Seltersweg. - In beiden Theatern verstärktes Orchester. i4ac ______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________, flaopltahiteMeslavraiil Gießen Sonntag, den 13. Februar 1927 MITTAGESSEN zu Mk. 2.20 Suppe v. fein. Erbsen mit Schwammklößchen Schweinerücken Parmentier Vacherin-Pralin^ zu Mk. 3.50 Suppe v. fein. Erbsen m. ScliwammklöBchcn Gänseleber in Aspik, Toast Kalbslendchen Orloff Vacherin-Pralin< 1381c ABENDESSEN Mk. 3.50 Ochsenschwanzsuppe Rheinsalm m. Mouselin-Tunke Junge Milchmast-Ente m. 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M NMlliWeAllsWtz für £eiöf§fiöoHoeD. ver 0b< Ä btt l>' Dauer! ren v« □Hanni 6,CJ gleich & t ® folgend« „Di die fparnrii Schuito ftfien. den w solcher das t und r.i Dieses wie de. ist le stand dochric IgfMOIl schien, als die der plar mehrunl XII um Sperrvc wärler die jetzt zwei 3a würde I wovon < — Das nicht gei es, tn dem Haltbarke geben toi so unbes lot. an |u töt! unserri und ob Srspari vernein schon d tens tx weil m gebe, ei Cs Kosten der Ar wenn 1 ganzen größere, tn unmü trage. < neuen achim, t bantRn werden blieben, len bi' fallen s von 192 sind nc mehr a geficlll Üeinften Fvrtbesi lichen u aniräge amte ui Wc ren, ßei Amtlich gruvpe J Teile in höchste 2 iton klein mm die dem Tegi dimstaltef ?l von ii » kt bi sh erst fl A Ur 6m legte unb ^öche: Q ®iiedjcnl ein Heer schen/en. sondern tme grof ?°rchvistli biruf8mäl «langten i°bel ü in ?,n in Ur s- s? Jan Ä1 ^J8 outen tz Nr. 36 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) verewigte Assessorenschaft Von Dr. Otto Keller. vberstudienbire.tor in "Bübingen, M. d. L Mit Rücksicht auf die traurige Tatsache, bah der hessiscye Staat eine übergroße Zahl von Dauerstellen im höheren Schulwesen von Assessoren verwalten läßt unb bleie so bis in» hohe Manne-alter hinein trotz voller Verantwortlich- leit in ber unfia^ren Lage des ..Anwärter-" festhält. habe ich im letzten Herbste ben Antrag gestellt, bah bie Zahl bet planmäßigen HtubienratSstellen um 80 vermehrt, bie ber Assessoren st eilen um bie gleiche Zahl oerminbert werden möge. Die RegieeungSantwort vom 6. Januar lautet folgen bermaße i: ..Der Lanbtag hat burch mehrere Beschlüsse die Regierung ersucht, zur Erzielung von Ersparnissen ben Umfang beS hessischen höheren Schulwesen- zu verringern. Es ist nicht abzusehen, wie weit b.esem Ersuchen entsprochen werben kann u. wieviel Siel.en nach Durchführung solcher Maßnahmen noch bleiben. Erst bann kann ba- richtige 2kr';ältmi3 zwischen planmäßigen unb nichtplanmäßigen S ei en sestgestellt werden Diese- Verlältniü ist gegc.itoär.lg zwar nicht 1:3 tote der An rag sagt, sondern 1:3.9. Trohbem ist kein Zweifel, baß b er jetzige Zu - ßanbgcänbett werben muß. ES wirb jedoch richtiger i n Rahmen einer für alle Beamten» kategvrien zu frei enden allgemeiren Rege um geschehen. — De finanzielle Tragweite tfi größer, al- bie Antragstel er meinen. Die Vermehrung der planmäßigen Stellen um 80 würde bie Vermehrung ber Stellen in XI um 32 unb der in XII um 8 bedeuten. ES kommt hinzu, fall- die S^etrvorschrlst gegen da- Aufrück.n der An- warlec bestehen bleibt, daß dann 80 "Beamten, die jetzt al- Anwärter festen Gehalt haben, alle Btoei Jahre auftäden. Die gesamte Mehrausgabe würde sich auf ungefähr 122 000 Mk. belaufen, wovon auf den Staat rund 73 000 Mk. entfallen. — Da- kann bet der jetzigen Finanzlage leider nicht getragen werden. I. D. gez. Urstabt." ES ist für mich eine gewisse Genugtuung, daß in dein oben gesperrt gedruckten Satze bie Un- Haltbarkeit beS gegenwärtigen Zustande- zugegeben wirb. Im übrigen freilich ist die Antwort so unbefriedigend wie möglich. Ich behalte mit vor, an dieser ©teile demnächst einmal die Frage zu erörtern, ob eine Verringerung des Umfang» unsere- höheren Schulwesens geboten erscheint, und ob vor allem der Staat dabei Aussicht auf Ersparnisse hat. Beides möchte ich vorläufig glatt verneinen. Dagegen sei eS mir gestattet, heute schon die Kostenberechnung meine- Antrags seilen- der Regierung einer Kritik zu unterziehen, well meine eigene, die ich im folgenden toieber- gebe. ein ganz anderes Ergebnis liefert. CS muß unterschieden werden zwischen den Kosten ber Assessorenanstellung selber und denen der Au rädungSstellen, die neu hinzukommen, wenn bie Zahl ber planmäßigen Stellen im ganzen steigt. Dec zweite Posten ist babei ber größere, steht aber nur in mittelbarem, nicht In unmittelbarem Zusammenhänge mit dem Anträge. Zunächst errechne ich die Kosten ber neuen Stellen selbst: Vor allem ist zu beachten, baß biese Stellen alle seit Jahren vorhanden sind, auch von feinem Abbau berührt werden können, weil sie selbst bann noch übrig blieben, wenn eine Reihe hessische höherer Schulen bildung-seind'.ichen Eingriffen zum Opfer fallen sollte. Denn auch nach dem letzten Abbau von 1926, der schon verwüstend genug gewirkt hat, sind noch 168 Assessoren in Verwendung, also mehr al- doppelt soviel. alS mein Antrag angestellt sehen will: andererseits sind an den fünf kleinsten Realschulen des Landes, gegen deren Fortbestehen sich vielleicht — trotz ihrer geschichtlichen und örtlichen Bedeutung künftige Sparanträge rid'ten könnten, nur 29 akademische Beamte und Anwärter tätig. Weiter stelle ich fest, daß diejenigen Assessoren, denen die Anstellung zuteil werden soll, sämtlich längst die Ausgangsstuse der Gehalts» gruvpe X passiert haben und sich zum größeren Teile in Stuse 4 befinden, wo ihnen bereits der höchste Wohnungsgeldsatz ber Lokalstellen zusteht, zum kleineren Teile in Stufe 3. Wie gestalten sich nun bie Verhältnisse, wenn etwa am 1. April, dem Beginn de- Rechnungsjahres 1927, bie 80 dienstältesten Assessoren angestellt werden? — 51 von ihnen bleiben bis -um 1. Januar 1928 in der bisherigen Stufe: iyre Bezüge erhöhen sich erst an diesem Tage, unb -war um ganze I 22 Mk. im Monat. Sie belasten demnach den kommenden S^aatSvoranschlag nut: 3x (für Januar. Februar. März 28 ) 51 X 22 Mk. = 3366 Mk. insgesamt. Die übrigen 29 wurden am 1. Januar 27 durch bie Sperre am Aufsteigen gehindert: sie kommen sofort nach der Anstellung in die nächste Stufe, unb -war 26 von 4 nach 5. 3 von 3 nach 4 3nfolgebelien verursachen sie an Mehrkosten: 12 X 29 X 22 Mk. - 7656 Mk., dazu dreimal erhöhte- Wohnung-gelb von je 240 Mk. (Ort-klasse B) - 720 Mk., insgesamt 8376 Mk. unb zusammen mit den oben errechneten 3366 Mark bie Summe von 1 1 7 42 Mk.. Damit find die unmittelbaren Kosten d«S Antrag -Keller unb Gen. erledigt. — Unb nun die Kosten ber Auf- rückung-stelken: Bekanntlich erstreben bie Philologen zwischen den Besoldungsgruppen X. XI und XII das Zahlenverhältnis 3:2:1, die .EechStelung". wie sie die mittleren Beamten zwischen den Gruppen VII, VIII und IX genießen. Zugestanden hat man ihnen nur das Verhältnis 5:4:1, bie sogenannte Zehntelung: aber auch diese steht nur auf dem Papier, solange man 2 Siebentel aller Stellen burch Anwärter verwalten läßt, bie bei Berechnung der AusrückungS- ftellen nicht mitzählen. Der Antrag Keiler bc- -weckt nur eine Vermehrung der planmäßigen Stellen, aber damit kommt ohne weiteres auch eine solche ber Olufrüdungdfteilen, sofern sich nicht da- Zahlenverhältnis noch weiter verschlechtern soll. Es rüden, wie ja bic Regierungsantwort betont, bei 80 neuen Stellen 8 Studienräte von XI nach XII („Oberilubienräte"), 32 weitere von X nach XI auf. Dabei kann in jedem einzelnen Falle eine Gehaltserhöhung von höchsten- 990 Mark eintreten, wenn nämlich auch in der neuen Gruppe sofort der Höchstgehalt erreicht wird. Ist letzteres nicht der Fall — bekanntlich bedeutet Beförderung ein Zurüdstufen um 2 Stufen! —, so ist bie Mehrbefolbung jedeSmal nur 330. bzw. 660 Mk. Im benlbar ungünstigsten Falle entstehen folgenbe Kosten, die sich auch künftig nicht erhöhen können: 8mal -s- 32mal 990 Mk. — zu'ammen 39600 Mk. — Dabei muß auf das entschieden st ebetont toerben.baß diese Ausgabe bisher zu Unrecht. auf Kosten eines schwer benachteiligten Standes, gespart worden ist. Die Gesamtkosten meine- Antrag- unmittelbarer und mittelbarer Art belaufen sich also auf höchsten- 11 742 Mk. -f* 39 600 Mk. = zusammen 51342 EHL, wovon dem Staate rund 60 Prozent = 30800 M k. zur Last fallen. Die Berechnung ber Regierungsantwort ist irrig und irreführend, weil sie von der falschen Voraussetzung ausgehl, baß die verwendeten Assessoren in Stufe 1 ihrer Besoldungsgruppe stünden und bei Anstellung nach Stufe 4 oder 5 mit gleichzeitiger Wohnungsgelderhöhunq sprängen, diese Annahme findet zwar eine Stütze in den Zahlen des Voranschlags, aber diese entsprechen bei der ^Überalterung ber hessischen Anwärter für die höhere Beamtenlaufbahn wo >1 in keiner Abteilung ben tatsächlichen Verhältnissen und a m wenigsten bei den höheren Schulen. Es ist bedauerlich. baß dieser ausschlaggebende Punkt in ber Regierungsantwort außer Betracht geblieben unb damit ein ganz falscher Eindruck hervorge- rufen worden ist. Drahtlose Bildtelegraphie. Von Dr. Arthur Korn, Professor an der Technischen Hochschule Berlin. Wenn ein technisches Problem derart im Mittelpunkte des aktuellen Interesses steht, wie zur Zeit das Problem ber Bildtelegraphie, ist nicht zu verwundern, baß gelegentlich phantasie- volle Berichterstatter zu ileuertteibungcn geneigt sinb, welche bet großen Menge Wohlgefallen, dem Fortschritt aber hinderlich sinb, da die Richterfüllung allzu stark gespannter Erwartungen in der Technik immer zu Rückschlägen fuhrt. Das gilt im besonderen für das Problem des elektrischen Fernsehens. Die Schwierigkeiten. welche einem wirtschaftlich möglichen, elektrischen Fernsehen entgegenstehen. liegen keineswegs in irgendwelchen Trägh.i sersche.nun» gen im Sender oder Empfänger, sondern darin, daß wir bie phantastischen Telegraphiergeschwindigkeiten, welche für ein praktisches Fernsehen erforderlich sind, weder auf einer Leitung von einiger Länge, noch drahtlos mit Hilfe einer Trägerwelle erreichen können. Es besteht heute keine wesentliche technische Schwierigkeit, auf ganz kurze Entfernungen, z. B. von einem Zimmer in ein benachbarte-, elektrisch fernzusehen, da man dann mit vielen Leitungen arbeiten kann: die Kosten für einen primitiven Apparat würden sich immerhin auf einige hunderttausend Mark belaufen, und ein solcher Apparat würde noch keinem praktischen Zwecke bienen können. Die Kosten Steigern sich aber inS Uferlose, sobald man auf einige Entfernung, sagen w.r auf einige hundert Kilometer, fernsehen will, und es bleibt nur die Hoffnung, daß es einmal gelingt, gleichseitig auf einer größeren Zahl von Träger- wellen ohne allzuhohe Betriebskosten zu arbeiten. Das elektrische Fernsehen ist somit nur aktuell, insoweit es sich um Demonstrationsino delle handelt, dagegen ist die Bildtelegraphie in Gestalt der telegraphischen ilebertragung von ruhenden Bildern und eventuell von Kinofilmen wichtiger praktischer Anwendungen fähig, und sie ist teilweise schon in da- Stadium der praktischen Anwendungen getreten. Die Fortschritte ber Bildtelegraphie, im besonderen der drahtlosen Bildtelegraphie, stehen völlig im Zeichen bet Verstärkertechnik: der Ver- stärkerröhre sind alle wesentliche Verbesserungen zu verdanken, sowohl in der Abtastung im Sender. alS auch in ber Reproduktion im Empfänger, als auch schließlich tn ben SynchroniSmusanordnungen. 3m Sender behauptet sich die telauto* graphische Methode (Abtastung des in nicht leitender Materie auf einer Metallfolie aufgetragenen Bildes mit Hilfe einer Metallspitze) wegen ihrer außerordentlichen Einfachheit für viele praktischen Anwendungen: die Relief - m e t h o d e Im Sender dürfte bald aufgegeben werden, trotz ber sehr sorgfältigen Ausarbeitung, welche der französische Ingenieur Belin derselben hat angedeihen lassen: die w.chtigste Methode wird aber stets dieMethode der lichtelektrischen Zellen bleiben. Hier kommen im wesentlichen die Selenzellen unb die Alkalizellen in Betracht; die Selenzellen haben die stärkeren Effekte, die Alkalizellen die geringere Trägheit für sich: beide Arten von Zellen haben ihre besonderen Anwendungögebicte. Die Ansicht, der ich ost begegne, baß t»e Altali- -ellen erst in bet allerjüngsten Zeit für die Bildtelegraphie in Betracht gezogen worden sind, ist durchaus irrig. Schon im Jahre 1907 hat Dr. Rosenthal in München, angeregt durch meine damaligen Versuche -Wischer. Berlin unb München, bildtelegraphische Versuche mit Alkali- zellen gemacht und ein Patent auf diese Methode erhalten: praktisch ist die Verwendung natürlich erst dank den Verstärkerröhren geworden: ich arbeite mit Alkalizellen neben Selenzellen seit etwa drei Jahren: die schönen Uebertragungen ber American Telegraph and Telephone E o.. von Ranger unb der TeIe - funken-Gesellschaft wurden mit Alkalizellen im Geber erreicht. 3m Empfänger streiten mehrere Methoden um die Vorherrschaft. Die alte elektromechanische und elektrochemische Methode, wie sie in den ersten Anfängen der Kopiertelegraphen benützt wurden, kommen heute wieder zu Ehren: diese Empfänger, welche für manche Zwecke gan- brauchbare Resultate ergeben, sind wesentlich billiger herzustellen als bie für feinere Alebcr- tragungen erforderlichen photographischen Empfänger. und sie kommen daher in erster Linie für den demnächst einzuführenden Bildrundfunk in Betracht, der Amateuren gestatten soll, einfache Bilder, welche von Rundfunksendern aus übertragen werden, aufzunehmen. Bon den photographischen Empfängern hatte ich zum ersten Male von 1901 an die Glimm- lichtröhre, von 1906 an da- Saitengalvanometer in die Bildtelegraphie eingeführt: den Oszillographen hatte ich auch gelegentlich schon im Jahre 1906 zu einigen Versuchen benützt, doch gab ich auS mancherlei Gründen dem Saitengalvanometer ben Vorzug: feit 1907 ist bet Oszillographenempfänger vorzüglich von B e - 11 n ausgearbeitet worben, unb er hat auch in ben Apparaturen von Petersen unb v. M i - halh Anwendung gefunden. Dank den Verstärkungen durch Elektronenröhren sind jetzt auch diejenigen Empfangsmethoden zu praktischer Be- Antike Kochkunst. 3n jenen homerischen Zeiten, da der „gott- Nche Sauhirf noch selbst das Borstenvieh zer- legte und zubereitete, gab es noch keine besonderen Köche: aber als der orientalische Lurus auch in Griechenland Einlaß sand, da erschien bald auch ein Heer von Küchenchefs, Oberkochen unb Munb- schenken, bie nicht nur bei ben Festen ber Fürsten, sondern auch bei ben Opsermahlcn der Tempel eine große Rolle spielten. Seit bem 6. unb 5. vorchristlichen 3ahrhundert s.nb in Griechenland berufsmäßige Köche tätig, unb manche von ihnen erlangten hohen Ruhm, wie Prof. Friedrich B i - label in feinem vortrefflichen, bei Ernst Hei- meran in München erschienenen Büchlein „Antike Küche" (11. Heft der Tusculum-Schriften. 53 Seiten 8°. 0.65 ML — 42) ausführt. Besonders gesucht und hoch bezahlt waren die Köche, die aus Lydien und aus den griechischen Kolonien in Unteritalien tarnen. Mithallos, ber Zeitgenosse Platons, ein Syrakusaner, ber ein beliebtes Kochbuch schrieb, bedeutete nach dem Urteil eines Sophisten für die Kochkunst genau dasselbe wie Phidias für die Bildhauerei. Ebenfalls aus Syrakus stammten zwei andere Kochkünstler namens Herakleides. die weit verbrellete Werke über Kochkunst hinterließen. Ein anderer Kochkünstler. «Theoretiker unb Praktiker, war GlaukoS rer, ber bei ber Abfassung seines Werkes nach wissenschaftlichen Grundsätzen verfuhr. Auch Sonberschriften über einzelne Gerichte erschienen, so die von Gorion über die Zubereitung ber Fische: eine ganze Literatur gab es über Kuchen unb Backwerk, unb ein feines Fleischgericht, genannt »Matthes', wurde in vielen Abhandlungen behandelt. Wie die Rezepte in jenen Kochbüchern ausgesehen haben mögen, läßt sich aus den Angaben über ein athenisches Rationalgericht ernennen, das .Feigenblatt" hieß. Das Rezept lautet: »Mische mit Milch gekochtes Schweinefett mit dicken Graupen, verknete es mit frischem Käse. Eidottern unb Hirn, umhülle es mit wohlriechendem Feigenblatt, koche es in Brühe von Geflügel oder Ziegenfleisch. Dann nimm es heraus, beseitige das Blatt unb tue es in ein Gefäß voll fiebenben Honigs." Das Küchenlexikon des Elrti- meboros, bas im 1. vorchristlichen 3ahrhunbert erschien, verzeichnete nicht nur die Fachausdrücke, sondern gab auch zu jedem Stichwort ein genaues Rezept. Leiber sinb uns Kochbücher aus ber klassischen Zeit ber Antike.nicht erhalten, doch bietet einen gewissen Ersatz ein Papyrus der Heidelberger Universitäts-Bibliothek. ben Bilabel aufgefunden hat. Die Handschrift stammt zwar aus dem 3.nachchristlichen3ohrhundert, bietet aber wohl Auszüge aus dem Kochbuch eines Graeco-Aegypters. der beliebte Gerichte für den Bedarf des täglichen Lebens zusammenstellte. Man findet ba Fischbrühe unb Pökelfleisch, Schinken und Leber. Cenben und Linsenbrei bunt durcheinander. Das R^ept für Fischbrühe lautet: »Wenn du Graupen, Koriander. Lauch. Zwiebel, feinen AnnesoS zusammengemengt hast, koche dies auf Kohlenfeuer, unb zwar, indem du es mit einer Mischung aus Wasser. Wein und Garum anfeuchtest. Wenn es gekocht ist und du es weg- nehmen willst, tue Pfeffer. Feigensaft unb schar- fen Essig darüber. Man läßt dies ein wenig mitkochen, bann aber nimmt man es vom Feuer weg. Manche gießen Essig daran und kochen alles, nachdem sie das Grünzeug darunter gemengt haben.“ Auch bie Aerzte beschäftigten sich mit ber Kochkunst unb mit ber Bekömmlichkeit ber einzelnen Speisen. So schrieb ber Arzt Akron aus Agrigent ein Buch »über bie Rahrung Gesunber". 'Die Feinschmecker gaben ihrer Begeisterung für bie Genüsse ber Tafel durch poetische Ergüsse Ausdruck, unb wohl ber eifrigste b efer »Küchen- bichter" war Archestrados aus Gela, der die Welt bereiste, um herauszubringen, wo die einzelnen Rahrungsmittel in bester Qualität zu finden seien. Heber seine Ergebnisse veröffentlichte er ein Epos mit dem anlockenden Titel »Wohlleben". das sogar ber ernste Römer Ennius ins Lateinische übersetzte. Der Koch als ein wichtige- Glied des Haushaltes erscheint immer häufiger in der antiken Komödie, unb immer stolzer werden die Köche auf ihre Kunst: so wirb von einem Kochkünstler gerühmt, daß er »Tunkenbereiter" am Hofe de- Königs Seleukus war unb bei dem sizilianischen Tyrannen Agatholles bie .Tyrannensoße" einführte: in Athen soll er unter dem Tyrannen Lachares. als »großer Heißhunger alle ergriffen“, durch ein Kapemgericht bie Gemüter besänftigt haben. Bei Den Römern waren in der Frühzeit der Republll die Karthager als Kochkünstler maßgebend: von ihnen stammt ber im alten Rom viel gegessene »Punierbrei", ber aus einem Pfunb eingeweichter Graupen, brei Pfund frischem Quarkkäse, einem halben Pfund Honig und einem Ei bereitet wurde. Später übernahm man mit der griechischen Kochkunst auch die griechischen Ausdrücke, unb daS einzige uns erhaltene Kochbuch des Altertums, daS des Apitius. ist ganz mit solchen griechischen Ausdrücken durchsetzt und gibt einen guten Begriff von dem außerordentlichen Reichtum der seinen Küche in der römischen Kaiserzeit. Die deutsche Literatur im heutigen Frankreich. Die Franzosen, bie überhaupt für fremdes Wesen nie viel Verständnis gehabt haben, sind infolge des Weltkrieges ber deutschen Literatur noch mehr entfremdet worden, als dies früher der Fall war. Rur noch eine Minderheit von Schülern lernt Deutsch. Es machen sich aber jetzt Anzeichen bemerkbar, baß man das deutsche Schrifttum wieder mll größerer Aufmerksamkeit verfolgt, wie aus den wertvollen Angaben hervorgeht, die ber ßitlet Professor F. Piguet In ber Mo- natsschrift »Das deutsche Buch" macht. Besonders eifrig beschäftigt man sich in Frankreich mit Rietzsche unb Freud. Die Freudlche Theorie hat nicht nur die Aerzte interessiert, sondern auch die Samstag, 12. zedruar (927 Deutung gelangt, welche sich der Drehung der Polarisation-ebene polarisierter Lichtstrahlen mh Hilfe ber telegraphischen Zeichen bedienen. Der elchromagneti che Zaradav-Efsekt wurde schon vor nahezu 40 Jahren von Ayrton und Perry für den Empfänger In einem Fernseher empfohlen, neuerdings hon Aigner m;t Rücksicht auf ben porlicgcnben Zweck und unter Hinwe.S auf die jetzt möglichen Verstärkungen diskutiert. Der elektrostatische Kerr-Effekt wurde bereit- 1690 von Sutton für einen Femseher-Empsänger empfohlen, aber erst kürzlich von Karol u- durch Hinzunahme geeigneter Verstärkungen zu einem photographischen Empfänger für B.ldlllegraph e ausgenüht. So stehen sich unter den photographischen Emp'ängcm Saitengalvanometer und Oszillograph cincricitS. und Glimmlichllampe unb Kerrzelle andererseits gegenüber. Die beiden letzteren sind SpannungSempsänger: die Spannung, modulatio- nen, welche durch bie empfangenen telegraphischen Zeichen auSzulösen sind, sind ziemlich groß, unb e- sind baßer beträchtliche Verstärkungen im Empfänger notwendig: Saitengalvano? >.c er und Oszillograph reagieren auf ©irommobula- tionen. Die auch für den drahtlosen Fernempfang durch Derstärkerrähren ohne Schwierigkeit zur Beifügung gestellt werden können. G immllcht- lampe und Kerrzelle arbeiten nahezu ohne Trägheit: Saitcngaloauomcter und Oszillograph besitzen wegen ihrer mechanischen Ratur naturgemäß eine, wenn auch sehr geringe, nicht zu umgehende Tr igbeit. 3n dem Wettstreit: Glimmlichtlampe unb Kerrzelle contra La. e Galvanometer unb Oszillograph ist nun yu bedenken, daß Telegraphiergeschwmdigk ilen. irri e durch das Saitengalvanometer und den Oizil ographen nicht bewältigt werden könnten, von uns praktisch noch gar nicht beherrscht werden, wenigstens solange man mit einer Leitung oder drahtlos mit einer Trägerwelle arbeite, und Daran Durfte sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern. Die zukünftige Entwicklung der B.ldtelegraph e wird voraussichtlich jedem der genannten Gnp'änger seinen besonderen Platz entsprechend den Anwendungsgebieten zuweisen. Durch meine Zusammenarbeit mit der Lorenz A. D. hat das System Saitengalvanometer Im Empfänger neue, vielversprechende Fortschritte gemacht. Ein wichtiges Teilproblem im Gebiete der Bildtelegraphie ist der Synchronismus zwischen Sender unb Empfänger. Auch hier sind sämtliche Grundprinzipien gegeben, man kann mit einfachen Mitteln einen groben Synchronismus herstellen, bei Aufwendung komplizierter Mit:el unb ber hierfür ersorberlichen Kosten ben Synchronismus bi- au den größten Präzisionen bringen. Da- Problem der praktischen Synchronisierung besteht nunmehr darin, mit möglichst einfachen Mitteln die für in Betracht kommenden Anwendungen nötige Präzision zu schassen. Für den Bildrundsunk, wie er in ber allerersten Zeit au erwarten ist, bei dem e- sich nur um verhältnismäßig grobe Zeichnungen, allenfalls einfache Porträts handeln wird, dürfte die Synchronisierung mit Hilfe einer Dynchroni-muskorrektur nach jeder Bild-eile au-reichen, obwohl man auch hier danach streben wird, den Synchronismus mlt Hilfe von Shnchronmotoren einzuführen unb billige Shnchronmotoren zu konstruieren, die für diesen Zweck verwendbar sind. 3ch komme hierbei zu einer 3bet, welche einmal — vielleicht in einer nicht sehr fernen Zukunft — Bedeutung gewinnen muß, ich meine zu ber 3bee eines fehr exakten, universellen Synchronismus. Aus betn Wege der drahtlosen Telegraphie läßt sich zunächst von einer großen Rabiostation zu einer Anzahl zweckmäßig verteilter Relaisstationen durch periodische Zeichen eine sehr genau eingestellte Frequenz verbreiten, unb von biefen Relaisstationen kann bie Frequenz burch Leitung als Wechselstrom genügender 3ntensitäl zu einfachen bilbtelegraphischen Stationen zum Betriebe von Shnchronmotoren geleitet werben. Man wird also ben Synchronismus einmal sehr billig mieten können, ohne teurer Verstärkungsapparate für diesen Zweck zu bedürfen. Solange solche Einrichtungen noch nicht getroffen sinb, wird sich der Amateur im allgemeinen mit einem verhältnismäßig groben Synchronismus begnügen müssen, und zum Empfang hochwertiger Resultate müssen eben kostspieligere Apparate herangezogen werden: die Frequenzen für ben Synchronismus müssen entweder vom Senber zum Empfänger oder umgekehrt besonders übertragen toerben, ober es müssen im Senber unb Empfänger sehr genau abgestimmte Schwingungsorgane vorge'ehen wer- ßiteraten unb Dramatiker sind von ihr beeinflußt. Fichte wirb burch ein großes Werk von T. L6on bekannt gemacht, von bem bereits zwei Bände erschienen sind. Die Gedankenwelt Spenglers und des Grafen Keyserling ist in zahlreichen Artikeln behandelt worden: auch über bie Philo- fophie Leopold Ziegler- unb bie wissenschaftlichen Anschauungen Troeltsch- ist man ein- gehenber unterrichtet. Die Übersetzungen deutscher Werke, bie vor dem Kriege zahlreich waren, werden erst seit zwei 3ahren wieder häufiger. Goethe steht Im Vordergrund: neue Ausgaben den »Faust'". .Tasso", „Wilhelm Meister", des Briefwechsels mit Schiller und eine ausgezeichnete Ilebertragung des .Wertster" sind erschienen. 3ns Französische überseht wurden auch einzelne Teile de- RibelungenliedeS, Stücke des »vimplizifsi- muS" von Grimmelshausen, Werke von Kleist und E. T A Hoffmann. Von neueren Werken der deutschen Erzählungsliteratur sind unter anderen in französischer Sprache Arbeiten von Sudermann (.Katzensteg"), von Stratz, von Schnitzler. Thomas Mann, Heinrich Mann, Clara Diebig, Carl Sternheim, Rene Schickele unb Leonhard Frank erschienen. Es handelt sich habet aber vorläufig nur um schüchterne Versuche, bie moderne deutsche Erzählungskunst in Frankreich heimisch zu machen. 3m Schulunterricht spielen deutsche Werke eine gewisse Aolle: so werden neben klassischen Werken aus- gewählte Seiten von Freytag, Storm. Fontane. Gottfried Keller. Liliencron, Thomas Mann gelesen. Bei der Ausbildung ber Lehrer des Deutschen werden neuere Autoren, wie Gerhart Hauptmann, Spitteler, Thomas Mann, George, Hofmannsthal, Rilke, behandelt. Von deutschen wissenschaftlichen Arbeiten hat Gundolfs »Goe he" einen großen Erfolg in Frankreich gehabt: auch sein .Kleist" wirb gelesen. Heine ist sehr beli 5t, Akörike kommt in Aufnahme, unb ebenso beschäftigt man sich mit Hölderlin. helfen »Hyperi on" demnächst in französischer Übersetzung erscheinen sott. Obstbau Die un- Verfiche- ■rw Nachdruck verboten 65 Hortiegung. Die der gers : scheide ctoal Argen verntli n'cht c 6cm ei befürto oder L ersten un- deS und ®t toub in Oberhessen. Landkreis Gichen. esse ihrer Entwicklung zu wünschen, baß bte Wartungen nicht zu sehr überspannt werben. Fortschritte sind so besriebigenb. baß sie Uebertretbung nicht bedürfen. sungen, daß man das Haus auf keinen Fall vermieten dürfe und alles in dem Zustand öleiben solle, in dem es sich befand, biß ich von meiner Australicn- reise zurückgekchrt sein würde. Denn ich spielte einen Australier, der sein Geburtshaus wieder kaufen wollte. Don Winchester aus fuhr ich nach London, ohne Ahnung, in welcher Gefahr ich mich befand«. Mein verlassener Freund hatte mir nämlich den Namen eines seiner Lekannten angegeben, eines gewissen fyartj Lyme, der, wie er sagte, der beste Safe- einbrecher in Europa war. Er hatte behauptet, daß Lyme mir in jeder Notlage würde helfen können. Und eine solche ereignete sich bald. Der erste Mensch, den ich sah, als ich meinen Fuß auf den Bahnsteig von Waterloo setzte, war der Säckel- meister der Mantania, und der Detektiv des Schisses war in seiner Gesellscl-ast. Glücklicherweise gab es einen Dorortzug, der auf dem gegenüberliegenden Perron abfuhr, und ich reist« nach Surbiton und kehrte auf einer andern Strecke nach London zurück. Später erfuhr ich, daß mein Gefährte arretiert worden war und in seinem halbtrunkenen Zustand alles gestanden hat, was man nur wollte. Mir blieb nun nichts übrig, als den Rest des Geldes, fünfund- dreißig Millionen Francs, zu verstecken. Und da dachte ich an Harry Lyme. Ich las in den Zeitungen, daß eine besondere Polizeimacht aufgebracht worden sei, um die Häuser der bekannten Verbrecher zu beobachten, nach denen ich mich vermutlich wenden würde. Aber ich gedachte trotzdem sein Haus zu erreichen. Es lag in einer verdächtigen Straße in Camden Toron. Der Nebel war dick und gelb, und ich fand mich nur mit Schwierigkeit in der elenden, schmutzigen Straße zurecht. Ein Mann öffnete mir erft nach langem und vorsichtigem Zögern und führte mich in ein kleines Zimmer, das van einer einzigen kleinen Laterne, di« auf dem Tisch stand, erhellt ward. Auch das Zimmer war von dem dichten Nebel erfüllt, denn das Fenster stand offen, um Lyme Gelegenheit zur Flucht zu geben. vsm I poft ei eiltet raö? 1 'ID iitf torwal aetttüi schioe StöStil Durch i gebraut Betrieb würben beschäd Der Schaden ist erheblich, jedoch durch rung gedeckt. Cberforffrrtotilbfrei». 4 Höhn, 11. Febr. Der Handels- werbe verein des Oberwesi>rrwalok.e.,es Nrchfs anderes reine Cocos-Speisefett, zum Kochen,Braten u. Backen. NurecA/inderPak kunq mit dem roten Streifen u.dem Namenszu ID kürzlich Hase M erschien Hast nah'r crW der Unterrichtskursus Sb lehten ■ Öen ist, "Denigfi bei olle' fallende jüngere1 jetzt aut tüchenr wachst bige u 2onbo wollen heute Schlip wenn wies, phanl, werdei gen ge Herrei kamen, nach bi der M bunte Q sind bu gar nie 'immer hum Sorbe ist bai geöedi der ko den 2 «k Dortragenden, Pfarrer Rheinfurth, mit verminderter Spannung. Der Reinertrag Llbends wurde der Verelnskasie überwiesen. Rheinhessen. WSV. Mainz, 11. Febr. Infolge der der Dildtelegraphie zu erwarten ist, ist im Inter- Der Frosch mii derMaste Roman von Edgar Wallace. der h' für di' 25 M Lerstk täten 1. Sb1 Mark', pro esched' tarnen 10 Vik brüchen, die alle voll beschäftigt find, sind bereits wieder von einer Offenbacher Firma, wie es heißt im Auftrage einer großen rheinischen Firma, eine Anzahl Grundstücke zur Veuanlage eines weiteren Steinbruches hinter dem Friedhof gekauft worden. Da der Basalt in den hiesigen Brüchen sehr gut ist und sich besonders zur Herstellung von Klein- Pflaster eignet, ist die Vachfrage wohl zu verstehen. Der im Wald an der sogenannten Teufelsbrücke gelegene Bruch soll in nächster Zeit eine bedeu.e.id« Erweiterung erfahren, auch die Anlage einer Seilbahn ist geplant. - Im benachbarten Ortenberg wurde ebenfalls ein vier Morgen großes, unmittelbar an der Dahn und Kreisstraße gelegenes Grundstück zur Anlage eines Basaltbruches von einer Firma in Buchschlog angekauft. Mit der Eröffnung des Bruches soll sofort begonnen werden, sobald die nölige Genehmigung erteilt ist. Infolge dieses Aufblühens der Industrie dürste die Arbeitslosigkeit in hiesiger Gegend bald behoben sein. Kreis Alsfeld. (b Lehrbach, 11. Febr. Erst jetzt wird hier bekannt, daß Forster A. D e n n i n g e r auf der Gebrauchssuche des hessischen Iagdklubs am 26. und 27. September vorigen IahreS bei Biblis und Darmstadt m t dem von ihm g führten Griffon-Rüden To.l Harlc-swuscn' (Besitzer V. Abt, Kassel-Harleshausen) den Ja» Preis erhielt. Förster Denninger ist weit über die Grenzen unseres Vaterlandes hinaus bekannt als ein altbewährter Führer, der schon mehrere erste Preise erhalten hat. Auf seinen letzten Erfolg darf er doppelt stolz sein, insofern sein n$oir auf allen Gebieten Hervorragendes leistete, insbesondere auch als Würger die falsche Borstellung von dem „feigen" Griffon widerlegte. Eine der führenden Iagdzeitschriften, „St. Hubertus", brachte in Dummer 5 vom 4. Februar Bilder von „Toll", wie auch ein Di d seines Führers. — Dieser Tage veranstaltete der hiesige Kriegerverein einen Lichtbilder» Vortrag. Das Thema lautete: „Der alte Fritz und der Weltkrieg". Zwei Stunden lang folgte der vollbesetzte Schulfaal den Ausführungen des |e»i 192; »eiblij Nut ""M dessen gewissenhafte Buchführung die Entlastung rechtfertigte, ließ erkennen, daß unter den Mitgliedern der Ortsgruppe reger Sparstnn herrscht. Dor seitherige Borstand wurde auf drei Jahre wiedergewählt. Z Treis a. d. Lda., 11. Febr. Bei der heute stat gehabten zweiten staa,lia,en Brennhol/,- versteigerung wurden zum Teil bedeutend höhere Preise erzielt als bei der ersten. Es wurden durchschnittlich pro Meter geboten: Für Bucheitscheilhvlz 17 Mk., Duchenknüppel 13 Mk., Cichenscheitholz 12 Mk., Eichenknüppel 7 Mk., Kiefernknüppel 8,50 Mk., Fichten-Knüppelreisig 3 Mk., Buchen-Stammreisig 2.50 Mk., Eichen- Stammreisig 1,60 Mk., Fichten-Stammreisia 1,25 Mark, gewöhnliches Duchenreisia 2,50 Mk., gewöhnliches Eichenreisig 1,23 Mk., Fichtenreisig 0,30 Mk., Buchenstöcke 6 Mk., Eichenstöcke 3,50 Mark, Kiesernstöcke 5 Mk. ’ Harbach, 11. Febr. Öm hiesigen Kleinkaliberschützenverein hielt Major a. D. L i n b e n a u , Gießen, einen interessanten Vortrag über „Erlebnisse und Kampfe in den Karpathen". Die Veranstaltung war (ehr gut besucht. Dem Vortragenden wurde mit lebhaftem Interesse gelauscht und mit starkem Beifall gedankt. H Lich, 11. Febr. Bei der gestrigen Brenn- holzversteigerung in den Distrikten Eich- wald. Plattenwaid, Unterspeierlingskopf, Rotherbusch und Fichtenkopf des hiesigen Stadtwaides wurden folgende Preise erzielt: 50 Buche-nwellen, je nach Güte, 6 und 17 Mk., Buchenscheiter 16 Mk., B'.ichenknüppcl 10 bis 12 Mk., Buchenftöcke 6 bis 7 Mk., Fichtenstöcke 2 bis 2,50 Mk., Fichtenrund' scheitet 9 bis 10 Mk. und Eichenknüpoel 8 Mk. js Raummeter. Die Preise sind gegenüber früheren Versteigerungen etwas angezogen. — Gegenwärtig werden 37 Erwerbslose mit 57 Znschlagsemp- •fängern unterstützt. Außerdem sind 31 Erwerbslose bei der Ausführung von Notstandsarbeiten beschäftigt. Kreis FricdberF. ss. Friedberg, 11. Febr. DaS für Friedberg bedeutend e musikalische Crrigi.is ei> Iast- res ist das K o n z e r t Les hiesigen Musik- Vereins. Unter Leitung deS bewährten Dirigenten, Hermann H a n st e i n , gelangte gestern - o-- Großen-Linden, 11. Febr. hiesige Ortsgruppe der Deutschen Bau- und Siedlungsgemeinschaft (Sih Darmstadt) hielt kürzlich ihre Generalversammlung ab. Aus dem Bericht des Obmannes war zu entnehmen, daß die Ortsgruppe, im Juli vorigen Jahres mit zehn Mitgliedern begründet, nunmehr auf 61 Mitglieder angewachsen ist. Davon sind fünf Mitglieder mit dem Stichtag 30. Vovember 1926 alS Dauanwärter anerkannt, bis zum 30. April d I. wird ihre Zahl bereits 25 betragen, so daß im Laufe dieses Jahres die Bauarbeit auch hier in Angriff genommen werden wird. Der Bericht des Rechners, in ein kleines Gasthaus, um etwas zu trinken, und da erfuhren wir eine Nachricht, die uns Hals über Kopf wieder nach unserem Zimmer znrückkehren ließ. Wir vernahmen, daß der Einbruch schon entdeckt sei, und daß die Polizei nach zwei Leuten fahndete, die sich auf den Schlepper geflüchtet hatten. Da es der Kapitän des Schleppers selbst war, der uns das Quartier empfohlen halte, so hatte ich wenig Hossnung, zu entkommen. Immerhin stürzten wir aus dem Hause, und als wir die Straße bei dem einen Ende verließen, kam die Polizei zu dem anderen Ende herein. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg, und vor Tages- anbrud) hatten wir einen Ort namens Eastleigh erreicht. Als wir in Eastleigh ankamen, ging mein Gefährte in die Stadt, um etwas Essen zu kaufen, und kam nicht mehr zurück. Als ich mich auf die Suche nach ihm begab, fand ich ihn endlich volltrunken aus der Straße liegen. Ich konnte nichts anderes beginnen, als ihn zurückzulassen. D;e beiben Koffer waren jedoch viel zu schwer für mich, und ich mußte irgendeinen Ausweg suchen. Da gewahrte ich ein altes Haus, an dem eine Tafel mit der Ankündigung angebracht war, daß es zum Verkauf ausgeboten werde. Ich kletterte über den Zaun, betrachtete alles auf das genaueste und fand, daß am Ende des verfallenen Gartens ein alter Brunnen sich befand, der mit verfaulten Planken bedeckt war. Od) konnte den leichteren der beiden Koffer in den Brunnen hinablassen und ihn mit herumlicgendem Gerümpel bedeckten. Hätte ich damals beide Truhen vergraben, fo wäre mir mancherlei erspart geblieben. Aber es widerstrebte mir, alles, was ich mit solcher Mühe und Kühnheit erworben hatte, zurückzulassen. Ich notierte mir den Namen und Die Adresse des Verkäufers, eines Advokaten in Winchester, nahm den zweiten Koffer mit mir, kaufte in Winchester einen neuen Anzug und verbrachte dort einen angenehmen Tag, nachdem ich mit dem Advokaten eine Unterredung gehabt hatte. Ich hatte etwas englisches Geld bei mir und der Kauf wurde perfekt. Ich gab genaue Weigünstigen Gage der hiesigen Städtischen Straßenbahn, die mit einem Defizit von 1 43000 Mark in neun Monaten schließt, ist beschlossen worden, den Mindestpreis für eine Strecke auf 20 Pf. (bisher 15 Pf.) zu erhöhen. Eine entsprechende Vorlage ist dem Stadtparl.nnent bereits zugegangen. Preußen. Mrcie Wetzlar. o Wißmar, 11. Febr. Das hiesige elektrische Ortsnetz hat in den lehten Monaten eine wesentliche Verbesserung erfahren. Die Eisenleitungen sind durch Kupferleitungen ersetzt, und die im Kriege geschafsenen provisorischen Anlagen mit guten Materialien erneuert worden. ES fehlt nun noch die Verstärkung des Kabels von der jenseits der Dahn stehenden Transformatoren- station zu dem Vertcilungsmast, d.e — bereits vergeben — in den nächsten Wochen zur Ausführung kommt. Vach Fertigstellung dieser Arbeit darf erwartet werden, daß das lästige Flackern des Lichts am Abend aufhört und die bisherigen hohen Stromverluste auf ein erträgliches Maß herabgedrückt wer icn. J Launsbach, 11. Febr. Die hiesige Kirche niaajt zur Zeit einen wenig erjreuuchen Eindruck. Vach längeren Verhandlungen hat kürzlich der Gemeinderat beschlossen, die Instand- setzungsarbeiten in diesem Jahre zur Durchführung zu bringen. T Odenbausen, 11. Febr. Am kommenden Dienstag beginnt hier ein drei Sage bauern» „Sie sind der Amerikaner?" fragte er. „Sie sind fa wahnsinnig, daß Sie hierherkommen.' Die Polizei beobachtet das Haus feit heute nachmittag." Ich sagte ihm kurz, in welcl-er Schwierigkeit ich mich befände. ,Zch habe hier fünfunddreißig Millionen Francs — das ist eine Million dreihunderttau fenö Pfund Sterling —", sagte ich ihm. „Dos reicht für uns beide. Können Sie das irgendwo verstecken, während ich zu fliehen versuche? „Sa," sagte er sofort, „was bekomme ich dafür?" „Die Hälfte!" verfprach ich. Er schien zufrieden. Ich war überrascht, ihn mit der Stimme und dem Tone eines gebildeten Mannes reden zu hären.' Später erfuhr ich, daß er ein Gestrandeter fei, der sich zuerst für einen andern Beruf vorbereitet und wie ich, den leichteren Weg' gewählt hatte. Es wird Ihnen kaum glaublich scheinen, wenn ich Ihnen sage, daß ich durchaus keinen sehr lebhaften Eindruck von seinen Zügen mitnahm. Daran ist die Tatsache schuld, daß ich meine Aufmerksamkeit einzig auf den Frosch konzentriert hatte, der auf sein Handgelenk tätowiert war. Ja, er hat ihn später durch die mit großen Kosten vorgenommene Operation eines spanischen Arztes in Valladolid entfernen lassen. Dieser Frosch war ein wenig schief tätowiert und Lyme wußte so gut wie ich, daß er ein Zeichen trug, das mich sicher zu ihm zurückführen wurde, wo immer er auch wäre. Unser Uebereinkommen lautete dahin, daß ich ihm meine erfolgte Ankunft nach Amerika an eine vereinbarte Adrefse telegraphieren würde, und daß er mir Johann mittels Einschreibebriefes an das Grandhotel in Montreal die Hälfte des Geldes zu schicken hatte. Um es tun zu sagen, meine Flucht gelang. Zur angegebenen Zeit war ich in den Bereinigten Staaten und schickte sofort nach meiner Ankunft das Telegramm an Lyme ab. Dav Geld kam nicht. (Schluß folgt.) den, von einet Genauigkeit, welche tue Präztswn des ersten Konstrukteurs solcher Apparate, La- cour, um ein Vielfaches übertrifft; man braucht dann für den Synchronismus einer solchen Bildtelegraphie eine Präzision, welche Fehler von Vsoooo Sekunde bei einet Bildzeile ausschließt. Die Präzision ist erreichbar, es handelt sich aber dann doch um eine sehr delikate Apparatur; ich möchte in der nächsten Zukunft einer Einrichtung den Vorzug geben, bei welcher Frequenz und Bild-- zeichen überlagert über ein und dieselbe Leitung oder auf ein und derselben Trägerwelle vom Sendet zum Empfänger gesandt werden, bis einmal der universelle Synchronismus diele Einrichtung ablöst. Wenn somit für die Zukunft noch viel von „Harry Lyme?" fragte Elk. „Joshua Droad" schüttelte den Kopf. „Nein, Sie irren sich. Ich will seinen Namen nicht verraten, der Mann ist tot und war ein treuer und ausrichtiger Kamerad, obgleich er zum Trünke neigte — eine Schwää)e, die ich nie geteilt habe. Die Fahrtänderung bedeutete nun für uns, daß wir einen Vorwand erfinden mußten, um überhaupt in Soulhampion an Land zu kommen. Und dies womöglich noch, bevor der Diebstahl entdeckt worden war. Aber cs schien nicht eben wahrscheinlich, daß uns dies noch gelingen, könnte. Glücklicherweise herrschte Nebel und mir mußten langsam der Küste entlang fahren. Falls Sie sich der Umstände noch erinnern können, so wissen Sie, baß die Mantania mit einem Dampsfchlevper, der nach Portsmouth fuhr, zusammenstieß. Und da kam die Möglichkeit für uns. Aus einem ojfenen Gang auf dem Deck, wo wir mit unserem Gepäck warteten, warf ich die beiden Koffer auf das Deck dos Schleppers und ich und mein Freund, wir sprangen über. Wie ich schon sagte, herrschte dichter Nebel und die Schiffsmannschaft des Schleppers entdeckte uns erst, als die Mantania sich schon von ihm los a hatte. Obgleich die Geschichte, die wir dem än erzählten, höchst durchsichtig war, fo glaubte er sie doch bereitwillig, als ich ihre Wahrscheinlichkeit durch einen Zwanzig-Dollak-Schein bekräftigte. Wir landeten unter großen Schwierigkeiten spät am Abend in Portsmouth, wo es keine Zollinfpek- tion gab, und bekamen unsere Koffer glücklich ans Land. Wir gedachten die Nacht in Portsmouth zu verbringen. Aber als wir das uns empfohlene Ouar- ticr ausgesucht hatten, gingen mein Freund und ich diesem Herbst eine große Gewerbefchau veranstalten. Wit dieser wird eine umfangreich: landwirtschaftliche Ausstellung vcr- bundcn werden. Es werden vertreten fein: ßai> del und Gewerbe, di« landwirtfchaftUche Ma- fchinenindustrie, Bauernschaft, Zuchtgenossenschaften, Imkervereine, Obst- und Gartenbau- vereine u. a. Auch Gehilfen und Lehrlingen, fotole Vichtmitgliedern ist Gelegenheit geboten, ihre Erzeugnisse und Waren zu zeigen. Um bi« Landwirtschaft in starkem Maße an der Ausstellung zu interessieren, soll'n Vieh und landwirtschaftliche Bodenerzeugnisse von der Platz- miere frei bleiben. Der heimatliche Eharakter der Schau soll dadurch gewahrt werden, daß nut. Interessenten innerhalb deS Oberwester- waldkreiseS ausstellungsberechtigt sind. Die Leitung des Vereins und der Ausstellung lassen hoffen, daß daS geplante Werk zu einem bedeutsamen Ereignis für unsere Heimat wird, das von gutem Einfluß auf die Ent» durch Krcisobstbaulehrer Kilp aus Wetzlar. Er wird vorzugsweise praktisch, theoretisch nur insoweit er:eilt, als dies zum besseren Verständnis unbedingt erforderlich ist. Zu dem Kursus haben sich zahlreiche Einwohner gemeldet. Gelegentlich der Eröffnung des Kursus findet eine Besichtigung der Gemeindeobstbäume statt. * Lützellinden. 11. Febr. Dieser Tage fand hier eine Versammlung der Deutschen Bau- und Siedlungsgemeinschaft statt, in welcher Bezirksleitcr Essinger (Butzbach) über die Zwecke und Ziele der Gemeinschaft sprach. Die Ausführungen des Redners fanden staries Verständnis der zahlreichen Interessenten. Die schon vor längerer Zeit hier gegründete Ortsgruppe zählt jetzt etwa ein Dutzend Mitglieder. L Klein-Rechtenbach, 11. gebt. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten heute die Eheieute Wilhelm Wigand und Katharina geb. Petry von hier. Die Eheleute sind 76 und 77 Jahre alt und erfreuen sich noch körperlicher und geistiger Rüstigkeit. O Oberkleen, 11. g?br. Bei bet Versteigerung des Brennholzes aus ben Walddistriklen „Ebert, Wacho'.derbkrg^nd Faß' wurden folgende Preise erzielt: Eichenscheit 13 bis 16 Mk., Eichenknüppel 13 bis 15 Mk. je 2 Rm.. Sichenstockbolz 10 bi« 12 Mk. je 3 Rm. Eichenwellen 6 Mk. je 50 Wellen, Buchenscheit 28 bis 32 Mk., Buchenknüppel 23 bis 26 Mk. je 2Rm., Buchenstockholz 15 bi« 18 Mk. je 3 Rm. Buchenastwellen 10 bis 12 Mk. je 50 Stück. Buchenforstungswellen 14 bis 16 Mk. je 50 Stück. Fichtenknüppel 10 bl« 12 Mk. je 2 Rm.. Fichtenstockholz 8 bis 9 Mk. je 3 Rm., Fich.cnwellen 4 bl« 5 Mk. je 50 Stück, Birkenknüppel 14 bis 15 Mk. je 2 Rm.. Birkenwellen 5 Mk. je 20 Stück, gemischte Wellen 8 bis 10 Mk. je 50 Stück. Fichtenstangen 3. Kl. 6 bi« 9 Mk. und 4. Kl. 5 bis 8 Mk. je 30 Stück. 5. Kl. 4 bi« 6 Mich Kl. 3 bis 7 Mk. und 7. Kl. 5 bi« 6 Mk. je 50 Stück. Kreis Limbnry. WSV. Limburg, 11. Febr. Heute abend brach in dem Runkel gegenüberlicgeirden Dorfe Schadeck bei Limburg ein erhebliche« Schadenfeuer aus, das durch Kurzschluß entstanden ist. Kurz vor 8 üßr erlosch im ganzen Dorfe das elektrische Licht und gleich daraus schlugen auch schon au« der Scheune des Gastwirt« Songer die Flammen heran«. Da« Feuer griff mit rasender Geschwindigkeit um sich, trotzdem acht Feuerwehren, darunter auch die Limburger, mit acht Schlauchleitungen da« Feuer bekämpften, fici dem Feuer die G a st w i r t f ch a f t bis unter das Dach mit der umfangreichen Scheune, Werkstatt und Stall zum Opfer. Da« Vieh und die Möbel konnten gerettet werden. Abend der „Paulus" von Mendelssohn - Bartholdy zur Aufführung. Sowohl Ehor, wie Solisten leisteten ihr Bestes. Die Begleitung lag in den Händen von Pros. Dr. E. Schmidt. Das ausverkaufte Hau« spendete reichen Beifall. Vad-Vauheim, 11. Febr. Die Zahl der Arbeitslosen ist in letzter Zeit wieder etwas gestiegen. Am Samstag waren es 22 9 Personen, die in Fürsorge standen 44 der Erwerbslosen gehören dem Hotelgewerbe an. — Es besteht die Absicht, die hiellge Oberrealschule (Ernst-Ludwig-Schule) von Ostern ab in ein Reformrealghmnasium umzuwandeln. Der nsue Schultyp, für den sich besonders der Gießener ilniberfitätSßrofeifor Horn warm ein- seht, wird zur Zeit in Hessen wohl erprobt, ist aber noch nicht offiziell eingeführt. Das Landesamt für das Bildungswesen hat gegen die Umwandlung der hiesigen Vollanstalt nichts einzuwenden, schlug aber eine Abstimmung In den (Sltcrnfr elfen vor. Vachdem in einer gut besuchten Elternversammlung und auch in einem ausführlichen Rundschreiben die Stimmen für die weitere Erhaltung der Oberrealschule sowohl als auch die für die neue Schulform zum Worte gekommen, fiel die Abstimmung mit dem ungefähren Verhältnis 90 zu 160 zugunsten des Reform realgymnasiums aus. Diese Reformanstalt läßt gegenüber der Ober- recl.chule die mathematisch-naturwis enschast ichen Fächer etwas zurücktreten, um dafür die Sprachen intensiver zu pflegen. Zu Englisch und Fran- zosisch kommt von der Unterselunda ab als Pflichtfach noch Latein, das bisher in den beiden Primen der Oberrealschule nut als wahlfreies Fach eingeführt war. Kreis Büdingen. # Unter-Widdersheim, 11. Febr. Jeder Freund eines schönes Landschaftsbildes bedauert es, daß der dis dicht an unser Dorf heranziehende Klappersberg abgeholzt wird. Es ist einer de» letzten vulkanischen AuLläufer des Dogelsber- ges und schiebt sich am weitesten nach Westen in die Wetterau vor. Mit seiner mit mächtigen Kiefern bestandenen Haube bietet er von der hügeligen Wetterau hier ein schöes Bild, und von ihm hat man einen weiten Fernblick bis zum Feldberg und Altkönig hinüber. Ein Teil des Waldes ist bereits umgefchlaoen. Weil es sich um eine außerordentliche Holzfäl 1 ung handelt, erhält jeder Ortsbürger zu seinem Losholz einen weiteren Raummeter Kiefernknüppel hinzu. Es wäre wohl Pflicht der oberen Forstbehörde gewesen, diese Beeinträchtigung des Landschaftsbildes zu verhindern, zumal der Bode für landwirtschaftliche Zwecke doch nur von geringem Wert ist. — Die Grippe, die hier stark auftrat, ist jetzt im Abflauen begriffen. Sie hat keinerlei Opfer gefordert, da sie in leichten Formen umging. — In der Inflationszeit suchten sich viele Leute ihren Erwerb durch Fangen von Maulwürfen zu schaffen, wodurch diese nützlichen Tiere sehr dezimiert wurden. In den letzten Jahren haben sich die Tiere nun wieder dermaßen vermehrt, daß sie zur Plage werden; besonders auf höher gelegenen Wiesen des Horlosftales schaden sie dadurch, daß sie darin Hausen an Haufen auf» wühlen. Infolgedessen haben verschiedene Gemeinden Fangprämien von 10 Pf. pro Stück zur Verminderung ausgesetzt. # Ober-Widdersheim, 11. Febr. Die Grippe greift trotz des trockenen Wetters hier weiter um sich, fo daß nahezu die Hälfte ber Schullinder daran erkrankt ist. Ernstere Folgen find bi3 jetzt erfreulicherweise nicht einge« treten. — D:r hiesige Gesangverein ..Fidelio", Mitglied des ViddataisängerbundeO. hat beschlossen, sich unter Leitung seines neuen Dirigenten. Lehrer Alles, am großen Gesangsweitstreit in Schotten im Juni zu be- iciligen. Weckerhin wurde schon vor Weih- \\GvmvA eine R:iselas'se gegründet, um vor Eintritt der Sommeraraeiien eine Rheinfahrt zu unternehmen. —/— Lißberg, 11. Febr. Die Basaltstein in dustrie steht zv.r Z it hier wie fast überall in voller Blü e. V ben den in unserer Gemarlung bereits bestehenden fünf Stein- trtcflung Der gewerblichen unb geschäftlichen TWr- hältnisse tDerocn dürft«. KreiS Usingen. —f— Bronbobernborf, 11. yebr. Bei her hiesigen Jl u |j b o 13 • S 11 b in i 11 I 0 n wurden für die QualNütsstümme la bis 2b Durchschnittlich 25 Mk pro öfftnwtfr erzielt. Bei der öffentlichen Versteigerung wurden für die Stämme der Qualitäten la die 2b nur 18 Mk. erzielt. Fichtenstangen 1. Klaffe kosteten pro Stück 2 Mk.. 2. Klasse L5U Mark, 3. Klasse 0,60 Mk., 4. unb 5 Klosse kamen pro 100 Stück auf 3 bis 5 Mk. (fiebern. Buchen. Eschen- unb Nabelboiznuhknüppel (2 Meter lang, kamen durchschnittlich pro Baummeter auf 0 bis 10 Mk Maingau • JDÖQL Frankfurt a. M, 11. gebt. Als kürzlich In einem Gerichtstennin her Bebakt eur Hafelmeyer, der sich wegen Vergehen- gegen da- Republtkschutzgefctz verantworten sollte, nicht erschienen war. erlieg da- Derichl gegen ihn Haftbefehl. Ivie wir hören, ist die Festnahme Hafelmeyer- nunmehr auswärts erfdloi Hei le abend 6 Uhr ereignete sich in der Bähe der Dalluswart« ein folgenschwerer Vtraßenbahnzusammenstoß. Ein vom Flugplatz kommender Vlrahenbahnzuq wurde von einem fchwerbelabenenKraftwagen einer Frankfurter LebenSmittelhandlung. der gerade aus einem Hof herau-suhr. mit voller Wucht angefahren Die Plattform des Mo- tr-rtoageni wurde eingedrückt und derGlasperrou zertrümmert. Der Wagenführer muhte mit schweren inneren Verletzungen im Städtischen Krankenhaus etngelielert werdrn. Durch den Zufammenstoß wurde der Motorwagen gebrauch-unfähig und mußte nach dem nächsten Betrtebsdepot abgeschleppt werden. Fahrgäste wurden nicht verletzt. Auch der Kraftwagen wurde beschädigt. Buntes Allerlei. Regenbogenfarben der fjerremnobe. Die „bunte Herrcnmode , die uns in den letzten Jahrzehnten so oft vorher verkündet worden ist, scheint sich doch allmählich durchzusetzen. Wenigstens bevorzugt man bei der Wäsche und bei allem Zubehör der eigentlichen Kleidung ausfallende Farben, unb während früher nur die jüngeren Register sich so bunt ausstatteten, sind jetzt auch die älteren zu bunten Schlipsen, Taschentüchern. Hemden usw. über gegangen. „Jeden Lag wächst die Vorliebe der Herren für lebhasle, farbige und Helle Kleidung." erklärt ein führender Londoner Fachmann. „Früher trugen die Herren wollene Socken in bunllen Farben, wie sie sich heute in keinem besseren Laden mehr (inb;n; bei Schlipsen und Hemden war man schon zufrieden, wenn do- Muster einen farbigen Streifen auf- wles. Jetzt sind die Schlipse wahre Svmphonicn phantastischer und wilder Farben, unb firmten werden in den lautesten Foroenzusammenstellun- aen getragen. Dieser Wandel hat auch die älteren Herren ergriffen. Wenn vor Drei Jahren Männer kamen, um Socken zu kaufen, so fragten sie. wie sie sich trügen. 3eyt hören wir nur noch, dass nach Der Farbe gefragt wird. Bei der Auswahl der Wäsche, der Schlipse und Kragen spielt das bunte Muster Die größte Rolle. Die Schlafanzüge sind bunter und heller als je zuvor. Man kann gar nicht genug Farben In einem Muster zu- sammenstellen. und die solideren Sachen werden kaum noch beachtet. Wenn der gegenwärtige Farbenhunger unter der Herr er. weit anhäit, so ist damit Au rechnen, baß sie sich auch von den gedeckten Farben der Kleidung befreien und in Der koloristischen Ausgestaltung ihrer Tracht mit Den Damen wetteifern. Regen chlrm-Se'ins'.tcht lm bi:n[Ln Erbteil. 3n Amerika geht die Sehnsucht jedes Bürgers nach einem Auto, In Afrika ist man bescheidener! der schwarze Dentleman. der c3 zu etwas gebracht hat, b.ghri vor allem einen — Regen,a-irm. So betautet wenigstens Der Gouverneur von Fran-ösisch-Wcstasrika In einem Bericht an Daö französische Handelsministerium, in Dem er eine ftär.erc Euisuhr von Regenschirmen befürwortet. „Es gibt keinen Arbeiter. Fischer oder Landmann," so jchreibt er. „der nicht seine ersten Ersparnisse In einem Regenschirm anlegen würde. Dieter Gegenstand schützt ihn nicht nur gegen Sonne und Regen; das kommt er ft in zweiter Linie: Der Regenschirm verleiht ihm ein gewisses Ansehen, macht ihn zum eleganten Manne." ES ist jedenfalls ein erhebender Gedanke, daß diese Bewohner des dunklen Erdteils. Die sich noch vor kurzem mit» einem Lendenschurz begnügten und sich als schönsten Schmuck einen Ring durch Die Rase zogen, jetzt bereits zu der Wertschätzung des Schirmes oorgedrungen lind. Aber es scheint, als ob hier uralte lieber- Heferungen lebendig würden Der Sch.rm ist ja feit uralten Zeiten im Orient ein Zeichen Der Würde und Majestät gewesen; er schwebte in riesiger Au-dehnung, von Sllaven gehalten, über Dem Haupt de» Herrschers und vertrat Die Rolle des Zepters; et wurde in feierlichen Aufzügen und bei Festen mitgeführt zu einer Zeit, als Die Europäer seiner Segnungen noch nicht teilhaftig geworden waren. Auch bei Regervölfem hat man diese Stellung des Schirms gefunden, und so mag Die afrikanische Hausse in Regenschirmen. Die jetzt eingesetzt hat. auf solch uralte Vorstellungen zurückgchen. Bei uns hat der Regenschirm seit Den Tagen des Biedermeiers, da der Bürgcrkönig Louis Philippe mit ihm einherstolzierte. viel an Ansehen eingebüßt und einen gewiß ungerechtfertigten komischen Beigeschmack erhalten. Der INoschusochsc auf dem Aussterbeetat. Die Vern chlung ganzer Tierarten ereignet sich nicht nur in den zivilisierten Gegenden, sondern auch in Den wenig bevölkerten Gebieten des Polarkreises. E.n trauriges Beispiel Dafür ist Die fast völlige Ausrottung der Wale, und nicht viel belfer ist es mit Den Moschusechsen. die sich heute nur noch im nördlichsten Teil Der neuen Welt, im arkt fchen Kanada und an Der Rcrb- küste Grönlands, erhalten haben. Der Moschus- ochse, der eine Mittelstellung zwischen den echten Schafen und Ochsen elnn.mmt, ist ein höchst interessanter Gesell mit feinem säst bis auf Den Boden reichenden dicken unb langen Pelz und Den kräftig geformten Hörnern. Er ist ein ausgesprochener Pflanzenfresser. Der in Den Dem Nordpol am nächsten gelegenen eisfreien Länder- strecken seine größte Verbreitung besah. Während des kurzen nordischen Sommers findet er Rührung genug, um soviel Fett anzuschen. Daß er während Der langen Polarnacht des Winters, wo tiefer Schnee ihm jede Rahrungsguelle verschließt, davon zehren kann, ohne der öntkäftung anheimzusallsn. 3n den furchtbaren Schneestürmen halien sich d e Rubel oft wochenlang unbeweglich im Schuh hoher Klippen. Der MoschuSochse ist ein tapfere- Tier, das vor dem Fc nöe nicht fort- rennt, sondern Die Ochsen schließen sich zum Rubel zusammen unD versuchen. Den Angreifer über Den Haufen zu rennen und mit den Husen zu zertrampeln. Diese Verteidigung, die ihrem natürlichen Feind, dem Wvlf, gegenüber sehr angebracht ist, wurde den Tieren zum Verhängnis. als der Mensch ihnen Nachstellte. Die Eskimos konnten ihnen mit ihren primitiven Waffen wenig anhaben. aber als jahraus, jahrein zahlreiche Erpcb'tionen durch den Polarireis kamen, Da wurden ganze Rudel, die unbewegt.ch verharrten, von gewissenlosen Sägern niedergeknallt. Aldana auch die A ngeborenen mit modernen Schußwaffen ausgerüstet wurden, schmolzen die Rubel der Moschusoch'en immer ineyr gufammen. Der Moschusochse war schon um 1860 in Alaska vollständig ausgerottet. Die Tiere wurden immer mehr und mehr nach dem Rothen gedrängt, unb als das gänzliche Verschwinden bet Moschusochsen vom kanadischen Festlanb unb Den nördlich gelegenen 3nfeln zu befürchten war, schritt endlich die kanadische Regierung ein. Es würben Polizeistationen errichtet, die über Den Schuh Der Moschusachsen zu wachen ha'ten. unb blc Eingeborenen dieser Gebiete erhielten keine Muni'ion mehr. Durch diese energischen Maßnahmen scheint das Aussterben b.6 Moschusochsen in Kanada ebgetoenbet zu f ?in. Schl.mmer sieht es an ber Rorb- und Rordostlüste Grönlands aus. wo die nordische Reg erring sich mit einer Aufs rberang begnügtn mußte, die Moschusachsen nach Mögt ch- kett zu schonen. Diese /Ausfocberung" ist aber nicht wirksam gewesen, und so wäre ber Schutz ber Moschuscchsen hier nur auf b’trt Wege der in'emotionalen Vereinbarung, die jetzt angestrebt wirb, zu erreichen. Qualitätsware Als Kaffbe-Zusatz gibts nichts Besseres! Aecht fhmdk A mit der Kaffeemühle Mz'tie Mleipbp. Anmeldungen zu den Gesellenprüfungen im Frühjahr 1927 werden Dienstag, den 15. Februar, für weibliche und Donnerstag, den 17. Februar, für männliche Lehrlinge im Gewerbehaus, Kirchftratze 16, im Zimmer Nr. 13, von 5 bis 7 Uhr entgegengenommen. Milzubringen ist der Lehroerlrag und 7 Mark Prüfungsgebühren. 1402D Oer Menprlilimgs-taliufi des IMevereins. DRUCKSACHENALLERART liefert In Jeder Ausstattung stilrein und preiswert | BrflhPsehe Unlveraftlte-Druekerei R. Lange. 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Berg in ber Schweiz, 13. andere Bezeichnung für Schwung, 15. andere Bezeichnung für Tatkraft, 18. asiatischer S.rom, 20. Zeitungsanzeige, 23. Theaterplatz, 25. Wnnranke, 27. Wasserpflanze, 28. Burg von Jerusalem, 29. italienische Provinz, 30. Kartenwerk. — Bon oben nach unten: 1. Totcn- schrcin, 2. Hoherpriester, 3. Deheimbund, 4. ehemaliges beulfu,e3 Herzogtum, 6. Medizinalbcam- ter, 7. Schuhmachcrwe.kzeug. 8. weiblicher Personenname, 9. weiblicher Per onenname, 13. Ehrenzeichen, 16. Rebenfluß Dec Donau, 17. schlammige Gesteinsmas e, 19. Pflanze. 20. weiblicher Personenname. 21. Bruchstück. 22 Ort In Der Schweiz, 24. türkischer Personenname, 26. Schlange. Homonym. Wie heißt es, wa- die KaufmannSwelt Zn steter Tä Igteit erhält? Tagtäglich wünscht sie dies sich sehr Und freut sich, w.rd es immer mehr. Rack jeder Zeile im Gedicht Da tcmmi ö dem Leser zu Gesicht: In guter Prosa ist e- auch, Beim Mcbergang -um Renen, Brauch. Roch wieder hat eS andern Sinn: Mik euch kommt'- allent )al(en hin. Es ist Darum bald hier, bald dort; Ihr habt's am Fuß und tragt's mit fort. Ergänzungtzrätsel. (Aus Zeile 2 reimt ein bekanntes Zitat.) Ein Käser flog in Tertia, Wo schnell ein Kno.b' ihn kriegte: Mit 6-actat sprach brr Knabe da; !" ^uchstabenrät.'cl. Aus den Wörtern Gingen — Idria — Raab — Kent — Alster — Binz - Lublin — Beuchen — Ilter — Bork — Hamburg — Laubenheim bilde man durch Aenderung b:6 AnsangSbuch- stabens andere geographische Ramtn, Deren Anfangsbuchstaben zusammen ein Sprichwort ergeben. Umstcllttitftsrätscl. Raft Polla — Linse — Stole Talar — Ruh — Schlaf — Leer — Gaben Man stelle Die Buchstaben in den vorstehen- Den Wörtern derart um, baß neue Wörter entstehen. Die AnsangSluchstaben biefer ergeben alSbann einen Winterfpor.. Vildrrrälscl. .71 Licdcrrätscl. 1. Ach. wie ist - möglich bann. 2. AuS ber Jugendzeit. 3. Das Wandern Ist des Müller- Luft 4. Ich wollt', meine Liebe ergöße sich. 5. Lebt wohl, ihr Berge. 6. Mein Herz ist im Hochland 7. 0 Täler weit, 0 Hohen 8. Sah ein Knab' ein RoSlein stehn. 9. Unb ber HanS schleicht umher Werden die vorstehenben Liederansänge in eine andere Reihenfolge gebracht, so ergeben die Ansangsbuchslaben, areinandergereiht. den Ramen eine- Opernkomponisten. Auflösungen. Silbenrätsel. 1. Dolman; 2. Ivanhoe; 3. Euripides; 4 iSa- Ulei; 5. Elle. 6. Rathenow; 7. Emscher; 8. Ehar- lotte; 9. Harald; 10. Titisee 11 3flib; 12 Dose; 13. Kanzlei; 14. Exil; 15. Itzehoe; 16 Tahiti; 17. Irland; 18. Salut. Die Gerechtigkeit Ist Die Liebe der Weisen Derbindunqsaufgabe. I. Tat Ar (Tatar); 2. Frühling Sau (Früh- Itng-au): 3. Seele Radel (Leelenodel); 4. Bau Mast (Vaumast); 5. Ban Knote (Danknotel; 6. Klaus Ur (Klausur). Scharade. — Wildfang. — DerwandlungLratsel. Sexta, Salta, Saite, Waise, Prise, Prinw Krru, Worträtsel. Winter-Problem. VI qB Man beginnt mit Dem Ablesen Der Buch- stabengruppen im äußeren Kreise unb link- unb überspringt babei immer zwei Gruppen. Wan erhält bann: Habt Mitleid mit ben RBgelcln, Die in ber Kälte vor Hunger schrein. Die Narrenkappe. Splitter unD Sparren vom Redaktton-tisc-. Relctbtgung am Telephon. Tin Wiener Kaufmann hatte einem Privatmann Ware geliefert, doch bieser zögerte mit berBegletchung der Rechnung. Da hängte sich ber Kaufmann ans Telephon und sagte im Verlauf einer längeren Unterredung: „Sie sind ein Infamer Schwindler.' Daraus Beleidiungsklage mit Pauken und Trompeten, aber Der Kläger Fiel durch. 5)a4 Gericht entschied. bah zur Verurteilung des Beleidiger- zwei Zeugen nötig feien, einet genüge nicht, allo lei Der Beklagte freizusprechen. Man kann sich kaum vor- stellen. wa- jetzt in Wien für Gespräche am Telephon geführt werden! 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Die Statistik der Außenhandelczisfern enthält immer fast unvermeidbare Fehlerquellen, die zu einer Ueberbewer- tung der Einfuhr und einer Unterbewertung der Aus- fuhr s-hren. Außerdem gibt es immer eine gewisse unsichtbare, nicht erfaßbare Ausfuhr. Infolgedessen muh eine tatsächliche wenn auch geringe Aktivität der Handelsbilanz für 19-6 angenommen werden. Es ist ober zu untersuchen, ob dieses tatsächlich giinftiae, äußerliche Ergebnis der Ziffern des Außen- hatwels bei näherer Betrachtung eine derartige Beurteilung auch rechtfertigt. Bon bet Minderung der (Einfuhr sind 441 Millionen auf Minderung der Einfuhr von Lebensmitteln und Getränken, 1287 Millionen auf den Ri ckgang der Rohftoffeinfuhr und der Rest auf den Mindereingang von Fertigwaren zurückzuführcn. Die Einfuhr von Lebens- Mitteln und Äetränien hat um 11 Proz, die von Rohstoffen um 20 Proz. und die der Fertigwaren um 50 Proz. abgenommen. Die Einfuhr von Le- bensmitteln ist demnach verhältnismäßig am wenigsten zurückgegangen. Mit 912 Millionen Mehr- betrag geht sie noch um 35 Proz. über die Einfuhr des Jahres 1924 hinaus. Die Minderung der Roh- Sfeinfuhr um 20 Proz. gegenüber der stark orten Einfuhr des Jahres 1925 wäre an sich nicht enklich. Es kommt jedoch hinzu, daß ein großer Teil des Mindereinganges von Fertigwaren hier an- gefügt werden muh. Bon 683 Millionen Minderem- fuhr von Fertigwaren' find 317 Millionen der Wenigereingang von Garn aus Wolle und Baumwolle. Zum großen Teil sind diese zur Verarbeitung und Weiterverarbeitung für die deutsche Industrie bestimmt. Der Rückgang der Einfuhr aller zur Verarbeitung und Weiterverarbeitung bestimmten Stoffe ist also doch ein ziemlich erheblicher. Da das Jahr 1926 eine erhöhte Erzeugung gegenüber 1925 und besonders 1924 gehabt hat, so dürfte die volkswirtschaftliche Inventur einen Rückgang der Vorräte aus bem Auslanb bezogener Verarbeitung^- ftoffe unb bamit eine Minderung des scheinbar so günstigen Ergebnisses der Handelsbilanz darstellen. Weniger eingeführt sind an Rohseide für 36, Wolle für 50, Baumwolle für 288, Flachs für 65, Bau- unb Ruhholz für 126, Felle für 22, Kautschuk für 56, Eisenerze (bei erhöhter Eisenherliellung) für 46, Kupfer für 110 unb Blei für 35 Millionen. Abge sehen von bem schon besprochenen Minbereingang von Garnen mit 317 Millionen ist bie Mindereinfuhr von Fertigwaren hauptsächlich auf ben geringeren Einkauf von Geweben mit 206 Millionen, unb zwar aus Baumwolle 142, aus Wolle 37 unb aus Selbe 27 Aurückzuführen. Bei ben beiben ersten Posten macht sich stark bie infolge bes englischen Kohlen- streiks Dcrminberte englische Wettbewerbsfähigkeit unb bei Seibengeweben bas Nachlassen bes fron zösiichen Valutabumpings gcltenb. Einzelne Posten ber Lebensmitteleinfuhr ftnb ge fliegen, so bie Einfuhr von Weizen trotz ber guten (•ietrelbeerntc bes vorhergehenben Jahres um 113 Millionen, wovon 21 Millionen burch erhöhte Ausfuhr ausgeglichen werben. Die Einfuhr von Roggen hat günstigerweife um 33 Millionen abgenommen unb bie Ausfuhr sich um 21 Millionen gesteigert. Der Salbv ber ganzen Brotqetreibeein- unb -aus- fuhr hat sich alfo um 38 Millionen verschlechtert. Die Einfuhr von Gerste ist um 104 Millionen ge- fliegen, wahrenb bei Hafer eine Senkung bes Einganges um 40 Millionen eingetreten ist. Die Ein- fuhr von Mehl ist zwar um 114 Millionen Hurück- gegangen, beträgt aber mit 45 Millionen immer noch bas Neunfache bes Jahres 1913. Umgekehrt hat sich bie Mehlausfuhr um 42 von 70 auf 28 Millionen ermäßigt, gegenüber einer Ausfuhr von 106 im Jahre 1913. Unter ungünstigen Zollverhältnisten leibet auch immer noch bie Zuckerwirtfchaft. Die Einfuhr ist zwar von 45 auf 15 Millionen zurück- aegangen. betrug aber im Jahre 1913 nur 0,9 Millionen. Die Zuckerausfuhr ist zwar von 50 auf 60 Millionen gestiegen, im Jahre 1913 betrug sie aber 266 Millionen. Die Einfuhr von Fleisch unb sonstigen Dieherzeugnissen hat sich um 167 Millionen gesenkt, was wohl erfreulicherweise eine Folge verstärkter inlänbischer Erzeugung sein wird. Auch bie Einfuhr von Wein hat infolge ber Erhöhung von Zollsätzen um 36 Millionen abgenommen. Von ber Mehrausfuhr von 1020 Millionen entfallen über 700 Millionen auf erhöhte Rohstoffausfuhr, bie sich somit sehr stark um runb 45 Proz. vermehrt hat. Hiervon sind 473 Millionen die Mehrausfuhr von Steinkohlen, Ko?s unb Preßkohlen, also ohne weiteres auf ben englischen Kohlenstreik zur« ckzusühren. Auch bie Erhöhung ber Ausfuhr von Eisen mit 28 unb von schwefelsaurem Ammoniak mit 27 Millionen dürfte eine Folge dieses Streiks sein. Eine Folge desselben, allerdings auch des Aufhörens des französischen Valutadumpings dürfte auch die Steiaerung der Ausfuhr der unter Fertigwaren ausgeführten Eisennrodukte mit 130 Millionen sein. Zweidrittel der Mehrauefuhr sind also diesem vorübergehenden Zustand zuzuschreiben. Umrekehtt hat er sich auch in der Minbereinfuhr, besonders in der von Steinkohlen. K"ks unb Vreßkoblen mit 85 Millio"en aus- gewirkt. Da bie Ausf-Hrftatistik nur die offiziellen Kahlenvreise berücksichtigen kann, wirb gerade bei den Ziffern ber Kohlenausfuhr bie natürliche Unterbewertung gegenüber ben Preisen bes Hohlen- hirbels — besonders ben Uebcrpreifcn bes sich in diesem Falle dazwischen schiebenden unregelmäßigen — in Betracht kommen. A"ch bie deutsche Schiffahrt hat Rutz n aus der erhöhten Koblenversrachtung gezogen. Alles in allem wird man bie Verbesserung durch den enolischen Kohlerstreik auf beinahe eine Milliarde schätzen können. Der wichtigste Ausfuhrposten, der von Fertigwaren, ist von 6626 auf 6968 oX-r um 3'2 Millionen, also nur um 5 Proz. re- stiegen. Wie schon aiisaesührt. sind etwa 130 Millionen davon auf die Wirk'ing des englischen Koh- lenstrciks zurückzuführen, so daß die Vermehrung der Ausfuhr von Fertigwaren auf bem Dege fori- schreitender natürlicher Steigerung nur 3 Prozent beträgt. Die eingehenbe Betrachtung ber Umsätze ber Außenhandels zeigt also, daß ein wirtlicher, nicht bloß vorübergehender, Fortschritt nur in geringem Maße eingetrcien ist. Troz aller Rationalisierung unb damit Erhöhung ber Wettbewerbsfähigkeit ist eine Steigerung bes Absatzes von Fertigwaren nicht in irgendwie erheblichem Umfang eingetreten. Auf bem Wege erh.h er Produktion für bie Ausfuhr läßt sich also kaum in nennenswertem Maße ber Arbeitslosigkeit steuern. Die Hebung bes Inlandmarktes unb ber Ersatz von Einfuhr burch inländische Er- zeugung bürste hierfür boch immer noch der gangbarste Weg sein. Börse unb Geldmarkt. Die vergangene Woche hat endlich ben lange erwarteten Umschwung an der Börse gebracht. Wenn auch kein schwarzer Laz zu verzeichnen ist. so ist eS doch augenscheinlich mit dem Haussetaumel gründlich vorbei, und die Baisse-Spekulation scheint sich berei'.s in ihrem Fahrwas er au fühlen. Eben'owenig W.e vorher durchschlagende Gründe für die Hausse vorhanden waren, ebensowenig l egen auS ber Wirtschaft jetzt Momente vor. die Anlaß zu einem besonderen Pessimismus geben. CS handelt sich eben um eine ganz natürliche Reaktion Das große Publikum will seine Gewinne in Sicherhe'.l bringen und sieht dabei, da die'er Wille allgemein ist. bereits wieder einen Teil dieser O.to nnc schwinden. Wenn trän überhaupt von einem Anlaß reden kann, so ist eS das Ergebnis ber Auflegung ber Reichsanleihe, bas burch- aus nicht ben Erwartungen zu entsprechen scheint. Es war vielleicht boch etwas voreilig, bereits jetzt zu einem 5prozentigen Typ zurückzukehren, zu einer Zeit, wo noch höher verzinsliche feste Anlagen in Fülle zu haben sind. Die größte Unsicherheit bringt aber die Ungewißheit. waS m'.t bem Gegenwert der Anleihe zunächst geschehen Wird, ob er bem kurzfristigen Gelbmarkt noch eine Weile zur Verfügung bleibt oder nicht. Wir kommen jetzt in bie Zeit der großen Abschlüsse, und man kann nicht sagen, daß man hier bisher irgendwelche Enttäuschungen erlebt hat. Wenn man hier unb ba bei der Berliner Handels- Gesellschaft mit einer noch höheren Dividende gerechnet hat, so war eine derartige Erwartung eben übertrieben. Man sollte die Divibenden- politik unserer Großbanken zur Genüge kennen, um zu wissen, baß sie nicht daran denken, jeweilig bie Gewinne eines besonders guten Jahres voll auszuschütten. Sie legen bekanntlich den größten Wert barauf, nach Möglichkeit nicht mit ber Dividende wieder herunterzugehen. Darum werben solche Jahre, wie bas vergangene, dazu benutzt, um innere Reserven au schaffen, aus denen in späteren, vielleicht schlechteren Jahren die Dividende aufgefüllt Werben tarnt Die bisher bekanntgeworbenen Abschlüsfe der Elektrizitätsgesellschaften kann man unter Berücksichtigung der Erklärungen, die dazu gegeben sinb, nur als vorzüglich bezeichnen. Insbesondere zeigt der Abschluß ber Siemens-Betriebe, daß biefe groß verdient haben und in voller Entwicklung begriffen sinb. Daß derartige Bekanntgaben nahezu wirkungslos an der Börse vorübergegangen sind, beweist eben, daß man bereits vorher des Guten zuviel getan hatte. Allerdings sind es ClektrizitätsWerle. bie am Wenigsten von den Rückgängen der letzten Woche in Mitleidenschaft gezogen worben sinb. Auch Bankaktien haben sich verhältnismäßig gut gehalten. 2m Mittelpunkt des Angriffs standen dagegen naturgemäß diejenigen Werte, die vorher, man kann wohl sagen übertrieben haussiert Wurden, wobei man von 2lse, wo bekanntlich besondere Machtkämpfe ftattfanben, ganz ab es:en kann. Kohlenwerte gingen durchweg um mehr als 20 Proz. zurück, desgleichen Kaliwerte, bei denen unbedingt, hervorgerufen durch d.e günstige 21b- sahziffer des Januar, eine Kursüberipannung eingetreten war. 2m übrigen waren eS besonders MonlanWerte unb vereinzelte Spe-ialpupiere, bie stärkere Kursrückgänge zu verzeichnen hatten. Auch am Kassamarkt sinb bie llebertreibungen ber letzten Wochen, insbe onbere bei Kvhlentoerten, wieder teilweise ausgeg'.ichen worden. Am Geldmarkt hat die Verflüssigung, die sonst regelmäßig nach Ueberwindung ter Börsenzahltage eingetreten ist, ein wesentlich ruhigeres Tempo angeschlagen. Erst in allerletzter Zeit macht sich ein stärkerer Rückgang des Geldsatzes bemerkbar. Angesichts des bevorstehenden Zahltages für die Reichsanleihe ist aber mit Sähen, wie Wir sie noch im 2anuar hatten, nicht mehr zu rechnen, und vielleicht dürften wir derartige Sähe auch in absehbarer Zeit nicht mehr erhalten. Als ein Zeichen gewisser Leichtigkeit bleibt jedoch zu vermerken, daß ber Privatwechselzinssuh sich auf ben nichtigen Sah von 41 # Proz. erhält unb sogar eher nach unten neigt, und baß auch bankgirierte Warenwechsel mit 4'/t Proz. bequem unterzubringen sinb Der Kapitalmarkt bürste noch auf längere Zeit hinaus unter dem Druck ber Reichsanleihe stehen. • D i e beutsche E m i f s i o n s t ä t i g - leit im Januar. 2m 2anuar 1921 hat bie Ausgabe von Inlandanleihen gegenüber dem Dezember 1925 von 107,50 Mill. Mark auf 212.25 Mill. Mark zugcnommen, und zwar entsa len auf Staatsanleihen 45 (25) Mill. Mark, auf Körper- schaslsanleihen 47 (10) Will. Mark, auf Stabtanleihen 31 (43) Mill. Mark unb auf Industrie- Obligationen 89,25 (29,50) Mill. Mark. Die Emis- HonStätifJcit Deut'chlands an ausländischen Ka- pilalmärk en Hal sich im 2anuar 1927 dagegen gegenüber dem Vormonat von 197.7 auf nur 13.8 Mill. Mark vermindert. 2m Januar 1926 Würben insg.sam' d:ut'che Wertpapiere im ‘Settage von 162,4 Mill. M^rk unb im 2anuar 1925 im Betrage von 197.4 Mill. Mark an ausländischen Kapitalmärkten b:geben. * Dor der Auflegung der bayerischen Staatsanleihe. Wie der DHD. erfährt. ist bie ursprünglich im Umfange von 60 Mill. Mark vorgesehene bayerische Staa s- anleihe um einen Betrag von 15 Mill. Mari, also auf 75 Mill. Mark, erweitert werben. Die Auslegung ber Gesa.nlanleihe wird nach Abschluß bet ReichSanlcihezcichnung. vermi lich am Donnerstag ober Freitag ber kommenden Woche, erfolgen Bei einem RominalzinSsuß von 6 Ptoz. ist ber ZeichnungSkuts für die Anleihe auf 97.75 Prozent fcstg:s:tzt worLe i. Der Uebctnahmekurs soll etwa 2 Proz. darunter liegen. Dürfen tnrie. itranh'un a.8N fcur» > tu». 12. 2 > 8525 J.88 ■1.8. Zj V »IzS 0.575 (1.56 17,75 17.8 132.5 156,5 138,75 150 5 151 187 162 .56,13 158.5 191 115 261.5 321.75 Hl.5 137,5 114,75 17.75 Z4 5 180.0 190,5 315 140 5 190 5 Wl 5 201 204 101 231 5 155 123 149.62 181 26i 5 128 157 168 187.75 187.75 188 150 4 165 151 55 261 129.75 156.5 149 150,62 287 T2I 29 .',25 203.75 19.1.5 189 9 172 II. t- 12 2. ro.i 91,75 -15 - 181 25 - I 226.5 138.9 312 183 293 221 291 5 <03.25 • 93 4 188 21 .(S 5 IM > 189 75 19J 18h..-> <26 200 tma 228 154 126 137 307 218 171 170 25 186 5| 138 130,51 106 ”1 -.ü i :^ 5 i 2 2 181 5 <66 128.5 162 95 5 321.75 142 5 254 170 1711 187 189.75 189 ' 190 191 203 5 <06.5 102 201 9.5 186 5 189 129 5 183 !25.:5 130 75 106.9 292 <20 293 202 75 19 > IK9 75 171.75 196 9.3 187 190 130.5 186.5 >88 «5 199 5 Zill 99 .'2<.5 153.5 128 136 306 5 <16 75 5*/, Trnt‘d>t '.Hrtd>6an elbe 4C Iruiftbt 'Jicicßflantcibf • 3'„ Xtuild); '.H itD.anldJf 3°„ Tculsche NrichS nleiue - Tenutfct daarvrumtenanleUx <"/• UrrupildK Monfold • • - Hellen.......... 37,*/. feefien.......... 3*/« Hellen.......... Teaifdje Jertb. Totlar-Änl d>o. Toll Cibdii ännenng. «"/. Honturfen......... 5•/. QMonitrifanet ... • Berliner HanvelSgeselllldall. (iommert- uub Pn^t-Bauk i arm',, unb Ha tonal rank Xeuudie Bant. . . . . TiStonko ammanblt Trefibucr Bant ...... Metallbau! Muielbeutiche ffrebitbant . . Crftc reichische ttrebuanftalt. «cltbebanl....... Bochumer Sah ..... Buder S........... Caro . Ieuti.1) Lurembnra Oklfenhrdicncr r'ergnxrke. . Harpei cr Bergbau . . . . Maitrocrte ÄichcrSleben. . . . Äalitverk Wclicregr.n Haurabüfte...... • . •" .................. Man» etbcr........... Cberbeb-irf . . . Pbönir Berat'an Rheinische Braunkohlen . . . rllheinslaht . . . . iHkbed Man «an........ TeUus Bergbau . Vereinigte Stablwerke . . . . Hamburg 91metila Paket. . . Norddeutscher Llovo . . Cberamische Werte Albin . . Semciitiverf Heidelberg . . •BotliUb votjmaun ... Slnglo (!ont ttluano (£i)tiiiifd)c Mayer Älapta. . . " oldlchmib« Kairoer oblung •V (8 Far en-Induftrie. . . Niiiger.lverke........ Scheid annal» «llg. ClcftrCHeV-ISe'.-nfdiaft Bergmann . . ....... Gl hr. üir'trnnoen Vidjt unb «rost........ Mainkraitwerte Schultert........... Siemens & Halske...... Äblerroerle Slener ...... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt......... Meguin............. Mannheimer Motoren .... frankfurter Ärmamren voiiseroensabrik Braun . . Metallgeleil chaft Hrankfart. Pet. Union n.»® . Sctmh abrit Herr . ..... Sichel.............. rllliost Aschaffenburg. . . . ? ellsioii Solbhos. . . . ; Zucker abrit Frankenthal . . Zuckeriabrik toagbäukl . . . Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. 'HL Telegraphifche Auszahlung. II. Fcbr. 12 ffebr. »mkllche Nou runa Ärmliche Woiicruna (4e!t> Briet Geld । Brief flmfl.« :Hon 168.67 169,09 168,70 169,12 t*urn.9lirf 1,751 1.758 1,756 1,760 Brst.-Anuo 58,60 68.74 51.595 58,735 ('l. 73.59 73,87 73.70 73.8S 8ul aricn □.043 3,053 4.043 4,053 Vinabon . 1,50 -1,55 21 543 41,595 Tanufl. . 1I.H 11. 4 61,11 81,31 fioiifl nun 2.145 2,15 j i, 15 4,16 Alden. . . 5.04 5.56 5.54 5,56 Canada 4.207 4.217 4,205 4,215 Nrn uav 4.235 4.245 4.235 4.245 Cairo 20.964 .1.016 20.964 21.016 Banknoten. Berlm. 11 Fedr Geld Bne' Amrrilanilche 'Jtoiee..... yeloifrtie Noten ....... Tänilche Noten Eiial'-ichr Noten..... . . ^ronroiitche Noten ...... volländiiche Noien ...... üt lieuische Noten...... Normeallchr Noten. ... Deniich festere.5100 Sroaev Siumaniiche Noten...... Lchwedu'che Noten...... edmKiirr Noten ...... Cvanilch Noten...... Tlchechoilomalilchc Noten . . Unaariiche Noten . . 4,198 68.50 112.02 <0.405 168.23 K 32 108 18 69.30 2,35 11».10 81.06 12.45j 73.52 4,218 68.80 112.58 2U.505 Iß. 70 169.07 18 42 108.22 69.60 HZ 66 81.46 71.15 12.513 73.18 Zranksurtcr Börse. Frankfurt, 12. F.br. Tendenz: Still und leicht erholt. — Die Eifek.enbörse hatte zum Wochen'chluh einige Glattite lungen dec Spekulation. boch ausgesprochen kleines Geschäft. Die wenigen Umsätze genüg en inde'len, um eine etwas f r e un dlichece Te n benz heraus- zubringen. Gestützt wurde die allgemeine Erholung von bet Bewegung am Automarkte unb einiger Rachstene nach 3.0. -gar ben. Am heimischen Anleihemarkt wcren Kriegsanleihe aus e ncn demokratischen Reichslagsan tag, die Allbcsiher von Reichsanleihen im Wege bcs Umtausches ber Anleihen in ein sofort verzinsliches Papier zu enlschädizen. auf 0,3jD be c .igt. ging aber rasch wieder auf 0.3.'2’ . zurück. Von fremben Renten la^en Bag.>ab höher. Bagdad I 29,13 OliaA.bonier weiter abge- schwächt. Von den -al ienwerten tcWannen am Monlanmarkl Harpener 1.?ö Proz.. Rheinische Dcaunloh.en 4 Proz., Klöckner 1.5. Gelsenkirchen 0,5, Rheinstahl 1.5 Proz. Am Chemiemarkt zv'en 3 G.-F.rien um 2.75 Prozent an. Von Bankaktien stellten sich Commerz 1.5 Prozent und D.S.onto 1 Pto'en» höher, die übrigen Werte dieser Gruppe waren um 023 dis 0 5 Prozent befestigt. Elektro- a k t i c n äußerst still AEG. rn.nus 0.5 Prozent. dagegen Siemens 8- Halske plus 0.5 Prozent. Von variablen Werten konnten Banal l i c n gut aufholen. Holzmann plus 4 P tozent, Dyckeri oss plus 2 Prozent. Zellst offaktien uneinheitlich. Aschaffenburger minus 1 Prozent. Waldhof plus 1.5 Prozent. Autoaktien setzten ihre Auswätlsbewegung fort. 3m Vordergründe standen Daimler auf giinstige BezugS- redbtcrirartungen mit einem Gewinn von 2 Prozent. Kleyer plu- 1.5 Prozent. 01011. plus 1 Prozent. Von sonstigen Werten zogen Holz- Verkohlung um 3.5 Prozent an. Die Aktien ber Wolff-Holz-A.-D. würben heute zum ersten Male mit 156 Prozent notiert Von Termin- werten waren Kaliaktien gut befestigt (plus 3,5 Prozent). Der weitere Börsenverlauf blieb äußerst still und eher etwas abgeschwächt. Der Geldmarkt ist weiter leicht. TaaeSg^d 3.75 bis 4 Prozent. MonatSgeld 5 bis 6.5 Prozent. Privatdiskonten 4 12 Prozent. Paris gegen Low- bon 123.50. Madrid 23.90. Mailand 113. Zürich 25.25. London-Kabel 4.S5?5. Die Reichsmark stellte sich gegen das Pfund auf 20.4725. gegen Kabel auf 4,22. Berliner Börse. Berlin. 12. Febr. Die Wochenschlußbörfe ließ sich freundlich an. Das Geschäft hatte im allgemeinen reinen besonders lebhaften Umfang, war dagegen aber In einigen Spezialwerten bei stärker erhöhten Kursen äußerst rege. Im Vordergründe standen ilutomobilattien auf angeblich weitgehende Zusammenschlußbestrebungen, die jedoch bisher noch von keiner Seite bestätigt wurden, ferner Textil w e r t e (Hammersen plus 5 Proz.), Schulchets, Dessauer G.is, Holzmann, Kaliwerte und Ehcmie- aktien, die sich bis zu 4 Proz. besesliglen. Die Ge- samttendenz war unter Bevorzugung der erwähnten Papiere freundlich, doch gingen die Erhiihungen sonst nicht über 1 Proz. hinaus. Nach Festsetzung der ersten amtlichen Kurse trat eine Beruhigung em, so daß weitere Kursavancen nicht mehr in Erscheinung traten. Am heimischen Anleihemarkt zog Kriegsanleihe anfangs auf 0,872 an, da ein demokratischer Antrag zur Besserstellung des Altbesitzes stimulierte. Die Umsätze in heimischen Staatsrenten ließen jedoch zu wünschen übrig. Am Geldmarkt war Tagesgeld kaum unterzubringen. Prolongationsgeld stand zu einem mittleren Satz von 7 Proz. zur Verfügung. Monatsgeld 5i bis 6t Proz. Warenwechsel mit Großbankgiro 4i Proz. Im Divisen- verkehr lagen sämtliche südamerikanischen Valuten befestigt. London—Kabel schwächer mit 4,8506. Die Reichsmark stellte sich gegen ben Dollar auf 4,2190. Mailand—London 112,75. Kirchliche Nachrichten. Evangel sch« Gemeinden. Sonntag, ben 13. Februar Septuagesimae. Gießen. Stabtkirche. 9'/,: Pfr. Mahr. 11: Rin- berk'rche f. b. Malthäusgem. Pir. Mahr. 5: Pfr. Becker. Beichte unb Abendmahl für Matth.« unb Markusgm. - ZohanneSkirche " ,: Pfr. Dechtols- he^rner 11: KinderlirchefürdieLulasgm. Pfr. Bech- tolsheimer. 5: Plarrass. Schultheis. — Llch. Kollerte f. b. Heibenmission ber Drudcrgm. 10: Stiftsbechant Lenz. d/4t: Kinberaoltesbienst. 2: Missioneprebiger Wiemer von ber Brudergm. Mittwoch 8: Dibelst. — Wieseck. e/410; 11. Kinberlirche. - Watzenborn- Darbenteich. Watzenborn-Steinberg: 1. Garbenteich: 10. — Kirchberg. 10. Mainzlar. l’/t äolische Gemeinden. Gießen. Samstag, den 12. Februar. 4'/, u.7 Beichte. Sonntag, den 13. Februar. Sonntag Scptuagesima. 6! , Beichte, 7 Meße, Kom. ber Jünglinge, 8 Kom., 9 Hochamt m. Pred., 11 Messe m. Pred., 5'/? Christenlehre unb Andacht. — Grünberg 97, Meße m. Pred. — Hungen. 97, Hochamt mit Pred. — Lich 7'/, Meße mit Predigt. So intni^d'e iu >. .lerne u. 2luoto;feit a n 132.27 Pros. 0r Honinmann. Frau Dr. Marr. Engelavuih. ^tabnarzt: । r Motferbctt l0,D SvrcriiftiiiiDcii d r Vicvaktivn. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschlossen. Zur unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigelugtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen. t-ic.lmwarzem ^icgelglanz I W ISnanfehnlidtet gSukfchuhe Kf erholten eine neue h aHbaee . Idjvvarz em legelglanz * Meßmer^. fch 80 Jahren bekannt — feinste Mischu. gen zu UiUinft n Vreifen. 7 37X o 0,37 fm Eichenbauholz, 1 3,94 fm Eichenbauholz, 6 14,07 fm Eichenbauholz, 20 Eichenbauholz, 16,10 fm 23 fm Hichenbauholz, 25 35 Fichtenderbstangen, Kiefernbauholz, 1,43 fm Kiefernbauholz, fm 4,77 2 5,07 fm Kiefernbauholz, 4 1,83 Kiefernbauholz, fm 2 0,74 fm WeihmutSliesern, 7 fm Stück Fstm. 3 18 1446V gezeigt. Fichten fm 3 Tcrbstangcn: Rinde gemessen. DaS 4 IV. Kl. III. Kl. 3 Va-STl. fm 1 Lo4 IV. Weißtanncustämme. Scheiter: rm fm Knüppel: 5. Tie Angebote sind bi- Mittwoch, den Lo- V. Kiesernstämme. III. Äl. V. »I. IV. Kl. «Cififl 9 Stöcker fm vuchenstämme Fichtenstämme 2. rm fm 1388V Kiesernstämme 1415V 262 St. 134,111 fm 3. 1387 V Kneipp. Garbenteich: 1927, vor. Kiefernstämme 3. Klasse 9 St. 23,91 fm vnchcnstämmc Eichenstämme fluni iviimvuuj. ucni iu. o'vuiuui vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Fichtenstämme St. - Kiefernstäuune rm Fichten^ämme 2500 St. 1. Kl. 4,nofm. Fichten'Terbstangen Böller. 1390V Knüppel Esterverkauf Knüppel Knüppel Steitz, Förster. 1437 V 1385C BESTE GESCHAETS»BKLAME IST STET/ EIN INS RAT IM GIESSENER ANZEIGER 12,09 48,05 14,15 18,32 28,05 14,59 5. 6. 2. 3. 8. 9. 8 550 I.H’.o 2. 3. 4. 5 6. 21 14 6 16 43 260 2 689 337 13 14 15 24 24 11 28 41 24 45 69 33 128 93 10 64 l,22fm 30,47 „ 30,16 , 46,86 „ 81,33 4 27 128 Stamm = 2. Klasse, Stämme = 3. Klasse, Stämme ---- 4. Klasse, Stämme •*= 5. Klasse, Stämme ** 22 53 2 2 12 44 2 4 3 5 14 49 162 15,65 60,05 46,78 fm fm fm 5a 5b 16 1 Stamm ■= 2. «lasse, Stämme * 3. Klasse, Stämme — 4. Klasse, Stämme -= 5. Klasse, Nhr am 5a- 5b. 1. 2. Los Los Los Los Lv- Lo- Los Los Los Los Los LoS LoS Los Los 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 5a- 5b. 4. 5a- 5b. 5a 5b 5. 3. 4. 5a« 5b- mit mit mit mit mit mit mit mit tnit mit mit 21,25 54,07 Ruhr eisig: Bohnenstangen: 15 88 142 - 15, »=■ 14, 460,5 8,3 249,6 76,7 44,2 7,8 581,0 189,0 25,0 226,6 fm fm fm fm fm fm fm fm fm fm fm fm ncrStag, den 17. Februar mittags 10 Nhr, versteigert: ttrostcn.vusrck, den 3. Februar 1927. Hess. Bürgermeisterei. GanS. 5a* 5 b« lf— 0,51 0,91 0,69 0,12 14,— 25,- 2,31 6 St. = 5,30 3 St. - 1,91 II. Fickttenstämmc. = 0,10 --- 17,— - 12,— * 60,— Stämme ” 7,52 4. Klasse, 26,6 rm St. Tas Nutzholz wird zuerst verlaust. Näheres durcki den Unterzeichneten. 5. Klasse, Stämme — 1 fm Zusammenkunft vormittag- 9 Uhr an der Kreisstraßc Lang-Äöns'Ricdcrtteen am Los 1. o 3. III. Kl. 2 St. = 2,02 Va-fll. 98 St. = 63,92 14 St. = Los lll. Kl. St. = 0,85 Et. et St. St. St. St. St. St. St. St. Lich, den 9. Februar 1927. Hessische Bürgermeisterei Lich: Die Direktion d er Hess. Zellen straf anstatt. und ist § 16 geändert. Giesten, den 3. Februar 1927. Hessische- Amtsgericht. - 6, --- 10, = 31, = 25, - 11, - 20, --- 7,60 fm -- 13,65 „ - 6,13 „ - 3,87 „ „ 6. Fichtenstämnie 4. Escheustämme Fichten-Dcrbstangcn: 173 St. 130,04km Fichtenstämmc 3. Kl. 4 St. 6,73 fm St. = 3,63 Loli. Kl. ämme. IV. Kl. 4. 5a ob Hess. Bürgermeisterei. Albert. St. - 7,13 2 St. - 1,56 3 «t. - 1,89 2 9 21 43 50 6 24 37 51 5. Klasse, Stück = 0,74 fm WeimutS • Derbstam gen Waldctttgang. Lang-Göns, 10. Februar 1927. Hessische Bürgermeisterei. I. V.: Rompf. Brennholz: Buche Eiche Buche Hainbuche Eiche Birke u. Fichte Buche Hainbuche Eiche Buche 503 Rm., 10000 Stück. - 20 , 30 ,, 20 Kiefern-Ltammholz- Stück 3. Klasse --- 392 Nutzholz: Eichenstämme 3. Kl. 2 St. Fichtcii*Terbst. 1. Harnbuchcnst. Eichcn-Tcrb,taugen: Eschcu-Tcrbstangcn: BHorn-Derbstangcn: Cichcu-Nntzknüppcl: Fichten-Nuhknüppcl: Fichten-Nutzreisig: Eschen-Nutzrcistg: 2. 57 27 2 2. M 3. „ 4« . 3- * 4. „ 5- „ 6. „ 3- „ 4. „ 5 a „ 5b „ 2- H ö. „ 3. „ d. „ 6- n 4. „ 1- „ Fichtenstammhott wird auf städtische Kosten entrindet. Tie Bohnenstangen sind sauber geputzt, gespitzt und zu je 25 Stück gebündelt. Tie Vcrkaufsbcdingungcn können bei uns 36,62 37,06 16,51 24,80 43,44 20,86 24,59 44,97 18,48 32,39 22,94 6 20 69 54 6 10 35 43 68 245 317 132 0,78 fm 1,27 „ 1,82 „ 0,79 „ 7,60 „ 12,95 „ 25,46 „ 35,89 „ St. = 8,62 7 St. -- 10,12 14 St. - 13,81 Holzniouttfsion. Dienstag, den 15. Februar 1927, nachmittags 2 Uhr, werden aus den Waldungen der Gemeinde Elimbach nachstehende Holzsortimente im Wege des schriftlichen heute eingetragen v........o_,. Schneider L Co., Gesellschaft mit beschränk* ter Haftung, in Gissten. Gegenstand des 1,60 Fstm. 1,06 „ 0,73 „ 14,26 „ 10,6.1 „ 18,72 „ 47,23 „ 0,61 „ 42,71 „ 10,41 „ - 1,50 - 15,00 - 16,00 - 12,00 - 2,50 -- 13,00 --- 23,00 -- 17,00 = 28,00 = 12,00 ß. Kl. t: 3. „ 4- „ 5a» „ 5b* „ 5. M 2. 3. 4. 1. L. 3. --- 9,97 --- 22,54 =- 22,35 -« 13,13 1 St. 18 „ 26 „ 65 „ 63 „ Kiesernstämme: Stück 6. Klasse = 1,71 Holzsubmiffion der Gemeinde Oppenrod auf Donnerstag, den 17. Februar 1927, nachmittags 2 Uhr, im Wege des schriftlichen Angebots: Holzsttbmissioit. Aus den Waldungen der O'imcinbc Attcn-Bnlcck soll folgendes Holz aus den, Wege des schriftlichen Angebots verkauft werden: Vb-fll. 8,55 42 St. - 0,85 2. Kl. 3. „ Fichtenstämme 2. Kl. . 3. „ Eichen: 55 rm Schecker und 10,6 rm St. 120 rm Reiser Buchen: 270 rm Scheiter und 91 rm St. 2300 rm Reiser Fichten. 48 rm Scheiter und Kiesernstämme Hainbnchcnsiämme Fichten-Llammhölzr Stück 3. «lasse Holzsubmiffion. Aus den Waldungen der Gemeinde und Markwald Garbcuteich soll folgendes Holz auf dem Wege des schriftlichen Angebots verkauft werden. 1. Gemeindewald: Kiefernstämme 3. Klasse 11 St. --- 11,40 km Holzsttbttijsfiott. Die Gemeinde VcrSrod beabttchtigt, nachbcnanntcs Nutzholz auf dem Wege deS schriftlichen Angebots zu verkaufen: Holzverkauf. Am Mittwoch, dem 16. Februar 1927, vormittags 9 Uhr, kommen im Gasthof „Zur Burg Rordcck" in Nordeck folgende Holzmengen aus den Waldungen bei Nordeck zum öffentlichen meistbietenden Bcr kauf: LoS I. Buchensti ii. Kl. in. Kl. Tas Holz"ist mit 8. „ Fichtenstämme 3. „ » 4. „ ,, ßa- „ „ 5b* „ 2. Markwald Die Bedingungen werden vor dem Termin bckanutgegeben. Das Holz ist mit Rinde gemessen. Tie Angebote sind verschlossen, nach Klassen getrennt pro Fest- mcter bis zum Termin einzurcichen, wo alsdann die Eröffnung im Rathaus stattfindet. Climbach, den 16. Februar 1927. Hessische Bürgermeisterei Climbach: Wistner. 1412V Bullenverkauf. Die Gemeinde Großcn-Buseck beabsichtigt, einen abgängigen schweren Timmen* taler Bullen aus dem Submissionßweg zu verkaufen. Angebote, pro Zentner Lebendgewicht, sind bis zum Mittwoch, dem 16. Febr. 1927, nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo anschließend die Eröffnung erfolgt. Bedingungen werden vor Eröffnung bekanntgegeben. Als Ersatz wird ein erstklassig junger, lprungfählger Simmentaler Bulle von der Gemeinde angekauft. Angebote können bis zum Donnerstag, dem 17. Februar 1927 an die unterzeichnete Bürgermeisterei erfolgen. Großcn-Buieck, den 11. Februar 1927. Hessische Bürgermeisterei GanS. 1444 D III. Fichtenstämme. IV. Kl. Va*Kl. 3 St. = 3,05 6 St. -- 4,27 Vd*Äl. 25 St. = 0,23 24 38 40 2 12 27 39 90 150 3. Kl. 3. Kl. 3. KI. 4. Kl. 4. Kl. 4. A!. 53-AI. 5a.JU. 5a. JU. 6b.« I. 5b-Kl. Bekanntmachung. I Holzfnbmisfton. Zn unser Handelsregilter Abt. B wurde I Aus den Waldungen der Gemeinde ute eingetragen: Tie Firma August Großcn-Buseck kommen folgende Holz- Vergebung. Die Lieferung von 1 200 Zentner Speise» kartoffcln (Industrie) soll vergeben werden. Kostenfreie Angebote sind bis zur Er- öffnungSstunde: TienStag, den 22. März 1927, vorm. 10 Nhr l an die Direktion der Zellcnstrafanstalt einzurcichen und müssen die Aufschrift tragen: ^'„Kartoffellieferung". , Die Bedingungen können während der r Tienststundcn im Geschäftszimmer des Oekonom eiugesehen, auch gegen Erstattung der Auslagen bezogen werden. Angebotsformularc können hier für 10 Pfennige pro Stück in Empfang genommen werden. Teillieferungen, nicht unter 40 Zentner, sind gestattet. Butzbach, den 7. Februar 1927. IV. kl. 16 St. - 17,71 Vd-Kl. 229 St. - 79,60 Versteigerung. t Eichenstämme 10 1 Fichtenstamm 15 Ficytcnstämme Wege des schriftlichen Angebots: Stämme: Buchen 1. Kl. 51 „ 83,91 i 29 St. 91,38 lM Lärchenstämme Fichten-Derbstang.l Fichtcn.Bohncnstangcn. Günstige Zahlungsbedingungen. 1. Nutzholz: rm Eichen-Nutzrvllen 2 m lang Fichten-Dcrbstangen 1.—3. Klasse Fichten-Reiserstangen 4.—7. »lasse 2. Brennholz: 54 Stämme » 12,17 fm Eichengrubenholz, letztere 3 Klassen Wagnerholz, Stämme = 11,47 fm Fichtenbauholz, „ -- 16,16 „ - 22,00 „ * 2,64 „ - 1,72 „ * 7,48 „ =10,14 Bau- und Nutzholzversteigerung Mittwoch, den 16. Februar 1927, sollen aus dem Gemeindewald, Distrikt Mühlberg, «Sih-, und Eifcustciarauch: LoS VI. 1 Lärchenstamm lll. Kl. — 2,47. Angebote sind pro Festmcter nach Losen, Sortiment und Klassen getrennt, diS zum Freitag, dem 18. Februar 1927, nachmittags 8 Uhr, auf dem unterzeichneten Bürgermeisteramt einzureichen, wo on- schliehend die Erbfsnuna erfolgt. Dort werden auch die BerkaufSbedingungen vorher bekanntgegeben. Alten-Buleck, den 11. Februar 1927. 1447V Hess. Bürgermeisterei Atten-Buseck. Angebote nach Klassen getrennt sind bis zum Donnerstag, dem 17. Februar d. I., nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzurcichen. woselbst die Eröffnung erfolgt. Tic Bedingungen werden vor der Eröffnung bekannt gegeben. Oppenrod, den 11. Februar 1927. Bürgermeisterei Oppenrod. Kloos. 1436 V Bekanntmnchnng. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bei der Firma S. Bock & Eo., Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Zigarre nfabriken, Giestcn, folgendes rin- getragen: Durch Bcschltiß der Gesell- schafterveriammluug vom 3. Januar 1927 sind die § 10—14 der Satzungen gestrichen Tie Angebote sind verschlossen, nach Losen, Sortiment und Klassen getrennt, bis zum Mittwoch, den 16. Februar 1027, mittags 1 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzurcichen» anschließend die Eröffnung erfolgt. Tie Verkaufsbedingungen, denen sich die Käufer mit der Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, können bei uns eingeseben werden, auch werden dieselben Im vermin bekannt- gegeben. Das Holz lagert an guten Abfuhr* wegen, % Stunden von der Bahnstation Großen-Buieck entfernt und wird auf Wunsch durch Förster Wagner, dah. 't, vor- Bau- und Nutzholzversteigerung im «em.iudewald Laug-Gön», Distrikt Wehrholz. Donnerstag, den 17. Februar, kommt im Distrikt Wchrholz folgendes Holz zur N Hainbuche, Eiche u. Fichte 26,8 N «m Freitag, dem 18. Februar 1927: b. Kicfcrnstämme 3. Kl. 20 St. mit 19,96 4. Kl. 24 St. mit 14,15 5. Kl. 5 St. mit 2,70 Arbeitsvergebuilg» Auf Grund der ministeriellen Bestimmungen sollen die Lieferung und Montage der Cb|c!tc für die Bc- und Entwässerungsanlagen für den 2. Erweiterungsbau der Um y Hautklinik in Gießen öffentlich vergc e.> werden. Zeichnungeii, Bedingungen und An° acbotsvordrucke sind auf unserem Zweigbüro einzuschcn, die letzteren zum Selbst* kostenpreise, solange der Vorrat reicht, erhältlich. Angebote sind verschlossen und postsrei mit entsprechender Bezeichnung versehen, bis Lamoiag, den 26. Februar 1927, vormittags 11 Nhr, bei uns einzu- reichen, woselbst Eröffnung in Anwesenheit etwa erschienener Bewerber erfolgen wird. Zuschlagsfrist (vorbehaltlich ministerieller Genehmigung): 6 Wochen. Gießen, den 12. Februar 1927. Hess. Hochbauamt, Zweigbüro Hautklinik I. A.: Geibel. 1384(2 DaS Holz ist mit Rinde gemessen. Angebote sind getrennt nach Sortiment, Losen und Klassen bis spätestens Mittwoch, den 16. Februar, nachmittags ys3 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzu. reichen, wo anschließend die Eröffnung der Angebote erfolgt. Mit der Einreichung unterwirft sich der Käufer den Verkaufs* bcdingungen, welche bei unS cingesehen, und vor dem Termin bekannt gegeben werden. Tas Holz wird auf Wunsch von dem Förster Koch vorgezeigt. Beuern, den 11. Februar 1927. Hessische Bürgermeisterei Beuern. Lindcnstruth. 1445 V Holzsubmission. AuS den Waldungen der Gemeinde Annerod soll folgendes Holz auf dem Wege deS schriftlichen Angebots verkauft werden: Abt. 15 Los 1 Kiefernstamm 1 Stück ■= 0,60 fm Schnittholz Abt. 26 Los 2 Kiefernstämme 3. Klasse 3 Stück -r- 2,98 fm Bauholz Abt. 26 LoS 3 kiesernstämme 3. Klasse 2 Stück = 2,90 fm Bauholz Abt. 20 u. 26 Los 4 Kiesernstämme 4. Kl. 28 Stück = 18,77 fm Bauholz Abt. 20 u. 26 LoS 5 kiesernstämme 5. Kl. 55 Stück — 20,50 fm Bauholz Abt. 5b Los 6 kiesernstämme 3. Klasse 7 Stück — 6,08 fm Bauholz Abt. 5b Los 7 Kiefernstämme 3. Klasse 11 Stück -- 9,38 fm Bauholz Abt. 5b LoS 8 kiesernstämme 4. Klasse 44 Stück = 30,38 fm Bauholz Abt. 5b LoS 9 Kiesernstämme o. Klasse 87 Stück = 36,17 fm Bauholz Abt. 15 LoS 10 Kiesernstämme 3. Klasse 17 Stück = 0,81 fm Bauholz Abt. 15 Los 11 Kiesernstämme 4. Klasse 59 Stück = 35,44 fm Bauholz Abt. 15 LoS 12 Kiesernstämme 5. Klasse 173 Stück = 63,59 fm Bauholz Abt. 15 Los 13 Fichtenstämme 2. Klasse 2 Stück = 2,17 fm Schnittholz Abt. 15 Los 14 Fichtcnstämme 3. Klasse 4 Stück - 5,03 fm Bauholz Abt. 5b LoS 15 Fichtenstämme 5a*KIasse 4 Stück --- 1,73 fm Bauholz Abt. 5b Los 16 Fichtenstämme 5b-Klasse 5 Stück = 0,88 fm Bauholz Abt. 18 LoS 17 Fichten-Tcrbstangen 1. Kl. 232 Stück = 17,88 fm Abt. 18 Los 18 Fichten-Terbstangcn 1. Kl. 215 Stück = 17,26 fm Abt. 18 Los 19 Ftchten-Derbstangen 2. Kl. 318 Stück = 13,15 fm Abt. 18 Los 20 Fichten-ReiSstangen 54 Stück ----- 0,86 fm. Angebote sind pro Festmeter nach Losen, Sortiment und Klassen getrennt biS zum Mittwoch, den 16. Februar 1927, nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo anschließend die Eröffnung erfolgt. Die Verkaufsbedingungen werden vorher bekannt gegeben, auch liegen dieselben vor dem obengenannten Zeitpunkt bei unS zur Ein- licht offen. Vorherige Besichtigung des Hölzes wird empfohlen, da spätere Einwendungen nicht berücksichtigt werden können. 1309 D Annerod, den 8. Februar 1927. Bürgermeisterei Annerod. HörN. sortimente zum Verkauf: a. Fichtcnstämme 3. «I. 20 St. mit 27,01 Bürgermeisterei einzurcichen, woselbst die Verkaufsbedingungen offen liegen. Garbenteich, 12. Februar 1927. Hess. Bürgermeisterei. Burk. 1435V Angebots vergeben: Fichtenstämmc: I 2. Klasse = 8,81 16. Februar 1927, nachmittag» 3 Uhr, bei der unterzeick)neten Bürgermeisterei ein» »ureichen. D>e Bedingungen werden vor der Eröffnung bekannt gegeben. Nähere Auskunft erteilt die hiesige Bürgermeisterei. Hess. Bürgermeisterei BerSrod: Becker. 1405V AWir-MM Die Stadt Lich (Oberhessen) verkauft im Mittwoch, deu 16. Februar, vormiltay- 11 Uhr, wird im Gemeiudcfaselstall em abgängiger Eber versteigert. Ciicdbom, den 10. Februar 1927. versteigert werden. Zusammenkunft vormittags 10 auf der Straße Gillingen—Langd Waldeingang. Holzsubmiffion. Zu den bei bet Hess. Staatsforstverwaltung üblichen Bedingungen werden auf dem Wege deS schriftlichen Angebot- auS der Försterei Heidelbach, Distrikt Sandkaute 2. und au- der Försterei Schwaben- rod, Distrikt Reichberg 6, ca. 13000 Ficktten- Bohnenstangen in einem Los verkauft. Die Stangen in Distrikt Sandkaute 2 sind stückweise aufgearbeitet (2639 Stück) und müssen übernommen werden, wie sie am Walde lagern. Die Stangen in Distrikt Reichberg sind raummeterweise in Längen von 4 bis 6 m (im ganzen 163 rm » ca. 10000 Stück) aufgearbeitet. Angebote für 100 Stück und für 1 rm mit der Aufschrift „Verkauf von Fichten- Bohnenstangen" sind bis Montag, den 28. Febr., vorm. 9 Uhr, bei der unterfertigten Stelle einzureichen. Alsfeld, den 11. Februar 1927. Hess. Forstamt Eudorf. 1441V Gute Abfuhrlage. Sämtliches Holz sitzt in der Nähe der Straße Langsdorf—Non- ncnroth. Günstige Zahlungsbedingungen. Langsdorf, den 10. Februar 1927. Bürgermeisterei Langsdorf: Unternehmens ist der An- und Verkauf von Kraftfahrzeugen aller Art, Reparaturen an solchen und alle mit einem solchen Geschäft üblicherweise in Verbindung stehenden Geschäfte. TaS Stammkapital beträgt 20 000 Reichsmark. Zu Geschäftsführer sind bestellt: August Schneider, Automobilhändler, und Ludwig Schultheiß, Kaufmann, beide in Gießen. Dem Kaufmann Cito Neils in Gießen ist Prokura erteilt mit der Befugnis, die Gesellschaft zusammen mit einen, Geschäftsführer zu vertreten. Der GesellschastSvertrag Ist am 23. Dezember 1026 errichtet. Tie Gesellschaft wird von zwei Geschäftsführern vertreten, und zwar von beiden gemeinschaftlich, oder von einem gemeinsam mit einem Prokuristen. Gießen, den 4. Februar 1027. Hessisches Amtsgericht. 1386B Hü6- Mliö SlküMMWgklW in der Fürstlichen Oberjörsterei Lich. Montag, den 21. Februar, 9U Uhr vorm. beginnend, werden in Steins Saal zu Lich versteigert aus den Distrikten: Hard, Wehrholz, Langeberg, ErleSberg, Graudorn und Höler: rm: Schcith. Buche 50, Eiche 26 (ca. 200 St. Gartenpfosten), Kiefer 20, Fichte 33; Knüppelh. Buche 40, Eiche 32, Kiefer 30, Fichte 52; Stock!;. Buche 44, Eiche 15, Kiefer 30, Fichte 98, Wellen (dabei Forstwellen: Hard und Langeberg) Buche 5400, Eiche 2900, Kiefer 700, Fichte 1500. Von 1,30 nachm. ab kommt folgendes Nutzholz zum Ausgebot: fm Stammholz Buche 5, Birke 4, Eiche in Hard und Graudorn (zu Pfählen und Wagnerholz) 8, Esche (Vaguerholz) 5f Ahorn 2, alles in der Hard, Fichte 50 tm Höler (dabei ca. 250 St. Sparren, 450 St. Gerüststangen und Spalierholz). Nähere Auskunft erteilen die Oberförsterei und die zuständigen Förster. Blau unterstrichene Nummern lammen nicht zum AuSgebot. ES empfiehlt sich vorbcrigc Bc- sichtiguna, besonders des EschenhotzeS und der Forstwcllen (Hard) und der «fichten (Höler). Nachträgliche Reklamationen lüu- nen nicht berücksichtigt werden. 1425V 1439 D Holzsubmission. AuS den Waldungen der Gemeinde Beuern soll folgendes Holz aus dem Wege schriftlichen Angebots verkanst werden: Los 1. Kiesernstämme 4. Kl. 33 St. 22,46 fm h 5. „ 205 „ 79,96 238 St. 102,41 fm 2. Fichtcnstämme 3. Kl. 7 St. 12,43km „ 5a» „ 5 = 1,86 „ Angebote sind pro Festmeter nach Sortiment, Klassen und Waldung getrennt bis zum Mittwoch, dem 16. Februar 1927, cingesehen werden. Bei genügender Sicherheitsleistung wird zinsloser Zahlungsaufschub für die 1. Hälfte deS.Äausgeldes biS zum 1. Juli 1927 und kür den Rest bis zum 1. Oktober 1927 gcwahrt. Bei sofortiger Barzahlung 5% No ! laß. Angebote mit der Aufschrift „Nuhbo'zsubmisfion" versehen, sind bis zum TtcnS'ag, Den 22. Februar 1027, vormittags 11 Uhr, bei uns einzurcichen. Lich. den 9. Februar 1927. 1391V Hessische Bürgermeisterei Lich. Völker. Befanntmnchnng. I Mittwoch, den 16. Februar 1927, nachmittags von 3—4 Uhr, findet in der Turnhalle der Stadtmädchenschule, Schiller- straße 8, ein öffentlicher Impftermin statt, in welchem alle in 1925 und früher gebotenen Kinder, für die bis jetzt der Nachweis der erfolgreichen Schutzpockenimpfung noch nicht erbracht wurde, dem Jmpfarzt vorgestellt werden können. Die Kinder sind sauber gewaschen und in reinlicher Kleidung zur Impfung zu bringen. Kinder auS Familien und Häusern mit ansteckenden Kranken dürfen nicht gebracht werden. Tie Jmpfnachschau findet eine Woche später, am Mittwoch, dem 23. Februar 1927, nachmittag- von 3—4 Uhr, statt. Gießen, den 3. Februar 1927. Der Oberbürgermeister: I. A.: Klingspor. 1383B Bekanntmachung. WH- lillö WWMMWMW im Gcmcindewnld Langsdorf In den Forst orten Hcgcrich u. Klafter- schlag werden nach vorheriger Zusammenkunft am Waldeingang Straße Langs- dors—Nonnenroth jeweils vormittags 9% Nhr versteigert: Am Donnerstag, den 17. Februar 1927: Nutzholzversteigerung im Licher Ltadtwalo. In den Distrikten Mönchköpfe, Fichtenkopf, UnterspeierlingSkopf und Plattcn* wald werden nach vorheriger Zusammenkunft am Kreuzungöpunkt der Nieter* Bejsinger- und Brückenschneise am Ton* 4., 5. und 6. „ 60 ,, = 22,00 Liche-Nutzkuüppcl: 2,2 m lang — 3,6 Kicfcrnstammabschnitt (astrein): 2. Klasse cd. 20 Günstige Zahlungsbedingungen. Villingen, den 10. Februar 1927. Hesi. Bürgermeisterei: Pauli. 1411V =3’ ijii Hlf Kl s - ■a 4, Q Ai - E5 = : a f ÄS fi m- E '.E llsl c'2 ~ 5 5