Ur. 265 Erster Blatt 177. Jahrgang Srettag, st. November (927 Erich««»! täglt*,<«b«T Sewwiags »nb jncrteg*. MU|n: •W^rn«! 5^m lirnblAtt« f)tnral 'M Bild Du S*eCc ■e»ur» tchkiRkR riajti«rt1hi"vnmi •■folgt höherer BrmaU. AerAlprtchaelchldll«: 51. M en» 112 »afchnft fti Drahn,ach- nd)tnt l»)d|fr Eietzr». GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen peRlcheckfortte: LraiktiNamwala 11686. Drud unö Derlog: viehische Universiiüir Vvch nnö Stcinöruderci R. £angt in Gieren. Sdfnftieüung und GeschäftrKelle: StbulftraM 7. >»»6tzM« Hl ll)rl|N f*r bi* Io-t.A»MMte btt |U Rachmurag vorher Prtit fir | ■■ tzsh« ftr Xn)c,^a f t mit dem Ofubenminiftet, dem Reschswittlchofts- und dem Reichs« rnährungs» Minister tr-lrb handeln können Dadurch erhält untere gelamK Reparationspolitik eine getmlk Gl nheit licht eit, die ihr bisher fehlte, weil zahlreiche Behörden mit ihren Unterabteilungen eingeschaltet waren wodurch mancher beachtlich« TBinf des Repa rationsagenten nicht feine ent- sprechende und vor allem sofortige l^urbigung durch das Reichskabinett erfahren konnte. - Di« das .B. r - zu brn Reichskabinettsbeschluh berichtet. ist bk Bst düng eines parlamenta- rischen Beirats geplant. In bem alle Fraktionen des Reichstages, alfo auch die Oppo- fiüonsp^i rieicn. mit Ausnahme der beiden Flügel- ^irteien. der Völkischen und der Kommunisten, Vertreter entfenden sollen. Zentrum und Versaffungsresorm. Berlin. 10. Rov. IB D. Z.) Die Zentrums- fra ft tonen des Reichstages und des Pveuhischen , - tag zu eirvr genieinfainen Sitzung im Frattionszimmer de« Reichstages zusammen Ruch der badische vand- ta^spräf.dem Baumgarten nahm an der Cinung t dl Di« FraNionen beschäftigten sich zunächst mit den» -Thema der Verwaltung« - r « 1 o r in. des Einheitsstaates oder des Föderativstaates Sie nahmen darüber eingehend« Referate der Abgeordneten Brüning vom Reichstage und dem Abgeordneten Heft, sowie des Landtagsprästdenlen Baumgarten entgegen Die Sitzung dauerte bl« in die späten Abendstunden. 3u dieser Beratung übci da« Problem .Reich und Länder" bemalt die .Germania" Das 3entrum kann an diese ' der Grundlage kincÄ föderalistische n Programms Herangehen. Eina besonderen Ä o m m i H t o n wurde die Ausgabe zugewiesen, da« reichhaltige Material und die Anregungen der Referat« zu prüfen und das Ergebnis einer neuen gemeinsamen Sitzung da Fraktwnen Dor^ulegen. Diese Sitzung soll statt- stnden. wenn beide Parlament« tnieoer oerfam- mell sind Der $al( Kuchs. Eine Erklärung deö hessischen Innenutinisiers. Darmstadt, Ist. Noo. (IUI Der hessisch« Minister be* Innern und der Justiz übermittelt der Preise folgende Erklärung: „Da (sozialdemokratische) .^«sfischevolks- freund" hat in seiner Nummer 2bl vorn 7. November 1927 unter der Uederschrist »Der hat den Fall Fuchs vertuscht?" die Behauptung aufgestcUi. das, Zuträaereien au» ve a m i e n k r «i s« n an die Press« stattgefunden haben. Diese Behauptung wird so lange al* unrichtig zurückge wiesen, al* nicht der B.-weis de* (Gegenteile» erbracht. oder mindesten» die Persönlichkeit naher bezeichnet wird, be sich der behaupteten Dienstver. lepung sckuldtg gemacht hoben soll. 3n dem gleichen ANikel ist behauptet worden dost der Fall Fuchs vertuscht worden sei. um hierdurch unlautere Madlzielezu verfolgen. Dielt Sebwptung muh al» unwahr bezeichnet werden. Die Darunter- siichung ttchtct« sich gegen vier verdächtige Personen, gegen die mit größter Vorsicht im Interesse Der 6iaat»fidxrtxit und um da» ffrgebni» der Ermittelungen nicht zu ftorrn. da* B« und Entlastung»- material gesammelt werden muhte, bevor an etne Bernehmung der drei noch aus freiem tyuft« befindlichen Personen hcrangegangen werden konnte. Der Untersuchungsrichter hat deshalb die Angelegenheit streng geheim halten riwfkn. Als sich die Notwendigkeit ergab, den Regierungsrat Fuchs zu vernehmen, letlek der Minister de» Innern an dem Tage an dem ihm da* Ergebnis der Ermittelungen mttgtteilt worden war, die bekannten ctintt« gegen Regicrungsrat Fuch* ein.’ Aus dem Reichsrat. Berlin. 10.Rov. iD.D.Z.) Der Reichsrat genehmigte eine Verordnung über b i e Verwendung de« Kredit« zur Förderung de« Kleinwohnungsbau«. Die c Verordnung saht die Bcsti .nungen der bisherigen Verordnung. die ziemlich unübersi^tiich geworden waren, zusammen unter Fvttlaksung einer Reihe unpraktischer und unnötiger Bestimmungen. Für das Weiterverlechen sollen nicht mehr Sic Geld- fölten de« Reiches mastgevend lein und der Zinssatz ein möglichst niedriger, sondern der Zinssatz soll sich den wirtschaftlichen Verhältnissen an passen, damit ein gröberer Anreiz zum Umschlag der Zwllchenlredite gegeben wird. Die Rclchsregierung hat im Aus schuft die Erklärung abgegeben, dah vor der Hand nicht beabiichtigi fei. gewisse Wvhnungstnpen als besonders kreditwürdig zu brzcichnen, fo dah also der sogenannte Lypenausschuh zunächst Wahlvorboten in Amerika. Da« 3abr 1928 ist bestimmt ein grobe« Wahlkampsjabr zu werden. In England. Frankreich. Deutschland. Polen und in den Vereinigten Staaten von Amerika rüstet man sich seht bereit« für die Schlacht die im nächsten Jahre aefchlagen werden soll. Besonder« langwierig find bi« Vorbereitungen für den Wahlkampf in Amerika wo eigentlich nach einem alten politischen Sprichwort der Kamps um di« nächste Präsidentschaft schon mit der Wahl des Vorgänger« beginnt Es ist bei einem Präsidenten. der bereit« feinen zweiten Dermin abbient. freilich kein persönliches Intereffe habet -m Spiel, um ’d mehr aber bei einem der soeben zum erstenmal gewählt ist. Schon bei der Zusammensetzung seines Kabinetts noch vor dem Amtsantritt saht er sorgsam die möglichen Aussichten für eine Wiederausstellung als Kandidat und Diedererwählung als Präsident ms Auge, und bick Richtschnur zieht stch durch die ganzen vier Jahre seiner Amtszeit. In gewissem Sinne kommen also die Amerikaner gar nicht aus dem Wahlkampf« heraus, wovon zu 16rem Glück die grofie Mehrzahl freilich mchts merkt. Gewählt wird in Amerika i« des Jahr, und zwar immer am ersten Dienstag nach dem ersten Montag im Rovern der. in diesem Jahre war also Wahltag der 8. Hooember. Man hat m Europa wenig davon gehört, da c» ein sogenanntes Off-Dcar ist. d. b es sanden nur Staats- und Gemeindewahlen flau. Dabei flaut natürlich das Interesse stark ab und w.rd nur durch lokale A «eiten angeregt Aber ganz ohne . Gebeutung lind sie doch nicht, beim der tuntige Thebaner vermag im Ausgang doch ungefähr zu erkennen, woher der Wind bläst und wohin die Strömung geht. Em« wird immer Rarer, bah nämlich trotz der Abneigung der beiden groben Parteien an die Frage heranzugehen, dötz allem Anschein nach Mt Prohibition im nächsten Jahve die ausschlaggebende Rott« spielen wird. Da wird von besonderem Interesse bi« Auswahl des demokratischen Präsidentschaftskandidatwi sein, wie überhaupt dem eigentlichen Wahlkampf. ber sich ungefähr auf die Zeit von Anfang Oktober bis zum Wahltag erstreckt, der Kampf m den Parteien um den Kandidaten und um di« Parteiplattform, d. h. da« Parteiprogramm. vorausgeht 3n dieser Beziehung kann man also mit Fug und Recht von einem doppelten Präsidentschaftskamps sprechen. Bet den Demokraten steht auaenblicflid) im t'otbrrgmnb der ,cstigc (tzmmerneur Alsreb L in 11 b von Neuyork. ber ein ausgesprochener Gegner der Prohibition ist. Um ihn gewisserniahen al» den aussichtsreichsten Kandidaten der Partei kaltzustellen. Hai- ten sogenannt« Parteiireunbe eine Bewegung ine Leben gerufen, den ilmtetermin be» jeweiligen Gouverneurs. von Neuyork von zwei aut vier I.ihie zu verlängern, in der Hoffnung, dah sich Smith nicht gut gegen eine solche von ber Partei ausgehend« Bewegung oussprechen könne und dah er dann gezwungen fein wurde, seinen verlängerten Amts- termin auszudienen. Dieser Plan ist fehlgeschlagen, denn Smith sprach sich sehr energisch dagegen au», und auf feinen persönlichen Einfluh ist es zurück- Zufuhren, dah der Antrag in der Volksabstimmung am 8. November abpelehnt wurde Somit ist dagegen den Gouverneur von Neuyork ins Derk gesellte Planchen zu seiner Stärkung ousgeschlagen. Dcn qrähten Widerstand findet er bei dem stark pro- hibitioniftifch ang.bauchten Teil seiner Partei in den cübftaaten und bei dem Element, bas grundsätzlich gegen die Erwählung eines Katholiken für da» :e Amt brr Republik ist. Wcrabc ' beiden Momente wird der Stampf, den Smith und feine Anhänger zunächst innerhalb der demokratiichen Partei durchiühven. geradezu von symptomatischer Bedeutung für die künftig« politisch« Entwicklung der vereinigten Staaten. Von tstr Entscheidung ber Frage ob Smith bk Aufstellung al« Kandidat durchsetzt wirb auch bk Haltung ber Republikanischen Par- t e i abhängen. Unterliegt Snnlh im Bvrkampfe. fo werben sich betbe groben Parteien mit nichts- fagenben Redensarten von ber Pflicht, bestehenb« Gesetz« ju beachten ufw um bi • Hauptfrage herum ubrü den suchen. Wird Sm.th Prüsibentfcha s fanbibat. bann steht die Prohimtionsfrag« im Mittelpunkt, um ben sich der gesamte Präsi- benttchattskamps breht — darüber kann Mn Zweiset herrschen. In diesem Falle würben auch die Republikaner Stellung nehmen, und zwar für bi« Prohibitton. und die nächste Folge würde dann ein Austausch der beiden anders gesonnenen Flügel zwischen den Parteien sein. Ein ganz ähnlicher Vorgang hat sich im Jahre 18% bet dem groben Kamp» um Gold- ober Doppelwährung vollzog em Vlan bad also in der Stärkung des Ansehens von Gouverneur Srnich einen Vorboten der Präsidentschaftswahl erblicken. Einen zweiten in der gleichen Richtung bietet die Bürgerin«! st erwähl in Detroit, der gröfjten Stadt des Staate« Michigan. Dort herdcht« bisher ein Bürgermeister der den Mut gehabt hatte, während des Krieges sich der antideutschen Flut entgegenAufkmmen und bc: nach dem Kriege sich energisch und edolgretch an den Sammlungen für bw JiMleibenben in Deutschland beteiligte. Im verflossenen Sommer war er zum ersten Male in letnem Leben in Europa, auch zu einem flüchtigen Besuch in Berlin, wo er von ber Karl Schurt-Gescll'chast gebührend begrübt wurde In ihm hatte ba« Deutschtum ganz Amerika« einen warmen Freund und Förderer Dast er auch Gegner der Prohibition war und ist. hegt aus der Hand da e« sich hierbei ja nicht darum handelt, ob jemand seinen Kneipgelüsten frt nen darf ober nicht, sondern darum ob man da« freie Selbstbestimmungsrecht de« erwach'enen Menschen durch ein solches Gesetz in Fesseln schlagen kann Gegen seine Wiederwahl entfesselten Die Prohibittomsten einen gewaltigen Sturm, und er siegte mit Glanz. Das ist ein anderer Vorbote. G Th Die Einzelberatungen der Besoldungsreform im Haushaltsausschuß. B « r 1 i n, 10. Nou (vDZ.j Der Haushaltsausfchuh de» Reichstag* setzt« di« Einzelberatung des Befol- dungsgefetze» beim § 10 fort, der bestimmt, dost die ledigen Beamten geringeren wohnungsgeld- fuschutz erhalten Nach dem ändernden Beschlutz de» Reichstages sollen die Ledigen die fjälfte de» Wohnung»- geldzuschusies bekommen, was etwas über die Re- flienmgsDorlafle hinausgeht. Der Berichterftatter. Übg. 6 t e i n f o p f (Soz.) vermistt« eine Definition des Begriffes „tiebifl* und bezeichnete es al» frag- lich, ob nicht überhaupt die Differenzierung oerfaf- fungsrechtlich bedenklich fei. — Ministerialdirektor Dr. Lotholz verwies darauf, dast Die preußische Vorlage den totanbpuntl der Reichsregierung teile und daß zu den ledigen Beamten die verwitweten und geschiedenen nicht ju zählen seien. — Abg. Lucke (Dirtsch P.) beantragt, dah den Ledigen vom 40. Lebensjahr ab der volle Wohnungsgeldzu- schuh gezahlt werd«. — Auch Abg Schuldt (Dn.) bekämpft diese Vorschriften, weil den Beamten da- durch mehr entzogen werde, al* man ihnen durch den Einbau der Frauenzulage gebe. — vbg. Frau Bohm-Schucht (ooj.) betont dah 8 10 Vorzug», weise die weiblichen Beamten ungerecht treffe und verlangte Streichung diese» Paragraphen. — Äbg. i) a r m o n g (Dnil.i begründet den Antrag der Regierungsparteien, den ledigen Beamten vorn vollendeten 45. Lebens,ahr ab den vollen Wohnung»- aeldzuschuh zu gewähren. — Ministerialdirektor Lot Holz stellt fest, dah der Reichsimanzimnister in Magdeburg ausdrücklich auf die Kürzung des Wohnungsgeldzuschusie» der Ledigen hingewiesen habe. Mahgebend dafür war. dah durchEinbau der Frauenzulage di« Ledigen einen Sondergewinn erhielten und dah die finanzielle Situation eine Einschränkung ber Mehr- belaftung. namentlich auch für bi« Post und die Länder erforbere. Em Unterschied zwischen männlichen und weiblichen lebigen Beamten werbe nicht gemacht. Bei den Geistlichen liege «ine besondere Situation vor. weshalb sienichtalsLebigedehan- beit werben sollten, auch soweit sie nickt oerbeiratet sind. — Nack weiterer Debatte mürbe unter Ablehnung aller Aenderungsanträge der Antrag der Re- giernngsparteien angenommen und § 10 so oerab* •(hiebet. Die §§11 und 12 die da» Orlsklasienoerzeickni» betreffen wurden nach kurzer Aussprache un- oeränber: angenommen. Mmisterialdircktor Lotholz hatte rrflärt. dah, sobald die Besoldungsvorlage verabschiedet ist. die Vorarbeiten für da« neue Ort «kl asten Verzeichnis weiter gefördert werden sollten. Beim Abschnitt 3. der die Kinder Zuschläge betrifft und mit § 13 beginnt, verlangte Abg Frau Bohm-Schucht iSoz.) Erhöhung bc« bisher mit 20 Mk. zu gering festgesetzten Kindergelde» und Gewährung be» Kinderzuschlaae« auch für uneheliche K inber. Avg. Harmontz (Dnj begründete einen Antrag ber Regierungsparteien der gleichfalls bk Zuschläge für unehelich« Äinber gewähren und auherdem für durch Krankheit dauernd erwerbsunfähige Kinder Den Zuschlag ohne Rücksicht auf das Lebensalter weiter geben will. — Ministerialdirektor Dr Lotholz erklärte. die Regierung werde den Wünschen bezüglich der unehelichen Kinder entgegenfommen und «benlo dem Antrag der Regierung «Parteien wegen der erwerbsunfähigen Kinder zultimmen. Es sollten auch im Falle der Bedürftigkeit Kinder Zuschläge für Berufs- und Schulau-bilduna gewährt werden. — Preustischer Ministerialdirektor W « y h e bemerk e erwürbe es begrüben, wenn bie Vorschriften des alten Recht« Im Reich und in Preuhen hier aus recht erhallen werden Mit den durch die Annahme der Anträge der Regierungsparteien bedingten Aende- rungen wurde § 13 genehmigt. § 14 handelt von ben Zulagen Aus Anfragen bemerkt Ministerialdirektor Dr. Lok- Holz, Zulagen für Ueberftunben und Nachtdienst fieberten nicht in da* Besoldung-gesctz, sondern eien Lache der Verwaltung Ueber die Ministerialzulage strebe man ein Einvernehmen mit Preuhen an. — Aus Antrag der Regierungspatteien wurde eine Bestimmung eingefügt, noch welcher Beamte alle Bczuge, die sie al» Vorstand*- oder Äussichtsrat» Mitglieder von Gesellschaften beziehen, an welchen da» Reich beteiligt ist, abzuliefern haben. Im übrigen wird ß 14 un verändert angenommen L» folgt Abschnitt II: 2tüberplanmäßige Beamte. Die Regierungsparteien beantragten frienu, dast di« austerplanmästige Dienstzeit fünf Jahre bei Versorgung «an Wärtern vier Jahr«, bei den vor dem 1. Januar 1925 eingestellten Post beamt innen acht Jahre nicht überschreiten solle. — Abg. Schuldt (Dj und Abg vt« inkopf iS.) nicht in Wirksamkeit treten wird. — Ange- nommen wurde weiter eine Verordnung, wonach die Reifezeugnisse gewisser neuer Schulformen, bie zum Teil noch im lledergangsstadium begriffen sind, als gleichberechtigt mit den älteren Schulsormen anerkannt werden für Prüfungen, die reichsgesetzlich geregelt sind, allo für die Prüfungen für Aerzte Zahnärzte. Tierärzte und Apotheker. — Einige von der Reichsbahn zwangsweise pensionierte Hnterbeamte hatten sich an den Reichsrat mit ber Bitte um Aufh ebung der Zwangspenlionik-rung gewendet. E« hat sich herausgestellt dah die betreffenden Beamten nicht auf Grund des Reichs- bcamtcr.gdc6e«. sondern auf Grund des Kündigung-rechtes der Reichsbahn au« dem Am:« haben lcheiden müssen. Deshalb war ker Reichsrat der Ansicht, dah ein Rekurs an den Reichsrat nach dem Reichs beamt en geietz nicht zulässig ist. sondern den betreffenden Beamten nur der Weg an die Gericht« offen- ftebt. Die deutsch-österreichische Vechtsangleichung. Tas gemeitzsamc Ltrasgrsetzbuch. Berlin, 10. Roo. Am Montagabend wird sich «ine Delegation von zehn Mitgliedern dr» Lttafrecht-ausschusse» des Reichstages nach Vien begehen, um dort mit dem Unic rausschuh des österreichischen Lttafrechtsausschuste» die schon seit langem geplanten Verhandlungen über die drufch oiterrcichische Rechtsangleichung zu beginnen. Die Mitglieder der Abordnung werden nach Fraktionen ausgewäblt, und zwar stellen bie Sozial- demokraten und die Deutichnationalen je zwei Mitglieder. ba» Zentrum, die Volkspanei. die Demokraten die Wirt'chaftspanei, die Bayensche volkspattei und die flommumften je einer Abgeordneten. Für die demokratisch« Fraktion ist der Abg. Brodaus genannt worden, von den Sozialdemokraten die Abg. Landsderg und Dr. R o s e n s e 1 d. und von der Bayerischen volkspattei der frühere Reichsiustiz- Minister Aba. Dr. Emminger Die Beratungen werden am Dienstap im Wiener Pattamentsgebäud« beginnen und wahrichemlich auch noch den Mittwoch über dauern. Die Beratungen werden sich an der Band des Strafrechtsentwutts und der bisher vom deutschen Strafrechtsausschuh beltblof’enen Abänderungen entwickeln Es ist vorgesehen, dah solche Hu»- sprachen von Zeit tu Zeit wiederholt werden und dah sie abwechselnd in Berlin und Wien statt- finden. Der (^pradtenfompf in Südtirol. Wien, 10. 7!oo. (Dolfs.) Die „Wiener Neuesten Tladinditen" schreiben zu dem Lrlah der italienischen Rccirrung. -vonach die «T cadinschriflen in Südtirol nur in i t j l ie n H d) e r Sprache abgelegt werden dürfen: „Die italienitchc Regierung weih gut, warum sie dem Sübtiroler Volke auch noch dies« Wunde schlägt. 5k will e» in» Herz treten und nicht nur dem groben, gottessuechtiqen deutschen Stamm die Heimat, sondern auch jedem einzelnen bk Stätte der Andacht und bk Erinnerung an bk Hltnorberen rauben. Ih« entwurzeln. Uber da» Mah ist voll und wird überlaufen. Italien sorgt selbst dafür, dah der ftrri» der Völker, welche es beständig in ihrem natürlichen Leben »recht bedroht, in feinen tiefsten Gefühlen verletzt, sich eng zusammen- schlieht. Die Wacht an ber Weichsel. Danzig. 10. Rov (Wolfs.) Bei einer an- läßlich der bevorsteherwen 13af)[;-n von der nationalliberalen Bürgerp^rrei gestern abend in der Messehalle veranstalteten Kun.a bung sprach Reichskanzler a. D. Dr. Luther über das Thema Deutsch« Schicks alsgemeinschaft. Der Redner gab zunächst einen ileberbliJ über bi« k rch den Zu ammenbruch De-t'chlands ge'chaf- fene Lag« die dringend erfordere, daß Deutschland ein einheitliches Voll, emc Ration werden müsie. Er vertrat die Auffassung, bah baS O ft* Problem eng mit dem der West-ms verbunden sei, obwohl auch er ein Oftlocarno für Deutschland di unmöglich bezeichnete. Ss gibt keine deutsche Zukunft, tagte brr Redner weiter ohne den deutschen Osten, und die Erkenntnis wachst im deutschen Volke, datz zur Wach: am Rhein, bie Wacht an der Weichsel gehöre bertoitgen UmtncrbtimQ birter Sollvorschrift tn <4m Wußvortchritt T.tntrtvrxrU>trtftoc Dr Lotholz verwahrte ch gegen diesen Singriff tn bie Berwaltungsbetui" Öe, der übrigen« tn« Etatgesetz aehöee — Hadi werterer Debatte wurden nur Sie Antrüge der Bi-gierungüxirteten uni> mit diesen Aendeeung«rr 8 15 angenommen. 'Beim | 16. der die vläkorzell behandelt beantragt Abg Droh (Z.) folgende Einfügung Die zur Zeit de« 3nkrafttrct?ns diele« Gesetz?« im Dienste befindlichen au^er- plamnähigen Beamten rüden wie die planmäßigen Beamten weiter im Grundgehalt auf. Aach tut- zer Aus'proche werd vieler Antrag angenommen und mit ihm der gröfite Teil be« § 16. Born Abschnitt III iAllgemeine Borichriften) bleiben die Paragraphen 17 und 18 unverändert. Beim 8 19 kritisiert Abg. Stückle (6j de Kleiderbeihilfen für Offiziere und ®e- nerüle. Dasselbe könnten auch Staatssekretäre und andere Zivildeanncn verlangen. Die Bestimmung über ttlc-Detbe^uue wird darauf $ u r ü d - gestellt, § 19 im übrigen genehmigt. Oie weitere Behandlung der Besoldungsreform. Tie iKeflicrunqenarkicn streben beschleunigte Verabschiedung an. Berlin, 10. Boo. (prio -lei.) 3n dem pada- meuiadfchen f)ochdcirieb. der äugen bikflid) im Reichstag herrscht. Ist der ftnmpf um da» Schulgesetz gegenüber bet B e ( o I b u n g • o o r I a g e wrürfgetreten. Der 3nlerfrakllonellc Au»fchuh de» Reichstage» Ist zu einer Sitzung auf Jrcltag nach- mittag rinbcrufen worden, um zu den schwörenden politischen fragen Stellung zu nehmen. Er wird sich besonder» auch mit der Bcfolbur.gsoorlage bcschäNi- geu Zur Borbcreitung dieser jrage war bereits heute ein kleineren »schuh, au» den Beamten- Vertretern der Regierungsparteien bestehend, zusam- mengelreten, um dem 3ntcrfrationellen Ausschuß am Freitag positive Vorschläge machen zu können. Allgemein besteht die Ansicht, dah die Beratungen über die Besoldungsvorlage aus allgemein politischen Gründen beschleunigt werden müssen, damit sich da» Reichstag' plcnuni, bas am 22. Tlooem- ber wieder Zusammentritt, mit dieser Frage endgültig beschäftigen kann. 3n Kreisen der Rrgiernngdpar- leien besteht die Absicht, die Vorlage einem Unter- ausschuh de» haushaltsausschusse» zu überweisen, da man von einer Beratung in einem kleineren Aus- schust eine Beschleunigung erhobst. Bon einer Z u rückzlehung der Vorlage durch die Regierung kann zur Zeit ebenfalls keine Rede sein. Ebenso all! e» In parlamentarischen Kreisen al» ausge- schloii'en, dah die Regierungsparteien die Vorlage in Ihrer lehiacn ^orm fallen lassen, roa» jedoch nicht ausschlieyk, dah durch gewisse Umgruppierungen Im Ausbau der Besoldungsordnung versucht werden soll, Ersparnisse zu erzielen. Ebenfalls besteht bei allen Parteien die Ansicht, dah die Beamten möglichst bald In den Genuh der Gehalt»- au’bi fferungen kommen müssen. Die WohmingSzwangSwirtschast Tie Aenderung der Lündigungtzbestimtnungen. Berlin, 10. Hob. CBS3.) 3m BcichstagS- au«fchutz für Wohnungswesen wurde die allgemeine Aussprache über die Aenderung der Kun- digungSbest immungen sortgeietzt, wobei Abg. Frau Arendsee (Komm.) gegen die Begie- rungSvorlagen polemisierte und u. a. die Verwendung de« gesamten HauSzin«- st e ue ra u s k om m e n « sür den Woh- nungSneubau verlangte. 3u den Wohnung- suchenden müsse man auch die vielen Frauen rechnen, die infolge de« Frauenüberschusses nicht heiraten können und infolge der geringen Löhne den billigeren eigenen Hausstand gründen müssen. Abg. Lipinski (Soz.) bestritt, dah die Wohnungsnot wie In der Begründung gesagt werde, schon 1935 beseitigt fei. Die Sozia.- bemnfraten verlangten, dah da« Aotrecht In ein Dauerrecht überge übrt werde. Abg. Dr. Steiniger (Sn.) erklärte, dah mau ohne öffentliche Mittel der Wohnungsn t nicht steuern könne, bezeichnete es als Verbrechen, dah die privaten Bauprojekte im Berliner Magistrat abgelchnt wurden und erfärtc. dah man zwar die 3toanq«- wirtschast nicht von tc.ik aus morgen vollständig aufheben könne, dah fie aber den rechtlichen Grundsätzen der Unverletzlichkeit de« Eigentum« zuwiderlaufe. Abgeordneter Paeth (Diu» hielt die Situation be« WohnungSinarktes für noch lehr kritisch Auch die Freigabe ter gew.rdlich . l Aüume habe ihre Schattenseiten gezeigt. Allerdings hätten die Hausbesitzer im aNgemeinen die Locke- rungsverordnuiui nicht in untragbarer Weise Qusgenutzt. Bbgeorbncter Silberschniidt (So«.) bezeichnete die Behauptung \« Abgeordneten 6tei- nlfler al« unwahr, bat) die Sozialdenwkraten Im B*dincr Magistrat da« Privatprojekt eibgelebnt bitten, weil sie da« Pr^al kapital .russcheiden tvoNtew @« handele sich hier g.ir nicht um So- Aiallft«rung de« Hausdeiitzcs. sondern der Kern- sprach sei Da« Jntcrcfle der Aation stehe über b«m 6in«c{intcrel1c D.mgeqemtix'r stellten die Rechtsparteien da« xnater-ede 3nterdfe be« Hausbesitzer« über das Dodl i er B. t 'nen 2Lbgeordn:ter Botoad (ÖoaJ tnt für einen wird amen Schutz der Blletcr auch tn Häusern ein M« brr Zwairgswirtschaft nicht mehr unterliegen. Oie deutsch,russischen Wirtschaftsbeziehungen. Moskau, 10. Rov. (WB) leiegr Wgcntur der eomKiurrion. — Der Sowk chandei»Vertreter in Berlin erklärte Vrestevenretern, tu» ftbfom.nen über einen 300 Million enfkred,» 1« bk logijdje Folge de» fowielrufhsch deui-.tzen Handels vertrage». Nach einem Hinwri- d.irau', d.ß btf b her m Deut'chtand angcfnirfun maichin. U.n . aorüfnmaen keine erheblichen Man:d au'w.> en betonte er da» dritte befriedigende Frntej .hr ' r Son .\mion ausreichende Möglichkeiten \u voller S t d) .• r • Heilung ihrer ausländi'chen Verpflichtungen und ^ur Fortsetzung b e • I n b u ft r i 111 < n Ausbaues " sprach die Ueberjeugung au», bah eine Neitze beuhit-r In- buftrteyoeigr Mittel im** Wen.' ünd. i werf ch t.'ii Verhältnissen bev coivyin: dah die lou>fetru|fint>-beii(i i- stch künftig von den lellweiic nra- bet:er \r vor urteilen frei machen würden der XV-'*" ’ vrart Mber Länder im 'Woge standen • Das Programm der Oezemberiagung im Völkerbundsrat. (Eigener Drahtbericht des .<* -ftene; Anzeiger«-.) Berlin, 11 Roo. Da, Programm der am 5. Dezember beginnenden Tagung des Cätfirbunt- rat» zeigt auf den ersten Blick nicht viel Punkte von großem Interesse für Deutschland. Es hat überhaupt den Anschein einer gewissen Dürftigkeit aber man darf sich auf biekn Anschein nicht oertaffer. we>! sich seh.' bäuiig — nur erinnern an den rumänisch unaanschen Dptantenftreü — aus sernliegenden und nechältnismäßig kleinen Fragen welibedeutende Ereignisse entwickeln. In diesem Sinne ist d e r st o n f l i k t z w i s ch e n Litauen und Polen, der infolge einer Eingabe der btaurschen Regierung vom 15. o. M. vor den Rat getragen worden ist, von größtem Inter esse für Deutschland. Denn da», was Litauen Polen oorwirst, unb was umgekehrt auch von polnischer Seite den Litauern zum Dorwurf gemacht wird, ift gerade der Mißbrauch einer durch die Friedens- vertrage gefcha"enen Oberhoheit über fremde Minderheiten, in dem wiederum die Konflikte zwilchen Deutschland und den bei- den streitenden Nationen wurzeln. Cie werden also beide vor dem Lölkerbundrat vermutlich Beweis- materiell zusammen tragen, um sich aegenfeitig in den Fragen her Sprach-, Schul, unb verwalrungsouto- nomie rhrer Minderheiten Derstöße nachzuweifen, das als Stütze für die deutschen Seid) merb en bienen wirb, bie bisher eine wenig freundliche ober dckatorifch« Behandlung erfahren haben. Daneben wird vor allem die endgültige, aber doch hoffentlich endgültige Entscheidung in den beiden Danziger Fragen fallen, bie schon zweimal, allerdings mit geringen Fortschritten in dem CFin- geben auf die Danziger Dedankengänqe, vom Rat behandelt worden finb: bie Benutzung derDester - platte für bk Lagerung gefährlicher Munition». trän spane unb die st Utrecht c rhallun g 6er Hafen- haft» polnischer strieg » schi > f, in Ponyg, die Polen feiner Zeit nur oarudergehenr» bi» zum Ausbau eines eigenen Hafens tn (rangen von Dan» ziq fveiwilli.t emgeräumt worden war. Endlich hat poiit^che c öeulüng d,e 'Jleuernennung der In- oesttgationskoenmiflionen welche über ih< Durchführung der Entmannung m Deutzchland und den übrigen durch FnedensvertrÜGe zur Ent- moffnung oerpsticheeten Ländern zu wichen haben. Daneben gelangen einige Fragen zur Behänd, lung, bie mehr wirtschaftliche Bedeutung haben. Da» atü ersten» von ber Salami »'-Angelegenheit. fenem beutfch-griechifchen Streitfall, in dem er sich um bie Abnahme eines auf ber Lchichauwerft erbauten, vor Äriegsbeginn bestellten unb begon nentn Kreuzer» handelt, vor besten Abnahme sich Ariechenlanb unter Berufung auf die Bestimmunaen bes Äerfailler Derlrages zu brücken oerfucht, nach welchen bie Ausfuhr von Kriegsmaterial aus Deutsch- lanb verboten ist. Dabei handelt es sich aber noch deutscher Rechtsauffassung, bie auch in Genf Anhänger zu haben scheint, um einen privaten Streitfall, für bcn ber Völkerbundsrat gar nicht zuständig Ist, unb in bitfem Sinne wurde auch bereit» auf ber vorigen Ratssitzung deutscherseits plädiert, woraufhin die Vertagung eintrat. Don Dichtigkeit ist schliehlich die Ernennung der Ausschutzmitglieder de» vom Dölkerbundsrat zu ichafienden wirtschast- lichen Bcratungskörper» für bie Verwirklichung ber von ber Weltwirtschaftskonferenz ge- fatzten Refolutionen unb gegebenen Empfehlungen. Nuch hier honbelt es sich in hohem Matze um beutsche Interesten, so batz sich also bei näherer Betrachtung ergibt, bah bie Tagesordnung einer scheinbar wenig beoeulungsvollen Ratssession im Verlause von etwa einer Woche in ganz erheblichem Matze auch gerade uns angehende Fragen zu behandeln haben wird Gegen die Trohkiopposiiion. Moskau, 10. Nao. (WTB. Funkfpruch.) Die Presie verössentlicht ein an olle Parteiorganisationen gerichtete Mitteilung bes Zentralkomitees der Kommunistischen Partei. Die Stunbgebung meist barauf hin, botz bie sowjetfelnbliche Straßen- kunbgcbung Trotzki», Sinowjcs, Smilgas unb an- derer am 10. Jahrestage ber Oktoberrevolution in Moskau unb Len in grab bie gewaltsame Beietzung des Auditorium» bei Moskauer technischen i)od)fdiule zwecks Veranstaltung einer uogefetzlichen, parteifetnb- liehen Derfammlung, bie Gewalttätigkeiten gegen Anhänger bes Parteiprogramms bezeugen, baß bie Opposition nunmehr bamit beginnt, arbeitet- f e i n b 11 d) e strafte um s sch z u sammeln. Das Zentralkomitee hält ein berartigee Vorgehen ber Führer ber Opposition al» vollkommen u n z u l ö s - s i g unb hat es für notwenbig erachtet, das Dorgehen der Opposition ber Kontrollkommission zu unterbreiten. Die Partei hat beschlossen, alle Personen au» ber Partei auszuschließen, bie an Richtparteioeranstaltungen teilnehmen. Derartige Derfammlungen werben verboten, unb falls solche doch abgehalten werben sollten, sind sie mit Hilse ber Arbeiterorganisationen auszulösen. Oer Prozeß Manoilescu. Bukarest, 12. Tlov. (XU.) Bot dem Bukarester Kriegsgericht hat der Prozeß gegen den früheren Staatssekretär Manoilescu begonnen. der bekanntlich wegen seiner Bcrbinbimg mit dem Stkronprinzen de« Hochverrat« angeklagt ist. Al« der Angeklagte In den Saal geführt wurde, wurde er von seinen Verteidigern durch Erheben von den Sitzen geehN. Aachdern der Präsident gebeten hatte. Manifestationen zu unterlassen, wurde Zeugenliste der Bertei- diaung verlesen, bie 37 Barnen führender politischer Persönlichkeiten, darunter bc« Prinzen Tato! ausweist. Bon diesen Zeugen sind jedoch nur wenige erschienen. Bon der Verteidigung wurde daraus bie Zuständigkeit de« Kriegsgerichte« beanstandet mit dem Hinweis darauf, daß der Belagerungszustand ungesetzlich sei. Aach einer Re- blU de« Staatsanwaue« zog sich da« Gericht zur Beratung zurück. Bach etwa 43 Minuten teilte der Vorsitzende mit. daß baS Gericht sich mit drei gegen zwei Stimmen sür zuständig erklärt hab. Daraufhin wurde bie Sitzung vertagt. Sie Bereinigten Staaten In Bicaragua. Washington, 10. Bo». füßB.) Gerüchte von einem notdamerckauuchen Protektorat über Blcaragua werden im art einem a!« völlig grundlos bezeichnet. PräsrbeNt Dia- habe die letzten Jahre hindurch einer. Bündnisvertrag vorgeschlagcn. aus den die Vereinigten Staaten tedoch nicht etnqcgan- gen feien. Die Regierung werbe bemuächst den bisherigen Finanzsachverständigen für Haiti, F umberlanb. nav.-Lel. drs G 2L) Heute tritt bei ArbeilsauSschuk) des Dermal- lunqiralt» ber BeichSpost zu einer ver- traulichen Tagung zulaminen. auf ber Reichspvst- miniher Dr Schätz l über die Don iym -in- gelüublaten Befonnen bei der Reichspost die mit Hilfe dc« Aufkommen« der erhi>hten Postgebühren buixbgcfübrl werden sollten. w.rd Rocheiüchasi able^.'n müssen. Bon einer ganzen Re he ObtcDoftMreitionen lind oei bem Reichs- vostministeriuni Aesoimpläne cinge^ .i4H worden, btt jedoch nach tn der Prelfe auige- stellten Behauptungen hort sehr erhebt.che Strechungen urd> Kürzungen erfahren haben E« betfit sogar, baü diese Rorrcfturtn rede Be- form lllutonlch maaxn U'ürben. Den Ausführungen be« BexUpofhm Mftere in bei Arixnts- au«schuk--Sitzung kamt daher mit befc.itvieiii S«- lertfk entgegenge*.beu werden HochwaffefAcsahr in Tirol. »n Tirol ist n. uerbing« HochwaOergefahr ringetreten. Donner»lag frtch wurde bie Lage besonder« im Gfchnitztal äußerii Ichmierig 5i. Dafsermafsei. riffen eine Brücke weg unb September netMrfhg hergerichteten Oderichutz- bauten. Auch Steinach am Brenner war feit den Morgenstunden schwer bedroht, so daß die Feuerwehr alarmiert wurde. Insbesondere war dort da« Elektrizitätswerk und der FrieLho' bc- droht. Zur Sicherung ber gefährdeten Objekte sind au« Innsbruck Pioniertruppen onge- forbert worden. Am Bachmittag besserte sich die Lage, da der starke Begen in Schneefall übergegangen war Auch auS den übrigen Tälern be« Lande« wird starker Schneclall gemeldet. Au« Südtirol liegen Bachrichten vor. daß e« in verfchiedenen Seitentälern ber Etsch ebenfalls zu Hochwafferfchäden gekommen ist. Der S ch n e e f a l l am Donnecstagoormittag hat das Bündener Land vor einer Hochwafscrkata- ftropbe bewahrt Don dem anhaltenden Regen waren die Flusse gesahrdrohend onge- schwollen. In G'rgell riß die Orlenga, die im September viel Unglück angerichtet hatte, die neu errichtete Drucke oberhalb Kasazzla wieder fort, so daß der Verkehr mit Maloja wiederum unterbrochen ist. In Oberland setzte der hochgehende Rhein, gewaltige Schlammisien mit sich reihend, die ganze Bevölkerung in Angst In Wal» vermochte das Dosier di« provisorischen Dämme zu sprengen. Das Hochwasser der Mosel. Die Alosel hat Freitag früh 6 Uhr einen C-tanb von 6,74 Bieter erreicht, fie steigt jedoch nur noch 3 Zentimeter tn der Stunde, so dost eine unmittelbare Hochwassergefahr nicht mehr vorhanden sein dürste. Die Mosel- Kiel n- babn Trier-Bullav hat zwischen Bern- castl und Zeltinaen infolge de« Hochwasser« ihren Betrieb einstellen müssen Ueberschwemmungen In Italien. Große Unwetter.chäden werden au« Borbitalien gemelbet. An der ganzen Küste von Ligurien herrscht ein gewaltiger Sturm 3m Hafen von Genua wurden mehrere Schiffe lo«aeriffen und gegen die Kai« qeschleudert. Die Hafenleitung verbot auch die Ausfuhr der arv- 6en Dampfer. 3n ber Stadt selbst wurden Men- lchen umgeweht oder durch herab; aßenbe Ziegelsteine verwundet. Aus mehreren anderen Orten werden große ßeberfchwemmunaen gemeldet. In Ferrara und Parma wurden Mauern vom Sturm umgeriHen und vier Personen unter den Trümmern erschlagen In der Umgebung von Parma wurden mehrere Häuser zerstört. Aus aller Wett. Das Ergebnis der Hindenburg-Spende. Die eine Berber Kor.e pondenz von mah- gebender Stelle erfährt hat die Hindenburg- Spende etwa 6,3 bis 6,5 Millionen Brich-mark ergeben Die- Ist der größte Betrag, der in Deutschland seit Ende des Krieges von einer Sammlung ersaßt worden ist Der endgültige RechenschaltSbericht dürste kaum vor dem 20. Bo- rember fertigzuftellen sein. Gerade in ber letzten te laufe der Prinzessin Josephine Shari orte durch den Kardinal Dan Boeh. Srzbischos von Mecheln. statt. Die lauf- paten waren der Gras von Flandern unb bie Großherzogin von Luxemburg Zadlreiche Fürstlichkeiten unb mehrere Minister nahmen an der Feierlichkeit teil, n-^ch der das Köni-rspaar den Gästen ein Frühstück gab Der Täufling ift bie älteste Tochter be« belgischen Kronpnnzenpaare«- Erplosionsunglück In Bahia. Rach einer Agenturmelduna au» Pohla (Braß- lien) wurden infolge einer Explosion in einer Fabrik für Feuerwerkekörper 9 Personen getste« und zahlreiche andere verletzt. Ein holländischer Deutschenfreund al» Ehrendoktor der Universität Adln. Die UniDerfität Köln bat Öen holläiHdtschen Vöikerrecht^elehrten Professor De. be ß o u t e r ber früher fer rechtsuillei.sd>.ft. chm FakulkÜ! der Universität Utrecht ar.getzörte unb kürzlich seinen 80. ®eburt«tM feierte zum Dr. iuris ehrenhalber ernannt. Die Verleihung erfolgte in Anerkennung Hessen, hast Lauter die "D.sfenschaft um hervorragende TLerke b reichert hat. m l u n • betrrbarem Mut für Wahrheit unb Gerechtigkeit währenb des B u br • kampses 1923 unb später aus eigenem Antriebe für das wahre Recht tm Aus lande gegen mächtige Gegner eingetaeten ist. Hochschulnachrichten. Dr. jur. Karl Heck in Berlin ist zum Professor für Völ'errecht am Institut Univcrw- faire de» Haute» Etudcs lolcrnationalea in Gens berufen worden. Der Minister für "Dilsenlchall. Kunst und Bol'sbildung hat den Prtvatdozeiile.i Dr. Hugo Dieter le von der Xlnlt r ität Der- lin, in Berlrctung deS nach Berlin berufene.i ordentlichen Profeffors Dr. Mani.ich. mit b Abhaltung von Vorlesungen und Ueb.mgen . bem Gebiete der pb arm amusischen Ehemie und der Leitung bc« pbarma^euiilchen Institut« Franksurt für bas Iblntrrienwftrr 192." 25* beauftragt. — Professor Dr Arthur Lä wen in Marburg wird dem an ihn ergangenen Aut nach Köniasberg als Äachsolger Professor Kirschners Folge triften — Der Privatdvzem Dr. rcr, poi. MUhelm Bltugel« in Köln ift beauftragt worden, in der rechts- und ftaatsw'.s- senschaftttchen Fakultät der 11 n versität Königsberg Im Wintersemester 1927 2s die Battonal- ötonomie bi Vorlesungen und Übungen zu vertreten. — Anläßlich ber Gadchchtn.sfcier das hundertsten Geburtstages Paul de Lagardes an der Universität Göttingen verlieh die phttofo- phtsche Fakultät dem Dichter und Autor des Bomans .Volk ohne Baum' Hans Grimm zu Lippoldsberg a. d. Tv. die Würde eine« Ehrendoktors. — Oie Wetterlage. 7*5 trcctcruovnueiagc. Sa* über .Zentraleuropa lagernde Xkl füllt sich auf unb .7ß*r*bria'rti lelflrnDt* m.tgctnü »w SoeMxi*«* Der Uanbertpafrocjmeia cr- flärrn Io14k Crjnmgrntl für unaal!’.a aid t*w«i luläf Üfltr Äfnn»d*tlf«lba|t zu er» kennen ft lh< Mminabflabt erfolgt derart. ha* der WS hier bvrxh em auf bem 6i.mm*cii' welchem Wahl- rrrlchiag rr ferne Sturm* geben will- 3n § 45 Lb'a, 2 her Landeswahte rdnung ist noch bet Hall bdonberi erwähnt bah der Wahl forscht 2 g. dem b«r WOHL er ferne Stimme geben »tu. durch Unterstreichen tennttwb em ach« ift Aber auch aiibere .Ren -e.chnunIen des gewählte,! Wah'.vorlch.afls find ^iLä'Lfl. 3- 2 tonnen auch en* dem ßtjiun*etie< außer de» «wählten alle ent -en Wahl^-oschlä« durchstr chen ktn. Da- geg* i oäts- cji ob 11 i g burchj»eichener Stimm- utlei nflültig. meil sich der Dille M Ab- daraus mcht erleben lüft*. Dc»,il«tch<.i fmb er. lene CtUnnuxtiel un^lüa 6mb über t>cn einem 'u..vnj*nct nur einige Jiamcn ebge- r”en und iäfu sich nach de» An bei 2U>rci(>en» an nehmen, bat» bet Wühler mch« bei ganzen ti.mmjcitel hat zerrewollen b ist der SlwnnElei noch ali gültig au erachten. L\idjx 2tefctiel nid T c Kennzeichnung bei Wahloorlch^aus. dem bet Jlbft.nrnenbe feine Stimme geben will, darf abe. n.cht terart ktn, bah der Stimmzettel ali ,ürti Derweilen ober Vorbehalten oer1 eben“ an- ■ufrben ist Daim wäre er nach Absatz 1 Ziffer) bei § 50 der Landes- ahlordnu.ig ungültig So würbe em Zu'atz. der d Be.ei>u»,u!ifl eine* Mähiers enthält. N*n Lranmze'tei ungültig machen Auch lonftjie Bennert« Mr nicht zur Rmmzetchnung bei f'^ftorlchlags. bem der vtb- ßktmment» ferne Slim e firben will drensn, mache» den ei.mmwUd u > uUlg Difls«n t><- röhr» hie Unterstreichung ober sonstige tzervor- hevung eiiuel;' r Thimf.i des gewählten Wahl- dvrichtags nie Gültigkeit nicht 3m 3ntetefk der Wähler telbft liegt es. kenn Ile alle .Uoeifei daturch uuifchalten. bah fk das Kreuz in b« in Kreis anbringen. Rus hat der chekhgeder m.t feiner D fttmmuirg Abei die Kennt 1 ch.no chung bei Stimme gewollt, mid nur fo fchrcht sich Ixx Wähler vor etwaiger Ungültigkeit feiner Stimme t*ürilütl3CU. lagestalender für Freitag StauttHeater 7.15 Uhr „Der W» ö'chup' (dnbe noch 10 Uhr) — veutfchr tiulf»poitti ft Uhr, Lafö Leid. Wahiverfammlung — (Broftc (tzieftener Karneval», (tzefeüfchasl 8.80 Uhr, Hotel Leslaurant ,J)inben- bürg', Tagung. — Lichts viel hau», vahnhoftlraste: „Der Dolgafchtffer'. — Astoria-Lichtspiele „Der Kinde »reifer'. Dom Konzertperein wird uius geschriebene Das Konzert in der Heuen Untperu- Xflla vom Sonntag. 13 Unuember, ist aus- schließlich der Romnunnufif dieser durch feine und kunstvo l Test T.uag ou>ge8ei-X>netx.*n unb Den Kennern besonders geschätzten unb geliebten Oat- tung der ®u l! gewidmet Wiederum ist ei das Wcndltng-Quarteti. das feine Kunst zum ke'ten albt, längst Verklungenes bell, end und Ae-es kündend. Sei.» Programm bringt diesmal aus der kia'ftfchen Literatur das schdae C-Dur» Quartett von Mozart »Küchel 4d5i und von. dein Lachklallftcr Vrahms das (.-Woll-Quartett op. 51 Ar 1 das glei J> dem in A-THoIl aus des Letztere bester Schafenszelt stammt und sich gleich feinen anderen Kammermu llwerken bu ch auherorbent- llch klare Gliederung und reiche Melodtenfülle namentlich ün 2 unb 3 Latz aue zeichnet Aus diese beiden r.ä'ier ci. z -el en erübrigt sich, weil sie hinlänglich bekannt 'md 3ine Deutzeit dagegen an sich u. Mbit für tnc meisten in den -lulllsäteuHeimischen Dürfte das .Quartettn dor.ceT von dem Modernen Ottorino Despighi sein, der allgemein ali einer der fruchtbarsten und erfolgreichsten tta» lieni'che Komponisten der Leuzcft anerkannt ist. Leipiad:. 1879 in Bologna geboren, war früher ali Lehrer für Kompolition am Konler- datorium St. »tdlia in Xom tätig und ist ,eht als Gnrico Voslii Dachfolger Direktor biefei OnfHluti Sr hat eine Anzahl glänzender Or- chesterwerke flHtbaffcn und ist weiten Kreisen durch die fvmphrnische Dichtung .Fonune di Rom«" und (ein Dtottn-Kontzert (.Concerto grefforiano". ün gregvnaruscheu 6tdt bekannt geworden Dos dt n'chr Quartett ist 1924 komponiert' die ‘Beuibrung rührt von dem in der W»rg ein- unb aufgeführi doericheu Xonart stehenden Anfangs- and Haupt- tbema her Dai nur etn<äntge Quarten giieder: suh <* vier Lbfchnutr den «tnlgelaufenen Äeschä'hsahr vor. Ausgabe des Verein» must es (ein, jede unwahre und unklare Ankundt- gung. sowie jebe Verschleierung von 2lu»ver!äufen zu bekämpfen genau wie da» auch in bezua auf tta» 'ogenanntf ..Zugabewesen' geschehen must. itausierhandet fordert der Verein Beschränkung sowohl in bezug auf die aehandclten 2ikirtn, als auch auf die CerTouf»«eiten. Die t«e, Abhaltung der nrüfc- lahr» und ))erb|imeik heriorgetrctenen Mangel ilnb durch bte i«zwilchen in straft getretene Markt unb Meft-Ordnunp sowe.t beseitigt Für die Einführung der Filialfteucr ist man mit (Erfolg finge- treten. Au »verlaut »wesen und Off en hallen der uä- den. insbesondere vor den Feiertagen, wurden auf Antrag de» Verein» neu geregelt, ihn die Einführung einer weiteren vriesdeftellung ist man fortbau- emb bemüht An der hanbioerkskanuner^krsabwahl hat man futzungsgernast tedgenommen; btt au»schei- denden Mitglieder der R immer wurden wieder- gewahft. Die Milgliedervahl hat sich auf 122 erhöht. illifsenbericht nb (Pulaftima des Rechners, sowie die Ersatzwahl der ousfeheidenben Vorstands- mltglieber erledigten sich ohne Wideftoruch Die au»- scheidenden Dorftanb»mitglieber Wint« rhosf, cheilbronnrr, Driesch und M a t e r n u » wurden wiedergewühtt Angeregt unb einftnnniig genehmigt wurde der riuobau der Mefigen (tzesd)äft». itelk, Me den Mftgllsdem anheimsteIII, |c derzeit in handelsgewerblichen Fragen und dergleichen ‘.Hat «mzuhoten unb die ar sterbe m die Mögiichke t bietet, sich vor den Arbeitsgericht, n iwrtrekn zu lassen. Die Verwaltung der (Hrzu'.egen. dah es Aweckmüstig fei. 'ich nach rechts zu halten, jedenfalls nicht nach links ad urüden. Jk>Ile man das im Leiche erstreben. nakn gew..^enen Weg der Bildung einer grosten deutschen Lechten zu qehen, bte pa1crtun^if4 gesinnt fei. die v.genwirtschäft baren wolle unö nach der Diedererringung der "■■ 'ren und äuficren Freiheit strebe. Das Jex d. Zroge. die das Bürgertum zu beantworten habe, auch bei den Landfagswahlen fei der rechte .ztüg<; stark zu machen Die dufummcnfoflung des Lurgertuiiis wviunter er auch bec national- adimiue Arbeiterschaft teerst ehe gegen tz.e mani- sti'che Fron: fei notwendig Der Ledner polen.; .f ne.i Augen willen in sich aufnehme. Abg Korell habe hierbei Den preus»!'chen Staaiseavtsmus außer Acht gelassen. Auch er 'Ledner» vertrete Die Anftcht. Daß Der Einheitsstaat einmal kommen mülle daß er aber jetzt von Borteil sei. glaube er nicht. Dießen solle Diese Srajc iri gan- besonderer Vorsicht prüfen. Denn hier' ei bestehe große Oefabr für feine UniDeditü .' esent Vedanken softe man allo lebt kritisch '.egen übersteh en. auch schon um deswillen. tac l Bayern. UMirfiftnbcrg und Bahrn sich gegen Den Dnheitsstoat ausaespevchen hätten. Ss empfehle fich. zunächst noch für einen gesunden Föderalisnrus cin^utreten. Seine Partei fordere weiter gleiches Lecht für alle. Schutz imd OrDaltung Der ikademifchen Freiheit, wirksamen Schutz und weltxhrn^« Sbtderung der Laiidwirt^chtfi. nm Düfe zum Besten Des heimischen Marktt-s weder kiuskräftig zu machen, starke unD gesunde Mittelstandspolttik, Schutz Des HankwerkS unh Gewerbes, gerechte Lösung der sozialen OCufflaben. Zur Frage Der Be- amtcnbefolDuna in Hessen bemerkte Der Ledner, Daß eine Erhöhung der Lsalsteuern von ihm und seinen politischen .yreunben abgelebnl werde Wenn in Hessen die Aufbesserung Der Beamtengehält.r Durchgeführt u> r'en solle könne es nur mit Hilfe des Leiche« geschehen durch eine Änderung Des ZinanAusgleichs. Denn Steuern* Höhungen kämen nicht tn Bet rach!. Zum Schlüsse erklärte der Ledner. daß seine Partei, tme bisher auch wellerhm zum Wohle Der ®efamt- f'-cü mitarbeiten wolle geleitet von Den hohen Zdealen. Die feine Partei stets beseelt hätten. Er bat um Die Unterstützung Der De ul Ich national«« Liste, iLanganhaltender, stürmischer Beifall.) Obwohl sich toäbrenD Der Lede Professor Werners zahlreiche Zwischenrufer oft hatten hören lassen, mit denen der Ledner aber glatt und gut fettig wurde, weidete f*4> trotz wiederholter Aufforderung Des Berfammlungslellers niemand zur fte en A u «spracht , so daß Die Ber- sammlung gegen 11 ’/• Uhr mit Dankesworlen Des Boefttzenben an Die Ledner geschlossen werden konnte Ulmmned /ollkommene_SPfq.-Ziaareire die vollkommene5Pfg-Zigarette au Deutschlands ältester ZigareHenFabrik M Ecl■ -> . 120 . 0.7S . 1.0» Die Beerdigung findet Samstag, 12. November, nachmittag 3 Uhr auf dem Neuen Friedhöfe statt Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. Gestelle Seide, Satin Fransen, Rüschen Preise der Plltxe: Mitteiloge. Seltenlece. Sealloge u Rang M. 1.50.1. Piet« M. 1. —. 3. u 2 Plan M 0 7' la Kalbfleisch, alle Stücke 110 h Himmelfleisch,a.Stücke 0.90 Großes Tor 225X2Ä sowie kleine Türe mit (PiienroUmrn itt verfaulen 10296 b «?rirbndjitr. 7 v. Abfertigung v. Lampenecbree* le eilte t erbte end Grllea Hl billigster Berechnung Modehaus iC9i3a 'eis. Brandl Sonn. möoL Zimmer, qnte Rache. Te . 1083. im vollendeten 80. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ijudwi< Viebrnnnn, WelOblndermeletrr. Klein Linden, Dortmund, Bonn, Gelsenkirchen, den 11. November 1927. Die Beerdigung findet am Samstag. 12. Nov.. nachmittags um 2 Uhr statt. 08144 DRUCKSACHEN aller Arl liefert Ole BrOhl'sche Druckerei Die Beerdigung findet statt am Samstag, 12. Nov., nachm. 21/, Uhr, vom Portale des Neuen Friedhofes aus. Friedrich Schäfer, Weißbindermeister und Frau Minna geb. Arndt Heute früh l1/, Uhr wurde unser lieber Vater und Großvater Herr Friedrich Weimer von seinem langen chweren Leiden durch einen sanften Tod erlöst Georg Diehl und Frau geb. Weimer Fritz Diehl. Morgen Samstag, IL Aov 27. s’ , Uhr: WreNc fincipc und H.'O.'Htirnb. Coantaa, IR ^?oo, 8’/»• bet V. b Dflmiltrn - flbrnb Danksagung. Für die unserem lieben Entschlafenen und uns er wiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst. Frau Lehrer Büttner Wwe. Frau Meline Büttner. Geschäfts-Eröffnung Am Samstag, dem 12. November 1927, eröffne Ich mein MnmiWk I tauft • flo«. IBefcrftr 90 I Weiter großer Preisabschlag la Rind- und Ochsenfleisch . 1.05 die VtuMnge Kirchenpl. 9 L Ulöber. Mittags: Schulhofs Suppeneinlagen Gemüsekonserven Teigwaren Hülsenfrüchte Obstkonserven Puddingpulver Todesanzeige. Heute früh 10 Uhr entschlief sanft im SL Josephs- heim meine liebe gute Frau, unsere treusorgende Mutter, Großmutter, Schwester, Schwiegermutter und Schwägerin Frau Julie Kammer geb. Kremer. Im Namen der Hinterbliebenen: Oberpostsekretär a. D. Wilh. Kammer la Roastbeef und Lende. . la junges Mastfleisch . . la Hackfleisch, stets frisch Mittwoch abend 11 Uhr entschlief sanft nach kurzem Kranksein unsere liebe Mutter. Schwieger mutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Elisabethe Nürnberger Ww. Durch Führung nur erstklassiger Fabrikate, sowie durch zuvorkommende und aufmerksame Bedienung wird es mein Bestreben sein, eine geehrte Kundschaft in jeder Welse zufrieden zu stellen und bitte ich um geneigten Zuspruch Ernst Weyel <7711 Verein M.'Srökllchkeli Sieben catnStofi, 11 il. 27: •hnarrerbcntl. <«r ncralvrnanimlnnfl nut 4tltfn1 C'rrrrn Äbcwb 2 Der VorstMi. nr Wut rrbnlt.. runder Mabagonttiich iDurchm. ca. 1 Mir.» zu kaufen odnrtt. Schr. Ana. u. (M42 an den t"ten Vth* ili'einc» Zägmehl zum Rüuchern, gibt maaaon- u. hibten* weile nb IQB07D J. Wrllhöfrr. Teleobon74.t Sonntag, 13. November, vormittags 11 •/< Uhr Große Matinäe Das Paradies Europas Lichtspielhaus BahnhofstraBe 34 Kühlen Grund Neuen Baue 5 « Neuen Baue 5 Morgen Samstag u. Sonntag Schlachtfest miiKonzeri Ab 9 Uhr Wellfleisch mit Kraut. ^orrrevi i,mD ausgef. v. d. Harfenkapelle Sternheim (3 Damen, 1 £>err). Samstag ab 6 Uhr, Sonntag ab 4llhr.Es ladet fteundkein: Gastwirt Dechevt (Shidje zur vergrög. I meines gutnebenben I t'icidjaiiC 800 looo man bet guter sicher stellung Schr.Ang.n. 10002D a. d. Gtz.Anz. | Verschiedenes! Tcutidie Dogge (Seiflt darbe arau meliert, entlaufen. Wiederbrmg. etbält Belohnung. 0812» <>u*t. Göbel Wiesetk. MJ.Schulhof Marktstrahc 4,Tcleph. 119 Auto Äülomölielwageo läbrt Mittwoch, b. 16. b. M„ leer nach ryraukfurt a. M. Stlckrath & Bender 6. m. I. H., Bloßen Svebttion und Möbeltransport Marburger Sir. 7. Teleoh 1519. ***1) »Pt an erste Stelle auf unbeloüeie» Ginla» nitltenhauS.Tarwert isouo nein*!. 2cbr. Angebote mit ßtnSfaö erb. u. 08138 an den Gtetz. fln*. tkrlegerwi tve^ 86 nette Ikrsch^ gebilb. 3 gut erzog stnber. in guten BerbiUtntft lebend, münfcbi die Uekannischalt eine» Herrn, am liebsten Beamten, riiter bis 00 Ö« f zu lern zw Heirat. Strengste Tiefr. zu- gefid) Lchr Ana. u. a#K» an b. a ein». Örenag nachmittag goldenen Siegelring verloren F. W. gezeichnet (Hegen Belobt' abzugeb TVefianlaae 49. 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Die kbr harten T^Mngiiiwn. die bie Je- girnmfl Piftudfki-Bartel mierichr eiben muhte, trnirben so ziemlich totgeschwiegen flür 60 ®U- Honen DoUar bat Polen die gdamien Wnfünfk- Der poinitchen 3oUDcrti>aUung oerpfänben müflei Die Otegierung hat «14> verpflichten müllen. U>r Dudgrt Io zu änbcrn, bah b.e Einnahmen zue flänDigen Üfiftung der Anleihep-rpflichtung aus- reichen und hab außerdem «in Budget Überschuh heraus kommt Aeue Holm bürten nicht autfli- gcben. ulte Banknoten müllen ieber^ett in Gold umgetauscht. der dlotn muh ftabUlfitrt werden Sin amerikanischer .Finanz beratet erh eit twilflebenbe XedMr. «o dah man mit Aechi ren einer amtrilani(c sein. Ehe daher in die Tagesordnung im Seit in eingetnelen werden konnte, wurde zu aller Erstaunen und Onlru ng bas Parlament nach Hause geschickt. Ter Einblick In di« Finanzgebarung der Regierung wurde also dem Parlament dsrw tert. Nicht viel besser erging es dem Lena er wurde schon vor feinem Zusammentritt wieder vertagt Pilfudsli will jetzt durch Berordnung da» vorjährige Budget für da» neue Aechnungs- ;abr anwenden. Tic polnilche Ttcgierung hat 11) dadurch zunächst einmal jeglicher Kontrolle entzogen, alle Debatten, die ihr peinlich werden konnten, find abgefchnitten, wenigstens Im Seijm. Ilm so mCr loben aber, abgesehen von der Äe- perungsprelfe. alle Zeitungen sämtlicher pvlisi- cher Parteien Der to.zialiflIsche Aoboin'f bebt hervor, bah die Äegier.ing alles Aechtsgefühl und alles Bertrauen gründlichst untergraben habe, die Tczespospollta". das Organ der Ehriftlich- Tcmofralen, trarnl lehr eindringlich vor der Schäftung spanischer oder italienischer Berhält- ii!fe in Polen. Von Stromski wird das oor- fltlegie HauShaltungsgrietz mi: einem Lottospiel verglichen Andere rechtsstehende Blätter lachen das nationale Gewtllen gegen die neuetze Dkta- kur Piliudslis >um Ichärttzen Widerstand au'zu- peitschen. Bezeichnend waren auch b-.e Worte die dem ft eiloertrelenben Ministerpräsidenten Bartel bet der Vertagung des Seipn zageru'en wurden ^Feiglinge Ihr wollt Such vor jeder Beranrwortung drücken aber die Abrechnung folgf" Borausllchtlich wäre es euch zu rtnem Handgemenge gekommen, wenn die Blugiteder der Aegierung nicht schleunigst sich in Sicherheit gebracht hätten Die Lage st infolern noch verschar't als das Parlament 'owieio am 2£ Aooemver sein Ende erreicht. Schon ,etzt betftt cs allerdings in polnischen politischen Kreisen dah Pilsudski die Aeuwahlen solange wie irgend möglich dinaus- Ichieben wollte. Ohne neuen Staatsstreich lassen lic ich aber über Mitte Februar 1928 nicht verzögern. Da» eine ift sicher bic neuerliche Heim- schickung des Seijm in brüsker Form und die Bereitelu"z der Beratung de» Staatshaushaltes gleicher Weise vor den Kops gehoben. Denn bisher das Kabinett Pilsudssi-Bartei ge- dolll bat. durch eine in Aussicht gestellte Linksschwenkung die ^.'inksopposition zu sch herüber- zuziehen. Io ift diese Ho'fnung letzt sicher zuschanden geworden Schon vorher hatte Av- botnir »erlangt dah Pilfudsli ich an eine streng demokratische Aegierungstorm halten musie. wenn er die llnterftüfcung bet den Wahlen haben wollte. Ohne eine Unterordnung unter ein par- lamenta risch-demokratisches System werde es zu den Ichärsften innerpolilischen Kämpfen in Polen kommen Die Aussichten für die Sozialisten und Kleinbauern für die kommenden Wahlen waren sowieio nicht ungünstig S'.c werden letzt eher vergröbert werden tinb c# wird kaum von Ptl- luMlt erreicht werden bah nach dieser Brüs- kürung die Sozialisten ihn noch unterstützen Eher ist zu erwarten dah die Sozialisten von nun an den persönlich bisher ve ihnen nicht angegnf- lenen Marichall auf» h.s- :c bekämp'en werden PiftudftiS bisher geheilt batte, wird tvc . ger denn je geneigt 'ein. der Diktatur PUsudskis zu weichen So wird aftrr Doraus'icht nach In den nächsten Monaten Polen von *en schwersten innerpvsili'chen Kämpfen nicht rerfchrnt bleiben Aber noch eine andere ä*lte hat die Ber- hinderung der parlamentarischen Finanzkontrolle Kaum ein anderes europäisches Dolk ift so durch- fühl wie die Polen. Wie fchon oben angedeutet hat die Amerika-Anleihe auch einen Zinauzberarer gebrach; dem jeder Einblick in den Staatshaushalt zu gewähren ift. Er kann sogar verlangen das das staatliche Fuianzsvstcm geändert wird. Gruben denn die augenblicklichen polnischen Machthaber, dah sich der bisherige ftntcrftaatsfekretär Sharles Dewen beim Hehlen jeder parlamentarischen Kontrolle ab- halten wird, 'einerseits ein« gani besonders strenge Kontrolle auszuüben? Was Pilkudski dem Seijm Dorentbalten hat der Amerikaner trlrb es desto mehr für sich in Anspruch nehmen Auch das wird eine schwere Belastung der Pilsudfti- Diktatur Die Zeichen in Polen Reben allo wieder einmal auf Sturm. Und dabei braucht die polnische Wirtschaft Auhe und Frieden im Innern und nach auften. Die man in Polen aber nach duften immer mit dem Feuer spielt so scheint man im Innern auch die Unruhe ais das Heilmittel zu erblicken. Womit wurde Deutschland in Versailles der Prozeß gemacht? Trotz aller Aufklärung in der Kriegsschuld- frage if' weiten Kreisen unsere» Volke» noch immer nicht bekannt, uxe das vernichtende Urteil über die angebliche Schuld Deutschlands am Ausbruch des Weltkrieges iaftanbegtfommen ist und tooruuf es sich gründet. Bevor das endgültige Urteil im Versailler Vertrag ausgesprochen wurde, beauftragten tie Siegerrnächte eine aus Aechtsgelehrten, wie Lansing. Xarbleu, Seialoja, Pol t .» u. a. bestehende Kommission, einen Bericht über die Schuld am Wiltkriege zu erstatten, und stellten der Kommission zu dreiem 3totd ein bestimmtes Äktenmater.ai zur Verfügung Dieses Material ist Geaenstand einer kritischen Untersuchung Don Alfred von Wege - rer im Vovemberheft der von brr .3eutrai-teile für Erforschung der Kriegsursachen' heraasgegebenen Monatsschrift .Die Kriegsschuldfrage". Der Verfasser kommt zu dem Ergebnis. das) auch nicht eine einzige der von der Äonuniffion benutzten Unterlagen Anspruch erheben kann, als einroanbfrei?< BeweiS^tiick für die 2lbgabe des Gutachten- zu gelten. Ss wird nicht nur der Nachweis erbracht. d«rsi das Material höchst unvoliständig und ungeeignet war, sondern zum Teil sogar als direkt verwerflich bezeichnet werden muh. Der Kommission lagen in erster Linie die sogenannten Zarbbücher d. h tle von den verschiedenen Regierungen herausgegebenen Dokumentensammlungen über den kiploma tischen Schtiftwechfei während der Iulckrtfis 1914 vor. Wie in dem Aus atz im einzelnen nachgewiesen wird, waren diese Farbdücher durchweg un- vo11siändig Die Farbbuchcr stellen eine mit Bedacht gctioffene Auswahl nur derjenigen Dokument dar. die geeignet schienen, die Alliierten zu entlasten, die deutsche Regierung aber zu belüften. Und noch mehr — felbft in den uetoffem* sichten Dokumenten waren gröfitentc'I» erhebliche Auslassungen unter dem gleichen ®x- fichtspunft vorgenorninen worden Das trifft bc- fc-nder» auf bir englifche Dlaubuch und das russische Orangebuch zu So waren z. D. in das Blaubuch 159 Dokumente ausgenommen, während die erst Siide W2' berauögeqebene vollständige Sammlung 677 Dokumente aufweift. Am schlimmsten liegen die Dinge beim französischen Gelbkuch. Der Verfasser Ift in der Lag?, hier glatte Fälschungen wicht.ger Dokumente nach- zuuxifen. Um nur ein Beispiel ar^ufuhren Am 31. Juli 1914 hatte der französische Botschafter in Petersburg ein Telegramm folgenden Wortlauts nach Paris gefanbt. .Die allgemeine rusiische Mobilmachung ift angeordnet." Aus diesen sechs Worten hatte da» frawzb.ische Aufteiurnnisterium ein Pbantalieteiegr^nim von mehr als sechs Zei- len ge-.iadjt und in daS Gelbbuch ausgenommen. Der erdachte Tert sollte dazu bienen, di« russische offizielle Mobilmachung als eine Folge der .von Deutschland feit sechs Tagen geheim. aber unausgesetzt betriebenen Mobilisie- »ungsmaftnahmen' dar^ustellen, während es In Wirklichkeit genau umgekehrt war, da Rußland feit dem 23. Juli mit feinen Mob-.lmi- chungsmaftnahmen offiziell begonnen unb dadurch vor Deuttchland einen Vorfpruttg von mehreren Tagen gewonnen hatte. Archer dem off iz eilen lag der Versailler Kommission auch nichtamtliches Material vor. 'Darunter ein. wie sich im Zechenbach-Prvzesi d. rausstellt' von Kurt Eisner gefälschter Der.cht der baoertfchei, Gesandtschaft in Berlin der von ban Legationsrat von Schoen stammte, fälsch- licherwe le aber dem Grafen Lerchen seid zugefprechen wurde. Ferner seien genannt: D >- durch 3nk islretton während des Krieges ber- öftentlichie Drnkfchnit des deut «ar«.' B.->richa»ter» in Lvichon. Hürft Lichnowfky. di« d,r Botschafter 'clb»t al» subjektive Betracheu, für fein .Zomili.-iirchiv bestimmt betzeichi.rt han< fine Denftchnst bei Dr Hü ft Ion. vo mah^ber.ben Vertrnlichterton. wie Krupp oo. Bohlen unb Halbach nZd Dr. Helfterich al» .pathologisch" be^'.chnct werden ift unb fchsirt sich noch die Memo.ren des amertktmfchen Bot schastertz in Kcmft rnttnopri. Henrv Morgen' tfta u : .Geheimn «fe des Bosporus d>e bereit# Vor einiger Zeit von dem amenkimfchen Gelehrter. Sid"«!> B Fatz einer ich ierdenden Krit t untraogen worden sind Mit Aecht nennt daher der Verfasser dae Material, tKM her Äoenr-. Mion Du iftörm Sperich über die Schuld am Kriege rorgelegen hat gün.i- lich .uni'onftänbw. lückenhaft, renhenftös sak'ch und zum Teil sogar gefälschf' Atlerd'nas war man tm Jahre NW üver Ne Minderv'er^gteu der Untersagen nicht fr unter- richtet ww heute und bte Kommi'iionsgtieder nxrben die Dokumente au» Treu und Glauoe'- btngeno3 Jahren warbe bte an Jahre lvO» b.grün?. t.- Umoet tüt ®iefien nach Vlarburg verlegt. Das; die Giehener Bür- aerfchuft bk Ä.iihel ig d.r Univers tät. t;oj>em letztere bamal# tro . tu um 150 Stuben cn unb nur wenige Do . it.m zahlte, aus das tiefste knagk. ift lrib>tt>erftän^lich: denn bam t würbe Hr ein wicht.ger iSrwerbszw.ng. au’ be k-n Fortbestehen man sich einger chtet fhiltc g.nonmen D e Stadt aber muht.- be; d -n Stadtko nman- bauten um die ermähiflung des n.-acn Sleuer- anlchlag» nachsuchen, da ihr der vot der Uni- xrfilät be-w;ene Autze-. weggesallro fei und •le tief in schulden ftecke «Siehe F.-ftschr-.si zur KXb-3abr1cicr der Un-oer 131 Siesten.» Wie die Aushebung der Unitxr it3t auf e.ncn Teil der Bevölferung einwirkte, geht ans folgender hier etwas gekürzten E.ngabe an den Landgrafen h«rt 07 .Euere Fürstliche Gnaden wisien sich aufter allem esivetsel noch gnädig zu r t nnen. weh- nahen Dieselbe kürt-.ch nach 8 ntuhrung Dero- ’clben gewesenen Acabemien etliche Plätze aus derselben Burggarlcn allfticr zu G;esien zu verdauen auil.-.lcn lasten. al‘o und beroacftalt. bah luercr Fürstlichen Ona'-en ro eit ern 3ci>m 3 Gulden Gründens da.o entrichtet oder aber mit IdVfl. abgelöft werden »olle, auch auf erlegt, das, sowohl Diejenigen, fo d es eiben überkommen, rotwe. er fclbftcn bauen oder andere vor sich darsteilen, als auch andere Bürger. Deren Gärten n »olche Abmessung gefallen, glcichergeftalt b;e- leiben verbauen o xt andere veriaffcn muffen. ?b nun tro)l bei währender Academien. dabe- Dir aus beit Häusern unb Loament.-rn etwas erheben, auch sonst untere Rahrnng besser, als po. von den Henn Praseftoren und Studenten uchen und haben mögen to'.cher Grundzins uns keine sonderliche Beschwerung aew.sen. so ift es dpch durch Einstellung solcher S. F. G gewesenen Academien aUbier, Got! erbarm cs. mehr und mehr dahin geraten, baft anlere Häuser und Lo'amenter gänzlich lebig iehcni ba auch ct.iche Hau'er sollten verliehen rnb voa uns in Dach unb Fach gehalten werben Dir über allen Lasten auch mit erursacht durch die reichen Aiedetschläg« Ira abessinischen Hochland, die im Sommer fallen unb ui monaticlangcm Weg als Schwelle in das Mittelwert getragen werben Denn da» Hochwa'ser abflaut, werden die überschwemmten trennt sich hier scharf denn nur das von der Ueberschwewmung erreichte Land wurde srüher bewirtschaftet. D e Aussaat fällt in den Herbft und d'.e Ernte in den noch toanr.en Winter. An der Sommerhälste die durch betontet» hvh« Temperaturen ausgezeichnet ift konnte nichts an- gebaut werden Schon im Altertum versucht« man durch Kana e unb Dämme Die Äulturlanb- 'chaster zu Detgrbftetn Doch erst bet gtohe ötau- ftamri den d.e (jnalänbet bei Alfuan bauten, hat die Kulturlafidlchaste» auf eine Fläche gleich .'er Belgiens gebrach: Durch den Staudamm, der das Hochwasser au' änat. ift aber nicht allein tie Achrbausiäche vergröyert worden, sondern e. ift auch jetzt möglich ün Sommer zu be- wässern, und die früher brach liegenden Felder tragen im Sommer Baumwolle unb Suckettobr. Aach ber Sommererntc ift foaat noch eme Bebauung bet Felder tm Herbst nötig fo daß da» Land jetzt drei Ernten im 2ahr liefert Bewohner und Land sind in engen Wechselbeziehungen feit Jahrtausenden vcrtnüpst unb trotz pet'chiedenet Beimischungen fremden Blutes ha' 'ich immer wieber die ursprüngliche Bevölkerung in ihrer ftobe-bedingten LchTn-tre 'e Durchgeletzt An harter Arbeit waten es immer die Fellachen, die unter der Herrschaft der Pharaonen. Griechen Aöwet, Byzantiner, Araber. Franzosen und Engländer im Vaufe der Geschichte ihr Land bebauten. 14,5 Millionen Menschen ernährt der Ail. Don dicien sind die Kopten m.t Ich Millionen dem allen Ehriftenturn treu geblieben, während die Fellachen tum 3'Iam übergetreten sind. Die Kopten in Obetägypten heften sich kulturell btc, mit Ausnahme der ©etreibefrückte. ettvis günstiger als In den Dorjvhren geworden. Die Preise für Kartoffeln sind gr-tiegen. so dah für geidfleifchiye Cortm 5 bi- 5,50 All., für rvtfchalige Dorren 3,50 bi- 4,50 MI pro Rentner bezahl« wurden Die Preise für ÄHterobfi betragen 2,50 bis 3.50, für Tafelobst 10 bis 12 All. Der 5tarto I f ete bau hat sich im Vergleich zu den Vorjahren wieber e^was günstiger gestaltet unh ist M' Aen- tabitilät gewähr! eistet. Güterver ftcig e- ru n gen ergaben folgende Preise: für Ackerland 380 bi- 6b0 'JHL. für Mesen 76-0 OHL und für ein Daumstück 2500 Ms., sämtlich für den Morgen. An parasitären Krankheiten konnten sestgest^llt werden: an fifatt-rrflh r Rattfleck^n- franff)eilen i) Pieospori putreficicus. b) Oro'-pora beticol». Un tierischen Schädlingen wurden beobachtet: Ackerfchnecken und $rtflieget an Roggen. Die Grummeternte trxrr infolge deS ungünstigen Detter- in Qualität schlecht Infolge der Auslaugung und der Aäffe würbe die Qualität stark b.'rabgetetit. 3u Futterzwecken dürfte dieses Grummet keine Verwendung finden. Man benutzt eS zur Einstreu Die Hockfruchtverfuche des Amtes wurden im Monat Oktober sämtlich cingoemlet Besonders auffall nd tritt die Tatsache in Erfch -inung, dah die Erträge bei starker Kaligabe gedrückt tnerbit Ferner treten unterschiedliche Ergebnisse zwilchen 'Bo(Ibüngun-i und Aitropho«ka auf. Reu an Versuchen w nicht ün Gange ist, läßt 'ich schon jetzt sehen, dah es ein unhaltbarer 3uftanö gewesen wäre, hätte man den Friedhof an der alten Stelle belasten wollen Es war ein erschütterndes Bild, wenn man kaum 100 Meter voneinander entfernt du« Tosen menschlichen Schufen« und das Rattern moderner A'.esenmalch-nen aus der einen Seite und die aufgewühlten Grabstätten auf der anderen beobachtete. Kreis Friedberg. # Wölfersheim. 10. Aov Dachdem bei der Wahl eines Beigeordneten am 22. Oktober keiner der drei Kandidaten den Sieg davongetragen hatte, fand am Sonntag Stichwahl statt, bei der "-er seitherige Beigeordnete Landwirt Müller I mit 347 Stimmen wiedergewählt wurde. Sein Gegner, Landwirt Adolf Ales, erhielt 225 gültige Stimmen. Kreis Büdingen. Zjb Aidda, 10. Aov. Auf dem hiesigen Martinimarkt waren trotz des ungünstigen Wetters doch über 400 Ferkel und Läufer auf» gelt leben. Der Handel entwickelte sich mich und nach lebhaft. Die Preise hielten sich ziemlich auf dem bisherigen Stande. Es wurden Ivzahlt durch- schnittllich für ein Paar Ferkel, 6 Wochen alt, 20 Mk.. 8 bi« 9 Wochen alt 25 bi« 28 AN. 21 eitere Ferkel waren entsprechend teuerer. Läufer, reif zum Einlegen, kosteten 80 bis 90 Mk. das Paar Der Preis für fette Schweine beträgt gegenwärtig in hiesiger Gegend 69 bis 70 Pf. für das Pfund Lebendgewicht. Landwirt L. Be n- ner in Kohden verkaufte ein PaarSchlacht» schweine - keine gemästeten alten Zuchtsauen —, die das seltene hohe Lebendgewicht von 937 Pfund hatten. Er erhielt von einem Aufkäufer für eine Schlächterei in Homberg 72 Pf. für das Pfund Lebendgewicht. Der Krämer- markt war infolge des CKegentretter« schwach besucht und nicht mehr mit feinen Vorgängern vor dem Kriege zu vergleichen. Der ehemalige Flachsmarkt an diesem Tage ist verschwunden. Gar manche Dorffchöne kaufte sich damals Flachs zum Spinnen im Winter: denn am nächsten Abend nach Aiddaer Martinimarkt begannen überall die Spinnstuben. Berstadt, 10. Aov. Dieser Tage sprach im dicht gefüllten Saale des Gasthauses „3um Löwen" Herr Reffschneider aus Wolfen- bom über daS Thema: »Deutsche« Aus- wandererelend in Brasilien". Der H ebner schilderte, wie sich Tausende von Deutschen, besonders in der Zeit der Geldentwertung. durch leere Versprechungen gewissenloser Agenten verleiten lassen, nach Südamerika, besonder« Brasilien, auszuwandern. Drüben erwartet die 'Betrogenen statt unentgeltlicher Zuweisung von Land und zinslosem Darlehen bitterste Aot und günftigenfaU« schwere Arbeit in den Kaffee Plantagen. Hierbei steht der deutsche Auswanderer dem Aeger gleich. Der Vortragende erzählte da« meiste auS eignem schweren ®neben. T Ober-WidderSheim, 10. Aov Die Bautätigkeit Hai in diesem Jahre hier an Umfang zugenommen. Heben einer gröberen Zahl An- und Umbauten von Scheunen und Stallungen, wurden 7 Aeubauten errichtet, darunter 2 Doppelhäuser, die bereits alle bezogen sind. Sech« der neu erstellten Wohnhäuser beflnben sich in den, neu erschlossenen Gelände in unmittelbarer Aähe des Bahnhof«. Bei der Zuführung der Wasferleitung hat man auch gleich die Kanalisation durchgesührt. Kreis Schotten. ! Scholten, 10. Nov Sim Dienstag fand unter herzlicher Anteilnahme der ganzen Stadt da» f ü n f ■ «»dzwoszigfährlge S d) w e ft e r ■ j u b i • l ä u m der städttjche» kraaltnid)jxiur S a l hart n t Hainz statt. Morgen» wurde in der kiesigen Sladt.'irch« eia Souesdiensl cbgeballen, bei dem Pfarrer vl e m m e r t (Ober Stibber^brim), der Schwesternpfarrer für die Provinz vbertzesiea, predigte. Eine grotze Anzahl der ober des fischen -Schwestern war mit der Aorfttzenden der oberkrsstschen ^chuxstrrnmrcinigung, GräfinElifabethoon Schlitz, erschienen. Nach dem Äutag.'fen fand im ^chesfischen Haus- eine weitere ^eier zu (Fhrtn der Subdann statt Dekan Bolp überreichte für da» Dekanat Schotten ein Gebetbuch. Pfarrer 9t ö m er (schotten) für die Dekanatskranken pflege m sicher ne» Äreu^. Bürgermeister 2Ä e n g e I überbrachte die Glückwünsche der Stadt und eine Spende von 100 Mark Roch eine fehr grobe Anzahl wertvoller Ge schenke erh-elt die Schwester, die wegen ihrer groben Tf(id)ttreue. Bescheidenheit und Herzensqi'tte grrstte Liebe und Berrhrung in der Stadt geniefjt Kreis Lauterbach. P. Schlitz. 10. Aov Hier bildete sich nn Anfchlust an eine vom Landtagsabgevrkmeten Dr. Aiepoth abgehaltene, stark besuchte In- gcnböcrlammlung, eine Iugendgrupve der Deutschen Bolkspartei m t zunächst fünfzig Mitgliedern, während ander >'eit« durch rege Werbearbeit die hiesige Ortsgruppe der Deutschen Bolkspartei :hren Mitglieder-- bestand von 100 auf 170 steigern konnte. Rheinhessen. WSA Mainz. 10. Aov. 3n der Aähe von Bechtheim atN der Strecke Gauodernhei m—O fthofen ist heute morgen, wohl infolge des Aegens der S i s e u b a h n d a m m auf ungefähr "inen Meter gerutf 05 Uhr: Die Lesest,mde 1* 51 bis 13.45 Uhr: Der »tteskasten. IM 45 di» 10.15 Hbf Neue Bücher. — Professor Dr. Leo Kosenberg (Giehen), Lehrbuch de» Deutschen Zi- oilprozeft recht», Berlin (Dito Liebmann, Perlaasbuchhandtung) 1927, 7U9 Seiten, 27 Mk., ueb. 29,50 Mk„ für Abonnenten der Deutschen Iuristenzeitung 24 Mk.. geb. 26,50 Mk. — Cs ist ein schöne» und sinnreiche» Zusammentreffen zu nennen, datz der neue Rektor dcr Landeouniversital un» im Augenblicke seines Amtsantritts ein Werk vorfegt, da» al» seine wichtigste wissenschaftliche Leistung angesprochen werden barf. An einem guten, modernen Lehrbuch de» Zivilproresse» hat e» uns bislang gefehlt. Diese empfindliche Lücke ist jetzt auf vorzügliche Weile ausgefüllt. Da» Studium des Zioilprozesses wird leider nicht an allen Hochschulen mit der (Gründlichkeit gepflegt, wie In Girhen. Und grobe Täuschung, wenn man glaubt dah die hier einschlägigen Kenntniste noch In der Praxi» In zureichendem Mähe erworben werden könnten. Manche» freilich mag der Anschauungsunterricht. wie ihn der dem juristischen Studium sich anschliehende Borbereitun^dienst bei den Gerichten und dem Anwatt vermtttelt, einprägsamer lehren al» Kolleg und Lehrbuch. Aber in vielen Beziehungen werden hier doch schon Kenntnisie vorausgesetzt. die sich der Student aus der Hochschule ungeeignet baten muh. Dies um so mehr, al» sich häufig die Beherrschung der Derfabrensregeln sofort und unmittelbar kundtun muh. Die der Tatbestand, um den die Parteien streiten, materiellrechtlich zu würdigen ist. da» kann im Aichterstmmer oder auf dem Anwaltsdureau in Zurückgezogenheit sorgfältig ge prüft werden. Wie sich dagegen der Dichter oder Parteivertreter in der Sitzung zu verhalten hat — und es können sich hier unvorgesehene Komplikationen ergeben — da» muh ihm jein parate? Wissen lagen 'Wenn Irgendwo so gilt hier da» bekannte hic Khodue. hic wlta! Und bei der Bedeutung der Wahrung der Formallen, der Ausnutzung der durch die Prozehordnung gebotenen fterteih und der Vermeidung durch sie in Aussicht gestellter Nachteile für den endlichen Prozehausgang und !,»> not IcMt für die floftenfroge ist e» von gröhter Dich tigfell. dasi über dem Studium bt materiellen Aecht» da7 de» Perfohrensrechts nicht vernachtälsigt wird. Aielleicht wird es ein Bertzlenst de» ne-en Lehrbuch» sein, in dieser Beziehung öfter» u> br- nehmbare Unvollkommenheiten zu oefeitigen Der voren Lehrbuchs des Zlvilprvrehrekbtc bit f-cxr zun Tc i feinen Grund in der Sprödigkeit dcr zu meilten- den Materie. Es darf die Behauptung gewagt werden. dah die prozessuale Begrisscwelt eine» der kompliziertesten ltzedankensysteme darsteM, da» überhaupt menschlicher Geist in seiner geschichtlichen Entwicklung ersonnen und air-gebaut hat. Das (formale. das dem Prozeh anhastel, erhält seinen Niederschlag in abstrakten Kunstprodukten der gesetz- geberischen und rechtswisfenschastlichen Begrisssbil» düng, für die ce im Bereich der Wissenschaften wenig Analoga gibt. Man lese die Ausführungen über den Begriff des prozessualen Anspruch« oder vertiefe fich in Die Lehre von der Zwangsvollstreckung, um ich hiervon zu überzeugen. — Der hierdurch bedingten Schwierigkeiten der wissenschastlichen (fr- sassung und Darstellung wird da» vorliegende Lehrbuch al» die Leistung eine» klaren und eindeutig sich entscheidenden Denkens Herr. E» werden schari um- rissene Definitionen und Lehrsätze nn den Ansang der einzelnen Paragraphen gestellt und im Fortgang der Darlegung unter Beibringung der Einzelheiten und Auseinandersetzung mit den herrschenden Lehr- meinungen ii flüssiger Sprache zur Entwicklung gebracht Dabei werden, [orocit hie» tunlich ist. Die Zwecke, die dcr Gesetzgeber bei Aucgestaltimg der einzelnen Rechtsinstitute Im Auge hatte, dargelegt um Sinn und Bedeutung der betreffenben Bestimmungen durchsichtig xu machen und so im Verein mit zahlreichen Beisvielen da» Derständni-r des Becht-rstosse? zu erleichtern, wenn nicht erst zu ermöglichen. Die Systenwtik ist straff und uberstcht- lid) Der Dersaller folgt auch nicht der quälenden Gepflogenheit dcr meisten unferrr Lelrrbuchcr, wichtige und unwichtige Aiislafsungen unter den Text zu erweisen und den Leser womöglich mitten im Satz zur Unterbrechung seines Gedankenfortsedritts p nötigen (das Ausland spricht hier von deutscher ouhnulengelebdamfeit). vielmehr ist die Hu*füb- rung fortlaufcnb gestaltet und nur durch verschiedenartigen Druck bat Bedeutsame vom weniger Wesentlichen geschieden. ichliehlich dur.1, weitgehende Heranziehung der Iudtkatur (bie Kechtiprechung de» Ke ch»aericht ist lückenlos beriicksichtigt) auch den Bedürfnisten der Praxi» Aechnung getragen wird o Dürfen nur bolfen. dah dem L brbu.y in allen uristischen Kreisen ein guter Erfolg besHieben ist. 545) -ng- Waldemar Bossel s Mario und gerät nach Vern Tode feiner Mutter, hilfslos noch und von dunklem Drang nach hem Wesen der Tiere getrieben, in die Woldtiesen und .verwildert" dort vollständig. Aber diese Verwilderung ist das Erleben einer ungetrübten unb unverfälschten jungen Menschenseele in ihrer innigen Gemeinschast mit Pflanze unh Tier mit Taa und Aacht, mit Himmel und Erde Unter der Obhut eines alten KräutenweibleinS beginnt für Mario ein Leben wie am Anfang alUr Dinge, mit Leib und S'Me erobert er sich diese e nscnne Urwelt, kämpft in stillen und wUden Abenteuern, zwilchen Leben und Tod, mit dein Marder und der Schlachze. gerät in die Gefangenschaft des Förster« unh gewinnt seine Freiheit mit Hilfe der Ticxe zuruck. Er erobert Bach. Fluh und See mit hem felbftgebautcn Floh uno wirb Herr im Wald und in her Aatur. deren Licht und Kräfte fein Teil werden, so von Freitzeit erhellt, von Daleins^lück unb Unschuld gelegne«, wie unser aller Sinn es in Lärm. Staub und Unruhe unterer der Aatur entfremdeten Tage ersehnt. Tieses neue Werk ist wieder em Jahrbuch von her seltenen An. das« auch Erwachsen? es mH Teilnahme lesen Groh menfchilch unh herzbe- zwingend. wie Frkihling und Kinhheit 566 — Qtobert Tte u ma nn: 2H i t fremden Febern. Parodien. Umschlagzcichnun i v-n Olaf ® ulbranf f en. 175 Seiten 8*. Brosch. 3.90 71t!.. Ganzleinen 5.20 TR!.. Halbieder 7,60 M!. Verlag 3. EaaeIorns Aachs Stuttgan. 1927 TM® etn fabekhaftes Talent btt4er Aeumann- man wolle ihn. zunächst, mcht ort dem Kletftprns- träger Alfred Aeumann verwechseln, unh man wird sich ferner, v-ekleicht noch cntlmnen hast wir früb*r schon an hieter Stelle auf ibn verwetten konnten alt auf einen begabten jungen Epiker, der sich nut hem Erzählungsbande .Iht Pest von Lianora" sehr vorteilhaft e.ngeführt bet! Das er hier vor'.egt — .Mit fremden Fe- hem" —. ift ein ganz hanebüchenes Buch: man weih kaum, oh man sich mehr über bie Belefen- hei: oi-er die frappante Aachahmungsgabe Aeumann- wundern soll, der uns hier gewisser- mähen in ein literarisches Lachkabinett hinefn- fühn. in dem uns eine Fülle bekantter Ge':chahn. Han« Leitz: dic .Kulisten-Kokosse" Schönberr und Zuckmah«; Lasker-Schuler. Sourths-Mahler. Audrsf HerHs« die .Sinnsprüche' von W lbelm von Scholz. Me .lyrischen Paraphrasen über etn bekannte» Thema- und die .Assaire- — genug, gennefl Gulbranffons romifff Umfck.laazeitz7iung oeiMMl nicht zuviel es ist etn Lnher'' i-.:' ar.tr* Buch^ das zur Privatlektüre wie zum Borlefen le literarischen Zirkel als etn al.ichermatzen vor» trefsticher Zeitvertreib erfcheim MZ Robert Walter Di ea rotze Heb- amncnlunlt. Komödie In drei Akten 83Seile» 8'. Aeclams Untoer^al-Biblioihek Ar 6791 Heft 40 Pf. Aerfam. Leipzig. - .Dir grotze Hebammen- kunft- nennt Sokrates feine Lebensauf gab Me Kunst den Menschen zu feiner geist'.grn Be- ftin-muna »u fübrm Z^hrlaufenbr. die uns vo» dem W nlen Sokrates trennen, mlialcn. unb das Athen aller Zeiten umgibt uns. Flachheit unb Minberwertislcir stehen gegen den Geist, Politik gegen reines Mentchentmn — Das Werk it .JvxnbMc” nur Im C nne einer höheren Jrontt \ die über jedem Vorgang und jedem Gespräch schwebt Alles IrMsche wird zur Farce tm Lichts dieses tragischen Humor« Der Geist geht in» gründe. Sokrates trinkt den Gistbecher - Me Weisbeik stirb! und erringt dadurrtz ihren grötz» ten Sieg Ofobrr* Walter hat Me drei Akt • ertl • ihrer bewegten Handlung zu hinreihender Wirkung gestaltet Und Me Bühnen haben wieder eine hob und lohnende Aufgabe zu erfülle», j 3n Kein Ift das Werk bereit« mit Erfolg über Me Bretter gegangen. 563 Ä’ Jtonß »wo 5- «nb «j $7, !* •/»»!. Jtfel'H r «h ttct. I t*n 4rM. 'm* bftam ° ,3m Ötofc, 2T|ä!)r» 2r- Hoffer ttüae j®w3 i"0< 3«t. Dik ofc-n i» sich: ti frei di» i-tt tww reunbt Ich" litt- orfteelofcrM. 'f 8 ffsr?*c WZ *t &cr S itirduv". tPt*1 Ctuflbr btt •uiurtcrtelle ätr modern« Irbcitrr- t*-neflur. , cdyiller al, polistlchrr Mmpfrr*. Ber- frag wn ^rojeflet ftUbnana. 18 20 b i 18.46 U>r: Berheetyiflue bei Armriloertxinbe» brr Bn^eHrd- Im .811 *ae der 1llu9f4triU«orrit*mir8e. Bor- trog ocm R.d>utS "ftW- 1*4» bi» 30.15 Uhr 6«i*e le« tfronf‘urtrr t untre für .»ab« Ke Sterne (ZWluk aaf bei Schllksal bn *te\*e*. Bortrog von hugjftt Triff* 20.15 llchr Änrtrr Ndend flnfdjbefjrnb bis <' V llhr fcmjmaftf. Turnen, Sport und Spiel. $tr»fl»aiNaef »rt Säurt Sesien der v. 1 Der Hesiahristf f>eit*wi»touf bei »ave» Mk" ). I. gebt cm Höchsten onnlcg tu »letzen unter r Leitung een »autporteart Leckhe rtzt (Äar- •irg) von Jlatten. 3a vier €larfrflafk» »echt der •■Wlünbdauf für He A- und B 9l-hc über etwa 15 Kilometer und ist mr He Turner über 18 3ahre •Wen. Jur die 3uprnb von 16 bi» 16 Bahre ist in »lasse C eine ctretfe pon etwa 35 tMemrtrr und ♦ir die Alter»Natze von 14 H» 16 Jahre in Baffe D •ine solche txnt 15 stllomrier oorgefechen. Hb lauf • nb 3**1 «st jeweils auf dem cpwlptoy bei Danner- Tiimoerans »letzen Die Vorarbeiten lieg« in fanden der Wietzener Turnerschost. Handball im (9ou Hessen der V. T. Die f) nbbalf|lidxlpiHf sichren am kommendeM €onnid,i bk bribm Gietzener Turnvereine Rammen Do» BorifW konnte die erfte Els her Dännerturnoefetn» knapp mit einem 4 3-Crgebnie •ür stch entscheiden Wenn rinersrit» He 1 Mann- Ichati de» To 1*46 sehr eifrig und unoerbroffen. lehr I mf und gewandt in Spiel weise 'M- Volltechnik ist. |i bat die Mtr -4kl! ein slüsstom Kombinatlono- tmb fute» EteDjiig»,pifl Hemer spielt der Mw. auf rgrnvm PI u . , ein Umjlanb, der von nicht w unter- Ktzender Bedeutung ift Beide Mannschaften wer in ftflrffter Hufstellung da» Spiel ausnehmen, em nicht von vornherein eine Chance au» der f)onb fu geben Die letzten Treffer beider Mannfchait« an del« stet» nur mit einem eirnioen Toronterschkd <2 1 und 4 J), sthewral für den Dttrnertunweresn. Handball im Äez Hessen-Hannover. flür brn Meitzer Kurhesscn-Pol Äa f • |e( waren die DolAWiebener Polizisten rin nicht leicht zu ■tpmenbei Hiudemis Schltetz- 11) truaen aber doch die Kur Helsen dank besseren HuTarmnenarbeiten» einen 2: ?-Sieg davon *SSt Beteiligung im Borden des Beziris mit *ief*en Hereinrn itz gut. Hessen 00 schlug die 05er aus »bttingen wLhrend Hc'sen-^reutze-) keine Tlü&e hatte des Kasseler vchwim in Vereins Herr -u werden 3m Lahnkreis werden die Spiele mit einer Bc-.cgnung »letzen 1000 gegen Wetzlarer Sportverein fortgesetzt Bleibt auch rur einer der beiden fünfte in »letzen, so ist 1(KO Aleilter des Lahnkrei're denn im Küdlpiel vegen i cn D s B »letzen trit? 10X keine Schwie- at haben erneut zu gewinnen. Metzlar gibt cm kommenden Sonntag einen viel tzürkeren »eg- rct ab 1930 wird nur unter Aufbietung der yorx.ehaupt« kann, doh die betten Mannschaft« mindcst«s gleich stark war«. (kn ung'e ch schwererer Kamps sicht am kommend« Sonntag dem B f.B »letzen bevor. In Kakfel steht ihm der vorgenanutc 6.6. 03 gegenüber. Trotz des ü ^erra'chenden Ergebnisses des Bor'pieles damals blieb B s B. Sieger — kann man diesmal nur den S 6.03 als Ci'-crr cr.'t*Trd)«. » cf,« ift erst aus fern Mege dazu, be fet zu irerben, während Kastel schon seit Mach« eine Beständigkeit aufweist auf »rund der« man sie saft als die derzeit beste Sls des Bezirks bezeichn« kbnnte — Borussia Fulda empfängt im vorletzt« Spiel Iura Kassel, und must unter all« Umständen beide Punkte gewinn«. w«n sein l-Punktvorsprung nicht verlor« geh« soll Die Hortgruppe hat am Sonntag wohl ihre interessanteste Be- fgnung abzuwickcln' Hessen 09 und Kur- essen heitzt die Paarung. Beide Gegner sind wohl ungefähr gleich stark. Hess« die eifrigere. Kurhessen die wahrscheinlich technisch bessere Mannschaft. Tv.e bei all« Lokalbegegnung«. Iaht si4> der Ausgang nicht vorhersag« Sr- wähnt sei nur. datz bei einer eventuell« Aieder- lage de» Altmeisters Kurhe'sen wieder Punktgleichheit zwifch« beib« in der Spitz«gruppe !>errsch« würde. <8b«so ist das Zusammen- rreff« Sptclv Kassel geg« S. Bg. Göttinnen eine sichere Dache für Spielv. Kassel, »btting« als Tabell«letzter mutzte am ver- gangvnen Sonntag wieder zwei Punkte gegen Germania Kassel abgeb« und durfte um d« Abstieg nicht mehr herumkomm«. während Spielv. sich immerhin gegm Dötting« 05 ein un» :'ch«ed«es 1 1 leiste» 2. Bg. »c.'.-.ngee ist einer der w«igen Bereine te ganz« westtzeut- sch« Tkrbanbegebici bei noch letnn HuNttge- »aenm bat M. w. 2. Äezirksligo Labnkreis Butzbach war schon vom jeder dn schwer ränl#n Ibenet. her unverMetL iich I* in . nbe Atederiage so kuapp sie mdgstch zu gestat« Die L.garescrve mutz nod, Frohn- häuf «u (Dill wo ihr rin knapp-r Sieg , em- sich *14xt fei» tollte. Auf rtgetere Platz hat die Dritte die Erste Taebrlngen# im Pun'rlp cl ,um »egnrr. Ikr Ausgang d,e es Tr f! -ns ist für »lest« sowvh wie tur >c Gäle von alrich grober Bedeutung, ha beide Bkannscha'!« um die XibeUmlibrvng tämps. Dir Nl» -Man gschast tritt w Heu chel- heim geg« Ml« vtoettc zum fällig« Dchast swaft vom Sportverein Reifen" 1011 F rankenberg Das Bor- fpiri tn Franlenberg konnte 113)0. trotz gröberer FeidsplelLberlegerchert. nur knapp mit 3.2 gewin- n«. worunter zwei verwandelte dlhneterfttaf» slötze waren. Die »teb«ct »ff wird tm Hinblick aut d e beiden voriormtägiaen Aemisparti« olles aus sich herausgeb« müssen, um d« Steg zu ercingau Sem Treff« der ßiaamaun'djaft« gehl e.n Handba llw eiste rschaftss pi-l 10N 1 gegen Metzlar er Sportverein I. voraus. Sormuiag* «4>|angi tue Cigarelcrue- Mannschaft die gleiche »ff vom Sportverein 1020 Herborn und sollte dabei einen weiteren Sieg davontragen. Bnschlietz«d an hie Aeserve» spielt die I. Ilugend 1000 • geg« die I. Jugend vom Sporte luv Metzlar-Aleberairmes. Der Sieger dürfte erst mit dem Schluhpsiff feststekx- Danach «lpfangt 1000 4 II. Jugend die I. 3uacr vom Spvrtveri-tn Steindorsbei Wetzlar, vin.- Boroussage ist babei nicht möglich, da Die Gälte eis hier noch unbetont ist. Lprechstnnden her Redaktion. 12 bl» 1 Uhr mittag», 5 bl» 7 Uhr nachmittag« Sam»Um nachmittag qeschloss« ttnieigeoaeitrdflr find lediglich an die Geschästsstelle )u richt« Selbsfrasierer! Vor dem Dnieilen die Meuf »rOndDdi mii rtanfbcal UdC 5*ner7!ow Oberen bkndendo Ssmeisc» de Mearn kein« Beizuer der Kevi , «*w— m - m ij» ullai. ,Qr Pelzkragen I IHrttter R Vllv und BailmeHe liniil *1 odehaue 1031U Salomon Kohlenkasse Durch regelmäßige Einzahlung kleiner Beträge will es der Konsumverein auch weiter für das nächste Jahr seinen Mitgliedern ermöglichen. den Winterbedarf an Kohlen und sonstigem Brennmaterial in den Sommermonaten ins Haus zu liefern. Im Sommer sind die Kohlen am billigsten, und durch ratenweise Vorauszahlung erhalten die Mitglieder ihren Bedarf zeitig und günstig in den Keller geliefert. Wir bitten, dab sich die Mitglieder von Giefcen, die sich ebenfalls beteiligen wollen, im Hauptbureau Sdianzenstrafoe 16 in der Zeit vom 10. bis 30. November d. J. melden. Nach erfolgter Meldung wird die Kassierung durch besondere Kassierer vorgenommen. Konsumverein iVj Gießenu.Umg e. G. m. b. H. Der Vorstand. 1W-, Cafe Ernst Ludwig ■vo» k»m»f»:abend H.15 Ihr Sonderkonzert mit verstärkter llaunkapelle Anschließend T AN Zf! IOZ78c (räuternaus - Enttettungslee auf Wurishoh-ncr Gnindlar«* ohne Ventlrkuneimittel. uar. nneehld- lieh. Rheama-, Grippe-, Asthma-. Nähr Haus . Hlu!rcin!k’urur»- new. Tee, Nerv<-nprfipar»t Kalksaft uiw. Hermann Jung l0W> Heil- u. Pfleuemittel der Natur, gesund hri'-g.-m I B€h»lsir»ä». Lichl$pielhao$,8aholiöislr.34 Täglich bi» einschließlich Sonntag Gastspiel des berühmten Dral-Kosaken-Chors hierzu der Woliaidiifler Ein Film aus der ross. Revolution in 11 Akten. Palast-Lichtspiele konniaf. den 11. K»r«ber. t <> r rn I ( t age 11 Ihr Großes Morgen-Konzert des berühmten Sri I.iiüii Chri Dirigent. Andr<-; Scbolech * L Teil. f. Nor ietern........ ' leska 1 Kndi.ar ... . \ oiksweise X } rtlhüng einzog. Tschaikew-ki 4 Abrndgtocken >choluk 6. Lied der Kosaken in tttrkiaetier Gefangenschaft . Nistschlnskv II. Teil t Rusa. Potpourri . Sven Irin L. Ckrain. \ oiksiled . Dawldow^ki 1. Der rot- barafin .Soko.ofl 4. ^gnai-Maneh . KolatiHn Preise der Plätze L—, 1H0 Mk. Vorverkauf: Zigarrenbdlr. 8. Ix>ete. '/T‘x = = die Vrfthl'scke IniserßtLlschruckerel. I. leigt. Gtetz«. Sdiullr. 7 = G JF Beandes lind F du gegen d. wech-“ind<' " Winterwett reeeh.s^-in soll. ' braucht jetzt -dne Kur m bcst Med.-Lebertran oder Lebertran-Emulsion GutcQu il.ha b^in.miixien Geschmack uw.gern renn nm. 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Bergstraße, Zimmer Nr. 6, die in den Waldungen der Stadt Gießen sich ergeben« den Vlrkenbefenreifer auf dem otorf in 13 Losen (zusammen 87 Wellen) meistbietend versteigert. 10294B Der Oberbürgermeister. I. D.: Dr. Rosenberg. Nr. 265 Drittes Blatt Siebener Anzeiger iSenerai-Anzeiger für Ddechessen) Freitag, II. November 1027 Demokraten und Landtagswahl. 3* bet hon bet Deutschen Demokratisch e n gattet ou< gestrn j-x.ib einberule- nen — -6'" r*€mmlui j im 6nfc Selb uiuc. »c«l ftc tn geteillem S.nne die Bor- gu .eiin der un kommenden .lobte Uatrttnbenben Reichsiag«^ wählen sei Die Dcirotratie müf'e sich j<6i schon un Zustande der Dtobilmachung behoben, da mit der Wogiichif.l tu rechnen sei, bah der L.rchLiag schon früher uu gelöst werde, (be auch bat republikanische unpar- HuSge Aeichsd^nncr tn den Dahftumpf eingetreten '«. wenn es gHit, ein Nu reo Bekenntnis zur ‘Xepubiif abzul gen. Dre Repu^l! sei ja in -rem unsteten Bestände nicht gei brbet. ungeftchis der 4 Millionen TkputHtianer könne jeder Ttngtili von rechtsradikaler Seite abgeschlagen werden real» tu nur* und un'oMale Republik fei gefährlicher als eine Mc,u rchtc D.c Republik solle nicht b Wegner landen sich m:l den Ochrcn auch mit der Republik ab, wenn sie mit ibten per- dem Ulend Dcuftchland» sei nicht die Republik, son- dern der Krieg schuld. (Gegenüber der früher giostge- zageren on|tofrati|d>en /)errschast»gewohnheit müsse eine republikanii«l! demokratische Tradition gesihassen werden. Im weiteren Verlauf seiner Rede betonte Dr. fi a a • die Verdienste bet ersten Reichspräsidenten i$ b < r t um die Erhaltung de» Reiche», ferner da» Dirken Triberger», Rathenau» u. a., unter denen sich da. deutschc Volk in kurzer Fest wieder durchge- rungen hab. da könne doch die Führung nicht ichlecht gewesen lein. Angesichtv bei Brstrebunaen zur Wiebereinridjtung der Monarchie werfe sich die Frage auf; Der soll Kaiser werden? Der (Bcgenfay der kleinen deutschen Dynastien lasse eint Monarchie . komm«n Leoerkusen Au» Dul- letbori wird der .Soin .-stg ' geschrieben Bejeitb- ninb dafür wie die vsatfemk tungt'rage bei rein wirtschaftlicher Betrachtung-weile ang.-lehen wird, durfte die Ict'adx fein, dast sich |eKt die Farbwerke in Leoerkusen (3 (8 Farbeninduftrie) da» nötige hne» modernen Ber- fahren» und auf Grund der konzernmäßigen Rohle- teautt am Platze! felbftbelieferung (Rheinstabl I. öl.) sicher nicht teurer al» irgendeine kommunale Anlage arbeitet. E» ist festgestellt worden, daß sich der stolereigasbezug oom Ruhrgebiet au» vorteilhafter stellt selbst wenn man die Rosten in Rechnung stellt, welche durch die Umstellung sämtlicher Feuerungsanlagen in Leoerkusen auf Ga» verursacht werden. Diese völlige Umstellung auf ®a» wird durch den Ferngasbezug erst ermöglicht. jyvantiurtcv Wärie. 5 ra n !;urto D.. 11. Roo I.ndenz schwacher — Äm Anschluß an b>e abgeschwa :y.c Adendborse war die f)altang der heuftaen Börje allgemein schwacher In erster Linie drück:.- die derrschenbe G e « ch a s t »st i 11 e auf da» flurenivMu. Bon einer Betel.nung des Brioatpubtitum» ist immer noch nicht» zu b -merke:., im Gegenteil sollen von privater Seite wieder Berlaufeauftrage Vorgelegen haben. Dann kam jur brütigen Brämtenerflar.ing Material an den Markt, da» bei der allgemeinen fiuft- 1 osigkeit und Zurückhaltung nur schlecht Aufnahme fand. Die Spekulation, so weit sie lid) wieder engagiert hatte, schritt zu Position»- losungen. Die Tatsache, dast die gestern aufgelegte Anleihe de» Norddeutschen Lloyd bereit» uberz.ichnet worden ist, blieb ohne Einfluß auf die Entwickelung der Tendenz. Berstimmend wirkten do- gegen wieder die Vobnbenxgungen in der Textil- und Metull-Industrie. B»: Festjestung der ersten .Dotierungen mußte die Mehr -,ahl der 'wert. Rurejürf- gange von 2 bi» 4 Prozent hinnehmen. Starkes Angebot herrschte am Ehemiemarkk, wo I.-G.-Farben 5 Prozent nachgaben. Am Elektro- markt erlitten ffle»furel und Bergmann gleichfalls Einbußen von je 5 Prozent. Von B a u m e r t e n war, n fioljmann 5.5 Prozent abgejchwächt. Wayß und Freytag blieben dagegen behauptet Montan werte ocrioren durchschnittlich 2 bis 4 Prozent Von ftalitoerten lagen Westeregeln 5.25 Prozent Ichwacher Schiffahrtsaktien gaben troß der Lloyd-Anleihe bi» 4 Prozent nach An den A n • leihemorkten blieb da» Geschäft still, die Kurse gaben etwas nach In der zweiten Stunde schwächte sich die i)altung weiter ab Die Stimmung litt vor allem unter der Geschäftslosigkeit. Es ergaben stch neue Rurseinbußen oon 1 bi» 2L Prozent. Am Geldmarkt war Tagesgeld hn Zusammenhang mit den heutigen Liquidationen etn>ti-3 gefragt und stellte sich auf 7 Prozent. Monatsgeld blieb bageaen relativ leicht Am Devisenmarkt konnte sich die Reichsmark etwa» befestigen auf 4,1915 gegen Rubel und 20,427 gegen London. Paris gegen London 124,03, Mailand 89,60, Madrid 28,55. Bcrlinc. Börse. Berlin, 11. Nov. Die schon nn heutigen Bor- mittagsverkehr au erkennen war, wies die Tendenz eine rückläufige Bewegung auf. Eine ungünstige Auftastung über die ^reiga beenge leg en beit verbunden mit Gerüchten über Schwierigkeiten einer größeren Maklerfirma, deren Name aber nicht in (Erfahrung zu bringen war, hat die A u f n o h m e I u st der Spekulation auf ein Minimum beschränkt. Andererseit» kam am heutigen Liquidation»- tag ziemlich erhebliches Angebot an den Markt au» Kreisen, die die Reportjpesen sparen wollen. E» entstanden Rur »Verluste von 1 bi» 7 Prozent. Rur wenige Nedenwerie konnten sich behaupten. Stark aboefchwächt waren Spritwerte mit minus 8 bi» 11 Prozent, Riebeck-Monton minus 9 Prozent •-mb Gtanzftoft minus 15 Prozent Dec Geld- markt blieb ..nneiänberl. Heimisch« Anleihen vachgebend Ausländer tetlavne gehalten, .‘inetolier und ^Xazedomer 03 bis 0.75 Prozent twächer. Bianbbriefe lustlo» und vorioufia obne «rtenntxinr Zenbeni 3m Verlaufe kamen malt nur noch Abschlüße per Ultimo zustande Die Äurfe konnten .i) rtuK.« erholen Die anfana» stark gedrückten Papiere logen bi» 3 Prozent fester. tfrantiuricr bictrc.bcborir. Sranflurt Marl erhöht würbe Gesuch« iß auch Xoggenfine. die kaum angeboten iß. Man erwartet auch bterfür in bm ,üuch»ten Tagen e.ne Preiserhähung Das Der senge, chäft iß ftdL WeisenVeie wird wenig verlangt. Gs wurden notiert Weizen. 1 Qualität 25.75. Welzen. 2. Qualität 24.53, Weizen. L.Vtterauer geringere Beschastenheit 22.50 bis 23,50. Roggen, ml. 25 d s 2525. ©ommergerhe für 'Drau^avcfe 26 b.s 28. 5>ater. ml. 22 <5 bis 24 Mais, gelb 19 b s 19.25: Weizenmehl, in!. Spezial 0 3« .50' bJ 38; Roggeninehi 34,25 bis 35. WeizenNeie 13. Rvggenkleie 14 TRt Xcnbeiy ruh.g. Roggen fest (Elchtrifd cö ‘JJlclhcn. Mit der (Einführung b« elektrischen Kraftübertragung hat sich für den Landwirt, der früher von den technischen Fortschritten auf allen Gebieten und der damit zusammenhängenden besseren Lebensgestalkung bei angenehmerer Arbeitsweise nur einen bescheidenen Anteil erhalten konnte, ein völliger Umschwung ergeben. Die elektrische (Energie, die jetzt fast jedem Gehöft zur Verfügung fleht, ist da» an* genrhmfle, billigste und zuverlässigste Mittel, die technischen Errungenschaften nutzbar anzuwenden. Der jüngste Fortschritt auf diesem Gebiete ist die Melkmaschine Da» richtige Melken oon 5)anb ist eine Kunst, bie nicht jeher kann, und mit welcher ber Melker erst vertraut gemacht werben muß. bamit er bas Melkgeschäft mit vollem Verstanbni» für bie vielen Punkte, bie babei zu beachten sind, handhabt. Dazu gehört diese Arbeit nicht zu den angenehmsten des landwirtschaftlichen Betriebes, so daß der Wunsch zum masch.nelien Melken schon feit Jahrzehnten besteht. Der Mangel an zuverlässigen Melkern hat ihn jetzt zum Bedürsnis umgewandelt. 10300D Die Melkmaschine ist in erster Linie geeignet, die Milchwirtschaft des Landwirtes ertragreicher zu qe'lalten. Sie spart Zeit und Geld und brir. v saubere und gesunde Milch bei schonendster Behandlung der Milchkühe. Der Diehbestanä kann vergrößert werden, da da» Melken zu einer angenehmen Tätigkeit geworden ist. die dazu keinerlei Dorkenntnisse erfordert. Für den Weidegang kann ein Melkwagen, in dem alle Apparate untergebracht sind, benutzt werden. Unter den verschiedenen Melkarten zeichnet sich der deutsche .,Westsalia"-Mclker ganz besonders aus. Das Melkproblem ist bei dieser Maschine in glänzender Weise gelöst, und mit Recht kann behauptet werden, daß dem Landwirt dadurch eine neue Maschine zur Erleichterung seine» an und für sich schweren Berufe» gegeben ist Den „Westsalia"-Melker fabriziert die Rame- sohl & Schmidt AG, Oelde in Westfalen, die auch den weltberühmten „Westfalia".Separator herstellt. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlostenen Dividende an. — Reichsbankdislont 7 Prozent, Lombardzinsftiß 8 Prvzen ÄmHffwri a. IN. •rronffen a.M Ccrlni irtanf'ima M *»r» •Ukr- Um« >6.iefe Mer» sei« . »er» i-Ubr- Man Mitt- r • ar.fi Srib 358.25 120 5 51* Mtem. Schiri. tlrhr- fkhr . . • . K — 135 1» IX. 146 Fanberfl ..... .-tfDfto-i Bcfttw» . 8 12 — 273.5 231.5 407 00.75 m 230 ', Ujotiearn. rudwsi.er iwr: ■ • üQuflcn .... . . 7 133.5 152 154 151.3 \r2ftsfl mta^rntnri K 152 iso 132.75 tu « ' :-ctt i-a MJ -Uni — — — Ü rmrat A . . [ran, reMa. . . . . U 241.75 84*. 7.‘. 74- • tarier-nburccr Bc-Irr 7 118.5 114 « , Crfurtftt 11' > oidn» — — — — 113.5 rflaiur 04o» 8 — 157.5 151.25 «>* . Cefttrr t® Ltlscrrtc « . Ct'icrrti* n » c 112 J53 «*. cecwt St« ’Sro&Tttn »cfKaiL •?n NU - — — — _cnn<4mann -f % 3 « 1* 113 115.75 132 ■ 114 — 113.5 was« riper 100 »0.73 101.5 78.3 83 306.5 98.5 74 79.5 *5.23 tccliirat«2t ...... c 24 — 0.7» 121 ■ ßc fra;'«: (Hrntata 4', 6aminrc-Smcn-3 . t O-'-r.» -C C :me , 61 I»t 130.23 Lbcri^Ui lotowrtt >P 101 134 W.3 141.5 101 122.5 100.13 Brtrr» U ;ce ....... flklr Ibett f-’t4’ 1 .... 6 1 101 — ^cr:t r t: ’bfrru! k 121 123.1 1-1.73 123.73 *— — i3.es 15.13 < 175 — — Bcrlmrt Hau.'« » 12 •eexewn- b- ) vnoct-t?! 11 Tarnrt. ;• ■’Jancnolranf 12 IM.S 2M IM •e.i 14-4 113 133.3 14» 30» 131 3K » -.. aiorTeun . 0oa*t«irner ■ ffttlherrf eaU&cttwi* 10 17 144 132.3 138.23 148.75 143 111.75 30» 137 14* 3M 6cM> “Mrr . . < Ban 128.5 *DOtrtL — 12* — f»onf 1» 14» : 753 253 » $«tont»-af » (‘Hf Trr;?:ur 1. 141 3 143.3 144 :Srib-:n -a 1 - » . . » 176 171 — —- fcnrr'art & Xctm < 177 4 177 MittrlXui ärtbtkir! 9 — Iä.3 i3b.ii 1>I - . .5 y 97.i; 100.5 X*ai >.2* 58.52 ptMfiiea! s WrtMoonf 1 127 174.73 123 I jmrrfrrcft - - ■ .0 74 5 172 77.5 75 13 Isrd*c Äotrr 112.11 112.35 16» 1« IX.. 73 1« Wer alle •: »e-t K> — —- — ‘bt ■Rotr» ft.4l 9 19 Devfteimarkl Der lat—Fron kfnrt a. 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So hell, roic e» noch nirgend» gtmeien axir " Dieses Wort tat ihr irgendwie weh. ö» war jo sicherlich lächerlich, dost t» ihr weh tat. und noch lächerlicher, dast sie mit dem Tonfall, eines jungen, schüchternen Mädchen» die Frage stellte: „Auch mit mir nicht, früher? Aber sie konnte nicht anders. Er schaute sie forsck-end an und suchte sich zu ennrwm. ..Rem", sagt« er dann, ..da» war etwa» andere». Man kann da» nicht erklären." Run ist er mir ßcmz ftnL dachte sie Eigentlich mühte ich mich darüber freuen, und doch freut Ich mich nicht So Ist der Mensch. — Sie senkte den Kopf. Er spürte. dost er chr weh getan hatte. — Ich kann mich rächen, durchfuhr e» ihn. 3d) kann sie eifersüchtig machen auf den Schützengraben. 10er weih, axjo sie nicht tut au» Eifersucht. — Er sah do» leuchtende Fleiich ihr«» Nackens und tat einen Schritt. Und er sah das brüchige Papier in ihren Händen und hielt inne. „Nein, Kameraden," sagte er laut. Sie hob den Blick, und do sie immer noch ieinen Dorten nadweformen. beutete sie dies.» Rein im Sinn« einer Bestätigung und Bekräftigung, die er sich selber kämpfend abrang, und sie jagte, um e» ihm leichter äu machen „Ich glaube, ich verstehe es." Er war froh, daß sie Ihn nicht nach der Ursache ferne» Nein» gefragt halt«. Marianne", sogt« er. ,.E» ist etiuis um den Bund der Manner, da» eine 5rau vielleicht nie erfahren wird." , Aber es war ein Fehler, dnh ich von .heller4 sprach unb daß ich verglich, denn da» Eine ist hell auf seine eigene Welse, und da» Andere ist hell auf seine eigene Weise, und beides kommt aus dem Besten im Menschen, und darum soll man es nicht miteinander oergt«chen. 2d» will bir lieber erklären, ox es weiter gma. Der zweue Schnt: hangt u- lammen mit dem i>ms Schwarz, einem Vadenfer. Er steht auch auf dem Papier, gleich unter mir." Sie la» den Tla nwr in Haren, einfachen Buchstaben ausgezeichnet wahrend er wrtstchr .Do» war Einer! Er sogt, nicht oieL aber er Han« ein Lächeln, und wenn man einmal im Zweifel war. ob man recht getan Hou« oder unrecht, dann brauchte man >hn nur an-zulehen. Denn er lächelte, dann wagte man. dast alles in Ordnung war Dieter Schwarz hat* einmal owrjefm Tag« Urlaub. Al» er nach oxetyqn Tagen nicht wieder kam und nach drei Wochen auch nicht, sagten wir: 2ft er über Ne (Brenne gegangen? Da» Gros;Herzogtum Baden liech nahe bei der Schweiz, oder nicht? Zu begreifen ist e». aber schön ist e» doch nicht. — 3n der werten Woche tarn tr. — So. jagte einer, kommst du wieder? Wir dachten schon ... und er machte eine Gebärde, die deutlich genug war. — Der Schwarz ichaute ihn ruhig an und lächelte. ,E» ist was Nich- tiaes daran', sagte er dann. Zch will nicht lügen Als ich zu Houje war. Hal mich die Regierung mit einem kleinen Auftrag in die Schweiz geschickt. Man roufo:,. dast ich früher in der Schweiz gewesen war und bi« Verhältnisse konnte, oo bin ich in die Schwei; gekommen. Und da» ist nun etwas Merkwürdiges, in einem Londe zu ‘ein, wo kein Jlriefl ist, sondern Frieden.' — .Arbeiten die Schweizer für den Frieden', fragten wir. — Lch weih nicht,' antwortete er, .vielleicht, aber man merkt nicht viel davon. Wenn man ihnen .zuhört, so erfährt man. dc.st man den kühlen Kopf bewahren muffe, und das; der psychologische Augenblick noch nicht gekommen sei und dost man aus Gründen der Opportunität noch ;uwarten wolle. 91 im ja. das ist ihre Sache und sie mögen bas mit ihrem eigenen Gewissen ausmachen, lebenfaUs haben sie es schön, wenn auch da» Brot knapp ist.' — Host du feine Lust oebabt. dort .zu bleiben'* fragten wir. — .Da» schon', sagte er, und ich wäre auch, weih Gott, beinahe dort geblieben.' — .Warum nur beinahe?' fragten wir „Schwarz machte eine Pause, schaute un» einen nach dem andern an, lache! e und sagte: .'Seil man Sehnsucht hat nach euch, ihr verdammten Kerls!' — Wir lachten, oder wir glaubten es ihm nicht. Er merkte cs natürlich, denn er war nicht einer von jenen, denen man etwa, vormachen kann und sagte: Ik wenn ihr mir jo wenig Gtaubem 'chenkt. dann nwg man jchon weiter ausholen. Stellt euch also vor. id) bin in der Schweiz. Vier Tage habe zu tun. bann soll ich wieder zurück über bte Grenze. 8wr Tage lang habe ich Zeit ju denken, hier peichtehc dir nichts, denn, wenn dich einer toiichlägt bann kommt er in» Zuchthaus und davor wird er iich hüten, vier Tag, lang ist man un Himmelreich, dann soll man tn die Hölle zurück. Die Sache hat tatsächlich einen Haken wenn man sich auch hundertmal sagt: Ehre. Tapferkeit. Patriotismus. Vaterland, Deutschland!. begreift ihr da»? .Ja', sagten wir, und e» wurde un» ernst pi Mute .Gut. fahren axr fort* sagte et. .E» gibt gluck- licherweise ein ffiort. da» Ht ganz verflucht stark, auch in einem solchen Augenblicke noch. meint chr. dast das Won hetstl?' — Sir schauten einander an. — .Das Wort heiht: Kameraden. Drei Tage lang habe ich mir diel«» Won gesagt, und e» hat mir geholfen. Ich verlasse euch nicht, Kameraden! habe ich zu mir selber aefaat. do» kstnat seht und hier «In wenig grostsprechernch und prahlerisch, doch dafür kann ich nicht:. Ich habe es gesagt, mb e» hat mir geholfen. Begreift *r da»?* La, es wird wohl so sein, wenn du es tagst,' haben wir geantwortet und wir f gürt en ein merk- würdiges Gefühl dabei, denn da« war also einer. Der uns von brausten angeschaul hatte und doch nicht anderer Meinung geworden war. E» gab uns Haftung, das must ich sagen. .Gut.' lächelte er. .Nun kommt der inerte Tag. Der letzte Tatz, stellt euch da» vor. Am anderen Morgen must ich wieder in Deutschland sein. E» hilft oll.» nichts. Vorläufig bin ich aber noch in Zürich. Da sind Berge, und da ist ein See und auf dem See sind Segelschiffe, und am Ufer geht man spazieren und wenn man will, kann man auch den Berg hinaufsahren, und von oben sieht man die O-’Jbe Welt, das Herz geht einem aus. Und die Sonne 'dwint, und der Teufel solle fltauben, dost irgendwo Krieg ist, Über morgen must man wieder daran glauben. Keine leichte -Situation. Begreift ihr da»?' .Ja,' sagten wir, und wieder wurde uns ernst zu Mut. .G.it. Damit nichts fehle, na was meint ihr wohl, was noch dazu kommt? Hm, ein Mädchen natürlich. Jetzt wird die Sache ganz gefährlich. Begreift chr da»?' ÄU ob er un» da« hätte fragen müsse«. Üsto. Em Mädchen. So eine», da« sich einem an den Hai» hängt und einen mcht mehr weglassen will. Dost mir keiner lacht, ich fasse mcht» auf do» Mädchen kommen f — Wir batten keine Miene verzogen. — Lch habe dennoch Lebewohl getagt. 3n der Nacht aber, in dieser letzten Nacht, ist der Frieden und da» Mädchen zusammen n.achnaer geworden al» der Krieg und ihr. Die Nach« ist eine gefährliche Zeit. 3m Krieg und Im Frieden. Ich bm die Strane hmau' gegangen, m der he wohnt. Da war Ich nicht mehr euer Kamerad. Ich habe nur noch an mich und an da» Mädchen gedacht. Ich hab Steinchen in ihr Zimmer aeworen. D. 'ch kannte Mir Fenster, ste horte mich gleich, vielleicht hatte iie schon darauf ge- wartei Man weist nie, wieviel so «in Mädchen weist und enoartet. Sie ist unter» Fenster gekommen und Hot mir zugewinN. Und nun stehe ich auf der Ströste und tnarw. bte Straste ist gant einsam, bergauf, bergab. Ich hab Gluck, denke ich. Aber wte ich fo «stehe und lausche, ob einer kommt, hör ich etwa» andere«, em leichte«, dum p» es Nollen, da» ich nicht M deuten weist, irgendwo tn her Feen, mufWn täogen über eine Holzbrücke fahren Sa« lind da« -ür Wagen in der Nacht? Öa» »st da» für rmt Brücke? Der Schall kommt vorn Westen her. verstummt und rammt wieder. E» ist eigentlich mehr ein Trommeln, al» ein Naderrollen. Huf rirwnol erinnere ich mich daran, dast ich in Bern da» gleiche Lannen gehört habe, nur lauter. Da« ist Trommel- feuer! Die Schützengraben werden beschoßen. Meine Kameraden werden beschoßen. Wo» werben sie von mir denken? Der druckt sich, werben ste lagen, der lchont feine i>aui. der lästt uns verrecken. Pfui Teufel. und ich steh da und man auf ein Mädchen k Wie gahegl bin ich die St vaste b< nunter, hab ein Auto anrufen, hab geschrien on die Otrenv' Und >.inn sind wir uber Vanh gelnmu. dura . >• Dörfer, die Hunde haben gebellt, und ich hab geschrien: .Schneller, ichneilcr' aber der ufriahewr konnte nicht mehr schneller fahren, begreift Ihr da«. Kameraden?' — Wir haben kein Wort gesagt. Aber wir haben ihm die Hand gegeben Einer nach dem andern, und e» Ist un« geweien, ole sei nun alle« tn Ordnung." kForllestuno fo a» I Gießen, Neuen BHue 13 Kontokorrent- u. Scheckverkehr W74D Beratung bei Kapitalanlagen MfieBiKsiurtel m Kappe u. Fleck 3.25 noan MWWW»MI>W»U!IIIWIIWI RASSOL KU 10* MBTOc Wollige Ware. Leder- sohle, verd. Naht, 36,42 regulär gestrickt reine Wolle Auto I Telephon Nr. 1730. i gr. &L TRW. 1*71 Annahme von Spargeldern und Bardepositen bei höchstmöglicher Verzinsung An- und Verkauf von Wertpapieren jeder Art 0. weisen Sie NachahmuNien rnrtzch. «lein. HersteRer: Engel, epotgehe «testen. Zu haben tn allen Apotheken. Scheck-. Wechsel-, Devisen -Verkehr tÄ Salomon In grob. Auswahl V7U1V1MVM Landwirte! Vergeßt nicht bic Abstimmung über bie landwirtschaft- lichen Universitats-Institute, Landwirtschafts-Schulen, Winistcrpensionen, Ministergebaitcr unb Verringerung her Zahl ber Abgeordneten. - blieben du bie 'Tuten auf gewisser (Seite? - Oie Deutschnationalen hoben dagegen niemals bic Qbenodclange ber Landwirtschaft verlctst und stets zu ihren Worten gestanden. Landwirte! wühlt deutschnationatt Liste 5 Bankhaus Herz L Co Modehaus ’01U Sii$ Sauverkvtt A S«, r WShU Dsiiische Wito»n«teii |ä.6!!i"*,;Auto-Neeb Lu 0 ftmira .) I TuniVifiiiciabtit -* 700 XcubJbura. 1 Ä/W. Sehr preiswert. 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MeMsleule!, Dentt an Warenhaus- und ^ilialstcuer und vergeßt nicht, daß bie Deutsch- nationalen in erster Linie für euch eingetreten sind, während euch die bnfe, Sozialdemokraten und Demokraten im Stiche ließen? i-xsoo WlldMMMM Kühler8' JBL ÄL Reformhoeen 3d ölefec Kreis!M 5b Dein krevz Auf dem Wahlvorschlag der Deutschen Volkspartei sind: 1 Bftfitsanrosd Biagelöm, iaraiflflöi Z.Bflrgtimelfier un» fanöroitl Sdjoli, llüholra A.Alze» 3. Sri. marla Birnbaum, Eehrertri I. B„ «lesen 4. Saörllanl Chr.Mioli.BdMlönit 6. öMöelslonmffiauij 5. Simmetmeiller nun 5la6ioe(or6ielnöaoni, Danntrt! 6. Bfltgerroelfler 5t. Biepoh), SM in onerDtiiea 7. OtietltoilenöKeltot 5i. 8'Her. BHöingeo 8. BMetmelUn Kmlel, Bonns m Ikln, Dhmarlfter der BöfferiHnuag 10202c 8. letleiungatai a. D.BIW öeone. gsieava« Schöne Qual., Lcder- sohle. verdeckte Naht, sehr billig. 36 42