Samstag, II. Juni (927 177. Jahrgang Nr. 154 Erstes Blatt Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen tfnd ob Verlag: vrLbl'sche UkioersilLtr-vich- ob Stet*bruderet H. tauge in Sieben. Sdiriftleitung unb Seschäflrftelle: Zchulffraße 7. Nanahx ron Injtiatn für di« Iflgtsnummer bi» zum '.'ladimiuag vorher. Preis ter \ mm Höhe f*r Anz«>g«n von 27 mm Breite örtlich 8, au»märt» 10 9ieid)»pfmnig; für SU» klameantetqen von 70 mm Breite 35 Reichspseimig, playvorschritt 20‘. mehr. Gbefrtbaktrur: DerantworrUch lur Vohtik Dr. Fr. Wilh. Lange: fir Feuilleton Dr H Ihyriot: für ben übrigen Teil Ernst Blumschein, für ben Sin» tzeigenterl Aurt biOmann, sämtlich in Gießen. Sonntag» und Feiertag» vel!»§«»: Gietzener Familiendlärter Heimat im SUb DU Scholle, Kawais-Uf)U|itr a ü t a u u b I i. iit > ki.Olt.Oi«> ,asamm«nge zogen. In der Provinz fanden tut Demonstrationen gegen England alt. Di« koinmunist, ch« Internationale oerftarti •Tte Propaganda in den asiatischen Ländern 7tach Reibungen aus dem Äaufafu» find auch dort tojrfunion verschlechtert habe Die russischen >gen'eoolutionuren Organisationen hallen neue Nittel au» Eno land betommen um den ciuri der bolschewistischen Regimes herbeljusühren. Die Eowtetregierung werde oezwungen sein, den Säbel zu ziehen. — .Lstwestijo" schreibt, die Erschießung der 30 Weißgardisten bedeute eine gewiss« Aenugluung für die Ermordung 'Boikowa und für bw letzten Ltrentate auf 6o- wjetbeomle. Di« „Prawda* fordert Der schär- ■ u n g de» Terrors gegen die bürger« ich« Klasse der alte Weift d«, verstorbenen Bührer der Tscheka. Dserschinski, müsse In Rußland weiter herrschen. D-a» Blatt fordert die 'lrbeiiermassen in Moskau aus. d i t englisch« Gesandtschaft zu stürmen die doch nur eine itoschemme f C r Mörder und Brand« ,t i s t e r sei. Dor einem russischen Ultimatum? Kodkan fordert die Auslieferung des Mörders. Berlin, 11 3uni. (XU.) Hoch einer Meldung des „tokalanz.' aus Warschau glaubt man In dortigen politischen Kreisen, daß die Sowsetregierung eine neue Hole an die polnische Regierung senden werde, in bet die Auslieferung des Mörder» von Woikow verlangt wird. Die Rote würde dadurch einen ultimativen Charaffer erholten und eine außerordentlich ernste Situation schassen. Die Auslieferung würde die polnische Regierung, wie man in Warschau schon sest- stetlen könne, kategorisch verweigern. Heut« früh erfolgte b.c Ueberführung der Leiche beS ermordeten Lotch et ge'andten. Die Strohe vor l>er russlschen Botschaft war durch ein Shrenspälier abgeschlossen. Gegen halb 8 Uhr früh trafen im GesondtschastZgebäude die 2«r- freier de r Regie rung. der Zivil- und Mllitärbehörben. sowie das Warschauer biplo- matische Korps ein Kurz vor 8 Uhr trugen die Beamten der Sowjetgelandttchaft den Sarg au- dem Gesandschaffsgebäude. Die Spitze des Trauerzuges bildeten zwei Kompanien 3nfan- terie und ein Bataillon FeldariMerie. Daraus folgten die Kronzträgei. Hinter dem Leichenwagen gingen die Witwe des Toten mit der» nächsten fiamilienangebörigen und die Ange- bbrigen der Gefandtschaft. Um 8.25 Uhr kam der Leichenzug auf dem Bahnhof an. wo der Sarg in einen mit den Sowjetfarben geschmückten Sonderwagen getrogen wurde. Der Leichenzug wird außer von Hofen goty von einem Vertreter des polnischen Außenminisde- riums. sowie einer militärischen Shrenwache bis zur Grenze begleitet. Der Staatspräsident und Marschall Pilsudski ließen sich bei der Feier durch ihre Adjutanten vertreten. Ein britisches Dementi. England kuflnct irgendwelche veziehungcn zu russischen Emigranten. London, 10. 3uni (Heuler.) Die zuständigen Londoner Kreise bezeichnen die Meldung als höchst erstaunlich, daß gewisse in Moskau Hingerichtete Huffen von den Sowjetbehörden der Spionage zugunsten der britischen diplomatischen Miffivn beschuldigt worden find, ES wird energisch bestritten, daß die britischen Behörden derartige Beziehungen zu den fraglichen Personen gehabt haben. Es wird in diesem Zusammenhang daraus hinqctoiefen. daß die von der Sowjetregie- rung verdächtigten Vtitglieder der britischen Mission In Moskau keine Bezieh ungen zu Hussen außerhalb des Kreises ihrer amtlichen Verpflichtungen haben konnten, und daß sie sogar sorgsam vermieden, sich in Gesellschaft von Hussen zu zeigen, um Verdächtigungen zu vermeiden Diese Zurückhaltung bildet einen großen Degensah zu der Freiheit, der sich Hofen- golz und die Sowjetmission in London erfreuten, wo Ne ungehindert und ohne Kontrolle überall hingegen konnten. wird gesagt, daß eine der Spionage- ünfiaqcn in Verbindung mit einem Dries des britischen Konsuls In Lcninarod an ein Mitglied der britischen Mission in Moskau steht. Dieser Brief war die Antwort auf eine Anfrage der britischen Miffion, ob der Konsul Hamen von russischen Firmen angeben könnt«, die feine chemische Produkte von englischen Firmen zu kaufen wünschen. 3n der Antwort sagte der Konsul, er werde sich bemühen, sich die notwendigen 3nformatinnen zu verschaffen. Dieser Brief wurde von den Sowjetbehörden bei der Post b e f ch l a g n a h m t. die erklärten, er bezwecke, u n g e f e h 11 d> e Informationen zu erlangen. (Sin Faksimile des Briefes wurde zugleich mit der Anklage der Spionage auf der ersten Seife der .3swestija" veröffentlicht. Hoch einmal wird von den britischen Ärct- ’en energisch erklärt, daß bet dem Abbruch der 'Beziehungen mit der Dowjefregierung sich die britische Hegirrung von keinen geheimen Gründen habe letten lassen, wie es jetzt an- aebeutet wird Wie schon gesagt worden ist. baffe die britische Hegieruna nicht die Absicht, den Kriegszustand herbeiziiführen Sie hoffte vielmehr, daß unabhängig rnn den diplomatischen Bezrehungen die Handelsbeziehungen fortgesetzt werden würdeti. „Lin schwerer politischer Fehler" Das Gcho der Berliner Presse Eigener Drahtberichl bet Gießener Anzeiger»' Berlin, 11. Juni. Seit gestern wird Rußlands Politik Dom Henker ge- " acht" * In diesem Satz des . Bertir.et Bö len- DuricrC gipfelt das Urteil der Mf«nth4h-n Heiinmg in Berlin über die furchtbare Blut- luftiz in Moskau. 3n allen Blättern wird de- •ont. Baß sich Sowjet-Hußland durch die Hin- richtungen unermeßlichen politischen Schaden uigefügi hat Ta« Sowsetlvsten. da, 'uch die lebten Surnpath en in der Welt dadurch UA*. „V > *ZC l . <* V. — ulpl • zeit der Sowjets noch wenigstens ehrlich. Heute beweist man daß man von menschlicher Schwäche frei ist. Die Weit w:rd int kr.rter Ta:'ach. rechnen. Auch di« . Vof sch Zeitung weist daraus hin, daß bie Sowjet regle run^ mit einen Schlage das mora lisch« Prestige zerstör: Hal, das sie sich in den letzten Monaten des englisch-russischen Äon’ltftee erworben hatte Aber mcht nur in außenpolitischer sondern auch in innenpolitischer Beziehung smd d.« Bluttaten ein schwerer Fehler wenn nicht gcr der 'chwerste den das Sowjet-Regime :n Huß'.an^ je begangen hat. Werfen sie doch ein Schlaglicht huf di« Schwächedes Regimes T rte 6eite der Terrorjustiz wird besonders von der .Germania" behandelt, die von einem Zeichen der Hervofität der Moskauer Machthaber, von einem unfreiwilligen Schwächebckenntnis spricht. Di« Gefahr, so heißt es in dem Blatt weiter, unter der Rußland und das heutige Moskauer Regime gegenwärtig schweben ist wirtfchaftltcher und finanzieller H a t u r. Schon w.rb aus manchen Gegenden Rußlands Hungersnot gemeldet. Di« Aussichten auf die neue ernt« sind wenig gut. und wenn es zu einer Mißernte kommen sollt«, find die Folgen unabsehbar. Dazu komm.n die verhängnisvollen Wirkungen des englischen Bruches vor allem di« Sperrung der Kredit« auf die Rußland so sehr angewiesen ist. 3n bieten Zusammenhängen liegt die zweifellos große Gefahr. in der sich das russische Regime jetzt befindet. und die sich durch die Terrorakte nur allzusehr offenbart Die pariser presse über den bolschewistischen Terror. Paris. 10. 3uni (XäL) Das .Echo de 'Paris" nimmt heute in einem scharfen Artikel gegen den Kommunismus Stellung. Das Blaff führt u. a. aus, daß Briand. möge er wollen oder nicht, in einer mehr oder weniger nahen Zukunft gezwungen fein werde, dem Beispiel Baldwins zu folgen. 3n der .Grenelle" tage das 80er Komitee, das Revolutionär« der verschiedenen Nationalitäten umfasse. Di« Handelsvertretung könne belfer als die russische Botschaft an der bolschewistischen Oraanifat.on auf französischem Boden arbeiten. Geschaffen, um die Entwicklung der Handelsbeziehungen mit Frankreich zu erleichtern, sei sie ein Hauptinstrumenf in den Händen der dritten 3nternationale. Botschaft und Handelsvertretung stünden in enger Verbindung untereinander. Seit dem Bruch der Beziehungen zwischen England und den Sowjets werde eine kluge Zurückhaltung zum mindesten nach außen hin geübt. Dokumente in beträchtlicher Menge f.’lcn vernichtet, ankere, an sichere Orte gebracht, wieder andere, die wichtigsten. durch Kuriere nach Moskau transportiert worden. Der .Mat.n" stellt fest, daß di« Srmordu. WojkowS nicht allein dastehe Zur gleichen Zeit feien in Leningrad durch eine ‘Bombe 2ö Personen getötet oder verwundet und in Minsk ein Attentat verübt worden. Es scheine also sicher zu fein, daß die Sowjetrepublik bedroht sei. Die Ermordung Wojkows in Warschau die Bombe von Leningrad und die Höllenmaschine von Minsk seien nur ein Anfann Die Tscheka habe ohne Gerichtssitzung eine Million Männer und Frauen hinaerichtet. Unter diesen Umständen fei es unerhört, daß die Bolschewisten im Ausland die Verantwortlichen für die Hache und Freiheitsakte suchten, während es sich doch um d i e erste Erhebung einer russischen Bevölkerung handel«, deren lange Geduld nun z u Ende sei. Die Kontrolle der Ostsestungen. Ter Pariser Liandpunll Berlin, 11. 3unL (TU.) Wie die ..Tägliche Rundschau" auS Parts meldet, toirD bei der ersten Zusammenkunft 6tre,cmann3 mit Eha n >er(a n und Br and, d ftahfinben soll, das für die Rachprusung der zerstörten Unterstände der Oft- f e ft u n g e n einzuschlagende Verfahren besprochen werden 3n Paris hätten am Freitag bereits Besprechungen, darunter auch mit Foch. stattgefunden, die dieser Frage gegolten hätten Wie von zuständiger Seite verlautet erwartet die französische Regierung em« offizielle deutsche Notifizierung der vorgenommenen Zerstörung bis Aum 15. Juli. Eine Nachprüfung durch neutrale Sachverständig« komme nicht in Frage, ebensowenig eine bloße Unterbreitung von photographischen Abdrücken. Man hält in Paris nach wie vor an einer Besichtigung durch alliierte Militärattaches fest, doch brauche es nicht M einem offen!« lichrtt KontrvUbefuch zu kommen, sondern es könnte in der Art eines zufälligen Ausfluges geschehen, der die Attaches in di« Nähe dec Unterstände führe, die sie als Touristen besuchen würden. DaS könnte vollauf genügen lieber die Herabsetzung der B e - satzungstruppen werde eine Entscheidung erst nach Beendigung der militär.fchen Organisationsdebatte in der französischen Kammer erfolgen. Der Abschluß dieser Debatte sei noch vor Ende Juli zu erwarten. Das Kriegsgerätegesetz. Eigener Drohtdericht des Gießener Anzeigers". Berlin, 11 Juni. Wi« bereit» gemeldet werden konnte, ist dein Keich» tag nach der Äuftim- muna durch den Retch»winlcha«t-rat und den Reich»- rat der im Keich»wirllchafl»minlst«rtum nu»gearbeitete Entwurf de» sogenannten Krieg»- gerätegesetze» zimegangen. Diese» (tzrteft fin bet bekanntlich leine Begründung Im fünften Abschnitt de» Bertailler ’Bertroge». wo in den Paragraphen 164 bi» 172 im Rahmen der Festlegung der deutschen Entwaffnungsbeftimmungen auch bi« norm und bie Ausdehnung der deutschen Äri eg »gerate- Industrie festgeieat worden ist. Lehrend der Der- banblunqen im teymber o. 3 tm Anschluß an die Genfer Abmachungen wm Zwecke der Austölung der 9 M K K wurde nochmal» auf die Dringlichkeit ber Erledigung diese: Fr.ge bin- gewiesen Deutschland irrpstichtcie sich d«rhalt> um >en Entwoffnungswünlchen der Alliierten gerecht in werden neben der Schleifung der beanstandet,n Oft- ’fft.maen auch m der Form eine» (Hefew» >ie foq. üriegsgcru!. induftri« In ihrer ,7orm und Nurdehni : g •onbercr Dringlichkeit von fetten England» aut Hne bera’*‘-r Hrgrfir'i g«d- -7>g^n da Me ... v». -v».. - kurrenten zu oittem glaubte. 3a, man g-.r.g sogar seinerzeit f; trcit. leibst bi« optische 3r2uf;ne n Dcutichiaud unter bri Begriff des Änenogetätes- zu t^gifcr.exn. und t» bedürf'« unenol.cher Muh« kn« Engländer van ihrem Startrunit abzubrirgm. 3m Rahnen des nun- mehr dem Reich«rat eing.-reichten GrtetzertWur'e» ist der Begriff Kriegsgerät zunächst einmal -us- führiich Definier: worden, «nd bk weiteren Bestimmungen des Gesetzes find ganz in der Richtung bieder Definition gehalten worden. Voraussichtlich werden, wir in allernächster Zeit an dieser Stelle tx ■ Wortlaut der Begründung, wie fie vom Reich^wtrtfchaftsm n.ster um formuliert wurde, grbm körnen. Mit der Erledigung dieses Gesetzes gib: es bann allerdings überhaupt feine Er waffnungsforbe- rung mehr, bi; Deutschland nicht e.-füQt hätte Der Abzug der französischen Truppen aus dem Saargebiet. Paris 10 3uni. iHavas > Das zweite Bataillon des 1S3 3nfanler.«-Regimentes hat gestern Saarbrücken verlaften. um sich in seine neue Garn.'o Forda ch »u begeben. Dr«. Kompanien des 3 Bataillons des gleichen Regiments, btc bisher in Sulzbach und Neunkirchen lagen sind nach Mörchin - gen abtransportiert .oorden. Eine Komvame des 3. Bataillon« des 153. 3nfantorie»Reziments wird solange im Sacraebtet bleiben, bis die englischen »mdbelgischen Konringente der neuen Bahnfchutztruppe «tngetröffm sind Diese Kontingente werden m Laufe dieses Monats im Öaargebiet anfommen. Niederlage Poincares. Tie Kammer frtjnt das Zündholzmonopol ab Paris. 10. 3uni. (TU.) Die Kamoiauptrt. er ‘et ber Rep arations- I o m m i < f i on unterbreit«! worden und ben fie im Wortlaut wiebergibt. nicht oorliege. und daß man über et?, derartiges Schrittlrück überhaupt nichts gchön habe E» verlohnt <-.ch deshalb richt art die Einzelheuiu eines Schrntt- st^-cks einzu^ehen. dellen apokrrvber üharakter von der zuständigsten Seite bestätig! wirb; er spricht von einer Reih« von Maßnahmen mu deren H.tte he Einbeziehung der Post in bi« Leistungen des Dawesplans fichergesteÜt werden oll Id von nne- weiteren Personalabbau. - ieer Einschränkung des VauProgramms einer Kontrolle aber bie Auftragsvergebung. einer Mnterbinbu n g ber Anlethegewährung. einer Vertval- tuna ber Pvftgelder durch b.c Reichs bank unb wn ber Aulleguni eirtt in ne r en 500-Hltl» lionen- Anleihe unb ctbl he1 en Pläment einen Anschein von Zuveriälliak.i durch bie Einbeziehung der vom ReichsveMninifter unb vom BerwaltungSrat deretts. aber gani unabhängig von solchen Prvickten geforderten i?rbührenerhb- £u."g Di« Reichspvst soll nach dtettm Plan überdies als «in reines Handelsunternehmen aufgezogen und von c.rem be- 'onberen Kvmmillar überwacht werben Obwohl bie häufige Diederbolung und ber Ausbau dieser Behauptungen txl rechtsradikalen Blattes durch die Bestimmtheit, rett ber fie vorgetragen werden, nichts an ,Zuper!ä'ttgkeit gewonnen haben unb nachgerade hinre che-nd ott bemenhert worben ftnb unb obwohl daS Blatt die öffentliche Aufforderung, ‘eine Gewährsmänner ober auch nur die Stelle zu nennen, bie angeblich den vorerwähnten Bench! an bie HcparationskomMillion gemach! hab« gefl'llent» lich ignoriert, ist nunmehr von fetten der Reichs- regierung eine Erklärung ber Repa ra- tionskommisfion eingeholi worden, die zu dem obenerwähnten, in reber H^nsichk negat.oeu Ergebnis führte Die .Köln. Ztg." spricht heute die Vermutung aus, baß mit diesen Veröffentlichungen bewußt ober unbewußt ben Bestrebungen einer ausländischen 3nbu« strie-Gesellschaft in bie Hände gearbeitet werd«, .auf dem Umweg über den EntschäbigunaS iuz'chufi geschäftlichen Ginlluß und Gewinn bei der Reichspoft zu erzieien". Wir glauben. auS genauester Kenntnis ber Dinge fest- steilen zu können, daß iraenbtoekb« amtlichen Stellen, unb ttvar Insbesondere auch solche bie an der Durchführung be» Dawesplane- auf dieser oder jener Seite beteiligt find, mit dieser Arbeit nichts zu tun haben, die in unptrantwoetlicher Weis« der Politik ber Reichsregierung Schwierigkeiten zu machen sich bemüht. Vermischtes Eröffnung ber ersten öffentlichen Äruppelbeilanflall in Peeußen. 3n Anwesenheit bes Ministers für Bolks- wohlfahrt. Hirtfiefer. von Vertretern der Prvvinllal- und anderer Behörden fowt« der Wissenschaft fand die Feier der Eröffnung der mit einem Kostenaufwand von 1,0 Millionen Mark ausgefährten Neu- und Erweiterungsbauten ber orthopäbischen Provinztal- Kinderheilanstalt Süchteln (Ahlb.f statt. Diese ift die erste Krüppelhe lanftall Preußens. die biS zu Kinder ausnehmen kann. Sie ift gemäß Beschluß des Rheinllchen Pro- vinziallandtages als dauerndes soziales Erinnerungszeichen an die 3 a b r taufe n b f e l e r der Rheinprovinz gclchaffen worden. politisch« Schlägerei in ber Wiener Unieerfllät 3n ber Wiener Universität ereigneten sich am Freitagabend anläßlich be» vortrage» «ine» ioziati- fiischrn Hochichuler, Zusommenftöß« mit ooL'nAen Studenten, bei denen Heben Studenten leicht und einer schwerer verletzt wurden. Di« Schlägereien fanden ihre Fortsetzung auf der Straße, und die Polizei batte Muhe, die raufenden Studenten von» einander zu trennen. Mehrere Stunden dauerten di« Antammlungen vor der Universitni an. Der Heflor hüt nach in spc' *tunöc die c d) I e - ber Universität bi» aus weiter«» angeordnet. Cinbbrrgti» f)dmtrt)t. Zu Öhren des OzeanN.egers Linddergh bet •^reitejjg na^lt an Bord be# amerikanischen Kreuzers ..Memphis" in Virginia eintrifst. werden tn Washington und Heunori großartige Empfänge ftattfinben. an denen auch bie Regierung unter Führung b«S Präfibenten Loo- libg« tet (nehmen wirb 60 Flugzeuge unb 6 Zerstörer sinb ausgefahren um den kühnen Flie-ger einzuholen Der tödlich« Blitz au» der Campe. 3m Dors« Reblin lKreis Belgarbi in Pommern wusch ein Taglöhnertnädck^n am Abend während eines Gewitters ihr Haar und kämmte da» noch nasse Haar unmittelbar unter der elektrischen Lamp« Ein Blitz, der in die Starkstromleitung arte ^rm toar. fr aim aus ber Lampe auf bas Mädchen über und tötete es auf her Stelle Da» tiugr au »gepickt Velck^ große Vorsicht beim Spielen von Kindern aus Huhnerhöfei' im Platz« ist. beweist rm Unglückefall, der sich dieser lag« in einten Ort der Viali ereignet bat. Öin \h Monat, aller Zunge blickte durch da» Drabtgitter eine» ch,chn«rt)ofe». wo zahlreich« ttüdner eben mtl dem Aufpicken her am waren Platz- !tch sprang «in rtuhn auf da, »inb zu. unb eh« man do» Unheil abwehr«n konnte, hatte e» rbm bat rechte Auge auegepidt. Verurteilung der And, chi«r ftirchenräuder. Bor dem Schö"ena«r,ch: Munchen-Llnb hatte» sich bie beiden Anbech'.r stechen räuber zu verantworten Beide hatten in Cuebllnburg au4 einer getoalHam erbrochenen Autogarage einen Kraftwagen gestohlen waren damit in dir Augsburger Gegend grtahren unb verübten hier unb in Oberbayern u a auch in der Klosterkirche von Andechs Einbrüche und raubten Kirchengerät« im Wert« von mehreren 10 000 Mark. Das Gericht Penirte Ite den Schreiner Radus zu elf Fahren Zuchthaus unb ben Buchdrucker Ärnfomiof zu sechs Jahren ju» Bei ben wurden bi« bürgerlichen Ehrenrechte auf sechs Jahr« cberfannt. tMtcroo raue jag c. Meist wollig. Temperaturen wenig verändert und vereinzelt Ri-derichläg« WitterunrsauSstchten für Montan Bei wechselnder BetrMhmg noch vereintste R rdertchiäge wabrtchrl"1lch Mus der Provinzlalhauptftadt mit tm grgtbrn werden unfcrrr Saluia oerffbr wett mehr »u Form immrr wi irn. die sich in >C I Nicht sich Großer Räumung-Ausverkauf pHfbtft ist. Lilbennunzen bi« ju einem Ertrag von 2«‘ Reiwsinark, auch Reichspfennig« Rentenp'ennig, ober ouf Pfennig lautende Münzen, soweit sie nicht Cilderm unzen sind, bi» zu einem Betrag, von fünf Reichsmark In Zahlung zu nehmen. Gi Gründet 1876 Bihnhofitr. 65 b GlCjCfl feruprodiBrlM? Der Besuch der Ausstellung ist daher nur empfehlen Das hessi che Handwerk gegen die Porto-Erhöhung. Ist das nicht ein Erlebnis das in ander« 'lören wir manch- Gtesten den 11 3uni 1927 Das Geben und wir. Don Aeinhold Braun. Neu« Fahrgäste twren IrJ 2fi>t< J gekommen, lautem lesen und dem oll^u begann.en Man- an öinn für Oeffenttichk^.t D.e anderen, vorher im Abtei! «asten, waren für sie nchi 3chtüchtler b#< Lebens waren da gekommen. m« Unlwrfitst -(eigneten s«t am agts eines iopili- öhe mit oöL’i'dten ibenten leicht und Die cdjlngtrtim Straße, und die n Studenten von- inben bauerten bie ji an. Dee Se/tor lie 6d)lie6unfl ileres angeortnet thr. :8 ffmbbetflb bet crilanischen Ären« ntrifft, werden in bartige«mp. n auch die «* irä,ibenten $oo« 5Iufl)eu9Kf,U,i um ben kühne« Montag. 13. Juni. 16.30 bis 17.45 Uhr Konzert de- Haus- orchcst«s Die Oper der Woche. 17 45 bis 13.05: Lesest und,. 18.30 biS 19 .Die Dörienkrifis am 13. Mai". Dor'rag von Dr. Stmdikus der Franksutter Handelskammer. 19 bis 19 15: ilcbertragung aus Mannheim Fränkisch-psälzl cha Dichters'unde: .Klein« Geschichten aus der Psalz und dem Frankenlond". 19 45 bis 20: Englisch« Literakurproden 20 bis 20 30: Englischer Lvruch- unterricht. 20.30 ikbrrfrogung von de Bei- Hncr Funkstunde. .Phantastischer Abend" c.i'zugehen! Gs gilt, gerüftet zu sein mit der Straft des Göttlichen und Ewigen berumschlaaen mit dem Gedanken: das hätte 'o Inn sollen und das so Das hätte ich so mal vielleichi nicht selbst zu ein, nrut Lag« nicht recht schicken können ob« wollen, und machen vir nicht zuweilen unteren Nächsten das Leben dadurch Ichw«? Oder müssen wir nicht selb« ost unt« solch« Att von Mensagen von den Borträgen und Darbietungen de- bestens bekannten H, mat- und D.alekl- Dichter» Gg Heß aus Leihgestern. Konzert im freien, in d« BoUshaUe -nb der München« Bierhali« sorgen für U»: rhallunc. S.nen wunderbann Anblick bieten mit A ntritt der Dunkel- heit bi, firoTun Beleuchtungsei ekle an d« Festhalle und d.e bengai.lch beleuchtet, ^online. Uetxr d.e Ne chhalngke t und Schönste t der Ausstellung und die gesamte S nrichtung herricht nur ein, L: mm« des Lobes Wie tin heutigen Anzeigenteil zu l-len ist wird die große Revue erneut am heutigen Sam-:agab«nd zur AiMuhrung kommen. Am morg'gen Sonntag. 12. 3uni. nachmittags wird die Oeholrcbatt - Frau Elvira Dikson mit ihrem Freiballon vom Aus'.ellungsgeiändc aus aussteigen und zwar wird der Ausstieg ohne Gondel, an einer Strickler'« mit dem Kops nach unten hängend. edolgen In d« kommenden OBodx werden moderne Tänze durch das Danz. Lehrinstitut Bä ulke vorg.sühtt weiden. *Xi'_ Dienstag 14. 3uni. abends wird die Kapelle des Ausbildung--Bataillons de» 15.3ns- Negts Marburg, unter Leitung des Musikmeisters Grosse, ein Konzert geben Das trübere Frankfurter Opernhaus i glied Alois NeSni und Nr Heimatdichter Heb werden am Donnerstag 16 3um einen bunten Abend wr- anjUr.cn Am Freitagnachmittag wird ein Kinderfest mit Umzug d« Kind« aut dem Ausstellungsgelände. veranstaltet werden b*‘°it hu • ? Mi VatQt7 3d. idv^nt. HiAfJ Hb * Ä dher prwh- ätio* 3“M:«r §ner " 500.^ ;«Ä L Ä -'M?1*- UU te 01 bi, etten bet e?J«bar<. . ytien. tte a ^nsch nemt Z ft w! i?e" t? 3nbe‘ yutib, ge, "Jtoefl über ba smslch uib .ftf. Dir ^.DingtstP welch: amiUfr, ,°u4 solche, die Mm» au’bide E dieser 3rbrt n unveramvow ®etd bemüht. Rundsunk-Proaramm. Sonntag. 12. 3onl. 8 bis S tifcr Mcrgcnsei« oeranficlte: vom Wartburgvcrein Frankfurt a. HL 10.30 bis 11: Die Glrernstunde 11 Hebertragung aus dem groben Saal des ©cMknic« 15 bis 16 Die Stunde d« 3ugend 16.15 bi» 1815: Uebertra- aunq aus Berlin Endspiel um di, de tsche Fuß- baNmeisterschast zwischen Hertha B S E. und Erstem Fußballklub Nürnberg 18.15 bis 19.15: .Oesterreich und die Deutsch- Nation". Bort rag von Pros. Dr. Karl Hügelmann. Wien 1915 bis 20: Dorlesung aui* eigenen Werken des Dichters Günth« Birkenfeld 20.30 bis 22 30: llebcrtr.gung ousMannhrlm F.änkiich-psälzisch« Mundort-Avend Darauf bis 0.30: Rundfunk- 3azzband. und doch, wie H4> halb Herausstellen tollte. Menschen, die dner Plötz lchcn 15«änD«u-.a btt Lug, gegenüber hilhos lind und Ich nicht m das Neue buuinl.nben können! Uebngens zwei Eigenschaften die häufig dicht neben« nunb« li«g«n' 3®d Stunden fuhr ich mit ihnen zusammen, und diese zwei Stunden waren ausgeiüllt von i n Gesprächen, bi, besagten, wie man eigentlich anders hätte machen ..rnsligeren Anschluß zu erreichen Der pergingen, Tag wurde in leinen fleinüen Ginzel- ixiten mit episch« Breite auf gerollt m.n« wieder wurde das KurZbuch zur Hand genommen. a man hätte anders sahren können, oder daß man hätte früher abfahren müHen und vieles mehr. -Stott volle Stunden lang wurden mit der Virtuosität, wie sie besonders hohlen Menlchen eigen ist solch weltettchütternden Probleme er- öttett. und schliehlich tarn man darauf h naus. hab jeder di, Schuld aus den and«en schob. Dies, Menschen vermochten sich einfach nicht in bie neue Gegebenheit zu schicken und nahmen dazu den anderen noch das bihchen notwendige Nuhe bi, Feuerwehr die Flammen rasch ersticken trnh dm Brandherd tm flefirl durch Audrcken mH seuchten Sei«:- vernichten Di< epnp, braucht, nicht in itzu treirn. ?l tzh etwa dalbstunbiger Arbeit konnre bi, Wehr wieder abrücken. " C i n Artilleristentaa btt ehemaligen Saf-a hen 2l Felban Ueriedngad, stndet mvraen und Montag in f> e r b o r n statt Den früheren Liu gebe eigen brr FeldartiNeriereg.mentei 27 und M soll den (steleaenhttt zu einem 2ßieberfd>en im -u fordern jein, dost im Zahlung»- > br ab bi.her Hongelb nerwendet wirb und etrvaige Barzahlungen, stan in Papier- eeCHdlfinen unter 100 Reiche,nark stet» ebenfalls nur in HaNgelb geleistet werden. Lallte bi, Annahme von Hartgeld al» Aahlungsmittel oerweigett werben, so ist darauf hinzuweisen. hast nach 8 9 he» Münzgeseb« oom So August 1924 jedermann per« firüppd^inftaii stets für 2oUs- Vertretern t« »den fottit der r Gröffnuiu t« > 1.6 Millw«, > Örtoritmin^ UtODinüal* tdn (Xtfbj eilanüali Pnu- usnchMn Uwn. .Herirstzrr. Hrv- i foMdki Sr- it yabttau» »hinj geichass» nachen müssen, bort Hätte ich so Handeln müssen. GerviH. Erkenntnis ist gut und notwendig: ab« sie ist leine Erkenntnis mehr, tncitn sie ms zur Qual wird, uns in die Erstarrung führt. Die wahre Erkenntnis macht von Neuem elastisch und treibt zu neuen Taten, zu einem 3mm«-bess«-macheii. (BetDerbeausftellung (Biegen 1927. Die qroh angelegt, Gewerbeausstellung hatte r einen guten Besuch aufzuwc 'en Die Giehener Nevue unter der Gesamt.citung von Hofrat Steingocttcr und unter Mitwirkung des Ballettkorps des Frankfurter Opernhauses erntete lebhaften BeisaN. Dasselbe ist zu ee D i, $era>enbuna von Hartgeld im Fohlungsverkehr Der Neichssliumzmini. fier legt drsonteien Dert daraus, dast di, Reich»dank pon ihren Beständen an €d). ibrnunurn nach Möglichkeit entlastet n»irb. ll» wird deshalb im Fnteress» schen leiden? Wir leben vielleicht alle zu sehr nach dem .harren System", wollen das lebendige Leben in die Glei-Hastigkeit unseres Willens zwingen, wollen ihm durch unteren allzu sehr heraus- konftrui«enben Sinn die Bahn vorschreibenl Und wenn das Leben nun nicht nach unserem Willen seinen Laus nimmt, sondern eigenen Gesetzen folg:, dann sehen wir In ihm unteren Feind, und vir reden von Lebenskampf, wo eigentlich gar kein« ist. wo nur das Geben seiner Ungeleh- mästigkttl folgte oder dem Gebote der göttlichen Macht! Wir müssen endlich lernen, das Leben als eine Flut anzuleben, die ewigem Rhythmus und Wandel untertooden ist. sonst wäre es eben keine Flut, die uns ab« tragen wird, wenn wir srdhlich zu schwimme wissen, wenn wir 'S«- trauen haben in daS Kommende, in das durch den etoigrn Wandel hcraussteigende N?ue. Ob wohl d« Fisch das Wass«, fein Ölern ent. als seinen Feind ansehen würde! Wir ver- nünstigen Menschen! Diele leben ihr Leben vielleicht gar zu schematisch, wollen zuviel Sicherheit, ihre Pslichterfüllung. so treu sie sein mag. beilegt sich immer in gewohnten Bahnen ober nach den Fielen «tn« Borschrift Es gilt, beweglich zu leben, im Innersten tchwungsähig zu bleiben, zu lernen, jedem Tag. mr, « auch sein mag. tn sein Anti in zu sehen, «urchtlks. gläubig, lebendig! Es gilt, auf daneben und sein« oft jähen und harten Gebot» " Das toll ein Sportplatz fein? Bekanntlich hat bi, Stative cwallung unt« Aufwendung erheblicher Geldmittel den Sportplatz Trtcb an der Grünb,rg,r Strahe fp voll ko i nm Herrichten lallen, dast die mit Sehnlucht auf Mdm Platz wartende Sportler von besten Hof nungen für ihren Spvrtbetrieb erfüllt Waren. Nunmehr hat man in der jüngsten Feit in völlig f a 1 f r r .Berdrahtung" den Draht, allerdings «lektrdchen Leltungsdraht mit mehr «en baumstarken Masten, an« über den ganzen Platz geführt Dast auf die- 'em Platze weim keine 2Ü»hilse getchatsen w,rb — ein Spottbetrieb nun nicht mehr möglich ist, braucht man wohl nicht besonders dartzulegen. Dir find nur qcspannt daraus, wie lang, dic'e monströse ä i - richt ung bestehen blcibr. durch die das ganze bisherige Werk der Sportsörderung durch die Derwaliuug wieder lllu'ori'ch gemacht wird Hossentlich verschwindet Md,# Monstrum im Handumdrehen " Di, elkktrische Strahenbohn bat infolge ber ©emerbeau-ftcllung täglich Hochbetrieb zu ocrzeichnen. Seit Eröffnung der Aufstellung — L Juni — bi» zum vorgestrigen Donnerstag. 9. Juni, wurden als Paffagiere ber Srrastenbabn nach und von ber GewerdeaSteilung insarfamt rund 82 000 Personen gezählt Man bar» urohl an- nehmen, bah ber Bertehr auf ber Clekttifchen bunt) die Ausstellung auch weiterhin sehr gut fein wirb. " Die nächsten Siebener Dieh- markte finden am Dienstag und Mittwoch nächst« Woche statt. Am Dirnstag ist Nindvieh- (Nutzvleh--Markt. am Mittwoch Schweine- und Schlachwiehrnarkt *■* Den Kuraufenthalt für Kinder an der See betrifft eine Bekanntmachung dcs städtischcn 3ugendamtes in unserem heutigen Anzeigenteil, aus die wir die öl em besonders aufmerksam machen k. 3m Walde verirrt hotte sich gestern nachmittag gegen 5 Uhr das unaesähr 4 Jahre alte Söhnchen des Brauers Biedenkops. Sonnenstrahe 3 dahi« Das Kind hatte sich von seiner eS beaufsichtigenden älteren Schwester unterwegs entfernt und irrte mutterseelenallein im Walde in der Nähe der Schieststände umher, wo es eine hiesige Familie sand, di, den kleinen AuSreiber nach Derständlgung der Polizei und Anstellung weiterer Ermittlungen seinen öltern wieder zusührte. •’ Der Oberhessijche Kun st verein eröflnel morgen. Sonntag. 12. 3uni. eine neue Ausstellung, die letzte vor den F«ten. Sie bringt Bilder (Oelgemälbe. Aquarelle. Graphik- auS verschiedenen Teilen unserer Provinz, insbesondere auch auS Giehen und Umgebung zur Schau ÖS stellen aus: Georg Heil Schlitz. Earl Fries- Ortenb«g. Karl Geist- Grünb«g. Eläre von deutet» Blitzenrod. Heinrich Will- Treis. Di, Ausstellung ist wted« zu den üblichen Feiten: Sonntag». Montag». Mitlwoch». Freitag» von 11 bis 1 Uhr. Mittwoch» von 3 bl» 5 Uhr geöffnet und Dürfte al» Ausstellung heimatlichen Charakters befondereS 3nt«cffe verdienen (Siehe Anzeige in gestrig« Nummer) •* DaS Sommerfest beS Gleiberg- B e r e i n - auf der Burg Gleiberg am Sonntag, 19. 3unl, wird in dem heutiaen Anzeigentell angekündigt. Noch dem vorgesehenen Programm werden genuszveiche Stunden zu erwarten sein. Für Fahrgelegenheit hat d« D«einSvorstand gesorgt. • Geburtstage hochbetagter Mitbürger Am morgigen Sonntag begeht Frau Seim. Hlllebrandtstrahe 11 wohnhaft in körperlicher und geistiger Frische ihren 80. GeburiStag. 3n völlig« Frische kann morgen auch uns« Mitbürger Konrad Bogt. Bleichstrahe 8 wohnhaft, seinen 81 Geburtstag feiern • • Kl, inseuer cntftanb gestern nachmittag gegen 3 Uhr in der Waschküche de» Hauses Rod Heimer Strohe 42. Dort mar in einem Steffel Del und Fett beim Sieben in Brand geraten, wodurch natürlich auch eine starke Rauchentwicklung entstand. Mit Hilfe zweier Feuerlöschapparate konnte D« Borstand der Hessischen Handwerkskammer fofcte auf fern« Tagung in ö leben am 8. 3uni einstimmig folgende 5nt- schltestung: .Die beabf ichtigtc Erhöhung derPortv- s ä h e der Neichspost gibt zu alledchw«sten ‘Bebenfen Anlaß 3n der Hauptsache uxrben durch diese Maßnahmen den breiten Kreisen der werktätigen Bevölkerung untragbare Lasten aufmlegt Eine allgemeine Verteuerung der Lebenshaltung müßte di, Folge davon lern. Außerdem stehen die Portvfätze d« Neichs- post tn so enger Beziehung zu dem Geldwert, daß eine Erhöhung, namentlich des Briefportos geradezu wie eine 3nf latlonseri cheinung ausgefaßi werden würde Der Vorstand M*r Hessischen Handwerkskammer gibt im Namen des gesamten hessischen Handwerks sein« Erwartung Ausdruck, daß die von der deutschen Wirtfchaft einmütig gegen die Portoerhöbung vvrgebrachten Bedenken doch noch in der letzten Stunde entsprechendes Gehör sinden." Hic^tcnci Wochen Marktpreise. Ös kosteten aus dem heutigen Wochenmattt: Butler 130 bi« 160 Pfennig, Matte 30 bl» 35. Käse (10 Stück» 60 bi» 140. Wirfing 30. Weißkraut 20. rote Hüben 10. Spinat 20 bi» 25. Nömischkohl 15. grüne und gelbe Bohnen 60, Spargel 70 bis 110. Erbsen 50 bi« 63. Misch» gemüfe 15. Tomaten 120 bi« 150. Fwiebeln 15 bi« 20, Meerrettich 43 b:S 60. Nhabarber 15 bi» 20. Kartoffeln 7 bis 8. Kirschen 70 bi» 90. Stachelbeeren 35 bi» 40. Erdbeeren 140. Honig 50, junge Hahnen 120 bi» 130, Suppenhuhn« 120 bi» 130 das Pfund: Sier 11 bis 12. Blumen- kohl 60 bi» 120, Salat 8 bl« 15, Salatgurken 40 bi« 70, Oberkohlrabi 15 bi« 20, Lauch 5 bis 10, Sellerie 20 bl« 50. Nettich 10 bi« 15 Da» Stück: gelbe Rüben 20 bl» 30. Radieschen 10 bi» 20 Pfennig do» Bund. Bornotizen. — TogeSkalender sür SamStag. Gewerbe-Ausstellung. 4 bis 7 Uhr: Konzert: 8 bis 10 Uhr. Revue. — Deudchnationaler Handlungs- gehilfen-Berbond. Kausm. Dereinshou»: Monöls- vedammlung. - Reichsbund der Fivildienft- b«echtigten. 8'/, Uhr. ..Stadt Llch": Auh«- ordentliche Hauptverfammlung. - Geflügel- und Dogelzuchtverein Gießen. 81/, Uhr, .Pfalz« Hos": Monats-Derfammlung. — Ruderklub .Haffia". 8*/t Uhr, Bootshaus: Mitgliederver- sammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Die Tänzerin des Zaren". — Astoria-Lichtspiele: »D« Sohn des Hannibal". — Tageskolender f fi r Sonn! a g. 0' erbe-Ausstellung. 11 biS 1 Uhr: Früh- schrppenkon;?«: 4 bi* 7 Uhr: Krmzert 3* , Uhr 5r,ibdItondL iar unöfämmtt nittelbarun- impt iahten twr. 'r-N - ift. b„ in einem 0n der late alter.W hichnechoier. üuipiden d«am wann- VmOtÜcm« üle ts ihw d-' iünch-n-Snv^ r! Qucdl'nbu" ?n.« >61««' ,tr?” u»t XS-S aterfannt Altrenommierte lukui« Ixtier- ul Fetlwarin-IoHrltirMa eicht tüchtigen, abiolut zu-. orlä«f Vertreter iae leuehe ler eiieebll|le«a tut- itHlL Nur Herren mit allerbeeten Referenzen belieben sieh zu melden unter II. 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Leichtathleten». Montag, 13.3aiii, Klä Uhr: »“o Berfammlnng im AnOUktiUer. ßürger- gesellschafl. Jn'olae der Gg» Werbeausstellung u. deren Beranftoliun- gen Rnbet der Tanz- Ausflug nach der KarlSrnh morgen Nicht 5ß7tD statt. 8er ▼eretie*. ort, Ihr Frau n, und laßt Euch sagen... .Nach müßt Ihr stets fragenl laaooMa stellt auf dem Gebiet derselbst tätigen Waschmittel eine Sonderklasse dar. Besser, mühe loser und schonender bisher wird die mit Ozonil sä,: tätig gereinigt ALLEINIGE Dr.THOMPSONS ©croettJeoußitennnG (SieBen 1927 5633c 1.50 JLK L“ e Sonntag, den 12. Innf 11-1 Uhr: IrrHihfehoppenfeonzeN 4-7 Uhr: Konzen Kachmiitags ^reibaBonaufftieg o Frau Elvira Wilson an» Hamburgs Ballonverlolgnng durch den Ober- hessischen Automobllfelnö. einlriM M ps. Montag, den 11. Inni Ad abend» 8 Uhr: Tanz unb Vor, LH rang moderner (Be- selschastsläaze durch da« IanU'bnnftit«i Väulfee, »leferr.. Eintritt 20 Vf 2. Platz.....1.50 . 0.75 . (Eintritt nur für da» Au»sielung»gel4nde 50 Pfennig Heute Samstag, ab abends 8‘ - Uhr, große Gießener ^evue in der Dolksballe oaegefüfert vom Valleftfeorp» und ersten Kräften der Frankfurter Oper and ersten Mitgliedern be» (Blefeener Slabitheater». (Eintritteprelft (einschlieii ich Au^ftellur; ' elände, rufchia« ftr iRtiabtr tfeerr ■wb Iffbenee: Balkon.....2.50 JUl I Platz.....2.- . Man verlange ausdrücklich Gießener Brauhaus-Biere Nr. 134 Zweites Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, U. Juni (927 Szenenwechsel im fernen Osten. Don Dr. Paul Rohrbach. Entgegen allen Prophezeiungen europäischer Korrespondenten in China hat sich bw San« der von Tschangkaischek geleiteten Regierung non Nanking nach Norde» in Bewegung gelegt und zunächst bedeutende Erfolge gehabt. Daß eine große nuliiLrische Aktion von Nanking au» im Dange war. tonnte man schon au» den ein dis zwei Lage früher hierher gelangten Nachrichteii schließen wonach zuerst die Japaner und danach die Engländer ganz plötzlich Truppen nach Norbchcna schickten, die Japaner nach Schantung und die Engländer nach Tientsin. 6» wird gut sein, bei dieser Gelegenheit noch einmal den bisherigen Dang der Dinge in Chrna s,ch zu oergegenwär.igen. Der grohe Bor- marsch der Kantonesen 1926 gelangt« in ununterbrochenem Anlauf dis Han kau. das etwa SCO jtilomticr landeinväns am Jangtse liegt, an der Stelle, bis wohin bei mittlerem Wasserstand grohe Ozeandampfer und schwerere Kriegsschifse auswärts gelangen. Hantaa mit feinen AedenttLdten ist der wichtigtte Platz im 3mv."n von China. Hier etabüeric sich nach der Einnahme die Regicrung der Rationalen Fvei- heits-lDoiks--Partei der Kuomintang. Deren militärischer Defehlohaber war der junge Oene- ral Tschangkaischek der feine Ausbildung teils auf der chinesischen Mllttärschule von Wharnpoa teil» in Moskau erhalten hatte. Tschangkaischek ging von Hankau alsbald gegen Schanghai vor, geriet aber schon auf dem Marsch In Differenzen mit der zu Moskau neigenden. von Dorodln beeinflußten Hankauer Regierung, die ihm politische Aufsichtskomnnlsare mttgab und in der htneienkadt von Schanghai eine kommunistische Sowjetsiliale einrichten ließ. Nachdem T'äxinqkoischcrk Schanghai (immer natur- ltch mit Auslassung der internationalen Nieder- lassung) und die von dort fließenden großen Einkünfte 'n seine ®ett>aU bekommen hatte, machte er mit den Kommunisten kurzen und blutigen Prozeß unb etablierte in Nanking, das unter der Ming-Dnuastic bis zum 17. Jahrhundert die Hauptstadt von ganz China gewesen war. eine neue Negierung Diese frat mit dem Anspruch aus. die eigentliche offizielle Dolksreg.e- rung zu sein, unter Ablehnung deS Kommunismus und des Verhältnisse- m i t M o s ka u. Dadurch, daß Tschangkaischek die Eingang»psorte de» Jangtse beherrscht, hat er die radikale Negierung in Hankau von der Der- blnbung nut dem Meer und den Zolle inkünften abgeschnitten unb sie zur Ohnmacht verurteilt. Außenpolitisch treten Tschangkaischek und seine Negierung, auch wenn sie dem Kommunismus ben Krieg erklärt haben, mit aller Energie a l s Dorkämpfer von Chinas Selbständigkeit gegenüber den fremden Mächten auf. Apch ihre Parole heißt: Fort mit den un- gfcUßen Verträgen und mit den privilegierten Niederlassungen der Fremden! Don ganz anderer Art ist Un ^lorden die Steilung Tschang t soll ns. Cr war ursprünglich nur Militarhcrrscher der Mandschurei, hat aber von dort feine Macht auch über die Provinzen Tschill mit der Reichs- Hauptstadt Peking, Schantung unb einen Teil her wichtigen Dinnenprovinz Honan ausgedehnt. Eine ähnliche, nur schwächere Stellung nahm vorübergehend auch Suntschu anfang in den reichen Küstenprovinzen zu beiden Seiten der Jangtse-Mündung ein. Er wurde beim Vormarsch der Kantonefen auf Schanghai geschlagen, mußte sich nordwärts zurückziehen unb in Abhängigkeit von Tschangtsolin begeben. Zur Zeit spielt er keine erhebliche Nolle mehr, auch hat er nie ein Verhältnis zu der nationalchinesischen Freiheitsbewegung gehabt. Tschangtsolin ist ein energischer Mann, gaiiz Militär, aber gleichfalls nicht auf den nationalchinesischen Gedanken eingestellt, sondern auf seine persönlichen Machtziele. Er hat sich öfters, so schon während des Krieges als er den deutschen Vertretern Mittel zur Hilfeleistung für ihre Schutzbefohlenen zur Verfügung stellte, als Deutschenfreund gezeigt. Zwischen ihm und Tschangkaischek war da» Verhältnis längere Zeit unklar: vorübergehend schien es. als ob sie sich, mit einer gemeinsamen Front gegen ben Bolschewismus. Derftanbigen unb ihre Machtbereiche gegenseitig anerkennen wollten. Eine solche Wendung wäre zwar im Sinne der englischen unb auch der japanischen Politik gewesen, sie hülle aber Tschangkaischek seinen moralischen Rückhalt bei den gemäßigten Elementen der Kuomintang gekostet. AuS diesem Grunde mußte Tschangkal- Boöen, Degetatiott, Siedlungen, Volk und Hälfe in (ßberheffen in zeitlicher Entwicklung. Don Dr. 5. Ä l u t c. o. Professor der Geographie an der UniDcrfität Gießen*). Die geographischen Dedingungen sind in historischer Zeit keinem größeren Wechsel unterworfen, so baß sie. von kleineren Derände- runaen abgesehen, als konstant betrachtet werden können. Der Mensch hat dagegen im Lause der Jahrhunderte feine Ansprüche an die llmtoclt erweitert und verändert und deshalb erhalten die verschiedenen geographischen Faktoren in jedem Zeitalter menschlicher Betätigung eine wechselnde Bedeutung. Wieweit sich auch die Kultur entwickelt, sie wird nie unabhängig von den geographischen Bedingungen, so sehr sie dieselben auch zu meistern lernt. In Hessen, unb eS ist hier das Gebiet des ganzen DollsstaaleS Hessen betrachtet, um bessere DergleichSmöglichkeiten zu haben, wechseln Mittelgebirge unb tiefgelegene Teile. Die tief- gclcgcnen Teile sind die Rheinebene. Wetterau unb das Rhein-Main - Dreieck, die gebirgigen der Odenwald und Vogelsberg unb das rheinische Schiesergebirge. Bei einer Betrachtung der 11m- gestallung der Landschaft durch den Menschen ist als erstes festzustellen, daß die Gebirge zur Zeit der Römer fast ausnahmslos dicht bewaldet waren, ausgenommen breitere Talgründe, besonders am Rand deS Gebirges. Dewohnt unb beackert war daS Tiefland, nicht nur zur Römer- zeit, sondern nach den Funden von Gräbern unb Wohnplätzen schon zur jüngeren Steinzeit und zur Bronzezeit. Ausgenommen sind die großen Sandgebiete im Rhemthal unb im Rhein- *) Nach einem Vortrag, glatten auf dem 22. Deutschen Geographentag in Karlsruhe schek sich früher oder später gegen den Norden m Bewegung fetzen. Dori cfxfnert in Peking immer noch die frühere jetzt ganz zum Schatten geworbene Reichsregierung in deren Namen die seit balb zwei Jcchvrn nicht mehr bezahlten offiziellen Dertreter Chinas im Auslände und beim Ddllerbunbe amtieren. Ttchangkaifchets Vormarsch richtet sich mit der Hauptmacht . itlang brr von Nanking nach Prting führenden, seinerzeit unter deutscher Beteiligung erbauten Bahnlinie. Diese erreicht schon einige hundert Kilometer nördlich von Nanking bte Grenze der Provinz Schantung. Tschangtsolin. der die Verteidigung feine» Macht gebiet es noch vorher versuchte, ist «den vollständig geschlagen worden, und auch feine nächste Stellung bei Tsmanfu. der Hauptstadt von Schon u ng. ist stark gefährdet, da der Uebcrgang über beii Gelben Fluß hier von den vvrdnngenden Südlruppen schon erzwungen ist. Hinter Tfinanfu gibt «s nur noch dicht vor Peking, die von Natur wenig starke P e i h o l i n i e . und wenn auch Peking aufgegeben wird, als letzten Rück- Hall bte äußerst starke Stellung beiSchanhaik- wan. wo die Große Mauer die schmale Passage zwischen dem Meer und dem Gebirge schon feit Jahrtauseichen sperrt unb das Tor zwi chen bem eigentlichen Sin .a unb der Waud'churei liegt. Je mehr 'ich T'changtsolln gegen den Äem- sitz seiner Macht die Mandschurei, zurückiüchi, desto stärker wird er. während sein südlicher Gegner sich von seiner ursprünglichen Baus. Nanking, entfernt. Es kommen aber neben den im engeren Sinne militärischen Faktoren auch noch andere in Betracht, vor allem die Volks- stimmung. die auch im Norden stark der Kuomintang luncigi. unb dazu noch die schwankende Gestalt des sogenannten christllchen Generals Feng, der mit einer Armee von unbekannter. aber schwerlich bedeutender Stärke seit anderthalb Jahre;', in der gebirgigen Region nordwestlich von Peking gegen die Mongolei zu. stand und nun, nach T'-angtsoiins Niederlage, auf Chengchow zu marschiert. Alles dies zusammen macht es wohl begreiflich, daß man in London unb Tokio in Aufregung geraten ist unb im voraus ^zum Schutz der eigenen Staatsangehörigen^ rnilltärische Kräfte auf den vermutlichen Kriegsschauplatz geschickt hat. Chomberlins Flugbericht. Die Nachtausgabe laßt sich aus Neuvork tndben. Nachdem der ungeheure Sturm der Vegrüstungc seierllchkeiten für die DyanfUcgcr Chambertin unb Lewine in Rottbus und Berlin etwas abgeebbt ist. haben die Flieger Zeit gesunden, einen ersten Bericht über den Verlaus ihres kühnen Dyan nach Amerika gelangen zu lassen. Sie schildern ihre einzigartigen Erlebnisse wie folgt: „Nach einen Blick auf die jubelnde Men« von (£ u r t i ß f i e 1 b, bavi^eißt es: Keine Zeit mehr verlieren, in die Maschine klettern, der wir unser, ganze Ausmerksarnkeit schenken. Kurz nach sechs Uhr früh starteten wir, unb es war eine Sache weniger Minuten, da lagen schon die Heineren Orte oon V o n g- Islanb . . . Kurz darauf, cs war acht Uhr. da lag Westport unter uns. Ueber N e w - 2 e b s o r b (Massachusetts) flogen wir in norböstticher Richtung, unsere Maschine ping ganz niebrig über Ne Stadt, deren begeistert Abschied winkende Menschen wir deutlich sehen konnten. Dann gingen wir wieder hoch bis auf 1000 Meter. Das Wetter war bis jetzt kalt, aber wir waren zuversichtlich: Wir fühlten un:- zunächst erleichtert und atmeten auf, den „'.Rümmer mit all den aufpeitschenden Begleiterscheinungen hinter uns zu haben. Trotz des tollen PropeUergebnauscs fühlten wir. daß eine gewisse wohltuende Ruhe über uns kam, hier im stillen Führersitz, von aller Welt abgetrennt unb abgeschnitten. Prooineetown unb bann überflogen wir Neusundlanb. Kurz nach Mittag sichteten wir Barmouth. das wir langsam überzogen und auch hier uns über den Jubel der BeoiHferung sreuten. Hallfax war der nächste Punkt. 3eßf bekamen wir Wolken, es regnete und bann Rebel — Nebel — Nebel. Bafb — schon kreuzten wir Ober bem offenen Meere — hatten wir Malheur mit unserem Kompaß. Er funktionierte aus einmal nicht mehr. Wae tun? Die Situation war für uns fürchterlich. Sollten wir ohne Kompaß bas Weltmeer durchkreuzen? Das ist unmöglich. Das ist ein lächerliches Unterfangen! Sollen wir umkehren? Geradezu beutlich erfaßte uns die Unruhe unb ließ uns keine Rul)e. Aber bann dachten wir an die Kritik der Presse wie überhaupt der ganzen Oefsenstichkeit der Welt und tagten uns: ’Rein! Nie imd nimmer, lieber imicrgchm! Lieber im Meere krepieren, als jetzt einen Rückzug antreten. Uebrigens was heißt das? Wir sind ja doch nicht verloren. Lachend erinnern wir uns des kleinen Slompoffcs an unserer Taschenuhr unb hängen biese feierlich über ben nicht mehr funPionierenben Flug- zeuakompaß. Ferner gab es ja ba bHinten Eisberge in Hülle, und Eisberge sind immer auch ganz gute Wegweiser auf bem Ozean, fobati) man eben fliegt unb nicht Dampfer fährt. Als wir sichtlich erfreut über ben glückhaften Ausweg aus dieser „Dcnnncdsituation“ waren, lachte Lswine und sagte: Lieber im „Dav jones locker“ gleich der Hane Taschenuhrkompaß auf dem Posten war und es auch nicht an Eisbergen fehlte. Aber dann kamen immer w.eder unerhörte Nebelschwaben, die uns zeitweise keine Eisberge erblicken ließen. Wir flogen dahin nicht wie über einem Wellen rnrrr. sondern über einem Meer oon schmutzig- grauer Watte. Es ging rauf und runter, zeitweise stiegen wir in eine Höhe bis zu 23 000 Fuß hinaus — wir flogen Stunden hindurch — der Abend kam — e S wurde Nacht - wir flogen immer noch — bald leuchteten uns die Oeftimc auf dem Weg durchs Ungewisse, bald verschwanden sie hinter nachtschwarzen Wollen — es graute der Morgen, mit neuen Nebeln brach der Tag an. Wir flogen flogen — flogen und wußten eigentlich noch immer nicht: wohin.... wußten immer noch nicht, wo wir waren. Wohl witterten wir Land, wohl mußte unserer Berechnung nach Land kommen. Aber welches Land. Wird eS Irland fein oder England, Spanien ober Frankreich. Auch kein Schiff dort unten aitf dem dunklen Meere. Nirgends ein Lebenszeichen. Wir waren allein mit unserer Maschine, wir waren allein, wir drei: Chambertin, Lewlne und die treue Columbia, wir waren nur auf uns angewiesen. wir auf die Maschine und diese auf und. und alle drei auf unser Glück. Jetzt kam das Glück in Gestatt deS großen CunarddampserS .M aurctania“! Wir wollten unseren Augen kaum trauen, als wir das prachtvolle Schiff, voll beladen mit fröhlichen Menschen, die uns zujubelten. vor unS tote einen »Fying Dutchman" aus dem Meeresnebel au stauchen sahen. Mehrmals umkreisten wir das Schiss, aber eine Verständigung mit den uns feiernden Passagieren toar leider unmöglich. Zufällig hatten wir eine Neuhorker Rettung bei und, und da kamen toir in unsererNot und unterem Ztoeifcl auf die Idee, unter den .Shipping Newd" nachzuforschen, wo die .Mauretania" um diese Stunde gewesen sein könnte. Da aber toar unsere Freude groß, als tolr feststellen konnten, daß wir schon wider Erwarten weit vorgedrungen waren und (Europa vor uns lag. Wieder tourde_.es Nacht, und die Nacht brachte abermals undurchdringlichen Nebel. Jehl touß**n toir. daß toir schon über Europa toaren. daß toir Englands Südspitze überflogen hatten. Wegen des dichten Nebels gingen toir höher bis zu ungefähr 20 000 Fuß. In dieser Höhe trafen toir über Deutschland ein unb hielten uns eine ganze Zeitlang so hoch. Denn toir fürchteten in Deutschland die Berge, die Kirchtürme unb bie Fabrikschom- fteine. Wir kannten bie beulschen Städte nicht, unb auch unsere AtlaSkarte toar ein würdiges Gegenstück zu unserem Taschenuhrkompaß. Einmal toaren toir über einer Stadt, deren zahllose Fabriktürme zu uns ßmauffaßen. Wir dach'.on bestimmt, eS sei Bremen. Wir gingen ganz tief herunter und fragten em halbes Dutzend ßeute, too toir wären, unb bte erwiderten uns laut und deutlich: Dortmund. Wir fliegen wieder sehr hoch, als plötzlich sich Denzinrnangel empfindlich bemerkbar machte. Wir gingen wieder Main - Dreieck, bie schon damals wie heute mit Kiefernwäldern bestanden waren. Die nach Vertreibung der Römer einziehen- den Alemannen und Franken nahmen die gleichen Gebiete ein und begannen erst um 700 mit der Urbarmachung neuer Gebiete durch Rodung. Dabei trafen sic eine starke Auslese nach der Bodenart. Der kristalline Teil deS Odenwalds und Spesiarts wurden bald in Eingriff Snmen, auch die Randgebiete des Vogels- s. In der ztoetten Rodungsperiode, die im ahrhundert einsetzt und um 1300 ab- schli eßt, wurden d ie höheren Teile deS Vogelsbergs mit seinen Basattböben in Angriff genommen, während im Buntsandsteinodenwald und Spessart nur ganz vereinzelt neue Ortschaften angelegt wurden und zwar in Mulden, m denen sich ein lehmiger Sandboden befindet. Sonst blieben diese Gebiete tote auch das Sandgcb et Star- fenburgj von Rodung verschont, da bie Böden 3um Ackerbau ungeeignet sind. In einzelnen Fällen toar man mit der Rodung zu wett gegangen und hatte Ortschaften auf schlechtem Boden gegründet. In vielen Fällen sind Ortschaften wieder verschwunden unb man spricht in diesen Fällen von Wüstungen. Dieser Ausdruck ist aber irreführend, denn, wenn auch die Häuter abgebrochen wurden, so ist doch in den meisten Fällen die Ackcrflur erhalten geblieben und einer Nachbargemeindc zugesallen oder einer fi^ erweiternden Stabt. Rheinhessen zeigt 15, Starkenburg 123, Oberhessen 269 solche Wustungen: 10 Ortschaften würben wegen ihrer Lage im Ucbcr- schwemmungsgcbiet des Rheins aufgegeben. 3n Starkenburg ist bei 23, in Ober Hessen bei 33 Wüstungen die Ackerflur ganz oder teilweise wieder dem Walde zugcfallen. Bei den anderen handelt eS sich nur um bie Verlegung beS Wohn- pla-eS, unb zwar in ben überwiegenden Fällen um Angliederung an eine vorhandene Ortschaft. Was nun bte Bevölkerung angvfrt. so hüben wir cnrS der Geschichte frine zuvertäEigen Anhaltspunkte, toaS an germanischen oder Dorger- manischen Bevöllerungsresten in diesem Gebiet vorhanden war. Im Gebiet des Zehntlandes hatte sich nach TacituS gallische Bevölkerung ange» siebett, nördlich davon faßen bie Chatten. Wenn toir bie Ortsnamen betrachten, hören bie Orte auf heim, bie man ben Franken zuschreibt, nördlich der Wetterau aus. Gleichgültig, von wem sie gegründet ober umbenannt tourben, so scheinen sie doch von einer einheitlichen Besitzergreifung in unterem Gebiet Zeugnis zu geben, da sie alle in allbesledettem Gebiet liegen und gegenüber anderen Ortsnamen als geschloßener Komplex auftrelea. Trotz der germanischen Be- sitzcrgreifung müssen große« Teile Der vorger- manischen Bevölkerung zurückgeblieben sein. Durch eine Rundfrage bei sämtlichen hessischen Schulen, ausgenommen den Schulen der größeren Städte, wurde Haar- unb Augensarbe der Schulender bestimmt. Diese Rundfrage wurde durch das Entgegenkommen des Hessischen Landesamtes für das BildungSwefen befürwortet, durch die Not- gemcinschaft der Deutschen Wissenschaft unterstütz: und in dankenswerter Weise von der hessischen Lehrerschaft durchgesührt. Zur Dodäuftgen Beurteilung wurden die blonden Schulkinder mit blauen, grauen unb melierten Augen zusammen- gefaßt unb ben braunen, bunkclhaarigen Kindern gegcnübergesteltt. Trotzdem einzelne Dörfer einen größeren Prozentsatz Heller Typen, andere einen solchen dunller Typen auftveisea, kommen doch In alle« Dörfern beide Typen nebeneinander vor. In keinem der 18 Landkreise geht die Zahl der Hellen unter 33 Prozent und nirgends über 46Prvz. Man kann daraus schließen, daß die eingewanderte germanische Helle Devölleruiig von Anfang an neben der bunte In ücrgermani» schen Bevölkerung saß. Andererseits ist ttoh der anderthalb Jahrtausend des Nebeneinanderlebens der Helle und dunllc Typus nach ben Menbel- schen Regeln erhalten geblieben, nicht allein nach Haar- und 2tegenforf*. auch nach Kopfform, herab und temucn unS bei Helfta bei Eis- leben gcra?c l och einer, geeigneten LandungS- plan lud-. . Dorsl^wohrer . i. chten uns genügend Benzin. Uach vier Stunden fiarteten wir wieder und wollten nun direkt nach Berlin, hatten aber indes b%i# Mißgeschick, uns zu versliegen. kam nun wieder Bkangrt an Denzim Wir mußten wieder parterre gehen, unb bet der Notlandung gab» noch den Prop, tb rdruch war Klinge bei Äottbu S. bte letzte cklappe der großen Reife Nun find mir endlich in Berttn. Wer weiß, ob toir .ohne Klirre hierhergekvm- men wären! Auf schiefer Ebene. Lvn Reichsminister a D Dr.-Jng Got dein. Selbst bie Börse fangt an. bie ungünstige Haudelsdilan z Deutschland^ mit Sorge zu betrachten. Die Hosfiiung. mii der sie sich lange Zeit über sie binweggviäufcht hatte, die Harfe Einfuhr n Rohsi Men daneben der von Ledensmittefn die Schulb an her Passivität trug, wurde sich in ben fpätvven Monaten in einer wachienden Ausfuhr von Fertig- wareii auswirken, schwinbet immer mehr Letztere stagniert weiter, bu ber e/jftcrcn will sich nicht senken Hatte bie monatlich / Passivität Im letzten Quartal 1926 schon 163 DlUI. Bkk betragen, so ist sie im Januar-Apri! atd durchschnittlich 294 Mill. Mk. gcfticvNn 3n 4 Monaten eine Untcr- bilc^ von fast 1200 Bk^Uonen Mark! Das ist für einen Schuldnerstaat. ber zubem ungeheure Reparationste.nunpen ait das Ausland abzuführen gezwungen ist. eine sehr debrol liche Sache. liniere Vcrt:gtoarcr.cin^:hr. die un Monatsdurchschnitt d.s Dorjahi'eü 110 Dill. Mk Ix-irug, ist aus 169 Mlll Mk. tm Durchschnitt Januar- April unb auf 193 Mill. fJHL im April gestiegen: sie war in letzterem 100 iDlilL Bkk. höher als im Apnl 1926. Untere rrtigtoarenauefubr toar bagegen im MmiatSdulrchschnitt Januar-April mit 575 Mill. QltL noch über 5 Mill, niebrihierin ber gleichen Zett ba- abqelaufenen JahreS. Wir leben über unsere *Bcrbalhrifk. konsumieren mehr, als toir haben: toi.r leben auf Pump. DaS geht, fo lange unS daS ffilueianb boril; aber bei 'olcher Wirtschaft geht i.in Stück unseres Bolks- vermögens nach dem anl-em in ausländische Hand über oezto. wird dieses verpfändet. Ich ixritebc daher durchaus bie Sargen unseres Reichsbank- bräfibenten, ber Austeuibsleihen nur für solche Aiüagen zulasfen will, mtl denen unsere Ausfuhr gehoben ober divcch Steigerung ber In- lanbsprobuktton die Einfuhr gemindert wird. Fällt die ®mte gtet aus. fo wird sich gewiß untere Cinsiihr von ii.ebenS- und Futtermitteln verringern- aber 250--270 Mill. Mk. im Durchschnitt jedes Monats werden wir selbst bann dafür einschließlich mußmitteln an daS Ausland zahleii müsien, jofem toir unseren Bedarf an letzteren: Kaffee. Tabak. Tee. Dem etc. nicht wesentlich einschttänkeu. SS toar im Jahr< 1916, alS ich im Reichstag auSsührte: »Auch wenn - tote wir wünschru unb Iwlsen dieser 5krieg siegreich für unS auS- gehen sollt«, sv wirs» er doch eine so furchtbare Verarmung zurücktttsfen. daß wir wie da- Preußen nach den Fweihertskriegeii unS wieder großhuug?Ni und groß arbeiten müssen." Einig e Parteien meinten fs eilich: so schlimm würde es nicht werden, da wtft doch auf eine große KrtegS- entschädigung rechn«m könnten. Die Sozialdemokraten aber stimm«it mir lebhaft zu und Ebert drückte mir hintetchq r bewegt die Hand und sagte: .Sie haben Recht: «as werden auch nach dem Krieg sehr scz.wer« Zeiten werben." Den Krieg ballen wir trotz aller Alesenan- ftrengungen unseres Volkes gegen die ilcbcr- macht ber ganzen Welt verloren. Stall ber erhofften Krie ',sen tschäbignng hat man uns unsere Kolonien, ur.lcrc Flotte, unseren Au-laud«- besitz, wertvollste sAebllte unseres Landes genommen. hat imferm verarmten, auÄgeraubten unb oerfleiiterten Lcmki unsagbare Lasten aufgelegt. Aber bie Konsequenz, un - wieder groß zu hungern und groß zu arbeiten, will man bei uitS nicht ziehen. Im Gegcntell: man will besser /eben unb will weniger arbeiten alS vor bem Del ’lorencn Krieg. Die Napoleonischen Kriege en/deten noch mit unserem Siege; trohbem zwang uns bie Rot zu ungeheuerster Sparsamkeit. Di>k schon vorher nicht gerabe hohen Gehälter würben aus- stärkste reduziert, bie Pensionen unb Witwengelder auf ein Minimum gesetzt, für KrisMnvaliben fast gar nicht gesorgt. DaS toaren V^asinahmen. bie in dieser Härte nicht voll zu billigen waren. Aber unter dieser I !■■!■■■ .1 ■ r ■ ■ ..... Wuchs und anderen körperlichen Merkmalen. ES leben somit nah zwei Rassen nebeneinander, die tl oh der gleichen LebenStoeise. Sitte, staatlicher Zugehörigkeit ufto. noch die körperlichen und auch gei'/üg-Icclischen Eigenschasten ihrer Dorfahren in sich fragen. Mark Tu;>ain und die Trauben. Mark Twqsn, der im Grunde kein Freund allzu großen Aufwi ndes war, konnte sich dcn Einladungen der ToIIorrförngc nicht immer entziehen, und so war er auch einmal bei einem bekannten Multimillionär zu Tisch geladen, der seinen Gästen die auserlesensteis Gerichte oorjetzte, aber es nicht unterlassen konnte, stets auch die Riesensummen zu nennen, die er f ja für ausgegeben hotte. Mark Twain hörte sich ben Preistarif des Speisezettels zunächst ruhig an. Al» zum Schluß Obst angeboten wurde, machte der ll^oslgeber auf besonders köstliche Weintrauben aufn icrtjam, deren Beeren fast Pflaumen- große errc.chlen. Er erzählte, was er dafür Hobe bezahlen müfftn und berechnete, daß jede Beere ihm einen halben. Dollar koste. Mark Twain aß schweigend leine 2‘raube, aber als er damit zu Ende war, und ber Blirt ihn iriumphierenb fragte, was er dazu sage, rief er plötzlich aus: „Großartig, diese Trauben, großartig! Geben Sie mir davon noch mal für sechs $?«oUor." Man berichtete, baß der Dichter von bem Multimillionär nicht mehr zur Tafel gebeten wurde. Eii?e Widmung Bülows. Friede ike Goß mann, die berühmte Schauspielerin, ijotte sich bei ihrem Auftreten in Gmund« der bejor bereu Wertschätzung der hannooerjchev Königsfaiailie zu erfreuen. Als sie halb danach Hcms von Bü low bat, ihr eine Sßibmung in ihr Albion einyiftßn eben, erfreute sie ber stets witzige Bülow mii benß Apercu: „Mst ben Wetfen neiß man ßeuteaJ harten Sparsamkeit, Di« tn Allem unfi Jedem geübt wurde. senkt« sich da» Preisniveau. womit die meDrigen Gehälter und Pensionen «mm gewissen Au-gleich fanden, die Prvdukr'D>nsroV«n ermäßigt, Ne Aue'Uhr ?ehoben wurden Die Finanzen x^urrde-en. allmählich hab fich der Volkswohlstand der nicht durch en, tlebernl-ih von Steuern erdrückt wurde Und jetzt, »ach dem verlorenen TMtfritflT Die Opufenz. mit der in Reich, Ländern und auch vielen Gemeinden grtBirti^,a'tet wirb, hat für den. der in der reiche- Bor* -g-zeit in den HouShaltamsschü len milarbeitete wie ich. etwas SrschreckeneS D«. grtunde Orui-.Dfea Dl« Ansgabeu mfif'en Kch den Einnahm n anp v en" ttt in den ungclund-w verkehrt worden . *ür die Aufgaben müssen Die Einnahmen durch Steuern beschafft werden." Danach ob d«se nm der Wirtschaft g e t r o ge »-verdrn können, wird oich: gc- fragt Und der Mangel an Deran.wortlichkcire- aesthl der Regierurg^n wirb durch den der Parlamente noch ubertrpsie«. Zwischen den Parteien findet geradezu ein Wettlauf im Stellen ..populärer Anträge- Katt, die neue groye Aus- gabe« erfordern Auch der bete Finanzarstirtter ist machtlos dagegen. Mn dem oentorhmen Abg. bin ich ae- rode als Fachmann ein Vorkämpfer für den Achtstundentag 'm .Betabau gewesen. Aus «anitäten Gründen, jebod) auch aus der Erkenntnis heraus, datz in dieser ,feü her Bergmann feine Arbeitskraft ausgibt Aber Sch hab« den schematischen s-Stundentag für arte Arbeiten abgelehnt, wie dies übrigens auch bi» Gründer der So-ialdemo- lrotie Äari War, uikd Aodbertus getan haben. Die »euere fezialistilch» Behauptung, mit iür-erer Arbeus-eit werde dis Arbeiterleiftung steigen, hat sich in dieser Allgemeinheit als völlig irrig erwtefeu Wenn im Bergbau Engiande und Amerikas s oder 9 iStunden georocitet wird, so kommen wir mit mit 7 Stunden ihnen gegenüber auf dem OMtmadh ins Hintertreffen. Und wo für Sohlen gilt, gilt auch für andere Ar» beils.r^eugnisfe Am allerwenigsten das ver- okitzle und onagepvweestk deutsche Volk kann sich eine taxiert Arbeitszeis, als seine Konkurrenten latsten Wenn einmal der Gsshhandelsindeff oder der Lebenshaltungsinder vorübergehend um 1 oder 2 Punkte steigt, so wstrb eine -«hnprozentige Lohnerhöhung gefordert und Im Schiedsgerichts- und Swlichtungsverfahre» «int fünf- oder sieben- prozenttge scstgefeyt. Dav. wenn dae> Getreide teurer wirb, die Mehl- und Drotpreise steigen müsse», weist »eder Aber bah. wenn die Löhn« steigen, bte Warenpreise ivlgen müssen, wlll man nicht Wort haben. Da Hut man die schön« Theorie erfunden, daß out höheren Löhnen die.Kaufkraft des inneren TKetmfc" wachs«. Was nutzt aber dem Arbeiter der lßöher« Geldlohn. wenn er nach einigen Wochen, nachdem das Preisniveau entsprechend gestiegm ist. dafür so viel weniger Waren erhält, alp vorher' WaS nützt de« Beamten dann das Höhere Geholt? llnb dann kommt erneut der Schrei nach höheren Löhnen, höheren Gehälteva, die natürlich auch höhere Steuern und SotziaÜvsten nach sich ziehen. Dann steigen die Preise weit ist. Ss ist di« Schraube ohne Ende, deren fortgesetztes Andrehen zur Katastrophe führen muh. Dieser Tage sagte nrtr «ich vielgenannter englischer Abgeordneter .Letzts« Jahr haben unsere (enrtnldjcn) Beroarbehtr Ihre (die deutschen) Gefchüfte besorgt ttzeles Iahe beforgen die Ihrigen mit Arbeits^eitvet-kur-ung und Lohn- erhohuna unser Geschäft." Der Kohlenrat hat die Erhöhung der deutschen Koblenprcis« abgelehnt! das ist für unter« l-estnische Kohlen verbrauchende Industrie wie füst alle Konsumenten sehr erfreulich Wer wie lange wird sich die Kohlenpreiserhöhung aushaltasi lassen? und auch ohne sie toifl) bei Den gestiegenen Förderkosten unsere Kohlenausfuhr mehr tnb mehr von der englischen verdrängt werden, Hllso Einschränkung der Förderung. Feierschicht«. ^Zechenstillegongen. Arbeitslosigkeit I 3m letzten Jahr hatte sich unsere Tcrtil- und Konfektionsaussuhr erfreulich gehoben' nach den Lohnerhöhungen geht sie s'ieder beträchtlich *urüd. Roch ist sie für Den ^tzilandsmarkt stark beschäftigt Aber eine Inlano-koniunktur. di« nicht den Rückhalt an einer starken Ausfuhr hat, pflegt kurze Beine au habet Sie beruht un Wesentlichen darauf, das) um gtohcn Auölands- krediten zusätzliche Kaufkraft geschaffen worden ist: sie hat daher inflatorischen Sharaktcr. Die Vereinigten Staaten von. Amerika haben seil übet drei Jahren Hochkonjunktur, ohne daß in dieser Zeit die Löhne iraendw.» erhöht worden wären, im Gegenteil lind sie etttui« abflcbrödelt. Aber durch Rationalisierung hsven sie ihren Großhandelsinde, allein binnen PabreSfrift von 159.4 auf 139.5 also um 20 Punlle knien tönnen. er hat sich d> »jaenfo wie Die Ausfuhr gehoben die selbst in ,rrt rtigmaren die europäischen mehr und mehr veidtlingt "Bet uns ist gleich>eilig der Großhanbeislndtz. um d Punkte gestiegen, mit ihm Die Einfuhr, während Die Ausfuhr stagniert oder zurückgeht. Die probuk- tion-verbilligenDe Wirkung unsetshr Rationali- fieruna wird Durch Lodnerhodur^en. steigende Svziauatzen. Steuern und Gebühre- aufgehoben. Sv wirkt sich unsere Rationalisierung in 5k beite- losigkeit aus Wir befinden uns caa Der ichi.-feu Ebene Wann wird Die Einsicht uitD her Mut jur Umkehr kommen? Tagung der deutschen Tierschutz,vereine. WSR Darmstadt. 10. Juni In G.aen- wart von Behördenvertretern und zahlre.chen Ehrenaästen trat hier gestern Der Verband Der Tierschutzveteine De« Deutschen Reiches zu seiner 18 3ahreSverfe,nmlung zusammen Arbeitsminifier Raab tii'Ue mu batz Die StaatSregieruna den Bestrebung.» Der 5^-- Auchtt^teine reges Interesse entgeaenlu mge Den Bericht des Ausschusses über Förki'rung des Vogelschutzes erstattete Oberstleutnant 1*) e n r t e i» Äafiel Danach sind tn Hessen die Ba s ü nter an- gewiesen, bei Reubauten wo es anhängig sei, Rist käst en für die Holbhöblenbauer -:f n,ubaaen. Infolge Der Insektenbekämpfung durch pte Dvgel- tteü in Den Wem- und Obstbaugegendi.'n hatten die Erträge seht Auj#iu>mmen jludx die Er Heilung von Bogelttänken in wasserapnen Gegenden hab« stch sehr bet ;rt istehermrat Bvlkma t-Budinge: btv nett - es das' t-.c Jugend immer noch nicht g n< * r ben 2st>ielschutz ?Wonnen sei. Er verlangte b Ueb#nur>nte Ns letschutzes in den off,»eilen Vehtvlan te r Sau- len. wie es bereits in H»ssen und Bahee> geschehe:: lei Rachdem noch hntr je ..s d i#*,. Ilche Strafvorschriften zur Abn t i ~ et- Gewerdeallsstellllng Stehen 1927. Aach Der Belichtung btt Grupp« .«eferi- zistSt" beginnen wir an Syrrib des nWykl’.« AnS- bestlungsführer« mit eine« Betuch« bei der girma Richard Fei l von feranfhirt, Die Bletzgerei- ma^ch-.oen mannig*achstec Art ausstellt. Daneben hat «ich Die Firma Georg Appel von hier mit ’.brtn grtuTidhettstechni'chen Änlacen, 3en- uftt>. meberatlaffen enh eine Sch« herzerichrei deren sorgfältige 3Ttnugenl*<-f^-'l>me kein Besucher versäum rn sollt«. Anlch'^ehend 'vlgd die Gew«rbe- nb Maschinenbau- schul« der Stadt G i « h e n mit lehenswerlen Erzenguislen t^rer Lehrbetrieb« und mir ernte ?!-k'riichen Gleichströmen trale. ang et rieben durch einte Deutzer Gasmotor Die Gewerbtför- d e r eu gs st c l le Der Hri < Handwe rks- kämmet zeigt iodarrn £e Boneile Der Ratio- naliherunfl im Handwerksbetrieb Beide Stände Der Diener die besondere Ru f me tfl amkeit brr Handwerker. Ein- feint Schau. D.e bisher «chon regstes Interekl- gründen hat unh Dee auch Dee künftigen Besuchern zur aufmerksamen Beachtung bestens zu empfehlen tfL hat Die mechanische Bau- unh Möbelschreinerti Rühl ft H o f herge richt ei. 3tt tzeigt eint vollständig trnger-chtet« Gtaaen- wvhnung von Vier Zimmern mit Küche. 5/trie und Bad nach » grnen Entwürfen. Die gan-e Wohnung ist mit einer neuzeitlichen Gas-Ztu- tralheizung. die rn Der Küche aufgestellt ist und von hier aus sämtliche Zim.ner bebeizt. aus- gefUitlet Zu der Herrichtung dieser fedr hübschen Wohnung hat Aerd. Renn stiel Di« Deppichc geliefert, f. Rohr Die Betten gestellt Heinrich Balser bi« Beier.ä-tvnas^rper. dos Delefchrm. Die ZeMralubr beigesteu rt. Löwer ft Bech- flein das Porzellan und Kristall gegeben, während Heinrich L i ch Das BaDetzimmer installierte, -u Dem die Firma Sack & IugharDt die gefälligen WaTchglasuren und Den gediegenen Fustbodeubelog stellte Die Gas-Zentralchtttzung lieferte dos städtische Gaswerk. Dem vereinten Bemühen Dieser Firmen ist Derrn auch dieses vortreffliche Ai: »bellungswerk n funoen, von Dem niemand ohne Frende scheiden wird Iu dem Roch- barftanD wari et die Firma Friedrich Ressel- Dreher fron Heuchelheim mit beachtenswerten cleklroiechnisch^.: Arbeiten verschiedenster Art auf Hieran schließt sich Die Firma ^3. T yeisebach Söhn« von hier mit Fleischerei Maschinen und -Geräten in reichhaltiger Auswahl und Puter Aufmachung. Die Fachinteresseulen werden diesem Stand ihn« besonder« Beochtung schenken. S nc sehr wirkungsvolle Rraschinenschau zeigt dann die Firma Hetzligenstaedt & büe bekannt. Die K artonn ageufadell von Wilhelm Lich hier^bst lüht Fernk^rwn- nagen befichrigen. anschließend wartet hie Ofen» feyerfetrna Gebt Svmmerlab nee hier in einem in:ere#ruckpeeste -m Betrieb, hierauf bemerkt mau di« autogene Schwest- und LchneiNarrät« der Lontinental-Licht- unb Appatatebaugtsellfchaft von Frankfurt a. TB. Die Firma Heh »arG m. dH von Ettrngshauien zeigt tn guter Ausmachung Ne Erzeugnisse ihrer Schnürg«waren- und Schleis- scheiberrwerke vom Rohprodukt bis tzum Z«rr,g- fabrifat uud frerdient damit di« B-uchmng Der Interefseuren. Daneben sieht men von Der Firma WilHelm Reul von Kupferdreh iRuhr» Hvlz- beatbeitungsmaschinen mannigfachster Art. Hit Interesse besichtigt man sodan.i den Srahkwartn- stand brr Firma Eduard PaulS G. m. b. H. von Solingen. Die Handwerkszeug Der verschie- Denften Art ausstelll. Tfe Firma Werner Barth von hier zeigt im nächsten Stand Duv- Prrsto-Schnrllgtfriermaschintn m Betrüb Daneben Iflfrt »ms die Firma Heinrich Schepp von Linkfenftruth Radeu-Bohr^ppatate l hauen. Die besondere Rufmerkfeuukeit Der Lariddevölle- nai« verdient der sehr d^achtensweme Stand Der bestens bestrnusen 2aitixnaf&tntnum in Den Ruhestand getreten Die weitesten' Kreise Der Bevölkerung sahen Den kenntnisreichen. erfahrenen Berwallungsbcamten nur ungern scheiden, weist man Doch. waS Die Stadt Der Wirksamkeit ihres ersten 'AerufSbnrgermei- sters zu danken hat Per Amtsantritt Dr Kaysers fiel zusammen mit hem Beginn her zweiten groben BlüteperioDe DeS Bades, und es tft in erster Linie mit dao Berdienst diese« weiiichauenden Beamten gewcsen, wenn das Gemeinwe en BaN Rauheitn in feiner Entwicklung gleichen Schritt mit dein aufwärts strebenden Bad gehalten hat Es kann biet nur ganz kurz auf die Berdienste Dr. KayserS bingewielen werden, die auf Den verschiedensten Gebieten DeS kommunalen und öffentlichen Lebend liegen. Zu nennen ‘inh unter vielem anderen Der neuzeitliche Ausbau der Konalifation. Die in Der zurzeit Ira Bau begriffenen großen hl)gienischen Klärbecken- anlage «'?rc Krönung finDei, tu* mustergültige Anpafsung her Strayen an Die besonDeren Be- Dürfnisse der BaDestadi: Die Errichtung Des Musterfchwimmbades. Da» einer Groststadt alle Ehre machen würde, und nicht zuletzt D.c votblld- liche Bekämpfung bet Wohnungsnot in De« Iah- ren nach dem Kriege. Bad-Ranheim bad sich rühmen, mit au Den Städten zu geboren hie in dieser Hinsicht an erster Stelle stehen, sowohl im Eigenba« alS auch in Der Förderung Des Kleinwohnungsdaus Durch Gewätzruog von BauhilfsDatlehen Rur dadurch, hab solche -ähr- lich bura^chnittlich iu Höhe fron etwa 300 000 Äk zur Berfüguna gestellt Würben, war es möglich, hast 40 bi« 50 neue Wohnnugen pro Jahr er» ’teben konnten Daneben wat btt Butgerineifrer besonders um Den Ausbau Der Wvol'adrlspflege und um Die Förderuna DeS geistigen Lebens bemiiht. welch ie tntr Welktadestadr leicht Gefahr iäuft. zu verflachen Dr. Karcher war ein ar.'gcfvroH^ner Freund der Schulen, der Bo:ls ule 1rtr bl al« auch d t Etnft- >ströwlg-Sch 'e: die l -ftcre ist gan^z sein Werk und t>-if hd) In einet r n i.cht ganz ‘toei Iaht^ änteu von Der höhere» Butz: lfchi.I aut gut sregnenktedru Bollanstalt entwickelt 8c ist «s wohl bearetslich hast Die Schulleitungen beim Abschied Dr. Kavsers Anlast nahmen, ihm ganz besonders in herzlich gehaltenem Schreiben Dank und Anerkennung für seine Berdienste um DaS hiesige Schulwesen auszusprechen Richt alle kommunalen Pläne, an Denen Dr. Kayser gearbeitet hat, konnten infolge Der allgemeinen Wirtschaftslage Der letzten Iaht« verwirklicht werden DaS neue Krankenhaus, Da« Schlachihirus, die Erneuerung Der Gasversorgung und manches anbert find Ausgaben, Die in hoffentlich bald besseren Zeiten unter unserem am 25. März d. 3. gewählten neuen Bürgermeister Dr. A h l der Lösung harren. Die etfolgteiche bisherige Tätigkeit Dr Ahl« im höheren Ber- wallungSdienst und leine bei her Anriseinführuna C'usterte klare Zielstellung lassen erwarten, hast neue Bürgermeister wie lein Borgänger ein berufener ßeitrr her Geschick» unteres Gemeinwesens sein wird. La«vrrel» Gieße» T Wieseck. 10. 3unt Ans er. Schul- juge« d sammelte in der Werbewoche für Den Beteln für da s Deutschtum f m Ausland Den stattlicheii Betrag von 130 Mk Da auch noch durch hicliae Schüler. Die Ne höheren Schule» in Oiebat besuchen, gefanunelt wurde (diese Beträge wurden direkt in Gieste« abge- liefert), so ist das Gesainwrgebnis noch hoher. Londorf, 10. Juni. Am kommenden Sonntag und Montag wird in unserem Orte ein grvstes Radfayr ersetz stattfinden Der m der Rähe Des BahnholeS idyUtsch gelegen« Festplatz ist fo grob, Doh all« ®ütbu-tunaen voll zur Geltung kommen werden. Di« Bevölkerung nimmt an Der Beranstaltung regen Anteil und Hal auch bereitwilligst Quartier« für die Vereine Di« übernachten inüss.-n. zur Iferfugung gestellt. Der Festzug wird recht mteerfkinl toer- Den. und die R ch»'x hrtave.le kuS Inl.-Regt. 15 Wird viel zum Gelingen des ganzen beitrugen. Die Rcichsbahndireftion hat tu entgegenk-unmen- Der Weise einen So Beczag .-.ngeiegt bet die Festteilnehmer 920 Ithr abends tn hie Heimat befördern wird. Da er nach allen stichtungrn Anschluß hat t Lumda. 10. 3uni. B« her Instoikietzung des hidigen Kirchen Daches muhte auch Der Hahn abgenommen werden. Hierbei ereignet« sich etwas Merkwiied.geS Bier Sperlinge entwichen unter lautem Schreie« aus Dem Körper des Hahn.^ der unge'äbt Dee Gtöste eines groben Huhnes bat. 3m Laufe Der Iahte war nämlich Der Hahn ain hintere» Teil Durch- gerostet, u b em Sperling halle dos Andere des als Brutstätte benutz» 5*aimt Der Bock« künftighin nicht wieder U ähnliche 3er« | vg nheil gerri. hak men ihn zur ?.cpatatmr nach 5 nbera gdchtck: • Au» der Rabenau. 10. 3u»i. Der ländliche Relt- und Fahrvcrcin .Ra - | be nau" ha: mb Der .Abteilung WelterShain" an* dem I. Br-e-Tmr-k! nt Homberg tOhrni am Reiterwettbewerb. der am Rach- imnaf fkrtvnb teil gern>mmei DieS war das erste .- ‘cn- che Auftreten einet Abteilung des erst fett Herbst 1936 begehenden Bem ns. Die . Ablrllung We.:«rsharr. . an Der Spitze ihr rühriger st-hurr Qa.idwirt Karl Recker. Haire das Glück, in der Re-.rerprüfung Klaffe A De» »unbesollte, von bet Stadt Homberg g*- ü *««eu S lberpotal als : Pons nach Haufe W bringe*- 3« dem irnchsolgende» IagdsprAMW» Kla**e A trug ebenfalls nn Mitglied dürfet Reil- abictlur.a Cttrie Lerch Den Sieg da vom und erhielt bah'ir Den e6erf.il :4 von bet Stadl Hom- berg al« 1. Preis gest trten silbernen Becher untet «rwa 30 Sewerdern. 3* brr Xe lerprAfnug losvit an dem ganzen Wettbewerb bette« tnrr vetichmöern Xetiabteiüinoen farfurrtecL Alle Abteilungen führten zum Schluß noch oer4 Stieben« GewandtheitSubur.7rr vor. u. a. dm Weltrts- halnet Rei l abiei lung ein Sattel rennen, wobei »och Zwei Preise errungen wurden. Der erw rtm 2oth. Der andere wieder rw Erw-.n Lerch ♦ Hsltzßei«. 10.Juni. Dust btt Drfeefrei. Ditzkei! tn unferee Dorfe groß ist. »r-.gter. Der Ergebm»fe bet lametungen fegllcher An Ruch Die Derbewvche für Den Bete»« s st r das Deutschtum im Ausland Ktr.gie ein 'choneS ErgeNns: sie brachte im ganzen » Hart ein. Kreiß rv rieb berg * Friedberg. 10.3unt Der bSjähtHO« Weihbinder Dieter ans Qber-Rnsbach ftünle beete von eine« Gerstst ans 2.60 Xeter Höhe auf die Seraste Ge wurde durch einen vchädelbtnch lebensgefährlich verletzt Der Ndauernswert« Rkann wurde tn das hiesige Bürgerhosp dal em geliefert. Ru feinem Anffernimen wnd gezweifelt Friedberg. 10. 3ent. Eine gut br- fuchfe Tagung hielt bet K reisheba m men- ver«1n Tt r den Keets Friedberg hfer aß. Ehrend gedachte Die Berfummlung der verstorbenen fanchährigen Boek Archen. Krau Ehrt- ftfne Wagner- Bad-^la^beim. deren Berdienste um di« Orgnnisatto« unnrrmflni bleib«» Bei her Neuwahl wurde Fra« S chm i st t - Dorheim als 'Vorsitzende gewählt Unter heu gefetzten Beschlüssen ist der Beitritt zur Unte^tziitzungstzsF«. wvmit auch Die Haftpssichk Versicherung txrbvntwi ist, beioadr ^ «-rtvtGnci«wert Die Frage .Dani' mutz eine Hebanmm einen Arm wwt .'N. und warm find Mellmngen rabgestü«zt und gZpruutzen war, leterlich wieder In Gebranch vehnmn Den »iMgutz hatte Ne Firma F. W. Xndet tn ©iwn in vortreffliche- Weife vorgenommen. fr daß dm new (Worte hinsichtlich Tormnbeit und Tonfülle als wohlgelungen bezeichnet werd«» kann. Unter Tüuftffli.ngtn begab sich bw ganze Grmmnde vveonttags tu einem Fetkzug |«r Kirche wo nach Dera Gottesdienst der Qrt«geistliche die Weibe der atutn G l vck« nee- uabm. Dem kirchl-chen Wrtheall der durch Bern- träge des Michkpereins Reichelsheim verherrlicht wurde, schiotz sich eine fleanr Rachs eler in dem Münchsch« 6aale an. bei her Pfarrer Büf, ler allen denen betulich bankt«. M* »ich um bfe Beschaffung der Glocke und nm den wüebiaen Benanf der erhebenden Fefer verdient Bcht baN-n. Gr schlaf, feine Rede mit einem auf das Bat ertaub, .^'hl-feend fang bfe erfant mlunq das Deutschland t«d Bei Dar- bfetungen des MufikfrtrrinS und des Gefang- vereinS. sowie bet Sorträgen in Srttnreeer Mnndari vertief die «Fefer weiterhin tn schönster Weike Kreis Schotte«. > Schotten. 10 3eni. Bem Der 3er- »altuno brr Günterod eschen Wiese« wurde der PachtvreiS pro ?K«g« auf 50 Mark festgesetzt Dazu kommt noch ein Betrug von etwa 6 Mark für BrtväsfertmgS- und Jn- stundfehuuastosten Bis jetzt konnte sich nur «in kleiner Teil her seitherigen Pächter enilchlfetz« den geforderten Pacht preis eu zahlen zumal der Grosdestaiid brr Grundwfefe» nicht besonders q*t ist. (J Laubach 10. 3unf. Xlrr BorausHcht nach wird der am Dienstag. I 4. d H. statt- findende Präraienraatkt einen gutm- Ertvil- haben Gs find bis jetzt 153 Stück Rrndv,«tz und 58 Ziegen angemeibet Mit hem PrämieaunarL ist eine Auktion verbunden Der Präunern- markt schlicht sich an das Laubacher Ratio- nallet. den althistorilchen .AuGchust" an. »reis «Ufflb. - Homberg rch*h. 3* Kloos Hc- berg. 2 Pr Gg. Schlosser Goafers- ulen. „ Pr rtr D Longgdort, Mstlhergßittcksn. Fr Woii HoTnderg. K. Leeh. OtwrtOfläÜ*. V Ä1 Familien Ar Erkenn ungen Hch Bock. Ichudenbach. H Biukcr. i^vntr«Haufen; Fr Wolf. H<7. r m XL Bullen s Pe Aua Weber. Gontershausen. — V Simmentaler 1 Kl. tbti 8- dnts W»«. X? hat t* ■flti 5* i-t iS Fra» Cht. SyjMr 8döc •®e$tta als 3t- nMnWV. ■yt^rbab* GW- ,3e» Lerch K \fä^raj' k1^ 8. *3* Whtr ®tonnbt bit • fr t* 3*, und fldpnnu« Tau •** D. linder» vrgenaa«n fn lorrnnfjeit n® Mchn« toert« ’ Ich bk g.-r* ffl 5f*y ie kvex0a*iß. •btfe Hör- *r k«ch 3W» Ibfint vechm» e lahhUt «. bet darret banhe, bk ftch c unb um btn n Feier »erbtet lebe mit mm lichend fang Ne iblieb. 2o Selb brt Martin Betterwr rhm tu schönster Don bet Setzen Diesen । Morgen ans noch ein Detrafl -uns#- unb 3» nte sich nur di hier entstehen, i »chien. 8U*l nÄbdtmbed E" . «r ^r* • Ku Hier 3twu#fi* Hb. JS taö' m Drtaie®*®® J'er Tr®nwr .acherLat.»- foiW Ä , 8.3uni 5™ eranstollv" sM ke Jrbed, w® ^JUÄ'UÄ ^D^uaerber ä3*Vl Ä«®188 «SZ > Prelle 5ä*«ik säf S/ieB»? ^öK?fcdrrf' leit ere 'Bullen: 2.Preise ®d) Anou». Stangenrod. 3 Pr. W »c-chert Beilere£am 2. AL Jüngere Dulten unter 1 Ja b r: 1 Pr D Lorn. Ober-Oll eiben. L St! tra- Hemde Himber l Preise %. enbteBHL. Apjxnrod. T2 Anhl VI Homberg. A. Heller. IDettersh» in. 2 Preise H HkT.j*. 'BemJHlb. TB Schmidt. Lftenhai 3 Perlte G Altmann Ober-Ofluben: A. äwfrr Schaberndach: & 4. Olieber^cmunhen. 2 Preise 3ug. Jung. Hof ■B-nbMm: Fr. Idol' Homberg 3. 0r Lug 6etm. Bleidenrod. 6. Al Aühe mit Halbere 2 Pr. Deschwifter Deeg Homberg. 3 Preise Hch Premier Lehrbach St. ®oP. Homoerg « Al. Auhe: I.Preise H. 2Reg Aumühle. X. Hells: III.. Wcttershain 2. Prerle 3. TDech Tlieber-Oemünben; Aug. 3ung. Hel TB.nb- heim Ä. Schmidt. Ahcnhaiu H. "iKfice ’Bemb- h.b lug. Seim. 'Bleidenrod A. Thrift. Hom- tvra. 3. Preise IB lau. Ober-OHeiben. Sb. Hüller, Bleidenrod H. Plaft. Deitershaln A. Lein III.. Bfeibenrob. — Die Prämiierung der Pserde erfolgte durch Landesftallmeister Schörle. Darmftadl Orfonomieral Müller. leohot. rnnd Sandwirr Schot: Lvndor4: sie Hane frlflents?» Jrgefrr.i». A. Dlbexburacr. l.AL Ctutcn über3 Jahre L Preise lug. 23n Lumüh^. H Bod. Schadendach: A Dörr. Meidenrod 2. XX. 3jähriae Oldenburger 2 Preise A loder. X Dörr Beücrtbain; Hch. Lagner »cd#haufeiL 3. AL 2jährige Olbi »bürget 1 Pr Arbeiter-AolonZe Leu- Mrichftem. 2 Pr Linier. Haarhau'eu. 3. Pr. 5r jröbhg. Lchad.ndach 4 Al »amilien: Ifrr’f X 'Beder Srbenhauten: A Heft 'Büft- seid H Belgier. 1. AL Stuten 1 Pr 25. Aau. Dber-Otieiben 2. Pr 2S Erb. Schaden- dach 3. Pre-'e H Bod. Schadenbach: H^ Hoch. grLlxr Cber-Cfldbc.i 2 AL Ueder 3 Jahre alte Belgier I Pr X Friedrich, erben- bauten 2 P- id Aalbfleil* ‘BiKertAbaulen. Z Pr A. He''c Oncrbmch. 3 AI 3jährige Belgier I Pr. 9 AalMleikb. Billenshausen L Pr A Friedrich. Srdnrhamken. 3. Preise A Helse Ottcrbach: ß Mohr, Xftlsenrod 4 Al Sa milien 1 Pr. A. Friedrich. Erbenhausen. 2. Prelle Th. Sehrt. Bernedb; H Srd Schaden- bach. 3. Prc,sr H Möller Bleidenrod: ß Mohr, lultcnrob. - Jiögcn-Prämiierung 1 Al. leitete Böde; 2 Pr. Stad, Homberg. 3 Pr frciactnbe Äxlseurod 2 Al Heitere 3tegen 2 Pr A. Arug Homberg. 1 Al 2jährige Ziegen 3 Pr H Sunt rum, Homberg 4. Al. H übrige Ziegen l Pr A Drdei Ober-Ql leiden. 3. Pr. H •entrxm. Hom- berg. 5. Al. Mutterlämmer: 2 Preise X S'idet. Ober-Ott-c^en A Arug. X Ruhl Homberg Preuhen. Mrcib Wetzlar. L ß e u n. 10. Juni. Peftern sand der Leuner Psinghmarft ftaN. Sr Dar mit Sch»> neu insbesondere FerHeln. reichlich besch.cki. Aaufliebbaber batten üch zahlreich ringe«unben. Die Preiein- grldbvvotbek tofort auszn leihe«. Schr. Ang- u. 5434D an den Gteft. Sinz 1 ieute entschbel nach kurzem, schwerem Leiden mein mnigstgelicbtcr Gatte und Vater, unser treuer guter Schwiegersohn, Bruder. Schwager und Onkel Die Beerdigung findet Montag. 13. Juni, nachmittags 21/» Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Todesanzeige. Mein Lieber, treusorgender Gatte und Vater, unser lieber Sohn, Schwiegersohn. Bruder, Schwager und Onkel Emst Schmidt KreLsausschuhobersekretär i. R. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bri dem Heimßangc unserer lieben Fntsdilafenen säten *1r allen auf dienern Wege unseren Innigsten Dank. jüngere erste Kraft für Bureau u. Me per 1. Juti gesucht. 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Astoria - Lichtspiele ■ 1 'V Lichtspielhaus, Bahnhofstr. Nur noch heut* und morgen: „Oie Tänzerin des Zaren** (ieaellachafUdrama In 6 Akten. Nach dem Roman .Die Mitternachtssonne* von Laurids Bruun. Ferner: Das lustige Beiprogramm Ab Montag: OagfIn, der Schneeschuhläufer Der verehrten Linwohnerschafi von Gielen, Uch uAlmgegenbzurgefi.KenntniSHa-lchbie Schlosserei, Fahrrad- und irähmaschinen-Handlung Krofdorfer Straße 37 übernommen habe und in bisheriger Weise wetterführe. Ich bitte, das meinem Der» 4dnger entqegengebrachte Vertrauen auch auf mich übertragen ju wollen und sichere meinen gesch. Kunden fachmännisch« Arbeit bei promptest^edienung u reellen Preisen zu. Hochachtungsvoll Justus Trechsler Nur noch beute und morgen: Der Sohn des Hannibal Ferner Das lustige Beiprogramm veil er di « lt> feft b b Ml kch er k »CJ Mm, Xonun c°pyri|bt bl 4 §arrje-ung. JSt Sußen, yr carf 6,r S?».CN »rn j ss 5^ 2** kr uns * ld£?r ® ^***-^eilln Nr SN®*” 4 V^, te! C51TO1 w 5&*n tigtnk' tut: rrogt tt« Und doch bl c gebaut an Stelle der alten, die damals ein Qtaub der Flammen geworden nxrr; und Hermann setzte ihnen einen Pfarrer ein, den er reichst Di« Stadt Lauterbach begeht am 12. 3um die Vierhänder tjahrfeier der TU- f oemation. SS Var Hermann Aiedesel zu Sisenvach der inerte diese« Damen«, der bte Reformation tm Gebiete der Diedefel, im ,3un- kerlande". einsühne. Schwere Erfahrungen feine« Lebens stellten ihn von früher Fügend an in einen getotHen Gegen Iah zu den Sertretem der Kirche. 3n frühester Fugend erlebte er di« grobe Fehde, di« sein Datei, Hermann III. OUebekl. gegen den TLbt zu Fulda führen muhte. Dieser wollte bte neuen lladjbarrx. die lett Snde der 1420er Fahre in und um Lauterbach einen groben Besitz erworben Hanen, nicht auffommen lassen. 3n blutiger Fehde, die weite Rreite zog. muhten sich damals bte Riedesel ihren LebenSraum erkämpfen, wie e« wenig« 3abr» (jnte vorher Heben gegen Mainz hatte tun nüi'fen. Damal« gingen zahlreiche Dörfer tn Flammen auf; lange dauerte es, bis bte furchtbaren Schäden der Fuldaer Fehde wieder vernarbt waren. 11 nb die« war nicht die einzige Fehde. die die Riedesel gegen aelftliche Fürsten führen muhten. Auch gegen den Erzbischof von Mainz und gegen den Dtschof von Würzburg muhten sie ihre TtedjU in hartem Kampf wahren. Mit Bit'.erkei! muhte t« den jungen Hermann erfüllen, bah ein Altar zu Melsungen den sein Großvater, der .Goldene Ritter- Hermann II. bem Kloster Eppenberg gefaltet halte, von den Mönchen schmählich Der» nachläsfiat wurde. ®r muhte dann in seinen Streitigkeiten mit Fulda zusehen, wie seine Dauern, weil sie de« Al« unberechtigte Forderungen verweigerten, durch den Dann, um einiger ®ulNii oder Hühner willen, von den Gnaden- mttern der Kirche ausgeschlossen wurden. Al« Oberamt mann tn Darmstadt sah er in da« liefe Derber den. in da« da« sittliche Leben Wetter Kreise der Prieskerfchaft verfallen war: die Kirche sah gleichgültig zu. so dah fich der Landgraf gezwungen sah. einzuschreiten und seinen De- aqßen zu Mvblen. bah sie aus bie Zucht unter den Geistlichen ach'.geben sollten. Dagegen war dieselbe Kirche, di« sich so weitherzig gegenüber schweren Verfehlungen geigte, unbaimherz g. wenn sie meinte, an äußeren Gütern geschädigt zu werden. Hermann« ältester Sohn. Fohann. wurde mit bem Dann belegt, weil er dem Befehl seine« Fürsten solgend, einem Priester in einem Recht«- ftveit einig« G-sälle beschlagnahmte Und doch blieb Hermann ein treuer Sohn seiner Kirche Gerade in bem Fahre, in dem Luther feine Thesen an bte Gchlohkirch« zu QBlt- Umberg anschlug, erbaute Hermann Riedesel die liebliche ‘3munitaixlie bei Essenbach, noch heute da« Entzücken jede« Besucher« de« schönen Schlosse«, Sr legte der Gattin nicht« in den Weg, al« sie mit zahlreichen Stiftungen fich den Weg zum Himmel bahnen wollte. 3a, noch 1524 errichtete oc Mb ft hi seinem Gebiet eine neue Psarr- stell«. in TTicbermoo« waren jetzt erst die letzten jtirAe, dah er dem evangelisch innlen Pfarrer zu Harbstein. Kaspar Haun, der da« Riedefessche Dors Stockhauken versah, einige Gefälle versagt«. well er bie dafür gestifteten Totenmessen nicht hielt. Aber gerade in jener Zeit geschah seine Hin- wenbung ,nrr Refvrtnativn. Hermann stand Der- idnlich vielen Männern nahe, bie fich her neuen Lehre mit Begeisterung zuaewendet hatten: Ulrich von Hutten, der gel.hr! e Edelmann, Hartmut von Ärenberg, der edle Märtyrer seine« evangelischen Glauben« waren mit ihm verschwägert. Dor allem aber lebte er in Marburg al« Statthalter in unmittelbarer Umgebung Philivp« des Großmütigen und sah dessen innere Wandlung. Hermann Aiedesel war tn seine« Fürsten Gefolge, al« dieser bei feinem Aitt nach dem Armbrustschiehen zu Heidelberg Im Mai 1524 jene folgenschwere Begegnung mit Melanchthvn hatte mehr einer augenblicklichen Laune folgend, hatte Philipp bei berühmten Gelehrten angehalten Für ihn wurde daraus der Wendepunkt seine« Geben» in der Schrift, bte Melanchthvn wenige Monate später seinem Versprechen gemäß an den Landgrafen richtete, wandte er sich an das Gew len dec Fürsten, und die« Gewissen trieb ihn nun Wetter und weiter, zuerst zur innerlichsten Ueberzeugung von der Dahrhett des Evangeliums. dann zur tat- kräftigen Ausbreitung der neugewonnenen Erkenntnis Der Beschluß bc« Reichstags zu Speier hatte den Fürsten einen Aechtsbvden gegeben, auf dem sie sich um die Angelegenheiten der Kirchen kümmern konnten. Sofvn machte sich Landgraf Philipp baran, in seinem Lande bie neue Lehre einzu- führen Es geschah auf dem Landtag zu Homberg. dessen Gedächtnis da« Hessenland im Oktober de« vorigen Fahre« dankbar beging Hermann Aiedesel beeilte sich, seinem Beispiel zu folgen. 3n Lauterbach war damals 3«bann Äeu- hell Pfarrer. ein Edelmann, der wie fo viele der adligen Priester sich um sein Amt weniger lunimcrtc. als um dessen Erträgt Aiedesel gab ihm nun einen evangelischen Prediger bei. Fohann Hachenberg. Einer der vier Altaristen, die außer dem Pfarrer zu Lauterbach den geistlichen Dienst versahen. Karl Büttner. wandte sich gleichfalls der evangelischen Lehre zu. Er versah zu gleicher Zeit den geistlichen Dienst zu Maar. Bald aber gab e« Schwierigkeiten Sie kamen von Hermann« jüngerem Bruder Theodor Dieser lebte seit etwa 1510 nnt seinem Bruder tn bitterer Feindschcllt. Sr neidet« diesem die stattliche Schar der Kinder, fünf Töchter und vier Söhne. Gr selbst konnte nur zwei Töchier fein eigen nennen, die nach bem hessischen Adelsrecht und nach dem Brauch der Aiedesel fein Anrecht auf Erbschaft im Zamilienqut hatten. Aus dem Aeid war nach und nach bitterer Hast geworden. 3n feinem Trotz stellte sich Thevm>r bei allen Entscheidungen auf bie Gegenseite zu feinem Bruder. So auch jetzt. Hatte sich Hermann zur neuen Lehre bekannt, so entschied sich Theodor nun für die alle Kirche. 3n dem von ihm bewohnten Flügel de« Eisenbacher SchlosfeS richtete er sich eine besondere Kapelle ein, als sein Bruder die Burakapellen der neuen Lehre öffnete. ®r wurde mm auch der Rückhalt derer, die mit der Neuerung nicht zufrieden waren. Um feinem Bruder Eintrag zu tun, sperrte er Hachenberg, Büttner und dem Herbsteiner Pfarre die Gefalle einiger Stiftungen. Doch diese wandten sich an ihren Kollator, und dieser wieder legte ihre Klagen dem Landgrafen vor. Fn einem sehr gemessenen Schreiben forderte dieser Theodor auf, von seinem Vorhaben abzulafsen' sonst werde er .etwas unerträglichere 2icßc' gegen ihn gehen. Run gab Theomrr fernen Widerstand auf. Rasch führte nun Sermann fein mrterbro chcnes Werl weiter. An allen Orten feiner Herrschaft sorgte er für die ©infübi-ur.g der neuen Lehre Da der Abt von Fulda den Herbsteiner Pfarrer vertagte — Her:nann Aiedesel besorgte ihm eine neue Pfarrei tn Schzell —, trennte Hermann die Riedescllchen Orte, die bisher zu Herbstein gehört hatten, von der Pfarrei und wie« Schlechrenwegen, Altenschlirf und Rixfeld nach Stockhausen, Lanzenhain nach öngelrob, weil dort .da« göttllch Wort lauter und rein gepredig«" wurde. Fn ®ngclrob war ein früherer Riedefelscher Schreiber, Fohann Moller aus Orb, der vor Hermann zum Priester präsentiert worden war, dann bie Weihen empfangen hatte, auch zum Evangelium ribergetraen und hatte eine Ehefrau goheiratat. Hermann hatte ihm darauf sonderbarerweise außer feinem kirchlichen Amt nocy da« de« Schultheißen übertragen. 3n Landenhausen errichtete Hermann eine neue Pfarrei, well er in Salzschlirf, bas zum großen Teil bem Kapitel zu Fulda gehörte. Die Reformation nicht durchsetzen formte. Auch in Freiensteinau setzte Hermann einen evangelischen Pfarrer ein. ebenso in Waffenrod und Anger« bach wo der katholische Priester Fohann Lipp seine Lreik. an Foha:m Hantzel abtrat AI« Hermann fe.n Ende herannahen fühlte, wollve er in Laulerbach feste Zustände schaden noch war ja Fohann Keudell der For nach dort Pfarrer. Sr legte fein Amt in die Hände Hermanns zurück, uni dieser letzte nun Hachenberg am 27. Füll 1529 fkrml.ch al« P'arrcr ein mit der Ausgabe, .die Pfarre und Deren Kinder mit dem heilsamen Wort Gottes und den heiligen Salramenten mit Fleist und treulich 'ürder zu versehen, w e er das gegen Gott und bte Welt gebenle ju verantwort»n . Einige Wochen darauf starb Hermann Run glaubte Theodor feine Stunde gekommen. 2r liest Hachen.'vrg durch e.nen Knecht ausfvrdern, wieder katholischen Gottesdienst zu feiern Al» dieser daraus nicht eingmg, verbot er seinen Untertanen, dem Pfarrer Wetter ihre Abgaben zu reichen. Manche taten da« gern, konnten sie fich doch ft? einer unbeliebten Abgabe entziehen. Dann ober schr eb Theodor an Harenberg einen groben Brief, in dem er ihm wiklifitische. wal- densssche und hufttssche Rederei vorwart Man müsse warten, bi« ein allgeme.nes Konzil oder ein Rationalkonzil darüber entscheide, wie man sich au verhalten habe Auch verbot er ihm, die Messe weiter in deutscher S rache zu halten. Hachenberg antwortete chm in ruhigen Ausführungen. bat ihn. ihn doch bei feiner Bestellung. Die ihm sein Bruder gegeben habe zu belassen, er Leh ihn aber auch durchblicken, daß er sich im Rotfall an den Landgrafen um Hilfe wenden werde. Das scheint bei Theodor gewirkt zu haben Allerdings verschwindet fern □tarne au« den Akten, aber es wird in den nächsten Fahren überhaupt kein Aame eine« Lauterbacher PiarrerS genannt Dies geschah im Sommer 1530. Schon ein Fahr darauf starb auch der Degenreformation weitergekommen war. werden feine Reffen, die alle aus- tiefste von der Reformation ergriffen waren, deren Spuren bald getilgt haben. Roch zweimal schwebte über Lauterbach die Gefahr der Gegenreformation. 3m März 1548 nahm bet Abt von Fulda im Dersaus von Streitigkeiten übet die Pfandfchaft in Lauterbach bie Stabt kurzerhand mit Gewalt in Besitz. Die Riebetlage der Schmalkaldener Qkrbünbclen gab ihm ba^u die Möglichkeit Nachdem x-r s ul bische Amtmann versucht hatte, die Psanrer für bas Fnterim zu gewinnen, letzte er »alb einen katholischen Pfarrer in bie Stabt. Doch dauerte bellen Tätigkeit nur vier Fahre. 2HA bie protestantischen Fürsten sich erhoben, um bas 3och Karls V. abzuwerfen, zwang ein durch Fulda durchziehende« Heer den Abt. Lauterbach wieder freizugeben Unmittelbar nach bet Befreiung richtete bte Bürgerschaft an bie Ried- efd mit Dem Glückwunsch zur Wiederherstellung ihres Besitzes die Ditte um einen evangelischen Pfarrer. Sie seien .eine lange Zett bi« daher mit einem Psarrberrn und Präger gam übel und böSlich versehen" gewesen, hätten selbst den Qlbt mehrmals um einen .guten Lehrer" gebeten. nun hofften sie. baß die Stadt einen .gelehrten und rechtschaffenen Pfarrer" erhalten werbe, bet ihnen .Armen da« heilsame Wort Gotte« rein. lauter und klar an den Tag geben, eröffnen und vortragen werbe, auch bie Sakramente be« Altars imb der Taufe reichen und geben, gleicherweise sie von Gott eingesetzt unb verordnet seien, wellen sie Arme eine lange Zeit bi« dahin tn Mangel gestanden, Gott erbarm«“. Roch einmal tm Dreißigjährigen Kriege versuchten Tillhsche Kroaten unter dem Oberem Linblv Lauterbach unb da« Funker land katholisch zu machen. Auch dieser Versuch mißlang. So kann Lauterbach mit dem Funkerl and in diesem Fahre auf vierhundert Jahre evangelischen Lebens zurückblicken. Ans dem -rmtsverkiiudigungsblatt. * Das Arnst SoerkündigungSblatt Ar. 44 vom 10.<0uni enthält: Die Vergnügungssteuer in der Gemeinde CÖeitenßaufen. — Die Herstellung, Verwendung unb Lagerung von Azetylen. — Festsetzung des Ortdlcgns. — Fn- tcrnationale MusikauSstellung. Werbewoche be« MlMMeSlaöWÄ Roman von Sven Elve st ad. Copyright bd Georg Müller, München. 4. Sortierung. Nachdruck verboten. ,.SIe äußern da ja einen fürchterlichen Verdacht", ivarf der Chef der Kriminalpolizei ein. ,,Gedenken eie den Dieb weiter in diesen Spuren zu suchen?" „Allerdings!" „Dann hoste ich, dah Sie mit der allergrößten Vorsicht zu Werke gehen, sonst kann es leicht einen Skandal für uns geben. Wie wollen Sie diele schwierige Sache unqreifen?" „Es scheint nicht- anderem übriguiblciben," erwiderte Rrag, „als die Gäste der '.Reibe nach durch- zugehen. Ich will mit dem Bischof beginnen.* ..Und dann den General nehmen?* „Sedr richtig. Und dann den alten Prosestot mit dem weltbekannten Namen." „Cs klingt wie ein Märchen" bemerkte der Ches. »2lh glaube, es ist auch ein Märchen", erwiderte Krag. „Nun gehe ich. Unternehmen Sie nichts vor sechs Uhr, bann bin tch wieder da." Um sechs Uhr fand sich Asbjörn Krag wieder in der Krimtnalabteilung ein. Er war in Gcsellschafts- fleibung und ganz leicht maskiett, lo le:f "ah feine Freunde ihn erkennen konnten, feine -I acn Be kannten jedoch ihn für einen Fremden halten muhten „Sie sind schon mehrere Stunden bet der Arbeit*. sagte der Polizeichef. .Haben Sie eine Spur entdeckt >" .Leider habe ich eine sehr interessante Unter- suchung abbrechen müssen", erwidette Krag. ..Warum?" „Weil ich eine Gesellschaft zu besuchen habe. Die Sie feden." „Ah. vermutlich eine wichtige Familienzusom- menkun'V. bemerkte der Polizeichef. „Reim cs ist eine vollkommen gleichgültige Mit- tagsgesellschaft beim Konsul Birger " .Lch dachte. Sie machten sich nicht jo viel aus Gesellschaften, daß Sie deswegen eine interessante. Untersuchung abbrächen*, sagte der Polizelches ocr- drossen. ,^>as tue ich auch nicht", war Krags Antwott. „Wenn man aber Aussicht hat, den Mann aus der Oskorstrahe 54B zu treffen, |o muß man sich geduldig auch in eine solche Gesellschaft finden.* n. Asbjörn Krag war unter den ersten von Konsul ‘Birgers Gästen, Er wurde dem bekannten Spezialisten für die Schlafkrankheit, Oberarzt Sobow, vor- gestellt, und zwar als Freund dec Konsule der vor kurzem aus dem Kongo heimgekehrt fei. Der Oberarzt steh sich iofort mit Krag in ein Gespräch über den Kongo ein, und der Detektiv sah sich gezwungen, ins Blau« hinein unbeftimmic Antworten zu geben. (Er war froh, als nach und noch die anderen Gäste sich cinfanben. Es war eine Herrengesellschaft. Strag kannte diese Abende bei Konsul Birger. Sie begannen mit einem ausgezeichneten Essen. Di« Küche tm Birgerschen Hause war bei allen Feinschmeckern der Stadt berühmt. Alles war sehr ftil- voll. Zum Essen wurde am liebsten nur Champagner getrunken, so dah olle bald in die richtige Stimmung kamen. Gegen elf Uhr pflegte das Essen beendet zu fein. Man ttank Kaffee und plauberte ein wenig bis gegen halb zwölf, und dann wurde der Whisky gebracht. Dies war das Zeichen zum Beginn des eigentlichen Festes. Das heißt. ein eigentliches Fest war es kaum. Die Herren nahmen Platz um die kleinen Tische, und die Kotten kamen zum Vorschein. Konsul Birger verkehrte nur mit geübten Spielern. Er selbst hatte, ohne eigentlid) reich zu fein, ausgezeichnete Einnahmen. die ihm den Lurus erlaubten, feine Spiel- lridenfchaft zu pflegen. Er war einer von den besten Spielern der Stadl. Fast alle Spiele waren bei ihm beliebt am meisten >edoch Poker. Diese Schwärmerei für Poker hatte er aus Amerika mitoebrocht, wo er eine Zeitlang gelebt hatte, und er hatte sie nie wieder abgelegt vielleicht hotte er es auch nie ernftfidj versucht. Poker war seine Abwechsiung. Die Spannung bei diesem Spiel erfrischte ihn nach den ermüdenden Geschäften. Konsul Birger spielte durchaus nicht des Geldes, sondern nur der Spannung megeit Aber um diese Spannung zu erzielen, war es doch nötig, dah der Einsatz eine gewisse Höhe erreichte. Daß Gewinn und Verlust zwischen einigen Tauienden hin und her schwingen konnten, berührte diese Herren nicht sonderlich. Die Spielregeln waren im übrigen sehr streng. Eine der Hauptregeln war, daß das Spiel um halb vier Uhr zu Ende sein mußte. Punkt halb vier, und keine Minute später. Birger hatte seinen regelmäßigen Spielabend in der Woche, meist Samstags. Es kamen nicht immer dieselben Leute, aber einzelne gehörten doch zum Hauptstomm. das waven feine nächsten Freunde. Gerade die waren heul« abenb beisammen. Die Frau Konsul, die sonst bei den größeren Festlichkeiten eine so ausgezeichnete Wirtin war, lieh sich an diesen Spielabenden nicht sehen, sondern blieb in ihren Zimmern. Der Konsul war kinderlos, und das war wohl auch der Grund, doh er in seinem Heim von Zett zu Zeit Zerstreuung beim Spiel suchte. Restaurants besuchte -r nie. Noch und noch versammelte sich also die Spiel gefelllchoft dieses Abends. Der vornehmste Tost war oftenoar der junge Professor 'Singer, einer der berühmtesten Kenner der alten Sprachen Er war ein vielgereister, sehr liebenswürdiger und lebhafter Herr, der fich mii jedem angenehm und geschmackvoll zu unterhalten wußte. Dann war da der Grundstücksspekulant Direktor Greffen, von dem man den einen Tag sagte, er fei Millionär, und den andern, er sei arm wie eine Kirchenmaus. Ferner Dr. phil. Birkelund, ein Sohn des alten Professors Birkelund, Hauptmann Stancenberg. ein flotter, reicher Korx,!- letteoffizier. der Komponist Dinge, der einmal, in grauer Vorzeit, eine Oper komponiert hatte und seitdem von seinem ererbten Vermögen lebte, unb endlich Asbjörn Krag und Konsul Birger selbst. Bevor bie Türen zum Spielsaal geöffnet mürben, nahm Birger Veranlassung, im $Iur ein paar Watte mit Asbjörn Krag zu wechseln, die erkennen liehen, dah die beiden alte Bekannte waren. .Hch hoffe, dich öfter bei mir zu sehen", sagte der Konsul. .Lch habe gar nicht geahnt, daß du dich für etn ordentliches kleines Glückspiel interessierst. „Cs ist auch eine neue Leidenschaft von mir", meinte Krag. ..‘Bas in oller Deft soll man in dieser langwelligen Stabt denn aitfangen? tzch muh nun jümstag, U- jum <-927 Vereins tur Deutschtum in Ausland 1927 — älcbervachung her Zottbildungsschülcr. — Landesjugend tag 1927. — Dienstnachrichten. 5 haupw:rsümmlung scr Yess. Cdn^roirifdiaftsfammor * Darmstadt. 9. Juni. Heute vormittag trat nn Gebäude des ßan- desd.rchentages die Hefs.Landwirtschafts- lammer zu ihrer 5 Hauptversammlung zusammen. Präsident Henlel erdflnet.- die L.tzana um 10* . ilbr und begrünte als Cbrcn- gälte i'.c Vertreter der Reg.rrung Hhnifitrtcl* tnrettvr Hobel, ferner bie Ministerialräte Hey!,- Becker und Ocltmom;trot Bauer- ?rm6. Zu Ehr.n des verstorbenen Vorstand«.!, tg. eae« Moak - Grunb-Gchwalhe.ui. dessen Verdienste um die butreten. dah fie den deutschen Verbrauchern ihre Darrn in der gleichen Qualität und ©ortimmg «r Verfü- stellt. Die Landwirtschakt hat mit dieser Standardisierung ebenso wie rn.t der Rat onalifürung schon begonnen, und sie wird weiter aus diesem Dege sortschre.ten. Erschwert wird ihr allerdings ):eser Weg dadurch, daß ihr ausreichende Kapitalien nicht zur Berfüflunq stehen oder da. wo sie bereitgestellt werden, nur zu hohen Zinssätzen zu erhalten sind Die Landwirtschaft liebt auch in der Verwendung der M.ttel für die Er- werbslolenfür'orge eine Benachteiligung der Landtoirtfchaft die nur dazu führt, die Abwanderung der Arbeitskräfte au« der Landwirtschaft zu fördern. 3m allgemeinen ist das ®efamtb:lb ein wenig erfreuliches. Die Landwirtschaft lieht noch keine S überstreifen, sondern nur trübe Dollen am Horizont auffteigen. Sie hofst und wünsch» aber, daß die wirtschaftliche ttnttoidlung eine fvlche fein wird, die auch ihren Interessen Aechnung trägt, worauf sie als wertvoller Xe-J des Volkes ein Anrecht hat. Mitglied Ä o r e 11 - Angenrod unterstrich die Forderung bed Vorredners nach ^ e n t a b i I i • t ä t der Landwirtschaft. Die heffifche *Re- aierung müsse für den Schuh der Landwirtschaft bei der Aeichsregierung m den Handelsvertragsverhandlungen emtreten. Der Redner unter- breitete bann der Versammlung eine Entschließung als Antrag, in der es nach einer Bekräftigung der Darlegungen des Vorredners u. a. heißt »Die Hauptversammlung der Landwirt chaftS- faxmner bittet den Vorstand derselben, bei der "Reichs- wie auch bei der Landesregierung zu beantragen; 1. für einen ausreichenden Schuh der landwirtschaftlichen Erzeugung bei den noch kommenden HandelsvertragSverhandlungen und für die Festsetzung von ausreichenden Zollsätzen bei dem in Aussicht stehenden Zolltarif mit Rachdruck ein treten und Sorge tragen zu wollen; 2. Die steuerliche Gesetzgebung im Reich und besonders in den Ländern dahingehend zu ändern. dah e.ne weitere Steigerung der Grundsteuern, die für die Landwirtschaft nicht mehr tragbar ist, in Zukunft unterbleibt. DaS Ziel must sein; Die schnelle Wiederherstellung der Rentabilität der Landwirtschaft; 3. die Bereitstellung von ausreichenden Mitteln zur Gewährung von kurz- und lang triftigen Darlehen zu billigem ZinSfuh an die Landwirtschaft. 4. eine Aendcrung der Unterstützungen durch die Srwerbslosenlürsorgc dahingehend, dah die steigende Abwanderung der Arbeitskräfte vom Lande unterbleibt und so der Landwirtschaft auch eine intensive Dewirl- schastung des Bodens ermöglicht wird. Die Hauptversammlung erllärt ferner die durch den DaweSplan der deutschen Wirtschaft auferlegten Lasten für untragbar und erwartet, dah die in Locarno getroffenen Abmachungen über die Räumung des besetzten Gebietes baldigst in die Tat umgesetzt werden, damit die erheblichen Ha<6teile, die dem besetzten Gebiet durch die außerordentliche Besatzung erwachsen, verschwin- den und auch daS besetzte Gebiet einer besseren wirtlHastlichen Entwickelung entgegengcführt Wirtschaft. Diskonterhöhung der Reichsbank. Wie wir in einem Teile unserer gestrigen Ausgabe bereits meldeten, hat der Z e n - tralausschust der Rei chsbank in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, den Wechseldiskont von 5 auf 6 Prozent zu erhöhen. Der LombardzinSfuh bleibt mit 7 Prozent unverändert. Zur Begründ ung der Diskonterhöhung führte der ReicbSbankpräfwent Dr. Schacht in der Sitzung des ZentralauSschusses u. a. auS: Nachdem die Zinssätze des offenen Geldmarktes insbesondere infolge der während des ganzen Jahres 1926 andauernd zugenommenen ausländischen Anleihen, lange Zeit- hindurch wesentlich unter der offiziellen Bankrate gelegen hatten. hatte sich die ReichSbanl am 11. San. t). 3. gezwungen gesehen, ihren Diskontsatz auf fünf Prozent zu ermäßigen. Daß der Reichsbanksah von 5 Proz. kein neues Zinsnioeau für den Anlagemarkt' schaffen konnte unb wollte, ging schon daraus hervor, daß der Lombardsatz derRcichs- bank zu jener Zeit auf 7 Proz belassen wurde Kurzfristige Auslandvcrschulduna und weitgehend auf Kredit ausgebaute Öffeltencngagement4 verminderten jedoch die edorberlldx volkswirt- schastliche Liquidität. Durch die am 12. Mai erfolgten Maßnahmen der Banken ist die Spe- kulatlonsbereinigung eingeleitet und durch die Herabminderung der Heranziehung ausländischer Gelder für die Diskontpolitik der Reichsbank eine natürliche Grundlage wiedergewonnen worden. Die hochentwickelte deutsche Wirtschaft bleibt auch weiter auf die Zufuhr ausländischen Kapital- angewiesen. Ganz abwegig ist es. in bleiern Zusammenhang von einer Gefährdung der Währung zu sprechen. Problem ist lediglich die Wirtschaftssrage. Auf bie Dauer kann nur eine in Ihrer Zahlungsbilanz ausgeglichene Wirtschaft die Deckung für eine den Kredit- und Zahlungsbedürfnissen deS Landes angemefiene Ro- ten.MrfuIalion beschaffen. Diele Erwägung zwingt, in der Hereinnahme ausländischer Kredite wei'este Beschränkung auszuüben Aus dem Status der Reichsbank vom 7. Sunt ergibt sich die Rot- wendigkclt der Diskonterhöhung da die önt- fpannung nur gering war und die gesamte Ra- pitalanlage noch 208c Mill. Mk. b trug und | auoiajliet! 4) auf bie Ber» egrüng des A.«^- bet Reichsbant hat lett Sa tret** eg in-, um rund eine M.fiiarbe Mark abgenommen. Dec ilmlau’ ter Rei bsbanknoten br~. . ohreSentz beim-; 3736 V. ii Marl unb m 31.TE- 37!*) I' L «n sich demnach bie Deckungsverdä - ’fe ir r» halb der Reichsbank verschoben <$rb»buefl des >i*t»si ate» bei bet Deutschen ■•»IbhitU ai»>i»*. D e Deutsch« Sowbislvnwbairk hat mtt Wirkung vom 1. Sun bs. 3s ihren Diskontsatz auf 6 Prozent erhöht Erhöhung der L aben, ätze für täglich fällig- Berber Die Bereinigung von Berliner Bat ken und Bani ers hat mit fo:ocliger Drrtung t»e Z.nS- sätze für täglich fällige CmLigen um ein volles Prozent erhöht D.e Zns'^y. betragen also letzt 3 j Prozent für täglich fällige Guthaben in orovifions'reter Rechnung unb 4 Pro-ent für :äglich fällige Guthaben in provif'wn-vf^.chtiger Rechnung 9inc Erhöhung bes Zinssatzes für -gen von 15 Tag.-- .>-.6 j muh erst mit den auSwärt gen Banlenvereinigun- gen besprochen werden Börse und Geldmarkt. Der Effektenmarkt litt in der letzten Doche. bie durch bie Pfingstseiertage für fce Börse nur sehr kurz r>ir. unter etn,*r großen Geschästsunluft. Dai ergibt sich schon von selbst, hab kurSmästuj ? besonderen Ere gniske eintraten. Die TäUgkc.t der Berufsspekulation war nicht zielbewu,u engest eilt, ’onbem von Zufälligkeiten abhäng g So verstimmte während der ersten Tage nach Pfingsten der übe-raschend große Verlust der Rütgers-Werke A.-G.. riner Oesclllchast. die der Deutschen Bank nahesteht. Gleichzeitig tauchten politische Belorgnisfe auf. die sich an die Dorgänge auf dem Balkan unb an bie russisch-polnische Spannung knüpften Die Unsicherheit über d.e Fraae. wie weit die Kundcnenaagernents abgewickelt feien, beunruhigte ebenfalls unb verminderte die Unternehmungslust. Man konnte kürzlich mehrfach beobachten. dast noch Positionslösungen anscheinend schwacher Hände ftattsanden, die zwar nur llei- nere Aktienpvften an den Markt bracht nt. bei dem geringen Dolumen be^ Ge'amtge chäfteS aber doch einen Druck auf ben allgemeinen Pre.Sstand ausübten. Snzwischen hat der günstige Abschluft der Gelsenkirchener BcrgweriS-A-7 von 4^6 565 304 560 RM au» betn wieder 6 Protzen: Dio - den de auf b< 3 r-.u4*ahtcn «."^3 Prr^ «5 Proz » I41- HZ ..... irerNrr De Pertoal- * feigen Konturkrurv ryältni’sen zu tämptert hart 7. Die großen Sch- . .varzen auf ben Rohscllmork! konnten nur »um fl< tzen Teil durch ent'vre- chende Sederpr e ausgeglichen werben Auch die Einflüf’.' bet Msdenchitung waren für ihrer Betrieb z B durch Me starie Bevorzugung von Ehevrauleber daS bekanntlich von der G''eÜ- Ichait nicht ’adr;>er: wird, vittoeilig von nachteiliger Dirkuna Trotz erheblicher Verminderung der Kosten man nur einen bri«Heiden en Gewrnn erzielen Für das neue Geschäftsjahr von dm bereits über 7 Monate oeriloffen find hofft man. baß es :n feinem weiteren Verlauf bu* bis jetzt günfeigen Aussichten nicht mehr boe-nträdxigt • Der Saatenstonb in Preußen anfangs Sunt Rach her Stati’ti’ch.m Äorren- spondenz hat fich infolge her twtxejenb r außen Witterung bet Stanb des WintergetreibeS. fowie der Futterpflan»e". unb der Dreien m Preußen durchweg gegen, den Vormonat verichlechten jedoch bei ben wtcht gsten Getreidearten tote Weizen Roggen. Gerste nur um je 0.1. bei Gemen gr aus DisArgetre-.de 'otoie beim Rice um je 02 unb bei Luzerne unb ben Wiefen bis zu 0 4 Punkte Rur bei Raps unb Rüben ist eine Besserung von 0.1 zu verzeichnen Sm gerjen geno mmen, ist die Bewertung he* Standes biffer Feldfrüchte mit 2,7 mittel bu leidlich gut zu bezeichnen Gegen daS Vorjahr ist Weizen und Gerste gleich gut. Roggen unb Spelz finb ’ogar um 0.1 befier. bie Wielen finb 3.3 unb haben vor allem unter ben Rachwirkungen des hohen Wasserst an des zu leiben Die Sommerirüchte außer Kartoffeln unb Rüben sind mit 2.7 biß 3,1 al# noch befriedigenb anzu'ehen. an ben Stand des Boriabres mit 2.6 bis 3,0 reichen sie allerdings nicht ganz heran Für die Kartoffeln und Rüden werden vielfach noch keine Begutachtungen abgegeben, weil fie noch nicht überall aufgrgnn- gen finb. Die Entwicklung der Hackfrüchte ist bisher überall .nfolqe ber rauhen Witterung rückständig gewesen so bah die BegutachtungSziffer z. Zt. durchaalS begr?n,zten Wert dal Börsntkurse. ttenhen a-M. t'crlte *en, kur« Soiw4»'Wn*«ne 1 •• :r Datum: 10 . L H 6. i» e | ii. e flnlrtbe-IIMdlunQ 7h i-TOono do Ät. 30 001^)0000 do oh« AuStosungSrrchl ■" Trohtt ämb. DoUar-lnl. *’* Hentürftn......... V,t 3o(bmrrtfeet ..... Berlin« 6.'rmnanbtt . . . Trrtdn« Bank. .... M,iaUdank J'.’ct.-iBtnrfdK Lrediibonk. . Cvftf-rnd)da)c Lrrdiianstalr WcItHbanr..... i i i i i 1» - — »ns. 5 JO* 17,7» 13,75 13.62 13.8 — — — 234.75 235.73 172 170 5 171 17, 75 •.'iS LUI 229.Z5 L.-S 5 M — 163 161.25 161 161,25 161 160 I6< 16.1 161.75 — U« 143,4 Hl — 200 —• .115 — ».05 ».05 » 15 — 170 II».9 — Podiirtn« rrtt wrsterr-rla. . . .. '' annc-Jmann ........ Mant kld« ......... £bi rbebarj . . . . Tbontr Vcrabao ....... ^Ixnufdt Vravotobken . . . Sibdafiabt . lJ( tc b«il ’U.'cntan........ Tcllu» Ccraban...... vr«tnto» Ctobttverte . . . . Oambmg-lmrr.fa Patel. . . «orddeaksch« üloDO 106 5 107.5 107 IW 170 172,4 14» 4 171.75 191 192 ,92 in ,70 IM IM 170.1 E 171.4 170.75 71 * 72 72 177.75 17». 5 174.75 177 117 Ito 1-6 127.3» 96 — w 117.5 127.25 1.5,62 IM 75 r:o 243.5 .*47 75 747.75 I9J 192.5 197 25 1« 155 157 114 — 140.5 Hl 5 IM.75 141 133 5 138.24 134 Lri.S 10.5 »36.25 l 4.13 1.8. tt Seintninxrf Heldrlderg .. . PhUiov 6oUmann . . . flnalo ti tmt ®uan» . • . . . frolbfitmibf ßolitxrtoblene J 0» r den Jod uferte. . . Snuser.'werte € « 5. Am Devisenmarkt waren bie Wirkungen der Diskonterhöhung feum feftr-fiteflen. Auslönbische Deofien wurden in Tertin ehe: "geboten notierten ober allgemein jit unverändert. Der ber Reichem rk stellte *• gege- "V-ucorf cuf 4 '.*205 und eenen London auf 2».4V75. Devilrrmrar.1 Verl r 5raiittBd a. L. T elearord'fche A u » , a h 1 u n a I» Jrr ii Reu / ;.;. rerx .-Ui r.' : .enrr.- «w- i».*» »69.14 lf.»< '>.:< Ou-7?-.Nlrk-. i.;an rrriÄ-'» ».5.» »UM j a.Mu •: «w.r» IW .21 -) ii IW.M »11.71 «12.». ilt.71 112.91 etta m HM HLW 1U.W IU.W Hei Mt** Jiftler ■ - ••.61 X» '6.6, a.c «6.614 3.1? 15 e.r« ».51- *4.6 XM6 Rtx-crf . . ..11» «r.4 1.115 4.TSJ4. ■■ Ä :i •« 16.44 *1.M* n.n »I.W 71.4» »6.545 •i.W 73.17 IMS I.M2 ».»>» 1.60 Inh *5 i.tW5 <*> ' WM fr I C-fe rf.ji IM *.* *. <3 3.51 1.4#» 11.119 .411 .1: k!« 7.637 .->.47 n.»i 73.11 <* .’■ 2 TU 3 .<>47 > u<7 ..Ml SS. e.a 6 67 <».;i »rnfe etui 1.64 •i.eu M.44 •1.7» .5» •.tu «IS *,m fertf >.67» 674 ».WS <.»> IT.46.* 7 .36 gqeisxsxugicifigs Reichsbe.rkbi»ko«l 6 Prozent. Combarfcynejeh 7 Prozent. fflanneimonn urr. 1, ProM nirtrijtt n. ' nur kurz br»euyift rn notierttn hopc- allo (oft unwTÖebin tßtn Irhr ftiO. aobe. wohrenb cirmriw Prozent ataximu’ IW MIWtnbui. Ibantgruppe lag 'Bon MulODttttr. ttetjtr minus 0,5 l-ro- llchinenwerir br- i Anleihen bei *r . Mblöjungsrfnu 1' mben 91 enter Äul- ler weiler beadjtrt r? arfl zeigte nads Ur rhin (lürlt $ 8 Prozent, träbr.nb Innung hat bei 5 bi- I. Prioatbi-komm M '(Di|fnmorli log unverändert. London mb 88. gegen Zurud 1260, gegen 'Xzugort 1 20,50, Dollar W lauf unterlag Miitth - ungen, verzeichnele l< der Medio bertttt 6t * ukten-örjc. )er ‘Berlin« 3t *rn- .Seren amenii' uir 0.75 bii l.-® »rohere HÄ P 1 in » j®: chr iurüd. greife an, „ gestern 3n lanWf^r A s Mais, io» Dcn 25 brS * A ., Ä rn®- ex-'" b,^« * 'J Uj k.is -0.1 U.X >«.4t U.41 iu».fc ».«, r.ru iiz.l- u.m !r.»- 1 Btoyil llwjetl Wrfe. 3uni. Tendenz: kk ~ Nach Ur eo^(". chrbonkdirtTni. öolltommen an. °n Sebeuiung »ntr cpilukmm als chwimmuns Ibattals. 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Jede Wanderung muh der Leistungsfähigkeit der Schüler anaepasn sein Dabei ,ft »u beachren einmal das Aller der Kind« und dann auch chr persönlicher Krüftezustanb. der von der Ge- sunkchei! der Ernährung, der allgemeinen Arbeits- belaftung. ab« auch von Jjbrrt^ii und Wett« abhängig ift. Das Wander; et ift bah« zunächst nicht nach den Wünschen und Bedürfnissen eines Erwachsenen od« d« krüstigen Kind« au bestimmen, sondern ’o, dah auch die schwächlichen, uni «ernährt en und v«wetchllch:en Kind«, denen ein Marsch ungewohnte Arbeit ift. den Anforderungen ohne Hebermüdung genügen fBrtnen. Das Wand«n in einer gröberen Schar ist weit ermüdend« als etwa ein Zamilicnau-llu^ Dah« muh die Wegstrecke für KlaNenausflüge um ein DriNel etwa Heiner bemessen w«don. als sie den Kindern regelrecht zugemutel werden könnte. Kind« im Aller von 6 dis 12 Jahren ermüden weit rasch« als ältere Kind« od« Erwachsene. Dauerbeiaftungen all« Art. das Stehen. Sitzen, ab« auch zu langes Gehen sind ihrem Wachstum abträglich Das mittlere Mah ein« Gehleistung von zwei Stunden mit Kindern bis zu 9 Jahren unZ> von drei Stunden mit 9- bis ILjährigen kann dah« bei Schulwanderungen nicht ohne Gefährdung überschritten werden. Wie da» Verhallen i\t Kind« bei Wanderungen Afiflt, tuchen sie d« einförmigen Gchbewegung durch Hcrumspringen. Lausen u. dgl. auszu- weichen wodurch sie zwar ebenfalls, ab« in unschädlicher Art. müde werden. S» ift biologisch begründet, wenn die Forderung üuffltficilt wird, bei Kinderwanderungen nicht öd» Hauptgewicht auf da- Gehen, sondern auf da» Spiel im Freien ?,u legen. Die Wanderziele müssen deshalb stets so gewählt werden, dah die Kind« ausreichende Gelegenheit zu freiem, wenig spannendem Spiel, au Neinen Beobachtung- und C haben, die den Grlebniswert d« Kinderwanderung ausmachen. Diese Art zu wandern ist auch für die Zehn- bis Vierzehnjährigen noch am zuträglichsten, wenn auc? die Wegstrecke schon grob« fein kann (bis zu vi« Stunden am Tag). Da» eigentliche Wandern kommt «st nach dem Alsichlust d« zweiten grosten Körp«stveckung zur Geltung. Die löjührigen Mädchen und die rig« Knaben haben in ihre- Körperhaushalt soviel Kraftüb«schuh. bafi es fit zu größeren Leistungen auch im Wandern drängt. Dazu läßt sie ihre geistige Reife nach immer ferneren Zielen bliaen. oft macht sich sogar eine gewisse Abenteuerlust bemerkbar Wenn daher die Wanderungen mit Kindern dies« Altersstufe weit« lich tote in den jüngeren Jahren nur noch stärk«, neigen ab« die jungen Menschen jetzt ju Hebet- Ireibungcn au» der Hebertchätzung der eigenen Kraft h«aus Sie brauchen mehr als je eine maßvolle Führun g an d« sie Halt und Ausgleich finden können. Ein Anhalt mag fein, dah die Schulwanderung auch unter günstigen Weg- und KrästeverhäUnifsen fünf Stunden im Tag nicht überschreiten soll Man muh dem falschen Ehrgeiz, möglichst weit gewesen zu sein, rechtzeitig und mtl guten Gründen entgegenwirken. wenn es nicht allmählich zu einem üblen Wetteifer zwischen Klaffen od« gar verschieden, u Schulen kommen soll, denen dann das Ziel alle» wäre, nicht» ab« ab« da» gemeinsame Schauen, Erleben und Erarbeiten, da» Stück Gemeinschaft. das in jed« Wanderung lebt. Wanderfahrten. Vicber-Aorsthau» Haina-Schwalben bachtal-vieber. Sine hübsche Familienwanderung. die höchstens zweieinhalb Stunden beansprucht ist folgende. Wir fahren mittelst Sonntagskarte nach Lieber. Witten im Dors teilt sich ber Weg' wir schlagen den Unken ein und gelangen so am Waldrand entlang nach Hof Haina, sodann durch freie Gegend zum anmutig gelegenen Fvrsthaus Haina mit schönem Rückblick. Hinter dem Forsthau» beginnt der Hochwald, den wir für ein kurzes Stuck durchschritten, um bald daraus in das re-.z«u.r Schwalben - bachtal zu !Dramen 'chwa'. ize Dreiecke). Wir halten uns auf der rechten S fite des Tales, wo anr spät« auf geö* Strich r stohen die von Hot Bubenrod, d« an d leset ©teile sichtbar '.st. herunt«kommen Wir felgen nunmehr He- 'em Zeichen und geniesten ikuerwcgs prächtige Wicke auf den DunSdera. wie auch auf das malerisch geleger ■ Rö". g»berp Hinter öer Dber- mübfe br.ngt u.:» da» Wege seichen da» wir jent neriaf'cn aus dic Landstrast t, auf der wir durch das liebliche Diedertal zurr. Endziel Dieder wandern. Jn der gastlichen Reehmühle können wir Rast bi» zur Heimfahiv machen. Da unterwegs keine Untertun'Umdg |idbfcucn sind, ist die Mi nähme von Atzung cm ^fehlen»a?crt f>—Ilrtitfdylb—Erdbach Herba: r. Don Haiger dem uralten Dillstadtchen. gehl unter Mars.nd Heilung Suchenden wird es gewiß eine willkommene Anregung fein auf Heine weniger bekannte Orte an her Dior Nee. die sich gut uir Erholung eignen, hingewiesen zu werden. Ein guter Kenner der Rordfeekuste- schreibt uns Zu«st fei da eines reizenden ganz ursprünglich .n Zriefenßorses gedacht Rebel auf d« norvfriesifchen 3nfri Amrum das Kirchdorf d« grosten !>riefeninfel unmittelbar am t?st strande gelegen. Seine fleinen, wohnlichen Häuf« von fries,scher Bauart und sprichwönlrcher Sauberkeit find überschatte« von hohen Bäumen. Aus der Mitte des Dorfes» ragt empor bte evrwurdige gotische Kirche aus dem 1! Jahr hundert Die Bewohner spreä>. i; noch das AU friesisch ihr« Ahnen, der einst berühmten Seefahrer, und die 5rau.n trage noch die alfe bunte Heimat «rocht. unv«ändert seit Zahrhund«ten. Landwtnschast und Zifchcrcr schaffen frische Lebensmittel. Hnter- kunft kostet 1 bis IAO Mark pro Tag und Bett. Kurtare wird nicht erhoben, nur 10 PL pro Tag berechnet für Verbesserung der Badeeinnchtungen Sin Rordsee'anatoriuw liegt inmitten des Dorfes Wer nicht an dem farften Oftftranbe buhen will, kann sich auf Kniepsand. dem Strande der offnen Rordsee. den Fluten anbertrauen; dorthin führt ein idnllifch« Weg durch Heide. Ki.-tenstoost und liefe Dünentäler 3a&lnid>c prähistorische und altgermanifche Aaturdenkmäler belieben noch in Rebel» Rähe, darunter der einzige, erhaltene Wiking-Friedhof Äordseebad Rebel ist bequem zu erreichen, entweder auf dem direkten Landwege Hamburg Ric-büll Dagebüll, und von hier mit dem Dampfer über daS stille Walt nach d« Insel Amrum. oder üb« den Sylt« Damm bzw. zu Schiss über Helgoland nach Sylt, von dort mit Fährdampfer nach Amrum. Amrum besitz« noch ein zweites kleines, unbekannte» CBab: Sü 0 dors. das mitten auf der 3nfel als älteste Süedlung liegt. Das int 9. Jahrhundert gegründet,.' Dorf hat sich erst 1926 als Gegen Gicht, Stein- und Stoffwechsetleiden! / Ermäßigte pauschalkuren (nundestens) 3 Wochen: Pauschalpreis Mk. 189.—. 3m Kurhaus: Wochenpauschalpreis Mk. 80.50, im Badehos: Wochcnpauschale Mk. 105.—. / Auskunft auch über Hauskuren durch Me Badeverwaltung. Vad «Setters l-Obevhessen) Reu erbaute»,-»«inz modern eingerichtete» Kurhaus mit 50 Betten, in allen Zimmern fließende» kalte» und warme» Wasser, in unmittelbarer Nähe der Senebiktusquelle, 5 Minuten von dem schönsten Radel- und Laubwald entfernt gelegen, vorzügliche Derpflegustg. Zwöchiger Aufenthalt einschl. Bäder, Kurkarte, Irinffur usw. Mk. 1*5.- 1* tägiger , , , , , , , 100.- 8 tägiger , , , , ■ ■ ■ 55.— Prospekte durch die Babe-Venvaltung. VurgniineJünzenberg Slibcfannter AuSstuaSortamiZusted Buri Gasthaus zuvBuvg 1826 neu erbnut, gr. Saal, schöne Qtaxien- anlaaen. — Ytncttanm gute Küche und gute (Meträntc. — fFakö. 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Sehr omGvoll ift bat alte Dorf Bra dernp Müschen 'SemungHebt und MuTchrnarich Der Ort liegt hoch auf blühende Sy*bc und Gewährt schdne Aussicht auf QBeer und Amsel Äerrw Äurtafe Auf bequemem Wege ift auch der Badestrand des Bade« IDeft erlaub gn erreich« — eine willkommene Abwechslung in der tiefen, ländlichen Ruhe Braderups QDrmge Reifende nach Shit wissen, dah her iZandepiatz der Seedampsek, Hörnum, auch eht Kurvet ist. Die Hapag hak bu-r schöne Logiev- f)ä*r errichtet die beste Berp»ie Pension schon von 5 Mark an zu haben IkperaU ist Postamt, Delcaraph. Dadcxirzt. Apotlu-ke ufto.. Aura größten teil direkt am Ort. sonst aber in immittelbarer Rähe W Ä ■ 'V Reisewinke. Pensionspreise im Lchivarzivotd. Utber die Preise im Gebiet des Bardischen Bekkehrsperbandes, das Cchtvarzuald. Otz nwald, Rechir. Boderflee nnb Rhe n umfaftt. unts rrichtrt die sehr übersichtliche, illuftrtcrtt Schrift ..Dad- nerlanb — ein Wegwci'er und Hotel^hrer". E« gibt tm Badnerland -ahlreiche gute Hotels imb Pensionen, die bereit« volle Pension für 5 bi« ö 21ark anbieten 3n fldnertn Orten, nie schön gelegen und leicht erreichbar smd. findet der Besucher sogar schon Pen'wnspre^ von 4 3larl bt« 450 Mark Da« find nichv etwa Hotel« minderer Art, kmbern behaglich eimtzerich- tttc Häuser mit modernem Komfort $y ist ent Kurhaus tm Odenwald in 628 Beter Ärbt. beffew etäbte« Gasthaus über Zimmer mit elektrischem Licht, Zentralheizung kak^m und ivannrm niesten den Wasser verfugt imb eÄienc Landwirtschaft und Metzgerei hat. m Opfern m. ln? ^ste ^w loudw rricha^tli stie Äme.-ertvctn. g Qued- lmbürg-Alchersleben vlranstalte: vom Ä. 3uni bi« 1. 3uh d. 3s eine landtotrpchaflliche Studienreise nach Holland Bon Äölr. a. RH ist folgender Re.-etoeg bor ; ird>zn Arnheim—Utrecht — Den Haag Lvosdutaen Sjaarfetn — Bos- koop — Aalsmeer — ' 1 oorbf dxirtooube — Allmaar — Amsterdam —- Arnhe m. Die Provinz Groningen wird nicht oerführt. Besichtigt werden Landtoirkichaftliche und g! rtneri'che Betriebe, stts- befonbere Glashäu^rku ' uren, Luftumrhallen, Cor t.c rangen. Lr.ubeufmuier, Berfuchsgärten. Baum chuien. Lvpfolamer.»- und RtHengäT-fnereien Kvhlscheunen u. a. m. ^ür ^teliairnfCTibe. 3n letzter Zeit find in Italien toiederhov deutsche Reichsangehveige bestraft worben, weil sie die strengen italienaschen Anmelbe- bcWtmmungen nicht buchtet beben. Ausländer sind nach dem iraveni'che» Gesetze verpflicht et. sich iunerhald von drei Tagen nach bem Grenzübertrilt b<Ä der drtlich zustärrdi- gen Polizcidehbrde pers östlich - u melden, und zwar obre Rücksicht düraus. wie lange der Ausemh^lt dauert. Diese ÄnmeldtTng ist frrunb- lätzlicd bei einem Wechsel .des Aufenthaltsorts innerhalb 3talten« zu to lieb er holen. Bon der wiederholten Anmcstduna find nur solche vorübergehend in 3talien sich auftzaltenden Fremden befreit, die llch auswtziskich ihrer ersten AmneldeerNäruttg nicht Idjiger al« zwei Monate nur zu 2rholunge^,wecken in 3tallen aufhalten tooRer. 5N«* Berv lthtung zur persönlichen Anmeldung besteht auch dann, wenn der Ausländer im Hotel wohnt. 6r kann sich dann allerdings der Brrrittfung das Hotelpersonals bei der Erfüllung der AnTneidepllicht in der üblichen Form bedienen Wie die Rcichc-bah« für ihr« Kunden sorgt Rach einem Erlas, der Direktion der Deutschen ReichSbahngesellfchast ift alljährlich vor Beginn de« stärkeren Reiseverksthr« da« Pev- fonal für eine glatte und ekmocmdsveie Abwickelung de« PersonenversebrS besonders anzuweifen und pu belehren. 3n den Rtchtllnion werden Borschriften gegeben für Ne Unterbringung der Reisenden. AbbTtigung aus Zwischen- und Uchev^angsftationen, Rauchverbot u. v. a. m. So wird für die Unterbringung der Reisenden folger*- des bestimmt. Mit der Oeffnung der Wagen und Abteile ist der Sorge für die Reksenden ntxht genügt. Sache der ner und Zugführer ist es. suh um die Unter bring un ab er Aelfe n d e n zu fümrwem. Sie sollen dieBefc-tzung der Wagen forafälhg beobachten, den Rxisenden geeignete Plätze yrtoetfen, FamiLen und Gesellschaften. soweit angängig, vereint unterbringen »mb allein reisenden Frauen fimlichst Abteile jntoetfen. in denen sich schon Frauen befinden. Auch auf «ne genaue Beach- t ung de« Rauchverbotes ist zu sehen. Wo es not tut sollen die Zugbegleiter von sich ag« und nicht erst aus Anzeige von Reisenden bm gegen ilebertretimgen einschreiten. Aus aller IBelt ®a* bekommf veutschtand aoe Amerika? Der kürzlich von Amerika z urrick gekehrte tourtteinbergifd>' Mmisterialrat Aältn berichtet« auf der Tagung des Württembergisch-dohei^ol- lerlchen Berkehrsverbandes über den Reiseverkehr zwischen den Iktvmigten Staaten und Deutschland. Bei dem durch^rnlltidch süns - mal grbficren Einkommen de« Amciv kaners. was einer zwei- bis dreimal so großen Kaufkraft gegenüber dem Deutschen entspricht, fei es fein Wunder, wenn allein un 3aiyte 1925 zirka zweiei nhaId Milliarden Reichsmark durch den Fr»indenstrom hon den Berenngten Staaten nach Cuvopa gefloßen fmh. Bon diesen zweieindalb Milliarden sind aber nur 75 Millionen nach Deutschland gef em m en. ReubüberfaO im Berlin-ftötncr V-Zog. Aus dem Hagener Hauoldahnhof wurde in dem von Berlin fommenben Zug D <5 bet Ingenieur Otto Siebter aus Unna besinnungslos aufgefunben und tn» ürankenhau» uberfübrt. Hiebler, der nach Angabe der inzwlschen ringetroifönen Ungehörigen einen größeren (Reib betrag bei s i ch führte, war ohne ,ebc Geldmittel. Ob er bas Opfer eines Raubüberfalls ift, wirb die sofort cingoleitete Untersuchung noch ergeben müften. Kunst und Wissenschaft, vor 7. thmgreft des Millolrsteinfschen Sdnitbironbes w Bob Im» Der te bet ©fing wvcho ob^chaltene 7 .strrn- arrft des AkiNelrheinischen Cchachburches ergab tm Meisterschafttkurnior den Sieg de« Herrn Pros. Mannheimer mit DKunden aus f eben Partien. Sr erwarb damit zum dritten Male den Titel eine« Mittel rheinischen Meister«. 3toei- tcr ^teu>nager wurde Onh^Darmstadt mn «P. RatkekrEcke. SilbmtwtfH. da— da — dt — do- boae — e — ed — eu — fen — fer — fe — Na — tzwtt — flieg — ip- — ir — ke — klid — nau — netz — • - w — r« — sch» — sch-er — (e — U) — ta — Si — Usch — trou — wer — c*i — mttf See oorhebeni-en 34 Eifbee sind 15 Wörter mti folgen ber VedruUmg w btfbcn 1 europäräxr strem. 2. Geaun. A. tirkiichrr (FNrrnntH. 4. ,■ urHrr. eichlecht: &. Griechischer Hatbematter tz weiblicher fieronniwarne. 7 Gestein, h. etabc n Mecklenburg Schweno. V. norbitches ®eb 6 :rob: s Baden . 7. €:abt im 9l'-r-r7l?:-b. *. 3r.»; r. votier). 9. sslntz in Zentra!'.f . 1 cT'bt m ■? . rttemberg. — Hat man - c n« nc . bet n ergeben anfangs« und e röbeichsiabeK be*bemal non oom nach hrinen gelesen. eht Sprtawort. ^rnrrWib. Wo ch der Gendarm, den Ne beiden TTilHuti fürchben* «uHnfungni. ÄteiitoettrltNL U WH ' . ani KSfiiini r.»rl - n nuwi 3 n 4'»iLm-w i < in ih\i|3 > finsstgmsGsmriGade Pecha - Lumke - Ai« - facht - Griff - -chmng - Iriter — »obr — Um — Geäste — ttlat — ft«, Mngstmaien. ^UNNVNGSMriWSste. HNstmt — Ävutfl — Anbet — Bnnstn — Getos — Sm« Pstngftgruft leiegtammrittsti. Gefrorenes — Ihrrmr — Mirrchhst - Dnsnton, — Wmod) s, unb erhält bann gafl ip bal ra unb noch Strvvch vwfc Born Die Narrenkappe. Witter uad Sparren vom AsdaMonsli^. Sonntaastagd. Bringt einer einen Hasen von -der Gontächichs, Birsch. .He»st frßch selbst geschoste» 1 Wotans die 3vau schnuppert -War aber auch höchste Zett für Ihn.' Y.H ». - Sich. Äoflefte für die leipziger Ulfftoe. ,/.TO MfffivnsftstGottesdstnft Barver .Mkw ans BkNnch- hausen. 2: ^eftgottcsdtonft. bei günstigtr TDittetw* auf der Hardt - »irchber». 10 Ktrchberg. II: ^briftcn l.-niedre s. d. fonfirmwete männlickx HÄaend I'/,:Mainzlar. «ieseck. ,V fihetftenlehmirrih. Abteilungen). .10: Hauptgottesdienft. W«tzeN- b o rn warben t eich-Hansen. WatzenbGN-Stotn- berg M Oarbtnfnd. 1 Hausen tz", 'Thristen- lehre,. 'Pforraffiftrnt Schulthris-Gleften.) katholische Bevretndea. Gieften. Samstag den 11. (ftmi. 4', und 7 Beichte. Sonntag, den 18. Ium 1. Sonntag nach Bftngsten' Dteifalhgftitofett Glatzen. , Beichte. 7 Melle, ftvm. d 36mL 8 Äo«. 9 Hochamt mit Dredigt. 11 Meste mit Predigt. 2 Andacht m. Segen. Gründer«. •', Weste ■ Predigt. — Hungen. S'/ Hochamt aut Predigt - Sich. 7' , Hochamt mit Predigt. Cenntanebteuft b. ?ler4fr u. ftvotdeken am lltfi I>r. CirhrrricU [>r. *»äWtr. 'fnaelavoibeft. .tuhaaret: L>r. Gnehinger *D ^brcdiftnnben brr ffirdaktiG«. 12 bis 1 VW mittag», 5 dis 7 Uhr narimltl^a. Samstag nachnrifiag grfdHoßen 3. Bieutgen-Mafnz mit 4'/, Punkten, st« folgen: Svenfon-Wirsbaden 31/. P Oempeli us-Aeuwied; Walter - Koblenz. Dr. Wolfs - K oenelnboaen je fltoet Punkte; Prof Weiftgerber-Os.es, en 1 Punkt. 3m Hauptturnier siegte Dr Wollllch-WiesbaHeo vor Haar - Frankfurt a. M Kltr stnnft am Mifirlrhein. Tie Ausstellung Alte Kunst am Mittel- rhein" im Darmstädter Vandeemufenm wird Montag, den 13. 3imi in Anwesenheit des Ehren- ausfchusses. der Ausfteller unb her Prelle er- Mfnct. 5rvtz der arotzen Schwierigkeiten, weiche sich aus der Art des breitangelegten llnterneh- men« ergaben, der langtotengen Berhanblungen welche in vielen Fällen um das einzelne Kunstwerk geführt werden mutzten, unb trotz der zu knapp bemessenen Borbereitung«»eit ist es ge- tzlückt, die grvftc Absicht zu verwirllichen nämlich ein runde« und Tiare« Bild der mittelalterlichen Kunst und Kultur bet Länd r am mutieren Ahrin zu geben, stin grober Teil der jetzt versammelten. auch dem Renner nicht immer bekannten Gegenstände, sonst in Mufeen verstreut unb übersehen, in seitab aelegene-i Ziechen in Bibliotheken unb Domichayen versteckt, vielfach schwer «ugängllch. vst Überhaupt unsichtbar, ift zmn ersten Male zusannnetrgedrächt Äh*