Nr. 289 (Zrftti Blatt ITT. Jahrgang Zamrlag. 10. Dtjtmber |927 • rt^eiei ia,t.ch boweiag« bä» ^«wrtegs BtUefce. VtetzENer webt An er f>r.mat t* Bllb th» S*elt " Vn*t*er* ■«> X) 3Uid>« Pfennig ttr Ir«grt> iotz», ob* bd Richter- |*»intii r *jd b#t SBM*m mlolfli bibern <*calL 3m< Hb Dtr1e<. Vrsthlschr Untocrliltu-Bifr ieb Stehtbridrrd B. £«)« ti 6to|ei. S^rtftlettiBg OefchSftsUrle: SchiNkratze 7. IuObi m> laviere fto Hi iBfianaee« »io jae üe**tnefl Mr»«. Prth fir | ■« H4d, ttr l*>o4fn »* 27 mre Sr*tt< brtii* 8, «■•wärt» 10 Jtri**p|r*Big, ftr 1\e- bhiRMR)H9«B pob 70 m Srettr 38 9Ui4»p|c«ung, Platzv-richntt »’ **. ffbdrrbaktfu? Dr frnrbt Dilb Cang«. Tirowmorth* htrPobnb Dr DUH tano«. |lr JVeuilttPB Di A Ibgnot; tüt te* IbrtgrB 1*1 ikenft XUBi|*rtR, ftr brn Br- fdgifitctl Äbi« AiHwiobh, lAmttt* «■ (Biete* __ _ ! . »I-g Um den Frieden im Osten. tnglflnter ur* Buffnijii* hl •<"* "*■ doch noch ^ulammingifommm. Wtl brr zähen Beharrilch- fett Mr Mr dosichewstrsch, Diplomat«, au «zeichnet. ?r« UilBlnoo gtlunara. dem tuhl rrfertHrrtrn tza md »rlo ' n ein# UnMrmOung abjuprrflwt. 6U sich immrr^n über lönocr al« rin, Stunt* 3U0- t**ntr votz ir ein mit ftänten fl teil bare«, praf* ttid*« tireetmt« hotte, hat niemand oon bir|er etilen isichlu ngnah n, erwartet Hbtr tue Tailad* Meier UmrrraOung an sich will gewertet wetten S« bari hoch ooht trop be« redn pe||tmifti|* gehaltenen fMvrwn quh al« rin vewet« dafür gmonvnen inerten bafc auf betten Beilen ter Dille besteht. tHeter zu einander ju rammen. Tat bi« nicht von beute auf morgen geschehen tann, ist für feten em- leudjtrr*. ber sich ber Udachen te« britstch. russischen »onHifi« unb der Bealeitumftänbe erinnert unter denen leinerytl dir drittsche Regierung di, ve. Ziehungen zur 6o»jetunion abbrach. Man muh sich ferner uw Griuchtni« zu rück rufen. bah « ganz wesenttich Grünte i n n e r p o 1111 f che rA r t waren. Me do« Rubinen Baldwin w ter 9Ui^a im (Bf- bl ute der Brco«. ter russischen fantelOriegution ib London, oerantahten Man wollte den britischen Äommunienw« auf« f>aupt treffen und die Cobour pari» vor die Alternative stellen, entweder eine national britische Parte, yi bleiben, ater sich unter Me Rnute IRoafou« in bie Drill, Internationale zu beheben vi, entschlossene Abkehr ter britischen Ar- beitertewegung von den destruktiven Mrlhoten be« Ronunumannie Hal seitdem unleugbar iZortschritte gemach« Der Äommumomu» hat heute in (infllanb ichwerilch noch Chancen. Bir 3oqn|on Hick«, der 3nnenmmi|ier tei> Äabinett« Baldwin war ter Träger dieser scharfen Abwehr gegen Moskau. Er sah 'eine Aktion von Erfolg gekrönt. Da« mnerpoinische 3iel ist erreicht und die Regelung ter Bähungen Ji Rutztand kann vom f)onw Office wieder in« oreifln Office zuru(tverlegt werden. Bir Austen bamberlain ist zweisello« auch ter gegebene Mann. Me zerrissenen Jaden wieder anzutnupien. Er war innerhalb te» xabtnett« der stärkste Expo- neni gegen einen Bruch mit Ruhland, und den )>ihkbpfen in der konservattoen Partei, f)kf« unb c burdHU bat e« Muhe genuu gerned)L ihre Politik 4 egen den Diterstanb C Samte nein» und Balbroin« durchzusetzen Immerhin bedurfte e» auch setzt noch in dknf ter k^rmiittertoligteit te« geschmeidigen PaulBoncour. Frankreich« fianbux-n Dele- aterwn beim VSlkerbund, um die betten Gegner zu- bimmen)ubriii9en. Denn man darf nicht übersehen, buh bk grohen sachlichen Gegensätze auhenvoli- Iricher und wirtschastticher Natur sich inzwischen kaum gemilbert Huben. Jedoch auch em Staat w.e Ruhland braucht Ersolge. um sich behaupten zu können, und die« umsomehr, al« neunteng» eine rührige Opposition dafür «ergt. die heftigen Nacken- schlage, die ter Auhenpolitik de» Kreml in ten letzten Iohien nicht erspurt geblieben sind, gebührend an den Pranger zu stellen. Unb auch in England wird schon Politik gemocht mit em em Seitenblick aus die kommenden L den auslänbi'chen Propaganda stellen der Tritten Jatcmationalf zum Verhängnis geworden Vic Rvmmunifti'che Propaganda Hal sich im französischen Heer und noch mehr in der Larine und In den Aolonien Höcht unangenehm bemerfbar gemacht, woaei der Tätigkeit Moskauer itmlNurc eine au« chiaggebente Rolle »u- Itel. Ti, Rechte im Äabinett Poincare wünschte nach englischem Tlluster ein Stern».! zu Ratuiercn. und Xalowski. Xusilan ds BosichaÜer in Paris, dem enge Berlunbung mit den franzä- 'ischen Äommu iikken unschwer nachzuweUen war. nutzte über bi, Älinge springen. 3n Moskau wurde mitgeteilt, dah Herr Rakowski in Frankreich nicht mehr länacr persona gnta war und nach einigem Hin unb Her erfolgte die 3b beruf u n g des mißliebigen Botschafters. Auch hier wurde Me 2Ütion gegen den Willen des lei- lenden Äutzenminlltrrs in Szene gefeht. Ater Brianb war insofern glücklicher als sein Kollege iLhamterlain, als es ibm wenigstens gelang, den völligen Bruch mit Moskau zu vermeiden Der Trabt war zwar gelockert, aber nicht genHen. Herr Rakowif, bekam In Paris einen Hadtfolger. unb jetzt fetzten sich in Genf Bhanb und Litwinow zusammen, um bie wie oft schon unterbrochenen Schuldenverhanblungcn wieder in Gang ,u bringen. Auch ber Aichtangrisfspakt. den Tichilsäterin seinerzeit im Notenwechsel zum .rall AalowM vorsch'ug. toll wiederum Gegenstand einer französisch» russischen Aussprache werden. Dieser lettfc Punkt ist für uns Deutsche deshalb von nicht geringem Ontereffe. als man chn unschwer in Lufammenhang bringen könnte mit ten alten französischen Plänen eines Ost- l o c a r n ?. Unter die em Schlagwort verbirgt sich für uns die Abficht Zrankre.chs unb seiner östlichen Dundesceno fen. das Teut’cbe Aeich zu einer erneuten, d esmal freiwilligen Inerten- Oie Not des besetzten Rheinlands. Reichskanzler Marr berichtet im Reichstagsausfchuh über bie Besatzungsverminberunq. Berlin, S Dez (BT3 ) 3m Ae cheiogs- ausschuh für die besetzten Gebiet, gab Reichskanzler Dr Mar» einen De richt über bi, Lage in den besetzten Gebieten, in dem « na. sagte D , Datschas.erlon e enz hat an ang» September die Berminbtruna ber Besatzung um 10 000 Mann beschloss«». Diese Zusage kann nimmt jr wohl als e i n l b ft an- üf f t.i werten Tic G.famtve m n erung um- saht 8003 Zranzo en unb je 1030 Sng.änöer unb Belgier T e bas sranzösiiche und e.nalilche Äcn- tIngeni tetref enben Abtransport, sind bereits erfolgt. Der belgische Abtransport Ist aus den 15. Dezember festgesetzt 3m Zusammenhang mit ber Desatzungsverriagerung wirb mit ter Rückgabe mehrerer hundert Wohnungen gerechnet. Ohne den err..nger.en Iort- schritt herabsetzen zu wollen, müs en wir doch feftfiellen. batz bie noch verbi ebene Defahung einen schweren Druck bar'teiLL Gs s.nd in ber Xat noch weit über 1 000 farbige Mannschaften vorhanden. Die völlige De- fettlgung der farbigen Truppen war stet» eine deutsche Forderung, die wir immer w eder er heben müssen. De Schtetzübungen haben infolge ihrer technischen Anordnung schon wie.erholt Me .s .enleten ge ährtet. Oe.ensalls bce.n- trächtigen sie in empfind.ic^er We.se den Detrieb der Landwirtschaft. Die Herbstmanöver. bie In d»e e.n Jahre gefonbert* ba« sranzöl^ch, unb bas britische Desatzungskonlingent abgehasien Haden, haben bie tetrof.e.Tcn Gegenden auher- orbentlich schwer geschädigt. DI, sog. muftreungoorbonnan} macht, ba« ganze besetzte Gebiet mit AuBnahm, ter britischen Arme, zon, für militärisch, Zwecke dienstbar Vies, izählunaen und Zfiallrrunatn fuhren auch zu zahlreichen kr>egvqer>chtiichen Verurteilung^! teutscher Bürger, von ter Bevölkerung werten sie einmütig al« Modilmachungsvorberelsiingen gegen Deulfchlond empfunden. Wir Werben die Beseitigung dieser Ordonnanz auch weiterhin mit dem größten Aachdruck betreiben, gerate, weil sie sich Im schärssten Widerspruch tu einer Politik ter friedlichen Derstänbigung teflnbet Gs soll nicht verkannt werden, batz die Handhabung des Or onnanzenlystems in manchen Punkten milder geworden Ist. So sind bi, Ausweisungen im 3ahr, 142T stark zurückgegangen unb ohne politische Spitze erfolgt Wir müssen aber 1 robbem bie Ausmerzung ber Ausweisungsmöglichkeit aus dem Ordonnanzen- systeni verlangen. Auch die Presseverbote unb Presseverwarnungen Wei'en diesen Rückgang au*. Ta gegen Haden die FUmverbote bedauerlicherweise zugenoiinnen. Auch in ter Frage der Rückgängigmachung ter Vereins- unb Verbands verböte lind nennensweNe Fortschritte nicht erzielt. 5 ic 11 11 a r j u ft i a gibt seit tem Reu- zierprvzetz Weniger zu Klagen Antatz. ater im ersten Halbjahr 1921 mutzten noch über 700 deutsche Bürger vor den sremden Militärgerichten er'cheinen. — Leiter ist das traurige p u n g ber 9 a u t a l i f, • keil unb durch umfangreiche Bauten be« Reiche wirb tem Dohnungsmorkl ter Dohnraum. ter ibm burd) bi, Befayung kntzogen wirb, in bl,fern Jahre Mieter zuruckgegeoen fein. Dlr haben in biefem Jahre allein 15ÖU Banda rieten zu je 1200U Mk gegeben. In «gesamt sinb 4166 Bandarlehen verteilt worben. Tie weiteren In biesem Jahre noch zur Perfügung stehenten Baumittel in Höhe oon 1,5 Millionen Mark haben hauptsächlich dazu gebient, ten besonder« betroffenen Stabten zu helfen, wie Bad Kreuznach. Mainz unb gewissen Blähten der Pfalz, flu« meinen Darlegungen werben ei, meine lieberjrugunfl eriehen Haden, dotz bie Besetz ng. die nun in da« 10. Jahr ihre« Bestehen« etntritt, nicht nur mit der politifchen Gefamtlage. sondern auch mit der Denkweife be# zwaniigsln, Jahrhundert» i in Uiberfpruch fleht. Pie Anweienheil ber Be- satzung»lruppen auf deutschem Boten ist ein Unrecht. ba sie jebe» Wr. nbe» entbehrt De»hald mutz bie Besatzung auch beseitigt axrben. Ich bestreit, e« burchau». batz bi, B e t , 11 i g u n g der Deutschnallonalen Dolf «partei ,ur 1ieiit,lfuna der autzenpolitischen Lage gesuhrt habe. Diese ’Brrfieifuna ist bereit» vor der letzten Regie- rungsumdilbung erfolgt. Die Rotlage H, f f e n » ist eine grobe politiir , - liehen Wir müssen aber gegen die Gefchehnif e. auch aus dem Ge ichtspunltc der Wenschsichk t. Protest einlegen Jeder Ungar muh da« vergällen, Blut, das auf die von ungar icher Hand aclcg'en etc ne Grchward:irs f oh tm S.n^e behalten. dieses Blut kann nicht spurlos verwischt werden. (Sehr richtig' Zustimmung Im ganzen Hau'e i Das vergof enc Blut 'chreit zum Himmel Aber auch die Klagen jener, die man ihrer Rechte beraubt, schreien zum Himmel. tLebhafter Befall) Wir haben nichts anderes zu tun als un'erer Bestürzung Ausdruck äu geben. Der Minister erklärte zum Schluh, dah die ungarische Regierung mit jedem hr zur Verfügung stehenden Wittel danach trachten werde, be'onters gegenüber b-m Internat vna en Forum, dieser Bestür-ung Ausdruck zu verleihen, i Langanhalt, nter Beifall.) n u n g der uns im Deriailler Vertrag auf gezwungen en Ostgrenzen zu peranlaMm Mit Recht haben wir <4 bislang stets auf das entschiedenste adgelchnt. bie politisch wie wirtschaftlich tür uns gl, ch unmöglichen Gediersver- hältniise. wie he 1919 m Pari« geichas en find, al« unal-än.-erlich anAuer'cmien. Das diel unterer Außenpolitik muh ve mehr heul, mehr denn te (ein, eine pernünfnge Revision dieser auf bie Dauer untragbaren Bertrag«ber' unmutigen zu erreiaen. Daraus haben wir me r.n Hehl gemacht, unb ti wäre unseres Erachtens ein vrr- ängnisvoller Irrtum, wenn w;t glaubten, durch freÜDtlliaen Verzicht auf alte« deutsches kolonial- unb Siehlungs'.onb im Osten für uns auf anderen Gebieten tm Augenblick Srle.chterungen erfaufen zu können. Unb das um so mehr, als biekr Verzicht früher ober später auch den Verlust Danzigs unb Ostpreuyens zur unausbleiblichen Zolae haben mühte. Denn diesi beiden vom Reich künstsich abgriwnüricn Gebiete, bie heute schon hart ringen müssen um ihre volk- liche unb wirtfchaftliche Gristenz werden hilf- lote Opfer der polnischen Invasion, wenn erst einmal ber beute überall als provisorisch empfundene Zustand in »eiten feierlichen Verträgen als endgültig anerlaimt und befAlof- (en wird Bon Dem bi.term Gmst der Gefahr einer Uebcrfiuhmg unb we teren Lurückdrängung der beul fr en Ostmark unb den geradezu katastrophalen Folgen, b.e eine weitere B.rengung unferee Lebevsraums durch den rmeuien Verlust vorwiegend agrarisch einzestellter Gebiete für unser Voll haben mühte, macht man sich bei uns im Westen vielleicht nicht immer das richtige Bild Aber bei aller öor-je um bad (tit neun Jahren unter fremder Be'etzung qualvoll lei- tenbe Rheinlanb dürfen wir nicht vergessen, datz mit der politischen unb vvlkllchen Behauptung der Ostmark die ikffistenz des deutschen Volkes steht unb füllt. Mit welcher ttnetgie Polen beftrebt ist. feinen Besitzstand nach Westen zu festigen unb sogar auszudehnen. sehen wir ja ft et« wieder trenn auf den Denier Völkerbundstagungen deullch-polnische Streitfragen zur Sprache kommen Unb ist man Im diese-. Jahren 'eit dem Bestehen der Versailler .Del orbnung" in Dens schon cmmal zuiammengekommen. ebne dah Danzig und Oberschlesien, die Xngel- tninfte des polnischen Anweriasismus. mit ihren Rlagen auf der Tagesordnung standen? Gerade jetzt wieder haben wir vor dem Völkerbunds rat eine Debatte gehabt, die sich u beiden deutschen Ostprod'eme dreht'. Die Sinschulung der Rinder deutscher 8bcm in dem Polen zu- griprochenen Teile OberichkesietzS hatfcit langem Aniah zu befugen Wagen gegebm. Die Warschauer Regierung wüickcht die Fiktion von dem hundertprozent tg cn Polcntum de. Oberschtri.er auf vocht zuerhalt en unb verweigert der deutschen Minderheit das Recht auf eigene Schulen. Wo auf den Druck von Qkn' her tatsächlich Minder- hei'en schul en ringericht« waren, wurde die Zu- Ladung der Rinder durch unerhori.e Schikanen der vÄni'chen VerwaltungsbehLrden erschwert, ja so gut Wie unmöglich gemacht. Deutschland gelang es dann endlich, im Völkerbund durch- zu fetzen dah ein Schweizer Pädagoge mit der Prüfung der Ratir-.-sität der für die deutschen Schulen in Frage kommenden Rinder betraut wurde. Das ist im vergangenen Zähre geschehen, aber für das kommende bestreitet Polen die Be» rechtigung einer gleichen Prasis. Teut<4>tonb wird nun die Streitfrage beim 3ntemaiiDnaIen Gerichtshof im Haag anhängig machen. Ebenso all, wie dieser ©treu sinb Danzig- Klagen über das polnische Munitfvnslager auf der Westerplatte unb ten Aufenthalt polnischer Kriegsschiffe tm Hafen ter Freien State. Obwohl Polen mit ungeheuren Koiten in tem benachbarten, aber auf polmschttn Hohe-l«äll>i^ liegenden Gdingen einen dgenen Kr eg«Hafen rinzurichten (ich anschickt, ir.ffi die Wirichauer Regierung keinerlei Anstallen, das von ihr belegte Run sollen militärische Sachvrrilanteg? de4 Bel- kerbundes an Ort unb Stelle die B*rbältni,le prüfen, unb nach ihrem Bericht wirb der Rat auf feiner nächsten Tagung entscheiden Danzigs größter Kummer ist jedoch die W e st e r p l a 11 e. etnft ein belicht'« Seebad, heute Stapelplatz für polnische Munit on. he h er auäg laben w rd unb wegen der unmittelbaren Rühe te« Dmziger Freihaferts und Reufahrwassers eine ständige Bedrohung der frteditchen BcnoUerung bild. t. Das Recht auf die Anlage teries Munitions- Hasen« ist Polen zugefprvchen. jetzt fordert Danzig -edvch das Recht auf Zollkontrolle und Sicherheitsaufficht, da die Steie Stabt mit der Einräumung des ManNio^S'tap«lp|-:>es keineswegs auf seine Souveränität übet die Westerplatte verzichtet habe. Dan- ^« Auffassung wird u:.terstützt durch he Glen 5'.r ®kil Hursts, deS Äronjuriften der britischen Regierung, unb seines Italien.Ichen Kol''gen Pilotti. Trotztem kam der Rat auch in bietet Frage tu feiner enbgültigen Sprich siung. sondern brich lost, einen neuen B richt ern^uf örtern. lleberftür^ungen sind in Gen' nicht behebt bie deutschen Ostprcb eme werten immer w.ctet h n- geschleppt. um nur nicht das Schohtind Polen zu vergraulen, das man in guter Stimmung braucht, um den groben politischen (Solid zu machen, um dessenttvitten man (ich eigentlich in Genf zu'ammcnge'etzt hat. Der Konflikt zwsichen Polen unb Litauen soll bereinigt werden, l geeigneter ^kr llntrn ■nttrftm Ctuen von 10 auf 93 Pr.-enl vor lag« unb meinbetagel und aal 1 und soll dal b«r f6ixU4>fdt«n haben. ,u praktisch«» Maß »ahmen kchrirten werden, wie das der 3Mtf der der Reiche regieruag eng.-lereren Schritte auch wenn ite Opfer verlangen. o<- pon gegen Ne Stimmen der Sozialdemokraten Aommumftm. Oeuischnationale Vorschläge zur Versaffungsreform. denb wichtig«! Erfordernis der Tvirtfchats- pollrtf geworden 16. Ihr danernd« Steigerung der öffentlichen Aulaaben in Reich Ländern und Gemeind«». I«i mch» zu ver- crndaren mit der Rstwradigk«Tel.) Am Freitag fanden in Hamm vor dem Vertreter del Temobil- machunaskommtlsarl. Oberreg,«rungsrai Z r i tz s ch. die ersten Stlliegungloerhandlungen lür di« Durchführung des Beschluss«! zur Detnebsein- stellung in der Eisen- und Stahlindustrie am 1. Januar 1928 statt. An den Verhandlungen nahmen Vertreter der Werttlcitung der drei Melallardeiterver bände sowie de! Vernebirat es teil. Direktor Lange begründete den Still- teganglanirag Er fuhrt« aus. dast die Stilllegung leine Aarnpsmaßnahme sondern eine .Vorsichtlmaßregel' gegen die durch die Forderungen der MeiallarMnerver- bände eingetreten« Ueberlaftung der Unter- nehmen darstelle Seiten! der Metailarbeiter- verbänd« wurde ein« Erklärung abgegeben, in der es heißt Die leben in dem StMegungl- anteag ein Druckmittel aul ble Regierung um ihre Entscheidung in der Durch'üh- rung der Ardeitszeitverordnung vom 16 Ioll zu beeinsluflen. Di! zur Erleb.gung de! Schlich- tunglverlahrenl. an we.chem wir beteiligt sind, können wir keine Weiteren Erklärung Der deutsch-jugoslawische Handelsvertrag. Annahme im Sieich»kag. •Berlin, V Dez. (VDZ.) Aus der ragesord- ming steht zunächst der Bericht de- Deschästsord- nungsausschus es über Anträge aus Gench nlgung der Strafreisoigung versch ebener Mitglieder bei Reichstag«! Don txn Regierungsparteien liegt der Antrag vor. die Immunität der beteilegten kommunistischen Abgeordneten vom Zeitpunkt de! Beginns der Sommerserien ob r bei Reichltaglschlusse! an aufzuheben und von bleiern Zeitpunkt an auch ble Zulüs ig- lelt der Derhastung bet Abgeordneten ober ihr« Vorführung zu genehmigen Aba. Dr. Frick (Rat -Soz.) beantragt. Ne Fälle bei Adg Dietrich an den Ausschust »urückzuvcrWeisen. Die Zurückverweisung wirb veschlos en Abg. Dr Dell (3entr.) bedauert, bah ber Lermln gegen die kommunistslch« Zentrale nicht für bte zweite Iullhälste. sondern erst für den 4 Oktober vom Senat des R« ch gerichts anberaumt würbe. Die schürsste Mißbil.igung verdiene es aber anbererleltl. dah die kommunistischen Abgeordneten einlach am 4. Oktober nicht Dertraglinhalt eng zusammenhängende materielle Regelung aufzunehmen. Ein gleicher Fall wird sich schwerlich sobald wieder ereignen. In jedem Fall« wird künftig von den m ah geblichen Ressort! daraus Bedacht genommen Werden. Nist Dertraglregelungen nicht mit autonomen Regelungen formell Per- knüpft werden. Der Minister sucht dann zahlen- mästig nachzuweisen, dah die Zoll erstShung von 1,80 Mk pro Meterzentner Industriemats sich angesichts der hohen Verdienst- spanne bei der Derarb.'ituna und im Handel für den Verbraucher gar nicht aulzuwlr- k e n brauche. Abg Meyer- Berlin (Dem.) bezeichnet Ne Erklärung de! Minister! als unbefriedigend. D.« um den Preis der Zoll er Höhung für Industriemais von der Regierung D.Tfügte Ennählgung für Futtermail sei unzureichend Die Verbraucherpreise würden durch die Zollnchöhung doch wesentlich beeinflußt Die Demokraten würden dem svtzialdemvkratIschen Antrag auf Streichung bei Art 3 zustimmen und im übrigen Präsident Löde ersucht um Ruhe. Rach einigen Minuten verläht Abg Scholem feinen Platz und es tritt wieder Ruhe ein. Xln;er Ablehnung bei Aulschus an trage! wird ber Antrag der Regierungsparteien angenommen. Die RoveU« »um Hopothekenbankgrsetz und bas Eeletz über ble Pfandbrief« bfientllch-rechtlicher Kreditanstalten werben In zweiter und dritter Beratung angenommen, ebenso bte Verlängerung der Eeltungsdaucr bei Depot- und Dep V«s bis zum 31. Dezember 1929. Hieraus 'vlgt ble zweite Beratung bei Ee etz- entwurfes über den deutich-jugoslawlfchen Handels- und Schif ahrtsvertrag. Zu Art. 3. der Me Erhöhung des Zollfatzes für In- dustriernais aus 3 Mk bebmgt. beantragt der Aufschub die Hinausschiebung der Inkraft- 'etzung Ml zum 1. März 1928. Erklärung der Regierungsparteien. In der ber Abschluß bei Vertrage» begrübt und die Hof - nunj ausgesprochen wirb, dah sich daraus eine Weitere Belebung der w.rtichaftlichen und kulturellen Be^i.hungen zwischen Deutschland und Iugv'lawien entwickeln werde. Abg. Frau Sender Soz.) beantragt bl« Streichung des Art 3. der bte Aenderung des allgemeinen Zolltarifs behandelt. Der ganze Reichstag sollt« dagegen Wiber'pruch erheben dah hier Fragen ber Auhenpolitik mit inner- poll.i ch n 23kt chafts tagen •'«raulJt werden. R lilfii'J. r. g # m t • . r Spiele Die Reg.^ung hat ichon un —.0 ajub ge g-, dah sie an sich eine v.rgmckung d r mnerw rischast- llchcn Fragen des autonomen Zolltarifs mit den Handeisvertr gsabfchlü sen nicht für zweckmäßig hält. Im PorlTegenben Fall?, da! darf ich auch für den RetchStinanzminlster erklär m. haben Zweckmästig^ttsgründe dazu geführt, tn da! Gesetz über den Handelsvertrag eine mit dem Meinungsaustausch in Genf. Nach brr Ankunft Pilfudskiö Henf. 9 Dez iWTB.) Der heutige Rach- mttiaq war mit einer Rech« v.n Be'prechungen aultiefüllt, b«.-en man ekhebltche Bedeutung bei- mißt D«r polnisch« Auhenministec hat:« Briand und Chamberlain zu e nem gemeinsamen Essen zu Pilsudski gebeten, an dem jedoch Chamberlain. der infolge einer früheren Verabredung mit Retchsmtinster Dr. St res« mann das zw« t« Frühstück nahm, erst zum Rai ee gegen 3 älhr kommen konnte. Rach einem kurzen Zusammensein der vier Staatsmänner hatte dami der englisch« Staatsminister des Äeusj«r«n eine anderthalbftündige Unterredung mit Pilsudski. P lfudfkl batte bann eine Unterhaltung mit dem hoULn- bischen Minister Beelaerts van Block- lanb. ber bekanntlich der Berichterstatter für ble Beilegung de- polnisch-litauischen Konflikte! ist. Man kann «s wohl all das Ergebnis dte'er Besprechung anfel^n. dah für den morgigen Vormittag 10.30 Uhr en Meinungsaustausch Im Zimmer bei Eeneral'ekrctLr! des Döller- bundes beabsichtigt ist. an dem auch Pllsud - s k i und Woldemaras teilne'imen. Dieses Zusammentres en ist um so imeresianter. als in der Pre se die Aas as ung zum Ausdruck gekommen ist, dah Pilludski und Woldemaras sich Wegen del bekannten Interviews, in dem PHIud- sst den Litauer einen Verrückten genannt hat, nicht einmal am Ratsti ch geaenüberschen würden Die Besprechung ist auch von besonderem Interel e weil bet btefer Del'genheit auch Dr. ötrelemonn und P ls:bf.i sich daS erste Mal sehen wer en In Döllerdundskreisen rechnet man damit dast im Laus« des morgigen Rachmutags eine Ratssitzung stattsinden Wird. 29 e r I le, 9. Tt». (WB.) Aus der heutigen Xagung der deutsch-nationalen Partei Vertretung Wurde einstimmig eine Entschliessung angenommen. in der e! e. a. heiht Die Einde't de! Reiche« beruht aul der freiwilligen Drohung aller deutscher Stämme. Borausletzung lür die Des und ung der öffentlichen Wirtschaft ist deshalb folgerichtig Ref orm der DerIassung und Verwaltungen. Die Deutschnationale Dolks- pattci lehnt den unitarischen Einheitsstaat ab und erklärt sich gegen die Umgestaltung von Ländern z u Retchsländcrn oder Reichsprovinzen D.e Selbstoerwaltungs- vertretungen deutscher Relchsorov.nzen würden sich In nichts von Länderparlamenten unterscheiden Sv wäre für Verbilligung der Verwaltung nichts gewonnen. Das Reich hätte die Fehlbe- beträge leichNinnig wirischaliender Länder )u tragen. Die Deutschnationale Volkspartei Will unbeschadet ihrer monarchistischen Ec'innun.g zur Gesundung der Staaiswirtschast ble geltenden deutschen Verfassungen durch 'TDelterentwtdelung z u konstitutionellen Regierunass ormen verbessern Sie fordert zu Metern Zweck a) Dlt Allein Herrschast der Dariament« ist durch Ausbau ber oersassanasmShi- gen Rechte des Htl ige ist. in dem anstatt de! Dreischtchtenstzsteml da! Zweifchichtenfnstem In Mesen Vckrirben noch vorherrschend ist. Obwohl Me Verhandlungen mH den Gewerk ch st en noch nicht erschöpft waren, haben bie beteiligten Unternehmer mit- geteilt, daß fi« ihre Betriebe am 1. Januar stillegen werden. In der Interpellation Wird gl. Wa» erung zu tun grv -' - die drohende getocl ige Edchüitcrung M deutschen Dlrifchait«leben! mit ihren unübersehbaren Folgen zu verhindern. Der Reichsrai gegen bie Lohnfieuersenkung. tir Länder drfurchtcn Winbrrung ihrer Einnahmen Berlin. 10. Tt». «BDZ.) Dem Reichlrat war ein« Vorlag 'ugega^gra, wonach bi« Lohnsten«« von 10 ee, 9 Prozent ermäßigt unb zugleich de b sherigcn Sami- M«netm5Blflungen für Stauen und Kinder erhöht werden «vllien Auch ’ür Me Veranlagung o lich' flrn ! Ute en; Ermäß gung . -e. |8*T '< CtT*. yr-rt b Sbiif» '«Mrra * ki 6» «ii t-i’J 1 , rX1 he*1 idm *^1 tUM Si«m> j'4 It kk'ft «ch 1 ehr «£ nria «fi*» :.Vl u t tr N» :t äse je * M Nf ä*.: ktu 1 au# finanziellem Gründen nur bi« 3amilKimm- mäbigung angenommen, dagegen di« sonstigen vorgeschlagenen Ermäh gungen abgelehnt in der Be'orgn.l. dah durch den entstehen et Ern- nahmeaulfa.i Länder und Gemeinden geschädigt werbet würden au bie f chog jetzt vom Reich bti bet Te 0 dmngsoorle^e tan« Rücksicht genommen worden sei IDurtlcmbctg b.an- au4> die 5 ' -ß gu g.n bew lltaen. d h al 0 die gesamt« B 0 rlag« ab ju lehnen. In den Aullchüi en war bet Württemberg, ch« Antrag abg« t nl worden Er wurde aber tn bet Vol vrr amm’.ung w e erholt und hier in namentlicher Abst m.nung mit 41 gegen 21 St mmrn avgelehnt Di« Au! chußb«- fchlsss« selbst wurden in «insoch-r Ab : mmung mit Mehrdeit angenommen D « R.lchlreg enraj erklärte an ihrer Vorlage festzuhalten Es wird al 0 «ine Dopp« Ivorlag« im Reichstag eingrbracht werden Aus aller Welt. Eine Wahnsinnstat. In A « ustrelitz har tn einem Anfall von geistiger Umnachtung der 55 Iahte alte Landgericht« rat rung ber Wetter la 0« wetteriagr aus dem hoherodskops Nordwind. Temperatur minus 3 Erod Celfhie; Wetter: neblig Schneedecke 10 cm — Eportmä^ ÜAfeti nur noch Im Batte vorhanden. Mcitrii>v«aui löge. Nachdem unter dem Einfluß der IfNbrutf|t6rui> rn neben leichten Nieserfdpdgen auch ein# gering« rmermung fi-iög«funden Hot. merben durch Dw erneut oordrlngensea talduftmaflen. Ne tnlmetl« dem oftiidyen Koch entstammen >» lemperoluren wrfccr zu ruck gehen. Bronöer» rnödrend der Noch« besteht auch für Heferr Hagen Frosta.iatzr. C'Jttfmrpraiurrn am 9 Dezember: mittags !jl Grad Eelstu», abend» 11 Grad Erlflu». em 10 De- umä#r morgen» 0,9 Grob Celsius Maximum 1J Grad Celsius, Minimum 0.6 Ural Celsius — Crd- |»mperoiur,n in 10 an Tiefe am 9 Dezember: abend» VV Grad Celsius am 10 Dezember morgen« 0.9 Erod Leistu» — Niederschläge 0.4 mm. Wettcrvorau! 0 g. für Sonntag: Ra i 0 g f ihr. neb l g w l I , st« Ira weisr auch Aufheiterung vorwicg.nd Itodra. Well, innstot S alle 815 wsa- L.-LL aas® "AI» "ch all 8,1*7? OkrguMic-k...— Ursach, H u», ®4n bimon Dif du 8rw:. 'n 6Iqol Du a|M. mnt auch an. M u bri ju rütteln |n; su Wu> ■ Ich" 8n|pmd; oe ki " li|d)e $eomle. der berxb i hatte, a>ar tln 8,. liegt nicht der gertr^ daß Segwten jfijl et-r I bieten Fund hol he >er nicht» dagegen rx#» ündtichen Selber Witschen fttgitna| M Uta in llalkfl üben die TUttrr. M n Hütten Teams all' Hochvast« tüim ei blt Ufer jettetet ' >en unter Teller ei mutzte geriuiti »ettr dfabtlm) Verben darch tseöcrschtoemmunga y i große Mpihagn. Kt LSHe 60* (OO®1 K,d(l o0’ ««• **•* ,11«""' 5* u ftrlAffcä ÄS'A I ag' ' stellt r,?-Ks itU‘;. in cm iSr «*r^ fftrlagt. Aus der Provinziashauptsiadt. • Ufren, ben 10. »eyeber 1927 Gin Deiknachlsmärchen. Don Seal ®U 3er vor Weihnachten 16 Mb »briteftnb Hochbetrieb b: ma en bünmd * UeberstNnden gema* »erben, Schon Sa* öertkren bet DoH nimmt mächtig »ei öel: in 2nfpruch all d« TXUlionrn IBun'^ettd. Me ba etnUefen. «ÜW« In 0rbte.lt, ßäiOer. Ci aalen wib 3c|tfli eü»* geteilt »erben ba herrscht ein Bctpeb, von bem aHr uni überhaupt fein Tllb majrn tonnen. Da (t L B In bet COhlätra&t hnfi fltrabe au», bann re*» um bie 3cifrna*»©uni*2ln. nahmeteelL' 3m Parterre 16 ba» ötfrttarUt. •In » Orlülfborfeit Dann »erben fk bem LhristNnd fl,\Udt. ba« brbält sich Miurtwb Me oberfte j i!'*ibun« vor 3m trlter Ctod »erben bk brmilligtcn Bun'toetld In ein M4e* ÄoTer- bul> eingetragen. Oc^nung muh lei Daan enrb ein Engel al* 3t i.’ädfet in Me SaupttoM t*» xüun'4X-'<‘H,* berunierae**dL ai» «nfäufer per mental zu weroen In be! anders ehrenvoll, barum bewerben |10 alle unb wenn es keine Engel Därrn. Io »urben 'le II* brum kUagen. 3m Dachstvck ©erben bk gerauften *e'*enfe au!a«Hop*. Radfahrern unb X ran bahnen au« eine Uerf.’br« n'eL 3e»t erst tarn er richtig Jur Obe,Innung Aeillger Petrus, Ift ba« ein rängen unb Schieben, unb a>a« für komische Xurnbea>egungünsche in Auftrag. Ul- ui-ut »as gab e« ba für Tiere, wie im Zoo! 3m Grund seine« Herzen« taten ihm ja all bte schönen Tiere ein biM>cn seid, denn er war ein guter Engel. Für Model hatte Michael nicht da« richtige Tkrffänbm«, ba er ja nur gewohnt war. aus Molkenbänken zu thronen, die allerdings (ehr bequem und d-rkvrativ sind. Porzellane in schimmernder Vunthclt strahlten ihm au« den Erkern entgegen. Schuhe und Stiefel in den modernsten 5jarben und Formen. Hose Schaften- stiesel für bk zarte Tveiblichkeit imponierten ihm mächtig Dor einer Galanteriewarenhanb- lung verwellte er längere Zeit, um Me Koffer unb Taschengebilde zu bewundern, er batte leine Ahnung gehabt, wa« man alle« aus Schlangen- baut unb Kalbfell Hersdellen konnte Aachdenklich schlenderte er weiter und stand geblendet vor einem Konfekt ivnsae'chält teHL Donnerwetter! Entfuhr e« ihm «Hinterster schämte er sich (ehr.) ©o eine Prach: tr* Me’e Abendkleider au« yestßeBsmmeR. Me Im vorigen vostzel» b2r.rlich ab; einen Augenblick später wurden zwei ©chül'e durch das T.-.ephon gehört, bann erreichte ein Laut w t p?n einem bumpfttl Sali und ein gurgelndes ©rulzen ba« Ohr he» Anwälte*. 3t tclcpbsnkriv oioa an ben Besitzet eine« Eienladens. ber sich etwa 100 Meter von ber Fabrik Meifterknecht* befindet Dee Kaufmann eilte in Me Zadrik. ine zur Mittags- zeit von allen Arbeitern verlass« war Er achtete nicht auf einen Mann von zwergenhafter Figur in einen blauen Anzug, ber an Ihm vvrbclstürzte. In k.nen Kraftwagen !prang unb bavvnfuhr 3m 3nncr.n ber Fabrik fand her Kauf nann Meisterinecht, die Hand um den Teie- phonhörer geklammert, tot auf bem Boden. Eine Kugel war durch den Kopf gedrungen und fünf entere Kugeln steiften in seinem Körper 3tn Ultra-Röhren gasgefüllt gewährleisten den beeten Empfang dieses Peden unb Brokat, Silber unb Goto! Beben ihm sagte jemand .HlnrnlUch" Michael bliche 'ich erficuni um. Dein, himmlich war da» wirklich nicht so auffallend ging man bei ihm zu Hau'e nicht, Petru* würde schöne Augen mache - Aach einer halben Stunde hatte er (ich von feinem Staunen erholt. Er Ichauie llch noch elniae Schirm-. TSälche- unb Haushaltungsgel chäfte an. bann war er so müde von all ben ichutzmann gnve'<7i wäre, ein Aut!» bitte ihn ierammt), traf er an einer Strahenkreuzung ben TI Hol au* Gluck'elig stürzte er auf ihn zu Aiio- lau« freute sich auch khr. .Grüh Gott. Michael' AUo dich haben 'ie biek« 3ahr al» winläuler »eruntergdchickt - Michar! beiabte mit Stolz, er habe schon eine gründliche Berichtigung hinter (ich, nur zu ben Spiel waren mühte er noch Da toai natürlich Aikolau* in feinem Element. Er erbot Üch. ihn zu fuhren. Mtchoel begeisterte sich auhervrdentlich für all Me entzückenden Sachen unb Sächelchen. 3n die Äätc-Äru’e- Puppen unb Teddybären verliebte er fich geradezu. er formte Uch von iyrem Anblick nichl losreihen. Aber ba Michael in der Stabt nicht fliegen konnte, taten ihm Me Fähe vom ungewohnten Laufen weh und die Müdigleit machte 'ich immer stärker bemerkbar So zogen sie sich denn in eine gemütliche Kneipe zurück, wo Ttlfo- lau* jede« 3ahr Stammgast war. und hinter einet FlaIch? 21er erzählte Michael feinem älteren Freunde seine Tveihnachtscrlebnlfse unb -eindrücke. Sie kamen so in Stimmung, bah sie eine Postkarte an ble .Tvei-Du-An" IDeihnachts- wunich-Äirnahmestelle) schrieben folgenden 3n- Halts -Bin begeistert von den MeSsästn^n Tvetb- nachtsau*stellungen in den Geschäften! TDerbe versuchen, alle Mün'ch? prompt zu erledigen und weitgehendst zu erfüllen. 3n der Hoffnung, bah alle» zur himmlischen und irdischen 3ufrieben- Biele herzliche Grühe Aikolau»." tlornoti.icn. — Tageskalender füc 6am«taa. Bolk»hochschule 8 Uhr Clngfaal ber Oberreal- schule. Aezitation unb Totttag. — Aeichsbund ber 3tt>llblcnftbere4)tlgten: 8.30 Uhr. .Stabt Lich", Monatsoersammlung — Gewcrffchastsbund ber Angestellten G D A: 8.30 Uhr .Stabt TDetzlar , Monatsversammlung. — Deilügcl- und Bogelzuchtverein: 830 ilhr, .Pfälzer Hof", Mo- nalsversammlung — B. s.B.. 8 Tlhr. Vereinslokal, Monatsversammlung. — Westfalen: 8^0 Uhr. .Schwarzer WaNisch", Versammlung. — Lügennsch Sauer 8 Uhr. ©aalbau flauer. 72. ©tistungssest. - Llchtsplelhau», Bahnbolstrahe: .Der Aastelbinder". - Astoria-Lichtspiele: .Menschenleben In Gefahr^. — Lageskalender s ü r Sonntag, ©tabtibeater: 6 Uhr .Möbel von heule" (Ende 8,15 Uhr). — Giehener Konzert-Verein: 5 Uhr nachm TIeue Aula ber Universität, Konzert Luit. Mysz Gmeiner. — Lukasgemelnbe: 8 Uhr. Konsirmandenfaal (Liebigstrahe 56 H). 5ami- Henabenb mit Vortrag — M. T. V.: 3 Uhr nachm. Turnplatz ©chlssenberger Weg. Hanbbatt- Derbandssplel. — Kavallerie-Verein 7.30 Uhr: 3a|6 Leib. Winterfest - Lichtspieltheater, wie Samstag. - Palast-Lichtspiele. 3 Uhr unb 5 Uhr nachm. Märchen- und Kindervorstellung .Der salfche Prinz". — Line Sfsentliche Kundgebung de* 3ungbrul|d)en Orden» sindet am Mittwoch abend statt. Der Hochmeister be» Iungdeutfchen Orden», Brtur M o h r o u n, spricht über „‘Boll und Staat" (Nähere» in der heutigen Anzeige j •• Der Oberhesfische K unstverein veronsta! et. wie bereits angrylgt, kommenden Montag 12. Dezember, nachmitta;s 3 Uhr im Turmhaus am Brandvlatz lene 3ahre«ver- I I o I u n g für die Mitglieder, bei ber wieder Anrech-s'cheine. sowie eine grbheve 3abl von TLjuaretlen. Zeichnungen. Kodierungen unb sonstiger. Kunstblä:tem ausgeiost werden. 3n der derzeitigen W e i h n a ch t » a u s st e 11 u n g .Künstlerhilse 182F hat eine telltoelle Umgruppierung fta'.tgefunben. an ble ©teve der perfJulien Gemälde find neue, bisher nicht aus- I gestellte Werke getreten. Lose i 50 PI zu der am 10. Dezember statt!Indenden Ausfpi'lung sind im Aus itellungsraum bi» Ende der kommenden Woche an den Ausstellungstagen Oonmag. Tiontag. Mittwoch Freitag von 11 bis l Uhr. Sonntag« auch von 3 bl« 8 Uhr. Mittwoch» von 3 bis 7 Uhr so lange der Vorrat reicht, noch erhältlich; tm Interesse ber au« stell enden Künstl.-r'chast wäre ein restloser Absatz dringend zu wünlchm. — Gesellschaft derGiehencrKunkt- freunde Am Dienetag sprach In ber Gesellschaft ber Giehener Kunstlr.unbe Dr. Oskar Schürer au« Prag über .Picasso unb die I Probleme bet modernen Kunst". 3n einer paffenden und überzeugenden Sprechweise zeigte b:r Äedner an iencm Musterbeispiel b « zeiiienös» i chen St lailauss 1c t 1900 ble null liuclk i u ib tnfür.ltiD-iprmalcn Xrieblrä le auf. die dem Wandel der Kunstanschauung innerhalb de* Schallens be« groben Spaniers und der Kunst un ercr Tage überhaupt zugrunde liegen. 3n bet Fälle seines S)ar|leliung*niater.aU beschränkte er sich I nicht auf Beispiele aus ber Malerei, fonbern griff auch auf bie übrigen künstlerischen DU;i- pllne und selbst austerhalb bes Bereiche« ber log hohen Kunst auf bas Gebiet ber Technik. ' u 1 ! r e 1 I.dbr e.ch ns un «.re» g 1 n öärllgen en nord Lchr Anaed U.ÜK.S1 an b. Uheft An», erb. lex »lauen itNt neu. des flnh inebt Lteile elrtcbrurl-b Branche 2«rnntia und Küche in schSnfter Vaae, l. 1. Avril 2S an nur rubtae. befl. Vcute in oerm 2 chr Ylrni u «^9a.d.«.N. Märklim Banka i. u Ian r. alle» aot et- balten vrr • mei i tu oertaifen fläb — alnae 7 I öosiaglaiRD? wenig gebraucht, u Drennabor« AlnbertDogen »u oeitoufen ö*<7 tfnbioUitT. 5» 11. reniefoun. S> 3 alx, wllnlchi ft* »u per» beirotrn mit lein ob ttfl'wf. wo Ibm Utnbetrot ae- ho en ilt. Tchii'il'che Angel» unter 11X6D an d Wien. Ant. erd. in beiter solider Auilubruna, kam- vleu obAuneben. Lchr Ana u. l»W0 an den «tefc. an». 5i|f üiaoaen bet hohe in Vobn iPewerbSaiahige Ztellenorrmhiliino Soobte Tilfer. fleuitodt M. (w DniflfQtfien miet Bit "SfiASS Hsnarma inirrti i.jttiMKti ttr MHW 8ih. Ddlrm 1. teile. Ohzn. seimr. 7 Für die vielen Bewohn herrlicher Teilnahme bei dem Hrlmtrange aneereri lieben Entschlafenen Ragen Innigen Dank Frau Marie Bechthold Ww. Familie Helnr. Bechthold Familie Karl Beck. Grudeherd am verkaufen *71s fit icrallce 15 I. Irullt Btt oorlmn BtrtlBöfiigsftliftl Cinmieift Qjiiitiongtrttei ßett-Voriagtn 11 je en ■ i’rfw- geeignet I. Wltbnhl- bouK In bebet Vage. *u verkaufen. 2chr. Angebote uni. 0WC1 nn den Gttztz. fliu. 11 0 60 e#o 4 20 3 60 । qa 2 60 ülogeoloBS freie schöne Vage, biU. (Befett als vrou • »eikabet ein intelligenter, lebt rübriger Junger flenn mit guten!lm ang#- formen. lMo;orrab- beüuer vd -Wahrer Wefl r.’elba mit Veden.'lau' tu OKTtf* an den -'iek Äm. ianbmirtftbafiL ^e ttifD flabe Wetzen» gelacht Tieieibe braucht feine arbeit au verrichten. Veu.it nicht au»* Angeb unter ‘H»I4 an d »let An* erb 6.66nt^r- »irtn.biedm.11 ZeltPOen S*JU likeilabt. Slav u vormeatu«» Grammophon- Sdiranfapparat • botfetne» 2alon- itudi m. olelenSun't- 6116? piaitintrs SniniBäuner- geftUiir creiSwett au oerk 3MI6iDi6 ctylanirn ®tebe«br. Veiobo», Äug. Hanfl Spielsachen: tuite» rni u. Hatten en, für 37 -A AU pert ""II laiaheletr. 1 11L Mroei lebr aut erb Smell- ffllDl?tmdDiel vrelSw v oert ,,H,u (»olennaftr. 4 a. lüft und ivobifchmek- kend. J) tfd 1 fl». Ait verfaulen. 0K7BI Rnileranee I v. Die Beerdigung findet Montag, den 12. Dezember 1927, nachmittags 2'/? Uhr statt. Lieferwagen n BrfAche ob Bler- 2 iber. gut erb »al. ehilft. Lchr Aitg n. ki46 on d. tM. Ama. Tirtretirl 2 dicIacuo an» eene, l>* , cm. TU 4i 1 ISO. tUumen- Aeulelle 24 3itf l Wofenlorm 6 Stück 's* A Buchform 40 * Parfüm TU- HO A N. Tu- 3 st flacht, 0 Collier, er»A Brcölnu Br. 471. Lunger Mautmonn lucht tum l. x)an **< möbliert. Simmet ml: l-relbana unter ua«M a d W, An, Kath. Jung geb. Ohly Otto Jung und Familie, Dorf-Gill Heinrich Jung und Familie, Holzheim Karl Jung und Familie, Holzheim Die Beerdigung findet Montag, den 1Z Dezember, nadimlttagi um 2 Uhr, In 6rofien-Bu«ted< statt 1132SD 'ssertrs 128. 85.- Tischler- Leimösen und Zimmerösen au verkaufen. U*D II ahn. Mlbevltrohe 17. Heete »bead N llbr: '-D ülonots oeiiümmlaBi im t*eiein»ben<*. Ter tteriianK langer Kaufmann au» der iklektro- u. EKenbrauche für tfaecrurruialniae nnv Llcrkaai Nur schnitt An geböte an |111881- Allaem. (bfektri »itäl» «efellfchasi. Bureau ttititn. <öro er neuer Vogelkäfig mit Liander oretStv Au verfoinen (Mil Citanlnnr I L Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Karl Hodisteln Wwe. nebst Kindern Familie Bechthold Lina Viehmann. Freitag morgen 6 , Uhr veradued nadi kurzem Leiden In der Klinik xu Gleflen mein lieber Sohn, unter guter Bruder, Schwager und Onkel üflirtrs irtulrm Am d 4-er. in oütn häuslichen Arbeiten erb fuchi ZieUt al» Stütze ob. AUT itid'iandiarn -vübruna er» Oou»- balt». Gebt Auatb unter 'NKI* on den tUifR. Anv rrbeien Amu UiuerfttQentoon auch al» tikrfitnu geetanei. tm Süd- nlettcl für lolort od. l.Sfln. ui vermieten. ^chr Angel' unter HSODa. b.ref:.An<. Gfeben. den 9. Dezember 1927. Die Beerdigung findet Montag, den 12 Dezember 1-27. nachmittags 2 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt aeew u. L Gar. ob. einen d. «ein. Wallaeh, leuierer lehr auietn- gefabreiL em- und AroetlDännifl. u. b. b. Wahl, au v rf “”‘D (Hfl. Zibieferiteln. Ok-leeilueeu b.Vub. 2 angekörte, xemrofi ZlegkNüölle fLaanrr flafle- 20 u. 9 fllonate alt. au vei taufen. 08NSH Vlnb< uitruth 11 ater gaffe 81. Tüchtige Zimmerleute u. Linschaler sofort atfiut: i*„D du melden Dl 6 9!io & Good. Bodiam i. B„ tfbrtuürahf V i^flubtireatO au verkaufen Zu er ftiiaen bet C^bcrt L l . 1 • r n •; e 11 * Pistolen gro eArmee ormaie fouliob taufchtgunft Roerri •fflrr.e'rtfi Cpttf und 1- aHni. Herr Friedridi Posse Werkstatt en-Vorsteher L R. Mgel weg Hlatzmang. bitt. au vertan' flab in bei u»eltbdlt»li. bc» -iiei Ameta '►• >4 mit Tran-miffionen, ^erkftauen. Vager- räuiiien. Kontor» raumen, aroficr Tcheune. ,irokem0os üiebr. fedr aut ein- trfpicüc w 1, Skißk bill au oetf flnAul ta-lich , Uhr Iso. lagt dt« «efchüb» i b. tl. tL KfeiSerfloffe Reste billig. I (Uaütorftrahc 75, 15 DIS 20 3fll«r Stroh »ii »er faulen iWIH frurtirlbrlm, Braubaudftrake 2S Jakob Gilbert nebot allen Angehörigen. ontmtuH an» fln» aal M-t. f 1 rt. |h I -1» | r oic'e 'L. n." tx puw «ch <*o ISS.- 97 ÄRitriee*. t 4.Tra* ii min*ee ii Brit. v IV*, b.ata. -Ubr: Cinel im ettitoi RemOPir in । A(i i oou ,,el k 2a:tri Zeiateo. IM. Tc». Anker flbennemtnt i on I** b mch ZI Lamont trauerfpiel in eil vildern cen (Woftbe. mit der Muli! von tVeeibeoen Für die herzliche Teilnahme, die uns beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen erwiesen wurde, sage Ich aufrichtigen Dank. WiU-Blsrt- nah MW) .40« Nach Gottes unerforschllchem Ratschluß starb unerwartet heute morgen 7 Uhr mein lieber Mann, unser guter Vater. Großvater, Schwiegervater Gestern wurde nach langem schweren Leiden mein lieber Gatte, unser lieber treusorgender Vater. Schwiegervater. Großvater. Bruder, Schwager und Onkel sofort zu vermieten. Lchriltt Cflertrn unter flt si nn Mttteldeuriche Annoncen C-'xvc dition, (8ickru. Plockitrosie ß. I***4 iniiiiiiiiniiiiiiiiiitiiiiiiiiiiii Rlooieif $ Connoolons merk 'a^grmoh u. oreiLweri et* htmmi u re »ar M.T. V. sTurnolav Vchifie» t Zonnta«, 11. nach« 3 llbr: Handball- vcrbandöfpirl? M. T. A -TA* Ihi.o z'iarbur* Mellter fiafle. i erber t. o. int» - T. <1. l'uyvach ' r,o Knnfr tI2S6D Truhe gefchnivt- >7>'e o her teidirr ibfommcbt gevraiichi'S Bnlett mit Arfbrnv nro* e» schwär, voller» n e Irumcau, ttftt ftrUm mit tfelftcr* uiairubcn an« iafl»* Haider abAuarber. (»nrl Ltuckratb IRöbellabrtt bkbraudjtce Aepkiqa ItciUBöblc tu faafen OfiUchi. rdit Nn eb uaier jromtlie. wo Mädchen und nur kleinere Studer vor- banb-it A'vecks Urr- lernung de» vau»- balle» bet vollem .lamtilenanschiutz. 8chr. Anneb U.0RR87 an den tiiek. Aha. 8en leist Hemer, jete liebe. Tei. Ki ^'Zimmer au vermieten ONTOO " । Vioutae. 8 llbr. Monats- oeriammlunq und gimmerftuhen- schiehen. "Sreltp. SatsscheE Zeverwedr Moniaa den Tea 20-, Ubi Mopatx VtruoBlufl bei Kamerad Ar noi» • rag de» «am. robee Brender ^otlA t^r» fcheineii »' wünsche. AnAug Arbei t' ock. Mütze l'fJOo To? Komma da. Otutschrr SchäserhunS 5 Monate alte flllde. mit piima Stammbaum. A. oetf. In Wi Ltetnbach, oanviftrafre 112. Danksagung. Flr die vielen Beweise herrlicher Teilnahme aa dem une betroffenen Verluste sagen wir allen auf diesem Wege Innigsten Dank. Konrad Nachtigall III, Kreisstraßenwart i.R. nebst allen Angehörigen. Ml. ZillMk au vermieten i»^42 Roplansq. Ii II. Raume niiiiiiiiiiiiiiiiiniiniiiiiiiiiii Jabnk. in reicher Audwabk »u btllu'ien Urei im. leBfiratus Ferd. Nenßsliel Platten 1.2, S 4 end 3 mm. wieder am Carl Schunck im 65. Lebensjahre in die Ewigkeit abgerufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Katharina Posse geb. Kompf Konrad Metz und Frau Ernestine geb. Posse Johanna Emsbadi geb. Posse Fritz Posse und Frau und 6 Enkelkinder. Olbbonjer Stole bunfelbiaun.7^abrr Haocoveraoer Slole braun. 3'/, Iabte geritten u. ne obren au verfa ifen. ,W*D II otTmann, ^of GilU vei VI*. Aeitere Belgier Stute Stripizlir- •tiiOee Mum L>0 «jfl ZOOuO W. «M II«) , isrl, Schlietziah l41 ^TüchtfaeS. hübet- Hebe», gei nde». on Ifloitanbia flrbetieu gewSbnie» IHI33D Mädchen bei bodem Vobn Aum i. ^an. 2' gesucht Wett. Angebote an 3raa Dr. Selter. Nrunbrra iCefiem. U nierolatz 10. 1 ,k ■■ _L •VI 13 •k,- > ■________ dre» fit ist nicht allemI Cic werden 3eugc einet Szene. die an Deutlichkeit nicht da» mindeste -u wünschen übrig Labt 1 rümpf dräu' der .Partner" der Diva ist ihr Lehrer, ein Lchau- fpicler, verheiratet. Batet von vier A ndern. Der Bräutigam wankt ganz vernichtet hinauf. Co. was ist da zu tun? Wie kann diese unmögliche Situation gerettet werden? Der eine der beiden Lefftdichter findet die erlösende Pointe der Anekdote die peinliche Wirklichkeit im Bodenzimmer wird .Spiel bn üchloft Seht sich hm. schreibt einen dinalter. was nicht schwer ist. da ihm gut die Hülste der delikatesten Ltich- worte durch die fatale Wand -uaerulen wurde, den Best macht et nach bewahrten Mustern ba»u. Die beiden .Akteure" find übertafcht. entdeckt. muffen eine etwas füstsaure Miene zum bbfen Spiel im Schlob machen und froh fein, daß sie .so gut" davonkommen. Andern Tags findet die .Hauptprobe" statt. Der unglücklich liebende junge Komponist sitzt dabei, ganz ahnungslos. bis lchlieblich wie von ohngesühr. all die verfänglichen Worte wieder gesprochen werden, die chn in der Dacht last »um Bevviver hätten greifen lassen. Wort für Wort kommt wieder. Satz für Sah. und ein kleiner appetitlicher Psirsich. rund. zart, samten und rosig, »um Anbeiben. übernimmt ganz unschuldig — ein tote aparter Sins all des Dpe- rettendichtersl — die Bolle, die in der Dacht weder eine Bolle noch ein appetitlicher Pfirsich war. Der junge Mann, dem es wie Schuppen von den Augen füllt, springt erlöst, befreit, glückselig empor... welch dummes W.ftverstänbnis: es war ja alles gar nicht wahr, es war eine Probe, nichts weiter, die beiden haben hübsch ihre Bollen gelernt. Witten in der Dacht allerdings - aber wenn s halt prePiert. nicht wahr? Unb alles ist eitel Seligkeit. der Musikus fällt der lieben Brant um den Hals, der Schauspieler hat nach der QUiffüftrung schleuinast zu Frau und Kindern zu verschwinden, und der schlaue Operettenmensch bat die ganze Sache mal wieder glänzend gefingert Spiel im Schlob szenisch elegante DerbrLmung einet geistreich erfundenen, vollkommen eindeutigen und In nicht immer geschmackvollen Wendungen sich duftemben Sabel. Tannen führte die Begie: das Stück spielt sich -war fast von selbst, aber man kann dabei doch ab- und zukun. gedämpft hatte er nichts, auch manches was zu treiben gewesen wäre, nicht beschleunigt. Die Pennten sahen — sehr prompt und sehr maT-r Aus der Schauspiel- szene hätte viel mehr herausgehvll werden können. wenn man toemger deutlich jyk-wkT hätte. Es toelb ja jeder Bescheid, worum es sich handelt. Sehr hä^ich war die Ausstattung: nur Lag der obere Büh umrahmen etwas zu hoch. Die beiden Operettcnfrigen waren ® o 11 und Tannen. Doll findig, tüchtig, geschickt, voll JDptuni*nu<*‘, wie der Woltuir das wohl aemetnt hat: er war der ®ott aus der Wa- nhine im Gescllschallsanzug und ..schmist den Laden" (anders kann man nicht gut sagen-. Xanncrt als Degenspiel, trocken, pessimistisch und äbergläubifch: beide gut. Der ahnungslose Musik« jüngltng. der auf den srioolen Zauber herein- zufallen hat und seine liebe unichuldsvolle Braut 5um Schlaft gerührt ans Herz drücken dars. war B a sl s: er fand sich mit Takt und Zurückhaltung ins Unabänderliche. Die Diva Annie: Alit Krahmer: sie hatte einen eleganten Pyjama und ein fabulöks Abendkleid w rtungs- vvli zu präsentieren, brachte ihre ersten Auftritte sehr nett, trug aber in der groben Schluft- s-ene viel zu dick auf. Belfer» spielte den Familienvater und muhte augenrollend und runter- ichluckend seine unsaubere Affäre als Theaterprobe zuen Besten geben. — Die Heiugfeu wurde vom gutbefuchten Hause mit lebhaftem Beifall fehr freundlich au'genommen. Dr. Tb. Frankfurter Schauspielhaus. Uraufge üftrt wurde — weshalb, wissen die Dötter! — bei Franzosen Sascha Duitrh Schauspiel »Mozart". Das Publikum blieb trotz des über al'es geliebten Damms kühl bis ans Herz hinan, es gab einen unerbittlichen, stummen Durchfall, schlimmer als eine temperamen 1 hcUe Adehnung Der Berfuch, Mozart biograph.sch- melodramattsch barzuftellen, ein (benieleben in JCuliurbilbern zu verzerren, ist Io gänzlich nr.ft- lunget, daß nur eins zu fragen übrig bleibt: torttclt wurde dieses verlorene Stück den Schau- 'p e ecTi und dem Publikum »egemutet? Bier Liebesabenteuer Mozarts werden fv geschildert, wie die Franzo'en sich vielleicht einen Bofoko- hriden französiscl er Provenienz Dorftellen, aber auch das ist nicht einmal interessant. Das ganze Stück ist e-ne unangenehme Mache, und da es auch in Deutschland genug schlechte Stücke gibt, ist Irin Grund ersichtlich, weshalb man einen örar^ofen herholt, der hier nichts verloren hat. denn diese Spekulation mu einem großen Damen und an em Getuen Kitzel smb etwas so Undeutsches. daß sie bei uns keine Aufführungsrechte besitzen. Und deshalb sei von der Dar- stei'ung auch nur getagt, t-aft gutes Können und das Pflichtgefühl der Künstler an cum verlorene Sache gewendet tovebex L.<, Gesellschaft für Erd» und Völkerkunde. Äm iHenelogabenö sprach Professor CB « I • I f r (Holle», über da» Thema ..Fünfmal quer durch den austratlschen Kontinent". Äustralien ist da» Land der Negenfatze, da» Klima wechselt von Landschaft «u Landschaft und weist auch in den verschiedenen Jahren große Unterschiede auf. Wir finden hier die Weiden mit Großvieh. Vßuflrn, weite Regionen der Schafzucht und Zuckerohrplantagen. Der 'Kedner begann rmt den trockensten Ge- bieten in Südwesten. die ihre Vesiedlung dem 'Bor- kommen von Gold verdanken. Hier liegt die frühere (Bolbftobt (looigaodie. die von den (Bolbgrabem schon wieder oertofien ift und nur noch die Beamten beherbergt, ferner die heutige (Bolbftabt Kalgootlie, ebenfalls in der Düfte gelegen. Beide Orte erhalten ihr Wasser durch eine (900 Kilometer lange Leituna von der Küste. 3n ttoolflorbie versucht man durch Wehzucht da» Land nutzbar zu machen. An der 'Jlortrtufie lernen wir In Broome einen Pettsischer. Hafen kennen, tn dem Japaner nach den Perlen tauchen. Malaien al» Arbeiter. Chinesen al» Handwerker tätig sind. Wester im Borden ist Darvln der Endpunkt bet Uebertanbtrtegrapben und gleichzeitig ftofenhabt. Hier im ttopischen Klima ist der weiße Arbeiter ungeeignet Da die (linaxmberung nar nicht geflatiet ist, kommt der Ort zu lerner Btüle. von hier führt uns der Weg nach 3entralaufirahen, da» al» neuer Staat abg «trennt werden joll. mit 250 weißen Einwohnern unb der Hauptstadt Stuart mit 22 weißen Einwohnern. Eine größere Espedi- hon mit Kamelen unb vferden führt un» in da» Macdonaldgebirge. durch da» der Fitstefiuß enge Schluchten rmt romantischen Fetsdiidungen flenfien hat. Wir lernen die scheuen (Eingeborenen kenne» unb leben auf der Mission Hermannsburg die versuche, sie $u zivilisieren Die Reise geht weiter -um Eyreiee, einem großen Salzörcken Wir besuchen Lrockenhill, da» Gebiet der Silberminen unb Sand- stürme, lernen die australische Steppe kennen, Me cnele Millionen Schafe ernährt, aber durch schreckliche Dürren den Schafbestand geleg-ntiidj bi» zu einem Drittel vernichten. An der Ostküste gelangen wir ms Urwaldgebiet, da» heute Iuckerrohrplan- tagen trügt und kommen noch Sidney, der schon gelegenen alten Hafenstadt, unb besuchen die neu angelegte Hauptstadt (Tamberra, mitten ui den ouftrati- kften Bergen, von hier führt un» der SRetmrr nach 5übauftrolien mit feinem Obst- unb Weinbau, wo rm Dorigen Jahrhundert deutsche Kolonisten da» 3anb kutf viert haben, unb zum Schluß nach Adelaide in SÜbauftralien. Zhe schönen Silber unb irüeressa» ten Hufl^übrjnat-r. de» Bebners gaben einen gjtew Begriff von den Strapazen in diesem heißen, wasserarmen Kontinent, unb reicher Beifall gUt seinen ÄMefüftamgen urtb ferne» (Xrtetxej^eL Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen) Samstag, IO vezemder 1927 Nr. 289 Zweites Blatt Kopenhagen durch die englische Flotte im Jahre trn in Deutsches Leid in Südtirol L n> re. 3n diesen neun Jahren der neun kommen, denn erst vor uralt. oder sechs Armeekorps me ' b r gehabt. i1) J. aeschichec die als können Es ist n»4x nfrhg. sich darüber zu verbreitern. Es wird immer dabei bleiben. Saft Me * —-vur jiP-Srtien. nob St' jflt- »iw* c'»t Lil laü- iiii® Daß die deutsche Mob Irnachung zwei Lage später stattfand als Me ruMifbv lieht heute urkundlich fest. Auch Me französische Mobilmachung wurde etwas früher ungeordnet als die deutsche. Bettung vorhanden war. aber von den leitenden Männern Deutschlands nicht erkannt worden ift. (tznt'cheidend ist allein, wie der deutsche Oenetal- ftab sich Me Situation oorfteUie. Diese Dorste!- lung aber war. daß Deutschland auf der Stelle verloren lei wenn es abtoanete. Ms es durch den Doppelangrisl von 0h und West . n die Zange genommen wurde. Der einzige Dorteil. den Deutschland gegenüber iut ?.ue!:.1fnmg ihrer > zu zw.ngen. 8» gibt iorgängc m der IMi- rie d< ränge zogen werden Sirr' , sol. in. ii. flftA. richtig Der Kaiser liebte es zwar, die Dell durch kriegerische Ohu^rungen zu reizen und bat dadurch großen Schaden angrrutkt. 3n Wahrhe,t aber scheute er den Krieg nicht nur. trat et buri.au« keine Irieger.'dx Datur war. sondern auch well er kehr gut wußte. mit welcher ungeheuren Uebermacht Deutschland, wenn es zum Kriege käme, zu tun haben würde Deutschland und Oesterreich zusammen ruckten mit 129 Infanterie-Divisionen ins Fell». Frankreich unb Buhland zusammen mit 19ö 3nfanteric- Dwi'ionen Dazu kamen noch die Serben, die Belgier. Me Engländer, schließl ch auch die Italiener Buftlands Kavallerie alhrn war stärker als die Kavallerie Deutschland«. Oeftmr chs und Italiens zusammengenommen. Hi an hat daraus bingetoiefen. daß Deutschland gehof t habe. England werde neutral bleiben. In der Tat hat wohl der Kai'er zeitweilig ferne Furcht nrrt dieser Holzung zu betäuben gesucht, aber feine Berater, sowohl im Auswärtigen Amt wie im Deneralstab. täu'chten sich keineswegs darüber, daß England früher oder später a u I 6 l e 6 e 11 e der Gegner treten werd«, un* jedenfalls war lowohl die Haltung Snglands wie die Haltung Italiens Io unsicher, daß man, wenn man einen Eroberungskrieg plante, mit der Möglichkeit dieser Gegnerschaft rechnete, allo sich auf Der schlagendste Beweis, daß Deutschland nicht. Wie ein großer led der Dell noch heute glaubt, den großen Änea mit Absicht herbei- aefübrt Hut liegt in der Tafsche daß Deutsch- 5. m * s" int r aic tiit. den PiU en. natürliche Empfindung sich dagegen empört wenn ein Heines fr.ed'en.ges Boll von einem gewaltigen Bachbar plötzlich überfallen w.rd Ader dieser S^etühlsregung gegenuXr hat auch die besonnene tleberlegung ihr Recht. Me der deut- 'chen Heereslettung und dem deutschen Kaller zugestcben muß. daß sie handelten in dem Be- Büstungsmaftnahmen au erklären? 9r erllärt sich lehr einfach durch die deutsche PvlitiL. Diese Politik beabsichtiate nichts anderes, als d l e angesehene Stellung Deutschlands in der Delt zu behaupten und auf die natürliche Fortmtwicklung der deutschen Dolks- kräfte. feiner Technik, feiner Industrie, seiner Organi'ation zu vertrauen. Die Zeit arbeitete für Deutschland. Die Armee und Me Flotte schützten die Stellung und Me Interellen des Beiches in der Dell. Alle Staaten waren, wo sie immer etwas erstredken. genötigt, auf Me mächtige deutsch« Armee und di« mächtige deutsch« war. daß es schneller mobil machen und ausmarschieren konnte als Me Bullen. Diesen Dorteil nicht auszunutzen, wäre ein unoer- «echlicher strateai'cher Fehler gewesen. ®r konnte aber, wie der Deneralstab sich es norftcUte, nur ausgenutzt werden wenn man, sobald man die ru'si'che Mobilmachung kannte. Mr französische Grenzbefestigung r» das ist perverser Patriotismus!) öin anderes Mal erinnerte der .Manchester Guardian" daran, daß es Lord B.nces größter Schmerz gewesen fei. seine Entrüstung erregt I und fein geschichtliches Gefühl beleiMgt habe, als er den Zriedensvert.Lgen entnehmen mußte, daß die Tiroler, für Me Andreas Hofer Im Iahrc 1809 gekämpft habe unb gestorben fei, einer Fremdherrschaft ausgell es ort würden. Diese Ungerechtigkeit währt nun schon •D n. der Generalsekretär der fasztfrischen Partei, den SonderkommissLr in einem öffenisich kundgernach- ten Schreiben aus gefordert, seine Tätigkeit zu erhöhen, da nach fünf Iahven safzifrifcher Regierung in Bozen noch zu wenig geschehen sei Der riefst« Sinn Meter Bedrückung eines Dolles, bas während bet neun Iahte der Der- gctoaltiguruj nicht einmal den leisesten Berfuch der Auflehnung gegen die fvemden Bedrücker unternommen hat. ist nicht leicht eu erkennen. Man kann bas Dorgehen der vchwarzhemden gegen di« Südtiroler nicht mit ihrem Tierhalten gegen di« Sozialisten vergleichen, beim Me von den Faszisten nieder gerungenen Sozialdemokraten haben gelegentlich schwache, auf individuelle Akte beschrankt«, aber doch deutlich« Versuche der Auflehnung gewagt. Die SüMiroler bageqen wurden nicht erst von den Schwarzhemden bezwungen. Ls Wilson, Lloyd George und Ck- menceau den Trieben von Samt-Oermain verbrachen. gab es noch keine fafzistischc Herrschaft. Die Südtiroler mochten den Westmächten und dem Apostel von Hebertet, mochten den Italic- nllchen Oetnalten am Ausgang.- des Krieges Kuchen - von den herauf kommenden Aafziften haben fie eher eine Oriofung von unerträglichem Drucke als neues Leid erwartet. Sie standen allo dem Fafzismus ursprünglich nicht feindselig gegenüber, unb der Zufzismu» vielleicht auch ihnen nicht. (Dereinzeite faszist.'che Ausfchrettungen in der Zeit vor dem 1. öhober 1922 würben nicht das Degen teil beweisen i Wiederholt schien es auch, als ob Me steg- reichen Faszisten Me Deutschen Südtirols mit ihrem Schicksal versöhnen wollten, ^loch in den ersten Monaten Me'es Jahres formte man den Eindruck gewinnen, baß eine Verständigung zwilchen Bozen und Bom auf dem Marsche sei. Diesen Tindruck Hatten auch Me deutschen Abgeordneten Südtirols: sie erklärten daher in einem Schreiben an den Präfekten Bicci ihre Barett- Willigkeit jur Mitarbeit bei allen Bemühungen um die Entspannung der Lag«. Di« Loslösung der Provinz Bozen von Trient hatte nicht wenig dazu beuctragen. Hoffnungen auf ruhigere 3citcn toud>\uru*en, die - sich nicht erfüllen feilten. Mussolini erklärte plötzlich daß Me Trennung Bozens von Trient mißverstanken worden sei. sie sollte der schnellsten Italienisierung des deutschen Landes dienen. Unb die gutgläubigen Dertrrter der Deutsch-Südtiroler erlebten Me bittere önl- täuschung. daß sie von ihren Dollsgenossen als Derräter denunziert wurden. Seither lehrt jeder Tag. baß sich Mullolini unb fein Anhang spätestens in Metern Sommer eines anderen besonnen haben, wenn sie. was ja nicht ganz sicher Ift, je an eine Versöhnung und Ök-n?Innung der deutschen Bevölkerung gedacht haben sollten. Diese mögliche Wenduna m der •tnftdluna des Haszismus zu den deutschen Bürgern Italiens. jedenfalls aber die Luft erste Derlchärfung des Begimes in Südtirol fällt merkwürdigerweise mit dem Beginn einer gesteigert offensiven Auslandpolitik des saszifrifchen Italien einigermaßen zusammen. Man Mr- Her vielleicht nicht unrecht, wenn man In der Unterdrückung der Deutschen Südtirols «in Ölt» ment der internationalen Politik Mussolinis vermutet. Die äußere Politik des Aaszismus zielt auf ein« neu« Weltherrschaft Boms ab. Man mag diele Bomantik belächeln sie ist doch eine Tatsache, mit der gerechnet werden rauft. Musso- fe|[ v 1)A it. wünsch, fvt w Cfiraien mu Mn cb 18(i»t h ibm liinbntef » botniitetbiinli* nnRtb unirt iöl, onHgtfn.gni.frt P Vereine "rilaii f|. sSig / • ,e|rat Ifrnf , lernen, g*, • “ ig ITO. 5811 L Frenrdherrschasi ist SüMirol durch mehrere Perioden der Bedrückung unb Befolgung ge- schrillen. Kein« war schmerzlicher als diejenige. Me seit einigen Monaten mit dem Bamcn des faszisrischen Sonberfommifsärs öiarratana verknüpft ist. Aber eine noch härtere mag Hai Äeuischland für den Krieg gerüstet? Bo« Geh. Bst Dr. Hans Delbrück, v. b. Professor der Geschichte an der Umverittüt Berlin. üloiue. 8 ntr TlonalS' Derfammlung «nb *• gimmekstutztp schief: IrSOSlöK ZevMdi M°ni°L ifn . Dtt V,Ud' iBStet-f bn.Qomeiflbtlir: ln reiches *» legenhe11 gefas t machen mußte. Ist es denkbar. daß ein Kaiser, der 29 Jahre alt den Thron bestiegen unb über ein Dierteljohrhun- dert den Frieden bewahrt Hot. wenn er 'ich den Sechzigern nähert, plötzlich aus freien Stücken gegen eine vorauSzufehende Uebermacht einen Krieg entf«sielt? Dicht weniger als die Gntfesieluna des Weltkrieges machen bie Döller auch Deutschland den Dorwurf des schweren DöUerrechtsbruchs durch den Einmarsch in Belgien. Die beiden Anllagen hängen aus» engste zusammen. In der Tat wäre der (Unfall in das neutrale Delaien eine so schwere Derietzung des natürlichen Bechts- gefühls. wie sie kaum je in der Weltgeschichte vvrgekommen ist. wenn es sich um Me Einleitung eines aus freien Stücken unternommenen Eroberungskrieges handelte. Die Derletzung der belgi'chen Deuttalttüt bekommt aber ein garu anderes Gesicht, wenn man sich überzeugt, haft Deutschland, angegriffen von einer ungeheuren Uebermacht. bedroht war unb In der Der- leyung der belgi'chen Neutralität den ihm «tnzia osi en stehenden Weg der Bettung erblickte Auch in Me*em Falle bleibt, wie der Beichskanzler von Bethmann-Hollweg von Anfang an zu- gestanden hat. der Bruch der belgi'chen Neutralität ein Unrecht aber ein Unrecht da» durch den Dotstand gerechtfertigt wird. Es ist ein allgemein anerkannter Grundsatz nicht nur des Dölkerrccht». sondern auch des bürgerlichen Bechts. daß eine sonst nicht erlaubte Tat durch einen Dotstand gerechtfertigt werden kann. Diefe Entschuldigung würde sogar bann gelten. wenn tatsächlich noch ein anderer Weg der ep,"?bünntir • ‘sag: vo" LSvu p0 ll.^j 'Ivillvo^ e. i* Unib für den Krieg nicht gerüstet war. Keine Mach« entf«fielt einen Eroberungskrieg, wenn sie nicht über eine sichere Ueberlegenheit ui verfügen glaub«. Di« großen Eriolge Me bi« deurfchen Armeen in den ersten Kn eg», ähren hatten. legen den Gedanken nah«, daß wirklich eine solche Ueberlegenhett vorhanden war. unb n dem Derfailler Ultimatum wird direkt behauptet. haft Deutschland von allen Mächten allein vollkommen gehütet aetorien sei. Das Gegenteil ift dte Wahrheit. Bach der Berechnung des französischen Generals Buat hatte Deutschland Im Sommer 1914 870 000 Mann unter Wallen 'nach deutscher Berechnung sogar nur 701 000). Frankreich 910 000. Militärisch aus- gebildete Mannschaften hatten nach Buat Deutschland unb Franlrrch gleich viel. 5 110 000. Beide hatten euch gleich viet Infanterie-Divisivnen: 79. Deutschland aber hatte 87 Millionen Einwohner. Frankreuch wenia mehr als 39 Millionen. Frankreich hatt allo seine Dolkskrast in ganz anderem Maß« angespannt als Deutschland Frankreich hob jeden einigermaßen krieg«! 'lC#m Mann für den Kriegsdienst au»; Deutschland stellte nur etwa zwei Drittel feiner krieg-fähigen jungen Mannschaft ein in die Armee 5>'üte Deut'chlanb oder der deutsch« Kaiser irgendwelche kriegerisch« Eroberung»- absichten verfolgt, so hätte man auch für möglichste Dollständigkeit der Büstung gesorgt. Finanziell hätte Deutschland eine solche Der- ftätfung der Büstung mit Leichtigkeit tragen können Vein Wohlstand hatte sich unter Wilhelm II. glänzend entwickelt. E» strotzt« geradezu von Beichtum. Es war der einzig« Kontinental- float, dem die Verhältnisse erlaubt hätten, lein« Büßungen zu steigern, wenn es den Willen dazu batte. Frankreich konnte nicht mehr Menschen betoal nen, als es tatsächlich bewasinet hat. Bußland hätte zwar noch mehr Menschen aehabi, hatte aber nicht die Finanzkrasi. Deutschland hätte sowohl die Menfchcn gehabt wie auch das Geld. Dielleicht hätte der Belchstag Schw erig- leiten gemacht, die Armeevermehrung zu bewilligen. aber es gab ein ganz einfaches Mittel, die Gelder zu bc'chaslerr. Deutschland hatte nicht nur eine Armee, sondern auch eine Flott«. Für einen (Eroberung »fri g war die Flott« zwecklos: sie hat ja auch während des Weltkrieges saft immer in den Häsen gelegen und hat Deutschland nur einen indirekten Dützen gebracht ®eaenüber der un- aeheuren Ueberlegenhelt der Engländer konnte sie nichts ausrichten Deutschland trat In den Weltkriea ein, z u schwach, sowohl zu Lanv« wie zu Wasser. Hätte Deutschland tm August 1914 30 Großkampsschtsie weniger und dasür drei i2tbtpfai-0B •'/" rfljbrtSanewj rirrHöer. boih r fthemen flnjna-ftrtr * , M. . U MT.V. ■«sr p tzandvali' 7. 0. - t * fiditntlr* forbtt t. e. Gießener Stadttheater. Aranz Molnar: „Spirl im Lchloß - Otrw Anekdote in brei Altem ®tnc aufterge- wöhnlich geschickt eingrfäbXte unb eine unglaublich frivole Anekdote. Welcher tnn Meten veiden Oigenschaften der durchschlagende Erfolg des Stuckes zunUchrmben ist — es wird allenthalben tn Deutschland aufgeführt oder vorbereitet —, das soll hier nicht en!schieden tocrbeit Der gewiss«, man möchte fagrn: angeborene rchgrisi beim Stückelchretben. der. so alt wie er noch nie feine Wirkung v?rf -Hit hat: Theater auf dem Theater zu spielens llnerr.icht in solch schwebende-. Künsten bleibt bis auf torit.res der Italiener Ptrundello, der schon ein wenig aus der Mode kam Ihm gelang jener subtilste Bollen- wechsri, jene verwirrend«, kaum wtederzugebende Stimmung. Me sich aus der Dertauschang ober gar innigen DerschensIzung von Thent r unb Wirklichkeit entwickelt, aus der 'Derw-.ichung der durch den Dvrhang allezeit feftgelegten Grenz« zwischen Bühn« und Parkett Zwar Mo In» r kann nicht, bei weitem nicht, was dem Jtahener gelang. Aber doch manches, was ganz unerwartet unb eben deshalb so bestechend csiektvoll ift. Zum Beispiel, wenn drei Herren im Srnok.ng sich noch dem Hoch gehen des Dorhangs darüber zu unterhalten anfangen, wie man am besten etn Drama beainnen lüftt. unb schsieftlich einer nach dem andern kur»ert>ind an Me Rampe tritt unb sich vorstellt: ich bin der, ich bin der. ich he.ßc lol Und bann gemein’am: wir sind hier auf diesem Schloß versammelt, weil . and so weiter Die ganz« Dvrgeschichte. Uralt! Unb un widersteh sich. Oder, wenn Me drei später wieder, einer nach dem anbtm. den besten Aktschluß probieren. Borhang halbrunter... Dorhang wieder hoch... wieder runter... bis Me beste Point« endlich angebracht ist. Dicht ganz so alt Aber rwch unwiderstehlicher. Ober gar. wenn im dritten Akt eine Prob« auf der Bühne stattfinde:, wenn in der Bolle ein« Boll« zu spielen ist. unb einer als Souffleur dabeitcht: was auch nicht neu ist unb noch nie eine schlechte Spekulation war. Die Dorgäng«. in Kürze bret von der Opc- ttttr sitzen nacht» im Schloft. di« beiben Te,t- ßichter und der Komponist. Warten auf Me Bückkehr der Diva, di« «inen Ausflug gemacht hat. Die beiden Autoren sind nur geschäftlich an der Dame interessiert: sie wird b* Hauptrolle fingen unb einen wundervollen Walzer freieren. Der jüngste aber, der bi« Musik gemach: Hal. ber liebt bie Diva, der ist sogar mit chr verlobt unb will sie heiraten. Ti«s in der Dacht kommt sie beim. Ins Debenzirnmer. nur durch eine dünne Tür getrennt Was hören die Vater, Mutter, Sohn und Tochter - jeder ein eigenes Auto! Ungeheure Fortschritte in der Amerikanisierung Amerikas. (Uo »dB natürlich, daß «hm aus t*m TExgt hu feinem Zlrie atofi Gegner en^jeaenireien wer- den Frankreich unh England. *r hakle fich daher Ober die Reihenfolge schuftig ,u werden in der er mit ihnen, tperm es not täte, ab- rechnen sollte. Die Wahl hd »t-t schwer, fie war durch den Ausgong de« Weltkriegs b«- dingt. Onglanö« 2Uben*>lülf richte: seh ftet« gegen die ftärffte «ocu mental macht Da« war nun Frankreich geworden. Darnach liest sich Grohoritannien für Italien gegen Frankreich gewinnen. Da« Umgekehrte war wemger wahrscheinlich Au« dieser Ueberlegung heraus ergab 'ich für Mussolini der Entschlich, tuet ft mit Frankreich ab-urechnen. Man mut unter diesem «rechnen nicht unbedingt eine kriegerisch« Auseinandersetzung verstehen Auch der Duce wird eine diplomatische Mattsetzung Frankreichs einem Wasfengong vorziehen Jedenfalls «idl dieganZe Austenpolitik der Eonsulta auf irgendeine Abrechnung mit Frankreich ab. Mu ® r o ft b rite n n (en werden freundschaftliche Brzehungen untet^lten. Spanien wird mU maroflani- 'chen Beriprechungen geködert. Gegen dm tschechoslowakischen Dun<>?igenossen Gallien« wird Ungarn mobilisiert. Jugoslawien wird e.ngekrrift Der Auhenpolitik soll die Innenpolitik zu HUfe kommen. Da« Land wird mit Hast gegen Frankreich erfüllt, täglich peitschen die laizistischen Zeitungen ihre Leser gc-gen den .perfiden" einstigen TDaffengcfährten auf; Armee, Miliz. Srteg«- und Öuftflotte Werden in großartiger Meis« ausgebaut, die Gcet^dezlrke Sgen Frankreich und Jugoslawien in gewaltige usmarfchräume umgewandelt. Die katholischen Kreise werden durch wohlwollende« Verhalten des Quirlnal« gegenüber dem Vatikan ringe- fangen, die italienischen Sozialisten, diese naturgegebenen Widersacher des Faszismus, werden zertreten, gleichzeitig aber dem Bolschewismus in Moskau Avancen gemacht, die ihn bestimmen tollen, sein internationale« Tätigkeitsfeld nicht in Italien, sondern in Frankreich zu suchen. Al« ob Südtirol noch zu Oesterreich gehörte, wirb die Alpen st elluug aU eine Stellung in der Flanke lebet italienischen Entwicklung gegen Frankreich und Jugoslawien beurteilt. nicht an die Sicherheit der Sterne, möge* fit fW Mu'solini und fein Generalstab glauben Wohl auch noch fo oft als .heilige Grenzen" gepriesen Haber Diefe Steine und die Täler zwischen ihnen find non Menschen bewohnt, die den Düriel der Berge |u einer schürenden oder einer drohenden Flanke machen können. Der Duce hatte zu wählen er mochte diese Menschen für 'ich «Winnen oder vernichten. Er entschied ich für da« letztere Hundert tauf ende von Menschen sind aber nicht fo leicht au« der Welt zu schassen. Man mag Hunderte auf ferne Inseln verbannen. Taufende von der ererbten Scholle weg in die Fremde treiben, ebenfoolde knebeln. Roch Immer bleiben Hundert tau'ende mit einem der Liebe und dem Haffe nicht verschlossenen Herzen. . .... Mussolini hat unzweifelhaft den falschen Weg gewählt. Man sichert deine Ären*, indem man die Menschen, die an ihr stehen, mit Schmerz und Grauen erfüllt- Züchtigungen erzeugen keine Liebe, papierene Verordnungen zerreiben nicht Vlutsdande! Ein Volk, da« fich im Wogen der Velrerwanderuna seine Wohn- sitze im prangenden Südtirol em ritten und sie durch Mittelalter und 2leuzeit hindurch behauptet hat. wird auch Im Sturm und Drang unserer Tage an Elfch und öilad nicht unter» geben. Mussolini mag der Geschichte Gewalt antun und behaupten, dah e« Italiener waren, die dort unten erst um die Mitte des vorigen Jahrhundert» gewalt'arn .eingedeutscht" wurden. Wie im Jahre 1536 der Frankfurter Dr Johann Fichard, wird auch nach weiteren vierhundert Jahren ein Wanderer durch die Wunder Südtirols berichten. Tridentum hic cnim incipit iingua ilxlica. Ampetzu Heyden Germani» inde intra 1111 m. pervenitur ad casus Gennanorum deincepsque Germania esl. Trient hier beginnt nämlich die italienische Sprache. Ampezzo, das die Deutschen Heyden nennen, von da gelangt man in vier Meilen au den Wohnstätten der Deutschen, hier schließt sich Deutschland an. Vgd mobllinbuftrie mag au« diesen Zeilen frischen Mut schöpfen und ihre Werlstülten ruhig Der- grobem. Denn es ist nach der kalifornischen Ziffer klar, dah die Amerikaner zur Zelt noch nicht einmal die Hälfte der Auto« haben, die sie e.genllich haben müssen und später einmal haben werden. An dritter Stelle der Zahl der registrierten Auto« nach kommt bann nicht, wie Voreilige denken mögen, Pennsylvania, weil dieser Staat narf) Aeuyork die meisten Bewohner aufweist, sondern Ohio. Pennshvanien ist voll von Bergwerken und Eiferihülten. Deren Arbeiter sind offenbar im Gegensatz zu ihren vornehmen Genossen in den Städten noch nicht so gestellt, bah sie alle stolz im Auto zur Zeche oder zum Hochofen fahren rönnen. Ohio bdt bloh 6.6 Mi llone* Einwohner, die Zahl dec registrierten Auto« beträgt jedoch fast anderthalb Millionen, nur eine Viertelmilllon weniger al« Aeuyork. Aus Ohio folgt Pennstzlvania und erst aus diese« Illinois. Dieser Staat, dessen größte Stadt, Lhicago. über drei Millionen Einwohner zählt, ist also, was die Entwicklung de« Automooil- verkehr« anbelangt, eigentlich arg Im Rück- st a n d e im Verhältnis zu den genannten Staaten. In Illinois kommen aus ein Auto immer noch fünf Personen. Aber es bemüht sich stark, das Versäumte nachzuholen; denn die .Zqhl der registrierten Auto« hat sich in ihm gegenüber dem Vorfahre um nicht weniger al« 122 Prozent vermehrt. Die Illinoifer brauchen also nicht zu verzweifeln, sondern bür en getrost auf eine bessere Zukunft bauen. In Reuvork oetrug bet Prozentsatz der Zunahme bloh 0.1. in Pennsylvania 7.4 und In Ohio 6.5 Prozent. In Tennessee, dem Staate der Fundamentalisten und de« berühmten Asfenprozefses. in dem die gröstte prozentual» Zunahme an Auto« zu verzeichnen ist. betrug die Vermehrung vom notigen zu diesem Jahre nicht weniger al« 16,7 Prozent. Der Staat zählte in diesem Frühjahre 265 842 Automobile bei einer Einwohnerschaft von zweieinhalb Millionen. Aus leben Kraftwagen kommen dort also über neun Personen Will Tennesse feine gesamte Bevölkerung auf einmal in den eigenen Autos befördern, so mühten es lauter Autobusse fein. Eine derartige Statistik Ist lehrreich Sie trigt, dah das Automobil In den Vereinigten Staaten kaum noch al« Luru«besitz angesehen werden darf, sondern schon zu den Geben«- Notwendigkeiten zu gehören beginnt Gibt es doch genug Familien, in denen jedes Mitglied fein eigenes Auto besitzt. Der Vater fährt mit seinem Wagen ins Geschäft, die Mut er In ihrem Eoups zum „shopping" (einen deutschen Ausdruck für diesen Begriff gibt es wohl kaum«, die Tochter im ihrigen mit ihren Freundinnen in öle Gesellschaften, welche d e heutige moderne Iua.nd um jene Rachtzelt zu geben pflegt, zu der Tie in früheren Genera- Dah die Zahl der Automobile in den Vereinigten Staaten überaus grob ist. darf al« bekannt vorausgeletzt werden. Don ihrer tatsächlichen Masse kann sich jedoch nur der einen Begriff machen, der selbst einmal gesehen Hot. wie sie In unübersehbaren Doppelreihen die mellen- langen ©traben der amerikanischen Grohstädte bedecken und wie sich gleich einer Mette ohne Ende jene Reihen durch da« platte Land hindurch fortsetzen, bl« sie In die nächste gröbere Stadt münden, der es selbst einmal versucht hat. an einem Sornmersonnlaa abend« mit feiner Maschine von einem Picknick weit drauhen bei Mutter Grün in eine Millionenstadt hlneinzu- kommen, und sich genötigt sah. die letzten fünfzig Kilometer um leben Schrillbreit Boden« zu !ä m b f e n; der es erlebt hat. dah man au einer Strecke, die man unter normalen Verhältnissen tu einer Stunde bequem zurücklegt, vier Stunden und mehr braucht, weil die Oanb- strahen und Straßenkreuzungen derartig mit Autos verstopft find, dah sie 'sich gegenseitig am Vorwärt «kommen hindern. Wer diesen tollen Kuddelmuddel geschaut bat. der könnte vielleicht denken, dast hier der Höhepunkt im Autoverkehr endlich erreicht Ist, dah e« darüber hinaus nicht mehr gehe. Seine Rechnung ist aber falsch, wie Öle folgenden Ausführungen beweisen. Der letzten Statistik nach kam In den Vereinigten Staaten schon aus je sech «Personen ein Automobil. Man glaubte nicht, dah der Unierfct'eb zwischen diesen beiden Ziffern noch weiter verein,ert werden könnte Oicer es ist geschehen. Im vergangenen Jahre kamen nur noch 5.4 Pers onen auf je ein Auto. Danach kann also die gesamte Bevölkerung des Lande« sich gleichzeitig in die vorhandenen Auto« fetzen und fortkutschieren, und in den meisten »Drfe noch Raum genug fein, um auch das Gepäck der Reisenden zu befördern. Trotz alledem Haden fich die an Gebrauche befindlichen Auto« in den ersten lech» Monaten de« lausenden Jahres wieder um weitere 1 374 578 gegen das vorige Jahr vermehrt, d. h also um rund 7 Prozent Wo gibt es nun die meisten und wo die wenigsten Automobile? Die gröstte Zahl der registrierten Krasizvagen ist natürlich, wie kaum anders zu erwarten, im volksreichsten Staate, allo In Reuvork, registriert, nämlich beinahe einbrel6ieitel Millionen. An zweiter Stelle steht aber Ä a 11 r n l e n. Im Verhältnis zur Bevölkerung hat allo Kalifornien viel mehr Autos al« Reutzorh denn diese« bat zehn, jene« aber bloh gegen dreieinhalb Mil!Ionen Einwohner Im glücklichen Kalifornien kommen a u 1 eia Auto nur e ( n Bruchteil über zwei Personen. 3ft diese« Verhä tni« erst einmal im ganzen Lande erreicht werden in den Vereinigten Staaten über fünfzig Millionen Automobile die St rasten unsicher machen. Die Auto- timen schvn IflngB m Morpheus' Armen ruhte, und der So.',n lammt aus < er Maschine überhaupt kaum heraus Er fährt mit Ihr in die Schule und aus der Schule zu Freunden und Freundt.nr.en, auf ,;o. -ndei” und s hlä t auch zu- tre len In ihr. Die Ze t ist nicht mehr fern da jede Halbwegs gut ameritüR f er e Mut er hre Svröhlingr bereit« milsam: dem benötigten Automobil zur We,t bringen w rd und diese dann alsbald nach ihrer E.rtwohnung im eigenen Auto durch die Strasten kulschierea werden Zu diesem Zwecke empfehlen fich möglicherwerfe manche der f»genannten Kleinauto«, von denen es heute in den deutschen S äd.en wimmeü, wahren fit in Amerika Io aut wie unbekannt knö Sie Haren den Vorzug, vast sie im Rotfalle unter den gröberen Maschinen hindurchkriechen können, wenn kein Platz zum Vorbetsahren Ist. eine Fähigkeit, die dem lebbafien Temperament der amerckanlfchen Kinder des et Zulagen dürfte als die langweilige Proze'sionsfahrerei, der die Erwachsenen heute auf vielen Strasten ihre besten Kräfte op ern müssen, well ihre Maschinen eben nicht übereinander bempegEeitern föxncx. P Kaemmerling. EhicoWrn berliner 2)örft. Berlin. 10. De» iWTVi JunflpeuO Bei wenig veränderten Kursen ist die Tendenz des heutigen Früh Verkehrs zurü^haltend. aber eben wieder nach den weiteren Abschwächungen der Adenddörie erholt Die Spdulatioei bleibt bi drwar.ur.g des A.ichssta.ikau« weile«. der ErtolD» der 5ehen hast Du weiht ja, dah ich nicht viel Geld habe, und da habe ich heute früh Tür dich auf dem Ring die ettew Gänseblümchen geplluat Hier find fit." Altendera springt auf. .Gänseblümchens Gänseblümchen7" schreit ee wütend „ich pfeif zu meinem Geburt4tag auf Gänseblümchens" J H R. Die TDlbeweg. Der Dichter Io'ef Ponten schenkw dtM Bohemien Waggi ein Eeemplar Mnet .3e1«T. Mit e.a.-nhändiger Widmung .Waggi in 8rtuwh- schatt Iofe' Ponten." Rach einem halben Jahr fthenkw er es chm noch einmal Das ekbe Eeemplat. Unter bis erste Widmung 'chrled et: .Angekautt in einem Antiquariat für st) Pf Waggi m unerichüttcrllcher Freundschaft Josef Ponten^" Lncste au« Neubau 8000 Rm. 1 Oöpoibet < eile bahir im 8 emmet 5-Aimmeriv»-n «ur Berillnung 2chr UL «naeb.u Wt IISRl an den wie tu Än*. SuiSmvtiSectcbe Stellung!! Achliger Inspektor frtr Ne Adsichl Hal sich günstig tu oerbeßem. sinder angenehmen Wirkungskreis mit festem Gehalh au4f#mmli(hcn Spesen und hohen prooisionen. Ole Aufgabe besteht bann, mit btn vor- banbenen Vertretpni aemem am zu arbeiten, neue Vertreter anzustellm unb diese praktisch einzuarbeiten. 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Drogerien trab ein» schlLaiaen Geschäften. 3«teteffanie Dru^lchnHen tofienfr.l TB© nicht, darch SlW ireiMtiliOlßi Gießener Vogelhaus TDelfeu^efl« 17. oas4< Renar;tnMhne, gute Sänget, la )mdtwe,dchen. aste Sarf«« waldbö§«l. € strotz, V). ?Ame*i Ar 13 nermutca» brr Lett von * bi« 1 Utzt W» h»r 1^2* fordert chen vieuetbuchet au^-2e» IM lasten und ,wor ist « €ad)e t*H Steuer- vsltchtigen dafür tu sorgen. Job «r «"r Lil seiner echea Ltzn- oder lun, im S-— •«* « *°M-j?1",*' Lteuertane Ht. Personen, deren Stvetto h kn aller LorauoBchi noch den x4 traa oan |fx) AL» monatlich ntchl fibrrflHet lvetzr Haar, fehrmädchen weibliche fyiuaany ftrUu ',bur1m keiner Ct»uertarte_ ■Lu schnell,een ttbroufluna der Steuer karten BuesteUung und inodesondete -ur Berrmibuna von Hrbeiluxtluflra für den «marin,r< Rrdeitnebmer. th eo bringend tu ,mp|ebkn. datz die «rbrtlflrbrr bi, ctfurndhtn für ttzte am 10. Oktober 197/ In ibietzev kvohnenden drbrltnfbmrr bei bet obenerwähnten ct termm am Dlontag. dem 19. Dezember, vormittag, UH Uhr. ein-ureichen stnb ^uschlogosrift: 14 Tage. Ozietzen, den 0 Dezember !9t7. hesstscheo Äulturbouaml. >) 5 t , i n b och. Nag Bullenverkaus. Du (Nrmrmb» Vaubrtngrn verkauft auf dem Submission,ivea» einen jungen, zman zig THonoV alten VogelU»erget Bnim 5crtornbiiiifldfdbier,nttr7cB bitte Trotfcn Wand. ueoo ViRf Errunaenlchatt o. bvchlier tlebeutunn HuSlübrune nur durch Nusdermauer & Laberen; _____Vrtbnhrohe 3» «Vernivrectiei L4«A__ 3 ii ui WeibnachtSvu» „Vampyr"- Staubsauger ii verleihen, oro Tag L Mni. 1U804Ü (*mii 'TI 11 ' o f i Teliersweg 13. Sprech-Apparate V a^rl Gra'n'nO 16 ruf1 1! -thinSl und Platten in höchster Vollendung und retdifter Auswahl bei trnftthaHicr 9 Neuenweg 9 Musikalien ♦ Musik Inftrumente preiswert und gut Auf Wuofch Zahlung eerlelcht eruog ■ । .**. : - Offizielle Verkaufsstelle der Deotsdi. Gram.-A.-O. MarMvlati 11 Ü. ügMIIlsiS. lijehkll NirttHtoll Teilzahlung gestattet inten Oeffenstiche Kundgebung Ä . des Zungdeuffchen Ordens e. V. 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Mti Vitibil ent Beginn 20 Uhr oünkilich. da der <;ur» iraaenbr am Äbfnb '"irnen wieder u IflNt. «statte rolOtemnwiL •weemii •••••••••••••••••••••••••••• Lichtspielhaus Nur noch heute und morgen: Oer Rastelbinder nach der bekannten Operette von Frans Lehar mH Gesangs-undTanzgastsplel der bekannten Operettendiva Emmy Schwab u. Erich Zelsl Operettentenor, beide v. ehern Karitheater In Wien und sattes ■«Mecker rom Stadttbraier in Narnbenr Ferner DCf RadlObUfid die neueste Wochenschau Astoria-Lichtspiele Alberttel. de*- «tlrkete Mann der Welt, in: Menschenleben in Gefahr! Grt>8er ixoeailousftira. sowie: Der Cowboyboxer Ein Wildwestfilm allerersten Ranees Palast-Lichtspiele Nur Soontax. den 11. Deeember. um 1 und 5 Uhr: GroOeMärchen-undKjrdervorslellung Dor falsche Prine und RlbeMkla Hoebeetf Auf all« Piltz« Kinder OÖQ. F/w^btoss L- Mk _ Nr. 289 Drittes Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Samstag, IO. Dezember 192? Oie Landwirtschaft an der Landesuniversität. Zur Einweihungsseier der neuen landwirtschaftlichen Institutsräume. — Ein Runöqang durch die Institute und Gutsbetriebe. Obergefchotz M ganzer. ein eonbel'Uniötrlilfli •leben tue feier- ItchE 8 t n w f i b u n g bet neu elngeiid)- leien 3n(Mlui»eäutn<. ®u|2dboraiorium mit zum Teil neuen Maschinen. durch Deren Einführung erst bk xm heuiigen 10. Dezember begehen bk | OrunMage zu mobemen 3u4nrüben-linier - * —1 •* - i Institute bet lungssteile t-er Lknbtrtrti lei Lan^wirlscha is-W I en chaft an beutfJcn Hochschu.en unb besonders an deutschen Umoeis :Ü en H.er schuf Liebig fein grundlegendes Werk über bie Ehemie In ihrer Anwendung aus die Agrikultur und Physiologie 3m 3atzre 1872 wurde Albrecht Xbaer bet 3üngere ali proselfor für Landwirtschaft nach Gieften berufen, wo er bis zum 3ahre lst32 feine erlolgreid e Lehrtütigleit aui bleiern Gebleie aus- üble Den von Thaer eingelellelen weiteren Ausbau des kleinen landwirtla,as>l>chen . ber Lande.-'Unive fitül Gicsten zu einem gröberen Lehrilislitul konnte erst sein Rachfolger. Ge- heimrai pros Dr G'fevius. erreichen, bet sich um bie Entwicklung bei lanbwtNfchaftlichen 3nstitu!s in hoher Weile verdient gemacht Hai Der Fortlchiltl der Landwlrllchalls-Wif'enfchall machte die immer toeuete Austeilung der Lehr- dlsziplin notwendig, und so sehen wir nun heule drei 3nstitule der Landwinschafts-Wisfenschas» an unserer Unlverlilät. bai 3nstltut für Pflanzenbau unb PUanzenzüchtung unter der Leitung von Prof Dr. Sessous. das Tierzuchtinstltul unter der Leitung von prof Dr Äraemer unb das 3nfiitut für Agrikulturchemie unter bet Leitung von Prof Dr Ä l e b e r g e r. Tüll lebhaftem Bedauern muhte man in ben letzten Jahren immer w eder fefllteJen. dah die räumliche Unterbringung ber 3nst>tule viel zu eng. ja ganz unzu.ünglich war. Die allgemeine Rotlage nach dem ungluckllchen Ärlegtauigang nahm dem Staate bie RIbglichkelt. ber Raumnot der 3nhuuie fchon früher ju steuern Srst als der Reubau des Phylio.ogischen 3n(tifuti beendet wat unb fast zur gleichen Zeit bas vom Staate aus dem Besitz der Stadt Gieften erworbene f,tohe Gebäude des früheren Garnisonlazaretts n der 'Braugal e jur Verfügung ber Regierung stand, da war hie Gcleg.nhe.t gegeben, auch den landwlrtlchalilichen 3nstt:u:en aus der Gebäudenot zu he.sen Runmehr ist das staatliche Haus- gruiidstück in der Cendenbergftrabe bat bis vor Furjer ^ei, ten Aus e'taltung. G.eichzettig fei aber auch de n D insche und der Hof nung Ausdruck gegeben, dah der Staat baldmöglichst bas Werk vollende von dem heute nur eine baulich« Stappe abschlieht. Unteren Rlitbüraern In Stabt und Land geben wir nachstehend auf Grund unserer eingehenden Besichtigungen einen Ue bet bild über bie ledigen Helme der Institute und über die zu e örigen Betriebe aus ben beide n HardthöIen. bie bott — nachdem die Stad: G eften die Hardiholgrundstückc ün Jahre 1924 von bem früte en Besitzer BichIer käuflich erworben und sie bann auf 18 Jahre zur Bewirtschaftung an bte landwirtschaftlichen Institute der UniDerfuä; verpachtet hatte — unter Aufwendung erheb.ich«r Wittel eingerichtet wurden. SW Sedäode in ber Lenckenberastraße enthält im Grdge'choh im Rahmen des Instituts für Pflanzenbau unb Pflan- »enzüchtung ein würdig hergerichtetes Arbeitszimmer für ben geschäf.sführenden Direktor des ianbwlrt'chaftlichen Instituts Profeflor Dr. SefIous. baneben befindet lich bas Arbelts- xinrmrr "be* Derireters des Faches bet Betriebslehre. Dr. Pfaff, ber zugleich auch ben Guts- bet rieb auf bem Unteren Hardthof leitet, an- schlieft end ist bas Geschäftszimmer des land- wirtfchaftl chen Gesamtinstit' ts. sodann das Sc- kreta riatezimmer mit ber Te ephonzentrale. Weiter sind ün Grbges choft unb im ersten renben Leistungskontrolle unrorjogen. Groh- . aellugtl. wir Gän'e unb pulen, wirb von Bruthennen aiUgebrü:el, erhält bann ebenfalls kur- I zen Auf enthalt un Ävlon.estoll unb kommt her- I auf ju seinesgleichen An bet rückwärtigen Front des Gutshoies in bet Richtung nach bem Wind- Hof zu sind groftc Ausläu c für sämtliche Ge- flügelarien ge'cha'en. baba ist jedoch Bor sorge getrof en. haft keine Gattung ber anderen ir.6 Gehege kommt Selbst verstand! ich ist auch für Schutzmöglichkeiien für bie T ere bei schlechtem Wetter alles getan Im Taubenschlag fandet man zahlreiche Ristzellen. PaarungZläs.ge und Vitzkäften. ferner wirb hier eine strenge Scheidung der Geschlechter burchgeführt. fowut nicht etwa die PaarunaSzeit eine andere Regelung erforderlich macht. In bem grasten Schweinezuchlstalt sehcn wir . rächt.ge S»cmplare ber vcr'ch.rdensten Schweineras^en. bie haupt'ächlich an bie Lautw rSchaft xur Förderung der Zucht abgegeben werben Auch hier wirb burch 5ii:terung4- unb Züchtungsvet'uche tic höchstmöglichste Srmi.telung des Rutzw.rres ber Tiere für bie Landwirtscha t erstrebt. Da st die Fütterung unb Pfleae bie’er Tiere unter Zuhilfenahme ber neuzeitlichen Srrungenscha ten von Willenschaft unb Techn k er olgt. braucht man bei einem solchen Wusterbe trieb wohl nicht noch besonders hervarzuheden. in bie'et Abte.» lung sehen wir auch den prächtigen Wildschwein» Ober, dellen Bekanmlchafl in ber freien Wild- bahn ju machen unS nicht gerade enipfehlenswcrt dünkt Einen erfreulichen Anblick b ctci auch der K u h st a l l. in dem zwar nicht allzuvieie Tiere (weil es sich ja nur um Züchtungen von Rassen, nicht aber um Gcbrauchsw rt'chaft handelt) zu sehen srnd. dafür aber auSerlelene atemplare ber verfchirdcnsten Rallen sich präsentieren. H.er sehen wir das Höhenvieh .Fleckvieh und einfarbige deutsche Landrasfen). originale Schweizer. Li nmenthclcr unb Freiburger Kühe. Allgäuer Braunvieh. mitteldeutsches Rot ich (herunter Bogelsberger Rasse), ixrbe'krte Land'chl^ ge (Westerwäller. Lahn'chläge . ? i: rungsvieh u w. aulgeftdH. während ein kap.taler Bulro in einem Stalle nebenan sein älntcrlommen Hal. Don be» sonderem Interesse tst hier auch die Stalle.nrich- tung. die auf der einen Seite die sog. Holländer-Ausstellung (Äurjftanb). auf ber anderen Leite den Langstand der Tiere zeigt. w.chrend durch eine Pattnt-Iaucherinne die von den Tieren ausgeschiedene Flüssigkeit stets abläuf:. fo dah die Stände nicht nur trocken sind, fonb m auch die Luft bemerkenswert rein ist. was lür bie Gesundheit der Tiere unb für die Sauberkeit der Wllchgewinnung be'onbere Bedeutung bat Auch hier sehen wir die Selbsttränkevortichtung der Tiere, auherdem ver'chliehbare Frehgittct. die nach beendeter Fütterung zugernacht werden unb jedes Tier vom Trogt abkxrren fo dah ea gt^h te Ruhe hat und iniolgcdeslcn besser gedeiht. Die Tiere geniesten inbimbutllt Fütterung, bte der MUchleistung btt Tiere angepaftt wird. Rach dem Rundgang durch die HosaebLude wenden wir uns ber Umgebung des Hofes zu 3m Garten, ber ebenfalls als Muster- unb L'cf)rfrcrrlfb bearbeitet wird, finden wir ein hollän.i ches Lomarenhaus. ferner ein Raichaus und ein WarrnhauS für die p lanzenzucht. Die um den Gutshof herum angelegten Weiden für alle dort gezüchteten Bier-üftler find In gleichmahige Roppein eingeteilt, die rechnen ab- getoäbet werden unb untereinander durch Draht- maschengi ter geschieden sind. Don besonderem 3n:c Dorliebe vieler Stonlumcnlen lur rohe Milch erHärt Aus dieser Milch wird auch der schmackhafte und nährreich« Bogyurt bereitet. Die allgemein günstige diätetische Wirkung des Doghurts unb seine Bebeutung zur Bekämpfung der Darmfüulnis sind wohl so allgemein bekannt. dah man hierauf nicht noch näher hin- zuweifen braucht. Starkes 3ntcref1e gebührt auch her neuzeitlichen mafchinellen 0 r i 4 I u n g des Gutsbetriebe« Hier möchten wir vor allem den Druschbetrieb mH seinen 7lcben- anlagen hervorheben. 3n einem grohen Schuppen hat der Dreschfay feinen Standort Beim Drefchen wird an der Kömer-Aussallstcsle der Dielch- malchine, die 38 Zentner Stundenleistung Hai. eine automatische Waage angebracht, über die das Getreide pallicrt. wobei es automati'd) gewogen unb registriert, bann in ein Äömergcbfäfe weiierlüuft und von diesem durch Rohrleitungen, die über alle Speicher transportabel sind, direkt zu den Speicherräumen geblasen wird. Der be- fchwerltche. zeitraubende und betriebsverteuernd wirkende Transport durch Gespanne und zahlreiche Arheitskrä'te wird durch diese LufibZörde- rur.g vermieden, ein Mann zum Derlei len des Getreides aus die Speicherflächen genügt bei tiefer rationellen Delriebs weise. ®ine ander« -it Rohren von gröberer lichter Weite scha-it das beim Drusch anlallenbe Stroh durch Luftdruck nach den verfchiedenen Lagerorten, nachdem es durch denselben Apparat auf eine Länge von etwa 23 Zentimeter geschnitten wurde, diese Einrichtung wird auch zur Beförderung des Heues von den Erntewagen zum Speicher benutzt, und auch hier ist tn beiden ö illen nut eine Arbeitskraft zum Derteilen deS Strohes bjw. Heues auf dem Lager erforderlich. T-er 32atch'.nenpark des Gutes umfaßt weiter ciren 22-l'^ -Grohouttdogg. eine Sitohprellc. eine Saalgutreinigungsanlage. Getreidebinder und -ableger, sowie das andere übliche lanbwirtlchaft- liche Matchinengerät in guter Qualität Em Blick in die Kellerräume je gt auch deren beft- möglichste Ausnützung Auf der einen Seite des Ho les befindet sich in einem Lagerkeller der früheren Brauerei das Futterrübenlager, das unmittelbar neben den Rindviehställen ist. der Transport der Räben zur Futterbereitungsftell« erfolgt mittels Feldbahnwagen auf ®[elfen. 3n den Kellern auf der anderen Hoff eit« Westdeutschlands hervor, lieh allerdings auch keinen Zweifel darüber bestehen, dah vorerst noch nicht an den Bau der Strahe zu denken ist. Wenn man bedenkt, dah die Baukosten für den Kilometer dieser Autvftrahe aui 300 000 bi« 350 000 Mark veranschlagt werden, so dah etwa eine De- lamtaufwenbunfl von 500 bi« 6C0 Millionen Mark betau« kommt, so ist klar, dah die Verwirklichung 5e« grohen Gedanken«, der in dirfer Sache steckt, noch gute Weile hat. Der Redner hob daoei mit Recht hervor, dah die Verwirklichung biefe» Projckis, wenn diese einmal komme, natürlich nicht eine Sache der öffentlich m Hand sein werde, sondern dah eine Privatui temehmung es sein müsse, die die Strahe scha'fe unb sie dem groben Autoreiseverkehr gegen (Snt eftlciftung xur Der« füguna stelle. Wenn auch die Verwirklichung M Projekts noch nicht herangekommen sei, fo müsse doch den an der projektierten Strecke gelegenen Städten und Gemeinden empfohlen Werben, sich heute schon bei Erweiterungen, Brücken- und Strahenanlagen, Feldbereinigungen usw. auf die spätere Auwstrahe einzustellen. Lebhafter Beifall dankte dem Vortragenden für seine interessanten Darlegungen. Al« letzter Vortragende sprach der 2. Vorsitzende des Verkehrsverbandes unb Syndikus der Industrie- und Handelskammer Darmstadt. Aegierungsrat Dr. Aoesencr -Darmstadt über .Hessische Verkehrssrage n" Der Aed» ner machte Mitteilungen Eber mehr:re Verkchrs- pro ek e b e g g nto tilg no j in der Bearbeitung sind und über die Aäheres öffentlich zu sagen ist, sobald das abschliehende Ergebnis vorliegt. 3m Anschluß an den mit reichern Beifall ausgezeichneten, der stark vorgerückten Zeit wegen leider nur gekürzt gegebenen Vortrag wurden folgende dreiEntschlie- Hungen einstimmig angenommen 1. Die Hauptversammlung de« Hessischen Ver- kehrsverbandes spricht sich mit allem Aachdruck dafür aus. dah bei dem dringend erforderlichen weiteren Au«bau de- Fastrvlans auch hierzu geeignete Strecken, die bi«her nur einen rein örtlichen Verkehr mit langsam fahrenden Personenzügen aufzuweisen haben. In den D u r ch- aang«verkehr mit schnellfahrenden Zügen einbezogen werden. Von hessischen Strecken kommen für einen solchen zeitgemässen Ausbau schneller Verbindungen zur Zelt namentlich In Frage die Strecke Dtehen — Alsfeld (—HerSfeld und Fulda). Dieben — Gelnhausen und MainA — Alzev ( - Kaiserslautern) An die AeichSoahn wird das dringende Ersuchen gerichtet, dem Aniraa auf Einbeziehung der qenannten Strecken in den durchgehenden Schnellverkehr baldigst zu entsprechen. 2. Die öffentlichen Kraftwagenverbin« düngen haben nachgerade eine solche Bedeutung Tür weiteste kreise erlangt, dah die Forderung erhoben werden mub. die Herausgeber von Kursbüchern und Fahrplänen. nicht zuletzt die in Frage kommenden Ae.chsbahn ireftlonen. mitten der Ausnahme der Kraftwagenverbindungen in die Fahrpläne eine gröbere Aufmerksamkeit zuwenden, al« die« bisher vielfach zum Schaden des reisenden Publikums hier und da der Fall war. 3. Die von dem Vorstand Im engsten Einvernehmen mit den In Fraa? komm rnd.n örtlichen Stellen eingeleiteten Massnahme- . die auf eine Einbeziehung der lindchastlich so schönen hessischen Oberrheinstrecke von Mainz über Alerstein—Oppenheim—W orm « nach Mannheim in den durchgebenden P e r- konendampferverkehr abeielen. werden von der Haup!Versammlung des Höflichen Verkehrs Verbandes vorbehaltlos gebil.igt. Der Verstand wird beaultragt. die namentlich für die rbeinhellischen Slädte oberhalb von M tinz. dann aber auch für Mains selbst, für die Bergstrasse und Darmstadt fo oedeu ungsvolle Frage mit allem Aachdruck weiter zu hearteiten. damit der derzeitlae unhaltbare Zustand, der einen fahrplanmäßigen Perivnenschif sv rkehr auf dem Overrhein in einer für den modern -n F-rmdew verkehr tn Betrach: kommenden Form fo gut wie völlig vermMen lässt, recht bald einer zeitgemässeren Aegelung weicht. Verschi ebenen. Weiter beicha!..g.e «ich die Ik-dammlung mit dem vom Verband her rusgcg b-nrn Hessisch e n Illustrierten Abreisskalender, der al« Werbemittel zur Hebung de« Verkehrs in Hellen wirken soll, mit der Schaffung von Aellefkarten und regerer Produktion hessischer Filme, sowie mit der Beförderung von Verwa l t u n g «so n derz ü g en der Aeichsbahn bet grösseren Veranstaltungen bi Hellen. Der Kassenbericht, der r inen Kallen bestand von rund 96)3 Mk. aus wer st, Irch das finanzielle Sunbamenl des V rbandes In bester Vers al lang s h.n. Der Vorstand mit dem Vorsitzenden Stemmer an der Spitze wurde einstimmig durch Zuruf v^ed.-rgewählt Da Anträge r.ich'. Vorlagen, die Tagesordnung erkchöptt war. Ichlotz der Doriiyende die interessante und getfüg fruchtbare Tagung Oberheffen. Angestelltenwahlen in Oberheffen. Die am vorigen Sonntag im Landkreis Gießen erfolgte Wahl der Vertrauensmänner und Ersatzmänner zur Angestelltenversicherung hatte nach der gestern. Frci.ag. er.'o'.gten Auszählung folgende« Ergebe-..^ Abgegeben wurden insgesamt 329 Stimmen und zwar erhielt der Deutschnat.onale Handlungsgehüsen-Dervand 163. Gewer.fchafts- bunb der Angestellten 56 und der Vfa-Bund lZentralverband der Angestellten, Bund tech- nllcher Angestellten unb Beamten. Werkmeister- 2)erDant)) 110 S:.mir.en. Demgemäß den Dcuilchnationalen Handlungsgebllfen-Ver- band 2 Vertrauensmänner und 3 Ersatzmänner. Gewerkfchafksbund der QfngrBcLlen 1 Ersatzmann. Zenrraloerband der Angestellten 1 Vertrauensmann. Vund technischer Angestellten und Beamten 1 Ersatzmann. Deutscher Werkmeister- Verband 1 Ersatzmann. Äachdem nunmehr die Wahl auch im Landkreis erfolgt ist. lägt sich die Wahibereiligung in Stadt und Kreis Gieben auf 70 bis 75 Prozent feststellen. • Friedberg y. Dez. Die Wahl der Vertrauensmänner und Ersatzmänner in der Angestelltenversicherung für den Kreis Friedberg hatte nachstehende« Ergebnis. Es wurden in-gesamt 558 Stimmen abgegeben, gegen 243 bei der letzten Dahl 1921 22. Es entfielen Stimmen auf den Deutfchnationalen Handluicgs- gehllfen-Verband 179. Gewerkschaftsbund Der Angestell.en 147. Afa-Bund (ohne Werkmeister- Verband) 121. Werkmeister »Verband 111. Liften- Derbinbuna bestand zwischen dem D. H. V. und G. d. X einerseits und der Afa und dem Werk- meister-Verband anderseits. ft> dass 326 Stimmen der Hauptausschuhverbände den 232 Stimmen der Afa-Ver bände gegen überfteben. Die Sitze wurden wie folgt verteilt: Deut'chnationaler Handlungs- gehllfen-Verband ein Vertrauensmann und zwei Ersatzmänner. Gewerkschastsbund der Angestellten ein Vertrauensmann und ein Ersatzmann, Afa- Bund ein Vertrauensmann und ein Ersatzmann. Wertmeisterverband zwei Ersatzmänner. * Bü dingen, 9. De> Die Wahl der Vertrauensmänner und E.satzmänner für den Kreis Büdingen brachte 165 Wähl.-r zur Wahlurne. Es erhielten Stimmen: Deulfchnatio- naler Handlungsgehilfen-Verband 122, Gewerk- schaf '.sbund der Angestellten 16. Werftnelster- verband 27. Es entfallen auf die einzelnen Listen: Deutschnationaler Handlunasaehllsen-Ver- band 3 Vertrauensmänner und 4 Eefatzmänner. Gewerkschastsbund der Angestellten 1 Ersatzmann, Werkmeisterverband 1 Ersatzmann. • Schotten. 9. Dez. Während bei der letzten Wahl im Jahre 1921/22 die Vertrauensmänner und Ersatzmänner für den Wahlkreis Schotten berufen werden mussten, hat nunmehr eine W a hl stattgefunden, zu der der DHV.. der G. d. 2L und der Werkmeiste.verband Vorschlagslisten eingereicht hatten. Das Ergebnis der Wahl war folgend: Auf den Deutsch» nationalen Handlmlgsgehllfen-Verband entfielen 45, auf den D. d. A. 23 und auf den Werkmeistern er band 9 Stimmen. Die Verteilung der Sitze wurde auf Grund dieser Stimmenzahl wie folgt vorgenommen: Deutschnationaler Hand- lungsgchilfen-Derband 2 Qkrtraucn«männer und 3 Orfatjmanner, Gewerkschaf tsbund der Angestellten 1 Vertrauensmann und 2 Ersatzmänner. Werkmeisterverband 1 Ersatzmann. rnnhtrct« «testen f Lang ® Sn«. 9. Dez. Bahnassistent Boss kaufte am 4. April von Schweinehändler Lauder dahier ein Ferkel im Gewicht von 28 Pfund Am 6. Dezember wurde es geschlachtet und erreichte da» Lebendgewicht von 384 Pf nd. Da» Schwein hatte somit vom 4. April pro lag li Pfund zugenommen. gr. Drüningen. 9. De» Die Generalversammlung des hiesigen Turnverein« .Gut Heil* ernannte die beiden früheren Mltglleder Lehrer Buh unb Gung in Anbetracht der grossen Verdienste, die sie sich Ingbelonbere bei der Erbauung der Turnhalle erworben Gaben, zu Ebrenmltalledern. Lehrer Buss stand al« 1. Borsitzenoer mehrere Jahve an der Spitze des Vereins, während Lehrer Jung das Schriftsübreramt bekleidete. 1 Alten-Vuseck, 9. Dez. Innerhalb der letzten Woche sind aus unserer Gemeinde acht Personen, haup sächlich zweck« Blind- d a r m - bzw. Dallenoperat Ion. in die chirurgische Klinik nach Gehen verb.ach worden. eine für unseren etwa 1200 Einwohner zählenden Ort gewiss erstaunlich hohe Zahl. — Die von vielen Veiten aewünlchte und schon längere Zeit vorgesehene Heizung unserer Kirche soll in aller Kürze zu. Ausführung aebracht werden, und zwar Du h Anlage einer log. elektrischen Schemelheizung. Mit dieser Einrichtung soll gleichzert g eine Be- leuchtungsanlage verbun en toerbm. o Küddlngshausen. 9. Dez. Hier hot das Holzmachen bereit» begonnen Au» dem Ge- rneindewald werden etwa 1000 FesNneter Kutz, unb und Vrennholz geschlagen. Dieselbe Menge wirb in dem In der hiesigen Gemarkung liegenden Dr. ®4g> sehen DalSbesitz gefällt. 8» finden dadurch 20 Munn au» der Gemeinde lohnende Veschästioung. Dieser Tage aing auch ein Tranepon Deihnachtebäumchen von 2000 Ltuck von hier ab nach Höchst a M — Der 6 o b n bei Arbeiter» Ludwig Gelbbu > ch oon hier ft ei heute beim Spiel im Schultzes, der- artig unglücklich aus ben stopf dass ärztlich, Hilfe in Anspruch genommen werden musste. G» wurde Geh.rnerichutterurg feftaestelll. r. Göbelnrod. 12 Dez. um Mctttoochabend •eranftoliete der tztef'g, Krieger verein hn Saale de, Gastwirt» Schultheiss einen Vertrag,- abend, der gut besucht wer. Al» 5t*nrr war Herr Kratz fFreienseen) gewonnen worden, der ale Obermafroie ben U»*ootfneg mitgemacht hat». Er konnte davon in fesselnder humorvoller West, fast drei Stunden Iona sprechen, wobei er schön, Lichtbilder zeigte — Am UL Dezember wird bi, tzle^s, Schule eine Weltznachtsseler veranfmüen Dabei fernen zwei Theaterstück, Knecht Kuprvchl^ und Heilipe Kochf |ur A^ühnmg. ) Lich 10. D«^ i’Hjw beginnt der eei be» Verkehr» unb Vers«1>anerung»o,rem Lich veranstat- teu gross, Lchausevst,rwettb,w,rk. der sich bi» jum 24. Dezember erstreckt. Obwohl bt, Bee» an stall ung schon h.nlänglch bekannt sein durfte, verlohnt e» sich doch, bi, vediRgungen. unter denen der Schaus,nst«:Wettbewerb ftottfinbet näher fmn« tu lernen Bahrend in früheren Zahlen durch fine Kommission be» Verkehr»- unb Der'chcnerungeoer- ein» bie Vrneträger b<» Bett bewerbe» bestimmt wurden, ist man in diesem 2ahre dazu ut-rrgegarv gen. da» Urteil der breitest en O e f f e n t lt * reit tm Dege der Abstimmung durch Stimmzettel zu überlasten. «endliche unter 16 Jahren ivUcn kein Stimmrecht Hasen. Zeder, der sich an der Adst mmung befetltam etil, lässt sich von irpendemem Znhaber eine* öabeng,schäfte» rin« Stimmzettel auebänblgen und trägt bie ihm am besten zufagttiden vekoratisnen der einzelnen Geschäfte unter ben lausenden Kummern de» Stimm» -ettel» ein. Vie Keltzenfolge be» Eintrag» iss für die Bewertung massgebend. Zeder ssnteresirpt kann nur einen Stimmzettel abaeben Berben mehrere Stimm» zettel von einem Wähler abgegeben, so können diese bei Ermittlung de» ffbftimmv-g»ergfbniPe» nicht be- rücksichtiat werden. Die Vreleoerleilung gebt in der Welse vor sich, dass die Dekvmtion. die die meisten Stimmen aus sich oereinlgt. den ,rften Drei» erhält unb bi, übrigen irweil» Im verhältnl» zu der auf st, «itfonenben Stimmenzatzl. Di, auepesulltne Stimmzettel sind mit genauer Adresse de» Adstlm» menben ;u versehen unb in den auf der Kattzau» treppe aufgeftedkn Kasten zt> werfen. Für baeob- stimmende Bnssllkn» sind wertvoll» greife au »gefetzt, bie zum grössten teil in dem Schaufenster der Firma K. Köhler. Oberstadt au»- gestellt sind Für da» abftimmenfce Publikum gv» stallet sich bl, ’ßrel»oerteitunfl In folgender Weise: Diejenigen Abstimmenben. bie am besten bewertet hab»n, treten in gegenseitigen Wettbewerb Die Unb lcheidung Ist dem Lo» überlassen. Di, Auelosong av» schiebt am 4. Januar 1928. nachmittag» 4 Uhr. lie IRatbau». Vielleicht darf an dieser Stelle noch einmal der Wunsch auegesprachen werden, dass sich die Bo- oolferunq der Stobt unb her Umaegenb recht zahl- reich an bem Wettbewerb beteiligen möge .Mrrto 'bubinnen. OE chzell. 9. De^ Die erste Treibjagd t» ben Feidqemarkungen Echzell. Gettenau und Heuchelheim peranftaltcte bi, Hagdgeseliichaft „fljetterau* mit dem Ergetzni», dass bei einer Beteiliguna oon 58 Weidmännern 206 Hasen zur Strecke gebracht wurden. Ai» bester Schütz, wurde habet Auaust Gelb alb von hier mH ein« Schützenkette ausgezeichnet. Arne I Mücke. 9. Dez. Eine technische Neuerung, die man seither hier noch nicht kannte, befindet sich seit kurzem in einer nahen Eisenstein, grübe im Betrieb. 6» handelt sich um einen grasten 'Bagger, ber auf Kaumichleppem läuft. Der 'Bagger arbeitet in einem Xaabau der Grube 31 •- darf, recht» der Strass, nach Kuppertenrod. viele Baugrube hatte mehrer» Jahr, lang still gelegen, weil sich der Abbau |d)etnbar nicht mehr rentierte. Durch neue Schürfungen hat man aber abbauwürdige» Eisenerz angetroffen. Un die gewaltigen Erb» masten, die über der eisenhaltig« Erste ruhen, z» des,iiii,en hat man die neuartig, Baggermaschine berangefdxifft. Diese hat den Vorteil, dass sie selbst über unebene, ®,lande mit eigner Kraft an bW Ar» beit»fküe gelangen kann 0n dem Tagbau an der Strage nach (Brünberg arbeitet ein Bagger, der auf Schienen lauft. E» ist erstaunlich, welche Erstmassen von den beiden vaggermaschinen befr.tigt »erben; In kurzer Zeit sind gewalttge Löcher In der Erste entstanden. Vie Eisenerzgruben in der Nachbarschaft sind wieder voll beschäftigt. I Dber»Ohmen, 9. Sei. Ai» Ueb,Island wirst,» in unserer Gemeinde empfunden, dass unsere Kirche noch keine Heizung besitzt, natürlich leidet bei starker Käste der Kircheiche ch Kirchen» Vorstand und Gemeinde rat bald einmal mit der An» gei^enheit befassen Allersting» ist dr, Gemeinde augenblicklich durch die Deckung bei Fehlbeträge» der Lande»kirche finanziell für bie Kirch, letze in Anspruch genommen, so dass grosser, Äuegjbe* immer weder »urückgestellt werden müssen. Auch die elektrische Beleuchtung fehlt unfern Kirche noch Vie wenigen Adendaotte,dienst, leibe* sehr unter der schlechten Beleuchtung durch einige altertümliche Petroleumlampen. Preußen. Maingau. WSA. Frankfurt a. M. 9 Dez 3n bei vergangenen Vacht g aen 1 ' , Uhr hat ein Hei- rtx des Börfengebluve« Im Wirtschaftseller de« Vörsenrestaurant« eine* Lichtschein und zwei verdächtlae Personen bemerkt. Da« sofort herveiaeru ena Ucberfollbmmanbo durchsuchte alle Auumlich- kelten, verdächtige Per onen wurden abrt nicht aJunten. G gen 5 Ubr wurde do« Ueberlafl# lommanbo o dermal« an gerufen, weil zwei verdächtige Personen auf dem Dache d,«Bör- sengebäudes von Zv liften und in* Wächter der Wach- und Lch irbge'ellschaft bemerkt worden leien. Das Gebäude wurde vm» Dach bl« 8 um Adler ohpe uht doch auch d. es mut wieder vergeben« Vach Lag ber Sache handelt es sich jebenlad« um Eindrechrr. die In bas Tddenreftaurant e nbrechen wo! L*n unb bet» Icheucht worden sind. — Gestern nach.rn t ag st lest der Postbote Josef Muller mit feine» ?abrrad an der Ecke Heroart- unb Luisen- rasse mit einem Personenkraftwagen zusammen Mit K p - unb Brustv tl |un;rn wurde Maller in das Ho pital einoel.efert. wo er in der Aacht operiert werden muhte. Serichtssaal. WSK Darmstadt. 9. Deg. Vor dem Dorrn» ftäMer 6*xnjrgmd)f hott, sich der Spezerei hä ubler S , i b , r au» Offenbach wegen Totschlag» zu verantworten, der Ur Verlauf oon M ietstrel- lig feilen seinen »j o u • e i r I erschossen hatte Da, Urteil lautete aufs,ch»2otzree>neu Monat 3u d) t b a u • und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf zehn Jahre Die Tal Irenze, wie der Ktaaloanwast auoführte, nahe an Sorb. Da der Angeklagte ein leicht erregbarer Mensch sei, wurde Totschlag angenommen, oon mit- dem den Umständen könne aber keine Stehe sein. Bricftaflen btt Ttehaftion. 3- D in m Wenden Sie sich an die Berufe- deratung,stelle beim Arbettoamt In Gehen, om Ihnen sicherlich erschöpfende Auakunst erteili werben kann bereiten Löwen - Drogerie die gröbte Freude Sebni», bof c o. Reuter Seltersweg 73 ki»" Ft**. 1i2*a Lauscha (Thür. W.) Nr. M. Last-Krall- laue k*e*ieti*-Sciiyii M7,. 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Dies es istdie besteGelegenheit fürSie,schöne und praktische Weihnachtsgeschenke billig einzukaufen. Lederwaren Forstmann Selzhaus 9eorg fdiultfieis Fernruf Nr. 1091 / Marktstrabe Nr. 3 / Gegründet 1832 Achtung Hausfrauen! Die Weihnachtsbückerei erfordert dieses Jahr besondere Aufmerksamkeit, weil das diesjährige Mehl vielfach qualitativ minderwertig HL (Zine Verantwortung für mißratenes Gebäck kann der Sacker nur übernehmen, wenn er über Äeschaften- beit und Herkunft von Mehl, Hefe usw. genau unter- 2*>OOO ilOOOO f 2000 EBERHARD Frankfurt aJL, Neue Mainzer Str. 22, Ecke Friedensstr. Berlin W., Friedrich Ebertstr.6 / Stuttgart, Kfinlgstr. 1 140- 190.- usw. erLeichteMng'1 JoLPhilipp Uhrmacher Gießen, Bahnhofstr. 48 Staati. Lou.-Einn. Flimm. anSer dem bei Tb. J. Adam, L. Eifert. Koor. Emmerich. L. Jovel Hern.. NuhL >. Loeb. Frie-Loi x. Zigarren- lnusE. 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Di« Äurettboleeg hmetf bi Meter Doch- Fort'chdtle machen Irol »ed Siebener 'epr ungunhigcr Momente Me Mitoeife wieder eine Barte Untidberbeli beroervden. tonnte «rch der Dille der CpehHaHon \u einer lalvArllbttotguna hr Kurie schließ- I,ch durch'm-" und die BaMlers muhten nach den v-rlchtcdcnen Beduchcm. die fte untemabmen. um die Äudc au edchüllern. bald wieder zu Deckungen Idbrdten Dabei sand die '25 fr de wiederum (oft feine Stütze In der »weiten Hand, bi« im wesentlichen dem Tlarftc immer noch fern ! !dbt Rur die ausländische Spekula - non soll sich augenblicklich wieder an den deutschen 'B.'den betätigen Die Gelchäskstätigkeit bewegte sich b-nizu'vlge im allgemeinen in engen Grenzen zumal, wie schon erwähnt verschiedene Tatsachen zur vturüdbaltung mahnten Till Sorge mürbe einmal die önteidlung am Geldmarkt betrachtet Hier war auch acht Lage nuch dem Ultimo von einer Entspannung kaum etwa» P inerten. im Gegenteil die Rachfrage nach aaesgeld verstärkte sch wie man vermutet, im viufammenbanfl mit wieder gröberem Be - dars von kommunaler Seite lnsolge des LuS'ullce der geplanten Ausländsanleihen Erft Ipäl zeigte sich bann am Tagesgeldmarkt eine leichte Entspannung. Monatsgeld blteb jedoch unverändert knapp Eine außerordentlich unsichere Stimmung wurde aber vor allem ge- tchussrn durch die Drohung der rheinischen Schwerindustrie, »um 1. Januar 1928 die Betriebe ft H t» u I e g e n . da bei den Verhandlungen, über das 2rbeiis»eitg?sev Atoi- lchen Arbeitnehmern und industriellen feine Einigung erzielt werden konnte 3n Tbr’enfrei- sen setzte sich jedoch bald eine zuversichtlichere Beurteilung durch Man rechnet Infolge b** Eingreifen» des Reichs« rbeltsminlsler« schließlich doch mit einer Regelung Eine gewisse Enttäu- schung brachten die Aeuherungen des amerikanischen Präsidenten Eoolidg e bei seiner Bviichcist an den Kongreß und die ErflSrungen d-S Schatzlekretärs Mellon über die Frel - I.i b e des beschlagnahmten deutschen I g e n t u m • . die ziemlich kühl gehalten waren. Demgegenüber g ng eine starke Anregung von den Meldungen au» wonach die deutsch- franzötischen^arbenverhandlungen zu einer D. rständigung gesührt haben. Dann lagen einige günftlge Konjunkturberichte vor hie preußi chen 3nbuftr.e* und Handelskammern berichten über eine im wesentlichen unveränderten Vage im Düsseldorfer Hand 16- kammerbezlrk sei die (Tefamtlage besriedigend. der Stahlwerksverband und die Metallwaren- industr e rnclbm »usrled nft.llende Beschäftigung, fchließlich war der Kakiabfatz bn Rovember etwa» höher Gegen die Äudc der Dorwoche wurden Im allgemeinen Besserungen von 4 bl» 10 Prozent erzielt, um Mittelpunkt des Geschäfte» ftanden die F a r b e n a f 11 e n . die 14 Pro-ent an» eben Ionn en Etwas hervor traten noch Mansfeld splus 12 Prozents. Zell - ftofl Daldhos (plus 11 Prozents und Siemens (plus 12 Prozents. Am Anleihemarkt war das Ge chäft ruhig A b I ö s u n g s - schuld konnten sich etwas erholen. Don ausländischen Renten waren nur Türken und im Freiverkehr Ru'sen etwas gelragt Der Psandbriesmarkt war durch das Ge» neralab'indunasange'ot her Gemein chast deutscher Hyvoihekenbanken etwas .in-erect und f ftcr. Am Devisenmarkt lag d s Piund weiter sehr fest Die Mark edufrr ebenfalls eine wesentliche Steigerung. Wochenbericht vom frankfurter peoduktenmarkt. Am Sranflurter Produktenmarkt war in dieser Woche anfangs eine Erholung zu verzeichnen. Angeregt wurde der Markt durch Die Beigen- den Auslandnotierungen und die knappe Beschickung in Weizen und Roggen. Der hiesige Markt konnte mit den seften ausländischen Märkten kaum Schritt halten, so daß sich im Verlause eine allgemeine Berstet- fung bemerkbar machte. Der Besuch der Börse war an den Hauptmarkttagen außerordentlich schwach Die Tendenz wurde recht unsicher. Abschlüsse wurden in nur sehr geringem Umfange getätigt da die auswärtigen Käufer infolge der drohenden Frostgefahr das Risiko des Transportes nicht auf sich nehmen wollten. Weiter I verstimmten einige Meldungen aus Amerika über den günftigen Ernteftanb in Argen- I Helen. Weizen wurde reichlicher eng;boten so daß der Preis hierfür anfangs riehrtaer notiert wurde doch nahmen einige Händler Deckungen vor und die Preisverlufte konnten sich wieder ausgletchrn. Roggen Hieb im Angebot knapper auch zeigte sich Mer mehr 3nter- esse von selten der Händler und Mühlen Mais war weiter begehrt und 1eft. Hauptsächlich wur- ...» , — fr nP4) Deckun- iu: terrnittelmerlt tft nach wie vor |eft. doch machte sich auch hier bic allgemeine Unluh bemerkbar Die Umsätze beschränkten sich auf ein Minimum In Kraft- 1 uttermltteln war das Geschäft lebhafter Auch Weizenkleie wurde Bäder verlangt bei ft eigen bem Preis Welzenmebl war stark vernachlässigt und vollkommen gclchäftslvs. Das Kartosselgeschäft konnte sich etwas lebhafter geftalten, da sich größere Rachfrage bemerkbar machte Die Preise konnten leimt an- ziehen. Zum Wochenende konnte eine allgemeine Beruhigung Platz greifen. Die Tendenz wurde etwas freundlicher, bei aber immer noch fehr bescheidenen Umsätzen Für Kleie machte sich bei geringem Angebot größerer B gehr bemerkbar. Die ftabllen Auslandmärkte regten eben- falle erneut an. Gegenüber den ‘Dotierungen der vergangenen Woche waren Weizen aller Sorten, inl Hafer und Rvggenmehl gut behauptet. Roggen. Roggcnkleie und Weizenkleie zogen je eine viertel Mark an, Mais sogar eine halbe Mark. Dagegen mußte Weizenmehl eine viertel Mark Im Preise nachgeben. Die Woche schloß »u folgenden Dotierungen Weizen I 25.25 bis 25.50. Weizen H 24 bis 24 25. Weizen III 22.50 bis 23 Roggen 25 bis 25.10, Commergerfte 27 bis 28. inl Hafer 22.75 bis 23.75, Ma,s 21,25. Weizenmehl 3730 bl» 38. Roggenmehl 35 bis 35.75. Weizenkleie 13.75 bis 13,90, RoggenNele 1530 bis 15.75 Mk Wochenbericht vom frankfurter Schlacbtviehmarkt. Gegenüber der Dorwoche war das Gdchäst am Frankfurter Lchlachtviebmarkt ä u ft c r ft leb- haft Die Metzger schritten heute zu kurz- entschlossenen Käufen, da die niedrigen Preise der Dorwoche, und der verhältnismäßig geringe Antrieb in dieser Woche anregend wirkten. Der Markt wurde in allen ‘Siebgattungen, am Hauptmarkt sowie am Rebenmarkt. vollkommen geräumt da den Anforderungen von Käuferseite nicht genügt werden konnte. Der Gesamtauftrieb betrug: 1257 Rinder, darunter befanden sich 210 Ochsen. 66 Bullen. 611 Kühe. 271 Fäden, ferner 1351 Kälber. 534 Schafe und 5319 Schweine. Verglichen mit dem Antrieb der vergangenen Woche waren 172 Rinder 300 Schafe und 1530 Schweine weniger anaetrieben. Der Austrieb an Kälbern war gegenüber der Dorwvche unverändert. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht. Ochsen Al 60 bis 64. 2. 57 bis 59. Bl 53 bis 56. 2. 49 bis 52, Bullen A. 52 bi« 56. B. 49 bis 51. Kühe A. 48 bis 51. B. 42 bis 47. C. 35 bis 41. D. 25 bl« 34. Kälber B 72 bi« 77. C. 63 bi« 71. D. 58 bi« 62. Schafe Al 44 bi« 49. B. 36 bis 43. C 30 bl« 35. Schweine B. 63 bi« 63, C. 62 bis v5. D 60 bi« 63. E. 55 bl« 59 Mk. Gegenüber den Rotlerungen de« Hauptmarktes der vergangenen Woche waren Rinder bi« zu einet Mark teurer. Dagegen hatten Kälber. Schase und Schweine ganz erhebliche Prei«ftel- gerungen zu verzeichnen. Kälber zogen 5 bi« v Mark. Schafe bi« »u 5 Mark und Schweine bi« zu 7 Mark an. • Der Stand der Wintersaaten In Deutschland Ans ang Dezember D « Stalllillche Reichsamt berichtet über den Stand der Wintersaaten im Deutschen Reich Anfang Dc-ember wie folgt Der Monat Tlorcmbcr brachte, bei o ft mild.'m Wett r eine w nn auch kurze Froster ode die die wellrr n Feldarbe ten unterbrach Die Hackfruchternte hat sich hierdurch verzögert, auch die Reu aat de« Wintergetreide«. namentlich de« Weizen« tft in Rückstand gekommen Die früh e t g bcfl l ten Saaten fiepen im allgemeinen gleichmäßig dicht und zeigen eine befried gende Entwicklung Don den fpäleren Saaten ift tedoch e n Teil noch nicht auf- I gelau'en Die bereit« fldjtbaren Lp-itfaaten lind vorerst nur langsam vorw rts gekommen. Außer | durch Rässe und Froft sind Oie Saaten nicht selten durch tieofche Schädl'nge beeinträchtigt wendig wurden • Philipp» A.-G. Frankfurt a M Die Bilanz be» am 30.3um 1927 abgelaufenen neun Monate umfaßenden Geschäftsjahre» ergibt nach 50 710 Mark Abschreibungen einen Gewinn von 23 524 Mark, der vor getragen werden soll Eine ticHbenbe wirb also abermah nicht verteilt Die Steigerung be» Umsatzes ball im neuen Geschäftsjahr bi» jetzt an. • Zucke dabrik R helngau AG Worms Der Aufsichtsral der Zuckedabrik Rheingau LG Worms. Hal beschlossen der für den 6. Januar 1928 nach Worms einzuberulen- ben Generalvedammlung Me Verictlung einer Dividende von 7 Prozent in Vorschlag zu bringen. Die AuSftchken für das kommende 3abr werden nicht ungünstig beurteilt. Kranksurter Börse. Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeigers" Frankfurt, 10 Dez lenden; fest. — Zum Wochenschluß mar Me Haftung der Börse sehr fest und lebhaft Die Äelbi ng. wonach trotz aller Dementi» bei den internationalen C hem i euer Handlungen doch eine Einigung erzielt und ein Chemie-5k ar teil gebildet worden fei. wirkte außerordentlich anregend. Die Spekulation, die gestern ziemlich oiel Matenal vorgegeben t; t in ft ä r f e r t m Maße zu Deckungen schreiten, daneben büdten auch in Erwartung der Beschlüsse in der Lusstchtsratssttzung der 3. (8. Farben Mei- nung»käuse ooraenommen worden sein. Da aus der anderen Geile säst fein Material angeboten war, machte sich bald wieder Glürfemangel bemerk- bar. Gewisse Ergebnisse erwartet man in Börsen- kreisen auch au» den Tchlichtungsoerhandlungen Im Konflikt der Großeisenindiiftrie 3 G r b e n wurden lebhaft gehandelt und lagen bereit» bei der edlen Notierung 73 Pro*. hooer. im Verlause wurde da» Papier bl» auf 264 Pro,. gesteigert. Stärker hervortraten ferner N h e I n ft a h I (plu» 6.75 Pro» ) und von Elektrowerten Giemen-.-, die 7 Proz. gewannen. Größere Kurserholungen oer- zeichneien außerdem Mannesmann plu» fünf Prozent. Nheinbraun plus 4. Zellstoff Dakdhof plus 6.5, Reichsdank plu» 53 Proz. Kaliwerte befestigt. Im übrigen t-rme.v, i fidj die Kursdefserungen zwischen 2 und 4 Proz Gchlffahrl»werte gewannen 3 bi» 4 Pro*. Holzverkohlung lagen 1 Proz. nlebri- ger. Wayß i Freylag behauptet Die Anleihemärkte blieben vernachlässigt bei wenig veränderten Kuden Im Bedause konnten die Essektenwerle weitere 1 bis 2 Proz anziehen, vorübergehend traten vereinzelt auf Realisationen kleinere Abbröckelungen ein, späterhin konnten sich jedoch neue Kurssteigerungen durchsetzen. Am Geldmarkt war Taaesgelb leichter zu 7 Proz. Im Devisen- verkehr lagen da» englische Pfund und die Reichsmark fest London gegen Kabel 4.88325, die Reichsmark gegen Kabel 4.1855, gegen London 20 45. Pads gegen London 124,02, Mailand 90,00, Madrid 29,50. tkrhnc Wötfe. Berliner . roduktendörfe Berlin, 9 Dez Von den amenkaniichen Ift minmarhfn lagen schwächere Meldungen vor. Mf W-izeneifpreise :> heben jedoch unverändert, während Suslandrvggen billiger al» gestern angeboien wurde- Durch den gelingen durch Feiertag veru,«achte« Ausfall der aigenNnischen Vöde wurde einige Un- sichert»«! in den Mark! getragen Bom Inland-e lieg! weiter ausreichendes Angebot von Vrvtgelreid«. zu- meist abfallender Qualitäten, bei Koggen aber auch in schwerem Material, vor. die Muhle» »eigen > ach wie vor nxnt-i Kausneigung. da d.'» Meti!ge«<1>iit immer »och keine Belebung aufweist Cb akut) dos WeNer wieder milder geworden ,st. ist die ^ch isahrt doch praktisch geschlossen. Käufer und Verkäufer von Getreide scheuen die llebernabme de» Waisertrans- poNNstko» Inlandweizen ist etwa 2 Mark. Koggen etwa 3 Mark billiger zu haben al» gestern Arn Lieserunasmarkt besteht ivenig llnternebmunflsluft, sowohl Weizen al» auch Roggen nxiren in den Preisen rückgängig Am Mehlmarkte b ren d>e Klagen über schlechte • Absatz nicht aus, die Preise sind erneut verschiedentlich um 25 Ps ermäßigt, ohne daß sich jedoch größere Kauslusl zeigte Lediglich für au» Au»landweizen hergestellte Au»zug«mehk besieht bessere Nachfrage, da von der Küste h mmrnbe Kahn- labungen mit Mehlen verschiedentlich eingefroren sind. Hafer reichlicher angeboten und etwa» schwacher. cpielplan der frankfurter Theater. Opernhaus Sonntag. 11 DeAemder. von 15 bis nach 17,30 Uhr Die luftigen Weiber von Windsor, von 19,30 bl« 22 Uhr 3onnu spielt auf Montag. 12.. von 19 bl» 2d Uhr Die 5rau ohne Schallen. Dienstag. 13.. von 19,30 bis 22 30 Uhr Don Juan Mittwoch. 14 . von 19,30 bis nach 22 Uhr Mignon Donnerstag. 15. von 19 bi» gegen 2230 llbr Die Macht de« Schick,als. Freitag. 16. von 20 bi« 22 Uhr Erlies Gastspiel des rustischen Balletts' Serge be DlaghUess. Samstag 17. non 18.30 bl« gegen 2132 Uhr Hossmann« Erzählungen' von 22 bl« 24 Uhr Zweites und letzte« Gastspiel de« russischen Ballett« Serge de Dlaghiless. Sonntag. 18. von 15 bi« nach 17 Uhr Das Weihnachlssternlein: von 19.30 bis 22 Uhr Zonntz spielt auf Montag. 19., von 19 bl« gegen 22,30 Uhr: Die 3au- ber löte — Schauspielhaus. Sonntag 11. Dezember, von 11 bis gegen 12.30 Uhr MatineÜ Elle b’Äeureule; von 20 bi« gegen 23 Uhr Dorothea Angermann Montag. 12.. von 19,30 bis nach 22 Uhr: Dorothea Angermann Dienstag, 13.. von 19 30 bis nach 22 Uhr Dorothea Anger- mann. Mittwoch. 14.. von 20 bis 21.45 Uhr: Mozart. Donnerstag. 15.. von 19,30 bl« gegen 22 Uhr: All-Frank urt Freitag 16. von H.30 bi« gegen 22 Uhr iSälar und Lleopalra Samstag. 17.. von 19,30 bis nach 22 Uhr William Penn Sonntag. 18.. von 19,30 dis nach 22 Uhr Das Käthchen von Heilbronn. Montag. 19. von 20 bis 21.45 Uhr Mozart Berlin, 10. Des. Ausgehend vom Farben- markte und von 3< ZHAtonio-öe taicbah Uni iC LerSk.-rer Pent tu 117.4 IM 23 134.3 14» '34 133..3 148.4 131.13 134 r 14» 432.3 Murrldeul'L« fcttntia! » — — 763.73 112 Mr« ll dank » IM 117 IJS.63 137.3 174 S IS».5 13 l«1 Rrantinn o Ui Berit» l-U»r- seüF Her» •»TI Äer» •er> Ta: am; ». 12 10 U • 42 10 u. U. U • iii.fi i^r I33.?i 157.75 Nr jmami ......• f Irhr tu‘treu »a . . 1l — ■ 162.8 1*4,3 r-«d! ene Itra-T . . 10 IM IN < l»4 IM Ätlttü A AZB Jane -6 H*.s 11, 119 ll, • «irt t Un rn K .« 270 778,5 6».» — 128.3 IM Acrptn ... 8 — , IKJ IW. 75 163 frui ........5 — 1» gtU eer;bsn.......t — .04 384 Btedn- nxxrtr ....... 113 3 118 116.75 118.25 t31.Tltrer 2=‘raU . . . .1 I«.73 IM — .....t IN » — V* -krr.exsxoerh ...... c •*3.2 87 86.5 fl.5 «NaSaKf J Oe*.....V 17, — — — Sroefhma.» Berit» flnn -Ubt- »er. >al4- Aur* lamm: » 12. 10. 12 ,.u 18 12. • ultw OUuH.; n 168 15,-25 160 frnb<16rr>tr Lewem . . > 1*4 1*5.5 — — $<-. •' e.r : :• 175 — — — - not A Ärrhee . . u Ul Ul.5 174 * ns 5 C mxrfz . i; 22*.5 12» tkx 0- tani'lcft ... u — — 552 560 Nnt — 413 415 *n 117 117 E — t icfrc*ar ■flctri* Ji Weim..... Sctrn . ... Teu:'L CHtrrr .Aiaoartwn MnxDfl^r Äotnr..... I6.il'. IM W. 22 425 111.1" 2.675 112.6» "0.7: 68.05 12. *7 71 05 —Frankfnr kX IM,64 22.72'- 111.34 66 17 2.5A& 11*.1» M.O4 n.a IZ.4* 71.13 a. hl e 5« >.«. >..C5 (/'.TTlHänfo 111.34 111.54 111 34 111.56 112.47 »csrr.beorr 112.24 112.44 112.23 etedj^w 112.64 11 .U HZ.•* 10,6*5 22.625 IB.II tzefrnoioes 10.315 22.70 18.555 22.7 4 10 .55 22.444 Lenden 426 3J.44Z/ SO. 4^5 5U 405 1 «xroerf . 4.IM- 4.1620 4.1'25 4.1JÜ5 16.415 11513 14.47 14.31 «.11 W.,7 * M •*.'/*. CT 06.14 V>. w 66.23 M.17 I.V22 1.624 1.828 1.-.6) de o.4 0.5063 0. 46-- 0.3OU5 e*-i tn T ■ 38.6» M.10 Ce4 ro^-vet. 73.23 73,21 73.37 em zm 3.027 3.0*3 3.017 -.‘JZt •leben A.7U 2-J.7 4 20.72 20.76 teuta ,1.66 2.172 81.65 2.176 81.72 2.171 81.» 2,173 Bi Mn 5. MM 5. Ui. 5.564 taabe 4.176 4.187 4.177 \ 4,1X5 Um aal 4.234 4.*44 4,X% 4,344 Cntrt ».644 » 886 30.85 1 ro.M Fernruf 734 Fernruf 734 tlaufaw ECHTE und prüfen We Frei , Qualitäten und AeeweMl 22.-75.-62 er wn mci jten Noch nie dagewesen! 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Zeleob. 748. ,MD Nr 289 Zünfte; Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Samstag, 10. Vezemder 1927 Abi üfiunq und Sicherheit Äwitcnpoliiif*c Umschau Boa Pro! Dr Otte $oee 1*. TL b 3 Janen 8>ir zimäch» «er bte edle »yäl'tc der Dezember, et*-Ile im 2)b!Urbun> tn* 2age v!b- rüftung uni Z Jtertc.t Io t» um drs vrrwcgzu- nebm«. t-i» Sr t n « tem beutfdben Stand- punti aus nicht QdnWifl und bcfr*.ebig:nb Die Bb'lcht. aul dir lagt- rbnung b e'er oorbeteiten- ben 3brüWuna*tr' ' r nz be »tre te ßelung jrttrt unvol'kon." er en Äon» rrrnZen.tourte« au Irr en, mibfllüdte Ser Mreffenbe Antrag b.** »ta- len Bern »ter" war nicht durchzu etzen unk» muhte mit einer diplomati chen dr!l irung beif.'ite ge» schoben werden bie ben beutlchen Tüdiug kaum oerbüHen konnte ?Itatertdl IW in ®m‘ jetzt von der Loche nur insoweit bie Bede gewesen als bie Bussen bie Abrüstung erörtert haben Noch we'entlicher ifl der Ausgang bet Ter- mlnlalenber nach dem das Llchrrdeits- kvm'iee am 2? J-bruor und b c TbrüHungefom- mils'on am 15 M r> zulamme tret n M en Dos tm Sept m' er an'ämrftc, dast die . t> h n a u t gezerrt wird, daraus baben die B-> len jetzt mit Becht hinge- wielen. Oder die'e (lu'ammen egung. dieses Trio, das ganz os.-nbor da- Äomitee birig.eren will, lenkt dann d e Arbeit eben wieder hin aus jenes Denier ProtokolL Alan kann von fern aus tchwr überschen, ob eine andere Haltung tn Genf möglich wäre Aber das ist nicht zu bestreiten. dast dia deut che Linie jetzt im Dezember verlassen wurde, und dast das G'fomter^cb- nie für Deut'chland unerfreulich ist Es wird in jeder Deziehun i einer ganz besonderen. lehr sorgfült ge" Torbcrc tung bedlirsen. damit Deutschland nicht au' diesem g alten Boden, auf den es jetzt getreten ist ober den es hat betret m müssen, in austerordcnt ich schwierige Lagen kommt und vor überaus pe nliche dnt cheidungen _ B» I»Are die Sache un ©inne der Draht e er ber onberen che t. noch g'atter a-- gangei trenn Bustland r cht habe gewesen wäre. E» fiel m i ber I t in* Hau* indem es einen r ad lolm Abrüstungsvorlchlag mit vielen Punkte unterere t te u ».r den man wmkchst : . . » • ehr von oben herab u-jrb; st'itwinow voa Boacour. Benetch DU hi । ü-' aber b:n radikalen PaAif smus bereits hinter sich hab- und dast man mit derartige 31 ulicnen nicht kommen solle TD r glauben, dast bie Herren dabei Me '.8ulen für dummer unt weltfremder nahm er. als sie tatsächlich find 0* ist kbr einfach dcc i ibttak n Vor- ichläge als kindlich und als Humbug beiseite zu 'chieben. aber nie man > kann bestreiten dast tn Litwinow* Änt k an der 2 rüftung.bewegung und an den milttäri'chen Bültungen der S eger in sehr vielen Punkten unbedingt richtig war Sodann hat jenes Trio w rklich das Recht, zu derartigen Brlehrungen. da noch keiner von ihnen auf irgendeinen realen 3rio*g auf ein relanaca Abrüstungserörterung hinwei en kennte? Biel eindrucksvoller wäre gcwe'en. wenn Paul Boncour dem Hülfen auf be* cn Vortchl'ge hätte entg g.n- setzen können, was Frankreich t.i bet Abrüstung tatsächlich bereits getan hat 2'er der ganze jämmerliche Dang der AorültungS rage seit Dezember 1924. an den Litwinow erinnerte, gab ber Kritik der Bullen Berechtigung und damit auch ihre Wirkung Dast sie ihre Vorschläge in propagandistischer Ab*icht machen, weih jedermann. Ab.-r diese «läufig Formel paht nun auch nicht mehr vollständig für die jetzige Lage Bustland will an her Abrüstung-- und Sicherheitserörte- rung teilnebmen. Auch hat Litwinow ja davon gesprochen,, dast 2ufil mb auch mit einer aJ l • mählichen Durchführung de- Abrüst ungs- pkans in Terminen, de die Äonfer.m* festzulegen habe einverstanden sei. dast Bustland vor allem aber die Botwetidiakeilen der Schisfung wahrhaft fester und wirksamer Friedensgarantien betone. Bustland HL freilich dafür zunächst nur feine 3bee der Sicherst it-pakte vorzuschla- gen. die Tschitscherin leit ?Honaten z.rtb- wustt verfolgt Aber am Sonst des russischen Willens. mi'.zuarbci:en, ist nicht zu zweiscln. Warum? Weil da« Interesse Bustland« diese Haltung zwingend gebiete’. well Bustland eine Friedenspolitik treiben must. Alö E,pvnent Stalin«, der gleichzeitig im Äremi die Oppofit on n.ederkämpsen will, trat Litwinow in Dens auf. sowohl in d esei Erörle- rung' i wie in leinen Fühlungnahmen mit Brian d unb <:hamberl,in und mit der Einwirkung auf Litauen zur Befestigung des litauisch-poln.schon Konfliktes XIn» scheint, statt der hochmütigen Belehrungen, die die Saboteure der Abrüstungsbewegung den Bussen erteilten, wäre es auch für den Völkerbund zweckdienlicher gewesen, sich auf diese besondere Sage Bustland« und feiner Delegation einzustellen. 3e mm: Bustland ist bei dieser Arbeit dabei. im Sicherhe.tSkomitee vorläuf.g als Beobachter. Aber je mehr sich zu Hau« die Bichtung Stalin« durchsetzt, um so entschiedener wird die Mitarbeit Buhlmids am Völkerbund nun neben dem Dölkerstund in dieser Hinsicht werben. Dabei wird nun auch Bustland sich über die drei Karpin a l pu n k t e immer klarer werben und sich darin zu eindeutigen Formulierungen verstehen mü sen Trennung der russischen Staat«pvlitik und der dritten Internationale. C’cllung zum europäischen Schiedsgerichts- gedunken. auf den Deutschland und England in der Sicherheitsdislulfion da« entfche.d.mde ®e- wicht legen. A> Pallung der un. . e-r rn't.-n Bicht- angriifspaktidee an die europäische Jbc-e. für o e die Belkerbundsfayungen nun einmal da find, um die aber nun weiter im Sich erste. tSkomitse mit grosttcr Zähigkeit und Scharfe gerungen werden wird England blieb im Hintergrund, beschränkte sich auf Besation unb Ablehnung des .Pro- it>. Her iahe«". Ss Wird fchwenich diesen S and- pun.'t durchhalten können. Denn es ist nun einmal Tatlache, hast die Forderung n»4) Sicherheit umert<::' der Al»rüstungsdeweauna oon rieten ötoaien au gelte..! wirb unb datz . iifrn3 das ausnur t und führ D rza wird man nicht nur mit reiner Tkegation auf Ne Dauer S ellung ntbm n können Sagte doch auch mit Becht ein so einsichtiger engü'chee 3oumalt« we D 2 rvir. in .O'.-' ivcr' d 'st ? t Fned n uch wenn beule Ne ganze früsterr Ont nie abrüste, nicht sich rtü fei als bisher weil Ne Rngen der durch brr verschiedenen Fr eben* vm rag misthandel- len Staaten Nadurch .n Dl beseitigt werd.m würden Das Ergebnis für i»en DsUerbu.,0 telb'i ist jetzt zunächst, dast ein ge ch lag en es bJlbiö 3abr nutzlos verstreich« 3m Sep ember gab man mit jener allgemeinen Resolution den neuen Antrieb jetzt w,rb es Frühjahr. Februar oder Märi ehe Ne ersten Schritte matrridler Beratung getan werden Bann man wirklich die Dtr.ge Io langsam geben lallen, txxibrcnb dis alten Bündntfte unb die alte Oinkreisungspolilll unb Büstungspolilik Weitergesten unb for.wäh- renb den eurvpäilchen Fr.eben beuaruhig.m? Zunächst ist der D l'erdund in b c?er Frage r*: llig in der Hand Frankreichs unb feiner Trabanten Derrn Ziel ist mit einem Wor. de Konstellation van 1919 auf unabsehbare Zeil aufrechtzuerhallen und mit allen Garantien zu umg den. N* au 5g für lt werden können, und sie mti der 2iitor;iät des Völkerbünde-?. der freiwilliaen Zustimmung der Völker- bundsgenollen. zu stützen Das kann auf bie Dauer für den Volkerbunb geradezu r inSt werden Aber uns ist wesenllich'r die deutsche Sorge. Die Sorge, dah bie im September tn Dens etngdcifclc Or6rt rung Deutschland nicht über den xopf wachse. Deutschland überraschender, als seine Führung denkt, vor sehr unangenehme Sntscheidüngen stellen kann. Deshalb be Oien wir Io nachdrücklich, dast gleich dieser erste Anlaul. der ertte praktische Anlauf auf ®runb ber Genfer Befo'.ution des September- für.Deutschland unbefriedigend unb ungünstig ablchloh! Bücheriisch. — Aus dem (Siebener XI niverfi- tätsgoltesbienst. Bier Predigten von l). Han» Schmidt. D. Georg Bertram. D. Heinrich Frick, D. Leopold (X o r b I e r. 59 Seiten 8'. Verlag von 211 reb Töpelmann. Sieben 1927. — Die Veröffentlichung bi ’~x Predigten bedeutet uns ein Geich nk. das r dankbar begruben. Ss wird uns ja oft fchwe.. einzusehen. wie wissenschaftliche Arbeit an der Bibel unb an ber Lehre des Christentums mit der praktischen Predigt und Do toerfünbigung zulammengehen können. Fallen Theorie unb Praris hier nicht auseinander? Die h er vorliegende PredigtIammlung zeigt, dast da« Gegenteil ber Fall ist. Wa« da gepredigt wird al« uns jetzt unb hier angehende Botschaft, hätte fo nicht verkündigt werden farmen, ohne hingebende theologische Arbeit an Schrift unb Lehre Aus .Theologie- wirb .Predigt-. Davon zeugt dies Büchlein. Bon diesen Ueberkgungcn aus wird es auch verständlich, dah diese Preblaten, von denen jede in ihrer An etwas Eigentümliches ist, zusammen in einen Band verein gt werben konnten. Durch alle Mannigfalligleit hindurch zieht sich nämlich eine merkwürd.ge Einheit. Ss ist bie Einheit einer bestimmten inneren Haltung: die Beugung vor der Dahr- heit. ber Mille, nicht von sich zu reden, sondern von der Sache selbst Don da aus empfindet man es durchaus nicht als störend ober aK verwirrend, dah diese eine Sache, tn em cm Falle logar ein unb berfetbe Test in einer Vkannierungen eine miniere Linie ab. die. ohne sonder.che Degeistetung für bie heutige Manl-atspratis an den well- roliiilchen Gegebenheitrn der Jetztzeit orientiert ih unb in der Entwicklung der Aotoniallänber. be onber» der afräkanifchen. unb In der Hebung ber Eingeborenen Aufgaben von großem ma» icciel e 2l >tzen und e ninent erzieherifchrr Be- bc.juni für die Kvlonifatv en treiU Wenn das Ergebni» der Bnnd'tage Mel opnmistrsch' 3> ter» pretanon geftatitl. Io zeigt sie doch auch deut- lich einen erlchreckend unfertigen Zustand der M en lichen Meinung D nl chlands In Metern Punkte, die in weiteret DiskuUivn zu Hären die vorliegenden Aeusterungen Hof entlich Anlast geben werden Die Ä r I e g « I en- nünifter« Aehrenthal mit Iswolski in Buchlau unb die Vorgeschichte ter Annerionskrisis herv r- zuheben Paul Herre nimmt zvei in der .Bevue iei beuf Montes' unb ter „2uot>a Antologla- crfch'c ent Aussätze, bie wahrscheinlich Tiit ni unb Salandra zum De.sal er haben, unter bie 2upe unb kommt zu dein für bie be ben italienischen Politcker we ig schineiche hasten Orgebn s. bast ihre Darstel ungen zur Ät egslchuldlrn e einer sachlichen historischen Prüfung nicht Stand ta.ten. Kirchlitöe Tlothricfifeii. Evangelische Gemeinden. Sonntag, ben 11 Dezember 3. Äboent StabltirdK ‘>30 Uhr. Psarrasststenl Hertel: 11: stinberkirche für bie Matt hau »gerne, nbe, Vlarrolfl- flent Hertel 5: Pfarrer vecker. Deichte unb hl. Äbenbmahl für bie Markuegemeinbe — äohanaeo- klrche. *> 30: Pfarrer Wambaub. 11: Kinderkirche für bie Üufaegemelnbe, Pfarrer Bechkolsheimer. V Pfarrer »uefefb; Deichte unb hl Abendmahl für bie Johannen,emrtnbe: 8 Dlbelbefvrechuna im Johan- nessaol, Pfarrer Lenz. — ftapelle be» allen Itieb- boft 9.30. Pfarrer Lenz: 11 stlnberklrche, Pfarrer llen, — Neue Hula. llnioeisttäls Gotteeblenst 1130; Predigt. Prof Dr Frick. — stlrchbetg 10; 1 80 Collar — Wieleck 9 45, 11: stinderklrch, — Hausen- Garbenleich 10: 'lufen; 1 Garbenteich — tlch stollekte für die Heibenmlsston; 10: Misstonat Schlaudraff. 12 45: flinbergotteeblenft; 2: Stift»- pfarrer Schorlemmer. 3.30 hl Dbendmahl für Elite (Spital) — Watzenborn Steinberg. 10: Predigt; 11: Rinbertirdje. — Alten vnfeck. 10; 1 stakholische Gemeinben. Giesten Samttag, 10. Dezember. 4 30 un^ 7 Uhr: Beichte. Sonntag, fi Dezember. 3. Dboent mag. 6 30: Beichte. 7: Meise; Kommunion ber Jünglinge unb be» Gelellenoerein»; 8: Äommunion. 9: Hochamt mit Predigt; 11 Messe mit Predigt; 5 30: Thristenlehre unb Lnbacht — Grünberg. 9 30 Messe mit Predigt — Hangen: '> 30 Hochamt mit Predigt. — Lich. 730 Messe mit Predigt___________________ Po -nia3#B r || . erneu, •»■’tbefe t • >• 11 12/7. S -N l»r. Schlievbake I r Schäffer HHstzaooitieke. iabu'irzt: I»r. <-onier. Kameraden. Roman von FeltL D o e I ch I, n. Q>P) nght by ttari Dancker. Berlin 62. 32. Fortiegung Nachdruck verboten. ..Wenn beute eine Erfindung gemacht wirk um den Stickstoff auf bie allereinfachste Weise herzustcllen unb damit auch bie Produktion ju verdoppeln oder zu .»erdrermachen, so wird da» bie Folge baben. dast beule abend leben ber Boden doppel: oX: dreimal jo viel wen i|L Und Jwnn nützt eigentlich bie Erfindung nicht viel, benn war ich an X: reb.it hon gewinne, ba» bezahle ich mit oer- mehnsn Bodenzielen. Wir müßen aho einen anderen 21kg iuchcn ü* gibt nömlub einen solchen Weg. Die Siegterung lasse ich oorlauha au» bem Spiel. Dir müfkn alle» durch eine grostr («eWlJ'dMft auf« kaufen lasten. Diese Ge^llichast nennen wir „Boden- kultur-riknen Ge'elllchasf oder ..Deutsche Zukunft. «ksten-Gelellfcha |-, oder ..Deutsche «oben-flhien- «nellichiü- ober ähnlich. Um bie Besitzer geneigt zu madyen. tbrvn Boden ju verkaufen, müsten wir sie ängstigen. Und nun gibt e» M glücklicherweise ge- wisse f-ereinigungen. bie ba» Ziel haben, bem deutschen Volk seinen Boden zurück zue rädern, ober wie man ba» nennen will. E» gibt oben re* armer unb Siedlung»genostenscha'ten. Man erweckt also ben An- schein, al» ob diese Bereinigungen mehr Mack» be- tasten, al» sie in DirNichkeit besitzen, unb al» ob eine (Erpropnahon be» Boden» durch ben Staat drohe Man löst! roomoatid) entsprechende Gesetze»- Vorlagen einbnngen. Und wir kaufen unter b r ykmb. The Leute werben lieber billig verkaufen, al» zu noch schlechteren Bedingungen expropriiert werden. 3n einigen Jahren he‘inen nwr. nfprtt.o bie .Deutsche Boden-Attien-Tesellichalt* ben Boden" .Das ist ungeheuer.* rief Georg. „Unb wenn wir den Boden haben, bann ... Er erlebte bte l'Hion be» zum Ganen geworbenen Deavchfand. ..Dann verkaufen wir ihn wieder unb zwar mit einem tüchtigen Gewinn.* fuhr Goldmann ruhig fort 31. Georg starrte ihn iastungslo» aiu habe dir ja gesagt das ist ein ganz gerissener flerl*. lachte Hermann. .Da; ist eine Schurke re: * schrie Georg. „91 em. da; ist ein Grtchöstl* " murmelte Georg. Er spürte wieder eine Schwache wie aus ber Strohe, al» er ben Schlag von hinten erhalten batte. ..Alles ist bei Euch ein Ge-chö-t. Die L'itbc ist ein Geschäft unb der Boden ist ein Geschäft.* (Fr schwankte. Hermann mach:e einen Schritt auf ihn zu. „Nein, ich falle nicht. Rühr mich nicht an'* (Fr merkte, dast er ba» Papier immer roch in ben Hönben hielt, jene» (Belob- ni», da» he nut ihrem eigenen Blute unterschrieben batten. ..vielleicht Ist bas ba blost ein Zettel, viel- leicht. Hermann, hab ick, ba» da mit bem Papier nur geträumt, nicht wahr? Man kann doch etwas so träumen, dast man ment, es jei wirklich gerne! en. nicht wahr? vielleicht ist ba» alle» blost eine fixe Obre, ich komme ja aus dem Irrenhause. (F» wäre n.cht merkwürdig, wenn ich an einer fixen Cbee Ihre. Ich habe das vielleicht einmal selber geschrieben unb mir bann eingeredet, ihr alle honet e» geschrieben, vielleicht wollte ich mir blost irgenb eine Mach', verschaffen über euch Ober glaubst du. dreier -chützenaraben sei wirklich einmal 'o ge- me*cr? Du weitzk war ich meine. Sagten wir wirklich. dast wir nicht des Geldes wegen auf ber Seit feien, iandern, dost wir do feien, um unsere Arbeit ju tun? Jeder die »eine, eine aroste ober eine kleine, unb bah wir auch im Frieden fo tapfer sein wollten wie im 8ncg? Haden wir so miteinander geiprodxn, ober habe ich blost geträurm. weil ,ch gern getzibt bitte, dah es damals so gernei0.* gab mm Georg selber langsam bie antwort. .Aast do- eint in dir -st unb das andere ajd). Unb das eine ist ganz Nein geworden und dos andere oonz groß Man kann zwei Dinge im Herzen hader $Xd) begrr.re bas. es ist mir auch so gegen- gen/ Man-mne dacktt er. Hilde, dachte er. Es Seb! einem ja mit vielen £i"*gen fo. Ich hob das cm gern, und ich hob die Maichine gern. Und ich hab es pent, aus dem Boden zu liegen, rm (Bros, so recht mitten brüt, unb mich ganz dicht an ben Loden anziZschmiegen. dah man meint man spüre bas Herz der Erde, wenn es schon nur ber eigene Herzschlag ist, den man spürt. Aber einmal bm icham Meer gestanden, oben an ber Nordsee, unb bas Doster ist auf mich zugeralischt über den flachen Strand mit Dellen unb Schaum, und bie Lust ist mir gegen die Brust geströmt, eine milde Luft, und sie hot nicht auf gehört gegen meine Brust zu drücken, dah ich mich anstemmen muhte. Und es war em suhes GiHühl m diesem Mnfturm unb in diesem Nauseben, das me auchörle. Der Negenpseiser tzat geschrien: fMmbirribirri, und braufjen ist ein Segelschiff oortteigrabren. und ich Hobe ba» Meer geliebt unb bm bogrticnben unb hab gemeint ich werde me mehr songehen. 3a, Io hat men bte UnenblicMelt in ber Brust unb bas andere, und man kann München gern hoben, weil es ganz im Londe bnn ist unb nach Land riecht unb ganz sott ist vor lauter Land, und man hat Homburg gern, weil sich dort Deutlchiond in die Delt hinaus oimet. mit einem starken hmreistenden ßuftpfl wahrhastig. So stechen wir Deutsche rmt einem Fuh in München unb mit dem andern in Homburg unb müsten iechen. wie wir mit uns selber fertig werben. Und jo ist dos eine und dos andere in mir, unb so ist es in dir. unb darum muh man Geduld haben " Er bang das Papier tm Beutel auf lernet Brust. . Unb herum bar ich nicht schwach werben.* Er streckte sich unb reichte Hermann die Hand ..Wohin willst du''* fragte der und spürte Lust, pi fogen Geh nicht! doch tagte er es nicht. „(Fs gib: noch einen Menichen in Deutschland, den ich .chen muh. Über ich komme wieder. Her- monr. id> laste dich rucht, und den anderen laste ich auch nicht Denn ich glaube immer noch an ba» Papier * Jetzt lächelte er. In Hermann» Gesicht war etwas verlegenes unb Aindliches. Er sah aus wie een Bursche, der sich ichömt. wert er etwas G:'tes tun w-.U (Fr do chic: Ieg: '2g ich es doch Geh nick-' Ich soye es be- fnmmL Nur noch einen 3jgenbütf unb ich werbe es sogen ... Da klapste es an ber Iure. Hermann Dehn wurde berausgerufen. Es verging ger Georg gegenüber unb berichtete, dah man auf ihrer Seite schon längst von einem Handstreich munkele, der auf der anderen Seite vorbereitet werde, um die Diktatur auspirichten. Man habe die» unb jene» gewusst, doch sei man me ganz Im klaren gewesen, wer ber leitende Monn lei. vor drei logen lei es endlich gelungen, do» Zentrum ausfindig zu machen, wie man glaubt, unb seither beobachte man Tag unb Nacht ba» Hau» Peter Grundt». benn um ihn handle es sich lelHamerweife. Man kontrolliere die Besuche, unb so habe man heute auch ihn entdeckt. Später lei e» aufgefallen, bah Georg von seinem Auto weggeführt worden fei, unb eben jetzt sei er daraus aufmerksam gemacht worden, bah er em Mitglied der Gegenpartei in der Stube Hobe. (Fr Hobe natürlich bestritten, doh die» der Fall sein könne, sie seien alte Kameraden unb irgend ein Ser- ■ Diese - nügt, die Sache sei m Ordnung, unb nun begreife er auch, worum Georg diesen verdächtigen Munn oirsoeiucht Hobe. ..Die mors denn mit der Äame^ob- schE' .Jteine Aarnevabschast.* sagte Georg .JSd> kann es nur denken. Dir glauben, die Absichten Grundib zu kennen. Host da etwas verdächtiges bemerkt'* ®*org schwieg .Du ichweigst. das sagt te Deka-Lasuv Vvonce Aelief-Saeben Farbstifte um* Stveumaterial Dbermann & Go. 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