Ur. 264 Erster Blatt 177. Jahrgang Donnerstag, 10. November (927 tr|*elBt taelt*, aefett Srnrato^s e*b Vertag«. Mlefei: •kfcewf hilft er Heimat im 9Ub tHt Schale 2 Sd*tmerh unb 20 ftr Irlgct» b^n. aach bei Richter» toctwni dR)d*cr5hu*mmi ► folg« hl her er ®c»alL g«rw|prcd)o*l*li||e: 51. 64 ewb 112 a.ftrtft ftr Droh mach- d*tcn iBjelger Siehe». frnftartai» 118M. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen t>rnd mb Verla-: VrAhl'sche llilversttülr vsch« mb Stehtbridtrri H. Lange ti Sieze». Schristiettrng mb SefdfäftsMr SAifWratt 7. liu|»( we »»je Ot» ftr >k I»gc*iteMMtT M* I»m Rachmaiag »cr^*. Preis tir 1 mm Hitze ftr »n)an- dei»politl|chen 8u»fchust au» Vertretern der für die ReparatlonipoUllt im einzelnen jüftänbigen Bllnlfle- den gebildet unb mit der Sufgabe der Vorbereitung aller mit der Reparationspolitik Zusammenhängen den Mastnahmen betraut werden THlt Der ötnfctung bei Separaftonspolltt- schen Ausschusses ist nunmehr brr Plan verwirf- licht worden, den totr bereit8 vor einer ‘Seihe von Lagen anfünbigtrn. 3m 2lu*'dju’i werden das Finanzministerium. das Auswärtige Amt. bas Wirtschastsministe- rium und das Ministerium für 3 r n ä - rung und La ndwirtf chaf t vertreten fein. Tiefe Ämter werden ihre zuständigen Vachberater In den Aus'chust endenden. Ss ist abet anzuneh- men. boh In den w chttgen fragen auch bteTHi- nister selbst oder die Staatssekretäre an ben ‘Beratungen teilnehmen. Mit der Bildung des Ausschusses ist der Plan der ‘Berufung des Se- parationskommlfsars erledigt. An unterrichteter Stelle w.rd Wert auf die Feststellung gelegt. dah Meier Plan zwar in den politischen Sterilen erörtert, vom Kabinett aber niemals beabfichtigt war. übrigen» hält man es immerhin nicht für ausgeschlosten, bah bet Aus- fchutz einen fv ausgezeichneten Sachverständigen Wie ben Staats'ekretär a. T Bergmann, der bekanntlich für den Posten des Separattonskom- miliar» geninnt war. au ben Beratungen des Auslchustes dinzuAleben wird. Sunmehr lind auch die Gerüchte crfcbigt, die davon wissen wollten. bah der Seichsslnanzmintster sich gegen die 0 infcOung eines solchen Ausschusses gewehrt habe. 3n der amtlichen Mitteilung wird nämlich ausdrücklich daraus hingew.efen, ball der Ausl ch uh gerade aus Antrag des Aeichsfinansministers gebildet wird. Oie DenvallungSresorm. Berlin. 10 Sov. «Priv.-Tel I Der Seichs- s p a r k 0 m m t s s a r hat den früheren sächsischen Ministerialdirektor Schmidt berufen um die Erfahrungen einheitlich zu bearbeiten, die bei den Prüfungen von Erfpamisrndgllchkeiten in ben verschiedenen Ländern gemacht wurden. Ez Ist wahrfch-lnlich. daß der Sparkommisfar auch über die tätigte« der Kommunen Material sammeln wird, die Ausübung eines unmittelbaren Kontrollrechtes steht ihm ni ch t zu. Auch in den preussischen Seftoris wird die Frage der Behörden organi'atlonen und des Verhält- niste» von Acich und Ländern erwogen. Zur Erörterung dieser Berwaltungsprobleme werden anfangs nächster Woche Beratungen stattfinden, die dem preussischen Staat-Ministerium die Unterlagen für feine Stellungnahme liefern sollen. Die WohnunaSzwangSwittschast Die Wicdcrcinfüdrung bei Kunbistunqorcchio. Berlin. 0 Soiv iV D Z ' Ter Woh- nimgsausfchust des Reichstags setzte die Beratung der Sotxlk zum Mietrecht fort. Abg. 3 Griffen «W.n'ch -Pt 1 meinte, bah die 5re> gvihe der gewerbl:chen Säume keine Ilnzutrag- ItAfcittn zur Folge gehabt Bon der Miet- erhöhung von 20 Prozent kamen dem Hausbesitzer nur 2 Prozent zugute. -- Abg X r e m - mel (3cntr.) verlangte grund'ätzli-ch die Aufrechterhaltung der Wohnungszwangswirt'chaft. trat aber für bte Einführung des ÄünMgungj• rechts und die Segierunasvvrlage ein. — Sbg. Bartschat iDein.l lehnte die Vorlage ab. Cr war der Austastung, bte Aufhebung der Zwanaswirftchaft für die gewerblichen Saume habe ben kleinen Eristentzen die schwersten Schädigungen gebracht, und die Einführung des Kün- drgungsrechts wurde die unerträglichen Zustande nrch verschlimmern. Scichojusktzmintstcr Hcrgk hielt den Zeitpunkt für die Einführung des stund.- gungsrecht» für gekommen, erklärte ober, die Regierung würde darauf feinen Derk mehr legen, wenn die nausbe’it’er tavachlich. wie man au» ben Vorder Regierung vorgdchlagene Regelung bekämpfe. Das im übrigen die A'llrecknerhaft.ing der Zwangs- wirtichaft anlange, fo gehe die Regierung von dem m der Berfaflung auf gestellten Eiaentumsdegrrst aus. Fede'Zwangswirticha'l. beeinträchtigte bie Pn> natinitiatioe. rufe Unsicherheit und Verärgerung hervor und nnrlc nachicilia fdxnt ein. Mistiich kl ferner der mit jeder Zwangs- wiriichaft verbundene graste Verwaltung»- ap parat. Während man 'ich m übrigen überall zur freien Wirtschaft zurückgefunden habe, sei hier ein Rest der Zwangswirtschaft zurückgeblieben. 81» besonders nachteilige Folgen feien 21 bezeichnen: Die Unlust des Prioatkapitals. Geld für Bauzwecke herzugeben. Allerdings ici die Zeit ju einer völligen Aufhebung der Wahnunaszwangs- wirtschaft noch nicht getonrnen. I:nmerhin muffe dem Ziele der freien Wirtschaft schrittweik Zuge- Das französisch-jugoslawische Bündnis. von unserem Berichterstatter. (Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Paris. 9. Soo. 1927. Es liegt nah*, die In diesen Tagen erfolgende Unterzeichnung de» jugv lawisch-fran-öli- schen Verträge» als die Pariser Antwort aus den .Panthersprung" Mussolinis nach Tanger zu betrachten Diese Folgerung aber liegt Io nahe, dah man schon darum vorsichtig sein sollte! F ü r w a s soll denn eigentlich Frankreich Revanche nehmen? Frankreich besitzt doch alle», wa» e» haben will und hat beinahe mehr, als e» vertragen kann, so dah andere eiserfüchtig werden. Wenn m dieser Lage de» Fordernden gegenüber dem Besitzenden der Ture einmal eine Temonftrat on unternahm. ’o ist das doch keine Beleidigung, wirb auch in Pans tatsächlich nicht als solche auf« gefaßt. Sicht um'onst betonen französische 'Blätter aller Parteirichtungen. dah man 3tal.en Gelegenheit geben mülle, in aller Suhe und Vernunft feine Wünsche vorzutragen. Sein, noch fühlt lich Frankreich leine» Besitze» sicher, noch fühlt man sich in Paris viel au stark, um auf Sevanchegedanken wegen einer Flott endemonstra- tion zu kommen Wenn trotzdem ktit die Unterschrift unter den |cit Jahre »frist feftgeiegten französisch- jugoslawischen Vertrag gesetzt werden soll, so mülicn dafür wohl noch andere Gründe sprechen. Zkr Bert rag ist keine Revanche für Geschehene», sondern eine Vorbeugungsmaßnahme für Kommende». Selbstverständlich bedeutet er auch in diesem Sinne eine Drohung gegenüber Italien. Diese Drohung aber wollte man nicht in einem Augenblick au»sprcchen. wo |k eine Offensive bedeutete. man sparte sie sich für ben Moment auf. wo Ile in den Augen der Welt al» eine Abwehr drohender Angriff »gefahren gewertet werden muh. Darum bat sich Frankreich in der Zelt de» italienisch-sugo- slawischen Konflikte» um Albanien mit der ad hoc rinaeletteten diplomatischen Hilfsaktion für die Belgrader Freunde begnügt, ohne da» schwere Geschütz der Unterschrift eine» Vertrage» aufunabren. der ein regelrechte« Bündnis ist. — Jetzt, wo die Bclkonkrise nach auhen hin beigelegt ist. unb wo noch dazu Italien an anderer Stelle, nämlich in Tanger, oorstieh. ist dieser „Freundschoflspakt" nicht» al» einer von vielen ähnlichen Pakten und noch dazu so etwa» wie eine Sicherung de» bedrohten F neben». Das lagt nun dieser Vertrag, dessen Wortlaut noch n«4)t bekannt ist. de'sen Inhalt aber km Geheimnis mehr darstellt? Es ist zunächst d e heute moderne und übliche Festlegung be» friedlichen Schiedsverfahrens im Falle von Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Partnern Tann die gegenseitige Verfiche- rung, sich nicht zu überfallen und bei einem Verbuch einer Aenderung des heutigen curo- pafchen Status quo diplomatisch zufanimenzuar- beiten. AlleS unter gehöriger Berücksichtigung de» Völkerbundes, dem dieser Vertrag ja auch zur Ansicht und zur Seg.strierung überreicht werden soll. Dies alle» ist nichts Ungewöhnliches. wenn es auch durchaus nicht nichtsfagend ist. Der Pakt wird aber zum regelrechten Bünd- n i s dadurch, dah beide Teile sich verpftich- teten. gegen4eif.g über Abkommen mit dritten Staaten m Fühlung zu bleiben und bah bei einem liebe r fall einer drittenMacht auf einen Vertragspartner ftch die beiden unverzüglich über die zu ergreifenden Mast nahmen schlüssig werden tollen. Das ist ein Bündnis nicht nur politi'cher. sondern auch militärischer Art. und wer auf den defensiven EharakNer der Abmachungen hinweist, der vergibt, dast es kaum jemals in der modernen S^'chichte einen An- griff Spa ft gab und dass auch Verträge offen- ftven 5ha ratter» ftch immer unter der defensiven Klaulel verbargen. Ob der Vertrag darüber hinaus noch direfte militärische Klauseln enthält ist jetzt nicht festzustellen und wird wohl auch nach der ileberreichung an den Völkerbund und damit nach der Veröffentlichung nicht Bar werden, well man auch bei veröffentlichten Verträgen nicht bk Dewi schell hat. dast noch unbekannte St- h< i m Baukin bestehen. Das ist aber auch völlig gleichgültig, denn dieser Vertragstert geht btt wah«sollender Auslegung — bk ja in jedem - vorausge'etzt werden must — wert genug Im üfrriaen scheint im Zusammenhang nr.t der Änterzerchnung auch endl'.ch die Frage der iugo- llawllchen Kriegsschulden an Frankreich geregelt zu werden. WaS lagt nun Italienzu diesem Vertrag? Die Pariser Diplomatie legt offenbar Wert daraus. Som zu beruhigen. So läßt man beispielsweise immer wieder in d:e ösfentliche Stellungnahme einfliehen, dah Italien, das die Tbamung de» aufgcfieUten, aber noch nicht unterschriebenen Vertrage» bisher in den Wind geschlagen habe, noch die Q\'lcgcnbcit be«iye. im letzten Augx-nblick durch bte Ausgabe allzu weit gehender Wünsch.- bte Gefahr einer .Einkreisung“ ab^utoenben. Der Vertrag müsse nämlich ratifiziert werden. unb könne deshalb zwischen Unterschrift und Satlfilotion gegebenenfalls immer noch m der Versenkung verschlrtnden. — Italien dürfte d,eie goldene Brücke, die von Frankreich nicht nur aus grundsätzlichem Friedenswillen, sondern auch In Anbetracht der wach'enden itallenllchen Macht ernst genug gemeint ist. kaum betreten Zu deutlich sieht man in Som. dah sich zwei natürliche ' Eegenlpieler Italiens die Hand gereicht haben, was früher oder später doch einmal der Fall fein muhte. Aus politischen Gründen unterdrückt tue italienische Segterung noch allzu abfällige Kritiken In der Presse. Aber es kann gar fein Zweifel fein, dah Italien weih, woran es ist unb bah es ben bingewvrfenen Fehdehanbschuh auf nimmt Alan hält sich zurück um Englands willen, besten man sich versichern muh unb aus bas man Rücksichten zu nehmen hat. well Snaland selbst Aückfichten nehmen muh unb einen so von Friedensverficherungen und von Sücksichtnahmen auf ben Völkerbund trie'enben Vertrag nicht allzu scharf angreifen bars. Parteien und Besoldungsreform. Intel-fraktionelle Besprechungen der ^egierungSkoalition. (Eigener Drahtbericht des „®iebener Anzeigers"^ y erl ;n. 1? Sov In her Berit er war behauptet »erben, dah ernsthafte Bestrebungen im Gange seie t, ble auf eine Hinausschiebung der Verabschiedung ter BesoldungS- tefcnnoorlage abzielten. Es ist bekannt, bah vom linken Zentrumsslügel. inSl>eson- bere von den christlichen Gewerkschaften, wiederholt derartige Versuche unternommen worden lind. Vach unseren Informationen haben sich b'.efe Versuche in den letzten Tagen derart verdichtet, bah man von ernsthaften Bor- flöten gegen d.e Person k u £• r a r b (Zentr.) r erlangte eine Segterungserllärung. e>' man die Segelung der Kriegsbe'chä igtenfrage der Segierung überlasse. Eine Entlcheibung könne erst bei der zwei len Lesung fallen. Einstimmig angenommen wurde schließlich ein Antrag der Segierungsparteien, der dis Segelung Mejer Frage den Ausführungsbeltimmungsn überlalfen will. D.e übrigen Anträge wurden abgeiehnl und § ö. der die Anrechnung der Dre^slzell regelt, in der SeglerungSfaftung angenommen. § 6 handelt von der Uebernapme von Personen, bie zunächst auherhalb de» Se'.ch»beimtenverhäftnll'es einen Geben»beruf gefunden hatten. — Abg Morath lD V ) beantragt, auch bie Osfizdere und D^ckofsi-iene tok bie ant-eren Seich-beamten zu behandeln und empfiehlt eine längere Enllchiiehung zugunsten der technisch vorgebildeten Beamten. - Aba. S of> m a n n 'Sozi beantragt eine andere Fassung und eriuche um Annahme von Snt^chl.ehun- gen, womit die au» dem Privat Verhältnis in ein Beatmen- oder A.'.ge lell!enverhä.t7!.» übertretenden 'Personen möglichst ihm Ansprüche au» Sc;, al Versicherungen erhallen sollen. — Ministreb t werden. Durch die Dieberrinsührung de» Kün- digungsrechts werde der Gnmdsatz des Privateigentum» wieder stärker unb in programrnati'cher Form betont. Adg Winnefeld (D. L.) wari den Soyal- bemotraten vor, dah sie au» Gründen des Sozial»- iierungsgedanken» an der Zwangswirtschaft kftbieilen, onitatt dem Dohnunasmangel dadurch abzu- hel'en dah sie die Seubauldiigfeit auf alle mögliche Weile färbenen. Der Redner war der Amicht, dah die Mieten in den Althäusern geftnrt werden mühten in der Weste, dah bte Hauszins ft euerab- gebaut wirb Oie Krastfahrzeugsteuer. Ter neue h^efeyenkwurf vom Seidjblabinett verabschiedet. Berlin. 9 Sod >WTB Da» SeichS- kabinett hat heute unter Vvriitz des Se.chs- farylcti den Entwurf eine» Kraftsahr - zeugsteuergesetzeS verabschiedet Der Ent- wuri lieht von der Ginlührung einer Betriebe- ftc WB > W » au« ju* verlässiger Quelle bencht.: to.rfr tft tKc Pensionierung de« Aanottnbcr StaNpriflben» ter Oornit ei« beschlossene Dutta che ®omtf bat allerdings nach e.ncm lechswöchrg.n Urlaub den Dienst Weber angetreten, "och *uxnaen ibn wie aintiub iiiügeieiU uxrb. Selundheiis- rücksichten zur Riedertsgung de« 3m: c« Set hinausliefen. vernünftigere Wege zur Deileguninternationaler Streitig» Wahlen in Amerika. Neu york. 9. Non. (Wolfs.) In verschiedenen Staaten und Kommunen janöen gestern Wahlen statt, bei denen ce sich lediglich um lokal - ooliujchc Fragen handelte. Sie sind säst ohne Zwischenfalle verlausen. In Louisoille (Kentucky), wo der scharfe Mahlkampf zwischen dem demokratiichen imb dem reoublikonischen (Boupemeurefanbtbakm noch unentschieden ist, wurden zwei Wähler in einer Schieherei getötet. In Wilkesgorrc (Pentttvl- vanien) kam c* verschiedentlich zu Tumulten, da Wahlurnen wegen versuchten Dahlbetrug» beschlagnahmt wurden. Im Staate Neuyork zeigte der Wahlauoiall eint Stärkung de» Prestige» von Gouverneur Smith, der in der letzten Zeit wiederholt als möglicher demokratischer Prasidäittchaitskandi- bat genannt wurde. In Detroit wurde ein Pro- hibition»gegner zum Bürgermeister gewählt. Auch in O£io bat sich in bem Ausfall der Wahlen el" pro- bibitionsfeinblidx Stimmung gezeigt. § 9 bestimmt, bot) die planmässigen 'Beamten den Wohnungsgelbzufchuh erhalten. — Abg. 6 t e t n f o b f (Soz.) und 2 chuldl (Sem.) beantragen, statt bei Wohnuna«aeldzu'chusse« bm Ort-zuschlag zu gewahrem Abfl T o r g - ler (Äom.) fordert Besoldung lediglich nach Leistung. - Abg. Lucke (Wirtsch. Bg) fordert, bah auch Inhaber von Sienstwvhnungen den WohnungSgeldzufchuh erhalten, bafür aber den ortsüblichen QEietjtn« entrichten. — Abg. Morath (D V. P.) ersucht Im Rcuncn bet Re- gierung-partelen um Ablehnunz der Anträge, da man mit dem Ort-zuschlag durchaus schlechte Erfahrungen gemacht habe ör beantragt zugleich, die Vorschrift zu streichen, wonach Beamte und Soldaten, die eine Dienstwohnung mne- baben, keinen Wohnungsgeldsufchuh erhalten. — Ministerialdirektor Dr Lotholz hält am Wohnungsgel dz u sch uh fest. Den Bedenken bezüglich des Zuschusses bei verheirateten weiblichen Beamten wolle die Regierung Rechnung tragen. Die Festsetzung des Mietwertes der Dienstwohnungen solle unter Berücksichtigung der ortsüblichen Miete erfolgen. — Der tz 9 wird unter Ablehnung aller we teren Anträge genehmigt, die Anträge der Regierungsparteien über die Dienstwohnungen werden angenommen •etiolbrcefior Lo t bolz suhu aus, urnerhalb der Rdsvrts beschäftige man sich eingehend mit der Lösung dieser Fragen. Er hotte, bei Borlage de« PersonaLetats für 1928 nähere Angaben machen zu können. — Oberreg;erunflArat O l - scher b«echnet es al« ausge'chlossen, dem 2tr- brLter und Angestellten der in den Reichsdienst trete, die Ansprüche au« der Sozialversicherung au erhalten Or bitte um Ablehnung der sozialdernokravschen Snttchliehung. Unter Ablehnung der übr gen Anträge und EntschUestun- gen wird der Antrag der Rea.erung»partctcn Tetnfügunfl der Offiziere und Seckoisizie« ulw. tn die Bestimmung für die Reichs beamten) ge# nehnngt. Mil diesem Zusatz wird dem 8 6 der Regierungsvorlage zugestimmt. Baldwin spricht auf dem Guildhall-Bankeii. Englands austvartige Politik. London. 9. Rov. (WTB) 6 ine unermeßlich große Menschenmenge hat der Sinzugs- feierlichkeit de« neues Lorbmahor« beigewohnt. Der Zug zählte 2000 Personen einschl. der Abteilungen vrn 20 verschiedenen Truppene n- betten. Am Abend sand in der Duildhall das Lordmayorbankett in der hergebrachten feierlichen Weile statt. Unter den Säften betonten sich u. a. die Mitglieder de« Kabinetts und de« Diplomatischen Korps, darunter der deutsche Botschafter. Der Lordmayor brachte den Toast auf den König und die königliche Familie aus. Auf ihn folgte der Staais'ekrctär des Aeuheren Chamberlain. der einen Drinkspruch auf die ausländischen Botschafter und Gesandten ausbrachte Der spanische Botschafter, der namens dc« Diplomatischen Korps antwortete, feierte in seiner Rede Grohbritann cn« unermüdliche Arbeit für den Frieden, die überall in der Welt, auch wo britische Interessen nicht durch einen Bruch gefährdet werden würden, zur Anwendung komme. Der letzte Toast wurde von dem Premierminister Baldwin ausgebracht. Baldwin huldigte dem Werke der alliierten Rationen, die Europa auf dem Wege zur Genesung vorwäNS- helsen und pries besonders Frankreich und Deutschland wegen ihrer Annäherung. Er sagte, Brtand unb 6 tref emann hätten ein Beispiel gegeben und ganz Europa tourt r auf die Länder, an deren Grenzen alte Feindseligkeiten beständen, in der Erwartung, bah sie die ersten fein würden, um diesem Beispiel zu folgen Baldwin fuhr fort: .Ich wünschte, ich könnte ebenso hoffnungsvoll von R u h l a n d sprechen. Der Streit zwischen Großbritannien und Rußland ist von un« nicht gesucht worden, unb so- halb die Sowjetregierung bereit sein wird, die übllchcn Sitten internationalen Verkehr- zu beobachten und auf Einmischung in unsere Angelegenheiten zu verzichten, wird sie uns bereit- finden, ihr in dem Geiste der Liberalität unb bes guten Willens entgegenzukommen, ber unsere ganze Auhenpolitik inspiriert." Baldwin sprach sich bann darüber aus, batz er keine Verbesserung ber Lage in Ehi n a verzeichnen könne, weil dort eine große Anzahl ve schiedener Regierungen unb Generale im Streit miteinander lägen. Heber bi« englisch-ä gyptifchen Beziehungen sagte Baldwin: „Beide Länder haben Anlah, mit dem Gang der letzten Besprechungen au- frieden zu fein. Sie Regierung hofft, bah die Grundlage errichtet worden ist. auf der es möalich fein wirb, In nicht ferner Zell ein festes Gebäude englisch-ägyptischer Freundschaft aufzubauen." Die britischen Bürgermeisterwahlen. London, 10. Roo (WTB. Kunkspruch.) Die gestern in über 300 Städten und Gemeinden abge- halttnen Bürgermeisterwahlen sind dadurch bemerkenswert, daß eine Anzahl von Frauen zu Mayorsgewählt wurden. L i o e r p o o l ist die einzige Stadt In England, die einen weiblichen üord- magor hat. Es ist die» Miß Margaret B e a o a n , die den grostten Teil ihres bisherigen Leben» der Fürsorge für verkrüppelte Linder gewidmet hat. Die Parteizugehörigkeit der gewählten Lordmaynrs ist folgende: 165 Konservative, 90 Liberale, 36 Arbeiter Partei, 30 Unabhängige und 10, deren politische Rich tunfl unbekannt ist feiten zu finden, al« es ber Krieg fei. ör erklärte, dast man heute nicht mehr ber Ansicht sei haft die Borbereitung bes Krieges der beste Weg zur D e r m e i d u n g des Krieges fei Torbereitungen für den Krieg feien dazu geeignet, ihn vorzeitig berbetjufübten Roch niemals tn der Gelck oitr leien die Vorbereitungen zum Ärteae Io vollständig gewesen wie in den letzten 50 ober 6) Jahren vor 1914 jio4> niemals feien auch f o häutig Kriege geführt worden, wie in dieser Zeit Die ungeheuren Kosten des nwbenien Kriegs an Leven und materiellen Gütern fotlten al« Abschreckung «• mit ll ’ubru uu«. da ft zum Beifpiel das Art Uleriet euer in ber Schlackt von Arras da« dazu gedient habe, den britischen Angriif vorzubereiten 1J Millionen Pfund Sterling qefoltet tzab^- Bei IHelfine« hätten fich die Kosten auf 11303000 Pfund dtrr- ling bei au* en und In ber b ritten Schlackt bei Bpern hätte die atiillertftiKb1 Vorbereitung sogar 22 Millionen ütiunb Sterling gckostet fo dast diele drei Schlackten zusammeng.iw umen allein 55 Uli.üoucu v und ct.utny geu fta batten. Die grob der Aufwand getreten lei fo Ausschluß der Trotzknsten. Ci« Vorstoß der Moöfattcr Äomintera. Moskau, 9. Noo (WB) Die Presse veröffentlicht einen Beschlust de» Bureau» bc» Moskauer sio- mitees der stommumsti'chen PaNei der U. 6.-5 !X., worin die 9lotrocn5ia?cit des Änsfchlnffcs Trotzki». Stnowsew- Hamen#a>6 Smilga» und an- derer Oppositionsführer au» ber Partei und die Unmöglichkeit ihrer Belassung i n verantwortlichen staatlichen P o st e n dargelegt wird Der Beschluß fteilt die politische Niederlage der Irotzkiiften wahrend der Oktobermmü- feflationen fest unb werft daraus hin. bafj die Ser suche ber Trotzknsten. eine Gegendemonstration zu organisieren, nicht andere» al» eine sowjetfeindliche Aktion zu betrachten fei unb dast die gesamte Tätigkeit ber Opposition in ber gegen wartigen Periode die Tätigkeit einer zweiten nicht bo 1 schewist Ische n innbem irohlnftifdMnen- schewististeschen Partei barfUUt. Da» Bureau erach id es für notwendig, seinen Antrag unverzüglich dem Zentralkomitee der Partei zu unter- breiten. führte er werter aus. ginge u. a. auch hervor, wenn man sich vor Augen hielte, daß das Gewicht ber verfeuerten Munition Bin de» neun Wochen ber Schlacht von Dpern sich auf 480 000 tonnen belaufen hätte. Der Äekg müsse al» verabfcheuungswürdrg bezeichnet werden, der heute in gleicher Welse katastrophal für Amerika und der „Angriffskrieg". Tao französische Lichcrhcitcpaktanstcbot (Eigener Diahtbertchi deS ,G estene, Anzeiger--.) Berlin, 10. Rov. Die Franzosen bemühen sich fett geraumer Zeit, auch mit den Bereinigten Staaten zu einem Richtangriff-Pakt zu kommen. Sie möchten sich baburch vor unangenehmen Überraschungen, bie von der amerikanischen Seite her kommen könnten, schützen, sie wollen gleichzeitig aber durch diese Rückendes- Tunfl sich eine gröbere Bewegungsfreiheit in Europa schaffen Groh war bie Zustimmung bisher nicht, die Frankreich mit feinen Vorschlägen in Amerika gefunden hat. Man ist jenfeit« des Ozean« von feiner militärischen Überlegenheit viel zu febr überzeugt, um sich auf derartige Verträge einzulassen. die natürlich nur nut der Bast« ber Gegenseitigkeit abgeschlossen werden könnten und bann auch eine Sicherung gegen einen französischen Angriff enthalten müoten Welche praktischen Vorteile für die Vereinigten Staaten damit verbunden sind, ist nicht recht etnzusehen und vermögen auch die Amerikaner trotz der intensiven französischen Propaganda nicht zu etf ernten. Bor kurzem ist nun aber all len Ernstes die Behauptung aufgestellt worden, ber Abfchtuh eines amerttanifch-fran^ösilchen Richtanar-iff-pak- 1c« stehe unmittelbar vevor Das Weihe Hau« in Washington bat nicht gezögert, daraus eine Antwort zu erteilen, bie auf bie Franzosen mk eine kalte Dusche wirken muh. E« nnrb fest gestellt, bat man einer Derchinderung des AngriffskriMe« zwar sympathisch gegen überstehe, bah aoer Fälle einivcien könnten, in denen Amerika gezwungen fein würde, zugunsten der Wiederherstellung verletzter Rechte seiner Bürger etn^ugreifen. Washington wUl sich damit zunächst einmal feinem Staat gegenüber festlegen Denn lagt es bei Frankreich au, bann kann es sich einem ähnlichen Antrag der mexikanischen Regierung nicht verfchliehen. Au« der Feststellung des Weihen Hause« geht jedoch hervor, dast auch Frankreich eines Tages mit Waffengewalt gezwungen werden könnte, seinen Verpflichtungen al« amerikanischer Sckulbnerstaat nachzukommen, wenn e« absichtlich tn Verzug geraten sollte. Unter diesen älmständen wird aui dem Richt- angriffsvertrag nichts werden unb bie feit langem bestehende geheime Angst vor Amerika, die bei bei Franzosen vielleicht gröber ist. als bie vor Deutschland, wirb sich nicht auf bequeme Art beseitigen lassen Gegen die Vorbereitung des Krieges. Eine ‘Hebe des britischen Aeldmarschatttz Lir William Dlobcrtfon. London. 9. Rov (XU.) Eine Aufsehen erreaenbe Rede hielt gestern der frühere Felb- marschall Sir William Robertson, ber von neralstabes gewesen ist. Sir Robertson führte aus, dast alle Männer unb Frauen auf ba« energischste alle tcn. bie barauf «er diesem Vorschlag entsprochen. Lin vcrfchollene» In sich ein öuiaBuueufU ei Wilderem niebergeschos er sä et .e br 14) tot zusammen, der noch die Krall, nachzusenden D, bah ba 6 b r a u d> 4 f ä hat die zur Hommiifion öe» 6dHtterpre*» berufene Üchen Ztaatsministerium al» r verletzt war, hatte er E-i 'bieben mehrere Schüsse Wie gemeldet Schauspiels .Die Maouskripl van Ouar wilde gefunden. wird, ist bas Manuskript des Herzogin von Padua- Eisenbahnzug. a '.c i (Tc ' ugzeug nicht mehr ge- 0 sei Sine Reparatur an Ort terhalt von äo), f c n. Obwohl Kunst und Wiffenschast. Die Verleihung de» Schillerpreise». Wie der ®mriin das V. Im 'ich der ihnen läft gen Familienangehörigen au entledigen, oergiftcte das Ehepaar d i c beiden Kinder unb den Schwiegervater mit Arienck Das «ngeklagte Ehepaar leugnet vo erst ' c.cknäckig Die läfcuider Setbfiawrbtragabv. Der Zustand be« im Xcpcn der Ätei*- kranlenhau < liege iden britten Orders bet Xö- penicker Selbstuwrberagödie des Zlia^ttgea Alben Haak. ist immer noch anher rbemtltch rnt. Als b*x Bebauern «werce .-rfuhr bah r in jedem Falt auf Vrtxn teilen bi n? ulcwtn mn4e unternahm er m einem unbewachiem Augenblick aeniem’ame Trager des Schillerpreise» die Dichter nermann Burte, 6ritz o. Unruh und Franz Wagen. Da» ctaateminifterium hat unb einem E.senbahnzug. C n P7^tflugzrug. bi« sich i m Rebel verirrt hatte, ging luf einem Eisenbabugelillc niet r Im gleichrn Augenblick fuhr ein Sch-ielizu^ hc^c der >211 -xpnat vollständig zertrümmerte. Der Pilot entrann dem Lode. E« ist dies wohl ba« erste Un- glück dieser Art. Lin eigenartiger Unfall. Fünf P.7'2 . n bi; in ti.i m Auto von Hennigsdorf zur 4ed>.ulaxa Hoch>a-ui. in Ehar- 1011 e n b u r a f uhren, to iren b-i chrer Ankunft betäubt. S.e erhöhen sich jedoch rasch so dast ein berbeigerufener Arzt nicht mchr einzugrrifen brauchte Der Unfall i . r« i nuUick au, Äohlen» orbbga« zurü.-zusühren. da« der Heizangs- anlage des Autos entström: und in den 3im en- raum bei 2lutcj gelangt ist Liu stampf mit Wilderern. In der Rähe von Kummelwitz bei Strehlen in Schlesien wurde ein Förster aus bem Hin- I?o:t)att soll barauf au-probiert werden mit welchem Zuver- läsfigkeitsgrad iie von auf hoher See befindlichen Dampfern bei jedem Detter benutzt werden kann. Zorn erstenmal mit ber Eisenbahn gefahren Die Elfenbohnftrecke Ulm —Friedrich»- Hafen zählt zu den ältesten StsenbuhnUnien. die in Württemberg gebaut wurden Man fällte de.hulb glauben, daft e» in unserer reiselustigen Zeit auf dieser Strecke keine ältere Person geben wurde, die noch nie Ltseobahn gefahren ist. Und doch fuhr dieser Tage em 7vjähngcr Mann von Schuhen- rieh tum ersten Male in seinmn Leben in der Eisenbahn von Schusienried nach Raoenchurg, wo er wegen Regulierung seiner Altersrente beim Arzt tu tun hatte. Da» grette Männchen konnte sich über die «rohrt gar tone richtige Vorstellung machen. Der Zug war bereit» eine strecke geiahoeo, als er einen Mitreisenden fragte, ob der Zug bald ab fahre Erst als er aufgefordert wurde, zum Fenster hinau»zu- I(hauen, wie rasch die Bäume vordeistehen. sah er em. dah der Zug sich in voller Fahtt befand fMb renö der Fuhrt hatte der Munn eine kindliche Freude, die aber .iuch von den Mitveisenden geteilt wurde Speicherbranb auf Zchlost Affing. 3in zu bem kürzlich nieberaebrannten Schlotz Affina bei Augsburg gehörciider gefüllter Ge- treibespeicher ging in ^taturnen auf E ntge benachbarte G et reibet peick« find bedroht. Man vermutet Brandstiftung. Oie Wetterlage. O*•«■*!O«Cdr- hw:«l e*1 • • U»«(t «(/M< < ««'Wl ■O’lfll e»Miui d «iimc- Mtmni R Ml*** ■***•* r«*< kttt* •” w* «-•»« ° < •* Vi* " >'<“•*• <• *« e#xe e< lre»crei«r .. ►« i O-ie e* |«M« wi Le i*«*» tvcili rvurauefaflC. Da» gesamte westliche lief mit mehreren Sir- beln verlagert sich ofttpart» Die weit oack bem n oorDttogeeben statt!itttmasten haben bereit» un Lause ber vergangenen «acht rar Durchbrechung ber Solkeadecke gestchtt und gleickz.>k»g tempene- turrückgang rerursachtt Lamtttche 8» rafta turnet biben beute morgen Froit gemeldet. Sehr wahrscheinlich axrb untri dem uinfhift ber Saltiuft bie bemal tun« noch weiter zuruckgehen. fo dast in der kommenden Rnch« durch stärkere» Zhiffterm nicht nur auf den Bergen, sondern auch in ben hewrrn Lagen leichter 5refi auftritt. ÄeUerooruuetagr Morgen» stellenweise Hebel, lag »über walk,: und zeitwese aushetternd. nur ganz MCTÜMflt Niederschlage, leichte -ttichlsroftgesahr. Setterung»aur,stch rn *ür Sim»tag Im mrieiu liehen lerne uenbrruna Lufttemperaturen am 'J. Rovember: mittag» M Grad tfelfiu», abend» 3J# Grad Celsius: ort 10. Ro- •cmb cirob tfelfiu» Ä-ipmum 5,1 srad Celstu», fci^imutn 1,4 Srad ueifiu» — Niederschlage V Milkin.. :er beginnt die Tagung der Grub Gießener Kwal-MsM IrrllM. den 11. Xovember. uiu N,, Ihr abend» Im 11 Ihr 11 ■Innten isi ErtilnüDu der Kameval Saison iflgap _________ W Suche für meine lodrier v» Jahre all. Ionbtlbnnn*,*ul- frei, welche eie <>»,- üeldichale besuch: Hai Wellt aut Bureau 2 dir Ähflcti. un:er MOB an d Oiefc.Bni.ett. ftclierc, jimae: e u loqesmöödini in eben LteUnna. <*fipcibt-mfl ige Stellt aoermiHluai Loptzc Tmüct, *• • fiter Jetzolr »uoert *‘*D Kraute * Co. (Breiten finden. «üc.-’ia chier Kinderwagen Ami ertzatten. »rers- wer: abtuerb. er*i) fOeetbctir. 441 L ScMWcto eitet» roert au oeit Echr Nna. u 'M20 an_cen '•■iei.. rinn Oiieree Stjiüifliroooge Knaben 6 -A. Turnlchudc •neu. Nr 441 .1 -A Tuch m. ftaeicnn Gelas,»'- l*Ck -VLA. Lchreibtisch Eeffel mit fefcerftn 15 alle» am erhalten *u netto uten ftai-eraflee 11 11. | Empfehlungen) Freibank. Arena«, den 11. 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Sa« ich lief Je mich entschuldigen und der Mkt <*t* angen Söhne jinjeu weit fort, und leöer war bemüht frte Won zu erfüllen TU4» tnt. lafrvn kehrten sie Heini TM bah bu «rrJMf fraa:v der Va'.er den Leiteven. Iw habe n^ch u.ngesehen int UonDe Len QT»l>en habe ich geJ*awU£dt und die «einen r..i Bet Brechungen lau gernoch. Da ward ich beseht bei Qkm und Brich TBLa» trug wir Lew ter und 'Würben an. und setze habe ich r eber bcirützt. um eine Stufe Häher zu fleigen uni’ mäa.4 grr und reicher gu werd«. Xu Hatz Qug ge-sndett rnern Sohn Doch nu. *u d.r lagte der Bater und wandle hd> an bni tapere« Bruder, der bettet!« hanb und dc- Bl.ck lende _ ich hche wen 1 erreich! nein Da^er B5e»hl habe ich geart»--.m ron früh bis MUie.macht. habe gespart und gedarbt. QLkt der Vofcn war ger.ng. und was ich erfpart hatte, ging nrtr wieder tarieren, als 4> Sreunbe» haw, die in Boi waren Du fcafc rech« getan, saolc der Alte und Der Jüngere lieh seine Arbeit liegen und «Ul« « Lebsitskittcl fort, dem -Xute zu folgen 1HH auOgebretteten Armen ging ihm der Bater entgegen. Dann Iah er nach dem Boren aus. der keuchend ran raschen Schritt des Jüngeren erMO war Ufo tt mein älterer Sohn? fragte er. Str Bote berichtete, was chm auf getragen Lange fland der alte Bater stumm und Iah gut Ort* Dam, fchkoh er den jüngeren Sohn *ub -wetten Titelt in die Anne und laglc: TBr.ne mein nb. du halt ei'« Bruder und >ch habe emen Sahn verloren Äcxmn herein und tritt dem Orbe an Aich» doch Bater. sagte der Jüngere bn, iuch wurdia dos Grbes Mein Bruder ifc «s. der be.rwm lamen Ohre gemacht hat Mo tH dein Bruder? Dringende Oeschifie werden ihn hindern, heute M kommen Aber morgen wird ev gewiß au dir «Um. _ E Der Bater schütteite das ergraute $aup: Or w.rd nicht morgen komm en und nicht ubermorgui. Ach er Hal sich bewährt, denn er Hai das A>chfgfte oergefsen Die Treue. Du aber bewiesest mit in bteter Stunde Atoeuna! betei lauteres cher^ Komm herein, das iElterliche Orbe begrüf-e seinen neuen Herrn S r Evangelisches DundeSsest in Gießen. Ilan schreibt uns 3n den Lagen vom 12 tzls 14 Rovember wird der hessische- aupt» verein des .0 v a n ge li f chen Buades" leine 40. Landes Versammlung an dem Orte feiner Gründung, in O t ehen. wo er am 16 Hooembcr 1807 unter Führung von Oo ttschick und Dürgermritzer Bramm ins Geben gerufen ward, achaten Der .OvungelBchr Bund" tt ber ZusomM«M'chu4| aller Srstrttariten Kur Wahrung der erangclilchrn Belangt und 3nt» rrtfm Ben Auftakt $mk Hetze bdbr »e Ber am in- lung am c^.-si-^-beKb m der neuen Lula der IhriBcrtttäi in der Dr S ch »i tz t . I a p i » G von Bonn sprechen wird über .Protetzantismus und Wirt schaff' 3a den HefcOortasdienten In Oufkn und is allen Ortscha'ten der UmgAui^ werden Loang Bundesmänner predigen, ta Drehen sckbtz •eetMÖMbcn; t. nbewt L>. 1* Schian - Breslau und der Borfipeude des HeB- sch:> Hauptvcrrins. P'arrcr D. Mattz - Darm- tzatzi Für die üch anschi^aude 5*t*cdainm- lung. fonne für hie grobe 5"mH»che Bertacim- lung am Aochnittag find tzed-mtende Xebner gr- cn Seh Äeei'.fionülrj' >'r ' U 1K : ?J • (Döttingen. Li udmdi oektor Fahrenhortz- Bcrttw. Psarrer D Kremers- Bonn dcr Tor* |t>.nbr des Ahrtnttch: -auptperetns u a Dm OLMl ub dulden dann bw Ltzgeordnrten- und die TK\ t gheberoer* a mmlima am vHcmtag. Das V r?gtüui.-a und die bedeut'amen, te gans Deutschland gesidätz'en Aebner geben Gewähr dafür, datz es betporrammbc erhebende tage Itnb. bu uns in Gieheri bevor1! hm Ac.ncr versäume die Orirfl-T.5u*. an ihnen 1 .-lzunchmen Sretnäeiworflclfunq im <^fabfd*€6fer ließen Die Intendanz un’cml Stadttheaters ift bemüht den Cpielptan auch für die Frem den - Vorstellungen mbalefcft abwechslungsreich zu gestalten, und Io ift für nächsten Sonntag. 13. Xovember. bte Äombbk ..Äo pltfl * B r ahövuv d s Bekehrung" angefetzt worden Benurtb Shaw der Tkrfa^tr des Stücke« gib mit Aecht als einer der witzigsten Autoren der Ocgenuxxl. und wer lachen »titt. wird beim Be'uch dieser BortzcNung ’‘d)rr auf seine Aech- r.ung kommen Auherdem darf gerade die'es Wert besonderes aktuelles Interesse m Anspruch .ehmen. Ipieü es doch m Marokko und befcan- deU den Fall einer Entführung von rei’enben Livländern in die marokkamschen Berge. Datz bee marvkkan'>che Umwelt des Stückes in in» :crcManten BühnenbUdern vor geführt w:r). sei noch besonders betont. Wre alle Fremdenvvrftellungen. beginnt auch diele um 18 Ubr; cs werden ermäßigte Preise erhoben. Wiedener B>oche«marktprcise. Ss loüctcn auf dem heuüg.n Wochrtunarti Butter 180 bl« 190. Blatte 30 bi« 35. Aäk (10 Stück, 63 bis 130. Wirsing 10 bis 15. Weih- traut 4 bis 10. Antkraut 12 dis 15. gelbe ‘Rüben 10 dis 15. rote Rüden 10 dis 12. Spinal 20 bis 30 Aömllchkvhl IC. Unter-Kohlrabi 6 bis 10. Bofmkotzl 40 bis 50. Feldsalat 80 tx« 100. Tomaten 40 bi« 50. Zwiebeln 10 bis 15. Meerrettich 30 bis 80, Schwarzwurzeln 40 bis 60. 5türbl« 8 ins 10. Kartoffeln 4'/, drs 5 Acp'el 10 bis 20. Birnen 10 bis 20. Aü'se 35 bte 50 junge Hähne 90 bis 110. Suppenhühner 100 bi« 120. Gänse 90 bis 100 Pf das Pfund; Gier 1Z bis 18. Blumenkohl 20 bt« 130. Salat 10. Gndivien 10 bis 20, Ober-Kohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10. Aettich 10 bi« 20. Sellerie 10 bis 40 Ps das Stück; Badieschen Bd. 10 Pf. <4ornoti;e». — r a g e s k a l e n d e r für Donnerstag. Deutschnationalc Solfepartei: 8 Uhr, Turnhalle (Oswald saarten), öfsenllichc Wahlcroertammlung. — Deutsche DemofrutifdK Partei 8.15 Uhr. llos4 Leid. öfsenUiche Dahloerlammlung — Deutschnationaler s>andlungsgebilsen-Derband 8.15 Uhr. xatholllche» Verelnshaus, Lichidildervortrag — Oberhe|si|cher lSeschichtsoerein K Uhr, Hörsaal des Physikalischen Gnftuut» (ötepbanftrafw 24), Lichlbildervc'rtrag. — Reue Hula ber Universität h 50 Uhr. öffentlicher Uichtbilderoartrat! — 6tng|aol des Xealggmno» hum* 8 Ubr. Sfsentlich. r vortrog — Lichts, » lhou». Bahnhofftrosi, ..Der Wolgaschisser" Asiorio.Lichtspiele „Der Äinbesretter*' — Ans bem Stadttheaterbnrean wirt» uns geschrieben Gs lei noch besonders auf bl t Boetzettung ae 5 ret lag. 11 Xopemlxr bm- geuie'cn btt Loichings belieb e öpie^pet Der Wildschütz^ bringt ehe überaus reizvolle Lusck die bei der ertee AnFühruvg der ausgrzeich- nr:< 25?u.‘ergäbe erfuhr verbunden mit ewer düdichen nab «Wiehe-dea Sandlung macht dos Werk auherfc sehenswert, und f» zähl« Der Wildschütz- s» de, potksiümlichtze, und beliebte- he« Cpietopeni von Lortzing ** Der erste Schnee Bornhohen B v - ael • ber e wird uns ger:rc!uug die 21rt-en ohne Einhaltung der Hunöigungssritz verlatzen hatten, wieder an ihre rtsstatte Aurudgel.-bn 1 jib Dagegen ist bet zwei Wiesecker Sabrll- bctrieben auf BeranlaFung her Gewerticha't unter Bruch des Arbeit »Vertrages die Arbeit meder- aelcgt worden Bach dem gegenwärtigen Stande der Dw’.fle im ganzen Reiche tfl damit au rechnen. dah die Arbeitgeber unter la riftreue als Abwehrmasinahme gegen das tanfwihnge Ber- halbm der fkre'.kenden Le.le der Ziaarrenarbdter- 'chaft am Sam-tag zur (Mamtauafberrunfl schreiten werde, •• Berkehrssfcnder. 3n der 3eü vom 1. bis 31 Oktober wurden folgende A.izc^en wegen Zuwiderhandlungen durch Fahrzeugfllhner bzw. durch Ärajt- und Aadfahrer gegen verkehos- poligeifid* B^rfchrifm, erhöben 16 Anzeigen wegen Fahren« zur Aach!».'it ebne betlbt#ienenbe Laterne. 6 wegen <^ahr.- is auf Burgerite:gen. 3 wegen Fahrens mit überumbiger Gdchwuid g- ke.t, 11 wegen Fahrens durch qeHxi-rtc Ströhen. 50 wegen sonstiger Zuwiderha rduni 1W0. betreffend bte SchlaL'^i,h und drvrtchau und den datzu eria"enr,i Lus'ührungo;^''. -i nuMe, - Erledigte Lehterß eilen. Wie das iZandesarm Mr M B dungswe'an brfa. nl» gibt ft xb «-ried.gt etne Lehr rti.ll. für eme ci'ang.'ü<ÄK-n Lehrer an bei Ballst checke in Tra,s-Hvrloss. Dienstwohmuig ifc w V.btcr cn de, » C p p e ■ r o 6. Dientzwohnung it . -»ehanden Leheeetzeüa ’ar nnm erang..iich»-n Lehr.r an der B^lls- schule in • berHabt. D^n'tmodn»wg tt voo» handel *• Bund für Haus und Schale Dee letzte .-nabe-b des Bundes 'ar Haus und Schul, stand unter dem Gindruck des Aefornio» tioneset.es C’.nbtcT.rct Dr A v e m a r i e > lärmst adt hieir einen sc'l.lndr". l'ortrag über.Luthers Haus dein Ha». Gr führte ecuki soigeiides aus llafevr Zett gl. .ch in ixd«, Stücke» Lu !> rs 3ett Darum :H kr Aufbau unterer Samt heu nach dem Vorbild von Luthers Familie erfordrtz» l»ch d. d christliche Frse-unigke.i. häuslicher Sim», weile Cpaifamhit und emsiger Fleih müllen wieder tn untere« Familien G.nkehr halten Der Ausbau aber uiuf) aal der Luthrrdtbel erfolgt*, indem diese wieder das Hauslmch unb lomll das Fundam.nl altes Aamllienledens urf» Me Licht'chuar milerer AuiM-nrruebung werd« matz. Das OutbcrlirO muh wieder n.rhr Eingang i, unter Haus finbew und untere Famil.e eiw Pllegeltätie wahrer ÄunM und edier Mullk werden Grlt wenn rt wieder in unterem Volke deiht: . 3* aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen", kann es besser mit ihm werden Der Bort rag sand durch musikalische Darbt.-tungm. i»on Miig'.iedem uniertr MiUtärtapelle bestens uuegeluhr' eine in. rbigf Umrahmung. ''Aiistritbaustzemhentigentzrank- f u r t e r schiachiviehmarkt 818 Kalber. 516 Schaft. 375 Schweine Berliner Börse Berlin. 10 Äoo tWTV ßunlspruchi Line lenden^ ist ira heutigen ^ruhotlkehr noch nicht erkennbar. Kurse rorrüen noch nicht genannt vel voll- rouimtncr Geichastslosigkeü bleibt tzie Spekulation in Ormartuno des heute erscheinenben Keichsbonk- ausweises Am Deoistnrnarll nennt man Paris gegen London 124,04. Mailand 89,40, Madrid 28.67. London gegen Label mit 4,8730 Rundfunkprogramm. Freitag 11. Tlewmbet. 13 b.s 14 vchallplanen-Zkmr-ert. Spamfcha Mul l 15,30 bis 10 Die Stunde brr ^ugmb. 16,30 bls 17,45 Ha ussrouen-AochnriNog. t*r- <-. ii haltet vom Frankfurter Hausfra urnvevrf» Programm u. a .(Meftrigilät als Licht- imb Därmequelle". Vortrag von 3ng«ueur Schutes 17,45 dis 18,05. Die Lesestunkte 18.30 bis ttz Stunde b.* S.idweftdeullchen Aadiv-Llubs 19J0 b.» 19JO Zwanzig Mi nut en Fortschrtldr tzi D Herrsch ist und Tschmk 1VL0 dis 20; Fllm- Dochenfchau 20 Hebert raqimfl aus dem grohei Saal des Saalbaues Vierte« Frellagkonaart ber Frankfurter Muleumsg.'elk'chan AntchiiafMG: Uebertragung von Kassel TMtMnckll. KircklitSc 7!okbrichten. ZsraeliUsche FeNqsonsgemelnbe. Gottrstzieast in der Lynagoge (Cudanlaae). Samstag, 12. Jlotx mb et 1927. Doribend 4 30 Uhr; morgen» 9 Uhr; odentzs 4 55 und 5 35 Ubr Jsrsell'.sche »tllglonsgesellschasi 6ebbatfeler bei 12. November 1927. Freitag avend 4.20 Ubr. Samstag vormittag 830 Uhr; nachmittags 8J0 Uhr; Eabbotausaang 5.35 Uhr Wochcngottesdlensi morgen» fi 45 Uhr abends 4 Uhr Bei Korpulenz oder Veranlagung *um . elianlay raten ipir In bet Anviheke id Sromm ioluba-äerne sn kaufen, die unlchäbluDe habet wirk- teme. den iVeuanlnU rebnzierende Stofle enibolten SCHUTZMARKE als ein Kaffeezusatz ün gewöhnlichen Sinne ist Aecht Franck ^nlt der Kaffeemühle. XjEr gehört auch zu jedem X Getreidekaffee. * X Zu jedem X Kaffee tz it mubl SLobu ii. Zchlals'mmer Echietbr el L- frv E>a w i. ttetm. gaPtoteMr. »71. Stallung co. 200 am grot^ auch verwendbar, Laierzwecke. au 15. stev au oenmeien. Su eriraaen in der Gasch cktzsneile de» •«B «,i 0F083 | Wietgesuche 5-4 = 5immer' Wohnung mit Hotran» und Siallunch au pachten af{ ecfcr 2lnür monatlich 3a) »it Lchr ill. 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November Darmstadt 11 — 4 Hotel Traube 17. November Frankfurt a. M„ 11 — 4 Schauspielhaus. Militär Konzert ausßcführt von Mitgliedern d. Kapelle des Reichswehr-Infanterie Regt» 15 Geöffnet bla 4 Uhr WM Stadttheater Areltaa. 11. Xob., s. ZMlllt Adon -Den. u 19*/« bl .' nocU-*Ubt Ver Dtldschütz oder Vie Stimmt her Sator Qomlldie Coer In .llrtticn van Vortzlni Besichtigung des Riesen-Tierparks ab Sonntag, 13. Nov^ vormittags 10 Uhr. Raubtier-Fütterung mittags 12 Uhr Reihenfolge der Vorstellungen: Samstag, den 12.November, abends 8 Uhr: Eröffnung Sonntag,13.Nov :3Vorstellungen,nachm.2,4u.abds.8Uhr Montag, 14.Nov.:2Vorstellungen, nachm. 4 u.abds.SUhr Dienstag,15.Nov.:2Vorstellungen,nachm.4u.abds 8Uhr Mittwoch, 16.Nov.: 3Vorstellung., nach m. 2.4 u. abds. 8 Uhr Dank- und Abschieds -Vorstellung Gefangenschaft • . Nletechlneky II. Teil Schuhhaus Konrad LVeidemann Heltersweg 71 Großes Morgen Konzert dee berühmten üraMeaakaa-Chere Dirigent: Andrei Schoiucb L Teil in brr Stadt Lfich. Hier»u sind auch die Tomen rfnnelobrn. *m Ter Vorhaak. ZU« WE«ir MnaWWtttfchKftr WKW DvAtWe Vottspavtet r Klavier fluiH 3nirument aus Vrtvotdanb au vermiete« ober L* verlaufe«. 6dir. -Ina u. 0R111 an den (Ättfc. Hn» Verschiedenes) tflne tm Glan»- und t^äftbebüa. »triefte Büglerin luchi nodieintefShie- >cn nutzer b. Haute. Schr fing u. 1O271D an den Wietu Än*. Modehaus Carl Nowack Seltersweg 85/ Gießen ünGofSteit Demokmiische variei abend» , Uhr. CMbt Wevtar: Monats- Versammlung. Taflf»-Crbnunfl; flnoeiirlltenroabL Welhnachtbfeler. debc» i'ittehtk mufc erfdietnen IWD Der tlorHeeb. Daimler-Benz 1-6 Abt. Personenwagen Rathenauplatz 14 Telephon: Hansa 2440/41. CafeAftoria Heute Die Reste elnd nach OrflBe und Qualltlt In 6 Preislagen eingeteilt und auf besonderen Tischen übersichtlich rum Ausstichen ausgelegt.r» - • _ | _ a.d.serschie- Nachstehend einlgeiDd wfJIdw denen Serien: •1 Ku'diiar * ~ • .... Volks 1 Frühling'ei Dank! — so grob da» et aufocr- ordentlich leicht ist. ihre leyien Pläne zu enthüllen. ihnen die Maske vom Gesicht zu reiben. Doch ist da» Saargedtet keine französische Kolonie Doch haben sich die Franzosen zu srüh dem Gefühl hingegeden. sie seien die wahren Herrscher an der Saar. Die Zeit ist noch nicht gekommen, wo inan sich darüber unterhalten kann, wie bat ..Fell des Bären" zu veneilen ist. Anaesichls der Tatsache bah sich im Saar- gebiet ein großer wtrtlchastlicher Kamps vorbereitet dab da» französische G.erneut in Industrie und Handel zwar sehr langsam aber ständig i m Rückgang befindlich ist. war et natürlich psv- chologilch vom Standpunkt der Franzosen ebenso falsch, wie e» vom Saardeuischtum begrüßt v urde. dab da» rein geschästsrnäßige Moment der Ka.kulation in den Vordergrund geschyben wurde. Die Beratungen waren von Ansang bis zum Ende der Frage untergeordnet .Was kann Frankreich au» dem Saargebiet wirtschaftlich herautholen?" Man kann sich vorstellen, wie diese Fragestellung aus die Psyche der deutschen Saarbevölkerung wirken rnußie, nachdem die Korten von den Franzosen selbst ausgedeckt worden sind. Die' Deden, die auf dem Kongreb gehalten wurden, beweisen einmal, wie Frankreich das Saargediet in den letzten Jahren ausgepowert hat. und He besagen -um anderen, welche Mittel die franzblische Wirfchast und der französische Handel antnenben wollen, um ihre immer mehr ins Wanken kommende Position wieder zu befestigen. Tie Saarländer die genau willen, doh ihre Interessen heute wie srüher trotz des Versailler Vertrages beim deutschen Mutterland am besten ausgehoben sind nehmen zur Kenntnis, hab Frankreich im Saarciebiet lediglich .eine gute Milch gebende Kuh sieht. Der Kongreb bat unzählige Beweise dafür geliefert, bah man in den mafiaebenben sranzö'ischen Knilen auf Menschlichkeit und Docht, auf Freiheit und Wohlsahn der öaarbci'ilferung pfeift und sich nur von reiner Profitgier leiten läßt. 3®« Deden sind es insbesondere, di« zeigen was Frankreich bisher am Saargebiet verdient hat Der Generaldirektor der ..mines domaniale» dc la Sarrc". Herr Defllne. Hal auf dem Kongreb erklärt, dab der verfügbare Deingewinn aus der Kohlenprobullion au» der Zelt von 1920 bis 1926 2S7 Millionen Franken, d. h. 350 Franken pro Tonn« geförderter Kohle beträgt. Man Gießener Giaötiheater. Schiller: „Maria Stuart". Wir haben bieles Trauerspiel in der Schule ?riefen, sorgfältig Akt für All und Szene um zene. w.r haben es gegliedert. ausgNe.lt. untersucht und ins gebührende dramaturgische Licht gestellt: w.r baden Aufsätze darüber geschrieben, die meist m l der Frage .Inwiefern oder . Mit welchem Rechte begannen, w.r haben die Grundbegriffe der Gepo'it on. der Katastrophe, des Umschwung» und der Läuterung daran studiert: wir haben die Quellen geprüft und eng'.i'che Geschichte getrieben, da» Verhältn.s von historischer Wahrheit und dichter.scher Freiheit zu klaren, uns waren auch Gellalten, die auf dem Theater nicht sichtbar werX-n. ganz geläufig, die Damen des it.ti enischen Troubadours Diccio. Darnleys und BothwLls un crcr Knabenphan- tafie wohlvertraut: wir konnten fünffüfrge Jamben Monologe sprechen und. wenn wir einmal ins Theater durften (Kid siker für Schüler», fo hätten wir die ersten Ver>e jedes Alles spielend von der Galerie fouHlicren können. Tas ist nun heule alles nicht mehr fo. Wir fefren dieses Stück, wie wohl d.e meisten ferner 2Lrt, mit anderen Äugen an. Uns kümmern nicht mehr Ervo ition und Katastrophe, nicht die englischen Quellen, nicht der Vergleich und AuS« gleich zwischen Dichtung und Wahrheit. Was bedeutet uns Heutigen ein blutiger Zwischenfall im elifaberhanifchen England, was gih uns tue schottische Maria, die nnin zum Tode veruNeille und im Jahre 1587 hinrichtete? Wenig oder nichts Un» fliehen auch die Vlankverte nicht mehr so geläufig vom Munde wie ehedem, wir bleiben stecken in manchem Monolog und möchten unS nicht getrauen, der Soif Heute hilfreich zuvorzukommen. Das ist es allo das dieses Stück noch beule «oder heute wieder für uns liebenswert mach:, was bezaubert uns daran und ergreift uns. was (übt uns mit schwerem Atem den Degebenherien wird ht diese Zahl einige Zweifel setzen dürfen denn hinter die Methoden der Flnanzgebaruna der franzbslfchen Grubendirektton ist man noch immer nicht gekommen. Sv viel steht )eben der Rückkehr zum deutschen Markt wahre Begeisterung auslöst und bis ins letzte saarländisch Tori an der lothringischen Grenze Re'vnantz sindet. dem deutschen Saargediet und seiner Bevölkerung attestieren, hast man eigentlich sehr gut an ihnen verdient habe. Ulan gibt sich in Pari» doch hoffentlich keiner Täuschung darüber hin, welche Folgen es haben muh. wenn Generaldirektor Defline in einem QLigenblld, wo man den Bergarbeitern mit Lohnabbau Belegschaft »Verminderung und Feierschichten gewaltsam enigegeruntt. die gemtnnbrtngenbe Ausbeutung der Saargruben demonstrienl Die Zeiten der sranzöfifchen Hegemonie find endgültig vorbei Die Panfer Regierung und ihre Beauftragten .in Saargediet haben rechtzeitig genug ihre wahre Gesinnung zu erkennen gegeben Heue deutsche Kolouialtälialeit. Die Ueberlchrllt diese» Artikel» Hingt zwar fast wie ein Wider'pruch in sich. Denn ohne Kolonien ist eine Kolonlaltätlgkeit kaum denkbar Aber trotzdem gibt e» Io etwas wie eine deutsche Kolonialtätigkeit und ein Blick auf die 'neben veröffentlichte Bilanz der Kamerun-Eifen- bahn-Gelelllchaft zeigt das wieder einmal zur Evidenz. Datürllch können deutfche Unternehmungen eine koloniale Arbeit heute nur in fremden Hoheitsgebieten auSüben. Da st da» in Kamerun leibst leit zwei und mehr Jahren bereit» wieder in größtem Umfang geschieht, ist bekannt, die Mehrzahl der srüher deutschen Plantagen ist seinerzeit bei her Versteigerung in London sürRechnung deutscher Gesell- schasten zurückgekauft worden und wird mehr ober wenlaer von den alten Besitzern mit ziemlich erfreulichem Erfolg weiter betrieben Die Kamerun-Eisenbahn-Gefellfchalt. die von jeher nicht nur den Betrieb der Bahn, der ihr in« zwllchen durch bie S?lquibation»beftimmunqen be» Vertiiller Vertrages genommen würbe, sondern auch in größerem Umfang Farm- und Hande l Sa e s ch ä s t e betrieb, hat sich aber mehr auf außerhalb ihres Tätigkeitsbereich» gelegenes Gebiet geworfen Sie ist Hauptbeteillgte an einer portugie'ischen Psl inz mgSges 'li'chaf r, die aus ca 36 000 Hektar eigenem und Pack) g biet auf portugiesischem Kolonialloben die Gewinnung von Palmkeri-en und Palmöl, sowie an c ei kolonialen Erzeugnisse betreibt. Erträgnisse find auf der Kan-erun-Eilenbahn-Ge'ellschaft bie in erheb- liebem Ausmaß durch R.i HSmittc» unterstützt wurde »war bisher noch nicht erzielt, aber da» Bild ihres Jahresberichts zeigt doch eine neue und verstärkte Aktivität auf einem Boden, der un» wirtschaftlich vielleicht noch wichtiger ist als politisch. Dieses einzelne Beispiel au» vielen deutet auf bie Entwicklung, die vorläufig die Koloniel- frage noch für geraume Zeit annehmen kann. Dämlich eine Entwicklung unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten, zur Sicherung des heimischen Rohstoffbebarf» durch Arbeit deutscher Siedler oder Unternehmer, zur Vermeidung fremden 1-iwischenhandelS und zur Anpassung her Kolonialtätigkeit an die spezifischen Bedürfnisse der deutschen Heimat. Die Frage, ob da» in absehbarer Zeit irgendwo unter eigener Flagge ober wenigstens auf eigenem Mandatsgebiet ober schließlich drittens auf fremdem HoheitS^b et. aber durch eine chartered Eompany ge'chehen kann, wird noch eine Weile in der Schwebe bleiben nü kn. Immer i i t der Cintii:t d e j i e .1- Ichen BlitgltedeS in die Genfer Mandatskommission. wo der von Deutschland vor- geschlagene Geheimrat K a st l sehr freundschaftlich begrüßt worden ist. Anlast gewesen, an manchen Stellen in Deutschland einen verfrühten Optimismus aufkommen zu lassen in bezug auf die Bereitschaft anderer Mächte uns von ihrem Kolonialgebiet in irgcnbciner Rechtsform Teile abzutreten. Davon ist vorläufig noch keine Rede und auch die kürzlichen ausländischen Zeitungsnachrichten von einem groben Gesamtplan zur Neuregelung und zur Austeilung von Kolonialbesitz zw f chen den verschiedenen Grob- machten gehört ins Reich der Wunfchiräume. Aber das darf uns und wird uns nicht abhalten, un'ere Ansprüche unter dem ausschliehlich folgen bis ganz zuletzt, wenn der Vorhang sich über dem blutigen Schaffst endgültig geschloffen hat? Zum ersten ist es wohl dies, hab toir das Bühnenstück .Maria Stuart" gar nicht mehr als eine histvr.'che Tragödie empfinden: die ist unS feien wir o* en — gleichgültig geworden, und uns liegen jetzt ganz andere Dinge näher am Herzen. Sondern, wir sehen «und staunen, indem wir es sehen), ein w.e ungeheuer zeitloser Dichter dieses Drama «schrieben Hal. e.n wie modernes Werk das Ganze ist. wenn wir schärfer Hinblicken und bei Überzeitlichen Gehalt, bie seelische Essenz ber füns Alte aus klassischer Gin- Heibung unh bistvr.scher Bindung herauszulösen den Mut Haden. Man denke sich nur (für einen Augenblick) einmal alles in Prosa, alles in den nüchternen Do.len unserer Gegenwart gesprochen, die wicht.gsten Personen ohne Perücke. Kragen. Schleppe und Degen in ein schlichtes Gewand gehüllt, das nicht die Stil- merfmale des 16. Jahrhunderts an sich trägt... kurz, man sehe die Vorgänge beispielhaft, nicht an Jahreszahlen und Kostüme gebunben. nicht im Rahmen einer Historie, sondern als fünf einfache Kapitel von ber Wandlung eine» meillch- lichen Herzens. alS die Seeiengrfchicht. einer mag Maria heihen. oVr anders», die in Italien, in Deutschland, in aller Well fo gut wie in England fich ereignet haben und jeden Tag auch heute sich wiederum ereignen kann, iSelbst dann noch. Denn es gar keine Königinnen und keine Lords aus der weiten Erde mehr geben sollte.' Dies ist. so glauben wir. ber eine un- verfiegliche Urgrund der Bezauberung, d e auch in unseren Tagen unb immer wieder von ber .Mana Stuart" ausgeht und die Menschen rot bem Vorhang überkommt. Zum andern aber scheint un» die Ergriffenheit beS modernen Zuhörer» von der beglücken- ben Empfindung auSzugehen. hab hier ein Drama, e.n Kunstwerk ber Bühne, nach musikalischen Geletzen empfangen und gebaut wurde. Diele» Trauerspiel ist wie eine Symphonie in fünf streng lomponiei ten, mabvoll unb zücht voll gegeneinander ausgewogenen väy n. oder wie die klallilch gegl ebcrtc Fallabe einrr frhr ebcln Architektur, deren schwebende Masse auf fünf mächtigen au» bem Grundrib m.t unerbittlicher Dot.veTidigkeit aufwachsenden S rebep e lern harmonisch ausgetragen wird: bezw ngenbe szenische Arithmetik, b;e bie fünf Alle nach bem go benen Schn.U einer inneren Dynamit auf!eilt, dergestalt. hab die beiden Auszüge der Gl fabeth (II und IV) von den drei andern, die der Stuart gehören (I. III und V). unllch o"en und eingefastl werben ber ©eelenautrib des Trau erspiel c« m der äuberen Form beS Allbauwerkes versinnbildlicht! D.c klassisch einfache, zum Greisen klare Dramenarch Uftur, dazu die blühende Sprachmelodie chrer füns Ctufen... da- ist etwas, wat unS vielleicht ne mi volle Licht des Bewußtseins kommt, worin w r aber den rätselvollen Zauber dieses Bühnenspieles immer aufs neue empfinden ober hoch ahnen müssen. Inneres Herzstück unb äu&erer Schin telpunkk des Dramas fallen zusammen im hr.t en Akt mit ber großen Begegnung und Auseinanber- setzung bet Königinnen im Park zu Zsihering- hay: hier liegt zugleich ber Prüfstein für jebe Aufführung. In ber gestrigen Inszenierung Telekys geriet leider gerade dieser Mittelakt am schwächsten. Schon da» äußere Bild, der Schauplatz eng und mit ste-.len Bäumen bestanden, gab nicht den erwünschten und erwarteten Szenenrahmen, den die übrigen Dllder schlicht und stllecht verwirllichten Die Begegnung selbst war mit einer Theatralik und Temposteigerung ins Derk gesetzt, d.e lall lieb und der Bedeutung der Szene nicht gerecht wurde. Vollends die wichtigen Der^c ;w schen Maria imb Mortimer, die dem Austritt ’olgen, wurden überstürzt und ungegliedert abgeha pell. Die besten Eindrücke gingen von den gut gruppierten beiden ersten Auszügen und einzelnen Szenen des letzten Alle- aus: der vierte war uneinheitlich und in groben w rllchalllichen Bedarf-Gefichtspund ausrechi zu erhalten und zu geeigneter Zeit die Geneigtheit ev fr Reihe von ehemaligen Kriegsgegner-.i zu bahingehenden .Kenze'slonen für bie Gewinnung neuen Atem raum es auf kolonialem Boden nutzbar zu machen. Krieqertamcraöschast Hassia. Am Sonntag hielt hce Verband der KriegsbefchäbigtenundKriegerhin- tcrbliebenen der Kriegerkamerad- fchast H a s f i a seine Landestagung in Darmstadt ab Versorgungs- und Fursoigebehörden. sowie andere Behörden und Oroamlat.onen hatten hierzu Vertreter entsandt. Der l'orfitzende, Lehrer Ihrig begrübte bie Versammlung unb gedachte in ehrenden Dort en der Ges allen en unb ber im letzten Jahre verstorbenen Verb.indsmilgi red«. Generalmajor vonPreuschen entbot Grütze bei Prälibium» der Halsta die den Bestrebungen der Kriegsbeschäkigten und Rneqerbt ntnbUebenen stet» reges Interesse enlgeaenbringe. Von den zahlreichen sozialen Aufgaben, die die Hafsia verfolge. habe He die Sorge für be Rriegsdefchä- btgten und RncaerbjUerbltcbenen immer als Ne wichtigste angesehen. Bei her Fürforgestelle der Hafsia würben Ne Ratfuchenben nicht allein mit bem Verstände und nach dem Buchstaben, sondern auch mit bem Herzen beraten. Der Redner schlotz mit ber Mahnung, neue Mitglieder für Ne Haftza zu werben, damit Ne Oraani’ation gestärkt würbe und He leichter ihre Aufgaben erfüllen köm«. Qberregierungsrat Linkenhekb übermitleltc den Dank des Mtn.steriums für Arbeit und Wirtschaft sowie verfchiebener Regierungsstellen für bie Einladung zur Tagung. Der Redner wies auf die Nonelle zum Re chsverforaungsgefetz hin, namentlich aus verschiedene Wünsche. Ne dadurch erfüllt werben sollen unb aus einige. Ne noch zu erfüllen lind. E- folgten dann weitere Begrüßungsansprachen. darunter auch eine des Re.chstagsabgcorb- neten Knoll, der ebensalls Fragen vehande^.te. die durch bic Novelle zum ReichsverforgungSgesetz aktuell geworben sind. Oberleutnant Krömmelbein erstattete ben Geschäftsbericht für baS Jahr 1925. G» war barauS zu erfehen, datz die Im Jahre 1924 gegründete SonNrorganisation der Hafsia für die KiiegSbefchäd.gten unb Krieacrhinl erblichenen fich außerordentlich entwickelt hat unb baß Ihr Aufgabenkreis burch Einbeziehiing der Altvcle- ranen, Jnvalibenrentner, fowie beren Witwen unb Wallen in Ne Fürforge stark erweitert würbe. Zahlreiche Ortsgruppen wurden Ins Leben gerufen. Es würben Vertrauensärzte imb Fachärzte gewonnen, mit beren llnterftützung manchem Hillefuchenben zu feinem Recht verhol!en werben konnte. Der Redner gab bann einen Überblick über bie Arbeit ber Gefchäftsstelle Major a. D G ö d i ck e (Berlin), bet gefchäfts- lührenbe Vorfihenbe ber Sp.yenoraanisatson. hielt hieraul einen Vortrag über das Reichs- versorgungsgefetz, insbefondere über da» Verfahrensgesetz. Schw. rlxfchädigten,)Zey. Ne Fürlorgepflichtvervrbnung im Rahmen ber neuesten Bestimmungen und Ne wichtigsten Forderungen der Kriegsbeschädigten und Krieger- Hinterbliebenen. Das Reichsversorgungsgefetz. fo erklärte bet Redner, steht für uns tm 'Sorbergt vnbe be* Interesses. Als es tm Jahve 1920 zufanbekam. löste cS Ne anberen Gesetze ab; es war unleugbar ein sozialer Fortschritt, aber es li«b noch viele berechNgre Wünsche unerfüllt. Jetzt liegt schon Ne fünfte Novelle zu Ne fern Gesetz vor. ein Beweis, bah es unzulänglich ist. Der Nebner charakterisierte bann Ne einzelnen Novellen. bie nicht Immer Derbesseruiigen brachten. lonbcm auch Verschlechterungen für Ne RriegsbeschäNgten. Namentlich Ne Leichtbefchä- digten waren stark benachteiligt. Die vierte Novelle brachte insbesondere erhebliche Verschlechterungen. Nach ber fünften Novelle will das Reich höhere Beträge für bie Versorgungsan- 'prüche bereitstellen, höher als felbst b:e Opvv- 'itivns Part eien verlangt haben. Der Redner fchtl- berte bann bie Beratungen ber Verbände für Kriegsbefchädigte über Ne fünfte Novelle: es tarn zu einer gerne nfamen Gntfchlietzuna an ben Reichstag, worin bie Wünsche nie her gelegt f.nb. Die Hauptsorherung. Ne Renteneryöhung, ist in anerkennenswertem Matze erfüllt worben. Die Hinterbliebenen erhallen aber nicht in demselben Blaße wie Ne Kriegsbeschädigten ihre Wünsche erfüllt. Die Re ck-sregierung begründet bas damit, datz manche Hinterbliebenen heute schon mehr Teilen durch allzu lautes unb anhaltend vordringliche» Vollsgemurmel beeinträchtigt. In diesen Bemerkungen zur Regie ist auch der Haupteinwand gegen die Gestaltung der Stuart durch Susanne Heym enthalten: jene im Park zu Fotheringhay eingeleitete Wandlung und Ülmkchr der Maria, beim st llen Lesen unverrückbar und unvergeßlich, war so wenig her- ausgearbe-itel, daß Ne ersten Szenen des innerlich anschließenden Schlußall-s merltoürNg unverbunden blieben. Der Gewinn ihrer Darstellung ist durch Ne noble und geistig überlegene Haltung un ersten Akt. die st lle, schwer erkämpste Dclassenhell ben Abschiebs zuletzt und durch Ne sprachliche Beherrschung der ganzen Partie bezeichnet. Die Elisabeth war Maryöla Baumann: starr, kalt und mit mühsam bewahrter Zurückhaltung; äußerlich sehr angemessen; in manchen Teilen, besonders im M Uelakt. etwas gepreßt und verkrampft, ein paarmal auch au schnell; im ganzen wurde, wie es ja meist geschieht. Ne Behauptung der dynastischen Majestät nachdrücklicher txlont als bie heftig bebrvhte Würbe b?s Veschechtes und die unverföhnllch verletzte weibliche Eitelkeit, die doch am Ende den über Tod und Leben entscheidenden Federzug tut. Die.hinterhaliig schwankende, schllernde Gestalt des Oeuefter wurde in Vessers lebendig, der milde, weichherz ge Shrewsbury in Schubert: Teleky» Burleigh war ein wenig sarb- los. äußerlich ber Doppelgänger feine- Oran en; eine arge Enttäuschung: ber Moriimer, heften Verse von Hennig in ben enllHe benden Szenen derartig heruntrrgrra'feU wurden, bah nur einzelne Broken nothudt-.g verständlich blieben; von erfreulicher 'prachl'cher Zucht dagegen Dolck» ehrenfester Ritter Arnias Pautet; T a n n e r t gab ben Aubespine reichlich salopp und unbeteiligt. — Die vorwiegend juaenNiche Hörerscha't war banlbar und beifallsfreudig; ber ber^c geile Schluß brachte störende Unruhe ins Parkett. Dr. Th. Rente beziehen al» bet 'ULnm, toerm er noch lebte. DtrDienen könnte. Für einig« Fälle. unb -war auf dem Lande, möge das sutrefkn, ater man dürfe solche Fälle nicht verallgemeinern. Der Redner erörterte dann no-h andere Fragen im 'Zusammenhang mit der fünft.n Rovelle. nxc 2lbbau de» Bedürstiak^tspnnzipS. da» Hnter- bllebenenverfähren. Wiederern-eziehunn von ab- gefundenen Leichttincgsbefchädigten in d.e Derfor- aung, und zählte eine Re he von Wünschen aus, die die Novelle unterü t hat. Kartosseln und Dickwurz brachten gute, an vielen Steilen sehr gute Ertrüge. Weißkraut. Wirsing und Hotlraut haben allerdings sehr unter dem Raupenfraß gelitten, so daß sie nicht allzu groß geworden sind. Durch plötzliche» Abfterben wurden die Kohlpflanzen Anfang September von den Schmarotzern befreit. Wer nun in dec Dähe de» Dorfe» seinen Kohl noch länger draußen Uetz, der konnte bei dem warmen H rbstwetter ein schöne» Wachstum der Kohlköpfe seststellen. i. Au« dem Busecker Tal. 9. Rov. 3n der Dacht zum Sonntag sind an der Straße zwischen Großen -Buseck unb Rödgen die Kronen einer ganzen Anzahl junger Apfelbäumchen zum Teil abgebrochen, zum Teil zerrissen worden. E» ist kaum zu glauben, daß ein Mensch eine so bubenhafte xat begehen kann Hoffentlich findet die Freoel- tat ihre Sühne — An dem Bahnüber gang auf der Straf]e zwischen Großen-Buleck und Rödgen find Atoei neue Lichtständer ausgestellt worben ®iite gute Beleuchtung de« Uebrrgange» ist Wer besonder« erforderlich. u>etl die Straße an dieser Stelle eine leichte Biegung mach! Ruttershausen. 9 jfor D.r lange glitte Wunsch unserer Einwohner nach eurer Wasserleitung dürste nun, wem, nicht unerwartete •veigndfe auch den fchigen Plan al» ungeeignet erfchcriren laflen. in nicht allzu feinet 3*‘t in Erfüllung gehen Große Schwierigkeiten machte die Auffindung von Quellen Auf ter Suche nach diesen glaubte man zunächst im Ge- bietc de» .Toten Mann" geimgenb Wasser zu finden. Messungen, die bo« Kulturbauamt Gir# 6en im Austrage de. Ortsverwaltung vornahm. ergaben jedoch die Unzulänglichkeit it; er Dass er- mengen Um die Dasserverfc>rgung. die bisher durch wenige vorfbruiincn erfolgte von deren einige zeitweise schlechte« Dalfer lieferten. enb- sich in Gang zu bringen, faßte die Gemeindevertretung. nachdem sich auch eine Bürgeri» r- fammlung mit großer Ddehrlxn für die Erbauung einer Dasterleituirg au«v'prvchmi hatte, im Einvernehmen mit dem Kulturbauam G: -- den den Beschluß, durch Bohren eine« Bru ■■•« im Gewann .hinter den Hofgärlen', unmittelbar am Dorsrande die Losung der Frage zu der Bohrung L« loniren heute ist bet Brunnen fünf Zweier lief uu«-jcf»beii wo man b;< jetzt □Baffer von 1,80 Meter Höhe versand. Man will jedoch bi« zu einer Siete von 10 bi» 12 Meter bohren erforderlichenfalls ist beabsichtigt, unweit davon e.nen »weiten Brunnen zu graben. Die Bohrarbeiten führt der Bauunternehmer Schneider au» Heuchelheim au». Ergeben die Bohrungen da« Vorhandensein genügenber brauchbarer Daflermenoen. so soll unmittelbar der weitere Au»bau sich anschliehen. Die Lage der Brunnen macht die Errichtung einer Pumpstation erforderlich, die da» Wasser zunächst in einem am 1Läl>chen oberhalb bee Friedhöfe» zu errichtenden Hochbehälter leitet. Der vorn Kulturbauamt Gießen au'g'stellte Voranschlag für ?ie ge amte Anla ,e euer Das erlcitung lohne Hausan'chlüsle- beläuft Ich au- 42 000 Mark. De: ungehinderter Fortsetzung und Durchführung her Arbe.ten rechnet man damit, daß bi» »uin April 1928 da» Dasser in den Häutern laufen wird. Kreis Friedberg • Friedberg. 9. Rov Am Montag nahm der b:e»jä$rige Lehrgang der Lehranstalt fürObfibau und Landwirtschaft seiiten Anfang. 3n der Eröffnungsansprache gedachte Direktor Dr. Schad besonder» feint« ArntSvor- gänger» Direktor Spieß, der am 1. Aovember auf Grund de» Gesetze» über de Alter»grenze in den Ruhestand trat. Fast 20 3ahr« hat Tirektor Spieß der hiesigen Lehranstalt vor- geftanben und sich um deren Forderung und weiteren Ausbau große Derdienstt erworben. Der diesjährige Lehrgang wird von 62 Schülern befrZcht. von denen 34 auf die obere und 28 auf die untere Abteilung entfallen. 4 Bad-Rauheim 9. Aov 3n der heutigen Sitzung der Stadtverordneten kam Bürgermeister Dr Ahl auf die Anschuldigungen zu sprechen, die gegen eme Saufirma erhoben worden find, weil He bei Ausführung der Betonarbeiten am Klärbecken hin- ficht lich de» MischurigSverhältnitl«» den Bert rag nicht eingehalten habe. Die von der Stadtverwaltung angestellten Ermittelungen. wie auch eine durch Da» otabttxrorhnf rr.foUegtum dorgenommene Besichtigung der Anlage haben, wie der SürgctmKfber mitteilte, keinen Bewe i» für die Mitschuld der Firma erbracht und auch äußerlich nicht» Aachterlige» gey.g: Die Xx- gelegenhett scheint damit erledigt zu fein Nachdem vor einiger 3ett die Wohrarngs russtellung te Franksxrrt a M feiten« der S adt studiert woe- den ist. soll nunmehr auch eine B e f i ranniRercn laf'en? Dafür gab es feine Antwort Ferdinand konnte seine» Onkel» kalte Reserve nicht durchbrechen, feine harte, un- erbittl.che Anhänglichkeit an die Pflicht, so wie er sie auflabte. Er folgte ihm, wie ein gehorsamer Schüler, unb weil er nicht imstande war. etwa» 'Miere# au tun, blieb ihm nur em tiefer, schlummernder Widerwille in Inner Seele übrig. Seme junge Frau wußte dies doch gelang es ihr nie diese Stimmung in aktiven unb wirksamen Widersianb urnzuwanbeln Auch Körrig Earol erkannte bieten Zustand, unb während er eine gewiße Genugtuung darüber empfand einen io gelehrigen unb treuen Nachfolger iu haben hatte er habet etn Gefühl der Unruhe lin gelegentliche« HerauSgehen au« sich selbst cm gelegentlicher Fehler, begangen au» 3ni- Hanne wäre ihm Heber gewesen Anstatt fe nem jungen Reffen näher zu kommen und ihm zu beiten, feine natürliche Furchllamkeit und Un- eiiHchlofsenheit zu üderw nden gewohnte füh Kö- niq Earvl fchnell daran, schart Be'eh'.e au erteilen und leinen Erden mehr a t * Diener und Boten zu behanMn als wie einen Nachfolger. der ein selbständige« Urteil erlernen sollte. Stolz und Führereigenschaften wurden unmöglich dabei entwickelt. Er nabm diese Tyrannei al« sein Fatum an wahrend er sich darunter wand, fehlte ihm der Mut. fie *u durchbrechen Wan fernnte ihn nicht tadeln. Er war nun einmal so veranlagt unb feine deutsche Erziehung war überrigoro» gewesen, eher geeignet eine Tlatur zu hemmen, al» He zu entwickeln. Seme junge Frau dagegen befaß eine unbezähmbare Gemütsart In ihrer ganzen Aufmachung. Sie unterwarf s ich nicht ohne weitere« allen Dingen, obgleich fie zu Anfang, au« Unwissenheit unb Unerfahrenheil der Jugend, so tun mußte: e« blieb ihr nicht» andere» übrig, al» ihre Zeit abzuwarten. Sie verfügte über Schönheit, eine stolze Adsta rnmung eine unabhängige Natur, bedeutende Reiz« und eine aanzc Portion Eitelkeit. Sie weigerte sich durch Tcabitton, Konventton und Präzedenzfälle gebunden au werden Sic war gerade da» Gegenteil ihre« Ferbmand«. Ferdinand, voller Herzensgute unb mit ber besten Absicht, sein Beste« zu tun, fand stet« Gefallen an Takt unb feinem Benehmen, warb aber zu aller Widerstand-kraft aufgereizt, die chm zu Gebote stand, wenn man ihm mit Rauheit unb Strenge kam Dur schlug dieser Widerstand nach innen, zerstört« feine eigene Selbstachtung unb verschaffte ihm verzweifelte Stimmungen. Unter biekn Umftänben war es natürlich, daß er feine Gemahlin, obgleich er fie bi« tn» Elt rem liebte, burch feine Eiferf ucht raten b machte Ohr nächster Schritt war der. ihm Gründ hierfür au verschaffen, unb dies tat He auch, womit fie ihn In einer noch mehr verzweifelten Lage fitzen ließ al« vorher Beide. Aeffe unb Onkel, von deutschem Blute, hatten sich vergeblich eingebildet, daß ein fo junge» Mädchen wie Marie sich mehr ober weniger, ohne zu murren. In die für fte vorbereitete Dische hineinpassen würbe, baß fk eine gehorsame Gattin, eine gute Mutter abgeben und sich mit allem zufrieden geben würbe. Aber sie war burchau« nicht eine von biekr Art Ferdinand hatte sich etwa» an bk früheren Verhältnisse gewöhnt, al» er aber nun diese» edle Vollblut -Rennpferd von einer jungen Frau auch noch mit in Kaul nehmen mußte, erdrückt« ihn da» Leben beinah' Mark hatte ihn lieb, aber er hatte fie enttäuscht So eine Unterwürfigkeit machte fk oerr • ft Seine Unentschiedenheit Eifersucht fein Mangel an Ver- ständnk für fie. verursachten einen gewissen Umschwung, und da« nächste auf dem Tapet war, daß fk den Voll weit über da» Ziel warf Eine halb gefühlte, halb eingebildete ß lebe «a f f ä r e die beinahe zu öffentttchem Skandal auswuch«. so daß die junge Kron- prin.-,effin Bukarest verlassen mußte und zu ihrem Vater nach Coburg zurückkehrle —. während Ferdinand »ulanunengebrodln unb entehrt allein Hieb Eine Zeit lang fühlte lich der Hof Infolae ber Abwesenheit se.ner schönen, aber baUftarn* gen jungen Prinzessin wohl. Außerdem besaß man ja von dieser schönen halsstarrigen jimgeii Pr.n.;efsin zwei Baby«--und solche Rnb für einen kön^l hen Haushalt von Wichttgkeit. Al« bk Rach richt ein traf, daß noch ein neuer Familien zuwach« zu erwarten sei. vergab chr Ferdinand, der Immer herzensgut obwohl ihn feine Frau schwer verletzt hatte noch immer stolz auf fie war unb fie anbetete —, unb Marie kam zurück Aber c» war et ne ältere Mark, eine Marie, die fich mehr ali k nicht erdrücken laffen wollte, eine Mark, tu welcher, um ihre eigenen Worte zu gebrauchen, ..jeder Rerv unb jede Faser, geistig, moralisch unb physisch. Stärke anfammelren für ein endgültige« Abwe rfen einer gekünstelten Existenz für ein Ringen nach oben zu etwa« 'Mietern, nach einer Atmolphüre tu ber ich leben unb atmen, denken, fühlen arbeiten unb mich auS'prechen kann ' Darrn liegt der Unterschied zwischen beiden Dk Kronpr.-izesttti war von einer Aatur. die s ch an«fvtechen wollte, ber Kronprinz war t« nicht Sv ist eS Jahre lang ae- aangen. fie sprach 11 ch au« unb er nicht Sie wußte wa« fie wollte, er war immer Ich wankend. fk war voller Energie, unermüdlich, er liebte Untätigkeit unb Frieden 3n der ganzen Welk '.st so etwa» oft zu finden wenn es sich aber um eine königliche Familie hand.lr. mach: bu Welt ihr, Glossen und Kommentare Jedermann hak überall von Königin Mark gehört Wenig« nur horten etwas von Ferdinand' Angle»-American N S cnp) right 1 aut Beschluß der Versammlung nochmal« an den BauauS'chuß zurückverwie^en. WSD. Butzbach 9. 2loo. 3n der Fest, stellungsllage. wer ber rechtmäßige Eigentümer be« vor rtnlgtr Zett hier erlegten Wildschwein« ist, wurde heute da« Unell verkündet, da« dahrn lautet, daß d e Butzbacher Jagdgesellschaft kein Si^entum«rech« hat Da» Wildschwein gehöre dem Landwirt Sauerbier, auf dellen Hof reite e« erlegt wurde. — 3n ber Schuhfabrik von 3. Rumpf * Sohn ereignete sich etn schwerer Un- g l ü d « f o l L 3 in l rngjähriger Arbeiter bet Finna kam dem Triebwerk zu nahe, wurde von diesem erfaßt unb schwer verletzt S>x* Hefige Sanität«auto beachte den Bedauern«werten nach Rieder-Weisel in da« dortig, 3ohannUer*Krankenhaus wo er nachmittag« feinen Verletzungen erleg. Kreitz Schotte». O Hartmanntzbaln. 9 Roo Gestern sand b er auf Einladung de« Koei«direkt«» Geh. Rat Boeckmanti «Schotten, unb ^» Land rat« von Gelnhausen lm Darmstädtzer Hof" eine Berfammlung der Bürger meister unb Gemeinderäte ber am Bahnbau Birst, in-Hartmann«hain intr.tf irrten Gemeinden statt. Mbe ®i tbenifer erl&uietten in allgemein verständlicher Wet'e dse Ziele de» Bahnbau^ Ein Lachteil wird für bk Gemeinden durch den Bahnbau nicht entstehen, dagegen fmb die Borteife groß. Dk Bertretet bet Gemeinde Ha rtmannshain stimmten einstimmig für die Uebemahme von Akttm, st, Höh, von 10000 Mark. Dt, Vertreter der Gemeinde Herchenbain zeichneten dk Heber# nähme von 300) Mark. Die Geninnbeverkvetung von Volks tt«hain konnte, da fie nicht voll# zähl.g erschienen war, nur 1000 Mark Akt im, zeichnen. Nachdem da« Gefam^eichnungSeraebni» seftstand, komtte man Horen, oast Voraussicht!ich im zeitigen Frühjahr 1928 mit dem Bahnba» begonnen wirb, da sämtliche Plane unb Abmessungen bereit» sert.agestellt sind Hartmanns# Ham wird fomtt endgülktg Endstation der Kleinbahn. 3m 3nteveffe unferer Gemeinde unb lm 3 nt,reise be» ganzen oberen lk»gel« berge» wirb dieser Beschluß überall begrüßt. - totaler Tage fand hkr eine Grundstück« Versteigerung statt. Auf gute Aecker und IDxfen erfolgten Angebote und Höchstgebok von 40 bi» 50 Mark Nur auf ganz bdander« günstig gelegene Grundstücke wurden höhere Angebote abgegeben. Da sich die Angebok teiltneik noch unter dem vom Staate zur Aullorstui^ gebotenen 6 bi« 10 Pfennia pro Quadratmeter bewegten, konnte nur ein Zuschlag erfolgen. 3n allen übrigen Füllen wurde ein .^schlag nicht erteilt. Kreist Alstfeld. *-* Alsfeld, 9. 91 oo. Aus ber otabtoor« stank» «siyung: Zu Beginn ber Sitzuna wurde ber wiebe ra «wählte Belgeorbuete Kaufmann Wilhelm Vogeley von ts-m Vot- sitzenden durch Htnwei« auf Miwn Irüher geleisteten Denstevo wieder m fein A m t «Inge führt. Wie der Vorsitzende habet mitteilte, hat der konnnunlftllch-- Stubicntat von der Schmitt feinen Elnfpruch gegen bie Bei- gevrbnetenwchl zurückgezogen — Verpachtung be« ftübtifchen Steinbruche« im W a l b ..Homber g- Nachdem bcr Vertrag mit dem früheren Pd fließt Wenn auch ihr Lauf in ein Scmauctlles Bett gebannt ü. Io ergießen Hch di, Wall ermaßen bet heftigen Gewitterregotz oder nach r.ncr plötzlichen SchnrZchrnekze an ctner Ärümmung über t*e U,ran: jer unb ftrb- mm burxu ö.t Acuptftrjfjx um UL unttrhalb bei T-üriei Weber in brs olle V-tt au et» flirten. Toi tU tu bei lebten Jj^eeu wiederholt bet Soll gewelcTL Großer 64x1 ^en wurde bo» durch jebeirna! an unjerej OrtJftrabm anger4>- trt. Sollte a*eber eine solche 11 rt*ren'4et Stunden vernichtet So uikrt ®e- meiaZ* au» eignet IHillHn eine ?t<*guherung der Obm m* vornehmen taen anbetedetii aber tr.dM Hebei unl^nai bc aiigt werden muh. lot le die Gerneinde Me Hilfe der •Xea-.cr^rc anndee. damck unser Drrs ein für aUcmal t>on den jährltch miel-erlebt enben und fUt* an» sehnlichen Schn der, anrichtenden Uebed4*>«n* -nutzen bei erJ wird Nreit Lauterbach. ♦ K srf r ld, 9 Koo tMbrrnb die TI u Her out der • i r nt e » weilte, puriie om öonnuflcoei.v ein olerjdbrigee Mädchen au» einem drei Kieler hohtn Fenster auf bte Strafe«, -lud sicher weise. ebne s t ch zu schaden. Da» nur mit feinem f)tmb befUlbeu Kinb fand Aufnahme in einem anderen Hause Dir nach Haute gekommene Mutter suchte spater zusammen m.i anderen hsls»- bereuen grauen ihr Kind, wobei eine Frau in den Bach fiel, auch wieder ohne Schaden au nehmen L».e froh war dann die Muller, al» ihr endlich der Bauersmann ihr unverletzte» Lind wie- t< brachte Preußen. Arcti Metzlar. O Ebersgöns. 9. Qtoe. 3m Alter von SS Jahren ist hier der srüdere Oemcmbeoor- steher 6orflrbcr» 26 Jahre lang, und von 1884 bi- N13. zur vollsten bett der Gemeinde verwalte« Unirr seiner Amts» Aftt wurde der Bau der Butzbach Licher Eisen» bahn sowie dte Zu'ammettlegung brr Grund» httde in der (bcmjriung burcLgdubrt J GrofeKechlenbach, 9 *Roo Die weitere 2hiloefla(tunfl der Wanderbücherei der Büraermeiherat Aechtenboch bildete den Gegenstand einer dieser Lage unter dem Vorsitz bei Bürgermnst^rs 6 d) n ei b« r aus dem h:e>igen Bürgermeisteramt stattflehabten Besprechung m l den Büchersuxüxuern bei einzelnen Gemeinden 3ur Auswahl der Bücher wurde eine ÄommtUUm gewähtl. die sich au* den Lehrern Dresche- Hochclftz ui. Wesserschmtbt» Gvvh-AcL enbach. Schumacher» Hörnsheun und dem Bauernschnststeller TBilbdm Meuter- Dvrnhoi-dausen zusammensetzt E.n Wech'el der Bücherstode soll nach einem von Lehrer Drescher in Hochelheim ausgesteUten Plan Borge- nommen werden > Dornholzhausen, 9. Aov. Einem Betrüger s.,I .. Gastwirt in die Hände, brr einem angeblichen Kammerjäger Unlrrfunfl und Derpfleaung gewährte Der . Kammerjäger" heb durch den Orl-diener be- fai n!mache bab er abends in der Gastwirtschaft des Bartes einen BoNrag über dir Ber- ! Igung von Aalten. Mäusen usw abhalte unb m der Lage s«. jegliche- Ungeziefer restlos zu beseitigen Der Vortrag sand auch statt unb war von Ortscinwohnern besuch« Der .Kam» mersüger^ wollte am andern Morgen bei den einzelnen Landwinen zwecks Ausübung seines Beruses vorsprechen. hat jedoch bis heute noch au erscheinen. Auch seine Z«ch'chulden bei dem Wirt harren noch der Bezahlung Ss bandelt sich offenbar um einen Schwindler. der auf diese Weite fein Leben zu fristen sucht. Arcie Vicdcnkops. T Lnldgirme?. 9 91on. Der Schornstein sraeriehrling stachel ron hier stürzte gestern in Bieber vom Haufe herunter aus die L träfe, und trug innere Verletzungen davon — Hier bat sich ein Verkehr» verein gebildet, der sich zur Aufgabe macht, bessere gahraelegen- beit mit dem Posloulo, insonderheit für die Br beiterlchost von und nach der Stabt zu erreichen -)e.litt start. WSA Sror. Ifurt a M 9 Aov Heute morgen gegen 3 Uhr wurde die 17 Jahre alte Kontoristin Frieda Herzog aus der Heine- st raste 7 in bewußtlosem Zirstand mit einem Kopfschutz In da» Städtisch» Kranlenhau» ein- gdiefert Sie war mu ihrem Liebhaber, kem 17tährigen GeLeUx«ch.lee Heinz Meyer aus Langen gegen 1 Ute nach:» le t-ee v - adl» Wald gegauae;: um In bet Aäh« der büeget» ltchen Schteststänbe gern einsam mit diesem Selb* mord zu begehei Meyer sollte erst Mr Herzog und dann sich selbst erechtesten »r »k» aber bie’e» Ansinnen bet Herzog zurück unb behauptet daß He sich selbst eiet Kugel in den Kopf geschossen habe. Dann will er einen Schuh gegen 'ich selbst abgegeben, aber <»e ehtt habe 3r lei b a o o ■ g elfl u J < n unb bdbe Hille herbeigeholt Die Verletzungen de» Mädchen» 'tnd schwer Der junge Han* ist voe- lau‘n m Haft xnneunen worben 6 < noch unbeteiligte Me kong betagt bah da» Mälchen G«ld unterschlagen unb da» Pärchen au» Furcht vor den Folgen beschlöße« habe. sr»iw.;llg au» bem tieben zu 'chetden — Der un er de n Ber» dacht de» Giftmoebverlnch» gegenüber lcliier Ehefrau vor einigen Lagen in Haft genommene itzjähri. e Kaufmann A cha cd Küh » 1» wurde au» ber Hast entlassen Sie ör- Mittelungen haben bi» jetzt nicht ergeben, dast ter Verdacht gerechtfertigt reiche nt. tkr.e cd* lote Aulklär-ing des Falles wirb in einigen la'tn erfolgen. - Gestern mittag eriolgte tn ber Telephon» unb Telegrapdendau <8 m. b H. in der Höchster Straße eine E « plol lon durch Lrichlrr - Azetyl.ngas Sech- Personen mutzten insolge Dasvergl!» t u n fl dem Kranlenhau- zugesührt werden — 3n einer der letzten Aächte entstand in ber Aähe der Allen Brücke zwischen einer Anzahl Personen ein Streit wobei die Arbeiter *2911- beün Cutter unb Albert Thüringer durch Messerstiche schwer verletzt wurden Luther ist den erlittenen Verlegungen er» lene«. Der Täler ist verhaftet worben — Bet einem Streit an ber Galluswarte wurde der Nzührige Packer Wilhelm Behag durch einen Kinnhaken cüd.ing» zu Boden ge- »oreit. Er trug eine Gehirnerfchütte» rung unb einen Schädeloruch davon und ist an deren folgen gestorben 3n der nächsten Zeit wird Hermann ötitfelmann. ber Leiter des hie tgen Warinefichcrungsdienstes in ter ersten Aachkrtegszelt sich vor einem Frankfurter Gericht zu verantworten haben. da gegen ihn hier noch Verfahren wegen Körperverletzung im Amt uni) Jret- dett-entztehung durch unberechtigte Der- Haftung seit langem in der Schwede find Stickel- mann ist bekanntlich im Juni vom Aeich-gericht wegen Landesverrats zu 15 Jahren Zuchthaus 10 Jahren Chip .1 st und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt worden Ockanaistag bet cvonqelischen Dekanats ließen. > Am D enstaa vetfammelte sich der De - kanatst ag hier im Iohanne->aal Aach dem Lied Orbalt uns Herr bei deinem Wort" hielt Plärrer Mahr. Gießen die Morgenandacht über 1 $etru» 5,1 "4: sie schlost nach einem Gebet mit dem Lied ..Last mich dein lein und bleiben”. Der Vorsitzende Dekan 9ufimann, Kirch- l>erg. begrüstte sodann die Tagung und verlas die Hamen derer, die in den Jahren 1925 und 1926 abgerufen worden find. Pfarrer D i 11 m a r. Haufen- Pfarrer Hellwig. Aeiskircheu; Geh Kirchenrat D. Schlosser ®iehen; Bürgermeister Benner. Treis Lehrer Heinrich Becker Gießen- ihr Andenlcn wurde in der Üblichen Weise geehrt Zu Schriftführern wurden bestimmt Pfarrverwalter Dotzert. Gießen, unb Btzraermeister Schmidt, Lollar Aul her Tagesordnung standen zunächst Wahlprüfungen Der von feiten de» De- kanatsausschusles criangenen Empfehlung der Wahlen von Abgeordneten bzw. Stellvertretern in Haufen unb Treis üb Lda zur Genehmigung wurde AugeftImmt Der Jahresbericht dit Ziele bc» S t rs s v o l l z u g s. einschl der Fürsorge für Gefangen, unb Ontlaifene" Der bis um da» Jahr 10ÖC vorhei. chende Gedanke der Vernichtung de» Tätevs wich dem bet Ab» schreckul gegenüber der Allgemeinheit und dem Einzelne tn der Aeiormationszeit kommt der Gedank. der Au»'uhuung für bi» Str «tat unb da» Ziel der Be^seruna der fiitt.dxn Förderung des Men'chen Bi» heute find die Ziele bet Strafe noch m keiner i Stra ge^etzduch nieder- gelegt. Mittel zur Zielerreichung iinb das Ha t- 'hl em lou ie bu Eir^elha't und G> meinschait-hült. 3m Strachaus mutz her Geistliche auch Seelsorger fein das kirchliche und religiöse Moment ist unb bleibt unen behrlich ein t.cfe» reliaibfe- BedürfrtS besteht auch in den Äretfen ber Straffälligen zur Seelforge lonunt Schule und Bücherei D e Zellendes uche auch durch die Beamten find w.chf.g em »eiteren Mit el ist bw Arbeit Der stufenweise Strafvollzug ist em vorzügliches Mittel zur Gr» reichuna der sittlichen Bcsterung. auf da» heute nicht mehr verzichtet werden kann Hausstra- f e n 'inb ‘are en ure.i b rlich Tic Fürsorge für Ge ai.gene unb Entlassene ist schon über 100 3obrc alt; in ihrer Geschichte leuchten die Hamen Iliedner unb W.chcrn 3hre Aufgaben, schon begonnen im Stra'vollzug. sind hoch unb wichtig vor allem ist ein sicherer Platz notwendig, auf dem der Entlassene sich bewähren kann sonst sind alle Bemühungen ber Anstaltsarbeit In Stage gestellt E» gilt das Mißtrauen gegen entlassene Gefangene auch von leiten ber Arbeitnehmer zu bekämpfen Die beifällig aus genommenen Ausführungen endigten In dem herzlichen Aufru zur Mithilfe Das Kcrre'erat hielt P'arret Wahl. Butzbach ..® e f o n g e n e n n o t*. Die lot daß Gott al» Dirklichleit nicht mehr gilt, hat unter» Gefanaenen soweit gebracht; wir haben die Pflicht, die Schulter mit unter die'e Bot zu setzen Wilsen. Bildung und Arbeit lind keine Hemmungen gegen ba» Bös« sondern nur Gott; so lft er den Gefangenen nahezubringen ber Blick zu rffnen für feine Wirklichkeit an den Unterrichtsstunden nehmen alle teil soweit sie sich nicht abgemelbet haben: letztere stellen sich da» Zeugnis der Er» ziehungsunwilligkeit aus Die meisten Gefangenen tarn t in ihrem selbst zu schreibenden Lebenslauf den Wunsch nach einem Helfer und Pfleger daheim Die Gedanken wurden illustriert durch eine Aeihe von Briesausfchnltten die für Ge- sangenenhosfnuna Baum ließen Erne rege Aussprache schloß sich an bte beiden Borträge an. an ber sich außer dem Vorsitzenden beteiligten die weltlichen Abgeordneten Leun. Aeuevhaaen unb Aehnelt und die geistlichen Abgeordneten B S ch n e r, Lic. Jager Sattler. Bach einem Schlußwort der beiden Aeferenten unb einer kurzen Pause wurde au der Wahl des Dekanftellvertreters ge chritten Gewählt wurde für den aus dem Dekanat geschiedenen Pfarrer Groth. Addgen. Psarrer 6 a 11 • ler Wiefeck; an bcflcn Stelle ivurde gewühlt als geistlicher Stellvertreter im Dekanatsausschuh Psar er Hartmann. Alt»n-Buleck. Mit dem Gesang von zwei Strophen des Liedes ..Ach bleib mit deiner Gnade" schloß di» Tagung Büchertisch. Aktenstück» zum Reich » oolks - schulgesetz. Herausgeg von Walter Lands, Ministerialrat ün Preußischen Ministerium für Wiflenfchaft. Kunst und Dolksbildung 185 Veiten 8 . Geheftet 2 BO Mk 3n Lernen band 3.80 Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. Ministerialrat Lands, ber fich mit bem Problem des Aeichsvolksfchulflesehes befonber# beschäftigt teilt hier klar unb übersichtlich die in Srage kommenden Aktenstücke zusammen. Blonderes Interesse wird habet die nur an dieser Stell» vollständig abgedruckte rrrufi'dK Denkschrlst anfpruchen die in ihrer Prägnanz und scharsen Pointierung tür den ganzen Hragenkompleff von geätzter Bedeutung is: Ter flefer wird «• bc- anib< Vilber die man aus hm genannt, sind »arte Interieur» i-oa Men'chcn unb Ding» i 4S0 — D : e Xaffen undV alter bet4rbc Von fpraxitbo^-treu Dr 4 Vatter . Wtsfen- schäft und B.ldirr^ Banb 233 , 137 Setten 3* m l 49 Abb:!'ningen auf 14 Tafeln unb Un Teil Gebunden 1.Ä3 Tut Vertag von Qurite * 'Äerwr in Leipzig Der Bersafser befchränkt Nch niau barouf. d.e Aafsen der Grd» in ihnen u*dmi» 14x11 Merkmalen, ihren Borkommen. ihren raffen» Verwandtschaft', .chen Bmtetzungen unb ihren Aafsetun:fchungen zu schildern er hat sich eine gröbere Aufgabe gestalt Gr gBt etnleitun^,»wcise einen Ucberblid der historischen Entwicklung bo Aastenkunk< und ber Völkerkunde. Gr läßt sodann zur Erläuterung seiner AassenbeschreiInny Kndsätzliche Erönerunaen über Aassen- Aaffenentitehung unb Aafsensystematik nb schließt mit einem UebertHid uder bir Sprache, Sprochgruppen unb VölLer öue Ae.hc Karten und Skizzen unterstützen feine Ausführungen. 594 Stärkst romverfuche. Von Hanns Güntber. 225 Seiten 8° mit 129 Abbildungen In Ganzleinen geb 5.60 Mk Hronckhsche Versags- banMung. Stuttgart. — Der Starkstrom — wie 'hn untere Lichtleitung« unb btt Straßenbahn fuhren - und bi.* burch ihn hervorgerufenen Erscheinungen erregten schon immer die Aus- merklamkeil unserer jugendlichen Bastler. Hann- Günther gibt hier ein Buch, da- dem Bastler zeigt, wie er an S.arkstromverfuche Herangehen kann Die Hilfsrn tret, die er braucht, die Anforderungen, die «r an sie stellen bars, unb vor allem, wie «r sie nach Möglichkeit selbst unfertigen kann, sind in Günther- Buch ubereeugenö nar unb srsch beschrieberr 3m Weiteren Zusammenhang kommen noch ein knapper Heber- bild mit Einführung tn b.c moderne Elektrizitäts- lehre hinzu, wobei auch das Gebiet der UH- bungselekkrizl ät gestreift wird. 3m Übrigen find säint.iche Gebiete der tuglichen Starkstrom Verwertung besprochen und erläutert Durch einfache Versuche mit möglichst selbst an« sertigt en Hilfs- Mitteln wird das Stark rimgebict erklärt, unb zwar unter Benutzung bei Lichtstromes. dessen Hcnidhabuiig keine Gefahren mU fich brtnat, wenn man die im Buch enthaltenen Vorsichtsmaßregeln beachtet. 581 Da» Avvemberhefl der Münchener Monatsschrift „Die Kunst- vermittelt uns in dem Holzfäller. Tagldhner und Maler Dietrich einen Künstler, dessen Werke durch bi« Unmittelbarkeit der Aaturanschauung. bk A«inheit der Gesinnung, bi« aus ihnen sprechende Andacht vor der Aatur. bi« kindhafte Schlichtheit etwas ganz Einzigartiges barftellcn Don aktuellem .hurodle ist un gleichen schön illustrierten Heste die Veröffentlichung über die Ausstellung „Die Wohnung" in Stuttgart mag diese Ausstellung von vielen nur als ein Espernnent betrachtet werden, die Anregungen und Auswirkungen auf bie neuzeitliche Bauwei'c werden unter allen Umständen sehr große sein. Der Katalog 1106 der Firma Auholl Banget in Frankfurt, mit 23 Tafeln Abbildungen illustriert, kündigt eine Versteigerung ost- asiatischer Kunst, z. T. aus süddeutschem Prtvatbesitz. an; es werden aus geführt chinesische Fruhkeramlk. Plastiken. Bronzen. Porzella«. Iadearbe.ten und Malereien, altjapanifch« Keramik und HolzfchniNe. Der Katalog verzeichnet eine ganze Aeihe bemerkenswert seltener unb mtenef'.-i ter Stücke von hohem Sammlerwert. DieGesundheit unserer Kinder y bedeutet Glück u. Wohlstand der Familie Jedes Kind muß im Laute eines Jahres einige Wochen die Quelle der Vitamine, den Lebertran, nehmen Dieses geschieht am leichtesten durch die bewährte und wohlschmeckende SCOTTS EMULSION NIEDERLAGEN (.’en.rnl D o»rehe Karn. Schuistraße Neustadt Droaene Noll Neua'ndt Vi xlori.t-l ro«ene Gmh. Markt*-ra8e 5 Dro#rerie WinterboÄ. Kreotf- atx 9I<\ DRUCKSACHEN t* nMio tiicher Ausstattung liefert stilrein und preiswert die BrfihCsche UnlversitÄU- Drucflerwi IL Lawg*. flsefle» Rrlaternus affee eine ausgewählte Sene feinster Qualitäten Pfund Mark 3.60,4.-, 4.20,4.40 Großabnehmer Vorzugspreisei Mag, k. 11. MMN ION litiaiilags 2 M versteigere ich im ^Löwen". Aeucnweg 28 bahier. zwangsweise gegen Barzahlung; 1. 1 Klavier, 1 Diwan. 1 Warenschrank. 2 Schreibtische 1 Klubsessel 2 Laben- iheie» 1 Bücherschrank 2 Tisch», ein Sota mit 3 Setz ein 1 Kredenz, rnra Spie-eischrank 1 Pferd. 20 Eutkau's. loschen. 7 Turngerätespicle 1 Holländer 2- Bestimmt: 1 Küchenbüfett. 1 Küchen- anrichtc, 1 Küchenti'ch lOStzl) Hebbel Gerichtsvollzieher in Gießen DammKratz« 24 l. Telephon 239 k\ s 0(Uie (rCond^in(L vffiwärzKü^Schaumpon •£xfrvi‘ Sffrt'M fürmit SDaitfr~J>arfüm Scrüjhu^T^druüiüJ^ M davon hängt ab, welche besonderen । Stoffe Ihr Haar zu seiner Pflege * bedarf. Eine ..persönliche" Haarpflege ermöglicht Ihnen das neue Schwarzkopf - Schaumpon - Extra: für helles Haar Sorte hell, für dunkles Haar Sorte dunkel. Als Beilage enthält jeder Beutel eine Probe Trocken-Schaumpott, der Haarwäsche ohne Wasser! 7 Tage schönes Haar für 30 Pf. Die übrigen Sorten Schaumpon mit dem schwarzen Kopf" nach wie vor 20 Pf. Bekanritmachung. Die vrennhotzoerftetgrrung vom 31. Oktober 1927 (Ar 29) wurde genehmigt Die Sbiuhrscheine stob bi» spatesten» 15. Jlo- vrmder b. 3. bei tze» Bürgrrmrtfterrtm in Empfang zu nehmen 102608 Gießen, den tz Kooeinber 1727 Der Obervürgermtiister _____3 $ Dr Kv'evberg_____ Betanntmachung. In unser Hanbelsregifter Abteilung A wurde am 4 November 1927 bei ber jjirmo Hctstscher Fahrrad- trab Motorrad Vertrieb. Johann Siebenboni in Gießen, ein- getragen Die Firma tft eNofchen 10248C Gießen, den 7 Aoveinbcr 1927 Hefpjches Amtsge r ch' IgWlMW K AMMdk Tanzabend« Dienstags und Freitags. Gefällig» Anmeldungen werden jederzeit cmt gegen genommen! Wilhelm Will Unid - Turn- und Tanzlehrer, Söder st raß« 12 «122 Wahlkampf Wirtschaftshampl In dem einen Falle sollen die Staatsbürger und im anderen die Verbraucher ihre Interessen wahren! Auch der letztere ist wichtig — denn den organisieren heißt, eine bessere Wirtschaftsform wählen! Der Konsum verein verteilt seine Waren an seine Mitglieder zum günstigsten Tagespreis, und der Fr- trag wird am Jahresschlub mit 4°/0 zurückerstattet Im Konsumverein beziehen wir die Waren eigner Fabriken und fördern dadurch eine. Plan-, die Wememwirtsthall Wir bieten an: Fleisch- und Wurstwaren Leber- und Blutwurst in Dosen Vi 75, */> 45 Pf Mettwurst Pfund 170 Pf Mettwurst, Berliner Pfund 140 Pf Cervelatwurst Pfund 210 und 180 Pf Plockwurst Pfund 180 und 210 Pf Salamiwurst Pfund 180 und 210 Pf Bauchspeck Pfund 152 Pf Fetter Speck Pfund 140 Pf Dörrfleisch Pfund 140 Pf Schinkenspeck Pfund 220 Pf Saftschinken Pfund 240 Pf Vorderschinken Pfund 220 Pf Kasseler Rippenspeer Pfund 240 Pf Zunge in Dosen 240 Pf Eisbein in Dosen 130 Pf Sülze in Dosen 100 Pf. Fuldaer Preßkopf Pfund 150 Pf Seifenfabrikate: GEG-Seffe, 250-g-Stücke 23, 30, 32, 35 Pf. GEG-Seife, 250-g-Stücke, 80°/« 45, 50 Pf GEG-Seifenflocken, Paket 40 Pf. GEG-„Famos“, Sauerstoff-Waschmittel 40 Pf GEG-Selfenpulver, 30°/0 26 Pf GEG-Seifenpulver, 15% 16 Pf GEG-Bleichsoda 10,15 Pf GEG-Toilettenseifen, in reicher Auswahl Rasier- und Kinderbadeseife Aus eigener Bäckerei: Brot I 85 Pf Brot II 80 Pf. Brot III, Roggen 75 Pf. Vorzüglich und preiswert! Wer sparen will, wird Mitglied und entnimmt seine Waren nur im Konsumverein Giefeen u. Umg. |O255a Oer große Martini-Markt (Vieh-und Krammarkt) In Herborn findet am Montag, dem 14.November 1927 statt Standgeld für Vieh wird nicht erhoben I ia2445D toreiD Teppiche beite deutsche Fabrikate Orient-Teppiche, Brücken ausgesuchte Stücke tu billigsten Preisen Tapetenhaus OttoTäubert FREITAG» SAMSTAG^ November I Teppiche, Lauser IIa deutsche Qualität CSerf Muster» billigst — Qbne Vliuoblunfl — 9 Monatsraten Diskrete Abwickelung Nnverdindl. Bertreterveluch Aniraaen unier T.“ Nr 94 an Anioneen-Eipeditloi J. Danneberg, Frankfurt a. sl, BoBnarkt 7. WMD Die Preise haben nur Freitag und Samstag Gültigkeit! lMginmfiMM GuHen, SaHnHofstraHe 14 'karlsbader Kaffee verdankt seine Weltberühmtheit der beson deren Kraft des Carlsbader Wassers. Unser feitungswasser dagegen braucht dringend ein Mittel, das der Kaffeebohne ihren vollen Reichtum an Duft und Würze entlockt. Jahrzehntelange Bemühungen und Erfahrungen der Ttrma Otto EWeber in Radebeul haben ein solches Mittel geschaffen. t*n treiben. Seine Partei wolle auch eine gerechte Verteilung der Lasten. Sie wolle weiter dafür Jorgen, die Verschwendung abiubauen, btt in Ländern und Gemeinden immer reldängn.sovller um sich areife. Die Demeiirden dürsten sich in die 'Derrieb« der reinen Privat- w.rttchafi nicht mehr einmi'chen. Die Reinlichkeit im öffentlichen Leben sei wiederherzustellen, indem man die Parlamentskandidaten vor di« Wahi stelle, entweder auf die Aufsichtsratsposten oder auf da« Mandat zu verzichten. Der Kampf, den die Dolttvechtpartei führe, sei schwer, denn er gehe gegen daS Drostkapital, die Drost« Industrie und die Drostlandwirlschast, hie starken Sinslust auf die politischen Parteien und die Regierung hätten. Der Kamps der Sparer gehe aber auch gegen die Lauheit in den eigenen Reihen. Die brrecheiaten Forderungen der Sparer seftm noch lange nicht erfüllt. Rur durch engen 3uer nicht nur um die Prozente der Auswertung, unserer RechlS- oC*r herausgesetzt werde Dem Drängen der Ctwrer fei es gelungen, für die Aalw rtung «ine Rückwirkuna zu erzielen Die von der Rcst.rung leCgdchtc bl# Apnl 1922 genüge jedrch nicht, sondern die Rückwirkung mu'le sich bl« auf ben Beginn der Inflation, also bi« 1. Januar 1919. erft reden Die inbttübudle Auf wert ung fei beton ht-rt am Playe bei der Aufwertung der Industrieobligationen. Di« Drvstindustrie habe ihr Bermdgen nicht nur erhalten, sondern e« logar verdoppelt oder verdreifacht Da sei es ein llnding, dem Sparer die jetzige geringe Xif- wertung an«ubieten Dine angemessene Renlner- vertorgung. eine Banknotenaufwertung In gerechter Weise, vor allem aber auch eine gerechte Aufwertung der Ansprüche au« den Hausver- käus.m an Drostdanlen, Spekulanten und Aus- ISnder in der 3dt der wttdesten Inflation fei unbedingt notwendig Die Bolksrechtpartei hab« gefordert, dah an S eile de« In der 3nfküton«- zeit vereinbarten Kaufpreise« der Dorkri gswert gesetzt werde Roch schlimmer wie di« Aufwertungsgläubiger seien die Anleihegläubiger behandelt worden. Die Bvlk«rechtpartei fordere ohne zwischen Xt- unb Reubcsitz zu unterscheiden eine Aufwertung non 50 Prozent de« Srwerdsprci es unter Aus- schiust der Spekulation. Weiter sei eine fortlaufend-» Verzinsung zu fordern. Den Länder- und Demeiitdeanle-Hen fei eine besondere Aufmerk- Iain!Jt zuzuwcnden. Soweit di« Länder die Xi- lelttn zur Schaffung von öerbenben B.trieben verwandt haben aus denen fte jetzt volle Derzin» Jung herausuirtlchasten. müffe die Forderung de« Gläubiger* mit dem vollen Geldbetrag bei ör- toerbtbrci e« uns gewertet werden. Auch viele Gemeinden hätten ihren Besitz nicht nur erhalten, sondern Ibn logar noch i>ermehrt, ste machten alle mdglichen Curu«du»g.iben. dächten aber gar nicht daran, den berechtigten Forderungcn ihrer Xt- glüubiger zu ent prechen obwohl sie es vielfach könnten. Da« |ci das Verfahren en?« betrügerischen Bankerotteur« J« sei hierb'i jedoch darauf hinzuweicn. dast die Rcichsrcg.rrung daraus drücke, dast tie Gemeinden nicht Häher aufwerten, weit dadurch angeblich der Kredit de« Reiche« gefährdet wert«. Ser Sinwand, die Wirtschaft könne eine höhere Ausweriung von durchfchnttt- sich 50 Prozent, d ch eüx Individuelle AuNver- tung nicht tragen treffe n.che zu. Auch «an« her- vorrage.id« Rolkswin« feien aut ihm. dem Redner. der Ansicht, daß bi# gerechte 'Auswertung nicht nur tragbar, sondern geradezu «ine Voraussetzung für di« Defundung unterer W.rttchalt fei Die Sparer gehörten ja auch mit »ur WiN- schatt. und wetm man alle diese D'äub.ger wie>»r kaufkräftig mache, komme da« auch der Wirtschaft zugute. Durch den jetzigen Kapital- und Iinfen- raub habe man aber die innere Kaufkraft g> lähmt und da« Tkrttauen der sparenden Kreise erfchütten. Trotz all die'er Ersahrangen und Tatsachen steh« die Reichsregierung auf dem Standpunkt dost an den Iullgefehen nicht» geändert werden bür1« Dabei werde He unterstütz! von den 3c- wrNungsbewegung Cberten6ceflmditflpräfihtnl a. D. Or. »tff, M. b. n., Darmstadt übet die Avederungen. kn« von den in der Boltt- oech«Partei zulammenge'chlo!lenen luftoethmg*- geschädigten geltend gemacht werben, d^ptzttdent Dr Best, mit iebhattem Beifall benrüfH. erörterte zai'.ächft bi« Iufammenhänge Ato Idxii der Inflation und der Aufwertung. Während man in chngland tue Krirgskoften durch luitfr Besteuerung der Kr.egsnduitrie deckte, druckt« man hei un« Banknoten und fuhrt« ba- burch die ®clb«iuu>«riuiifl herber. Au« dieser hab« besonder« 6*r •rohtnbuftile reichen Dützen auf Kostet» der Sparer gezogen. ^B habe Stinnes bei Äriea«beginn rtnDer mögen von « Millionen Mark befetten, diese« aber nitfr nut durch Lucht «keil, tembem vor allem durch bie Ausnutzung der Inflation auf ebenso viele Milliarden gefolgert Unter dem Druck der • rohlnbufln# lei dann bi« dritte eteuenuHper- prfmung geschaffen worden, die nicht Rocht, sondern Unrecht gebracht hab«. Die von den Sparern grlorbette .nd induelle 3u1a>erluiiq, mit bet man ftläub.gern und Schuldnern nach Billigkeit unter gebühr^ ndei IV'ru.kl icht lgu i.g der Der- aterungspartelen Mit den Deutf^nationalen, der Deutschen Rottspartei und dem Ientrum habe mau schlechte 2r ahrungen gemach! Ar bestreite nicht, datz unter allen Parteien eine ganz« Anzahl Abgeordnete sich befänden die In der Aus- t ertung voll auf dem Boden bei Recht« stunden. er diese X'arordneten könnten ja nicht so ad- stimmen wie lle wollten, weil der Fraktions- ituang herrsch« und das Arostkapital auf die politischen Parteien «Inen starken »influfi au»- übe. Unter die en Umständen fei bi« Arbeit der Bolksrechtpartei drinacnd notwendig, nicht nur bei den Reichstag«-, sondern auch bei den Land- lagitoablm, denn in den Ländern gehe «• - B. um eine höher« Vparkasfenaustvertung. Wenn i un in Hefen da« bekannte Gesetz gegen die kleinen Parteien vom Landtag gemacht worben sei. um durch die Anforderung von mindesten« 7000 Stimmen und Hinterlegung von 5000 Mark besonder« der Bolksrechtpartei da« Austreten unmöglich zu machen, was aber bei der Sparerpartei nicht gelang, so fei da« ein glatter Dersasfungvbruch. sowohl der Landes- tote der Reichsversc'sung. die beide da« gleiche und geheime Berhältniswahlrecht fest setzt en. Die Bolk»- vechtpartei werde sich nach den Wahlen an den Staatsgerichtöhof für da« Deutsche Reich wenden, den Antrag habe er (Redner) schon ou«gearbeltet. um einen ' pruch de« StaatsgerichtshoseS übet diese« hessiftche Gesetz herdeiAufuhren Die Bolksrechtpartei wolle die Wiederher- Getzern abenb sprach in Wöhlern erlammlww her D ol ' « r « ch l pa r te u die unter bem Borkitz Vrkvafter« Leiber ie Saal« de« Hatt’anb. bet Führer der deutschen Sparer- und Auf- HLlwifse hätte gerecht toerben können, bad« den Gvohkapital nicht gepaht. Wo da« »ictlap.tal Gläubige war. habe «« die tnliDltuetk Aufwertung gefordert, wo et aber Schuldner war, habe es die Aufwertung mit 15 ober 25 Prr^ vargenommen Dielen Kapitalraub an den Sparern hab« man dann aU Qhiftoertung bezeichnet ®eg^n bi« dritte SteuernvtVerordnung, wie auch gegen die 3all- ®dengel 11:14 habe Die SparervrKtnisation Hront Cmacht Auf dem Gedie'e der Aufwertung ver- nge ,ie an Steile de« Satze« von 15 di« 25 Prozent einen solchen von 50 Proz., dieser solle jedoch nicht fest fein, fondern einen Durchschnitt», sah darsteilen. hvt je nach den Derchältnifsen des ilbnvr« im Ginzelfalle herab- 00» Äubn, fiert» & do und der Duarentg Traft dornt . Ntuyork. pesührt wurden, sind, wie der L.IT- Hande'sdienft erfahrt, nunmehr jum lb- f d) I u gekommen. Di« Anleihe Im Betrage von 20 Millionen Dollar, für dl« Suber heiten nicht gestellt werden, ift mit «oft verzinslich und bat eine Laufzeit von 20 Rubren Als Trustee- lut-bicren bu Cuarantg Trust üo. Reuyork. und die I'ari:.ltat:ci und Ralionaldank. lommanbil- geseaschust 0. ft , Berlin. Die Bedingungen der Änieilx sind als günstig zu dezetchnen. Ter ftdschlutz dieser ftnleih« gerade in einem Zeitpunkt, in dem Dawesrlan and das Wemarandum Parker Gilbert» im Nittel punkt der öffentlichen Diskussion stehen unb den Reuyorker dmriip.ivmartt Jlarf deeinftastt haben sollen, zeigt, dast die letzten Vorgänge den Reuyorker Pi >h mU. Rm. zur Verfügung stehen. Dast da» Bauprogramm wirtschiltlich g<- rechts«ttigl ist, zeigt die starke Zunahme be» über seeisch.n Reiseverkehr» in der Zeit vom 1. Januar bi» 23 Oktober d. 2. und auch de» Frachtgeschäft,. • Phil. Holzmann A D. Frankfurt a. M. Wie der WTB.-He Kurs« gaben allgemein nach, da sich die Spekulation in Anbetracht der morgigen Prämienerklärun- gen Aururfbaltenh verhielt Man twruxe» auch auf Den eireif in der Textilindustrie, wovon 53 000 Arbeiter betroffen sind. u.a. ist der gesamte Betrieb der Bernde rg • A.-K. still gelegt. Bel der ersten Shirsfeft- setzung ergaben sich für die Mehrzahl der Papiere Kursrückgänge von 0,5 bi» 2 Prozent. Zellstofswerie gaben 3 Prozent nach. I. - (8. - F a r b e n eröffneten Inapp behauptet, waren im Verlauf« jedoch abge- schwächt. Von Aut 0 wert « n gaben ftleoer 2 Pro- •,cnt und Daimler 0,5 Prozent nach. 51511. blieben ndoch gesucht und konnten 5 Prozent gewinnen. Die Serie be» Metallbankkonzern» Blieben gut behauptet, ebenso 5chisjahrtsaktien. Don Montan- a k 11 e n lagen fiaurahütt« fest mit plu» Pro- jent. Am (Ekftromarft waren Fetten 5,75 Prozent adgeschwacht. Am heimischen Rentenmarkt lagen 2 bl äs ung-schuld etwa» erholt, von Auslän- dem blieben Türken etwas gefragt und fester. Im verlaus« wurde da» Geschäft noch kleiner, di« Kurs« bröckelten weilst atz. Ss^rd neu« Otrtbufj« von durchsckmftrftch 2 Prozents flni Geldmarkt trat start« Rückfrag« m;ch *aac»- oett hervor der batz zog auf 6 Prozent an. Dm reoifenoerfebr konnte sich Ito» Ptzmd gegen Kabel auf 4J715 be>estttzrn. Dt« Betdh-r jrf notierte gegen fiondon 20.45. gegen Kabei 4 1952. gegen London 124,04 Mailand *>.4S. Madrid !*,Ä 'bcrlinn Börse. Berlin, 10 Roo Dte gestrig« fefttrr Börst hat zu einem verstärkten Angebot au» her Pr 0 otn » ge'.chrt. während neu« Käufer f*ltfr Da auch da, Deckungsbedürfni» bet (Spekulation nicht mehr so stark ist. konnten fich bk tm Bormil- tag»verkehr genannten festen Kurs« nicht halten. Der Reichsdankauswe,» brachte zwar eine roeientlidw üntlasning, konnte «ich aber kursmöstig nicht mehr auswirken. Auch dst Austührungcn dk- heimrat Klöckner» in brr gestrigen OBcneraloer- Ixuninlung der Mfcfnenoerfe hatten keinen Ülnflub auf die allgemeine Tendenz Dte ersten Kurst waren uneinheitlich Kaliwerk« schn»acher Banken- und 8chistohn»attien behauptet. e i in i s ch « Anleihen ruhtg. Ausländer stster, besonders Bo» nter, Anatolier und Mexikaner OJ» bi» 1 Pro zent hoher Der Neidmarkt war nwnig verändert. Psandb riese lagen noch unentwickelt. 2m Bee- lau I« wurde die Tendenz allgemein schwacher Man verwies auf di« schwächere Ber..nlaaung 6er «uslandbörien und schritt zu Dewinn-Miknatzinen. Vie Kurerückgänge betrugen bl» zu 5Prozent ^rnnlfurter «ctrciDrbörff. Frankfurt a X, 10. Rov Dte allgemetiv Marktlage ist kaum verändert und weiterhin ruhig Weizen, der gut angeboten ist. must!« im Preise um 0,25 berabaefehl werden do«gleichen Weizenmehl, in dem da« Geschäft äusterft still ist. Auttermittel lagen unverändert. Hochwertig.' Kraftfuttermittel Hieben gesucht ebenso Roggen- lleie. Dagegen war Rauhfutter stärker angeboten und im Preile natbgebenö. O* wurden notiert Weizen. 1 Qualität 25,75. 2. Qualität 2450 geringerer Vetchaffcnheit 22,50 bi« 23,50. Rogge» mlünd 25. Sommergerste für Brau zwecke 26 bi* 28. Hafer, inländ 22 75 bis 24. Mais gelb 19 bi* 19 25. Weizenmehl, utiänb. Spezial 0 3k,50 bis 38* Rvageninehl 34,25 dis 34.75. Weizenttest 13. Roggennete 14 TTL frankfurter LchlachtviehmarN. Sranlf urt a X. 10.Rov. Auftrieb 86 Rinber. 318 Kälber, 594 Schafe. 409 Schweine Kälber Beste Mast- und Saugkälber 78 bis 62 Rlk. mittlere Mast- und Oauglälber 70 bis 77. gering« Kälber 60 bis bä Schafe Mastlämmer und jüngere Wasthämmel (Weide- bls 49 .111liiere Mastlämmer. ältere Masthämmel und gut genährte Schas« 38 bis 44. sleischiges Schafvieh 34 bis 37. Schweine. Bollfleftchige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 68 bis 70. von etwa 200 bl» 240 Pfund Lebendgewicht 67 bis 69 von etva 160 bis 200 Pfund Lebendgewichl 65 bis 68. ftetschige Schwein« von etwa 120 bis 160 Pfund veber.hgetrld)! 65 bis 67 Mk. Markt verlause Kälber und Schaf« reg«. Schwein« belebt, auSverkautt. Letzte Nachrichten. Hochwasser im Gchwarzwald. Sr «iburg i. Br. 10. Rov lWDB Sunf- fpruch) (Infolge der Italien Regelfälle der letzten Tage zeigen die Schwarzwaldflüsse ein flarkes Anlchwrilen Die Kinzig bat in chrem Oberlauf bereits weites DeiSnd.' überschwemmt und im Unterlauf die Dammlrvu erreicht Die Schutte r hat in der Degend von Lahr groften Schaden angerichtet 3n einem Orte stand das Di-H in den Ställen bis zur Brust im Wasfer und muhte mit Hilfe der Ieuerw'hr geborgm werden. Der Bahndamm der Streck« Frankfurt Basel ist bei Dingiingen überflutet Da der Regen anhült. ist mit einem toeiteren Steigen des Wassers zu reck-iien. Die T e m p e r a 1 u r e n find infolge der herrschenden Fönwitterung verhältnismäßig hoch. Aus dem Hochschwarzwald hat es gesterii und heut« nacht stark geschneit. Das im Osten der Stadt Zweibrücken gelegene Barackendiertel tourt»- in D:t vergangenen Rocht von einer Hochwasserkata- strophe heimgesucht, ttünerhalb kurzer Zeit stieg das Wasser des Sa>warzbach<» in den Räumc-n. Feuerwehr und Sanitäter mußten über 100 Personen, d-irunter 38 Kinder, aus den Fluten retten. Die Obdachlosen wurden notdürftig im städtischen Krarckenhaus untergebracht. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. im iotrn Fra- fnrt a. ML -lEM-rr HO,.SH W,<* 2.47S 7I,»I n.99 73 U f2.il 71. U Z.SKS I12.W T2.73 l!0. *2 TI« hinter den Papieren angeführten Zistern geben di« Höhe der zu etzt be'chlostenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombard;insfust 8 Prosen Kottn. ... Crftrrr ,«106#renrii iHeeiouifdfc Motta...... esn-i »itch« Wotrn...... eanx vr Hotte....... trer ch< Äetm....... 2'5 -1 Reue . UHcanl»f Reue Devckenmsrkl Derlm Lelegraphtich« ÄreiMerta Berlin tlrenfhiri «.IM. *rnn* 3ran!hma. J frrtin l-Uf-t- ‘®|p • i-.bc- »Sl«h- M'U!I 5d>ui .UV Wcfee» ■ iar* •i-rv •et» Mer* n-r. Irrt» Ätrr. Wer- ‘ft Mwr» Termn: ». 11. 10 U ». II. 10 U » 11 10. 11 » 11 10 11. 1 3tam: ». 1t. 10 11 • 11 10. 11. 9, T: e i«r I- >:r ftt.c Schul» ci r *rr — U-« 3 ..... ecrswaim ..... .1 » iso 17».75 ISO 148,ti 17» ISO.ti 17«.ti iir 177 ti.Ul. U V. . prtHlDcr tr Lrmevl ”uT 133,75 m 154,75 15*.5 «P« — 19.» i irr rtr'rrnticee k 14».ZS ,4>.S 14» «man «er t-»i t 1« ■— T«»»i eo < «»«' । -Rnhtcn 11.4 11.74 >1.4 II e ftt unb Xrc i . . IG 1 *4 IW.5 IM IM 5 ac» * «VrriiM 1< ist — .»ritt« X »u :i ■'.rott t in IIS 1U 75 ti».S etiltbnl TimMn 15 Cfiwrtr i. — 375.6 X74 untu 07u ti i»M — ■■ •• 311 ■ ölrf r Ur- tre tu rl» •57.75 — 334.5 -M *1*. »VW't« dv» -fa f Vin-t krltltr fcrrt» •‘löet* elr'tt Io — — 11» 1 » 75 Vrr Ule-nftefl . . 15 — 543 54* C 33 -»» »r B«O Ol t-ethuj« Cb lueiiMte. tudie3UMw e llnj2ni»< . jr-< — I4.CS — Fl »er 4 ..... Itwt'Ot fr»6l..... 0 •7.15 M ti 117 s-a ttd W.75 II* ti T nr.ao ......0 ttUnerrtr I tor». . 0 ■* »4 4 u.Tfc-nft« ttior p itl — — > IT■ fncr S H-leW • 1.1.5 — re»® (Mut ... 1 — 03 -25.73 « , r - I — — — o.» 11.« 4 tu nwrfr .... S m —■ \n.i 1.1.5 n _ r- i 4 6.ed lüg. Dkuttch^ SreWan# i Bene r Berlmkr Han. - ': 'flfA. 1. weemtti- u. ö frieai-ttt > Tsnn t -i X- .»ot.3uk i. jtDeuu’Sr 8rieeftM«B ÄbrtniMW IG 6 tio 15» M 117.5 -03,7» 157 112.5 IS*.75 Miet ...... v "• ttat'Coet ..... r in w Iti IM IM,5 0» —• 1« 11». 4 - iwewtct . . .< 8rrraUgtr tuM» t - 1» 5 l«.ti 101.5 IU 101.5 *5.5 142 101.5 ti. «5 tktrrf Utrli» ....... » Jett StrrMr ......1- i»i — W — irr 157 513.5 ISS M.$ Iti.ti IM W.j IM IC.5 io X-li S l«l,5 7»,n 101,5 ÄflKr.Lia;'*: xstin..... - i.;iichr XMta...... 1 Ä 4 N 13- 1.52 Ditte tltanl ...«•■ ■ 8 117 IM.» 8 -5 1(4.ti IM. 11 126.55 Nf .75 Siuecrtwrfc....... «r-uinorkfl-0«ft .( If o 173 7». 5 7». 5 Iw-tli« JlDtta ...... «TtelrSf ■firtre ..... 111.57 ».47 «rtiMtcn! ....... 1 173 ». Äo»br. 1» «PPM. t .liort run Äflult»r » uran. Ort» (*nr __uki» iÄ.’&S 'ruf amn-*en Tilo IM#,lü tot.ch i ;it 1,717 1,7 »1 Anrir 31.44 M.54 >.44- •».IM vbrtmcrl: 110.44 110,«. 110,51 NO. 7» »epeDt.aetr 112.3» HZ.41 112,17 112.M 112.7» 22, *» 113.VI HZ.M IIJ.M ^tlnegler« 1 <3.571 a.ti 16.54. ZZ.M 1'1.367 .!.« 30.422 »'.4t.' ZO. 42. W.4U5 fnroarf . . 4.1» 4. »IS 4.IV23 ilH'. ISL :. U.M «.»45 14.M SI.ÜU3 w.eti ii.'ÄS «>.m 2 m trw 71,21 71, ti 71 41 .Ta »en I.W-t 1 .'*44 l.M 1,-4'. *1» H 3«r •.Ml 41.503 V.M14 j.y>r» :?m in I • M.ti CeÄ. «5«tnn die Generalkonzession für do« gesamte Gebiet. 2a, es führt diesen Kampf bloß unter der Vorau»- setzung. daß isnn diese Konzession zugesprochen werde, lieber die 21 rt der Sicherung müßte man noch reden. Die bereits bestehenden Gerechtsamen werden expropriiert." „Aber das Geld?" „vielleicht, daß Ämerifa in diesem falle ... nein, warum immer Amerika. Warum nicht Frankreich- Natürlich Frankreich ... Frankreich wird uns dos Geld geben!" „Frankreich?" sagte Goldmann nachdenklich. „Frankreich hat ein Interesse daran, gemeinsam mit Polen die Amerikaner zu bekämpfen. ,Das deutsche Del dem deutschen Volke mit französischem (Selbe ... da haben wirs!" „3a", saate Goldmann langsam, „man wird sich das immerhtn ernstlich überlegen müssen. Die neuen Ertindungen auf dem. Gebiete der Äohleiwerwertung gebieten Vorsicht. Ich meine die chemische Ausschließung der Koyle zur Erzeugung von Del. Wer weiß, ob durch diese Erfindungen nicht in naher Zukunst die geichüstlichen Aussichten des Erdöls auf den Kopf gestellt werden können." „Sie haben nicht Unrecht, Goldmann. Man müßte sich also vielleicht mit Kohlenchemie beschäf- tiflcn. Und die Zukunst heißt vielleicht nicht Erdöl, fanbem Kohlenöl." „Das Kohlenol hängt mit jener allgemeinen Frage zusammen, die ich in erster Linie mit Ihnen besprechen wollte. Au» bestimmten Gründen muß ich sie aber noch einmal zurücklegen, um zuerst die Frage spezieller Natur zu erörlern. Es handelt sich um ein großes Gesck-öft. und bis übermorgen mittag müssen wir uns entscheiden." „Uebermorgen, das wäre also Sonntag?" .Gewiß. Der TLmrt, der uns die Offerte ge- macht Hot. form nicht länger warten. Wenn sich feine Angaben bewahrheiten, so gibt es ein Riesengeschäft, ein Bombengeschäft!" „Ra, na „(Ein Massenartikel für alle. Absag Garantiert, fteine fionjunfturftorungnr. Ewiger Bedarf." „Um was handelt es fttb denn?" Goidmann öffnete bw blaue Mappe. 10. Al» Georg an dem Beutel herumneilelte, dachte sie unwillkürlich mit einer Jtegung des Stolzes und des Selbstgefühles: immer noch tränt er einen Bries von mir auf der Brust. Mochte sie als eine riaräugtge Person diesen Gedanken auch ebenso rasch verwerfen, als er ausgestiegen war, so mußte sie doch immerhin ein gewisses Bedauern überwinden. als es sich nun zeigte, daß ihre Vermutung falsch war. Wenn auch dieses flüchtige Bedauern der Erschütterung gegenüver, di« si« nun ergriff, mit eine nichtige Kleinigkeit ohne 5pur versank. Denn das schmutzige, armselige Papier, das Georg mit ehrfürchtigen Fingern aus dem verschliss«, nen Leder zog und sorgsallig au»einanberfaltete. war ein heiliges Vermächtnis. In der Art. wie er ihr den vergilbten Bogen gab, lag eine jo eindringliche Bitte um Schonung ausgesprochen, daß sie das schon brüchig geworden« Papier fast ängstlich in die Hände nahm. „Cs ist mit Blut geschrieben" sagte er, „im Schützengraben." Sie beschaute chn forschend, als müßte sie sich noch einmal vergewissern, daß beides. Mann und Papier, Wirklichkeit sei, und entzifferte dann mühsam: W i r wollen immer Kameraden fein... Darunter standen zwanzig ober dreißig Namen, al« erster: Georg Lutz. Wieder schaute fie ihn forschend an. „Das ist das versprecht," sagte er. .Halten sie es, ober halten sie es nicht?" Seine Augen brannten. (Einen Augenblick dachte sie: Ich bin in einer Irrenanstalt, vielleicht ist auch das noch Krankheit. Doch die Schrift, die in ihren Händen lag, sprach fo eindringlich, baß fie ihr glauben mußte. ,L«ben fie so?" fragte er nochmals. „War bas bamols, bevor man dich fand?" fragte fie. „3a, bevor man mich fand." ..Terr sind fie alle tot/ tagte sie tesi« und mit einer gewissen ErtriHtenmg, daß sie seine Frage nicht beantworten mußte. Er starrte sie ar. „Du hast wohl recht, ft« sind alte tot." Seine Augen wurden matt und obre Licht. In dieser Pause, da er in sich selber zurückjank, wie ein Mensch, besten Stab zerbrochen ,ft. empfand sie den Geist, der aus diesem Papi, re sprach, und di« Wirklichkeit, die draußen ihr Seien trieb, als Zustände so großer Gegeniatzlichkeit. bah fie alle Kraft zusammen nehmen muhte, um nicht laut auf- zufchreien. Aber wenn sie auch :ucht mehr leben", begann er von neuem, „so müssen andere leben, die aus dem Schützengraben gekommen sind." „Die haben nicht unterschrieben," sagte sie mit einer Bitterkeit, die sich nicht ganz verbergen sieh. „Unterschrieben aber nicht", sagte er eifrig, „auf das kommt es ja nicht an. In alten Schützengraben war der gleiche Geist: Der Geist der Kameradschaft. Und in alten sagten fie, wie in unserem: Nachher, nachher, wartet nur. bis wir nach Hause kommen, dann werden wir eine neue Welt aufbauen. (Eine Weit der Kameradschaft!" Sie lauschte und gab sich seinen Worten hin. Träumte si«? Es war so füg zu träumen. Jahrelang hatte man gekämpft um Kleines und Gröhes, um des Leibes Notdurft und um ein wenig Licht obendrein. Man war im Kampf gestanden, lag um Tag, im Kamps um ein Stück Brot, ein Stück Fleisch, ein halbes Pfund Fett, als feien dies heiligste Güter. Nun sah man hier auf einer Insel des Frieden». Man durfte ausruhen. die Minuten verrinnen lasten, es war erlaubt. Und ein Mann sprach von jenem Leben der Kameradschaft, von dem er so oft geschrieben hatte. Seitdem sie verheiratet war, hatte fie seine Briefe nicht mehr gelesen. Sie lagen wohlverwahrt in einer Kassette. Es wäre ihr als ein Unrecht erschienen, setzt noch diese Briefe au It^en, in denen nicht nur von Kameradschaft geschrieben stand, sondern auch von Sehnsucht noch chr, mit lener Aufrichtigkeit sehnsüchtiger Leidenschaft, die vor keinem Wort zurückscheut. „Erzähl'," tagte sie, da er schwieg. .Lch möchte gern« mehr vom Schützengraben hören." Er schaute si« dankbar an und sagte: Ich weih nicht, wann es begann. Ich meine nicht die Kameradschaft. die war immer da. sondern bas Snbere. Ich glaube, al, der Diepholz starb. Zuerst war der Krieg rin heftiger Krieg. Em Jahr lang. Zwei Jahre lang. Dann machte man sich *me Gedanken. Man hatte Zeit dazu. Und da war es schließ sich nur noch ein Krieg. Man hielt dennoch aus, denn man war kein Hundsfon. aber man sprach dann und wann nicht gerade schön vorn Krieg, man muhte sich irgendwie Luft oerichafien. Und nun lag der Diep- bolz da und starb, es war nicht» zu machen. Wir hatten ibn nicht wegbringen können, unb es war« auch ui spät gewesen. Aber man war an solche Dinge gewohnt man nahm es nicht so schwer neute dtr. morgen mir, altes kam. wie es mußte. Man hatte es ihm so bequem wie möglich gemacht, jetzt ging bas Gerede weiter Der Krieg ist rin Unsinn — mit ein wenig Vernunft hätte 'ich der Krieg nermeiben lasten — und was derartige Sätze mehr waren. Der Krtea ist nichts anderes als eine Erftwtckclungsttuf, im Kampfe zweier rivalisierender Industrien, sagte rin er. Er hatte es irgendwo gelegen .^rin, «s ist rin heiliger Krieg', sagte auf einmal der Diephokz. wir hätten ihm gar nicht mehr fo viel Kräfte jugetraut. Er erhob den Kops und rrnede: holte eigensinnig: ,E» muß ein heiliger Krieg sein, und schaute uns flehend an dabei Dir verstanden ihn Er wollte sagen: E» muß doch «men Sinn haben, daß ich sterbe, ich will nicht umsonst sterben. — Der arme Kerl hatte recht von feinem Stand punkte aus. Dir schauten uns an. Mit einem guten Dort konnte man ihm bas Sterben leichter machen das war klar. Einer schaute den andern an. Ich sah dem Diepholz ine Gesicht. Das war voll furchtbarer Anast. — Do* ist nicht nur die Angst vor dem Tode, dachte ich. Und da stand ich auf, tat di« drei Schritt, zu i£m hin, nahm seine f)anb und sagte: Ja, es ist «m heiliger Krieg!' Da lächelte er und macht, die Augen zu, und ich brauchte Irin« rianb nicht mehr lange zu halten... Damals begann es. Für mich wenigstens. Denn als ich aufgestanden war. um dem Dtepholz zu hcl sen. da hatte ich es getan, um eine Lüge zu sagen Aber als ich neben ihm stand, da wußte ich etwas Neues: Wir werden die en Krieg zu einem heiliger Kriege machen! — Vielleicht starb er getröstet weil er spürte, daß ich ihn nicht anlog. Denn das fpürt wohl ein Sterbender " (Fortsetzung folgt.) leicht und Stacht' Schon ist die Dose mtl dem einzigartigen Do*en-ÖHncr 27/<6 So bequem haben Sie es, wenn Sie nicht nur Schuh» creme verlangen sondern Morgens: °| Schulhofs la Kaffee'Spezialitäten Tee, Kakao Schokolade Konfitüren J.M. Schulhof Marktstrafae 4 a Telephon 119 »I enUtffll Hrt 'Pi**, ‘.’fofrlüt m» 5tb