35 i M H? ■ft S?58“l' Stop M? 82.9 3 2. So* 7-’-5, 2aOSr ■> L ; ?=■ r$ i?° = s"Z? ,8'2 42 = *?q a» rjiht» O-" = ?l O & K« WH 8«rB1 oHr 3r;h Mei Mr 3-5?? M M ' «M ■£(&*» 2 * gsmM« Mi»«;; OptX i:=. flirt -.Oft I« eP »M - ?So*7 &|! t|d? o = o SftJJ,.,* *?rpO ! :hl?^®3= « '3?3:3!?l । o o GkzB Nr. 237 Erste; Blatt 177. Jahrgang Montag, 10. Gktober (927 (Erdetet lägltd),aefetr Sonntags wnb Feiertags Beilagen: (Biebener ^amilienblättei Heimat im Bild Die Scholle IReMti'rt;rci;rel$; 2 Reichsmork und 20 Reichsps-nnig fflr Träger, lohn, and) bei Richter- scheinen einzeln er Dummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlflsse: 51, 54 und 112. Anschrift fflr Drabtnach- richten: Anzeiger •leben. poRfcheckkonto. Krantftirt am Main 116M. Siebener Anzeiger Generai-Zlnzeiger für Oberhessen vrrck rmd Verlag. VrLhl'sche UntversttLirvuch- und Steindruckerei L Lange tn -tetzen. Sdfriftkitnng und Geschäftsstelle: 8ch«Istratze 7. aene^ee von lijciea fflr die Tagesnummer dis zum ‘Jiad)mittag vorher. Preis 1flr I mm höhe fflr Anzeigen von 27 mm Sreile ortlid) 8, auswärts 10 Deichspiennig: fflr Re» klamean eigen von 70 . m Brette 35 ‘.Kcidivplennig, Dlatzvorschnft 20' mehr. Chesredadteur Dr. Fncdr. Wilh. Lange. Verantwortlich tur Vchtili Dr $r. Wilh Lange, fflr Feuilleton Dr H Idyrrot; für den übrigen leil Ernst Slumein; fflr den Anzeigenteil Rutl Hillmann, umtlich in Biesten Spanien verzichtet aus UiaroHo? Tao ergcbm» der Besprechung in Barcelona. London. 9. Oft. (IDIB.) Der fiorrefponbcnl dcr „Sunbag liracs" In Madrid meldet, der |pa- i,Ische ptemierminlfler primo d e Rivera habe ihm in einem Interview angcbeulct, bah Spanien «ich mög'.icherrvcisc aus Marokko ju- ruckziehen werde und baß, wenn (Brußbrilaii- nieu die Vermittelung übernehme, em sehr befriedigendes Abkommen zwischen Spanien und Franrcich in dieser Jrage möglich sein werbe. 3n dem Interview führte Primo de Rivera noch aus: „Meine vorher vereinbarte Zusammenkunft mit Chamberlain hat hervorragende Bedeutung für die Beziehungen Spaniens zu den anderen Ländern. (Es gab eine Zelt, wo Spanien viel dafür gegeben hätte, um Gibraltar, den Schlüssel zum Mittelmeer, fein (Eigen zu nennen, aber jeüt ist es klar, dafz cs fl u t Ist, öafj dieser Punkt sich in den Händen Großbrilan- nlens befindet. Chamberlain, als der beglaubigte Vertreter der britischen Regierung, kam nach Salma, um anzuregen, daß er namens der brüllen Regierung, als völlig u n i n I e r e ff l e r • (er Partei, versuchen wolle, zahlreiche Schwierigkeiten von großer internationaler Bedeutung zwischen Spanien und unseren unmittelbaren Rachbarn zu regeln. Ich habe feine Vorschläge bisher weder abgelehnt noch angenommen . denn es wird einiger Bedenkzeit bedürfen 3ii der Vergangenheit hatte Spanien große Schwierigkeiten in Rordasrika. Frankreich, das die Souveränität über Marokko hat, steht unseren 3n- (ekefsen sehr nahe. Großbritannien hat wenige ober gar keine 3nteressen in Rordasrika und ich komme schnell zu der Ueberzeuguna, biß Spanien dort Vesser keine 3nteresfen haben würde, da sie stets eine Quelle von Schwierigkeiten und großen Ausgaben für die fpanifche Regierung find. Aber es ist immer ein gewagter Schritt, anderen Mächten Bcfißungcn ju überlasten, außer wenn ein sehr befriedigendes Kompromiß vereinbart wird: das wird vielleicht Chamberlain möglich fein Cs ist möglich, daß ein Vertrag mit unserem Rachbar zustande kommt, dem ein plan gemeinsamer inbnflrielfer Wohlfahrt und Internationalen Handels olgen könnte. 3n der Vergangenheit waren die Beziehungen zwischen Spanien und Großbritannien ziemlich mittelmäßig, setzt ist aber vollkommene Freundschaft hergeslellt. Zwischen Chamberlain und mir werden noch zahlreiche Besprechungen stattfinden und es ist möglich, daß ich demnächst auch eine Reife nach Großbritannien unternehmen werde, um mich mit dem britischen Kabinett über die von uns erörterten Fragen zu besprechen. ..Westminster Gazette" bezeichnet das vorstehende Interview der „Sunbaq Times" als e r ft a u n • l i d) und sagt: „Entweder hat Primo de Rivera übertrieben, oder die Darstellung des britischen Fo- reign Office (daß eo sich um eine private Zusammenkunft handelt) war eine beabsichtigte Irreführung " — Der diplomatische Korrespondent des „Balin Herold" ist der Ansicht, daß umfassende Verhandlungen zwischen Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien geführt mürben, die sich zweifellos auch auf das östliche Mit- tefmeer bezögen. Der Streit um Wilna. Bedrohliche Zuspitzung der Lage. Wilna, 9. Ott. (WTB.) Aus Anlaß des siebenten Jahrestages der Besetzung Wilnas fanden heute hier große Feierlichkeiten statt, an denen auch Marschall Pilsudfki von der Ailnaer Bevölkerung ftürmi|d) begrüßt, teilnahm. Am frühen Nachmittag begann unter dem Vorsitz Pil- sudskis eine bedeutsame politische Konferenz, an der der Minister des Innern, der Unter- richtsminister, der Leiter des Ministeriums des Aeußern in Vertretung Zaleskis, der Direktor der Ostabteilung des Ministeriums des Auswärtigen und der polnische Gesandte in Riga, sowie der Wojwode von Wilna teilnahmen. Die Konferenz, an der später noch der Kommandeur des Grenz- truppenkorps an der polnisch litauischen Grenze teilnahm, befaßte sich in der Hauptsache mit den Repressalien Litauens gegenüber der polnischen Minderheit und mit der Haltung der polnischen Regierung in dieser Angelegenheit. Man erwartet anläßlich des Besuches Pil- fudfkis einen „konkreten politischen Schritt". Die Wilnaer Vereinigung der Polen aus Litauen erließ einen Aufruf, worin es heißt, daß der Weg, den die Regierung Marschall Pilsudskis gegenüber Litauen eingeschlagen habe, roeiter-gegangen werden müsse. (Ein zweiter Ausruf an die Bevölkerung erging von sämtlichen Militärorganisationen des Wilnaer Landes, worin diese fcststellen, daß sie nicht gegen das litauische Volk, sondern gegen eine Sttiquc Kownoer Verräter ihre Stimme erheben. Kurzer Warßawski meldet von der litauischen Grenze, daß Freitag. 7. d. M, in Litauen die M o - bilisierung der litauischen Freischär- l e r (Schaulis) begonnen hätte. Die sich meldenden Mitglieder erhielten Waffen. Es würden Kompagnien und Bataillone gebildet, die an bie polnische Grenze entsandt würden, wo sie die sttauische Grenzpolizei in ihrem Dienst unterstützten. In Litauen wird an der polnischen Grenze in mehreren tausend (Eremplaren eine von einer Reihe militärischer und patriotischer litauischer Der- bände gezeichnete Flugschrift, die den Namen ,r3 u r lat“ trägt, verteilt. In dieser Flugschrift werde zum Kampf gegen Polen und zur 6robe- Die Verhandlungen über den öe;atzun^addau. Eigener Drahtdericht de» .Gießener Anzeigers“. Berlin, 10. Oft. Nachdem bereite vor der jüngsten Genfer Völkerbund stagung In nichtamtlicher Form die Herabminderung der BesatzungStruppen Im Rheinland um rund 10 000 Mann angekündigt worden war, find in Genf diese Zusagen der deutschen Delegation in Form einer Qiote übermittelt worden, in welcher Driand im Namen der belgischen, britischen, französischen. ttalienischn und japanischen Regierung eine Herabsetzung der Truppenstärken um 10 000 auf 60 000 Mann, und die Durchführung diefer Maßnahme -in kürzester Frist" anfünbiflte. Heber die Einzelheiten, insbesondere über die Erleichterungen, die diese Maßnahme für die Bevölkerung deS besetzten Gebietes mit sich br.ngen Werde, ist eine weitere Mitteilung in Aussicht gestellt worden. Das war am 5. v. M S. 3n der Zwischenzeit sind zwischen den deutschen Rheinlandbehördcn und dem sranzösischen Oberkommando, sowie zwischen den diplomatischen Behörden beider Länder Verhandlungen ausgenommen worden. um bestimmten Wünschen der Bevölkerung bei der Truppenverminderung Rechnung zu tragen. insbesondere die Kurorte freizubekommen und übermäßig belastete Gemeinden und Bezirke zu erleichtern. Die praktische Durchführung der Truppenverminderung ist äußerlich noch kaum oder gar nicht in Grs chei- nung getreten; es soll vielmehr erst im Verlaufe dieses Monats damit begonnen werden. Daran wird nicht ohne ‘Berechtigung in der deutschen Presse stellenweise eine recht scharfe Kritik geknüpft, und eS wird darauf hin- gewiesen. baß es den Eindruck einer planmäßigen Verzögerung mache, wenn man den Begriff der „kürzesten F r i ft“ fo willkürlich aus dehne. Immerhin wird man Verständnis dafür aufbringen müssen, daß es Briand geflisfentlich vermieden hat. sich für die Durchführung der Truppenreduktion auf einen bestimmten Termin festzulegen. Denn die Wider- ftände der Militär- gegen ihren eigenen Abbau find bei früheren Gelegenheiten schon so deutlich in Erscheinung getreten, daß die politische Behörde von vornherein mit allerhand technischen Einwendungen dagegen rechnen mußte, iah dieser oder jener Truppenteil zurückgezogen, dieser oder jener Bezirk freigemacht und diese oder jene Srabsorganisation geschwächt werden muß. um die zugesagte Maßnahme durchzuführen. Wir haben unsererseits auf solche internen Schwierigkeiten der französischen Behörden keine Rücksicht zu nehmen, und die Forderung nach Einhaltung einer Frist, die zwar nicht mit einem Datum, aber durch den Wortlaut mit dem Superlativ von „kurz" festgelegt ist, ist durchaus berechtigt. Immerhin scheint es unS ebenso unberechtigt. wenn man aus der Tatsache einer solchen Verzögerung Schlüsse auf die politischen Absichten der französischen Regierung oder der andern an der Besatzung beteiligten Regierungen zieht. Wir glauben zu wissen, daß die Bemühungen der Reich-regierung auf feste Zusagen in oben angedeutetem Stnne keineswegs erfolglos verlaufen find und daß bteflß cstieg u n g eineS genauen Räumungs - Programms bevorsteht, das den berechtigten Erwartungen der besetzten Gebiete im Rahmen der diesmal erlangten Truppenreduktion e niger- maßen Rechnung trägt. Daß eS. dabei nicht fein Bewenden haben kann, und daß auch nach vollzogener Zurückziehung der 10 000 Mann die deut- schen Ansprüche aus die Herbeiführung der Rormalzifsern weiter verfolgt werden müssen, ist eine Selbstverständlichke.t. Aber man braucht vielleicht die Schwierigkeiten der verständigung-willigen Elemente auf der Gegenseite nicht dadurch zu erschweren, daß man auch ihnen mangelnde Loyalität In der Erfüllung ihrer Zusagen unterstellt. . Mil Bezug auf eine in der preße erschienene Meldung ist von zuständiger Seite den Blättern erklärt worden, daß die seinerzeit von Brlond zu- gefagte amtliche Mitteilung über die Durchführung der Verminderung der Bcfaßungstruppcn in Berlin noch nicht o o 111 eg e. Dennoch bringt eine Iclcgraphriiagcr.tur die Rachricht, daß tatsächlich die in Aussicht gestellte (Entscheidung des französischen Kriegsministeriums über die Einzelheiten der Iruppcnoerminbcrunq nunmehr in Berlin z u r Kenntnis gegeben worden fei und daß dieses Schriftstück die Hoffnungen keineswegs erfülle, die man auf deutscher Seite auf die loyale Ausführung der Befatzungsoermlnde- rung die Truppen zahl um eine bestimmte Ziffer herabzusetzen, gehegt hat. Man mußte eine großzügige Auslegung in einer Form erwarten, die dem besetzten Gebiet tatsächlich fühlbare (Erleichterungen aefchafsen hätte. Wenn aber z. B. in verschiedenen Ortschaften Stäbe oder Maschinengewehrablellungen nur auf die Hälfte reduziert werden, fo würde auf diese weise zwar eine Herabsetzung der Be- fatzungszisfer dem Buchstaben nach erreicht werden, von der Bevölkerung des besetzten Gebietes aber würde eine derartige Reduzierung keineswegs als fühlbar empfunden werden können. Die Agenturmeldung wird von den Berliner Rechlsblättern und auch von der .lägt Rundsch." in fenfationeller Ausmachung roic&erqcqebcn mit der Bemerkung, daß von zuständiger Stelle eine Br- Nötigung nicht zu erhalten gewesen fei. Angesichts dieser Tatsachen drängt sich einem der verdacht aus, daß das oben angeführte Dementi doch wohl nicht ganz ernst genommen werden darf, und man ist wohl zu der Frage berechtigt: warum verheimlicht man den 3nhalt der fran- zöfifchen Mitteilung, wenn eine solche tatsächlich in Berlin eingetroffen ist? Reichskanzler Marx im besetzten Gebiet. Eine HnformationSrcifc nach Koblenz, Mainz und Lpeyer. Berlin, 9. Ott (WTB.) Reichskanzler Dr. Marr ist Sonntag abend gegen 20'/, Uhr abgereist, um in seiner Eigenschaft als Minister für die besetzten Gebiete das Rheinland und die Hauptorte der besetzten Gebiete von Hessen und der Pfalz zu besuchen. In der Beglettung des Reichskanzler- befinden sich vom Ministerrum für die besetzten Gebiete Staatssekretär Schmid. Ministerialdirektor Miller. Ministerialrat Dr. Mayer und Re- gierungsrat Dr. Steiger. Die Herren werden Montag früh kurz nach 8 Uhr in Koblenz eintreffen, wo Dr. Marr zunächst dem Reichskommissar für die besetzten Gebiete einen Besuch abstatten wird. Um 11.33 Uhr findet im RathauS eine Festsitzung der Stadtverordneten- verfammlnng statt, in der Oberbürgermeister Dr. Russell den Reichskanzler bearüßen wird. Dann begibt der Reichskanzler sich zum Oberpräsidenten der Rheinprovinz Dr. Fuchs. Rachmittags 4 Uhr findet beim Reichskommiffar ein Empfang der Presse des gesamten besetzten Gebietes statt. Die Reise wird weiter nach Mainz und Speyer führen, wo Besprechungen mit den Ministerien der beteiligten Länder stattfinden. In Mainz wird auch Staatspräsident Ulrich antoeßmb sein und tn Speyer wird der Reichskanzler mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Held und dem bayerischen Innenminister Dr. Stütze! zusammen- tr offen. rung der Jahrhunderte alten litauischen Hauptstadt Wilna aufyefordert. Kein Erlöschen des Aufstands in Mexiko. Neue Niederlagen der Regierungstruppcn. London. 6. Okt. (TU.) 3m Gegerllatz zu den Erklärungen der merikanischen Reg.erung. in denen die Riederwcriung der Revolution als unmittelbar bevorstehend bezeichnet wird, sprechen alle privaten Berichte auS Mepiko von einer weiteren Ausdehnung der Bewegung. Diese umfaße bereits dreizehn Staaten, darunter auch den Staat Ghihuahua, der in revolutionären Bewegungen stets eine führende Rolle fpielt. Einige der revoltierenden Gernera!e sollen bereits eine erhebliche Gefolgschaft hinter sich haben. Bei Veracruz sei es nod> zu keinem direkten 3u tarn men treff en der Reg.erungstruppen mit den Rebellen gekommen. Wie weiter berichtet wird, sollen zwei Generale und ein Oberst wegen Teilnahme an dem Huerta- aufstand im Jahre 1923 hingerichtet wov- den 'ein Rach einer Meldung aus Los Angeles erklärte die Gattin des Generals Gomez, am 7. Oh ober, daß ihr Gatte lebe, er fei weder gefangen genommen noch von den Dundestruppen getötet worden. Sr soll vielmehr bei Pervtte im Staate Veracruz den regulären Truppen eine Riederlage beigebracht und 300 Mann gefangengenommen haben. Angesichts dieses Sieges fürchtet man eine gefährliche Wendung der Aufstandsbewegung, um fo mehr, als auch der Stamm der Baqui-Indianer. der wieder bas Kriegsbeil ausgegraben hat. die Bundestruppen anzugreisen droht. Man glaubt, daß der frühere Präsident Huerta, der sich augenblicklich in Los Angeles im (Sri befindet, e nen starken Anteil an der Leitung der Auf - standSbewegung hat. Ein Flieger-Wiedersehenslatz. Der zweite deutsche Flieger-Wiedersehens- tag unter dem Ehrenprotettorat deS Reichspräsidenten von Hindenburg hat zahlreiche ehemalige Angehörige der Fliegertruppe und aktive Zr.edenö'sicgor nach Braunschweig geführt. Die Veranstaltung wurde eingeleitet mit einem Begrüßungsabend am Samstag im städtischen Konzerthaus. Der Vorsitzende der Braunschweiger Flieger-Vereinigung. Hauptmann a. D. Dr. Hahn, hieß die Erschienenen willkommen und wies auf die innere Berechtigung der Veranstaltung hin. Die überlegene Konstruktion deutscher Ingenieure habe jetzt wieder die Mehrzahl der für den wirtschaftlichen Luftverkehr maßgebenden Weltrekorde in der Hand. Der Besitz von überlegenen Flugzeugen und das Befliegen maßgebend r Welt kirnen werde t.? wirtschaftliche Stellung des deutschen Volles immer mehr festigen und uns die Ucberfegenßeit im Wettluftverkehr erreichen lallen. Sonntag vormittag wurde ein Ehrengottesdienst im Dom abgehalten, nach des'en Abschluß vor dem umflorten Bild Dölckes ein Lorbeertranz weder- gelegt wurde. Per Ke.chsrat zum Schulgesetz. -lbändcrungcn zu Gunsten der Lintullanichulc. Berlin. 8. Oft. Zu den adgcfchlosicncn Beratungen in den Relchsratcausfchüsfrn 3 und 7 über die Fassung des Relchsfchulgrfetzes will das „B. X.- folgntbc» erfahren hoben: Die Jafiung des Entwurfes, wie er au;, dsifcn Beratungen hcrDorgcgangen ist, schließt sich in allen wesentlichen Dunklen den prcuf.istien Anträgen an. so insbesondere In der Definition der Volksschule, die der preußischen Fassung vollkommen entspricht. (Es heißt u. a. in N 3: „Die (Beimin* schaslsschute steht grundsätzlich allen Kindern ohne Unterschied des Bekenntnisses und der Iveltansäzau- ung ojjen"; In § 12a: „Don Amlswegen e I n • jurichlcnbe neue Schulen find Gemeinschaftsschulen'': in § 20: „3n bm Länden Baden. Thüringen, Hessen. Hamburg. Anhalt, Bremen. Lippe, Lübeck. Mecklenburg-Slrelitz und Schaumburg-Lippe, sowie in dem ehemaligen Großherzoglum Rassau und in den Slabtgemclnbtn Frankfurt a. M. und Hanau verbleibt es bei dem bestehenden Rechtszustand, soweit nicht durch Landevgesetz dieses Gesetz in Krasl gesetzt wird." Damit sind die logen. Simultan,eullänhet in Ihrem bisherigen Rechlszusland erhallen 3m 6 1 ist die Bestimmung der Verfassung, baß die Jugend Im Geiste der D 61 • kerversöhnung zu erziehen Ist, wlederherge- stellt worden. Die Mehrheil In den Reichsramus- schüssen bestand aus den Ländern Preußen. Sachsen. Thüringen. Hessen. Baden. Hamburg, Bremen, Lübeck und Mecklenburg-Schwerin. Das Anleihekompromiß. Wirksame.Kontrolle bei bei Aufnahme von Atiolandlrebil (Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin. 10. Oll. In der Äabinctie* fitzung am Freitag, bei der ReichSbankprüsi- dent Dr. Schacht und der Deneraldirettor der Reichsbahngesellschaft DorpmüNer zugezogen warm, kam nach der übereinstimmenden Auffassung der Presse eine Einigung zustande, die i.' gewissem Sinne den bisher xnnftntlenen Bedenken Dr Schacht- gegen da- Verfahren bei der Aufnahme von AuSlandkrediten Rechnung trägt. Da- vereinbarte ÄommuniquC-, da- wir am Sams lag deröffenll ichlen. drückt sich darüber sehr zurückhaltend auS, insofern eS einerseits di« Aufnahme I a n g f r i st i g e c AuSlandanleiyen auch für die nächste Zukunft als unentbehrlich und berechligl bezeichnet, dann in Ueberleitung zu dem spnngvii- t>cn Puntt .nicht dringliche oder un wirtschaftliche Au-gaben" als .unbedingt au vermeiden" kritisiert, um schließlich eine ..AuSgesta11ung der Beratungsstelle für AuSlandanleiyen" anzukündigen. Denn das ist der springende Punkt. Rach dem bisherigen Verfahren wurden von der Beratungsstelle auch gegen den Einspruch der Recch-bank und anderer berufener Kritiker Anleihen durch Mehrheitsbeschluß aut geheißen, weil sie .wirtschaftlich" seien. Vegrn diese etwas einsettige und schemattsche Auffassung kämpft die Reichsbank an. Auch bei unbestreitbarer Wirffchaftlichkeil des Verwendungszwecks könne ihrer Ansicht nach eine Anleihe zurzeit entbehrlich sein, wenn die Aufgabe, der die auszunehmenden Gelder dienen, ohne schwere Rachteile eine Verschiebung ber- trafle. Dabei gehen Grundanschauungen auseinander. die vielleicht am besten als währungspolitische und w.rtschast-politifche gekennzeichnet werden, obwohl eine Frage der Wahrung im eigentlichen Sinne hierbei keinesfalls eristiert. Die währungspolitische Auffassung sieht es alS unerwünscht an, daß der tatsächlich noch bestehende Krisenzustand, der Mangel einer normalen Beschäftigung und der Zwang zur Steigerung der Ausfuhr durch große öffentliche Arbeiten verschleiert wird inti) wünscht deren Verschiebung mindestens biS über den Beginn des ersten RormaljahreS der Dawrsver- pssichtungen hinaus. D.e wirtschaftspolitische Anschauung, deren Vertretung dem ReichSwirt- 'chaftsminister obliegt, ist an einer möglichst weitgehenden Kapitalzuführung zur Befruchtung der Wirtschaft und an einer momentanen Milderung der flr.fcn* ertcheinungen interefsiert. im Vertrauen darauf, daß sich daraus der Rormalzustand der G e s u n- dung entwickelt. Bei den neuerlichen Verhandlungen ist eS nun also in diesem Konflikt zweifellos zu einem Kompromiß gekommen, aber doch zu einem Kompromiß, das den Forderungen Schachts weit ergeh ?nb Rechnung trägt, insofern eine Re- wifi on s m ö g lich kei 1 für die MehrheitSbe- kchlüsic der Anleiheberatungsstelle geschaffen wer- ben soll und insofern ferner als der Reichsbank Gelegenheit gegeben wird, auf eine solche Ausgestaltung der Beratungsstelle Einwirkung zu nehmen. Der ursprüngliche Wunsch Dr. Scho^.ts nach Einführung der Einstimmig- keitsklausel für Beschlüsse der Beratungsstelle ist offenbar nicht gebilligl worden. Aber bn Interesse der Schäftung einer größtmöglichen Sicherheit gegen Rückschläge und vor allem gegen berechtigte oder unberechtigte Einwendungen seitens der Dawesinstanzen gegen die deutsche Anleihe Politik wird man die Verständigung, bie in großen Zügen bereits erreicht zu fein scheint, aufrichtig begrüßen dürfen. Selbst wenn dadurch einmal die eine oder andere an sich produktive Anleihe einer Gemeinde oder eines Landes bereit eü ober erschwert werden sollte. vieAusgabederdrutschenMend Sine Siede M Reichsaußeuminislers Ltresemann. Porta bei Minden in Westfalen. 9. Ott. (WB.) Am SomrtafftormittGfl fand am et* Wilhelm-Denkmal an der Porto Westphailca ein teierfidr.r Gottesdienst und ht-ran anschlte- ßend tn Anwesen^'r tcä arteth^rer« R-rchs. Minister deS TLuSwärtiaen Dc S t re f«m ank eine äußerst eindrucksvolle Kundgebung von etwa 1500 Jugendlichen der Deutschen Dolkspartei au- allen Gauen D-utsch.crnds statt. Am Nachmittag sprach im Saale deS Kaisersaales In Porta auch Reichsmimster Dr. Steese.nann. .. • • Die Fugend der Deutschen Dolkspartet. so führte er au«, muh sich zu dem Gedanken der Volksgemeinschaft bekennen, der daS Rationate al« S e l b st ve rst ä ndl t ch ke t t an, sieht und deshalb die Vertiefung dc« '^e^en> 'atze« zwischen den sich national n^menden Parteien und anderen Anschauungen zuruaweist gegenüber dem Gedanken der Anerkennung jeder staatsbürgerlichen Arbeit, dte sich bemüht. Volk und Staat vorwärts zu bringen. Nicht in dem Gegensatz «wischen dem alten und dem neuen Deutschland, sondern tn Der Synthese «wischen beiden ltegt fcrc Voraussetzung für Deutschland« Dorwartskoinnten. lieber Zusammenbruch und Aachlciegs^k heben sich zwei erfreuliche Gedanken hervor, die 6 t ä r- lunfl deS AeichSgedankenS. beä ®e- streden, im Leiche auszugehen und der starke Zusammenhang der Kultur gerne: ns ch ast mit dem Auslanddeutschtum, der sich nie betonter geltend gemacht hat, als in Der Zeit nach dem unglücklichen Kriege. So tote Die Deutsche DolkSpartei sich bekennt zur Soztal- Politik und «um sozialen Schutz deS Schwächeren, so muh namentlich die Fugend sich bekennen «u dem ethischen der Gleichberechtigung tedeS Dor- wärlSstrebenden und jeden Gedanken an BtldungShochmul und Aufkom.men neuer Klassen- gegensätze bewußt zurücktoeisen. DaS ist ntcht gleichbedeutend mit Nivellierung, denn im ©inne unserer liberalen Anschauung sollen wir den Weg frei lassen zur Smporentwickluna deS einzelnen und zur A n e r k e n n u n g y ö h e r e r Leistungen Erfreulicherweise tritt der Ge- gensah der 5tt>nfesfionen immer mehr zurück, ge* genübet dem deutschen Gedanken. Unser 3Deal ist nicht die Erziehung nach Konfessionen, sondern da« Miteinanderleben und da« Mitein- onderauswach^en aller deutschen Menfckteir, unbeschadet der durch Tradition und Geschichte her- beigesührten GlaubenSgcsinnung. Unsere deutsche Jugenderziehung ist nur möglich auf vaterländischer Grundlage, darf aber nicht ausgehen in Abtrennung gegen andere und in Chauvinismus, sondern muß cinmünden in die große Völker- cntwicklung. Wir erstreben Frieden und Verstän- blgung unter den Dölkern. verlangen aber die praktische Durchführung unserer Gleichberechtigung unter den großen Völkern der Gegenwart. Wir bekennen uns bewußt zur Arbeit am Staat und im Staat, unbeschadet der Verbefferuna«l>edürftigkeit seiner Einrichtungen und unbeschadet unserer Stellung zu den Symbolen der Vergangenheit, deren Aufgeben wir beklagen und deren Inehrenhalten wir unS von niemandem verbieten lassen werden. Sine an Geist und Körper gesunde Jugend, Die- über Parteigegensatze hinweg im Staate arbeitet und xur Zukunft aufblickt, w.rd durch tätige Arbeit diese Zukunft am ehesten sichern. Deulschnationale Regierungsbilanz. Eine Rede des Reichtzjuslizminislerö Hcrgt Oschatz, 9. Oft. (WV.) Aus dem deutsch- nationalen Parteitag Westsacl-senS hielt der Parteivorsihende Reichsjustizminister Hergt eine Rede, in der er. ausgehend von der Hindenburg- ieier. u. a. auSsührte: „Wir stellen mit Stolz teft. daß eine einheitliche Front hinter Hindenburg steht. Da« ist der Sieg de< Hin>enburggedanl?nS. „Hindenburg als Erzieher!" ist die Parole deS 2. Oktober. Der Hin- denknirqgedanke ist die Synthese deS Hroer- lausenS und Zusainmenlchw.i te ts a ter und n:uer Zeit, der Gedanke sachlicher Arbeit ohne Parteidoktrin. Ser Gedanke der Einigkeit im Sinne der deutschen Ideale." Horst führte weiter auS. erfreulich fei, daß ©trete* mann sich hinter den Reichspräsidenten stellte, al« dieser mit seiner Tannenbergrede die Ki-iegs* schuldsrage ausrollte. Die Worte des Reichs- präsikenlen hätten pr-grammatischen Charakter und Bedeutung. da die ganze Regierung hinter ihnen siede. Der Redner kam dann auf die kommenden Wahlen zu sprechen. Bei verschiedenen KvalitionSparteten sei daS Vestreben vorhanden, sich zu distanzieren, um für die Wahlen Se löst S n d i g k e i t zu gewinnen. Die Deutfchnatio- nate Volk-Partei werde al« Wahlparole den Htnkenbut -gedanken erwählen DaS Vestreben einzelner Partien, die Koalition zu stören, sei eine Schädigung der vaterländischen 3ntcrefiai Sollte diese« Bestreben gelingen, so müßte seine Partei allerdings jede Verantwortung ablefcnen. Sentrnm und Reichspolitik. Line Rede des Sicichssmanzministers Köhler Karlsruhe S Oft. >WTB.) 3m Rahmen her Feier de« 2 jährigen Bestehen« de- W.ndt- horst u.ideL in Karlsruhe hielt RelchSsinanz- mlnJter Dr. Köhler heute abend eine große Rcle in der er eingehend die polintchen TageL- svagen erörterte. Ör wie« daraus hin. daß auch beute und in der derzeitigen Regierung der Schutz der Republik der Grund.edanke de« . -entrum« sei Die Parteien, die in der Regierung zusammenarbeiteten, stünden aus dem Boden der Dersassuna von Weimar und da- sei der Boden der Deutschen Republik, ^a- ent rum würde darüber wachen, daß biete Grundlage i n keiner Weise verschoben toerbe un> würde sich gegen die BelchimtZungen < ie. u Ulan ch S aa S o.m zu w« re w 1 t «f a a l den Hut abgenommen und begann, nachdem sie den Lippenstift ausgiebig benutzt hatte, sich sorgfältig zu f r i f i e re n. Der Vorsitzende unterbrach sehr erregt die Verhandlung und wies die-Dame au« dem Saal mit der esrflärung. daß e« keineswegs der Wür^c deS Gerichtes entspreche, wenn an der Stätte des Gerichte« die w:°.blichen Zuhörer ihre Toilette machten. 3m Aller von 103 Jahren gestorben. 3n dem Mannheim benachbarten 3lbefl- beim ist ©hkrmcifter Michael Heller im Alter von fast 103 3abren gestorben. Al« junger Mann machte er den Feldzug 1848 mit. Heller war der älteste Badener Bürger. Da» Martyrium einer 'Trau. Furchtbare Faimllenverhäl ntff-* enthüllte eine Trierer Schwurgerichtsfitzung. in der sich ein Arbeiter aus f>em Kreise Bernkastel wegen Totschlag« seiner Frau ^u t>?vanitoorten hatte 16 3ahce waren die beiben verheiratet und 16 3abre la na brhanXli« der Unmensch feine Frau auf bestialische Weise. Nicht nur. daß er seiner Frau feinen Pfennig gab. er trieb sich fast jede Nacht im Wirtsvaus herum, und toerm er spät nach Hause kam. schlug er feine Frau und die vier Kindcr so lange, bis fte bluteten. Trotz u'.cfci Martyriu.nS war die Frau lieb und freundlich «u dem Wüterich Eines Tages, als sich der Mann einen Auslandspaß besorgt batte, und die Drohung ausstieh, er drehe vorher noch allen ten Hal« herum und v.2de die Bude in Brand, flüchtete die Frau mit ihren Kindern ins» Nachbarhaus. Da« Scheusal lief ihr nach und schlug sie mit einem Brecheisen zu Boden. Alsdann stach et dte Frau mit einem Taschenmesser lief in den Unterleib. Nur dem (aingrrifen der entsetzten Nachbarn gelang es. dm ttecischen Kerl von dem Töten der Kinder abzuhalten. Noch auf dem Totenbett suchte die arme Frau ihren Mann zu entschuldigen. 3n derselben Nckcht ftavb das arme Weir D.r Staatsanwalt nahm nur Totschlag an und beantragte acht 3abve Zuchthaus. Da« Gericht gingangc ichtS der furchtbaren langjährigen Qualen der armen Frau und der Kinder über den Antrag hinaus und verurteilte daS Scheusal zu zehn 3ahren Zuchthaus und dauernde.- Abe.-kennung der bürgerlichen Ehrenrechte. Selbst die Verteidigung erklärte dte Tat für abscheulich und beschränkte sich darauf, für die niedrigste Straf« zu plädieren. Der Vorsitzende hob bei der Hr- teilSverkundung hervor, daß wohl noch nie am Trierer Gericht ein berarti] grausamer Fall zur Verhandlmw gestanden hade. Dec Totschläger nahm mit lächelnder Mteme die Strafe an. Die vier Heinen Kinder schauten erleichtert auf. als e« hieß, der Vater ginge nicht mit nach Haute 3n der Waisenanstalt erwartet die Armen ein bessere« Los We^ter'aae. R6fl lodbt w 10 O 1 7 ms <8 Wke o Ä Son n tag, den 9. Ott. 492.7. ö^vorm M o ^9 OwaniMOuiit' » e • V**u g O -< tM« MiI-om« *l4 * :”*»» ta®«»nai -e beiben tierffeuyw kAe. Ach „J ^fenntg gti, et trkfc >M»s herm, imb »m, Wufl tr fein r la lange, btt ff» ^aums war bi« Fvv m Llliench, »nd einen Ausiankspch eahvng autfhef,. «r en halt herum unb v Miete tr.« zrau )dachant. Dat Lchtu, US lie mit rin«, n. Asdam stach «t -rnmrfier tief m le heilen der entern tirrilchm Jteri dot ibzuholtrn. Auch auf arme Krau chrm In betreiben AW : öiaaWaniwli nahm ic.itragte ach: 3- MfdR tlnti Woz! ❖ambnrflct «frabrif bietet noch mebreren ileifeiaeiv »uoeilafiinen Pertrctei« Plnftijfle DnOienilmBfl:i(hlfil durch den Berkau» an Prtvate.eritklosiiaet, täglich (lebimitbiet sfebrnamitirl. Beton- bett* geeignet für vertonen mit (trauern BekamuenkreiS LtuchguteNebeneinnaduie für Drntionieite Beau, e Hobe BcrkaufS- vroottzon. Die Waren flnb i nerrelcht in Cualtiät und . mvfedlen sich felon roet er Dortige Kundfchaii vorhanden. Zidvaneni 6er abrtk fommt Zwecks Berban. i.ing nach dori. EUangebore umet 9167D nn.bte Geschäftsstelle des Gies; eiter Anzeigers rtnl auf bit rechte _ ; jnnnviK 12 wegen Fahrens durch cd Ferne Liratzen. 7 wegen sonstiger duwltw- handlungen in verkehr-polififcher Hinficht — Bund der Äolonialfreunbc. Die man un< mitR.lt. fprutze am Samstag. 29 01- • ober. Vizeadmiral fioo I. der Äxxmnanbair der Wonne truppen in her. «impfen um Deutsch- D^afntd. bver über bai Thetna .Äämpk in Deutfchoiiainta iu Doffer und zu Land" Sieben General von Lett ow-Borbe«k war Btze« obmirot Looi an hem ®damnwdaiif des bcl- Don der bk titttrcH ankn Aädere» wird noch feinen Äbfdjlub *• DerkehrSsünder. In der Zeit vom 1. bis ZV September wurden folgende ötrafan- -eigen wegen Zuwiderhandlungen durch Jahr- zeuaführer bhw Straft- und "Radfahrer gegen verkehrSpoltzeilich« Vorschriften erhoben 22 An- -eigen wegen Fahren» -ur Rachi-eit ohne hell- benbaften "K-rUib'.gun«Skamp<en werden mühte, so wird dies am D ens- tag durch eine RvtU im „Ohieffener Änzeiger^ mitoeteilt werden. •• Der Ladenumbau de» Mode» Haufe» Carl Nvwad im Selter»w»g H5 und die Eröffnung de» verkauf »bet riebe» orn 5am»kifl dürsten den vorläufigen Abfchlust eine» grost-üaig durchgeführten M(bah»au»baue» de» Modehaus«» Salomon in der Schulstraste bedeuten. 3n Hn- paffung an die Zeitverhaitniffe hat e» di« rührige Leitunq des Unternebinen» oerftanben. dem Bedarf der Damenwelt in fertiger Bekleidung enl- fegen zu komm en. Diente da» Hau» in der Schul» trabe mit feinen unzähligen Verkauf»-egenstünden wesentlich dem Bedarf -ur Damenfchneiderei in der Familie ober im Beruf, so bildete die Errichtung de- Hause» der fanbarteit und der Mu»ftattung im Sflter*mefl bl eine giüdliche Zwfschenftufe zum grohstäbtischen Mobeh^ni», bei nuninchr durch den Aus her Vrovinziolhaupfftadf. I Sieben. Den 10 Oktober 1927 u\e Urbeitsmartiilage im nördlichen Oberhessen. . 3m Bereiche bei Rrbeitsamtes für das ndrd- lidje Obernien (Stobt und Kreis Giehen, loroie dl« Äretfe Rlsfelh. Luuterbach und Schotten) ist bk Lage deS 2 r be it s ma r k les auch lm wtfloffcrxn "Monat September durch dir anbaüenbcn (Jmte arbeit en und drn weiteren HvNgana der DautLtigkeU. lswie durch eine jn-ahl Reucmstellungen in der OnbuHrie gün- e i g geblieben Gs mar möglich, die Ziffer der armetb*Irfm sogar noch etwa- -u vermindern. -Menn die bisher verchLltnismähig günstige Wil- terunfl weiter anbält. dürfte der fetzige günstige Stand zunächst noch auf recht er i>allen bleiben. 3m einzelnen ist t»m September -ifternmühig über die Erwerbslosen ürsorgr folgendes -u berichtens Giehen-Stadt: am 1 Oktober 110 Lauptunterstühungsempfänger. 231 Zuschiags- cmplänger, (1. September: 163 bzw 296); AreiS Siehen: am 1. Dltober: 29Haupt- unkrstützunasempf änger. 45 ZuschlagsentpfLnger. (1 ©eptembzr 47 bzw. 43); Ä tc i 6 Alsfeld: am 1. Oktober 21 Äaupt- Unterstützungsempfänger, 39 Zulchlag-empfänger. (1. September 32 bzw. 74); -reis Lauterbach: am 1. Oktober: 19 Aauphmte rft ü h u ng4 empf änger, 37 Zuschlagsemp« lö’ jcr, (1. September: 20 bzw. 37); Äteie Schotten: am 1. Oktober 13 Hauptunte rstüyu ngsemps änger. 14 Zuschlagsamp- fänger. (1 September 12 bzw 18); Insgesamt: am 1 Oktober: 192 chaupt» Unterstützungsempfänger. 365 Zuschlagsempfänger. (1 September: 274 bzw. 473). Äri1tifit|org<* ____ ___Kraftpost Gießen- Krofdorf Dem 2Dunlch« der Gemeinde Krofdorf entsprechend, sind die Dagensührer für bk Äcaftpoftlmie Gietzen - Krofdorf angewiesen worden, bet den Zährten ab Bahnhof Giestcn 19.55 und 22,40 auf bk Lnfchlüsse der Plan- mäßig 19.50 von Sranffurt a. 'M und ^36 von Wetzlar einlaufenden Züge bi- zu 10 Minuten nach der planmäßigen 2Dhfabr*eit der Kraftposten zu wanen Gs ist durch dieses Gnt- gegenkommcn bk Gewähr geboten hast ün all- Smeinen bk gedachten Äulchlüfle noch 2n- 4uh an bk Kraftpost nach Krofdorf finden •• Die LähIerlisten für bi« Land t a g » ro a h I am 13 November sind nach einer chei- »edreifer liefert billigst frei an Ort und Stelle -*D Wildeln, Lchwidf. 4'olAbanDlunfl, Anenhaln. »är Neubauten Cbamotte- Kesseioleo» „Kero“ rostet nicht — weiht nicht - koch unalaub uch schnell. Trotz dieser Bor»ügc billiger vreiS^ emonehli ips^a Edgar Borrmann essevfvalell, Siesteo. Auto I Telephon Nr. 1730. Hal paus 4RnauO Sie sollten nur die Cigarette rauchen, von der Sie wissen - und zwar auf Grund eigener Erfahrung dass sie besser ist als andere, dass sie Ihnen besser schmeckt als andere, dass sie Ihnen besser bekommt als andere. Rauchen Sie „Halpaus Mocca", die besonders gute, daher besonders preiswerte 5 Pf.Cigarette! Sie ist besser als andere - Sie bekommt Ihnen besser! Denn: Es liegt am Tabak! Saunt Aulstossen, Sodbnnnen haben fast immer Ihn Kaiser-Natron Yanfe t ( Listbü w SSf htf Jtoiwng- tö ?^Felk LS &.VÄ >LÄm om - off»"®, ulflj si 2T 3W1 rtidie Sinbu ■■rJenbet »leichS^ M nut w« «dritten. Aber bal fetten, em AMdstäMMl verband. Die .«schlosse -rbalnmg m M Ursprung besonder- tr raltsiert Äultutge schlossen, fische Strvn tnc neugetc sittlich nicht die stanzvs dah ungea gerungen < mhMwilli hier so hötigke dc nationa LS enthäl unleugban losen 8tft bei neuer bestimnmr tote folgt, 3ür 0 Ctaaläangi cij^örigft fhnnnenb. 1 auch in Der schWgl. Di< Ausländer i ihre ftan fett beha OW&lefjunc ongehörigkeit stvei Jahre *t)ei ihren begründet h< erwerbung i der Zustimn fiärung zu $ Die Äin toeitetei fr, Rücksicht auf Dagegen wii ausländischei VhtionSi wonach sie ^grhörigfei wLhs Aeh, 2 Seht: haben uns manki, d, Tagen 70 . fo M öem Theot, Wt man sich d'«!t°re» „ i n öer Heid fite*« Obermann - Ses 5? ein SL8q^ to 5® . man 5?® foa, S?Ä* S^er fonn^to hl ÄI B’t JtM s.^ar SÄ S*J3E\ mit \JJn. «mh iiiitn^.. ^>al öiQn ., 8u ei Umbau im 6eÜersn>eg 85 entstandni ist. Das es für die Damen mode bedeuten soll, ist aus der (Er- offmmgsausftellung ersichtlich und hatte seinen Auftakt bereits in der kürzlichen Modeschau auf der Liebigshöh« gefunden. Die wirkungsvoll hergerichteten Schaufenster des Modehau^b hatten am Samstag und auch gestern einen ftaCen Publikums- erfolg, der sich in andauernd reger Besichtigung der für unsere Damenwelt verlockenden Auslagen zeigte. In den Abendstunden brachte die geschickte Beleuchtungsanlage die reizenden Modestück« noch zu größerer Wirkungskraft. Nach feiner Neugestaltung verhilft das Modehaus Lari Nowack dem Straften- bild des Seltersweges -u einer wefenttichen Steigerung großstädtischen Eindrucks, der durch die sorgfältige und geschmacklich hochstehende Ausstellung der übrigen (tzefchäftsinhaber unserer Haupt- verkehrsstraft« unterstützt wird. Erwähnt möae noch sein, daß die Leitung der Salomonschen Betriebe von jeher in der Zeitungsanzeige einen wertvollen Gehilfen erkannt und genützt hat. Die Zeitungsreklame zeichnet sich stets durch geschickt« Textaebung und Anordnung aus und muß zum Erfolg führen. •• Arbeitsjubiläum. Der Vorarbeiter Heinrich De eg, Asterweg 53 wohnhaft, kann heute auf feine 25jährige Dienstzeit bei der Firma Dilh. Zimmer (9 m. b. S)., Metallgießerei und Kupferschmied«, Bahnhofstraße 12, zurückblicken. Dem Jubilar wurden von der Firma und von feinen Mitarbeitern Ehrungen bereitet. •• Ein D e r k e h r s u n so l l ereignete sich gestern nachmittag gegen 3 Uhr an der Ecke Nordanlage und Marburger Straße. Dort wollte der 36 Jahre alte Ludwig D e h r u m aus Burkhardsfelden, der gelähmt ist und als Pflegling in der hiesigen Prooinzialpflegeanftalt weilt, mit feinem felbstfahrenden kleinen Krankenwagen die Strafte überqueren. In diesem Augenblick kam ein Omnibus des Zweckverbandes Wieseck-Alten-Buseck heran, der von feinem Führen nicht mehr rechtzeitig zum Stehen gebracht werden konnte. Wehrum wurde angefahren und mit feinem Wagen umge- roorfen, wobei der bedauernswerte Mann Verletzungen am Stopfe und am linken Oberarm daoon- trug, während der kleine Wagen demoliert wurde. Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz verbrachte den Verunglückten nach der Chirurgischen Klinik. Wie wir hären, find die Verletzungen zum Glück nicht ernstlicher Art. •• Die Gießener Freiwillige Feuerwehr beging am Samstagabend im Cato Leib mit einer stimmungsvollen Feier ihr 72. Stiftungsfest. Welcher Wertschätzung die Freiwillige Feuerwehr sich erfreut, konnte man aus der Anwesenheit der Vertreter verschiedener Behörden und aus der Beteiligung zahlreicher Gäste, die den großen Saal weitgehend füllten, ersehen. Brandinfpektor Fr. Wenzel entbot in feiner Begrüßungsansprache den außerordentlich zahlreichen Gästen den herzlichen Gruß der Wehr: fein besonderer Gruß galt dem über- regierungsrat Dr. Heß als Vertreter der Pro- vinzialdireltion, Regierungsrat Dr. Braun als Dezernent des Kreisfeuerlöfchwesens, Beigeordneten Dr. Hamm als Feuerwehrdezernent der Stadt Gießen, Stadw. Höhn als Vertreter des Stadtparlaments, dem Vertreter der Presse, den Turnern und Turnerinnen des Mw., den Mitgliedern der Freiwilligen Sanitatskolvnne vom Roten Kreuz und den Vertretern der befreundeten Gailfchen Feuerwehr und der benachbarten Lollarer Wehr. Rach einem von Frl. Lotz gesprochenen Prolog brachte Oberregierungsrat Dr. Heß die Grüße der Provinzialdirektion unb im Rainen des Regierungsrates Dr. Braun auch die Grüße des Kreisamtes zum Ausdruck. Ferner feierte der Redner den guten, kameradschaftlichen Geist der Feuerwehr und erkatmte ihr Wirken im Dienste der Rachsten- liebe mit warmen Worten an. Rachdem der Redner noch auf das hohe Beispiel unbedingter Pflichterfüllung im Dienste des Ganzen hinge- wiesen, das der Reichspräsident von Hindenburg unS allen gäbe, zeichnete er im Ramen der Staatsregierung folgen-« verdiente Feuerwehrleute aus: für -lOjährrge Dienstzeit den Wehrmann Karl Gutbub mit der Verdienst- auszeichnung deS Gefamtministeriums des Dvlks- staatcs Hessen, für 25jährige Dienstzeit die Wehrleute Wilh. Mohr und Wilhelm Thicl- mann mit der Urkunde des Hefsi'chen Ministeriums. sowie dem Ehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit. Mit einem Hoch auf daS deutsche Vaterland und das Hessenland, dem der gemeinsame Gesang der ersten Strophe der Rational» hymne folgte, schloß diese Ehrung. Beigeordneter Dr. Hamm überbrachte die Grüße und besten Wünsche der Stadtverwaltung und betonte, daß die Stadt wisse, welchen hohen Wertfaktor sie an der Feuerwehr habe. Dr. Hamm feierte die stete treue Pflichterfüllung unserer Wehr und stellte deren Beispiel als nachahmenswert für die Gesamtheit hin. 3m Ramen der Stadt überreichte er sodann für 15jährige Dienstzeit folgenden Wehrleuten das entsprechende Diplom: Hch. H o o S , Hugo M ö h l und Hch. Schmidt. Branddirektor Braubach überreichte mit warmen Worten der Anerkennung den ebengenannten Wehrleuten noch das Erinnerungszeichen des Kreisfeuerwehrverbandes für verdienstvolle Feuerwehrtätigkeit. Die Dienstlihen für langjährigen Feuerwehrdienst überreichte Brandmeister Betz an folgende Kameraden: Georg Keil für zehnjährige Dienstzeit,' Anton Betz. Karl Kalbfleisch, Philipp Leyerer, Heinrich Wagner für zwanzigjährige Dienstzeit: Karl Gut- bub für vierzigjährige Dienstzeit. Mit der Ehrengabe einer goldenen älhr für langjährige treue Dienste wurden die Wehrleute Karl R e u n i n g, Barth und Daupel ausgezeichnet. Stadtv. Höhn begrüßte die Wehr im Ramen des Stadtparlaments und betonte das stete 3ntereffc der Stadtverordnelenversammlung an den Angelegenheiten der Wehr, Kolonnenführer Kratz überbrachte die besten Wünsche der Freiwilligen Samtätskolvnne vom Roten Kreuz. Die Turnerinnen und Turner der MTV.-Gießen erfreuten mit ausgezeichne.en turnerischen Darbietungen am Barren bzw. am Reck, denen verdientermaßen lebhafter Beifall gezollt wurde. Herr Vogl von der ReichSwehrkapelle errang mit einem wundervollen Vivlin olo einen Lhr starren Erfolg. Erne flottgefpielte einaktig.' Posse erregte lebhafte Heiterkeit und sand mit Rocht starken Beifall. Eine ganz aparte Darbie ung bekam man in der Tanzpantomime »Pierette und Pierrot" zu sehen, wobei sich Fräulein Volk mann als eine spielgewandte Darstellerin vorteilhaft brä- fentiere. Mitglieder des Mufikkorps unterer Reichswehrkape'.le umrahmten das darstellerische Programm mit ausgezeichneten inftrumentaLm Vorträgen und spiel en dann zur Freude der 3ugenb in flotter Weise zum Tanze auf. Die Feier befriedigte allgemein in hohem Maße und verlief in echt kameradschaftlicher Weise. *• Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 343 Ochsen, 75 Bullen, 524 Kühe, 310 Färsen, 505 Kälber, 254 Schafe und 5703 Schweine. Unacht In dem ObermaB an Magensäure. Durch Kaiser- Natron wird des Obel schnell behoben Sie werden erstaunt sein über die gute Wirkung. Verlangen Sie ausdrücklich Kaiser-Natron in grüner Original-Packung. hSchste Reinheit garantiert, niemals lose, ie den meisten Geschäften. Rezepte gratis. v Arno'd Hoiste WWe. ß e’e e'd. (C-M) j Lprcchstnttdcn der Ncdafkion. 12 bis 1 Uhr mittags. 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschlossen Jür unverlangt eingesandke Manuskripte ohne beigefügte- Hütfporto wird keine Gewähr übernommen Färberei Gebr. 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Jene Damen, welche bereit sind, sich für Mk. 1000.- küssen tu lassen, mögen morgen im Lichtspielhaus erscheinen, wo sie sehen können, wie eine kleine Privatsekretärin ihren Chef um diese nicht zu verachtende Summe höre in legt- Wir wollen nicht mehr verraten, als daß dies ein reisendes Lustspiel in ö Akten ist. In der Hauptrolle: Norma >hrarer. Ferner: Die neueste Ufa-Wochenschau HENNY PORTEN gesucht 9187D 907 Iss Stellenangebote au Tafelbirnen tGute Luise u. and.» 8 Md. 1 vi, au ocrk. t,rvD Bleichstr. 2t L Oxhof- Fässer verkaufen. •‘•‘D SffiOBenQflns. sr Mark Tage-- In verdienst er- LA zielen redege- wandiePersonen durch Bertr. unserer gut eingefübrten Artikel an Ladengeschäfte, Restaur. ufro. Oscar Böifns Tüffeidori |Wohnungstausch| Gesucht. Schöne 5-3lninier-Woöng. In guter Lage. Geboten.: 6- bis 8-3immer iDobmg SelierSweg bö. Nähere» Becker, Keoierstr 9. [07237 Die Bresse schreibt: „DaS war wieder eininal Musik!!! 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Drc Fragen her Bevölkerungsbewegung sind für Frankreich von zukunst» unb schicksalgcstllten- bet Debedtuni] Die durch den Weltkrieg und die kolonialen Feldzüge besonders m Marokko und Syrien geschlagenen Lücken im Devölkerungö- bestande konnten trotz aller erdenklichen rechtlichen und wirtschaftlichen Gegenmaßnahmen von innen her, b. b. durch Geburtenüberschuh, nicht au-gefüllt werden. So balf man sich durch Ergänzung von auhen der. also durch Einschmelzung fremden DolkSgutS über die bevölkerungspolitischen Schwierigkeiten hinweg. Die nach dem Kriege entsetzende starke Sin- wanderung von Italienern, Spaniern. Belgiern, Bussen. Polen. Tschechen usw. ermöglichte eine Wiederherstellung des natürlichen Gleich- «Wichts am Bevölkerungshaushalte. zumal die Einschmelzung bei den romanischen und slawischen Einwanderungselementen meist sehr schnell vor sich ging. Enlsällt doch von den über drei Millionen hx Frankreich ansässigen Ausländern fast ein Drittel auf den italienischen Anteil, der biS zur Eroberung der politischen Macht durch den italienischen Faschismus di« angleichungS'ödigsten Reubürger stellte. Die letzte DolkSzäblung schlicht daher mit einem Zuwachs von 60 000 Einwohnern gegenüber dem vorletzten Bestands aus weile ab. Durch eine geschickte EinbürgerungSPolitik also wurde trotz sinkender Tendenz der Geburtenbewegung daS Gleichgewicht im BevölkerunrshauS halte nicht nur wiederhergestellt, sondern sogar überschritten. Aber bald zeigten sich die Schattenseiten einer allzu großzügigen Aufnahme Fvemdstämmiger in den sranzösischen Staats- verband. Die neuen Mitbürger bildeten zuweilen geschlossene Siedelungen, welche die Erhaltung und Pflege der Sprache unb Sitten des Ursprungslandes begünstigten. So haben sich besonders in Südfrankreich die naturalisierten Italiener zu eigenen Kulturgemeinschasten zusammen geschlossen. ermutigt und unterstützt durch völkische Strömungen in Italien. Anderseits waren die neugewonnenen Staatsbürger beruslich und sittlich nicht immer von der ersten Güte. Kurzum, die französische Verwaltung sollte bald erkennen, dah ungeachtet der Rotwendigkeit von Einbürgerungen eine gewisse AuSwaol unter den aus- nahmewill'gen Einwanderern am Platze wäre. Hier soll nun daS neue StaatSange- börigkeitSgesetz (code dc nationahtc ct de nationalisahon) einen festen Rahmen schassen ES enthält vom französischen Standpunkt aus unleugbare Borteile unb bedeutet einen zweifellosen Erfolg der Regierung. Die Grundgedanken deS neuen Gesetzes, zu dem di« Ausfuhrungs- bestimmungen soeben ergangen sind, lassen sich wie folgt, zusamnxenfassen , KX Für die Folge ist nicht mehr lediglich die Staatsangehörigkeit deS ManneS für die Staatsangehörigkeit der Frau xmh der Kinder bestimmend Daneben gewinnt der Wille der Frau recht-erzeugeiiden Wert: daS ist ein Gedanke, der auch in Deutschland bereit- die Fachkreise beschäftigt. Die an einen in Frankreich ansässigen Ausländer verheiratete Französin kann fürder ihr« französische Staatsangehörigkeit behalten. 3a sie kann sogar ihre durch Eheschließung unter gegangene französische Staat-- angehörigkeit zurüderwerben, wenn sie zwei Iahre vor Inkraftsetzung des neuen Gesetze- ihren ehelichen Wohnsitz in Frankreich begründet hat. Allerdings bedarf sie zur Rückerwerbung der französischen Staatsbürgerrechte der Zustimmung des Ehemannes. Einfache Erklärung zu Protokoll de- Standesbeamten genügt. Die Kinder einer Französin werden ohne weiteres französische Staatsangehörige, ohne Rücksicht auf die Staatsangehörigkeit des Balers. Dagegen wird den Abkömmlingen von beiderseits ausländischen, in Frankreich ansässigen Eltern ein Option-recht (faculte d'option) g ernährt, wonach sie zwischen der französischen Staatsangehörigkeit und der Staatsangehörigkeit der Eltern wühlen können. Die Mündigkeit für bte StaaiSangehöngke-tSwahl beginnt mit dem vollendeten 18. Lebensjahre. Da- bürgerliche Recht (Code civü), da- die volle Geschäftssähig- keil aus da- vollendete 21 Lebensjahr festfetzt. erleidet also für bte Zwecke der Ratural isaliortS- erlerchterung eine Ausnahme Allerdings benötigt der noch nicht 21 Iahre alle S.nbürge- rungSwillige bte Zustimmung deS BaierS oder des gesetzlichen Dertreter* SegebetensallS ist ein Familienrat zu l>erufen. Mfen Zustimmung die Weigerung deS gesetzlichen Vertreters ersetzt. DaS Gesuch um Aufnahme in den französischen StaalSverbanb kann bedördl.cherf.ntS nicht zurück- getoiefen werden, wenn der Wahl mündige, -war nicht in Frankreich geboren, aber doch französische Schulen besucht hat ober sonst nach Sprache. Sitte und Bestrebunaen im französischen Kulturempfinden wurzelt. Die militärische Dienftpslicht muh al-dann im französischen Land- ober See- Heer erfüllt werben Für Bewerber die ihrer militärischrn Dienstpflicht tn französischen Einheiten bereit- genügt haben ober Prüfungszeugnifse französischer Hochschulen besitzen, ist die der Raturalisation vorhergehende Warte- und Probefrist (slagc prcalable) aut ein Iahr vermindert worden, während sie sonst drei Iahre beträgt. Aber auch für die nicht bevorzugten Bewerber fann die dreijährige Wartefrist auf Befürwortung der Landräte (Präfekten, zum Teil erlassen werden, wenn sich der Antragsteller nach seinen .sittlichen unb beruflichen Eigenschaften als wertvolles Glied der Gesellschaft" erweist. Dagegen ist Ausländern, bte der französischen Sprache nicht mächtig sind, die Aufnahme zu versagen. eS sei beim, dast sie besondere Beweise einer Frankreich ergebenen Gesinnung erbringen köirnen Der Eingebürgerte genießt alle Rechte des AltbürgerS mit Einschluß des politischen Wahlrecht- Dagegen kann er erst zehn Iahre nach Erwerb ber neuen Staatsangehörigkeit als Der- tretet in die gesetzgebenden Körperschaften, in bte Berus-verbände, Handel-- unb Landwirt- schaft-kammern, in die gerichtlichen vpruchkam- nxm, in die gelehrten Körperschaften uhr». gewühlt ober berufen »erben. Eine bereit- gewühNe Einbürgerung kann durch gerichtliche- Bers ahnen wieder aberkannt werben, wenn sich ber Reubürger Handlungen wider bte Sicherheit de- Staates zu Schulden kommen läßt Die von ber Regierung eingcbrachte Fällung de- Gesetze- wollte da- gerichtliche BerfallSversähren auch auf die kraft de- Dersailler Beiträge- durch völkerrechtlichen Gelamtatt einverleibten Reubürger (lieS: Elsaß-Lothringer, erstrecken, um eine Walse gegen die angeblich staatsfeindlich gesinnte Heimatbewegung in Elsaß-Lothringen zu schmieden. Aber in letzter Stunde hat man sich einet besseren besonnen unb die gefährlichen Klippen einer Ausnahmegesetz Hebung vermieden. Dagegen hat es für Me farbigen Untertanen in den französischen Schutzgebieten fein Bewenden bei den bisherigen Beschränkungen deS Erwerbe- der französischen Staatsangehörigkeit Da- behördliche Berfahren für Sinbürge- rung-gesuche ist wesentlich vereinfacht und beschleunigt worden. Geburt-urkunde und Auszug au- dem Personenstandsregister sind allgemein ausreichende Unterlagen für Raturalifa- t ion-anträge. Bereitet die Beschallung des Auszug- au- dem Personenstandsregister Schwierigkeiten. so können notarielle (Srflänmgcn vor dem Standesbeamten ober Tausbescheinigungen, Staat-angebörigkeit-zeugnisse u. bgl m. Ersatzdienste leisten, wie denn überhaupt die sehr nachgiebige Gestaltung der Berfahren-Vorschriften ein hervorstechendes Merkmal des neuen Staat-angehörigkeit-gesetze- bildet. Parlamentseröffnung in Tirana. Der Auszug der albanischen Großen - Achmed Jogu spricht. - Der Kniesall vor Mussolini. — Aulomobilia. - Die Armee. Don unserem o-Berichterstatter. (Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten;, Tirana. Mitte r> •••■6er 1927. Roch trübt kein Wölkchen den blauen Himmel, der die Fluten der nahen Adria wieberzusi regeln scheint. Rur nacht-, wenn vom nstrulttonSossizieren geleitet, hier in Tirana einen recht martialischen Eindruck macht, besonder- bann, wenn Mannschaft unb eingeborene Offiziere sich in Gala wer en. Reben ber Redner-Tribüne sah man auch jenen alten Operettengeneral, ber sämtliche Balkan- kriege auf ben verschiedensten Seiten milgemacht hatte, unb bet jetzt in feiner Phantasieuniform den Eindruck machte, als wäre er auf dem Wege au einem Atelier, wo ein Film für europäische Vorstadttheater gedreht werden soll. Wie lange die Session von Kammer unb Senat diesmal bauern wirb, weiß man noch nicht. SS sinb verschiedene „Anfragen" vorbereitet worben. bie zum Teil von einem italienischen Schreiber ins Parlamentarische übersetzt werben. Belanglos igkiten zumeist Ber- betleruna von Handrücken. Legung von leie* grai'beminicn unb vor allem Forderungen von Geld. Geld unb wieder Geld Auto und Motorrad werden von allen Würdenträgern beanspruch: unb ihre diesbezüglichen Wünsche er* innem lebhaft an bie afrikanischer Häuptlinge in bezug auf Feuerwatten und Schn.ips Ln- längst war ein amer.kanischer Aulvmobilagent hier ke.ner von Ford oder den General Motors, ’onbern von irgende ner unbekannten Firma, die hier Geschäfte machen will. Die Italiener hatten chm aber bald klar gemacht, baß sie es nicht bulben würden, daß tt’u? unb so bat er es für gut befunben sich wieder auS dem Staude zu machen. Auch soll fein Paß richt ganz in Ordnung getreten fein unb man ersinn er wäre erst nach dem Äriege auS den nordöstlichen Gefilden der früheren Donaumonarchie über» große Wafer gegangen. Aber bat ist ja auch gleichgültig. Für Autos, besonber» für ital.enische Fabrikate, herrscht hier iebensallS im Augenblick eine gewisse Konjunktur. Das ist vielleicht das Wichtigste ber ganzen Parlamentseröffnung von Ti* rana Der Fall Djuraschkowltfch ist lang,am In Ver* gessenheit geraten Die Serien erlcheinen wieder im Tenn.Sklub. und baS btplomatifax KorpS lebt in Frieden unb Eintracht Hur wäh- tenb ber sübslawifchen Dahlen wurden im Eafö auf der Terraffe die Zeitungen etwa» eifriger gelesen, unb man erzählte sich MorbSgefch.chten von neuen Aufständen in ber Herzegowina im Sandschak, der. wie zu ben Zeiten beS Doppel- ablcra unb der Türken nun auch für baS iugo* slawische Königreich ein Schandsack geworden ist. An bieten Gerüchten war kein wahres Wort. Rd- tig sinb aber diese Tartarennachrichten. denn ohne sie würbe einen bie Langewelle hier töten. Achmed Zogu hat gesprochen, baS Parlament ist eröffnet, die Straßen sind erfüllt von den Volksvertretern, bie aus allen Tellen des Lanbes hierher geeilt sind. Tirana hat sich belebt. Aber bald wirb eS still, die Rocht finkt herab, aus der Moschee neben dem Präsitenten- valaiS hört man da- Schnarchen der Wache, unb ein rechtgläubige- Kammermitglied. baS zur Feier de- Tage- zu tief in das Gla- geguckt, schwankt, sentimentale slawische Weisen vor sich her summend, um das Wahrzeichen Albaniens, den Galgen, herum. Oberheffen. Landkreis Gießen. D (Broßen-Cinben, 9.Oft. (Bcgcnroailig wirb bie Dl o 11 r e fl r a ß c , bie burch starten Fuhr- wcrksoerkehr sehr stark gelitten balle, in Orbnung gebracht. (Eine llcberbedunfl mit Klein,chlog unter starkem Zusatz von Teer soll in Zukunft bie seither sehr läfhge Staubentwicklung ver- hindern § Beuern, 9. Ott. Die hiesige Zigarrensabrik, eine Filiale der Firma Rinn & Klos (Heuchel- heim). hat in letzter Zeit Erweiterungsbauten oorgenommen, um ihren Betrieb xu vergrößern. Im Interesse ber werktätigen Bevölkerung unseres Dorfes ist diese Maßnahme sehr zu begrüßen. ch Lich, 9. Ott. Das Hau» ber Erben bce verstorbenen Bäckermeisters Heinrich Bogt in ber Oberstadt, da» als eines der letzten mittelalterlichen chäuser mit seinem alten Erker geziert ist, ging für den Preis von 13 500 Mark an den Handelsmann Sommer von Birklar über. «reis Artcvberg WSN. cheldenbergen, 9. Okt. Eine 7 9 Jahre alte Frau wurde hier von einer bösartigen Sl u b aufgespießt, zu Boden gedrückt unb übel zugerichtet. Der Arzt stellte einen hoppelten 2km-, einen Bein- und einen Rippenbruch bei ber Frau fest. flreio Büvingcn. „?** Nidda, 9. Ort Da in unserem Städtchen, infolge seiner zentralen Lage, das Bett ei Unwesen besonders groß ist, hat der (Bemcinberat bie Einführung von Fürsorgescheinen be- schlossen wie sie von anderen Gemeinwesen mit gutem Erfolge bereits angewendet werden. Sie Gießener Stabttheater. Ludermann: „Tic Ehre". Seht: wir Wilden sinb boch bessere Menschen... wir hier hinten in bei- Provinz; wir haben uns batan erinnert, baß Hermann Suber- mann. der Dichter auS Ostpreußen, in diesen Tagen 70 Iahre alt geworden ist. unb wir sanden. baß bieser Anlaß einer Detenlfeier auf dem Tcheater nicht unwürdig wäre. In Bersin hat man sich nicht erinnert, jwensalls die Theater- direttoren nicht, bie wohl im Falle Sudermann bi« nächsten dazu gewesen wären. Lind es mußte, mit Recht, darüber Klage geführt werden, daß in ber Reich-Hauptstadt — wo an einem Ro- vembertage 1889 der bis bah in völlig unbekannte Subermann zur europäischen Berühmtheit wurde — nach 70 Iähren nur ein einziges Theater ich bereit gefunden hat. an seinem Ehrentage mit einer Aufführung schüchtern ibn zu grüßen. Roch dazu ein unbedeutendes, abfeniae- Theater- chen. ganz wett draußen, in ber Klosterstraße, wohin man stundenlang ’abrci muß ... immerhin sollen ein paar Menschen stchs nicht haben verdrießen lasien. Im übrigen Deutfch- land aber hat man sich erinnert. Auch bei unS. Unb wir fpiden bie .Ehve". Richt um des Stückes willen, sondern um des Dichters willen — darauf kommt es an. Man kann sich heute wohl keine rechte Vorstellung mehr davon machen, was jene denkwürdige Pre- miöre im alten Lessingcheater für bie Zuschauer von bamals bedeutet hat. Roch Hauptmanns „Sonnenaufgang", kurz zuvor, hatte einen Ic.een- schasilichen Kampf ber Geister für und er entfesselt. Die „Ehre" war schon ein etnmü..'.er, brausenber Erfolg. Deibe Stücke brachten, für damals, etwas unerhört Reues aufs Theater: etwas so Reues. daß man anfangs, unb noch lange nachher, die beiden Qkrfaf cr in einem Atem nannte. Bis man endlich cin ah. wie verschieden sie waren, aus wie verschiedenen Richtungen sie kamen, wie ihre Wege sich trennten ... bis man empfand, daß Sudermann gar nicht mit dem damals modernsten Schlagwort „Rattira- lismus" zu erfassen und 8U_ decken fei ... bis man gewahr wurde, was für ein romantischer Mensch der Ostpreuße eigentlich fei. Die begeisterte Zustimmung, bie er anfangs fanb, schlug bald in- Gegenteil um. Es gab auf einmal einen .Fall Sudermann". Der Dichter ber .Ehre wurde das Ziel erbitterter, ver- biffener und gehässiger Angriffe. Man zog gegen ihn vom Geber; jedes Mittel war recht. Unb als er sich wehrte und Gegenschriften wider seine Angreifer richtete, da wurde es nicht besier. sondern schlimmer. Weil er es ungeschickt anfing und seinen streitsertigen und sattelfesten Wider lachem nicht gewachsen war. Da- ist heute vergessen. (Die Haltung der Berliner Theater mag andere Gründe haben; man liest, daß auch zum bevor sichenden Kleist- tagc nur ganz wenige sich rüsten.) Das ist also vorüber, liegt hinter uns; wir sind ruhiger geworben. Wir streiten heut über andere Dinge. Subermann ist uns kaum noch ein Problem. Unb die .Ehre" auch nicht. Die Leute von 1899. die in schwächlichstem Epigonentum steckten unb seit langem keinen freien und eigenen Geist mehr unter sich gesehen hatten, die mußten betroffen und bestürzt fein darüber, baß plötzlich einer vom nachsiafsisch hochtrabenden Pegasus herunterstieg, ohne den mindesten Faltenwurf daherkam und nicht einen einzigen fünffüßigen Iambus aus seiner Toga schüttelte, sondern in einem ebenso ordinären wie deutlichen Berliner Straßenjargon ben Leuten bte Meinung sagte unb ihnen etwas zeigte, wo- zuvor keiner zu sehen ober zu zeigen sich getraut hatte. Daß cs nämlich nicht bloß lauter Schlösier und Schwerter und Könige unb Prinzessinnen. Götter. Helden und Feen in ber Welt gab. sondern auch ganz simple Menschen. Unb bie mutten davon ohne einen .edlen Charakter^'. Aber welche mit viel Gelb, und welche ohne. Welche bn Dor- bcrhaus unb welche im Hinterhaus. Aeußersich reinlich geschieden; wenn man aber genauer hinschaute. sehr unreinlich miteinander verbunden Durch lichtscheue Gemeinschaften und durch kaltes, schmutziges Geld. Schmerzensgeld für beschädigte Glieder unb für beschädigte Seelen, sind daß das. was man .Ehre" nannte, ein höchst zweideutiges. schillerndes Ding fei. daß es verschiedene Ehren gab, echte und unechte, gerade und verkrüppelte, je nachdem man sich stellte, ins Vorderhaus, oder ins Hinterhaus, je nach- dem, ob man Gell» hatte unb kornmerzienrätliches Ansehen genoß, oder ob man kein- batte unb bloß Heinecke hieß. Dies alles offen heraus zu sagen unb ins greife Bühnen licht zu stellen, war bazurnal eine Tat. bedeutete Revolution Heute sieht man dergleichen mit anderen Augen an; ein StoffkreiS wie dieser ist unfein« Ungeheuerl.chkell mehr, Menschen unb Dinge, wie sie hier erscheinen, hnb unS geläufig geworden. Wir werten auch künstlerisch Sudermanns Schauspiel ruhiger unb nüchterner, beim wir haben inzwischen ganz andere Revolutionen unb Umstürze des Kunstgefchmacks erlebt unb regen unS nicht mehr auf. Wir wissen .was heute noch gut und gekonnt ist an diesen vier Akten: der sichere Gritt des bühneng-Trechten Stücke- fchreiberr. der Sinn für die wirksame Behandlung sozialer und geistiger Gegensätze, die Gabe, Menschliches menschlich zu sehen unb wiederzu- geben. Wir sehen auch, was schwach ist unb verfehlt unb was schön damals rncht mehr neu war: die Kian eir e äu \crfte Grenze get ebene Freude am Blust unb Knill unb e sektvollen Feuerwerk, die psychologischen Verzeichnungen unb Voraussetzungslosigkeiten, bas Unechte zwischen dem Echten, dolle vertriebene unb nwahrfcheinl i ch? n?b?n dem Lebendigen. DaS alles sehen wir. das alle- wissen wir; es ist oft unb immer wieder gesagt worden. Trotzdem spielen wir heute dieses Stück, um seines Dichters willen, der längst darüber hin- ausgewachsen ist. Die Ausführung, die Goll inszeniert hatte, hinterließ zwiespältige Eindrücke; einzeln? Teile gerieten vortrefflich, vor allem der zwecke Akt. der, von ein paar Schönheitsfehlern abgesehen, präzis unb geschlossen gespielt wurde. Der folgende Auszug war schwankend unb vergatterte tn der Stimmung, well man unnötigerweise d e paar dvastisch-komischen Partten breit heraus- strich, anstatt sie umrufdringllch vorübergleiten zu lallen. Es hätte überhaupt vieles gedämpfter, gefallener unb unbetonter gegeben werden sollen; die Effekte, die Subermann vorgesehen hat, sind so beschallen, daß sie keinesfalls verpusten oder überhört werden tonnen. Im übrigen war die Regie breit, ausmalend, auf Einzelheiten nächt offne Sorgfalt bedacht unb mit wirkungsvoll angebrachten Abgängen und Aktschlüssen wohlaus- geftatlet Eberhard Hennig spielte den Robert H c i - necke, den ins Hinterhaus Heimgekehrten, ben ©einen Fremdgewordenen, dem Voederhaufe halb widerwillig, halb glücklich Verpflichteten. Wenn er in großen Teilen allzu theatralisch wirkte, so wird man manche- davon ohne Zweifel seiner Rolle zulchreideii müssen, wie sie nun einmal fest steht; jedenfalls bot feine Darstellung in ben ruhigen, verhaltenen Momenten da- vorrellhaf- tere Bild. Gin paar erfrischenb kräftige Aue- brüche wären bei etwas mehr Zurückhaltung und Oetonomie in bet Anlage der ganzen 'Partie schöner zur Geltung gekommen. Eine gewisse sprachliche Schärfe fiel unS besonder- im zweiten Aki auf Tanner t. der ben Staubt gegen» spielet hatte, arbeitete schauspielerisch mü sparsamsten Mitteln unb hinterließ doch ein klares unb lückenlose- Bild — Den Ehnrus machte Geste cs, er schlenderte als Gras Traft (ber von den älteren Franzosen übernommene Raisonneur und Gott aus ber Maschine, mit kühler und leidenschaftsloser ileberlcgenbr.t durch die Szenen, erzählte wohlpointierte kleine Geschichten an Sudermanns Statt und trat den Stil feiner heute schon au-gestorbenen Rolle recht verständniS- v-ll. Dagegen griffen Gehre und Kurzhoff um einen vollen Ton vorbei unb machten aus ihren Kavalieren bllliae Karikaturen; weniger wäre hier erheblich mehr getreten. — Recht gut war Volck -Kommerzienrat, in der betont hochmütigen Unnahbarkeit unb HerzenS kälte des Emporgekommenen. — Die sympathischste Erscheinung im Stück, die jung? Lenore, bie tapfer und unbekümmert ja sagt zu thvem Her* «n. wurde von Susanne H e y m mit warmer Ratürlichkeck gespielt — Bei den Heineckes gingen Luise Jüngling (Mutter) und Alix Krahmer i2llma- mit naturalistischer Deutlichkeit in Gebärde und Wortfall durch die Stube. Golls alter Hernecke dürfte getoinnert, wenn er etwas weniger als komische Figur gegeben würde. • i Der Besuch hätte bester fein können; der Beifall fiang nach den Aktschlüssen feßr frisch. Dr.Th. lauten auf Den Betrog von zwei Pfennig und allen ^ilfebebürftiflfn Verköstigung und Nacht- luortitr gewähren. Man verspricht sich von dreier Maßnahme ein« starke Einschränkung des Bettel- Mesens. w _ A Orleshausen. 9. OIL Beim Obst- pflücken siel ein SOjährtger Mann von der hoben Leiter und zog sich schwere Quetschungen und sonstige Qterletungen zu. - Sin im 70. Lebensjahr« stehender GeichättS- mann au» Düdelsheim wurde auf einer Radtour von einem vorbeifahrenden Motorrad mit Anhänger angerannt und eine Strecke weit sortgeschleifL Außer einem Unterschenkelbruch trua der Ueberfahrene noch andere schwere Der le Hungen davon und muhte mittel- Ärantenauto» In» Hanauer Landkrankc-nhau- verbracht werdem —/- AuS dem Aiddertal, 9. Oh. Da» schöne Herbstwet er, daS mll Ausnahme einig r Regentag« in letzter Zeit herrscht hat die Herb st arbeiten deS Landmanne» f:br fleir rö .tt. Immerhin ist noch Arbeit in Hülle und Fülle vorhanden. Zur Zeit ist die Kartoffel» und Obsternte in vollem Gange. Erstere fällt je nach Sorte und Bodenart ganz verlchicden au». 3n leichterem, sandigen Boden bringt die Ernte naturgemäß in diesem feuchten Jahr größere und auch gesündere Erträge, al» in nassem und schwerem Boden. Immerhin darf aber doch mit einer guten Mittelernte gerechnet werden. Die Preise bewegen sich pro Zentner zwischen 3 und 4 Mk. je nach Sorte und Güte. Die O b st e r n t e sällt überall glänzend au». Fast keine Sorte hat in diesem Jahre versagt. selbst Dirnen, die bereit» vorige» Jahr eine Dollernte gebracht hatten, liefern auch heuer einen vollen Ertrag. Bur ist da» Kernobst diesmal vielfach klein und f ledig geblieben. Die Obstversteigerungen sind fast all« beendet, die Preise waren mit wenigen Ausnahmen überall sehr gering. Selbst bestes Tafelobst stand am Daum kaum höher al» 3 bi» 4 Ml. pro Ztr. Da» Handelsgeschäft kommt allmählich auf. Frühreife» Wirtschafsobst, wie Jakob Level (Mecklenburger), gelb« Richard u. dgl. wurden für 6 Mü der Zentner verladen, für Schütteläpfel werden 2 bi» 3 Mk. bezahlt. Auch für Tafelobst wurden bereit» Käufe für 8 bl» 10 Mk. getätigt, au»-rlesene Ware wurde mit 14 bis 15 Ml. bezahlt. Da bei den geringen Preisen für viele Züchter das Abpflücken nicht lohnt, wird eine Menge Obst, selbst besseres, geschüttelt und für Kelereiz wecke v rwandt. Die neugegründeten Obstwerke in Büdingen finb voll beschäftigt, besonders werden zur Zeit große Mengen von verschiedenen Sorten Wirtschaftsäpfcln zu Achsel- mark verarbeitet. ttreiö Schotten. Schotten, 9.Okt. Nachdem bereits vor einem Zahrc die Schuhmacherzwangsin- n ii n fl des Kreises sich o u f g e l ö st hat, ist ihr jetzt die S ch n c i d e r i n n u n g auf gleichem Wege g e - folgt. Auch andere zur Zeit noch bestehende Innungen erweisen sich nicht als lebensfähig, so daß mit weiteren Auflösungen zu rechnen ist. Kreis Lauterbach. P. Schlitz, 9. Oft Arn Freitag nahm ein sechswöchiger HauShallungSkurfu», der in der Turnhalle stattfand und von Frau Friedmann- Lauterbach, sowie von der Kre.vsürsorge- schwester Schrimpf geleitet wurde, sein Ende. AuS diesem Anlaß fano ein« kleine intern« Feier statt, wozu die Mitglieder des Schulvorstands mlt Bürgermeister Dr. Aiepoth erschienen waren. Rektor Adolph begrüßte die Kursus- teilnehmerinnen. wie auch die Herren vom Schulvorstand und wie» treffend daraus hin, daß derartig« Kurse in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht eine durchaus notwendige Ergänzung zum sonstigen Unterricht der Iungmädchen bildeten. Darauf folgte eine Prüfung der Schülerinnen durch Frau Friedmann, woran sich ein gemeinsame» Mittagessen anschloß, da» der Kochkunst der Schülerinnen alle Ehre machte. Bürgermeister Dr. Riepoth sprach den Unterrichtsleiterinnen seinen Dank und seine Anerkennung Hir di« theoretischen und praktischen Leistungen der Schülerinnen aus. Ein neuer Kursus für Iungmädchen auS den benachbarten Schlitzerländer Dörfern wird am Mon- Locarno ohne Geist. Bon Gustav W. Eberlein. E» ist schwer. Im europäischen Blätterwald spazieren zu neben, ohne dem Geist von Locarno zu begegnen. Daher trifft man ihn nicht z u Hause an. Gr ist Reklamereifend« geworden, wie man mir beim Anklopfen an feine Türe sagt, und wenn nicht die Loccrrnisten. Id doch die ßocamefen haben allen Grund, mit feiner Tätigkeit zufrieden zu sein. In Scharen kommen die Fremden in da» früher nicht übermäßig berühmt gctoelene Städtchen am Langens««, frühen mit Feldstechern nach der auf den Wellen treibenden .Orangenblüte" au» und stehen ergriffen vor der historischen Katze von Ascona. Born spirito selber ist. wie gesagt, Leiber nicht mehr vorhanden, al» auf der Wartburg von Luther oder In Stratford von Shakespeare, aber Reliquien, ja. die sind zu haben, bitte sehr, ganz billig, mein Herr: 0 t r e f e in a n n 20 Gentime». die Stelldicheinterrasse mit dem zweiten Tisch links 30 Centime», mit Katze 10 Centime» mehr Wünschen der Herr vielleicht gleich ein Album? Ich hab« il paese della pacc. den Friedensort. wie die guten Qocamefen jetzt stolz sagen, trenn sie ihre Vaterstadt meinen, im Kriege gesehen. S» war traurig. Der neutrale Kurort flechte dahin wie di« toll« Gräfin Reventlow. deren Freunde, Versprengte aller Rationen, da» Kasino bevölkerten. Aber auch in der gangbarsten Vorkriegszeit luchte man Locarno nur im Frühling, vielleicht noch auf ein paar Herbstwochen zur Weinlese auf. im Sommer ftbltef e» 3» lieg: ja nicht, wie feine Rivalin Lugano, an einer >>1 upk Verkehrsader, man muß in Bellinzona in ein Bummclbäbnchen um steigen Auch fürchtet« man die öumplluft der drei hier ein- mündenden großen Flüsse, de» Tessins, der Maggia und ‘her Verzasca, die mit ihren - zum Teil jetzt kanalisierten — Delta» mächtig« Schwemmgebiete geschaffen haben. Dl« Maggia- ebene frißt sich wie ein Krebsgeichwür in den Öce ein und wird eine» Tages den kleinen schweizerischen Teil vom großen Italienischen ob- schnüren, sofern e» Mussolini erlaubt. Man fürchtete die Hitze, di« Stechmücken und de Lange- we-.le in Locarno — und jetzt bat di« Stadt «In Strandbad. Gerade an der JKaqginmünbung Und hat Sommerfrischler, Lnd ist ÄongrthR geworden. tag wieder in untrer Turnhalle feinen Anfang nehmen. Starkenburg. WSR. Offenbach. 9 Okt. Wie jetzt mitgeteilt wird, ist durch das AuSströmen der Phosgenaase in t«.n Offenbacher Werk der I G.-F..cber.iiwu .ric noch ein Arbeiter erkrankt: er mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. Lebensgefahr b-st ht bet diesem Erkrankten vorläufig nicht. Die Untersuchungen in dieser Sache sind noch nicht abgeschlossen. Preußen. blrci« Wcijlar. L Klein-Rechtenbach. 9 Okt. Rach- bem der Reubau eines SchulhauseS für die hiesige Geme.n^e seiner Vollendung entgegengeht. sand dieser Tage die Derg bung der mit der H e r st e 11 u n g d e s S ch u 1 h 0 f e S ver- bunbcnen Arbeiten statt. Durch Beschluß des Gemeinderats wurden übertragen: bie Maurer- und HofbeseftigungSarbeiten den Unternehmern Rehorn und Höchst von hier, die Schlosser- arbeiken den Sch.niedemeifiern Schmidt und Rehorn von hier und die UmzäumungSarbei- ten dem Zimmermeister Schäfer von Niederwey. Die Arbeiten sind sofort in Angriff genommen worden. Tillkrcis. LPD. Dillenburg, 8. Oft (Tel.-Union.) Durch einen dreist: n Diebstahl ist die Bau- firma Ernst R 0 mpf in Dillenburg um 1500 Mark geschädigt w;r cn. 6i.i jun er Mann beobachtete am SamStagm tlag. wie d e Tochter des Vauunternehme'-s Lohngel.er auf b?r Dink abgehoben hatte. Er verfolgte da» Mä chen bis in das Bureau de» elterlich?^ Gc chäfts. wo er auf Befragen erklärte, den Ehef sprechen zu wollen Das Mädchen legte nichtsahnend die Lohngelder in den offenen Kaffenschrank und li ß den Fremden allein im Bar'au. um den Bstuch anzmnelden Als man zurückkam. war der junge Mann verschwunden und mit ihn der Betrag von 1503 M. Der Dieb konnte entnommen. Maingau. WSR. Frankfurt a. M., 9. Okt Das Amt Maingau in Fratrkfur a. M.-Dockcn- heim ist am Sa.nstag in der Zeit von 17 bi» 20 Uhr als Selbstanschlußamt umgcst^l.t worden. In die er kurzen Zeit mußten 8000 Telcphonanschlü le fertiggestellt werden. Diese Riesenarbeil ist in so kurzer Zeit mit verhältnis- mäßig wenigen Leuten war nur dadurch möglich, daß alle Anschlüsse schon vorher fertiggc-tellt waren und nur noch einzeln eingeschaltet zu werden brauchten, während die al en Anschlüsse getrennt wurden. Die Umschaltung funktionierte sofort tadellos Turnen, Sport und Spiel. Fuhballbundespokal. Dm gestrigen Sonntag kamen auf drei Plätzen die Vorrundenspiele um den Pokal deS Deutschen Fußballbundes zum Aus trag. In Duisburg siegte Westdeutschland nach hartem Kampf über Süddeutschland mit 4 3. Bis zur Halbzeit lag Süddeutschland mit 3:0 in Führung. Rach der Dause setzte sich der flinke Angriff der Westdeutschen durch und erzielte einen knappen, aber verdienten Sieg. In 2 reslau wurde Berlin überraschend von Südostdeutschland 0:2 geschlagen. Die mit Ersatz spielenden Südostdeutschen kamen in der zweiten Spielhälfte, in welcher Berlin nur mit 10 Spielern durchhalten mußte, gut in Schwung und siegten verdient 2:0, nachdem bet der Pause die Seiten torlos gewechselt worien waren. In Stettin wurde Mitteldeutschland mit 5:2 erwartet Sieger. Zur Halbzeit stand das Spiel 3:0 zugunsten Mitteldeutschland». Fußball im Bezirk Main-Hessen. Die Derbandsfpiele der mainischen Gruppe nahmen diesmal nur zum Teil den erwarteten Verlauf. Eintracht Frankfurt erfocht auf dem gefürchteten Platze der Niederräder Union einen verdienten Äeg mit 3:0 Toren, wobei aber bemerkt werden muß, daß Union bereits fünfzehn Minuten nach Spiclanfang einen Stürmer verlor, der bereite verletzt auf den Platz gekommen war. R 0 t ro e i ß besiegte an der Festyalle den 1. Fußballklub 18 9 3 Hanau mit 2:1 Toren, während reichlich viel mehr Torgelegenheiten ungenützt gelassen wurden. Daß der Verein für Rasenspiele Offenbach gegen Viktoria Aschaffenburg verlieren werde, stand ohne weiteres fest. Die Niederlage ist aber mit 3:8 Treffern sehr hoch ausgefallen. Auch der andere Offenbacher Verein, die Kickers, brachte aus Fechenheim eine deutliche Niederlage mit, da er sich von der Spielvereinigung 1 90 3 mit 1:4 obfertiaen ließ. Der Fußball- fportoerein Frankfurt holte sich dagegen in Hanau di« erwarteten zwei Punkte gegen Viktoria Hanau mit 3:0 Toren. In dem Spiele Sport 1 8 60 Hanau gegen Germania 1894 Frankfurt gab es den ersten Spielabbruch in diesem Verbandsjahre. Ein Spieler der Frankfurter griff bedauerlicherweise den Spielleiter an, da er mit besten Entscheidung nicht einverstanden war, weshalb dieser den Kamps abzubrechen gezwungen war. In der Gruppe Hessen gab es die erwarteten ganz knappen Ergebnisse mit Ausnahme des einen Spieles, das der Tabellenführer, W 0 r m a t i a Worms, in Darmstadt gegen den Sportverein 1898 mit 4:2 Toren gewann. Durch diesen Spielausgang gerät Darmstadt zunächst in die Gesellschaft der Abstiegskandidaten. Wesentliche,Verschiebungen in der Tabelle gab es überhaupt nicht. Nur Alemannia Worms verdrängte den Sportverein Wiesbaden vom fünften auf den sechsten Platz. Der Fußball fportoerein 1905 Mainz teilte mit der Sportgemeinde Höchst 1:1 die Punkte, Alemannia Worms schlug Sportvereinigung Arheillgen 2:1; mit dem gleichen Siege über Hassia Bingen fuhr Germania Wiesbaden nach Hause, und Verein für Leibesübungen Neu-Isenburg errang gegen den Sportverein Wiesbaden ein 1:0. Dr. Peltzer siegt in Wiborg. Heising f or s, 9. Okt. (WB.) Der deutsche Weltrekordlauser Dr. P e l h e r ging am Samstag in Wiborg zu einem Lauf über 1500 Meter tn den Start. Es gelang ihm, mit Ausnahme von Qlurmi, die gesamte Elite der finnischen Mittelstreckenläufer zu schlagen. Pelher siegte im Endspurt leicht mit 3,57 vor Eino Borg 3,57,9, Lagerstrvm 3,59,6 und Helgas 4,00 Min. Speerwurfrekorde. Die von dem 3nfterburger Schlokat am 18. September in Oslo erzielte Speerwurfleistung von 64,60 Meter ist jetzt, nach Eingang der erforderlichen Unterlagen, von der D. S. B. als neuer deutscher Rekord of- stziell anerkannt worden. Bei dem internationalen Sportfest in H «l - f in g f 0 r 6 stellt« am Samstag der Finne Penttilae, Wiborg, mit einem Wurf von 69,88 Meter einen Weltrekord im Speerwerfen auf. Die alte Welthöchstleistung wurde von dem Schweden L i n d st r ö m mit 66,62 Meter gehalten. Weltrekord Arne Borgs in Berlin. Eine hervorragend« Leistung vollbrachle die deuttche Rekordschwimmcrrn Frl. Lotte Lehmann (Poseidon Dresden) beim Damenschwimmsest des Damen S. C. Germania 94 Berlin am Samstag im Berliner Luna park. Im 200 Meter-Freistilschwimmen blieb sie mit der Zeit von 2:51,7 weit unter ihrer eigenen Höch st - Das hat mit feinem Propagandageist der Geist von Locarno getan. Sage man also nicht mehr, die ^Rückwirkungen" feien ausgeblieben I Eook steht sich offenbar nicht schlecht mit dem Geist, seine Schaflein brauchen nur einen Passierschein, wenn sie mal schnell nach Mussoliniew hinüberrutschen wollen. Die Berge herunter steigen Lodencirnbem und Windjackenteutonen, die Fünfuhrlöffel plätschern in babylonischen Urtiefen, im Strandbad ist man überhaupt ganz unter sich. Man weiß nicht, ob man die Amerikanerinnen mehr wegen ihrer unerhörten Schlankheit oder wegen der Unbekümmertheit be- wundem soll, mit der sie sich zunächst einmal in den Sand setzen und ihre Strümpfe auf eine Meise auSziehen, die keinen Wunsch der ßerum- llegenben Herren unerfüllt läßt. Dann erst gehen sie in die Kabine. In Ascona hat sich ein noch zwangloserer Lido ausgetan. Obwohl er eine halbe Stunde vom Städtchen entfernt ist, sieht man bie Aphroditen gruppenweise in ihren Transparenten durch die Hauptstraße bummeln, die Scham geren mit einer Handvoll Rosenrot oder Resedagrün. für das der Ausdruck Badetrikot eine Grobheit wäre, ihre Reize unterstreichend. Das Auge de» Gesetzes steht wohlgefällig drein, wie e» sich für den paradiesischen FriedenSort gehört. Uebrigen» tragen die meisten Gäste einen Freibries, ein AbsolutionSattest an der Brust ein runde» Wapperl. daS sie als Äonferenynit- glieber ausweist. ®» findet jetzt in Locarno immer eines jener beliebten internationalen Kränzchen statt, die sich gerne nette Gegenden auSfuchen und dank Fahrpreisermäßigungen und Vergünstigungen aller Art nie über schlechten Besuch zu flagcn haben. Und wie reizend ist es dann, in der Presse al» Weltkongreß ober Welt- kvnferenz zu erscheinen, gerade al» habe man es ernst gemeint Der Strandphotvgraph als ebenso höflicher wie diplomatischer Mann weiß das. Gr überfällt dich unverfeben» mit seiner Spiegelrefler- kamera, gleichgültig, ob du gerade das $ran»- bar«nte anhost ober gemessenen Schritte» in ben Konferenzlaal wandelst du auf der Promenade im Gespräch mit einem Staat» namt eine gute engur machst Tags darauf kannst km dich ausgestellt tebev und für zwei Fiänkli mit nach Haus« ne. ntn. d«-liest du mr. Uulu oött etrefemann ober bloß Herr Märgeli. Die Friedenspalme, die bisher nur in Witzblättern, amtlichen Bankett reden und ähnlichen Mistbeeten gedieh, soll nun auf dem so bewährten Boden der vollzogenen Tatsachen gezüchtet werben, in Locarno. Wie der Zeitungsleser schon weiß, ist ein trefflicher Bürgermeister auf den Gedanken gekommen, deutsche unb französische Erde herbeitragen zu lassen, sie feierlich Alt vermengen und den Samen, der vom heiligen Geiste von Locarno befruchtet wurde, hinein- zubetten. Der Same wird keimen, aufgehen und gedeihen, eine» Tages ist die Palme da und damit der ewige Friede. Ja, so wird es sein. Ist nicht auch aus einem bescheidenen Hühnerei das nachher so berühmt gewordene Qlmerita ausgekrochen? Man muß nur den Mut haben, bie Sache auf bie Spitze zu stellen. Freilich, auch Kolumbus wäre ohne Denkmäler vergessen worden. Die Hotels ersten Ranges haben sich daher beeilt. Gedenktafeln an ihren Mauern anbringen zu lassen, in Marmor den Aufenthalt der ruhmreichen „Delegationen", die hier den Frieden entdeckten, zu verewigen. Wer wüßte sonst .noch. daß zum Beispiel auch die Tschechen und Polen »dabei waren? Der Geist von Locarno ist, anders als Rübezahl, der bei allem Herumwandern fest im Volke wurzelt, ungemein flüchtig. 3n einer zarten Retorte gebraut, besitzt er die Fähigkeit, durchs Schlüsselloch zu entweichen, sowie «in Deutscher in« Zimmer tritt, um ihn zu sehen. Rur weltabgewandtem Augenauffchiag glückt es, ihn zwischen Rosawolken und Silberstrrifen am Horizont zu erspähen, man darf e» also den ßocamefen nicht verdenken, wenn sie ibn vorsichtigerweise an die Wände spießen. Am dauerhaftesten hat ihn der Wirt von AScona festgehalten. Beim ersten Schritt auf bie welthistorische Terrasse des Restaurants Sl- vezia fällt der Blick des erschütterten Fremdlings auf eine in bie Wand eingelassene Grabplatte. auf deren Bronzeplakette sich Briand und Luther die Hand reichen, wie Goethe und Schiller auf dem Sockel in Weimar, wie, um e» mit angem:firner Feierlichkeit zu sagen, das Huhn, das keinen Tropfen Wasser trinkt, ohne einen Blick zum Himmel auf zu tun. Unb au» die'em Hän .'druck wächst unb wallt und toegt es auf. Palmen oedrl, Segelsslügel, Seft^- kcirsr iten. er. Fried« unb Wonne. l»ex! Das stedt da. In Treue fest. Dein auf ewig. Rur leistung (2:55) und schlug chr« Rivalin Reni Erkens (Oberhausen). Durch ihr glänzende« Schwimmen rnanc ihr Verein auch in der 3XM'Meter-Freistilstaffel einen sicheren Sieg. Bille (Hamburg) mußte in der Da-nenwgenstaissl .5 <1(X> Meter eine Niederlage durch Germania y» (Berlin) e nstecken. Das 400 Meter. Freistil- ichwimren der Herren gewann Steinhaus hyru en) in guter Zeit vor Jung (Poseidon Berlin). 21 mc Borg erntet« in einem Schauschwimmen reichen Beifall. Am gestrigen Sonntag bewies hier Arn« Borg lein Kannen mit einem neuen Weltrekord in 880 "fards Freistilschwimmen, die er in 10:14.5 beroulfgte und mit dieser fabelhaften Leistung — die erfLn 1" Mc er ging er mit 1:04 an — verbesserte er die bisherige Höchstleistung um 13,5 Sekunden Die Einleitung bildete ein« große Damenbruststaffel, bie fcdoch von sechs startenden Vereinen niemand gewinnen konnte, da sämtliche Stapeln disqualifiziert werden mußten. Bille (Hamburg) bitte vor Nix« (Eharlottendurg) das Ziel als Erste erreicht. In der darauffolgenden großen Bruststaffel für Herren schwamm der DsD. von 1878 eine weit beste re Zeit als -am vorigen Sonntag und gewann so das Nennen sicher gegen keinen alten Rivalen Weißense« 96. Äm 100 Meter- Damen-Freistilschwimmen gelang es der Rekordhal- terin Frl. L. Lehmann die deutsche Meisterin. Frl. Reni Erken» in 1:16,8 überlegen zu schlagen. Ein« Ueberrvschung bracht« da» T^amen-Brust- schwimmen 100 Meter, indem e» der deutschen Strommeisterin Frl. Zimmermann möalich war, in 1:33,6 die Europameisterin Frl. Schrader (Magdeburg) hinter sich ,zu lassen. Eine Engländerin durchschwimmt den Kanal. Miß Merced«» Gleiße, eine englische Stenotypistin, Mc am Frcilagmorgen erneut zur Äanalübcrqucrung startete, konnte ihren achten Versuch erfolgreich gestalten. Bel ruhiger See. aber äußerst nichtiger Wafsertempera- tur. gefährdete der starke Rebel, bet die kühne Schwimmerin zeitweise von ihrem Begleitboot trennte, noch kurz vor Erreichung der englilchen Küste, bas Unternehmen. Trotzdem gelang c» bet Schwimmerin In 15',', Stunden ben Kanal z u bezwingen. Rach Erreichung ihres Ziel» fiel bie Englänbetin in Ohnmacht au» ber sie erst nach zwei Stunden erwachte. Miß G l e l tz « ist bie erste Englänbetin unb überhaupt bie dritte Frau, ber Die Kanaldurchquetung gelang. Groher Opelpreis von Deutschland. Die größte deutsche Radfernfahrt, bet Große Opelprei» von Deutschland, fand gestern tn der In Kassel begtnnenben 15. und letzten Etappe in Frankfurt a. M. ihren Abschluß. Die tm Frühjahr In Berlin unter außerordentlich starker Beteiligung begonnene Fahrt sah in Kassel nur noch vier Fahrer am Start. Die um bie SiegeSpalme rangen. Wie vorauSzusehen, ging Rubvlf Wolke sowohl im ©efamtnanement, alfl auch m ber Wertung ber Etappenfahrt selbst al» Siege« hervor. Der Start der 6-Klasse war stärker beschickt, so daß tn dieser Etavp«. bi« al» Rennen» für sich gefahren würbe, sich fpannenbe Kämpfe abspielten. Die Strecke, die die Orte Kastel. Homberg, Ziegenhain. ÄlSfeld, Kirchhatn. (Sölb* Marburg, Gießen. Wetzlar ('Ik-rpfleflund). Butzbach. Friedberg. Vilbel berührte, ging über ungefähr 255 Kilometer. Die gefahrenen Zeiten sind m Anbetracht ber schlechten Beschaffenheit der Straßen als sehr gut zu bezeichnen. DaS herrliche, klare Herbsnvetter war wohl zum Gelingen dieser Leistungen auch «tn nicht zu unterschätzender Faktor. Kurz nach 3 Uhr nachmittag» gingen di« ersten Fahrer, die um 6.10 Uhr vormittag» in Kassel gestartet waren, durch» Ziel. Eine zahlreich« Menschenmenge batte sich zu beiden Seiten der Strecke innerhalb d«S Weichbildes der Stadt Frankfurt zum Empfang ber Fahrer eingestellt. Rachstehenb die Ergebnisse: ^-Klasse (Etappenfahrt Kassel— Frankfurt a. M. als besonderes Rennen gewertet); 1. Rudolf Wolke, Chemnitz, in 8.54.00 Std. der Tob soll uns scheiden. Ergreifend! Und darunter rn Gvlbbuchstaben Am 7. Oktober 1925 legten hier Briand unb Luther den Grundstein zum Frieden von Locarno. Kaum hatte ich dies gelesen, da sprang bie historische Katze auf ben Tisch, da» einzig« Lebewesen, daS bei der BeschwöruT^ de» Geiste» seinerzeit zugegen war. Sie hat seither dreimal Junge gekriegt, obschon sie nach den damaligen Zeitungsberichten über die epochemachende Unterredung ein Kater war. Sine Reine Abänderung de» Vertrages von Locarno, di« sich nicht umgehen ließ, da die Rachfra-T« noch der magischen Katze all« Erwartungen überstieg. Spleenige EngläTrderinnen zahlen jeden Preis für die Originalreligui«. Das Wundertier wird daher nach Bedarf erneuert, wie ber abgekrayte Tinten- flca aus ber Wartburg und da» zerschnitzte Bettgestell in Stratford on Avon. Hochschurnachrichlen. Der Professor Dr. Walther G 01han an ber Technischen Hochschule Eharlottenburg ist zum HonorarprofZ or in b:r philosophisch«n Fakultät der Universität Berlin ernannt worben: gleichzeitig hat er hier einen Lehrauftrag für Paläobotanik erhalten. — Die amtliche Ernennung Professor Dr. Adolf Sievert» in Frankfurt zum ordentlichen Prvfess"r der anorganischen Ehemic unb Direktor deS chemischen Laboratoriums in Jena Ist erfolgt. — Der ordentliche Professor der Akademie der bildenden Künste in München Adolf Hengeler wurde auf fein Ansuchen zum 1 Oktober b. 3. in ben Ruhestand versetzt. — Der Ehemiker Professor Dr. Adolf Kreutz. Privatdozent für RahrungS- unb Genußmittel an der Darmstädter Technischen Hochschule, wurde zum Direktor der chemischen Prüfung»statlon in Darmstadt ernannt. — D:r Professor ber Mathematik an ber Darmstädter Technischen Hochschule Geh. Rat Hermann Wiener trat am 1. Oktober in den Ruhestand An Stelle des am 1. Of ober in ben Ruhest arid getretenen Gehe.m n R:gi rungSrat» Prof. Dr. Ot,o Ritter von Falke ist der Ministerialrat im Ministerium für Wissenschaft. Kunst und Volk.-. 1 dang G h.imer RegierungSrat Professor Dr. Wilhelm W a e tz 0 l d t zum Generaldirektor der Staatlichen Museen in Berlin ernannt worden. triftet M frert& ertöte Me feine 8t4w aek Clrafr au' 3 5 Mark, b* ’v t dem 2L*.gefl 1. K $ert llg-Hrrt.en (S. Metze-Bochum 8.57.20 1. um bet folgende EnlschNeßungen. hangen (OcftÄbel- und [tritt er. t die- 8.54.31 Ctb B • X l o 11 e: biges Sieberieben!" Isa lächelte überlegen, als sie geichieden war — Bel* seltsame Ehe! dachte sie - und ich durchschaue diese kluge Dome, so jung ch auch noch bin. Um sich ungestört ihren Freund zu erhalten der mir übrigens auch lieber wäre, als dieser abqeblahte, alternde Monn, drückt sie nicht nur beide Lugen zu. 6-e möchte fein jjen und feine Sinne an ein neues Opfer fesseln. Sie ist damals n-cht zu Haufe ge- Tvlen. um mich mit ihm allein zu lallen, und plötzlich hol Ifa ein: nicht einmal das Mädchen und der Diener waren anwesend ... man hatte sie in eine Und Ck<>vi>y«»|...... starke ßebensbriahung. Auch van Astrologie hatten fi» gesprochen und dem Einfluß der (Beftirne, an den zu glauben der Gros oorgab. Sogar das 5)o- rofkop wollte er ihr stellen und sie nannte ihm dabei ihre Geburtsdaten Sie reimte sich jetzt alles zusammen. Das Pars »m hatte er an ihrem Handschuh c wittert Daß sie es besonders liebe, hatte sie ihm sogar er^hlt, und ihre Handfchuhnummer batte er richtig geraten. Sie fromte damals ihre junge Weisheit aus: „man kann sich fo einfach Nri- kkn wie mailich, aber die Ergänz einer Dame wird sich stets am Schuh und am Handschuh zeigen, ihr Geschmack am Hut.* (Fortsetzung felgt) Gesamtpolitik der Deulschnalionalen volksparlei Der Redner kam in feinen Ausführungen auf die Aennderung der Machtverhältm sie m den europäischen Staaten zu sprechen. , Meide Ruß- lanb international, fo werde Mussolini mit ernem Schlage au6 Italien einen straff organisierten Nationalstaat machen. Dir entbehren zwar Der StaatSkunst eines MSmarck. können aber per- lanaen. haft wir mindesten» die nationale Wurde wahren und daß wir die wenigen ,2ltoutS .die wir Deutschen haben, zum diplomatischen jtu*- (8s mochte einiges Auslchen im 3r.ftitut und aab zu den üblichen Älatfd)creien Anlaß, als J a — man brachte sie bereits in Beziehung zu Lukrin — nicht mehr zur Stunde kam und noch etwa acht lagen aufs Land reifte, zu den Eltern ihrer »ob (egin und Freundin Gertrud von Wiggersheim, die in Mecklenburg ein großes Gut hatten. gen, die mehrere der besten deutschen Stemmer in ihren Nethen haben. Zuerst findet die Abnahme der Leistungspruiung am Platze jedes Bewerber» statt, bann treten sich die beiden Besten zum Rampf tag mit dem Wunsche schloß. daß die kommenden Land: ^gSwahlcn der Pnrte einen weit er m Auf« stieg bringen mögen. 3m Verlause detz VerdandStageS faßte man „Spielen Sie nicht die Bescheidene, kleine Stolze! Cs gibt noch mehr Leute, die sich für Sie Interefficren, außer unserem genialen Freunde, -------- nun, der Meisterschafts-Mannschaft«- (Serv chlheben. Die Deutsche Meisterschaft im Mu aschast» G< w.chtheben lommi in bieftm ‘IN.wat jum Abichluß Im Schlußkamps stoben Siegfried Dortmund, !K o I a n b Humi.. ■ ,i Titelträger I.V.1W0 München. Die Unticheidung Dürfte zwilchen den beiden bayer fchen Vereinen sie Dr Gyllenborg! Sie hatten einmal von (Tbiromantfe geschwatzt, und er hatte ihr die Linien und Hügel ihrer Hande ou»gedeutet: ei"e lange Lebenslinie, dazu xunit und Schönheitssinn, Energie — unb befonbers eine e Sebensbcjahung. Hu' Bccklinbildes. _ ,, Am anderen Tage erbat sie cme Unterredung beim Direktor. Sie fühle sich der Partie noch n ch^ gewachsen, auch sei sie körperlich und fammüj übermüdet. Sie bat ibn, sie für diese letzten Borgen vor den Ferien, wo ja doch alles nur auf die Theateraufführung hinarbettet, vorn Unfen1 )« dispensieren. Sie wolle sich einer gütigen Em- labung folgend, auf dem Lande Erholen Der elegante, kleine Herr schaute |ie ein ment übcrafcht an, bann tätschelte er sie väterlich QU\,Seh^Mrnünftig, mein liebes Kind! Das zeugt von ihrer Einsicht. Unser verehrter MeistersSnyer acht manchmal zu forsch ins Zeug Alles wll seine Zeit haben. Reifen lassen — reifen — Stimme unb Begabung!" für Den Föderalismus tm Reich nachhaltig dn. der ' n»de! on deve durch die Finanznot betreut sei. Di? Wühfarbett Preußen» gegen ba« Reich erichriae >izegen nvch we'.t gefährlicher Die restlose Ueberbrüduna der konfessionellen »egenfäbt mu ' er eigen auf dem Boden rückhaltlosen nationalen Vertrauens und auf voller Dieichvereehiigung AIS beste Staatsform bezeichnete Redner daS »alfcrtum. Zum Schluß forberie er Förderung der sozialen H i l s » t ä t i a ke i t Pc Hebe trurtw mit stürmischem Befall ausgci.ommen. woraus der LandeSoerdandSvorsitzend. ^t llirn oon Hahn, in einem Schlußwort den hki-hten. nt^l&icun anWJTtn 3erk entgegen der Vorschrift link« gefahren sei und ferner keine brennende Laterne am Fuhrwerk führte. Während der Ang.-klmste zugab. ohne Sich' gefahren zu sein, wett c» an jenem Abend vvllständ'a heil gewesen fei. bc- ... auf der falschen Seite gefabnn zu lein. Da» Gerich'. sah nach längerer Bewei«- aufnähme eine strafbare Handlung de» Autc-- flagten al« erwiesen an und erkarmte wegen fapr- lälllge' .störperverletzung in Tateindeil mit Verstoß gegen die Sl raßenverkehoSordnung aus 5 0 Mart Geldstrafe hiNSweise 10 Tage u>e- fängni« .ferner muß der Angeklagte die recht erheblichen .stosten IX» Verfahren» tragen Ein Zriaftwagenführer au» Wetzlar, sowie dessen Shesrau waren In erster Instanz, ersterer Degen Beie.diM'"ä Z" 50 Mark und U>cu u ID i her (taub» zu lwei Wochen S^sänani«. lenirre wegen Widerstande» zu 30 Mari (pe'dßrase verurteilt worden. Diese« Urteil fechten sowohl die Angeklagten, al» auch die Staatsanwaltschaft durch Verri'ung an Wie die Derchandlung er jab. erschien im April der VerichtSvvlUieher in der Wohnung der Angeklagten zweck« Vonvao ne einet AnitshandluTtg. wobei ihm allerlei Wiö. r- stand bei der AuSül'ung seiner Amtspflichlln g- lelftet wurde. Da« Gericht verwars die Berufung der Staatsanwaltschaft und her Shefvau und rxr- urteilte den Shemann zu 180 Mark Geldstrafe. «yentutll für je fünf Mark etn Dag Gefängnis und zur Tragung der Kosten. tobren* au*. einem Metaildocher au» Ärofborf war Dicbst..! i tur VaU gelegt Sr batte in l-tci Fällen in \. Wirtfcha't Frcu-ch in .strv'r. t kleinere Lrirbv rag« au« der Äa!fe wuxn'tl Der seither unb.-ichrit^rne Qlnee.lcgtc 6Q*t lein undefonneucO Hanteln mit 4 5 » « rk « e k d st r a s e n Ste'.le einer txrtrit.teii GefäN'Niestr se von neun Tagen. TOcgen ftbtoc.t Dubstahl« faß e*n Wjtbri- act Lehrling au» Wetzlar nf der Anklage» la-'. weil er gemeinsam tl einem Ztiaendltchen in Aba^esenhei' der Hausbewohner in eine fremde Wohnung unter Benutzung von Dietrichen eindrang und dort au# einer C d- ibe 2S Marr entn-nn $. urtiltil. 1 »ies hj^. Dn*ilt. ba |S1B S.-K ’^S. iberin en Kanal. !*4- eir« enalisch, m°rgen mA § lotmte Ihren leftaüen. M Hl. bet bi« chrem Degieilboot )ung der «ngliljn gelange»btt Den den Äanal Schmig ihres Ziels macht, au» der fit hie. MH «leise and überhaupt die mthqutrung gelang. rlpreis )land. Rabsernsahrt, bet n Deulschlanb, assrl beginnenden Frankfurt a.A Frühjahr in Berlin er Beteiligung br- issel mir noch vier ie SiegeSpalme ran- ing Aubvls Dvlke it. alS auch in der t selbst al» Cieoet lasse lvar stärker be- )pi, die alt Otennzn Ipamenbt Aämpft ble Orte skaliel, i, Kirchhain. Ldlbe Lar CtkxXAWs «rMycte. ging M. grsahrenen Zeilen hlechien Beschallen. gut zu bezeichnen. >etter war wohl zm auch ein nicht W rz nach 3 Uhr nach- Fahrer, die um 6J0 eftartet waren, durch» IchemiMge balle H» trede innechalo ro anksurtzumSmP- D. Nachstehend he fahrt Mel-Sn^ i kennen getoerm'1 gnMin 8.M.OOW .irrDrimdimd Sulh^ «n mm öoc^nio kpönmg seilh« = ”eh » cpncheinachvu^ ^;Vn’qe S-s /Ivan. kpie'rn benutzen. DeShakb war die Deurschnati»- nale Vel.'Spariri vrrn Anfang an gegc i v o - carnv un»'- bte Rnwendung der Svri .»er- einbarten“ J3 .hodrTt. Enttäuscht sind wir nun ach mt: >em Erfolg dieser Mech-den unb all dem. u j« au« Lorarno her.vas'prang. Vor alirni mü len Wir den Widerruf der KriegslchuldlLge verlangen unb tot le Segenfe t gkeitin der Abrüstung und mtQil:‘gc Zestl.-tzung der uns auf er legten Schuld- summe. 3n der Innenpolitik erfortert d.« Aot her Lan>w nschas» nachbattlge Hilfe leiten« de» Reick» b*r tjä:tsen Berliner Geschäften, em halb Dutzend Flaschen ihres pariser Lieblingsparsüms „Trtfle" und jwe, Dutzend der feinsten und elegantesten Handschuhe, ihre Nummer Don Lenz? Aber dann stiegen thr wieder Zwei- fei auf Er wußte gar nichts von ihrem Geburtstag, -chrieb auch keine Zeile Das könnte vielleicht Diskretion fein. Sie arubette darüber nach, erkundigte sich auch in den Gefchäften, wo man ihr fetnerlet Auskunft geben konnte oder wollte Irgend jemand hätte den Auftrag gegeben und bezahlt. So etwas käme alle Tage vor — Ein Berliner Verehrer — Lukrin? Unsinn! Uebrigens wußte auch er nichts von diesem Iag<. Ls mußte jemand fein, der ihn genau kannte und dazu ihre Vorliebe aerobe für diele Dinge. Eberhard? Der büffelte für fein Abi- lur, wir sie gehört, hatte auch wohl kaum das Gelb für dielen teuren Spaß. Und plötzlich wußte sie es: 12 Fortsetzung Hochdruck verboten Und plötzlich fiel er vor Ihr nieder, umklammerte ihre Änie und sprudelte, sich überstürzend, Beteuerungen seiner Liebe heraus. — Schon vom ersten Augenblick an habe er sie geliebt — Er würde sie zu einer großen Sängerin machen — er würde sich töten, wenn sie ihn nicht erhörte . Isa laß stumm, unbeweglich da. Er hielt sie fo fest umklammert, daß sie sich nicht bewegen tonnte; und ooll Ipöttilier. tatter °>.dermM.,er Neugier blickte sie, wie auf em -Schauspiel, auf len halb wahnsinnigen Mann herab Mit einer plötzlichen Bewegung schnellte der Sänger auf, wollte sie umfassen, sie kus,en 5hm rangen sie miteinander: sie schlug ihm mit l,“»*. Sauft !"• Aut unb Scham, liehen ihr Kräfte. Sie sah noch •«in« entsetzten Züge, das balberftaunte, hall wei ] »erliche Zucken seines Mundes — bann Wug sie ? < Draußen1 a^mde $fic hoch auf, kämpfte ä^a'tsam L' KJ* ganze Szene unwahrscheinlich, grotesk vor- D, s ebewinselnde Herr mit seinen schlatzen Zugen er. schien ihr wie ein komischer, ältlicher Satyr etnes ben Titel gegenüber Die Weltmeisterschaft tm fialb ^weryewicht. Am Freitag wurde in Neuyork brr Kamps um ble Wcltmr.flerschaft im Halbschweraewlcht zwi schen Tommi) Loughran unb Mike Mac Tlflue ausgetragen Tommy Caughran siegte nach Punkten unb sickerte sich so ben Titel eines Weltmeisters im Hall-schwera rocht Obwohl Mike Mac Tigue starke Angriffslust zeigte, scheiterte er doch an der geschickten Verteidigung seines Gegners, her zahlreiche Treffer anbringen konnte unb so von Runde zu Runde Punkte ausholen konnte Deutfdjrationaler Parteitag in Worms. Lpb. Worm». 9.0h. Samsta, naajmittafl begann in Worms brr Parteitag bei Dn. Vp.. Lanbcsverdgnb Hessen- Darmstadt. Rach einer Sitzung de» engeren und wei eren Vorstände« am Vormittag sprach Eizelle-z von Hahn al« Vorsitzender nachmittag» die Deariißu igSworte unb gab einen Bericht Uber bi’ Tö'n kett dr» LandeöverbandSvor- stand«» B«i ben Wahlen zum Lanbesdor- stand wurden die bisherigen Doriitzenben tme- dergewähl'. TlamenJ der Ortsgruppe Worm« , pracken Herr Raiser, für den Frauenaus- fchuß der Partei Frau Dr Reinhard. Pros. Dr. Werner wieS in feinem Referat die Behauptung zurück daß bic Deutschnationalen Ost- cfbiec feien. Die Deutschnationalen hätten höchsten» die konservative Linie der vormaligen Ehristttch-Deutlchsozialen. Sr schilderte ferner ben Aufstieg der Partei in Sehen von Drei aus sechs Mandate, durch die bic Möplichteit gegeben sei. künstige» recht viele« zu erreichen. Dei den kommenden Wahlen werde dem stetigen Aufstieg der Partei entsprechend ein weiterer suwach« zu verzeichnen sein. tim Sonntaguormittag sanden Sitzungen per Ausschüsse für Landwirtschaft, Angestellte unb Arbeiter und des Frauenausschusses statt, die gut besucht waren. Bei der Rachmittagssitzung sprach zunächst Frau Landtagsabgeordnete Deutsch aus Königsberg über Kleinrentner-und tiuf- wertungssragen Die deutschnationale Arbeit für die Kleinrentner fei deeweaen energisch gewesen, weil auf dem Gebiete der Auswertung für den verarmten Mittelstand nur schwer etwas zu erreichen gewesen lei. Eie bezeichnete an Stelle der Fürsorge ein Reichsrentnerentschädigungsgesetz als das Ziel der Partei. Abg. Kindt hielt daraus die mit gro- hem Beifall ausgenommene Festrede über deutich- nationale Politik, die in einer Forderung zur Beseitigung der Kriegsschuldlüge, im Sinne der Tannenbergrebe des Reichspräsidenten von Hinbenburg, ausklang. Als letzter referierte der Landesgelchasts sichrer Dr. Brehms über die besonderen Belange Rheinhessens, vor allem des rheitchesstfchen Winzer- und Bauerntums, worauf Erzellenz von Hahn den nichtöffentlichen Teil des Parteitages mit dem Ausdruck der Genugtuung über ben befriedigenden Verlauf mit herzlichen Dankesworten schloß- Staatsminister a. D. Grellen z Wallraf hielt als offizieller Schlußvekmer am Abend einen ausführlichen Vortrag über die >'e 6 Sage Kost n de« enthalten alle diejenigen Nahrungsstoffe und Zutaten, die im Kur« A'ir* 1. 10. ' 10. IU 160.6 175.6.'. «6 16'. 161 5 138 $5 72, Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. B.'rl'n - >‘ Intimi: K. 10. 8. 10. IO. 10. Ii»i 25 IUO 7j 137.25 135 13 Dedil-nmartt Berlin-Frankfurt »Jl .'05.75 2V2 295.25 108 5 f. 71. H 16 5 118 6 11.75 II 254,75 Lanknoten. 92 5 189 5 1 Würfel für 2 Teiler 13 Pf Tig hinter den papieren angcfütrlcn Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — ReichSbankdiskont 7 Prozent, Lombard-,inSfüff 8 Prozent. lamm: ■ - o 115.6 105 118 5 135 25 313 5 195 116 4 101 139 5 160 161 t 202 | 150 143.5 113.6 IG6 10.5 71 5 110,5 105 9 245 194 75 148 198.5 der Die j7 5 □8,4'1 112.4!) 224 163 160 6 232 138 6 16» 25 13 75 HO 113 175.75 138.5 i 209 ... 187 225 23 5 149.13 n< 151.2.1 i . H3.4 239.5 174.65 163 1’3.75 Ibl 75 ■ 8 13» 170 i 1 ....... . . ' 6'., 1- I i Wirtschaft. Die Anleihe Landesbankenzenlrale ^kvSiNche Nachrichten. Israelitische Leligionrgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Dienstag. 11., und Mittwoch, 12. Oktober 1927. Dienstag: Laubhüttenfest. Vorabend 5.45 Uhr: morgens 8 30 Uhr. predigt. Mittwoch: Vorabend 5 45 Uhr: morgens 8.30 Uhr: abends 5.50 und 6.25 Uhr. Israelitische Leligionsgcsellschast. Dienstag, den 11. Oktober, und Mittwoch, 12 O'tober 1927: Hütten fest. 1. Tag: Vorabend > iO Uhr: vormittags 8 Uhr. Predigt: nachmittags 4 Uhr. 2. Tag: Vorabend 6.30: vormittags 8 Uhr: nachmittags 4 Uhr: Feftcsaus- gang 6.25 Uhr. wie insbesondere bet Erkrankungen neuralg. und prompt und Zuverlässig Genaosaäanselo. Tic auffallend rasche und ^uverlat'ige Wirkung berühr auf der ivettuschen Zusammensetzung (Airidophenaz 0,15 4- Phonnz aal 0,45 4- Chln 0,01 4- Coff. 0,11. |7434e» In allen Avoll-eken erhältlich. Schachtel 1 Mark. Äebertragung auS dem Frankfurter Opernhaus. Der Troubapc -r, Cper in vier Akten von Verdi. Dnschlichenc Schallplatten-Konzert. Koloratur- Arien. :l'6 Z > IX« 223 I 6.25 <15 155 i .60.7.' 173 "2,25 39 ! 5 132 182 25 ivg 5 H6 73 148.5 199 5 1.8.25 237 157 6 1.6 5 168 23 1.5.75 HD 25 H1.75 214 193.75 ten gelang es schließlich, den AuSreiher tarart festzunehmen, dah er abtranSportierl werden konnte. 148 5 223 I.’ 1 240 174.5 4 25 162.75 I v8.23 IUO 75 164.5 151 •01 I8U Vij I57.i 168 5 12 i 99 IVO Z-. 119.25 243 195 170 14 7u 41 3 183.75 168.45 2-1.00 110.67 59, 4 t 63 112,98 M 98 12.44 71.45 kHcf r Untern Hamb, telcftr. Werte 9thein. tHettr. irtjlrf. <>lettr. . . , <2d)U;1 i . . , . Siemens alSte . . . . . Habmtorr 4 So..... Luder 4 . ... Tcutfdie Erdöl . , . . vollfleischige Schweine von ca. 160 • D i e amtliche Grosthandelsindex- ziffer. Die auf den Stichtag des 5. Oktober berechnete Grosthandelsindexzifser des Statistischen Rrichs.imtcs war mit 139,8 gegenüber dcr Vorwoche (139,9) nahezu unverändert. 3m Monatsdurchschnitt September stellte sich die Ge- samtindexziffer auf 139.7; sie hat damit gegenüber dem Vormonat (137,9) um 1.3 v. H. angelegen. Von den H.uptgruppcn sind die Indexziffern für Agrarslofse um 1,5 v. H. auf 133,9 (136,8), für Kolonie.!waren um 1,1 v. H. auf 130,2 (128,8), für industrielle Rohstoffe und Halbwaren um 0.8 v. H. auf 131,1 (133.0) und für industrielle Fertigwaren um 1,6 v. H. auf 150,7 (148,3) gestiegen. • Peters Union QI.®., Frankfurt a. M. Für 1923/27 kann auch auf das erhöhte Kapital wieder mit 8 Proz. Dividende gerechnet werden. Die Umsätze waren sowohl mengen-, wie wertmästig höher als im Vorjahr, besonders günstig war das Fahrradreifengeschäft. Günstig lag besonders der Inlandabsah, während der Export unverändert war. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 10. Oft. Tendenz: Ueberwiegend etwas fester. — Die Börse eröffnete die neue Woche wieder recht still. Von einer Beteiligung des Publikums war auch heute nur wenig zu merken, so dast auch die beruss- mähige Spekulation groste Veserve an den Tag legte. Das knappe und farblose Eommuniqö dcr Aufsichtsratssihung der 3. -G. verstimmte, da gerade über die vicl besprochene Kavitalcrhöhung nichts Po itives berichtet wurde, während der Bericht über den günstigen 182.0 ! tos 25 ; 116 119 200 *40 ' 156 5 ' 166 125 , 102 I 112 i 243 HM >72 o 123.25 40 172 l«l . 244 | .*94.91 212,5 , 1.7 u3.5 ; 18» 25 295 5 I 142 1-6.5 32 5 SlKiitr C kiukoble Welfcntircttntr Vc.fcn Vtkn . . , , Ulfe U'trql’üu . , . Klotfnmo.rte . . Qcln-9lcuc<1cn . .innctmann 43 70 25 112 5 <9 105 I H 22 75 133 114 142 172 138 5 bis 200 Pfund Leben. gev 63 bis 71. fleischige Sä.weine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht t"4 t.s t9. Sauen “BO bis 64. Marltverlauf: Binder rege. Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft. Schweine schleppend und Leberstand. Leichte, magere Schweine vermich- lässigt. 439 415 651 626 N7.75 194 75 liti 85 65 Illi 75 | 291 132 Letzte Nachrichten. Frankfurt auf der Elefantenjagd. WLV. Frankfurt a. M, 10. Olt. Wie ünc bereits berichteten, war bei einem Vangier- unfall auf dem Hauptgüterbahnhof ein junger Elefant des Zirkus Krone beim Umlaben entsprungen. Der Elefant verschwand im nahegelegenen Diegwald. Als man nach langem Suchen das Tier entdeckt hatte, wehrte es sich ganz energisch. Mit erhobenem Rüssel trieb es die zum Einfangen erschi mene Pol zei in Stärke von etwa 70 Mann vor sich her, bis es schließlich Zirkuswärtern gelang, durch R fe das Tier heran.',ulocken und ihm die Halenschlingen an den Vitl.DP Hotzmann . ncibcictncr ttement . . Zement Sdflftabt .... Vt aDB A ftreiiaa LchultbctZ Paeenhoter. Cftrotrfe . Wer. OUonifloff..... iPcmbcra ... .... Zellsto Dcilddot.... flftbniicnbnrn . Sbarlot- nbiuflcr Waffcr cilautr Laö . . Taimlcr Motoren. . . . Deman ... Adlerwerte Äleott. . . . mn> Vorne , .. •J2.U Automobil..... CnnfM« * Lorvel . . . rtinte Ho-nionn . . . ^tonbnrb 2iet) . ... farncg rpiun ... frran'f M id)uun . . . "idoner .... .... frnnabar« ..... ttrctn^rfr ...... Mointrastwerke..... Miaa ...... Itekarlulmer........ Union . ..... ßVbr. gteeb.-r ...... r-cnot A Hoenner .... Lubd .stucker ..... in Anbetracht der augenblicklich sehr gespannten Geldverhältnisse. Man kann annehmen, dag die M:ttel aus der Anleihe schon in allerkürzester Zett vergeben fein werden. Mit dem Abschluß dieser für die kleine und mi tHere 3n- dustrie bestimmten Auslandanleihe ist ein bedeutsamer Schritt zur Erleichterung der Kreditlage gerade dieser Wirtschaftskreise vorwärts- getan. Die kleinen und mittleren Unternehmungen lönnen von sich aus schwer selbst Anleihen auf- nchmen und sind daher auf kapital starke Vermittler angewiesen, wie auch das Beispiel der von der Deutschen Dank abgeschlossenen Amerika- anleihe beweist. Die Hypothekenbanken und Spar- fa'icn, die vor dem Kriege der kleineren und mittleren 3nbuftrie in beschränktem Umfange langfristige Mittel für Investitionszwecke bereit- stcll'.en, haben sich heute von diesem Geschäftszweig fast ganz zurückgezogen. Von der Gründung sog. 3ndustrieschaften als besondere Kredit» institute hat man in Preusten abgesehen und versucht nunmehr, über die preußischen Landes- farilen der kleinen und mittleren 3ndustrie die ihr notwendige Kredithilfe zu bringen. Die Deutsch : Landesbankenzentrale, bekanntlich das Spitzen- inflitut der preußischen Landesbanken, hat bereits vor einiger Zeit die Aufnahme einer Sammelanleihe für Wohnungsbauzwecke durck-gesuhrt, und war daher insbeson- dc.e auch durch ihre günstigen Garantieverhält- nille, bzw. durch die der hinter ihr stehenden Landesbanken geeignet, eine Auslandanleihe f ü r d i e mittlere und kleine 3 n b u ft r t e aufzunehmen. Schuldner der Anleihe ist die Deutsche Landesbuu -nzentrale. 3n der Deschaf- fu g der Sicherch i:cn, in erster Linie durch Eintragung von Hypotheken auf gewerbliche Be- trir. sarundstücke ist man nach dem Vorbild der Anleihen der Deutschen Rentenbankkreditanstalt vo'.gegangen. Eine weitere Sicherung besteht da n. dah für die Verbindlichkeiten der cm» z>:.n Landes banken die an ihnen beteiligten S: inten, Provinzen und kommunalen Körper- toiften haften. Die Anleihe ist zur langfristigen D a r l e h n S g c w ä h r u n g be- fi: unt und soll in erster Linie denjenigen Unter- 11 niungen zugeführt werden, die von sich au8 ui ' selbständig am Kapitalmarkt durch Aus- u1 ’C von Emissionen sich ihr Betriebskapital vc schassen können. Das Einzeldarlehen ist marintal mit 500 000 Mark begrenzt. Du die Anmeldungen auf langfristige 3ndustrie- fni ite die verfügbaren Mittel bereits über» ft ec en, so kann man mit der Auflegung einer w.i?ren Amerikaanleihe rechnen. Der Saatenftanb in Preuhen Anfang Oktober. lieber den Saatenstand in Preuhen Anfang Okc l>er berichtet die,Statistische Korrespondenz" xt a : Die Einwirkung der nassen Witterung Im September ist für alle in Betracht kommenden Fi-uchtnrten nicht erfreulich gewesen, besonkeis nicht für die Hackfrüchte, von denen Kartoffeln. Futter- und Kohlrüben um je 0,2 Punkte gc-ren den Stand von Anfang Sepiember schlechter bewertet werden. Die .yianio'i'mc j.ou .1...... volländUchc ‘Jtoten...... ...... Worroenifde vtokn...... T cuifdj-Cf fterr., 5100 .Qroncn :Numäni.^t eilig Estne des J ein re; ;Bs Äft, Durch, • nach »« -t |t..?iWrten eir '--'^.letzte! ix ii2^lunge LLtz MZ eQ^ te* ’1 fc 19; 75 I I M 5 , 195 \ 153 I 9 O fferbtnige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, jün- ! ,.i; 167.77 22.90 110,21 59.01 2.61 112.52 «0.64 72.76 12.S8 73.15 göre 62 bis 65, ältere 59 bis 61, sonstige doH» fleischige, jüngere 55 bis 58. ältere 50 bis 54; Bullen, jüngere, ovllfleischige. höchsten Schlachtwerts 58 bis 63. sonstige vollfleischige oder auS- aemästete 55 bis 57: Kühe, jüngere, oollfleischige, höchsten Schlachtwerts 51 bis 56, sonstige voll- fleischige oder ausger.7ästete 45 bis 53, fleischige 38 b:s 44. gering genährte 30 bis 37; 5ärfcn (Äalbinnen, 3ungrinder). vollfleischige, ausge- mästete, höchsten Schlachtwerts 61 bis 66. voll- flcischige 55 bis 60, fleischige 47 bis 54; Kälber, beste Mast- und Saugkälber 80 bis 85. mittlere Mast- und Saugkälber 72 bis 79. geringe Kälber 62 bis 71; Schafe, Mastlämmer und jüngere Masthämmel, Weidemast 48 bis 52, mittlere Mastlämn er. ältere Masthämmel und gttt genährte Schafe 40 bis 47. fleischiges Schas- vich 34 dis 37; Schweine, Fettfchweine über 300 Pfund Lebendgewicht 71 bis 73. vollfleischige Schweine von 200 bis 300 Pfund Lebendgewicht 69 bis 72. vollfleifchrge Schweine von ca. 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 69 bis ffrantfurta. UH Berlin bu-iub1 umfang flur» Rurs ___Anleihe der Landesbanken- zentrale mit der amerikanischen Banksirmn Lee. Higainson und Co. ist nach einer Meldung des WTB -Handelsdienstes abgeschlossen worden. Der Anleiheoetrag ist 10 Mill. Dollar und der Zinsfuß 6 Proz. Die Bedingungen der Anleihe an die Darlehnsnehmer stellen sich, wie wir erfahren, folgendermaßen: Auszahlung 90.2 Proz.. Verzinsung 6 Proz.. Verwaltungs- kostenbeirrag 2 Proz. Tilgungsquote 2 Proz. Sie müssen als sehr günstig bezeichnet werden. Rüssel zu legen. Aber plötzlich rifj es sich wieder loö und alle Bemühungen, das wild gewordene Rüsseltier wieder einzufangen, waren vergebens. -Uebcraü da. wo sich der Ausbrecher aufhielt, bot der Wald einen wüsten Anblick; Zäune. Gitter, Bäume waren glatt umgelegt. Der Polizeioberst ging schon mit dem Gedanken um. daS Tier erschienen zu lassen, aber auf Anweisung des Polizeipräsidenten fohle dieser ArtSweg erst benutzt werden, wenn alle anderen Versuche scheiterten. Sck-lieftlich lieh Direktor Krone mit Eftrazug einen Leitelefanten von Kreuznach kommen. Vach Ankunft diese« Mutterelefg/r- MM ’ Reich' und ■iS 'e nes W L1 nn Rahmen des ^lm^rat des -j ^cüerbunü^ m ■ d-.ests 2nlerr -1 Mannte franko’ -it.vondemvet -■« « seine Zugel ^!)mostatischen tu bringen -'reges sta^vsM t ri nach dem ,-HIie Slcste als .ttreilramtes anzr r.r.? Lrinnernng ftgcistemng für l .ucqd vorzuschi« I f : 1 persönl.chrr I ungemein g I q nn werden. L ■ gender. sehr bef r zDrftiioS in ■ tt rttirht. Gutes r-.e raiiache. I. nationalen I .^'vstvgenheit, V I Hilten, zu diesen I leine Lchung in 5 ompliment für cerNn. Aiests A Iunb {jv? t>:W ! mm, t-nn . xtoard'djtn 3ctl j ' .hrung in Oei I in Teil gehnbl. I '-.rrfiB’j der der I Iar3 rxgnreten ist [ . kryjeö. 3m c I ,süxn ii die deuts c rjfl(6rilten ^1 gegeben, 6 |. eiifl Ichnellen I 111<# derechygt tt I dahinqel r le''-irnd von jel I 'hm Gnttoidli I 'n furch tr.e Abh I roii.-ngttats des j 'nner Reichsha I u.nung zuteil w.r ■n lom | estras Irüher hätte I vielleicht hat I Hru'grn des 3nt< I ^Ktmgzrats 1 f ch'rn tr.rb, bie ? I "nd in dem Am I "ScnanLen wndr I ^Swnkrmch vvn I ' über je & 105..5 ZVJ 184 ■‘3.9 225.75 _________________^ntn-nt F/. Dl tKrtcf)4nnteltje v. 1927 S)i dli'l Ylbloi <öd)Uit> um Aiielol -Rechlkn DtSal- ohne Vlu6l f .Rtchirn VI. 3r > k' Oov -yr-Uo bDf uiiluubdar bU um . <*/i° 0 'JibtLu'cbe üvv -vaiN V qu .»0 Dpt . . PI V 1» ata < 6ctnv. 4% C(ficrtt(t)Hd)f Wolbrtc 4,2i^. Cefinr id>. Cllbttrtt 4 I. L eurrrti4). einrrül. iHtc *i» llnoatifcbr (Solbrtc 4" Una-irilctt Cto HOr v 191 ■ < 1 < Unocinfd'f .fironcnrtf . . 4°/ 2uif- jollanlnix v 1911 < - lut! yaobatbübn-Rnl e rtf I..... 4 : eerte II 4*। INiini.iiKn convert 9tt< 4‘, > iHumaiicn üloiD.ui. von 1013 ..... ■Ho “tcuihD. (fiftnbabn 4', 6ambiin-?tuitri!a Pa:et. . 1 Ax mb : - bunt lamp sich b u. n.sschlff • . -6 V...bbeur r Vlcub ■ . 6 Vlüfl Truiltf)# ttrftttanfi.. 10 H’jtin r Htaiitverciri io V. rlmrr HanbrK-cstllsch. 17 vommrr»- u' d Privat Bf. U *1 uuii t. u y.XmoitaUanL 12 Tfut ibf 2'cnr.....io 'I i4fontn-L»fffnl<6aft fint 10 Trc«dnkr Ban! . . . io IW' t i.'cnt cb< ürtbiibant 9 i :.banf.........8 ». .ii Man« clbrr.......... CbiTHbtfi tflfmb. B back 0 L Lernt)lef ÄofOivtrfc . o i'udntr t»era an f */• 9 3 Wt-tmildK tttraunfobkn iu tHueiinrcbl . o Si.ctkck Montan...... < ’Pemntjtt Ltadlw. s. 9 3 Ctavt Ik’tntn . . i sh Äaii Äftben’lebeii....... ÄctitBeßerfgein ... iu Äallwtrt eaUbetfurtb 12 ^ranfiurt n.'J i. t'crlin Scölu - 1. r. Sbiuh. -.'inrana liun 1 er« • ■ »c H II). IU 10. 8. |0. 10. 10 b? 3kl — v7 b — _ _ 16,15 16,2 16 16.25 96 — 77 ?5 — - 82 — - - - _ 10 — 6,1 ( — 6,5 — — _ - 7.9 .4 9 15.1 25.1 - .4.0 »- 2.7 1 8 18,05 14 13.5 U.75 — — 16 4 — II — 14 :5 14 4 6.75 • 17 — 16.75 ^ranffurta Tt Berlin schlub- i'Utjr. flurs flur» Scol.i(>. Ansang flur» flur» 8. 10. 10. IU 8. 10. 10. 10. Telegraphische Auszahlung , 8. £ftbr. 10. Oktbr. Amtliche «Htm "Jloti runo »riet flniHcto; Jjanrruna •4.76 112,2» 412,51 11-'.tt 112,.0 II.'. 75 II.. 97 II«.'2 II.. 4 IU. . 7 10,577 11,564 IU, H4 tt, 0 :2.W4 .2,8 22,9 15 t'onöon. . . IQ.Üii 01.4 7 *0,4 43 ‘.runort . . 1,1b-1 1,19b, id.4s, 4,1 " 4,1*4 16,44 > 1.4, 18.4 J *0,7« »U.V2 7'1. 7» -Ü.-H 6 iJ.IU 78, iu 72. t . i in 1.95 j 1,9 J 1.9 4 LV 1 Kto de O'-in ■ HU» 9.502, U.5LUJ 0.4025 •9.11 i ( 51,13 50.25 Prag I2.4U 12,4 I 12,415 12.4 5 B. l trad . - 7,ib! 7.J97 7,3)0 7.^94 PuMp.- t . i3.TO 73.4 4 18,26 78,40 Bul arten i,0 0 -,UP> 9.U U -.046 “ifiabon -U • » 20,7 2 -U 58 *0.64 Tanjlg. . *1. 1 81,47 *>I,3Z 81.4V »rnft nrtn. a- .2-9 2,270 2,2.4 Auen. . . .-44 ,,55« 5,544 5.558 Canada 1,19! I.2DI 4.1 Vi 4..3O Nrn uao