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Schristleitung und s-schäftrft-lle: Schnlftralie 7. annahmt von Hnjtlgtn für die lagesnummtr bi» zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen oo.t 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- hlaraeonieigen von 70 mm Breite 35 Reichspfrnnig, Platzvorfchrist 20', mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein; für den An« zeigenteil i. Dertr. H.Beck, fämtlid) in Gießen. erscheint täglich,auher Sonntags und Feiertag». Beilagen. Lietzener FamiliendlLtter Heimat im Bild Die Scholle Honats«Eaben. Das alte Linkskartell dürfte tatsächlich im jetzigen. Senat wieder in den Bereich der Möglichkeit treten. Die fünf eingeschriebenen Fraktionen im bisherigen Senat waren: die demokratische Linke, die demokratisch- radikale Union, die republikanische Union (mit der bereits die eigentliche Rechte begann), die republikanische Linke (die schon rechts von der Union saß) und die Gruppe der äußersten Rechten. Die Gruppierung im Senat war aber von jeher stets bestimmt von parteipolitischen Momenten, die ihren Ursprung in den Verhältnissen der meist etwa zwei bis drei Fahrs zurückliegenden französischen G e • meindewahlen hatten. So auch diesmal. Die Fraktionsdifziplin, soweit davon auch im bisherigen Senat überhaupt die Rede fein konnte, hat sich daher schon vor den Wahlen stark gelockert. Augenfällig kam das z. B. bei den Verhältnissen im Elfatz zum Ausdruck. Nach den heutigen Wahlen wird der Senat in Zukdnft etwa folgendes Bild bieten: Kommunisten bzw. Sozialkommunisten 2, demokratische Linke mit Radikalen, Rcckükalsozia- listen, Sozialisten, Republikaner 170, reptrblikanische Mitte (bisherige demokratisch-radikalt. Union) 17, republikanische Union (nationale Einigung und andere) 96, republikanische Linke 19, äußerste Rechte 10. Innerhalb der demokratischen Linken haben die Sozialisten nunmehr 10 Sitze, so daß sie endlich eine ordentliche Fraktion bilden können. Es kommt auf die Haltung der Radikalen an, ob cs im Senat tatsächlich zur Wiedererrichtung des alten Linkskartells kommen kann. An sich hat die ßinfe im bisherigen Rahmen gesehen, nunmehr eine klare Mehrheit von etwa 13 Sitzen. Der „M a 1 in" meint, dah Briand seine Rolle als europäischer Friederrsbringer völlig beibehalten würde, wenn er v. Pawels verständigte, dah die Befestigungen im Osten Deutschlands ein Hindernis für die allgemeine Rüstungsbeschränkung als Vorspiel des endgültigen Friedens sei. Der „3 n t r a n f i g e a n t“ behauptet, daß Deutschland durch feine Haltung gegenüber den zwei strittigen Punkten die Alliierten zu entzweien trachte, indem es England in der Frage der Herstellung und der Ausführung von Kriegsmaterial n a ch g e b e , aber die französischen Forderungen wegen der Ostbefestigungen a b l e h n e. Wenn die Alliierten unter sich einig blieben, würden sie von Deutschland Genugtuung erhalten, wenn nicht, dürsten sie nicht darüber erstaunt sein, dah das ganze internationale System auseinanderfalle. Die Besetzungsftist. Ein Kommentar der französischen Ariedensunterhändler zum Versailler Vertrag. Paris, 9. Jan. (WB.) Das „Echo de Paris" veröffentlicht aus einer Erklärung, die die f r a n - zösischen F r i e de n s u n t e r h ä n d le r am 16. Juni 1919 Lloyd George und Wilson gegenüber abgegeben haben, folgende Stelle: Die alliierten und assoziierten Regierungen hätten nicht daraus bestanden, die Besetzung bis zur völligen Erfüllung der Reparationsklauseln zu verlängern, weil sie die Annahme zuge- lassen hätten, dah Deutschland daraus Wert legen würde, ernste Beweise seines guten Willens und alle notwendigen Garantien vor Ablauf der durch den Vertrag vorgesehenen Periode von 15 Jahren zu geben. Die alliierten und assoziierten Mächte hätten durch Artikel 431 festgesetzt, dah. wenn Deutschland alle seine Verpflichtungen vor Ablauf der 15jährigen Periode erfüllt hätte, die Besatzungtruppen unverzüglich zurückgezogen werden würden. Wenn Deutschland zu einem früheren Datum genügend Beweise seines guten Willens und befriedigen de Garantien für die Erfüllung seiner Verpflichtungen gegeben habe, wurden die alliierten und assoziierten Mächte bereit sein, sich im Hinblick auf eine Abkürzung der Desatzungsperiode zu verständigen. Die deutsche Schule in Ostoberschlesien. Nm die Entscheidung Calondcrs. Warschau, 9. Jan. (TU.) Der oberschlesische Wojwode und der polnische Generalkonsul in Beu- then sind im Zusammenhang mit der Ankunft des Direktors der Minderheitenabteilung des Völkerbundes, E o 1 b a n , in Warschau eingetrossen. Eol- ‘ bans polnische Reise dürste sich aus die Schul- entscheidung Ealonders, die von Polen abgelehnt wird, beziehen. In einem offenbar inspirierten Artikel über die oberschlesische Echulfraae erklärt dos „Journal de G e n c d c",_ daß Präsident Ealonder keine Entscheidung gesällt, sondern lediglich seine Meinung ausgesprochen habe, aus Grund deren die polnische Regierung zu entscheiden habe. Die Meinung Ealonders gehe dahin, daß auf Grund der Konvention der Beschluß der Eltern nicht angefochten werden könne. Es erscheine ihm aber nicht pädagogisch, wenn Kinder, die nicht deutsch könnten, die deutschen Schulen besuchten. Auf dieser Basis solle nun eine Lösung gefunden werden, die es vermeide, die Angelegenheit vor den Dölkerbundsrat zu bringen. Hierzu muß deutscherseits betont werden, daß nach Art. 131 der Konvention das Entscheidungsrecht der Eltern allein maßgebend ist, und daß auf sie nicht der gering sie Einfluß, auch nicht aus pädagogischen Gründen genommen wer. den darf. Die polnische Agrarreform Verdrängung deutschen Grundbesitzes aus den Östmarkcn. Warschau, 9. Ian. (WB.) Die polnische Presse veröffentlicht heute eine vorn volnischen Ministerrat ausaegebene Liste der Grundstücke, die nach den Bestimmungen des Agrarresorm-Ge- s e tz e s in diesem Jahre dem Zwangsverkauf unterliegen. Der Ausweis umfaßt rund 50 000 Hektar Boden, hiervon über d i e Hälfte in den Dftmar ten. In Posen unb Pomerellen werden von dem Zwangsverkauf, der laut Gesetz bis 1. Dezember 1927 durchgeführt werden muß — nachher erfolgt die Enteignung — auch viele deutsch stämmige Grundbesitzer betroffen. Nach den Namen zu schließen, entfallen van den 50 000 Hektar über 9000 Hektar auf deutschen Besitz, und zwar 3300 Hektar deutschen Besitzes von insgesamt 7000 Hektar auf Posen und über 5700 Hektar deutschen Bodens von insgesamt 7300 Hektar auf Pomerellen. In diesem Monat wird auch noch der ebenfalls schon vom Ministerrat genehmigte Parzellierungsplan für das Jahr 1927 veröffentlicht werden, der den gesetzlichen Bestimmungen zufolge an die 200 000 Hektar umfassen dürste. Starke Verminderung der deutschen Einwanderung in U S. A. Dashinglon. 8. Jan. (Dolsf.) Präsident Loolidge Hal dem Senat einen Bericht übergeben, der eine Verminderung der Zahl der Einwanderer, die nach den vereinigten Staaten nach dem 1. Juli d. J. jährlich zugelassen werden dürfen, um 11 126 vorsieht. Die Quote für jedes europäische Land wird im Verhältnis zu der sremd- ländischön Bevölkerung der vereinigten Staaten im Jahre 1893 festgesetzt werden. Es sindel eine größere Verschiebung der Quoten statt. Z. B. werden dem Jrischen Freistaat jabrlich 13 862 Einwanderer gestattet werden, statt der augenblicklichen 28 567. Großbritannien und Rordirland erhalten 73 039 statt 3007, Deutschland 23423 statt 51 277, Oesterreich 1463 statt 785. Jedes Land erhält eine Mindestquote von 100. Die Wahlen zumungarischenOberhcms Sieg der Regierungspartei. Budapest, 8. Ian. (WB.) Die erbberechtigten Magnatenfamilien wählten ihre 33 Vertreter in das neue Oberhaus. Es waren zwei Kandidatenlisten im Umlauf, von denen die eine vom Grasen Emil S z e ch e n h i zusammengestellt und von den versammelten Aristokraten als Regierungsliste bezeichnet wurde, und die andere vom Markgrafen Georg P a l a v i c i n i zusammengestellte Liste, die als oppositionelle Liste bezeichnet wurde. Bezüglich 22 Rainen stimmten beide Listen überein. Abgegeben wurden insgesamt 157 Stimmen. Die sogenannte Regierungsliste drang mit großer Mehrheit durch, ausgeirommen des einzigen Kandidaten Grasen Julius A n d r a s s y, obwohl dieser nicht nur auf der Regierungsliste, sondern auch auf der oppositionellen Liste figurierte. Unter den von den verschiedenen Körperschaften gewählten Oberhausmitgliedern befindet sich als Delegierter der Landesmusilhochschule der Geigenvirtuose Hubay und als Ersatzmann Klavierkünstler 33 art of. Das Gesetz über die Schaffung eines Oberhauses bestimmt, daß das Oberhaus an die Stelle desMagnatenhauses treten wird. Mitglieder des Oberhauses können nur ungarische Staatsbürger werden, und zwar 1. auf Grund von Amt und Würden, 2. durch Wahl. 3. durch Ernennung. Lur ersten Kategorie gehören die Bannerherren, die obersten Richter, der Honved- Kommandant, der Präsident der Rationalbank sowie die Kirchenfürsten der verschiedeneit Religionen. 3m Wege der Wahl entsenden Mitglieder ins Oberhaus die «blichen Magnaten- M GUMfiooiwerlmNiwii in Ws. Sabolageversuä'e der Pariser Presse. harrSmitgliever, die Stadt- und Komitatvertretun- gen, die Verbände der Landwirtschaft, der Industrie, des Handels und der Wissenschaft. Zu Mitgliedern deS Oberhauses können nur Personen gewühlt werden, die das 35. Lebensjahr vollendet haben. Die Wahl gilt auf 10 Jahre. Zum Oberhaus gehören auch jene männlichen Mitglieder des Hauses HabSburg-Lothringen, die ihr 35. Lebensjahr vollendet haben und ständig auf dem Gebiet des Landes wohnen Die Wahl der Oberhausmitglieder erfolgt geheim. Die Zahl der vom Staatsoberhaupt aus Grund ihrer besonderen Verdienste auf Lebensdauer ernannten Mitglieder darf 40 nicht überschreiten. Der Rechts kreis des Oberhauses ist derselbe wie der des ehemaligen Magnatenhauses und erstreckt sich auf das Recht der G e s e tz e s a n r e g u n g. Die Oberhausmitglieder haben in der ersten Sitzung, in der sie im Hause erscheinen, einen Eid zu leisten. Am Tage der Eröffnung des Oberhauses hört daS Magnatenhaus auf zu bestehen. Sollte die Stelle des Reichsverwesers vor der endgültigen Regelung der Ausübung der Rechte des Staatsoberhauptes vakant werden, so wird der neue Reichsverweser in einer gemeinsamen Sitzung der beiden Häuser des Reichstags aus den Reihen der ungarischen Staatsbürger in geheimer Wahl gewählt. Kompromiß in hankau? Die Chinesen räumen das britische Konzcssionsgebict. London, 8. Ian. (WTB.) Reuter erfährt aus Hankau, das; die chinesischen Behörden sich damit einverstanden erklärt haben, alle chinesischen Truppen aus dem Gebiete der britischen Konzessionen zurückzuziehen. Das britische Konzessionsgebiet werde dann unter der Kontrolle der britischen Polizei und der Polizei der ehemaligen russischen und deutschen Konzessionsgebiete stehen, welche von einem sowohl aus Chinesen wie aus Ausländern bestehenden gemischten Ausschuß verwaltet werden. Es ist vereinbart worden, eine Belästigung britischer Staatsangehöriger in Zukunft nicht mehr zu dulden. Unter dieser Voraussetzung rechnet man damit, daß heute die britischen Staatsangehörigen ihre Geschäfte wieder auf« nehmen werden. Der „Chicago Tribüne" wird aus Schanghai berichtet, daß derer st eTransportFlücht- linge aus Hankau und den anderen am Vangtse liegenden Häfen gestern nachmittag wohlbehalten in Schanghai eingetroffen sei. Cs handelt sich um etwa 50 amerikanische und 350 englische Frauen und Kinder, hauptsächlich die Familien von dort ansässigen Geschäftsleuten und Missionaren. Angesichts der Unmöglichkeit, die 40 000 Personen umfassende ausländische Kolonie von Schanghai abzutransportieren, sollen die ausländischen Konsulate vorgestern bei ihren Regierungen dringend um militärischen Schuh nachgesucht haben. Der in Manila stationierte amerikanische Admiral William hat auf Grund eines Kabinettsbeschlusses den Auftrag erhalten, sofort aufzubrechen, um das Kommando über die aus 24 Einheiten bestehende ostasiatische Flotte Amerikas vor Hankau zu übernehmen. Wie weiter gemeldet wird, sollen auch die Japaner mit der Räumung ihrer Konzession begonnen haben. In K i u k i a n g ist die britische Konzession überrannt und a u s - geplündert worben. Niederlage der Kantontruppen? London, 10. Jan. (2BIB. Funkspruch.) Dem Pekinger Korrespondenten des „Daily Mail" hat Marschall Tschangtsolins Stabschef rnttge- leitt, der Feldzug der Alliierten gegen die Konto- npfen habe begonnen, und Marschall Wupeifus Streitkräfte in Hunan hätten zwei entscheidende Siege errungen. Die Lage in Mexiko. Präsident Calles über den Konflikt mit den Bereinigten Staaten. N e u y o r k, 9. Jan. (WTB.) Wie aus Mexiko gemeldet wird, hat Präsident Calles einer Gruppe amerikanischer Schriftsteller, Geistlicher und Geschäftsleute, die zu dem besonderen Zweck, die Schwierigkeiten zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten zu untersuchen, gekommen waren, eine Unterredung gewährt, in der er erklärte, er sei bereit, die anläßlich der neuen Petroleumgesetze Mexikos mit der Washingtoner Regierung entstandenen Schwierigkeiten dem Haager Schiedsgericht zu unterbreiten, wenn dies der einzige Weg sei, die drohenden Schwierigkeiten für Mexiko zu vermeiden. Der Präsident gab der Meinung Ausdruck, daß die Zurückziehung der Anerkennung seiner Regierung durch die '.Bereinigten Staaten den unmittelbaren Ausbruch der Revolution in Mexiko zur Folge haben und von seinen Feinden Houston StewattLhamberlain t. Bayreuth, 10. Jan. (WB.) Sonntagnachmittag 143 llhr ist der Schriftsteller Houston Stuart Chamberlain im 70. Lebensjahre gest 0 rben. Houston Stewart Chamberlain wurde am 9. September 1855 in Southsea bei Portsmouth in England geboren. Sein Baler. William Charles Chamberlain, Kapitän der Marine, war Engländer: die Mutter entstammte dem schottischen Kleinadel. Houston wuchs in Versailles, im Hause seiner Großmutter väterliches.its. auf. Seine Urgroßmutter war die Tochter des Lübecker Kaufmanns Böckmann, dessen Familie aus Skandi- navien stammte. Bon 1856 bis 1868 wohnte Chamberlain in Versailles und besuchte das Lyc£e Imperial. Einige Jahre später kam er in eine Privatschule bei Portsmouth, darauf in das Cheltenham College. 1870 verließ er infolge seiner Erkrankung Cheltenham und begab sich mit Miß Harriett, seiner Tante, nach Bad Ems. Auf Ems folgte eine Reise in die Schweiz. In Montreux wo Miß Harriett mit Houston Aufenthalt nahm, engagierte sie einen jungen deutschen Theologen alö Erzieher für ihren Reffen. Von Montreux aus begab sich die Familie nach Cannes. Hier widmete sich Houston ganz seinen Studien, besonders der Botanik. 1878 starb Houstons Vater, int gleichen Jahre vermählte der Sohn sich m.t der Tochter des Breslauer Justizrats Horst. Rech feiner Berhetratung g.ng er nach Genf, um hier an der Universität zu studieren. 1882 hörte er zum erstenmal in Bayreuth den „Parftval" Drei Jahre später Übersiedelte er von Genf nach Dresden, wo er, mit kunsthistorischen musikalischen und als Ermutigung hierzu angesehen werden wurde. Er hob hervor, daß die Ueberweisung der Angelegenheit an das Haager Gericht ohnehin eine Gefährdung der Souveränität Mexikos bedeute. Der Präsident gab zu, daß re d 0 l u ti 0 • näre Bestrebungen bereits am Werke seien, jedoch würden diese von der Regierung unterdrückt und die Schuldigen bestraft. Die Petroleum- Gesellschaften erlitten nach den neuen gesetzlichen Regelungen keinen Schaden. Diejenigen, die ihren Besitz vor 1917 erworben hätten, könnten ihn auf 50 Jahre pachten und nach dieser Zeit die Pacht für weitere 30 Jahre erneuern. Bezüglich Ricaraguas erinnerte der Präsident an die Geschichte des Landes, um seine Ansicht zu bekräftigen, daß die Ansprüche Diaz' als konservativer Präsident ungerechtfertigt seien. Cs würde sonst zwei Regierungen in Ricaragua geben, eine Regierung der Gewalten und Ungesetzlichkeit, und eine der Gesetzmäßigkeit. Mexiko hat die Regierung der Gesetzmäßigkeit anerkannt, erklärte der Präsident, Amerika die der Gewalt. Wie Reuter aus Mexiko meldet, haben die Bundestruppen in den vergangenen Tagen in den verschiedenen Gegenden drs Landes 8 5 B a n- diten oder Aufständische getötet, da das Kricgsdepartement die Befehlshaber angewiesen hat, alle Personen, die sich mit den Waffen gegen die Regierung erheben, standrechtlich hinzurichten. Rach Blättermeldungen sollen sich auch zwei Priester unter den Getöteten befinden. Der Ausstand auf Sumatra. Padang, 8. Jan. (WB.) Die Lage in dem Gebiete des holländischen Forts Zapellen ist sehr unsicher infolge der unzuverlässigen Haltung dcr Oberhäupter der Eingeborenen. Anzeichen lassen darauf schließen, daß die eingeborene Bevölkerung einen Angriff auf die holländischen Militärposten dieses Gebietes plant. Im Bezirk von Siloenkan sind bis jetzt 550 Aufständische gefangen genommen worden. Ein Hauptleiter der kommunistischen Organisation wurde in Solok verhaftet. Der Dawesplan. Parker Gilbert über Deutschlands Leistungsfähigkeit. Reuhork, 9. Jan. (TU.) Der Reparationsagent Parker Gilbert setzte feine Besprechungen mit dem Präsidenten C 0 0 l i d g e und Mitgliedern der amerikanischen Regierung im Weißen Haufe fort. Offiziell wurde über das Ergebnis der Besprechungen bekannt gegeben, daß Gilbert dem Präsidenten Coolidge gegenüber sich über das Funktionieren des Dawesplanes optimistisch ausgesprochen habe und ihn in der nächsten Zeit für durchführbar erklärt habe. Etwaige künftige Schwierigkeiten würden sich als überwindbar Herausstellen. Pressevertretern gegenüber erklärte Gilbert nach Beendigung der heutigen Konferenz: Harte Arbeit und der Wille zum Frieden haben zu einer stetigen Erholung Deutschlands von den furchtbaren Folgen des Krieges geführt. Deutschland hat feine Währung stabilisiert und ist an die Arbeit gegangen. Einige Rationen haben das eine oder das andere getan. Deutschland hat beides getan. Darum war es in der Lage, im vergangenen Jahre 350 Millionen Dollar auf, Reparationskonto zu zahlen. Wir hoffen, daß Deutschland auch den künftigen Anforderungen gerecht werden kann. Eine etwaige Unfähigkeit Deutschlands, den Maximalbetrag von 600 Millionen Dollar zu zahlen, hätte nicht den Zusammenbruch des Dawesplanes zu bedeuten, denn der Plan ist elastisch genug, um jeder Sachlage gerecht zu werden. Parker Gilbert sagte dann weiter: In Deutschland besteht eine fortschreitende Tendenz zum Frieden. Der Locarnopakt war der Ausdruck dieses Wunsches. Es gibt kein Beweismaterial für die dann und wann auftauchenden Schreckensmeldungen. daß Deutschland rüste. Mir scheint, daß jeder Mann in jedem Lande ein paar tausend Flinten zu finden vermag. Parker Gilben fühlt sich von Zeit zu Zeit veranlaßt, ein Loblied auf das gute Funktionieren des Dawesabkommens und die prompten Reparationszahlungen Deutschlands zu singen. Dabei hat er es >isher noch immer vermieden, sich in der ausländi- chen Presse einmal näher über die Schatten- eiten dieses Abkommens zu äußern, wie sie vor allem in der wahnsinnigen Ausbeutung unserer Wirtschaft sich zeigen, die ihrerseits gezwungen ist, unter Bedingungen zu produzieren, die innerhalb der deutschen Arbeiterschaft höchst unliebsame Strömungen ausgelöst haben, wie wir sie in der steigenden Radikalisierung der werktätigen Be- völke.rung aller politischen Richtungen beobachten können. Wir haben seinerzeit in der Erwartung das Londoner Reparationsabkommen unterschrieben, daß man uns auch die Möglichkeit geben werde, die Kriegslasten abarbeiten zu können. Statt dessen philosophischen Studien beschädigt, bis 18E9 wohnte. Hier wurde er auch Cosima Wagner vorgestellt. 1889 vertauschte er Dresden mit Wien, trieb hier sein pflanzenphysiologisches Studium weiter und hörte an der Universität Philosophie. Im Mittelpunkt seines Interesses stand Richard Wagner, über den er nun eine Anzahl Vorlesungen im Wiener Reuen Wagner-Verein hielt. 1895 erschien sein Buch .Richard Wagner", dem 1899 das weltbekannte Werk „Sie Grundlagen des 19. Jahrhunderts" folgte. Im gleichen Jahre trat Chamberlain mit Wilhelm II.. auf den das Werk einen tiefen Eindruck gemacht hatte, in persönliche Beziehungen. 1900 erschienen die „Parsifalmärchen", 1901 die „Worte Christi", 1902 die „Brei Bühnendichtungen". 1905 kam das Werk „Arische Weltanschauung" heraus. Im gleichen Jahre folgte „Immanuel Kant". Im Dezember 1903 vermählte sich Chamberlain in zweiter Ehe mit Eva, der jüngsten Tochter Richard Wagners, und siedelte nach Bayreuth über. 1912 veröffentlichte er sein Buch „Goethe", dem während .es Krieges die „Kriegsaufsätze" folgten. 1915 .amen die „Politischen Ideale" heraus, die .1 als Ehrung das Eiserne Kreuz einbrachten 916 erwarb Chamberlain die deutsche Staatsangc.-urigkeit. Weitere Werke von ihm sind. „Ras!e und Ration", 4. Auflage 1913; „Lebenswege meines Denkens" 1919; „Mensch und Gott", 1921; „Herrn Huckebeins Schädel". 1921. Mit Chamberlain ist eine Persönlichkeit aus öem Leben geschieden, dec aus mehr als einem Grunde außergewöhnliche Bedeutung zuzuschreiben tft. Obwohl er bis in dir letzten Lebens- tahre hinein intensiv gearbeitet und feinen in Deutschland gewonnenen Idealen die Treue be- sperren sich alle ausländischen Märkte, bereiten dem Absatz deutscher Erzeugnisse die denkbar größten Schwierigkeiten, mit dein Ergebnis, daß bei uns seit Jahr und Tag 1,5 Millionen Arbeiter keihe Beschäftigung finden können, daß also insgesamt rund fünf bis sechs Millionen Personen aus öffentlichen Unterstützungen leben müssen. Es gehört kein allzu großer Pessimismus dazu, um aus dieser Art des Funktionierens des Danxsplanes auf bevorstehende politische und Hand in Hand damit auch auf wirtschaftliche Erschütterungen zu schließen, die letzten Endes das ganze Dawesabkommen zerschlagen können. Parker Gilbert täte besser daran, nicht nur die deutschen Goldstücke in fremde Währung umzuwechseln, sondern unserer Industrie den ausländischen Absatz zu erleichtern, damit sie exportieren und die brachliegende Kraft von eineinhalb Millionen Arbeitern verwerten kann, Sonst könnte es geschehen, daß er eines Tages vor einem Chaos in Deutschland steht, für das er und mit ihm seine Hintermänner in Washington, London und Paris verantwortlich zeichnen. WechseiinderspanischenBotschafl in Berlin. Berlin, 8. Jan. (WTB.) Der langjährige, hochverdiente kgl. spanische Botschafter, Pablo Soler y Guardiola, der seine Regierung seit dem 27. August 1920 in Berlin vertritt, wird mit seiner Rückkehr von seinem gegenwärtigen Urlaub aus dem Amte scheiden. An seiner Stelle wird der bisherige Unterstaats- sekretär des Auswärtigen in Madrid, Dr. Fernando Espinosa de Los Monteros, zum kgl. spanischen Botschafter in Berlin ernannt, für den das Agrement bereits eingeholt ist. Der neue Botschafter steht seit dem Jahre 1906 im diplomatischen Dienst, und zwar mit einer Unterbrechung, während deren er als Sekretär in Lissabon tätig war, durchgängig im Madrider Außenministerium. Im Jahre 1921 wurde er zum Ministerresidenten ernannt, 1923 Unter- staatssekretär des Auswärtigen. Monteros hat in Deutschland studiert und an der Universität Jena den juristischen Doktorgrad erworben. Es verbinden ihn also alte und besondere Beziehungen mit dem Lande seiner künftigen Wirksamkeit. — Der scheidende Botschafter Pablo Soler y Guardiola wurde am 6. Juli 1865 in Madrid als Sohn eines Rechtsanwaltes geboren. Auch er wurde Jurist, trat aber schon 1885 in den diplomatischen Dienst. Dort fand er nacheinander Verwendung in Japan, Belgien, Marokko, den Vereinigten Staaten, der Türkei, London, Rom, Paris, Kuba und Buenos-Aires. Der Botschafter ist mit einer Engländerin verheiratet. Kleine politische Nachrichten. Der Etatsooranschlag des Reichsministeriums des Innern für 1927 enthält den Antrag der Kaiser- Wilhelm-Gesellschaft aus Errichtung eines Instituts zu r Aufnahme ausländisch er Gäste in Berlin-Dahlem. Dadurch würde ein wissenschaftliches Forschungszentrum in Deutschland entstehen, an dem hervorragende ausländische Gelehrte ein bis drei Jahre arbeiten könnten. Der frühere Ches der deutschen Heeresleitung Generaloberst 0. S e e ck t ist zu längerem Aufenthalt in Davos eingetroffen. Der französische Ministerrat beschloß, gemäß dem Borschlag des Unterrichtsministers Herriot, die 100- jährige Wiederkehr des Todestages Beethovens zu feiern. * Der Herzog von shork, der zweite Sohn des Königs von England, und die Herzogin von $ort traten an Bord des Schlachtschiffes „Renown" von Portsmouth aus ihre Propagandareise nach Australien und anderen Teilen des britischen Reiches an. Aus aller Wett. Sechzig Tote bei einem Thcaterbrand in Montreal. Während einer Vorstellung brach im Theater von ZHonfreal in Kanada Großseuer aus, durch das das Theater völlig zerstört wurde. Die Gesamtzahl der bei dem Brande Getöteten wird auf ungefähr 60 geschäht. Beim Ausbruch des Feuers befanden sich in dem hause ungefähr 1200 Zuschauer. Als der Ruf „Feuer" ertönte, entstand eine Panik: die meisten Verluste sind auf das wilde Andrängen nach den Ausgängen zurückzuführen. Die Toten sind größtenteils kanadische Knaben und Mädchen. Feuer auf der Trabrennbahn Ruhleben. Auf der Trabrennbahn Ruyleben brach am Sonntagabend auf dem mit großen Heu» und Kornvorräten gefüllten Boden eines Stallge- bäudes ein Feuer aus, durch das der Dachstuhl völlig vernichtet wurde. Der angerichtete Scha- wahrt hat, ist es doch seit geraumer Zeit merklich still geworden um diesen Engländer, für den der Kulturbegriff Deutschland zum elementaren, wegweisenden Erlebnis wurde. Die junge Generation, die heute am Ruder ist, oder doch dem geistigen Deutschland die Richtung zu geben und ihren Stil auszuprägen verbucht, hat, nach neuen Götterbildern suchend, mit Chamberlain und seiner ideellen Welt nicht mehr viel zu schaffen. Erst ein kommendes Geschlecht wird ermessen und auS- toerten können, was diese eigenartige, von außen her kommende Erscheinung für uns bedeutet hat, und wird sich dankbaren Herzens erinnern, einen wie außerordentlichen, obschon heule fast vergessenen Einfluß dieser Engländer auf die Generation gehabt hat, die unserer eigenen voranging. Chamberlain, der Brite, wanderte aus und fand in Deutschland — vielleicht erst durch Zufall — dann aber mit tiefer Bewußtheit und aus Wahlverwandtschaft seine zweite und wahre Heimat. Chamberlain, universaler Geist, erst Schüler, bann begeisterter Künder und Wegbereiter deutscher Kultur ist, erstaunlich zu sagen, saft so etwas wie ein praecep- tor Germaniae geworden; wenn man an feine „Grundlagen des 19. Jahrhunderts" denkt, wird man ihm diesen Ehrennamen kaum vorenthalten wollen, wird man gestehen müssen, daß es sich hier nicht um eine Modesache oder flüchtige Rei- gung handelte, sondern um ein erworbenes, erarbeitetes und tief notwendiges Bekenntnis. Den ersten, "tiefsten und wohl sofort entscheidenden Eindruck erfuhr Chamberlain in der überwältigend wirkenden Begegnung mit dem Werk Aichard Wagners. Dessen MuTk wurde ihm zu einem Grundelement deutschen Wesens. In spateren Jahren stellen sich mit Wagners Ramen die Ramen Goethe und Kant zusammen als eine den ist sehr beträchtllch, aber durch Versicherung gedeckt. Die von der Feuerwehr und der Kriminalpolizei sofort angestellten Ermittelungen ergaben, daß ein Sta11bursche infolge eines Augenleidens unvorsichtig mit Licht hantiert und dadurch wahrscheinlich daS Feuer verursacht hat. Tagung des deutschen Luftfahrtverbandes. Am Sonntag hielt der deutsche Luftfahrt« verband e. V. in Berlin eine außerordentliche Tagung ab. Unter den Anwesenden bemerkte man neben Oberbürgermeister Dr. Jarres- Duisburg, Vertreter des Reichsverlehrsministe- riums, des Verbandes deutscher Lustfahrtzeugindustrieller, des deutschen Ae.ockubs, des RingeS der Flieger, des Modell- und Segelslugverbandes. In erster Linie wurden Maßnahmen besprochen, die dem durch die Pariser Luftfahrtvereinbarungen vom Mai 1926 bedrohten deutschen Flugsport helfen sollen. Es wurde beschlossen, schon in diesem Jahre Flugveranstaltungen im ganzen Reiche durchzuführen, um zu toTrtfcn und gleichzeitig Mittel für die flugfportliche Betätigung zu gewinnen. Diese Flugtage sollen in erster Linie Flugzeug rennen bringen. In einer Entschließung wird der Erwartung Ausdruck gegeben, daß von der deutschen Re ierung Schritte unternommen werden, um auch im besetzten Gebiet der deutschen Luftfahrt die ihr zustehende uneingeschränkte Freiheit wieder zu geben. Juslizral (trüget f. In Berlin verschied der frühere Anwalt des Deutschen G e n 0 s s e n s ch a s t s v erbau d e s, Justizrat Prof. Dr. Hans Crüger. Er hat viele Jahrzehnte lang an der Spitze der Genossenschaftsbewegung gestanden und hat insbeson- bete die Entwicklung der Kreditgenossenschaft maßgebend beeinflußt. Die deutsche Genossen- schastsbewegung verliert in Crüger ihren besten Kenner und bedeutendsten und erfolgreichsten 1 Führer. Von einem Eiszapfen erschlagen. Auf dem Hofe eines Bauern in der Rähe von Linz wollte der Sohn des Besitzers einen vom Dach des Stalles heraohängenden riesigen Eiszapfen abschlagen, als dieser plötzlich abbrach und einem anderen 14jährigen Sohn des Be- siydrs auf den Kops fiel. Der Knabe wurde getötet. Sturm auf eine Reuyorket Bank. Wegen der Verhaftung eines Vizepräsidenten und zweier Angestellter der Broadwah-Central-Bank kam eS am Samstag zu einem „Run" auf diese Dank. Bis zum Geschäftsschluß wurden über 1 Million Dollar an 1500 Deponenten ausgezahlt. Die Bankbeamten haben erklärt, die angeblich veruntreute Summe betrage noch nicht eine halbe Million Dollar. Ein Rttllionen-Desraudant verhaftet. In Mailand wurde der seit fünf Jahren gesuchte ehemalige Inspektor im Ministerium für ' den Wiederaufbau der neuen Gebiete, Moro, I verhaftet, welcher 1921 als Magazinverwalter über 1 Million Staatsgelber unterschlagen hat. Die Mehrzahl des Volkes fährt 4. Klasse. Am Ende des Geschäftsjahres 1925 besaß die Deutsche Reichsbahn 27620 Lokomotiven, 996 Triebwagen, 63 829 Personenwagen, 21831 Gepäckwagen und 689119 Güterwagen, außerdem 1 noch 63 Schiffe und Fähren. An elektrischen Loko- II motiven besitzt die Reichsbahn heute 242 Stück. | Interessant ist es, zu beobachten, wie durch die Verschiebung des Personenverkehrs nach der niedrigsten Klasse hin ein Wechsel in den Personenwagen ftattfanb. Personenwagen, die nur erster Klasse führen, gibt es heute nur noch 19 gegen 141 im Jahre 1913; Personenwagen erster und zweiter Klasse sind I heute noch 1885 vorhanden gegen 5314 im Jahre I 1913. Abgenommen haben auch die Wagen dritter I Klasse, ihr Bestand beträgt heute 22 099 gegen I 28 405 im Jahre 1913. Die Wagen, die zweiter 1 und dritter Klasse führen, erfuhren ebenfalls I eine Verminderung um rund. ein Viertel auf I 4696. Zugenommen haben allein die Wagen I mit lediglich vierter Klasse, und zwar von I 17 482 im Jahre 1913 auf 28 454 im Jahre 1925. I Sämtliche Personenwagen der Reichsbahn ver- I fügen über 3 518 053 Plätze. Dies bedeutet gegen* I über dem Jahre 1913 eine Steigerung von 300 000 I Plätzen. Aus der Verschiebung in der Benutzung I der Personenwagen ist zu ersehen, daß die un* I teren Klassen mehr bevorzugt wurden, was nicht I zuletzt mit der Verschlechterung der fo* I zialen L a ge der Bevölkerung zusammenhängt. I Wettervoraussage. Vorübergehend geringe Bewölkungsabnahme und leichte Abkühlung, sonst noch trüb und verhältnismäßig milde, keine stärkeren Niederschläge. Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 8 Grad Celsius, Mininnun 4,5 Grad Celsius. Niederschläge 1,1 Millimeter. Heutige Morgentemperatur 7,9 Grad Celsius. glänzende Trias; auf den drei Ramen ruhte für Chamberlain der Weltbau deutschen Wesens und deutscher Kultur, sie wurden ihm tragende, ragende Grundpfeiler im Monument der geistigen Entwicklung unseres Volkes, zusammengefaßter, gesteigerter Ausdruck der inneren Vormachtstellung Deutschlands vor dem großen Kriege. Professor Friedrich Sirtt) f. M ünch en, 9. Jan. (WTB.) Professor Dr. Friedrich H i r t h, der bedeutendste Kenner der chinesischen Sprache und Literatur, ist hier nach längerer Krankheit im Alter von 81 Jahren g e ft 0 r b e n. Ahn die chinesischen Verhältnisse praktisch kennen zu lernen, trat er 1870 in den internaiontalen chinesischen Eeezolldienst, dem er 27 Jahre angehörte. Von 1897 bis 1902 lebte Hirth in München. Darauf übernahm er den neu geschaffenen Lehrstuhl für chinesische Sprache uni Literatur an der ©olumbia-llniDerfität in Reuhork, den er bis zum Ausbruch des Krieges inne hatte Seitdem lebte er wieder in München. — Prof. Hirth, der 1869 feine wissenschaftliche Laufbahn mit einer philologischen Arbeit über Plautus und Terenz begonnen hatte, ließ 1835 seine erste sinologische Fachverösfenllichung in englischer Sprache folgen: China and the Roman Orient. Von seinen zahlreichen späteren Publikationen seien hier nur genannt: Ancient Porcehin (88); Grammatik und Handbuch der chinesischen Schrift' spräche (88); Chinesische Studien I (90); Die Länder des Islam nach chinesischen Quellen (95); Fremde Einflüsse in der chinesischen Kunst (96); Heber die Quellen zur Geschichte der chinesischen Malerei (97); The Anden TLstory of China (08) und The Story of Chang k’i^n (17). firei5fl tfretl Ä sKrsck Antrag K ,if^ng5(cnl w AS Ausbruchs v°hrgen°E gehörten W Erschwungen, müssen. Ter - d^Tevah ab. Antrag 01 Leiskirche. gung forjH Launspach aU. rin» verendet Ursache W-n-l. -ergehenden änmeltwng der un» konnte em< werden. Der - »aß er an dem fei, wohl geme stelle. Du m Daul- und Sw sei, habe er n vvrliege. gen toar bei ö; große- SeM sich, »aß der; He Seuche om »rei oder vier bestanden Haber Teilungen wurd< gungfür da Der Rc in 5e Die Klei fällte am Frei grirndsätzU Haber eines C Tiehen war v vergehens besi tagen seinen tranken, g e n verlaust ses Urteil b Rechishrechuw wie sie noch enthalten war ten hob das teil auf und ei i?unft Mlaflei Gerichten einfff der Zigaret len dem in6 stehe, also i brauch an l Als solcher toi ötehen an den unmittelbarerf Getränken oder Demgemäß wu das erste Urte Ireigefpro Bezirk k. Unter dem 1 f!« hiesige ißt; ''he Milqlj Msichtgbehör^ Heß vom Rre waren neben bi l'chlsrat und bei «'ib, 62 % Landgemeinden JJ ", die 61 treten. ,..M einige, Jenenen Bert, c Or Zachei tommer 0. I. t Feinde i Wjberat Lol * Aeter b Vorsitzen . Ürschäslr A '«üiÄ* “ ybtta Ks °r°n 2 2m 191?", 192s Fo U(f; I N l!°nA1 ftn 526 y? 0 l Ronten v°nlen 441 Be Mit« Gleich- Gelten S 210? L3!' hitej^nt liche vorsähli lehung. 885 370 147 1249 54 8 409 Montag 1 339 405 295 20 401 702 2 005 3 446 433 209 8230 9! 2 955 415 685 Schöffengericht Wetzlar Die nä r iliche Schießerei in Münchholzhausen. •• Der Ski-Sonderzug nach Schotten, der gestern vormittag 6.45 Uhr von hier verkehrte, war von etwa 120 Personen beseht. Rach den Maßstäben der Reichsbahn ist diese Inanspruchnahme eines Eonderzuges nicht ausausreichend. Man muh dabei aber doch wohl im Auge behalten, daß das ungünstige Wetter für teuer." — Hessischer Sängerbund. Morgen, Dienstag, abend im Echipkapah Zusammenkunft mit dem 1. Bundesvorsitzenden. Oberregierungsrat Dr. Siegert. (Siehe heutige Anzeige.) risch angegebenen Zahlen folgendermaßen: Angehörige der ev. Landeskirche C! Angehörige der ev.-luth. Freikirchen Angehörige ev.-reform. Freikirchen Angehörige der Brüdergemeinde (Herrn- Hüter) und ihr nahestehender Reli- gionsgesellschaften Mennoniten Baptisten Methodisten Angehörige des Reuapoftolischen Bekenntnisses Adventisten Angehörige sonst, evangelischer Religionsgesellschaften Angehörige der röm.-kath. Kirche Angehörige der griech.-russ.-orthodoxen Kirche Altkatholiken und verwandte Reli- gionsgesellschaften Angehörige sonst, christlicher ReligivnS- gesellschaften Israeliten Angehörige anderer nichtchristl. Reli- gionsgeselltchaften Personen die Inner christl oder israelitischen Religionsge^el schast. aber einer Weltanschauungsgemeinschaft angehören Personen, die keiner Religions» oder Weltanlchauungsgemeinschast angehören Keine Angabe machten Bornotizen. Defraubant vcrhaflel DUtbe der seit fünf Iahi, spestvr im Ministerium sii er neuen Gebiete, Moii $21 als Maga;inverwa!tr atsgelder unterschlagen h: '5 Volk» sahst 4. Klasse. Wftsjahres 1925 besaß ti 21620 Lokomotiven, S Personenwagen, 21831 fr \9 ®ütertDagen, aufjette fiten. 2ln efeftrifcten Lob ichsbahn heute 242 6tüc bevbachien, tove bixäj fr 8 ^ersvuenverlehü tzsien blasse hin « svuenwagen stattsand. M erster Klasse führen, gib« gegen 14Z im Jahre 191 et und zweiter Klasse Händen gegen 5314 im JflJ oben auch die Wagen dn!' 13 Sie Wagen, die zwem führen, erfuhren chense. um rund em Werck »n haben allem die Wage er Klasse, uniip » i flUf 28 454 im 3M 1» „gen d°r W*" em« Schiebung M der Denuhv itt ;u ersehen, das) o« ” bevorzugt wurden, w ÄÄ« •tej’ä'jÄ in L »n«. ä#: ^tben ZSsderL 1) die Parff°^en bt. u9’t>otl S1626bb lchvn in Lk" ,on* ngen * 1 “’n iu tsTthN Dgsportlich^ Slugtag« fgii,. .Tilgung ncn ? «ft« ertodrlunnS;,s^n «ner LNKK 1 «(ä« W trüget f. Ä*Si Kopien erschlogm. ines Dauern in der M ®* « Wert Z ® Jet Jangenben riesign K dieser plötzlich abbtaj Itzahngen Sohn d» fiel. Der Knabe tourte “ veuyorker Bant. Haftung eines Di», d zweier Angeßell. Central-Dank kam eS ar Äun“ aus diese Dank. Dit wurden über 1 Milliv, Deponenten ausgezahlt n erklärt, die angeblich txx> ■age noch nicht eine halb fugten Waffenbesitz. Wie noch erinnerlich sein dürfte, nahm eine Rauferei zwischen mehreren jungen Burschen in Münchholzhausen in oer Rächt des 31, Oktober einen recht blutigen Verlauf, da der Angeklagte damals zwei Schüsse aus einer Selbstladepistole auf seine Widersacher abgab und dadurch zwei jungen Leuten Schußverletzungen beibrachte, und zwar einem einen Bauchschuh und dem anderen einen Armschuh. Während der durch Bauchschuh Verletzte — namens Hahn — einige Tage später in der Klinik in (Stehen verstarb, kam der zweite Verletzte — Hels — etwas glimpflicher davon, doch dürfte auch seine Verletzung noch längere Zeit nachteilige Folgen für ihn haben. Die Verhandlung, zu der ein großer Zeugenapparat aufgeboten war. zog sich gestern bis in die Abendstunden hin, sie wurde heute fortgesetzt und beendet. Es ergab sich, daß der Angeklagte und mehrere andere Burschen bis zum Eintritt der Polizeistunde in einer Wirtschaft gewesen und gezecht hatten. Sie verliehen danach das Lokal und zogen durch die Straße, wo es zu Auseinandersetzungen kam. An einem sogenannten Ahl (enger Zwischenraum zwilchen zwei Häusern) kam es zwischen mehreren Burschen zu Tätlichkeiten. In diesem Ahl, den der Angeklagte dann ebenfalls betrat, fielen von letzterem aus die beiden verhängnisvollen Schüsse. Der Angeklagte will den ersten dieser Schüsse als Schreckschuh abgegeben, um die anderen einzuschüchtern. Beim zweiten Schuh will er sich bedroht gefühlt und daher aus Rotwehr geschossen haben. Durch den ersten Schuh wurde der später verstorbene Hahn, durch den zweiten Hels getroffen. Das Gericht sah die Angaben des Angeklagten bezüglich des angeblichen Schreckschusses als unwiderlegt an. zumal auch die Angaben des Angeklagten, der Verstorbene sei mit ihm befreundet gewesen, in der Beweisaufnahme bestätigt wurden, und kam bezüglich dieses Falles zu der Auffassung, dah fahrlässige Tötung in Frage komme. Im anderen Falle, dem des zweiten Schusses, war das Gericht nicht der Ansicht, dah Rotwehr vorgelegen habe, sondern nahm hier gefährliche Körperverletzung an da der Angeklagte unmöglich sich in einer solchen Lage befunden habe, dah er von der Schußwaffe Gebrauch machen durfte, zumal er keinerlei Verletzungen, sondern nur eine geringe Schramme an stch gehabt habe. Das Urteil, das in später Mittaastunde verkündet wurde, lautet auf drei Monate Gefängnis wegen fahrlässiger Tötung, auf ein Jahr Gefängnis wegen gefährlicher Körperverletzung und ein Monat Gefängnis wegen unerlaubten Waffenbesitzes, vereinigt zu einer Gesamtgefängnis strafe von einem Jahr zwei Monaten, auf die zwei Monate Untersuchungshaft angerechnet wurden. Ferner wurden dem Angeklagten die Kosten des Verfahrens auferlegt Gerichtsfaal. Lin Landesverratsprozeh. WSN. Frankfurt a. M., 8. Jan. Aus L e i p- z i g wird dem Wagners Südweftdeutfchen Nachrichtendienst gemeldet: In dem Spionagepro- z e h gegen den Ratsboten Zapp aus Biebrich Bs-"* Eine starke Vermehrung der Arbeiten brachte der Sparkasse die Berechnung der aufzuwertenden Spareinlagen, wie die Aufwertung der Hypotheken und sonstigen Forderungen. Es wurden E n d e 1925 rund 2200 früher eingetragen gewesene Hypotheken auf einem Goldmarkwert von 4,7 Millionen Goldmark bei der Aufwertungsstelle angemeldet, umzurechnen waren 1925 und 1926 über 38 000 Stück alte Spareinlagenkonten zwecks Aufwertung. Auch die Bezirkssparkasse Gießen har sich nach der kürzlich erschienenen Bekanntmachung entschlossen, an notleidende und über 65 Jahre alte frühere Sparer schon jetzt im Rohmen der verfügbaren Mittel Aufwertungsbeträge alter Spareinlagen, also vor dem 1. Januar 1923, auszuzahlen. Einstimmige Genehmigung fand ferner durch die Versammlung der vorgelegte Voranschlag über die verwaltungstosten für 1927, der in Einnahme mit 331500 Reichsmark, in Ausgabe mit 326 000 Reichsmark, also mit einem Ue b e r s ch u h von 55Ö0 Ml. abschließt. Die für die satzungsgemäh ausscheidenden nichtständigen Vorstandsmitglieder Kaufmann August Roll in Giehen und Bürgermeister Philipp Jung in Klein-Linden erforderliche Ergün- zungswahl zum D o rft a n b e der Sparkasse ergab cinftimmlge Wiederwahl der genannten eiterigen Vorstandsmitglieder. Au' ebenfalls ein- timmigen Beschluß der Versammlung wurde den eiterigen Gehilfen Heimchen, Philippi und Wolf die A n ft e 11 u n g als Beamte (Sekretäre) der Bezirkssparkasse verliehen. Nach Erledigung der Tagesordnung sprach der Regierungsvertreter, Oberregierungsrat Dr. Heß, der Leitung, sowie den Beamten und AngefteUten der Sparkasse in anerkennenden Worten den Dank der Aufsichtsbehörde und der Versammlung für die im abgelaufenen Jahre geleistete Arbeit aus, worauf der Vorsitzende mit Worten des Dankes und hoffnungsvollen Ausblickes auf die stetige gesunde Weiterentwicklung der Sparkasse die Versammlung schloß. Die Reiigionsgliederung in Hessen. Das letzte Jahrzehnt hat nicht nur die politischen Verhältnisse in Hessen grundlegend umgestaltet, es hat auch tiefgreifende Aenderungen in der religiösen Struktur seiner Bevölkerung her- beigesührt. Die Entwicklung der Rcligionsgliede- rung ist, wie allgemein in Deutschland, auch in Hessen in den letzten 15 Jahren durch eine starke Zunahme der Religionslosen gekennzeichnet. Rach den letzten statistischen Erhebungen ist die Zahl der Personen, die keiner christlichen oder israilitischenReligionsgemeinschafl angehören, von 5728 im Jahre 1910 auf 17 635 im Jahre 1925 angetoadjfcn Das bedeutet, in Prozenten aus- gebrüdt. eine Steigerung der Religionslosen von 0,5 auf 1,3 Proz. der Gesamtbevölkerung. Ent- sprechand ist ein prozentualer Rückgang der Re- ligicnsgesellschasten eingetreten. Von ihm sind in gleicher Weise Evangelische, Katholiken und Israeliten betroffen. Die evangelische und die katholische Kirche haben zwar absolut zugenommen, sind aber in ihrer prozentualen Zunahme hinter dem Prozentsatz der gesamten Devölkerungszu- nahme erheblich zurückgeblieben. Der Anteil der evangelischen Kirche an der Gesamtbevölkerung ist trotz der Steigerung ihrer Angehörigenzahl um 37 366 von 848 004 im Jahre 1910 auf 885 370 im Jahre 1925 von 66,11 auf 65,8 Proz. gesunken, der Anteil der katholischen Kirche von 31 auf 30,8 Proz. bei einer Vermehrung der Angehörigenzahl um 18136 von 397 549 auf 415 685. Richt nur eine relative, sondern sogar absolute Abnahme haben die Israeliten zu verzeichnen. Ihre Zahl ist von 24 063 aus 20 401 zurückgegangen, entsprechend ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung von 1.9 auf 1,5 Proz. gefallen. Im einzelnen gliedern sich die oben summa- holzhausen statt. 'iche gefährliche Körperver- fahrlässige Tötung und unbe- am Rhein und zwei Genoffen wurde heule nach mittag bas Urteil gefällt. Zapp würbe wegen oer- achten Verrats militän|d)er Geheimnisse und wegen Bestechung von Reichswehrsoldaten zu uns Jahren Zuchthaus, zehn Jahren Ehrenrechtsverlust unb bauernder Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt, Beisiegel wegen versuchten Verrats militärischer Geheimnisse zu neun Monaten Gefängnis unb Barth wegen derselben Straftat zu einem Jahr sieben Monaten Gefängnis. Bei bem Anaeklagten Zapp werden zehn Monate, bei Barth sieben Monate ber Untersuchungshaft angerechnet. Gleichzeitig werben bie bei ben Angeklagten gefundenen Gelder in Höhe von 10 bis 150 Mark beschlagnahmt. Eine kostspielige Autofahrt. " Darmstadt. 8. Ian. Am 30. September 1926 hatte der Kaufmann Rudolf Ruß von GernSheim an einer Straßenkreuzung ber Saalbaustraße in Darmstadt einen Zusammenstoß seines Autos mit einem anderen Auto verursacht, weil er jenes nicht hatte vorfahren lassen. Zu gleicher Zeit kam noch ein Molorfahrer vorüber, der von dem zweiten Auto zur Seite geschleudert würbe. Die Insassen dieses Autos, ein Architekt-nehepaar sowie der Motorfahrer, ein Metzger und dessen ß Wetzlar. 8. Ian. Unter großem Andrang des Publikums aus der näheren Umgebung fand gestern und heute die Verhandlung gegen den Schmied Otto Schnorr I. aus Münch- ..... ~üe Anklage lautete auf — Tageskalender für Vortrags-Vereinigung: 8 Uhr, Neue Aula, Lichtbil- bervortrag. — Gießener Frauenvereine: 8 Uhr, Einhorn, Vortrag von Frau Dr. Warlich. — Gustav- Adolf - Frauenoerein Gießen: 8 Uhr, Johan- neskirche, Filmvortrag. — Gießener Freiw. Feuerwehr 8 Uhr: „Kuhlen Grunb", Monatsversamm- lung. — Freiw. Gailsche Feuerwehr: 8.30 Uhr, bei Sauer, Monatsversammlung. — Verein Rudersport: 8.30 Uhr, Bootshaus, Monatsversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Flammen lügen." — Astoria-Lichtspiele: „Das große Aben- Vcglciter. ein Wirt, trugen Verletzungen davon: der Wirt ist heute noch nicht ganz wiederhergestellt und geht noch auf Krücken. Ruh wurde, statt einer verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat, zu 300MarlGeld strafe verurteilt. Er wird außerdem noch in einem Z i v i l Prozeßverfahren an die Verletzten bet rächt- Entschädigungen zu zahlen haben. •* 1 jjfj B > !>E,V * L- U- ® | 1 >teet. ® Jffllfltf s* sÄÄ te(i AU5 der Provinzialhauptftadt. l Gießen, den 10. Januar 1927. , Kreisaus'chuh Gießen. Der KreiSauSschuh des KreiseS Gießen verhandelte am Samstag in öffentlicher Sitzung über folgende Gegenständ: Antrag des Wilhelm Becker 11. in Reiskirchen auf Gewährung einer Entschädigung für ein gefallenes Rind. Rach dem Akteninhalt war dem Wilhelm Decker II. im Oktober 1926 ein Iungrind gefallen. Die Sektion ergab, daß bei dem Rind die Maul- und Klauenseuche schon kurze Zeit vor Verendung des Tieres bestanden haben müsse. Eine Anmeldung deS AuSbruchs der Seuche war auf der Bürgecmristerei nicht rechtzeitig erfolgt Aus diesem Grunde war Becker eine Entschädigung hierfür nicht zugestanden worden. Der Besitzer erklärte, daß er Erscheinungen des AuSbruchs der Maul- und Klauenseuche nicht wahrgenommen habe. Rach Ansicht des hierüber gehörten Sachverständigen habe ber Besitzer diese Erscheinungen wahrnehmen und alsbald anmelden müssen. Der KreiSauSschuh lehnte deshalb die Gewährung einer Entschädigung ab. Antrag des Ludwig Launspach XII. zu Reiskirchen um Gewährung einer Entschädi- gung für ein gefallenes Rind. Auch dem Ludwig Launspach XII. war im Oktober v. Is- ein Jungrind verendet. Die Sektion ergab auch hier als Ursache Maul- unb Klauenseuche. Wie im vorhergehenden Falle, war auch hier eine rechtzeitige Anmeldung des Seuchenverdachtes unterblieben unb konnte eine Entschäbigung nicht zugestanden werden. Der Besitzer ertlärtc in ber Sitzung, dah er an dem Abend, bevor das Rind gefallen sei, wohl gemerkt habe, dah dieses nicht richtig fresse. Da in Reiskirchen der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche nicht festgestellt gewesen sei. habe er nicht annehmen können, dah solche vorliege. Rach Angabe des sachverständigen Zeugen war bei der Sektion am Gaumen ein erbsengroßes Geschwür sestgestellt toorb:n. ES sei möglich. dah der Besitzer dieses nicht gesehen habe. Die Seuche müsse nach dem Befund der Sektion drei ober vier Tage vor ber Verendung schon bestanden haben. Mit Rücksicht auf diese Feststellungen wurde dem Kläger eine Entschädigung für das Rind j u g e b i 11 i g t. Der Rauchwarenverkauf in Setterwasserbuden. Die Kleine Strafkammer Gießen fällte am Freitag eine Entf cheidung von Grundsätzlicher Bedeutung. Der In- aber eines Selterwasserhäuschens in Giehen war vom Einzelrichter wegen Gewerbe- vergehens bestrast worden, well er an Sonntagen seinen Kunden, die Wasser bei ihm tranken. Zigaretten in kleinen Mengen verkauft hatte. Die Strafkammer hatte dieses Urteil bestätigt. Sie war dabei der Rechtsprechung des Oberlandesgerichts gefolgt, wie sie noch in einem 1922 ergangenen Urteil enthalten war. Aus die Revision deS Angeklagten hob bas Oberlandesgericht bas Urteil auf unb entschied, feinen eigenen Rechtsstand- puntl verlassend unb ber von anderen höchsten Gerichten eingenommenen Auffassung folgend, daß der Zigarettenverkauf in Trinkhal» len dem inSchankWirtschaften gleichst e h e, also in kleinen Mengen zum Verbrauch an Ort und Stelle zulässig sei. Als solcher wurde anerkannt das Rauchen im Stehen an den Selterwasser buben unb in deren unmittelbarer Rähe, während des Verkehrs von Getränken oder im unmittelbaren Anschluß daran. Demgemäß wurde in der heutigen Verhandlung das erste Urteil aufgehoben und der Angeklagte freigesprochen. Bezirkssparkasse Giehen. Unter dem Vorsitz des Direktors Z a ch e i s hielt die hiesiac Bezirkssparkasse ihre ordent- l i ch e M i t g l i e d e r o e r s a m m l u n g ab. Die Aufsichtsbehörde war durch Oberregierungsrat Dr. Heß vom Kreisamt Gießen vertreten. Anwesend waren neben dem fast vollzählig erschienenen Auf« sichtsrat und dessen Vorsitzenden, Beigeordneten Dr. Selb, 62 Vertreter der Stabt Gießen unb der Landgemeinden des Bezirkes, die letzteren waren mit 48, die Stabt Gießen mit 3 9 Stimmen vertreten. Nach einigen Begrüßungsworten an die erschienenen Vertreter, gedachte der Vorsitzende, Direktor Zacheis, in ehrender Weise des im Sommer o. I. verstorbenen lanctzährigen Vertreters der Gemeinde Lollar, des Beigeordneten Karl G e r l a ch. An Stelle des Heimgegangenen Jat der Gemeinderat Lollar den Beigeordneten Gg. Seipp zum Vertreter bei der Sparkasse gewählt. Der Vorsitzende erstattete sodann den Geschäftsbericht für das Jahr 1925, der ebenso wie die Rechnung für 1925 von der Versammlung genehmigt wurde. Der Reingewinn des Geschäftsjahres 1925 beträgt 33 737,65 Reichsmark. Er wurde auf Beschluß der Versammlung der Rücklage überwiesen, während der Vortrag aus 1924 mit 14 036,89 Reichsmark wiederum auf neue Rechnung vorgetragen wurde. Aus dem Geschäftsbericht für 1925 seien folgende Angaben heroorge- hoben; Während die Spareinlagen Ende 1924 1 024 030 Reichsmark betrugen, find diese im Laufe des Jahres 1925 um 1 189 314 Reichsmark gestiegen und ergeben Ende 1925 einen Bestand von 2 213 344 Reichsmark. Bemerkenswert ist hierbei, daß die Zunahme der Spareinlagen in den letzten Vorkriegsjahren 1912 13 ebenfalls etwa 1000 000 Mk. in einem Jahre betragen hat. Die Hoffnungen auf bie Wiederhebung des Sparfinns unter der Bevölkerung des Bezirkes nach brr schlimmen Kriegs- unb Inflationszeit haben sich also bei der hiesigen Sparkasse voll und ganz erfüllt. Die Zahl ber Sparbücher erfuhr eine Steigerung um 2 500 Stück: sie betrug 1924 3385 Stück, Ende 1925 5885 Stück: neu errichtet wurden im Be- richtssahre 2976 Sparkonten, aufgelöst dagegen 476. Im Kontokorrent (Giro-) Verkehr rour- den 526 Konten neu errichtet, aufgelöst wurden 85 Konten, der Bestand erfuhr eine Zunahme von 441 Stück unb beträgt Ende 1 9 2 5 1436 Konten mit einem ©iroeinlagenbcftanb von 888 290,52 Reichsmark. Die Kontokorrentdebitoren betrugen 1 804 207,70 Reichsmark, die Gesamtausleihungen (einfchl. dieser Debitoren 2 193 496 Reichsmark, die Guthaben bei Girozentralen und Banken 854 123 Reichsmark, die gesamten flüssigen (sofort greifbaren) Mittel 932000 Reichsmark ober 33 Prozent ber Gesamtverbindlich- feiten. bie gestrige Frequenz nicht besonder- förderlich gewesen ist. jedenfalls kann von der gestrigen Benutzung noch kein Schluß auf bie Inanspruchnahme zur Frühjahrs- und Sommerzeit gezogen werden, für die man die Einführung dieser Sonntags-Frühxüge erwartet. *• Personalse. Ernannt wurde ber Amts- gehilfe an der Realschule in Schotten. Jakob Scheid, zum Amtsgehilfen an bem Landgraf- Ludwigs-Gymnasium in Gießen mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts ab. •• Das Fest der goldenen Hochzeit können am morgigen DienStag. 11. Januar, her Rentner Johan nes Hirz und Frau Maria geb. Fischer, Seltersweg 22 wohnhaft, in vollkommener körperlicher und geistiger Frische begehen. Der alte Herr steht im 80. Lebensjahre, seine Lebensgefährtin ist 72 Jahre alt. n. E i n Achtzigjähriger. Heute kann in körperlicher und geistiger Rüstigkeit ter Rechnungsrat i. R. Ludwig Jochim. Kaiserallee 125. seinen 80. Geburtstag seiern. Geboren am 10. Januar 1847 in Cinartshausen. Kr. Schotten, bat er lange Jahre als Vorsteher des Dermes- sungsamts in Schotten gewirkt. Don den 14 Ur- grüntern des Vogelsberger Höhenklubs, die am 22. Juni 1881 im Posthäuschen in Schotten zusammenkamen. den Verein tes V. H. C. zu bilden, ist Jochim noch allein am Leben. Er ist Ehrenmitglied des Klubs, nachdem er zeitlebens in Treue für seine Ziele gewirkt hat. " Geschäftsjubiläum. Der Friseur- meister Friedrich Büttner, Landgraf-Philipp- Platz 10. kann heule auf das 25jährige Bestehen seines Geschäftes zurückblicken. Eine Schlägerei entstand vor einigen Tagen frühmorgens zwischen einigen Leuten von hier und einem auswärtigen älteren Arbeiter, der auf dem Wege zum Bahnhof war. um in Wetzlar seine Arbeitsstelle auszusuchen. Der Arbeiter soll angeblich von den anderen Beteiligten überfallen und mißhandelt worden sein, worauf die Täter in eine Wirtschaft entflohen seien. Dort wurden die Ramen einiger junger Leute festgestellt, indessen ist noch nicht gewiß, ob sie als Täter in Betracht kommen. Die polizelliche Untersuchung ist noch im Gange. WSR. Internationaler Schwindler. In Frankfurt unb Umgebung treibt ein internationaler Schwindler bei Kunstmalern und Künstlern fein Unwesen. Er gibt sich als Vertreter der Zeitschrift „Die Woche" aus und legt sich verschiedene Ramen mit Doktortiteln ufto. zu. Er überredet dann die Künstler, daß er in der Zeitschrift über sie schreiben würde, und erbittet sich im Falle der Zusage einen entsprechnden Betrag für Anfertigung eines Klischees, der ihm meistens gezahlt wird. Cs handelt sich um denselben Schwindler, der vor kurzer Zeit Frankfurter Vühnenmitglieder auf gleiche Weise betrogen hat. Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter S ch l a ch t v i e h m a r k t: 456 Ochsen, 63 Bullen. 685 Kühe, 376 Färsen. 375 Kälber. 306 Schafe. 5400 Schweine. Buntes Allerlei. Die Handsprache der Politiker. Wenn man auch die Fähigkeit, das Wort durch die Sprache der Hände ausdrucksvoll zu ergänzen, besonders den Romanen zuschreibt, so fehlt doch natürlich auch dem germanischen Redner die Hilfe der Geste nicht völlig. Meister des oratorifdjen Spiels haben stets Arme und Hände zur stärkeren Pointterung ihrer Ausführungen benutzt, und besonders der Polittker kann auf dieses Hilfsmittel nicht verzichten. In anschaulicher Weise schildert R. Montague Smith in einem englischen Blatt die ..Handsprache" der fübreuten Staatsmänner und zeigt uns.^ daß auch ter häufig als steif verschriene Engländer sehr lebendig werden kann. „Der Premier- mini :er Valliwin," schreibt er. «hat stets eine tijpif J ? Bewegung. Er legt den Ellbogen seines linken Arms aus das Rednerpult unb spreizt mit auLgestrecktem Vorderarm seine Finger, wie wenn er einen Ball auf ihren Spitzen balancieren wollte. Aus diese Weise wägt er Gründe und Gegengrünte ab, und diese Geste ist so recht bezeichnend für seine Bemühungen, alles _ ins Gleichgewicht zu bringen. Sonst hat er gewöhnlich feine Hände in seinen Rocktaschen. Lloyd George hat die ausdruckvollsten Hände im Unter- haus. Alle seine Gebärden kommen aus _ dem Handgelenk. Er breitet die Hände beschwörend aus. schlägt sich mit der geballten Faust in die Handfläche der anderen Hand oder zählt die einzelnen Punkte an den Fingern ab. Wenn Ram- sah MacDonald seine Daumen in seine Westentaschen steckt, was sehr häufig geschieht, bann ist das stets ein Zeichen dafür, daß er im nächsten Moment sie herausnehmen und die Arme pathetisch in die Höhe werfen wird. Bei Churchill wieder ist es das Aufheben ter beiden Daumen, das auf einen besonders leidenschaftlichen Ausbruch seines Temperaments vorbereitet. Austen Chamberlain bat die dünnsten und Weißesten Hände tes Parlaments, aber er hat wenig Zeit, sich ihrer zu bedienen, wenn er spricht, denn er ist dann entweder damit beschäftigt, sich das Monokel zurechtzurücken oder seine stet- blütenweißen Manschetten herunterzuziehen. Re- ville Chamberlain verwendet die Hände mehr im alten Stil und hält mit ihnen dir Ausschläge seines Rockes, wodurch er- die Würde seines Auftretens zum Ausdruck bringt. Auch die weiblichen Abgeordneten haben ihre bezeichnenden Handbewegungen. Lady Astor operiert gern mit einem Bleistift, mit dem sie wie ein Schullehrer nach einer nicht vorhandenen Tafel zeigt. Susan Lawrence reibt sich beständig die Knöchel der einen Hand mit der anderen und sucht damit chre Schüchternheit zu überwinden, während Ellen Willinson in der Erregung tes Sprechens nach ihrem Haarknoten faßt, der einst ihr Haupt schmückte, der aber jetzt an ihrem schicken Bubikopf — fehlt." Die Stadl ohne Tharleslon. Gibt es eine Grotzstadt, in der man nicht Charleston tanzt? Jawohl, und zwar ist das Rcuyork! Das Land, das uns mit dieser zweifelhaften Neuerung des Ballsaals beschenkt hat, hat sie schon vergessen, und in den besseren Ball-Lokalen ter amerikanischen Großstädte sieht man nirgends die wunderlichen Beinverrenkun- gen, die bei uns mit so finsterem Eifer ausgeführt werden. Der Charleston ist in Reuyork nur als Solotanz zu sehen und wird von De- rufstänzem ausgesührt. oder bei Tanzwettbewer- ben glänzen einzelne Paare in ihm. Auch der Black Bottom. ter bei uns jetzt als Rebenbuhler tes Charleston auftritt, erscheint nur als Solotanz. In Reuyork tanzt man hauptsächlich Fortrott. und zwar sind fünf unter sechs Tänzen Foxtrotts, wobei allerdings eine neue sehr schnelle und schwierige Form sich einbürgert, die den Ramen „Collegiate" führt. Der Walzer erscheint hin und wieder, wird aber ohne Begeisterung getanzt. Der Tango ist in den erstaunlichsten Abwandlungen beliebt und wird viel langsamer getanzt als bei uns. Einbrecher auf Skis. Die „schweren Jungen' von heute benutzen mit Vorliebe die neuesten Errungenschaften der Technik, aber es ist doch etwas Reues, daß sie sich auch des Schneeschuhs bei ihren Verbrechen bedienen. Dies geschah bei einem Einbruch, der in dem Landhaus eines Anwaltes zu La Bour» boule in den Bergen der Auvergne verübt wurde. In dem Haus, das unbewohnt war, wurde alles auf den Kopf gestellt, der Geldschrank und verschiedene andere Schränke wurden aufgebrochen. Spuren zeigten, daß die beiten Einbrecher auf Schneeschuhen rasch und geräuschlos sich der Villa genähert hatten. Einen größeren Koffer mit Wäsche hatten sie weggeworfen, weil er ihnen augenscheinlich für den Transport mit den Skiern jju schwer war. Man glaubt, daß es sich um einen jungen Mann und eine junge Frau handelt, die später in der Umgebung gesehen wurden. Svrediftunben der Nedaktiou. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen innigstgeliebten Sohn »1. MM = zu verin. Zu erfr. in d. Gefchst. d. Gß.Anz. j MietgesuchT] Angestellter iDauer- inteiers such: 'S.'- Zimmel 2 dir Angeb u.29911 0. d. Gien. Anz. erb. Bei Hämorrhoiden Stuhl Verstopfung, Darmerschlaffung und Ausschlag, sowie zur Blutreinigung ist Stern-Engel-Tee ein altbewährtes, wirksam . gift fr. Mittet Zu haben nur in den Apotheken, falls nicht vorrätig, wende man sieh an Stern Engel-Tee Großvertrieb. Bad Schandau (Elbe). Bewelsmaterial, Prospekte gratis Ferdinand am 4. Januar zu sich zu nehmen. In tiefem Schmerz: Hermine Schott geb. Wenzel Von Beileidsbesuchen bitte ich absehen zu wollen. Gießen, den 10. Januar 1927. Die Beisetzung fand in aller Stille statt. Wir verkaufen wegen Stillegung unseres Werkes die gesamte FabrikemHchtung ILQ. ca. 100 Werkzeugmaschinen erster Fabrikate, rote Drehbänke bis 7000 mm Länge, Schnellbohrmaschinen, Fräsmaschinen, Stosnnaschtnen, Shavlngmalchtnem Hobelmaschinen, kombinierte Stauten und Scheren, Winkel- eisenbiegmaschinen, Blechbiege-und Richttnaschinen, Kreis- und Bogensägen, Gewindeschneidmaschinen, Erzemer- vresien, Rund' und Wertzeugschleifmaichtnen, Kärussell- bänke, Lustbammer, komvlene Atodellschrcineret mit zehn Dvezmlinafchtnen, Transmissionen, Riemen, Kompressoren, Härteosen, Schweinapvarate, 35 Elekiromotore bis 100 P. S, 50 Zeichentische und Zeichenbretter. Grobe Quantitäten Werkzeuge, rote Fräser, Reibahlen, Spiralboi,rer, Drehstäble aus Schnell« u. 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Mittwoch: Das große Abenteuer Eine Liebesgeschichte zu Wasser zu Land und in der Luft in G Akten mit Douglas Mac Lean in der Hauptrolle. Ferner Die Todesfackel Ausstattungs und Gesellschaftsspiel in 6 Akten. _______________________ 279c CAFE AMEND Lauterbach, im Januar 1927 293c unter gütiger Es ladet ein Karl Faber. der Aufschrift: 281B geböte erwünscht. [0165 Joh. Balth. Noll, Ziaarrcusabrikcn. VenutzenSie L.Röhr»Eo 295a Reutet, Gerichtsvollzieher. Geschäftsstelle Giehen: Nordanlagel, Fernruf 1275 12 10 8 1 1 1 Meine Verlobung mit Fräulein 31 fe Stein gebe ich bekannt 450 rm 330 „ 47 „ 67 „ 180 „ 680 „ 85 „ 285 „ 110 „ 150 „ Betten-, Wäsche- und Leinenausstattungshaus Die Verlobung ihrer Tochter Ilse mit Herrn Amtsgerichtsrat Dr. Willi Kalbfleisch zeigen r t R.G.29 Frankfurt. 5. kein Brief? Erw. z. 12. bahn- Postl. Ffm. oioo Stadttheater Dienstag,! I.Fan- U.Dienslag-llti.-DrfL von 7' 7 VIS ö3/« Ubr: Die fünf Sarnltfel Schwank in 3 Akien von Pohl. Buchenscheitholz, Buchenknüppel, Hainbuchenknüppel, Eichenknüppel, Buchenstock, Buchenreisig, Hainbuchenreisig, Eichenreisitz, Kiefernreisig, Fichtenreisig. Mittwoch, den 12. Januar abends 8 Uhr: Studiendirektor Stein und Frau Dr. jur. Willi Kalbfleisch Amtsgerichtsrat Los 1: Ausführung der Erdurbeiten zur profilmäßigen Anlage und Planierung des östlichen Triebs entlang der Grünberger Straße, bzw. Los 2: Kanalbauarbeiten zum Ausbau der Straße zwischen der Straße „Am Kugelberg" und der Oberhessischen Eisenbahn nach Fulda spätestens bis Montag, den 17. d. 211., vonn. 10 Uhr, an das Stadtbauamt, Asterweg 9, abzugeben, woselbst die Eröffnung der eingelaufenen Angebote im Beisein der etwa erschienenen Bieter erfolgt. Angebotsvordrucke sind daselbst zum Preise von 0,50 Reichsmark für das Los zu haben. Zuschlagsfrist zwei Wochen. Gießen, den 8. Januar 1927. Stadtbauamt Gießen. Brauba d)._______________ Bekanntmachung. Die Planierungsarbeiten des Triebs bei den Sportplätzen, sowie die Kanalbau- und Dammschüttungsarbeiten der Straße zwischen der Straße „Am Kugelberg" und der Oberhessischen Eisenbahn 'nach Fulda sollen in zwei Losen losweise getrennt oder insgesamt öffentlich vergeben werden. Die Angebote sind versiegelt und mit die günstige Gelegenheit des W»-AllMllllllsS MesWool mit verstärkter Hauskapelle 7 Herren. Briefmarkensammlung Große Sammlung, fast komplett, der ehemaligen Deutschen Kolonien, ne» braucht u. ungebraucht in feinster Erhaltung. vrxiSwert zu verkaufen durch PstisfttWBM-u.KunWMg. Walltorftraße 21. 0169 Zusammenkunft vormittags 9 Uhr am Pflanzgarten; von Station Rieder-Bessingen in 20 Minuten erreichbar. 284V Ettingshausen, den 10. Januar 1927. hessische Bürgermeisterei Ellingshausen. __O p per. ____________ Unseraltbekanntes großes Ausstellungshaus bietet laufend die neuesten Modelle in Herrn-, Speise-, Schlafzimmern von schlichtesten bis zur reichsten Ausführung zu außergewöhnlich vorteilhaften Preisen Einen Besuch unserer Ausstellung fertig möblierter mustergültiger Wohnrflume darf kein Möbelinteressent unterlassen 286ss Franko-Lleferung - Kataloge stehen auf Wunsch zur Verfügung - Zahlungsvorteile jadgr.Art | Vereine | SpiflBcrriniflunfl 1900 1. L Jahresversammlung Donnerstag, den 13. Januar, abdk, 81', Ubr, Gasthaus Boller, Bahnbolstr. Tagesordnung: 1 Jahresbericht deS Vorstandes und der Ausschüsse, 2. RechnumiSbericht des 1. Kassenwarts und Bericht der Revisoren, 3. Entlastung d. Vorstandes und der Ausschüße, 4. Neuwahl der Vorstands-u.Auöschuß« Mitglieder, soivte d. RechnungSorü» fungSkommission. Der Vorstand. hessischer Sängerbund. Dienstag, den 11. Januar 1927, abendS 8.30 Uhr: Zusammenkunft mit dem 1. BundeS- vorsiizenden Herrn OberregterungSrat Dr. Mrgerf, int SchipkapaB. Alle Sangeöbrlider von Gießen u. Umgegend, tnSbel. die Vorstände,und herzlich eingeladen 0,71 (tzcngnagel, Provinzialvors. Koch, KrelSvors. Hausfrauen verwendet für 303A Haus- und Küchenbrand die hochwertigen Ruhr-Nußkohlen weil wesentliche Ersparnis gegenüber sonstigen Brennstoffen. In gröüeren Kohlenhandlungen erhältlich. Freiwillige Versteigerung. Im Auftrag des Metzgermeisters und Gastwirts Rudolf Ringshausen in Ridda („Zur alten Post") versteigere ich gegen Barzahlung folgende Gegenstände: 1 Paar Pferde, Füchse, gute Gänger, ca. 8—10 Labre alt, 3 Paar Pferdegeschirre, bestehend: in 1 Arbeits-Fahrge- schirr, 2 Paar Chaise-Geschirren, in sehr gutem Zustand, 1 Grohviehlransporl- roagen, 1 Sleinviehlransportwagen, ein Landauer, 1 Break, 1 Halbverdeck, ein Supee, 1 Rolle (Pritschenwagen), ca. 40 Zentner Tragkraft, 1 Motorrad mit Beiwagen (Houdson), 1 Motorrad 6. M. 21., 2 Schlitten, 1 Obst-Selter, Inhalt ca. 15 Ztr. (Fabrikat Mayfart), 1 Obst kelter, Inhalt ca. 3 Ztr., 1 Obstmühle, fast neu, 1 Schrotmühle, 1 Pflug, 1 Egge, 15 Lichenfatz, ca. 20 bis 22 Hektolt. haltend, 3 Doppel-Stücksaß Apfelwein. la Qual., 1 Hausbackofen (fahrbar), 1 Eisenfrucht- Drichter, ca. 25 bis 30 Ztr. Inhalt, 2 Drebslrom-Motore, 3 bis 5 PS Wellen, Riemenscheiben, einzelne Räder u. a. m. 287V Die Versteigerung findet Dienstag, den 18. Danuar, vormittags 10 Uhr, bestimmt statt. Hotel Köhler Mittwoch, den 12. Januar 1927 großes Schlachtfest mit hiMriflWeii Dacbietnngen flUlroin'unoonfenn fiutt Riffi tet totes» faiscM Morgen Dienstag 2940 Metzelsuppe Ab 10 M: Dellslelsffi mit firant. In allen Zweigen deS Haushalts erfahrene Dame sucht für l.ftctn. od. später Wirkungskreis als Hausdame in nur gutem, frauenlolcmHauie Derselben stehen langjährige Zeugnisse und bssste Refe- renzen zur Verfügung. Schriftliche Angeb. unter 189D an d. Gieß.Anz. erb. 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In den Waldungen der Gemeinde Ettingshausen kommt Mittwoch, den 12« und Donnerstag, den 13. Januar 1927, nachfolgendes Holz zur Bersteigerung: WhlerGrund Morgen Dienstag sosd Metzelfuppe Bon 10Wad: MWWmitfiroul. Zu Ostern oder früher stelle ich einen faufmännikben Lehrling mit Obersekundareise und guter Handschrift ein. Zunächst mir schriftliche An- Mandarinen 1 Pfd. 40 Pf. 3 „ Mk. 1- 1 „ 50 Pf. 3 „ Mk. 1.35 Täglich frisch. °"6 Monk, 9 Scltersweg 9. {Verschiedenes] Postkarten mit Poststempel: »Prinz Heinrich- Flug", Neben-Etav- pe, Gießen, 11. 5.13. Bahnhofstr. 14 II. MeitzkS Mffien zugelausen Abzuhol. Stevbaustraße 13, pari. od. 1 S». ul7'* | Kaufgesuche | llteinky rentnoies VchOWS in Gießen oder Umgebung 30 Mn gefudjl. Anzahlung 300*i Mk- Schr. Angeb. u- 0164 an den Gieß. Anz. Tektpaschen kaust sofort. Schr Angebote unter 0160 an den Gieß. Anz. 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Ein Ehegat Bericht gegenüber jujugcbcn. die Ehe lic berechtigt ist, il geschieden, wenn dem Gericht ins Las Gericht ha | diriebenem Falle, < ntipidf, bie ÜRögL nm, weil es ben nein öesQfybrudfs a he bedeutet nur, bi i eine ganze Anz ^hebruchszrugk ich, nach Beratung Mittler anstellen. & »’iiauptet zu werden ^Ziehungen zum ar ' erteil, daß dann Zeugin ohne bk 'ann. Und diese fal ' -chten untechiitzt w ' chi gar nicht ir ftninb der Trennunc . Das Berschuldun schwierigere i schuld des einen £u&ere Tatbestand sul in nerlich v Zerrüttung der ''"Zille schuldige Ich korrekt benomm ^^racht, ja läßt sich 'ZWellen. Q M bt# Ehelebens ■35 entbehrend, t Hahnenkg CCtm Dr. H , ÜIngen an geklebt, gf Ul» Ä ÜC den &§QU6 ^ali rb Lchcidungsrech ’fi > w$te dietzeilig! dah ihre *9 "“ ein Teil durch st" dem anderen Tn e drü4lichbezei^ Montag, 10. Zanuar 1927 öiißsnjr Anzelzrr (Grneral-Anzeiger für Mtthr^sn) Itr. 7 Zweites Vlatt z*nimern ................. * en len jnes ie] iles ftredl kräht Wut m irt Tierchen, das ihm soviel gewonnen hat. Kein lautes Geschrei, nur dumpfes Gemurmel, in dem sich die Erregung der Mengen zu lösen sucht. Schon erscheinen zwei neue. Das Spiel hebt wieder an. Allmählich werden die 'Heroen zermürbt, in jenen Zustand erhöhter Reagenz verseht, der jede Vernunft ausschaltet, der an Wahnwitz grenzt und der alles erklärt, daß einer in der Rächt, wenn all sein Geld verspielt ist, fein Vieh seht, sein Haus, seine Frauen, vielleicht auch in letzter Verzweiflung seine rechte Hand, die ihm dann abgehackt wird. Fackeln werden entzündet bei sinkender Rächt. Ich kann dem nicht lange zusehen. Von Grauen erschöpft, gehe ich langsam den Pfad zurück, die Straße bergab, dem Passagrahan zu, wie im Traum, während in der Ferne wie ein Hauch das Meer sich verdunkelt. •) Der folgende Abschnitt aus dem Reise- dgebuch des Verfassers dürfte besonderes In- tnelse beanspruchen: Dr. gramer wird in der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde über die wärchenmfel Vali sprechen. rt. •icf? iah"' oioo (Heidungsrecht sollte moralischer sein. Man sollte die Heiligkeit der Ehe dadurch wahren, tat ihre Lösung nur dann stattfinden kann, wenn du Teil durch sein Verhalten schuldhafterweise anderen Teile einen im Gesetz aus - rücklich bezeichneten Grund zur Schei- Oberhessen. Landkreis Gießen. gd Droßen-Buseck, 8. Ian. Die hiesige Spar - und Leihkasse (Genossenschaft) hat sich in anerkennenswerter Weise freiwillig Ilm- t 0164 en 0160 >l!U. Kalbfleisch •nchtsrat ; entschlossen. Infolge gün- erungen ist sie in der Lage, wurden die Hähne einander ansichtig, da flatterten sie, noch gefangen im Käfig, wie wütend gegeneinander, kreischend. Rur mit Muhe konnten sie herausgenommen werden. Die Desitzer beruhigten sie, indem sie sie streichelten, wie man einen kostbaren Gegenstand streichelt. An ihren Sporen wurden hell glitzernde, scharfe Dolche befestigt. Der weihe Hahn schien geschwollen vor Zorn und Wut auf seinen Gegner, einen bunten, der seinen Hah zu bändigen schien in gesammelter Kraft. Von allen Seiten flogen Reichs- taler aus den Kampfplatz. Sie setzten auf der. Bunten, dessen Ruhe etwas Imponierendes hatte. Endlich der Augenblick. Die Hähne mustern sich eine Sekunde lang. Auf den Zuschauern liegt der Rausch höchste. sieghaft. Alle haben den Einsatz verloren. liegt auf ihren Gesichtern, Zorn, Leidenschaft Der Besitzer des toeißen Hahnes streichelt seiü L- f-- ' 1.35 Olt« 'Un9 mit Ml«,, 3,6e ich bekannt jiliriiiefflilii! Donnerstag, den 8',3-k"@4‘ Boller, Sabnbolltr. TageSordnE- t -fabresberichl m der AnSMlst'., 9 A-itnim iSbentt und Bericht der Revisoren. der schwingenden Schaukelstuhl. die Augen halb geschlossen, schläfrig, dämmernd in der Mattigkeit der Stunde. Da kniet der Diener neben mir nieder. Er spricht leise. Ich höre ihn nur wie eine Stimme aus der Ferne. „Herr," spricht er. .meine Brüder nrachen Hahnengefechte. Soll ich dich hinführen?" ,Zch bin müde. Wie lange spielen fie?" Ich war so träge von der Wärme, dah ich kaum die Lippen bewegte. „Es wird die ganze Rächt durch dauern. Du bist müde. Warte, bis du gegessen hast, schlafe dann und erquicke dich durch ein Bad. das dir bereitet ist." „So ist es recht." . , „ . Ich war so müde, dah ich emschllef unö erst wieder erwachte, als der Gong mit dumpfen Schlägen zur Tafel rief, und ein Chinese mit den Holzsandalen an mir vorbei tippelte, um zu Tisch zu gehen. Am Rachmtttag badete ich, trank Tee und erwartete den Wagen, der mich nach Tahrr nach dem Spielplatz bringen sollte. Das Wägelchen knirschte über Den Kies, die Hufe des Zwerg- vferdes erklangen zierlich. Wir fuhren durch Singaradja, an den vielen schönen Brunnen vorbei, bergan. Wo das Dorf enDigte,_ hielt das Gefährt. Tahir muhte wieder zurück. „Gehe hier Den Pfad entlang,“ sagte er, „du wirst gleich da fein. Wögest du viel Unterhaltung und Freude haben." Er verbeugte sich, nahm wieder im Wägelchen Platz und fuhr davon. Das Pfädchen war belebt mit Fußgängern. Einer hinter dem anderen gingen fie, ohne zu sprechen. Sie wichen scheu vor mir zur Sette. Wie anders waren diese Menschen hier als in Iava. Gab es hier denn nur Männer? Wo waren die Frauen und Mädchen? Groh waren sie, brauner als die Iavanen. geschmeidig, sehnig, bäurisch. Alle diese Männer. Jünglinge und Knaben waren von größerer Schönheit als die Iavanen. Sie hatten schönere Sarongs um Gericht anruft, um das kaum noch zu ertragende Band zu lösen, dann ist nur in den allerseltensten Fällen eine Versöhnung der Ehegatten möglich, selbst wenn die Ehe nicht geschieden würde. Da erinnert man sich plötzlich wieder an alle die kleinen Zwischenfälle, die ja in fast jeder Ehe vorkommen und die eigentlich schon längst vergessen sind. Hm nur voneinander loszukommen, werden erdichtete oder eingebildete Vorfälle behauptet, die dann kaum dazu beitragen. eine Aussöhnung auch nur zu vursuchen. Die Art und Weise, wie sich die Parteien int Eheprozeh gegenüb erstehen, die Tatsache, dah fie sich meist innerlich doch genau kennen und dah eins dem anderen nichts vormachen kann, lassen eS bei dem heutigen Ehescheidungsrecht nur in den seltensten Fällen wieder zu einer wirklich harmonischen Ehe kommen. Auch das ist eine Folge der mißverstandenen Moral, die eine Scheidung nur bei Verschulden eines Teiles zuläßt. Zur Zeil liegt dem Reichstag ein Antrag auf Aende rung des Ehrscheidungsrechts vor. Es wäre zu wünschen, dah unsere Reichsboten eine Zeitlang Ehescheidungsrichter wären. Denn nur in diesem Falle könnten sie richtig beurteilen, welches Elend das Verschuldungsprinzip an- gestiftet hat und täglich neu anstiftet. Die Rechtsanwälte und die Laien kennen die Ehetragödien immer mir von einer Seite her. und der Richter hört objektiv beide Teile: nur er erkennt die vielen Lügen, die gerade im Che- scheidungsprozeh aus dem angeblich so moralischen Derschuldungsprinzip geboren werden. Richt ob man die Ehescheidung zulassen will, steht zur Frage, sondern ob man Die an sich mögliche Ehescheidung moralischer gestalten will, oder sie zu einem Geldgeschäft herabwürdigt, was sie heute in so vielen Fällen ist. W rt, WJ zur Aufwertung ftiger Hypothekenford« „ 12,5 Prozent zu gewähren, wie die Bezirkssparkasse auch. Es ist dies gewih ein Zeichen von dem guten Stande der Vermögensverhältnisse der hiesigen Kasse. An über 65 Jahre alte Sparer und an Bedürftige sollen alsbald Teilzahlungen geleistet werden. End- heM ÄS’ drei^01’- Rom, Anfang Januar. Man kann. Die Gefahr, in Hnruhen hineingezogen zu werden und eine Station zu weit zu fahren, bis in jenes Land, aus dem es keine Rückkehr gibt, ist beschworen. Wenigstens so lange, als kein neues Attentat dir Apenninhalb- insel erschüttert. Auch verringerten sich die Möglichketten, in unangenehmer Weife an Schwarz- Hemden zu streifen, seit Mussolini als Innenminister selber die Verantwortung für seine Gio- vinezza übernahm und die wilden Füllen scharf an die Kandare nahm. Iedeiifalls ist der deutsche Reisende wett sicherer vor Anrempelungen und Belästigungen als in gewissen kommunistischen Gauen der Heimat. Heverall wird er auf eine politische Ruhe ohnegleichen stohrn, denn sogar in der Presse ist ja längst, mangels verschiedener Auffassungen. jeder Kampflärm verstummt. Alle Beamten sind Faszisten, alle Straßenbahnführer. Schutzleute, Lehrer und Schüler, sogar die meisten Arbeiter und — das Hotelpersonal. Wie soll es es da zu Streit kommen? Zwischen Eisenbahn und Fahrplan herrscht geradezu geometrische Kongruenz, die Sonne benimmt sich nach Bädeker- vorschrift, aller Augen harren des Fremden — fragt sich nur, ob man auch wieder darf? Man darf. Mit gutem Gewissen. In Südtirol weht bessere Luft. Sogar deutsche Zeitungen dürfen in der neugeschaffenen Provinz Bozen wieder erscheinen, was gar nicht so selbstverständlich ist, denn sämtliche Oppositionsblätter sind verboten, und die Südtiroler wurden eben zur Opposition gerechnet. Aber nun hat der starke Mann in Rom das Steuer dem Trienliner Deutschenhaß entwunden und herumgeworfen. _ Ein Schiedsvertrag verbindet uns mit dem Süden, der Tod der Entente ist da. Instinktiv meiden die Franzosen den Feind von morgen, der Deutsche hat es nicht mehr nötig. Er wird kein Wort der Unfreundlichkeit mehr in der italienischen Presse lesen, wohl aber manches entgegenkommende. Das Wetter kann ja natürlich wieder einmal umschlagen, aber allem Anschein nach steht das Barometer noch lange Zeit auf Schön. Man darf, man kann — soferne man für eine Italienfahrt hat. was man auch zum Kriegführen braucht. Dreierlei: Geld. Geld und noch einmal Geld. Ach. die Zeiten des billigen Italiens sind dahin! Der Sieg in der Lira- schlacht wächst sich immer mehr zu einer kata- ’nmungen. Unser heutiges Ehcscheidungsrecht beruht im wesentlichen auf dem Derschuldungsprin- i c>. Eine Ehe kann — von schwerer Geistes- 7amtbeit abgesehen — nach dem Buchstaben des i rgerlichen Gesetzbuches nur dann geschieden ter öen, wenn dem ein?n Ehegatten ein schweres ' ^schulden zur Last fällt. Das war nicht immer •. In Preußen konnte z. B. bis zum Jahre 1900 ,imr Ehe auch bei beiderseitigem Einverständnis ml ohne weiteres geschieden werden. Das jetzige (Heidungsrecht sollte moralischer sein. Man strophalen Riederlage aus. Wenn der schwarze Feldherr auf den Seufzern seiner Untertanen schlafen mühte, statt auf den Lorbeeren seiner Höflinge, er hätte keine ruhige Rächt mehr. Doch den flüchtigen Reisenden stört das Stöhnen weniger, denn die Hotels sind teer, die Facchini leiden an Bicepsschwund. die Darkenführer schauen sehnsüchtig wie Iphigenie nach dem Umschwung aus. 2km schlimmsten sind natürlich solche Leute daran, die sich in Italien rnederlassen wollen, wenn sie der Hafer sticht, gar in Rom. Hier wandeln f ie dann nicht unter Palmen, sondern so ziemlich auf dem teuersten Pfla ter dieser Erde. Rur in Moskau soll es noch ähnlich sein, was vielleicht mit ähnlichen politischen Witterungseinflüssen zusammenhängt. Kaum ben Fuß auf den Bahnsteig gesetzt, wird der Deutsche wieder vom längstvergessenen Inflationskoller befallen, der Umrechnungswut, der Mulliplizier- unb Dividiersucht: je nachdem, ob er aus Berlin oder Wien kommt, teilt er den Lirepreis einfach durch 5 oder 3, statt, wie noch im Herbst, durch 1 oder 4 oder noch höhere Ziffern, die bann so wenig Mark und Schillinge ergaben. Und staunt. Und rechnet. Und spürt das dringliche Verlangen, erstens kein Mitbring sich aufzuhalsen, zweitens bescheiden zu leben, drittens die Reise abzukür^en oder ein Zimmer zweiter Güte zu nehmen ober ben schönen Siedlungsplan fahren zu lassen. Ein paar Zahlen zur Einführung. Eine bescheidene, nicht zentral gelegene Dierzimmerwoh- nung ist nicht unter 1400 Lire monatlich zu haben. Zimnier, mit dem Allernotwendigsten möbliert, ohne Heizung, ohne Frühstück, von 300 Lire an. Bei Mietskontrakten spielt noch immer das zinslos hinzugebende „Depositum" ober die buonu- scita, die Abstandssumme, eine Hauptrolle. Sündhaft teuer die Heizstoffe. Ein Petroleumöfchen verschlingt täglich mindestens 15 Lire, ein elektrisches. das aber nur von der Wade abwärts wärmt, eine Lira oder zwei die Stunde, ein Kohlenofen (sofern der glückliche Besitzer dazu einen Kamin auftreibt) vierhunbert Lire im Monat. Einen haltbaren Anzug baut dir dein Schneider schon für 800 bis 1000 Lire. Herren geben für Halbschuhe durchschnittlich 100 Lire aus, Damen für das halbe Quantum Leder schlechterer Qualität 150 Lire. Für ungefähr das gleiche Geld ist aber auch ein Seidenhemd zu haben ober ein für Entfettungskuren vorzüglich geeignetes hahnenstämpfe auf Dali. Don Dr. PH. Krämer- Darmstadt*). Ist heute festlicher Tag? Die Straße nach CtrgaraDja ist geschmückt * 1 t hohen Bambus- fi’.-r.gen, an denen Palmzw^gc und Opfergaben i_c Teil ber Ehegatten scheut sich doch sehr oft nc aller Oesfentlichkeit, bie eigentlichen Grunde Erfahrungen eines Ehescheidungsrichters. Don InibgertchtSdirettor Dr. O. Loening, Berlin. SS ist eines her traurigsten Tätigkeiten des StthterS. das Band, das mit großen Hoffnungen Aschen zwei Menschen geknüpft wurde, wieder zu iftn. Welche Leiden, welche Grausamkeiten, oft b-Großrechten - bach Beigeordneter Dr. Ham m - Gießen. Postdirektor Körber- Gießen, sowie die Vertreter der beteiligten Gemeinden Niederkleen, Dornholzhausen, Hochelheim, Hörnsheim, Großrechtenbach, Lützellinden und Kleinlinden. Es wurde eine Vereinbarung dahin getroffen, daß die Gemeinde Hochelheim die Halle erbaut und die Stadt Gießen sich mit 50 Prozent an den Baukosten beteiligt, vorausgesetzt, dah diese den Betrag von 3000 Mark nicht übersteigen. Die übrigen Gemeinden tragen zu den Kosten nicht bei, was darin feinen Grund hat, daß die Gemeinde Hochelheün die Halle später vielleicht für eigene Zwecke (z. B. Dau eines Dullenstalles oder dal.) verwenden kann. Gin Beschluß darüber, welcher Art die zu erbauende Halle sein soll, ist noch nicht gefaßt. Weiter wurde auf Antrag der Gemeinde Dornholzhausen beschlossen, die M o r g e n- fahrt nach Gießen, die bisher nur von Hochelheim ab ging, von jetzt aber wieder von Dornholzhausen ab durchzuführen, weil von dort aus das Auto von einer ganzen Anzahl Arbeiter, Angestellten. Schüler, sowie auch gelegentlichen Stadtbefuch.rn schon früher benutzt wurde und auch jetzt b: >tzt werden wird. Das Auto wird zu diesem x> ecke morgens zunächst von Hochelheim nach Dornholzhausen und von da zurück über Hochelheim usw. nach Gießen fahren. Ebenso wurde beschlossen, die M i t t a g s f a h r t an den Bahnhof Großen-Linden, die nach der letzten Fahrplanänderung für die Gemeinden Dornholzhausen und Niederkleen a n Sonntagen ausfiel, an diesen Tagen wieder durchzuführen. Das Auto wird zu diesem Zwecke Sonntags vvn Hochelheim aus nach Dornholz- BMraaauMi rmmrn iimw imn——■ Technischen Hochschule in Aachen Dr. Paul G a st hat den an ihn vor einiger Zeit ergangenen Ruf auf den Lehrstuhl der Der- Messungskunde an der Technischen Hochschule in Hannover als Nachfolger von Prof. K. Ocrtel angenommen und bereits seine Ernennung zum ordentlichen Professor in Hannover erhalten. — Der Privatdozent für innere Medizin und der Röntgenlunde der älniversität Erlangen und Leiter der Röntgenabteilung an der dortigen medizinischen Klinik Dr. med. Werner Teschendorf ist zum Chefarzt des Strahleninstituts am Allgemeinen Ortskrankenhause in Köln berufen worden. Der Ernst-Abbe-Ge- dächtnispreis der Carl-Zeiß-Stiftung zu Jena, der 1926 zum ersten Male für Physik zur Vergebung kommen sollte, sowie die mit dem Preise verbundene Abbe-Medaille sind nach dem Urteil des Preisgerichts tM. Wien, Jena; Sommerfeld, München: Lenard. Heidelberg) dem ordentl. Professor der Experimentalphysik an der ilniversität München Dr. pb.il., Dr. med. h. c., Dr.-3ng. h. c. Wilhelm Wien zuerkannt worden. Wie schnell reagiert der Mensch? Führen toir den Finger an eine zu heiße Tasse, so ziehen wir scheinbar sofort die Hand zurück, und wenn ein greller Lichtstrahl unser Auge trifft, dann schließt sich das Auge scheinbar gleichzeitig. Aber diese augenblickliche Reaktion ist wirklich nur scheinbar, denn es vergeht natürlich eine gewisse Zeit von dem Moment des Reizes bis zu unserer Reaktion. Früher hat man allgemein angenommen, daß alle Nervenwirkungen auf geheimnisvollen Kräften beruhen, die sich mit „unendlicher Geschwindigkeit" ans- breiten, und daher kommt der Ausdrua „schnell wie ein Gedanke" womit eine gar nicht meßbare Geschwindigkeit angedeutet werden soll. Tatsäch- llch aber läßt sich die Zell, die zwischen einem - 'cklcx und 'einer Reaktion verläuft, ganz genau messen. Es liegt diesem Vorgang jedesmal ein sog. Reflekbogen" zugrunde, der auü einem relzempfindenden und einem bewegungsauslössn- Nervenstrang besteht nebst einem dazwischen- geschalteten Stück Zentralnervensystem das die Erregung von der ersten Leitung auf die zweite hausen und Niederkleen und von dort zurück an die Mittagszüge an den Bahnhof Großen-Linden fahren. Durch die Neuregelung ist mehrfach gestellten Anträgen der Gemeinden Dornholzhausen und Niederkleen entsprochen worden, was die Gemeinden dankbar begrüßen. Die N a ch m i t • tagsfahrt nach Gießen wird nach wie vor nur von Hochelheimab durchgeführt. Die neu beschlossenen Fahrten nach Dornholzhausen bzw. Niederkleen sollen ausgeführt werden, sobald die Oberpostdirektion zu Darmstadt zu der Fahrplanänderung ihre Zustimmung erteilt hat. Kreis Wetzlar. - Aus dem Kreise Wetzlar, 8. Ian. Die Erwerbslosenziffer imKreiseWetzlar hat im Monat Dezember eine Steigerung erfahren. Während zu Ende des Monats November 1544 Hauptunterstützungsempfänger mit 875 Stauen und 1686 Kindern gezählt wurden, standen Ende Dezember in der Erwerbslosenfürsorge: 1655 Hauptunterstützungsempsänger, 1022 Frauen und 2064 Kinder. Don diesen entfallen auf die Stadt Wetzlar: 531 Hauptunterstützungsempfänger, 287 Frauen. 533 Kinder, auf die Landgemeinden 1040 Hauptunterstützungsempfänger. 635 Frauen. 1241 Kinder und auf die zu dem Bezirk des Arbeitsnachweises Wetzlar gehörigen Gemeinden des Kreises Biedenkopf 34 Hauptunterstützungsempfänger. 100 Frauen, 290 Kinder. Dillkreis. bl. Herborn. 7. Ian. In der Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1926 wurden von der hiesigen Wandererfürsorge stelle 1119 Wanderer betreut, unter denen etwa 250 Jugendliche waren. Außer älebernachtungen wurde Reisegeld gegeben, Kleider gekauft usw. Die Einrichtung hat sich als sehr segensreich erwiesen. Maingau. WSN. Frankfurt a. M. 9. Jan. Wie wir erfahren, ist der 22 Jahre alte Werner MageS, der vor drei Tagen in der Haidestraße seinen Stiefvater, den 53jährigen Fabrikarbeiter Anton Hahn, mit einer Axt erschlagen Ijat und außerdem sein fünfjähriges Stiefschwesterchen lebe nsgefährl ich verletzte, gestern nachmittag in Würzburg verhaftet worden. Der Verbrecher ist bereits im hiesigen Untersuchungsgefängnis ein» geliefert worden. — Gestern nachmittag wurde die ledige Elisabeth D e l m a n n in ihrer Mansarde in der Haidestrahe 155 unter Vergiftungserscheinungen angetroffen. Sie klagte über heftige Leibschmerzen und gab an. zuviel Schlafpulver genommen zu haben. An den Folgen ist sie noch gestern v er» storben. — Der 76jährige Arbeiter Christian Zahn, wohnhaft Josef Maystraße 3. ist am 4. Januar infolge Gasvergiftung gestorben. Der Taglöhner Sebastian Bender, wohnhaft in der 5riefrbetger Landstraße, wurde gestern nachmittag gegen 8 älhr infolge Gasvergiftung tot aufgefunden. In beiden Fällen liegt Fahrlässigkeit mit der Gasleitung vor. — Der Lagerverwalter Christian Kern hat in seiner Wohnung am Ger- maniaplah mit Gas Selbstmord begangen. Bereits vor einigen Wochen machte er mit seiner Frau einen Selbstmordversuch, der aber mißglückte. Er ist wegen langer Arbeitslosigkeit aus dem Leben geflüchtet. — Heute morgen gegen 9 älhr wurde der Milchbursche Wilhelm L o s e k a m m aus Ingelheim, wohnhaft in Alt-Heddernheim, auf der Mainzer Landstraße von einem Lastkraftwagen angefahren und auf der Stelle zu Tode gequetscht. — Der 22jährige Bäcker Karl G. wurde wogen verschiedener M a ns a r d e n e inst r ü ch e festgenommcn. Cs konnten ihm zahl-, reiche Mansardeneinbrüche, ausgeführt in dem Villenviertel an der Cschersheimer Landstraße, Sachsenhausen, Dahnhossviertel usw. nachgewie- fen werden. In seinem Besitz wurden noch verschiedene goldene Uhren, Ringe, Ketten u. dgl. vorgesunden. — Festgenommen wurden ferner der 54jährige Arbeiter Waldemar W. von hier und der 25jahrige Ernst B. aus Kirn als Komplizen des kürzlich wegen eines Einbruches in einer Schuhfabrik bereits sest- genommenen Friedr. Me11ler aus Oifcnbach am Main. — In der vergangenen Nacht wurde in einer Schneiderei in ber Großen Eschenheimer Straße ein Einbruch verübt und sie - überträft Die Erregung braucht also zum Durchellen dieses Reflexbogens eine bestimmte Zeit, die man mit Hilfe eines Regtstrierinstrurnentes messen kann. S. Hupfer erinnert daran, daß der erste, der derartige Messungen vornahm. Helm- Holtz um die Mitte des vorigen Jahrhunderts war. Er wurde durch eine scheinbar gar nicht damit zusammenhängende Beobachtung darauf gebracht, sich mit der Schnelligkeit der Reaktton beim Menschen zu beschäftigen. Der Astronom Bessel war nämlich darauf aufmerksam geworden, daß von den Beobachtern inöibiöuell verschiedene Angaben gemacht wurden über die Zeit, zu freiem von mehreren betrachteter Stern das Fadenkreuz des Fernrohrs passiert haben sollte. Merkwürdigerweise waren die Differenzen stets öte gleichen und es war Helmholtz' Genie, daß er daraus schloß, es handle sich hier nicht um zufällige Beobachtungsfehler, sondern um eine Verschiedenheit in der Fortpflanzung der Erregung bei den einzelnen Beobachtern. Auf diese Weise wurde die .persönliche Zeit" der Astronomen festgestellt, nach der jeder auf dem Wege vom Auge zum Gehirn und von dort zur registrierenden Hand eine verschiedene Zeit braucht. Seitdem haben sich nun zahlreiche Forscher mit der Frage beschäftigt, wie schnell der Mensch reagiert. So fand der Physiologe ©arten für den Reflex des Blinzelns auf Lichtreiz eine .Reflexzeit" von 0,05 bis 0,2 Sekunden, die sich wieder aus mehreren Einzelheiten zusammensetzt. Da ist einmal die .LeitungSzeit", die während des Durchgangs der Erregung durch die zu- und abführenden Nerven verstreicht: sie beträgt etwa 0,01 Sekunde. und da die in Frage lomnienfre .Leitung" etwa 30 Zentimeter lang ist, so legt die Erregung im Nerv 30 Meter pro Sekunde zurück: dann ist die „Latenzzeit" zu berücksichtigen, die in unserem Falle vergeht, ehe der Muskel auf die ihm zugesandte Nervenreizung antwortet, also ehe sich'die Augenlider schließen, diese beträgt 0.01 Sekunden^ es bleibt also für die Umsetzungszeit im engeren Sinne, während deren sich die Umschaltung" im Zentralnervensystem vollzieht. 0,03 bis 0,018 Sekunden übrig. Das ist immerhin eine verhältnismäßig lange, sehr gut meßbare Zeitspanne, so dah man jedenfalls nicht von einer unmehbaren „Gedankenschnelligkeit" reden h«n Ballen Stoff gestohlen. Geger 3 älhr nachts touröen zwei Polizeibeamte in frei Nähe auf zwei Männer aufmerksam, die dr. großes Paket trugen; sie nahmen sofort die Verfolgung der beiden Männer auf, welch? die Flucht ergriffen und das Paket forttoarfen. Dem Eigen, tümer konnte die gestohlene Ware wieder aus. gehändigt werden. 27. Provinzial« Geflügel-Ausstellung. —Büdingen, 9. Jan. Die 27. Pro« vinzial-Geflügel-Ausstellung ist eine fr et größten Geflügel-Ausstellung et, Hessens und die reich beschickteste nach den, Kriege. In rund 700 Nummern sind etwa 100C Tiere ausgestellt, außerdem sind zwei Abtei- lungen Geräte und Futtermittel in reicher Auswahl zu sehen. Die Räume des Fürstenhofes vermochten die Ausstellung nicht—zwölfen: mehren Abteilungen Hühner. Gänse und Enten mußte» deshalb im „Stern"-Saal untergebracht werden. Zu der Eröffnungsfeier im „Stern“ hatte» sich eingefunden: Die Fürstliche Familie! Kreisdirektor Dr. Gähner, Oefonomierat Dr. Wagner, Gfthen und Oekonomierat Bär. beibt von der Landwirtschastskammer, sowie zahlreich« Vertreter von Behörden und Vereinen. Der Aus. stellungsleiter Pätzold begrüßte die Ehrengäste Namens der Stadt Büdingen sprach Bürgermeister H i l d n e r, im Auftrag der Landwirtschaftskammer Oekonomierat Bär. Der Vor- bandsvorsihende des Oberhessischen Geflügelzuchtverbandes, Jean Kolter. Bad-Nauheim, wies auf die hohe Bedeutung der Rassegeflügel- zücht für die Volkswirtschaft hin. Er dankte be- sonders dem Vertreter der LandwirtschaftLkamiM für die älnterstützung und Förderung der *3e- flügelzucht in Oberheffen. Anschließend erfolgt« ein Rundgang durch die Ausstellungsräume Unter den zahlreichen gestifteten Ehrenpreis« befand sich auch ein Ehrenpreis des früher« Großherzogs, bestehend in einer goldenen Medaille, ferner 4 Ehrenpreise der Fürstlichen Familie und 10 von dem Landwirtschaftskamnier- Ausschuß für Oberhessen. Aus frei Preisbewertung seien nachstehend die Ehren- und ersten Preise jeder Gruppe verzeichiret: 1. Abteilung, Iungaes lüge! ausdn Zuchtstationen des Landwirtschaftskammer-AuS- schusses für Oberheffen. 1. Preise. Gust. Wal- t h e r - Bauernheim. H. Keil- Strebendorf. H. Abteilung, Z u ch t st ä m m e: Ehrenpreise und 1. Preise: W. DöngeS 3. - Bleichendach, Otto Dönges- Bleichenbach, üllbeü Schmidt- Ortenbetg, W. Düringer Ww.- Ober-Hörgern. HL Abteilung, Hühner: 1. Klaf,e Hamburger Schwarzlack. Ehrenpreis unk 1. Preis: Otto Sondier- Rieder-Gemünfreil 1. Preis I. Dörnis - Laubach. 2. Klass« Hamburger Silberlack: Ehrenpreis 1. Preis, 2. und 3. Preis: Aug. Mauser Z.- Büdingen, 1. und 2. Preis: Hch. Bindi ng 7- Echzell. 3. Klasse, Hamburger Silbersprenkel: Ehrenpreis und 1. Preise: Otti Sondler-Rieder-Gemünden. 4. Klasse Ostfriesische Silbermöwen: Ehrenpreis 1. und 2. Preis: Adolf E b e r l i n g - Büdingen 5. Klasse, Silberbrakel: Ehrenpreis pnl 1. Preis. Hch. Maus 2.-RuPpertenrod. Ä Maus-Zellbach. 6. Klasse, Rheinländer, schwarz. Ehrenpreise und 1. Prelle K. Rübs amen- Gießen (1. Ehrenpreis fr et Landwirtschaftskammer). 7. Klasse, Reb- huhnfarbige Italiener: Ehrenpreis bet Landwirtschastskammer: Gg. Schiefer st ein- Dettenhausen, Ehrenpreis und 1. Preis: Th Sponner- Nidda, 1. Preise: W. Kaufmann- Büdingen. O. Hahn- Vadenrod. 8 Klasse, Schwarze Italiener: Ehrenpreis der Landwirtschastskammer und 1. -Preis Jak. Burk- Londorf, Ehrenpreis, 1. und 2 Preise: Karl Block-Dettenhausen, Jul. Rothenberger-Gedern. 9. Klasse, Gelb« Italiener: Ehrenpreis uru) 1. Preis: Aich Schmidt- Kolbenmühle bei Ettingshausen. Ä Mäser - Selters. 10. Klasse, Weiße 3 ta l len er: Ehrenpreis. 1 und 2. Preise: Otti Dönges-Bleichenbach, W. Kraft-Selteft 11. Italiener, gesperbert: Ehrenpreit. 1. und 3. Preis: Fr. Kranz- Büdingen. 1t ÜKinorla: Ehrenpreis der Landwirtschaststam- mer, Ehrenpreis. 1. Pc ife: O. May- Langgvnt kann, mit der sich die Vorgänge im Nervenshstea abspielen. DZe merkwürdigste Eidechse. Die Furcht, die man im Volk vor Kröten. Eidechsen und ähnlichem Getier hat, geht meid darauf zurück, daß man diese Tiere für giftig, hält. Nun hat aber die Wissenschaft früh« keine einzige giftige Eidechse gekannt, und erf letzt hat man eine Gifteidechse genau beobachtet über die Walter Bernard Sachs berichtet. Dies« „merkwürdigste Eidechse der Welt" findet ,i4 in deut öden Gebirgsland Mexikos, in dem mto zwischen den trockenen Felsspalten kaum irgend» welche Tiere antrifft. Hier lebt nun das ettix li/3 Meter lange, unheimliche Gila-Tier, vor freu die Mexikaner so große Angst haben. Es ist eiiN Krusteneidechse, denn ihre Haut ist nicht geschuppt sondern gekörnt: rote und schwarze Binden um- ringeln den Leib, der Kopf ist plump und frid und das ganze Wesen ähnelt einer ausgestopfto Walze. Als es zum erstenmal einem Zoolog ei gelang, dies Tier lebend nach dem Londons Zoologischen Garten zu bringen, wurde eind Tages ein betrunkener Wärter von dem gewöhn' llch stumpf dallegenden Tier gebissen. Sosoti schwollen Finger und Arm mächtig an. unt unter furchtbaren Qualen verschied der ilnglüd’ liche. Run erst ergab die nähere ilnterfudjunf daß man hier wirklich die erste und einzige gipl tige Eidechse der Welt vor sich hatte. Die vot-i bersten, mit einer Furche versehenen Zähne frdl UnterfieferS stehen mit einer mächtigen Gift'! frrüfe in Verbindung, und wenn man das Tis reizt, so bewegt sich der Unterkiefer wie tauen! worauf zäher Speichel aus dem Maul der Echs< tropft. Die Berichte, denen zufolge Mexikaner von Eidechsen tödlich gebissen werden, beruhe» also danach auf Wahrheit. Die KrusteneD nährt sich von kleinen Eidechsen, die sich in te1 Kälte des Nachtfrostes nicht versteckt haben. Dl' rotschwarzc Färbung der körnigen Haut inuld wie eine altmodische Perlstick?rei an. Der einzig Verwandte des Gila-Tiercs. der sehr weit eni' fernt auf Dorneo lebt, besitzt die Giftwaffe n'H mehr. 6 "Hoffnung Ich. Warb ur der bereits Vian einer Wei i'"ger Kreis! delrciicnden Gcmei »«>. 'n der Mo Men. 'Murd), öal ^reisverlvalt genommen ha t?" zerstört n slaub, dst Weite l ann heraititeoth 4U tuenden ■Wlflgen dje 5 ' ■ Jouschlll'LE Lhrevprcis ultd W 2-münden, W. C let ll.-Lang-Eons Albert ®öhmann'W V. Abt.: Sr flel. Ehrenpreis t hrfin'jr»»» töntiffiaM), V. rfirllnffl- kingen, Aug. 01 VI. Abteilun Urent-reis, 1. unt Lernshaulen: ®uft. I. unb 2. Pnis 3. 5 khrenpreise und 1., Gingen, 1., 2. und < k Schönheiisi und 1. Preise TB.r Crienbetg; hem. 2. und 3. Preis Hofmeister, 2i 4. Drünnerkrc 3. Preise L. M Äeichelsheimi Phi fische Kröpf * 3. Preise Hch. • Pfarrer. Tßed 3ean Kolt beim, Höchst a. Tons. 6. 2Inöe 2. unb 3. greife He B. 5auber2., H -Aauheim: W. Dö Pfarrer, Verles Dlanzel, M-T. Aeichelsheim. off ML-, rstzW Unzial. ?,stoung. >9 ft *? M lügel-Aus^n- I ^UMmon, r * nQd) b «hoa ft toumt bei L-, .Mer L ung n^K^ Hofei d Saal unterni, xen N ngsseier ßner, Oe(nn.„.Qm,l' 'Kammer, lofoÄ'r 'E«Gk 6ii6K; ”*« 3ä? Ä ®!ßlig Äüa fc 6t J„un° Arberung btt I ?Um erst! «$ 61e. ^^ftdlunggtäu nen gegifteten ^Wtt m Ehrenprels bei f^ !J? *3 golbrnrn t •*iie bet Ktstlichtv ü om ßanbioirtfWamr eilen. ^betotttung feien n» le und etften Prrisr jd g.Ounggellügeiduji LanbtvlttlchaiIskMMt-2! 'en. 1. Prelle. Tust. W- §• Äeil-etre'oenbod. 9. Zuchlstämme: 8hn : W. DSngeS Z.-A^ ges- Mchtnbach, M y, D. Sütinget 1 >g, Hühner: 1. Älal koarzlacl. Threnpreis t o n b I e t • 7ileöef@enrür2< inS«Laubach. 2. Alas SUbetlad: Shrenvi . Preis: Aua. Mauser !. Preis: $$. Dindinx e, Hamburger 6il6< ptcls und 1. Prelle: l -Gemünden. 4. Äh' [bermötnen: Shrem ioff ßbetling'fyibi!? tbratel: tyrenprcif i ,us 2.-Dut>Petitnrvd. , JtUU«. 'KWi churchrrisr Md 1. W Aschen (1. EhrenM mf. 1. Klasse, St Italiener: ShmiPM! met: ®fl. Schiesertzts eiyrels und 1. 1 i 1. Prelle: D. ägi ' 0. Hahn-Menrad. ,tJ, stallen«: 8° tschaltsfammer und L S>B OZ. Ehrenpreis. L uni )j,3etten$*. 3uL 3 t-ern, S. «lasse. *uy$ts A. Kranz-Büblnge^ o„-- U Landwirtscha^ fl Plymouth -Rok«: Ehrenpreis, 1., 2 und | Preis. L Steffen-Maar. 14. Rhode - IS aber: Ehrenpreis, 1. Preis: Fr. Bauer- trchen. 15. Weihe Wyandottes: Ehren- pEiS der Landw.-Kammer, Ehrerrpr. u. 1. Preise: Otto Södler - Dieder-Gemünden, Ehrenpreis vrd 1. Preis. D. Hoppe- Altenstadt, 1. Preis: Cuft. Walther-Bauernheim. 16. Schwarze Vyandottes: Ehrenpreis der Landwirt - thaftSkammer und 1. und 3. Preis: Hch. H a r t d- 5öba. 17. Ändere W Y a n d o 11 e s - R a f - |e n Ehrenpreis, 2. und 3. PreiS: W. H e h- kchzell, Ehrenpreis und 1. Preis: Gertrud Z i m- irr»Breungeshain. 18. Andere Danen: hrenpreis und 1. Preis: D. Bölbe l -Ber- odt.' Gust. Haas-Gießen (für Brahma). K. i e i h - Stockhausen, Ehrenpreis der Landwirt- h. Schotten. 3. P o r z eil l a n f a r- ige federfüßige Zwerge. Ehrenpreis. Preis und 2. Preis: Otto Södler - Dieder- h-münden, Chreichreise. 1. Preise, 2 Preise und Pr.. K Müller II.-Lang-GönS. 4. Wyan- imttes. Ehrenpreis, 1. Preis: L. Mogk - tchzell, Jean Kolter- Bad-Dauheim, 1. Preis: K.' Krast II.-Bleichenbach. 5. Zwerakämp- c r. Chreiipreis, 1. Preise und 2. Preise: 3ean ivlter - Bad-Dauheim und Fr. G ö tz m a n n- Zid-Dauheim: 1. Preise und 2. Preise: W. 3c u f d) Ill.-Lang-Döns. 6. Andere Dassen, khrenpreis und 1. Preis. Ottd Södler - Dieder- krmünden, PH. Ostheim-Echzell, K. Müller II.-Lang-Göns: 1. Preise: H. Hellmold - -iehen, Albert Schmidt- Ortenberg, Fr. -»hmann- Bad-Tianheirn. V. Abt.: Groß- und Wassergeflügel. Ehrenpreis und 1. Preis: S. D. Fürst t hat einen Mann, der bei Tag kommt, um seine tleiber zu bürsten und die Wohnung auszuräumen - jagte mir, dost er sich nicht wohl fühle und nicht iu sprechen fei." Broad blies einen Rauchring und iitrachtete ihn nachdenklich. „Wenn ein Diener erleben fein soll, so muh er auch mit seinem Herrn vohnen", sagte er. „Es kostete mich nach dem heu- Turnen, Sport und Spiel Bon Ski-Wettkämpfe. Regierungsbaumeister B o l k l a n d , Gotha. Rentabilität anbelangt, fo bat eine Informationsreise ergeben, datz zwischen Dreihaufen und Mücke wohl Eisenerz-, Bauxit-, Basalt- und Lungsteinlager vorhanden sind; mit dem Abbau dieser Lager ist aber biS jetzt zum groben Teil überhaupt noch nicht begonnen, und es fragt sich, ob je damit begonnen wird. So wie die Singe jetzt liegen, kann selbst bei Erschließung jener an sich vorhandenen industriellen Möglichkeiten höchstens damit gerechnet werden, daß die ' Betriebskosten durch die Betriebseinnahmen gedeckt werden. (Sine Deckung für die Berzinsung und Tilgung des Anleibekapitals wäre aber nicht gegeben. Die Ge- famtbaukosten für die Weitersührung der Bahn vis Mücke sind auf 3 000 030 Mk. geschäht, von denen im günstigsten Falle 2 400 000 Mk. aus der produktiven Srwerbslofenfürforge bewilligt würden, die restlichen 600 000 Mk. aber auf dem freien Geldmarkt beschafft tverden müßten. Sen Gedanken, daß eine Abtretung der Kreisbahn an die D e i ch S b a h n g e f e l l f ch a f t die Surchführung der Kreisbahn dis Mücke zur Folge haben würde, bezeichnet die Kreisverwaltung als Utopie, auch denkt der Kreis nicht daran, die Bahn abzugeben, die unter größten Opfern seiner Steuerzahler gebaut wurde und sich jetzt wenigstens felMt trägt. Sie Stellungnahme der KreiSverwaltung läßt eriennen, daß mit der Surchführung des Projektes kaum gerechnet werden kann, solange nicht Beweise und Bürgschaften für die Rentabilität der neuen Strecke erbracht worden sind. Der 3 t a f f e 11 ü u f besteht aus Läufergruppen, die einander adlösend die Strecke durchlaufen. Eine Sonderart ist der Hindernislauf, hauptsächlich ein Abfahrtslaus mit ganz erheblichen Geschwindig ketten. Der Sprunglauf ist em Wettkampf für sich: er wird stets von einer bestehenden Schanze gesprungen. Im Gegensatz zu den Langlaufski benutzt der Springer recht breite und schwere Bretter mit doppelter Hührungsrille, die seine Standfestigkeit erhöben; auf ihnen gleitet er die geneigte Anlaufbahn hinab, um die erforderliche Geschwindigkeit zu erlangen, geht allmählich in die tiefe Hocke und reißt in dem Moment, in dem er so an die vordere Kante der Schanze kommt, den Körper ruckartig empor, um in die Lust weit oorzufchnellen. Nach einer Luftfahrt von 30 bis 50 Meter nähert er sich der Aufsprungbahn, die etwa 30 bis 40 Grad gegen die Horizontale geneigt ist. Der Aufsprung ist das schwierigste Moment des ganzen Sprunges, um ihn zu bestehen, muß der Körper im Augen blick des Aufsprungs genau senkrecht zur Aufsprung bahn stehen, er muß schon während der Luftsahrt weit nach vorn gelegt werden. Wie beim Langlauf werden die Läufer ozw. Springer »ach Auslosung nacheinander abgelassen; jeder muß drei Sprünge aussühren, die Bewertung erfolgt aber nicht allein nach der Sprungweite, sondern punktweise nach dem ganzen Stil, so zählt beispielsweise ein schöngestandener Sprung von 25 Meter mehr als ein gestürzter von 45 Meter. Lang- und Sprunglauf bilden je ein abgeschlossenes Rennen für sich; wer sich aber um eine Meisterschaft im ofilauf bewirbt, muß beide Wettläufe mitmachen (zusammengesetzter Lauf), die Bestleistung im Durchschnitt ergibt den Meister; Lang- und Sprunglauf um eine Meisterschaft sollen deshalb auch nicht an einem Tage stattfinoen. Aus dem Mittelrheinkreis der D. T. Weihe des rurnerheims auf dcmFeldberg. — Der gestrige Sonntag war für ben Mittelrheinkreis der D. T. ein denkwürdiger Tag. Das erste Wan'derheim des Kreises, das auf dem Großen Feldberß im Taunus käuflich erworben wurde, konnte in Verbindung mit her Kreiswinterwanderung feine Weihe finden. Trotz der in der Ebene nicht gerade einladenden Witterung waren die Turner und Jugendturner in überaus stattlicher Zahl dem Bergesgipfel zugestrebt. Ein von Turner W. Wollenberg (Dieder-Ursel) verfaßter und vorgetragener Vor- svruch leitete die Feier ein. Sie Weiherede hielt der Kreiswarl für das Wandern und das turnerische Geistesleben, Prof. Bender (Frankfurt a. M.). Er zrichnete kurz die Sntstehungs-- geschichte des Heims und gedachte in Dankbarkeit der Manner, deren unermüdlicher Tätigkeit dieses Werk In erster Linie zu danlen ist. Der Redner weihte das Heim als ein Svmbol der Einheit und Zusammengehörigkeit. Begeistert wurde das „Gut Heil" auf das deutsche Vaterland und die Deutsche Turnerschaft ausgenommen. Der 1. Kreisvertreter, Fabrikant A. Pfeiffer (Wetzlar), übernahm darauf das Heim in die Obhut der Kreisleitung. Ser 2. Kreisvertreter und Kassenwart. Kommerzienrat Schill (Osthofen) überbrachte die Grüße der Seutschen Turnerschaft. die stolz darauf sei, daß nun auch der Mittelrheinkreis über ein eigenes Heim verfüge. Ser Q3oy Die beiden ersten Monate des Jahres stehen im Zeichen der großen Stiroetttämpfc, öaumeijter- schäften, Landesoerbandsmeisterichaften; große Siaf- iclläufe und als Abschluß am 12. und 13. Februar die Deutschen Skirneifterschaften in Gannisch-Par- tcntird)en kommen zum Austrag. Bemerkenswert ist, daß die größeren Sliwettbewerbe wieder mit Lang- und Patrouillenläufen der Reichswehr und der Landespolizei verbunden sind und damit auch mehr praktische Bedeutung gewinnen. Der Skilauf drängt geroaltfam zum Volkssport hin; manches ist noch nicht so, wie es fein sollte. Die sportliche Technik der meisten sog. Skiläufer ist mäßig, weil der Anfänger die Schwierigkeiten dieses Sports leicht untcrsä)ätzt, sich einer gründlichen Aus bilbung innerhalb der einzelnen Wintersport-Bereinigungen beharrlich entzieht und glaubt, er könne auch ohne Skikursus autodidaktisch das otilaufen erlernen. Man kann passionierter Radfahrer sein, ohne organisiert zu sein. Beim Skilaus liegt die Sache wesentlich anders; er bringt sich um das, was den Skilauf feelifch und körperlich erst zum Genuß macht. Dazu gehört nun noch nicht, daß der Skilauf unbedingt sportlich aufgezogen werden inuß. Viele Skiläufer lehnen die Beteiligung an Skiwett- tänipfen zunächst grundsätzlich ab, kommen aber später auf den Geschmack, wenn sie einmal selbst das 3ncinanbergreifen von Skilauf und Skisport begriffen haben. Wo ein Sport ist, da sind auch Wettkämpfe am Platze; das kommt der gesamten Technik des Skilaufs zugute. Die Sklwettkämpfe find schon allein für das Auge ein prächtiger Anblick, werden von einer fo großen Zuschauermenge umlagert, daß es sich verlohnt, auf ihr Wesen näher einzugehen, zumal manche falschen Vorstellungen darüber bestehen. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen Lang- lauf und Sprunglauf. Beim Langlauf bandelt es sich allein um den Wettbewerb der Laufgeschwin. digkeit. Die normalen Langläufe bewegen sich über eine Strecke von 10 bis 18 Kilometer, die Dauerläufe über eine solche von 30 bis 50 Kilometer. In jedem Falle soll die Strecke zu gleichen Teilen aus Anstieg, Ebene und Abfahrt bestehen mit einem Kesamthöhenunterschied von mindestens 300 Meter. Eigenartig ist der Start; denn die Läufer werden nicht gleichzeitig, fonbem mit Nummern versehen in je 30 Sekunden Abstand hintereinander abge« lasten auf einer oorgefahrenen Spur, die zudem noch mit roten Fähnchen gekennzeichnet wird. Während des Laufs stellen sich nun alsbald Verschiebungen ein, auf Anruf muß die Spur dem Ueberholenden freigegeben werden. Besonders wichtig ist für den Skiläufer der Aufstieg; denn hier verbraucht er Kraft und Zeil, hier gilt es, den Gegner zu schlagen, hier wird fast jeder Langlaus entschieden. Die großen Absahrten gelten der Erholung, um für einen neuen Anstieg Kraft zu gewinnen. Die Ge- ichwindigkeit des Langläufers gleicht beim Aufstieg etwa der des Fußgängers, in der Ebene etwa der des Radfahrers, auf der Abfahrt erreicht er im Durchschnitt eine Geschwindigkeit von etwa 12 bis 18 Kilometer in der Stunde. Die Schneeverhält- niffe spielen dabei eine ebenso große Rolle wie die Eigenart des Geländes. Zur Erhöhung der Schnelligkeit bedient sich der Langläufer ganz schmaler und leichter Bretter, dazu leichter und langer Stöcke, um sich bei jedem Schritt damit kräftig 'abzustoßen. sttzende Aößtg (Rödelheim), der sich befonbete Verdienste um das Heim erworben hat, sprach im Damen des FeldbergsestauSschusses, dabei auf die Deutung des Feldbergs in der Turngeschichte und in der GeisteSgeschichtc der Mittelrheingegend hinweisend. Turnerlieder und das Deutschlandlied umrahmten die Ansprachen, die alle mit turnerischer Begeisterung ausgenommen wurden. Eine Besichtigung des HeimS schloß sich an In seiner sauberen Ausstattung macht es einen äußerst günstigen Eindruck. Es stehen 68 Bettes zur Berbügung. 22 für Turnerinnen, 34 für Jugendturner und 12 für ältere Turner. Für ausreichende Heizung der Räume ist gesorgt, wie auch Küche, Waschraum usw. nicht fehlen. Dach der Feier führte eine frisch-fröhliche Turnfahrt die Teilnehmer nach Ober-Hrfel. wo Im geräumigen Heim der Turngesellschaft noch einige frohe Stunden verlebt werden konnten Ser Vorsitzende der Ober-Urseler, Fabrikant S p a n g . entbot herzlichen Willkomm, turnerische Sarbietungen der Tumgesellschaft, Turnerlieder und Ansprachen wechselten in rascher Folge und ließen eine echt turnerische Stimmung aufkommen. Besonderen Widerhall fanden die Reden der bei- den Kreisvertreter und des GauvertreterS "Burd on, die ich je getroffen habe! Und jetzt gehen Sie aus?" Ste nickte. „Ich habe eine Nachlpflege und werde erst gegen elf Uhr vormittags zurückkommen. Sie haben es gut getroffen, daß ich noch zu Hause war." „Sagten eie nicht: sein Auto ? Was für ein Auto ist denn das?" fragte Elk. (Fortsetzling folgt.) 2-7 rf» L *77777777777'7S77777S777'"77777777777777777777777777 und M. Devisenmarkt Berlin— Frankfurt a. L e l egrophiicke Auszahlung 8. Jan. tSaninoten. Brie' 58,60 112,48 «1,475 16,71 168,77 18,70 1D7J2 69.48 2,24 H2,63 81,54 65,41 12.47 73. h? Amtliche ‘Jioti runa Kcld Bttei Letzte Nachrichten. Leichensund im Frankfurter Stadlwald. Verbrechen oder Selbstmord? Frankfurt a. M., 10. San. (WSN. Drah bericht.) Gestern abend wurde in der Nähe t* Abstellbahnhofes bei Neu-Isenburg die 2eid>< eines Mannes aufgefunden, die nur ntt mit einem Oberhemd bekleidet war. Der N war infolge eines R evolverschusses i die rechte Schläfe dicht über dem 3u| eingetreten. Die von der Mordkommission sohl eingeleiteten Feststellungen haben ergeben, dr es sich um den Obertclc'grapheusekretar E. ei' wohnhaft Zeiftelstrafte 34 in Frankfurt a. 1 handelt. Hut und Revower des Erschossenen toir den etwa 20 Meter oom Fundort entfernt i einem dichten Gestrüpp entdeckt. Dicht nebenH | Leiche war eine große Blutlache. Die Kleidung stücke des Loten lagen in weitem Umkreis z« streut umher, die wollene Weste, die voll D war, war oben zugeknöpft und dem Manne u scheinend über den Kopf gezogen worden, ot1 von ihm selbst über den Kopf gestülpt. Es lonr bisher noch nicht aufgeklärt werden, ob Selb! mord oder ein Derbrechen vorliegt, jedenfol handelt es sich um eine sehr my steriö Sache, da die Uhr, das Geld und sonstige IDd | fachen bei dem Toten noch vorgefunden toutfr Büchertisch. Heymer's illustriertes Pop. T e l e g r a p h e nh a n d b u ch. 48. Jahr. Winterausgabe 1926/1927, bearbeitet vr- Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 10. Jan. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 29,25 bis 29,50, Roggen (inl.) 24,50 bis 24,75, Sommergerste (für Brauzwecke) 25,50 bis 27, Hafer (inl.) 20 bis 20.50. Mais (gelb) 18.50 bis 18.75. Weizenmehl (inl., Spezial 0) 40,50 bis 41. Roggenmehl 35 bis 36. Weizenkleie 12. Roggenkleie 12,25, Erbsen 35 bis 65, Linsen 50 bis 90, Heu (süddeutsches. gut trocken) 9 bis 10. Weizen- und Roggenstroh 425 bis 4.75, Treber Igetrocknet) 16.50 bis 16,75. - Tendenz: Stetig. Frankfurter Lchlachtvieljmarkt. Frankfurt a. M., 10. Ian. Auftrieb: 1627 Rinder: darunter 456 Ochsen, 63 Bullen. 712 Kühe. 366 Färsen. 388 Kälter: 306 Schafe, 5400 Schweine. Ochsen, vollfleischige, ausgemästete. höchsten Schlachtwerts. 1. jüngere 56 bis 59, 2 ältere 51 bis 55. sonstige vollfleischige: 1. jüngere 45 bis 50, 2. ältere 45 bis 50. fleischige 40 bis 44 Bullen, jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 52 bis 56. sonstige vollfleischige ober ausgemästete 47 bis 51. fleischige 42 bis 46, Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht- Rundfunk-Programm deS Fraukfurtrr Genders. (Aus der .Radio-Umschau".) Dienstag, 11. Januar. 3.30 bis 4: Die Stunde der Jugend. 4.33 bi- 5.45: Konzert des Hausorchesters: Nordisch: Musik. 5.45 bis 6.05 Die Lesestunde. 6.15 b;.; 6.45 ilcberlragung von Kassel: Vortrag von 2 Schleicher! über „Rundfunl und Gegenwart- kultur". 6.45 bis 7.15: Funkhochschule „Zur Kr Perkultur der Frau". Vortrag von Frauenar Dr. Rudolf Salomon. 7.15 bis 7.45: Die Schack stunde. 7.45 bis 8: Senckenbergviertelstunde. „51: Sinne", eine Einleitung für die Betrachtung de Sinnesorgane. Vortrag von Dr. T. Cdinga 8,15 bis 9.15: Das Volkslied, ein Zyklus. Erltr Abend Iägerlieder 9.15 bis 10.15: ileuerirnflun: von Kassel: Mandolinen-Konzert. veranstaltet vo- 1. Kasseler Mandolinen-Orchester 1913. gang. Ernst Meuschke, Oberpostinspektor im Reichspo^ Werts 46 bis 51. sonstige vollfleischige oder aufr gemästete 37 bis 45, fleischige 30 bis 36, gering genährte 22 bis 28. Färsen: vollfleischige. ausge- mästete, höchsten Schlachtwerts 55 bis 60, voll, leischige 48 bis 54, fleischige 42 bis 47 — Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 80 bis 86: mittlere Mast- und Saugkälber 70 bis 79, geringe Kälber 60 bis 69. — Schafe: Mast, ämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 40 bis 47; mittlere Mastlämmer, ältere Most, hämmei und gut genährte Schafe 35 bis 39; fleischiges Schasvieh 32 bis 34. — Schweine Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht Z2 bis 74, vollfleischige Schweine von ca. 200 bis 300 Pfund Lebendgewicht 72 bis 74. von ca. 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 71 bis 73. fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebend- gewicht 69 bis 72. — M a r k t v e r l a u f: 3n Rindern ruhiger Handel und geringer lieber- stand. Kälber und Schafe bei lebhaftem Geschah ausverkauft. In Schweinen -verbleibt bei qc- drücktem Geschäft gröberer Aeberstand. Amtsgericht Wetzlar. Q Des Betrugs, sowie der Beihilfe zum Tr- trug war eine Wetzlarer Ehefrau angeklagt. 3 t) wurde zur Last gelegt, die Ortskrankenkasse Wch- lar dadurch um den Betrag von 8,90 Mark geföä digt zu haben, daß sie sich von der Krankenkol c auf den Namen ihres Bruders einen Zahnbc- Handlungsschein aushändigen lieh, den 6d>cir aber an einen dritten weitergab, der sich bann auf Kosten ber Kasse behandeln lieft, obwohl er gar nicht Mitglied war. Trotz ihres Leugnen, äh das Gericht die Angeklagte als überfühn an und verurteilte sie zu 3 5 Mark Geld- träfe, Hilfsweise 7 Tage Gefängnis. Drei junge Burschen aus Münchholz. Hausen, die beschuldigt waren, am 31 Oktober v. Is. durch eine nächtliche Schießerei in Münchholzhausen groben Unfug verübt zr haben, hatten gerichtliche Strafbefehle Geldstrafen von je 20 Mark. Hilfsweise je vier Tage Hast, erhalten. Sie erhoben hiergegen Einspruch uni erzielten kostenlose Freisprechung der Bundesstaaten entwickelte sich sogar eine Haussebewegung, die allerdings ball) zum Stillstand kam. Der Geldmarkt ist weiter sehr leicht. Tagesgeld ist zu 3 bis 5 Prozent und darunter angeboten. Infolge der Erwartung einer Reichsbank-Diskonterrnäftigung blieb das Angebot in Wechseln gänzlich unbedeutend. Im Devisenverkehr schwächte sich Mailand auf 112 gegen London ab. während sich Paris auf 122,55 gut behauptete. Madrid fester mit 31,02 gegen das Pfund. London-Kabel 4,8525 unverändert. Sie Reichsmark wurde gegen den Dollar mit 4,2117 genannt. Börsen knne. Berlin. 8 Jan 3meritonil<6c 'Jlotm . . .. belgische Noten........ Dänische Noten . . . . .. . ifrnglifrtK Noten ...... Frainoiische Noten ...... Holländische Noten...... Italienische Noten...... Norwegifche Noten...... Deutsch Oesterr , L100 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten ...... Spanisch: Noten...... Tschrchoilowakische Noten . . llnparifrtie Noten . . Ministerium Berlin. Preis 3,60 Mark einschi Verfandspesen. H. A. Pierer, Verlagsbuchhandlung, Altenburg in Thür. — Das schon seit bei Jahre 1876 regelmäßig erscheinende Handbuh enthält sämtliche für ben Kaufmann wichtiger Bestimmungen und Gebühren des inneren Post« Postscheck-, Telegrap^eund Fernsprechverkehrs sowie des Verkehrs mit dem Auslande. 10 Jau Amtliche Notierung <^e(b , Bries Frankfurt a.M. Berlin S<6luy. | l.Ubr. Schluh- Anfang Äure ftnre starr Datum: 8. 1. | 10. 1. 8.1. | 10. 1. 5% Deutsche ReichSanlctbe . 4°/„ Deutsche Reichsanlcihe . 0.89 0.92 0,885 । 0.86 0,92 0.92 SV.0'« Deutsche SittchSauleihe — , — 0.865 0.905 3% Deutsche ReichSanlklbe . Deutsche Svarprämicnauleche 0,95 0,095 — 0.975 0.565 1 4% Preußische SonsolS . . • — — 0.8675 0.91 4°-o Hegen........... 0.87 — - ! 3,/*°;o Hessen......... 0,84 — — — 3% Hessen -•_••• x,-.- 0.84 — Deutsche Wettb. Tollar-Aol. — — 98,6 | — dto. Toll. Schatz-Nnireisn«. . — — — 4,/e ^oCtürten......... 17,62 — 17.4 — 5% (Aoldmettkaner . • 42.75 — 42.62 — Berliner HandclSaelcllschast - - 273,75 273.5 »Sommerv mid Pttvat 'öank z 223 -26 222.75 225,25 Tormsl. und 'Jlafionalbant . 270 266-6 269.5 268.75 Tcutiche Bank......... 192 191 193 192 DiSkonto u.onnnanbit .... 185,75 — 185.75 185,5 Dresdner Bank........ 183.9 184.5 183 183 4 Metallbau!........... 185.25 — 185 180 9 Mitteldeutsche Kreditbank . . 197 — 198,25 192 Qcstcrreichische Kreditanstalt 8,8 — 9 9 RcichSbauk........... 175.4 — 175 175.75 Bochumer Guß ...... BuderuS............ iuTö 114 180 113,75 113,75 Karo.............. Teutsch'Luremdurg...... 'S? — 180 ISO ('ktfenfirdjener Bergwerke. . ist 179.5 180 181.25 Harpcner Berabou ...... .Nallwerke Aschersleben.... 189,5 187 189 187.62 161.5 161,5 160.6 159.4 Nalilvcrk WeilcrcgeUi..... 167.25 167 168 167 L'aurabülte........... >-4 — M.25 ,)?annesmann ...... 209 9 — . _ 208.75 208,75 ManS eldcr........... 148 5 — 148 145 Oderbcdars........... 126 5 — 124.5 124 Phönir Berabau....... 135,75 1 < 7.5 135 134.5 Nbeinischc Braunkohlen . . . 251 75 - •250 25 250,9 Nheinstahl........... 196 J93 195 1.19.62 Nicbcck Montan........ 184.75 — 182.5 177 Tellus Bergbau....... 111 — - Bereinigte Stahlwerke .... 151,25 — 151 149,5 Homburg Amerika Paket. . . 174.5 174 173,5 174 Norddeutscher Llopd . ... 169,5 156,75 168,4 156 Kheramische Werke Albin . . — — — Zementwerk Heidelberg . . 117,5 — — - Philipp Hol;monn...... 172,5 ! • 172 - Anglo Com ßnono ..... — - 125 — Chemische Mäher Alaptn. . . — — — e oibtdjmitit........ 150,25 - 151 149 75 öotjverlohlung........ 81 - — — (T <9 ^arden-Jnduutte. • . Riilgeröwerkc. ....... ■'21.75 IS .122 .18 141.9 - 110.75 139.5 Schcideansialt....... 232 -25 — — Allg. Elcktri;ttätS-l8esellschast 168 75 166.75 168 167 Bergmann ......... 165.5 — 164,25 165 Klektr. Steurungen ...... 16;.,5 — UM 1168.25 ^Ktl und Jirafl...... . 170 — 169 170,25 Mainkrastwerke ........ — — — * Lchuckeri............ Siemens & Halske...... h-6 165 164.13 164.25 202 201 75 202 201.4 Adlerwerke filetier ...... 118.75 1 119,75 117.25 ,116,75 Daimler Motoren. ...... 85.5 86 75 86.75 86.5 Hepligenstacdt......... Meguin......... . . . 43 — 62 - 60,25 ■■ Mannhttmer Motoren ... — 39.75 — Arant futter Armaturen 25 — — — Konservenfabrik Braun . . Metallgelcll^chasl Frankfurt • 76 - -* ** 195 — Pot. Union A -A........ 126,5 124.5 — t2chuhladttk Her» . . ... — 74.5 — Sichel............ . 2,8 — 4.7 — Zellstoff Aschaffenburg . . . 172 - 172.13 175,25 Zellsion Waldhof....... 245,75 .'45,5 244,75 .47.5 Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckottabttk Waghäusel . . 117,5 145 145.75 117 13 143 — 168,39 168,81 168.31 168,73 1,738 ..742 1,738 1.742 >8,62 >8,66 58.61 .8.65 107,15 107,41 107,25 107,51 >12,23 .12,-1 112,16 *12,44 112,41 112,69 112,38 112,66 10,675 10,615 10,677 10,617 18. f,; 18.57 18.29 18,33 -0,417 dl, 469 -0,413 20,46a <.207 4.217 4, *20 7 4,217 16,65 16,09 16,66 17,40 il,18 31.178 31,15 91,35 >5,41 45,67 66,77 65,9* .',05! 2.155 3,035 2,059 .584 9.587 1.487 1.489 a9,!U 49,45 69.25 69,39 12,441 12.41)4 12,456 12.496 7.41 7.41 7.4.) 73,59 73,58 73,76 4.04 1.05 *,042 >,052 21,525 1,575 21,515 21,665 81,47 81.67 61,50 61,70 2.113 . 123 2,1 (3 ’.Vti 5,31 5. .13 5,31 5.33 ♦ , 199 I.2W 4.20 4.21 1.24 4.25 4.24 20.924 4. ‘2.) 20.924 20.976 t0.976 33-57 30-60 6 proz. 24-52 30-46 30-50 37-46 32-44 15-52 40-48 30-45 25-52 40-53 26-58 35-48 Kälber 53-95 50-95 49-79 60-85 50-100 58-79 50-90 60-95 55-125 60-85 38-95 45-95 65—76 54-74 33-110 60-115 38-70 40-130 =3-86 66-8? 30-86 56-80 5C- 85 64-74 62-74 65-77 62-80 70-80 60-79 64-80 65-80 64-76 60-77 60-75 60-77 Rinder 18-62 23-58 17-59 20-59 30—60 22-60 25-61 20-62 28- 63 20-62 18-60 20-61 20-60 25-60 17-51 20-63 25-60 20-59 12-59 18-60 18-55 13-60 15-54 Berlin Bremen Breslau Themnitz Dortmund Dresden Düsseldorf Elberfeld Esten Frankfurt M Hamburg Hannover Husum Karlsruhe Kastel Riel Köln Leipzig Magdeburg Mannheim München Stettin Stuttgart Zwickau 78-82 68-80 45-74 65-79 65-78 64-78 65-80 54-79 60-74 58-81 70-81 Hessische Braunkohlenroggenanleihe. Be: Anwendung der Anleihebedingungen für die 6proz. Hess. Braunkohlen- Roggenanleihe hat die Hessische Staatsschuldenverwaltung die am 1. Februar 1927 fälligen Zinsen, unter Zugrundelegung der Durchschnittspreise für eine Tonne gesiebte Förderbraunkohle und einen Zentner Roggen in den Monaten Oktober 1925 bis einschl. März 1926, auf 0,37 Mk. nach Abzug ber K a p i t a l e r t r a g s st e uer für eine Einheit festgesetzt. Da die Schuldvor- schreibungen ber Anleihe auf 1/4, 1/g, 1. 2 unb 5 Einheiten lauten, so entfallen auf den jetzt fällig werbenden Zinsschein 4 Beträge von 0,10, 0,19, Emngeti nirgend« eingetreten. Für Kälber waren die Prei-notierungen unter Schwankungen im groften und ganzen stetig. 2Lif den nachstehenden Markten wurden für 1 Pfrind Lebendgewicht in Pfennig notiert: Schafe Schweine 30-56 0,37, 0.74 und 1,85 Mk. * Sie amtliche Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 5. Januar berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts beträgt 136,5 und ist gegenüber der Vorwoche um 0,4 o. f). gesunken. Jin Monatsdurchschnitt Dezember ist die Gesamtindexziffer gegenüber dem Vormonat mit 137,1 unverändert. Einer Steigerung der Indexziffer der Agrarstoffe um 0,5 v. H. auf 143,7 steht ein Rückgang der Preise der industriellen Fertigwaren um 0,8 o. H. auf 142,3 gegenüber, während die industriellen Rohstoffe und Hardwaren im Durchschnitt leicht nuf 128,1 angezogen haben. " Austritt der Rombacher Hüttenwerke aus dem Stahlwerksnerband? Rach einem Telegramm des „Montag" aus Düsseldorf sollen die Rombacher Hüttenwerke aus dem Stahlwerksoerband ausgetreten sein und ihren Aktienanteil auf die Vereinigten Stahlwerke A.-G. übertragen haben. Krantsurtcr <-orsc. Frankfurt a. M., 10. Jan. Tendenz unsicher, Scheibeanstalt haussierend. — Der Wochenanfang brachte wieder eine durchaus unsichere Börsenlage. Obwohl die Geldverhältnisse eine weitere Entspannung zeigten, bildeten heute die Dividenden-AuSsälle bei verschiedenen Gesellschaften Anlaft zu Dividenden-Betrachtungen auch bei den übrigen Hauptwerten, wobei es mancherlei Enttäuschung geben dürfte. Daneben sind es auch innerpolitische Besorgnisse, die zu Realisationen veranlaftten. M o n- t a n a f t i e n durchweg abgeschwächt. Die Werte der Ähein-Elbe-Gruppe gaben 1,5 Proz. nach, Riebeck minus 5 Proz., Rheinstahl minus 3 Proz. Bon Chemiewerten verloren I. G. Farben 4 Proz. K a l i a k t i e n bröckelten leicht ab. Auch Bankaktien waren unsicher, besonders unter der Dividendenperspektive. Fest lagen nur Dresdner und Commerzbank, während die übrigen Banken schwächer notierten. Mitteldeutsche Credit büßten rund 5 Prozent ein. Elektroaktien lagen äufterft ruhig. Siemenswerte bis 1 Proz. schwächer. Eine auftergewöhnlich st arte Hausse hatten Scheideanstalt zu verzeichnen. Das Papier setzte abzüglich Dividende wieder 3 Prozent höher ein und wurde im Verlaufe explosivartig um weitere 17 Prozent - gesteigert. Angeblich soll diese Gesellschaft ein neues Patent im Kohlenschwelung s- verfahren angemeldet haben Die bisherigen Konzernwerte lagen gut behauptet. Schiff- sahrtsaktien bröckelten ab. Hapag minus 0,5 Prozent. An den variablen Märkten lagen Auto- unb Baustoff-Aktien widerstandsfähig. desgleichen süddeutsche Zuckeraktien. Heimische Anleihen lagen fest und lebhaft. Von fremden Renten Serben freundlicher, dagegen Anatolier 0,75 Prozent schwächer. Der Geldmarkt zeigt eine weitere Entspannung. Tagesgelb 4 Proent, Monatsgeld 5'/r bis 7 Prozent je Adresse. Im Devisenverkehr schwächte sich Mailand gegen das Pfund aus 111,50 ab. London-Kabel 4,8530 unverändert. Madrid gegen London fester. Paris mit 122,50 gegen das Pfund unverändert fest. Der weitere Verlauf der Börse blieb unsicher Berliner Börse. Berlin, 10. Ian. Bei Eröffnung der neuen Woche fanden an den Aktienmärkten Ent - IczstungSverkäufe statt, die gröfttenteild mit den jetzt fälligen Steuervorauszahlungen in Zusammenhang stehen. Die Spekulation zeigte sich zurückhaltend. zumal die Lage des Geld- Marktes neuerdings eine geteilte Beurteilung findet. Im Augenblick hält die enorme Flüssigkeit Stoar an, doch rechnet man für die nächste Zeit mit bedeutenden Anleiheansprüchen und verweist auf die Bestrebungen der Reichsbank zur Verknappung des kurzfristigen Geldmarktes. Obwohl im allgemeinen ein widerstandsfähiger Grundton nicht zu verkennen war, stellten sich die ersten amtlichen Kurse doch schwächer. Von den Rückgängen am schärfsten be- troffen wurden einige bevorzugte Spezial- werte. So verloren Mitteldeutsch^ Credit 6 Prozent, Berliner Handel 4 Prozent, I. G. Farben 5 Prozent. Deutsche Erdöl 3 Prozent. Riebcck- Montan 6^ Prozent, die übrigen Moman- werte einheitlich 1 bis 3 Prozent. Während ber ersten Siunbe zeigte sich lebiglich etwas Interesse sür einige Spezialwerte, von benen sich vor allem Textil- unb Zellstoff- att i en burch ihre Festigkeit auszeichneten Auch I heimische Staatsrenten begegneten beachtenswerter Nachfrage. Kriegsanleihe 0,920. I In den übrigen alten Renten des Reiches und Wirtschaft. Süddeutscher Produktenmarkt. swd. Die Haltung der überseeischen Märkte war in ber Berichtswvche schwankenb unb bic Offerten in Anbetracht ber mangelnben kontinentalen Kaufinteressen willig. Die Plapangebote in Weizen sinb zuletzt etwas höher gemeldet. An den süddeutschen Börsen war das Geschäft sehr ruhig und wurde in Anbetracht des schleppenden Mehl- absahcs nut wenig in Brotgetreide gehandelt. Inlandweizen und Inlandroggen sind nicht stark am Markte, sind aber unter dem Drucke der Auslandangebote etwas niedriger angeboten. Weizen, ausländ. 30,75 bis 32,5, inländ. 29.75 bis 30, La Plata April eintreffend 29,5, Roggen, ausländ. 25.25 bis 25,50, Inlandroggen 24,25 bis 25,25. Das Mehlgeschäft ist, wie bereits ange- dcutet, infolge Zurückhaltung der Käufer sehr still, und die letzte Forderung der süddeutschen Mühlen per Januar. Februar/März bewegten sich um 40,5. April/Mai 39,75. Insbesondere sind die nahen Termine zweithändig billiger angeboten, fo daß die Mühlen hierin kaum Geschäfte zu verzeichnen haben. Weizenbrotmehl 28,5 bis 29, Roggenmehl 35 bis 36,5. Das Gerstengefchäft konnte sich nach den Feiertagen noch nicht recht entwickeln, die Preise sind nahezu unverändert. Braugerste je nach Qualität 25,5 bis 29,5, Futtergerste 21 bis 22. Hafer ist eher etwas billiger geworden und wird mit 19 bis 19,5 an- geboten. Mais ist in den letzten Tagen zu nachgebenden Preisen an den Mart: gekommen, und wurden hierfür 18,60 bis 18.75 verlangt In Futtermitteln dauert die gute Nachfrage weiter an und sind die Preise gegenüber der letzten Berichtswvche im wesentlichen unverändert. Deizenkleie 11,5 bis 11,75 fein, grobe Weizen- klelc 12,25 bis 12.5 Weizenfuttermehl 14 bis 14,5, Welzennachmehl 21.5 bis 22,5. Oeiluchen erfreuten Hq nach wie vor reger Nachfrage, es wird bezahlt für Srdnuftkucken 2) bis 21,5, Rapskuchen 17 bis K^5, •Biertreber mit Sack 165 bis 16 75 Malz- Icime witt wack 16 bis 16 5. Don den Schlachtviehmärkten. An den Schlachtviehmärkten der vorigen Woche blieb die günstige Marktlage für Kälber erhalten, Für Rinder, Schafe und Schweine bic in der verflossenen Woche in d-zug aus' die MatKlage einen beträchtlichen Rückschlag erlitten hatten, hat sich btc Marktlage in dieser Woche allgemein recht beachtlich gcb'ffcri Im Zusam- menhang damit zeigt auch die Preisgestaltung für bte zulcnt genannter, drei Gattungen, namentlich 'n den Spiyenprcü.n. ein- günstigere Situation In Ben Au .riebzikfern sind wesentliche Berlchio PHönix Mannheim — B. f. L. Neckarau 1.». Sp "Vgg. Sandhosen — Phönix LudwigShos. 2 3. Rheinhessen-Saar. Saar 05 — F. V. Saarbrücken 2:3. Wormatia — Alemannia Worms 4:1. 1. F. C. Idar — Borussia Neunkirchen 4:1. Hassia Bingen — S. V. Wiesbaden 5:4. F. S. B. Mainz — Eintracht Trier 8: 0. Hessen-Hannover. Bez. G r. Nord: Sp. Vgg. Münden — Sp. Vgg. Göttingen 3:5. Kassel 03 — Göttingen 05 4:2. Gr. Süd: Hermailnia Kassel Borussia Fulda 3:4 Der 1. 3- C. Nürnberg In Berlin geschlagen. Die Berliner Tennis-Borussia hatte sich gestern den neuen bayerischen und srüheren vielfachen Deutschen Meister 1. F. C. Nürnberg zu einem Freundschaftsspiel eingetaden. Trog des regnerischen und trüben Wetters hatten sich doch etwa 10 000 Zuschauer einyefunden. Nach anfänglicher Ueberlegenbeit der Nürnberger konnten die Berliner überraschend in der 10. Minute durch Raue in Führung gehen. Durch dieses Tor ermuntert, lieferten die Berliner dem Gegner einen gleichwerttgen Kamps. Mit 1:0 für Berlin wurden die Seiten gewechselt. Schon fünf Minuten nach der Pause kam Nürnberg zu dem verdienten Ausgleichstor, das Wieder einsandte. Nach zwei hintereinander folgenden Ecken vor dem Nürnberger Tor konnte Lux einen scharfen Flachschuß glücklich ein- fenden und'Berlin abermals mit 2:1 in Führung gehen. In den legten Minuten hatten beide Der- eine noch schöne Torgelegenheiten, aber während die Berliner Stürmer bas Leder vorschossen, konnte sich Nürnbergs Angriff gegen die ausgezeichnete Verteidigung der Tennis-Borussia nicht durchsetzen. Jahre 1924 78 648 Personen, 1925 dagegen 400085 Personen. Boxkampf Haymann gegen Wagner. Der Boxkampf H a y m a n n gegen Wagner endete mit einem Punktsieg für Wagner. Die deutschen Schwimmrekorde. vo. Alljährlich bringt der Deutsche Schwimmverband bei Jahresbeginn eine Zusammenstellung ber zur Zeit gültigen Rekorde heraus. Diese sind: Herren: Bru st schwimmen: 100 Meter in 1: 15, 200 Metei: in 2:50,4 400 Meter in 6:05, sämtlich von Erich Rademacher - HetlaS-Mag- deburg. Seiteschwimmen: 100 Meter in 1:09, O. R. Dahlem-Ruhrort 09, 200 Meter in 2:40,5, 400 Meter in 5: 43 von E. Dingeldey- Gung- Deutschland-Darmstadt. Rückenschwimmen: 100 Meter in 1:14,1 von G. Frölich-Hellas-Magdeburg. 200 Meter in 2: 48,9 und 400 Meter in 6:03,9 von G. G ü n- ther - SV. Göppingen 04. Freistilschwimmen: 100 Meter in 1:02,1, 200 Meter in 2:23,2, 300 Meter in 3:53,2, 400 Meter in 5:16,8 und 500 Meter in 6:50:4 von Sj. Heinrich- Poseidon-Leipzig, 800 Meter in 11:38; 1000 Meter in 14:48,3 und 1500 Meter in 22:18 von Fr. Berges- Iungdeutschland- Darmstadt. Damen: Brustschwimmen: 100 Meter in 1:29 von G. Huneus - Ver. Wasserfr. M.- Gladbach, 200 Meter in 3:20,2 von G. Murray- Poseidon-Leipzig, 400 Meter in 7:18,1 von K. Büns - Bille-Hamburg. Rückenschwimmen: 100 Meter in 1:29,2 von A. R e h b o r n - D. S. V. Bochum, 200 Meter in 3:18 und 400 Meter in 7:00,8 von H. W u n- r a m - D. S. V. Hildesheim. Freistilschwimmen: 100 Meter in 1:17,6 und 200 Meter in 3:03,8 von E. Lehmann- Poseidon-Dresden, 400 Meter in 6:35,9 von R. Erkens- Amateur-Oberhausen, 1500 Meter in 29: 33,9 von L. Lehmann- Poseidon- Dresden. Amst. IHnit Böen. Airck Brss.-Antw Chttsiiania HoDenbagev Stockholm Helsingfors- Italien. . London. . . Wcmiort . . Paris. . . . Schwei» . . Spanien . Japan . . .- •Mio be Ian Dien in D-- Cefl. abfleft Prag .... Belgrad . . Budapest. Bulaarien Lissabon . Danzig. . Konstantin. Athen. . . Tanada . Uruguay Cairo - . . Geld 1,19 S8.30 I11,92 rv,37ü 16,6 i 167,93 18,60 106,88 59,18 2.Z0 112,07 81,H 65,14 12.41 73.4G M flk. 8 itHM"; UW« ÄÄ«6 VrogramM' 10. 3anuar ote ^rbrodjenm führ-rn V)edrr tinjeliK dem - IctDiik । mchrn «M- fioat unb DU Wn. Auch dir t)ü gewünschte - Darteigezenlahe: einer ^cjicnma: 0« Anmi'lage ye teil Vie IbfletD ^'utschlanöi Äur so viel zinsichr öas m 2 kingehalien wird, niniflcr Dr. Eur ist, eine Aegurui' 'nächst gehl diese nationale un )u bringen unb |i an einer Degierur die rriorderliche stabile 'Regierunf unter den beult mögliche Regierung is des Zentrums, d tischen Fahrwafl Verden. Ebenso \ den, daß leider i die nach linlS t würben auch sie Teil ihre Äufsas die Dtwendigieii arbeit mit t werden. Selbst wenn n Slnigung zwischen Ixatto übet die sich wärt, was a1 eusgischiosun tri Zentrum schvtril traten die Ati( ganze Fraktion \ mich die ßrilatu im Einversländn! mittelbar vor t Reichstag abgeg Aeiei)svehrpblich angekündigten 2 Ausführung beg bevor. Sie stellen Dessen dar, was ■W 2h di-Iei ^er'uch des Zusc Sozialdemokraten T.x Deuts J m 6urgcrli< Werbung Iicgt be ^Presse =u U?ben zu fön Bä’s wiederum fier L^ltnis S* teer a Danach reck W' 5rn ber £, n < S «. fok SW n herau-