Nr. 35 Erster Blatt 177. Jahrgang Mittwoch, 9. Zebruar Erichein, «Stzlich.snder Sonntags ant> feiertags. Beilegen. •teßenn ^amiltenbltitti Heimat tm Bild Dl» Scholle ■teiau-Ffjtgiprtll: 2 Reichsmark und 20 Vetchspjennig für Träger» lohn, auch Ui dichter» scheinen etnzeinerNummen» tnfolge höherer Gewalt. Fernjprecho »I chlüffe: Sl. 54 und 112 Lnlchntt für Vrahtvach» richten: »„Zeiger »letze«. postich Skonto: Frauttnrtam Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Vrv- »rv Verla-: vrühl'fche Untversiiütr-Vvch. uvd Stdnöruderel v. Lange tu Stetzen. 5christlettung und Seschäftrftelle: Zchulffratze 7. »«nähme van »„zeigen für die lagtenammtr bis jnm Nachmittag vorher. Preis für | mm höhe ftr Änzeigen vv.i 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Heid)6p|ennig, für Re- klanieanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorjchrttt 20' . mehr. Thefredadte«r Dr Fnedr Dill) Gange, verantwortlich für Politik Dr. Fr Witt). Gange, für Feuilleton Dr tz.Tdhriot; Hlr den übrigen Teil Ernst Dlumfchein: für den An- jeigenteil i. Tertr. H. Deck, lämtfid) in Biegen. Deutsch-polnische Krisis. Stocken der Handelsvertragsverhandlungen. - Unbegründete Ausweisung Reichsdeutscher. 'Berlin, 8. Seht. (WTB.) lieber den Stand der deutsch-polnischen Handelsvertrags- verhandlungen hört das von unterrichteter Seite folgendes. Ts trifft leider zu, daß in den deulsc^polnifchen Handelsver- IragSverhandlungen eine ernste Krisis eingetreten ist. Schon feit mehreren Monaten drehen sich die Verhandlungen im wesentlichen um ine* leiben Punkte, ohne vom Sied zu kommen. 3m Dovembcr v. 3. sah sich deshalb der deutsche kBevollmächtigte veranlaßt, der polnischen Delegation präzise Fragen über bestimmte Punkte der im Handelsvertrag zu regelnden Rieder- lassung der,beiderseitigen Staats- angehörigen zu stellen. Die polnische Haltung in diesen 5tagen hat Nch jedoch seither nur unwesentlich geändert, |o bah man trotz aller deutschen Bemühungen einer Verständigung über die vertragliche Regelung von Einreise, Aufenthalt und Rieder- laffung auch jetzt noch nicht ndljergefommen ist. Auch bei den Verhandlungen Über die zoll- tariflichen Bestimmungen hat eine Annäherung in den letzten Monaten nicht erzielt werden linnen. Diese Derhandlungslage ist nun in der letzten 3eil durch die Ausweisung einer Anzahl von Reichsdeutschen, insbesondere auS Polnisch-Oberschlesien noch weiter schwer belastet worden. Cs handelt sich dabei u. a. um die leitenden deutschen 'Beamten der Oberkchlesischen Kleinbahn und der öleftri- zitätswerke Ql.-®., deren Ausweisung der polnische Wojwode ausschließlich mit der Tatsache begründet hat. daß es sich hier um Reichsdeutsche handele, deren Stellen für polnische Staatsangehörige frei gemacht werden mühten. Die bcutfdx Regierung hat aus diesem Falle, der nur ein Glied in brr langen kette anderer Falle bildet, den Eindruck gewinnen müssen, bah die politische lenden, der polnischen Verwaltungsstellen bewuhl daraus ausgeht, deutsche Unternehmungen in Polen durch die Ausweisung von Reichsdeutschen zu schwächen ober 1 u vernichten. Diese- Verhalten polnischer Amtsstellen nimmt jedenfalls den schwebenden deutsch-polnischen Verhandlungen in der Viederlassungssrage jeden Zweck und Sinn. Man kann das Verhalten der polnischen Behörden überhaupt kaum anders deuten, als daß man polnischerfeits die Rieder» lassungsvcrhandlungen nicht mehr ernst nimmt. Es widerspricht jedem Rechtsempfinden, wenn Ausweisungen, die die 'Betroffenen ihrer Existenz berauben, ohne legitimen Grund unb lediglich auS nationalistischen Rücksichten erfolgen. Die polnische Regierung ist daher vor kurzem nachdrücklich darauf hinyewiesen worden, daß die polnische Regierung die volle Verantwortung dafür treffe, wenn durch diefe Ausweisungen die deutsch-polnischen Verhandlungen aufs schwerste belastet würden. Die Meldung, bah die polnische Regierung dir Auswei'ung der genannten Reichsdeutschen aus Oberschlesien auf- aeschoben habe, hat sich leider nicht bestätigt. ES liegt auf der Hand, dah dadurch eine Lage entstanden ist. die die Fortführung der deutsch- polnischen HandclSvertragsverhanblungen a u f baS ernsteste gefährdet. Der poltrige Handelsminister überdenZollkriegmitDrutschland Warschau, 8. Febr. (TU.) 3m Sejm hielt HandelSminister Kwiatkowski eine Rede, in der er sich auch über den Stand der deutsch- polnischen Handelsvertrag?, erhandlungen äußert:. Er erklärte, dah der andauernde Zollkrieg zwischen den beiden Ländern keine guten Dienste leiste. Polen habe durch diesen Zollkrieg zwar weniger Schaden zu verzeichnen als Deutschland, die polnische Regierung holte jedoch einen solchen Zustand alsauf dreDauer untragbar. Sr betonte ferner, dah die polnische Regierung aufrichtig einen Handelsvertrag mit Deutschland anstrebe, und dah sie ihrerseits alles tun werde, um eine Verständigung zwischen den beiden Ländern zwecks Abschluß eines Bet- tröges zu erzielen. Der polnische Sprachenerlah für die Danziger Eisenbahnen. Danzig. 8. Febr. (Wollf.) Wie seinerzeit berichtet, hat dir polnische E-.senbahnverwaltung den Danziger Eisrnbahnbramten eine Frist ge- stellt, innerhalb deren sie die polnische Sprache beherrschen müfen. Da die Vorstellungen des Danziger Senats bei der polnischen Cifenbahnverwaltung lediglich zu einer Verlängerung der gesetzten Frist, nicht aber zur Aufhebung der Mahregel führten, hat der Senat nunmehr die Entscheidung deS Ober» k o m m i s s a r s des Völkerbundes angerufen. PolensMinderheitenpolitik. London, 8. Febr. (WTB.) 3m britischen Unterhaus wies Beckett (Arbeiterpartei), der vor kurzem in Polen war, auf die Gefahr der Minderheiten in Osteuropa für den europäischen Frieden unter Bezugnahme auf das riesigeHeer ^Polens und feine verarmte Beo öl k e - run g hin. Er sagte, an der ganzen europäischen Seite der russischen Grenze würden Weih- russen und ilfrainer unterdrückt und ihres Erwerbes beraubt. Sie befänden sich natürlich im Zustande der Auflehnung, insbesondere angesichts der besseren Lage der Weißrussen und Ukrainer unter der Sowjetherrschaft. Beckett trat für freundschaftliche Vorstellungen Englands bei Polen in dieser Frage ein und sagte, der Völkerbund sollte untersuchen, ob Polen den von ihm gegenüber den weiß- russischen und ukrainischen Minderheiten ern- ?egangenen Verpflichtungen nachge- d m m e n sei. Lin britisch-polnisches Bündnis? Berlin, S. Febr. (TU.) Rach der vor kurzem erfolgten Ablehnung eines polnischen Freundschasts- ocrlragsangebotes in Prag wendet sich bas Interesse der warschauer diplomatischen Kreise in ben letzten Tagen verstärkt dem Plan eines p o l n i f ch - e n g- lifchen Vertrages zu, iu dem der IDar- ichauer englische Gesandte Sir MacMiller bei seinem letzten Aufenthalt in Conbon die ersten Unterlagen besprochen Hal. <£s wirb au ble Form eines Handelsvertrages gedacht, bei dem England — nach dem Scheitern der amerikanischen Anleihc- verhanblungen Dolens — den polnischen Geldbedarf decken soll. Enaland hofft durch eine engere Gestaltung feiner Mirtschastsbezichun- gen zu Polen eine bessere Ausbeute feiner z. A. teilweise brachliegenden Daldkonzessionen im Bleloroefler Gebiet erreichen w können. Auch sollen englischen Derstinteresfenten Bestellungen polnischer Reebereifrclje zugesi.hrt erhalten. (Ein Teil der geplanten Anleihe ist für den Bau von strategischen Bahnen an der russischen Grenze bestimmt, die schon jetzt in der polnischen Presse erörtert werben. Soweit das Gelb nicht in Engtanb selbst aufgebracht werden kann, will mau ble europäische (Pariser) TUorgangruppc interessieren. jn biplomatifchen Kreisen Warschaus verfolgt man diese Bestrebungen der polnischen Politik mit besonderem Interesse, da Polen in einem otchen Vertrag ein erfolgreiches Instrument zu chassen hofft, um ble angeblich für Polen immer 'ebrohlicher roerbeiibe deutsch-russische Freundschaft mit englischer Hilfe zu parieren. Lhinadebatte im britischen Unterhaus. Die Thronrede. - Macdonald über den ChinaKonfliKI und die Beziehungen zu Rutzland. London, 8. Febr. (TU.) Der König hat heute im Oberbause die diesjährige Parlamentssaison mit einer Thronrede eröffnet. 3n dieser wies der König auf die freundschaftlichen Beziehungen Englands zu allen Machten hin und auf die Wiederherstellung normaler Verhältnisse in Europa. Diese feien darauf zurückzuführen. dah mit Deutschlands Eintritt der Völkerbund eine Stärkung erfahren habe. Daher habe die Militärkontrolle in Deutschland aufgelöst werden können. Der König ging dann aus die für England so bedrohlichen chinesischen Ereignisse ein, die allein England veranlaßt hätten, zum Schutze deS englischen Lebens und Eigentums in China Streitkräfte nach dem fernen Osten zu entsenden. Trotzdem sei England bereit, sich mit Ehina a u f Grundlage der letzten englischen Vorschlägefriedlich zu verständigen. Die Thronrede kündigte dann eine Gesetzesvorlage an, der die auf der letzten Reichskonferenz angenommenen verfassungsrechtlichen Beschlüsse zugrunde liegen. Ebenso werde sich das Parlament mit Gesetzesmaßnahmen zur Ä e i - legung von Arbeitskonflikten beschäftigen. Maßnahmen zur Behebung der Arbeitslosigkeit und zur Förderung der englischen Filmindustrie werden das Arbeits- programm der neuen Parlamentssaison vervollständigen. 3m Unterhaus begrüßte Macdonald unter Bezugnahme auf die Thronrede die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund, die zur Stabilität und Sicherheit Europas beitragen werde. 3m übrigen sehe man aus der Thronrede, daß die Regierung selbst in sehr großen Schwierigkeiten ist. Die Foreign-Olfice- Schuie sieht, dah die nationalt ft ifd)e Bewegung in China so mächtig geworden ist, daß anerfannt werden muß, dah China alle Befugnisse einer unabhängigen und sich f elbst regierenden Ration haben muh. Eine andere Schule hält Verhandlungen an sich nicht für genug und wirft die Frage brr S i che r h e i t der Engländer in China auf. Durch die Entsendung von Soldaten, die als Polizisten handeln sollen, ist eine neue Lage geschaffen worden, ütc die Sicherheit der Engländer in China nicht unbedingt vergrößert. Cs ist bezeichnend, dah der erste Protest nicht aus Kanton kam, fondrrn aus Peking. Die erste Wirkung der Entsendung dieser Truppenmacht ist die Vereinigung Pekings und Kantons in einem Protest gegen England gewesen. Wenn die chrne- sischen Regierungen, sei es Peking oder Kanton, sich entschließen sollten. Gewalt anzuwenden, um die Engländer aus China zu vertreiben, fo würde die Rückwirkung in England so groß sein, dah niemand sich b;e Folgen auS- denken mochte. Daher müsse die in Aussicht genommene Gewaltanwendung in China und eine Wiederholung der Vorgänge in Hankau verhindert werden, in dem man verhandele. Die Regierung spiele mit dem Feuer. Die Kriegsgefahr f?t durch Ne Entsendung der Truppen viel nähergerückt worben, als bi es sonst der Fall gewesen wäre. Die Regierung müsse ihr Möglichstes tun, um die Verhandlungen wieder ;n eröffnen. England müsse die Zusicherung geben, dah. wenn Verhandlungen in friedlicher Weife eröffnet werden, die ScAnghai-Schwierigkeiten beseitigt werden konnten. Dann mühten die Truppen sofort zurückgenommen werden und nicht in Schanghai ober anderswo in China gelandet Werdern Richts würde die auswärtigen 'Begebungen Englands mehr zerrütten als ein Bruch mit Rußland. Er hoffe, dah Droßb-itannien weit enger an Rußland rücken werde alS bisher. Er wünschte, man würde die Frage der englischen Beziehungen zu Rußland der Herrschaft finanzieller Cliquen und gcttlffer Zeitungen in England entziehen und sie in die Hände deS britischen Fcreign Office legen. Er sei vollknm- men sicher, dah kein Staatssekretär deS Aeuhern sich durch das seltsame Argument beeinflussen laffeix werde, daß, weil zufällig ein Russe in Kanton fei oder mit der Kantouregierung in Verbindung stehe, England deshalb seine Beziehungen mit Rußland abbrechen sollte. Es sei vollkommen sicher, daß der Abbruch der Verbindungen mit Rußland die Stellung Englands weit schwieriger machen würde als bisher. Premierminister Daidrvin verlas eine Ent'chliehung des Kabinetts, die in wenigen Worten die Politik der Regierung enthalte. 3n dieser Erklärung heißt es: »Die allgemeine Politik der Regierung ist aus folgenden Erwägungen begründet: liniere Truppen wurden nach dem fernen Osten entsandt, um britisches Leben und dieS besonders in Schanghai zu schützen. Dies war und ist die einzige Politik der Regierung. Wir sind der Ansicht, daß. wenn die Dringlichkeit sofortige Ausschiffung in Schanghai erfordert. wir Demgemäß handeln werden, wenn nicht, so wird d'.e führende Brigade in Bereitschaft in Hongkong gehalten werden, während sich der übrige Teil der Streitkräfte nähert. Ratür- lich kann der Abschluh irgendeiner Vereinbarung mit Herrn Tschen oder irgendjemand anderem über die Bewegung der Truppen nicht in Frage lommeix, die einzig mit dem Zwecke entsandt sind, britisches Leben zu schützen." Baldwin erflärtc weiter: 3n Hanlau habe sich vom britischen Standpunkt aus nichts ereignet, waS die Entschlossenheit der Regierung, ihre Ziele durch Verhandlungen zu erreichen, ändern konnte. Grohbritannien habe das weitherzigste Angebot beiden Teilen Ch nas zu gleicher Zell gemacht. Großbritannien sei bereit, zu erörtern, was getan werden könne, um zusammenzukommen, in der Hoffnung, dah England in der Lage sein werde, in neue Beziehungen mit einem vereinigten China zu treten. TschangtsoUns Programm. Peking, 8. Febr. (Wolfs.) Tschang» t f o I i n kündet in einer Bekanntmachung Aufrechterhaltung der Souveränitätsrechte Chinas, Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung. Zusammenarbeit zwilchen Kapital und Arbeit, Entwicklung des Verkehrswesens und Rechtsreformen an. Unsere Pflicht gegenüber den Ausländern, die in China wohnen, ist der Schuh von Leben und Eigentum. 2Inberedeitß erwarten wir, daß die Mächte unsere öffentliche Meinung und unsere angeborenen Rechte berücksichtigen. Tschangtsolin erklärte weiter, daß der augenblickliche Kampf gegen nichts anderes als gegen die Bolschewisten gerichtet sei. Es bleibe Raum für Verhandlungen mit allen, außer den Kommunisten. französisch-englische Einigung über Tanger? Ablehnung der spanischen Ansprüche. Paris. 8. Fcbr. (TU.) Aus französischer Quelle verlautet, daß die zwischen Frankreich und England in der letzten Zell geführten Aussprachen über das Tangerproblem zu einer vollständigen Uebercinftimn-ung der beiden 'Regierungen geführt hätten. Diele Hebereinftimmung wäre auf folgender Grundlage erzielt worden: Der Vertrag von Algeciras, soweit er durch den Versailler Vertrag nicht abgeänberi wurde, und daS Tangerstatut von 1923 müssen in ihren Grundzügen unverändert bleiben und keinerlei prinzipielle Abänderungen erfahren. Beide Mächte sind sich darüber einig, Spanien eine vorteilhaftere und selbst vorherrschende Stellung in der RegierungSlom- mission von Tanger einräumen zu wollen. So wären London und Paris geneigt. Spanien den Vorsitz in der RegierungskomMission. den ein Franzose bisher inne halte, zu überlassen und die Geltung der wichtigsten Qkr- waltungSamter an Spanien abzutreten. Aber es könne nicht die Rede davon fein, daß Tanger In öle spanische Marokko- zone einbezogen werde ober das. Spanien über Tanger ein Mandat erhalle. Die Rheiniandräumuna. Englands Bereitschaft znr Verminderung der Besatzung. London, S. Febr. (DTB.) 3m Oberhaus stellte Lord Bcanchamp (Lide, al) hinsichtlich der Räumung des besetzten deutschen Gebietes die Frage, ob diese Räumung nicht beschleunigt werden könnte und wenn es auch nur aus dem nahe liegenden Grunde wäre, daß nach ihrer Durchüh- rung mehr Geld für Rcparatious- Zwecke verfügbar wäre. Lord Salisbury erwiderte Im Hamen der Regierung, sobald das geltende Recht in Betracht komme, bestehe kein Anspruch aus vollkommene Räumung, ehe alle Bedingungen des vertaillei Vertrages erfüll! feien. Das sei Im vertrage ausdrücklich bestimmt. Es fei jedoch zuzugcben. das; eine Beschleunigung sehr zu begrüßen sein würde. Dies sei auch die Abfassung der englischen Regierung gewesen und sie werde, soweit eo auf sie ankomme, ihre Macht und ihren Einfluß stets in dieser Richtung geltend machen. Es sei jedoch eine sehr schwierige und verwickelte Angelec enheit, die die aktive Mitarbeit Deutschlands bei den Verhandlungen und bei den Verhältnissen er öftere, zu denen diese Verhandlungen führen könnten, sowie die Mitarbeit der anbeten Länder. Die 2ir n» legen- heit bür;c nicht überstürzt werden, jedoch kann ich im Kamen der Regierung und wobt auch aller Parteien dieses Landes feftffeücn, daß wie sehr gern auf jeden Fall fine Verringerung der Streitkräfte unserer früheren Verbündeten und unserer eigenen Streitfrage in der zweiten und dritten Zone des besetzten Gebietes sobald als trgendmögtich sehen würden. Cb dies bald der Fall sein kann ober nicht, kann ich nicht sagen, jedenfalls stehl der gute Mlle der englischen Regierung schon jetzt fest. Oie Unmöglichkeit öc: O^roespfone1. Washington, 8. Febr. (WTB.) Das frühere Mitglied des Iransferlomitees, Sterrctt, erklärte in einem Bericht über die Auswirkungen des Dawes» Planes: Die Festfeßung der endgültigen Schuldsumme Deutschlands ist in früheren Jahren aus stimmungsmäßigen Gründen unterblieben. In all diesen Angelegenheit n ist die Stimmung mit 75 Prozent und die mirlschast liche Ueberlegung mit 25 Prozent beteiligt. Die Stimmung hat sich in den sttzten Jahren immer mehr gebessert. Das Dawesabkominen war ein Beweis dafür. Einen weiteren Fortschritt bedeutet der Locarnooertrag. Auch die Annahme der Eigen» tumsvorlage wäre nützlich. Ob man will oder nicht, der Dawesplan sieht vor, daß Deutschland i n alle Ewigkeit eine Kriege schuld von 625 Millionen Dollar jährlich bezahlt. Das ist natürlich unmöglich. Frankreichs Kriegsorqanifalion. P a r i S, 9. Febr. (TU.) Die Armeekommission ber französischen Kammer fehre beute ihre Beratungen über die nationale Bereitschaft im Kriegsfälle fort unb beschäftigte sich mit der Ausgabe der Regierung während des Krieges. ES wurde beschlossen, daß die Leitung des Krieges in den Händen der Regierung bleibe; sie hätte die Kriegsziele sestzulegen, sie stelle ber.t Oon> kommandierenden der Armee die nötigen Mit - tel zur Verfügung unb wache über die Verwendung dieser Mittel. Dem Oberkommannerenden der Armee obliege lediglich die Leitung der militärischen Oberatiorren. Die Kammer ging bann zur BehaiGlung ter Ausgaben der Parlamentarier im Kriegsfall über. Paul-Boncour erklärte, baß et die Ansicht verteidige, nach ber sich die Parlamentarier, Senatoren und Abgeordneten -im Kriegsfall zu entscheiden hätten, ob sie schllchte Frontkämpfer werden oder bi« Rolle ber Parlamentarier übernehmen wollen. Die Kamnrrr beschloß. zunächst bie Aufgaben deS Parlaments im Kriegsfall zu erörtern. Die deutsche und skandinavische Einwanderung in Amerika. Reu york, S. Febr. (III.) Der Cinroanbe- rungsausschuh des Repräsentantenhauses hak beschlossen, daß diesenig m Bestimmungen über die Ein wandernngsqosie, durch die Deutfdjlanb anb Skandinavien gegenüber Lngl and benachteiligt werden, voll- ftöadlg aus dein Linwanderungegefeh gestrichen unb neue Souderbesiimmungen für deutsche and skandinavische Einwanderer geschaffen werden, wie diese neuen Bestimmungen anssehen werden, ist noch unbekannt. Des Burgenlands Bekenntnis zum Deutschtum. Der Zwischenfall in Tchattendorf. Gisenstadt, 8. Febr. (WB.) Der Durgen- ländische Landtag befaßte sich mit den letzten Ereignissen in Schackendorf — wv es. wie gemeldet. zu einem Zusammenstoß zwischen Angehörigen radikaler ungarnsreundlichcr Verbände mit Arbeitern gekommen war. und sprach den Angehörigen der Opfer baö Veileid des Landtages aus. Des weiteren wird betont, daß Landtag und Doll des Burgenlandes einmütig Willens sind, gleich wie mit Oesterreich Frieden und Freundschaft auch mit anderen Nachbarn zu halten. Frieden auch mit Ungarn. Das Burgenland lehnt aber mit aller Entschiedenheit die Zumutung ab. jemals wieder unter ungarische Fremdherr sch ast zu gelangen. Darauf wurde ein fünfgliedriger Aus chuß zur Verhütung von staatsseindlichen Umtrieben Lanüeshauptmannvertreter Leser betonte, daß 6ie überwiegende Mehrheit des Burgerlandes österreichisch gesinnt sei und bereit sei, die Freiheit, die ihr die Republik Oesterreich gebracht habe, auch mit ihrem Leben zu verteidigen. Dieses Oesterreich betrachte das Burgenland aber nur als ein Uebergangsstadium auf dem Wege der Heimkehr zum großdeutschen Vaterland. Die letzten Spuren der Irredenta würden auch im Burgenlande erst verschwinden, wenn bei der Grenze in Schattendorf das schwarzrotgoldene Danner wehe. Landeshauptmann Rauhofer drückte das Bedauern der Regierung für dir Opfer von Schattendors auS und erklärte, daß die Behörden alles tun würden, ym die Schuldigen der Strafe zuzuführen. Die Reform des Ehescheidungsrechts. Debatte im Rcchtsausschutz des Reichstages Berlin. 8. Febr. (DDZ.) Der Rechtsau s s ch u ß des Reichstags beschäftigte sich am Dicnsiag mit kommunistischen, sozialdemokratischen und demokratischen Anträgen, die eine Reform der Ehescheidungen dahin wünschen, daß Ehen auch bei Zerrüttung ohne Verschulden eines Eheteils geschieden werden können. Der neue Reichsjustizminister Dc. Hergt erklärte. eS sei ihm eine ganz besondere Freude, seine Beziehungen zum RechtsauSschuh heute eröffnen zu können. Vor allem sollten Strafgesetz und Strafprozeß reformiert werden, und eS sei nach der Regierungserklärung zu erhoffen. daß noch dieser Reichstag beide Aufgaben erfüllt. Aber noch aiidere Reformen ständen bevor, sowohl auf dem Gebiete deS internationalen Rechts wie auch bezüglich des Paient- und Gebrauchsmusterrechts: bezüglich der Rechtsstellung der unehelichen Ä in - der und bezüglich eines Auslieserungs- g e s e h e S. Der Minister hofft auf ein enges Zusammenarbeiten mit dem RechtSausschuh. In der Debatte über die Ehescheidungsreform sprach Abg. Pfleger (Bahr. Vp.) gegen Erleichterung der Ehescheidung. Rur im Falle der Geisteskrankheit eines Ehegatten seien die heutigen Bestimmungen reformbedürftig. Abg. Hampe (Wirlsch. Vgg.) stellte für leine Person fest, daß er im Gegensatz zu den früheren Ausführungen seines Fraktionskollegen Bredt gegen eine Erleichterung der Ehescheidung sei. Herr Bredt habe vielleicht für die Wirtschaftspartei gesprochen, aber nicht für die Deutschhannoveraner. Abg. Dr. Rosenfeld iSoz.) richtete an den Reichsjustizminister die Frage, wie er zu den vorliegenden Anträgen sich stelle. Angesichts der widersprechenden Erklärungen der früheren Justizminister sei für den Fortgang der Be- Vortrags-Vereinigung. LoeweS Legenden. Es ist der Vortrags-Vereinigung, bedingt durch ihre aus drei verschiedenen Berufsschichten zusammengesetzten Mitgliedschaft, an und für sich nicht leicht, bei der Aufstellung des Dortrags- programmeS und bei der Auswahl der Dor- tragsihemen sämtlichen Ansprüchen und Erfordernissen gerecht zu werden, die aus ihrem Mit- gliedcrkreise heraus an die Leitung gestellt werden. Sic Wahl deS letzten Vortragsabends, an dem der Prioatdozent der Musikwissenschaft Dr. Leopold H i r s ch b e r g aus Berlin über L o e - wes Legenden einen Dortrag mit Erläuterungen am Flügel und mit Gesangscinlagen hielt, war ohne Zweifel äußerst glücklich gc- trrsfen. Auf musikwissenschaftlicher Grundlage aufbauend, verstand eS der Redner, jeden seiner Zuhörer, nicht nur den Musikkenner, in die Schönheit cn Lrewescher Kompositionen einzuführen. Der Eharakterisierung und der historischen Entwicklung der Legende waren zunächst die Ausführungen dcS Vortragenden gew dmei. Der Legende. als dec religiösen Ballaue, wie der Redner diese Dichtungsart bezeichnete, hatte sich vor allem unter den deutschen Dichtern 3ohann Gottfried Herder zugewandt. 3hm folgte Goethe mit feinen indischen und Rückert mit seinen arabi chen Legenden. Dem Schöpfer und Meister dec deutschen Ballade — Karl Loewe — blieb es Vorbehalten, alle dies« Legenden in Musik zu setze . Dies ist das ureigenste Werk Loewes. denn er Bat bei der Schöpfung dieser Komposi.ionssorm weder Vorgänger gehabt, noch Rachsolger gesunden. Ballade wie L'egenöe stammen in letzter Instanz von dem DoUslied ab. Die künstlerische Verwandlung des Dollsliedes zur Ballade, bzw. zur Legende beruht auf einer ganz besonderen DeränderungSsähigkcit einer strophischen Melodieferm (d.h. sämtliche Strophen eines Lie^eS werden nach derselben Melodie gesungen,, auf. wie es mu .iktechnisch heißt. Umbiegungen der Melodie. Hierdurch bringt Loewe die Volkel.c^ Melodie in ine flüssige Form. Die Modula.ionssöstig. feiten für solche Umbiegungen der Melodie sind sehr zahlreich und mannigfaltig: Wechsel von Dur in Moll, Ucberorbnung oder Unterordnung der Singstimme zur Begleitung. Wechsel der Ton- ratung wichtig, zu wissen, wie der je big« Minister sich stelle. Die Vorschläge deS Dbg. Dr. Kahl, neben dem Verfchuldungsprinzip die Ehescheidung bei Zerrüttung zuzulassen, seien ein Entgegenkommen an die sozialdemokratischen Wünsche. Reichsjustizminister H e rg t verwies auf die Erk.ärungen, die Staalssekrsetär 3c«I im Auftrage des früher m ReichsjustizministerS Dr. Dell abgegeben habe, und wonach der Iustizrninister eS ablehne, in dieser Frag« einen gesetzgeberischen Dorschlag zu machen. Bei dem großen Widerstreit in dieser Frag« würde die Regierung ihre Aufgabe falsch auffassen, wenn sie die Onitialioe ergriffe. Abg. Dr. Kahl (D. Vp.) weist darauf hin. daß auch der Abg. Pfleger (Bayr. VollSP.) im Falle Der Geisteskrankheit die Reform be- d ü r f t i g k e i t des Ehescheidungsrechts anerkannt habe. Wenn die Reform jetzt nicht komme, würden sich die Ehebrüche und die Zahl dec Fälle, wo dec Ehebruch vorgetäuscht werde, vermehren. Er werd« einen Antrag einbringen, wenn seine Fraktion gesprochen habe. Abg. Frau Zucharcz (Soz.) weist auf die traurigen Schicksale der Kinder bin, die in Ehen aufwachsen, die infolge der starren Gesetzgebung nicht gelöst werden könnten, obwohl sie aus sittlichen Gründen heraus längst schei- d u n g s r e i s seien. Abg. Dr. Hanemann «Dn.) erklärte für seine Person, daß di: verschiedenen Ehereformbestrebungen nicht zur Ruhe kommen würden, trenn alle Reformvorschläge abgelchnl werden. Er sei der Meinung, daß es bereits eine große Besserung bedeuten würde, wenn bei dem klagenden Ehegatten die Voraussetzung einer Schuld an der Zerrüttung seststeho, so daß ein Ehegatte schon dann die Scheidungsklage erheben könne, wenn ohne Verschulden des klagenden Teils eine Zerrüttung der Ehe eingetreten sei. Abg. Dr. 03 o cf i u 8 (Zentr.) verteidigte die ablehende Haltung des Zentrums. Auch in den Fällen, wo noch nicht völlige Geisteskrankheit vorliegt, seien seine Freunde gegen eine Erleichterung der Ehescheidung, da die Gefahr bestehe. daß dann schon bei einer kleinen Hysterie Ehescheidungen ausgesprochen werden. Abg. LandSberg (Soz.) erklärte, daß die sozialdemokratische Fraktion keineswegs von dem Wunsche geleitet sei. eine größere Zahl von Ehescheidungen herbeizuführen. Bei psychopathischen Personen könne dem andern Ehegatten nicht das weitere Zusammenleben zugemutet werden. Auch in den Fällen der krankhaften Zanksucht müsse die Ehescheidung möglich fein. Die Debatte wurde dann auf Donnerstag vertagt. Die Arbeitslosenversicherung. Ende der ersten Lesung im Reichstag. Berlin, 8. gebt. Die allgemeine Aussprache über das Arbeitslosenversicherungsgesetz wird fortgesetzt. Abg. $rau Teu sch (Ztr.) bezeichnet die Vorlage als einen bedeutsamen Fortschritt im Ausbau der deutschen Sozialpolitik. Anzustreben sei eine Vereinheitlichung der Verwaltung unter stärkerer Betonung der Selbstverwaltung. Bei einer Arbeitslosenversicherung dars dem Versicherten sein rechtlich erworbener Anspruch nicht abgesprochen werden. Darum muß aud> die beschränkte Bebürftiakeitsprufung Wegfällen, die in bei; Vorlage nexp enthalten ist. Die Rednerin äußert weiter Bedenken gegen die Ausschaltung der Arbeitnehmer der Landwirtschaft. Die Lohnklassen mußten unbedingt revidiert werden. um auch den höher bezahlten Arbeitskräften einen gerechten Ausgleich für ihre Beiträge zu bieten. Die Rotlage der kinderreichen Familien müsse besser berücksichtigt werden. Abg. Thiel (D. Vp.) erklärt, eine Versicherung im Sinne der Vorlage sei eine Forderung der sozialen Gerechtigkeit. 3n dem Aufbau der Versichetung sollte freilich eine größere Einheitlichkeit geschaffen werden dadurch. daß die Organisation sich nicht nach den Landcsgrenzen, sondern nach Wirtschaftsgebieten gliedert, und daß an der Spitze eine Reichsanstalt steht. Der Gedanke der Lohnklassen sei an sich zu begrüßen, lieber die art, um der Kürze halber nur einige Beispiele zu nennen. An der Hand einer Reihe meistens unbekannter Legenden, wie ja überhaupt die Legenden- kompositionen Lcewes — leider — ein fast vergessener Schatz deutscher Musik sind, ergänzte der Vortragende seine theoretischen Ausführungen durch Gesangsvorträge und Erläuterungen am Flügel. Zunächst brachte er einfachere Legenden zu Gehör, z. B. „'Sex Weichdorn" (Weihdorn), »Das Mutiergottesbild im Teich", ferner „Maria und das Milchmädchen". »Des fremden Kindes heiliger Chris/', um dann zu den vier gewaltigsten Legendenschöpfungen LoeweS überzugehen: „Der GoU und die Bajadere" (Goethe), „Paria" (Goethe), „Gregorius auf dem Stein" (Die deutsche Oedipussage von Franz Kugler) und schließlich das bedeutendste Werk, das wir unter den Loeweschen Leg.-ndenkompositionen besitzen, „Der große Christopherus" (Friedrich Kind). Die musikalischen Schönheiten und die Wucht dieser Tondichtungen verfehlten bei den zahl- reichen Zuhörern ihre Wirkung nicht, unb burch bic innere Kraft bes Vortcagsstofses selbst cm» porgehoben, gestaltet« sich die Leistung bes Dor- tragenben, sowohl sein« gesangliche, wie instrumentale Interpretation. zu einer trefflichen unb selten zu hörenden Darbietung. Starker 'Beifall bankte dem Vortragenden hierfür. Ebenso ist der Vorlragsveveinigung für bic Vermittlung bieses genußreichen Abenbs Dank zu sagen. Dr.H. gur Aufführung des Deutschen Requiems. Die Besprechung der Aufführung Des Brahmcschcn Requiems durch den Akademischen Gesangverein unter Leitung von Dr. «tephun lemcsoart) ist in einigen Punkten Mißdeutungen ausgesetzt gewesen, zu deren Aufklärung uns unser Musikreferent sollendes mitteilt: (Entgegen ausgetretenen Mißverständnissen sei hiermit als unsere Meinung ausdrücklich sestgestellt, daß Dr. lerne-:Dort) mit seiner Dorbereitungsarbeit r.tm Deutschen Requiem seine Fähigkeiten als Leiter großer Chöre vollauf erwiesen hat. Bei aller Begeisterung dec einzelnen Charmitgiiedes und feiner Inneren Beteiligung am Werk liegt doch das Gestalten, Einigen, Ausgleichen und ZusammenSätze werde man sich noch im Ausschuß verständigen müssen. Die besonderen Bedürfnisse oer einzelnen Berufe seien im Entwurf vielleicht nicht genügend berücksichtigt. Dor allem müsse aber mehr auf die Eigentümlichkeit des Berufs der Privatangestellten Rücksicht genommen werden. Das beste wäre es. das Ersetz aus die Bedürfnisse der Arbeiter )u- zuschneiden und den Angestellten daS Recht cm» zuräumen, ihre Versicherung in den als Ersatzkassen zuzulalsenden Einrichtungen ihrer BerusSverbänbe zu nehmen. Abg. Schneider -Berlin (Dem.) stimmt dem Grundgedanken der Vorlage zu; bic vorgesehene Organisation sei aber zu kompliziert. Die Länber brauchten nicht an ber Verwaltung beteiligt zu werden. Die Demokraten würden deshalb beantragen, daß der Träger der Desicherung eine Reichsarbeitslosenkasse ist. Die Arbeitsvermittlung müsse straffer unb einfacher organisiert werden. Für die Arbeitslosenversicherung müßte im ganzen Reich ein Einheitsbeitrag gelten. Di« Lohnllassen mühten vermehrt und auch den Bedürfnissen der Ange st elften angepaßt werben. Die besonderen Verhältnisse der Angestellten seien überhaupt in der Vorlage zu wenig berücksichtigt. Völlig ungelöst bleibe nach der Vorlage die Kurzarbeiterfrage. 3n der Krifenfürsorge sei das englische Gesetz großzügiger als die deutsche Vorlage. Gleichberechtigte Ersahkas - s e n müßten zugelassen werden. Abg. Schirmer (Bayr. Vp.) erklärt, die Krankenkassen müßten für die ihnen aus der neuen Aufgabe erwachsenden Mehrarbeit entschädigt werden. Zu prüfen sei Die Frage, ob man die in der Vorlage vorgesehene Monopolstellung der öffentlichen Arbeitsnachweise aufrechterhalten oder ob man nicht auch die Arbeitsnachweise von Berufsorganisationen zulassen soll. Die Bayerische Volkspartei sei gegen eine Aende- rung der Bestimmungen über den Kreis der Versicherungspflichtigen. Die Lohnklassen müßten mit Rücksicht auf die höher entlohnten Arbeitskräfte ergänzt werben. Die Vorlage wirb bem Sozialpolitischen Ausschuß überwiesen. — Das Haus vertagt sich auf Mittwoch. Ein Kabinet!sbesch!uh zur Arbeilszettfrage. Berlin. 8. Febr. (WB.) Das Reichs- Ia b l ne 11 hat feine geschästsordnungSmäßige Zustimmung zu den drei Vorlagen des Reichsarbeitsministers erteilt, welche auf Grund des Paragraphen 7 des bestehenden Arbeitszeit- gesetzes die Arbeitszeit für gewisse Arbeitergruppen in den Gaswerken. Metallhütten und in der Glasindustrie a u f acht Stunden beschränken. Anläßlich dieses Beschluisesgab das Kabinett ferner seine Einwilligung zu einer beschleunigten Erledigung des In der Regierungserklärung bereits angelünbigten Rotgesetzes über b i e Arbeitszeit Aus aller Welt. Der Kreuzer „Hamburg" in Athen. Der deutsche Schulschiffkreuzer »Hamburg" ist, nachdem er «inen schweren Sturm zu bestehen hatte, von Argostolion kommend, am Dienstag t m PiräuS eingetroffen. Der griechische Kapitän Pezopulos ging an Bord, um die „Hamburg" im (Hamen bei P räs ibenten ber griechischen Republik zu begrüßen. Der Kommanbant ber »Hamburg", G r o o S, begab sich nach Athen unb stattete dem beutschen Gesandten einen Besuch ab. Mittags wurde er vom Präsidenten der Republik emp- fangen. 3m Anschluß daran suchte er den Marineminister und andere Behörden auf. Der deutsche Gesandte und die griechischen Behörden erwiderten am Rachmittag die Besuche an Bord der „Hamburg". Abends gab der, deutsche Gesandte in den Räumen der Gesandtschaft ein Essen, an dem der Minister des Aeußern, der Marinechef, Admiral Tabes, Kommandant Groos und vier weitere Offiziere der „Hamburg", sowie eine Reihe angesehener politischer Persönlichkeiten teilnahmen. Zu dem sich anschließenden großen Empfang waren die Spitzen ber Athener Gesellschaft und die dQitsche Kolonie eingeladen. fassen in der f)anb des Dirigenten. Die chortech nische Leistung, wie sie in der Aufführung des Requiems zur Geltung kam, verdient vollste Anerkennung. Bei einer so subjektiv erfüllten Kunst wie der Musik müßte es keiner besonderen Auttlärung bedürfen, wenn, wie hier geschehen, der persönlichen Auffassung des Dirigenten eine andere gegenüber gestellt wird, was doch keinesfalls einen Wertungcgrad für die Leistung des Dirigenten zu bedeuten braucht. Es ist doch gerade hier zum Ausdruck gebracht worden, daß Dr. Temesvary schon in den vor- ausgegangenen Symphoniekonzerten an topischen Werken der verschiedensten Zeitalter und Stile es stets verstanden yat, den einzelnen Werken eine persönlich« Note zu geben und ihnen damit den Puls- schlag des Lebens zu verleihen. Seine Qualifikation als hochzuwertender Dirigent und Musiker scheint uns Herr Dr. Temesvary vollauf erbracht zu haben. -in- Kunstausftellung in Darmstadt. 3m Kupferstichkabinett Des Lanbesmu'eums in Darmstadt ist zur Zeit eine kleine Ausstellung von Aquarellen bes Lanbschastsmalers Ehristian Philipp Karl Köhler zu sehen, ber vor hundert 3ahren am 3. Feöruic 132?, in Darmst-idt geboren ist. Gr tocr ein Schüler von 3ulius Lange, einem 10 Jahre älteren Maler, in bem sich bie Einflüsse Darmstädter Künstler mit denen Schirmers unb Rottmanns verbanden. Kohler, ter auch den Buchhändlerberuf ausübte, hat sich bann auf weiten Reisen, bie ihn sogar nach Amerika führten, fortgebilbet. Die Ausstellung zeigt etwa 20 Aquarelle, zumeist aus Darmstadter Besitz: sie entnehmen ihr« Motive aus ber Umgebung von Darmstadt, ober es sind Reiseskizzen aus 3talien. Sie sind in ber akademischen Weise ber Mitte beS 19. Jahrhunderts behandelt, von feiner Zeichnung unb Aumcift Hellen Farbtönen. Auch entbehren sie nicht des Stimmungöreizes. toi: man ihn bei ber LanbschastSmalerci jener Zeit finbcL 3n den übrigen Räumen des Kupserstich- kablnctts ist eine Sammlung von ReichSdrucken untergebradjt, bie Haupt ächlich Rachbildungen von Kupferstichen aus Dem 18. 3ahrhundert. aber auch vieler Radierungen von Rembrandt unb Dürer enthält. Richt allein stofflich sind oie'e Blätter auhcrordentlich feffe nö, sondern auch als Bespiele dafür, was Die mvDerne Reproduktionstechnik zu leisten vermag. Ehrengeschenk des Mikados für Botschafter Sols. Der Kaiser non 3apan ha: dem beut,chen Botschafter Dr. Soll. Dem Doyen des diplomatischen Korps, bei seinem Eintreffen am Tage vor Dem Begräbnis DeS verstorbenen Kaisers zwei koßbare Vasen mü bem kaiserlichen Wappen zum Geschenk gemacht. Rauschgiftschmuggel in Genua. 3n Genua wurden lechs schwere Kisten beschlagnahmt. Die von einer Schweizer Firma stammten unb Dort lagerten, um nach Reuyvrk verlaDen zu werben. Da auf den Frachtbvku» menten ber 3nhalt ber Kisten einerseits als elektrotechnisches Material unb andererseits als Aluminium bezeichnet war. wurden bie Zoll- behörben stutzig, öffneten Die Kisten und stellten fest. Daß Die Kisten Kokain unD Morphium im Werte von zwei Millionen Lire enthielten. Die schweizerifche ilr- sprungsfirma. ein Malländer Spediteur sowie der Genueser Spediteur wurden zu insgesamt 1 600 000 Lire Geldstrafe verurteilt. wildernde Vesahungstruppen. Dor einiger Zeit wurden vier französische Unteroffiziere bei Hohenecken (Pfalz) von einem Staatsforstarbeiter und Hilfsjäger b e i m E r- schießen eines Sprungs Rehe überrascht. Der Hilfsjäger, der den letzten Schuß, der in Wirk lichkeit einem bereits liegenden Bock g?tzott«n habe, auf sich bezogen habe, ging auf die Wilderer zu. worauf diese unter Zurücklassung ihres Opfers flüchtig gegangen sind. Die Gendarmerie von Kaiserslautern konnte die Wilddiebe bereits eine Stunde später stellen. Der Bock war mit Enten schrot geschossen worden. Sludentenschlägerei in Paris. Der Sekretär Der rechtstoissenschastUchen Fakultät Der Universität Paris hat bie Polizei- präsektur Davon in Kenntnis gesetzt. Daß etwa zehn ©tubenten mit konservativen TenDenzen in die Bibliothek eingebrungen seien und den Studenten, bie Mitglieder ber sozial-republikanischen Liga der llniversitäl seien, ihre Abzeichen abzureißen versuchten. Do Diese StuDentcn sich widersetzten, kam eS zu einer Schlägerei, wobei mehrere Studenten Der» wunbet würben. Die Polizei hat in den Der rechtsvissenschastlichen Fakultät benachbarten Straßen einen SicherheitSDienft eingerichtet. Kursbetrug. Das Berliner Schöffengericht verurteilte den Kommerzienrat Lindemann wegen KurSbe- truges zu 10 000 Mk. Geldstrafe ober 100 Tagen Gefängnis. Lindemann war Besitzer der Meyr- zahl ber Aktien Der Linbcar-Automobll»Ges«ll- schaft unD hatte bei Riedergang der Firma durch salsche Meldungen auS Amerika über eine bevorstehende Fusionierung mit einer Weltfirma bie Aktien in die Höhe getrieben. Rekordflug des Verkehrsflugzeuges Paris—Berlin. Das Verkehrs,lugzeug Paris—'^erlln hat aut bem Rückfluge der Strecke Köln — Le Dour- g«t in einer Länge von 455 Kim. in einer Zeit von 2 Stunden 12 Minuten zurückgelegt. waS einer Stundengcschwinbigkeit von 206 Älrn entspricht. Jeuer auf einem Berliner Hiefdgut Aus bem städtischen Rieselgute Münchehofe bei Hoppegarten entstand ein größeres Feuer, durch baS ettoa 2000 Zentner ©e- treibe, bad in zwei Schobern aus gespeichert war, vernichtet würben. Die Gutsleitung vermutet, bah bas Feuer vorsätzlich angelegt worben ist, zumal auS beiden Schobern zu gleicher Zeit Die Flammen herausschlugen. Ein Heldenlied vom braven Mann. 3n Wiesbaden wurde das hochbc tagte Ehepaar St eg er, dessen Sohn im 3anuar Des Vorjahres in aufopferndster Weise 17 Menschen aus Seenot gerettet hatte. Dabei aber selbst Den ToD fand, vom amcrÜant- schen Konsulat in Frankfurt a. M. in würdiger Weise geehrt und ausgezeichnet. Der junge Fritz Sieger hatte mit 15 3ähren fein Elternhaus in Wiesbaden-Sonnenberg verlassen, um sein Glück in der Welt zu suchen. Er fuhr jahrelang als Seemann auf englischen, argentinischen und amerikanischen Schiffen und war während deS Krieges mehrere 3 ab re lang in Amerika interniert. Als er im 3anuar 1926 auf Dem amerikanischen Dampfer „President Roosevelt" Rechnung-rar 3ungmann hat dem Schloßmuseum in Darmstadt 21 Aquarelle gestiftet. auf Denen Szenen aus Dem öffentlich«! Leben der LanDeshauptstadt währenD Der KriegS- zeit und Der ersten RachkriegSjahre dargesteklt sinD. Generalintendant Legal verlätzt Darmstadt. Die Derwaltungskommission DeS Hessischen LanDcStheaterS teilt mit: Die wiederholten unb ernstlichen Versuche, Herrn Generalintendanten Legal zur Verlängerung feir.eS mit Enbe Dieser Spielzeit ablausenben Dreijährigen Vertrages zu bewegen, sind leider erfolglos geblieben. Er hat sich hierzu nicht entschließen können und wird sonach mit Ende dieser Spielzeit die Leitung des Landcstheaters niederlegen. Die VerwallunaS» Eommifflon und ohne Zweifel auch Der allergrößt« Teil der Bevölkerung bedauern seinen Weggang auf daS lebhafteste. Wegen Der Rachfclgerfchaft sind unverzüglich Die ersorderlichen Schritte eingeleitet. GeneralintenDant Legal hatte am 1. Juli 1924 Die Leitung Des Hessischen Landcstheaters übernommen. Er stammt aus Schlesien, war früher in Wiesbaden als Echaujpieler tätig unb leitete auch eine Zeltlang das Theater in Wiesbaden. Dann war er Regisseur am StaatStheater in Berlin, bis er nach Darmstadt als Rachfclaer Harlungs. der damals nach Köln ging, berufen wurde. Unter der Leitung Legal- hat das Theater, das sich aufzulösen drohte, wieder ein festes Ensemble gebildet und in der vergangenen Spielzeit eine Reihe bemerken-werler Uraufführungen hcrau-gcbracht. Legal betätigte sich Hclsach, namentlich auch in der Oper, erfelgrctu) als Regisseur. Als Eharakterdarsteller war er beim Publikum äußererdentlich geschätzt. Die wirtschaftlichen Verhältnisse des Landcstheatek'Z sind jedoch immer schwieriger geworden, unb da Die Bewilligung eines ausreichenden Zuschusses für Die Aufrechterhaltung bei Thcatcrbettiebes in einer feiner Tradition entsprechenden künstlerischen Höhe aus Schwierigkeiten stößt, so hat Generalintendant Legal be chl l'cn. seinen Vertrag nicht mehr zu erneuern. Wie eS heißt, wirb et wieder zum Schauspiclcrbcrus zurückkehren, zu dem er eine besondere Reigung Hot. von Deutschland nach ‘Zmerifa fuhr, geriet im Atlantischen Ozaan der britisch« Dampfer ,2n- 11 n o «“ in schwere Seenot. Dem jungen Sieger gelang eS hierbei, allein siebzehn Personen, darunter den Kapitän und zwei Offiziere de» sinkenden Schiffes, zu retten. Bei der Bergung des 18. Opfert verliehen den jungen Helden die Kräfte und er versank In den Fluten. Die B ü st e de» wackeren Seemann» wurde, wie der Generalkonsul bei der Ehrung seiner greisen 3Ürm mitteilte, zur dauernden Erinnerung an die Großtat ihre» heldenhaften Sohne» im Weihen Haufe in Washington aufgestellt. Den Litern de» Helden wurden folgende Ehre n z e i ch e n überreicht. Sine Gedenkmünze der Mannschaft b«S .President Roosevelt" mit Inschrift, ein kostbare» goldene» Kreuz dec amerikanischen Good- Will-Union, von der britischen Regierung die von König Georg gestiftete a o l d« n e Ret- 1ung»medaille, eine Auszeichnung, die auherorbentlich selten verliehen w.rd. Al» besondere Aufzeichnung erhielt de Mutter de» Verstorbenen eine silberne Plakette unter DlaS. n-it einer entsprechenden Inschrift In englischer Sprache, die von der Heilung der Gesellschaft für Rettung au» Seenot geftifttf worden war Chinesische Pirolen. Thinesifche Pira «n. die am 27. Januar al» Passagiere de» Dump,er» .Seangber" reiften, griffen vlötzlich die Schiffsmannschaft an und trieben sie unter vorgehaltenem Revolver in di: Salon». Daraus durchsuchten sie systematisch di« Kabinen der Offizier« und Passagiere und raub» t e n Waffen und Munition. Alsdann zwangen sie einen der Offiziere, da» Schiff nach einem Schlupfwinkel der Piraten zu steuern. Vie nahmen fünf chinesische Passagiere l. Klass« al» Geiseln mit und flohen mit der Deute, unter der sich Geld unb Juwelen im Werte von schätzungsweise 40 000 Dollar befanden. Aus -er provinzialhauptfta-t. G i e st e n. den 9. Februar 1927. Jagdliches aus dem Vogelsberg Don unserem ^-Mitarbeiter im DogelSberg wird un» geschrieben! Di« Jagdgebiete bt» Vogelsberges. die sich bl» vor wenigen Jahren noch eine» guten Wildbestande» erfreuten, sind infolge der vielfach unweid manntfchen Ausübung der Jagd auf einem Stande angelangt, der den echten Weidmann mit Sorg« erfüllt. Was soll man z. D. dazu sagen, wenn — wie e» Öfters dorgekornrnen ist — an einer Stelle, an der tret oder vier Jagdgebiete zusammenstoßen. an jeder Grenze ein Jäger sitzt und dem Rachbar alles wegschießt, wa» ihm vor die Flinte kommt? Während man in früheren Jahren noch vielfach über Wildschaden zu klagen hatte, must man sich jetzt grast« Mühe geben, um «in Reh oder «in Hästeln aufzustöbern. Don der Regierung müßte gegen die gänzliche Ausrottung verschiedener Wildarten energisch vorgegangen werden. Für Rehe wäre ein Schonzeit von zwei Jahren — wie in anderen Ländern — dringend nötig. Roch vor wenigen Jahren formte man in unseren großen Waldungen ganze Rudel von Rehen antre'sen: das ist heute eine große Sel- lcnheit. Einsichtige Jäger haben längst cinae- sehen, daß e» so nicht weiter gehen lann. Sie legen sich bei Ausübung ihrer Jagd sreiwillig die größten Beschränkungen auf. Wa» hilft da» aber, wenn fchießwutig« Rachbarn allen guten Willen zunichte machen, und wegschießen, wa» der andere schont. Besonder» da» Reh müßte also geschont werden. — Der augenblickliche Bestand an Hasen gibt zu Hornungen für die kommende Iagdperiode keinen Anlaß. Infolge der milden Witterung dürfte der erste Wurf recht früh erfolgen. Di« herrschende Feuchtigkeit ist aber von größtem Rachteil für den RachwuäS. An Rebhühnern ist in unserem bergigen Gelände von jeher kein Lieberfluß gewesen. Die wenigen vorhandenen Ketten büritcn biS jetzt den Winter gut überstanden haben. Doch wäre auch hier eine gewisse Schonung am Platze, um einen guten Befand an Ketten zu erhallen. F a f a nc n find in den letzten Jahren vereinzelt aufgetreten, auch sind von einzelnen Jägern Fasanen ausgesetzt worden. Sic werden sich aber nicht recht einbürgern, da daS Raubzeug immer noch stark verbreitet ist. Meister Reinecke hat in den letzten Jahren infolge der überhandnehmenden Fallenstcl trti et-cnfalti sehr abgenommen. Schon wegen der Erhaltung der Art müßten sich die Jäger auch hierin auf das notwendige Mast beschränken. Ein Tier, daS hier unweigerlich dem Untergänge geweiht ist. ist Meister Grimbart, der Dachs. Obwohl das Tier keinerlei Schaden anrichtet, fonbein sogar durch die Dertilgung zahlreicher schädlicher Kerbtiere. Engerlinge und anderer Waldverderber, dem gorftmanne großen Ruhen bringt, wirb ein wahrer Vernichtungskrieg gegen den DachS geführt. C» wird wohl nicht mehr lange dauern, und der DachS gebärt für untere Gegend nur noch der Zierfabel an. M a rd er smd auch selten gsworden. Don großem Schaden kann bei dem verhältnismäßig teilen en Vorkommen des Räuber» nicht geredet wirken. Wildkatze und Uhu, die einst noch untere großen Waldungen bewohnten, gehören längst der Vergangenheit an. ES werden ihnen leider wohl noch ander« Tiere folgen Preisausschreiben der„Scholle." Unter den preisgekrönten Arbeiten unsere» Preisausschreiben- in der .Scholle" befindet sich Die Antwort eines ZiegenzuchtcrS. Der feine Adresse Der Einsendung nicht bcigesügt hat. Zur Aushändigung des Preise» ist e» notwendig, daß der Einsender Meter Arbeit unter dem Kennwort .6 in Ziegensreund" seine Adresse umgehend ter Redaktion schriftlich zur Kenntnl» bringt. BornoNzen. — TageSkalender für Mittwoch. Stadtthcater: 7.30 Uhr »Dover—Ealai» (önbe 9.45 Uhr). — Deutschnationaler Handlung»- gehilten-Verband- 8.30 Uhr. Kaufm. Vereins- Haus. Jahreshauptversammlung. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße »Der "Beilchensrefser". -- Astoria- Lichtspiele: .Macistt unter den Löwen". — Margarete von Dendemann in Gießen. Am Donnerstag. 10. Februar, abend» 81 < Uhr (siehe gestrige Anzeige), lieft Margarete von Denbemann im Botanischen Horsaal (Eingang Drandplah) aus eigenen Werken. Margarete von Dendemann, die dem Ärvt» um Stefan George nahe steht, zählt neben Riccarda Huch und Agnes M i e g e l zu Den feinsinnigsten Dich'«rinnen Der Gegenwart. Aus ihren Dichtungen strömt die Stärke und Fülle ihrer Seele, das reine Fühlen echter Weiblichleit. Ein anregender, bedeutsamer Abend steht bevor. — ,Lugoslawien und fein Deutsch» t u m." Vom Verein für Da« Deutschtum Im Aus» land wird uns geschrieben: Am Montag, 14. Fe» brUar, werden wir die Freude haben, «inen Führer des Deutschtums in Jugoslawien, den Abgeordnc ten im Parlament zu Belgrad, Dr. Georg ® r a ß l aus Semlin, über „Jugoslawien und sein Deutschtum'" sprechen zu hören. Die deutsche Fraktion im Belgrader Parlament besteht au» 5 Abgeordneten. Dem Derlagsdirektor Dr. Stephan Ära ft, dem Rechtsanwalt Dr. S). Mofer, dem Rechtsan walt Dr. Wilhclm Naenner, dem eo. Theologen S. Schumacher und Dr. Georg G r a ß l. Dr. Graßl ist 1863 im Banat geboren, er wurde Erzieher der Söhne des österreichisch-ungarischen Boi- fdjafters In Paris, Grafen Hoyos und trat bann in den Staatsdienst ein. Zuletzt war er Leiter Der Unter» richtsoerwallung für Bosnien und Htrzogtwlna. 1919 übernahm er Die Schriftleitung des neugegriin- beten „Deutschen Volkvblatte»" in Rooisab-Reusatz. Im Juni 1920 begründete «r ben schwödlsch-beut» schen Kulturbund und wurde besten Bundessekretär. Seit 1925 ist er Abgeordneter. Er hat eine große Anzahl historischer und politischer Arbeiten über Bosnien unb Herzogewina, sowie über bas Deutsch» tum seiner Heimat geschrieben. Der Dortrag non Dr. Graßl bietet die seltene Gelegenheit, einen Einblick In bie staatlichen unb volkllchen Verhältnisse biefes wichtigen neuen Staatsgebildes zu gewinnen, sowie non ben Kämpfen unb ben Aussichten bes Deutsch, tum» in Jugoslawien Authentisches zu hören. Nie» manb, der sich politisch unterrichten will, sollte diese seltene Gelegenheit versäumen. Dr. Graßl soll auch von Gießen die lteberzeugung mit in seine Heimat nehmen, baß das binnendeutsche Volt stärksten Anteil an ben Geschicken seiner austenbeutschen Min- bereiten nimmt. Der Vortrag möge recht zahlreich besucht werben. Wettervoraussage. Weitere» Anhalten deS trockenen, kalten Wetters, mit Rachtsrost. Gestrige TageStempcraturen: Maximum 0,9, Minimum minus 3,8 Grad Eelsiu». Heutige Morgentemperatur.' minus 4.4 Grab Eelsiu» ** Die Anmeldungen der Schüler für die höheren Lehranstalten in Gießen find nicht, wie infolge elncS FehlerS in der Anzeige am Montag zu lesen war, am Dienstag, 15. Februar, sondern am Freitag, 18. Februar. vormittag» von 9 llßr ab vor» zunehmen. •• Sine Vierundachtzigjährige. Am Donnerstag feiert Frau Marie Köhler. Ehefrau des Echuhmachermcister» Hei wich Köhler, Wolfstraße 13 wohnhaft, Ihren 84. Geburtstag in körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische. - Geh. Schu Trat Prof. Dr. Wieder- 6 o l b ?■ In Friedrichshagen bei Berlin, wo er bei seinem Sohn im Ruhestand lebte, starb Geh. Schulrat Pros. Dr. Wiederhold im 78. Lebensjahre. Er wirkte zunächst In Dam'.- tobt, dann hier in Gießen am Realgtznincv- iicn unb an bet Realschule, späteren Obrerenl- chule, als Lehrer ber Mathematik, unb hat ich um ben hessischen Philologenstand s 3t. ein befondere» Verdienst badurch erworben, baß er zum ersten Mal« «in Verzeichnis ber an den höheren Lehranstalten Hessens tätigen Lehrer mit ihren damals nexh sehr ungleichmäßigen Dlenstal'ers- unb Gehaltsverhältnisen ausstellt« und dadurch den Anlaß zum Zusammenschluß Der akademisch gebildeten Lehrer Hessen» im späteren Oberlehrerverein — jetzt Hessischen Phr- lologenverein — gab Auch ber jungen Anwärter nahm er sich al» „Akzeffistenvater" stets mit großem Eifer an. Dies, fowie sein ae- raße», offenes Wesen und sein allzeit froher unb heiterer Sinn sichern ihm im Kreis« seiner Kvll«gen. bi: ihm näher gestanden haben, bei feinen zahlreichen Schülern und in ber Geschichte De» Hessischen und des Gießener Philologen- verein» ein dauerndes, ehrendes Gedenken •• D i e Volkshochschule bittet unS, auf Die morgen abend staitfinbende Hörerversammlung nochmal» hinzuweisen, zu der sie ihr« Hörer elnläbt. Auch Hörer früherer Semester tonnen daran teilnehmen (RähcrcS siehe gestrige Anzeige). '• Erster westdeutscher Kavalle- rl st en tag. Im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes fordert der geschäft-führende Ausschuß für ben ersten westdeutschen Kavalleristen tag. mit dem der hiesige Kavallerieverein bie Feier seines 20jährigen StiftungsscsteS verbindet, Die Einwohnerschaft zur Bereitstellung von Quartieren für einige Tausend Gäste auS ganz Westdeutschland auf. Man darf wohl hoffen, baß Dieser Aufforderung in weitgehendem Maß« entsprochen wird, zumal Die Quartiere in erster Linie für Volksgenossen aus dem besetzten Gebiet und auS dem Saarland benötigt werden. Da» Interesse für diese- Treffen ehemaliger Kavalleristen, zu dem aber auch die alten Soldaten aller anderen WasfengaUungen willkommen sind, ist überall bereits sehr rege, so daß man wohl auf einen eindrucksvollen Verlauf der Veranstaltung rechnen laitn. Von besonderem Interesse Ist übrigens. Daß ein berittene- TrompeterkorvS der Reichswehr In frlderlzlanlfcher Uniform Den aefclantcn großen Feftzug durch die Stadt zur Volk-Halle eröffnen wird. •• Wohitäligkeitskonzert im Real g D m n a f i u m. Die Gefangleyrer.n Frl. Ida Stammler hatte für Qhoiitagabeno in den Saal deS Realgymnasiums zu einem Wohltätig- leitsionzert eingeladen. Wer dieser Einladung gefolgt war, brauchte e» nicht zu bereuen, denn es waren genußreiche Stunden, die man dort verleben tonnte. In Anbetracht des guten Zweckes (Der Ueberschuß des Konzerts kommt nämlich Der »Zuflucht" in Gießen zugute) war der Besuch überau» stark, so baß Der Saal bi» auf den letzten Platz besetzt war. Die vorgetragenen Duette und Terzette zeugten von einer tief- gründigcn Durcharbeitung. Auch Die Gr angS- vorlräge des GesamtchoreS gefielen allgemein, fo daß bie Zuhörerschaft mit dem Betfall nicht zurückhielt. Die Begleitung der Gesänge hatte 5rL Hella Maternus in mustergültiger Weise durchgeführt. Von den vorgetragenen Liedern erregte Da» meist« Wohlgefallen Da» alte und Immer wieder schöne Volkslied: »3m schönsten Wlesenarunde", komponiert von Meyer-Stolzenau. Auch Da» Duett »Reich mir bi« HanD mein Leben" (aus Don Juan) von Mozart und das Terzett »Drei Vogelstimmen" von Säubert fanden dankbarste Ausnahme. Richt unerwähnt seien die Gesangsvorträge deS Herrn Krämer, eines Schülers von Frl. Stammler, der mit seiner wohlklingenden Stimme, gepaart mit feinster Aussprache. große Beifallsstürme hervorrief. In dem Programm war auch de» 100. Todestages L von Beethoven» gedacht. Musiklehrer Wilhelm Schättler, Dießen, ein Meister auf der Violine. brachte Beethoven» Romanze in G-Dur und ein Menuett zum Vörtrag und erntete dafür stärksten Betsall. Auch die »Ungarischen Weisen", komponiert von H. W. Srnst und vorgetragen von Herrn Schättler, übten tiefe Wirkung auf die Zuhörer au». Mit zwei heiteren Ehören von Krug fand da» in allen feinen Teilen vortrefflich gelungene Wvhltätigkeitstonzert fein End«. •• Der Deutsche Bund für christlich - e v a n a e l i s ch e Erziehung in Hau» unb Schule, Ortsgruppe Gießen, feierte Im IohanneSfaale einen Familienabend, der stark besucht war. Ausgezeichnet« musikalische Darbietungen rahmten den im Mittelpunkt der Veranstaltung stehenden Vortrag von Medizinalrar Dr. W a l g er über »Einiges vom Wunder bau des menschlichen Körpers" ein. Sein« interessanten, durch packende Vrrolelche unb b lberretche Sprache bemerkenswerten Ausführungen über bie Tätigkeit de» Herzen», ben Blutkreislauf, über Atmung. Tätigkeit ber ü-:rdauung»werl-euge. sowie über krankhafte Zustände brachten nicht nur wertvolle. lehrreiche physiologische Mitteilungen, sondern gipsellen jedesmal in dem Hinweis auf Analcgien unteres geistlichen Lebens unb der Organisation der Kirche. Mit großer ®Iauh as» krast mündete der lebendige Bortrag In Da» Bekenntnis Der Kirche von ber Auferstehung des Leibes. Die Ausführungen hinterließen einen tiefen Eindruck. Der Vorsitzende dankte dem Redner mit herzlichen Worten unb betonte, daß cs eine ganz besondere Freude sei, einen fo strenggläubigen Arzt als Mitarbeiter im Bund« unb in der evangelischen Klrchengemeinschaft zu haben. - Die 50er-Verclnigung 1875/1925 beging am Samstagabend In Der Turnhalle am Oswalbsgarten ihr zweites Iahresablchlußfest. daS sich eines sehr guten Besuches zu erfreuen hatte. Theatralische Darbietungen, in deren Mittelpunkt Die Ausführung einer einaktigen Operette stand, ein Duett, eine künstlerisch« Tanzaufsichrung unb flotte musikalische Unterhaltung durch bie Kapelle Weller füllten ben Abenb in reizvoller Weife aus. Ansprachen bes verdienten Vorsitzenden Joses Kreutcr und deS Alters- kollcgen Schulrat Fischer würbigten die Darbietungen des Abends In verdienter Weise Alles In allem betrachtet ist zu sagen, daß die Bereinigung wiederum einige sehr genußreiche Stunden verbracht«. •• Die Gewerks chaf t deutscher Lokomotivführer, Ortsgruppe Gießen, beging am Sonntag in der Turnhalle am Oswalds- garten unter starker Beteiligung ihrer Mitglieder und Freund« Di« Feier de» 60jährigen Bestehens Der Gewerkschaft. Rcigenaussührungen. Thealcr- unb Musikstücke. Darbietungen der Gesangsabtei- lung und eine eindrucksvolle Ansprache de» ersten Vorsitzenden Erle füllten den Abend in schönster Weise auS. Sin Tanzvergnügen bildete ben Aus- klang der Veranstaltung. •• Die Maul- und Klauenseuche ist neuerdings in Gießen und in Diebach a. d H (Kreis Büdingen) amtlich fcstgestellt toorDFn. Erloschen Ist die Seuche In Rieder-Eschbach, Dortelweil, Klein-Karben, Rieder-Erlenbach (Kreis Friedberg), Gciß-Ridda, Dübclißdm unb Hain- chen (KreiS Büdingen), Eudorf, Storndorf unb Brauerschwend (Kreis Alsfeld). Kunst und Wissenschaft. Ein mlttelrheinlfcht» Städtetheater. Der frühere Intendant deS Koblenzer Stad» theatcrs, Dr. M e i n e d «, hat ein neu:« mittel- rheinische» Theater gegründet, daS abwechselnd In den kleineren Stadien deS Mittelrhetn» (St. Goar. Boppard. Lahnstein, Bad Sm» unb Braubach) Vorführungen geben will. ES handelt sich nicht etwa um ein Vorstadttheater, sondern um eine Regelrechte künstlerische Veranstaltung. waS sich schon daraus ergibt, daß augenblicklich In St. Goar VerdiS Opern ausgeführt werden, wozu prominente Mitglieder deS Kölner Stadt- theatcrS und des Kasseler LandestheatecS verpflichtet sind. Im nächsten Monat sott in Braubach ein Lorhing-ZylluS herausaebracht werden und sobald in Bad Ems der Kuroelrieb e.ngeseht haben wird, sollen dort Wagner-Aufführungen gegeben toerben. Brleskaften der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) E. 5. in F. In Ihrem Falle (Stelle be» Lehrling-) kommt die Gewerbeordnung § 127 d und c in Betracht. Dort können Sie RähereS nachlesen. Wenn Ihnen das nicht genügt, so wenden Sie sich an die HandwcrkLkammcr-Reb«n- stelle in Stehen, wo Ihnen bereltwiMg AuSkunst gegeben wird. ft. D. In TB. Der Industrie- unb Hanbelskam- mer Gießen und auch uns ist die Adresse biejer Firma nicht bekannt. Erkundigen 61« sich doch einmal bei der Leitung eine» Sägewerks in Mücke. Vielleicht können 6ie dort Ausschluß erholten. R. 3.100. 1. Nach unserer Ansicht muß In diesem Falle der Spieler Nullouoert spielen, oder dieses Spiel sich abschreiben lassen. 2. Uns unbekannt. Nimm®»; Grippe und Grippefolgen Sohuümazke werden wirksam bekämpft durch den Gebrauch der jugvrikhen Heilmittel von Weltruf, die zudem die besten Vocbeugnngsnriltel »Tnd: Emser Wasser (Kränchen) / Pastillen / Quellsaiz Altbewährt nach ec gen Katarrhe, Asthma, Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Magenslnre (Sodbrennsn), Zocker und harnsaure Diathese. Ihr Aril Wird ihnen betfltigen. Aber achten Sie stets auf die Schutemarke. Verlangen Sie ausdracklteh die echten, natürlichen Emser Heilmittel und meiden Sie künstliche Erzeugnisse. Haupt niederlaxe: Jean Weisel. Gießen, Honnenefratie 6, Telephon 88. lilavier flut erhalten, tu ncrfauieit. Schrciil. Annevol« uni. an den Gtetz. Änr. 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Februar, nachm. 2'/2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Todes-Anzeige Am 7. d. Mts, ll/; Uhr nachmittags, verschied nach kurzer schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser herzensguter Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter Hans Tränkner Bankvertreter im 35. Lebensjahre. kommen sie vorüber, alle die M anner und Frauen. An den Stiefeln sehe ich schon, was die Leute sind. Ein Blick genügt Diese Dame Z.B. hat ein gutes Schuhwerk. Ich wette 100 gegen 1. daß sie Büdo-Schuhcreme benützt Das ist für den alten Fachmann stets eine Freude Drum rat ich auch Dtr Nimm Büdo -Ausgabe von Heimsparbüchsen. n»*p Todes-Anzeige. Heute Morgen 3 Uhr entschlief sanft nach langem schwerem Leiden mein lieber Gatte, unser guter Vater, Schwieger-und Großvater 1288D Ludwig 6öraertVIII.,Mrl Im Namen der Hinterbliebenen: Ludwig Görnert XIV. Queckbom, Gießen, den 8. Februar 1927. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 10. Febr., nachmittags 2 Uhr, statt. WmWuAM Hammstratze 16. 0959 Donnerstag, den 10. Februar „Zu r Stil H“ Besitzer: Aug. Gisse!. Örn 10. Mm M abends 8 Uhr: i2Stv Kappensitzung. W i r suchen für unser Modewaren«Geschäft Lehrmädchen mit guter Schulbildung ©ebr. Imheuserß Gesangvsrein Harmonie-Gemütlichkeit Samstag, 19. Februar abenos 7 Uhr 59 Minuten in sämll.Räumen der Liebigshöhe großer Maskenball 1280D Eintritt Mk. 1.50 Cafe Amend Honte: Mr taial. IM Bajazzo-Tanz-Kapslle (5 Herren) TANZ Ueberraschungen für Damen ________________________________________1302c l.WWAlWMWW verbunden mit A.AWM 6t5 WMie-NM EWK 7. bis 9. Mai 1927 Aus Anlatz dieses Festes werden einige Tausend ehemaliger Kavalleristen aus ganz Weitdeutschland in Gietzen erwartet. Darunter befinden sich viele Brüder aus dem besetzten Gebiet und aus dem Saarland. Es ist Ehrenpflicht der Gietzener Bürgerschaft, für diese Gäste Quartiere bereitzustellen. Auf Wunsch werden die Quartiere vergütet, es dars aber wohl erwartet werden, datz im Interesse der Volksgenossen aus dem Rhein- und Saargebiet weitgehendstes Entgegenkommen geübt wird. Anmeldungen von Quartieren werden an die Geschäftsstelle des Westdeutschen Kavalleristentages in Gietzen, Neustadt 78, Telephon 1786, erbeten. Ferner werden in Kürze Listen zur Einschreibung von Quartieren unseren Mitbürgern vorgelegt werden. Geldbeiträge zur Unteistützunq der guten Sache werden auf das Postscheckkonto Franksurt/Main 27900, Kavallerie-Verein Gietzen, oder in bar an die Gewerbebank Gietzen auf das Konto des Kavallerie-Vereins erbeten. me Dormittags: Wellfleisch mit Kraut. Täglich irisch ein- treffend: Me SeMe grüne beringe alle Lor cn ""c M IMM. Hamburger Fischhandlung. A. Noch Nachffgr., S v ulitr.lü Tel. 1612. Danksagung. Für dio vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgänge unseres lieben Entschlafenen sagen wir innigsten Dank. Besonderen Dank Herrn 1 fairer Schultheis für seine schönen, zu Herzen gehenden Worte am Grabe und dem KriegerVerein Großen-Linden f.die letzte Ehrung. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen Ludwig Schaum IV. Großen-Linden, den 7. Februar 1927. 12891) pari den Pfennig, denkt daran, ■ daß alles Große klein begann! Spave mit der neuen Keimspartasse der Bezivkssvavkasse Gietzen ! 1148D Nr. 33 Zweites Blatt Eigener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheflen) Mittwoch. 9. Zebruar (92Z über ein gemeinsames Dorgehen S verständigen. wodurch verbinden werden nnft. bah auS dem japanischen Schwert eine Dass« ruflisch-chinelifcher ÄonhnentalDoliti! wurde. IstSowjetrutzland kriegsbereit? Der gegenwärtige gustand der Roten Armee. Don Harry v. Hasserberg. Dorfbevötterung steht unter ständiger Kontrolle der Zivil» und Militärbehörden und ist daraus zugeschnitten, daß die Soldaten ihren Dienstvorschriften gegenüber dec Roten Qtonce in jedem beliebigen Augenblick nachlom.nen könnten. S eien Altersstufen der Dienstpflichtigen leben in einem Dorf beieinander und tonnen zu jeder Zeil zum Heeresdienst herongezogen werden. Außerdem gibt eS in jeöem Dorfe militärisch - organisierte Schülerverbände und die kommunistischen Jugend-Pioniere. Ueberhaupt wird seitens der Sowjetmacht alle- getan, um da- Doll der U. S. G. R. militärisch zu ertüchtigens in den Schulen 1. und 2. Grades und in den Hochschulen smd im allgemeinen Lehrplan auch spezielle Mi- litärsächer eingeführt worden, die jeder Schüler durchzugehen verpflichtet ist. Auhcrdem sind sür die Sommerzeit besonder.' Militärübungen der Schüler und Studenten festgesetzt toor. en, die für die Hochschulen drei Monate und für die Mittelschulen zwei Monate gewähren. Auster dieser Mllilärisietung der lernenden 3ugcnö, besteht natürlich auch eine ähnliche in alten Sa* brif^jp, betrieben, behördlichen und privaten Tem- lern usw. 3m ganzen Lande werden eifrig Sportvereine und Kampsverbünde ins Leben gerufen, öie, neben der physischen Ertüchtigung der Tugend, vor allem die Ausgabe haben, der Roten Armee qualifuierte Kämpfer zuzuführen. All diese Mahnahmen, die von der Sowjetregierung unternommen werden, um eine starke, kampffähige Armee zu schaffen, erLären ohne weiteres die Aiesenausgaben bei russischen M i - l i tä r - D u d g e t s , das zudem jedes 3ahr mehr und mehr anwächst. Das Militür-Dudget der U.S. S.R. betrug im 3ahre 1C23 244.5 Millionen Goldrubcl, 1924 373,5 Mill. Goto- rubel, 1925 434 Mill. Goldrubel. 1923 540 Mill. Doldrubel und für das 3ahr 1^27 sind 720 Mill, rubel, 1925 434 Mill. Goldrubel, 1926 540 Mill. Gochrubel (1 Milliarde und 200 Millionen Gold- mad) veranschlagt worden. Aus diese Weise hat sich das Mitttär-Dudget der U. S. S.R. in den letz.en vier 3ahren verdreifacht, was in (einem anderen Staate der Fall gewesen ist. Außerdem must aber noch bemerkt werden, dast selbst diese Ziffern noch (eine erschöpfende Dorstellung von der wirklichen Höhe der militärischen Ausgaben der 11. 6. 6. QL geben, da öie Sowjetmacht die Gepflogenheit hat, für militärische Zwecke alljährlich v.ele Millionen Goldrubel aus dem Budget anderer Ressorts in das Militärbudget zu „übernehmen" ... WaS das höhere Kommando der Roten Armee anbelangt, so sind hier gleichzeitig mit der kürzlichen Berufung W o r o s ch i l o f s S zum Vorsitzenden des Revolurionären Kriegs-Rates — eine Reihe Veränderungen vcrgenommen worden. Anstelle Kamenews wurde zum General- i stabchef der Roten Arm:e der junge und begabte Tuchatschewsli ernannt, dec bereits im 3ahre 1914 die zarifche KricgS-Akademie beendigt bäte. Anstelle WorofchilofiS rückte der frühere zaristische General B a s i le w i t s ch zum Kommandierenden des Moskauer Mili.ürvezirks auf. Zum Kommandierenden der Truppen dcS Sibirischen Militärbezirks ist General Petit ernannt worden: (er brendigte die Akademie I des Generalstabes im 3ahre 1907). An Tucha- tsa-ewskis S eile trat ö:r Kommandierende der I -gruppen des Weft-Bczirks, der frühere zarische Oberst des Generalstabes. Kork, als Absolvent der Kriegs-Akademie ans dem 3a',re 1914. Fügt man hierzu noch die Ernennung des früheren I Obersten des -arischen Generalstabes S ch a p o - tschnikoff. (der die Akademie im 3ahre 1911 absolvierte), zum Kommandierenden dcr Truppen des Petrograder Militärbezirks bei. so ersieht man mit ziemlicher Deutlichkeit, dast die Oberste Leitung der Ro.en Armee zu 90 Prozent in Händen zaristischer Offiziere liegt... Summiert man die hier angeführten Tatsachen, so erhält man das Bild eines Militär- staates, in dem man sich mit aller Macht auf kommende Kriege vorbereitet, der über ein ansehnliches Korps tüchtiger alter Offiziere verfügt und dessen Soldaten material auch nicht zum schlechtesten gehört Gleichzeitig aber übernimmt dieser Staat eine derart hohe militärische AuSgabenlast, daß die Befürchtung nahe liegt — ihm könnte öitfe Bürde eines Tages doch zu schwer werden und dast cs lange fo nicht wird weiter gehen tonnen. Die allgemeine Unzufriedenheit der Bevölkerung mit Öen materiellen unö anderen Misthel.igle.ten des roten Militarismus spricht Bände. Sie verringert die Kriegsbereitschaft der Roten Armee, möge diese auch noch so gut geschult unö gerüstet sein, um ein wesentliches. Unö zum Schluß eine Frage: sollte öer russische Mushik es tatsächlich bereits vergessen haben — was er noch vor knappen 10 3ahren als Offenbarung erkannt hatte, — nämlich, öast man im Kriegsfälle, fal.s beliebt — auch öie Flinte i n 6 DraS werfen unö feinem Offizier den De- hvrsarn ein’ad) verweigern kann? Hat er es vergessen? Wir zweifeln daran! Rundfunk-Programm deS Aranksnrter ^enberd. Denn sich hinter Öen Kulissen bet ostasratrschen politischen Bühne die Tendenzen für euw An- Näherung zwischen China, Rußland und 3apan werter so günstig enttoidetn wie in den letzten Monaten, bann rann sich daraus für die angelsächsischen Mächte nur die Zwangslage ergeben. i Oberhessen. Landkreis Wiefern. - Wteseck, 6. Fcbr. 3n anerkenn: nswerter Deile hat sich die hiesige Kolonne der Arbeiter-Samariter seit einiger Zett die I Ausgabe gestellt, sich an dem Kampf gegen die gefährlichsten Doll-seuchen zu beteiligen. 3n *2kr- folg dieses Zieles fand bere.tS vor einigen Wochen ein Lichtbildervortrag über öle Tuberkulose statt, ben Dr. Katz. Wie'eck. vor einer zahlreichen Zuhörerschaft recht interessant entwickelte. Die Fortsetzung dieser Bestrebungen brachte jetzt im Draunschen Saale abermals einen rech» gut besuchten Lichtbildervortrag. Dr. Schmidt, Diesed. sprach an Hand einer grosten Reihe äußerst lehrreicher Lichtbttbcr über die © H ( C waren genußreiche Stunden, Dia man im Kreise des Vereins verleben konnte 3m nächsten Jahre will der Dermn anläßlich feines Äjährigen Bestehens einen Gesang- w et t st reit veranstalten. . t Grünberg, 8. Febr. Der hiesige Zwerg- verein des D. H. C. hielt am SamStag unter starker Beteiligung dr Mitgl.eder seinen Familienabend, verbunden mit Auszeichnung der eifrigsten WandcrungS.eilnehmer, ab. 13 Mitglieder wurden mit den Wanderabzeichen de- lottert. Ein reichhaltig und geschmackvoll zu- sammenee.ellteS Programm, daS bestens durch- geführt wurde, bereitete den Besuchern genußreiche Stunden. — Die Zahl der Arbeitslosen in unserer Stadt hat sich im Laufe deä Winter- durchschnittlich auf etwa 25 Mann gehalten. Man hosst nunmehr, durch den bevorstehenden Wiederbeginn der Bauarbeiten reichliche Arbeitsgelegenheit zu schaffen, wodurch auch den bisher zum Feiern gezwungenen Leuten Deschästigung gegeben werden kann. , f Weitershain. 8. Febr. Die h.estge Jagd, die bisher für 480 Ml. IahreLvacht vergeben war, wurde jetzt in Anwesenheit einer Anzahl Iagdliebhaber für 1175 Ml. jähr- lich neu verpachtet. Die neuen Pachter sind die Herren G o n d n e r und Grün auS Gießen und Lerch von hier. . ft E t o ck h a u s e n, 8. Febr. Der G e s a n g- verein ,L i e d e r kr a n z" hielt am Samstagabend einen Familienabend ob. Durch treffliche Gesänge des Chors, ein Theaterstück und instrumentalc Darbietungen wurden den zahlreichen Besuchern einige schöne Stunden bereitet. an die man gerne zurückdenken wird. - Albach, 8. Febr. Am Sonntag hielt der hiesige Mandolinen-undWande r v e r - ein „W anderlust" seinen diesjährigen Theaterabend in dem stark besetzten Saale der „Stadt Lich" ab. Aach einer Ansprache des ersten Dorsitzenden Otto Klein wurden sehr gut ausge- fuhrte Theater- und Musikstücke zu Gehör ge- bracht. Besonder- hervoruzuheben sind die Leistungen der Iugendaruppr. D r Gesang verein „Eintracht verschönte die Feier durch gesangliche Dorträge unter Leitung seines bewährten Dirigenten Sy Aicolei. " Hungen, 9. Febr. Die Anmeldung neuer Schüler und Schülerinnen für die hiesige höhere Bürgerschule muß vom Montag bis Mittwoch nächster Woche erfolgen. Näheres ist ouö der Anzeige in der heutigen Ausgabe des Gießener Anzeigers ersichtlich. Kreis Friedberg WSR. Bad-Aauheim. 8. Febr. Dor einigen Tagen haben wir von einem hittigcn Einwohner berichtet, der während de- Krieges infolge Verschüttung dir Sprache verloren, diese aber dieser Tage infolge Schrecks wiedererlangt hatte. Dun ist der Mann auf tragt- sche Art au« dem Leben geschieden. Er hatte, seitdem et wieder sprechen konnte, unter Wahnvorstellungen und seeli schenDe- pressionen zu leiden, in deren Folg« er jetzt seinem Leben durch Erhängen freiwillig ein Ziel fetzte. WSA. B u h b a ch, 8. Febr. 3n unserer Aach- bargemeinde O st h e i m ist man gegenwärtig mit den Arbeiten zur Kanalisierung und Errichtung einer Wasserleitung beschäftigt. Dabei stieß man, tote die „Butzbacher Ztg." meldet, im Unter- dorf in einer Tiefe von etwa zwei Metern fortgesetzt auf Eichen re sie und Knüppeldämme. Dazwischen lagen im Schlamm große Mengen kleiner Hufeisen. 3n dieser Gegend führte zur Zeit der Aömerherrschaft die ^Aömerstraße aus der Dichtung Bad-Aau- heim—PohlgönS am Fuße de« TaunuS entlang. 9 Dambach, 8. Febr. Am Samstag hielt . der hiesige Zweigverein des Vogelsberger HöhenclubS seine Hauptversammlung ab. Den Jahresbericht erstattete her erste Vorsitzende. Lehrer Liller. Daraus war zu entnehmen, daß die Mitgliederzahi infolge Wegzugs vieler Mitglieder etwas zurückgegangen ist. Die 12 Wanderungen konnten restlos durchgeführt, Wanderauszeichnungen an 14 eifrige Mitglieder verliehen werden. Die finanziellen Verhältnisse deS Dereins sind gut; das Jahr konnte, mit einem kleinen älebecschuß beendet werden. Der Vorstand verblieb in seinen Aemlern; nur an Stelle des von Gambach verzogenen Schrift- führers Berg! wurde Siadtsekretär 3akob Buh gewählt. Kreitz Büdingen. • Aid da, 8. Febr. Die Ausnahme neuen Schüler in die hiesige Realschule L 6. findet am 25. April statt. Die Anmeldungen müssen bis zum 12. Febr. erfolgen. Aäheres ist auö der gestrigen Anzeige im „Gieß. Anz." zu ersehen. L Aidda. 8. Febr. Der Obst- und Gartenbauverein für den Kreis Büdingen veranstaltet am 20. l. W. gelegentlich des Prttt- marktes in Büdingen eine O b st a u s st e l l u n g. Der Verein ist zu diesem Entschluß gekommen, um gerade jetzt der obstverzehrenoen Beoöltr- rung zu zeigen, welche Obstsorten sich gut halten, und den Vorzug gerade der sog. Lokalsorten ins rechte Licht zu rüden. Teilweise wird daS Obst in der Einheitsliste des Deichsverbani>es des deutschen Gartenbaues ausgestellt. Weiterhin werden Werkzeug« und Mittel zur Schädlings- bekämp'ung ausgestellt bzw. vorgeführt. —/— Ortenberg, 8. Febr. Der Sonntag toar ein denkwürdiger Tag für unseren Turnverein, der durch einen wohlgelungenen Festabend das neue Vereinsheim im alten Mauergarten feierlich einweihte. Der Saal war festlich geschmückt und konnte die große Zahl der erschienenen Mitglieder. Freunde und Gönner des Vereins kaum fafen. Aach einem schneidigen Eröffnungsmarsch der Kapelle begrüßte Kaufmann Meister die Festdersammlung^ Amts- gerichtsdirektor a. D. Dr. F u h r - Bad-Aauheun. Ehrenmitglied des Dereins, hielt die Festrede, in her er da« Lebensbild de« Turnvater« Jahn zeichnete und die er in das Deutschlandlied auS» klingen ließ. Die Ortenberget Vereine ließen bei entsprechenden Ansprachen passende Geschenke für das neu2 Heim überreichem Die Grüße und Glückwünsche des Gaues und Bezirks überbrachte Ober- lumtoart W i ll-Gießen. Zwischen den einzel- nen Deden erklangen schöne Ehöre drS Gesangvereins Frohsinn und des Iugendquartetts unter ßeitung von Lehrer Carl bzw. SchulamtSaspi- rant Schember. Außerdem trug der Turnverein Büdingen durch die meisterhaften Darbietungen seiner Männerriege am Darren und seine gymnastischen Hebungen, sowie durch die vortrefflichen Leistungen seiner Damenriege ^eu» lenschtoingen viel zur Verschönerung des Abends bei. Sämtliche An'prachen und Darbietungen wurden mit großem Beifall ausgenommen. Dem Festtag war am Samstag ein älnterhaltungsabend vorausgegangen. Eine Mustertiege des Turnvereins Aidda zeigte bei dieser Gelegenheit hervorragende Leistungen am Deck. Barren und Pferd, seine Damenriege bot prachtvolle Reigen. Mehrere Ansprachen wurden gehalten. Am Sonntag sand die Dezirksturnervot stunde statt. : Ober-WidderSh«im, 8. Febr. 3m Eiferschen Eaalbau dahier fand am Sonntag die Dertreterversammlung des Aid- datal-SängetbundeS statt. Sämlllche Bundesveteine waren vertreten. einzelne fast vollzählig Fidelio - Ober - Widd-etsheim entbot durch den Dundeswahlsptuch und einen frisch gesungenen Begrüßungschor einen herzlichen Willkomm, den Lehrer Alles anschließend nochmals zum Ausdruck brachte. Die Aechnungsablagr ergab einen Kassebestand von 221 Mk. Davon wurden 30 Mk. dem Bundes verein Breungeshain überwiesen zur Deckung eine- durch ein vollständig verregnetes Fest entstandenen Defizits. Weiter« 100 Ml. wurden von fren BundeS- vereinen übernommen. Das Wertungssingen findet in diesem Jahre in der Turnhalle zu Aidda am 8. Mai statt. Zeder Derein singt einen Wahl- und einen Pflichtchor. Letzterer soll dann als Massenchor des Bunde« Verwendung finden. Auf allgemeinen Wunsch soll wieder Lehrer Blaß zu G r o ß e n - L i n d en. der als Führer auf dem Gebiete de« MönnetsangS sich der besonderen Wertschätzung des Bundes erfreut, als Sachverständiger zugezogen werden. Außerdem beteiligt sich der Bund geschlossen an der Fahnenweihe des Gesangvereins Eichelsach- s e n. sowie an dem 90jährigen Jubiläum des Turii- und Gesangvereins Schotten. Zum sechstenmal wurde ter Bundesvorstand einstimmig wiedcrgewählt: 1. Vorsitzender Schäfer- Eichelsdorf. 2. Vorsitzender Lehrer Linck- Dudingshain. Dundesdirigenl Lehrer Diehl-Ober-Schmitten, dessen Stellver- treier 3. Dapper-Aidda, Schriftführer Pro- kurist Michel. Rechner Bürgermeister Mantel, beide von Ober-Schmitten. Weitere schön vorgetragene Ehöre der Brudervereine von Ober-Widdersheim und Ulfa umrahmten den geschäftlichen Seil der Tagung, die mit einem Hoch auf das deutsche Lied ihren Abschluß fand. st Hnter-WidderSheim, 8. Febr. Die seither dem Aadfahrerverein „Wanderlust" an- gegliederte Gesangsabteilung hat sich im vergangenen 3ahr von ihrem Mutterverein abgetrennt und den Gesangverein „Eintracht" gebildet, der schon nahezu 30 aktive Sänger hat. 3eht veranstaltete er sein erstes Wintervergnügen. Als Hauptstück wurde „Ein Frühlingstcaum" gespielt. Wenn auch die Größe des Stückes (eS war ein Sechsaiter) und Du beengten Bühnenverhältnisse mancherlei Schwierigkeiten boten, so muh doch gesagt werden, daß die Darsteller die Rollen in sehr guter Weise meisterten. Einige Musikstücke, sowie verschiedene Chöre verschönten die Feier. Der Gesangverein steht unter Leitung unseres Lehrers H a s s i n g e r und beabsichtigt, stch einem Sänger» bunde anzuschliehen. ]:[ Gelnhaar, 8. Febr. Am Sonntag sand eine außerorDrntlich« Generalvers a m m - [ u n g der hiesigen Landwirtschaftlichen Genossenschaft statt. Dabei wurde der Kassenkredit von 20 000 auf 30 000 Mark erhöht. Hieraus wurde im 3nierefre der Genossenschaft ein auch für andere Kasten nachahmenswerter Beschluß gefaßt. Alle diejenigen, die über ein Jahr von geliehenem Gelbe die Zinsen nicht bezahlt und bis zum 1. 3uni des folgenden Geschäftsjahres nichts abgetragen haben, werden gerichtlich belangt, lieber die Rückzahlung der Aot- standökcedi.e wurde vom Reau er mitgeteilt, daß Über die Hälfte bereits zurückbezahlt word«n ist. Kreis Schotten. □ 0a uba cb, 8. Febr. Auf der H o lzderst e i g e r u n g, die am Samstag im städtischen Distrikt ..Buchwald" (zwischen Laubach und Freienfeen) stallsanD, wurden wieder etwas höhere Preise erzielt. Der Raummeter Bu- chenscheuer kam im Durchschnitt auf 12 Mark; Knüppel auf 8 bis 9 Mk.; Stöcke auf 5 bis 6 Mk. Diese Preiserhöhung ist wohl auf die bequeme Lage (unweit der Staatsstraße) zuruckzusühren. — Wie wir berichteten, war in Verbindung mit dem Mitte 3unt stattfindenden Ausschuhfest ein Pramiierungsmarkt mit Zuchtvieh- versteigerung In Aussicht genommen worden. Dieser Markt ist nunmehr endgültig auf den 14. 3 uni (AuSschußdienstag) festgesetzt worden. Die Prämiierung bezieht sich auf Vogelsberger und Simmentaler Vieh, sowie auf Ziegen. Der Schweinemarkt findet an demselben Tage statt. Auf Mittwoch. 15. 3uni, ist die Ver- l o s u n g festgesetzt. — Graf Otto (1822—1872) hatte feint Güter durch Verwalter bewuLschastcn lassen. Graf Friedrich (1852—1900) hatte sie wieder verpachtet, ebenso seine Rachsotger. Ein kleiner Teil des gräflichen Gutes, gegen 80 Morgen, etwa ein Zehntel, war Im 3ahre 1921 in eigene Verwaltung genommen worden. Der Verwalter (3oh. Rebel) hat die Verwaltung eines größeren Hofgu:«S bei Bielefeld übernommen. Die gräfliche Gutsverwaltung wird aufgetost und bie Grundstücke wieder verpachtet. )—( Ruppertsburg, 8. Febr. Der Wännergesangvereln Sängerbund hielt jetzt fr ine diesjährige Generalversammlung ab. AuS dem 3ahresber;cht. den der Vorsitzende 3alob Böcher verlas, war zu entnehmen, daß der Verein zur Zeit insgesamt 148 Mitglieder zählt, von denen 34 Sänger sind. Die Rechnungsablag« durch den Rechner Wilhelm Lehr II. ergab einen Kassenvorrat von 136,49 Mk. und ein Barvermögen von 325,74 Mk. Die seitherigen Vorstandsmitglieder Heinrich Schad II., Otto Habermehl. Otto 'Korner und Wilh. Wagner II. wurden einstimmig wiedergewählt. n. Rupperts bürg, 8. Febr. 3m Alter von 55 3ahren starb hier der Lehrer G u st a v Eichelmann. Geboren zu Steinfurth. Kreis Friedberg, war er nach Absolvierung des Lehrer- eminars zu Friedberg 1891/92 als Vchulver- walter in H l s a tätig, wurde darauf nach Groß- Eichen versetzt, um dann In unserer Gemeinde ein Lehramt anzutreten. Die Gemeinde verliert in dem Dahingeschcedenen einen tüchtigen Lehrer, der bis zu seiner Erkrankung allzeit pflichttreu auf feinem Posten stand. * Aus dem oberen Aiddotale. 8. Febr. Dor dem Kriege war der Bäcker in unseren Dörfern eine leiten gesehene Erscheinung. Der geringe Bedarf an Brötchen wurde durch Gelegenheit geschickt, und Bäckerbrot wurde kaum benötigt. Die in der AachkriegSzelt. besonders nach der Inflationszeit, eingetretene Aenderung in der Lebenshaltung hat dem Bäcker in den Immer mehr zu Induftriedörfern werdenden Orten unseres Tales das Feld erobert Zu den Backereien der Städtchen Schotten und Aidda, die viele dörfliche Äunßen beliefern, treten nun auch Bäckereien in den Dörfern; so besitzt Eichel-dorf jetzt drei Bäckereien und zwei DerkausS- stellen von Backwaren auswärtiger Bäcker. 3n Ober-Sch mit te n wird sich im Lause dieses 3ahres ebensalls ein Bäcker niederlassem Der Ausdehnung dieses Gewerbes in unfern Dörfern kommen außer gehobener Lebenshaltung und zunehmender Industrialisierung auch die In Der- änderung begriffenen Arbei'.sverhältnisse in der heimische Landwirtschaft entgegen. Die Zeitläufte zwingen viele bäuerliche Betriebe, auf Dienstboten zu verzichten und nut eigene Kräfte zu beschäftigen. Die Arbeit ist aber Dann nur au bewältigen, wenn In den Zeiten der Ernte Die Hausfrau entlastet wird und im Felde mit- belfen kann. Der ländliche Bäcker findet daher immer mehr bäuerliche KunDen, die ihm. wenigstens in den Sommermonaten, da« Geschäft des Brotbackens übertragen. Kreis Alsfeld. ft Ilsdorf, 8. Febr. Ein wohlgelungenes Winterfest veranstaltete am Sonntagabend der Kriegerverein Ilsdorf. Die Veranstaltung toar außerordentlich stark besucht und bereitete durch Ihre mannigfaltigen Darbietungen den Teilnehmern einige angenehme Stunden. Kreis Lanterbaib. hml. Lauterbach, 8. Febr. Der hiesige evangelische Kirche tu; e fang per c i n beging am Sonntag die Feier seines 2 5 j ä h p l - gen Bestehens. Der Verein wurde von dem damaligen Leiter der hiesigen höheren Bürgerschule, Professor Freund, und Pfarrer Müller, jetzt in Gießen, ins.Leben gerufen. Unter verständnisvoller Leitung und fleißiger Arbeit hat der Verein sich zu beachtenswerter Höh« emporgearbritet. Aeben der Mitwirkung im Gottesdienste hatte er sich die Ausgabe gesetzt, das geistliche wie auch da« Volkslied zu pflegen uno in Konzerten das Verständnis für die Musik unserer großen Meister zu wecken. 3m Feftgottesdienst, bei dem der Kirchenchor mittoittte. hielt Pfarrer Müller auS Gießen, der langjährige Vorsitzende des ChoreS, die eindrucksvolle Zestpredigt. Am Abend hatte der Verein seine Mitglieder zu einem Famil enabend in der Adolf-Spieß-Turnhalle eingeladen, der außerordentlich gut besucht war. Der Chor bot hier fein Bestes und wurde von dem hiesigen Musikverein dabei unterstützt. Rentamtmann S ö l l n e r begrüßte die Anwesenden, besonders den Superintendenten von Obcrhesscn, Oberkirchenrat Wagner, der mit Linen Wünschen auch die des Landesvereins der evangelische.! Kirchengesangvereine in Hessen aussprach. Die Festrede hielt der 1. Vorsitzende deS Dereins, Dekan Schlös,er, der einen Rückblick gab über den Derein in den 'vergangenen 25 3ahrcn. Weitere Glückwünsche sprachen ou3 Stadtpfarrcr Knell für den Kirchenvorstand Lauterbach, Pfarrer B e r n b e ck - Stockhausen für die Kir- chengefangvercln« des Dekanates imb Bürgermeister Walz für die Stadt Lauterbach. Psar- ter Müller- Gießen wurde in Anerkennung feiner Verdienste um den Verein zum Ehrenmitglied ernannt und ihm eine von der Künstlcrhand dcS Baron Albrecht Ried- esel Freiherr zu Ci senbach entworfene Ehrenurkunde überreicht. Musikalische und humorvolle Darbietungen füllten den zweiten Teil der Festfolge auS, bei denen alle Mitw.r.en- Den sich bestrebten, etwas wirklich Gutes zu bieten. Der derzeitige Dirigent des Dereins, Lehrer Schmier, zeigte auch bei dieser Gelegenheit. daß er eS versteht. Den Chor aus der Höh« zu erhalten. Preußen. KrciS Wetzlar. ' K r o f d o r f. 8. Febr. Die langjährige Handarbeitslehrerin an unserer Schule, Frau Philipp Hahn, hat im Hinblick auf ihr Alter zu Ostern um ihre Entlassung aus Dem Dienst nachgefucht. In 34 ähttger Tätigkeit hat Frau Hahn in gew.s'enhas er ArntS ührung segenSrcich zum Besten Ihrer Schülerinnen und Damit der Allgemeinheit gewirkt. Frau Elisabeth Leib konnte jetzt auf eine 25 jahrige Tätigkeit a.S Kullurarbeiterin Im Gemeind« coald Krofdorf zurückblicken. Sie ist stctS mit Fleiß und Gewissenhaftigkeit ihren Pflichten nackgekommen. Der Gcme.ndsrat hat beiden Frauen in Anerkennung ihrer treuen Dienste Geschenke als äußeres Zeichen des DankeS überreichen lallen. Krofdorf. 8. Febr. Dieser Tage wurde hier aus dem Gemeindewald (Distrikt Eteinbusch. Seilers und Bruchdell) Duchcnscheiter mit 20 Mart und Knüppelholz mit 18 Mark pro Raummeter bezahlt. Während im Gemeindewald auch Arbeitslose beschäftigt wurden, hat der Staat-- wald seine ständigen Holzmacher. In den entfernten Distrikten finden regelmäßig—berufen« Arbeiter auS KirchverS und Weipoltshausen eine angemessen« Winteroeschäftiaung. Die größte Rotte stellt stets Krofdorf nut ca. 30 Mann. Dorlar, 8. Febr. 3m Gegensatz zu vielen Aachbaraemeinden zeigt sich hier fortgesetzt eine rege Bautätigkeit. Innerhalb der beiden letzten Jahre sind hier etwa 15 Aeubauton entstanden, darunter manch stattliche« Haus mit Zubehör, wodurch sich das Gesamtbild deS Dorfes sehr verändert hat. Di« von einigen Dau- lustigen bei der LandeSzentrale Düsseldorf schon früher beantragten Darlehen konnten erst in diesen Tagen auSgezahlt werden. . - - D u t e n h o s e n. 8. Febr. Der hlellgc Gesangverein .Liederkranz" hält am 11.. 12. und 13. Juni ein Sängerfest ab. mit dem ein GesangSwettstreit am 12. Juni verbunden ist. Am Sonntag fand die Delegiertenversammlung für den Wettstreit statt, die recht gut besucht war. Zur Beteiligung an dem PreiSsingen haben sich solaende Vereine gemeldet: In der Abteilung B. 2 Land- klasse: Gesangverein Teutonia-Aordeck (46 Sänger), Gesangverein Germania-Steinbach (52 Sänger), Sängcrvereinigung Eini^eit-Haarbausen (41 Sanger); 3. Landklosse: Männergcianaverein Salcyendors (24 Sänger). Gesangverein Konkordia- Bürbach (39 Sänger). Elntracht-Kölschhausen (21 Sänger), Eintracht-Blssenberg (32 Sänger), L.e- derkranz-Roth (40 Sänacr); Abteilung C. (nicht preisgekrönte Vereine): Männergrsangvereln- Grelsenthai (26 Sänger), Männerquartettverein Frohslnn-Elascld bei Geisweid. Die erste und zweite Stadtklasse sowie die erste Landklasse mußten ausfallen, da Meldungen nicht abgegeben bzw nicht aufrechterhalten wurden. -3- Lützellinden. 8. Febr. Unsere Gemeinde beabsichtigt, auch In diesem Jahre den Ausbau verschiedener Wege strecken innerhalb unserer Gemarkung vornehmen zu lassen. In erster Linie soll hierbei die schon fm Vorjahre begonnene Chaussierung einer größeren Teilstrecke deS .grünen Wege«" beendigt, außerdem der Feldweg nach Dem mehrere Hundert Meter von unserem Orte entfernten Turn- und Spielplatz ckaussiert tocrDcn. Die zum Wegebau erforderlichen Steine werden Im eigenen Bruche der Gemeinde gewonnen, die Lieferung deS erforderlichen Kleinschlags ist an einen auswärtigen Unternehmer vergeben. Reben diesen Wegcbauten will die Gemeinde größere Strecken wichtiger OrtSzufahrtSwege durch Beschüttung instandsehen las,en. DaS nötige Deck- material, daS aus einem Steinbruch bei Rieder- kleen bezogen wird, wurde bereit- zu End« DeS vorigen Jahre- an Ort und Stelle gebracht. Vorgestern wurde hier einer her ältesten Leute unsere- Orte-, zugleich einet bet letzten Altveteranen, Der Zimmermann Johannes Spengler, unter großer Beteiligung Der Einwohnerschaft z u Grabe getragen. Der Verstorbene, Der Im 84. Lebensjahre ftanh, hat Die Feldzüge 1866 und 1870/71 als Gardefüsilier mitgemacht. Die beiden letzten Alt- vcteranen unseres Ortes erfreuen sich noch guter körperlicher und geistiger Rüstigkeit. O Dornholzhausen. 8. Febr. Bei der jüngsten Brennholzversteigerung Im hiesigen Gemcindetoald wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Duchenfcheitholz 22,50 Mk.. Duchenknüppcl 18 Mk.. Duchenreiser 3.33 Mk.. Eichennutzholz 14 Mk.. Kiefern knüppel 7.50 Mk.. Kiefernreiser 0,90 Mk.. Elchenscheltholz 13 Mk.. Eickenknüppcl 8 Mk.. Eichenrci'er 120 Mk.. Lohnschlagwellen 2 Mk.. Birkenknüppel 13 Mk., Erlcnknüppel 10 Mk. je rm, Fichtenstangen 3. Kl. 1 Mk. je Stück, 4. Kl. 0,25 Mk. und 5. Kl. 0,15 Mk. je Stück. Kreis Marburg. ]( Marburg. 8. Febr. In Züschen bei Winterberg sauste beim Rodeln ein 17jährigeS Mädchen in eine Wagendeichsel. Es erlitt so schwere Verletzungen, daß eS in der hiesigen Kl'.nik. wohin es verbracht worden war, ____ll'-'l —UL1-1!—■ — pfirsichzarten l5U.de 'anille -Pudd an .Der dejchmackvolle^bfchluß einer Mahlzeit ist eine Nachspeise aus Dr. Ociker’s Puddingpulver. Zartes Aroma und feiner Wohlgeschmack zeichnen alle Sorten vom einfachen bis zum Oetker- Feinkost-Pudding aus. Die einfache und schnelle Zubereitun-.'sweise ist jedem Oriainalpäckchcn aufgedruckL — Achten Sie bitte beim Ein’ auf auf die Schutzmarke „Oetkcr’j Hcllkopf" und weiset) Sie Nachahmungen zurück. Oete Rrrepfe Mir Sfl8- und OeleespHsen sind In dem neuen farbig lüuslrierlcn Octkrr- Retcplbudt. rtutij. f en:hslten. Sie let n dxrln auch Nlheres über den voriü^ichen ipparal „Kücnenuunder". mit dem Sie auf klriner Caikochertlamme bac en. bra er, und kochen können Dm neue Buch iK für 13 Pfg bei ihrem Kaufmann xu haben, wenn vergnlftn, gegen Lin”,d""1 Mm" ™" Dr. H. Oetker, Bieleleid. LrdmwtnhniM: Badpalm -Mia" 1 R*. 10 Pfj.. I tid. 25 Ra. hiSr^re »rePlr-Maadal I M| . fuP it-Zrd» S Hu !e -OMnnlnr 5 R,.. n Rj.. faMabfaiN« mif |a!j*t**t 21 Hf, et' ft» SP> »< pjt SlW bet Dt' hie! g« geb ein ixi fek üd fit ju far ho bet 10 soll de un V0i Dor ftü6 Z Si sein nich 3m tüft afoi Mit C6i uiw trete de» bei i Dr. I Auch dabei Sollt funb tnuti freili streck chen Jede Lauf« legen Sicht' vald Haus. OIr.2. Taufst Arich ihn b e:ttd urstzr vegk ktellt Öle °c ?0 SUMA wascht* allein und schont alle Qewebe \;oo°Ä° P^oO.^Oop. ■-v. t "««Ile I tbeKSl*“ M »«6 Waul« (21 iänga), Q'lt. una C. (nity rgtlangDtttln- :quQrttilDttth Lir erste unb anbfiallt mub- lbgcgrbrn bzv Ltz MilQ >> u 6anrit b? Ä ß,wei 2ahren in zahlreichen Stabten de» ganzen Rhein- und Maingebiets Schwindeleien In allen möglichen Variationen, die geradezu an Hoch stape - lei grenzen. Geschädigte wollen sich bei der hiesigen Kriminalpolizei melden. Turnen, Sport und Spiel Hennes Walther- Gieb Liebrich - Darmstadt S Ml 12 Sek.. in. durch nichts mehr Snnlicht“ Mannheim Sa 103 HlaMAdi ?icbtohr.7L$eLl6K> Giesten S Min. Sie schauen durchs Glas und staunen, daß sich nach noch so häufigem Waschen mit Suma nicht die geringste Schädigung des Gewebes zeigt. Das ist der große Vorzug von Suma, das im Kessel einen lebendigen Strom von Millionen Seifenbläschen erzeugt die allen Schmutz behutsam aus dem Gewebe lösen. Suma übertrifft an Reinigungskraft alle anderen Waschmittel. Verwenden Sie Suma allein, jeder Zusatz wäre Verschwendung, denn die Suma-Waschwirkung So - - gerade wie neu- sieht das Gewebe in 1OO facher tergrösse- rung nach 50 maligem Waschen mit Suma aus! Drucksachen aller AN He vrühl'sche Univerfitätr-Vnrckerei. 8. Longe, «iestev schalste. t ö Min. 10 Sek.. Henne» Walther« Siesten 9 Min. 12 Sek., CI.L» ^uimiiubi * 13 Sek., Schaff- Diesten 9 Min. 22 Lek. ist volllxpmm • 4 1: ßt sich steigern. Hochschulen-Ski-Wettläuse auf dem Hoherodskopf. 2m Sonntag hatte der winterliche Hohe- rodskopf zum zweitenmal in diesem Iahr Itlnen .groben Lag". Die S k i - D r 11 l ü u s e berH och schulen Darmstadt. 2! arburg und Diesten waren zuletzt 1013 ausgetragen worden. Ietzt hat man sie wieder ausgenommen. Bon den In sta.tlicher Anzahl erschienenen Tarin* ftdbter Studenten starteten 14. von den Siebener ? Läufer. Leider hatte Marburg in lhter Stunde seine Teilnahme zurückgezogen, au» Dründen. die nicht bekannt geworden sind. Die Universität Diesten halte die Anregung zu dem Bennen gegeben. Dir Borbe.ci* tungen lagen be! dem Wintersportausschub des akademischen Ausschusses für Lrib.süb. ngen Die Mitglieder des Winterspottausschusses sind Prof. ®6rbarbt. Llnlv -Sportlehrer *>r. Werner unb Dr. mcd Heist Pros. K l u t e, dem Der* tretet der Universität Diesten, war die Leitung bes Rennens übertragen worden. Ihm standen bei der Durchführung zur Seite Dr. Heist, Dr. Werner und Forstveserendar Walcker. Auch Mitglieder des Sli-Klubs Diesten waren dabei tätig, insbesondere Dr. Blume. Dereils am Samstagabend hatten sich alle Teilnehmer in den B. H. D.-Tluhhausorn »Inge* sunden. Pros Älute begrüstte Die Strecken wurden bekanntgegrben. Der dichte Bebel am Sonntag früh warf freilich einen Teil des Plane» wieder um. A-nr. strecken mußten z. T. v:rlegt, AiarlierungSsähn* 4kn vermehrt werden. Der Schnee war sehr gut. Mit dem Stafsellaus wurde begonnen. 3ede Slaffel bestand aus drei Läufern. Der erste Läufer halte eine Strecke von 3 Km. zuruckzu* legen, vom Klubhaus jum Friedhof, dann zum Fichtenwäldchen am Bilstein, hinüber zum Hochwald längs der Rennbahn, hinaus -um Klubhaus. Dort übergab er da- Stasseltuch an Läufer Olt. 2. Dessen 31/, Km. lange Strecke ging über Taufstein, BlSmarckturm, Obcrtoalbftrahc, alte Ulrichsteiner St raste zurück zum Klubhaus, wo ihn der Läufer Ar. 3 erwartete, der dieselbe 2.recke wie Läufer Ar. 1 zu laufen hatte. Die ursprünglich für ihn vorgesehene Strecke mußte wegen des Debets ausscheiden. D a r m st a d t stellte vier Staffelmannschaften. Diesten eine. Siegerin war die Darmstadter Staffel* Hiesten. das gegen Darmstadt eine scharfe Konlurreru zu bestehen hatte, hat sich immerhin wacker gehalten. Möge dieses Bennen ein neuer Auftakt sein für den skisportlichen Geist an unserer Landeüumoersität. Noch viel zahlreicher must die Mannschaft werden, die von Diesten g stellt werden kann. Din akademischer Sli-Trai« nlng, zu dem der Vogelsberg reichliche ®el€flcn* bell bietet, wäre wünschenswert. Sin solches Training fehlte seither ganz. Denn von den Läufern Der Siebener älniversitätsmannschafl haben Müller und Walther ihre Ausbildung aus- schlieblich im Ski-Klub Siesten genossen, während Schafs feine Ausdauer dem akademischen Wald- lauf*Troining verdanken mag. Jedenfalls merkte man ter Darmstädter Mannschaft, von der die erstsiegende Staffellauf-Mannschat demnächst auf Dem Felbberg iSchwarzwald) um die deutsche Hvchschmmeisterschaft laufen wird, das bessere gemeinsame Training an. Die stispottliche Ausbildung an der Universität Siesten ist um so erstrebenswerter, als dieses Hochschulrennen auf Dem Hoherodskopf von nun an wieder, wie vor Mannschaft Ar. 3, in der liefen; Hamann. un& 2ruhland Desamtiauszeit 55 Mm. 11 Sck. Zweite Siegerin war die ® leben er Mannschaft mit 1 Stunde 3 Min. 27 Sek. Sic war besetz' mit Schass. Karl August Mül- [er. Hennes Walther Die Heilen der drei übrigen Darmstädter Stasselmannfchaften Warrn: Ar. 2 1 Stunde 7 Min. 3 Sei.; Ar. 4 1 Stunde ZOHin. IS Set.: Ar. 1 1 Stunde 13 Min. 39 Sekunden. Später bei etwas sichtigerem Wetter folgte ein Seländelaus über 3 Äm. Start an der Jugendherberge, in Schlangenlinie zur Galoppschneise, im Wald Ausstieg zum KlubbauS. dort einige künstliche Hindcrni se. Dann im Zickzack über ble Rennbahn. Das Ziel lag in den BreungeS* Hainer Wiesen in der Aähe des PslanzgartenS. Diese Strecke wurde gelaufen von: Auhland - Darmstadt (1. Sieger) in 3 Min. 17 Sekunden, Zranl-Darmstadt (2. Sieger) In 8 Minuten 53 Sek. und Hamann- Darmstadt (3. Sieget) In 9 Min. 1 vek. Die Zeiten der nächsten sech- besten Läufer waren: Karl August Müller- 8 Min. 3 Sek., Lininz - Darmstadt 4 Sek., Baumgarten*Darmstadl Blutfrische HrMr duhlloa GMMe Bta.lfielllltoe Bütii ge SDroites SOSratimöütta ', t« Erfahrungen in Dutenhofen berechtigen zu drr Hoffnung, daft auch die Allcndorser Dagung voll fruchtbarer Anregung für die reilnehmer sein wird. Schöffengericht Wetzlar. ü Unter der Anklage der Unterschlagung im A m t. sowie der Aktendeseiti* gung wurde gegen einen früheren Iustizanwür* ter iAnwärter für Die mittlere Iusiizbeamlenlauf- bahn) aus Altenkirchen verhandelt Der Angeklagte war in den Monaten April bis Iuli 1926 beim Amtsgericht Braunfels all Bureau* hilssarbei.'er beschäftigt. Er wurde beschuldiat. in dieser Zeil verschiedentlich Zahlungen iDettchts- gebühren) in Empfang genommen zu haben obwohl er keine BesuaniS dazu gehabt hatte und diese Gelder für sich verwendet bzw. nicht abgeliefert zu haben. Ferner war er angeklagt ihm anbett raute bzw. zugängliche Alten vorsätzlich vernichtet zu haben mn sich «men Ter* mogensvorteil xu verschaffen Dem Angeklagten. der alle ihm zur Last gelegten Straftaten hartnäckig bestritt, war nut in einem Fall Unter- fchlagung im Amt nachzuweifen, hierfür erkannte daS Gericht auf 6 Monate Gefängnis Eine Ehefrau aui Frankfurt a. M. war wegen Lotterievergehen- angeNagi: Die Frau hatte im August 1P26 auf Der Burcp- folmfer KirmeS einen Berlofungsfland ausgestellt Sie wurde beschuldiat, hier ei t Glücksspiel betrieben zu haben, bei dein bares Geld als Ge* toinn ausgezahlt wurde, obwohl ||e nur ger.ng- wertige Gegeitstande verlosen durste. Die kommissarisch vernommene Angeklagte will sich nicht strafbar gemacht, sondern nur. wenn der Ge Winner auf den Gegenstand verzichtete, Geld aus- gezahlt haben. Das Gericht sah Die Angeklagte a.s überführt an und verurteilte sie zu 30 Ml Geldstrafe, hilsSweise 6 Tage Haft Dn nichllfsentlicher Sitzung wurde gegen «ine Ehe! rau aus Wetzlar wegen Kuppelei Der- OanDvIt. Die Angellagte, die ihre eigene Tochter verkuppelte, wurde zu 3 Monaten Oefäng- n i s verurteilt. Bei Grippegefahr fihnamt 1 r,bleiten r» ■ MTWB . r raaHM«, Ha tum ? Wall es eine andere i^Cigaretto von dieser Quafität nicht gibt. WQlSSQulabQ unter den HAL»’*'J5 OerFrosch mii derMaske Roman von Edgar Wallace. 62 Fortsetzung. Nachdruck verboten ,Letzt sind alle Nächte gute Nächte für müh", tagte Ray, und es klang wie leises Schluchzen in seinem Lachen mit. Es war noch kein Wort über seine schreckliche Todespein gesprochen worden. Sie waren stillschweigend übereingekommen, daß dieses Erlebnis in die Region der schlimmen Träume verwiesen bleiben sollte. „Derrieale die Hintertüre. Liebling", sagte John Bennett und sah auf, als sie hinausging. Jeder der beiden Männer rauchte, mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt. Und dann sprach Ray mit seinem Bater von Lola. »Ich glaube nicht, daß sie schlecht war, Vater," Szte er. „Sie konnte nicht ahnen, was mit mir ge- ehen sollte. Der Plan war so teuflisch ausgeklügelt, ß ich bis zuletzt — bis zu der Stunde, da ich von Eordon die wahre Geschichte erfuhr, der Meinung war, ich hätte Brady wirllich getötet. Dieser Mann muß das Hirn eines Generals haben." „Ich habe immer gedacht," fuhr Ray fort, „daß Maitland etwas mit den Fröschen zu tun haben müßte, ich erriet es zuerst, als er nach Herons Klub gekommen war, — was beunruhigt dich, Vater?" „Ella!" rief John Bennett. Es kam keine Antwort aus der Küche. „Ich möchte nicht, daß sie allein draußen bleibt und das Geschir abwäscht. Rufe sie herein, Ray." Ray stand auf und öffnete die Türe. Die Küche lag im Dunkeln. „Die Lampe, bring' die Lampe, Vater!" rief er. Und John Bennett eilte ihm nach. Die Küchentüre war verschlossen, aber nicht verriegelt. Etwas Weißes lag vor ihm auf dem Boden und Ray bückte sich, um es aufzuhcben. Es war ein abgerissenes Stück der Schürze, die Ella getragen hatte. Die zwei Männer sahen einander an und Ray rannte in sein Zimmer und kam mit einer Windlaterne, die er anzündetc, herunter. „Vielleicht ist sie im Garten", sagte Ray gepreßt, stieß die Türe auf und schrie in den Sturm hinaus. Der Regen strömte erbarmungslos hernieder. Die Männer waren durch und durch naß, ehe sie noch ein paar Meter gegangen waren. Ray leuchtete mit der Laterne den Boden ab. In dem regenfeuchten Grund sah er Spuren vieler Tritte und plötzlich er- kannte er die von Ellas Fuß. Am Rande des Rasens verschwanden sie, ober gerade vor der Seitentüre kamen sie wieder zum Vorschein. Dieser Durchgang verband die Straße mit einer Wiese hinter Maytree Haus, und die Gartentür war gewöhnlich verschlossen. Ray sah als erstes die Spuren eines Autos, dann sah er, daß das Tor offen stand. Er rannte hinaus und sah, daß die Spuren nach rechts wiesen. „Wir sollten vielleicht den Garten durchsuchen, um ganz sicher zu gehen, Vater," sagte er. „Ich werde einige von den Nachbarn herausrufen und um Hilfe bitten." Als er dies getan hatte, hatte John Bennett den Garten bereits durchsucht, ohne eine Spur von Ella zu finden. „Fahr' in die Stadt und telephoniere Eordon!" sagte er. Und seine Stimme war eigentümlich ruhig. Nach einer Viertelstunde sprang Ray vor der Türe von feinem alten Fahrrad ab, um dem Vater die ernste Neuigkeit mitzuteilen. „Die Telephonlinie ist zerschnitten," sagte er gepreßt. „Aber ich habe ein Auto bestellt, das von der Garage kommen wird. Wir wollen versuchen, den Spuren zu folgen." Das Mietauto langte gerade an, als auch schon die Stadtlampen von Dicks Auto in Sicht kamen. Gordon sah ihre Gesichter und war auf das Schlimmste gefaßt, noch ehe er heraussprang. Es folgte eine kurze, fachliche Besprechung. Dick ging rasch durch die Küche und den Spuren nach, die auf die Straße führten, und dort sahen sie schon Elk, der, gebückt, den Boden mit einer elektrischen Taschenlampe langsam und methodisch absuchte. „Hier ist noch eine schmale Radspur," sagte er. „aber zu schwer für ein Fahrrad und zu leicht für ein Auto. Sieht wie ein Motorrad aus!" Dick sandte Ray und den Vater ins Haus und bestand darauf, daß sie sich umkleideten, bevor sie weitere Schritte unternahmen. Sie kamen in Regenmäntel gehüllt heraus und sprangen in den gelben Rolls, der sich sogleich in Bewegung setzte. Die Spuren blieben auf der Strecke von fünf Meilen hinaus sichtbar, dann fuhren sie durch ein Dorf. Der Schutzmann hatte vor ganz kurzer Zeit einen Wagen durchkommen sehen, und ein Motorradfahrer war ihm gefolgt. .Hielt der Radfahrer knapp hinter dem Wagen?" fragte Elk. „Nein, er folgte ihm in einem Abstand von etwa hundert Metern, sagte der Polizist. ,Lch wollte ihn aufschreiben, weil feine Lampe nicht brannte, aber er kümmerte sich nicht um mich." Sie legten eine neue Meile zurück, aber da kamen sie auf Die harte Oberfläche einer frischgeteerten Straße und hier verloren sie die Spur. Noch eine Meile weiter kamen sie zu einem Punkt, wo sich drei Wege teilten. Zwei davon waren makadamisiert und zeigten keine Radspuren. Auch der dritte nicht, obwohl dessen Oberfläche weich war. „Es muß also einer von diesen beiden Wegen sein," sagte Dick. „Wir wollen die rechte Straße probieren." Sic war makadamisiert, bis sie das nächste Dorf erreichten. Aber der Nachtwächter schüttelte den Kopf, als Dick ihn befragte. „Nein, Herr, fett zwei Stunden ist kein Auto durchgekommen." „Wir müssen zurückfahren!" sagte Dick, Der- zweiflung im Herzen. Das Auto wendete und flog mit größter Geschwindigkeit zu dem Straßenknotenpunkt zurück. Hier fuhren sie nun auf der neuen Straße weiter und waren noch nicht lange gefahren, als Dick bas rote Decklicht eines vor ihnen haltenden Autos erblickte und heraussprang. Seine Hoffnungen jedoch sollten sich nicht erfüllen. Das Auto war nicht jenes, das sie suchten. Es hatte an der Straßenseite eine Panne erlitten, aber der beschmutzte Führer konnte ihnen doch wertvolle Fingerzeige geben. Vor dreiviertel Stunden war ein Wagen vorbeigerast. Er beschrieb ihn ganz genau, ja, er war sogar imstande gewesen, die Fabrikmarke zu unterscheiden. Der Motorradfahrer war gefolgt, fein Rad war ein Red Indian. , Wie weit fuhr er hinter dem Auto?" „Gute hundert Meter möchte ich sagen", war die Antwort. Von nun an bekamen sic häufige Mitteilungen über das Auto, aber im nächsten Dorfe hatte man den Motorradfahrer nicht mehr gesehen, und auch an den folgenden Orten, die das fremde Auto passiert hatte, erhielten sie keine Nachricht mehr von ihm. Mitternacht war vorbei, als sie endlich bas Auto, dem sie nachjagten, antrafen. Es stand außerhalb einer Garage auf der Straße nach Shoreham, und Elk war der erste, der es erreichte. In der Garage selbst war der Besitzer beschäftigt, Platz für diesen letzten Gast zu machen. Das Auto war leer und ohne Lenker. ,La, Herr, vor einer Viertelstunde," sagte er, als Elk sich legitimiert hatte. „Der Chauffeur sagte, er wolle sich in der Stabt nach einem Quartier umschauen." Mit Hilfe einer starken elektrischen Lampe durchsuchten sie das Innere des Wagens. Es blieb kein Zweifel, daß Ella dessen Insasse gewesen war. Eine kleine Elfenbeinbrosche, die John Bennett ihr zum Geburtstagsgeschenk gemacht hatte, wurde in einer Ecke zerbrochen am Boden gefunden. "Es hat gar keinen Sinn, nach dem Chauffeur zu suchen , sagte Elk. „Unsere einzige Chance wäre, wenn er in die Garage zurückkommen würde." Die Lokalpolizei wurde zur Besprechung herbei- gerufen. „Es ist ein sehr großer Ort', sagte der Polizeichef. „Wenn Ihr Chauffeur einer Diebesbande angehört, so ist es sehr wahrscheinlich, daß sie ihn gar nichk rinden und er des Auws wegen nicht mehr zurück- kommen wird." Etwas aber erschien Dick noch rätselhafter 2! alles andere. Es war dies das Verschwinden be* Motorrabfahrers. Wenn es wahr mar, daß er immer in ber Distanz von hundert Meisr-Hinter dem Auw hergefahren und zwischen zwei Dörfern abgelegen war, so hätten sie ihn passieren muffen. «Wir sollten lieber zurückfahren", sagte Elk. „Es ist fast sicher, daß man mit Fräulein Bennett irgendwo auf der Straße ausgestiegen ist. Der Motorradfahrer ist jetzt unser einziger Leitstern, denn offenbar ist sie mit ihm gewesen. Und es war entweder ber Frosch ober einer seiner Leute." „Sie sind zwischen Shoreham und Morby verschwunden", sagte Dick. „Sie kennen doch die Gegend hier, Bennett? Gibt es hier einen Ort in ber Nähe von Morby, zu bem sie haben hinfahren können?" „Ich kenne bie Gegend," stimmte Bennett zu, „es liegen noch ein paar Häuser außerhalb Morbys — natürlich, es könnte auch Morby-Feld sein! Aber ich kann mir wirklich nicht denken, daß man Ella dorthin gebracht haben soll." (Fortsetzung folgt) l F Eichen: 4 rm Knüppel u. 204 rm Reifer, zu Bohnenstangen geeignet Krofdorf, den 7. Februar 192/. Ib 2a Samenhaus Heinrich Hahn Dr. Stotz. 1270D 2b Holzsubmission Bahnhofstraße Gießen Ecke Wolkengasse im Telephon 1403 3. Kl. fin 1044c n Kl. 12 Kl. 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