kx. inb^; biet, bie 5U $ 21.0flobft 192? l 7'Lardenbach 27 Wnan|djiQ(j Ä* -Shrend H hWrtlid) und mii 9m‘8Unfl hQ? I1e% Viv u 8 emMei,n IT?. ।___ te *. fee» ) U,Z?utch 6ni! «ftvs r> hier: Drotnogtn. Oklober 1927 liegen Lauter 1.Jufluft 1927 über IV- v und VL ntb|t Ausschlusses während ir Ichnstlich und rmt r: vhsy. en. en des Kreiser. »er gewerblich tätigen tifle wird anpsohlev. Wilhelm Klee Nach^ len. her. lies. elfer, Karli)err- i Lich sind als Fest)- itet worden. rtlotterie wurde au armstadt für dos un ubnis zur Sammlung Freunden des 9kgi t. chte*1 e m® aufeni Nr. 256 Erster Blatt 177. Jahrgang Samstag, 8. Vktoder (927 • rieftet täglich, außer Sonntags xxb 5«ierlegs. Beilegt«: ©UfetiuT Jamilknbl&tter Henn al im BUd Di. Scholle 2 Steide*«» enb 80 Reichs pf en »tg ftr Trägen lohn, anch bei Richter- Ichemen einzelnerNu mmerA in folgt höherer Gewalt. Fernfprechans chlüffe: 61, M und 112. «aschrifi für vrohtnach- richten. 3w)dgrT »teste«. voRscheckkanto: fraift«rt am Main litt«. GietzenerAiizeiger General-Anzeiger für Oberhessen VrvS mb Verl«H. BriblW UntverfitüwvNch. «nb Stditeidtrci H. £aw$t ti Gtefcn. Sdfriftittanig und OeschLftrKeTe: 5ch«kUratz« 7. liu|w Ml lajeiarw t*r He Tagte nimmer bis ju Rachmtnag vorher. Preis Ur | mm höde ftr Änjetqtn von 27 mm Brette drtsich 8, auswärts 10 Neichspsennlg: ftr Sie» Klon,Anzeigen von 70 mm Brette 35 Reichspseimig. Vlatzvorschnst 20* . mehr. Thefredabteur Dr. 3titör. Wilh Lange. Verantwortlich für Politik Dr Je. will) Gange; für Feuilleton Vr ß.Ibnnot; St den übrigen Teil Ernst lumlchein; für den An- irigentetl Anrt Hillmann. löenllid) in V lest en. Ium Alltag zurück. Deutschland hat nach langen Jahren endlich mit- ber einmal einen grohen Tag gehabt. Nicht mit dem unnützen Tand äußeren Gepränges, das einem armen, nlcbergetrclenen und zerfetzten Lande schlecht anstehen würde, ehrte das deutsche Volk am 2. Oktober seinen größten Sohn, aber durch rührende Be- weise des Dankes und des Vertrauens bekannte sich Deutschland zu der Idee des Helden. Es hat nicht an versuchen gefehlt, unser Volk irre zu machen an lener inneren Stimme, die Ihm gebot, dem Führer in tausend Schlachten, dem allem Treubefundenen in Not und Unglück, dem erkorenen Oberhaupt im neuen Staat an seinem Ehrentage Liebe mit Liebe zu vergelten. Aber die solches unternahmen, schienen sich selbst nicht wohl zu fühlen bet ihrem traurigen Handwerk. Sie werden gespürt haben, daß mit klein- sicher Närgelsucht, böswilligen Verdächtigungen und geistlosem Herunterrelßen kein Volk sich auf die Dauer von dem abbringen läßt, was es einmal für recht erkannt hat. Und nun, wo der Festtag trotz ihres Abseitsstehens einen so würdigen und ge- fchlossenen Verlauf genommen, meldet sich die Kritik im eigenen Lager. Besonnene Männer machen geltend, daß man eigenste Grundsätze mit Füßen trat, als dem Präsidenten der Deutschen Republik der schuldige Respekt versagt wurde an einem Tage, an bem die Augen der Welt auf Deutschland sähen. Man fürchtet die Abrechnung und tut recht daran, ba« Volk vergißt nicht, wer seinen Helden schmähte. Aber es solfte*Üuck nicht vergessen, welche lange Front von Volksgenossen von links bis rechts dieser Tag in e i n c m Gefühl des Dankes, ber Verehrung und Achtung für dos Staatsoberhaupt sah, es sollte nicht vergessen das friedliche Nebeneinander der alten und neuen Reichsfarben und den einmütigen Willen, einmal für ein paar Stunden allen Parteihader beiseite zu schieben, um um \o freu- biger das Gemeinsameju betonen. Warum konnte es mir ein einziger Tag lfln, an dem wir uns so zusammenfanden? Steckt unser Volk nickst tief genug im Elend, als daß wir mit überschüssiger Kraft uns selbst in verbohrtem Parteigezank zer- sie schen? Schnüren die Lasten des verlorenen Krie- aes nicht genug an unserer Kehle, als daß wir in blindem Fanatismus gegeneinander wüten? Wird unser Land nicht bedrängt und umlagert von miß- günstigen Nachbarn, als daß wir im eigenen Hause Mißtrauen und Neid eine Stätte geben? Können mir uns nicht zusarnmenfinben zu gemeinsamem Dulden und Tragen, zu gemeinsamer Abwehr? .Heute läßt es die deutsche Eigenbrötelei,, in Parteien und politischen Konnentikeln zärtlich gehälschelt, noch nicht zu Der 2 Oktober war kein. Tag der Erfüllung. aber die Hoffnung laßt uns mit nehmen aus diesen Stunden, daß des Reichspräsidenten letzte Lebensaufgabe, die er sich fetzte, "fs er vor zwei Jahren noch einmal bem Rufe feines Volkes folgte, Deutschland einig zu sehen im guten Glauben an die Aufrichtigkeit und ehrliche Ueberzeugung Desan- andern, daß diese Ausgabe ihrer Lösung einen Schritt näher ist. wenn der „große alte Mann", w'e ihn die Welt bewundernd nennt, einst die Augen schließt. Gs toätt ein geringe« Maß ke* Zankes unb ber Entgeltung für da« waS er u- tat in acht Jahrzehnten keS Dienste« am Dol e wenn ieter an feiner Stelle im politischen Kampf. — der sein muß. soll ein Volk nicht zur Mumie erstarren -- die Obre beS Gegners tote feine eigene schuht statt sich bestrebt, sie durch perfide Verdächtigungen zu befudeln. Man ruft fett langem nach besserem strafrechtlichem Schutz gegen den gemeinen Ehrabschneider, der zum Dieb an höchsten sittlichen Werten wurde und heute für seine ‘Taten aeringer büßen muß als wer fid) an materiellem Eigentum verging. Vielleicht sind harte ©traten manchem eine gute Lehre solange indessen nicht der Geist gegenseitiger Duldung in unterem Volke sich Dahn gebrochen hat, wagen wir nicht auf Dosierung zu hoffen. Sttllestehen Einkehr und Umschau halten, ist nach einem Tage, wie rott ihn batten, not. 5)te politische Kleinarbeit des Alltags fordert schnell genug ihre Neckte. Schon daS Zusammentreffen der Länderminister am Geburtstage te8 Reichspräsidenten ließ man für diele Arbeit nicht ungern!ht verstre.chen. Sine Konferenz rmt bem Reickskabinett und eine Besprechung ter Cänterminiftcr unter fick diente ter -Garung von Fragen, die in der nächsten Seit gebteterisch Lösung verlangen. De Rotchsregierung hat für bie Beamten des Reichs eine Vesoldungs- ref or m vorgesehen, die neben einer Umgestaltung der Deloldungsordnung an sich eine Erhöhung der Bezüge der ‘Beamten ent palt. Daß eine Anpassung der "Beamtengebähter an die veränderte Wirtschaftslage seit langem eine dringende Rckwendigkeit war. wird von ferner Seite ernsthaft bestritten. Volk und Staat würden sich selbst am schwersten treffen, wollten sie ihre "Beamten, die Diener des Br-ttsganzen, nicht gerecht entlohnen. So herrschen auch über das A'.ismaß der Gehaltserhöhung, wie es ter Reichsfinanzminister in Vorschlag gebracht hat. wohl kaum wesentliche Meinungsverschiedenherten. Die offene Frage ist nur die, woher dte Mittel nehmen bei einer aufs äußerste angespannten Finanzlage, tote toir sie unter ber Last des Dawes Plans von Jahr zu Jahr stärker spüren. Das "Reich erklärt, die Mehrausgaben aus ter Desoldungsreform aus vorhandenen Mitteln decken zu können, seitdem die 2Irbeit5tofemmterftüi)ung durch die neue Versicherung abgelöst ist. Aber Länder und Gemeinden wollen keine finanzieren Reserven zur Verfügung haben, um auch ihre Beamten, und das ist die Mehrzahl unseres ‘Beamten- körpers, in den Genuß ter gleichen Erhöhungen Der Kampf um die Auslandanleihen. Das ReichSkabinett Hal sich am Freitag in Gegenwart des ReichSbankprä'ltenten über .wirtschaftliche Fragen" unterhalten, und es liegt auf der Hand, daß dabei nicht nur HantelSvertra-S- Probleme unb dergl. erörtert worden lind, die durch den Abschluß des deuttch-südslawischen Handelsvertrages und bie schwebenden Wirtschaftsverhandlungen mit der Tschechoslowakei eine gewisse Aktualttät haben. Die Teilnahme Dr. Schachts deutet vielmehr daraus hin, daß auch die A n l e i h e p o l i t i k zur Diskussion gestellt worden ist. Man weih fett geraumer Seit, bah in dieser Frage erhebliche Mrinungsverichietenheiten zwischen der Reichsbank und dem RllchSw rtschaftS- minifterium, aber auch dem Reichssinanzmtnisle- tium bestehen. Die Politik der Reichsbank in der bekannten Beratungsstelle für Auslandanleihen ging von allem Anfang an dahin, eine Verschuldung der öffentlichen Hand — Reich. Staat oder Gemeinden — an da- Ausland möglichst zu verhindern. und cs sprach zunächst auch mancherlei für die Auffassung Dr. Schachts. Als der Inflationssegen aufhörte, durch den namentlich die Kommunen vielfach in die Lage versetzt worden waren. Anlagen zu schaffen, die nicht unmittelbar produktiven Zwecken dienten, tonnten sich die deutschen Städte nur schwer daran gewöhnen. dah ihnen für solche Zwecke keine Mitte» zur Verfügung standen. Zu denken ist dabei vor allem an Parkanlagen, Sport- und Spielplätze, Krankenhäuser usw. Ihrem Bestreben sich hierfür die erforderlichen Mittel aus dem Ausland zu verfchaften, mutzte unbedingt ein Riegel vorgeschoben werten, namenttich solange daraus eine Gefahr für die Währung resultieren formte. Inzwischen haben sich die Dinge aber doch nicht unerheblich gewandelt. Man bat einsehen gelernt, daß die Aufnahme von Schulden im Ausland mir dann zu rechtfertigen ist, wenn sie unmittelbar der Produktion zugeführt werten. Die Städte wurden so ganz von felbst bar auf verwiegen, datz *lc yar für ihre ElektrizitätS-, Gas- oder Wasserwerke, für Meliorationszwecke u. bgl. Auslandkredite hereinnehmen könnten, daß es aber nicht angeht, mit AuSlandgeltem sozialen Ausgaben nack- zukonnnen, die. wenn überhaupt, doch nur seyr indirekt der Produktton im volkswirtschaftlichen Sinne bienen. Aber auch jetzt wendet sich ter Reichsbankpräsident immer noch gegen die Auslegung von staatlichen ober kommunalen Aus- landanleihen mit der Motivierung, daß produktiv eigentlich nur die Mittel an gewendet seien, die unmittelbar ber Devisenbeschaffung. mit anderen Worten also ter Deport - förberung dienten. Diese Auffassung scheint uns volkswirtschaftlich unhaltbar. Wäre man ihr m den letzten Jahren restlos gefolgt, dann wäre eS den Ländern und Gemeinten fo ziemlich unmöglich gewesen. den Rationalisierung-Prozeß in ihren wirtschaftlichen Betrieben durchzuführen, ter notwendig war. um sie wieder rentabel zu gestalten. Die weitere Konsequenz wäre die gewesen, dah ber deutschen Wirtschaft, in erster Linie ter Industrie eine ganze Anzahl Aufträge nicht hätte zufliehen können, die wesentlich mit baau beitrugen, bie Wirtschaft wieder .anzukurbeln" unb ihr die Bildung von Sigenkapital zu «nnög- lichen. »Ls ist ganz unzweifelhaft, daß die Ausland gelber der deutschen Länder und Gemeinden wesentlich mit dazu beigetragen haben, die Wirtschaftskrise des Jahres 1925 zu überwinden unb die gegenwärtige Konjunktur zu ermöglichen, die bem allergrößten Teil ber deutschen Industrie wieder eine leidliche Rentabilität sicherte und bie Durchführung von "Betriebsrationalilierungen zulietz. die notwendig wurden, um die deutsche Wirtschaft auf dem Weltmarkt wieder konkurrenzfähig zu machen. Wenn wir heute wieder einigermaßen exportfähig finb, bann ist daS zu clnem_ nicht unerheblichen Teile sicher darauf zurückzu'ühren. daß ber Industrie auS den Aualanbqeldem ter öffentlichen Hand beträchtliche Mittel zuflolsen Wir haben also von Deuttchalnb auS unseres Erachten- keine Ursache, uns gegen AuSland- anleihen zu wehren, die ber Stärkung de S inneren Marktes und ter Bildung von Eigenkapital dienen Denn gewiß spielen auch hierbei reparation-politische Gesichtspunkte eine Rollos Eie zum Ausdruck zu bringen und zu vertreten ist aber nach unserer Meinung nicht Sache des Reichsbankpräsidenten, sondern des Reparativnsagenten als deS Treuhän- ters unserer Reparationsgläubiger. ES scheint ja auch, daß Parker Gilbert mit einigem Erfolg sich bemüht hat, in England und Frankreich, vor allem ater in den Bereinigten Staaten eine Stimmung zu erzeugen, die ter Auslegung deutscher Anlethen im Ausland hockst ungünsttg ist. wie daS ter Fehlschlag der Prcußenanleihe beweist. Es wird auch berichtet, bah Poincare im ftanzösischen Ministerrat vor einiger Zeit auf die .Gefahr ter deutschen Au-landv.rschul- dung" für den ReparattonSplan hingewiesen habe, wobei er freilich übersieht, daß bie Heber» tragung von erheblichen Barl um men gerate an Frankreich Im letzten Jahr nur durch bte deutsche AuSlandverschuldung ermöglicht wurde. Wenn man in Pari-, London ober Washington diese .Gefahr" sieht, bann erkennt man damit nach unserer Auffassung Inbtreft bereit» bie Bottoen- digkeit einer Revis Ion des DawesplanS an. für die ter Kapitalbedarf des deutschen Marktes ter allerbeste Beleg ist. DerSeschluhdesReichskabinetts. Berlin, 7.Ott. (IDB.) Unter dem Vorsitz des Reichskanzlers fand heule nachmittag in der Reichskanzlei eine eingehende Aussprache des Reickskabinetts unter Beteiligung des Reichsbankpräsidenten und des Generaldirektors der Deutschen Reichs- bahngefellfchast über die Frage der Aus- landanlclhen ffalt Bei dieser Aussprache wurde eine völlige Einmütigkeil darüber erzielt, dah für Deutschland auch In der nächsten Zukunft die Ausnahme langfristiger Auslandanleihen nicht entbehrt werden könne und wirtschaftlich und finanzpolitisch durchaus berechtigt sei. Ferner herrschte darüber Uebcreinftimmang. daß jede, unter Berücksichtigung der heutigen Gcsanitlige nicht dringliche oder unwirtschaftliche Ausgabe in Deutschland. fei es aus AuLlandanleihen oder aus anderen Quellen, unbedingt zu vermeiden fei. Um diese Gesichtspunkte in die Wirklichkeit zu übertragen, wurde eine Ausgestaltung der Beratungstelle für Auslandanleihen ins Auge gefaßt. 6s soll Insbesondere bie Möglichkeit geschaffen werden. Bedenken, die bä der Untragc'beratung austauchen, durch erneute Prüfung Rechnung zu tragen. Hierüber wird unter Mitwirkung der Reichsbank mit den Ländern, die auch seinerzeit mit der Reichsregierung die Richtlinien der Beratungsstelle vereinbart haben, alsbald Fühlung genommen werden. Das an ter gestrigen Berliner Börse kolportierte Gerücht über einen schweren Konflikt zwischen tem Retchswirischaft-minister Dr Gur- tiuS unb tem ReichSbankpräsitenten Dr Schacht in ter Frage ter Anlethepvlitik ist unuitr?ffenb. SS bestehen selbstverständlich in dieser Frage divergierende Ansichten, die sich allein schon auS der Stellung der beiten Genannten ergeben. Die heutige KabinettSfitzung sollte vor allem dazu dienen, einen mittleren Weg au finten. Herr Dr. Schacht hat auf feiner Forderung, daß AuSland.inftnten nur mit Einstimmigkrit von der "Beratungsstelle genehmigt werten dürfen, zwar nicht bestanden, hak jedoch eine schärfere Prüfung der Rotwendigkeit und ter Produktivität von Auslandanleihen verlangt. Die Meinung der Berliner Presse. Berlin, 8. Oft. (LU.) Sin großer Xeil ter Morgenblätter nimmt zur Entscheidung des ReichslabinettS über die Ausländsanleihen ausführlich Stellung. Die ..Germania" begrüßt den Beschluß, daß fremdes Kapital für dringliche und wirtschaftliche Ausgaben nicht zu entbehren sei. well es ein Gebot ter wirtschaftlichen Vernunft fei. — Die .Lägl. Rundschau" ferung auf Abbau der Ausgaben, die namentlich der Staat, aber auch viele Kommunen in einer Zeit an sich gerissen haben, als die .Sozialisierung" noch aktuell war. Schließlich wäre eS zweifellos ein Weg zur Ersparnis, wenn einmal der Biel» regiererei von den oberen Zentralinstanzen aus ein Dämpfer aufgesetzt würde. MaTvche .Spitzenbehörten" fristen seit langem davon ihr Dasein. Alle- in allem genug Arbeit für willenskräftige Reformer, tem großen Werke einer Reorganisation unsere- Staatsbaus den Weg zu bereiten. Der evangelische Bund über Konkordat und Schulgesetz. Kür Erhaltung her christlichen Lirnuitanschule. Sifenach, 7. Oft (XU.) Die 31. Generalversammlung des Evangelischen Buntes, die in diefen Tagen in ter Wartburg stattfindet, nahm nach einer Aussprache über das Konkordat folgende Entschließung an: Der Evangelische Bund betont nachdrücklich, dah auch er eine Regelung gewisser zwischen tem Staat und ter Kirche zu lö'enten Fragen für dringend erforderlich hält. Er verlang:, dah bei dieser Regelung die Gleichberechtigung beider Kirchen voll gewahrt wird. Er lehnt jednck m» Qtetiteiorm eine« Äontorbat» mti oder •ni- schiedenheit ab, mit Rücksicht auf den _ Staat frfbft und die Erhaltung feiner 3utorHai! unb Srmveränitäk, mU Rücksicht auf Me gefaferöete Gleichberechtigung brr «vanaelischenKwhe imb mit Ttücksicht auf den f on f f f f io n el len Frieden. der. wie bie Drfchtchte be« Ko^kvr- dal- zeigt, durch jede« KonkoAt in Vefahr S Sr verweist für bie deutscher Staat-0«setze. StwargeDe^ ungen mit der Kurie haben sich auf bie vor hundert Iahren berührten (Searnftande zu be» schränken. fragen bei deutschen Schulbtl- düng-w.fen- sind auS diesen Verhandlungen grundsätzlich a u - z u Ich liehen. Zum Re ich-schulgeletzent Wurf wurde folgende Gnllchließung angenommen: Der Svan. aeflMrt Bund hält um der deutschen Volk-, gemein'chast und der Erhaltung der gemeinsamen deutschen Kulturwerl« willen grundlaylich an der deutschen Staat-schule seh. Er tritt ebenso grundsätzlich e.n für die e v a n g e lt s ch e 6 chu l e al- die bewährte Grundlage evangelisch chriftl: er Erziehung Sr fordert zugleich, daß die chrtst- liche Simultanschule, wie sie sich m verschiedenen Ländern und Lande-te.'ei entwickelt und bewährt hat, uneingeschränkt und unbefristet erhalten bleibt. Der Evan- gelifche Bund kann nicht alle einzelnen Tetun- mungen de- vorliegenden Re.chslchulgesctzentwur- se- billigen. Bezüglich der im Entwurf enthal- te en Bestimmungen über die G « m « ! n s ch a f t S- schule spricht er da- ernste Beden'en auS. dah in ihnen die Forderungen bewuhter e'angeli'cher Erziehung nicht ausreichend berücksichtigt fmb. Die Bestimmungen über die Bekenntnisschule müssen so gestaltet werden, dah s e unter Bejahung un'erer Kulturentwicklung der wahrhaft evangelischen Erziehung bie acsetzliche Grundlage geben, ohne engherzig klerikalen Auffassungen Vorschub zu leisten. Bezüglich der weltlichen oder sogen. Weltanschauungsschule weist der Evangelische Band mit großem Ernst alle evangelischen Thristen darauf hin, dah die Kinder unseres Volkes Uner'etzliches verlieren, wenn die Pfleg« religiöser Werte auS dem Unterricht der Schule au-geschaltet wird. Der Evangelische Bund hält es für dringend erforderlich, daß der vorliegende Gesetzentwurf diesen Richtlinien entsprechend um gestaltet wird und so endlich ein ReichSschulgesetzt zustande kommt. Memels Kampf um das Statut. Misstrauen gegenüber den Versprechungen Äoldcmaraü'. Memel, 7. Oft. (TU.) 3m letzten Amtsblatt des Memelgebietos ist das Rücktritts- g e s u ch de- DirÄtoriums für da- Memelgebirt und die vom Gouverneur erteilte Antwort veröffentlicht 3n der Antwort beauftragt der Gouverneur da- alte Direktorium mit der Wetterführung der Geschäfte, lieber die Neubildung der Regierung ist bisher noch nicht- bekannt, obwohl der Landtag schon gestern feine erste Sitzung ab&ieft. Die Haltung des Gouverneurs in der Frage der Regierungsbildung hat lebhafte Beunruhigung bei der Bevölkerung au-gelöst. Man bezweifelt bereit-, ob das vor dem DölkerbundS- rat von Woldemara- abgegebene Versprechen, eine Regierung auf parlamentarischer Grundlage zu bilden, buvchgeführt werden wird. Auch die gestern bei der Eröffnung de- Landtages vom Gouverneur abgegebenen Erklärungen werden als Kampfansage gegen das den Memelländern von den alliierten und associierten Hauptmächten und dem Cßöfferbunb verlieben« Statut betrachtet So erklärte z. V. der Gouverneur, dah die erste offizielle Sprache des Gebiete- die litauische sein soll. Das Siatut hätte den memellä irdischen Beamten nichtlitauischer Rationalität bie Pflicht auf erlegt, bie litauische S p ra che zu erlernen. Davon steht aber im Statut kein Wort. Ferner verlangt der Gouverneur, daß die Richter des MemelgebletS sowohl das im Memelgebiet geltende (deutsch:) Recht, al- auch das litau- ifche beherrschen müßten. Rach dem Memelstatut ist die Rechtspflege aber auSschlietz - liefe Angelegenheit der deut scheu Verwaltung. Der ©Dubemcur hat demnach kein Recht, irgendwelche Eingriffe in die Rechtspflege de- Gebiets vorzunebmen. Die Rede des Gouverneurs bildet In gewissem Sinne ein Pro- gramrn das er hn Memelgebiet durchzuführon beabsichtigt, obgleich diese Durchführung einer Verletzung der Autonomie deS Memel- gebiet- gleichkommen würde. E- sieht allo so aus, al- ob der Kampf um die dem Memelgebiet gugeftan benen Rechte auf-neue entbrennen soll. Chamberlain in Paris. Unterredung mit Vriand. — Auch der pol- Nische Vußcnministcr am Quai d'Orsay. Pari-, 7. Oft. (HavaS.) Der britische Außenminister. Sir Austen Ehamberlain. ist In Begleitung seiner Frau und seiner beiden Söhne von Marseille her in Baris abgestiegen und hat in der britischen Botschaft Wohnung genommen. Entgegen der allgemeinen Annahme, dah Shaw- Iain und Briand erst im Anschluß an das morgen mittag am Quai d'Orscw ftznt findenden Frühstück eine Unterredung haben würden, hat diese bereits heute nachmittag von sünl bis sechs Ufer unbemerkt stattgesunden DaS ossiziett hierüber abgegebene Svmmuniauö besagt -Die beiden Außenminister haben die gegenwärtig beide Länder interessierenden Fragen Revue pafliertn lallen Sie haben noch einmal die Uebereinstimm una ihrer Ansichten festgestellt Darüber hinaus glaubt Havas mitteilen zu können, daß sich die Unterredung auf folgende zwei Punkte bezogen habe: 1. langerftatut, 2. die De Ziehungen zu Rußland. Chamberlain habe Vriand die genaue Bedeutung der Erklärungen auseinandergefetzt, die er Primo de Rivera gegenüber gemacht habe. Großbritannien würde glücklich fein, einAbkommen zwischen Frankreich undEpanienüberdieTan geroerroaltu ng verwirklicht zu sehen, und aus diesem Gedankengtwg heraus habe er zum Bus« Alt Id) geraten England jedoch würde auch weiter hin n i d) t _on den Verhandlungen zwischen Frank reich und Spanien teilnehmen wollen, sondern sich darauf beschranken, da-.- 'Abkommen, das zweisill. zwischen den beiden Machten zustandekommen durfte, zu unterschreiben Wohlverstanden würde keine Rede (Ein neuer Valkankonflikt. Die serbi ch-dulgarische Spannung. Die Mordtat von Qftip, wo ein jugoslawischer General van mazedonischen Komitat'chis ermordet wurde, Hal auf dem Balkan eine sehr ernfte Situation geschallen, die sich äußerlich schon in der Sperrung der Grenze nach Bulgarien, der scharfen Sprache der Belgrader Presse und den Vorstellungen Jugoslawiens in Sofia ausdruckt. Es steht nicht so aus, als werde sich die südslawische Re- gierung diesmal nur mit einfachen Protesten begnügen, und im übrigen alles beim alten lasten. Natürlich weiß man in Belgrad sehr gut, dah sich Jugoslawien in einer wenig erfreulichen Lage be- findet, gleichgültig, ob es auf die Mordtat reagiert oder schweigt. Jede Spannung mit dem bulgarischen Nachbarn wird jenseits der Adria gebührend ausgewertet, woran man in Belgrad selbstverständlich kein Interesse hat. Aber dem Treiben des rnaze- dänischen Komitees, das wiederholt betont hat, es stecke hinter allen Anschlägen, kann Jugoslawien auf die Dauer nicht ruhig zusehen. Wenn es nun in Sofia Lärm schlägt und Bulgarien verantwortlich macht, dann rührt das daher, weil die aktiven Mazedonier auf bulgarischem Boden sitzen. Sofia wünscht aber ebenso wenig wie Belgrad eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen beiden Staaten. Nur liegen hier die Dinae wieder so, daß die bulgarische Regierung gegen die mächtigen Mazedonier niifet vorzugehen wagt, ober auch nicht Vorgehen kann. Sie haben in der Vergangenheit wiederholt pe’cigt, welche ausschlaggebende Roll« sie im politischen Leben Bulgariens spielen. Dennoch sind sie angesichts ihrer ständigen Uebergriffe für Bulgarien außenpolitisch nahezu untragbar geworden. Doch wer wagt es, sie energisch zur Drbnuna zu rufen? Der bulgarische Staat verfügt nicht über ausreichende Machtmittel, sollte er aber jugoslawische und griechische Hilfe in Anspruch nehmen, so würde das in Bulgarien genau so wirken, wie in Deutschland ein deutsch-französisches Vorgehen gegen Elsaß-Lothringen. Die Dinge liegen also sehr verwickelt. Wesentlich friedlicher wäre es aber in diesem Winkel des Balkans, wenn man seinerzeit daraus verzichtet hätte, mazedonisches Gebiet von Bulgarien loszureißen. So werden Belgrad und Sofia nun sehen wüsten, wie sie sich einigen. Vorläufig zeigt sich aber noch keine Möglichkeit, den durch die Ermor- bimg des Brigadegenerals entstandenes Konflikt im Sinne einer Wiederherstellung des nachbarlichen Friedens zu lösen. Serbische Vergeltungsmaßnahmen Vollständige (K Aijtycrre gegen Bulgarien Belgrad, 7. Olt. (TU.) Der heutige Mi- nisterrai hat im Zusammenhang mit dem verübten Mordanschlag auf den jugoslawischen General Kovaoevlc beschlossen, bte Grenzwache gegen Bulgarien durch reg ulSre- Militär zu verstärlen. Die Umgebung der Stadt Stiv ist vollständig vom Militär besetzt und die Regierung hat noch im Laufe der Rächt die vollkommene Absperrung der Gren-e -wischen Jugoslawien und Bulgarien angeotonet. Für bulgarische Staatsbürger werden weder Ein- reife- nexfe Durchreisebewiliigungen erteilt Diese Mdhnahmen gelten allgemein als Vergeltungsmaßnahmen wegen der letzten Vorgänge in Mazedonien gegenüber Dulgar en. Rach den neuesten Rachrichten sollen zwe. der Personen, die da- Attentat gegen den General Ko- watschewitsch unternommen haben, in den Wäldern der Umgebung von Istip von Gendarmen fest genommen worden fein. Die Polizei fei einem dritten auf der Spur. Der südslawische Ce- sandte In Sofia soll von feiner Regierung die Weisung erhalten haben, beim Ministerpräsidenten ein Demarche zu unten eßmen. Der Gesandte soll der bulgarischen Reg.erung über die Maßnahmen an der Grenze Mitteilung machen. die für den Fall in Aussicht genommen worden seien, daß die bulgarische Regierung nicht in der Lage sein würde, den UeSerttitt der Banden auf südslawisches Gebiet zu verhindern. Die gekannte politische Lage wird durch den Besuch fremdet Diplomaten im Außenministerium gekennzeichnet. Marinkowitsch empfing zuerst den bulgarischen Gesandten W a k a - relski und sodann den französischen Gesandten Dard, welcher eine längere Un ertedung mit dem Außenminister hatte. Darauf empfing der Außenminister den englischen ®efanb:e.i Ken- narb, der gleichfalls lange beim Minister blieb. Neue Bandenüberfälle in Südserbien. Belgrad, 7. Ott (WTB.) Rach im Ministerium de- Innern eingegangenen Rachrichten haben in bet vergangenen Rächt mehrere Komi- tatschibanden baS an der Grenze gelegene Dorf K l i f s u t a mit Handgranaten angegriffen. Es wurden ungefähr 20 Bomben geworfen, durch bie bie Zollstation, die Gendarmeriestation und das Postamt beschädigt wurden. Mit Unterstützung der Einwohner organisierten d-e Gendarmen die Verteidigung b.S zum Eintreffen von Verstärkung. In der Rähe der albanischen Grenze bei Skotschiwlr stießen Streifabtei- Iungen auf eine starke Bande Komitatschi«. ES entspann sich ein Kampf, in dessen Verlauf es den Gendarmen gelang, die Bande zu zerstreuen und in bie Flucht zu jagen. Von Monastir auS wurden Verstärkungen entfanbt für England davon sein können, an einem Mittelmeerpakt Italien-Spanien-Griechen- land teilzunehmen. Briand seinerseits dürfte Eham- berlain von dem Stande der mit Rußland ein- geleiteten Verhandlungen über die Abberufung Rakowski» unterrichtet haben. Der japanische Imperialismus in Nordchina. Schanghai, 7. Oft. (WB.) Der Minister deS Aeuhern der Rankingregierung, Dr. In, sprach in einem Telegramm an den japanischen! Gesandten in Peking B^shizawa den Verdacht aus, dah Japan eine neue Politik des wirtschaftlichen und politischen I m- verialismus gegenüber China besonder- in der Mandschurei und in der Mongolei erwäge. Anscheinend habe die japanisch? Regierung Geheimverhandlungen mit der früheren Rordregierung geführt, bie sich u. a. auf ausgedehnte Eif e n b a hnkon zesst v ne n und da- Recht des Schutzes japanischer Bürger in den erwähnten Gebieten bezogen hätten, deren Verwirklichung China seiner Souveränität-rechte in diesen Gebieten beraube und sie Im wesentlichen unter b i c Herrschaft Japans bringen würde Das Telegramm schließt mit der Bitte um Mitteilung, ob diese Gerüchte irgendwie begründet feien. \ Das Strafgericht in Mexiko. Neuyork, 7. Oki. (WTB. Funkspruch). Aus Mexiko-Stadt werden zwei weiter« Hinrichtungen zweier an dem Aufstand beteiligter Generäle berichtet. — Der Senat nahm ein Vertrauensvotum für den Präsidenten Calles an. Die Zeitungen berichten, daß Alfonso de Huerta, der Brutier des ehemaligen Präsidenten von Mexiko, erschossen wurde, als er bie Grenze der Bereinigten -Staaten überschritten hatte, um in Mexiko an der revolutionären Bewegung teilzunehmen. Von allen Episoden aus dem gescheitetten Aufstand ist kein« so dramatisch verlaufen, wie der oer- zweifelte Versuch der Advokaten, da? Leden des Generals Quijano zu retten. Seit Mitternacht spielte sich ein achtstündiger ununterbrochener Wort- kamps ab zwischen dem Staatsanwalt und der Verteidigung, die sich bemühte, die Gefühle der fünf ernften und betagten Generäle zu erschüttern, aus denen sich das Kriegsgericht zusammenschte. Tiefes Schweigen herrschte im Gerichtssaale, als die Rich- ter das Todesurteil verkündeten. Mit einem lehten Lächeln nach dem Photographen, der eine Blitzlicht.nifnahme machte, kehrt« der General in feine Zell« zurück, au, der er einige Stunden später zum Tod« geführt wurde. Aus aller Welt. Wahnsinnstat eine» brlanntcn Schriftstellers. 3m Haufe Sunostraße 43 in Berlin Grüne- toalb hat der amerikanische Schrislste ler H.rman Georg« Scheffauer der im Altrr von 51 vtabren stand, seine 28 Jahre alte Sekretärin Katharina v. Meyer in seinem Arbeit-zinnner mit einem Tranchiermesser durch einen Stich ln» Darauf st.es' sich Schef'auer leibst Meller in den Hal» brachte sich medrere Schnitte an der Brust b:i un> stürzte sich bann au- einem nach dem Hofe tu ge- I legrr.ci ;x. stee drei 6 t nrf tr>* r f t t < • f Rach Ansicht der Aerzte. bte Schefsauer jetzt und früher behandelt haben und nach Auffassung seiner Bekannten kann die unselige Tctt nur in einem Anfall von plötzlicher geistiger Umnachtung begangen sein. Roch am Abend vorher war ©cfeeffauer bei einem befreundeten Schriftsteller, dem sein gedrücktes, beinahe etwas verstörtes Wesen ausfiel. Auch andere hatten beim Ihm In der letzten Zeit mehrfach Zeichen einer nervösen Depression beobachtet. Wie der „Lokalanz." hört, war Scheffauer in den letzten Monaten ganz ungewöhnlich überarbeitet. Zudem fühlte er sich in seiner Häuslichkeit feit längerer Zeit nicht wohl, was zum Teil daran gelegen haben mag, daß seine Frau und seine Tochter bereits seit Moiutten fern von ihm weilten. Alles das spricht mit größter Sicherheit dafür, dah Scheffauer mit seinen Rerven vollkommen herunter war und plötzlich unter dem Zwang einer fixen Idee gehandelt hat. Ueberd.es sott Scheffauer schon vor einer -.ciHe von Jahren einen vollständigen geistigen Zusammenbruch erlitten haben. Scheffauer ist 1878 in San Francisco geboren, und stammt von deutschen Einwanderern. Im Jahre 1915 kam er nach Deutschland. Während des Krieges sowohl, als auch nach ihm. war er bemüht, im beut- jchen Interesse aufklärend in Amerika zu wirken. Durch die Bücher „Das Land ©ottes", „D a s geistige Gesicht Amerikas" imb „Wenn ich ein Deutscher wär'", war er weiten Kreisen des deutschen Publikums bekannt gewor- den. Gemeinsam mit Thomas Mann gab er die Bücherreihe „Romane der Welt" heraus. Vie deutschen Flieger In Lissabon. Die deutschen 'Jlleger wurden auf der deutschen Gesandtschaft empfangen, uno statteten sodann dem Dtaat-vberhaupt, General Tar - mona, einen Besuch ab RachmittagS wurde von dem Chef des Marineftugwesens und den portugiesischen Fliegeroffizieren siir sie ein T rn p- f a n g veranstaltet. Rach den Wettermeldun- den ist das Flugwetter an der portugiesischen Küste zwar sehr gut, da bei wolkenlosem Himmel schwache Südwinde hrrrschen: doch siegt z. Z. unmittelbar bei den Azoren ein Tiefdruckgebiet. das zwar räumlich nicht sehr weit ausgedehnt ist. anscheinend aber die Flieger doch bewogen pat, von einem Start Ao stand au nehmen. Man kann damit rechnen, daß da- Tiefdruckgebiet einem aus der Richtung der Bernrudas h^ranziehenden Hochdruckgebiet Platz machen wird. Da zwischen den Azoren und Reu- fundland auße^ordeMlich schlechtes Wetter bei sehr starken Gegenwinden herrscht, dürfte zur Zeit der stber die Bermuda- führende Kurs der gegebene für eine O tc an Überquerung fein. Diez an der Lahn besahungsfrei. Die in Diez liegenden 1400 Mann Besahungs- truppen haben den Befehl erhalten, sich zum Abtransport nach Landau und Reustadt an der Haardt bereit zu halten. Dreie Truppen sollen durch 200 Mann Gendarmerie erfefet werden, die jedoch kaserniert werden sollen, so daß naH dem Ab,ug der DesahungStruppen nunmehr sämtliche 64 Wohnungen. Mc bisher beschlagnahmt traten, endlich frei werden. Schneefall Im Erzgebirge. 3n den höheren Lagen im Erzgebirge sind in den letzten Rächt eit überall Schneelätt? abgetreten. Born Kamm wird eine Schneehöhe von b—10 Zentimetern bei 1—3 Grad Kälte g melM. Mar. rechnet mit einem frühen Eintritt des Wintevs. Ein neuer Roman von Manfred Hausmann. Manfred HauSmann hat die Skizzen, die er in diesem Sommer während einer Vagabundage von Städten und Gegenden deS Vaterlandes — einige davon wurden, wie man sich erinnern wird, auch im .0:ebener Anzeiger^' veröffentlicht — zum landschaf.lichen Unterarund feines neuen Romans .LamPioon küßt Mädchen und kleine Birken, ‘3ben> ucr eines Wanderer-" ausgeweiret. DoS eigenartige Buch wird demnächst bei 6arf Schünemann, Verlag, Bremen, erscheinen. Fischsterben durch Schwefelsäure. __ In einer chemischen Fabrik bei Por tici (Italien» flössen infolge eines RvhrbrucheS 130 Doppelzentner Schwrfei'äure in- Morr. In einem Umkreis von mehr als einer Meile wurden alle Filche getötet. Die am Ufer Ile-.-enden Fischerwerkzeug? und Retze teueren vernichtet. Tclephvnaulo malen plünderer. Die Deraubungen zahlreicher Postte e'^hon- appacate, die zwei ehemaiige Kaufleute, Ei.a-.ire und Scherie in Berlin und Frankfurt am Main i n Sommer d. I. verübt haben, fanden vor dem Schö-fengericht Charlottenberg ihre gerichtliche Sühne Die beiden Angekla''en waren geständig, zunächst in Franksurt a M. in a » ?jn Fällen und bann in Berlin in etwa vier; g Fällen auf Bahnhöfen und Gastwirtschaften die Televhonavparate systematisch auSgeplündert zu haben. Da- Gericht erkannte auf je ein Jahr zwei Monaie Gefängnis unter An re fenung der Untersuchung.^'t. Der „König der Geldschrankknacker" ausgebrochcn. Der berüchtigte Gcldschrankeinbrecher Franz Kirsch ist von einem SanmKltraneport, bei dem er von Hamburg nach Sonnenburg gebracht werden sollte, entwichen. Kirsch gehörte in Berlin tut Weddingkolonne, unternahm aber auch Abstecher in die Provinz und das Reich. Bor etwa zwei Jahren wurde er in Leipzig sefhenomrnen und nach einer aufsehenerregenden Gerichtsverhandlung zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Line Engländerin durchschwimmt den Kanal. Rach vielen vergeblichen früheren B:rfuchen ist eS einer Londoner Dtenothpistrn gelungen, den Kanal zu durchschwimmet! Freitag früh 2,55 Uhr war sie von Kap GriSnez gestartet und landete 15'/. Stunden -^äter in der Rähe von Folkestone. Die See^war ruhig. Di? Schwimmerin wurde, nachdem sie an- Land gebracht war, halb ohnmächtig nach Folkestone gefahren, wo sie Dort einer großen Menschenm nge begeistert begrüßt li\ rbe. Uebcrlrlll einer kommunistischen Ralhaussraklion zur 5. p. V. In der „Fränkischen Tagespost" hat die kommunistische Rathausfraktion non Fürth ein« Erklärung abgegeben, in der es heißt: „In der klaren Erkenntnis, daß tu* Sozialdemokrat fche Partei allein noch die Mäalichkeit zu einer Zusammen- fastung der Arbeiterschaft uno zur wirksamen Bekämpfung der Reaktion bittet, erklären wir unseren Uebertritt zu dieser Partei." Raubüberfall. In einem Verwaltungsgebäude eine- großen Handel-verbandeS in der Motzstraße in Berlin wurde ein schwerer Raublfoerfall verübt Sin unbekannter Mann drang in ein Sitzung-zimmer ein und erzwang sich vsn den Anwesenden, einem Großkaufmann und einem Syndikus, die er mit dem Revolver bedrohte, Geld. Mit feinem Raub» entkam er. Die Wetterlage Ovciwtnfes ontif ••-je* • Sthnft ä -inoprtn g nrCti K tf w tttf noilrfir -Q, lirnte- Ost Tisset' seesedvtst nord.tst Oit Pftar ftitet" wn dtw v ns« Oit v->a«n 5Lit'0*tn stt'f'-if* Z«> (tn dit Tf-’p-rjtff' in P't IV f OrMCte O'tt tfl-1 eti* n#fr*tni ®nt>dtdIungm zu besuchen. Nochmals fei erwähnt, daß diese Dorstellungen um 6 Uhr beginnen. — Dl« Deutsche Demvkraiische Partei hält am Dienstag. 11. Oktober, abends 8 Uhr, im Gewerbehaus. Rirchstrahe. ihre Haupt - Versammlung ab, in der u. a. über die X2anb- tagSwahl am 13. November, die Kandidaten- ist man im heutigen Bormittogsoerkehr etwa» freundlicher gestimmt. Da» (BefC 1 ,r* ' Don einem Jy nicht» zu merken. Die Sturfe sind nur wenig verändert. Da» Interesse für Eoenska scheint sich zu erholten. Am Devisenmarkt hort man Pari» gegen London 124,02, Mailand 89,10, Madrid 27,92, London gegen Kabel 4,8690. Aus der provinzialhauptstadl. Siehrn, den 8. Oktober 1927 Der Schnupfen. Ob man ihn medizinisch: Katarrh, ober lanb- läufiger Schnupfen, oder neuzeitlicher: Grippe nennt, immer ..kommt dasselbe heraus Im Frühjahr unb Herbst „gerät bk Sache m Fluh . toi« «In Srosireinemachen Der vchnup'en ist da« Tromvetensolo da« bi« beginnende unb den Schluß der schönen Jahreszeit anfünbigt. Er macht tm« all« »u Aiechorgamsten. Der eine schmettert Helle Fanfarenslöhe. bet andere ist mehr Hol-blöker gehopst unb gedämpft. 3« nach txr' Pull«-, bi« zur Beherrschung gerade der Tlcetnftrumcni« gehört Manch« entlocken ihrem S^neuzapparat ganz^ Arien atonaler Musik. OHil Piccicato- unh Andante con moto-6tcllen. bie sogar bi« Zuhörer au tränen rühren. Sv ansteckend kann bie Macht der Töne sein! U« er die Entstehung de« Schnupfen« gehen die Ansichten auseinander Di« Hauptursache soll bei dem nahkalten Weiler hegen Während ir. Wirklichkeit di« Eitelkeit verantwortlich zu machen wäre bei (besonders jüngeren) Damen "tt.ürfrc die wärmere Unterkleidung bi« schlanke Sink verdicken, bei dem „Dlchent" würden selbst ni:r wollgcmifcht« Strumpfe bie Fasson ber fc* nittlgen Aennbootchen" sprengen Unb für F usikahne" ist immer noch Zeit, wenn sich bie 6 merleu'.e: Aheumatismus und IschiaS melden. T ie'cr ander« schieben bie Schulb auf die lange „Bank", auf der ein Heizkissen angebracht werden mühte von weien (..Seid umschlungen Millionen - - Nu« der Inflationszeit der Liebe). Nuh in überheizten Räumen ..dreht" ber Schnupftazi lus „aif* unb fliegt, wie berMei:er- läufer Xr obbad), über die Pull Hürden. Die Art der Bekampsung de« Schnupfen« ist ebenfalls sehr verschieden. Mancher kommt mit drei Taschentüchern pro Tag au«, andere könnten mit zwei auÄgetorur.genen Zrottierlaken eine HvchwaNerkaiastrophe berbeisühren. Welche werken wütende Antialkoholgegner unb glauben mit Dein branbsliftung' eine ..Num"reiche Tat zu begehen. Ander« schaffen die Sache in 0.5 (Aspirin-Tabletten) au« ber Welt. Onlel Theobald aber sitzt im Lehnstuhl turbangeschmückt wie der Maharadscha von Dichaipur. hat sich Omas Schal wie eine altrömikche Toga pratexta umgeschlungen atmet toi« bie Priesterin im Orakel zu Delphi bie auffteioenben Heublumendämpfe ein unh macht sich Kopfschmerzen. Das Krankheirsbild ober ist überall daS gleich«^ Es träufeln Tropfen der Wehmut in den Decher de« „O Susanna. wie ist das Leben doch so schön!" Denn man ist nicht umsonst „verschnupft", ober grippe-Uch (Rechtschreibung, wie da« Nllgemeinbefinben in solchen Falten: i .. K J.O 3oruotiicn. — TageSkalender für Samstag. Einführungsvortrag der Volkshochschule über „Egmont": 8 Uhr, Singsaal der Oberrealschule. - (Siebener Freiwillig« Feuerwehr 815 Uhr. G-alc Leib. 72. Dründungsfeier. — ® D. A.: 8.30 Ubr Stadt Wetzlar", Dortrag. — Bataillons- Tag de« Landtturm-Ins.-Batls XVIII 9 8 Uhr. , Schutzenhaus" Dorfeier. — Erste AeichSkurz- schriftgefellschasl ,.®abel«berger'*: 830 Uhr. .S.'adl Sich". Versammlung — Palast-Lichtspiele: .'.Harold, der Sportstudent". — Astoria-Licht- spiel«: „Gräfin DanbiereS". - Tage-kalender für Sonntag. Stadttheater 6 Uhr. „Die Ehre" (Ende 9 Uhr). BataillonS-Tag de« Landsturm-Infanterie- BataillonS XVII! 9: 10 Uhr vorm., Neuer Fried- bol Gedächtnisfeier. 2 Uhr nachm., «af6 Leib. Hauptfeier. — Lichtspieltheater wie Samstags. - Au« dem Stadiiheaterbureau wird uns geschrieben: Auf die Aufführung von Sudermann« b.ranntem Sck»rufp:el .Ehr e" am morgigen Sonntag fei nochmal« ganz besonders hlngewiclen. Die Bezeichnung der Dorstellung al« ^Fremdenvorstellung' darf natürlich nicht den Glauben aufkommen lassen, bab fi« nur für auswärtige Besucher bestimmt fei. Für diese ist nur die Konzession de« früheren Anfang« und Festungswerken hergeftcllt, wo nd Nedengedaube, wie Schuppen, direkt auf 9k (le ber Umnxillung cufgcfeul mürben. Der Kulifsenhousbau ist nicht, wie das frühere ©ebaube, auf dem Wall erbaut^ sondern ebenso wie das Haus ber Druckerei stindt auf der Stelle des ehemaligen Grabens errichtet. Da bei Bauausführungen ähnlicher Art oftmals I Teile der ehemaligen Stadtbefestigungen, die noch Lpreckistunden brr Rebaktion. 12 di» 1 Uhr mittag», 5 bi» 7 Uhr nachmittag». Sam'tag nachmittag geschlossen. Jür unverlangt eingdanbte TR a n e I fr I p! e ohne belgelügtee Rückporto wird kein« wewähr übernommen tinjelgenaallrlge stnb lediglich en Me Geschäftsstelle ju richten CDeaÄrei:. tn der ME*aH« abzuhatren. im Junt ist p<«r et ne grt-fxre Tagung der Ober- heistschen Pilgernnkf on tu AusOch: aenoenmei Später ist die BoUSHaU« für eine gröheve Tagung der vannätOkoionnen belegt 3m September -ft bann eine Landw.Nschaftlich« Ausstellung in der Bolk«ha.'le geplant, während später der Gesangverein .-»eiterke't'' fein Vst.1bri.7e« Stiftung«- fest mit Fudnenweihe. vorausstchElich auch d, der DolkAhalle begehen totll — D i« Hau«sammlung für ben Doik«du nd De ubf-che Ä r l «g «g r ä b «r- f Ort arge, deren Ertrag zur Schmückung der Maiserrg^ber deutscher Soi>rten auf den ehemaligen Hncgs'chaupiäden am TnicrfeeCcntag» Totensonntag und zu Wci^tachlen Derwen>ung ’inben soll, ist fest einigen Tagen im Dange. Di« •• Evangelisch-kirchliche Nachrichten. Durch Die Kirchenregierung wurde übertragen. dem Pfarrverwalter W.lhe.n-, Daum zu Appen-eim die evangelisch« Psarrst«!le zu Arpenhe-m. Dekanat Mainz: dem Pfarrer Wilhelm Berger zu König b.e zweite «vang« . che Pfarrstelle an der THaetinAgmnnb«, We'lbezirk. zu Darmstadt Dekanat Darmstadt: dem Pfarrer D.lbclm Köhler zu Tubba bie gtoeite evan- geli’dx Pfaerstell« an der Mart nsgeme nde Ostbezirk zu Darmstadt Dekanat Darmstadt. ee Der Durchbruch ber Dammstraste in der Nichtung nach der Wailtorstraste zwecks Beseitigung des verkehrsgesährlichen Engpaife« ist von dem Stabw. Winn in der jüngsten Stad.verordT^etenversammlung beantragt worden. Um bas erstrebte Ziel zu erreichen, follen die riufer. in denen fich gcgciunärng bie Meha rei ofmann und da« Str.ckwarenge chäft t a u b t befinden, niedergelegt werden. Al« Er« bei Poieze.amtes verichem Den besuchten Familien werben Sammcll llcn zur Einzeichnung ber Spenden vorgelegt bie Sammler sind zur Entgegennahme der kpenken berochtiat Hoffentlich wirb bie Sammlung überall orten« Hände finden. •• Da» F«st ber aolbenen Hochzeit begehen am Montag, 10. Oktober, Georg Appel unb ffrau Maraareta, grb Stiebet, Neustadt 55. Beide erfreuen sich noch körperlicher i»b geistiger Frische. " Hessischer Schutzverein für ent- lassen« Gefangene. Die kn,«.ädrige orbei* llche Mitgli.den>erfammlung des H sf schen Schutz- verein« für entlafsenc Gefangen, findet am 22. Oktober in Giesten Im Sitzunr-'aale des Ke- gierungsgebüubes. Lan>graf-Phil pp-Platz Nr. 5. statt Die Sitzung w.rd mit gefchäftlschr.i Der- Handlungen ausgefüllt. •• Kreist a g b<« D H D Di« im Kreis Mittelhesfen iOberhesfen. Lahngau und Dill- gebiet) zufammcngelchlossenen Ortsgruppen be« Deutfchnaltonalen H.tndlui'.glgchilfen - Derl ande« halten in argen in Wetzlar ihren dtesjädriaen Kreistag ab Neben der Abwicklung geschäftlicher Angelegenheiten toirb ein Bortraa M Kreisge äftsführers Schultz G.esten, über die Angestelltenverficherung Im Mittelpunkt der Der- banblungen stehen, da im November bie Wahlen zur AngesteNtcnversiche.ung ftallfinoen. Der KreiS Mittelheslen toirb in sämtlichen 14 Wahl- Irci'en feines Bezirk« eigene Wahlvoifchläg« ein- reichen. weiter« cakalnachrichten Im zweiten Blatt. reichert werden kann. " Da« Bauprojekt beim Eafö Schwarz in unmittelbarer Nähe des Bahnhof« ist jetzt in Angriff genommen worden Gegenwärtig ist man mit den Ausschachtungsarbeileir beMjäfHflt. di« sich bis an den Zugang zum Gilgüterbahnhos erstrecken. Die bet diesen Ausschachtungen gewonnenen Erbmassen werden In Kippwagen über eine besondere Aampe beim Eilgüterbahnhos in bereit siebende Güterwagen geschafft, die von der NeichSbahnbauverwaltung zu ber ilmgehunpgbahn bei Klein-Littden geleitet werden. Hier wird die Erde zur Bekleidung be« Bahndammes der Umgehung«bahn benutzt, damit dort guter Mutterboden für spätere Baum- anpslanzungen aufgebracht wird. " Strastensperre. Wegen Bornahme von Walzarbeiten toirb die Drvvinzialstraste Gieste n—L eihgestem in der Gemarkung Giesten vom 10. Oktober ab auf bie Dauer von 14 Tagen für den Wagen- unb Automobil- Verkehr gesperrt. Di« Umleitung erfolgt über Grosten-Linden. — Gröster« Gieft en « r Beran st al- tungen im Jahre 192 8. Soweit sich bi« jetzt feststellen läßt, wird bie DolkShallc im nächsten 3abre für gröbere Veranstaltungen rege in Anspruch genommen werden. 3m Mai beabsichtigt der Nlandolinen- und Gitarren verein .Neapolita" ein gröbere« Fest, verbunden mit werden die Mitglieder der Ortsgruppe in der heutigen Anzeige dringend aus gefordert, die Dersammlung zu dekuchen. Näheres im Anzeigenteil. Der Go«the-Bunb tritt wie er uns schreibt auch in diesem 3ahre mit einem groben Bonrag-programm vor die Oef'ent.ich- tdt. Es ist ihm gelungen, einige der bedeutendsten Arprä'entanten des deutschen Geistes und angesehen« Künstle» und Kunstunternehmern zu getoinnen. Als «rst« Deranstaltung findet em Gastspiel der Deutschen Marionettenspiele au« Kassel statt, da« mit einem I terar sch bedeutungZ- vollen Schauspiel des canzö i chen Dram2t kers Marcel AcharV, betitelt .Marlborough zieht tn den Krieg . bekanntmacher wird. Am zweiten Bortragsabend wird b«r Dichter Franz Wer - f e I au« feinen Werken vorsesen. Wrrsel gehört au dett hervorragendsten Dertretern dar jungen deutschen Dichtergeneration und ist ein glanzender Meister des Vortrags. Der dritte Abend ist al« Gedächtnisfeier dem Andenken des jüngst verstorbenen Dichter« Aainer Maria Rilke gewidmet Ms Rezitator für diesen Abend ist der in Giesten bestens bekannte Vortrag-m'.ster Dr Friedrich East eile au« Düsseldorf gewonnen worden. Eingangs des neuen Jahre« wird der Dichter Hermann Hess« au« feinen Werken vorsesen Dieser feinsinnige Dichter bat mit seinen Vortragsabenden überall tiefen Eindruck Hintersassen. 3m Februar wird sodann Jakob Schaffner, eine hier wohl weniger bekannte, aber ebenfalls starke Dichterperlk>n'ich- keit, aus eigenen Werken vortragen. Den Abschiust be« Vortragsprvgramrn- btldei ein mufi- kalifch-literarischer 2Ü»env .Alte Meister in Wort und Ton" mit Frau Alice Ehler« (Cembalo) unb Dr. Heinrich Michaelis (Rezitation), zwei rühmlichst bekannte Künstler als M twirkende. Trotz «ine« reichen und fein abgetönten Vortr.ig'p70gr mm t f nd di Elntr ttsfähe unb bie Mitgliedsbeiträge weitestgehend den wirtschaftlichen Zeitverhältniffen angepastt Sv hofft der Goeth Bund zuversichtlich, bab alle Streife unfe Univcr itätSstadt diese« bebeulenbe Unicm«Tnn?n durch den Besuch der Vortragsabende bzw. durch ihren Beitritt unterstützen und so batu beitragen, da« geistige Leben unserer Stadt auf einer Höhe zu halten, zu der ihre Droste unb ihre Bedeutung verpflichten (Siehe heuüge Anzeige.) •• Besuch Im Gießener Flughafen. Staatspräsident Ulrich unb Staatsrat Reitz, letzterer als Vertreter des Minister» de» Innern, sowie Direktor M oosmeyer al» Vertreter der Deutschen Lufthansa, statteten gestern dem Gießener Flughafen einen Besuch ab, bei dem auch die Spitzen der hiesigen Behörden zugegen mären. Allgemein wurde di« Ausgestaltung unsere» Flughafens warm anerkannt unb babei besonders hervorgehoben, dah wohl kaum eine deutsche Stadt tn ber Graste Gießens eine so zweckmäßig gestaltete unb zukunftsreiche Einrichtung besitze. Namentlich für eine spätere Ost- West Verbindung im Luftverkehr werde ber hiesig« Flughafen bedeutungsvoll sein. •• Militärperfonalien. Mit Wirkung vom 10. Oktober ab toirb beim Stabe be« hiesigen Bataillons ein Stellenwechsel eintreten. Oberleutnant Depp toirb nach über dreijähriger Dienstzeit als Adjutant zur Dienstleistung In die Maschinengewehr-Kompagnie des Bataillon- versetzt. an feine Stelle tritt Oberleutnant Scheuer- pslug als Adjutant. Der seitherige Nachrichten» Ofsizier beim hiesigen Stab. Oberlt. Zfchor - lich. hat ein fünfmonatige« Kommando in Dresden erhal'en, fein Nachfolger al« Nachrichtenoifi- zier des Daiailtons wurde Leutnant Käufer. iiiiföoD einet SM! Hamburger Fabrik bietet noch mehreren fieihinen. -uverlafiigen Bertreiern gßnltiifle BeröiennmögUöjteil durch ben Verkauf an Private,erstklassiger, täglich gebrauchter ^ebro-mittel. Belon- derS geeignet für VerIonen mit grobem Bekanotenkret-. Auch gute Nebeneinnahme «üt venllvnierte Beamte. Hohe Verkauf- rroDjftotL Die Waren ftnb unerretchi in Dna*lttät und emviehlen sich selbst roei ei Dorttge Sutidichatt vorhanoen. TiSponent der ,abrlk kommt zweck« Verbanckung nach bor . Eilangebote um er f'167D an die Geschäftsstelle be« Gieneuer Anzeiger«. Bon hiesiger Bank toirb ein jüngerer Mann al« MMeu.lMMM gefucht. Berheiratei« broorzugt Schriftl. Angebote mit Zeugnisabichritten, Angaben ber bisherigen Tätigte t u- lüden- lolem Lebenslauf unter 07317 an ben Gießener Anzeiger. | Vermietungen | mit Vab sind ht meinen Aeu- bauten — i>rnnk- furter Strobe - alsbald zu oetni. «wD 8. HaaS V , Frankl. Str. 75. Tel 1139 3- 6ew. 4-ile. Wekx., lehr gut au«iefi, für 1. XL *- öetm. ,76.D ÄriebrtdiÜT. 68. 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IXCfL, 20 Ubt Glnlühtua^-Borirag der Volkshochschule im Ltngfaale der Cberrealfchnle über .Dao Mätbtbcn Von Heiloronn" fCbcrfiuhicnbircfior Dr. Bauri. Lonniag 1( CfL. Auster Abonnement Srrmöpnoorfieauno o. 1Mb nach2m «Uhr: Ser harten Eden Slomüdic in 4 von Bernauet und Qesterreicher. Samstag, 8 Altober 192 Z Gietzener Anzeiger der Bor- ) D f -Ser M j s„s. 1 elfteSE ve schwarz« sogar ein wir um, mit ihren ö t. 3 H- 1927. To r- eS im le* iei >r. v Don unserem Rom, Oktober (Zeder Romsahrer kennt die "Billa n n X ui lö ze u. t*- CO ■u zeigen, was sie kann, im Gegensatz zum armen •Otaat, dem der Prater gehört, und der das -Geld zu Hessen Pflege nicht aufbringen kann. Ionia — alS unzugänglich. So steht Baedecker und im Grieben. Wer daher die läliQ •Steren chmidtäx Neues zum Problem des Vogelzuges. Nun, da sich der Sommer seinem Ende zugeneigt hat, und einer nach dem anderen von unseren, gefiederten Sommergästen nach dem warmen Süden gezogen ist, rückt die geheimnisvolle Erscheinung des Die Gemeinde Dien will den Prater hadert, und der .Bund" — man gebürdet sich hier gern schweizerisch - republikanckch-eedgenössfich- kantonal —, uxll den Prater ir.cht bergeben. GS ist ein Beispiel für den Kamps zwischen Wien und dem Land, zwischen Wien und Oesterreich Man muh zwtschen Wien und Oesterre.ch einen Unterschied machen, benn seit jette» vom christlich sozialen LuegerkurS abgctommcn unb inS Fahrwasser sozial demokratisch - kommunistischer Ideen trieb, hat eS das Recht, sich österreichisch zu nennen, verloren. Die Stadt erinnert heute an norditalienische Zustande vor der faschistischen Revolution. alS sich in Genua oder Bologna Stieseln und weißem Wie die erste Frau den Kilimandscharo bestieg. Eine Engländerin, die 22 ährige Sheila Mac Donald, ist als erste auf den Kilimtndscharv. Öen höchsten Berg Mrikas. gestiegen Der erste Eroberer dieses früher deutschen D?raes. war der bekannte Geograph Prof. Hans Meyer, der 1839 mit dnn Führer P urtfchella den gcfapr- ficben Aufstieg glücklich durchführie. Seitdem sind verschiedene "Befteigungm gemacht worden aber noch nie von einer Frau. Mch MacDonaU». dte bereits im schottischen Hochgebirge sich gute Bergsteigerin gezeigt hat, eine große athletisch Die Zugvögel zeigen im allgemeinen eine zweimalige Mauserung im Jahre, aber bei Fpnnen, die sich, wie die Nauchschwalbe, nur einmal mausern, fällt diese für das Leben de» Bogels sehr kritische Periode in den Winter. Die Standvögel hingegen -** Herbst •u Gast. Äußer dem Senator Tvrlonia zu seiner Linken, der dem Duce seine Billa zur Der- füauna aeftcllt bat. und Marcvni zu seiner verschieden ist. Und Wien will den Brater haben, aber Oesterreich will ihn nicht bergeben. ES ist ein Kamps, einer der Kümpfe, die dieser rote Wasserkopf mit der christlich-sozial- grob deutschen Provinz führt, und der im Grunde genommen erst entschieden werden kann wenn dieses unglückliche Opfer brutaler Diplomatenweisheit auS der wirtschaftlichen Unnatur der gegenwärtigen Verhältnisse herauSgehoben wird und den Anschluß an daS Reich findet. Aber daS hat noch gute Weile "Vorläufig jedenfalls demonstriert die Wiener Gemeinde am Praterstem, rund um das Denkmal Tegel - Hofs», daß es mehr Geld hat al» daS arme österreichische Vaterland liebet diesen Kamps und über den Kamps der Hauptstadt mit dem Staat ist der Mittelstand, soweit er durch die Inflation nicht zu Grunde gerichtet wurde, mit seinen letzten Resten unselig e n t s ch l a s e n» will lagen, verhungert Die Stadt ist prv- letarifiert worden. Der Reichtum ist mit seinen Kapitalien inS Ausland geflüchtet und gibt hier nur noch Gastrollen, um nachxusehen, ob seine Wohnungen noch nicht auSgeplündert sind. Die Steuern trägt aber nur der kleine Wcmn, der ihretwegen allem entsagen muh. dem Roidürf- tigsten, selbst dem Eas(-hauS, und dem eigentlich nur noch der Prater geblieben ist. der, wie man sieht, mit der übrigen Wiener Romantik ebenfalls zu Grunde gebt. Se'SS661' machen nur eine einmalige Mauserung im durch. Es scheinen nun schon sehr früh bet h bereitung zur Mauser im Blute der Bogel gewiße Reizstoffe oder Hormone aufzutreten, die einen erregenden Einfluß auf das Nervensystem der Tiere ausüben, so dah der Wandettrieb erwacht, und die nun folgende Mauserung im warmen Klima unter günstigen Bedingungen oonftatten gehen kann. Bon dieser Erregung zeugt auch das Berhalten gefangener Zugvögel, die zur Zeit des Zuges sehr unruhig werden, so dah man förmlich zu sehen meint, wie sie den Zug wenigstens „im Geiste" tniterlebcn. Wenn man auch durch diese neuesten Beobochtun- gen der Lösung des Dogelzuggeheimnisses etwas näher gekommen ist, so bietet diese Erscheinung doch immer noch ungelöste Probleme in Fülle, man denke nur an die Erforschung der Bogelzugstrahen, wobei alle Naturfreunde durch genaues Brachten mithelfen können. Fragend stehen die Pinienschirme im Blau, lln- bewegUch um den Sommersitz beS „dynamischen ManneS^. Ginladungzum Tee beim Schlohherrn. Wan darf in die Villa nicht einfahren. ich gehe daher die paar Schritte zu meinem Rachvarn zu Fuß. So gewahrt man doch wieder einmal, was einem im DerkehrStrubel zu leicht entgeht, | daß sie gar nicht so verschlossen aussieht, wie man nach den Mauern meinen könnte. Sin geschickter Baumeister hat daS Terrain dahinter, wenn es nicht schon ein Hügel war, ansteigend angelegt, so dah sich bet Bewohner burchauS nicht eingeschlossen, sondern im Gegenteil thronend fühlt. Richt einmal der Obelisk überragt ihn. UcbrigenS ist eS keiner, über den Pharaonen- hände glitten, er wurde vor ein paar Menschenaltern, al» die HünmelSzeiger die grobe Mode waren, droben in Rorditalien gebrochen, geschnitten, mit Hieroglyphen verziert unb auf mühsamem Wasserweg, unter Zuhilfenahme von Abria, Tiber unb Anio, unter ballabenbaften Abenteuern an Ort unb Stelle geschleppt. 3cber Obelisk in Rom hat feine merftoürbige Geschichte. Die Freitreppe hinauf, alS ging« eS über die unsagbar« Raumverschwendung der Stufen von S. Maria Maggiore. Ein kleiner, aber fürstlicher Vorraum, ein Schritt in die Halle — der Hausherr Riemand drängt sich zuvor zwischen ihn und feine Gäste. Er ist immer schon da, bevor man sich'S versieht, und hat beim Händedruck fast daS Lächeln der AauS bame. Er ist in diesem Augenblick die vollenbete Oie* benSwürdigkett. Um das abgegriffene Wort wieder einmal auf feinen Kern zurückzuführen' würdig, geliebt zu werden. Da» ist der Augenblick, wo so viele, die mit einer verstockten Feindschaft zu ihm kommen, sich plötzlich entwaffnet sehen. Es braucht oft lange, biS sie sich von diesem unbegreiflichen Vorfall erholen. Sie waren gewappnet mit Männer stolz vor Diktatorthronen, mit Uradel, mit Kirchenwürde, mit dem demokratischen, pazifistischen. individuellen Freiheitsdvlch im Gewand«, sie kamen mit dem Vorsatz, es ihn fühlen zu lassen, sie sperrten und spreizten sich innerlich — unb nun fällt alle» ein, schrumpft unversehens zusammen wie vor einem Frauenlächeln. Sie stehen verwirrt und etwas beschämt da, wider Willen irgendwie beglückt, ratlos. 3ft vielleicht doch etwas Wahres daran — seine Augen sollen eine geheimnisvolle Kraft aus strahlen... Via Romentana zum Äatalombengürtel von S. Agnes« hinauswanbcrt. wirft nur einen scheuen Blick durch bas mächtige Parktor ber Unzugänglichen unb erhascht bamit einen Hirn- melSweiser, einen ägyptischen Obelisken, bahinter ein« riesige Freitreppe unb barüber Palmen und Pinienschirme von demütigender Pracht. Gs gibt fein« vornehmer abweisend« Oase in bet Steinwüste. 3n ben letzten 3ahren sink» zu bem Gitter und den haushohen Mauern noch Carabinieri und Geheimagenten hinzugekommen, bi« das Stehenbleiben in dieser Gegend nicht gerne sehen. Sie machen scharfe Augen, denn als im vorigen September der Schlohherr auSfuhr, warf an der Ecke ber Bia Romentana ein Mann mit Handgranaten nach feinem Wagen. Dem 3n- falfen selber freilich fiel es nicht un Traum« ein, nun so ängstlich zu werden, wie seine Leute sein müssen, er fährt Tag für Tag den gleichen Weg und lächelt dabei. Der Schlohherr heißt Mussolini. Als Goerh« mit wohlskandiertem $ejamet«r- schritt die Via Romentana durchwanderte, mag sie nicht viel ander- alS zu ber Zeit auSgesehen haben, da sich hier Otero von feinem Diener eine Heine Selbstmordunterstützung erbat, unb selbst die Dichter einer noch nicht ganz artsgestorbenen Generation versichern wchmüttg bet dem für das Ertränken von Erinnerungen ausgezeichnet geeigneten Frascati, zu ihrer Zeit, vor dem Krieg« hab« man die Straße vor lauter Pinien nicht gesehen. 3ch selbst war Zeuge, wie man die antike Weinschänke zum ersten Meilenstein niederlegte unb einen gemäßigten Wolkenkratzer an die Stelle setzte, ich schwebt« hier noch im laizistischen RevolutionSjahr als knurrender Engel in Staubwolken, die Kärrner auf ihrer schellenbesetzten, zirkushaft lackierten Biga schienen mir aus bunten Bilderbogen entsprungen. Kein Wunder, daß sich die Torlonia reserviert verhielten. Und heut« sausende Straßenbahnen, schwarzpolierter Asphalt. Hochspannungsdrähte, Hochantennen, Hochhäuser. Der beliebteste Fahrkorso, die Straße der meisten Derkehrsunfälle. vielleicht di« pompöseste Straße beS Südens. Unberührt nur die Parkvilla Torlonia. eine Mole, an ber bie Brandung vorüberdonnert. 3a, bwf« kreisrunden Augen! Sie haben jetzt, wie der gange Mann, so gar nicht» 3m- ptratrrmbafte», EäsaoenderrUche». Gegnerzer. malmende« an sich ft« blicken einfach unb freundlich. Ix sagen Willkommen. Müllol ini wäre ohne diese Augen fast zu üderiehen. Itcfct eher unscheinbar au» trägt keine Orden, keine Ein- btlbung zur Schau, nur einen gewöhnlichen schwarzen Rock zur gestreckten Hose. So hat man ibn noch nie auf Bildern gesehen. Er ist jetzt Gastgeber, nicht» weiter. Und bittet in den Garten zum Tee. Diele blumengeschmuckre Tische heben da. die intimen Stunden in kleinem Kreis« werden immer seltener - e» gibt halt zu viele Menschen auf biefer Erde, die einmal den meistgenannten Mann möchten. Rom ist zur beliebtesten internationalen Kongrehstadt geworden unb wenn die Teilnehmer zur schönen Jahre»zeit kommen, da» heißt in Rom bi» in den Rovernber hinein, so dürfen fit fast immer mit einer Einladung in die Billa Torlonia rechnen. Ratürltch muß e» sich nicht bloß um einen Kongreß zur internationalen Regelung de» Kegelschieben» handeln Heute sind the Physiker und Elektrotechniker, die von der Dolta-2u»stellung in Eonw kamen. pöbelt zu werden 3m Gegensatz zu toeitoer breitet en Anschauungen ist die Wiener Gemeinde reich Abgesehen von den Forsten und Domänen die ihr gehören, besitzt ft« «in Steuersystem, da» zwar jebe Unternehmung»lust moskvwitisch untergräbt, dafür aber vorläufig noch immer bte Demeind«- faffen füllt... 2lber da» Heer ber Arbeitslosen frißt alles auf- Rn eine produktive Erwerbslosenfürsorg« wagt hier niemanb zu denken, man könnte mit der Erwähnung diese- Begriff» vielleicht die Einäscherung be# Rathauses riskieren Wien macht Sozialismus, der aber hier von Kommunismus nicht sehr fügung gestellt hat, unb Marroni Rechten, sitzen vier RobelpreiSträaer an bem Tisch« Mussolini». Rach und nach läßt sich noch fo manche wissenschaftliche Koryphäe vorstellen. und nicht viele gibt e». denen er nicht in ihrer Muttersprache antworten würde. Vogelzuges wieder in ben Borbtrgrunb bee Inter- esses bei allen Naturfreunben. Wodurch werden unsere Zugvogel veranlaßt, aus ihrer Brutheimat auszuwandern, wenn sich die warme Jahreszeit zu Ende neigt? Eine Antwort auf diese Frage scheint sehr einfach, fliegt es doch sehr nahe, die Abnahme der Warme, der Nahrung, des Lichtes dafür oerantworUich zu machen. Einer tiefer dringenden Forschung halten diese Annahmen aber nicht stand; viele Bogelarien, wie i. B. der Mauersegler unb ber Pirol, verlassen uns schon Anfang August, wo bie oben angeführten Faktoren gerabe ihren Höhepunkt erreichen. Der Anreiz zum Zuge kann somit nicht von äußeren Umstänben ausgehen, sonbern man wirb irgend- welche Beränberungen, bie im Bogel selbst Vorgehen, bafür verantwortlich machen müßen. Nach neuesten Untersuchungen von Dr. Götz in Stuttgart hat sich nun gezeigt, daß bie von durchgreifenden Beränberungen des gesamten Stoffwechsels begleitete Erscheinung bes Federwechsels oder ber Mauser zum Wandertrieb der Bögel in engster Beziehung steht. Wien ist fortfchrUllich und Wien ist konservativ. DaS e» von beiden mehr ist, bad ist schwer zu sagen. Wit seiner Tradition hat «S gebrochen, kaS Wien der Vorkriegszeit ist lot. Aber man rechnet heute hier noch trotz aller Schlllingwährung und aller Groschen mit Millio- ten, ähnlich wie man noch im 3ahre 1914 die Ausdrücke Gulden und Kreuzer hörte. Und Wien fortschrittlich, denn e» hat Verkehrspolizisten »nb e» baut, nein, eS bubbeit. Schade, daß man tiefen schönen Berliner Ausdruck hier nicht kennt. Man baut Wohnhäuser für die Arbeiter, und man baut wahre Paläste. Besonders am Ende ter Praterstraße. am Prater st ern, blickt der Sieger ber Seeschlacht von Lissa verwundert auf Bas seltsam« Treiben unb Durcheinander zu se nen Kühen herab. Dori konzentriert sich sozusagen nämlich bi« Dauwut der Wiener Stabtväter. Und «» soll auch Großartig«- geschossen werben. Geht man jeboch einige Schritte, vorn Donaukai kommend, nach recht- ober nach links, so ist man in den alten engen Gaffen, wo man sich nicht rühren kann. Warum aber biese Aeußerungcn baulicher unb architektonischer Raserei gerabe auf diesem einen Platz? Die Antwort darauf kann nur ber geben, dec bie ganze Tragik bes Torso- Deutschösterreich kennt, bie hier «men ihrer be- »richnenbsten Au-d rücke findet, nämlich im Kampf um den Prater. Geht man unter dem Eifenbahnviadukt tn die Hauptallee hinüber, so glaubt man, plötzlich in die Zeiten Maria Theresia» zurückversetzt zu sein, al- biese noch In den 3agdgründen de- ®tatet» für die militärischen Mißerfolge im Siebenjährigen Kriege mit bem Preußenkönig. Trost und Ruk)« sucht«. Rur mag damals die Wildnis de» tratet Schönheiten gezeigt haben, Wildheit mit Romantik vermischt, während heute ka» einzig«, da» man zu den gegenwärtigen Zu- ftänben lagen kann, Verwahrlosung ift. Seit Maria TheresienS Sohn. Kaiser 3oscph II., ten der Preußenkönig wegen seiner „Fortschrittlichkeit um jeden 'OttU oft verspottete, den gratet für seine Wiener öffnete, hat dieser vohl noch nie ein fo trauriges Bild geboten, tric heute Verwahrlost ist der Fahrdamm, der ein|l bie Galakutschen beS Wiener Barock und tRokoko und di« eleganten Gummiradler unb Li.iker ber Vorkriegszeit getragen hatte. Auto» dürfen da nicht fahren, Kutschen gibt eS nicht »iehr. bie Wiener Fiaker sind zu zählen, und t mehr weiter. Miß MacDonald aber wollte ftch dadurch nicht abschrecken lallen und bestand daraus, dah wir beide den Aufstieg vollendeten 3ch entschied mich, ihr zu folgen Sie übernahm bte Führung, als wir weitergingen ES war eine überaus anstrengend« Leistung für eine Frau, aber sie überwand alles mit wundervoller Kraft, und erst, als wir den Gipfel erreicht hatten wurde sie von einer leichten Uebelkrit ergriffen“ Der Kampf um denPrater Don unserem o.-Berichterstatter. iRachdruck, auch mit Quellenangabe, verbotenI) Wien, Anfang Oktober 1927. I Die Wiener Romantik ist vor die Hunde «gangen 3« nach der Einstellung des einzelnen •oetben hierfür verschiedene Gründe angeführt. £te Umwandlung de» fiebert» der alten Äaifet- •tabt unb die Aenderung in der Psyche ihrer brfannt Ieben»luftigen lebensbejahenden Bewoh- —r Ist vielleicht In der einfachen Tatsache zu sichen baß man heute hier bem traditionellen Dreivierteltakt endgültig Valet getagt hat unb rafür mit fliegenden Fahnen in» Lager der am«- rkonischen Synkopen überging. Wte soll denn 2uch in Wien noch Romantik sein, wo kein Walzer mehr erllingt. Da» Rathausmandl »unn mit dem Donauweibchen keinen Shymmi Kss Hu VZtzÄ • * rthet । 4° von 7 «2,ckt. taten!*1'' beut'» Hl «« ' el.-Wr. C&TQlat U5Gs deinen id Mo- alten Jungen n laib. i)amllle ne. i udjt. Echr. Ang. ii- QO.J. Mochemnrder' Verein Menen. Conutag, 9. CiL, mitt *'ri Ubr: (!k- nielnfame ^anbexe. treffa: 6de Sil- belmitr/6m fiimer Str. Bei Siegen fällt Wanderung auS MW Der Tinlui. V. i. B. WU» Lonntag natbnül' tag 3 Uüt: 59. B. DUH Clgo-Mtrot 11. tm-Mttw. Ad 1 V\\)x: MWIk. Adends 8' .■ llbr: ZWWW im VercinSdcim. Der Vorstand. GefanMrein „Frohsinn". mit Tanz nach d. starstrnde. ffbeiLlwr sind hmlM « Rückblick auf Gens. Außenpolitische Umschau Don Prof. Dr. Otto Ho«-sch. W. d.R In einer einzigartigen Feter^ di« endlich einmal doch Da5 gan-e deutsch« Volk in feiner überwältigenden Mehrheit einte, hat e« feinem achtzigjährigen R e i ch - p r 2 s r h e n t e n gchul- biat. Auch da- Au «land bat ihm fern« Ach- tuna bezeugt und feine ölu(ftDÜn14)c gesandt, L^grVn. reinen, da- Vaterland und die Pflicht über allez stehenden Führerpersönlichlelt. Äönige und Präsidenten vieler Länder haben ihm ihre Grübe geschickt. Aber — nicht die Könige von England und Belgien, nicht die Präsidenten von Frankreich. Polen und der Tschechoslowakei. Ist da- ein Zufall? Sind da- nicht gerade die Mächte von Locarno? Jtonn da« Ausbleiben eine- Glückwünsche«, die Dichter,üllung einer selbstverständlichen internationalen Höflichkeit von fei Kn sämtlicher Locarnomächte ander« erklärt werden, al« durch eine gemeinsame Verabred una? Unseren Hindenburg berührt solche Verletzung de« internationalen Takte« ja nicht, ober der Vorfall xelgt wieder einmal, wie wenig im Grund die andere Seite gewillt ist. den berühmten „Deist von Locarno im Ernst wirken zu lassen. , , CS ist sehr verständig, daß nach der Rückkehr von Gens man davon abgesehen hat. sofort im Abrollen der verschiedenen Berichterstattung gen eine Woche und länger die deutsche Aufmerksamkeit mit den BölkerbunbSfragen zu beschäftigen. Deutschland ist im Völkerbund. Wir wollen un« daran gewöhnen, dah da« nun etwa« Regulär cZ ist und wollen nicht durch eine aufgeregte hintereinander folgende Verhandlung vor Rei.h-präilkent. Reichskabinett, Reich-rot. Parteiführern. Auswärtigem Ausschuß usw. die Tage mit Erörterungen über dieselbe Sache füllen. Doch ein paar Worte des Rückblick« auf die diesmalige Versammlung seien gestattet. Sie hat die großen Sonderfragen wie den Konflikt zwischen Ungarn und Rumänien oder die Danziger Angelegenheit vertagt. Sie hat in Auswirkung der Deschlü'se der Wellwirt- schaftSkonferenA Beschlüsse gefaßt und Maßnahmen vorbereitet, die an sich ganz nützlich ober durchaus nicht welterschütternd sind. Sie hat vor allem den Rat des Völkerbünde« neu -üsammengesetzt. _ , , . Betanntlich bestand er außer den fünf ständigen RatSmitgliedern au« Belgien, China, Chile. Columbien, Polen, Rumänien, Tschechoslowakei, Ririellande und Salvador. Von diesen schieden am) Belgien, Tschechoslowakei und Salvador. Der Kampf um den belgischen RotSsitz war dabei insofern von großem Interesse, al« Belgien gemäß der im letzten Iahre beschlossenen Wahl- resorm den Antrag stellte, für wieder wählbar erklärt zu werben. Bekanntlich hat diese Wahlresorm öe« vorigen Iahre«, die den Rat zahlenmäßig erweiterte, einen Unterschied zwischen einfach nichtständigen Mitgliedern und wiederwählbaren nichtständigen Mitgliedern gemacht, welchen Unterschied Polen im letzten Sep- tember für sich nutzbar gemacht hat. Belgien versucht« nun jetzt da« gleiche Manöver und erlitt dabet eine Riederlag«, öle ihm um so schmerzlicher war. al« e« sie nicht erwartet hatte. CS erreichte nicht öle Zweidrittelmehrheit, öle sich für die Wiederwählbarkeit auSsprechen muß. Woher kam da«? SS war eine ganz deutliche Revolte der mittleren und kleineren Staaten, die, ohne gegen Belgien an sich feindselig zu sein, bei dieser Geleaenhell mit ihrem Wahlrecht Ernst machen und nicht die ganze Wahlresorm de« vorigen Iahre« illusorisch ma~ en wollten. So erlitt Belgien diese namentlich für Van- dervelde recht peinliche Riederlage, und zu einem ganzen Teil war die unerhörte Rede des belgischen Ministerpräsidenten am 25. September 6ann auch ein Widerhall darauf. Belgien hat nämlich auch mit dieser Wahl gesehen, dah die Völkerbund-Versammlung bei aller Achtung vor Delgien doch eben ihre Angelegenheilen jetzt geschäftsmäßig behandeln will, mit anderen Wörtern daß Belgien nicht wie bisher das Schoßkind der Versammlung, der immer und immer wieder gefeierte und bemitleidete Märtyrer sein soll, der deshalb auch sortwährend Berückfichtigung beansprucht. Dagegen stieß 3a* spar vor mit dem Angriff auf Deutschland und der Wiederholung der bekannten Vorwürfe, mit denen Belgien wieder in der Gloriole deS von KriegSgreueln heimgefuchten Lande« erscheinen wollte. Für un« im besonderen hat der Aus- gang die Bedeutung, daß künftig die Völker- vuird-zusammenkunst «richt von selbst mit einer solchen der Locarnomächte zusammenfällt, da Belgien nunmehr zwar Locarnomacht bleibt, aber nicht mehr Rat-macht ist. Dieser Ausgang aber war weiter noch durch ein andere« bemerken-wertes Ereignis in der Ralswahl möglich, da« von großen Folgen sein wird. Die Zahl derer, die gegen Belgien stimmten, wurde nur erreicht, indem sich große Gruppen gegenseitig zu der Wahl, wie sie zustande kam, verbanden, nämlich von Kanada und Stuba. Dadurch haben die englischen Dominion«, von denen sonst sicher mehrere im Sinne Chamberlain« für Belgien gestimmt hätten, natürlich alle für Kanada gestimmt. Da« ist nun ein sehr wichtiger, Vorgang. Kuba trat an Stelle von Salvador, auf Grund nicht seine« Reckte«, aber einer allgemeinen Anerkennung. daß die s ü d a m e r i k a n i s ch e Gruppe regelmäßig einen Sitz im Rat haben soll. Daneben tritt nun Kanada al« Rat-macht. Das rollt wichtig« Fragen auf. Gehört nicht Kanada ebenso wie Kuba zu Amerika im weitesten Sinn« und hat nicht Amerika so tatsäch- lich zwet Vertreter im Rat? Ist nicht Kanada ein Teil de- Weltreiche« und tritt w so mcht unmittelbar und gleichberechtigt neben den Vertreter be« englischen Del t * reiche«, der bisher allein im Rat saß? Diele letztere Frage ist heute keine Frage mehr, denn mit dem Beschluß der Brutschen ReichSkonfcrenz un vorigen Iahre ist der staatSrechtilche Cha- rakter eine« englischen Dominion« berechnet. So aut Kanada da« Recht Hal. in Washington einen diplomatischen Vertreter zu bealaubiaen. so gut ann es auch in Öen Rat gewählt werben Unter cdcm Gesicht-punkt t innerhalb de- Völkcrduntes .m Verhülnns zu England, im Verhältnis zu Nordamerika. ist diese Wahl von großer Bedeu- hing und noch mehr, als sich Kanada voraus» 'ichtlich auch energisch für die nationalen Minderheiten einsehen wird. <36 war lein xSufall, dah der übrigen« regelmäß.g nur Iran- zösisch sprechende Vertreter Kanadee ter e .upe war, der diese« Mal in Gent die Minderheiten- /rage nachdrücklich zur Sprache brachte. Der letzte freie Sitz wurde durch Finnland besetzt da« gegenüber Griechenland und Portugal durch das Ziel ging. Da« ist unter einer an* deren Beleuchtung wieder wichtig. Jtnnlar.b liegt an der Stelle, wo DöUerbund und Rußland sich berühren, und es hat ja auch durch die Diskussion über Öen Artikel 16. die es selbst entfesselte und weiterhin betreibt, letncrieit« Znefe Bedeutung stark unterstrichen. Deutschland hat Anlaß gehabt, in den letzten Zeiten mit der Haltung Finnland« nicht ganz einverstanden und zufrieden zu sein. Lassen wir diese berechtigte Empfindlichkeit beute beiseite und zF)en wir von der Mitarbeit Finnland« im Völkerbund hi« Dorteile, die auch für uns daraus hervorgehen können, namentlich im Hinblick auf die weitergehende Diskussion Über Genfer Protokoll und Locarnovertrag, über Artikel 16 und die -Verträge, die Rußland mit seinen Grenznachbarn zu schließen sich bemüht. Dem russisch-türkischen Vertrag ist soeben am 1. Ohoher ein neuer Vertrag Rußland« mit Persien gefolgt, in dem beide Länder slch verpllichten, alle Streitigkeiten dem Schiedsgericht zu unterbreiten und in keinem Falle sich den Krieg zu erklären. Das harmoniert mit dem Dölkerbund und seinen Verpslichtungen. Ferner aber verpflichten sich beide Länder für Öen Fall, daß eines in einen Krieg mit einem anderen Land verwickelt wird, neutral zu bleiben. Da« harmoniert nicht mit den Völlerbund«- verpflich!ungen (Periien gehört bekanntlich zum Dölkerbund) und entspricht durchaus einer glei- chen Bestimmung im russisch-litauischen Vertrag, der eben'o Litauens Dölkerbundszugehörigleit berührt. wie derselbe Gesichtspunkt auch im Vertrage Rußlands mit Lettland durchgesetzt werden soll, der in Dorbereitung ist. Ebenso drehen sich die russisch-polnischen Verhandlungen um diese Punkte. Es ist die Idee Rußland«. Richtangrifss- vertrüge ohne jede Einschränkung zu schließen, ohne Rücksicht auf die Verpflichtungen, die aus der Dölkerbundszugehörigleit des anderen her- vorgehen. Wie sein Vertrag mit Persien zeigt und wie schon angedeutet war Im Rotenwechsel beim Berliner Vertrag, ist Rußland dafür auch bereit, von seinem früheren Standpunkt zurückzugehen, der jedes Schiedsgericht ausschloß, und die Idee des Schiedsgerich es in die internationalen Beziehungen seinerseits auch aufzunehmen. Wir sind gespannt, wie dieser Zusammenhang, noch durch die Resolution von Genf gegen den Angriffskrieg weiterhin verstärkt, sich in den russisch-polnischen Verhandlungen jetzt auS- wirkcn wird. Damit aber kehrt die außenpolitische Betrachtung von Öen Völkerbundsfragen zurück zu Öen großen europäischen Zusammenhängen und Fragen, die im Augenblick vor allem durch Frankreichs Erörterungen mit Nordamerika über die Zollfrage und mit Rußland über die Abberufung des russischen Botschafters bezeichnet sind.' 2lus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 8. Oktober 1927. Gieftenci Wochcnmarktpreise. E« kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200 biS 210, Matte 30 bi« 35. Käs« (10 Stück) 60 bis 130, Wirsing 12 bis 18. Weißkraut 8 bis 10. Rotkraut 12 bis 15. gelbe Rüben 10 bi« 15, rote Rüben 10, Spinat 30 bis 35, Römischkohl 10 bis 15, Dohnen 20 bis 25. Unter- Kohlrabi 6 bis 8, Feldsalat 100 bi« 150, Tomaten 40 bis 60, Zwiebeln 10 bi« 15, Meerrettich 30 bl« 80. Rhabarber 15. Kürbi« 8 bi« 10. Kartoffeln 5 bis 6. Falläpfel 4 bis 5. Aepfel 10 bis 15. Dirnen 8 vis 15, Preißelbeeren 50, Brombeeren 45 bis 50. Zwetschen 15 bis 18, Nüsse 40 bis 50, junge Hähne 100 bis 110, Suppenhühner 100 biS 120, Ganse 100 bi« 110 Pf. das Pfund: Eier 16 bis 17. Blumenkohl 20 bis 130, Salat 10, Salatgurken 10 bis 40, Endivien 10 bis 15, Ober-Kohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 20. Sellerie 20 bi« 40 Pf. das Stück: Radieschen Dd. 10 Pf. * D ic Guthaben früherer Krieg S- aefangener. Die Auszahlung der Gelder, Die den deutschen Kriegsgefangenen für geleistete Arbeit in England gutgeschrioben worden sind ist jetzt im Gange. Es find laut .Germania'^ bereits 7 Millionen Mark an ehemalige deutsche Kriegsgefangene überwiesen worden. Diese Summe stellt aber noch nicht die Hälfte der gesamten Forderung der Ärieg«gefangcnen dar. In Deutschland haben sich insofern weseiitliche Schwierigkeiten ergeben, als die Erfassung aller Kriegsgefangenen, denen aus der Arbeit in der Kriegsgefangenschaft ein solches Guthaben zusteht, noch nicht gelungen ift Außer England kommt für die Enllohimng deutscher Kriegsgefangenenarbeit im wesentlichen nur noch Frankreich in Frage, daS sich verpflichtet hat, die fälligen Zahlungen bi« zum Ende dieses Iahve« zu leisten. WSR. Da« Austragen von Backwaren. Kürzlich ging eine Mitteilung durch die Presse, wonach ein Kölner Bäckermeister, der vor morgen« 7 Ufcr frische Backwaren an seine Kunden geliefert hatte, vom Kammergericht sreigesprochen worden sei. Daran wurde die Folgerung geknüpft, dah diese Entscheidung von weittragender Bedeutung für das Bäckergewerbe sein bürste. Diese Annahme trifft nicht zu: lediglich aus einem formalen Grunde, weil über dieselbe Sache bereits rechtskräftig entschieden war. mußte vorn Kammergericht auf Einstellung des Verfahrens, nicht auf Freisprechung, erkannt werden. Danach kann von einer grundsätzlichen Bedeutung dieser Sitlscheidung nicht die Rede sein. Die Bestimmung, wonach vor 7 älhr morgend Backwaren jeder Art weder ausgetragen iwch abgegeben werden dürfen, besteht weiterhin zu Recht. Das Verbot gilt auch für Versorgung von Zweiggeschäften, Hotels, Anstalten. Wiederverkäufer usw. •* Zuchlviehversteigerung in Lauterbach Die In unserem heutigen Anzeigenteil angekündigte Zuchtviehversteigerung in Lauterbach ift eine eigene Veranstaltung des Sjanb- wirrichallskammer-'Ausschusses für die Provinz Oberdessen, auf welcher nur in da- Herdbuch eingetragene und zur Versteigerung zugriassene Faseltiere auf getrieben werden dürfen. Gemeinen und Zucht gen offen schäften ist hier beste Ge- legenbeit geboten, i bren Bedarf an guten Zuchtbullen zu decken. Man beachte die Anzeige. WSR ,L a T r e b I a**, der neueste Tanz, ll-a Trehlr h ißt der neueste Tanz, der dem Gehen" im Ballsaak ein Ende bereitet, den Tanz- 'ckrllt wie x r zu Etzren bringen und Musik an ©leile des Iazz-Quäkens führen foll. ..La Trcbla“ kann nach einer Mazurka von Lhopin getanzt werden. Der Tanz vereint Elemente der Mazurka und solche des Menuetts, ohne daß er deshalb altmodisch oder allzu prätentiös wirkte. Die Musik ist im Dreivieriel-Takt gehalten und wird mit der Geschwindigkeit von d3 Takten in der Minute gespielt. •• (Ein interessanter Kolonial- Vortrag mürbe am Donnerstagabend vom Deutschna nona len Handtungsgedilfen • verband, Ortsgruppe Gießen, einer ’cbr zahlreichen Zuhörer- schäft ün Saale des Katholischen vereinsbauses geboten. Auf Einladung der Ortsgruppe sprach der Xianötagsabgeorbnete Kindt s Darmstadt) über seine Erlebnisse und Eindrücke in Südwest Afrika und die vielen Erinnerungen, die ihn nach 24jähri- ger Tätigkeit al» Farmer und Herausgeber der „Deutschen Zeittma" in Windhuk mit diesem verlorenen deutschen Kolonialbesitz verbinden. In etwa zweistündigem 'Bortraae, der reich war an wert- vollen, volk-psychologischen Aufschlüstm und interessanten Darlegungen über die große wirtschaftliche Bedeutung Sudwests für unser Vaterland, sowie über das ausgezeichnete Verhältnis zwischen den Deutschen und den Eingeborenen, verstand es der Redner vortrefflich, seinen Zuhörern diese» Land nahe zu bringen. Man begleitete ihn im Geiste auf feinen Reisen durch das ehemalige Schutzgebiet, erlebte mit ihm die denkwürdigen Besuche bei den Häuptlingen, z. B. die köstlichen stunden denn Häuptling Banjo, lernte die Mühen und morgen der Farmer gebührend würdigen, konnte fick den Aufschwung der Kolonie namentlich in den sieben Jahren von 1907 bis 1914 vor Augen halten, und mußte aus Grund all der vielen, durch vorsichtiges Abwägen der Tatsachen gegebenen Einzelzüge das vom Redner entworfene Gesamtbild über die segensreiche Herrschaft der Deutschen in Südwest rückhalt- los anerkennen. Wenn auch heute der Engländer als Herr im Lande sitzt, so sind nach den Erklärungen des Vortragenden die Deutschen dort unten doch immer noch hochgeschätzt, und die Möglichkeit eines guten wirtschaftlichen Fortkommens ist dort für sie gegeben. Im Hinblick darauf forderte der Redner die auswanderungslustigen Volksgenossen auf, ihre Schritte nicht nach Nordamerika oder nach den latein-amerikanischen Staaten au lenken, sondern eine neue Existenz in Südwestafrika sich zu schaffen, wo sie ihre Hoffnungen weit sicherer und größer erfüllt sehen würden, als irgendwo anders. Der Vortrag fand verdientermaßen ben reichen Beifall der bis zum Schluß lebhaft gefesselten Zuhörer. Oberhessen. Landkreis Gießen —Klein-Linden, 7. Oft. Der hiesige Schützenklub „Roland' hielt bei starker 'Beteiligung sein diesjähriges Abschießen auf dem neuen Schießplatz ab. Schützenkönig wurde der erste Vorsitzende, Lokomotivführer Fr. Stein, mit 52 Ringen bei 5 Schuh. • Lang-Gön«, 7. Oft. Der im Iahre 1901 gegründet« SchweineAuchtverein Lang- Göns hat sich bekanntlich die Zucht des deutschen Edelschweins zur Aufgabe gestellt. Schon vor dem Kriege hat der Verein auf verschi-ede- nen Ausstellungen zahlreiche Anerkennungen In Gestalt von Ehrenpreisen für feine Zuchtprodutte erhalten. Auch jetzt wieder auf der hessischen landwirtfchastlichenLandesauSstel- l u n g in Darmstadt, an der sich zahlreiche hiesige Landwirt« al« Aussteller beteiligten und in den Abteilungen Pferde», Schweine-, Schaf- und Go- stügelzucht, sowie im Ackerbau mit gutem Ergebnis- absch itten, könntc unser Schweinezucht er >i1 ei en ganz h rvorragenden Crfolg verbuchen. E fptt: die Ausstellung mit 18 Sbern und Sauen (Deutsches Edelschwein) beschickt und erh ell auf diele Tiere bei stärkster Konkurrenz, besonders aus Starkenburg und unserer Provinz, folgende Preise: Erster großer Sammlung-ehrenpreiS für beste Gesamtleistung. Ehrenpreis für beste kleine Sammlung, zwei dritte Sammlungspreise, außerdem zwei Ehrenpreise (darunter bronzene Staats- medaille), drei erste Preise, drei zweite Pro.se, fünf dritte Preise und zwei Anerkennungen; Beweise dafür, daß die Schweinezucht in unterem Dorfe auf der Höhe ist. Sämtliche Tiere dieser Gruppe wurden preisgekrönt, sie sanden bei den Besuchern der Ausstellung aufmerksamste Beachtung. Wie der Verein im Anzeigenteil unsere« Blattes bekannt gab, stellt er aus dieser Stammzucht des deutschen Edelschweins eine Anzahl Zuchteber zum Verkauf. z Rödgen, 7. Oft Diele Kinder sind hier vom Keuchhusten, auch .Blauer Husten- genannt, befallen. Er tritt bi« jetzt in leichterer Form auf. — Kürzlich fiel der kleinste Iunge unseres Straßenwarts Wiegel vom Wagen. Dabei ging ihm das Wagenrad über das Dein und knickte jedenfalls einen Knochen de« Oberschenkels. Erst einige Tage später wurde der Druch durch eine heftige Bewegung vollständig DaS Kind mußte mit öem Sanität S- auto in die Klinik gebracht werden. — E« wird wohl selbst in einem für Knollengewächse so günstigen Iahre wie dem diesjährigen al« eine Seltenheit verzeichnet werden dürfen, daß eine Kartoffel, Gelber Riese, zwei Pfund unb eine Dickwurz über vierzehn Pfund wiegt. Gastwirt Heinrich Balser von hier hat sie geerntet. 4 Lollar, 7. Ott. Turnerische Vorführungen unb Wettkampfe, wie sie der Landbevölkerung im allgemeinen wenig gezeigt werden, finden am kommenden Sonntag hier statt Dem Turnverein Lollar, Mitglied des Lahn- und Dpn»berg- Bundes, ist das dtesjährige Meisterschaft«- turnen des Südwcsldeutlchen Turneroerbandes übertragen warben. Unter Leitung des Verband«- turnwartes Jung (Wixhausen) werden die Der- bandsmeisterschasten an den (Beraten hier ausgetragen. Hierzu liegen rund 100 Anmeldungen aus vier (Bauen de» Turneroerbande» vor Zu Ehren der fremden Turner, Turnerinnen und Gäste, die bereits im Laufe de» Samstag» hier eintreffen, findet am Samstagabend eine Begrüßungsfeier mit turnerischen Vorführungen durch die eigenen Turner und Turnerinnen unter Mitwirkung der Kapelle Lyn- ter (Lollar) statt. • Grünberg. 7. Ott. Der hiesige Schkit- xeneetein hielt jetzt fein Abschi eßen, verbunden mit PreiS'chicßen. ab. Bei der abenb- lichrn Preisverteilung gedachte der erste Dor» lltzende, Fabrikant Schmidt, in seiner Begrüßungsansprache auch des 80. Geburtstage« des Reichspräsidenten von Hindenburg. Die Prei-verteilung brachte folgendes Ergebnis: Schützenkönig wurde der beste Schütze August T r i n k a u s . der auch da« silberne Ehrenzeichen des Deutschen Schützenbundvs erhielt. Den zweiten Preis erhielt Otto Mathie«, den dritten Richard 3 öd ei, vierten Kari Schott, fünften Velin Vtrlai vei Frotttä tucher. Stoffe f Verkauf । Unsere < die Güt unter eine Der einen ^nubone) OttoF Nmftflt- r. Viewecke K > tntt Heil- unb Ainbaulalzen beS Wabtum- »olbabe» Stieiunod) Biochemiiche _.Su- innuneiifcuunn. Reinmen das Bliu. benern das l'Joblbefinben unb wirken lörb« rnb aut ® M den Siublannfl. - Nur ein täglicher Genuk von Wetelina-Bcotella-Broi oder >Bröt- I j eben ist von Erlola- «lleindersteller die Bäckereien: Georg Lchillinn. (Sieben: Boltdaiar WF4W Schomber, (Sieben: uibrhtopb »alter, VaW7 Lana (SönS: Georg Luv. «lein Linden: Willi WSrner. Lollar. QirrD „Halpaus Mocca" sie ist rein und leicht Mr Tisch unb Divan, sowie Auto und Reise ffrankenbach — Crumbach und drum- dach bl» zur Lanbstratze Fellingshausen — Frankendach ist für alle frabryuge mit archc rer Wuhlaft al» 40 Zentner unb für alle Personen- einschlletz- 8M0D aus Tuch, Gobelin, Plüsch usw. Laco-Relsedecken ZiegenfeNe in allen Größen Angora- u. Schaffelle wird über da» masfenhafte Auftreten der Ackerschnecke lehr geklagt, io daß viele Sauere mit der Herbstbestellung 3cgern — Die Utp- lierung de» Siederbache», welche al» Bor- bebingung der Zusammenlegung gilt, macht erfreuliche Mansch ritte. Sehr zu bedauern ist auch hier Ne Entfernung iaft 'amtlicher Weiden und Erlen- büfche. wodurch die nützliche Sogelnwlt ihren Feinden schutzlos au*geliefert ist C» wäre zu begrüben, wenn Mil dem Fortschreiten der Zusammenlegung»- arbeiten an geeigneten Stellen Neuanpslan- jungen von Schutzdecken erfolgten, womit nicht in letzter Lime den Qdstzüchtern und dem Landwirt ein großer Dienst erwiesen wurde XX Crumbach, 7 Okt Der Landweg 3r turyr Zeit griff das Feuer auf bret weitere Scheunen über Trotz de» sofortigen Eingreifen» der Freiwilligen Feuerwehr brannten die Scheunen 0vllßändig nieder. Große Mengen Frucht. Heu und Stroh, die in den Scheunen lagerten, wurden rin Raub der Flammen Die Ursache des Brandes ist noch nicht feftgcftellt Preugen. Mrcio Wetzlar Lützellinden, 7. Okt. Da» 2 0 tur - nen des hiesigen Turnvereins nahm bei günstiger Witterung und ftaricr Beteil.gang einen guten Bertaut. AI» Kampfrichter fungierten Dor- standsniiglieder deS Vereins. Den ersten Sie« in der lumerftufe errang Turner D B 0 Pf mit 107 Punkten Die Dricmitleistungen zeugten davon, daß der Verein im abgelaufenen Turn- jahre gute turnerische Fortschritte gemacht hat. Lberwest?rmaldfrcitz. D Schonberg b. Höhn. 7. Okt. Die durch den Tod de» Lehrer» P ü s ch von hier frelgeroor • bene Lehrer st elle ist von her Regierung zu Wiesbaden dem Fürsorgeamt zur Besetzung über- triefen. Infolgedessen wird die Stelle einem Flüchtlingslehrer au» dem Westen^ ober Osten übertragen werben Da ber bisherige Stellen- infjaber auch den Organlftenblenft versehen hat, ist die flirdjengemeinbe bei ber Regierung vorstellig geworben. b>e Stelle nur einem Lehrer zu übertragen, ber befähigt unb bereit ist. den Organistendienst zu übernehmen Lehrer Schmlbt, ber feit dem Tobe de» Herrn P mit der vorübergehenden I Bersehung ber Stelle beauftragt war, ist mit Wir- ,er.piaiw Ks- erinann Förster, Umbau de- elektrischen Ort snetzes der hiriigen Gemeinde ist jetzt fertiggeftcllt. Insgesamt wurden rund 5000 Meter alt« Eiken- leitung abgenommen und durch solche von Tupfer ausgewechselt. Auch bei den in da- Umbaugebiet fallenden Hauöantchlüssen wurden die S lenlei- 1ungen. ’otorii sie rwn der Demc.nde gelegt waren burch Kupferleitungen ersetzt. Bel ber D.n schäft Schütz wurde eine neue 6: rohen- beleuchtung hergestellt, auch die Srahcnbcl uch- •ung beim RalhauS wurde erneuert In der TranSsormatorcnstat.on wurden die ®ifenk:tun- gen ebenfalls durch Kupferleitungen ausgewechselt. Die Arbeiten, die einen Äoftenauftoauö von mehreren tausend Mark erforderten, wurden burch 5ngcn:cur Groh in Leun ausgesührt. Die Bauleitung lag in Händen der Heberlanb- zentrale der BuderuSschen Eisenwerke in Wetzlar. Mreiö Biedenkopf. XX Aus dem Biebertal, 7. Okt. Dank ber günstigen Witterung ift bie Ä a rt 0 I f e l • u n b Dickwurzernte größtenteils glücklich ringe- bracht worben. Ls gibt aber keine gefüllten Keller, wie es bie Lanbwirte gerne sehen, zumal die dies- jährige Ernte durch das nasse Sommerhalbsahr be- einträdjt.gt wurde. Infolge der vielen Niederschläge WSA Rennerod. 7 Oft. Der Junglehrer Karl Wolf verunglückte gestern auf der Strast« zwilchen Aonnerod unb Rede mit fernem Motorrad tödlich Das Aad. das anscheinend einen Defekt bekommen batte, übe r - schlug sich plötzlich in voller Fahrt und schleuderte Wolf auf bie vtraste. wo er mit zertrümmertem Schädel Legen blick» Etwa zwei Stunden nach dem Unfall ist Wolf HALPAUS MOCCA die besonders gute, daher besonders preiswerte 5 Plg. CigareHel ■big bi hitj ■®iÄM °k flifta, £ ge berg -tu ä y *, mV? * »n« f(f> S ?°^ensM^ £ f.fri . , , >* UÖttl aut Melden Ma a fa «ung- Die Sn?. MimMgtn öai Errichtung tnri 8 Muh Liter totiQ ttrf nicht .ur 2n lung ioüttschie jedoch so teh « tem Bau btfloicvn lagener Zusatz zu» älteren Bautet .J verboten uw chre bauliche g ^, rb an den Bauuus- ’ ^uftDertuag bet ' Q8 slaseiiienge- ] SlinmzinMer an die L romil diese aus tocittti ute mittag überflog bti (e in „l-tzonn' unsen ch Süden, ein WH wird. >i ilgen. Hm ter noch inrnr inot abzicheüen, M Haus mit Ä(eii- hapsengaik errichtea 'chleunigt werten, M ■ti bet Aohbau fertig großen Dangen * fe zum Ucrfanb ft» lan Sisetidah» Berzö-rEgeiiM mti\un4 untzM in genügender U i Brrlaten von leid' erst vor sich pta 'gesehl ist M W ;ntnet nicht oeränter. i drS städt-I-enMä Zentner am Bau« ternte, dir votlo'.ege?u auf 800 Zentner y art.H E « ßreii. - w So|i"Qnn®ft ® w«w° £?. i id Sid-ni - 5J> * , Barlt«» Ä !, Jab«n ,KW“LJS T..VÄSE UHinn zu erricht" m,t Ä^'wer>* ' t>m M"1 ri.it tu fflÖsK ■„«SSW ! ^rts-ritte. barg versetzt Arn* Lrmdurg. WSA. Da uf «aa u . I. Ott de» Mtnstigen Wasserflandes der Lahn konnten Ne Arbeiten bei Dausenau bis jetzt ständig fort- grictzr werden. Di« Betonardeiten sind abarichlofsen. Das Wehr ist bereits fertig, unb man bat nunmehr mit den Arbeiten an der Schleuse begonnen. Wit einer Dri.gschaft von 150 Arbeitern wird lag und Aach« gearbeitet Man hofft noch vor Winterbeginn tn< ganu- Dausenauer Anlage betriebsfertig machen M können. Kirchliche Nachrichten. Edanßel-fche Gemeindert. Sonntag, - Oktober 17. Sonntag nach Irmitalt» Stabltirdw. 9.30 Uhr Pfarrajsistent Hertel 11: «inderkirche für die Markuogemembe Pfarrassistent Hertel 6: Pfarrer Müller — )ohanne»kirck»e. 9.30: Pfarrer Lusfelb. 11: kinberkirche für die Lohannc» gemeinbe Pfarrer Äusselb. 6 i larrverwatter Tob zert Beichte unb hl Abendmahl für Luka»- unb Io- hannesgemeinbe — ttirchberg. 10; 11: Feier be» hl. Abendmahl» für bie jungen Männer unb Qrauea van Lollar: nachmittag» 1.30. Alain,lar. — Lich. 9.30: Lliftebechant Leaf.: 12.45: Äinbrraotleabienft, 2: ötift»pfarrrr cdjorlcmmer. — f>auicn-(harbrn- leich Wiirbcntrid) 10: Arier be» hl. Abendmahl»: f^iufen: 1 — Watzenborn Slelndcrg. 10: Linder- hrd)i 1 chauptgottesbienst. — wieseck. 9: Beichte: 9.30: Predigt im Anschluß Feier de» hl. Abendmahl» Katholisch« Gemeindrn. Gietzen. Samstag, 8. Oktober 4 30 unb 7 Uhr Beichte Sonntag, 9. Oft. 18. Sonntag nach Pfingsten. tz.30: Beichte: 7: Messe, Kommunion der Jünglinge unb de» Kathol Kausm Verein»: 8 Kommunion: w: -ochomt mit Predigt: 11: Messe mit Predigt. 5 30: Christenlehre unb Rofenkraniandacht. An den Werktagen ist täglich abend» 8 Uhr Rosenkranz- anbacht. — Grünberg. 9 30: Messe mit Prebigt. — üungrn. 9 30 stochamt mit Predigt. — Lich 7 30. Messe mit Predigt___________ ____________ (Boiinidt»b«*iiit o. jtenir n.Ävotdeke" nm 9.1U27 Dr. Steinreich Dr. Ploch Hirfchavotbeke. :lnbaarzt: > r. Raubach. r M nassen Jahrgang«« ist bi# »rr* im Durch- -chnitt besser als man Raubte Landwirte, bu KartoffelouSmacher haben, find bereit- nut der Ernte fertig. — Da» noch liegende Stumm et ist größtenteils Der fault und kann als Furier mche mehr verwandt werden. ]:f Usenborn. L Olt Bei der gestrigen Berfteiaeruna des « - n d ° ob st e- m Aepfcln und 'zHcncn waren bu Aepfel sehr begehrt 3m Durchschnitt kam der Zentner auf Baum zwischen 6 und 6 M. Birnen waren Weniger gefragt. Kreis «ltzseld. ,,X aetlbach. 7. Ott. Die an der Pro- din^ialstraste von hier nach Groh-Felda ftatt- eebabt« O b st ver st eia eru n g brachte im grölen und garuen billiges Ob st. Do konnte Ln den Korb voll guter Aepfel für noch nicht 1 Mark erstehen Das Obst muhte gleich an Cr: und Stelle bezahlt werden. (,) Windhausen. 7. Okt. Am 1. 2lo- bember tritt unser langjähr.ger Lchrer Äontab Dbrmer au» De'undheitsrücks.chten in den Ruhestand. Don 1899 an stand er bi« zum 1 August in dem benachbarten Kestrich. Bom 1 August 1917 bis heule, allo genau ein Jahr- uhnt wirkte er an der hiesigen Schule Gr war immer an < nklassigen Schulen und war auycr- Ik-m noch L'cfior. Organist unb JMrigeTOi 3n L'crer Gk-ncmöc erfreute er Nch A Dolls- •rlieber w.c als Mensch gleiche. Bellebchrit. Die besten Wünsch« der i^tre nd« begleiten ihn »ach Garbenteich, wo er s.ch ein Hau« hat bauen lassen ^yemyeften. WS2l. Bingen. 7. Ott. Bei Fischbach rannte ein mit sechs Personen belebter Straft- wagen gegen die gut deleuch.ete Schranke, hi« für e nen herankommenden Zug bereits nie- herg«lallen war. Bier Personen wurden Ich w c r verletzt unb muhten dem Kranken- aus zugesührt werden Starkenburg. WSA. rf eiben 7. Olt. B«rgang«n< Dacht gegen 2 11b brach hier in ber Scheune tzes Duchoindermeisters Äeuling Feuer au«. Bei Nieren-, Blasen- und Frauenleiden, Harnsäure, Eiweiß, Zucker 1926: 16300 Badegäste. Schriften und Nachweis billigster Bezugsquellen durch die Kurverwaltung Bad Wildungen 3^9,, Bahnhofs-Restaurant Gießen zu Mk. 3.50 zu Mk. 2.20 Russische Charlotte Goethe-Bund Schmorhahn mit Pilze, Salat Rachel Pommes Croqueltes Russische Charlotte Sonntag, den 9. Oktober 1927 MITTAGESSEN ABENDESSEN zu Mk. 3.50 Kraftbrühe Solferino Schleie blau, gefrorenen Meerrettich Kalbsmedaillon Mignon Ananas Prinzessin Art Vorausbestellung von Tischen erwünscht! 9151a Geflügelcreme Suppe Helene OeNügelcreme Suppe Helene ,, . . Kalbsmilcher St Oermam Schwemecarre Jager Art Einladung zum Winterpro^ramin 1927/28 in der Neuen Aula. Sonntag. 16. Okt.1927. Gastspiel der Deutschen Marionettenspiele aus Kassel: Marlborough zieht in den Krieg. Mittwoch. 23. November 1927: Franz Werfel. Donnerstag. 8. Dezember 1927: Gedächtnisfeier für Rainer Maria Rilke. Rezitator: Dr. Friedrich Castelle. Sonntag. 22. Januar 1928: Hermann Hesse. Donnerstag. 9. Februar 1928: Jakob Schaffner. Sonntag. 18. März 1928: Alte Meister in Ton und Wort. Alice Ehlers (Cembalo), Dr. Helnr.Michaelis (Rezit.) Mitglieder auf 2 Plätzen freien Eintritt. Mitgliederanmeldungen bei ChalHer. Mitgliederbeitrag: Vierteljahr 5 Mark. Nichtmitglieder Karten zu 3 und 2 Mark. ei0,c Restauration »Frankfurter Hof« Kietzen Fernruf 1521 /An den Marktlauben / Fernruf 1521 Sonntag, den 9. Oktober, im Saal Großes Familien Konzert Eintritt frei 9,330 Oute Küche / la Weine / Gut gepflegte Biere Keftauvation zum schwarzen Walfisch Seliersweg 50 * Telephon 1Z86 Angenehmer Aamilienoufenfhalt / Guter bürgert. Mitiags- iisch / kalte unb warme Speisen zu jeder Tageszeit. Schönes, großes Dereinszimmer mit Klavier, 50 Personen fassend, noch für einige Tage in der Woche frei. Um gütigen Zuspruch bittet Franz Soldütt 9129 D ImlscheSemokralischepariei Dienstag, den 11. Oktober, abends 8 Uhr Gewerbehaus, Kirchstraße 9128c Haupt-Versammlung Tagesordnung: 1. Jahresbericht, ^echmmgsablage, Wahlen; 2. Oie Demokrat. Partei u. die kommende Landtagswahl (Sektor Loos und Schulrat Fischer),- 3. Landtagskandidaturen; 4. Landesparteitag am 15. u. 16. Oktober zu Darmstadt,- 5. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung Erscheinen der Mitglieder dringend erforderlich. Oer Vorstand. Palast = Lichtspiele Xur noch heute und morgen: Harold Lloyd, der Sportstudent Großes Lustspiel In 7 Akten. - Ferner: Besuch midi mal bei mir xu Haus Nach einer Humoreske von Arthur Stringer. Lustiger Film in 7 Akten. Astoria-Liditspiele Xnr noch heute und morgen: Gräfin Vandieres Ein Spiel aus der Leidenszelt Europas in 6 Akten. Daiu; Die Maske der Leopardengesellsdiaft Sensatlonsfllm in 6 Akten. 9144c MMMMM I«' gleinTinöen Sonntag, den 9. Oktober 1927, nachmittags 31/, übr im Saale der „Deutschen Siche" KONZERT uetöiitiötn mit öem 15|ü eigen jahilöum Des Göormeiitets öetrn K. DKolal unter lU troiriung öer fianelle eöemuilger liiitilärmufiler Siegen (li kommen zum Dortrag: (Thore von Fleischer, Echauß, Son nett, Ullrich und Stampf sowie die Khöre ^Deutsche Tänze- von Schubert und »Marianne vom IKHein^ von Stampf mit Orchesterbegleitung. - Eintritt 1 RM. - JW Ab 8 Ubr abends Tanz, -wi Oer Vorstand. 91200 Heute abend TANZ bis 4 Uhr geöffnet 0152c Annerod Sonntag, den 9. Oktober WkilWiW wozu ergebens! einlabet Gastwirt Wächter. Für gute Speisen unb Getränke ist bestens gesorgt. Slutooevbinbunn ab 3 Ubr vom LndivigSvlatz. 07241 I Saalbau | Sauer p Heute Samstag und morgen Sonntag ab 4 Uhr M„T TANZJ Steppdecken in Wolle unb Daunen werben angefertigt unb autgearbettet. gelieferte Zutaten mliverwendet. Eigene Anfertigung, billigste Berechnung LagerinLatiuöu.fc StrPuDEtfenlloos. Stein Laden! 9097D Meine Sprechstunde befindet sich ab heute Südanlage 11 part. Dr. Gros Augenarzt 07306 Von der Reise zurück Hans Koch Dentist (staatlich geprüft) Südanlage 20 9157D Habe mich in fließen, Boethestr.tOp als homöopathischer Arzt niedergelassen 07283 Dr. med. H. Knauff Sprechstunden vormittags von 9-12, nachmittagsv.8—5Uhr । esuchenach auswllrts mit eigenem Kraftfahrzeug W. Welz Homöopath €1 teilen LH. frankfurter* t raße 13. Sprechstunden von s-12 und 2-4 , Uhr. Sonntags von 10-12Uhr nüber Feiertags ZogelMMn zur ..Volkswohl - Kranken- kasse“, Sitz Dortmund tiO&iD Fiüggl Pianos Harmonms Bechsteln Blüthner Berdux Feurich Schiedmayer Thürmer Rosenkranz Hupfeld /Gebr. Zimmermann Mannborg Hofberg Nach Eingang der neuesten Modelle ist mein Lager zur Zeit besonders reichhaltig und ich bitte um zwanglose Besichtigung. Jedübliche Zahlungserleichterung wird gewährt. Pianohaus Robert Schönau Seitenweg 91 Gießen Seitenweg 91 9158a Gioths [Seifenpulverj wäscht am besten ■ 8. l. Donnerstag. 13. QttoDer. abends 9 Uhr Im Betelnsloloi Saitöaus Boiler Auherordentliche General - Versammlung Tagesordnung: qiösd 1. Mitteilungen,- 2. Berichte der Ausschüsse'' 3. Lericht der Kassenprüfer,- 4. (5rgänzungs- wählen zum Vorstand und Fußballausschuß,- 5. Verschiedenes. Oer Vorstand. feinste. Kieler 91641 p. felbsteingemachieS Pfund 2 Babnboistrabe 27 Fernfvr. 1631 das Pfund 50 A die Kiste.a 2.10 das Pfund 38 A 3 Pfund ./il l.li die Steige ca. 20 Pfund brutto Kinder* bet.en, Stahlmatratzen, günstig an Private. Katalog 5C5 frei • I*enmübclfabrlk Kuhl iThürlngl Drucksachen aller Art Helen in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und ordiwert die Brühl'edie Ualw. Druckerei. 8. Lau« Eisu-IS: Statt Karten! Carola Göttlich Heinrich Äremer Verlobte Lollar, im Oktober 1927 07365 Zhre Vermählung zeigen an Heinrich Dörr und Frau Frieda geb. Schildwächter Gießen, den s. Oktober 1927 07264 Gustav Hiegger und Frau Emmy geb. Detter Vermählte Gießen, Oktober 1927 07269 Lollar Statt Karten Gießen (Walltorstr. 13), den s. Oktober 1927. p Trauung Sonntag 1 Uhr Hotel Emanuel, Kassel 9111 D Warburg i. Wests. den 9. Oktober 1927 Karl Älock Erni Älock geb. Löwenstein Vermählte saoioeiweuthse vMeiWs - 'Unmut s. felöflänoige öonöroerrer u. Gewervkttelbellde o. G. Sronflort a. HL Ilm 10. Oktober, nachmittags 3 Ubr, findet im Hotel Nobel, Liebigstrafie 9, unsere diesjährige 107274 Bejitls-Berffloimliiog stau. Wir laden unsere Mitglieder hiermit ein. Bezirksverwaltung Giehen. Kaufmann. Für die uns anläßlich unseres sojährigen Geschästsjubiläums dargebrachten Glückwünsche sagen wir auf diesem Wege unfern herzlichsten Dank. Ad. Hofmann, Metzgermeister. Verlange slels den Qua/i/ä/sschuh 3CNUHFABDIK, 'BUTZBACH ————— BiiBölünte Sraoen bau and) bUyblanke Möbeb denn iie gebr. nur Möbeivuv ..wunderschön" (fron Hon. SalferOroQ. Linie ipL 6. ° D —— Wirotln- Mr m allen lsröhen. Küferei Sommerkorn **D Bleichstr. 10. Harhranoholz ofenfcrita, von 5Silan, Ueieri nuherfl billig frei uno Hauö I.WeU l;öfer Marburg. Str •eeeeeeeeeee Gießen, Marktplatz 22 »Ade, ( S ^chte bQ5 ki a torid j M^nei fatn uW1 n $0 griff n, P '""en mit o A die neun Ä? da Slick ihr {J!5 $Qtcr ar pW* 1^*5 iu Lau ficro- *7, Qfa; Ss Durgbr< SdT.tn »Durgbr 1515 tritt die Di j» Srich-inung. ruh zwischen 15; od war wayri 6i mit Willens- und Tatkraft die Krise glücklich überwunden. Das Verdien st an dem Aufstieg und dem heutigen hohen Stand deS Unternehmens? ist dem Freiherrn Riedesel zu f ährten in solche mü K leinps läster oder anderen gleichwertigen Befestigungen dahi.n. dah Provinz und Gemeinden je jur Hälfte zu ben Kosten heranzuziehen sind Rur. wenn au- besonderen Gründen die Gewährung os zu einem |©i Ortsdurchfahrt an die Gemeinde gerechtfertigt werden kann, so kann der Betrag mit Zustimmung deS Ministers des Innern auS brn für Reubauten zur Verfügung ftehenden Mitteln — in diesem Falle beträgt der gemeindIcchr Anteil der Kosten nur 1 , — ausnahmsweise gewährt werden De. Wortlaut dieser Aus- nahmet>.rfchrist lüht aber schon erkennen, dah hiervon nur in den fdtenftesi Fällen Gebrauch gemacht wird unb nach Rlaftgabe der für Oleu- bauten zur Verfügung stehenden Mittet nur im äuhersten Falle Gebrauch getnacht werden kann. Berücksichtigt man nun weiter, dah die Gemeinden außer dem Kostenanteil für die Befestigung der Fahrbahn auch noch die Erneuerung der gepflasterten Fußsteige, die Reuanlage. Erneuerung und Unterhaltung der Gossen und Quermulbat. wie auch der sonstigen Wasferab- (cihma6anlagen aus ihren alleinigen Mitteln zu bestreiten haben, so bedarf eS keiner besonderen Begründung mehr, dah den Gemeinden, insbesondere aber den kleineren leistungHschwä- cheren Landgemeinde^ durch dieses Gesetz eine wesentliche Belastung aufgeburbet worden ist. Die Entwicklung des KraftwagenverkehrS unb baS damit in den Vordergrund gerückte Problem der Bekämpfung der Staubplage während der tnxfenen Jadresj.nt stellt zwangsläufig jetzt und in nächster Zukunft alle an groben Durchgangs- straben liegende Gemeinden - auch sonstige (Sc- meinben mit einem durch die wirtschaftlichen Sisenbach und all ihren wackeren Mitarbeitern zuzufchreiben. bw durch moderne Ausgestaltung deS Brauereibetriebs und durch gute Qualität ihre- BiereS dem Unternehmen Wertschätzung in weiten Kreisen verschafften. Der Bierabsah erfolgt heute unmittelbar durch die Brauerei an zusammen 150 Wirte m Lauterbach und Nachbarschaft, durch Riede rla gen von Ulrich'te n aus an 65 Wirte, von Grebenhain aus an 54 W.rte, von HerSseld an 25, von Gersteld an 27. von Schluchsem an 75. von Schotten an 49 Wirte. Einschließlich verpachteter Wirtfchaftetr werden von der Brauerei insgesamt 458 Wirte beliefert, dazu kommt noch der Fla'chcndierbeiried. Die Freihenl.a» Riedeselsche Brauerei und Mälzerei zu Lau rbach. deren hier nur in kurzen Auszügen vermerkte Gelchichte man in der Festschrift mit großem Jtuerdfc liest, ist einer der bedeutsamsten und angesehensten Betriebe unserer Provinz, dem man zum Wohle der heiinrichm Wirtschaft am heutigen 3ubi- läuinStage etne weitere glückliche Aufwärtsentwicklung wünschen darf. Die Kleinpflasterung der Ortsdurchsahrten. Die Geschäftsstelle de» Hessischen Land- gemeindetagS schreibt uns: Da« unterm 15. Juli 1926 in Kratt getretene Gesetz über das Strahenwesen in Hellen, daS das ehemalige Kunststrasxmgefetz vom 12. August 1896 aufhebt, regelt in seinem Artikel 7 Abs. IV die KostenaufbringungSpslicht beim Umbau von chauffierten OrtSdu rch- Buntes Allerlei. Der Tiger alv Spielgefährte. Eine merkwürdige Defchtchte wird in indischen Blättern aus Mysore gemeldet. Ein alter Mann war mit seinem sechsjährigen Gnkel in der Rähe eines Dschungel-Dorfes von einem Tiger angegriffen worden. Der Tiger schleppte das Kind fort. D.e Dorsleute veranstalteten sofort eine Rachsuche, fanden aber erst nach zwei Tagen daS Kind in der Rähe eines Brunnens, und sahen zu ihrem Erstaunen, wie der Tiger friedlich mit dem Äinbc spielte. Als sie versuchten, das Kind fortzunehmen, fprang der Tiger auf sie zu und griff sie an. wurde aber schließlich dadurch vertrieben, dast die Bauern den Urwald in Brand steckten. DaS Kind, das auf bie’e Weise gerettet wurde, war völlig unverletzt unb zeigte durch die Heiterkeit seines Wesens, dah der Tiger ihm nichts getan hatte. Es erzählte. der Tiger sei so ein guter Spielkamerad gewesen. (Befangen im Sanbfturm. DaS schauerliche Erlebnis eines Sandsturmes, den er im Dolf von Aden durchmachte, schildert Walter A Lamb in einem Londoner Blatt: „Die Hitze war furchtbar. Dabei lag etwas Scharfes in der Lust, und die Sonne hing wie ein dusterer Feuerball über dem Horizont, dessen Linien unbestimmt verschwommen. Wir ruderten mühselig durch den Hasen, als mein Freund plötzlich in die Richtung vyn Lahcj wies. Da hl ernte sich, beinahe bis in den Sjimmel, eine riesige graue Wolke auf und verbarg den Anblick der Wüste. .Sand!" schrie mein Gefährte, und in einer Minute war der Sturm über uns. Er kam mit einem Wirbel heihen Windes, der das Wasser zu Wellen aufpeitsche, während ein fables Zwielicht die Stadt umhüllte. Der Sand schlug uns in die Gesichter wie ein furchtbarer Hagelsturm, blendete uns, fuhr in die Ohren, so dah wir nichts mehr hörten, und peinigte den Körper wie mit lausend spitzen Radeln. Am schlimmsten aber empfanden wir es. dah wir durch unsere rasch entzündeten Rüstern kaum noch atmen konnien. Endlich erreichten wir die Küste und flüchteten in eine Hütte, deren Türen und Fenster wir fest verschlossen, in der vergeblichen Hoffnung, den Sand fernzuhaltcn. Wir zündeten die Lampe an und warteten, aber der Sand riefelte auch hier über uns her. Als die Sand- wvlke vorüber war. kamen die Heuschrecken. QHaii hörte daS Schlagen ihrer Millionen Flügel wie das dunkle Summen einer Dynamomaschine, •unb durch das Fenster beobachteten wir die riesigen schwarzen Massen, die das Licht des MondeS verdunkelten. Da wir fast erstickten, öffneten wir ein wenig das Fenster. Aber schon hatten unzählige Heuschrecken von dem Raum Besitz ergriffen, flogen um die Lampe, die erlosch, bedeckten die Wände und legten sich über unsere Gelichter. So rasch wir das Fenster schlossen und die Lampe wieder an steckten, das ilnglüd war geschehen und der ganze Raum von den Tieren bedeckt. Wir hatten einen langen Kampf mit diesen unerwünschten Besuchern. Als wir uns dann in den Garten hinauswagten, sanden wir in ihm fein Blatt mehr: die Heuschrecken hatten alles ratzekahl gefressen." „Reforb-Jrefier“. Die Engländer sind stets große öl 1er gewesen, unb Wettkärnpse im Verschlingen der meisten Speisen waren im „alten lustigen England" ein beliebter Sport, der noch heute nicht ausgestorben ist. So wird berichtet, dah ein Hafenarbeiter namens Henry hintereinander 20 Mahlzeiten verspeist hat, aus Fleischpudding. Kartoffeln. Kohl und Sohe bestehend. Diese Leistung wird aber durch die Taten früherer Rekord- Fresser uxit in den Schatten gestellt. Der sog. Marquis de Leuville verschlang bei einem Wett- essen vier Riesenbeefsteaks, vier Kalbsschlegcl. vier grobe Würste, vier SchweinckoteletteS, vier Otier en Erraten und fünf Portionen Käse. Aber den Rekord stellte ein Uhrmacher aus DloomSbury auf. der den Ehrennamen eines ^Weltmeisters der Fresser" verdient. Er hatte einmal gerade fein sehr reichliches Mittagsmahl verzehrt, als man ihm zum Späh den Antrag machte, das Essen zu verzehren, das sür eine ganze Gesellschaft bereite: war. SS waren z'vet Riesenpudvings. von denen jeder vier Pfund Beefsteak und Olleren, ein Duyend Austern, Pilze und noch ein Paar Rebhühner enthielt. Diese schmackhaften Gerichte verzehrte der Uhrmacher mit Leichtigkeit und trank dazu nur ein Glas Bier; erst nach Beendigung der Mahlzeit leistete er sich noch ein Glas. Der Mann mit diesem Riefenappetit, der bereits 18c- in der englischen Armee diente, ist noch immer ein fielst get Arbe ter. erfreut sich der besten Gesundheit und des gesegnetsten Riesenappetits. Berdättnifsc bedingten stärkeren Ärafttoagenrxi- kehr werden in absehbarer Zeil bittrem betroffen werben — vor die Ausgabe der Befestigung der Ortsdurchfahrten mit Kleinpflaster. Jnlvlange tedoch die Gemeinden einmal mit der Hälfte der Kosten der Pflasterung der Fahrbahn belastet werden, zum anderen noch die Fuhstetge und Dossenpflaste- runacn, deren Erneuerung durch die Straften- Pflasterung ganz vGn lewst bedingt wird, unverkürzt zu tragen haben, wird eine durch- arcifcnbc Lösung liefet Problems auf sich warten lassen, ja unmöglich sein Eine nicht gan^ unbedeutende Rolle spielt hierbei noch dte .trage der Rvrmalbreite der Straften-Fahrbahn. Bekanntlich wird seitens der Provinzen eine solche von 5 Meter — von AusnapmefäUtn abge- sehen für hinreichend erachtet die Ortsdurchfahrt einer Gemeinde mehr wie 5 Meter breit ist, z. D. 7 Mater, so hat die Gemeinde, wie man anzunehmen gcixigt sein möchte, nicht die Pftasterungskosten für die Hälfte der Fahrbahn *= 3.50 Meter zu bezahle,», sondern die Kosten des Umbaues mit zur Halste der Rormalbreite — 2,50 Meter 4 2 Meter «= 4.50 Meter Dast dieser Lmstand nicht dazu angetan ist. den Umbau der Ortsdurchfahrten in Kleinpflaster zu fördern, liegt auf der Hand; er wird vielmehr durch die erwähnten Umstände noch eine der natürlichen Entwicklung entgegenwirkende Hcnnnung bzw. Aufschiebung erfahren infolange, all man an den zuständig en ©teilen nicht von der Rottvendigkeit der Abhilfe auf diesem Gebiete überzeugt ist. Dem Hessischen Landtag Legt bereits ein Antrag vor. wonach verlangt wird, die obige Gesetzesbestimmung dahin zu ändern, dast dte Kosten des Umbaues der Fahrbahnen in solche mit Kleinpflaster innerhalb der Ortsdurchfahrt zwischen Gerne.nde und Provinz im Ttcr- l) ä 11 n i « d o n ’/> ä u 1 3 geteilt werden. Wenn schon dieser Antrag beweist, dass sich die Erkenntnis von der Rottoendigkelt einer Milderung der gemeindlichen Belastung durchzuringen le- ginnt, so kann jedoch die durch den erwähnten Antrag erstrebte Regelung der Äoftenfrage für die Gemeinden, insbesondere aber für die kleineren Landgemeinden, keineswetzs befriedigen. Bedeutet eS nicht fchon eine vollkommen hinreichende Belastung für die Gemeinden. wenn sie neben den Unterhaltungskosten für ihre übrigen Rebenftraften die Erneuerung und Unterhaltung der befestigten Futzsteige und Go'sen der Ortsdurchfahrt im Zuge der Pro- vinzialstrahe aufzubringen haben? Und ist eS bei den heutigen DerkehrSverhältnissen nicht gerechtfertigt. die Pflasterung der Fahrbahnen innerhalb der Ortsdurchsahr^cn aus Kost en der Allgemeinheit — in diesem Falle zu Lasten von Staat und Provinzen — ausführen zu lassen? Rur eine dahingehende Abänderung deS Gesetzes trägt den Belangen der Landgemeinden Rechnung und kann diese befriedigen; das mit der Annahme deS vorliegenden Antrages geschafsene Stückwerk wäre nicht geeignet, die aufgeworfene Frage Hjrer Lösung wrientlich näherzubringen mancher im Interesse des Verkehrs sowohl, wie im Interesse der Volksgesundheit dringend nottvendige Umbau c iner Ortsdurchfahrt mühte noch auf Jahre unterer Kostenanteil mit , ein- schliestlich der erwähnten Redenkosten immer noch für die Gemeinden untragbar ist. Der Borstand des Hessischen Land- gemeindetags hat sich bereits wiederholt mit dieser Angelegenheit besaht, und eS wird seine Aufgabe fein, immer wieder darauf zu bringen, dah den berechtigten öintoenbunge ■ der Gemeinden Gehör geschenkt und d.e unhaltbare Bestimmung im Art. 7 deS StratzengeseyeS geändert ttriro. Aus Dem -lmtsvcrkündiftungHblatt. • DaS Amtsverkündigungsblatt 01 r. 7 1 vom 7. Oktober enthält: Wahl der Vertrauensmänner und Ersatzmänner in Der An- gestclltenversicherung. — Dtraßensperrc. — Hessischer Schutz verein für entlassene Gefangene — ZJnstallationswesen. — gelDL^ereinigungen S:e.n- heim. Lardenbach und Lauter. — Die Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben. ümLrsolgundMe. Roman von Robert Misch. Copyright by Carl Dunker. Berlin SW 62. 11 Fortsetzung Nachdruck verboten Isa griff noch dem kleinen, roten Lederband, der innen mit gebatikter Seide gebunden war. Lor- hin hatte sie ihn schnell in ihre Ledertasche gesteckt, damit die neugierigen Äugen und Hände Ihres Lehrers nicht darin ft.bcrn sollten; und sie glaubte in Lenzens Blick Zustimmung zu lesen. Wahrscheinlich hatte er ihr etwas cingZchrieben '21 uf der Rückseite des Vorsatzblattes stand denn auch In seiner zierlichen Künstlerschrif^ das Abschiedswort von Hamlets Slater an feinen Sohn, den er zur Roche mahnt: „Ade, ade — gedenke mein! Jos. Lenz. Leise hauchte sie einen Kuß auf die Zeilen. Dann glitt dos Buch langsam in ihren --motz. War es nicht töricht, nach diesem kapriziösen Herzen zu greifen?! Hatte man ihr nicht von seinen wechselnden Launen und Stimmungen, auch von manchen Liebschaften erzählt, die schnell geknüpft und schnell gelost waren? Uebcrafl flogen ihm die Herzen der Frauen entgegen. — Wollte sie nicht f e l b ft eine Bühnensonne werden?! Sie brauchte einen Trabanten, der gehorsam um sie kreiste, nicht eine andere Lonne, die ihre eigenen Bahnen zog Unb wahrscheinlich würde er auch sie ebenso schnell wieder vergessen, wie sich diese zarten, unsichtbaren ftäben zwischen ihnen angesponnen. Wie vielen Frauen mochte er nicht schon unter fein Bild geschrieben haben: „Abc, gedenke mein!" Es war gut, daß er fort ging, kaum, daß es begonnen. • Der Frühling zog nun fubelnb und mit vollen Händen spendend in die Großstadt ein. Er zauberte die Blätter aus den Straßen- und Tiergarten- bäumen hervor, bestickte mit der Hilfe freund! chcr Stadtgärtner die Parkwiesen unb die Rabatten der großen Avenuen mit Krokus. Primeln und Anemonen. In den Kärben der Marktfrauen unb der ältlichen Blum nmädchen blühte es bunt auf; zuerst erschienen die Veilchen, die Tretbrosen und getriebenen Maiglöckchen, bis bann der Mai selbst sein anmutiges Sonnengoldnetz über die riesige Stadt warf, und Mädchen und Frauen mit den Blumen an Farbenfreudigkeit wetteiferten. Im Konservatorium arbeiteten sie in ben Gesangs- unb dramatischen Klassen im Wetteifer mit dem Frühling auf die geplanten Vorstellungen hin, die an zwei Abenden des Junis in einem gemieteten Theater ftättfinben sollten. Isa ftubierte den Habanera Akt der Carmen in ber Kneipe des Sillas Pastia. Ein heißer Wettbewerb um diese Rolle zwischen ihr und einer glut- äugigen Polin war entbrannt, in dem sie mit Hilfe Lukrins dies Fräulein von Lubzewska besiegt hatte. Der Direktor hatte zwar anfangs kopfschüttelnd seine Bedenken geäußert, sie schon nach einem Jahr Unterricht auftreten zu lassen Es sei auch gegen die Tradition (Die darin bestand, die Schüler recht lange zu behalten, also ihr erstes öffentliches Auftreten hinaus,zuschieben.) Und bann sei für bas große Haus, das man bicsmol gewählt hatte, die Stimme noch nicht tragenb genug. Aber Luk'rin, ber ihn ganz in ber Hanb hatte — fein ehemals io großer Buhnenname war eine 3ug- kraft bcs Instituts geworben — setzte es schließlich durch, zumal die Mittellage der jungen Polin nicht sehr stark war, unb gerade diese Rolle starke Mittel- töne forderte. Nun arbeitete Jia mit dem Hostchou- fpielcr Börklitz und mit Sukrin, zu dem sie außer den üblichen Stunden zweimal in ber Woche in feine Wohnung ging. Rach ber Stunde trank sie bann mit bem Kammersänger und seiner meist anwesenden Gattin den Tee. Ein paar Mal hatte sie Butrin mit Lenz geneckt, der auf feiner großen Gastspielfahrt mar. Isa lächelte dann nur ihr geheimnisvolles Lächeln und zeigte auf die zwei Starten, die sie im Laufe ber erften vier Wochen von ihm erhalten. Die erste war wenige Tage nach seiner Abreise aus Königsberg gekommen. Es war fein 3.1b als Hamlet, mit einem kurzen Gruß. Die zweite ohne Ansicht plauderte von seiner Rheintournce und war aus Mainz. Er ließ auch Lukrin grüßen unb schrieb -um Schluß: Ich habe bem tragen Direktor von C'hncn erzählt. Madonna, von Ihrer Feuerkrone unb von Ihren Chansons unb Ihrer süßen Stimme. Er hat sich sofort den Namen notiert Lukrin lachte gereizt: „Sehr freundlich — aber was denkt sich Herr Lenz eigentlich! Zunächst wird sich der Direktor noch zwei Jahre gedulden müssen — und überhaupt Mainz! Na ftu ganz schöne Oper, „Aber ich hoffe, wir fangen gleich größer an — Hamburg, München, Frankfurt “ Es war m:rlwürdig schwül heute, ein vorweg- genommener Sommertag. Lukrin, sonst immer im hellgrauen Saktoanzug, trug heute ein blauseidenes Hemd mit Umschlagskragen und Geibengürtel unb barüber ein gelbseibenes Hausjakett, entschuldigte sich auch deswegen mit ber „ekelhaften Hitze". Diese machte ihn wohl auch zerstreut unb nervös Schließ- Ich fegte er mit einigen chromatischen Akkorben über bie Tasten, bann lehnte er sich plötzlich in ben Stuhl zurück. „Es scheint, Mabonna, Sie interessieren sich für Herrn Lenz." Isa schaute überrascht auf. Wie brutal bas klang! Als ob man mit plump-zynischer Hand ihren Leib betastete. Unb nach einer Pause ber Verblüffung, entgegnete sie kühl, währenb sie ihr Her; plötzlich pochen fühlte: _ ,Zch interessiere mich für den Künstler Lenz. „Na ja ... Sie würden mir ja auch nicht die Wahrheit sagen. — Also fangen wir an'" *21 ber er war zerstreut, entschuldigte sich auch gleich wieder mit ber Hitze. An bem kleinen Tisch, cm bem sonst immer seine Frau ben Tee bereitete, auf einem silbernen Rechaud, machte cr sich heute selbst zu schassen. Seine Hände zitterten, während er die Spiritusflamme entzündete „Wo ist denn Ihre Frau Gemahlin?" ,^lch glaube, ausgeqangen .. sie macht einen Besuch — oder zur Schneiderin ... ich frage sie nie, wohin sie geht. In ber Ehe muß man sich gegen'eitm Freiheit lassen." Er lachte grell unh unnatürlich sein Blick flackerte IniP unb spöttisch über sie hin 3(a fühlte sich pl tzlich unbehaglich befangen; am liebsten wäre sie jetzt gegangen Aber he blieb am Klar» er fitzen und markierte m t halber et mme eine schw-eriae Stelle der Partie, während er seine Arbeit am Rebentilch fortsetzte. Er goß das kochend^ Wafter über ben Tro — einen wundervollen Tee, ben ihn eine englische Verehrerin sch ckte, unb ber einen feinen Duft ausbauchte. Dann schloß er plötzlich bas Fenster unb rief, hinter ihren Stuhl tretend, währenb er sanft bie Hände auf ihre Schultern legte: „Sie haben falsch intoniert, Kindchen ... cs fehlt da noch an Seele. Ueberhaupt sind Sie der Partie geistig und stimmlich noch nicht gewachsen. Es fehlt die Wucht, die Leidenschaft, bie Tiefe. Mit den Künsten des „joli tambour" unb bes „Mädchens vom Alstergrunb" kommt man dieser Rolle nicht bei." „Warum lassen Sie mich bann fingen? Der Direktor glaubt a u ch, baß es noch zu früh ist." „Ach, was versteht ber! Ich kann Sie da hin- bringen, ich allein“, lachte er plötzlich, während er ihr sanft übers Haar strich. — Mit einer Hand- beweg >ng lud er sie ein, neben ihm Platz zu nehmen. Widerstrebend, mit einem leisen Angstgefühl, lieft sic sich auf ber kleinen Eauseuse nleber, auf ber sie sonst neben ber Dame bes Hauses faß. Er blickte sie fest an: „Ich habe alle meine Schülerinnen, mit benen ich es gut meinte — natürlich mußte Stimme und Begabung ba sein — vorwärts gebracht. Aber dazu gehört Hingebung — Hingebung." ,,3d) lebe nur für meine Studien.“ ,Ha, ja“ — er lächelte gequält — „Sie törichtes kleines Mädchen. Aber — wie kann man Liebe unb Leidenschaft verkörpern, ohne sie empfunden zu haben! Wir Künstler müssen alle geliebt unb gelebt haben, ehe wir bie Leibenschaft verkörpern können.“ Sie schüttette leicht ben Kopf. „Das glaube ich nicht." „Weil Sie weber bie Well, noch bas Leben, noch die Bühne kennen. Ober wollen Sie ewig kleine Chansons fingen?“ „Vielleicht reicht mein Talent nicht weiter'» „Nein, nein — nur muß man ben Funken wecken Jetzt schwärmen Sie für biesen Linz ... cd), wideriprcchen Sie doch nicht' Cr hat übrigens in ff en ein Verhältnis“, lachte er höhnisch — „Auch sonst, auf feiner Tournee, verschmäht er keine Blume, bie er pflücken kann.“ Sie zuckte bie Achseln; ihr Antlitz brannte in heller Glut „Was geht mich bas an!“ „Ach, leugnen Sie nicht! Aber Sie werden ihn nicht Wiedersehen. Er hat sie längst vergessen." (Fortsetzung folgt.. ftüd „Die Turnstunde' (1902), das ein schmerzliche« Erlebms aus seiner Kadettenzeit üderiiefett; feteet eine sehr gereist« Ikbertraflung von Sonetten Michel- angrios. aus dem Nachlaß Des Dichter»: überaus lesenswert und fein bemerkt, was FeUr Braun In Den „Gedanken eines Unrnusitätlichen über SRuftT yi sagen bat; Menschlichkeit" nt ein Kapitel aus der warmherzigen Biographie der französischen D,ch- Urin Marceüne Desbordes-Valmore überschrieben, die Stefan Zweig vor kurzem erscheinen tiefe. — NeueFrauenkleidung undFrau«,- kultur. 10. Heft, Q.Iahrg.. Karlsruhe, Dien, München, Berlin, C. Braun Stria«. — Das Oktober- heft zeigt im wesentlichen praktisch« Kleider für Beruf und Haus, hübsche Modell« aus schlichten Stoffen. die einfach, aber angezoaen wirken. Lehr prak- lisch sind die Wttfchaftsmamel, die über jedem anderen Kleid getragen werden können und die Mängel der großen Aermellchürze geschickt umgehen. — Gut« Aufsätze über philosophische. llteronsche und künstlerische Themen geben Anregung imb Belehrung. — Stickereien und Spitzen. Blätter für kunstliebende Frauen. Alexander Koch, Darmstadl, 28. Jahrgang, Heft 1. — Vie neue Jahrgang der „Stickereien und Spitzen" beginnt mh allerlei Gedanken zur Ausschmückung der Wohnung- befhrfte seiden k issen. w.« Gebilde aus Ira um und Märchen, zarte Tüllbecken und Vorhänge, dicke Teewärmer aus Seide mit einfacher, wirkungsvoller Stickerei — damit gestaltet die moderne, künstlerisch angeregte Frau ihr Heim. Wi« immer, sind die im Tert eingefügten Essays und Plaudereien von hohem Durch. ■ Der bestrafte Würde man unter den Kraftfahrern eine Umfrag« halten, wer von ihnen noch n.cht mit irgendwelchen polizeilichen Dorsche if- ten in Konflikt geraten 'st lo würden doS nur »en.ge sein Tlun läfet l'ch^ldlt bei 2 legung eine« außerordentl.ch krUilchrn Maßstabes daraus nicht die Folgerung Zlehen Vah eben der Kraftfahrer durch unachsta neS und ruckf»cht-u>feS SSntix’a'elyen über Zr.« gcl enden Bestimm ungern (Id) lr.t Konflikte mit dem Grietz selbst btn hab« Wenn auch im jrofeen rmd yan^n Inzwischen der Autouerlehr ern« ,'enlch e.'chrit- liche Regelung erfahren hat, f» bestehen doch eine Unzahl örtlicher Bestimmun fl *n bw der Kraftfahrer, auch wenn er von außerhalb kommt, beachten muh, dl« er aber menst doch nicht genau genug kennt. Me-.st sind diese Ver stöfe« dann ja nur a e r i n g e rJE a l u r und dr« € trafen en» rrechend, Io dafe li« von den Kra t fahrern vielfach ohne weitere- bejl'chen werdem Cm solche« Verhalten ist zwar da- für den Augenblick rinsachste. aber insofern nicht unoe.ehrlich al« auS -u häufiger Bestrafung bi« Ungeeignetheit des Fahrers für d «Führung eine- Kraftfahrzeuge- ge chlossen werden kann. In solchen Fällen kann ihm aber kN« Crlaubni» »um Führen eine- Kroft- fahrzeugeS entzogen werden. AuS d.e- fern Grunde erscheint «3 angebracht, darauf h.n- zuweilen, bah in dem Falle, in dem der Kraft- fahrer glaubt, unberechtigt in pol'zett'Äe Btra e genommen zu lein, er sich gegen b e t ©traje wenden soll, selbst wenn sie noch so ger.ng ist. Sieht der Kraftsahrer allcrdmgS em. bah er Unrecht hat. so soll et fein« Strafe l eier ebne Zögern bezahlen, denn da- erfolglose Vorgehen gegen die polizeilichen ©trafDcriügunrcn hat nur weitere Kosten zur Folge. Der Weg. den der Krastlahrer bei nach seiner Mernung unberechtigten Strafen einzusch lagen hat. ist der des Einspruch- g e g e n b i e Strafverfügung. Dieser E.nspruch ist bei der bie ©trafnermgung erlassenden Polizei- b eb 6 r b e oder bei dem Amtsgericht, zu dessen Bezirk die betret ende Polizeibehörde gehört. mündlich ober schriftlich innerhalb einer Woche nach Zustellung e.nzulegen. Alsdann wird in mündlicher Verhandlung vor dem Amtsgericht über da- Verhalten de- Kraftfahrers ent- schieden. Zur Warnung vor unberechtigtem Einspruch sei h er der Hinweis gestattet, dafe die P o l i - e i st r a f e nicht als Strafe Im strafrechtlichen Sinne gilt. Kommt dagegen nach Erhebung des Einspruch- da- Amtsgericht von sich au- zur Bestätigung der Strafverfügung. oder zur Festsetzung einer anderen Straf«, so gilt in solchem Falle bet Kraftfahrer als gerichtlich vorbestraft. Die Entscheidung vor dem Amtsgericht wird auf Grund der im mündlichen Termin stattzufindenden Beweisaufnahme gefällt. Hier ist dem Kraftwagenfahrer die Möglichkeit gegeben, fein Entlastung-material vvrzubringen. 3m übrigen ist da- Amtsgericht in keiner Weis« durch die angefochtene polizeiliche ©trafverfüaung in seiner Entscheidung gebunden. E- kann tne Strafe völlig aufbeben, kann auch zu einer günstigeren Deurteilung de- Verhaltens bei Kraftsayrers kommen und die Strafe herabsetzen. Aus der anderen Seite steht eS ihm aber frei, auch über di« polizeilichen Strafen hinauSzugehen. 3n der letzten Zeit haben sich die Gerichte nun vielfach mit Fällen zu beschäftigen gehabt, in denen der Anspruch gegen die polizeiliche Strafverfügung damit begründet wurde, daß diese nicht vrdnung-gemäh erlassen war. Ist das der Fall, so ist die RechlSlage für den Kraftfahrer außerordentlich günstig, denn dann tnuf) die polizeilich« Strafverfügung aufgehoben werden, ohne daß da- Amtsgericht zu einer Bestätigung oder anderen Festfetzung der Strafe al- solche kommt. Da derartige Ueberiretungen innerhalb drei Monaten nach der Tat verjähren, fo bleibt in solchem Falle der Kraftwagenfahrer vielfach straffrei, weil meist die drei Monate verflossen sind, ehe die Polizeibehörde dazu kommt, eine neue und jetzt formgerechte Strafverfügung zu erlassen. Der Krastfahrer, dem ein Strafbefehl zugestellt wird, wird also in erster Linie diesen auf seine Form- und damit Recht-gültigkeit zu prüfen haben. 3n der Strafverfügung mutz einmal die Strafe selbst festgesetzt sein, ferner müssen die Beweismittel bezeichnet werden und da- der Straf« zugrundeliegend« Strafgesetz. Al- solch:- Strafgesetz kommen naturgemäß auch rechtsgültige Polizeiver- oibnungen in Frage. Weiter mutz in dem Strafbefehl angegeben fein, bah dem Bestraften innerhalb einer Woche da- Recht des Einspruchs bei der Polizeibehörde oder dem zuständigen Amtsgericht zufteht, und fchliehlich mutz Der Straf- vefehl von dem zum Eriaß desselben zuständigen Beamten unterschrieben fein, ©trafbe'e^e, die nur von der Polizeibehörde unterstempelt sind, haben keine rechtlich« Gültigkeit. Ist bei dem Einspruch des Kraftfahrer- daS Aml-gerlchl zu einer Bestrafung gekommen, so bleibt diesem als weitere- Rechtsmittel nur die Revision beim O berlanbe-gericht. Aussicht auf Erfolg wird er mit ihr selten haben, denn |i« kann fich nur auf die Verletzung einer materiellen Rechtsnorm stützen. Z. B. auf die Anwendung eine- falschen und daraufhin ungültigen Straiparagraphen; dagegen können in der Revision nicht mehr irgendwelche den Kraftfahrer entlastende Bewei-mittel. z. D. neue Zeugen, namhaft gemacht werden. Ueblich ist eS. datz der Derstotz gegen polizeiliche Vorschriften bezügl. de- Kraftfahr- zeugverkehr- mit Geldstrafe geahndet wird. Kraftfahrer. In ganz besonders liegenden Füttert könnte aber auch eint Polizeirwalvung auf ben Gedanken tamren ben Kraftfahrer nut Haft bestrafen *u wollen. Auch hier mutzte er. wie für den Fall Lr Geldstrafe erst ben Einspruch erheben und gerichtliche Entsche düng beantragerr Gegen diese gerichtlich« Entscheidung blieb« .hm dann noch da- Recht der .Berufung, bie an ba« Landgericht ginge, und gegen btefe Berufung könnte dann noch Revision eingelegt werden Diese Bestimmungen f nb in ber Prari- glücklicherweise mehr pcoblemat.scher Ra- tur denn ba ber Derstotz gegen Pvl'^'lche Dor- Itbriffen fich ja nur als Bagatettfach« bantdlt. ist Geldstrafe da- Ueblich«. Sobald von vom- herein eine Freiheit-strale in Frage kommt, handelt c- sich nicht mehr um Sachen. b:e zur Zuständigkeit ber polizeilichen Strafgewalt gehören, sondern um Straftaten ernsterer Ratur. um Vergehen. die ohne weitere- der Aburteilung durch die Gerichte unterliegen. Zum Schluß fei noch erwähnt. bafe, es auch gegen die Versäumnis der einwöchigen Einspruchsfrist gegen de polizeiliche Straf- Verfügung ein Rechtsmittel g bt. und das ist die ODieberelnfefeung in d e n vorigen Stand. Einem solchen Anträge ist stattzugeben, wenn die Versäumnis durch Raturere gmsse oder andere unabwendbar« Zustande begründet war. Richttenntni-n ferne der Lira veriugun, d.shalb. weil ber Kraftfahrer sich auf Re.fen besann, ist entgegen vielfach Derbr. teter anderer Anschauung nicht ohne w.iteres e.n unabwendbarer Zufall In diesem © nne. Normaler Weise wird man verlangen müssen, bah jemand, ber verreist ist. bie Möglichkeit gibt, für ihn eingehende Schrift- stücke nachzufenden. Rur wenn das nicht der Fall ist weil z. B. der Verreiste zu schnell seinen Aufenthaltsort wechelt. ohne di-.sen Dor- feer bestimmen zu können, so datz nachgesandte Schriftstücke ihn nicht erreichen, wäre die Richtkenntnisnahme ber Strafverfügung un‘> damit bi« nicht fristgemäße ® nlegung des Einspruchs ein unverschuldeter, unabtoen'barer Zufall im Sinne des Gesetz«-. Große Sfraftammer Sichen. • Gießen, 4. Olt. Ein in Scheidung liegendes Ehepaar war wegen strafbaren Eingriffs angeklagt. Der Ehemann hatte seine Ehefrau beschuldigt. sie habe allein und aus freien Stücken ben Eingriff vorgenommen, während die letztere behauptet, ihr Ehemann habe sie zu den Manipulationen gezwungen. Beide Eh leute wurden in 1. Instanz freigefprochen Die S aatsanwaltschaft hatte wegen der Wichtigkeit der Sache Berufung eingelegt und toei'cr• Zeug.n und Sachverständige geladen. Rach längerer Verhandlung, durch welche die Angeklagten belastet wurden, verwarf die Strafkammer jedoch bi« Berufung. Wenn die Derufungsverhandlung auch manche- belastende Moment zutage gefördert feabe, so sei doch ber Beweis nicht einwandfrei geführt. Ein mehrfach wegen Betrug- vorbestrafter .Reisender" lieh sich von der Firma, bei der er eingetreten, einen Vorschuß von 60 Ml auf seine künftige Provision geben. Er verschwand dann, ohne seiner Firma einen einzigen Auftrag zugeführt zu haben; Mahnungen liefe er unbeachtet. Da- Schöffengericht Derurteilte ihn zu einem Monat Gefängnis. In der heutigen Berufung-Verhandlung gelangte da- Gericht zur Freisprechung, da dem Angellagten eine betrügerische Absicht nicht nachzuweisen war. Ein junger Kaufmann war wegen Betrug- im Rückfall in 6 Fällen und wegen Unterschlagung zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Gegen dieses Urteil legte er Berufung ein; er b:rief sich darauf. daß er im Februar l. 3. bereits wegen fortgesetzter Betrügereien zu 7 Monaten Gefängnis verurteilt worden sei; die heutigen Fälle lägen aber vor dieser Verurteilung, weshalb sie durch letztere konsumiert seien. Die Heranziehung ber betreffenden Akten ergab die Richtigkeit dieses Dvrbrinaens. Hieraus ft eilte das Berufungsgericht das Verfahren ein. Damit kam bie Dom Schöffengericht zuletzt erkannte Strafe In Wegfall. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernbaus. Sonntag. 9. Oktober, von 6,30 bi- 10.15 ilor: Der Rosenkavaller. Montag, 10., Don 7.30 bis nach 10 Uhr Der Waffenschmied. Dienstag, 11., von 7.30 bis nach 10 Uhr: Der Troubadour. Mittwoch. 12., von 7 bi- nach 10 Ufer: Margarethe. Donnerstag, 13., von 7,30 bis 10.15 Uhr: Fidelio. Freitag, 14.: Geschlossen. Samstag. 15., von 7 bis gegen 10,30 Uhr. Die Zauberflöte. Sonntag, 16., van 3,30 bis 6 Uhr: Der Evangelimann; von 7,30 bi- gegen 10,30 Uhr: Hoffmann- Erzählungen. Somckag, 17, von 7,30 bi- nach 10 Uhr: Madam« Butterfly. — Schauspielhaus. Sonntag. 9. Oktober, von 8 bis nach 10,30 Uhr: Dybuk Montag. 10., von 8 bi- nach 10,30 Uhr Dybuk Dienstag, 11., von 7 bis gegen 9,15 Uhr: Die ©ündflut; von 10 bis nach 12,30 Uhr: Dybuk. Mittwoch 12., von 8 bis nach 10,30 Uhr: Der Golem. Donnerstag, 13., von 7 bis gegen 9.15 Uhr: Die ©ündflut; von 10 bis nach 12,30 Uhr: Der Golem. Freitag, 14., von 6,30 bis nach 9 Uhr: Eäsar und Cleopatra; von 10 bis nach 12.30 Uhr: Dybuk. ©amstag, 15., von 8 bis gegen 10,30 Uhr: IaakobS Traum Sonntag, 16 , von 11 bis 1 Uhr: Matinee: Farblichtnnisik; von 8 bis gegen 10.30 Uhr: IaakobS Traum. Montag, 17., von 8 bis nach 10,30 Uhr: Der Golem. Zeitschriften. — Blinder Chauvinismus lenkt ben leichtfertigen Angriff des französischen Historiker- BourgeoiS gegen bie deu^che Aktenpublikation, bie Friedrich Thimme, einer der Herausgeber, im August/September-Heft bet .Sur o päIf ^en Gespräche" (Verlag Dr. Walther Rothschild. Berlin-Grun.ewalb) mit überzeugender Sachlichkeit gegen die lückenhafte unD mehr al- tendenziöse Beweisführung des franzöfüchen Kritikerverteidigt. Lord LansdowneS Tod gibt dem Herausgeber der Zeitlchrift. Professor Mendelssohn Bartholdy. Anlaß zu einem tieforingenben Rückblick auf das Wirken diese- bedeutenden englischen ©taat-mannes. der im Herbst 1917 in einem offenen Brief an den Daily Telegraph den heute fast vergessenen Versuch machte, ein entscheidend«- Wort für den Frieden zu svrechen Der Dokumententell bringt Lord Lansdvwne- historllchen Brief und die Di-lusfion zwischen Iouvenel und Briand über Wert und Unwert ber bisherigen DölferbundSPolitik. — Das Infelfchiff. Eine Zeitschrift für die Freund« des Jnfelveriages. Im Herbst 1927. 8. Jahrgang. 4. Heft. — Das neue Heft wird eingeleitet durch einen sehr guten, ins Wesentliche einbringen- den Aufsatz zu Kleists 150. Geburtstag (18. Oktober) von Albrecht Schaefer. Aus dem reichhaltigen, für bibliophile Feinschmecker und stille Literaturfreund« berechneten Inhalt des Hefts möchten wir etwa die folgenden Beiträge mit besonderer Empfehlung feer- ausheben — ohne das Nichterwähnte kritisieren zu wollen —: von Rilke liest man ein frühes Prosa- Rätsel-Ecke. Silbenrätsel. al — bor -- ca — che — bas — dyll — ern — fielt) — sis — ge — glau — goll — ha — han — i — l — ka — ke — le — ler — les — ne — nen — ni — non — now — o — o — o — pi — rl — so — feps — fter — ftüt — ta — te — tust — ul — werth. Aus vorstehenden 40 Silben sind 16 Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden: 1. Pferdezuchtanstalt; 2. spartanischer König; 3. Nebenfluß der Weser;. 4. weiblicher Personenname; 5. Sundainsel, 6. Insel im Rhein; 7. Stadt in Mähren; 8. Stadt in England; 9. persischer Dichter; 10. Nahrungsmittel; 11. Stadt in Pommern; 12. französischer Staatsmann; 13. Früchteertrag; 14. erzählendes Gedicht; 15. römischer Dichter , 16. Handelsgenosjen- schäft. — Richtig gebildet ergeben die Wörter In ihren Anfangsbuchstaben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn ein Zitat von Ehristoph Martin Wieland. Kreuzworträtsel. 17 18 2v jO 1. Bon links nach rechts: 3. Tierleiche; 5. englischer Adelstitel; 7. biblische Stadt; 9. Königsname; 11. Kampfplatz; 13. be- 02| 51 rfcztiz? rüfemter Geigenbauer, 14. deutscher Dichter, 17. nordamerikanischcr Staat; 21. ägyptischer König, 25. Herrschertitel; 26. Senkblei; 28. männlicher eng- liftfeer Personenname; 29. weibliche Figur der deutschen Heldensage; 30. Waldgebirge in Braunschweig; 31. verhaltener Zorn; 32. Stadt in Hannover. 2. Don oben nach unten: 1. Teil des Rades; 2. italienische Münze; 3. dich terische Bezeichnung für Adler; 4. japanische Münze; 5. Spitzname der Nordamerikaner; 6. Farbe; 7. schmaler Stofsstreifen; 8. andere Bejcitbnung für Bürde; 9. Toilettengegenstand; 10. Erdformation; 12. Flufe in Italien; 15. Bodensenkung; 16. Titel; 18. himmelblaue Farbe; 19. römischer Redner und Schriftsteller. 20. russisches Gouvernement; 22. Le- bcnshauch; 23. Entlohnung; 24. Infekt; 27. sibirischer Strom. Namenumbildungsaufqabe Aus den nachstehenden zwölf Namen sollen durch Zusammenstellen neue Namen gebildet werden. Die Zusammenstellung hat in der Weise zu geschehen, dafe stets eine End- und eine Ansangssilbe der vor- handenen Namen einen neuen Namen ergeben. Die Namen sind: Bertram — Burghart — Diether — Guido — Hartwig — Hubert — Nina — Otto — Rahel — Ramses — Roger — Winfried. Anaqrammc. 1. Für fünf — kaufte er den ganzen —. 2. Zwecks Verkaufs feiner — -Fabrik erliefe er in der Zeitung «In —. 3. Der Platz, wo früher die — stand, war jetzt —. 4 Sein gesamtes Bücher- — befand sich auf dem einen —. 5. Das — -tuch hatte eine große —. Vorstehende Sätze sind an den durch Striche bezeichneten Stellen zu ergänzen, und zwar muß das zweite Wort stets durch Umstellen der Buchstaben Des ersten entstehen. Scharade Ein sröhlich Tun im grünen Wald Ist meiner Griten Sinn. Für Mann und Frau die Zweit' und Driti’ Ist ein notwendig Ding. Belm einen leer, beim andern voll, Das ist der Lauf der Welt, Den niemals einer ändern kann. Auch roenn’s ihm nicht aefäQt. Im ganzen trägt man froh nach Haus, Was die Erste ergibt zu köstlichem Schmaus. öilberrätfel. Auslösungen. Silbenrätsel. 1. Magnat; 2. Ami; 3. Ehe; 4. Deneb; 5. daelar; 6. Halma; 7. Emir; 8. Neffe; 9. Südwind; 10. Ili; 11. Narbe; 12. Drahtsieb; 13. Nepos; 14. Isel; 15. Edda; 16. Sperber; 17. Ehemie; 18. Hagen; 19. Drfe. Maedchen sind nie schoener als bei der Arbeit. Rätsel. Sonett. Hinden — Burg. Hindenburg. Kreuzworträtsel. nTnTÄ k E o A i' fri nfnömfy onm TlrjNiöWr nni nrau rinn BR» raraw unn Vexierbild. Bild auf den Kops stellen, dann ist der zweite Gemsjäger rechts am Felsenrande zu sehen. Die Narrenkappe. Splitter unb Sparren vom RedakttoaSlifch. Anekdote. Max Halbe hält fich aus der Fahrt nach Masuren — dem Lande, das er mit der Seel« sucht — «inen halben Tag in Berlin auf. Während feine Frau Einkäufe macht, geht er vor ber Ladentür auf und ab — er pflegt das fo zu tun. Man braucht ja nicht überall batet zu fein Plötzlich sieht er, daß er gefilmt wird, und fetzt schleunigst bewegtes Dichterporträt auf. Mitten drin kommt seine Frau raus. „Pst! Pst! Man hat mich erkannt!" sagt Märchen, „ich werde gefilmt!" Schon kommt der Photograph (Gott hab' ihn selig! Die Wut Marens hat ihn auf der Stell« Der« bompfen lassen) und sagt: „Sie wurden soeben gefilmt, mein Herr! Darf ich um werten Namen und Adresie bitten?" (Jugend.) CottertefpleL In einer Lotterie« nnayme verlanat ein Mam da- Lo- Ar. 39. Al- man ibm faat, Dafe krf uw- möglich und die- Lo- längst verlauft sei. bietet er ben zehnfachen Preis. Der Lvtteri'kottekte« hofft, für diesen hohen Port- da- Los zurück- kaufen zu können, und schließlich gelingt «s ihm auch. Der Zufall BHü. daß da- Lv- Ar. 39 den Haupttreffer gewinnt Der Mann holt sich fet* Gold als ob das ganz selbstverständlich wäre .Run erllären Sie mir", sagte der Lod teriekollekteur .wie kamen Si« dazu, gerade diese Rümmer zu tMriem hohen Preis zu verlangen?" — .Da- will ich Ihnen gern« erllären", antwvrtet der ©etotnner. .Mir träumte nämlich die Rr 7; menet Braut ebenfalls di« Rr 7. Und da dacht« ich nun so 7 m a 1 7 und die Sach« ist geglückt." DerwirtschafflichsteV^gendei^feli’ Vierradbremse, fünffache Ballonbereifung, echte ledertzw. Plüschpolsterung. Nur RM 150.— Jahressteuer. Benzinverbrauch 6-7 Liter auf 100 km. Ein glanzender Bergsteiger. 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Zur Versteigerung sind gemeldet rund 60 Bullen der hessischen ^leckviehraste Beginn der Versteigerung 11 Uhr vorm. Vie Gemeinden sind zum Anlauf herzlichst eingeloden. Landwirtschaftskammer. »uSschuh MalLluenbauschule Uanabtctlunn. Scbretneriach schiile, Malersachschule, keranuschc ÄUicIlnnrt t orberettnng auf die Slumtee- luevbcftt.ile. rchu'an>achrrlachschule. Aachkurke für Elektriker, ^'kechnniker uh». Aufruf! I Sparer, Gläubiger und Zentner! Oie sogenannten „Aufwertungs"-Gesetze haben Such Eueres Eigen ! Iums beraubt! Oer erprobte Vorkämpfer für Sucre gerechten Ansprüche ist ReichstagsabgeordneterOr.Best Was in der Aufwertungsfrage überhaupt erreicht worden ist, das ist • In erster Linie das Wert dieses Mannes! Auch in Hessen muß Euer Becht gewahrt werden, darum gebt derselbe Herr 0r. Best an der Gpihe des Wahlvorschlags der Volksrechtpartei für den Hessischen Landtag! Durch die letzten Beschlüsse des Hessischen Landtags droht eine einschneidende Beschränkung Eueres attgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechts! (ks wird verlangt, daß unser Wahlvorschlag von mindestens ?ooo stimm berechtigten Wählern zu unterzeichnen ist, und daß bei dessen (Zinrcichung 5000 Mart zu hinterlegen sind! Bei den Wahlvorschlägen der alten Parteien genügen 50 Unter schritten und cö ist «ltbtS zu hinterlegen! Weit über 7000 Unterschriften sind bereits auf den Sammellisten vo ( banden, nun werden sie nicht anerkannt, sondern ein neuer Landtags- beschluh verlangt, daß alle Unterschriften aus den Bürgermeistereien vollzogen werden muffen! Sparer, Gläubiger und Beniner! schreibt Such unverzüglich in die auf der Bürgermeisterei ausliegenden Listen ein! Legt durch Suere Un erschrift Verwahrung ,m gegen den Jtoub (Euerer Rechte! Auch alle bereits gegebenen Unterschriften muffen aus der Burger, meisteret wiederholt werden! , Laßt Such durch nirbtS abhalten, Euere pfttchi, Guch ein- zuzeichnen, restlos zu erfüllen, tfcbint (Sucre Angehörigen, (Euere Freunde und Bekannte mit zum (kinzeichnen! . Für alle Aufgewerteten, Inftationsgeschadigten, Entrechteten und Enteigneten gilt jetzt die Parole! Mn erst recht! Durch Kampf zum (Sieg für des Volkes Recht! Sparerbund und Volksrechtpartei. Ortsgruppe Gießen. Oie Listen für die Stadt Gießen stnd auf der Bürgermeisterei, Bergstraße 20 (trüber „Steins Garten"), Erdgeschoß, Zimmer Jlr. 13, aufgelegt VPn Montag, den io., dis Sonntag, den 23. Oktober 1927, an Wochen- tagen von 6 bis 12 Uhr 30Min. vormittags unb 3-6 Uhr nachm., Sonntags von io bis 12 Uhr 30 Minuten vormittags.________________map Berlin w 15 • Finnentrop vwestf f“ hf lecktr. fowtr. 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Seid. ■ ; ; ■ Breuer unb Dielen aller stärken. ?••• schwedische unb bayerische Hobel- • £** breiier. Snaiterlatten, pichen- u s , L« Buchen-?chnu:woren itelern In ■a Äe allen Starken lrWD ihsüegeo $6t( & Go., tölefien ■ t £o leltvbon 149. Leiten In nUsn Sllrfcen prjmpt Itsisrbnr. laLaltiesiiriBioD Lahneend in allen Körnungen m,c Rheinland u. Malnsand zu bill. Preto C. Rübsamen, Gießan, Fernsp. 1659 SmtzkM'iiisi-Zl'Lelsskiseiittig moniag, den 10. d. M., nachm. 2 Uhr pünktlich, versteigere ich im Uestanranl zum tewen, Neuenweg, meistbietend gegen Barzahlung: \ plüschjosa, 1 vcrtikow (Nuh- baum), 1 Lrumeav, fompl. Betten und Bettticven, l Kommode, Kleider-, Nüchcn-, Nacht- und andere Schränke, Tische, Stühle, 1 Kartentisch, Bant und 2 Stühle, Schreibtische, \ Gbst dörre, l Uistentochherd, \ Adler- Schreibmaschine, Nußbaum und andere Beaale sowie: Zigarren, Rauchtabake, Zchuhe, Nipp- und Autstell- jachen, Spiegel, \ Liegesessel v. v a. Versteigerung bestimmt. • L. 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Die Oper der Woche 17.45 bi« 18.05: Die Lesestunde. 18 45 bi« 19.15: Stunde des Südwestdeutfchen Radio-Clubs. 19.15 bi« 19.45: .Beiträge zur Wünschelrutenfrage". Bor'rag von 3ng. Albrecht Heil 19 45 bis 20.15: Die Schachstunde. 20 15 bi« 21.15: Klavier-Abend. 21.15: Uebertragung von Kassel: Heiterer Bunter Abend. Berlin, 8. Oft. Die heutige Börse stand im Zeichen von Spezialbewegungen. I.-G.» Farben blieben vernachlässigt, weil die in der heutigen Sitzung zu besprechenden Transaktionen abgewartet werden. Commer^ank negierten auf Realisationen 175,75 nach 179 an der gestrigen Abendborse. Dagegen wurden Spritwerte auf Kapitolerhohungs» hoffnimgen lebhaft gehandelt (plus 3,25 bzw. 5,5 dabei eine Schere und versetzte dem 30 Jahre alten Wilhelm Hegemann mehrere S11che, an deren Folgen er bald darauf oerstarb. Auch Claudiu» ist schwer oerieht und mutzte einer Operation unterzogen werden. Die Umstände, die zu dem Streit führten, konnten noch nicht sestgestellt werden, da Claudius noch nicht vernehmungsfähig ist. Konzern angeschlossen werden. • ZinSerhdhung bei der Deutschen Rentenbank-Creditanstalt. 3m Anschluß an die Aeich-bankdiskontechöhung hat die Deutsche Aentenbank-Ereditanstalt ab 1. Rovem- ber den Zinssatz für von ihr ausgegebenen kurzfristigen Personalkredite um ein Prozent erhöht. Mchr erhöht ist der Zinssatz der im Aovember 1927 zurückzuzahlenden sogenannten Abw.cklungS- kredile unb der für Sonderkredite, die in Form von Personalkrediten. Kleinbauerkrediten und Llmschuldungskrediten auf lange Zeit gegeben sind. Der höchste Zinssatz, den die Landw.rte für biejenigen Kredite, für d.e eine Zlnserhohung eintritt, zu zahlen haben, beträgt einschließlich Provision 9* f Prozent. • Auslandanleihe der Deutschen Landesbankenzentrale. Die Auslandanleihe der deutschen Landesbankenzentrale und deS Terbandes deutscher öffenl-rechtlicher Kreditanstalten in Höhe von 10 Millionen Dol.arS ist wie WTB.-Handelsd'.enst erfährt, abgeschlossen worden. Die Anleihe ist von der Firma Lee Higginson & Co. im Einverständnis mit den deutschen und den amerikanischen 'Regierung«» stellen übernommen worden und soll in Den nächsten Tagen aufgelegt werden. Die Anleihe ist mit einem ZinSfutz von 6 Prozent und einer Wirtschaft. Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt. An bet Börse tonnte sich in der Berichtswoche die Besserung der inneren Sage zunächst fortsetzen. Zwar erfuhr der Gefchästs- umfang keine wesentliche Bergröherung. da die »i.Mwfflge Geldmarktentwicklung immer noch im Bordergrunde stand, doch regte die Rachfrage auf verschiedenen SpezialgeLir en die Al'.gerne.n- tendenz an. DaS Hauptinteresse wandte sich in Dielet Woche dem öl e ft r o m o r 11 au, auf dem unter Führung der internationalen Werte ober solcher Papiere, deren Unternehmen im Ausland« beteiligt sind, recht ansehnlich- Kursbes erungen erzielt werden konnten. Hier waren lorlgesetzt größere Au-landkäuse zu beobachten.die nach der Schweiz, aber auch nach Frankreich wiesen Lebhast gehandelt wurden auch wieder 3. ®. 5 a t b e n im Zusammenhang mit der Auf- flchtSratSs.tzung am 8. Oktober, von der man sich in Börsenkreisen viel verspricht. Auch sollen di« deutsch-englischen Ehem'.everhandlungen einen guten Fortgang genommen haben. Grötzere« 3nter- efle zeigte sich nach längerer Zelt plötzlich für Die Montanwerte. Stimulierend wirkten dabei ter Bericht deS RöhrenverbandeS über günstigen DeschästSgang unb bet Septemberbericht Des StahlwerksverbanbeS über im allgemeinen befriedigende Lage. Dann rechnet man in absehbarer Zeit mit einem neuen Kohlenpreis- erhöhungsantrag de« rheinisch-westfälischen Kohlensyndikates, auch ist die Ruhrlohlensörde- rung weiter gestiegen, während die eingelegten Feierschichten beträchtlich abnahmen. Aus die anderen Marktgebiete konnte sich diese gröbere Lebhastlgleit nicht übertragen, da bie Beteiligung des Publikum« minimal blieb. Einen Tendenz- Umschwung verursacht« bann die vollkommen überraschend gekommene Erhöhung deS Reichs- bankdiSkonte« um 1 Prozent. Man hatte zwar im Hinblick auf den Geldmarkt, der nach dem Ultimo kein Zeichen einer Entspannung auf« wieS. und In Erwartung eine« ungünstigen Reich«bankausweises verschiedentlich di« Möglichkeit einer Diskonterhöhung in« Auge gesatzt. aber nicht so bald mit der Tatsache gerechnet. Für mit den Verhältnissen gut vertraute Kreise Dürfte die Erhöhung allerdings nicht zu überraschend gekommen sein in Anbetracht der Zins- spanne, die zwischen den Sähen der ReichSbank und Denen deS Geldmarktes schon einige Zeit bestand. 3n Börsenkreisen hält man aber jetzt eine Dämpfung der Konjunktur für nicht ausgeschlossen, zumal der jetzt für das Ausland bestehende Anreiz, sein Kapital in Deutschland au verzinsen, durch die evtl, künstliche Abdrosselung von Auslandanleihen sich nicht auswirken tonn. Dabei verstimmte bie Tatsache, datz bie Beratungsstelle für Auslandanleihen den Beschluß über bie Frankfurter Stabtanleihe zu- rüefftente, autzerordentlich. ba auch über daS Schicksal der Preuhenanleihe noch vollkommene Ungewihheit herrscht. 3ebenfa!I« sei eine Spec- rung oder Einschränkung der Aus- Ian d a n le i h« n. wie sie das Relchsbankdrrek- torium im Auge habe, bei der Erschöpfung de« deutschen Kapitalmarktes sehr bedenklich und nut dazu geeignet, die gefährliche kurzfristige Der- fchuldung zu erhöhen. 3mmerhin konnten sich für Elektrowerte gegen die Borwoche KurS- besserungen bi« zu 15 Prozent (für Gesfürel und Bergmann) behaupten. Auf den übrigen Marktgebieten hielten sich die Kursveränderungen biS zu 8 Prozent nach beiden Seiten die Waage. Am Rentenmarkt war daS Geschält sehr still. Mexikaner aus die Unruhen in Mexiko nachgebend. Am Devisenmarkt lag der Dollar auf Devisenkäufe zu Geldbeschaffungszwecken • Schramm Lack und Farbenfabriken V. ts. O f f e n d a ch a. M. Die autzerordenttichc Generalversammlung genehmigte die vorgeschlaaene Vtben Kapitalerhahung um 520 000 Nm. auf 1,6 Mill tnm. I u • I durch Ausgabe von 5200 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien über |e 100 Km. Die neuen ob 1. November 1927 dioidendenberechtigten Aktien 110,67 59.Z7 2,61 IU,IO W M 7i.ro 12.44 71.41 . TL H jVTTT liib ,67.86 22.92 116,21 W.01 2.61 ,12.64 <46,61 72.90 ,2.38 71.15 Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. 3n dieser Woche war das Deschätt am Frankfurter Schlachtviehmarkt wieder ziemlich still. Der etwas gröbere Austrieb konnte jedoch im allgemeinen gut verkauft werden, ohne bah neu- • nenSwerte Preisveränberungen eintraten. Rur in Schweinen verblieb ileberftanb. Der Gesamtauftrieb beftanb au« 396 ochsen, 90 Dullen, 604 Äubcn. 401 Färsen. 1331 Kälbern, 533 Scha- fen unb 6461 Schweinen. Berglichen mit dem Austrieb ber vergangenen Woche waren 125 Rinder. 210 Kälber. 35 Schafe unb 370 Schweine mehr angetrieben. Bezahlt würbe pro Zenmer Lebendgewicht: Ochsen al 61 bis 64. a 2 57 bi« 60. bl 56 bi« 58. b 2 52 bi« 55; Bullen a. 57 bi« 61. b. 52 bis 56; Kühe a. 50 bis 54. b. 44 bi« 49. c. 37 bis 43. d. 30 bi« 36; Färsen a. 60 bi« 64. b. 55 bi« 59. c. 47 bis 54; Kälber b. 80 bl« 85, c. 72 bi« 79, d. 65 bi« 71; Schale a. 48 bi« 52. b. 40 bi« 47. c 36 bi« 39; Schweine c. 67 bi« 71. d. 65 bi« 70, e. 62 di« 66. 3m Vergleich zu den Dotierungen der Borwoche blieben Rinder gut behauptet, auch Kälber und Schafe waren unverändert. Rur Schweine mutzten 1 bl« 3 Mark nachgeben. Der kommende Chemielrust in Belgien. Die seit einiger Zeit in Belgien schwebenden Zusammenschlustverhandlunacn betreffen laut .Köln. Ztg." die Sociöte GönSrale de« Products Shimiaue« in Brüffel, die SociötS Dönerale de« ProduitS Chimigues de Droogenb?sch in Durght unb die Societö Anonyme de« ZndustrieS de Chirnie de Dilsele« in Bilsele«. Die Societö (Sönetolc de« Prvduit« Chimigues in Brüssel steht unter der Kontrolle der Banque de Drurel- les und der Sociötö G4nörale de Bclgigue m Brüssel, die SociStL ®6n, Bchervohnen 22 bi» reichlich mit Arbeiten bergen, sondern e« wird bi» 24.Wffhn 24 Uu^n bkuu n bi» 16; auch noch immer flott abgerufen. was beweist, I •- ■ * ‘ - . ., ' ... luinfudwei 22,30 bis BSwÄSeSinä käää Reigung. noch weiter zu finken. 3n Westeuropa . und auf dem Weltmarkt neiat btc Defchästslage meist zur Schwäche btv nachgebender Preistendcmz. J Dieser Preisdruck ist sowohl durch da« leichte (£m (Elefant entfl0f)Ctl. Sinken der deutschen Ausfuhrerlös«: al« auch »r n n ,, „ r t n qn a Dn Drahtmel- Frankfurter vörse. über den Prellbock hinau » geschoben Frankfurt a. M., 8. Ort. Tendenz: luftlos. — so datz ber eine mit zwei, der andere mit einer Achse Vorbörslich war die Stimmung allgemein etwa» e n t g|I«l ft e. ««» ber freundlicher, da die gestrigen Verhandlungen des nen Umladung der mit Elefanten beladenen Woaen Reichskabinetts über die Neuregelung der ist c i n j u ng e r E le f a n t e n t spr ungen. Da» ->l n l e i h e p o l i t i k die Ueberzeugung der beteiligten Iler, das sich Im nahegelegenen BI eg waid auj- Streife erkennen liefe, datz die weitere Aufnahme von halten soll, konnte wahrend ber «acht noch nicht Auslandanleihen notwendig unb wünschenswert sei. eingefangen werden. ;,iu„7iS'oJZrÄ?tXÄ SchwereBluttattmSiech-nhau-. das Publikum weiter dem Markte fast vollkommen Frankfurt a M, 8 Olt. (SBc ’l Drahtmel- fern bleibt, verstimmte Cs kam verschiedentlich Ma- I Dung) In einer Baracke des hiesigen Siechenhaiise» I terial heraus, das nur widerstrebend ausgenommen gerieten gestern abend zwe, Insassen ,n Streit. i er wurde. Kursstützend wirkte der Abschlufe der 10- 31 Jahre alte Friseur Ernst Cloud l u» ergrlss Millionen Dollar-Anleihe der Landesbankenzenttale 1 ' ' he” w nnhr* """" unb bie Bestätigung ber Meldung von Anleiheverhandlungen der Commerzbank. Gegenüber den Kur- fen ber gestrigen Abendbörse waren bie Deränbe- rungen minimal, boch überwogen geringe Kursbesserungen bis zu 1 Prozent. Commerzbank, bie auf bie Anleiheverhandlungen an der gestrigen Abenbborse stärker gesteigert waren, lagen auf Realisationen 3 Prozent schwächer. Z.-G.-Farben überwogen ba» Angebot, so bafe ber Kurs um 1,75 Prozent nachgab. Zellstoff Wolbhof konnten bagegen 1,5 Prozent an- ziehen. Gröfeeres Interesse zeigte sich für Svenska bei einem Kurse von 421 Prozent. Allianz blieben auf bem stark erhöhten Stanbe von 365 Prozent behauptet Am heimischen Anleihemarkt konnten sich Anleiheablösungen erholen. Don Aus- I länbcni waren Türken etwas gesucht. 3m Verlaufe I stagnierte das ohnehin kleine Eamstaggefchast fast vollkommen. Die Kurse erfuhren nur geringe Veränderungen. I.-G.-Forben wurden weiter vernachlässigt, da man das Ergebnis ber heutigen Sitzung abwarten will. Nur Svenska wurden weiter oer- langt unb waren bis 428 Prozent gesteigert Am Geldmarkt ist die Lage unverändert. Tagcsgeld 7 Prozent. 3m Devisengeschäft horte man I die Reichsmark gegen London mit 20,413, Paris gegen London 124,02, Mailand 89'/,. unb Mabrib ran Hurt s.M. eerlui 5»U i. »er. i.Uhe. Rur» Schl»»- Rur» «mang T atu it: 7 10. 8-10 7. 10. 8- 10 PvUtvv poijmann . . fxiötttwraer Crment . . x atmtnt Äcrift'bt .....i- •5ao6 A Srtüaj . I' etalrbtii Vaeenboftr ■ . 15 Cfmxrft ... Bet Stmiiftoff......L Ban berg........... Zrllkio'' Bclbbof. . . . 12 -ItUftoH Hftbcnrnbinra . . 1“ Sbcrlottrnburoa Baffa - 7 trauer . fc I atm la Ä otsrrn ..... o Ttmoo 0 ttbiknvcrik fltaxt.....o rwdw Koeirt .. ... t •Rax ButctnobU ..... 6 Crmftrtn k Moppet • • • • « fetnfr Ho'lluut-. .... o ftonbar» litq . . • . f tamaq-' egutn ...... 6 Irrann. IRaifttnai .... o "trihna • .... 7 6(Dliaaiftatbl ....... c rtnnaocn« ...... f fceftnxrü ...... k iNatnhafnDOfc ...... i !Rica . it Vl darin Inta ........ * f ettr» Union ....... * Ättr Rfeder ......It $-nqt k Harstver .... c Lvdd ßnrtrr . . • ■ • 0 Ban I9U 25 - * — I 310 6 197 105 — 43 71.25 112 r» 25 105.5 iro irr 6 134 IIU 114 145 175 13775 knoten. 1 8 111 Igi 13 3 • 1 1 ' • 192 t> 126 5 «02 4 654 5Z5 ur 196 138.25 194 116 M 65 106 on 114.5 132.25 166 43.5 70 U2.I 16~5 in 110 112 65 175 138 75 s‘'ZZ*1 1 *51'1 • 11111 1 h 1 etrlm.7 CftM *el» 44 ^ranTfurt a. D>- Berlin Sd)in8 -Uhr- fturt flar» Sa lufc- «ur» Snfaug Rur» Damm: 7. 10. 8. 10 7. 10. 8. 10 S.ES-. ......7 Bergmann ........8 eirftr. Utffenmoen . .. lo und Rratt - .... 10 A Suill amne . . . .c Sei ttleLr Untern. . . 10 f»amb. «rleltr. Lette . . . lo Adem Lleüt 8 2cdlet. Elekrr- ......lu Schufen ■ .......7 e.cmtn» k Hattts . ... 16 Iran tabio - ...... 8 Eabmeorr k ta. ...... .9 Vuderu« 0 deutsche Erdöl........ Etzener 2 einloble.....> C^lfenfmfceacx . |. I < Äcrrenct 8 Hatsch difen ....... 5 ji't Berg............ «Iscknenvctt« ...... 5 «ölll-Reottk« - - . - - V > •_ allnesmatm .f. V, I < T?an6 cldcr- ... - - 7 Cberietet ff^enb- Vtdcrtt 0 Cber'd)le< «okSwette . 0 Pbenir Ara.an f I 3 bet.nl Le Branutodlen 10 Nvcmnabl <- «7.25 >8> 223.5 126.25 17 157.75 • 61 5 171,5 20-.5 .*93.85 132 181.25 117 5 147 I5i 201 1764 156 Gj 176 163 75 Ui »*« 113 Z4 191 25 170 1-5 .9 171 5 |83 350,1.5 142 25 125 5 -32 75 184 •> zü? 75 186 i:6 25 '17.5 156 7t 161.75 173 *3,25 294 131 108 5 146 25 148 5 157.25 157 175.5 169 25 .25.65 ICO 25 111.25 190 5 124 5 9 65 173 297 25 141.25 1X5 65 - itranffun o VJX Berlin Schluß flur» I UL" flllT» Schluß- Hn|ar.g flur» flur» Tonmi: 7. 10. 8 10. 7. 10. 8. IU. »1, Di Reichlanieide v. 1927 Ii Ln> «blot Schuld m t «uilof -Rechten 17.4 »7.5 — — Desai- ohne SuSlef.-Rechten 15.75 16.4 15.8 16. 7"/, Rranff Hop -Bl-So vv> untunbtat dir >952 96.5 — * - 4'/,° . Rhetni'che öop -Bank SlQU -i»t>.dVI 77.13 - - v « S abo lPorfrleo6-Cb UoetioneiL ruifiablbar 1932 82 - - - 7. Cltbr. 8. Cttbr. Lwtl'Le •Jeoii tun. Ämihle Xoturnn: Seid Britt Seid__ Sarit-- Ron Suen..HlreL SörfL-Annr ((bnWanla fiopenbaotn Stoekdolm 6elftngf6rS. )tollen. . I6fl,u5 I.7VU MS.375 110,31 112,31 112,76 19,562 -2,92 0,39 liK.sif 1.794 .8.495 112,13 112,96 10.-82 22,* -41,4-3 167,94 1.790 „44 112.29 112.75 .0,557 er, 0 2O.JV7 168,30 1.7,4 Us.44 110.71 «12,51 112.97 10,677 a.u 20,43 7 '^ellvstt . . 4,1«8 16,65 4.1». 16.4V «.18^ 16,446 4,1905 16,485 etbtocU - . eParten . Jovan . . Kto de Tlcn ■0,79 74.01 1.964 .5005 0.95 Iss» u.5025 -0,76 <2,96 1.955 .5U15 A.32 73,10 1,950 1.5025 «len in T - Ceft aboeft •i,145 '2.4:1 >9.265 •2.4,1 >9,t| •2,61z >9,23 •2.432 Praz . . Bettrad . enba9eft . Bulrattev ? iffabon ■ 3.31 .030 -V.58 7.394 73.49 ..036 Ui.62 7,283 73,30 i.lM -u.to 7.337 73,44 ..ins .1.72 T ar.ua . . ■ 11.32 -1.48 '1.31 51.47 .',2M ',247 2,235 ?.-■» Utien. . • 5.54, 5.556 '.54, • f-~6 (Lar.aba ,.192 ,. 200 1.193 4,2» L Um aas 4.226 4.234 ,.226 4.2'4 latro 80-917 30.957 '0.978 i 6.986 Herbst- und Wintermäntel Prüfen Sie überall — Sie kaufen doch bei Imheuser Flausch-Mäntel -lOOO in guten Qualitäten, mit Pelzimitation j verziert.......... 32.00, 28 00, 23.00, I V Vel. de laine-Mäntel nnoo in flotten Macharten, mit und ohne VU Futter, auch mit Pelz 4500,30 00,32.00, v/ Ottomane-Mäntel elegante Fassons, moderne Farben, auch mit Pelz.... 45.00, 42.00, 39.00, 35°° Seal-Mäntel In prima Qualkäten, tropfenecht, ganz aut Futter..............«.00, 85.00, 65°° Matelassä-Mäntel der moderne Mantel in eleganter Ausführung Zibeline-Mäntel der neueste Stolf für den vornehmen Mantel, elegant gefüttert, auch mit Pelz Wir führen Mäntel und Kleider bis Frauengröße V Gebr. 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