Samstag, 8. Januar 1927 177. Jahrgang lir. 6 Erster Blatt Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvi? rmd Verlag: vröhl'sche UniverfilSts-vuch- und Ltelndruckerek v. tanze in Gietzen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Schulstraße 7. Loaahm« dox Injelgci für die Tagtxnummcr bis zum 91ad)mittag vorher. Preis tür 1 n>m ljthe für Anzeigen oo.i 27 mm Drerle örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig, für Re. Klameanzeigen von 70mm Breite 35 Reichspfennig, Ptatzvorfchnjt 20' , mehr Chefredakteur Dt Fnedr Wilh Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh. Lange, für Feuilleton Dr H Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein; für den Anzeigenteil i. Vertr. H. Beck, fümtlich in Giegen. |r ichetirt lügl'ch.a-ber ioeniogs und feiertags. vellageo. liegen« Familienblätter Heickot iw Bild Die Scholle $onai$'Ef3Btintls: ’ Nerchsmark und 20 k tzchspfenntg für Träger» auch bei Richter» k- men einzeinerRummern f olge höherer Gewalt, stlnfprechonlchlüffe: 51, 54 und 112. fi>hrift für Drohlnach« toten: Anzeiger Girtze«. poft|d;:dlonto: franffurtam Main 11686. bafi es ihnen nicht möglich ist, von sich Iren, eine Regierung auf die Deine zu stellen, &rit ist immer noch Z?it genug zum Rätselraten. Lbsr daß beide Fiügelparieien die Hände in Schoß legen und es der eben von ihnen -jttür-ten Mitte gütigst überlassen, wie das 'Lutsche Reich wieder zu einer Regierung kommt, is euch für unsere verfahrenen Verhältnisse noch riiiirb genug. 2er ehemalige Reichskanzler Luther hat einmal rn auf ähnliche Weise zustande gekommenes Ka- •t rett mit dem Derzweiflungoschrci verteidigt: „Jr- b:-3mie must doch nun regiert werden!" Das ist "ttttg. Ader wenn wir uns mit dieser Begründung :tiTi'r wieder um eine Klarstellung unserer inner- Hiitischen Lage Herumdrücken, so werden wir auch itiier von der Hand in dcn Mund leben und uns Ti: Verlegenheitsregierungen behelfen müssen, die • ijoreils von der Gnade einer übermächtigen Opposi- 3)i abhängen, welche jedoch niemals in die Lage SmxT.t, die Verantwortung für ihre Taten zu über» meinen. Darum würden wir es begrüßen, wenn ifrr Reichspräsident in der nächsten Woche den Füh- ki der sozialdemokratischen Fraktion offiziell mit ’4r Kabinettsbildung beauftragen würde. Erst wenn !l?'er feinen 'Auftrag in die Hände des Ncichspräsi- limten zu ruckle gt und auch der deutschnationale -krrllionsführer den ihm erteilten Auftrag nicht aus- H-fuhren vermag, möge man an andere Lösungen •ir der Richtung denken, wie sie heute schon allzu *tig erörtert werden. Das Naheliegendste wäre UAurlich eine Neichstagsauflösur.g, aber leider sind äj Aussichten für eine wesentlich andere Kräfte- »rteilung im neuen Reichstag außerordentlich chring. Die Entscheidung liegt, wie in allen letzten Ka- ttne.lskrisen. beim Ze n t r u m. Für das Zentrum die Aufrechterhaltung unserer augenblicklichen ^rmorrenen Verhältnisse eine Existenzfrage: es if die Partei, die, ihrer eigenartigen Zusammen- 'ssi trg entsprechend, grundsätzlich weder rechts noch Ilu's sein darf, wenn sie nicht einen ihrer Flügel '»:i den Kopf stoßen will. Ihr fällt stets die schwerste ^ronlrootiung zu, denn sie allein hat die Möglichst, ein großes bürgerliches Kabinett zustandezu- Gingen, das solange der einzige Ausweg aus der Die Regierungskrisis. Mit komischem Entsetzen schlägt die gute alte foule Voß di^ Hände über dem Kopf zusammen )t ■ öle naive Unbekümmertheit, mit der im u n demokratischen Deutschland die Leute, die dj von VerusS wegen mit Politik zu beschaf- ,.L-1 haben, die Herren AeichStagsabgeord- ten acht Tage vor Weihnachten ihr Köfferchen ;fcn und die Politik vier Wochen in die tren schicken. DaS wäre ja schließlich nicht verwunderlich, denn warum sollen nicht auch |cre Leute einmal die Politik herzlich satt be- fcfiiincn? Erstaunlicher ist schon der hohe Ver- tnuensbeweis, der hierin sür die Person des L^chSprä.identen liegt. Dem Manne, dessen an* »bliche Abhängigkeit von monarchistischen Ärei- |ii noch vor anderthalb Jahren demokratische r.j sozialistische Wahlredner nicht genug ver- biHtigen konnten, geben die gleichen Leute heute Kt vier Wochen Blanco-Vollmacht ohne ein Dort darüber zu verlieren. Sie fahren unbe- tnmert nach Hause und saaen sich: Papa Hin- krlbutg wird es schon machen. Danz so cinsach ist die Sache natürlich nicht, frnn man die Starre einmal so fest in den Dreck Sichren hat wie diesmal. Die Herren, die da- i sich in vorderster Front betätigt haben, Werkin doch wieder herangeholt werden müssen, n nun auch zu zeigen, was sie im Reuschaffen Kisten können. Durchblättert man die Zeitungen bit lebten Tage, so wird man es allerdings cltaunlid) sinden müssen, daß offenbar gar nicht Kren gedacht wird, nun in erster Linie die jkdinettsstürzler von rechts und links zur Ver- rttporlung zu ziehen und ihnen die Aufgabe x.zuschieben. für die von ihnen zu Fall gebrachte Xgierung eine neue zu bilden. Statt dessen wer- btr als vornehmliche Kanzlerkandidaten Männer tic Stegerwald und CurtiuS genannt, und es tirfc schon eisrigst erörtert, wie man von der litte aus wiederum die Lösung finden soll. Üt finden das ganz außerordentlich voreilig, fi' Mitte, der man eben von rechtS und links eii Bein gestellt hat, hat doch wahrlich keine Lr'oche sich über die Lösung dieser, von ihr jerj gewiß nicht gewollten KrisiS den Kopf in zerbrechen. Dabei liegt die Sache diesmal fo schrecklich ei-iach: die Sozialdemokraten haben bas TitzttauenSvotum gegen baS Gesamt ^abinett T<;tt eingebracht, doch nicht mir, weil ihnen kct Gesicht des Herrn Geßler schon lange nicht rbr paßte, sondern weil sie sich durch die an* »blichen Abmachungen mit dem Kanzler geduscht sahen und nun offen in die Regierung feiten. Die Deutschnationalen, die seit Ibraten ir;re De rett sch ast zur Llebemahme der Tcsierurg erklärt hatten, haben dem sozialisti- fc.T. Mißtrauensvotum zugestimmt, um die par- Icnentarische Lage mit einem Schlage auf der tilgen Linie zu klären. Heißt das aber Klärung, t?im man sich beeilt, b i e gleiche ©itna* I o n wieder herzustellen, die man eben als «„Haltbar empfunden hat? Das ist wieder kcü gleiche ideenlose Fortwursteln, wie wir es rin schon seit Jahren zum Schaden einer gell Cen innerpolitikchen Entwicklung betreiben. Die lactcien der M t c sind nicht dazu da, jedesmal vi Suppe auszulös'eln, die ihnen die beiden Ijtiel abwechselnd ciibtoden. Warum überläßt tim nicht jetzt erst einmal den Herren Müller* ;$tir.fen und Graf Westarp die Bildung des Tuen Kabinetts? Sie sind doch die nächsten • o:henen. vorgesehenen Quoten für Deutschland und Irland besonders ungünstig sind. In Detroit nahm eine von deutschen, irischen und skandinavischen Vereinigungen veranstaltete Versammlung eine Entschließung an, die gegen di« beabsichtigte Eiuwanderungsquote protestiert. Amerikas 4 Interventkonspolitik. Scharfe Angriffe gegen Coolidge und Kellog. Deuhork. 7. 3an. (TTl.) P räsident Coolidge empfing heute den Senator Borah zu einer Besprechung über die Lage in Mittel- amerika, wobei Coolidge versuchte, Borah auf seine Seite zu ziehen. Borah erklärte jedoch nach der Konferenz, daß er nach wie vor von der völligen Unrechtmäßigkeit des Vorgehens der Washingtoner Regierung gegenüber Zentralamerika überzeugt sei. Die Opposition gegen die Regierungspolitit nimmt ständig zu. Staatssekretär Kellog ist der schärfsten Kritik ausgesetzt, zumal er sein Erscheinen vor dem Auswärtigen Senatsausfchuß hinauszuzögern scheint. Die Opposition erklärt, daß Kellog offenbar den Kongreß vor vollendete Tatsachen stellen wolle. Schon die nächsten Tage könnten die Lage derartig verschärfen, daß ein Zurück nicht mehr möglich wäre. Rachrichten aus Washington besagen, daß die Lage zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten niemals gespannter gewesen sei. Seit der Expedition Pershings habe Amerika niemals so starke Flottenstreitkräfte in den karibischen Gewässern zusammengezogen. Weit weniger Schiffe hätten ausgereicht, wenn es sich allein um Ricaragua gehandelt hätte. Ganz offenbar sei es aber, daß die entsandten 15 Kriegs* schiffe einen starken Druck auf Mexiko ausüben sollen. Admiral Latimer habe Blankovollmacht auch bezüglich des Vorgehens gegen Mexiko erhalten. Sin offener Zusammen st oh zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten sei daher durchaus möglich. Die südamerikanische Kritik an dem Vorgehen der Washingtoner Regierung wird ebenfalls immer schärfer. Man betont, Mexiko habe das Recht auf seiner Seite. Es könne als unabhängiger Staat Waffen liefern, an wen es wolle. Das gleiche täte ja auch Amerika. In Washingtoner amtlichen Kreisen ist man dagegen der Ansicht, daß die Interessen Amerikas wichtiger seien, als technische Fragen des internationalen Rechtes. Angesichts der mitielamerikani- schen Lage ist es immerhin beachtenswert, daß die leichten Kreuzer der amerikanischen Atlantischen Flotte auch nach der Guantanamo-Bay (Ostküste Kubas) zu den angekündigten Winter- manövern abfahren. Frankreich und das Elsaß Berufnngöverhandlung im Prozeß Baron Zorn von Bulach. Paris, 7. 3an. (WTB.) Dor dem De- nifungsgericht in Kalmar ist heute über die Berufung des Barons Klaus Zorn v. Bulach verhandelt worden, der wegen seiner Verurteilung zu drei Monaten Gefängnis mit Strafaufschub Einspruch erhoben hatte Diese Verurteilung war ' von» Strafgericht in Straßburg erfolgt, weil der Baron im Verlaufe einer Gerichtsverhandlung erklärt hatte, er erkenne ein französisches ®e- r richt im Elsaß ebensowenig an wie z. 8. ein chinesisches. Wie der „Temps" aus Kolmar meldet, hat Baron Zorn o. Bulach dieser Tage ein Manifest verbreiten lassen, in dem er seine Mitbürger aufruft, diesem Prozeß internationaler Politik bei- zuwohnen. In dem Manifest weist er darauf hin, daß seine Familie seit Jahrhunderten im Elsaß ansässig sei und sährt bann wie folgt fort: Ich bin bereit für das Elsaß zu sterben. Es gibt nur zwei Lösungen, entweder Frankreich verleugnet feine Unterschrift unter dem Versailler Vertrag, indem es den Völkern das Selbstbestimmungs- recht zuerkennt und in diesem Falle werde ich freigesprochen werden ober Macht geht vor N e cht und bann möge man mich wie einen Verräter verurteilen und erschießen lassen, denn solange eine Volksabstimmung im Elsaß nicht statt- gefunben hat, hat ein französisches Gericht im Elsaß ebensowenig etwas zu tun wie ein chinesisches oder japanisches.* Außerdem fordert Baron Zorn o. Bulach zum St euer streik auf mit den Worten: „Die französischen Steuerzettel gehen uns ebensowenig etwas an, wie die französischen Truppen im Elsaß. In dem Manifest kündigt Baron Zorn v. Bulach auch ein« neue Halbmonatsschrift „Die Wahrheit^ an. Wie der „Temps" mitteilt, ist die Verhandlung geschlossen worden. Bis jetzt hat der Gerichtshof aber noch nicht das Urteil 8 e fä 11L Frankreich und der Pakt von Tirana. Italien verbittet sich eine französische Einmischung an der Adria. Nom, 7. Jan. (WB.) Die Nachricht französischer Blätter, wonach Frankreich evtl, den Vermittler spielen könnte zwischen Italien und Iugo - s l a w i e n hinsichtlich des albanischen Paktes, er» regle in der italienischen Press« Mißstimmung. Di« „Tribuna" schreibt: Es bedarf keinerlei Vermittlung zwischen Rom und Belgrad. Paris sollte sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern und sollte sich nicht in der Adria, wo Frankreich keinerlei Jnteresien habe, betätigen. Die französischen Zeitungen sollten weniger über den JSaft von Tirana schreiben, bann wäre die Angelegenheit bald erledigt. Auch die „Lavoro d'Jtalia" wendet sich dagegen, daß ein nicht berufener Dritter uA in oie albanische Angelegenheit mischen wolle. , bge Iugoilawivn bic Konvention von Nottuno (mit Italien) in der Skuptschina ratifizieren, dann werde die alte Freundschaft und die Zusam- menarbert z>,ischen Italien und Jugoslamien bald wieder hergestellt. Die wirlscho.Michen Aufgaben in Süfct rol. . Aom, 8. Can. (Sil.) Ser ..Messagero" be- Kya, ijt kv) ci..gc.>enb mit den wirtschaftlichen uuö inora i.chen Fragen, d e in der neugegrün- cetcn Provinz Bozen zu lösen seien.' De Bevöl eru g müs e sich überzeugen, daß die tr.a» schastlrt;en und industriellen Probleme nur ;:n gegenseitigen Vertrauen und Zusam.nenarbe tcn zwischen Lee Vevö kerung und Der Beamt?i schäft zu Icsen seien und so die Provinz in den Genuß der Früchte d e3 besonde.c.i Woi ollen* ker Regierung komme. D.c Person des neuen Präfekten Ricci bürge für die Durchführung einer solchen Politik. 3n zweisprachigen Gemeinden sei es, um von vornherein Unzuträglichkeiten zu vermeiden, unerläßlich, daß die Gemeindesekretäre auch die deutsche Sprach« beherrschten. Der eingeborene Klerus müsse den neuen Verhältnissen mehr Verständnis entgegenbringen, die Regierung dagegen müsse die wirtschaftliche Lage des Klerus berücksichtigen, denn ein Gehalt von 2400 Lire in Süditalien genüge nicht für eine würdige Le- bnrsführung der Geistlichen in Dozen. Pilsudski zieht sich zurück? Warschau, 7. Jan. ($11.) Ueberraschen- derweise. wird heute von maßgebender Seite versichert, daß Marschall Pilsudski beschlossen hat, sich „endgültig und vollkommen" zurückzuziehen. Pilsusski ist der Ansicht, daß er das Seine getan habe. Er habe die politischen Leidenschaften im Lande besänftigt, die Gegensätze ausgeglichen, das Budget durchgesührt. die militärischen Ausgaben gekürzt, das Verhältnis zwischen Regierung und Sejm geregelt und nun könne er gehen. Die Ministerpräfidentschast wolle er einem seiner nächsten Mitarbeiter übergeben, es fragt sich, ob dies Bartels sein werde, da dessen Kandidatur auf den Widerstand der Sozialisten stoße. Das Kriegsministerium wolle er unter allen Umständen dem General E o s n k o w s k i anvertrauen. Für sich werde er eventuell nur das Generalinspektorat der Armee behalten. Er wolle jedoch seinen Rückzug unabhängig vom Sejm vollziehen und infolgedessen sei die Verwirklichung dieses Planes noch vor dem 2 0. 3a- nnuar, dem Eröffnungstage des Sejm, zu erwarten. Verhaftung eines deutschen Pastors in Litauen. Memel, 7. Jan. (WTB.) Der Pastor der deutschen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Krvttingen in Litauen, Weihrauch, der Anfang Dezember zum Pastor der Gemeinde gewählt worden war, dem aber seither bei der Ausübung seines Amtes große Hindernisse bereitet wurden, ist, wie zuverlässig verlautet, heute in der Rähe von Polangen bei der Wahrnehmung eines Begräbnisses von der Polizei fest genommen und in einem Auto fortgeführt worden. — Zu der Verhaftung meldet die „Deutsche Tageszeitung" aus Memel: Diese Maßnahme wirkt um so befremdender, als Ministerpräsident Wolde- maras vor einigen Tagen dem deutschen Scjm- abgeordneten Kinder gegenüber erklärt hat, daß Pastor Weihrauch in Grottingen imPa storat wohnen dürfe und die Schwierig'.iten, die ihm bei der Ausübung seines Amtes von der Polizei bereitet wurden, auf hören würden. Es verlautet weiter, daß Pastor Weihrauch in einigen Tagen nach dem für die Kommunisten eingerichteten Konzentrationslager in Worny gebracht werden soll. DieArbeitslosenverficherung Der Gesetzentwurf des RrichsarbeilSministerS. Berlin, 7.3an. (Wolff.) Der Reichsarbeitsminister hat nunmehr dem Reichstag den umfangreichen Entwurf eines Gesetzes über die Arbeitslosenversicherung zugehen lassen. Das Gesetz bezweckt die Ablösung der bisherigen Erwerbslosen Unterstützung durch eine Versicherung. Dersicherungs- träger werden LandeSarbeitslvsenkas- s e n werden, die sich in der Hauptsache mit den Bezirken der Landesämter für Arbeitsvermittelung decken werden. Eine Reichsausgleichs- lasse für das Reichsgebiet ist als Zentralinstanz gedacht. Die Auf.icht über die Arbeitslosenkassen wird bad Reichsamt für Ar- beitSver Mittelung im Einvernehmen mit der Obersten Landesbehörde führen. Versichert wird durch das neue Gesetz fein wer auf Grund der Reichsversicherungsordnung oder deS Reichsknappschaftsgesetzes für den Fall der Krankheit resp. auf Grund des Angestelltenversicherungs- aesehes pflichtversichert ist. Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung hat, wer arbeitsfähig und arbeitswillig aber unfreiwillig arbeitslos ist, die Anwartschaft erfüllt und den Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung noch nicht erschöpft hat. Ausnahmen treten in der Land- und Forstwirtschaft, zum Teil auch in der ‘Binnen- und Küstenfischerei, ein. Für die Bemessung der Arbeitslosen-Unter- stühung werden durch das Gesetz sieben Klassen eingerichtet, und zwar die Lohnklasse l bei einem wöchentlichen Arbeitsentgelt bis zu 12 Mk., 2 von 12 bis 18 Mk., 3 von 18 b'.S 24 Mk., 4 von 24 bis 30 Mk., 5 von 30 bis 36 Mk., 6 von 36 bis 42 Mk., und 7 von mehr als 42 Mk. wöchentlichem Arbeitsentgelt. Die gewahrte Hauptunterstützung beträgt: In den Klassen 1 und 2 45 Prozent des für diese Klassen angenommenen Einheitslohnes 12 und 15 Mk. 2n den Klassen 3, 4 und 5 40 Prozent des angenommenen Einheitslohnrs 21, 27 und 33 Mk. In den Klassen 6 um) 7 35 Prozent des Einheitslohnes 39 und 42 Mk. 2llS Farnilienzuschlag werden für jeden zu- schlagsberechtigten Angehörigen bis zu gewissen Grenzen 5 Prozent deS Einheitslohnes gewährt. Die M i 11 e l für die Versicherung werden durch die Beiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte aufgebracht. Ferner ist im Gesetz die Einrichtung einer Krisenunter st ühung für Zeiten andauernd besonders ungünstiger Arbeitsmarktlage vorgesehen. Rach der Vorlage der Reichsregierung sollte für den Aufwand an Krisenunterstützung das Reich drei Viertel übernehmen, während die Errichtungsgemeinden der öffentlichen Arbeitsnachweise den Rest zu übernehmen hätten. Der Reichsrat schlug hiervon abweichend vor. daß das Reich acht Reuntel des Aufwandes für die Krisenunterstützung übernehmen möge. Ferner sieht der Entwurf vor. daß Reich- unb Länderdarlehen für die Förderung solcher Maßnahmen erhalten, die geeignet sind, die Arbeitslosigkeit zu verringern. Der Entwurf ist bekanntlich bereits im Rovember vom Reichsrat verabschiedet worden und gehört mit zu den wichtigsten sozialpolitischen Gesehen der kommenden ReichtagSsession. Kleine politische Nachrichten. Wie verlautet, wird die angekündigte Verordnung über die Zeitfreiwilligen frage in der nächsten Zeit als eine Verordnung des ■^rtWä'ibentcn erlassen werden. Damit sind die Behandlungen über die Zeitfreiwilligenfrage, die zwischen der deutschen Regierung und der Interalliierten Mllitärkontrollkommission gepflogen werden, auch formell zum Abschluß gebracht. Der Reichspräsident hat nach einer Mitteilung des Beauftragten für Gnadensachen beim Landgericht I Berlin an die Deutsche Liya für Men- schenrechte auf bas Gnadengesuch der Liga für Max Hölz entschieden, bah er sich nicht bewogen fühle, einen Gnabenerweis für ben Verurteilten zu bewilligen. Der Schulkreuzer „Emde n* ist am 6. Januar von St. Helena nach K a p ft a b t in See gegangen, wo er am 12. Januar erwartet wird. Der schweizerische Bundespräsibent Motta ist an Grippe erkrankt. Ebenfalls erkrankt ist auch ber Vorsteher des Departements ber Finanzen. Bun- besrat M u s y. Angesichts ber wachsenden Tendenzen zur Schuhpolitik in allen Staaten werden die italienischen Zölle eine neuerliche Erhöhung erfahren u. a. werden im September die verfügten Erhöhungen auf Pferde, Kolonial- unb Me- talltparen, Textilwaren unb Erzeugnisse ber chemischen Inbustrie erneut erhöht werben. • Das amerikanische Repräsentenhaus hat bie Abänderungsanträge zur Marinevorlage, in denen der Bau dreier neuer Kreuzer gefordert wurde, abgelehnt. Aus aller Welt. Telephondienst London—Neuhork. Alle Blätter bringen ausführliche Berichte über die heutige Eröffnung des drahtlosen Tele- Phondienstes London—Reuyork. Die ErösfnungS- zeremonie bestand darin, daß um 1.45 Uhr ein besonderes, im Eüdturrn derKathedralevon St. Paul angebrachtes Telephon mit dem Reu- Yorker Telephvnamt verbunden wurde, so daß dort die Glockenfchläge, die das dritte Viertel der Stunde bezeichneten, gehört wurden. Das war das Zeichen zum Beginn des Dienstes. 3n_ ben ersten 75 Minuten wurden zehn Gespräche geführt. Die Redaktion des „Evening Standard" berichtet, daß bei einem Achtminuten- Gespräch zwischen ihr und der Redaktion der „Reuyork World" die Verständigung so gut war, daß nicht eine einzige Rückfrage notwendig wurde. 11. a. wurde am Rachmittag ein Inserat einer hiesigen Tabakfabrik zur Veröffentlichung in der „Reuyork Times" telephoniert. Zwischen den Banken wurden Wechselgeschäfte vollzogen. Gefängnis für politische Ehrabschneider. Der aus der deutschen sozialen Bewegung ausgeschiebene frühere Stadtverorbnete Fritz Bonk in Dresden äußerte sich vor Fraktionskollegen dahin, daß sich ber frühere Bürgermeister von Dresden und jetzige Reichsinnenminister Külz bei ber Beschaffung der Aus- lanbsanleihe für bie Stabt Dresden der P r o - visionSjägerei schuldig gemacht habe. Bonk wurde deshalb vom Schöffengericht Dresden unter Versagung mildernder Umstände zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Hans Pfitzner Mitglied des Maximilian-Ordens. Das Kapi.el des Bayerischen Maximilian- Ordens für Wissenschaft und Kunst hat den Komponisten Dr. HanS Pfitzner zum Mitglied des Ordens in ber Abteilung für Kunst ernannt. Zugleich hat bas Ordenskapttel Dr. Pfitzner sowie baS ordentliche Mitglied Universitätspro- fessor Geheimrat Dr. Wilhelm Wien in München (Rachsolger Rönt^enS auf dem Lehrstuhl der Physik, früher in Würzburg unb Gießen, Träger des Robelpreises) zu ordentlichen Mitgliedern bes Ordenskapilels gewählt. Das Gesamtministerium hat bie betreffenden Beschlüsse des Ordenskapi e's bertät g‘. Grippe-Epidemie in der Schweiz. Bern, 8. Ian. (WTB- ö"u- i.paio).) Wegen deS wei e en Ums chgr i en5 der Grippe-Epidemie hat bie Berner Regierung bie Schulferien verlängert und bie Schließung sämtlicher öffentlicher Lokale um 11 Uhr abenbs angeorbnet. Folgen eines Wasserrohrbruchs. Im Schüsse bes Herzogs v. Arenberg in Rorbkirchen, das teilweise als Erholungsheim für Postbeamte verwendet wird, wurde ein Teil ber von ber Herzog!. Familie bewohnten Räume burch einen Waiserrohrbruch arg verwüstet. Durch die Wassermassen wurden einige Zimmerdecken herabgerissen und wertvolles Mobiliar unb Kunstgegenstände im Werte von mehreren hunderttausend Mark vernichtet. Ein Säugling lebendig verbrannt. In Kassel verließ eine Frau aus d.r Morn- bachstraße ihre Wohnung. Ihr zwei Monate alles Mädchen legte sie vorher in einen Wasch- korb In ber Rähe bes brennenden Ofens. AbendS nahmen Hausbewohner einen starken Brandgeruch wahr und öffneten gewaltsam bie Tür. Bei ihrem Eintreten schlug ihnen bichter Qualm entgegen. Der Waschkorb war in Brand geraten. Man riß sofort daS Kind auS dem Korbe. Trotzdem dieses sofort dem Kranken» yause zugeführt wurde, erlag es seinen schweren Verbrennungswunden. Schweres Grubenunglück in Sibirien. In Rowosibirsr ist cue iSoy.engrube eingestürzt. 22 Bergarbeiter fanden den Tod. Das Unglück ist aus Ve.nach'ässigung der technischen Einrichtungen zurückzu'ühren. Explosionsunglück in einem Tunnel. Während Art eiter auf dem Sol in Dept - f o r b (England) in einem Tunnel für elektrische Kabel arbeiteten, ereignete sich eine Explosion, durch die vier Arbeiter schwer verletzt wurden. Vier weitere Arbeiter wurden in den Tunnel eingeschlos'en; es besteht wenig Hoffnung, sie noch lebend zu bergen. Wettervoraussage. Bei westlichen Winden wolkig, noch keine wesentl'che Aend.rung der Temperaturen, vereinzelt leichte Riederschläge. Eestr g; X.-ge£t?mp r-Liren: Maximum 5,6, Min.mum 1,6 Grad Celsius. Riederschläge: 5,8 Millimeter. Heutige Morg ntemperatur 1,1 Grad CelsiuS. Hoherodskopf, 8 Januar, vorm. 8 Uhr: Windrichllmg: Rord: Windstärke: schwach: Temperatur: minus 2 Grad CrlsiuS: Gelamt- schneehöhe: 50 bis 60 Zentimeter: Beschasfen- hei^ der Sch.'eedeck:: Et.oas verckoeht. im ganzen gleichmäßig: Sporlmögllchkeit für Ski: Gut bis sehr gut; für Rodrln: keine Das Ski- rennen findet statt. Aus der Provinzialhauptstatzt. Di eß en, den 8. Januar 1927. Der Blick der Andacht. Von Reinhold Braun. Ich fordere vorn wahren Menschen das Talent, sich in jedem Bach, an der kleinsten Quelle wie am gestirnten Himmel unterhalten zu können, nicht um des Baches, der Quelle und des Himmels, sondern um des Gefühls der Unendlichkeit und Größe willen, die sich daran knüpft. Gottfried Keller. Mit Weib und Kindern schritt ich durch den winterlichen Wald. Da tarnen wir zu einer Waldarbeiterhütte. Eine ganz gewöhnliche 5)ütle mar’3. Ich blieb davor stehen und unterhielt mich mit meinen Lieben darüber, wie schön es wäre, hier be= Abends aus dem Ganzen ein lebendtye»4iLeihnachts- bild zu gestalten: Bewegtes Licht in der Hütte, hinter dem Fenster Maria mit dem Kinde und Joseph dazu. Vor der Hütte zwischen den schneegehüllten Tannen standen Hirten; dazu Spiel von Lauten und Geigen, süß verhalten! Und roeiier auf dem Wege Scharen von andächtigen Menschen. Wir lebten mit einem Male gang in dem Bilde, und die bretteme Bude war uns mit ihrem Drum und Dran zu einem holden Etwas voll unerschöpflichen Zaubers! — Wie viele Menschen waren schon an dem Tage an der Hütte vorübergefchrittcn! Ob wohl einem von ihnen auch solch ein Bild gekommen war? Wieviel schöner wurde uns nun der weitere Gang durch den Wald! Wie spielte die Phantasie der Kinder! Wie waren sie und wir voll immer neuen Stauenens und rechten Herzenssreucns! Unser Inneres füllt« sich mit Licht und Still« und einem tiefen, großen Dankgefühl! Und wie war der übrige Tag daheim, voll leisen, feinen Glanzes! Es war wie ein Gefana um uns und in uns! Die Ursache aber war jene schlichte Hütte im Walde acwesen, die seitdem bei uns das „Weihnachtshütfl” heißt! Der Blick der Andacht hatte uns aefegnet! Ja, wie tief vermag er zu segnen! Unsere Zeit leidet an dem Nur-Technikerblick, dem Nur-Kaufmannsblick. Notwendig sind unbedingt beide, für den Fortschritt einzelner Völker und der Menschheit. Aber diese Art zu blicken und das Leben anzuschauen darf nicht immer und in jedem Falle die maßgebende und ausschließliche lein. Sie muß ein Gegengewicht in dem Blicke finden, der aus der Seele kommt und ihre Erhebung zum Ziel hat. Wer den Blickpunkt des Nur-Technischen und Nur-Kanfmännischen hat, blickt sich nach und nach in die eigene Einseitigkeit, scheint am Kerne des Lebens und damit am Glucke vorbei. Der Blick der reinen Zweckmäßigkeit führt in die eigene Kälte, in die Leere und si^ießlich in die innere Unlebendigkeit. Es gibt Menschen, die äußerlich sehr aeschästig find, die mit einem Blicke jede Lage in ihrem Berufe erfassen! Und dennoch muß man sie zu denen rechnen, die n i ch t s s e h e n! Es gibt auch den Blick des Nur-Parteiischen. Dieser stellt wohl die gefährliche Art dar, oerrjäng« nisvoll für das eigene Leben und das des Ganzen! O, daß wir doch wieder den Blick aus unserer deutschen Seele gewönnen! Er vereinigt die rechte Schau in die Wirklichkeit, in des Daseins ödeste Gegebenheiten mit der Schau in das Höhere, in den Sinn ber Welt! Dies« Art, das Leben zu erschauen, weiß dem Blick der Andacht die ihm gebührende Stelle einzuräumen, er hat die (Ertenntnis geroonw», daß ohne diesen Blick das Leben kein Leben, sondern ein Trott, ein ewiges Klettern um Nichtigkeiten ist, daß dem Leben die wahre Freude, die Innigkeit, Höhe und Weite fehlen, vor allem aber das alles beglückende Element der Liebe! Der Blick des „reinen Menschen" tut uns not! Es ist der rechte Blick ins Leben; er hat die Gesamt« schau und blickt sich empor ins Ewige! Uebung des Blickes tut uns not, und vor allem des der Andacht! Welch ein Segen käme in jedes Leben durch ihn. Wie blickte man sich reich, tief, echt, gesund, stark! Man blickte sich Meisterschaft in die Seele und das Lächeln des stillen Siegers! Vom Arbei.smarklim nördlichen Oberhessen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Bereiche des Arbeitsamtes für das nördliche Dberbeffen (Stadt und Kreis Gießen, sowie die Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten) hat sich im Lause des Monats Dezember noch verschlechtert. Veranlaßt durch die ungünstigen Witterungs- Verhältnisse wurden weitere Bauarbeiten eingestellt, außerdem kam eine Anzahl Zeitarbeiter der Reichs- babn wegen Mangels an Beschäftigung zur Entlassung. Im allgemeinen ist zu sagen, daß in diesem Rückgang der Arbeitsgelegenheiten die üblichen Er. scheinungen des Winters ihren gewohnten Ausdruck finden. Sobald die Witterungsverhältnifse sich wieder günstiger gestalten, dürfte mit der Wiederauf, nahm« mancher Arbeiten zu rechnen sein. Notstandsarbeiten find im ganzen Bereiche des Arbeitsamtes im Gange. Besonders in der Stadt Gießen sind vor kurzem neue Not- standsarbeiien geschassen worden, weitere werden in der nächsten Zeit folgen. Die etwas günstigere Gestaltung der Arbeitsmarktlage in ben Kreisen Lauterbach und Schotten ist auf die Holz, ha verarbeiten zurückzufübren, bei denen in diesen Kreisen eine Anzahl Leute Beschäftigung finden. Im einzelnen ist ziffernmäßig zu berichten: Gießen-Stadt: 1. Januar: 683 Hauptunterstützungsempfänger, 1051 Zuschlagsempfänger (1. Dezember: 581 bzw. 862). Kreis Gießen: 1. Januar: 1113 Hauptunter- ftützungsempfänger, 1043 Zufchlagsempfänger (1. Dezember: 995 bzw. 1102). Kreis Alsfeld: 1. Januar: 406 Hauptunte» statzungsempfänger, 644 Zufchlagsempfänger (L Dezember: 391 bzw. 691). Kreis Lauterbach: 1. Januar: 94 Haupt- Unterstützungsempfänger, 141 Zufchlagsempfänger) (1. Dezember: 142 bzw. 241). Kreis Schotten: 1. Januar: 227 Haupt- Unterstützungsempfänger, 424 Zufchlagsempfänger (1. Dezember: 244 bzw. 467). Insgesamt: 1. Januar: 2523 Hauptunter- stützunasempfänger, 3303 Zufchlagsempfänger (1. Dezemver: 2353 bzw. 3362). C-iejpner L'ocheumarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen WochenrnarA das Pfund: Butter 120 big 153 Pfennig, Matte * - biS Brink M ' btt K bis 30. iSm >• *' l „ Tagest«! Grfte SA Rv" haiM W& 8J( MS rS "’S . lür oonniiiagr. »' Rifanunlung. - W _ Aar bem prb uns geMM nma bringt mieberui NMheaiers, unb ji vachtdesSchl-k RWn Meisters wa bttarmt unb ist zum 3ihrt am Dresdener beorbeitung von gran, Serben. Der Erfolg © fctbffl Äahr bas Werk biljntn gegeben werb nng ist nur am 3. vittwoch'Abonnei 3. Februar ein Sonn nefften schon heute bi rechtzeitig Disposiiione interessanten Vorstellti - Totttaa schreibt uni: Dai 6i drlchci uni als ch erschütternd, llnsogl christliche Lei! des I glaubens unter der machen hatte. Aus sei nur die surchtb die tückische Äegiet in Mcklichleit aus Sahrr 1915 in Ar mb Anfang 1915 in ber Türkei ton Utberlebcnien nad) noch 12 Millionen, renit-r, meid grauet Bron unterwegs bi Mord elenb zugrunb chriAichr armenische b. h. mohammebanis! der sich ein sehr gl0' & ist baS Alattyn ber Deschichte nut s ^hereS von bem l butch f.Inen ©lauben lei hingewiesei Jcmemen, ber am 1 aohanneSkirche von “f einer Mitarbeit Welten toirb. (Sie? - i7§.'^°rtr Io schreib! man 5rrrtWenb am I &^r.2aulabf ^Hothek tn 2eriii fc?Dt,rafl mlf MF „Stimme J»l« Jortrag dies Sf unb Ausl! .hnben. Z L - iw, wiimmtep q, yÄ 'S 0,iifrQa,i lllööi fr 1 ^tQun. «STA*« u. tirnten W Te,s' loK*1- * |te|t unb£Um bn :pnlidx f üib 1 uMell LOflri : lö)6n t5°tnär,V mil ft** J? S* u*’j?1“ 1 ."Mai Ö r i l.,®'»1 5®<. unb Ä« um unb Timl 6r,lt,n,f Wn aauJJttj v* einem oon iKn*, n mar? ‘W*1 ou Doll Immer muh jensfteuenß! Unter % 5 * ärjj P w>r war der fibriii nnen ®lany9| (Fs 4 "d wi umi Die UM ■ÄB!*1 "> wnfiaulmannsbüd eOr den FoMM mMlML Aber diese Ltt anzufchauen bar| mil e Die ma^ebenbt unb *B ein Gegengewicht bi ’ Der Seele kommt unb )Qt Wer den Wpuib liur-Kmesmönnilchen d>« eigene Einseitigkeit, H5 unb damit am ®lüdt en Zweckmäßigkeit sühn Leere und s.-ietzlich It K« gibt Menschen, bii ib, die mit einem Bilde e ersassen! Und btnnot «n, bie n i t) I j (e h e n1 id der Mr-Parteiischen hrliche Art bar, veryäns oen und das bei Ganzer irr den Blick aus unfern i! Er vereinigt die redy in der Daseins ödeste & u in das Höhere, in bet bas Men ju etiltaiÄ d)t bie fym gebpytM bit Srftnnlru's ymorw* eben kein Leben, \onben em umMchtigkeiten ist, e Freude, die Innigkeit lot allem aber das all« liebe! , Menschen' tut une ncf Lebern er hat bie 0e|omb ir ins Ewige! Hebung b« jor allem des der Ai^chi in jedes Leben durch m h, lief, echt, gesund, ftoni hast in die ceele unb das :s! rftfininörblite« jefien. rbdUmarf.l ™ » für las mrH.i» unb eibiHKM? iber noch per|4)l<<5' •e Bauarbeiten einge ell^ )[ Zeitarbeiter der W1 :%äu-£ w rgS sich Vie- y rechnen fein. _ SaMi 9°Sne,n rsft*« fff» \k^>\ |3 Mfl 85. Ä5fe (10 Stück) 80 bis 150, Wirsing 10 bi- 15. Weißkraut 8 bis 10. Rotkraut 10 H8 15, gelbe Rüben 10, rote Rüben 10, Spinat 40 bis 50. Unter-Kohlrabi 8 biS 10, vrünkohl 20 biS 25, Rosenkohl 45 biS 50, Feldsalat 100 bi« 200, Zwiebeln 10, Meerrettich 35 bis 80, Schwarzwurzeln 35 bis 50, Kartoffeln 6. Aepfel 15 bis 30, Birnen 30, Dörrobst 30. Endivien SO bis SO, Honig 50, junge Hahnen 100 bis 110. Suppenhühner 100 bis 120. Gänse 100 bis 120; das Stück; Tauben 70 bis 80, Gier 18 bis 20, Blumenkohl 100 biS 150, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 15, Sellerie 20 bis 40 Pfennig. Bornotizen. — Tageskolender für Samstag. Elfte Reichskurzschrlftcesel.schäft »Gabelsberget: Uhr. Stadt Lich, Generalversammlung. — ?eutschnationaler HandlungLgehiifea^Lerband: V , Uhr, Kaufm. BereinShauS. Witgliederver- lammlung. — Geflügel- und Vogelzucht-Verein är Gießen und 11mg.: 8 Uhr, Pfälzer Hof, ?llrnatsversammlung. — B. f. B l/z9 Uhr. Uni» ersität-case, Generalvcr'ammlung. Ruderklub Tjohia 1906: 8'/, Uhr. Bootshaus, Mitglieder» - Versammlung^ - Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .An der schönen blauen Donau". — Astoria- >ichtspiele: .Unter Rothäuten und Büffeln". — Tageskalender für Sonntag. Ltadl'cheater: 7 Uhr, „Boccaccio" (Ende gegen 10 Uhr). — B. H. C. Gießen: 4 Uhr, Katholisches Der- ^'Nohaiis, Weihnachtsfeier. — Eisendahn-Fahrbeam- .roerein Gießen; 4 Uhr, „Stadt Wetzlar", Fami- iienabend. — S. B. Ortsgruppe Gießen und Umg.: V Uhr vormittags, „Hessischer Hof , Jahreshaupt- oersammlung. — Lichtspielhäuser wie Samstag. — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die nächste Opernauffüh- runa bringt wiederum ein Gastspiel des Mainzer btavtlheaters, und zwar mit Verdis Oper: „D i e Machtdes Schicksals". Dieses Werk des italienischen Meisters war bisher in Deutschland unbekannt und ist zum ersten Male vor etwa einem Zähre am Dresdener Staatstheater in einer Textbearbeitung von Franz Werfel zu Gehör gebracht worden. Der Erfolg war so sensationell, daß im lausenden Jahr das Werk an etwa 20 deutschen Opern» bühnen gegeben werden wird. Die hiesige Aufführung ist nur am 3. Februar möglich und gilt als Mittwoch- Abonnements - Vorstellung. Da der 3. Februar ein Donnerstag ist werden die Abonnenten schon heute darauf hingewiesen, damit sie rechtzeitig Dispositionen für den Besuch dieser hochinteressanten Vorstellung treffen können. — CBortrag über Armenien. Man schreibt unS: Das Schicksal des arncn.scheu Bolles, vrlcheS uns als christliches Bolk nahest.ht, ist erschütternd. Unsagbar sind die Leidrn, die b'eser christliche Teil des türkischen wegen s ines VlaubenS unter der türkischen Herr'chaft durchzumachen hatte. Aus der großen Lridensgeschichie sei nur die furchtbare Deportation genannt, die bie türkische Regierung angeb'ich aus politischen, in Wirklichkeit aus christenfeindlichen Gründen im Jahre 1915 in Armenien vornehmen ließ. Während Anfang 1915 wohl 2 Millionen Armenier in der Türkei wohnten, betrug die Zahl der Ueberlebenden nach der Deportation nur etwa noch 1L Millionen. Gtwa 800 000 christliche Armenier, meist Frauen, Kinder und hilflose Greiss, Baren unterwegs durch Krankheit. Hunger und Mord elend zugrunde gegangtn. Diele Tausende christliche armenische Kinder wurden in türli'che. b. h. mohammedanische Erziehung genommen, in bet sich ein sehr großer T:il heute noch befindet. Cs ist daS Martyrium eines Dolles, wie es in ter Geschichte nur selten vorkommt. Wer etwas Näheres von dem Leben und Leiden dieses uns durch Linen Glauben verbundenen Doikes erfahren will, sei hingewiesen auf den Filmvortrag über Armenien, der am Montag abend 8 Uhr in der JohanneSkirche von einem armenischen {Ingenieur unb einer Mitarbeiterin der armenischen Mission gehalten wird. (Eiehe heutige Anzeige.) — Die Vortrags-Vereinigung hat - so schreibt man unS — für ihren nächsten Vortragsabend am kommenden Montag den Direktor der Lautabteilung an der Preußischen Tibllothek in Berlin, Pros. Dr. D o e g e n. zu einem Dortrag mit Laut» unb Lichtbilderdemon- sirationen „Stimmen der Dölker" gewonnen. Liefer Dortrag dürfte in unserer Universitätsstadt. wie dies auch in allen anderen Städten des In» unb Auslandes der Fall war, größtes Interesse finden. Die moderne Technik hat be- ianntlich im Grammophon ein Mittel zur laut- getreuen Festhaltung der menschlichen Sprache eeliefert, ein Mittel, das berufen erscheint, späteren Geschlechtern Kunde von der Aussprache einer bestimmten Zeitperiode zu überbringen. Man hat daher schon des öfteren den Gedanken ins Auge gefaßt, die Sprachen der Völker in Ären wichtigsten unb interessantesten Erscheinungsformen mit diesem Apparat festzuhalten und auS derartigen Schallplatten ein ganzes Loutmuseum zu bilden. Airgeuds ist dieser Ge- banke so methodisch und in solchem Umfang burchgesührt worden wie in der Berliner Staatsbibliothek, an der Pros. Dr. Dvegen eine eigene Lautabteilung geschaffen hat. 3n dieses Arbeitsfeld des Redners wird er in einem lurzen einleitenden Dortrag seine Zuhörer ein» führen, unb dann neben ausgezeichneten Lichtbildern von Gruppen fremder Völker unb berühmter Zeitgenossen deren Stimmen in Gesängen und Reden durch Phonogramm aus dem Lautapparat vorführen. Ein sehr interessanter Abend ist zu erwarten. (Eiehe heutige Anzeige.) " Der Ski-Sonderzug Gießen — Schotten am morgigen Sonntag früh 6,45 Uhr ab Gießen 8,30 Uhr vormittags an Schotten, wird nach einer Mitteilung von zuständiger Seite bestimmt gefahren. Die Sportlustigen seien daraus besonders hingewiesen, denn dieser Zug gestattet ihnen, die Uebernachtung im Vogelsberg zu umgehen unb doch frühzeitig dort an Ort unb Stelle zu sein. ** Von dem städiifchen Notstands- arbeitsprogramm wird am Montag ein Teil zur öffentlichen Ausschreibung kommen. Vorgesehen sind Planierungen auf dem Trieb und Ausbau der neuen Straße zwischen der Straße Am Kugelberg und dem Bahnkörper der Strecke Gießen—Rödgen. “ Die Gießener Jugendherberge wurde im Jahre 1926 von 1081 mannllchen und 150 weiblichen Personen aufgesucht, die insgesamt zu 1310 Uebemad)hingen blieben. * Saison- unb Znventurauöver- taufe dürfen nach einer Bekanntmachung des KreisamteS nur in der Zeit vom 2. b i s 31. Januar unb vom 1. b i s 31. Juli jeden ZahreS. jedoch nur für die Dauer von je 14 Tagen, abgehalten werden. Ausverkäufe, die außerhalb dieser Zeit ftattfmben sollen, sind unter genauer Angabe deS Grundes unter Einreichung eines Verzeichnisses der auszuverlausenden Waren sieben Tage vor der Ankündigung bei der Handelskammer Gießen anzuzeigen. 3m Zu- widerhanblungssalle müssen, wie amtlich mit» geteilt wird. Strafanzeigen erhoben werden. ** Das oberhesfifche Schwurgericht wird am 24. Januar und folgende Tage unter dem Vorsitz des Landgerichisdirektors Cramer Sitzungen abhalten. Bis jetzt sind für die Verhandlungen drei Tage vorgesehen. Welche Strafsachen zur Entscheidung kommen werden, steht zur Stunde noch nicht fest. '• Mehr Vorsicht auf Bahnübergängen! Wie das Kreisamt Gießen im neuesten Amtsverkündigungsblatt belanntgibt, Haden nach den eingegangenen Meldungen im Jahre 1925 bie Unfälle an bewachten unb insbesondere an unbewachten Bahnübergängen zugenommen. Hauptsächlich sind bie Unfälle auf Fahrlässigkeit von Kranwagen- und Kraftradfahrern oder von Fuhrwerlslenkern zurücizu.ühren. Um die Gefahren deS Eisenbahnbetriebs nach Möglichkeit zu verringern, weist das Kreisamt bie Bevölkerung auf die besonderen Gefahren hin, die beim Ueäer- schreiten und Uebersahren von unbewachten Bahnübergängen und Bahngleisen, insbesondere auch bei den Straßenbahnen, durch Unaufmerksamkeit der Beteiligten entstehen. *• Kreis st rahensperrc. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten in D a ub ringe n wird bie Kreisstraßendurchfahrt Gießen — Mainzlar vom Orlseingang bis zur Wald- strahe und die Abzweigung nach Alten-Buseck vom 9 d. Mts. ab bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerks- unb Automobilverkehr grspe.r . Der Durchgangsverkehr von Mainzlar nach Gießen oder Alten-Buseck wird über Lollar oder umgekehrt geleitet. ' Festnahme des flüchtigen Kon- fumvereinslehrlings. Dcr Polizeibericht meldet: Der Kcmfmannslehrling Heinrich Schuchharbt, der zum Rachteil des Gießener Konsum-Vereins 3050 RM. unterschlagen hat und am Dienstag von hier flüchtig ging, wurde in Wesel sestgenornmen. Don dem Geld hatte er nichts mehr im Besitz. Eine weitere Person, die zweifellos den jungen Menschen verführt und ihm offenbar das Gelb abgenommen hat, wurde einige Stunden später ebenfalls in Wesel fest- genommen und bei dieser ein Teil des Geldes sichergestellt. Dieser Mensch ist der Friseur Emil Wilhelm Scheller, geb. am 23. 4. 1638 zu Straßburg i. E., zuletzt wohnhaft in Frankfurt- Riederrad a. M. " D i e Volkshochschule gibt in unserem heutigen Anzeigenteil den Beginn eines neuen Kurses „Grundfragen der Weltanschauung" von Walter H e g a r bekannt. Beginn am Dienstag, abends 8 Uhr, in der Oberrealschule. Man beachte bie Anzeige. ** Der Gewerbeoerein halt am Dienstag, 8.30 Uhr, im Gewerbehaus eine Mitglicdervec- fammlung ab, in der über die diesjährige Gewerbeausstellung endgültig beschlossen wird. (Siehe Anzeige.) •* D i e Maul- und Klauenseuche ist neuerdings in Brauerschwend unb Dadenrod 3-5 Zimmer Int Sienbaii, eiiuo) an*>erbalb d. Stadr. »er 1 Avril zu ver- mieten. 9täj o> » 1 i'arbur gcr etr.24 Sn schönster rubiaei fia? 2 icbr irhönc ir. Zimmer uciliu. mö-4 > um Müctie, LebcnL u. Steller a. 1 üevr z. uerm eten. liuvf. ichrtßi. Angeb otikrut ufroa unter l'lOi a. d. Gtest. Anz. Mül. Mlnet t »u uenn. Zu er;r. in (»eichst. d.Ölü.An-,. mSdl.Zi»"«er stsotzn-u. Schlasztm.i tn inner sonnig Vaae tu ruuia. iol Herrn ftnueun.) au yetm Mithin. üon12-.UlUx >>oetbc>tr. 19 1t. Saal JJ 3$uicauränmen Räbe Bahnhof au Vermieten 068 Großen Llndcu. vabuboistraße 98. vVWFvvvWvv Gut möbl. großes Wohn- und Schlalxlmmer clet.r. Licht, an 1 ob. 2 Herren los. a. ver in. »I». 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[0121 Sani joöjem Weitanlage 27 II. heim (Kreis Büdingen), auf dem Hofgut Sickendorf und in älellerShausen (Kreis Lauterbach), in Roth. Gisselltach. Frvnhaufen unb Dreihausen (Kreis Marburg) ist sie erloschen. Amtsgericht Gießen. ' Gießen, 6. Jan. Ein unehrlicher Dienß- knecht, der aus Wißmar stammt, war im letzten Sommer auf dem H e i b er t s h ä u se r H o f in Stellung. Gelegentlich eines Spazierganges nach Wißmar trug er einem Dienstmäbchen dessen Handtasche und entwendete daraus heimlich einen Zehnmarkschein, den er alsbald für Speisen und Getränke umfetztc. Als das Mädchen den Verlust bemerkte und den Dienstknecht deshalb zur Rede stellte, gab er die Wegnahme des Geldes zu und leistete nach unb nach Ersah. Kurze Zeit banach sah er zufällig, bah ber Verwalter des Hofguts in seiner Schreibtischschublade größere Geldbeträge aufbewahrte. Da er für feine persönlichen Zwecke sehr viel Geld verbrauchte, — er gibt selbst zu, in einer einzigen Woche etwa 17 Mark für Rauchwaren und Getränke verausgabt zu haben — so öffnete er zu einer Zeit, in der er auf dem Hos allein war. mit Gewalt die verschlossene Schreibtischschublade unb entnahm daraus 1? Mark. Auch in diesem Fall, gab er den Diebstahl auf Vorhalt alsbald zu. behauptete jedoch, die Schublade fei nicht verschlossen gewesen. Er wurde jedoch durch die Beweisaufnahme für überführt erachtet, zumal an der Schublade Spuren von Gewalt festgestellt wurden. Der wegen Diebstahls bereits vorbestrafte Angeklagte wurde deshalb wegen eines einfachen unb eines schweren Diebstahls zu einer Gesa mtgefüngnis strafe von 3 Moira- ten 3 Wochen verurteilt. Buntes Allerlei. Zehn Gebote für Maler. Der Maler Otto Panlot veröfsentlicht „Zehn Gebote für den Maler", die allerlei Beherzigenswertes enthalten: 1. Du sollst den Kitsch riskieren. 2. Du sollst nicht für Ausstellungen malen. 3. Du sollst einen Daum für wichtiger halten, als eine Erfindung von Picasso. 4. Du sollst dich vor dem persönlichen Stil hüten. 5. Du sollst nur deinen Träumen trauen. 6. Du sollst deine schlechten Bilder schnell vergessen. 7. Du sollst deine guten Bilder nicht anbeten. 3. Du sollst vor jedem Bild, das du beginnst, das Gefühl haben, er wäre dein erstes. 9. Du sollst kraß ablchnen. was dir nicht paßt, und wäre es ^kembrandt oder Chagall. 10. Du sollst das Publikum nicht für dümmer halten als dich selbst Diese Gebote sind immerhin bemerkenswert genug und reizen zum Rachdenken, selbst da. wo man geneigt sein wird, sie auf den ersten Blick ab» zulchnen. wie etwa die allerdings bedenklich klingenden Paragraphen Rr. 1 und 4. Der ist musikalisch? Es gibt sehr verschiedene Arten der Musikalität. die nicht immer leicht voneinander zu unterscheiden find, solche, die hauptsächlich auf dem Verstand, und andere, die in erster Linie auf dem Gemütsleben beruhen. Eine klare Definition dieser komplizierten Eigenschaften bietet eine Abhandlung des Freiburger Physiologen. Prof. 3. von Kries. Zu dem Gebiet des Derstandes gehören der Sinn für zeitliche Verhältnisse, namentlich den Rhythmus, musikalisches Gehör und musikalisches Gedächtnis. Mit dem Sinn für Rhythmik muß nicht immer auch die Fähigkeit verbunden fein, sich rhythmisch zu bewegen. Beethoven z. B. konnte nicht taltmähig tanzen. Das musikalische Gehör besteht zunächst in der Fähigkeit, zu erkennen, ob zwei nacheinander gehörte Tone gleich oder ungleich sind. Diesem „relativen Gehör" gesellt sich bei wenigen Begnadeten das „absolute Gehör", das Vermögen, bei einem beliebigen, für sich gehörten Ton ohne Hilfsmittel seine Stellung in der musikalischen Skala anzugeben. Durch das musikalische Gedächtnis wird besonders das Auswendigspielen gefördert. Die gefühlsmäßige Musikalität äußert sich in einem Empfinden für reine musikalische Schönheit: es sind damit aber xumeift auch noch zahlreiche „schönheilssremde" Gefühle verbunden, so Freude und Schmerz, Raturgefühl, durch das die Musik an gewisse Vorgänge der Ratur erinnert, usw. Das Schönheitsgefühl ist Wohl hauptsächlich in dem Wohlgefallen am Rhythmus und in g wissen klanglichen Verhältnissen enthalten. Aber im allgemeinen ist die gefühlsmäßig« Musikalftät ein überaus verwickelter Komplex von Empfindungen, bei dem unzählige Regungen der verschiedensten Art geweckt werden. Eine ganz andere Art der musikalischen Veranlagung als das verständnisvolle Aufnehmen der Musik ist die schöpferische Hervorbringung von Musikwerken. Dabei kommt cs auf den Reichtum der Erfindung an, auf die Gabe nie zuvor Gehörtes zu schaffen, und diese Schöpferkraft wird mit Recht unter allen Merkmalen der Musikalität am höchsten gewertet. Als die wichtigsten Eigenschaften des musikalischen Menschen nennt Kries rhythmisches Gefühl. Gehör. Gedächtnis, gefühlsmäßige Empfänglichleit und Produktivität. Da sie sich annähernd unabhängig vererben, so kann die musikalische Begabung in allen möglichen Verbindungen auftreten. Dazu kommen bann noch weitere Eigenschaften, wie z. D. Geschicklichkeit der Hände beim Spielen eines Instruments. Schnelligkeit des lleberblicks. Schönheit der Stimme usw Illit gespannten Muskeln denkt man bessert Der Professor vom Pshchrlogischen Znstilui in Chicago. Arthur G B. Dills, hat durch Versuche an 40 Studenten sestgestellt, daß die Anspannung ber Muskeln bas Denken erleichtert. Wie ber Science Service berichtet, muhten bi< Versuchspersonen Zahlenreihen abbieten und Silben auswendig lernen. Dies geschah sowohl bei Muskelruhe als auch bei einer Muskclspannung. durch die ein Gewicht von 11 Pfund in der Schwebe gehalten wurde. Dabei zeigte sich, daß die Geschwindigkeit unb Genauigkett der Arbeitsleistung wuchs, wenn die Muskeln angespanni waren. Di: Wirtschafterin deS „Weißen Hauses-. Mehr als irgendein anderer lebender Mensw von dem häuslichen Leben und den persönlichen Gewohnheiten der vier letzten Präfidenlen ber Verei'igten Staaten weih MM. Elisabeth 3off- ,rat), bi: 17 3ahre lang die W-rZchasterin des ..Weißen Hauses" gewe'en ist. Die alte Dame ■tie sich jetzt zur Ruhe gesetzt hat, hat natürlich ihre Erinnerungen ausgezeichnet, die in einem amerikanischen MagaZn erfcheinen. Sie wurde von dem Präsidenten Tast engagiert, um dem riesigen Haushalt vorzustehen, und hat bann zur Zufriedenheit der folgenden Staatsoberhäupter gecrirkt. Wie man nicht anders erwarten barl beurteilt fie die Menfchen und Dinge ein wenig vom Küchenstandpunkt, und so sind wohl audh ihre Charakteristiken einzuschätzen, die sie von den vier Präsidenten und ihren Frauen entwirft. Taft war nach ihrer Meinung der gutmütigste Präsident, Wilson der liebenswürdigste, Har- ding ber am besten angezogene und Coalidge der sparsamste. Frau Taft war „die reitendste Erste Dame des Landes". Frau Wilson, bie erste Gat lin des Präsidenten, „die mütterlichste", während die zweite Gatlln Wilsons als die leiben- schaftllchste charakterisiert wird: Frau Harding hatte die hübscl)esten Kleider unb Frau Coolidge ist „offenbar die glücklichste". Taft war kein reicher Mann, und seine Frau hielt darauf, daß nicht zu teuer und zu viel eingekauft wurde. Aber zum Frühstück muhte Taft jeden Tag sein Beefsteak haben, das fett, fafiig und 400 Gramm schwer sein sollte. Da der Präsident über 260 Pfund wog, so bedurfte er kräftiger Rahrung aber ci;:c8 Tages trat er mit bekümmerter Miene vor die Haushälterin und sagte: „Bitte, Mr( Iafsray, haften Sie doch darauf, daß ich von jetz' ab nur noch ein xOO Gramm schweres Deei steak bekomme statt meines gewöhnlichen. Es i> ein schreckliches Urteil, das der Doktor mir gesprochen hat." Rundfunk-Programm. Sonntag, 9. Januar: 8.30 bis 9.30 Uhr: Morgen°ner, m-ranstallet vom Wartburgoerein. 11.30 dis 12 Uhr Ct:> rnstu.ide. 12 bis 1 Uhr: Mittageständchen. 3.20 bis 4 Uhr: Ein führung in Wagners „Tristan und Jso'de", Dor trag mit musikalischen Beispielen von Klaus Nett straeter. Erster Kapellmeister am Frankfurter Opernhaus. 4 bis 5 Uhr: Die Stunde der Jugend. 5 bis 6 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Die Oper der Woche. 6 bis 7 Uhr: Stunde des Rhein-Mami- fchen Verbandes für Volksbildung. 7.30 Uhr: lieber tragung aus dem großen Saal des Saalbaues: Vor- konzert des sechsten Montagskonzertes. Darauf bis 12.30 Uhr: Tanzmusik. Montag, 10. Januar. '3,30 bis 4 Uhr: Die Stunde der 3ugenb. 4,30 bis 5,45 Uhr: Konzert des Harmonieorchesters. 5,45 bis 6.05 Uhr: Die L-sestunde. 6,15 bis 6,45 Uhr: Die Bücherstunde. 6,45 bis 7,15 Uhr „Vom Gen,er See zum Mi.telmeer", Vortrag von Waldemar Scheyrer-Viebrich. 7,15 bis 7,45 Uhr :Funlhochschule „Der europäische Roman, 5. Vortrag: Tolstoi", Vortrag von Professor Dr. Franz Schultz. 7,45 bis 8,15 Uhr: ..Fragen der Morgengymnastik", Vortrag von Dr. Paul Laven. 8,15 bis 9,15 Uhr: Schnitzler- Abend. 9,15 bis 10,15 Uhr: Übertragung aus dem Mannheimer Besprechungsraum: Flöten- kvnzert. Die Kinder Ihrer Nachbarin gedeihen, sind kraftstrotzend und blühend, bekommen aber auch täglich den gesunden und wohlschmeckenden „Seellg’s kand. Kornkaffee“. Ueberall zu haben. Pfundpaket nur 50 Pfg. Vertreterinnen für emträfll. selbst. Haupt- od Weben» enueib ludjeit (n^s Baakr & Uebschir DoailalM. Gegr.189 Mattkorictsadrik unb Wcria.ib an Privatkiindichait. 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Januar 1927, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 1 1 l BESTEGESCHÄFTSREKI.AME IST STETS EIN INSERAT IM GIESSENER ANZEIGER F. Heidemann Frankiert a. !H. .St.Hier pl. 18-20 Hansa. 9557'58 SliWMe ZlMN hab. nach blitzblanke Möbel denn ne gebr nur Möbelfiitz „Wunierjdiöit" CccR Hon. HniferOroa. Lind»2pl. 6. VJ'D Asbest- Platten, 1, 2, 3, 4 u 5 mm, wieder am Auf Linoleum und Anker-Velour- Teppiche kann kein Rabatt gewährt werden Grubber walze Landauer mit Kompl. Geschirr 15jähr. pserd Soppelspänner- Wagen Strauch Die Beerdigung findet am Montag, den 10. Januar, um 2*/4 Uhr vorn alten Friedhof aus statt Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Wegen MMe öet cmimMM werden Tienotag. den 11. oaii., nachmittags 2 Ubr.ver- faitft; 1 Selbstbinder 1 Sacmaschine l Mähmaschine Spezialhaus für Teppiche, Gardinen, Linoleum Hessische («orbc- Tragouer 23. Sonntag, 9. Jan., nachiniii 2'/, Uhr: vnlümmlung im Ei'enbabnhotcl iHopfelds au (dienen. Bollzäbl. Ersckef nen erwünscht. 0147 Der Vorstand. Zirka 10 Zir. gutes Wiesenau au verkaulen. Zu er frag in d GeschäsiS- In tiefer Trauer: Eduard Stille nebst Kindern 1 Posten Filet-Stores nur gute Qualitäten mit 2© Prozent Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste meiner lieben unver «xeßlichen Frau, für die vielen Kranzspenden, die sorgfältige ärztliche Behandlung schon seit vielen Jahren durch Herrn Dr. Speck, Großen-Lindeu, und für die trostreichen Worte, des Herrn P.arrer Schultheis während längeren Krankenlagers und am Grabe sage ich hierdurch meinen herzl. Dank Friedrich Viehmann, Zugschaffner nebst Angehörigen. Sä’* * hinn KUrnz s Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme, sowie für die zahlreichen Blumen- und Kranzspenden bei dem Hinscheiden unseres lieben Verstorbenen sagen wir allen Freunden und Bekannten unseren tiefgefühlten Dank. Insbesondere dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte, sowie der Bezirksgruppe Gießen der selbständigen Gärtner für die wundervollen Dekorationen, dem Gesangverein Harmonie- Gemütlichkeit für den erhebenden Gesang, der Altersvereinigung 1873-1923, dem Gesangverein Liedertafel, sowie den auswärtigen Bezirksgruppen des Deutschen Gärtner-Verbandes für die Kranzniederlegungen herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Lina Rieger Ww. geb. Schulze. Wrönme für SHetninbuiirte- Werkstätte o Vager- zwecke neeinnet. au oermieien evtl.nebn Haus in. tLaden günstig au verkauf. 0136 Angebote an Ctio Merkel. Herborn iNnssan), Slitür. IS. Auf a 18 Kolter sowie Reisedecken ohne Ausnahme 15 Prozent 1 Posten Tischdecken schwere Filz- u. Wollripsdecken mit 20 Prozent Heute entschlief unerwartet unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter Frau Charlotte Schwaab verw. Sprungmann, geb. Haußmann Wir bitten um stille Teilnahme. Emmy Leib geb. Schwaab Wilhelm Schwaab, Stadtoberbaurat Georg Leib Karoline Schwaab geb. Habenicht Heute früh, 7 Uhr, verschied nach langem schweren Leiden meine liebe Frau und treusorgende Mutter Fra» Mim Stille geb. Heimberger im Alter von 46 Jahren. Gestern Nacht 21/, Uhr entschlief plötzlich und unerwartet nach langem schweren Leiden unser lieber, braver Sohn, Bruder, Schwager, Pate und Neffe Ernst Bernhardt im blühenden Alter von 18 Jahren. Im Namen der tieftrauemden Hinterbliebenen: Karl Bernhardt und Familie nebst allen Verwandten Wieseck, den 8. Januar 1927. Die Beerdigung findet Sonntag, den 9 Januar, nachm. 2 Uhr, vom Sterbehause Karlstraße aus statt. 261D Tonntaa. 9. Jan abends (l1/, Uhr in der Turnhalle am OsmaldSgarien MiWWM verbunden mit SlWWsesl UNd Ehrung der dubilarc Reichhaltige- Pro gramm, darunter Theater NNW Anmachholz und Sägmehl zum Ra« chcrn liefert I. Welkhöfer. Televb 743 2391 > Allendorf a. d. Lahn, den 7. Januar*1927. WM Statt Karten. Für die überaus zahlreichen Beweise innigster Teilnahme bei dem allzufrühen Heimgang unserer innigstgeliebten Else sprechen wir, da es uns nicht möglich ist, jedem einzelnen zu danken, auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. Familie Carl Bourgeois. | Verschiedenes] „Hassia” Die Vertretung einer Jabrtk für erstklassige weitzlagermetalle ist für Regierungsbezirk Kassel zu vergeben. Nur tatkräftige Herren, die nachweislich guie Beziehungen au Industrie n. Handel haben, werden gebetewthre Angebote u. B.L.999 an InvalidaBdenk.Leipilg zu rtch en. 208id Hotion^1 e. -r-Bor k 15 000 k im Ganzen oder geteilt, als 1. Hyvoihet auf sicheres Ubieft von Selbngeber auszuleihen Schr. Llngeb. u. 0114 an den Gien. Anz. Infolge Entdeckung eines Aüpscr-lsrz^ügcö wird zu in Ankauf der hetr. Kuxe em Teilhaber mit ca. 1000 - Mk. gesucht. Enorme Ge- wlnnwöglichteii. Näheres mündlich. Schr. Angeb. n. 0130 an den (». 91. erbet. Bmios.IniAk Lchöskthlliidk S. V. grisgtuDue Sieben onö UntgegenO. Sonntag, den 9. Januar, vormittags 9 ilfjt, im Hessischen Hof: Iahres-HanPt. Versammlung. Vollzähliges Er« scheinen Pflicht. Der Vorstand. s-fss dcrn SeUti öös* ,dnflr tionale modernen 2°u schache U betten mit s«v vandewng. in einer groh^ die durch formte? Kris, sind sie miteinan^ die 13. SaöHndtt Aclßfl worden ifi § Semi-Wes inuner lvteder « ^Brsenwullu slg untrennbi Wn toird । bet nationalen Mrfen: sie sind btud kulturelle tionale Sprache jiuliuräuherung. unmittetbare Di fle Ift imstande, mit einer einhei Selbst auf den Austausch uns den Gebieten d< Wissenschaft, ist nationale Werk internationalen öflet Kultur beri Spezialifierung, tuten hervorzubt qu8 verschiedene! Hatut der notier schchlichen und stehen. Wer t tionale Kultur den ersten Ans gentvirkunx Der Böller ai Wissensdrang ihres örtlichen nach Crkenntnr zen Mrt zu rellem Gebiete einzelnen inä Q feiti ihrer Qan ein M btt ge, auMmen, ein nationale hinaus einer jeden Äatii land hat solche fefien, und es ift Zeitweise stärker fchen als des ' . Hier sehen k nicht nur der ® deutschen Geschiä wieder vom Dr, wesen sei und di, habe. Mn bei wisilek sehr ost Mittelalters ab stifte, man beti ginnenden 16. SremDen zweckb fmpstndet die Q[ l7. und ^Knechtschaft Ä» hätten, u nlle übernational W'?en, daß fj, Wigung des ä5" Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Pfeimgange meines lieben Vaters sage ich auf diesem Wege herzlichen Dank. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Karoline Christ geb. Kröck. Heuchelheimer Mühle, den 8. Januar 1927. 22IV Teilhaber gesucht, welcher sich mit RH. 5 bi* lOOOO an solchem, rentablem Unternernnen still bcieiliot. Sehr. Angebote unter 0115 au den Giekrener Anzeiger erbeten. 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Der Gegensatz von nationaler Kultur und Weltkuitur ist unter den Einwirkungen deS Weltkrieges und zuvor schon durch die Ausgestaltung des nationalen Bewußtseins in allen Ländern von neuem zu einem Problem geworden. Gerade in Deutschland ist nach dem Weltkrieg, begreiflicherweise, die Frage vielsach erhoben worden, ob wir uns nicht aaiu auf die eigene Kultur stellen und auf die Welt verzichten sollten. Aber solchen Anschauungen liegt von Anfang an der Irrtum zugrunde, als ob sich nationale Kultur und Weltkuitur im Leben der modernen Völker trennen liehen. Die ge- fchichtllche Entwickelung hatte es seit Jahrhunderten mit sich gebracht, schon seit der Völker- wanderung. daß die abendländischen Nationen in einer großen Einheit ihres LebenS stehen, die durch vielfältige Kriege nicht zerstört werden konnten zusammengewungen in einen Kulturkreis. sind sie politisch, wirtschaftlich und geistig miteinander untrennbar verbunden. Wenn auch die frühmittelalterliche Weltkultur feit dem 13. Jahrhundert durch nationale Kulturen ab- gelöst worden ist. so ist doch über ihnen allen ein Gemeinsames geblieben, das sich immer und immer wieder verstärkt hat, und das durch die Derkehrsentwicllung des modernen LebenS völlig untrennbar geworden ist. Man wird deshalb sreilich die Bedeutung der nationalen Kulturen noch nicht unterschätzen dürfen: sie sind der erste mögliche Ausdruck kulturellen Lebens überhaupt. Die nationale Sprache ist Grundlage jeder höheren Kulturäuherung. und nur sie gewährleistet die unmittelbare Wiedergabe alles Empfundenen, nur sie ist imstande, ein Volk in all seinen Tellen mit einer einheitlichen Kultur zu durchdringen. Selbst auf den Gebieten, wo internationaler Austausch uns als selbstverständlich gilt, aus den Gebieten der Künste, der Literatur, der Wissenschaft, ist doch immer das individuelle nationale Werk die Vorbedingung für internationalen Austausch, und der Reichtum oller Kultur beruht in der Vielseitigkeit, m der Spezialisierung, die nur die nationalen Kulturen hervorzubringen vermögen, schon weil sie aus verschiedenen Sphären heraus, je nach der Statur des nationalen Temperamentes, der witt- schastlichen und staatlichen Vorbedingungen, entstehen. Aber diese an sich unentbehrliche nationale Kultur erlebt freilich unaufhörlich, von den ersten Anfängen höherer Kultur an, Gegenwirkungen jeder Art. Der Austausch Der Völler aus wirtschaftlichem Gebiete, der Wissensdrang der einzelnen über die Grenzen ihres örtlichen Lebens hinaus, auch der Wunsch nach Erkenntnis deS Feindes jenseits der Grenzen führt zu einem Austausch auch auf kultü- rellem Gebiete. Dazu kommt das Sehnen der einzelnen in- Weite — sie wollen die Welt jenseits ihrer Larrdesgrenzen erforschen, sie wollen ein Vild der gesamten vorhandenen Well in sich aufnehmen, ein ewiger Drang ins Ueber- nationale hinaus wird gerade die stärksten Geister einer jeden Ration beseelen. Besonders Deutschland hat solche Geister immer von neuem besessen, und es ist dadurch unserem geistigen Leben zeitweise stärker der Zug des Kosmopolitischen als deS nationalen aufgedrängt worden. Hier setzen die Vorwürfe ein; sie gelten nicht nur Der Gegenwart, sondern der gesamten deutschen Geschichte, alS ob sie immer und immer wieder vom Drang nach Fremdem besessen gewesen sei und die nationalen Werte vernachlässigt habe. Man betrachtet unter solchem Gesichtswinkel sehr oft die deutsche Kaiserpolitik des Millelalters als eine Vergeudung deutscher Kräfte, man betrachtet so den Humanismus des beginnenden 16. Jahrhunderts, als ob er sich Fremden zwecklos untergeordnet habe, man empfindet die Aufnahme der französischen Kultur im 17. und 18. Jahrhundert geradezu alS eine Knechtschaft gegenüber dem Ausland, man wirft den Klassikern vor, bah sie zu stark an die Menschheit und zu wenig an das eigene Volk gedacht hätten, und man sucht in der Gegenwart alle übernationalen Strömungen damit zu verdächtigen, daß sie Vernachlässigung, ja geradezu Schädigung des nationalen Lebens bedeuteten. GS sei zuerst noch einmal festgestellt: die Grundlage aller heutigen Kultur ist Die Entwicklung nationaler Kulturen seit dem 13. Jahrhundert; Die Höhe unserer heutigen Kultur beruht auf dieser nationalen Entwicklung. Aber auch andere Tatsachen wollen in gleicher Weise berücksichtigt werden. Alle nationalen Kulturen des Abendlandes sind aus Der mittelalterlichen Weltkuitur hervorgewachsen und haben gewisse Erbteile Dieser Weltkultur niemals verloren unD niemals verlieren können. Zweitens ist auch währenD Der Entfaltung Der nationalen Kulturen Der Austausch zwischen Den einzelnen Völkern niemals zum StillstanD gekommen — jedes Voll des Abendlandes schuldet an irgendeiner Stelle und meist in immer neuen Fällen den anderen Dank für fruchtbar gewordene Einflüsse. Das sind geschichtliche Gegebenheiten, aus denen notwendigerweise die nationalen Kulturen ihr bestimmtes Gepräge bekommen haben: sie sind nämlich an keiner einzigen Stelle rein national, sondern immer zugleich auch international beeinflußt. Schon der gemeinsame Glaube, der den Völkern des Abendlandes eigen ist. dann Die gemeinsamen Anfänge in Wissenschaft und Kunst, gaben Diesen internationalen Charakter in alle rationale Kultur hineintragen. Man wird kaum behaupten tonnen, daß Deutschland wesentlich stärker als äußere Stationen fremde Bestandteile in sich ausgenommen habe. Aber berücksichtigt man, daß Deutschland ohne das Aachwirken antiker H e b erlief er ung. sondern auf einer ganz primitiven Stufe in das abendländische Kulturleben ein» trat, so wird man sofort verstehen, daß Frankreich, das niemals Den Zusammenhang mit der antiken Kultur völlig verloren hatte, und ebenso Italien in chrer Kultur der deutschen voran sein mußten. In der Tat sind in Frankreich und Italien schon innerhalb des Mittelalters neue Bewegungen, die dann das ganze Abend- lanD durchdrangen, zuerst lebendig geworden. Und so hat Deutschland frühzeitig von Italien höhere Kulturelemente empfangen. Dann aber von Frankreich Die Kulturbewegung des Minnesangs und Der Gotik, später von Italien den Humanismus und die künstlerische Renaissance, Dann im 17. und 18. Jahrhundert eine höherstehende literarische und gesellschaftlich« Kultur von Frankreich, im 18. Jahrhundert zudem die englifch-ftanzösische Aufklärung empfangen, und was daS 19. Jahrhundert in Deutschland alleS an fremden Einflüssen gebracht hat, zeigt vielleicht am stärksten unser künstlerisches Leben mll seinen vielfältigen Anleihen in Italien, Frankreich. England und Japan, und alles übrige Leben zeigt es ebenso. Aber man könnte, wie gesagt, das gleiche für alle andern europäischen Länder beweisen. Wir haben dem Ausland die Duchdruckerlunst, die Reformation. die Philosophie Kants, den Reuhumanismus unserer Klassiker, die wissenschaftlichen Methoden des 19. Jahrhunderts usw. usw. geschenkt und dadurch die Fremde auch uns gegenüber wiederum dienstbar gemacht. Es ergibt sich ein geschichtliches Gesetz aus allen diesen Tatsachen: die Völker des abendländischen KulturkreisvS sind in einer in allen Stationen, der sich zum Skrtreter solcher Weltkuitur macht? In Wahrheit ist Weltkultur sowohl die Gesamtheit aller nationalen Kulturen als auch jene Auswahl von Kulturleistungen, die über alle nationalen Schranken hinweg sich allgemeine Geltung erzwingen. Man könnte sagen: Homer, Plato. Aristoteles, Sokrates. Sophokles, Phidias, Augustin, Dante. Leonardo, Michelangelo, Raffael, Dürer. Luther. Shakespeare. Sie toten, Kopernicus. Moliöre, Kant, Goethe usto. usto. — das ist Weltkuitur. Slber auch tiefer hinunter gibt es unzähliges Kleinere, was sich Weltgeltung errungen hat und zum Sk- siystand aller Stationen gehört. Vor allem aber ist es daS große Schöpferische, das stets über Die Station hinausstrebt — wie es Das allgemein Menschliche zu erfassen sucht, so muß es sich auch Die Menschheit als Publikum denken. Alle großen Religionen Der Welt. Das Christentum vor allem, ftnD Deshalb universal gerichtet und gerade dadurch erfolgreich und voll von Adressbuch der Stadt und des Kreises Metzen 1927 Die Hauslisten werden wahrend der nächsten Zett bei den Hausbesitzern oder ihren Stellvertretern durch Polizeibearnte abgegeben. Jur Erlangung einer einwandfreien Einwohner- aufnahme ist es erforderlich, datz jeder selbständige Hausbewohner seinen Eintrag eigenhändig vornimmt, und zwar muh der Eintrag in der Reihenfolge der Stockwerke erfolgen. Nach einigen Tagen werden die Listen von der gleichen Stelle wieder eingefordert, bei der sie niedergelegt wurden. — Die Einwohnerschaft Giehens wird dringend darum gebeten, die Aufnahmearbeit durch sorgfältige Einträge und pünktliche Bereitstellung der Listen freundlichst zu unterstützen. Nur so kann die dem Vorteil der Allgemeinheit dienende Genauigkeit des wichtigen Nachschlagewerkes erzielt werden. Der Bezug des Adrehbuches . wird nur bei vorheriger Bestellung durch die Hausliste gesichert. Der Geschäftswelt zur Benachrichtigung, dah neben der Hausliste eine Firmrn*Lste abgegeben wird, die den geschäftlichen Notwendigkeiten für Die neue Adrehbuchausgabe eingehender Rechnung trägt als es früher der Fall war. Der eigene Vorteil aller Geschäftsleute ist es, dah sie diese Sonderliste sofort und vollständig ausfüllen; sie wird gleichfalls nach einigen Tagen wieder abgeholc werden. Wie in großstädtischen Adrehbüchern werden in der Folge Zusatz- und Fettdruckzeilen sowie Empfehlungskästchen im Einwohnerund im Gewerbeverzeichnls eingefügt werden. Darüber hinaus steht geschäftlichen Unternehmungen der Anzeigen-Anhang offen. Dertreterbesuch wolle man In der Firmenliste anfordern. Die Vereins- und Kassen-Vorstände sowie andere am Dereinswesen Beteiligte wahren die Belange ihrer Vereine durch entsprechende Einträge in die dafür vorgesehene Abteilung der Hausliste oder durch unmittelbare schriftliche Meldung beim Adrehbuchoerlag. Diese Meldungen muffen mindestens enthalten: 1. Name des Vereins oder der Kaste, 2. Namen des Vorsitzenden, Schriftführersund Kassiers, 3. Angaben über Zusammenkünfte, Uebungsstunden u. dgl. m. Bis zu 10 Zeilen sind kostenlos. Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange Adreßbuchverlag Schulftraße 7 Fernsprecher 51 solchen Weise miteinander verbunden, daß jeder wichtige geistige, künstlerische, wirtschaftliche, politische Fortschritt -in kurzer Frist zu einem Gemeingut aller werden muh. Die Aufnahme fremden Kulturgutes, Die sogenannten R^ep- tionen, sind ein Lebenselement Des Kulturlebens überhaupt. UnD Daraus ergibt sich auch Der wettere Sah, Daß Dieser Austausch und Der Damit zusammenhängende Wechsel Der abendländischen Völker ein entscheidendes Element Der Kultur» fteigerung ist. In Diesem kulturellen Austausch ruht eine gewaltige fruchtbare Kraft, und wir haben infolgedessen nirgends mit isolierter nationaler Kultur zu rechnen, sondern überall mit Dem Austausch, in Den Diese nationalen Kulturen hineingezwungen sind. Die Isolierung einer nationalen Kultur, Die Pflege nur ihres Lebens ist genau so unmöglich wie ein isolierter nationaler Handelsstaat. Jeder Versuch. Derartiges herzustellen, ist sofort zum Schettem bestimmt. Die Skrmehrung der Austauschmöglichkeiten in der modernen Zeit, die sesten Bindungen durch den modernen Skrkehr und durch die allgemeine Freizügigkeit haben die Bedeutung des geschichtlichen Gesetzes noch verrnehtt: blitzartig wandern alle neuen Entdeckungen durch die Welt. Der persönliche Skrkehr der Künstler, der Gelehrten, der Wirtschaftler beschleunigte Den Austausch, und im Zeitalter der Ausstellungen sucht eine jede Station Den anderen ihre Schätze zu zeigen. Damit auch Dadurch Der Austausch verrnehtt werde. Und so entsteht durch diesen vermehtten Slustausch ein internationales Gemeinschaftliches, das uns wiederum zurückzuführen scheint in die Zetten einer SB e L t f u 11 u r, einer Uebettoin» Dung also Der nationalen Kulturen. Slber was ist Weltkultur? Das Wort erscheint uns wie selbstverständlich. Die Sache selber ist nicht leicht zu erfassen. Ist Weltkultur Die Addition Der vorhandenen Rat.onalkutturcn. oder ist sie ein Gebiet für sich? Wer ist ihr Träger, wenn die Stationen Träger ihrer eigenen Kulturen sind? Gibt es einen auserwählten Kreis Werbekrast. Wo Das Menschliche und Göttliche in seiner Tiefe erfaßt wird, da fallen Die Schranken Der Stationen von selber, und es entsteht eine gemeinsame höhere Sphäre aller Stationen. Da eS zudem keiner Station infolge Der Begrenztheit ihres Lebens gegeben ist, alle Kulturtoerte hervorzubringen, so muh es irgendwie zu einer Vereinigung Der Besonderheiten in einer höheren Einheit, in übernationaler Sphäre kommen. Die SBeltfultur ist also eine Tatsache, genau so wie Die nationalen Kulturen. Jede Station aber. Die an Den höchsten Werten Der Menschheit teil nehmen will, muß die Beziehung zu dieser Weltkultur suchen. SBie Die Weltkultur undenkbar ist ohne den Untergrund Der nationalen Kulturen, so sind diese hinwiederum unvollendet ohne das Hineinwachsen in die Sphäre der Wettkultur. Es handett sich also nicht um Gegensätze, sondern um notwendige Ergänzung. Um der nationalen Kultur willen die übernationale Kultur bekämpfen, ist eine völlige Verkennung unserer kulturellen Lage und der Grundlagen wetteren Slusstiegs. Die Rutsche Kultur ist durch Aufnahme fremden Gutes nicht wesentlich, höchstens vorübergehend geschädigt, im ganzen aber viel mehr gestärkt und erweitert worden. Deutschlands Universalismus ist geradezu zu einet Grundlage seines geistigen Reichtums geworden. Solange die gesunde Kraft eines Volkes das fremde Lehngut zu verarbeiten, ins eigene umzufvrmen vermag. sind Rezeptionen ungefährlicher, ganz abgesehen davon, daß lerne Macht der Erbe sie zu verhindern vermag. Im Wirtschaftlichen wie im Geistigen ist jeder Boykott vergeblich. Wer sich vor der Slufnahme fremden Kulturguts fürchtet, besitzt kein Skrkauen auf die eigne nationale Kraft. So möge man auch hier der Siottoenöig- feit unseres Daseins ruhig ins Auge blicken: von der nationalen Kultur strebe man furchtlos zur SBeltfultur 1 Außenpolitische Umschau. Don Prosessvr Dr. Otto Hoetzsch. M. D. R. Ein amerikanischer Journalist. Frank S. Simonds. der 'Deutschland 1926 bereifte, hat geäußert, daß das neue Deutschland der am vollkommensten stabilisierte Staat in Europa sei, Der Staat, Der am meisten Den Krieg UquiDiert, Da« erste Land, Das mit Den DemrralifierenDen Folgen des Krieges aufgeräumt habe. In dieser Beobachtung eines Deutschland nicht besonders freundlich gesinnten Journalisten kommt das Gefühl des Ausländers zum Ausdruck, daß sich in Deutschland eine bemerkenswerte wirtschaftliche und politische Konsolidierung vollzogen habe. Wir wissen, tote stark das übertrieben ist. oft auch tn erkennbarer Absicht übertrieben wird. Ganz falsch aber sind derartige Feststellungen nicht, wie ja so etwas niemals ganz falsch fein wird. Auch der Deparationsagcnt stellt in seinem letzten Bericht vom 30. Slooember 1926 fest, daß Die Deutsche Wirtschaft im Zustand Des Wiederaufbaus fei und Die Vorteile Der Stabilisierung jetzt realisiere. Deshalb stellt er gleichfalls oefneDigt fest, daß Der Dawes-Plan funktioniert habe. Daß durch Den Transfer erhebliche Summen haben übertragen werden können und daß der Wendepunkt nicht nur für Deutschland, sondern auch in Dem weiteren Sinne Des Wiederaufbaues Europas. Den die Sachverständigen im Auge hatten, erreicht sei. Gr hält dabei an. Er Deutet nur sehr unbestimmt eine endgültige umfassende Verständigung über alle Probleme Der Reparation unD verwandten Fragen an. Slber „offenbar ist Die Zeit Dafür noch nicht gekommen. Die Erfahrung Dafür ist noch zu beschränkt und muß wachsen, unD reifen, bevor es möglich sein wirb, Die nottocnDigen Urteile über die zugrunde liegenden Fragen zu bilden." Es ist wohl auch nicht Ausgabe des Reparationsagenten, von sich aus den Gesichtspunkt deS endgültigen Abschlusses oder was dasselbe ist, Der Revision des Dawes-Planes in Den SkrDetgrunD zu rücken. Immerhin ist bemerkenswert, Daß er den Blick Doch zu Dem „weiteren unD umfassenderen Arrangement" schweifen läßt. Es ist richtig, und zu Deutschlands Dotteil. wenn Der Blick auf Dieses ums assen De Schluh- arrangement, tote wir sagen, Die Gesamt-, Die EnDlösung gerichtet bleibt. Unter biejem Gesichtspunkt ist es kein Schaben, bah Die sog. ' Ibee von Thoiry nicht zu einem Ergebnis geführt hat. Wir wissen, baß Dafür auf Der an- beren Seite bie letzten Abschlüsse erst nottoenbig sind über die Schulben der europäischen Siegerstaaten an Rordamerika. Der letzte entscheibende Kamps barum wird bie Ratifikation des französisch-amerikanischen Abkommens sein. Wir glauben, daß diese schließ/ch verhältnismäßig schnell vor sich gehen wird. Poin- carS weih, dah sie nicht zu umgehen ist. Andererseits stellt Der Bericht für bie französische Kammer barüber fest, Dah Die Zahlungen aus bem Dawes-Plan an Frankreich in Den nächsten Jahren Die Verpflichtungen Frankreichs an Eng- lanD unD Amerika um 400 bis 500 Millionen Matt übersteigen werben. SW erleichtert voraussichtlich ben Abschluß, aurT>en bie Botschaft Coolibges schon hingewiesen hat. Das wirb aber In unserem Sinne Die weitere Entwicklung nur erschweren, wenn di. amettkanische Behandlung Der ganzen Frage nicht weiterhin fest und sicher bleibt. Es fei Daran erinnert, mit welcher Konsequenz Rordamerika in diesen Schuldenabkommen Den Zusammenhang zwischen deutscher Reparationszahlung und Schul- denzahlung ausgeschlossen hat. Unerbittlich hat es auf Der Anerkennung der Schulden, unabhängig von ben Einnahmen aus Deutschland bestanden, während es. sobald es dieses Zugeständnis erhielt, in der Berechnung Der tatsächlichen Schulden außerordentlich liberal und entgegenkommend gewesen ist. So sehr in Rordamerika noch bie Forderung gang und gäbe ist. dah die alten Kriegsverbündeten alles bis auf den letzten Dollar und Cent bezahlen mühten — tatsächlich hat Rordamerika einen Schuldennachlah im größten Ausmaß schon gewährt. Wie aber geht das weiter? In ganz absehbarer Zett wird feststehen, welche Gesamtsumme Rordamerika von ben europäischen Siegerstaaten geschulbet wirb. Dann wirb also bie Frage akut, tote hoch bie Gcsamt- unb Schlußsumme bet Deutschen Verpflichtungen. Die ja mit Absicht offengelasfen ist. anzusehen sei. Diese Erwägung unD Berechnung aber wirb weiter burch ein sehr interessantes neues Moment alterieri. Wahrscheinlich sind bie Männer, bie biefen ganzen weltfinanziellen Zusammenhang in Reuyott beherrschen. nicht übermäßig glücklich über die Erklärung ber 40 Reuhorker Professoren vom 20. Dezember gewesen, bie eine Revision ber Schulbenregelung Im Sinne ber Annullierung ber Schulben verlangen unb mindestens dafür eine internationale Konferenz anreqen. Denn es wirb bamit ein Zusammenhang bloßgelegt. ber eine gewis e Schwäche Rorbamerikas enthüllt. Die theoretischen Gesichtspunkte bietet Reuhottet Staatswissensckafller sind richtig unb schön Diese Theorie soll im Dunbe mit Der Praris. bie mit ber Unterschrift ber amerikanischen Wittschaftsführer unter bas Wittschafts» manifest vom 20. Oktober zutage trat, einen Druck auf ben Präfibenten ausüben, bet aus bekannten innerpokttifchen Orünben in ber Europa- Politik kürzer unb kürzer tritt Was aber bas Wesentliche, in unserem Sinne Günstige ist. ist. bah man allmählich tn Amerika zu begreifen beginnt, was es Erbeutet, bas G lä u- bigerlanb eigentlich für bie ganze Welt zu fein, mit bem .Schein bes Shhlock . wie die Pariser Presse geschrieben hat. unö was es zugleich bebeutet. neben biefen KriegSschulben Europas noch Anleihen in Europa plaziert zu staben unb weiterhin zu plazieren. Man weiß in ----ika tote b"; ö-' to gung von ein m realen Zus immens chluß bet f'.n Europas noch ungeheuer wüt entfernt ist. Aber man beginnt zu fragen, ob bitte 480 Millionen Europäer auf bie Dauer bie Kabifa!» Herrschaft bet 117 Millionen Rorbamerikaner tragen werben und wollen. Unb man b'iinnt weiter einzusehen, bah zwischen ben unproduktiven Kriegslasten, bie auf Besiegten unö Siegern ruhen, unb ben probuktiven Anleih-n. die Storbamerita jetzt nach Europa auch nach Deutschland gegeben hat. ein außerorden'sicher Un'er» schied ist unb bah es keinen Sinn hat. Anltthen an bie Probuktion zu geben, wenn man zugleich Mein Inventur-Ausverkauf beginnt Montag, den 10. Januar. — Die Preise für Winterkonfektlon?40 Prozent ermäßigt Die Restbestände in Sommerkonfektion verkaufe ich für die Hälfte des früheren Preises! Reste ii. Anschnitte in Seidenstoffen, Kleiderstoffen, Waschstoff en enorm billig Modewarenhaus Carl Nowack santracQ Hutter der EicherheitsdiSkusswn der Kontrollfrage und den Dölkerbundsproblemen iß diese Frage im letzten Jahre zurückgetreten. Vorzeitig sie aufzurollen oder anzuschneiden, hat Deutschland nicht die Möglichkeit und nicht daS Interesse, und deshalb soll es auch von solchen Versuchen die Finger lassen. Wer auf den Gesamt- zusarnmenhang wollen wir immer mit geschärftem Auge blicken. Denn in nicht allzu ferner Zeit kommt der Augenblick, in dem dann auch hierin von Deutschland Entschlüsse gefordert werden! Die Gießener Handelskammer über aktuelle Wirtschaftsfragen. Die Industrie- und Handelskammer Giehen übermittelt uns folgenden Auszug aus ihrem Tätigkeitsbericht: Lisenbahnfohrplanfragen. Die seitens der Eifenbahnverwaltung in Er- Wägung gezogene Späterlegung der Abgangszeit des E 85 in Siegen um etwa 2 Stunden wurde von der Kammer warm befürwortet, weil hierdurch ein günstiger Ans chluh a n d en D 2 7 5 (Frankfurt a. M.—Gießen -Hagen) in Siegen und gleichzeitig eine vorteilhafte Abend- vcrbindung zwischen Gießen und Köln geschaffen würde. Einer Anregung aus den Kreisen der Tabakindustrie des Bezirks Folge gebend, setzte sich die Kammer für eine schnellere Verbindung mit Holland über B i e d e r l a h n st ei n ein und erbat hierzu auch die Unterstützung des Fahrpkanausschusses des Deutschen Industrie- und Hondelstags. Die Anträge desHessischenDerkehrs- Verbunds, dessen körperschaslliches Mitglied die Kammer ist, auf eine den wirtlichen Der- kehrsöedürfnissen entsprechende Ausgestaltung des Fahrplans auf den Strecken Alsfeld — Bieder a u l a— Hersseld und Lauterbach- G. dem — Stockheim — Vilbel wu>den b i der Eisenbahnverwaltung nachhaltig unterstützt. Durch einen Beschluß der Ständigen Tarifkommission der deutschen Eisenbahnen ist eine wesentliche Verteuerung der Frachten für gebrauchtes Pack material herbeigeführt worden. Ein von den hessischen Kammern befürworteter Antrag auf Abänderung dieses Beschlusses wurde jedoch abgelehnt. Gießen als Tabakort. Vorsorglicherweise hat die Kammer in einer Eingabe das Ministerium der Finanzen darum gebeten, sich dafür zu verwenden, dah für den Fall des Zustandekommens des geplanten See- hafen-Ausnahmetarifs für Bohtabak auch die Station Giehenals bedeutender Empfangs- o r t von Bohtabak einbezogen wird. Forderungen an die Reichspost. In einer am 8. Dezember in Frankfurt a. M. stattgehabten Besprechung von Vertretern preußischer, bayerischer, badischer und hessischer Industrie- und Handelskammern wurde auf Anregung der Gießener Kammer beschlossen, beim Beichspostministerium dahin vorstellig zu werben, daß eine Vermehrung der Bestell- ?änge im Briefverkehr allgemein statt- indet. den mittleren Plätzen statt zwei Destell- gängen ein dritter gewährt und auch den größeren Städten mit drei Bestellungen ein weiterer 7 zugestanden wird. Die Versammlung faßte ferner den Beschluß, beim Beichspostministerium für die alsbaldige Verbesserung der Land- postbestellung durch Einstellung von Klein- kraftfahrzeuaen einzutreten. Der Hessische Industrie- und Handelskammertag sprach sich für einen Antrag der Darmstädter Kammer aus, der die Herabsetzung der Fernsprechgebühren auf mittlere Entfernungen zum Ziele hat. Die Weiterverfolgung der Angelegenheit soll jedoch bis zum Erscheinen der Denkschrift des Beichspostministers über die Abänderung der Fernsprechgebühren- ordnung zurückgestellt werden. Lraftfahrverkehr tmb Straßendisziplin. Eine Eingabe des Deutschen Automobilhändlerverbands an die deutschen Industrie- und Handelskammern wurde befürwortet, ter Antrag schlägt eine Abänderung des § 35 der Verordnung über Kraftfahrzeugverkehr vom 5. Dezember 1925 vor, welcher dir Bestimmungen über die roten Probefahrtkennzeichen enthält. Bach Ansicht der Antragsteller würden die zur Zeit gültigen Bestimmungen den Anforderungen der Praxis in keiner Weise gerecht, weshalb eine Erweiterung der Auslegung des Begriffs „Probefahrt" dringend geboten sei. Der Hessische Industrie- und Handelskammertag regte eine Aenderung der Verordnung über Kraftfahrzeugverkehr vom 29. Juli 1926 an insofern, als in Zukunft zur Erzielung einer strafferen S t r a ß e n d i s z i p l i n auch Kleinfahrzeuge und Fußgänger den Vorschriften dieses Gesen- s unterworfen werden sollen. Verkehrsbund Oberhessen und hasraba. Den neugegründeten Verkehrsbund Oberhefsen ist die Kammer als körperschaftliches Mitglied beigetreten; ebenso hat sie die außerordentliche Mitgliedschaft des Berbandes zur Vorbereitung der Autostraße Hamburg — Gießen—Frankfurt a. M.—Basel—Mailand in Frankfurt a. M. tHafrabo) erworben. Der Firmenzusah „haus". Die Kammer hatte Veranlassung, bezüglich des Firm enzus atzes „Hau s" erneut ihren' Standpunkt dahin zu präzisieren, daß in jedem einzelnen Fall die Berechtigung der Bezeichnung „Haus" genau geprüft werden müsse und daß der Firmeninhaber neben dieser Bezeichnung auch noch seinen Barnen mit einem ausgeschriebenen Vornamen zu führen habe. Die Zinspolitik ter Banken und Sparkassen. Die hessischen Industrie- und Handelskammern haben den deutschen Industrie- und Han- dclstag als ihre Spihenvertretung erneut dringend darum gebeten, der Zinspolitik der Banken und Sparkassen die ernsteste Aufmerksamkeit zuzuwenden und in ständiger Fühlungnahme mit deren Spitzen Vertretungen auf eine Aenderung dieser Politik mit dem Ziele einer Ermäßigung hinzuwirken. Die Schaumweinsteuer. Der von bestimmten Wirtschaftskreisen ausgegangenen Anregung auf Aenderung der jetzigen Schau m wein st euer durch Einführung einer Staffelung dieser Steuer konnte die Kammer nicht zustimmen. Zollamt Lauterbach. Bach einer Mitteilung des Hauptzollamts Giehen sind die Verhandlungen zwischen dem Landesfinanzamt Darmstadt und der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. wegen Erweiterung der Defugnisse des Zollamts Lauterbach noch nicht zum Abschluß gelangt. Tabak- und Lebcusmittelgeseh. Die Kammer hat an den Deutschen Industrie- und Handelstag das dringende Ersuchen gerichtet, sich dafür zu verwenden, dah Tabak in feinen Anwendungssormen als Bauch-, Kau- und Schnupftabak den Vorschriften deS Lebens - mittelgesetzes, wie es im Entwürfe vorgesehen ist, überhaupt nicht unterworfen wird. Die Beschränkung der Lehrlingshaltung. Die Bemühungen, eine Zurücknahme de. ministeriellen Verordnung vom 2. Juni 1926 übet die Beschränkung der Zahl der kaufmännischen Lehrlinge zu erreichen, sind erfolglos geblieben. Der Hessische Industrie- und Handclskammertag wird sich in dieser Angelegenheit jedoch weiter bemühen. zu unproduktiven Zwecken einer solchen Volkswirtschaft das Gelb wieder abzapft. Das sind Zusammenhänge, die den Männern des Dawes-Planes von Anfang an absolut llar gewesen sind. Jetzt werden sie laut ausgesprochen! Jetzt fordern sie die Aufmerksamkeit der amerikanischen Dessen tlichkeit und beleuchten sie den Weg, den dieses Gesamtproblem der Finanzliquidierung des Krieges und des finanziellen Wiederaufbaues in der nächsten Zeit gehen wird, besser gesagt, gehen muß. Rätsel-Ecke. Vexierbild em Kreuzworträtsel. Per- 1. Son links nach rechts. 7. weiblicher Personenname; 9. männlicher |P|L|A|T|Ö| HlAlBlE|L| Telegraphenrätsel. Pfahl — Senf — Ferien — Kauz — Dolch — , Rente — Pfefferkuchen. ger — aer — - in — kles — mos — min — e — e — ex — furch — gelb ger — gie — haa — hi — i korb — la — le — le — log buchstaben, beidemal von vorn nach hinten gelesen, Zitat von Rückert. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Bedakttonsttsch. VorietLkunsl. „Mensch, ich habe mir eine saubere Nummer ausgedacht, das mußte hören. Also ich rnach'n Handstand, weißte? Mit der Reese blase ich Mundharmonika, mit den Augen plinkere ich einen Nagel aus 'n Eichenbrett, mit einen Bern schäle ich mir 'ne Apfelsine ab, und mit dem andern Bern spiele ich die Neunte Symphonie uff’t Tylopho'nk* Die Mitgift. „Sie halten um meine Tochter aut Wie ist'S denn mit den fünfhundert Mark, bie Sie mit schulten?" «Die können Sie von der Mitgift abziehen?" „Fünfhundert Mark von der Mitgift abziehen ist gut. Ich werde bie Mitgift von den fünfhundert Mark abziehen!" Einfache Sache. Die packende Szene mit dem Löwen will sich nicht drchen lassen. Der Regisseur tobt: „Wenn Eie jetzt nicht endlich spiele», Herr, werten Sie nicht wieder engagier^!" „Ba, und wenn mir der Löwe was tut?" „Dann wird der Löwe nicht wieder engagiert;" Wo ist der Heger? Auflösungen. Silbenrätsel. 1. Einbeck: 2. Irene; 3. Nabe; 4. Jeanette; 5. Erhard; 6. Dynamit; 7. Ebene; 8. Sofia; 9. Drillich; 10. Iseosee; 11. Narzisse; 12. Gemsbart; 13. Mauritius: 14. Unze; 15. Saturn; 16. Zeisig; 17. Ziesel. — Ein jedes Ding muß Zeit zum reifen haben. — Silbenkapselrätsel. Es spielen sich eher zehn atm als einer reich. Anagramm. Kater — Karte — Kreta. Bilderrätsel. Hoffnung ist ein Sell, daran sich viele zu Tode ziehen Kreuzworträtsel. sonenname; 11. nordische Münze; 13. Stadt in der Provinz Brandenburg; 14. Grußform; 15. türkischer Titel; 16. Spaßmacher; 18. männlicher Personenname; 19. Musikinstrument; 22. schmales Brett; 25. französischer Revolutionär; 29. Gedichtart; 30. gedörrtes Gras; 31. japanischer Staatsmann; 32. natürliches Wasserbecken; 33. Teil des Kopfes. 2. Bon oben nach unten: 1. Ruhebett; 2. Ordensbruder; 3. englisches Bier; 4 Anerkenmmg; 5. technisch wichtiges Salz; 6. Flächeninhalt eines Grundstücks; 8. Bühnenstar; 10. weiblicher Personenname; 12. landwirtschaftliches Gerät; 17. Farbe; 18. Stadt in Südtirol; 20. Edelwild; 21. Straußenart; 22. Anteilschein; 23. Abschiedswort; 24. Genußmittel: 26. Stadt in Brasilien; 27. Stadt in Belgien; 28. Eingangspforte Fehlaufgabe. Unter Hinzufügung der Silbe „ge" als zweite in jedem Worte sollen aus nachstehenden 14 Silben 7 Wörter gebildet werden, deren Anfangsbuchstaben, richtig zusammengestellt, einen astronomischen Wendepunkt ergeben. an — bung — er — ha — ja — lo — mann — na — ner — noro — ro — tier — tum — un. Scharade. Der Ewigkeit stehen die ersten nah', Hoffnung die dritte uns erweckt. Wer unter Blumen das Ganze sah. Der weiß nun, was darinnen steckt. Nätfel Ein Scheltwort ist's, berechtigt scheint es dir Für einen Schurken und ein böses Tier; Nimmst an der rechten Stelle du zwei Zeichen, Bedeutet's leise Mahnung, stillzuschweigNt. Silbenrätsel. al — au — bie — da — di — bi — disch ne — nen — no — nom — noro — o — o — pho — ra — ro — ruy — schwein — fe — feg — so — son — soro — ta — ter — ter — the — oel — war — rote. Aus vorstehenden 52 Silben bilde man 20 Wörter mit folgender Bedeutung: 1. Stadt in Pommern; 2. Name eines Sonntags; 3. Schauspieler; 4. Stadt in der Mark Brandenburg; 5. asiatische Gebirgsgruppe; 6. kleines Seefayrzeug, 7. griechischer Dichter; 8. Gedichtform; 9. holländischer Seeheld; 10. Fluß in Mecklenburg; 11. Nebenfluß des Mississippi; 12. deutscher Dichter; 13. Imkerei- gerät, 14. erzählende Form; 15. Physiker; 16. Afrikaforscher; 17. weiblicher Personenname; 18. Farbe; 19. Naturereignis; 20. festgesetzter Zeit- punkt. Richtig gebildet, ergeben Anfangs- und End- l|e] 1 LT ,AnTrl £4 lolsl 3 _JaL Die 'Ausnahmesonntage vor Weihnachten. Dem von der Angestelltenscite angeregten Wegfall der Ausnahmesonntage vor Weihnachten in der Stadt Gießen kann die Kam rec solange nicht das Wort reden, als nicht die Angelegenheit für das gesamte Bei ch s - gebiet oder zum mindesten für größere, in sich geschlossene Wirtschaftsbezirke geregelt wird. fionfumf inan jierung. Sie Kammer stimmte einer Entschließung zu. in welcher sich die Vertreter des Einzelhandels in den hessischen Industrie- und Handelskammern Qrag HBQ —|Q -----ninnras BBQCj ra BI3 ran ö ld. K lgen. tfeL ■ei 5.6t, ' yj; 9. DiWh. 4Um re'fen habL- ltSisrl. Qtm °ls einer reich, an. - Steta. U xil, 1 ^de ziehen, Mel. IBl IG earWi. ' - Kauz - Dolch - sefferkuchen. enkappe. vom AedakttoMsch. !nn|L t eint iaubere Nummei Horen. Wo ich mach'o Kt Mje blajt ich Mund- n plinlere itb einen Ülagtl inen Veen schäle ich mir bem onbt rn.Seen |pi* ufi't Iqlop^önr W ne Wer an! 2Vit mied matt, Ne Sie btt MM von btt Mgrst o°' « bk MM von bro ijtnV* e Lache. e mit bem Wvw M Der Regisseur tobt: cht endlich W«, Herr, »r engagiert ■ 6?r Löive waL tutr 'öve nicht wieder en-a. Ä *« sti M«- bl M czirke geregelt |ptA ™ÄW<6* da bis " ,. „n» flCflen die Konsumfinanzierung aus- Sgesprochen haben, da diese weder für den Einzel- lanbel, noch für die Derbraucherschaft von Wert tL Musocrfaufef ragen. Die Kammer halte in leQter Zeit reichlich Gelegenheit, sich aus dem Gebiete des Aus- verkaufswcsen s zu betätigen und Auswüchsen entgegenzutreten. Sie sand dabei verständnisvolle Untcrftütjung seitens der Derwal- tungs- und Polizeiorgane. Aus Anregung der Vertreter des Einzelhandels wird sich der Hessische Industrie- und Han- delslammertog mit den Industrie- und Handelskammern Frankfurt a. M. und Wiesbaden wegen einer zeitlichen Zusammenlegung der Saison- und Inventurausverkäufe im ganzen hessen-nassauischen und hessischen Wirtschaftsgebiet einsctzen. Die Verkaufszeit im Strahenhandel und Einzelhandel. Die Bemühungen der Kammer um Gleich- st e l l u n g des Straßenhandels mit dem ortsansässigen Einzelhandel bezüglich der Dauer der Verkaufszeit haben le.der nicht den gewünschten Erfolg gehabt. Es wurde aber seitens der Verwaltungsbehörden 6fe Zusicherung gegeben, daß die Kammer vor Zulassung des Straßenhandels in jedem einzelnen Falle gutachtlich gehört werden solle. Konsumvereine und Industrie- und Handelskammern. Auf Anregung der Kammer ist der Hessische Industrie- und Handelskammertag erneut bei deni Herrn Minister für Arbeit und Wirtschaft dahin vorstellig geworden, dah grundsätzlich die Tätigkeit von Konsumvereinen als Handelsgewerbe im Sinne des Handelsgesetzbuchs anerkannt und demgemäß auch die ‘Bei» tragspflicht dieser Unternehmungen zu den Kosten der Industrie - und Handelskammern ausgesprochen wird. Die Handelskammerbeitrage der Apotheker. Einem Anträge der Bereinigung ober- hessischer Apotheker, wonach gleich wie in Baden auch in Hessen in Zukunft die Apotheker nur 1/3 des ordnungsgemäß festgesetzten Handelskammerbeitrags entrichten sollen, vermochte der Hessische Industrie- und Handelskammertag im Hinblick auf die Folgen einer solchen Dorzugsstellung gegenüber der Gesamtheit der zur Handelskammer beitragspflichtigen Firmen nicht zuzustimmen. Die Vergebung von öffentlichen Aufträgen. Im engsten Zusammenarbeiten mit dem Hessischen Landesaustragöamt in Berlin ist die Kammer stetig bemüht, bei der Vergebung von öffentlichen Aufträgen durch die Rcichs- b^hörden den in Betracht kommenden industriellen Unternehmungen behilflich zu sein. Der Grundstückserwerb juristischer Personen. Zur praktischen Handhabung der Derordnung über den Grund st ückserwerb durch j u - ristische Personen wünscht der Hessische Industrie- und Handeskammertag. dah der Geschäftsgang etwas schneller gestaltet und der Urkunden stempel herabgesetzt wird. Gegen die örtlichen Getränkefteuern. Die hessischen Industrie- und Handelskam- mern haben sich aus das Entschiedenste gegen die Wiedereinführung von örtlichen Getränke steuern in Hessen ausgesprochen. Der Vcamlen-Warenhandcl. In einer preußischen Verordnung wird der Deamtenwarenhandel nachdrücklichst untersagt. Die hessischen Industrie- und Handelskammern haben den Erlaß einer gleichen Verordnung in Hessen beantragt. Die Grundstücks-Linheiiswerle. Die stark unterschiedliche Behandlung hon Grundstücken bei Festsetzung der Cin- heitswertc muß zu einer ungleichmäßigen steuerlichen Belastung der Wirtschaft in den einzelnen deutschen Landesteilen fuhren. Die hessischen Industrie- und Handelskammern werden in Gemeinschaft mit dem deutschen Industrie- und Handelskammertag nichts unversucht lassen, daß diese Ungleichheit beseitigt wird. Ergänzungswahlen. Die stattgehabten Ergänzungswahlen hatten die Wiederwahl sämtlicher sahungsgemäß aus- schetdender Mitglieder zum Ergebnis, und zwar im Wahlbezirk Giehen-Stadt der Herren Kommerzienrat Klii.gspor, L. Mayer, A Voll, Lich-Hungen deS Herrn H. I h r i n g . Alsfeld deS Herrn Konunerzienral R a m s p e ck. Lauterbach deS Herrn I. D i e h m II. gwei weitere Opfer des Dausenauer Unglücks geborgen. WSV. Bad Ems, 7. Jan. Gestern nachmittag gegen drei Uhr wurden von zwei Dausenauer Schissern die Leichen der am 20. v. M. verunglückten Gebrüder Lorch auS der Lahn zwischen Kur- und Kaiserbrücke gelandet. Don den sechs Opfern sind also bis jetzt drei geborgen. Alle gefundenen Leichen lagen noch auf dem Grunde der Lahn. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den S. Januar. 1. nach Epiphanias. LandeSmissionSfest. Gießen. StadMrche. 9*/,: Pfr. Decker. 11: Kinderkirche für die MarkuSgemeindc. Pfr. Becker 5: Pfr. Mahr. - IohanneSÜrche. 97,: Pfr. Ausfeld. 11: Kinderlirche für die Iohannesgemeinde. Pfr. Ausfeld. 5: Pfr. Bechtolsheimer. 8: Bibelbe- fprechung im Johannessaal. Pfarrafstst. Schultheis. — Ltch. Kollekte s. d. Dolksmission. 10: Volks- missionsgottesdienst. Missionar Walther. (Thema: Der ö. Segen Sonntags u. der Kirche f. unser Volk) •/« 1: Kindergottesdienst. 2: (nur für Eheleute) Missionar Walcher. 8: Schlußversammlung der Dolksmission. — Watzenborn-Garbenteich. Watzenborn- Steinberg : 10. Garbenteich: 1. — Kirchberg. 10. Lollar. 17-. Dienstag, 11. Januar. Abends 87, Bibelstunde. — Wteseck. 10 und 7,8. Opfer für die Heidenmisston. Katholische Gemeinden. Gießen. Samstag, den 8. Januar. 47. u.7 Beichte. Sonntag, den 9. Januar. 1. Sonntag nach Epiphanie. Fest der heiligen 3 Könige. 6', Beichte, 7 Meße, Kom. der Jünglinge, 8 Konu, 9 Hochamt m. Pred., 11 Messe m. Pred, 5 . Andacht mit Segen, — Grünberg. 97, Helle m. Predigt. — Hungen. 97* Hochamt mit Pred. — Dich. 7*/e Messe mit Predigt. eouutaaSdientt d. Äerzte tu 4luotbekea am 9.1.27 Dr. S. Klein Dr. Ltubl Hirfchavoibeke. Knbnarzt: Ur Bucklnaer 1) Bei diesem y schlechten Wetter llt’NTKSr SIE! * Dann nehmen Sie nur Winterhoffs extra starke EaeilFptos-IKenthol- BonVonsf Beutel 50 Pf. \ Drogerie WintorhoH / Ek Kreuzplatz 9/10 VÄa Frankfurt a. M. Restaurant Kölner Hof am Hauptbahnhof (rechts) Neu eröffnet! Sehenswert! 1 EM- U. 1 SMlüWM 2-3 P. 8. iurbl 249D H- K. Wünch, Hammstr. Anerkannt erste Küche — Kleine Diners — Reichhaltige Tages-und Abendkarte zu mäßigen Preisen. 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Akademischer Gesangverein Die nächsten Proben linden wie folgt statt: Montag, den 10. Jannar, abends 8 Uhr, im großen Hörsaal. Montag, den 17. Januar, abends 8 Uhr. in der Neuen Aula (Hauptprobe für die Reichsgrtindungsfeier!. Mlonstac, den 18. Jannar. vorm 11 Uhr, Aufführung in der Neuen Aula Mittwoch, den 19. Januar, abends 8 Uhr, im großen Hörsaal (Probe zu ßrahm’s Requiem). Montag, den 34. Jannar. abends 8 Uhr. im großen Hörsaal (Probe zu ßrahm’s Requiem). Ebenso: MHtwoch. den 26. Jannar. abends 8 Uhr, im großen Hörsaal (Probe zu ßrahm’s Requiem.) Manisfncr. den 29. Jannar. erste Probe iw der Stadtkirche. Dicnetaz, den 1. Februar, abends 7 Uhr, Hauptprobe in der Stadtkhche. Mittwoch, de:? 2. Februar, abends 7 Uhr, Aufführung in der Stadtkirche. Allseitiger Besuch unter allen Umstünden erforderlich. Es darf eich niemand ausschließen. W Wir bitten, diese Aufstellung auszuschneiden und sorgfältig xu beachten. "W1 233c Der Vorstand. Altenstadt 8. Januar 1927 Merlau r Beuern | Metailbetten 243A Stahlmatratxen,Eioderbetlen günst anPriv STatQL254 fr. Eisenmöbelfabrik Snbl (Tbfir.) ,6n b=6««nt 7 -Wedau feuern ! >e!enrn Aufmerk- j 'Zahlung unb [ ^WegeherzW \ Me MHI | S*itI Weimar j schule. r Obemalschul^ ein neuer r: Itanschauung. d Wirklichkeit, 2 Vie und Werte. Die Fragen :Ien aus Leben, EWG utett. ^geschriebene $5rtt 60 Ps Gsissitiir unb abends oo: 260. u.Völkerkunde Januar 1927 Aula der UnfversHSI ertrag' irmstadt: total Glieder 1 RM, Studenten, erkauf bei Dr. Töpelmann. Abendkasse. £!^ ien 8 Uhr, FilmWrag he über das schenVolkes 216D j.KrikorianiArmeniwi i eingetaden! , lir Kinder »W nverein Gießen M 1UMM (SM®1® Harleshachen: I re" Mk, 3.80 zu Mk- Hc|goland rebssupPe f/Jtgerid11 --JLS- auf it ***?, T««1“ ÄH? Ihr. 6 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhessen) Tutanchamons Gradgeheimnis. Don Dr. Ludwig ‘Brenner. Die Arbeiten im Grab des Pharaonenkönigs Lutanchamon sind, nachdem fie längere Zeit unterbrochen werden mußten, wieder ausgenommen worden. Die Unterbrechung wurde von dem OcneralDlreltor der ägyptischen Altertumsver- tMttung Laeau (der übrigens seiner Nationalität nach Franzose ist) angeordnet, weil angeblich Howard Carter, der Entdecker des Königsgrabes, sich gewisse Eigenmächtigkeiten bei der Bergung der Grabschätze zuschulden kommen lieh. Nach einer anderen Version sollen wissenschaftliche Eifersüchteleien zwischen dem Franzosen und dem Engländer die tiefere Ursache gewesen sein. ganz reibungslos vollziehen sich also die Arbeiten im „2al der Könige" nicht. Jedenfalls wird die Räumung des Königsgrabes fortgesetzt und zwar handelt es sich jetzt um Leerung der beißen Nebenkammern, die bisher unberührt geblieben sind. Da die dort niedergelegten Gegenstände sehr zerbrechlich sind, so muh mit der größten Vorsicht vorgegangen werden. Unter den in diesen Nebenkammern gefundenen Gegenständen sind besonders erwähnenswert eine Figur des Totengottes Anubis, einige Kästen mit echmucksachen (darunter ein Kömgsszepter, Ohrringe, Fächer und Sandalen, einige Kisten mit insgesamt 30 goldenen Totenstatuett-en, die das Antlitz Tuts wiedergeben. Nachbildungen von Schiffen in Gold, mit Edelsteinen reich verziert), sowie vier Krüge mit den einbalfamierten (Sin* geweiden des beigesetzten Königs. Die Meldung der »Egyptian Gazette" aus Luxor, dah es gelungen sei, eine weitere, bisher unbekannte Karniner im Pharaonengrab festzustellen, beruht, wie nähere Erkundigungen ergeben haben, auf einem Irrtum. Das Grabgewölbe Tutanchamons besteht lediglich aus vier Räumen, deren 2-erung binnen iurzer Zeit durchgesührt sein soll, da im Januar die Fremdensaison beginnt und zu dieser Zeit , das Königsgrab dem allgemeinen Besuch zu- j gänglich gemacht werden soll. Die polnische Staatskrisis Von unserem s.-Berichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Warschau, Ende Dezember 1928. DaS Jahr 1923 wird, von Warschau aus ?^sehen, durch das dritte polnische Wunder ge- ennzeichnet. Wenn wir die heutigen polnischen Zustände mit denen vor zwölf Monaten ver- Öen, so ergibt sich auch für den kritischen achter zweifellos eine Besserung der Verhältnisse aus der ganzen Linie. Wir wollen, um uns dem Vorwurf der Parteilichkeit nicht aiiszusehen, hervorheben, dah Polen zur Zeit eine festere und scheinbar stabilere Negierungsgewalt besitzt als vor einem Jahre, dah die Währung sich gehalten hat, und dah schließlich die Handelsbilanz in diesem Jahre aktiv geworden ist. Das sind zweifellos Nesultate, die bemerkt zu werden verdienen, besonders, wenn man sich daran erinnert, dah sich daS polnische Staats* und Wirtschaftsleben zu Beginn dieses wahres in ^voller Auflösung befand. Wie kam das? , m , Der größte Teil dieser erfreulichen Ergebnisse ist auf das Konto des schon genannten dritten polnischen Wunders zu sehen, nämlich des englischen Kohlenkonslikts zu einem Zeitpunkte, wo Hilfe von außen für den bedrängten polnischen Staat völlig unerreichbar schien. Hierin liegt seine Bedeutung. Der Zloty fiel, die polnische Wirrnis schien unauflöslich, eine Anleihe war nicht erreichbar, und in Warschau herrschte dumpfe Verzweiflung. Da geschah eS. dah die englischen Bergarbeiter sich mit den Grubenbesitzern nicht einigen konnten, und seither datiert eine, jetzt zu Ende gehende. Hochkonjunktur im Kohlenbergbau, die nicht nur, konkret betrachtet, die oberschlesische Industrie wieder in Gang brachte und das Wirtschaftsleben allgemein belebte, die vor allen Dingen auch psychologisch wirkte: denn im gesamten Auslande war man fortab der Meinung, dah es Polen dank der englischen Kohlenkrisis unmöglich schlecht gehen könnte. Der Glorienschein des Verdienstes für diese Besserung der polnischen Zustände häufle sich auf dem Scheitel deS Marschall P i l s u d s k i, der im Mai dieses IahreS Warschau eroberte und eine Militärregierung mit parlamentarischer Verkleidung schuf. Pllsudslis Hauptleistung, und deren größter Teil Ist wiederum aus das Konto des genannten Driften polnischen Wunders zu setzen, besteht darin, dah er b l S heute noch nicht gestürzt ist. DaS will immerhin etwas besagen: denn es glückte ihm In ganz kurzer Zeit, säst sämtliche volitischen Parteien vor den Kopf zu stoßen, und während wir dieses schreiben, werden Cini- gungsverhandlunaen zwischen feinen Gegnern geführt, die zweifellos Im nächsten Jahre als Wirkung in Erscheinung treten werden. Damit ist aber die Liste der diesjährigen Errungenschaften der polnischen Staatskunst erschöpft, und wenn wir sie nunmehr auf die Doldwage der politischen Beurteilung legen, so tun wir damit etwas, waS schließlich jeder verständige Pole auch tun sollte. Die Frage lautet: Handelt eS sich bei all dem um Zufälligkeiten oder um gewollte, vorbereitete Erfolge, handelt cs sich um das Verfolgen eines klar erkannten - Zieles ober um das, waS der Berliner mit ,S o r t to u r ft c I n" bezeichnet? UnD wir müssen ;u dem Ergebnis kommen, daß die letztgenannte Bezeichnung den Vorzug verdient: denn, und hierin liegt daS Entscheidende, auch Pilsudski, der Netter Polens, hat keine Miene gemacht, sich mit den Grunds ragen der polnischen Existenz aktiv zu beschästigen. Er hat sein Publikum durch allerlei politisch-theatralische Mätzchen unterhalten, abgelenkt ober zerstreut. Aber die ©runblngen seiner Macht sind unsicherer geworben als sie es waren. Die Beamtenschaft ist unzufrieden, die Wirtschaft droht unter zu § hohem Steuerdruck zusammenzubrechen, das Gleichgewicht deS Staatshaushaltes steht praktisch nur auf dem Papier, weil die bureaukratisch-mili- tärische Maschinerie viel zu groß und schwer für die Steuerkraft deS polnischen Volkes, daS knapp 3a Millionen zählt, ist. Dah sich der Kurs des Zloty auch im nächsten Jahre halten wird, ist nach Ansicht kompetenter Beurteiler mehr als fraglich. Der deutsche Wahlsieg in Oberschlesien trat eine weithin sichtbare Verurteilung der staatlichen Leistung Polens und zeigte die Fragwürdigkeit der diesjährigen polnischen „Erfolge". Die außenpolitische Bilanz ist ebenso unerfreulich. ES ist der russischen Politik geglückt, mit Abschluß des polnisch-litauischen Vertrages die von der polnischen Außenpolitik erstrebte Zusammenfassung der russischen Randstaaten zu durchkreuzen. Der Handelsvertrag mit Deutschland ist nicht zustande gekommen, unb, um eine immerhin bedeutsame Tatsache hervorzuheben, in dem Rechtsstreit um die Chorzow-Werke, der Ende Mai im Haag bei dem internationalen Schiedsgericht entschieden wurde, ist Polen unterlegen, womit ein Verba mmungsurteil für die gesamte Entdeutschungspolitik Polens in den ehemals preußischen Provinzen gefällt worben ist. Selbst die Aufnahme Polens in den Völker- bundsrat als halbständiges Mitglied wird in Polen selbst keineswegs als ein großer Ersolg betrachtet. Natürlich ist es für die polnische Eitelkeit erfreulich, sich als Ratsmacht fühlen zu dürfen: aber praktisch besitzt nunmehr Polen die Ausgabe, sich im Rate bei allen seinen Beschwerden selber durchzusetzen, und bas politische Gewicht des polnischen Vertreters ist sehr Diel geringer als bas des bisherigen Wortführers Polens, nämlich Frankreichs. Von einer Besserung der Beziehungen zu Rußland oder zu Deutschland ist, wie gesagt, keine Rede. Wirtschaftlich befindet sich das polnische Volt in einem Zustande fortschreitender Verarmung trotz der Konjunkturgewinne aus der englischen KohlenkrisiS. Die Kaufkraft sinkt, und nur durch rücksichtslose Einfuhrdrosselung ist bisher eine neue Zloty-Katastrophe vermieden worden. Die gesamte polnische Industrie befindet sich In der schwierigsten Lage, die Zuckerinbustrie arbeitet beispielsweise als Exportindustrie mit erheblichen Verlusten, die nur durch Herauf- schrauben der Jnland-Verkaufspreise wieder aufgeholt werben. Die Ernte ist zudem schlecht. Allenthalben macht sich in Polen der Beginn einer neuen Teuerung bemerkbar. Fassen wir also die Bilanz dieses Jahres zusammen, so müssen wir zu dem Ergebnis kommen, daß die heutige Lage Polens nur schein - bar besser ist als die vor einem Jahre, und dah wir mit einer Erneuerung der im Sommer überwundenen Krisis rechnen müssen. Manche Kenner der Verhältnisse folgern daraus, daß sich Pilsudski aus seiner Zwangslage durch ein militärisches Abenteuer zu befreien suchen werde. Wir verzeichnen diese Meinung, ohne dazu Stellung zu nehmen. Hoffnungen zeigen sich nirgends. Selbst die Hoffnung auf die Hilfe der angelsächsischen Welt ist abhängig von vorheriger Verständigung mit Deutschland: diese aber ist nicht erreichbar ohne einen polnischen Verzicht auf die bis auf den heutigen Tag fortgesetzte Ent- deutschungspolitik. Eine Verst änbigung mit Deutschland könnte Polen natürlich retten; aber sie ist kaum wahrscheinlich, bei der antideutschen Einstellung seiner maßgebenden Kreise, und so ist denn der Ausblick auf das kommende Jahr für den Polen vergleichbar mit dem Blick in einen dunklen Abgrund. Frankreichs wirtschaftliche Zukunft. Don Senator Joseph Eailloux, ehern. Ministerpräsidenten und Finanzminister der französischen Republik. Es ist stets ein heikles Unterfangen, Prophe- zeihungen zu machen, aber es ist besonders schwierig, die Frage nach der wirtschaftlichen Zukunft Frankreichs zu beantworten. Zwischen der Art und Weise, in welcher ich die Zukunft der französischen Wirtschaft sehe und derjenigen, in der ich sie manchmal gezwungenermaßen barftellen muß, besteht oft ein Unterschied. Ich möchte daher auch kein in sich geschlossenes Bild geben, sondern nur einige Ueber- Icgungen anstellen, die sich aus der gegenwärtigen Lage Frankreichs und aus den hieraus möglicherweise entstehenden Folgen ergeben. Die erste Aufgabe eines jeden französischen Finanzministers der letzten Jahre war die Bilanzierung des Staatshaushaltes und die Konsolidierung des Budgets. Ich muß um Entschuldigung bitten, wenn ich hier die Zeit meiner Amtstätigkeit erwähne, doch muß ich, um der historischen Wahrheit willen, betonen, daß ich bereits damals das Land vor der Gefahr warnte, die aus dem mehreren Milliarden Franken betragenden Defizit drohte. Meine Offenheit hat mir damals eine Unmenge heftigster Angriffe eilige- bracht, doch glaube ich, daß gerade diese Offenheit keineswegs unfruchtbar ober Dem Lande abträglich war. Sic hat jedenfalls meine Nachfolger in den Stand gefetzt, die Zustimmung des Parlamente für neue Stuern viel leichter zu er- halten, als dies sonst vielleicht der Fall gewesen wäre. Ich gehe sogar soweit zu erklären, daß meiner Meinung nach im August vorigen Jahres Poin- cars in seinen Steuerforberungen ein wenig z u scharf vorgegangen ist. Das ist jedoch reine Auf- fassungsfache. Denn es ist nicht schwer, die Steuerschraube zurückzudrehen, wenn die Stabilität des Budgets so gut wie gesichert ist. I st die Stabilität nun heute gesichert? Die von der Regieruna vorgelegten Voranschläge zeigen zwar einen Ausgleich zwilchen Ausgaben und Einnahmen, doch glaube ich, daß ich niemandem etwas Neues fege, wenn ich darauf Hinweise, daß Budgetbilanzen stets problematischer Natur sind, bis eine volle Uebersicht über die jeweiligen Einnahmen und Ausgaben vorliegt. Um jedoch die vorliegenden Regierungsprojekte erfolgreich zu ge- statten, müssen zuvor noch verschiedene wirtschaftliche unb finanzielle Vorbedingungen erfüllt werden. Ich fjabc stets die Ueberzeugung gehabt, daß die Stabilisierung der Währung von äußerster Wichtigkeit für die Wirtschaft eines jeden Landes ist. Die Herbeiführung dieser Stabilisierung hängt wiederum auf innigste mit dem Problem der Bilanzierung des Staatshaushaltes zusammen. Ein ausgeglichenes Budget ist die Grundlage jeder vernünftigen Wirtschaft; mit ihr sollte jedoch die Es ist jetzt ein Jahr her, dah der goldene Sarg Tutanchamons In einem Sonderung unter militärischer Eskorte nach Kairo überführt wurde, um im Dortigen Museum ausgestellt zu werden. Einige Wochen vorher (am 11. November 1925) hatte man mit der Auswicklung der Leiche Tuts begonnen, eine Arbeit, die sieben Tage in Anspruch nahm. Man hatte ursprünglich die Absicht, die Mumie mit Röntgenstrahlen zu durchleuchten, mußte aber den Gedanken wieder aufgeben, da die Bauchhöhle (ein ganz ungewöhnlicher Brauch bei der Konservierung von ägyptischen Königsleichen) mit Asphalt und Teer ausgefüllt war. Diese Masse hatte den Körper durchdrungen und sich mit der goldenen Hülle fest verbunden. Die Gvldblochhülle selbst, die über 2 Millimeter stark war, wiegt etwa 2 Kilogramm. Infolge der überaus fahrlässigen Mumifizierung der Leiche mit Seer klebten die Mumienbinden, die sonst sehr leicht ablösbar sind, am Körper fest und mußten, um eine Verletzung der Mumie zu verhindern, stückweise und mit größter Vorsicht abgetrennt werden. Man fand in der Umwicklung goldene Ketten und Schmuck mit farbigen Glaseinlagen, Amulette, elf Armbänder, dreizehn Ringe, zwei prachtvolle Dolche und 17 Juwelenschichten. die, abgesehen von ihrem historischen und kulturgeschichtlichen Wert, wohl den größten künst- lerislben Juwelenschah der Welt darstellen. Man begreift das ehrfürchtige Erstauren, das alle erfaßte, als zum erstenmal der Steinsarg und die drei inneren Sarge geöffnet wurden, lieber drei Jahrtausende, d. h. über eine Million von Sagen, waren inzwischen vergangen, Kulturen waren aufgeblüht unD vergangen, Weltreiche gegründet worden und versunken feit jenem Sage, als der kleine Tut hier im „Sal der Könige" zur Ruhe bestattet wurde. Alle Sklaven, die an. den Arbeiten der Beisetzung beteiligt waren, hatte man nach Vollendung des Werkes getötet, um durch ihren Tod das Geheimnis dieses Grabes zu sichern. Der Eingang wurl^ mit Sand verdeckt und jede Spur, die etwa das Gewölbe andeuten formte, mit List getilgt. Lind während die übrigen Pharaonen-Gräber ein Währungsstabilisierung Hand in Hand gehen. Um zu verhindern, daß die Voranschläge des Rechnungsjahres umgeroorfen werden, ist es zudem von größter Wichtigkeit, daß die Ausgaben, die in dem Haushaltsjahre von Staat und Land gebraucht werden, sich so eng wie möglich an die Schätzungen halten. Es erscheint mir mehr als fraglich, ob diese Vorbedingungen für das Jahr 1927 erfüllt sind. Um die überragende Bedeutung einer schwankenden Währung auf die Finanzlage eines Landes riästig zu beurteilen, muß man sich vergegenwär- tigen, daß die jährlichen Staatsausgaben Frankreichs vor dem Kriege sich auf etwa 5 Milliarden Goldfranks beliefen. Das Budget des Jahres 1927 bilanziert mit etwa 40 Milliarden Papierfranks. Als die Voranschläge ausgestellt wurden, notierte das englische Pfund etwa 160 Franks und die 40 Milliarden Papierfranks stellten einen Gegenwert von etwa 6 Milliarden Goldfranks dar. Ein Unterschied zwischen 1913 und 1927 bestand daher zwar, aber er war verhältnismäßig gering. Bei einem Kurse von 120 Franks für das Pfund jedoch läuft die Endsumme auf mehr als 8 Milliarden Goldfranks hinaus. Das bedeutet schon eine Steigerung von 60 Prozent der Dorkriegssumme gegenüber. Die Währungsschwankungen rufen ein ständig wechselndes Bild der Finanzlage Frankreichs hervor. Im Oktober vorigen Jahres belief sich die innere Schulddes Landes auf etwa 47 Milliarden Goldfranks. Im Dezember war diese Summe bereits auf 62 Milliarden Goldfranks gestiegen. Falls man die Revalorisierung des Frimken vis zur äußersten Grenze treiben würde, und der Papier- sranks dem Werte des Goldfranken gleichkommen würde, so würde damit die innere Schuld Frankreichs etwa 300 Milliarden Goldsranks betragen, d. h. etwa zehnmal so viel als die öffentliche Schuld vor dem Kriege ausmachte. Aus diesen Ziffern erhellt die volle Bedeutung der kommenden Finanzpolitik für die französische Wirtschaft. Ich weiß evensogut wie irgendein anderer, wie geradezu niederschmetternd der Gedanke dem französischen Volke ist, daß der Wert des Franken a u f etwa 15 bis 20 Centimes festgesetzt werden sollte. Es gibt kaum eine Familie im Lande, die dem Staate nicht eine bedeutende Menge ihres Vermögens anoertraut hätte, und die aus Gründen der Gerechtigkeit und der eigenen wirtschaftlichen Sicherheit nicht eine Stabilisierung auf Pari für wünschenswert erachten würde. Aber die harten wirtschaftlichen Tatsachen verbieten die Realisierung des Ideals. Das Land steht vor der dringenden Notwendigkeit, seine innere Schuld zu verringern; diese Verringerung kann nur erfolgen, indem man die Währung lein l»»i Ti e r it «nenr■■■■!!nr-rrr nm* ■■■iiii Opfer von Einbrechern und grabschänderischen Dieben wurden, lag Tut in seinem unterirdischen Gewölbe, bis Lord Carnavon und sein Mitarbeiter Howard Carter es entdeckten und das Gefängnis sprengten. Der Wert der Entdeckung liegt weniger in der Ausfindung der Leiche Tuts — denn es gibt besser konservierte Mumien — als vielmehr in dem bis dahin unberührt gebliebenen Fund der zahllosen Gegenstände, die das Verständnis für ägyptische Kunst außerordentlich bereichern. Welches Erstaunen erweckte nicht der aus gediegenem Gold hergestellte Sarg, dessen Metallwert allein auf 800 000 Mark geschaht wird! Lind wie erstaunte man, als man in einem der inneren Särge eine Papyrusrolle entdeckte, die über 100 Fuß lang ist: daS Buch des toten Königs, geschmückt mit Hunderten von farbigen Bildern, an Deren Herstellung die großen Künstler der Damaligen Zeit jahrelang gearbeitet hatten! Dieses Buch und all die zahlreichen Beigaben und Gegenstände, die man in den Grabkammern fand, hatten nach dem Glauben der alten Aeghpter den Sinn, die Leiche vor den feindlichen Gewalten der Hntertoelt zu schützen und seine Ruhe zu sichern. Um das Grab des kleinen Tut schwebt ein dunkles Geheimnis. Alle Zeichen deuten darauf hin, daß die Begehung Tutanchamons mit größter Eile vor sich ging. Diese Eile ist schon erkennbar bei der Einbalsamierung der Königsleiche. die sonst siebzig Sage in Anspruch nahm. Mit größter Eile und (wie die Verwendung von Seer deutlich zeigt) mit erstaunlicher Rücksichtslosigkeit ist Die Leiche Tuts behandelt und beigesetzt worden. Da die Sitte bestand, mit der Einsetzung des neuen Pharao so lange zu warten, bis der verstorbene König beigeseht war, so hatte man, offenbar aus gewissen Gründen. Die Beisetzung Suts in unangemessener Weise beschleunigt. UnD es ist sogar der Verdacht aufgetaucht, ob nicht Sutanchamon gewaltsam beseit gt worden ist. Allerdings hat man diesen Verdacht bisher durch Beweise nicht stützen können. Der medizinische Bericht von Dr. Saleh Hamdi und Samstag, 8. Januar 1927 Dr. Douglas Derry teilt hierüber nichts mit. Aus ihm ist nur zu entnehmen, dah Sutanchamon bei feinem Tode etwa 18 Jahre alt war. Er war von schwächlichem Körperbau und man vermutet, dah ein Lungenleiden seinen Tod verursachte. Wir wissen heute jedenfalls, daß der junge Tut im Alter von etwa 12 Jahren Die etwa gleichalterige Königin Ankesenamon, Die Tochter des Pharaonen Echnaton, um Daß Jahr 1350 v. Ehr. heiratete und durch diese Heirat König der Aegypter wurde. Wir wissen ferner aud den ausgefundenen Tontafeln, daß nach dem Tode Tuts Die junge Witwe an Den Kömg Der Hetiter schrieb, ihr einen seiner Söhne zu senden, damit er sie heirate und sie ihn zum König von Aegypten machen könne. UnD man vermutet, dah Der Hohepriester A y, alS er von diesem Plan erfuhr, Die Beisetzung Tuts m.t größter Eile betrieb, um. wie es tatsächlich geschah, sich selbst zum Pharao ausrufen zu lassen, bevor noch Der Sohn deS Hetiterkönigs durch eine Heirat Den Thronanspruch erwarb. Ays Pharaonenglück war kurz. Ihm folgte balD Horemheb, Der unter Echnaton. Tut und Ay ein bedeutender Feldherr war und Der, als er die Pharaonenwürde an sich riß, Die Regierungszeit feiner Drei Vorgänger aus den Geschichtstafeln entfernen lieh und seine Regie- rungszeit entsprechend vordatierte. D esem Um» stand ist es vermutlich zu danken, daß man jahrhundertelang von Tut nichts wußte (zudem auch alle Statuen und sonstigen Zeichen, D e an ihn hätten erinnern können, zerstört worden waren), und daß niemand nach Tuts Grab Nachforschungen anstellte. Seine Grabkammer blieb über drei Jahrtausende hindurch unberührt und ist erst den Augen unserer Generation erschlossen worden. Ays Grab ist geplündert worden, Horemheb ist nur eine gesch chtliche Erinnerung. Tuts schmächtige Knabenleiche aber ruht sorgsam geborgen und behütet an sicherem Ort. Drei Jahrtausende halten Wache an feiner starren Mumie. Auf feinem Antlitz liegt das dunkle Geheimnis seines kurzen Glücks. auf einer Grundlage stabilisiert, die d i e gesamte Staatsschuld z u einer tragbaren L a st herabdrückt ober aber durch eine Zwangs- konvertierung, die Darauf hinausläujt, daß die Inhaber von Staatsrenten weniger erhalten als sich der Staat ihnen gegenüber zu zahlen verpflichtet hatte. Für die heimischen Staatsglaubiger laufen beide Lösungen auf dasselbe hinaus, für die Nation als ganzes jedoch nicht. Jede Revalorisierung des Franken erhöht sofort die Härte der Besteuerung, läßt den Geldwert fteiaen und fuhrt zu einer Ver langfamung des Geschäftsgangs, ja zu einer Wirtschaftskrise, von der wir bereits die ersten Anzeichen gespürt haben. Da wir jedoch nicht wissen, welchen der beiden Wege die Regierung einschlagen wird, so ist es natürlich sehr schwierig, irgendwelche Voraussagungen für die Zukunft zu geben. Ein weiterer Faktor größter Ltnftcherheit bezüglich der Zukunft Der französischen Finanzen toitD Durch Das noch immer ungeregelte Problem Der internationalen KriegSschulD- rege 1 ung gebracht. Ich habe es oft genug betont, unD kann es hier nur noch einmal wieder- holen, Daß weitgehende Dermögensübertragungen von einer Nation auf Die andere internationale Rückwirkungen haben. Die in Der Lage find, endlich eine Situation zu schaffen, Die sowohl für Gläubiger, als auch für Den Schuldner unerträglich unD gefährlich ist. Ich bin Davon überzeugt, daß eines schönen Tag-S Die KrieaS- schulDen überhaupt anu liiert werden müssen. In Der Zwischenzeit toirD sich jedoch Frankreichs Lage durch Die Zahlungen, die zu leisten es sich verpflichtet hat, beeinflußt werden. Ihre Rückwirkungen auf das National-Vermögen werden wiederum von den Kompensationszahlungen abhängen, Die wir unter Dem Dawesplan zu erhalten in Der Lage sind. Ich kann mich von einer gewissen Sorge bezüglich Der Entwicklung Der ZahlungS b i - lanz Der französischen Wirtschaft in Den kommenden Jabren nicht sreimachen. Vor Dem Kriege war Frankreich in Dieser Beziehung sicherlich in einer sehr viel günstigeren Lage. Obwohl es in feinem reinen Außenhandel eine passive Han- Delsbilanz aufwies, wurde DaS Defizit Doch nicht nur Durch Die zum Teil recht hohen Ausgaben ausländischer Touristen, sondern vor allem durch Die Zinsen von 50 Milliarden Goldfranks, Die Frankreich im Auslände investiert hatte, nxtt- gemacht und so die Zahlungsbilanz zu feinen Gunsten beeinflußt. Der Krieg hat di? beiden vorerwähnten Einkommensquellen sehr viel schmaler fließen ja z. T. ganz versiegen lassen und es muß daher als beinahe sicher angenommen werden, daß Die Zahlungsbilanz augenblicklich z u Ungunst e n Frankreichs steht. Ich sage indessen nur „augenblicklich", denn ich habe größtes Vertrauen in Den Fleiß und Die Sparsamkeit der französischen Bevölkerung und in die Widerstandskraft Der französischen Wirtschaft. Frankreich hat stets die Lehren trüber Zeit schnell gelernt. Ich bin daher weit davon entfernt, die Lage auf lange Sicht hinaus als verzweifelt anzusehen, habe vielmehr die seste äleberzeuguna, Daß die kommende Krise Durch eine weise Stabilisierung aus ein Mindestmaß herabgedrückt werden wird unD Daß langfristige Kredite es unS ermöglichen werden, nicht nur diese Periode finanzieller Schwierigkeiten zu überwinden, sondern unS auch mehr und mehr dem Aufschluß der bedeutenden und wertvollen Naturschätze hinzugeben. Die wir nicht nur in unserer französischen Heimat, sondern auch in unseren Kolonien besitzen, und die unS sicherlich in Den StanD setzen werden. Die frühere Blüte Des LanDcs in wenigen Jahren wiederzuerlangen. Ist Fernheizung möglich? 3n einem Zeitalter, wo die Entfernungen immer mehr durch Einrichtungen aller Art überwunden werden, ist es nur zu natürlich, daß sich die Bestrebungen auch Darauf richten, die Fernheizung einzuführen. Schon im vorigen Jahrhundert tauchte der Gedanke auf, ganze Städte von einer Stelle aus mit Wärme zu verjorgen, und er fand zuerst 1877 seine Verwirklichung, als die Stadt Lockport im Staate Neuyork mittels eines Rohrnetzes von über 7 Kilometer Länge mehr als 200 Häuser mit Heizdampf versorgte. In den neunziger Jahren folgte die Stadt Neuyork diesem Beb spiele, indem sie Zentraldampfleitungen für einige Stadtbezirke ausführte, deren Länge je 1000 bis 1200 Meter betrug. Auch in der Stadt Boston machte man derartige Versuche mit Warmwasser» Verl, schri masc WL 1 schvinden von hier ha der bei rinri fiat dort du Mark unt Veileriag n L rschwinde nicht in CD in der lehtei tauchen in i voröene geh Gegend auf( lidjen Äachri, geprüft tooröi herausgestellt. Ds An X Die! -ethelk'll chchnljuge^ £ geführt Herl- . ll-uröcn i"i ' (1925: ij): fjj jindungsoM -er 12). getraut wurde Dendmahl M (9001. Kirchllch in Sieben Cßc tzohnhast war z. Allend ftge Kriege Hcneralve flol're Dem: 43 Mart. ®« 58. M Präs Sirack, ass gewählt. - Lang' des Bürge Qünti: uderlegi rrsorderlich g< tag. 30. 3C daientrage ist tchcidung getr 11 Uhr S bls so Or: gift ^h° * öamßtag. »j. Fräulem W Sonntag, Aatmeevon- bak und veo Statistisches aus Hessen in btt Nachdruck verboten 35 Fortsetzung. eines Brkl- der ich kommt, daß Er ließ die Taschen sofort ausleeren und ihren Arzt nickte. I Inhalt an das Unterfuchungsdepartement schicken. 3>€UTSCH€R Starkenburg Oberhessen Rheinhessen Hessen die ber- Wie folgt: Betriebe Fläche von: unter 1 ha In 62 43 48 53 t bis unter 3 ha in "U 12 11 16 13 in gleichem Maße — etwa nur 1 den Alpenländem mit ihren Wasserkräften zu teuer aus, zumal im Winter dort infolge des Einfrierens der Wasserkräfte diese zu gering seien. Die Warmwasserheizung hat Ruhbaum überhaupt nicht in den Kreis seiner Betrachtungen gezogen. Bon 154 833 Betrieben sind 62 021 Betriebe ausschließlich mit eigenem Land. 49 484 Betriebe, in denen das eigene Land mehr als die Hälft« der Gesamtfläche beträgt. 14 846 mit ausschließlich Pachtland und 19 432 Betriebe, in denen das Pacht land mehr als die Hälfte der Gesamtfläche beträgt. Der Umsatz an Traubenwein Der Umsatz an Traubenwein in Hessen während des Jahres 1925 hat gegenüber dem Vorjahre eine Erhöhung um etwa 50 v. H. erfahren. Dem Wert nach tritt die Absatzsteigerung nicht kann es nicht verstehen, daß er nicht in Stücke ge rissen wurde." . Und was ich nicht verstehen kann," sagte Elk mit Nachdruck, „ist, wieso es l ich nicht in Stücke gerissen wurde." Der Arzt ........ Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 9. Januar, 2Vs bis 5 Uhr: Deterchens Mondfahrt: 6 s bis IO1/» Uhr: Lohengrm. Montag, 10., 7 bis 9 Ahr: Hänsel und Gretel: Dienstag, 11., 7*2 bis 10 Ahr La Tra, yiata (Violetta): Mi't'ioch, 12., 6 bis gegen 2 und mehr h* in »/. 26 46 36 34 mit landwirtschaftlich benutzter dürfte, namentlich in den Außengebieten der Städte die Gasheizung sich weit eher durchführen lassen, als jede andere Art der Fernheizung. Somit dürste die Gasfernheizung am ehesten berufen sein, eingerichtet zu werden. Denn die elekrisch« Raumheizung fiele selbst m tenetuis. „Glauben Sie an Vorahnungen?" „Bis zu einer gewissen Grenze," lächelte Arzt. Elk nickte. „Ich Habs eine Vorahnung, daß bald eine große Freude erleben werde!" xxv. Balders Beförderung. DerFrosch mit -erMaske Roman von Edgar Wallace. „Diese Hochexplosivstosfe spielen merkwürdige Streiche. Ich kann begreifen, daß die Kraft der Explosion die Türe des Safes weggesprengt hat und doch ist dieses Papier, das ebenfalls im Bereich der Bombe war, kaum versengt." Er zog ein Stückchen Papiers aus der Tasche, dessen Ecken geschwärzt und abgebrannt waren. „Sehen Sie, ich habe es In seinen Kleidern gefunden," sagte der Arzt. Elk glättete das Papier und las: „Mit vielen Grüßen von Nummer sieben!" Erscheinung, da die Weinpreise Ende 1924 eine scharfe Senkung erfahren hatten, während im Jahre 1925 keine beach.liehen Preisverschiebungen eingetreten sind, insbesondere war d.e Preisbildung von der Ermäßigung der Steuer von 20 auf 15 v. H. beinahe gänzlich 'ttnieeinflußt geblieben. Die .Mitteilungen der Hessischen Zentralstelle für die Landesstatistik", der wir dies« Angaben entnehmen, bemerken dazu: Die Absatzsteigerung ist namentlich beim Ausschankwein eingetreten, dessen Preise (im Gegensatz zu den hohen Bierpreifen) bei den geringeren Sorten bereits auf den Vorkriegsstand zurückgeganges sind: die Zunahme des Verbrauchs an Flaschenweinen ist verhältnismäßig geringer geblieben. Die Hersteller führten durchweg Klage über schlechten Geschäftsgang. Die Rachfrage war gering, so daß beträchtliche Weinmengen unverkauft am Lager blieben. Der Umsatz an Obstwein (in Betracht kommt hauptsächlich Apselwe n) ist ungefähr derselbe, wie im Vorjahre geblieben. Beim Schaumwein ist (wie beim Traubenwein) ebenfalls eine nennenswerte Derbrauchszunahme (etwa 50 v. H.) zu verzeichnen: bevorzugt waren die geringeren Marken. Die Preise der steuerpflichtigen Erzeugnisse bewegten sich für Ausschankwein zwischen 1 bis 2 RM. für ein Liter, für Flaschenwein (’/4 Liter) zwischen 0,80 bis 25 RM., für Apfelwein zwischen 0,25 bis 0,60 Reichsmark für ein Liter, für Fruchtschaumwein zwischen 2 bis 3,50 RM. für eine Flasche zu 3 \ Liter, für Schaumwein zwischen 3 bis 15 RM. für eine Flasche zu 1 4 Liter. Am Schluß bei Jahres 1925 waren 20 221 Betriebe vorhanden, in denen Wein und Most aus Trauben bereitet wurde: diese versteuerten 11 233 953 Liter Wein tn steuerpflichtigem Wert von 9 657 870 Mark. Die Menge des in Flaschen versteuerten Weine» betrug 5 857 836 Liter in steuerpflichtigem Wert von 14 505 131 Mark. Die Menge des ft euer fr« verwendeten Weines zur Herstellung von Essig belief sich aus 427 259 Liter und von Branntwein auf 1 514 616 Liter. 8978 Betriebe bereiteten weinähnliche Getränke, deren Menge 2 977 180 Liter betrug in steuerpflichtigem Wert von 1 220 009 Mark. Die Menge des in Flaschen versteuerten Getränkes betrug 57 402 Liter in einem steuerpflichtigen Wert von 37 704 Mark. Von diesen Betrieben wurden 17 431 Liter zur Bereitung von Essig und 119 818 2.ter zur Bereitung von Branntwein vertoenöet. Weinhaltige Getränke wurden in 5882 Betrieben hergestellt: 1578 Liter Wein wurden in Fässern versteuern in einem steuerpflichtigen Werl von 3738 Mark. Die Menge des versteuerten Weines in Flaschen belief sich auf 5439 Liter im Werte von 13 181 Mark. Fruchtschaumweine wurden in 638? OJeirir ben bereitet; die Menge des in Flaschen versteuerten Weines betrug hier 16 925 2.ter im steuerpflichtigen Werte von 38 342 Mark. Andere Schaumweine und schaumweinähnliche Getränke wurden in 6654 Betrieben hergestellt: 243 274 Liter Wein wurden versteuert im Steuer- wert von 1 493 812 Mark. Eme Woche verging, und die Explosion im Direktionsbureau war schon zur Legende geworden. Der verletzte Detektiosergcant befand sich aus dem Wege der Besserung, und in bezug auf die Frösche gab es keine Neuigkeiten. Elks Fatalismus enttäuschte seine Kollegen em wenig. Am sechsten Tage nach der Explosion hatte die Direktion die Bahnhofsgarderoben aufs neue untersuchen lassen, und so, wie es Elk erwartet hatte, war bei jeder einzelnen Endstation eine funkelnagelneue Handtasche mit genau dem gleichen Inhalt wie vorher beschlagnahmt worden. Die Taschen wurden von dem Erplosivinfpektor nach langwierigen, sorgfältigen Schutzmaßnahmen geöffnet Aber sie enthielten außer den belgischen Pistolen nichts Bedrohliches und der Paß lautete diesmal auf den Namen „Clarence Fielding". „Liefe Burschen sind Meister in ihrem Handwerk", sagte Elk mit widerstrebender Bewunderung, als er seine Beute besichtigte. „Wollen Sie die Taschen wieder in Ihrem Bureau behalten^" fragte Dick. Aber Elk schüttelte melancholisch das Haupt. „Ich denke nicht", sagte er. untersucht worden, die von Paddington wurde um und umgedreht. Zeder Gegenstand, der sich darin befand, ist hier auf meinen Tisch gelegt und eingetragen worden. Ich selber habe sie ins Sase gesperrt. Es war keine Bombe dabei." „Aber wie konnte sie denn dann hineingelangen ?" fragte der Präsident. Elk schüttelte den Kopf. „Das weih ich nicht. Der einzige Mensch, der außer mir einen Schlüssel zu diesem Safe hat, ist der Bizepolizeirat meines Departements, Oberst Mc. Clintock, der gerade auf Ferien ist. Es ist nur ein Gluck, daß ich Balder gerade fortgeschickt hatte. Er ist Vater von sieben Kindern." „Was war es für ein Explosivstoff?" „Dynamit", antwortete Elk sofort. „Es hat nach unten gesprengt." Er zeigte auf das Loch im Boden. „Nitroglyzerin sprengt nach oben und seitwärts. Nein, kein Zweifel, es war Dynamit." Bei der Durchsuchung des Bureaus fand er eine zusammengedrückte Nolle von dünnem Stahl und später das geschwärzte, verbeulte Zifferblatt einer billigen Weckuhr. „Sowohl Zett als auch Kontakt'." murmelte er. Don seinen Sachen suchte er, soviel er davon aufzufinden vermochte, in Balders Bureau hinüberzu- bringen. Es roar wenig Hoffnung, daß dieser Ueberfall eon den Blattern verschwiegen werden sollte. Die Explosion hatte das Fenster und einen Teil des Mauerwerks ausgesprengt und viele Schaulustige auf dem Embankment versammelt. Als Elk die Polizeidirektton verlieh, rief man schon die Exraaus- guben aus, die das Ereignis brachten. Sein erster Besuch galt dem nahegelegenen Spital, wohin man den unglücklichen Fayre gebracht hatte. Aber die Nachrichten über ihn klangen ermutigend. Die Aerzte glaubten, daß man mit ein wenig Glück nicht nur sein Leben retten, sondern ihn auch vor ernsthafter Derstümmelung bewahren könne. „Er wird vielleicht ein oder zwei Finger verlieren, aber er ist wirklich mit einem blauen Auge davongeko.nlnen? meinte der Spitalchirurg. „Ich Die landwirtschaflttchenBetriebe Die Betriebszählung vorn 16. Juni 1925 in Hessen hat 154 833 landwirtschaftliche Betriebe ergeben (20 287 Kleingärten sind nicht mitgezählt), gegen 147 760 Betriebe im Jahre 1907 (der vorletzten Zählung). Zu diesen Feststellungen bemerken die „Mitteilungen der Hessischen Zentralstelle für die Landesstatistil" u. a.: Betrachtet man die Betriebe nach den Größenklassen ihrer landwirtschaftlich benutzten Fläche, so ergibt sich, daß die Betriebe mit Über 5 Hektar abgenommen, während die bis 5 Hektar zugenommen haben, mit Ausnahme der Betriebe von 0,1 bis 5 Ar. Hier hat eine Verschiebung nach der nächsthöheren Größenklasse stattgefunden. 3n diesen Zahlen kommt ohne Zweifel das durch die wirtschaftliche Rot hervorgerufene Bestreben der Bevölkerung, Selbstversorger zu werden, zum Vorschein, dem die Siedlungsgesehgebung und die Durchführung weitestgehend Rechnung getragen hat. Die Gesamtfläche der Betriebe hat sich feit 1907 von 682 168 Hektar auf 645 428 Hektar vermindert, und zwar ebenfalls in den Betrieben über 5 Hektar, während die Gesamtfläche der Betriebe unter 5 Hektar zugenommen hat. Die Zunahme in den unteren Größenklassen ist zum Teil darauf zurückzuführen, daß wahrscheinlich viele Betriebe 1907 in einer höheren Größenklasse vorkamen, die 1925 ohne landwirtschastlich benutzte Fläche waren und deshalb unter 0 Ar erscheinen. Es handelt sich hier um forstwirtschaftliche Betriebe, die die landwirtschaftlich benutzte Fläche, mit der sie noch 1907 verbunden waren, später aufgegeben haben und 1925 als reine Forstbetriebe unter 0 Ar aufgeführt sind. 1907 betrug die forstwirtschaftlich benutzte Fläche von Betrieben ohne landwirtschaftliche Fläche 107 873 Hektar, 1925 149 697 Hektar. Umgekehrt betrug sie 1907 in den Betrieben mit landwirtschaftlicher Fläche 131532 Hektar. 1925 dagegen nur 84 846 Hektar. Daß aber die Gesamtfläche Überhaupt 1925 kleiner U als 1907, kann nur damit erklärt werden, daß 1925 von der Bevölkerung nicht überall vollständige Angaben gemacht worden find. Das zeigt sich vor allem auch bei der landwirtschaftlich benutzten Fläche, d e von 427 298 Hektar im 3ahre 1907 auf 396 380 Hektar im Sabre 1925 zurückgegangen ist, und zwar ebenfalls in erster Linie bei den größeren Betrieben über 5 Hektar. Die landwirtschaftlich benutzte Fläche der kleinen Betriebe dagegen hat auch hier zugenommen. Die kleineren Betriebe mit einer Gesamtfläche bis zu 2 Hektar sind am stärksten in der Provinz Starkenburg vertreten, sie betragen da 72 Prozent aller Betriebe, in Rheinhessen 63 Prozent, in Oberhessen nur 53 Prozent. Die mittleren und größeren Betriebe kommen am häufigsten in Oberhefsen vor. Betrachtet man die Betriebe nach ihrer landwirtfchastlich benutzten Fläche, fo verteilen sie sich auf die drei Provinzen „Nach meiner Meinung," orakelte Balder, „muh jemand in der Polizeidirektion sein, der gegen unt arbeitet, Ich habe mir die Sache schon längst überlegt und wie ich sie mit meiner lieben Frau besprochen habe---" „Haben Sie vielleicht auch die Kinder zu Rat» gezogen? Mhm?" fragte Elk unfreundlich. „Je weniger Sie über die Direktionsangelegenheiten tn Ihrem häuslichen Kreise reden werden, desto besser wird das für Ihre Besörderungschancen sein," Herr Balder machte ein saures Gesicht. „Da ist nichts zu fürchten und nichts zu hoffe«. Ich bin schon aus die schwarze Liste gesetzt. Alle» kommt davon, weil Sie mich mit Ihrem Hagn zu- lammengesperrt haben." „Sie sind ein undankbarer Schuft", sagte Elk. „Wer ist denn eigentlich dieser Nummer fieben? fragte Balder. „Wie ich mir gestern die Sache überdacht und sie mit meiner lieben Frau besprochen habe, bin ich zu dein vchluffe gekommen, daß rr einer von den wichtigsten Fröschen sein muß. Uni wenn wir den nur erwischen könnten, so würde nicht mehr fehlen,' um den großen Burschen dra» zukriegen." Elk legte seine Feder nieder — er war gerade dabei gewesen, einen Bericht zu verfassen. „Sie hätten sich der Politik widmen fallen", |ag* er und wies seinen Angestellten mit dem Ende de« Federstieles aus dem Zimmer. Er hatte seinen Bericht beendet und überlas ihl gerade mit kritischen Augen, als das Dienstteleph«! einen Besucher antünbinte. „Schicken Sie ihn nur herauf!" sagte Elk, als er den Namen gehört hatte. Er läutete nach Balder. „Dieser Bericht geht y Hauptmann Gordon, zur Unterschrift", sagte H Und im Augenblick, da er ben Bries übergab, öffne» Joshua Broad bie Türe. „Guten Morgen, Herr Inspektor", grüßte er uni nickte »alber freunbschastlich zu, obgleich er ihn niemals früher begegnet war. „Kommen Sie nur herein unb setzen Sie sich Herr Broad. Was verschafft mir das besondere Ver gnugen Ihres Besuches? — Entschuldigen meine extreme Höflichkeit, aber am frühen Marge» pflege ich immer so höflich zu (ein. Schon rech' Balder, Sie können gehen!" (Fortfetzung folgt.) Heizung, doch sollen diese Versuche wegen finan* (geller Schwierigkeiten wieder eingestellt worden ein. Denn damals war die Dampf- und Wasser- emheizung noch dreimal so teuer als Kachelofen- Heizung. Wirtschaftliche Schwierigketten dürften wohl auch heute noch der Hauptgrund sein, daß bie Fernheizung, abgesehen von der Beheizung öffentlicher Gebäude durch heiße Abwässer des Elektrizitätswerkes Neukölln, noch kaum irgendwo Eingang gefunden hat. Im „Technischen Gemeindedlatt" untersucht nun Professor Nußbaun in Hannover alle Möglichkeiten der Fernheizung, insbesondere auch bezüglich ihrer Wirtschaftlichkeit. Auch er betont, daß Anlage- und Betriebskosten durch die Fernheizung in unserem verarmten Lande die Kosten der Wärmeversorgung nicht erhöhen dürsten, es sei denn, daß die Mehrkosten sich durch wirtschaftliche Vorteile misgleichen. Doch sei dieser Anspruch gegenüber der Ofenheizung nicht leicht zu erfüllen. Die auf Ausnützung von Abwärme beruhende Fernheizung könne preiswert auf die Dauer nur da sich ergeben, wo ihr Leitungsnetz stark ausgenützt würde, da mit seiner Länge sich die Anlagekosten, sowie die Wärmeverluste stark vermehren. Die Gasfeuerung für Zentralheizungen ließe sich da allgemein durchführen, wo Stofercigas zur Verfügung steht unb als Nebenerzeugnis in Betracht kommt. Erfparniffe mürben insofern burch die Fernheizung erzielt, als Lagerräume für Brennstoffe und das Forifchaffen von Asche und Schlacke, sowie bas Reinigen von Kesseln ober Oefen rocgfielen. Auch brauchten die Vorhänge infolge des Freibleibens von Ruß unb Staub nicht so oft gewaschen, bie Zimmerdecken nicht so oft gestrichen zu werden wie bei der Heizung mit festen Brennstoffen. Soll das Leuchtgas für die Zweck? der Fernheizung Derwendung finden, „so müßten die Stadtverwaltungen erstens das Bestreben aufgeben, aus den Betriebswerken der Gemeinden ihre unglückselige Finanzlage aufzubessern", zweitens Gewähr dafür bieten, daß die etwa angebotene Preisermäßigung des Gases für Zwecke der Raumheizung dauernd eingehalten wird. Für die Gasraumheizung mit Einzelkörpern dürfe der Preis van 9 Pf., in Einzelfällen von 10 Pf. für 1 Kubikmeter Gas noch als wirtschaftlich bezeichnet werden. Doch müsse auch die Bauart der Wohnräume, sowie die Derwendung entsprechender Baustoffe zur Festhaltung der erzeugten Wärme auf die Wirtschaftlichkeit der Fernheizung Bedacht nehmen. Das heißt, die Außenwände mußten mit Wärmeschutzkörpern versehen, die Glasflächen gedoppelt und sogar die Innenflügel der Doppelfenster mit doppelter Einglasuna versehen fein. Bei Kirchen, Konzertsälen, unter Umständen auch Schulen unb dergleichen, die nur vorübergehend benutzt würden, genüge das Anbringen von Wärmeschutzplatten auf den Innenflächen von Wänden und Decken, oder die Ausführung der Gewölbe aus Leichtsteinen. Wie man sieht, wird also durch die Fernheizung eine Umstellung des Häuserbau es bedingt, was natürlich in alten Wohnvierteln so gut wie undurchführbar ist. Ob sich in Kohlenbergbaugegenden die Anlage großer Zentralheizwerke zur Belieferung der umliegenden Gemeinden wirtschaftlich durchführen läßt, ist auch noch eine Frage, da ja wie bereits getagt, bei weiteren Entfernungen große Wärmeverluste eintreten. Ganz abgesehen von politischem Bedenken, die insbesondere von Freunden der Sozialisierung und der Verstadtlichung von Monopolbetrieden erhoben werden, welche dem Privatkapital den Lebensraum möglichst beschränken möchten. Was die gesundheitlichen Gefahren anbetrifft, fo halt Ruhbaum diese für leicht überwindbar. Die neueren Bauweisen der Gasöfen berücksichtigten bereits den Anspruch aus Gefund- heitlichke t in einer an Vollkommenheit grenzenden Weise. Kaum bedürfe es der Erwähnung, daß dem Ausströmen auch von Spuren des Leuchtgases durch Undichlwerden der Hähne oder durch unzweckmäßige Zündvorrichtungen mit Sicherheit vovgebeugt werden muß. Unter Einhaltung der hier dargelegten, im allgemeinen heute erfüllten VorauSsehunLen Im nächsten Augenblick wurde Fayre mit um 6el)jurer Wucht gegen bie Tür geworfen, unb Elk kam über ihn zu liegen. Ein fchrilles Klirren von zerbrochenen Scheiben erklang, bas Saufen einbrin- genber Luft unb ber betäubenbe Donner einer Explosion. Elk war ber erste auf ben Beinen. Das Zimmer war »oll schwarzen Rauches, fo daß er bie Hanb vor den Augen nicht sah und bei feinem ersten Schritt nach vorwärts trat er auf den leblosen Körper des Sergeanten. Elk hob und zog ihn auf den Korridor hinaus. Es schien ihm auf den ersten Blick, daß wenig Hoffnung aus seine Wiederherstellung wäre. Die Feueralarmglocken gellten durch dos Haus, von allen Seilen stürmten bestürzte Po- ttzisten herbei, die Löschmannschaft kam den Korridor heruntergerannt, den Schlauch hinter sich her- schleppend. Das glimmende Feuer war bald gelöscht, aber Elks Bureau hatte sich in einen Trümmerhaufen verwandelt. Sogar die Tür des Safes war aus den Angeln gesprengt worden. Nicht eine Fensterscheibe, nicht ein Stück der Einrichtung war ganz, unb ein riesiges Loch Hoffte mitten im Fuhboben. „»alber, retten Sie bie Taschen", rief Elk, der mit Wiederbelebungsversuchen, die an dem unglücklichen Fayre vorgenommen wurden, beschästtgt war. Als man den Assistenten in die Ambulanz geschafft halte, kehrte Elk zurück, um die Ruine zu betrachten, bie bie Explosion hinterlassen hatte. „Ja, ja, es war eine besonbers schwere Bombe", sagte Elk. Eine Gruppe älterer Offiziere ftanb Im Korribor, unb sie sahen sich die Verwüstung an. „Es ist wirklich ein Wunder, daß ich noch am Leben bin, und ich habe Balder das Leben gerettet, als ich ihn um das Messer schickte, um die Taschen aufschneiden zu können." „Aber würben benn die Taschen nicht vorher untersucht?" fragte der Polizeipräsident zornig. Elk nickte. „Gestern ist jede einzeln von mir Die Erwerbstätigen in Hessen. Abnahme der Selbständigen — Zunahme btt Angestellten. Rach statistischen Feststellungen gab es in Hessen im Jahre 1925 134 126 selbständig« Er- werbstätige (1C9 944 männttche und 24 182 weibliche): im 3af)re 1907 waren es 142 048 (115 630 männliche und 26 418 weibliche). Angestellte gab es 1925 101 132 (77 406 männliche und 23 726 weibliche), für 1907 lauten die entsprechenden Ziffern 28 619 (26 357 männlich« und 2262 weibliche). Di« Zahl der Arbeiter betrug 1925 284 648 (227 688 männliche und 56 960 werbliche): im Jahre 1907 waren es 240 780 Arbeiter (191138 männlich« und 49 642 weibliche). Die Zahl der mithelfenden Familienangehörigen betrug 1925 161 068 (37 765 männliche und 123303 weibliche): 1907 waren es 61 150 (27 805 männliche und 33 345 weibliche). Hausangestellte wurden im Jahre 1925 gezählt 24 159 (107 männlich« und 24 052 weiblich«). 3m ganzen gab es (mit Militär) 705 761 Erwerbstätig« im 3ahr« 1925 in Hessen und 520 097 im 3 ah re 1907: die Zahl der Berusszugehörigen betrug 1925 1 235 841 im 3ahre 1925 und 1 145 410 im 3 ah re 1907. Die hier veröffentlichten Zahlen sind einer Tabelle entnommen, die im letzten Heft der „Mitteilungen der Hessischen Zentralstelle für die Landesstatistik" enthalten ist. 3n dem begleitenden Text dazu heißt es: „Aus dieser Zusammenstellung geht hervor, daß die stärkste soziale Schicht die Arbeiterschaft bildet. Die Selliständigen haben feit 1907 abgenommen, und zwar sowohl die männlichen wie die weiblichen. Dementsprechend ist auch eine Abnahme der Hausangestellten zu verzeichnen. Bei den männlichen und weiblichen Angestellten dagegen ist ein« außerordentlich starke Zunahme sestzustel- len. Di« Zahl der weiblichen Angestellten hat sich seit 1907 in Hessen mehr als verzehnfacht (23 726 gegen 2262). Auch die Zahl der Arbeiter hat zugenommen. Untersucht man die erwerbstätige und nicht- erwerbstätige Bevölkerung innerhalb der einzelnen Kreise und Gemeinden über 10 000 Einwohnern, so zeigt sich, daß die Erwerbstätigen ohne Hie michelsenden Familienangehörigen besonders start in Stadt und Kreis Offenbach, in Bad-Rauheim, in der S.odt Mainz und in der Stadt Worms vorhanden waren, und zwar infolge der dort ftärcer entwickelten Industrie. Bei Bad-Rauheim ist die starke Cr- werbstätigleit auf den Hotel- und Badebetrieb dieser Stadt zurückzusühren. Der Anteil der mithelfenden Familienangehörigen ist besonders stark in den landwirtschajtllchen Kreisen Ober- Hessens. vor allem in Schotten, Lauterbach, Alsfeld, Büdingen, Gießen, ferner auch in den rheinhessischen Kreisen Oppenheim und Dingen. Die Berufslosen überwiegen in Friedberg, Gießen, Bingen, Darmstadt und Densheim. Es sind dies die Orte, in die sich die Pensionär« unb Rentner zurück- ziehen. Di« meisten selbständigen Personen finden sich ebenfalls in den überwiegend landwirtschaftlichen Kreisen Oppenheim, Alzey. Bingen. Schotten, Lauterbach. B Ü d i ng e n, A l s- seld, die meisten Angestellten, unb Beamten in den Städten Dar-.nsto.dc,Gießen, Friedberg. Bad-Rauheim, Mainz, Dingen und Worms, die meisten Arbeiter in der Stadt Offenbach, Reu°3fenburg, den Gemeinden Viernheim, Lam- percheim und im Landkreis Darmstadt. Demnach überwiegen in Starkenburg kleinsten, in Rheinhessen mittlere und in O Hessen größere Betriebe. Sorgfältig faltete er das Papier zusammen. „Das mochte ich gerne behalten," sagt« er und steckte es zärtlich lächelnd in das Innere si" OyeiNGBKND 1926 KZLr *2SS*n d'e AbALZ-NkR .eilva nut L9dun9 "ich ZLK S°NjI>ch tgJJJ dv"» ®'»*Ä •»s : öl «h LLLLZ nrürr: Äps: t.Lller) w.schen 0,80 (w 'ew Mischen 0.25 b;i 0« Ä kAr Fruchischam^, - &*'"e Fl-»»« > ztoischen 3 bis 15 M Mit«. Am Schluß bd M221 betriebe Vorhand« Jlloft aus Trauben beteilt ■W 112)3 953 Liter Dein b l von 9 65? 870 Mark. >. Wn versteuerten Seine c in steuerpflichtigem Der Die Menge des struersn zur Herstellung von U 9 Liter und von Sann1 er. 8978 ‘Betriebe bereitete e, deren Menge 297711 !U«pslichligem Wert w filenge des in Flaschen de» «trug 57 402 Liier in ein« rt von 3? 704 Marl. D itben 17 431 Liter zur 1 nb 119818 L.tn zur ‘Ben ein verwendet. Michail) 5882 Betrieben hngeyrii urden in Jassern vnskur igen Wert von 3738 TI« euerten Weine# in Ilast Uter Im Werte non 131t Ine wurden in 6387 Dein nge des in M m W< te von 3S342 Marl. L mb IchaMDeindhnbche 0» 6654 Betrieben heWM wurden versteuert im Slrua Mari. z-ranksurtcr Theatei Sonntag, Uanuar-Zy Mondfahrti 0'A.WM 7 bis 9 M Ml" 1 71'2 bis 10 Mr-La rn । mit meiner l««i’ ZHE reise «den ® jein.' hie ein M- I zu h°» '»J&sJti 'N den groben er ivar Das ab. ver Ureis Friedberg des der Fräulein Sonntag. Malinee balc und Oberhessen. Lnnvkrcis Gießen. Bürgerrne sters Müller ist. findet am Sonn« statt Lieber die Kandi- noch keine endgültige Ent- x Wies eck, 7. Ian. Der dritte Teil Bethetsilms wurde gestern nachmittag Schuljugend und abends den Erwachsenen vor- gelührt und von Diakon Schwer d t erläutert. Der Eindruck des Films war allenthalben sehr stark. In unserer evangel. Pfarrei wurden im Jahre 1926 getauft: 54 Kinder (1925: 74); dazu kommen 5 in der (Siebener Entbindungsanstalt geborene und dort getaufte Kinder (2). Konfirmiert wurden 32 Kinder (61). Getraut wurden 31 Paare (29). Am Heiligen Albendmahl nahmen teil 887 Gcmeindeglieder (930). Kirchlich beerdigt wurden 38 darunter 5 in (Ziesten Verstorbene, von denen einer dort Generalversammlung flvs'ere Derei sjahr ergab euer Lieberschuh von 43 Mart. Die Mitgliederzahl beläuft sich auf 58. Als Präsident des Vereins wurde Lehrer Strack, als Rechner Christoph Häuft neu- gewählt. -!- Lang-Göns. 7. Ian Die Neuwahl des Vürgermeisters, die hier nach der Amts: Überlegung des erforderlich geworden tag, 30. Januar datenfrage ist bis jetzt sthcidung getroffen. wohnhaft war (31; 3; 1). z Allendors, ad. Lda.. 7 Ian. Der hiesige Kriegerverein hielt jetzt ferne übliche Kreis Büdingen. „T Vidda. 7. Ian Die alljährlich wiederkehrende Arbeitskrisis in derHolzindu - st r i e. die einzusehen pflegt, wenn die al.en Holzbestände aufgebraucht sind und die neuen noch nicht herbeigeholt werden können, macht sich jetzt wieder in den Himmelsbachschen Sägewerken bemerkbar Berits in vergangener Woche muhten Entlassungen vorgenommen werden Außerdem ist Kurzarbeit in Aussicht gestellt. — Der größte Teil der Sägewerksarbeiter aus LI l f a hat es vorgezogen. das neue Auto des Zweckverbands LI l s a — V i d d a auf dem Wege von und zur Arbeitsstätte zu benutzen. Nur ein kleiner Teil fährt noch wie vorher von Llnter-Schmitten mit der Vahn. Für sie ist jedenfalls der Wochenmehrpreis von 1,63 Mk. entscheidend, auf die bequemere und schnellere Dcförkerungsmöglichkeit zu verzichten. Kreis Schotten. * Gedern, 7. Ian. Llnsere Gemeinde- schwester hat im Jahre 1926 5770 Krankenbesuche. 7l/t Nachtwachen und 2 Tagpflegen gemacht. Sehr viele Familien durften außerdem durch unsere Gemeindeschwester in Krankheit und Not unentgeltliche Hilfe und treue Pflege erfahren. Eichelsdorf, 7. Ian. Infolge des niedergegangenen Schnees konnte heute das Auto des Zweckverbands Schotten -Hungen den direkten Weg über den illfacr Berg nicht nehmen, sondern mußte auf dem Umweg über Llnter-Schmitten sein Ziel zu erreichen suchen. Der 16'ihige Wrgen war mit 24 Personen besetzt. Einstweilen ist das Auto noch behelfsmäßig hier stationiert, wo auch dr Wagenführer wohnt, bis es in Schot t en untergebracht werden kann. Kreis Alsfeld. • Alsfeld, 7. Ian Die hiesige Jugendherberge toutbc im Kalende:jahr 1926 von 323 Gästen besucht, während es im Vorjahre 152 waren. Die Besucher verteilen sich wie folgt: Schulentlassene: männlich 149 (im Vorjahre 33), weiblich 29 (10); höhere Schulen: männlich 97 (99), weiblich 11 (10); Volksschulen: männlich 24 lO), weiblich 13 (0). Die Zahl der Ucber- nachtungen betrug 341 (163). Die größte Besucherzahl stellte die Iugendgruppc des Natur- heilvereins Gießen mit 29 Gästen, auf den VHC. entfielen 24 Besucher. Vach Städten geordnet tarnen, der „Oberbefi. Zig" zufolge, aus G testen 33, Frankfurt 25. Marburg 16, Köln 13. Kas el 11, Leipzig 6. Mainz- und Hamburg je 5 Besucher; die restliche Zahl verteilt sich auf die verschiedensten Orte im Reiche Die meisten Besucher aus der wei.eren Umgebung waren Sachsen (45), aus dem Ruhrgebiet kamen 23. 'aus Bayern 6 junge Leute. Das Betra.-.en der Gäste war ausnahmslos gut und gab zu feinen Klagen Anlaß. — Ober-Ohmen, 7. Ian. Nach dein reichlichen Schneefall der letzten Zeil ist heute Tau- wett e r eingetreten. Die Ohm ist bereits g e st i e gen, der Pegelstand ist schon sehr hoch. Starkenburg. WSN. Darmstadt, 7. Dez. Die französischen Kriminalpoli z i st e n , die bwher in WVN. Friedberg. 7. Ian. Das Verschwinden des 23!ährigen Wilhelm Holz von hier hat sich aufgeklärt. Der junge Mann, der bei einer Frankfurter Firma beschäftigt war. hat dort durch geschickte Verschleierungen 2 00 0 Markunterschlagen, mit denen er am ©il- Mark unterschlagen, mit denen er am ©u- vestertag nach Berlin verschwand. Das V rlchwinden des Holz war bereits mit dem Gerücht in Verbindung gebracht worden, wonach in der letzten Zeit das durch sein mehrfaches Auf- tauchen in der Schwetzinger Gegend bekannt geworbene geheimnisvolle Auto auch in der htestgen Gegend aufgetaucht sein soll. Alle di'sbezüg- lichen Vachrichten sind von der Polizei eingehend geprüft worden und haben sich sämtlich als falsch herausgestellt. 11 Llhr Tristan und Isolde; Donnerstag, 13., 7v, his IQi 4 Llhr: Cavalleria rufticana, hierauf: Der Bajazzo; Freitag, 14., 7 bis nach 10 Llhr: Die Ilüdin; Samstag. 15.. 3 bis 5 Llhr: Peterchens Mondfahrt. 7 bis nach 10 Llhr: Manon; Sonntag, 16 3 bis 5 Llhr: Peterchens Mondfahrt. 8 bis 10i Llhr: Festvorstellung: Der Ving der Aidelun- gen Das Rheingold. - Schauspielhaus. Sonntag. 9. Januar. 3' t biS 5', Llhr: Pinkepunk, 8 bis 10 Llhr: Der Sturm; Montag, 10.. 8 dis gegen 10 Llhr: AlleS um Geld; Dienstag. 11., 8 vis 10 Llhr: Die zwei Abenteurer; Mittwoch, 12., 8 bis 10 Llhr. Ein besserer Herr; Donnerstag. 8 bis 10 Llhr: Der Sturm; Freitag, 14.. 6 bis gi , Llhr: Aibelungen l.Teil (Schulervorstellung); Samstag. 15.. 8 bi« 10 Llhr: George-Gastspiel: - - ■ • Julie, hierauf: Der Kammersänger; 16., vorm. 11 dis 12' Llhr: Tanz- von Therry Schultheis, 3 vis 6 Llhr: Ka- Liebe, 8 bi- 10 Uhr: Ein besserer Herr. der Villa Taxe in der Darmstädter Dald - k o l o n i e lagen, sind, wie die „Hessische Landes- jeitung" er'ähri, nach Mainz zurückgezogen worden. Rheinhessen. W2Ä. Mainz, 7. Jan. Ein Strecken arbeitet, der bei Oppenheim versuchl hatte vor einem heranfommenben Güterzug die Gleite zu überschreiten, wurde vom Z u g e e r s a ß t und so chwer verletzt, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Preußen. Aireid Wetzlar. e Vetzberg. 7. Jan. In unserer kleinen Gemeinde ist die landwirtschaftlich benutzte Fläche so gering, daß die kleinen Bauernbetriebe mühsam um ihre Existenz ringen müssen. Es herrscht daher hier der stärkst« Landhunger. Um diesen, Bedürfnis entsprechen zu können, ist man dazu übergegangen, ein Stück Gemeindewald, das sich für Ackerland eignet, urbar zu machen und in kleinen Par- zellen den Interessenten zur Bewirtschaftung pachtweise zu überlassen. Es handelt sich dabei um die Holzung im „Heegstrauch", die eine Gesamtgröste von 26 Morgen hat. 10 Morgen sind bereits in den Jahren 1920 bis 1922 für den Ackerbau nutzbar gemacht worden. Da durch diese Maßnahme der Landhunger aber nur teilweise gestillt werden konnte, hat die Gemeindevertretung kürzlich die Urbarmachung des Neslstückes von 16 Morgen beschlossen. Die Ein- wohnerschast hofft, daß dieser Beschluß die Genehmigung der Forstbehorde findet. - Lützellinden, 7. Jan. Vach kirch- lichen Eintragungen sind im abgelaufenen Jahre in unserem Orte 23 Kinder getauft. 21 Schüler konfirmiert, 5 Paare getraut und 12 Personen beerdigt worden. Hochelheim. 7. Ian. Die kürzlich im .Gießener Anzeiger" berichtet, sind hier Bestrebungen im Gange, die eine Fahrplanverbesserung der ur.fcm Ort als Endstation berührenden K raft post li nie Wetzlar- Hochelheim bezwecken. In erster Lin e will man hierbei den täglichen Postautoverkehr auch abends durchgeführt haben, damit den in Wetzlar beschäftigten Arbeitern, Angestellten und auch den Schülern eine b'gueme. schnelle Heimkehr ermöglicht wird. Um diesen berechtigten W'w- schen eine Unterlage zu geben, hat man in den in Betracht kommenden Orten - Groß- und Klein-Rechtenbach, H"rnsheim. Hcchelleim und Dornholzhausen — Erhebungen un^e ‘eilt, bei denen sich die inter-stiert-'n Per'onen durch Unter- 'chrift zur regelmäßige Benu' ung d s Postau'os bcreiterllärt haben. Bei der großen Zahl dieser Unterschriften wird man wohl in Kürze eine eg'- sprechende Fahrpl mänderung ssttens der Post- behörde erwarte können. Unentschieden ist auch noch die Unterbringung des Post- antos. das seither in Wetzlar stationiert war Würde man. einem Wunsche zahlreicher hiesiger Cu'.woh"er entsprechend. dm Waeen hier unterstellen. so wäre erstens die unrentable Abend- rücksahrt nach Wetzlar gespart, zweitens wäre eine snähere Fahrt nach W-tzlar ermöglicht Die Frage d"r Erbauung e'n r Autoballe dürfte. da eine solche für die Linie Diehen—Hochelheim Niederkleen in unserem Orte bereits projektier! ist, durch einen Doppelbau keine allzu schwere Lötung finden. <> Viederkleen. 7. Ian. Auf dem hiesigen StandeSamle wurden im Kalenderjahre 1926 22 Geburten. 8 Shefchließuneen und 16 oterbefälle beSrkuudel. Der Standesamtsbezirk umfaßt die Gemeind:,, V.ederileen, Eber- göns und Oberkleen. — Das seltene Fest der goldenen Hochzeit feierten hier die Eheleute Heinrich O 11. Olt ist 76, seine Frau73Iahre alt; beide erfreuen sich noch körperlicher und geistiger Rüstigkeit. Ott verrichtet sogar noch Arbeiten in der Landwirtschaft. — 3m hiesigen Gemeindewalde hatte man gestern bei dem gefallenen Neuschnee in zwei Distrikten Sauen „festgemacht'. Es kam ein Ueberläuser zur Strecke der von Förster Lämmersdors. Butzbach, geschossen wurde. J_ Oberkleen. 7. Jan. Im Jagdbezirk rechts des stieedaches wurde gestern nachmittag eine Treibjagd auf Sauen veranstaltet, nachdem man vormittags iechs Schwarzkittel „eingekreist" hatte. Es kamen ein kapitaler Keiler und ein lieber laufet zur Strecke; beide Stücke wurden von dem Maurermeister Wagner, Cleeberg, geschossen, der auf sie eine Donbletle machte und außerdem noch eine dritte Sau „krank" schoß, die jedoch nicht ausgefunden wurde. Mrciö Bicdcnkopf. T Waldgirmes, 7. 9an. Ein junger Mann von hier, der in Gießen angeblich als Karl Bill aus Naunheim, Hüte und Hemden „für den Schützenverein in Nrunhem", der überhaupt nicht besteht, bestellte und einige Stücke zur Probe mitnahm, wurde jetzt als Schwindler entlarvt Ein Bruder von ihm. der in Gießen wohnhaft ist, hat sich gleichfalls gewisse Schwindeleien zuschulden lammen lassen, die z. T. in Gießen und z. T. in W.hlar vor gekommen sind Ein gerichtliches Aüchipiel dürfte bi? Folge sein. Kreis Usingen. L Brandoberndorf, 7. Jan. Im hiesigen Staatswalde hatte man gestern bei Neuschnee 7 Wildschweine „eingekreist" und „festgemacht". Von den Sauen kamen 2 zur Strecke; eine davon schoß Sanitätsrat Dr. N ö ß n c r von hier, die andere Lehrer Peters von Weiperfelden. Kreis Marburg. js Marburg. 7. Jan. Ans dem hiesigen Hauptbahn Hof ereignete sich heute vormittag ein tödlicher LI n g l ü ck s f a l l. Als der 54 Jahre alte Bahnbedienstete Heinrich Hahn aus Wehrda bei Marburg die Geleise überschreiten wollte, bemerkte er nicht den gegen ll'/8 Llhr von Kassel einlaufenden Person e n z u g. Er wurde von der Maschine ersaßt und erhielt an Hinterkops und einem Arm so schwere Verletzungen, daß der T o d auf der Stelle eintrat. Bei itiwamMe Kopfschmerz Migräne , .Neuralgie Zahhschmerz Jn Apotheken WWMMF Jahr iUte vewavrt. 246lid DieneueMercedes Mercedes-Büromaschinen-Werke, Zella-Mehlis i.Th. AvsÄUeldel la SciltOHl bester Qualität, unter SyudlkatSvreis. - bch'i'Niche „ SÄM- öen 9t i "tii ronnpn die 5 Pfa 5% der <* < - *S\ SK SH fet-j urteilung J« •sfr« 6beito-Ä । ganz Änl'ch durch/uE L'V«- Aci-hSeMM immer c*, MnaZme" M tui iß Mr er WöioirtMft i ift, ü5er die etc Bll wichtigste ter 2lqrarkde ograrpolitischen Aeichsregierung Hon der LanW net, dah die ei läuschung r haben den final tonnen, da die. Teils der Ernte Mdgang der C brauch der Can u|id. natürlich g Dazu komm Jahre abgeschlos lungen ist, die voll zu wahren. Handlungen mit scheu Wunsch n Vertrages, W dah man auch zeigt, hat das des deutschen < wirtschaftlicher können, dah m eines steigend, lausen tonnte, bilanz zeigt, V Jndustrieauss! schastliche Sir weitaus ein g dem einigen™ Iriegijeit finb Hat man in de Funktionen der 31. Juli 1926, t als turzsristige tilgten Uebeigan enthalten und ai die seht noch bi sind. Dabei ha der Zollpolitik gestellt, dah di tariss nicht ix Produktionszwe 4U fördern, obi der Viehzucht i, frechänblerisch anerkannt tooröi Preuhischen San ?ufne sich ganz spricht. Die A von dem Temi beiondere Rolle L?« Zolltarif jull. so daß dc erfolgen i Regelung in Verlängerung [ tttoatten muh K 'M Gesetz « T^en. zumal sj uMeischreilen un Mhgcn Fällen '*j£e98i Posten Sporthemden Trikoh'n ........ jetzt Großer _ nventur-Äusverkauf Schnell unotrastig entwickeln sich alle Tiere mit dem echten gewürzten Futterkalk 1 Drockmanns „Zwerg-Marke" oder dem ungew. „Palent-Nährsal-- fall“. Sicherer Schutz gegen Knochenerkrankungen l Tausende verwenden diete Marken, nichts anderes! Prospekte kostensrei. - Schutzmarke Erhältlick in Drogerien, Apotheken und sonstigen einschlägigen Geschäften. — Aur echt In Orig^ Pack. — nie löse! Da Fälschungen im Handel, achte man beim Einkauf genau aus Schutzmarke u. Firma des alleinigen Fabrikanten M. Brockmann Chem. Fabr. m.b.H., Lei-Sig-Sutr. 90c. Tran? 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Wie die Landwirtschaft in ihren Duchfuhrungsabschlüssen ihr besonderes Wirtschaftsjahr zugestanden erhalten hat, so läuft auch die Bilanz der landwirtschaftlichen Produktion von Ernte zu Ernte. Trotzdem ist gerade jetzt ein Rückblick und Ausblick am Platze, weil schließlich die Art der Bildung und Zusammensetzung der künftigen Reichsregierung für die Beurteilung der Aussichten der landwirtschaftlichen Produktion und der deutschen Ernährungspolitik gerade in diesem Zeitpunkte von ausschlaggebender Bedeutung ist. Die Krise der Landwirtschaft ist noch nicht überwunden. Das abgelaufene Jahr hat sich, ganz ähnlich wie allgemein in der Politik, dadurch ausgezeichnet, daß agrarpolitisch bei grundsätzlicher Beibehaltung ein.r produktionsfördern- den Politik, wie sie in den Erklärungen des Rcichsernährungsministers Dr. H a s l i n d e immer wieder zum Ausdruck gebracht wurde, halbe Maßnahmen zur Durchführung gelangt sind. Damit ist zwar erreicht worden, daß die Lage der Landwirtschaft im Schwebezustand erhalten ist, aber die eigentliche, für das ganze deutsche Volk wichtigste Entscheidung über den Ausgang der Agrarkrise ist lediglich auf das Jahr 1927 verschoben worden. So stehen die wichtigsten agrarpolitischen Entscheidungen für die neue Reichsregierung bevor. Die allgemeine Situation der Landwirtschaft wird dadurch gekennzeichnet, daß die Ernte eine allgemeine Enttäuschung war. Auch die höheren Preise haben den finanziellen Ertrag nicht ausgleichen können, da die.Minderung des verkaufsfähigen Teils der Ernte sehr viel größer war als der Rückgang der Gcsamternte, weil der Eigenverbrauch der Landwirtschaft zu Saatgut, Futter ufto. natürlich gleichgeblieben ist. Dazu kommt, daß es bei den im letzten Jahre abgeschlossenen Handelsverträgen nicht gelungen ist, die Interessen der Landwirtschaft voll zu wahren. Wie sich gerade an den Ver- bandlungen mit Frankreich und an dem spanischen Wunsch nach Reuausrollung des Handelsvertrages, sowie an der dänischen Ankündigung, daß man auch dort neue Abmachungen wünscht, zeigt, hat das außerordentliche Entgegenkommen des deutschen Zolltarifs in der Ermäßigung landwirtschaftlicher Positionen nicht einmal erreichen können, daß man dafür eine dauernde Sicherung eines steigenden deutschen Jndustrieexportes erkaufen konnte. Wie die Entwicklung dec Handelsbilanz zeigt, ist zwar eine gewisse Steigerung der Jndustrieausfuhr erzielt worden, die landwirtschaftliche Einfuhr übersteigt aber immer noch weitaus ein gerechtfertigtes Bedürfnis: und von dem einigermaßen gesunden Verhältnis der Dor- kriegszeit sind wir noch weit entfernt. Trotzdem hat man in dec Zollpolitik bei den wichtigsten Funktionen der Landwirtschaft auch nach dem 31. Juli 1926, dem Zeitpunkt des Ablaufes der als kurzfristige ^lebergangsmahnahme abgetün- digten LIebcrgangszölle. die autonomen Zölle vorenthalten und an ihre Stelle Zwischenzölle gesetzt, die jetzt noch bis zum 31. März 1927 verlängert sind. Dabei hat sich als wesentlichstes Ergebnis der Zollpolitik seit dem August 1925 heraus- gestellt, daß die Art der Staffelung des Zolltarifs nicht dazu geeignet ist, die intensiven Produktionszweige der deutschen Landwirtschaft zu fördern, oder zu schützen. Für das Gebiet der Viehzucht ist das gerade auch von feiten des freihändlerisch eingestellten Futtermittelhandels anerkannt worden, während eine Denkschrift des Preußischen Landwirtschaftsministers in demselben Sinne sich ganz offen über den Gemüsebau ausspricht. Die Zollfragen werden, auch abgesehen von dem Termin des 31. März 1927, eine ganz besondere Rolle spielen, weil der gesamte geltende Zolltarif mit dem 31. Juli außer Kraft tritt, so daß dann eine grundsätzliche Neuregelung erfolgen muß. Voraussichtlich wird diese Neuregelung in einer nochmaligen kurzfristigen Verlängerung bestehen, wobei man allerdings erwarten muß. daß auch für die Landwirtschaft die im Gesetz enthaltenen Sätze voll in Kraft treten, zumal sie das Friedensniveau teilweise unterschreiten und nur in ganz wenigen minder- wichtigen Fällen überschreiten, während die 3n- dustriezölle zum nicht unerheblichen Teil weit über Vorkriegshöhe, teilweise auf dem Vielfachen stehen. Das nächstwichtigste Problem ist derA g r a r- k r e ö i t, dessen Lösung in der Fundierung der kurzfristigen Schulden gerade durch die allgemeine Unsicherheit der landwirtschaftlichen Situation erschwert worden ist. Denn schließlich kann kein Landwirt mit gutem Gewissen langfristige Schulden aufnehmen, solange er nicht gewisse Sicherheiten über die künftige Agrarpolitll und die künftige landwirtschaftliche Konjunktur hat. Auch die Frage der Konvertierung drr hochverzinslichen Pfandbriefe in niedriger verzinsliche zur Beseitigung der ungerechtfertigt hohen Spanne »wischen den Zinsen für kurzfristige Gelder und langfristige Kapitalanlage scheint noch weit von ihrer Lösung entfernt. Bei der heutigen gesetzlichen Lage wird man nur ganz allmählich vorankommen können. Soll überhaupt vermieden werden, daß die Zinsermätzigung nicht nur auf dem Papier bleibt, weil dec Landwirt seine 3 bis 5 Jahre an Stelle der hohen Zinsen entsprechend hohe Konvertierungskosten abzutragen hat, so blieben nur die beiden Wege Hergabe eines entsprechend hohen zinslosen Kredites oder Zuschusses seitens des Reiches oder der Reichsbank als dem Hauptinteressenten an einer Ermäßigung der Zinssätze, oder reichsgesetzliche Durchführung der Konvertierung, die aber einen gefährlichen Eingriff in die Privatwirtschaft und in das Privateigentum bedeuten würde. WaS die Konjunkturbeurteilung der Landwirtschaft anbetrifft, so sind hier allerdings auS eigener Initiative der Landwirtschaft im letzten Jahr beachtenswerte Fortschritte erzielt worden. Die Konjunkturstatistik des Deutschen Landwirtschastsrates befindet sich erst in den allerersten Anfängen im Aufbau, sie hat aber bei schneller und methodischer Arbeit bereits erfreuliche Fingerzeige gegeben. Weiter- gehende Bedeutung wird die Konjunkturstatistik allerdings erst haben, wenn sie mehrere Jahre hintereinander durchgeführt ist, so daß Grundlagen auf *biefen Sondergebieten der Agrar- statistik vorhanden sind, die bisher von der amtlichen Statistik verhältnismäßig stiefmütterlich behandelt worden waren. F. M, Börse und Geldmarkt. Auch im neuen Jahre behält die Börse zunächst ihr festes Aussehen. Zeitweise Rückschläge, wie diejenigen des vorigen Dienstag, ändern nur wenig an der festen Grundtendenz. Nach der stürmischen Haussebewegung in dec letzten Dezemberwoche lag eine Reaktion gewissermaßen in der Luft, und diese wurde verstärkt durch den Llmstand, daß mancher Cffektenbesitzer mit der Gewinnmitnahme wartete, bis das neue Jahr angebrochen war. um den dadurch realisierten Gewinn nicht mehr im alten Kalenderjahr versteuern zu müssen. Der Fortgang der Festigkeit hat durchaus seine psychologische Grundlage. Die Meldungen über die Entwicklung der Konjunktur in der Industrie verdichten sich mehr und mehr, und trotz des hohen Kursniveaus sieht infolgedessen der Esfektenbesiher im großen ganzen keinen Grund dafür, sich von seinem Cffektenbesih zu trennen. Gewiß versucht die Spekulation hin und wieder eine stärkere Bewegung hervorzurufen, da sie in erster Linie an Schwankungen interessiert ist, einerlei, ob nach oben oder nach unten. Ihre zeitweisen Bemühungen, diese Schwankungen nach unten in größerem Maße durchzuführen, scheitern aber immer wieder daran, daß das große Publikum keine Gefolgschaft leistet. Charakteristisch ist, daß selbst am vergangenen Dienstag, wo am Terminmarkt Kursermäßigungen von 5 und mehr Prozent eintraten, der K a s f a m a r 11 seine feste Haltung durchaus beibehielt. Es war vorauszusehen, daß nach den großen Steigerungen an den Terminmärkten die Kassawerte einmal folgen würden, und daß sich hier die besseren Konjunkturaussichten schließlich auch auswirken würden. Diese Bewegung scheint noch durchaus nicht abgeschlossen, und es zeigt sich hier jetzt dasselbe Bild, daß da, wo Realitäten nicht genügen, Zukunftshoffnungen einspringen müssen. Die starke Bewegung, Mittel und Wege zu finden, um den Wohnungsbau zu forcieren, löst an der Börse eine H auss e in solchen Werten aus, die mittelbar ober unmittelbar mit dem Dau- marlt in Verbindung stehen. Nach der starken Steigerung der am Terminmarkt gehandelten Bankwerte entsinnt man sich jetzt auch, daß ebenfalls die Heineren Bankinstitute, deren Aktien nur am Kassamarkt gehandelt werden, von der guten Bankkonjunktur des Jahres 1926 profitiert haben müssen, und daß diese Kurse als vernachlässigt zu betrachten sind. Daher die sprunghaften Steigerungen in einzelnen derartigen Papieren. Es ist begreiflich, daß sich hiermit Fu- sions» und Kapitalerhöhungsgerüchte verbinden, die aber augenscheinlich mehr ober minder in das Reich der Phantasie zu verweisen sind. Daß dagegen einzelne Großbanken, die mit einem verhältnismäßig geringen Kapital aus der Gold- umstellung hervorgegangen sind, angesichts der guten Entwicklung ihrer Geschäfte im laufenden Jahre daran denken werden, ihr Cigenkapital in ein besseres Verhältnis zu den fremden Geldern zu bringen, liegt auf der Hand. Als erste dürfte im neuen Jahre die Commerz- und Privatbank mit einer Kapitalerhöhung herauskommen. Der Verlaus des Geldmarktes in den ersten Januartagen bot der Börsenspekulation einen guten Rückhalt. Wie zu erwarten war, sind kurzfristige Gelder gleich nach Uebertoinbung des Ultimo in stärkerem Maße zurückgeflossen, so daß man bereits jetzt schon wieder von einer Abundanz am Geldmärkte sprechen kann. Die Nachfrage nach Privatdiskonten und Warenwechseln mit Bankgiro kann bereits wieder nicht mehr befriedigt werden, und die Folge war eine mehrfache He rabsehung des Privat- biskontsahes. Man wirb aber auch nicht fehlgehen, wenn man diese rückläufige Bewegung in Verbindung seht mit den Absichten der Reichsbank, den Wechseldiskont sah in naher Zeil weiter herabzusehen. Die Inanspruchnahme der Reichsbank zum Jahreswechsel war zwar außerordentlich groß, und es ist anzunehmen. daß die Reichsbank, ehe sie einen Entschluß in der Richtung einer weiteren Herabsetzung des Diskontsatzes faßt, abwartet, wie die Rückflüsse sich gestalten werden. Vielleicht wird auch die Reichsbank bis zu einem gewissen Grade die Haltung der Bank von England berücksichtigen. die entgegen allen Erwartungen in dieser Woche ihren Diskontsatz nicht herabgesetzt hat, obwohl auch dort bereits die Spanne zwischen Privatdiskontsatz und offiziellem Satz außergewöhnlich groß ist. WSM Neuer Auslandauftrag für deutsche Firmen. Wie aus Johannesburg (Südafrika) gemeldet wird, hat die Eisenbahnleitung der Südasrikanischen Union abermals einen Lokomotivauftrag nach Deutschland ver- I geben, und zwar sind bei Henschel & Sohn G. m. b. H. in Kassel und bei der Maschinenfabrik Maffei in München je zwei Lokomotiven von besonders schwerer Bauart bestellt worden. Beide Firmen haben im Frühjahr 1926 ebenfalls (Aufträge für die südafrikanischen Eisenbahnen erhalten. Die Angebote der amerikanischen, englischen. französischen und belgischen Konkurrenz wurden sämtlich zugunsten der deutschen Angebote abgewiesen. Die jetzt bestellten Maschinen sollen die größten Lokomottven sein, die auf den Bahnen der südafrikanischen Union Verwendung finden. • Bau einer 5t a 11 - 6 a I p c t e r f a b r i f durch die I.G. - Farbenindustrie. Die I. G.-Farbenindustrie hat beantragt, den Dau einer Kalk-Ealpeterfabrik zu g nehmigen. und zwar soll die neue Fabrik im Anschluß an das Leuna-Werk bei Merseburg errichtet werden. Dem B. B.-C. zufolge beantragt die Gesellschaft ferner, das ihr 1921 verliehene Recht auf Entnahme von stündlich bis zu 18 003 Kubikmeter Wasser aus der Saale auch auf die geplante Kalk-Salpeter- fabrif auszudehnen. • Rekordproduktion in der rumänischen Erdölindustrie. Wie dem DHD. aus Bukarest gemeldet wird, betrug, nach vorläufigen Berechnungen, die rumänische Erdölproduktion für das gesamte Jahr 1925 3.3 Mill. Tonnen gegen 2.3 Mill, in 1925. Sie weist mithin eine Steigerung von 43 Proz. auf. das ist die größte seitherige Produktionssteigerung. Börsen karie. Frankfurt a.M. Berlin Stilu » fcUTt 1-Ubr. Rur« Schluh-lAnfana Rur« | t'tr- Datu n: 7. t. 8 I. 7. t. | 8. 1. 6% Deutsche ReichSan'etbe . 4% Deutsche Rcichsanleiye . 3Va% Deutsche Reiche an leige 3% Deutsche ReichSanleihe . Deutsche Lvarprainienanlethe 4% Preußische KonsolS . . . 4° o Hessen........... 3'/a% -Hessen 3°/o Hessen Deutsche 2?ertb. Dollor-Anl dto.Doll.-Schay-Anweiing. 4°/0 Hontürtcn......... 5°/0 Äoldniexikaner Berliner Handelsgesellschaft. Gommerj- und Privat-Bank. Darnist, und Nationalvank . Deutsche Bank......... DiSkonto Kommanbit ... Dresdner Bank Mctallbanl........... Mitteldeutsche Kreditbank . . Lcsnnrcichische Kreditanstalt. Neichkbank.......... Bochumer Guß . ...... Buder»«............ Caro ............. Teuisck-Luremburg Gelsenkirchener Bergwerke. . »euer Bergbau...... verte Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln tiaurabiitte........... ''annesmann ........ Mans eldcr........... Lbcrbedars........... Phönir BcrabaU....... Rheinische Braunkohlen . . . IHlicinftnbl........... Dlicbcd Montan TelluS Bergbau........ Bereinigte Stahlwerke.... Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher tklovd . ... Kheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holimarm...... Anglo Tont Guano . . . . . Kheinische Mayer Älaptn. . . 'Goldschmidt Holzverioblung......... 9 G Karben-Industrie. . . RütgerSwerke......... Scheldeanstalt...... Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann Elektr. Lieferungen...... Lichi und Kraft ........ Mainkrauwerke ........ Schultert •••• Siemens k HalSke ..... Adlcrwcrke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligrnstaedl Meguin.......... . . Mannheimer Motoren .... frankfurter Armaturen . . Kviiservenfabrik Braun . . Melallgesell Last franlfurt. Pet Union A.-G........ Schuhfabrik Herz Sichel.............. Zellstoff Aschaffenburg. . . . Zellslo i Waldhos ..... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . " 685 1,829 0 885 0.86 0.89 O.v8 0.86 O.f-8 — U 8695 0 855 0.9? — 0 93 0,97 0,665 — 0.56i — — 0 88 0.86 0 87 — 0.85 — 0.8'> — — — — 0,84 — 100 — — — — — —— 17,62 17,65 *- 43.12 — 42?6 — 279 - 279 278 224 5 225,5 223 224.9 269 — ■269 269.75 193 193,5 192.5 193 5 185 — 185 185.25 182.5 183.9 185.5 183 183.75 185.5 182.5 184.5 187 — — 197 8.8 — 9 9 174 9 175 25 175 175,5 179,5 — 179.25 — 115.5 114 114.25 —- —— 178 — 179 5 181 179 181 179 5 181 189 190 188.62 190 158 162,5 16» 161,75 167 — 168 — 82 — 82.75 207,5 209 5 207 — 147 147.75 145.4 147.5 123.25 — 124 1255 116 125 135.13 136.25 24i 251 75 -50.75 252 75 199 196 5 n9 199 ISO 25 184.75 181.25 — Hl — — — 151 151.5 151.13 — 165 174 174.5 174.25 174.25 168 5 167.25 168.75 100.5 — — 146.78 — — 170,25 — 170 .— — - 112,25 - — - 145.1 149,9 145,75 '.52,75 80 81.5 w 318,75 323.25 319.5 324.5 — 140,75 149 140.5 209.5 • - 167.25 169 167,5 168.5 165 165,5 164,5 165 164 5 — 164.5 164.5 163 25 170 161,5 170 127.5 — 166 166.25 163.75 154.25 2U1 2ü2 202 203.5 117 118.5 116 H7.75 85 87 85.25 88 42 — 61 — 62 — — 39,75 — _ —— —- 74 5 — 197.5 — — — 123.5 — 123 — 74 25 — 73 75 2.5 — — - 171 5 172,5 171 173.75 237.5 • 42 39 13 244.75 118.5 118.5 118 — 144.75 145.5 143.3 — Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. 7. Jan. 8 Jan. Amtliche JZoti ruttfl Amtliche '-Notierung Geld 1 Brief Geld Briet 168,45 168,87 168.39 168,81 Buen^Aires 1.734 58.53 1,738 58,67 1,738 1,742 58,66 Brss.'Amw 58,52 Christiania 107.27 107,53 107.15 107,41 Kovenhag.-u 112.28 112,56 112.23 112,11 Siockbolm 112.47 112,75 112,41 112,69 HelsingforS Italien. . 10,58 18.7» 10,62 18.74 10,575 18.5 ! 10,615 18.57 London. . . -0.423 20,475 20.417 20,469 Neunork . . 4,209 4.219 4.207 4,217 Paris. . . 16.64 16.68 16,65 16,69 Sckrwei; . . 61,22 61,42 51,18 81,58 Sva t:n . 65.41 65.57 65,41 65.57 Japan . . . 2.055 2,059 2,05t 2.155 Hio de Ian 0.483 1.485 a.584 0.587 Wien tn T Ctft- adgesl 59.31 59,45 69,31 59,45 Prag . . . 12,46 12,50 12,441 12,494 Bclirad • 7.41 7.43 7.41 7.43 Dudavrit. 73.59 73,77 73.59 73,73 Bulgarien u.OI 3.05 J.O4 O.05 Lissabon . 21.475 31,525 21.525 1,575 Danzig. . . Äonft.ntin 81,53 61.73 81,47 3,113 81.67 2.113 2,123 2,123 Alben. . . 531 5 33 5,31 5,33 Kanada 4.20 4.21 4,139 4,209 Uru uav 4.24 4.25 4 24 4.25 Cairo 20.924 20.976 20.924 20,9.6 Banknoten. Berlin. 7 Jan Geld Brie' Amerikanilche Note» ..... Belgische Noten ........ Tonische Noten........ Englische Noten........ FraawsÜche Noten...... Holländilche Noten...... Italienische Noten...... Norwegische Noten..... Deutsch Ocllerr . ä 100 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... Schwerer Noten...... Evanische Noten....... Tschcchcilowakische Noten . . Ungarische Noten • . 4,192 58.44 112.02 20.387 16.67 168.00 18.75 107,02 59.17 112.12 81.18 65.19 12.415 73.44 4,212 58.74 112,58 20.487 16.75 168.84 18.85 107.56 69.47 112.68 81.58 65.51 12.500 73.80 Frankfurter -Jörse. Frankfurt a. M.. 8. Jan. Tendenz: Uneinheitlich. — Der Wochenschluh war durchaus uneinheitlich. Scheideanstalt setzte ihre Hausse mit einem neuen Gewinn von 5 Proz. fort, auch die bisherigen Konzernwerte lagen 1 Proz. freundlicher. Dagegen waren jedoch die Farbenaktien auf die Meldung, daß nunmehr auch in Hessen und Nassau das Lohnabkommen der chemischen Industrie zum 31. Januar d. I. gekündigt wurde, womit eine Streikgefahr verbunden ist. schwächer und büßten 1 Proz. ein. In Verbindung damit verloren Rheinstahl 3 Proz. Hier verlautete übrigens auch, daß mit einem Dividendenausfall zu rechnen fei. Am Montanmarkt lagen die reinen Kohlenwerte weiter freuirdllch und teilweise fester, da mit einer englischen Kadi in Giessen I Konkurreirz vor Ende Februar d. 3. nicht zu rechnen ist. K a l i a f t i e n lagen infolge der Preiserhöhung und steigenden Absahzissec fest. Aschersleben plus 2.5 Prozent. Die Werte der Dhcin-Elbe-Gruppc schwächten sich dagegen mäßig ab. Das Hauptgeschäft hatten heute Bankaktien unter Führung von Mitteldeutsche Credit zu verzeichnen, die bis zu 3 Prozmrt höher gingen. Auch Bayrische Hypotheken gewannen etwa 3 Prozent. Die übrigen Großbanlwerle erzielten Besserungen von 1 bis 2 Prozent. Schisfahrtsaktien schwacher. Hapag und Nord-Lloyd je minus 1 Prozent. Recht freundlich lagen Elektroaktien, namentlich auch süddeutsche Werte. Petroleum- aktien bis 0,75 Prozent höher. An den variablen Märkten scheint das Publikum nach wie vor tätig zu sein, wenigstens trat es mit Abgaben nicht hervor, denn diese Werte zeigten sich im allgemeinen recht widerstandsfähig. Freundlich lagen vor allem Zellstoff- unb Baustoff - Aktien. Wayß & Freytag und Zement-Heidelberg je plus 1 Prozent, nur Dyckerhoff minus 3 Prozent. Autoaktien befestigt. Der heimische Anleihemarkt blieb eher vernachlässigt, die Kurse jedoch behauptet. Von fremden Renten setzten Türken und Anatolier ihre Aufwärtsbewegung fort. Der Geldmarkt war weiter fehr leicht, besonders für Termingeld. Man hörte Monatsgeld mit 5,75 Prozent für erste Adressen und mit 7 Prozent für zweite Adressen. Lagesgeld unverändert 4 Prozent. Im Devisenverkehr schwächte sich Mailand gegen London auf 110,50 ab, Paris unverändert mit 122,70 gegen das Pfund. Die Reichsmark stellte sich auf 4,2130 gegen Kabel und auf 20,4425 gegen London. London-Kabel 4,8525. Der Weitere Verlauf der Börse Wurde unsicher und überwiegend schwächer, nur Bankaktien, besonders Mitteldeutsche Credit. blieben widerstandsfähig. Berliner Börse. Berlin, 8. Jan. Die Börsen standen unter dem Zeichen von Wochenschluß-Realisationen. Fest eröffneten einige Bankaktien unter Führung von Barmer Bankverein (plus 2 Proz.) und Mitteldeutsche Credit (plus 3,5 Prozent), Elektroaktien, die 1 bis 4,5 Proz. anzogen und einzelne Spezialwerte (Deutsch - Atlantische Telegraphen plus 2,5 Prozent). Auch Kaliaktien zeigten zunächst eine freundliche Haltung. Sämtliche übrigen Märkte blieben dagegen vernachlässigt und zeigten nur ae- ringfügige Bewegungen. Späterhin unterlag die Haltung der Börse mehrfach Schwankungen, um schließlich für Terminwerte einheitlich schwächer zu werden. Die Baissespekulation unternahm wieder einen erfolgreichen Vorstoß und tätigte Blankoverkäufe, die Verluste bis zu 2 Prozent brachten. Der Geldmarkt sand eine günstige Beurteilung; es war nicht möglich, größere Summen kurzfristig anzubringen. Tagesgeld ging bis zu 3 Prozent herab, der offizielle Satz lautete auf 4 bis 6 Prozent. Auch Monatsgeld stand in namhaften Beträgen zu 6 bis 7 Prozent zur Verfügung, teilweise auch darunter. Der Satz für Warenwechsel stellte sich auf zirka 5 Prozent. Im Devisenoerkehr lagen Mailand und Madrid mit 110.— bzw. 31,50 gegen das Pfund schwächer. Die Reichsmark und das englische Pfund lagen fast unverändert mit 4,2125 und 4,8532 gegen Kabel. Paris gegen London stabil mit 122,70. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. * Das Amtsverkündigungsblatt R r. 1 vom 7. Januar enthält: Volksbegehren auf Auflösung des 3. Hessischen Landtags. — Anschlußgleis für die Basaltwerke Launspach & Co. in Ettinashausen. — Kreisstraßensperre. — Erhebung von Vergnügungssteuer in der Gemeinde Watzenborn-Steinberg. — Unfälle auf Bahnübergängen. — Maul- und Klauenseuche in Reiskirchen. — Benutzung der Leichen von Gefangenen zu wissenschaftlichen Zwecken. — Ansteckender Scheidekatarrh des Rindviehs. — Die Sprungregister. — Ueberfpringen der Klassen in der Volksschule. — Schkuhprüfung der Schulamtsanwärter. — Oberhessisches Heimatbuch. — Dienstnachrichten. Sprechstunden der Redaktion. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 1 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird feine Gewähr übernommen. Nützen Sie die Zeit Nur noch bis Samstag, 15. Januar! 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Abfallholz (Knüppel und Reisig) öffent § 6(1181 * üSIUll811811 ten) 3, Birte 5; Knüppelh. Buche ca. lich meistbietend versteigern, und zwar: , Tannänll 1B0D mit den „3 Tannen Haufen in der Licher Straße, Haufen in der Kaiserallee, 9 19 Haufen in den Friedhofsanlagen, 13 £ 5 2538 im Gemeindewald Langsdorf. nungsmaßil muß Großer Inventurausverkauf 0123 fommen in Licht, und Dienstag, den 8.2.? Münchwald u'to Aenderui-ac: oorbe | BESTE( l Linon, weiß, mit farbigem Rand.. ' 4 Dutzend Damentüeher, weiß, mit farbigem Rand und 9.00 0.05 0.05 0.95 0.25 0.85 150 0.45 Gießen Bahnhofstraße 14 0.75 1.95 4.90 5.90 9.75 Z s feine Qualität... Herrentücher 3 o E K/ESfijQ « C H EIL.6 «onn & 7 £ Bekanntmachung Abfallholzversteraerung. einfarbig und gestreift Damen-Pullovers Phantasie, Kunstseide.. Sportwesten Phantasie, reine Wolle Damen-Pullovers Kunstseide, plattiert Sportwesten reine Wolle, besonders schwere Qualität.. 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Doppelsohle, moderne Farben Damenstrümpfe, la Kunstseide, mit Naht und Doppelsohle, moderne Farben und schwarz Strickwolle 10 Lot Zusammenkunft 9.30 Uhr vorm. auf der Krcisstraße Lich—Hattenrod, Stadtwald § 8 die Einlieferung durch die im § 202 AO vorgesehene Strafe erzwungen werden. Gießen, den 7. Januar 1927. Die Finanzämter: Gießen. Butzbach, Grünberg. Hungen r m ouuyt i u. \> 4 uj / <, \ LlVIl ■ Pfosten) 3, Birke 5; Knüppelh. Buche ca •.gt Isa Anssorderung Zur Einlieferung der Steuerkarten und Steuermarkenblätter für 1926. Die Arbeitnehmer, für die im Kalen- derjahr 1926 Steuermarken verwendet worden sind, werden hiermit aufgefor- dert, innerhalb des Monats Januar 1927 ihre Steuerkarten mit den im Kalenderjahr 1926 mit Steuermarken verklebten 0.85 1.59 2.80 2.Z5 2.75 Dienstag, den 25. 1.; Schwarzwald ' Naler-, Montag, den 31. 1.: Höler-Kellers-1 berg; Dienstag, den 1. 2 Ricdwald; Montag, den 7. 2.: Hard, Wehrholz, (Er» '^berg, Langeberg, Graudorn uiw. (zu fd)rift der Steuerkorte genau übereinfiim- - - ... ,v . wen. Die Eintragungen in den Spalten 6,6 rtn Buchenmitzrollen, 1,50 lang. Das „Ge'mnlvcrdiensl" und , Linbehattener j Holz liegt in guter Abfuhrlage, meist an Steuerbelrag" sind aufzuaddieren. । versteinten Waldwegen. L' H°'»°°'».igen.ng-n «nb oor.! Sporthaus Schneider Gießen, Neuen Weg 18 auf alle Waren 20 Prozent Rabatt Eduard Condner Gießen, Lteinstraße 84/86. Telephon Nr. 326. 74D Herren-Nachthemden, weiß, Barchent, mit waschechtem Besatz Herren-Kragen la Mako, moderne Formen WoHwaren Kinder-Wollmützen Wollschals für Damen und Herren ausgestellt hat, sowie die Wohnung des Arbeitnehmers am 31. Dezember 1926 anzugeben. in Kiefern-, Tannen» u. 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Januar 1927 nachfolgendes Holz zur Versteigerung: 400 rm Vuchenscheitholz, 330 rm Vuchev- knüppcl, 4T rm Hainbuchenknüppel, 67 rm Eichenknüppel, 180 rm Vuchenslock, 680 rm Vucheureisig, 85 rm hainbuchenreiflg, 285 rm Lichen reisig, 110 rm Kieferarrifig. 150 rm Fichlcnreisig. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr am Pflanzgarten; von Station Nieder-Dessin- gen in 20 Minuten erreichbar. 215D Ettingshausen, den 8. Januar 1927. Hessische Bürgermeisterei Ettingshausen. Opper. Scheiter, Eiche, Linde, Fichte Knüppel, Buche Knüppel, Hainbuche Knüppel, Eiche, Linde, Fichte Fichte, 3 m lang Reiser, Buche MPi ZW Wl« । Wi * o * - : *5 Die Versäumnis der Etnlieferungs- pflicht ist mit den im § 377 AO. vorgc fehenen Strafen bedroht; außerdem kann grenze. 205D Um 1.30 Uhr nachm. pünktlich am Straßenkreuz Mbach—Hattenrod, Waldstraße Meilbach—Burkhardsfelden beginnend findet eine Nuhholzversleigerung e-l-rl* — Eichen Wklklm sä Herrenhosen, wollgemischt, solide Qualität Größe 4—6 Einsatzhemden, kräftiger Trikot, mit gewebtem Einsatz, Oiöße 4-6 Serie li Serie I 1795 1765 - In dem Forstort Hegerich wird nach e taste- m-|s maii'aÄiA e ää' * ™S6! " * cn r— ' 1077,4 rm 40,0 „ 6,8 „ 204,0 „ 16,6 „ 26,0 „ 9,1 1,017,0 „ 103Ä) 36,0 „ 382,9 „ 12,0 „ 59B „ Fichte (But# Abfuhrlaac. Sämtliches Holz sitzt Borderwald. 20 Minuten vom Don. Günstige Zahlungsbedingungen. I 8 « n q - h o r f. ben 6. Januar 1927. Bürgermeisterei Langsdorf. Kneipp. Sperrholz] Nutz- und Brenn- ä 2&a in Eiche. Gaboon u. Kiefer 3-25mm • «A » " Bretter und Dielen aller Stärken, - - Markenblättern an das zuständige Finanzamt einzuliefern. Zuständig ist das Finanzamt, in dessen Bezirk der Arbeitnehmer am 31. Dezember 1926 einen, -----. ~rr—/• ~— Wohnsitz oder in Ermangelung eines