Nr. 261 Erste; Blatt 17t. Zahlgang Montag, Z. November i92i reich««»! tfigl'*, autjrr Sonntags uni ^etrrtogs. Bettelei: ®t«b«n«r Jamtlif blÄtta fjetma1 ie Bild Tw Schoü«. Wl«nGii-Bf)»c$rrrt». 2 Reichsmark und L> Neichspsenniq ftr Ir&qrr- lohn, auch bei -stchter- Wjetnen mitlnrr Ttnmwirre infolge höherer IBnratt. Aernsprrchantchlüss«: 51, M unb 112. Unlthrifl Htr Trahtnach» richten Inje^er Ofetze». poAscheckfonto: ZranOnn?m Main 118M. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen dnttk und Verla-: vnchi'jch« Uitverfilätsvuch. neb Steindruderet H. Lange in Gietzen. dchrislieuan- UN- GeschäftsHde: ZchnIRratzr L SihUm m« lijriarn tir dw legtsneeimrr bis ,»■ Nachmittag norher Preu '*t i b -- t*r ün)«iM« oo» 17 mm flrettr örtlich 8( ousmirtt 10 Reichapfearng t*r Re- klamranwigm ron 70 mm Srctlt 35 5\r.4)»pi«nnig, Plotzvorschrift 30*, «ehr Ühefredaktear Df Friedr. Dckd Lange Veranimorilich für Vchi li Eh fr Oilb. Lange, für FeuilleioN Di A Ihgnot; für b«n übrigen Ird Ernst Slum ±>ri»; ftr ben In- ingcRtril Huri Aiümonn, sämtlich t» Giesren Die deutsche Antwort an Parker Gilbert. Der Briefwechsel. Der -wischen den Beteiligten getroffenen Tetabrebung gemöh ist die fron der Rrichsreg,e- rung erbetene Denkschrift des Repara - tiontogenlen Porter Gilbert über die Fi- non-loge und Mnanzpolltif deS Reichs, der Länder und Gemeinden tm Hinblick aut unsere Reparation-Verpflichtungen und die Antwort der Reich-regterung gleichzeitig in Berlin und Amerika txröffenilidy worden Den wenig willkommenen Aniah dazu Hal die Totfache geboten, dah aus der Tentfdmft selbst meist ent stellte Auszüge veröffentlicht worden sind, die einen unmchltgen Eindruck sowohl über den Ton und den Lharakler der Denkschrift wie über die finanzpolitische Lage Deutschlands hervorzuruien geeignet waren. Wer «ich dem Studium der beiden recht umfangrvidxn Schrittstücke unoo rei ngeno mmen hingibt wird bald erkennen, wie unrichtig ein solcher Eindruck getoelen wäre und wie notwendig daher die Bekanntgabe ist. Gleichzeitig darf zur Rechtfertigung der vielfach angegriffenen Reichsregie- rung hervorgehoben werden, doh es allerdings zweckmahig er'cheinen muhte, die Denkschrift nicht allein losgelöst au- dem Gang der Bei Handlungen ohne die deutsche Antwort zu veröffentlichen. Eins gehört zum anderen und beide tuiammen bilden ein unt rennbares Ganze- Bei der grundlegenden Bedeutung dreies Briefwechlel- für die Entwicklung der deui'chen Finanzpolitik und ihre Sinfluhnahrne auf die Umgeftültung unseres staatlichen Ausbau- können heule nur die Grundzüge herausgearbeitet werden, die Besprechung der Einzelheiten. namentlich auch die Folgerungen auf die in der Antwort der Reichsregierung angedeutete Berfassungs- und Derwalt ung-res orm hier besteht unseres Erachtens zwilchen dem Repara- tton-agenten und der Reichsregi«-rung nur eine aus der begreiflicherweise mangelhaften Äcnnt- nts Gilberts über die historisch begründeten Hemmungen verständliche Meinung-verfchieden- b il über da- Tempo der Reform - wie ge- fiigt die Besprechung der Einzeih itcn «oll Itxucren Darlegungen Vorbehalten bleiben. ?ah die Denkschrift brs Reparationsagenten, die durchtveg ruhig, schlich imb nüchtern gehalten ift, trotzdem ober DKddd)t gerade deswegen manche ichr rrnifr Mahnungen lind Warnungen enthalt, >tt ja lam.it Irin «Geheimnis mehr. Schon nach ber Etats» r ?■ te» Hct4shnonynlni|tcrs vom 16. Februar b. 3. find dem 'Reparationsaget ten Bedenken airgefhc- gen, die f,ch in fernem vielfach besprochenen 3roi- fchenbericht vom i". Juni 1927 austertrn. Sein neues Memorandum stellt eine Mahnung dar, btc sich fegen bas fteigenbe Niveau ber o s» entlichen Ausgaben richtet, gibt einen historischen l’.eberblirf über deren Ifi tnrtflung und die Entwicklung der 'Reichsfinanzpolitik im allgemeinen, wicht Bedenken besonders gegen das Äusmast der Scfolbungsrtform ohne gleichzeitige gründ» legende Berwallungsreform. ferner gegen die (Einbringung von Gesetzen, wie des Lchul- gtklK». geltend beffen Belastungen nicht zu über» bilden seien, kritisiert weiter das Flnanzweh-n der Lander und Gkinctntem und terc;; häufige Kreditaufnahme und konstatiert einen Gegensatz zwischen der Finanzpolitik her öffentlichen 5lorperf(ha*ten und berKmgen ber *JRci tschen Wirlfchasts tage Xu; er sieh. bemerkenswerte Fortschritte" während ber letzten drei Jahre unb will feine Ausführungen dahin verstanden wissen, daß er warnen unb an bim fluten Willen unb das 2Verständnis der deutichen Behörden appellieren möchte, um recht» zeitig eine Entwicklung etnzubammen. die nach seiner Auslastung zu wirtschaftlichen Rückschlägen und Depressionen führen könnte. (Fr sieht die Lage als „n o ch nicht kritisch gewor» ben" an und sucht seine Mahnerrolle teibur* ju- nstjlch zu rechtierligen. daß er auf gewisse Bestim» mungen bes Dawespianes oernu ist. b.e^ einen Zu» sammenhang zwischen der öffentlichen Finanzgeba- rung. der Stabilität ber deuhchen Bal Ma ur.b den Berpf.ichtungen des Reparationsagentrn und des Iransferfomitces ber'tellt. Nur ganz :m Vorüber- gehen, mit einem halben Satz, ftrei’t ber Repara- honsopeni die Zollpolitik anderer V ä n - der und deren Einwirkung auf die A.issuhrmöglich- ke-ten De. tschlands 21 ud) das Trans ferpro- b I e m bat tr trotz des'« . gratzer Wichtigkeit nur »ehr kurz behandelt aber die R<-chsregier.ing darauf bin- gewiesen, bah ihr b:e Verantwortlichkeit für eigene Handlungen bleibt. N* diirch übennohiges Ärfpor» neu der Ein'uhr unb durch Behinderung der .1 ? fuhr künstlich da rau» ausgingen, die IransfcrrmH; lichkeiten zu beschränken. Die Antwort ber Reichsregie- t u n g ist der Ratur der Lache nach noch umfen.*- reicher, als die Denkschrift und ebenso ruhig im Ton, frei Da i jeder polemischen Absicht. Heber» Haupt must nochmals hervorgeb obei vxrten. dah es sich nicht um dem Abschluß einer bestimmten Derhandlungsphase Handl'. fondern nur um die schriftliche Darlegung d.-r beibcric gen Auffassungen. und dast auf vor 2lugusätzi.che Äaufftah * «basser well sie lediglich te.e Einkomaien im Znland um'chichten. A, d«rerseits haben die Auslan'- anl.-.hcn. geweilen an den Gesamtwerten der dcur'chen Dirrsch«ist chr !cinm ungesunden Antrieb geben können. Für die Exportförderung hängt . ei ab von ter Erle .chterung b < r Reuordnung deS .ntctnationalen Handels, an der mitzuwtrken di- ReichS- regier. a -cder - .t bereit gewesen t't M.hr hängt ait von der Dcffr.ung ter Urätlte ber Gläu.- crländer für bie deu?che in den Ländern mit reiferer Privarwirischasi feit jeher von dtefer c.'ulst werten 3nfolgetessen rechtfertigen t;e Dtel’a4> In der Lch'Mtlichkeit erörterten An- le.hazohlen den aus ihnen gezoaener Scüiuh au’ übermäßigen 2)erwa!tun-i rufwand nich' it.-c TlaJtorahiua t«r im Bletnorandum auf- gdütrtr 1630 Ä!..onen Mark auSländi'cher Tcrtchultunsen ergibt die» ganz klar 3n oft Ze.: vom 1. 3anuar 1925 bis 32 September 1927 waren insgesamt bei ter Anleiheberatung-hell« rund 2.1 Milliarden Gvltnmrl beantragt, von kenen d e Teruungrftdk 16X Millionen be- furwoaet hnen u. bgL zugestand^n worden. Danach sind allo d:e 1.6 Milliarden insgesamt nich« für die Berwaltung aulyaxxnbt. lontern produktiven Dirtlchasiszweckcn zu- geführt Wörter. Zelöstverständlich haben die Gemeinken bei diesen produktiven Ausgaben- un2 Anteihewünichen d.. für sie auch auf dir Criamrituation im Deut'chen Reich gebührende RückhqX ;u nehmen Tie Lnmcglichtat. den endgültigen Zlnanzausgleich auf Glundlage ter noch nich: rationalisierten Dvlksu-irtfchaft von schuxr aöschädci.ter Leistung« «chtgteii aufzubauen, ist fchon oft äaraeiegt Worten Tas Rei«v (hii bet ter 2ieuf«chöpfuna der Berfaffung dafür Sorg«- getragen, dah feine finanziell« n IVugnilfe mit Rücksicht .uf feine Losten gestärkt werden. Es Hal fcu 1919 nicht nachgelaflen, au! die Bet anheiilichung und .Klärung des Fmanzfvfteins hinzuwirken Die sür die endgültige *egelunj des Finanzausgleichs notivendlge Finanzsmtlstik ist weit griertert. so dah dem Reich in ter Frage der wesentlichen Finanzgebarung bie Führer rolle zukommt. Die Führerschait kann lieh aber nur bewähren, wenn sie getragen wird von ausrichtlger und umfassender Unterst ü h u n g durch L«^nder und Gemeln- den. Bon diesem Zusammenwirken l.gcn die ^Vereinbarungen über die Beeatuna-Nnlen für Äuslandanleihen Zeugnis ab. M# erst in jüngster Zeil unter dem leit eilten Geiicht-punkt neu geiaht wurden, dast in Anbet rächt ter Gefamtlage jede Ausgabe, die nicht bringenter ober nicht willscha'tlicher Ralur sei. ob sie nun mit Hilse auslündifcher Anleihen oder au- inl<'mdischeii Qu«älen bewirft wird, vermieden werten müsse. Die für die BesoldunftSreform erforöcrlidicn Miilcl sind Nicht unwesentilch geringer, als in ber Dcffenl- lichkeit angenommen ronb. Bon ben rund 3"0 Millionen. die fiir bas Reich selbst erforberlid) finb, entfallen überdies etwa 17U Millionen auf Kriegsopfer: nur ber geringere Teil flieht den Beamten zu Für bic Zwecke ber Befoldungsreform kommt weber eine Erhöhung ber bleu ersähe noch eine Erhöhung ber Tarife der Rcichspostverwoltuna ober ber 'Reichsdahnges^st Ichaft in B.tracht Die Frage ber Besoldung-cesorm lann nicht lediglich unter smanuellen Gesichtvpunk- ten gesehen werben: vielmehr wüsten wesentlich auch ftaot6politifd)c Geslchtspunfle inilentschnten Per (Bciaintbebnri «m Besold mgen foll burch orga- nifatorische Mastnahmen gedeckt werben. Das Reich arbeitet auf biefem Gebiete mit bem Jteid^parrom- mistar zufammen. Drei Ziele werden oeriolgt Ber- einheitlich!! ng brr eigenem Bernwltung bes Reichs, Herbeiführung klarer Grenzlinien dort, wo 21 ufflobenfreife bes Reichs unb ber Länder sich uberlcbneiben. *oroie s ? mftia -u tun unb sie verleiht ihrer Zuversicht ?fusbn!? * h öns Vertrauen in die loyale ®Uc-ri-en .«r dazu Seruicnen. — bf’vn 3eid)en ber Fach iic.i‘'-r^ vlem oeicha'en mürbe, o. ch bie unrr ;»tri *- Grunbl.a^ fünitt- r r■ -• r• ■ uier frb <#,n „Oie heilige Einigkeit." Aus den Memoiren poincares: Kriegserklärungen und Mobilmachung im August 1914. Parts, 5. Rov (XU.) 3n einigen Tagen erscheint unter dem Titel .Die heilige Sinigkeit" der inerte Band der Erinnerungen Pvincar^S. der sich besonder- nrit der General- moblltsierung Im Jafcre 1914 beschäftigt. 11. a. führt hierzu PotncarS aus. es sei nicht der Fehler Frankreichs. Denn die Kriegserklärung Oesterretchsan Serbien die ' lawischen Völker tief erregt und Rußland zur Intervention bestimmt habe. Ss sei auch nicht der Fehler Frankreichs wenn Oesterreich, trotzdem es sein territoriales Lesinleressement erflärt habe, in der Tat die reiflich erwogene Absicht gehabt habe, 6 lüde Serbiens zwischen 'Bulgarien und Albanien aufzuteilen, und wenn Rußland als Antwort die Teilmobilifie- rung ungeordnet, und dann infolge tcl> - fd)cr Gründe und trotz der Ratschläge Vivianis die Generalmobilisierung beschlossen habe. Auch sei eS nicht die Schuld Frankreichs, wenn Oesterreich sich zuerst systematisch allen Derstän- digungsvorchlcigen entzogen, und nachdem es einen Augenblick versöhnlich geschienen habe, leine intransigente Haltung wieder angenommen habe. Frankreich sei auch dafür nicht verintwortlich. baß Deutschland lelbft, nachdem es das Feuer mitentfacht hatte eS für einen Augenblick au ersticken suchte, um es dann von neuem anzuschüren, um . schließlich durch zwei Kriegserklärungen. die es zum mindesten hätte hinausschieben tonnen die Katastrophe unvermeidlich zu machen. Gegenüber der deutschen These. Ruhland habe zuer't mobilisiert, und die russische Mobilisierung habe den Krieg bedeutet. sucht Poincar>'- darzutun. daß Ruhland fast zur gleichen 3eit mit Oesterreich mobilisiert und mitfletdlt habe, daß es zu Verhandlungen bereit sei Unter Hinweis aut da» Wort D i c Mobilisierung ist der Krieg", fuhrt Poincare auS. dah unter zivilisierten Rationen diese Gleichsetzung nicht gerechtfertigt sei. Di« Mobilisierung sei ein innerer Akt und das Volk das diesen anordnet. habe eS in der Hand, ihm keine blutige Folge zu geben. Allein die Kriegserklärung schaffe den Kriegszustand. Es sei ein« zu oft vernachlässigte und dennoch wichtige Betrachtung. dah bei einem Vergleich der Verträge deS Dreibundes und der franzöNsch-ruisilchen Allianz man fest stelle, dah allein die Dreibundverträge die Verallgemeinerung deS Krieges in sich bezogen haben. Wenn Rußland und Oester- reich allein in den Konflikt eingetreten wären, wäre Frankreich nach Art. 2 und 3 der MilitLr- konvention von 1893 verpflichtet gewesen zu mobilisieren, aber keineswegs in den Krieg ein- jutreten. Erst di« Intervention Deutschlands habe nach dem Dorttaut des Vertrages Frankreich verpflichtet, In den stampf einzugeifen Dagegen hab,- her Dreihundoertraa norqckhen, dah IDt uif tblllb handeln müsse, *elb,t roenn Oesterreich nur einen Konflikt mit Ruhland habe. Das „Ziel" der Bündnisse sei also derart gewesen, dah ein Krieg Oesterreich» mit Ruhland Frankreich nicht zum Marschieren zwang, wenn Deutschland untätig bleibt, aber dah Oesterreich das Recht hatte, die Hilfe Deutschland» zu verlangen. Der Dreibund habe in dieser ernsten Konstellation da» e^plosiveElement enthalten. Ter kurz« Ausschnitt auS dem neuen Memoirenbande des französischen Ministerpräsidenten, dem um so gröhere Bedeutung zukommt. ilS Pkümarö In den 3ulilagen thä Jahres 1914 als Präsident der französischen Republik im Dieimpunkt der diplomatischen Geschehnisse stand, zeigt erneut auS welchem engen Gesichtswinkel bei aus und mit welch juristtleder Spitzfindigkeit der Advokat Poincare das Problem der Kriegsschuld behandelt. Rein äußerliche D nge, deplo- watische Ungeschicklichkeiten der deutschen Regierung, begangen auS einem Gefühl des Anstands und der Rechtsliebe, nimmt er xuia Aniah. um daraus die Mleinschuld Deutschlands am Ausbruch des Weltkriegs zu konstruieren, ohne bei dieser juristischen Wortklauberei auch nur ein Wort für die immer« Schuld derer zu finden, die in jahrelanger politischer und Militärischer Zusammenarbeit ldie Memoiren des britischen Feld- marschall» Wilson sind hierfür ein neues beweiskräftiges Dokument) den Ring um Deutschland lch.niedeten und nur auf den ihnen günstigen Moment warteten, um loszulchlagen. Rheinlandräumung und Oawesplan. Paris. 5. 2lov. iWTB. Funkspruch) Der «bemalig« Reichskanzler Dr. Luther hatte kürzlich m Offen Ausführungen über die Erfüllung d«S Dawesplans gemacht, die in Frankreich lebhaft« Kritik hervorgerufen halten. DaS gab Dem Reichskanzler Anlah. sich dem ..Oeuvre" gegenüber in einem Interview erneut zu der gleichen Frag« zu äußern. ..In Zranlrrich." so erklärt er nach dem Bericht deS Blattes. ..wurden Stiimnen laut, die behaupteten, dah die Er süNung des Dawcsplanes von der Aufrecht- c r b vi 11 u n a h < r 3tf«|ttig abhänge, die feit Locarno und seit dem Eintritt Deutschland- in den Völkerbund m den Augen des deutschen Volkes nicht mehr gerechtfertigt erscheint. ES wäre dies ein Fehler ähnlich dem der Ruhrbesetzung. die der ganzen Welt soviel Schaden gebracht hat. Die militärische Gewalt kann die SrtragSfühigkeit Deutschlands nicht steigern, eben'» kann man nicht stets auf Ausländsanleihen zurückgreifen, um die notwendigen Mittel zur Transferierung *kb r-ufteilen. Weit wichtiger ist vielmehr, bah Deutschland seine Absatzmärkte« im Auslande erweitert und auf diese Wette bit notwendigen Devisen erhält. Die Ausfuhr ist das Entscheidende. Damit sie sich entwickeln kann, must eine Vordebingung erfüllt werden, nämlich die ganze Welt must davon überzeugt sein, daß «in wirklicher Frieben zwischen Deutschland und Frankreich h.-rrtttt Rur so wird es Europa möglich fein feinen so stark ge'chmälertcn Anteil an h*r Dell! -ttchatt -u erhöhen und die Xran#1k r .’rung^äbuifcit Deutschlands zu ste gern. Im B r aufe teirtr Reife nach Südamerika sei et." so betonte Dr. Luther zum Schluffe. ..überall großem M i st t r a u e n begegnet hinsichtkch der Stabilität der europäischen Beziehungen, solange bit Besetzung deS Rh einlande- an bauere." Oie Verminderung der Besahungsiruppen. Ter Abbau noch nicht durchgesSkm. Eigene Drahtmeldung des ..Gießener Anzeigers". Berlin. 7. Roo. Der Demokrat!lche Zei- tungSdienft wußte, wie bereits gemeldet. zu berichten. daß der rwrgefehen« Befahung-abbau vo'i.iibet sei Es hätten rund 10000 Mann das Rheingebiet verlassen. Doch wären die Auswirkungen des Be'ayungsabbauS zur Zeit noch nicht zu übersehen, da sich die Familien der verheirateten Offiziere und Unter* ofsiziere zum Teil noch in den früheren Garnisonen befänden. Diese Meldung, die ja selbst schon dadurch chre Unsicherheit kund- aibt. indem sie hn letzten Sah die erste Behauptung wieder einichran.'l. entspricht in keiner Weise den Tatsachen. Die Truppenbewegungen sind allerdings zur Zeit noch i m Dange, es läßt sich jedoch acht überblicke,', welche Truppenteile bereits zuruckge- nommen worden find und in welcher Höhe sich die BesahungSvermÄnderungen bis jetzt bewegen. Rach Lage der Dinge dürfte eS auch noch einige Tage bauern, bid die Rücknahme der vorgesehenen Truppenteile auch restlos durchgeführt worden ist. Wie wir erfahren, erwartet die Reichsregierung bis dahin auch eine Mitteilung der französischen zuständigen Stellen, in der ihr die Truppen vermin de- rung im einzelnen spezifiziert werden wird. Alle weiteren Kommentare, die jetzt an diese Truppen Verminderungen vielfach geknüpft werden. entbehren deshalb jeder ®runb.ag: und beruhen zum größten Teil aus bloßen Kombinationen Oie „Menschheit. Eine Verhaftung in Wiesbaden. Leipzig 5. Rov (WB.» Wie bekannt, find te ober holt in der Zeitschrift „D i e Menschheit" Artikel erschienen die den Verdacht des Landesverrat- txgründen. Gegen de für das Erscheinen der Aenkel verantwortlichen Personen. Schriftsteller Mertens Pro' Foer- ft e r und Ge chäfts^übr« Rötlcher 'chwebt d s- halb seit längerer Zeit ein Strafverahren. Während die beiden ersten fich dem Zugriff d-rr deutschen Behörden zu entziehen wüst ken. gelang es. Röttcher m Wiesbaden zu verhaften Gr wurde telephonisch zu einer fingierten Besprechung mit einem Franzosen nach dem Bahnhos gebeten und dort von zwei Krimmalbeamten in Empsang genommen. die ihn nach Berlin transportierten, wo er sich im Untersuchungsgefängnis befindet. 3m Zusammenhang mit der Verhaftung die wegen Landesverrats, begangen in einem Artikel über bit Tätigkeit ber Reichswehr, erfolgt ist mag auf ein andere- Elaborat der Zeitschrift hingewiesen werden. daS di« .neueste Krise der Reparationssrag," behandelt, und da- den Geist in den schriftstellerischen Leistungen der Zeitschrift treffend ch-rattertticrt. SS hecht da u a.: ..Weite und mächtige Kreise, die die Regierung selber lahm zu legen wußten, hatten uns bereits in eine durchaus unanftän- bigePraxiS hineinzuleiten gewußt. deren Parole. wie einst vor dem Ruhrkrieg«. lautete: Hur feste drauf los. Geld a uf neh men un b Geld ausgeben, damit man bann eines Tages Tagen könne: die deutsche Wirtschaft kann leider die Ueberschüsse nicht mehr auf- bringen, d.c für bk Erfüllungspolitik fällig frnb* Diesem Spiel wird nun doch vielleicht noch Halt geboten." Jteisprechmg im Heydebrandprozeß. Oie Vernehmung der Sachverständigen. — Heydebrand von der Anklage des Gattenmordes freigesprochen. VreSlau, 6. Rov. (TU.) Am Samstag wurde als erster Sachverständiger Professor 5>x. Schlayer (Berlin) vernormne.i. Er ist einmal von der Verstorbenen konsultiert worden. Der Sachverständige bekundet. Frau von Heydebrand habe an schweren nervöfen Zuständen und einer schweren Geschlechtskrankheit gelitten. Professor Förster, der die Verstorbene genau untersucht hat. ist zu einem abschließenden Urteil nicht gekommen. Dr. mcd. Knorr erzählt von Dor- aäugen auS dem Jahve 1920. Schon damals habe sich Frau von Hey de brand, die seinerzeitige Frau von Zobelkitz, einer Salvarsanlur unterziehen müssen. Gr persönlich habe ihr drei derartige 3njektionen gegeben. Die Diagnose des Sachverständigen geht dahin, daß bei Frau von Heydeb catch beginnende Paralyse aus syphilitischer Grundlage vorhanden war, deren Zustand sich im Lause der Jahve nur verschlechtert, aber nicht gebessert habe. Gerichtsmedizinalrat Dr. Straßmann gab hierauf ein fehr ausführliches Gutachten ab, das in seinen Schlußfolgerungen DaHin ging, daß ein Selbstmorb lehr wohl vorliegen könne Dr. mcd. Schmidt bestätigt im weienliichen diese Angaben. Auch der Schrehsachoerständige erflärt sich mit dem Gutachten der beiden Sachverständigen einverstanden Der Sachvcritäichige hat genaue Untersuchungen an Ort und Stelle im Bett der Verstorbenen angestellt und ist überzeugt. daß hier fein Mord, sondern ein typischer Fall von Selbstmord vorüegt. Gr sei erstaunt gewesen, daß trotzdem Anklage wegen Mordes erhoben wurde. Rach einbändiger Beratung verkündete der Vorsitzende den F re i s p r uch deS Angeklagten von Heydebrand 3n der Urteilsbegründung wird u.a. ausgesührt daß die Schuldfrage verneint worden lei. da die Tätlichen fast ausnahmslos gegen die Täterschaft des Angeklagten sprächen. Der Angeklagte hab« die Schuld stets mit Entrüstung zuruckgevieten. Der Eindruck nach der Tat, die tiefe ehrliche Erschütterung hätten gezeigt, wie nahe dem Beschuldigten der Tod seiner Frau gegangen sei, mit der er sich eben wieder auSgesöhnt hätte. Der Vorwurf der Geldgier als. Motiv zur Tat könne als entkräftet gelten, da der Angeklagte ja noch nicht von der Existenz eine« Testaments gewußt hab« in dem er deS Pflichtteils für verlustig erklärt wurde. Die Ehe habe als ReigungSehe ange'ehen werten können, und die Versöhnung nach der längeren Trennung sei durchaus ehrlich gemein: gewesen Das Charakterbild deS Beschuldigten lasse nicht zu. daß ihm die Tat zuzutrauen sei. Es habe nur einen Belastungszeugen gegeben, den Oberpfarrer Dr. Schäfer, ber sich als Beschützer Der Frau durch die Heirat wohl zurückgedrängt gefühlt haben mochte und von Anfang an der Gegner deS Be'chuldigten gewesen sei. D.e Darstellungen des Angeklagten über die Vorgänge seien durch die Sachverständigen unterstützt worden. Der Schußkanal und die Lage der Leiche ließen Selb st mord annehmen. Die Verstorbene fei schwer krank und schlimmen Launen unterworfen gewesen. DaS Gericht sei daher zu der Uebcr- zeugung gekommen, daß die Tote die Tat wohl in einer gewissen Verzweiflung begangen habe. - Der St i a t ß a n to a 11 hatte bereits Freispruch beantragt mit Der Bemerkung. Daß Der Schotte, DeS Verdachts von dem Angeklagten zwar nicht genommen werden könne, ein alter Grundsatz laute aber, in zweifelhaften Fällen sei immer zugunsten des Angeklagten zu urteilen Aus diesem Grunde könne er die Anklage nicht a u f - recht erhalten. Die Lleberschwemmungskatasirophe in den Aeu-Englandfiaaien. Ntuyork, 5. Roo. (TU.) Rach den inzwischen aus Reu-England eingetroffenen Nachrichten über die dortige Ueberschwcmmunqskalastrophc ist bas große Wasserreservoir in der Rahe von Montpelier vollkommen z er st ort worden. Die Umgebung ber Stabt gleicht einem Binnenmeer, das Wasser steht teilweise vier Meter hoch Auch die Umgebung des Uebkrschwem- mungsaebiets steht ganz im Zeichen der Katastrophe. UeberaU sind Leute auf hohergelegene Punkte gegangen, um sich vor den ousbreitenden Walür- massen rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. D e Regierung des Stcjtt» Vermont Hot den Kriegszustand erklärt. Leben-mittel und Wasser, die im lieber,djroemmungegebiet sehr knapp sind werden rationiert verteilt. In dem Notstandsgebiet liegt auch da» Geburtshaus de» Präsident. ? Eoolidge. da» auch Idjroere Wasserschaden Zeigen soll Die Unwetterkatastrophe in Neu-En «land geht vor altem daraus zurück daß die Fluße bereite durch anhaltenden Sommerregen sehr angeschwollen waren. Dazu kam dann vorgestern ein 24ftunbiper Regen, der überall Dammbrüche «ntfteben ließ. Im Staate Vermont sind auch die Städte Burlington und Rutland vollkommen überschwemmt In Mitteibenschast gezogen find auch ber westliche Teil von Massachusetts und drohen aus bk Staaten R « uyork und Connecticut überzugreisen. In Burlington (Vermont» sind 17 Angestellte der staatlichen Stras.enoerwaltung in einer ! Pension in den bereinbreebenben irluten erteil nf en. Au» der gleichen Gegend werben weitere acht Tobetfäüe gvm lbeL In Montpelier ist do» R.'kbau» baufällig geworden und sind nub ■ere Hotel» urb Geichökl Hauser eine, -stürzt. Durch den Einsturz de» J.kjWertiieme- murren dir. Men f.'vn getötet ?er Eisenlabnoeekehr forme bie tele- pdoni'chen und telegraphischen Verbindungen sind unterbrochen. Heere»flugzeuae und Wasser- slugzeuge sind angewiclen worden, bas über- schwemmte Gebiet zu überfliegen. Rach Meldungen aus dem überschwemmten Gebiet finb Tausende obdachlos. Die Rottage wird durch da» kalte Wetter noch vergrößert Auch wird jede Hilfe- leiftung durch die Unterbrechung der Verbindungen behindert. In zahlreichen Stödten herrscht Milch- mangel. Unter den im Staate Vermont Ertrunkenen soll auch der Gouverneur Jackson sich bcsinden. Die Verluste in den lieber,djroemmung»« gebieten sind außerordentlich groß Nahezu jede -vtodi ist durch Störung von Fabriken. Geschäften und verkedrsanlagen um Hunderttaujende von Dollar geschädigt Die Unterbindung der elektrischen Rraftoerforgung und de» Lichts bat bie Lage der Bevölkerung noch verschlimmert. Die drei Eisenbahnlinien von Montreal nach Boston sind unterbrochen. Der Güterverkehr mußte infolge Wegschweminung zahlreicher Brucken eingestellt werben. Oie Hilfsaktion. Boston. 7. Rov WTB Fu vruch Die Gesamtzahl ber Opfer bet ll«tm Ländern und auch die geringste Arbeitslosigkeit. Der Regterung sei «s gelungen, den Ausbau ber TiorD Süd-Bahn zu sichern, zum großen Kummer i?on Bayern und Baden. Sie habe keine einteilige Wtrttcha'tspolttik gx. trieben, dem Landtage iiu4) ’orqfalng vorbereitet« Gefctze vorgelegt, den Vertrag ml dem ehernaligei ).iufe i i einer b dc . befriedigenden Weise geregelt und den Ausbau der Uniberfität bezwanen. Sie stehe in Vev- handlunaen mit der Stadt Stuttgart über «int zweckmäßige Verteilung öffentlicher Gebäude und Plätze, um bedeutende Srfparnisf« in der Verwaltung zu erzielen. Di« DenNchnft werde uvch diesem Landtage zugchen. Die R gie- nmg habe außerdem bie Realsteuern g. f tüL Ohne eine Aenderung der Arbeitsstätte, der Behörden in Stuttgart lei jede Bere nfachung der Verwaltung unmöglich Die Demokraten hätten auf dem Hamburger Parteitag bie Zerschlagung ber Län - ber prollamiert. 3n dieser Beziehung besteh« sogar «ine Einhettsfrvnt von den Kvm unisten bis zur Deirckchcn Bvlkspartei. Durb die Sc- teitigung der Lander werde fast gar nichts gespart und an der Lage der Steuerzahler fx> gut wie nichts geändert. Die Verschiedenheit von Rord und Süd werde dazu führen, baß Sübbeutschlanb ganz Ins Hintertreffen komme. DaS Wohl bes württrmdergi- schen Volles gehe über ParieibifLs'stn. Preußen erhebe die höchsten Steuern l n Deutschland. Die Zusammenlegung von Württemberg. Baben und b«r Pfalz zu einem Can* besarbeitsbezirk würde der würtiem- bergttchen Wirtschaft 6 bis 7 Millionen Mark mehr kosten, als wenn Württe^nb. rg für s i ch allein ein Lcmbesarbei Sarnt hätte In wenigen Wochen habe ber Reichstag das Budget um 600 Millionen erhöht, ohne nachDeckung A u fragen 3n Dietern Absolutismus des Reichstages liege Die Wurzel aller Hebel, nicht in ber Stiften,5 ber Länd.-r Am meisten fparien bie Cänber. am wenigsten bas Reich u n b die großen Städte. Kommimalwahlen in Oldenburg. Berlin. 7 Rov. (WTB.) 3n den meisten oldenburgischen Städten und Landgemeinden fanden am Sonntag Kommunalwahlen statt. Di« „MontagSpost- berichtet, daß sie fast überall «inen Erfolg der Linken gebracht hätten. Rach der Angabe des Blattes erhielten tn ber Stadt Oldenburg Kommunisten 2, Zentrum 1. Sozialdemokraten 10 »bisher 8). Deutsche Volks- Partel und Deut'chnationale 15 (bU^er 2C) Demokraten 7 l«rtchutz' 3 Mandate Delmenhorst hatte bisher ein« Stadtrat von 18 Bürgerlichen, 12 Sozialdemokraten und 1 Kommunisten Der Stadt rat besteht tetzt aus 15 Bürgerlichen. 16 Sozialdemokraten und 1 Kommunisten. 3n Rüst r i n g e n. der zweitgrößten oldenburgttchen Stadl, halten bi« So»iald«nio(rattn bisher 14 Mandat«. Sie haben zwei hinzugewonnen versagen also jetzt über 16 Mandate von insgesamt 26. Unruhe in Oesterreich. Eigene Drabtmtlbung bet Gießener Anzeiger»" Berlin. 7. Rov. Mitte bet Monat» werden Reichskanzler Dr Mars und Re>ch-außenmiriter Dr Streik mann der Wiener Regierung einen Besuch ar> men. der weniger em njlid>fei(»ah ist al» ber duebrud ber Verbundenheit Deutschlands und Oesterreichs. Einen gewissen demonstrativen Edurattrr wird man ihm srdoch nicht objptechen können, wenn man auch Huden und trüben Hup genug ist. bit Avschlußsroge nicht in einer Weise zu bebcr.beln. bie ror allem bcn Oesterreichern oußenpolinsche Unannetzmlichkeiten bereiten könnte. Das früher ober später unnul die Grenzp'ähle um gelegt werben ha ruber besteht n rgend» mehr ein - 0 ■;!. Rur ist ber noch nicht he rang, ruck r«ir Besuch selbst geben abrr in Oefterreid) "nerpolitildye ifrtdiemunaen vorauf, die oüe» andere denn erbaust v fnb und hrr. wenn fir sich mehren unb zu einer Verschärfung ber Gegen sähe fuhren sollten, dem Lnschiußgedanken wcn,g fr* ffVnpi dmnaf die Semen- {treuen b e r » o n o r d) i ft e n , bu m Defter- rei4) euegdpred)ene DeutldjenfeinN finb und alles Heil nur vom ftoule Habsburg erwarten, gleich- gültig eb unter Habsburg» Jierrjdxjft da» Deutsch- tum zu feinem Rechte femmt oder trtdtt Sonn ober liihen sich der sozialdemokratische MepubH- kanische Schutzbund und die zum chnsMch- sozialen Lager gehörenden ffeimotmebren heul, |4)ädfr denn |e gegenüber. fllbemee Geschwätz der fezialdemekratllchen Vtefle ifl et, boh bte Hei- motaxbrrn sich oom 1 o | 4 i ft i I d) r b3 tollen Hütten bewaffnen taffen, nur In die »eil gefetzt, um bte fieifeoerflihunfl und Zerklüftung zu fordern. Ble stnd doch lelMt wirklich nicht Io harmlos wie fte immer tun Ihr, bewaffnete (gemeinde wache ifi eine fortgrfei.tr Drohung mit dem Bürgerkrieg Wenig glaub hall fimpi die 5teloluiion d § eben gefchiollenen Varteitages. ble eine innere flbruffunfl verlangt. Wer mnrrpolitlfd) keinen Äompi wünftht. der kann auch oul Gewehre oer- iditen; roer aber flampforgünifationen. wie den ’.Ker 'blilamlthen 6d)ii|\bunb. unterhält. der darf sich wahrepein ergreift. Der 15. । 'ft in Oesterreich r n cht vergeben und wirb wohl noch lange das u » *e nolirtlthe Veden überschatten (fin deutsches (sdeenmol in Bern. Bern, fl Nov (TU.) »uf dem hiesigen Brem pnttenfri."Hof wurde In flnrorlenbeit de» deutlihen <>.ldnuhn und Zahlreicher Mitglieder der deulichcii Mnlonte da» (fhirnmol für die während he» »elf frvae» in der Schweiz verstorbenen deulfchen Internierten flnflfweiht Bach Ansprachen eine« Ber« freier» be» Deutschen Äriegerbunbe» und der beut fchen Kolonie legte (Befanbter Dr. Müller unter ehrenden »orten für die Opfertat einen Kronz nieder Koch weiteren Kranzniederlegungen wurde die Ichüchte Feier durch Liedervortrage de» Deut- sehen Sängerbünde» geschkosien. Siebtrauffleanng des Denkmal- fkriedeilvS de« Sreßen in Washlngfon? Tteuhorf. fl Aov rfiege da -ried- rich der Grade fange vor dem TMtfrieg gelebt habe Freilassung des Lehrers siedel. 'Berlin, 6 Aovcmder Der Lehrer "Riedel aus Reumarkt in Xrteni in Südtirol, der bereits zum zwei ten Male von den 3tal enern unter dem Bormaub. deutsche Streben!a In Südtirol betrieben zu hoben, verhaft et worden War ift nach neunundviettzuttägiger Saft wieder entlaßen worden. Die erinnerlich, follte ,r 'eiin dk t mit dem ebenfalls verhafteten Sa- Inner Rechtsanwalt, Dr "21 »l bin. deportier» werben. (?-# ift aber nunmehr, nachdem Dr Avld.n et-enlall» bereit* entlassen Worden ist. auch in birfem Falle nicht zur Ausfichrung dieser Strafe gekommen Neue Hinrichtungen in Mexiko. Meffiko, 5. Aovember I WV) General Ar- miHo Gomez, früherer PrälidenttchaftskanN- hat und vier Offiziere sind nach kurzem Gefecht bet Jerxelo In der Rühe von Veracruz gelangen genommen und hinget lebtet wortsn. Wie aus Laredo iTerasl gemeldet w.rd. bc- ftn.Vt 114) unter den mit General Gomez Hingerichteten auch General Hector Almada, der leinerzc.t Ne Meuterei ernes Teiles der Gar- vif an m Metiko geleitet hat. Aus aller Well. Prälat Paa» schwer erkrankt. Zentrums- -.eich-tag»adgeordnete Prälat D Dr. Äaa* hat sich .nfolge des Durchbruch» eines Magengelchwürs durch Ne Magenwand in ber vergangenen Rächt einer Operation unter- ziehen müllen. Dao Bef nden Ns Patienten i't e r n ft. doch hoffen Ne ArUc. falls keine Rvmpii- •ationen e nlreten. den Äranlen am Leden zu erhalten. Pit 6od»tlNfrier in Neapel. Qhn Samstag hat Ne Hochzeit des Herzogs von Apulien m.t der Prinzessin Anna von Frankreich unter g roher Aereriichkeit statt gelungen. Die 3iDiltrauung wurde im Kmglichen Schl oh vom Prüfidenten des Senats als Standesbeamten unter Assistenz von Mussolini als Mronnotar vargenommen. 3m Anfchlust daran nahm in der Kirche San Francesco bi Paolo Wonllgwre Beccaria, Grohalmofenier des Hofes. Ne kirchliche Trauung vor Trauzeugen Waren Nc Rbn:ge von Spanien unj Belgien. furchtbare Tragödie in Köpenick. Der BiShrigc 5- s Köpenick, in le ne Mognung zurückkehrte 2i ich dem Rasleetrinl n. bei de:n I e sich üb.r tic i o imunificBiemor. tat o i untechal en hatten, r gen die brr; 5rcur.be ins "Rebe »immer. ?x i z daraus ertönten in dem adgefch o 'enei. x • ier drei P , sl v. e n f ch ü s s e Lis mar. in das Zimmer embrang. fand man üie bre; jungen Leute aaf her 3rbc in ihre m Blute liegen. 3s wutie ooit b.< Kr.mii.alpol^n alarmiert und ein Arzt herc>< gerufen. Dache war toi. >ie beiden anderen schwer verletzt. Mer die Schüsse abgegeben Hal es War nur eine P.liv.e im Z.mmer die Schälle sind hintereinander abgegeben worben war noch nicht festzustellen. Ss ist anzun..)men. bah einer der dr. erft auf feine be.den Freund fc.o'> und bann auf sich leibst einen Schuh abgab. Sprtngffoffrrplofion auf einer Gelsenkirchener Schachtanlage. Aus der sechsten Sohle der Schachtanlage »Alma" in Gellen!.rchcn ere.gne.e sich eine Svrengstosferplolion. dc. ter ein Mann getötet, der Sprengstoff re.gcr und bcei Mann verletzt wurden. Die Er.lr'ion ist erfolgt durch Aulfrhren einer Lokomolive auf den zum Transport für Sprengstoffe benutz en CBaacn. Oie Moskauer Jubelfeier. Zehn Jahre Äolschewismus in Rußland. Moskau. 6 Ao.' , DDB i The Stier des Zehnjahrestages brr Oktoberrevo- I u 11 on begann mit einer Festsitzung der Moskauer Sowiets unter Teilnahme bet Aeg.erungs- mitalieber und auslänNIchen Delegation cm tu dem festlich geschmückten groben Theater Aul der Bühne war auf einem Postumem Ne Büste Lenins unter einem leuchtenden roten Stern auf gestellt. Um das Postament stand eine Ghrrn- wache mit Bo man greise Teilnehmer der Pariser Äpmmur.. und hervorragende Führer der internationalen Acvvluttonsbewegung. Anfprachen hielten namens des .Zentral!omttrc* her Kommunistischen Parket Bucharin, namens aller aus- lunNIchen Telegat.on en Henri Barbusse, ferner Vertreter auslänN scher kommunistischer Parteien, darunter Murphy. Gallatvala. Klara Zetkin, BaillontmmiturifT u. a Zu den ausländischen Delegierten g.ivand:. erklärt. Bucharin unter allgem inem Beifall. .Die Ok ob.rr volu- tion hat eine neue Epoche In der Geschichte der Mentchheit eröffnet. Der Aapilallsrnus w.rd, trotz relativer Stabilisierung niemals m seine Bor- Iriegelage zurücklehren können Die Sowjetunion steht in der Avantgarde jener Arüste. Ne einzig imstande sind. Ne Menschheit vor einer drohenden Katastrophe zu reilcn.“ Be ondere B-nfallskund- gebungen löste Ne Jtebe des Kjährigen Anton Gay eines Teilnehmers der Pariser Kommune aus. der Gpt,obcn aus dem Kampfe der Kommune schilderte Morgen vormittag Wirb unter der Leitung des Anegstvumnllars Dovofchllow eine grob# 'Par a b e vor der. Spivrn der Sen, et Verwaltung stottllnden Stalin verNfentlicht in der .Prawda' einen 21.1 ite£ in dem er u. a. erflÄrt. b.e Ctteberrroeljttpn habe i'ewiefcn. dah das Proletariat mit dem gleichen 3rtolg regieren könne. Wie Ne bürgerliche Alolk Dir Sirnt des Bell« Imperialismus sei völlig durchbrochen. Die kapitalistischen LLn'er seien gezwungen gewe'e t 3er- ctnbarungen mit der Sowtetregierung zu treffen Tte OttoNrreoolution habe auch den Xo- lonialvölkern gev'lle Anregung gcae- den Ne zu einer neuen Revolution 'ührten. Ne man Xolonialrevolution nennen könne Die Sowjetrepublik fei euch heute bereit, um ihre Gristenz zu kämpfen Aoer auch der 'Bell- kapitalismus habe den Xampf gegen Ne pvvle- tan'd)* Tiktatur noch nicht awgegeben Die Effistmz der Sowjetunion beweise den Sieg Lenins über bte europüif che Sozialdemokratie Die zweite 3nt rnotlenale fei vollkommen geschlagen Tie S wjetregterwta hat ein Begnadigungsdekret eiialsen nach dem alle zum Tode Verurteilten zu zehn Zahrm Gefängnis byinadizt werden toller, u id alle Arbeiter und Bauen’, bie bi5 zu sechs Monaten Gefängnis verurke.lt find, sofort befrei1 werN-u Diese Amnestie wir ZD(XX> Gefangene innerhalb eine# Monats zur Frei hei: zurückbringen Von der Amnestie werde-', jedoch die politischen Gefangenen nicht betroffen - Den Arbeitern und Bauern werden durch ein anderes Dekrm alle Steuerrück stände erlassen. Aus der Prvpinzialhaupistaöst Diesten, den 7. Bovember 1927 DefschnupfteS. 3n dieser Jahreszeit find Ne Schnupfen- kranken unbestreitbar in der Mehrheit. Meist bilden sie für ihre gt’uub.- Umgebung den Gegenstand harmlosen Spottes. — oi» Nc anderen auch eines Tages anfan^en zu mesen. und man sich wechselseitig .Prost zuiust ein liävrt. das aus dem Lateinischen ftammt. Die alten Römer riefen nämlich den Äiefenden zu: .Pro — fit*; wörtlich übersetzt es mbgtnuten"; auf gut deutsch lagen wir: .wohl bekomm» .hell •otf*. oNrr .zu ist öenn auch bas Viesen in gewissem Snure eine zuträgliche Sache für den Xörper, für den es e nt wichtige Abwehrmast nahmt gegen unerwünschte Di not barftellt. Ne ourch bie Vasenlöcher in das unntiv hinei izubringtn versuchen Mit Hilfe des Aieteis gelingt es nämlich der Qlafe gewöhnlich, die Störenfriede Wie^-er hinaus an die frische Lust zu beföibem. Solche unlieUamen Gindringllnge kömvi Bakterien. Staubteilchen und Auv. aber auch scharst Gerüche fein. Daher das gewaltige Viesen, wenn man eine Zwiebel oder Meerrettig an Ne •2lafe halt ilebriflcn» hat die Aast noch andere Hilfsmittel. um sich ungerufeiter Gäste in ihrem inneren zu erwehren Zhre Schlc.mhaut ist mit aan.» seinen Härchen be »eckt. Ne sich unautbvr- lich bewegen, und zwar in der Atchtung nach austen Atxmnt nun so ein vorwitziges Stäubchen in Ne Aase. — flugs wirb e» von den Flimrnerhär che n abgefangen und schleunigst Wieder hin aus geworfen. Zu gleicher Zeit beginnen die Drüsen der Aalen'chlcimhaut eine Flüssigkeit abzulondtm, die beim Absliehen tbenlalls seine Stäubchen u. dgl. mit sich fort- nimmt. Menn jedoch dies alles nicht ausreicht dann werden bie Tränendrüsen, die in ven Augenwinkeln liegen, zu Hilfe gerufen Der kräftigt Zränenftvom, der durch die Aale flieht, sua,t die eingehrungenen Teilchen mit Macht h.nauszulchwemmeli. Zedoch oft tun bie Trä^.m- i rufen *u viel des (Buten, der Xränenftrom wirb rerait stark, dast er sich Haut und nutunehr auch über Lider und Dangen hinabsliestt. Das fleht dann aus. al» ob bet Mensch weint 3ebocb bas wirksamste Mittel ist das 21 i e • s en, bet bem solgende-s vor sich gehi- da» Zwerchfell krainpit sch zaurnmen .ie Lung: laugt sch voll mu Lust; jetzt lästt Ne Anlpan- nung des ?.n»erchsells nach, die Ausatmungs- Muskulatur z.eht fch jäh zulammen und mit emem geWu.t gen Auck wird Ne Lungenlull durch Mund und Aase Wieder nach auhen grpreha. Dieter kräftige Luftdruck reibt nun Flustigöeit aus der Aale heraus und alle Eindringlinge mit llch fort. So liegen N' Dinge bei der gefunden Aale. Doch wc t e nplinblicher ist bie entzündete ?lascn'chlei«haut beim Schnupfen. Hier süh-en schon viel schwäche» Aeize als beim geunden Rieche rgan zu heftigen Alas- attadeiL Aber bei den .Katarrh entheben in der fronten Aase selbst noch Zuck- und ÄtOelreiAC, die Ne Aase durch häufiges Bitten zu beheben suche; leider vielfach ohne ärlXg 2ann end« de. A ievv.nl all schließlich nlolge •ddaöfhing. doch wiederholt e lich von Zeit zu Zeit einmal starker und d-unal schwacher So ßommi es. dah man bei einem Schnupfen so viel me’cn must und sich gegenseitig als Trost .Prost' zuruft. Dr M ^oruottzen. Tageskalender für Montag Gesellschaft für Erd- und Aöllcrtunde: 8.15 Uhr Neue Lula der Umoerfitai, Lichtdilderoonrag — Deut eher Bund für christ ich fDanflfli1d>r Erziehung in j)uu> und cd)ule: 8 Uhr, Zobannessaal, iZami- I ubenb mit Itortrag. — Ltchtipicldaus, Bahnbof- fi.üH< ^Der Wo.gasch.sfer" — L^orta-Lichtspiel« „2ic Gefangene de» -check»'. - Aus dem Stabttheaterbureau wirb uns geschrieben Es ist hier Trad.tu>n geworben. Sch lers Geburtstag burch Ausführung eines seiner I3etfe zu gedenken. So wird am nächsten Mittwoch leine .Maria Stuart" in einer neuen, von Herrn Teleka geleiteten. Acueinstudierung in Szene gehen. 3n Haupt- rollen sind beschäftigt die Damen Heym (Tlaria). Baumann (Äifahrfb) und Ne Herrn Hennig lMortimer«. Schubert (Shrews- burü) und Bold (Paulot . auherbem wirft d'S gesamte Herrenversrnal in den «Sri'obentallen mit. — Gs fei ausdrücklich darauf hingetNefen bah die Vorstellung zu ermässigten Preisen, auster Abonnement gegeben und Im Abonnement nicht gebrach' wird — Die LolksrechtPartei lobt Im Heu tigen Anzeigenteil zu einer Wahlversammlung auf Mittwoch abend in oo» üafd Leib ein Da» R rat hat Nelch»tag»abgeordneter Dr. B e ft. Nähere» in der Anzeige. •• Die Gewerbe- und Maschinen- bauschule Sieben hat ihr BMn*erlernefter am 1. AovemlTIal1e 63. Schustm«tchersachklaffe 15, in den Äur'cn fr) Schüler. Auher dem Leiter der Anstalt. Gewerbe«chulrat Dr VünningS, Wirken an der Getve be- und Maschinenbau'chule 30 Lehrkräfre einschließlich der 3 Meister für die Lehrwerkstätten. Die Schule veranstaltet in diesem V) nxn- einen Sonntags-Fachkursus für Mechaniker D.eher Merkzeugmacher ufw. Näheves In der Anzeige vom Samstag. * Strakens per re. "Degen Vornahme von Aanalisation^arbeiten Ist Ne Provinzialstraste Staufen ber g — Mainzlar bis auf weitere» für jeglichen Verkehr gesperrt worden. Die Umleitung erfolgt über Daubringrn. •• G i n Motorradunfall ereignete sich am 6ametagnad)miuag gegen 3 Uhr an der Ecke Ost- anlage und Liejeiistrabe. Dort fuhr em Motor- radlei. der die /xrrschaft über seine Masitzine oer- koren hatte über da? Trottoir hinweg gegen bie Umzä rnung de» Benberfchen Garten». Der Anprall Dar so wuchti' bah ber Wahrer über ben Garten- xaun Oinaieg in ben Vorgarten geschleudert wurde. Er ertiu hierbei Verletzungen am Kopfe, ein gerade mit dem Auto vorudersahrender kürzt letftete die erste Hilfe und lieh ben verunglückten nach feiner Wohnung überführen Da? Motorrab wurde schwer beschädigt. • • Die (Bi ebener Soch vortrage de» Elektrizitätswerke» werben am Mittwoch und Donnerstag bicler Woche im „Einhorn" statt finben. Näheres in ber Anzeige vorn Samstag • • PerfonaIie. Ernannt wurde ber Qknbar* merieinerster Ludwig Werner zu schotten zum Gendarme riekonnntsia r • • Die Feier ber Markusgemeinde. bie am gestrigen Sonntag, wie alljährlich m der Turnhalle statnanv. zeigte wieberum einen überau» starken Besuch. Bon dem Frauenoerein war der 5oal behaglich hergenchtet An wrihgedecklen Tischen. tx<- reich nnt Blumen geschmückt waren fon3 man sich wte in einer arohen Familie 'lammen. Airchimoorsteher Weller begrühte tn her-, kichen Worten Ne orohe Beriammlun.i und ban- folgten in buntem Wechsel Gesang und Musik, Spiel und Vortrag. Misfionsin'pektor Teoaranne (Berlin), welcher am Vormittag bie Feftpredtgt gehalten und am Samstagabend bereits mit einem feinen L'itfXbilberoortrog in der Stadtkirche eine grohe 3:ojr unbre-d) aute r. nber foiate, foprte Ptoroer Becker y^rn 5 Uhr mi' einem herzlichen Dank e-wert an alle, dir mitgeholsen hat ter. bie 'chöne Feier fchsiehm •• Sprechstunden des. Deutschen Generalkonfuls aus Zicntfin Der deu'fche Ger-.eralkoniul in Zicnlfin. Dr. Betz, hält am Samstag 14. Aovember unb Mon'a-. U Aovencher bet ber AeSchsnachrlchtenstelle für Ausimhandel Iw frnanflun a. M Sprechstunden lüt Ne Firmen ob. Ne am Handeisr>rk«hr mit $ b t n a beteiligt sind. Zum Bezirk der Aeichsnachinchtenhelle für Auhenh^nN-l (n Zranllun a. BL gehvrrn Helfen Äaslau mit Ausnahme des Industrie- und HanNlekammer- bezicks RaHel und der 5n*ifhxat Hesten Zirmen, Ne Nr Lr-rechstundert. Ne an beiden Jagen von 9 bis 1 U$r v. rmcktags statkfinden, betuchen wellen WerNm gebeten, dies der Aetchsnach- nchtenstelle für AuhenbanXl .iranhurt a. M.. Bbr^e «dtmmer 43|. daldmögltchst mt'.»ulet len. damit eine Bertelluna der Belucher auf Ne zur Verfügung stehende Zeit stattsinden kann " Merkurdurchgang 1 927. Aufmerksame Mo achter werden am 10 November nwrgens das Glück haben, bet guter Sich! den an und für sich schwer au's.ndbaren Vlanetrn Meickur Wäbrcnb eine* fcltfnc: und für N Astronomie bedeutungsvolle:! D. rchgangs vor ber Sv nienschribe au sehen. Die'er soirnennächste Planet schiebt sich nämlich zur angegebenen Zeil zwischen Erde und Sonne vor Nc S ointen>cheibe und ist auf ihr als Hindernder schw^irter Punkt Ju erblicken. 3m nntUeren Euro, u ,st nur Ne Indphafe des Durchgangs gleich bei Sv men- aufgang zu bevN,chten; Gnde etwa um 1 .10. tVvrllMt! DunNe Scheibe vor das sternqlas halten!» Die 2o.me befindet sich auf ihrer jährlichen Bahn noch im Sternbild der Waage in Aick tung auf die otteren Hellen Koplsterne des S:v pions. tvestlich von Antares die auf jeder TT c?ergäbe des StemNlbe* sofort aulfalkn. Sic Sternbilder als folche find natürlich von bet Sonne überstrahlt und tmlichibar " Auftrieb auf dem heutigen frankfurter Schlacht vieh markt: 32C Ochsen. 76 Bullen. Kühe, 3o9 Süden, Slb Kälber. 178 Schafe. 5602 Schweine. berliner Börse. Berlin. 7 Aov. (DTB Sunklpruchl Obwohl die Berbffvntiidxutfl ber Denkschrift Paröri Gilberts eine gewisse Klärung gebracht hoi s che: ni der noch am Sam »lag lastende Di-uck auch im heutigen Srühverkehr immer noch nicht von der Börse genommen zu sein, da bas Aom- mun.que des Stahltrufdcs *rabe über Nc Divi- k>enden|rag- nichts 'Positives bringt. Bei stillstem Geschäft ist eine Tendenz nicht ausgesprochen. Dir Spekulation wartet ab. es sind nicht einmal Mare taten zu Hoven. Am XKwilenmarft nennt man Pans gegen Uonbon mit 124.02, Mailand 89,175, Madrid 28,55 und London-Kabel mit 4,8705. Aundsunkprogramm. Dienetag. 8. November. 15 30 bi# 16 U6r: Die Stunde der Jugend. - 1630 bis 17 45 Konzert des Hausorcheften 17 45 bis 1 stunde. — 18.15 bis 18.45: Funkhochschule: ^Altdeutsche Taselmalerei II“, Vortrag von Dr Oswald G6tz A'flstent am Städtischen Äunftlnftlhit. — 18 45 dis 19 15 Funkhochlchule: „Das Wunder von Konnersreuth' Vortrag von Dr Gotthilf — 19 30 bis 20: Ucbcrtraqunfl von Äa’fcl: „®lne astronomische Plauderei“, Vortrag von $c. Ernst Dippel. - 20: „Maria Stuart". Trauerspiel tn fünf Auf^ü,en von Schiller. Anlchliestend Spätkonzert : Klavierabend Michael Zabora Oie Wetterlage. o ° ° UeerM Sonntag, denöflouör 8 * P ©vcir-ioi (3 lenr- «.«'ij »Wim • K»*r< & Cr«ep#i» e "fn X T!*f Q -O- X» it«tief On £ ’I>W ’/MMMll nereiyeci **«•<}! »f MfW --1 flK> . * «r- fft#e 6w M p- l<»*» 0Hf en (MK4 er' irtuiiKi HU9| ftflC. ZuA nordwestliche Drucksallaebiet hat feinen Einslub weiter südwärts über West- unb Mitteleuropa geltend gemacht und auch unterem Gebiet bereit» Anderschläge gebracht Dir Polarluftzufuhr über Groh-Britannien und Irland dauert noch fort nnb wird auch Ne bei uns langsam zurückgehenden Temperaturen zum weiteren Sinken bangen. Dir Gefahr leichten Aachtlrostes besteht ;ekoch in der kommenden Dacht noch niet" Tas isländische Hoch breitet sich weiter nach Aordwest-Suropa aus. es ist anzunehmen, dah bet an steigende ni ßu'tZtud lich auch bei uns Ne Wetterlage später beruhigen unb Ne Bewölkung zurückgehen wird Zunächst treten jedoch noch vereinzelte Regenschauer au'. Wettervo aus!age Dech elnde Bewölkung mit Aufhe t. ru-.g. weiter Temper atu rrückgang. vereinzelte Rrge-'ch^uer W nerung^ :usllchten für Mittwoch: Auhige- reü Wette- le Aachtfrvstge'ahr. morgens neblig wollig und meist trocken. Lufttemperaturen om 6. November mittags 9,3 Grad Celsius, abends 9,7 Grad Celsius, am 7. No> oembrr morgen» 7,2 Grob Celsius. — Erdkernpe- raturen in 10 Zentimeter Tiefe am 6. November: abends 9,8 Grad Celsius, am 7. November: morgens c 3 ßrab Celsius Mar-mum 10,ß Grad (Tclfiur, Tlinrmum fl,2 Grab Celsius — Niederschläge 6,4 m:. OS039 Wohnungstausch oefudjt. lieh® Ineerle^en Brlagt Gewinn 10162V gesucht. H«bn^»iitergasteN und 4 Knhelchcn. fleutcui. 10161D Lollar, den 5. November 1927. 10124D jüngere», brave». IDlUtfltS lOlffJD Dank. gefühlten Dnnk. 08096 Trauer-Bekleidung! Voranzeige! ”“D hobt. Xommen Jie zu Gießen 10177a Mercedes*Sen% und Seldenstofle Tage ein und ist in lOViflD Mietgesuche | Mlttelbeuisides ilnttmebmcn peraiM feine Daimler Ben?. L G. Verkanislelle Frankfurt a. M. Ilorfrphinn Abt. Personenwagen Abt. 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Noll firöfflger (Gfleraiüelter d* kräfQge, aromatische und von Aorten empfohlene Getränk für jede Familie 1 Pfund für 50 Pfennig ergibt etwa 100 Tassen. "■!bereiten wie Bohnenkaffee Wir möchten ee ukjbt tnisserk Ihre Wahl sei deshalb an seriöse Herren, mtldx in der Landwirtschaft gut «inceführt sind. t'ohes dinftmmen wird garantiert. Angebote von Herren mit natb- weiöbar bestem Derlaufskalent unter 101 $5 D an den Gießener Anzeiger erbeten. • Wer möchte es glauben! Korn, das kraftspeodende, herrliche Und etwas anderes soll kräftiger oder schmackhafter als Korn sein? 1016BD Familie E. Pfaff. $äus und Schule. Crate Montan abend m llbr: jümlllenahfüö tm (Tobanncfindl. Seltersweg 85 Auewahlen bereltwi'iigst Mädchen für tagsüber gesucht Bleicher. 26 v. 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Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Job. Jakob Ruhl Marie Bah, Braut und alle Angehörigen. Watzenborn-Steinberg. 7. November 1927. Die Beerdigung findet Dienstag, den S November, nachmittag» 3 Uhr. vom Sterbehause aus statt. Junge, schwart'. SdjöletöüBöin mit fp Roof ii hochsiedenden Chren. neuern morgen f laufen. Bor Nukaiil narb gewarnt Wie derdr erb. Belohng. (Eduard eoif ... • aüiorhrahf ' Btulidjt aetnofrs- iiitht Bonn. Wir machen liniere Jrennde aul die Tiensiaa. H. -lov.. ntibv H Uhr. int Cal» Leih fiatifinbenbr ^ridiobanner- Versammlung aufmerksam und fordern »um vodzablifl Besuch derselben auf. Tüchtiges Mädchen nicht unter 1» JaHr^ für kleinen Haushalt und a (flntritt per 1. Januar 1H2H nach >fi(t gesucht 2chr Angebote unier dir 10114D an den ®tefj. Anzeiger erbeten. ($ud)cn öte ? „4 BieUeicht haben wir ha* ^Nichtige für Lte? tr» ift uns einerlei. welchen Beruf eie haben und ob Sie auf dem Vanh oder in der Atadt wohnen Wir haben zwei aros,- artige Massenartikel, die teder braucht uno verbraucht: fie ünb praktisch und geldsvarend daher renpen fte keine schlechten Zeiten Da roir wünschen, bah die Artikel überall zu haben iinx wollen wir auch für Obre liegend sofort eine alleinige Vieferltellt erönnen. Rem VabeiL kein Netfen, nur oerlah- hebe» Handeln nach unteren An Weisung, erfordert. Dal), in es auch voll nebenfachLob 2>ie Raufmann. .'Irbeii. Beamte Jgbrikani ob. An- geste llt.stnd. Weil starke Nachfrage, kann fof. n. ohn Äaotiol verd. werb Da eine Rank. a>iSgelchl. ift, tii die ^erbienitfpanne auftergew. hoch u. haben Sie em Einkommen von monatlich wenigsten» 80u RM. 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I Nsliistefleaseblse für -Cmn? bei rieb. 2 Were Prvoi » f «n deren M'Nelpunk (Vrf I in* ft fi •• j-' IVrffbr** brüht Tn:r.. f -H: igelet IX 2Jci k rörb ich übet Äalgtr-, ftinauf. nach Urga fuhrt, gren*l — nM> auf brr Horo'dW be* Hrongh.' d* VrotniM Schonfi beim (bouEemevr Den in brr lebten »um angriff gram XlttNngt'otin, bcn rngnbEchurifchen ©flt’ftfjerndbrr rging und bann i-r.trr ttvftlüt) auf brr erberen, f Üblichen ötromVtif btt tßcMMiu Schensi rtm brr man nach Urga fomr-c: kann, ohne jSffing tu be- rühre 5Vc- rro‘r-t im öcflrmbrr amertumif»< wn 22 durchreisen» ben Äuflet torer. 'Kxbrjlltnbftt unb laute Bcrzankrhc l ihnen au,fiel. Da* nxir £>err Vornhin mit leine*, ti*<-n»Men. au<* Äanto i periag«, unteriPcgj tw N n cuift iuffcnfrrunNiar gut itoet mtlyntioüe Völker - tonterrn»Hi über toll unb 3ftnritortalität. tnarrn oon *ito 1925 bi* Witt 1926 trirflüb guftanhe gefontmc". unb bte Delciertensesiel Unb von btrfrm Licht* wch hm'.c übrig beugen hstorsicher Sitzungen um dn ü>roft-*bina. ba* e* nirgmb* ga - ®;c her u'i'ch? ^bel anbte Äarafdan un: .r unfern d» :• n 5tu>mlrr wirtschaftete, erlebte ich ,a 1924 noch «clbft dl* Tnjcnt in Peking S-hl-w bell#* Kopfe. Dei- sington Äoo unb 6. T Dang, gestützt aus ben chinesischen aber ruNllch inspirierten Stubenten- bunb (®fttnefe Ration il Student* .^eberaiton unb Mt rubelgc speiste Äuomimitang. malten b*r staunenben Hübenh>eit e.n Grvfe-Echinu an die Danb. ba* nur «n ihren Äöp*en rorbanton war. unb im Auslande herfünbeteii b;c Partei-Agenten mäbvend Tschiangkaitschct»' Jla^h-®Tt»ebiii»n bunt» Bullet.n* un* Propagrnbalchr ll tcn. .Ehina ist chrvftmacht geworben. Ta aber sachm Mr Chinesen. tt»a* bic Aussen eiaenikich wollte i. unb enth.'ien bk üblen Bcr- führcr. unb ba ft: ft 3a|>an iin Horben nor. unb nun brach tulm i in. was man mit Ire., er Tatkraft unb d ' - al* >3rob-&bina künstlich sichtbar. Ehina* cinwlne. natürliche unb feb oerschiebene teile. In bereu meHcr BegrcTuung für absehbare .Je.i bic chincsi'che «traft fiegi 7hm schlage i sich nieder bie militärischen Fuh. •. ber StUe biesesntoi uir Abwechslung im Torben, mitelnanber herum. 'Sher was bat ba* mit China al* Staat unb Volk zu tun? Die must man nach wie oor im kleinen suchen. Am 9 September buben sich im ©üben brr Dtihan- unb ber'Jlanf.ngflügel ber Äuommgtanq- Partei aus ein gmcinlamc* Programm nnt t>:i Tlusschlufe ber Äomntumftcn unb mit bet tünlhgcn ^jubiftab: Aankrng geeinigt. Da* ist schon fast zu tocit gegriffen Hur 'üblich be* Hiingdc ift vorläusig ein leiblich konzentrierte* Öl:.na möglich toei: ein Lhina Im Kenten. Darüber frnpi0i>.n- ,en ist nklReicht rum Teil fein Derk, benn bic ilrt>el*r mürben ja sonst ben Kops wagen. Dann rrmnrt her broteftiermbc Jahaner. 9>cv< Ioshi- jatoa. ober ein anderer unb bann wirb oder»- tali'ch gehanbelt. .Macht Äon^ef tonen V. in ber Kmi'ulargerich^barkeit uni« geb'. Che:#'. rhn. an beret Ergebnissen Lichangtsolin klüglich beteiligt lein lofl 3 *. ber tapani'ch-Tn Pr " Ide ich letzt Hinweise, wie Horgfona 'ich infolgr be* englischen Vergehen* erhol« habe, wie Kanton unr Hanfau hnanjifll gesunken feien, toa* al* Verspiel für -apanilch-. Vorgehen in ber Man- bscheirei sowie in bcn angr?n»,<-nbcn Kirin unb Heilungkiang bienen fönnen Tret.’ man nicht lest auf. lo werbe Auhlanb c* tun unb b ? bet Den juientgenannten Provinzen gar zum Al" fall von Xlangifolm verführen Dik hem auch k. 3apan. Ongfanb unb 2iut-.anb wollen n.chi e.n (?ro<^re Zah re ch« auch *ur e. r.cinwr* ^hena »och nicht recht au*. Se:! bem 3abve 1921 a^f a* tai'er.ichc Aust- lanb sich mit 3apan ..her Die n.anbfchurilchen OntcrefkTdpbärer. verstänb'.gte ha« her chinesische Qlorbcn aulgehör«, icü eine* chrost-üibina zu sein. Deitkrteg unb Revolution Haven Daran nicht* geändert, wie die weiteren ruififch-jepa- nifch-chinefiichen Admachllngen über bte Oftbcfri au* bcn wahren 1916 1921 unb IW ze'.grai Amerifa ha« nicht* dagegen kSrft kürzlich ia* ich in her 21.mvor!-Time*, fast bie 2ltanb'chui.i unter japan.'cher Irührung i n übrigen (*bina vorbildlich vorunschrnitcn werbe. Otn Klerndkbina in (*r:’ -Jooan' Dil! Thina ha* später einmal verhindern, so muh c* fv anfangst, wie ba* klein? Japan auf flr.nem Kaum mit großer geokanzler Marx, der Ches ber jekigen Reichsregierung. hat feftgeftellt. bas; ber hessische Flnanzminister Henrich seinem Vanbe geradezu vorbildliche Dienste geleistet hat. Angesicht» dieser Tatsache oerfteht man e», wenn die Opposition in diesem Wahlkampfe aicherordentlich vorsichtig auf- tritt. Die ülcthtf'parlelcn haben jetzt keine Parole mehr, weil bic Aerren ber Deutschen Volkspartei bie Parole ber Demokraten, den Ein- h e i t » ft a a t. nicht aufnehmen wollen. Wir wollen bic Hoffnungen früherer Dynastien mit dem Ein- heftsftaat grünblid) ein,argen. Der erfte prak tische Schritt zum Einheitsstaat Ift der. bafe ben 8enbf*bureaufratien Feuer unter ben Schwan; gemach« wird damit sie erkennen, man barf an dieser trage nicht herumbottern. sondern man must praktische Arbeit leisten. Denn wir bcn Einheitrstaa« klar unb eindeutig als das Problem ber Landtagswahl unb be» nächsten Landtage» her- -T.ivqcfteUt haben, io kennen wir ;war bir Vnell- ücn fraise'-.ichm Pvlitik'er jede He^fnung au' "ne x^er pi tttrrung chmtichionb* ge'^K-nrndm lesn. SKi* erfk was ich au» Onmd meiner Re chei. g*er1apeunsabl der Di im ft er und der Abgeordnetzer in Deutlck»anb :'t ine! zu grrl. Jin S.rche «sftaat wirb auch der Tlbgcoob- netc eine viel gröbere Bedeutung buben a.* heute, er wrrd knn nicht mehr einer oc-n beit all »uni den leti Jtne pviitllchc Seidbercmtguna mub rrrgeuoinmen werden Dir wüsten tn dreiei .Srage ux-iter kommen Ö* must bald einmal e.n praktischer Schritt getan werden F e Par^ < muff lauten TT'-ibll einrn neuen Canbtag. bet der letzte hes fische Canbtag sein soll: Canblan bilde eine neue Regierung, die die letzte hessische Reglern ng fein soll' Jetzt soll ernst gemacht werben Ich mertw mit meiner Fraktion Vorschlägen, das, unmittelbar nach dem 3ummmenlntt de* Landtage, eine Sa Auer sttindigenkonnnifston zu bilden ift, bie in kurzer Inst. wie dessen dm Emheit»lMa! ^e>inkni dienen fann. Langer als em dar btt Arbeit dieser SachverständiHenkomn'ssion nicht dauern, sonst wird sie ein 9egrabnt«inftitut erster Klasie Wenn die stommission zu einem Ergebnis gekommen ist, so mufe der Landtag einen Volksentscheid verunstalten. Die irrag. mufe bann lauten Will ba» hessische Volk feine Eigenstaatlichkeit erhalten oder ist es bereit, zugunsten de» Einheit»staale» auf seine ikzpenstoatiichkeit zu verzichten-' fWemi ein Ja für den Einheitsstaat erfolgt, so wäre bannt die Xfegth- iNation für die hessische IHegierung und ben Landtag gegeben. gese|i,>eberische Schritte einzuleiten. Der Rsdner erörterte hieraus die Möglichkeiten denen er im Augenblick vier siecht. Er sagte: Die Bildung einer sogen. Wirtschastsprooinz mit Frankfurt al» Aauptftabi lehne . ch o b. da zu befürchten ist. 6aft dabei Fmnkliirt die 'Rojinen au» dem i>östlichen Kuchen hevi.ispickt. und die Krumen un» überlafei. Ich befürchte, bafe .bn der Dogeisberg, -X-r Odenwald und 'Rhein- len zu kurz kommen. Eine andere Lösung, nämlich i Lande immer mehr Kompetenzen ad- ne.imtn unb sie auf da» Reich übertragen, iehne i ch auch ab. weil but nicht ber Wurde de» Einheitsstaates tmb ber ksiefchichte entspräche Für mich kommen gegenwärtig nur zwei Dorschläge zur Prüfung tn Betracht: Einmal ber (Betonte, dafe »essen unmittelbar Beich » ianb wird Liessen würde tonn seine Verwaltung auf tot Beich iibCTtr.igen, lo bah alle hessischen Beamten Beich->- beamte würden. Reichsgesetze zu machen wären unb tos hessische Mmisteriimi wegfällt. Seidstverfländlich mun tonn ein au» liessen gewählter Präsident al» au »führ ende6 Organ der 9teid)»reg in den Tod wie in e.n«n Traum gefallen, und fein Geheimnis wäre mir nie betouht gc&or?en. . Derfchollenc* gutes Hau*. Raum, der für nuch ber Begriff von Delt war. SeburtSstätte des erste.-. Dörtes, da* au* meiner Seele auf- als der Schur eng rl gerade durch da* Zenster dem Klang des Abendläuten* an mein Kinderbett für die Aach: trat! O. wie leicht fliegen Erinnerungen vorüber meine Mutter, die jetzt grau ist. war damals jung unb schwarz, viele <^ewttter zogen in jenem Tale herauf, Blitze waren immer m Fensterglas, unb die Hageikömer klapperten gespenstisch unb böse au* da* Dach Aber c* hielt fest weil, wie es mir schien mein Vater bei uns war Haus ber Oroftmutter. So war bas Haus der ®roftmuitcr: klein unb wie von Märchen spuk unb 3auberei versengt. Der grofi war unb sich nicht beim Eingang beugte, ft test f ich ben Kopf an einen allen Eichenbalken. Manchmal durfte ich in ben Jenen, stolz auf mein biftchen Latem unb bie bunte Schülermütze, zu ihr auf ein paar Dochen kommen. Da tagte sie .Gelobt fei Jesus Ehristus". fchlug ein S. aus. lieft es auf dem Herde brotzeln, streute Salz unb feingehackten Schnittlauch hinein unb schnitt von ihrem Brotlaib ein Stück ab. Dann ging sie auf ihre Back^oiele unb mähte für bie Ziege Dras. Mich aber überfiel ein brennende* Heimweh. 3m Haufe war eine hölzerne Stiege, aus ber immer Holzmehl in gelben Häufchen fieL Unter ber Stiege war bet Deine Vvrratsraum für bie von ben Hühnern gelegten S.er. für bie Töpfe, tn denen bic Suppe unb bas Demüfe blieb, die vom Mittagessen übrig warm. Gläfer voll Honig und ro’a Apfelgeioe standen auf einem schmalen Brett A.chi nur ich tauchte gerne bie Singer heimlich in bie ©läfer. immer war auch eine Kolonne von Qlmei’en auf bem Marfche nach bcn lüften Säften. 3m Dach war eine Luke, die unmittelbar in ben Himmel ging. Don hier aus fah ich alle*. Vögel. 'Dolkenballen. Sternschnuppen. «Dewitter- blitze. Aauchfahnen. Mondfche.n unb bcn blauen Abgrund des € ommerftimmd*. An der Danb hing e.n Bild vom Kaller Aapo eon mit gekreuzten Armen, fein groftc* Auge Ichiute finster und brütend auf ettiM* Unsichtbare» unb wie eine gekrümmte Schlange hing r.nc 'chwarze Haarlocke in die Aeiswanb feiner Stirne. 3hm und dem heiligen Korian. bellen Zu ft fohlen auf zwe-. geweihten Palmzweigen ruhteri, gehörte meine Bewunderung. Heben tcr Kammer war me.n Schlasrarun, in dein cm hohes gewölbtes Bett stand, unb das nach allen Früchten roch, bic bet Sommer unb bet Herbst reifen Heften. Hier versanken meine glänzenden Knaben träume wie in ein Meer, wenn e* Vacht wurde. Die Mau* wisperte im Erbfensack, das Dehr raufchte herüber bic Strafte kam ein Mann herunter unb blies die Mundharmonika mit einem Ton. der vor Trauer — fo schien es mir — überquvll. aus bem Garten hörte ich ben Bach von Stein zu Stein fallen, auf bem meine Auftfchalenfchillc am Morgen getrieben unb versunken waren 6 sinhart flirrte der Hief en riegel an der Tür. bie alte Frau hörte ich unten übet 0fc'i den ©alon« auf unseren großen Ozean d impfern nicht nachsteht. Für btt Verpflegung der Schiffsgäste der außervlan mäßige BibllotheLar daselbst Dr. Heinrich Grothues ernannt worden — $>er Privattozenr für alle Geschichte an der Um- lichen Gestalt vorhanden ist. Luch tragt st, nicht bw sagenhaste Inschrift, sondern in der Schrift des 15 Jahrhundert», in dem sie nach Ansicht sachver- ständiger auch gegossen worden ist. die Sorte: VENI CUM PACE O REX GLORIE, ö h. Äomrne ir Frieden, o König der Ehre. Außerdem ist sie mit einem strujistx geziert. Die seinerzeit von dem Blitz beschädigte öMotfe war die sog. große Glocke. Vg. Grohen-Buseck, S. Rov. Die vor etwa örentierte! Jahren in den Besitz enter metallurgischen Firma übrrgegangene frühere 2 a cff a b r i f Hot ihren Betrieb, der nur in kleinem Umfange aufgenommen worden war. bereit« wieder eingestellt. Dem Vernehmen nach (ollen die Räumlichkeiten den gestellten Anforderungen nicht eiu'prechen. Ob ein Besitzwechsel stattfinden soll, ist nicht bekannt — An dem südlichen Arm der *2B i e | e d. der die Dorfmühle treibt, find den Pächtern der Bleichen sehr willkommene Verbesserungen de« B a ch b e t t e s Dorgenommen worden. Bei der Ableitung des Wassers zeigte (ich ein erstaunlicher Reichtum an Krebsen. Vicht weit von dieser Stelle mündet der sog. Kreosdach m die Wiefeck Philologie in Vorlesungen und Hebungen zu vertreten. Pros. Wagner ist zugleich QTliftenl an der Zentralstelle für den Sprachatlas des Deutschen Reiches und deutscher Mundartenforschung. — Der Bibltotbeksrat Dr Paul Reiche an der Universitätsbibliothek tn Greifswald ist in gleicher Gigenfchafl an die Universi ätsbiblivthek In Bonn an Stelle de« zum Qö>tcilimg«bireftor an der Preich. Staatsbibliothek in Berlin ernannten Bibliotheksrat« Dr. Schnitt oen verletzt worden. — Der außer plan mäßige Btbiwthesar an der Universitätsbibliothek in Marburg Dr. Ulrich Leo ist zum planmäßigen Btblvtoekar an der Greifswalder Universitätsbibliothek ernannt worden - Zum planmäßigen Bibliothekar an der Unlverßiätsoibllothek m Kiel ist Der durch das Ableben Prof. R Gragger« der Universität Berlin erledigte Lehrstuhl für ungarische Sprache und Literatur ist für da« Studienjahr 1927 28 dem Prozessor Dr phtl. Zoltan von Gombvcz an der Universität Budapest überragen worden — Der außerordentliche Professor Dr Kur Wagner tu Marburg ist beauftragt worden in dec pb Iv'epht'chen Znkultät der Universität Män- st er im Wintersemester 1927 28 die Deutsche Dom neuesten Zeppelin. Bon Ma» Fischer. (Rachdruick verboten!) Kürzlich war ich in Friedrichshafen und habe M der großen Halle den Bau de« neuesten Zeppelin gesehen, der im nächsten Frühjahr fahrbereit sein wird. Gr ist bekanntlich in der Hauptsache zu Fahrten zwischen Spanien und Argentinien bestimmt und soll eine Länge von 235 Meter, einen Durchmess,-r von über 30 Meter unb ein Fassungsvermögen von 105 000 Raurn- meter haben Damit wird er das größte der °°n Zeppelinwerst gebauten Luft- K&ine sein Uebertroffen wird er an Größe von dem In Amerika geplanten Luftschiff für die omenkMiif.tx QRarinv. das 200 000 Raummeter Enthalt haben wird. Der neue Zeppelin weist mehrere gründ- !»üende Neuerungen auf Sv werden seine Motoren nicht mehr mit Benzin, sondern in der Hauptsache mit einem Ga« — mit Kohlen- ftoff anaeteichertem Aethylen - gespeist, das in besonderen Ballonen im Lu ft schiss körper unter- dalb der Ballone mit dem ^raggas mitgesührt wird Reu ist auch ein Mtteigang. der etwa in der Achse de« Luitschiffkörpers läng« hindurch- fltfübrt ist und die Bevdach-ung sowohl der darüber!legenden Traggas- wie der tkirunter- Uegenben Treibgaszellen gestattet Da« zum Gerippe verwende t - Duralumin ist bedeutend verbessert, so daß das Schiff trotz leichterer Bauteile eine erhöht- Festigkeit haben wird Die Kabine ist wesentlich vergrößert und wird eine gediegene Zmienaus'tattuna erhalten die Zeugnis von der Höhe de« deutschen Kunst- Gedern, 6. Noo Die hiesige Bürgermeisterei, die schon seit Jahren stark eingeengt ist, weil ihr zu Amtszwecken nur ein einziger '.Raum zur 'Verfügung stand, wird demnächst behelfsweise in eine freiroerbenbe Lehrerdienstwohnung verlegt werden. Da der projektierte Schul- Hausneubau, dessen Ausführung unaufschieb- bar ist, jedenfalls im nächsten Jahre in Angriff genommen wird, ist der Stadt die Möglichkeit gegeben, nach iiertigfteHung in dem seitherigen Schulhaus geeignete Räumlichkeiten für Bürgermeistereizwecke zur Verfügung zu stellen. fireie AlSfcld X Al «feld . 6. Rov. Die Vorträge, welche die hiesige, unter Leitung von Studienrat Schisses behindert sein kann. Dem Hilst nun der Betrieb mit dem Traggas ab; es hat nämlich etwa dasselbe Gewicht wie die Luft, so daß das Schiss durch seinen Verbrauch weder leichter noch schwerer wird und ohne Rücksicht auf den Bet rieb« stvf f verbrauch Immer in derselben Hohe fahren kann. Gin verhältnismäßig geringer BenUnvorrat kann Ausgleich schaffen, wenn das Schiss etwa zu schwer werden sollte Wenn man dann einige Zeit mit Benzin fährt, so w.rd da« Schiff wieder leichter und man kann so ohne Diitfübrung von loten Gewichten wie Wasser- ballast und dergleichen — die Höhenlage leicht regeln. □Der an den Bodensee kommt, sollte nicht versäumen, die Zeppelinwerst zu besuchen G« wird ihm alle« in der liebenswürdigsten Weife gezeigt. Aber nicht mir das neue Luflfchifs sollte er sich dann ansehen, sondern auch das Zeppelin m u f eu m. das ihm einen Eindruck vermittelt, tote unendlich viel Kleinarbeit zur Erreichung der heutigen Vollkommenheit nötig war. Don toird er auch de« Mannes gedenken, der nicht nur ein tapferer Reiter war und zu Beginn be« Krieges 1870 71 durch einen schneidigen Patrouillen ritt für die Ginle.tung des Är.ege« Rach- richten von unschätzbarem Wen mitbrachte, sondern auch fast am Abend seines Leben« In kühnem Gedankenflug, dem nur wenige folgen konnten, Mele« Werk schuf, um das uns die ganze Weit beneidet und auf dem sie bei gleichen Arbeiten fußt - ein Werk deutschen Geistes und deutscher .Zähigkeit preußischen ________________ bisherigen außerplanmäßigen Ikbl othrkare ebenba Dr phil. KuN Ohltz und Ür. phiL X La chmann — Der bisherige Bidliotcheßar om der Preußischen S a»tt«bibl:o«hek in Berlin Dr Rudolf Z uchhos s ist zum B.bstotheksrat an dieser Universität ernannt — 20» Rachfolger de« vom Lehramte zurückgetre .men Prof Lüde- mann ist der Lehrstuhl der fvstematischen Theologie an der 1 niversität Bern dem ordentlichen Professor in der el f e r t, der seitherige Leiter der landwirt- schastlichen Außenstelle zu Schotten, übernommen. Ridba. 6. Rov Einem jungen Mädchen von hier wurde auf dem Orfenbcrget verhaftet und in Da« Gericht sgefängnis nach Vidda gebracht. Gs liegt der Verdacht eine« Meineid- vor. v- Orten berg. 6. Rov. Gelegentlich des Kalten Marktes wurden die anwesenden zahlreichen Zigeuner durch 4 0 Schupo- beamte einer eingehenden polizeilichen Untersuchung unterzogen. Frühmorgens wurden die braunen Gesellen in einem Hof umstellt, nach ihren Papieren geprüft und Fingerabdrücke von jedem genommen. Gs soll sich um eine Mvrdsache handeln, woran Zigeuner beteiligt gewesen seien. Kreis Schotten. ■ Schotten, 6. Rov. Unsere hiesige Stadt - fchwester KatharineHainz feiert am Dienstag ihr 2 5. Dienstjubiläum. 3n den lan- gen Zahlen ihrer Wirksamkeit hat sie mit selbft- - — —-ain« hat neben der Erhöhung der Detriedsficherheik und einer Der- grösirrung der Fahrtlänge den großen Vorzug, daß das Schiff durch den Verbrauch an Betriebsstoff nicht leichter wird. Bisher mußte man schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit daS Schiss mit seiner Spitze senken, um es so durch die auf feine obere Fläche wirkende Drachenwirkung niebcnubalteiL Da« gehr aber nur eine gewisse Zeit lang, weil bei zunehmender Steilheit der Luftwiderstand zu stark anwächst und das Schiff an Steuerfähigkeit verliert. 'Dann muß man so große Höhen aussuchen, daß daS Gas durch seine Ausdehnung infolge des orrminbcrten äußeren Luftdrucks keinen Platz mehr in den Mionen Hal und der Ueberfchuß durch die Ueberdruckventile auiftrömt. damit daS Schiff wieder in der richtigen Höhenlage fahren kann. G« gibt zwar auch sogenannte Manövrierventile oben im Schiff, die man öffnen und fo das Das entweichen lassen kann, man hat sie aber aus Gründen der Gewichtsersparnis nicht an jeder Zelle angebracht und benutzt sie auch namentlich im ersten Dell einer Fahrt nicht gern, um vor Gasverlusten sicher ,u sein, wenn Tie etwa nach dem Oe»fnen nicht wieder dicht schließen tollten. Dicf e Rotwendigkeit des Auf steigens in größere Höhen erschwert nicht nur die Schiff s- fübrung und macht fie umständlich und ver- wickelt, sie verursacht auch einen geldlichen Der- luf' Wäre z B. der Z. R 3 bei seiner Amerika- 'ährt auf diele Weise mit Helium als Tragzas ae'ahren so hätte er für etwa 200 000 Mark Helium abblafen müssen. Wen -, auch Dafserstoss erheblich billiger ist als Hel um - er kostet nur etwa 1 w davon —, «v kann man sich daraus doch ein Bild davon machen, w-e sehr die Schiffsführung mr Zett unter solchen Umständen an der wirtschaftlichen Ausnunung des gcu-KiL'ee in« Ausland tragen soll Reben der Vergrößerung des Führerraumes und der Anlage eines besonderen Kartenzimmer« hat für die Fahrgäste einen großen Salon aufopfernder Xoeue und ur»emrüdl>chem Fleiß ihre« schweren Amtes gewaltet und sich die Liebe und Verehrung der ganzen Stabt erworben. ®rne Feier mtl Gottesdienst ist ihr zu -Ihren geplant. Der Gemnndcrat hat ihr ein größere« Gechenk und eine Erhöhung ihrer Vergütung bewilligt. 4- Schotten. 6. Rov. Aus dem Ge- meinberat: Das der Stadt gehörige sogen. Potzhäuschen in der Riddastraste wurde von Karl S p a m e r IV. als Höchst betenden m 11 18 500 W k. ersteigert Der Gemeinderat erteilte dem Steigerer den Zuschlag. Gärtner Schneider und Buchbinder S ch a a b haben in der Stadt ttoe: neue, schöne Geschäfts- Häuser errichtet. Der Gemeinderat bewilligte ihnen die von der Stadt in üblicher Weise gegebenen Baudarlehen. Der Friedhof der israelitischen Gemeinde wird von der Stadt mit einer schönen lebenden Hecke etngc- friebigt. Der Gemcinderat trägt sich notgeAtoun- flen mit dem Gedanken, meh rere Häuschen tn der Mitte der Stadt käuflichzu erwerben. um sie niederzulegen oder baulich zu verändern, damit die Hauptdurchgang«- strahe erweitert wird. Bei dem riesig angenommenen Autoverkehr erwies sich eine Verbreiterung der Straßen al« zwingende Rotwen- digkeit. — Wit dem Bau der 3 u g e n b - herbe rge ist begor vorden. fo bafj diese mit der beginnenben -J2. uertbortfaifon bezogen werden kann Auch die Arbeiten am neuen Krankenhaus nehmen einen rüstigen Fortgang. der Bau wird bald im Rohbau fertig stehen △ Schotten, 6. Noo. Die Geistlichen de» e v Dekanat» Schotten versammelten sich hier unter dem Vorsitz von Dekan Bo l p (Laudach) zur letzten diesjährigen Konferenz. Pfarrer Wolf (Wingershausen) hielt die einleitende Andacht. Psar- rer Zi m m e r (Breungeshain) hielt ein tiefgründige Referat über das Thema „Decorum pastorale“, welches eine sehr lebhafte Aussprache ausioste. Der Vorsitzende machte zum Schluß noch einige dienstliche Mitteilungen. ? Schotten. 6. Roo. Unter der Leitung von Kreisdirektor Geh. Regierungsrat Boeckmann tagte hier tm Kreisamtsgebäude der Krei » oer - band oo m Roten Kreuz. Man befchioß, die am diesjährigen Rotkreuztag eingegangenen Sammelerträge, von denen 30 Prozent an den Hessischen Londesoerein vom Roten 5kreuz bereits abgeliefrrl wurden, an die vier tm Kreise Schotten bestehenden Zweigoereine .zu verteilen. Zur Förderung des Rotkreuz- Gedankens sollen im Laufe des Winters in den Kreisgemeinden Llchtbildervorträae stattfinden und Flug- blätter verteilt werden. Auch wurde dem Ged^mken der Gründung von Sanität,kolonnen na- herqetreten. Als neues Mitglied des Dorftandes de, Kretsoerbondes wurde die neue Kreissürsorgerin, Schwester Ella Puth, gewählt. Laubach. 6. Rov. Der Stenographenverein abelsberger^ Lauoach her. wie alle übrigen Stenographen vereine Hessens. nur noch die Reichskurzschrist lehrt, trägt dank der selbstlosen Tätigkeit des Studienrats Detter und des Kaufmann« 3 u ft u« neben bet pflege der Stenographie auch viel zur Allgemeinbildung der hiesigen 3ugend bet Der Verein beteiligte sich stets mit Grfolg an allen stenographifch'n Tagungen. Gr konnte auch bei dem Wettschreiben desHerbstbezirks- tage« in S cho t ten folgende Preise erringen. Abteilung 120 Silben: Gmst Felsing einen 3. Preis: Abteilung 80 Silben: Lisa O b st. Otto Roll und Heinrich Köhler je einen 1. Preis: Abteilung 60 Silben: Helene Reuß einen 3. Preis. Preis-, Schön- und Richtigschreiben. Abteilung Verkehrsschrift: Helene Reuß einen 1. und Wilh Keller einen 2. Preis. Oberheffen. Landkreis Gießen. 6 Lollar, 6. Rov. Rach mehrmonatiger Unfebrechung hat die Firma D n u st e r - Dießen den Betrieb in ihrem am Lvllarer Kopf gelegenen Steinbruch mit Klopswerk an der Bahnstrecke zwischen Lollar und Daubringen wieder ausgenommen. Gs werden bi« jetzt etwa 25 Arbeitskräfte beschäftigt. — Der Ausbau ber Steinstraße dürste nunmchr, nachdem die Fertigstellung der Besestiaung der Fahrbahn infolge Fehlens von Kleinschlag eine Verzögerung erlitten halte, bald beendet sein. — Unter bem Pferdebestand des benachbarten Hof- gutes Friedelhausen ist eine Krank- beit auf getreten, die bis jetzt die A b s ch l a ch - tung von sieben Tieren nötig machte. Gs handelt sich hierbei um die ansteckende Blutarmut. Den Besitzer. Gut«pächt,-r Adam D ö r r s ch u ck, trifft der Schaden um fo schwerer, al« es sich durchweg um 6- bi« 7jährige erft- klallige Pferde handelt * Irel, o. d. Lda., 6. Noo Das in dem Aufsatz ..Die Wüstungen im Busecker Tal und der Um- fltoenb" In Nr. 44 von „Heimat Im Bild", Seite 176 Absatz 3, über die hiesige Glocke „Die Appel' Gesagte ist dahin richtig zu stellen, daß „die Appel' nicht vor einigen Jahren Infolge eine» Blihfchlags umg.-gosfen wurde, sondern noch in ihrer Ursprung- Sieichens. Dir muffen cinfefcen und anerfermen. iß Preußen schon immer großes für Deutsch» land geleistet hat. 3d> rufe auf. unter diese« Parole am 13. Rovern der an die Wahlurne zu treten. Hessen hat in den nächsten 3obren vor allem eine deutsche Sendung tu erfüllen. Der Reichstags«bg. der Wirtfchaftspartei Pros. Dr. B r e d t - Marburg hat mich in einem Aufsatz in einem großen Berliner Blatt zu dieser 3dee beglückwüntcht Unsere Wahlkämp'e haben bisher darunter gelitten, daß wir uns um 5 Pf. Grundsteuer mehr oder weniger gestritten haben, aber dieser Wahlkampf ist erfüllt von einer großen 3dee. von unserer Parole, so ausgeprägt und fonfeguent, daß keine Partei in diesen Tagen mehr auf dieselbe Plattform treten will. Der Redner richtete am Schlüsse noch eine Ablage an die Evangelische Dolksaemeln- schast. wobei er betonte, die evangelischen Belange seien durch den Prälaten D. Dr Diehl bisher Im hefsifchen Landtag so ausgezeichnet vertreten worden, daß es dazu nicht mehr der Arbeit von Pfarrer Weidner bedürfe, und ebenfo eine Absage an die Dolksrechts- partei. die Im Landtag doch nichts erreichen werde, weil sie dazu viel zu schwach wäre, fLebhafter "Beifall, Vor diesem Redner sprach in etwa einstündigen Ausführungen der preußische tanbtagoabq Hourts. ör . elchästigte sich in der Hauptsache mit Wirt- schasls- und Steuerfragen, meist unter dem Gesichtswinkel des Reiches und Preußen«. Der Redner wie« auf die Lasten aus dem Dawes- abkommen hin und forderte eine gerechte Steuer- Verteilung und billige Staatsverwaltung Die Gewerbesteuer müsse anders geregelt werden, damit auch die großen Betriebe von ihr erfaßt würden und diele Last nicht in der Hauptsache - auf dem gewerblichen Mittelstand liege. Auch die Landwirtschaft sei der Gewerbesteuer mit zu unterwerfen. In die Realsteuern müsse ein sozialer Jug hinelngebracht werden Der Redner beschäftigte sich dann eingehend mit der Sonder- steuer, die leider noch nicht zu entbehren fei, da fie für den Wohnungsbau und zum Teil für den Staatshaushalt gebraucht werde. Zur Verbilligung der Staatsverwaltung forderte der Red- ner hie schleunige Durchführung einer gründlichen Verwaltungsreform denn die .Behörden seien allzu zahlreich, der Verwaltungsappara', zu stark übersetzt. Z. V. sei eS ganz unsinnig, daß die Länder in Derlin bei der Reichsregierung auch heute noK teure Gesandtschaften unterhalten Ö« sei allerhöchste Zett, daß mit dieser Vielheit non Behörden endlich Schluß gemacht werde. Weiter beschästlgte sich der Redner mit der Zoll- Politik, die et so gestaltet wissen will, daß sie den Bedürfnissen der breiten Volksschichten entspricht. Zum Schluß forderte er zur Wahl her demokratf- fchen Kandidaten auf. bie'e« mterrflan- ten Dichter« der im Oktober 1777 geboren wurde. bezeichnete den unglücklichen D.chter al« den Schöpter der vaterländischen D.chtung in den Jahren von 1801 bis 1811. den er neben Senft Mvritz Arndt und Fichte stellte. Befonde« Würdigung fand sein Drarna .Die Hermannsschlacht^, das eine vom größten Opfermut ge:mgene glühende Vaterlandsliebe atme, und des Preu- ßendramas Kleists .Der Prinz vmi. Homburg-, das der Vortragende als die Jbee der sittlichen Leibstüberwindung mit dem Ziel der Mietung des Vaterlandes bezeichnete. Kleist gebühre das Verdienst, tn einer Zeit tiefster »rmcötigüx^ die Da terlandsllebe durch die Dichtung wieder geweckt und emporgehoben zu haben. T-x Zuhörer dankten für den glänze-iden Vortrag durch leb» haften Beifall. — Am Freitagvormittag gegen ' ,11 llhr wurde die htefige Sreitoilligc Feuerwehr alarmiert zweck« Brandhilfe mit der städtischen Mo:orfpritze in dem bena* barten Dorfe Rainrod. wo auf ni4« auf- geklärte Weife in dem Anwesen des Landwirts Rühl Feuer ausgebrvchen war. das rasch um sich griff und die Scheune mit der ganzen Grnte tn Asche legte, auch aus las Wohnhaus griff das Feuer über, das durch Feuer und -lüa'fer beichaoigt wurde. Außer der hiesigen Rlotocfpritze leistete noch tne Feuerwehr von Drauerschwend und Rainrod tatkräftige Hllse. so daß schließlich die Wammen auf ihren Herd beschränkt werden txxmien. Da das Feuer zu einer Zeit ausbrach als n.tmartb ’Tm der Familie des Besitzers zu Hause war. liegt die Vermutung nahe, >iß es durch Kurzschluß in der elektrischen Leitung entstanden ist. -er. Homberg a. d. Ohm, 6. Oft. Hier hat sich ein 23jähriger Buchhalter. der auf dem Werk der Mittel deutschen Hartstein- industrie tätig war. erschossen Der ho^e Mann befand sich fett Dezember 1925 tn dieser Stellung. ®r lebte über seine Verhältnisse, berget f f s ich bann an Geldern, die er al« Beiträge der Arbeiter zur Znvaltdenverficheru^ abzusühren hatte und sollte jetzt wegen Urtier- schlagung verhaftet werden. Außerdem wurden ihm noch Fälschungen der Kranken listen vor- getoorfen. Ruppertenrod. 7. Rov. Zu unteren Bericht in Rr. 256 vom 31. Oktober über die Teerung der Ortsdurchfahrt der Provinzial ft raße wird uns von der Prv- vinzialbauveNlx.llung berichtigend mit geteilt, daß fie niemals von der Gemeinde Ruppertenrod einen Zuschuß von 2400 Mark zu den Kosten der Ortsdurch ahrtsleerung verlangt. «ondern dem Bürgermeister mitaete-lt habe, daß die ■Leerung der auf 400 Meter Lange berechneten und ca. 5 Meier breiten Or »durchfahrt ungefähr 2400 Mark kosten dürfte. Hierzu sollte die Gemeinde einen Zu schu ß von 1000 Mark leisten, den die Prat'inziafbaulatIihiItung, da der Gemeinderat anfänglich nur 500 Mark leisten wollte, auf 800 Mark ermäßigte. Bei jenem Bericht unseres Mitarbeiters, in dem von den 2400 Mark die Rede war, hat es sich um ein Mißverständnis gehandelt. • Atzenhain. S. Rov. 3n den nächsten Xagcn geht unser feit Kriegsende hier erfolgreich wirkender, allgemein beliebter und verehrter Lehrer Kauf mann von uns. um die ihm schon vor drei Jahren gugemiefene Stelle an der Schilfe r s ch u l e in Gießen anzutreten, woran ihn bi« jetzt Wohnungsmangel verhinderte Wie sich Lehrer Kaufmann durch fein reiche« Wissen, seine rege, fruchtbringende JkreiiWähgfeit das Vertrauen der h>ffischen Lehrer in vollem Maße erworben hat. die ihn nrit an führende Stelle beriefen, fo hat er sich auch in unserer Gemeinde und Volksschule durch seine Pflichttreue, fein Lehrgeschick und sein freundliches, umgängliches Wesen sehr beliebt gemacht. Die Gemeinde bedauert feinen Weggang tief und wünscht ihm in seinem neuen Wirkungsvrt weiteren Aufstieg und Grfolg in seiner Berufslaufbahn zum Wohle unserer hefsifchen Zugend. Former, den er ausübt, ist dtcscs Jubiläum wohl von ganz besonderer Seltenheit. Heß genießt hier allgemein den Ruf eines arbeitsamen und strebsamen Mitbürgers * Allendorfa. dLahn.S. Noo Die Bautätigkeit Hot auch in unserem Orte an Umfang zugenommcn Außer der üblichen Anzahl alljährlicher kleiner Anbauten wurden hier in der Hauptsache fünf Neubauten errichtet: zwei davon sollen in nächster 3cit bezogen werden, während die übrigen noch im Bau begriffen sind. Bier der neucrstellten Wohnhäuser befinden sich in der Triebstraße, die sich allmählich zur schönsten Straße unseres Dorfes entwickelt Kreis Friedberg. WSR. Friedberg. 5. Rov. Der Ärei«- kaffengehilfe Bruno Stoff, der feit einer Reihe von Zähren bei der KreiSkaffe des KreiSamt« Friedberg beschäftigt war. ist nach llnterfchtagung von 1 5000 Mk. amtlicher Gelder flüchtig geworden. Gegen den Defraudanten wurde ein Steckbrief erlassen. Man vermutet, daß er, mrt feinem Motorrad bereits daS Ausland erdicht hat. Starkenburg. Lot> Dffenhe* . Ziearigoste 13, stürme -eiten, nach- ntftap ;,em ( ü n f t r r. Stock in die Ties,. fiP bm schwerni Verletzungen tfl der verunglückte im Krankend«» geftorben. 3eimna#iubildum in ötarknburfl. Do, in Rüsselsheim erscheinende Lokalblatt 1R d t n • 6 p 11 f' konnte in dielen logen aus km ''»jährige» Vest» hen zurückdl cken. Bu» bk- sem «niaft Hot der Verlag eine Isiseittge Jubiläum», ruinmrr bcroubgegefien, die ein au te> d)n uckwcrk bdrpfüt Da, Judiläumsolalt ilt in der jupljadr der weltbekannten Opelstadt Rulsekhetm s ew'dmet Beittaae au» berusener lieber im Verein • (ih'rfid> männliche. 8 (9) weibliche wegen Beleidigung und Verleumdung (W i522) männliche und 232 1181 > weibliche: wegen Abtreibung 45 i38i 'nännliche. 74 (134) weibsiche: leichter Äörpenxtknur.g 245 (153i männliche 20 < 12» weibliche: gesährl che, Rörperverlevung 722 (534) männliche. 34 (34 • weibliche: schwerer Körperverletzung 3 f6) männliche wegen 'abriafflger stärpcrvcrlctzung 139 (8b männliche. 4 (1) weibliche: wegen Nötigung und Bedrohmig 110 (98) männlich' 6 (8) weibliche: wegen Sachbeschädigung 221 Ul' männliche 6 (S) weibliche wegen Boondstittuna 21 (13) männliche. 6 (6) weibliche: wegen Sittlichkeitsdelikten wurVn verurteilt, und PI. I: r 31 bell ' - Ni ü iliche weibliche, widernatürlicher Unzucht 18 (25) männ- liche wegen unzüchtiger Handlungen an Rindern 83 (96) münnMche wegen Rvtzucht 17 (14) männliche: wegen Kuppelei und Fuhälterei 11 (22> männliche und 7 (16) weibliche wegen unzüchiiger Handlungen 82 '46) männliche und 6 (0) well liche. Einen ähnlichen Rückgang »eigen auch die weiften öigentumÄbelifte Zugenommen haben die Verletzungen der Eidespf licht bei den männlichen Jugendlichen hat zugenommen die schwere Körperverletzung und imar ift sie gediegen von 12 im Vorjahre aus jetzt 46. schwerer Diebstahl und Sachbeschädigung untüchtige SSanb- lungen an Rindern von 13 auf 18; der einfache Diebstahl dagegen weift eine Abnahme aus bei männlichen vcm 117 auf 110. bei weiblichen von 38 auf jetzt 24. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. • Da» Hmteoerfünbipuna» blatt Rr. 79 oom 4 November enthält: Landtag»- mochl 1927. — Stiubiiiipim. — Srrwn6ctung Ober ♦euerU*, Sokorvenoen — Wahl der TVrtnauee» männer und Eriaymämmr in brr Ünorftrihmorr Miberunt. — Zupdwaffenpäffe — D*enstr>ichetchwn. Amisgerichi Gießen. e Eichen, 4. Avv Bei einem hiesigen Aulohändie: waren Auws getankt worden, die dabei halb auf dem Bürgersteig standen und Meten versperrten Der Autohändler hatte gegen einen auf 5 J1IL lautenden Strasdesehl ck in'peuch eingelegt Es blieb ,edvch bet der Strafe Denn auch der Autohändler nicht selbst getankt hat so stand ei doch dabei und war deshalb für das Versperren verantwortlich 3m Mai b. 3. war in Lang-Edns ein Schwein von einem Lastauto totacfahren worden. D»r Reaftwagenführee war beschuldigt, sich nicht ent'prechrnd den Vvrlchn'ten verhalten zu haben Er :rbe jedoch srcigesprochen. Das vchw ift erst Im lebten Augenblick seinen beiden L icibem ausgel rochen und unter das Auto gelaufen Ein Autofahrer aus Lich der in der Weil- anlagc einen städtischen Ramm ange'ahren hatte wurde au einer Geldstrafe von 16 Mark verurteilt, da er ohne bk geh beige Vorsicht gefahren war Ein Wann aus D. der beschuldigt war. die Ortsftrafte beschmutzt zu haben, und ein Äraft- hier r durch die gei’.-errtc ^l .r!'.".r..'..- aefahren war. nahmen vor Eintritt In die Ver- barilung ihre Einsprüche zurück Es blieb bei den Strafen von fünf dzw acht Mark Ein herumziehender Händler hatte 'ich in der Wallt or st ratze mit einem anderen geprügelt und dadurch gerben Untug verübt. Er bat. di, im Strafbefehl festgesetzte Haftstrafe in ein, Geldstrafe umzuwandeln. Dies geschah Strafe 9 Mk. Butzbach (Hessen) Riniivieh- und Stlmeioemril Montag, 14. Novbr. Hüt Beweis für die Güte der actatan Emser Heilmittel ist such die große Zahl voo Nachal. roenpen die«chon versucht worden %ind a. »tl' dlg versucht werden. Aber Emser Wasser (Kränchen), Pastillen und Queilsalz (aus den btaaillchen Betrieben) wad unerreicht m ihrer Heilwirkunx gegen Katarrhe, Aethma, Husten, Heieerkelt, Verschleimung. Grippe und Grippelolgen, Magensiure (Sodbrennen), Zucker n. harneaure Diathese. Lmtelllh. das Mundpttegemittel, verhindert Zahneteinblldooi. — VerUofw* Sie eure euedrecMUcli di« eehlea Uewr bri«*»niee« wed echiee 31* auf dir s*ee*arkr „Smi"; nee dea eirhen 31« w FXlxt unrei nnd Krees Sieaftldic Rede- end hronnentflrrknoti. Hauptnloilcriaire für IAQn \A/pkpI Sonnenetraße ti. Emair krlnch< n in Glußcn- Jc“11 Telephon W. LolMrtei Donnerstag, den 10. November, abends 8 Uhr, findet in der Turnhalle am Oswaldsgarten eine öffenll. Wählewetjammlung statt. Zehner sind die Herren lieichstagsabgeordneten ©räf’^^ÜrillflClI/Sisepräfibenf des deutschen MIchstogs und Prof. Or. Werner-Butzbach Alle deutschen Manner und Jrauen sind herzlich eingeladen nWie-Neu“ ist eine amerikanische Lxprcb- Dampt büßclanstah für Herren- und Damcnkleidunß „Wie-Neu“ frischt Anzüße usw aut. büßcltu dämpft sic für nur 2 Mk. „Wie-Neu“ liefert innerhalb 2 Stunden direkt von der Maschine zum Kunden del kosten! Abholen u. Zusend. „Wie-Neu“ übernimmt auch Reparaturen bei billigster Berechnung u sorgfälL Auslühr. „Wie-Neu“ nat W| Tel. 2503 und befindet sich Wo Wasse 23. Garten zu pachten geiudü. cotl. auch teil eines solchen viade Äul* ober Schiftenb -Weg beootAiiot Schristi. Angebote uni. i/799i q. '. (Ulen, ftni erb. 2500 Mk. gegen KP, Hmleit auf eruc L'vooihek lofort aemtbt. ?chr. Angebote um. 0R « <«!,• .•'m. Saasgeld 30 Pfennig Freie Aussprache Oer Dorstani """ nj c-"n Volksrechi-Pariei ich spartet' für Dolksrecht und Aufwertung Mittwoch, 9. Tlovember 1927, abends 8’/< llhr, im Laf6 Leib Wahl-Versammlung Linser Spitzentandidat Herr OberlondeSgenchtspräfident i. J<. lieichstagsabgeordneter Or. Besi spricht selbst über 10159V Oie Ausgaben und Ziele der Dolksrecht-Partei! Auto Srimefiolflelrt 10 Llück l'?t. 1.15. L Steinreich. Sindengatze L «m Auto-Neeö 1790. Telephon Nr. 1730. Burgerhütte Oefen in großer Aaswa >l lleeleasttl -1-Otfei empfiehlt Edgar Borrmann Eisenwaren, Werkzeuge, Gießen. 11800 hessische Wähler haben aus den Bürgcrmeifiereien unseren Dahl- vorschlag unkerzeichnet! Oie Llnterzeichner muffen außerdem am 13. Tlov. auch unseren Stimmzettel zur Wahlurne bringen! Dev DwfiOtlös Loaa nur t Mk. dkl StS<* in har>eo bei M StxatJ. Lett - EleDebm-rn »owle een !/>« hi-ten I BroBe Hessische LMiwiiiitlafä- Loüefi! 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November 1927. ________________Q8Q271 Schreibe mit KLIO Klio ist der beste Goldfüllhalter Tn» b'i^banc« b. mcb.rtiintfrn in Gtetzen eeeeeeeeee* fall auf Abbruch meistbietend verkauft „ . werden Nähere 21uSfunfl wirb auf unterem M । . । Lweigbureau Oantflinif erteilt wohin 108 a086lfflif au» die Angebote bl» ipatesten» Samstag. A.h, , gibt lauf, billigst ab Landes- Heil- a. tiirOen.'^D den 12. rstovember b. I. »u richten sind (hieben. den 5. November 1927. Hess. Hochbauamt Giehen. I. V. Rubimann. 10153. M»«»9»»»OM Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34 Nr.277 Heute und folgende Tage: Die Ural-Kosaken (22 Herren) sind von uns zu einem Gastspiel für Gießen verpflichtet worden und werden täglich in den Vorstellungen von 4 — 6, 6-8 und von 8.30 10 30 Uhr ihre schwermütigen Lieder in Deutsch und Russisch zum Vortrag bringen," zu dem Film: Der Wolgaschiffer 11 Akte aus Russlands schwerer Zeit. Es ist dies wohl das größte künstlerische Ereignis, das je in einem deutschen Lichtspielhaus zur Aufführung gelangte \\ egen des zu erwartenden Andrangs zu den Abend-Vorstellungen bitten wir höflichst, nach Möglichkeit die Nachm.- Vorstellungen besuchen zu wollen. — Preise der Plätze: Mk. 130, 150. 2.00. 2.25, 2 50. 3.00. Jugendliche nachmittags auf allen Plätzen ermäßigten Eintrittspreis. — Gutscheine und Freikarten sind ungültig. Astoria-Lichtspiele, Seltersweg Nr. 81 Heute bis einschließlich Mittwoch das große Doppel-Programm Die Gefangene des Scheiks SÄ Schweigen P Hebens leTtdffrTTfnci 11.1.1! Rot. —> Mainzer Dombau-5 Gtld-Lottcrie HM Qew -ne «M I Me‘e M» » 115000 60000? »4OOOOc 200005 5000 All« Oewinee «ar »Aee A>r«e n»iMr Peiiicheek IHM Frankfurt a. Sala A. Dinkelmann, Worms*.Rh. Hier bei: Staat!. lAKt-Elnnehmer Flimm, außerdem bei Th. J. Adam. Konrad Kmrich. L. Elfart» Frau U Joet. Hermann Kuhl. L. Löb, Frdr. Lot«, Fran Fila ReuterWwr. ivorm Buchackerl. Wdh. 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Juni 19», un«H del anderer Berucksichnaung tot a n b • wederei al» 1) u u » t n b u '! r i e uv.'. feien dem 8uf1a| dl, folgenden Mittettungen ent- nemme« I-äfc In dem beiorochenen Vedeet die Leinen- webeeei al» Hausindustrie entstand, ifl mit auf den dortigen flache bau ur j.f ujf.Arrn. der in dem kalten, feuchter, Hima d,» berge» d<'anders Kl gedeiht und dort bi» In» Mittelalter zuruckgehl neuerer Leit ifl der Flachsbau last bi» *ur Ve deuiungslofigkeü herabflesunken. die Weberei aber Hal sich erhalten und sich, wenn auch unter grotzen Schwierigkeiten. den neuen Bethüttnisien angepatzt -lach dem '-lieder^ing der h wtmbuftrie ftnb die größeren Berieaer zur mechanischen Weberei über- aegon^en Die Umstellung wrtda^.rte. Line Neide Betriebe waren wüh- rend de» Kriege» stillgelegt Doll br‘dxj1:tq’ wurden sie erst wieder in den Jahren 192" bi 1922, in zwei Ueberaang von brr Zwangswirtschaft zur sretzn Dirtlchosi Hütten aber die meisten Betriebe diese» Gebiete» über den Krieg gar nicht durchgehalien werden können. 3m ganzen bestehen zur Zril 19 mechanüche Webereien mit 6G‘f mechanischen Webstuhken und 55.1 Arbeitern. Darunter eine Juteweberei, rm. kleine Wollweberei, eine Irikotwederei, die übrigen 16 sind Leinen Webereien. Rflnf davon stellen vorwiegend Scheuertuch, jedoch auch schmale, rohe und geoleichte Leinen, sowie j)onbtüdier her. zwei {roher. Betrüb, (in ?! I I < I e r o w»B« im gleichen Geiste, io datz he nicht al» eine Gedemütigt, unb Ra time vor deen '»and. den fw leit m»br al» zwei Hahnen nicht mehr gesehen autzer im xraum« unb den sie zuletzt in der Wirklichkeit erlebt Ivihe al» einen Nahen und doch Io unerbittlich jemen. 9hm satz dieser Mann, mit dem sie erst da» Leben rech« begonnen unb mit dem si« e» auch zu Ichlietzen gedacht hatte, angetan mit ‘einem ein wenig umgr irbriteten Sollte »rock in einem Hellen ^rn-ner und ineefw hr lrie Hande entgegen, wahrend 'eine Augen 'rannten. Er-hatte «ich in der letzten Zeit den Ban wachsen lasten, tk:? verwirrte *te «in wenig, denn a keinem Antlitz einen Ausdruck, den fit nicht •Jnnle. doch die Auge-, nxircr. «eine alten Auaen -und n diesen Augen fand sie sich wieder. Ungefhrr ganz brem Impulse folgend fiel iie »hm um den Hai» •nb fühle ibn, sie brauchte nicht zu lügen unb Thea- -r zu spielen. Sie hatte einen «yreund zurück, den e verloren, sie hatte einen Men-chen wieder, den c als Toten beweint. Darum 'ollte man da niAl ckückllch fein? i)er Arzt, der ihr befriedigt und ein wenig über- fgtn lächelnd zuge-chaut hatte 'agte setz: -'chars und 'eallich: ,Lch toste Sie mit Ihrer grau allein, Herr >utz,E unb empfahl sich Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhefsen) Montag, 7. November (92Z Roch Ansicht de» veriasier» dürft« der Hand- webertl kein« Zukunft mehr beschie- den sein. Schon durch die *1 längeren Produktion», jriten ist He der mechanischen Webern gegenüber konkurrenzunfähig geworden Mu bem Ausbau van weit verzwe gten llederiandieitungen wäre bi« Möglichkeit fit bi« Grundbedingungen zu einer elektrisch betriebenen Haueweberei gegeben, »des stehen der Mechanisierung bteler Hausmbuftne doch ßrotze fxnbernifN entgegen Da e» sich dabei vor- »iegec.- um Winterardeit von Beesonen handelt, die im Sommer ,u:nal in der Enitezell. st, der Ccnb- winjck st beichältigt sind, ware die Ausnutzung der kostspieligen Aniaaen lehr unrastoneü. Stirnen, Sport uni» Spiel. der atflriee 5n|bufl in veffen-Hennovtr. CHelbetetn Kassel — Göttingen 05 1:1. Aennaitnla Raffel - Cf Bzg Gb'.ti-'.gen 4:1. 4 f 2 Glesien - Sport «tatfel 2:4. 6.6.03 Rassel Borussia .Hulda 2 1. Fußball im Bezirk Main Neffen. Der 6 Avvemter war ein lag grthter lieber- ralAunam m dar ma Inischen Gruppe. Qintra-dü schied durch eine e nwandfr«« 0: !• Hitt'er.aj« gegen JtoinxiH Frankfun nunmehr auch au» tot Xe.b« der unydAlagcnen 2Mann- schatten aus. bleibe aber weiterhin an brr Dpig« der Tabeil-. da auch 5 Sp B in Hanau gegen Sport 1860 2 3 ver.or Auch Dictona Mchassm- hurg verlor auf fremdem Plane gegen Victorta 04 Hanau 2:6 Toren fast be>anau gehl m Drtmuixt An tot Lobelie hat sich nur di« Stellung tot C*>enba4xT Äi*t* bemerkbar gemacht. 6le sind hom 6 auf den 8 Platz zurückgesallen und scheinen endgülsig ihrer Aussichten auf den 3 Plad verlustig au fein. Auch die hessische Grupp« blieb txm LI «Verlaschungen nicht verschont. Der Meister- schuftsanwürler. Wormasia Dorrn» Itekz sich in Dies baden vvm 6 Port verein 1: 2 schlagen. Luch 8-6p 1805 Main» konnte stadt gegen den Sportverein 96 nicht gewinnen unb schied nach einem glücklichen 3:3 Lpvrt» gemeinte Hdchst verdrängte den D. s. L. Tleu» Jlenburg durch einen hohen T von vom 3. aus den 6. Tadeslenplav und nimmt diesen 3 Plah nun für sich selbst in Belitz. Hast la Bingen fW durch ihr 7:2 gegen 6p. Vgg Ar- heiligen angenehm auf. unb Atomarrnia rechtfertigt« das aftgemein« Bert rauen durch ein 3:0 gegen Germania D« es baten Vie ^ußballverbandsspiele in Güddeutscbland. Der gestrige Kampftag war an Ueberraschunaen sehr reich. In allen Bezirken gab e» unerwartete (»r- gednlsie. Im Bezirke Bayern erreichte der deutsche Tlelfter, der 1. F.C Nürnberg, gegen den F. L. 3ürtb nur ein 1:1, und der F. v. Würzburg lictz sich auf eigenem Matze von ft. L. Bayreuth 0:2 schlagen In der sHdbayrlschen @ruppe fallt der 4:0- Sieg von Wacker Muncken über 1B60 München auf. Auch der Berirk Württemberg-Baden hatte seine Senfaltonen. F. v. Zuffenhausen schlug den B. f. B. Stuttgart 3:2, SvvrtNub Stuttgart erreichte gegen die Stuttgarter Sportfreunde auch nur ein OA Die Gruppe Baden hielt sich von schmerzlichen Enttauslhungen eststgerrnatzcn frei, dach befremden hier dte teilweise recht knappen Torzissem. Der Beert Ahe in-Sao r wartet in feiner Gruppe Bheiu mit dem 1:1 Germania ftriedrichs- seid gegen Mannheim Daldhos auf. auch Bhouir Ludwigshafen rang Mannheim 19W mir ein '*:0 ob. Recht hoch siegte B. f. L. Neckarau über Pfalz Ludwigshafen mit 5:0 Toren. In brr (9nippt Saar tommt der 3:1 Sieg von Trier 1905 über 21. f- R. Ptnnasen» nicht ganz erwartet, ebenso fällt da» knapp« 4.3 von F. B. Saarbrücken über Kreuznach 1902 auf. Zu-dall'Ltädtekamps Ltoüholm-Serlitt. Da« fusibalitportliche Ortigni« des gestrigen Sonntag« war in Berlin bet 6 tÜbtekampf Stockholm — Berlin, der bei ftrümendem Mochte er nun da» Wort „Obre 5rau* etwa» allzulaut betont haben, mochte da» Wort allein schon genügt haben, um sie ermessen zu lassen, war sie von dem Wiederaesunbenen trennte. iebenfaU» prA.it) es. datz im gleichen Augenblicke ba sich die Iure jchlotz die ftrau wie gefällt von einem Schlage vor bem Manne zu Boden tont, weinend und fchluchzend, da» Antlitz gegen leine Knie gepretzt Der Man», der diesen Ausammendruch auf seine Weile deutete, sagte leise und tröstend: ..Ich habe es dir nicht fercht gemacht. Marianne ' Sie roebne sich unwillkürlich. „(Fs fft nicht bas,' jagte sie heiser Er fuhr fort, denn nun mutzte er reden, — war he nich, t>cr erste Mensch, mit dem er sprach? ,Lch etnem langen _ »abF. datz ich fotange weg gerorim bin " es ist roabr." stammelte sie. "Ich bin wieder ausgewacht, unb zuerst habe »ch noch geschrien, ^aeveraoen', w«e im Traume unb bann habe ich gespürt, da» ist ein Baum, uno ba» ift der Himmel. |a, der Himmel, unö es ift füll Sein Trommelfeuer, und man sagt, der Krieg ist zu unde. man darf wieder leben' Wir wollen alle leben, und man geht dahin, ja, da» ifl ein friedlicher Weg Man darf den Kopf hoch heben, man braucht sich nicht zu ducken, es gibt keine Äugel mehr, keine Granaten. Man darf um sich schauen, man darf sich niederbeugen und eine Blume ab- reihen. D-.e Luft ist warm und mild. Da steht em Brunnen, und dort hebt em Brunnen, »an bart trinken, wenn man durstig ist. C. wie ir r damals auf da» Wosier gewartet haben. Jetzt weih ich ganz deutlich, dah es damals war. vor ein paar Jahre:' und gestern noch, da roar es jetzt, jetzt! Man lieh uns üerburften. Da» Safier war nick' durch Sperrfeuer gekommen. Natürlich nick:. Ja. Ma rianne. Und das ist nun alles we t dahinten, nein, vielleicht es noch nicht io weit babintm. aber es ist dahinten, ich kann ja nicht bara- zwesteln. nick wahr' Und ich bin gerettet. Man hat es m r er klärt. Die anderen sind tot. Warum sind bie andern tot und ich nicht? .. Man hat gesorgt für eine während man abwesend war und bt bist zu mir gekommen und hast gelitten mit mir. Man wird p<- nährt und gekleidet, man fängt von vorne an. alle I sind barmherzig, ja. man fängt von vorne an unb l liegen zum Austrag gelangte 6tockholr-. teilt« eine gut bucAgeblibet« Mannschaft di« bil |ut 4>auk mit 2 0 in Juhrung gehen konnte Aach drin Wechlel kamen bi« Berliner stark aus unb vermochten einen Ausgleich zu erzielen so basi auch der zweite Kamps 2: 2 unentschieden enbete Sufboa-tinberfpltl Lwwcdcn Lchweii Das gestrige ftusiballünbertpiel Schweben Schweiz enbete mit 2 2 unentschieden Die störte !b*,«vt verlief tvrlvs Ju Beginn zeigte sich auf beiden Seiten starke Aervofitüt Dann wechselten tcharfe Botstüsie vor beiben Toren, bi« jedoch meistens Infolge bet guten 21:*mebrarbeit beider Mannschaften versandeten. 3m ÖUmeter- rcum verwanbelte Samt eher einen ^zünde" zum ersten Tor für die Schweiz. ,e>vch erzielte ?tü- dell eine halbe Minute später durch «men glänzen ben Bor st ost bei Ausgleich für Schweben Aach einem werteren Tor für die 6chwetz brachte Schweden durch .Krovn wiederum für sich einen Ausgleich. 3n der zweiten Hülste wurden keine Tore mehr erzielt. Oie ^onöbällpofalüorrundc. der Deutschen Sportsiehdrsie für Leichtorhletik kam am gestrigen Semntag auf drei Plätzen zum Austrag 3n Breslau siegte Berlin nach hartem Kampf mit 6:5 über Sü dost deutsch! and Bei Halbzeit stand ba* Spiel 2 1 für Berlin In Darmstadt war Südbeutlchland mU 9: 5 über die Mannschrst des Bolt enter bandos erfolgreich Süddeutschland beenbele die «rite Spiell^Nte überlegen mit 7; 2. Acvch der Paus« waren bk Balten dem Gegner gegenüber ebenbürtig. In Barmen schlug Westdeutschland die norddeutsche Pvkalmannschaft mit 6:5. Hier lag Avrddeutschland dis zur Vaufc mH 4:3 In Führung Handball Berlin — Dresden. 3m Rahmen seines Herdstwalblaulcs bracht« der Verband Brandenburgischer Athlettkveretne am Sonntag aus bem Platz des Sportklubs öbarlottenburg das 6tübtehandba!lspl«l Berlin Dresden zur Durchführung. Rach einem Haibzeitstand von 3:2 für Berlin wurde in der zweiten Hälfte bei andauernder U«Verlegenheit «in 8:5-6ieg für Berlin het>- ausgefpielt finnftturn-etäbtetampf in Leimig. Den Kun situ rn-StLdlekampf vripzig Berlin Hamburg, der zum 14. Mal« diesmal im auS- verkauften Verger Ärtftallpalaft flattfanb, gewann Vnprig mit 2479 SJ. vor Berlin mit 2392 P. und Hamburg mit 2377 P. Auster bem Reck war die Leipziger Mannschaft an allen anderen Geräten bte beste, sie ftellle auch mit Thasl « r 332. Älelne 324 unb Bettermann die drei besten Ginzelturner. Deutscher !?echterinnensieg in London. Die deutsche ftlorettmeifterin ftrl. Helene M a n c r (Dffenbad)i ging aus dem in London veranstalteten inlernationalen Damenfechiturnier als Siegerin hervor. Damit fallt der Alfred-Hutton- Pokal zum erstenmal an Deutschland. Die englische Meisterin, ftrau Free man, belegte den zweiten Platz. Ein internationales Zechtturnier in Berlin bereitet her Märkische ft echterverband im Kreise Brandenburg her D I. für Dienstag, 29. Aooember, ■ i '.stock, ich habe wohl feinen anderen", er lächelte. „Mein Plag in der Maschinenfabrik ist natürlich längst von einem anderen eingenommen, da» ist feibhoerftarbhA, aber ich habe ein kleines vermögen, ich habe mepr als ich brauche, unb ich habe eine Frau, alles, wo« notig ift zum Leben." Sie sprang auf, fU starrte ihn an, sie prüfte ihn. 3a. bas war der Mann, der ihr die Brie'e qeichrte- den, die ihr geholfen hatten, aufrecht zu bleiben, als ptele sich nicht mehr zu helfen wuhten, als man hungerte unb tanzte, als man entbehrte und ver schwenbete, als man litt und betrog unb spielte. . Dettzt du noch, wa» du mir schriebst aus dem Schützengraben über ba» Leben, das wir nach bem Kriege 'uhren wollten?" fragte sie forschend. „3a", sagte er. Vie Hütte er das vergehen können. „Kameradtchast, Wuhrbaftigkeit, Schulter an Schulter! Nicht wahr?" sagte sie wie außer sich. ..Ja, gewitz", sagte er unb begriff ihre (Erregung nicht recht. Darum diese Nöle, die über ihr Ant- l'tz flog? Leisit du, to-i» tu bannt ongenchtet haft', ’aflte sie heftig. „Du hast mich zu Deinem Junger gemacht, du haft etwa» Schlimmes angerichtet. Die anderen haben e» nicht fo ernst genommen ich habe es «rast genommen." ..D-as wutzle Ich." Dennoch oerftonb er chre Aufregung nicht Senn sie rs nicht ernst genommen hätte^-^er hatte es denn fonft ernst nehmen sollen? ..Du wirst mich fragen wollen, warum du ettocs Schlimmes damit an gerichtet hast. Ich will e» bir •cflen. Ich werde es dir fagcn, weil ich dich liebe unb weil ich dein Kamerad bin, obwohl mir der T'rofeffor unb der Assistenzarzt verboten haben, ba- coi zu reden. Sie bifcen Angst. 5*e Glauben, datz bu de Wahrheit nicht ertragen könntest. Ich eher we tz. datz bu sie ertragen kannst. So flut wie ich sie ertragen mutz?" (fr ip-rte: 115 kann keine glückliche unb will L mmene Wahrheit sein. Aber sie lagt sie liebe mich. Sc 5 habe ich bann zu fürchten? Cie fiel cor ihm aus die Knie, und zu chm aus- •dxrjenb -cte sie mit einer Stimme -n der alle Wärme ihres Herzens war: .Lieber' Senn ich bas jetzt jage, was ich sage, io fteioe ich im Starmoriaal am Aoo vor Netzen bem zwanzig fachen deutschen Weister La »mir laranffurt) • 3, Löffler tftrankfurts unb Dr Hoop» (Ver tat lowie dttruber Echondude. M u» ff re Kn unb namhaft« Ausländer etngelaben »erben Hockey Länderkampf Oeukfätland — Holland. Der am Sonnt agna chatt'.tag Im ?Tmf!cr temer Stadion zum Au»!rag g.kom.:.ene dritte Hockey- Otinberf^ :.?’ Holland IkutfAlanb endet« mit einem wohlverdienten 3 J-6i gc der deutschen LündermanrLchalI während des galten Sptelveriaut». sielonde« aber m der ersten Rillte. K'.gic iich Me deutsch« B!annlchaft ihren, hviländ:'ch?, Gegrrer in texug aut tech-u'ches Ä6mwn und Iulammensplol sehr überie^tn. ^chmeling schlägt Oomgörgen in der 7. Hunde f. o. In bem Kampf um di« deutsche Halb- schwergewlchtsrneltterfchaft tm B>,en schlug gestern in L«ip,ta der Europameister 6ch m e 11 n g Den Kölner Dvmgirgen in der 7. Bunde L o. Dvmgorgen hat htermit fein« erste L v.Niederlage erlitten. Deutsche Etimeifteeschast auf km Zettber» Die Borbereitungsarbeiten der von, 23. bl« 26. ftebruar aut bem fteldd « rg stattstnbenben Deutschen Ekimeiftrrschaften sind durch den 6li-ülub Schwarzwald bellen» geregelt. Dei schwierigste Punkt, die llnt. rl'.u a.ingtfrdpe hat eine befriebigenbe Läsung gesimden. Denn es mar müg- i'ch. die um heu .vlbberfl berumlirgrnbrn Ort- schäften in den Bereich der Dtspositsi-iien einzub«- ,leben, ftür bie Austragung her Deutschen Skimei ft erschallen find vier Wettlauf- tage vorgesehen- 13. ftebruar Heerespairouillen laus (Heeresmeiftericholt), 24. ftet-r, .e Ernster Langlaus über 1« Kilometer, 2, ftebruar Stasfel- lauf (Deutsche Staftelmeifterschaltj unb 26. ftebruar al» Höhe punkt der Sprunglauf. Steuer Klug-Deltrekord Der italienische ftlieger Major de Benardi unlernahm am ftreitag und teometag In Benebi,, bem Scktziuvlast bee iculen Schneiberpokalweltd« werbe», in viegenwart oftlzieller Vertreter des Internationalen Luitfahrtverbanbe» und de» italienischen Aeroklub», Versuche, den oom Lt. Webster (ifng land) ausgestellten Schnelligkeltsrekord für Wo jserflugzeu^e zu schlogen. (Fe gelang be 8» mar bi am eamstag einen Stunden- burchschni11 von 477,676 Kilo m «ter zu erreichen, ür steigerte seine Schnelligkeit zuweilen sogar auf 5ü4,67h Kilometer. Der ItalleniiAi Aero ksiib erkannte die Leistung nut 477,876 St Kim als Landesrekord an unb beantragte gleichzeitig beim Internationalen Lustlahrtverband die Anerkennung al» Weltrekord Deutsches Sportfiieqerabzeichen. Die Derleihung «4nes Deutschen 6tx>nfll«acr- abzetchens in Silber ober und bk- Schak- txmg eines Abzeichens für Gleit- und Segelflieger hat di« Gesamtvvrito'tdsfitzuna de« Deutschen Vustfahrtverbandes bt totim beichtollen. die sich ausierdem mit Vorschlägen über die Ausbildm.g des .rliegeriuxhenuchle« und den Det i bewertei, d-s n.l •> von denen drei voraussichtlich burchgesührt werden. und zwar der Hindenburgvokal und der vst- preusienslug. beide für Leichtflugzeuge, sowie ein Modesislug-Wettbewerb Anerkannter deutscher l?lug-Weltrekord. Die FAk-ration A4ronau1ique Internationale (F. A. I.) hat folgende ftluglelstung als Seit* rekord anerkannt: Klasse C, Leichtflugzeug«, 1 Kategorie sZweisitzer unter 400 Kilogramm, Deutsch- land Joseph Bohn« mit ftluggast Beinhold L o - sink auf „Sausewind", Bäumer B IV, Motor Wright L 4 zu 60 P. S, In Hamburg-ftuhlsbüttel am 9. Oktober 1927, Hohe .WO Meter Sprechstunden der -tedaktion. 12 bis 1 Ahr mittag», 5 bl» 7 Ahr nachmittag». Samstag nachmittag geschlossen den Scheiterhaufen unb oerdrenne mich selbst." Sie griff nach seinen Händen unb kaszt« sie „Denn was ich sage, ist ein Beichtusi und «in Ende Du kannst auch jaaen: Ein neuer Anfang." Sie verstummte, warf den Kopf zurück und atmete tief. Das ist nicht mehr der Schtol, bas ist bas Leben, dachte er erschüttert, eine (Befahr ahnend, ohne sie noch erkennen zu können, ‘.'iidit nur Im Schützengraben sind wir oom lobe umfangen Sie fuhr fort ..Du bist im Schuijengraben gewesen. viele Jahre lang. Unb es ist schwer gewesen. Ich weih e». Wir an bereu sind im Leden gewesen, und es ist auch schwer gewesen. Man wird es bir erzählen, erwarte keine Freude. Bielleicht wirst bu bann sagen? im Schützengraben ift es derweil herr- sich gewesen! Nun bist bu aufgewacht, unb der Himmel ist heiter über dir, unb bu lächrift wie ein Kind. Ja. wie ein Kinb. Wenn ich dich onschaue. so «ehe ich die Urlauber wieder, wenn sie Im Kriege durch b:e Stadt kamen, in einer Uniform, halb wie Erde, halb wie Moder und lob, unb glücklich staunten, Dinge bestaunten, die wir längst nicht mehr be- staunten, weil wir uns, leider, mutz man wohl lagen, daran gewöhnt hatten. Sie grotze Kinder gingen sie taumelnd durch die Stadt, unsicher, ein wenig schwankend, verlegen lächelnd, wenn man mit :hnen zusammenstietz. ängstlich die Strotzen über- ’djreiienb, sie, die Helden! 6 e glichen Betrunkenen unb waren doch nicht betrunfi ’ auf die übliche Seife sondern auf eine viel tiefere Wecke: vom Leben betrunken' So einer trift bu * Eie schaute ihn an wie ei-e Mutter und lächelte mild au ihm auf. datz er die Vision etne» unerbittlich auf ihn nieberfturjenben Unglücks verlor unb feine fturcht innerlich verspottete. Doch ihr Anttltz verhärtete sich, ihr Blick wurde dunkel unb forschend: , Du bist ein Kind, und bas ift in Ordnung, denn trenn wir bas Leben wieder beginnen, so können wir nicht anders fein, doch es geht rasch, wenn man zum zweitenmal durch» sieben geht. Bald wirst du ein Mann sein, und well bu ein Mann sein wirft, wirst du auch bie Arafi haben, ba» or-j^örtn, roas ich bir jetzt tage Unb wrnn es dich dünkt, als ob ich kein TtWrb bc *e mit bir, fo mutzt bu denken, datz ich auch mit mir fetber kein Mitleid Hobe. ..Georo." sie lietz den Blick nicht los von ihm. „ich bin nicht mehr deine Frau!" (Fortsetzung folgt.) Wirischast. Don den (-chlachtviehmärtten. An den deutschen Schlachtviehmärkten der vorigen Woche machte die Derslauung weitere Fortschritte. 3n« betontere (iU das Geschäft bt- trächtlich unter dem Einfluß des warmen, reg- nerischen Welters, während sich die Hoffnungen, die auf den Monatsbeginn gesetzt wurden, nur in sehr bescheidenem Mähe verwirklichten. Der Auftrieb ging auf allen Märkten zurück, da die weichenden Preise der Vorwochen zu vcrsichiiger Beschickung Anlaß gaben. 3m ein- -einen ging der Auftrieb bei Bindern von 22 8CC' auf 20 500, bei Schafen von 10200 auf 9 500 und bei S chwei nen von 95 000 auf 92 000 zurück. Trotz dieser Rückgänge genügte das Angebot der geringen Rachfeage und er- wieS !rch vielfach noch als zu grob. Bur Qualitätsware war wieder knapp. Die Unterbringung der geringeren Sorten gelang dagegen an vielen Märkten nur mit Mühe und es werden zahlreiche und recht bedeutende Ueberstände bei langsamer Räumung gemeldet. rie Preisentwicklung war wieder überwiegend nach unten gerichtet namentlich bei Schweinen, wo stellenweise infolge Maul» und Klauenseuche geräumt werden muhte. Hier betrugen die Einbuhen 2 bis 5 Pf., teilweise auch Darüber Bei Kälbern waren Verluste von vereinzelt bi» au 5 Ps zu verzeichnen, Rinder woran im allgemeinen besser gehalten, doch kam es auch hier zu Rückgängen im AuS- man von 1 bi» 2 Pf. Bei Schafen war die Pteisgestaltung uneinheitlich. Die Preise waren in [■ inig per Pfund Lebendgewicht wie folgt: Rinder Kälber Schafe । Schweine Berli.i 20-62 45-93 30-68 50-64 Bremen 27-56 42-83 25-55 50-67 Breslau 15-58 50-78 35-60 53-63 Ehemnitz 24-61 60-90 40-50 50-70 Dortmund 30-62 48-90 39-56 52-67 Dresden 24-62 65-93 33-65 54-73 Dusieldorf 22-63 50-85 — 43—68 Elberfeld 25-61 55-88 — 50-61 Esten 52-115 22-58 50-65 Frankfurt M. 55 - &3 30-50 52-67 Hamburg 15-58 32-89 20-60 47-66 Hannover 18-60 45-66 20-50 45-63 5>ufum 18-56 — 42-53 — Karlsruhe 18-60 57-82 — 59-72 Kastel 23-60 50-70 58-69 Kiel 20-53 33-84 36-62 42-64 Köln 22-62 57-110 30-55 54-70 Leipzig 23-60 52-88 35-64 45-70 Magdeburg 20-60 35-80 26-52 46-63 Mannheim 15-60 52-80 42-48 54-66 München 17-61 70-90 — 52-90 Stettin 15-56 40-85 20-55 50-66 Stuttgart 15-63 60-86 — 50-72 Zwickau 18-58 50-85 32-57 60-72 * Die amtliche D roßhandelS- Indexziffer. Die auf den Stichtag des 2. Rovern der berechnete Großhandels Indexziffer des Statistischen Reichsamtes war mit 139,3 gegenüber der Vorwoche (139,4) nahezu unverändert. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrarstoffe um 0,2 v. H auf 135,5 (135,8) nach- gcgeben. Die Indexziffer für Kolonialwaren hat um 0.3 v H. auf 132,8 (132,5) angezogen. Die Indexziffer der industriellen Rohstoffe und Halb» Icaren war mit 134,0 (133,9) saft unveränderi, di« der industriellen Fertigwaren lag mit 154,5 auf her gleichen Höhe wie in der Vorwoche. - Im Monatsdurchschnitt Oktober stellte sich die Gesamtindexzifscr auf 139,8 gegenüber 139,7 im Durchschnitt September. Von den Hauptgruppen ist die Ziffer der Agrarstofse um 0,7 auf 137,7 (138,9) zurückgegangen. Die Indexziffer der Kolonialwaren ist um 0,9 v. H. auf 131.t (130,2) gestiegen. Die Indexziffer der industriellen Rohstoffe und Haldwaren stellte sich fast unverändert auf 134,0 (134,1), während diejenige der industriellen Fertigwaren mit 152,9 (150,7) eine Steigerung um 1,5 v. H. erfahren hat. * Die Rcichspost macht schlechte Mesch a f t e. Der jetzt vorliegende Geschäftsbericht der Äeichvpost über das am 31. Marz beendete Geschäftsjahr 1926 27 bringt einen Cinnahineausfall von 108 Millionen Mart gegenüber dem Boranschlag, der durch Einschränkung der Betriebsausgaben um 35 Millionen Mark, durch Berzicht auf 2lnfchaffungen von 55 Millionen Mark und durch Erhöhung des Äorgrijfs auf 18 Millionen Mark ausgeglichen worden ist. Der Gewinn betrug 125 Millionen, gegenüber 208 Millionen Mark des Voranschlags. Hiervon »vurden 70 Millionen Mark an das Reich abgeführt und 55 Millionen Mark zum Vermögen zuacfchlagen. * Vereinigte Stahlwerke A. D. Die Wenixjllung der Bereinigte Stahlw vT QL ® gibt anläßlich des mit dem 30. September 1927 ab- aeschloffenen Deschäftssahres fvlg^des bekannt: •5hc Produktlonsztsfern in den wicht:g len Erzeugnissen stellen sich tm Vergleich 3um Vor- sahre, da« nur 6 Monat« umfaß), wie folgt: Kohlenförderung 26.1 gegen 11,8 Kvkserzeugung 8,2 gegen 3,1, Roheisenerzeugung 6.4 gegen 2.3, Roh'tahlerzeugung 6,8 gegen 2.5 Millionen Tonnen Der Umsatz ar. Fremde «also ohne Umsatz .zwischen ten Aüe.^mgen der Vereinigte Stahlwerke felMt) beläuft sich in dem vergangenen Geschäftsjahre auf 1,4 Milliarden Mrrk, davon entfallen ca. 975 Millionen Mark auf Abnehmer tm Inland« und ca. 444 Millionen auf die Abnehmer des Auslandes. Die Aufträge der Hüttenwerke und der 'Berteinennig»betriebe per 30. September 1927 machen etwa 133 Proz. des Auftragsbestandes per 30. Sep!7mb?r 1926 aus. Der Beschäftigungsgrad ist zur Zeit befriedigend Der vorllegende Auftragsbestand sichen auch für die nächsten Monate die gleiche Beschäftigung, wie in den letzten Monaten des abgclaufenen Geschäftsjahres. Denn auch die Bilanzardeiten für das abgelaufene Jahr noch nicht abgeschlossen sind, so läßt sich doch nach den bereits vorliegenden monatlichen Betrirbs- ergebniffeu feststellen, daß dank der mengen- ;i.ahig tut riehen ftdlenben Befchäftigung ein an- gemdknet QSelri r bä gewinn erzielt wurde 'Preiserhöhungen in her eleftro- technischen 3 n b u ft r l e. Wie WTB.«Handel»- dienst erfährt, haben die elektrotechnischen Fabrika tionssirmen infolge Erhöhung der Gestehungskosten sich gezwungen gesehen, auf zahlreichen Gebieten eine Preiserhöhung von 5 Prozent eintreten zu lassen. Srantfurtcr Börse. Fran kfurt a. M., 7..Moo. Tendenz flau. Zu Beg'nn der neuen Woche war die Börse recht schwach gestimmt Die herrschende Unsicherheit nimmt ein immergrößeres Ausmaß an. Enttäuschend wirkte vor allem daS Kommuniau''' des StahlvereinS, indem zwar über zufriedenstellende Beschäftigung, steigende Produktionszifsern und Sicherung eines angemessenen Betrirbsgewinnes berichtet, aber nichts über die Dividendenaussichten gesagt w.rd. Dann verstimmte die 'Veröffentlichung des Me- mvrandutns deS Reparationsagenten und die Antwort der ReichSrrgierung insofern, als dadurch wieder die Gefahr einer neuen internationalen Diskussion entsteht. Demgegenüber fanden einige günstig? Wirtschaftsmeldungen ('Steigerung der Ruhrkohlenförderung, Rückgang der Feierschichten) nur ungenügende Beachtring. Wenn auch der Geldmarkt eine weitere Entspannung ans wies und Tagesgeld angeboten war, so herrscht doch über die zukünftige Gntwickluirg ziemliche Unsicherheit. D':e Spekulation trat mit Abgaben hervor, die nur außerordentlich widerstrebend ausgenommen wurden. Bei der ersten Kursfestsetzung gaben die Kurse allgemein 3 biS 10 Proz. nach. I.G. -Farben eröffneten 11 Prozent niedriger, Rhein sta hl minus 14 Prozent. Am Glektromarkt verloren Gesfüoei 12 Prozent und Schuckert 15 Prozent. Au bevor deirtl ich flau lagen Zellstoff- Waldhof, die 21 Prozent nachgaben. Don Lokal- werten waren Scheideanstalt um 13 Prozent rückgängig, Holzmann minus 18 Prozent. Di« Monta nwerte erlitten durchschnittlich E i n- buhen von 8 bis 10 Prozent. Stahlverein minuS 5,5 Prozent. Relativ besser gehalten blieben Gelsenkirchen und Phönix, die je 3 Prozent schwächer eröffneten. An den Anleihemärkten herrschte ebenfalls Abgabeneigung. Besonders schwach lagen Ablösung« schuld bei einem Kurse von 11,25 Prozent. Im weiteren Börfenverlcrufe gab es neue Kursrückgänge. Reben Blankoabgaben der Spekulation kam auch das Publikum mit teilweise beträchtlichen Verkaufen an den Markt. I.-G.-Farben verloren erneut 5 Prozent Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 6Prozent. Im Devisenverkehr notierte die Reichsmark gegen Kabel 4,1898, gegen London 20,403. Paris gegen London 124,03. Mailand 8915, Madrid 28.55 und London-Kabel 4,87. Berliner Börse. Berlin, 7. Rov. Bezeichnend für die Situation beim heutigen Börsenbeginn waren die zahlreichen Miirus-minus-Zeichen an den Mallertaseln. Die Kursfeststellung verzögerte sich ganz erheblich, da die Ausnahmelust her Spekulation sehr gering war. zumal das Publikum die laufenden Kauflimite größtenteilzurückgezogen hatte und feit längerer Zeit zum ersten Male mit DerkausSorderS an den Markt kam. Inwieweit eS sich hierbei um Zwangs- und Angstverkäuse gehandelt hat, ist schwer zu lagen. Aber nicht das Memorandum Parker Gilberts und die Veröffentlichung der Antwort der Reichsregieruug dürfte der Grund zur Schwäche gewesen fein, sondern daS gestrige Eommunigus des StahlverstnO, das üerf verstimmte. :peil te feine Angaben über die ovraustichtliche Dividende brachte. Der Kurs dieser Aktien blieb unter dem Pari stand zurück. Die Effektenmärkte hatten Äurtverlüfte biS zu 20 Prozent ausz uweifen. nur ganz wenige Papiere verloren weniger als 5 Prozent. Sine Ausnahme machten Svenska. die 8 Mark ge- toaraien. Heimische Anleihen schwächer. Ausländer verhältnismäßig widerstandsfähig. Pfanöbriese ruhig, aber eher schwächer da man auch hier noch den starken Rückgängen an den Effektenmärkten zu Posinonslöfungen schritt. Ter Geldmarkt blieb unverändert Im weiteren Verlaufe blieb die Tendenz schwach, zumal man damit rechnet daß am Kafiamarkt bedeutendes AnAebot vorliegen dürfte. Gs traten weitere Rückgänge von zwei bis 6 Prozent ein. Bemberg. die anfangs 5 Prozent schwächer lagen, verloren weitere 16 Pro zerrt. Sven'ka dagegen weiter fest und noch um 3 Mark gt ft eigen (vvanffurtcr ttctrc debörsc. Frankfurt a. M 7. Rov Die erhöhten Auslandpreise blieben ohne l/.iflub auf den hiesigen Markt. Inlandwe'.zen ist bet unveränderten Preisen st ar' angeboten. Hafer zeigt mit Ausnahme von guten Qualitäten, die recht gesucht sind, wenig G. - . Weizen- und Roggenmehl liegt außeror . ch ruh.g. Klei« bei festen Preisen hat im Umsatz nad>gelaffen. Kartoffeln uerben stark angebotr.i und große Zufuhren aus der nächsten Umgebung drücken auf die Preise, die wofenklich ermäßigt sind. Dabei ist der Konsum sehr .zurückhaltend. Ton Futtermitteln lind Oelkuchen und Sotzaschrot besonders gesucht. Es wurden notiert: Weizen. 1. Qualität. 26: Weizen, 2. Qualität. 21.75: Weizen. Wetterauer, geringere Beschaffenheit 22,75 bis 23.50; Roggen, inländischer. 25; Sommergerste für Drauzwecke 26 biS 28; Haser. inländischer. 22.75 bis 24; Has er, ausländischer. 24.50 biS 25; Mai« (gelb) 19. Weizenmehl, inländisches. Spezial 0. 37.75 biS 38.25; Roggcnmehl 34,25 biS 35; We^en- llcie 13 biS 13,25; Roggen.lcie 13,75 bis 14; Erbsen 35 bis 65; Linsen 40 bis 80; Heu, süddeutsches. gut. trocken. 8 bis 9; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 550. gebündelt 3.25 bis 3,50; Treber getrocknet. 17 biS 17,50 Mk. .Frankfurter Zchlachtvtchmarkt. Frankfurt a. QU.. 7. Rov Austrieb: 1434 Rinder (darunter 320 Ochsen, 76 Bullen, 669 Kühe. 369 Forlen), 558 Kälber, 194 Schafe. 5602 Schweine. Rinder (Ochsen): Doll- fleischige. ruSgemästete, höchsten Lch'achtwertS (jüngere) 61 bis 64 Mk.. (ältere) 57 bis 60; sonstige vollfleischige (jüngere) 54 bis 56, (ältere) 50 bis 53. (Bullen): Jüngere, vollsleifchige. höchsten Schlachtwerls 56 bis 60: sonstige volttleischige oder ailsgemästete 50 bis 55. (Kühe): Jüngere, vollffeischige. höchsten Schlachtwert-, 49 bis 53; sonstige vollslcischige oder ausgemästete 43 bis 48; fleischige 36 bis 42: gering genährte 30 biS 35. (Fär'en — Kalbinnen Iungrinder -): Doll- fleischige. ausgemästete, höchsten Schlachtwert- 59 bis 62: vollfleischige 54 bis 58; fleischige 48 bi» 53. Kälber Deste Mast- und Saugkälber 76 bis 80. mittlere Mast- und Saugkälber 63 bis 75; geringe Kälber 57 blS 67. — Schaf«: Mastlämmer und jüngere Masthämmcl (Weide- mast) 46 bis 50. (Stallmast) 38 bis 45; mittlere Mastlämmer. ältere Masthämmcl und gut genährte Schafe 33 bis 45. — Schweine Fett- schweine über 300 Pfund Lebendgewicht 63 bis 66; vollfbeischiae Schweine von etwa 240 bis 300 Psund Lebendgewicht 63 biS 66: von etwa 200 bis 240 Pfund Lcdendgewic'-i 63 bis 65; von etwa 160 bis 200 Pfund V ■? 'ewicht 61 biS 64; fleischige Schweine von e ' biS 160 Pfund Lebendgewicht 56 bis 60. '5 bi« 60 Mk - Marktverkauf: R i, nahezu aus- verkauft. Kälber und Lcha c mäßig rege und ausoerkaufl. Schweine anfangs ruhig, (pater belebt, geräumt. Buchertisch. — „QDeib, Torero und Stier", 2U>- man von Ollberlo Infüa. AuS dem Spanischen übertragen von Elisabeth Wacker. «Romane der "Welt. Th. Knaur Qlachf. Verlag. QBerlin W 50. In Ganzleinen gebunden 2 85 Mk.) — Di« lebendige. farbenreiche Handlung dicles Romans, der zu den bedeutendsten Werken i es in Spanien viel gelesenen Autors gehört, wird getragen und befreit von der Leiden'chast dreier Menschen der Frau und ihrer beiden Liebhaber, die berühmt« Stier- kämpser sind. Ein Stier wird diesen Menschen — im Kamps um ihr Glück — zum Schicksal Alles, was geschieht, ereignet sich in der un« so fremdartig anmutenben Welt der Torervs und ihre« Anhang«. 431 — tfugei Krteglstem. Zwischen WeißundGelb. (Qtanan« der Well Heraus- r Thvtnas QHann und H. G. Schessauer) Änaur Qkachf Verlag Berlin W SO. 312 Seiten 8". In Ganzleinen gebunden 2 85 QRI Dem Deutlchen Eugen von Moder-Kot ogistetn ist es geglückt, in feinen plastischen Erzählungen Kultur(childk*(cm Buche über feine Erlebnisse mit Htm den verschiedenster Raffe und in den ver(chiedensten Lebenslagen Gr erweckt schmunzelnde Heiterkeit, wenn tr von dem gutdresfierten Köter erzählt, der fick» mitten im Straßengetriebe Münchens krank stellt, um feiner Hcmn einen ergiebigen Ta(chen^iev'ta!>l zu ermöglichen. oder van feiner stundenlangen Suche nach einem Schuvmaim. der sich getraut, einen scheinbar tollwütigen Hund obzulun oder ein- zusangen Ernst und nachdenklich stimmen un- andere Erzählungen, und wirklich ergreifend ifl die Klugheit und Treue der norwegifchen Old> hunde geschildert, die eine einmal erwiesene Wohltat nie vergessen und Freundschaften schlie- [ku wie die Menschen. Sogar ins Gebiet des Ueberfinnltchen werden wir geführt Alle« das ist im Rahmen angereater geselliger Unterhaltung gegeben, die auch die Be.zleäungen von Mensch zu Tier beleuchtet und nicht selten da« Tier zum Schicksal der scheinbar so viel H b«r stehenden Menschen werden läßt. 436 — »Zwischen f ü n f u n b 11 e b t n", brr neu« Roman von Lie-bet Dill, der bei seiner '3er- pffentlid)ung im „Gießener Anzeiger" seinerzeit lebhaften Anklang fand. ist. roa» für viele unserer Leser von Interesse sein dürste, auch al« Buch erschienen (220 Seiten 8', Einband mit Titelbild i on Bruno Radestock, broschiert 3,25 Mk. Ganzleinen 5 Mk) tm Berlage Mocaioe & öchcsselt, Berlin SW 6s. Ham bürg und Leipzig. 242 — ..D a s T h e a t « r " (Verlag Berlin- Schöneberg) befaßt sich in seinem ersten Ro- vember-Hest eingehend m t dem Landestheater in Braunschweig. Intendant Dr. Ludwig Reu- deck schreibt über ..Zeitgemäße Opernpflege". Oberreg> 'eur Hcmrich Voigt über „Schaufpfel o’Ql obi r HuMj, .'JO.DV' _ VI v- ado 6ortit24.4 UO ^4 ^mb .?ubdin Tamt-tfO) » • * •* ISS L. ftanlo Tanu’hrftiä 4 ')<'ordd«uilchrr glaub • «> * — nm 13b IM 137.4 114 Villa Neulich« SkkdUinft.. lu LU 133 134.74 IX) ÜMnn r fanltcrcin 10 |J 114 12^ 1.4 > ^«ritntr CanbtOacfcUlÄ. IJ Vommat. und Vrivok -k. n u;'s .11 ,34 23.5 157.0 Zil 14.’. > Dcnnfl u 'Jlananal inl i: re 00 407.4 rtM ü riiuct)« Baut 10 ii.t 14b. -j l.'.‘ ISO £ t«ont».rttitllfMt »ni. 10 146 141.4 145 IJ IU £ rr*bnrt f aul in 146 (4 ' 146 5 HM Mtttclbtiitid)« sndiidant 1 iii: 115 tX’tlüUtanl f 13» U4.4 ir> 124.74 •ir«®4ban’ i 167.75 166.: IM ."vranhürt a-M Berlin txbUw Kur» l-Ube. *ur. Schlul- *nr» ÄHhlDQ Tcfimr 5 IU 7.11. 11. 7 li. «ES..........7 13« H6 5 151. |i H6 yetümaim ........i 17« ,;>) 178.5 167 Elrkir. l'kfrnmgen . . . to 134 14 .4 150.1 ; 145.IJ U:(fti unb Ärcft .... io 1*9 110 lb'5.75 iso .teilen .t »uitl-jume . . fl 1 IG l|| 114.5 1 8.5 tief ' Stet r Urnern. . . lu 339 246 ; ;56 74 >3q Cnunb Eletir Wrrk, . . Io Stdetn. Elekir .....» äd)l«f. Llekrr.......io 141 137 U9 5 HO | .1 U6 US t-cbu.tcri ........7 1'7 132 165 IM eteuuti 1 1 v-ttk» 11.1« Zr.inerabi......... 244 rr 45 451 7. t >7 > 445.13 114 150 .'.'.bmttxr jk 4.7 j 53.Ij »: IW.5 Teure».- ^rb.'l....... in 73 l'J* 119.IJ ho 4 Iräeiter € eintoble ■ . . . n — IJ3 1.7 i1klfenfm6 »attwerf eflübethmb 21» ;«7 J -3 oar.vn-^fnbutlrw 1 T ummu Vobcl ... . u Scherk^anftatt ..... .1 firt.j l!<5 « 173.23 49.15 Öl. IJ 115 f!blcho,:bl ....... .ü Wu:jet4n?erft........o U« -* 76.5 105 iei Wrteaedea tftefl . . - . 1* 17 i:e ■Irantfnrta M Berlin bdjlufc «ur» I Ubr- flirr» vchluh. Hur» «■l«M flur» Tatum: 4. 11. 7 II. 5 II. 7. II. l'rtlipp V<'l»mnrm 16».5 H7.6 •61 S ISO (wibel^er :rr Srment . 6 in lernen' Ä.:el labt . . 191 — Satti i RnhOfl b 138 131 * — SchAliveS fjeenboter IS — 80 Ml (Inoerlf . . 12 * 3! 'M Cer. OlanjflrH 15 — • 448 19 tVemttr.: ...... a — E <14 jeneo - valbdok. . . . Uberfoite nburgtr ealler 13 ^4 5 03 250.4 737 10 7 111 143 120 14» 115.5 • ebener 3a4 S — 163.> 3 155 TstmUr Ticiortn..... i) 'M 9U 14.5 •0.73 r juneben 4 ...... Aechcerke ....... IKamfralttDcrfe...... • * IU -a — *■ — •* * iÄiae ....... ^rtertedner....... 1- 5 IM — Ul .4 iee tr'.rrl Untge...... la3 — .. UnaarNche flott« 2fevise,m«r« Bsrim Telegraphische 14.1:4 ri.li II», u •« 1 M Hl.-’» 40,43 71.14 - Franks»! Aiszah iTF: 14». io. i: 4 00 111.7 4 * »1 71,82 11.41 11. y. Je. 7. Äeebt. Irnilttr Soti-rrnij ■tntfofte fle«tränt ____Ul»____£nef___ net .yor etetn-flirre »eprabße.r eiedbeta ftethnefer». geebee. .. fiaröeef . . UM *.115 110,34 •11.14 iU.31 -0.L6 a.f* •u;; UM-. X; Itl.Oi 1.7» 4C.435 i10.54 112.54 113.75 10,354 Cf. Hl 28.117 14.45. 4.14 •fHs 10.51 110,41 • 12.47 13.Ml 1,1845 H. «ZS ^.70 Lt« ■ 114,44 i11.41 lll,7» «0,451 4.IVU 1 14.44. •>.*» 6 Par Ire - Jwca . . «ie bef»«r. «ml»1 Ce< abetti IrtinV .. Sebapr« . ri«aboa Xcar.fi. ■ratali Äite.-i (mbt usa Xr*r» 7ü; I.HJ 3013 *,w 'M-, 7,371 lleti ae.ä •1.0 1.200 1.544 l.b* 1.2* 71.51 i.»i; e.4085 *,Ie .«. ' 1.4» :.x»4 4.1* GJ«I l'lil ..501 11,405 •4*77 •3.« .0.43 '1.51 ;,zu l.Ml I.IO* 4.17 • 1,4 l.Ml .5045 40,21 U.4X5 7,U7 »,»• M.I7 ,lT. .174 1.407 1.8*4