lön3U 'MnÄ nbet!»i U- ’^Ä* Winb le. ’S >W.) «‘’WUn'ta .•Sorben Unb 'S **? ZK Jf*4Sä kldeböy'r. W des juW. äH^ lenbörfe. ™ ®W kfm». J. allem die gutes Ug. ^dr bntmtom. N^der. wm Wifl doh ettoce Wh «ne leichte "EM als auch Luslandlordrnwge^ erminmärkre erhöh, >r Dnichlsabsoslung "Markt war Rog- als Weizen. Die '.50 bis 2,75 THarf. rf Wkr eröffnete W um l,50 Marl W- Nachdem lich hrs Wriznunchlge. die Nachfrage heule V« Rvtzgenrneh!. Start höherr PM milich lchwierig i*i. i Qualitäten axnig Nachträge ist nidx rlwas höhere Prelle hr ruhiges Geichält o: Drizm, märt 252 Dez. 272, März 216 bis 23?, Oft. 245. 248 (feft); ßommet- rrgerfte unb Sutter- Haler, märt 198 bie 219,50 (etwas jeftcrj 194 (ftctig); Raps W Silo; Dcizenrnebl ggenmeHk 31,50 bis .25 bii 14.50 (flil!) Ria); Hiftoriaeröfcn is 33; $ultexetti\tn L 22; Äckerdvhnen 24; Lupinen, blau i bis 16; Leintücher ,t 19.70 bis 20,30 3. M. rv''? ifi.M 3,9 tl*.l3 !6I \UA1 •0 59 1216 .2 Kl i*.ii fl.Ot 110.5? «.77 t.ti 111« wh ;s'U 12.117 ?J.K> JÜ.'I 110.6« dZ.47 tu,« W.W .5.00 Ä.W (,!#* tss -0.67 Sl.jJ ,di H i3,0i 1.M ,6605 is.li 12,U- i3.ti „029 J1.63 81.» •l'.S ,,»u 1.195 iiöfif tTttL l> I &; j Ä 28,16 1 Srdtag, 7. «Moder 1927 177. Mrgcnrg Itr. 255 Erster Blatt |IU*M M flr M> I»g«eti»w*tr dl» pe floAettiag vorher. Prtb fir l ■■ h»h« ftx Mnjc.qm m 27 mm Srttte üntich 8, a wett’Art» 10 Reichspsennig; ftr Vc- iilamear..eigen von 70mm Brette 36 Vcidiwpltnnia. Piatzvorfchrift 20'. mehr. Lheftedaktrur Dr Önefcr Milch Lenge, fkrantwonh* fürDolitth Dr. St. Wild Lange, für S««illctx>* Dr tz Ichgnot; Mir ben librtgrn Teil Ernst Blumlichein; für den An- * Jeigenteil Wort AiDmann, lämthd) in Stegen. M Giehener Anzeiger Ich.mene,n,elnerB»mmetn »XZ ■IBiä General-Anzeiger für Oberhessen «Ihnm. »m« eit O«rt«f: »rft)IW «d StrtiönKtfrn N. tngt ti «Men. $<8rtftlettCT9 nb frtWftrtttBc 5»,!»7-^ t Der Konflikt um das MemeUand mit Deutschland dieverschuldung der deutschenWirtschast Don unserer Darmstädter Redaktion. »u nach" , .. Ss wäre gerade sehr wichtig getoi'en. Die Erklärung der he'ftlchen Reg.erung in einer authentischen Sorm zu erhalten. Zunächst fällt daran auf. dich die Frage der E r - h a l l n " n der Simultanschule in Hs'fen nicht an erster Stelle steht, 'ondern de Förderung Gedankens der Döllerr« o.)nung. Don den Die kn Entschliestungen, die von der Be- völlerung Hevens in den letzten Mona.en zum ....... ittoutf gefaxt wurden, war der Simultanschule (®emein- (Elgene Drahtmeldung de» „Giehener Anzeiger»". Berlin, 7. Ott. Für die wirtschaftspolitischen Fragen, die uns zur Zeit beschäftigen, die Steuervereinheitlichung, die BeamtenbesoldungS- reform die Behandlung des DawesPlaneS usw. ist eine klare Bilanzierung unsere- gesamten Status von größter Wichtig- feit. Denn je nach der Betrachtung Don der Seite der Kapitallasten, deS Ertrages der ZinS- leistungen und der öffentlichen Ansprüche sieht daS Bild der deutschen Wirtschaft günstiger oder ungünstiger auS als vor dem Kriege. Da ist eS dankenswert, wenn eine kompetente Persönlichkeit, wie Geheimrat DuiSberg, der Präsident des ReichSverbandeS der deutschen Industrie und Vorsitzende deS Direktoriums der 2.D.-Farbenindustrie aus seinem reichen Informationsquell schöpft, wie er das heute iq der ersten Bummer der neuen berliner Zeitschrift .Politik und ®e- sellschasf tut. Geheimrat DuiSberg gelangt, um daS vorweg zu nehmen, bei seinen Ausführungen zu der Feststellung, dah dem inneren Markt mehr Aufmerksamkeit zugrwandt werden muh, und doh für den Außenhandel, auf den wir angesichts unserer wirtschaftlichen Gesamtlage unbedingt angewiesen sind, in erster Linie der Grundsatz der Qualitätsarbeit gepflegt werden muh. Daneben fordert er von der Politik des Reiches, der Länder und Gemeinden und txon ter Wirtschaftspolitik der Wirtschaft selbst ein Vorgehen, das eine neue Kapit al- bildung ermöglicht. Wie und wodurch diese erschwert ist. ergibt sich aus dem Zahlenmaterial seines Aussatzes. Danach beläuft sich am 1. April Die Schuldenlast. die in Schuldverschreibungen langfristig festgelegt ist. auf 6 Milliarden im Inland. 4Milliarden im Ausland, zusammen 10 Milliarden, einschließlich der alten und der Aufwertungsschulden die Gesamt- s ch u l d e n l a ft von Reich, Ländern, Kommunen, Wen und der Neichrschulgesetzentwurf Die Instruktion für den Reichsratsbevollmüchttglen. Würde eine Reichsunterstuhung voer gar eine Steuererhöhung nur neue Derwict - lungen und wirtschaftliche Schwierigkeiten verursachen, so dah damit der Zweck der Desoldungsvesorrn illusorisch gemacht würde. DaS Kabinett Dertritt die Meinung, dah die Gehaltserhöhungen in keiner Weise irgendwelche Preis- und Lohnbewegungen nach sich ziehen dürsten. AuS diesem Grunde erklärt sich auch daS konseguents Verhalten des ReichsarbeitSministeriumS in der augenblicklich recht lebhaft einsetzenden Lohnbewegung. . Soweit wir unterrichtet sind, sollen sich die Ra« binett»beratungen auch über das ge|ami«J£tbict der Wirtfchastsfragcn erstrecken, weshalb wahrjchcmlich auch Rcichsbankprösident Dr. Schacht an diefer Kabinettssitzuna teilnehmen wird, um auch feiner« leit» ein Bild über die allgemeine Geld« und Wirt« ichastslage zu geben, die vor allem durch t*e C r • Höhung des Reichsbankdiskonts eine grohe Beunruhigung erfahren hat. (5s wird sich wefentlich um die Richtlinien drehen, nach denen die Beratungsstelle für Auslandanleihen ihre Belchlüjfe faffen soll und um die ^sammenfetzung der Beratungsstelle. Wie es in der „Boss. Zig heitzt, bcstehl hierüber innerhalb des Reichskabinet/s eine einheitliche Auffassung. Der So; üldcmo« krolilche Pressedienst weih Mitteilung über Le Vorschläge Dr. Schachts zu machen. Danach soll für die Genehmigung einer Anleihe Einstimmigkeit der Beratungsstelle erforderlich se.n, w h« rend bisher Stimmenmehrheit genügte. Ferner soll die Beratungsstelle durch eine Berufung i" ftan; ergänzt werden, die das Reichskabin tt fein soll. portei und den bozialdemokraten, die über zusammen 23 von 29 Stimmen verfügen, gebildet In der Nachmittagssitzung gab der Präsident Kenntnis von dem Rücktrittsgef u ch des bis« herigen Landespräfidenten Schwell« nur. In einem Dringlichkeitsantrag der litauifchen Mitglieder des Landtages wird um Vorlage eine» Gesetze» ersucht, wonach alle im Memelge« biet wohnenden, wenn auch nicht dosc-lbst geborenen, Personen die Eigenschaft al» Bürger de» Memelgebiete» erhalten sollen. Die Dringlichkeit für diesen Antrag wurde a b gelt b n t. Ein anderer Dringlichkeitsantrag, nach dem alle vom ersten Landtag nicht mehr erledigten Gc- setzentwürse al» neue Gesetzesvorlagen auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung gefetzt werden sollen, wurde angenommen. scher unb deutscher Sprache erteilt werden. Auch der Landtag dürfe sich nicht ausschliestlich nur der einen der beiden Landessprachen bedienen. Die Richter müßten nicht nur die beiden Landessprachen beherrschen, sondern auch mit den Gesetzen, die zum Dohle des gesamten Staates und des Memel gebiete» ertasten sind, vertraut fein. In die« ser Einsicht würden den gegenwärtigen Richtern neue Pflichten aufertegt. Bei der Dahl Des Präsidiums wurde Abg. o. D re hier von der Landmirtschaftspartei mit 22 von 27 Stimmen gewählt. Erster Vizepräsident wurde Schulrat Meyer von der Dolkspartei, zweiter der Sozialdemokrat B e r t f ch n u » mit 21 und 24 Stimmen. Schriftführer wurden zwei Abgeordnete von der Landwirtschastspartei und ein Abgeordneter der Volkspartei. Das Präsidium wird also von der Landwirtschastspartei, der Dolks- Krebttanstalten, Industrie, Handel und Verkehr auf 23 1 gegen 48,2 Milliarden Im Jahre 1913. Auf die Landwirtschaft entfallen 9Mtl- liarden, gegen 12 bis 14 vor dem Ärtege Aber die Zinslast ist relativ unvergleichlich h ö h e r. Ohne die DaweSverpflichtungen betragen die Zinsen für Deutschlands langfristige VeZäMldungen rund 2 Milliarden gegen 2.2 in den Jahren 1912 biS 1913, zuzüglich de^ Reparationsleistung Im Rormaljahr also 4.5, ober mehr als da« Doppelte als die Gesamtsumme der Vor- kriegSzinsen. Hinzu kommt die kurzfristige Verschuldung, die nicht nur viel höher alS Dor dem Kriege ist. sondern auch an sich viel gefährlicher. Duisber« bekämpft, in ilebet» einstimmung mit Schacht, eine falsche Kreditwirtschaft, die solche Kredite für Zwecke des Verbrauchs verwendet oder daraus Investitionen bestreiket. _ Auf den Gegensatz zwischen der Zinslast — bie ja entscheidende», ist als die Höhe der Kapitalverschuldung — unb der Rentabilität der deutschen Wirtschaft legt Dr. DuiSberg mit Recht besondere- Gewicht. Von 850 Aktiengesellschaften haben Im abgelaufenen Jahre 309. also mehr als ein ©rittet, keine ®i- vidende ausgeschüttet; die Durchschn tls- dividende der 850 in Berlin notierten Alt en belief sich auf 6.88 Prozent im Jahre 1926 gegenüber 10,02 Prozent im Jahre 1913. D c e geringere Rentabilität erläutert der Verfall er. abgesehen von der Steigerung der Lohnhöhe, die ja vielleicht durch Rationalisierung ausgewogen wird, der Steigerung der d e u11 f ch e n Steuerlast von 4.9 auf annähernd 13 Milliarden. und der sozialen Lasten von 14 auf 4.7 Milliarden. Schließlich beanstandet er ue Höhe der Derkehrstarife. Das ift ein klares Bild der gesamten Wirtschaftslage. Unb wenn es kein rosiges ist. so sind feine eialten Angaben jedenfalls dazu angetan, um zu zeigen, wo der Hebel angesetzt werden muh. lassen bleibt. Der Religionsunterricht soll im Benehmen mit den kirchlichen Instanzen erteilt werden. Als eine selbstverständliche Forderung wird es angesehen, dah die Kosten der eventuellen Lchuländerungen vom Reich getragen werden. Ebenso soll die Aufrechterhaltung der St- multanschulen der Landesgefetzgebung überlassen bleiben. Jede Befristung durch das Reich wird abgelehnl." Die .Darmstädter Zeitung" fügt an diese Mitteilungen die Bemerkung an: .3nt allgemeinen ist wie wir auf Erkundigung erfahren, diese Mitteilung des .Dersiner Tageblattes' » u - treffen d." Selbst ein der h?s ifchen Reg-.erung nahestehendes Organ, der .Hessische Volk-freund in Darmstadt zeigt sich mit der Form der Veröffentlichung wenig zufrieden, indem er f^reibt: .Wir glauben, dah es richtiger wäre. 3nfDonationen über Instruktionen zu Gesetzentwunen. die die Mlgeme-.nhett berühren, zunacht der Landespreffe durch das hessische Presseamt zugehen zu laffen E- wird jeden Hessen eigen- tümlich berühren, dah hessische Regierungsent- schlüfle das Licht der Oesfentlichkeft mcht in der Landeshauptstadt, sondern in "Berlin erblicken. Hier liegt ein Mißstand, über Den man nicht hinwegfehen kann und der beseitigt werden D«r Besuch, dem der litauische Minister« oräsident in Berlin abstattete, hot merkwür- diaerweise In Warfchau arohe Erregung her« ooraerufen, ofirosuhillch deshalb, weil die Polen ein, Verständigung zwischen Deutschland und Litauen fürchten, durch die bann Litauen freie Hand gewinnen würde, um s e i n e A n s p r u ch e a e g e n die Polen stärker durchzusetzen. Die Polen sind & wirklich die Störenfried, de» Osten». Sie haben nicht damit begnügt, dah ihnen durch den «er- ler Vertrag — eigentlich ein unerhörter Gluck». gufaQ — ein selbständiger Staat in den Schatz fiel, der noch dazu so gut wie schuldenfrei war, nein, der Appetit flt ihnen beim Essen gekommen und an- Itatt, wie die Tschechen e» taten, zunächst einmal bren neuen Staat auszubauen und solide zu untermauern, haben sie sich auf Eroberungsgeluste verlegt Ihr Ehrgeiz ging dahin, da» alte Reich der Iogelonen wieder zu errichten, dos von der Ostsee di» zum Schwarzen Meer reichte. Deshalb waren ihre Ansprüche durch den Korridor nicht befriedigt Sie wollten ganz O st p r e u h e n haben, ie wollten am liebsten auch die ganze U k ra t n e (blutten und haben e» fertig bekommen, sich mit hren sämtlichen Rachbarn aus da» intimste zu ver« Mer den Tag miterlebt hat, wo durch die Gnade der deutschen Besatzung der Polenstaat aus« gerufen wurde, wird e» nie vergessen, dah wenige Stunden, nachdem die Polen sich von ihrer ersten Begeisterung erholt hatten, sie schon den Anspruch auf Wilna anmeldeten. Da» war der erste An« fotz der Länderkleptomante, an der sie unverkenn- dar leiden. Wilna haben sie allerdings Im Frie« densvertroge nicht bekommen. Sie haben e» aber nachträglich mitten Im Frieden von Litauen e r « o b e r C und der Völkerbund, der ja eigenttich do« au do ist über die Innehaltung von Verträgen zu wachen, Hot sich nicht zu rühren gewogtz weil Polen damals noch das liebe Kind der «legerftaoten war, da» sich alle» herausnehmen konnte. Die L Hauer allerdings haben sich mit dem Verlust Dilnos da» la ihre historische Hauptstadt ist nicht abfinden können. Für sie ist Wilna ein Stück Geschichte, auf da» sie nicht verachten können »nd wollen In ihrer neuen Verfassung steht der Satz, datz Wilna ihre H a u p t st a d t fei und bleibe und datz nur vorübergehend her Sitz der Regierung in Kowno sei Sie haben den Tag, an dem die Polen in Wilna einmal,djicrtcn, zum nationalen Trauertag gemacht und ihre völkische Agitation auf 6m 9*«' stigen Kampf gegen Polen eingestellt. Die Polen wieder treiben eine entsprecherche ontilitouifche Potitik. Sie haben im Wilnoer Gebiet neuerdings 45 litauische Schulen geschloffen, haben litauische Priester und Lehrer ver« haftet, um möglichst bie ganze Intelligenz die auf litauischer Seite steht, lahm 3U legen. Die Litauer antworten mit den gleichen Mitteln, so datz die Beuehungen zwischen den beiden Staaten sich wesentlich zugespitzt haben. Um so notwendiger wäre es für Litauen, datz es wenigstens mH Deut, chland einen vernünftigen Ausgleich fachte. Der Staat ist zu schwach, um den Kampf nach zwei Fronten führen zu können. D^izu ift er weder wirtschaftlich, noch finanziell noch militärisch imstande. Deusichland wieder Hot sich damit abfinden müsien. datz der Wiedergewinn des Memclgebietes im Augenblick nicht zu erzwmgen ist, was wir verlangen, ift lediglich, dah die Deutschen ihre Rülturautonomie behalten und ihre völkijche Eigenart bewahren können. Gerade der Gegensatz zu Polen zeigt doch, bafj Litauen und Deutschland im Osten Natürliche Bundesgenossen sind. Litauen ist zudem die gegebene Länderbrücke, die von Deutschland nach Rutzland führt Es wird also auch wirtschasttich nicht schlecht Habei fahren, nx-nn es sich mit uns verständigt. Und der Weg bay.i ist fre sobald sich zeigt, datz Woldemams Wort halt. Lötzt er dem neuge« wählten rnemellöndifchen Landtag freie Hand nach feinem Derrraiien ein Direklonum zu wählen, um die Regierung so zu sichren, datz ,ede ©euxiltpoiiti? gegen das Deut'chtum unmöglich wird. Mrni wird Deutschland bereit sein, mit den Litauern einen Handelsvertrag zu schlietzen. der ihnen grotze wirtschaftliche Vorteile sichen und ihnen auch fonft politisch eine Rückendeckung gibt, die ihnen die Vor« bcrcitung zur Rückgewinnung Wilnas ermoaluht. Da- Schicksal des litauischen Staates liegt also in der f)anb der litauifchen Regierung, die sich enttchei- den mutz, ob sie im Kampf nach zwei ixrontcn tun Aerreiben lassen oder durch eine Einigung mit Deutschland sich gegen ihren eigentlichen Erbfeind, die Polen, zur Wehr fetzen will. Die (Eröffnung des Memellasidtags. Memel. 6. Oft. (Wolff.) Am Donnerstagvor« mittag 10 Uhr wurde der zweite Landtag des Me- mdgcbieies durch den Gouverneur Merkys eröffnet. Von 29 Abgeordneten waren 27 anwesend, vo.n Direktorium nur Präsident Schwe11nus. Der OauDerneur verlas in litauischer und dann in deutscher Sprache eine längere Erklärung, aus der herooroing. datz der Gouverneur sich auf den Stand' punkt stellt, daß der Memettändische Landtag vor allem ein Wirtschaftsparlament fei. Der Landtag müsse das Haupt' igenmerk auf bie wir! fchaftlichen Bedürfnisse des Memellandes richten. In jeder Schule müsse der ll n t e r r i ch t i n litaui- schaftsfchule) die Red«, nicht von der Förderung des Gedankens der Völlerverföhnu ig. D.« 3tage nach dem Fortbestand bleie« ©d»mioU«ni ist es. die vor allem di« Gemüter bewegt. Ss wär« auch eine genauere Umschreibung erwünscht, wie sich die Regierung di« VLlkervetföh- nung al» Lehrfach denkt; man möchte gerne wissen, ob der an sich gesund« Gedanke der Dölkerversöhnung nun in der Art der pazifistischen Lehren von Prof. Strecker oder Pros. Fr.edr.ch Wilhelm Förster in den Schulen verbreitet werden soll. Im übrigen ist für uns Deutsche die B o l k s Versöhnung wirklich wichtiger alS di« Böller Verhöhnung. Die hessische Regierung will eine schärfere Schei- düng zwischen Wsltanfchauungsfchulen und bekenntnissreien weltlichen 6 d) u- l e n und befürchtet eine Benachteiligung der Welt- onschauungsichulen, die den Bekenntnisschulen nahestehen. Weltanschauungsschulen sind etwa Freidenkerschulen. sozialistische Schulen usw. Wenn man füi Weltanschauungsschulen eintritt. Ist man eigenttich gegen die Sirnultanfchule. Was mim- lid) das hessische Volk in feiner ubergrohen Mehrheit will, ist die Erhaltung der ch r i st l 1 ch e n Si« rnultanschule, es will auch nicht eine Simultan« schule, in der der Religionsunterricht durch einen allgemeinen Moraluntcrricht ersetzt wird. Datz nur die L a n d e » g e f e tz g e b u n g über die neuen Schulen unb die Restschulen Drganl- sationsbeslimmungen erlätzt, ebenso datz sie die Aufrechterhaltung der Simultanfchulen gesetzlich regelt, ist eine Fordeiung, der man zuftimmen kann. Das Reich soll die Kosten der Schulande« rungen tragen, da» wäre nicht mehr al» recht und billig, denn in Hetzen werden diese Aenderungen ja nur auf Veranlassung de» Reich e» oorgenommen. Die Lasten werden gerade für die Länder mit Simultanfchulen recht hoch werden. Ob jedoch das Reich sich zum Kostenersatz bereit erklärt, erfcheint allerdinas nach den bisherigen Erfahrungen höchst ftaglich. Länder und Reichsfinanzen. Vor der Litzung de» Reichskabmekt». Eigene Drahtmeldung des „Gietzener Anzetyer»^. Berlin 7. Oft Heute fall vorauSIrchittich ern« grohe K a b i ne t t - f i h u n g ftatts inden, an der sämtliche Mitglieder des Kabinetts teilnehmen werden, und die sich Dor allem mit ten augenblicklichen Ausetnanderfehungen auf dem Gebiete der Finanzen, wie sie tm Zusammenhang mit den Fragen der Des ol - dungs reform aufgetaucht find, befassen wird Ob au gleicher Zeit Reichsautzennumster Dr. Strefemann schon seinen Bericht über die letzte Genfer Tagung erstatten kann, steht noch dahin. Man nimmt an, dah es dazu erst am Samstag kommen wird. Mit allgemeinem Interesse wird natürlich der Stellungnahme des Kabinetts zu der Haltung der Länderminister entl,e^enge'ehen. BiS jetzt ist es im Rate der Länderminister noch zu keiner Einigung gekommen. Rach wie vor stehen sie auf dem Standpunkt, dah sie R e i ch s» Unterstützung erhalten müfjicn, wenn sie auch ihrerseits die Besoldungsreform durchführen wollten. Aller Wahrlcheinlirpkeit nach wird aber daS Kabinett auf feinem Standpunkt beharren, dah die DehaltSerhöhuTzgen Sa«-e der Länder seien. Man holt es für erforderlich, dah nun endlich auch die Länder zu einer (Sinf d) rän» kung ihre- BeamtenstabeS schreU^S und macht ihnen mot Vorwurf, dah sie noch heute ein Deamtenheer unterhalten, das bei weitem über das erforderliche Mah hmauSginge. Zudem Litauen zwischen zwei Fronten. - Neuer Streit mit Polen um den Besitz Wilnas Das Organ der hessischen Regierung, bie ..Darmstädter Zeitung veröffentlicht aus dem „Berliner Tageblatt" die Mitteilung, dah der Dolksstaat Hessen den Schulgesetzentwurs Keudells in der vorliegenden Form a b l e h n t. „Ilnettähliche Doraussetzung für eine ander« Haltung. so erklärt Helsen, sei es. dah der Entwurf in Einklang mit der Reichsverfas- sung gebracht rie.de. unb zwar burch Aenterung der Paragraphen 2. 9 und 20. Unter ben einzelnen Deuterkungen unb Anträgen sink) von besonder:- Wichttoke.t die folgenden: Zu § 1 Absatz 1 wird verlangt, bah in ihm auch der in der Reichsverfafsung formulierten Forderung Rechnung getragen werbe, derzufolge von der Schule die Förderung des Gedankens der Völkerversöhnung anzustreben ist. Reben der grundsätzlichen Forderung, dah bie nach Bekenntnissen nicht getrennten Gemeinschaftsschulen als Regelschulcn anzu- sehen sind, wird im Gegensatz zu äderen Ländern eine schärfere Trennung vonWelt- anschauungsfchulen unb bekenntnis- freien (weltlichen) Schulen gewünscht. Die Verquickung beider Schularten musie zu einer Vena^teiligung ber WeltanschauungLschulen fügten. die ihrem Charakter nach ber Bekenntnis- schule näher ständen. Zu 8 9 wird beantragt, dah nicht nur die neu zu errichtenden, sondern auch die verbleibenden Restschulen nach Ausbau und Zahl der Kla> en und Unterrichts- ab c hingen nicht hinter derjenigen M ndesthohe der Organisation zurücköleibt. bie burch Landes- g« ctj für verschiedene Ortsgröhen als anqemes en festaesetzt wird. Dabei geht Helfen von ber Forderung aus. dah bie Definition des ..georb- n?t«n e*uI6ettieb»“ nicht Set SJää-, JSwfr^uIfl^err sondern der L a n b e s g e s e tz g e b u ng über- I immer nur von Der deusich-serbstche handeisvettrag unterzeichnet. Eigener Drahtbericht be» .Gießener Berlin. 7. Oft. Sestern vormittag ist der beut'^juftdLatoische Handelsvertrag un 3u«- wärtigen Amt durch Dr. S'resemann und dem hiesigen jugoslawischen Gesandten Dr. 2 a l u g d s ch i 11 ch unterzeichnet worden. Damit ift Wiederum ein Vertragswert zustaich« gekommen, da« im Verlaufe langwieriger Der^blungen manche Schwierigkeiten zu üb«Normen hatte. ES ist erfreulch. daß eS nunmehr möglich war, all die Fragen die in den deutsch-iugoslawrschen De- ziehmmni eine besondere Volle sptrlen. au ver- traaUchem Wege zu regeln. Dem Vertrage kommt auch noch insofern besondere Bedeutung^zu . als Jugoslawien vor dem 2lbschluß von Handels- abkommen mit anderen wchttgen Ländern steht, so ist insbesondere eine Lesiswn des österreichisch.jugoNawischen Han^lS-Der- trageS vorgesehen. Da Oesterre.ch im Handels- verkehr mit Jugoslawien wohl die wichtigste Volle spielt, ist damit zu rechnen, dah oie Revision auch seitens Jugoslawiens «me ganze Verhe von Zollermähigungen tn sich wird, die nach dem eben zwischen Deutschland und Jugoslawien abgeschlossenen Vertrag automatisch Deutschland zugute kommen Würden. Der Vertrag selbst enthält eine toe- sentliche Erweiterung der biSherv-en Bestimmungen in bezug auf die Meistbegünstigung und die RiederlaNun^frage. Außerdem enthält der Vertrag eine kleine Tarifanlage, in der beiderseits Zugeständnisse für bestimmte Drseugnifse der Ausfuhrwirtschaft festgelegt - sind. Deutschland macht solche Zuyeständnifse an Sud- slawien insbesondere für einige landwirtschaftliche Produkte, so für Mai» und für Pflaumen, während Südslawien unS Vergünstigungen für Jndustrieartikel sowie einen günstigeren Zollsatz für Vier einräumt. _,K„ Die Beziehungen Deutschlands zu Sudflatoen werden durch den neuen Vertrag auf einen dauernden festen Untergrund nestelst. Bei der erheblichen wirtschaftlichen Dedeutuim Südsla- Wiens das von leher ein guter Abnehmer Deutschlands war, bedeute daS eine neue Masche in dem Retz unserer geregelten und sriedenSmähigen internattonalen Wirischastste- ziehungen Die Handelsbilanz SüdstawienS ist Während der letzten drei Jahre stet» aktiv gewesene die Au»- und Einfuhr betrug durchschnittlich im Vlonat 0.8 bi» 0.9 Milliarden Dinar d. h. 40 bi» 50 Millionen Mark. Durch eine engere wirtschaftliche Verflechtung, die den becherseitigen Interessen gerecht wird, ergibt sich automatisch eine Verengung der freundschastl chen politischen Beziehungen. Da e» sich im vorliegenden Falle um ein durchaus moderne» und liberale» Handelsabkommen handelt, so darf man mit Zuversicht darauf hoffen, dah e» auch in dieser Beziehung die wünschenswerten Konsequenzen erzielt. Der Fall Rakowski. Auspitznng bet ruMsch-fraitrömischen Konflikts Pari», 7. Ott. (WTB. Juntspruch.) .Petit Parisien" glaubt zu wissen, dah die zuständigen Siellen am Quai b'Ori/y zur Zeit die letzte Hand an eine Vote legen, die alSbalb Tschitscherin durch Botschafter Herbette übermittelt herben soll, und die einen offiziellen Antrag auf Abberufung Vakovski» enthalten wirb. In dieser Vote werde die fran- zbsilche Vegierung zweifellos sämtliche Bedenken gegen daS Verbleiben Vakowski» als Botschafter vorbringen, nämlich die Unterzeichnung deS Manifeste» deS Zentralausschusses der kommunistischen Partei durch den Sowjet-Botschafter und die Tatsache, dah Vakowski plötzlich ohne vorherige Verständigung mit dem Quai d'Ors.h den Wortlaut de» russischen Vorschlages zur 6d)idt)enctgelung veröffentlichte. Zur Aufrechterhaltung normaler Beziehungen zwischen den beiten Ländern und im Interesse einer wirksamen Wiederaufnahme der Verhandlungen sei die Ersetzung Vakowski» erforderlich. (Sinern Vertreter de» ,Soir" erklärte der russische Volkskommissar Tschitscherin: Unsere Vegierung hat nicht nur nicht zugestimmt, Rakowski absube rufen, sondern sie hat sich im Gegenteil seiner Abberufung ständig widersetzt. In allen Fragen, die fein Auftreten in Frankreich betreffen, erkläre ich mich mit ihm durchaus solidarlfch Die russische Regierung hat nicht den geringsten Anlaß, Rakowski abzuberusen Tschitscherin bezeichnete weiter die Hetze der französischen Rechtspresse gegen Rakowski al» durchaus unzulässige Angriffe und Beleidigungen gegenüber einem Botschafter einer fremden Macht. Die Forderung auf Abberufung Rakowski» kann nach russischer Meinung nur alS ein unfreundlicher Akt gelten, der die ernstesten Rückwirkungen auf die Bezici-ungen zwischen beiden Ländern haben müßte. Gin solcher Aki scheint mir besonder» gefährlich, wenn er in einer an und für sich schon schweren internationalen Atmosphäre und im Anschluß an eine Kampagne der reaktionären Presse vollzogen wird, deren ausgesprochenes Ziel der Bruch zwischen Frankreich und Rußland ift Die Zustande in der französischen Marine. Toulon. 6. Oft. (Havav.) Hier kam e» gestern auf einem Messemarkt in einer Schaubude zu eimm Zwischenfall. Mehrere Matrosen wollten Platze einnehmen, die Ingenieure der Kriegsmarine belegt hatten. Diese, die in Zivil waren, protestierten und zeigten den Matro- sen ihre Osstzieroausweije, worauf einer der Matrosen erklärte: „3d) pfeife darauf, ich ver- lasse die Marine." (Er stürzte sich bann auf einen der Ingenieure und verletzte ihn im Gesicht. Den zu Boden Stürzenden bearbeitete er bann mit Fußtritten. Dem Angreifer gelang es, äu entkommen. — Der mit der Nachforschung der D o r • fälle im Marinegeföngni» von Toulon beauftragte höhere Beamte hat seinen Bericht an den Mar.neminister eingereicht. (Er kommt zu den selben Feststellungen und Schlußfolgerungen wie die Erhebungen, die vom TOarincprat. Itcn und oom Befehlshaber de» Kreuzer» „Ernest Renan* gemacht wurden. Die Kundgebungen im Marinegefängms und an $orb_ dieser. Kreuzers seien durch keinerlei Gründe berechtigt gewesen. Die Nahrung sei nicht schlecht und die Wächter seien rroefen Sanktionen sek reit* ergriffen und w»irden noch ergriffen werden, wenn es nötig sein sollte Deutschland als Geldgeber für kuhland. »Igener Drahtberrcht de» .Gießener Anzeiger»-. Berlin, 7. Oft Da» Ausland hat bereits bei verschiedenen Ge egenHeiken De>chwerden darüber erhoben, daß Deutschland in grötze- rem Umfange al» Geldgebe t f ü r Vuh- land auftrat. Das ist besonder» geschehen fett England offiziell und formell seine Deztehun- gen zu Rußland abgebrochen hat. ohne freilich gleichzeitig die toirtschaftlrche Verorndung aufzugeben oder auch nur ab;uichwachen. Es ift also ein' gut Teil Heuchelet dabei, wenn .man die Dinge so schildert, als ob e» die deutsch« Hilfe sei. die Rußland die Aufrechterhaltung einer Po- litik gestattet, wie fie England mit feinem Abbruch zu bekämpfen versucht. AichtSdestoweniger trifft e» zu. dah Deutschland zur Zeit der w i ch t i g st e Geldgeber Rußlands ist. Da» kommt daher, daß einmal im Anschluß an den deutsch-russischen Handelsvertrag von Ende 1925 und an den Berliner Vertrag ter belannten Dreihundert-Millio- n « n - K r e d i t nicht an Rußland, aber an die deutsche Industrie gewährt wurde, zu dem Zwecke. Rußland ihrerseits industrielle Lieferungen auf langes Ziel zu machen. Diese Summ« ist inzwischen nicht nur erreicht, sondern Wohl stellenweise auch überschritten tootten. Der „Daily Telegraph", der sich in den vorerwähnten Artikeln mit ter Frage befaßt, beziffert diese sogenannten kurzfristigen Kredite, die auf Wechsel mit 12 bis 18 Monate Laufzeit gegeben wurden, auf etwa 400 Millionen Mark. Daneben besteht nach der gleichen Quelle di« Anleihe von 300 Millionen Mark aus dem Jahre 1926. für di« eine Ueberzeichnung von 60 Millionen Mark, also insgesamt 360 Millionen Mark gegeben worden seien. Dieser Betrag sei vom Reich und den Ländern bi» zu 60 Prozent garantiert. Im ganzen handele e» sich also um 800 Millionen Mark. Da» Blatt ist schtecht berichtet und wirst zwei Dinge durcheinander. Denn Rußland hat niemals eine Anleihe von Deutschland bekommen. Vielmehr handelt es sich um die Garantie, die das Reich übernahm, gegenüber den Lieferanten Rußlands, die ihrerseits Kredite gewährt haben. Insgesamt beläuft sich die Verschuldung Rußlands an deutsche Lieferanten, für die das Deutsche Reich bis zur Höh« von 30.' Millionen Mark Sicherheit und zum Teil auch Dorfchüss« geleistet hat. auf ungefähr 500 bi» 600 Mill. Mark. Auch da» ist gewiß schon eine ansehnliche Summe, wenn man in Betracht zieht, daß Deutschland und die deutsche Wirtschaft zum großen Teil a u f Auslandkredite angewiesen sind. Aber es ist bei weitem nicht so viel, wie die englischen und ameri- konischen Banken und Industriellen ihrerseits auch ohne Garantie der Regierung in Rußland investiert haben. . _ _ Man kann über die Geschäfte nnt Ruhlam grundsätzlich verschiedener Meinung fein; daß fie nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen sind, beweist der neue Konzesfionsver- trag. den Krupp mit der Sowjetregierung gerate tn diesen Tagen abgeschlossen bat und beweisen die großen Geschäfte, die z. B. die Otto-Wolff-Gruppe zwecks Ausbau nJ- sischer Petroleumanlagen mit Rußland in Die en Tagen getätigt hat. Gemessen an dem Geschäftsumfang ist aber die russische Verschuldung gegenüber ter deutschen Wirtschaft keineswegs eine erschreckend hohe, und sie würde wahrscheinlich keiner Staatshilfe bedürfen, trenn die eigene Finanzlage der deutschen Wirtschaft schon wieder vollkommen gesundet wäre. gar keine morgen wieder gute Freunde fein, wenn g e- nügendGeld zur Besiegelung dieser. Freundschaft" zur Verfügung gestellt wird. Die Gegner von h.utc werten Die Unruhen in Mazedonien. Bulgarisch-jugoslavischk Spannung. (Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin, 7. Dtt. Zu den zahlreichen Bombenattentaten im mazedonischen Teil Jugoslawiens, die in den letzten Wochen zu verzeichnen waren, hat sich nun auch noch die Ermordung eines Brigadegenerals hinzugesellt, was selbstverständlich in Belgrad Helle Aufregung hervorgerufen hat, wittert man doch hinter all den Anschlägen das bulgarisch • mazedonische Komitee, weswegen man auch schon einmal in Sofia vorstellig geworden ist. Man kann natürlich ruhig hinnehmen, daß es sich hier um Handlungen freiheitliebender Mazedonier handelt. Deswegen ist aber noch keineswegs erwiesen, daß Bulgarien da- hintersteckt. Jugoslawien hat 1918/19 weite Strecken Mazedoniens sich einverleibt, sie aber bis heute nicht verdauen können, eben weil die Mazedonier keine Serben werden wollen. Wenn es daher immer wieder xu Zwischenfällen im Grenzgebiet kommt, so liegt bas nicht zuletzt auch an der Behandlung der mazedonischen Bevälkerung, die nach wie vor mit ganzer Seele an der alten bulgarischen Heimat hängt. In Belgrad ist man aber in den letzten Jahren auch allmählich zu der Einsicht gekommen, daß end- lich einmal das mazedonische Problem irgendwie gelöst werden müsse. Verhandlungen mit Bulgarien sind hin und her gegangen, es hat Zeiten gegeben, wo sogar davon gesprochen wurde, Bulgarien werde sich dem jugoslawischen Staatsoerbande a n s ch l i e ß e n. Dieser Gedanke ist unzweifelhaft erwogen worden, doch wurde er nicht weiter erörtert, weil sich Bulgarien plötzlich von allen Sei- t e n umworben sah. Darüber ist man in Belgrad etwas nervös geworden, woraus sich auch die jung- ften Beschwerden wegen der mazedonischen Anschläge' herleiten lasten. Wir glauben aber nicht, daß durch die Ermordiina des Brigadegenerals Jugoslawien sich zu Ungeschicklichkeiten verleiten läßt, eben weil man Bulgarien dafür gar nicht verantwortlich machen kann und weil andere Mächte eine jugoslawisch-bulgarische Spannung sofort ausnützen würden. Eine jugoslawische Demarche in Sofia. Belgrad, 7. Oft (TU.) Der außerordentliche Ministerrat beschloß, den jugoslawischen Gesandten in Sofia zu beauftragen, noch am Abend, spätestens aber Frei'ag vormittag, wegen der Ermordung des Generals Kovatscho« v i t s ch in Mazedonien bei der bulgarischen Regierung eine Demarche zu unternehmen. Ferner ist eine scharfe Rote an Bulgarien in Aussicht genommen. Die südslawische Regierung wird die Auflösung der mazedonischen Organisation fordern. Sollte di« bulgarische Regierung hierzu unfähig sein, so fordert .Ro- vosti". dah mit dieser Aufgabe ein fremder Staat beauftragt werte, ter al» der Beauftragte des Völkerbundes vorgehen würde. Einer der Mörder de» Generals ist bereits verhaftet worden. Am Tatort wurde eine bulgarische Militärhandgranate gefunden. Das chinesische Chaos. Die nationalistische Front gegen Dschangtsolin. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers*. Berlin, 7. Olt Der chinesische Bürgerkrieg zeigt zur Abwechslung wieder einmal ein andere» Gesicht. Alle ©eneräle, die sich bisher neutral verhalten oder die Südregierung bekämpft hatten, haben sich jetzt plötzlich mit den Rationalisten gegen Tschangtsolin zusammen- geschlossen und bedrohen Peking ernstlich. Aehnliche Umgruppierungen hat e» aber in der Vergangenheit schon wiederholt gegeben, aber Tschangtsolin hat sich stets al» guter Soldat und geschickter Diplomat erwiesen, so daß er wohl sehr bald auch die neue Situation beherrschen wird. Denn darüber besteht doch kein Zweifel: die an Unzuverlässigkeit durch nichts zu üterb.cicn- ten chinesischen Generäle werden den Geldgebern. die hinter ter neuen Koalition stehen, fofort ten Rücken kehren, wenn Tschangtsolrn ihnen mehr zu bieten vermag. Für fie ist letzten ®nte» der Bürgerkrieg nicht» andere» als ein geschäftliche» Unternehmen, bei dem fie nur darauf zu achten hiten. dah fie finanziell gut abschneiten. Mit wem sie zusammen marschieren und gegen wen sie kämpfen spielt dabei llus aller Welt. Der älteste Schiffspastagier ter IDclL Im vergangenen Frühjahr blickte die Ham- burg-Amerika-Linie auf ein 80jährigeS Bestehe t zurück. Es trifft sich recht eigenartig, daß gcraoe in ihrem Jubiläumsjahr mit dem Dampfer „Deutschland" ein Passagier reiste, ter vor nahezu 80 Jahren mit dem ersten Schiff der Hapag nach den Vereinigten Staaten auswanderte. Es ist dies ein Herr Quehl aus St. Louis, der 1851 mit seinen Eltern die Ueberfahrt von Hamburg nach Reuyork mit einem nur 600-Tonnen-Dampfer, dem ersten Schiff ter Hapag. machte. Dor kurzer Zeit, also nach 76 Jahren, lehrte der Genannte auf der „Deutschland" wieder in seine Heimat zurück. Mit Recht kann also dieser Reisende für sich in Anspruch nehmen, ter älteste Schisf»- pc^sagier ter Welt zu sein. Line inlerestante Reteffaklstlk. Der preußische Landtag gibt da» vorläufige Verzeichnis ter Redner heraus. daS sich auf rund 300 Sitzungen erstreckt. Die Statistik beginnt am 5. Januar 1925. Au» Ihr ergibt sich, dah von ten Ministern am meisten ter preußische Finanzminister Höpker-Aschoff hat sprechen müssen, und zwar rund achtzigmal. Reichskanzler Dr. Marr hat al» preußischer Ministerpräsident nur viermal im Landtag geredet. Den absoluten Reterekord hält Der Komrnunist Pteck. ter in 307 Sitzungen insgesamt 246 Reden gehalten hat. Pieck hält auch insofern den Rederekord, als -er es fertig gebracht hat, in einer einzigen Sitzung zweiundzwanzigmal zu sprechen. von Bufdjleuten auf ten Salomonsinscln ermortel. Ein Kaufmann, der mit einem Regierungsdampfer von den Salomonsinieln auf den Fidschi» inscln ankam, berichtet, dah Buschleute ten Distr i f t » l o m m i f f a r, einen hohen weißen Offizier, 15 eingeborene Polizisten und f a st die ganze Besatzung eine» Polizei- dampfers an der Rordostspitze ter Insel Malaita ermordet hätten. Der Bootsmann des Schiffes und vier verwundete Polizisten feien die einzigen Ueberlebcnben. Die Droschke auf dem Bürgersteig. Ein aufregender Vorfall spielte sich in Berlin am Bahnhof Z o o ab. Eine Kraftdroschke fuhr plötzlich auf dc Bürgersteig und stieß gegen einen Eisenträger der Bahnüberführung Sabel ging der Wagen in Trümmer und die beiden Fahrgäste wurden schwer verletzt. Außerdem wurde eine Passantin überfahren. Auch sie erlitt schwere Verletzungen. Gasexplosion. In Drelau ereignete sich aus noch unbekannter Ursache in einem Haus« ter Opper- auet Straße eine sehr schwere LeuchtgaS- Explosion. Das gesamt« 1. Stockwerk brach in sich zusammen. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Durch ein Jlugjeug getötet Iin Kieler Hasen tourte daS Boot eine» früheren DeckOffiziers von einem Flugzeug überrannt. Der Bovtsinsasse ertrank. Der weibliche Schuhmann. Bei ter Mannheimer Gefährtetenpolizei sind seit 1. Oh ober drei weibliche P olizei- bcamte tätig. Sie üben ihren Dienst in Uniform auS und tragen eine Iangfd>5&ige blaue Jacke, in Taille geschn tten, mit gelber Litze am Unterarm, und einen weiten Rock aus gleichem Stoff. Ein runder stei'er Filzhut und hohe Schnürstiefel ergänzen die Un form dieser wüblichen Polizeibeamten. Waffen tragen sie nicht. Zigeuner Herzberg. Seinerzeit wurde von ten vielen Straf- und Mordtaten eine» langgeluchten Zigeuner Haupt- mann» berichtet, ter endlich nach einem langen Fahndungsverfabren b i P l ta’.ie i in Ostpreußen nach einem heftigen Kampfe fest genommen werten konnte. ES hantelt sich um ten Zigeuner- Häuptling Han» Hcrzberg, dem nicht weniger al» 5 Morde nachgesagt werten. Ml diele Bluttaten werden auf die heute noch bei Zigeunern bestehende Blutrache zurückgeführt. H^lx.rg versucht eine Reihe von Straftat?n und Delikten abzuleugnen. Er soll daher jetzt von Berlin, wohin er nach seiner Festnahme geführt wurde, nach Hanau gebracht werken wo man stosst, die Untersuchungen schneller und leichter führen au können, da Hanau ter Sitz von Herzbergs Z.geunerstamm ist. D 1250 nach Lissabon abgeschleppt. Notlandung wegen dichten NeveiS. Lissabon, 6. Oft. (HavaS.) Das deutsche Flugzeug D 1230 tourte heute vormittag 10 Uhr durch den Schlepper .Falelo' von Santa Sruz nach Lissabon geschleppt, too es um 16 Uhr ein traf. Die deutschen Flieger waren durch dichten Rebel, ter die Weiterfahrt unmöglich macht«, zu ihrer Rotlandung bei Santa Eruz. 60 Kilometer von Lissabon entfernt, gezwungen worden. Nach seiner Ankunft in Lissabon «rflärte ter Führer des Flugzeuges einem Vertreter der Agence Haoas: Wir flogen von Amsterdam in durchschnittlich 500 Meter Höhe di« französische Küste entlang und nahmen Richtung auf Ouessant, begünstigt von Südostwind, später von Oftnnnö. Während tes ganzen Fluges sandten wir Rachrichten an die Station Ouessant, die hierauf antwortete. Wir erreichten bei herrlichem Wetter die spanische Küste und riefen Bigo an, das Antwort sandte. Alsdann folgten wir der p o r t u-i« s i s che n Stufte. Ungefähr hundert Kilometer vor Lisiabon gerieten wir in dichte Rebel. Wir versuchten mehrere Male, Lisiabon anjurufen, um uns bi« Richtung angeben ,zu lassen, ohne jedoch Antwort zu erhalten. Dor die Unmöglichkeit gestellt, den Flug sonzusetzen, beschlossen wir um 4.45 Uhr auf das Meer niederzugehen. Da Lissabon nicht auf unsere Anrufe antwortete, entschlossen wir uns, auf dem Platz unserer Landung zu bleiben, ter unserer De- rcchnung nach Santa Cruz sein muhte. Daß Meer war glücklicherweise ruhig. Die Fistßerbarken in der Umgebung eilten zu Hilf«, ater infolge ter Unmöglichkeit, uns oerftäniigen zu können, ging der Pilot Loose an Land und versuchte mit dem Reserve-Landfunk-Apparat Lissabon zu erreichen, das jedoch immer noch nicht antwortete. Er übergab darauf dem Führer eines Autos einen Brief an unseren Lissaboner Vertreter. In der Rächt mutte uns bann ein Schleppdampfer zur f) i l feie i ft u n g gesandt. Wir hofften, fall» sich ter Rebel verteilen würde, bei Tagesanbruch Lissabon auf dem Luftwege zu erreichen, mußten uns jedoch entschließen, uns iqs Schlepptau nehmen zu lassen. Im übrigen war der Flug ausgezeichnet und wir hätten ihn fortgesetzt, wenn wir nicht durch ten Rebel behindert worden wären. Die Motoren arbeiteten gut. Wir hoffen, daß sich In zwei oder drei lagen das Wetter bessern wird, um gegebenenfalls unseren Flug fortsetzen zu können. Kunst und Wissenschaft. Tagung tes Verbandes deutscher Hochschulen. Die fünfte Tagung des Verbandes der Deutschen Hochschulen fand in Aachen statt. Der Vorsitzende des Verbandes, Prof. S ch e e l - Kiel, würdigte in seiner Begrüßungsansprache die Zusammengehörigkeit der Professorenschast mit der Studentenschaft als wertvolles Mittel zur Erfüllung der großen nationalen und internationalen Aufgaben der Hochschulen. Der Rektor ter Hochschule Aachen, Prof. Wentzel, begrüßte die erschienenen Rektoren der deutschen Universitäten Er betonte die Verbindung der Hochschulen mit dem Ausland« und erinnerte an die Notwendigkeit, die Anziehungskraft der Grenzlandhochschulen durch besondere Maßnahmen in jeder möglichen Weise zu stärken. „Mit Bedauern/ so sagte der Redner, „sehen wir, wie in den von un» getrennten Gebieten die deutsche Jugend in die fremden Schulen gezwungen wird, und stehen dem waffenlos gegenüber. Um so mehr muß uns die Psieg« deutschen Geiste» und deutscher Wissenschaft durch die Erhaltung starker Hochschulen als geistige Festen an ten Grenzen des Landes am Herzen liegen. Die Metterlaae. R6$t 10 o 0 I o QvonttH*Di o witrr o ui» wwtu • verxig G ofd«tt • «egen w Sthnrt <1 Irioecin ■ "twi K '.f. ft-«w «xtlp Ost jS «MS'Q«' 5udsu3*c$l )turne oedtn Stibonr* $ic"<"dtn «t ter läge auf, denn die herrschende Luftströmung erhält weiter den jetzigen Witterungscharakter. Wettervoraussage: Meist wolkig, nur vorübergehend aufhciternd, Temperaturen wenig verändert und strichweise Regenfälle wahrscheinlich. Witterungsaussichten für Sonntag: Fortdauer des Wctterungscharalters. Lufttemperaturen am 6. Oktober: mittags 10,4 Grad Celsius, abends 7,8 Grad Celsius, am 7. Oktober: morgens 8 Grad Celsius - Erdtcmperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 6. Oktober: abends 9,1 Grad Celsius; am 7. Oktober: morgens 8,3 Grad Celsius. Marimum 10,5 Grad Celsius, Minimum 6,7 Grad Celsius. — Niederschläge 0,1 Millimeter. 9l‘ln8 S5fe 8 aufto*O|, 1?« AnÜW' P0rtufh|iTt tpÄftfcX btn[ >r unfrrer fo. M km muh,,. jm rsr *£ mtroortete. Tr iüx^z 3n der Nach, ro-jrbe ,mP|frxuri)i|ft, ^n» falls sich her Nebal M Lissabon auf btm '»ten uns Hoch m Pfau nehmen ju los. lu9 ausgevichne, und m mir nid)! durch den ren. Die Mvloren ar- i.kch 'm zwei oder drei »rd, um geyebenensalls b 0 0 ,»k-e» > vor Eintritt des Frostes beenden zu können. Die wettere Durchführung de» Sttah«nern«uerungsprogra.nm» mutzte aut das nächste Frühjahr verschoden werden. Drucksachen aller Att ftattang stilrein nnb* preisoerl die SrShl'sche UtzfversttStL-VrNckerci, B. Lange, Siehrn, Schalstr. 7. hat der Hcrost seine Farben schon Diel kräftiger Antl.tz der Ratur gezeichnet. Ja. nicht nur !?aS da unb dort hat et in einem zornigen Unmutsanfall das Laub der Bäume schon Deine e ganz abgeschüttelt, und so steht denn schon .n t ertn ersten Oktober tagen an manch sonnigem «fiel) eine eben noch schattende Kaftan e net- o;..t. ist auch manch anderer Daum fernes BlittctlleiM allzu früh beraubt. Gewiß. auch ber Oktober fchenkt uns noch linde Tage oon seltiamer Weichheit und wohliger Wärme. ater ihnrn folgen nur allzu rasch weder jene un- freundlichcn. rauhen und herben Späthcrbsttage in denen Hebel und Wind. Regen und Külte den Aufenthalt Im Freien schon recht unwirtlich machen. In zahlreichen Wohnungen w.rd schon jetzt geheizt. um die Räume, wie man Io sagt, „Überschlagen" zu machen und den Ausenthalt m ihnen behaglich unb gemütlich zu gestalten. Damit beginnt allgemach die lange S^ei>pcrü>2t. ble ja in unseren ‘Breiten nicht weniger als — Reubefestigung von Straßen. Seit gestern vormittag sind die Arbeiten zur Reubefestigung des Fahrdammes im A st e r • weg zwischen Walltorstratze und Schillerstratze im Gange. Gegenwärtig wird hier da» alte Steinpflaster entfernt, um einer asphaltierten Decke Platz zu machen. Rach Vollendung dieser Arbeiten wird der ganze Asterweg bis an die Rordanlage asphaltiert sein. Gleichzeitig mit den jetzigen Arbeiten werden auch die Bürgersteige und die Fahrbahn in der Schiller st raße mit Asphalt neu gestaltet werden. Ferner wird die Di ezst ratze einen neuen asphaltierten Bürgersteig erhalten, toeiter erhält die linke Bürgersteigseite der B e r g st r a h e Dailfche Mo- Zustande weit höher zu veranschlagen fein. Vornotizen. — Tageskalender für Freitag: Stabttbeater, 7.30 Uhr: Mädel von beute* (Ende 9.45 Ubr). — Palost-Lichtspicle: „fiarolb, der Sportstudent". — Aftoria-L.chtspiel«: „Gräfin Dandieres*. — Bechftein • Film - Konzert. Man schreibt uns: Am tpmmcnben Montag, abends N Ubr, findet auf Veranlassung der Firma Piano- baus Robert Schönau, Selterswcg 91, in der Neuen Aula der Universität eine Veranstaltung statt, die lebhaftes Interesse finden durste. Es wird der Bechstein-Kutturfilm „Vom Werden de» Flügels* vorgesührt, der sowobl in Deutschland als auch im Ausland den grützten Beifall gefunden bat und in interessanter Weise bas Entstehen dc» Klaoiertones, die Bedeutung des Resonanzbodens und den Werdegang eines Bcchstein-Flügel» vom rohen Holz bis zum Kunstwerk zeigt. Line besondere Rote erhält der Abend dadurch, daß im Anschluß an die Filmvorführung ein Klavierkonzert der Pianistin Frl. Maraarete Wit aus Berlin ftattfinbet. Wie in der Anzeige in der Mittwochausgabe erwähnt, findet die Verarbeitung ohne Erhebung eines Einttittsgeldes statt, Karten werden Im Pianohau« Schönau abgegeben. Die Der- anftaltung wird gegen 10 Uhr zu Ende gehen, so daß auswärtige Besucher noch die Züge zur Heim- fahrt erreichen können. sechs bl» sieben Monat« bauert. Früh sinkt bi« Dunkelheit herein, lang werden wieder bi« Abend«, öin paar Wochen, unb die Ratur w tb die letzten Reiz« und Schönheiten de« Jahres auSgeftreut. die letzten Perlen ihres Kleides verloren haben, und dann kommt wieder di« Zeit der novemberlichen Düsterheit und Bedrücktheit, in der es un» ist. al« habe di« Ratur zu atmen aufgehört und al» leg« sich die ganze dumpf« Schwer« ihre» Erstorben'ein» auf unser« Brust. Die städtische Sand- u. Kiesgrube an der Liebigshöhe. Wer noch vor einigen Jahren die au» Pri- vatbesitz In die Hände der Stabt übergegangene Kies» unb Sanbgrube am alten Röd- «jener Weg gesehen hat. schaut? in ein Lhaos. Die Fläch«, auf welcher da« Material bereit» abgebaut war, lag wüst und unplaniert da. Die Zusuhrwege zur Qlnlage waren mehr wie im schlechten Zustand Wer heute einen Blick in b:n Betrieb wirft, sieht die ca. 4O>3 Quadratmeter ab gebaute Fläche zu Ackerboden umgewandelt, eine Avi^eit, welche die Stadt 1922 23 durch Arbeitslose hat vornehmen lassen, so drh der Boden jetzt al« Gar enland mit Erfolg bearbeitet wird. Die Ab- und Zufahrtwege der Grube sind, soweit ble» angängig war, befestigt unb werden, was bei dem starken Berkehr nötig erscheint, fast täglich gebessert und in Ordnung gehalten. , Da» in der Grub« gewonnene Material besteht au» einer etwa 5 Meter anstehenden Schicht Ux-itzem beüen Weitzbindersand. au» einer darüber gelagert m, 5 bi» 6 Bieter fialtenben Stufe gelbem Mauerland und au» einer Decklage in Hohe oon 5 bi» 7 Bieter anstehendem Kie». Die vorhandene Menge Sand schätzt man auf 25 30 000 Kubikmeter. während die noch abzubauende KieSmenge auf 10—12 030 Kubikmeter veranschlagt wird. Da» Sandlager ist frei von allen Beimengungen und ist in feinen bet den Sorten sichtbar voneinander gcfdbteber. dagegen zeigen sich im Kieslager Beimengungen von Don und Lett«. Man hätte den Kies, um ihn von Ton und Lette zu trennen, nach ber Gewinnung erst Heben müssen, eine Arbeit, bie bei gewöhnlickx'm Handbetrieb sich zu teuer gestellt haben würde. An einer maschinellen Siebcinrich- tung in ber Anlage an ber Liebig-Höhe aber hat e» bisher gefehlt. Iq»t nun Hal bie Stadt dem Mangel abge- hvlfen unb - wie schon kurz gemeldet — unmittelbar an der Dewtnnungsst^lle mit einem Kosten- auftoanb orm nur 5—6000 Btt stm Sletz- a n I a g e nach Angaben eine» Fachmannes vom Stadt bä ua int Herstellen lassen, bie vor wenigen Tagen probetoetk in Betrieb genommen wurde. Das au» Schwellen unb Brettern hergestellt« 12 Bieter hohe Bauwerk besteht in brei überein- anbetlicgenben Räumen, der.m oberste ®tag« mit einem automatischen Aufzug versehen ist. um ba» in Kippwag.m an der Gewinnung»stelle geloben« Material heran- unb zur Höhe zu bringen, wo es dann in men sogenannten Borfüllung-- trog geschüttet wird. Hnmitldbar darunter, in ber zweiten Stage, befindet sich ba» Kippklovfsieb. auf da» der noch rohe Kies au» dem Borg gelangt unb durch eine Bewegung des Siebes beförbert, gehetl unb sortiert wird, nachdem schon vorher bie tonigen unb erdigen Bestandteile au-geschieden sind. Durch dte^en Prozetz wird da» Material sortiert in scharfkantigen Maueriand. unb der bann verbleibenbe reine Äi?» In drei Körnungen geschieden. Born Sieb gelangt ba» so veredelte Material in vier darunter liegend«, voneinander geteilte Kammern, von denen es direkt auf Wagen geladen werden kann. Da» Xran»portml!te( braucht nur an ba» Bauwerk heranzus ähren, unb durch einen Hanbartf! Der- aplatzt. rinnt der gewünschte Sand ober Kies, ohne datz erst griche 5larfirid)ten. Jfraclitische Kdlgionsgemelnbe. Gottesdienst in der Synagoge (öübanlage); Samstag, R. Oktober, Vorabend 5.30 U^r; morgens 8.30 Uhr: abends 5.55 und 6 35 Uhr. Israelitische Rcliglonsgesellschaft. Sabbatfeier, 8. Oktober: Freitag abend 5.20 Uhr: Samstag vormittag 8 Uhr; nachmittag 4 Uhr; Sabbatausgang 6.35 Uhr Wochengottesdienst: morgens 6.30 Uhr, abends 5 Uhr. Mietgesuche flinniiiiinmiiiiniiiniiim m8b‘. Zimmer mit eicht. Vidn und fluiem Ofen icoil 3entralbet6 COftfDÖ) 20 BnnMffll M*, Hitler liebowiriiieri Itter bet gutem Verdienst »um sofortigen (Umritt gesucht SSMßMM A.-6 Butzbach t. H. W76id besorgt das UbrigeW^ Erne angefeuchtete Bürste, ein wenig V1M, und fort ist aller Schmutz — wie weggezaubert’ VIM scheuert Hotz, Metall, Glas, Steingut, Email und Linoleum, ohne zu kratzen und anzugreifen. Prächtig reinigt VIM schmutzige Hände. 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Hat der Papst nicht in die im Grunde doch recht welrsiche Politik der französischen Aktivisten eingegnsfen imd damit die unbedingte Reutrali.ü: der Kirche kompromittiert? Die andern begrüben die länpchlossenh^lt des Statthalters Ehristi. der schon bei ferner Wahl als Hauptpunkt die Wiederherstellung der kirchlichen Macht auch außerhalb des Vatikans auf sein Programm gesetzt hatte. Und der revoltierende Kardinal selbst? Or ist zunächst einmal tatsächlich ins Kloster gegangen, zurück zu den Jesuiten, deren Orden vlellticht noch keinen solchen Fall zu verzeichnen hat. und iiebt Die PeterskM'vel jetzt nur noch wie ein Schemen am Horizont. Seine Eminenz ist fein cardo mehr und fein Berater deS Statthalters Christi, sondern wieder ein einsacher Pater. Bruder Billot. Der malt dieses kirchenhisto- rische Bild? Ein nach den verschiedensten Richtungen . hoch bedeutsamer Vtitartifel im .Hannoverschen Kurier^ stellt fest, datz wir uns ein Aus- .tnontxrfatlen de« D»lk.« in ber »raa< seines Symbols ntcht länger leisten können. Darum bltibe nur die Lösung datz die Anhänger von Schwarz-Wtih*Rot bas 'Volk $u endgülttger Sntfchridmig aufrufen, tpenn eS nicht gelinge, durch Schaffung eines neuen Reichssymbols. das auf Die alten Ueberlieserungen des deutschen Mittelalters zurückgreife. eine Einigung zu erzielen. Die Jahre ginaen dahin. Einige Jahre nach dem Fricdensfchlutz wurde ich aus ein paar Tage in die Stadt zurückgeführt, die mir in meiner Jugend so viel gegeben hatte. Aber ach, wie verändert war dies Paris! Amerikanisiert, Fremdenausbeuterheim geworden! Frril ch. noch standen viele der alten Paläste, noch fand ich d e vertrauten Ecken w cöer, aber eine Cr^merie Francois gab es nicht mehr. Wohl noch gewahrte ich ctudiants auf Den ersten Blick, doch auch sie waren nicht mehr getragen von dem ®c- <5d)id'iil von Marcel Qioi'ant in Die Hand. Er steckte sein kleines Kapital in ihr kleines Lech- geschäft. aus dem bc o iders GeniüsewarerihänDler bei ihr Vorschuh erhielten. Kraft ihres Blickes für solide Anlagen verstand sie eS. Existenzen zu Helsen. „ , So hatte sie dem Milchhändler Gaillard em kleines Eselgespann angeschafft und war auf den glänzenden Gedanlen gekommen, es mit wsihem Lederzeug auSzurüsten. Mit diesem Gespann fuhr Gaillard nachmittags m den Park Mon- ceau zu den Kinderspielplätzen. Dort war er den Gouvernanten und Pflegerinnen sehr willkommen, brauchten sie doch Die Kindernsilch nicht von zu Hause mitzuschleppen, erhielten fie fie doch woblgekühlt aus den w.ihen Kesseln des fliegenden Ladens mit den kleinen Eselchen, aus die die Kleinen zu ihrer Freude manchmal gesetzt wurden. , Marcel Roisant gab abends in der Crxmene der Madame den Ton an. denn er war gourmet von hohem Rang. Er beriet mit Monsieur Fran- rois neue Abwechsiungen und kleine 'Tluaiuen. Wie flammte er vor Begeisterung, als er einstmals selbst einen Aal in Salbei herstellte! Immer wurde er zu Rate gezogen wenn Monsieur Francois den neuen Wen besorgte, toenn sie etwa schäumenden Saumur prüften oder einen edlen, goldenen Cöte d'or. Eines Tages hatte ich Marcel, der gerade blank war gegen Ende des Monats, zu einer Flasche weihen, herben Ehablis eingeladen. 3d> befragte ihn: .Warum verwenden Sie Ihre Chemie nicht prattisch? Warum eröffnen, Sie nicht selbst ein kleines, erlesenes Eßlokal?" Eine Träne tropfte dem Siyriefen von Der Dourbonennase herab. Er sagte: .Mein Freund, das ist doch mein einziger Lebenswun'ch. Sehen Sie hier unsere Cremerie Francois an, das ist doch noch altes Paris. Allenfalls essen Sie noch im Tour d’argent ein paar Meistergerichte. Aber ansonst ist unsere Küche nüchtern geworden, rationalisiert! Der esprit gaulois fehlt! Und warum? Weil Die Fälschung überall siegt und der Geiz. In der Küche muh Großmut herrschen, wie überall in der Kunst. Hingebung. Verschwendung! Eine grobe Küche kann nicht von dem kleinen Bürger leben. Es mü'len sich Dw ScianeurS dazu sinken, die ganz gro'»..rütig und frank für ein wohlgelungenes Cütclctte ^oudise ein Goldstück auf Den Di ch werten. H er. Monsieur Francois zeigt uns das Fleisch in rohem b zu verwerfen, weil vor acht utsche Jahne in Der unrichtigen Fahne Der Republik getoäblt 2lm Ende des Monats ist eS ja doch mit ihm aus!" .Maitre Roisant, das Licht der Crtmene Francois?“ .Ja!" Ich überlegte einen Moment. Dann sagte ich: .Sieh einmal an. Alter, du warst immer inter- nat.onal. bist kaum in Deutschland geboren, fällst nicht auf. Aber werden sie mich nicht sofort alS Deutschen erkennen und mihachten? Und das wäre mir leid, da ich die Bande von früher her in guter Erinnerung habe!" .Wo denkst Du hin? Wir sind freie Geister! Komm und genieße! Mehr als fünfzig 3nfla^ tionssranken wird es für uns beide nicht kosten! Dann sahen wir In dem seltsamsten und entzückendsten Raum, der je erfunden wurde. Iwti Reihen Tische nur und im ganzen vielleicht zwölf kleine Tafeln zu sechs. Jene bequemen Sessel aus Der Zeit Ludwigs XV., die sich den Hüsten, dem Gesüh anschmiegen. nahmen uns Geniester auf. 3ur rechten Tischseite walteten zwei weitz- gekleidete Kellner ihres Amte«, leise und würdv- voll. Sie gingen auf Gummisohlen. Sie reichten unsichtbar selbst die Karte. Sie gehörten zu jenen Geschöpfen. Die sich eine Kugel vor den Kops schieben würden, wenn ein Gast sagen würde: .Sie haben gut bedient!" Für sie gab cs nur eine ersehnte Formel: .61 i ft gut bedient!" Zur Linken bildete eine Durchsichtige, dicke Glasbarre von Mannshöhe eine Bank. _ Durch sie konnten wir hindurchschauen in die Küche. Hier haftete der Blick auf einem langen, marmornen Vorratstisch, auf Dem erlesene Flclschftücke aller Art lagen. Daneben standen in Körben frische Salate, Gemüse und Früchte. Groste schwarz« Rummern bezeichneten die einzelnen Leckerbissen. Durch ein kleines Tischtelephon konnte der Gast den bei Den Rohauf schneidern selbst angeben, was er sich wünschte. « Am Ende jedes Tisches war in D;-e Glaswand eine grobe kupferne Höhlung etngelaffen, und in dieser Höhlung befand sich der netteste elektrische Kochherd, ein entzückender, kleiner Gasrvst. Würdevoll und grob kam Marcel Roisant dahergeschritten Er beriet feine Gäste. Er ent- M. mir ihnen die kleine Gasflamme. Er fehrte sie bi: Saucen in der elektrischen Pfanne bereiten. Es war kein Restaurant, es wir eine Akademie Der Kochkunft. Er trat an bischen Regel hingenommen. ; ’ gebende Flagge gilt eS heute zurückzu greif en. um Den Flaggenstreit durch eine Einigung auf mittlerer Linie auS der Well zu schaffen. Die Anhänger von Schwarz-Rot-Gold werden sich selbst sagen, datz ein Zurückkehren zu Der heraldisch-richtigen Reihenfolge keine Preisgabe. sondern im Gegenteil eine Ausgestaltung ihres Symbol« Darftetlt. Rach Der heraldischen Regel Darf Farbe (schwarz, rot. blau uftoj nicht auf Farbe, Metall (gelb ----- Gold, weih --Silber) nicht auf Metall liegen. Auf die Einzelheiten braucht hier nicht näher ein gegangen zu werden. ES genügt, daS natürliche ästhetische Empfinden anzurufen. Einem Jeden ist wohl schon einmal ausgefallen, datz die Reihenfolge von Schwarz über Rot zu Gold etwas Düsteres, ja vielmehr etwas Unfertiges. Derschwimmendes an sich hat. Epen dieser Eindruck verflüchtigt sich und die Flagge bekommt Halt und Klarheit, sobald das lichte Gold zwischen die schweren Farben Schwarz und Rot gelte en ist. Darum follle man ohne Zögern Hand anlegen, um diese Dcrl>e scrung durchzusehen. Frtilich mag ein ganz verbissener Kämpfer sagen: die falsche Reihenfolge sei nun einmal als Symbol der Republik eingeführt. Aber die Weimarer Versamm- Die Akademie -er llochlunst. Don Friedrich F r e k s a. Zu Paris lernte ich ihn kennen, den grötzten feines Faches. Marcel Roisant. Er war ein rüstiger Dreißiger. trug einen gewaltigen Oberkörper auf zu kurzen Beinen, hatte die kle.n- sten Hände und Fütze. die ihm etwas gefesielt HilfSloseS gaben. Ein gutmütiges, blondumrahm- teS Gesicht sah auf kurzem Halse. Die Ohren waren klein und innen em klein wenig behaart. Die grabe Rase hätte keinen Bourbonen beschimpft. und Der Mund hatte die breite Unterlippe des Genießers. Seit dem achtzehnten Jahre studierte Marcel auf der Sorbonne Chemie. Aber kein Ehrgeiz regte sich in ihm es der Madame Eurie gleich zu tun und einen Robelpreis für fern Land heim- zubringen. Sein Licht flackerte in der Wissen- schäft nur klein und kümmersich. Um so hoher ftanD. um so Heller brannte es in der Crdmene Francois auf dem Boule-Miche. Das war eine echte, rechte Pariser S t u - ventenwirtschaft. Mittags gab es nur ein Gericht. Doch abends briet Herr ^ran^ms in unzähligen Heinen Kupseriasserollchen Die herrlichsten Leckereien, aber nur M.machen, denen er wrchlwollte oder vielmehr Frau er_§aubtfad)c darin bestand, die Geheimnisse und Familienangelegenheiten der jungen etudiants aufzusammeln. Wehe dem Studenten, der ein Mädchen zum zweiten Male mitbrachte, von dem sie abgeraten hatte! Denn Madame Francois hatte zwar ein grobes Herz für die Liebe, aber ein ebenso großes für die Anständigkeit. Ihr waren die jungen Geschöpfe verhaßt, die die Studenten zugrunde richteten, statt ihnen die nötige Seelenruhe für ihr Studium zu verschaffen. Doch erfreute sich ein Mädchen ihres Ansehens, so war sie es, die bei Der Beendigung des Studiums mit Den Verwandten des jungen Doktors sprach, um Dem guten Mädchen eine nicht zu knappe Abfindungssumme zu sichern. Sie war es. die dieses Geld vernünftig an- legte und dem verlassenen Kinde eine Üntcrfunft in einem der vielen Läden des Boule-Miche verschaffte. Madame Francois nahm auch das worden sei, würde doch von einer Verbohrtheit zeugen, wie si« Mannern, welche sich auf der Bahn deS Fortschritts fühlen, übel an stehen müßte. Wiederum werden Die Anhänger von Schwarz- Weih-Rot sich sagen dürfen. Dab. wie schon die .Allgemeine Rundschau" bemerkte, den Farben nunmehr das Odium, ein Danner des Umsturzes zu sein, genommen fei. Denn in der Reihenfolge Schwarz-Gold-Rot sind die Farben zweifelsfrei nichts anderes als die grotzdeutschen Farben als solche: die republikanische Ausprägung, die nur gerade in jener unrichtigen Reihenfolge gefunden werden könnte, ist weggefallen. UnD damit nicht genug. Die Farben Schwarz-Gold-Rot und Schwarz-Weiß-Rot stehen einander ganz nahe, während Schwarz-Rot-Gold zu Schwarz-Weih' Rot in fcharfem Gegensätze stand. Die Farben stimmen überein b i 6 a u f daS Mittelst ü ck. Auch dieses ist beiderseits licht: nur statt Weiß leuchtet Gold. DaS ist keine Feindschaft mehr! Schwarz-Weiß-Rot und Schwarz-Rot-Gold stießen fich aneinander: Schwarz-Weiß-Rot und Schwarz-Gold-Rot treten einander zur Seite. Großdeut'ch und Kleindeutsch können hier zu- sammenlommen. Zwischen dem grohdeutschen und D>m Neindeutschen Symbol des vergangenen Jahrhundert» gibt es eine Synthese: Schwarz- Gold-Rot. Elternhaus und Mädchenbildung Aus der diesjähriger Eisenacher Tagung des Allgemeinen Deutschen Lehrerin- nen-Dereins wurden im Anschluß an Referate von Frau Emmi Beckmann. Hamburg. Frau Dr. Agnes von Zahn-Harnack und Frau Anny von Ku letza Fragen,der Mäd- chenbildung eingehend erörtert. Häufig wird gegen die Schulbildung der iZNädchen der Einwand erhoben, daß das Mädchen physisch dieser Bildung nicht gewachsen ist. Wer die Mädchen heute in den höheren Schulen beobachtet, sindet immer wieder, Daß sie frischer, gesünder sind als ihre Mütter, die sich nur im Haus betätigen, gesünder auch als die gleichaltrigen Mädchen in der Berufsarbeit. Die Mädchen, die die nötig? intellektuelle Fäh gleit haben, werden auf der höheren Schule physisch nicht geschädigt. An alle interessierten Frauen geht Die dringende Bitte, sich mit den Lehrerinnen in enge Verbindung zu fetzen, um die Frau zu der Bildung zu führen, die sie den Anforderungen der Gegenwart gewachsen macht. Wenn auch die Kich- und Derussausbildung für daS Mädchen gehoben werden muß. so hat indessen auch die Vorbildung Der Hausfrau und Mutter in Der Vergangenheit nicht genügt. Für die Lehrerinnenbildung können und Dürfen sich die Frauen n cht mit einer geringeren Bildung als für die Lehrer einverstanden erilciren. Es wurde dann die Rolle Der Mütter im (811 er n r a t besprochen und Dabei betont, daß in der Mädchenschule ein viel stärkerer Frauen- einfluß nötig wäre als bisher. Denn eine, ge- wisfe seelische Vertiefung und Verfeinerung könne nur die Frau dem Mädchen geben. Besonders in den Schulverwaltungen sollte die Mutter ihren Einfluß geltend machen auf die Besetzung freier S teilen im Mädchenschulwesen mit Frauen. Heute unterrichteten 25 Proz. Lehrerinnen an den deutschen Volksschulen und 75 Prozent Lehrer bei einer fast gleichen Zahl von Schülern und Schülerinnen. Das große Minderwertigkeitsgefühl der Frau gegenüber dem Manne werde verschwinden, sobald Die Mädchen mehr von Frauen erzogen werden. Denn gerade durch die Erziehung des ManneS werde dieses Gefühl im Mädchen oft bestärkt. Es wurde dann eine Resolution angenommen. in Der im Interesse einer gesunden und Was die an zweiter Stelle genannte Möglichkeit Der Einigung auf ein neues Reichslymbol betrifft, sv würde die Einführung einer völlig neuen Reichsflagge ebenfalls kaum zum Frieden führen. Aber offen bleibt die Möglichkeit, unter Absehen von einer völlig neuen Reichsflagge gerade die beiden streitigen Flaggen miteinander in Verbindung zu sehen: durch ein Kompromiß zwischen Schwarz-Weiß-Rot und Schwarz-Rot-Gold zum Frieden zu gelangen. Bereits im Vorjahre hat ein Aufsatz Der Münchener .Allgemeinen Rundschau" (5>r. Otto Kunze) die Farben Schwär z-G v l d-(G e l b-) Rot als die wahren alten deutschen Farben auch für Die deutsch? Zukunst gefordert. Der Flaggenausschuß der Frankfurter Rationalversammlung 1818 hat. wie die .Allgemeine Rundschau" Darlcflte. diese Farben al- die alten deutschen Reichrfarben festgestellt: er hat ferner fcstgestellt, daß nach den Regeln der Herald-.k bei einer Streifenslagge mit diesen Farben der goldene (gelbe) Streifen der mittlere fein müsse, und nur im Hinblick auf eine bereits erwachsene Lieblichkeit der sasichen Reihenfolge (Schwarz- Rot-Gold) haben FlaggenauSschuß und Rational- verfammlung eine Abweichung von der heral- vollwerttgen WLdchenbildung und Erziehung tn Stadt und Land die Forderung einer ftärtcrcn Beteiligung der Frau im WädchcnbilDungswefen erhoben wurde. Insbesondere verlangt Die Resolution, datz in Der Landschule die Mädchen auch durch Frauen erzogen werden und datz die zweiien L'efcterfttilcn möglichst mit Frauen besetzt werden. Daß lernet in allen gemachten Schulcn, Volks-, Mürel-, Berufs- und höheren Schule:-. weibliche Lehrkräfte im Derbältnis der Zahl der weiblichen Schüler angestellt werden und daß schlietzlich in den Elternräten und Schulaus- schüfsen die Frau und Mutter stärker alS bisher zur Mitarbe.i herangezogen wird. Fallender Purpur. Son unserem römischen F-Korrespondenten. Rom, Oktober ES ist ungefähr so Vie mit dem Mantel und dem Herzog — wenn der Kardinal gebt, s o fallt der Purpur. Der Fall ist aber ungemein selten, denn das Wort Cardinal schreibt sich von cardo her. das ist die Türangel, um die sich alles dreht. Ein Kardinal ist ein Herzog am päpstlichen Hose, er wird auf fein Amt oder seine Würde nur dann verzichten, wenn fein anderer Weg mehr möglich. Hundert Jahre mutz man zurückwandem, um auf eine solche Sensation zu stotzen, wie wir sie heute erleben, und auch dann sehen wir nicht einen Rücktritt auS dem römischen Glanz in die Klosterzelle. sondern Männer aus uralten Geschlechtern, die ein Aussterben der Linie befürchteten und daher zum Altar schreiten wollten, zur Ehe. DaS waren Medici, E-arasa... Heute aber bricht ein Kardinal mit dem Papste auS politischen Gründen und nicht freiwillig, er streift den Purpur ab. weil er sein fernes Vaterland zu hart angegriffen findet: um eS in nüchternem Zettungsdeutsch zu sagen: der Kardinal Louis Billot ist zu- rüdgetreten, weil er die Verfolgung der .Action Fran?aise" nicht billigen konnte. Wenn eS noch eines Beweises bedurft hätte dafür, daß der Franzose immer Franzose bleibt, der Kardinal D.llot hat ihn erbracht Das ehrt seinen Patriot-LmuS, aber die Bestürzung gerade in französischen Kreisen deS Vatikans ist groß. Wie erinnerlich, sah sich der Papst kürzsich veranlaßt, mit Dann und Indet gegen die französischen Aktivisten, gegen das von MauraS und Daudet vcrsochtene .Reuheidentum' vorzugehen. Im Vatikan, wo es ja viel weltlicher, politischer und ab und zu sogar weltpolitischer zugeht alS sich fo mancher Fromme träumen läßt, herrschte seither dicke Luft. Wenn ein Daudet den Fehdehandschuh hinwirft, so kann ein Papst natürlich nicht nachgeben, auch wenn es sich um Piu« XI. handelt. Bei seiner De- wisienhaftigkeit Durfte er in den Herren von der .Action Fran^aise" nur Ketzer erblicken, mochten sie daneben auch vierundzwanzigkarätige Franzosen fein PiuS XL war unversöhnlich, unbelehrbar in seinem Zorn. Es kam zu scharfen Zusammenstößen im Vatikan, zu einem Ringen der päpstlich-kirchlichen und der sranzösisch-vo.i- tischen Richtung. Richt, al« ob man im Heising Kollegium nicht einmütig gewesen wäre über tn« Rotwendigkeit einer Verdammung der Action Fran^aise, nur über die einzuschlagende Taktik > gingen die Meinungen auseinander Billot war I für ein zuwartendes, vorsichtiges Vorgehen, der Papst aber brach im Dezemverkonsistor.inn mit einer heftigen, hemmungslosen Verurteilungs- rede alle Drücken ab. Dillot rechnete allzusehr auf die Unterstützung aus dem französischen Lager. er vergaß, datz sein» Fähnlein durch die nun schon jayrlangen Reibungen Frankreichs mit der Kirche schon sehr geschwächt war. und alS er als letzten Trumpf die Rücktrittsdrohung auf den Tisch warf, nahm Der Papst die Demission ohne weiteres an Der Druch war unheilbar. Wie tief die Gegensätze ginzen, zeigt die Machtlosigkeit des sonst so vermittlungSfähi- gen KardinaistaatssekretärS Gasparri, deS päpstlichen Ministers des Auswärtigen._____ Deutscher hätte das Geld für diese schen Pariser Lokale?" .Mais non, mon ami!“ erwiderte er. .Wir benutzen Die Gelegenheit und gehen zu Rohani. cd klar und rein durchsonnt von Freude und Wehmut zugleich ist auch das.Herz. Die letzten Tage haben viel aufgerührt an Erinnerung, ober auch etwas geschenkt, was man beinahe vergessen oder nicht für möglich, für wahr gehalten hatte. Um damit zu beginnen Die Den Toten ge- widmete Feier klang aus in einem fröhlichen Fest deS Wiedersehens. Wi« die Feier sich vollzog in überkommenen Formen, die manchem Heutigen nichts bedeuten, weil er nicht weiß, oder nicht mehr weiß. waS sie einst gefüllt hat - heute, wo die Kraft von Zeichen und Sinnbildern überhaupt nicht mehr verstanden ober nur mißverstanden wird — fo vollzog sich auch die Fc.er deS Wiedersehen« nach altem Vvl- datenbrauche. Ein Umtrunk unter Männern, eine Degrüßung obne viel Hin und Her, kein Schimmy. kein Charlestpii. kein Dubenkopf. Wer die Männer kennt, die jetzt alle älter . sind oder schon sehr alt. wer die Kargheit erfahren hat. mit der sie sich ausdrücken, der weih, tca« eS beöeuiri. wenn ein Glanz aus den Der- wetterten Zügen bricht beim ersten Erkennen, der fühlt den Händedruck, den Schlag auf die Schulin. DaS ist ni< gespielt. daS ist kein lieber* schwang da spricht daS Herz seine einsache. ungekünstelte Spraye. Und daS nimmt der einsame Wanderer mit in den Alltag t.aeu Hause. So ist eS denn wahr, Dafj man nicht umsonst Mensch gewesen ist in einet unmenschlichen Zell, daß man eine Spur hinterlas'en Hut im Rachbarn. im Bruder, daß noch nicht alle« vergessen ist, toafl bald vergessen sein wird, unter Kränzen begraben. Denn die'er stille Zug durch die Straßen der Heimatstadt, Der unS alle vereinte, die wir hetm- gekommen sind, er braucht nicht deS Spottes, des Unglimpss. deS Hohns. Roch zehn Jahre, noch zwanzig Jahre, und wir alle werden nicht mehr 3eugniÄ ablegen können für unsere Der* buntenbeit in ten Gewittern, für unser Gefühl für einander, für unsere Kameradschaft Da« ist fut Die heute Geborenen ein Dort, etn Schall. Wir wollen sie nicht schelten darum, aber was ist die In sportlichen Kämpfen bewährte ®emein- schast gegen unsere Bruderschaft, wenn totr Diele Frage steilen dürfen? Dir wollen gor keine Antworl. wir wollen nicht streiten. Dir wissen darum, und da» ist genug. . . , Kann man e» reiner sagen und ernfocher al» auf die Iugend deutend, Die heule schlank und rank mit Äugen vor uns steht die nicht gelegen haben, was wir gesehen baten: „Hier bie Jugend, für die sie gefallen sind. Treue um Treue." , ., , , O. man darf e» auch so nicht sagen, ohne daß auf ten Dorten ter Stempel des Haffe« fleckt und der Verzerrung, te« niedrigen Sinne«. Genug. . Wir haben etwa« tote Scham 'm Herzen ge- habt. al« wir antraten zu unserem Zuge durch die Stadt Scham vor den Toten, deren wir g.'dachten, die wir ehrten. Dah wir noch leben und durch die Straßen ziehen können, wo sie nicht mehr in unseren Reihen sind Aber vor den unteren, die un« zusahen, glaubten wir doch, bestehen zu können. Denn wir haben da« unsere getan, nicht schlechter denn andere. Nun steht das Denkmal an der Stätte unserer 3u(icnb. Don. wo wir des Abends aus der gastlichen Stadt zur Kaserne eilten, den Sabel unter dem Arm. wenn her Zapfenstreich rief, quer über den (frert. Ein Denkmal aus Stein und Erz. und sie sagen, das, es tot ist und daß das wahre Denkmal im Herzen steht. Gewiß. Aber wie viele dieser Herzen werden bald nicht mehr schlagen, und so ist es vielleicht ganz gut, daß ein äußeres Zeichen blieb. Wir Menschen wollen unsere Gefühle aus- sprechen, wir suchen Ausdruck, Svmbol. Wir wollen einen Platz haben, wo wir unsere Blumen hin- legen können, nicht nur die großen Kränze mit bunten Schleifen. An den Jahrestagen unserer gefallenen Freunde wollen wir einen Strauß hm- stellen an die Stufen in einem schlichten Glas. Und da es ja genug find und der Tage viele waren im Jahre, fo wollen wir hoffen, daß stets am toten Stein ein lebendiges Zeichen der Liebe, der Erinnerung zu sehen ist, bis der Letzte von uns hinweggegangen fein wird und der tote Stein und das lote Erz und die fremden Namen allein auf der Hinteren Wand dem müßigen Spaziergänger non neunzehnhundertfunfzig etwas erzählen werden von einem Geschlecht und einer Zeit, über die er sich vielleicht wundert. E. L. Oberhessen. Lfndkrei- Gießen. '4- Lang-Göns. 6. Ott. Vach ter Mustet- satzung te« Hessischen Ministerium« des Innern tourte die allgemeine Wertzuwa chs- steuer durch den Gemeinderat genehmigt. — 2 5 Lehrer meldeten sich zur Besetzung ter hier frei gewordenen Lehrerstelle. : Beuern, 6. Oft. Die Preise bei der diesjährigen Obstversteigerung waren im allgemeinen sehr gedrückt. Gesucht waren nur Taseläpfel. Goldrenetten. Parmänen, ‘Bamberger, Schöner von Voskoop usto.. aber auch diese Sorten hatten sehr niedrige Dreise. Bäume mit 6 bi« 8 Körten wurden mit 4 bis 5 Mk. bezahlt. WirtschaflSäpsel 2 bis 3 Mk. ter Baum. Ganz besonder- schlecht gingen die Süßäpfel. Dieser Apfel, ter in den vergangenen Jahren für die Honigbereitung sehr gesucht war. fand in diesem Jahre kaum Abnehmer: es wurden ganze Bäume voll mit 60 Pf. bi« zu 1 Mk. bezahlt. Ebenso ging es bei ten Honigbirnen, die bei sehr gutem Behang durchschnittlich mit 1 Mk. pro Baum bezahlt wurden. Die Kartoffelernte ist in vollem Gange. Die Er- tcuge find zufriedenstellend. - Gestern wurde ter Schmiedemeister Phil. Schomber II.. Veteran von 1866 und 1870 71, im 8 3. Lebensjahr zur letzten Ruhe bestattet. : BerSrod. 6. Oft. Die diesjährige Obst Versteigerung ergab, wie fast in allen Gemeinden te« Umkreises, einen starken E i n- nahmeau«fall Der Erlös aus dem Ge- meinteobft war von jeher ein Haupteinnahmefaktor de« Gemeintehaushalts. Wurden doch in Vorkriegszeiten 1800 bi« 2200 Mk. au« unfern unseren Tisch und begrüßte mit einem Händedruck ten Maler, dann fiel fein Blick auf mich. .Ihr Leben«träum der Crtmerie Francois ist also wahr geworden, Maitre Roisant!" rief ich. 3d) wurde in seinem Gedächtnis lebendig. Gr ließ sich nsben uns nieder und lud uns ein Und dann braute er eine Bouillabaisse, jene Krone aller Suppen, die in Marseille erfunden war. Sein CMteau-Yquem, den er dazu gab. war prei-würdig. Da wir gegessen hatten, sah er un« mit funkelnden Augen an. .Ich bin satt, Herr Voisantl" sagte ich. Da lächelte er und stellte au« dem Gelb von Taubeneiern. Krebsschwänzen. Oel. Senf, öftra- gonefftfl und dem Safte von Lauch ein kleines Zwischengericht her. da« ten Magen alsbald wieder zum Verlangen brachte. Danach rollte er Filetwürselchen in Schinken, umhüllte sie mit einer Art Omeletteteig, ter mit gehacktem ®vün gewürzt war. und buk sie auf heißem, schnellstem Aeuer. Hernach mußten wir gemäß seiner Weisung die kleinen Gebäckkugeln zerreißen und durften nur ten Saft aus der größeren Hälfte der Leckerbissen herauslöffeln. Gin sehr seltsamer Geruch stieg von diesen Bissen auf, und er belehrte uns. daß die« Thymian sei. ten er mit dem Schinken vermischt hatte. Run schwelgten wir in Salaten, in Lattich, in Endivien, in fetnfteiL gelten Häupterln Sanfte Gurke mit Petersilie wurde tret unseren Augen in das leicht wein» und jitronengefäuerte Oel geschnitten. Ganz kleine, feine, kernige provenzaiische Artischoken gab es. aber auch die rote Rüte nach russischer Art in saurem Vahrn fehlte nicht, ebensowenig wie Drünspargel in einem leichten Oiercrvme. Danach erhielt ein jeder ein flcinc«, schaumige« Omelette, dem alsbald ein Frucht- salat, ter mit Maraschino betropft war. folgte. Den Beschluß machte ein veredelte« Eis nach der Art des geistreichen Grafen Pückler. Da« wundersame Fleischgericht hatte ein Herr - licher, alter IHargaui begleitet au« dem Iahrr 1908. Beim Salat stand etn süßer Teres. und ich tetounterte ten Zusammenklang des schweren Weine« mit dem Grün. Den Beschluß machte s^ner Sett, der in unserer Iugend Mode gewesen ’JL ^kquot ®etblicgel. ter Dein ter Witwe, ten die alten Zarenrussen, jene größten Schien-- Wt bevorzugter \3:ue große Blatte mit Käse reute Aale u ,d Gaumen ' ’ mö ■Jhuxibrile und süßem Rühmet schuf ten Al>- zahlreichen Obstbestänten vereinnahm^ Der Died- lährige Ernteerlö« dürste etwa 800 Mk. te- tragem . ß Ott Der Eisenbahn-Bau- z u g der mehrere Monate auf hiesigem Bahnhof stattoniert war. ist vor einigen ^agen wceder abgerückt. Der Unterbau der Oberhessischen Bahn von hier fr« zur Blochstelle .Phahlgraben" ist während ter Zeit gründlich erneuert worden. Auch die Gefahrenstelle am Eisenbahndamm am Fuchsstrauch (zwischen hier und Garbenteich) ist von einem privaten Unternehmer gründlich unterbaut Worten so daß sich die Strecke von 6 er bi« zum -Phahlgraoen jetzt in tadellosem Zustand befindet. Die man hört wird ter Eisenbahn-Bauzug 'M nächsten Iahre weiter an der Erneuerung und Verbesserung ter oberhessischen Ellenbahn arbeiten. Kreis Friedberg. Z Bad-Vauheim. 6. Okt Seit Iahren Wird die definittvc Besetzung der frehgen »weiten Pfarrstellc erstrebt, die seit Iahr- zchnten von einem Pfarrvikar verwaltet wird. Die Stelle war zur Besetzung ausgeschneben. die Angelegenheit erfährt aber nun w.cder eine Verzögerung. An Stelle te« z w eiten P f a r - rer« zieht zunächst in ter Person des Psarr- verwalter« Gerhard Schäfer von ter Darmstädter Petrusgemeinde wieder ein Pfarrverwalter hier uv’. Pfarrverwalter zur 01 leben. seit mehrere Monaten hier tätig, kehrt wieder nach Darmstadt zurück, wo er vorher tätig war. Die in dieser Sache bereits verbreitete Meldung, wonach Pfarrverwalter Schäfer die hiesige zweite Pfarrftelle vom Landeskirchenamt übertragen worden sei. ist also unrichtig. 5 Butzbach. 6. Oft. Die Preise für Zwetschen ziehen ständig an. Wurden zu Beginn ter .Saison" nur 5 und 6 M. pro Zentner gezahlt, so legen die Händler, die hier verladen. jetzt schon 12,50 0H. und mehr an. Händler aus Hannover, wo die Obsternte in diesem Iahre nur geringe Erträge liefert, kaufen in großen Mengen aüch Aepfel und Birnen auf. Für edles Tafelobst sind die Preise auch merklich gestiegen. — Die Obsternte ist immer noch nicht beendet. In einigen Taunusorten ter Rach- barfchast finden jetzt erst die öffentlichen Versteigerungen des Gerneinteobstes statt. Wohnbach, 6. Oft. Bei ter Versteigerung des Obstes an ter Provinzial- ftraße Wohnbach- Wölfersheim wurden geringe Preise erzielt. Da hier wie auch in den benachbarten Dörfern eine Rekvrdvbst- ern te ist. hatten sich verhältnismäßig wenige Kaufliebhaber eingefunden. Es tarnen in der Hauptsache Aepfel für den Winterbedarf zum Ausgebot, und zwar erstklassiges Tafelobst, wie Harberts Reinette, Große Kasseler Reinette. Schöner von Boskoop und Gelber Edesapfel. Da man in diesem Iahre bei ter vollen Entwicklung ter Früchte und dem dichten Behang den Ertrag eines Baumes leicht unterschätzt, stellt sich der Zentner im Durchschnitt auf 1.50 bis 3 ORf. — Die Kartoffelernte ist hier so ziemlich beendet. Der Ertrag war bei dem ausgesprochenen Kartoffelboden unserer Feldmark sehr gut. Oluf dem Bahnhof Berstadl-Wohn- bach werden fast täglich die bekannten OStetterauer Speisekartoffeln, hauptsächlich Industrie und Gelbe Riesen, verladen. Der Preis beträgt jetzt 4 ORf. für den Zentner, während zu Beginn nur 2,75 ORf. bezahlt wurden. Auch weißfleischige Sotten, Hassia. Oki ter Rhein. Böhms Heimat, werten jetzt für 3,10 Mk. verfrachtet. Die Kartoffelpreise sind in weiterem Steigen begriffen. $ Ziegenbe r g. 6. Oft. Der älteste Einwohner unserer kleinen Taunusgemeinte ist Kuno Geißel, der gestern fein 88. Lebensjahr vollendete. Der körperlich und geistig noch rüstige Greis ist»Mitkämpfer von 1870 71. Kreis Büdingen. , Ridda, 6. Oft. Dieser Tage wurden hier Die Aepfel von den Baumanlagen der Stadt per ft einer t. Die Versteigerung umfaßte beinahe fünfhundert Bummern, die meistens vorgezeigt wurden. Es waren zahlreiche Eteiglieb- 5aber, darunter auch einige Händler, erschienen, so daß annehmbare Preise erzielt wurden. Vorzugsweise handelte es sich um feines Tafelobst. Einige Bäume kamen auf 30 Mark. Im Durchklang. Während Der ganzen Zeit hatten wir nur von Dem gesprochen, was das Herz Marcel Roisant« bewegte, vom Geist Der Kochkunst. .Ich muß leider zum letzten dieses Monats schließen", sagte er. .Gin Vermögen, das ich von meinem Onkel erbte, hat es mir gestattet, diese Akademie sieben Monate aufrecht zu erhalten. Qlber. meine Herren, die Franzosen, Die genießen können, sind zu arm geworden, und die Haifische, die unter dem Volke ihre Raubzüge ausführen, wollen sich in ten großen Prunksälen zeigen Sie essen ja nicht, um. zu genießen, sondern um Kredit zu erlangen UnD die Amerikaner und Angelsachsen verstehen vom Geiste der Kochkunst nichts." .Was werten Sie tun, Herr Roisant. wenn Ihre Olkademie ter Kochkunst aufgehört bat?“ fragte ich. ®r lächelte. .Ich habe ter Welt eine Idee gegeben, und Ideen leben ewig! Es hat mich ein Erbteil gekostet. Otter was ist Geld! Ich bin noch rüstig, ich kann noch etwas unternehmen! Ich habe Angebote von sehr großen Etablissement« in Rizza, in Trvuvllle. Mein Olame ist beute eingeschrieben in die Annalen ter franzte fischen Küche. Die IRiffion, die Gott mir auf« erlegt hat. ist erfüllt. Ich bin glücklich heute, mein Herr, sehr glücklich und für mein Lebensende ist gesorgt." Arrhenius und Ostwald. Der soeben verstorbene große Raturforscher Svante Arrheniu« hat seine um wägenden chemisch-phvsifalischen Forschungen in enger Gemeinschaft mit ter deutschen Wissenschaft durch- gesühtt. und besonder« war es Wiltelm Ost. wald. mit dem er in fruchtbarer Zusammenarbeit verbunden war. Ostwald hat einmal launig erzählt, wie er mit Arrheniu« bekannt wurde. .Ich werte in meinem ganzen Leben", schreibt er. .den Tag nicht vergessen, an dem ich zum ^stcn Mal den Romen ArrheniuS kennen lernte. Ich hatte damals, e« war im 3uni 18S4 an jenem einen Tage gleichzeitig ein böfe« Zahn- aeschwur, eine niedliche Tochter und eine 0lb- handlung von Svante Arrheniu« Mominen. Da« toar zu viel um auf einmal dam? fertig au teerten. Am eheften ging e« mit teci Zahnge» T$teür und euch das Töchterchen bewirkte keine tecUtfuu &L>wrtQfeu«a, da e» Mutter und schnitt schätzte man ten Zentner auf 5 bis 6 Mk. am Baum. Für besseres Tafelobst zahlten die Käufer 8 bis 10 Mk.. für Schüttelobst 3 Mk. pro Zentner. Täglich werten am hiesigen Bahn- Hof mehrere Eifenbahnwagen voll Aepfel verladen. * Koh den, 6. Ott. Dieser Sage wurde unsere älteste Einwohnerin. Kathattne Rubl ged Widdersheim, im Alker von 95 Iahren beerdigt. Sie war das älteste Btit- glied des Kirchspiels Ridda. Kreis Schotten. f Schotten. 6. Ott. Aus der jüngsten G e - meinderatssitzung: Der Mangel'an einer geeigneten Jugendherberge wurde schon feil langem sehr störend empfunden. Gerade Schotten wird stets als Ausgangspunkt für die Wanderungen nach Dem hohen Dogeisberg aufgesucht. Der Gemeinterat Hal daher in Verbindung mit dem D. H. C., Zweigver- ein Schotten, den Neubau einer schönen be- Hag lichen Jugendherberge, für etwa 20 bis 2 Betten ausreichend, befchlofsen. Der Bau wird fofort begonnen und kann schon im kommenden Winter auch von den jugendlichen Schneeschuhlaufern und Wintersportlem in Benutzung genommen werden. Die Herberge kommt in die Götten hinter dcr Schule — also in nächster Nähe der Hauptverkehrsstraße — ,zu stehen. Licht, Wasser, Kanalisation. Klosetts, find vorhanden. Im Bedarfsfall wird der frühere Singsaal der Turnhalle noch zur Unterbringung der lugendlichen Wanderer herangezogen. Der Verkehrsausschuß und der Zweigoerein Schotten haben der Stadt für Die Jugendherberge größere Beiträge zur Verfügung gestellt. — In der unteren Halle unseres schö- nes Rathauses wird nach dem Beschluß De^ Gemeinderats das Heimatmuseum eröffnet. Eine große Sammlung wertvoller Altertümer wird in dem schönen altertümlichen Raum Aufstellung finden. — Das hiesige Hochbauamt hat schöne Pläne für die Errichtung eines Gedächtnis- brunnens zu Ehren der fm Weltkrieg Gefallenen ausgearbeitet, die die allgemeine Anerkennung des Gemeinderats fanden. Als Platz ist der Raum vor dem Kreisamtsgebäude vorgesehen. Dieser wird verlieft angelegt, ein Wasser- baffin, dessen Sohle mit grünen Platten belegt wird, ist vorgesehen, in die Umrahmung des Bassins wird ein Gedenkstein mit ausfliehendem Wasser eingesetzt. Das übrig bleibende Gelände wird schön bepflanzt und eingefät. Zu gleicher Zeit sollen auch die Z u s a h r t s st r a ß e und der F u ß st e i g zum Bahnhof gerade gelegt, verbreitert und mit Klein- bzw. Mosaikpflaster versehen werden. Die vorgesehene Gefallenenehrung wird jedenfalls eine schöne Zierde und ein sinnvolles, würdiges Denk» mal der Stadt werden. — Der Gemeinderat bewilligte den Ankauf einer Motorspritze (Magirus), Preis 6000 Mk. Das Inventar der Feuerwehrgerätschaften erfähtt dadurch eine wettvolle Bereicherung. Einige Zuschüsse zu dieser Spritze, auch von Der hiesigen Freiwilligen Feuer- wehr, stehen in Aussicht. — Dem Ankauf mehrerer an Den städtischen Wald angrenzender Parzellen, die aufgeforstet werden sollen, wurde zu- gestimmt. — Drei der Stadt gehörige Häuser. Darunter auch Die frühere bekannte Sommerfrische „Posthäuschen" an Der Niddaer Straße sollen frei willig öffentlich versteigert werden, zahlbar in fünf Jahresraten. — Für private Neubauten wurden seitens Der Stadt je 1000 Mark Baukostenzuschuß bewilligt. Die Fälligkeit der Steuerziele hat der Gemeinderat, da die vorgesehene Erhebung zu dicht aufeinander folgt, ent- sprechend verlängert. — Dem Sportverein wurde für fein Derbandsspottfest ein Beitrag bewilligt. — Gegen eine weitere Deihilf Des Kreises für Die im Bereich Der Gemarkung Rain- rod vorgesehene KaDaververwertungsan- ft a 11 machte Der (BcmeinDerat feine BeDenken gel- tcnD unD behält sich feine Rechte vor. ? Schotten, 6. Okt.. Dieser Tage fanb im Rathaussaale unter Leitung Des Direktors, Bürger- meister Menget, die Diesjährige Mitgliederversammlung der hiesigen B e z i r k s s p a r k a s s e statt. Bon (eiten Der Aufsichtsbehörde nahm Geh Reg -Rat B o e rf m a n n, von feiten des Hessischen Sparkassen und Giroverbondes der Vorsitzende, Iustizrat Dr. Reh, sowie Verbandsrevisor K o chendörfer teil. Die 1926er Rechnung und Der Voranschlag für 1928 wurden unbeanstandet angenommen. Der Jahresbericht und Die Uebersicht über Kind gut ging, unD meine Rolle als Vater erst in spateren EnttvicklungsstaDien ernsthaft zu werden brauchte. Aber Die Abhandlung machte mir Kopfschmerzen und schlaflose Stunden in ter Rächt. Was Darin stand, war so abweichend von Dem Gewöhnlichen unD Bekannten, daß ich zunächst geneigt war. das Ganze für Mnfinn zu hallen. Dann ober entdeckte ich einige Berechnungen des offenbar noch sehr jungen 'Verfassers, dessen Erstlingswerk es war. die vollkommen mit Dem übereinstimmten, das ich auf ganz anterm Wege gefunden hatte, ilnb schließlich mußte ich mich nach eingehendem Studium überzeugen, daß durch diesen jungen Mann das ganze Problem der chemischen Verwandtschaft zwischen Säuren und 'Basen, dem ich ungefähr mein ganzes Leben zu widmen gedachte und von dem ich bisher in angestrengter Arbeit erst wenige Punkte aufgetlärt hatte, in viel umfassenderer und folgen» reicherer Weise als von mir angegriffen und auch teilweise schon gelöst worden war." In den Serien ließ es Ostwald keine Ruhe: er mußte den merkwürdigen jungen Mann in Upsala, wo er al« Privatdozent wirkte, aufsuchen, und al« gegenseitiges Erkennungszeichen wurde vereinbart. daß Arrheniu« mit ter Abhandlung von Ostwald, in ter dieser eine Bestätigung der von dem Schweden gefundenen Theorie gegeben hatte, in der erhobenen Rechten den Zug erwarten sollte. Es entstand bald eine enge Freundschaft zwischen ten beiten Gelehrten, .die während einer langen Reihe von Iahren gemeinsamer Arbeit und gemeinsamen Kampfe- nur immer fester geworden ist und niemals auch nur die geringste Trübung erfahren hat." Arrheniu« kam zu Ostwald nach Riga und bann nach Leipzig, und hier konnte ter Freund die Arbeitsweise des genialen Schweden beobachten. Er gina bei seinen Untersuchungen nicht von einem Punkt zum andern, sondern faßte einen ganzen Tat fache nkomple? auf einmal ins Auge und dachte so lange an ihm herum, bi« er ,hn in Ordnung gebracht hatte. Wohl gingen unbewußte Vorbereitungen voraus, aber Die Hauptsache wurde stets in erstaunlich kurzer Zeit auSgeführt. Der Mannequin. Das Pvgmalionwuntet ter griechischen Sage. Die eine Den Menschenhand aus totem Stoff geformte Gestalt Leben und Atem gewinnen läßt, scheint auch iif unserer Zeit noch möglic» zu fein. Die Geschäftslage geben ein BilD über Die günstige Weiterentwicklung Der Kaffe. Die SpargelDer haben En De 1926 etwa 600 000 Mk. betragen, sie werden im Laufe Dieses Jahres um weitere 100 000 Mk steigen, eine ansehnliche Summe für den doch verhältnismäßig wenig begüterten Bezirk, der zudem Durch Unreeller noch schwer gelitten hat. Der Reingewinn aus 1926 über 10 000 Mk. wurde der Rücklage zugelchrieben, Die Damit einen Betrag von über 40 000 Mk. erreicht. Dem geplanten Zu sammenschluß der Hessischen Girozentrale und ter Kommunalen Landesbank stimmte Die Dersamm lung zu. Bei dem anschließenden gemeinsamen Esten sprach Kreisdirektor Geh. Reg.-Rat Boeckmann begeistert aufgenommene Worte auf unseren Reichspräsidenten v. Hindenburg. □ Laubach, 6. Ott. Außer tem vom Prinzen Reuß in voriger Woche (toie schon berichtet) beim Forsthau« RulhardShaufen im obersten Horlofftal erlegten „ungraten“ ZteöIsen d e r ist noch ein weiterer kapitaler „ungrader" Zwölfender vom GrasenBothozuSol m «• L a u b a ch. tem Dritten Sohne te« (1904 verstorbenen) Grafen Otto, zur Strecke gebracht worden. Dieses Stück Hochwild war am sogen. „Halgarten" (2 Kilometer nördlich vom Forst- hau« Ruchardshausenf „waidwund" geschossen worden, hatte sich in einer Hecke beim „Sorgenlos", unweit der Wafferguelle. vettro- chen und wurde zwei Tage nach dem Anschuß in feinem ..Wundbett" tot aufgefunden. Auf tem Walddistrikt „Sorgenlos" hatte um 1750 ter Graf Christian August (verstorben 1784) ein Jagdschloß mit Rebengebäuten errichtet, worin er öfters, besonders zur Zeit ter Hirschbrunst tagelang wohnte. Auch lag hier, an der Quelle der Welter, eine Kolonie von Köhlern, die 1704 hier aus Suhl i. Thür, angesiedelt tourten. Um 1806 ging Die Kolonie ein; Die Stätte 4rer Hütten ist heute noch deutlich erkennbar. — Die von der Provinzialverwaltung abgehaltene Ob st Versteigerung hat. toie jetzt festgestellt tourte, ein bedeutend besseres Ergebnis erzielt, als man ursprünglich annahm. Die gesamten Einnahmen für das Obst an ten Straßen der Gemarkungen von Laubach und den nächst gelegenen Orten belaufen sich auf ca. 4400 Mark. — Die Kartoffelernte ist jetzt in vollem Gange. Sie fällt besser au«, al« man zuerst annahm. In den höheren Lagen ter Feld- ?emarlung kann man sogar mit dem Ertrag voll- emrmen zufrieden fein. Die Grummeternte läßt dagegen viel zu wünschen übrig. Biel Grummet kann nur als Dünger Verwendung finden. Zum Glück war die Heuernte gut. Ein weiterer Ersatz sind die D i ck w u r z e l n. die sehr gut ausfallen. KrciS Alsfeld. ■w Nieder-Ohmen, 6. Okt. Von schoneen Herbstwetter begünstigt, fand hier Der diesjährige Herbst markt statt. Außer dem Ferkelmartt war auch diesmal wieder ein Großvieh- und Krämermarkt damit verbunden. Der Markt war gut befahren: etwa 350 Stück Ferkel waren auf- gesahren. Die Preise waren im Gegensatz zu Den Vormarktpreisen etwas angezogen. Bezahlt wurden für 8 bi« 13 Wochen alte Ferkel durchschnittlich 18 bis 25 M. Auch Großvieh war aufgetrieben und wurde gehantelt. Es verblieb üeterftanb. In einer Anzahl Stände boten Händler ter verschiedensten Branchen ihre Ware feil. Der allgemeine Geldmangel trat habet aber stark in Erscheinung. Starkenburg. • Darmstadt, 6. Okt. Bor einigen Tagen sind im Schaufenster eine« Darmstädter Lederwarengeschäfte« von einem Betitelet einer Offenbacher Ledetwaren- f a b r i t Reiseartikel festgestellt Worten, die von ter Finna nicht nach Darmstadt geliefert waren. Diese Gegenstände und noch andere im Laten wurden polizeilich beschlagnahmt. Die weiteren Ermittelungen ergaben, daß sie einem stellungslosen Kaufmann abgekauft worden waren, teffen 5 r au in der Offenbacher Leder- toarenfabril als Packerin beschäftigt ist. Auch in Mainz und in Aschaffenburg wurden in gleicher Weise Lederwaren beschlagnahmt. Die gestohlenen Gegenstände hatten einen Gesamtwert von etwa 10000 Mark. Was ursprünglich eine Gliederpuppe au« Holz war, toie sie die alten holländischen Malet und Bildhauer zu Gewandstudien gebrauchten, das ist in unfern Tagen zu einem jugendlich-anmutigen Wesen von Fleisch und Blut geworden. Mancher wird sich schon gewundert haben, daß die schön gewachsenen jungen Mädchen, die heute zu Gewandstudien, wenn auch anderer Art, verwendet werden, einen Rainen männlichen Geschlechtes haben. Das Richtige wäre aber nicht das weibliche, sondern da» sächliche Gefchlecht-wort. Denn „Mannequin" ist dasselbe wie unser plattdeutsches „Männeken". das Männchen, nur in ter altniederländischen Form mannekin. Diese Gliederpuppen sind also eine Erfindung Der alten Holländer. Wort und Sache wurden von ten Franzosen (le mannequin) und ten Engländern (mannikin) übernommen Das muß schon früh geschehen fein. Denn bereit« un 14. Iahrhuntett verschwindet im Riederländischen die alte Bet- neinerungdenDung — kin (kijn); heute heißt Da« Männchen aus niederländisch mannetje. Die Berflcinerung«formen drücken nicht selten das äußerlich Rachahmende. Stellvertretente au«. Der Hase macht ein ..Männchen" und scheint Damit Die Gestalt eines Menschen nachzuahmen. Das Leibchen hat nur Die äußere Form De« Leide«, wie das Korsett Die eine« corps, und ter Aenne! Die eines Arme«. Ein Däumling. Faust- hna (Fausthandschuh). Füßling haben nur die äußere Gestalt dielet Glieder Auch ein Dichterling ist kein wirklicher Dichter. Ss wird etwa 15 Iahte her sein, daß in Berlin nach tem BorbilDc von Pariser Mode- geschäften Der Kundschaft zuerst neue Moten und Stoffe am lebenden Körper vorgesührt wurden. Ein sehr kluger Gedanke! Der Barne Mannequin, ter wohl anfangs scherzweise gebraucht wurde, wat mit übernommen worden. Aber es hastet ihm noch immer Der Reb^nsinn startet Puppenhaftiakeit an. So ist es kein Wunder, daß sich die jungen Mädchen lieber Borfühtdamen nennen hören. Richt übel ist die im Bolksmunte gebräuchliche Benennung Gelbstem. Woher der seltsame Barne? Zur Unter* scheiduna ter verschiedenen Größen nähte man auf die linke Schultet Der Kleider einen farbigen Stern: die Gröhe 42 als die durchschnittliche Große pflegte man mit einem gelten Stern zu bezeichnen. So ist ..gewachsen wie ein Gelbstem" ein Ausdruck der Anerkennung schönen und regelmäßigen Wuchses geworden. O. H. 1 über bi. . sä* 10000 » Jn ei*?, »6' irptifi ,u| *„%-•; 55? *»T. “ > JUN ”, i(6 iMt'Vf“*1 »>ch„™ udtvund" JH* s*1 &; Quelle, teg K„bem Snöen- 3uf btm ?E um 1750 btt korben 1784) «. "dichtet, voriger H'rschbrunsj "-an der Quek/c Kohlern, btt 1704 W ‘ «UTbw- Um ®* Statte *m Wennbat. - ctoaVun6 abai. ^.S hat, wie jtai btta ergeb. W annabm. Die Obst an btn >n Laubach und btn ?n sich auf ca. 4400 "nie ist jehi „ Her au«, als man «n Lagen der Feld- ut b«m Örtrag voll- ®rummet«rnt« n übrig. Diel ®rum- Dnvendung finden ente gut. Sin toti- vutzeln. btt seh« ielh. 6. Ott. Von schon« hier der diesjähnge ler dem Scrldmarft ein Großvieh' und rzn. Der Markt war d Ferkel waren auf* en im Gegensatz ,u angezvgen. Dezahll en alte Ferkel durch- Auch Großvieh Var rmMt Ss verblieb M ßtänbt boten vramhen lhreMre gef trat DaM aber mry. Cßor einigen Tagen >8 Darmstädter s von einem Der- r Ledetwaren- 2Ut worden, die von stadt geliesert waren, h andere im Laden gnahmt. Sic tnei* , daß sie einem |tt Offenbarer Leder- i beschäftig' ist- M affenbura vuchen en be'chlagnavn". Die dc hatten einen Mark. liMM^dd iänii* »° » Z S iSsÄ^’X »nb X*Ä Mf h mannet)6- j. ^(tn L Druden . S'ellv^At da* neben ^^.I-uahmem Äen « ie ajf 0 u^.d« e eme5.c° Lq faust' 6inSS?n nur 6* »h« '-rÄtt. nsyrs an- IiE i die junge^^t übel s,sOs MS mund ’•* Umleitung Affenheim - Offenheim GrohcnÜinden Ortftftraften Oberbiel - Leun ist aufgehoben. Die Sperrung der Landstraße Biedenkopf bi« Ausgang Ludwigshütte Bruchenbrücken - Asteuhcim dend war, auf dem von einem Tiflfrcie. □ Sm Dorf, 6. Ott Beim (Einbringen des Grummets wurde der 52 3ahre alte Landwirt Gail von hier, der in letzter Zeit fdion etwa« lei Straßensperrungen ilt vom Oberhessischen Automobtl Llov E. D.. Dietzen. Schlaganfall betroffen. Der bedauernr- werte Mann wird voraussichtlich finf«ieitifl gelähmt bleiben. Lbcrwesttrwaldkrcig. L Sehl Ritzhaufen. 6 Oft. Der zwanzigjährige 3leinbrud)ürbeiter Albert Otterbach von hier, der bei der Firma BofalNvcrke Marienberg beschäftigt war. wurde gestern vormittag das Opfer eine» Unglücksfalle» Als Begleit- mann einer Bulldoggzugmafchine, die Steine rom Bruch zum Bahnhof beförderte, lief der Verunglückte neben der Maschine her, angeblich, um sich zu wärmen. Dabei kam er derart Unglück lief) za Fall, dos, ihm das hintere Rad der ca. 41- Zentner schweren Bulldoggmafchine über den $t o p f ging. Der Tod trat sofort ein. Zeitschriften. Sine BkifhttfhMe von Mar L'tebcr.nann tu feinem Hurdenburg-B.lde vervfseiiU.cht erstmalig die .Jugend" itf. Hitth s-Rerlag G m. b. H. München । in ihrer neuen Hummer (40), tue al« Ttteiblau ein elegantes Damenbildnis von An- ton Faistauer weUerhin in farbiger Weder- gäbe ein Gemälde von Schrimpf und im übrigen eine Sülle interessanter Graphik erster und heiterer Art bring'.. Der l terarischr Teil enthält u. o eine stimmungsvolle TieoeHe von Donath .Beginn des Herbstes", ein ötamm- tikchgesvräch von Hofcrichter. lotrr.c amüsante Kleinigkeiten von Roda Tötet und Gorney de la Scrxa. .Da» Theater" (Terlaa Berlin-Schäne- berg) bringt In feinem ersten Oktober-Heft eine reichl)altigc Umschau übet die letzten Ereignisse Dee Thcarerlcben». Toben Nm Leitartikel «tu RcacrS über dao Thema .Dcfnsive d-Theaters" finde?! sich Benchtc über Uraufführungen in Breslau. Mannheim, Marienbad und Sranflurt am Main, dazu interessante Bühnenbilder aus Aufführunaen in Hamburg Dresden, Daffelbork. Ehernnitz, Ärefelb, Köln, München Leipzig. Stettin, Erfurt, Bafel und Dorvat Der Deraleich einer Szene in der Bühnendichtung und im l'film- manuflript .Aamper" mit Wegener in der Hauptrolle dürfte einen besonderen Reiz haben 3m Berliner Rotizbuch spricht der Herau-- qeber Arthur Kürschner über die letzten Berliner Premieren l.Fünf von der 3aMbanb“, .Trvilus und Lresllda". .»ine Frau von Format" usw.) jetzt durch feine Ausdehnung bis an den Rhein auch al« Großstadt und Mittelpunkt einer Oft und West verbindenden Kulturzone .n den Bordergrund des Intereste- gerückt iri erfährt durch bide Festnummer eine umfassende und allgemein n-.er« ercndc Würdigung. die da- auf Schlckfal-gcmc.nfchafr und He-natgesuhl beruhende Tcrbunbenfein de- W e.^babener Tag- bla tt- mit einen Mitarbeitern und feinem Leler- krei- Rnnfällig verdeutlicht. t of feiern t e nähert sich ihrem Ende. Für bisher verladene gute 6peifKartoffeln wur^n Zwilchen 3.50 und 4 Mk je Zentner frei nächste Verladestation bezahlt Auch mit der Srn:e der Aunkelrüben ist in dielen Tagen begonnen worden. 75 Jahre Wiesbadener Tageblatt Das „W ie-badcner Ta ab la tt“. da- im Verlag der fast 120 Jahre bestehenden L. Lchcllcnbergschen Hofduchdruclerei in 13itipaben erscheint und eine der ältesten und verbreitetsten Zeitungen m Aastau ist. konnte am 1. Oktober auf ein 75iährlge- Bestehen jurüdWiden. Es gibt diesem Jubiläum durch die Herausgabe einer besonderen reich mit Bildern ge chmückten Festnummer Ausdruck, in der mit zahlreichen Orig nalaussätzen von Führern und Wegbereitern de- kulturellen und wirtschaftlichen Leben- ein Dill» der Entwickelung der Stadt Wiesbaden, sowie der engeren und weiteren Heimat gezeichnet wird. Die-baden. dessen Be> eutuna als Weltkurstadt allgemein anerkannt ist und da- • D a r m ft a b t, 6. Oft. Hier fand die Ein- 1 weihuna de» umgebauten nnd erweiterten Hei- I motbouf e » des Hess D i a k o n i e o e r e , n » statt Da» Haus enthält in Einzelzimmern über 50 Betten e» ist in ihm auch ein. Lohlfahrts- schule und'eine Schule für Pfarrgehilfinnen unter- gebracht Die Gasvergiftung in Offenbach. WSA Off-ttbach. 6. Oft. Der Ehe- miler Dr W e b e r. der wie gemeldet, durch das AusftrSmen giftiger Gase aus einer Phvs- aen-®a«bombe in dem hiesigen Wer.e der 3 S. ^arbenindustrie an Ga-vergistung erlranlte. ist nunmehr heute nachmittag im Krankenhaus ge - ftorben. Bekanntlich ist feine Kollegin. Frau- lein Dr Gebhardt, bereits gestern vielem gefährlichen DiftgaS zum Opfer gefallen Rheinhessen. WSA Mainz/ 6. Oft. 3m V - Zug Ä 6 In Mainz versuchte eine 30jährige Bureauangestellte, sich mit einem Aa- siermelser d.e Pulsader zu öffnen. Fahr- gälte bemerkten das Vorhaben des Madcke.is und überwachten es biS zur Ankunft in Mainz. Hier wurde das Mädchen nach dem Städtischen Krankenhaus verbracht, wo festgestellt wurde, dast es sich um eine Geisteskranke handelt Vreuhen. . f A»rcie tße(;Inr. Q Au» dem ft reife Wetzlar, 6. Ott Zur Weiterbildung der Turnvereine bee ftreikeS beabsichtig: bvt D.rband für Leibes Übungen im Kreise Wehlar. mit Untcrhügung bee ftteiejuaenbamtee im kommenden Winterhalbjahr ausgewahlte Dvrturner und Sport- männer zu den einzelnen Terrinen d?s Verbandes zu entsenden Die Vorturner sollen Hebunas - und Beratung -stunden abhalten. Kosten entstehen den Ter einen nicht. Da- KreiSjugendamt hat an sämtliche Tum- und Sportvereine des Kreises ein Rundschreiben gerichtet. in dem es den Terrinen nahelegt, sich an den Kursen zu beteiligen - j— Garbenheim. 6. Ott. Während bei der vorjährigen Obstversteiaerung der Zentner Aepfel bis zu 12 M kostete, wurden infolge der fehr reichen Obsternte bei der dieser Tage stattgrhabten Terfteigcrung des Gemeindeobstes für den Zentner Aepfel erst ein Tiertet dieses Preises geboten. Auch Birnen ttxrten reichlich vorhanden und wurden bis zu 2 M. pro Zentner am Baume verkauft Aus dem Hütten berg. 6. Oft. Ein schlimmer Feind der Wintersaaten, die graue Ackerfch necke, tritt als Folgeerscheinung des leuchten Wetters in diesem 3ahre in besorgniserregender Menge auf. Da auch vor drei 3ayren die Ernte infolge des massenhaften Vorhandenseins der Schnecken zum Teil kehr beeinträchtigt wurde, halten viele Landwirte mit der Herbstbestellung noch zurück, bis sie ein leichter Frost von dieser Plage erlöst. . > Aus dem Kleebachtal. 6. Oft. Nachdem die letzten Tage gute» Herbstwetter brachten. ,st in den Gemeinden deS Kleebachtale« mit der Aussaat deS Winter- roggen« begonnen worden. — Die Kar- Welche Strecke wird gesperrt? 3n welchem Stratzenzug liegt die Strecke? Für welche I^hrz. erfolgt die Sperrung? Dorausflcht- liche Dauer der Sperre Ortsdurchfahrt Brüchen- brücken Friedberg- Hanau für sämtliche Fahrzeuge 10.-22. Okt. Giehen - Leihgestern Giehen - Leihgestern «i 10.-24. Okt. Ostenheim - Riederflorstadt 7rriedberg- Staden verlängert bi» 10. Oktober Ortsdurchfahrt Fauer- bacherstr. zu Friedberg Friedberg - Astenheim ii verlängert bis 10. Oktober Ortsausgang Wetzlar bi» Steindorfer Grenze von km 0,4-1.0 Wetzlar - Braunfels - Weilburg ii von 6. Okt. bi« 16. Rov. 3hr Wohl" heißt die neue Spezial-Rummer der' Lustigen Blätter". chnet ®e- mälbe alter Meister dcv 15. bis IS Jahrhundert- der deutschen, hvlländi'chen und ita.ien.- lchen Schule. Ton den hier auiae'ührten Mcistern sind etwa zu nennen: Pieter Brueghel. Aen de Gelber, van Goven. van Heem-kerk. Snnders. Temers d. 3 7iepr4o. Tischbein. Weemt und Wolgcmut. - Die Kunst". Monatshefte für Malerei. Wodnungskunst. Plastik. Architektur. Äu:vt- gewerbe Frauenerbeiten u'w Choberfett. Vierteljährlich ö Mk Verlag F. Bruckmann N.-G-. München Wit einem wiederum auögezeichret lUuftr.crten Hefte von coenfo gediegenem wie lebendigem 3nhalt tritt die bekannte Zeitschrift in hren 29. 3ahrgang ein. Aus dem 3nhal* lei nur weniges genannt. Der 100. Geburtstag Arnold Böcklins w rd in einem mnfangreichen prächtig illustrierten Austav ge'eier! Dann folgt eine .Uuftrierte Monographie des heu:e bedeutendsten lchwedifchen Künstlers de» Bildhauer- Karl Mille«. Ihr schließt i.ch ein illustrierter Ausfatz über die Münchener Reue Se e'sivn an. Einige von den, Stuttgarter Architekten Paul ^onatz mit kultiviertestem Geschmack errichtete Wohnhäuser in Köln werden gezeigt, ferner durch Veröffentlichung der ..Reuen billigen Wohnung' hei cn Werkstätten nach Q !’-inten von Professor Schneck dem Problem unterer Tage bei ganz billigen Preisen geschmackvolle Möbel. Rechnung getragen. Das prächtige Heft gibt einen verheißungsvollen Auftakt für den jetzt beginnenden neuen Jahrgang - Zritz Koch-Gotha ist al- Illustrator weltberühmt geworden, iveiflger bekannt ist er als Waler. Seine künstlerische Entwicklung, leine an Entbehrungen reich.'n Werdejahre schildert Paul Fechter in einem interessanten Aufsatz un Oktoberheft von .Westermann« Rlonats- be s itn". Die beiaegebenen (Illustrationen zeigen Fritz Koch von einer neuen Seite. - Paul Rohrbach spricht in feiner bekannten geistvollen Art über das Au-landdeutschturn. in dem er einen Spiegel deutscher Volksgeschichle sieht. — Heber Frauenarbeit Im Mittelalter vlauixrt Lulu von Strauß und Tornetz. Ewald Banse Hal ein Stück künstlerischer Geographie einen Beitrag über die Lebens- geiiieinschaften her Vrde beigeheuert. 3m übrigen plaudert das Oktob.rlieft über ' nuiigsgesinnung. übet Vögel in Moor und öce; eS zeigt eine Reihe von Kleist-Büsten, läßt uns einen Tag an Bord eines modernen Ozeandampfer- miterleben, spricht von Suderniann. dem Siebzigjährigen, von Kunst und Künstlern und vielem anderen mehr. Daneben die Roman- sortsetzung. novellistische und kritische Beiträge und viele farbige und schwarzweiße Bilder LprcrHstnttdett der Nedaktto«. 12 bi» 1 Uhr mittag«, 5 bi« 7 Uhr nachmittag» Samstag nachmittag geschlossen JÜr unverlangt elngefanblr Manuskripte ohne belgefügtef Rückporto wirb keine (ncroäbc übernommen eJnfere Leiftun^sfähi^keitr Dieter teil befindet: fichjetzt im Bau, hl m !■ wurde noch ^eftei^ert. nachdem wir unseren Fabrilc-Ncubau bezogen haben. Neuefte Mafckinen. find auf£elte11r, die Arbeitsmethoden, vereinfache und dadurch die 'Unkosten, auf ein. Minimum, herab gedrückt" worden . Die Qiial'.lar des Tabaks konnte abermals erheblich verbessert werden. Je mehr wir Unkosten fparen,defto mehr können wir die Güte der Zigaretten heben. Die hervorragende Stellung unferes Haulesln der Zigaretten-Indu ftrie rechtfertigt allein eine Marke wie GD.EILIRC-9\USLES£-"D^ die an Milde, Aroma und Bekömmlichkeit unübertroffen ifc. Mäusbyrg 10. 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Sie foh ihn ein letztes Mal, in feinen langen, dunkeln Mantel gehüllt, mit gezogenem Hut ihnen nachwinkend — dann war alles vorbei. Und ihr war, als ob sie in einen eben den Chauffeur ezahlt^ „'n Abend, meine S: erschoßen! Freut mich, mal wieder zu sehen, Herr Kommerzienrat." „'n Abend! Sie waren wohl in der Oper Plötzlich stand Lenz vor ihnen, bleich und ermüdet, aber in bester Laune Die Lukrins überschütteten ihn mit Komplimenten Während er schnell ein Glas weihen Burgunder hinunterstürzte, den der Oberkellner mit der Suppe brachte, wehrte Ihrer Schülerin?" , r „Nein — bei Lenz Hamlet! Wir haben mit thm soupiert: das heißt, wir waren seine Gäste." „So — so? — Die Kleine auch?" Er ist zwar mein Freund. Aber offen gesagt, das galt hauptsächlich Ihrem Schützling, eie schwärmt für ihn. und er ... wissen Sie, wie er sie nennt9 Madonna mit der Feuerkrone .. Ha ha, die wird mal von sich reden machen. Herr ^Kommerzienrat, wenn sie erst in die Welt fliegt" „Wie meinen Sie da?. Herr Kammersänger9 Als Sängerin — oder bloß so — wegen des Lorv- chens und der Feuerkrone?" „Beides — beides! Das Lärvchen geh an auch dazu Aber ein süßes Sümmchen und t «’n Sor- trag hat sie ... Na. Sie werden sie ja nächstens bei uns auftreten sehen — Schüleraunührung. Jedenfalls haben Sie Ihr Geld nidjtJortgcroorfen. — Gute Nacht, meine Herrschaften'" „Gute Nacht. Herr Kammersänger'" — „Ich weiß gar nicht." meinte kopsichüttelnd die Kommerzienräün, die in den letzten zwei Jahren an Rundung stark zuq^ommen hatte, „was tue Männer an dem Frätzchen und an dem roten School finden. Findest du sie so hübsch?" Leine außer dir. Annchen — aber sie hat etwas Sei du jedenfalls froh, daß dein Herr Sohn nicht mehr hier ist. und daß sie in ’nem Jahr aus • bem Haus kommt' D-nn läßt man sie aufs Publikum los. Gott fei Dank! Ich hab' doch gute I hungrig wie ein Wolf." Ihre Gläser Hangen zusammen. Lächelnd zog er einen kleinen Oktavband aus der Tasche, in rate Seide gebunden, und übereichte ihn Isa mit iront» redx spielstark angefefrrn merben: sie sieh« « folgen her Ausstellung: Pttch (Fortuna Düsttldors), Schröder (VfA. Kdln). Niederer (Oberhäuten). 5U*angc|ag : bix Ballone aus Münster i.W . ein Bal Ion aus Frankfurt a M . ein Ballon aus Bcrmen. ein Ballon aus Lübeck, ein Ballon auS Köln und die beiden Darmstädter Ballon« Union" unb ..Darmstadt". • tiefen Abgrund versinke. Wenige Minuten später, als sie sich eben von den Lukrins verabschiedete, die das Auto einen kleinen Umweg hatten machen lasten, tarn von der anderen Seite ein zweites Auto, dem der Kammer» zienrat und feine Frau entfliegen. Ifa grüßte und schlüpfte schnell durch den Seiteneingang, der die Angestellten, die Lieferanten unb Waren stimmt war, ins Haus hinein. Auch Lukrin grüßte den Kommerztenrat, Augen-, und da sehe ich, daß meine jungen Leute aus den offenen Fenstern gucken, sobald sie mal über den Hof schwebt, und die jungen Mädchen blicken sauer drein, wenn sie ihr begegnen. Die nennen sie Rotkopf wie du und nicht Madonna mit der Feuerkrone. Ra ja — die Konkurrenz ist immer störend. Jedenfalls laste ich den Jungen nicht eher heimkommcn, als bis sie fort ist. ,Hch begreife nicht, was ihr alle für ’nen Sums mit dem Portiermädel macht — auch Heinrich." ,Ha, meine liebe Anna," lachte der Kommerzienrat, wahrend er im Dorflur Hut, Stock und Pale» tot ablegte, — „der liebe Gott macht auch mal, sogar öfters, ein Hinterhaus-Mädchen schön, zum Ausgleich!" Unterdes war der Gegenstand dieser Unterhaltung langsam über den Hof geschritten, dessen Tagesnüchternheit der Mond mit sch mmerndem Glast umgoß Dahinter lag Seide — kostbare Seide, in Tausenden von Ballen. Eines Tages würde hr hd) damit schmücken können — sie würde von Kopf bis Fuß damit bekleidet fein. Und sie würde von hier forigehen, sehr bald', und all dies würde nur ein ferner häßlicher Traum sein, den sie schnell vergaß. Isa drehte das elektttsche Licht in ihrem kleinen Mädchenzimmer an, das sie sich mit allerlei zusarn- mengetragenen Krimskrams und Geschenken recht behagl ch gemacht hatte Leise pochte es zweimal. Die Mutter, in einer Bettjacke von zweifelhafter Weiße und einem kurzen, roten Flanellrockchen, stand vor ihr. Eine Falte grub sich in 3fa» ©tirn. „Was gibts denn, Mutter — warum schlafft du nicht?" _ , . „Ich bin doch so neugierig wegen Lenz. Hat er Euch wirklich eingeladen?" Za Mutter — es war sehr nett — Morgen er- zähle ich dir alles. Ich bin sehr müde Gute Rocht!" D e Mutter verschwand, nicht ohne mit einem abschätzenden und stolzen Blick die Tochter zu um- fasten Wie entzückend sie aussah in ihrem ein. suchen, weißen Mullfähochen, ohne einen anderen Schmuck, als has dünne Goldkettch-n um her» Ichma» kn Hals' Ditte Tochter würde einmal eile ihre - qen(? Träume non Ruhm und Glanz verwirk- lichen, die sich ihr nicht erfüllt hatten. — (Fortsetzung folgt.) er lässig ab. „Danke, danke — aber sprechen wir mcht dem dummen Theater! Ich bin wie ausgehöhlt und Raum und sich selbst, daß Isa hinter dem Ehepaar Lukrin im Hintergrund der kleinen Loge. Den Vorderplatz, den ihr dieser galant angeboten, hatte sie -urückgewicsen Ganz ungestört wollte sie Lenz' Hamlet gcntcßen, seine Iunglingsgcstalt, Jemen federnden Gang sehen, seine metallene Stimme hören. Musik der Sprache ohne Unnatur! Wer konnte noch auf den deutschen Bühnen so sprechen?! Wie gespreizt all die anderen, wenn sie sich auf den Versen ausichwingen wollten, oder w.e nüchtern und roh, wenn sie ..natürlich" waren. Au dumm, daß ihr sogar ein paarmal Die Tränen kamen! Aber cs packte sie so Das Publikum raste. Auch Lukrin meinte, die szene im Schavspiel und mit der Mutter hätte er s o nur noch von dem großen italienischen Tragoden Rosst gesehen. Sie hörte ihm zerstreut zu. Liebte Hamlet eigentlich die Ophelia? Oder schützte er es nur oor. Der Dichter hatte es oerjchleiert. Jedenfalls schien ihm anderes wichtiger. Wieviel Frauen Lenz wohl schon geliebt*hatte, wieviel ihn geliebt hatten?! Jetzt der Schluß, — die Fechtszene! Wie meister- haft er das Raopier führte! Arm und Waffe waren eins und die Gestalt schmiegsam wie eine Bogen- sehne. Und jetzt war es aus Sie atmete tief auf und kam erst langsam zu sich, als sie ihn wieder und wieder vor den Vorhang riefen. — Bei Borchardt war in einer Seitenn >che ein Tisch für sie reserviert Der Oberkellner teilte mit: das Souper und den Wein hätte Herr Lenz bereits bestellt — er würde sich sehr beeilen. Lukrin neckte sie: warum sie io zerstreut fei? „Gleich wird er hier fein, er, der HerriAue vor allen." — Aber cs klang doch leise wie Reid und Eifersucht hindurch Seine Frau lachte. „Ja, mein lieber "Berengar, jeder bat seine Zeit. Jetzt heimsen die Jüngeren die Lorbeeren und Küste ein, und wir schauen zu." für JleidnatbUirt an Den Corüemtunarn für die im nächsten Jahre in Amsterdam stotfimdendt Olympiade teil. Eidracher ist zur Leit m*. Dr. Wichmann. Salz. Mahtitz ulw bei dem bitte Woche unter Leitung von Reichstrainer^ Waitzer Durd>g«führten Kursus >m Frankfurter Stadion. 211 £• Sößtes Stück Arbeit wird allerdings im kommenden inter Die sachgemäße Weiterbildung innerhalb he» Verein» bleiben, eine Ausgabe, die W. Schmidt, der Traimngs(eikr der 1900er Leichtathleten, wohl zu lösen wissen wirt». Dr. Peltzer startet in Finnland. Der Stettiner Metsterläuser Dr. Peltzer ist nach erteilter Startgenehmigung durch die Deutsch« Spottbehörde für Leichtathletik am Dienstagabend nach Finnland abgereist, wo er vettchiedene Hernien bestreiten wird Peltzer stattet voraussichtlich über 833. 1500 und 2000 Meter, unb wird u. a. auf die hervorragenden finnischen Mirtelstrcckenläuser Eino Borg und Helgas stoßen. Sm 3ufammentrc1fcn mit H u r m i erscheint sehr zweifelhaft, wenn auch Peltzer in seiner jetzigen guten Form einer evtl, geplanten Begegnung mit dem großen Finnen nicht aus dem Wege gehen wird. Arne Borg in Wien. Am Dienstagabend stattete der schwedisch« Wunderfchvimmer Arne Borg zum dritten Male im Wiener Dianabad. Borg hatte einen Rekordversuch über 200 Meter ungesagt, um den von dem Amettkaner Johann Weißmüller mit 2:15.3 gehaltenen Weltrekord zu brechen. Der Versuch mißlang diesmal, da er Lußdall-Bundespokal-Vorruude. Der kommende Sonntag bringt die Auswahlmannschaften der Landesverbände in der Dorrunde um den BundeSpokal zusammen 1939 erstmals ausgetragen, hat der Kampf um die Trophäe des Deutschen Fußballbundes, die der ehemalige Kronprinz ftiftete. an Bedeutung dadurch verloren, daß die Verbände nicht immer mit ihren stärksten Vertretungen antraten, so daß der Eha ratter der Spiele als Wertmesser für die Spieistärke brr einzelnen Verbände verloren ging In der AachttiegSze deutsch!and den Pokal seit 1922 nxnxnen und steht damit, mit den der Vorkriegszeit, an der Spitze. land hat fünf, Westdeutschland zwei Sieg« und und dürste ihren 4 ; 2 - Sieg vom Vorspiel sicher wiederholen Die 3 b - M a n n s ch a s t trifft vormittags auf eigenem Platz auf die Zb-Slf vom Lokalgegner LVerein für Bewegungsfpiel«. Die Ligareserv« müßte jetzt eigentlich gegen die 2. Frohnhausens antreten. In Ermangelung eines Platzes ist aber ein Antrag um Verlegung gestellt worden, denn es kommen auch noch drei Iugendspiele auf dem Platz an der LiebigShöhe zum Austrag. und zwar sp eien vormittags 1900 s 1. Jugend gegen Daubringen 1. Jugend und 1900 s 2 Jugend gegen Werdors (Kr. Wetzlar) 1 Jugend. Während man der 1. Jugend einen sicheren Sieg über ihren Gegner zu rechnen kann, muß man dies bei der 2. Iugend- elf bezweifeln Als letzte« Spiel des Tages kommt nach der Ligäbegegnung das Gießener Schülerderbh zum Austrag. 1900'« 1. Schülerelf e-.-tpsängt Die 1. Schüler vom Verein für Bewegungsspiele. Gießen Der Ausgang des Spieles ist ungewiß. V. f. B. Während bk Liga am kommenden vonotaa frei Ist. hat die Ligareserv« aus dgenen Platz di« gleich« vom Spo rtverein Wetzlar im fälligen Verbandsspiel zum Geaner. Schon als di« beiden Wetzlarer Vereine F. E. und B. E. noch nicht vereinigt waren, zählten deren zweite Mannschaften zu den schwersten Gegnern der V. f B.-Sls. die jetzt erst recht vor eine schwere Ausgabe gestellt ist. Wenn beide Mannschaften in stärkster Ausstellung antreten, ist ein gleichwertiger und harter Kampf, den hoff entlieh ein guter Schiedsrichter leitet, zu erwarten. Die Dritte tritt in Lollar gegen die dortige Erste zum DerbandSsPiel an uqb wird sich sehr anstrengen müssen, wenn sie den spielstarken Collatern nicht die Punkte überlassen will. Sämtliche Iugendmannlchasten. fotoie die erste Schülerelf tragen Diplomfpielc au«. Die Erste fährt nach Gründe ra und dir sich dort den Sieg nicht nehmen lassen, der ^dvch durchaus nicht mehr so hoch ausfallen wirb wie vor einigen Wochen auf hiesigem Platz, ba ®rün- bergS Jugend inzwischen recht viel hinzugelernt und anspre-ende Resultate erzielt hat Auf eigenem Platz empfängt die -weite 3u» genbmannlu,aft die Erste Leuns und sollte alles daran'etzen. die Niederlage vom Dorsonnlage wieder wettzumachen. Die dritte Iugendels spielt, ebenfalls auf hiesigem Platz, argen Großen-Busecks erste Äugend und wirb aller DorauSftcht nach dem körperlich überlegenen Gegner den Sieg überlassen müs «n. Die Derbandssplele im ArbeUer-Turn- und Sportbund Die KreilNasse. £. Di« Spiele in der Krei-klasse bringen am kommenden Sonntag drei seltsame Paarungen, indem sich in den drei Bezirken der 1. Gruppe jeweils zwei Mannschaften aus einem Bezirk gegen üb erstehen. .Tür den hiesigen 3. Bezirk beansprucht daS in H?uchelheim stattsinden:e Spiel Gießen und Heuchelheim daS weitaus stärkste 3n- tere'lz. Gießen geht mit den besten Hoffnungen noch Heuchelheim, denn diese Mannschaft hat gerade durch ihre letzten Spiele bewiesen, daß sie über eine hochstehende Spielweise verfügt: die Hintermannschaft und die Läuferreihe sind di« am glücklichsten besetzten MrnnschastSteile, v m Sturm läßt sich sagen, daß er wohl erfola- re'.ch anzugrei en versteht, Für den Platzverein ist ?a$ Spiel eine starke Belastungsprobe. Es ist anzunehmen, daß Heuchelheim auf eigenem Platz «ine größere Energie auf bringt, als am vergangenen Sonntag in dem aussichtslosen Kampf gegen Westend. 3m Interesse ter Sportbewegung wär« zu wünschen, daß sich beide Mannschaften bemühen, daS Spiel, das den Eha ratter eines LskaltreffenS hat, ohne Zwischenfall und in vornehmen Formen durchzuführen. 3m Rachbarbrzirk stehen sich die Lokalgegner Friedberg und Dorheim gegenüber. Obwohl da- Spiel auf ihrem eigenen Platz statt- findet, tocr.cn sich die Doryeimer am Ende des Spiels doch als geschlagen bekennen müssen. 3n Praunheim stehen sich der Platz- verein und Dockenheim gegenüber, wobei Praunheim über ein kleines Plus verfügen dürste. Die erste Klasse. DaS wichtigste Spiel in dieser Klass« sindet in JMefcd statt, wo sich Wieseck I und Wetzlar I gegenüberstehen. Dringt Wicseck ein gleich hervorragende- Spiel zustande wie a.n Sonntag gegen Raunheim, so sollte es mit der Absicht der Wetzlarer, in der Rachrunde kein Minusspiel zu machen, recht kritisch bestellt fein. Dem Dernchmen nach erscheint Wetzlar in stärkster Ausstellung, da eS seinen Gegner am Sonntag richtig einschäht. Will Wieseck dieser Beurteilung gerecht werden, so ist erstes Erfordernis unbedingte Disziplin und unbeugsamer Siegeswille. Sind beide Doraussehungen gegeben, so kann der Platzverein unter Umständen siegen, im andern Falle sind die Punkte unwiederbringlich dahin. Raunheim I Hai Gießen 1 b als Gast. TJct der reifen Spielweise der Raunheimer ist an deren Sieg nicht zu zweifeln. Alle aufopfernden Anstrengungen der Gießener werden hieran nichts ändern, höchstens, daß es ihnen gelingt, da- Resultat möglichst niedrig zu halten. 3n Alsfeld stehen sich Alsfeld I und Marburg I gegenüber. Wenn man geneig ist, den Marburger Männerturnern ein kleines Plus vorauSzusagen, so darf man hierbei die zähe, ausdauernde Schnelligkeit der Alsfelder nicht übersehen. Dieser Umstand zwingt, den AuSgang de- Spiele- offen zu lassen. Die zweite Klasse. DaS spannendste Spiel dürfte in Großen- Linden stattsinden, wo sich die erste Mannschaft des Plahvereins und Fronhaufen I gegen- Überstehen. Rach den Beobachtungen in den seitherigen Spielen müssen Großen-Lindcn die meisten Siegesauösichten gegeben werben Ohne viel Au-sicht auf Erfolg fährt Alten- Bus eck I zu Leun I Wenn der alte Kampe Leun will, wird er die Alten-Dusecker mit einer empfindlichen Niederlage heimschicken. 3n Rodheim stehen sich Rodheim I und Burkhard-selden! gegenüber. Auch hier muh man in dem Platzverein den vorauSstchl- lichen Sieger sehen. Die zweiten Mannschaften. 3n AlSfeld spielen Als seid II und Marburg II. wobei man den Einheimischen am meisten zutrauen muß. 3n Raunheim stehen sich Naunheim II und Heuchelheim II gegenüber Heuchelheim muß sich sehr strecken, wenn es heil aus dem Kampf hervorgehen will. Wieseck II und Wetzlar II stellen sich in Wieseck Rach dem guten Abschneiden Wielecks gegen die ungeschlagenen Naunheimer liegt ein Sieg der Einheimischen im Bereich des Möglichen. Die Jugend und die Schuler. 3m 3ugendspiel zwischen Wieseck und Wetzlar, das in Wieseck stattfrndet, haben beide Mannschaften Aussichten aut den Sieg. 3m dritten Spiel in Raunheim stehen sich die Äugendmannschasten Raunheims und Gießens gegenüber. Auch hier muß man den Einheimischen Cie meisten SiegrS aussichten geben. Heuchelheim« 3ugrnd empfängt Klein- Lindens Jugend. Dei der Wendigkeit und technischen Befähigung ist mit einem Sieg Heuchelheims über ihre Rachbarmannschaft zu rechnen. Bet allen Anstrengungen hat S t e t n b ach wenig Aussichten, im Spiel gegen Hachborn erfolgreich zu fein. Ebenso dürfte eS der Jugend Alten-Du- fecks in Fronhausen gehen. Fron hausen stellt die spielerfahrene.e Mannschaft. Die bis jetzt ungeschlagenen Schüler Wiese d s haben die Schüler Wetzlars al« Gast und damit ihre gefährlichste Klippe zu Überwinder, Die Kleinsten Daubringens und Gießens stehen sich in Gießen gegenüber. Mit einem Sieg der Stä ter ist zu rechnen. Als Neuling erscheint Grohen-Linden mit seiner Schülermannschaft und hat gleich einen schweren Gegner: Lollar, der auch der gewinnende Teil sein dürfte. Heuchelheimer ftufeball. Nächsten Sonntag beginnt die Nachrunde in den Verbandsspielen für die erst« Mannschaft des Sportvereins 1920. Mit 6 Plus- und 4 Minus-Punkten hat fie die erste Runde glücklich beendet. Hierbei ist interessant, daß die Mannschaft zu Hause ""-es Spiel gewann, während sie außerhalb kein 5p gewinnen konnte. Nächsten Sonntag soll die Mannschaft beweisen, ob sie außerhalb tatsächlich kein Spiel gewinnen rann. Der Gegner, B. E. 20 Gießen, steht an letzter Stelle in der Tabelle. Das Vorspiel in Heuchelheim verlor B. T. 20 ziemlich hoch 10:0. Die Gießener werden sich mächtig anstrengen, um sich für die damalige Niederlage zu revanchieren. Wenn die Heuchelheimer aber einigermaßen bei der Sache find, mußten sie trohdem gewinnen. Die „Zweite" spielt vormittags in Heuchelheim gegen die „Zweite^ von L i ch. Im Vorspiel verloren die Heuchelheimer knapp 2:1. Deut'c' es Turn- und Spor crbzeichen. Am nächsten Sonntag findet nochmals eine Prüfung für das Deutsche Turn- und Sportabzeichen in Gruppe 5 (20 Kilometer Radfahren) statt. Beginn vormittags 9 Uhr am Schützenhaus. Wirtschaft. Rheinisch-Westfälisches Ko')len Syndikat. Dem Bericht des Rheinisch-Westfälischen Kohlen-Stzndikats in Essen für da- Geschäftsjahr 1926/27 entnehmen wir folgende Angaben: Auf das 3ahr 1926 kann mit einer gewissen Des riedigung zurüdgeblidt werden, doch ist zu berücksichtigen, daß mit der negativen Rationalisierung die in den aufgegebenen Betrieben steckenden stillen Reserven verschwunden sind. Die positive Rational.f erung ist mit ausländischem Kapital erfolg , de,sen Verzinsung und Tilgung erst verdient werden muß. Troy der Besserung der Marktverhaltnisse in Deutschland bleiben für die Zukunft die alten u n g ü n st i - gen Bedingungen: ein zum allgemeinen Schaden durch Zollmauern ver lockter Weltmarkt und ein verarmtes Deutschland, das. durch den Dawes-Plan und durch eine wcckgeh.nde steuerliche und sozialpolitisch« Gesetzgebung vorbelastet ist. Der englische Dergarbeiterstreik hat sich zwar in der Erhöhung der Absaymengen, weniger aber in einem Ausstieg des Erlöses ausgewirkt, da es dem Syndikat weniger um die Ausnutzung der Tagespreise, al- um längere Abschlüsse zu tun war. Sin Sinken der Ausfuhr unter ihre Durch- schnittshöhe war nach dein Wiedererscheinen dne englifdxn Kohle selbstverständlich. Der Preisstand im Inland wurde während des englischen Berg- arbeiterftreif« nicht erhöht. Um fo bedauerlicher toar es, daß Reichskohlenrat und Reichswirt- fchafrsminister nach der verfügten Lohnerhöhung vom 1 Mai 1927 und nach der Einschränkung der Arbeitszeil einer angemessenen Erhöhung der Preise für Kohle und Briketts nicht zustimmten. Don einer internationalen Vereinbarung nach Art des Eisenkartells verspricht sich der Bergbau wenig, da England sich diesen Gedanken gegenüber recht kühl verhält. Als bedeutungsvolle Ereignisse werden hervorgehoben: die Gründung der A.-G. für Kohleverwertung, die als ihre erste und größte Aufgabe die Gasfernversorgung in Angriff genommen hat, und weiter der Zufammenschluß mehrerer der größten Mitglieder des Syndikats zu der Bereinigte Stahlwerke 2L-O. Die im Zähre 1925 eingerichtete Wärmetechnische Abteilung ist weiter ausgebaut worden. Die Steinkohlen - Gewinnung Deutschlands hat im Jahre 1926 infolge des englischen Bergarbeiterstreiks eine erhebliche Steigerung erfahren. Sie war mit 145 363 000 Tonnen um 12 741 000 Tonnen, das sind 9,61 Prozent höher als die Förderung de- Dorjahres, und um 4 610 000 Tonnen, das find 3,28 Prozent höher al- die Förderung im 3ahr« 1913 bei Zugrundelegung des heutigen Gebietsumfanges ohne Saar und Oberschlesien. Die Förderung des Ruhrgebiets betrug im vergangenen 3ahre 112 192 000 Tonnen, daS sind 8 133 000 Tonnen vier 7,82 Prozent mehr als im Vorjahre. Sie blieb jedoch hinter der Förderung von 1913 um 2611 000 Tonnen oder 2,3 Prozent zurück. Unter dem Einfluß deS englischen Bergarbeiterstreiks konnte die deutsche Kohlenausfuhr von 32 718 000 Tonnen im Jahre 1925 auf 51 013 000 Tonnen im Sabre 1926, d. h um 65,09 Prozent steigen. Sie Einfuhr des Deutschen Reiches ging im vergangenen Jahre infolge des Ausbleibens der englischen Kohle erheblich zurück und betrug nur 2 677 000 Tonnen, das sind 5 013 000 Tonnen weniger als 1925 und 8 683 000 Tonnen weniger als 1913. Die Einfuhr aus England weist wirrer steigende Ten- de'nz auf. Die Zwangslieferungen deS Syndikats (Reparations.ieserungen) einschließlich der an die Regie gelieferten und der beschlagnahmten Mengen) betrugen vom September 1919 bis einschließlich März 1927 62 182 419 Tonnen Kohle und Briketts und 26 752 628 Tonnen Koks, davon entfallen auf das abgelaufene Geschäftsjahr 6 832 613 Tonnen Kohle und Brikett- sowie 1 861 613 Tonnen Koks. Sehr drückend wird nach wie vor die Höhe der deutschen Eisenbahnfrachten empfunden, vor allem die der Kohlentarife, die den Wettbewerb mit dem Auslande außer- orientlich erschweren. Es wir) eindringlich dir Forderung erhoben, mit aller Beschleunigung eine ausreichende Ermäßigung des QI. 2.6 oor- zunehmen. QIuö der Dermögensrechnung per 31. März find hervorzuheben: Beteiligun^-en 4 852 450' Mk. (i. V. 7 720 783 Ml.), Kohlen- Driketts und Pechläger 3 276 937 Mk. (23 834 941), Betriebsmaterialien 92 836 Mk (96 428). Wert- Papiere 21 504 Mk. (684 942), Wechsel 1 892 330 Mark (6 552 870), Kaste .9223 Mk (16 430), Guthaben in laufender Rechnung 152 185 916 Mk (91 515 656). Unter den Passiven erscheint das Aktienkapital unverändert mit 7,5 Mill. Mk., Hypotheken werden ausgewiesen mit 40 000 Mk. (112 050), Akzepte mit 12 100 000 Mk. (5 862 006), Schulden in laufender Rechnung mit 142 701 231 Mark (116 948 077). Die Bürgschaften betragen 5 847 186 Mk. (5 777 186). Die allgmteinen Unkosten beliefen sich auf 8 571 828 Qltf. (5 042 950). • DoraussichtlicheAblehnungder DollaranleihederyessischenStädte. Nachdem die Ausländsanleihe der Stadt Frankfurt a. M. gescheitert ist, ist anzunehmen, daß die geplante Dollaranlcihe der he fischen Städte nicht genehmigt werden wird. Insbesondere dürfte hierzu das ablehnende Derhalten deS Reichs- banwräsidenten beitragen. • Erhöhung der Zinssätze derFrank- furter Bankiervereinigung. In Anlehnung an den Beschluß der Berliner Stemel verein! - gung hat auch die Frankfurter Bankieroereinigung beschlossen, mit Wirkung vorn 5. Oktober die Zinssätze in provisionsfreier Rechnung um 0,5 auf 4 Prozent und die prooisionspflichtige Rechnung gleichfalls um 0L auf 4.5 Prozent zu erhöhen. Der Soll-Zinssatz ändert sich bekanntlich autornatifch mit der Veränderung des Reichsbankdiskontsaßes. Die Haben-Sätze für Geld über 14 Tage find noch nicht festgesetzt, die bisherigen Vorschläge lauten, wie wir erfahren, auf eine Erhöhung um 1 Prozent. • Die Holland - Anleihe der Lahrn eyer-A.-G., Frankfurt a. M. Wie aus Emittentenkreifen in Amsterdam mitgeteilt wird, werden die Zeichnungen auf die in Holland ausgegebenen 6 Millionen Schweizer Franken bprozen- tiger Obligationen der Elektrischen Werke, A.-G., norm. Lahmeyer & Co., Frankfurt a. M., voll zuge- wiesen werden. e Gute-Hofsnungshütte. Die Gute- Hof nungshütte. Aktienvere.nigung für Bergbau und Hüttenbetrieb, wird, tote WTB.-Handel-- dienst erfährt, der demnächst einzuoeru enden Generalversammlung die Zahlung einer Dividende von 6 Prozent in Dorschlag bringen. Frankfurter Börse. Frankfurt. 7. Ott. Tendenz fester. — Die Stimmung an der heutigen Börse war aHgcmein etwas fefter, wenn auch die Geschäftstätigkeit »eingeschränkt blieb, da man die Entscheidung der heutigen Kabinettsfitzung in der Frage der Auslandanleihen noch abwartet. Zur Zurückhaltung mahnte auch die Geldmarktlage, die sich wieder etwas vcrsteist hat. Ferner ließ die Beteiligung des Publikums am Börsengeschäft auch weiter zu wünschen übrig. Don der lebhafteren Um- satztät gkeit in verschiedenen Spezialwerten ging aber eine allgemeine Anregung aus. Stark hervor trat das Geschäft am Farbenmarkte im Zusammenhang m.t der morgigen Aufsichtsratssitzung. Auch Elektrowerte verzeichneten wieder stärkere Umsätze. Der Dioidendenvorichlag bei Licht und Kraft, wobei über einen aünftigen Geschäftsgang berichtet wurde, bot eine Anregung Don Ausland- feite sollen wieder in verstärktem Maße Käufe eingesetzt haben. Allgemein ergaben sich Kursbeste- rungen von 1 bis 3 Proz. F. ®. Farben zogen 1,5 Proz. an. Am Elektromarkt gewannen L cht und Kraft, Felten und Bergmann je 4 Proz., letztere trotz des Dementis einer Kavilalerhähung AEG., Gcsiürel und Siemens plus je 2 Prozent. Stärker erholt waren Zellstoff Waldhof plus 4 Pro> zcnt. Autoaktien vernachlässigt und nur knipp behauptet. Kleyer minus 0,5 Proz Don Loka'werter konnten Scheideanstalt 2,5, und Holzmann 2 Proz anziehen. Danken waren gut gefragt und d'» drei Prozent fester Heimische und fremde Renten still. Schutzgebiet stark angeboten und schwä cher. Im Verlaufe wurde das Geschäft still und die Kurse bröckelten etwa» ab. Gesfürel konnten dagegen weiter anziehen. Tagesgeld 7 Proz. Am Devisenmarkt war das Geschäft minimal. Die Reichsmark notierte gegen Kabel 4,1955, gegen London 20,4250. Paris gegen London 124,02, Mailand 89,00, Madrid 27,95. Berliner Börse. Berlin, 7. DM. Die Börse war vorbörslich sehr zurückhaltend, da der Ausgang der heutigen Kabinettssitzung betr. die Anleihe- Politik Dr. Schachts sehr ungewiß erscheint. Zu Beginn des amilid)cn Verkehrs konnte sich eine allgemeine Bcfest.gung durchsetzen Sehr lebhaft ging es am Farbenmarkte zu, da man von der morgigen Sitzung etwas Besonderes erwartet. Die Gerüchte über eine Kapitalerhöhung nehmen immer festere Formen an, und man ver- wies auch auf die feste Haltung der Ehemical- Trust-Aktien in London. Auch die übrigen Märkte wurden dadurch angeregt, und bei Festsetzung der erftv-p Kurse stellten sich bei Spezialwerten größere Kursoesserungen heraus. Elektrowerte zogen bis ou 5 Prozent an, Spritwerte 8,5 bis 9,5 Prozent, Kunstseide 5 bzw. 8 Prozent höher. Sonst ginge.) die Kursveränderungen über 1 Prozent nicht hinaus. Heimische Anleihen und Ausländer ruhig Pfandbriefe gehalten Geld war eher etwas leichter. Tagesgeld 7 bl» 8j Prozent, Mo- natsgelb 8 bis 91 Prozent. Warenwechsel 6\ bi» 71 Prozent. Eine Erhöhung de» Repartgeldsatzes ist aber wahrscheinlich. Im Verlaufe machte sich das sihlende Geschäft wieder stärker fühlbar. Man hat den Eindruck, al» ob das Publikum, wenn es nicht ganz fehlt, höhere Kurse zu Abgaben benutzt. Die Tendenz ging unter Schwankungen zurück und die Kurse gaben 1 bi» 3 Prozent unter Anfang nach. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M.. 7. Olt. Die erhöhten Auslandvreise wirkten fich nicht aus. Das Geschäft ist weiterhin äußerst ruhig, besonder- da- Weizenmehlgeschäft ist ganz lustlvZ. In Gerste halten die Brauereien zurück, wozu noch kommt, daß eine Frankfurter Großbrauerei ihre Mälzerei umbaut. Da- Futtermittelgeschüft ist ebenfalls sehr ruhig, da die ®rünfut ter ernte außerordentlich groß war, ebenso eine reiche Hackfrüchteernte vorhanden ist. Das Angebot feiten- der Landwirte in Getreide ist abwartend, zum Teil auch durch die derzei'igen Feldarbeiten und die Obsternte -urückgedräng. S- wurden notiert: Weizen, Wetterauer 26,50. 25,50. 22 bi- 24, Roggen, inländischer 24.75 bis 25, Sommergerste für Brauzwecke 26 bis 28. Hafer, inländ. 22 bi- 24, ausländischer 21,50 bis 25. Mai-, gelb 19 bi- 19.25. Weizenmehl, inländ.. Spezial 0 38 75 bis 39.25. Roggenmehl 34,25 bis 35. Weizenkleie 12,75 bi- 13, Roggenkleie 13,50. Tltnrn- Datum: Telegraphische Auszahlung. 16 f- 47.1 u 149.4 IM iv Banknoten. ul ij» io iv IS1 * iM.76 5 8 m i» IM.5 143.IJ 144.5 144 Xi 244 UL» tt I» 17» 4«. 25 17» lei IM 163 7» JA »4 EM 7» i:u 7» II .7» 161 9 . 7 . .6 . 10 • .6 . 10 . 10 . .8 . 10 »■«m Nobel i? tiabnuorr Jr La. Buder » . . . 9 . . . 0 • . . .6 . . .8 % 9.4 ■u» Zcuiifl) itiicnbcbn 4*/. Vamdura-Nllict .i . . Pt, Dk Hentieanlfibt v 1937 $1 niil «blei «*d;ulb mit tiut'iof «iHrducn ?<•»!. obnc Vluil f .‘Ntdntn .irai ff (iDp .iC: Qo »p- un tunt bar bi ■ ifcj? «'.»“♦ ?Hb rtt I «* errtt II *• wimwncn conwrt Wi< 4 » stumaucn cholbiuii von ivij camb -2 ubom Damv ich Oanfa Tonufi»lff Jiorbr a T?anl et brr Cb.nctjiff fftfmb. 1kbart i t terldjlel Äot4ivfrtr i Tböntx Bera.au f */• 9 3 StbeinNche Braontohicn ffUtarf Montan .... «’erem-jre ClebUo f. •/, H L Ian J.iae i Äall HI&.r.Hcbe i n Aalhotrf CfiUbeftartk Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. unter dcn papieren ange'uhnen Zistern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardöinsfuß 8 Prozent. K .Iranffurt a-M. Berlin S4>U» . Hu« 1-Udr. »nre Kur* Änfang 1 10. 7 10. 6 10. 7. 10 bl 4 87 6 66 86 6b.» IS 4b 15.» 18,13 18,6 9«tb - - - 77 - - 82 — - d - - — —- 0 7\ 6.13 6.6 — IM — <7 66 * *• 4.7» — —i 24.75 • — t 8 8.1 13.4 — 11.26 184 6 2 — H.U 11.5 16 » - lsnmk'un a. 1'. Berlin r-4b 202 6 >»-.75 «1 L w: - ■w 176 1*7 4M 15» 157 25 5 8.23 18 9 157 5 — — 176 3 17b 167 16» ib7 73 169 ' 4,2j Ui *7 V9 3 1 0 o H2 143 12.75 in III 20 .44 Ul 0 112 5 <46 UT.» 166 14 2 5 19J 7ö r» 25 IW 1.3 . 1*1 J8 «' 7 1. 171 5 '!■ .70 M 4 171 4 247 — 4V 7» 230 »7 73 Ä» .97 SU) 5 cie 14.: 142 144 12*.• 1.1 23 127 X 91.7* «2 V 1*. — • l»v .rranffurta M Veriin schlutz l'Ubr» Schluß '.■Infang Hur» ' flur» flut» Mur» _________ 2 arum: 6 | Salbbof . . .12 498 75 »II 08.5 n 318.8 313 8 .jtQftoH Hfitafirnbnrn 10 195 196 25 i9.i (Iborlot'-nbnran Gaffer. 7 ins 75 effaurr Sa» . . g Daimler T.’otorax.....o Demag ....... Bblerrocrte Alcoa. ... o |f I 103,5 117 5 10» 19' 75 16 5 85 5 105.75 196,25 117 105.75 Vnbro roeire — - (8? 6 288 9 Nai Automobil ... 6 — — iH 75 11 Cr nft-ln k Scopel . . . . i — — UO 6 ÜZ Vinte ©o n-ann . . . . ( — Vconbarb 2te» ... , — — 166 165.5 tiamao« eg in ..... c 42 45,7» ffrantf M 'ch-nen . . . . ö 72 - iSrioner .... 7 113 IU Hevliaenftaebi ...... c Junaban; ...... r Lech werke ...... > 2* b i '5.5 - I.D 120 8 l'iatnfTafnrerfe ...... 1 l'haa ...... u -''efarfulmer ...... 134 109 5 - IM 110 111.65 — i’cfeii Union ..... 1 Clebr. Strebe’ .... . i< 146 k C'-effna . . e ■ 75 Eubb «luder , 136 75 - |37 (Uelh Jranu'i: bt Jioien ... 1».«'' 16 j4 ooUdnburtje Noten ... 167.74 168.42 gtclirnif(6r Noten..... 22.11 21.06 Nonvea'ichk Noten...... 110.16 >10.60 Demich Crfierr ,4100 «ronen Numanbche Noten...... 59.0 50.27 2.6" t.U CchwedtkLe Noten...... 113.67 113.03 Schwerer Noten....... <41.69 W 9| Svanitche Noten ...... TschechoÜowcikische Noten - - 72.76 73.1b '2.38 12.44 Unaarifde Noten 73.211 73 W Devisenmarkt Bersin—Frankfurt a. M. 6. Dtlbr. 7 Cttbr. Mmliche Not, runa NmUtche t>C10 ^ouernng i»clb #ner nm n.« '.Hon I64J.4, I.70- Ite.ub lÜTTT“ ivueu- Atre, 1.794' 1.794 frff.'/lnrTD >4.4‘i 41, iZ 41.375 □8.495 libnfHanla 110,42 H0.64 1 lU.il lld.M Äopenbaarr 112.36 113,5, 114,04 U2.4I 412,53 Giodbotm 12.bl >13.74 112. V» 5eirtnafor4 U.5MI IO,»5\ lU.atZ 10, ,2 (1 teilen . . 6 J.w 42,92 23. *4 tfonbon. . J,40- AJ.445 0,5 9 41,43 •'.ennorf • 1015 I.IW5 4.1-8 1.196 ■6m6 . . . 0,446 16,435 • 6,45 16,49 i?1.144» ■0,79 0.9» Eva t:n 3,0. • 4.11 <3,01 73,21 Iavan . . 1.355 1.95 V >9.4 1.9.6 -io bf Ocn ■titrn in T • 6105 '.OOS- -.»DUO .»02» Ctft- atar'i •».18 *. so •»9.145 »,Ub Vraa Velirab 13,443 >2.4:1 12.441 -.4« 1.4U1 -<»;0 7.-94 «ndav'i 3.25 -3.49 •4.31 .3.4» ful .'••rten Piffaben ■ v:v ,Wj -Vtv .066 0.64 -D.67 •U-48 .0.62 Tani'c. •I.S» 81.51 '1.32 al,4b Sonn ntin. 22s 1.112 .-,23V <,XJ7 fliueii. .-44 >,U4 5.544 5.5»6 ttmtobo >,105 i.rvi 1.192 4.-00 Ure van 124* 4.25! 4.22» 4.234 <«dro 4).9?8 ».»64 30.917 20.967 - ■» th* nmmtoniiaie Jijun..... LULL LA Englische ?.ortw ...... tä 113.13 H.37 1.198 112.57 U.4» Kühler’s Sweater, An züge,Kleidchen Schlupfbeinkleider Hygienisch — Elegant — Dauerhaft Angenehm und praktisch Im Tragen Reichhaltiges Lager in Pullover / Westen / Jacken Mützen und Schals Gute Qualitäten! 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MitgUederstand Sude de» Jahre» 1926 Da» Mttglledergutbaben betrug Ende de» Jabre» 1926 Das MttgUcderguthaden beträgt Ende de» Jahre» 1926 3l/, Uhr, zusammen mit dem I. iHess.) Grenadicr-Bataillon, 15.3nf. ^egts., Gießen, geritten. Treffpunkt: Schützen« baue. Halali: Eulenkopf. Zuschauer können vom Eulenkopf aus das Feld Sn Kavital en Konto An Immobilien-Konto: a) vor 1918 erbaute Häuser am Samstag. 15. Chober 1927. abend» 8' 4 Ubr, im fianfmMiaiicben Berein-baus, ^iorbanlaec 15 TageSordnunq: Mitglieder-Bewegung im Jahre 1925. Tie Mitgilederrabl beirug Ende de» Jahre» 19L Zugang im Jahre 192Ü ScHwirzeHerrensHeiel neue rassige Formen, Rand echt oedoppe t Bleikristall Große Auswahl! Billige Preise! Kam Laden! Besichtigung ohne haufiwang! FranMartinüö'rlw. lerUalaie !•• Bekanntmachung. I Die Neuwahl der Mitglieder de» Au» > schasse» der ZUlgemetnen Ortskranfentaste | ©itfecn 6tabt findet am Samatag, dem! 26. Jloecmber 1927, oon eormitlog» 10 Ubr dl» nachmittag» » Uhr. und zwar gleichzeitig von den tlrtieitgebern und von Alleinverkauf für Gießen KräülerliaDS Innfi / ScönlstraBe 5. Dte eingehenden Dahloorschläge liegen ich ihre» Zulassung vom 11. Tlooembec 1927 bl» zum Wahltage in den Geschäft»- räumen der Rasse zur Einsicht au». Die Haden: G.-M Zinsen von auSgelteb. Kapitalien 87 ’ 41 Dlleie von Wohnunnen ........ bl MO 40 Lonsttge Einnahmen......... 15.00 aueschlaz, Hautjucken, Picket Hnrn- rAure usw. — Ferner 9091a Werfehofener Hlnianfi. Klnder- •Uer 94ürfledt-iflbci rag»-Santo Vet Häusernnieibal ung»-Konto i«krt^civtnn-Dalbo Zu wählen sind 20 Vertreter und 40 Ersatzmänner aus dem Kreise der Arbeit gebet und 40 Vertreter und 80 Ersatz männer au» dem Streife der Versicherten Die Dahl der Arbeitgeber findet statt im Gasthaus „Zum Lchipkapast" (Bahn hofftratze) Die Dadi der Versicherten findet statt Im Gewerkichaftshau» (Schanz nstraste). Zur Einreichung von Wahlvorschlagen sind berechtigt wllllchasliiche Bereinigun- gen oon Arbeitgebern und von Arbeitneh mern oder von verbänden solcher Der rintgungen. Zulässig sind auch Vorschlags listen oon Arbeitgebern und oon Der sicherten der Kaste. Die ersteren mästen 120, die der letzteren 220 Unterschriften iragen. E» können nur solche Wahloor schlüge berücksichtigt werden, die spätestens fünf Wochen vor dem Wahltag auf dem z.assenbureau (Ludwigstrahe 12) einge llllllllllllllllllllllllllllllllllll Reh i IN Aufschnitt, lern er eiuoiehle von jetzt ab wieder fiel» Irisch gelchostene Hasen im ganzen u. geteilt je nach Wunsch I. Zärh Wwe. Mäusburß 9 Televdon 613. 0TW llllllllllllllllllllllllllllllllllll Süßer Apfelmost täglich frisch gekeltert, empfiehlt Heinrich Heyne Apfelwein ttelterei Zum Aquarium Walttorstraße 5 * Tel. 1322 Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht Bilanz für das Jahr 1926 GM. 40 M.N 88Ü 979 f.3 IM 15 19.1 I*) Sm 764 mi) tfTlß 36 8 467 Ml 6 I HO i 14 3. 2 K7 2941 21 W.wnfl Stimmabgabe ist an diese aufgelegten Wahlvorschläge gebunden. Als Wählerliste bienen die Arbeitgeber- und Mitgliederverzeichniste der Kasse. Die Einsichtnahme in dieselben ist bi» zum läge der Wahl in den Geschäftsräumen der Aaste gestattet Etwaige Einsprüche gegen die Richtigkeit der Wählerliste sind bei Vermeidung de» Ausschlusses spatesten» vier Wochen vor dem Wahltage unter Beifügung oon Beweismitteln bei dem Vorstände einzulegen. Der Wahlausschuß ist befugt, die Wahl- und 6tlmmbered)ti- gunq jede» Wähler» bei der Wahlhandlung zu prüfen Es empfiehlt sich daher, einen Ausweis (letzte Quittung über bezahlte Kastenbeiiräge, Bescheinigungen über die Mitgliedschaft vorn Arbeitgeber usw.) mit- zubringen. Eine weitere Benachrichtigung der Wohler findet nicht statt. Da» Nähere über die Wahlberechtigung ist aue §69 der Kastensatzung, über die Aufstellung der Wahlvorschläge und den sonstigen Gang der Wahl aus der Wahl- ordnung zu ersehen Arbeitgeber und Der. sicherte tonnen diese Vorschriften tn der Geschäft.-stelle einleih n Diesten, den 6. Oktober 1927. Der Vorstand der AUg. Ortskrankenkasse Gießen-Stadl. Doch-gieqel WMlilZ'Ziegkl, BLerldjiDSnie zu billigem Preis. C Rübsamen,Gießen Fernsprecher 1659. schwirr end braue Boxkali W'o Schuh-A -G. 31 Seltersweg 31 Auto Telephon Nr. 1730. Tischlinoleum und Wachstuche emvsteblt tn den gangbarsten Mustern und Breiten **’a TapelentzauS Fern. Nennsliel, Plackst raste 14. 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Wenn auch die Preise in Konfektion und Textilwaren seit Monaten ständig im Steigen begriffen sind, so habe ich mich doch entschlossen, während dieser einen Woche ganz Unglaubliches betreffs Preis zu leisten und zu zeigen, daß man bei Schmücker billiger kauft denn je. JPWMtefen, M emem Ta SL E* 'hr SSJS LSnö SÄ V-Ä die i iC1? des ' dvrgefe, MD L-Ki e lhex “ft Qy öer »SlÄ d-z A» gb?.?» btt1 fc.bt, Ltztz L-Hlfie ftcüteno« »®“h'nbe ®,rl «..EL fe? sür öen 5'*m rob ©rünberfl, BrtÄ* hrtyn, ^-lhges, Srt^mun S-r öen Sh MsJof • W". 2nhe>de fragen, Wonnenr .»tMhachn, «oi Zur den Sl Saubringen, Mo Elimbach, Lollai Es sind zu r Sic Vertrau« Versicherten, die versicherten Ang Sie Vertraue den Arbeitgeber, sicherten Angest- Wahlberechti Geschlechts, sose beitgebern gehö Wahlberecht stellte wahlbere 1. die gese schästssa 2. bei juri sellschaft deren f soweit j nach fü derechtij Wahlre Wählbar | beitgeber der wohnen oder Wählbar o bar sind - fli 1. die gelt IWäl 2. die ÜRitgi fäftsfügi jonlich ha soweit sie 3. die bevoll Weder wählt oder Der haben ka eröffnet r 2. infolge ae mögen be Angestellte, i ber Seilragsleih wählbar. Gewählt wird Air Wahlbere DOr dem Wahlta gleichen, die voi von Arbeitnehme