-vrogkanim ?. Januar. 4 30 bie «4'fc °N =h£S£-3r? ySfc." g-S*.. -- «M. s ist bet TM einei für das Jahr INI ichen Inhalt und leine alle Freunde der Musil mach wird von dem bt« ■r Walter Dahms sicht des Herausgebers rehmes und doch vvlls. anregendes und dabei u schassen, in dem sich tigen Musiklebens ge, orm als positive gegen« : Sta|l offenbart. Dazu LUä der musilalischen und ragen. Wan linbet Dich- sähe, Qlnetboten, Erleb« : darin, die in jebem nlereffe erregen müssen. M sPanorama-Lerlag, 738 ing Der Cuff. Sin rt und Flugtechni/i Twf) \ und Crlahrungen gr« Ut für alt unb iung. :te Aullage. M Seilen danzleinenband 9,80 TIC ,gele«lcha!t, Stuttgart erschienen, hat das 2u« uslagen den Ausstieg des lt So bildet die vor- i Juhmcsdenkmal sur W brt. Aus der Zusammen, •ule en, standen, behandelt , Luslschissichkt und Slug' a wi senschafll'ch zu- Lr-i völlig gemew t nichts TroäeneS und n lebend,q. anschaunch n Leser alle Stadien M streich, alle 3W Zölle des Frel^ ässenschaftkche ^seug. r E S"S5. 'S «Ä*’*? r. §■ »Ri Seiten 8' 147^’eb. gönnet nT^^h) bei lebhch^^er. llEtenböpsx, LLtzFtz i'iSs '99en tZS^ten. niedriger %r ,oxflar * wÄ, >ii U *%«m. Z-M S.(!? -tlvggenmehl 33 ilen ^.^Öflenlleie £ biS 61; Heine ,.^ererbsen 21 bis - Aäerbvhnen 21 big UÄ blau, 13,50 bi. b's 15; Serradelle kuchen 16,40 bis 16,50; !0, Trockenschnihel 9,90 0 bis 19,80; Kartoslel« rf. -MV- , roir “ zreltag, 7. Januar 1927 177. Jahrgang Nr. 5 Erster Blatt GichenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vniS mid Verlag: vrvhl'schc Unioerfltifs.Bud). und Steinörudertl R. lange in Sietzen. Schrifileltung und Seschästrftelle: Schnytratze r. 6r|d)etnt töghth. außer Sonntags unb feiertags. Beilagen Cietjener JamtlienblSttei Heimat im Bitt» Die Scholle monau-EejngiFTel»; 2 Reichsmark unb 20 R-rchspsenrng für Träger, lohn, auch Vt\ Nichterscheinen einzetnerRummern infolge höherer Gewalt. Fernsprecho ns chl Ü fs«: 51, 54 unb 112 Anschrift für Drahtnach- richten, Anzeiger -iehea. pofffd);dlonto: granffurt am Main 11686. Annahme von Anzeigen für ble Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm hohe für Anzeigen oo.i 27 mm Breit« örtlich 8, ausmört» 10 Reichspfennig, für Re» klameanwgtn von 70 irro Brette 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20" , mehr Chefredakteur Dr 5riebt Will) Lange Derantwortlich sur Politik Dr. Fr Wilh Lange, für Feuilleton Dr H Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein; für den An« geigentetl i.Bertr. H Deck, sämtlich in (Dießen. und die Räumung der Rheinlande. Frankreich Don unserem Pariser ^.^.-Berichterstatter. Pari-, 6. Januar. Daß Die Desreiung der Rhcinlande von der Besatzung in der nächsten Zeit das Hauptthema der deulsch-frairzösischen politischen Derhand- lungen bilden dürfte, darüber besteht in der deutschen und französischen Auffassung keinerlei Unterschieb. Leider weicht aber der französische Standpunkt von dem deutschen beträchtlich ab, sobald die Frage aufgeworfen werden muh, in welcher Weise das Rheinproblem behandelt und gelöst Verden soll. 3n Deutschland ist man sich ohne Unter- schied der Partei darüber einig, dah das Jahr 1927 endlich die Desreiung des noch von fremden Truppen besetzten Gebietes bringen muh. Bildet schon -u Kriegszejten die Frage der Besatzung ein äußerst schwieriges Kapitel, so bedeutet nach Einstellung der Feindseligkeiten die Anwesenheit fremder Truppen im eigenen Lande aus die Dauer eine Unmöglichkeit. Die dauernden Zwischenfälle zwischen Besatzung und den Einwohnern, die in letzter Zeit so häufig zu verzeichnen sind, der Landauer Prozeß usw. beweisen zur Genüge, dah es h ö ch st e Z e i t ist, mit der Besatzung aufzuräumen. Sobald General v. PawelS und Geh. Le- gationsrat Dr. Forster wieder in Paris ein- getrossen sind, dürsten die Verhandlungen über die beiden letzten noch strittigen Punkte der deutschen Entwaffnungs-Frage, die Ostbe- sestigungen und die Ausfuhr von metallurgischen Halberzeugnissen, die sich für Kriegsmaterial eignen, beginnen und. auf dem Wege über die Dotschafterkonferenz oder den DöllerbundSrat. wahrscheinlich auch zu einem Ergebnis führen. Aach einer Regelung dieser Punkte ist der Rechtsanspruch Deutschlands auf eine sofortige Räumung der Rheinlande gemäß Artikel 431 des Dersailler Der- trage» unzweifelhaft. Die wirtschaftlichen, territorialen und militärischen Abschnitte, in die der Dersailler Vertrag zerfällt, sind dann nicht nur rest 1 oS erfüllt, sondern durch die Der- träge von L o e a r n v hat Deutschland nach dem Westen hin Opfer gebracht, wie sie kaum jemals in der Geschichte von einem Dolle verlangt worden sind. ZedeS weiteve Derbleibrn der Besatzung würde einen flagranten Rechtsbruch bedeuten, wie man ihn leider in Deutschland nach dem Kriege allzu häusig (Oberschlesien. Ruhreinbruch usw ) erlebt hat. In Frankreich verfchließt man sich der Bedeutung des Art. 431 ebenfalls nicht, sucht aber nach allen möglichen Ausflüchten, um die klare Rechtslage zu verwirren. Sobald das Thema „Räumung der Rheinlande" berührt wird, erschallt der Ruf nach Sicherheiten und weiteren Garan- tien, wobei absichtlich nicht klar und deutlich gesagt wird, welche Sicherungen nach Locarno und der deutschen Entwaffnung denn noch gefordert werden. In dieser unklaren Begriffsbestimmung liegt sowohl ein Manöver als auch eine Gefahr. Wie in der „moralischen Abrüstung", so will man auch in dem Sicherheitsgedanken einen unklaren und unbestimmten Begriff,schaffen, der es ermöglicht, deutsche Vorschläge stets als unzu- reichendabzulehnen. Eine weitere Verwirrungsmöglichkeit bietet für die französische Presse das Gespräch von Thoiry. Die finanziellen Vorschläge der deutschen Regierung — Mobilisierung der Eiscnb.hnobligationen — sollen plötzlich, nachdem man zuerst gar nichts von ihnen wissen wollte, als Voraussetzung für die Rheinlandverhandlungen dienen. Auch hier ist bas Ziel durchsichtig. Falls aus irgendwelchen Beweggründen, z. B. wegen des Versagens des amerikanischen Marktes, eine Mobilisierung der Obligationen sich als unmöglich erweist, so will man dies als Vorwand benutzen, um die gesamten Verhandlungen scheitern zu lassen. Eine dritte uno die in Frankreich vielleicht aussichtsreichste Möglichkeit, die Räumung der Rheinlande zu verhindern ober zum mindesten auf die lange Bank zu schieben, bildet der Appell an die ^öffentliche Meinung", an Vie „Mütter Frankreichs", die niemals ein Ausgeben der französischen Stellung am Rhein dulden würden. Ein solcher Feldzug hat bereits in der französischen Presse begonnen. Die nationalistische Zeitung »Echo de Paris' hat mit einer Umfrage an alle großen Politiker und sonstigen Persönlichkeiten Frankreichs angefangen, — allerdings bei der ersten Persönlichkeit. an die sich das Blatt wandte, um ihre Stellungnahme zu der Rheinlandräumung zu ermitteln, hat sie kein großes Glück gehabt. Elemenceau hat in kurzen Worten mit Hinweis aus sein hohes Alter es abgclebnt, seine Ansicht zu äußern, trotzdem glaubt »Echo de Paris" zwischen den Zeilen seinen Lesern sagen zu können, daß der alte Staatsmann »stark beunruhigt sei". Die besonders chauvinistische Abendzeitung „3ntranfigcant‘‘ fordert offen zu einer Mobi l» madjung der öffentlichen Meinung auf und verspricht sich davon einen besonders guten Erfolg. Genau so wie im Juni des vergangenen Jahres die französische Regierung unter dem Sturm der »öffentlichen Meinung" auf die Ratifizierung des Washingtoner Schuldenabkommens verzichtete und bis heute diese Rati- • fizierung auch noch nicht erfolgt sei, genau so müsse man es in der Frage der Rheinlandräumung machen. Dem Druck der „öffentlichen Meinung" werde sich die Regierung sicher nicht verschließen können, und dann bleibe Frankreich noch, wie die Zeitung zuversichtlich hofft, zehn Jahre am Rhein. So klar und völlig berechtigt der deutsche Anspruch auf die alsbaldige Räumung der besetzten Gebiete auch ist, so wird man sich doch bei den kommenden Verhandlungen der Schwierigkeiten bewußt bleiben müssen, die von Frankreich aus zu erwarten sind. Hebertrie&ener Optimismus erscheint auf jeden Fak unangebracht, wenn auch, wie wir hoffen, letzten Endes das Recht über alle Jntriguen und Hetzereien den Sieg davontragen wird. „Wir bleiben am Rhein". Millcrand unb Marsal gegen die Rhein- landräumung. Paris, 6. Jan. (Wolff.) Das .Echo de Paris" veröffentlicht heute die Antworten Millerands und des früheren Ministerpräsidenten und rechtsstehenden Senators Francois Marsal zur Frage der vorzeitigen Räumung der Rheinlande. Millerand erklärt, er fei für die Ratifizierung der Abkommen von Locarno eingetreten, aber im gleichen Augenblick habe er auf den ungeheuren Irrtum aufmerksam gemacht, der begangen worden sei, als am 9. Februar 1925 die französische Regierung sich bereit erklärt habe, Verhandlungen mit Deutschland aufzunehmen, die nur aus die West grenze Deutschlands abzielten. Seiner Ansicht nach hätte man alle Verhandlungen ablehnen müssen, wenn sie nicht die gesamten deutschen Grenzen beträfen. Warum? Weil Frankreichs Sicherheit ein Teil der Sicherheit seiner Alliierten sei. Millerand weist in seinen weiteren Ausführungen auf die polnische Grenze hin und erklärt, Deutschland habe bisher nicht derartige Beweise für seine moralische Abrüstung gebracht, dah man weder vom Standpunkt Frankreichs, noch von dem seiner Alliierten aus recht habe, sich in eine Diskussion über eine vorzeitige Räumung der Rheinlande einzulassen. Er seinerseits habe Gelegenheit gehabt, dies dem französischen Außenminister eines Tages zu erklären, als er vor dem auswärtigen Ausschuß des Senats erschienen sei, und er habe die Genugtuung gehabt, die Versicherung zu erhalten, daß keine Verhandlungen dieser Art ausgenommen worden seien. Die Sorge um das französische Interesse gestatte nicht einmal die Hypothese einer derartigen Verhandlung ins Auge zu fassen. Francois Marsal erklärt, so lange Frankreich am Rhein fein werde, werde der Augenblick hinausgezögert, an dem Frankreichs Kinder ihrerseits den Sturm aufsteigen sehen würden, den man selbst erlebt habe. Es genüge nicht, zu sagen, daß man biere oder jene Zone entmilitarisiere. Man müsse eine Hebertoa- chung ausüben und sich vergewissern, dah die Mittel für eine Konzentration der Truppen nicht in Frage gestellt seien. Wenn man nicht die Schranke, die der Rhein errichte, bewache, wie könne man da sicher sein, daß er nicht überschritten werde? Man wünsche seinem Rachbar den Frieden, man möge Verhandlungen ausnehmen, man möge sich bemühen, die beiden Standpunkte auszugleichen und die Reibungen zu vermindern — eine Verständigung, dagegen werde niemand etwas einwenden. Man möge an alle guten Absichten glauben, aber man dürfe d ie Fenster nicht zu weit öffnen. Wir wollen im Vertrauen, so schließt Marsal. mit unserem Rachbar verhandeln, aber bleiben wir am Rhein!" Poinearö gegen jede Diskussion. Paris, 6. Jan. (Wolfs.) Das „Echo de Paris" hat angesichts der nicht zur Ruhe kommenden Gerüchte über ^Uneinigkeiten im Ministerium Poincare und besonders über einen Konflikt zwischen Poincare undDri- a n d wegen der Frage der Politik von Locarno es für angebracht gehalten, sich an zuständiger Stelle über diese Gerüchte zu informieren. Der Mitarbeiter des Blattes, Hut in, der gute Beziehungen zu Poincare unterhält, erklärt zunächst, Poincare habe gestern die Gerüchte über angebliche Uneinigkeiten in seinem Kabinett an der Börse dementieren lassen. Er erklärt dann weiter: „Was die Absicht betrifft, sofort nach Wieder« zusammentritt des Parlaments eine Interpellation über die Außenpolitik, besonders die Politik der An» Näherung zwischen Deutschland und Frankreich und die Frage der vorzeitigen Räumung des linken Rheinufers, heroorzurufen, so bin ich in der Lage anzukündigen, daß Poincars sich persönlich der Diskussion dieser Interpellation wider« setzt und nötigenfalls die Gründe bekanntgeben wird, derentwegen es ihm, trotzdem er durchaus Anhänger der Politik der Beschwichtigung und des Friedens ist, unmöglich ist, bei der gegenwärtigen Lage die Frage der Räumung der Rheinlandzone, die mir besetzt halten, aufroerfen zu lassen, solange Deutschland nicht alle Garantien gegeben habe, sowohl für unsere Sicherheit, als auch für die Durchführung des Dawesplanes. Brhnb hat übrigens im Ministerrat erklärt, daß diese Frage bei seiner Besprechung mit Strefemann nicht erörtert worden fei. Sie wird auch unter den gegenwärtigen Umständen nicht weiter behandelt werden. Es erscheint mir, daß auf diesem Gebiete wie auf anderen poincare sicher ist, wenn er die Vertagung beantragt, die Zustimmung der großen Mehrheit der Kammer zu erhalten. Um unsere Finanzlage zu bessern, darf nicht die geringste ministerielle Komplikation eintreten. Es ist augenscheinlich, dah die Regierung Wert daraus legt, den Kurs des Franken auf seinem gegenwärtigen Stand zu erhalten, um eine Sta- oisisierung herbeizuführen, bevor die legale Stabilisierung erfolgt unter der Bedingung, daß jedes Manöver auf politischem Gebiet unterbleibt. Ich kann übrigens nicht glauben, dah es in der Absicht eines Mitgliedes deö Kabinetts liegt, durch seine Haltung eine Ministerkrise heraufzubeschwören, weil es sonnenklar ist, daß derjenige, der die Rachfolgeschaft Poincarss übernehmen wird, eine finanzielle Katastrophe provozieren würde. Erwähnt sei im Anschluß hieran, daß das „Petit Journal" es für unmöglich hält, daß die Erklärungen Briands dem „Journal" und „Ma- tin“ gegenüber ohne die Zustimmung Poincares erfolgt fein könnten. Das Blatt schreibt, man habe den Außenminister gegen den Ministerpräsidenten stellen wollen. Aber wer die Loyalität Poincarös und feinen Patriotismus kennt, glaubt, dah er einen Konflilt dieser Art, falls er es riskieren sollte, hätte verheimlichen können, anstatt eine loyale und öffentliche Crilärung hervorzurufen? Wir sind davonn überzeugt, daß die Erklärungen Briands und Berlyelots i n vollem Einverständnis mit dem Regierungschef gemacht worden sind und daß sie gerade zu der Stunde, in der fie notwendig waren, gekommen sind. Kein Waffenverbot für Besatzungsangehörige. Berlin, 6. Jan. (Eigener Drahtbericht.) Die seitens des Reichskommifsars für die besetzten Gebiete Freiherrn Langwerth von Simmern bei der interalliierten Rheinlandkommission in Koblenz wegen deS Falles R o u- zier am 31.Dezember erhobenen Vorstellungen hatten, wie wir feinerzeit berichteten, den Zweck, die strikte Durchführung deS Waffenverbotes für Besatzungsangehörige in Zivil zu erreichen, das zwar seit langem bestand, jedoch so gut wie gar nicht beobachtet wurde. Rur deshalb konnten die Zwischensäkle im besetzten Gebiet, so insbesondere der Septembervorfall in Germersheun, zu so schweren Folgen führen, wie es leider geschehen ist. Die Bemühungen des Reichslommissars haben nun äber, wie wir hören, leider nicht den gewünschten Erfolg gehabt, dah Desatzungsangehörige in Zivil unbewaffnet sein müssen. Das einzige, was erreicht werden konnte, ist, dah die Mitglieder der Besahungstrupven von nun an stets Uniform tragen müssen, zu der die Bewaffnung selbstverständlich gehört. Zivilkleidung ist nur in ganz besonderen Aus- nahmcfällen zulässig. In Zukunft wird man also die fremden Machthaber am Rhein wenigstens schon von weitern erkennen und Zusammenstößen mit ihnen leichter aus dem Wege gehen können. Danach scheint es nunmehr festzustehen, dah Rou- zier nicht einmal mehr wegen verbotenen Waffentragens disziplinarisch bestraft wird. Tie Germersheimer Bluttat bleibt also nach wie vor ungesühnt. Der Keichshaushaltrvoranfcdlag Berlin, 6. Jan. (WB.) Der Reichshaushaltsplan sür das Rechnungsjahr 1927 wurde gestern dem Reichstag unterbreitet. Er schließt ab mit 8 526 479 185 Reichsmark für die allgemeine Reichsverwaltung unb mit 1 976 903 207 Reichsmark für die K r i e g s l a st e n , zusammen also mit 10 503 382 322 Reichsmark in Einnahmen und Ausgaben. Davon entfallen auf den ordentlichen Haushalt der Reichsverwaltung 7 990 019 685 Reichsmark und auf den auherordenilichen Haushalt 536 459 500 Reichsmark. Zur Bestreitung dieser einmaligen außerordentlichen Ausgaben soll eine Summe von 523 318 300 Reichsmark aus Anleihen flüssig gemacht werden. Die Summe der fortdauernden Ausgaben beläuft sich auf 7 520 635 215 Reichsmark oder 317 145 183 Reichsmark mehr als im Vorjahre. Der Etat für die Kriegslasten erfordert für das Jahr 1927 an Ausgaben insgesamt 486 460 102 Reichsmark mehr als im Vorjahre. Aus der Cinnahmeseite wird aus den fortdauernden Steuern insgesamt eine Mehrein- nahme von 534 Millionen Reichsmark erwartet. Der Mehrertrag der Zolle ist auf 310 Millionen Reichsmark veranschlagt. Ein Kuriosum des Reichsetats ist die Tatsache, dah Reichsregierung und R e i ch s r a t in der Festfehung einzelner Etatspositionen nicht zu einer Einigung gelangt sind, was, schon in der äußeren Form des im Druck vorliegenden Haushaltsplans zum Ausdruck komme. Den Voranschlägen verschiedener Ressorts sind einige Blätter beigefügt worden, auf denen die abweichenden Beschlüsse des Reichsrats und die Einwände der Reichsregierung dagegen verzeichnet sind. Der Reichsrat hat sich als die Vertretung der Länder zugunsten dieser als sehr g e b e f r eu b i g erwiesen. Alm 128,1 Millionen Mark hat er bie Ausgabenseite erhöht. Davon entfallen 112 Millionen auf bie lieber- Weisung an bie Cänber aus ber Einkommensteuer, ber Körperschaftssteuer unb der Umsatzsteuer. Ernste Lage in Hankau London, 7. 3an. (MDB. Funkspruch.) Eine Agenturmeldung aus Schanghai besagt, die Lage in hankau werde immer schlimmer. So gut wie die ganze Bevölkerung ohne Unterschied der -Klassen befände sich im Ausruhr gegen die Engländer und es würden die übertriebensten Forderungen erhoben. Der amerikanische Generalkonsul in hankau soll seiner Regierung telegraphiert haben, dah die Räumung durch die Engländer in allernächster Zeit wahrscheinlich sei. Ihr Leben sei i n tatsächlicher Gefahr. Rach Reutermeldungen begannen gestern abend im Einvernehmen mit den chinesischen Behörden die britischen Freiwilligen die Stadt ’,u räumen, von Schuhwachen begleitete Laslautomobilc brachten die Freiwilligen bis zum Landungsplatz der englischen Kriegsschiffe. Die Räumung, die bis gegen 2 Uhr früh dauerte, wurde ohne Zwischenfall beendet. Die Ordnung in der Stadt wird zur Zeit durch chinesisches, Militär ausrecht- erhalicn. An Mauern und Gebäuden sind Plakate angeschlogen, worin zur Vernichtung des englischen Imperialismus au'gefordert wird. Rach einer Meldung der „Central Rews" finden in hankau schwere S t r a ß e n k ä m p s e statt. Mehrere Dampfer mit Flüchtlingen sollen die Stadt in größter Bestürzung verlassen haben. Heber 300 Frauen und Kinder befinden sich an Bord zweier Dampfer auf dem Wege nach Schanghai. Die Männer sollen an Bort der Kriegsschiffe Zuflucht gesucht haben. Die Chinesen fordern in einem Ultimatum von den britischen Konsulaten Genugtuung und Schadenersatz wegen der Erschießung chinesischer Soldaten, weiter wird verlangt eine Entschuldigung der britischen Regierung, die Zurückziehung der englischen Kriegsschiffe und die Ausübung des Polizei- dienstes innerhalb der britischen Konzession durch Chinesen. „Eoening Rews" will wissen, daß die Admiralität endgültig beschlossen hat, die 8. 3er- ftörerflottille, bestehend aus neun Fahrzeugen, nach China zu senden. Ein neuer Zwischenfall. London, 6. Jan. (Reuter.) In Schanghai herrscht vollkommene Ordnung, jedoch wird von den Rationalisten eine gewisse Erregung geschürt. Diese ver uchen den Ausbruch eines Generalstreiks Anfang Februar nach dem chinesischen' Reujahr herbeizuführen. QHaÄ kann unter den Chinesen einen gewissen Widerstand gegen diese politischen Ausstände bemerken. Gestern veranstalteten in Hankau Soldaten und Studenten unter Dorantragen von Fahnen singend und lärmend Umzüge durch die britische Konzession. Die chinesischen Redner benützten als Tribüne das Denkmal zur Erinnerung an den Großen Krieg, das mit Fahnen und werbenden Aufschriften der Rationalisten bedeckt war. Wie der Amtliche Englische Funkdienst meldet, hat der M i n i st e r des Aeußern der Kantonregierung, der sich in Hankau aufhält, dem britischen Generalkonsul im Ramen seiner Regierung und im eigenen Ramen das tiefste Bedauern für d i e Beschädigung des britifchen Kriegsdenkmals ausgesprochen. Minister Schen habe erklärt, der Schaden werde sicher g u t g e m a ch t werden. Schen habe fernerhin zum Ausdruck gebracht, dah die Räumung des britischen Konzessionsgebiets durch die Frauen und Kinder unmöglich gewesen fei. Er selbst sei in der Lage, die Sicherheit gegenüber jeder Gefahr oder jeder Ruhestörung zu übernehmen. 3m übrigen drückte Schen die Hoffnung aus, dah die Ordnung bald wiederhergestellt und das Geschäftsleben bald wieder in Gang kommen werde. Die Lage der Deutschen. Berlin, 6. Jan. (Wolff.) Lieber die Verletzung eines Deutschen in Hankau erfahren die Blätter von zuverlässiger Gele, dah der deutsche Staatsangehörige B u r m e i st e r am Montagabend, als er von einer Motorradfahrt heimkehrte, auf englischem Gebiet in eine demonstrierende Volksmenge geriet, ohne von der Demonstration etwas gewuht zu haben. Durch Messerstiche erhielt er zahlreiche Wunden. Der Außenminister der Kantonrcg'erung hat dem deutschen Konsul sofort sein Bedauern über den Zwischenfall ausgesprochen und erklärt, dah die Regierung die Verantwortung für die Sicherheit der Deutschen übernehme und zu voller Genugtuung bereit fei. Die chinesischen Behörden in Hankau haben angeregt, dah die Deutschen besondere Armbinden mit den Rationalfarben anlegen, um sie vor weiteren ^Überfällen zu schützen. KncmMZglelchundNeuregelung der Gewerbesteuer. Der Reichßtnnenminister Dr. Külz hat in feiner unten auszugsweise mitgeteiltrn Stuttgarter Rede mit Nachdruck darauf hingewiesen, bah die staatlichen Finanzen aus das Äeuherste angespannt seien und der Finanzausgleich zwischen Reich, Ländern und Gemeinden demzufolge ein hartes Stück Arbeit fei. Der Finanzausgleich werde zwangsläufig das Problem der Verwal- tungsrcsorm in Fluh bringen und hier und da vielleicht sogar an der verfassungsrechtlichen Struktur des Deutschen Reiches nicht Halt machen können. Diese Aeuherung des Reichsinnenministers ist gerade jetzt bedeutsam, da die Verhandlungen über einen endgültigen Finanzausgleich in ein Stadium getreten sind, das verfassungs- wie finanzpolitisch schwere Bedenken erregen muh. Der Finanzausgleich soll bekanntlich w i e d e r nicht endgültig geregelt werden, sondern bis zum 31. März 1928 mit geringen Ab- Weichlingen in seiner bisherigen, provisorischen Form beibehalten werden. 3n diese Situation hinein sollen nun die Bestrebungen, die für die Gemeinden ertragreichste Steuer, die G e w e r o e- st e u e r, durch ein Deichsrahmcngeseh zu regeln. Der preußische Finanzminister Dr. Höpker- Aschoff will diese Regelung nicht abwarten, scndern bereits Mitte Januar im Preußen- Landtag eine vorläufige Reuregelung der preußr- schen Gewerbesteuer vornehmen in der Richtung, daß sie in der Hauptsache nach dem Ge- wcrbeertrag oder nach dem verwendeten Gewerbekapital erhoben werden Tann. Die Veranlagung soll nach dem Ergebnis des Vorjahres erfolgen. Dieser Vorschlag für 1927 bedeutet, daß das Grundvermögen aus dem Gewerbclapital künftig ausscheiden soll, was einer Senkung des Aufkommens aus der Gewerbe- Tapitalsteuer um etwa 50 Proz. gleichkommt. Außerdem soll der Miet- und Pachtzins für die dem Gewerbebetriebe dienenden gemieteten und gevacbtelen Teile des Gewerbekapitals, die der Grundvcrmcgenssteuer nicht unterlagen, abzugsfähig sein. Den mit diesem Vorschläge. verbundenen Einnahmeausfall will der preußische Finanzminister durch eine Erhöhung der Steuersätze beim Gewerbekapital von 1 '2 auf - 3 v T. ersehen. Zur Frage der Gewerbesteuer liegen nun drei Gutachten vor. Die beiden umfangreichsten stammen von dem Senatspräsidenten Dr. Decker in München und dem Bonner Universitätsprofessor S) e n f e I. Das letzte vom Präsidenten des Deutschen Städtetages, Dr. 'M u l e r t. Die beiden ersten Gutachten sind auf Anregung der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft entstanden. Beide setzen sich für eine Reichsrahme nregeluckg ein und wünschen als Besteuerungstypus in erster Linie die (krtragsabgabe. Das Beckersche Gutachten verschließt sich aber nicht dem Bedenken, daß bei Anknüpfung der Demessungsgrundlage der Gewerbesteuer an das Einkommen aus Gewerbe die Zweifelsfrage entsteht, wo bei dieser Regelung der Realcharakter der Gewerbesteuer bliebe. Darüber hinaus sprächen auch politische Gründe gegen eine allzu große Verstärkung der Finanzhoheit Des Reiches, die eine Gefährdung des föderativen Gedankens mit sich brächte. Daß eine einheitliche Regelung der Gewerbesteuer notwendig ist, bestreitet niemand. Warum soll der preußische Gewerbetreibende mehr zahlen als der bayerische? Die entscheidende Frage ist nur die. ob dazu ein besonderes Reichsrahmen- geseh erforderlich ist ober ob es nicht zweckmäßi- ge-r ist, diese Regelung dem endgültigen Finanzausgleich vorzubehalten. Denn nimmt man jetzt die Gewerbesteuer aus der allgemeinen Reuregelung der finanziellen Beziehungen zwischen Reich, Landern und Gemeinden heraus, so ist das keine Reform an Haupt und Gliedern, sondern nur an den Gliedern. Die Folge wäre eine weitere Verwirrung und die praktische Unmöglichkeit, den Finanzausgleich überhaupt einmal endgültig zu regeln. Aus diesem Grunde muß man aber geaentoättig auch die Doreii ge Reform der preußischen Gewerbesteuer ablehnen. Mit Recht wird daher in der Denkschrift des Stäbtetages und in einer umfangreichen Arbeit eines seiner Dezernenten, des Finanz- Wissenschaftlers Dr. Arnd Jessen, darauf hin- eewiesen, daß die Schwierigkeiten der gemeindlichen Finanzpolitik nicht dadurch behoben werden können, daß man es unternimmt, nur die Gewerbesteuer zu ändern. Die Gewerbesteuer ist von jeher und auch heute der Ankostenbei- trag des Gewerbes zu den besonderen La st en der Gemeinden. Die Absichten des preußischen Finanzministers sind ein Schritt aus dem Wege, die preußische Gewerbesteuer aus einer Realsteuer zu einer Personal- steuer zu machen. Das Realsteuerprinzip ist aber je nach den wirtschaftlichen Verhältnissen eines losen oder straffen Ausbaues fähig. Bei der gegenwärtigen Finanzlage ergibt sich ganz von selbst eine Verschärfung der zur Real- bestiuerung führenden Tendenzen, da die Gemeinden die Ausgaben für Schulen. Wohlfahrtspflege. Wegelasten und Polizei fortlaufend ohne Rücksicht auf die Gewerbeerträge eines bestimmten Jahres leisten müssen. All diese Probleme können zweckmäßig nicht aus dem großen F nanzkcmvlex herauSgegriffen werden. Der Kampf um die Gewerbesteuer ist letzten Ende staatspolit-sch bedeutungsvoll. weil es ungemein wichtig ist. die Beziehungen zwischen Gemeinden und Gewerbe nicht mutwillig zu zerschneiden. Reichsminister Dr. Külz zur inneren Politik. Stuttgart, 6.3an. (Wolsf.) Auf der Landes.'e.sammlung lec Deutschen Demokratischen Partei hielt der RcichLinnenminister Dr. Külz heute eine Rede, in der er u. a. erklärte, ii' Freiheit des Rheines sei uns eine • Lebens- und Chrensrage. Der ehrliche Wille des übergroßen Teiles des deutschen Volkes, rai: Frankreich in einem mit den Geboten der nationalen Würde vereinbaren Einvernehmen zu leben, sei über allen Zweifel erhaben. Wenn die deutsche Politik jetzt auch mit Italien wie früher mit Rußland, z i einem verträglich geordneten Einvernehmen gc.onmen sei, so habe das keine Spitze gegen eine andere Macht, sondern liege in der selbstverständ- lichen Linie der allgemeinen deutschen Fried ns- 1 oätU. 3m inneren Leben Deutschlands gelte es, an der tod eten Festigung des Staa c mit aller Kraft zu arbeiten. Bei der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Struktur des deutschen Volkes, sei eine Konsolidierung des staatlichen Lebens nur durch eine Politik der mittleren Linie zu erreichen. Auf einer solchen Linie müsse das Parlament die Regierung aber auch wirklich arbeiten lassen. Für unS gelte e?, einen Zustand zu erreichen, bei dem die Regierung auch wirklich regieren kann und nicht dauernd im Kamvf der Parteien zerrieben wird. Die Konsolidierung unserer staatlichen Verhältnisse verlange ein Verbundensein auch der breiten Masse des Volkes mit dem Staate. Deswegen würden Parolen, wie niemals mit der Sozialdemokratie oder immer gegen die Sozialdemokratie überaus verhängnisvoll wirken müssen. Innerliches Verbundensein mit dem Staate müsse vor allem von den Funktionären des staatlichen Willens, von der Beamtenschaft und der Reichswehr verlangt Werdern Von diesem Gesichtspunkt aus sei es selbstverständlich, daß die Reichswehr von politischen Einflüssen freigehalten werden müsse, sowohl bei der Annahme von Offizier und Mann als auch bei der Erziehung der Mannschaft durch die Offiziere. 3n seinen weiteren Ausführungen kam der Minister auch auf die privatwirtschaftliche und staatswirtschaftliche Entwicklung Deutschlands zu sprechen. 3nnenwirtschasttich seien manche Anzeichen einer langsamen Besserung vorhanden, aber die Ziffer der Erwerbslosen sei nach wie vor eine schwere Sorge. Die staatlichen Finanzen seien auf das äußerste angespannt. Der endgültige Finanzausgleich zwischen Reich, Ländern und Gemeinden werde ein hartes Stück Arbeit sein. Er werde zwangsläufig das Problem der Verwaltungs- r e s o r m in Fluß bringen, hier und da vielleicht auch vor der Struktur des Deutschen Reiches nicht Halt machen. L i l i p u t st a a t e n, deren Dasein nur auf der Tradition beruhe, und nicht auf innerer staatlicher Lebenskraft, hätten keinen Anspruch mehr auf Eigenstaatlichkeit. Eine neue Sachlage. Das Zentrum beansprucht das Reichskanzleramt. Berlin, 7. Jan. (Wolff.) Der „Lokalanzeiger" kommt heute auf die Erklärung der „Germania" zurück, wonach das Zentrum bei einer neuen Regierung der Mitte den Kanzler für sich in Anspruch nehme, und behauptet, es bestehe Anlaß zu der Vermutung, daß diese Erklärung unmittelbar von Dr. Marx stamme. Aus die Deutsche Volkspartei habe sie daher erheblichen Eindruck gemacht. Nachdem auch von deutschnatio- uale r Seite, so bemerkt das genannte Blatt weiter, betont worden ist, daß die Deutschnationalen eine Mitielregierung nur dann eventuell unterstützen würden, wenn das Zentrum durch einen Kanzler aus seinen Reihen f e st an die Koalition gebunden sei, hält man die Möglichkeit einer Kandidatur Eur 1 ius für außerordentlich geschmälert. Offenbar, so heißt es in dem Blatt weiter, hat bas Zentrum mit seiner Erklärung eine neue Sachlage geschaffen. Der „Vorwärts" beschäftigt sich heute mit der außenpolitischen „Regierungsfähigkeit" der Deutschnationalen und verlangt, an- knüpfend an eine Reihe von deutschnationalen Erklärungen, wonach sie die Locarnopolitik nicht anerkennen, daß die Deutschnationalen diesen Standpunkt kategorisch widerrufen mühten, wenn sie regierungsfähig fein wollten. Das deutsche Wunder. London, 6. Ian. (WB.) In der Tlonatsüber« sicht der Midland Bank heißt es u. a.: Deutschlands Erholung in den letzten zweieinhalb Jahren ist e i n unerklärliches Wunder. Der erzielte Fortschritt übertrifft alles, was selbst die optimistischsten Beobachter erwartet haben. Zweifellos steht der britischen Industrie eine Periode scharfer Konkurrenz bevor, und man kann nur hoffen, daß die Kaufkraft der Welt so zunimmt, daß sowohl der britifchen als auch der deutschen Industrie uneingeschränkte Beschäftigung ermöglicht wird. Weiter heißt es in der Uebersicht, Deutschland werde den Ueberschuß seiner Ausfuhr im Laufe der nächsten zwei bis drei Jahre mehr als verdoppeln müssen, wenn die 120 Millionen Pfund jährlich für feine Gläubiger verfügbar sein sollen, andernfalls müßten die Zahlungen aus Anleihen b e ft r 111 e n werden, was lediglich bedeuten würde, daß Privatpersonen an Stelle der Regierungen zu Gläubigern Deutschlands werden würden. Die ausländischen Arbeiter in Frankreich. Paris, 6. 3an. (WB.) 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Dereine und Korporationen teoficn diesen Tag bei Festsetzung irgendwelcher Deranstaltungen berücksichtigen. •• Kein Grund z u G r i p p e -D e s o rg- Hilfen! 3m Gegensatz zu den Dachrichten aus anderen Teilen des Deiches und des Auslandes ■über starkes Auftreten der Grippe kann aus der Stadt und dem Kreise Dieben nach Erkundigungen an mabgebender Stelle milgeteilt werden, dab hier zwar auch eine Anzahl Grippe- Erkrankungen vorgekommen sind, die aber sämtlich leichter Art waren und in ihrem 51m- fana den Stand vom vorigen Jahre in keiner Weise überschritten. Don schweren Erkrankungen oder gar von Todesfällen an Grippe liegt an den zuständigen Stellen bis jetzt keinerlei Meldung vor, so daß also ein Grund zu De- Jorgniffen nicht gegeben ist. Immerhin empfiehlt es sich, die Dorsich 1 nicht außer Prima Gefrierfleisch e uvfiehlt 0101 Louis Vogt, 10 Ncuenwea 19, Teteobon 1306. hhxaetDtefeit M auch In der .Boccaciv"- Dorftellung am kommenden Sonntag Frl. Glisa- bWestanlage) an unterernährte Schulkinder das früher schon verabreichte warme Frühstück wieder gegeben. 3ns- gefmnt werden täglich in den drei Schulen 878 Kinder gespeist, von denen jedes zum Frühstück etwa 3,10 Liter Milch und ein Brötchen von SO Gramm erhält. Außerdem werden noch in der Kleinkinderschule täglich 120 Kleinlinder mit je etwa 1/4 Liter Milch versorgt. Die Speisung erfolgt für die Kinder kostenlos. Die finanziellen Lasten trägt die Allgemeinheit. •• Ski-Sonderzug Gietzen — Schot- t e n. Wie wir in einem Teile unserer gestrigen Auflage schon mitteilten, läßt die Reichsbahn am kommenden Sonntag im Hinblick auf das auf dem Hohevodskopf stattfindende Skirennen einen Ski-Sonderzug von Gießen nach Schotten fahren. Der Zug fährt morgens 6.45 in Gießen ab und trifft um 8.30 Uhr vormittags in Schotten einer fährt dritte und vierte Klaffe und verkehrt direkt b i s Schotten, so daß ein Ilmsteigen in Didda nicht erforderlich ist. Die Einlegung dieses Zuges erfolgte unabhängig von der Prüfung der Anträge des Eisenbahnverkehrsamtes Gießen und des Derkehrsbundes Oberhesse.x, über die wir gestern berichteten. Für die Rückreise am Sonntag kommt der fahrplanmäßige Abend- anerkannte Fachautorttäten gewonnen. Man b achte die gestrige Anzeige. Meine gesamten großen Lagerbestände werden zu bedeutend ermäßigten Preisen abgegeben. Restposten und Einzelpaare besonders billig SPS ' ky ^bighd) von ihrer iebimeimVllcinen U l«oem Nachmilloazkais,, a >1) abtjpürien Lohnen 'tzn M Wochen ^ r}jn, W" Halle. 5)lil S fe|am ,um- und bit ÄS 7""lns , nV“ mil dem Ier heikle, M pe m. A"«In'n Kännchen dich sparsam mit VNM oll dieser kleinen ‘ >'k bisher immer äufeech xnerstag nachmittag an«, nnann überbiiikie In Er- h einmal den Zasfeelisch; Gll'chen Kuchen, als die Mädchen kurz daraus als der ins Zimmer führte. • in/ sprach diese nadi der an der neueröffneten Äon- vorbeiging und mir die ich niedrige Preise, dachte t zu handeln — ich weiß ie C'inlaustweise sehr zu t Git eine Torte zu dem >. Der Aondilorsunge steht Diedermann stammelte mit van sehr liebenswürdig und diese Einmischung empört, 5 aks die beiden nächsten ?n Sie nur, Frau'Lieder. eine Ueberrafdjuna bobc,' chnvngsrak, „mir betamen zwei kleine Baumkuchen feen, und zwar zu einem i, und weil ich weife, wie Mit benüfeen, habe ich rächt/ M sie überreichte recht ansehnliche Schachtel it Kuchen heute hinreichend > ob und warf einen ent- stchnung, die ihr die Frau t liebenswürdigem Lächeln idjt nichts/ ermunterte die mkuchen schmerkt so v« , „eg/ - ,Lch danke 'nur so weg essen wall e i brachte aber vor ®uHein und halte stillschweigend chl wieder drei Tarnen anae- mann, ich glaube, HM » nen Stein ins Lreü « Ich habe etwas abelW ck. was ich ?hn-n Z ° ; n doch auch immer über ö h danke ^hnen > .u, ?rau Biedermann DoR r nach ankommende die Ä .porfeilbofte« ufäll'g äußert diese jedermann « n - Md" ,«601 «“O'-S .tflieb» llbft8lba.4'” l« E en worben> . ,anl( Lb !inH? be der S^^mlunS T-sA-x ^«itunfl waei'b . wenn 1" Dermeibmxg bes Zufa mm ens allenS verschieben er Deranstaltungen auf einen Tag hingewiescn. " Ein Lehrling mit 3000 Mark verschwunden. Born Konsumverein Gießen und Umgegend wird uns geschrieben: Der 15jährige Lehrling unseres Bureaus, namens Heinrich Schuchhordt von hier, erhielt am Dienstag den Austrag, den Betrag oon 3034 Mark nach der Bank usw. zu bringen, und kehrte nicht wieder zurück. Die Polizei wurde sofort benachrichtigt. Cb ein Verbrechen oder leichtfertiges Verlosten seiner Stellung vorliegt, ist noch nicht ermittelt •• Festnahme eines Heiratsschwindlers. Der Polizeibericht meldet: Der Heiratsschwindler Otto Nikolaus, geb. 11. Februar 1892 zu Dunzweiler, wurde In Mainz festgenommen. Da anzunehmen ist, daß er noch mehrere Betrügereien begangen hat, die evtl, nicht zur Anzeige gekommen sind, so wird hiermit aufmerksam gemacht. Die Geschädigten werden ersucht, soweit Fälle in hiesiger Gegend vor- gekommen sind, sich mit der Kriminalpolizei Die- hen ins Benehmen zu setzen. ** Fe st genommen wurden zwei Personen wegen gewerbsmäßiger Unzucht, drei steckbrieflich gesuchte Personen sowie acht weitere Personen wegen verschiedener Straftaten. •• D i e an den deutschen Hochschulen stud ierenden Hessen. An den Universitäten des Deutschen Deiches studierten im Sommersemester 1925 52 790 männliche und 6773 weibliche Studierende; davon waren 48 993 männliche und 6128 weibliche Deichsdeutsche, unter diesen waren 1194 männliche und 98 weibliche Hessen. Don den studierenden Hessen waren immatrikuliert in Berlin 24, Bonn 10, Erlangen 10. Frankfurt a. M. 343. Freiburg t. Br. 39, Gießen 531, Heidelberg 97, 3ena 11, Ätel 14. Köln 22. Marburg 21, München 99. Tübingen 11. Würzburg 25, an sonstigen Uiriver- sitäten 35. — An den Technischen Hochschulen studierten 19 902 männliche und 398 weibliche Studierende; davon waren 17 288 männliche und 356 weibliche Deichsdeutsche; unter diesen waren 616 männliche und 24 weibliche Hessen. Don den studierenden Hessen waren immatrikuliert in Berlin 12. Darmstadt 548. Karlsruhe 9. München 41. Stuttgart 20. an sonstigen Hoch- schulen 10. ** Der Hessische Landes-Lehrer- verein hält am 4. und 5. April seine Haupt- und Vertreterversammlung in Offenbach ab WSD. Ein Saatgutmarkt in Darmstadt. Die Hessische Landwirtschchtsiammer veranstaltet gelegentlich der Landwirtschaftlichen Woche vom 11. viS 14. 3anuar im Dummelbräv in Darmstadt einen Saatgutmadt. Auf diesem gelangen Saatgutproben von den in den Saak- baustellen der Landwirtschastskarnmer anerkannten Getreide- und Kartofselsorten zur Ausstellung. I Mit dem Saatgutmarkt ist gleichzeitig eine Au->- fiellt'.ng bewahrter Beizmittel für Saatgetreide, sowie von Beizapparaten für Trocken- und Daß- beize. ferner die Dorführung von Getreidesaat- re'Niigungsanlagen verbunden. Ei n e landwirtschaftliche Woche veranstaltet der Frankfurter Landwirtschaftliche Derein vom 10. bis 14. 3anuar in Frankfurt am Main. 3n Kursen für praktische Landwirte und 3nteressenten sotten Dorträge über zeitgemäße Fragen der Landwirtschaft mit anschließender Aussprache geboten werden. Wie der Verein uns mitte.lt, hat er für diese Dorträge je. KM DK- MW- UNS F Verkäufe ) ffinrihnnron •• Der Der kehrsverein Gießen hat nunmehr seine Geschäftsräume im Tor- häuschen am Seltersweg, gegenüber Kaffee Hett- ler. bezogen. Es ist dort jedermann Gelegenheit geboten, vor dem Antritt einer Decke sich durch Einsicht in die offcnliegenben Führer und Prospekte über alles Wissenswerte des betr. Aufenthaltsortes zu orientieren. Einem großen Bedürfnis des Publikums ist durch die Einrichtung einer öffentlichen Fernsprech st eile in dem Dereinsbureau entsprochen, ferner ist die Dermittelung von Zimmern xn Hotels und Privat- pensionen in die Wege geleitet. (Däheres siehe heutige Anzeige.) Als sehr betrübend, so schreibt uns der Verein, mutz fest gestellt werden, da,; noch sehr viele Kaufleute und fast sämtliche Handwerker dem Verein n i cht als Mitglied angehören. obwohl man gerade bet diesen Kreisen das nötige Verständnis für eine unserer Stadt entsprechende Fremdenwerb'.ing vorax ssetzen mutz. Die Meldungen über die Tätigkeit der neugegründeten Verkehrsvereine unserer Dachbarstädte Marburg und Wetzlar, sowie die Bestrebungen der Städte Büdingen. Friedberg usw. beweisen, daß man dort den Wert der Verkehrs- vereine erkannt hat unnd durch Beitritt und Dat und Tat unterstützt. Es ist zu wünschen, datz eS nur diese- Hinweises bedarf, um alle noch Fern stehenden dem Verein als Mitglied zuzuführen. Gleichzeitig fei wiederholt auf die Wichtigkeit der Meldung von geblauten Veranstaltungen zur UmiM Beabstchitge meine Kleflene L-rrt» . kbr geennet für Bäckerei u. Metz- nereL zu uertaufen. Preis 28 00' Mk- Än^adluna l2(MiOb. 15000Mk.2chr.Aug. u 042 an d. (0. Auz. Arzthonorar und Krankenkassen Dom Wirtschaftsverband der Aerzte wird uns geschrieben: Am 22. Dezember 1926 beseitigte her preußische Minister für DolkSwohlsahrt mit Wir- lung vom 1. 3anuar 1927 den20prozentigen Rabatt auf die Mindestsätze der preutzischen Gebührenordnung für Aerzte, ein Abschlag, der den Kaisen wegen angeblicher Dotlage seit dem 1.3utl 1921 und ausdrücttich nur als vorübergehende Maßnahme gewährt werden mußte. Der preuhische Landtag hat wiederholt, am 1. Oktober 1925 und am 28. April 1926, den Wegfall des 20prozentigen Hvnorarabzuges gefordert, und die Deichspartei des deutschen Mittelstandes stellte noch kürzlich einen dahingehenden Antrag. Die Parteien gingen dabei von der Tatsache aus. daß nach den Ergebnissen einer Aussprache im Haushaltsausschutz deS Landtages von einer Dotlage der Krankenkassen nicht mehr gesprochen werden könne. Es ist den Kassen nicht nur möglich gewesen, in den ersten 3ahren nach der Stabilisierung erhebliche Summen für Vermögensanlagen zu verausgaben, so im 3ahre 1924 mehr als 175 Millionen Reichsmark, im 3ahre 1925 fast 185 Millionen Reichs- mart, sondern sie konnten auch, wie das Statistische Reichsamt festgestellt hat, erhebliche Mehr- leistungen. vor allen Dingen beim Krankengeld und in der Familienkrantenpflege gewähren, und waren darüber hinaus sogar imstande, im 3ahre 1925 einen Überschuß der Aktiven über di<- Passiven in Höhe von 320 Millionen Reich« matt zu erzielen. Der 3ndex der Lebenshaltungskosten wai von 115,0 im 3uli 1924 auf 143,2 im Dezember 1926 gestiegen, verzeichnete also eine erheblich-- Zunahme, und da auch die Löhne der Arbeiter beträchtliche Steigerungen aufwiesen, so glaubte der Minister ein* weitere Rabattgewährung au) Kosten der deuxschen Aerzte nicht mehr oerant Worten zu können, zumal das neue Aerztekammer- geseh erhebliche Anforderungen an alle Aerzte zur Unterstützung notleidender BerufSgenossen stettt. 1 Durch die Verordnung des Ministers werden wie ausdrücklich hervorgehoben sei, erst die Vor- triegsfätze in der Bezahlung der Aerzte erreicht Wenn die Kassen eine richtige Krankengeld Politik treiben, wie sie das Reichsarbeitsministe- rium wiederholt gefordert hat, und sich Hinsicht lich der Vermögeilsanlagen nur eine geringe Bc schränkung auferlegen, wenn sie in bezug aul Derwaltungskosten und die Wei terver sichern ne von Mitgliedern die Grundsä>e strenger Wirt schaftlichkeit beobachten, wird es ihnen nicht nm möglich sein di- im Vergleich zum Gesäm; Haushalt außerordentlich geringen Mehrkosten fv eine angemessene Honorierung der ärztlichen Lei stungen zu tragen, sondern sie werden sogar ai eine Herabsetzung der Beiträge denken könne:-. Sprechstunde» der Redaktion. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag. Samstag nachmittag geschloffen. für unverlangt eingesandte Manuskript« > beigesugtes Rückporto wird keine Gewähr üL-:rnommcn ZZZUUUUU WLSS-M ^e^-,t1 l,'i ,* 1 erT^l? C-1'!4 i;. . V-'-S-<*E^' - Bon zahlreich. Aerzten glanzend begutachtet. s>ach- keunmtsse nicht erforderlich, da Arzt mitarbetiet. Auch für abgebaute Beatnteliunen» sehr geeignet. Jäbrl. RelnBC'arina 10—12S6Ü IBark. llebeinobinetoit. nur 2800 Mk. 9tiir Selbsttnteress., die obiges Kavtlal lohfl. flüssig bauen, idnctb. mit. 092 a. d Gtetz. Anz. Horch. Papierkorb. 1. Schneise. Zahlungsbedingungen: Holzgeldschuldigkeiten im Betrage bis zu 100 Reichsmark werden gegen 'Stellung sicherer Bürgschaft bis 11. November 1927, höhere Beträge (bis zu 500 Reichsmark) zunächst aus die Datier von drei Monaten zinslos gestundet. “ Gießen, den 5. Januar 1926. Der Oberbürgermeister. I. D.: Dr. Rosenberg. Durch Umbau des früheren Cafö Leib babc ich meinen Geschäftsbetrieb nach Echiüerslrahc 19 verlegt, was ich einem geschabten bieihent sowie auswärtigem Publikum cibcnü anzeige. Samstag, den 8. Januar: EriiiiiiBiig^iiiErüerkaMlslok^iälBii Emofeble neue und gebrauchte Möbel oller Art Oileichzeitia vcimeife ich aut meine Abteilung Konfekiionswaren und biete spottbillig on; Herren 2ln »nqc. Illiter, Loden- und (tzummi • '.Mäntel sowie alle Arten Hofen. Nachüe Woche einirefsenb: Schreib- 1ische,DivanS,(>baiielouaneS,Schränke Kommoden. Tische, Ltiiblr. Auf Wunich Teilzahlung. H. Bender II. Auktionator u. Taxator Annahme von Verkaufs- Wellen Kiefernreisig Wellen Fichtenreisig Wellen Eichenreisig w W MmesWI und Einzahlung zur Wir stellen zu Ostern zwei kräftige, iu- telliaente 1411) Lehrlinge in nnsereWerkzcug- machcrei ein. Mel» düngen eibeten SUlunf & G(je VZitidbof. 22,60 rm Eichen-, Kiefern- und tenstöcke Wellen Kiefernreisig rm Kiefernstöcke 9,02 km Fichtenderbstangen 2. Klasse und Reisstangen. Zusammenkunft: Kreisstraße nach Rödgen, 3. Schneise. b) Freitag, den 14. Januar 1927, vormittags 9£ Uhr beginnend, (Abt. 111, 112 und 113 des Stodtwaldes, Bezirk des Försters Geisel, Gießen) 31,00 rm Kiesernscheiter 110,20 rm Kiefernknüppel 2,00 rm Fichtenknüppel .Rojenbaum, - , „ Allee,.ratze is. Durch beitinilglichste Ausnutzung meiner ^orzuttellen Lonn- “ " jeder tag vor- und nach- 6,88 tm Fichtenderbstangen 8,38 lrn Fichtenderbstangen 2,83 fm Fichtenreisstangen Zusammenkunft: Schifsenberger Weg, Wer kiiilsA eine 4 - Zimmer Wobrig. im füöl Stadtteil gegen eine 5-Zimmer Wobu. t.ilstttchen Stadtteil? Lä>r. Angeb. unter 18.ua d. t9tcf<.Anz. jStellenanflebotel Suche für sofort eine Mm die kochen kann und 'ich des > ausbalts annimint, für eine alte Dame. GWslMlMV Hott Walltor irafre 30 nach Schillerftrasze 19 Tüchtige Frival-Friseiise mit guten Empfeli- lun.ten gesucht. Zu ern i. d. Geschäftsft. d Gtetz. Anz. iMl) SräfligtO KßAaüiDlhci! IS—20 Jahre, gesucht. 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Januar 1927, abends 7V< Uhr, im Stadttheater Symphoniekonzerl Leitung: Dr. Stephan Temesvary aus Frankfurt/M. Solistin: Lubka Kolessa (Klavier) aus Wien Orchester: Frankfurter Symphonie-Orchester. Grässer, Divertimento — Weber, Klavier-Konzert in Es-durop.32 — Brahms, Dritte Symphonie F-durop.90 Eintrittskarten: 4, 3 und 2 Mk. bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten 1 Mk. nur im Vorverkauf bei Herrn Sekretär Ritter gegen Ausweiskarte. lti9c Füßling, Baumwolle, schw. 3 Paar 0.48 0.55 0.95 1.20 135 0.65 0.05 0.08 zurück. Die Beleidigung gegen Herrn W. Gesell, Dieber, nehme ich hiermit 0.95 1.95 2.90 5.50 4.95 4.95 Herren-Sportstutzen....... Herren-Normal-Hosen...... Herren-Futterhose, schwereQual. Herren-Socken, Baumwolle Paar 0.48 Herren Fantasie-Socken . . Paar 0.65 Herren-Socken, sehr elegant Paar 0.95 Herren-Schweiß-Socken 0.95,0.85, 0.75 Inventur-» Ausverkauf Ludwig Feige 20 Sonnenstraße 9 Restposten Strickwolle, zum Aussuchen per Strängchen...... 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Ein Schrei, wie ihn nur eine Frau ausstohen kann — der nächtliche Flieger landete auf dem Haar! Trotz summa cum laude bestandenem Tastsinnefamen. Zum Glück handelte es sich um einen Bubikopf, sonst hätte sich, das wage ich nun zu behaupten, die Fledermaus im Haar verfangen. Ganz so, wie es unsere Mädchen früher fürchteten. Ich habe darauf den irrlichternden Tolpatsch gefangen und untersucht: Es war die gewöhnliche Fledermaus unserer Sommerabende, ein schönes, starkes Tier, das mich fassungslos aus seinen rätselhaften, seltsam lebendigen Aachtaugen anstaunte. man der Entwicklung doch mit entgegen Diese Einstellung mag man nicht, man wird sie jedenfalls in Wand und — und quenzen für die ehemalige Entente ist bezeichnend für die Cinsteilunq zu Deutschland überhaupt. Wohlwollend in allen kleinen schikanösen Dingen, sachlich in jedem Fall, sieht " ' ' einiger Sorge nun kam's — strich tief ist nicht sehr günstig. Der Kriegsmmrster Herzog von Tetuan droht im Falle eine« Mlßerfolges mit dem gänzlichen Rückzüge Spaniens aus Marokko, wodurch ein offener Konflikt an der nörd- lieben Mittclmeerküste zwischen den rivalisierenden Mächten entstehen mühte, da weder England noch Italien die Festsetzung Frankreichs an der span, schon Rifküfte dulden würden, aber bis zu diesem letzten Schritt ist es noch weit, und es iß fraglich, ob die Drohung je zur Ausführung kommen wird Im übrigen interessieren sich die breiten Massen nicht viel mehr für die Fragen der äuheren als für die der inneren Politik. Mit Blechbüchsen bewaffnet, die einen abscheulichen Spektakel machen, lärmte das Volk durch die Straßen und johlte dem neuen Jahr entgegen, das ereignislos und grau der sinkenden Sonne nachschlich. Einige Raketen stiegen in die Luft, aber weder Lärm noch Raketen vermögen den Spanier dazu zu bewegen, die Schlummer decke von sich abzuwersen. -- Das neue Jahr ist da. vielleicht kommt mit ihm auch eine glückliche, erfolgreiche Zeit für Spanien, das gewiß sein Anrecht auf einen Platz unter der Sonne besitzt. Teil stiller Art. geleistet. Die Rechnung für 1926 schließt ab mit 1113 Mark in Einnahme und 854 Mark in Ausgabe. Das Gesamtvermögen betrug am 1. Januar 408,70 Mark. In der Aussprache fanden sich Stimmen, die sich für den Pflichtbezug des „Hessischen K a m e r a d e n" nicht begeistern konnten, die sogar vorschlugen, den Austritt aus dem Verband in Erwägung zu ziehen. Dieses Ansinnen wurde jedoch ab gelehnt. Allerdings müßte zugegeben werden, daß der Verein durch ben Pflichtbezug der Verbandszeitung. wie auch durch die erhöhten Der- bandsbeiträge geldlich so stark in Anspruch ge- nonunen sei, dah er seinen anderen Verpflichtun- gen nicht mehr im alten Umfange nachkommen könne, vor allem auf dem Gebiete des Unter- stühungswesens nicht mehr sehr leistungsfähig sei. Es wurde daher die Erhöhung des Mitgliedsbeitrags von 3 auf 4 Mark im Jahr beschlossen. Im Jahre 1928 kann der Verein die Feier seines 50jährigen Bestehens begehen. — Wie bereits mitgeteilt wurde, hat sich hier ein IW ZanlölaS' s q», abitf l.lu do'- Monats« "D tctfauimW. Das „Märchen" von der Fledermaus. Von Gustav W. Eberlein, Rom. Schon in der Schule hat jnan und gelehrt, den Volksaberglauben, die Fledermaus „gehe ins Haar", zu verachten. Später lasen wir wissenschaftliche Abhandlungen, die ein solches Verfliegen äks unmöglich „bewiesen", und von Jahr zu Jahr wuchsen die Fledermäuse an Flieger- Qualität. Man stellte ihren phänomenalen Orientierungssinn fest, und ihr verblüffender Tastsinn kam durch ein Examen schwierigster Art. das die Rachtseglerin aber glänzend bestand, ans Licht. Ein dunkles Zimmer wurde nämlich kreuz und quer mit Zwirnsfäden aufs Dichteste durch- spannt und dann ließ man die Fledermaus los. O Wunder, sie streifte nicht an einen einzigen Faden, obwohl man ihr sogar vorher das Augenlicht genommen hatte! Flog mit gespensterhafter Sicherheit durch das Zimmer, als ob es nicht ein einziges Reh gewesen wäre, und dann zum Fenster hinaus. Wie also wäre es jemals möglich, dah sich ein derart feinfühliger Pfadfinder ins Haar einer Frau verirren könnte! Morgen abend Kneipe mit Allencherru- Abend. Um volüabllgeo Erl-beinen tvnö flg bcl%r Borkiand. den. und der Einfluß der Kreise, die eine enge englisch-französische Zusammenarbeit im wesentlichen gegen Deutschland befürworten, ist nicht zu unterschätzen. Auch die amtliche englische Politik hat bis zum heutigen Tage stets sehr großes Verständnis für die französische Haltung in den Deutschland angehenden Fragen aufgebracht. Es ist heute noch nicht an der Zeit, zu sehen, was England vorteilhafter erscheint: die Zusammenarbeit mit Frankreich oder die mit Deutschland oder die mit beiden Staaten. In jenen Fällen wäre eine Spitze gegen einen der beiden anderen nicht zu vermeiden. Der engen Zusammenarbeit mit beiden Staaten stehen einstweilen auf englischer Seite Schwierigle.tcn entgegen, für die eine Lösungsmöglichkeit noch nicht sichtbar ist. Die deutsche Politik wird nur die Unterstützung finden, die den englischen Interessen direkt ober indirekt zugute kommt und sie wird, wenn nicht alles trügt, manchmal auf Hindernisse stoßen, die mit der zunehmenden Wiedergesundung Deutschlands in ursächlichem Zusammenhang stehen. Man bringt im allgemeinen in Deutschland für die Sorgen und Leitmotive der englischen und französischen Regierung recht weitgehendes Verständnis auf, man sollte sich aber aus der anderen Seite davor hüten, mehr zu erhoffen, als mit der eigenen Kraft durchzusetzen ist. Sie in die Wagschale zu werfen ist Pflicht der deutschen Politik, auch wenn das auf englischer Seite die durchaus ernst gemeinte Mahnung aus löst, man sollte sich auf deutscher Seite „im Tempo etwas Mäßigung auf erlegen“. Die spanische Gegenwart. Von unserem v. v.-5t°Berichterstatter «Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Madrid. Januar 1927. Der Weihnachtsmann hatte über Spanien Säcke voll Eis und Schnee ausgeschüttet. ~ In | Madrid sank die Temperatur auf 7 Grad Frost und ein bitterkalter Wind fegte vom Guadarrama hinab und trieb die frosterstarrten Bewohner in die unheizbaren Räume ihrer Wohnungen. So war denn auch wenig von Weihnachtsfreude zu bemerken, man erwartete nur zähneklappernd das neue Jahr. Aehnliche Kältewogen sind in Spanien sehr selten, denn fast immer bleibt die siegreich warme Sonne des Südens unbewölkt am Himmel und gebietet der Kälte Einhalt, und deshalb versteht man es gar nicht, sich gegen Schnee und Cis zu schützen. So sind z. B. die Erpreßzüge nach Valencia in ben Gebirgsschluchten von Albacete in metertiefem Schnee stecken geblieben, und die unglücklichen Passagiere saßen mehrere Sage in der unwirtlichen Eiswelt gefangen. Die Hilfskolonnen, die zur Befreiung der Züge ausgefandt wurden, verstehen es nicht, mit Schncefchaufeln umzugehen. Verfassung die großen Fragen der Außenpolitik entscheidend beeinslußt. Das hat sich in einer für Deutschland nicht immer erfreulichen Weise bei bet Erörterung der Abrüstungsfrage, tn weniger offener Form auch bei der Rheinlandräumung und den anderen uns naheliegenden Fragen gezeigt. Eine gerade Linie wies die englische Außenvolitik dagegen auf in der Frage bes Eintritts Deutschlands in den Völkerbund, weil hier die allgemeinen Interessen mit ben Zielen der englischen Außenpolitik übereinstimmten. Qlber nach erfolgtem Eintritt bewahrte man in London eine kühle Reserve, und nach Erreichung eines lange erstrebten Zieles sah man es nicht ungern, wenn gelegentlich das Tempo in der Behandlung der beutfdyen Fragen verlangsamt wurde Die englische Haltung zur Frage des Dölkerbundseintritts und später zu ben sich aus diesem Streit ergebenden Konk- Zweifel an dem Orientierungssinn wachten aber ketzerischerweise dennoch in mir auf, als ich eines Abends ahnungslos, es war im alten Nürnberg, in mein Zimmer trat und nicht schlecht erschrocken beim Einschalten des Lichtes zurück- fuhr: ein Schwarm von Fledermäusen flatterte ziellos umher. Drei Fenster standen sperrangelweit offen, aber nut sehr langsam sanden die Teilnehmer der überraschten Generalversammlung Den Ausweg. So langsam, daß man sie gemächlich zählen konnte: 48 Stück! Rach zehn Ml- nuten wahnsinniger Aufregung flatterten noch immer acht verzweifelt vor der unbehinderten Freiheit hin und her. mit Tüchern mußte man sie hinausjagen, die letzten drei verstanden aber nicht einmal diesen deutlichen Wink und Hämmerten sich resigniert an die Vorhänge. Sie hatten jede Orientierung verloren. ilnb nun der vielgerühmte Tastsinn. 3n diesem Sommer war es, in einem alten, gasthos- artig ausgebauten Kloster Kärntens. Ins Schlafzimmer verirrte sich eine Fledermaus und weckte uns. denn sie fand ebensowenig zurück wie ihre Nürnberger Kolleginnen, durch ihr blindes Anstößen gegen Wände und Möbel auf. Siebzig Minuten lang dauerte das peinliche Herumirren, wie eine Motte flatterte sie gegen das Licht, daß die elektrische Hängelampe ins Schwanken kam, klammerte sich an jede Kante an, hoch oder tief, wie es traf, prallte stupid gegen die blanke Wie ich den Teufel sah. Von Clara R o r d st r ö m. Lars Anders, der Kutscher meiner Eltern, der mir heimlich das Schießen nach leeren An- Ichovisbüchsen, das Reiten und das Ziehharmonikaspielen beibrachte, und der Lungen- Ironie mit Harz und geräuchertem Speck zu heilen verstand, wußte auch über den Teufel Be- Icheid. In der Wagenremise, während er die lilbemen Beschläge am Zaumzeug der Pferde putzte, erzählte er mir und meinen beiden Gespielinnen Lotten Solbreck und Svea Liljervs davon. „Wenn man ihm begegnet,“ sagte Lars Anders. „muß man aber rechts an ihm vorüber- ^ehen. die Hände über ben Leib falten und einen tiefen Kni? oder Bückling machen. Da kann er einem nichts anhaben.“ Ich glaubte alles, was man mir erzählte, ober Lotteil und Svea waren klüger als ich unb lachten: „Zeig uns den Teufel!“ „Den könnt ihr sehen!" erklärte Lars Anders und rieb an ben Beschlägen. „Klopft nur camstag abend um 8 Ufcr an der Sakristeitür, bann wird er schon kommen.' Reugierig und voller Spannung verließ ich em nächsten Samstagabend heimlich das Haus. Leichter Schnee fiel, der Himmel war schwarz, eher die Petroleumlämpchen brannten an den Straßenecken der kleinen Stadt. Lotten unb Svea warteten am Marktplatz. 21m uns Mut zu geben, faßten wir uns an den Hänben unb rannten am Rathauskeller vor- •über, aus bem die Stimmen bet Betrunkenen drangen. Im Hause des Probstes brannte Licht. Bald stauben wir auf bem Kirchenhugel. Unten lag der alte Dom zwischen den Bäumen. Eine klägliche Laterne blakte davor. „■Kommt!“ rief ich. aber Lotten unb Svea waren nicht nur klüger, fonbem auch vorsichtiger als ich. „Man kann doch nicht wissen". • üthgebliebeneunb otn unb 163D Mend schnell, Wd voll echtes \ I 19t. ffl. " M SllL 1.75 Rossol in Originalen Mein. Hersteller: Engel, in allen Apotheken. len müssen. Reben der inneren unb bem Ausbau der Beziehungen innerhalb des britischen Weltreiches spielen natürlich die Beziehungen zu Frankreich und Deutschland eine entscheidende Rolle. Die Tendenz, beide Staaten gegeneinander auszu- spielen. ist leider noch immer nicht verschwun- Oberhessen. Landkreis Gictzcn £ Wieseck. 7. Ian. Seit einiger Zeit wird in unserer Gemeinde lebhaft Klage darüber geführt. daß die Straßenbeleuchtung sehr zu wünschen übrig läßt. Schon von den späteren QlbenÖftunbenn ab ist der größte Teil der Ortsstraßen in undurchdringliches Dunkel gebullt; weder Richtung«- noch Rächt- lampen brennen. Am unangenehmsten wird dieser Zustand bei bem gegenwärtigen unsichtigen Wetter in ben Morgenstunden empfunden, wenn die Arbeiterbevölkerung. und das ist der größte Teil unserer Einwohnerschaft, nach ihrer Arbeitsstelle will. Das wenig winterliche Wetter, das einen recht schmutzigen Zustand der Straßen mit sich bringt rechtfertigt ebenfalls ben Ruf nach mehr Licht, dem hoffentlich recht bald Gehör geschenkt wirb, zumal unbedingt erforderliche Sparsamkeit wohl kaum der Grund der mangelhaften Straßenbeleuchtung sein dürfte. T) Cid). 6. Jan. Bei der heute im Licher Stadtwald im Distrikt Großhäuserberg stattgehabten Brcnnholzversteigerung wurden folgende Versteigerungserlöse erzielt: 4 rin Buchenscheiter 60 bis 63 Mark, 4 rm Duchenstöckc 25 bis 32 Mark. 4 rm Buchenknüppel 44 bis 52 Mark. 100 Buchenwellen 20 bis 23 Mark unb 100 Fichtenwelletz 15 bis 16 Mark. Kreis Friedberg Zl Bad-Rauhei m. 6. Ian. Trotz der starken Zersplitterung, die durch die verschieden- ft en Regimentsvereine aus dem Gebiete des kameradschaftlichen Vereinswesen herrscht, hat der nunmehr bald 50 Jahre alte Krieger- und Militärverein „H a s s i a" sich noch einen treuen Stamm alter Freunde erhalten. Die Mit- gliederzahl beträgt, wie gestern abend in der von dem Stadtverordneten Ehr. Schäfer ge- Hilfslokomotiven konnten nicht Vordringen, und so wurde denn die Rettungsarbeit tagelang verzögert. Die Passagiere wurden durch Aeroplane mit Rahrung unb Decken versehen. Aus den Bergen steigen Rudel von Wölfen in die Niederung, überfallen Menschen und Vieh, in Valencia erfrieren die Orangenhaine, unb sogar im immer warmen Süden Andalusiens ist es in diesem Jahre kalt. Run. der Spanier ist Fatalist! Er wickelt sich in seinen Mantel, bindet sich die wollene Busanda vor den Mund, klagt wenig und wartet geduldig auf bessere Zeiten. Das neue Jahr soll sie ihm bringen ! Der König. Don Alfonso, leibst hat in einem Interview Spanien in allernächster Zeit eine große 11 eberrasch ung in Aussicht gestellt. Er hat es zwar unterlassen, die Art Ser Uebetraschung näher zu bezeichnen unb die Madrider sind dabei aufs Rätselraten angewiesen, aber man hosst auf etwas Angenehmes. das graue Alltagseinerlei Ablösendes. Man soll die psychologische Einstellung des spanischen Volkes zur Politik und zu sozialen Problemen nicht schablonenhaft mit der der anderen Völker Europas vergleichen. Seit Bestehen der Diktatur hat sich hier die lieber- zengung eingebürgert, daß die erste Rotwendig- keit für eine politische Ordnung das Bestehen einer Autorität ist. die im Metaphysischen wurzelt. Das Mittelalter besaß diese Qlutorität in der Feudalherrschaft unb in der Monarchie. Die siegreiche Demokratie setzte an ihre Stelle den Mehrheitsbeschluß, indem sic den Kraftpol von oben nach unten, nämlich in ben Menschen verlegte. Spanien wurde dadurch einer parlamentarischen Oligarchie ausgeliefert und verfiel der politischen Korruption. Cs will wenig besagen. wenn die srüheren Parlamentarier und Parteiführer, die durch Pnmo de Rivera ihrer Sinekuren beraubt wurden, nun Unkenrufe ausstoßen unb die sofortige Wiederherstellung des reinen Parlamentarismus fordern. Die Massen stehen nicht hinter ihnen. Das Volk läßt sich willig führen, solange es den ehrlichen Willen der Führer anerkannt unb kümmert sich dabei wenig um politische Systeme unb Vorrechte. Der König hat ferner erklärt, daß er im besten Einvernehmen mit dem Diktator lebe und hat somit den vielen Gerüchten, die von einem akuten Konflikt zwischen bem König unb Primo bc Rivera reben, bie Spitz: abgebrochen, er hat auch betont, baß ihn seine Untertanen lieben, unb baß er König sei unb König bleiben werbe. In der Tat gibt es kaum ein anberes Land, in bem cs fo wenig Revolutionsstoff, wie in Spanien gibt. Die einzige Möglichkeit wär: ein Militärpronunciamcnto. aber feit Beilegung des Artilleriekonfliktes ist normalerweise auch damit nicht mehr zu rechnen. Man meint zuweilen, baß bas spanische Volk nicht mehr lebe. Das ist ein Irrtum, es schlummert, unb wirb vielleicht erst nach vielen Jahren tokber politisch erwachen. Im schwinbenben Jahr haben Primo bc Rivera Erfolge in ber inneren Politik begleite-. Seine äußere Politik ergibt eine welliger glückliche Bilanz. Hauptsächlich ist es die T a n g erfrage. die ihrer Lösung harrt, und bie kaum im spanischen Sinne erledigt werden wirb. Die spanische Regierung erklärt jetzt ohne diplomatische Verschleierung, baß sie sich mit einer bloßen Abänderung des Verwaltungsstatuts in Tanger nicht begnügen werde. Die internationale Verwaltung müsse zu Gunsten Spaniens revidiert werben. Es erschein: aber bisher unwahrscheinlich, daß Spanien mit seinen Ansprüchen durchbringen wirb. Als Spanien bei ber Verteilung ber Sitze im Völkerbnnbsrate anbeutete, baß es sich viel- saßt gewesen, benn er bog den Regenschirm zur Seite und lüftete verwundert ben Hut. „Guten Abend", sagte er, die Stimme klang beinahe menschlich. Was war aber das? Cr glich ja zum Verwechseln dem Küster Blomgren! War es ihm Senn möglich, jede beliebige Gestalt anzunehmen? Um sich aber nicht länger zu zeigen, bog ec jetzt rasch aus und verschwand in der Quergasse. Ich wandte mich um. Wo war ber Pferde- ftch? Den hatte er natürlich in seinem Stiefel unb Gummischuh versteckt. Rachbenklich stieg ich ben Hügel hinaus. Svea war inzwischen erwacht. Stumm und tief ergriffen faß teil wir uns wieder an ben Hänben unb gingen heim durch den immer dichter fallenden Schnee. Jeder Zweifel war ausgeschlossen: Wir hatten ben leibhaftigen Teufel gesehen! leicht mit einem nichtständigen Sitze zufrieden geben werde, wenn nur seine Ansprüche auf Tanger anerkannt würden, da winkten Paris unb auch London ab. Spanien zog sich darauf grollend aus Gens zurück. Heute tritt es wieder mit feinen Tangerforderungen auf ben Plan, aber die alten Widersprüche sind bestehen geblieben. Frankreich wünscht seinen Einfluß in Tanger unqcfd)mälert zu bewahren. England mag eine internationalisierte Tangerzone wegen seiner Stellung in Gibraltar lieber als ein spanisches Tanger fein, unb schließlich will auch Italien bei ber Durchführung seiner Mittelmeerpolitik nicht seine Ansprüche auf Tanger preisgeben. Es sollen nun endlich im Januar Diplomatische Verhandlungen in Paris mit Spanien über Tanger beginnen, aber bie Stimmung für bie spanischen Ansprüche meinten sie unb blieben oben auf dem Hügel. So ging ich allein. Aus der kleinen Quergasse streckten sich tiesverschneite Zweige vor. An ber hohen Vorberseite des Domes, wo sich kein einziges Fenster befand, lag rechts vom großen Portal die schmale Sakristeitür. Dort blieb ich stehen. Einen Augenblick zögerte id) noch, bann hob ich die Hanb und klopfte mit ber Faust fest und laut dreimal gegen das alte Holz. Dumpf hallte es drinnen unter dem Gewölbe. Die Spannung wuchs, wurde unerträglich, da plötzlich erstarrte ich vor Schreck: aus dem Innern der Kirche kamen schlürfende Schritte, wurden deutlicher, näherten sich. Ein Schlüsselbund klirrte, ein gewaltiger Schlüssel wurde ins Schloß geschoben und drehte sich knirschend. Die Tür ging auf - eine ungeheure Gestalt tauchte aus dem Dunkel. Entsetzt floh ich den Hügel hinan. „Er kommt, er kommt!" rief ich. Aber auch dort oben hatte man ihn gesehen. und Lotten schrie mir verzweifelt entgegen: „Hilfe. Svea ist in Ohnmacht gefallen!“ Ich blieb stehen. „Reib sie mit Schnee ein“, antwortete ich, mit einem Male falt und unheimlich ruhig geworden. In diesem ^Augenblick gehörte mein Interesse restlos dem Teufel, der sich übrigens viel weniger teuflisch benahm, als man es von ihm hätte erwarten können. Lang, dünn unb schwarz stapfte er bie verschneite Straße heraus. Da fielen mir Lars Anbers' Ratschläge ein, unb auf ber rechten Seite der Straße, mit fromm gefalteten Händen, wie es sich gehörte, ging ich bem Teufel entgegen. Jetzt war ich schon ganz nahe, fast tonnte ich fein Geficht fehen. als er zu meinem grenzenlosen Staunen einen Regenschirm aufspannte. Diese List fand ich wahrhaftig satanisch. „Tiber warte.' bachtc ich. „auch ich weiß Bescheid!" Und ich machte, mit noch immer gefalteten Hänben. einen tiefen Kni?. „Guten Abend!" ^gte ich laut unb höflich. DarM war ber Teufel wohl doch nicht ge- Englands Jahresbilanz, Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Die Jahresbilanz der englischen Polittk, die als Adschlußtag den 31. Dezember 1926 trägt, ist alle« in allem nicht ungünstig. Das ist, gmeffen an her Selbstverständlichkeit, mit der pölitifdje Erfolge Londons Eingenommen werden, iicht allzuviel, aber es ist ein beachtenswertes Resultat, wenn man sich die ungewöhnlichen Schwierigkeiten vergegenwärtigt, denen sich Eng- anb im abgelaufenen Jahre in mehrfacher Hin- :cht gegenübersah. Die Erschütterungen, benen bie zentraleuropäischen Staaten seit 1918 aus- ersetzt find, wurden in diesem Jahre weit stärker :ls sonst auch in England verspürt. Es zeigt sich tuten nur allmählich deutlicher, daß nach Ueber- rinöung der schlimmsten Kriegsfolgen für Engend die Frage akut wird: Welche Stellung xirb Großbritannnien in einem neugegheberten, wlitifch und wirtschaftlich umgestalteten Eu- v p a einnehmen und als logische Folge die uxeite Frage: sind irgendwelche grundlegenden Veränderungen in England selbst r-ottoenbig, um die gegenwärtige Position in Europa zu verstärken, ober sie wenigstens zu erhalten? ' ... Die seit langem geführte Diskussion über Mele beiden Fragen ist bei den großen Ereig- ri'fcn des Jahres etwas aus ihrer akademischen Form herausgetreten. Der Generalstreik mit öem nachfolgenden siebenmonatigen Kampf im Bergbau, die britische Reichskonferenz unb bie englisch-deutschen Industrieverhanb- iungen, um nur die wichtigsten Vorgänge zu nennen, haben sehr lebhafte Auseinanberfehungen darüber ausgelöst, ob die gegenwärtige innere Stärk Englands ausreichend ist. um neben und wenn notwendig, auch gegtn ein konsolidiertes Europa bestehen zu können. Der Verlaus des Bergbaukampses könnte dazu verleiten, England bic Konkurrenzfähigkeit ohne weiteres abzusprc- dien. Tatsächlich find auch eine ganze Reihe prominenter englischer Wirtschaftler unb Ra- ticnalölonomen bieser Auffassung, aber bas für den Augenblick wesentliche Moment, daß der englische Bergbau zunächst bem freien Wettbewerb nur bebingt ausgesetzt ist unb hier überdies besonders günstige natürliche Bedingungen norliegen, wird absichtlich unerwähnt gelassen. Für die englische Wirtschaft als ganzes sind diese besseren Voraussetzungen nicht gegeben, im Gegenteil, große Zweige arbeiten sowohl was Löhne und Arbeitszeit unb überhaupt den ganzen Arbeitsprozeß angeht, wie hinsichtlich ber agitatorischen Bedingungen auf einer schlechteren Basis als die entsprechenden Industrien der meisten europäischen Länder. Aus dieser Tatsache macht man kein Hehl, während auf der anderen Sci c die Überlegenheit namentlich Deutschlands gcnrz geflissentlich unb systematisch unterstrichen wird. Eine große Reihe von prominenten Engländern sind im Laufe des Jahres nach Deutschland gereift, mit dem ’ alleinigen Zweck, den Aufbau wichtiger deutscher Industriezweige, deutsche Arbeitsmethoden usw. au studieren. Ihre Berichte erweckten oft den Eindruck eines absichtlichen Pessimismus in bem vergleich zwischen englischen unb beutschen Industriemethoden, aber es besteht kaum ein 3toeifel. daß man im ganzen auch tatsächlich von ber deutschen Ueberlegenheit überzeugt ist und diese Ueberzeugung nach und nach in eine für England nützliche Form zu bringen sucht. Die Industriellenverhandlungen waren die ersten Ansätze hierzu und gleichzeitig hat man auf der Reichskonferenz einige neue Wege gewiesen, um ber englischen Wirtschaft und nicht zuletzt auch aud) dem Handel innerhalb des britischen Weltreiches Luft zu schaffen. Wenn nicht alle An- ' Zeichen trügen, wird das bis zu einem gewissen (grabe gelingen. In bemfelben Ausmaße, in dem Industrie unb Handel innerhalb bes eigenen Weltreiches lohnenbc Beschäftigung und Arbeit Haben, verringert sich aber bie Neigung durch zweckmäßige Reorganisation die Basis für die Zusammenarbeit mit den großen europäischen Industrieländern zu schassen. Es läßt sich heute itod) nicht annähernd übersehen, nach welcher Seite die Wagschale sich schließlich neigen wird, aber es besteht fein Zweisel, daß diese Probleme in Zukunft an erster Stelle stehen werden. Diese Stagen könnten als innerenglische Probleme ohne weiteres zurückgestellt werden, wenn nicht auch in England wie überall die innere e Titnitao.U.M, abenbb 8’, Ubt 161 Zchtt-yaO II mjamlW , in ber Stabt M. 0.48 / ?nßc?'Crbn. i. § s ).651 der ©nünnactt i qc I 3?oU\dbl '•„Inen w v.idlM Annage auüi O.SbhtobanbMMe !!'-> iqc. wo'M mltQtbtadji DolkSbühaenverein gebildet, an dessen Spitze Amtsgericht-rat Schneider gewählt wurde. Vie Mitgliederzahl hat die Zahl 150 be- reits überstiegen. Der Verein will seine Tätigkeit auf die Wintennonate beschränken, da während der Sommermonate ja das Kurtheater (Gießener Stadttheater) hier für gute und abwechslungsreiche Theaterdarbietungen sorgt. Gestern abend eröffnete die Volksbühne ihre Tätigkeit mit der Aufführung von Lessings .Rathan der Weise". Das Frankfurter Künstlertheater. das das gleiche Stück im Lause dieses Winters schon an verschiedenen oberhessischen Orten mit Erfolg gespielt, führte sich damit recht gut am hiesigen Platze ein. Die Künstler, die ihr Bestes taten, fanden lebhaften Beifall. — Bad -Aauheim. 6. 3au. Ausfallend ist hier in letzter Zeit das ungewöhnlich starke Angebot von Landbutter. Aus den Ortschaften der näheren und sogar weiteren Umgebung kommen die Verkäufer, zumeist Frauen, in so großer Zahl, daß sich den Hausfrauen meist drei- bis viermal am Tage Gelegenheit zum Kauf bietet. Oft müssen die Verkäufer Dutzende von Haushaltungen aufsuchen bis sie ihren Vorrat endlich abgeseht haben. Das wirkt natürlich aus die Preisgestaltung ein; die Preise sind in letzter Zeit gefallen. Heute wurden pro Pfund 2 Marl gefordert. Wenn jemand seine Ware rasch los sein will, gibt er sie auch noch etwas billiger her. Oppershofen, 6.3an. Bei der am Sonntag stattgehabten Stichwahl wurde Gastwirt A. Jung zum Beigeordneten gewählt. Er erhielt 185 Stimmen, während Z«n- mermeister Bell es nur auf 117 Stimmen brachte. 3m ersten Wahlgang am 12. Dezember standen sich 4 Kandidaten gegenüber. WSR. Obererlenbach, 6. 3an. Bei einer kürzlich abgehaltenen Treibjagd wurden 205 Hasen zur Strecke gebracht. 3n der Aachbar- gemeinde Aiedererlenbach wurden sogar über 400 Hasen geschossen. WSR. Heldenbergen, 6. 3an. 3n der letzten Gcmeinderatssihung wurde bekanntgegeben, daß die Papiermarischulden der Gemeinde 1'cOOCO Mart betragen. Dieser Betrag fand seinerzeit Verwendung bei dem Bau einer Wasserleitung und zur Errichtung von Gemeindeumbauten. Die 12,5 proz. Aufwertung würde 21 250 Marl ergeben. Der Gemeinderat ist jedoch der Auffassung. daß diese Summe erhöht werden müsse, da es sich bei dem seinerzeit geliehenen Kapital um das Geld kleinerer Leute handelte, die ihre Spargroschen bei der hiesigen Spar- und Darlehnskasse, der Geldgeberin an di? Gemeinde, angelegt hatten. Kreis Alsfeld. L Rieder-Ohmen, 6.3an. 3n unserer Gemeinde mit ihren 1300 Einwohnern wird der Mangel einer Wasserleitung stark empfunden. Das hat sich erst bei dem letzten Brande wieder gezeigt. Die Gemeinde ist aber z. Z. durch die Feldbereinigung stark belastet, so daß der Bau einer Wasserleitung wohl oder übel noch zurückgestellt werden mutz. Vielleicht ließe es sich jedoch erm^lichen, die Orte Ruppertenrod. Wettsaasen, Rieder-Ohmen. Merlau, Mücke und Flensungen $u einem Gruppen- Wasserwerk zu vereinigen. Starkenburg. • Dacmstadt, 6. Jan. Auf der Straße Rauheim—Trebur geriet das Auto des Kvn- sumvereinsTrebur in Brand und wurde fast völlig zerstört. WSR. Offenbach, 6. Ian. Am Dienstag- nachmittag fiel ein Mann namens Michel, der für eine hiesige Holzhandlung beim Holzabladen aus dem Güterbahnhof beschäftigt war, von einem Wagen. Hierbei zog er sich schwere Verletzungen am Kopfe zu. Die Rettungs- wache brachte den Verletzten nach dem Krankenhaus. Lebensgefahr liegt nicht vor. Rheinhessen. WSR. W o r m s, 6. 3an. Auf dem Hof« gute R o n n e n h o f bei Worms entstand am Dienstagabend in den Trockenwerken, in denen sich mehrere tausend Zentner Frucht und Erbsen, ungefähr 8000 Zentner getrocknete Blätter und etwa 20 000 Zentner Rübenschniyel befanden, durch Selbstentzündung ein B r a n d, der bald gelöscht wurde. Am Mittwochvormittag und am Rachmittag kam das Feuer erneut zum A usbr uch und äscherte die Trockenanlagen bis aus die Grundmauern ein. Historische Taselfreuden. Das Essen ist heutzutage in Verruf, und Festtage, die nun einmal nach alter Gewohnheit reichere Tafelfreuden bringen, werden vielfach als ein peinlicher Angriff auf den Magen betrachtet, den man auf eine knappe „Kalorienration" gesetzt hat. Wie ganz anders war das früher! Da begrüßte man jedes Fest als eine glückliche Gelegenheit, um nach Herzenslust zu essen und zu trinken, und man konnte gar nicht genug bekommen an der Zahl und Menge der Speisen. Was würde wohl ein Zeitgenosse der Rabelais- und Fischart, einer aus dem großen „Schlemmer- und Freß-Orden" des 16. Jahr- hunderts, sagen, wenn et an einem heutigen Festmahl teilnehmen würde? Alles würde ihm ärmlich, dürftig Vorkommen, und er würde beweglich über die Rarrheit einer Welt klagen, die sich selbst zum Verhungern verurteilt hat. Die Aerzte. der Sport, die Mode — sie sind alle daran schuld, wenn man sich heute nicht mehr mit offenen Sinnen und gutem Gewissen den Genüssen eines lederen Mahles hingibt, sondern angstllch besorgt ist, nur nicht zu viel zu essen. Frühere Zeiten kannten solche Bedenken nickt, und doch haben sich die Menschen auch damals recht wohl gefühlt nnd recht lange gelebt. Ludwig XIV., der auf einen Sih einen Ochsenschlegel, ein Paar Enten und dazu noch eine Unmenge von Eierspeisen und Konfekt aß, ist immerhin 72 Jahre geworden. Frau v. Sevigns. die an einem Weihnachtsfest ihren Gästen 78 Gerichte vorsetzte denen sie allen selbst zusprach, brachte es aus 77 Jahre, und man war damals eher geneigt anzunehmen, daß der Mensch vom zu dürftigen Eßen stirbt, als vom zu reichlichen. Man kann sagen, daß Die Entwicklung der Kultur in früheren Zeiten stets mit einer Zunahme der Mahl- weiten und der aufgetragenen Gerichte Hand in Hand ging, und es würde allem was wir wissen, hoyntprechen. wollte man glauben die Festgenossen des Trimalchio im alten Rom oder die Gesellschafter des Hans von Schweinichen in Der Schaden beträgt etwa 200 000 Mk. Die Feuerwehr wird Wohl mit dem Löschen des Brandes einige Tage zu tun haben. Das Ma- fchinenhaus hat durch den Brand wenig Schaden gelitten. Keine Grippe-Epidemie in Mainz. WSR. Mainz, 6. Ian. Das Städtische Gesundheitsamt teilt mit: Die von einem Mainzer Blatt gebrachte Rachricht über 7 0 00 Grippefälle in Mainz entspricht insofern nicht den Tatsachen, als für Annahme dieser Zahl jede Unterlage fehlt und in Mainz lediglich eine Häufung von sogenannten Erkältungserkrankungen zu verzeichnen ist. so daß tatsächlich bei der Ortskranlenkasse in den letzten Tagen eine sehr große Zahl von Meldungen mit der wohl etwas sehr weit gefaßten Bezeichnung Grippe vorlag. Cs handelt sich jedoch nicht um schwere Fälle, wie sie der Influenza- Bazillus hervorruft, und die sich durch sehr hohes Fieber und Reigung zu Komplikationen mit Lungenentzündung auszeichnen. Es ist infolgedessen auch in Mainz keine Vermehrung von etwa durch Grippe hervorgerufenen Todesfällcm zu verzeichnen. Auch das Städtische Krankenhaus hat unter seinen Patienten keine irgendwie schweren Grippekranke. Die Zahl der Krankmeldungen bei der Ortslrankenkasse ist nicht höher, wie um etwa die gleiche Zeit des vergangenen Jahres, in der unter ähnlichen Witterungsverhatnissen eine Häufung von Erkältungskrankheiten auftrat. Es liegt zur Zeit nicht der geringste Grund zur Annahme vor, daß wir es hier mit einer ähnlich schweren Epidemie zu tun haben, wie sie zur Zeit in Spanien und Südfrankreich herrscht. Grippe in Darms. WSR. Worms, 6. Jan. Infolge der ungünstigen Witterung sind zahlreiche Personen an Grippe erkrankt. Von der Krankheit sind nur wenige Familien verschont geblieben. Don den 17 verstorbenen Personen, die in den fünf ersten 3anuartageni verstorben sind, ist Der größte Teil der Grippe zum Opfer gefallen. Preußen. Kreis BieOenkops. T Waldgirmes, 6. Jan. Die Kraft- post Waldgirmes — Frankenbach wird demnächst eingestellt, da Kreis und Gemeinden keinen Zuschuß mehr zahlen, der ganz erheblich ist. Dafür verkehrt der Wagen zwischen hier und Wetzlar von jetzt ab täglich viermal — Fabrikat Rinn aus Heuchelheim überraschte auch in diesem Jahr fünf Frauen seiner hiesigen Zigarrenfabrik für 25jähr. treue Dienste mit einem Diplom und je 100 Mark Geldgeschenk. )[ Gladenbach. 6. Jan. Der Kreistag in Biedenkopf bewilligte als Beihilfe zu den Baukosten einer landwirtschaftlichen Winterschule in Biedenkopf 18 000 Mark, wenn in den nächsten Jahren hier in Gladenbach ebenfalls versuchsweise eine solche eingerichtet wird. Bei einem etwaigen Reubau soll die gleiche Summe zur Verfügung gestellt werden. Kreis Marburg. sch. Marburg, 6. Jan. Eine Kommisston aus Dem Kreise Marburg bereift in biefcp Tagen Die Strecke Dreihausen — Mücke (Hessen), um mit den Gemeinden über die Weiterführung Der Marburger Kreisbahn zu verhandeln. Die Gemeinden stehen dem Projekt sehr sympathisch gegenüber und haben sich teilweise bereit erklärt, das für den Vahnbau notwendige Gelände kostenfrei $u Verfügung zu stellen. Die Dechandbungen, die woher in Roßberg, Wermertshausen, lstüddings- Hausen und Mücke ftattfanben, werden fortgesetzt. H Marburg, 6. Ian. In den Marburger G a st hö f e n logierten im abgelaufenen Jahre insgesamt 3 5 51 1 Fremde. Auf die einzelnen Mo- Nate verteilt, ergibt fid) folgendes Bild: Januar 1974, Februar 2456. März 25.31, April .3106, Mai 3508, Juni 3381, Juli 4287, August 3490, September 2717, Oktober 3026, November 2832, Dezember 2203. Die Marburger Hochsaison, der Monat Juli, in Den die meisten studentischen Stiftungsfeste fallen, brachte, wie ersichtlich, Den meisten Fremdenverkehr. Die Besucher, die bei solchen Gelegenheiten in Privatquartieren untergebracht werden, smd in den Ziffern nicht enthalten. Obcrwefter tval okreiS. & S) 0 t) n , 6. Ian. Während das Jahr 1026 nur ein Opfer von der Belegschaft der größten der deutschen Barockzeit hätten nicht mit bollen Händen und vollen Mündern an dem unendlichen Reichtum der Genüsse teilgenommen, der vor ihnen aufgehäuft wurde. Während man im frühen Mittelalter sich noch mtt zwei Mahlzeiten begnügte, einem Frühmahl und einem Rachtmahl. trat bald das „ Frühstück" an den Anfang der Tagesarbeit, und ein weiteres Essen wurde am Rachmittag eingeschoben. Seit dem 12. Jahrhundert gab es vier Mahlzeiten zu Tagesstunden, die wir noch im wesentlichen inne= halten: später aber waren vielfach fünf und sechs Gelegenheiten zum ausgiebigen Essen vorhanden, indem man noch ein „zweites Frühstück" oder vor dem Abendessen eine „Schweinevesper" einlegte. Da man dem Alltag damals wenig Aufmerksamkeit widmete, fo smd uns aus dem Mittelalter fast nur Speisesolgen von Festessen überliefert. Immerhin hören wir gelegentlich, daß im 14. Jahrhundert eine gewöhnliche bürgerliche Mahlzeit im Wirtshaus sich etwa aus folgenden Gerichten zusammensetzte. Brot und Wein, Schweinefleisch und Kaninchen, junge Vögel und Kuchen, als Hauptgang ein Kapaun, dazu Fische in Sauce und Pasteten: 3um Schluß Früchte und Spezereien. Ein Festmahl, das der berühmte Koch Taillevent im 14. Jahrhundert den Gästen des Herrn de St. Fohes vorsetzte, bestand aus drei Gängen. Der erste umfaßte folgende Gerichte- Küken in Zucker. Hasen in Mandelpaste mit kalter Sauce und Wildsuppe: beim zweiten Gang gab es gefüllte Rehkeule. Wasserhühner. Pfauen in Federn, gesüßte Wachteln: der dritte Gang enthielt Eremeschnitten. Rostscheiben. Lendenstücke. gebratene Birnen und Orangen, Gelee uirb Hasenpastete Die einzelnen Gänge ober „brachten" die damals aufgetragen wurden, bestanden stets aus einer größeren Menge von Gerichten. so daß man zwischen der Zahl der ^onge und der Speisen sorgfältig unterscheiden muß. Bel einem Essen, das der Rümberger Ge° lehrte Ehnstoph Schcurl zu Ehren Melanchthons am 25. November 1525 veranstaltete, gab eS folgende Gerichte Saukvpf und Lendenbraten in saurer Sauce. Forellen und Aeschen. Fünf Rebhühner. acht Vögel, als Braten ein Kapaun. Hecht in Sülzc. Wildschwcinfleisch in Pfeffersauce. Käsekuchen und Obst. Pistaziennüsse. Latwergen. Lebkuchen und Konsett. Wenn es so in bürgerlichen Kreisen zuging, wie muhte es dann erst bei adligen und fürstlichen Gesellschaften her- gehen! Rach der „Zeremonialwissenschaft". in der Bernhard von Rohr 1729 die vornehmen Sitten des Baroct zusammenfahte. muhten an fürstlichen Tafeln bei festlichen Anlassen mindestens hundert Speisen in drei bis vier Gängen aufgetragen werden, während die adligen Herren mit zwölf bis achtzehn Speisen in zwei Gängen vorlieb nahmen. Wenn un§ Schweinichen erzählt, daß bei der Hochzeit des Herrn Wilhelm von Rosenberg zu Krummau innerhalb von sieben Tagen 113 ganze Hirsche, 24 Hirsche in Teilen. 98 ganze Wildschweine und 19 in Teilen. 162 Rehe. 2292 Hasen. 470 Fasanen. 276 Auerhahne, 3910 Rebhühner. 22 637 Krammetsvögel. 88 westfälische Schinken. 370 Ochsen 2687 Schöpse. 1579 Kälber. 421 Bratlämmer. 400 Mastschweine und 377 Spanferkel. 3000 gemästete Kapaunen. 12 887 gemästete Hühner, 3550 Mastgänse. 40 837 Eier, 5960 Forellen. 167 Lachse. 1844 Hechte. 15 800 Karpfen und noch sehr viel anderes verzehrt wurde — so muh man freilich bebcitlen. daß die ganze Umgegend mitah. aber der wackere Hans von Schweinichen verbirgt auch nicht, wie ungeheuerlich viel jeder einzelne in sich hineinge- fchlungen habe. Der scharf beobachtende italienische Arzt Guarinonius. der im 17. Jahrhundert Deutschland bereiste, gib' an. dah bei bürgerlichen Gastereien 6 Trachten mit je 9 Speisen gereicht wurden: ..Zum Voressen 9 Speisen: zur Suppe 9 Speisen, zum Kraut 9 Speisen, zum Gebratenen 9 Speisen, zur Hauptmahlzeit 9 Speisen. zum Rachessev 9 Speisen, in Summa 54 Speisen." Tallcyrands Koch Boucher forderte noch für ein gutes Diner 48 Gänge, während man sich dann später im 19. Jahrhundert bei einem solennen Diner mit „fünf Hauptakten" begnügte Fisch. Geflügel. Wild einem großen Braten und einem Ragout Westerwälder Braunkohlengrube „Alexandria" forderte, muhte schon in den ersten Tagen des neuen Jahres ein Knappe sein Leben lassen. In der Rocht zum 6. Januar verunglückte der Abschlepper Leonhardt Schmidt, z. Z. in Höhn, durch herabfallende Bergmassen tödlich, während sein Hauer mit dem Schrecken davvnkam. Der junge Mann war 20 Jahre alt und früher Anstreichergehilfe. Maingau. WSR. Frankfurt a.M.. 6. Ian. Ein Mann, der mit einer Ehefrau ein Liebesverhältnis unterhielt, wurde auf Antrag der Frau geschieden. Letztere stellte auherdem Strafantrag wegen Ehebruchs. Das Verfahren endigte mit der Freisprechung des Angeklagten, worauf prompt die Rache der Ge- liebten folgte. Als die als Zeugin vernommene geschiedene Ehefrau den GericktSsoal verlieh, fuhr ihr die Geliebte noch im Gerichtsgebäude buchstäblich in d i e Haare und es entspann sich zwischen beiden ein sehr heißer Kampf Die Angegriffene wehrte sich, worauf die 2In- greiferin nur noch mutiger wurde. Mit Handtaschen und Rege nschirmen schlugen beide Kampfhennen solange aufeinander los. bis sie ein Schuhmann auseinandertrieb. Erst bann war Ruhe. Turnen, Sport und Spiel. Deutsche Turn- und Sport-Statistik 1926. Von Dr. C. Diem- Berlin. Leibesübungen sollen Gemeingut und Lebens- gewohnheit des deutschen Voltes werden. Dieses Ziel erreichen wir nur durch Zusammenfassung von Bürgerschaft und Staat zu gemeinsamer Arbeit. Die Bürgerschaft ging voran, aus dem deutschen Volk entstand in Vereins- und Verbandsform die deutsche Turn- und Sportbewegung. Der Staat hat mit dem Schulturnen be-, gönnen, ist kurz vor dem Kriege zur Jugendpflege übergegangen und hat nach dem Kriege die Förderung der Leibesübungen int ganzen als Staatsaufgabe übernommen. Die Gemeinden stellen als Vorbedingung die Uebungsstätten in steigendem Maß zur Verfügung. Wenn die deutsche Turn- und Sportbewegung so zu einer öffenllichen Aufgabe geworden ist. bedarf es zur planmäßigen Weiterentwicklung der sicheren Kenntnis des Wachstums, also der Statistik. Die erste derartige Arbeit stammt aus dein Jahre 1807. ihr Urheber war der Zentralausschuß für Volks- und Iugendsviele. Eine zweite Statistik stellte der Deutsche Reichsaus- ausschuh s. L. 1921, eine dritte im Jahre 1925, auf. Unabhängig davon hat der Verband der Städtestatistiker eine Erhebung angestellt, die im Gegensatz zu den früheren sich auf die Städte über 50 000 Einwohner erstreckte. Der D. R. A. hat dagegen bei seinen beiden Erhebungen Gemeinden aller Größenklassen zu erfassen versucht und dabei auch für alle Größenklassen typische Ergebnisse erhallen, wenngleich er infolge des weiten räumlichen Erhebungsumfanges die Fragestellung knapp halten mußte. Das Ergebnis der deutschen Turn- und Sport-Statistik 1926 des D. R. A. bedeutet wieder einen Schritt vorwärts in der Statistik der Leibesübungen überhaupt, und weist den Weg zu einer reichseinheitlichen Kulturstatistik der Leibesübungen, die die staatliche. Gemeinde- und Vereins- arbeit in gleicher Weise umfaßt. Sehen wir uns einmal die gewonnenen Ergebnisse näher an! Die Anzahl der Sportplätze ist seit 1913 bis 1925 auf das Doppelte (plus 106 Proz.X die Gesamtanlageslacke auf das IV-fache (plus 133 Proz.) gestiegen. Roch ist es aber so, daß in dieser Ziffer die Fläche der Vereinsplahe relativ am stärksten zugenommen hat. 1913 entfiel 1 Quadratmeter Spielplatzfläche auf den Kopf der Bevölkerung, 1924/25 beträgt Die Gesamtanlagefläche 2.29 Quadratmeter auf einen Einwohner. Da hiervon aber nur die eigentliche Ruhfläche zur Wirksamkeit, kommt, wird die auf den Einwohner entfallende tatsächliche Spielfläche auf etwa 2 Quadratmeter zu schätzen sein. Das vom D. R. A. geforderte Mindestmaß beträgt 3 Quadratmeter, das Richtmaß 5 Quadratmeter aus den Kopf der Bevölkerung. Die Statistik vom 1. Januar 1925 hatte nur 1.47. Quadratmeter Rutzfläche festgestellt, ein Fortschritt ist also zu verzeichnen. Immerhin haben noch acht Städte mit mehr als 50 000 Einwohnern keinen städtischen öffentlichen Sportplatz. Die durch Sie Erhebung festgestelttcm Baupläne 6ringen auch für die Zukunft noch kein zufriedenstellendes Ergebnis. da etwa zwei Drittel der Städte mit mehr als 50 000 Einwohnern nach Beendigung aller geplanten Sportplah-Reubaulen immer noch weniger als 3 Quadratmeter Spielplatzfläche haben werden. Ebenso ungünstig ist Das Ergebnis des Turnhallenbestandes. Hier sind nur 8,1 Proz. Flächenerweiteruna festzustellen dem geforderten Mindestmaß von 0,1 Quadratmeter Turnhallenflache auf den EMwrchuer würde auf 1850 Einwohner je eine Turnhalle entfallen. 3m Durchschnitt kommt aber in Wirklichkeit erst aus 8114 Einwohner, in 7 rheinisch-westfälischen Industriegemeinden sogar erst auf 15 000 Einwohner eine Turnhalle. Die vorliegenden Bau- Pläne lassen hier erfreulicherweise eine geringe Besserung erwarten. Dagegen bleibt leider bestehen. daß die Zahl der Turnhallen mit Duschanlagen nach wie vor beschämend gering ist. Recht traurig sieht es auch mit den Schul- h ö f e n aus. 03qn 76 untersuchten staatlichen höheren Lehranstalten haben z. D. nur 20 Schul- Höfe, die modernen Anforderungen entsprechen. Das erfreulichste Ergebnis der Untersuchung ist der Rachweis einer günstigen Entwicklung des Mitgliederbestandes der Turn- und Sportvereine. Den größten Zuwachs weisen, wir zu erwarten, die Bolkssportarten — Turnen. Schwimmen. Rasensport - auf. In den größten Gemeinden war die Entwicklung verhältnismäßig am schwächsten, in den Städten mit 100 000 bis 200 000 Einwohnern am stärksten. Uebrigens hat die Zahl der weiblichen Bereinsmitglieder stärker zugenommen als die der männlichen (146,1:143.7 Prozent). Roch erfreulicher ist die Zunahme der Jugendlichen in den Vereinen, die das Dreifache des Vorkriegsstandes beträgt. Turnertreffen der Mittelrheiner auf dem Feldberg. Weihe des Turnerheims. *— Rach einem feit Jahren geükken Brauch findet in der ersten Ianuarhälfte die Winter- Wanderung des Mi ttelrheinkr eiseS derD. T. nachdem Feldberg i. Taunus statt. In diesem Jahre wurde der 9. Januar für das große Treffen bestimmt, das dadurch von besonderer Bedeutung ist, weil erstmalig auch die neuen Skiabteilungen. die sich in einigen Vereinen bereits gebuSet. daran teilnehmen werden. Seine ganz besondere Rote erhält das heurige Treffen aber dadurch, dah in Verbindung damit das vom Mittelrheinkreis er« worbene Turnerheim auf dem Feldberg feine Wethe finden wird, nachdem es beim letzten Feldbergfest im August vergangenen Jahres schon erstmalig in Benutzung gewesen. Die Feier, der zuliebe viele Turnvereine unseres Gebietes am nächsten Sonntag Turnfahrten auf den Feldbern festgesetzt haben, findet mittags 12 ilfjr in Gegenwart des Kreisvorstandes statt, der tags- zuvor in Frankfurt a.M. zu wichtiger Sitzung tagt. Pros. Bender (Frankfurt a.M.), der Kreiswart für das turnerische Geistesreben, wird die Weihe vornehmen: die Turnersänger des Kreises werden mit den Massenchören „Kreis' sängergruß" und „Das deutsche Lied" die Feier verherrlichen helfen. Rach der Weihe findet gemeinsame Wanderung nach Ober-Ur f e statt, wo im Heim der Turngesellschaft noch einige frohe Stunden verlebt werden können. Das neue Turnerheim, das nicht nur den Turnern des Kreises, sondern auch der gesamten wandernden deutschen Jugend zugänglich werden soll, ist die große „Franzosenbaracke" auf dem Feldberg. die vor Jahren von der Reichsvermögensverwaltung für Be- satzungszwecke errichtet werden mußte und im verflossenen Jahr vom Kreis unter günstigen Bedingungen angekauft worden ist. Im Sommer erfolgte ihre Renovierung. Das Heim besteht aus mehreren Uebernachtungsräumen mit insgesamt 65 Bettstellen und reichlichem Material an Matratzen und Schlafdecken. Auch Oefen sind eingebaut worden. Aufenthaltsrautne, Küche und Gießener Studenten vor 150 Jahren. 3n der ersten Rurnmer der „Hessen-Dann- städtischen privllegierten Lanü-Zettung" vom Mittwoch, den 1. Januar 1777 liest man unter den „Inländischen Rachrichten" die folgende Kundmachung aus Gießen: Unterm 20ten Dec. ist eine Fürstl. Verordnung, den Mißbrauch, nach welchem die zu Gießen sich aufhaltende Studiosi, sonderlich die Landes- kinder, die Universität vor Anfang der bey einem jeden Semester auf 14 Tage festgesetzten Ferien verlassen und lange nach deren Ablauf allererst wiederzukommen pflegen betreffend ergangen, des Inhalts: daß über die bereits der Stipendiaten halber erlassenen Verordnung auf das strengste gehalten werden soll: 2) daß von denen Ministris Academiac zu Anfang eines jeden Semesters ein genaues Verzeichnis aller zu früh abgereihten oder zu späth zurückgekommenen Stu- diosis an das Hochfürstliche Ministerium eingeschickt, und die in diesem Verzeichnis angcmerl- ten unordentlich studirenden Landcs'^der späther, minder vorlheilhaft als andre Heiligere, or&enfr liebere und geschicktere Studiosi, oder nach Befinden der Umstände in den Fürstl. Landen gar nicht befördert werden: daß endlich 3) diejenigen Väter oder Vormünder, welche den Unflejß und das unordentliche Studiren ihrer Söhne und Pflegbesohlnen auf diese oder jene Art begün stigen werden, mit F. Ungnade und bey erwiesener vorsehlicher Hintansetzung der Fürstlichen Befehle mit einer zu bestimmenden Geldstrafe angesehen werden sollen. — Ein sehr interessantes Faksimile der „Land- Zeitung" wurde in der Iubiläumsnummer (31. Dezember 1926) der Darmstädter Zeitung veröffentlicht, der wir dieses für Gießen besonders bemerkenswerte Dokument der guten alten Zeit entnommen haben. gtudenten 'Piel. ^4 bonni a M den t®5 MU ZUM ™t«l«4t.n «44' WZZrr SÄff^S - «“t 3« ta «£ S™9 KnMtnffi £f n "?! 100000 biL £??• ^^genö fjoi D-reinsmlglieder ftätfer [ männlichen (146,1:143? Jtt >st die Zunahme der rmm, die da« Dreisache nagt. er Mtelrheiner Feldberg. Turnerheims. Zähren gMen brauch marMe die Winter- ^ittelrheinlreise- feldbergi-Taunue wurde der 9. Januar 'stimmt, das dadurch von ist, weil erstmalig auch Zungen, Öle sich in ■18 geWet. daran teil- ganz besondere Hole cr< en aber dadurch, dast in vom Mttelrheinlreis er« m auf dem Feldberg seine nachdem es beim letzten Vergangenen Jahres schon gewesen. Die Feier, du ic unseres ßebietti am ihrten auf den Klöbeoz ittags 12 Uhr in Degen- and es statt, der tags- ÜL zu wichtiger Sitzung (Frankfurt a.M.), der Wiche Geistesleben, wird ; die Turnerfänger des en Äafsenchören , Kreis- ; deutsche Lied" die Feier lach der Mihe findet ge- nach Ober-Urse/statt. esellschaft noch einige frohe n können. erheim. das nicht nur fes, sondern auch der gelt,chen Jugend zugänglich große .Franzosen« Lberg. die vor Iahmi ^Verwaltung für Derben muhte und m [ Kreis unter günstigen SÄ' Firmen2) ^°nd. umeinander Ären nÖer,ti?&"Vt ,ic dann fahren. «----- wr folgende lachrichten D,e ien: , «A-fti Dervrd« E^lKezuGiefM M welchem Tage lEf d[lercrfr ch deren Avm ngcn. “.TÄ.“" ZAssA ÖS/Ksi5 WH KS- estimmca" . Land' E M C -Ä 3W- " E'7 Maschramn fehlen nicht. Der DSchter beS FeD- btigtunn» ist mit der Leitung de« Heims betraut worden. Futzball-Grotzkampf am Sonntag Um kommenden Sonntag wird seit langem wieder einmal beste süddeutsche und deutsche Klasse in Berlin spielen. Der vierfache deutsche Weister, der 1. F- C Nürnberg, der sich am letzten Sonntag durch seinen weiteren Sieg die Meisterschaft von Bayern sicherte und starker Anwärter auf die süddeutsche und deutsche Meisterschaft ist. tritt Im Post-Stadion in der Lehrter Straße in Berlin gegen die Berliner Tennis Borussia an. Es ist der fünfte Kamps beider Mannschaften gegeneinander. Zwei blieben unentschieden. zwei gewannen die Nürnberger. Der deutsche Altmeister wird in der folgenden starken Besetzung antreten Stuhlfauth, Popp. Prechtel, Köpplinger, Kalb. Neinmann. Strobel. Hochgesang. Schmitt. Wieder. Träg. Bezirksligavorschau für Hessen-Hannover. y. Zwei schwere Spiele am kommenden Sonntag in der Nordgruppe werden zur Feststellung des Weisters wesentlich beitragen, nachdem dort die Lage immer noch ziemlich verzwickt ist. Aus eigener Kraft kann „Spor t" Kassel den S t> icU ocrein Kassel aus seiner relativ günstigen Stellung nicht mehr verdrängen. Möglich wäre es trotzdem, daß Spielv. seine günstige Stellung noch verliert, denn seine Gegner sind nicht leicht zu nehmen. Schon am nächsten Sonntag stellt sich ihm in Tura Kassel kein leicht zu überwindendes Hindernis entgegen. Gelingt es Tura, die Form der ersten Berbandsspiele in dieser Serie zu erreichen, dann hat Spielv. es nicht leicht. 3n letzter Zeit jedoch fiel die Turamann- schäft stark ab. so daß es diesmal zweifelhaft ist, wer die Punkte bekommt. — Auch der nächste in der Tabelle, der S. E. 03 Kassel, hat noch Hoffnung auf den ersten Platz, und hat diese noch nicht aufgegeben. Sein Gegner am Sonntag ist der 1. 6. d. 0 5 Göttingen, der wohl wechselnde Form zeigt, aber gerade durch diese unberechenbar ist. In dem für Kassel ungünstigsten Falle sollte jedoch nicht mehr als ein Unentschieden dabei yerauskommen, eher werden sogar noch die 03er Sieger blieben. In der Südgruppe kann Fulda im Falle eines Sieges über Hecmannia an den dritten Tabellenplatz kommen. Auf Kasseler Boden wird ihnen das jedoch nicht so leicht gelingen. Her- mannia ist immer noch eine sehr kampfkräftige und unverbrauchte Elf. Bon irgendwelcher Bedeutung für Auf- oder Abstieg ist das Spiet natürlich nicht mehr, da diele Fragen inzwischen entschieden sind. KurheNen Kassel oben und Marburg unten sind beide unerreichbar. II. Bezirksklasse Lahnkreis. tz. Am kommenden Sonntag ist eine sehr starte Spielpaarung in dem Zusammentreffen des Spitzenführers Germania Marburg und des B. C. Wetzlar enthalten. Allerdings hat B. E. Wetzlar außer seinem Sieg gegen 1900 Gießen .auf fremdem Platz noch nie gut a6- geschnitten. Allein schon ihr Erfolg gegen Ockers- 9 usen zeigt daß sie leicht unterschätzt werden. Auf der ander« Sette weiß Warburg genau, daß es einen Abstand gegen solche Gegner hallen muß, weil ihm Gießen 1900 zu hart auf den Fersen ist. Die Gießener haben vom B. f. N Butzbach am Sonntag einen nicht minder schweren Widerstand zu erwarten. Der gute Butzbacher Sturm, einer der gefährlichsten des Kreises, wird ftch aber gegen Luft kaum durchsetzen tonnen. Die Butzbacher Hintermannschaft, mit Ausnahme des Torhüters, ist jedoch gegen den Gießener Sturm, der Marburg schlug, zu schwach. Gießen wird sich Sieg und Punkte holen. — Auf dem Heinen Dillenburger Platz findet Ockers- hausen ähnliche Verhältnisse vor wie zu Hause. Trotzdem ist mll den Dillenburgern, wie ihr überraschender Sieg gegen Wetzlar am vorigen Sonntag zeigt, zu rechnen. Nieder-Girmes gegen Frankenberg wird selbst auf dem Wetzlarer Platz den Gästen kaum verloren gehen. Spielvereinigung 1900 (Sieben. ö. Am kommenden Sonntag greift die Liga- rn a n n s ch a f t der Bereinigten wieder in die Puicktkämpfe ein, denn es sind aus der 2. Serie noch 9 Treffen auSzutragen. Die Mannschaft muh mit vollem Ernst bei der Sache sein, wenn sie ihren günstigen Tabellenstand behaupten, evtl, sogar verbessern will. Gegenwärtig stehen die 1900er nicht gerade aussichtslos zu dem evtl. Erwerb dcS Kreismeistertllels. denn nur zwei Der- lustpunkte trennen sie von dem Spitzenführer. An den Leistungen in den letzten Spielen gemessen. sind die Gießener auch tatsächlich die beste Elf in der Lahnkreisliga. Das Spiel führt 1900 nach Butzbach zum dortigen Cße r ein für Rasens piele. Butzbach ist ein heißes Pflaster: das hat schon manche Mannschaft erfahren müssen. die siegesgewiß nach dort ging. Die Nasenspieler verfügen über eine gute Deckung, während der Linksaußen die treibende Kraft im Sturm ist. Der Ausgairg des Treffens ist vollständig offen. Die Lehr Mannschaft hat vormittag die 1. Mannschaft vom D. f. D. O b e rf ch mi t t e n im Rückspiel zu Gast, und muß sich sehr anstrengem um gegen die gute süddeutsche B-Klaftc-Mann- schast erfolgreich abzuschneiden. Nachmittags spielen die Schüler das Rückspiel gegen Butzbachs Schüler, anschließend findet ein Handballspiel (wahrscheinlich gegen Wetzlar) statt. Die 1. und 2. Jugend treffen ein Diplom- spiet auf die gleichen Iugendmannschaften des Lolalgegners B. f. B. Spannende Spiele sind zu erwarten. Es ist schwer, den jeweiligen Sieger vorauszusagen, wenn auch die technische Hefter« legenheit auf Seiten 1900’8 ist. Die Bewegungs- spreler sind diesmal Plahverein. Um die Kreismersterschaft im Arbeiter-Turn- und Sportbund. £ Am kommenden Sonntag finden die vorletzten Spiele um die Kreismeisterschaft statt, die von ausschlaggebender Bedeutung sind. Das größte Interesse konzentriert sich natürlich auf die Bornheimer Mannschaft, die mit 14 Pluspunkten an der Spitze der Tabelle steht. Wiesbaden folgt mit 10 Punkten und muh. wenn Bornheim die beiden noch ausstehenden Spiele verlieren sollte, was kaum onzunehmen ist. seine beiden Spiele gewinn«, an» sät bem Tabellenersten punktgleich zu werden. Dies ist die einzige Kombination, um in dem gegenwärtigen Tabellenstand eine Aenderung eintreten zu lassen. Gießen tritt eine wenig aussichtsreiche Fahrt an. nach Mörfelden. Diese Mannschaft dürfte auf eigenem Platz kaum zu üfter- toältigen fein, da sie einmal mit zu den technisch vollendetsten Mannschaften zäblt zum andern eine Unterstützung durch ein sportlich stark zu begeisterndes Publikum erhäll. das schon manchen Spielausgang beeinflußt hat. Gießen muß mit ganzen Nerven und starker Selbstbeherrschung antreten, soll die Partie einem Bezirksmeister würdig ausgehen Eine gute Bürgschaft hierfür ist die stablle Hintermannschaft Gießens. Der Tabellenerste Bornheim hat den Tabellenletzten Friedberg zu Gast. Nach der gegenwärtigen Spielstärke Bornheims müßte man diesen ohne weiteres den Sieg zusprechen. After hier treffen sich zwei völlig verschiedene Systeme, wobei mit Ileberraschungen zu rechnen ist. Friedberg zwang schon einmal den damaligen Spihen- führer Mörfelden auf die Knie und machte auch den Bornheimern im Dorspiel daS Siegen recht schwer (4:3). Inzwischen hat sich Bornheim auf seine Spiel stärke besonnen und hat den Dorteil des eigenen Platzes für ftch. so daß es wohl bei dem Siege der B. f. L.-Mannschall .Bleiben wird. Wiesbaden und Hanau geben ftch In der Weltbadestadt ein Stelldichein. Dach den letzten Spiclergebnissen ist hierbei mit einem Siege Wiesbadens zu rechnen, da einmal Hanau ohne sein die Spiele stark beeinflussendes Publikum antreten muh, zum andern von der Kreisspielleitung aus den letzten Borkommnissen in Hanau die richtige Nutzanwendung gezogen worden fein wird. Der einwandfreieste Schiedsrichter ist in Bietern Spiel vonnöten. Sie weiteren Spiele. Die Gießener Ib-Mannschaft seht chre Spiele mit der 1. Klasse fort und hat sich für den Sonntag die 1. Mannschaft des Turn« und Sportvereins Wetzlar verschrieben. Tritt diese Mannschaft komplett an. so dürfte eine Niederlage der Gießener gewiß sein, denn Wetzlar war mit der ernsthafteste Bewerber um die Dczirks- meisterschaft. Das Spiel findet auf dem Sportplatz Trieb statt. -« Vorher hat die l.Iugend- Mannschaft Gießens ein Spiel mit der gleichen Mannschaft von Bürgel-Offenbach. Beide Mannschaften verfügen über ansprechendes Können und werden ein interessantes Spiel zeigen. In Heuchelheim ist ein Treffen der dortigen 1. Mannschaft mit der gleichen von Alsfeld vorgesehen. Dieses Spiel dürfte ein Prüfstein dafür fein, ob die Alsfelder Mannschaft die diesjährige Derftandsserie mit dem gleichen Pech absolvieren wird, wie die vorjährige, in der sie trotz günstiger Resultate kein Spiel ge> Winnen konnte. Der Turn- und Sportverein W i e s e ck begibt sich mit zwei Mannschaften nach dem benachbarten 6. Bezirk. In Butzbach treffen sich zunächst die I r g e n d m a n n s ch a f t e n. denen sich ein Spiel der 1. Mannschaften anschlieht. Obwohl sich Butzbach sehr verbessert hat. dürften die Wiefecker doch in beiden Spielen Sieger bleiben. Verichtsfaal. „Dai Geschäft ist gemacht!" WSN. Frankfurt a. M.. 6. Ian. Ein Spengle r aus Höchst, der für eine größere Arftett mehr als 1000 Mk. eingenommen hatte, machte damit einen Abstecher nach Frankfurt, wo er in verschiedenen Kneipen den gutsituierten Ausländer markierte. In einer Altstadtwirtschaft verstand er es. so gut zu kauderwelschen, daß ihn die Gäste, trotzdem er kein Wort französisch konnte, für einen perfekten Franzosen hielten. Durch seine Freigebigkeit interessierten sich verschiedene Jünglinge für ihn und einer derselben, der stellenlose Kellner 6 ei bet, fiel ihm auf dem Wege zur Straßenbahn „freundschaftlich" beim Abschied um den Hals. Kurz nachher vermißte der Spengler seine Brieftasche mit 1000 Mk. und hörte noch, wie der Kellner einem Bekannten zuries: .Das Geschäft ist gemacht ” Der Dieb erhielt 6 Monate Gefängnis Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Ruftrit stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gc'" Mner'e’ '^'ranttoortung.) Ein spanischer Heiter in der Lruchstraße in Gießen. Wer im Kriege im Schützengraben war, wird sich gut der „spanischen Reiter" entsinnen, die man öfters antraf; sie sollten gewissermaßen ein Der- kehrshindernis barfteUcn. Ein solches Der- kehrshindernis befindet sich schon seit etwa zwei Monaten auch in Gießen in der Bruch st raße, und zwar in der Linie, welche die Goechestraße mit der Bleichstraße verbindet. Quer über den Fußsteig ist do ein „wunderschönes Brettergerüst" errichtet, dos eine „Zierde" darstellt. Vielleicht hat der betr. Hausbesitzer noch mehr solche Bretter, damit noch weitere solche Rei ter aufgestellt werden können. Roch Aussage der Anwohner soll dieses Stück Straße nicht Eigentum der Stadt sein, sondern den anliegenden S)ausbe- sitzern gehören. Meiner Ansicht nach ist es ganz gleich, wem dieses Stück Straße gehört; es ist nun einmal ein Weg, der für jeden Passanten zugänglich ist, und er muß bei Tag und Nacht ohne Gefahr passierbar sein. Ein solches Unding von Brettergestell gehört entfernt! Hoffentlich genügt dieser Hinweis, um die Polizei auf diesen Mißstand aufmerksam zu machen? Ein Bürger, der diese Straße oft passieren muß. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Berftindlichkett bei Schrlftlettung.) A. Z. 111. Die Bewilligung von dec Defre- ung des Erfordernisses des vollendeten 50. Le ftensjahres steht dem Bundesstaate zu. dem der Annehmende angehort. Ist der Annehmende, allo der Gesuchsteller, ein Hesse, so entscheidet, naer der Verordnung oom 4. Dezember 1926, über daS Gesuch um Befreiung baü Amtsgericht seines Wohnortes. Sofern hiernach kein hessisches Amtsgericht zuständig wäre, entscheidet das Amtsgericht Darmstadt I. Auf alle regulären Waren, selbst die letzten Sendungen, während des Ausverkaufs 10% Rabatt mit Ausnahme der Dr. Scholl- Fußpflege-Artikel beginnt Samstag, den 8. 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Ä5«"» bannte üu&: w m.be'n Mu PQtien Btick n wirken, beide lch°n oftmlv'^liei &£ Won QeX Qhfiö, ' "der gelt: Landesp für die Bugbach Die Basalt Öen Antrag 9«V hausen der Strei Anlagen liegt at verlundigungsb sicht der Jnteres gefordert, etwail Difcnlegungsfrifl Ausschlusses in' Gießen, d Handtuchstoff 9151 40 cm breit, in großer Auswahl von HB H an Herren-Ulster 3R— prima Qualitäten, mod. Formen von W an Oamen-Mäntel i aus erstklassigen, reinwollenen Stof- fl fen, in großen Damengrößen von N W J an Fraaen-Mäntel O extra weit geschnitten, aus gutem Tuch, in allen Farben.....von BmB gl s *W0 Wollplüschjacken Sr ganz auf Damasse gefüttert von | | M ® an Nr. 5 Drittes Blatt Wirtschaft. • Zunahme der deutschen Ausfuhr nach Finnland. Die deutsche Ausfuhr nach Finnland nimmt von Jahr zu Saht zu. Sm Sahre 1924 betrug die deutsche Einfuhr 29.7 Prozent der Gesamteinfuhr Finnnlands. im Sahre 1925 stieg der Prozentsatz auf 31,9 Prozent, und im Sahre 1926 wird dieser Prozentsatz noch höher sein. Tor allem sind es Metallerzeugnisse, Maschinen. Kolonialwaren und Textilwaren, die aus Deutschland nach Finnland eingeführt werden. Deutschland bezieht aus Finnland laft ausschließ- lich Holz. Dorauösichtlich wiro die Holzausfuhr aus Finnland nach Deutschland im Sahre 1926 geringer sein als im Torjahre. Die finnische Textilindustrie hat letzthin in Deutschland Ausrüstungen und Maschinen für die Errichtung von zwei Textilfabriken bestellt. • Der deutsch - amerikanische Außenhandel. Starke Passivität für Deutschland. Aach den Zusammenstellungen des amerikanischen Handelsamtes betrugen die Einfuhren aus Deutschland im Aovember 16 075 000 Dollar gegen 17 750 000 Dollar im Oktober. Die Ausfuhren nach Deutschland betrugen demgegenüber 42 C9. 000 Dollar gegen 47 003 000 Sonar im Oktober. * D i e amtliche Konkursziff erkür Dezember. Aach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im Dezember v. Ss. durch den „Reichsanzeiger" 435 neue Konkurse — ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung — und 120 angeordnete Geschäftsaufsichtcn bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für den Tormonat stellen sich auf 471 bzw. 128. • Fusion der Tahnbedarf AG., Dar m st adt, mit der Aquila AG., Frankfurt a. M. Bekanntlich wurde die Fusion dec Bahnbedarf AG., Darmstadt, mit der Aquila auf der Grundlage eines Umtausches von 4 Dahnbedarssaltien in 1 Aquila-Aktie, oder' einer Varablösung der Bahnbedars-Aktien zu 35 Prozent in der H. T. Ende Aovember unter dem Vorbehalt beschlossen, daß die Bahnbedarfs AG. günstige Verhandlungen mit dem Staate und der Stadt wegen Fortführung des Betriebes (hauptsächlich Arbeitere'.nstcllungs- fragen) führt. Diese Verhandlungen führten nun ?wischen den Kontrahenten zu einer Einigung, d daß die Fusion aus der erwähnten Grundlage durchgeführt werden kann. • D i e Siegerländer Snteressen beS Stahlvereins. Wie der DHD erfährt. ruhen die Pläne der Verwaltur-, der Vereinigte Stahlwerke A.-G. über Abtrennung ihrer Siegerländer Snteressen und Einbringung in eine neue Gesellschaft vorläufig. Wie auch auf vielen anderen Gebieten, hat die bessere Konjunkturlage die noch vor einigen Monaten notwendige durchgreifende Rationalisierung der Siegerländer Snteressen des Stahlvereins erspart. Aus diesem Grunde wird auch eine Abtrennung dieser Werke und evtl. Herausnahme aus den Vereinigten Stahlwerken durch Gründung einer neuen A.-G. bzw. eigene Verwaltung für diese Snteressen vorläufig nicht spruchreif, so sehr die einzigartige Stellung des Sie- ferlandes in Produltions-, Absatz- und Sozialragen einen solchen Plan noch vor kurzem notwendig zu machen schien. • D i e Lage der westdeutschen Möbelindustrie. Die Lage in der westdeutschen Möbelindustrie hat sich etwas gebessert. Sm Monat Dezember 1926 konnten wieder zwei Drittel des Friedensabsahes erreicht werden. Ein guter Geschäftsgang ist freilich noch nicht zu verzeichnen. Man hofft jedoch bestimmt, daß im laufenden Sahre eine durchgreifende Besserung eintreten wird. * Krupp baut Lokomotiven für Südafrika. Die Firma Krupp hat einen Auftrag auf 13 Lokomotiven eines schweren Spezialtyps in Südafrika gegen eine außerordentlich scharfe englische und amerikanische und zum Teil auch deutsche Konkurrenz hereingeholt. Der Lokomotivbau hat bereits vor einiger Zeit einen größeren Auftrag für die südafrikanische Eisen- bahn ausgeführt. • Betriebsausdehnung der Mitropa auf Rußland. Zwischen dem VerOer Frosch mii-erMaske Roman von Edgar Wallace. 34. Fortsetzung. Nachdruck verboten. So mar die Stunde gekommen, da die Frösche seiner bedurften. Er hatte sich vor diesem Tage gefürchtet und ihn dennoch erwartet. Er führte die Instruktionen getreulich aus und vor den vielen neugierigen Augen der Gaste trug er Brief und Kuvert an den leeren Ziegelkamin, entzündete ein Zündhölzchen, verbrannte die Papiere und zertrat die Asche mit dem Sufr Sein Puls schlug schneller, als er sich an seinen Platz zurückbcgab. Und ihm ward bewußt, daß er d.cse Handlung in Anwesenheit des Frosches vollführt habe^Ray sah scheu von einem zum andern der wenigen Speis.noen hinüber und begegenetc den scharfen Ducken eines Fremden, die unablässig auf ihm geruht hatten. Das Gesicht schien ihm bekannt und doch wieder fremd. Er winkle den Kellner herbei. „Sehen Sie nicht sofort hin", sagte er leise. „Aber sagen Sie mir, wer jener Herr in der zweiten Loge ist?" Der Kellner wendete sich nachlässig um. „Das ist Herr Joshua Broad", sagte er. Fast im Augenblick, da der Kellner seinen Namen aussprach, erhob sich Joshua Broad von seinem Sitz, überquerte das Zimmer und kam auf Nay zu. „Guten Morgen, Herr Bennett. Ich glaube nicht, daß wir uns schon früher gesprochen haben, obwohl wir beide Mitglieder des Klubs sind und ich Sie hier schon oftmals gesehen habe. Mein Name ist Broad." „Wollen Sie nicht Platz nehmen?" Es fiel Ray ein wenig schwer, seine Stimme zu bemeistern. „Ich freue mich. Sie kennen zu lernen, Herr Broad. Wollen Sie vielleicht mit mir speisen?" „Nein," antwortete der Amerikaner, „ich habe |d)on gegessen. Aber wenn es Sie nicht stört, werde ich meine Zigarette weiterrauchen. Ich bin der Nachbar Ihrer Freundin. Fräulein Bassano hat die Wohnung inne, die der meinen vis-ä-vis liegt." Ray entsann sich nun auch des sonderbaren Amerikaners, über dessen Verhältnisse Lola und Lew Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Freitag, 7. Januar 1927 kehrskommissariat der Sowjetunion und der Mitropa. Mitteleuropäische Schlafwagen- und Speise- wagen-A.-G. in Berlin, schweben zur Zeil Verhandlungen über die Tätigkeit der Gesellschaft in der Sowjetunion. Die Mitropa hat sich bereit erklärt, dem russischen Verkehrskommisiariat 200 Wagen zur Verfügung zu stellen, die innerhalb der Sowjetunion kursieren sollen. Ferner beabsichtigt die Mitropa, sechs Hotels in den hauptsächlichsten Verkehrszentren der Sowjetunion zu errichten. Der Vertrag soll auf drei Sahre befristet werden. Die Unterzeichnung steht demnächst bevor. * Ungünstige Lage a u f dem englischen Kohlenmarkt. Die Lage auf dem englischen Kohlenmarkt nach W ederausnahme der Arbeit hat, einer Londoner Tll.-Meldung zu- folge, längst nicht die Entwicklung genommen, die man allgemein erwartete. Sn keinem einzigen Kohlenbezirl sind bisher irgendwelche größere Kaufverträge zustande gekommen. Sm Export- geschü't machen sich die langfristigen Verträge mit den deutschen und anderen kontinentalen Gruben während des Dergarbci erst.eifes sehr unangenehm bemerkbar. Aber auch die englischen Käufer sind nicht gewillt, zu den gegenwärtig hohen Preisen zu lausen und warten auf deren Herabsetzung. Frankfurter surfe. (Eigener Drahtberichi des „Gießener Anzeigers"! Frankfurt a. M., 7. San. Tendenz: Weiter abgeschwächt. — An der Börse drückten heute Positionslösungen der ziemlich beträchtlichen Januar-Engagements, worunter besonders die Hauptterminwerte zu leiden hatten. Die weitere Entspannung am Geldmärkte vermochte das Abbröckeln der Kurse nicht zu verhindern. Die Abschwächungen bewegten sich jedoch in den Grenzen bis zu 2 Prozent und gingen nur vereinzelt darüber hinaus. Am Bankenmarkt verloren Deutsche 1,9 Prozent, Commerz und Dresdner je 1 Prozent, dagegen blieben Hypothekenbanken sehr widerstandsfähig. Auch Barmer Bankverein gefragt und 2,5 Prozent höher. Metallbant plus 1,5 Prozent. Metallgesellschaft schwächten sich um 2 Prozent ab. Scheideanstalt gut gehalten. Clektroaktien überwiegend schwächer. Siemens miirus 2 Prozent, AEG. minus 1,75 Prozent, Lahmeycr minus 1,75 Prozent. Schiffahrtaktien bröckelten leicht ab. Don Monta nwerten verloren: Deutsch-Lux 3, Buderus 2,13, Phönix 1,25, Rheinstahl in Verbindung mit S. G. Farben 2 Prozent. Von Chemiewerten lagen S. G. Farben 2 Proz. schwächer. Am Markt der variablen Werte waren Auto- und Maschinenaktien gut behauptet. Lebhaft und fest verkehrte der heimische Anleihemarkt. Von fremden Renten blieben Rumänen und Anatolier gefragt Am Geldmarkt trat eine weitere Entspannung ein. Tagesgeld 4,25 Proz., Monatsgeld für erste Adressen 5,75 Proz., für zweite Adressen 7 Proz. Sm Devisenverkehr lag das englische Pfund sehr f est mit 4,8540 gegen Kabel und 122,80 gegen Paris. Die Reichsmark notierte gegen London 20,40, gegen Kabel 4,2130 schwächer. Sm weiteren Verlause wurde die Tendenz, beeinflußt vom Anleihemarkt, etwas freundlicher. Berliner Börse. (Eigener Drahtberichi des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 7. San. Die Auflösung der amerikanischen Snvestiment-Gesell'schaft für deutsche Wertpapiere, die das gegenwärtige Kursniveau nicht mehr als ausreichend zur Erzielung namhafter Gewinne ansieht, Sorgen über bie Entwicklung des Geldmarktes, die ausgebliebene Diskontherabsetzung in England, wodurch nach Ansicht der Börse auch die deutsche D slontermäßi- gung hinausgeschoben werden könnte, und die unklare innerpolitische Lage wirkten heute zusammen, um an den Aktienmärkten eine allgemeine Verstimmung hervorzurufen. D.e Spekulation war bei Beginn z u Abgaben geneigt, während sich das Publikum abwartend verhielt. Die fehlende Aufnahmelust führte zu Kursrückgängen, die durchschnittlich 1 bis 2 Proz. betrugen, vereinzelt aber auch 5 bis 8 Proz. Das Geschäft setzte außerordentlich ruhig ein. Eine Ausnahme bildeten die Aktien der Deutsch-Atlantischen Telegraphen-Gesellschaft, die im Zusammenhang mit Entschädigungshoffnungen (Haager Schiedsgericht) von spekulativer Seite in großen Posten aus dem Markte genommen wurden und erneut um über 10 Proz. anzogen. Stärkeres Snteresse zeigte sich auch für heimische Renten, namentlich für Kriegsanleihe, die auf 0,891 anzogcn. Am offenen Geldmarkt machte die Entspannung weitere Fortschritte. Lagesgeld 4 bis 6 Proz.. Monatsgeld war ebenfalls leichter. Am Devisenmarkt fanden, wahrscheinlich infolge der am Geldmarkt nicht unterzubringenden großen Betrage, beträchtliche Anschaffungen in Dollars statt, wodurch der Dollarlurs auf 4 2130 Reichsmark anzog. Madrid gegen London befestigt auf 31.17. Die übrigen europäischen Valuten hatten nur kleine Schwankungen zu verzeichnen. Dötlenlnrie. Frankfurt a.M. Berlin Sitila i-Unr- Schluh» Anfang Kur, 1 Nur» Kur» ! stur'. Ti tu n: 6. 1. | 7. 1. 6. I. | 7. 1. 5% Deutsche ReichSan cihe - ).8rt 5 0.885 0.87 0.89 4% Deutsch'.- ReichSaulcihe . 11, *6 0,86 > 0,875 37,% D.utsche 'Jkidhankttjc O.K.S 0.88 >1 87 0 8675 3% Deutsche Reichs nleihc . II 9j — 0.935 II 95 Deutsche svarpramicnaulcihe 0.555 — o 55 — 4°/o 'seeußische KousolS - . - 0.85 — l 857.' 0 8625 4% Hessen........... 0.85 — 0 855 — 3'/,% Hessen.......... 0,85 0.R4 — 11.84 0 d6 — Deutsche iPcrib. Dollar-Anl 10U — 97.4 dio.Toll Echay-Anireimg. . — — — 4% ^ollturkcn......... 17,13 17.4 17.13 — 5% Goldmcrtkaner..... 13.62 43,13 42.75 — Berliner Handelsgesellschaft. .'.7K — 277 274 5 (Sommers- und Privat-Bank. 225 221 5 223.5 221 Tarrnst- und Ranonalvank - 270 268 272 267,5 Deuliche Bank......... 193.5 190.13 194 190 Diskonto (kommandit .... 186 25 185 185.75 183.5 lt<4 ISO ‘ IH 25 18(1 183 ,84 1 182.5 Mitteldeutsche Creditbank. . IX' 182.75 ,86.2. Oeste-reichliche Kreditanstalt. 8.75 8.9 9,15 9.U5 174 9 174 125 173 181 180 Budcros • . ...... • . • 117,25 113.5 116.25 114 — —- — Teutsch-Lnremburg...... 181 177 180.5 179 (Gelsenkirchener Bergwerke. . 182 178.5 180.5 179 Harpcucr Bergbau ...... Kaliwerke Aschersleben.... 191.5 160.75 190.5 ISO 187,75 158 Kaliwerk Westeregeln..... 166 5 • — 167.9 167 82 — 82 87.5 Mannesmann....... . 209 75 210 208 25 206 H ManS eld.r......... . 149 145,5 147.9 145 ►£bctbcbiirf........... 121 5 134 5 125 25 123.25 Bbonir Bergbau ...... 1.6.5 — 135,75 134 Rheinische Braunkohlen . . - 251 — 248 75 244 2112 197 292 13 197.75 »Hebert li/nntnn........ 185 181 182 180 S’etlnö SHrrplinu . ...... 111 Bereinigte Stahlwerke .... 153 151.5 151,5 150,25 Hamburg-Amerika Paket. . . 175 171,25 173.4 170.75 Norddeutscher Lloyo - ... 167,25 169.25 165,5 165 (Sheranijsche Werke Albtn . . — — — — Zementwerk Heidelberg . . 148 146.75 — — Rlnlinp Hnlzmann...... 17 - 171 169,25 Anglo (Tont Kuano..... — 110 Chemische Mäher Alaptu. . . — — i-'Olbldimtbt......... 150,8 159 145 Holzver'ohlung. ....... 80 — I ly Karben-Industrie. . . v23 318,13 ■ 21 75 47,75 Rütgcrbwcrke......... 141,5 139.75 141 9 — Ccheid.anstalt..... ... 2>8 5 210 — - Allg- Elektrizitäts-Gesellschaft 169.9 166.25 169.62 166.5 Bergmann ......... 165 163 l6S 9 1G z z । El ktr. Lieferungen...... 163 164.5 165.5 104 Licht und Aira:i.....* « . .64 75 162 9 Mainlra Nverkc...... • 130 Schlickert .. ......... 167 - 1 6.9 163.75 Adlcrwerkc.ll leger ...... 119 118 117 Daimler 'JJinlnrert. ...... Hehligrnstacdt......... 40.fi l.eguin............. 61 C2 Mannheimer Motoren ... 39,25 — granlfurtcr Armaturen . . — — — — .Uonseroeniabrik Braun . . 74.75 — • — Mctallgescll Schaft Frankfurt. 192 — — •— Pkt. Union A -G....... 124 25 124,5 — v-chnh'abrit Herz ...... 75 73.5 Sichel.............. — — 4.7 — StUftoff Aschaffenburg. . . . 173,25 — 174 173 .gellsto i Waldliof..... .'40.5 237 239 5 .36.5 Zuckerfabrik Frankenthal ■ • 118.9 117 119 — Zuckcrjabrik Waghäusel . . . 115 144 143 — Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 7. San. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29 bis 29,25; Roggen, inländ., 24,50; Sommergerste für Brauzwecke 25 bis 26,50; Hafer, inländ., 19,50 bis 20; Mais (gelb) 18,50 bis 19; Weizenmehl, inländ., Spezial 0, 40,75 bis 41,75; Roggenmehl 35 bis 36; Weizen:leie 11,75 bis 12; Roggenkleie 12. Tendenz Flau. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. TL XelearaDb'ldbe Aus^abluna 6. Jan. 7. Ian Amtliche tot, rung Amtliche Notierung weid Brie- Weib Briet Amst.»Ran 168.31 tob.; 168.45 168,87 Buen -Airel 1,733 1,73 1,714 1. i jS Brsi. Anlw 58.50» 58,64.» 58.5< 58.67 (übniliania 106.97 107.21 107.27 107.53 Kev'ndaa.'n 112.18 112.4 112.28 112.56 Stockholm 112,37 112.65 412.47 112.75 Helft ngiorS 10.572 10,01 10,58 111.6t Italien. . . 18.71 IK 7 1 18.71 18.74 London. . . .0.408 20,416 .0.423 20,475 Reunork . . 4.2055 4.2115 4,2(19 1.219 Poris.... 16,60 > 16.615 16.64 16.18 Schwei; . . 61.20 Al. 40 >1.22 >1.42 65.57 t:n . 64,96 65.12 65.41 Japan - - ■ 2.055 2.059 2.055 2.059 Rio de Ion u.483 0 485 0.483 1.48» Wien in T. Crft. obgest 59.27 69.41 59,31 69.45 Prag .... 12.45 12.49 12.46 12.50 Belgrad . 12 407 12.427 7.41 7.43 Budapest. . 73.59 73.7 1 73.59 73,77 Bul aricn 3.04 u.05 ».04 3.05 Lissabon . 21,525 21,575 21.475 21,525 Dan;ia • ■ • 81.49 81,69 81.53 >1.73 Konst ntin . 2.118 5,31 2,128 2.113 2.1.3 Athen. . . 5,33 5 31 5 33 Canada . 4,198 4.2H8 4.20 4.21 11 ru uap. . < 235 4.245 4.24 4.25 Cairo . . . '20.924 20.976 20.924 20.976 V a n k n o 1 e n. Berlin, 6 Jan Meld Stier Amerikanilche Roten . . - - . 4,184 4,204 ,X#lntfrhr Raten . . . . 58.40 58.70 Dänische 'Voten........ 111.87 112,43 wnalitchr Natrn ....... 20.it" Ul.48 Fran;ösische Roten . .. - . 16.61 16.69 167.88 168.72 18 7.3 18,8 > Norwegische Roten. 106.69 107,21 Deutsch Ccfttrr ,5100 .ftrontn 59.16 69.46 Rumänische Roten . . . — — chmcoilelie *)7otelourquaütät......... Hemdentucke 0 48 feinfäd. baltb. Qual., SO cm breit ® ** Hemdenflanell Q 48 nur iol. baltb Qual. 0.90, 0.78, • V 0.68 Massenauswahl von 0.78 0.85 Größere Posten Haushaltartikel zu bedeutend herabgesetzten Preisen J. HEILBRONNER Marktstr. 17 Rittergasse 8 183a T Asbest- DRUCKSACHEN^ limliir-teietii Tp Turnverein Heuchelheim e.V. Popeline x ------- — in neuzeitlicher Ausstattung Betten Eintritt frei! Eintritt frei! 176V Inventur-Ausverkauf 19. Januar 1927 vom 5. 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