dörse. °L?°-Krr ?L^FL --- rs-Uir ",« SÄ !T^£ frtSjk 'LM: *•»Ä to »«W^marft. *?£$&!' Swftfi VsL3n^Wr uni ft? 48 bii 52 i?Ä7 cSärmnel uni JSLSp*» ton co ^gewicht 6? dir 71 fleischige bchdeine tur »en-gewichi 62 bü k ' ® Olt. Am hiesigen . toata Ichr ruhig, fr? >ct rttoaj freundlicher nach tote vor iu^r’i ^Kotierungen erfuhren i^cn von Roggemeh! Schaft 50 Ps, nachgäb M, Detlcrouer 2650, i. inläni). 24.75 bis 25 Decke 26 bis 28, Hase: ausländ. 24,5) bis 25 5, Weizenmehl, tnlänb. ,25, Rvggemehl 34,75 15 bis 13, Ävzgeiilleie iduktenbörje. t. Es wurden notier* , märt 251 bis 255 Ml.. 274 618 274,25 (etwa? 2 bis 235, Ott. 242.x'. z 244,25 (ruhig'/ 6om- uuintzerfte ); tzafer, märf M bi# 212, Mrz 216 (ruhig!, bis 195 (ruW . W je Ilv Kilo/ Deixnmeh! Dggenmehl 3125 bis je 14,25 bis 14,50 ; 1,50 (still): Diktvriaerb m 28 bis 31; Futtercibsen 21 bis 22; Mrbvhnm bis 24 Programm. e.otioi«. lebertragung WJi Äal’n- (der HauslaMe. 15.30 Jugend. 16 30 bis U &?Ä*W '* ^'v°7ZK c • 5: eM ö-, 9115- '3of «*£&&**■ g, D< 5.Ci»r- to-*1 n r P4 1.1 ■ilotitruni E. rin'« neu »F i,;? ni," lU.til 12,50 a.i»j»ÜÜ 167.71 Ö.9 69.(1' r" 112.47 H0.69 <2.73 18.387 73.20 110.3' "2.24 ili.'l IÜ>! .t, S7 .ü,j» 1.1-8 16,4» >U,i6 i2.3 1.3-3 1,50t1» □9,10 IS.'U „(BO ,0 w ,1993 5,(35 U,9< ;2.05 1,959 ,502- >9/245 l2,J(. j,W< Vl.W 11),6l il.51 i''i3S 1.20» I S • 1.79» .M» HO.» “'S I12-’ ,Ü.<3 1.1« IO.«» -o.il- 73.0» u.ilßi »■s SS ’M; Xi >8.33 ... It-D (68.0 t3.Ot 110.62 % US IS.ra 13,4'7 ?:.« Donnerstag, 6. (DHober (927 177. Jahrgang Br. 234 Erstes Blatt L»»atz»e von Bnjtigcn fir die lagesnummcr bis jum 9iad)mitiag vorher. Preis 1 ur I mm höhe fit Anzeigen von 27 mm Preile örthd) 8, auswärt» 10 3l«id>sp(«nnig; fir De- dlameanzeigen von 70 ir m Breite 35 Reithspfennig. Platzvorschrift 20' . mehr, Lhefredakteuri Dr. Fnedr. Will). Lange. Berantworilich für Tohuli Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H Ihyriot: für den übrigen Teil Ernst Blumfchein: für den An- zeigenteil fiurt tzillmann. fämtlid) in (Sieben. WGiehener Anzeiger ZW General-Anzeiger für Oberhessen richten. Bnjeiger tiefte«. |Hie*1M> vniik und vtklag: Srüstl'sch- Unl-trsilSlr-v»». und ritlndnicktrtl R. rang« In «Ittztn. Schnstlklwn? und «ksch^Irltli S»nl»tra^e 7. Or .'M 'erdC -2 'i' -> -■ Ora'JtJ eine so ist e8 nicht zu txrtounbern. dast der 'Kordamerikaner. dein doch die wichtigsten Wirckchafts- zweige Merikos gehören, aber in diesem Land kein gern gesehener Gast mehr ist. von Zeit zu Zeit sogar m Lebensgefahr geraten kann. -Bei dem Kampf gegen den Katholizismus, der noch vor wenigen Monaten ganz aufoerorbcnilid) heftig durch das Land tobte, ist eS ebenso wie bei allen revolutionären Erhebungen und auch bei dem letzten Aufstand in Mexiko zu schwerem Blutvergießen gekommen, und die Amerikaner, die für ihre großen, in Mexiko angelegten Kapitalien fürchten, wollten mit der letzten soeben stattgefundenen Erhebung wahrscheinlich einem neuen Präsidenten den Weg bete ten, der nach dem Dorbild des Diktators Diaz w.eder energisch für den Schutz deS fremden Eigentums in Mexiko eingetreten wäre, ohne, wie Ealles. auf die Röte deS mexikanischen DolkeS Rücksicht zu nehmen. handelt. Sogar in Algeciras wurden zahlreiche Verhastui-gen vorg.'iwmmen. Man vermutet, doh dort zahlreiche Bombendepots entdeckt worben sind. Es scheint, daß, falls der Einschlag in Madrid m stlänge, er in Algeciras aufs neue wie- verholt. werden sollte in dem Augenblick, in dem das Königspaar sich aufs Schiff begab, um die ‘Hcife nach Marokko anjutretcn. Ueberall in Andalusien sind zahlreiche Personen verhaftet weit oer in Deutschland kein Unbekannter ist, da er vor einigen Jahren hier zur Kur weilte, ist «n Der- bündelet des Generals Obregon und ein Mann, der das Bert rauen der breiten Masse des meji- kanilchen DolkeS geniefjt. Sein Wahl'pruch war ebenso wie der seiner unmittelbaren Dorgänger: „Mer iko den Merikanern. los von der Vormundschaft der Bereinigten Staaten, und Land für den 2kndio!" Degen den Willen der Dcre.nigten Staaten konnte sich aber bisher in Mexiko auf die Dauer [eine Regierung halten. Doch scheint es. als ob das mexikanische Dolk auch keine Regierung mehr dulden will, die den Vankees entgegen- kommt; die Schwierigkeit, die divergierenden Interessen Merikos und der (Bereinigten Staaten auszugleichen, könnte langsam zu anarchistischen Zuständen führen. Südliche Völker pflegen ihren Leidenschaften unverhüllten Ausdruck zu geben; Obwohl ter spanische Diktator sich dazu entschlossen hat. das bisherige Regierungssystem allmählich abzubauen uiu) w e.er zum parlamentarischen überzugehen, scheinen in Spanien doch nach wie vor Kräfte am Werke zu sein, die auf seinen gewaltsamen Sturz binarbeiten. Es ist bekannt, welche Schwierigkeiten er gerade im Ofsizierkor p s zu überwinden hatte, doch hat man niemals erfahren können ob ec sich zu Zugeständnissen bequemen mußte, um den Frieden im Heere sicherzustellen, oder ob er tatsächlich einen restlosen Sieg davontragen konnte. Uebe.Haupt ist es heute unendlich schwer, ein Bild von dem zu machen, was in Spanien ist und was werden soll. Die Zensur unterdrückt jede Mitteilung, die sie als der Diktatur abträglich ansieht. 3n* solgedessen weist man auch nicht, was es mit jener Verschwörung aus sich hat, deren )e.t üver Strömungen und Stimmungen im Dolle ist natürlich Spanien keineswegs dienlich. Entweder neigt man unter diesen Umständen lehr leicht zu pessimistischen Betrachtungen oder ist überrascht, wenn sich eines Tages irgendwelche (Sreignijfe von weittragender Bedeutung einstellen. Die Aufdeckung des Komplotts, zahlreiche Vcrhaftunqcn im ganzen Lande. Paris, 5. Olt. (WTB.) Wie Havas aus chenbayc meldet, gaben Reifende, die aus Spanien kommen, über das jüngst in Madrid enthüllte Komplott folgender. Berich: „Die Madrider Polizei hnt in der N a au zum 1. Dttober eine fieberhafte Tätigkeit entfallet. In der Direktion der Sicherheitspolizei sind die leitenden Personen bis in die ersten Morgenstunden des 1 O’tober auf ihren Posten geblieben. Sämtliche Minister haben sich von Stunde zu Stunde über die erc gniffe unterrichten lasten, da es sich um d i e Entdeckung eines anarchistischen Komplottes gegen das 8 eben des K o - nigspaares handelte. Die Polizei hatte in der Nacht von den Vorbereitungen zu diesem Komplott Wind bekommen und sofort Verhaftungen porgenommen Der Chefredakteur der Zeitung „Libertas", Lezama, wurde als erster fe ft genommen. Da man in diesem Augenblick noch mcht die Gründe für die Verhaftung kannte, glaubte man, dast dieser verhaftet worden fei, weil er int Besitze einer Kopie von Nueva unterze'chneter Schriftstücke sei. Auch die folgenden Verhaftungen deuteten auf basklbe Motiv h n Bald aber wurde man über den wahren Sachverhalts aufgeklärt. Auster Lezama wurden verhaftet der frühere republikanische 2lbg. Barstrero, ein Major, ein Leut- nant Romero, eine Person namens Godofredo, über die nvch nichts weiter bekannt geworden ist, sowie 14 21 n a r th i ft e n. In der Frühe des nächsten Tages fei die Zahl der Verhaftungen auf 40 g stiegen. Bei den verhafteten Anarch ften habe man Bomben vorgefunden, die zu einem Anschlag auf das Königspaar benutzt Gegen die Diktatur in Spanien Der Plan eines Bombenallenlats auf das Königspaar. werden sollten in dem Augenblick, in dem dieses nm 1. Oktober vormittags noch feiner Ankunft auf dem Nordbahnhof wie gewöhnlich im offenen Wagen durch die Stadt in die Residenz fahren würde. Es ist festge,telll worden, dost diese Bomben von einem 2lr- tiller ie off izier her gefüllt worden sind. Während der ganzen Nacht haben Polizeibeamte in Zivil die Umgegend des Nordbahnhofes überwacht und zahlreiche ^ausfuchungen vorgenommen. Selbst Journalisten, die sich zum Empfang des Königspoares auf den Noidbahnhof begeben hatten, mustten verschiedentlich ihre Auswlise vorzeigen. Das Königspaar begab sich auch nicht wie gewöhnlich im offenen Wagen, sondern im g e • schlossenen Wagen in das Palais, was unter den ahnungslosen Zuschauern Verwunderung erregte. Die Polizei hat entdeckt, dast es sich um weigte Verschwörung lgeciras wurden zahlreiche worden." Die' Marokkoreise Les Kön gspaares. Ceuta, 5. Okt. IWTD) Das spanische Koni g s p a a r und Primo de Divera srnd heute mi'tag hier gelandet. Sie wurden von einer grossen Menge Spanier und Eingeborener begeistert begrüßt. D'.e spanische Nationalversammlung. Madrid. 5. Olt. (Wolss.) Gestern toutile eine Liste von 4)2 Per'önlichle ten veröffentlich!, die von der Regierung als MitglieSer der Rationalverfarnmlung ausersehen sind. An der Spitze steht Z n f a n t C a r l o s von Dour- bon, der Schwager des Königs. Es folgen Gene- ralkavi'.än Weyler, 2Dmiral de la Pu ent e, drei Kardinale, mehrere Generale, mehrere Mitglieder beiderlei Gc'chlcchts aus der Hocharistokratie, zwölf frühere Minister, darunter Danguas, mehrere Manner und Stauen aus Literatur und Presse, «2 ehemalige Abgeordnete und Senatoren, ferner Damen aus der Finanzwelt. Gemah i em Wunsch der Regierung, dast a 11 e poli.tsche Parteirichtungen in der 2lat ionalber* amm.ung vertreten seien, sieht man unter den Rarnen Mitglieder der äuhersten Rechten und der äußerlten Linken. Schließlich ist daran zu eritrnern, dast hohe Deamte, verschiedene M'.n^ster Pras-.- denten und Mitglieder oerschiedener Arbe.ter- miffionen, Derireter der ilniuerf.tatem der Provinzial» und Stadtbehörden in der —ift€ verzeichnet sind. Der Europäer, der bisher an die wachsende Vorherrschaft des Angelsachsentums in Amerika glaubte, sieht mit Erstaunen, wie der ‘flanke in Mexiko immer mehr in öle Defensive gedrängt wird. Die Generäle Serrano und Gomez sind g< schlagen worden, und das bedeutet eine neue Niederlage der Nordamerikaner, denn General Serrano war ein Präsidentschaftskandidat, der im Gegensatz zu Colles ziemlich abhängig von nordamerikanischen Auftraggebern gewesen ist General Obregon, der selbst gern wieder Piasiden: werden möchte, hat seinen Widersacher kurzerhand erschiesten lassen, und mit Serrano mustte eine ganze Anzahl ausstandischer Offiziere die reoolutio näre Tätigkeit mit dem Leben büsten Aber es wäre verfehlt, wollte man glauben, dast mit der Niederschlagung dieses Ausstandes, selbst wenn sie wirklich vollständig gelungen sein sollte, eine wirkliche Beruhigung des Landes eingetreten sein tonnte. Noch immer gibt es in Meeiko macht hungrige Generäle, und der ungestillte Landhunger der verarmten Indios bietet den Politikern und Nevolutionssührern Vorwände genug, um das mexikanische Volk in immer neue Wirren zu stürzen, die erst enden können, wenn entweder die Vereinigten Staaten die Rebellen unterroorfen haben werden oder die Not der mexikanischen Land beoölkrung durch eine soziale Neuordnung übci wunden sein wird. Die Niederwerfung der Generalsrevolte. Diermal so grost wie das Deutsche Reich, aber nur von 16 Millionen Menschen bewohnt also einem Viertel der Einwohnerschaft Deutschland» — man sollte meinen, bah es Mexiko nicht an Ackerland fehlt. Die Bevölkerung muhte Boden genug besitzen, um ihren Ma iS und ihre Agaven au bauen au» denen sie den Pulque. daS men- konische Rationalgetränk. brauen. ^Iber von den 150 Millionen Hektar fruchtbaren Ackerlandes sind nur etwa 7 Millionen bebaut, und der Indio, der anspruchslose farbige Eingeborene farm bei aller Bescheidentze.t feiner Ansprüche kaum da« Leben fristen. Einen grvszen Teil des Landes besitzen Grundherren, die ihren Latisundienbesitz nicht zu verwalten verstehen. ES gehört keine groste Beredsamkeit dazu die unwissend« mexikanische Bevölkerung. Die zu' mehr als 60 Prozent auS Analphabeten besteht, immer wieder zu revolutionären Erhebungen zu verleiten, mögen sie auch gar nicht im Interesse der armen Volksschichten liegen. Die Derei nigten Staaten, deren Burgern das mexikanische Petroleum gehört, haben es seit einem Jahrhundert verstanden, Im geeigneten Zeitpunkt eine kleine mexikanische Revolution zu inszenieren, um den jeweils regierenden Prä'i enten den nord amen konischen Ansprüchen gefügig zu machen oder ihn durch einen Monn zu ersetzen, der den Herren der Walstrect dienstseNiger entgegeiikommt. Neu yo r k, 5. OH. (1DIB.) Der Aufruhr in Mexiko hat nur 24 Stunden gedauert, da pru,. deut Lottes die aufständischen Generale m i eiserner Hand nicbcrgcrungen hat. General Serrano wurde, wie schon gemeldet, erschoss en. Serrano hatte sich noch THorali» begeben, um sich die llnlerstühung seines alten Freundes, des Generals Domingev, zu sichern, de» Häuptlings der Saqui-3nblancr. Statt ihn freundschaftlich zu empfangen, liest Dominge» den General verhaften, vor ein Kriegsgericht stellen und mit 13 seiner Anhänger standrechtlich erschiesten. Auch General Gomez, der in der Stadt Veröle Im Staate Veracruz von den Rcglcrungetruppcn belagert wurde, ist gefangen genommen und hin gerichtet worden. Die Leichcn der erschossenen Generale wurden öffentlich ausgestellt. Die Regierung gab Befehl, die Güter der Aufstondifchen überall zu beschlag n a h m e n , und sie zur vestreitung der durch die Niederwerfung des Aufruhrs verurfachten Kosten zu verkaufen. Ls ist schwer, angesichts der scharfen Zensur, die Stimmung im Volke zu er- gründen. Die öffentliche Meinung soll der Regierung günstig sein. Präsident Lalle» hofft, mH den 2000 Mann, die sich noch im Aufstand befinden, schnell fertig zu werden. Die Verminderung der Rheinlandbesatzung. Bcginn des Nücklransportö der Truppen. Eigener Drahtbericht des .Giestener Anzeigers". B e r l i n, 6. Okt. Wie wir bere iS vor einigen Tagen melden konnten, find die Dorberei- tungrn für den Rücktransport der 1 0 000 Mann B e s a tz u n g S t ru p pen. die entsprechend den getroffenen Vereinbarungen zui^ck- gezogen werden sollen, nunmehr so weit gebiet)im, Last die Zurücknahme in diesen Tagen erfolgen wirb. Die Vorbereitungen der TruppenchefS für den Rücktransport sind im vollen Dange, die Ausstellung der genauen Pläne dafür ist immerhin schwierig, da bekanntlich damit eine völlige Umorganifation der ble benöen Bc'atzungsarmee verbunden ist. Dor allem ist ? ie Zurückziehung einiger Stäbe, wodurch be- 'anders Privatwohnungen wieder frei werden, ziemlich kompliziert. Dis gegen Ende des Mo- natS sollen die ersten 4000 Mann deutschen CBojen verlassen haben. Der Abmar'ch der übrigen Truppen schlicht sich unmittelbar daran. Dis spätestens Ende Rovernber sollen die 10 000 Franzosen, Belgier und Engländer, um die die Desahunasarmee vermindert w rd, die Grenze passiert haben. Der Mmarsch der letzten Truppen wirb also in ungefähr einem Monat durchgeführt sein. Damit dürfte für die Bevölkerung endlich eine fühloare Erleichterung eintreten, wenn es auch leibefl noch nicht dahin gekommen ist, dast die gesamte Besatzung zurückgezogen wird. Mm Die Lage im besetzten Gebiet zu überprüfen, wird sich Reichskanzler Dr Marf in fe ner Eigenschaft als Minister für die besetzten ©eb.ete am Samstag nach Koblenz begeben. Chamberlain trifft Briand. Marseille, 5. Okt. (WB.) Die D^cht .Delphine" mit Sir Austen Chamberlain an Dord ist heute abend auf der Reede in Marseille eingetroffen. Chamberlain wird morgen abend inkognito nach Paris weiterrei'en. Er hat den engli^en Botschafter in Pans angewiesen Briand mitzuteilen, daß er die Anregung zu einer Begegnung mit ihm annimmt. Sir Austen Chamberlain wird am Sonntagabend Paris verlassen. Roch heute geben« man in Mexiko deS Man- neS der am 15. September 1310, in der ersten großen meiikanischen Revolution, an die Spitze der negen Spanien gerichteten Verschwörung trat und in einem Ausru'. dem .Grito de dolores oder Schmerzensschrei", mit stammenden Worten die Unabhängiakeii MexikoS forberte. SS war Aibalgo h Costi11a. der erste mexikamsche Baueimsiihrer. der seine au'rührerische Tätigkeit am 27. xtuli 1811 mit bem Leben bezahlte. Zwar wurde er von den spanischen Truppen erschossen, aber elf Jahre daraus hatte eine neue Revolution mehr Erfolg, und Mexiko wurbcunab- hängigeRepublik. Die spanischen Eroberer halten immerhin die Ruhe im Lande aufrecht erhallen können, im freien Me?iko platzten die Gegensätze fcfcärfer aufeinander, und die Vereinigten Staaten wüsten aus bet Schwäche ihres Rachbarn manch, n Vorteil zu ziehen. Sie verleiteten Deras, daS ehemals zu Mexiko gehörte, Aum Abfall, und eroberten im Jahre 1346 aufierbem R imefl!o und Heulttlifornien. Aber nicht einmal die Bedrohung durch äustere Fnnde konnte die inneren Gegensätze, den Kampf zwischen Klerikalen und Liberal n. zwischen Zentralisten unb Föderalisten wenigstens für kurze Zeit zum Schweigen bringen. Als nach bet französischen Onterocntion im Jahre 1363 ber österr.ichische Sizherzog Ma ximilian zum Kai er von Mexiko proklamiert wurde, bildete sich sosort wieder eine revolutionäre republikanische Partei, die im Öafire 1867 die Oberhgnd gewann unb am 19. Mai jenes wahres den überraschrnd geiangen genom- mer.en Kaiser Marimilian erschiesten liest. Bald gelang eS dem grausamen Potfitio Diaz, als Präsident der merilanischen Republik diktatorische Macht zu erringen und in mehr als dreistigjähriger Präsidentschast die iihmer wieder persuch'en Au'ftände und Erhebungen blutig zu unter drücken. Erst im Iahte 1910 setzte bann, wiederum mit Histe der Derstnigten Staaten, eine neue revolutionäre Weste ein, die unter bem RevolutionSiührer unb späteren Präsidenten Rk a b e r o zu einem erbarmungslosen Kamps Miet gegen Alle, zu einer wahren Anarchie führte. Wenn der Ftembe seststcllen will, ob nach Anstcht des Volles wieder einmal be QJan- f c c 8 als Drahtzieher ber Revolution, die sie im allgemeinen zumindest m t Geld unterstützen, zu betrachten sind, so braucht er nur das Denk- mal Washingtons, das sich in der meji- kani'chen Hauptstadt befindet, zu betrachten. Iedesmal. trenn in den Bez'.ehunge.i zu den Vereinig'en Staaten eine Trübung e;ntritt, wird dieses Denkmal von ber wütenden Bevölkerung nicbcrgcri fen, und cbenfo oft wird es von der Regierung bann wieder ausgestellt, wenn sich die diplomatische C tuation geklärt hat und die drohenden Wollen vom polltischen Hortzont ver- schwundeii sind. Gwade in den le-'-m Jahren ist die 7s Denkmal öfter als sonst umgeworfen worden; denn im Ittzten Lftchrzeh r iu e.ne au ct- ordonstiche Wandlung im politischen Leben Merikos vor sich gegangen. Die Arbeiter, deren Streiks unter ber Präsidentschaft von Prrfirio Diaz m.t Maschinengewehren nieder- goknüttelt wurden, errangen im Laufe der Jahre doch eine so groste Macht, dast sie im Jahre 1917 den General Earranza mit Waffengewalt zum Präsidenten machen konnten. Ohne Bomben und Maschinengewehre scheint man in Mer ko nicht mehr zur höchsten Macht ernporsteigen zu können. Auch der General Obregon, der in ten augenblicklichen Unruhen wieder e ne groste Rolle spielt, fonnie nur mit Hilfe bewaffnetev Arbeiter unb Bau rn im Jahre 1920 Präsident werden. Earranza hatte versucht, die dilatorische Regierungswelle res Präsidenten D az nach- zuahmeii, aber fein Qlbfaü von feinen ehemaligen Verbündeten, den Arbeiterbataillonen und den indianischen Landarbeitern, war ihm teuer zu stehen gekommen. Präsident Calles, der auch Der Aufstand in Mexiko unterdrückt. Die revoltierenden Generale hingerichtet. - Präsident Talles Herr der Lage. - Die Rolle Amerikas _________#/1 Das deutsch-französische Verhältnis. Ein französischer Sozialist über die Fortführung der Locarnopolitik. Dresden, 5. Oft. (Wolff.) Drr französische svztalistifche 2IbqeoröiKte 11 b r t) sprach sich in einer längeren Unterredung mit dem Korrespondenten der .Dresdner Neuesten Nachrichten" über die Vorgänge der jüngsten Tage m Paris im Zusammenhang mit der Hindenburg- Feier auö. Die Ausführungen dieses einfluß- reichen Abgeordneten sind um so bedeutsamer, alS er dadurch, wie er ausdrücklich betont, nicht nur seinen persönlichen Standpunkt vertritt, sondern auch den seiner politischen Freunde. Nach einer sachlichen und würdigen Kritik der Hindenburgfeier und einem interessanten hypothetischen Vergleich mit der Zeit der Präsidentschaft Mac Mayvns versichert Uhry, baß in unterrichteten Kreisen die Hindenburg- Feier nicht in Zusammenhang mit dem Stand der deutsch-französischen Beziehungen gebracht werde. Wörtlich führte er dann auS: .Entscheidend ist und bleibt die Frage, ob Deutschland die Politik von Locarno unb Genf ehrlich sortführen will. Stresemanns Rede in der Vollversammlung des Völkerbundes verschafft uns hierüber positive Gewißheit. Da auch bei uns der Will« -um Ausbau guter Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland unerschütterlich ist. so hoffen wir fest, die in einigen Boulevardblättern und natio-nalistt- schen Parteigruppen entfesselte Kampagne gegen Deutschland erfolgreich abzuwehren. Wir wissen, daß die Idee des Revanchekrieges im deutschen Volke keine nennenswerte Anhängerschaft besitzt. Die weiteren Etappen der künftigen Entwicklung der deuksch-sranzöslschen Beziehungen liegen klar vor uns Da» Rheinland mutz geräumt werden. Ich bin mit meinen politischen Jreunöcn davon überzeugt. datz die Aufhebung der Besetzung Frankreich» Sicherheit nicht um ein Jota beeinträchtigen wird. Ich spreche eine in meinem Lande vielfach ver- tre ene Meinung aus. wenn ich erkläre, dah es, um ein besiegtes Volk zur Anerkennung seiner Alleinschuld am Kriegsausbruch zu zwingen, es nicht genügt, ihm noch einfach diese S uld in einem Diktatsrieden auf» zubürden. Gs ist notwendig, dah die Völker selbst auf Grund eines unparteiischen Urteils zur Lösung des Schuldproblems gelangen. Ich meinerseits halte dafür, dah die Weigerung «Wilhelms II. ein Schiedsgericht anzunehmen, ein sehr ernstes Faktum bei der Beurteilung der Kriegsschuldfrage bedeutet. Diese Tatsache hat jedoch nichts mit dem deutschen Volke se.Bst zu tun. Wir dürfen dagegen auch die Frage auswerfen, welche Rolle Iswolski gespielt hat, und darin erinnern, dah Jean Iaures unmittelbar vor dem Kriegsausbruch die Politik des damaligen russischen Botschafters in Paris enthüllte. Wir dürfen nicht aufhören, die Veröffentlichung der diplomatischen Kriegsarchive des sranzö t chen A ihenamteS zu fordern. Eine sehr wichtige Frage, die mit dem europäischen Frieden zu^ammenhängt, ist die der deutsch-polnischen Beziehungen. Wir halten ein 0 st - L o c a r n o, das Polens Sicherheit gewährleistet, für zweckmähig, doch unter der Voraussetzung, dah diejenigen Teile des Versailler Vertrages, die Deutschlands Politik und Wirtschast im Osten schwer schädigen, in loyaler Art und Weise abgeändert werden. Die Wirtschaftslage. Der Industrie- und Handelstaq zur Wirt» schaftspolitit des Reichs Berlin, 5. Oft. (WTD.) Der Deutsche Industrie' und Handelstag kam in der heutigen Sitzung seines Hauptausschusses, in der zunächst die Wirtschaftslage besprochen wurde, zu der allgemeinen Auffassung, daß in dem augenblicklichen Stande der deutschen Wirtschaftskonjunktur zwar Spannungen nicht zu verkennen sind, irgendwelche Gründe aber nicht vorliegen, aus denen es zu einem Uebcrgang der gegenwärtig im wesentlichen unverändert anhaltenden Konjunktur in einen krisenhaften Zustand kommen müßte. Auch auf längere Sicht kann und muß vielmehr nach der allaemein vertretenen Auffassung eine Wirtschaftskrise vermieden und die Fortdauer der für produktive Zwecke notwendigen ausländischen Kreditgewährung, namentlich der langfristigen, erreicht werden, wenn die volkswirtschaftlich verantwortlichen Stellen der Regierung, aber auch der Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Erfordernisie der Zeit nicht nur klar erkennen, sondern auch erfüllen. Diese Notwendigkeiten siegen in erster Linie in der Wirtschaftspolitik des Reiches und der in einer untrennbaren Einheit mit ihr zu betrachtenden F i» nanj- und Sozialpolitik, jede neue Erhöhung der Kosten der Erzeugung und Verteilung zu vermeiden, vielmehr den Abbau der Belastungen einzuleiten, damit der innere Markt behauptet und insbesondere die unentbehrliche Steigerung der Ausfuhr er- reicht werden kann. Zugleich aber ist geboten, daß Produktion und Verteilung mich ihrerseits die Erfordernisse der Lage berücksichtigen und insbeson- dere nach besten Kräften alles vermeiden, was zu einer Preisbewegung führen könnte. Dabei kam zum Ausdruck, datz, soweit einer im Rahmen des Notwendigen sich haltenden (Erhöhung von veamlenbczügen eine in den laufenden Einnahmen bereits vorhandene Deckung gegenüberfleht, darin kein Drei»erhöhungs- grnnb liegen kann, datz es aber um so mehr die Aufgabe der öffentlichen Gewalten ist, (Erhöhungen der Steuern und Gebühren unter allen Umstanden zu vermeiden. Lirdlich wurde das verständliche Verlangen ausgesprochen, dah künftig mehr alS bisher vermieden werden solle, in ihren Rückwirkungen bedenkliche Beunruhigungen in die öffentliche Meinung zu tragen, die zu einer Trübung des deutschen Wirtschaftslebens und damit zu einer Schädigung der Volkswirtschaft führen könne. Im weiteren Verlaus der Sitzung beschäftigte sich her HauptauSschuh m t dem ®nt- tourt des Steuervereinheitlichungs« gcsetzeS und billigte eine Entschließung deS SteuerausschusseZ des Deutschen Industrie- und Handelstaaes. daß eine Vereinheitlichung des geltem«n Realsteuerrech 1 S durch Rahm n- aefchsiebung des Reichs dringend notwen- d» g ist Hierzu wurde ausgesprochen, dah der Wnttourt zum Steuervereinheitlichungsgesetz in gebot und Nachfrage gesichert sei. Mit den Wohnungsbaumitteln der Städte und Gemeinden dürsten weder unzulängliche Notwohnungen noch ausschließlich Kleinstwohnungcn ecstcllt wer en, sondern als Regel müsse wenigstens die vier- räumige Wohnung angesehen werden. Dabei seien die Daudarlehen so hoch zu bemessen und ihre Tilgung und Verzinsung so niedrig zu halten, dah auch der Arbeiterbevölke- rung di« Zahlung der Mieten in Neubauten möglich sei. Die volle Wirksamkeit aller Gesetze -um Schutz der Gesundheit und zur Hebung der sittlichen Kräfte des deutschen Voller- seien solange in hohem Maße in Frage gestellt, wie der normale Wohnbedars nicht gedeckt sei. Es wurde deshalb verlangt, daß Reich, Länder und Gemeinden in Zusammenarbeit mit gemeinnütziger und privater Bautätigkeit sowie in Heranziehung her Frauen sich mit wesentlich größerer Energie als bisher der Behebung des schwersten sozialen Notstandes, der Wohnungsnot, zuwenden. Schließlich wurde die Gründung einer deutschen Forschungsstelle für öle Hauswirt- schäft verlangt. Die Initiative hier'ür solle der ReichsforschungSge'ellschast für Wirtschaftlich- feit, dem Bau- und Wohnungswesen zusammen mit dem Reichskuratorium für Wirtschaftlich.- feit zu. Aus Aller Welr. Notlandung des D 1230. London. 6. Off. (Wolff. Funkspruch.) 3n London liegt eine Nachricht vor, datz das Iunkersflug zeug D 1230 aufderhöhevon Santa Cruz ins Meer gefallen sei. E» ist ein Kriegsschiff abgefchickl worden, um da» Jlug$Aig aufzusuchen. Zwischen Kap Mondego und Santa (Eruj wird eifrig nach dem Flugzeug geforscht. Nach einer Meldung des „Petit parifien“ aus Lissabon sah sich das Junkersflugzeug D 1230 infolge einer Panne gezwungen, auf der hohe von Kap Roca bei Santa Cruj zulanden. Nachdem es Hilferufe ausgesandt hatte, schickte die Regierung sofort Hilfe ab. Der neue Ozeanflug ist, wie den Blättern mitgeteilt wird, beim Reichsverkehrsministerium angemeldet worden, und zwar von den Junkers- flugacugtnerfen. Es sind alle Vorkehrungen getroffen, damit dritte Personen nicht gefährdet werden. Es handelt sich nicht um einen sportlichen Rekordflug, sondern um die Anbahn ung eines künftigen Verkehrs, wobei Zwischenlandungen beliebiger Art g c - stattet sind. Die Iunkerswrrke versichern, daß sie in keiner Weise hinter dem Unternehmen stehen. Sie Haven dieses Unternehmen weder technisch, noch organisatorisch, noch f'.nan- | Ml in irgendeiner Beziehung vorb.-reitet, noch stehen sie irgendwie in Verbindung mit ihm. Die Maschine, mit der der Flug ausgeführt wird, ist rn andere Hände übergegangen und bamit dem Einfluß der IunkerZwerke entzogen. Die an dem Ozeanflug als Fahrgast teilnehmende Wiener Schauspielrrin Lilly Dillenz erklärte, nicht Sensationslust sei es. die sie veranlaßt habe, alles aufzubieten, um in dem deut- schm Ozeanflug trilzumhmen. Eine Airzahl ö st erreich i s ch e r Patrio en, die den brennenden Wunsch hatten, auch das klein und arm gewordene Oesterreich, das dir erforderlichen Mittel für solch eine kühne Fahrt nicht aufbringen könne, an einem derartigen Unternehmen beteiligt zu fein, habe ihr die Teilnahme ermöglicht. Eine Strafte der Ehrentafeln. Anläßlich des 80. Geburtstages des Reichs- Präsidenten hat die Stadt Koblenz das Haus Schloßstraße 42, in dem Hindenburg als Generalmajor und Stabschef beim 8. Armeekorps in Koblenz wohnte, mit Genehmigung des Reichs- präsidenten ^Hindenburghaus" genannt und eine entsprechende Tafel angebracht. Vier große, um Deutschland hochverdiente Männer haben in dieser Straße gewohnt und find durch der Rücktritt te; Hiemelöireftoriums. Ein Prüfstein für den (ölgenet Drahtberich des .D Bene. Steiger8*.) Berlin, 6. Oft Seit der litauische Ministerpräsident WoldemaraS im Juni während der Ratstagung des Völkerbundes eine Erfüllung der berechtigten memelländischen Wünsche und Forderungen zugesagt hat, ist in einem wesentlichen Punfte d e Erfüllung des Ver prvche- nen erfolgt: die Wahlen sind, zwar im letzten Augenblick, aber versprochenermaßen noch vor der September-Tagung des Völkerbun es abgehalten worden und haben, wie nicht anders zu erwarten war, eine erdrückende deutsche Mehrheit ergelen. In allen andern Punkten, insbesondere in der Frage der Entlassung von Lehrern, Iustizbeamten usw. sind die Mißgriffe der litauischen Regierung bzw. des nach dem Buchstaben des Memelstatuts re^ls- widrigen Direktoriums nicht nur nicht abgestellt worden, sondern die vorher geübte Praxis wurde bis in die jüngsten Tage hinein fortgesetzt. Der Kündigung von 34 Lehrern, von denen sieben am 1. Juli, also nach den erfolgten Zusagen Doldemaras' in Genf aus dem Schuldienst entlassen worden sind, wurden fortgesetzt, verschiedene höhere Beamte und schließlich auch drei Redakteure folgten. Nun hat in der vorigen Woche die Aussprache, die Reichsaußenminister Dr. S t r e s e - mann in Genf mit Woldemaras hatte, eine Fortsetzung erfahren, und es sind neuerdings die durch ein Interview bekannt gegebenen Zusagen deS litauischen Ministerpräsidenten auf Abstellung der Mißbräuche erfolgt. Es ist ein erfreuliches Zeichen, daß unmittelbar nach der Rückkehr Woldemaras' nach Kowno das litauische Landesdireltorium S ch w e 11 n u s , wie heute gemeldet wird, seine Demission gegeben hat. Denn um der von Woldemaras nunmehr bestätigten Auffassung Geltung zu verschaffen, wonach das gesamte Direktorium einschließlich d.s Präsidenten des Vertraue ns des Landtages bedars, mußte zunächst das durch die Ausenlhaltsverweigerungen, Entla funcen und Abschiebungen kompromittierte Direktorium von der Bildsläche verschwinden. Das Memclgebiet hat in Verlaus eines knappen Jahres • 't wenizer als '^s Periönl ch- ke'ten an der S-itze fe n?c Regier nz g s h:n: die ®dudc. Vu drys . il.ua und Schalkauskas und die Präii.entcn des D rei- der gegenwärtigen Fassnn' Wesen icher A c n d e - rungen bedarf. Vor allem ersehe.nt der Entwurf in seiner jetzigen Gestatt nicht geeignet, die von der Reichsregierung selbst erftrebte Senkung der Real steuern hcrbeizuführen. Der Hauptausschuß beschäftigte sich weiter mit dem Entwurf eines Derufsausbildungs- gesehes. Hauptbestandteil des Gesetzes ist die Lehrlingsprüfung. Nach dem Gesetzentwurf soll nur dasjenige Unternehmen Lehrlinge holten dürfen, das als Lehrbetrieb von der amtlichen Berufsvertretung anerkannt ist. Es erscheint zweckmäßig, die Anerkennung dadurch zu ersehen, daß solchen Firmen, die sich als ungeeignet bei der Lehrlingsausbildung erwiesen haben, das Recht der Leyrlingshaltung aberkannt wird. Die tn der Oefsentlichkeit erhobene Forderung, als Träger der Berufsausbildung nicht die amtlichen Derussverlretungen (Industrie und Handelskammern und Ha btrerfS- kammern), sondern die Stellen zu beauftragen, die mit der Durchführung der Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung betraut sind, lehnt der Hauptausschuß ab. Krupps russische Konzessionen. Die Förderung der Lchafzucht. Moskau. 5. Oft. (WB.) Das Volkskommissariat hat einen neuen Konzess ions- vertrag mit der Firma Krrrpp abgeschlossen, der eine Geltungsdauer bis -um 1. Dezember 1958 hat. Der Konzessionär verpflichtet sich, auf dem ihm zugewiesenen Gelände von 32 (XX) Hektar rationelle Landwirtschaft zu treiben, Ackerbau und rationelle Schafzucht einzuführen und einen Z u ch t st a l l für das kalmükische Arbeits- und Schlachtvieh einzurichten. Für die Bedürfnisse der rationellen Schafzucht verpflichtet sich der Konzessionär, die genügende Anzahl von Merino - Zucht- schasen zu importieren, wobei die Schafherde bis 1936 auf 36 000 Köpfe gebracht werden muh. Der Konzessionär verpflichtet sich schließlich zu vollkommener Mechanisierung des Wirtschaftsbetriebes. neuen Kurs in Kowno. torimäs Borchert, Iuosupaitis und zuletzt den nunmehr zurückgetretenen Schwel I - nus: es wäre zu wünschen, datz nunmehr durch die Wahl einer Persönlichkeit, die sich in der Tat des Vertrauens der Bevölkerung erfreut, eine gewisse Stetigkeit in die Handhabung der Geschäfte kommt. Woldemaras hat sich verpflichtet, für die Ernennung des neuen Präsidenten des Direktoriums sich mit den Parteien der LandtagSmchrheit, alfo mit den deutschen Gruppen In Verbindung zu setzen: die Art und Weise, wie dieses Versprechen durchgeführt und bei der Wahl des Tirektor nms- Präsidenten und der Zusammensetzung des Tirek- toriums Rücksicht auf die Wünsche der Bevölkerung genommen wird, kann der Prüfstein für die ehrliche Durchführung der Versprechungen dienen, die Woldemaras neuerdings in Berlin abgegeben Hal. Dabei ist nicht nur die Person deS Direktoriums-Präsidenten, sondern vor allem auch diejenige deS litauischen Gouverneurs wichtig, der bei den fern- pl zierten Rechisve häl nis en w itg h rd: D.^ug- nisse auSübt und von Wol ,'maraS ver proche- nermatzen mit der Hebcnr.it (ung eines 211- tionsprogramms an den Gan*tag betraut werden wird, um Unklareriten und Lücken in der Memelkonvention „im Geiste deS Ausgleichs und der Versöhnung zu ergänzen." Nach einer Meldung der Morgenblätter aus Kowno erklärte u. a. Ministerpräsident Woldemaras nach seiner Rückkehr der Presse, die Beziehungen Litauens zu Deutschland hätten sich nicht verschlechtert. Er werde alles tun, um die freundschaftlichnachbarlichen Beziehungen zu Deutschland weiter zu pflegen. Dem Ministerpräsidenten läge daran, die „lokalen Mißverständnisse" zwischen Memel und Kowno zu beseitigen. Auf die Frage der Pressevertreter, ob die Absicht bestehe, die Pressezensur in Litauen abzuschaffen, erklärte Woldemaras, daß daran n'cht zu denken sei, denn die Zensur sei das beste Erziehungsmittel für die litauische Presse. Als bemerkenswerte Illustration zu der Erklärung des litau schon Ministerpräsidenten w>rd von den Mor- genblättern darauf hingewiesen, daß keine ein. zige litauische Zeitung einen Bericht über die Besprech'ingen Woldemaras' mit Strese- mann veröffentlichte. Frankreich fordert erneut die Abberufung Rakowskis. Paris. 6. Ott. (Havas, Funkspruch.) Infolge der von der Telegraph-nagentur der Sowjet-Union veröffentlichten Meldung über den diplomatischen Schritt des französischen Botschafters in Moskau, Herbette, bei Tschitscherin und in dessen Abwesenheit bei Litwinow hat Briand gestern abend neue Weisungen an den französischen Botschafter in Moskau übermittelt, damit dieser aufs neue den Vertretern ber Sowjet-älnion zur Kenntnis bringe, daß die französische Regierung Rakowskinichtmehr als persona grata betrachte und die Entsendung eines neuen Sowjetbotschasters nach Paris erwarte. fiommunalpolitifdie Forderungen des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins Auf feiner Oktvbertagung in Eisenach faßte ber Allgemeine Deutsche Frauen- verein im Anschluß an eine Reihe von Referaten mehrere Entschließungen, d e sich mit der praktischen Durchführung des Reichsgesehes zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten und mit der Gestaltung des Wohnungswesens befaßten. Cs w.rd da- a' 8^fordert die baldige Vorlage eines Retchsbcwahrungsgesetzes alS notwendige Ergänzung zu den bereits bestehenden Schuh- geteyen Ferner bei der Gestaltung des ©cbäube- ent^chuldungsgesetzes die Sicherstellung ausreichender Mittel für den Woh - nungäbau auf wenigstens ein Jahrzehnt. Mieterschutz und gesetzliche Mietrinsbildung seien erst dann aufzuheben. wenn auf dem Wohnunas- markt das vollkommene Gleichgewicht von AnEhrentafeln verewigt worden: 3ofri v Görres Max v S che nk on dor f s. He muth v. M o 11 ke und Paul v. Hindenburg. J Sch'os, strafte ist somit bft Shrenstratze vo. Kvd.mz Auf der Spur Filchncr». Rach einer Nachricht aus Sikkim besteht die in Nagchuka eingetroffene Reisegesellschaft aus einem Deutschen, einigen Amerikanern und Engländern. Danach schein: eS kaum mehr zweifelhaft. datz Filchncr baS deutsche Mitglied dieser Reifegesellschaft ist. Amerikafahrl de» Lhcf» ber Heeresleitung. Der Chef der Heeresleitung, General h e y c, begibt sich am Freitag in Begleitung von Major Stumpf und Kapitänleutnant Hellmuth Heye an Bord des hapagdampfcrs „Hamburg-, um seine bereits feit längerer Zeit vorgesehene Amcrikareise anzutreten. Er wird voraussichtlich Anfang November wieder nach Deutschland zurückkehren. Schwerer Grubenbrand bei Bauften. Auf der Grube _0.'ga" bei Kleinsaubemih ist aus noch nicht geklärter Ursache ein Gruben - brand ausgebrochen, dem drei Menschenleben zum Opfer fielen. Bei den Rettungsversuchen haben noch woitere sieden Mann der Belegschaft van Kohlengasen, die die Stollen durchzogen. Rauchvergiftungen erlitten. Schneefall im Riesengebirge. Im Riesengebirge hat es in den letzten 24 Stun den zeitweise geschneit. Die Schneedecke beginnt bei etwa 1000 Meter höhe und beträgt etwa 2 Zenti meter. Mittwoch morgen gegen 7 Uhr wurden vom Kamm 2 Grad Kälte gemeldet. Im Lause de» Vormittags hat cs zeitweise weiter geschneit. Beim Drachensteigen getötet. In Lassan in Pommern wollte eine Schülerin einen an einem Kupferdraht befestigten Drachen steigen lassen. Ihr Bruder, ber 25 Jahre alte Maurer Wilhelm Steinfurth, war ihr dabei behilflich. Plötzlich stürzte der Drachen herunter und fiel auf eine 15 000 Volt-Starkstromleitung. Steinfurth brach sofort leblos zusammen. Deutsche Banknotenfälscher in Brasilien. In Sao Paulo hat die Polizei eine Fabrik zur Fälschung von Danknoten entdeckt und fünf Deutsche verhaftet. Ts wurden Einrichtungen zur Herstellung von 150 000 Eontos brasilianischer Banknoten gefunden. Erfolg eine» Kritikerstreik». Die Vorstands ha t der „Liedertafel" Aschaffenburg hatte durch eine E.k.ärung die M u s i t r e f c r c n t c n der Aschaffenburger Tageszeitungen derart verletzt, datz die Einstellung der Berichterstattung beschlossen wurde. Jehl wurde von der „Sieber- tasel" bet betreffende Teil des Rundschreibens, der zur Einstellung der Berichterstattung Anlaß gegeben hatte, mit Bedauern zurück- genommen. Rätselhafter Skelcttfunb. Bei Ausschachtungsarbeiten einet» Neubaus in der Wurmbergstrahe in Kassel stießen die Arbeiter einer Baufirma aus menschliche Knochen- teile. Auf Weisung deS Bauleiters wurde mit aller Vorsicht das Gebiet untersucht und nach längerem Bemühen fand man etwa in 40 Zenti- Meter Tiefe ein noch ziemlich vollständig erhaltenes menschliches Skelett. Die Kriminalpolizei nahm foiort die Untersuchung auf. Es wurde festgestellt, datz es sich um ein weibliche» Skelett handelte, das etwa 20 Jahre in ber Erde gelegen Halen muß. Die Ermittelungen über den Fund sind noch nicht abgeschlossen. Die Wetterlage. MSI v-udtnund O P TTlittivo(h den Mhlob 27. __________U frbgncfc. ------.W / -hw— AOcrdttn. Qwotxtn!o\ o nfrtrr o n«i6 ® venti®. G oedtftl »Wfgtx * Ithnte g Iriuffin e Ost neisigf» tudiedweit Mtr-Wiw "Ofdwcs» v< lln.en eerDrudf« Ort# ml «urde von der .Siebet« 3"chner, aus fi:n. .^eifegtieinä^1 bk 508 D 0 . iittn »w* *-* •rt»'Sfcn,» Ä eüf^el”J$rn*f Kr-S KW KS '"7 ir’f1?: «ei»*’ ”ür e»1"* . t< ' - .'S'f011; N-sTr ?sr«.r-- ° 0 : 5 Sus der provinzlalhauptstadt. 9leben, den 6. Oktober 1927. Das Goldhähnchen. QHl ich vor einigen Tagen int Zimmer treten toofitt und sch,-m die Hand am Drücker hatte, •m>ht mich meine Tochter am Qktmel. legte Die Finger geheimnisvoll an die ßlWn und flüsterte' .E« ist hoher Besuch drin." Neugierig geworden bfsnete ich und da erhob sich, nrchl wie ich vermutet hatte, ein guter Bekannter oder ein .hohe« Tier", sondern ein b Heine« Wesen vorn Sofas.h, datz man eS hätte übe lehen können, wenn eS mich nicht zur Begrüßung lcbhast umflattert hätte. Nachdem toit Plag genommen, mein Besucher auf der Stuhllehne m.r gegenüber, meine Tochter und ich auf dem Cofa, ergab die Unterhaltung, dast daß lieb» re zende Geichöpschen auS bem nahen Walde durch da« ossenstebende Fenster herc.ngekommen war und sich offenbar so wohl bei uni fühlte, dast es keinerlei Neigung -um Verlassen deS Zimmer! zeigte. Sein Kleid war olivgrün, dre D int braun, dal Köpfchen mit dem femg?- fc’'* lenen Schnäbelchen zierte ein goldgelber ' . rvutz. Auf die Frage nach Art und Namen b ? zelte cs mich mit den schwarzg längenden QI uglein fo schelmisch an, all wollte es sagen: .Ich glaube gar, du kennst mich nicht", und da tk.» wirtlich der Fall war, holte ich bas Adreh- buch, will lagen den .Brehm" vorn Brett und schlug zunächst die Familie G.rlitz auf. Aber die Qli.gaben stimmten mit dem AcuHeren unseres Be uchers nicht überein. Auch er war auf das Ergebnis dieser Nachforschung anscheinend neugierig geworben, denn er slog mir von der Schulter, wohin er sich iiuw.schen gesetzt hatte, auf das offene Buch Wollte ich umblät- tem, dann merkte er es schon, machte einen kleinen eleganten Hüpfer und kehrte slu«gS wieder auf den Ncmd des Duchel zurück, wodurch der Vergleich mit den Abbildunaen und Beschreibungen erleichtert ward, bis sich schliestlich beim Abschnitt .Goldhähnchen" fest stellen liest, dast die Visitenkarte, wenn eine solche Überreicht Worten wäre, auf den Namen Regulus ignics- pillus, zu deutsch Feuerköpfchen, genannt Kronengoldbähnchen gelautet hätte. Seitdem man in Oesterreich die Kronen aufjer Kurs gesetzt hat, klingt der letztere Name vielleicht etwas altmodisch Wir wollen darum unseren neuen Freund kurzweg .Goldhähnchen" nennen. Wie aber Besucher auS so edlem Geschlecht nun einmal sind, lehnte Goldhähnchen die Ginla- dung wr Teilnahme am inzwischen aufgetragenen Mittagesfen mit höflichem KnickS ab. Wir wollten es darum fvlange zu unfern .Kanarich" in den Käfig setzen. Das wurde übel genommen, es 'chlüpstc zwischen den Ditterstabchen heraus un. trug uonati.Rükkzablung je n. Vereinbarung. Schr Ang. u. 07216 and.Leb wohl« von Honore de Balzac, frei bearbeitet von Robert Heymann. In den Hauptrollen: Dary Holm und lac Mylong-Münz. — Ferner: EmmorlcherWaren-Expedltlon Gieben, Seltersweg 39 Heute letzter Tag: Die geschiedene Frau und Schützenliesl Ab morgen bis einschließlich Sonntag: Ein zwerchfellerschütterndes Lustspiel in sieben sprudelnden Akten. Ein Film vom amerikanischen Studentenleben, von Fußballkampf und schönen Frauen. — Ferner: Besudi ms di mal bei mir sni Haus Eine Komödie in 6 Akten. In den Hauptrollen: Richard Dix und Esther Ralston Verkäuferinnen unabhängig, nicht unter 25 Jahre alt, welche in der Lage sind, eine Filiale selbständig ah letten, aus der Konsuln en- brauche für sofort oder später gesucht Norddeutsches «bocoladcnbauS, (Y.m.b.H. Magdeburg. «M2si 3tomol hat ^Denmntnbtn Sfj mit Qi K, Flucht rntzv ?.n.< ln die e±t b fani Ri’ä ftOn StroS Sioss •^N *?■ fta ^ URÖ gejD f 6ai b. , “"ü flililie Zigarrenfabrik bei Gießen sucht tüchtigen Zigarrenmacher als Vorarbeiter und evtl, späteren Meister. Schriftliche Angebote unter 07226 an den Gieß.Anzeiger. Sonntag ab 8.30 Uhr vormittags: Sitzungen der Ausschüsse: 1. Landes-Frauenausschuß (Fefthaus, Gefellschastssaal). 2. Landes-Arbeiterausschuß (Bundesheim, Dominikanerstrohe 4) 3. Angestelltenausschuß (Festhaus, Speisesaal). 4. Landesausschuß für gewerblichen Mittelstand und Industrie (Festhaus, Iagdzimmer). 5. Landes-Beamtenausschuß (Festhaus, Alpenvereinszimmer). Gelegenheit zum Kirchgang ist geboten. 3 Uhr nachm.: Fortsetzung des Parteitages (Festhaus, Mozartsaal) Tagesordnung: 1. Ansprachen der Vertreter benachbarter Landesverbände. 2. Vortrag: „Deutschnationale Aufgaben". Redner Landtagsabg. Kindl. 3. Vortrag: „Rheinhessen tn der Reichs- und Landespolitik" Redner Dr. Brehm. Schluß 6.30 Uhr. 8Uhr abds.: öffentliche Versammlung (FesthausMozartsaal) Vortrag: r MUMMWSKWMMMlSMN Redner: Staatsminister a. D. 'Exz. Wallraf. Gesinnungsfreunde sind willkommen. B»nun^ i« *£1#* munfl: 'Die e B^kion S«S' .usdrua ■jantin1"9,1 ■'iKtn'fur Sü» * nirM«1 in(ol«n m le b* MnöorrtaS Den drei Utbuni tlcmplbonNunglg B n lag d® ; perftärfit - -arnlleritkorp! Stfeke.Sa Are W .chdorchen ui ,H-Ubcr lieht bie k L,, dtt SWI» dotier-raste jU fterfttn 3 Jod« (j ■c,qcbiri«^n5 mif.'n, mortno < 8apallm(lit|ili£in v ttningrt Nichtuns btr eorgesi-obtnen o St Stisfthruntz 5 jtogflrritbiDirion I- tief (icfllitbei x'jmmcntteücn w I grotze ®eted)t' Midlichrn Dorttup 5 Ihnen. Aus der 0 k 6. Division ein n- Sedingi rou des Berteii »Mchkeit des ©et Btc Truppen für di U:m für den fdjw Br h«zu erholten. t on ihre Snfantt io) Aufholten des ch nengewehre und ich ein Hönzes Inf i den cidjerungse Aus diese Ätt ge/an l? lönbeautnii^ung sruhen Uladirnttaa ! kn. Jür die ar/i id:g, affe Sorten v» ther den anmarsch da ün zu tinntn. tat die Wrun; reib auHlnanbetfl flf arfl, zeugt von ' t’ truppe, kbenfl ia ftn des Artilleru stiitdlichen Domarf Emm eri eher von Mk. 1.20 1 Titel HcMoMe W Emmericher (Vrau Bergwerks- bheftor Metzer, Gartenürahe 2S, Durchaus AUDerl.br. 31 tt <1 c h e n d. kochen kann, zur Aübr. ein. fL Hausb. MPers.» u. vorm. 7 v. nachm. 2 Uhr sos. ob. 1. Nov. ges. Tchrttli. Angeb. imt. 07212 an den Gies;. AnActger. 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Donnerstag, 6 Ottober 1927 (Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheflen) r. 23< Zweites Blatt Die grohen Manöver in Westfalen großzügige Uebungsaniuge brachte einen soerlauf, wie er lehrreicher, vielseitiger und marsch und der späteren Gliederung berücksich- . D\V, Manövergelände des Gruppenkommandos 2. « —M siebener Stadttheater inst, flirt: «oethe: „Egmont". Die BeöeDtüng 6« *.22 Je 1lnnr "N Wusilumra ,mung. die Beethoven als öflöliO M geniale Huldigung an die Schwesterkmst >»5 sie in einer fort lausenden Geltung kamen, verlieh den mäßige- Gepräge und gab ab. welche Anforderungen Führer und Truppe stellen in r.40p.,als herArzt en unter ir ab' rcitoo o®s ir; Drama komponierte — ..Egmont" war aus- cfc)cn. die neue, winterliche Spielzeit unseres !h«aterS würdig einzuleiten: mit dieser Eröss- tirra ward zugleich ein lange gehegter Wunsch efillt, und ein alles Versprechen eingelöst. ^ampshairdlung zur Klebungen ein kricg<- dnen Maßstab dafür d>e WirNichkeil an wird. <- Flucht entzogen, das erste Mal durch eine * St e in die Schweiz ... das zweite Mal. kaum tiü>€r daheim, durch eine Einlehr in die nieder- liu.ftsche Nenaifsance und in die Geschichte des ki-rien Egmont. Prinzen von Gaure, wie er sie itßzezeichnet sand in den historischen Quellen» Üchern von E:rada und von Emanuel van Mele- Das starke Gegenspiel, ohne das jede echte Tragödiezum Tode verurteilt ist, greift erst im vierten Akt in die Handlung em, mit dem Erscheinen Albas, als des Abgesandten und Wortführers König Philipps und der spanischen Macht. 3n diesem All — den Goethe nach eigener Aussage »haßte', und den er mehrfach ummodelte — liegt der entschiedene Höhepunkt des ganzen Werkes: hier ist der .Egmont" wirklich ein Drama, hier hat die Szene Stil. Ausmaß und inneren Antrieb der großen tragischen Historie: von den beiden Szenen gruppen dieses Aktes gehen — dichterisch, dramatisch, theatralisch — immer wieder die tiefsten Eindrücke aus. die entscheidender sind für den Wert der Dichtung als die Klärchencpisode oder gar der merkwürdige Schlußakt. In der einleitenden Dolks'zene — in der das .Volk" nicht nur zu murmeln hat. sondern einmal. aus der unfruchtbaren, lediglich raum- füllenden und arupvenstellenden Sta istenroll? erlöst, individuelle Züge und miripielende Bedeutung erhält —, in dieiem knappen Auftritt wirst Alba schon, obwohl noch nicht sichtbar, einen langen, unheimlichen Schafen voraus, in die verödäen Straßen der e.ngtschüchtertcn Stadt hinein: aus dem verängstigten Getuschel eines zusammengedrückten Bürgerhausens wächst schon das Schreckbild der Inquisition, der starren Militärmacht und Geistesknechtung des spanischen Regimes beklemmend und unheildrohend in die Dämmerung hinein. Und im folgenden Bilde, im Sulenburgilchm Palast, wird zwischen Ea.no^t und Alba jenes .Vorpostengefecht" zwischen Pdsa und König Philipp grausam zu Ende gekämpst: hier wird das Bild, der historische Ausschnitt zur tragischen Szene, hier seht sich das Wechselspiel von Nede und Gegenrede in dramatische Energien um, hier endlich werden geistige Kräfte wider einander gestellt: hier wird auch die Schicksalsidee wieder ausgenommen, die zuvor, als ein Orgelpunkt in der Melodik des Trauerspieles, in 6g- monts berühmte Worte gefaßt wurde: .Wie von unsichtbaren Geistern gepeitscht, gehen die Sonnen- pserde der Zeit mit zmsers Schicksals leichtem Wagen durch: und unS bleibt nichts, als, mutig gefaßt, die Zügel festzuhalten und bald rechts, bald links, vom Steine hier, vom Sturze da die Näder wegzulenken. Wohin es g^jt, wer weiß es? Erinnert er sich doch kaum, woher er kam." Der Schlußakt steht nicht mehr, bei weitem nicht, auf der ausgeglichenen künstlerischen Höhe der vorhergehenden Szmen, an die er unmittelbar anschlieht. Klärchen wächst überraschend aus der bürgerlichen Nachbarschaft des Heilbronner Kätchens und der Margarete (im .Faust") in die heldischen Dczir'e einer Ieanne d'Arc hinein: Egmonts ganz lyrisch gefaßter Charakter wird vor allem durch den langen ersten Kerker- Monolog nicht eben zugunsten des Ganzen nach unterstrichen, und die allegorisierende Schlußszene endlich vollzieht den berühmten .Salto- mortale in eine Opernwelt". von dem Schiller sprach, und der allerdings auch der Verschmelzung des Trauerspiels mit der umrahmenden Musik Beethovens zugute kommt. Hofrat Steingoetter hatte die Premiöre inszeniert. Seine Aufführung war vornehmlich durch die Streichung der beiden Szenen der Regentin (I, 2. III. 1) gekennzeichnet. Die Vorzüge diefer dramaturgischen Behandlung sind klar: in der schon durch den musikalischen Teil erheblich belasteten Spieldauer werden zwei Verwandlungen eingespart, außerdem gilt es als praktische Erfahrung, daß die ausgefallenen Szenen, vorwiegend politischen Inhalts, meist ohne Publikumswirkung bleiben. Demgegenüber dürsm natürlich auch die Bedenken gegen einen solchen Eingriff nicht ganz verschwiegen werden Margarete von Parma verschwindet völlig, und mit ihr die immerhin nicht unwichtige verbindende Mittelgruppc im Spiel zwischen Philipps Hof und Q3rüffd; überdies gibt die erste Palastszene wohlerwogene Ergänzungen zum Bilde Egmonts: gegen die Streichung der zweiten sind kaum ernstliche Einwände vor,zubringen. Wohl aber wäre zu erwägen, ob nicht an anderen S dien gekürzt werden konnte: der letzte Akt beispielsweise würde durch eine überlegte Zusammenraffung nur gewinnen. Der Abend des ersten Tages sah bte Truppen tn frieden-mäßigem Biwak-. die sie jedoch 2 Uhr nacht» wieder verließen, um in die Fortsetzung der Kampftxrndlung etn^utreten, die sich inzwischen folgendermaßen entwickelt hatte: Darote Kavallerie-Korps hatte am 26. mit feinem Nordflügel (4. Kavallerie-Div. — Annahme —) schwächere blaue Kräfte bei Schwaney und Neuenbeken geschlagen und bi- in die Gegend von Driburg verfolgt Dort brachte neuer starker Feind da- Vorgehen zum Stehen. Gegenüber der roten 3. Kav -Div. hat sich die blaue 6. Div. westlich de- Eggegebirge- gehalten. Da- Kav - KorpS beabsichtigte am 27 September mit der 3. Kav-Div. erneut die 6. Division frontal an- jugreifen, während die angenommene 4. Kav- Div nördlich um da- Eggegebirge herum in den Rücken der blauen 6. Div. vor gehen sollte. Dem gegenüber sollte sich die blaue 6. Div in der Nacht vorn 26. zum 27. September vorn Feinde loSlösen, durch die Egge zurückgehen und jenseits des Gebirge- das Vorgehen von Rot nach Osten verzögern Somit brachte dieser Tag für die 3. Kav - Dkv. ein Verfolgungsgefecht, für die 6. Div. ein Rückzugsgefecht mit hinhaltendem Kampf. Unter Ausnutzung seiner Beweglichkeit setzte der Parteiführer von Rot feine Reiter-Regimenter zur Verfolgung auf den Wegen durch das Eggegebirge an, während da- auf Lastkraftwagen transportierte Insanterie-Regiment weit südlich auS- hvlend. über Scherfede Richtung Peckelsheim in den Rücken der blauen 6. Div vorgehen sollte. Die Führung der naturgemäß weit auS» emanbergcÄogcnen Kav.-Div war nicht einfach, daß sie gluckte, ist ein glänzende- Zeugnis für den Nachrichten-. Befehls- und Meldeapparat. Die blaue 6. Div. muhte einem so beweglichen ........1 . Egmon t". ein Trauerspiel in fünf Auf> hönnrnewn MdI von Goethe, mit der großen und feier Utllvll !!»■ -in-i f -munn die Brelboven aÜ Moderne Kampfführung! Diejenigen, die schöne Kampfdilder im früheren Sinne erwartet harten, dürften stark enttäuscht worden sein. Da» Kennzeichen moderner Kampffuhrung ist b i e Leere des Schlachtfeldes. Dieser Begriff gilt für alle Waffen gleichmäßig. Man sieht vom modernen Gefecht nicht allzu viel. Es war erstaunlich, zu beobachten, in welch gewandter Weise sich die Infanterie in jedem Gelände zu bewegen wußte. Der Transport eine» Infanterie-Regiment» aus Lastkraftwagen bat gezeigt, daß die Lastkraftwagen bei Truppentransporten auf größere Strecken non großem Rügen sein können Ein charakteristische» Zeichen eines modernen Gefechts ist auch da» saft völ- lige FehIen de » Schützenseuer ». Maschinen- gewehte, Minenwerfer und Geschütze sind tonangebend im Konzert de» Feuergefechts Zuerst müssen die Maschinen arbeiten, die wertvollen Menschenkräfte geschont werden Daher wird auf die Ver- bindung zwischen Infanterie und Artillerie so großer Wert gelegt Auch bei der Artillerie war zu bemerken, daß sie der richtigen Geländeausnutzung und Deckung gegen Fliegersicht den allergrößten Wert beilegte. So, wie die Infanterie ihr Feuer nicht verstreut, sondern dort, wo sie den entscheidenden Angriff plant, zu einem Schwerpunkt vereinigt, so ist auch bei der Artillerie au bemerken, daß sie ihr Feuer nicht verzettelt, sondern auf Einbruchstellen für die Infanterie zusammenfaßt An der Leere des Schlachtfeldes hat auch daS Auftreten so starker K a va ll e ri e k ö r p e r bei den Hebungen nichts geändert Am letzten Manövertage z. B. batte ein Reiter-Regiment eine Verteidigungsstellung aus der Höhe von Hohenwepel eingenommen. Obwohl das ganze Regiment mit seinen Maschinengewehren in Stellung war. sah man geradezu nichts, weder von den Schützen, noch von den Handpserden, ein Zeichen, daß auch die Kavallerie da- Wesen des Feuergefechtes voll und ganz beherrscht. So geschickt, wie man die abgesessenen Reiter im Feuergesecht sich bewegen say, waren auch ihre Bewegungen zu Pferde. Das Vorgehen der Eskadronen in einzelnen Trupps, jede Geländefalte und Deckung ausnühend. war bemerkenswert. Man hatte den Eindruck, es nur mit Patrouillen zu tun zu haben. Hm so größer war da- Erstaunen, wenn dann plötzlich von diesen vermeintlichen Patrouillen ein einheitliches Feuer in Erscheinung trat, da- auf stärkere Kräfte schließen ließ. So ist die moderne Kavallerie besonder- für marschierende Truppen ein außerordentlich unangenehmer Gegner geworden, der befähigt ist, in Flanke und Rücken deS Feinde- aufzutreten und hier erhebliche Störungen anzurichten. Der Kavallerist von heute reitet — abgesehen vom AusllärungSdlenft —, um seine Waffe — schneller al- der Infanterist es kann — dorthin zu bringen, von wo ans er den Feuerkampf aufnehmen will. Wenn man den Eindruck des modernen Kampfbildes zusammensaßt, so ist er der. daß man von dem Vorhandensein der Truppen f a ft rtgen. Tatsächlich gelang der 3 Kar» «Dw. alle feine wett auseinander gezogenen Kräfte nach Durchschreiten de- Eggegebirge- zu einem etn- hertl'.chen Angrift gegen die blaue 6. Div $u- sammenzufaßen. Auf der anderen Sette baihe es sich gelohnt, daß starke Reserven in der Tiefe gestaffelt waren, die gegen das vor. Süden herum greifen de rote Infanterie-Regiment auf Lastkraftwagen zur Abwehr eingesetzt werden konnte. Für die Forts ührung der Kampf- Handlung am 3. (letzten) Tage war angenommen worden, daß die roten Kampfkräfte am Nachmittag des 28. Sepl. von Süden her mit Vorhuten die Diemel beiderseits Warburg erreichen sollten. Für ihren weiteren Vormarsch sollte daS Kav.-KorpS die Diemel Übergänge offen halten und dazu mit der 3. Kav -Divifton in der Gegend Lütgeneder-Hohenwepel dem Gegner entscheidenden Widerstand entg.gensehen. Don den blauen Hauptkräften war angenommen, daß sie am 27. Sept, ihre Versammlung beendet haben und am 28. den Vormarsch nach Südwesten an!re:en wollten. Hierzu ist der 6. Division der Vormarsch auf Warburg befohlen. um sich zunächst in Besitz des Diemel- abschnitteS beiderseits der Stadt zu setzen. Diese Aufträge bedingten für beide Parteien ein Umgrubbteren ihrer Kräfte in eine neue Richtung Sie brachten der 6. Division die bei Maneverbeginn tn einer Sicherungsaufstellung stand, bann hinhaltend kämpfend jurüJging, um sich ostwärts des Eggegebirges zur nachhaltenden Verteidigung zu stellen, nunmehr eine Bereitstellung. der das Vorgehen zum Angriff folgte. Die 3 Kav -Division, die am ersten Tage aus den Marschkolonnen heraus zum Angriff übergegangen war. bann am zweiten Tage ein Versolgungsgesecht durchführte, dem ein? Bereitstellung für einen planmäßigen Angriff folgte, hatte nunmehr eine schwierige Umgruppierung und Uebergang zur Verteidigung auszuführen, Im übrigen kamt man mit der Ausführung im wesentlichen einverstanden sein: ihr Höhe- bimlt lag im vierten Akt, wo besonders die einleitende S raßenszene s.hr gut h'rauskam Auch das Vogelschießen bot ein lebhaftes und b ürgte-4 Bild: doch sollte hier die unbeteiligte Etat sterie ruhig mit halber Stimme durche.nanderred n, anstatt lediglich den Mund aufzutun, die Becher zu schwingen und sich bieder auf die Sch ifter zu Nopf en: das lautlose Agieren der meist m machte mehrfach den Eindruck einer Filmaufnahme. Vmr den übrigen Bildern find vor allem die große Begegnung mit Alba (IV, 2) und die ersten Klär- chen-Szeneu mit Anerkennung zu erwähnen. Die Besetzung ergab einen erfreulichen Durchschnitt und bot interessante Einzelheiten. Geffers als Egmont zeigte sich von der besten Seite: gute Erscheinung und Maske, ein Mann von edlem Anstande, wie man zu Goethes Zei cn gesagt haben würde. 3m Spiel nicht ganx so leichtherzig und sorglos, wie er doch w yl im Drama angelegt ist, aber vornehm und fast männlicher in bet Haltung, alS es bem Bilde. baS nun einmal für ihn gültig fein soll, zukommt. Susanne Hehm — Klärchen — hafte bie stärksten Augenblicke in ihren ersten Szenen, in brr he: e- ren und unbeschwerten A imut e.nes ontli^d en und bewundernden BürgerkindeS: doch fjnb sie auch mit Ge'chrnack die liebergänge im Schlußakt, der ifrt pathetische Worte und Gebärdm zur Pslich' macht. Die in kalten und düsteren Farben gehaltene Rolle des Alba gab Teleky, dessm schauspielerischer Eigenart die Figur deS spanischen Herzogs befonberd liegen mußte: er verlieh seiner einzigen Szene In prägnanter Charakteristik das volle Schwergewicht, bas ihr zukommt. — Aus dem Ensemble sei der von 3a ft 6 ausgezeichnet gespielte Dunsen an erster Stelle genannt: die Fi.;ur dieses Winkelschreibers und Dolksauswieg- lers war mit einer Geschmeidigkeit in Geste und Wort, einer Gelöstheit der körperlichen Bewegung gestaltet, daß man Freude daran hatte. Als neues Mitglied des Theaters stellte sich Eberhard Hennig vor: sein Brackenburg (nicht getaLe eine Paraderolle für jugendliche Sjclten) machte eine gute bühnengrrechie Figur und zeig e gepflegtes darstellerischcs und dialek.isches Können: mehr läßt sich nach die er Probe über Art und Umfang seiner schauspieleri'chen Begabung kaum lagen. Don den übrigen: Schubert (Oranien). Jüngling (Mutte ) Dolck 6'e t). Den musikalischen Tell der Aufführung bestritt die Reichswehrlapelle. bie unter Leitung ihres Obermusikmeisters Löber ben hohen Anforderungen der Partitur mit den verfügbaren Mitteln in fleißiger und sorgsamer Arbeit gerecht wurde. — Nach dem letzten Akt konnte der Spielleiter mit den Hauptdarstellern den Beifall des Haukes entgegennehmen. Dr. Th. wir bei kaufw:pfun(1 Mk. 1.2o an vi" dieser. Die erste, große und wohl auch heute noch ;i lige Kritik am „Egmont". die bei ihrem Er- H-inen ein erhebliches Aufsehen machte, stammt k Schiller: in ihr ist fast alles gesagt, was •ji und was gegen das Stück vorgebracht werden iwn. Dor allem freilich dagegen: ..Hier ist keine v'ivc-rstcchende Begebenheit, keine vorwaltende k denscbaf t. keine Verwickelung, kein dramatischer '1 in. nichts von dem allem: eine bloße Anein- ric Reinhardt nicht» anderes erwartet hatte. i Fülle des Uebungsftoffes möge kurz an Hand drei Wanövertage erläutert werden: 'Den drei Uebungstagen war eine fortlaufende tn-pfhonblung zugrunde gelegt. Die Lage für den Sinn Tag halte etwa folgendermaßen gelautet: Die He, verstärkte 3. Kaoalleriedioision, als Teil if5 Kaoullertekorp» hatte im Dormarfch die Ge- ii Geseke, Salzkotten und Ruthen er- Al. Ihre Vorposten stehen bei Haaren, ichborchen und ostwärts Rüthen Ihr fcienüber steht die 6. Division bei Willehad- '< I t n und Lichtenau mit dem Auftrage, den fix des Eggegebirge» erfolgenden Aufmarsch I uer Strafte zu sichern. Die Aufgabe der ver : r len 3. Kavalleriedioision .war den westl. des (Mgebirges stehenden blauen Aufmarschschutz an- #g reifen, wahrend die link» von ihr befindliche < Saoalleriedivision nach Zurückwerfen feindftcher tfccrungen Richtung Willebadessen in den Rücken vorgeschobenen blauen Kräfte vorgehen sollte. «ff_____________________________ ü Clt/ Mio". So ist nicht mehr so als reine Histone ... y, v, , ...,s a.v,« tnii' iinh ziud) nnch «sK tf ’ 66"%,r >»lS Oie Ausführung dieser Aufgabe brachte der HaDaaeriebiDifion ein Dorgehen In mehreren Ko- lir en tief gegliedert und zergliedert, um bei dem |«cmmenlrefren mit dem Feind schnell eine mög- liH große Gefechtsbereitschaft herzustellen und die n Uichen ‘Bortruppen möglichst schnell erledigen zu nren. Auf der Gegenseite bedeutete die Lage für > Division ein Verteidigungskampf um Zeitge- r. i. ‘Sebingt wurde die Ausführung durch bie ! r je bes verteibigungsabschnitte», die Unüber- _ 7ichkeit des Geländes, sowie die Rotwendigkeit, Truppen für die nachfolgenden Kämpfe und vor n für den schweren Entscheidungskampf kämpf- ftifl zu erhalten. Dementsprechend setzte die 6. Di- rion ihre Infanterie nur sparsam ein und suchte k, Aushalten des Gegners vornehmlich durch Ma- ftriengewehre und Artillerie, während die Division q t(n ganze» Infanterieregiment in der Mitte der hlxn Sicherungsabschnitte zur Verfügung hielt. ,r diese Art gelang es der 6. Division in richtiger ISndeausnutzung die Kaoalleriedioision bis zum r.fyn Rachmittag von ihren Sicherungen aufzu- k t ^cs Artilleriefeuers auf bestimmte Teile bes ID3 v r stchen Vormarschgelänbes nicht« sieht, ert durch ba« Äon^ert ber Ma- schinrngewehre und Geschütze auf ihre ungefähr« Stellungen aufmerksam wird. Sine tyP'fche Ber- ÜTiderung gegen früher ist da« fast völlige Fehlen de« Vchühenfeuer«. Den Hauptfeueriamp' fuhren eben heute die Maschinenwaffen. Gan» vortrefflich erscheinen die Leistungen der H a ä) - richtentruppen, ebenso wie cr.e der Rach- richtenorgane innerhalb der einzelnen Truppen und Stäb«. Dem Rachrichten- und Meldewesen wird ein grober Wert gelegt. Bet der Beurteilung der Leistungen unserer "Reichswehr muh man sich stet« vergegenwärtigen dah ihr durch da« Versailler Diktat alle modernen Waffen, wie schwere Artillerie, Flieger. Tank« genommen sind, wo» durch ein« modern« Ausbildung ungeheuer!.ch erschwert wird Umsomehr ist die Ausbildung«- arbeit anzuerkennen, di« in der Reichswehr geleistet wird und di« Truppe bei den jetzigen Hebungen in so günstigem Licht erscheinen lieh. Wir hoffen, dah über die militärische Bedeutung dieser Hebungen hinau« durch da« Zusammentreffen von Angehörigen fast aller deutschen Stämme zu den Manüvern in Westfalen, da« Sichkennenlernen untereinander und m l der Bevölkerung Westfalen« seinen kleinen Teil zum Verständnis der deut chen Stämme untereinander und damit a u r Einigkeit im Gr ohen, die un« so vitter nottut, beitragen möge. 15 Milliarden Dollar. Bon Universitätsprofessor Dr. Alfon« Goldschmidt. Die Schätzungen der nordamerikani- fchen Kapitalsanlagen im Auslande gehen weit auseinander. Die einen schätzen die Gesamtsumme auf 12 bi« 13 Milliarden Dollar, andere auf 15 Milliarden Dollar, und eS gibt Stützungen, die noch über 15 Mil iarden Dollar erheblich htnauSgehen. Jedenfalls ist feit dem Kriege die Giäubigerfchait der Dereinig'.en Staaten gewaltiger und gewaltiger geworden, so daß sie heute schon die Gläubigerschaft Grohbritan- nienS erreicht, wenn nicht übertrifft. Die Bereinigten Staaten waren lange Zeit ein S ch u l d n e r l a n d, dem man nicht sehr gern gröbere Summen lieh. Die Industrialisierung und besonders auch die VerlehrSentwicklung waren drüben so rapide, dah an eine Sicherheit der Kapitalsanlage in jener Zeit nicht gedacht werden konnte. Die Beteiligung an amerikanischen Unternehmungen, speziell an den Eisenbahnen der Vereinigten Staaten, war in den meisten Fällen ein Abenteuer. Man wird sich nob de) F e «erzustandeS der Vcuhorker Behörde erinnern und der vielen Aktienkrachs, die die Ueberspekulation in den Vereinigten Staaten an den europäischen Börsen zur Folge hatte. DaS hatte sich eigentlich schon kurz vor dem Kriege geändert. Während 1899 die Vereinigten Staaten dem europäischen Kapital rund 3 3 Milliarden Dollar schuldeten und Bord- Amerika selbst nur etwa 500 Millionen Dollar über die Grenzen auSgeliehen hatte, war die Gesamtforderung der Vereinigten Staaten an da« Ausland im Jahre 1913 schon 2.6 Milliarden Dollar. Di« Vereinigten Staaten waren also damals schon auf dem Weg«. Drohgläubigerland zu werben. Allerdings hatten sie den wichtigsten Teil des ausgeliehenen Kapital« auf dem amerikanischen Kontinent selbst angelegt. besonder« in Kanada und Mexiko. Der Krieg 1914/18 bedeutete nun für da« Kapital der Vereinigten Staaten eine schnelle und gewichtige Jnteressenumschichtung. Die Ansprüche Europa« sprangen nur so an den amerikanischen Geldmarkt heran. Vach dem wert- vvl en Buche „American Foreian Investments" von Robert W. Dünn hat allem die Regierung der Deretnigien Staaten den Regierungen der Alliierten während de« Krieges die Riesen» "nmme von über 7,3 Milliarden Dollar ge- iehen. Rach dem Kriege hörten diese unge- Iieurtn Ansprüche nicht auf. Allerdings wandte ' ich nun das europäische Unternehmertum verhältnismäßig öfter al« europäische Regierun- ocn an den Kapitalmarkt der Vereinigten Staaten. Hinzu kamen die Ansprüche anderer Konti- i ent«, insbesondere Latein-Amerikas. Im Jahre 1919 allein exportierten die Vereinigten Staaten beinahe 3.4 Millarden Dollar. DaS meiste davon war allerdings noch Kredit von "Regierung zu Regierung. Dann aber setzt« auch der Kapitalexport an Privat- unternehmungen in auherorden tlichem Mast« «in. ~ K Diese ungeheuren Anlagen un AuSlande haben den politischen Sinttuß der Vereinig- ten Staaten zuungunsten anderer^ Länder, insbesondere Englands, wesentlich gestärkt. Dor dem Krieg« hatten die Vereinigten Staaten an Kanada etwa 417 Millionen Dollar zu fordern gegen fast 1.86 Milliarden Dollar Forderungen Grohbritanniens. Im Jahre 1923 hatte iich da« Bild völlig verschoben. Während Großbritannien rund 1.9 Milliarden Dollar Forderungen an Kanada hatte, betrugen die Forderungen der Vereinigten Staaten 2.4 Milliarden Dollar. Ent- spreck^nd ist natürlich der Export der Der- einigten Staaten nach Kanada gestiegen. Es ist wohl selbstverständlich, dah bei einer derartigen Weiterentwicklung deS Gegensatzes zwischen dem amerikanischen und englischen Kapital in Kanada die politischen Konsequenzen nicht ausblewen können. Der Anteil deS norbamerikanttchen Kapitals an den auswärtigen Kapitalsanlagen in Mexiko ist so grob, dah beispielsweise da« englisch« Kapital begonnen hat. sich aus Mexiko zurückzuziehen Der amerikanische Anteil wird jetzt auf etwa 1.3 Milliarden Dollar geschäht, wovon nicht viel weniger als 500 Millionen Dollar in der Oelinbustrie investiert sein sollen. Damit hat das Kapital der Vereinigten Staaten etwa die Hälfte des ziffernmähiq erfaßbaren Rationalreichtums Meriko« in der Hand. Ratür- lich ist dieser Vationalreichtum im Hinblick auf die Aufschließbarkeit Mexiko« viel höher zu veranschlagen. Hier aber handelt es sich um die augenbl ck iche Macht, in Summen au-gedrückt. Man versteht ohne weiteres da« Bestreben Mexiko«, sich von diesem Druck zu entlasten, denn er bedeutet da« Verlangen de« nordamerikanischen Kapital-, nicht nur di« mexilanifche Wirtschast, sondern auch bi« mexikanische Politik zu bestimmen. Die reiche Zuckerinsel Kuba steht völlig unter der Herrschaft deS Kapitals der Vereinigten Staaten. 3m Jahre 1924 hatten die Vereinigten Staaten nicht weniger als 1.25 Milliarden in Kuba investiert, davon allein 750 Millionen Dollar in den Zuckerpflanzungen und In der Zuckerraffinerie. Es gehören ihnen irt Kuba die Ei'enbahnen. wichtige Tabakpflanzungen und < igar-enfabriken. die bedeutendsten Hotels. Minen usw. Kuba ist damit nord- amerikanisch und die Vertrage sind derart, daß es eine selbständige kubanische Politik nicht mehr gibt. Aehnlich ist das Interesse der Vereinigten Staaten an Haiti, wo daS Nordamerika iche Kapital die wichtigsten Zuckerkonzr fronen und andere Rechte besitzt. Man kann sagen, daß. abgesehen von den großen südamerikanischen Ländern, deren Abhängigkeit v n nordamerikanischem Kapital aber von Jahr zu Jahr steigt, ganz Latein-Amerika vom Kapital der Vereinigten Staaten kontrolliert wird. Die anderen auswärtigen Kapitale verlieren in diesen reichen Gegenden dauernd an Bedeutung. Mit welchem Ungestüm das norbamerikanische Kapital vordringt, zeigt sich unter anderem an dem rapiden Wachsen deS amerikanischen Exportes nach China. Während im Jahre 1914 der nordamerikanische JahreSexport nach China noch nicht ganz 25 Millionen Dollar betrug, war er bis 1924 schon auf 124,4 Millionen Dollar gestiegen. In Japan bringt bas norbamerikanische Kapital schnell vor. unterstützt von der Regierung ber Vereinigten Staaten, bie der japanischen Regierung noch vor nicht langer Zeit eine große Anlage vermittelt hat. Die ra'ende Kapitalsausdehnung ist zugleich ein Symptom der wachsenden Wirtschaftskrise Rordamerikas. Die Krise wirb sich in dem Maße verschärfen, als ber Gegendruck der dem amerikanifchen Kapital unterworfenen Gebiete stärker wird. Daß diese Bewegung im Gange ist, dafür sind genügend Anzeichen vorhanden. Es kam, gar keine Rede davon sein, baß bie Großgläubigerschaft ter Vereinigten Staaten eine Dauererscheinung ist. Sie wirb ebenso zusammenbrechen. wie bie Großgläubigerschaft anderer Länder zusammengebrochen ist. Tvreckiftunden der Redaktion. 12 bie 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags Samstag nachmittag geschloffen Anzetgenausträgk sind lediglich an bl« Geschäftsstelle zu richten verSüddeulscheGnzelhandelstag zur preisbilöungsfrage. Dom Landesverband des hessischen Einzelhan- dels, Sitz Darmstadt, wird uns geschrieben: „Der Süddeutsche Einzelhandels' tag', dem bie Einzelhandelsoerdändc von Baden, Bayern, Hessen, Rheinpfalz und Württemberg angehören, beschäftigte sich in seiner Sitzung vom 29. September in Karlsruhe u. a. auch mit den Aeußcrungen des Reichsfinanzministere Dr. Köh- l c r beim Magdeburger Beamtentag, wonach Industrie und Handel bereits daran seien, anläßlich der Reuregeluna der Deamtenbesoldung die Preise für bestimmte Waren zu erhöhen. Diese Behauptung des Herrn Dr. Köhler und die daran geknüpfte Drohung wurden vom Süddeutschen Einzelhandelstag mit lebhaftester Entrüstung zurück- gewiesen. Einmütig wurde festgestellt, daß für die Behauptungen des Herrn Reichssinanzministers Dr. Köhler keinerlei Beweise vorliegen und derartige Behauptungen auch aus den Vorgängen der Vergangenheit keine Stütze finden. Der Einzelhandel begrüßt jede Stärkuna der Kaufkraft des Publikums und hat lebhaftestes Interest« daran, daß der deutschen Beamtenschaft eine ihrer Bedeutung angemessene Lebensmöglichkeit gesichert wird Die Preisbildung ist aber in erster Linie abhängig von der Marktlage der Rohstoffe, von dem Deschäfti- aungsgrad, von der Leistungsfähigkeit und von den Kalkulationsprinzipien der Dorlieferanten, die den maßgebenden Einfluß auf die Preisgestaltung in Händen haben. Dom Einzelhandel selbst hängt nach alten volkswirtschaftlichen Grundsätzen die Preisbildung nur in ganz geringem Maße ab. Für ihn ist der Regulator die Konkurrenz und jeder Einzelhändler, der über das Preisniveau seines Kon- kurrenten hinausgeht, kann auf die Dauer Im freien Wettbewerb nicht bestehen Der Einzelhandel kann auch nur an einer möglichst gleichbleibenden und reibungslosen Gestaltung des Wirtschaftslebens Interesse haben. Damit aber fallen die Vorwürfe und Drohungen des Herrn Reichsfinanzministers Dr. Köhler als völlig unbegründet in sich selbst zusammen." Oberhessen. Landkreis Gießen. • Mainzlar, 5. Ott. Anläßlich des Geburtstages des Reichspräsidenten vonHinden- b u r g veranstaltete der Iungdeutsche Orden. Bruderschaft Altenmark, ein Sportfest mit Preisgruppenschießen. Hierbei errangen im Fünfkampf 1. Kl.: 1. Preis Bruder Heinrich Becker- Mainzlar. 2. Preis 3ung- bruber Otto Rupp- Alten-Duseck. 3. Preis Turner Otto Bodenbender -Ruttershausen. 11. Klasse: 1. Breis Jungbruder August Kern- Mainzlar, 2. Preis Turner Otto Deck er-Ruttershausen, 3. Preis Karl Heinz Weynanb- Marburg. Aus ber 4xl00-Meterstafsel ging der Turnverein Ruttershausen als Sieger hervor. Im Preisgruppenschießen errang den 1. Preis bie Altersklasse des Kleinlaliber-Schühenr «rein- Frvnhausen. Den 1. Preis in der Jugendklasse errang bie Schar Mainzlar. Rach Beendigung der Sportkämpfe gedachte Bruder Amtsrichter von Baumbach in eindrucksvollen Worten der Verdienste des Jubilars. (.) Lang-Göns, 5. Olt. Die Kartoffelernte ist — bis auf einige Rachzügler — beendet. Der Ertrag war ein sehr guter. Der Preis geht tn die Höhe, besonder- für die Sorte .Industrie". Während gestern von der Genollenschaft der Zentner noch zu 3.63 Ml. eingeladen wurde, gehen die Händler heut: schon bis zu 4 Mk. Andere Sorten sind billiger. (.) Holzheim, 5. Ott. Infolge des guten Herbstes geht bie Feldarbeit ihrem Ende entgegen. Die Kartoffeln sind in der Hauptsache eingebracht, das Obst hängt vielfach noch, die Folge der übergroßen Ertrage. Die Landwirte säen schon die Winterfrucht. — Aus Station Lang-GönS werden z. Z. Kartoffeln verladen, der Zentner 2,30 Mark. Dabei handelt eS sich um bie Sorte .Hassia". ,Industrie" ist teurer. (.) ® rünlngen . 5. Oft. Die Obsternte ist hier immer noch nicht beendet! denn der Segen war in diesem Jahre sehr reichlich, ©rünlngen ist von jeher als Obstborf bekannt. Zur Zeit fahren hochbeladene Wagen zur Station Lang-Göns. Die meisten haben K e 11 e r o b ft, daS für 2.50 Mark (Zentner) eingeladen wird. Edelobst wird mit 6 bis 7 Mark gehandelt. Rachtrage allerdings gering. : Trais-Horloff, 5 Oft. Am Sonntagnachmittag fand bie feierliche Einweihung de S neuen Friedhofs statt. Um 2 Uhr riefen die Glocken einige Hunden Menschen au« nah und fern auf dem alten Friedhof zusammen. Eingeleitet wurde bie Feier durch den Pvsaunenchor au« Lang-Göns unter der bewährten Leitung feine« Dingenden Bolle r. S« sei gleich oonncg genommen, daß es ihm gelang, der ganzen Feier eint stimmungsvolle Umrahmung zu verleihen wofür ihm unb dem Thor herzlicher Dank gebührt. Rach ergreifende« AbschiedSworten des Ort« geistlichen Pfarrer Weber bewegt« sich der Zug unter Dorantritt des Posaunenchors und unter den Klängen des Ehorals .Ach bleib mit deiner Gnade" durch das Dorf hinüber auf den stimmungsvoll mit Blumen geschmückten neuen Friedhof. Rach einleitender Ehoralmelodi« .Jesus meine Zuversicht" hielt Pfarrer Weber von der Dederckhalle au«, bie ebenfalls mit Blumen und Girlanden reich geschmückt war. die Weih«/«de, der «r al« Text Hesekiel Kap. 37 D 1 bl« 14 zugrunbelegte. Als Totenacker, aber auch al« Leben«selb weiht« er bie neue "Begräbnis fedt*. Mit einem Rachspiel de« Posaunenchor«, da« in den Choral .Jerusalem du hochgebaute Stabt" auSklang. schloß die hx jeder Hinsicht erhebend« Feier Di« offiziell« Uebcrgabe ber von der Gewerkschaft .Friedrich" errichteten neuen Friedhof«anlage an die Gemeindeverwaltung hatte schon am Tage zuvor stattgefunden E« stand von vornherein fest, daß bie Frag« ber Friedhofsumleguna nur bei zartester Rücksichtnahme auf bi« Gefühle ber Angehörigen, sowie ber ganzen Ort«bevö£tenmg zu lösen war. Es muß deshalb dankbar anerkannt werden, daß die Leitung be« Werkes es während ber ganzen Verhandlungen an dieser Rücksicht nicht hat fehlen lassen Wa« die Anlage selbst betrifft, so hat sich bk Gewerkschaft hier selbst ein Kulturdenkmal gesetzt, da«, architektonisch wie hyaienisch gewertet, eine Leistung bedeutet. (Zu unserem Bericht in Rr. 225 vom 26. 9. über die Reuanlag« diese« Friedhofes wirb un« von beteiligtet Seit« mitgeteilt, baß bie in jenem Bericht enthaltene Angabe, die Umfassungsmauer sei von Bauunternehmer Dietz- Utphe ausgeführt worden, nicht -utrefse. Vielmehr habe der Maurermeister Rudolf in Trai-s-Horlofs dies« Umfassungsmauer ausgeführt. D. Red.) Krcis Irticbbcrn WSR. Friedberg, 5. DU. Wie erst kürzlich aus Beienheim, so wird jetzt auch aus S ö d «l über eine energische Hamfterabwchr berichtet. So wurden im Laufe des Sommers in Sudel nicht weniger als 889 Hamster abgeliefert, für deren Erlegung Prämien ausgesetzt waren. # Butzbach, 5. Oft. Gegenwärtig herrscht an u f re .i Derladebahnyoi Grotzdetrieb. Aus allen umliegenden Dörfern — selbst aus den entlegenen Taunusorten — werden größere Mengen landwirtschaftlicher S zeugniss« verladen. Sine ganze Anzahl Maller besorgt die Auskäufe von Kartoffeln, Obst und Stroh. Besonders sind es erstere, die al« Speisekartoffeln — Modrow« 3nbuftrie — in großen Mengen zum Versand kommen. Die Preise sind innerhalb kurzer Zeit von 2 Mk. auf 3.50 Ml. gestiegen. Die Kartoffelernte fällt hier wie in ber gesamten Umgebung recht gut au«. Auch Obst wird täglich viel verfrachtet. Schüttelobst ist zur Zeit mit 3 Mk., Pslück-WirischaftSobst mit 4 bi« 6 Mark im Preise Bessere Sorten gelten, je nach Sorte und Liebhaber, entsprechend mehr. Die Zwetschenpreise s.nd im Steigen begriffen. Während noch vor etwa 14 Tagen 4 bi« 5 Mk. bezahlt wurden, sind inzwischen dem Erzeuger für da« mühevolle Pflücken schon 10 Ml. bezahlt worden. Sogar nehmen heule schon Händler geschüttelt« Zwischen zu einem Preis von 12 Mk.. ein Beweis. baß diese Obstart wohl sehr gesucht ist. — Die hie ige B e z i r k « s p a r k a f s e Mathil- denstift. das älteste Geldinstitut Butzbach«, veröffentlicht seinen Jahrelabs.hluß für 1926. Die Einlagen sind auf 2 019 728 72 Mk. angewachsen und betragen somit 43 Prozent der VorkrlegLeinlagcn. Der Reservefonds beträgt 102 543,(56 Mk.. wobei die Gebäude und Immobilien hierbei nut mit je 1 Mk. gebucht find. Der Reingewinn im Iahte 1926 ist mit 9703.74 Mark verzeichnet. Der Umsatz beträgt das Reunitteilungen &r. Fritz Fremersdorf. der Leiter ber Ärschen Abteilung de« Wallraf-Richartz- Mu'eum« In Köln hat bisher in dieser Gegend lJ_^lcbtr 5rankngräber festgestellt. die ersten aus Kölner Boden. Sie stammen au« dem vierten und sechsten Jahrhunder'. au« jener Zwischenzeit vor dem Anbruch ber karolingischen Epoche bertn Kultur un« noch sehr bunkel ist. Diese Gräber liegen am Rande eine« Gebiete« da« im Iaht« 1926 einen ber umfangreichsten unb in feiner Vollständigkeit besonder« interessanten Fund brachte: den römischen Gutshof den Dr. Fremer«dvri auf Grund früherer Mitteilungen au«grat>en konnte. In der Rabe diese« etwa um 400 kampflos und ohne Zerstörung ver- lattenen ®ute« entdeckte man da« dazugehörig« Gräberleld mit etwa fünfzig Brandgräbern au« dem 1. und 2. Jahrhundert n. Ehr. Während die zuletzt gefundenen Gräber au« wm 5. Jahrhunder: feine Beigaben — außer den Watten - enthielten, fand man in den Daneben liegenden, schon erbrochenen vteingräbem mancherlei wertvolle Beigaben: Bronzebecken tönerne Töpfe mit Gettügel^nochen. Br.-nze- tannen unb vor allem einen großen Löffel au« lept gutem Silber, gar nicht oxydiert. Er trägt r^./nn®etcn:tt*r (A.rUo, eingelegte 3n- >*Wn: Deo Gratias — allo frühchristlich« Ar- Neue Zünde im römischen Köln. Don tturt Hotzel. Bor kurzem deckte man bei Straßenbauarbeiten am Kölner Sportpark wieder einige Frankengräber auf. Mil dem Gesicht nach Süden lag dort ein fränkischer Ritter, da« Langschwert an der Herzseite haltend, einen mächtigen Speer quer über die Beine gelegt mit der Spitze nach unten. Offenbar hielt ihn ber Tote in ber Rechten, abtoärt«gefenh. Die Bestattung scheint in die Erd« vorgenommen worden zu sein, ohne Ummauerung, wie man H« an demselben Platze vor einem Jahre in ähnlichen Gräbern vvrgefunden hatte. Reben dem Frankenntter fand man da« Grab einer 3rau. Der Leichnam hatte auch in der Erde gelegen und war nur noch an wenigen Resten zu erkennen — u. a. an den farbigen Perlen einer primitiven Vchmuckkette. beit’ Fremersdorf schließt daran«, baß bad Christentum im 4 Jahrhunbert in unb um Köln schon sehr weit ausgebreitet gewesen sein muß. Debeutenbe Ausschlüsse über den kulturellen Stand jener Zeit bieten bie gefunbenen ©la«- gerate, die sich heute würdig ber einzigartigen ®Ia«famnuung ber römischen Abteilung bes Dattras-Richarh-MuseumS einreihen. Man fanb u. a. eine Schale auS entfärbtem Glase, bie 14,5 Zentimeter Durchmesser hat unb außen vollkommen mit Schliss bedeckt ist. In der Mitte sieht man einen Männerkopf in spätzeitlich schematischer Darstellung, während der breite Rand von der Darstellung einer Hasenjagd auSgesüllt wird. Diese Darstellung im Flachschi,ff ist so entfernt von aller antiken Strenge, so frei und bewegt, daß man an moderne .expressionistische" Darstellung erinnert wird. Auch Landschaft mit "Bäumen. Gräsern, Hügeln ist zwischen den Jägern mit ihren Retzen, Stöcken. Keulen und dem Hunde zu sehen, der den Hasen in die Rehe hetzen soll. Diese Jagdschale reiht sich an einen ähnlichen Fund an, der in ber Sammlung de« Museums als Glanzstück aus ber Mitte des 4. Jahrhunbert« ailt: bie etwa« größere Schlissschale mit ber Darstellung eine« 3irhü- rennen« rund um einen Cäsareickvps mit Strahlenkrone. Hier erkennt man antike Strenge — di« perspektivisch gereihten Pferbeköpse — neben barbarischer Auslosung ber Form. Der erwähnt« römische Dutshos ist in seiner vollständigen Daugeschich.e erkennbar ausgegraben worden, ehe man dort daS Gelände zu einer Spielwiese planierte. Ss ist da« erste- mal. daß man eine solche römische .Billa" vollständig ermitteln kontzte. Dreizehn Gebäude sind festgestellt worden im weiten Umkreis. Davon das sog. Herrenhaus, ein langgestrecktes Recht- eck mit vier ödbauten, turmähnlich aber ohne die sonst oft üblichen Flügel. ES enthielt in einer Front von über 50 Metern Sänge etwa 30 TUum«. Diele« Herrenhaus wurde nach -chatten, die man au« der gefundenen Keramik gezogen hat. etwa um das Jahr 50 n Chr gegrunbet, allo zur Zeit Rero« den Jahr- ßunöcricn zum Ende ber Römerherrfchaft am Rhein, wv es von seinen Bewohnern ver» la 'en wurde aus Furcht vor dem Germanen- norm, also fr« 400. erlebte es mancherlei Ausbauten unb Umgeftaltimgen. Die Berauben unb auch bie angegliederten Dabeaniagen würben großartiger. Die Wänbc waren mit Marmor- Platten belegt, wie Funde ergeben haben, und auch Wandmalereien entdeckte man in Bruchstücken mit ornamentalen und figürlichen Darstellungen. D.ese Stücke sollen wie die im Trierer Provinzialmuieum aufgestellten Wandrekonstruk» tionen ergänzt werden und fo ein anschauliches Bild von ber Raumausschmückung dieser späten Ausläufer antiker Architektur liefern. D e übrigen Gebäude setzen sich au« dem Gesindehau«. einem Trockenspeicher, einer Scheune, einem offenen Schuppen, einem mehrstöckigen Getreidespeicher (Silo), drei Ställen unb e.nlgen an ba« Herrenhaus angesetz en Wirtschaftsgebäuden zusammen. Der Besitzer dieses Gutshvse« war nun aber kein eigentlicher Römer, sondern ein Germane, der bie überlegene Technik unb Dau» lultur ber Römer tjollftäiibig übernommen hatte. Diese Anpassung gewisser Germanen an bie römische Kultur, ja ein äußerliches Ausgehen in ihr, ergeben auch bie Gräberfunde au« ber Zeit zwischen 50 n. Chr. unb etwa ber Milte be« dritten Jahrhunbert«. Die Germanen saßen ja schon seit bem fünften vorchristlichen Jahrhundert am Rieberrhein, wo sie um bie Zeit von Christi Geburt von ber römischen Welle überflutet wurden Köln ist aus einem ber vielen Kastelle hervoraegcmgen, die D r u f u « läng« de« Rhein« anlegte. Es ist int eres sank, im Gegensatz zu her herkömmlichen Meinung zu erfahren, baß diese Entstehung einer Stabt hier bereit« um 50 n. Chr. festzustellen ist unb zwar nachbem bie LeglonSlager in Köln aufgehoben und bie Legionen nach Reuß unb ‘Borut verlegt worben waren. Die Schlacht im Teutoburger Walde (9 n. Chr.) unb da« sonstige Mißgeschick der Römer in bem rechisrhein schcn ©er- nronien nötigte bie Ka ser zu bie’en Maßnahmen. Die jüngere Agrippina betrieb nun die ®rün- duna einer Betetanentolonie, eine« municipium, in Köln, auS der die Stadt hervorging. die ihren Barnen nach bem römischen „Colonia Agrippina“ trägt Sonst finb bie al.eften Stäbte an Rhein und Donau erst im Laufe be« dritten nachchristliche'.- Jahrhundert« au« den den Kastellen. den Mllitärlagern angegliederten W.ris- Häusern hervvrgegangexx. Köln lag an ber uralten Hauptstraße über den Rhein und würbe deshalb schnell zur reichsten Stabt de« Landes. Cs ragte besonders In ber Zeit von 50 bi« 260 hervor, bann würbe e« van Trier, der Kaiserresibenz, überflügelt, ba« sich im vierten Jahrhundert zur Hauptstadt be« westlichen Römerreiche« erhob und ungeheuere Pracht entfaltete. Die Ruinen bilden noch heute einen ungewöhnlichen Anziehungspunkt. Au« dem Militär: fchen Köln der Rö- merzeil finb auch letzthin bebeutenbe Funbe gemacht worden. Man grub auf ber Alteburg im Süden ber Stabt bie römische Flollenstat on mit umfangreichen Äafernenbauten aa«. Dieser Flottenstützpunkt ist etwa um 20 n. Chr. angelegt worden, um von hier au« nach ber Rieberlagß im Teutoburger Wald wenigstens da« UnJi Rbeinuser fest in ber Hanb zu befallen. Aehn- liche Stützpunkte finben sich rheinabwärt« im heutigen Rirnwegen und Arentsbarg. Die Kölner Anlage auf ber .Dieburg" hatte man schon in den neunziger Jahren, wa« bie Befestigung anlangte, untersucht. Da« Kastell hat von 20 bis 270 n. Chr. bestanben, unb bie Äalemenbaui« im Innern zeigen bema«folge verschiedene Bauperioden. Dohnräume, Ställe, Warmluftheizungen — in primitiverer Form als sonst tn römischen Häusern —, Weinkeller u. a. wurden festgestellt. Die Ziegelsteine trugen oft die Sternp-t der Truppe, die sie selbst herstellte: C A U al« Abkürzung von Classis Augusta Germanica, .bie Germanische Rheinflottc". und CG P F: Classi« Germanica Pia Fidelis, ,bic Germanische Rheinflotte. bie treu ergebene unb zuverlälttge". De« erste Stempel ist aus ber Zett von 89 n. Chr. In diesem Jahre hatte sich die Flotte bei bem Aufstande des Caturnlu« treu gezeigt und erhielt daraus den "Beinamen via fidelis. Sv tritt auch da» römische Köln immer deutlicher vor ba« Auge de« Forscher«. Cs wird nicmal« bie Großari gkeit ber Kaiser stabt Trier, Augusta Trevcrerum, enthüllen: aber es wird dafür eine industrielle Betriebsamkeit zeigen, wie |le schon au« den Funden an Glas. Keramik, Schuhm ufw. festgestellt ist — unb Vie sie durch die Jahriauienbe h ndarch Köln, bet stolzen Stadt am deutschen Rhein, immer eigen geblieben ist. a»o00 t jrvheS 5*^ W iv 4r cu ,ui ,^?Oe!tbtv-rb L S ni am • Waldgirmes. 5 Oft. 2id der Kraft- poftllnic Wetzlar — Waldgirmes ist vom 2. Oktober ab folgend« 2enderung einge- treten Die Frühsahrt nach Waldgirmes und die Rücksahn abend« t»on Wetzlar sind weg- gefallen. da der Wagen jetzt in Waldgirmes übenmchtri. Auch die Fahr abend« vorn Bahn- bof Wetzlar zum Dchiilerplatz und zurück ist in llK -utrefse. 2i.s. Audolf in ’togimautt auig» Hindenburg-Marken kaust man beim Städtischen Wohlfahrtsamt! gibt. Sie sagt stets: ~Nimm Dr. Oetker s Backpulver „Backin“ wenn Dein Kuden geraten soll.' Mit freudigem Stolze würden Millionen von Hausfrauen dasselbe sagen, wenn sie an ihr erfolgreides Baden mit „Bad in denken. Wegfall gekommen: die Abendfahrt non Wetzlar am Dahnhoi fand in Darmstadt die Hauptversammlung de« EvangelischenKirchengesangverein» für Hessen statt. Aus Beschluß de« 2u«- wurden Pfarrer Marff zum Dor- meinderat ix billigte geftern den Betrag von SCO 000 Mark für die Durchsühf'Ng t:- Kanalisation. Der Betrag sott auf 2u«- üuS g-fidel* f iamen 2 M Butzbach (Hessen) Rintlvieh- utd Sdiweineirarkl Donnerstag, 13. Okt. 7W3D ! bb 4 Mark am Baum zu sieben kam. wurden später für ihn 3 bi* 6 Mark bezahlt. Da* ersteigerte Dblt muhte sosort bar bezahlt iverden. O Dornholzhausen. 5. Oft Der neu angelegte Deslüaelhof des Briitzers des Ho i c» .Strauch". Wilhelm, knldel att- 'onn'.ägiich den Schauplav einer großen Anzahl Gellst z .«achter und - reund«. Arn Sonntag weilte der Dettugx.iuchtoerein Wetzlar zur Besichtigung Dame und zwei Herren au« Wiesbaden, koimten ihre Brise im Auto nach Frankfurt fortsetzen, ohne Schaden erlitten zu haben. Auch der Flug- zeuaführcr und der Bordmonteur blieben un- sondern es finden hier auch die edlrren Sorten Ihr gute» For.kornmen. Die Gntwicklung weiter zu fördern und die Garten- und Grandbeiiyer zu vermehrtem Obstanbau anzuregen, erscheint angesichts de« ste'.ig und im groben Maste wachsenden Derbrauchs von Obst geboten, um so mehr al- der Genust reichlichen und gesunden Obstes im äesundheitlichen Interesse der D vbllerung liegt. s ist deshalb erfreulich, dast die Gartenbesitzer und Landwirte mit der Gemeinde im Obstanbau wetteifern, wie die« die kürzliche, ausgezeichnet gelungene Gartenbau-Ausstellung bewiesen fk‘ Dast die Bemühungen der Gemeinde auch in finanzieller Hinsicht gelohnt werden, beweist der Umstand dast die Gemeinde bei der kürz ichen Obstv Steigerung rd. 25X) OKI. gclbit hat. geaenü» c rd. 2000 Ml. im Dorjahre. Durchschnittlich kam diesmal der Zentner guten Obstes auf 6 bis 8 OKI. auf dem Daum. Da auch auswärtige Bieter zugelassen waren, war die Dachsroge recht gut. Kinzenbach, 5. Oft. Die kürzliche Obstversteigerung nahm einen glatien Verlauf. Die Gemeinde löste rd. 1100 Mark, da» ist gegenüber dem Vorjahre etwa da» Doppelte. Diesmal waren auch auSwärt ge Dieter zuge- laffen worden. Durchschnit lich kam der Zent er guten Obstes auf 6 bi» Z M auf dem Baum. # G r ö o , 5. Oft. Born 2 Oktober ab ist in dem Fahrplan ber Krastpostlinie Wetzlar^ E rda —(Bischoffen) folgende Slenderung eingetreten: Die Qrühfahrt Erba-Wetzlar ist etwa* später gelegt: Ab Erba 7.50 Uhr, an Wetzlar Bahnhof 0 Ühr. An Donnerstagen wirb — wie bisher an Montagen — eine Mittag «fahrt ausgefubri; Ab Wetzlar (Bahnhof) 11 30, an Erba 12.35, ab Erba 12 45, an Wetzlar (Bahnhof) 13.45 An diesem Tage geht bann ber Wogen statt nachmittags 15.40 erst obenbs 19.10 von Wetzlar nach Erda ab. ZGrost-Rechtenbach, 5. Oft. Am Dienstag sand burch die Kreisstrastenbauverwaltung zu Weg Inr die Versteigerung des Obstes auf ber Prooinzialstraste Bugbach—Wetzlar statt. Zu ber Versteigerung hatten sich viele Kaufliebhaber, be- besonbers auch aus ber Stabt Wetzlar, eingefunben. Die Preise, hie sich bei Beginn der Versteigerung in mastiger Höhe bewegten, wurden höher, als sich Obsthändler zur Versteigerung einfanben unb die Gebote in die Hohe trieben. Es wurden nur ilcpfel versteinert. Die Preise waren je nach der Sorte verschieden. Für einen Baum wurden 2 bis 10 Marf bezahlt Während anfänglich der Zentner Aepfel aus gässer gliedern seither , .. . und Oberreellehrer Weide angehören. Der seitherige Vorsitzende. Geheimrat D. Dr. 316- r i n g, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Vach den geschäftlichen Verhandlungen wurde der Einladung, da» nächstjährige Fest mit zwei Per'onen besetztes Motorrad mit ein.'m Lastauto au» ShUcnburg zusammen. Der Führer des Motorrad?«, der Kaufmann Gei»- l e r au» E n d b a ch, wurde unter da» Lastauto geschleudert, von den Vädern ersah: und durch Meberfabrcn auf der Stelle getötet. Der Beifahrer. ein Äaufmann Pfeiffer au» Endbach, muhte erheblich verletzt dem Krankenhau» in Herborn zugesührt werden Maingan. DSV. Frankfurt a. M. 5. Oft. Die neue Fleischoerfaufshalle im Städtischen Schlachthof ist jetzt in Betrieb genommen worden. Sie ist aus da» modernste aui- flcftü'.tet und ermöglicht ein rasche» Herbeischassen dcS Fleisches, da he mit e.ner Hängegleisanlage versehen ist, mit der da« Fleisch b.reft an die Stände gesahren wird. - Vor einigen Tagen zog sich der hiesige Lpez alarzt für Hal»-. Vasen- und Ohrenlranlhelten Dr. rned. Franz Dolfs beim Reinigen einer Pinzette, an der noch etwa» Eiter hing, eine Blutvergiftung zu. an deren Folgen der 35 Jahre alte allgemein beliebte Arzt heute nacht gestorben ist. — Die Frankfurter Kriminalpolizei nahm gestern einen Schwindler fest, der sich al» Apotheker au» Belgrad auSgab. Es handelt sich um den von den serbischen Behörden lange gesuchten Schwindler Dn- drya Sol in i au» Belgrad. Sr hat hier in Frankfurt bei Firmen größere Bestellungen für (eine angeblich in Belgrad betriebene Apotheke ausgegeben. Gröbere Betrage hat er sich auf Grund dieser Bestellungen dadurch erschwindelt, dast er angab. er muffe sich fofort einer Gatten» steinoperanon unterziehen. Leider fei sein Geld aus Wien noch nicht eingetroffen. Auster in Frankfurt a. M. hat er auch in anderen Städten diese Betrügereien begangen. WLV. Hanau, 5. Oft. Infolge eines Mo- tordesefts muhte da» auf dem Fluge Berlin- Frankfurt begriffene Derkehrsflugzeug 1) 597 der Deutschen Lufthansa aus einem Acker der staatlichen Domäne Klnzig-Heimershof bei Hanau eine Votlandung vornehmen. Die Landung schien glatt vor sich gehen zu wollen, doch geriet das Flugzeug im letzten Augenblick Mm Ausrollen In einen Graben. Dadurch brach ein Propeller, und das Untergestell wurde 'chwer beschädigt, so dast die Maschine abmontiert werden must. Die drei Passagiere, eine landanleihe angemeldet werden. Rheinhessen. DSV. M a i n z . 5. Oft An der abschüssigen Stelle am Königsborn bei Finthen fuhr daS A u t o des Spediteurs P l a n i tz e r o Kastel infolge Versagens der Steuerung gegen einen Baum, wobei der Autobesiher und dre. Fahrgäste auS dem Wagen geschleudert wurden. Planiher und einer der Fahrgäste wurden leichter verletzt, während die bciden andern Insassen so schwere Verletzungen erlitten, dast sie in das Krankenhaus transporiirt werden muhten. — Beim Durchfahren von V a ck e n h e i m überschlug sich gestern abenb ein mit Obst beladene« Auto Gin aus Darmstadt stammender Insasse des Autos trug schwere innere Verletzungen davon und wurde in bewußt- losem Zustand dem Krankenhaus zugeführt. Preußen. torcie Wcljlar. 1 Wetzlar, 5. Oft. Nach Eintritt des Herbstes läßt sich nunmehr auch ein Ueberblirf über die diesjährige Bautätigkeit gewinnen. Sie ist gegenüber dem Vorjahre weit bester ausgefallen, wenn auch burch die inzwischen eingetretene ©elboerfteifung manche Absicht, noch in biefem Jahre mit einem Neubau beginnen zu können, bei vielen Bauluftigen zurnckgcstcUi werben muhte. Trotzdem hat durch bie Entwicklung ber Bautätigkeit die Wohnungsfrage ber Stabt sich wesentlich flebeHert; mancher Wunsch auf Zuteilung besserer Lohngelcgcnheit konnte erfüllt werben. Auster den inzwischen fertiggeftUten runb 100 Wohnungen bes Spar- unb Bauoereins dürften im Laufe der diesjährigen Baupcriode noch 50 Wohnungen In Pri- oatbauten erstanden sein. Weitere 30 Kleinwohnungen werben zur Zett durch die Stadt erbaut, so dast man mit Ende des Jahres mit einem Ja h - res zugang von 200 neuen Wohnungen L Ober-Ohmen. 5. Oft. Am Montag war Kehraus der diesjährigen Obstverstei- rungtn in der hiesigen Gegend. Da» Obst an den Provinzialft rasten Ruppertenrod — Ober- Ohmen und Vuvvertenrvd—Grmenrvd kam zum Verlauf. Kauttiebhaber haften sich zahlreich, sogar au» emferntcren Orten, ringe unden. so dast die Preise, die am Cam»tag an der Strast Mücke Ruppertenrod noch Verhältnismästig niedrig waren, sehr in die Höhe gingen. Für gute Tafelapfel wurden bis zu 5 Mark der Korb geboten. Dirnen waren durchweg billiger. Durch die Stürme in der letzten Zeit war sehr viel Obst von den Bäumen ge'chüttelt worden, fo dast der Dehang lange ni4>' mehr so grast war wie im Sommer. Da» Fallobst lag steilenweise in solchen Mengen, dast es nicht mehr eingriam- mell und verwertet werden konnte. Für manche Sorten, besonder» Birnen war die Versteigerung auch etwa» spät, so dast rin Teil des Obste« unnötig zukam. — Einen traurigen Anblick gewährt augenblicklich der Wiesengrund unterhalb unsere» Dorfe». Die Der- sumpfuna der Dielen ist bereit» so weit fort- ge'chriiten, dast bie Besitzer da» Drumm riara« gar nicht mehr mähen, da es von keinem Tier angerührt wird. E» wach'en dort fast nur schädliche Kräuter wie Schtl'. Binsen. Schachtelhalm u. a. m. Deshalb hristt die Flüche auch .Saure Wielen". 0« ist bedauerlich dast so wenig zur Verbesserung oder zur Drhaltung dieser Wielen ge chieht die früher lange nicht so Ichl.cht waren In der heutigen Zeit, wo rig nllich jedes Stück Land im Intrrelle der Dol'sernährung bi» auf« Ä- Höfa blnb»i,: 1^4 4 unter hi men mr rkbmt, ^AnnliguM nm Me ®e® J tLi?r,2?i1rnn< «je M TöerfH Jrtet, eine Letstwu -t m Ar. 2B von .diese» Sriel^oH nle ntttotieXt, bei ie Qlnaabe, bie Ute- T'lernebmer Di»», »bkr, Olt. Die erst türjh^ kfit auch aus Södel er ob wehr berichtet immcrs in S. bei nicht abgeliescri, für dere, waren. tgentnärtig herrscht an o| ©toöbetiit^ fern - selbst aus bei werden gröbere Alen- l.zeugnisse verloben besorgt die QMtiuft rlwh. Aesvnderö IM rtofftln - DüobtDtrl sengen jum Aersml rnerhalb kurzer Zeit 'stiegen. Dir Ko r- le in bet fte)awtr . Auch Odst t^ ittW ist jur Zer stSvbst mit 4 bi» 6 rotten gelten, je nc) ptecheno mtir. Ti tigen begriffen. Tüi‘ n 4 bis 5 Ml. W'A - :m ötAtuger für td i Ml. bezahlt dcl\- l Händler gW>'^ von 12 Ml.. tin> chl lehr arlalfc Malb'l' Seldinstüut Butzbach :et'abschluh für 1^ •019728.72 W mit 43 vrozen, dr Mrvesond». be.rS^ Aebaude und Ommobi' 211, gebucht fmb. t flM ffi w:t WB-JJ -Vf,»in und it” Ä N in der . «he eS von Zriti' M sich im i*»1 l&hTbä twUH*1 fr,? ungeheutt^, rn.-n den noch zrpuntt. au- ich rh-'na^^ner! rentsburg.^'in " M '"Mflung Irr St^ äustcrste auAgenutzt werden müsttr. sollten unsere Landwirte dmch keine Mühe scheuen, um die einst viel wertvolleren Wiesen vor gänzlicher Der- sumpsung zu bewahren Durch eine gute Entwässerungsanlage könnte der Schaden behoben werden. __ , y Lehrbach, 5. Okt. Sine Arbeiterfrau von dem Ovpermannschen Ho'wlte dahier wollte dieser Tage auf dem kürzesten Dege durch den Wald nach Dannenrod gehen. In einer Hege begegne cn Ihr zwei Landstreicher, die ihr Geld abrerlangten und sie aus orderten, initzugeben. Durch mit Grummetmachen auf einer Walowiese le chättigt-' Landwirte wurden die zwei Strolche rerscheachi unb entkamen unerkannt. Vach 3tiunöiqung des Weges nach Dannenrod konnte die Frau dorthin gelangen, wo sie ganz erschöpft anlam. xumal sie zu dem halbstünoigen Weg fast drei Stunden gebraucht hatte. Für atleingehenle Frauen durfte es ratsam sein, den sicheren tnenn auch längeren — Weg über da» Feld ober die Landstraste zu wählen. Starkenburg. WSV. Drost-Gerau. 5. Oft. Der Ge- rechnen darf. Db im nächsten 5abre ber gleiche Zugang erwartet werden kann, bangt in erster Linie von dem (Belbmarft ab Der Wunsch in privaten Kreisen aus Bau von Eigenhausern ist noch sehr grob- Autzerdem will, wie wir hören, auch ber epar- unb Bau verein ein weitere* Bauprogramm mit rund 100 neuen Wohnungen In Balde durch führen, so dost man hoffen kann, dast binnen Jahresfrist eine wettere graste Entlastung auf dem Wohnung*markt eingetreten fein wird Db auch die grasten industriellen Werke wieder mit dem Bau von Werkswohnungen beginnen, ist noch ungewist, dürste aber bei weiterer Besserung der Wirtschaftslage gleichfalls zu erwarten sein , Kroldors 5. Oft. In Der jüngsten Gemeinderatssitzung gab Der Dorichende bekannt, dast bie an Stell« eine» au«gcf4)xi>enra Mitgliedes tretenden zwei nächsten Anwärter auf dem bezüglichen W.^btt*orsch'.ag das Amt nicht angenommen haben. Die Gemeindeverire- rung erkannte bie vorgetragenen Gründe an und billigte, dast nunmehr Gustav Da len t in in Gleiberg 32 in den Gemeinderat berufen wird — Die Errichtung einer Benzin- Tankanlage auf dem W«t« neben dem Wirt Fries wurde unter den seitherigen Bedingungen sür ähnliche Anlagen genehmigt — Die Einlaufschächte der Kanalanlage sotten in regelmäßigen Zeitabständen gereinigt werden Don der Befchassung von befonberen Retnigungs- geräten wurde vorerst adgeschem — Heber bie zu beschattenden Feuerwehrausrüstun- lie n soll eine Äoftcnauhtellunfl angefertigt und >ri den Feuerverficherung-getettichaften angefragt werden, welche Zuschütte sie leisten wollen. — Die für den öffentlichen Verkehr entbebriichen Wegeteile in Gleiberg am nördlichen Burgtor gegenüber dem Anwefen von Fritz Schubecker unb zwilchen dem Anwesen von Theodor D u r k und Adam Leid fvllen rinqejcgcn unb den vorgenannten Anliegern verkauft werden. — Die Abrechnung für den Au «- bau de» tzochwellwege». lautend über 4564,85 Mk.. wurde anerkannt. — Die beiden Schulgebäude und da» Gemeinbehau» an der (Siebener Strafte sowie die K i r che sollen nach den vom Kreisbauamt ausgestellten Kostenanschlägen instand gesetzt »erben. Die Gesamtkosten betragen 6551 Mk. Davon sollen 2061 Mark aus dem Stal für 1927, 1003 Mk. aus fern Schulbausarnmelfonds und dem Schulhausreparaturfonts gedeckt und 3530 Mk durch eine Anleihe bei der Landesbank aufgebracht werben. — Von einem Erweiterungsbau am Stierstall wurde abgefeben. Der für die Ausstellung eines weiteren Bullen erforderliche Vaum soll durch an-erweite Gintellung de. Duchten gewonnen werden. — Der Antrag eine« Iagbpächter» aus Verlängerung de» Iagdpachivertrages tourte a b g e l c b n t «; Launsbach. 5. Okt. In d r hi.'sigen Gemeinde spielt der Obstbau von j?ber ine nicht unbcbeutenSe Volle. De gün'.ig Lage der Gemeinde im sonnigen Lah ital ge'tatte* mcht nur den Anbau von rauhem Wirtschas'sobst. fache gegen früher, so dast schon daraus zu schtteften ist. das, da» Geldinstitut recht gute Fortschritte gemacht hat. Die Betriebsergebnisse be» laufenden Jahres werden sehr günstig beurteilt. D.e Aufwertung der eilen Spareinlagen ist vorläufig mit 12 5 Prozent ginget Uneben, unb an alte unb bedürftige Sparer sind bereits iber 82 003 All ausoezahtt worden - Durch betriebene neuaebau t Häu er tst nunmehr die Launus st ran c fast v o 11 st S n d t a a u s - gebaut Die hiesige Daustrma Kreh hat em I «d^» moderne» Wohnhaus errietet, da» meh- I tere gröftete Wohnungen enthäck. »benlo hat »i > -rabt.k für landwirtschaftliche Maschinen. Sirma X 3 Tröster, einen graften Veubau cu fuhren laf en. v .. ? Stein furth.S.Okt. Das «bturnen des hie fiaen Turnverein» am Sonntagnachmiftag füllte ein Schau- und Werbe turnen fein. D e larner zogen am Vachmiftag mit Trommel und rfelfen durch; Dori und maften dann in fried- llchtm Weitdewrrb ihre Kräfte. D.e e Zu'chauer hatten sich e ngofunden und bekunde'.en damit Ihr Interette am Turnen ber Jugend Am Al end fchloft sich daran eine Heine Fri:r. eine Ehrung Hindenburg«. Mrcie tllefelb. Dr. Oetkers Rezeptbud 7 ist in allen einsdlägigen Gesdäften für 15 Pfennig erhältlid, wenn nidt vorrätig, grgon Einsäung von Marfrn von £)r, ^UgilSt Odker, Bielefeld. v* AHf eld. 5 o;t. Au« der S t a d t v o r ßandssitzung 3n ber gestrigen Sitzung turben zunächst bie Ab stimm n',» ommi sionen »nb die Gemein ewahllommi li n für bie am Sonntag. 9. Oktober, statt indende Dei- gcorbnetentoaftl ernannt, ent-vrechenb den t>om V: r itzenden gemachten Vorschlägen. Für die Wahl lind drei Wahlvorschläge ein- gereicht worden, ein bürgerlicher, ein sozial- tcmokrarischer und rin kommunistischer Wahlvor- fchlag (Studienrat von derVchrnitt.) Ein von der demvkratüchen Partei ringerelchter Wahl- Vorschlag wurde nachträglich zurückgenommen. Zu ber kürzlich beschlvsenen Abänderung des Ortebau ft atut« über die offene Bauweise , wonach der Vebäudeabstand künftig sechs Meter statt fritfter drei Meter betragen soll, wurde auf Anregung des Ministerium« noch ein Zusatz beschlossen dahinaehenb. daft in Fällen, h denen durch die Feldbereiniaung neu zuge- fchni'tene Bauplätze durch diese Äenderung nicht mehr bebaut werden können, der zuständige hes- ische Minister entscheidet. Für daS städtische Schlachthaus ist die Anschaffung eines Ve- ervelufikühler« notwendig geworden, da die etzige Anlage schon 21 Jahn im Betrieb ist. Aus Grund des vom Beigeordneten D o g e l e tz darüber erstatteten Berichte« und der von dem SchlachtheuSverwal n twrgemmmcncn B sichii- gung mehrerer derart! ,er Anlagen In auswärtigen Schlachthösen wurde beschlossen, die Lieserung der Anlage ber Firma Maschinenbauanstnlt Humboldi in Köln-Kalk zu ihrem Angebot von 10 310 Marl au übertragen. Die ersorderlichen Mittel sollen Dem Erneuerung»fonb entnommen werden. Die Angelegenheit betreffend die Der- Pachtung eine» Steinbruche« im städtischen Wald Homberg an einen Unternehmer wurde an die Daukommi.fion zurückver- wiesen. da der Päch er verschiedene Bestimmungen des Vertrages nicht anerkannt h it. Drr vor- gelegte Vertragsentwurf mit demV a b- sahrklub Brabant wegen Benutzung der ftäDti chen Festhalle zu llebungSzwecken an einem Abend in der Woche wurde genehmigt. Zwei „cue Wege im Siedlungsgebiet in der Vambach erhalten entsprechend den Vorschlägen deS Ge- schicht«- und AltertumSvereinS den Vamen .Hase n Pfad" und .Grüner Weg". — Bei der kürzlich abgehaltenen städtischen Obstver- stcigerung. die korbweise ersolgte, wurden im Gegensatz zu Versteigerungen an anderen Cv.cn durchtveg gute Preise erzielt. Es wurden im allgemeinen sür den Zentner Aepsel 10 bi« 12 Mark erlöst. Der Obstertrag in der hie igen Gegend war rrn Vergleich zum vorigen Jahre wesentlich geringer, da die Obstblüte im vergangenen Frühjahr durch die späten Fröste erhebiich gelitten hatte. L M ü cke, 5. Oft. Täglich treffen auf dem hiesigen Güterbahnhos mehrere Waggon» mit Teer und Splitt ein, die zum Teerender Ohmstrafte dienen sollen. Die Firma Keil (Oberohmen) ist dauernd mit ihrem Lastauto unterwegs, um die schlveren Fäll« mit Teer an Ort und Stelle zu befördern, von denen ca. Z0 Waggon» benötigt werden. Der Fuhrmann Loch (Ruppertenrod) hat auch einen graften Teil der Frrhrleistungen übernommen. Am SamS- tag trafen mehrere Arbeiter der Firma Ohl (Limburg), welche die Arbeiten ausfüdrt, mit Wohnwagen und Teerkriseln hier ein. Geteert trrirb in diesem Herbst die Strecke von der Abfahrt nach Lehnheim bi« nach Ober-Seiberten- rob die im vorigen und in diesem Jahre gewalzt wurde. Begonnen wird mit der Arbeit bei Ober-Seiberteirrod. Die Strafte wird während der Teerung für den Fuhrwerk«- und Autoverkehr gesperrt. Die Umleitung des Drrkehr» erfolgt wie früher. Man hofft, bi» zum Gintritt stärkeren Frostes mit der Teerung der Strafte fertig zu sein. Die Obmflraste dürfte dann eine der besten Straften Oberhessen» fein, was wieder von großem (Sin) lüft für den Derkehr im unb durch den Vogelsberg sein wird. Im kommenden Jahre wirb die Strecke O ber-Seibert en- rod-Poppenstrutb und nach AlSfeld zu vom Gisenmannsberg bis Schellenhausen gewalzt, wozu im Laufe des Winters der Schotter ongriahren Feier. >mung des Zeugen. Da Sch, es al io Es qibr 5149 Samstag, den 8. Oktober omr Schuhhaus Weidemann Seltersweg 71 9048a Kein Sonder-Rabatt an einzelne Berufsgruppen wozu einlabet 90MD Alsfeld X)39a Ab morgens 9 Uhr: Wellfleisch mit Kraut Metzel suppe Köbner. 19 bis 19.30: nS> Blinden". Dortrag von Josef m der Lieber- bracht«, zi über den Dem Und) tx>m belehrung Schöffengericht Bietzen. • Gießen, 5. Oft. Gegen den Landwirt 3. Sch von Herbstein waren im Laufe deS IahreS 1927 zwei Strafverfahren wegen Beleidigung anhängig. 3n beiden Füllen wirkte er vor der Hauptverhandlung auf einen Bekannten dahin ein, datz dieser vor Gereicht deo Wahrheit zuwider ihn entlasten sollte: datz Dieter nach 60jährigen Facherfahrungen her gestellt in der größten Margarine Produktionsstätte der Welt I bürgermeister t.R. Dr. Döttelmann über- «ftinrmt. Sehr anregend« Relerate ______ derzeitigen Stand der «vanaelifchen Kirchenmusik in Hess» erstatteten über Da« Orgelspiel CtuDientat Borngüsser. über den Gemeindegesang Pfarrer Knodt, Wimpfen, woran sich eine eingehende Aussprache anschloh. A,n Abend vorher hatte eine kirchenmulikallsch« Feier unter Leitung von Stadtorganist Born- nässer der auch zwei Bachsche Orgelkompo- filionen in vollendeter Wei'e spielte, fünf hiesige Air: engesangvereine vereinigt, die haupttächltch der Darbietung herrlicher neuer Ehoral'ähe von Arnold Mendelssohn galt. Sine Ansprache von Psarrer Bogel und zwei geistliche Bolkslieder der Thors chule ergänzten die stimmungsvolle OlitireMeniellera.MahlmBtiea.Otistjrodier Kapierveuel empfiehlt EDGAR RORRMANN Ilana-and K(Ichenfertie. Glefien Dr. Geyer ist von Samstag, den 8. d. M. ab verreist. Vertreter sind die Herren: Dr. Wilhelm Klein. Neuen Bflue 29 Dr. Meyerhoff. An der Johanneskirche 5 San.-Rat Dr. Schllephake, Goethestr. 44. 07215 als Zeuge beeidigt werden würde, wuhte Sch ganz genau. SS kam jedoch in keinem Fall« zu einer ' “ — - - Arbeitsvergebung. Das Entladen von ra. 80 Wagen Spliß und Sand ist zu vergeben. Nähere Auskunft erteilt die 9054n Deutsche StraßenbamGesettschast Königswinter, Baustelle Buhbach An der Lochanstalt lvorm. Meguin) Direktion Dr. ReokaaL Gfefce- OoctheatfiAe 32 Ooethestrafce 32 Berliner Börse. Berlin, 6. Oft. (WTB. Funkspruch.) 2lbgcsehen con dem heutigen jüdischen Feiertag, der eine Geschäftstätigkeit bislang noch nicht oufkommen loht, lagen aus der Wirtschaft keinerlei Meldungen vor, die die Tendenz entscheidend hätten beeinflussen können. Es waren nicht einmal gesprochene Kurse zu hören. Am Devisenmarkt stellte sich London gegen Paris auf 124,02, London gegen Kabel auf 4,86825, London gegen Mailand 88,50, London gegen Brüssel auf 34,9h und London gegen Madrid auf 27,90. Morgen, Freitag, 7. Oktober Mütze IW* Rundfunk-Programm. Freitag, 7. Oktober. 13.30 bis 14.30 Uhr: Beu« Schallplatten. 15.30 bis 16: Die Stunde Der Jugend 16.30 bi« 17.45: Hausfrauennachrnitlag. veranstaltet vorn Frankfurter Hausfrauenvwein. Programm u. a.: »Knigge und die Hausfrau", Vortrag von Dr. Dora Edinger. 17.45 bis 18.05: Die Lesest und«. 18.30 bi« 19: Vortragszyklus der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. 1-Han au: .Die Tleuorganifation Der Arbeitslosenversicherung vom 1. Oktober 1927", Dor:rag von Dr. b$ Schmilz „Znmtalücta“ Weidemanns Schuhe beliebt — begehrt — preiswert — große Auswahl für Straße, Tanz und Gesellschaft Jagd- und Tourenstiefel, Reformschuhe Kamelhaarschuhe in zwei Fällen unternommen hatte^.den Zeugen zur Begehung eines Meineide« zu verleiten, wurde er zu 1 Jahr 6 Monaten Zuchthaus und 5jährigem Ehrverlust txrrur.eill. Der mehrfach vorbestrafte Knecht Johann Rink aus Eisenach hatte feinem Dienstherrn ein neues Fahrrad gestohlen. Strafe: 1 Jahr Zuchthaus, wegen Rückfalldiebstahls. Männer-Badeverein von 1836 E.V. Die Uebungsstunden für das Winterhalbjahr finden wieder jeden Freitag, von 8 bis 9 Uhr abends, statt Erstmalig am 7.Oktober 1927 Der Vorstand (9038D Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abteilung B wurde am 26. September 1927 bei der Girina A. A. B. Allgemeiner Krastsahr- Zeug-Dertrieb Gießen mit beschränkter Haftung in Gießen eingetragen: Die 23er- ttetungsbesugnis des Liquidators und die Firma sind erloschen. 9037C ®ir&cn, den 3. Oktober 1927 Hessisches Amtsgericht.___________ großen soziolcgischen Aemeinfchaftsformen, um zu einer Teilung des Aufgabenkreil es zw. scheu ihnen zu kommen. Schmidt-Wodder ft euer t einen sehr lesenswerten Aufsah: .Dir Deutschen als Doll" bei. Elemsr 3akabffy. einer Der namhaftesten Führer der Madjaren in Rumänien, schreib: über .Mussolini. Mello Franco und die Limes". Der Derichtsteil enthält Liebersichten über die wichtigsten minderheiten-polirischen Ere gnisse in den verschiedenen Ländern, eine Zeitichriftenschau und Dücherbesprechungen. Zwangsversteigerung"^^ Am Donnrrslag, dem 13. Oktober 1927. vormittags 9 Uhr, wird durch das Amts gericht Gießen, Zimmer 112 daselbst, das im Grundbuch von Gießen 1. den, Ludwig Schäfer, Händler in Gießen zu K, 2 der 6Ufe Schäfer geb. Sceling in Gießen, De(|en Ehefrau, zu S zugeschriebene Anwesen, Dammstraße 5, Flur 1, Nr 1302 ■ 679 m Hosreite geschäht, 6538 Mark, versteigert 7932C Die amtsgerichtliche Verfügung ,ft zur Hinsicht an der Ortstafel, Dergstratze 20, auogekangt Kietzen, den 29 August 1927. Hess. Amtsgerichts Gießen. Leo, Ortsgerichtsvorfteber Mustk. Vteingrüber-Berlag, Leipzig. 94.3ahr- «rng. September 1927. — Hermann ©rabner bricht eine Lanze für Mai Reger« ..Sinfonietta". einem bisher meist verkannten Werk, dessen Zeit jetzt gekommen scheint: er verweist sowohl auf Die Geschichte wie auch die Eigenart de« Werkes und führt in sein« Thematik ein. Dr. Georg Göhler behauptet an Hand von Der dis Oper .Luile MUler". Die in seiner Liebersetzung unter Klemperer in Berlin aufaeführt wird. Die verschiedenen Standpunkte für die Dramatik de« Schauspiels und der Oper. Professor Fran- Schütz. Wien, stellt Betrachtungen über die neuerbaute Orgel der Marienkirche in Göttingen an und gibt Gesichtspunkte für künftige Orgelneubau ten. Erich Klocke setzt die Diskussion über die Charakleristll Der Tonarten fort. Berichte über Bayreuth 1927, die Nürnberger Gänger- wochc und die Baden-Badener Deutsche Kammermusik, Literaturbe richte, Musik- und Personal- nachrichten. — .Der Kunstwart" (Qkriag G. D. W. Callwey, München). September-Heft 1927. — Heber Da« Kunstausstellungselend unserer Zeit, worunter Das Verschwinden de« wirklich wertvollen, echten Kunstwerke« in der erdrückenden Fülle der Mittelmätzigkeiten und die damit im Zusammenhänge stehende Verflachung der Kunst- bestrebungen zu verstehen sind, schreibt E. K. Fischer im beptemberheft des .Kunstworts" u. a.: .Der .Kunstbetrieb" unserer Zeit schwillt inS Grenzenlose: jeder zehnte Mensch malt, dichtet, geigt oder saxophont. und jeder, der die Technik irgendeiner Kunst eine Zeitlang sich zu erwerben bemüht hat, erhebt Anspruch Darauf, gelesen, gehört, besichtigt zu werden. Das wirtschaftliche Ergebnis ist begreiflicherweise erschütternd, ebenso erschütternd wie die Wirkung auf das Publikum. Massenproduktion und Mossenbetrieb töten das Kunsterlebnis und töten die Kunst selbst. Massenkunst für Die Massen gibt es nicht, das Kunstwarenhaus ist eine Verirrung unserer Zeit, die bekämpft werden muß." — Das Oktoberheft der Zeitschrift .Das Magazin" (Dr. Sysler & Co. Berlin SW 63) bringt^ iesmal außer .Donzo". den schönsten „Ziegfeld-Girls" und den üblichen Standartseiten die Fortsetzung des Preisausschreibens, das jeden Leser dazu cnchält, den Paris zu spielen und die drei schönsten Frauen des Heftes nach feinem Geschmack zu wählen. Aus Dem übrigen Inhalt ist ein Aufsatz des hervorragenden Bildhauers Prof. Georg Kolbe über Totenmaslen herv?rzuheben. — 3m Ber'age der Hniversitä'sbuchh^ndlung W. Draumüller in Wien erscheint eine neue Monatsschrift unter dem Titel .Ration und Staat. Deutsche Zeitschrift für das europäische Minoritätenvroble m". 3m ersten Heft behandelt Der deutsche Abgeordnete im estländischen Landtag W. Hasselblott den Kärntner Entwurf einer Kultura.itonomie für die Slowenen und unterzieht denselben einem Vergleich mit dem entsprechenden estländischen Gesetz. Dr. P. Schiemann untersucht in einer größeren Abhandlung: .Bolls- und 6taa'ß- gemeinschaft"d te Beziehungen zwischen d:n beidn Zeitschriften. — Heue Musik-Zeitung. 3llustrierte Halbmonatsschrift mit Musikbeilagen. Verlag Carl Orüninget Rachf. Ernst Klock, Stuttgart. 48. Iahrg. 1927, Heft 21 bis 24. — Die vorliegenden Hefte bilden Den Abschluß einer Ent- wicklungsperiode dieser Zeitschrift: Denn vom 1. Oktober ab will sie in anderer Form, großzügiger, auf das Moderne eingestellt, ohne das historisch gewordene zu vemachlä figen, erscheinen. Ein Plan, dem man das Gelingen wünschen möchte: denn ihre Lebensfähigkeit hat Die Zeitschrift durch ihr Alter bewiesen. — Auch diese letzten Hefte geben eine Menge des 3nteressanten und Geistvollen: „Wortspiele bei Richard Wagner" (Prof. Dr. E. Meinck), „Richard Wagners Lebensentfaltung und Weltanschauung, entwickelt an feinen Musikdramen" (Dr. K. Schwarzlose), „Stilkundliche Bemerkungen zu Beethovens Op. 91" (Dr. Paul Mies), „Die Sinfonien Webers" (Dr. QtoIanD Tenschert), „Ein wiederentdeckter Kanon Webers" (erste Veröffentlichung durch Constantin Schneider) u. a. m. Zeitschriftenschau, Mufikberichte, Roten- beilagen. — Zeits chrif t für Musik. Monatsschrift für eine geistige Erneuerung Der deutschen Schwerer Unfall in einer chemischen Fabrik. TH. Offenbach. 5. Olt. 3m Betriebe Der 3. G. Farbenindustrie. Abteilung Offenbach, früheres Werk Oehler, ereignete ftch ein schwerer Unfall. Sin Arbeiter, der mit Der Oeffnung einer Gasbombe, Die t öd - [ i d) w ckende« PhoSgen enthielt, beschäfttgt war, bemerkte, daß die Bombe undicht war und Ga« ausströmte. Den im gleichen Raume beschäftigten Arbeitern rief er laut „Phosgen". Die Daraufhin Die Flucht ergriffen. Wit Gasmasken geschützte Arbeiter brachten Die Bombe Den Hof. Die im ersten Stock arbeitende Chemikerin Dr. Hilde Gebhardt und Der Chemiker Weber öffneten ein Fenster, um frische Luft einjulaffen. Am Abend stellten ftch bei ihnen Beschwerden ein. Beide mußten in« Kran- - kenhau« gebracht werden, wo inzwischen Fräulein Gebhardt an PH v s g e n-D e r g i s- tuna gestorben ist. während der Chemiker Weber noch in bedenklichem Zustande Dar- niederliegt. Heber Den schweren Unfall mit noch mit- gctcilt, daß das giftige Phosgen-Vas eine entzündende Wirkung auf die Schleimhäute Der Bronchien (BronchitiS) unD auf Die Lungen (blähende Erscheinungen sog. Lungen-Oeden) auS- übt. wobei es zu Lungenentzündungen kommt. Ferner ist die Einwirkung deS Phosgen-GaseS auf daS Herz sehr unheilvoll. Fräulein Dr. Gebhardt hat gerade diese Einwirkung auf Da« Herz nicht aushalten können und ist imher leider an Herzschwäche gestorben. Bei Dr. Weber ist da« Herz kräftiger, jedoch war auch in den Mittagsstunden sein Zustand noch unverändert ernst. Wie es möglich war, daß die Phosgen-Gasbombe undicht wurde, konnte bisher noch nicht fest gestellt werden. Eine Kommission des DewerbeaufsichtsamtS weilte heute zusammen mit den Direktoren der 3. V. Sarbeninbuftric- A.-G. (Werk Mainkur) im Werk Offenbach zur Untersuchung deS UnglücksfalleS. Newe Kurse 17. Oktober 1*27 VotlicheH Gl eben Schutz und Hilfe gegen spinale Kinderlähmung. Amtlichen Preußischen Press^ienst ReichSouSschich für hygienisch« BollS- gefchrieben: Die spinale Kinderlähmung bat tn einigen Teilen Deutschland« ettren epidemischen Charakter angenommen imb oo* durch weite Äreife der Bevölkerung nut Furcht und Schrecken erfüllt. Da Der Sitz Der Krank- heitskeime und die Ansteckungswege von Mensch zu Mensch bekannt sind, so läßt sich durch Aufklärung und zweckmäßiges Verhalten der WÄter- Dtrbreitung Einhalt tun. Darch Den Meldezwang kommt jeder Fall zur behördlichen Kenntnis und werden von Amt« wegen die notwendigen Absonderung und DesinfeknonS- mahnahmen ernaeleitet. Deshalb ist e8 tvichtig. Daß vor allem Da« Publikum keine Kraruyetts- fälle zu verheimlichen sucht und schon bei ge- ringftem Verdacht einen Arzt au Rate zieht. Durch Merkblätetr usw. wird die Bevolkerimg über da« We'en der Krankheit, wie über die Vorsichtsmaßnahmen aufgeklärt. Die Befolgung Der Dorfchriften ist auch für Gesunde von größter Bedeutung, da diese, ohne selbst zu erkranken, doch Krankheitsträger sein können. Wenn so der Weiterverbreitung der Krankheit wird am entgegengearbeitet werden kann, so vermag anderseits auch der Arzt bei der schon ausgeorvchenen Erkrankung häufig erfolgreiche Hilfe zu leiften. Schließlich fei noch bemerkt, daß durchaus nicht jede Erkrankung zu Lähmungen und Derlrüppe- [ungen führen muh, sondern daß, abgesehen von den leichten Fällen, in denen die Lähmung rasch völlig zurückgeht, eine Heilung oft noch nach Monaten unter geeigneter Behandlung erfolgt. tragimg aus dem Saalbau: Erstes FreitagS- Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft. Anschließend: ilebertragimg von Kassel: Spätkonzert. Fehlt Ihnen ffle kaitimännisdie Ausbildung? Dann verlangen SU eotort acetcnloi unsere eetillrende Dnidrechrtft Irische Seefische jeden Donnerstag und Freitag eintreffend, empfiehlt 9057a Jakob Maternus EiebsrtoilLFeiierwelir aegründet 1855 Samstag, den 8. Oktober 1927 abends pünktlich ö1/* ^lhr, im LafL Leib FeiertallHovlap Verletb«»a der Ebrenzeichea für 25- and «Ojäbrtae Tienstzeit Die Kameraden, sowie außerordentliche Mitglieder mit ihren Familien, sind htcr- zu kameradschaftttchst eingeladen. [£K>50c Der Vorstand. S»WWl>ei,k>EWM. Freitag, den 7. Oktober 1927 nachmittags 2 Llhr «wo versteigere ich im „lötvcn", Neuen weg 28 bahier, zwangsweise gegen Barzahlung: t Schärfmafchine, vier Kastenwagen, zwei Pferde, i Häckselmaschine, 1 Runkelmühle, 2 Schreibtische, 3 Sofas, 1 Xrumeau, zwei Fahrräder, 1 Vertiko, 2 Büfetts, 1 Küchenschrank, 1 Küchenanrichte, einen Küchentisch, 2 Küchcnstühlc, 1 Diwan, 1 Klavier, zehn Paar Sportschäfte, 2 Nähmaschinen, eine Leberwalze, 1 Waschtisch, 1 Schrank, einen Attenrostschrank, 1 Strickmaschine. Hebbel, Gerichtsvollzieher in Gießen Dainmstraße 24 I. Telephon 239. Drucksachen allerArt für die wasche ^5$ »en 4“»«-. g n.Öc. d!ch! •"•fliiä ' ®«K JÄ» en fo^rgp b« >» SÄ'« nSät«“ Ä"^,ch, «< fc "eS«* WieFchi,' 3a6r torfe. Äöer eine &. 5 • c m fl r t i teemg flünftig. denn btt Landwirt« benutzten den schonen Lag. um ihre Karu>l,eln und Dtckwur, einzu- bringen und bk wieterhoU verregne.« ®.ummd- ernt« In einzelnen Orten zu Ende zu brmgen So blieben denn der Besuch und der Aufinrb de« War!.«» tetiächtlich hinter dem Herbst« Ps«r7«markl 1926 zurück.. Die Zahl der aufge« Iriebenen Zucht« und Hand'.erpferde belief srch aut 244 Pferde und 14 Fohlen, gegen 309 Pferd« iinv 24 Fohlen bei dem Herbst P ertemarit 1926. Zur P:äuii:«rung tourten 152 Pferde vsrgeführt gegen 179 im Herbst 1926 Allgemein wurde vorzüglich« Ps«rdema.erial lobend anerkannt und betont, daß bk G ebener PfertemÜrkte au die Hebung der Pferdezucht in Oberhesfen und im Lahn'.al von großem Einfluß sind. Di« geringere Besch.ckung des Marktes hatte zum Leit auch ihren Grund darin, baß die ifraellti- fchen Pferdehändler aus der wriiecen Umgebung w«5«n de- bevorstehenden (heutigen) hohen kirchlichen Feiertage- fehlten. Der Handel war im allgemeinen schleppend, meist wurden nur ®e- fchLste In geringerer und mittlerer Ware cb- geschlolfen. Srsttlafsige Pferde standen hoch im Preite, inde- war der Absatz nicht sehr groß. Sein Wunder daher, daß bei dem nicht sehr starten Markibesuch auch über geringen Berkaus der Bserdelose geklagt wurde. Einen Hauptanziehungspunkt »'es Marktes bildete die Dor» führung der Pserdeputzmaschine Elektro l u r an der Pulvermühle. Ergebnis der Prämiierung. Wagenschläge, paarweise zu prämiieren: 1. Preis, 60 Mk., dunkelvr. 5jähr. Stuten: 3 Rauf- mann-Rieder Weisel 2 Preis, 40 Mk, 4jahriger brauner Walloch und Sjahripe braune Stute: '21 ug. Frensdorf Gießen: 8. Preis, 30 Mk., 5- und 6jäh- rige Noppen: tfkbr. Isenberg-Gießen, Anerkennun- gen mit je 10 Mk., Oldenburger: Isidor Strauß- öberMockstadi. 4- und kjähr Schimmel: Sol. Michel-Gießen '.Arbeitsschläge (schwere), paarweise zu prämiieren: 1 Preis, 60 Mk., 4jähr Fuchsstutcn: 3ul Kaufmann Rieder-Weisel: 2. Preis, 40 Mk., 4 unb Gjibr. Rotschimmclstulcn: Sal. Michel-Tie- ßen: 3. Preis, 30 Mk., Belgier: Isidor Strauß. Ober-Mockstadt: 4 Preis, 4- und Sjahr. Rotichim- melftuten: Jul. Raufmann-RiederWeisel. ‘Tiner- tennung, 10 Mk., 4jahr Fuchswallach und 5jähr. Fuchsstute: Sal. Michel Gießen Arbeitsschläge (leichte), paastweise zu prämiieren: 1 Preis, 60 Mk., 3- und 4jähr. Fuchs- ftuirn: Aug. Frensdorf-Gießen: 2. Preis, 40 Mk., 4-ähr. braune Stuten: M. Bing-Lich: 3. Preis, 30 Mk., 3- unb 4fäf)r: Jul. RaufmannNieder- Wrisel. Schwere Arbeitsschlage, einzeln zu prämiieren: 1. Preis, 40 Mk., 4jähr. Juchsstute. Jul. Raufmann-Nieder-Weisel: 2. Preis, 30 Mk., 4|ubr. braune Stute: Aug. Frensdorf-Gießen: Anerkennungen mit je 10 Mk, 4jähr. Fuchswalloch: Sal. Michel-Gießen, 6jähr. Belgier Wallach: Gebr. Isenberg-Gießen, 6jähr Rappstute: Isidor Strauß- Ob er-Mockstadt. Leichte Arbeitsschläg«, einzeln zu prS. iniicren: I. Preis, 40 Mk, 6jähr. Fuchsstute: Aug. Frensdorf-Gießen: 2. Preis, 30 Mk., 4,abr. braune Stute: M Bing-Lich: 3. Preis, 20 Mk., 5jäbr. Stichelfuchs: I. Raufmann-Nieder-Weisel: 4. Prets, 15 Mk, Fuchsstute: Isidor Stroub-Ober-Mockstadt. Schwere Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren: 1. Preis, 60 Mk, 12|äh*. Fuchsstute: Will) Langsdorf Albach: 2. Preis, 30 TU , 6jahr. Fuchsftute: Hch Dreut U.-Griedel: 3. Preis, 20Mk., üjäbr. braune Stute: Gg. Rißler l.-Nieder-Wcisel: 4 Preis, 15 Mk., 5jähr. Fuchsstute: Louis Klein- Wohndach: 5. Preis, 10 Mk., 4jähr. Fuchsstute: Rich Becker-Traio-Horioss: 6. Preis, 10 Mk, ßjafjr. Rotschimmelftute. Gg. Rißler U.-Rieder-Weisel: An- et kennungen mit je 5 Mk., üjäbr. braune Stute: j)cinr. Wallbott-Garbenteich, bjähr. braune Stute: Wilh. Biße! Griedel, Sjähr Fuchsstute: Ludwig Wald I.-Steinbach. Leichte Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren: 1. Preis, 40 TU., Ojäbr. braune Stute: Anton Belten XVL-ßang-(Böns; 2. Preis, 30 Mk., Sjahr. dunkelbraune Stute: Eg. 5)d). Bender-Dors- (flirt, 3. Preis, 20 Mk., 4jähr. braune Stute: 5). Ronr. Straßheim-Griedel: 4. Preis, 15 Mk., 4jähr. Rotsch.inmetltute: Hch Menget U.-Hattenrod Schwere Arbeitsschläge, paarweise zu prämiieren: 1. Preis, 40 Mk, 4 und sjähr Fuch- ftuten: Rich Becker-Trots Horloff: 2. Preis, 30 Mk., 12- unb Sjähr. Fuchsstuten: D Albach-Langsdors. 3. Preis, 20 Mk., 5- u. 13jahr Fuchsstuten: L Klein- Wohnbach. Leichte Arbeitsschläge, paarweise zu prämiieren: 1. Preis ohne Auszahlung, 9- und 5idt)r. braune Stuten: Am. Selten XVI. Cang- (Bun»; 2 Preise, je 30 TU., 11- und 4|ähr. braune Stuten: f). Ronr Straßheim Griedel und 7- und 6jäHr. Rappstuten: Daniel Bender-Griedel: 3. Preis, 20 TU., Rappstuten: L Pebler-Hömshetm. Dreijährige Fohlen, geboren 1924, Wagenschtoge: 2. Preise mit je 20 Mk, Rappftute: K Lich Londorf und Ludw. Pebler-Hömsheim. Dreijährige Fohlen, geboren 1924. Arbeit ssthlüge: 1. Preis. 30 Mk. Fuchsftut« TB Lange^ri-Albach und 1. Preis. 40 Mk.. braune Stute, Anton Benter-Dorn asfeicheim; 2. BreiS. 20 Mk.. Aich. Becker-Trais-Horloff. Zweijährige Fohlen, geboten 1925. Wagenschlage: 1. Preis. 30 Mk. braune Stute. Hch. Fenchels»riete! und Rappftut« G Hch. Bender-Dvrsgill: 3. Preis 15 Mk. Schimmel- Wallach. S^dx Otedcr VI.-Mufchenheim. Zwei j ädrige Fohlen . geboren 1925. ArbcitSfchläge: 1. Pre^. FuckSftute Hch Tvall- bett Xll - uch t st u t«n mit Saugfohlen oder mehreren A a chkvmmen. Arbeitsfchläae: 1. Preis, 50 *2Ht, 6jhr. Fuchsstute, Hch Ditut II.« Griedel: 2. Brei», 6jühi. braune Stute. Wilh. Dtffel-G rietet. Z u ch t st u t« n, nachweislich in 1927 gedeckt oder «trennbar trag mb. Wagenf chläge: 1. Prc:S ohne Auszahlung. Sjäbr. dunkelbraune Stute. Gg Hch Benter-'Dotl-Gill: 1. Preis. 50 Mk.. Sjähr. braune Stute. Ant. Belten XVL-Qang- Göns: 2. Preis. 40 Mk. 11 jähr, braune Stute. H Äanr Straßheim^Grietel: 3 Preis. 30 Mk., Sjähr. Aavpftute. Daniel Benter-Grietel. Z u ch t st u t« n, nachweislich in 1907 gedeckt oder erkennbar tragend. Arbeitsschläge 1. Preis ohne AuS^hlung. 12jähr. KohlsucvSstute. TD. LangSdors-Albach: 1 Preis, 50 Mk. Sjähr. «Fuchsstute: Hch Dreut ll.^Drietel: 2. Preis. 40 Mk. 5iähr «Fuchsstute, LouiS Klein-TDohn- bach: 3 Preis, 30 Mk. Sjähr. braun« Stut«, Ga « ßlec ll.-TZleter-Beifd; 4. Preis. 20 Mk., 4jähr «Fuchsstute. Aich Becker-'LraiS-Horlvsf; 5. DreiS, 10 Mk. Sjähr. braune Stute, Gg. Kitzler l.-Tli«ter*TDdfel; Anerkermungen mit je Der Sternhimmel im Oktober. Sonnenaufgang von 6 bis 7 Uhr. — Sonnenuntergang von 17,35 biS 16,30 Uhr ßicblgeftalten deS MondeS: 1. Diertel am 4 um 3 Uhr. Vollmond am 10. um 22 Uhr, 3. Diertel am 17 um 16 Tlhr mf. Wie der April die fchnellste Wandlung zwn Frühling, so bringt der Oktober den schn.listen Ueberncng zum Dintersternhimmel. TDcgcn der immer zeitiger einsehenden Dunkelheit ist daß Austauchen d.-r TDintcrftembilber im Osten ausfallen ter. als das Berfchwinden der Sommerstern« im Westen: tenn dieses Derfchtoinden wird dalung zur Sonne im Bormonat Halle und bei Eintritt ter Dunkelheit nun bereits ziemlich hoch am Himmel stehl. Cr bewegt sich nicht allzu schnell unter dem auS einem TlnDtomdki- und drei Pegasussternen gebildeten HimmelSquadrat. Der Anblick des prächtigen, auch von unserem Schiller im Wallenstein besungenen WantelstcrnS ersroul unS um so mehr, als er. wenn auch langsam, in höhere Gegenden d«S rierkreiseS «mporste-gt und dadurch für die kommenden Jahre eine immer längere Sichtbarkeit verspricht. Sonst ist am Abend- Himmel nur noch der Saturn zu sehen, freillch nur /r&Wß/LDER 6R0rtEßUCHy /TABEN / ✓ Q)Marz (SjJupNw ($)/afum //•rna, Kleine Bucf' sX/f«Z>en (•) Jonne D T Werfe! @ Vollmond (l J Viertel Der Äit 24 5twnäevv«e)i)«n een Mitter . neckt Vie Mitternacht einet Tafte enthaltende Kreit and die dick punktierte Linie, der tofmannt* Hcnront, nnd fett- itehend tu denken. Der Stemkienme)dreht tick teert deen auf Mitternacht teifendm geraden Pfeil — geu-iet ernte Ren dem Zeiger der Himmeleukr — in 13 Stunden und 56 Minuten im Sinne det gelegener Pfeile einmal um eeinen Mittelpunkt Der etnge tri ebnete Hari tont umrahm die eu der Stunde, auf die der gerade Pfeil teige, um die Monatemitte eicht- laren 5frm«. Untere Karte aeigt alte den Zuetand um Mitternacht der Mc- natemitte. Will m*n eu einer anderen Stunde beobachten, to denkt man eich den Sternhimmel tarnt dem geraden Pfeil te gedreht, daß difer auf die Bi- cbachttmgtetunde eng*: dadurch werden die eu dieeer Zeit eiehtbaren Sterne in den nicht miteudrehenden Horicont km - rmgedrekt. Für je S Tage rar der Ma- not mitte itt der gerade Pfeü */) Stund« früher, für je S Tage nach der Monate- mitt« */□ Stunde epäter eu ttellen. Man * er gleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die geeeichnetm Stellungen ein. wenn er die angtdeultt* Licht- gestalt seigt. durch, dah wir zu immer früherer Stunde beobachten können, etwas verzögert. So ist denn der Arclur noch den ganzen Monat über sichtbar, wenn auch zuletzt nur kurze Zeit. Die anderen Sommersterne, vorab die Wega, behaupten noch einen höheren Stand. 3m Osten erscheint zuerst der Stier mit den Plejaden, fast gleichzeitig. die obere Hälfte des Orion im Osten und die Zwillinge nach Aordosten zu. Bon den Wandelsternen fällt vor allem der prächtige Jupiter auf, der seine (Segenstel- zu Beginn des Monats gatne lurAc Zeil im Westen. Der Helle Stern in feiner Näh« ist der Anlarev, zu deuifch etwa „Gegenmars", so genannt wegen seiner an den Mars erinnernden rötlichen Farbe. Für Frühaussteher sei noch bemerkt, daß die Bonus als Morgenstern am Himmel erstrahlt. Da sie in höheren lierkreisgegenden steht als die Sonne, ist sie verhältnismäßig früh vor Sonnenaufgang sichtbar und hat auch bei Eintritt der Tageshelligkeit bereits eine beträchtliche Höhe erreicht. Äü ft ermann. llmMolgundMe. Roman von Robert Misch. Copyright by Earl Dunker. Berlin SW 62. 9 Fonsetzung Rachdruck verboten Und wieder jauchzten sie ihr alle zu. Roch nie hatten diese Räume, in denen man meist nur „hohe" Kunst machte, solch uberschäumenden Beifall gehört. Man vergaß, wo man sich befand. Besonders die Künstler waren außer sich vor Entzücken. „Sic kann'» besser als die Masiary.' — „Welch ein Vortrag!" — „Ein zukünftiger Star!" fllur Lutrin machte wieder fein ärgerliches ®e- sicht „Meine Herrschaften, machen Sie mir das kleine Fräulein nicht verrückt'. Sie ist Sängerin und keine Chansonniere, und schließlich ja auch Schülerin. Das sind ja nur Scherze, Scherze Er drohte ihr mit dem Finger. Aber Lenz, mit dem Isa, nachdem sie viele Hände gedrückt und viele Komplimente mit glücklichen Lächeln empfangen, schließlich wieder an dem kleinen Tischchen in der Ecke landete, riet ihr mit ernster Miene: „Laßen Sie sich nicht irre machen, Madonna! Für uns Ausübende gibt es keine groß« unb keine kleine Kunst. Reicht Fhre Stimme für die Opernbühne — gut! Sonst können Sie auch im kleinen Genre groß werden. Die Subic und Rvctte Guilbert sind mir lieber, als ein mittelmäßiger Parfival." (Dabei lachte er leise unb blickte spot- tisch zu ßutrin hinüber.) Wie auf einer Trauminsel saß sie hier mit ihm allein — keiner trat, wie nach siillschweigenbem Uedereinkommen, an ihren Tisch. Rur Lukrin blickte ein paarmal sauersüß her. Ringsum sprachen unb lachten sie. Sic hörte nur ihn. Don feinen Anfängen erzählte er, von feinen Gastspielen, von Wien unb seinem Burgtheater „Uebrigcns, was Sic für ein scharfes Ohr für Dialekte haben! Ihr Wienerisch war beinahe echt. Für den Wiener freilich, kleine Berlinerin . Auch von sich selbst mußte sie erzählen, unb er hörte ihr interessiert zu. „Auch ich stamme von kleinen Leuten ab. Wer von unten kommt, strebt mit doppelter Rraft nach oben — wenn die Äraft da ist." Eine Sängerin trat an den Flügel, wählte in den Roten, man sammelte sich um sie. „Und roflm's die Patti oder Lilli Lehmann wäre, heute will ich nicht mehr fingen hören — C’etait Tamour du joli tambour — rataplan, rata- plan, rataplan“, summte er leise vor sich hin. Sie schaute ihn mit glückstrahlenden Auaen an. Er zog seine Uhr: „Höchste Zeit für die Garderobe! — Ich spiele heute den „Misanthrop" — aber mir ist gar nicht misanthropisch zu Mut. Moraen bin ich Hamlet. Stammen Sie hin — an der Kasse wird das Billett für sie liegen. Und nachher soupieren Sic mit mir!" Eine heiße Röte färbte ihre Wangen, aber sie schüttelte den Kopf. „Ins Theater komme ich — ins Restaurant, das geht nicht.' „In drei Tagen reife ich fort. Also gut — es wird eine Loge für Sie und Lukrin an der Kasse jein; unb dann sind wir zu vieren zusammen, kleine yjeilige mit der Feuerkrone. Ist's so recht ? — Und jetzt, französischen Abschied!" Sie nickte ihm freudig zu, fühlte noch einmal den Druck seiner weichen, warmen Hand — unb, während das Gespräch langsam abebbte, verschwand er mit seinem leichten, schwebenden Schritt im Nebenzimmer. Die Sängerin sang — Jia hörte nur verworrene Töne einer großen Arie. Beifall Dann noch ein Lied — wieder Beifall! Langsam und ungesehen glitt Isa aus dem Zimmer, in den Korridor. Auf der Straße dämmerte es eben. Langsam schritt sie hinüber, der Rousieau-Insel zu, wo nur einzelne Spaziergänger die Abendluft genosien. Roch nie war ihr die Welt und dieser große, grüne Park so schön erschienen. Zuhause fragte sie die Mutter neugierig aus. Datcr war in seinem Verein. Während sie ihr Butterbrot aß unb ihren Tee dazu trank, erzählte sie aogerissen und wortkarg. „Es war sehr schön — sehr viele bekannte Künstler und vornehme Leute — überhaupt alle» sehr fein unb vornehm!" Sie hätte gelungen unb Beifall gefunden. Bon Lettz sprach sie nur ganz obenhin — sie hatte ihn kennengelernt, unb auch er hatte ihr Komplimente gemacht „Ach ja — Lukrin hat eine Loge für morgen — Hamlet mit Lenz. Er hat mich eingelaben. Dann schützte sie Müdigkeit vor — sie wollte ins Bett. „Auf deinem Tisch liegt ein Brief — aus Hildesheim, also Dcrmutlid) von Eberhard. Ich dachte, er hat dich ganz vergeßen. Wahrscheinlich hat ihm der Alte verboten, an dich zu schreiben." Dazu lächelte sie verstohlen. Verständnislos blickte Isa sie an. Ach ja — der Junge! Sie mußte sich erst auf seine Existenz besinnen. Als sie schon in ihrem kleinen schmalen Mäd- chenbett lag, öffnete sie bas Schreiben „Meine geliebte Isa! Denkst Du noch an mich? Ich tagtäglich. Wenn ich Dir nicht schrieb — Ich hatte ja Vater mein Wort geben müssen, es nicht zu tun ... Aber ich breche dies erzwungene versprechen. Ach, unser.' schöne Fahri nach dem Scharmützelsee .. Und wenn sich alle auf den Kopf stellen, uns sollen sie nicht auseinander bringen — nicht wahr, meine 3(a? Ich weiß durch Rolf — die Alten schreiben mir keine Silbe von Dir — baß Du jetzt Gesangsunterricht im Konservatorium nimmst. Das Ist Deiner würdig und ^ebenfalls bester als Vaters dumme Tippmamsell-Idee. Deine Stimme war ja immer schon, unb wenn Du im Konzertina 1 ober auf ber Bühne stehen wirst mit Deinem lieben Gesicht und der funkelnden Haarkrone Ach, Dein Haar!" Unwillkürlich lächette sie unb griff in die ge löst«, rotgolbenc Flut, die auf dem Riffen Jag. •J!ud) er! — „Madonna mit der Feuerkrone! — Gelangweilt las sie weiter: Denn ich nicht die große Sehnsucht nach Dir hatte, toär's hier ganz schön. Der Onkel — so nenne ich den Pastor — ist ein netter, munterer Mann — gar nicht priesterhast. mehr wie ein luftiger alter Korpsstudent. Mit seinen beiden jüngeren Söhnen bin ich befreundet, besonders mit dem langen Karlheinz, der In meinem Atter ist. Er will auch Dichter werden — aber bann lacht fein Vater unb lagt: .Dichter wirb man nicht, man ist es." Er schreibt einen König Saul Ganz 10 THT , 4jühr Avttckrrmmelftut«. Hch. TlZenaol II.« Aattcnrob, 5jäfrr. Fuch4stut«. L TDalb I.-Steinbach. 8]ähr. braune Stute, Dome. Brnter-Orietet: d ui tri- Rorichimmelftutr. Hch Ärtmer I.« Lanasteri an#getarnt tourten zur Prämiierung 1630 Mark txr.ru »gabt Vorführung des Elektrolur. Tdontetv# Jntt€tfl« bot für ot« Drfucher bi« CA'ftriftte viedreintgungSmaschin« .Slektroluff". bi« an ter Pulvermühl« bor- Sführt tourte tuurte hier bewiesen, daß e elektrisch: D.edreinlgunasmaschine »Glektrv- lur" bet ten Tieren restlos Staub. Schmutz. Läufe und Haarltnge entfernt, die Ueoertraguna von Hautkranktetten ner&mtert. die Dlutziriu- latwn unb W.terstanbSlratt ter T ere |örterl. te« Milchprot-uktivn bei ftä.iMgem ttebrauch er böht. 'Betriebskosten für Pfleg« unb Xeinijung bedeutend eripart mrd dadurch eine Werts::ige- rung ter Tier« berbeiführt SaS zahlreiche Publikum verfolgte die prattifche Tbriührung dieses für bi« 2an w.rifd>jft vorteilhaften Apparates mit gtofwm IMkereff« Wirtschaft. Diskonterhöhung und Konjunktur. Der H e r b st u l t i >n o hat als schtoierigsten Schnittpunkt tes Zablungs^rlehrs ten erwarteten Tkrlauf genommen, Die Zuspitzung am Geldmarkt erreichte die Lußcrfte G.en«ze des Erträglichen. und die Kapitalanlage ber Ae tchS bank hat nach dem September- u 11 i m o a u s w e i s mit runb 3 Milliarten Mk. einen Rekordstand erreich! Trotz dieser Gi- Wartungen stellt dl« jetzt erfolgte Dlskonkerhdhung ter Reich»bank eine wirk.ich« llel-eeraschung bar. imb hat sogar In ten sonst gul Inlor vzrlen Finanzkreisen, speziell bei den Berliner O.otz- banten, eine Enttäuschung tervorgerusen, da man ten Beschluß ter Reichs bank auf eine D.!-tmt- erbfibunq für übcv«t(t hält. Aussällla ift alle: - ding-, daß ter ReichSbankprästdent dieses Mal nicht, wie es sonst üblich Ist. di« wabrschrinlich «imretente Entlastung ter ersten Oltatennodx abgewartet bat. ehe cr die Disksnterhöhtm-t durchsührte. Diskontpolitisch« Maßnahmen bei ReichSbank werten aber nicht nur auf Grund teö Status der Reichsbank, ber die Lage am Geld- und Kapitalmarkt wibersv.eg-lt. ergrissen. sondern die Maßnahmen ter Relchshmtk In dieser Richtung sind zugleich auf Konjunkturbe« tlnflvf f ung g «richtet. Die Reichs bank bäh also anscheinend die Zeil für gekommen, nicht nur ein Warnungszeichen ,u g ?bcn gegenüber der Ueberlpannung her Äoniunftur. sondern auch ter in der letzten Zeit gestiegmei» Ausnahme von Krediten bei ter Tlolcnbanl Zügel an- zu legen Diese Ausfastuna ber Reichs bank geht unseres Erachtens zwrifellos aus ter Erhöhung des Dlskonttatzes um ein volles Prozent hervor. Wie di« Diskonterhöhung lich auf die Wirtschaft und aus di« gegenaxlrtlg laufende Konjunktur an ^.wirken wirb, läßt sich natürlich im Moment nicht übersehm. Zunächst bringt di« Diskonterhöhung ter Wirtschaft eine Verteuerung des gesamten Kredltver- kehrs um mindestens 1 Prozent. Denn sie wird alsbald auch eine Verteuerung ter Zinssätze nach sich ziehen, die vom Diskontsatz ter Reichsbank abhängig sind. Auch die Bankzinsen werden entsprechend erhöht werten. Ihtfolge der Ärehifoerteuerung wird di« Wirtschaft zu knapperer Lagerhaltung gezwungen sein, so daß die in einzelnen Zndustnezwetgrn insbesondere ter Xertilinhuftric. in starkem Ansteigen begriffenen Lagerbestänte eine weitere^Dermeh* rung nicht mehr erfahren dürsten. Normaler« weise müßte die DiskonterhShung auf das Preisniveau, das infolge des wirttchastlichen Aufschwunges unter den in Deutschland vorliegenden befenteren Entwicklungstedingungen gestiegen ist. senkend wirken. Es liegt also nahe, anzunehmen, daß die Regierung, die erst kürzlich erklärt bat daß fic eine Preissteigerung fetten# der Wirt- T^ast infolge der Erhöhung der Beimtengehaller stark bekämpfen würde, diesmal hje Dislont- polittk ter Reichsbank entscheidend beeinflußt hat, um Bestrebungen auf Preissteigerung von vornherein totzumachen. Aus dem Geldmarkt hub|d), aber io em bißchen im ahm Stil. Der hält immer lang? Reden, und der David auch. Das ift nicht modern. Ich schreibe ein modernes Drama — ein junger, vornehmer Mann unb ein junges Mädchen, die Tochter seines Gutslnspektors Sie hat rotblondes Haar,, das habe ich extra vorgeschrieben. Karlheinz findet es sehr schön — ich bin schon beim zweiten Akt. Wenn Du zur Bühne gehst, da wirst Du viele Verehrer haben, aber keinen, der Dich so liebt und es so gut mit Dir meint. Nicht wahr, Du wirst mich dann nicht vergessen? Du host ja meinen Ring Den trägst Du doch noch? Aber sage nie- mand, daß er von mir ist!" Die letzten der neun Seiten überflog sie nur — Liebesbeteuerungen — Schilderungen von Hildesheim — Tanzstunden — „aber die dummen Kleinstädterinnen gefallen mir nicht: und mit Dir, meine geliebte Iso, kann sich keine vergleichen." — Er lernte sehr fleißig, um bald aus der Quetsche, vulgo Gymnasium herauszukommen. Denn er doch entlieh ein freier Student wäre . dann würden sic sich auch wiedersehen Er reifte dann hin, wo sie spielte. Und sie solle ihm postlagernd schreiben, recht bald und ausführlich — Chiffre Eberhard. Der Onkel öffnete zwar seine Briefe nicht, aber besser sei bester . Achtlos glitten die mit seiner kleinen, z-crlichen Handschrift eng beschriebenen Seiten auf den Rächt- risch Seltsam — so oft hatte sie mit Ungeduld auf ein Wort von ihm gewartet und heute — wie ein ferner, längst vergessener Traum erschien ihr alles. Da schrieb er, „Dein Dich ewig liebender Eber- Hard" — Was waren alle anderen im Vergleich zu ihm, dem stolzen, gefeierten Helden der Bühne, dem Tausende Bewunderung zollten! Sie löschte dos Licht. Ein Mondstrahl glitt durch die nicht ganz geschlossenen Vorhänge. Was für kluge, bald spöttische, bald lodernde Äugen dieser Len; hat! — ha ha — ,JDlabonna mit der Feuerkrone" — Und langsam glitt sie hinüber ins Traumreich Romeo vor dem Balkon — im Mondschein — ober schien er durchs Fenster? — Und nun stand ste selbst auf dem Balkon, und er streckte rlehenb die Arme nach Ihr aus: aber er rief richt Iukia, sondern ,Lsa — Madonna" ... (Fonjetzung folgt) selbst Wird durch die Diskonterhöhung un2> die dadurch eingetretene Erweiterung der Spanne zwischen den deutschen und den ausla.^schm Zinssätzen eine Entlastung «"treten, da mit Sicherheit anzunehmen »ft. daß wieder tun frifttqe Aus.andgelder in höherem ® JjJ Deutschland hinemströmen. Das wäre allerdings der Politik der Reichsbank c^tgegenq^cyt al^r es scheint so. als ob Ne k^S .Hererrckommen furzfristigen AuSlandgeldes lieber m Km^s nimmt weil eben für sie konjunkturelle Gründe beftim- menb gewesen sind. Ruhrbergbau und Kohlenpreiserhöhung. Au» dem Ruhrgebiet wird uns über dte Lage des Bergbaues geschrieben: Der Absatz des Ruhrbergbaues hat sich in der letzten Zeit etwas verschlechtert Infolge der Gewährung der Sonnnerrabattc ift schon in den Sommermonaten die Bevorratung m Hausbrand- sotten einschl. BrechlokS zum guten Teil vor- genommen worden, die Vorräte tn diesen Genien werten erst aufgebraucht werden muffen, bevor die Bestellungen wieder umfangreicher ergehen. Auch in den sog. Industriekohlen hat das Geschäft etwas nachgelassen. Dagegen ist der Absatz in Gießerei- und Hochofenkoks nach rmc vor mit. Sehr übel liegen die Verhältnisse auf dem Weltmarkt: der Preis für englische Ekfwrtkohle ist vom März bis August von 18 sh 6 d auf 16 sh 1 d heruntergegongen. Auster der englischen macht sich in der letzten Zeit auch die Konkurrenz der ost oberschlesischen, sowie der holländischen und der Saarkohle stärker bemerkbar. Das Kohlensyndikat hat deshalb seine Umlage auf 1.25 M. je Tonne erhöhen müssen, em Be- trag der orbeitsiäglich rund 450 000 M. ausmacht. Angesichts dieser Lage wird seit kurzem in Zechenkreisen wieder eingehender die .frage erörtert, ob die Zechen ihre Förderung drosseln und nur Aufträge zu erträglichen Preisen hereinnehmen, oder ob sie die Förderung voll aufrechterhalten und um jeden Preis auch verlustbringende Lieferungen ausführen sollen. Auch der letzte Kohlenpreiserhöhungsantrag ist nur in dem Bestreben gestellt worden, die hauptsächlich durch Eingriffe des Reichsarbeitsministeriums eingetretenen Selbstrostencrhöhun- gen auszugleichen. Allein die Lohnerhöhung vom 1 Mai machte auf das Jahr umgerechnet einen 'Betrag von rund 50 Millionen M. aus. Vach Beendigung des englischen Streiks, während dessen Dauer übrigens der Gesamterlös nur eine Durchschnittssteigerung von rund 1 M. je Tonne aufzuweisen hatte, Hal der Ruhrbergbau zwar einige Monate hindurch mit Gewinn gearbeitet. Je mehr neue Verkäufe zu den verschlechterten Preisen getätigt werden mustten, desto geringer wurden jedoch die Erlöse. Jetzt liegen sie bei einer ganzen Anzahl Zechen unter Selbstkosten: es ist aber unmöglich, ein so grostes und wichtiges Gewerbe wie den Auhrbergbau längere Zeit ohne Gewinn zu betreiben, da von feinen Erträgnissen zahlreiche andere Gewerbe abhängig sind. Vun will die Regierung mit Rücksicht auf das öffentliche Interesse eine Kohlenpre'.Ser- höhung nicht gestatten. Demgegenüber ist darauf hinzuwcisen, daß während der ganzen englischen Streikzeit, während der eine Kohlenpreiser» höhung mit Leichtigkeit durchzusehen gewesen Ware, die Preise im Ruhrbergbau nicht geändert worden sind, um die sich anbahnende Besserung der deutschen Wirtschaftslage nicht zu stören. Auch die infolge der Knappschaftsnovelle ab Sommer 1926 eingetretene Mehrbelastung des Ruhrbergbaues um rund 40 Millionen M. jährlich hat der Ruhrbergbau zu Preisheraufsetzungen nicht benutzt, trotzdem jetzt die sozialen Versicherungsbeiträge allein Per Unternehmer auf die Vuhtonne berechnet 1.20 M. und darüber betragen. Ebenso find auch die b shcrigen Lohn- herauffetzungen (IDert des Gesamteinkommens je Sc icht des Kohlen- undGesteinhauers im Januar ’1924 6.24 M., im Juli 1927 9.53 M.) nicht zu Preissteigerungen benutzt worden, obwohl von 1913 bis jetzt die Arbeitskosten je Absatztonne von rund 7.30 M. auf über 10.50 M. gestiegen flirt; im Gegenteil flirt feit 1924 die Kohlenpreise nicht unerheblich ermähigt worden, so dast sie jetzt weit unter der Teuerungsziffer siegen. • Don der Frankfurter Börse. Am 10 Oktober werden AuSlosungsscheine zur Deutschen Anleihe-AblösungSfchulL verlost. Daher fallt am 7.. 8. und 10. Oktober die Kursfestsetzung der Deutschen Anleche-Auslosungsscheme emschl. ein Fünftel Ablösungsschuld Vr. 1 — 60 000 Mk. aus. Gemäß Lj 25 Abf. 1 der Bedingungen für die Geschäfte an der Frankfurter Wertpapierbörse müssen alle bis einschl. 6. Oktober 1927 geschlossenen Geschäfte in Deutschen Anleihe-Aus- losungSscheinen einschl. ein Fünftel Ablöfungs- schuld Vr. 1 — 60 000 Mk. am 8. Oktober 1927 durch Lieferung erfüllt fein. Auf Grund des tz 39 des Börsengefehes find -um Börsenhandel zugelafsen: 33 000 000 Mk. 6proz. Anleihe des FreistaateS Baden von 1927. Die Schuldverschreibungen werden vorn 7. Oktober 1927 ab notiert. • Erhöhung der Geldsatze der Preußischen Staatsbank. 3m Anschluß an die Distonterhöhung der Reichsbank hat die Preußische Staatsbank eine Aenderung der Geld- sähe beschlossen. D _> Prozent p. a. erhöht. Die Festsetzung der Zinssätze für Monatsgeld steht noch zur Beratung, da die auswärtigen Bankenvereinigungen zu diesem noch Stellung nehmen müssen. • Handel und Gewerbe im September. Vach Berichten der preußischen Industrie- und Handelskammern und des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages hat sich die Lage gegenüber dem Vormonat nicht wesentlich geändert. Im Bergbau wird gegenüber der englischen Konkurrenz scharf gekämpft. In der Großeisenindustrie ist die Lage noch befriedigend. besser in der eisenverarbeitenden Industrie. Die Textilindustrie hat weiterhin gute Beschäftigung. Auch in der chemischen und elektrotechnischen Industrie, im Bau- und Bauneben- aewerbe war die Lage befriedigend. Die Außenhandelsbilanz weist für August einen Rückgang der Passivität um 139 Mill. Mk. auf. Jedoch ist an dem Rückgang die wohl nur vorübergehend nachlassende Vahrungsmitteleinfuhr mit 101 Mill. Mark beteiligt. Die Gesamtzahl der unterstützten Arbeitslosen hat sich vom 15. August bis zum 15. September von 576 000 auf 517 000, also um rund 59 000 gleich 10.2 v. H. vermindert. In einzelnen Gegenden sind Lohnbewegungen entstanden. • Gute Beschäftigung in der Metallware nindu st rie. Der gute Deschaf- tigungsstand in der Metallwaren-. Haus- und Küchengeräteindustrie hat angehalten und teilweise noch eine Besserung erfahren. Das kommende Weihnachtsgeschäft wirkt sich im Kunstgewerbe. in der Taselgerä.e«. Spielwaren- und Uhrenindustrie bereits günstig aus, auch besserte sich die Beschäftigung in den von der Jahreszeit beeinflußten Industriezweigen (Deleuchtungs- körper. Blech-Lacki^rwaren, Einkochapparaten u. a.). Ebenso arbeitet die Schlittschuhindustrie. die infolge des vorigen eislosen Winters fast em halbes Jahr stillag. wieder mit einem Teil der Belegschaft. Leider fehlt der gegenwärtigen Beschäftigungskonjunktur wegen der außerordentlich gedrückten Preise der wirtschaftliche Erfolg. Das Inlandsgeschäft überwiegt bei »eitern. Es hatte in den meisten Artikeln eine erhöh re Vachfrage, in Haus- und Küchengeräten allerdings unter Bevorzugung der billigen Qualitäten. Der Auftragseingang auS dem Auslande ist unbefr cdigend. Die Verkaufspreise sind durchweg schlecht. Der Hauvtgrund hierfür liegt in der Zersplitterung der Blech- und Metallwarenindustrie. die zu einem zügellosen Wettbewerb geführt hat. Preisaufbesserungen können infolgedessen nicht vorgenommen werden, unh nur durch Zusammenschluß der Fabrikanten kann eine Besserung bezüglich der Preise eintreten. Schlechte Aussichten für die Weinernte. Das andauernd schlechte Wetter der letzten Wochen hat die Hoffnungen auf die diesjährige Weinernte immer tiefer herabgedrückt. 3m Mittelrheingebiet rechnet man im ganzen mit einem guten Drittel-Herbst, an der Mofel allgemein mit einem halben Herbst An der Ahr ist der Stand der Reben noch mit einem Drittel oder Piertel zu veranschlagen. 3m Wein- baugcbiet der Vahe und des Glan ist die Ernte mit einem guten Viertel-Herbst zu bezeichnen. Weiter südlich hat in Rheinhellen die Lese der Porttigiesertrauben bereits begonnen. Der Ertrag ist unterschiedlich. ‘ Vereinigte Stahlwerke A.-G Wie WTD.-HandelSdienst erfährt, werden sich am 7. Oktober mit dem Hapagdampfer „Hamburg- Generaldirektor Dr. Karl Große, sowie die Direktoren Hugo Klein, Ludwig Patt und Dr. Friedrich Stein von der Vereinigten Stahlwerke A.-G. in Düsseldorf nach Veuyork begeben. ' Jndustriellenbesprechungen in London. Anfang dieser Woche sanden in London auf Einladung des Direktors des Verbandes der britischen 3ndustrien private Sitzungen der Direktoren der 3ndustriellenverbände Deutschlands, der Tschechoslowakei. Frankreichs. Hollands Italiens. Schwedens und der Schweiz statt. Für den Veichsverband der deutschen In- dustrie nahm Geheimrat K a st l an den Besprechungen teil. Cs wurden lausende Fragen erörtert, die die Aufmerksamkeit der verschiedenen europäischen 3ndustriellenverbände im gegenwärtigen Augenblick beschäftigen, insbesondere die Methode, wie die Industriellenverbände zur Unterstützung der Entschließungen der Weltwirtschaftskonferenz und des Stockholmer Kongresses der 3ntcrnationalen Handelskammern zusammenwirken können in Fragen, wie Zollnomenklatur, doppelte Besteuerung. Ein- und Ausfuhrbeschränkungen und Vorbereitungen industrieller Statistiken. Frankfurter Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener AnzetgerS".) Frankfurt a. M.. 6. Oft. Tendenz: Ge- schaftslos. Infolge des hohen jüdischen Feiertages war die Börse heute außerordentlich schwach besucht. Das Geschäft kam nur sehr schwer und zögernd in Gang. Don den wenigen erschienenen Dörsenbesuchem wurde große Zurückhaltung geübt. Auch von einer Beteiligung des Publikums war nichts zu merken, so daß kaum einige Umsätze zustande kamen. Vachdem vorbörslich die Stimmung überwiegend schwächer wurde, da die Erhöhung des Reportgeldsatzes; n Berlin verstimmte, konnte sich bei ^Beginn des amtlichen Verkehrs eine etwas freundlichere S immung durchsetzen, zumal verschiedentlich zu Deckungen geschritten wurde. Bei der allgemeinen Geschäftsstille gelangten nur wenige Papiere zur Erstnotiz. Die Kursveränderungen gingen nach beiden Seiten kaum über 1 Proz. hinaus. Vur Gcsfürel wurden etwas lcbhas er gehandelt und zogen 3 Proz. an. Auch 3. G. -Farben hat en lebhaf leres Geschäft (plus 1 Proz.). Bankaktien lagen eher schwächer. Scheideanstalt gut behauptet Die Rentenmärkte blieben fast umsatzlos. 3m weiteren Verlaufe wurde das Geschäft zwar nicht lebhafter, doch war die Haltung allgemein etwas fester. Da kaum Material angeboten war. genügten schon einige Käufe, um bai Kursniveau, zu heben. Gesfürel. AEG.. Siemens und I. G- Farben konnten bis zu 3 Prvz. Anziehen. Am Geldmarkt ist die Lage unverändert. Tages- Scld 6‘/s Proz. 3m D ev i se n ve r k e h r lagen ie Devisen wieder etwas erholt. Die Reichsmark notierte gegen Kabel 4.1945. gegen London 20,424. Paris gegen London 124.02 Mailand SS.60 fester. Madrid 28.00. Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht deS „Gießener Anzeiger-".) Berlin. 6. Oft. 3nfolge des hohen jüdischen Feiertage- wies die Besucherzahl an der heutigen Börse große Lücken auf. so daß sich die älmsatztätigkeit In engsten G renzen hielt. Das Publikum verharrte weiter in seiner Zu - r ü ck h a l t u n g. Die Tendenz war eher etwa» schwächer, da die Erhöhung des Reportgeldsatzes ihre verstimmende Wirkung nicht verfehlte. Einiges Geschäft hatten 3. G -Farben und Ges- fürel. doch überwog auch hier das Angebot Vach Festsetzung der ersten Kurse, wurde die Stimmung etwaS freundlicher und der Verkehr erfuhr eine l c i chs c Belebung. Man hegt die Hoftsnung, daß der Diskontsatz der Dank von England unverändert bleibt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt, 6. Okt. 3nsolge des jüdischen Feiertages fanden an der heutigen Frankfurter Produktenbörse keine Votierungen statt. Berliner Produktenbörse. Berlin. 5. Oft. Die im Gange befindlichen dringenden Erntearbeiten, vor allem die Kartoffelernte, (affen nur wenig gutes Material von inländischem Brotgetreide bereintom- men. Die Vachfrage ist demgegenüber, wenn auch weiterhin noch recht vorsichtig, doch etwas besser geworden, da das Mehlgeschäft eine leichte Behebung auftveist. Sowohl Wetzen als auch Roggen waren auch in den AuSlandforderungea im Anschluß an die festeren Terminmärkte erhöht, von Umsätzen war aber bis zur Berichtsabfassung nichts zu hören. Am Liefe rungsmarft war Roggen merklich besser gehalten als 'Weizen. Die vorderen Sichten gewannen 2,50 biS 2,75 Mark, während März um 3,75 Mark höher eröffnete. Bei Weizen war die Oktobersicht um 1,50 Mark, Dezember um 1 Mark befestigt. Vachdem sich gestern schon ziemlich lebhaftes Weizenmeblge- schäft entwickelt hatte, hat die Vachfrage heule wieder etwas nachgelallen Für Roggenmehl ver- sucht man, 0,25 bis 0,50 Mark höhere Prelle zu erzielen, was aber ziemlich schwierig ist. Hafer ist in marktgängigen Qualitäten wenig angeboten, aber auch die Vachfrage ist nicht sehr groß. 3mmerhin sind e'was höhere Preise durchzuholen Gerste hat sehr ruhiges Geschäft Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt 252 bis 256 DKL Oft 270,50, Dez. 272. März 276 (fester): Roggen, märf. 234 bis 237, Oft. 245. Dez 244 bis 244,75, März 248 (fest): Sommergerste 218 biS 265; Wintergerste und Futter- gerfte 217 bis 224 (Beb.): Hafer, märf. 193 bis 212 (etwa- fester), März 219,50 (etwas fester) Mais, La Plata 192 bis 194 (stetig): Vaps 305 bis 315 (beh); für je 100 Kilo: Weizenmehl 32 25 bis 35,50 (beh.): Roggenmehl 31,50 bi« 33>0 (fester); Weizenkleie 14,25 bi« 14,50 (still) Roggenkleie 14,25 bis 14,50 (still); Diktoriaerbsen 50 bis 58; kleine Erbsen 30 biS 33; Futtererbsen 22 bis 24; Peluschken 21 bis 22. Ackerbohnen 22 biS 24: Wicken 22 bis 24; Lupinen, blau 15 bis 16; Rapskuchen 15,83 bis 16; Leinkuchen 22,30 bis 22.50; Soyaschrot 19.70 bi« 20,30 Kartoffelflocken 22.60 bis 23. Mf. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. — Reichsbankdislont 7 Prozent. LombardzinSfuh 8 Prozent. Berlin Frankfurt a.■ Berlin Frankfurt a.M. Berlin 5. Cflbr. <*elb Brief itnimouirue Holländische ■Jioten . . . 16.4; in »3 bdjlufo. 1 Ubr- Sd)lufc- 'llnfang Srti ub Uhr- so lug' 'jlnfang .■tu - l.liftc. •Jlnfang Noten . . 167.63 168.68 flut* Ävr» flun Wut» fiurs OllTS «iure Kurs f.uts üurs bitt« at.licniftfie Noten . . . a.9 23.02 Tamm: o. 10. 6 10. 5. 10 6. 10. Datum: 1. 10. 6. 10. v. 10. 6. 10. Tatn'n: 5 10. 6 10. 5 10. 6. 10 Vionvcgiftoe Noten...... Teuiich Lesterr ,5100 Kronen 119.13 «,0< 110.57 69, >7 Di A,ich«cuUrlVk v 1027 - ‘ i 1 71. M C6 . . . ; IKZ t. i»2 1^ z । 182 '1’biliDö 1 m ITemcn; K. el iidt . . f ,,6.s ettnocbiirf).’ ‘Jioten . . 112.47 118 _‘.'lr lot ■ Jirdjten — 65 85 5b 6 Cl.Nr. Lieferungen . . l< 182 ■ 82,5 ISO 5 193 Cchwei;er Noten .... nJ 59 Ml 91 5 .i, obi f Vlu6l f .'Jiettien * (5,1 15 13 l'idjt und Hrau . . . io 218.41 219 2)8 '2Van6 A ftr. itaa 1 Ififl - t-oanische Noten .... 72 75 «8 T Urai tl fcnp .!<■, q o bol iiuiuiibbar bi > <932 ♦ ' ‘JiOeinnctje 6UD -Bank vau -ivo dpi 96 5 <8 25 - gelten A iyuiu aunte .6 Gcs t (kiek r Unicnx . 10 vamd ttldk Werke . . lo 130 107 - 135 13 75 Hi 5 5 60 5 172 199.75 291 5 131 181 b 106 5 146 5 309 166 4 edultbeU Pavenhoter 15 Cfnvcrte . . 1 Hier. (Slaniftoff......1 Hemberg....... 8 ^cUiio < öalbbof... 1 Zellstost Äftbaffenbura . :< (ibarlotrnburc.er Wasser 7 efiaaer GaS h Taimler Motoren . . . . c Temag .....0 flblerroerte fllenet. • . . 0 । < 1 i 417 395 617 414 391.25 640 Tsch'cho'lowakische Noten . - Ungarische Noten - . . Devisenmarkt Berlin 12 387 73.20 —5ranthir 12.447 71.50 (L TL Ift v- <» ata «ortritga.Cb hqationcn. ruiUaulbar iw)' ti ed)lef. Elektr.....io Sdjuilen .......7 200 5 290 75 201.5 290 12 5 195 194 5 434 11.5 - 308,5 Telegraphischr Aus^adiung. 4" Schwell BundeSd «nl. *°/e CHtrrtltbtldjc fflolbrte 4.2tPt Ceflcrr itb < untertrieb rin ci 1 !Htc 31 6 L - — Siemens A HalLt, ... 16 Iran rabio ..... 8 291 136.5 15 5. Cflbr- 6 Cttbr. 1 1 1 1 1 1 Labmeoer & Co- . 9 Buder s .... 0 TeutidK Erdöl....... Crifentr S einfnblr . 8 182 107 147 180 104 5 144 5 115 25 H6.25 19 ,5 114 9 *4 9 105/75 199 65 14 -J 84 5 105 2a Amtliche ’Jion rung ße(b Brie' <üniutl>e Nonerung <*e!8 l tarier 4‘ lluounictr «'tolbric 4° llnuiinltte Siaait'r v 191t '7.9 21 7ü _ 37 25 24,8 117 10. flm-t.-'.Hou fnn.-Slref 1.790 168,8. 1.794 163,14 1,791 168,48 1,796 4' i" otilfll 0011 1913 4 Unoatildjr Utonenrie - 24 75 <’>elfenftrd)enet ' f. «/, I a 49 75 - <49 b 1 8 5 175.25 148 25 r'ubw Koeitt .... 1 -Jlat flmomobfl . k — — 281 III ■ 79 25 HO 65 yrfT.-flnth) >8,33 110.31 .8 45 IU.« *3.40 110.42 >8,12 110.04 4 Iiu(. .soUanleUx v 1911 13.25 — 18.3 — 175 2.18.25 155 5 161 Id) Cr ost in Jk <:crpet .... — ISO 130 stör'nbagrn 112,24 112.«G 112,35 112,5; 4 , lurf tbaabatbabn-Jlit! Vinte Hs mann . . . ( — — • S tcdbolm . 112,74 112,96 112,81 Hu.U3 •- rte 1 4' M»al. €ertt II « ‘Xunmitrn cotibert 9tic 4', '.Humanen Ülotbülii U 6,2 - 17 tl 13.9 18.75 Älodn rroerfe ...... 5 itohbVltuefien . . 5‘. ' annefimann .f. «/. I 4 '.'J’anö .Iber 7 156 5 166 |66 155 »5 175 16 > Vconhnrd Tiev ... < Bamao- rgrln ■ . . • . C Fran.'k M ichmco . .. . l (üriBn.i ..... > 43 74 HZ 5 Illi 165.5 4 6 71 75 111 5 164 ^elfingrort. 1 Italien . . . L'onöon. . . . eur.ork . . I0,5o7 1,1-8 . IV,.77 a,y 1 Ul.4.> 4,19, .U.5Ui 22,16 0,40. 1,1915 10,535 .5.00 20.415 4,1996 von 1913 16 75 — - - Cbcrfftlel Eilend. Bedarf i _ 9‘J £>enliflcnftaebl ...... 1 28 • * * 1‘ariS.... ib,44 16,48 10,145 16.485 HJa Xrundir tienbafcn 4', f>ambura»yiiitn<’a Pac . u D md -Zubern Tann* (ch ,s Canla Tom. f »ui 6 M 5 17 75 Illi 147 2’0.5 Z2J .■> 146 25 .‘22 4 Cber(d)lei IkokSwer.'e . 0 Pvonu Berg.au f g '.HbemifdK Braunkohlen tu '.Kheinitabi u 11.5 244 5 | JO 99 3 Ul 5 244 19! 99.75 Ul 141 Hunaban^ ...... 1 Vetbrncrf • ...... 8 Mainkraftwerke ...... ' ..... 1 106 5 1 119 134 120 106.75 135 Illi Lchmeti .. Sva.iirtt. aaoan . . • «lo de Jan ",7tt 72.95 ).Uv3 >.5W> 0,9 78,(1 1». v.bV. 1 V 5 -0,845 .»,05 1.955 .6105 OI.UlS 73,17 1.959 0.5025 Wcrborur t r vu ob t fcag. TcutflK Urrbtianfl. ll vatm r i'2i:fvfrein 4i W.rltnei Hanf, a iellsch. t. <19 75 1« 7t 149 65 149 Dikbed 'l'iontan ....., bereinigte Stadtw. f. ’/»3 : C taut 1 ine 1 1 si «ali flfdkrJlebe-t u 165 124.7. 171,4 169 — •.'^cfarlutmer ...... > Urte<5 11: i n ...... .' ll 8 1: 110.5 ‘12,35 — löten in T ■ 7est abgeit U’rag . - - - k'elirab • jV.IO «9.2 2 »9.18 *,30 - i 142 75 1 (3.5 ll 25 142 9 - 'ö? i G2 5 Webr girrtet .......1< 3'ttflt & He,essner .... 6 - 12.414 12,43o 7,J»i <2,422 7,3»3 12.442 7.407 V oinuietf- u.ib HriD.it > 170 GO 5 170^5 -24 t •ui r •RalilBtik*rtae n iu «altwerk Salzdetfurth 12 2 ® itar en Industrie IC — 181 Subd Huder ' I3i> 5 — 186 Vuüav-st - «3.18 «3,35 »3.49 Tarrn ft. u ‘Mauonakanf n Sruutfir Bank 10 Th'lonto Wtiellltbah Int 10 Treibnrr Bant lu H' tcldeunche urebltbauf 9 iW-tnlibaiil • W ttb»üanf 1 US 162 25 154 <61 - 134 25 12 153 161 Ji 5 l>8 I7G 295 296 248 .97 245 29| Banknoten. arten yiffabon Tanug. . staust ntin- -Uba 01.84 o,WO J).i< 31,48 •.4U J>. 63 -1.35 . .UJ3 20,67 M.51 I6U 75 160 7. -34.5 III. 5 Tmamti Nobel ... .0 tZctieib amialt...... <• clbläimtbl ... .b Niii^er: werkt........c Metall griellLaf» 10 1,9.25 ■Berlin. 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