Mittwoch, 5. Oktober (927 177. Jahrgang Nr. 235 (Erftes Blatt es. Die Konferenz der deutschen Länder eine einverstanden HL tif n. grohes Interesse daran, die Verhält- Mexiko alS verworren und chaotisch nisse in d,36 eine sind den N e Die Not Nheinhessens. Tic Aktion der hessischen Regierung bei Guillaumat. Main-, 4. Ott. (Wolfs) Zu der nichtssagenden Verlautbarung über das Ergebnis des Besuches des hessischen Staatskommisiars bei General Guillaumat schreibt der .Mainzer Anzeiger" sehr richtig: Das Ergebnis dieses jüngsten Schrines bei der Besayungsarmee ist ein Cornmunique. das ebensowenig sagt wie seine Vorgänger bei ähnlichen ®el eg enh eiten. Immer wieder werden die Wünsche des besetzten Gebietes übermittelt und immer wieder wird wohlwollende Berücksichtigung versprochen. Wir geben zu, dah sich solches Wohlwollen bisher bei Kleinigkeiten gezeigt hat. Solange aber aus ihm nichts Wesentliches entspringt, die Bevölkerung des besetzten Gebietes das so oft bekundete Verständnis nicht praktisch und fühlbar durchgeführt sieht, solange steht sie diesen Der- kicherungen skeptisch gegenüber. Uns ist nicht mit Keinen Desänftigungsaktionen gedient. Wir wollen, dah endlich das in Erfüllung geht, was uns seit Jahr und Tag immer aufs neue versprochen wird. Dah Mainz sich keine grvhen Hoffnungen zu machen braucht, geht aus den ernschrörckenden Worten des Herrn Generals: »soweit die militärischen Rvtwen- _____■ _ Ä 23.01 110,1- 09,11 i.e iü-E *.s Der Kampf mit den Meuterern. VLcneral Lcrrano hingerichtcl. Mexiko. 4. Oft. (2DIB.) 3n verschiedenen Bcooinjcn ist gegen die Regierung de» Präsidenten Calle» eine Reoolulion der Militär- Partei ausgebrochen. Die Truppen de» General» Gomez und de» Generals S e r r a n o meuterten. 800 Offiziere und Soldaten der hauptstädtischen Garnison standen in Ausruhr. Unruhen sind auch in den Provinzen Torreon und Veracruz ausgebrochen. Die Revolution wird von dem General Obregon, dem Freunde des Präsidenten, und Präsidentschaftskandidaten für die kommenden Wahlen, bekämpft. Die Nachrichten über den verlaus der Kämpfe sind ouhcrordentlich widersprechend. General S e r r a n o , einer der beiden meuternden Präsidentschaftskandidaten, soll von regierungstrcuen Truppen im Staate Morelo» gefangen genommen worden fein. Angeblich ist er vor ein KrieL^gericht gestellt, zum Tode verurteilt und h l n g e r i»ch t e I worden. Nach anderen Meldungen sind bei Jalisco 19 Aufständische getötet, der Oberst Manoauilla und sämtliche Offiziere feine Stabe» sind ebensall» hingerichtet. Auch die revoltierenden Truppen der prooniz Torreon sollen geschlagen sein, fast alle meuternden Offiziere seien im Gesechl getötet worden. Dagegen scheinen sich die Regierungstruppen in T a m p i c o in schwieriger Lage zu befinden. Sie *otSÄ gefärbt und übertrieben, haben doch tHcJ2lmcri- faner ein Vorbesprechung in Stuttgart abgchallen, um wenigstens in den grundsätzlichen Auslassungen "~ gemeinsame Richtlinie herzustellen. in Mexiko. sich hier zeigen wird, wieweit daS mextkantlch» Volk mit der Regierung des Präsidenten Salles und vor allem mit seiner kirchense.ndltchen Poll- darzustellen, wie sie ja auch von Zeit zu Zeit für ausreichende Beschäftigung der Ordnungstruppen und für revolutionäre Bewegungen sorgen. Der sehr energische EalleS hat bisher jeden gegen ihn gerichteten Aufstand Niederschlagen können, er wirb auch mit der neuesten Militärrevolte fertig werben. Dennoch darf man auf den Ausgang der Wahlen gespannt sein, eben weil Grunde genommen sachlich und konnten kaum als „Wahlreden" bezeichnet werden. Das agitatorische Moment trat inde'sen schärfer in die Erscheinung bei der Besprechung einer Anfrage über die Feier bei der Einweihung des Artilleriedenkmals in Darmstadt, die als monarchistische Kundgebung gedeutet worden war. Sichtlich machte im Hau e eine Rede des Abg. Scholz Eindruck der gegenüber derartigen Dingen und m der leidigen Flaggenfragc zur gegenseitigen Duldung mahnte. Stark mit agitatorischen Gedanken durchsetzt war auch die Besprechung der Anträge aus Gewährung einer Winterbeihilse an Soziulrentner. Kleinrentner. Arbeitslose usw. In jedem Jahre kommen diele Anträge, jedoch mühten sich eigentlich die Aiuragste.ler sagen, dah der Landtag hierfür nicht die zuständige Instanz ist. Man einigte sich schließlich auf einen Zentrumsantrag, der aber keine unmittelbaren Beihilfen gewährt. Don den Abschiedsworten des Landtagspräsi- dcntcn ist wohl besonders die Mahnung beherzigenswert, im Wahlkamps Angriffe auf Ehre uni) Person des Gegners zu vermeiden. Wir hoben jetzt den Geburtstag des Reichspräsidenten erlebt, der vielfach die Gedanken und (Empfindungen unseres in Partei Zerklüftungen zerfallenen Volkes einander näher ge bracht hat. m.-chkc diese Stimmung in Hessen auch in den nächsten Wochen weiter wirken, damit dem Wahlkamps unnötige Schärfen genommen werden. zum Reich herbelzuluhren. Sie haben sich gut vorbereitet und, ehe sie nach Berlin fuhren. Die Ministerpräsidenten der deutschen Länder haben ihre Anwesenheit In Berlin beim Geburtstag des Reichspräsidenten dazu benutzt, um mit der Reichs reg terung eine sehr ernste Aussprache über die Stellung der Gliedstaaten .10,39 s Ä 10, i.i»! iM*5 80,81 it,‘> I.*1 „SUO1 j9,l£ ' 7,3*2» 3.35 „OS ■0,63 „Ml hl* 1.21" 0.0- ' teuer: Leerlaus und zeitraubendes Rebeue.n- I ander können wir unS nicht mehr leisten: nur. solche Umwälzungen lassen sich von heute auf morgen nicht erreichen. Und eS ist wohl kaum ein Zweifel darüber, dah unser« Zeit weder den Ruf noch die Legitimation hat. daS deutsche Vaterland neu aufouteilen. DaS wird über Jahr und Tag unter dem Druck einer starken Dolls'limmung vielleicht einmal möglich sein. Soweit sind wir heute noch nicht. So lange aber können die Länder nicht warten. Sie wollen inzwischen leben und verlangen vom Reich dah ihnen ihre LebenSmögl.ch- feiten gegeben werden. Ihre Absicht scheint dahin zu gehen, dah durch eine Verfassungsänderung d i e Stellung deS Reichsrates gegenüber dem Reichstag gestärkt und die Aufbürdung weiterer Lasten ihnen gegen ihren Willen nicht aufoktroyiert werden kann. Wo sie allerdings die Mehrheit im Reichstag für solche Pläne bekommen wollen, .werden sie vermutlich selbst nicht wissen. Jeder Schritt nach rückwärts ist bei der Kräfteverteilung im Reichstag ebenso aussichtslos, wie jeder Schritt nach vorwärts. Bleibt also nur die Möglichkeit, mit kleineren Mitteln weiierzukommen und vielleicht in den künftigen Finanzausgleich Sicherungen hineinzumauem, die sie wenigstens vor einer Abdrosselung schützen. Das ist wohl der Sinn deS Beschlusses. der von einer F o r t - setzung der Beratungen mit Kommissionen. Referenten und allen Zutaten fpricht. ES wird wieder viel geredet werden, neue Denkschriften werden das Licht der Welt erblicken und di« Länder werden damit im Selbsterhaltungsinter- effe allcS tun, um die eigenen Existenzbedmgun- gen selbst auf Kosten des Reiches zu sichern. Sie schwimmen dabei gegen den Strom, denn es ist doch ein Zeichen, dessen Bedeutung nicht unterschätzt werden darf, dah alle wirt- fchastlichen Verbände, die Industrie, der Handel und die Städte, sich dem Zwang zum Einheitsstaat nicht mehr entziehen können: ob- h* im d., ■ w- * ä,!ti 0,er Deutschnalionalen Partei die R.-z erung we- ien ihrer Abstimmung im Reichsrat über Agrarfragen angris'en. so sind die wichtig- ren Punk!« auf der Tagesordnung der letzten öihungspenod« ziemlich ob. e heilige Kämpfe bei xer Aussprache in der Abstimmung erledigt toor» >en. Das gilt namentlich von der Vorlage, in >er die Regierung ermächtigt wird eine ötaatsanleihe im Betrage von 126 Millionen Mark aufzunehmen. Auch die Berfas- 'ungsänderungen. denen zufolge der Land- ag früber geschlolscic werden kann als dies nach 'tn b'.slerigen ge'etz ich n Dcstimmun'en möglich Var und es verhindert werden soll, dah sich Splitter;arteien bei den Wahlen bilden, fanden geringen Widerstand. Ebenso wurden die Vorauszahlungen auf die neuen Beam» tengehälter nach unwesentlicher Drbate angenommen. Man hätte gauben können, dah die letzten Tage des Landtags die Einleitung zum Wahllampf bilden würden, aber es war wenig davon zu spüren: die meisten Reden waren im L»ah»< hi l»)orilich süt Politik Dr Fr Wilh Lange: für Feuilleton Di H Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Biumschein; für Den Anzeigenteil Äurt Hellmann, sämtlich In Dietzen. digkeiten in der am längsten besetzten dritten Zone eS zu liehen", leider allzu deutlich hervor. Roch ist es so. dah unsere Gegenseitef allein bestimmt, was sie unter militärischen Rotwendigkeiten versteht, ilnö sie versteht so ziemlich alles darunter, was ihr zur Autrecht- erhaltung ihrer Besatzung Mnlich erscheint. Wenn man heute aber in einer friedlichen, in den letzten Jahren durch Leid und fast unerträglicher Last geschwächten Stadt noch von militärischen Rot- werrdigkeiten spricht, scheint die praktische Auswirkung solchen Verständnisses noch in weiter Ferne zu liegen. Wir glauben an sie erst dann, wenn aus den schonen W-»rten eines solchen Communigu6s Taten werden. Wir wünschen solche Taten im Interesse des Frieden- und eines friedlichen Zusammenlebens zwischen zwei Völkern, die das europäische Schicksal doch einmal zu gemeinsamer Arbeit zusammenfinden muh. Die ßanbtagshanbibaten des Zentrums. Der Lanbesausschust ber Lanbesorganisation ber hessischen Zentrumspartei Hal in einer Sitzung vom 28. b. M. in Mainz bie Nominierung von 28 Kandidaten beschlossen. Oberh ess e n ist vertreten durch bie Namen: Weckler, Landwirt in Rockenberg, Dr. Roßkopf, 23eterinärrat in Gießen, Schmidt, Arbeiter in Harheim. wohl sie oermuttich alle wissen, dah di« heuttge Generation da- End« dieser Entwicklung kaum erleben wird. Keine Aenderung des Finanzausgleichs. Berlin, 5. Oft. (Prlo.-Iet.) wie die „(Derma nia“ Höri, hat der R e i ch » f i n a n z m i n i st e r In der gestrigen Konferenz der cänderfinaniminister erklärt, dah da» Kabinett einstimmig feiner Meinung beigetreten fei, dah an eine Aenderung de» Finanzausgleich» im gegenwärtigen Augen- blick nicht zu denken fei. — Wie die „Dass. Zig." milzulellen weih, wird den Ländern indefsen in Aussicht gestellt, dah für den Augenblick gewisse Reserven au» dem laufenden Reich » etaI für sie zur Verfügung gestellt werden könnten und dah Im nächsten Jahre die Körperschaf t»- und Einkommensteuer höhe re Erträge bringen würden, so dah sich auch die prozentualen Anteile der Länder erhöhen würden. Die Länder sollen jedoch sich mit einer derartigen Lösung nicht tufrlcben geben wollen, weil sie aus der Sicher- steilung einer dauernden Deckung der neuen Ausgaben für die Beamtenbesoldung bestehen. Länder und Besoldungsreform. Berlin. 4. Ott. (Wolff.) Heut« vormittag fand unter dem Vorsitz deS preuhischen Finanz- ministerS in den Räumen des preußischen Z-inanz- ministerrum- eine Konferenz der Finanzmini st er der Länder statt, die sich mit der Besoldungsreform und vornehmlich mit der Deckung der durch sie den Ländern entstehenden Kosten beschäftigte. Vertreter fast aller Länder waren anwesend, die ihre Berechnung der erheblichen Mehrkosten vorlegten und übereinstirntnend forderten, dah d a S Reich nach Vorlage der neuen BesvldungSo^dnung nun auch die Pflicht habe, die Länder bei der Ausbringung der Kosten hinreichend zu unterstützen. nt. -- —I— fit.* IIO-S 69.0* 4 60 11'2.0 60.« 13.16 13.» fassung sehr leicht gemacht hat. Sie hat den Grundgedanken Bismarcks übernommen, Hal aber die politischen und finanziellen Rechte der ehemaligen Bundesstaaten gekappt, soweit sie sich in der Vergangenheit alS unbequem herausgestellt hatten, Hal aber dabei nicht überlegt, das» dadurch die Ausbalancierung der K r ä s t e verloren ging und der Gleichgewichtszustand, den DiSrnarck genial herzustellen verstand, ins Rutschen kommen muffte. Davon weih ja besonder- Preuhen ein Lied zu singen. Die Weimarer Verfassung wurde darauf abgestellt, di« Vormachtstellung PreuhenS au zerschlagen, waS die preuhischen Sozialdemokraten gerne mitmachten, um nachträglich zu merken, dah sie dabei ihrem eigenen Staat das Rückgrat angeknackst hatten, so dah sie jetzt seit Jahr und Tag an der Arbeit sind, die Fehler, die sie voreilig begangen hatten, wieder auÄ- zugleichen. Bei den übrigen Ländern zeigt sich die Wirkung nicht ganz in den grotesken Formen, sie beschränkt sich im wesentlichen auf di« Finanzen, wirkt sich aber auch hier um so schärfer auS. Man muh nur bedenken, dah die Länder nicht allein die Hoheit über die direkten Steuern abgeben mufften, dah ihnen ihr Militär, ihre Eisenbahnen, ihre Post genommen wurden, ihnen allo von dem staatsrechtlichen Begriff der Selbständigkeit nicht allzu viel mehr übrig blieb, während ihnen gleichzeitig immer neue 2a- st en aufgebrummt wurden, für die sie die Mittel einfach nicht aufbringen können. ist nicht zu viel gesagt, wenn heute festgeslellt wird, dah eine Reihe- der kleineren Länder tatsächlich vor dem Danlerott stehen. Die Propheten des Hni- tarismus halten das für erwünscht, weil sie davon eine Beschleunigung des Umbaus des ganzen Reiches erwarten: sie übersehen aber dabei, dah hier mit gewaltsamen Mitteln nichts zu wollen ist. Wären die Machthaber der jungen Republik gut beraten gewe'en. dann hätten sie nach dem grohen Aderlah in Weimar die Beziehungen zu den Ländern pfleglich behandelt, damit b.e Neuordnung erst einmal eingefahren werden konnte, ehe weitere Schritte geschahen. Statt dessen haben sie das Tempo überstürzen wollen und nur erreicht, dah dadurch eine starke Reaktion. zumal in Süddeutschland, grohgezogen wurde, die den ausgeprägten Föderalismus neu verankern hals. Und doch werden wir. nachdem einmal in Weimar der Anfang gemacht ist. nicht darum herum kommen, die ganze Organisation des Reiches von Grund auf zu ändern. Der Apparat, mit dem w.r heute arbeiten — wir haben Hunderte von Ministern, wir haben rund 2000 Parlamentarier — ist für uns viel z u i. ___ ruHJ JHL—- &13 I,|N ;> ' A-86 8,505 10,19 18,y 13.01 «rltetet tÄgh^,«efc«: W £>> Q M Geheim Anzeiger sch« men «inzelnecNummere LE General-Anzeiger für Oberhessen richten. Bnjetgcr Oletzee. V w 1 • vn>« mt» Dalog: Untotrfitäu.Bn*- nnO Steht6rnderd B. tauge tu Cie^tn. Lchristlkttung »«» S«lchSst,I>«Ie: rch-Ittt-ß« 7. lottee durch dir Aufständischen le eine» Baracken, lager ringe) djloffen fein und auf Entsatz warten Die Deputlectenkammer wird morgen in einer Sondersitzung die M u » ff oha n g aller Deputierten beschlichen, die die Draiidentschafls- kandidatur der Generale (Borner und Serrano un- fersfühl haben. Präsident tolles hat eine Erklärung veröffentlichen lassen, in der es heißt: „Ich bin entschlossen, die revolutionäre Bewegung der Generale Serrano und Game; ein für allemal zu unterdrücken. Beide sind Verräter. Die Regierung wird sie bekämpfen und vernichten. Die von Serrano in lorreon entfesselte Meuterei wurde nach dreistündigem Kampf niedergeworfen. Sämtliche aufsländischen Offiziere wurden gefangengenommen und die Soldaten entwaffnet. Alle werden vor ein Kriegsgericht g e st e l l t werden. Der versuch zweier Regimenter, in Veracruz ju meutern, erfolgte auf Anstiftung des Generals Gomez/ Rußlands AfienpolitiK. Tie Stützung der Türkei. Sotono, 4.0lt. (XU.) Wie aus Moskau gemeldet wird, schenkt die Sowjetregierung der außenpolitischen Lage im Rahen Olten große Beachtung. Die Diplomaten der Sowjetunion find bemüht, ihre politische Slellung in derTür - fei, Persien und Afghani st an zu stärken. Die „Prawda" veröffentlichte gestern einen neuen Artikel über d i e russisch-türkischen Beziehungen und behauptet darin, daß der angebliche Versuch Englands, die e Beziehungen zu un.ergra'e i. bisher ergebnislos verlaufen sei. Eie ist der Ansicht, daß die türkische Regierung ihren F.eundschaftsve.trag mit der Sowjetunion nicht kündigen werde. Ferner beschäftigt sich die „Prawda" mit einer Meldung des deutschen Sozialistischen Pres edienstes über einen angeblichen Geheim- vertrag zwischen Rußland und Italien. der im Falle des Ausbruchs eines Krieges zwischen der Türkei und Italien in Wirksamkeit tre'.en solle. Die „Prawda" bemerkt hierzu, daß 61.'e Meldung rein provokatorischen Charakter trage und Mißtrauen zwischen diesen beiden Ländern hervorru'en solle. Die Zeitung erklärt, daß es keinen italieni ch-ru s.schen Geheimver- trag gebe und daß die Sowjetunion überhaupt keine geheimen militärischen Abkommen getrogen habe. „Prawda" kommt zu dem Schluß, daß die Türkei im Kampfe um ihre Unablängigkeit auf eine Unterstützung durch die 6otojetregieru:ig rechnen könne. Die Türkei werde ihre Position dem Völkerbund gegenüber nicht ändern und auch fernerhin den Arbeiten in Genf sernbleiben. Der Balkanpakt. Griechenland tritt für Teilabtommen der Balkanmachte ein. Paris, 4. Olt. (Wolff.) Die Havas-gentur veröffentlicht heute die Erklärungen, die der griechi che Außenminister Michalakopulos während seines Aufenthal es in Paris abgab. Michalakopulos erklärte, man habe viel von einem B'lkanpakt gesprochen, aber die politischen Wirk- lL,fdten bewiesen die Unmöglichkeit, alle Dolkaninteres.en in einer Formel oder in einem allgemeinen Pakt zu vereinen, weil diese Intereisen nicht einen a m einsam en Heimer hätten. Das Königreich Serbien habe nicht nur Dal- kaninteressen, sondern auch Interesse an Mitteleuropa und an der Adria. Rumänien habe Donauinteressen und Besorgnisse nach Rußland bin. die Türkei habe neben ihren Dalkan- interef en Mittelmeer- und asiatisch? Interessen. Dieje Verschiedenheit mache den Balkanpakt sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich bei dcrn gegen wär,igen Stand der Dinge. Er sei daher der Ansicht. daß man zum selben Ziel, nämlich zur Stabilisierung deS Friedens durch Teilabtommen gelange, die so ausgearbeitet werden mußten, daß sie aneinanderg.r.iht und zueinander in Einklang gebracht werden könnten. polnisch-litauische Spannung. Ter Streit um Wilna. Warschau, 4. Oft. (TU.) Im Zusammenhang mit der in Litauen am 9. Oktober stattfindenden Trauer feier für den V e r I u st des Wilna-Gebietes an Polen hat In der polnischen Presse anscheinend auf Wink von oben eine starke antilitauische Propaganda eingesetzt. Seit mehreren lagen bringt besonders die Regierungspresse groß aufgemachte Nachrichten über schlechte Behandlung der polnischen Bevölkerung in Litauen und die angeblich antipolnische Politik Litauens. Der „Kurjer Poranny" bringt heute einen langen Artikel, in dem gesagt wird, die Verfolgung des Polentums in Litauen könne bei einem friedlichen Zusammenleben zivilisierter Staaten nicht länger geduldet werden. Der „Expreß Poranny" über schreibt einen Artikel „Der Diktator Litauens, der Deutsche Woldemaras, ahmt die schänd- I che Barbarei der Hakatisten nach". (f)afatiften = Deutscher Ostmarkenoerein aus der Vorkriegszeit.) Der „Kurjer Polski" erklärt, Litauen fei ein gefährlicher .ßerd für den Frieden im Osten Europas; es fei zu hoffen, daß die nächste Zukunft energische Schritte der polnischen Regierung gegenüber der Verwilderung in Litauen bringen werde. Die polnische „Agrarreform". Eine Beschwerde der deutschen Grundbesitzer beim Völkerbund. (Stqcnei Dradtbeitch des .0 ie Langer-".) Berlin, 5. Oft. Der Warschauer Sejm hatte vor etlichen Jahren ein Gesetz angenommen, das eine großzügige Agrarreform versprach, aber in Wirklichkeit doch nur daraus zugeschnitten war, den deutschen Grundbesitz zu enteignen. Mit 5)ilfe dieses Gesetzes ist es denn auch gelungen, zahlreiche Guter aufzuteilen und in pol- Nische nänbe zu bringen. Da man auch für dieses Jahr große Parzellierungen vorgesehen hatte, war der deutsche Grundbesitz zusammengetreten, um den Schutz des Völkerbundes anzurufen. Eine entsprechende Eingabe deutscher Sejmabgeord- neter ist auch bereits aufgesetzt worden. Um nun die Aktion zu durchkreuzen, sind die Starosten ausgc- fordert worden, die Gutsbesitzer unter Druck zu nehmen und von ihnen schr.ftliche Erklärungen zu verlangen, daß sie nicht zu der Eingabe stünden. Daß sofort gegen dieses Vorgehen be.m polnischen Innenminister Einspruch erhoben worden ist, versteht sich von selbst. Nur wird man damit niajt viel erreichen, da die Polen ein großes In- terefie daran haben, daß aus dem deutschen Vorstoß nichts wird. Wir haben ja schon in Ober- (Ein neuer Ozeanflug. Der Start in Norderney. Aorderneh. 4.Oft Das Junker-Wasserflugzeug D 1230, Typ .©.24". das gestern abend in Aorderneh angekommen war, ist heute nachmittag 17.32 Uhr zu einem Ozeanflug gestartet. Die Vorbereitungen zum Start waren während der Aachr getroffen worden. Bei Scheinwerferlicht wurde getankt Gegen 3 Uhr waren 21 Fässer Betriebsstoff an Bord genommen. Bald darauf wurde über dem Führersitz die Antenne angebracht. Etwa eine Stunde später versammelte sich eine große Menschenmenge, die dem Start beiwohnen wollte. Hm 5.15 Uhr setzte heftiger Regen mit Böen und £agel ein, scheinbar ein Gewitter, da das elektrische Licht im Orte erlosch. Die Standhaften ließen sich aber auch durch das Unwetter nicht vertreiben. Ihre Geduld wurde belohnt: um 1 .7 Uhr erstrahlte wieder die Sonne. Gegen 8 Uhr wird es lebendig um das Flugzeug. Die wenigen Schuhpolizeiwachtmeister können die Menge nur mit Mühe zurückdrängen. Degen 11 Uhr wird ein kleiner Postwagen von drei Angestellten des Flugplatzes an die Startbahn gero.lt In dem Wagen befindet sich Ozeanpost Doch der Start findet noch immer nicht statt. Erst gegen 15 Uhr werden die Propeller angeworfen und das Flugzeug wird, begleitet von einer kleinen Dampfpinafse auf d i e offene See gebracht. Zwei Herren und eine Dame hatten sich vordem bereits an Bord begeben. Ein weiterer Fluezeug- Insasse folgt in einem Ruderboot, das ihn in schneller Fahrt zum Flugzeug bringt. Gegen 16 Uhr sehen plötzlich die Motoren aus. Der Zuschauer bemächtigt sich das Gefühl, daß sie versagen, doch bald seht zuerst der mittlere Motor und Dann auch die beiden seitlichen Motoren wieder ein. Das Flugzeug gleitet langsam auf dem Wasser vorwärts. Man hat den Eindruck, als genüge die Kraft der Motoren nicht, um das schwere Flugzeug vom Wasserspiegel zu heben. Plöhlich sehen wieder sämtliche Motoren aus: ein Dampfer, der am Flugzeug vorbeisährt, hat den Weg versperrt. Als die See wieder frei ist, sehen die Motoren wieder ein uiö unter dem Jubel der harrenden Menge hebt sich das Flugzeug bald darauf ruhig und sicher vom Wasser. Roch eine Schleife über der Insel und dann verschwindet das Ozeanslugzeug am Horizont. Zwischenlandung in Amsterdam Amsterdam, 4. Oft. (WTB) Das in Aorderneh aufqe'liegen? Flugzeug D. 1230 hat um 17.30 Ilhr Amsterdam über flogen und liegt jetzt Im Marineslughasen von Schell I n g- woude. Es ist in Schellingwoude neu mit Benzin der ehen worden. Wie von beteilig'er Seite mV geteilt wird, ist die Landung des Junkers-Flugzeugs in Amsterdam auf eine Anordnung der Slugleitung z rückzusühren. ©obalb die Wetterlage es gestattet, wird D. 1230 von Amsterdam den Ozeanslug auf dem geplanten Wege durchführen. Wie der Amsterdamer Vertreter des WTB. zuverlässig erfährt, steht das Ziel des morgen früh um 5 Uhr von hier beginnenden Etappen-Fluges des deutschen Iun- kerflugzeuges D. 1230 noch nicht fest. Flugrichtung und Flugziel werden vielmehr davon abhangen, wie sich die Wetterlage gestaltet und auch von anderen, bei der Durchführung des Fluges au beachtenden Umständen, so daß die Piloten bei der Feststellung der Flugstrecke vollkommen freie Hand haben. Wie wir von beteiligter Seite erfahren, haben die Piloten der D. 1230 Anweisung, die Durchführung des Fluges keineswegs zu überstürzen, da es sich nicht um einen Rekordflug handelt, die Veranstalter vielmehr den Haupiwert darauf legen, die Sicherheit des Flug s zu beweisen Der Passagier der D. 1230 ist eine Dame, die Wiener Schauspielerin Frau Lilly Dillen-. Sie ist die Tochter des Kunstmalers Holliher. Das Gzeanflugzeug D 1230. Aorderneh, 4. Ott (WB.) DaS drei- motorige Junkers-Flugzeug D. 1230 soll den Transozeanflug in mehreren ©tappen, und zwar zunächst in 14stündigem Flug die reichlich 2000 Kilometer lange Strecke nach Vigo-Azoren, ausführen. Ss soll bann von dort weiter nach Aeuyork fliegen. Die Maschine ist im europäischen Hauptstadtverkehr bereits seit längerer Zeit erprobt und bietet im Aormalverkehr Platz für den Führer, den Bordmonteur und neun Fluggäste. An Stelle der Passagierplätze sind zu beiden Seiten Benzintanks eingebaut Das Flugzeug hat außerdem die Aufgabe, die P o st s ä ck e der .Europa" and der .Bremen" nach Amerika zu befördern. SS ist ein Ganzmetallflugzeug. das in Dessau gebaut und in Malmö auf Schwimmer gesetzt wurde, nicht mit Silberbronze an gestrichen, sondern der Witterungseinflüsse wegen mit einer hellgrünen Mennige. Die drei Iunkersmotoren sind vom Typ L. 5 mit je 280 Pferdestärken. Das Flugzeug kann seine Manövrierfähigkeit auch mit nur zwei Motoren auf rechter halten. Das Hen'kel-Ozeanflugzeug. Berlin. 4 Oft. (XU.) Wie die Aacht- auSgabe mitteilt, sollte gleichzeitig mit der heute in Aorderneh zum Ozeanflug gestarteten Junker- maschine D 1230 auch ein Wasserflugzeug der Warnemünder Heinkel- werfe zum Flug nach Amerika starten. Hierzu erfährt die Telegrafchen-älnion folgendes: Durch die Erfolge seiner Flugzeugfonstruktionen ermutigt und nicht zuletzt dadurch, daß der neueste Typ von Heinkel im Jahre 1926 Sieger im deutschen Seeflugwettbewerb geblieben war. g.ng Dr. Heinkel im Sommer dieses Jahres daran, für einen Transozeanflug ein besonderes Seeflugzeug zu schaffen. Diese Maschine ähnelt in ihrer Konstruktion der Type H E 5, dem Sieger im vorjährigen Sees lugwettl«werb. Die Ausmaße sind im allgemeinen etwas größer gehalten und weisen einige Sonderheiten dem besonderen Zweck entsprechend auf, so sind z. B. die Schwimmkörper entsprechend der größeren Belastung und den stärkeren An- forberungen an Hochcesähigkeit größer gestaltet worden. An sich ist die Maschine ein Tief- d e ck e r mit halvfre.tragenden Tragflächen. Als Material hat auch hier vor allem zum Bau des Rumpfes Stahlrohr Verwendung gesunden. das Heinkel auf Grund ferner Er altrungen bereits seit längerer Zeit in den Flug eugbau eingeführt hat. 3m übrigen ist Holz mit der üblichen Stosfbespannung und teiltoejcr Sperr- holzbeplankung verwendet toor'ten. Ausgerüstet ist die Maschine mit einem B. M. W. - VI - M o - tot, der eine Dauerleistung von 500 PS und eine Spitzen!^ stung von 800 PS hergibt. Das Leergewicht des gesamten Flugzeuges beträgt etwas über zwei Tonnen, so daß es bei seiner Auslastung mit mehr als vier Tonnen insgesamt an Fsuggewicht über sechseinhalb Tonnen aufweist. Zur besonderen Sicherung ist das Flugzeug nicht nur mit einer Funkempfangsund Sendeanlage, sondern auch mit einer besonderen Radiopeilvorrichtung au#ge- rüftet, die es den Fliegern ermöglicht, unabhängig von Kompaß und Sicht, jederzeit ihren Standort genau festzu st eilen. Die notwendige elektrische Energie wird von einem Generator erzeugt, der unmittelbar mit dem Motor gekuppelt Ist. Die Reichweite der Sendeanlage dürfte über See wohl über 1000 Kilometer hinaus- gehen. Das Flugzeug wurde Anfang August im Dau fertiggestellt und unternahm von da ab regelmäßig Prvbeflüg« mit steigender Belastung. Diese Probeflüge führten zum Teil noch zu Heinen Abänderungen und Verbesserungen, ergaben aber berechtigte Hoffnungen auf das Gelingen des Unternehmens. schlesien erlebt, welche Schwierigkeiten sie dem Deutschen Dolksbund bereitet haben, um seine Beschwerden unmöglich zu machen. Das gleiche Manöver wiederholt sich jetzt den Grundbesitzern gegenüber. Wir geben uns aber der Erwartung hin, daß wenigstens die deutschen Sejmabgeordneten Ihrerseits die Schritte unternehmen, die notwendig sind, um die Aufmerksamkeit des Völkerbundes auf die gewaltsame Gnte.gnung und die Schmälerung des Beschwerderechtes der Minderheiten durch die polnischen Behörden zu richten. Viel Hoffnung auf Erfolg haben wir allerdings nicht. Die Liquidationsschäden. Keine Hurückzictznng des EntschadigungS« gesctzcs wegen WiderspriichParkcrWilberts. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers*. Berlin, 5. Olt. 3m Zusammenhang mit den Beratungen über bas Liquidationsschäden- geseh im Reichsrat ist in der Presse die Aach- richt aufgetaucht, daß die Reichsregierung beab- sichiige, das ganze Kriegsschädenschlußgesetz infolge der Widerstande, diederReparations- a g c n t gegen die Verwendung der Reichsbahnvorzugsaktien zur Befriedigung der Liquidaliens- geschädigten geltend gemacht hat. zurückzu- ziehen, da eS ohne die Möglichkeit der Verwertung der Reichsbahnvorzugsaktien undurchführbar sei. Wir erfahren dazu, daß bei den Anständigen Stellen in feiner Weise die Absicht besteht, oder bestanden hat. den Gesetzentwurf zurückzuziehen. Tatsächlich scheint jedoch der Re- varationsagent gegen den Verkauf der Eifen- bahnvorzugSaktlen zur Durchführung des Gesetzes Widerspruch erhoben zu haben, man hat jedoch die Hoffnung noch nicht aufgegeben, die Bedenken des Reparationsagenten zu zerstreuen. Eine Aussprache zwischen Reichsregierung und ReparationSagenten soll eine Klärung dieser Angelegenheit auch in rechtlichem Sinne bringen. Eine DeckungSmöglichlelt sieht daS Finanzministerium in der Ausnahme einer Aus- landanleihe nicht, sondern hält vorläufig noch die Deckung durch den Berkaus der Eisenbahn- Vorzugsaktien für den einzigen Weg. Sinbcnburgfe^er in Chile. Valparaiso, 4 Olt (W?lfs.> Die deutsche Kolonie beging gern infam mit d.r Besatzung des C>eutM)en Ärcu^ere „Emden", unter Tcil- nabme der chilenischen D.hördm. der A-mee und der Marine den Geburtstag des Reichspräsidenten Hindenburg In festlicher Weise. Am 1. Oktober fand eine Feier der deutschen Schule statt, abends Empfang und Ball der Kolonie. Am Sonntagmorgen wurde ein Fe'-got esdienst abgehalten. M .hr-r? b .deutende chilenische Zeitungen brachten anläßlich des Geburtstages Sondernummern. Des Reichspräsidenten Dank an Präsident Coolidge. Berlin, 4. Oft (Wolff.) Der Reichspräsident hat folgendes Telegramm an Präsident Eoolidge nach Washington gerichtet: .Für die mich aufrichtig erfreuenden ©lück- wünsche, die Sie. Herr Präsident, anläßlich meines 80. Geburtstages an mich gerichtet haben, bitte ich Sie, meinen herzlichsten Dank entgegen- zunehmen. Der Freundesgruß des amerikanischen Volkes an das deutsche Volk, dem Sie mir mit so anerkennenden Worten übermittelt haben, war mir eine besondere Geburtstagsfreude. Von Herzen erwidere ich ihn namens des deutschen Volkes.' Ebenso hat der Reichspräsident den anderen fremden Staatsoberhäuptern, die seines 80. Geburtstages gedacht haben, seinen aufrichtigen Dank nebst fernen besten Wünschen übermittelt. Außer den bereits gestern Genannten hat auch der Schah von Persien dem Reichspräsidenten Glückwünsche übersandt. Aus 'tller Welt- Kuriosa von Hindenburgs Geburtstag So manches hat sich am vergangenen Sonntag anläßlich des 80. Geburtstages des Re ch, Präsiden- tcn ereignet, was nicht der Oeffentlichkeu bekannt geworden ist. So erfahren wir, daß die Gratu- lationsadresse, die der Doyen des Diplomatischen Korps, Nuntius Pacelli, dem Reichspräsidenten überreichte, von einem hiesigen Diplomaten, nämlich dem russischen Botschafter, nicht unterzeichnet worden war. Und warum? Da in der Gratulationsadresse der Segen Gottes auf den Reichspräsidenten herabgefleht wurde, war es dem russischen Botschafter in Anbetracht der Tat fache, daß die Sowjetregierung den Himmel ab geschafft hat, nicht möglich, dieses Dokument zu unterschreiben Er hat insolgcdcsscn persönlich einen Glückwunsch in freundlich gehaltenen Worten an den Reichspräsidenten gesandt. Zwei junge Bayern, sie sollen aus Bad Tölz stammen, kamen am Sonntag, nachdem die Gratulationscour schon lange vorüber war, m i f einem großen Strauß Edelweiß, den sie hoch oben in den Alpen selber gepflückt hatten, in das Palais des Reichspräsidenten und baten, Hin- benburg persönlich ihre Glückwünsche barbringen zu können. Obwohl sich ber Reichspräsident an« schickte, aerobe in diesem Augenblick in das Stadion zu fahren, um dort die Huldigung der Jugend entgegenzunehmen, empfing er doch noch die beiden jungen Burschen, die ihre Tracht angelegt hatten, und soll sich über Ihre Glückwünsche ganz besonders gefreut haben. Glückstrahlend verliehen jedenfalls die beiden das Präsibentenpalais. Cine Forschungsreise des .Fliegers von rsingtau". Kapüänleutnant ©untrer Plüschow, der aus dem Weltkrieg bctaimte .Flieger von Tsingtau", wird m diesen Tagen ein« neue Forschungsreise antreten. ®r segelt zunächst in einem eigens für seine Zwecke «bauten Kutter von Büsum an der Aordsee nach Brasilien, unternimmt eine Forschungsreise in das wenig erforschte brasilianische 3nnere, segelt bann an der südamerikanischen Küste weiter bis zu den 5cuerlanb-3nfeln. 3n Punta Arenas übernimmt er ein durch Dampfer dahin gebrachtes Flugzeug und fliegt damit in das Innere des Feuerlandes, das bisher noch kein Europäer betreten hat. Aach dieser Forschungsreise, die auf 1>, Jahre berechnet ist, wird Kapitänleutnant Plüschow einen südamerikanischen U eher lanbf lug durchführen. bei dem er die deutschen Siedler in Südamerika besucht. An der Expedition nehmen außer den Kommandanten Plüschow noch drei Mitarbeiter teil. Der Kutter trägt den Aamen , Feuerland". daS Flugzeug den Aamen .Tsingtau". Der Stapellaus deS Kutters erfolgt am 9. Oktober in Büsum. Einsturz In einem Bergwerk In Kanada. 3n dem Bergwerk der Mond Aickel Eompanh bei Worthington erfolgte ein größerer Einsturz, durch den auch die Erdoberfläche in M tleiben- schaft gezogen wurde. Mehrere hundert Mtter der Ejsendohnftrecke der Eanadian Pac fic und ein Bahnhofsgebäude wurden zerstört. Die Bergleute konnten rechtzeitig gewarnt werden. ES ist niemand getötet oder verletzt worden. D.e Senkung der Erdoberfläche erstreckt sich nach neueren Al ei düngen auf ungefähr 400 Quadratfuh. D.e Tiefe der Einsenkung beträgt annähernd 1000 Fuß. De Kras 1 stalion und andere Gebäude, mehrere G.senbahnwogaons und einige 100 Fuß der E.senbahn strecke s nd bereits in die Tiefe gesunken. DaS Depot der Eisenbahn befindet sich gegenwärt g am Rande des AbgrundeS, in den eS jeden Augenblick zu stürzen droht. Gin Bergmann mit Frau und Kind, dessen Hau- 40 Fuß versank, konnte unverletzt die Erdoberfläche erreichen. DaS Bergwerk war feil zehn Jahren in Betrieb und sollte In naher Z?it aufgeqeben werden. Rauschglstschmuggler In Hongkong und Berlin verhaftet. Dem Zusammenwirken der britischen und der deutschen Kriminalpolizei ist es gelungen, ein Ehepaar au verhaften, das zusammen mit mehreren Helfern die unerlaubte Ausfuhr von Rauschgiften auS Westeuropa nach China und Japan In großem Umfange betrieb. SS handelt sich um den früher in Berlin als Direktor der jetzt nicht mehr bestehenden Firma Mercantile Llvyd 2. ©. ansässig gewesenen Russen Gregor S la ttn ie- g r o h, der 1923 aus Konstantinopel zu - getoanbert war und sich Im Juni 1926 nach Hongkong begeben hatte. Seine in Bcr - linoerblicbeneööefrau hatte den Einkauf und den Transport der Gifte übernommen. während er selbst den Vertrieb i er Gifte in Ehina besorgte. Zum Besuche der Lieferanten unternahm die Frau wiederholt Rei en nach der Schweiz und nach Frankreich, da in Deutschland der Ankauf von Rauschgiften zu schwierig geworden war. Zum Transport deS Giftes hatten sich die Schmuggler in Berlin einen besonderen Koffer >"il doppel en Wanden und doppeltem Boden cnfert.gen lassen. Die Wetterlage. f i i ISA n. w1 D/ensfag. den 9. (M 27 ______7* abends.____ S 11 Oventtnioi <$ntittr g nn» oedtm ® vom; • otdetii • Kew • Khßft G OflUPfln « M<6<1 k w "£'(§)•' O~ Oll ludtvewcjl Q Ott Mtitt ntrot" »■! Winot 0t »ofltR lltetMtn Zeh» ie« o#»tn a>< >tmptrüBt an inne« #cuervvvau0age. Erneuter Kaltlufworstoh ließ in den heutigen Morgenstunden beim Zusammentreffen mit der herrschenden Eüdweä-Lust auch in unserem Gebiet stärkere Wvlkenblldung erkennen, waS aber nur vorübergehend i't. DaS nordwest-europäische Hoch hat seit gestern seine Lage nur wenig verändert und zeigt weiteren Lustdruckanftieg. 3m Bereich der Hochdruckwetterlage bleibt daS trockene Weiter sortbestehew Die Temperaturen gehen nacht- zurück und erreichen wieder die Gefrierpunkisnähe und in höheren Lagen auch darunter. Wettervoraussage: Aachts kühl und Tempe- ratur'all, morg.nZ stelenweise A'be'.. tage leer auffKiternb unj trocken. WitterungSaus Ichten für Freitag: Keine wesentliche Aenderung. 'Ä’Ät S** brt innk'^oto. * m Xr* ,e h bo$ hZit p, Qt ZStt- Wr hi ln ^brQZjU^rni««t reJSS äs?,’1»*: -fit™ sSä> Suttr verletz» SrbvbMche trlMi ynjüf Wfflr «0 « »mfenbjng btträgt ^raflsiallvn ®ib McnbabntPflggonj nbnltwf« f nb brrtili «n. Da» Depot bn Mmvg am Aonbe rt iAtn Augenblick NMann nv.l *5tou unb terfanl, lonntt un* erreichen. Sa» 2erg- wahren in Srtr.tb lufgegeben werden. Hongkong anb Bfrili fei i der britischen unb der ist cs gelungen, ttn >S zusammen mit mch« tiaublt Ausfuhr aut Westeuropa ipan 'm großem Um« ’t sich um den früher in ►er jegt nicht mehr bett! le Lloyd 2.S. an« Ecegvr Vtattuie« onstantinope/^o- sich im Juni Mnach Hatte. Seine inlex« Vrau ballt benttin« )oit bet Dvfe über« [bft den Derlrieb tu Zum Deluche der Lie« 5rau wiederholt 7le> en mch Frankreich, do In von Aauschgisten zu Zum Transport des Schmuggler In 2cr!in iossrr '"!! doppeln Loden cnfert.gen lallen. terlage. M v! i 10 t» M 7X0 a eltgt* SSW-—* Ulf#*1 KW in v §emp^ ... OlL°L-i<- *&«*• 1*" . 0 ,0 Mus der Provlnzlalhauptstadt. Sitten, ben S. Ohofrer 1927. Man hat so seine Gedanken. man ba tf fi< haben und hegen. Hur bad man |te oftmals nicht aussprechen. Don der echt- schen Seile betrachtet, sollen s»e immer liebevoll mit den ^ttgenossen umspringen Aber bi« Ethck toill viel was der andere Mensch in uns nicht will unb auch nicht tut. Infolgedessen manchmal impertinent kritische Gedanken, die aber sicher auch nicht unberechtigt sind. Da ist der einfach« Wann, von dem zu be- haupren. er hab« da» Pulver erfunden, mehr als kühn wäre. Gestern lief er noch mit -er- rtlfenen Schutzen, heule fährt er Im eigenen Auto und übcrmotaeii Ist er vielleicht Grohgrunb- besiyec. Und hier ble junge Frau, mit bet man in einer Klasse Iah unb bie gewiß auch kein 5tir enlicht war. Sie war nicht», hatte nichts, ging in dürftigen Fähnchen einher. Aus enmal begtgnet man ihr al» Dame, und sie kennt einen nicht mehr. Dort kommt einer, bet noch vor ku.zern einen untergeordneten Posten mehr schlecht a!' rc A au.Vall.e. jetzt ist er eine leitende Perfön i,leit. Dielleicht und bie .unter ihm" bie Vcucnben? Wer weih ba»! Und hier trifft man ei/.e.i, der überhaupt keine Arbeit kennt. Früh nicht, den Tag über nicht. Am Abend findet man Ihn In den K.^lpen. Unb er ernährt fein« Familie Womit? 3a, wer baß wüßte. Unb nebenan wohnt ein alter Mmm, der fich sein Lebtag ordentlich geplagt unb e» auch zu etwas gebracht hat. Sin tluger Rotf, ern vonuhmer Menlch Sr nagt am Hungertuch aud> L-enn er «■» die andern nicht merfcn läftt Unb dicht daneben findet man den jungen dHann, der mit besten Jenfuren von der Schale abging, der sich als Lehrling N-esslich bewährte, und findet keine Arbeit, kein Unterkommen, auch wenn es noch so bescheiden wäre. Fühl gleiten? *lhm Ja, mag schon sein. Wenn einer Käse anbietet, der gebraucht wird, so t*sri dient er n«hr, als wenn er mit künstlerischem Gemälden hausiert, hie niemand verwenden kann ober will Trotzdem: Man hat fo seine Gedanken und bar! sie haben darüber daß es manchem bxh recht leicht fällt, oder leicht gemacht wird, auf der Leiter des Srfolges auhödrt» au kommen, manchem andern ha gegen wird bei jeden Schritt vorwärts auf die Schienbeine gesck-lagen. Aber da» war wohl schon vor der Sintflut fo unb es wird so sein, solange diese Srdo Menschen beherbergt. Dielleicht ist da» auch nötig zur Erhaltung des Gleichgewichts im Menschen sein. Immerhin kann man — nun Ja, das steht schon In der Ueberschrift. S- r x*ornott\cn. — Tageskalender für Mittwoch. Vladttheater 7.30 Uhr: „Sgmonl" (Snde 11 Uhr). — Palast-Lichtspiele .Die geschiedene Frau." — Astoria-Licht piele: .Um Recht und Licbe." - Aus dem Stadtthcaterbureau wird unS geschrieben. Zur heutigen .Sgmont"- Aussührung sei noch bemerk! daß die Saaltüren wühlend der Ouvertüre gesch'.olsen bleiben. — Deutschnationaler Handlung s- gehilfenveiband. 3m hcutigin Anz.iLen- teil lädt die Ortsgruppe Gießen zu einem Bor- tiagsabend .Smste und heitere S.lzzn und Er- lebnisse in Deutsch Südwtstasrika" ein. Redner beS Abends Ist der Schriftsteller und Landtags- abgevldnete Rudols K i n d t - Darmstadt, der — so 'chreibi man uns — srüher als Kaufmann nach Deutsch-Südwestasrika auswanderte, dort später Farmer unb Herausgeber der Deutschen Zeitung in Wlndhuck war. Kindt geht, wie in der Zuschrist weiter hervvrgehobcn wird, als Redner ein sehr guter Rus voraus, er Hai überall. wo er über dieses Thema sprach, stärksten Delsall geerntet. Man beachte die heutige An- zeige. — Wahl au r Ange stellten Versicherung. Die Wahl bet Vertrauensmänner unb Ersatzmänner in der Angestelltenver icherung findet für die Arbeitgeber und für die Angestellten am Sonntag. 4. Dezember, von 9 bis 14 Uhr statt für den Wahlkreis umfassend bie 2 a n b - gemelnben deS Kreises (Sieben. Zu wählen sind 6 Vertrauensmänner unb 12 Ersatzmänner. Gewählt wirb für Stimmbezirk A in Glehen, Reaierungsgebäube, San gras-Philipp-Platz Vr. 5. für die Gemeinden: Asbach. ANendorf (Lahns, Alten-Duseck. Annerod. Burk- bardsfelden, Grohen-Buseck, Groben-Linden, Srüningen. Hausen. Heuchelheim, Holzheim. Klein-Linden, Lang-GönS. Le hgestern, Opp mrvb. Rödgen, Steinbach. Trohe. Watzenborn-Steinberg und Wieseck. Für den Stimmbez rk B in ® r ü n - berg (Rathaus) für die Gemeinden: Allertshausen, Veltershain, DerSrod. Sttlngshausen. Seilshausen, Göbelnrod. Grünberg. Harbach, Hattenrod, Kesselbach. Lauter, Omdenstruth. Londorf. Lumda. Münster. Obenhausen. Quecfbom, Aettchardshattr, Reiskirchen. Rdthges, Rüddings- hausen, Saasen, Stangenrod. Stockhausen. Weik- kartShain unb Deilershaln. Für den Stimmbezirk L in Sich (Rathaus! für die Gemeinden Dellersheim. Bettenhausen. Dirklar. Dorf-Gill. Eberstadt, Garbenterch. Hungen. Inheiden, Langd. Langsdorf. Lich, Mulchenheim, Rieder-Dessinaen. Ronnenroth Obbvmhosen, Ober-Des! engen. Ober- Hörgern, Rabertshausen. Rodheim, Steinheim. TreiS-Horlosf Utphe und Villingen. Für den Stimmbezirk D Lollar (Rathaus) für bie Gemeinden Daubringen. Mainzlar, Ruttershausen, ©taufen berg. Allendors (Lumda). Glimbach. Lollar, TreiS (Lumbal. Weiteres ist aus der Dekanntmach.-ng im neuesten AmtSverkündl zungs- blatt ersichtlich — Ginsührungsvorträge in den Schaufpielplan des Stabttheaters. Im Einvernehmen mit der Intendanz veran- slalier bie Volkshochschule während der Spielzeit des Staditheaters Einführungsabende in gocignete Stücke des Schausp.eiplans. l>ic Vorträge finden jeweils SamStagS. 20 Uhr. im Srngsaai der Oberrealschule statt. Tie werden u. a. auf dem Xbeo!encttcl angezeigt Den ersten Vortrag (8. Oktober) über Goe hes .Eg m o nf hält Oberstudiendireltor Dr. Daur. Der Vor- trug farm auch von den Defuchern der Srßff- nungs Vorstellung mit Gewinn gehört werden. (Räheres flehe Anzeige.) — Rinbermarkt in (Sieben. Der gestrige Rmdviehmarkt. über den w.r in einem Teile unserer gestrigen Ausgabe schon berichteten. wie« die stärkste Delch-ckung seit dem WiederbegiTM der Diehmärkte in Siesten auf. Es waren 885 Stück Srostvieh und 431 Kälber auf- getrieben. Da bie Käufer au« der Pfalz, vom Rhein und von der Mosel zum Teil fehlten, war der Handel bi« zum Schlust schleppend. ES wurden bezahlt: Kühe 1. Qualität 600 bis 700 Mk.. 2. Qualität 450 bi« 500 Mk.. 3. Qualität 250 bis 350 Mk. Rinder 150 bis 300 Mk. Kälber 70 bis 75 Pfennig je P'und Lebendzewich«. Dessere Zuchttiere waren ge>ucht und wurden über Rvtiz bezahlt. * Ein schrecklicher UnglückSsalt ereignete sich gestern abend gegen '/,7 l^hc in der oberen Dahnhc'fstraste gegenüber der Hauptpost. Dort wurde der beinahe 15 Iahre alte Harry Rosenberg. Sohn des Viehhändlers Rosenberg in Großen-Vuseck, von einem Wagen der elektrischen Straßenbahn überfahren unb am Leib so schwer verletzt, daß der Tod auf der ©teile eintrat. Auf welche Welle sich der trag sche Vocsall abgespielt hat. ist bis zur Stunde noch nicht geklärt. Der bedauernswerte junge Mann, der bei der Firma Manfred Rvlenbaum lernte, war in Gemeinschaft mit zwei anderen Angestellten der Firma mit einem Wagen Pakete zur Hauptpost gefahren. Während bie beiben anderen im Poslgebäude zu tun hatten, blieb der Iunge beim Wagen; es wird nun angenommen. daß er wohl zum Herabnehmen eines Pake'.cs um den Wagen herumgegangen unb habet auf dem Fahr da mm von dem Straßenbahnwagen ersaht worden sei. Rach einer anderen Darstellung soll der arme Iunge auf dem Fahr- damrn einem Auto auSgewichen und dabei unter den Straßenbahnwagen gekommen sein. Sine amtliche Darsdeilung über den Vorgang ist zur Stunde noch nicht möglich, da die 6rm ttlungen noch im Dange sind. Der in der Rahe wohnende und sofort herbx gerufene Frauenarzt Dr. Mack konnte nur noch den Tob deS bedauernswerten (Jungen feststellen. Mitglieber der Freiwilligen SanilätSkolonne vorn Roten Kreu,z verbrachten die Leiche zunächst nach dem Garten der Anatomie und von hier nach Erledigung der amtsärztlichen Festste'.lllng durch Dr. Orth zum Reuen Friedhof. •• Auf dem Heimweg verunglückt ist in der letzten Rächt in der Moltkcstraße der Obergefreite Unger vom hiesigen Bataillon. Der Soldat eilte Aularr-*n mit einem Kameraden. ba beide sich verspätet hatten, im Laufschritt durch die Molllest^. e. wobei er gegen ten am Bürgersteig vor der Siswiese stehen en Hydranten rannte und dadurch so ernstliche Verletzungen im Körper davonlrug. daß er an der Unglücksstelle liegen blieb. Die von seinen Kameraden alarmierte Freiwillige Sanitätsivlonne vom Roten Kreuz verbrachte ihn nach der chirurgischen Klinik. Hier befindet sich der Verunglückte zunächst in ärztlicher Behandlung, um fcstzustellen. ob etwa eine Operation erforber- lich ist. Von einem Auto angerannt unb erheblich verletzt. Gestern nachmittag gegen -1 Uhr ereignete sich im Gießener Etabtwald auf der Landstraße nach Steinbach ht der Rähe der 9. Schneise ein Unglücksfall, bei dem ein junge« Mädchen von hier erheblich verletzt wurde. Zwei Mädchen au» Gießen waren von dem Führer des Lastkraftwagens einer hiesigen Firma, der nach dem städtischen Steinbruch fuhr, aus Gefälligkeit bis zur 9. Schnelle mitgenommen worden. Al« das Lastauto dort hielt unb bie Mädchen von dem Wagen abftiegen, tarn plötzlich aus bet Richtung Steinbach ein Perfonen- auto m (ehr schnellem Tempo berangestahren. das eines der Mädchen erfaßte und mit großer Wucht gegen den Lastkraftwagen wart, wahrend da« andere Mädchen noch r»htzeitig zur Seite fpringen konnte Die Verunglückte, namens Elise xiroecher von hier, trug erhebliche Wunden am ganzen Körper unb am Kopfe davon, fit wurde von dem Lenker des Perfonen-Auws mitgenommen unb der dh.rurgl'chen Klinik zugeführt. Der Kraftwagen stammt nach dem Srtzen- nungSzeichen aus einer preußischen ötabt ,e Sine Frau vermißt. Seit einiaen Tagen wird bie In der Witte der 30er Iahre stehende Frau eines hiesigen Handwerksmeisters vermißt. Die Frau war seil längerer Zeit leidend. so daß ble Angehörigen annehmen. die Bedauemswertc habe in einem Ansalle von Der- Atoelflung den lob In der Lahn gesucht. Um die Vermißte bangen sich der <36mann unb zwei Kinder Im Alter von iech« und sieben Iahren. Die Frau, die ihre Wohnung anscheinend in den frühen Morgenstunden verlieh, wahrend ihre Angehörigen noch schliefen, war nur mit einer leichten Bluse und einem schwarzen Rock bekleidet. Wer übet den Verbleib der Vermißten Mitteilung machen kann, wird gebeten, bet Gießener Kriminalpolizei Rachricht zu geben. Verkehröordnung erfordert Rechts gehen! ’• Landsturmtag In Gießen. D.e An- Sehörigen de» ehemaligen Landsturm-Inf.-Batl«. ließen (XVI11/9) treffen sich am nächsten Sonntag, 9. Oktober, zu einer Wiederllh nSs.ler in Gießen. Vormittag» um 10 Uhr wird auf dem Reuen Friedhof eine GedächtiiiSfeiTt für die gefallenen Kameraden des B itaillonZ ftattfi iben, nachmittag» schließt fich eine gemeinsame Feiet mit allerlei geselligen Darbie.ungen i.n Sift* Le b an. Die Leitung der Veranstaltung hat Dr. Töpelmann - Gießen Inne, der im Felde Führer des Bataillons war. RDV. Besuch deutscher Kriegs- gröber in Frankreich unb Belgien. Das 3n.eresse für bie vorn Mitteleuropäischen Reisebureau In Gemeinschaft m.t bem ..Volksbund Deutsche KrlegSgräbec ür orge" otgan'.sicr- ten Ginzeltellen nach den Friedhöfen für deutsche Krieger in F.ankreich und Belgien ist in diesem Iahte außerordentlich gestiegen. Bere.tS mehrere hundert Angehörige der gefallenen deutschen Krieger haben die Gräber in Frankreich unb Belgien 'in diesem Iabre au'gefucht. Gs wirb barauf hingewiesen, baß In Anbetracht be« nahenden Totensonntag« unb Aller,erien ein stärkerer Andrang für diese Sinzelreisen zu erwarten ist: daher ist rechtzeitige Anmeldung für bie beabsichtigte Ginzelreife — Gesellschaftsreisen können noch nicht auSgefühtl werden — schon jetzt bringend anzuraten. Der Reisenbe erhält nicht nur bie ersorberlichen In- unb ausländischen Fahrscheine, auch ble Unterkunft im fremben Lande, bas Auto zum Friedhof ulto. werben für Ihn durch bie Direktion be» Mttteleuropäls^en Reisebureaus, Berlin, vorausbestellt. Der Pauschalpreis für eine KriegSg ä'jcrrcife richtet sich nach der (Jntfernung bes F.iedhoss. z. B. kostet eint breitägige Reise von Köln nach einem Friedhof in der Rähe von St. Quentin nur etwa 80 Mk. (In Deutschland Fahrt 3. Klasse, in Frankreich 2. Klasse). — Wie Im Vorjahre, so wird voraussichtlich auch in bie'ern Iahre eine erleichterte Einreise nach Elsaß-Lothringen zum Gräberbesuch über den Allerseelen-Tag möglich fein. Die Grenzübergange.stellen sollen Aus- nahme-Slchtvermerke auf vier Tags zu einer her- nbgefeöten Visumgebühr von 2.50 Mk. ausstellen. Die näheren Anordnungen über die Regelung der Einreise während der ersten Rovembertage werden von den zuständigen Regierungsstellen noch getroffen werden. •• Eine Reuregelung Inder Krankenversicherung. Man schreibt un«. Mit Einführung der ReichSverficherungsordnung am 1. Ianuar 1914 wurden bie freien Hil S a Jen al« Träger ber Krankenversicherung aufgehoben unb lediglich eine Anzahl kaufmännischer unb tcgler- HillSkaffen als Erfatzkassen anerkannt. Mit der Erhöhung ber DeriicherungSpslichtgrenze auf 300 Mk. monatlich tritt noch eine andere Rcuerung in Kraft. Unter bestimmten Voraussetzungen können ab 1. Oktober b. 3. BerufSveroänbr sich (3r- sahkassen alS Wohliahriseinrichtungen angliebem. AIS erster blefer Verbände hat ber Gesamtver- banb deutscher Angestellten Gewerkscha'ten, bem ber D. H. V angehört, für bie Mitglieder des VerbanbeS beutscher Techniker, Deutscher Werkmeister-Bund, Reichs verband deutscher Dureau- 21ngeWrfItm unb -Beamten. Beruf «verband beut- scher Denttsten (Angestelltenaruppe). Rrichsver- veiband deutscher Gut«- und Forst beamten (Gutsund Forstbeamte. soweit sie nicht In den ßanb- krankenkasfen veriicherungspfllchtlg sind) eine Ot- satzlass« eingerichtet. Lio dieser Berufskranken- taffe ist Hamburg. •• Tie vierte große Zuchi oletzoer« ftelgeruna de» Lairdwirtschast»kammerau»' schuster für die Provinz vderhesten findet am von- ncrvtag, 13 Oktober, vormittag» 11 Uhr. in Lauterbach statt Sngemelbet sind rund 60 Lullen der hessischen ll>ecki irtzraste. Die bekannte «ngerodacher Hochzucht dringt 20 Bullen. ' Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtvieh markt: 4 SO Schweine Poslwünsche aus dem Hleedachlal. O Hochelheim, 4. Okt. Seit der Einrichtung ber Kraftpvstllni« Wetzl 0 r— Hochelheim ist die hiesige Postagentur, bie bisher bem OberpostbirektionSbezirk Darmstadt angehörte, ber Oberpostbireltion Frankfurt' am Main zugeiteilt. Die Beförderung der Post aus unb nach bet hiesigen Agentur erfolgt seit ber Reuzuteilung zum größten Telle auf ber Krastpostllni« Wetzlar—Hochelheim. Rur ein geringer Tel! wirb auf ber Kraftpostllnie Gieren- Hochelheim, unb zwar auf der Vormittags« sahn von Dießen nach Hochelheim und euil der RachmlttagSfahri von Hochelhetm nach Gießen, befördert. 3n ber hleftgen ®emelnbe wirb be« kanntlich «ine umfangreiche Käfelnbustrie betrieben, bie noch stets in weiterer Entwickluna begriffen ist. 3n Verbindung hiermit wickelt sich auf ben benachbarten Sifenbahnstatlonen ® r 0 - ßen-Linden unb Lang-Göns ein reget Zrachtgutverkehr ab. Die Zuteilung bet hiesigen Postagentur zu ber Oberpostbirektion Frankfurt a. M. hat nunmehr im Gefolge, daß ein großer Teil ber Avife ber Güterabfertigungen Grosin-Linden unb Lang-GönS über bas Eintressen von Eisenbahnsrachtgut auf blcfen Stationen für hiesige Defchäftsleute ben Weg über Gießen nach Wetzlar machen unb erst von b 0 r t auS — oft mit wesentlicher Verspätung — an ble hiesige Postagentur zwecks Zustellung an ble Abressaten gelangt. Auch ble Besörberuna ber sonstigen Postsachen erleidet durch ble Zugehörigkeit der Agentur zur Ober« postdirektlon Zrankiuct a. M. bzw. zum Postamt Wetzlar Verzögerungen. Der größte Teil der Postsachen trifft abend« gegen 8 Uhr mit bem Postauto von Wetzlar hier ein unb wirb erst am anberen Morgen au-getragen. Wenn auch «In Teil der Post auf ber Kcofipoftlinle Gießen— Hochelheim beförbert wirb, so schließt ble« doch nicht aus, baß Postsachen manchmal erst mit erheblicher Verspätung In ble Hänbe ber Empfänger gelangen. So haben z. B. Postkarten von Frankfurt a. M. bis hierher Atotl Tag« gebraucht. Da es fich In biefcm Falle um die Bestellung von Waren handelte, die Infolpe des späien Erhalte« ber Bestellung nicht mehr rechtzeitig gc’-c^rt werben konnten, erlitten blt bei« senden Geschäftsleute Schädigungen, ble bei schnellerer ^„-etörberung nicht eingetreten wären. Um Uebelftänbe ber vorgekommenen Art für ble Folge zu befeltlaen, hat nunmehr bl« Dem« inbe bei ber Post Verwaltung ben Antrag gestellt, ble hiesige Postagenkur wieber ber Oberpostbirektion Darmstabt bzw. bem Postamt Gießen zuzuteilen und sämtliche für die Agentur bestimmten Postsachen ausschließlich aus der Krastpostllni« Dießen—Hochelhem, zu besörbern. 3m Falle ber Stattgabe be» Antrages wirb voraussichtlich bi« Postbestellung sowohl tu ber hiesigen al« auch In ben Rachbargemeinben HörnSheim unb Dornholzhause e ebenfalls zu ber hiefiaen Postagentur gel, eine wefent- liche Beroefserung erfahren, un (en Gemeinben gelangt bie Post jetzt noch we,entlich später h» bie Hänbe ber Empfänger alS hier, nämlich In Hörnsheim etwa in ber Mittagszeit unb in Dornholzhausen erst am Lachmittag. Die Gemeinde glaubt mit einer Durchführung bet beantragten Aenberung um fo eher rechnen zu können, alS sie für bi« Krastpostllni« Gieße n— Hochelheim eine Autohalle Im Werte von runb 6000 Mk. erbaut hat unb ble Aufrechterhaltung blefer Linie nach ben bisher gemachten Erfahrungen alS gesichert gelten kann. Berliner Börse. Berlin, S. Okt. (DTB. Funkspruch.) Die Lage im heutigen Frühoerlehr ist vollkommen unaekläri. Da man die Auswirkungen ber Diskonterhöhung noch nicht üdersehcn kann, ist man sehr zurückhaltend. Das Geschäst ist sehr still, nach den weniaen Tax- kursen zu urteilen, ist die Tendenz eher schwächer. Man nennt Farben mit 293,5 und Aesfürel 317. Am Devisenmarkt hort man Pari» gegen London mit 124,02, Mailand 89,18, Madrid 28,04 und London gegen Kabel 4,8678. Waschsamt Original Mencr Fabrikat besonders schwere Qualität, 70cm br indanthrenfarbig, waschecht, p. Meter Modewarenhaus Z0 Carl Nowack Giefaen, Seltersweg 85 9009« [------!------------ | Jlftb Vermietungen w« hneliumer niiiKuch nbenuvnng Zuverlässige und erfolgsichere Steilenangejote Pens. Brandl Cbaiiiieiir BARMENIA toeSw Ifeinäftelfflo aefucht. und anm «nferitflen von Moil ietgesuche^j flöbl, Zimmer beljb,m ei L. foior: \u oernneien 07191 Wnantbitr. 42 11. Bohnunq im Haufe. H. Fritech. Butzbach, m«. Zeidkvschtrmtn aefucht. Bo' zustell Aro. 12 u 2 Uhr ».«!) Ltevdaustr. 31 11 riet. « bevanr mu einem 9 nbe sucht 3-4» Zimmer. Wohnung neaen nuie Miete. 2chr «na u. te'i>Da.t). (Sten Sn*. eiiiiiwiHMnuiöiifiiB Studienrefer. such: möbl. Zimmer mit el V. Schr Ana m-Pretoana. u.901äD an den Gieß. -inz. m"5°" Zimmer io’ott au oerm Zu erir. mb GeschäflSit d Wien 21 nk. "7179 Ltudenttn sucht tut da» Winter iemeüer tiennOUimniet bei gcbilbeietTarne. Schr. Ang a 9'271> an den Gieß. An» Kßufmarn oerkautSiücktlavoü- komrnennrminB ck- balmng,ciro S euer- tenntnine. für ImD selbständige Geschäftsstelle gestickt. 'Bewerber, die übe. eiwasKaoi- tal oeriugen. wollen Offerten unter Angabe der bi»bcTinen Tängf. SeinenAen n. Kam aiböhe em- Teidjrn u W. G 664 an Weytarer Anzeiger, Wetzlar. t>ef.ljlannabme'iA ic 2'3!ann.Hißi)no. nebit Zubebbr folori zu mteien gesucht- Zu evTagen in der (tzeschas »stelle de» (üte'i An,. (07185 puhsrau Ifür norm. 8—10 Uhr gesucht 90161> Alicestr. 2, Hiuierh. gelernt. Schlößer, mit laSeugnifien. für £fl‘,rmftwofltn WttgMÜis 2ckrtttt Angeb unter 90MD en den Gieß. Anz- Zm Südvieriel eehaene» massive» 2- Dito. 3flömges !WtzW mit Bureau u'w sofort anderwetiig ah vermieten. Sckn'ktt Angeb. unter 0H9v an ben Gieß. Anz. 4-Zimm.-Wohnii,’geD mit Bad ffnd in meinen Neu- bauen — Krank iurierStraße - ato- bald au oerm. 1V,D (s. Oaad T , llra-k, Str 75. Tel 1 i:-fi» Lebens-1 Kranken- Versicherungsgesellschaften HauptverwaltungenBarmen 9010 D au oriu Sckr Än eu. it 07192 a. ö ®i. »nv Zw i ctc.iantmöbl. Zimmer in bester Vane an Tauern,, abzug OTl»? Selterswei 64 II Von hies. General«Agentur erster Versicherungsanstalten wird f^Sureau I und Bearbeitung des Außengeschäfies junger Mann nicht unt. 2O3obren gegen fesiesGehaft, Provision und Evesen gesucht. Äei zuftiedensielfender Leistung dauernde Stellung. Ausführliche Angebote mit Angabe seitheriger Tätigleit und ^ef. unt. 6997D a. d. Gießener Anzeiger erb Vertreter finden leichteste Verdienstmöglichkeit bei wettbewerbsfähigen Tarifen und günstigsten Provisionen I Teereisende Mim Vertrieb bekannter Krauler- lees an Private geiuck Hob Berd Dr. ctHdmann, ftöln, <** Mavbachkrr. 42- | Empfehlungen | Ht 071 » zugeben. Se tirswegl®. Laden Großen - Buseck, den 4. Oktober 1927. vormittags 9l/$ Uhr, statt. onoe Gießen (Ostanlage 27), Krefeld, Leer, den 5. Oktober 1927. Die Leichenfeier findet Samstag nachmittag 3 Uhr statt 9035 a Ein herbes Geschick hat unseren 51 9006a 1*4 r 072 e 'JRt 63.00. •inA Unser lieber junger Kollege Statt Karten Danksagung. Verschiedenes butt bet l,oeD Gießen, den 5. Oktober 1927. 9025V 07207 i" Kleider-und Mantel- STOFFE | su nadiftehend auffallend billigen Preifen ■V, Gießen, den 5. Oktober 1927. 9038D Pophnftoffe 2.75 k fdbone Streifen and Blufenftoffe 8.25 cy flcfucbi 07193 »MS jo. Lindener Qualität 3.50 dingen» J* Pfeffer M. tpl.6 «eben ?.u etiraoen vc ii » u uinui ' : in der GeichästSielle 16j des W. «ni HWisi, • m 9002.1 $ Ista und Berd: ulten Sie jeüt billig n und vorieiL 2omttnn, 9. CfL: Büdingen, (tielnbmt- kn. «bf 531 llbr. Sonmagskarie (Meinbnufcu. > >ach' Aünlcr 8.14 llbr tü« Die Beerdigung findet in Großem Buseck am Freitag, dem 7. Oktober, . 39 fflonuoö.StGuieln in Lienogravh,e u. ®lrtfd)tiienfrf)i eiben verfett, für foiort lür dauernd gci Schr Angeb mit (gebnlto- sordernng nut 07'204 an d. Oteu Anz. erb. Rips 130 cm breit Ä Harry Rosenberg ist uns durch einen Unfall entrissen worden. Er hat es verstanden, sich in kurzer Zeit, in der er mit uns zusammen gearbeitet hat, sich unser aller Freundschaft zu gewinnen. Wir betrauern seinen frühen Tod und werden sein Andenken stets in Ehren halten. Rcinraistger M!Wr-Iei Rüde. vreiSweri ad- Die Angestellten der Firma Gießener Engros-Haus Manfred Rosenbaum. Preiswerte Bsumwoll' waren Belicchhiher Bellodsleinen Belikoller Hemflenlüdic Damaste Hamlttidiei Roh’lanellE jleichllaneli SnotUlanellc lisdilüdier Infolge frühzeitiger großer Abschlüsse ganz besonders billig. Die trauernden Hinterbliebenen: Juliane Noll geb. Wolff Heinrich Porten u. Frau Maria geb. Noll Heinrich Noll u. Frau Elisabeth geb. Lange und 5 Enkelkinder. für AnwaitSkanziei foäleflenS -nm 1. XI. gesucht. Schrtfil. Angebote unter 07189 an den Gieß An-, erbeten. Wafdifamte Aaswahl 2.5« Gießener Engros-Haus Manfred Rosenbaum Die trauemdeif Hinterbliebenen: Marie Kreiling Familie Ludwig Kreiling Lina Kreiling Familie August Kreiling Familie Heinrich Kreiling. Wieseck, den 4. Oktober 1927. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 6. Oktober, nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause, Philosophenstraße 8, aus statt. ___________________________________ 9014D Harry Rosenberg jäh aus unserer Mitte gerissen. Obwohl er erst kurze Zeit bei uns war, verstand er es, durch seinen Fleiß und Pflichttreue sich unsere Liebe und Achtung zu erwerben. Wir trauern aufrichtig mit seinen Eltern und werden ihm ein treues Andenken bewahren. BetMm gr. ver Pid. 3)11 0.90. befi 1.50, gr. H Id- dannen 3.25. w. iXed. 4.50, seiner w.Gäiise- rupf 6.95, ar. Daunen 8.50 Metallbei- len, Wäsche u. nlle Auvsienerarilkel billig. Tausende Dankschreiben. 3)iu:er u. Katalog frei. Vitchtge- fallend Geld »iirüit Bettenfabrik Tb Krancsni»,Nanel< Bettiederngroichan Umfl u. -versand Gegründet 1895. Für die überaus vielen Beweise herzlichster Teilnahme an dem Verluste, der uns so schwer betroffen, sprechen wir hiermit unseren innigsten Dank aus. Familie Wilhelm Neuser. In tiefer Trauer: M Rosenberg und Familie. vlWMllMW nfiünfffi UusHatning Wreln u.orelsmeri öleßrliNW Unlo.-Draderel, H. Lange. (Sieben. Slvuiskr.7. L Bernard letzt PiockstraBe 16. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Konrad Kreiling im Alter von 70 Jahren nach langem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Die von mit am 1 X. 27 gegen den Betern harmonie- Gemürlichleit audgelorochsne Beleidigung nehme ich hiermit äffen.Uch zurück u1‘* Karl Banhensliäiiser Giel en 9?üTbnnL 7. Todes-Anzeige. Heute morgen 6 Uhr entschlief sanft nach längerem, in Geduld getragenem schweren Leiden mein lieber Mann, unser lieber guter Vater. Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Johannes Noll Zugführer i. R. filBBleie - ttrnmiiW werd, fachgcmäb il preiswert gestimmt u. tevar. ©irBen.BlotfiiLll tclcuüon 2403. Ankaafflbt.Sllftü. u. Oatinoniumv Bellen sederdichi, gestreift .UUetL V 7fcblfrn. gr. Oberbett, Umcrbcit, 1 Kissen nnt 14 Psd. Ar üed. nef. Auf. 3)11 35 00. Dasselbe toi. 2 Kissen, mit 16 Psd bess. flt <>ed. ges. Auf Schmerzerfüllt die traurige Mitteilung, daß uns unser hoffnungsvoller guter Sohn, Bruder und Enkel Harry 8900 MI. al- 1. Hypothek für (Nie HieBfletel HäheGiehen gefucht. Zntereffcnien rooü. uch iin.er 07198 an dem Gieh An-, meld. Seidem.Wolle, ca.lOOctnQ WB VeSOUtine inall.mod.Farben, 10.75, Statt jeder besonderen Anzeige. Am3.d. M. abends entschlief nach langem schweren Leiden im t>2 Lebensjahr mein einziger treu geliebter Bruder. Schwager und unser Onkel, der Uhh itt Köw-Hambiirg. Frau Lydia Kock geb. Körner Oberst a. D. Kock und Kinder. I Regal für Wollwarenge- schäft geeignet, -u kanten gesucht. Schr Ana. u. 07202 and. Gien. Anzeiger. Eolienne 6.50 Karos . • 3.SO, 1.50, dir J« A« « H Ä 1 sw bi, »w i>di? «runlich Jüngere SIMM# gesudt. Stbtifthdie Angebote mtt th'cfe- rcnzen unter 071hl an den Gieß. An-. Blufenftoffe "iovolL Fou,r'“*r 2.75 Linsen la. 5 Psd. 1.50 Bohnen wein. 5 Psd. l.f Reis Bollkorn 5 Pfd. 1.30 Schma., amerik, Psd. 80 Kaffee gebr.. la. Pfd. 2.6 deute frisch gcrüitc. U.MIK Liedigstrake 71 Teieph 168u ”**, | Vereine Ul Gießen. Epingle reine Wolle, doppcltbreit . karierte Stoffe dop£™ io vielen fdiönen Farben StHta grob, m SL Pid. 2.» „ o. . „ 35 SeelüLs o. SL Pfd. 35 SolÖlioiiH o Pfd. 35 maiinooea ßlHnortfbninge Seilllge in Heike üoröinen RollaiODö */, Liter Dose 85 Probieren Sir noch heute mein vorzügliches Lanobroi nucrreichi tm ?iä(n wert 4 Pfd.-Laib 75 Helvetiafe.de 3.50 Mantel hoffe 5.25 ».75, 7.75, 6.50 Führende deutsche Lebensversicheruno^esellschait sucht für (Bieheti u. Umgegend einen über beste Beziehungen verfügenden Herrn als teewl* Nichtfachleute werden kostenlos eingearbeitet. Konkurrenzlose Prämien il Bedingungen. Bewerbungen mtt LebenSlanf und Referenzen unter K. 4825 an Annoncenmayer, Frankfurt a. N. |913lc 7/15 iter- titltneen auch aiS Perionen- wagen eingerichtet, maschinell gut erhall, sehr vreiSw. zu verk. Ernet Pfaff filnge-bach ilHIIIIllillllllllllllUHIIHIllU ßehroekanzng mit Stilinber, wen getrag.dunkelgrauer Takkoanzug.Obcr weite 112, iebr prob. Lvorlkostüm. diin> telblQucr blnmmi- m intel, Gröhe 44, Tourcufticsel. Gr. 3U wegen Trauer- fall preiswert zu öeitoufen. 07178 Ludwiasvlatz 14 I IIIIIIIHIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIII 2ebt flut erhaltener dunkler Mennleksk für mittlere Maur, zu verkaufen. 07182 Diczstr.k, 11.rechts. Neue 0,177 Pelzjacke noch nicht getragen, preiswert zu verk. steimtr. 71, UnkS. Ein noch neues Kinderdcckbctt sowie ein gut erhall. Herrenschlüvter zu verkaiifeu. 0718'4 Bahnbofstr. 50 111 l Gut crbaliener Kinver- Sportwagcn preiswert z. uerE.”190 Kaiserallee 34 p. Kaufgesuche"] Ein gebrauchter Handdrückwagen zu taufen acincht. Martin, lytonlfuTt Straf,e 3K. Bo;i5i)ui!)ifl)cie. EiN'übriMgS.Por- trage in den 2d,nu- spiclvlaii des 2'qö!» ibeaiers l. Bnr- trnn tonetbed -Ga« mont*iCbcrfmbicn- DircTiuT i r Q-anr) Snniö o . 8. C V.. •20 llbr. Lingfial d rlleriealichiilciBlS- maidur.i Etin .S»^ im orten glich an der TheateilaffeL A. Ruhl jun., Klein - Linden. Teilzahlung nach Wunsch ohne ?luf- prell! Besuch koilen- los auf Pv'ika- te! Wer baut? u. gibt feine dadurch fici werd Wohnung (1—0 Zlmincr) an ruhigen Mieter ab, evil Abfindung k gezahlt weiden. Lchrlstitche Ängcb. unter 07190 an den Gie euer ^'lnirigrr. Do" * L,f Id I «ifl II ttxca tvLr >■ Ä lo «ai £ «» s BKttcn I n#ld)l0'kn' Q^et f .F -an üudi Öl VL- ?reilMchaI rxn I t, M«".1 »6; unö da auch I «fiert ist. 1° ' siptra unö u I bk StofltW u | finö Spanien I Srttug von ®ai | nj militärisch in kji nach öent 2 kJ) seiner Verba km ti Milchen nicht unerhebliche iit sich noch * frage vechä.neir. gerftatut. öa bat. ist das flau nalen Vcrw< nien. das durch Tüchi., ehrt., älteres $itiH'hn(Ntn f. 15. eotl.12.Cft. ges. Rcitauration a>vw Pottkcllcr. Ordenti. junges DimHchen die Jahrhundert nicht zum wenig Protelkionszone besondere Intel llebetgetoid beeinträchiiat. die Zölle, besitzl auch der Dectre der gesetzgebend ßiduiiDgetoalf unö Juden au kangöfif^m @c; langer vor unö schmuggel für ö sru-i'chen Zone i Spanien a« r Ufj ei der Wadi täte. iaÜMg e Um Abhilse X.p.ra eine red gewöhnliche Ho', len Mch^e, in deS Tanger t-kiionSzonr, otx in der De i verlang ■ ;i Derbli ■y- ioncn in öi drunkreich icigi Vormacht.sleilu niens auszugebi irgendeinem an eine spa, t«enj in Pach Mte umgeben t ^i' rnen Tun Nennii SJ«n. wei erkannt ö’e Äonlntni til<* und Rrm Üblich ff 1^5 Tangei, Hund um । 3um zo. ©eß Siföi As mein q str« fei SJn? blauer ni aber »ffShnd still UNd ■ ? ©r fittdet Dame od. Ocrr foiort L Gienen durch Ertverb eines bexuorrniv Hell ueifnbr. iketne Gefchlechtskr.» Ancb* [cunimfic n cht citorbcrL da tüchtig. Arzt muni beitet, llebernabrnctosteu nur H1R. 1900, ,labreS-Reingcwin.i BB. 6602-8000. 3ablr. la sli'eiecenzeu tirsfle Erwelieren isOollehkeit mit w«s«aU.gtzMt»ll,!,l!;,riuIo.Leichte au genevm-Tä tgkett,auch für abgebautc ‘Bcnmiciinncnl sehr gee>gn AltSsühr- liche i'ilonflcb.uernu Celbstintercss I die obig Mnuitnl sof greifbar baden, 1 erb. um. 071b8 an den Gich. Dlnzetg. Miiblftr. 5 111, r. [Stellengesuche! Bn®ölnöet (2s $1. veihetrateli sucht Stellung, auch als Pmkei od. ionh. Beschä'tiguna. ?rdr. rlnaeb. unter 07197 an b- Gieb.Anz. erb | Verkäufe | 6k Opel 4-2Iber, gebraucht. L*- $fb. B JMun nÄ Ä«L "~L‘» 4*Moj7G Linsen fe’F ■* Lohnen »«IM «ft. i , Reis ’“??«■ Z;. CfiM . • 3» j yi. ui> 5chma., “mutt, M 8l Kaffee 2ebr- Ja. M 2.6 ^uie iriidjgcrSiic. IllBfc' pfri NA-- Note'1 werd, laiigtmäb u. vreiSwerl ge- itimmt u. rroar. MMS ®iWn,Mitil | tclevbon 2401 | Ankiafgbr.fllna tu. ^arinoiiium» l; Verschiedenes 'WM: Vereine 9 cki- p'l«t uifen Sie setzt bil- ligft uub Dorir// W bei WD A. M jun., Klein ■ Linden. teil*ng nadj WuniL ohne fliif- prelblSeiudjtoiieii' lort nut i-Q'itn it! Wer baut? n. flibt feine dadurch fiel werd Äobmma (1—6 Simmert an tubiflen «•«« ab, eml Abfindung t oeiabli rocibcn. Lchrifilichk üngeb. unter 0»®» fflicener ^nnster. Wl als f. Hvpo'bek für mie »Wei 9iä6,Sieben flefuAl ;cniC«ieb.8lniJ^ " 5.£W' tsiN'^Ä^chaN' SG sxL gS* Die von mir nm t. X. 2? gegen den herein . hlilmonir- SeMM Se,eS,9“n’ tfiÄ* * Hört. öäBt,erkonf-renz und nach i Ser Lcüvung der italienisch-sranzöfischcn Bezie- ; Cungen eine politische Demonstration, l nie man Quai d'Orsay, trotz aller selbstverstand- llchen Freundschaft-Versicherungen, sehr wohl zu ieuten verstehen wird. ES mag hier noch er- wähnt werden, dah die englische Mittelmeerslottc ! nlt der Zustimmung Spaniens alljährlich bei ien Balearen Manöver abzuhallen Pflegt. Da für Spanien das Tanaerproblem -m Bren.ipunkt der außenpolitischen Interessen teht und da auch England am Tangerstatut inter- ■^liert ist. so ist eS selbstverständlich, dah Prirno be Rivera und Chamberlain sich eingehend über 2le Tangerfrage unterhalten haben. Wie bekannt, lind Spanien und Frankreich durch den ; Vertrag von Madrid vom Jahre 1925 politisch -und militärisch in Marokko gebunden. Aber Lald nach dein Siege über Abd et Krim und r.ad) seiner Verbannung nach der Insel R6union lam es zwischen den ociden Bundesgenossen zu richt unerheblichen Difserenzen. Gegensätze, He sich noch mehr in der Behandlung der Tanger- ) frage verstä.kten Durch daS herrschende Tan- f cerftatut, daS auch Spanien unterschrieben Hat, ist daS ganze Gebiet einer internationalen Verwaltung unterstellt. Aber Spa- rien, das durch feine geographische Lage, durch tlc Jahrhunderte alte geschichtliche Tradition und richt -um wenigsten durch die Angrenzung seiner ^rotekttonszon« an daS Tangergebiet dort ganz besondere Interessen hat, fühlte sich durch das .llebcrgewicht Frankreichs in Tanger beeinträchtigt. Frankreich beherrfcht in Tanger tlc Zölle, befitzt de facto die Polizeigewalt, und xuch der Vertreter des Sultan-, der Mendub, der ter gesetzgebenden Versammlung vorsitzt und die m übrigen bei der gegebenen, nur allzu dünnen Bemäntelung er Figur durch Inka von Perusalem lassen s I n, zum mindesten die eindeutig deutliche Ce alt in eine ^antasieunifvrm kleiden sollen: d.e Zuschauer hätten trotzdem Shaws Abficht kaum m.ß- verstanden. Schade, daß Kitty A s ch e n b a ch und Io'eph Renner (Titelrolle) sich mit diesem unergiebigen Dialog — was selten bei Shaw ist: man langweilte sich - abgeben mußten. Das Publikum bewahrte nach dem Fallen des Vorhanges eilige Ruhe, und erst nachdem sich das Haus wieder erhellte, ließ sich vereinzelt Beifall vernehmen. Jedenfalls wäre es im Interesse Bernhard Shaws besser gewesen, man hätte die'es Stück nicht ausgegraben, und die toe^n- lo'c Uraufführung samt den damit verknüp trn Geschmacklosigkeiten wäre unterblieben. L. W. getragen hatten. ch. Watzenborn. 4. Oft. Am morgigen Mittwoch. 5. Oktober, begeht unser Ortsgeistllcher, Pfarrer Staub ach, sein 25 jähr. Dienst- j u b i l ä u m. Es find die« für ihn 25 Jahre segensreichen Wirkens im Dienste GolteS. im Dienste der evangelischen Kirche und im Dienste seiner Gemeinden. Rach dem Abitur am Gymnasium zu Laubach und beendetem Studium 1901 in Giehen, sowie nach einjährigem Besuch de« Prcdigerseminars in Friedberg versah er die Herchenhain, Groß-Felda, seit 11. Mai 1924 Watzen- Ruhestand versetzt Lccheze dorrZehndundert jungen Erdenbürgern von hier unb au» bei Rachbargemeinde Trohe hat |i« während dieser Zeit beim Eintritt in da» Oeben tpe« Hllse und 5i.r1orge angedeihen lassen unb stet- das oollc Ikrtraucn der ganzen Einwohnerschaft besessen. Al» ihre Rachs.üge«n für beide Gemetn>en wurde Frau Margarete Müller. Hollmrg- ftrafK hier, ernannt. — Beim somttäglichen Zuß» b a 11 s p i e l ere.gnete sich in Lollar ein Un- glückSsall. Sin 1 6 i ä h r i g e rM i t s p i e 1 e r von hier stürzte infolge eine» Fehltriues nach dem Dalle mit voller Wucht fo ung uck.ich zu Boden, daß der eine Unterschenkel doppelt brach —Die nunmehr zu Ende gehende Kartoffelernte bat, wie tu erwarten war, sehr gute Erträge geliefert. Hierbei ist besonder« al« ausgezeichnete Speisskartofsel die Sorte .Edeltraut" hervorzuh.ben. deren stärkerer Anbau in diesem Jahr« einen glänzenden Erfolg gezeitigt hat. ch Au» der Rabenau, 4. Oft. Tlc jüngsten warmen Tage haben es ermöglicht, die ® rummeterntc im allgemeinen z u Ende zu bringen. ES war höchste Zeit, denn schon begann da« auf Kegel sitzende balbbürre Grain Fäulnis überzugeben Ratürllch hat da« Grummet diesmal an Qualität und Farbe ein- gebüfit. Die kahlen Wiesengrunde hat>en ihren letzten Iahresfchmuck angelegt t die Herbstzeitlose schwankt mit ihrer weichlilafarbigen Blüte in fer manchnal sommerlich warmen Herbstsonne. Eifrig sind unsere Landwirte nun an der K a r- tof selernte beschäftigt. Der Ettrag ist überall zufriedenstellend. Mitunter liefern aus Anhöhen gelegene Aecker infolge der feuchten Som- mertoltterung fast die gleichen Erträge wie die bestwertigen Aecker im Tal. Allerdings haben sehr viele Gemarkungsteile unter grober Räffe zu leiden, und gerade dort ist an den Kartoffeln Fäulnis eingetreten: besonder« leiden darunter die bekannten Sorten .Hassia" und .Preuhen". Letztere eignet sich nicht besonder« für unsere Gegend, und wird wohl von vielen Landwirtei', im nächsten Jahre nicht mehr angebaut toerben. Eine LieblingSsorte scheinen die .Rkodrows Industrie" und .Vater Rhein" hier zu fein, die in größeren Mengen überall geerntet werden und die Zufriedenheit gefunden haben Die Spätobstversteigerungen haben in fast allen Orten stattgefunden, bi« auf eitrzelne Versteigerungen an ben Provinzialstraben. Die Obft- bäumc haben eine Do11ernte geliefert, wie fell Jahren nicht. Es war fast fein Obflbaum zu finden, der nicht übervoll behangen war. Reben dem besten Tafelobst, da« wir aiwauen, wie Schöner von Boskop, Goldparmäne, Danziger Kantapfel, Goldrenette von Dlenl)«im, Her- bertsrenette usw. sind es auch die Dielen Arten Wirtfchastsobst. da« trotz i'c großen Mengen überall Käufer fand Die P.e.se bewegen sich durchschnittlich in mäßigem Grenzen, so daß es selbst dem kleinen Familienvater möglich war und noch ist, seinen Wlnterbedarf voilaus für wenige« Geld zu decken. Die Brombeerernte ist in den Wäldern au-gezeichret. Täglich ziehen viele 'Veerensucher, namentlich Kinder, hinaus unb kehren schon nach verhältni-mäbig kurzer Zeit mit vollaepflückten Gefäßen heim. Kleine Leute, die größere Mengen auf den Markt nach Gießen gebracht haben, hatten au« bet Brombeerernte einen recht ansehnlichen Rebenverdienst zu verzeichnen. — Berechtigte Klagen führen überall die Iagdpächter, denn sehr selten General Prirno de Rivera hat, fall« Spanien mit seiner Tangerforderung in Pari« nicht durchdringen sollte, seine Absicht au-gefprvchen. eine Tangerkonserenz aller Mächte einzube- rufen, die da« Statut unterschrieben haben. Gr stich habet aber nicht nur auf den entschiedenen Widerstand Frankreichs, sondern auch England -cigte fich dem Verlangen de« spanischen Diktatoi« abgeneigt, teil« um Frankreich zu sekundieren. teil«, aber auch, weil England an einet Abänderung de« bestehenden Tangerstalut« nicht- gelegen sein konnte. Ein Tanger, ourch politischen Hader geschwächt unb unter internationaler Verwaltung. kann dem gegenüberliegenden Gibraltar niemals gefährlich werden. Der Besuch Ehamberlain« in Barcelona und seine Besprechung mit Prirno de Rivera läßt nun die Möglichke t offen, dah England sich doch unter gewissen Bedingungen bereit finden lasten würde. Spanien in feinen Tangerwünschen en: gegen» u! envmen und sich dem italienischen Standpunkt zu nähern. Sei c« nun. dah es seine Zustimmung zu der von Spanien angeregten allgemeinen Tangerkonse- renz gibt, auf der Frankreich in der Minderheit bleiben würde, oder dah c« einen Druck auf Pari- ausübt. damit e« Spanien gegenüber ein gröberes Entgegenkommen zeigt. Aus alle Fälle darf Spanien den Besuch Chamberlain- al« ein PluS für fich buchen. SS ist anzunehmen, daß die beiden Minister auch über die Stellung Spanien« zum Völkerbünde gesprochen haben und daß e« Spanien nahegelegt worden ist. seinen Austritt vom Jahre 1926 rückgängig au machen auch die Schwierigkeiten die bet Einfuhr von englischem Eisen in Spanien gemacht werden, mögen berührt worden sein. Um sich die englische Unterstützung in seinen Plänen zu sichern, wird Prirno de Rivera sich gewih für bedeutende Konzessionen bereitfinden lasten. , Außenpolitisch wird sich die Zusammenkunft Primo de R.vera- mit dem britischen Auhen- Minister nicht sofort auswirken, es werden nur allgemeine Richtlinien vorgesehen toorccn sein, aber innerpolitisch wird sich ihre Bedeutung bald genug bemerkbar machen. Am 10. Oktober findet Oie feierliche Eröffnung der vorn Diktator geschaffenen Rationalversammlung statt, deren Ausgabe es sein wird, eine neue Verfassung auszuarbeiten. Diese „Asamblea Racional" ist eine ureigene Ersindung Prirno de Riveras, die man sich kaum in einem anderen Lande vor- ftelkh kann. Der Bequemlichkeit halber und um den Wahltaumel zu vermeiden, werden die Abgeordneten nicht gewählt, sondern unter den tüchtigsten Leuten des Königreich« ausgesucht und von der Regierung ernannt. Partet- pvlittker werden ausgeschlossen. Dem Präsidenten ist es verboten, parteipolitisch gefärbte Reken zu dulden, die Kammer soll überparteilich gestellt fein. Sttmmenenthaltung ist den Abgeordneten unter Androhung der Diätenentziehung verboten. Die Kammer ist vor der Regierung und nicht die Regierung vor der Rationalversammlung verantwortlich. Man hat Primv de Rivera und auch dem König wegen der Einberufung der Versammlung offenen Der- sassungsbruch DorgetDDt.cn und die Rückkehr zur absoluten Monarchie. Mehrere frühere Minister, unter ihnen vanchez Guerra. sind unter Protest ins Ausland gegangen und in mancher Beziehung drohte die Lage de« Diktators schwierig zu werden. Die Zusammenkunft mit Chamberlain hat seine Stellung gestärkt, er tritt mit der Aureole deS Erfolge- vor die Kammer, und wenn er dem Lande auch noch nicht- Positives bieten kann, so bleiben doch die Türen für Hoffnungen und Illusionen offen! G4 herrsch e bei uns immer ein sehr lustiger Reckton. Da wir alle in der Familie schrieben - Vater. Mutter und ich — so hatten wir zwar vor der Arbeit des anderen einen groben Respekt. was aber nicht hinderte, dah wir uns gegenfeitig gerne anulkten. So erschien eines Tages auf dem Gute ein Photograph, der meinen Vater „bei seiner Li.blingsbeschästigung" aufnahm. Z. B. das Reh fütternd, oder die Hühner um sich versammelnd! Schon un cre Vorschläge über die Art feiner Lieblingsbefchäftll-ung brachten den Photographen zur Derzweijlung. Als aber bann die Bilder kamen, schafften Mutter und ich heimllch eines beifeite. Aus einem treffen sie Fe l dh ü h n e r ke 11 e n an, u.iü innerhalb eine« solchen Hübnerstamme« ist die Zahl ebenfalls sehr gering Die Ursache ist wohl auf die ungünstige FrühjahrSwitte.-ung zurück- zuführen. <5 L i ch. 4. Okt. Sehr rege ist die Bautätigkeit in diesem Jahre in unserer Stadt gewesen. Cs wurden insgesamt 9 Käufer errichtet. die im Herbst bezugsfertig sind. Davon entfallen auf die Mengesstraße zwei Einfamilienhäuser und ein Zweifamilienhaus, auf bie Butzbacher Straße ein Einfamilienhaus und zwei Zweifamilienhäuser, auf die Iahnstraße ein Doppelhaus und ein Einfamilienhaus, auf die Bahn- hofstrabe ein Einfamilienhaus. Mit Ausnahme des Doppelhauses in der Iahnstraße. das von der Stadt erbaut wurde, handelt es sich bei allen Reubauten um private Bauten. Die Stadt hat aufjerbem die neue Kle inkinderschu le im Dau, die zwei Säle und zwei Wohnungen für Schwestern enthalten und im nächsten Frühjahr bezugsfertig wird. Im Rohbau werden ferner noch zwei private Reubauten vor Eintritt bc« Winters fertiggeftellL Die Brauerei Ihrinq- Melchior hat im Laufe des IahreS die Erbauung eine« neuen Sudhauses vollendet. Keine Umlayenerhebung sür die Land- wirlschaflliche Landesausstellunq. In einem Rückblick auf die Landwirtschaftliche Landesausstellung schreibt der Generaldirektor der Landwirtschaftskammer, Dr. H a m a n n. in der „Hessischrn Landwirtschaftlichen Zeitschrist" u. a.: An unseren Landwirten liegt es nun, die gegebenen Anregungen auszunutzen für ihren Betrieb, für sich und ihre Familie. Und wer die Tausende, ja Zehntausende in die Ausstellung strömen sah, ihr Interesse beobachtete. der muß der Ueberzeugung sein, daß die geleistete Arbeit aus fruchtbaren Boden fällt. Richt alle Landwirte waren da: mancher, der cs nötig hatte. Anregungen zu erhallen, fehlte. Die wirtschaftliche Lage erschwerte manchem die Reise, ja machte sie unmöglich. Aber viele, sehr viele, aus manchen Gegenden mehr als die Hälste alten Magazin schnitten wir ein kleines nacktes Bübchen au« und klebten es an Stelle des zu fütternden Rehes auf. So T>afc der „Dichterfürst" mit einer Bananenschale einen Keinen Rackedei ernährte. Dazu schrieben wir den fingierten Bries einer Dame, die sich sittlich über die merlwürdige Erziehung des „Erben" entrüstete und dazu betonte, daß sie von heute an ihrer haLotlüggen Tochter die Leltüre deS bis jetzt so geschätzten Schriftstellers unterlagen würde. Der arme Vater hat tagelang nach Erhalten dieses Brieses mit dem Blld den Kops geschüttelt, bis er an unserem Grinsen die Uebcltäter erkannte, und ein — wenn auch mit Lachen gemischtes — heiliges Donnerwetter über uns herbrauste. bonvStcinbcrg mit gehend auch Hausen. Ueberall, wo Psarrer Staubach wirken Durfte, war er ein treuer Seelsorger. und die vielen Gemnndeglieder gedenken feiner in Dankbarkeit. 3n unserer Gemeinde betrat er ein reiches Arbeitsfeld, aber auch hier wußte er fich zum Segen der Gemeinde zu betätigen und kirchliches Leben neu zu erwecken. Möge es Dem Jubilar befchieden sein, noch lange bei uns zu arbeiten, um als treuer Seelsorger in gleichem Ansehen wie heute geliebt und geehrt von jedermann unter uns zu stehen. Z Rödgen, 4. 01:. Da ein wei crer Deu- bau am Durgwiesenweg nvch in diesem Herbst in Angriff genommen werden soll, wird ein Stück des Weges mit Wasserleitung versehen. Damit Die Anwohner ihre Häuser an Auf dem Gebiete des Tiefbaues ist der 'Beginn der Neupflasterung der Hauptverkehrsstraße zu erwähnen, ferner die Führung der Wasserleitung durch die 'Ringstraße nach dem Bahuhofsviertel. 3m nächsten 3ahr soll das neue Postamt, für das im Voranschlag 60CCO ORT. eingestellt sind, an der Vahnhvsstrahe (zwischen Wetter und Weidgraben) von der Stadt errichtet werden. - Vellersb eim . 4. Oft. Gestern wurde das Ob st an der Provinzialstraße Bel- lersheim — Bettenhausen versteigert. Es handelt iich hier in der Hauptsache um Tafel- birnen für den Winterbedarf. Da gerade in Birnen in hiesiger Gegend Lleberangebot herrscht, wurden außerordentlich niedrige Preise erzielt. Bäume mit vollem Behang. Winter Dechans- birne und Pachorenbirne, kamen auf 2 bis 4 Ml., geringere Sor en kamen noch billiger. Da man in diesem 3ahr bei der vollen Entwicklung der Früchte und dem dichten Behang den Ertrag eines Baumes leicht unterschäht, stellt sich der Zentner im Durchschnitt nur auf 30 bis 80 Pf. Anschließend fand die Versteigerung an der Provinzialstraste nach Bahnhof Bellersheim-Obbornhofen statt, und zwar kamen hier nur Aepfel, als Gelber Edelapfel, Holländische Reinette, Winter-Goldparmäne und Rambcur Papleu zum Ausqebot. Bei einer verhältnismästig geringen Zahl von Kauliebhabern waren die Stcigpr.i'e sehr gering, was vor allem seinen Grund in der in hie'iger Gegend ungewöhnlich reichen allgemeinen Obsternte hat. Bäume besten Tafelobstes. an denen zwei Zentner zu ernten sind, kamen auf 2,50 bis 4 Ml., einzelne glückliche Käufer steigerten noch billiger. Durchschnittlich kam der Zentner auf etwa 1,50 bis 2 Mk. zu stehen. — Die Zementwarenfabrik von Gebrüder Böckel, die durch Verkauf an die Frankfurter Firma von Essen ft Lindenbaum überging und von dieser jahrelang als chemische Fabrik betrieben wurde, steht schon seit geraumer Zeit st i l l. Sie befaßte sich haupt- fächlich mit der Herstellung von Gelblalium. das fast aus'chliestlich im Ausland abgefeht wurde. Das völlige Stocken deS Absatzes, bedingt durch handelspolitische älmsteklungen des Auslandes, und der geringe Bedarf im Inland führten die völlige Stillegung herbei. Wie man Höri, interessiert sich nun ein größerer chemischer Konzern für das Anwesen, der eine Zweigniederlassung hier gründen will. Kreis Friedberg. sf. Friedberg, 4. Oft. In der Turnhalle der Augustinerschule wurde am Sonntag und Montag der erste Friedberger Obstmarkt abgchalten. Hauptaussteller wrren die Stad! Friedberg und die hiesige Obstbauschule, während die Landwirte der iim.ebung noch etwas zurücihieltcn. Der Haup zweck des Markt.s war neben der Förderung des Absatzes auch die Einführung dcr Ginheitsverpackung, die heute vcm Handel überall gefordert wird und die der deutsche Züchter einführen must, wenn er sich auf dem Markt behaup e.c will. Für die Verpackung waren Preise ausgesetzt: den ersten erhi lt die Gräfliche Hofgärtnerei Aisenheim. Der Umsatz war sehr gut bei angemessenen Preisen. Ebenso war der Besuch des Marktes ausgezeichnet. WSV. Bad-Nauheim, 4. Oft. Dem Pfarrverwalter Paul Gerhard Schäfer von der Darmstädter Pe'rusgemeinde, Sohn des Dekans Schäfer in Büdingen, wurde durch das Landeskirchen amt die hiesige zweite evangelische Pfarrstelle übertragen. 4 Bad-Nauheim, 4. Oft. Die Stadt hat bei Versteigerung ihrer reichen diesjährigen Spätob st ernte etwas über 5000 Mark vereinnahmt. Zum Verkauf waren zwei Tage notwendig. Am erften Tage war bei größerer Kauflust der Preis verhältnismäßig hoch, am zweiten Tage dagegen gab es durchweg sehr billieZ Obst. Jin Durchschnitt haben sich aber selbst die feinsten Tafeläpfel nicht höher als 3 Mark am rJ$aum gestanden. Zu Spott- preisen wurden di« Birnen abgegeben. Der Zentner bestes gemischtes Tafelobst (Aepfel) wurde hier seither zu 12 bis 15 Mark verkauft. Die Kurgäste aus Gegenden mit geringer Obsternte legen diesen Preis gern an unD sind froh, gutes Wetterauer Obst von hier nach Hause schicken zu können. Die Obsternte ist hier noch im vollen Gang. Die großen Apfelweinfelterecrn am Platze hielten seither mit dem Ankauf noch zurück. Sie wollen ausgereiftes Obst haben und fetzen daher LlmErsolgundkiebe. Roman von Robert Misch. Copyright by Carl Dunker. Berlin SW 62. 8 .Sortierung Nachdruck verboten »So singen können und spielen", dachte sie, wahrend sie ihn ansah. Täuschte sie sich — aber nein, auch Lenz blickte plötzlich zu ihr herüber. Und letzt beugte er sich zu Currin, mit Haupt und Augen zu ihr hindeutcnd. Sie lehnte sich in ihren Stuhl zurück, ganz verwirrt und benommen. Zum Glück achtete niemand darauf: denn d'Almanvert spielte eben auf dem Bechstein einen alten italienischen Meister. Sanft und zart breiteten sich diese Töne aus, wie knisternd schmiegsame Seide, die in matten Farben leuchtet. Ali geschnittene Taxushecken, zierlich verkünstelte Gärten, kchte, brokatene Frauengewünder der Barockzeit mußte man dabei denken, an galante Kavaliere, an Lauten- und ylötenklcinge, Gavotten und Pavanen. Und das Ganze war auch so etwas wie ein feierlicher Reigentanz vor dem Sonnenkönig und seinem Hofe. Und Lenz — nein, sie täuschte sich wirklich nicht — schaute immer wieder herüber mit seinen tiefen, genialen Kinderaugen, die sie plötzlich an die der Engel auf der „Slriina" erinnerten Ein leises Pr ckeln zitterte durch ihre Nerven: sie fühlte ihr Blut fingen, aber sich dabei so moblig und leicht. Alles limdrängte jetzt den Meister des Flügels. Len, stellte feine Taffe nieder, ging am Arme Lu- krins langsam auf den Flügel zu, an ihrem Tischchen vorüber. Plötzlich blieb er vor ihr stehen, sah sie und Suh-in scharf an, der die Stirn runzelte und dann, mit einem kaum sichtbaren, spöttischen Lächeln um die Mundwinkel, „den großen Künstler der kleinen, zukunftsreichen Künstlerin^ vorftclltc. Cenx ergriff ihre Hand und ließ sich dann, wie absichtslos, neben ihr nieder Für einen Augenblick feftte 31a-3 Pulsschlag aus. Aber sie faßte sich schnell und gab willig Auskunft auf seine Fragen ob sie ro rH di zur Bühne gehen wollte, wie alt sie sei, ob sie -stimme und Talent hätte r,3 r! über 43 Jahre seines Lebens zugebracht ha, ist er frei von jenen Vorurteilen, denen man häufig in Rheinhessen gegenüber u serem Olxrhcksen begegnet. Vielmehr hat er d e W t erau und d n Vogelsberg schälen und Leben g lernt. D s vor drei Jahren war er Vorsitzentzer des hiesig:n V. H. E.-Zwcigvereins und bat dessen Ziele ste s mit Eifer bertre'en und gck-rderl. G.rne unternimmt er heute noch Wanderungen mit dem D. H. C. und wird auch fernerhin hier seinen Wohn'itz bellten. *?" Nidda. 4. Oft. Die neugcschaffene Hochspannungsleitung Wölfersheim-Lauterbach wird am nächsten Mittwoch in Betrieb genommen. Die Spannung des durchlaufenden Starkstroms beträgt vorerst 20 000 Volt, kann aber nach Bedarf auf 60 020 Volt gesteigert werde i. — Durch Ausgabe von Anteilscheinen konnte der hiesige Sportklub die nötigen Geldmittel erhalten, den auf der Ganswiese gelegenen Sportplatz instandzusehen und neuzeitlich auszubauen. Außer den Mitgliedern, denen ein P'lichtanteil au erlegt war, beteiligten sich auch Nichtmitglieder zum Teil mit namhaften Beträgen. Die Drainage ist bereils durchgesührt. die Herrichtung einer- Laufbahn, Schaf ung von UmfteDeräumen usw. sollen baldmöglichst folgen. — Schüttelob st zum Preise von 3 Mark pro Zentner wird eben waggonweise hier verladen. Es läuft vorwiegend nach Württemberg, das infolge schlechter Apselernte auf Einfuhr angewiesen, um seinen .Moscht" Herstellen zu können. ow. Ober-Widdersheim, 4. Oktober. Schon im Januar d. 3. hatte der Kirchen- vorftand Ober-Widdersheirn in Uebereinftimmung mit den Gemeinderäten von Ober-Widdershrim den Beschluß gefaßt, die längst notwendigen E r - Neuerungsarbeiten in der hiesigen Kirche vornehmen zu lassen. Der Beschluß konnte bisher nicht zur Ausführung kommen, weil der Gemeinderat der ebenfalls zu de i Baukosten beitragspflichtigen Cem indeGrun.-Schwalheim den Zuschuß seines Kostenanteils nicht bewilligte. Unter dem Vorsitz des KreiZöireltors Dr. G a ß n e r von Büdingen sand deshalb am Samstag im Rathaus zu Ober-Widdereh !m eine gemeinsame Sitzung der drei Gemeint eräte von Ober-Widdersheim, älnter-Widder.hci.n und Grund-Schwalheim statt, zu der auch der Kirchenvorstand eingeladen war, und an der für die Kreisbaubehörde Regierungsbaurat Frey von Büdingen, und für die Kirchenbehörde Dekan Serina von Eichelsdorf teilnahmen. Er reu- licherweise ließ sich nach eingehenden Verhandlungen der Gemeinderat Grund-Schwalheim bereitfinden, wenigstens einen Beitrag zu i e.i Baukosten im Höchstbetrag von 3300 Mk. zu bewilligen. So dürfen wir hossen, daß im Lau'e bet nächsten Monate die Vorarbeiten im Kreisbauamt erledigt werden, und daß dann im kommenden Frühjahr wenigstens die notwendigsten SrneuerungSarbeiten in der Kirche zur Ausführung kommen können. * Echzell, 4. Oft. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde als wichtigster Punkt über dir hirsigrn Marktderhältntsfe gesprochen und die Märkte für das kommende Jahr festgelegt. Sie sollen wie folgt stattlinden: 4. Februar, 4 März. 8. April, 6. Mai, 3. Juni, 8. Juli. 12. August Schweine- und Zie^enmarkt, 9. September. 7. 0' ober Schweine' und Krämr- markt. 4. November und 9. Dezember. Die hiesigen Märkte erfreuen sich bei der landwirtschafttreibenden Bevölkerung der mittleren Wetterau immer größerer Dtli'bthtitz was besonders in dem zunehmenden Besuch und dem verstärkten Auftrieb zum Ausdruck kommt. — Dir Kartoffelernte ist hier so a enttcb be nd:t. Bei dem ausge'prochenen Kart-ff.lioben unf r:r Gemarkung war der Ertrag sehr gut. Ein hoher Prozentsatz der Anbavf'äche war mit F ühk r- to f In be' ell , die zu lahnmden Pes n abgefeht wurden. Gege cwäräg werden die bekannten Wetterauer Speisekartoffeln, hauptsächlich Industrie und Gelbe Rieten, auf dem Bahnhof verlad n Während zu Beginn der Ernte der Zentner mit 2,75 Mk. bezahl' wurde, ist der Preis jeh' über 3 Mk. auf 3,50 Mi. gestiegen. Wrißflnschige Fut erkartoffekn. Den denen hier be'o cders Pepo. Has ia und Bötzms Heimat a’ig'bau* werden, werden zum Preise von 2.70 Ms. verfrachtet. — Säm'liche Ob ft bäume -e gen einen außerordentlich starken Behang, wie seit vielen Jahren nicht. Neben den b kannten Wirt- schaft'sorten wurde in den letz en Jahren imm-r mehr feine' Tafcl^b'tz wie Bos'oov, Goldr nie von Denheim und die v'rbe.ferte Win er-Gold- Parmäne angebaut, das jetzt ins Tragen kommt. Ob'm kler Wilh. Müller D tläb: fast tätlich Pflückob^'. Erste Sorte kostet per Zentner 7 Mk.. geringere War? 5 bis 6 Mk. je Zentner. Schütt l- obst wird mit 2.53 Mk. bezahl'. — Das Aussteller, der Winterfrucht ha! begonnen. In diesen Tagen wurde das erste Korn gesät, allerdings nicht nach der a'tcn Baueweregel: Das Kom unter.ge'tnab." (ce'taubt), der Weizen unter gcllaab!" (untergeschmiert). Kreis Schotten. * Schotten, 4. Olt. Am Sonntag veranstaltete b:r fj’.eiigc Kleinkaliberschütze n- Oerein anläßlich ke3 Geburts ages des Reichspräsidenten ein Hindenbürg-Preis- schießen. Die Bet il gung am Schießen war sehr reg?. Am Abend fand in der Schühenhalle eine Familienfeier mit Pre.sverteilung statt, bei der sehr wertvolle Preise g geben werden konnten. KreisNlsscld. Id. Alsfeld, 4. Olt. Bei dem Bundes- schietzen des Landesverbandes der hessischen Kleinkaliberschützenvereine (vgl. den gestrigen Bericht) beteiligten sich die zehn besten Kreismeister-Mannschaften. wie auch die je zehn besten Einzslmecster der Klasse A und der gemeinsamen Klasse B/C. Die Bedingungen. für alle gleich, waren: ein Probefchuß, der angezeigt wurde, und je drei Schutz liegend freihändig, kniend, stehend freihändig ohne Anzeigen. Es wurde auf fünf Dahnen geschossen, das Schießen wurde von Oberförster Rausch, Romrod, vorbildlich geleitet und wickelte sich glatt ab. 2ln besonderen Preisen standen zur Verfügung: Der Ehrenpreis des Herrn Reichspräsidenten (Bild mit ei e.ir.ä .biger Llntersch ist), der Silberne Poial des he,fischen Verbandes, sowie die Ehren- prri.e der Stadt Alsfeld, des kurhessischen Krie- gerbundes, der Kstegerkame.adschast Hast.a, der Berlin-Karlsruher Industriewerke und der Mauserwerke. Die E.gebnifse des Schießens waren: M a n n s ch a f t s s ch i e ß e n: l .K K S. Verein L a n d e n h a u s e n, Kreis Lauterbach, Landesmeister mit 338 Ringen, Ehrenpreis des Reicnsverbandes und K. K. Büchse. 2.K. K. S. Verein Straßebersbach, D'.llkreis, mit 377 Ringen, Chrenwanderpreis des hessischen Verbandes (bisher Steinbach. Kreis Gießen) und K. K. Düch'e. KlasseA: Landesmeister P a f f - rat. Marburg, mit 75 Ringen, goldene chlhr. Klasse B/C: Landesmeister 3oh. Schmidt. Auer, Kreis He.sfeld, mit 79 Ringen. Bild des Herrn Rrichsp ü'identen mit eigenhändiger iln- terschci t und K. K. Büch e. In den K r e i s G i e- ßen fiel der 5. Preis der KlasseA. den Theo Schlosser, ßiu.er, mit 62 Ringen gewann. »Er sagt auch ja, spricht von einer kleinen, süßen Stimme. Aber gehen Sie nicht zur Bühne! Sie ist zu häßlich. Bleiben Sie im Konzertsaal. Freilich, wenn man so ausschaut, ist schon das halbe Spiel beim Theater gewonnen" »Oh, oh, Sie haben eine Eroberung an unserem verehrtem Meister gemacht, Fräulein Men- gers", spöttelte Lukrln. Nun lächelte sie und schwärmte ihm von feinem Romeo und Homburg-Prinzen vor Er blickte sie gan$ ernst dabei an, ohne sie zu unterbrechen, ohne zu lächeln ober stolz-bescheiden abzuwehren, wie das wohl andere getan hätten. Und ganz unvermittelt rief er in ihre Worte hinein: „Weich göttliches Haar! Man m.chte feine Hände hineintauchen in diese goldenen Feuer- fluten. Madonna mit der Feuerkron e!" Er Jagte das ganz ernst, wie man von den Eigenschaften eines Bildes spricht Wieder dieses Ziehen und Prickeln in ihren Nerven. Lukrin lächelte jetzt so häßlich. „Nicht wahr, dies Haar! — Das allein kann ihr eine Karriere machen." In diesem Augenblick kam die Hausfrau auf sie zu, beide Herren mit einem spöttischen Blick ftrel- fenb. „Lieber Meister, bie Wanbrowa möchte sie gerne kennenlernen — und auch der Baron von der Leyen. Darf Ich Sie entführen?" Lenz stand willig auf und nickte Isa zu: „Singen Sie — ich möchte Sie gern singen hören!" Auch Lukrin war gegangen. Die beiden jungen Leute halten sich schon bei Lenz' Hinzutreten respektvoll verflüchtigt. Sie saß jetzt ganz allein da, und alles schien ihr unwirklich, wie ein Traum. Sie sah Lenz der Wandrowa und dem Baron bie Hand schütteln, mit ihnen plaudern und lachen, umringt von einigen ebenfalls plaudernden und lachenden Damen. Aber das alles war nicht W rkUchkeit — es verschwamm Ihr in einer rosenroten Wolke, und sie fühlte sich so merkwürdig glücklich Lukrin weckte sie plötzlich wieder auf. „viun, woran denken S-e, kleine Madonna?" Er lächelte ' ebenemürbig boshaft und erschien •hr seist, als er ihr leicht mit dem Finget drohte, alt und häßlich. „Also, was wallen Sie singen, Madonna?" „Ich? Gar nichts! In einer Gesellschaft, in der ein d'Almanvert gespielt hat, vor Felix Kersten und vor Lenz —" „Gerade vor Lenz! Reizt Sie das nicht?" „Ich bin eine Schülerin." „Wir sind hier nicht im Konzertsaal. Warum zieren Sie sich, kleines Fräulein? — Uebrigens habe ich Sie bereits angekündigt und will Ehre mit Ihnen einlegen. Das nützt Ihnen mehr, als Sie glauben. Auch die Marini hat hier zuerst gesungen und andere meiner Schülerinnen. Sie fingen die französischen Chansons, die ich Ihnen einftubiert, unb eventuell als Zugabe die Pagenarie aus dem Figaro." „Aber ich — ich fürchte mich." „Unsinn! Dann konnten Sie nie zur Bühne gehen. — Sehen Sie nur, wie ungeduldig Lenz herüberblickt!" Sie schaute auf. In feinen braunen Knabenaugen lag es wie eine stumme Bitte: „Komm unb finge!", die sie hinüberzog ans Klavier. Und wieder schien ihr alles unwirklich, ein schöner Traum. Die Notenblätter zitierten leicht in ihrer Hand: aber sie schaute gar n cht hinein Eie kannte die kleinen, .perl chen Stückchen auswendig, unb ihr scharfes Gedächtnis ließ sie nicht im Stich. Einige Male blickte sie hinüber zu dem großen Künstter, besten Augen bewundernd unb ermutigend auf ihr ruhten. Und dann vergaß sie alles. Wie ein freudiger Rausch kam es über sie. Im Uebermut jauchzte sie bas zierliche, muntere Stückchen in den Saal ... Noch nie hatte sie es so gut gesungen, noch nie hatte sie sich so glücklich beim Singen gefühlt. Als sie geendet, brach der Beifall los. Lenz nickte ihr zu, und feine Augen lachten Zufriedenheit unb Zustimmung Das war ihr mehr, als alles andere: unb sie begann gleich das zweite Chanson, das von einer Marketenderin handelt, vom Lagerfeuer zwischen Zelten, von trinkenden Eofbaten unb einem verliebten, trommelnden Tarn bour. ..Rataplan — rataplan ... H5W — glou-glou — ßsßs .. Sie trommelte mit den Händen, ste marschierte mit Den Füßen auf der Stelle, man horte den •cf Nieder-Gemünden, 4. Ott. Infolge des günstigen Herbstwetters hat dis Äartof- f e l e r n t c im Laufe der vorigen Woche gute Fortschritte gemacht. Tr?tz der Kartoffel- fäulnis ist die Ernte im Durchschnitt besser ausgefallen, als man an'änglich dachte. Einige Landwirte sind bereits mit dem KariosfelauS- machen fertig. Dagegen konnte die Grummeternte immer noch nicht beendet worden. Das auf der Breite liegende Grummet ist vollständig in den Boden eingeregnet, ja teilweise schon verfault und kann als Viehstitter nübt mehr verwendet werden. Starkenburg. Darmstadt, 4. Oft. (TU.) Der Messi n g k ä f e r ist nunmehr auch in dem Haufe Kastnostratze 17 festgestellt worden. Es ist anzunehmen, datz er sich auch noch in anderen Häusern eingeniftet hat. Preußen. Äirci* tdci/lnr. MSN. Wetzlar, 4. Oft. Der feit Juli in Angriff genommene Verstärkungsbau der großen Sifenbahnbrücke über die Lahn unmittelbar bei der Station Wstzkar. ist jetzt soweit vorgeschri'ken. daß gestern aus dem Gleis Gießen Köln die Auswechslung der Brückenträger vor sich gehen konn'e. Der viele Stunden währende Vorgang verlief ohne Unfall xx Kinzenbach. 4. Oft. Der hiesige Gesangverein ..Fortuna" hatte für Samstagabend zu einer Mchiedsfeier gelaßen, die ein vollbesetztes VereinSlokal brafte. Die Fe er galt dem ersten Vorsitzenden Karl Willershäu« f e r. der zum 1. Oktober als Werkmeister der 3. B. Nollscken Zigarrensabrik in Mudersbach beru en ist. W ilershäuser gehörte volle 20 Jahre dem Verein als unermüdlicher, fleißiger Sänger an und wurde 1923 zum ersten Vorsitzenden gewählt. Gs kam an diesem Abend mannigfach zum Ausdruck was der Scheidende dem Verein gewesen ist. ES fei nur an feine em- fige Vorbereitung unb glänzende Durchführung der vorjährigen 50jajr;gen Jubelfeier erwähnt, an der fo viele auswärtige Vereine teilnahmen. Mit Rech w r> dec W. 'gang allgemein bedauert, was auch in den trefflich zu Gehör gebrachten Liedern unter dem Dirigenten Leib. Gießen, zur G'ltung kam. t Dutenhofen, 4 Oft Obgleich ber Weg von hier durch das Lahntal nach Atz- bach für Lastfuhrwerke im Durchgangsverkehr, sowie für Kraftfahrzeuge aller An gefnerrt ist, wird er trotzdem immer noch verbotswidrig befahren, To daß letzch n empfindliche Sira'en verhängt werden mußten. Der genannte Weg ist zwar der kürzeste zwischen dem d.eZseiii'ei und dem jenseitigen Lahntal, ec ist aber nicht so ausgebaut, daß er dem schweren Verkehr ce wach'en wäre. Aus die'e.n Grunde mußte Die Sperrung erfolgen, die durch Schilder der Doli,ze.Verwaltung kenntlich gemacht worden ist Die Verkehrsstraße von hier ins jenseitige Lahn- tal fu. rt entweder über Heuchelheim, o.er über Dorlar. Uutauf die Interessenten nochmals hin- gewiesen Kien. Kreis Marburg. Il M rburg, 4. Oft. Wie der Magistrat mitteilt, hat die Stadt Marburg im Iahrr 1927 bis jetzt > 0? Wohnungen fertig- gestellt, weitere 121 sind bald vollendet. 24 sind angefangen worden. Außerdem soll so- rt noch rin ZehnfamilienhavS errichtet werdm. ein weiteres Zehnfamilienh ins ist in Aus,ich: genommen. wenn Klarheit über die Finanzierung geschaffen ist. Diese rege Neubautäligkrit ist dadurch ermögkick»! loorium. daß die S.nbt aus Anleibemil k-n fast 200 C03 Mark für Zusatz- bypmheken bewillig' unb außerdem den HauS- zic s'ieuerh Prth fe f nds durch ein: Ql l ih den 200 U00 Mark gestreckt hat. Die Sparfasse hat ihrerseits noch Hypotheken in Höhr von 538 000 Mark gegeben, und zwar hat sie die Grundstücke bis au 40 PrvA. beließen. sch Marburg. 4. Ott. In der heutigen Stadtverordnetenfitzung mutten 1500 Mark für die Olbhaltung eines Verkehrs- 1 a g e s jetoilügf. Sodann wurde beschlossen, dem Dialonisfen-MutterhauS Kafiel in Gemeinschaft mit den hiesigen evangelischen Gen e n en für ein zu errichtendes Säuglings- und Murter- Wein durch die Kehlen rinnen; unb alle Gesichter ber Zuhörer lachten und leuchteten freudig auf. Der Tambour küßte sie; die Soldaten tranken glou- glou ... und bann kam die Nacht — und ganz heimlich ber Tambour — „c'Slait l'amour du ioli tambour — rataplan — rataplan" ... Unb braugen, während sie in feinen Armen lag, ..sonnait la trom- pette — la relraite ... Tara — tata — tara“ — f und sie ließ langsam diese Töne verhallen, bie in fabelhafter Täuschung den Klängen des Instru- mentes glichen. Unb bann noch ein letzte» hinge- hauchles Rataplan — rataplan ... Ein Sturm ber Begeisterung brach aus; alle» umringte fiF, sprach auf sie ein, drückte ihr bie Hände Lukrin nickte ihr vom Klavier, an dem er sie begleitet, zufrieden zu: seine Frau bankte ihr überschwänglich. Und bann kam er, gab ihr die Hand und sagte fo leise, daß e» kaum bie Nächst- stehenden verstanden: „D:e kleine Madonna ist ja eine große Bor- tragskünstkerln. Und bie Stimme ist wirklich süß." ; „Was fajat er — was sagt er?" Unb schnell verbreitete sich das Wort von der kleinen Madonna mit ber Feuerkrone, bie eine große Bor- tragskünstlerin sei. Sie bettelten alle um eine Wiederholung ober Zugabe. Isa sah Lukrin an, ber ein Notenblatt aus das Klavier legte. Sie trat neben ihn unb schüttelte den Kopf: „Nein — nicht das! Das pahl jetzt nicht mehr. Das können andere auch oder vielleicht bester." „Alsa bann aus der Regimentslochterf" „Noch einmal Rataplan?! — Nein, ich singe, wenn's den Herrschaften recht ist, das Wiener Lied aus „Maritza" Jubelnde Zustimmung — — Lukrin stand ' ärgerlich auf; aber Lenz nickte ihr amüsiert zu Ein junger Mann fetzte sich schnell ans Klavier. Dann fang sie — nein — sie tanzte, sie kokett-erte, si,' rianf(f)ic allerliebst Wienerisch, als stammte fi< direkt aus ber Wienerstadt — sie trillerte, schnalzte, schmollte und maulte, und zuletzt zeigte sie In e’nigen hohen Tonen den süßen Schmelz ihrer Stimme unb bie gute Schule ihre? Lehrers (borfiepun« folgt., L WA'?! nbutQ ?■ iu>: „ !„Äl D >°s, ^uch noch J* n * m «ht» chen. beylar. ÄtH A®« In cucke ü[J?V0“a^ ütm Dr^^.^hn Untern ’JJ J*l‘ tiäti LZK sLL -Z Är.t: ZZL-s , , iy2j lum erben cf XinA 2°f"b J? '*' nur an Feint m, jW-ijenJc Durch,ühr^» .en Jubelfeier mähf W Vereine teilM flangangeireinf^aiiitt, ? Tehör ße5ram DurchgangSverKhr ? aller 2rl gef^ri iH, noch vcrbstsvibriz be> upf'nbliche älra'en ver- Der genonnlt Deg ift m dem dirReiti-ei unb , er ift ab« nicht fo schweren Derlebr « ikm Grunde muyle öic die durch Schilder der sich gemacht worden ift. hier inS jenseitig Lchn. Heuchelheim, v.rr über ereffenitn nochmals hin« arburg. Dft D/> bet Äaqiftr^ 27arbukg Im IHre ohnuugeu fertig« llub ba'd vvUmdet, 24 . Außerdem soll soi rt vA errichtet werden, ein us Ift in Aurich! flf über die Sirnfkning ! Aeiibautälig'.'il Ift da- 11 des, dft Sind ' - )COO Mark sür Wohld außerdem den hau«- .< durch ein: A l lh den Hal. Me 6jxirLiife ftJi ken in Höhe von d380W ir hat sie die Srundft»ae U Oh. 3n der heutigen nsitzung vurren ing e.nrs ^Erkeb dann wurde be ch.o n N Ädlftl '«Semem, evangelüchen Senk ^e 6nualmgs-und rlmien: und olle GesiM L s°Id-I'° • Me Ml - "" ,' Z c'ötrit l amour du J »■*< : gs *•**■ ^*SUuV‘'' SSjsi 'Jt wti*"* ;« ifl eine gkaßk 11 ’. ift tfW,I,B- Stimme i|t |4nfH -SB :z5585 Sie u- ,, iEht nid)' mcd' 5 ,'ÄU •*■ tot» I1«"1 9'. j|. jhr ünm^^ ZsKtz •As-r Boom 1. April 1928 ob einen jährlichen flu- von 4303 Mk »u «währen. Zum vchlutz te man sich mit der Finanzierung der WohnungsoautenfürbaSIabr 1 9 2 8. Da Die Stadt im nächsten Jahre nicht in der Lagt lein wird. Zufatzhypvcheken geben zu können. ift In Aussicht acnommen. bah die städtisch« Sparkasse die Umbauten bi» zu 50 Prozent «infchliestlich des ®mnbftürf»totttt» beleiht Da die Sparkasse aber satzungsgemäh nur 43 Prozent bei Gesamtwerte» beleihen darf, wurüe beschlossen. daß die Stadt für die restlichen 10 Prozent die DÜrglchast übernimmt. Dtllkret-. y Driedorf, 4. Olt Am Sonntag sand hier eine De l« g i« r t e n t a a u n g der Freiwilligen Feuerwehren statt, die von Dertre ern auS dem ganzen Gau zahlreich beucht war. Die hiesige Fruerwohr. unter Führ, ng ihres Hauptmanns, Bürgermci'iers Schmidt, empfing die Gäbe am Bahnhol und geleitete sie unter Dorantritt eine» Trommler- und Pse.ser- korps zum DersammlungSlokal »Zur Ärone". M. a. war auch dcr ShrenvoriiZende Ferdinand Hi- kodemu» aus Herborn erschienen. In ernster CbTaturg arbeit tovrCen zahlreiche gemeinsame Angi le « beiten erledigt. Am Ab nd verein gle man sich noch zu einem srohge'timmten geselligen Bei ammenletn, bei dem der op ersreudiaen Hingabe der Freiwilligen Feuerwohr g'vührende An tlennung gezolli wurde. □ Schonbach, 4. Oft. Im Laufe diese» Jahres haben sich In unseren Wäldern und in ter Feldmark Wildschweine eingenistet. Di« Lchwarz5.tr«l wurden wiederholt an verschiedenen Plätzen gesehen In der letzten Woche bekam man an dem dicken Tannenstück zwischen Schönbach und Dreitscheid eine Dach« mit Jungen zu D«sicht Unteren Jägern gelingt es hossrntlich einet Plage durch dieses Wild vorzubeugen Lberwesicrwaldkreis. D Neuhoch st ein bei Höhn, 4. Dft. Der Wunsch der Bewohner unseres Orte», den wenig schönen Barnen Kackenberg in einen Namen von ästhetischerem Klange amtlich umzuwandeln, ist in Erfüllung gegangen. Da- preuhische Staatsministerium d«S Innern hat dem Antrag« de» Gemeinderates, „Ä a d«# n b e r g" in den poetischen Namen .Aeuhoch stein" umzuändern, durch kürzlich ergangenen Erlass stattgegeben. Die feierlich? U m t a u f e ers^gtc am letzten Sonntag Eifrig war man schon seit Tagen am Werfe, durch Die verschiedenartigsten Vorbereitungen, Schmücken des Ortes n. dgl. der Fefer ein stchwungvolles Gepräge zu geben. Der Landrat nahm btt Tauf Zeremonien vor. Die Stadivüter der Nachbarorte standen Gevatterschaft. Feierlicher Umzug. Gedichtvvrträge. An'prachen, Darbietungen des. Al.-G.-D. und anschliehenbe Volksbelustigung füllten im übrigen den Tag. D.e tn der Nähe des Ortes liegenden interefsanien Basa l t f e l s« n Rnb als Naturdenkmal erklärt, und werden nicht mehr den Namen Kackenberger Stein, sondern die Bezeichnung .Aatur- denkmal Aeuhochstein" auch in der Neuauflage des Westerwaldf»Lrers erhalten. Ob da» Beifpiei Aeuhochstein» nicht Schule macht? Was sagen die OrtiMter anderer Orte de» Westerwald«- mit ähnlichen unschön klingenden Namen, wie z. D. Rotzenhahn. Spayenburg. Streichau'en. Pfeifensterz. Atzelgift. Kotzenroth ufw. Maingau. WSA J r a n k s u r t a. HL, 4. Oft. In nichtöffentlicher Sitzung nahm heute di« Stadtveroro- netenversammlung. nachdem ein Vertagung»- antrag der Deutschen DollSpartei abgelrhnt worden war. die Wahl von drei Stadträten vor. Gewählt wurden: Oberschulrat Dr. Keller tDemokral) in Berlin al» Schuldezernent mit 37 Stimmen. MagistratSrat Dr. Michel» lEozialdemokral) in Frankfurt a. M. für da» juristische Dezernat mit 33 Stimmen und Beigeordneter Dr. Doll mar (Zentrum) in Solingen für da» volkswirtschaftliche Dezernat. — Gnde vergangener Woche wurde von unbekannten Tätern der alte israelitische Friedhof in der Colenftrate in gemeiner Weise geschändet und Unfug daraus verübt. ®» wurden Grabsteine umgewvrsen. demoliert und zer chlagert. Blumen wurden aus den Grabanlagen gerissen und aus Grabstein« Ausschristen wie .Judas Ischariot" geschrieben. Ferner wurden sie mit Hakenkreuzen bemalt. Die Ermittlungen nach den Tätern sind im Gange und haben bereit» zur Entdeckung der Spuren geführt. Aus dcm Amtsverkünvigungsblatt. • Da» Amtsverkündigungsblatt Ar. 69 vom 30. September enthält: Verwendung von Pfennigmünzen, Landtag-Wahlen 1927 Abreißkalender des AuslanddeutschtumS für 1928. die gesetzliche Miete ab 1 Oktober: die De- Währung von Auslosung»recht en im Anleiheab- lösungSversahren: Amtsveterinärstelle Grünberg Wiesenrundgänge. Gesuch zur Erbauung emes Schlachthause» in Watzenborn-Steinberg: Beihilfe ftr M« BvNsbücheveien des Kreites, Dfenstnach- richten. ' Das AmtSver kündigungSblatt Ar. 70 vom 4. Oft. enthält: Wahl der Vertrauensmänner und örlatimänner in der Ange- stelltcnveriicherung. — Die MieteinigungSämter de» ArnlsgerichlSbeziriS Lich — Dienstnach- richten. Kunst und Wistenschaft. Geh. Hofrat zwingenden Geheimnisse- (woraus alle künstlerische Formung fliesst) darzu stellen. d. h. alS notwendig erkennen und nachemp'inden zu lassen. In einer Reihe sehr geschlafener, in sich verbundener und g.'stufter Kapitel wird mit einem oft erstaunlich feinen Gefühl ertastet, wie fich Baustein an Baustein fügt, wie au» Erlebnis und Gedanken, Phantasie und Willen eines Her anwach'enden (von dem man zuvor mir sicht unb sühlt, wie er ungewöhnlich etwa» Besonderes. ander» alS alle übrigen ist) endlich da» Wunder eines Menschen bildet, der ein Kunstwerk aus sich herauslöst. Wo dieS erreicht ist, bricht der Roman ab; gerade darin aber, dass er nicht ^Geschichte" ist, sondern Vorgeschichte, dass er sich an die Bewältigung dessen wagt, was viele andere, ähnliche Bücher stillschweigend voraussetzen, ist seine Eigenart unb sein Wert zu erkennen. Es braucht dabei nicht überleben und verschwiegen zu werden, dass der Roman Schwächen hat; sie liegen vornehmlich am Ansang, im Stil vor allem unb sind au» der Sonderart unb ben unendlich:n Schwierigkeiten de» Motivs sehr wohl begreislich; jedenfalls sollte sich niemand dadurch, abschrecken lassen, dieses Buch zu. lesen, denn eS ist ein ernsthafte- und mit Liebe geschriebenes Buch. 385 — Carl Zuckmayer: Sin Dauer aus dem TaunuS (unb anbere Geschichten). 160 Seiten 8J. Propyläen-Verlag, Berlin. — Es ist für den Referenten eine ungetrübte Freude, dies neue .und vielen wohl überraschend kommende) Bwch des rheinhefsifchen Dichter» anzuzeigen; denn es erfüllt alle Erwartungen, zu denen bie vorhergehenden Arbeiten Zuckmayers ermutigen tonnten. Wir halten bie in bem (übrigens sehr gediegen aus gestattet en) Bande vereinigten neun Erzäbsilngen für da» weitaus Reifste — abgesehen von der früher von unS besprochenen Gedicht- fammhmg .Der Baum" —, wa» der Dichter bisher gegeben hat. War es schon überraschend, von ihm. ben man zuvor nur als Dramatiker kannte, einen so starken und gewichtigen Band Lyrik ausgehen zu sehen, so ist fast überraschen- der noch, zu erleben, mit welch gelassener Sicherheit und klarer Reife er hier fein erzählerisches Können erweist. Das Erstaunlichste aber an diesem Bande ist wohl die abermals sestzu- stellende Entwicklungsspanne, die diese neue Ar- beit von Früherem trennt; künstlerisch toicgen diese Erzählungen z. B. ungleich schwerer, als jenes kecke Stück, daS der märchenhafteste Bühnenerfolg feit Jahren war (unb wohl noch bleiben wirb), das Zuckmayer berühmt gemacht hat — .Der fröhliche Weinberg". — Neun Erzählungen, unterschiedlich im Stoss wie im äusseren Ausmass, aber alle gleich an blühender, strotzender Fülle tiefen Erlebnisses, an Kraft der Gestaltung, einer beherrschenden Meisterschaft des StilS und litcraturfernen Eigenart sprachlicher Formung. Nichts findet man hier mehr von der modischen Blässe unb expressionistischen Wirrheit der (gewiss talentvoll geschriebenen) frühen Dramen, nichts mehr von ben mannigfachen Unausgeglichenheiten des . Fröhlichen Weinbergs" — hier gibt sich schlicht, einfach, ergreifend ein blutwarmes LedenSgefühl im beseelten Wort zu erkennen. Vieles erinnert in der innigen und als inneres Gesetz empfundenen Naturverbunbenheit an die Gedichte im .Baum"; so die .Geschichte vorn Tümpel", das .Leben der Schwärmer" ober die überaus feine kleine Skizze von den „Weinbergen bei Nackenheim", bie wie eine ernsthafte Vorstudie zum Öuftfbicl klingt. Gleiches Lebensgesichl bestimmt auch die aus wesentlich anderen seelischrn imö landschaftlichen e— Bon Martin Kessel, einem noch jungen unb aiS vor kurzem in ber literarischen Oeffentlichieit unbekannten Dichter, sinb im 2r:s- Derlage. Frankfurt a. M , zwei Bücher erschienen: .Betriebsamkeit" (Vier Novellen aus Berlin, 173 Seiten 8°) und .Gebändigte Kurven" (Gedichte, 75 Seiten 8°); Kessel, dem bei der jüngsten Kleistpreisverteilung eine sehr ehrende, lobende Anerkennung zuteil wurde, gibt mit diesen beiden Bänden, unserem Empfinden nach, ein literarisches Gegenstück zur bisher jüngsten Richtung in der bildenden Kunst, die Sachsichkeit" zu bezeichnen sich w______ in jedem Fall Ausstrahlungen unb Formversuche eines Uebergangsstils. Der Mensch, her diese Novellen und Verse geschrieben hat, steht mit beiden Deinen fest in der Gegenwart -- modern sei der Poet vom Scheitel bis zur Sohlel —, an den Brennpunkten tätigen Lebens, sozusagen mit Füllfederhalter und Notizbuch am Verkehrs türm auf dem Potsdamer Platz; er ist leidenschaftlich bemüht, mit dem stürmischen Tempo, dem Fortschritt unserer Zeit literarisch Fühlung zu behalten; ist in jedem Sah unromantisch, fachlich, sarkastisch, zuweilen grotesk und immer von der Idee besessen. sich mit bem .Geist der Zeit", demDllde der Gegenwart, ihren äusseren Formen unb ihrer inneren Signatur auseinanderzusetzen. Was .Gegenwart" heisst, scheint sich für Kessel am unmittelbarsten in der nüchternen Betriebsamkeit der grossen Stabt zu sammeln und wieberzusviegeln. Erlebnis der Metropole, der City Berlin, ihrer Gestallenfülle und ihrer rastlosen motorischen Schwingungen ist ihm Gegenstand, Mittripunkt unb Ziel aller Gestaltung, gleichviel, ob er seine Eindrücke als Prosa ober Vers im Buch verdichtet. Die Erzählungen .Betriebsamkeit", sehr literarisch in ihrer geistigen Gebärde, im Stil stellenweise wohl von Thomas Marrn her beeinflusst, von bemerkenswerter, oft fast naturalistischer Schärfe der Beobachtung. bemühen sich mit bet psychologischen Analyse menschlich nicht unintercssan ec Svndcr- fälle um Beiträge zur menschlichen Komödie; für die bebeutenbüen halten wir den »Spritzm- rotor" unb »Eine Frau ohne Herz". Die Gedichte finb entschieden eigenwillig oft eigensinnig. manchmal sehr wenig gebändigt in bet Kurve ihres Rhythmus unb in der Prägung ohne Wunder, in einer gesetzmässig geordneten Welt, die ihm VorauSbest immkmg der Zukunft und Handeln aus Grund dieser Vorau-bestim- mung gestattet Nicht» bezeichnender hierfür, alS die Einstellung zur Frage nach dem Fortleben nach dem Tode. Der Bürger versteht eS nämlich, zu leben, ohne über diese Frage mit sich ins reine gelommen zu sein, während diese Frage gerade für ben Menschen de» Mitteler gesamten Well- und . Absichtlich find die Ge Bezirken wachsenden Erzählungen, die .Gin paar Brocken Erde" und .Die Gechichle von ein.-r Entenjagd" benannt sind; die zuletzt erwähnte, eine Novell« von ungemeiner Zartheit dos Emp- sindenS und erzählerischer Geschlossenheit, klingt übrigens im Atmosphärischen der nordischen Sze- neric an manche Stücke der lyrischen Sammlung wieder an. Räumlich und stoss sich noch ferner als jene steht wohl bem deutschen fieber die .Ge- schichte vom Lappenvogt Baal", eine skandinavisch-heidnische Vollssage von düsterer Eindring- lichkeit. Die stärksten — unb man darf ^pohl sagen: ergreifenden — Eindrücke gehen endlich von der ersten unb der letzten Erzählung des Buches au8; sie sind beide geboren au» dem Erlebnis des grossen Krieges, und wir müssen gestehen, nur weniges im zeitgenössischen Schrifttum zu kennen, wo derartiges Erlebnis, daS unS ja wohl alle irgendwie erfasst ober doch gestveift hat. mit ähnlicher Unmitielbarkeit, Not- wendigkeit und seelischer Gewalt ausgesprochen worben wäre. Die beiben Geschichten berichten ben Preis Mazedonien» zu erreichen unb scheiterte an dein Einspruch Serbiens, l&ir der Erfolg der divlomatischen Bearbeitung Bulgarien» und der Türkei von vornherein sehr zweifelhaft, so lagen die Dinge bei Rumänien unb Italien vorn psychologischen Standpunkt au» ganz anbfr». Die Entente konnte hier mit einem gewissen Willen, gegen bie Mittelmächte lo»zuschlagen, rechnen. E» handelte sich nur darum, den für bie Entente günstigsten Zeitpunkt zu bestimmen, zu bem bie beiden Staaten zur Beteiligung am Kriege „zugelassen" werben sollten, fowie barum. ben für bie WassenhUs« geforderten Preis möglichst zu drücken. Die Berhanblungen bestehen in einem würdelosen Feilschen um grosse, kleine unb kleinste Gebietsteile und Inselchen zwischen der Entente unb ben betreffenden Staaten einerseits und zwischen den Ententemächten unter- einander andererseits. Die Interessengegensätze zwischen den Westmächten und Russland treten besonder» schroff bei ben Verhandlungen mit Italien zutage. dessen Ansprüche auf bie Adriagestade von England und Frankreich begünstigt, von Russland mit Rücksicht auf die werben bekämpft werden. Durch unverhüllte Drohungen haben die Westmächte es verstanden, Russland zum Rachgedcn. sowohl Rumänieu wie Iwlien gegenüber zu bringen. Bei der gegenwärtig neu auflebenben Kriegsschulddebatte wird man bie vorliegende Publikation nicht oergesten dürfen. 4b2 — .Der Prozess Louzier". Etne Anklageschrift gegen da» Unrecht der Besetzung, bearbeitet auf Grund der Prozessakten. Otto Stoll- berg. Verlag für Politik unb Wirtschaft. 03:r- lin SW. 68. — Das Urteil des französischen M li- tärgerichtS in Landau, da» den sranzösischen Ossizier freisprach der drei wehrlose Deutsch- mitten im Frieden ohne jeden Grund meuchlings nebcrfnallte, ist ein so schwerwiegendes Argument gepen das System der französischen KriegS- gerichtSbarkeit wie gegen daS Unrecht der ‘Belegung überhaupt, dass e» im Kampf um Deutsch- l'nds Freiheit nicht äusser acht gelassen toerbvn sollte. Die vorliegende Broscbnve gibt ein« einwandfreie Darstellung des Verhandlungsgange» auf Grund der Proz ess all en und bet Derharrd- lungsprotokolle. 481 — Ki , ky Wilhelm: Der Nam« de» vormaligen preussischen Königshauses. (1. Ausl.) Berlin: Deutsche Berlage- gesellschaft für Politik unb Geschichte m. b. f). 1927. Preis steif kart. Mk. 3.25. — Die Untersuchung Kisky» über die Namenführung bei den Mitglicbern des brandenburgisch-vreussischon Königshauses und seinen Vorfahren crgivt. dass bei der fränkischen Linie 2 " ‘ ' Nürnberg un^ Markgrafen von Branbenöurg. der Name Hohenzollern unbekannt war, und dass als Familienname feit der Annahme der Königswürde nur Prinz und Prin- zeffin von Preussen in Bettacht kommt. Auf Grund der Reichsoerfaffung unb der preussischen Gesetzgebung ist daher der gesetzliche Name der Mittlieder des ehemaligen königlichen Hauses kein anderer als: Prinz oder Prinzessin von Preussen, unb zwc bei Voranstellung des Vornamens. Also z. B. Wilhelm, Prinz von Preußen, Eecilie, Prinzessin von Preussen. <27 Reichls philosophischer Almanach. herauSgegebe, von Erich Aothacker. Band 4 Probleme der Wellanschauungslehre. Darmstadt 1927. 517 Seiten. 12 Mk. Nach LebcnSanschauung war. banlengänge die es ersten Aussätze» etwa» au»' sührlicher wicde.se zcben, um erkennen zu lassen, mit welcher Art philosophischer Betrachtung wir c» zu tun haben. Die übrige Untersuchung gilt es etwaS kürzer zu lennzeichnen. womit im übrigen keine geringere Wertschätzung zum Ausdruck ge- sein« Landsleute zu lesen, toomlt die Biographien auch dem Wiederaufbau deutschen WesenS unt> deutscher Macht dienen. Daß auch für die Kulturgeschichte manch niedliches Bildchen mit abfällt, sei zu ermähnen nicht vergessen. Daß die Biographien in diesem Mahr als kultur- sörderndes Werk ersten Ranges angesprochen toerden können, verdanken sie nicht zum wenigsten dem auserlesenen Stabe d« Mitarbeiter, unter denen sich mancher im ganzen deutschen Reiche bekannte Rame findet: dem Plane entsprechend hat sich die Leitung stets bemüht, immer den geeignetsteii Sachkenner, der Persönlichkeit und Verdienste der einzelnen am besten zu würdigen verstand, für die Abfassung der Artikel zu gewinnen. Hoffentlich sieht sie ihre Mühe durch einen recht reichen Leserkreis belohnt, so daß die bei Angriff des Werkes leitende Absicht, unserem Hes.enlande und darüber hinaus auch dem deutschen Dat«lande eine kräftig sprudelnde, anregende Quelle für Forschung und Arbeit, für Stärkung und Erhebung zu bieten, auch er* reicht wird. Cs wäre ihr best« Lohn. Der neue Band, beim noch gar mancher verdiente Hesse wartet auf seine Würdigung, ist b«eits in Angriff genommen. Dr. L. Wirtschaft. Diskonterhöhung der Reichsbank. 3n der gestrigen Sitzung des Zentral- ausschusfes der Reichsbank wurde, wie wir in einem Teile unser« gestrigen Ausgabe bereits b«ichteten, beschlossen, den Wechseldiskont von 6 Proz. auf X P rv z. und den Lombardzinssatz von X auf 8 Proz. zu «höhen. Reichsbankpräsident Dr. Schacht führte zur Begründung der Diskonterhöhung folgendes aus: Der Ausweis der Reichsbank p« 30. September zeigt eine starke, neue Inanspruchnahme. Die gesamte Anlage ist gegenüb« der Vorwoche um 628 Mill, auf 2992 Mill Mark gestiegen, der Wechselbestand allein um 510 Mill, auf 2746 Mill. Mark. Entsprechend ist d« Rotenumlauf in der letzten Septemberwoche um 635 Mill, auf 4182 Mill., d« Umlauf an Rentenbankscheinen um 49 Mill, auf 989 Mill. Mark gestiegen. Einschließlich d« Privatbanknoten und Scheidemünzen sind wir mithin für Ende September auf die bish« nicht erreichte Ziff« von nmb 6,15 Milliarden Mark Zahlungsmittelumlauf gekommen. Die Deckungsziffern der Roten durch Gold allein sind auf 44,3 Proz., die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen ist auf 48 Proz. zurückgegangen. Die Rotenreserve der Reichsbank beträgt nur nod) 832 Mill. Mark. Die gesamte Kapitalanlage, die Ende Mai 1927 unmittelbar vor der letzten Diskonterhöhung 2586 Mill. Mark betrug, stellte sich Ende September auf 2992 Mill. Mark, ist also um 406 Mill. Mark gestiegen. D« Wechselbestand allein, d« Ende Mai 1927 auf 2421 Mill. Mark sich bezifferte, ist am 30. September um 325 Mill. Mark auf 2746 Mill. QRarf an- gewachsen. Besonders bemerkenswert ist, daß das Rivoau trotz d« Auf- und Abbewegung sich ständig nach oben verschob. Die Zunahme gegenüb« dem Vormonat betrug Ende Juni 73 Mill. Mark, Ende Juli 18 Mill. Mark, Ende August 149 Mill. Mark und Ende Septemb« 83 Millionen. Die Laufzeit der zum Diskont ein- gereichten Wechsel hielt sich im ganzen ziemlich unverändert auf der Ende Mai erreichten Höhe. Es betrug Ende Mai der Durchschnitt d« 'Verfallzeit 35,3, die Laufzeit der Banken ei nreichun- gen 26,7, Ende Juni 34,3 bzw. 22,4, Ende Juli 35,5 bzw. 24,8, Ende August 33,2 bzw. 23,0, Ende September 36,9 bzw. 23,2 Tage. D« Roten- umtauf der Reichs bank ist seit Ende Mai um 463 Millionen auf 4182 Millionen Mark Ende September gestiegen. Auch hi« ist die ständig nach oben gerichtete Tendenz zu erkennen. Die Steigerung jeweils gegenüber dem Vormonat betrug Ende Juni 96 Millionen, Ende Juli 113 Mill., Ende August 7 Mill., Ende Septemb« 247 Mitt. Der Umlauf an Rentenbankscheinen ist von 1033 Millionen Ende Mai auf 989 Mill., Ende September zurückgegangen. Der Umlauf von Privatbanlnoten zeigt keine wesentliche Aen- derung. D« Umlauf an Scheidemünzen ist seit Ende Mai um etwa 40 Millionen gesteigert worden. Die Deckungsziffern zeigen folgende Bewegung (in Prozenten): Reichsbanknoten Ende Mai durch Gold und Devisen 50,9 Prozent, durch Gold allein 48,8 Prozent, Ende Juni 49 Prozent bzw. 47,2, (Snöc Juli 50,4 bzw. 45,8 Prozent, Ende August 51,1 bzw. 47,1, Ende September 48 bzw. 44,3. Die Deckungsziffern zeigen folgende Bewegung (in Prozenten): Reichsbanknoten und Rentenbankscheine Ende Mai durch Gold und Devisen 39,9, durch Gold allein 38,2, Ende Juni 33,7 bzw. 37,3, Ende Juli 40,1 bzw. 36,5, Ende August 40,7 bzw. 37,5, Ende Septemb« 33,8 bzw. 35,8. Die Zinssätze für Monatswechsel und bankgirierte Warenwechsel zeigen seit Monaten eine steigende Tenvenz. Der Satz für bankgirierte Warenwechsel war bis gegen Ende Juni stets unter dem Reichsbanksah. Seitdem ist er darüber. Die Entwicklung d« Geld- Verhältnisse. wie die Gestaltung des Status zwingen demnach zur Diskonterhöhung. Das Reichs- bankdirektorium beschloß mit Wirkung ab heute den Bankdiskont von 6 Prozent auf 7 Prozent, den Lombardsatz von 7 Prozent auf 8 Prozent zu erhöhen. Unveränderter Golddiskorrtsatz. Berlin. 4. Olt (WB.) Der Diskontsatz der Golddiskontbank bleibt einstwrilenun- verändert auf 6 Prozent. Auch der Privatdiskont erhöht. Berlin. 4. Okt. iWB.) Der Privat- d i s k o n t ist für beide Sichten auf 6^/^ Prozent erhöht worden. Diskonterhöhung der Lächsischcn Bank. Dresden, 4. Okt. (WB.) Die Sächsische Bank hat im Anschluß an die Diskonterhöhung der Reichsbank ebenfalls ihren Wechseldiskont von 6 auf 7 Prozent, und ihren Lombardsah von 7 auf 8 Prozent erhöht. Diskonterhöhung derBayrischcn Notenbank München, 4. Okt. Die Bayrische Roten- banf hat von heute, 4. Oktober, ab den Wechseldiskont auf 7 Proz. und den Lombardsatz auf 8 Proz. festgesetzt. Die Reichsbank Ende September Wie der Auswe is der Reichsbank vom 30.September zeigt, hat sich die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 628 Millionen auf 2991,7 Millionen Mark erhöht. Die Bestände an Wechseln und Schecks für sich allein stiegen um 510 Millionen auf 2745,7 Millionen Mark, während die Lombardbestände um 118 Millionen auf 153.8 Millionen Mark angewachsen sind. Die Effektenbestände blieben mit 92,3 Millionen Mark weiterhin unverändert. An Reichsbantnoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 634,2 Millionen Mark in den Verkehr abgeflossen, und zwar hat der Umlauf an Reichsbanknoten um 634,8 Millionen auf 4182,4 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 49,4 Millionen auf 983.9 Millionen Mart zugenommen. Demzufolge und unter Berücksichtigung, daß in der Berichtswoche Renten- )5ankscheine in Höhe von 1,4 Millionen Mark getilgt wurden, ist der Bestand der Reichsbank an solchen Scheinen auf 518 Millionen Mark gesunken. Die fremden Gelder nahmen um 58,5 Millionen auf 629,7 Millionen Mark ab. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen zeigen eine Zunahme um 650 000 Mark auf 2005,9 Millionen Mark. 3m einzelnen haben sich die Goldbestände um 149 000 Mark auf 1852,1 Millionen Mark vermindert, während die Bestände an deckungsfähigen Devisen eine Zunahme um 799 000 Mark auf 153,8 Millionen Mark erfahren haben. Die Deckung der Roten durch Gold allein nahm von 52,2 Prozent in der Vorwoche ab auf 44,3 Prozent, die durch Gold und deckungsfähige Devisen von 56,5 Prozent auf 48,0 Prozent. * • Genehmigungspaufebeider Anleihe-Beratungsstelle. 3m Zusammenhang mit d« Aussetzung d« Entscheidung der Anleiheboratungsstette üb« die Frankfurter Dollaranleihe berichtet die „Tägl. Rundschau", daß die Beratungsstelle solange keine Entscheidung über Ausländsanleihen treffen werde, als nicht die Frage d« Behandlung der öffentlichen Aus* landsanleihen eine grundsätzliche und allgemeine Regelung vor allem durch eine Stellungnahme des Reichskabinetts gefunden habe. Dieses Verhalten d« B«atungsstelle werde mit der Rücksicht auf das 3nt«effe der künftigen Unterbringung von Staats- und Kommunalanleihen im Auslande begründet. Stärkung des Vertrauens des Auslandes in die Gutachten der Deratungs- stelle fei das Hauptziel der fälligen Entscheidungen über die Zukunft der Beratungsstelle. e Weiteres Anwachsen des Sparkapitals bei den ländlichen Kreditgenossenschaften. Der Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Genoss«.schaften hat durch die ihm angeschlossenen 27 Landes« und Provin'ialv«bände erneut eine Erhebung über den Einlagenbestand der bei ihm zusammcngefaß- ten ca. iöOOO ländlichen Spar- und Darlehns- kassen mit dem Stichtag vom 1. 3uli 1927 vor« genvmmen. Das Ergebnis ist ein Gesamtbetrag von 676,7 Mill. Mk. (am 1. 3anuar 1927: 584,5 Mill. Mk.), wovon auf Spareinlagen 446 Will. Mark (343 Will. Mk.), und auf Einlagen in laufender Rechnung 230 Mill. Mk. (241 Mill. Mark) entfallen. Die Verringerung des letztgenannten Postens wird dadurch bedingt. daß die Erhebung gerade in die Zeit der größten Ge'.d- knappheit des Landwirts fällt. Um so «treulicher ist die nicht unbedeutende Zunahme der länger befristeten Einlagen, die zeigt, daß die W eder- beiebung des Sparsinns in der ländlichen Bevölkerung erneut Fortschritte gemacht hat. Ein Vergleich mit den Ziffern der Vorkriegszeit, die bei den Kreditgenossenschaften des R.ichsr«bandes einen Einlagebestand von 1575 Mill. Mk. aus- weisen, «gibt die Feststellung, daß 43 Prozent des Einlagenbestandes von Ende 1913 wieder erreicht sind. • Offenbacher Lederwarenfabrik QL-®. Gunzenhäuler & C o, Offenbach am Main. Die Gesellschaft schlägt d« auf den 22. Ok'.ober einberufenen Generalversammlung die Herabsetzung des Grundkapitals von 350 000 auf 175 000 Mk. vor, und Wied««höhung um 175 000 ML auf den früheren Betrag durch Ausgabe von Vorzugsaktien. • Dresdner Dank. 3n d« gestrigen Sitzung des Aufsichtsrats d« Dresdn« Bank gelangte die Bilanz für das erste Halbjahr 1927 zur Vorlage. Der Auftichtsrat nahm mit Befriedigung von den eine günstige Entwicklung zeigenden Ziffern Kenntnis. • Commerz- und Privat-Dank. 3n der gestrigen Auffichtsralssihung der Commerz» und Privat-Bank QI.-®, wurde die Bilanz für das erste Halbjahr 1927 vorgelegt. Die Umsätze sind gestiegen. Das Kontolorrent- und Konsor- tialgeschäft, besond«s im ersten Semester, und das lebhafte Effektengeschäft weisen günstige Resultate auf, so daß trotz der gesteigerten Ausgaben für Gehälter und Steuern ein befriedigendes Ergebnis zu verzeichnen ist. ' Schiffs - und Maschinenbau - A. - G. in Frankfurt a. M. Die erst vor etwa drei Monaten gegründete Schiffs- und Maschinen- bau-A.-G. in Frankfurt a. M. (400 000 Mark Aktienkapital) hat, wie d« WTB.-Handelsdienst erfährt, ungefähr die Hälfte ihres Grundbesitzes mit ihren Werkstätten- und anderen Gebäuden, Maschinen usw. an die Wayh & Frehtag-A.-G. in Frankfurt a. M. verkauft. Oluf diesem Gelände wird die Wayß & Freytag-A.-G. ihre Hauptwerkftätten errichten, die Einrichtungen verwenden und ausbauen und die Arbeiter und einen Teil der Angestellten der Schiffs- und Maschinendau-A.-G. übernehmen. Die Schiffsund Maschinenbau-A.-G. wird, nachdem die vorhandenen Aufträge ausgeführt sind, liquibi«en. Frankfurter Börse. Frankfurt, 5. Oft. Tendenz Schwächer. — Die allgemeine Haltung der Börse war heute schwächer in Rachwirkung der Diskonterhöhung. Die Abgaben aus Publikumskreijen, die man befürchtet hatte, kamen jedoch nicht in stärkerem Maße an den Markt, so daß sich die Kursrückgänge in engen Grenzen hielten. Zur Zeit lagen einige günstige Konjunkturmeldungen vor. Die Berichte der preußischen Handelskammern sprechen von einer im allgemeinen unveränderten Wirtschaftslage, die Berichte der Metallwaren-3ndustrie erwähnen eine befriedigende Beschäftigung und auch die Waggon- geftellung der Reichsbahn hat zugenommen. Sagen wirkte die Verschärfung im Lohnkonflift s rheinischen Braunkohlenbergbaues beunruhigend. Bei der mangelnden Beteiligung des Publikums übte die Kulisse starke Zurückhaltung, so daß die Umsatztätigkeit ftarl einge- schränkt ist. Gegenüber der gestrigen Abendbörse traten im allgemeinen Rückgänge von 1 bis 3 Prozent ein. Am Elektromarkt nahmen die Kurseinbußen nach den letzten Steigerungen naturgemäß ein größeres Ausmaß an. Siemens und Licht und Kraft lagen 3,5 Prozent schwächer. Banken gaben bis 2 Prozent nach trotz der be« friedigenden Ergebnisse nach den Halbjahresberichten der Dresdner und Commerzbank. 3. G. Farben eröffneten 1,75 Prozent niedriger. Von Lokalwerten lagen Holzmann und Metallgesellschaft gut behauptet: Frankfurter Maschinen plus 1 Prozent. An den Anleihemärkten war das Geschäft sehr klein. Von Ausländern lagen Mexikaner auf die Unruhen rückgängig. 3m weiteren Verlaufe erfuhr die Tendenz eine neue starke Abschpä - chung, namentlich Elektrowerte und 3. G. Serben wurden jetzt stärker angeboten. Die Kursrückgänge betrugen abermals bis zu 4 Prozent. Am Geldmarkt stellte sich ^a-csgeld auf 6,5 Prozent leicht. Das Devisengeschäft büeb klein. Die Reichsmark -,:o.-erte gegen Kabel 4.1928, gegen London 20.4125. Paris gegen London 124.02, Mailand 89,20, Madrid 27,90. Berliner Börse. Berlin, 5. Oft. Die heutige Dörte trägt einen sehr nervösen Charakter und war vorbörslich schwach, da ran für heute Abgaben der Provinz in Rachwirkung der Diskonterhöhung befürchtet hatte. Die Tendenz wurde aber bei Festsetzung der ersten Kurse wieder fester. "Man wollte von einer Annahme der Pveuhenanlcihe wissen, wofür ab« eine Bestätigung nicht zu bekommen ist. lieber die Auswirkungen der Diskontpolitik der Reichsbank sind die Ansichten geteilt, in einigen Kreisen führte die Belastung d« Industrie zu Bedenken, andererseits könnte sich aber d« Status des G e l b- Marktes durch hereinströmende Auslandmittel bessern. Bei Kursabweichungen bis zu 2 Prozent nach beiden Seiten war die Entwickelung sehr unregelmäßig, ausgesprochen fest lagen einige Auslandwerte, darunter Soenska. Das Geschäft blieb sehr klein. Gesfürel und 3.-G.» Farben wurden zeitweise etwas lebhafter gehandelt. Heimische Anleihen ruhig, Ausländer eher schwächer, aber fast gefchästslos Mexikaner auf die Unruhen ®/4 bis 1 Prozent niedrig« Am Geldmarkt stellte sich TagesgXd auf 7,50 bis 9,50 Prozent, Monatsgeld 8 bis 9,50 Prozent. 3m weiteren CBerlaufe wurde die Tendenz allgemein schwäch«. Die Angelegenheit ber Preußenanleihe befindet sich in unixranbertem Stadium. Es traten neue Ku rsrückgänge von 1 bis 3 Prozent ein. Gesfürel minus 4,75 Prozent, dagegen Svenska plus 3 Prozent. oranfrurter Schlachtvichmarkt. Frankfurt a. M., 5. Oft Auftrieb: 61 Rinder, 806 Kälber, 435 Schafe, 505 Schweine Es notierten: beste Mast- und Saugkälber 80 bis 85, mittlere Mast- und Saugkälber 72 bis 79, geringe Kälber 65 bis 71: Maftlämmer und jüngere QHaftbämmel, Weidentast 48 bis 52, mittlere Mastlämm«, ältere QHaftbämmel und gut genährte Schafe 40 bis 47, fleischiges Schaf- Vieh 36 bis 39; vvllfleifchige Schweine von ca 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 67 bis 71. voll fleischige Schweine von ca. 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 65 bis 70, fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 62 bis 66 Marktv«lauf: Kälber und Schafe rege und auS- verkauft. Schweine schleppend, zum Schluß etwas lebhaft« und nahezu ausverkauft Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 5. Oft. Am hiesigen Markt war die Haltung weit« sehr ruhig, die Stimmung ist jedoch eher etwas freundlich«, da das 3nlanbangebot nach wie vor äußerst knapp ist. Die amtlichen Rotierungen erfuhren keine Veränderung, abgesehen vo.t Roggenmehl, das bei sehr ruhigem Geschäft 50 Pf. nachgab Es wurden notiert: Weizen, Wettcrauer 26,50, 25,50, 22 bis 24. Roggen, inlänb. 24.75 bis 25. Sommergerste für Brauzwecke 26 bis 28, Hafer, inlänb. 22 bis 24. Haf«, ausländ. 24,50 bis 25. Mais, gelb 19 bis 19,25, 'Weizenmehl, inlänb., Spezial 0 38,75 bis 39,25, Roggenmehl 34,75 bis 35. Weizenlleie 12,75 bis 13, Roggenkleie 13,50. Tendenz ruhig. Berliner Produktenbörse. Berlin. 4 Oktober. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märf. 251 bis 255 Mk.. Oft. 269, Dez. 271, März 274 bis 274,25 (etwas fester): Roggen, märf. 232 bis 235, Oft. 242,50. Dez. 241 bis 241,25, QHärx 244,25 (ruhig): Som- mergerfte 218 bis 265; Wtnt«g«fte und Futk«- gerfte 217 bis 224 (ruhig): Hafer, märf 197 bis 211 (ruhig), Oft. 211 bis 212, März 216 (ruhig): Mais, La Plata 193 bis 195 (ruhig): RapS 305 bis 315 (stetig): für je 100 Kilo: Weizenmehl 32 bis 35,50 (ruhig): Roggenmehl 31,25 bis 33,25 (ruhig): Weizenkleie 14,25 bis 14,50 (still): Roggenlleie 14,25 bis 14,50 (still): Viftoriaerbsen 49 bis 58; kleine Erbsen 28 bis 31: Futtererbsen 21 bis 22; Peluschken 21 bis 22; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24 Rundfunk-Programm. Donnerstag, 6. Oktober. 13.30 bis 14.30 Uhr: Uebertragung von Kassel: Mittagskonzert der Kassel« Hauskapette. 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. 16 30 biS 17.45; Konzert des Hausorchesters: Händel. 17.45 biS 18.05: Die Lesestunde. 18.30 bis 18.45: Uebertra- gung von Kassel: „Die astronomisch-physikalische Sammlung im Kasseler Landesmuseum", Vortrag von Dr. Dippel. 18.45 bis 19.15: Uebertragung von Kassel: „Walter Flex", Vortrag von Dr. Heinrich Schleichtert. 19.15 bis 19.45: Stunde dcS Kulturkartells der modernen Aroeiterb:w:gung: „Die Sprechchorlit«atur", Vortrag von Alfred Au«bach. 20.15 bis 21.15: Zweites Gastspiel Erik Wirk: Werke von Richard Strauß. 21.15: Vortragsabend Ludwig Hardt: Qlus deutsch« Prosa. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent. Frankfurt a.TL Berlin Srtilu.. Nur» 1-Uhc. Nur» Schlug, kur. Anfana •Vir. Tatnm: 4. 10. 6 10. 4. 10. 5. 10 B*i6 Dt Neichsanlktlie v. 1927 2 t Anl ftbliM S.Uuld nut - - 87.6 — Vlti»lof -Rcchlci! 56 75 65,76 5: 6 66,5 15,13 Deaal. ob.it VluOl I -Nckbkkn 7°,„ ttrairtf Hvp.'B' bl>s 15,4 15,25 154 tinkünddar bu 1932 üup -Bank 96.6 - - - l'iqu «ü>o bvf U 61 fll-fl ^orfrtco8-Ct’ liaattontii. rudiaülbar ivj: — - - 82 _ — — 4” . Rumänen SoldaM. 6,26 — — von 1013 17 — 17.25 * Flilo Deuiutze Cilendadn 4*. • “6 — — — ^nmlHira-’.'hnerita ‘Uatei . b H-und ? itbam £amv sch y 118 117 5 148 5 117 5 - — 2<3 2:1.5 Hansa Damvtichiit 6 - '26 75 22o v.orddkuticvcr uiontt t HO i 119 25 l.u 25 149.5 «lla Deutsche Creduansl h 141 141 Barm r Bankverein in Hl 26 113 5 115 143.9 Berliner Handet»aelellsch. i. 245 6 243 442 «ouuncrj- und Vriöit-Ol. i «73 171 172.5 172 Tamut. n. '.'taitonalvank i. t29 428 226 Teutictie Bank ,o 164 184 |bl L^kanto-« c eNichaki «n» u 15 j 5 158.76 ■55 r:. 153 Dresdner Bank u> it o 76 16V 1 162 160 1 Uyutelbeut che Urebttbanf *.• ■-4 : DictchSvank ....... i. 139 5 Ib’J 25 138 139 169 ,18 176 .5 Frantfurka.M Berlin Schiud Uhr- Skvluh- Anfang ttur» fiure fillT6 fiurs Datum: 4. 10. | 5. 10. 4 10. 5. 10. «. E Ä.........7 184 182 7t, IM 75 182 6, 2'eramann ......... ttlctir. Lieferungen . . . lo 204 202 201 5 2IU.9 186 75 183.2"' 185 183.75 Licht und .«rau . ... 10 223 20 219.25 220 Kelten .t c^uiN atime . . . .c. 1.36 5 136 137 136 Ges r. Ülekir Untern . . 10 318 5 315.75 318 >17 25 Hamb litcftr Werte . . 10 — 165 5 166 5 Rhein Elettr . ..... 8 164 - >61 6 168 75 schief, (zlcftr........ — 17 ectiuttert .......7 Siemen» A HalSke . ... 16 203.75 201 200.6 199 7 5 294 : 291 29113 291 Tran radia ...... 8 13 • Labmever A tto..... .9 IH4 75 — 184 195.25 Buder iS . ..... 0 105 5 i05 4 116 5 — Deutsche Erdöl......c> IIS 25 146 75 118 146 Essener S einkohle . ... 8 — — 158 >65.25 '"‘cllenUrttciicr f. >/, I < 150 5 ‘49 149 5 US Harveuer .... b .10 5 198 -00.D ns Voesch Eilen.......... — — 175 25 174.75 (Ilse Bergbau......... — - .40 5 -Nlötkn rw.rke......... 155.76 155 5 15 5 155 noln-Reucnen .....61 * 176 >74 7 anneSmaim .f •/■ st 4 170 166 75 16*. 1 16, Tlanfl elfter .7 — 123,5 1 4.75 122 2.1 ^derkchles Eilend- Bedarf v — lol 5 100 Cberfdjlei KokSwerke . t> — 100.25 99 . 'l'l’Pnti Berg, au f >/, st 3 Rbeinilche Braunkodlen k 111.5 10.75 < 12 25 III > .14 240 .44 Rdeintiafti 0 Ul, 2: 180 ö 189 166 1 4 Ricdeck 'Wontan......c, 166 25 herein löte Ctablw. f. 3 CtQUt n.me.i . . . 1 ih 125 5 124 lz5 5 ,:S nau iftfkrtlebett ... 1. Äalt atenere-K'-n i<> Kaliwerk SaNde,kund 171.26 170 •>« - .1 188,5 - — i.50 ® ffor tn Onbufhle 1 :94 75 29 293 75 191 ■> unenitt 9.’obel . . , €1.1: :> .'. 1 . . . .8 214.5 13 UNetaUatfeU chaN ..... 10 190*5 125 5 1255 126.2 90 Frankfurt a M Berlin Schluß liurs 1 Uhr- 1 flare Schlusz- Anfang fturs Kur» Tatum: 4. 10. 1 6. 10. 4 10. | 5.11). Philipp Hotjmann . Heidelberaer ffemeni . . 8 Tement Karlstadt......8 '■ttfaug 4 streitaa . . . it SchulidetS Patzenhofer. . 15 Ostlverke .......1 Ber. (Xlantftoff ...... 15 Bemberg........... Benito । Daldbof. . . . 12 Ze 11 stoss Slschasseiilura . >0 Charlottenburger Wasser 7 • effauer Gaü . . . s Daimler Motoren...... Temog .....0 Adlerwerke Klever. .... 0 VUftW Voeire ...... 9?at Nutomobil .... 6 Lrenst in X Koppel .... 4 Linke Ho'wann . .. . t tkeonbard Tieh . . . . t Pamaa ennn .....( ffrnnli. Ti 'ch.neo .... l •'■eiptter 7 HeMtaenftaedt ......c stunabaits ...... , Lechwerke ...... > rnainkrakiwerke....... Mir.o .......1 'Kekarlulmer....... > i’eteiS Union . ...... ? Kekr Reeder ......1, eiflt z ('aeffner .... < Vudd .«juger ..... 1 Ban 190 139 160.5 114 75 196 >17 IU6 43 l 115 116 121,13 135 111 114 25 >43 178 126 . notcn. 1 1 1 1 " 1 1 । 1 1 । ■ 1 1 1 1 . 5 5 a. s । । < , j >91 6 4’1 397 149 504 <12,25 IS8 194 5 15 75 85 106 a 86 1115 132 l«5 4 < 73 113 106 75 16 112.5 113 178 138 25 21 • 1 9^55=। 1SÄ21 llllllllilll.il • • 1 Chor 1 reift 1 ne LS I >12.08 1 ZV.38 1 i ,790 .8.-6 »,41 1.794 Bri'i. 2lnnv f 45 lidnstiania 110,39 >10.61 110,31 112,25 112,50 112,24 110.53 .Wopenboflen >12,46 Stoekoolm 112,78 113.00 112,74 il.'. '.6 PellinalorS 0.5b. 10,555 10,6*7 10,177 sttalten. . 22,8* -2.U 2 -2,87 42,91 renfton. . . 40,4 - 0.19 0.43 euvork . . 1.19,5 4,1991 4,1-8 1.196 Poris.... 16.415 ib.löj 16.41 lb.48 Schwel» . . •0,81 0.9, »0,76 0.92 Sva 'l:n . .2.8, 12,95 7'2.9! I.95-. 1,959 1.9.3 73.(9 stavan - . - 1.9.7 •Ho fte stan 2Zi n in D-- .5605 >.502- f.5üt5 0.5025 Ceft- abfleft Prag ... 19,12: 59, 4 •2.443 12,44 5 »9.>0 iZ.llj 69.22 12.435 Belirad -.3-3 4,407 i.J« 1 7,„97 v» ftav "t. <3,35 .3.49 «3,28 73,14 B»! arten .029 I .,U3j ^,0 0 | >,IC6 Vnlabon 0 t 1 2'1.6 7 -U bfl .0,7 2 1 •>.: 1 11,32 M.48 • "tu; nein tft'.r.-'-n ,511 -1 .17 1. -Ml llru ueb 1.21s 4.« l 4.24h 4.2. 1 iUlro - - 0.94 1 -0.9; 20.917 l 20.9*7 10’* "'S» 1 St'Öir SL K Ä'1’" Die rev viermal l» nur wn.V einem - man Mtfiin» fehlt Xnug beschN »u baucn. cms tmtichc Ration 150 Millionen sind nur et ■jnb der Mi M M i6tn 1*0 * « ß*1 ui die uniriffei ui mehr als 60 W. '"Mer henüon Uerzvg ( Meriko proklc eine rcvoluti, ?ahre 1867 di ienes Jahres menen Äaife E gelang ^cä'iden ‘ori> Mac dersuch'en A unterdrücken wiederum tr «m.e neue Aevolu J,adero Kl. f ; des '^es als J allgemeink Dash Sj’nal, tve K^tgien 6i SS"« ta ItS" ®cl st den öl'0 ff M PAsbral und Äe^^l