Nr. 54 Lrstez Blatt 177. Jahrgang Samstag, 5. März 1927 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Polfdiciffonto: jtf ffnrtflm Main uw. Vrvck flw6 Verla-: VrLhl'sche U«tverst1Sts.v»ch. enö SletndniSerel B. Lange in Sietzen. Zchrtftiettnn- UNS SeschiftrAelle: ZchnlNratze 7. Erich,,ni läghd), an^tt Sonntag» und Qtiniag» Beilagen. •_ die von Berlin kommenden hartnäckigen Gerüchte, datz Deutschland, auf Grund von Artikel 431 des Versailler Vertrages, in Gens die Frage der früheren Räumung der Rheinlande vom .Rechtsstandpunlte aufzurollen beabsichtige, dagegen zu sprechen scheinen . . . Klarer sind die Aussichten in bezug auf I venWaild und der britisch-russische ttonflitt Pari-. 4. März. (XU.) Wie der Vertret« der Telegraphen-Union erfährt, wird Chamberlain am Abend des 5. März in Parieintreffen und ohne Unterbrechung gern einsam mit dem französischen Auhenministcr Br land nach Gens Weiterreisen. Der polnische Auhen- minister Z a l e S k t wird diesmal nicht in Parierwartet. da er sich von Warschau über xatto- toitz direkt nach Genf begibt ES dürste dies daS erstemal sein, datz ein polnischer Außenminister vor einer für Polen so wichtigen Ratstagung nicht den Weg über Pari- nimmt. 3n unterrichteten französischen Kreisen und auch in diplomatischen englischen Kreisen hebt man hervor, das) die Anwesenheit Chamberlain- und DriandS bet dieser Genfer Ratstagung, deren Tagesordnung leinen wesentlichen Gegenstand außer der Danziger und der öaarfrage aufweist, auf den Wunsch zurückzusüchren wäre, die bisher geübte Methode, alle Vierteljahre eine Zusa mmenkunst zwischen den leitenden Staatsmännern Europa - herbeizuführen, In Zukunft fortzusetzen. Auch ist in der Anwesenheit der beiden Außenminister die Absicht unverkennbar, die Bedeutung der Rolle Deutschland- im Völlerbund, das diesmal den Vorsitz in der Ratssitzung führen wird, zu unterstreichetu So sehr diese beiden Gesichtspunkte mitgesprochen haben mögen, dürfen sie aber nicht als die entscheidenden ausgesaßt werden. SS besteht vielmehr die Vermutung, daß diesmal nicht deutsch-sranzösische, sondern deutsch-englische Verhandlungen in Gens im Mittelpunkt der Beratungen stehen werden, die vor allem aus dieZuspihungderenglisch-russischen Beziehungen zurückzuführen sind. Chamberlain soll die Absicht haben, in Genf die antirussische Front zu verstärken und auf die Verhandlungen zwischen Deutschland und Polen einen Einfluß auszuüben. Die lebhafte Tätigkeit, die daS Foreign Office seinerseits in Warschau und Kowno entwickelt, um eine Annäherung Polens an Litauen zu erreichen, und Ne Bemühungen des Foreign Office andererseits um eine Wiederaufnahme der deutsch-polnischen Verhandlungen werden als der beste Beweis dafür angesehen, wieviel der englischen Regierung an einer völligen Isolierung Sowjetruh- l a n d s gelegen ist 3n französischen diplomatischen Kreisen glaubt man. daß der englische Außeiuninister für die Lockerung der deutsch-russischen Beziehungen einen Preis zu zahlen bereit sein könnte, der vielleicht in der Unterstützung der deutschen Ansprüche auf die Rheinlandräumung zu suchen wäre. Der .Berliner Dörsenkurier" bemerkt dazu, daß an zuständiger deutscher Stelle nicht daS geringste von solchen englischen Wünschen bekannt ist, und es niemanden einsällt diese Kombinationen ernst zu nehmen. Richt nur der Reichskanzler hat in dcn letzten Tagen wiederholt darauf hingewlesen. daß Deutschlands Stellung zu der augenblicklichen Verschärfung der russisch-englischen Beziehungen von vornherein klar und gegeben ist. Die gesamte deutsche össentliche Rieinung ist einig darin, daß für Deutschland auf Grund der Verträge von Locarno, Rapallo und Berlin keine andere als eine durchaus neutrale Haltung in Betracht kommt. Deutschland wird sich nicht von seiner klar vorgezeichneten politischen Linie abbringen lassen, die eine weitere Verständigung mit Frankreich und England erstrebt und die zur Erreichung dieses Zieles eine schnelle Bereinigung der noch zu flärenten Fragen, insbesondere des Rheinland- und SaarprvblemS. als wichtigste Vorbedingung ansieht. Deutschland- Politik gegenüber Sowjetrußland hat sich nach Mctnung Berliner diplomatischer Kreise stets im Rahmen der zwischen beiden Staaten abgeschlossenen Verträge gehalten und wird dies auch weiter tun. Jeder Versuch, von englischer oder sranzösischer Seite, ein Entgegenkommen gegenüber deutschen Forderungen in den Westsragen von einer Aenderung der deutschen Politik im Osten abhängig machen zu wollen, wird auf geschlossenen Widerstand der gesamten deutschen Oeffentlichkeit stoßen. Deutschlands Außenpolitik in Genf. (Eigener Bericht bet Gießener Anzeigers.) Berlin, 4. März. Unmittelbar vor der Genfer Ratstagung hat in allen Lagern eine politische Aktivität eingesetzt, die sich zu mindest nur darauf zurück» führen läßt, daß die großen politischen Probleme in so energischer Form eine Lösung verlangen, daß mit allen Mitteln versucht wird, zunächst die eigenen Belange ftcherzustellen. Dies letztere gilt vor allem von Frankreich, und es scheint, daß im Augenblick die verschiedenen sranzösiscj-en Richtungen in einem unerbitterlidjen Endkamps um ihre Geltung ringen, ohne dabei $u übersehen, daß schließlich letzten Endes sich einug und allein das große Gesetz der Weltgeschichte durchsetzen wird, das immer dahin geht, die scheinbar unüberwindbaren Gegensätze auszugleichen. Man versucht deshalb, wenigstens nach außen hin in irgendeiner Form dcn Beweis zu erbringen, dah man In Vertretung der eigenen Interessen fein Möglichstes getan hat. Etwas anbe- res ist ble Lage in 6 n g l a n b , wo große weltpolitische Probleme bes britischen Empire um ihre Klärung ringen und beshalb bi« englifdye Regierung ihre Interessenvertretung In Westeuropa immer nur in Beziehung auf diese großen Kämpfe richten kann Inmitten dieser Kämpfe steht nunmehr Deutschland, das. und das muß voraus» gesagt werden, zunächst mit aller Ruhe a o to a r - t e n kann, wie sich die Dinge weiter entwickeln. Sein Hauptaugenmerk hat dabei nur daraus gerichtet zu sein, die eigenen Interessen zu sichern und feine Stellung als Großmacht dort in Geltung zu bringen, wo eS auf Grund geschlossener Verträge dazu teredtgt ist. Eine andere Ausgabe aber ist es für Deutschland, und die versucht man außerhalb der deutschen Grenzen dauernd in agitatorischer Weise mit den andern politischen Problemen zu verquicken, nämlich die Durchsetzung der Rhein- landräumung. sowie die Frage der Klärung seines Behältnisse- zu Polen. Diese beiden Punkte stehen im Mitte^unkt des In- teresses der kommenden Ratstagung. Wenn man aber nun versucht, wie dies vornehmlich in der französischen Presse geschieht, deutsche Einmischungen z. B. in den China-Konflikt festzustellen. so scheint dies darauf hinauSzugehen, uns in unserem Kampf um unser Recht einzufchüch- tern. oder zumindest bei den anderen Rationen in Verdacht zu bringen. Demgegenüber muß aber ausdrücklich betont werden, daß Deutschland gemäß seiner politischen Stellung überhaupt in all diesen Fragen ftrcngjte "Neutralität bewahrt. Sv ist es auch in jeder Drehung irrig, anzunehmen, dach Deutschland über Rußland hinweg aus England Vorteile ziehen will. Die deutsche Politik ist durch die Locarno-Verträge und den Berliner Vertrag feftgelegt und steht im Zeichen der Verständigung. dir als einzig möglicher Weg sich den Fortschritt der Menschheit überhaupt bekümmernden Völkern barbietd. Dieser Verständl- gungSwille drückt sich deshalb auch in jeder politischen Aktion der deutschen Rcg.erung eus. Um auf irgendeine Weise diese oben ermahnte politische Aktivität abzuleugnen, wirb namentlich in der sranzösischen und englischen Presse in ihren Vor- besprechungen ber kommenden Ratstagung immer wieder betont, daß große politische Probleme in Genf nicht gelöst würden. Dies dürste richtig sein, so weit man nicht den deutschen Standpunkt v.-r- tritt. Es wirb sich aber auch nicht verhindern lassen, daß die aktuellen deutschen Fragen in der Genfer Luft, die sich Verständigung nennt irgendwie zur Sprache kommen. Darauf scheint aber auch die rege Agitation in der Auslandc presse trotz aller Dementis hinzuweisen. Die Rheinlandräumung. Bor vertraulichen Besprechungen in ttcnf. Berlin, 5. Mär;. (Vrio.-Iel.) Die „läglidje Rundschau" nimm! die gestern abend erfolgte i( b - reise der deutschen Delegation nach Gens jum Anlaß einer Vorschau auf die bart zur Sprache kommenden Probleme und behandelt besonders ausführlich die R h e I n I a n b f r a g e . die )war nlchf auf dem Verhandlungsprogramm steht, icdoch wahrscheinlich Gegenstand von ocr- traulichen Besprechungen Dr. Slrcle- rnanns mit dem französischen und dem englischen Außenminister sein bürife. Man wird erwart n können, so schreibt das Blatt, bah die Lösung der Rhcin- landfrage durch ble Senser Besprechungen weiter gefördert wird. Jedenfalls wird man von deutscher Seite au» versuchen, die Schwierigkeiten, die einer wirklichen Verständigung zwischen Jranfcrldj und Deutschland Immer noch Im Wege liegen, nach Möglichkeit zu beseitigen. Dabei wird man allerdings im Auge behalten müssen, dah große Entscheidungen auf diesem Gebiete In Gens nldjt stillen können. Die Genfer Zusammenkunft wird nichts weiter fein können, als eine weitere Etappe auf dem Wege zum Ziele. Sie wird eine Aussprache namentlich über die Voraussetzungen bringen, unter denen die Räumung erfolgen soll. Aus sranzösischer Seite verficht man Immer noch öle Rolwendiokrit besonderer Sicherheiten. Man denkt an die Einsetzung irgendwelcher f< o n - trollorgane. Ls versteht sich von selbst, daß oon solchen Zugeständnissen keine Rede sein kann. Deutschland ist der Ansicht, dah die Sicherheitsfrage durch die Cocamooerträge r e ft I o 9 ne- 1 3 st ist. Die deutsch« Regierung ist der Ansicht, d 'ß die Bedingungen durchaus erfüllt sind, die nach Art. 431 des Versailler vertrage» zu einer vorzeitigen Räumung des besetzten Gebiete» führen müssen. Auf dieser Grundlage werden wohl oon unserer Seite die Verhandlungen In Gens geführt werden, wenn auch eine nach außen hin sichtbar? biploma- iische Aktion auf Grund des Artikels 431 zurzeit nicht beabsichtigt ist. Der neue preußische Iuftizminister. Berlin, 5. März. (SeL-Un.) An Stelle bc8 auöfdxibenben Ministers Dr. A m Zehnhos s hat Ministerpräsident Braun den Senatspräsi-- denlen beim Kammer gerichl Dr. Hermann Schmidt zum Staats- und Iustizminister ernannt. Der neue Iustizminister wurde geboren 1880 zu Rauen. Er ist katholischer Konfession. Seit 1913 war er in Berlin-Lichtenberg alS Amtsrichter, feit 1920 als Kammergerichtsrat tätig. Parlamentarisch betätigte er sich feit dem R7ärz 1919 als Stadtverordneter von Lichtenberg und seit 3uli 1926 als Stadtverordneter in Groß-Berlin. 3m preußischen Landtag gehört er der Zentrumsfraktivn an. die Saar-Frage, und es steht fest, daß diese im Gesamtkomplex der dcurlch-sranzösischen Beziehungen so wichtige Angelegenheit nun zu einer ziemlich entscheidenden Aussprache kommen wird. Die plötzliche Demission des saarländischen Regierungspräsidenten Stephens und der Bericht der Regierungslommis ion des Saargebietes sind angetan — über die unmittelbar zur Erörterung stehenden Fragen der Eaartruppen und der Eisenoahnlommission hinweg — die Erledigung der Eaarsrage in ihrer Gesamtheit spruchreif werden zu lassen. .Vielleicht entschließt sich Frankreich", schreibt ein schweizerisches Blatt hierzu, »diesesmal zu einigem Entgegenkommen, gerade weil in der Verbesserung der Beziehungen zu Deutschland zur Zeil ein Stillstand eingetreten ist. Denn die Saar ist als französische Pvlition ohnehin aussichtslos, und Frankreich hat nur die Wahl, ob es diesen Posten mit oder ohne bcau geste abschreiben will . . .“ Und diese Ansicht ist in Gens die allgemein vorherrschende. Sehr wahrscheinllch ist ferner, daß während ber kommenden Tagung in Gens der Versuch gemacht werden wird — man spricht von einer bevorstehenden Intervention Briands — zwischen Deutschland und Polen eine Verständigung zustande zu bringen. Liebertrieben sind bic Erwartungen in diesem Punkte allerdings nicht. Senn es ist offensichtlich, daß ohne Revision wesentllcher Teile des Deriailler Vertrages für Deutschland von der Herstellung eines wirk- llch normalen Verhältnisses zu Polen nicht die Rede fein kann. Auch dürfte Englands neues Auftreten in Warschau ün Moment einer Ent- spannung der deutsch-polnischen Beziehungen nicht wesentllch förderlich sein. Aber eine Regelung der Frage der Oberschiefischen MinderheitMs^ni- len und eine Wiederaufnahme der Hantelsvcr- tragsverhandlungen wären — allerdings als QKafimum des unter diesen Umständen erreichbaren — immerhin zu erwarten. Rnd wenn das bevorstehende Zusammentreffen der Minister Dr. Srresemann und Zaleski selbst nur diese begrenzten Ziele verwirllichen könnte, so hätte man die Genugtuung, ein erfreuliches Pius der neuen Genfer Laguna verzeichnet und die deutsch^ Polen- politck glücklich aus dem gegenwärtigen Zustand der Erstarrung herausgebracht zu haben. In einigem Zusammenhänge hiermit steht die mögliche Neuaufteilung der Wilnasrage. die offiziell in Genf allerdings nicht zur Sprache kommen wird. Aber es tagt hier zur Zeit die Ravigationskommisfion des Völkerbundes, die unter anderem auch die Frage der polnischen Holzflößerer längs des Mcmel- flusses zu erörtern har. Diese hatmlo'e Frage ist nur scheinbar unpolitisch. Denn cs handelt sich in dieser .Holzflößerei"-Frage um die einzige Angelegenheit, ufwet die die Regierungen von Warschau und Kowno bisher offiziell verhandelt haben und hinter der sie ver'chämt ihre zagen politischen Verstäitdigungsveriuche zu verbergen bemüht sind. Run verlautet aber, daß England sich für eine endliche Lösung der Wllnasrage enerchscher als bisher einzusetzen beginnt und ün Zusammenhang hiermit dürften auch diese gegentoartig in Gens geführten polnisch-litauischen Verhandlungen übet .den Modus der Holzflößerei auf dem Memelslusse" allmählich an Interesse aewinnen. Don Englands Intervention im polnisch- litauischen 6treu zum energischen Vorgehen der Londoner Regierung gegen di e Sowjetmacht führt eine gerade Linie und diese Frage dürft« daher den Völkerbund unter Umstünden nicht unberührt lassen. In Genfer Kreisen bebuuert man sehr, daß der Völkerbund im Moment für eine evtl. Beilegung deS russisch-engli'chen Zwistes nicht das geringste tun kann. 3m übrigen aber ist das Völkerbundssekretariat, nach der glücklich erfolgten Aufnahme D utschlands. in letzter Zeit sichtlich um die Gunst der Sowjek- regierung bemüht — ausgehend von dem an und für sich durchaus richtigen Wunsch nach einem baldigen Beitritt des Sowjetstaates. Ob aber, zur Erreichung dieses Zieles, es gerate rinschüsle; die auS den Sammlungen der Woynungsnotbilfe stammenden Betrüge, für jedes Haus 400Ö Am., bleiben unverzinst und werden vom 10. Jahr« der Benutzung des Gebäudes ab mit 3 v. H. jährlich zurückac- zahlt. Di« Betriebskosten werden von den Bewohnern getragen. Sämtliche Glnnohmen aus dem Anwesen fliehen in die vtadtkasse Gießen: die Stadtverwaltung hat sich verpsl'chtel. diese Einnahmen wieder zur Bekämpfung der Wohnungsnot zu verwenden Besondere Fürsorge wurde dahin getroffen, dah die beiden Häuser, die Familienheimftätten sind unb bleiben sollen, nicht in bk Hände der Spekulation fallen können. Etnmat wirkt schon der Umstand. .daß Grund unb Boben Eigentum der Stadt Gießen bleiben, hindernd aus die Spekulation ein; bann wurde aber auch der Stadt Gießen ein Vorkaufsrecht bestellt; der BorkausSpreis entspricht den Herstellung«- kosten des Gebäudes, und dieser Preis vermindert sich für jedes Jahr des Bestands um 1 vH. Die Wohnungsnorhilfe beabsichtigt, ein w eite r e s Wohnhaus für zwei Familien zu erbauen. Wir verweisen auf den Anzeigenteil unserer heutigen Ausgabe unb wünschen den jeht besinnenden Aaus!ammlungen angesichts t>es guten Zwecke- vollen Erfolg. Derkehrserschliehung des Vogelsberg. n. Am 2 9. M a i wird die Aeichsbahndivel- twn Mainz, dem Dernehmen nach, einen Son - derzua von Wiesbaden über Mamz, Dannstaot, Frankfurt a M nach Hartmann s- h a i n fahren lassen, um auch den Bewohnern der übrigen hessischen LandeSteile die Schönheiten des Doaelsberges zu erschließen, zumal von dem Vorstände des Jugendheims in Herchenhain mit den Stadtverwallun^n der Städte Mainz und Darmstadt feil längerer Zeit Verhandlungen über Beschickung des Heims mit er&olung.6lxbiirfugeit Stadllindern gcpttog»« werden, die nun dem Ab- schluß nähr sink' Dir Rückfahrt des geplanten Sonder»ugs feil von Schotten auS erfolgen, so dgh den Teilnehmern eine lohnende Wankerung cd. Har|mam»Shain über den Vogelsberg nach Schorlen ermöglicht würde Die Aeichsbahndireltion Franksurt a. HL gibt nunmehr auch Lonntagskarteu nach Harrmannshain aus mit Rückfabrttnbgtich- keit von Schotten. Seither gab es solch.' Karten mir dis Gedern. Der -ege Besuch des Vater- Bender-Heims und des Ehreimals auf Ur Her- chendoiner Höhe verlangte dringend nach dieser Maßnahme Der Vorhand des ZweigvereuiS Gießen des D H. E. teilt uns mit. daß auf seinen Antrag hin die Aetchsbahndirektion Frankfun noch tm Lause des Frühjahrs Sonntagsfahrkar- t c n in Gießen auslegen wird, die nach G«. bern ober Schotten wahlweise ge .en werden. Der Zeitpunkt, von dem ab diese Starten hier zum Beesouf bereitUegea. Hebt zur Stund« noch nicht seit. Krüppelheimdau-Lotterie. Aut die zahlreich auftauchenden Fragen bezüglich des 1. Preises der Wohlfahrts- lotterte zum Bau eines Krüppel- Heims teilt uns die Beamtenbaitt Darmstadt folgendes mit. Da» für da« bekannte Plakat verwandte Haus tft eigentlich nur ein Stzmbol für ein ideale» Eigenheim. Es ist ganz selbst- oerstündl ch. daß der Gewinner sich ein Haus bauen lassen kann, wie e- ihm zusagt. Platz, Garttngrcße unb ob eine kleine Villa, ein Land- haus, Bauernbaus mit Hof ober Haus mit Laden, baö alles kann der Gewinner selbst bc- ftimmen: hm wird der Betrag von 30 000 Wk. zu diesen Zwecken, aber n u r zu diesen Zwecken, zur Versüßung gestellt. Ebenso lann der Gewinner jeden Ort m Deutschland als Wohnort aufsuchen. Weiter bleibt e* dem Gewinner ÜIerlassen k. B. ein SechszimmerhauS al< (Ein» familienyaus au bauen und dieses Hau^ auch noch auszumöblieren, was mit 30 000 Ml sehr geschmackvoll unb praktisch auSgefühtt r rher. kann. Wer eigenes Geld hFt. ober Bauzu ch iss« in Form von Darlehen oder Hypothese.. , Mit, kann selbstverständlich auch größere Objekt« bauen, wobei 30 000 Mk einen schönen Teil darstellten. Also für 1 Mark bieten sich nur beim 1. Preis schon eine Mentzc Aussührungsmög- lichleiten. die jeder für sich gebrauchen kann. Deshalb gebt freudig eine Mark für ein Los. denn solche Gewinnchancen bieten sich bei so ge- r ngen Einsal'en nicht oft! Ziehung ist am T. April, deshalb ist Eile zum Loseinkauf geboten. — Man beachte die yeutige Anzeige. (Werner Ä-ochenmarttyreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarlt Butter 150 dis 170, QHatte 30 bis 35, Wirsing 20 bis 30. Weißkraut 10 bis 15. Aotkraut 25 bis 30, gelbe Rüben 15, rote Rüben 10. Spinat 25 bis 40. Unter-Äoblrabi 8 bl« 10. Grünkohl 20 bi« 25. Rosenkohl 40 bis 50. Feldsalat 150 bis 200, Zwiebeln 10 bis 20. Meerrettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 30 bis 50, Kartoffeln 6 bl« 7, Aepfel 20 bi« 50, Birnen 10 bis 25. Hüffe 70. Honig 50. junge Hahnen 100 bis 120. Suppenhühner 100 bi« 130 Pf. da« Pfund; Ääfe 10 Stück 60 bi« 140 Pf.; Eier 10 bi« 12, Blumenkohl 60 bis 140. Salat 30 bi« 50. Endivien 80 bi« 100. Lauch 5 bi« 15, Rettich 10 bl« 15. Sellerie 20 bis 50 Pf. ba« Stück. Bornotizen. zageelalenber für 6a in «tag. Stadttheater: 7 ilfor (Bollsvorstellung): .Iuarez unb Maximilian". (Ende 9% ilfor.) — Muflla- lifcher Abend zum Besten des Krüppel beim«: 8 Ufer, Realgymnasium. — Deutscher und Ocfter- reichischer Alpenverein. Sektion Oberhessen: 8 Uhr. Hörfaal des Physikalischen Instituts (Stephan- straße), Lichtbilhervortrag. — D. H. E . Zweigverein Dießen: 81/? älhr, Turnhalle, 19. Stiftung«- unb AuszeichNtingSsest. — Erste AeichSkurz- schriftgefellschast .Gabelsver> er" unb Damenabteilung: 8 ilfcr, Stadt Lich Dereinsabend. — Geflügel- unb Bogeszuchtverein Gießen u. 11mg.: 8 Uhr. Pfälzer Hof, WonatSverfammlung. — Altersvercinigung 1877—1927: 8 Uhr. Hotel Köhler. Monatsversammlung. — Auber-Tlub -Hasfta": 8*/t llhr. Bootshaus. Mitgliederver- fammlung. — Artillerie-Verein: VereinSlokal. Monat-versammlung. — Marine-Derein: Mo- natsverfammlung. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße^ .Die Brüber Schellenberg". — Astoria- Lichtfpiele: .Der Hcbersall in der Zedernschlucht". — Tageskalrnder für Sonntag Stadttheater: 7 Uhr .Gießen wird Großstadt' «Ende gcaen 10 Uhr). -- Bund der Kolonial- freunde. Onsgruppe Gießen: 8 Uhr. Reue Aula, Bortrag Han« Schomburgk. — Gießener B. d. A. Vereine: 9 Uhr verm. Gase Leib. Walllorftraße: Meisterschaften und Saalsportfest. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: .Die Brüber Schellcnberg'. — Palast-Lichtspiele: .Die vom Riederrhein". - AUrria-Lichtspiele: .Der Ueberfall in der Ze- dernfchlucht". — — Au« dem Stadttheaterdurcau to.rb uns geschrieben: Bei der außervrdenllich starken Rachfraa« nach Plätzen für , F i d e l i o" würde ba« Absagen von BillellbcKeNungen in letzter S und« ein« starke Schädtaung her Iceaicr- fafk bedeuten. Es mülkn daher bi« von hier au« bestellten Eintrittskarten im Verlause des Montag abgcholt werden — sür auSwärlige Besteller gilt da« nicht — daml: über nicht abgeholt« Plätze von Dienstag ab anderweitig befugt werden kann. Die morgen, Sonntag, stattfindenbe Wiederholung der mit ftürmtfdteri Jubel aufgenommer.cn öokalpvlle .Gießen wird Großftad!" ober ,? i e 2 b des Herrn Eusebius R v r g e 1 m e i e r“ beginn« bereits um d , Uhr. so daß bei einem Ende spätestens 9 » Uhr allrn auswärtigen Besuchern die Rückfahrt rnögl ch ist. Die Po'fe hat auch in der auswärtigen Prelle sehr günstige Besprechungen erhalten. » ” Das Wohnviertel am Kugelberg ist im Lause der letzten Monate in bemerkenswerter Weife erweitert worden. Die von der Stabt und der Baugenossenschaft 189^. sowie vom AeichsmilitärsiSku« bis zuin Beginn des Wimers hock>aevrachien Wohnhäuser sind bereits sämtlich bezogen. Soweit die Witterung in den Winternwnaien es zuließ, sind weitere Häufe« errichtet worden bi« letzt im Rohbau orüenbet bafte&cn und in denen die Innen arbeiten rege im Gange find Mit der Fertigstellung dieser Häuser ist bi« Mitte Sommer zu rechnen. Für die weitere Bebauung de« Geländes ist jetzt eine neue Straße in den ersten Arbeitsabschnitten sichtbar. die etwa in der Mitte zwischen der gegen- wattigen südlichen HSu-erreihe unb bem Bahnkörper verläuft 3n diesem Gelandeten wird sich voraussichtlich noch im Lause des Scanners eine erneute rege Bautätigkeit entfalten. Zu wünschen wäre nun nur noch, daß die Straßeiwer- hältnisse bet den erstellten Wohnhäusern bald- möglichst gründlich verbessett würben. " P c r s oa 11 e. Durch Enifchlichung de- Hess. UnnbcMmt» für das vildung-mefen wurde der ordentliche Professor für deutsche Philologie Dr. Alfred Götze in Gießen zum Mitglied der Historischen Stommipion ernannt. ' Abtturientenprüfung an der Obe rrca lschuke. AmDonneistag unb Freitag wurde an der hiesigen Oberreallchule die PrÄsung der Abiturienten beider Oberprimen vorgenommen Der Prüfung, die xum ersten Male nach den neuen Richtlinien erfolgte, nach denen grundsätzlich kein Schüler von der Prüfung befreit wird, unterzogen sich 33 Schuler, bie sämtlich bestanden. Am Donncr-tag führte Ministerialrat Gluckert, gestern Oberstubien- birekror Dr. Roller den Vorsitz. " Oberhesfischer Kunst verein. Die derzeitige Au«sl<-llung der Marburger Künstler: Banner, Giebel Kbtelhön und Doerbe ck e r erfreut sich fortgesetzt eine« sehr regen Besuchs. Eine Reihe ausgestellter Kunstwerke ging bereits in hiesigen Prtvatbesitz über, insbesondere ba« Oelgemälbc Bantzer«: .Frauen in der Kirche“, eine« der neuesten und interessantesten Werke des Künstler-, welche« sich besonderer Bewunderung be« Publikums erfreute, sowie eine größere Anzahl von Radierungen unb Steinzeichnungen Kbtelhön« und Doerbecker«. Die Ausstellung bleibt noch bi« Sonntag, 20. März, einschließlich geöffnet unb ist Sonntags, Montag«. Mittwoch« unb Frei- tag« von 11—1 Uhr, Mittwoch« auch von 3 bis 5 Uhr. zugänglich — Städtische Brennholzoer st eige- r u n g. Bei der gestrigen Brennholzoersteigerung der Stadt Gießen im Hangelstein wurden folgende Durchschnittspreis« erzielt: Buchenscheiter 17 Mk.. (kichenfchciter 10,50 Mk., Fichtenscheiter 9,2«• Mk., Buchenknüppel 13 Mk.. Cichenknupvel 8,20 Mk., Fichtenknüppel 7L0 Mk.. Buchenstöcke 7^50 Mk., Sichenstöckeö Mk.. Fichtcnstöcke 3 Mk. je Raummeter; Buchenreifig 30 Mk., Eilhenreisig 16 Mk. je 100 Wel> kn, Fichtenderbstangen 25 Mk. pro Festmeter. ee Fahrplan-Derbesserung Der D-3ug 81 Frankfurt -Duisburg, brr vormittags 8.40 Uhr in Richtung Dillenburg fährt, wird vom 15. Marz ab wieder bl« M.-Gladbach durchge- führl. Der Gegenzug D 82 — Gießen an 950 Uhr abend« — kommt demzufolge vom glll- <6en Zeitpunkt auch von M.-Gladbach. " Richt« damit zu tun Zu dem Bericht über bie jüngste Sitzung deS (Siebener Echöfsengerichtcs. den wir in unserer vorgestrigen Ausgabe veröffenllichlen. teilt un« Herr Erich Schmall. Weserstrahe 15 mit. daß et mit jener Gerichtvlache Nicht« zu tun hat Tierärzte Mittel- unb Westdeutschland« in Gießen. Am Samstag. 12.. unb Sonntag 13- Marz wird in Gießen eh. Fottbildungskursus für Tierärzte ftattfinben. Die einschlägigen Dorträge werden gehalten von den Professoren Zwick, Pfeiffer. Olt, Knell unb Stang, sowie von Sladtoberveterinärral Dr. Mobb«. •• Männer- und Frouenoeretnt- gang der Matthäusgemeind«. Die Ber- einigung. die über 800 MitgUeder zählt Mit ihre Öauproen ntnlung am natpfien Dienstag. 8. Mättz abends i r nembrjaaL klirchstraße. ab. Sic beab- sick tigt, t : beunter|iüpun(i£-?üf*e in» Loden zu rufen. . n bei . rbejallen den ))inierbliebenfn eine angemcstenc , |tlft zu gcmähren. Siehe heutige tinyw. Dl. Gesellenprüfung der Fl«i- fcherinnuog findet Mitte Alarz statt. Anmeldungen nuck'cn bi« zum 12. b. TB., erlolgcn. Rohere« in der heuiigen Anzeige. ” Aafsehunbe-Ausstellung in Gießen. W.e man uns mltteUt. sind bie Prv- gtemiiw zu dieser Veranstaltung unter der Cd- tung des >' rrn August Schwan jetzt versandt. Ai ^(stellt locrben keimen nur solche Hund«, bie in bie betreffenben Zuchtbücher eingetragen sind. Al« Preisrichter für die verschiedenen Hunderasse» sind 23 vom Kartell anerkannte auswättige Herren ausgesorden. die sämtlich zugesagt baden. Acht Spezial-Au«,tellmigen werden diese« Beranliailung angeglledett. ein Beweis. welcher Bel edcheit sich der Verein Hunbe- kport erfreut Man beachte bie heutige Anzeige. n 7 >' II i' b f r im rij 11 n nuf b< m o b t • rod»kopj I'ir Zn'eigoerein Friedberg des Bo- nel«berger Hbben Tlud» faßte in seiner längsten Aaupiveri-iminlung sollenden Beschluß al» Antrag an die B. H. C Fauptversommlimg in Hassel: „(Be- ent ui Uebe«nacht«tz auf dem Hob» r o b »l o p f muß m erster Linie den Mit- a l i e d « r n d e » B. H. C. uigute kommen. (Fe sollte beim B. H (5 bie gleich? Einrichtung sein Wit bei dem T Deft tilpenucrein. 21 n 'J bie Zuchten aus ben Kreisen Lauterbach und Alsfeld in stattlicher Zahl vertreten. Bei her außcrori>enUich«n großen Auswahl von Zuchttieren, die fämllich in Die ober hessischen Herdbücher eingetragen sind, haben die Gemeinden bei dieser Derfteigerung beste Gelegenheit, wertvolle« Zuchtmaterial zu angemessenen Preisen zu erwerben. TIcm beachte die heutige Anzeige " Der Fuhrpark ber Reich-bahn. Rach einer Statifti'. ber Reichsbahn besitzt dies« bei cftxer Betriebslänge von 53 000 Kilometer über 800 000 Fahrzeuge. Hiervon entfallen auf. Lokomotiven 27 600. Triebwagen 1000. Personen- tr>agi? 63 9CC, Gepäckwagen 21 800, Güterwagen oöO 000 Stuck. Der Wagenpark stellt ein ungeheure« Kapital dar, ba« auf etwa 63 Milliarden Mark beziffert wird, das sind 30 Prozent des Anlaaetapilal« •’ Die Maul- und Klauenfeuch« ist in Alten-Buseck (Krei» Gies>en). Dieback) und Haag (KreiS Büdingen) und Landenhaufen (Kreis Lauterbach) erlofchen. In Stammheim «Kreis Friedberg) ist die Seuche ausgebrochen. Nundfunkt-Programm. Sonntag. 6. März: 8.30 bi» 9.30 Ubr: Übertragung von flaffel: Morgenfeier, Dcranftaltet vorn Iugendringchor unb Pfarrer Liz. Schafft. 11.30 bis 12 Uhr: Eltern- stunde: ..Aerztliche Erziehungefragen mit besonderer Berückfichtigiing der nervösen Slinber", Vortrag von Oberarzt Prioatdozent Dr. R. Scheer. 12 bi» 1 Uhr: Konzert des Hausorchester»: Die Oper der Woche. 4 bis 5 Uhr: Konzert de» Frankfurter Domchor». 5 bis 6 Uhr: Die Stunde der Jugend. 7.30 bi» 8 Uhr: „Zmurin der Cäufcr", Novelle von Paul Laven, vorgetragen vom Ikrfaffer. 8.30 Uhr: No- berl-Koppel Adend. Anschließend bi» 12.30 Uhr: Uebcrtragung von Berlin: Tanzmusik. Montag. 7. März: 3JO bis 4 Uhr: Die Stunde ber Jugend. 4.30 bi» ■5.45 Uhr: llonzert de» Harmonieorchesters de» Fre. ' futter Orchestervereins. Musikalifch« Leitung: fl pell meister 21. Wcilert. 5.45 bi» 6.05 Uhr: Die l'rjtflunbe. 6.15 bis 6.45 Uhr: ..Mein« Susi", Vortrag des Afrikasorschers Hans Schomburgk. 6.45 bi» 7.15 Uhr: Englischer Sprachunterricht. 7.15 bi» 7.30 Uhr Englische Literaturproben 7.30 Uhr: Ucbcrtragimfl aus dem großen Saal dc» 6anlbau«s: Zehntes Honjert be» Sinfonieorchester» des Frankfurter Orchestervereins. FrOhjahrskur für 3O2ss Nervenkranke u Nervöe-KrichöpftA. hipeziMlknrannfalt Mot heim i. Tannu» bei l'rankfurt a M. Prospekte durch Dr. SJ. ferhulac - Hahleyw*. Nervenarzt Oott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Maria Kath. Rabenau geb. Lindenstruth gestern nachmittag l/,5 Uhr im 76. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Kaspar Rabenau II. Alten-Buseck, den 4. März 1927. Die Beerdigung findet Sonntag, den 6. März 1927, nachmittags 21/- Uhr, statt. mein 'Mrenetli längerem Gveoaar irmrzösischen Mlterricht? Lchr. »notba c nut Preis unt Olßiü an den G. 8n*. erbe n MlUHCrc i 5 bl» GOU Hark Metzgerei L,„ "M"« u. zu pachien gejucht । bcfou?eic Veraut. b. Lck>r Änafb an vU* monail :hutf;abl i «. Zdjmibt.König»-1 fji-.x u aut Sicher ber» bei 2^egiar bett aef Schr Äna u. niiiiiiiinmmmmimiiiiiin । oi®i an r> G. sin:. DRUCKSACHEN »Her Art liefert die Brühl »ehe Druckere Kaiser’s Brust-Caramelfen mit den „3 Tannen“ helfen hier Wie U*df, we qullend ist der Husten, wie p et Ihr lieh der Keuchhusten, wie scidinun da» krauende Gefühl -in Hais bei Vertchleimung, bei Heiser keiL Hier bellen nur die berühmten, seit 35 labree bewehrten Kaiser'» Brust-Carame!len. Pake» 40 Pt Dose 90 Pf. Ze haben hei: Pelikan-Apoibeke. L Dornber- R;r: Universitits-Apothckc r.goldenen Engel, of-Apotheke Lud«. Weber, Uch; Viktoria- Drogerie. E- Guth ; Central-Drogerie, E. Karn; Kronen - Drogerie, Gehr. Michel; Wilhelm Römer III. Witwe, Heuchelheim; und wo Plakate sichtbar. 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Zeb so von lassen, veranf Anlah darin setzen, nett ük Baldw des lat Nii ük sich am Ä geaniw Idee" I denke, sammel! land h sührlich die eur ans De im noi und i nach e auf 2 geschlm D ernst, 1 Zweier in Ä01 der sich Das et auch ht Aoch btfen: a? ttofbote um sein .-ttmben e «Vicht, strr 2 dvllez 2t ™ Öen unö gc obendls Sch bei^ len ßic N tei ■ölau u Da Win ^ksenl Pappest die OeQ eanaS, Kingäi ? 9to| bisen. 1 5” °ss 2°nb, ^lcbvt ^übec^ eln®i6t , , and- 1. öte । ^"ntnelz Nr. 54 Zweites Blatt Tiehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)Samstag 5. März 1927 Außenpolitische Umschau. Don Prosesior Dr. Otto Hoehsch, M. d.R. 3n dieser Woche findet wieder die übliche Sitzung des DölkerbundsrateS in ®enf statt. Der Dorsitz liegt diesmal In der Hand von Deutschland und wird durch den Außen. Minister trabt genommen. An sich ist die Tages- Dehnung nicht von allzu großer Bedeutung. obwohl sowohl die Danziger, wie die ober- schlesische Schulsrage. w.e die Saarfrage sclbltverstäiidlich uns aus das nächste an- gehern Sonst werden größere Fragen diese Rat«- sitzung nicht bewegen. S« ist auch nicht wahrscheinlich. daß die chinesische Angelegetcheit her- elnspielt. England hat in seiner Dole an den Dölkerbund vom 11. Februar .auf« tiesste beteuert, keinen Weg zu sehen, der gegenwärtig dem Völkerbund tue Mögl.chkeit gäbe, an der ^Beilegung der Schwierigkeiten mit Thina mit- -Uwirken . Doch hat es sich in derselben Rote die Tür immerhin offen gelassen, daß. wenn die chinesische Verwicklung nicht anders zu lösen ist. sie schließlich doch auf da« Glei« des Dölker- bundes gebracht würde. DorlLufig w.rd es den Herren in Genf ganz angenehm fein, daß fie sich rmi dieser heiklen Sache nicht zu befaßen haben. England hat mit der chinesischen CüÖregierung am 19. Februar ein Abkommen geschlossen. In dem ihm Südchina die Konzession von Hankau zurückgab. unter DerhSltnisseu der Verwaltung, die nur eine Zwischenlösung sein können und schUehlich auf die Aufgabe der Konzession von feiten Englands herouskommen werden. Dafür wird England feine Truppenmacht In Schanghai nicht verstärken: wenn die auf der Fahrt befindlichen Abteilungen ankommen, werden fie nach Hongkong dirigiert. Damit ist die Südregierung tatsächlich von England schon anerkannt. Dieses wartet auf den Fortgang der Kämpfe oder auch auf Derhandlungen um Schanghai zwischen Vörden und Süden. 3n dieser keine-wea« beneidenswerten Lage, in der England allein steht und gar keine Macht bat. in feinem Sinne etwa- zu erzwingen, hat sich feine Wut. fein verletzter Stolz, die Sorge um die großen WirtschastSinteressen in China gegen Rußland entladen, in einer im Derkehr Der Staaten sehr ungewöhnlichen Rote Dom 23. Februar Selten hat sich die englische Politik so von Stimmung und Vervof.tät beeinflussen lassen, wie darin, und sich daher selten so vergrifsen wie mit dieser Rote, für die jeder Anlaß fehlt und der jede« Mittel fehlt, die darin ausgesprochenen For'oerungen durchzu— setzen. Es ist der Sieg der Extremen im Kabinett über die Gemäßigten, wie Ehamberlain und Baldwin. ES ist der Sieg einer „fifen Idee' deS kapitalistischen und Imperialistischen England«, da« überall da« bolschewistische Rußland gegen sich am Werke sieht. Rußland hat daraus kühl und reserviert geantwortet. Auch Rußland ist von einer „fiten Idee" beherrscht, nämlich daß England nut daran denke, eine Front gegen den Sowjetstaat zusammen zu bringen und in diese auch Deutschland Here inzuz letzen. Wir sprechen nicht au«, sichtlicher vom englisch-russischen Gegensatz, der die europäische Politik so beschattet. Er wirkt aus Deutschland in den Bestrebungen Englands, im nahen Osten, im Verhältnis zwilchen Polen und Litauen etwas zustande zu bringen, wonach englischer Dorstellung England entlaste und aus Rußland drücke, damit Rußland in Thina geschwächt werde. Wir nehmen diese Bemühungen durchaus ernst, aber wir warnen, sie zu überschätzen. Zweierlei spricht dafür: England ist außerstande, in Konflikten, die da entstehen würden, dem. der sich für England entscheidet. Hilfe zu bringen. Da« empfindet man in Kowno. aber offenbar auch in R i g a. wo mit einem Mal die lang fort- Zweites Vaterland, von Albert h. Rausch. kl. Florenz. Roch jedesmal ist mir dieses Befreiung gewesen: von Venedig nach Florenz zu gehen. Auch Florenz Ist mit nicht, wie so vielen, die Stabt Italiens: aber welche einladende, welche dankbare Stadt ist c«! Wie lohnt eS die Mühe um sein Erkennen, wie wenig erlegt eS sich dem fremden auf, und wie gegenwärtig ist eS in jeglichem feinet Schätze, nach dem er verlangt. Es ist eine wundervoll zurückhaltende und maß- t»'k Stadt, eine Stadt bezaubernden Gleichgewichte«, osfenfichtlich und klar im Leben ihrer Gegenwart und doch wie voll Geheimnis Innerster Art. wenn man hinabsteigt in ihr mühevolle« Werden ... Run fuhren wir ihr entgegen, der „Goldnen bi den Arnohügeln". und wir waren fröhlich und ganz voll Hoffnung auf dichte Bläue und abendlich kühlen Bergwind... Schon lag die Rächt über dem Apennin, die bei Bologna begonnen hatte. S. Luca, vom letzten Lichte angestrahlt, stand gegen starkes Gold der reinen abendlichen Himmel, und wies in Blau und Blau der feucht umwobenen Berge... Da winkte alles heraus, schattige Hänge, schmale Wiesentäler mit Dergwasser, Kastanien- und Pappelhaine, Thpressen und Steineichen... und die De [bäume, die milden, treuen Oebäume Toscana«. die den Frieden audbreiten über den Weingärten und Ackersluren wie daS Miserere der großen Wesse übet den Herzen der Gläubigen. Lasch kam die Rächt, und wir traten zurück Dom offenen Fenster, dem eben aufwachsenden Mond, der uns in voller Scheibe über dem jonischen Meere leuchten sollte, den ersten Gruß Hinüberfen dend. Dann stand der Wein Orvietos vor uns. stark und süß. und hals unS durch die wachsende Rächt über die Pahhöhe Himmler gegen die Lichter von Pistoia. Wie seht geliebt auch sie von allen, die im Abend reifen, sie, die ersten Wahrzeichen ToSkanas. den ersehnten Lampen der halb schon entschlummerten Firenze vorgelagert. Gibt eS, und sei es noch so spät geworden, ein anderes nach der Ankunft, als noch hinunterzuschlendern nach dem Arno? Rach dem Dom zu die Schritte zu lenken, das Rachtblau des HimmelSdustes durch die zarten Säulen des gesponnenen Verhandlungen zwilchen Lettland und Rußland aber einen S chi ed S v er t r a g vor- wärtekommen und dem Abschluß nahegebracht werden. Und da« andere. Wollte Dcutsch- l a n b in diesem englisch-russischen Gegensatz heute für England Partei nehmen, so würde bitfe Option naturnotwendig die Garantie der polnischen Grenzen in sich schließen. Dentt man sich einmal diese Sache durch, so ist doch klar, daß England eine solche Politik im Osten zur Versöhnung von Polen und Litauen und womöglich unter E.nbezichung Deutschlands betreibt ober betriebe mit der Spitze gegen Rußland. Damit würde auch d-.e deutsche Politik eine Spitze gegen Rußland erhalten, was durchaus ihrem Interesse w.derspricht. Anderer- seit« ist es reine Phantasie, sich vorzustellen, daß au« solcher Verhandlung etwa eine Veränderung der polnischen Westgrenze zugunsten Deullchlaods erwachsen könnte. Der Sinn der Komb.natton ja gerade f ü r Polen, durch eine Anlehnung an England sich zu sanieren und au« der Isolierung herauszukommen. indem feine Grenzen in folchcm Vertrage erst recht abschließend garantiert würden. Uns scheint danach die Lage, so verwickelt Ne ausfreht. vom deutschen Gesichtspunkt doch einfach zu fein. Keine Parteinahme in dem Gegensatz zwischen England und Rußland! Krin sogenanntes Ost-Locarno, keine Garantie der polnischen Grenzen! Feste Beziehungen mit Rußland! Positive Politik gegenüber Litauen! Vertretung der bekannten deutschen Interessen in den Verhandlungen mit Polen! Ob schließlich da« Gespräch i n Genf zwischen dem deutschen und dem französischen Außenminister direkt zu praktischen Erfolgen führt, ist heute zweifelhaft. Sicher aber ist. daß England« Beteiligung daran, auch beim besten Willen der englischen Staatsmänner, au« der momentanen Lage England« heraus wenig oder nicht« in unterem Sinne fördern kann! Die falsche Anastasia. Die Wahrheit über die angebliche Zarentochter. — Das Ergebnis der Untersuchungen im Fall Tschaikowsky. Seit Jahren schon spielt in der deutschen Grohstadtpresse die seltsame Geschichte von der geretteten Großfürstin Anastasia, die als angeblich einzige Ueberlebende b r furchtbar n Mordtat von Iekatarinenburg nach feltlam verworrenen Schicksalen in einem Berliner Sinatorium um hre Anerkenntnis al« jüngste Tochter be« letzten Zaren von Rußland kämpst. eine große Rolle. Die unter dem Hamen einer Frau Tschaikowsky in Berlin Lebende will während der Erichießung der Zarenfamilie in Ieka arinenburg von einem rumänischen Soldaten, selbst schon schwer verwundet. gerettet worden fein. Dieser. Tschaikowsky mit (Hamen, soll sie nach Rumänien gebracht haben, wo er fie heiratete, selbst aber bald daraus starb. Die angebliche Großfürstin will dann von dem Bruder ihreS Manne« nach Berlin gebracht worden fein. In einem Anfall von Trübfinn stürzte sie sich dort am 22. Februar 1920 In den Gandwehrkanal. wurde von der Polizei gerettet und nach ärztlicher Untersuchung In die Irrenanstalt Dalldorf gebracht. Rach ihrer Entlassung kam fie in russische Emigrantenkreise. in denen fie sich al« die Groß- sürstin Anastasia auSgab. Man war erstaunt über die körperliche Aeßnlichkeit der Fremden mit der ermordeten Zarentochter und über ihre außerordentliche Beschlagenheit mit den intimsten Fa- milienverhältni'Ien am ehemaligen Zarenhosc. Es wurden Konfrontationen mit Verwandten bet Zarenfamilie herbeigeführt, die aber zu keinem einwandfreien Ergebnis führten. Weder die Prinzessin Irene, noch die Großfürstin Olga, die Schwester des Zaren, haben Frau Tschaikowsky unbedingt alS die jüngste Zarentochter wicber- erfannt. Die russischen Emigrantenkreife versuchten bann die achtzigjährige Mutter deS Zaren, die in Kopenhagen lebende Kaiserin Dagmar, zu bewegen. die angebliche Enkelin zu sich kommen zu lassen. Aber die greife Kaiserin hält an der Fiktion fest, daß die ganze 3arenfamiUe noch am Geben fei und wünscht deshalb nicht, diese an- fieblich einzig U eberleben de zu sehen. Auch der rühere dänische Gesandte in Berlin Zahle soll auf Betreiben deS Prinzen Waldemar von Dänemark. deS Bruders der Zarin-Mutter. In dem Berliner Sanatorium gewesen fein, um nähere Untersuchungen anzustellen. Diese sind aber offenbar ergebnislos geblieben, denn der dänische Hof hat keine weiteren Schritte unternommen. Rachdem diese ganze mysteriöse Angelegenheit lange Zeit geruht hatte, wurde sie nun in diesen Tagen durch eine sehr sensationell ausgemachte Aussayreihe, die der Schriftsteller Paul Burg für mehrere Droßstabtblätter verfaßt har, wieder an die Oefsentlichkrit gezogen, ohne daß hier allerdings irgendwelche neue Momente angeführt werden konnten. Im Gegenteil, der .Fall Tfchaikowskv" wirb seines Mysteriums durch die folgenden Aus,uhrungen feines Mysteriums ziemlich re, kos cn t e.bet Di: interef anten Ml.Ge lungen gingen uns von einer Seite zu. die der Zarensamilie verwandtschaftlich ausS engste verbunden war und persönlich da« größte Interesse daran gehabt Haden würde, eine Zarentochter am Geben zu sehen. In bie'er Mitteilung hrißt es: „Das Geheimnis der angeblichen Zarentochter, von dem in der Presse so viel die Rede gewesen ist, scheint sich allmählich insofern zu klären, als cs nunmehr einwandfrei fcstfteht, daß die Unbekannte, die am 22. Februar 1920 von der Berliner Polizei an der Bendlerbrucke aus dcm Landwehrkanal auf- gefischt wurde, keine der Töchter des Zaren ist. Eine lange stelle von Beobachtungen, Untersuchungen und Gegenüberstellungen, eine genaue Prüfung aller Angaben und Aussagen der angeblichen Großfürstin 'Anastasia haben zu diesem endgültigen Ergebnis geführt. Es ermöglichte sich vor allem dadurch, daß bei den Verwandten der Zarenfamilie und den aus der .stataftrophe von Iekatarinenburg geretteten Angestellten des russischen Hofes ganz beflirnmie Körpermerkmale bekannt waren, die sich bei der Unbekannten oder Frau Tschaikowsky, wie fie sich selbst nennt, nicht nachweisen ließen. Ausschlaggebend wurden vor allem anthropome- trische Messungen und Vergleichungen der Ohren der Frau Tschaikowsky und der Großsürstin Anastasia durch einen bekannten schweizer Prosesior für Kri- minalwifsenschaft, die grundlegende Unterschiede festlegten. Auch gani bestimmte Deformationen der Füße, deren man sich bei der Großfürstin Anastasia deutlich entsann, finden sich nicht bei der Unbekann ten alias Frau Tschaikowsky. Ueberhaupt wurde feftgefteUt, daß die „schlagende Aehnlichkelt" der Frau Tschaikowsky mit der Groß- fürftin Anastasia nur für sernerstchende Personen vorhanden ist. Von den nächsten Verwandten der Zarenfamilie, vom Erzieher Gilliard und desien Gat- tin, sowie von der Hofdame Frl. v. Buxhoevcden ward sie durchaus geleugnet Umgekehrt vermochte auch Frau Tschaikowsky die Verwandten und Be- kannten der Großfürstin Anastasia bei Besuchen nicht zu erkennen. Die Einwände, daß Kolbenschläge auf den Schädel und den Kiefer in Iekatarinenburg wesentliche Veränderungen im Aussehen bewirkt hätten, er- Glockenturmes zu suchen, lange hinaufzu- spähen und die silbernen Rägel der Sterne zu zählen, bie in ben graublauen Grunb zwischen den schwebenden Bögen elngeschlagen sind... und langsam weiter zu wanbeln. bie Via Calzaioli entlang, ober bie Dia Roma, bis zur Piazza Vittorio Emanuele? Da sind an einem Kaffee- hauS Gamben mit bunten Schirmen vor bie Türe gestellt, und zwischen Ihnen spielt eine Musik, eindringlich unb zurusenb... Und man kann nicht vorübergehen... man muß noch einen Dermouth nehmen, ober einen Espresso, muß noch eine Pasta essen unb sich noch ein wenig betrügen lassen von biefen Geigenklängen, bie so anders im Ohre tönen als bei unS zu Haufe, weil fie in anderer Luft verrauschen, unter anderen Himmeln erblühen, Himmeln der Rächt aus Hyazinth, de« TageS auS Ehrenpreis, unb sich nieberfenfen in Pinienkronen, in Magnolien unb Thujabäume... Aber eS ist dennoch keine Selbsttäuschung: diese Lust, die von ben Hügeln manchmal nicbet- weht, nach Abenden, bie ein kurzes Gewitter brachten, bringt burch alle Poren bi« in ben Kern bes Wesens, löst unb löst auf, berauscht unb läßt sich schlürfen wie gewürzter Wern... Diese Guft, bie aus der Erbe stiller Oelbaum- gärten das heilige Arom ToScanas nieberträgt, muß Geist unb Seele beS Trinkenden ergreifen, wandeln, offen unb dankbar machen... Wie oft. wie oft lehnten wir ihr entgegen, an der Brüstung der Arno-Mauer, wenn bie spärlichen Gichter vom Piazzale Michelangelo unter S. Miniato he rüber blinkten, wenn ber Fluß lautlos in die Brückenbögen strebte unb keines späten Wanberers Schritt mehr auf diesem oder jenem Ufer durch die unbegreifliche Stille hallte.. Die Menschen verlassen früh die Sttaße in dieser Stadt, oft lange schon vor Mitternacht, unb selbst im Sommer sind zu später Stunde die Tische vor den Kasseehäusern leer, die Kolonnaden an der Piazza nur noch von seltenen Gruppen belebt, und bie kleinen Gallen wie erstorben. Die sechste, siebente Abenbstunbe ist bie große Stunbe bes Florentiner-: bie Stunde deS ileberblid«, beS Austausch- unb ber Reuig- leiten. Dann lebt bie Piazza, bann wirb sie Agora unb erweist ihre Macht über die Seele: ihre jahrtausend alte Macht bei allen Dollem, denen die G nabe ber Sonne unb ber Wärme zuteil ward. Als strahlender. als silbern-sprühender begann nach einer Rächt voll tiefen Schlafs ber Sommer» tag, der einzige, ber unS diesmal blieb für diese Stadt, da Rom und größere Feme wintte unb besohl... Die Senft erlaben aus gestoßen und in die Helle bet RahmenfüNung hingetreten, o welcheS Kniftem stützen Lichtes aus ben Steinen, welches Streichen trocknen Windes um bie Häuserecken, welches Ausbunsten ausgegossenen Sprengwasser- zur Brüstung herauf... Unb dort drüben der Berg von Fiesole, mit seinem Snzian- buft. seinen gelblichen Häuserslanken aus ber Höhe unb den vielen halbverborgenen Villen, bie in ihre Gärten eingebettet liegen, wo eben ber Tau ber Dacht verbunstet unb bas von Silbertropsen schwere Haupt ber Rosen sich langsam gegen das steigende Gold aufrichtet... Eine große Sehnsucht faßte mich, noch eine Stunde allein zu bleiben. So ließ ich bie anberen ohne mich in bie Stabt gehen und blieb, frühstückend. am offenen Fenster sitzen, das auf den gelben Platz ber Unitä Italiana hinunterwies, wo baS Kommen und Gehen. baS An» unb Abfahren ber Wagen sich mehrte, wo der Werktag begann, geschäftig unb bennoch ohne Hast, bie bet Südländer nicht liebt Wenn er feinen Wagen dahinfliegen läßt, fo ist eS. well fcr ben Rhythmus ber Schnelligkeit liebt: nicht, weil er Geschäften nachhcht. bie er immer noch zeitig genug crlebigen wirb: unb wenn er auch bas Bedeutungslose lauter und heftiger sagt als ber nordische Mensch, so ist es, weil fein Blut rascher klopft, weil feine Sinnlichkeit sich der lleinsten seiner Gesten mitteilt: unb eben deswegen wieder in bet Aeußerung deS Geschlechtes selbst — so seltsam es erscheinen mag — sparsamer ist als die unsere. O wundervolle- Alleinsein in einer solchen hingedehnten, stützen Stunde, o entzückende Eingabe an bie Seele dieser so lange, so vielfach vertrauten Stadt, hx beten Bild nun plötzlich wieder alles zeillich getrennte Stieben, dessen Zeugin fie war. nebeneinander liegt. alS gäbe es keine Monate, keine Iahte, als fei uns Menschen ewige Jugend beschieben. sofern wir nur bie Kraft haben, je Gelebte- in Hauch unb Form lebenbig zu erhalten unb stets zu neuem Erlebnis bereit zu sein.. Rur zu wissen, daß ich diese Morgenstunde wirklich in Florenz verträumte. dah dort, vor mir. bie Flanke von Santa Maria Rovella in Hellem Sepia lag. daß da. $u meiner Linken, die Dia Panzani yinlles unb in bie Via Sorretani urnbog, unb diese wieder an die Heine Piazza be l Olio stieß... und sich dabei zu ent,innen: hier ist ber Gaben des freundlichen Barbiers, ber das Haar mit einer Wichtigkeit zu schneiden Derftefjt, als ob ein menschliches Schicksal davon abhänge, wie hoch ober tote tief er ben Scheitel zieht ... und dort ist der schmale Blumenladen wo es die wiesen sich tri ärztlichen Untersuchungen baliloK Weder ein schwerer Kolbenschlag auf den Schädel noch auf den Kiefer waren tn Narben oder Maten nachweisbar und von den fehlenden Zähnen stellte man sest, daß sie vo.n Zahnarzt der Irrenanstalt Dalldorf gezogen wurden. Lchrifloergleichungen. die die Schriften der Frau Tschaikowsky und der Großfürstin Anastasia zum (»legenftanbe hatten, föhnen gleieMails zu Dem Ergebnis, daß es sich um zwei verschiedene Persönlichkeiten in ben Schreiberinnen handelt. Das größte Rätsel ist aber die Tatsache daß Frau Tschaikowsky nur Deutsch spricht. Englisch aber und Russisch vergessen hat — während die Großfürstin Anastasia überhaupt nie Deutsch ae- sprachen hat, sondern nur Engliich und Russisch beherrschte. E» bleibt hiernach nur noch zu klären, wie Frau Tschaikowsky zu den mancherlei für den Ferner- stehenden mit Recht erstaunlichen Angaben über Einzelheiten au» dem Geben am russischen Hose und über da» Ende der Zarensamilie in Iekatarinen- burg gekommen ist. Auch hier haben die Untersuchungen Licht gebracht Es konnte feftpefteUi werden, daß Frau Tschaikowsky nicht annähernd so geistig minderwertig und dauernd so leidend war, wie von ihren Anhängern behauptet wird, daß fie Kenntnis von Buchern und Zeitungsartikeln hatte, die die Zaren- familie behandeln und daß sie lange Zeit mit mo- narchistifchen Emigranten in Berlin frei verkehrte. Diese haben im naiven Glauben, fie sei wirklich die Großsürstin, ihr mit Erzählungen. Bildergaben unb Büchern die Lücken in ihrer Vorftellungswrit unbewußt ausgefüllt. Und so kommt es. daß sich ihre in der ersten Zeit roaae und tastend vorgebrachten, oft durchaus falschen Angaben nach unb nach immer sicherer und richtiger ausnehmen. Es ließ sich dieses nachweisen. Will man kurz zusammenfassen, was den Werl der Angaben der Frau Tschaikowsky angeht sagen, daß sie alles weiß, was die zeitgenössische Literatur und die außenstehenden Russen vom Zarenbofe wisien. daß sie aber über ihre eigentliche Familien- intimitäten, Kosenamen, letzte Erlebnisse, FamUien- trabition und Familiendenkweise nichts weiß. Sic kennt ba« Zimmer bes M-»r es in Iekatarinenburg. weil es in allen Zei'ungen veröffentlicht war. aber sie ist unsätzic. * - Schlafzimmer ber Kallerin unb ba« ber G :ßfürstin Anastasia wiederzuerkennen' Wie sehr sie in ihren Auslagen unter bem Einfluß ber Literatur unb ber Außenwelt steht, zeigt baS grrte-ke Beispiel. baß sie ein?« Tages behauptete, sie f)?.bt ihren .Onkel Ernst", ben Großherzog von He'seü zuletzt während des Weltkriege- in Petersburg gesehen! Der Großherzog war bekanntlich wäh- renb bcS Krieges an der Westfront unb von einer rufsi'chen Reise ist in Deutschland nie 'tc Rede gewesen, denn wie hätte sie wohl möglich sein sollenI Aber bie Ententepreffe hatte einmal eine derartige Rachricht gebracht unb diese ist in die Informationen ber Frau Tschaikowsky geraten! Kein Wunber. bah sich die fürstliche Verwandtschaft in Deutschland und in Dänemark nach allen diesen bedenklichen .Wahrscheinlich- keitenk' ernsthast wcigert. Frau Tschaikowsky an* zuerkennen I Mit diesen Klarstellungen, bie uns von bestunterrichteter Seite zugehen, ist nun wohl endgültig sestgestellt worben, wer Frau Tschaikowsky nicht ist. Wer sie ist, welche geheimen Mächte sie treiben, wa« sie ober bie Welt hinter ihr bezwecken, darüber kann man nur Vermutungen anstellen — vorläufig nicht mehr. Vielleicht aber teilt sich eines Tages ber Vorhang unb wir hören bann auS dem seltsamen russischen Munde, der ^zweiselloS ein afWtierte« süddeutsch, anscheinend ursprünglich frän If >. vielleicht alemanisch" spricht, wie ein bedeutender Psychiater, ber sich mit ber Sache besaht hat. äußert, Dinge, bie. fag-m wir — auch ohne zaristischen Glanz - interessant, wo nicht gar sensa» tionell sinb." schönsten Gardenien gibt für ba« Knopfloch be« Abendanzugs ... unb ba wohnt ein kleines Fräulein, ba« dir bie herrlichsten Krawatten näht... unb weiter biefe« unb jenes unb alles lächelt bich an unb ist dir freundlich gesinnt und will dir irgend ein Gutes erweisen ... unb schließlich der alte Schuhputzer, immer noch derselbe. der dich, und seiest du rwch so eilig, nicht au« dem hohen Stuhl berunt erläßt, ehe der goldgelbe Glanz deS polterten Leders dir den Simmel ins Gesicht spiegelt--dies alleS nur au wissen und doch ganz still am Fenster zu fitzen: o welche« wundervolle Wiebererleben der ganzen Stadt bedeutet es. wie steigert es die Gust am Dasein, wie beflügelt es Seele und Sinne mit Gütigkeit und macht dich gerecht und voll Dank gegen dein Schicksal: magst du noch so vieles getragen haben, das bich in lastende Verneinung niederzog. Und während du so die Gedanken schweifen läs'est, von Rächstem zu Rahem. die Straßen auf und ab. vorbei an geliebten Palästen, deren edle und keusche Strenge dich hundertmal bezauberte und dir Symbol wurde (für alle anderen seist nur du genannt, Palazzo Antinori). vorbei an anderen, in deren tiefen Fluchten der Urwald der Gemälde wuchert. Rausch ber Farbe, enträtseltes Geheimnis ber Lichter unb bet Schabten, Bild-Süße aller lebenbigen Kreatur . . . vorbei an Ufersäumen unb hm über Brücken, in die Hügel hinaus mit ihren Wein- und Oefr baumgärten: wächst ber Wunsch, dein AuSruhen mit Bewegung zu vertauschen . . hinauszuwan- bem an irgendeinen Ort, ber dir ben lieber- blick gewährt, bas Zusammen fassen aller Bilder, bie sich in deiner Seele aus reihen . . Du fühlst: bu muht an der Rampe des Piazzale Michelangelo stehen und in daS Geschichtete von Dächern, Kuppeln, Türmen niederschauen. über runbe, ruhende Wipfel hinweg, hinan zu flim- menben Cyprcllen ber jenseitigen Hügel, ober bu muht die Straße toanbem von Fiesole nach Settignann. im Mittag, oder gegen Abend, wenn öir die f nkende Sonne die Ahnung des ligurischen Meeres herweht auS breitem Golde ihre- Rie- dertzregs . . Hügel unb Stabt bies ist so eine« wie nirgendwo auf der Welt. Flügel aus- brettenbe unb Flügel faltenbe Seele, erfüllt in bie- fern und erfüllt in jenem: untrüglich wahr unb ohne Möglichkeit, sich jemals selber zu entrinnen, sich jemals selbe» zu verleugnen: ba8 ist Florenz, die „Goldene in den Arnohügeln'*. die Ewige, Gegenwärtige, vor der sich jeder neigt mit dankender Gebärde, der um das Geheimnis europäischer Heimat toeiffr TunM bester Qualität, oromvk Ikfctbnr. Gebr. Kahl. Leleob. 87. 214XD Gießener Stadttheater. Leo Kall: „Tie geschiedene Krau-. Wenn die ziemlich breit und umständlich inftru« mentierte Ouvertüre kurz vor dem Aufgehen des ersten Vorhanges in den berührten Walzertakt alten Stils überleitet — einszweidrei, einszweidrei: „Kind, du kannst tanzen wie meine Frau..." - beginnt man ernstlich darüber nachzudenken, wann diese Operette einmal nwbern war, und wann ihre musikalischen Zierstücke auf allen Gassen qe- pfiffen wurden, wann jener Walzer und das Lied-, chen von der lieben kleinen Gouda (aus dem zweiten Akt) sich einer Popularität erfreuten, deren man sich heute nur mit einem leisen Lächeln erinnern kann. Es muß etliche Jährchen vor dem Kriege gewesen-sein. . Nun erlebt der Dreiakter eine fröhliä)e Auferstehung, und es ist zu sagen, daß alles, was damals den Erfolg begründete und es war in der Tat ein großer Erfolg — immer noch feine Wirkung tut, obschon man im Walzer heule beträchtlich kürzere Röcke schwenkt, und auch ansonsten seit damals sich allerlei geändert hat. Die Fabel ist ja zeitlich nicht festgelegt, und der holländische Schauplatz gibt willkommene Gelegenheit zu hübschen Bauerntänzen und einem heiteren Landschastsbild. Das Libretto schrieb Victor Löon; zwar sind die Texte ziemlich miserabel, und die inneren Zusammenhänge der Begebenheit mit einer beneidenswerten Sorglosigkeit behandelt. Immerhin Hai er die 3 Akte, die überdies musikalisch gut unterstützt werden, mit einem gesunden Theaterinftinkt zurechtgemacht; die Operette kommt nämlich, bei Licht besehen, mit einem erstaunlich geringen Aufwand von Handlung aus und hat trotzdem noch Atem genug, im dritten Akt einen passablen Abgang zu finden. Die Vorgänge sind einfach und im übrigen zu bekannt, als daß man sie hier wiederholen müfite. Bemerkenswert ist allenfalls, daß man keineswegs an den Ereignissen auf der Bühne Anstoß nahm, wie das anno dazumal bei der Premiere der Fall gewesen sein soll- Es handelt sich um die Scheidung deS Ehepaares Karel und Jana vpn Lhsseweghe, deren Vorgeschichte die Gerichtsverhandlung des ersten Aktes mit aller wünschenswerten Genauigkeit auskramt. Wenn hier nach zweimaligem Ausschluß der Oeffent-- lichkeit. wie sich das für eine so heikle Angelegenheit ziemt, endlich die Trennung vyn Rechts wegen vollzogen ist, fo kann man vom zweiten und dritten Akt einer anständigen Oprreite abermals von Rechts wegen verlangen, daß die also Geschiedenen sich nach drei Monaten wieder begegnen und einen Tag darauf zum zweitenmal durch die Kirchentür schreiten. Unter der Führung von Reff (Musik) und Hampe (Regie) vollzog sich denn auch alles in bester Ordnung. (Rur pic Ausstattung des Mittelaktes schien uns ziemlich zusammengewü^ ; feit, und der letzte Vorhang hätte etwas zeitiger kommen müssen.) Für Elisabeth Friedrich, die ursprünglich t>U Partie der Jana singen sollte, hatte man in Frau Liane Müllegge t- Weiß (Heidelberg, a. G.) einen gutgewählten Ersah gefunden. Der Gast, eine aparte Bühnen- epscheinung, ging nach anfänglicher Zurückhaltung stimmlich und darstellerisch sympathisch aus stch heraus und hatte Gelegenheit, einen sehr geschmackvoll abgestPnmten Toilettenwechsel vorteilhaft zu präsentieren. Der geschiedene Mann war Steinbrecher: eine gesanglich und schauspielerisch gepflegte Leistung. Else Simon (Sonda van der Loo) stattete die aventeuertichs Verfechterin der „freien Liebe" mit berechnender Eleganz und einer Art von umstürzlerischer Liher- tinage aus, die seinerzeit dis Premtörenhesucher heftig erschreckt hat. In den übrigen Rollen machten sich Hechinger, Hampe (der uns im Mittelakt etwa» geräuschvoll vopkam) und Sauer angenehm bemerkbar. Hedda Burger und Fr. Kugler hatten das hübsche Fischer- Duett im ersten Akt. Die Aufnahme war sehr freundlich. Dr. Th. Besserung der Volksgesundheit. Seitdem Ende 1923 die Stabilisierung der Mark durchgeführt wurde und damit die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland wieder eine gesunde Basis erhielten, konnte auch in dem Gesundheitszustand heS deutschen Volkes eine andauernde Besserung konstatiert werden. Eine jetzt herausgekommene Denkschrift über die gesundheitlichen Verhältnisse 5 eS deutschen Volkes im 3a&re 1925 zeigt, daß die 1924 einsetzende Besserung der Volksgesundheit auch 1925 erfreulicherweise nicht nach- gelassen hat. Insbesondere kann man sagen, daß Die Zahl der Lebendgeborenen gegenüber dem Jahre 1924 eine leichte Steigerung erfahren hat, daß die Gesamtsterblichkeit und vor allem dis Säuglingssterblichkeit vielfach einen erheblichen Rückgang erkennen läßt, und daß auch die Er» krankungszisfern an Tuberkulose und an anderen übertragbaren und nichtübertragbaren Krankheiten erfreulich zurückgegangen sind. 3m Jahre 1925 betrug die Zahl der Lebendgeborenen 1 290 732 gegen 1 270 820 im Vorjahre. Die Geburtenzahl hat also im Berichtsjahr einen wenn auch nur bescheidenen Fortschritt gemacht. Bedeutungsvoller ist, daß Die Zahl der SterbefäHe bei Kindern unter 1 Jahr gegenüber dem 3ghre 1924 im Jahre 1825 von 137 282 auf 135 570 zu- rückgcgangen ist. Damit ist Deutschland hinter den Riederlanden und Dänemark das Land, iu dem prozentual die wenigsten Sänglingssterbeiälle Vorkommen. Aber auch dis Gesamtzahl der Sterbe- fülle im Deutschen Reich fiel im 3ahre 1925 auf 744 306, gegenüber 759 Ö75 im Jahre 1925, und fant damit prozentual gerechnet auf 1000 Kopf her Bevölkerung von 12,2 auf 11.9. Diese erfreuliche Tatsache muß nicht mehr lediglich ass eine Reaktion auf die durch die Krisgsentpeh-- rangen herbeigeführte gesteigerte Sterblichkeit, sondern als eine natürliche Folge des sich wieder hebenden Gesundheitszustandes des deutschen Vol- Rechte und Pflichten des Zinders. Bon Rechtsanwalt Friedrich Schauer, Freiburg i. Br.) (Rachdruck Derboten.) Es gibt wohl wenig Menschen, insbesondere in den Städten, die im Lause ihres Lebens noch nichts verloren oder Verlorenes noch nicht gesunden babejt. Eine Aufklärung über das deutsche Fundrecht erscheint daher von allgemeinem 3nteresse. Das Fundrecht gilt nur für verlorene Sachen. Verloren kann nur eine Sache sein, die nicht herrenlos ist! vsher ist nicht verloren eine auf gegebene Sacke, eine weqgeworfene Sache, eine gestohlem, eine im HouS (nach Reichsgericht auch eine im Gasthauszimmer) verlegte Sache, eine versteckte Sachr. Der Finder aller dieser Sachen erwirbt daher (ein Fund recht. Der ®e- wahrsamsverluft muß aber eine gewisse Ent- gültigkeit haben. Sine entfallene Sache, deren Verlust unb Verbleib alsbald entdeckt wird, ist nicht verloren. A. Rechte des Jinbers. Erfüllt der Finder die Verpflichtungen, welche unter B dargestellt werden, so hat er folgende Rechte: 1. Das Recht auf Ersatz der Auf - Wendungen, welche er zum Zweck der Verwahrung oder der Erhaltung der Sache, ober zum Zwecke der Ermittlung eines Grnpsangsbe- rechttgten gemacht hat und die er den Umstanden nach für erforderlich halten darf. 2. Das Recht an f Finder lohn. Der Finderlohn befragt von dem Werte der Sache bis zu 300 vom Hundert, von dem Mehrwerte 1 vom Hundert, bei Tieren 1 vom Hundert Hat die Sacke nur für den Empfangsberechtigten einen Wert, so ist der Finderlohn nach billigem Ermessen zu bestimmen. Der Anspruch ist ausgeschlossen, wenn der Finder die Anzeigepflicht verletzt, oder den Fund aus Rachfrage verheimlicht. 3. Ein Zurückbehaltungsrecht an der Fundsache. Der Finder kann die Herausgabe der Sache an den Empfangsberechtigten verweigern, bis er wegen der ihm zu ersehenden Verwendungen und wegen seines Finderkohnanspruchs befriedigt wird. Der Finder kann feine Ansprüche nur geltend machen, wenn der Empfangsberechtigte die Sache wieder erlangt, oder die Verwendung genehmigt. Bis zur Genehmigung kann der Empfangsberechtigte sich von dem Ansprüche dadurch befreien, daß er die wiedererlangte Sache zurückgibt. Gibt der Finder die Sache dem Empfangsberechtigten heraus, so erlischt der Anspruch auf Ersatz von Verwendungen und aus Finherlohn mit dem Ablauf eines Monats nach Herausgabe, wenn nicht ■ cher dis gerichtliche Geltendmachung erfolgt, oder der Empfangsberechtigte die Aufwendungen genehmigt. 4. Das Recht auf Eigentum an per Sache. Mit Ablauf eines Jahres nach der Anzeige des Fundes bei der Polizeibehörde erwirbt der Finder das Eigentum an der Sache, es sei denn, daß vorher ein Empfangsberechtigier dem Finder bekanndgeworden ift, ober seine Rechte bei der Polizeibehörde augemeldet hat. 3ft die Sache nicht mehr als 3 Mk, wert, so beginnt die einjährige Frist mit dem Funde. Der Finder erwirbt das (Sinentum nicht, wenn er den Fund auf Rachfrage verheimlicht- Sind vor dem Ablauf der einjährigen Frist Empfangsberechtigte dem Zinder belannt geworden, fo kann der Finder die Empfangsberechtigten unter Angabe des als Ersatz verlangten Betrages auffordern, innerhalb einer von ihm zu bestimmenden angemessenen Frist sich darüber zu erklären, ob sie die Verwendungen geneh- trniiii wnrr,"j—111,1 ■'n- mijjen. Mit dem Ablauf der Frist erwirbt her Finder das Eigentum und erlöschen die sonstigen Rechte an der Sache wenn nicht die En'pfungsberccht gten sich rechtzeitig zur Befriedigung der Ansprüche bereit erklären- Die Polizeibehörde darf die Sache oder den Erlös aus einer etwaigen Versteigerung der Fundsache nur mit Zustimmung des Finders einem Empfangsberech tgten Herausgebern Ist vom Finder an der Fundfach? oder dem Versteigerunas» erlös Eigentum erworben, so geht es auf Die Gemeinde des Fundorts über, wenn nicht der Finder pvr dem Ablauf einer ihm von der Polizeibehörde bestimmten Frist die Herausgabe verlangt. 5. Das Recht auf die Hälfte des EDentums an einem von ihm entdeckten Schatze. Unter Schatz ist eine Sache zu verstehen, welche so lange verborgen ge egen hat, daß der Eigentümer nicht mehr zu ermitteln ist. (Qln der anderen Hälfte erwirbt der Eigentümer der Sache, in welcher der Schatz verborgen war, das Eigentum.) 6. Die unter 1—5 beschriebenen Rechte des Finders stehen dem nicht zu, der eine Sache in den Geschäftsräumen oder den Beforderungs- mitteln einer öffentlichen Behörde oder einer dem öffentlichen Verkehr dienenden Verkehrs- anstatt findet und an sich nimmt. Er hat vielmehr die Sache unverzüglich an die Behökbe ober die Verkehrsanstalt oder an einen ihrer Angestellten abzuliefern. Darnach kann man also wohl an einer Sache, welche man z. B. in einem Kino, einem Caf7-, einer Wirtschaft mcht aber an einer solchen, welche man z. B. in einem Bahnhofswartesaal, in einem Postwagen, Postauto, in der elektrischen Straßenbahn findet bet unb an sich nimmt, Fundrechte erwerben. B. Pflichten der Finders. 1. 'Her eine verlorene Sache findet unb an sich nimmt, hat dem Verlierer oder dem Eigentümer, ober einem sonstigen Empfangsberechtigten u n - oerzüglich Anzeige zu madjeu. Kennt der Finder die Empfangsberechtigten nicht, oder ist ihm ihr Aufenthalt unbekannt, fo hat er den Fund und die Umstände, welche für die Ermittlung der Emp» fangsberechtigten echeblich sein können, unverzüglich der Polizeibehörde anzeigen. Ist die Sache nicht mehr als drei Mark wert, so bedarf es der Anzeige nicht. 1?, 2er Finder ijt zur Verwahrung der Sache verpflichtet. Ist der Verderb der Sache zu befürchten, oder ist die Aufbewahrung mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden, jo hat der Finder die Sache öffentlich versteigern $u lassen. Vor der Versteigerung ist der Polizeibehörde An? Szu machen. Der Erlös tritt an die Stelle der ,e. 3. Der Finder ist berechtigt, und auf Anordnung der Polizeibehörde verpflichtet, die Sache oder den Versteigerungserlös an die Polizei- behörde ab zu liefern. Bei der Erfüllung aller angegebenen Verpflichtungen des Finders hast tet derselbe nur dafür, daß er die Verpflichtung nicht bewußt, abfichtlich oder grob fahrlässig nicht erfüllt. Der Finder kann sich oon seinen Verpflichtungen dadurch befreien, daß er die Sache an den Verlierer oder an den sonstigen Empfangsberechtigten (oergi. B 1 Abs. 5) herausgibt. Derjenige, der dadurch, daß der Finder das Eigentum an der Sache erwirbt, einen Rechtsoerlust erleidet, kann von demselben die Herausgabe des Erlangten innerhalb drei Jahren nach dem lieber gong des Eigentums auf den Finder verlangen. kes angesehen werden. Immerhin genügen für die Beurteilung des Gesundheitszustandes einer Bevölkerung nicht allein die Sterblichkeitsverhätt- nisse, sondern es müssen hierzu auch die Er» krankungsziffem h.rcingezogen werden. Rimmt man als Maßstab die übertragbaren, also meldepflichtigen Krankheiten und die Belegung der Krankenhäuser, so sind auch hiex wesentliche Fortschritte gemacht. Insbesondere muh gesagt werden, daß das Reichsgebiet von sogenannten gemeingefährlichen Krankheiten, wie Aussatz, Cholera, Fleckfieber, Pest und Pocken so gut wie ganz verschont blieb. Zu verzeichnen waren nur 23 Fälle von Pocken, die ja immer wieder aus dem Auslande eingeschleppt werden. Infolge der intensiven Vekämvfung sind erfreulicherweise die Tuberkulosesterbefälle weiter zurückgegangen. Auf 10 000 Einwohner starben 1925 durchschnittlich 11,7 an Tuberkulose, gegen 13,5 im Jahre 1924 unb 17,1 im Jahre 1923. Auch in der Bekämpfung der anderen großen Volks«, seuche, der Geschlechtskrankheiten, sind erneut ganz erfreuliche Fortschritte gemacht worden. Haupt- füchlich sind Reuerkrankungen an Syphilis seltener geworden. Damit machen sich die Folgen der intensiven Glusklärungsarbrit über diese Seuche immer günstiger bemerkbar Auch die sonstigen Erkrankungen, insbesondere die in den ersten Rachkriegsjahren so häufigen Folgeerscheinungen einer ungenügenden Ernährung, lassen einen bedeutenden Rückgang erkennen. Man geht wohl nicht fehl, wenn man all diese Fortschritte trotz her wenig günstigen Wirtschaftslage nicht zuletzt auf den mit so großem Eifer fortgeführien Ausbau der Fürsorgemaßnahmen und auf den sich immer mehr ausbreitenden Gedanken der körperlichen Ertüchtigung durch Leibesübungen zupückführt. Sollte es in der Folge gelingen, eine kräftige Aufwärtsentwicklung der deutschen Industrie her« beizuführen und damit eine sichere Basis für ausreichend^ Epnährungs- und Wohnungsver- hältnisse, die ja heute immer noch die Quelle mancher Krankheit bildet^ für alle Bevölkerungs- schichten zu schaffen, so dürfen wir hoffen, in den gesundheitlichen Verhältnissen unseres Voltes zu Zuständen zu kommen, die denen der Vorkriegszeit nicht nur gleichwertig, sondern ihnen in manchen vielleicht noch überlegen sind. Preußen. Streid B-ctzlar. El) Wetzlar, 4 März. Außer den bereits im „Gießener Anzeiger' osrichteten, faßte der Kreistag in feiner jüngsten Sitzung noch folgende weiteren Beschlüfs«: 1. das für die Pflasterung von Teilen der Straßen Wetzlar — Aauborn und Wetzlar —Garben he im gewahrte Darlehen aus Mitteln der produktiven Crwerbslofensürsorge aus dem Aufkommen ans KraftfahrzcugsteuerüberweisunZen zurückuzahlen, 2. die Dill- bzw. L a h n b r ü ck e bei Katzen- furt unb Obenhausen auf Antrag dieser Gemeinden in Kceisunlcrhaltung zu nehmen, 3. eine weiters Krelsbeihilfe in Höhe von 10 000 Mark zu den Grunderwerbskosten für die Ulm- talbahn zu bewilligen, 4. an Kreisjagdsteuer sowohl von den innerhalb, als auch außerhalb des Kreises wohnendan Pächtern von Jagden Im Kreise Wetzlar einheitlich 15 Prozent der Pachtleistungen zu erheben, 5. die Ordnung, betreffend die Erhebung von Wegebauvorausleistungsbeiträgen zu andern, 6. den vorgelegten Rachkrag zum Pachtverträge mit der Gemeinde Leun, betreffend Den Stsinbruchbetrieb „Leunerburg" zu genehmigen. ! 7. ein neues Kreissiatut für bi« Erteilung des ländlichen Fprkbildungsschulunter- Lichts im Kreise Wetztar #u erlassen (das bisher bestehende Kreisstatut ist wegen eines Form- sshlerS vom Kammergericht zu Berlin für rechtsungültig erklärt worden), 8. die Bürgschaft für ein der Gemeinde Derghausen bewilligtes Meliorationsdarlehen von 2000 Mk. zu übernehmen und sich als Bürge mit der Verlängerung der Rückzahlungsfrist für dis den Gemein on Wißmar und Lqunsbach bewilligten Melio- rationsdarlehen einverstanden zu erflären, 9. Mittel für die Ausbildung von Lehrern des Kreises imKörpererhaltungsunlet» richt zu bewilligen, 10. dem Städtischen Krankenhaus zu Wetzlar zu seinem Fehlbeträge einen Kreiszuschuß vpn 5000 Mk. zu bewilligen. - Für die Errichtung eines neuen Arbeitsnachwelsgrbäudes wurden nicht, wie berichtet, 60 000 Mk., sondern 80 000 Mk. zur Verfügung gestellt. Der Betrag toll bn 3n- leihewegc aufgebracht werden. Kinzenbach, 4. März. Unsere Gemeinde ist jetzt noch die einzige in der vereinigten Bürgermeisterei Atzbach-Launbach. in welcher die Zusammenlegung der Ländereien nicht in Angriff genommen ist. Ein großer Teil der hiesigen Einwohner hat Grundbesitz in der A odheimer Feldmark, die be- kanntllch jetzt m der Zusammenlegung begriffen ist. Da an manchen Stellen die Grenze quer durch die Acker geht, fo daß diese halb in der Kinzenbacher unb halb in der Rodyeimer Gemarkung liegen, ist ein Uebereinkomm en zwischen den beteiligten Grundbesitzern getroffen, wonach ein Austausch der betreffenden Parzellen erfolgen soll. Dadurch werden die Aecker an der Grenze nicht durch einen Feldweg in zwei Teile geteilt, sondern bleiben zusammen —i— Lützellinden. 3. März. Die diesjährige letzte Brennholzversteigerung unserer Gemeinde im Mariwald hatte den gewohnt starken Andrang von Steigerern zu verzeichnen. Es wurden folgende Durchschnitlsgebote abgegeben: Eichenscheiter 22 bis 24 Mk.. Eichenknüppel 17 bis 20 Mk., Eichenslöck« 7 bis9Mk je 2 nn, EichendurchforstungSwellcn 11 bis 12 Mari pro 50 Stück, Äiefcmfdrei^r^M Mk.. Kiefern knüppel 17 bis 19 Mk., Fichtenknüppel 15 bis 18 Mk., Fichtenstöcke 6 bis 8 Mk. je 2Rnn. Fichienwellen 7 bis 8 Mk. je 50 Stuck. Die Preise sind im Vergleich zu anderen Holzversteigerungen der Umgegend als verhältnismäßig niedrig zu bezeichnen. Slveie Biedenkopf. t Königsberg. 4. März. Mit lebhaftem Bebauern sieht unsere Einwohnerschaft in den nächsten Tagen unseren allseits beliebten Pfarrer Ernst St eubing von hier scheiben, Der eine Pfarrstelle in Saarbrücken übernimmt. In feiner vierjährigen Tätigkeit in unserer Gemeinde ist er als ein Mann von hohem Geiste und großer Güte bekannt geworden. Sein ausgeprägter sozialer Sinn trieb ihn, sich ganz besonders de. Armen und Kranken anzunehmen unb diesen in weitgehender Weise stets Hilfe zu bringen. Darüber hinaus war er aber auch allen anderen Einwohnern ein eifriger Helfer und guter Berater, so daß man ihm allseits die besten Wünsche für fein ferneres Wirken mitgibt. t ttrcis V m irr WSN. tzimdurg, 4. März. Arn 1 Marz 1927 hat der ©pareinlaflenbeftanb bei bet Kreissparkasse Limburg den Betrag von 2 000 OOii Mark überschritten Mit diesem Einlage beftandchat sie wieder die Hülste des Bestandes von vor dem Kriege erreicht. Im Jahre 1926 hat sich der Einlogebesland gegen das Jahr 1925 fast verdoppelt. Im ganzen Geschäftsjahr haben die Spareinlagen fortlaufend von Monat zu Monat eine erhebliche Zunahme erfahren. Infolge der verhältnismäßig starken Zunahme der Spareinlagen war es der Kreiskasse Limburg möglich, in weit stärkerem Ausmaße dem Bedürfnis der Kreiselngesessenen nach Darlehen zu entsprechen, als dies im Jahre 1925 möglich mar. Bis jetzt konnte sie in 1065 Fällen der Kreisbevölkerung mit Darlehen aller Art — Hypo- theken, Bürgschastsdarlehen, Lombarddarlehen und laufenden Krediten — wesentlich Hilfe leisten. — Der gestrige Leichenfund auf dem Sch lenen st ra n g hat bereits feine Aufklärung gesunden. Es handelt sich um das Dienstmädchen Ernestine Wittenbera aus Biebrich bei Wiesbaden. Das Mädchen, das Vollwaise unb In Fürsorgeerziehung war, wurde seit Montag vermißt. Es wurde fest- gestellt, daß das Mädchen schon mehrfach S e l d st - mordgevanken geäußert hat. Die angeblichen Strangulationsmerkmale haben sich al- Stoßquetschungen, hervorgerufen durch die Oofo« motioe, erwiesen. Maingau. WSR. Frankfurt a. Olt. 4. März. Gestern übend 7 Uhr fletlcrte im Stadtteil O beer ab ein unbekannter Mann im Alter von etwa 30 Jahren auf einen 30 Meter hohen Mast der Ueb er landzentrale und berührte dort die Leitung. Er erhielt einen elektrischen Schlag und fiel tot zu Boden. Papiere wurden bei dem Toten nicht vorgesunden. Seine Wüsche ist W. B. gezeichnet, Größe 1,65 Meter, kräftig, dunkelblond, bartlos, hohe Stirn, graue Sportmütze und grauer Anzug, Militärunterhose, Rormalhemb mit Einsatz. WSN. Bad Homburg, 4.März. Ein hiesiger Gärlnereibeiitzer hatte gestern in einem Villengrundstück geschäftlich zu tun, als sich dort ein von seinem Besitzer schlecht erzogener bissiger Hund aus seinem Zwinger befreite und über Den Gärtnereibesitzer herfiel. Der Mann wurde zu Boden geworfen und erlitt eine Unzahl schwerer Bißwunden an den Schenkeln. Rur durch Hinzukorninen Aon Leuten. wurde es verhindert, daß der Mann vollkommen zerfleischt wurde. (Xr wurde mit schweren Verletzungen ohnmächtig In seine Wohnung gebracht. ‘Buntes Allerlei. Aus dem Motorrad um die welk. Zwei Engländer, Hauptmann Malin und Charles Olliver, die den kühnen Plan gefaßt haben, auf Motorrädern um die Welt zu fahren, find jetzt glücklich in Jerusalem eingetroffen, nachdem man sie bereits In btr Slnai-Wuste einige Zeit vermißt hatte. Sie erzählten von ihrer Fahrt durch die Wüste, daß sie Suez mit Vorrat für drei Tage verließen und nach zwölf Tagen in Kusfaima fast verhungert ankamen. Sie hatten sich nämlich durch schwere Hand- Verwehungen in der Wüste verirrt. Das eine Motorrad stürzte in einen fanbüberbedien Graben. und sie brauchten zwei Tage, um es wieder herauszubelvmmen. Dann gerieten fie in hügeliges Terrain und wurden von furchtbarem Regen überrascht, in deren Gefolge plöhllch Flü'se aus der Sandwüste auftauchten. Sie mußten Brijcken bauen, um übet diese Flüsse hiirüberzukommen, unb fanden mehrfach die Hilfe von Beduinen, die ihnen ihr« Räder trugen. Die ganzen zwölf Tage konnten sie nicht P)re Schuhe auSziehen. juiv Sommersaat- weizen (3itube6i zu verk. Karl Zimmer« 2164 l) Lich. fit« Tfluf. 16 Fortsetzung -JlaMrurf verboten frufl p> - il|Y Es brauchte wirklich (Bortfeliunfl folgt.) Ul 2161. t/l. lU- v. i nichts anzufangen. cWer%inß^ Ihre Verlobung geben bekannt 111’H \ T^nfigenuß beginnt"mit Ijefnnlich beit'' und einer getan, Gießen, am 6. März 1927 gegenüber. Ißer Qenuß von (Qreiling -A uslefe macht in 4ft iumit' ein unveti Für den 8Ä9 Frühjahrsputz Ml.NUHkllk« Steppdecken H;."*“ cmplehl‘ m grQ„",ti",sn'",hl und s.u'.d »•»>*■ «• 3«mentbielen=IDän6e ,aufcn. uf.IdttV sl. bin, m,i„ „ich. Qualitäten; b.itiioec Votier Derputzarbeilen Hasental bei Steinach (Thür.), den 4. März 1927 IIT2D Astoria-Lichtspiele Auf lauaendiacheu Wunsch Billigste Preise 2175D Die AfthmaKur Asbest 2t0c baser Carl Schunck kW ein vor die der eine Ahnung, was dieJKunfl Jutd das Heben bedeutet Die mäßen, aber bilden [ich nur ein, kunßvert [händig zu [ein; vor Tb ddem [le# hen[e wie vor Sdieunentoren,und Berthold Kühne Sehersmeg 26 entjeyi. „Rascher", mahnte er den Chauffeur. ..Weiht du. wer bii Renkell krank liegt y das junge Mädchen in ein Schweigen. Kräftiges Mädel angekommen Oberförster Salzmann und Frau Frieda geb. Gengnagel zu Mk. 2.20 Könlgin-Margot-Suppc Gefüllte Taube mit Blumenkohl Imperator-Creme en würde. |e und sot) ihn an nerlich kih er aus. 81» er sich dem öauic zuroandte, ftonb ihm und bet. der Herr Potior mochte sich in K . .........—..... auch Schwelgen kannte Liebe beweisen. Aber lein schweigen war Kränkung gewesen, rücksichtslose Nichtachtung. Statt besonder,r Anzeige Hugo Rothschild Nanny Rothschild geb. Reubürqer Dermählte Riehen. den 6. Mär, 1937 Trauung 12V, Uhr Steinstrahe 17 Frühjahrs-Neuheiten hi Brennabor-Kinder- und Klappwagen sind in großer Auswahl eingelroffen. Bei Bedarf bitte ich um gefl. Besichtigung meines Lagers Platten. L 2, a 4 u 5 ein. wieder am DER GIESSENER LICHTSPIELE Frankfurter Straße 30 An den Bahnhöfen 66 Besen, Schrubber, Bürsten, Bohner, Fensterleder, Putzlumpen, PuUeimer und Bohnerwachs Ludwig Kohlermann IV. Bieichstraße 12 (Emma Senkler Wilhelm Lepper Sberzovssftretär Märtyrer der Liebe Roman pon 0. 6 d) n < I b e - • 8 o r ft L zu Mk. 3.50 Königin-Margot-Suppe Zanderfilet n. Florentiner Art Lendenschnitte Rosini Kopfsalat Imperator-Creme »on Dr. Alberte« hat nachweisbar in« ibciirofrear (»eileriolee bei oeraiieiem Sftbma und ftatarrben. ÄeraiL Sprech- tun den In Wiche». BabnbsiSdstel Ve»&, eben Montag. 10—8 Uhr 277s) Kanzlei bemühen, einen der Buchhalter habe schlag getroffen. ..conft nichtsf durchfuhr c-. Reichmann. So sehr hatte er darauf gehofft, sie möchte nach F. lvellhSfer. Telcvd 743 X29D Bahnhofs-Restaurant Gießen Sonntag, den 6. März 1927 MITTAGESSEN Durch Anter taunq in et-iener Werksiätte beste Alben und btlliohe Berechnung. Autarbet en alter Sievvdecken Stemjöeßenööas, BJjliroritroBe24 tteiu Vabru! 1015.11 ft ein Vnfr c n! Da6 A TDie Wirkung diefer edlen %>mbination aromatißdier Tabake, die die Qreiling-Auslaß---r5 । belehrung [acht', braucht aber des, \V | halb noch lange nicht'verzwä* köpf, üy. Alt [ebhflilmi ^nerl^ft (n btt ein, Ätmrinbt || 1 Mt unb Mn >n Qnü9tbtaftitt io- flQn8 besvndnj bn , pwn und bieten |r i'1 iu bring,iv j;r. nueb alltn andern, J« und gut« ° d>e besten Dünih, iglbt. , nr-L rz. Alt! 1. Start W bestand bei dir r (| den Betwg vvn Mtt bititm t?mlaDe te des <8e|tanbei oon Qi)« 1926 Has sich tat c 1925 fall ptiboppeü ien die Spareinlagen Dlonat «int eihcdlichk der perbillniwiichifl Einlagen n»r «z Nr n meil (türkfem Hui- MstklWMlMeiW Fernruf 2463 Lahnsttaste 3 ^8 foQ “n9 d,r K Unci ha. 1 TeldttA jSt- JhÄE W Aö te* ÄÄr Jtfc ' »K SS Tetevb- Weg. Das üJjtgeln verschlang der iauic i)aU des läge* und bat Hartern dcs Wagens. Ein Bad letzt! Deich ein QötiergeidxnL Es gab hi.chitud) der weüichützendcn Linden trua eine dicke Staubschicht- E» hatte seil Wochen nuty mehr ge. regnet unb der Efeu, der die Wand Überspannte, sah aus wie mit seinem Schimmel bedeckt. IUtn den dlleberbäumtn, die sich an die Einfahrt sehnten, hingen die verblühten Dolden, der Goldregen lieft braune, verwelkte Trauben zu Boden hängen, die Tannen de* anschsieftenden Parkes standen in lachendem (Brün. Elisabeth wollte Hanna noch bitten wegen des 3benbbriutt>, haft Baler nicht warten mußte. Unter- des trat Werner ins fireie und ging nach der Gin- •ohru 3n plötzlichem Hchwindcl umfaftte er den einen Pfeiler. Berbammwe Gift. Schlafen, immerfort schlafen dürfen. Er war müde zum Umfallen. AN«. i dies im üaljr; 1925 |i{ In 106) ijällen der ?n aller Hn - hopo- Lnrndarddattchn unb tlid) fjilit leifltii. nb auf dem 6chi»' ie Hufflürung gtlun« tnftmöbititn ßniclÜM bei Wiesbaden, tu in M. routbt VV- m mefiüad) tzcldfl« , bat Die angeblidxn Den sitz ab Sl#p iniien durch die Mid ihm oerlangen. D-'nn idyämlc er sich. Welch gemeiner Sterl schien er doch mit einem Male zu werden! Pfui Teufel* Lchne noch einen Blick auf die Terrasse ju werfen, von der eben )lella* Stimme kam. wandte er Iich dem Auchan,, zu unb ging nach dem graften f)of, an dcsien linke Seite sich die Geschäftsräume lehnten. Eltsadeih war ohne Lchirm unb Aut. Die Sonne brannte aus ihren Schellet unb stach In ihr schmales, durchwachte- Gesicht. Sie trat vom Wege ab und schritt zwischen ben Taimen entlang. Da war es 'ck.att',1 aber sie empianb nichts von der Mühle. Unaufhörlich tropften bie Tränen von ihren Wangen. Sie schämte sich derselben unb konnte ihnen doch nicht wehren. War so ein Mann zu einem Weibe. ein schlechter Rtrl zu werden. Der vust des verwelkten Rliebers über ihm erinnerte ihn an ben gestrigen Abend. Es war doch ein starke* Wagnis von ’JUUa gewesen, ihm bis in Allberti* Aau* zu folgen. Liebte sie wirklich so heißblütig? Unb hatte Mann und Kind! Das hätte fit zuerst überlegen sollen, wer ihr der Uiedste iei. 3m Grunde ncimmnun war sie jämmerlich felge. Er iah überrascht zu seiner Brau: hinunter, sie hatte ihn aus seinem Brüten auigerütieh. Es tonnte wahrhaftig auch ein anderer feiner ftilic bedürfen. Aber er hatte nur an Netto gedacht So sehr war tr mit seinen Gedanken noch mit ihr verankert, schandbar war bat, und Elisabeth hatte es wahrlich nicht verdient. Aber wer hals dagegen? Vos junge Mädchen griff erschrocken nach seinem ■ her die Stiche nach Negenbach abbog. Der Wagen sprang über Die Brücke, einige Gänse, die von einem Bade ha6 sie im Zlusse genommen hatten, nach /zause kehrten, flatterten kreischend beiseite. Mit einem erschütternden Ruck hielt da* Auto dicht vor dem weit geöffneten Parktor des Herrenhauses. „3ch bleibe hier sitzen, bester noch, ich gehe ein stück noiau*,- sagte Elisabeth. „Ich möchte nicht mit Henkell* zusammentreffen. „Wis du willst^ kam es frostig. Sie sah ihren Verlobten bestürzt an „Wenn du wünschest, daft ich rnitkomme . . .“ „Neinl" Äior noch heule und morgen: Die Brüder Schellenberg Nach dem gleichnamigen Roman der Berliner Illustrierten Zeitung. In den Hauptrollen LH Dacover, Conrad Velde, Liane Haid, Werner Fütterer, Bruno Kastner, JuHus Faikeneteln, Erich Käleer-Titz, Paul Morgan, f neda Richard. Ferner; Dae lu*t Ige Beiprogramm Ab Hontag: Faschings- Zauber mit Harry Liedtke. Aber morgen! Er schlaft die Augen. Ihm graute. Wie rasch er das Lügen erlernt hatte. Elisabeth glaubte ihm bedingungslos, Db sie ihn laufen liehe, wenn sie die Wahrheit wüftl gar nicht viel, um aus einem ehrlichen Mentchen ABENDESSEN Mk. 3.50 Kraftbrühe Solferino Seezunge nach Deglere Junge Poularde, Rihmtunke, Schwarzwurzeln Englischer Tapioka-Pudding Ganz fahl unb grau. Unb was war denn ljanna in ben Smn geio-.imen. als sie eben sagte, sie lolle ihren Doktor 'ragen ob tr Lngtt vor der Eh, habet Ihre Sterven ungtn sich leise |u re-en an. Gut, wenn morgen alle* vorüber wat sie trat mit einem besorgten Blick yi ihm ans Tor. 3m gleichen flugrnWid hielt 'Deichmanns Mroft« wagen vor bemlelbtn. „Was ist los?' frufl der Doktor .mb raffte sich nun vollends auf. „Hegenbach ruft Li« bringend!" sagte der Chauf. feur. jprang oom ®ig unb ötfncie den Wagen schlag. „Warum haben Sie Kollegen Hübern nicht ver- hSribigt?* ,S)trr Hübern war nicht zu Hause, und es hat Eile.' ..Wer rief on?" „Herr Renkett." Deichmann dift sich auf die Lippen. Das konnte noch eine neue Geschichte werden ben Tag vor ber Hochzeit. Möalicherwei'e hatie Wella Dummheiten gemacht. Er fühlte plötzlich keine Müdiisteit mehr unb sprang in ben ftonb Elisabeth lab ihn wehmütig an. ..Komm mit!* tagte er knapp Nach Regendach?" frug sie ungiaudit. „Warum nicht, wen» ich dabei bin!" Seine Stirn war zusarnmengezoaen. Etwa* Malles, Zorniges lag In seinen Lugen. 2hr war. als gehörte sie mit einem Male nicht mehr w ihm „Rasch!" sagte er befehlend unb grill nach ihrer Hand. Wie feucht unb falt sie war. Ein j^rbjleln rann über ihren Leid. Sehorfam drückte sie fich in die Ecke. Er ichloft mit einem kräftigen Druck den Schlag und warf sich in die Polster. Dann iiihr ber fBogen an. Die Hitze war brütend. Reichmann atmete auf. als sie den Hochwald erreichten. Run kühlten bie üt.y c ■wc* lagernd. Los- Kauft verkaufs- Lose stellen zum überall Preise durch von Plakate Mk.1 kenntlich! Ziehung am 7. April 1927 2195D sind Veranstaltet von dem Kaserne. Neil WMIW Wei S.WM Der Vorstand. 2171D OIM Ha-Mi 2166D Bleichstraße 24 Bleichstraße 24 01664 beliefert durch nie« 2160D not zu unterstützen tVohrnmssnotviUe «Sietzen Aatseralle« 45. Telephon 1248 Abend« 8 Uhr: PreiSvettelluag, Caolftrortfefl: Schul-. Schmuck«, Siühlicht-, Xuufi» il 12er«Leigen. Während der Mittag-« u. Abend-DeranHaltung ÄettHrt. Feftab-eichen u. Festbuch DU. 1.00 V» W Kriippete®.» Anmeldebogen zu beziehen durch den 1. Vorsitzenden: August Schwan, Giehen, Moltkestratze 16, Telephon Nr. 1125. Meldeschluß 27. März d. I. Mit den Geldspenden der Einwohnerschaft Gießens haben wir das abgebildete Wohnhaus für 2 Familien in Gießen erbaut. Wir wollen nun ein gleichartiges weiteres Wohnhaus erstellen. 3n den nächsten Tagen beginnen die Haussammlungen. Wir bitten, unseren Sammlern wohlwollend ent- gegenzukommen und uns nach Krasten in der Bekämpfung der Wohnungs- Heinrich Ha»«. Lonucnstr. 32. (?cke ftreuAölab- IfcbcnSmittel. tiesorm- Nährmittel Reid, flnfoo. ffaffee, Nourzucker u. dergi. foioic olfobolireier 'Wein fncu äufne* nommcm in heften dualnäien, h'tfd) Wilhelm Veite Samenhaus Lieh / Telephon 18. TV'her Männer- und Frauen-Dereinigung der Matthäusgemeinde Gietzen. Zu der am Dienstag, dem 8. Marz 1927, abends 8 Uhr, im Gemeindesaal, Kirchslratze 9, statlfindenden Haupt-Versammlung werden alle Mitglieder freundlichst eingeladen. Tagesordnung: 1. Jahresbericht; 2. Nechnungsablage; 3. Vor« anschlag 1927; 4. Dorstandswahl; 5. Gründung einer Sterbe-Unterstützungshasse; 6. Verschiedenes. Alle Arten Kostümstoffe und Mantelstoffe außergewöhnlich preiswert L IM Bismarckstr. 6 l 01653 £ole ä 1 Rm. in allen durch Plakate kenn lieben Geschäften au haben. General'Verirteb Buchecker. Neuen Bilue IL Daselbst 11 Vofe für 10 Nm. und Li Vofe für 2~> Rm. IS AD Versammlung am Donnerstag, dem 10. März, 8y4 Uhr, im Kaufmännisch en Dereinshaus Sm Gonelllosoenor Hehnrit fotiiöt über: MzMk and Behanölnng Der ZoDiflanien im ßonfe Freunde und Freundinnen unserer Iimmerblumen sind willkommen BerelDs-Baam- onö ßonöfprihe hlr Säume. 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Es wird mein Bestreben sein, das Publikum nur mit erstklassigem Material, sowie schnell und preiswert zu bedienen Die Schuhe werden auf Wunsch abgeholt und wieder zugestellt Friedrich Brück, Schuhmachermeister ftS billige böhmische celüetol 1 Dfd. flraue, gefdiUUene dJ?X. 0.80 und 1 —; halb, weihe Ttt. 1.20; weihe flaumige 5XN 2.-, 2CjO und 3.-; flerr|78v ferner MM schwarz und farbig moderne Farben und Gewebe außergewöhnlich preiswert Sammet Bahnhofstraße] MM WrNeiMll Nr. 54 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Samstag, 5. März (927 ugenD nicht nur unschätzbare bietet, sondern auch solche DeS sich lur 4 Pfenni" kostet MAGGI* FleischbrOti-Würfe! Achtung auf dan Namen MAGGI und die gelb-rote Packung. 2141c Der Der MAGGI5 HeischbrÜb- Würfel Allerdings greifen nun die Aufgaben Berufsberatung jeDergeit über Die Grenzen Einfach in l/4 Liter kochendem Wasser aufgelöst, gibt der Würfel gute, kräftige Fleischbrühe zum Trinken und Kochen, zum Verbessern oder Verlängern von Suppen und Soßen aller Art. der Erholung geben. Die möglichst in einer schönen Landschaft, lern Den ausgehungerten Großstädten lagen. SrübAettig erkannte man aber, daß DaS Leben im Helm Der 3i gesundheitliche Werte VersuchsleiterS entzogen bleibt, und DaS V ' gleichmäßig nach einem objektiven Maßstab be> werten läßt. (Eignungsprüfung und Berufsberatung Don Dr. OttoÄlemm, Doch gewaltige Intelligenz- lei st u n ge n zustande kommen. Die Anekdoten von Der Vergeßlichkeit oder Der Zerstreutheit mancher berühmter Gelehrten mögen stark übertrieben sein. Immerhin schimmert eS in ihnen Durch, Daß Die Intelligenz einer Persönlichkeit nicht ausschließlich nach solchen einzelnen unD nur für Den Zweck DeS Versuches isolierten Funktionen, wie Gedächtnis und Ausmerksamkeit beurteilt werden Darf. Wir meinen eben mit Intelligenz nicht, daß Der Mensch ein gutes Gedächtnis und eine normale Aufmerllamkeit habe, sondern wir meinen, daß er die Höye eine# be- und sonstigen Veranstaltungen der Schule und durch Spenden wohlhabender ©önner Der Anstalt oder Freunden der guten Sache. Es ist zu hoffen, Dah auch Der Staat und Die Kommunen ihr Interesse an Der guten Sache durch Gewährung eine« Zuschusses bekunden. Während im Reich der Landheimgedanke großen Anklang gefunden hat — im Jahre 1926 sind 20 neue Heime errichtet worden —, hat in Hessen Die Echullandheimcewcgung noch nicht sehr an Boden gewonnen. Soweit bekannt ist, besitzt Die Eleonorenschule in Darmstadt al« einzige hessische Schirle ein Landheim. Auch für die hessische Jugend in Den größeren Stabten würde diese Einrichtung von großem Segen sein; auch sie steht noch heute vielfach unter Der Rachwirkung Der Krieg Lerna hrung. Es ist eine unabweisbare Pflicht. Dafür zu sorgen, daß eine an Leib und Seele gesunde Jugend heranwächst I stimmten geistigen RiveauS erreicht habe, die sich alS Elgenschast seiner Gesamtpersönlich, feit in allen seinen Sinzelhandlungen bekunden kamt. UnD damit komme ich zu Dem entscheidenden Punkte; Die Psychologie unserer Tage beginnt immer entschiedener jene Meinung abjuftreifen, daß man einen Menschen alS eine Summe seiner SinAeleigenschasten ersasten könne, sondern darüber hinaus ist Die Art, wie jich diese Ei- genschastcn verbinden, ist diese innercStruk- lut, dieses Gesamtgefüge für Die einzelne Persönlichkeit charakteristisch. Ich bezeichne in diesem Sinne auch die Intelligenz al« ein solche« Merkmal der menschllchen "Persönlichkeit. olS ihre Empfänglichkeit für Die sinnvolle Verknüpfung von Sachverhalten unD ihre Zähigkeit, diese sinnvollen Zusammenhänge der unS umgebenden Wirklichkeit nachzuerleben und zu gehalten. Wer von diesen theoretischen Vorstellungen bei einer Intelligenzprüfung Gebrauch machen will. Der wirk) also nicht nur Die vorhin genannten Einzelsunktionen aufsuchen, sondern wird auch seine Versuchspersonen in solche Situationen bringen, in denen sich die Empsänglichkeit für die sinnvolle Verknüpfung von Sachverhalten zeigen kann. ViSweilen glückt die« mit ganz schlichten Fragestellungen; Zwei Araber lassen sich in einer Wüste nieder zum Esten. Der eine hat drei Vrote, Der andere fünf Vrvte bei sich Ein Fremder gesellt sich zu ihnen unD will mitessen. Sie teilen nun den Vorrat in Drei gleiche Teile. Zum Danke gibt Der Fremde Den bei Den Arabern acht Goldstücke. Wie werden Die beiden teilen? Hier meint der naive; „natürlich kriegt Der eine fünf, unD Der andere Drei Go IDstücke", während Der Intelligente noch eine andere Möglichkeit sieht: „Jeder Teilnehmer an dem Mahl hat acht Drittel Vrote gegesten. Der Desitzer Der fünf Vrote gab von seinen fünfzehn Drittel Broten sieben Drittel an Den FremDen, Der Besitzer Der Drei Brote gab von seinen neun Drittel nur ein Drittel an ihn. Also kommen jenem sieben GolDstücke, Diesem nur eines zu. WaS ich hier an Dem Beispiele Der Intelligenz zu veranschaulichen suchte, DaS gilt nun auch für zahlreiche anDere Tätigkeiten, für Die Leistungen Der Sinnesorgane und für Die Geschicklichkeit Der arbeitenden Hand, für den Arbeitsstil de« Rlenschen und auch für seinen ästhetischen Geschmack, Der etwa bei Der SchneiDerin erforderlich ist? Es entsteht bei einer solchen Schullandheime. Die Schullandheime verdanken ihre Entstehung nicht einer schon jahrelang vorher vorhandenen Landheimbewegung; weder auf pädagogischen Kongressen, noch in theoretischen Abhandlungen wurde in langem Für und Wider über ihre Notwendigkeit gestritten. Sie waren eine« Tage« da. AuS Der Rot Der Zeit geboren, entstand während DeS Kriege«, hauptsächlich aber in den ersten RachkriegSjahren, überall im deutschen Reiche, vollständig unabhängig voneinander, eine große Anzahl von Schullandheimen. Ohne Zweifel ist der Hauptgrund dieses plötzlichen Entstehens in Der unsäglichen körperlichen Rot zu suchen, die gerade die deutsche Jugend durch die SrnährunaSschwierigkeiten der Kr-iegSjahre litt Man wollte den unterernährten Kindern Stätten Eignungsprüfung hinaus. Die Berufsberatung nimmt Die Ergebnisse Der Eignungsprüfung nur al« Grundlage und sucht nun einen versön - lichen Kontakt mit Dem Jugendlichen zu gewinnen, der möglichst viel von Berus «Neigungen und auch von der Wertbildung Der jugendlichen Seele enthüllt. Der Berufsberater muh Dabei einen solchen Lieberblick über Die Wirtschaftslage haben, daß er Den jungen Nachwuchs nach Möglichkeit auch an Die wirtschaftlich aussichtsreichsten Stellen leitet, und er muh e« verstehen, jugendliche BerufSwünsche mit überlegenem Geschick an diese Realitäten DeS DaseinS anzupassen. Denn Die Wirtschaft folgt ihren eigenen unerbittlichen Gesetzen, unD Da« hemmungslose Zuströmen in einen besonders begehrten Beruf, z.D. in den De« Automobilschlossers, könnte durch Lieberfüllung zu Den schwersten Rachteilen führen. Der Berufsberater lernt es auch zu unterscheiden, ob irgendeine DerufS- neigung sich vor allem an Den zukünftigen Arbeit- ertrag, also an Einkommen, soziale Stellung u. a. knüpft, oder ob sie sich an Den ArbeitS- Vollzug selbst knüpft, also an Da« Umgeben mit Dem Material, an Die Ausübung einer Geschicklichkeit, und er schätzt diese zweite Art von Motiven höher ein, als jene ersten. Mit alledem eröffnet sich ein Feld rein persönlicher Betätigung, die sich kaum in feste Regeln bringen läßt. In DiesePraxiS deS Berufsberaters gehen Die nach der Theorie gewonnenen Ergebnisse der Eignungsprüfung als eine sichere Grundlage ein. Theoretiker und Praktiker müssen sich vertrauensvoll Die Hand zum Bunde reichen, sie müssen sich gemeinsam jener hohen, ethisch wertvollen Ausgabe unterorDnen, eine junge Individualität dorthin zu führen, wo sie sich mit ihrer Lim weit in Harmonie befindet, und in der Persönlichkeit Des Berufsberaters muh diese Aussöhnung zu einem starken Erlebnis werden; Dann, aber auch erst dann, ist Der Sinn einer psychologischen Berufsberatung erfüllt. Oberhessen. Landkreis Wicforn. • Wieseck, 4. März. Zu Der Mitteilung de« Evangelischen Pfarramts tn Rr. 52 De« .©ich. An^" schreibt unser Li-Berichterstatter. .Ss muh zunächst sestgestellt werden, daß Der fragliche © c meinberal-bertcht in möglichst kurzen Zügen Den tatsächlichen Verlaus der Sitzung w.Derspicgelte. Wenn Pfarrer Gatt« I e r mit dem dort Gesagten mcht einverstanden ist, so kann ihm DaS niemand wehren, fraglich ist nur. ob Die Art und Weise, wie er Die« zum Ausdruck bringt, die richtige ist. Dah Der Rechtsstreit nicht allein um die Kirche ging, weih in Wieselt jedermann. Man sagt einfach .Kirche" und meint Dabei nicht allein DaS GotteShauS, sondern alle« dazugehörige, ebensogut wie Da« Wort .Kirche" im Sprachgebrauch nicht allein eine Sache, sondern je nach seiner Anwendung einen Begriff bedeutet. Dah Die .Kirche" nicht um Die Gewährung eine« vorläufigen Kredit« nachgesucht habe, ist Dem Berichterstatter neu. Denn für jede Summe, Die nicht im Geldschrank Der Gemeinde liegt, muh der GemeinDerat einen Kredit" bewilligen, und Da der Gemeinderat weih, dah Der für Die Kirche bewilligte Kredit gewissermaßen nur eine Abschlagszahlung war. bezeichnete er ihn al« .vorläufigen". D. h, eS folgen noch weitere nachl Dah Der ÄtcDd sich auf die Rechnungsjahre 1925 und 1926 bezog, ging aus Der öffentlich angeschlagenen Tagesordnung Der DemeinDeratSsiyung hervor, e« konnte also in diesem Falle beim besten Willen nicht ander« berichtet werden. Auch Die Wendung .um ihren Verpflichtungen nachzukommen" wird in jener Mitteilung beanstandet. Die starken Geldbedürfnisie de« evangelischen PsarrarntS haben ihren Llrsprung in Den umfangreichen Erneuerungsarbeiten (inwieweit Der Gemeinderat als der geldgebende Teil hierbei gefragt wurde, soll hier nicht erörtert werden). Die Die Arbeiten aussührenden Handwerker haben natürlich für ihre Leistungen Bezahlung zu verlangen Andersherum nennt man daS auch; der Auftraggebende (hier die Kirchengemeinde) hat gegenüber den Ausführenden (Den Handwerkern) Verpflichtungen zu erfüllen, nämlich zu bezahlen Diese Verpflichtungen können aber nur erfüllt werden wenn Geld Da ist. unD Deshalb sollte Der GemeinDerat welche« bewilligen! Diese nach- ttäglichen Gedanken finden eine wirksame ilntcr- stützung in Den Ausführungen, die DaS Gemcinke- ratSinitglied Kümmel in fraglicher Sitzung machte. Gewifsermahen als Berichterstatter Der Finanzkommission begrünDete Demeinderat Kümmel Die Bewilligung Der 1500 Mark damit, .daß Die Handwerker DaS evangelische Pfarramt auf Bezahlung ihrer Rechnungen Drängen". Lind hierzu sollte Geld bewilligt werden Dies ist Doch so einfach, Daß eS da nicht« zu .berichtigen" gibt. Die weiteren chronologischen Ausführungen Dürfen hier übergangen werden davon ist in jener Gemeinderatssitzung kein Wort gefallen, und eS ist Darüber auch nicht« berichtet worDen Da« Schwergewicht wird auf die Entschiedenheit verlegt, mit Der Der Vorwurf, der Demeinderat werde im unklaren darüber gelassen, wie sich die Ausgaben zusammen- setzen, zurückgewiesen wird. Hierzu da« solgende: Der ^-Berichterstatter wohnt seit länger alS sieben Jahren jeder GemeinderatSsitzung bei und weiß, daß selten« de« GemeinderatS oft Klage darüber geführt worden ist, dah ihm über die Verwendung Der für kirchliche Zwecke bewilligten Gelder nicht die gewünschte Darlegung Der Einzelheiten gegeben werden konnte. Zu untersuchen, nach welcher Seite hin hierbei ein Verschulden liegt, ist nicht Sache de« Berichterstatters; er hat nur Die Verpflichtung. baß, wa« von Dem Gang Der Verhandlungen im GemeinDerat für die Öffentlichkeit von Interesse ist. objektiv zu berichten. Isi im GemeinDerat etwa« Verkehrte« gesagt, so müßte es Dann dort berichtigt werden, und dann käme e« tn Der Berichterstattung wieDer in Die Öffentlichkeit Aber auch in Der .berichtigten" Gemeinderatssihung konnte nicht gefügt wer Den, wie sich die an- gef orderten 1500 Mark zusammenfehen. Diese Feststellung im Sitzungsbericht entspricht völlig Der Wahrheit, Denn Diesmal erfuhr Der GemeinDerat, weshalb ihm die gewünschte Aufstellung nicht vorgelegt werden konnte. Der Gemeinderat Kümmel ertlärte nämlich, der Kirchenrechner Schneider habe ihm mitgeteilt, dah er eine Ausstellung Der zu tätigenden Ausgaben angefertigt habe, Pfarrer Sattler habe diese aber verloren, und daS versprochene Ersah- schriftstück für Da« verlorengegangene lag Dem Gemeinderat nicht vor. Dah Pfarrer Sattler die Vorlage Der Aufstellung Der Einzelposten für Die Ratenzahlungen nicht für nötig hält, ist eine Angelegenheit. Die er mit Dem Gemeinde- rot. aber nicht mit Dem Berichterstatter auszufechten hat. Der sich für seine Person DagcqerX verwahrt, in Dieser Eigenschaft für Die scheinbar mangelnde »Zusammenarbeit zwischen Kirche und Gemeinde" verantwortlich gemacht zu toerben. Im übrigen ist ja auch die Verpflichtung der politischen Gemrinde zur Zahlung eingangs De« umstrittenen Berichts vermerkt worden. «In der Mitteilung De« Evang. Pfarramts Wirieck in Dr. 52 befindet sich in Seife 33 von rben ein Fehler; eS muh dort anstatt .Grundstück" richtig .Kirchengebäude" heißen. D. Red.) £ Lollar. 4. März. AuS Der gestrigen GemeinderatSfihung ist als bfonder« bemerkenswert zu berichten: Zur Durchführung deS OrtSbauplaneS für das neue Baugelände .Aus Dem Stein" (über dessen Erschließung wir kürzlich berichteten) ist Der Liebergang von etwa 400 Quadratmeter Gelände De« Maurermeister« Heinrich Deibel an Die Gemrinde für Die neu anzulegende Straße erforderlich. Der einem einwöchigen Aufenthalt in der Regf 10 bi« 15 Mk. nicht überfteigen, wenn die Fahrtkosten sich nicht allzu hoch stellen. Der Lehrer besorgt Die Fahrkarten und vermittelt den Ankauf Der Lebensmittel, Die am besten bei Den Dauern selbst, oder in den Geschäften des Orte« erworben werden. Das hllft mit, ein gute« Verhältnis zur Landbevölkerung zu schaffen. Auf ärmere Kinder wird weitestgehende Rücksicht genommen, sie bezahlen entweder nur einen Teil de« Derpfle- gungsgeldeS oder gehen ganz umsonst mit Die etwaigen Kosten für Die Verzinsung Der Kauf- fumme bzw. für Die Miele, für Die Instandhaltung deS Hauses, für Heizung und Beleuchtung, für Reuanschasttmgen usw. werden au« Der Hauptkasse bestritten. Sie wirD gespfst Durch freiwillige Beiträge oDer MitglieDerbeiträge Der zu einer .LanDheim-BerelnigungE .ufanunenge» schlofsenen Elternschaft Der betreffenden Anstalt, durch Llcberichüsse aus Vorträgen. Konzerten erzieherischer An in großer Zahl. AuS diesem Grunde sind mit Der Besserung Der EmährungS- verhältntsse nicht etwa Die Land Heime wieder verschwunden, e« ist im Gegenteil jetzt eine große Landhelmbewegung entstanden, die die Ausmerksamkeit weiter Kreise Der Eltern- und Lehrerschaft aus sich zieht. SS bestehen heute in Deutschland etwa 140 Schullandheime. Worin liegt nun Der große .Wert eines Aufenthalts Im Landheim? Sine Hauptbedingung ist die Forderung der Gfundheit. Der Aufenthalt in Der frischen Luft beim Wandern ober Spielen, Die kräftige Kost, daS Baden, sowohl im Wasser al« auch In Der Sonne, unD Im Winter Da« Rodeln und Schnceschuhlausen helfen Die Gesundheit kräftigen. Ebenso wertvoll al« Die Forderung Der Gesundheit ist aber die erzieherische Wirkung eine« LandheimS. Don großem Wert Ist die Pflege des Gemeinschaftsgefühl«. Ohne peinlichste Ordnung geyl e« im Heim nicht ab. Die Kinder werden planmäßig an Ordnung gewöhnt. DaS Zusammenleben vieler Kinder bedingt Unlerorbnung befl einzelnen. Eigenwilligkeit, Llnduldsamkett und Unfreundlichkeit können nicht geduldet toerben. Der Lehrer lernt feine Schü ler in Der Ungezwungenheit De« ftänDiaen Beisammensein« besser kennen; hier Draußen entwickelt sich oft ein Vertrauensverhältnis zwischen Lehrern und Schülern, da« Im Link erricht nicht immer erlangt wird. Wie ist ein solche« Heim eingerichtet? 2tm erstrebenswertesten ist eS natürlich, wenn das Lanbheim Eigentum Der betreffenden Schule wird; rst die« nicht zu ermöglichen. Dann muß eS in Pacht genommen toerben. DaS Heim soll in landschaftlich schöner Gegend, nicht allzu weit vorn Schulort, liegen; liegt eS m einem Ort, der Bahnstation Ist, so ist da« sehr an genehm, e« muß Die« aber nicht Bedingung fein. Sehr wünschenswert ist e«, wenn das Heim etwaS abseits von Den übrigen Häusern de« Dorfe« liegt, einen geräumigen Hof und einen möglichst großen Garten bat. Im Hause selbst sind eine geräumige Küche, ein Wohnraum und verschiedene Schlaf räume nötig. Alle Räume müssen in gesundheitlicher Beziehung eintoanDfoei; die Schlafzimmer insbesondere lustig und sonnig sein. Die biS jetzt In Deutschland bestehenden Schullandheime haben die Gegenstände, die sie zur Inneneinrichtung benötigten, zumeist auS Beständen de« alten Heere« erworben. DaS ist in Zukunft nicht mehr möglich; Die jetzt neu erstehenden Heime werden nach dieser Richtung hin größere Schwierigkeiten haben. ES ist aber auch gar nicht nottoenbig. daß von Anfang an die gesamte Innenausstattung lückenlos vorhanden ist; sie kann von Jahr zu Jahr ergänzt werden, ihre Beschaffung wird dadurch erträglicher. Die Ausschmückung der Räume mit Bildern, Decken usw. braucht kaum Geld zu kosten. Linker den Kindern befinden sich soviele künstlerische Kräfte, die gern mithelsen werden, durch eigene Kunst daS Heim zu verschönern. Wie ist da- Leben tn einem Schullandheim? DaS Heim wird nicht etwa bloß währetrd der Ferien benutzt, dann käme c« ja nur einem kleinen Teil der Schüler zu gute. Rein, jede Klasse Der Schule geht während Der Schulzeit, im Jahr in Der Regel ein- bl« zweimal, mit ihrem Lehrer auf eine Woche oder länger tn da« Landheim. Selbstverständlich ist eine Störung De« Llnterrichtsbetricbes Damit verbunDen. Die aber behoben werben kann. Die Kinber nehmen außer Dem Waschzeug Die notwendigsten Wäsche- und Kleidungsstücke mit. Knabenschulen benötigen für daS Kochen und Die sonstigen Arbeiten im Heim eine Wirtschafterin; für Mädchenschulen ist Diese entbehrlich, toeil Die Schülerinnen der Oberklassen diese Arbeiten selbst verrichten können. Die meisten Heime werden das ganze Jahr hindurch benutzt. Eigerülicher planmäßiger Linter- richt wird draußen nicht erteilt, wenn sich irgendwie Gelegenheit zur Belehrung bietet, wird diese selbstverständlich benutzt. Bei gutem Wetter werden täglich Wanderungen in die Umgebung de« Heim« unternommen, ober e« werden Spiele un Hof ober im Garten veranstaltet; Die Kinder sollen sich möglichst vtel in frischer Luft bewegen. Die Verpflegung besteht in guter, kräftiger Land- kost. Die einerseits wohlschmeckend, zum andern aber auch so preiswert sein muß. bah allen Kindern ber Aufenthalt im Heim zu erschwing- sichen Preisen möglich ist. Die Mahlzeiten werden, wenn irgend möglich, im Freien eingenommen. Wie werden Die Kosten Der Erwerbung unD Erhaltung De« HeimS und die Der Verpflegung gedeckt? ES wird als zweckmäßig empsunden. Die Verpflegungskosten gesondert von Den übrigen Ausgaben zu behandele Jede hinauSzlehenbe Klasse muß Die Kosten für ihre Verpflegung selbst aufbringen. Vor Der Abreise händigt jeder Schüler seinem Lehrer Den Betrag. Der für B.chnsahrt und Verpflegung notwendig ist, aus. Er wird bei Die vfycho logischen Eignungsprüfungen, die sich jetzt oei allen gröberen BerusSämtern durch- zusetzen beginnen, gehen auf eine Erforschung der Anlagen zurück, über die die Psychologie lange vor derlei praktischen Anwendungen nach- gedacht hat. Gewiß verraten sich manche ausgeprägte Begabungsrichtungen gleichsam auf den ersten Blick. Wer eine vorgespielte Melodie auS Dem Gedächtnis nachzusingen vermag, hat eben sicher einen gewissen Grad musikalischer Begabung. Wer unmusikasisch ist, erlernt c« niemals, mag er sich auch noch so sehr Darin üben. Ob jemand farbenblind ist, läßt sich ebenfalls nach einfachen Methoden mit hinreichender Sicherheit auSmachen, und feine Hebung vermag diesen LristungSauSsall auszugleichen. DaS ist alle« einfach und leuchtet sofort ein. Aber nun erhebt sich Die ernste Frage: Gibt es auch für Die vielen anderen Tätigkeiten, die Der einzelne Mensch in einem Berus auSzuübcn hat. eine solche Anlage, und ist bife Dann auch einer experimentellen Feststellung zugänglich? Dife Frage reicht im Grunde genommen weit über Den Bereich einer EignungSprüsung hinaus. AuS Dem griechischen Altertum wird un« vom Philosophen Zeno eine Anekdote erzählt die tn ihrer Mischung von Tiefsinn und Hetterkeit wirklich die Worte eine« Weisen toieDcrgibt. Zeno lehrte, daß alle Handlungen De« Menschen au« seiner Veranlagung, eben au« seinem Gha- raller notwendig hervorgehen. Einst ertappte er einen ferner Sklaven beim Diebstahl, und begann ihn njit Der Peitsche zu züchtigen. Der Sklave sucht sich Den Schlägen zu entwinden: .Rach deiner eigenen Lehre o Meister, ist doch alles in der Welt vvrherbeftimmt. also auch, daß ich stehlen mußte." .Aber eS ist auch vor her bestimmt," entgegnete ihm Der Weise, .daß ich dich züchtig. Also die Einsicht tn Den Zusammenhang Der menschlichen Handlungen und menschlichen Leistungen mit ihrer Grundlage in Der Veranlagung De« einzelnen tut Dem Bewußtsein Der Verantwortlichkeit und Der Ausgabe, an Der eigenen Vervollkommnung mitzuarbeiten, keinen Abbruch Schwerer aber ist e«, zu entscheiden, ob denn im einzelnen Falle DaS Verhalten DeS Menschen wirklich aus einer psychologisch erfaßbaren Anlage hervvrgeht, oder durch 11 e b un g und andere zufällige Llmstände bestimmt ist. E« ist unS durchaicS geläufig, etwa von tn* teUigenfen und nicht inteuigenten Menschen zu sprechen: wir alle haben die Erfahrung gemacht, daß sich zwar manchmal in dem Verhalten eine« Menschen intelligente und nicht intelligente Handlungen miteinander mischen, daß aber Doch Da« Lieber gewicht De« einen ober DeS anderen Verhalten« bet Den einzelnen Menschen sehr verschieden sein tarnt Ri em and zweifelt ferner Daran, daß für alle einigermaßen qualifizierten Berufe ein gewisser Intelligenzgrad unerläßlich ist. Die Verfeinerung Der Arbeit«- WELLBLECH GARAGEN MIT HEIZUNG WOLF NETTERejACO8l*tPKr Berlin w is * Finnentrop '/westf Vertr.: teü Becher. Oammilr.43. Gießen, Tel. 1191 9 Leipzig gt und heute bi Gegen Hauh Spielplan der frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag. 6. Märs, nachm. 3 bis gegen 6 Uhr: Mignon: abends 7 vis gegen lO'/j Uhr: Carmen. Montag, 7., von 5 bis 9 Hör: Lohengrin. Dienstag, 8., von 7 bis nach 10 Uhr: FtgarvS Hochzeit. Mittwoch, 9., von 7 biS nach 10 Uhr: Manon. Donnerstag, 10., von 7‘s bis nach 10 Uhr: Der Evangelimann. Freitag, 11.« von 8 biS 10 Uhr: Einmaliges Gastspiel Mary Wigman mit ihrer Tanzgruppe Die Feier. SamStag, 12., von 8 bis nach 9'/2 Uhr: Elektra. Sonntag, 13., von 7 bis 10 Uhr. Don Iuan. — Schauspielhaus. Sonntag. 6. März, nachm. von 3*/g bis 571 Uhr: (Nelson-Revue: von 8 biS 10 Uhr: Relson-Revue. Montag. 7., von 7 bis 9 Uhr: Der Diktator: von 10 biS 12 Uhr: (Nelson- Revue. Dienstag, 8., von 7 bis 9 Uhr: Heber- fahrt: von 10 bis 12 Uhr: Relson-Revue Mittwoch. 9.. von 7 bis 9 Uhr: (Bluff: von 10 biS 12 Uhr: Relson-Revue. Donnerstag. 10., von 7 biS 9 Uhr: Ueberfahrt: von 10 bis 12 Uhr: Rel- son-Revue. Freitag. 11.. von 7 bis 9 Uhr: Ueber- sahrt: von 10 bis 12 Uhr: (Nelson-Revue. SamS- tag, 12.. von 7 bis 9 Uhr: Muss: von 10 bis 12 Uhr: Relson-Revue. Sonntag. 13., nachm. von 3*/i bis 57i Uhr: Relson-Aevue: von 8 bis 10 Uhr: Relson-Revue. * ■ emeldct wird, verhandelte gestern _____ _>er fünfte Strafsenat deS Reichsgerichts unter Ausschluß der Oessentlichkeit geaen den Polizciwachtmeister Heinrich Keul von hier. Keul war beschuldigt, im Herbst 1925 aus Veranlassung von französischen Rachrichtenoffizieren an den Manövern der Reichswehr in Thüringen teilgenommen und versucht zu haben. Rachrichten, die im Interesse der Landesverteidigung geheim zu halten waren, dem französischen Spionagedienst zu übermitteln. Er wurde wegen versuchten Verrats militärischer Geheimnisse, versuchter Spionage und Vergehens nach § 348 des Strafgesetzbuches zu 7',_> Iahren Zuchthaus, zehn Iahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt. demnächst bei reichlichem Angebot mit weiterem Rachlast der Ferkelprcis« gerechnel werden. — Die Sch ö f e r jchireiben um Fastnacht, wie der Volks- mund zu jagen pflegt, ihren Weizen. Bekanntlich haben in unserer Gegend die Schäfer neben ihrer Durbesoldung noch eine Bezahlung in Na- turalien. Für jede Rächt gesteigerten Pferch muh der Käufer dem Schäfer j Meste Brotfrucht entrichten. In diesen Togen nun geht der Schäfer im Dorfe reihum und holt das ihm zustehende Getreide, etwa 18 bis 22 Zentner. In der Vortriegs- zeit erhielt er auch noch das tägliche Frühstück mit dem ..Pnddel Kurzen" (Fläschchen Schnaps) und einen „Steil" (Abschnitt) Brot als Hundefutter. Das vereinzelt noch bestandene Kreppelsammeln am Kreppeljonntag (Palmsonntag) ist durch die Kriegszeit hier verschwunden. Kreis Friedberg. Zr Dad-Rauheim. 4. März. In Gegenwart von Staatsrat (Blöd (Darmstadt) fdich heute an der hiesigen Oberrealschule die diesjährige Reifeprüfung statt, der sich sechs (Abiturienten (4 Schüler und 2 Schülerinnen) unterzogen, die alle bestanden haben. — (Sine gröbere turnfpoEtliche Veranstaltung findet am Sonntag hier statt, und zwar im Vorfechterlehrgang des Mittelrheinkreises der Deutschen Turnerschast. Zahlreiche Freunde des Fechtsports Werden dazu erwartet. Den Tellnehmern aus dem besetzten Gebiet und dem Saarland gibt die Vad-Rauheimer Turnerschaft am Samstag einen (BegrühungSabend. Kreis Büdingen. # Unter-Widdersheim, 4. März. In unserem G e m e i n d e st e i n b r u ch , den die Ge- meinde seither in eigner Bewirtschaftung hatte, ift nun das Steinbrechen verpachtet worden, während der Verkauf immer noch durch die Ge meindeoerwaltung erfolgt. Bei der milden Witterung hat die Bautätigkeit schon eingesetzt. Infolgedessen herrscht bereits rege Nachfrage nach dem Basalt unseres Bruches, der sich seiner porösen Beschaffenheit und plattenförmigen Schichtung wegen nur als Baustein eignet. Kreis Schotten. — Babenhausen, 4. März. Gestern abend wurde hier in Anwesenheit des Grasen ^on Laubach eine Ortsgruppe des „Stahlhelm" ge- gründet. Eine beträchtliche Anzahl junger Leute trat der Vereinigung bei. Die Leitung der Ortsgruppe liegt in den Händen des Schmiedemeisters Gieß. Kreis Alsfeld. ck. Merlau, 4. März. (Bei der gestern vom Forstamt Rieder-Ohmen hier abgehaltenen H o l z- Versteigerung wurden im Durchschnitt bezahlt: für 2 Meter: Vuchenscheiler 22 bis 32 Mk.. Vuchenknüppcl 24 bis 28 Mk.. Duchenreisig 4 bis 7 Mk., also ziemlich hohe Preise. Das Kohlenfeuer wird sich entschieden billiger stellen. d Wettsaasen, 4. März. Gestern nachmittag wurde der Landwirt und Altbüraermeister Karl Langohr Hierselbst im 63. Lebensjahre z u G r a b e getragen. Dem Verstorbenen, der von 1895 bis 1924 an der Spitze unserer Gemeinde stand und verschiedene Ehrenämter vorbildlich versah, wurden an seiner letzten Ruhestätte zahlreiche Ehrungen erwiesen. Kreis Lauterbach. =s= Grebenhain, 4. Märtz. Die Landwirt s ch a f t s k a m m e r veranstaltete zur Förderung der Landwirtschaft im Vogelsberg am Mittwoch hier einen Vortragskursus über das Gesamtthema: „Die Zukunft der Landwirtschaft im Vogelsberg und dessen Bedeutung als landwirtschaftliches Kulturland". Der Saal von Faitz war bis auf den letzten Platz besetzt: selbst Landwirte aus den angrenzenden Gemeinden des Kreises Schotten waren erschienen. Die Versamm» hing legte beredtes Zeugnis ab von dem Interesse, das unsere Landwirte allen einschlägigen (Berufsfragen entgegenbringen. Generaldirektor Dr. Hamann- Darmstadt sprach über daS Thema: „Die zukünstige Gestaltung der (Betrieb«» Verhältnisse im Vogelsberg". Der nächste Redner, Generalsekretär Dr. Wagner-Gießen behau- delte bann das Thema: „Der (Aufbau der Viehzucht im Vogelsberg". Der nächste Redner, Generalsekretär Dr. W agner-Gießen behandelte dann das Thema: „Der Rufbau der Viehregen Diskussion ging Landtagsabgeordn. I o st - Bermuthshain eingehend auf den Generalkultuv- plan ein, die folgenden Diskussionsredner, u. a. Kreisdirektor Dr. Michel und Landwirtschaftsrat Dr. G ö r l a ch - Lauterbach, behandelten in einzelnen Punkten die eigenartigen Vogelsberger Verhältnisse und rieten zur Befolgung der in den E einderat beschloß einstimmig. Herrn der für den Quadratmeter 2,50 Mk. fordert, 2 Ml. zu bieten und für die von ihm selbst durchzuführende Versetzung des Tores 100 Wk. Entschädigung zu zahlen. — Heber die Teerung der Ortsdurchfahrt Lollar lag ein längeres Schreiben des Äreisbauamtes , Giehen vor. Danach testete die Teerung im Vorjahre 3300 Ml., wovon die Gemeinde Vs- vlso 1100 Mk, zu tragen hat, welcher Betrag bis heute allerdings noch nicht an den Kreis abgeführt ist. Es wird für dieses Iahr die Wiederholung der Kaltteerung erforderlich. für die ein Kostenaufwand von 1700 biß 1800 Mk. errechnet sei. Da nach dem Gesetz über den Hebergang der Etrahen auf die Provinzen für Oberflächenbehandlung kein Zuschuß feilens der Provinz geleistet wird, die Gemeinde also den vollen (Betrag selbst auszubringen hätte, empfiehlt dos Kreisbauamt, in (Anbetracht der mit diesem Verfahren verbundenen Eindämmung der Staubploge im Interesse der Gemeinde die volle Hebernahme der Kosten der neuen Teerung, erklärt sich jedoch bei Einwilligung in diesen Vorschlag bereit, den rüdftänbigen (Betrag (1100 Mk.) aus 1926 der Gemeinde zu erlassen. Bei (Ablehnung des Vorschlages wird Zahlung der Schuld aus dem Vorjahre bis 31. März gefordert. Der Gemeinderat stimmte unter den gegebenen Hmständen dem Vorschläge zu. _ 5ur das Standesamt ist ein neuerfeuerstch er er Schrank erforderlich geworden. Es wurden hier- für 1200 Mk. bewilligt. Der alte Schrank soll der Gemeind^asse überwiesen werden. — Metzgermeister Konrad (Nürnberger bietet ber Gemeinde einen 929 Quadratmeter großen Ader auf dem Kirlen, der unmittelbar hinter dem neuen Gemeindehaus und der (Barade mit den Rotwohnungen liegt, zum Kauf oder Tausch gegen Gemeindegelände an. Es wurde beschlossen, den Kauf zum geforderten Preis von 40 Pf. für den Quadratmeter zu tätigen und das Land als Garten für die Bewohner ber Gemeindehäuser zu benutzen. — Bei der Festsetzung der Gebühr für die Abgabe von E r b b e g r ä b n i s p l ä hen auf dem alten Friedhof entspann sich eine längere Aussprache, die insbesondere von der grundsätzlichen Einstellung zur Frage der Gewährung von Erbbegräbnispllchen geleitet war. Ein Antrag Klinke! forderte 800 Mk. für einen Platz für 2 Personen: er fand Annahme. Bei Richlbelegung eines Platzes innerhalb 30 Iahren sollen auf Antrag Klinlel weitere 300 Mk. für den Einzelplatz zu erheben fein. Diese Gebührensestfehung ist, was zum besseren Verständnis erwähnt sei, bedingt durch den Hmstand. daß die feit dem Iahre 1919 eingestellte Abgabe von Erbbegräbnis- Plätzen gemäß einem Beschluß des Gemeinderats vom Herbst des Vorjahres wieder erfolgen soll. s) Lich. 4.März. Gestern fand die letzte jährige städt. Holzversteigerung in den diesjährige städt. H o l z v e r st e i g e r u n g in den Distrikten Kleinhäuserberg und Eltingshaufer- auf 15 bis 17 Mk. je rm Buchenscheitholz, 6 bis 8 Mk. je rm Buchenstodholz und 20 lns 25 Mk. je 100 Buchenwellen. Die Zahl der Erwerbslosenunter stühungS - Empfänger beträgt zur Zeit 32 mit 62 Zuschlags- empfängern. Weitere 40 Erwerbslose werden mit Rotstandsarbeiten beschäftigt. d Lich. 4. März. Die jüngste Sitzung des Stahtvorstanbes wies eine umfangreiche Tagesorbnung auf und war auch von Zuhörern gut besucht. Zu (Beginn ber Sitzung erstattete ber Bürgermeister Bericht über den Stand bet Wohnungsnot. Dem Bericht war zu Entnehmen, daß bie Zahl der Wohnungssuchenden in hiesiger Stadt zur Zeit 47 beträgt und gegenüber den Vorjahren etwas zurüdgegangen ist. 3m gesamten fehlten 36 Wohnungen, wahrend der Rest der Wohnungsuchenden im Besitze einer l Tauschwohnung sei. 12 Wohnungsuchende müßten dringend untergebracht werden. Die städtisch 5 Wohnungsdeputation habe aus diesem Anlaß heraus den Antrag gestellt, der Stadtvorstand ■ möge beschließen, weitere vier Eisenbahnwagen- Rotwohnungen auszuftellen. Rach kurzer Debatte wurde beschlossen, von der Ausstellung der Eisenbahnwagen-Rotwohnungen abzusehen und an deren Stelle ein einsachesViers a m i l ien- wohnhauS errichten zu lassen. Der Bürgermeister wurde beauftragt, Plan und Kostenanschlag hierfür ausarbeiten zu lassen, um bann in einer späteren Sitzung Beschluß über die Ausführung fassen zu können. — Sodann gab der Bürgermeister die Ergebnisse der Rutzholz- f ubmlff ion am 22. Februar bekannt. Höchst- bietende waren für Buchenstämme 1. Klasse je Festmeter 49,12 Mk. Hermann Müller-Bellersheim, 2. Kl. je Festm. 46,25 Mk. derselbe, 3. Kl. je Festm. 37.60 Mk. August Schäfer. Hungen. 4. Klasse je Festm. 26,50 Mk. Hermann Muller- Bellcrsheim. Fichtenstämme 1. Klasse je Festm. 48 65 Mk. Anton Schmidt. Langsdorf, 2. Klasse I je Festm. 42.35 Mk. Heinrich Iakod Menges^ Lich. 3. Klasse je F^stm 40.10 Mk. H inrich Schmidt XI. Lich. 4. Klasse je Festm. 40.10 Mk. dcrielbe. 5a-Klasfe je Festm. 35,40 Mk. derselbe, 5d-Klasse je Festm. 3138 Mk. H. Zampedri Sehern Fich- tenberbftangen 1, Kl. je Festm 25.oo (Jung, Lützellinden. 2. Klasse je Festm. 21.55 Mk derselbe. Fichten-Ruhreisig je (Raummeter 4,60 Mark Heinrich Gehrhardt. Alsfeld. sichten^ Bohnenstangen je 100 Stüd 11,50 Mk. Heinrich Gehrhardt, Alsfeld. Ein Gutachten des Forst- amtes Lich bezeichnete die eingelegten Gebote als gut und empfahl Zuschlagserteilung an die Hochst- bielenben. Der Stadtvorstand genehmigte den Rutzholzverkaus und erteilte den Höchstbietenden den Zuschlag. — Der Kriegsbeschädigte Philipp Hofmann dahier hat ein (Baugesuch vorgelegt und gleichzeitig beantragt, die Stadt möge ihm einige Quadratmeter Weggelände an seinem Bauplatz übereignen, damit sein Bau rechtwinklig zur Straßenfront zu stehen komme. Das Bau- gefuch wurde nicht beanstandet und feinem Anträge unter Ansetzung eines Verkaufspreises von 3 Mark je Quadratmeter stattgegeben. — öur Schafe, die von auswärtigen Gemeinden zur städtischen Herde beigetrieben werden, sollen für das Iahr 1927 folgende Gebühren zur Erhebung gelangen: für Schafe 5 Mk., für Lämmer 2,50 Mk. je Stüd. — Auf eine Beschwerde verschiedener ®runbftüdeigentümer toe- gen Wasserschäden in ihren Grundstüden in Flur 7 beschloß der Stadtvorstand auf ein eingeholtes Gutachten des Kulturbauamtes Giegen hin, die Instandsetzung einer privaten Rohrleitung wie auch etwaige Schabensersatzansprüche abzulehnen. - Für bie F r e i w i l l i g e F e u e t- wehr L i ch werden folgende Reuanschafsungen zu Lasten bes Rechnungsjahres 1927 bewilligt: y 6tüd Hands euer löscher, 3 Rauchmasken, 2 Paar Gummihandschuhe und 1 Säge. — Bet ber Staatsregierung soll beantragt werden, das Gesetz über die Umlegung von Bauland vom 6. (November 1920 für bie hiesige Stabt für antoenbbar zu erklären. — In Ausführung eines früheren Beschlusses des Stabtvorstandes gab ber Bürgermeister bekannt, daß nach einer vorliegenden Wirtschaftsrechnung bie Bausumme des Vierfamilienwohnhauses am Schwanensee einschließlich der Kosten der Einrichtung eines Dachzimmers, der Rebenanlagen und ber Bauleitungsgebühren 35 931,91 Mk betrage. — Reben weiteren kleineren Vorlagen würbe noch der Brauerei Ihring-Melchior dahier die widerrufliche Erlaubnis zur Verlegung ihrer privaten Wasserleitung im Pfarrwiesenweg gegen Ausstellung eines Reverses und Zahlung einer jährlichen Anerkennungsgebühr erteilt. Anschließend hieran fand eine geheime Sitzung statt. — Am Montag wurde ber Fastnachtsmarkt verbunden mit Schaf- und Ferkelmarit hier abgehalten. Zum Auftrieb gelangten 265 Ferkel und 22 Schafe. Der Markt war sehr gut besucht: ein reges Geschäftstreiben war zu beobachten. L_ Steinheim b. Hungen, 4. März. Heute fand die einzige Brennholzoersteigerung im hiesigen Gemeindewald statt. Infolge verstärkter Einschläge in den Vorjahren, die hauptsächlich durch Windfälle verursacht waren, tarnen heuer verhältnismäßig geringe Holzmassen zum Verkauf. Da nur einyeimiscke Kaufliebhaber zugelassen waren und diese in den staatlichen Waldungen größten- tells ihren Holzbedarf gedeckt hatten, hielten sich die Preise in normalen Bahnen, im Gegensatz zu den Versteigerungen in der Umgegend. Für Buchenscheitholz 1. Klasse wurden durchschnittlich 13 Mk. bezahlt, Eichenscheitholz kam aus 6 bis 7 Mk., Buchenknüppel (Aftprügel) 7 bis 9 Mk., Eichenknüppel 5 bis 6 Mk. In Buchenflöden kamen nur gering« Mengen zum Ausgebot, da sie als Losholz vergeben werden. Es kosteio das Raummeter 4 bis 6 Mk., Eichenftöcke 3 bis 4 Mk., Fichtenstöde 2 bis 3 Mk. Buchenreisig kam auf 4 bis 4,50 Mk. zu stehen und Fichtenreistg auf 0,50 bis 1,20 Mk. — Die Gemeinde läßt eben das zweite Stück des Verbindungsweges nach Ober -Widdersheim ausbauen. Es handelt sich um ein Stück von 400 Meter Länge, von der Gemarkungsgrenze nach dem abaeholzten Scheuerwaldstopf. Da fast ausschließlich Erwerbslose beschäftigt werden, erhält die Gemeinde aus der produktiven Erwerbslofenfürsorge einen Zuschuß zu den Baukosten. # Aus dem Horlofstal, 4. März. Der Preissturz für Fettschweine, die innerhalb 14 Tagen um etwa 15 Mk. pro Zentner Lebendgewicht fielen, hat den erwarteten Rückgang der Ferkelpreise nicht in dem Maße im Gefolge gehabt, wie man annahm. Immer noch wer- den für das Paar 7 Wochen alter Ferkel 35 bis 40 Mk. gefordert. Da sich aber im letzten Iahr viele Bauersleute auf die Ferkelzucht gelegt haben, muß Turnen, Sport und Spiet 2. Bezirk, Gau Hessen der D. T. Das Geräteturnen des zweiten Bezirks findet morgen in ber neuen Turnhalle des Turnvereins Heuchelheim unter Leitung deS Bezirks tu rnwarts Schüler- Wetzlar statt. Schöffengericht Gießen. • Gießen» 4. März, linter Ausfluß der Oefsenllichkeit wurde gegen zwei Arbeiter aus Gießen wegen SittlichicttSvcrvrechenS, begangen an einem 13jährigen Mädchen, verhandelt. Urteil: j e sechs Monate Gefängnis. Wegen Hrkundenfälschang stand bie Frau eines Schaustellers aus Rieder-Weisel vor Gericht. Sie hatte eine ihrem Mann von dessen Gläubiger ausgestellte Quittung durch einen Zusatz geändert, um die Aushebung c n?s Arreste- zu erreichen. Strafe aus § 258 StGB: eine Woche Gefängnis. Gerichlssaal. Lin gewerbsmäßiger Fahrradhehler. WSR. Frankfurt a. (211., 4. März. Der Bureaugehilfe Hermann Dürr aas'Fachenheim stand in Beziehungen zu einem Fahrrad- mar d e r, der kürzlich wegen D.ebstahlS zu vier Iahren Zuchthaus verurteilt worden war. Dürr kaufte mehrere Räder zu billigen Preise« von dem Marder und veräußerte sie nach einigen Hmänberungcn. Als der Polizei bekannt wurde, daß Dürr in Verbindung mit dem Marder stand, leugnete Dürr steif und fest, und erst nach wiederholten Vernehmungen gestand er, Geschäftsverbindungen mit dem Dieb zu haben. In der Verhandlung vor dem Kleinen Schöffengericht legte sich jetzt Dürr alS Angeklagter aufs Lügen. Ölur was ihm unbedingt nachgewiesen wurde, mußte er schließlich zugeben. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen gewerbsmäßiger Hehlerei zu einem Iahr Zuchthaus. Verurteilung wegen versuchter Spionage. V)SR. Wiesbaden, ,. März. Wie aus EF.K (Die Zubern-(Raucher waren sich als Feinschmecker über das oberste Zuban-Gesetz grösster Flkkuratesse längst einige "ßcyjDciaine btein Wunderkind unter allen Zubangeschruistem. 3n ihrer Wiege, der Zuban Zigarettenfabrik, geben ihr viel fleissige Hände die sorgsamste (Pflege bis sie das ist, was sie zu einer Zigarette __ oon großer Rvt macht; die luct/!Dcuune/iie -Ziinfrl tJ)k> Wiege dei ItöMcfien die größte süddeufsdte Zigarettenfabrik GZubanfMunchen. uMe unser berühmter Dr. Pü Nabi heule mit unserem PlündmerKindlnarh langer besduverlidier 'Jahiterrridiie ht eine, den cuttenden fäcdufitiorwtätten ifvien M. Sehenswert! Neu eröffnet! WELLBLECH BAUTEN Löwen - Drogerie. Frankfurt a. M. Restaurant Kölner Hof am Hauptbahnhof (rechts) rr—- gesunden Schlaf —• — • • I <• vewyeUfM emrlen Di* cur dordi des echten »Baldravin* PltMtuntlxh uBler N.. 342681. 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Die Ansprüche an den Geldmarkt waren aus diesem Anlah sehr erheblich und gröber als an den letzten Liquidationsterminen, da bei den Dil- serenLzahlungen infclge der auherordeutlich starken Kursschwankungen bedeutende Summen ausgebraucht werden muhten. Die Sähe für Re- portaelder zogen ebenso wie die Forderungen für TageSgeld wesentlich an. Immerhin war bei der Ultimo-Liquidation keine direkte Verknappung am Geldmarkt sestzuftcllen, eine Erscheinung, die sonst die Tendenz möglicherweise stark beeinträchtigt hätte. Mit teuerem Gelbe findet sich die Börse noch ab. bei einer Verknappung des Marktes würde sich die KurSblldung ober nicht in so sesten Dohnen vollzogen haben, wie dies in der letzten Woche der Fall war. Die Frage der weiteren Gestaltung der Geldverhältnisfe hat die Effektenspekulation namentlich an den Tagen stark beschäftigt, an denen das Prolongations- geschäft zur Abwicklung kam und die Disferenz- zahlungen zu erfolgen hatten. Bezeichnend für die Situation ist da- von uns in den täglichen Berichten erwähnte Gerücht der Möglichkeit einer ReichSbankdiskonterhöhung gewesen, die vom Reichsbankdirektorium als vorläufig nicht beab- lichligt bezeichnet wird. 3m Augenblick hat man aber wohl berechtigten Grund zu der Annahme, bah nach der jetzt endgültig erfolgten Abwicllung der Ultimo Februar-Liquidation die Entspannung rasche Fortschritte machen wird. Aus diese Erwartung und aus den vorsichtigen, aber doch zuver ichtlich gestimmten Ton der neuerdings veröffentlichten Drohbank-Derichte ist e- zurückzuführen, doh genau mit dem Beginn de» neuen Monate» auch eine neue Tendenz- aestoltung etnsehle. Während biS zum Ultimo die Stimmung gedrückt und zeitweise emp- Endliche Kursrückgänge feslzustcllen waren, lehren plcid) am ersten Tage de» März zunächst Spezralwerte mit kräftigen Befestigungen ein, die sich dann auch aus andere Gebiete übertrugen. Sine besondere Rolle spielen im gegenwärtigen Augenblick die verschiedenen Interessenkäuse und Interessenlämpse, in deren Mittelpunkt die Ilse Bergbau QI.»©, steht, die sich andererseits der- mutlich aber auch auf die Aktien der Schubert & Salzer <21.-®.. der MonncSmannröhrenge'ell- fchaft, der Rheinischen Stahlwerke, der Schult- heih Pahenhoser A.-G. erstreclen. In diesen Werten gelangen neuerdings bedeutende Käufe zur Ausführung. Am Montanmarkt ist das Rheinland täglich Abnehmer großer Ak.ienposten, womit bereits eine empfindliche Einengung des flottanlen Materials berbeigesührt wurde. Der Markt der E l e k t r o o k t i e n profitierte besonders weitgehend von den auherordentlich erwar- wartungsvoll obgesohten Erklärungen des als besonders vorsichtig und zurückhaltend bekannten Präsidenten der AEG. über die EntwicklungS- ouSsichten der Elektroindustrie. Der von ihm angeführte .Kilowatthunger^' hat dem Gebiet der Elektrizitälsaktien breite Käuferfchichten zuge- sührt. Richt ganz klar ist man sich über die Motive, die der Auswärtsbcwcqung der Schultheih- Aktien und der Ostwerke-Aklien zugrunde (legen, in denen leit einiger Zelt systematische Aufkäufe von unbekannten Seiten beobachtet werden. Die Absichten der I. ®. F a r b e n i n d u st r i e wurden gleichfalls viel erörtert. Man hörte von wichtigen Verhandlungen mit ausländischen Stellen, ohne daß hierüber Räheres bekannt wurde. Zudem schöpfte man aus den Umtauschmöglichkeiten von Rheinstahl-Aktien in I. ®. Farben-Aktien eine Anregung. Für Bauwerte stimulierten die Rachrichten über ein Anziehen der Preise am Baumarkt, für Zellstosfwerte, Kunstseidewerte, Textilwerte und weitere Papiere die gute Ab- satzentwicklung dieser Branchen. Der Danken- markt trat demgegenüber mehr in den Hintergrund, ebenso wie die Desestigung der Schiff- f a h r t a k t i e n leinen rechten Anklang fand. lu . i-ll ► r- 7-hluh- »nfang Rnr« 6 irr» 1.1 5.1 4 ». bi. IM SE _ 327.5 • 327 — -C 25 « 25.8 — — - — — * * — — 16 15.75 16 «3.« 43.5 — — — Z79 276 zu s 205,5 210,5 2U5 «: * 279 275 iie 191 191 5 199 i« 181 z5 IM.5 IM 5 1 >0.5 179 'M 178.75 162 5 161 162. Xu 162 -5 -'23.6 - 224 5 U8.5 9.05 9 " 95 * — «88 5 — 182 — 185 121 5 121 122 I2C l»5 - 1*5.5 IM 5 1% 18«.2 185 5 IM 75 4-6 224 Ql.5 416.5 213.5 211 9 l'J Z5 213.5 21* 214.5 101.5 • 1 li 5 19 75 215 219 14.25 15« 151 154 5 • 1-4 1.'« — HZ 130.5 132.5 2M :9I,Z3 291.75 294 Z3U 228 ,' C 25 226,25 172 75 175 170 5 * 128 — 145 7, - 146.5 146.5 — • 159 157 149 75 145.9 US 75 146,25 pW 75 - 187.5 IM 1*9 181.25 — * 118 — 15« 9 * 15« 152 25 92 • — ü-i "07 09 <1'5 1'2 5 130.5 133.75 131,5 24j <38 — — 167 165.5 166 5 165 — 192 1*8 20« 02.75 200 197 195 197 6i 194 135.13 — - • 186 >85.5 1*7 186 5 .6: 262 261 132 130 5 182.5 —• 119 118.5 118 — 87 — 73 72.5 — — 37,25 — 18 - — — 80 ■■ 200 198 128 — — 80 — 79 —— »M» «■m 179 • 18».13 — 273 — 272,5 267 Devifenmarkl Berlin—Frankfurt a. HL Teleorovd'lch« A u#a a b l u n a 4. Mär» 5 Mär». amtlioc '^eld Jloti runo Brie« Amtliche Jiotierunj Oöelo Yrtet flmfi.« :Hmi lbu-n.-81rr- fn1.-9lnnu 0 c-o.-ndaa.il Ctodbolm HelüngsorS atalicn . . London. . . Weunort . . Part». . . Sibwetz .. Sva den . Japan . . . •Hio de Hon Dien In D Ctfl. abgeft Praa - . - Bclirod . Snt-aptfi . Bul -arten VilTabon Tonua. . ÄOI.il nttn Alden. . . Lanada Uru oay - Tatro . . 168,65 1.778 io».« 112,31 U2.56 10,603 20,447 4,214 16.48 11.045 70.74 9.iV85 69,325 12.474 7.402 73.64 ■>.045 ZI.57j 81,72 2.132 5.49 4.200 4. . i 20.969 169.67 1.782 68.73 109.66 112.59 112.6« 10.643 18.60 20,499 1.224 16,52 M.245 70.92 2.076 '1.5005 59.465 12.514 7.422 73.12 21.625 81.92 2,14. 5 51 «.216 «.26 M.U21 168,6« 1.779 409,35 412.25 112,56 10,603 11,53 20,44' 4,213 16.48 81,04'1 2.073 1.4985 59,31 12,473 7.40 73.61 5.043 21,575 81,72 4.135 6,«» 4,205 4.235 40.961 169,06 1,7*3 >8.72 109.61 112,56 112.84 10,643 20,494 4.223 16.54 bl.245 71,31 0.5005 59.45 12,513 7,42 73,79 4,053 2L62J 81,92 4,145 5.51 4,215 4.245 21.016 Banknoten. Vertin. 4 Mär« (4eld ®rur AmerttanUch, ‘Jtoiee . belgische ...... Tämicbr ‘Jtorcn ...... bmnioölche Voten ...... HoUänbilche ............ AtMicnifftt Noten...... Norive.tttchr Noten..... Itutld) Crfirrt. i 100 Leonen NumonUche Noten...... Schwedilche Noten ...... Schweiler Noten ...... Svonische Noten....... Tsch.-choUowatische Noten . ■ Ungarische Noten Reich sbonkbiSkor LombardzinSfuß 4.197 58.45 112.02 ».422 16.535 168.4« 18.65 109.08 59.21 2.51 112.24 60.94 70,93 12.45 73.47 it 5 Prozeu 7 Prozent 4,217 58.75 112.56 80,522 16.615 169.08 18.75 109,62 69.61 2.55 112.80 81,34 71.28 12.51 73.83 L Berliner Börse. Berlin. 5. März. Die Entspannung am Geldmärkte macht jetzt einige Tage nach Dem Ultimo durchaus noch Die Fortschritte, um Die Geld Verhältnisse als befriedigend b<5ei ebnen zu können. Die Spekulation ist daher bestrebt, ihre Mcdio-Engagements nicht anschwellen zu lassen. Rach den gestrigen empfindlichen Kurs- Verlusten stellten sich keine Erholungen ein, die ersten Kurse gaben vielmehr weiter um 1 bis 2 Prozent nach, Spezialwerte verloren erneut 3 bw 5 Prozent. Einiges Interesse konzentrierte sich im Verlaufe auf Elektrowerte, Die Rätsel-Ecke. Silbenrätsel Aus Öen 26 Silben: blei — bu» — chow — da — de — din» — doh — e — et — el — glo — gran — gu» — i — li — ll — mast — ne — ne — pos — senk — tag — te — t recht — tfi — u sind 13 zweisilbige Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden. 1. Wochentag: 2. Fluh in Zentralasien 3. Ort in Der Provinz Brandenburg. 4. Papierbeutel: 5. Stadt in Holland: 6. Rachbildung der Erdkugel: 7. weiblicher Personenname: 8. abesfinifcher Herrschertitel: 9. Vo- gelschlinge: 10 «'ewebe; 11. Heldengedicht. 12. Meßgerät: 13. spanischer Adliger Sind die Wörter richtig gebildet, ergeben die Anfangs- buchstaben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten noch vorn ein Zitat von Jean Paul. 1 2 25 3 18 21 15 5 22 25 Krcurwortrai'cl 6 I 112 1. Von links nach rechts: 1. Reben 28_ 51 14- 10 fluß des Rheins: 4. schwedisches Herrscker- geschlecht: 7. poetische Bezeichnung für Adler: 8. Kosserart: 11. Hohepriester: 13. türkischer Vorname 14. Gott der Liebe: 15. Denkzeichen: 16. Insekt: 17. biblische Person: 18. Senkblei, 19. gute Mitteilung: 21. S:adt in Südtirol: 24. Abschiedswort: 27. großes Gotteshaus: 28. orien- talischer Herrlchertitel: 29. Crderhöhung: 30. straußartiger Vogel: 31. männlicher Personenname: 32. Rebenfluß der Weser. 2. Von oben nach unten: 1. wie 15, wagerecht. 2. Schweizer Kanton: 3. deutscher Dichter: 4. Stadt im Rheinland: 5. wie 17 wage- recht: 6. wie 21 wagerecht: 7. Zisch. 9. Körperteil: 10. wie 27 wagerecht: 12. Rebenfluß der Saale: 17. preußischer Staatsmann aus den 5teL,cit:f.ie e ; 18a x u e > to/Jung; N. Vogel: 20. Blutgefäß: 22. Hafenstadt in Togo: 23. Fluß in Ostasien: 25. Tonkünstler: 26. türkischer Befehlshaber. Synonym. An Stelle eines jeden Der nachfolgenDen 16 Wörter ist ein synonymes. linnverwandtes Wort zu setzen. Die Anfangsbuchstaben dieser ergeben alsdann, aneinandergefügt, ein Frühl.ngsblüm- chen. 1. Ruhe: 2. Quacksalber: 3. Pracht: 4. Schaden: 5. Mitleid: 6. Besitzer: 7. Randbemerkung: 8. Drehorgel: 9. Schutz: 10. Insel: 11. Seit; 12. Gaststätte: 13. Vorgesetzter: 14. Froh- sinn: 15. Strebsamkeit: 16. Gewinn. WorlverbindungSaufgabc. Alt — Dach — Bad — Berg — Burg — Damm — Feld — Feuer — Franz — Gau — Herz — Land — Lohn — Ruh — Salz — Stadt — Tor — Ur — Wedel — Wild. Je zwei der vorstehenden Wärter ergeben, zusammengestellt, einen Ortsnamen. Wie lauten diese? Scharade. Die beiden ersten sausen Dahin und daher: Die dritte ein Gewicht ist. Doch nicht schwer: Das Ganze sehr geschäht wird, Aber doch nur dann, Wenn eS dir gegeben hat Gin berühmter Mann. Siätfek. Wenn eine Tafel im ganzen deicht. Wird» ohne Kops oft daraus gesetzt. Im ganzen jubeln Ball und Fest — Kops ab. im Wasser sich'» wohl fein läßt. Bildcrrätfel. Auflösungen. Eilten ät el. 1. Arie. 2. Lüdenscheid: 3. Lenau: 4. Emme-, 5. Ruy:er. 6. Salzschlirf: 7. Eäiar: 6. Hagenau: 9 Monstranz: 10. Engerling: 11. Romanze; 12. Zanow 13. Ibsen: 14. Salami, 15. Taufe. — Aller Schmerz ist ein Weg zur Freude. — Scherz-Bilderrätsel. Scheinwerfer. HO Zett. Qrasi Äreu'toor röt'el. G.taten • Versteck, äksel. DeS Menschen Engel ist die Die Narrenstappe. Splitter und Sparren vom Redaktion^tisch. Dialog in Leipzig Frau Gährich: Ru faien Sc bloß mal, Frau Mählich, waium wohnt denne daS dibsche qlcene Gäilichen mit Dr ©inftlcrboHe ni 1) mähr bei S ', ist Fastenandacht. - Grünberg. 9'/, Meffe m. Predigt. eoiinmnaDicmt o. vieruc u. Aootveken am 0 :i. '7 Dr- ^irwly. Dr. Ploch. Engelavoibeke. ____________;>abnant: i r. Adam. Lprechflnudeu der Nedakttou. 12 bis 1 Uhr mittags. 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen. Jür unverlangt eingefanble Manuskripte ohne betgefügles Rückporto wird keine Gewähr übernommen. *6altbewährt. LM allb^ehrt- V Ohne Schlacke, ökne (ariy.— VS Die Taube bürgt für Eilte NWK Seltersweg 31 Seltersweg 31 W 8 < R .. ***** • Louis Voqt, Doriihender. 2198D Großen-Linden) per- fm Fichtenderbstg. Liefernstamm Fichtenstämme = 32,01 = 25,44 = 15,53 = 4,89 m Umg 6,01 0,27 0,64 13 12 1 1 13 81 166 Ingenuunchulc Technikum Attenburg'Th STAATSKOMMISSAR MeKtnscnbau -AutomobilbJu-EUUr.-udiaii ?'<>** Veietl i/n Siu^ Cu:ntf Pr»;- ml WunyX j 108 2. „ 30,3 rm Fichten-Nutzscheii, 3 22,2 „ „ .Nutzknüppel 3 m lang. Es wird empfohlen, das Holz vorher anzusehen. 2047V Lützellinden, den 28. Februar 1927. Ter Gemeindevorsteher: Norsch. steigert: ' Eichenstämwe 4, Llajje ö. „ 6. „ 3. 4. „ öa „ ob „ 1. * Nutzholzversteigerung Montag, den 7. März 1027, von vor. mittags 10 Uhr ab, werden in dem Saale der Gastwirtschaft „Zur Eiche" in Älein« Linden aus verschiedenen Distrikten des Markenwaldes's der Gemeinde Lützellinden l Försterei Ge,ellenprüsung. Unsere diesjährige Gesellenprüfung findet Mitte März statt. Anmeldungen erbitten wir bis längsten- 12. ds. Mts. bei unserer Geschäftsstelle Liebig- ftrahe 5 (FelienKeüer), wo alle sonstige Auskunft erteilt wird. Gietzen, den 4 Mürz 1927. Der Lehrliügs-iüsschiiil der Pleiscberinnong Bish Iriiuetroeiöen starte« über 2 tüiir doch ä 3.5 > Mim. lüahonie ölifsße uarle.lOSick — i.ttm 2iabr. 10 „ =2 « SüiliiittWüiböllSe .ifli(e.|Ost.=tLtiu;h'nu StiiwRliiiien gelb ui. blgii. starte bludbar? Knollen, 10 LiUck - 150 3im Helten all-rSlrtu.Farbe» starte Bul.i e. 10 Li- — l Rm. empfiehlt Kern 4 Comp., ®aimeret,nounheim. releo > B.-epla 2 BHShianit ZI« ünu. n ia> bliQblnnfe Möbel, denn »ic aebr nur Möbelvuv „wunderslpön" arnfinon.fialtettepg. U'lsr ipl. ß- * !) Sensations-Angebote 0.95 Damen- Haus- Schuhe 36/42 Die Zeit der niedrigsten Preise! 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Gießen, stiesern-KnüPpel Buchen-Reisig Kiefern-Reisig Buchen'Ltammreisig Eichen- „ U,18 32,95 7,94 9,45 28,96 68,69 0,85 Metallbetten 243Ä SteblBalratxen.Kindorbellen aünwanBriv QotöL254 fr. Elseumabelfebrlk Suhl (Thtr.) Gardinen und Dekorationen, ^ran'en, Spitzen, Besätze usw. in grober Auswahl jJolliera.Befoniilaiisgeiffiäitllltmtilees LudmtaSplov S Cchentliche han-ek!ehrmiftalt, Sietzen Trägerin: Industrie- und Handelriammer Sietzen höhere Handelsschule (ein- und zweijährig) für Schülerlinnen) mit Obersekundo. oder Lyzeumreife Zweijährige Handelsschule für Dolksschuier(innen) und höhere SchjUer(innen) mit Obertertiareife. 2185V Anmeldungen schriftlich oder mündlich Mittwoch» und Frei« 10-N Uhr, im Schulloka!. Bietzen, Nosdanlage 15 (fiauftnünnisches Deretnshaus). Schlutztermln der Anmeldung am 30. März 1927. Bekanntmachung. $'n Lützellinden ist die Ausführung mehrerer Wegebauten, für welche das Steinmaterial meist vorhanden ist, zu per. geben. Auch sind einige Rinnenanlage» herzustellen, für welche das Material zu liefern ist. Angebote, nach einem bei dem Vorsteher zu Lützellinden erhältlichen Formular, sind bti zum Sonnabend, dem 12. März d. I., vormittags 10 Uhr, verschlossen dem Bürgermeisteramt zu Großrcchtenbach ein- zureichen. Großrechtenbach, den 4. März 1927. Der Bürgermeister. Schneider. 2208 V Autzhotzversteigmmg im Gemeindcwald Großen-Linden. Donnerstag, den 10. l. M., von vorm. 10 Uhr ab, werden aus verschiedenen Distrikten de^ Gemeindewalds Großcn- Linden versteigert: Stämme. Eiche: II. Kl. 1 St. =- 1,60 fm, 111. Kl. 2 St. = 1,67 fm, IV. Kl. 6 St. = 3,54 fm, V. Kl. 1 St. = 0,40 fm; Kiefer: I. Kl. I St. -- 2,34 fm, II. Kl. 3 St. = 3,16 fm, Hl- Kl. 7 <©L = 5.62 fm; (Schnittholz) Kiefer: III. Kl. 8 St. - 6,58 fm, IV. Kl. 2 St. --- 1,15fm; (Baubolzs Fichte: III. Kl. 1 St. = 0,51 fm, IV. Kl. 4 St. 2,80 fm, Va-Kl. 24 St. = 14,47 fm, Vd-Kl. 43 St. -- 14,39 fm. Terbftangcn. Fichte: I. Kl. 152 St. = 12,94 fm. II. Kl. 75 St = 3,94 fm. Nuyschcit. Kiefer: 70 rm, Fichte; 39 rm (3 m lang). Nuylnüppel. Kiefer: 3 rm, Fichte: 18 rm (3 m lang). Sämtliches Holz lagert an guten Ab- fuhrwegen in oer Rübe der Sreisstrahe Gießen—Leihgestern- Beginn der Berfteigenrng im Distrikt Schwarzwald, beim Pflanzgarten fKreuz- punkt Tal- und Schützsnschneisss. Nähere Auskunft durch die unterzeichnete Stelle und Förster Seipp zu Forfihaus Huttenberg bei Großen-Linden. Großen-Linden, den 4. März 1927. Hessische Bürgermeisterei. gungen. Langsdorf, den 4. März 1927. Bürgermeisterei Langsdorf: Kneipp.2166V Vogtsche Handelsschulen tiießen Herborn Alsfeld Beginn neuer Kurse in allen Schulen am 2. Mai Halbjahres-, Jahres- und 2-Jahres-Kurse Möglichkeit der Befreiung vom ForlbilüQiigssehal* Unterricht. Anfragen und Proapekte durch die Schulleitung Dr. Renkauf, fließen« Soethostr. 32 2l76a Borkanfsbedingungen können bei uns gesehen werden. Angebote je Festmeter, nach Klassen getrennt, sind bis zum Man» tag, als dem 7. März 1927, nachmittags 3 Uhr, aus unterzeichneter Bürgermeisterei sinzureichen, woselbst die Eröffnung statt- findet. Auskunft erteilt Forstg. Herbert. Steinbach, 38. Februar 1927. 2034V Hess. Bürgermeisterei Steinbach. Krämer. Holzverkaus. Lamsiag, den 12. März, vorm'ltags 8*zz Uhr, bei Gastwirt Erd, Beltershain, aus Försterei Lumda, Forst orte Bilsberg, Bilskops, Huchwaldskop^ Tingerwald, Hei- ligcnberg, Ojberg, Steinberg, Tränkkovs und verschiedene. Stämme: 91 St. Eiche II. bis VI. Kl, -- 33 fm; U St. Kiefer III bis V. Al. — 8 fm (Bornberg, Hegbusch und Steinberg); 3 St. Fichte Vd-Kl. = 1 fm (Tingerwald): Derb- und Aeis- stangen. 02 St. Fichte 3 fm; Nutzreis- knüppel: Fichte = 3,5 rm, 1,5 bis 3 m lang (Bils» und Helligenberg); Ruyreislg: Ficht, 201 rm. Ferner Brennholz: rm Lcheiter: Buche 254, Hainbuche 6, (letztere in Buchwaldskovf, Hegbusd, und Trqnkkopf), Eiche 44, Birke 5, Aspe 2, Üicfür 8, Fichte lo. Knüppel: Buche und Hainbuche 107, Eiche 33, flirte 7, Aspe 13, Kiefer 52, Fichte 21. Kniipptlreisig: Kiefer 14. Reisig gelt’.: Buche und Hainbuche 600, Eiche 27, Radel 28. Ltöcke: Buche und Hainbuche 82, Eiche 11, Fichte 12 Tie Nummern der zum Berkaus gelangenden Brennhölzer sind unterstrichen. Hess Forstamt Grilnbcrg. 2193 D „ 4- ■ 6- „ Fichtenstämmo 3. „ „ 5b- „ , Lärchenstämme 5. „ Das Holz ist mit Rinde gemessen. Hh?lnl[$e öosotheleutiant In fflannöeim Wir machen darauf aufmerksam, datz die Frist für die Dorlage unserer Pa- piermor Pfandbriefe zwecks Dornahme einer Te .ausichüUung durch Ausreichung von 4'/,°/0 LiquidalionSgoldpfandbrisfen nebst Anteilscheinen für die weiteren Ausschüttungen am 31. d. 1 abläuft- Aach Ablauf der Frist sind wir berechtigt, den Anteil, der auf die nicht eingereichten Pfandbriefe entfällt, nach Maßgabe des Artilels 87 der Durchführungsverordnung zum Aufwertungsgeseh zu hinterlegen. Die für die Einreichung erforderlichen Formblätter sind kostenlos bei uns erhältlich. Eine Auswertung von Äommu- nalvbltgationen kann, wie schon früher mitgeteilt, zur Zeit noch nicht stattfinden. Kommunalobligationen sind also noch nicht einzureichen. 2154ss Mannheim, Im März 1927. Rheinische Hypothekenbank. Lieferungsvergebung. Für die Provlnzlal-Pflegeanstalt Ober- Hessen soll für die Zeit vom 1. April 1927 >is 31 März 1928 auf dem Wege offent- icher Ausschreibung vergeben werden: Die Lieferung von: 1. Fleisch-, Wurst- und Fettwaren 2. Backwaren 3. Butter und Margarine 4. Milch und Eier 5. Heizmaterial. Die Lieferungsbedingungen können auf unserem Amtszimmer täglich von 10 bis 12 Uhr vormittags eingesehen werden. Angebote, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 13. Mörz 1927. vormittags 11 Uhr, einzureichen. Zuschlagsfrist 5 Tage. Gießen, den 1-März 1927. 2027V Direktion der Prpptnzial-flslegeanstalt. 13,4 64,7 67,0 30,0 220,0 32,0 Schlagräumungen von Kiefern u. Fichten. 53,1 rm Bumenstockholz 184,0 „ Kiefern- und Fichten-Stockholz Die Versteigerung beginnt mit den Kiefernstämmen. Günstige Zahlungöbedin- la Schulranzen von Mk. 2.50 an rlndledcrn-- von Mk. 6.40 an la Handkoffer unglaublich billig Carl Schunck, W1!,c Bahnhofstr 62. Doktor Fifcherö Tee gegen siitzeutntUismus ist iebr Aucmpfcblcn Zu bsüen bei '"6e6 Bü enttn Binliet, Laubgras Plulipv Platz «. verkauft im Wege schriftlichen ytuaebots: Kiefernstämme 3. «l. — 2,22 Fstm. 2. „ 15 „ - 19,48 M 3. » „ IS „ -- 14,65 N Fichten-Derbstangen 299 St. — 17,12 fm Fichten-Rutzreisjg — 30,0 rm Kiefern-Knüppol, 3 m lang --- 37,8 „ Fichten-Bohnenstangen = 1400 St. Buchenscheitholz Kiefern- und Fichtenscheitholz Buchen-KnÜppesholz Hainbuchen-, Eichen-, Fichten- Knüvpelholz Fichten-.^üvpel, 3 m lang Bullenverkauf. Tie Gemeinde Watzenborn- Steinberg verkauft einen zur Zucht nicht mehr geeigneten vogelöbcrger Bullen. Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind bis zum 9. März 1927, nachmittags 7 Uhr, aus hiesiger Bürgermeisterei abzugeben, woselbst auch die näheren Bedingungen hierfür eingesehen werden können. Angebote für den Ankauf eines Ersatzes hierfür können bis dahin ebenfalls cm» gereicht werden. Watzenborn-Steinberg, den 2. März 1927. Hess. Bürgermeisterei: ___Schäfer. 2146V Nutz-und Brennholzversteigerung im Äemeindewald LangSdorf. Donnerstag, den 10. März 1927, vor« mittags 9% Uhr beginnend, am Waldein- gang Straße Langsdorf—Nieder-Bessingen werden versteigert: Kiefern-Stammabschnitte astrein: 1. Klasse 3 Stück = 6,20 fm NWK Wolle