m. 50 Erster Blatt 177. Jahrgang Samstag, 5. Sebruar 1927 Die politische Aussprache im Reichstag itfiD icht die Linkspresse Stein aus den von etwaigen Mißdeutungen Todesurteil für litauische Kommunisten. K o to n o, 5. Febr. (Wolff.) Das Feldgericht verurteilte drei Kommunisten zum Tode unL einen vierten zu 12 Jahren Zuchthaus. Die Verurteilten werden beschuldigt, der in Litauen verbotenen Kommunistischen Parte, an- gehört und durch Agitation unter der Be- völlerung und in der Armee Auf einen ge- Annahme von a*)tlgce für die Tagesnummer bis zum Rachmiltag vorher, preis für I mm Höhe für Anzeigen vo.i 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig, für Re» Mamcanuigcn von 70 mm Srtilt 35 Relchspsennig, Platzvorschriit 20“ , mehr. Thefredaüleur Dr Friedr Wilh Lange. Verantwortlich für Doluch Dr Fr Wilh Lange, für Feuilleton Dr h Ibgriot; für den übrigen Teil Ernst Llumschein; für den Anzeigenteil i. Derlr. H. Beck, sämtlich in Dieben gebracht werden müssen, um ein gemeinsames Ganzes zu erreichen. Aber aus Kompromissen besteht jede Koalitionspolitik. Und daß die beiden Hauptträger dieser Koalition ihrer inneren Struktur nach gar nicht so sehr verschieden voneinander sind, wie eine mißgünstige Presie lange Zeit geunki l-at, das haben ja schon die Tage der Regie- rungsbildung selbst bewiesen. So wird man an die Arbeit dieses ersten, auf fester parlamentarischer Grundlage zusammengekommenen bürgerlichen Kabinetts große Erwartungen stellen dürfen. Sache der Regierung ist es nun, in innerer Geschlossenheit alle Energie auf die Lösuna ihrer Aufgaben zu verwenden, Sache der sie stützenden Parteien. ihr dazu Zeit und Ruhe zu sichern, und Sache der Opposition wird es sein, durch fördernde Kritik zu zeioen, was es heißt, auch in der Opposition positive Arbeit am Staate zu leisten. 20 Jahre Zwangsarbeit für deutsche Srembenlecf onäre. 2as „Berl. Tag-bl." meldet aus Paris: Zwei Deutsche, die aus der Fremdenlegion zu Abd el Krim übergelaufen waren, der Feldwebel Ohme und der Unteroffizier Koberstein, m u n g zur Durchführung zu bringen. Damit Ijabe ich das meinige zur Aufklärung Mißverständnissen getan; gegen ist nicmanD geschützt. örer finden, da uns die Verhältnis^ kter Deut- nen, den Sparfinn unter den Kindern zu fordern und diefe zu veranlassen, kleine Geldbeträge, die sie als Geschenk erhalten, nicht zu Näschereien u|n>. zu verwenden, sondern zu sparen. Die Heimspar- kasietten können felbftoerstonDlich nur bei der Sparkasse entleert werden. Die so gesparten Gelder werden einem Sparbuch gutgclchrieben. Der von der Einrichtung Gebrauch macht, sollte diese Entleerung öfter von oer Sparkasse vornehmen lassen. Näheres ist an den Kassenschaltern der De-tlrkssparkasse (Sieben zu erfahren. (Siehe heutige Anzeige.) gemach: werden und den Handel rückgängig machen. Aber der war unerbittlich. Gekauft ist gekauft, Bedingungen wurden vorher bekannt gegeben! Hm eine Hossnung är-nit, wandte sich Der Aelngesallene nun in sein Slot an die zahlreichen Anwesenden, um von seinem Holzvorrat abzutreten. Aber auch hier überall kalte Ablehnung. Selbst die inständigsten Bitten halfen nichts, so dast ihm schließlich nicht- anderes übrig blieo. al« Die ungastlich? Statte -u verlassen und auf die toei.ere Teilnahme an der Holzversteigerung zu verzichten. Schlotternd und in jämmerlicher Stimmung fall er zu Hause einen großen Bogen Weihes Papier genommen haben, um das Fazit seine« Holzkauss zu ziehen. Dr Barges in seinem Vortrag darlegen. (Dir verweisen auf die Anzeige in der gestrigen Hummer.) — Die Dortragsvereinigung bringt mit ihrem nächsten Vortragsabend wiederum eine Veranstaltung, die allseitiges Unteres,e finden Durfte. Dr. Leooold 5) i r sch be rg, Prloatdozent der Mu- sikwiffenschast in Berlin, wirb — so schreibt man uns — einen durch GesanasooNräge und durch (Erläuterungen am Flügel iuuftrienen Bortrag über ,A!oeroes Legenden" halten Rach der (Erläuterung der Wesensart der Legende und einer kurzen Schilderung des Werdeganges dieser Dichtungsart wird der Vortragende auf das Lebenswerk Loewes und feine Verdienste eingeben. Da Dr. Hirfchüerg nicht nur eine gute Vortragskunst besitzt, lonbem auch durch seine musikalischen Fähigkeiten ein guter In- tcrpret Loewescher Musik ist, so ist ein interessanter Abend zu erwarten, besten Besuch zu empfehlen ist. (Siebe heutige Anzeige., Vcttcrvorauosuge. Vorwiegend wolkig, in den Temperaturen zunächst noch keine wesentliche ’TIcnDerung, durchweg trocken, höchstens vereinzelt leichte Niederschlage. Gestrige Tagestemperaturen: Maximum: 7.2 Grad Celsius: Minimum: minus 0.9 Gr. Celsius. Heutige Morgentemperatur: minus 1,5 Grad Celsius hmg Erwachsener Zutritt " Straßensperre _ ____,____ Zwecks Regulierung der Wieseck ist die verbin- dungcstraße zwischen Lindenstruth und Winnerod bis auf weiteres für den Fubrwerksverkebr gesperrt. Der Verkehr von tiinhenftruth nach Winne- rod Bersrod und umgekehrt muh über Reiskirchen erfolgen. •• Hnbeftellbare Postsendungen. Bei der Oberpostdireklion in Darmstatt mußten •• Sie Freiwillige Sanitätsko- lonnc Dom Roten Kreuz in Diesten versendet jetzt ihren Tätigkeitsbericht für das 2ahr 1926, der wiederum darlegt, welche aufcer- ordentlich segensreiche Tätigkeit die Kolonne im Dienste der Allgemeinheit entfallet. AIS besonders bedeutsam ist aus dem Bericht hervor- Aubcben, dast die Kolonne Mitte Mai v. Zs. den schon lange dringend benötigten eigenen Kranken'raftwagen erhalten hat. 3m Jahre 1926 wurde die Kolonne zu 3182 (1925 - 2360) HilsSleistungen gerufen: darunter befanden sich 1532 (1260) Krankentransporte, der Krankenkrast- wagen der Kolonne wurde in 386 Fällen beansprucht. mit dem städtischen Kranenkraftwagen wurden 342 (417), mit der fahrbaren Trage 506 (650), mit dem Fahrstuhl 274 (136). mit Privatkraftwagen 24 (53) Transporte ausgeführt. Die HilsSdesinfektoren der Kolonne führten 23 Desinfektionen aus, Kolonnenmitglieder wurden m 12 Fallen beim Hm bet ten uno Baden von Schwerkranken in Anspruch genommen, zehn Krankennachtwachen wurden ausgeführt und insgesamt 250 (227) Gegenstände für Krankenpflege au-aeliehen. 3m Berichtsjahre wurden ferner 2 Alarm- und 8 Hauptübungen abgehaltcn, davon eine Hebung im Gelände: u. a. ist darin eine Hebung auf der Eisenbahn einbegriffen. Bei größeren HnglückSfällen wurde die Kolonne am 2. 3anuav 1926 vom Bahnhof Giesten, am 8. Oktober v. 3s. zu dem Flugzeugabsturz bei Beuern und außerdem bei verschiedenen Autounfällen zu Hilfe gerufen. An Sonn« und Feiertagen wurden 33 Wochen im Depot in Bereitschaft gehalten, in 24 Fällen wurde Hilfe geleistet, darunter 13 KrankentranSporte. Bei sonstigen Deranstaltungen wurden auf Verlangen 29 Wachen gestellt und dabei in 27 Fällen die Kolonne in Anspruch genommen. Der QHitglie- derstand der Kolonne betrug zu Beginn de- 3ahres 1926 einschllehlich drei Ehrenmitgliedern 65, freiwillig ausgetreten sind 4. neu ausgenommen wurden 17, so daß Ende 1926 eine Mitgliederzahl von 78 vorhanden war. 3naktivr Mitglieder zählt die Kolonne 11. Am 18. Aua. 1926 legte der 1. Borsitzende, LandgerichtSdivrk- tor Wiener, sein Amt nieder: er wurde einstimmig tum Ehrenvorsitzenden ernannt. Als 1. Borsiyender wurde OberregierungSrat Dr. Heß gewählt. Durch Wegzug von Gießen schied der Mitgründer der Kolonne Paul Hartmann auS: ihm wurde die Ghrenmitgliedschafl verliehe-,i. Kolonnenarzt ist Dr. med. Beu- m a n n - E p e n g e l, der für die Ausbildung der Mitglieder in eifriger Weise besorgt war. Die Einwohnerschaft möge die re/te Tätigkeit der Kolonne durch eifrige und opferfreudige Unter- ftühung anerkennen! '* Heimsparbüchfen der Bezirks- f_P° klaffe G ie ß e n. In der Erkenntnis, daß Sparen nottut, und daß auch schon von der Jugend in kleinen Pscnnigbeträgen gespart werden muh, hat Die Bezirkssparkaste Gießen ihre frühere Ein- richtung, die Ausgabe von .Heimsparbüchfen", wieder eingeführt. Die von ihr au-gegebenen neuen Sparfafietten find auch in der äußeren Form an- sprechend. Die ,F)eimsparbüchsen" sollen dazu die- KtechNche Nachrichten. Evangel sch« Gemeinden. Sonntag, den 6. Februar 5. nach Epiphanias. Dietzen. Stadtkirche. 9'/,: Pfr. Becker. 11: «in- derkirche f. d. Marlusgem. Pfr. Becker. 5: Pfarr- asstst. Hertel. - JohanneSkirch« 9'/,: Pfr. Aus- seid. 11. Kinderkirche für die Iodannesgemeinde. Pfr. Ausfeld. 5: Pfr. Bechtolsheimer. 8: Btbeibcspre- chung im Iohannessaal. Pfr. AuSfeld. — Oleue Aula. HniversitätS-Goltesdienst ootm. 11'/«. Pre- digt: Prof. Dr. Cordier, — Kirchberg. 10, uachm 17,: Lollar. Dienstag 8. Febr. abends 87,: Bibell stunde Lollar. Donnerstag 10. Febr. abends 8' Bibelstunde Daubringen. — Sich. 9'/.: Beichte 1. StiftSvfarrer Schvrlemmer, heilige« Abendmahl 7.1: «inderaolteSDienst.2:Htift«decyant Len,. Mitt- woch 8: Bibelstunde. - Watzenborn-Darbentetch. Watzenborn-Steinberg: 10. Garbenteich. 17,. Ke.höfisch« Gemeinden. Dietzen Samstag, den 5.Febrnuar.4' u.7Beichlc Ein auswärtiger Priester wird Beichte hören Sonntag, den 6. Februar. 5. Sonntag n vpiphan 6' , Deichte, 7 Meste, «om. der Männer, b Rom., 9 Hochamt m.Pred., 11 Meste m. Pred., 2 Andacht, 3 Bersammiung deS dritten Ordens, 5 Austührung der Cantate. Gelobt sei Zefus Chrislu-. - Grünberg 97, Meste m. Pred.-Hungen 5/ Andacht. — Laubach. 10 Meste mit Predigt. Lich 77, Meste mit Predigt. (conntnnaoicuii o. tier .te it. *7luotü. fe i am 6.2.27 Dr. yieumuun. i>r. Sitinher. Htrschavotheke Zahnarzt: Dr. Jüacr. lOTD Verwaltung und ihre Beamten Anlaß gegeben haben. Ohne genaue und vollständige Anschrift des Empfängers, zu der bei größeren Orten außer dem Dor- und Zunamen der Stand, die V t r a h e und i i? Hausnummer gehören, ist die Zustellung einer Postsendung auch dem findigsten Zusteller nicht immer möglich. Auch ist es unumgänglich nötig, auf allen Postsendun- gen stets Aame, Wohnort und Wohnung des Absenders anzugeben, damit diesem die Sendung im Falle der Hnzustellbar- keit zurückHegeben werden kann. =b. Städtische Drennholzverstei- gerung. Bei der gestrigen Brennholzverstei- gerung der Stadt Dietzen wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenscheiter 17 Mark. Eichenscheiter 12 Mk.. Eschenscheiter 11 Mk., Buchenlnräppel 13 Mk.. Eichenknüppel 8,50 Mk.. Fichtenknüppel 7 Mk.. Buchenstocke 7,50 Mk., Eichenstöcke 5,50 Mk. je nn; Buchenreisig 30 Mk., Eichenreisig 15 Mk., Fichtenreisig 12 Mk. je 100 Wellen. •• Personalie. Der Studienreferendar Dr. Hugo Stotz zu Gießen wurde zum Studienafsestor ernannt. *• Zu dem Ä ü n ft l e r f eft „Filmzauber" wird uns heute mitgeteilt, es würden nur soviel Korten verkauft werden, daß den Besuchern des Festes die Gelegenheit zum Ian,) in keiner Weise eingeschränkt wird. An Kostümen ist alles zugelassen, was mit dem Titel des Festes in Einklang zu bringen ist: also haben die Besucher Gelegenheit zwischen dem modernsten Phantasiekostüm und dem Tut-ank-amon-Gewand zu wählen. Als Heber- rascbung sollen Filmaufnahmen von dem Fest gemocht werden. *• Saatgutmärkte in Oberhessen. Ibn Den Landwirten die Möglichkeit zu geben, auf Grund von Proben sich Saatgut bewährter, ertragreicher Sorten von Gerste, Hafer, Sommerweizen und Kartoffeln zu beschaffen, veranstaltet die Hessische Landwirtschaftskammer am Donnerstag kommender Woche in Gießen und Friedberg Saatgutmärkte. Die Landwirte mögen die Anzeige in unserer heutigen Ausgabe beachten. ** Der nächste Pserdernarkt in Frankfurt a. M. findet am kommenden Montag, 7. Februar, statt. Wie uns mitgeteilt wird, weist Der Markt eine reiche Beschickung auf. ’’ Wäschediebstahl. Der Polizeibericht meldet: 3n der Aacht zum 2. d«. Mts. wurden aus einem Garten am Kugelberg nachstehende Wäschestücke gestohlen: ein« Hemdhose, ein weißer Hnterrock, ein Damenhemd und ein Paar braunwollene, seidene Strümpfe. " Fest genommen wurde ein« Frauensperson aus Gießen wegen Gewerbsunzucht: ferner drei weitere Personen wegen verlchiede- ner Straftaten. ** W e m gehört der Hammel? Der Polizeibericht teilt mit: Am 25. Januar ist einem An- kümmert sich auch nicht um die immer finsterer werdenden Mienen und beachtet auch nicht das drohende Gemurmel. Er sieht und hört nur noch Holz und Zahlen... alles, das ganze Holz mutz sein werden, das war dann ein feines Geschäft. Endlich, der .Mann auS der Fremde" Latte bereits 16 Raummeter auf seinem ulamen stehen, ermannt sich ein anderer 3nter» essen! und dann noch einer: .Die andern wollen auch etwas, aber da- Holz ist zu teuer." .Gut," meinte die Gegenseite, .dann will ich jrht mal aufhören und spater weitersteigcrn. — Hnd was ihr da erzählt von zu teuer, stimmt alles nicht. 3hr wollt sicher Da« billige Hol§ selbst hoben. 3ch war dieser San ? auf einer Holzversteigerung, da kostete das Buchenholz. das nicht so schön war. 35 Mark." Die Mayner machten zunächst ungläubige Gesichter, bis ihnen ein Seifensieder ausging. .Mann. Sie find ja irr. da« waren Preise für je zwei Raummeter und hier handelt i« sich immer um den Preis für einen Aaum- meiet." Aun war die Aeihe an dem „Qllann auS Derren, bie bereite etft- klni'iae Häuirr cerireicn und mit vrima y?eiexeiiAcn nufroarien können, bitten mir um nttetiibrltcbeö, schruiltches Slnnebot davli Söhai Aktlengeieilaebaft Hille a. S. Mtanon Tchokolaben-^erke ,wis6 Chauffeur für Lastwagen sofort gesucht Autoschlosser und la Wagenpfleger Bedingung Schriftliche Angebote unter 1202V an den Gießener Anzeiger. Vermietungen i-k-Zim.-Ms. in gut. .Sause, beite Lage au öerm. Schr. Angcb. unter W43 an Den Gted- 8n» SlVöllk Z-Ziw.-wLdk. mit geraum. Brüche iBoden und Kelle,- raumi sofort xn oer- mieten in (tzroiie« Linden in der Nahe des Bahnhofs Swr. Anneb. unter 12HGD an Den Gteß. An*. Wohnung fia kinderloses rühm, (rbeiaar in D. tziahe (9;efccn5 mit guter Badno rbinhung au rernneten. ,Su erir. in b. Geschäftes«, he» Sich. Anz. 5iööne 2- ois Z-Ziwmkr-Doyliy mit Südienantetl nn ruhige ältere veute o^neKinder z ,-erm Lchr. Änaeb u. 0KY, a. D. Gieß. Anz. erb. 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Gestern mittag verschied an den Folgen einer Operation unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Schwager Die Beerdigung findet statt: Montag, nachmittags 3l/z Uhr, von der Kapelle israelitischen Friedhofs aus. Zuverläss-, erfahren. Alleinmädchen für kleinen feinen HauShali sofort gesucht.- mehnährige Zeugnisse erforderlich. VornellungO-li. •Bxotefior Xclbrucrf mtb Berg.ir. 9 I. Familie Familie Familie Familie Familie Wieseck, Hausen, den 5. Februar 1927. Die Beerdigung findet Montag, 7. Februar, nachmittags 3 Uhr, in Holzheim statt. 12070 Gestern morgen um 3 Uhr entschlief sanft nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere liebe, treusorgende Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante la WlkllZ'o sichern Sie sich jahrelang durch Liebern, des Alleinverkaufs torts- ob. beztrköw I eines glanz, anerk. 'Dtafienanifeld. EnormerAbsafr. hob. Au Iren. Kein Laden, kein Kapital notig. Zeiiungörekl. erfolgt durch mich. Der begehrte Artikel über« rafcht durch Güte u. letchie Berküuslichk. Gr. Ers. nachweiSb Proiv in.Anl konenl Schreiben Sie Von- farie an Hm Hilm, Äöln-Ebreateld 69. Heute morgen entschlief im 80. Lebensjahre meine liebe Frau, Mutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Gießen, den 5. Februar 1927. Hammstraße 16 H. Stadttheater Lountag, 6. Rcbr., 17. boanlag-UD.-Brfl von 7 ms nach 10nur Erkiaufsührting: Die SltlusiKlnjffFm Cpcirne in 3 vitien von Kaliuan Imc Dienstag,^.Jebr.. iS.Lleiiskag-Ao.'brfL voa7'/, b nach 10 Uhr 3D01II) Tragödie in 5 Auf« zugen i7 Bttdernl vonFriedrich vcbllel Mittwoch.«. Jcbr.. i8.minroomdiD.-Lin. von 7*; bis ' * 11 ür: Boöer-Goluls Lun'viel in r Aufzügen von Berni. Srcitan, 1 l.Jebr., 17.ZMf0N-AD.voM. v 7‘ 4 b nach 10 Uhr Die 3irlU5D[io3iiiln Cpeieuc in 3 Akren von Kalman. L0untaa.13.Jedr. 18. Sonvlog-AD.-VM. von 7 bis 9* 4 Ubr: Zum levien Mat«: Dooei-Gaiöls Luniviel In 3 Auszügen von Bcrstl. Nachhilfe für 15jäbt Mädchen, Liz. m Englisch und Yranz gesucht. Schr. 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Die Schillerschule, der er von Ostern 1913 bis zu seinem allzu frühen Tode angehört hat, betrauert in ihm einen vorbildlich gewissenhaften Lehrer und einen väterlichen Führer der ihm anvertrauten Kinder, das Lehrerkollegium ein treues Mitglied. Wir werden sein Andenken für alle Zeiten in Ehren halten. Das Lehrerkollegium der Schillerschule. Glehi ötthattHt Dieder ei gen: Datum bann fein f0, 1 ju sehen? Es den. man har vraufMrt. d'r verdm darauf zu |s ein g »pale eduuei? £Qnn lehrt n W iutüd 51 dn ..Do h-nE jr ntieti, bj viel । alte, ^uprmamt. Schmerzli mQn l Me nicht & d-e o f, ht & -D- Ä 1 -3 IS9? ‘i! .«in w "iS" ,I«|. 6atö'e « «um - Äft.'-s lung < "gbem w "btt '?'i'enla,'^ed Simmentaler Rind sriich gekalbt, zu verkaufeu bei 08,1 Heb, Becker 4., Nerokirchcn. Zenfler 15 Stück. 90X160 cm. satt neu, gebe ganz Statt Karten. Danksagung. 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Da» Genfer Protokoll vom 12 Dezember 1927 stellte scft. dah von den Im Juni 1925 brr ReichS- regicrung übermittelten, die Zahl von 103 überschreitenden Wünsche und Forderungen der Alliierten hinsichtlich der Militär schen Abrüstung Deutschlands zwei Forderungen «die Frage der Ostbefestigungen und brr Herstellung bzw. Au-fuhr von Kriegsmaterial) noch nicht erfüllt seien, .dah indessen die Hoffnung durchaus berechtigt fei, auch diese beiden Punkte im freundschaftlichen Sinne zu lösen" Al» Endpunkt für diese .freundschaftliche Lösung' wurde der 31. Januar 1 92 7 in Aussicht aenom- men. der Tag. der da» Ende d.r interalliierten Militärkontrolle in Deutschland bedeutete. Sollten die direlten Verhandlungm zwischen Deutschland und den Alliierten zu keinem positiven Resultat führen so war vorgesehen, dies« beiden letzten Streitpunkte dem Spruche deS BölkerbundrateS oder dem Haager DchiedSgerichtShof zu unterbreiten Run haben endlich, sozusagen in der letzten Minute, die langwierigen D.-rhandlungen zwischen der Reichsregierung und den Alliierten ihren Abschluß gcsunden. DaS Ergebnis ist ein zwischen dem Dcrsailler Militärkomitee und den deutschen Delegierten abgeschlossener D e r g l c ich, der die beiden noch offenen Punkte endgültig regelt, von der Dotschafterkons.renz auSdrucllicy gebilligt ist nud damit, wenn auch eine offizielle Rote der Tot chaft'rkon'etenz bi» zurSlunde nicht veröffentlicht ist. ipso iure d i e restlos« Ersüllung der militärischen B e - Stimmungen beS Versailler Vertrage- durch Deutschland anerkannt ist. Ein Vergleich erfordert von beiden Seiten Zugeständnisse und Opser. WaS ist durch die deutschen Unterhändler erreicht, welche Opser linö gebracht worden? Die Lage zu Beginn der Verhandlungen skizzierte sich etwa wie folgt. VS handelte sich In den Verhandlungen nicht um die g roh en Festungen im Osten Deutschland» selbst, dir vorn militärischen Standpunkt auS keinen allzu großen Wert besahen. Vor dem Weltkriege hatte Deutschland überhaupt nur zwei moderne F e st u n» fl en von militärischem Wert Ini Westen — Straßburg und Metz —, während sowohl au» strategischen Gründen al» auch aus Mangel an genügenden Geldmitteln für den Au-bau von Festungen wie Königsberg. Küstrin. Glogau ulw. au modernen Festungen nichts grscheyen war. Der Verlaus deS Weltkrieges hat bewiesen, dah diele Aussassung deS deutschen GenetcllstabeS richtig war. Vor diesen eigentlichen Festungen wurden während de» Kriege- und auch nach den Kriege vorgeschobene Stellungen mit Schützengräben, betonierten Unterständen usw. gebaut. die zum gröhten Teil nach Beendignug deS Kriege» eingeebnet wurden, um den Boden wieder landwirtschaftlich nutzbar zu machen. Die deutsche Regierung verfocht die Auffassung, dah sie zu der Errichtung dieser vor- aefchobenen Stellungen und betonierten Unterstände berechtigt sei, auch wenn diese nach dem Inkrafttreten des Art. 180 de» Versailler Vertrages gebaut worden sind, da eS sich um „Ergänzung-bauten" und nicht, wie die Gegenseite b hauptete. um .Reubauten" handelte. Heber die theoretische und juristische Seite dieser Frage, d. h. über die Interpretation des Art. IW deS Versailler Vertrages ist zwischen den deutschen Unterhändlern und bem Versailler Komitee keine Einigung entelt worden. Jede Partei hat ihren juristischen Standpunkt aufrecht erholten. Man versuchte jedoch auf praktischem Wege sich einander näh«r zu kommen, und dieser Weg hat sich auch als richtig erwiesen. Don ben insgesamt in Frage kommenden 88 be- Gießener Stadttheater. Gerhart Hauptmann: „Einsame Menschen". Wieder ein Hauptmanns Man könnte fragen: warum bekommen wir. wenn es Hauptmann sein soll, nicht die ..Dorothea Angermann" Iu sehen? Es ist doch so viel davon geredet waren. man hat das Stück auf so vielen Theatern vraufgeführt... Aber dieses neueste Schauspiel — wir werden in anderem Zusammenhang noch darauf zu sprechen kommen — ist im tiefsten Grunde ein ganz altes Stück: Dorothea ist eine späte Schwester der Rose Bernd, und Haupt» mann kehrt mit ihrer Geschichte zu seinen Anfängen zurück, zum Etil seiner Jugend. Und «S ist — schmerzlich zu sagen — fast das Beste «n der „Dorothea Ängermann". dah sie uns an den jungen, starken, kraftvollen Hauptmann Erinnert, der und etwas zu sagen und zu geben Iatte, viel mehr zu sagen und zu geben, als er alle, abgeklärte, gewissermaßen klassische Hauptmann. Schmerzlich zu sagen, gewiß. Aber gerade, wenn man die In letzter Zeit so häufig zu hörenden, scharfen, ungerechten, fast vernichtenden Urteile nicht mitzumachen gesonnen ist — Ht- teile, die ost mehr billige Beschimpfung, al» begründete Kritik enthielten — bann wird man cs begrüßen, wenn so ein \an sich für Hauptmanns Eesomtbilb kaum wesentliches) Drama erscheint, wie diese „Dorothea", und das Vergangene und fast Vergessene hcrausbeschwört. Auf die „Do- wthca Angermann" können wir ruhigen Herzens verzichten — die früheren Dramen können wir nicht entbehren, sie gehören zum festen Destand, find gewichtiger Besitz unfcrcS Schrifttums Die „Weber", der „Geyer", der „Henschel", der „Biberpelz" und manches andere. Auch die „Einsamen Menschen" aus dem Jahre 1890 Wie ist e» bestellt mit diesem dritten Drama Gerhart Hauptmanns, das allen denen ^geeignet ist, „die es gelebt haben"? So steht eS mit •6m. daß man heute, nach mehr als 26 Jahren, kaum noch etwas darüber sagen kann, was nicht längst gesagt, geflärt, gepriesen und geschmäht worden wäre. Zunächst: Das Drama war — ohne Zweifel — ein klarer Fortschritt, künstlerische Entwicklung nach dem begab.cn, aber sehr krassen Erstling „Dor Sonnenaufgang", nach dem konse- quenten, aber peinlichen, von Ibsen her beein- stutzten „Frirdensfcst". Hatte man diese Fa- • milienkatastrophe von den „Gespenstern" abgeleitet, so. war kein Zweifel, daß vieles in den Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Samstag, 5. Zebrnar 1927 tonierten Unterständen, die zwar nur Raum für je acht Mann haben, aber al» Kommandeur- oder Rachrichtenunternände militärisch höher zu bewerten sind, bleiben 54 erhalten. 34 werden zerstört, davon allein 22 an der südlichen Front von Königsberg, bet f»genannten Frischinglinie. Königsberg bildet« ein besonder«» schwieriges Kapitel, weil außer dem Art. 180 auch die Art. 195 und 196 de» Versailler Vertrags eine Rolle spielten, bi« Anlagen von B.sestigungen innerhalb von 50 Kilometern von der Küste verbieten. In den Verhandlungen Über die Ostbefestigungen einigte man sich ferner Über eine genaue Festlegung derj.nigen FestungSzone. in der innerhalb und auch außerhalb (b. h von bet Festung bis zur ReichSarenze) keine Veränderungen ober Reubauten vorgenommen werden dürfen. Von seilen der Alliierten wurde jedoch zugestanden. daß bei den bestehenden Anlagen leicht verderbliches Material. wie Erde. Holz usw. durch Beton erseht werden darf, so daß wenigsten« die In- standhaltung der vorhandenen Anlagen und ihr Schuh vor dem Verfall gesichert ist. Die Fe- ftungSlinie läuft von Königsberg über Lötzen. Küstrin, Glogau usw bis nach dem Süden Deutschlands. SS ist den deutschen UnterhändErreichen sämtllcher deutschen Dünsche, sondern ein Kompromiß, In dem aber auch Zugeständnisse von der Geaenleite. d. h. den All»- terten. erreicht wurden. Bei der Deutle.lung des ErgebnisteS darf nicht unterschätzt werden, daß di« Verhandlungen ausschließlich mit dem Versailler Eomitö geführt worden sind, dessen Vorsitzender bekanntlich Marschall Zoch ist. Dieser Rame besagt genug für die schwierige Stellung der deutschen Delegierten. Die Pariser Press« ist in ihrer Beurteilung über da» erzielte Ergebnis geteilt — ein Fall, der immer wieder eintritt, wenn e- sich um einen Abschluß mit Deutschland banbeiL Die großen Rachrichtenblütter wie „Matin" und „Pent Pa- risien" sind mit dem Ergebnis »ufrieben und erblicken in ihm einen weiteren Fortschritt auf dem Wege der deutfch-französifchen Annäherung. Die Blätter der Rechten oder die chauvinistische Heyptesfe sprechen selbstverständlich von einer .Kapitulation" der Alliierten, von dem .Sieg" des .Besiegten" oder bestreiten. wie z. B. „Scho de Paris", daß da» Kompromiß „Irgendeine praktische Bedeutung besitze" Zäh und schwierig war das Ringen um di« militärische Abrüstung Deutschland». Ein neuer Kampf, sicherlich noch schwerer und Die große Tageszeitung -Obevbesseus und deS LahugebieteS ifi in feinem irS.Lahvgarig der Oietzerrev Anzeige» Das eilte ttnterbattungsbtatt ifi feine DienSiagS und GaurSiags erscheinende Deiiage „Gletzeuee Samllienblattev" Die einzige Vildevdeilage ifi feine eigens für das Seimatgebiet bearbeitete DonnerStagsgabe Heimat im Bild'* Der fachvevstandise Aatgeber für Landwirtschaft. Gartenbau und Dieb- zucht ift feine SveitagsbeUage --Die <5dbolle* lern bei Festsetzung dieser Zone gelungen, die jetzt wichtige Oderlinie — nachdem Posen. Thorn usw. zu Polen gehören — zu erhalten. In der Frage der Herstellung und Ausfuhr von Kriegsmaterial liegt da» Ergebnis in zweierlei Momenten. Es ist erstens genau festgelegt worden. waS unter Kriegsmaterial gemäß dem Versailler Vertrage zu verstehen ist. zweiten« ist es den beutf-ten Unterhändlern gelungen, die ursprüng.ichen Forderungen der Alliierten, die einen überaus scharfen Eingriff für die deutsche Industrie bedeuteten. wesentlich zu vermindern und zu beschränken. Zusammengefaßt ist das Ergebnis der Pariser Enlwasfnungsverhanblungcn weder eine Kapitulation der deutschen Unterhändler vor den Forderungen der Gegenseite, noch das restlos« hartnäckiger, steht bevor: der Kampf um d i« Befreiung der Rheinlande. Außenpolitische Umschau. Von Proseffor Dr. Otto Ho eh sch, M. d.R. Rach einer Krise von rund sechs Wochen ist die deutsche Rechtsregierung zustande gekommen. In langandauernden Verbindungen ist darin um größte Gegensätze und Grundsätze der deutschen Innenpolitik gerungen worden. Es ist der Gegensatz zwischen rechts und links, in dem mit dem liebertritt der Partei der Mitte von links nach rechts eine neue Aera begonnen hat. Aber das sind unsere Angelegenheiten deS Deutschen Reiches. Oft genug ist damit gruselig gemacht werden, daß der Eintritt der Rechten in die Regierung für Deutschlands Außenpolitik. wie heute daS schöne Schlagwort heißt, .untragbar" sei. Aber wir finden in den Betrachtungen der französischen, englischen, übet* Haupt ausländischen Preße au diesem Abschluß der Regierungsbildung dergleichen Wenig oder nicht». Allmählich hat sich auch die Welt draußen daran gewöhnen müssen, daß In Deutschland eine Millionenpartei, die der Rechten, vorhanden ist, bi« ihre Grundsätze und ihren Dillen gemäß ihrer Stärke auch zur Wirkung bringen will. Man hat im Ausland noch mehr erkannt, was eS sür die Stabilisierung der europäischen Verhältnisse und für den europäischen Frieden bedeutet. wenn die in der Deutschnationalen Partei zusammengefaßten materiellen und gütigen nationalen Kräste s i ch zur Mitarbeit und ?ur Mitverantwortung an der beut- chen Lolitlk entschließen. DaS Gewicht wird em andere», sicherlich keineswegs In den außenpolitischen Verhandlungen für unsere Gegenspieler in Pari» und London bequemer zu tragen al» bisher, aber es wird einen Abschluß, wenn er erreicht werden kann, dann auch füt die andere Seite ganz ander» sichern. Di« Internationale Lage, in der die neue Regierung ihr Amt antritt, ist dadurch bezeichnet. daß Rordamerika in zunehmendem Maße sich von Europa de»interes'iert. und daß England, in China Immer mehr und gefährlicher isoliert feftgelegt, zu machtpolitischem Eingreifen in Europa außerstande ist. Und daß. da auch auf Italien» Hilf« und Unterstützung nicht zu rechnen ift. die deutsche Außenpolitik in der Hauptsache allein steht. Damit fpitzt sich für die Außenpolitik der neuen Regierung alle» auf die direkte Auseinandersetzung mit Frankreich in voller Schürfe au. (S» ift unmöglich. dem klar gestellten Problem auSzuwei- chen. eS hat auch keinen Zweck und e« würde schädlich fein. Dafür ist wieder notwendig, dl« Lag« In Frankreich so zu «rfennen. wi« .fit ist. Brland ringt mit der Rechten und auch mit Peineare, der Gedanke der Verständigung kämpft mit dem Gedanken der Sicherung, ja de» Angriffes. Was die widerstrebenden Kräfte im französischen Kabinett zusammenbindet. Ist die gemeinsam« Sorge um den Franken, die ?iemcinfame Arbeit um die Sanierung deS Fronen. Einmal wird diese- Ziel ja erreicht werden. Rach der Ratifikation de- Ächuldenabkommen mit Amerika, die nicht zu umgehen ift. wird der Franken fest fein. WaS wirb bann? Dann hat bie Rechte ble Hände frei für ihre zielbewußte Arbeit. Briand zu stürzen und di« beutsch-franzöfischen Beziehungen in ble Krise zu treiben. Die Interalliierte Kommission verläßt Berlin. Die Einigung in ber letzten ®nt- waffnungSsrage ist erreicht. Inwieweit sieDeutsch- lanbs Interessen gerecht wirb, ober nicht, wird abschließenb erst gesagt werden können, wenn der Gesehentwurs über bie Verbote ber Sin- und Ausfuhr vorliegen unb wenn bie Einigung über bl« Ostsestunaen sich in ihrer Bedeutung völlig übersehen küßt. Im Augenblick ist wichtig, daß ble Dotfchafterkonferenz zum erstenmal die osfizielle Feststellung ausgesprochen hat, daß Deutschland allen militärischen Bestimmungen auS dem Versailler Vertrag nachgekommen ift Damit ist daS Feld für die neue Regierung frei nun an ble große Ausgabe beS IahreS 1927 mit Klugheit unb Tatkraft zu geben: bie Räumung des Rheinlanbes. Dafür toteber Ist beftim» menb, daß die RäumungSfrage in Frankreich nicht mehr au» ber Erörterung schwindet, aber Kampfobjekt ber inneren unb militärischen Politik ift TJeiter. baß von ber französischen Seile die Räumung belastet wirb mit ber Forderung, baß sie von Deutschlanb bezahlt werben müsse unb zwar sowohl durch Defchleunigung der Zahlungen aus dem Dawes-Plan, wie durch daS Zugeständnis einer weiteren Kontrolle des ent- militarisierten Rheinland«- (sog. „ätements Stahles“ ober ähnliches). Das ist bie Lage, so knapp unb einfach tote möglich, fo konkret tote möglich gefaßt. Dem „Sinfamen Menschen" (der Mißllang im Titel ist auch schon längst getadelt worben) — in „RoS- merSholm" sich vorgebildet fand. Dic« und jene russische Rovelle von Garschin, von der im zweiten Akt einmal bie Rede ist, bestimmen ganz klar, worum es sich hier handelt: nehmen wir noch bie berühmte Definition Zolas hinzu — „Ein Stück Ratur, gesehen burch ein Temperament" — bann erfassen wir bas Drama im europäischen Zusammenhang, mit den geistigen Voraussetzungen, ohne die e» nicht denkbar ist. Das deutsche Temperament Hauptmanns formt das Stück Ratur nach feinem Willen unb Gesetz. Die Anorbnung unb Gegenüberstellung ber Menschen im Stück ist typisch, man flnbet sie in mancherlei Abwandlungen immer wieder bei ihm. Da ist ein durch die üblichen und herkömmlichen Bindungen zusammengehal enet Kreis von Menschen, eine kleine Welt, die eine Einheit dar stellt ober darzustellen bestimmt ist. In diesen Kreis dringt vlöylich, zusällig, von außen her, ein fremdes Einzelwesen ein, wird unversehens Mittelpunkt, um den sich alte» bewegt, sprengt den Kreis und löst die Gemeinschaft auf. DaS ist ba» eine. Zum andern: die fo eingeleitete innere Entwicklung vollzieht sich nicht Schlag auf Schlag, sondern ganz langsam, halblaut, unterirdisch gleichsam. Durch das Eindringen des Fremdlings, des Gastes aus der Ferne, von weitem, von außen her, verschiebt sich das Verhältnis derer, die „innen" stehen, im Kreise, im Gewohnten und Hergebrachten: es ergibt sich dabekannte, vor und nach Hauptmann immer wieder konstruierte Dreieck: der Mann zwischen zwei Frauen. Sofort erscheint die Frage nach der „Lösung", die alte, immer wieder aufgeworfene, nie geloste — wie wird das enden? Wird Hauptmann das versöhnlich-beglückende. da- zweifelvolle. unentschieden-Aaghafte, dennoch mutige Bekenntnis der „Stella" finden: Wir dret? Er kann es nicht. Und auch der „gute“ Ausgang hätte eine Trennung gebracht; das beutet der britte Aki bes Dramas an. Ium letzten: die Problematik des so geschaffenen dreieckigen Verhältnisses (auch hier hat die „Hedda Gabler" tiefer eingewirkt, als etwa die „Stella") wird verschärft in einem abermaligen, wiederum durch den Eindringling bedingten Frontwechsel innerhalb des Kreises: in ber Gegenüberstellung und Auseinandersetzung zweier Generationen, ber alten und der jungen, der Eltern und ber Kinder. (Auch dies Motiv ist keineswegs erst mit Hauptmann in die Literatur eingeführt worden; es ist das erste unb elementarste Motiv aller jungen und revolutionären Dichtung vom Sturm und Drang bis zum Expressionismus; in der schroffsten unb schärfsten Form ber alte Gegensatz zwischen Vater unb Sohn.) — Man sieht, wie die Fäden laufen, bie unsichtbar bas Szenengefüge des Dramas verspannen: man spürt, wie sie innerlich unterem anber verbunden sind, wie ihre Ueberschnei- bung organisch gewachsen ist, wie chre Lösung nicht mähliche Entwirrung sein kann, sonbern nur ein gorbischer Alexanberhieb, der anS Leben geht. Von den zwölf Menschen im Drama sind fünf wesentlich. Innerlich beteiligt. Um die geht es. Die vier DockeratS, die beiden alten, die beiden jungen. (3m Kreise.) Und bie Züricher Studentin Anna Mahr. (Don außen her.) Durch fee, den einbtingenben Fremdling und flüchtigen Gast, wird ber Frieden im Landhaus am Müggelsee zerstört. Besser gesagt: sie ist ber zufällige, äußere Aniah, ber bie längst vorhandenen Bruchstellen hn Zusammenleben ber vier anbem bloß- legt; sie steht am Kreuzweg, wo jung unb alt sich trennen, wo Sohn und Eltern, zwei Generationen innerlich, geistig, auS Weltanschauung sich scheiden müssen; hier brechen bie Drücken ab zwischen alter unb neuer Zeit. WaS längst verborgen glomm, fladert hell aus. Hi« Pflicht unb Zucht und Ordnung und Sitte — hie freier Wille, freie Religion, freies Menschentum, e.ge- ner Weg. Ober, wie Hauptmann es zuspitzend gegenüberstellt: hie alter Glaube und schlichte Frömmigkeit, bie Bibel und Geroks „Palmblätter“ — hie neuer Glaube und Raturbekennt- nt». Haeckel und Darwins Manifest. (Es ist kein Zufall, daß daS Drama in Friedrichshagen spielt, wo damals Wilhelm Dölsche, Bruno Wille und die beiden Brüder Hart das Evangelium einer neuen Zeit verkündeten.) ©o steht daS junge Mädchen zwischen Eltern und Kind — so steht sie, erst unbewußt unb bi» zuletzt ungewollt, zwischen Mann unb Frau. Auch hier reißt sie bie zuvor schwach überbeefte Kluft entscheibend auf, bringt die Innern Abstände der zwei Menschen ans Licht. Der junge Gelehrte lieht — durch sie hindurch — daß ihm seine Frau (trotz dem eben geborenen Kindchen, geistig unverbunden blieb, dah sie innerlich im bürgerlich engen, unfreien Bezirk ber eigenen Eltern steht, in einer Welt, van ber er «ich längst los- aefagt hat. Aber Anna ist ihm Gefährtin im Geist, am Werk, ba» er schafft; sie versteht chn. Er will fie halten, well sie ihm hllst. weil er fie braucht, obgleich bie eigene Frau, wohl tapfer, sich bennoch quält unb wunbstößt, obgleich bie Allen feine Gemeinschaft mit Anna gröblich unb engherzig mißkennen, und obgleich die Leute schon „brüber reden". Rein, das „Wir drei" ist hier nicht (unb vielleicht nie) bie Lösung, unb das gutgemeinte „Ihr beibe". als Anna endlich geht unb gehen muß, kommt viel zu pät. Sie ist fort — und der Kreis hinter ihr ist gesprengt, die „Gemeinschaft" zerstört, ihr wertvollste- Glied herauSgebrochen und vernichtet. Telekh inszenierte; er hatte daS Drama ziemlich modern aufgefaßt unb stellte ble Dinge mitten in bie Gegenwart hinein, was unserm Gefühl nach verfehlt ober hoch zum mindesten be- benllich ist. Sicherlich finb bie entscheidenden Konflikte, um bie es sich für Hauptmann hier handelt, nicht an irgenbeine Jahreszahl gebunden; sie sind zeitlos, und wir haben das auch anzubeuten versucht. Aber gewisse DorauSfetzun- gen stammen eben doch au» jener „Gegenwart" um 1900, nicht au» unseren Tagen Der Darwinismus stehl für unS heute boch In etwa» anderem Lichte, als bamals; unsere gesellschaftlichen Anschauungen sind ungezwungener geworden; eine Studentin ist keine halb verdächtige AuS- nahmeerscheinung mehr sür unS. Man sollte diese» Werk nicht aus seiner Umwelt lösen, au- der eS stammt. Es wird dadurch nichts an Gewicht unb nichts von der Weite seines Ausblick- verlieren. - 3m übrigen waren die fünf Akte gut gespielt, toaren innerlich gestuft und aufeinander abgestimmt, batten Bewegung und Farbe. Auch fchaufpielerifch war die Aufführung zufriedenstellend. Den Johannes Dockerat gab Hanke; schwankend, unruhig und unfertig, nervös, empfindlich und reizbar; im verzweifelten Kamps um einen Menschen, bet ihm nicht gehören bars, um ein Glück, ba- nicht bei ihm bleiben teilt In den drei ersten Akten vielleicht um ein paar Töne zu heftig, aber mit guten Steigerungen zuletzt. Anna Mahr war Alix K rahme r; man weiß nicht, ob chr die Rolle sehr vom Herzen kommt; manche» klang etwa- gepreßt, manches zu unvermittelt; sonst eine achtbare Leistung, sparsam in den Mitteln, behutsam, beherrscht. Susanne Heym (Käthe): ein schmales, blasses, gequältes Geschöpf, hilflose- Spielwerk bei Lebens. Ausgezeichnet die beiden Allen: un& V r> l ck, Lenau holle auS ber undankbaren unb nüchternen Mittelfigur de» Braun da- Möglichste heraus. In den Chargen: Kutzhofs (Pastor) und I ü n g I i n g (die Leh. mann). — Das Haus wurde gegen Ende sehr unruhig; auch einige unerklärliche und unangebrachte Hei- terfeitderfolgc waren zu verzeichnen. Dr. Th. für Schüler für Wsfd Schludlern Pic feine eine zugreifen. Die Lösung des Kostenverteilung muh dere Weise versucht teerten, wendig, das) die Feststellung Problems der heute auf eine an- Hierzu ist es notgemacht wird, daß ’iefoo / perr Aus 6?! ' Da Nr. 8 von Wildenten, fang Linde! Hebung von aungen in Hebung elm wneiden ter M Lööchen : HM träger gerechte Lastenverteilung vorliegt, dürfte Erkenntnis sein, ter sich niemand ver- 10 Uhr: Sin besserer Herr. Mittwoch, 9. Februar, von 8 bis 10 Uhr: Der Revisor. Donnerstag, 10. Februar, von 8 bis 10 Uhr: Ein besserer Herr. Freitag, 11. Februar, von 8 bis 10*/, Alhr: Hamlet in Krähwinkel. SamStag, 12. Februar, von 7 bis nach 10 Uhr: Bonaparte. Sonntag, 13. Februar, von 7 bis nach 10 Uhr: Bonaparte. flnmelöung 10-11L Anineldun 8'’N |tbi SuUaq.U *otwlegtn \\ ?uinQ'men Pbren, in f ■örperlid)et 5u4'ulbe ud) """richt na litt. bekannte Künstlerin hat ihre ÖtimmitH zu dramatischer Kraft und Höhe entwickelt, ebenso aber weih sie auch den feinsten inneren Regungen wirkungsvollen Ausdruck zu verleihen, in Jubel und Schmerz und Verklärung gleich groß. AlS rächender Bruder Franz LarkeuS. reich an stimmlichen Höhepunkten in der Ballade von schwarzen Studenten, in den Aufwallung m te- AffekteS als Freund und unerbittlicher Gegner AlvoroS. Diesem gab Horry Schürmonn mit heroischer Stimme und metallischem Glanz dramatische Wucht, lyrische Momente voll Weichheit und Warme und innerem Erleben, besonders in den Zwiegesängen des vierten Bildes mit Don Carlos. Auch die Vertreter der Nebenrollen verdienen, auch nicht namentlich aufgtrufen. allseitige Anerkennung. Das Tanzpersonal unter Führung von Theodora Jüttner verlieh dem Lagerbild durch den Taumel der Tarantella ein charakteristisches Ke- präge. Die Chöre griffen klangvoll und ausgeglichen in die Gestaltung der Szene ein. Dem Orchester hat Verdi an der Ausgestaltung der dramatischen Momente wie auch in szenischen Stimmungen starken Anteil gegeben. In den lyri- schen Kantilenen wie auch in den Aufwallungen dramatischer Akzente folgte es stets nachgiebig dem Dirigenten Heinz Berthold. Besonders die Instru» mentalsolist'.'N (Flöte, ttlarinctte, Cello, Harfe) fielen durch außerordentliche Llangschvnheit auf. Die Buhnenleitung hotte stimmungsvolle Bilder (Karl Löffler) geschaf^n. der Reiz der Szene wurde durch künstlc.isch nachempfundene Beleuchtung (Ludwig Keim) gehoben. So wurde die Aufführung in ihrer Gesamtheit zu einem großen Ereignis für Gießrn. Um so mehr, als es sich um eine Neuaufführung für dis deutschen Bühnen gondelte, gebührt i'er umsichtigen Theaterdirektion ganz besondere Anerkennung und Würdigung. sich auf der Grundlage des Gesetzes vom 21. März 1914 ein Beitragsverhältnis der S i h g e m e i n d e n, d. h. der Gemeinte, in welcher die Schule ihren Sih hat, entwickelt hat, das inkeinerWeisederprozentualenJn- anspruchnahme der Schule aus der beteiligten Gemeinde gerecht wird. Diese Feststellung ist in der Tat ter Kernpunkt der ganzen Frage! Bei ter Mehrzahl der höheren Schulen, vielleicht abgesehen von den fünf großen hessischen Städten, beträgt ter Prozentsatz der auswärtigen Schuler fast 50 Prozent, bei manchen Anstalten noch weit mehr. Während also die Gemeinden des ganzen Schul - beziris zu 50 Prozent und mehr die Schule besuchen, ist nach dem gegenwärtigen Recht allein die S i tz g e m e i n d e zur Tragung der gemeindlichen Anteils verpflichtet. Daß hierin wirklich ielplan vcr Arankfurtcr Theater. Opernhaus. Sonntag, 6. Februar, von 6Vs bis IO1/, Albt: „Der Ring des Ribelungen", dritter Tag: Götterdämmerung. Montag, 7. Februar, von 71/- bis gegen 10V8 Albt: Die verkaufte Braut. Dienstag, 8. Februar, von 6Vs bis nach 10 Alhr: Carmen. Mittwoch, 9. Februar, von 7 bis 9 Alhr: Hänsel und Gretel. Donnerstag. 10. Februar, von 7 bis 10 Alhr: Othello. Freitag, 11. Februar: Geschlossen. Samstag, 12. Februar, von 7 bis 10’/« Alhr: Tannhäuser. Sonntag, 13. Februar, von 6’/j bis nach 10 Alhr: Carmen. — Schauspielhaus. Sonntag, 6. Februar, von 7 bis nach 10 Alhr: Bonaparte. Montag, 7. Februar, von 7 bis nach 10 Alhr: Bonaparte. Dienstag, 8. Februar, von 8 bis sie auf Grund ter wirtschaftlichen Vorteile, welche sie durch das Bestehen einer höheren Lehranstalt haben, einen ihren Kräften entsprechenden Zuschuß leisten müssen, wobei jedoch zu bemerken ist, daß die wirtschaftlichen Vorteile für die Allgemeinheit heute bei weitem nicht mehr in dem Maße bestehen wie früher. ES fragt sich nun: wie und auf welcher Grundlage soll die dringend notwendige, anier- weite Verteilung ter Schulkosten ftüttflnten. Der Lösung dieser Frage stellen sich erhebliche Schwierigkeiten in ter praktischen Durchführung entgegen die keineswegs verkannt werden sollen, die aber doch eine brauchbare Lösung zulassen. 3m Jahre 1922 hatten die beteiligten hessischen Gemeinden dem Landtag einen Antrag unterbreitet auf Alebernahme ter persönlichen Kosten der höheren Schulen auf ten (Staat Diesem Vorgehen war damals ein ein Erfolg nicht beschießen. Grundsätzlich muß, wie schon vorhin erwähnt, daran festgehalten werden, daß die Unterhaltung bet höheren Schulen Aufgabe des Staates ist. Die schwierige Finanzlage des hessischen Staates, in welcher sich dieser aut Zeit anerkanntermaßen befindet, läßt es indessen gegenwärtig als aussichtslos erscheinen, diesem neue Aufgaben zuzumuten. Die Städte und Landgemeinden haben bei der letzthin in Frankfurt a. M abgehaltenen Versammlung deshalb davon abgesehen, den im Jahre 1922 gestellten Antrag nochmals auf- fiff“" «Mcn Al' A°K° arotzen sta ftr dl- stand muß wir 'M NJ der S-aatei ÄaS Unter ßageö! Schuldens daß e>"e J prrtcilung » Jenö notöe Vertreter 1 Städte in c Aerbeiführ' Sie vertret anstal'en h und lie hr gstÄließur ,Dic in versammelte a^aLenDe halten eine ter -Wen. Snngend no schen --toats bewußt wir treuen, das) srithcr:g:n ’ fahr der 2lr ten. daß dal Bei dcnjcnig 6cm Kriege find, auch d in Gemäße geregelt wer vihgemeindei Kcrar^ichunk in einer gc» sammlung vc tiefe ßeranzi einer Entlas Schulen beni Äiese Gi tung und de den zur 2 immer wicderkehrenden Motive die geistige Drücke zu kommenden Szenen schlägt. Als Explosiousmustker hat er mehr ein Auge für Situationen und scharf typisch geprägte Charaktere. Daher? auch oft daS Verwickelte der Handlungen in seinen Opern, während das Tondrama die innere psychologische Entwicklung musikalisch durchführt. Wie schnell Verdi's Musik erwuchs, erhellt ein Ausspruch des Meisters: „Die ganze Rümmer steht sofort vor meinem geistigen Auge fertig. Dor allem weih ich ganz genau, ob Geige ober Flöte dir betreffenden Töne ausdrücken werden. D e 5>auptschwierigkeit ist die mechanische Unmöglichkeit, be i musllal'.schen Gedanken schnell genug, wie er in meinem Hirn entstanden ist. zu Papier zu bringen!" Dieses vnmi.telLa.e Quellen auß dem ganzen inneren Menicien heraus gibt feinen Melodien eine elementare, charaltrristische Kraft, und so stellt er als Melodiker eine eigenartige Erscheinung in der Entwicklung ter Musik dar. Infolge des persönlichen Gepräges wird man seine Melodien immer to eter alS solche erkennen, aus welchem Wirke sie uns auch entgegentreten mögen. Do auch in ter jetzt neu erweckten Oper: „Die Macht de» Schicksals." Alnb eS ist ein nicht zu unterschützendsS Verdienst Franz Wer leis, dieses 03 . rt. das in Italien schon stets seinen Rang behauptet hat, nun auch durch eine in einzelnen Teilen gen al zu nennende Aleteriragung der deutschen Tühne zugänglich gemacht zu haben. Alnb ist eS nicht de- zeio.ne-.d für fein großes Verdienst, bah dieses Werk last auf allen deutschen Dühnen in kurzer Zeit siegreichen Einzug gehalten hat? Denn Verdis meledi'chs Kunst kann für unsere kri en- ha te Entwicklung der modernen Mu>ik von nachhaltigem Cintlub werden. lieber die der Oper zugrunde lieg- nie Hand- nicht selbst zu tragen braucht, sondern sie auf ble ihm angehörenten Gemeinten übertragen soll. ODenn die Kreise die Verpflichtung zur Leistung von Gastschulbeiträgen abhängig machen wollen von einer vorherigen größeren Aleterwe.sung von Einnahmen, dann brauchen wir ble Gast- schulbeiträge überhaupt nicht erst einzuführen. Die Einführung solcher hat nur bann einen Sinn, wenn man wirklich eine veränderte Dert:.lung der öffentlichen Ausgaben für die höheren Schulen schaffen will. Alm einen festen Reck» tsb öden zu haben, muh das System ter Da st schultet träge auf gesetzlicher und nicht auf sreiw lliger Grundlage aufgebaut werten, es darf keinesfalls in das Ermessen ter Kreise gestellt werden, da jeder Kommunalpolitiker cxiü. was er von bet sog. Ermessrrngsfrage zu halten hat. Es mag zugegeben werden, haft die Lösung ter Kostenverteilung auf diese Weise auch ihre Mängel har. zur Zeit dürfte sie atet al- ter einzig gangbare Weg erscheinen. Der andere Gerank. die Sitzgemeinten ter höheren Schulen mit den Heimatgemeinten ter Schüler zu besonderen Schulgemeinschaften zusamm n-.. ch i:ßen, dürfte wohl nur Aussicht auf praktische Verwirklichung haben, wenn die Houptmengr ter auswärtigen Schüler aus 3—4 Gemeinten kommt. Schulgemeinschaften von 20 oder noch mehr Gemeinten. die örtlich ost avch noch sehr zerstreut liegen, dürften undurchführbar fun"- Innerlich befriedigend wäre nur eine einheitliche radikale Lösung ter Frage, eine großzügige Auseinandersetzung zwischen Staat und Gemeinden auf dem Gebiete dcS höheren Schulwesens. Daran ist aber in Hessen jedenfalls zur Zcft nicht zu denken, zumal ter hessische Staat sich noch dauernd aus allen Ctca.Sgebictcn finanziell weiter zu entlasten sucht. 3n diesem Bestreben findet er die Alnt.rstützung ter Gemeinten, allerdings darf diese Entlastung nicht auf dem Rücken der Kymmuncn erfolgen. Zu ihrer Aleberraschung mußten die kürzlich in Frankfurt a. M. versammelten Vertreter ter hessischen Srädte und Gemeinten mit höheren Schulen aus dem Munde eines Vertreters dcS hessischen Finanzministers die Kunde vernehmen, daß ter hessische Staat seinerseits erstrebe, sich auch auf dem Gebiete der Kosten der höheren Schulen finanziell zu entlasten und zu diesem Zwecke teabsichtige. die von den Sitzgemeinten erstrebte Entlastung durch Heranziehung ter Hftn'.atgemeinden der auswärtigen Schüler für sich auszuwerrem Gegen diese Absicht te» hessischen Staates müssen alle Gemeinden mit höheren Schulen auf das entschiedenste Verwahrung einlegen. ES muß demgegenüber darauf hingewiesen werten, daß der Staat mindestens doch das gleiche Interesse an der Erhaltung ter höheren Lehranstalten hat, wie die Gemeinden und deshalb den bedrängten ©cmernten hier nicht in den Arm fallen darf, da er sich sonst mitschuldig macht an dem Zerfall tes höheren Schulwesens in Hessen. Es muß um so mehr Verwahrung eingelegt werten, als in einer Reihe von Fällen statistisch nachgewiesen werten kann, daß sich die Staatoleistungen hinsichtlich der höheren Schulen In ter heutigen Zeit gegenüber ter Vorkriegszeit prozentual wesentlich gesenkt haben. Wird diese Warnung nicht befolgt, dann übernimmt der Staat eine Verantwortung, die er zu tragen nicht In der Lage ist, weil alsdann zweifellos die Tatsache eintreten wird, daß sich die höheren Schuten in Hessen nur in einigen größeren Slüdlcn konzentrieren, die übrigen ater eingehen müssen. Hier wird nun ter Einwand lammen, unser Hessenland leite an einer Alebet* fülle höherer Lehranstalten und eS schade nichts, wenn eine Airzahl davon einginge. Gegenüber solchen Behauptungen muh doch darauf aufmerksam gemacht werden, daß Leute, die die- behaupten. die Bedürfnisse des flachen Lande- und Die Röte ter Eltern, die kein Gelb haben, ihrs Kinder In eine heule immerhin nicht billige Pension zu geben, einfach nicht tonnen. Welche Schulen würden dann voraussichtlich von einem solchen Abbau betroffen? In erster Linie die Lehranstalten auf dein flachen Lande, die in entlegenen Bezirken die einzige Möglichkeit zur Erlangung der heute fast in allen Berufen geforderten Reife bieten, und dir für weite Bezirke unseres Landes einen unentbehrlichen schulischen Mittelpunkt, ein kleines Kulturzentrum bilden. Das eS aber bedeuten würde, wenn die höheren Schulen in den mittleren und kleinen Gemeinten eingehen müßten, darüber wird sich unsere Staatsregierung klar fein. An dieser außerordentlich wichtigen Frage sind nicht nur die mittleren und oberen Volksschichten in unserem Londe Interessiert^ sondern alle Volks» kreise. In einer Zeit, wie gegenwärtig, in welcher wir mehr alS jemals befähigte Köpfe al» wirllich große Führer unseres Volkes brauchen, in einer Zeit, in welcher ter Ruf „Freie Bahn dem Tüchtigen" erhoben wird, mühte es auf CeTttiler ter Verständigung mit Frankreich schlechtbin, mag da» unangenehm und hart im Ohr dingen. Aber wir fehen nicht, daß mit ter allgemeinen Verständigungs-Erörterung und -Bewegung die Sache vorwärts gebracht werbe. Wir begrüßen alles, was bazu dient, die, wie der eben in Berlin sprechende Henry Lichtenberger gesagt hat. berente »Fremdheit" zwi- schen den beiden Völkern zu Überwinten. Daß man sich viel mehr kennen lerne als bisher. Ist absolute Rotwendigkeit. Alnb In ter Beziehung haben sich die beiden Völker gegen« ! eilig nicht viel vorzuwerfen. Die Alnkenntnis im ranzöfischen Volk in bezug auf Deutschland ist riesengroß, aber wie viele Menschen in Deutschland verstehen denn wirklich etwas vom heutigen Frankreich, seinem politischen System, seinen geistigen Strömungen, dem Unterschied zwischen den einzelnen Teilen, zwischen Paris und dem Lande draußen? DaS zu studieren ist notwendig und nützlich, nicht nur aus politischen Gesichtspunkten, aber ganz besonders um der Politik willen. Diese selbst aber kommt nicht vorwärts, wenn sie nicht entschlossen die konkreten Einzelausgaben anfaßt, kühl und real ihre Schwierigkeiten ins Auge saht und an die Verhandlungen herangeht vom Boden der Lebenüintor- effen, ter Lebensnotwendigleiten des Volkes aus. Den Willen zur Verständigung ha! die neue Regierung, aber er findet die zwingend gegebene Grenze an dem, was Deutschlands LebenSnolwendigleiten und Deutschlands Gleichberechtigung uns zu fordern gebieten. Wir sprechen nicht von der gar nicht zu lösenden Verbundenheit der Westaufgaben unserer Außenpolitik mit den Ostaufgaben, sprechen nicht von Litauen, Polen und Rußland, und den Wirkungen einer englischen und französischen Politik auf dieses Gebiet, den Gefahren und Aufgaben, die daraus unserer Außenpolitik erwachsen können. Der Ausgangspunkt für jede Betrachtung ist hier die Politik, die kurz und eindeutig in dem Schlagwort des Berliner Vertrages zwischen Deutschland und Rußland festgelegt ist, die feste Stellung Deutschlands zwischen Westen und Osten, die uns das Recht der Reutralität wahrt, und die feste wirtschaftliche wie politische Verbindung mit Rußland. Man streite nicht mehr um Formeln und Richtlinien, wie man das in den letzten Wochen getan hat und notwendigerweise tun mußte. Alnb vollenbs aller Streit um bas Vergangene ist müßig, schädlich. Die Rechtsgültigkeit der Lo- earnoverträge ist selbstverständlich, Lccarnosystem und Deutschlands Zugehörigkeit zum Völkerbund sind politische Tatsachen und bindende Verpflichtungen des Rechts, auch für die neue Regierung, die die Deutschnationalen ein- schließt. Don dieser Grundlage au8, zugleich aber auch in der Ostpolitik, die wir bezeichneten, und in dem großen Zusammenhang, der durch die seit 1923 eingetretene weltpolitische Wendung eingeleitet und bezeichnet ist, wird die Außenpolitik des neuen deutschen Rechtsmini- fierium» betrieben werden. Ihr Ziel ist und rann nur sein Freiheit für unser Vaterland. Für ihre Methoden kann nur Richtschnur fein, was Lebensnotwendigkeiten und Würde unseres Volkes sordern. Alnb intern die {letoaltigen nationalen Kräfte, ble parteipolitisch n bet DeulsHnationalen Partei zusammengesaht Snb, sich auf diesem Boten mit den anbeten Rechtsparteien zusammengeschlosfen haben, wirb dabei Willen und Entschluß gestärit und gefestigt, da, wo die Grenzen erreicht und berührt werden, wo nach den nationalen und paal-politischen ®runbauffaffungen dieser Rechtsparteien de« .Rein" ausgesprochen werten muh. dieses Rein auch zu sagen und an ihm fest- . zuhalten. So sieht das Ausland auch in dieser Beziehung ganz klar: die Rotwendigkeiten der l europäischen Friedenspolitik erkennt Deutschlands neue Regierung durchaus, aber man wird von 1 ihr nicht verlangen dürfen, daß es ihnen diene Sbie Lebensnotwendigkeiten unseres Datec- S! Die Kosten der höheren Schulen in Hessen. Von Bürgermeister Dr. V ö l s i n g, Alsfeld. Schon seit einer Reihe von Jahren kämpscm die hessischen Städte und Landgemeinden, die höhere Schulen besitzen, um eine andere, g-rcch- tere Grundlage des Antcilderhältnisses bezüglich der Kostenverteilung zwischen Staat und Gemeinden bei der Deckung teS Aufwandes ter Gymnasien, Realgßmna'lcn. Obirr?alfd;u'en und Realschulen und der diesen gleichgestellten anderen höheren Lehranstalten. Dir Rechtsgrundlage für die Tragung der Kosten ter höheren Schulen in Hessen bildet das heute längst überholte und veraltete Gesetz vom 21. März 1914 über die Kosten der höheren Schulen, während für die höheren Bürgerschulen noch daS Gesetz vom 11. Mai 1901 in der Fassung dcS Abänterungs- gesetzes vom 13. Juli 1922 gilt. Bei den nach Dem Kriege zu Vollanstalten ausgebauten Realschulen wurde bezüglich der Kostentragung von diesen gesetzlichen Bestimmungen abgewichen, indem die betreffenden Gemeinden allein mit den durch den Ausbau entstandenen Mehrkosten belastet wuroen. Das Gesetz vom 21. März 1914 stellt den Grundsatz auf, daß die oben aufgeführ- ten höheren Schulen Staatsanstalten und vom Staate zu unterhalten sind mit der Maßgabe, daß die Gemeinde, in welcher die Schule Ihren Sih hat, die sachlichen Ausgaben für die Anstalt, also Heizung und Beleuchtung usw. selbst zu tragen, sowie ferner das Schulgebäude zu stellen und auch dessen Alnterhaltung zu übernehmen hat. Don den persönlichen Kosten, soweit diese nicht durch das Schulgeld. Mieteinnahmen aus Dienstwohnungen oder durch Zuschüsse dritter Personen gedeckt werten, haben die Gemeinden zu tragen: 20 Prozent wenn die Zahl der einheimischen Schüler am 15. Mai vorhergehenden Jahres weniger als 30 Proz. der Gesamtschülerzahl beträgt: 25 Proz. Kosten bei 30 bis 40 Proz. Schüler: 30 Pro-, bei 40 bis 50 Proz.: 33 Proz. bei 50 bis 60 Proz.: 40 Proz. bei 60 bis 70 Pro;.: 45 Proz. bei 70 bis 80 Proz.; 50 Prvz. Kosten bei 80 Proz. und mehr Schülern. Wie im nachstehenden näher nachgewiesen werden soll, ist diese auf dem Gesetz von 1914 beruhende Kostenverteilung nicht mehr länger aufrechtzuerhalten, andernfalls die große Gefahr entsteht, daß eine ganze Anzahl höherer Schulen, besonders in den mittleren und kleinen Städten, der Aufhebung anheimfallen muß. Das Land Hessen galt vor dem Kriege als vorbildlich auf dem Gebiete tes Dildungs- und Schulwesens, und wir waren stc^z auf diese Anerkennung. Alle Gemeinten waren bemüht, ihre höheren Lehranstalten auf dieser Höhe zu halten und sie noch weiter zu fördern. Gern und willig haben sie sich dieser Ausgabe unterzogen, sie waren auch finanziell bei ten wirtschaftlichen und steuerlichen Verhältnisse ter Vorkriegszeit hierzu in ter Laos. Anter» ist es aber nach dem Kriege und nach ter Inflation geworden. In den letzten Jahren sind die Kosten ter höheren Schulen, insbesondere die persönlichen, derartig gestiegen, daß sie die Leistungsfähigkeit ter mittleren und kleinen Städte übersteigen. Reucrdings sind an mehreren Orten GemeinderatSbeschlüsse gefaßt Worten, worin sich die Gemeinten außer Stande erklären, für die Kosten ihrer höheren Schulen nach dem gegenwärtigen Derteilungs- maßstab noch weiterhin auszukommen. Wenn z. B. eine mittlere Stadt wie Friedberg jährlich für feine Schulen einen Zuschuß von ICO 000 Mf. oder die kleinere Stadt Alsfeld allein für ihre Oberrealschule jährlich 36 000 Mk. als gemeindlichen Kostenanteil aüfbringen muß, so sind dies Summen, die bei den jedes Jahr noch weiter steigenden Ausgaben der Städte (siehe insbesondere ter Wohlfahrtspflege), bei den schlechten wirtschaftlichen Derhältnissen und ter geschwächten Steuerkraft ter Bürgerschaft nicht mehr länger getragen werten können. Füt die 5 großen hessischen Städte, Darmstadt, Mainz, Offenbach, Worms, Gießen mit ihren Mllllonen- voranschlägen kommt dieser Gesichtspunkt weniger in Betracht, da hier die Kosten der höheren Schulen nicht so entscheidend aus den Etat ein- wirken, wie in ten kleinen und mittleren Städten. An und für sich ist wohl das höhere DU- dungswcsen genau so eine Staatsaufgabe wie das Dolksschulwesen, man kann sogar noch weiter gehen und behaupten, daß es an sich sogar eine Rcichsaufgabc ist. Andererseits erkennen aber die Städte mit höheren Lehranstalten an, daß knige ge ^tene ^’chwa Gießener Stadttheater. Verdi: „Die Macht des Schicksals". Richt immer hat man Derdi als Musik- bramatiler zu würdigen gewußt. Man erkannte hei ihm nur Melodien und übersah die dramatische Kraft in ihnen. Dazu kam noch, daß die Entwicklung des modernen deutschen MusikdramaS aus ganz andere Dege führte, als Derdi sie bc.chrilten hatte. Die dramatische Situation setzte sich im Tondrama In fortwährende, Immer weiter sich auSwirkende, Spannungen um. Einzelne charakteristische Motive wurden im ganzen Werk durchgeführt und spieaelten In ihrer Ab- wandiung den inneren Verlauf teS psychischen dramatischen Prozes.'eS ab. So spannten sich einheitliche Organismen über das ganze Werk und gaben ihm eine in die Breite gehende, sich im einzelnen aus'chöpfende Form. Derdi erfaßt Die einzelne Situation nicht minder scharf. Sie spitzt sich bei Ihm auf einen Brennpunkt zu. Jede Perlon wird nach einer einzigen Seite ihres Wesens und ihres augenblicklichen Zustandes hin gesehen. Dem gibt er in charakteristi chem Motiv Ausdruck und aus diesem erwachst In sequenzenartiger, motivischer Fortspinnung die Situationsarie. Ein Derfahren. da» gerade bei Derdi dramatUche Berechtigung hat. weil er von einer Situation wirllich den Kern trifft und aus dieser heraus die Musik sich explosiv entfaltet. Das erregt Schwingende seiner Arien steigert sich zu einer letzten Evolution im Schluß mit neuen Mitteln In ungemein gesteigerter Kraft. Damit ist auch die Situation erschöpft, und Beziehungen zu weiteren Szenen geht er meistens nicht nach, sondern gibt diesen dann eine neue charalerißifche Prägung. Während das teutsche Musikdramo durch die schließen kann. Deshalb muß hier ter Hebel an- geseht werten. Es liegt jedenfalls auf der Linie eines gerechten Ausgleichs und ist keine unbillige Forderung, wenn unter solchen Almständen die Heimatgemeinden der Schüler zu den Kosten derjenigen höheren Lehranstalten, die sie besuchen, herangrzogen werden. Der inneren Berechtigung dieser Forderung hat in analoger Welse bereits das neue Dolksschulgeseh vom 25. Oktober 1921 Rechnung getragen, intern es die Erhebung eines Schulgeldes von den ortsfremden Fortvildungsschülern zuläßt. Was nun die Frage anlangt, in welcher Weise diese Heranziehung der Heimatgerneinden ter Schüler höherer Lehranstalten möglich ist, so sei darauf hingewiesen, daß unter Almständen daS in Preußen geplante System ter G a st - schulbeiträae In ter einen oder unteren Form angewandt werten kann, wobei zunächst die Frage offen zu lassen ist, ob diese Heranziehung der Heimatgemeinten auf dem Dege über die Kreise oder durch Blldung besonderer Schulgemeinschasten am zweckmäßigsten erfolgt. Selbstverständlich ist dabei jedoch Dorauäsehung, daß im $alle der Almlegung eine» entsprechenden Teile- ter Kosten auf die Heimat gemeinten die Sitzgemeinte selbst von dieser Umlegung nicht betroffen werden darf, da diese gemäß ihrer Schülerzahl von vornherein im gleichen Verhältnis belastet und durch die Aufbringung der sachlichen Kosten besonders verpflichtet ist. Die preußisch e Alnterrichtsverwaltüng Ist zu der Aleberzeugung gekommen, daß anders als durch eine solche gesetzliche Lösung nicht geholfen werten kann. Rur so kann verhindert werden, daß existenzberechtigte höhere Spulen ter Finanznot unterliegen. Die Kreise werten dem entgegenhalten, daß chnrn damit eine neue Ausgabe Im Sinne tes ZinanzauügleichSgesetzes auferlegt wird, sür deren Erfüllung ihnen nach Gesetzes- Vorschrift zuvor eine Ginnahmevermehrung gewährt werden muß. Dics:r Einwand ist aber weder formell noch sachlich gerechtfertigt. Wenn die Kreise und nicht die einzelnen, oft kleinen Landgemeinden zu Schuldnern des Gastshulbci- trages gemacht werden, so geschieht dies nur, wie der preußische Ministerialrat Lande auf ter letzten M'-tgliederversammlun i des Reichs- städtebundes sehr richtig ausgesühri hat, um statt vieler einzelner V:rpslichteter e nen größeren Schuldner zu haben, der diese Derpflichtung lung wurde in dem Dirbericht daS notwendige gesagt; die Fülle ter dramatisch gespannten Situationen, d.e aus einseitigen, aber doch edel gerichteten Eharal:ercn in ihren Widerstreit heraus wächst, gibt te;n Komponisten reichliche Möglichkeiten zu dramatischen Entladungen, zu glut- Hafter Kantiie e, zu treffender Charakterisierung einzelner Gestalten und wirkungSvol.en Dolls- fzenen und stimmungsvollen Chören. Es war ein besonderes Merkmal ter Aufführung durch die Mainzer, daß eine jede Rolle mit durchaus typisch geeigneten D'rtrelern besetzt war und gerade die Träger der kleineren Rollen in sich durchaearbeitcte, abgerunte.c Leistungen boten. Eine Tatsache, der man nicht auf allen Bühnen begegnet. Wahre Kabinet sigurcn echten BnftostileS in Spiel und Gesang schufen Heinz Prhbit als Fca Mclitone und Paul B.-rger als Mastro Trabuco. Dieser als Maultiertreiber und Hausierer in den von Verdi fein gezeichneten Szenen, jener in seinem leporelloartig?n Gegenspiel zum Peter Guardian und im Eiser der Kapuzinlade Gie seinerzeit auf Verdis Geheiß der Predigt In „WallcnsteinS Lager" nachgebilb t wurde). Den vorn Schicksal Verfolgten war Walter Hagner als Prior ein väterlicher würdevoller Beschützer und Hclfer. Sun seriöser Baß in quellender Fülle prädestinierte ihn für diese Rolle. Alberto ©örter als Preziofilla stellte eine temperamentvolle Wahr ag rin mit ihr wohl anstehender Keühftt und mit ausgiebiger charakteristischer Stimmkraft und Höhe dar. 3m Mit elpunkt des Geschehens ter Oper stand das Schicksal de- Hauses C .lalrava: Emil Siegelt cin Marchese voll Standes'ewu'ftfein und aufwollendem Zern, mft atug p ä;.tcr Stimm:. Lydia Gunkher-Kleinann gestaltet ten Sei- D.tiütocg der Leonore mit eindringlicher Realistik. Die einst als Konzertsängerin genugsam (hlf m 5'5 >b i WL, In html^ •'* y,nl|l* den a*njrtlq V® ,onb ßeüo- Atd äftjäij löere » •hrer ®^ol5 kLS sAS (?nnun9 /ir ®r^ DH Mr Ste; “ÄmX jlj? ^^'ttlid) W taytflli ^!fle 2ur. .V°°t unb Ate 'h w* ?‘™Wn t®" Hilm "U,ng btt Cb "tlafhing nicht civlgen. titelet 'E höhm> Dnlretu« bä tant$mei '«inetltitä E bi Äoften lanjien »u ue beablichtt«. bis ör-flofhuM Metten b« er zu tragen bann Mi/ellos t sich Mt Oberen | gen crößcrcn |tn ater dn* bet Lwvand m E littet« rt schnte nid)li, mgt ««genutet batauf auhnttb te, die dks bv chm 2anM und Mb hadrn, ihn jin nicht billige ' lennen. chlllch wn einem etiler Lim, Mt in Lande, die tilge DSMnr in allen Oktalen ) dir für irr-" । unentbehrlichen c8 KultutzenlrM tDÜrte wenn M» eren unb fiel"® fein. 2n Mel« e sind nicht nm Wichten in w* itrndlfl, I" Suf^; dell, tbrju ab« n Regungen®» > färfeui. «14 Xw<5 2usü>allnng^ w’" ann "!!,^Tu8 Sr *5^ bäi tiefste beklagt werden, wenn weiten Volks- schuhten bie Möglichkeit genommen toütbe, ihre Kinder an dem 2luf stieg der Begabten teilnehmen zu lassen. Wenn ein Beamter, ^anb» Werker oder Arbeiter sein begabtes Kind nicht in eine höhere Schule am tllla^e oder in der nächsten Umgebung schicken kann, dann ist die Möglichkeit einer höheren Bildung für dieses Kind verloren, vielleicht -um Schaden der All- gemeinhett. Gs darf aber nicht dahin kommen, bab schließlich nur die höheren Lehranstalten der großen Städte in unserem Hessenland die Stätten für die höhere Bildung werden. Gin solcher Zustand müßte bie schwersten Bedenken erregen, da wir im öffentlichen Leben, auch in den Kreisen der StaatSbeamtenschast, Männer brauchen, die in kleineren Verhältnissen, die in kleinen Städten und Gemeinden ausgewachsen sind und deren Verhältnisse von Jugend auf kennen. Unter voller Würdigung des Ernstes der Lage hinkichllich des Weiter!'estandeS des höheren Schulwesens in Hessen, und in der Erkenntnis, daß eine alsbaldige Aeurc-gelung der Lasten- verteilüng der Kosten der höheren Schulen dringend notwendig ist. hatten sich vor kurzem die Vertreter der hessischen mittleren und kleinen Städte in Franksurl a. M. zu^ammengefundcn aut Herbeiführung geeigneter Maßnahmen. Gs Haven die Vertreter von insgesamt 31 höheren Lehranstal en ha5 ganze Problem eingehend beraten, und sie sind zu einer einmütig angenommenen Entschließung gekommen, die folg ndeS feststellt: .Die in Frankfurt a. M. am 10. Januar 1927 versammelten Vertreter von 31 höheren Lehr- aiistal'en der mittleren und kleinen Städte Hessens ballen eine beschleunigte Veureglung bezüglich der Kosten der höheren Schulen in Hessen für dringend notwendig und erwarten von der hessischen Staatsregierung, daß sie sich ihrr Aufgabe bewußt wird, die höheren Schulen so zu betreuen. daß nicht einzelne Anstallen infolge der seitherigm unqered)ten Kostenvert-Uung der Gefahr der Auslösung ausgesetzt werden. Sie erwarten. daß dabei hinsichtlich der Tragung der Kosten bei denjenigen höheren Lehranstalten. welche nach dem Kriege zu Vollanstalten ausgebaut worden find, auch die Kosten der neu errichteten Klassen in Gemäßheit dcS Gesetzes vom 21. März 1914 geregelt werden. GS muß eine Entlastung der vihgemeinden in Ansehung her Kosten durch Heranziehung der Heirnatg.'meinden der Schüler in einer geeignete» Form erfolgen. Die Versammlung verwahrt sich einmütig dagegen, daß diese Heranziehung von dem hessischen Staate zu einer Entlastung von den Kosten der höheren Schulen benutzt wird." Diese Entschließung soll der hessischen Negierung und dem Landtag alsbald unterbreitet werben zur Berücksichtigung bei dem in AuS icht stehenden neuen Ge'etzentwurs über dis Kosten der höheren Schulen. Aus dem -LmrsverrLt.-vittungsblatt. * Das AmtSverkündigunsblatt V r. 8 vom 4. Februar enthält: Schonzeit für Wildenten. — Wiefeclregullerung in der Gemarkung Lindenstruth. — OrtSsatzung über die Er- Hebung von Vergnügungssteuer für Tanzbelusti- gungen in der Gemeinde Heuchelheim. — Gr- vebung einer WectzuwochSsteucr. — DaS De- kchneiden der Hecken. — Maul- und Klauenseuche in Aödchen und Reiskirchen. ........ ■ _ . . — Der Sternhimmel im Februar. (Aachdruck verboten.) Sonnenaufgang von 7,45 Ubr biS 6,50 Uhr. Sonnenuntergang von 4,40 Uhr bis 5.35 Uhr. Lichtgestalten des Mondes: 1. Viertel am 9. 1 Ubr norm., Vollmond am 16. 5 Uhr oonn., 3. Viertel am 24. 10 Uhr vorm Werm wir nicht gezwungen wären, untere Himmelsbeobachtungen durch die Lulthüile der Erde hindurch anzustelten, die das Sonnenlicht so zerstreut, bah alle gleichzeitig mit der Sonne über dem Horizont stehenden Sterne verschwinden. fo könnten wir die Sterne ununterbrochen nähert sich nun schon dem Iupcter. Am 5. Februar holt sie ihn ein. Aber die Sonne, langsamer als die VenuS. aber schneller als der Zuviter, steht noch so nahe, daß bie Zusammenkunft — bie sogenannte Konjunktion — bieser beiden hellsten Planeten nut noch eben in der Abenddämmerung tief am Horizont zu sehen ist. Weit besser sichtbar ist der Mars, der sich freilich von der Srde immer weiter entfernt und dessen Helligkeit daher abnimmt. Den äußersten der großen Planeten, nämlich den Vingplaneten Saturn, entdecken wir am Morgenhimmel, dessen VOM l) fViernrf O VeZ*TW7^ d J Wer/#/ /rrffN8no£Ä: OAO/Zf ßl/O6y- // ✓Verne VT/e/ne 6vcA> \ //»den Q)Kenur Q)Merv (3)Jtp/Ve? ö)£efurw Der die Stunde mähten enthaltende Kreit nnd die dielt punktierte Linie, der sogenannte Horizont, und feststehend tu denken. Der Sternhimmel dreht sieh samt dem damit verbundenen, durch Mitternacht gezeichneten Pfeil — gewissermaßen dem Zeiger der Himmeltuhr — in 4 Minuten weniger alt 24 Stunden im Sinne des durch 12 Uhr mittags gezeichneten Pfeile einmal um feinen Mittelpunkt. Der eingezeirhnete Horizont bildet ein Feneier, dae die um Mitternacht der Monalsmilte sichtbaren Sterne umschließt. Will man zu einer anderen Stande beobachten, so denke man sich den Sternhimmel to gedreht, daß der durch Mitternacht gezeichnete, milzudrehende Pfeil nunmehr durch die Beobachtungsstunde geht, wodurch dann die zu dieser Zeil sichtbaren Sterne in den nicht mitzudrehenden Horizont hinetngedrehl werden. Für je 5 Tage vor der Monatsmitte ist der Sternhimmel um */i Stunde früher, für je 5 Tage nach der Monatsmitte um */» Stunde später einzustellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellungen ein, wenn er die angedeutele Lichtgestall zeigt. bei Tage und bei Vacht sehen, wie es z. V. im künstlichen Sternhimmel der fehl an vielen Orten erbauten Planetarien der Fall ist. Wir würden dann im Februar folgendes Schauspiel wahrnehmen: Der Jupiter, der den ganzen Herbst über gut sichtbar war, wird von der schnelleren Sonne verfolgt, die ihm näher und naher kommt. Die VenuS hingegen, die im Herbst auf der anderen Seite der Sonne stand, überholt diese und Anblick ja im Februar für den gewöhnlichen Sterblichen nicht ganz außer dem Bereich des möglichen liegt, im Sternbilde des Skorpions. Der Fixsternhimmel erstrahlt im Februar in ungewöhnlicher Pracht. Die schönen Wintersternbilder, hoch oben der Fuhrmann mit der Dapella, der Stier mit dem Aldebaran und den Plejaben, die Zwillinge mit Eastor unb Pollux unb vor allem daS schönste Ötembllb, der Orion, find schon bet Situ ritt der Dunkelheit sichtbar und bleiben es den ganzen Abend über Der Sirius in der Verlängerung des Gürtels de» Orion ist der hellste Fixstern am ganzen Himmel Auch für bie Betrachtung der rindrucksvvlisten TierkreiSsternbilder, von denen außer den schon erwähnten auch noch der Löwe unb bie Zung- frau zu nennen sind, ist der Februar ein sehr günstiger Monat Küstermann. Schöffengericht Gießen. • Gießen. 4. Febr. Hinter verschlossenen Türen wurde qegen einen Landwirt auS Bönstadt wegen Sittlichkeitsverbrechens verhandelt. Strafe: 11 Monate Gefängnis Gin Arbeiter aus Saasen hatte eine von dem Telegraphenbauamt Gießen am 10. Oktober 1928 ausgestellte Bescheinigung über die Arbeitszeit durch Aenderung des Datums ge- sälscht, um eine Arbeitslosenunterstützung zu erzielen. Mit Rücksicht auf seine Undestrastheit unb ben Umstand, baß er bie ArbeitSlotenunter- stühung auch ohne die Fälschung erhalten hätte, kam et mit einet Woche Gesängni S bavon. e Wegen schweren Diebstahls eines Fahrrads und mehrerer Lebensmittel in Lumda stand der bisher noch unbestrafte Arbeiter Sp. aus Schot- t c n vor Gericht. Gr war bei einer Zirikusgesell- fchaft befchäftigt unb benutzte feine vorüber- gehenbe Anwesenheit In Lumba, um m zwei Häuser einzusteigen unb zu stehlen. Urteil: fechS Monate Gefängnis. Gin Arbeiter aus Gießen foUte einem hiesigen Korbmacher 13 Rin. gestohlen haben. Da letzterer in ber heutigen Hauptverhandlung im Gegensatz zu seinen früheren Anaaben erklärte, baß er den Angeklagten nicht belasten könne, erfolgte Freisprechung. Svrcdiftnitbcn ber Nedciktion. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschlossen. Für unverlangt eingesandte Manaskrlpte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Unzelgenausträge find lediglich an die Geschäftsstelle zu richten. Di- Lntsettungs-Uur im Winter. listen torvulernen oder z»m Linr werden veranlagten Vclcxn nnd Leserinnen können nur nur tato aerobe jetzt tm Winier, iuo der Köroer am meisten znm rin la ü netcu. eine Eniieitunas'Knv mit den unschitUlchen. habet lebt rotrllamen Tolnba« Kernen vorznnehmen. Sie erhallen dte echten Toli'ba-Kerne mit beroorraaenbem Gutachten, ac- nattcr flnroeifimg und Angabe über Zusammen- -setzung tn rivotbefett. NODil Frühjahrskur für 3U2ss u. Nervös-Erechtipfte. Speitnl koren «leit Hof heim i. Tannuw bei Frankfurt a M. 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Walümar Ochentliche handelslehranstall, Gießen Crägcrin: Industrie- und Handelskammer Gießen höhere Handelsschule jein- und zweijährig) für Schufer(innen) mit Oberlekunda- oder Lyzeumreife. Zweijährige Handelsschule für Dolksschület (innen) und höhere Schüler(innen) mit pari den Pfennig, denkt daran, daß alles Große klein begann! Spave mit der neuen Heimsparlaffe der Bezivsssvavsasse Gießen 11<8D G^spielie Pianos Einige gespielte, aber tadellos erhaltene Pianos, Nußbaum und schwarz, äußerst preiswert Drucksachen allerArt Beten tn jeder gewttaertien Anstauung stilrein and ■fdswert dte Bteh Piche Unis Dm eher*'. 9 Leere iie3en / Seitenweg 81 Fernruf 1269. 1198« Ooere'i erhiitllchi Auf Wunsch Beiugequellsn-Neehwei» durehi Stemwo I-Splnnerei 8nhrenfetdQ.m.b.H.*llone-öahrenfeld I*alles.iona-Puder rrr la u ei .fettot das Hanr auf iroeäenem \\ ege. mac- t rb^Ä? Bubikopf. Bei Tanz und Sport unentb Zu hab. in Dos. v Mk I an in Friseurg;-sch .Pari. ros. u Ai-otli Nachanm w zurück! 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I044U Schriftl Arfrauen: Friedrlch* IrikheateHt der Bal- driaeweead m kräftigen SWweia n*-* Naefakmoare». d.e a)> »beiH|«l upUtn ■rkirden eertde Ze Sehen n Apotkekn nnd D-oterree. beatiM- Löwen - Drogerie. bei Bade - Einrichtungen kauft man am besten Rudosf Rödiger Walltoi Straße 35. IqMMHsbnl Gießen Sonntag, den 6. Februar 1927 MITTAGESSEN zu Mk. 2.20 Geflügelcrem-Suppe m. Pistazien SchweinecoteletteMaintenon Regina-Krapfen zu Mk. 3.50 Geflügelcrem-Suppe m. Pistazien Ostender Steinbutt vom Roast Kräuterbutter Ochsenlende Wellington Regina-Krapfen ABENDESSEN Mk. 3.50 Kraftbrühe Helena Hummer-Pastetchen mit Spargel Rheinsalm Kalbsmedaillon Mirabeau Rheinsalm Kirschen Lucullus 1147c Gießener Konzertverein Sonntag, 6. Februar 1927, nachm. 5 Uhr, Univ.-Aula (ACHTES KONZERT) Heiße Liitaj (Bariton) Am Klavier: Paul Meyer aus Frankfurt Arien und Lieder von Bach, Händel, Mozart, Schumann und Wolf. l069c Eintrittskarten: Mk. 400, 3.00 und 2.00 bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studenten karten Mk. 100 bei Hm. Sekretär Ritter gegen Ausweiskarte. Cafe Amend Heute großer karnevalistischer Abend Bauernkapelle Humorist Tans Ueberraschungen für Damen Im Anstich: Sankt Augustiner, München 1183: WttWMMlll.MS" 1920 (O.) Sonntag, 6. Februar, abends 7.59 Llhr. im Saalbau-Sauer Großer Maskenball mit Prämiierung der originellsten Masken! Eintritt Mk. 1.50 einschließlich Steuer. Dorverkauf bei Friseur Schenk, Kaplansgasse.Der Vorstand. Gesangverein Concordia Kezr. 18(14 Ewe, ewe iss die Zeit gekumtne, freut’ euch uff e paor fröhliche Stunne Samwtag. 19.1-'ebr., im Jahr des Karnevale, »wend* 7.59 Uhr präsln, in der Turnhalle großer Maskenball mit Prämiierung Eintritt Mk 2.00 mit Steuern Das närrische Komitee. ihod Achtung! 08M Herren-Sohlen und -Absätze Damen-Sohlen und -Absätze genähte Sohlen mehr Schnhreparatnrfabrik Kirchen- *241..,,, Kirchen- plan 8 viatz 8 lulolalrtn biUiflit 1196D Telephon 802. ulm x #j$rxjd.xxrirxi> Nur 3 Tage! 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DER GIESSENER L Heute bl* einmchl. Dienstag: Die versunkene flotte Eine Spitzenleistung deutscher Lichtspielkunst. Der große deutsche Marinefilm, mit Originalaufnahmen aus der Skagenakschlacht Der große Erfolg! Nor noch heute und morgen: HARRY PIEL m- Was ist los im Zirkus Beeiy? Der größte und gewaltigste Zirkusfilm aller Zeiten in 9 spannenden Akten. „Harry Piels“ 75ster Jubiläumsfilm. Astoria-Lichtspiele Seltereweg; Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Palast-Lichtspiele Lindcnplatz In aller Kürze: „Ben Hur“ Um hohen Preis Sensationsschauspiel in 6 Akten Ferner: Anna Christie Tilly Schmal! Joseph Wieder Verlobte Giehen, den 5. Februar 1927 Gretel Schmidt Otto Siegel Verlobte Giehen Friedberg Februar 1927 Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Max Steinebach und Frau Elisabeth geb. Peters Gießen Dui'sburg.Beeck Mittelstratze 19 den 5. Februar 1927 1157D Ein strammer Junge angekommen Ernst Dinslage und Frau Klothilde geb. Wetter Gießen, 4. 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Wie aber stand es damals mit dem Parlamentarismus in Spanien?Don dieser Fraae müssen wir auSgehen, wenn wir erklären wollen, weshalb Spanien jetzt eine Diktatur ist. Das parlamentarische System war schon vor dem Kriege in Spanien soweit heruntergekommen. bah es sich für die abwechselnd nach dem sogenannten Schaukelprinzip anS Ruder kommenden Paneisuhrer säst nur noch um die Verfolgung persönlicher Ziele und Ansprüche und um die Dersorgung ihrer Angehörigen und Anhänger handelte. Der Spanier ist leidenschaftlicher Patriot — kein Mensch auf der Welt übertrifft ihn an DaterlandS- licbc. Zu feinem S.aat, zu seiner Regierung und zum Staatsgedanlen aber steht er ganz merkwürdig. Ihm fehlt sehr oft das Gefühl des verantwortlichen inneren Mitbeteiligtseins am Staatsorganismus. Man hört selbst vonGelst- llchen, die um einen Gewissensrat z. B. in Steuersachen angegangen werden, eine Antwort wie diese: Die Regierung betrügt uns so oft, baß eS nicht nötig ist, bafj wir Gewissensbisse haben, wenn wir sie betrügen! Die lange Mißwirtschaft des Parlamentarismus ist sicher nicht ohne Einfluh auf die Ausbildung dieser eigentümlichen politischen Moral aewesen. Auch von hier auS erklärt sich daher die Parole, mit der die Diktatur eingesührt wurde: Fort mit der parlamentarischen Korruption! Der Parlamentarismus und das Parlament selbst sind in Spanien jetzt vollkommen auSgeschaltet. Es existiert nicht einmal ein Scheinparlament mehr, wie in dem faszlstischen Italien, sondern das Gebäude der Kammer steht einfach leer. Don der Einführung der Diktatur durch Primo de Rivera wird in ganz Spanien als von der .Revolution" gesprochen. Man sagt: .vor der Revolution" ober .seit der Revolution", wenn man irgendeine Sache zeitlich cinrangleren will. So stark ist daS Gefühl bet politischen Zu- stanbsänderung. Primo be Rivera ist aber nicht ein .politischer General in dem Sinne, wie sonst in vielen romanischen Ländern, sondern ei' ist vor allen Dingen spanischer Patriot. Allerdings ist bie Armee in Spanien schon lange ein stark politischer Faktor. Als der Gras Ro- manoncs als Regierungschef den König in den Krieg gegen Deutschland hineindrängen wollte, soll der fünfundachtzigjährige General Weyler, der großes Ansehen genießt unb als .Liberaler" dem Ministerpräsidenten sogar parteipolitisch nahestand. dem König gesagt haben, bie Armee würbe ihm im Fall der Kriegserklärung ben Gehorsam verweigern. Ob mit ober ohne Weyler ber König wußte, was er riskierte, wenn er bem Drängen des Ministerpräsidenten nachgab. Bei ber Parlamentsmehrheit hätte er keinen Rückhalt gegen Romanones gefunden, denn sie bestand ja nur aus Kreaturen des Kabinetts. Die Armee dagegen entschied, und sie hätte sogar dann gegen bte Beteiligung Spaniens am Kriege entschieden, wenn der König anderer Meinung gewesen wäre! Der Spanier ist. wo es sich um gefühlsmäßiges Urteilen handelt, ber Prototyp beS Menschen von anftänbiger Gesinnung. Abgesehen bavon. baß Deutschlanb hier im allgemeinen Sympachie gen.eßt, hätte es sich nach spanischen Begriffen für ein ritterliches Volk einfach nicht geschickt, mit übet jemanden herzufallen, an bem OerKrosch mit derMaske Roman von Edgar Wallgce. 59. flortleyunp. Nachdruck verboten. Dick erklärte dem Ches der Löschmannschaft in wenigen Worten die Situation. Schon kam ein zweiter Dagen in halsbrecherischer Eile heran, und Die Feuerwehrleute waren Männer, die sich vor Fröschen nicht fürchteten. Wahrend 5)agn gebunden in bas eine Auto getragen wurde, sah Dick auf die Uhr. Der Zeiger stand auf sechs. Dick rannte zu seinem Rolls und machte sich auf das schlimmste gefaßt. Aber Hagn hatte keinen Versuch gemacht, den Wagen außer Betrieb zu fegen. Vielleicht hatte er den Plan erwogen, ihn für sich selbst zu behalten. Drei Minuten spätcr schwang sich Dick barhaupt, chrnutzig, dre Zeichen von Hagns Krallen im Ge> iAt, aus den Lenksitz und sauste nach Gloucester. Er >atte auch dann kaum schneller fahren können, wenn tr es geahnt hätte, daß seine Uhr stehen geblieben sei. In halsbrecherischem Tempo fuhr er durch Swindon und war schon auf der Straße nach Gloucester, als er wieder auf die Uhr sah. Es war noch immer sechs und sein Herzschlag fetzte aus. Er fuhr mit der größtmöglichen Geschwindigkeit, dber die Strohe war schlecht und voller Windungen Und einmal geschah es, daß er beinahe aus dem Auto fiel, als er gegen einen Degvorsprung streifte. Ein Pneumatik barst, aber er konnte das Auw wieder gerade richten und fuhr auf dem stachen Reifen »eiter. Die Schnelligkeit wurde dadurch bedeutend eerminbert. Und es wurde ihm heiß unb falt, als tr so Meile um Meile dahinfuhr, ohne ein Zeichen ton der Stadt zu gewahren. Und dann, als er die Kirchturmspitzen von Glou- Cefter auftauchen sah. explodierte der zweite Reifen. Aber er konnte nicht hallen. Er mußte weiter, und wenn er auf den bloßen Rödern in Gloucester ankommen sollte. Aber nun wurde fein Tempo im Vergleich zu der wilden Jagd, bie ihn burch Berkshire und Diltshire bis nach Somerset gebracht Halle, unangenehm langsam. Er fuhr m die Vororte der Stadt ein. Die Straßen waren entsetzlich. Er wurde von einem Straßen- Gießener Anzeiger kGeneral-Anzeiger für Gberhessen) Samstag, 5. Scbruar 1927 sich schon so viele Feinde sestaebissen batten. Der caballero, btt Kavalier im Wortfinn, ist in solchen Fällen aus spanischem Boben kein leeres Wort', auch bann nicht, trenn es sich um Politik handelt! Die Geistlichkeit stand ebenfalls entschieden auf ber deutschen Se.te. was teilweise damit zusammenhing. daß die katholische Macht Oesterreich Deutschlands Bundesgenosse war. Außerdem erwartete man von einer Niederlage Italiens die Wiederherstellung der weltlichen Macht des Papstes. SS war fein Zufall, daß der Umsturz im Sinne der Diktatur von der Armee ausging, denn daS Militär fühlte sich bei ber parlamentarischen Mißwirtschaft bcsonbers benachteiligt. Primo be Rivera hat aber nicht gehanbelt. um bie Interessen bes Militärs zur Geltung zu bringen, sondern um Spaniens willen. Sr hat sich allerbings vorher mit bem Könige verständigt, aber man würbe irren, wenn man ihn grundsätzlich als inneren Diener ber monarchischen Ibee ansehen wollte. Die Frage, ob Monarchie ober Republik, ist für ihn nicht bie erste: er würbe vielmehr sagen. Ich mache bie Reform mit bem Königtum, wenn eS mitmacht, unb mit ber Republik, wenn die Krone nicht will! Welches ftnb nun bie bisherigen reformatorischen Ergebnisse ber „Revolution"? Im allgemeinen kann man sagen, bah es in Spanien allmählich anfängt, nicht mehr so „spanisch" zu- xugehen. Der Wechsel ist noch nicht grunb- legenb, aber ist. auch nach bem Urteil unbeteiligter AuLlänber. spürbar. Die Verwaltung arbeitet besser, und bie Staatsautorität, auch bte moralische, steigt. Als ein Beispiel mag angeführt werben, baß bas Verbot bes S^at- bierenS in den Klubs von Madrid nicht mehr mir aus dem Papier steht, wie früher, sondern durchgeführt wirb. Primo hat seine eigenen Methoden. um sich Respekt zu verschaffen. Als ber General Weyler sich in ben letzten Putsch hatte verwickeln lassen, bekam er eine Gelbstrafe von 100 000 Peseten zudiktiert, und ber Gras Romanones. ber auch kompromittiert war (er ist bet reichste Wann in Spanien), eine von 500 000. DaS geschah burch Dekret, nicht burch Ge- richtsurtnch unb solche Dekrete werden sofort exekutiert. Primo handhabt sie als e.ne Art Ordnungsstrafe, gegen bie eS feine Berufung gibt. Ebenso erfolgen alle Gesetze unb Beiordnungen als Dekret. Die rabilalen Sozialistenführer würben festgesetzt ober flohen außer Landes, aber mit ben Arbeitern steht Primo sich gut. Streiks sind verboten, aber er schlichtet selbst Differenzen zwischen Qlrbettgebem unb Arbeitnehmern, unb für gewöhnlich zur Zufriedenheit beiber Teile. Das Gewerkschaftshaus in Madrib, bas zwei Jahre geschlossen war, hat er jetzt toteber offnen lassen, aber mit ber strengen Weisung, keine Politik darin zu machen. Persönlich ist Primo eine joviale Ratur, alter Junggeselle, dazwischen auch liebenswürdiger Schwerenöter auf Volksfesten unb ber- kkleichen. Er geht mit in bie Schiehbube, fährt Äamffd unb amüsiert sich babei von Herzen. Hetzt will er statt bes Parlamentarismus eine beratenbe st ä n b i s ch e Vertretung einsüh- ren. Aus ber Masse kommt babei fein Widerspruch. unb wenn ihn nicht eines Tages unver-- mutet bie Kugel eines Fanatikers trifft, so kann er noch lange regieren. wasmüssenunserehauzstauenvondenvitaminenwlssen? Die Bedeutung der Vitamine für die Ernährung des menschlichen Körpers. Von Professor Dr. Wilhelm Stepp, Direktor ber Medizinischen Universitätsklinik DreSlau. 3m Zusammenhang mit den neuen Forschungsergebnissen des Göttinger Professors Windhaus, über bie wir am Dienstag kurz berichteten, dürften die folgenden, auch für den Laien außerordentlich klar gehaltenen Ausführungen des früher auch in Gießen tätigen bekannten Breslauer Internisten besonderes Interesse, namentlich unserer Frauenwell, finden. Bekanntlich ist es Ausgabe ber Ernährung, bie mit ben Lebensvorgängen untrennbar ver- bunbenen Verluste an Körpersubstanz zu ersetzen unb während des Wachstums Material zum Reuaufbau ber Organgemebe bereitzustellen. Unsere Durchschnittskost besteht aus einer zweckmäßigen Auswahl von Erzeugnissen ber Ratur, die, zum Teil in unveränderter Form, zum Teil technisch oder küchenmäßig verarbeitet, zur Ausnahme gelangen. Sie alle enthalten gewisse Gruppen von chemischen Substanzen, bie uns als Eiweißstosfe, als Stärke unb Zucker unb als Fette bekannt sind. Mll ihnen zusammen finben sich stets gewisse Mineralstoffe unb Wasser. Man hat in früherer Zeit geglaubt, daß alle Bebürfnisse unseres Körpers burch Zufuhr entfprechenber Mengen ber genannten Stoffe, bie man alS Nährstoffe bezeichnet hat, befrie- bigt werben könnten. Erst in ben beiden letzten Jahrzehnten hat man sich bavon überzeugen müssen, daß diese Anschauung den tatsächlichen Verhältnissen nicht gerecht wirb, unb baß ber Ernährungsvorgang sich nur bann befriebtgenb vollzieht, wenn neben den genannten Nährstoffen noch andere Stoffe aufgenommen werden, die in kleinen Mengen weit verbreitet im Tier» unb Pflanzenreich sich befinden. Wan hat diese Substanzen, die in ihrem chemischen Charakter zum Teil noch gänzlich unbekannt sind, unter bem Sammelnamen Vitamine zusammen gefaßt. Ungenügende Zufuhr von solchen Vitaminen hat nicht nur ganz allgemein eine schwere Beeinträchtigung aller Lebensfunktionen im (Befolge, sondern ruft darüber hinaus spezifische I Krankheitserscheinungen hervor, die für jedes einzelne Vitamin streng charakteristisch sind. Diese krankhaften Zustände haben bie Bezeichnung Avitaminofen erhalten. Bei ber Benennung ber einzelnen Vitamine knüpfte man an bie charakteristischen Ausfallserscheinungen an, bie als Folge bes Vitaminmangels erkannt würben. Daneben hat ber Vorschlag amerikanischer Forscher, bie Vitamine mit ben Anfangsbuchstaben des Alphabets zu belegen, Anklang gefunben, unb so spricht man auch von Vitamin A, Vitamin B, Vitamin C unb so weiter. Genauer erforscht sind bis jetzt vier ber» schiebene Vitamine, von benen zwei eine gewisse Verwanbtschaft mit ben Fetten aufweisen unb baher als fettlösliche Vitamine bezeichnet werben, im Gegensatz zu ben betben anderen, ben ^wasserlöslichen. Wir beginnen mit ben beiben fettlöslichen Vitaminen, bem antixerophthalmischen unb bem antirachitischen Vitamin. Das antixerophthalmifche Vitamin, auch Vitamin A genannt, hat feinen Ramen von bem auffälligsten Symptom, bas sich bei ungenügender Zufuhr dieses Stoffes einstellt: nämlich Trock«*- toerben der Bindehaut und ber Hornhaut bes 2luges, eine Erscheinung, bie (mebUinifcb als Terophthalmine bekannt) in ihrem wetteren Verlauf zu schwerem Hornhautzerfall unb schließlich zur Erblinbung führt. Diese Störung tritt bei allen bisher un.e.suchten Laboratoriumstieren unb auch beim Menschen auf, fobalb das A-Vitamin in ber Dahrung fehlt. Ganz bcfonberS emp- finblich ist ber junge stark wachsenbe Organismus. Währenb des Krieges unb in ber Nachkriegszeit kam bie Terophthalmie in Mitteleuropa, vor allem in Oesterreich bei Säuglingen verhältnismäßig häufig zur Beobachtung. De- fonberS einbrucksvoll ist die Feststellung eines dänischen Kinderarztes, daß das häufige Vorkommen von ßrblin bung bei ben Äinbem in Dänemark auf ungenügenbe Ernährung mit dem Vitamin A zurückzuführen ist. Dänemark, das 2anb der Buller, exportiert den größten Teil diese- Erzeugnisse- in- Au-land, und die Kinder auf dem Lande erhalten statt Buller Margarine und statt Vollmilch Magermilch. Damit nimmt für den kindlichen Körper etne wich» tige Quelle deS A-DitaminS in Wegfall, denn Margarine und Magermilch enthalten höchstens Spuren von ihm. DaS antikerophthalmifche Vitamin findet fich in der Ratur ganz besonders in den tierischen Setten, in erster Linie in dem 38tt der Milch, b. h. in der Butter, im Eigelb, im Rinderfett, im Fette ber Seefische, vor allem im fieber- t r a n. Wichtig ist, bah ber wirksame Stoss ein regelmäßiger Bestandteil aller grünen Blatter ist. also ber grünen®emü,e. besonders be# Spinates, ber Salate ufto., überhaupt scheint die Bildung des antixerophthalmiichen Vitamins eine spezifische Fähigkeit deS Pflanzenkörpers zu fein, unb zwar feiner grünen Teile Aleberall. wo wir im Tierkörper bem spezifischen Stoss begegnen, dürfen wir annehmen. daß er auf bem Wege der Pflanzennahrung zur Aufnahme gelangt ist. Zu dieser Anschauung wurde man durch bie Beobachtung geführt, baß ber Gehalt tierischer Organe an bem Vitamin von bem Gehalt der Nahrung abhängt: daS gilt auch für dis Milch! Die Milch ist um fo reicher an bem A-Ditamin, je mehr von biefem Stoff in der Nahrung des Mllchfpenbcrs enthalten ist. Und wenn eine Mutter, bie ihr Kinb stillt, sicher sein will, bah ihre Milch genügenb Vitamine enthält, so wirb sie auf bie Zusammenstellung ihrer Nahrung befonbere Sorgfalt verwenden unb bafür sorgen, daß sie reichlich Milch. Butter unb grüne Gemüse verzehrt. Mit bem A-Ditamin eng zusammengehend, wenn auch nicht ftänbig vereint, finben wtr ein anberes Vitamin, baS für einen normalen Ablauf ber Knochenbilbung von großer Bedeutung ist. SS führt die Bezeichnung a n t i r a ch i t i - s ch e s Vitamin. Aber ich will gleich bemerken, daß ber spezifische Mangel an diesem Stoff nicht so zwangsläufig zu Rachitis führt, wie der des A-Vitamins zu Terophthalmie. Das antirachifische Vitamin scheint eine besondere Rolle bei ber Ablagerung bes Kalkes im Knochen zu spielen. Eine ganz überraschenbe Förderung Hal bie Frage bes antirachitischen VitaminS burch eine Entdeckung amerikanischer Forschung im Jahre 1924 erfahren, ber zufolge ber für die Knochenbilbung so wichtige Stoff unter bem Einfluß des ultravioletten Lichte- in der Haut gebildet wirb. Damit haben wir auch ben Schlüssel zum Derstänbnis ber Wirkung deS Sonnenlichte- bei ber Rachitis erhalten. Die ultravioletten Strahlen, an benen baS Sonnenlicht besonders in ber Sommerzeit unb im Hochgebirge sehr reich ist, erzeugen in ben ber Bestrahlung ausgesetzten Tellen ber Haut baS für bie Knochen- bilbung so wichtige Vitamin. So erklärt efl sich, daß baS Einsetzen ber rachitischen Knochenver- änberungen mit Vorliebe in bte Zeit be« Jahres fällt, in der die Sonnenscheindauer gering ist, während umgekehrt in den Sommermonaten Heilungsvorgänge sich zeigen. Das Sonnenlicht vermag also die Zufuhr deS antirachitifchen Vitamins direkt zu ersetzen. In der Natur findet es sich im fiebert ran und im Eigelb. Es kann aber auch durch Bestrahlung tierischer und pflanz lcher Gewebe mit ultraviolettem Licht erzeugt werben. Wir hätten unS nun kurz mit ben beiben wasserlöslichen Vitaminen, bem antlncuri- iischen und dem antiskorbutischen Vitamin, zu beschäftigen. DaS antineuritische 'Bitarn i n (auch Vitamin B genannt) hat. wie schon der Name sagt, eine besondere Bedeutung für die ungestörte Funktion des Zentralnerven- s y ste m s. Ist es in ungenügender Menge in der Nahrung enthalten oder fehlt eS ganz, so entsteht ein Krankheitsbild. das eine verhängnisvolle Rolle in den Ländern gespielt hat unb noch spielt, in benen bem Reis bie Hauptrolle in ber Ernährung zukommt, also in Ostasien, in Nicberlänbisch-Inbien, in Brasilien, an ber afrikanischen Küste ufto. Es ist Dies bie D e r i b e r i - Iranlfjeit. Der ReiS. ben bie Hausfrau in der Küche verwendet, ist bekanntlich durch ein sorgfältiges Schälverfahren von allen seinen Hüllen befreit. Da das antineurllische Vitamin außer im Keimling unmittelbar unter dem bas Reiskorn umhüllenden Fruchthäutchen gelegen ist, so geht es bei der maschinenmäßigen Derarbei- dahnwagen aufgehalten, und als er des Polizeimanns Warnung mißachtete, kam er beinahe unter die Räder eines großen Straßenlokomobils, und nun sah er auch, wie spät es war. Es fehlten zwei Minuten auf acht. Und das Gefängnis war noch eine halbe Meile entfernt. Er biß die Zähne zusammen unb betete. Als er die Hauptstraße einfuhr und die Tore bes Gefängnisses vor sich sah, schlugen bie Glocken ber Kathedrale acht, und Dick schien ber Klana schrecklich, wie der ber Posaunen am Tage des Jüngsten Gerichts. Er wußte, daß Ray Bennetts Tod auf die Sekunde pünktlich erfolgen würde. Bei der Erinnerung an die Herzensanast dieses Augenblicks wurde er aschfahl. Er brachte Den humpelnden Wagen vor dem Gefängnistor $um Stehen unb taumelte auf bie Glocke zu. Zweimal läutete er, aber bas Tor blieb geschlossen. Dick zog seine Socken aus unb bas durchweichte, beschmutzte Dokument war mit Blut überströmt, denn feine Füße bluteten. Wieder läutete er mit der Wut der Verzweiflung. Dann öffnete sich ein kleines Gitter unb bas finstere Gesicht eines Wärters erschien. „Sie bürfen nicht herein", sagte er. „Wissen Sie nicht, was hier geschieht?" „Ministerium des Innern!" keuchte Dick heiser. „Botschaft oom Ministerium des Innern. Ich habe den Urteilsaufschub!" Das Gittertürchen schloß sich und nach einer Ewigkeit wurde der Schlüssel umgedreht unb bas schwere Tor aufgetan. „Zch bin Kapitän Gordon, von der Staats- anwallschast", sagte Dick. „Unb ich habe einen Aufschub für Jim Carter." Der Wärter schüttelte ben Kopf. „Die Hinrichtung hat vor fünf Minuten stattgefunden", sagte er. «Aber bie Kirchturmuhr.'" keuchte Dick. „üie Kirchturmuhr geht vier Minuten zu langsam", sagte ber Wärter. ,Lch fürchte, Carter ist tot." XXX VM. Der geheimnisvolle Mann. Ray Bennett erwachte nach einem erquickenden Schlafe unb setzte sich im Bette auf. Einer der Wärter, bie bie ganze Nacht bei chm gewacht hatten, ftanb auf unb kam zu chm. „Wollen Sie Ihre Kleiber haben, Carter? Der Direktor meint, es würde Ihnen nichts daran liegen, Ihre alten Sachen zu tragen." „Er hat recht", sagte Ray dankbar. „Dieser An- zug sieht ganz gut aus", sagte er, als er die Hosen anzog. Der Wärter hustete. „Ja, es ist ein guter Anzug", stimmte er bei. Mehr sagte er nicht, aber etwas in seinem Gehaben verriet bie Wahrheit. Es waren Kleider, in denen schon ein anderer Mann gehängt worden war. Und doch zitterten Rays Hände nicht, als er sie anlegte. Um sechs Uhr brachte man ihm bas Frühstück. Sein Blick schweifte von neuem zur Schreib- moppe, aber er streckte die Hand nach ihr nicht aus. Der Kaplan kam, ein ruhiger Mann, Kraft in jeder Linie seines beweglichen Antlitzes. Sie plauderten eine Weile, und dann riet der Wärter, Ray möge sich im peflafterten Hofraum ein wenig Bewegung machen. Ray freute stch dieser Annehmlichkeit, er wollte nochmals Den blauen Himmel sehen. Dennoch wußte er, daß dies keine selbstlose Güte war und erriet auch wohl, warum vieler Borzug ihm gewährt wurde, als er Arm in zlrm mit dem Priester im Hose hin- und herging. Man bereitete die Exeku- tionszelle neben der seinen vor und wünschte seine Gefühle zu schonen. Eine halbe Stunde später war er wieder m feiner Zelle. „Wollen Sie noch ein Geständnis machen, Carter? Heißen Sie in Wirklichkeit so?" «Nein, Herr," sagte er ruhig, „aber es tut nichts zur Sache." „Haben Sie den Mann getötet?" „Ich weiß es nicht", sagte Ray. „Ich wünschte ihn zu töten, daher ist es möglich, daß ich es getan habe." Zehn Minuten vor acht kamen der Direktor und der Sheriff in die Zelle, um ihm die Hand zu schütteln. Die Uhr in der Gefängnishalle ging lang- fam aber unerbittlich vorwärts. Durch die offene -lür der Zelle konnte Ray sie sehen, und der Direk- tor, der dies bemerkte, schloß sie sanft, denn es fehlte noch eine Minute auf acht, unb sie mußte sich halb wieder öffnen. Nay sah, wie Die Klinke von außen niedergedrückt ward, und eine Sekunde lang verließ ihn die Fassung. Er wendete sich ab, um den Mann, ber jetzt emtreten mußte, nicht zu sehen. Er fühlte seine Hanbe von rückwärts gefaßt unb zusammenge- bunben. «Möge mir Gott vergeben! Möge mir Gott vergeben!" murmelte jemand hinter ihm, unb bei dem Klange dieser Stimme wendete Ray sich mit einem Ruck um unb sah bem Henker ins Gesicht. Der Henker war John Bennett. Bater und Sohn, Henker und Verurteilter, ftan» den einander gegenüber. Mit fast unhörbarer Stimme hauchte John Bennett das Wort: „Ray!" Ray nickte. Es war seltsam, daß in diesem Mo- ment seine Gedanken nach den geheimnisvollen Fahrten seines Baters zurückstreiften. Er entsann sich des Hasses, ben blefer gegen seinen Beruf gehegt hatte, in welchen ihn Umftänbe gedrängt hatten. „Ray!" hauchte ber Mann nochmals. „Kennen Sie biefen Mann?" Es war ber Direk- tor, der so fragte, unb seine Stimme zitterte vor (Erregung. John Bennett roenbete sich ihm zu. „Er ist mein Sohn", sagte er unb zog an ben Fesseln, um sie zu losen. „Bennett, Sie müssen das Urteil vollstrecken!" Nun klang die Stimme fest und schrecklich. „Vollstrecken? Meinen eigenen Sohn umbrin- gen? Sind Sie wahnsinnig? — Halten Sie mich für wahnsinnig?" Er schloß Ray in bie Arme unb brückte sein Gesicht sest gegen dessen bärtige Wange. „Mein Bub! Mein Bub!" sagte er unb strich gegen die Tür donnerten, tarn der Alte auf ihn zu getan hatte. Dann riß er sich plötzlich zusammen' stieß ben Jungen durch die offene Tür in die To- besfammer, folgte ihm, schlug die Türe zu und ver- riegelte sie. Es gab keinen anderen Ausgang in bem Gelaß, unb er steckte ben Schlüssel in bas Schloß, Damit es nicht von außen geöffnet werden könne. .Noy sah das baumelnde gelbe Seil, das Zeichen auf ber Falltür und taumelte bebend gegen bie Mauer, die Augen geschlossen. Dann zerhieb John Bennett bas Seil, zerhieb es, Dafj bie Stücke zu Do-en fielen. Es gab einen Krach, ^-L^oUtüren öffneten sich und in bie gähnende Deffnung schleuderte er bas abgeschnittene Seil. Ray starrte ihn fassungslos an. Und während die Schläge gegen Die Tür Donnerten, kam Der Alte auf ihn zu, nahm fein Gesicht in Die HänDe unD küßte ihn. -_____ (Fortsetzung folgt.) hing als Abfall mit der Kleie verloren. Ganz ähnlich liegen übrigen- die Verhältnisse bei der Verarbeitung anderer Körnerprodukte, die zur Ernährung dienen. Das beliebte feine Weizen- m e b l 0 0, das unsere Hausfrauen so gerne zum Kuchenbacken benutzen, ist vollkommen vrtaminfrei. Das antineuritlsche Vitamin findet sich übrigens nicht nur in den Detreidekörnern, sondern fast durchweg in allen tierischen und Pflanzlichen Geweben. Wegen der weiten Verbreitung des antineuritischen Vitamins ist die Gefahr einer ungenügenden Zufuhr kaum je gegeben, wenn die Ernährung mit einer gemischten Kost bestritten wird. Unter welchen besonderen Verhältnissen aber doch einmal Vitaminmangel auftreten kann, daraus komme ich gleich noch einmal zurück. Von den Störungen, die für den Mangel an 6-Vitamin charakteristisch sind, nenne ich zuerst die bekannten nervösen Symptome, Lähmungen, Unsicherheit in den Vewegungen und andere Erscheinungen von feiten des Zentralnervensystems, dann schwerste Appetitlosigkeit, Kreislaufstörungen und noch manche andere Zeichen. Nun noch ein paar Worte über das andere wasserlösliche Vitamin, das den Namen antiskorbutisches Vitamin oder Vitamin C trägt! Mangel an diesem Stoff fuhrt zu dem bekannten KrankheitSbild deS Skorbuts, das beim Erwachsenen charakterisiert ist durch schwere Zahnsleischveränderungen mit Lockerwerden der Zähne, Blutungen in die Haut, in die Muskulatur, unter die Knochenhaut unD_ andere schwere Erscheinungen. Beim Kinde verläuft der Skorbut unter dem Bilde der sogenannten B a r- lowschen Krankheit, die am häufigsten bei künstlich genährten Säuglingen zur Beobachtung kommt, wenn diese mit Milch, die übermäßig lange gekocht ist. oder mit künstlichen Milchmehlpräparaten u. ögL gefüttert werden, ilm die besondere Stellung des antiskorbutischen Vitamins in der Natur klar zu machen, sei betont, das) cs sich ganz allgemein in allen frischen tierischen und pflanzlichen Geweben findet, also in allen Gemüsen und Salaten, in den Rüben, in den Kar- tosseln. in der Zwiebel, im Obst, im Fleisch der Tiere, in Leber. Niere. Gehirn usw. Besonders ausgezeichnet durch ihren hohen Gehalt an antiskorbutischem Vitamin sind die Apfelsine und die Zitrone. Die Menge des antiskorbutischen Vitamins in der Milch hängt davon ab. wieviel mit der Nahrung von diesem Stoff ausgenommen wird! so ist die Milch von Kühen, die auf der V)eide sich ihr Futter suchen, reicher an dem Vitamin als die von stallgefütterten. Auch diese im Tierexprriment gefundene Tatsache verdient unsere Ausmerksamkeit. da die Dinge beim Menschen ganz analog liegen. Biologisch interessant ist die Tatsache, daß das antiskorbutische Vitamin ganz fehlt in den Getreidekörnern und den daraus hergestellten Erzeugnissen. So sind nicht nur unser Brot, sondern auch Haferflocken, Gerste, Gries), dann die verschiedenen Mehl« forten ganx frei von dem wichtigen Stofs. Der Entdecker Australiens. Cook, hat mit richtigem Instinkt die große Bedeutung frischer Pflanzen- gewebe zur Verhütung des Skorbuts erkannt und seine Matrosen dadurch vor der furchtbaren Krankheit bewahrt, daß er sie täglich einen Aufguß von frisch gekeimter Gerste trinken ließ. Nack all diesen Ausführungen wird man der Meinung sein, daß bei gemischter Kost die Gefahr einer Unterernährung in bezug aus Vitamine nicht so leicht entsteht. Das ist im all- emetnen Wohl richtig. GS mag besondere Ver- ältnifse geben, die eine Ginseitigkeit in er Ernährung begünstigen. Nehmen wir den Fall, baß jemand, der an Magen- und Darm- störungen leidet, glaubt, sich vor Gemüsen, Salaten u. dgl. hüten zu müssen, und sich daher vorwiegend mit Mehlsuppen und Breien ernährt. Dabei kann es sehr leicht zu einer ungenügenden 1 Aufnahme von antiskorbutischem Vi amin kom- » men. Praktisch viel wichtiger als diese Möglichkeit ist die Verminderung des Ditamingehaltes einer Nahrung durch bestimmte Eingriffe. Man hat gefunden, daß gewisse Maßnahmen, wie Hitze ei nwirkuna der verschiedensten Art, chemische Einflüsse. wie Gegenwart von Soda und dcö Lustsauerstosfes. die Vitamine leicht zerstören, ebenso wie z. D. der Trocknungs- proxetz. So sind Nahrungsmittel, die solchen Einwirkungen auSgeseht waren, wie Büchsenkonserven. kondensierte Milch, getrocknete Fische, fast vollkommen vitaminfrei. Don erheblicher praktischer Wichtigkeit ist ferner die Tatsache, daß das Kochen in der K o ch k i st e während vieler Stunden die Speisen in ihrem Vitamingehalt aufs schwer st e schädigt. Die große Bedeutung der regelmäßigen Zufuhr einer gewissen Menge von Rohkost (grünen SalatS, frischer Tomaten, frischer Früchte) ist heute über jeden Zweifel sichcrgestellt. Der vollkommen ausgewachsene Mensch wird viel weniger leicht in die Gefahr deS Vitaminhungers kommen als das Kind, und so ist die ausreichende Zufuhr von Vitaminen gerade für das KindeSalter eine Forderung, die jeder Vater und jede Mutter stets vor Augen haben sollten. Oberhessen. Landkreis Meßen. Sk. Reiskirchen. 4. Febr. Aus dem hiesigen B a h n ho f ereignete sich ein schwerer Anglücksfall. Ein Fuhrmann aus Bersrod stellte seinen Wagen mit dem Pferd vor den Güterschuppen, um Güter zu verladen. Gr selbst begab sich in das Bahnhofsgebäude. Währenddessen scheute aus irgendeiner ülrsache das Pferd und ging mit dem Wagen durch. Der Fuhrmann sprang vor das Tier, um es zum Stehen zu bringen; wurde aber ein Stück WegS geschleift und erhiell, wahrscheinlich durch den eiscnbeschlagenen Huf des Pferdes, eine klaffende Wunde an der Stirn. Der im Dorf weilende Arzt nahm den Verunglückten im Auto mit nach Großen-Buseck, um ihn dort sachgemäß zu untersuchen und zu behandeln. Das Pferd rannte weiter in das Dorf und konnte erst dort zum Stehen gebracht werden. t Grünberg, 4. Febr. In der jüngsten Sit- .umg des Aufsichtsrats der Bezirkssparkassc Grünberg wurden die oom Ministerium vorge- scklagencn Satzungensowie die Zinssätze, die jedoch schon seit dem 1. Januar in Kraft sind, genehmigt. Von den Dolksschulen zu Lumda, Beltershain und Weickartshain lagen Gesuche um Gewährung von Zuschüssen au ihren Büchereien vor. Trotzdem die Barmittel Der Kasse durch die Aufwertung non Sparguthaben sehr in Anspruch genommen sind, beschloß der Aufsichtsrat, 200 Mark für die Büchereien der durch die Einrichtung von Psennigspar- kaffen den Sparsinn erweckenden Schulen zur Verfügung zu stellen. Die Verteilung dieses Bc l Die Gießener Universitätskliniken. Für unsere Landesuniversität, wie auch für die Stadt Gießen sind die Universitätskliniken von ganz besonderer Bedeutung. Sie stellen eine der stärksten Stützen unserer Hocch- schule dar. andererseits sind sie im Wirtschaftsleben unserer Stadt einer der Hauptfaktoren, von dem zahlreiche GristenAen unmittelbar und mittelbar Vorteil haben. Weit über Gießens Mauern und Hessens Grenzen hinaus haben die Gießener Universitätskliniken Hobe Geltung, nicht nur als Lehr- und Forschungsinstitute, sondern auch als Krankenhäuser. Allerdings ragen diese Anstalten weit empor über den Stand der Krankenhäuser im allgemeinen, die mit dieser Feststellung selbstverständlich in keiner Weise gering eingeschätzt sein sollen. Universitäts-Kliniken nehmen im Rahmen der verschiedensten Krankenhäuser in mehrfacher Hinsicht eben eine Sonderstellung ein. Don den Krankenhäusern In kleineren Städten unterscheiden sie sich vor allem dadurch, daß für jedes Sonderfach eine Speziallllnlk unter einem besonderen Leiter mit einem ganzen Stab von Assistenten vorhanden ist. während in den kleineren Krankenhäusern meist ein chirurgisch mehrere Jahre ausgebildeter Arzt die Gesamtleitung hat und neben seiner chirurgischen Tätigkeit auch gynäkologische, innere Fälle, Haut- und Geschlechtskrankheiten behandelt. Auch wo Spe- zlalärzle verschiedener Fächer in einem derartigen Krankenbaus tätig sind, fehlt doch alles auf eine spezielle Disziplin eingestellte ärztliche Hilfspersonal. Wesentlich besser schon liegen die Verhältnisse in den in Großstädten vielfach unterhaltenen Krankenhausanlagen, wo für die einzelnen Spezialsächcr besondere Abteilungen, meist in getrennten Gebäuden, zur Verfügung stehen, deren jede einen spezialiftisch sehr gut ausgebildeten Leiter hat. Auch ärztliches Hilfspersonal ist in diesen Anstalten gewöhnlich reichlich vorhanden. Trotzdem bewahren Universitätskliniken auch derartig gut angelegten und ausgerüsteten Krankenhäusern gegenüber ihre Sonderstellung. Fede Universitätsklinik wird geleitet von einem Mann, der in seinem Spczialfachc durch ärztliche- Können und wissenschaftliche Forschung sich vor anderen ausgezeichnet hat. Da die Universitäts- kliniken aber nicht nur rein ärztliche, sondern auch noch Lehr- und Forschungsaufgaben haben, stehen in den Universitätskliniken immer die neuesten Behandlungsmethoden zur Verfügung. Von QIu8* nahmefällcu abgesehen werden es immer dio Universitätskliniken sein und bleiben, von denen die wichtigsten Fortschritte in der Erkennung und Behandlung der verschiedensten Erkrankungen ausgehen. Angesichts der hohen Bedeutung, die unsere Universitätskliniken sowohl in wissenschaftlicher und praktisch-medizinischer. wie auch in kommunalwirtschaftlicher Hinsicht haben, dürste es von allgemeinem Interesse sein, einige- über die Frequenz dieser Anstalten in den beiden letzten Kalenderjahren zu erfahren. Erkundigungen an den zuständigen Stellen brachten uns folgende Informationen: Medizinische Klinik. Die Zahl der hier untergebrachten Kranken belief sich im Iahre 1926 insgesamt auf 2724 gegen 2317 im Iahre 1925. Davon befanden sich in der ersten Klasse im Iahre 1926 insgesamt 80 Kranke (1925 — 76), in der zweiten Klasse 320 (275), in der dritten Klasse 2324 (1966). Die Zahl der Berpslegungstage belief sich 1926 auf 50 032 gegen 48 508 im Iahre 1925; davon entfallen auf Patienten in der ersten Klaffe 1050 (1561), in der zweiten Klaffe 4902 (4435), in der dritten Klasse 44 080 (45 512) Tage. In der Medizinischen Poliklinik wurden ambulant behandelt: im Iahre 1920 5794 Kranke, gegen 5341 im Iahre 1925. Frauenklinik. 3m Iahre 1926 stellte sich die Gesamtbelegziffer auf 2294 gegen 2142 im Iahre 1925. Davon entfielen Patientinnen: auf die erste Klasse 85 (99). auf die zwetle Klasse 249 (279). auf die dritte Klasse 1272 (1229). Hauöschwangcre 251 (244), Säuglinge in der ersten Klasse 22 (13), In der zweien Klasse 32 (44). in der dritten Klasse 333 (234). Geboren wurden tn der Frauenklinik im Jahre 1926 ----- 562 Kinder, gegen 516 im Iahre 1925. Die Zahl der Derpsleaungstage betrug 1926 insgesamt 49 782 gegen 47 173 im Iahre 1925; davon entfielen auf die erste Klasse 1189 (1273), aus die zweite Klasse 3988 (4684), aus die dritte Klasse 26 485 (25 593). Haus- schwangere 11 772 (11 514). Säuglinge in der ersten Klasse 287 ( 203). m der zweiten Klasse 551 (728). in der dritten Klasse 5510 (3178). Die Poliklinik der Frauenklinik wurde in Anspruch genommen im Iabre 1926 von 2423 Personen, gegen 2211 hn Iahre 1925. Hautklinik. Die Delegzahl belief sich im Iahre 1926 insgesamt auf 1293 gegen 1548 im Iahre 1925. Davon kommen auf die erste Klasse 10 (8), aus die zweite Klasse 32 (122). aus die dritte Klasse 1251 (1418) Patienten. Insgesamt wurden Im Iahre 1926 -- 32 317 Berpslegungstage gezählt, gegen 34 283 hn Iahre 1925; davon entfielen auf die erste Klasse 115 (228). auf die zweite Klasse 509 (1493). aus die dritte Klasse 31693 (32 557). Die gegen 1925 geringere Ziffer an Belegungs- und BrrpslegungStagen ist auf den Anschluß des noch nicht bezogenen Reubaues an den Altbau zurückzuführen. wodurch eine ganze Station und verschiedene Einzelzimmer in Anspruch genommen wurden. Die Poliklinik der Hautklinik wurde 1926 von 10 601 Personen m Anspruch genommen, gegen 9538 im Iahre 1925. Chirurgische Klinik. Insgesamt wurden im Iahre 1926 3610 Patienten gezählt, gegen 3561 im Iahre 1925; davon tarnen aus die erste Klasse 44 (117). aus die zweite 366 (294). auf die dritte 3200 (3150). Die Berpslegungstage bezifferten sich 1923 insgesamt auf 73 345, gegen 70 157 im Iahre 1925; davon entfielen auf die erste Klaffe 652 (1810), auf die zweite 5762 (4935). auf die dritte 66 931 (63412). Ambulant behandelt wurden in beiden Iahren ungefähr je 6600 Patienten. Ohrenklinik. Im Iahre 1926 wurden insgesamt 1350 Patienten gezählt, gegen ebenfalls 1350 im Iahre 1925; davon waren in der ersten Klasse 20 G$7), in der zweiten 180 (208), in der dritten 1150 (1107). Die Berpslegungstage stellten sich 1926 auf 13 849 gegen 12 009 im Iahre 1925; davon entfielen auf Die erste Klasse 284 (271), auf die zweite 14S9 (1533), auf die dritte 12 093 (10 205). Ambulant behandelt wurden im Iahre 1926 rund 16 500 Patienten, gegen rund 15 000 im Iahre 1925. Augenklinik. Im Iahre 1926 wurden 1192 Kranke in stationäre Behandlung aufgenommen, gegen 1215 im Iahre 1925; davon kamen auf die erste Klasse 14 (8), auf die zweite 116 (151), auf die dritte 1062 (1053). Verpflegungstage wurden 1926 gezählt : insgesamt 24 712 gegen 21719 Im Iahre 1925; hiervon entfielen auf die erste Klasse 326 (91), aus die zweite 1955 (2370), auf die dritte 22 431 (18958) Sage. In poliklinischer Behandlung waren (einmal gezählt, aber durchweg mehrmals behandelt) 1926 insgesamt 6324 Personen, gegen 5948 im Iahre 1925. Kinderklinik. Das Jahr 1926 brachte insgesamt 560 Patienten zur stationären Behandlung, geaen 590 im Jahre 1925; davon waren untergebracht in der 1. Klasse 10 (7), in der 2. Klasse 61 (99), in der 3. Klasse 489 (484) Kinder. Die Verpflegungstage beliefen sich 1926 insgesamt auf 10 261, gegen 10373 im Jahre 1925; davon In der 1. Klasse 82 (103), in der 2. Klasse 702 (1319), in der 3. Klasse 9477 (8951). In poliklinischer Behandlung befanden sich (einmal gezahlt, aber durchweg mehrmals behandelt) 1926 insgesamt 1586 Patienten, gegen 1246 im Jahre 1925. Rcrvenklinik. Ausgenommen wurden 1926 iiu getarnt 869 Patienten, gegen 797 im Jahre 1925; davon waren in der 1. Klasse 3 (12), in der 2. Klosse 80 (54), in der 3. Klasse 786 (731) Patienten. Die Veroflegungstage bezifferten sich 1926 insgesamt auf 31 008, gegen 32 010 im Jahre 1925. Ausführliche ärztliche Gutachten wurden abgegeben: im Jahre 1926 über 279 Patienten, gegen 168 im Jahre 1925. Das Lnpushelm, das bis jetzt organisatorisch allerdings nicht zu den Universitätskliniken gehört, trotz seiner privaten Grundlage aber doch mittelbar in den Bereich der staatlichen Kliniken einzubezichen ist, nahm im Jahre 1926 insgesamt 372 Patienten auf, gegen 263 int Jahre 1925; diese Steigerung ermöglichte der anfangs 1926 in Benutzung genommene Erweiterungsbau. Die Zahl der Verpfkcgungstage belief sich 1926 auf 35 266, gegen 21 592 im Jahre 1925. träges soll nach dem Verhältnis der abgeführten Sparbeträge und der Schülerzahl erfolgen. ' Grünberg. 5. Febr. Zum 2. Male findet Zt. an unserer Obcrrealschule die schriftliche Reifeprüfung statt, während die mündliche am 17. Febr. vorgenommen wird. Die Anmeldungen fürs neue Schuljahr erfolgen Dienstag bis Freitag nächster Woche. (Siehe auch die heutige Anzeige). Mrcid Friedberg. G Friedberg, 4. Febr. Der Wetter- au er Reiterverein hielt seither seine Reitübungen dank des Entgegenkommens des hiesigen Schutzpoli-elkommandos. in dessen geschlossener Reitbahn in der Betglü ferne ab. Jetzt wurde die Welterbenutzung dieser Reithalle durch Verfügung des Hess. Mini- steriumS des Innern unter Bezugnahme auf die Entente unterlagt. — Da die Eigentümer der Aecker auf der sog. Warte, wo Der neue stäbtlscheWasser» Hochbehälter für die Wasserleitung Der Stadt erbaut werden soll, sich nicht zur Hergabe des Gelände- zu einem annehmbaren Preis verstehen wollten, wurde durch Ministetialvetfü- gung die Enteignung des notwendigen Geländes (6139 Quadratmeter) für zulässig erklärt. In einem auf Veranlassung des Bürgermeisters durch das KreiSomt anberaumtrn Termin einigten sich die zehn in Frage kommenden Eigentümer auf einen Preis von 2.20 Mk. vro Quadratmeter. Das Uebeteinkommen bedarf noch der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung. pb. Butzbach. 4 Febr. Hier fand hn ..Deutschen Haus" eine Versammlung der Bürgermeister und der Landwirte dec näheren Umgebung von Butzbach statt, die von Bürgermeister Dr. 3anfen namens der Jafel- rnarktgesellschast einberufen worden war. Außerdem waren erschienen b-r Vorsitzende de- Lond- wlrtschaflskammerausschußes der Provinz Ober- hessen. Oekonomierat Breidenbach, der Vorsitzende de- LandespferdezuchtvereinS. Ceftmomk- rat CM ü 11 er - Neuhof usw. Bürgermeister Dr. Iansen verlas eine an die he s. Regierung und den Landtag gerichtete Ent chliehung betr. die Wiedererrichtung Der landwirtschaftlichen Winterschule in Butzbach. Die Entschließung wurde einstimmig g ut - geheißen. Dann wurde in eine Besprechung über die Ausgestaltung des Faselmarktes eingetreten. Besonders betont wurde, daß in diesem Iahre er ft malig ein Pferde- markt und eine Fohlenschau mit dem Faselmarkt verbunden sei. Aus diesem Grunde habe man auch den Markt, der ursprünglich auf den 31. OHätA gelegt war, auf den 17. März vorverlcgen müssen. Heber diesen Pferde- markt und die F 0 h l e n s ch a u , mit der eine Prämiierung verbunden werden soll, sand eine längere Debatte statt, an bet sich insbe-, sondere Die Oekonomieräte Müller und Breidenbach beteiligten. Beide begrüßten die Bestrebungen zur Hebung des Marktes, wiesen jedoch darauf hin, daß der Pferdemarkt mit Rücksicht aus die alteinaeführten Markte in Gießen, Friedberg. Alsfeld und Ortenberg weniger von Bedeutung sein würde, als die beabsichtigte Prämiierung von Fohlen usw. Beide versprachen ihr möglichstes zu tun, um den Markt zu unterstützen. Bürgermeister Dr. Iansen teilte mit, daß für Prämiierung-zwecke etwa 1500 Mark bereit gestellt werden könnten Weiter gab er bekannt, daß der F a s e l m a r k t in altgewohnter Weise abgehaltrn werden sol e. falls nicht die Maul» und Klauenseuche die Abhaltung verbieten würde. Für Prämiierung von Rindvieh stünden etwa 1000 Mark zur Dersü- gung; für Prämiierung von Zuchtschweinen und Ziegen gleichfalls mehrer« 100 Mark. Außerdem finde an dem oben genannten Tage eine Verlosung statt, die bestimmt an diesem Tage vorgenommen werde. Vs sei ferner beabsichtigt, den Markt noch weiter auSAubauen, damit er das wieder werde, was er früher gewesen war. ein Weit über ObechcslenS Grenzen hinaus bekannter Frühjahrsmarkt. — Bel den biS jetzt im hiesigen Stadtwald abgehaltenen H v l z v « r - Weigerungen wurde.', falgenk« Durchschnittspreise erzielt: Für Buchenscheithol- 15 biS 16 Mark; Hainbuchenscheitholz 14 Mk.; Eickenscheit- holz 11 bis 12 Mk; Birkenscheilhol- 16 biS 17 Mark; für Knüppelholz vorstehender Holzarten etwa 10 bis 14 Mark; für Buchenreifer 10 bis 11 Mark; Eichenreiser 5 biS 6 Mark. — Im Iahre 1926 wurden beim hiesigen Standes- a m t 64 Geburten. 30 Eheschließungen und 32 Sterbefälle eingettaxen. am. Starnmheim, 4. Febr. Di« hiesige E h r i s ch 0 n o g e m e i n de Hel auf der Straße nach Staden ein eigenes Baugelände erworben und will darauf ein Gemeindehaus errichten. Mreie Büdingen. □ Büdingen, 4. Febr. Gestern beging hier der feit 1917 in Ruhestand in unserer Stadt lebende Geh. Schulrat Prof. Dr. Bolck- m a r. von vielen Seiten beglückwünscht, in voller Frische des Körpers und Geistes seinen 7 5. G e • du r t 61 a g. Bereits am Samstag hatten seine näheren Freunde eine QSorftlcr Im .Fürstenhof" veranstaltet. Erwin B. ist der Sohn des 1837 verstorbenen Professor- Wilhelm Dvlckmar. Der am Seminar zu Homberg a. b. Elze wirkte und al- Komponist und Orgelvirtuvse pectrrragenbe« leistete. Erwin B. bezog 1835 das ^Gymnasium zu Hersfeld, machte als Freiwilliger den Feldzug 1870/71 mit und bezog nach Ende de- KriegeS das Gymnasium in Büdingen, das er 1873 mit dem Reifezeugnis verlies. Sodann studierte er in Leipzig und Marburg. 1876 promovier.« er aus Grund einer Arbeit über die Geologischen Der- hällnisse seiner Heimat. 1877 machte er sein Staatsexamen und wirkte sodann bis 1879 in Wimpfen und hierauf bis 1917 in Offenbach. Gr schrieb ein treffliches .Lehrbuch bar Chemie". Auch hat er burch viele, In Leipzig h.rau-gegebene Vertonungen sich In ber Musikwelt einen guten Namen gemacht. Daneben nimmt er auf dem Gebiete bes Tierschutzes eine fübtenbe Stelle ein. Gr ist Ghrenrnltglieb aller größeren Qtereine Deutschlands. Al- erster gab er bi« erfolgreiche Anregung bei der deutschen Relch-vegicrung, den Tierschutz in den amtlichen Lehrplan aller Schulen auszunehmen. !! Büdingen, 4. Febr. Der Ä r e i e a u e • schuß hat in seiner jüngsten Sitzung u. a. beschlossen: Der Landwirts christlichen Schule in Nidda, die in diesem Jahre eröffnet worden ist, wird ein Zuschuß von 1500 Mark zur Verfügung gestellt. — Die Stelle eines Kreisobstbau- Inspektors soll auch nach Ueberganp der Kreis- strahen in das Eigentum der Provinz erhalten werden. — Die Altbesitzanleihen des Kreises sollen mit 12,5 Prozent auf gewertet werden. Die Ablösung soll in bar sosort geschehen. Die Entscheidung über die Auswertung des Neu» besitzes wurde ausgesetzt. bs. N i d d a. 4. Fevr. Die Lichtbild stelle ber Schulen des Kreises veranstaltet im Lause dieses Monats an zentral gelegenen Orten Filmvorführungen. So liefen heute hier drei Filme, u. a. .Venedig, die Perle der Adria" und der Märchenfilm .Fuchs und Wolf". Die Schulen der näheren Umgebung hatten fich ein- gesunden, so daß der Saal deS GambrinuS gut beseht war. Die Erläuterungen gab Lehrer Fil- finger von (Bübingen Immer mehr wird von dem Film als wertvollem Anschauung-mittel in unseren ländlichen Volksschulen Gebrauch gemacht. * Ortenberg, 4. Febr. Wie kürAllch schon berichtet, ist es dem Turnverein Ortenberg gelungen, den Mauergarten als Eigenheim zu erwerben. Dieses Heim wirb nun am kommenden Sonntag in einfacher Weife eingewciht werden. Oberamtsrichter Dr. Fuhr, langjähriges Ehren- Mitglied des Turnvereins, wird die Weiheansprache halten. bs. Aus der mittleren We11erau, 4. Febr. Das milde Winterwetter förbert ble Arbeiten an ben Obstbäum^n in hohem Maße. Dei Zwe tschenbäumen s «hl man viele halbbürre und auch eine Menge CBaum- lclchen. Da auch dem fast überall durchgeführten Feldberelnig ungsverfahren viele Zwetschenbäume zum Opfer gefallen sind, herrscht Mangel daran, der sich bcsonoerS im Herbst zur Zwetschenluchenzeit bemerkbar machen wird. Gegenwärtig werden von diesem Steinobst viele Neupflanzungen vorgenommen. Kreis Schotten. Schotten. 4. Febr. Im Kreise Schotten besitzen bis jetzt bie Gemeinden Wingershausen. Einartshausen und Freiens.en keine Wasserleitung. Die Gemeinten tragen sich nunmehr mit bem Gedanken, bte Leitung anzulegen. so Daß in absehbarer Zeit sämtliche Gemeinden des Kreises sich ber Segnungen einer guten Wasserversorgung erfreuen werden. tz Schotten. 4. Febr. Aus der jüngsten GemeinderatSslhung: Die Zahlungsbedingungen für bie diesjährigen H 0 lzver - ft eigerungen, bie in kommender Woche beginnen. wurden wie früher festgesetzt: 10 Prozent Anzahlung, 40 Prozent am Sornmermarlt, der Rest fällig an Martini, zin-lo- bis datzin. — An Pflasterung werden in der nächsten Zeit hier vorgcnomrnen. ble Straß« um baS Rathaus, ein Durchgangsweg am Löwen, ber Derbin- bungsweg zwischen KreiSamt unb Bahnhof, sowie eine Strecke Gosse in der Frkbhosstraße. Die Arbeiten werden mit Kleinpslaster ausgeführt. — Die Stobt bat eine Iungvlehweibe. 30 Morgen groß, angelegt. Die Weid« wirb teilweise neu umzäunt, eine Unterstand-Holle wirb errichtet. Die Kosten hierfür werden von ber Statt vorgelegt unb aus bk Weidebeschicker ansaeschlogen; für den Morgen Weidegeld wurde em Betrag von 12 Mk. festgesetzt. Die Iungvkh- weide hat sich als außerordentlich segensreich erwiesen. — Für die Postautolinie H l - rich st ein — Schotten wurde bet von bet Post angesordertr Fehlbetrag für da- 2. Vierteljahr 1926 mit dem auf bie Stadt entfallenden Anteil übernommen. — Da- Gesuch der 6t- werb-losen um Gewährung einer Winterbeihilfe wurde -urückgestellt. Rur in dringenden Fällen soll helfend eingegriffen werden. 12 »W WS. billiges Reugeld zu nur 5°/© Zins wurden von derDousparkasie derGemeinschofi der Freund» £uh!uroU ©üftenrot in knapp I^Jodren viSLnde lV2S an 773Bausparerzum Bauvon Eigenheimen und gemeinnüyi. gen Bauten vergeben. Wer nach einem Eigenheim ffrtol. verlange alle Unterlagen. Tosortige Darleben werden nicht gegeben. DieSbczüglick'e Anfragen zwecklos. Tie Gemeinschaft brr freunde ist die erste.oltesie.grvhte,erfolgreichste, leistungsfähigste und sicherst Bausparkasse Deutschland-. fite '.5s ffllttn.,n* *«n ps Ää’ft f<'nt Ä^" s? L?rtu ’-uib ZSL 6Ä ÄJVj ;6l?r-t er aJ jWa 3b! °chle n I*. bi- 1^9 in Olftnbfli g. Themie' :Mg 6:rauiflt. tulMi S WBtf tt QW1 ßfafoMe Ox eriolgrttdtf Kirrung, £ n aller Schul«, r Rreleouf« 'S u-a- b»,ch!o,. " Schule in ntl oorbtn l(t, jur Verfügung mobftbou. m brr *rc(t> J «reiten n bis Rttl. ulfltwttiit !°lvn grlchthtn. ung ber Neu- htbildsielle ötranllQlItt im gelegenen Orten tftn beute hier lerft dn Aria" nt> TBolf". Die Balten sich ein- ©ambrinui gut ab Lehrer Fil- mehr lvlrö vvn wungtmltttl in ®ebrou<$ ge- tunlich schon i Oxitnbexi ; diynW ju am tommenben yewchl »erben, ßsihrige» Öhren- e Delheansprache n Uetterau, Her lörbert die i m An in hohem men seht man Menge Daum- 1 durchgesührlen hren #We )pser aefoilen sich besonder- im -emertbar mach« diesem Steinobst rorgcnoinmen. N. 3m Kreise,Schot' einben Dingers- reiens.« feine inten tragen ii® je Leitung aw- ■it sämtliche Segnungen einer n v'crden. Lj der l*n Die Zahlung-- »et Dvche be' .mmetmor-t. g 'Iw hW'S yJaJi* w» ,-SÄ^ frgSÄ !*& von d-r MS *•* « ur !*/•Z”? S-S- Ute Erwerb-losen hatten die Dskichtarbeit abgelehnt und wollen diese nur verrichten, wenn die Stadt einem Beschluß dcS Arbeits- nochweises Gießen entspricht und aus Gemeinde- milteln Zuschläge bezahlt. Die Bezahlung dieser Zuschläge ist vom Demcinderat abgelehr.t worden, «4 ist eine Entscheidung des 3>df. Ministeriums beantragt worden, die noch nicht eingegangen ist. — Eine Poli.^ioerordnung, die das Befahren de» Marktplatzes mit Last- trostwogen und schweren Fuhrwerken verbietet, wurde angenommen. ^Saubach. 4. Febr. Gestern hielt die hie- siae Baumkircher oder BlasiuSgefell- schäft ihre Iahresseier ab. Diese Gesellschaft besteht au» den Rachkommen der einstigen Bewohner der gegen das Jahr 1400 ausgegangcnen Ortschaft Daumkirchen oder Baumensehen im oberen Tal deS Seenbachs. eines linken Seitenbachs der Ohm. P/t Stunden nordöstlich von Laudach. Diese Wüstung ist nicht durch den 30jährigen Krieg entstanden, wie man öfter hört, sondern durch freiwillige Auswanderung, ohne jede Rötigung. Die Bewohner siedelten sich in Laubach an. bildeten jedoch innerhalb der Stadt noch ein eigene» Gemeinwesen mit ge- meinsamevi Besitz. Auch hatten sie früher noch einn besonderen Altar. Um 10 Uhr kamen sie heute morgen wieder zusammen, im ElaatSanzuge, und verlosten untet dem Vorsitz eines besonderen „Schultheißen" (in dir em Jahr Landwirt Krämer) ihre Welbetcile. Der gemeinsame Besitz umfahr gegen 15 Mcrgcn Weideland. Gegenwärtig sind cS 31 Blitzer. Der .Schultheiß" wird nicht gewählt, sondern .geht reih um", alljährlich ein neuer. Die Reihenfolge im Amt wirb durch die Reihenfolge der Häuter in der Stadt bestimmt. Die Rechnungen der Gesellschaft gehen bl» in daS 16. Jahrhundert zurück: die Geschäftsführung crfrlqt nach einer alten Ordnung, die 1701 festgelegt wurde. Nachdem die Rechnungsablage erfilgt war. fand ein gemeinschaftliches Essen statt. Früher (biS 1843) wurde die Tagung im Rathaus abgchaUen. jetzt im Ga'thof, z. 3t. im .Solm er Hof . Um 9 itfir abends begab sich die Gesellschaft nach aller Sitte mit Lampionsbeleuch- tung in die Wohnung deS neuen Schultheissen, wo man noch einige Stunden in angeregter Unterhaltung verbrachte Bemerkenswert ist. daß gerade vor 200 Iabren die .Lade" angefertigt wurde, worin 'ich die Akten der Gesellschaft befinden. Sie kostete 44 Albus 8 Pfennig. (Albus. Weiß- Pfennig, 1360 üblich geworden, war etwa V$o Thaler. In Kurhessen geprägt bis 1833. in Umlauf bis 1842.) ■* Laubach. 4. Febr. Hier fand unter Leitung des Kreisdirektors Geheime Reg.-Rat Doeckmann eine Versammlung der Bürgermeister deS Kreises Schotten statt. Die Versammlungen wechseln in schöner Weise stets zwischen den vier Bezirken Schotten. Gedern. Laubach. Ulrichstein ab. Die Versammlung behandelte in der Hauptsache die schwierige Frage der Aufwertung derGemeinde- schuldem Die von der Hess. StaatSregierung bestellten Treuhänder Reg-Räte Dr. Ahl und Dr. Braun wohnten der Versammlung bei. Dr. A h l erstattete ein ausführliche Referat über diese schwierige Materie, an das sich eine nähere Aussprache anlchlotz. Die Gemeindevertreter waren der Auffassung, daß für die besonderen Verhältnisse des BogelSberges und seiner finanzschwachen Gemeinden eine Aufwertung von 12 V» Prozent angemessen und ausreichend sei. Sine gütliche Einigung soll zwischen den Gemeinden mit ihren Gläubigern möglichst erstreb! werden. Daurat Rodnagel- Schotten verbreitete sich in einem weiteren Referat noch über eine Reihe für die Gemeinden wichtiger Baufragen. ± Stumpertenrod, 4. Febr. Die kirchliche Statistik vom Jabre 1926 ergibt folgendes Bild von dem kirchlichen Laben unserer Gemeinde: Bei einer Zahl von 523 Einwohnern wurde der sonntägliche Gottesdienst durchschnittlich von 141 Erwachsenen besucht. ES sanden 6 Taufen, 4 Trauungen. 8 Beerdigungen statt. 11 Kinder wurden konfirmiert. An Kollekten und anderen Gaben christlicher Wohltätigkeit gingen 696 Mark ein. In der zur Pfarrei Stumpertenrod gehörigen Filiale Köddingen, das etwa 486 Einwohner zählt, wurde der sonntägliche Got.esdienst durchschnittlich von 133 Erwachsenen besucht. Es fanden hier 12 Taufen, 4 Trauungen, 11 Beerdigungen statt. 11 Kinder wurden konfirmiert. An Kollekten und Gaben christlicher Wohltätigkeit gingen in Köddingen 633 Mark ein. Kreis -Ilsfeld. L Mücke. 4. Febr. Sehr abfällig beurteilt wird in unserer Gegend die stiefmütterliche Dekan b l u n g, die die Eisenbahnverwaltung den kleinen Stationen zuteil werden läßt. Diel Anstotz erregt unter den Reisenden der Zustand des hiesigen Wartesaales. Decke und Wände sind schwarz von Rust, so dah man darauf schreiben kann. Sicher ist hier seit einigen Jahren vor dem Kriege nicht daS Geringste zur Unterhaltung geschehen. Im Gange des Bahnhofs- gebäudcö sieht es nicht viel besser aus. Aber auch aus anderen Stationen kann man ähnliche Zustände antreffen. Früher befand sich im Bahn- Hos Mücke noch cm Wartesaal 2. Klasse. Dieser ist von der Bahnverwaltung vermietet worden. ES würde mit Dank begrübt werden, wenn die Bahnverwaltung jetzt auch ein wenig Interesse für die kleineren Stationen zeigte und die W a r t e s ä l e dortselbst zu einem einigermahen menschenwürdigen Ausenthaltsraum gestaltete. Sehr oft ist schon angeregt worden, dah auf der hiesigen Station der Bahn st ei g überdacht würde. Auch in dieser Hinsicht findet man bei der Bahnrerwaltung wenig Gegenliebe. Bei dem ansehnlichen Verkehr, der hier herrscht, wäre es dringend erwünscht, datz wenigstens e t n Bahnsteig überöadjt würde. — Die Straße nach dem D a h n h o f ist nun endlich mit Kies bedeckt worden. Damit wurde einem großen Uebelstand abgeholfen. — Die Bautätigkeit dürfte in der kommenden Bausaison recht lebhaft /* Frankfurt a. M. Restaurant Kölner Hof am Hauplbahnhof (rechts) Neu eröffnet! Sehenswert! Anerk nnt erste Küche — Kleine Diners — Reich- haltlireTages-und Abendkarte au inäuißren Preisen. Im Ausschank: l>or monder Acl Icn-Pl i und Mttncbenor Hvtbrttu 278si IVolnres surnnt. Sonrfrtltlcr zusammengcstellte Weinkarte zu niedrigen Pi eisen Hotel Körner HofJiÄ“i’7n"£ kalten Wasser von Mk 8 50 bis (i.—. 20 Privaibäder Große und kleine Konferenzrflume Zur bevorstehenden Kalksalpeter 71mm. - Superphosph. Superphosphat Thomasschiackenrnehl Kali und Kainit Nltrophoska Schwefels. Ammoniak Kalkstickstoff Natronsalpeter Leunasaipeter unter Gehaltsgarantie zu billigsten Preisen. 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Ginge den der kleinen Mühlen in den tehten Jahren angesehen wer dm. In unten r Gemeinde waren vor dem Krieg.- noch drei Mühlen in Tätigkeit. Oberhalb des Dorses an der ©irofk nach Umcr-Deibertenrod lieg! di« Luch-Mühle. Besitzer Ludw. Müller: währexxd und nach dem Kriege wurde die Mühlcneinrichtung auS dieser Mühte entfernt, sehr zum Berdruh des jetzigen Bescher-, der gerne die Mühle in G xng brächte. Die zweite Muhl«, Bescher Konrad Strittcr. lieal mitten im Dorf«: sie ftdjt seit einigen Jahren wegen Wassermangels still. Die Wassergräben sind vollständig versumpft, so dah ein« namhafte Summe nötig wäre, um die Mühle in Gang zu bringen: daS scheint dem Besitzer aber unrentabel. Unterhalb des DorseS zwischen Ruppertenrod und Unter-Seibertenrod liegt die RahnS- oder Schelle-Mühle, Besitzer Kray Witwe: diese ist die einzige der drei Mühlen, die noch zeitweise im Gang ist. Den gröhten Teil deS Jahres über steht aber auch dies« Mühle still, denn infolge der fortschreitenden Versumpfung der Gräben erhält die RahnS-Mühle auch nicht genug Wasser, und sie mutz ihre Tätigkeit auf die Herbst- und Wintermonat« beschränken. 1920 21 hatte die Gemeinde Ober-Ohmen ein Elektrizitätswerk in der RahxrS-Mühl« errichtet, doch reichte di« Wasserkraft nicht aus, so dah man sich der Ueberlandanlage anschlotz. Früher befand sich eine vierte Mühle im Orte an der Schulbach". Sie gehört« den Freiherren Riedes e l, die hier ein gröberes Gut befaßen. Mit dem Eingehen der kleinen Mühlen verschwindet ein Stück Heimat, denn diese Betriebe tragen doch sehr zur Belebung des Landschaftsbildes bei. Di« schwere Wirtschaftskrise hindert manchen Kleinmüller. fein« Mühle instand zu setzen und sein vvn den Vätern ererbtes Handwerk weiter zu betvribexL Aber bas Stillstehen der Mühlen hat auch noch einen anderen Rachieil. AlS die Mühlen noch im Betrieb waren, sorgten die Müller stets dafür, daß die Zu- und Ausslubgräben ofsengehalten wurden, d. h. dab ter Schlamm rechtzeitig entfernt wurde. DaS geschieht heute nicht mehr; der Müller hat kein Interesse darin. Die Folge ist eine vollständig« Verschlammung der Gräben und eine fortschreitende Versumpfung der Wiesen. Die Klagen der benachbarten Wielen- und Grundbesitzer wollen deshalb nicht verstummexL DaS GraS, daS auf diesen OBicfcn wächst, ist sauer und kann auch als 55eu für Rindvieh nicht verwendet werden. Auch Pserdebesiner kaufen «s nicht gerne, da eS s-lbst von den Rserden verschmäht wird. Manchmal wird das Grummet oar nicht ahnemäht da man es doch nicht verwenden kann. Di'» V"t„7nvsi,na der Wiesen ist auch äutzerUch zu testen, sie nehmen eine rötliche Färbung an Die Grundbesitzer täten gut. sich zwecks Entwässerung der Wielen zusammenzuschliehen. Starkenburg. • Darmstadt. 4. Febr. In der geftuaen Stadtverordneteniitzung wurde beschlossen, dast die große Fe st Hal le, die auf dem Ercruerplatz zur Abhaltung art fiere« Festlichkeiten (Mittel- rheinischc» Turnfest. Sandw. Ausstellung usw.) errichler wird, die Ausmatz« 4 2:60 Meter erhalten soll. Auch wurde bestimmt, bah die Tragkonstruktionen aus Eisen, die übrigen Teile (»',) auS Holz bestehen sollen. Preuhen. Shciö Wetzlar. —Lützellinden. 4. Febr. Der hiesige Männergesangverein begeht am 31. Juli sein SOjähriges Jubiläum. AuS diesem Anlatz ist die Abhaltung eine» Sänaerfeste» geplant, wozu sich bereits zahlreicbe Gesang- vereine auS der Umgebung an gemeldet haben. Dillkreitz. bl. Breitscheib. 4. Aebr. Im Früh- I'ahr wird hier mit dem Bau eines neuen Schul- lauses begonnen. Man gedenkt das Gebäude m Sommer im Rohbau zu vollenden. 5lrciS 20eftrrbnrn. WER. Wcsterburg, 4. Febr. In Oberrod kam gestern abenb beim Diehfüttern der Landwirt Krämer der elektrischen Hauptleitung zu nahe. Er wurde vorn elektrischen Strom zu Do den geschleudert. Als ihn seine Angehörigen infolge seine» langen Ausbleiben» suchten und fanden, war er bereits t o t Maingau. WSR. Franks ur t a.M.. 4. Febr. Rach Ferrigstellung der Alten Brücke plant die Stabt Frankfurt den Umbau der Ober- und der Untermainbrücke, die während der zwölfjährigen Bauzeit der Alten Drücke sehr stark belastet waren. SS besteht die Absicht. Die beiden Brückenbahnen auf 20 Meter zu verbreitern, d. h. die Fahrbahnen mit 12 und die Bürgersteige mit je 4 Meter Breit« vorzusehen. Jnfolged«fs«n soll der ganze Oberbau abgeiragen und durch eine ganz neue Konstruktion ersetzt werden. Die Baukosten für beide Brücken dürften sich aus etwa drei Millionen Mark belaufen. ERK fatli geuAafft! W ist in MarMunde! Unsere für Deutschland neuartige Zigaretten-Propa- ganda hat ihren Zweck, die Außenseiter der Raudienvelt au [unsere vollendeten Zigaretten-Meisterwerke nachdrücklichst hinzuweisen, vollauf erfüllt. Der großen Zuban- Qualitätsraucher- Gemeinde haben sich neue Scharen feinsinniger Raucher zugesellt. Für die uns aus allen Teilen des Reiches zugegangenen Anerkennungen können wir der Fülle wegen den freundlichen Einsendern nur auf diesem Wege verbindlichst danken. Aber auch denen sagen wir für das uns bewiesene Interesse schönen Dank, die in Verkennung der Absicht unseres straßenabseiis gehenden Propagandaweges zum A us- druck brachten, daß sie nicht so ganz damit zufrieden sind. Über moderne Werbearten gehen die Meinungen stets auseinander. Wir freuen uns aber, feststellen zu können,, daß überall in deutschen Landen nur ein einstimmiges Urteil über besteht: sie ist ein Glanzstück deutscher Arbeit! Wie ein süßer Blüicnhnuch aus fernem Morgenlande ist ihr Aroma ! Dem Streicheln einer zarten Frauenhand über sorgenumwölktc Stirn gleicht ihr milder Duft! Unsere ,Lucy Doraine• gibt Millionen Freude und Lebenslust , Millionen sprechen begeistert von ihr, kurzum.• sie Werden auch Sie ffii/nMrdet) Qeocfi/macfo ! Äaucfum fieJhq/£)orain&, die Zu£wn fä/nßer'! NalkistnichtNalk- man verwende bei der Aufzucht u. Mast nur den echt, gewürzt. Futter» kalk M. DrockmannS »Zwerg» Marke" oder denungew. »Patent» Aährsalzkalk". Bester Schutz geg. Knochenerkrankungen I Prospekte kostenfrei! — Erhältlich in Drogerien, Apotheken und sonstigen einschlägigen Geschäften. — Aur echt in Orig.»Pack. — nie losel Da Fälschungen im Handel, achte man beim Einkauf genau auf Schutzmarke und Firma des alleinigen Fabrikanten M. Brockmann Lhem. Fabr. m. b. H , Leipzig.Dutr. 90c. Sdjuhmarke D.' 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ES ging aber teilweise ganz weit darüber hirau« 3.ii Dordergrunde standen diesmal neben Bereinigte Glanzstoff, in denen erneut KurSfprünge im Ge amtausmaß von etwa 80 Prozent eintra en, Kohlenw r e von denen 3lfe nicht weniger al« 63 Dzt.. Rheinische Braunkohle kOPzt., Harpener 37Pzt. Köln-Reuessen 4O Pzt. gewannen. Essener Sielnkoh e folg en mit einem Gewinn von 3)Pzt. Auch Kali verte scheint man plötzlich für b l ig zu halten. Deren Kurte wurden um 20 b.S 30 Pzt. in die Höhe getrieben. Angesicht« einer derartigrn Bewegung ist e« schwer, irge. due'.che Besründungen anzugeben. um so mehr. alS sich die Spekulation selbst auherordentlich zurück,ält und der Antrieb ouS dem flco .cn Publikum kommt. Irgendwelche Ber- bindung dcS Kurswerte« mit der Rentabilität ist völlig verloren gegangen, und der nüchterne Beurteiler der Lage must ein« Katastrophe erwarten. Gewiß ist die Beurteilung der Rentabilität, nachdem wir toieZ>cr mit einem Rest. SbanldiZkont von 5 Pzt. rechnen, ein« andere al« früher, und man kann höchsten« noch bei den Banken, aber auch da nicht überall, «irren gewif.en Zusammenhang zwischen der Rentabilität und den Kurswerten sehen, da man wohl damit red nen bat r. da st durchweg die Danken ihre Dividend« um etwa 2 Pzt. erhöhen werden. Bei den Banken ist allerdings auch zu berückjichtige.i, Dai sie in Börde dazu schreiten müf en, ihr Eigeniapital in c n entsprechende« Verhältnis zu be.i fremden Geldern zu bringen, und insbesondere ter Kurs der Danaibank darf wohl von dem Gesichtspunkt aus befrachtet werden, dast den Aktionären demnächst ein günstiges DezugSrecht zusällt, das gleichzeitig auch eine KurSeegulierung herle führen wird. 3m übrigen ist eS augenscheinlich, dast bei einzelnen Werten Machtkämpfe die treibend« Kraft sind. DicS gilt wohl in erster L.nie für Bereinigte Glanzstols und Bemberg, dann aber auch für WanneS.nann und Harpener. Jedenfalls kommen hier de.rädtliche Divid.udene,Höhungen wohl kaum in Frage. Das Höchstmast der Dividende für Harpen dürste wohl 10 Pzt. sein, wenn auch d.e Gesellschaft infolge der günstigen Ode-äil«:age der letzten Monate über ein er- heolici cs T a .kGuthaben ve.fügt. D.r einzig v«r- nachläs igle Markt war in diefer Woche der SchiffahrtSmarkt, wo infolgedessen leichte KurSabsc. wächungen cinlraten, und zwar infolge dcS Werdeganges des EntschödigungS-Ge- setzenlwurics in den Bereinigten Staaten, der, wenn überhaupt noch in dieser Session, nur in recht verstümmelter und für die deutschen Berechtigten wesentlich ungünstiger Form Gesetz werden durste. Die weitere (Snttoidlung der Börsentendenz dürste ganz von der Geldmarktlage ab» Höngen, die trotz der großen Anforderungen, die an den Markt gestellt worden sind, einstweilen immer noch al« austerordentlich leicht bezeichnet werden darf. Ob allerdings die nunmehr zur 2u,lcgung gelangte Reichsanleihe nicht doch regulierend wirken wird, hängt ganz von der Politik der Reich sbank ab, die mit Hilfe dieser Anleihe in der Lage ist, dem Geldmarkt be- krächtliche Mittel zu entziehen. Cs ist d es um so mehr an^unehmen, als die Zeichen sich dafür mehren, dag man gewillt ist, dem Dörsentaumel Einhaft zu gebie.cn. Als ein solches Zeichen ist auch aiizufehen der Beschluß der LiquidcuionS- kasse, die BeleihungSgr^nze für Kassa- und variable Werte auf 80 Prozent zu ermäßigen. ES muß auch gesagt werden, daß die Borsenbewe- gung in Deutschland nur allzu sehr geeignet ist, im Ausland einen falschen Eindruck von der deutschen WirtschaltSIage und der deutschen Zah- kungS ähigleil zu crmcaen, und man sollte darum den Gedanken nicht von der Hand weisen, evtl, wenn alle Warnungen nicht« helfen, wirksame Mittel anzuwenden, um diesem Taumel ein Ende zu bereiten. Wenn die Großbanken au« Pri- vatintcresse hierzu nicht in der Lage sind, so ist * «kichSanlkidt — — ».Rx, _ 31XW 292.75 kommen unb Prive,-r-ank ns t2S 217 5 219.9 larmiL und Wfliionaloant r99 h 301 5 -97 Trutidjc ... 3>* .07 2119 207.25 Tiefnnto ommanötl . . Ito.75 197 '96.75 196 75 Dresdner U^nk ....... 191 192 5 191.5 194.4 IMcialll'aiu.......... 1*1 IM 5 IM) 25 t<2 Muttldeui'che tfrebitbanf C 231 71 INI 5 iMI. bcd Montan...... . 191 191 192 191 5 Iran» t78 175.12 175 »letnmann ...... i9* 197 .1 192 195 (ti Ur. rtefenmaeu...... 166 187 1X7.12 1’8 5 ttich, und Mrnit........ 196 2CI 197 75 139 Mamtra iwerke...... . 119.5 Schu.lcri ......... 162 25 IM.5 1X3.9 |S« Siemens X Hallte...... .21 75 228 ■ 20 222 Ndlerwerke dienet...... 131 1-8 130 Daimler Molaren....... U4.5 106 105.9 166,25 Henltaenslaedt ........ :>U 5 ■i'.rflum. . . ....... 76 74 5 Mannheimer Moiorra . . . — 40 IVranffurter Vlrmninrtn . . 25 — Uonlerveniabrik t< j 34 2X6 -W 75 Zuiler adrik Jrantenlhat . . 130 150 137 Zukteriabrit Wagbäulrl . . 164 168 159,5 — Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Banknoten Berlin. 4 ssebr ffiflö Brie- 9lm>rltnnilchr 9 ..... 4.197 4,217 J elQtkbe 'Jloien ...... 56.45 63.75 Tdiiiiitir '.Voten . ....... 112.00 112.56 (hifllifcbe Noten ...... 4). 40i 3U.5-.i5 lZmnwiilche V.'otrn...... 16 64 16.71 Hollandtiche yioifrt...... 168 20 16.1 04 i.t hentfdie Violen...... M 20 18.30 Noriveailche 'JZoien . ... llffl 08 108.62 Teutid) Ceftrrr .5100 Aronm 69.51 69 61 IHumiiiii'ite '.i/oicn...... 2.315 2.355 ertnoebürtje '.Volen...... IU 09 112 «j Cchnetrer "Jloien....... 81.06 -1 4b Spanllch' Noten....... TU. 12 70 48 lichechoilowalische Roten . . 12.455 12.5(5 UnQQriftbe Woich 73.54 73.90 Berliner Börse. Berlin, 5. Febr. Die Samstagbörse setzte roe* fentlid) ruhiger, aber für Spezi al werte sehr belebt und fest ein. Die Gesamttendenz war mit Ausnahme einiger Evitzenpapiere, wie Löwe, Bereinigte Glanzstoff, Ilse Bergbau usw., freundlich. Starke Befestigungen bei lebhaften Umsätzen erxirften Bankaktien unter Führung von Darmstädter ! (303 plus 8 Prozent), ferner Adlerwerke flieget (plus 4 5 Prozent), Textilwkrte. Deutsche Erdöl und Schlesische Zinkwerte. Elektroaktien traten nach Festsetzung der ersten Kurse stark in den Bor. berarunb und erzielten Kurssteigerungen von 5 bis 8 Prozent. Schisfahrtsaktien erholt. Kali- werte überwiegend gut behauptet. Die Spekulation zeigte nur für Epellalwerte größeres Interesse, und man wies bei diesem Verhalten auf die nach dem Ultimo noch nicht wesentlich erleichterte Geldmarktlage, sowie auf di« Ausführungen von Dr. Schacht auf dem heutigen Girooeroandstag der Dresdner Dank hin, wonach doch vielleicht mit der Möglichkeit eines Nachlaffens der Geldflussigkeit zu rechnen sei. Tagesgeld stellte sich heute auf 6 bis 7 Prozent, teilweise auf 5,5 Prozent, Monatsgeld 5,5 bis 6,5 Prozent. Wechsel mit Großbankgiro 4,25 bis 4,40 Prozent. Der Deoisenverkehr war ruhig. Madrid und Oslo konnten sich gegen London befestigen auf 29,10 dzw. 18,85. Die übrigen Valuten zeigten keine wesentlichen Veränderungen. Franksnrtcr Börse. Frankfurt a. M., 5. Febr. Tendenz weiter fest. Der Wochenschluß war sehr zurückhaltend, was sich besonders durch Abgabcneigung in Mon- tanroerten bemerkbar machte. Die Grundstimmung blieb jedoch weiter fest. Neuerdings bevorzugt die Spekulation E l e k t r o w e r t e auf die Verhandlungen Loucheurs bezüglich der Bildung eines internationalen Elektrotruftes. Bergmann plus 7,5, cchuckert plus 5, Siemens & Halske plus 8, Lah» Nätsel.Ecke. Lilbcnrätsel. char — des — dol — « — «l — «m — eu — ga — go — ha — hi — hoe — hoe — t — i — i — ir — it — kanz — land — le — le — lei — li — lot — lut — man — now — pi — ra — ralb — ri — ja — scher — f« — fee — ftib — ta — le — the — ti — ti — ti — van — ril — je. Aus vorstehenden 46 Silben sind 18 Wörter zu bilden, die folgende Bedeutung haben: 1. Militärisches Kleidungsstück. 2. Roman von Walter Scott. 3. Griechischer Dichter. 4. Italienischer Physiker. 5. Altes Längenmaß. 6. Stadt in der Provinz Brandenburg. 7. Nebenfluß des Rheins 8. Weiblicher Personenname. 9. Nordischer Königsname. 10. Schwarzwaldsee. 11. Stadt in der Türkei. 12. Aiko- holifches Getränk. 13. Schreibstube. 14. Andere De- Önung für Verbannung. 15. Stadt in Schleswig- lein. 16. Französische Kolonie. 17. Europäisches Land. 18. Militärische Ehrenbezeugung. — Nach richtiger Bildung müssen die Wörter in ihren Anfangsbuchstaben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten noch vom einen Ausspruch von Gottfried Wilhelm von Leibniz ergeben. Kreuzworträtsel. 1 2 3 12 n - 10 15 16 17 18 H 2d 21 23 29 2*f 77 6 77 I 1. Von links nach rechts 1. Männlicher Personenname 6. Anfang eines Gebetes. 9. Abkürzung für die Vereinigten Staaten. 11. Denkzeichen. 12. Bodensenkung. 14. Großer Fluß. 16. Deutscher Dichter. 18. Papageienart 20. Genuß- mittel. 22. Nebenfluß der Elbe. 24 Teil von Hinterindien. 26. Tanz. 27. Männlicher Personen- name. 23. Männlicher Personenname. 29. Gattung. 2. Von oben nach unten: ■ 1. Junges Schaf. 2. Weiblicher Personenname. 3. Stadt in Schlesien. 4. Obstbrei. 5. Herrschertitel. 7. Japanischer Staatsmann. 8. Bergweide. 10. Berliner Vorort. 13. Griechische G. Hin. 15. Südfrucht. 17. Gotenkönig. 19. Gesellschaftliche Stellung. 21. Gott der Liebe. 22. Schick,olsgöttin. 23. Fluß im europäischen Rußland. 24. Gaststätte. 25. Germa- nifche Gottheit. Berbindungsans^s c. Ar — Ban — Bau — Frühling — fllaue — Knote — Mast — Nadel — Sau — Seele — Tat — Ur. 3e zwei der vorstehende r zwölf Wörter sind der- art miteinander zu verbinden, daß sechs neue, um) Zwar völlig andere Wörter entstehen. Die Verbin- düng geschieht, indem man entweder ben letzten Buchstaben des ersten Wortes zur nächsten Silbe schlägt oder den ersten Buchstaben bei zweiten War- tes zur vorhergehenden. Winterproblcm. -V3 MD BerwandlunstSrätsel. Sexta — . • •— • •... — Prima. Wie kann man mit vier Hauptwörtern ab Zwi» schenstusen von Sena nach Prima gelangen, indem man jedesmal die beiden durch Sternchen angedeu« toten Buchstaben des vorhergehenden Wortes ändert? Scharade. Jagst du, so richt' auf die erste den Blick, Filchest du, wär' eine zweite dein Gluck. < Soll dir das Jagen und Fischen gcdeihn, Darfst du vor allem ein ganzes nicht sein. Oft wird die erste des Schießenden Deute, Ost auch gelingt mit dem Netze die zweite. Schwerlich wird aber eine — zwei was erwischen. Fehlt doch die Ruh' ihm zum Jagen und Fischen. Auslösungen. Silbenrätsel. 1. volar. 2. Erlao. 3. Borneo 4. Edenkoben. 5. Raufbold. 6. Anemone. 7. Lnzeum. 8. Luitpold. 9. Lotterie. 10. Etamin. 11. Reel am. 12. Naphta. 13. Tyrann. 14. Möbel. 15. Altai. 16. Novelle. 17. Nabob. 18. Unstrut. Neberall lernt man nur von dem, den man liebt Scharade. Lustschissahrt — Zeppelin. Rä.sel-Rooellelt«. Helgoland. Höffclfprung-Rebui. Der Weite kann deS Mächtigen Gunst 3 entbehren, doch ni i der Mächtige de« g Westen Lehren. Anagramm. Geier — Etger — Riege. ai iE Kreu vor täfel. A startcr.kunst'lück Treff: Bube. Dame, Zehn. Pik: Zehn, Bube, D nie. Herz: Dame, Zehn, Bube. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedakttonSttfch. LebenSweiShe ten eines englischen Edelmann«. Lord Dewar ist einer der witzigsten Talelredner und daher al« Vorsitzender für Diners außerordentlich gesucht. Rachstehend eine klein« Auslese seiner Epigramme: Der Resvekt vor hohem Alter erstreckt sich keine«. Wegs aus Gier. Die Straße zum Erfolge ist voll von Den Frauen, die ihre Männer vorwärts treiben. • Die mohammedanischen jungen Mädchen bv- kommen ihr« kunstigen Gatien nicht vor der Hochzeit zu leben. Die unltigen nur selten nach derselben. DaS heut ge Fraucnkleid beginnt irgendwo und hört Dann plötzlich auf. Der Mann, der sich heutzutage hinter dem Rock seiner Frau versteckt, ist kein Feigling, sondern ein Magier. e Optimismus läßt einen Mann in seinem 95. Lebensjahre einen neuen Anzug mit zwet Paar Beinkleidern bestellen. Wenn jemand sagt, sein Wort fei so gut tote sein Schuldschein, dann nehmt Den Schuldschein. 4 1 7 2 5 meyer plus 3 Prozent. I.-G.-Farben blieben weiter vernachlässigt und schwächten sich 2,5 Prozent ab, dagegen konnten sich Rheinstahl um 2,5 Prozent befestigen. Am, M o n t a n in a r l1 waren Kohlen- werte gut gehalten. Rheinische Braunkohlen plus 2, Ilse plus 5 Prozent, dagegen die Rhein-Elbe- Gruppe auf die Dioidendenlosigkeit 1 Prozent schwächer. Von Kaliaklien setzten Westeregeln ihre Aufwärtsbeweaung um 1 Prozent fort, Aschersleben dagegen 3,75 Prozent schwächer. Mannesmann weiter nachgebend, da die Jnteressenkäufe kurz vor der Generalversammlung beendet sind (minus 3,75 Pro- zent). Die Großbankaktien konnten 1,5 bis 2 Prozent anziehen, Darmstädter plus 5 Prozent. Süddeutsche Zuckeraktien wieder 3 bis 4 Prozent höher, nur Frankenthal unverändert. Schiff- fahrtsaktien Aogen leicht an. Don d a r i a b • len Werte wurden Dauaktien weiter etwas realisiert, nur Dyckerhoff plus 6 Prozent, da, wie wir hören, eine Zusammenlegung des Aktienkapitals nur im Verhältnis von 2 zu 1 und nicht mehr von 3 zu 1, sowie eine Erhöhung bis zur alten Höhe in Aussicht genommen fei. Zellftosfaktien bis 2 Prozent höher. Metallbankwerte mäßig befestigt. Don Autoaktien fetzten Kleyer ihre Aufwärtsbewegung fort (vlus 2 Prozent), NSU plus 1,5 Prozent, frankfurter Maschinen plus 0,5 Prozent, Metall- werte gefragt Hirsch-Kupfer plus 1 Prozent. Der heimische Anleihemarkt war sehr ruhig und eher schwächer. Schutzgebiet 15,95. Am Geldmarkt trat eine Entspannung für Tagesgeld auf 4 Prozent ein. Mot atsgeld 4,75 bis 6 Prozent. Im Deoisenverkehr hörte man: Paris gegen London 123,35, Madrid gegen London 29,15, Zürich London 25,215. Die Reichsmark stellte sich gegen Kabel auf 4,22, gegen London auf 20,46}. Der weitere Börsenverlauf wurde ruhiger. Elcurowene und flaliaktien fetzten ihre Aufwärtsbewcgung fort, besonders Aschersleben nach der anfänglichen Ab- Schwächung von 3,75 Prozent um 6 Prozent be- Letzte Nachrichten. Die Thronfolge in Rumänien Pari«, 5. Febr. (WTB. Funkspruch.) Wie »Chicago Tribüne" aus Bukarest berichtet, ist es gestern in Kammer und Senat zu lebhaften Totgängen gekommen, als Die nationale Bauernpartei eine Entschließung «inbrachle. Die Die Wiedereinsetzung De« Prinzen Carol in seine Rechte als Thronfolge r fordert, Da nur auf diese Weise Die Ion- ftutitionclle Monarchie in Rumänien aufrechter- halten werden könne. Die RegierungSparteiem Bratianus und AvereScuS hätten sich energisch gegen diesen Darschlag gewandt. Die Regierung habe Die Zeitungen .Cuvuntul" unD „Uni- versul" sowie eine Dritte, Die Die Entschließung Der Bauernpartei gcDrucft hätten, sofort beschlagnahmt. Während der ganzen rumänischen Yreffe offiziell bekanntgegeben worden fei, daß Erörterungen über die neue politisch« Entwickelung oder Die Thrvnfrage sofort unter- Drüdt toerDen toürDen. Kopfschmerz Migräne Neuralgie Zahnschmerz Jabr-lOte bewährt, i roopekie k >»ti*nlos durch Otto AcCo . ehO " -ph irm. Lab Frankfurt a-M.-^üd. -'-'ick v '■rzu^lictios \ orbeu „unusmittof geizen (-rippe Bei itrovanille Bekanntmachung. Die Anmeldung der mtt Beginn des eenen Schuljahres (25. April 1927) schul« pflichtig werdenden Kinder hat zu erfolgen: 1. für alle Knaben: Montag, den 7. Februar 1927, vormittags 9—11 Uhr, in der Pestalozzischule (Knabenschule)Nord- arllage 8; 2. für alle Mädchen: TienStag, den 8. Februar 1927, vormittags 9—11 Uhr, in der Schillerschule (Stadtmädchenschule), Schillerstraße 8. Bei der Anmeldung ist der Impfschein und bei auswärts geborenen Kindern auch der Geburtsschein'vorzulegen. Tie Schulpflicht besteht für alle Linder, die bis zum 1. Mai 1927 daS 6. Lebensjahr vollendet haben. Es können jedoch zu derselben Zeit auch solche Linder angemeldet werden, die bis zum 30. September 1927 das 6. Lebensjahr vollenden, und die geistig und leiblich als schulreif erkannt werden. Ein wetterer Termin für die Schulaufnahme findet nicht statt. Gießen, den 1. Februar 1927. Stadtschulamt: Z. B. vr. Alles. 10038 ^Geffentliche Mahnung. Folgende Abgaben werden hierdurch mit Frist bis zum 14. Februar 1927 gemahnt: 5. Ziel Gemeinde-, Kreis- und Provinzialumlage einschließlich Sonderstcuer 1926, 4. Ziel Kanal-, Müllabfuhr- und Straßen- reinigungsgebühren 192(1. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt die Beitreibung, wobei die vorgeschriebenen Kosten erhoben werden. Die Zahlung von Verzugszinsen wird durch diese Bekanntmachung nicht berührt. (Stcfjcn, den 4. Februar 1927. Stadtkasse. LicjttW m UMsM n. ßtaitnt, Sttgciung mb ^ulirkiftiingtn. 1. Lieferungen. 4870 t Rheinsand, 11370 t sonstiger Flußsand, 4180 t Basaltmehl, 4650 t Basaltsplitt, 11140 Sack Zement. 2. Fuhricistungen. Ab Bahnhof Lollar ca. 25001 Klein- pflastcr- und Randsteine, „ „ Lollar ca. 6000t Sand und Splitt, „ w Gießen und Abendstern ca. 4300 t Kleinpflaster- und Randsteine, „ e Gießen und Abendstern ca. 5100 t Sand und Splitt, e , Butzbach ca. 34001 Kleinpflaster- und Randsteine, , , Butzbach ca. 44001 Sand und Splitt, „ , Bad-Nauheim ca. 43001 Kleinpflaster- und Randsteine, „ e Bad-Nauheim 30801 Sand und Splitt, „ „ Friedberg ca. 1300 t Klein- vflaster und Randsteine * „ Friedberg ca. 18701 Sand und Splitt, l „ „ Rieder-Wöllstadt ca. 15001 Kleinpflaster- und Rand- i steine, „ „ Nieder-Wöllstadt ca. 13201 Sand und Splitt, , „ Groß-Karben ca. 1200 t Kleinpflaster- und Randsteine, „ „ Groß-Karben ca. 1100 t Sand und Splitt, , „ Dortelweil und Vilbel Co. 25001 Kleinpflaster- und Randsteine, „ „ Dottclweil und Vilbel ca. 2200 t Sand und Splitt. Die Angebotsvordrucke können gegen Einsendung von je 1 Reichsmark für Lieferungen und Fuhrlcistungen von der Provinzialbauverwaltung (fließen, Land- gras-Philipp-Platz 3, bezogen werden, woselbst auch nähere Auskunft erteilt wird. Die Angebote lind bis zum 10. Februar 1927, vormittags 10 Uhr, daselbst einzureichen, wo auch die Eröffnung In Gegenwart etwa erschienener Bieter erfolgt. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 27. Januar 1927. Provinzialbauverwaltung: Cellarius. 987 D Oberförsterei Krofdorf. Nutzholzversieigerung Am 24. Februar 1927 werden bei Freund in Krofdorf von 10 Uhr vormittags ab öffentlich meistbietend versteigert: Eichen: ca. 60 Fstm. Stämme 2. bis 5. Klaffe: 60 Nm. Schicknnutzholz, meist 2 Meter lang. Buchen: ca. 70 Fstm. Stämme 2. bis 5. Klaffe; 15 Rm. Schichtnutzholz. Fichten: ca. 125 Fstm. Stämme Klaste lb bis 3b: 400 Stück Derbstangen 1. bi» 3. ;llasse : 10$[ Siück Reiierstangen 20 Rm. Nutzknüppel. 2 Meter lang. Kieker und Lärche: ca. 30 Fsrm. Stämme Klasse 1b bis 3a. (Aus den Förstereien Krofdorf, Distrikt 8, 17, 20, 21, 22, 26, Tot und Waldhaus Distrikt 39, 41, 43, 49, 02—64.) Nähere Auskunft geben die betr. Beamten, Hegemeister EckiterNacht ui Krofdorf und Praß in WaldhauS bei Krofdorf (FA). StammauSzüge gegen Gebühr, nur lieferbar, wenn bis zum 14. Februar bei der Oberförstcrei bestellt. 1177D I lllltz. liiirsreiim.zgMfgmllW. Zn dem Markwald Grüningen-Torf-Gill werden versteigett: Montag, den 14. Februar, vormittags 9 y2 Uhr beginnend, aus den Forstorten Weißedriesch 13d, 14a und d, 15b, Schlem- perwald 20b, 24, 25d, 26a und b, Fliegenstall 10b und c, 12c, Hupbach 30a und Reichholzberg 22a und 28a: Schnttthol,stamme: Buche 4. Kl. 1 St. 0,39 fm; Bauholzflamme, Eiche: 2. Kl. 1 St. 1,27 fm, 3. Kl. 2 St. 2,57 fm, 4. Kl. 20 St. 20,36 fm, 5. Kl. 17 St. 11,01 fm, 6. Kl. 7 St. 1,07 fm; Fichte 5a-Kl. 6 St. 3,86 fm, Üd-Kl. 89 St. 22, 76 fm; Derb- stangen: Eiche 1. Kl. 11 St. 0,73 fm, Fichte 1. Kl. 160 St. 14,33 fm; SUitzschciter: Lärche 1,8 rm (3 m lang); Nutzlnüppel: Lärche 10,8 rm (3 m lang); Nutzreif ig: Fichte 16,2 rm; Brennholz, Lchetter, rm: 28,5 Buch- 1. Kl., 7,9 2. Kl., 12,2 Eiche, 3,1 Kiefer; Knüppel, rm: 107,1 Buche 1. Kl. 3,3 2. Kl., 12 Hainbuche, 94,5 Eiche, 11,1 Lärche, 1 Fichte 1. KI., 4,6 2. Kl.; Astreisig, rm: 56 Buche, 11,5 Hainbuche, 166 Eiche, 87,5 Fichte: Stammreisig, rm: 157 Buche, 25 Eiche, 19 Lärche, 65 Weymouthskiefer, 55 Fichte; Stöcke, rm: 14,8 Buche, 29,5 Eiche, 6,1 Kiefer, 9,8 Fichte. Das Stamm- und Nutzholz kommt zuerst zum Ausgebot. Blau unterstrichenes Holz wird nicht versteigett. Borgezeigt werden Scheiter und Änüppel nur im Distrikt Weißedriesch und Schlemperwald. Zusammenkunft: Seifenschneise, Distrikt Schlemperwald (westl. Waldeingang). Dienstag, den 15. Februar, vormittags 9% Uhr beginnend, aus den Forstortcn Fliegenstall 2a, 3, 5a, 5b, Judenwüldchen 6c und f und Hardwiese 9a: Scheiter, rm: 3,2 Buche 1. Kl., 3 Eiche, 27,3 Kiefer, 8 Fichte 2. Kl.: Knüppel, rm: l,8Buchc 1. Kl., 3,8 2. Kl., 10,4 Hainbuche, 16,3 Eiche, 6,2 Erle, 2,9 Aspe, 17,4 Kiefer, 6,7 Lärche, 4,4 Fichte 1. Kl., 7,5 2. KI.; Astreisig, rm: 35 Hainbuche, 20 Eiche, 30 Kiefer, 234 Fichte; Stammrcisig, rm: 146 Hainbuche, 365 Eiche, .30 Erle, 35 Linde, 15 Kiefer, 35 Weymouthskiefer, 10 Lärche, 75 Fichte; Stöcke, rm: 2,5 Hainbuche, 1,8 Eiche, 5,5 Kiefer, 38,1 Fichte. Blau unterstrichenes Holz kommt nicht zum Ausgebot. Vorgezeigt werden Scheiter und Knüppel nur im Tistritt Flicgenstall 5a, Zudcn- wäldchen 6c und f und Hardwiese 9a. Zusammenkunft: Distrikt Hardwiese 9a an der Kreisstraße. Es wird empfohlen, das gesamte, an beiden Tagen zur Versteigerung kommende Holz vorher zu besichtigen, weil nachträgliche Einwendungen wegen Mängel und Güte nicht angenommen werden. Weitere Auskunft erteilt Herr Forstwart Schäfer zu Dorf-Gill und das Forstamt Schisfenberg zu Gießen. 1167D Gießen, den 4. Februar 1927. Der Vorsitzende de» Markvorstands: _________Schneider, Forstrat._________ holzverfteigerung. Die Fürstlich-Solmsische Oberförsterei Hohensolms versteigert: Am Mittwoch, den 9. Februar, im Saale des Gastwirts Führer in Hoheusolm, aus den Forstotten Scheuer «Wald, ClchelSberg, Anncwalv und Pfaffenstrauch: Stammholz: Buchen 3. und 4. Kl. 13 Stück mit 8,97 fm (Schnittholz); Eichen 1. bis 3. Kl. 33 St. mit 15,67 fm (Wagner und Küferholz), 4. und 5. Kl. 2 St. mit 1,88 fm (Schreincrholz); Eschen 1. bis 4. Kl. 25 St. mit 8,67 fm; Ahorn 2. bis 4. Kl. 5 St. mit 2,49 fm; Kirschbaum 2. und 3. Kl. 3 St. mit 2,61 fm; Lärchen 4. Kl. 1 St. mit 1,11 fm (Schreinerholz); Fichten 1b» bis 2b-Kl. 7 St. mit 2,18 fm, 3a-Kl. 1 St. mit 0,94 fm, 4a-Kl. 1 St. mit 1,01 fm; Rollen 2 m lang: Kirschbaum 2 rm; Scheit- und Prügelholz rm: Buchen 397, Eichen 28, Esche 1, Lindei, Erlen 9, Fichten 26; Rcisholz Wellen: Buchen 13500, Eichen 3190, Eichen 150, Erlen 140, Fichten 130. Aus dem Forstorte Windelbach, Abt. 2c, Stammholz: Eichen 1. Kl. 11 St. mit 2,04 fm, 2. Kl. 42 St. mit 15,48 fm, 3. Kl. 7 St. mit 3,56 fm (Wagner-, Bau- und Schreinerholz). — Anfang 11 Uhr. Am Samätag, den 12.Februar, im Saale des Gastwirts Gcrknch in Bieber, aus dem Forstotte Helfholz: Stammholz: Fichten la* bis 2b-Kl. 13 St. mit 4,48fm; Stangenholz: Fichten 1. Kl. 7 St., 2. Kl. 18 St., 3. Kl. 26 St., 4. Kl. 16 St.; Scheit- und Prügelholz rm: Buchen 271, Eichen 104, Erlen 7, Fichten 2; Reisholz Wellen. Buchen 6290, Eichen 3880, Erlen 150. — Anfang 10 Uhr.1162V Holzveksteigerung. Montag, den 7. Februar 1927, werden aus dem fürstlichen Distrikt Münchwald versteigert: rm Scheith. ca.: Buche 8, Eiche (dabei Gartcnpfosren) 6, Kiefer 18, Fichte 40; Knübpelh. ca.: Bliche 10, Eiche 30, Weichlaub 20, Kiefer40, Fichte 30; Stockh. ca.: Buche 10, Eiche 4, Kiefer 12, Fichte 60: Reiöh. (z. T. Forstioelleil) ca.: Buche 800, Eiche 2000, Weichlaub 300, Kiefer 800, Fichte 3000. Terbstangen Fichte (zu Sparren, Gcrüststangen «. Spalierholz geeignet) ca.: 16 fm. — Zu- sammenkunft 10 Uhr vorm. auf der Waldstraße: Albach —Hattenrod: Blindelochs* wiese. 927 D Zagdverpachiung. Freitag, den 11. Februar l. F., nachmtt- lag» 1 Uhr, wird die Zagd der Gemeinde Wetterfclv, bestehend aus 490 Hektar Feld und 101 Hektar Wald, in einer Abteilung, auf 9 Zabre, im Gemeinvejaal verpachtet. Die Bedingungen werden vor der Per- Pachtung bekanntgegeben. Wetterfeld ist Holtevnnkt der Bahn Friedberg — Hungen—Mücke. Auskunft erteilt die unterzeichnete Bürgermeisierei und Fürs:er Buttron von Röthges. 1102D Wetterfelc», den 1. Februar 1927. Hess. Bürgermctflerei 'Wetterfeld. Krauß. Brennholzversteigerung. Freitag, beu 11. Februar 1927, werden in der Dill'schen Wittschaft zu Treis a. L. von 9 Uhr an aus den Staatswald-Tistrikten Duchwald, Zipfenwalb, Auf dem Busch, Totenberg und sonstigen Abteilungen versteigert: Tchciter rm: 70 Buche, 40 Eiche, 5 Kiefer; Knüppel rm: 57 Buche, 32 Eiche, 59 Kiefer, 3 Fichte; Knüppelreisig rm: 29 ftiefer; Ttarumreisig rm: 327 Buche, 49 Eiche, 15 Fichte; Gew. Reisig rm: 107 Buche, 91 Eiche, 15 Kiefer; Ltöcke rm: 18 Buche, 54 Eiche, 4 Kiefer. Bon den Kiefern-Knüppeln im Buchwald werden nur die Nummern 676 bis 698 versteigett. Auskunft erteilen Herr Förster Bing zu Treis a. d. Lda. und das Forstamt. 1154V Gießen, den 1. Februar 1927. Hess. Forstamt Gießen. Brennholzversteigerung. Donnerstag, den 10. Februar 1827, vormittags 9% Uhr, werben in dem Saal des Gastwirts Gustav Bücher in Londorf aus dem Freiherrlich von Nordeck zur Nabenau'schen Distrikt Häinstruth 2 und 3, Rinnwege 7, 8, 10, 11 und 19, Kirschgehege 17, 18 und 25 und Kahler Berg 15 versteigert: Stammholz Eiche 5. Klasse 0,32 Fstm., „ „ 6. Klasse 5,70 „ Derbstangen „ 59 Stück 2,27 „ Nutzscheiter „ 2,50 m lang 5 Nm., „ „ 2,20 m „ 10 Rm., „ „ 1,80m „ 5 Rm., Rm. Scheiter: Buchen 02, Eichen 5, Kiefern 3, Fichten 2. Klasse 28. Knüppel: Buchen 261, Ächen 13, Aspen 5, Birken 2. Klasse 4, Lärchen 2, Kiefern 76, Fich- ten 12. KnüpPekrersig: Aspen 8, Kiefern 41, Fichten 18. Reisig: Buchen 329, Eichen 289, Birken 6. Stöcke: Buchen 8, Eichen 4, Kiefern 31, Fichten 50. Tie blau unterstrichenen Nummern kommen nicht zur Veichelgerung. Das Holz kann vorher besichtigt werden. Nähere Auskunft erteilt Förster Dißner in Londorf. Londorf, den 5. Febr. > 927. 1201 D Hessisches Forstamt Rabenau. Holzsnvmissiorr. Aus beu Waldungen der Gemeinde Großen-Buseck lammen folgende Holz- sortimente zum Verkauf: a. Fichtenftämme. Los Los Los Los LoS Los Los Los Los Los Los Los 1 3. Kl. 20 et. mit 27,01 2 3. Kl. 24 et. „ 36,62 3 3. Kl. 24 St. „ 37/Mi 4 3. KI. 11 St. „ 16,51 5 4. Kl. 28 St. ., 24,80 6 4. KI. 41 St. „ 43,44 7 4. Kl. 24 St. „ 20,86 8 52-K1. 45 St. „ 24,59 9 5a-Kl. 69 St. „ 44,97 10 5a-KI. 33 St. 18,48 11 5d-Kl. 128 St. „ 32,39 12 5d-Kl. 93 St. „ 22,94 b. Kiefernflämme. Fstm., LoS 13 3. Kl. 20 St. mit 19,96 Fstm., Los 14 4. Kl. 24 St. „ 14,15 LoS 15 5. Kl. 5 St. „ 2,70 „ Die Angebote sind verschlossen, nach Losen, Sortiment und Klassen getrennt, bis zum Mittwoch, den 9. Februar 1927, mittags 1 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo anschließend die Eröffnung erfolgt. Tie Verkaiifsbedingungen, denen sich die Käufer mit der Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, können bei unS eingesehen werden, auch werden dieselben im Termin bekanntgegeben. Tas Holz lagett an guten Abfuhrwegen, ^Stunden von der Bahnstation Großen-Duseck entfernt und wird auf Wunsch durch Förster Wagner dahier vorgezeigt. 1132V Großen-Bufeck, den 3. Februar 1927. Hess. Bürgermeisterei. GanS. Mittwoch, den 9. Februar 1927, vormittags 9 Nhr, wird trtt Gemcindewald Lang-GönL, Distrikt Heide, nachstehendes Holz versteigert: 2 Eichenstämme 3. Kl. 1,60 fm 27 4.3 »» 4. „ 5- „ 15,76 16,54 38 ft 6- h 9,85 1 Buchenstamm 8. „ 1,00 n 2 4. „ 0,98 6 Kiefernstämme 2 6,21 139 3. h 83,32 145 4. „ 67,32 63 5. „ 17,24 4 Fichienstämme 0 — n 5,04 10 3. „ 9,53 12 II 4. „ 7,79 20 52 „ 8,89 42 5b 7,65 115 Fichte-Derbstangen 1. „ 5,77 119 z. , .3,91 Zusammenkunft vormittags 9 Uhr an der Krcisstraße Lang-GönS- —Holzheim am Woldeingang. 1141D Bremcholzverstrigrrrlng. im Sicher Ltadtwalde. In den Distrikten Eichwald, Platten- wald, FichicnkoPf und Rother Busch werden nach vorheriger Zusammenkunft in der Pslc-nzgortcnsd)nciw am Burk- hardsfclder Fußpfad aut TonncrStag, dem 10. Februar 1927, vormittags 10 Nhr, versteigert: 75 rm Buchenscheitholz 7 „ Fichtenscheitholz 36 „ Eichen-Knüppelholz 10000 ?t. Buchen Weilen 1609 „ Eichen-Wcllcn 1200 „ Linden-Wellen 38 rm Bucbenstocklolz 76 „ Flchten.tockholz Günstige ZamungSbedmguugen. Lich, den 2. Februar 1927. Hess. Bürgermeisterei Sich: Völker. 1153V Brennholzversteigerung. Bei der am Montag, dem 7. d. M., vormittags 9*4 Uhr, im Bezirk des Försters Geisel stattfindenden Versteigerung kom- men außer den bereits bekanntgegebenen Brennholzmengen noch 3775 Fichcenbohneostaugen und 36 Zichtenreisstaagen 1. Klasse ZUM Verkauf. Zusammenkunft: Sicher Straße — 5. Schneise. 1181B Gießen, den 4. Februar 1927. Ter Oberbürgermeister: Z. V.: Tr. Rosenberg. WELLBLEgl BAUTEN WELLBLECH GARAGEN MIT HEIZUNG WOLF NETTERBJACOBIwer« Holzsubmission. Tie Gemeinere Langsdorf, Kreis Gießen, verkauft im Wege des schttftlichen Angebots aus den Tistttkten Hegerich (Borderwald) und Kuhloch: Eichen: 2 Kl. 3 St. 1,57 fm 3 n 4 ft 4,07 MM 4 15 10,45 5 14 6,34 • 6 n 21 ft 5,63 Buchen: 1 ft 3 ft 4,79 ft 2 tt 11 — 14,63 3 53 49,09 4 42 31,24 Hainbuchen: 4, 5 und 6 52 12,58 Linden: 5 und 6 8 2,35 Fichten: 2 ft 2 3,54 ff 3 22 33,68 4 100 106,29 5a 217 157,78 5b 203 87,40 Kiefern: 2 1 1,16 3 ft 11 ft 11,39 ff 4 II 7 M 6,71 n 5 „ 7 „ 2,56 ,, Hainbuchen-Rundscheit 20,—Mark. Betreffs Besichtigung des Holzes wende man sich an den Förster Sames, Langsdorf. Angebote nach Klassen getrennt sind bis zum Freitag, den 11. Februar d. Z., nachmittags 3 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Eröffnung erfolgt. Die Bedingungen werben vor der Eröffnung bekanntgegeben. Ein größeres Quantum stärkerer Kiefern 2. Klasse und Fichten kommen aus hiesigem Gemcindewalo in ungefähr 14 Tagen zur Submission. Langsdorf, den 3. Februar 1927. Bürgermeisterei Langsdorf: Kneipp. 1150D W'MMWMWMMg im Kirchgönser Gemeinocwalö. Donnerstag, den 19. Februar 1927, kommt im Kirchgönser Gemeindewald folgendes Bau- und Nutzholz zur Versteigerung: 41 Eichcnstämme von 38—73 cm Durchm. 5—10 m lang, 43,66 fm 36 Kiefernstämme, v. 25—47 em Durchm. 6—10 m lang, 19,27 fm 4 Lärchenstämme, v. 21—33 ern Durchm. 5—9 m lang, 1,36 fm 128 Fichtenstämme, v. 15—30 cm Durchm. 12—21 m Ung, 72,24 sm 24 F-chte-Derbstangen, 18 rm Kiefern- Nutzscheit. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf der Krcisstraße PohlgönS—Ebersgöns im Distrikt Heide. Bemerkt wird, daß das Eichenstammholz nachmittags im Distrikt Schneid'wald zur Versteigerung kommt. Kirchgöns, den 3. Februar 1927. Hess.. Bürgermeisterei. Hanack. 1151D ämtne mit 2,36 11 Stück ämme mit 3,18 l U Hl Illi lllll - , langen 1. Klas itcnfiangen 4. ft la e (2 Meter lang). 1081 V 500 Stück 220 Stück m.2b :m.3b la Ib Brnndoberndorf, den 3. Februar 1927. Der Bürgermeister. Stahl. 8 Stück Fichten tämme mit 5,31 2 Sttick Fichtenstämme mit 2,74 56 Stück Fichtenstangen 2. Jila e ' ' tenstangen 3. slla e 65 Stück Fichtenstangen 5. Klo ie 292 Rm. Eichen-Nntzknüppel (2 Meter lang 9 Rm. Buchen-Nutzknüppel (2 Meter lang i 14 Rm. Eichen-Nupknüpvcl (2 Meter lang)1 83 Rm. Nadelholz-Nutzkn. (2 Meter lang) 4 Rm. andere Laubholz-Nuyknüppel Nutzholzverfteigerung Dienstag, den 8. Februar 1927, vormittags %10 Uhr, werden im Wege deS schriftlichen Angebots auf dem Rathaus dahier folgende Mengen Holz verkauft: 143 Stück Fichtenstämme mit 26,10Fstm. la 138 Stück Fichtenstämme mit 44,53 Fstm. 1b 26 Stück Fichtenstümme mit 17,27 Fstm. 2a 3 Stück Fichtenstämme mit 2,04 Fstm. 2b in Summa 310 Stück mit 89,94 Fstm. | 466 Stück Fichtenstangen I. Klasse 494 Stück Fichtenstangen 2. Klasse 500 Stück Fichtenftangen 3. Klaste Tie Angebote sind nach Losen getrennt mit dem Vermerk „Holzverkauf" vor dem Termin abzugebcn. Anschließend daran 74 Stück Fichten werden im „Deutschen HauS" dahier weitere Mengen Holz öffentlich verkauft: 12 Stück Fichtenstc—------ " Fichtenst, Brennholzverstsigerung. Mittwoch, den 9. Februar 1027, vor- mittag» 10 Uhr au fangend, roeiocn im Deutschen Haus dahier folgende Mengen Holz öffentlich verkauft: 84 rm Eichenscheiter 257 rm Eichenknüppel 287 rm Eichenreiserknüppel 1800 Stück Eichen wellen ca. 100 rm Buckeittcheiter 470 rm Bud enknüppel ca. 7000 Stück la BuchendurchforstungS- wellen cs. 6000 Stück Buchcnwelien 3 rm andere Laubholz'ckeiter 111 rm 'Kadelholzknüppci 40 rm NadellwlircuerknÜppel. Brandobcrndori, den 3. Februar 1927. Der Bürgermeister: 1080V Stal-. 56RLIN W )5* FINNEN!ROP'/VVESTF Vertr.: EmH Becher, foinnrär.43, GlcSeo. Tel. K90 Arbcitsver^cbuttg. Ium inneren Ausbau der Dolkshalle sollen Tüncher-, Nnstreicher. und R bih- arbeiten vergeben werden. Die Unter, logen liegen in meinem Bureau offen. Angebote find bis zum 11. die.es Monats, 12 Uhr bei mir einzureichen. 1194V PH. Nicolaus' Architekt B. D. A. 29. August ÄMLrll! 13. Jnil 4. Juli 8. Oktoh. 31. Okleb. B. Dexbr. Frankfurt a. M. Pferde-Märkte! 7. Februar 7. D.lra 4. April 9. Mal DurchschniHHcherAuftneb 1000 Pferde all. Ra.*«en, auch Schlaoipferde; xr. Ausw. u. beste Oe egenh f. Kauf od. Tausch. Em Besuch dies Markieis zu emp . a Am DonnerSIng, dem 10 Februar, finden folgende Saatgutmärkte statt, wozu alle Landwirte eingeladen werden. Gießen: Im Katholischen Dereinshaus von vormittags 8.30 Uhr bis nachmittags 1 Uhr; Friedberg: Im Ratskeller ab 12.80 Uhr nachmittags. Ausgestellt sind Proben von anerkanntem Saatgetreide und Saatfattoffein auS den vaatbaustellenderLandwirtschaltskammer. Bestellungen können auf dem Saatgut- warft erfolgen. Hb3D LandwirtschastSkammer für Hessen. Steppdecken in Halbwolle. Schafwolle und Daune« werden amoearbeiiet und neu anneferiigt auch bei Lieferung fämtUrtier Zniaien. 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