SS{ tcn 'M erholt. um en L°- 'cidebörsc.^ Ä’i’* £*$ *wj notiert: Dei.^ ^Aen, mlüntZ äjLfr lnläOjschrr ^ 23,25 l 1 nÄ Nffffl. i|25' NWe cn gesorderten greifen Igenmehl in prompter Hf gefragt und meniq markt still. Am j)nfet- ag seilens her Käufer ot fick etwas gebefieri ■umm): Weizen, mär’, -50, Oktober 265 bi; ‘Vicnbötk, nahm heule ehr ruhigen Verlauf Gerungen waren leih -l-ferungsmarkt eine Am Roggen, Ech kleine Preisoer- 30t,D?n Roggen ist an- gelten ziemlich klein JMie hier nur sellen oggen, märkischer, 221 tt 226,50 bis 225, M. ergeche, neue, 189 bi; 57 bis 264, (schwach), La Plata, 186 bis 188, lau). (100 Kilogramm!: (ruhig) :Roggenmehl 32 e 13,75, (still)) (Roggen- Etoriaerbjen 44 bis 58; uttererbsen 22 bis 2); tlckerbohnen 22 bis 23. i..vipung^lntt. ündigungsblatl alt: Kreissähung bei che Sitzung des Krcit- - Straßensperre. - • ßinlpujct. - > -.betrag ber ekler in den Kreifi D.eMa-richkev Provinz und Wirtschi!! lhyrioi W Die „ SW mahlieit isteinöMJWJN ihre Bekömmlich' keif verschaiiimir einen weiteren: rin behagliche Ausruhen! IS 8 18 I 11 li I 7 8 6 i6 |2 17 U ! i 1 12 I 5 112-73 fl.ti 71-6« 12, 71.35 < Ä 15J‘ 167.91 K,8o _5ronffurt 1 S ts 15j Z Illi 'M. 'M 168,6? Äj 6i8 isx 1 1,186 I IM' ! 108.«9 1U.^ UZ, 9 I 10,5 ’ 22.8s । Ä Z V'Xw-’m/ M—-M " i.73 I I M. 180 Erstes Blatt 177. Jahrgang Donnerstag. 4. August (927 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch und Steindruckerei N. Lange in Siehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. noch nicht vor. Jedoch fchter« düngen der „Associated Preß' | der hiesigen Auffassung n i ch I keit zu einem positiven Erge über den Inhalt nach ge- -ur Inflation^- und Krisenzeit erfreu« > rneuten Aufstieg nehmen. Man ter in den handwerklichen Waren- zusam-mengeschlossenen Handwerker , , v ,, „ „ -t die ersehnte Möglichkeit zu einem positiven Ergebnis der Konferenz zu be- Ge- iftückschlaa i--r licherwrise schätzt die Zahi genossen schäften (Erfd)etnt täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. monats=Bejng$prei$: 2 Reichsmark und 20 Reichspsennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gietzen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. auf 200000 Ebenso groß wird die Zahl der selb- stiändigen Handwerker sein, die Mitglieder einer dem Rutschen Genossenschaftsverband angeschlossenen Wrsditgenossenschaft sind, so daß von den etwa Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20n, mehr. Chefredakteur. Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H.THyriot; für den übrigen Ted Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Gietzen. 1 200 000 Hairdwerksbetrieben doch schon eine keächtliche Anzahl den fördernden Gedanken des nossenschaftswesens erkannt haben. So wird eine umfangreiche und Achtung bietende Erziehung unseres Handwerkers Washington, 3. Aug. (Wolft.) Im Staatsdepartement lag der japanische Komvromißoorschlag noch nicht vor. Jedoch schienen die bisherigen Mel» Berlin, 3. Aug. (WB.) Der Versuch von Berlin, in direkten radiotelefonischen Verkehr m i t Buenos-Aires zu treten, ist heute abend vom Fox-Haus unternommen worden und glänzend gelungen. Mit Hilfe des Kurzwellensenders und der sonstigen technischen Einrichtungen der Transradiogesellschaft ist die 12 500 Kilometer betragende Entfernung überbrückt worden und die sämtlichen elf Redner, die nach Buenos-Aires sprachen, sind, wie die nach wenigen Minuten eingehenden drahtlosen Telegramme meldeten, ausgezeichnet verstanden worden. Als erster sprach namens des Reichspostministeriums Staatssekretär Dr. Feyerabend. Seine Ansprache lautete: „Meine sehr geehrten Herren I Am heutigen Tage haben sich in Berlin und zu gleicher Zeit in der argentinischen Hauptstadt Vertreter der Behörden, Gesellschaft uni> der Presse versammelt, um einem Versuche beizuwohnen, welche die Deutsche Telesunlen-Gesellschaft schon seit einiger Zeit regelmäßig ausführt, um zwischen Berlin und Buenos-Aires eine drahtlose Verbindung zu schaffen. Die Deutsche Reichspost als Vermittlerin des elektrischen Rachrichtenverkehrs begleitet diese Versuche mit dem größten Interesse; sie ist auf Grund der bisher erzielten günstigen Ergebnisse überzeugt, daß es der drahtlosen Technik in naher Zeit gelingen wird, einen regelmäßigen Fernsprechverkehr zwischen Deutschland und Argentinien einzurichten. In dieser Erwartung ist es mir als dem Leiter des deutschen Telephonie- und Femsprech-Telegraphen und des Fewrsprechwesens eine besondere Freude, Sie meine Herren, die Sie auf der südlichen Hälfte unseres Balles meinen Worten zuhören, aufs herzlichste begrüßen zu können. Mein Gruß gilt aber nicht nur Ihnen, die meine Worte hören, er gilt auch Dem schönen Lande, in dem die Deutschen stets gastliche Ausnahme gesunden haben und wo sie sich wohl fühlen. Ich bitte Sie, Ihrer hohen Regierung und der uns befreundeten argentinischen Post- und Telegraphenverwaltung unsere aufrichtigen Grüße und unsere besten Wünsche für eine baldige Eröffnung eines regelmäßigen Fernsprechverkehrs zwischen Berlin und Buenos-Aires zu übermitteln." Als Zweiter sprach der argentinische ßegations- rat Dr. Edouardo Racedo im Namen des Gesandten Onuntana seine hohe Befriedigung und hohe Freude aus über die erstaunlichen technischen Fortschritte, die diesen unmittelbaren Verkehr zwischen den beiden befreundeten Ländern ermöglichen. Sodann sprach der Reichsprüfungskommissar, Staatssekretär a. D. Dr. Bredow. Die Grüße des Auswärtiaen Amtes übermittelte der stellvertretende Reichspressechef, Geheimrat Dr. o. Baligand, mit folgenden Worten: „Das Auswärtige Amt begrüßt den heutigen Versuch als ein bedeutsames Glied in der Kette der Bestrebungen, den Fortschritt der Technik in den Dienst der Verständigung der Völker zu stellen. Es ist besonders erfreulich, daß es den Deutschen künftig möglich sein wird, ihren alten Sympathien für die argentinische Ration über die Meere mündlichen Ausdruck zu geben. Herr Reichsaußenminister Dr. S t r e f e in a n n läßt Sie grüßen." Es folgten Vertreter des WTD. und der übrigen Rachrichtenagenturen, Herr. H. Grün- feld als Vertreter der Internationalen Handelskammer, Graf Arco, der mit ergreifenden Worten an die vor 30 Jahren unternommenen ersten bescheidenen Versuche auf dem Gebiete der Ausnutzung der elektrischen Dellen erinnerte, Exzellenz Dr. v. d. Bussche-Had- denhausen als Vertreter des deutsch-argentinischen Zentralverbandes und zum Schluß vom Reichspostministerium Ministerialrat Arendt, der auch die Einführung der einzelnen Redner und dve Verdolmetschung der deutschen Reden übernommen hatte. Die Antwvrttele» g r a m m e waren recht humorvoll und bezeugten die Begeisterung, die auch in BuenoS-Aires bei den dorr versammelten Vertretern der Trans- radio Argentina, -der argrnttnischen Regierung, der deutschen Gesandtschaft und der deutschen Kolonie über die gelungenen Versuche geherrscht hat. Die somit durch drahtlose Telephonie verbundene Strecke beträgt 12 500 Kilometer. Es besteht zwar schon zwischen London und Aeu- hork eine telephonische Funkverbindung von 5500 Kilometer. Die deutsche Firma Teles unken hat für ihre weit größere Strecke zunächst nur in Berlin bzw. durch gewöhnlichen Fernsprechverkehr in Rauen den Sender, während der Empfänger bei Buenos-Aires in Vrllia Elisa steht, der di« Sprechschwingungen durch Draht nach Buenos-Aires weiterleitet. Die Telefunkengesell» schäft stellt jedoch an die Sprechenden weniger große Anforderungen als sie in der Funkverbindung London—Reu ho rf benötigt werden. Die deutsche Verbindung gckht durch kurze Wellen, während die englisch-amerikanische durch lange Wellen geht. Zu Beginn Ser Veranstaltung hatte Staatssekretär S a u t1 e r namens des Reichspostministers die Gäste, insbesondere die argentinischen Herren, aufs herzlichste begrüßt und den Wunsch ausgesprochen, daß das neue Verkehrsmittel der Annäherung der Völker dienen werde. Bei dem sich anschließenden Imbiß wurde die Absendung eines Begrüßungstele- gramms an Reichspostminister Dr. Schätz! beschlossen. öegationsrat Racedo verlas ein Telegramm des argentinischen Marineministers, der höchste Befriedigung über die glänzend gelungene Veranstaltung aussprach und dem Präsidenten des Deutschen Reiches die Grüße des ebenfalls aufs höchste befriebiaten Präsidenten der argentinischen Republik zu übermitteln bat. Staatssekretär Dr. Bredow feierte in bewegten Worten die Der- dienste des Reichspostministeriums, der Telefunken- gesellschost und des Grafen Arco um technische Er- rungensckxaften, die heute den .,W e l t r u n d f u n k" in unmittelbare Röhe rücken. Sie Ächulprüfungen in Ost-Oberschlesien. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin, 4. Aug. Die Schulprüsuagen in Ost-Oberschlesien, die auf Grund der Genfer Vereinbarungen von dem Schweizer Schulfachmann Maurer trorgenommen werden, sind entgegen vielfach ausgestreuter Rachrichten, die wahrscheinlich in besonderer Färbung aus der polnischen Presse genommen worden sind, ganz im Sinne unserer Erwartungen ausgefallen. Dies fit um so mehr zu begrüßen, als auch die oberschlesische Schulfrage Anlaß gab, die deutsch-polnischen Handelsvertrags» Verhandlungen erst dann weiter fortzu- führen, wenn die einschlägigen politischen Fragen einwandfrei geregelt wären. Selbstverständlich läßt sich zur Zeit das Resultat der Schulprüfu.ngen noch nicht im einzelnen überblicken. Die veröffentlichten Zghlen, die vielfach in verschiedenen Blättern auftauchten, sttmmen jedoch, tote wir erfahren, auf keinen Fall. Wir glauben ober zu wissen, daß das diesbezügliche Material zur Zeit bei den zuständigen Stellen vorliegt und dort im einzelnen gesichtet wird. Eine Frage verbleibt allerdings noch zu klären, und das ist, ob üic damalige Genfer Regelung nur für dieses Schuljahr zu gelten hat, dahin geh! jedenfalls unsere Auffassung, oder ob die Abmachung für alle Fälle Geltung haben soll. Ob deshalb der Völkerbund sich noch einmal mit D?r Frage zu beschäftigen hat, steht, noch dahin. Es müßte jedoch dann erst ein dahingehender Antrag von feiten der polnischen Regierung oder des Präsidenten der gemischten Kommission Ea- londer an den Völkerbund gerichtet werdm vor dem Abbruch in Genf. Das Schicksal des japanischen Kompromitzvorschlags. Lo n d o n, 4. Aug. (ZDB. Funkspruch.) Arn frühen Rachmittag des Mittwoch wurde in aller Eile eine Sifoung des Kabinetts einberufen, die sich, wie verlautet, mit dem Vermittlungsvorschlag der japanischen Delegation in Gens befaßte. Es heißt, daß ein Telegramm mit Instruktionen nach Genf abgesandt wurde, das weder eine endgültige Annahme, noch eine Ablehnung desjapanischen Vorschlags enthalt. Gestern abend wurde in gut unterrichteten Kreisen erklärt, daß die britischen Delegierten die Anweisungen wegen des japanischen Vorschlags erhalten haben. Die Tatsache, daß eine neue Sondersitzung des Kabinetts für heute mittag einberufen worden ist, deutet darauf hin, daß die britischen Hauptvertreter in Genf nicht in der Lage sein werden, heule der Konferenz die An- sichten der britischen Regierung vorzulegen. — Reuter meldet aus Genf von 0.30 Uhr früh: Es ist un- möglich, gegenwärtig das Ergebnis der privaten Zusammenkunft der drei Delegationsführer festzustellen. Die Zusammenkunft begann um 10 Uhr abends und dauerte bis Mitternacht. Ls verlautet, daß die hauptdelegierten das Programm der heutigen Plenarsitzung erörterten. Gerüchtweise verlautet, daß die heutige Konferenz mit einem Mißerfolg enden wird. Die Auffassung Amerikas. Keine Hoffnung auf ein Gelingen der Konferenz. Das neue Handwerk. Don Reichswirtschaftsminister Dr. C u r t i u s. Das Handwerk hat feine spezifischen Produktions« gebiete erhalten und hat selbst in den bestrittenen Gebieten sich durchzusetzen gewußt — aber dieses Handwerk ist nicht mehr das alte historische Handwerk mit einer durch Jahrhunderte vererbten .Arbeitsweise. Sein« Betriebsformen haben sich mit der fortschreitenden technischen Entwicklung umgebildet, jeweils verschieden bei seinen einzelnen Zweigen und Bedarfsgebieten. Es ist ein gewaltiger llmwandlungsprozeß, der sich innerhalb des Handwerks vollzieht. Rur auf dem flachen Lande, wo noch am ehesten das Handwerk sich durch einen natürlichen Schutz des geschlossenen Bedarfsgebietes der Kon- lurrenz erwehren konnte, finden wir noch die alte, »an den Vätern ererbte Betriebsweise. Schmied und Stellmacher, Schuhmacher und Schneider haben hier noch ihren ursprünglichen Charakter erhalten. Auch in der Stadt gehen noch einzelne Berufe, wie Schornsteinfeger und Töpfer, in gleicher Weise wie früher ihrer Arbeit nach. Aber im großen und ganzen ist das .Handwerk in den größeren Verbrauchsbezirken an!'-dverfchieden von der früheren Zeit. Um den :rrenzkampf mit den Massenartikeln auszunehmen, das heißt um mit den Preisen des Fabrikbetriebes konkurrieren zu können, hat cs die Maschine und den Kleinmotor in die 'Werkstatt hereingeholt und damit seinen bisherigen ifeind, den technischen Fortschritt, sich zum Verbündeten gemacht. So wurde z. B. in den Bäckereibetrieben fest gestellt, daß von den 94 000 Betrieben 43 000 rrcrschinelle Einrichtungen besitzen, und daß in 90 000 ^beifchereibetrteben 216 000 PS motorische Kräfte tätig sind. Da aber die kapitalistische Unternehmung oftmals weniger durch die Maschine als durch die Kapital- i vermacht überlegen ift, hat das Handwerk weiterhin versucht, durch Bildung von Kreditgenossenschaf- km wohlfeite Betriebsmittel zu erhalten, um f»wohl die gesamte Betriebsweise zu modernisieren, f eine Lagerhaltung zu vergrößern wie auch den handwerklichen Betrieb selbst durch Ausdehnung und durch Einrichtung einer aewissen — aber immer noch handwerklichen — Arbeitsteilung verbreitern zu können. Um die Konkurrenz der Fllialbetriebe zu treffen, hat es weiterhin die Ausstattung feiner Der- 'cnfsräume verbessert und alle Formen moderner Konkurrenz, der Kundenwerbung — von dem Reklamewesen bis zu den Messeschauen — in seinen Bereich übernommen. Vor allem aber hat es seine Einstellung zur kaufmännischen Seite der Be- lriebsführang zu wandeln versucht. Erst die kauf- mänische Betriebsführung zeigt ihm, in welcher Weise die Kosten des Betriebs durch technische oder organisatorische Neuerungen zu vermindern, die Hawdlungskosten herabzudrücken sind, um hierdurch irn Preiskampf besser zu bestehen. Auch der Hand- Derker gewöhnt sich, selbst im Rahmen der Kundenproduktion für die Anschaffung seiner Rohstofsläger sehr wohl an den konjunkturell günstigen Einkauf, (»weit dies die Betriebsmittel ermög>lichen. Eine Erleichterung gewähren ihm hierbei die Waren- xe n o s se n s ch a f t e n , die sich vorzüglich im Bäckereigewerbe ausgebreitet haben und nach dem Rationalisierung unter Anleitung des Instituts für rationelle Betriebsführung im Hand- loert in Karlsruhe — und zwar nicht nur an den Heranwachsenden Gehilfenstand, sondern auch — allerdings oft mit größten Schwierigkeiten — an fan alten „Praktikern". Wertvolle Beispiele dieser Arbeit zeigt uns die Mün«chener Ausstellung. Sie gjbt vor allem eine ansehnliche Darstellung der Modernisierung und Rationalisierung handtoerk- licher Betriebsweise, die zweckmäßige Form der Verwendung von Maschinen, der Lagerung der Rohstoffe, der den geringsten Aufwand an Zett u-itb Kräften zeitlichen und örtlichen Anordnung tnß Arbeitsprozesses, aber führt uns auch gleich- teitig eindringlich und plastisch die beste Art der kaufmännischen Buchführung vor. Es ist also nicht mehr der alte „biedere Handwerker" mit seiner durch Absatzregelung gesicherten Jtibrung, den wir im modernen Handwerk vor uns heben, es hat in ihm sich die innere Einstellung zum ,Derk der Hand , auch zum ganzen Betriebe ge- ärbert. Mit diesen Wandlungen müssen wir auch un- •e ren Begriff vom Handwerker umbilden. Es ijt für den Begriff des Handwerksbetriebes nicht urchr allein maßgebend, ob der Meister selbst noch h-cnd anlegt in der Werkstatt; es ist nicht mehr ent- sHeidend die Größe des Betriebes, die Zahl der Gehilfen, die Art ihrer Arbeitsteilung, die Verwendung nort Maschinen. Wesentlich bleibt nur, daß der Mei- [ter auf Grund seiner handwerklichen Ausbildung mit Hilfe von handwerklich geschulten Gehilfen sein Okmerbe ausführt. Dies ist das Handwerkertum, das oi!(h aus dem schärfsten Konkurrenzkampf aus Niederlagen und Rückschlägen herauskam, das der neuen Zeit eine neue Selbstbehauptung und den Er- mtigenschaften auf technischem, kaufmännischem und organisatorischem Gebiet den ersten Willen zur An- paffung entgegenbringt. Das deutsche Handwerk ist jlfo nicht untergegangen. Aber sein Wesen hat sich lux 3uge der Zeit gewandelt, so daß das Dichterwort Stirb und werde" als Leitsatz über seiner jüngsten Entwicklungsgeschichte stehen kann. bilden. Es wird im Staatsdepartement darauf hin- gewiesen, daß England 387 000 Tonnen Kreuzer fertig oder im Bau habe, und daß es weitere 680 000 Tonnen bewilligte. England würbe im Jahre 1931 eine ©ejarnttonnage von 450 000 Tonnen haben. Das sei erheblich mehr, als Amerika zu bauen beabsichtige. Es wird betont, daß Amerika jede Zahl über 300 000 Tonnen für übertrieben halte. Es sei zwar bereit, bis 400 000 Tonnen zuzugeben, wenn andere Bedingungen in bezug auf Schiffs- alter und Kaliber erfüllt würden Amerika müsse aber gegenüber den jetzigen Vorschlägen, sich auf 300 000 Tonnen als das Höchstmaß zurückziehen, besonders da Englands Berechnung des Schiffsalters ganz unannehmbar sei. Kellog berief sofort nach Empfang der Genfer Meldung der „Associated Preß" den bnttschen Botschafter und setzte ihm den Standpunkt der Regierung auseinander. Der neue Vorschlag Japans müsse in Genf zwar formell besprochen wenden, aber man glaubt hier nicht, daß die Vollsitzung am Donnerstag stattfinden kann. Gegenüber den täglich sich wiederholenden Forderungen der „Neuyork World" und anderer Blätter, daß Coolidge vermitteln und mit Baldwin in Buffalo sprechen solle, erfährt „Philadelphia Public Ledger" aus Rapid City, daß der Präsident nicht die Absicht habe, mit Baldwin die Marinekonferenz zu besprechen, schon mit Rücksicht auf Japan, das eine solche Besprechung als Zurücksetzung empfinden könnte. Da die demokratische „Baltimore Sun" in den letzten Tagen behauptete, daß die neuen englischen Vorschläge niedriger wären, wurde heute im Staatsdepartement ausgeführt, daß die arnettkani- schen Vorschläge für Kreuzer, Zerstörer und Unterseeboote 640 000 Tonnen vorsahen, während England 737 500 Tonnen fordere. Dazu käme die Verringerung des Schifssalters von 20 auf 18 Jahre für große und auf 16 für kleine Kreuzer. England verlange also etwa 100 000 Tonnen mehr als Amerika. Don diesen 737 000 Tonnen sind 426 000 für Kreuzer vorgesehen. Da aber England Freiheit innerhalb der Gesamttonnage verlangt, könnte es sogar mehr als 426 000 Tonnen Kreuzer bauen, ein Plan, dem Amerika niemals zustnnmen wird. 300 000 Tonnen werden hier als hinreichend, jede Zahl über 400000 Tonnen als unöistutierbar angesehen. Das deutsche Eigentum in Amerika. Die Ausfichten der Freigabebill. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin, 4. August. Nachdem am 4. März d. I. sich der cnnerckanische Senat vertagte, o.-ne die Freigabebill erledigt zu haben, sind die Monate nunmehr dahingegangen, und es scheint säst so. als wäre das allgemeine Interesse an dem weiteren Schicksal der Bill verlorengegangen. Dem ist aber mcht so. Auf jeden Fall dürfte es, wenigstens gehen die Ansichten der amerikanischen Kreise in dieser Richtung, m der außerordentlichen Session des Senats im Dezember doch noch zu einer Erledigung der Frfteabeb.Il komn.en. Diese Hoffnungen srnd um so begründeter, als namentlich von feiten der amerika naschen Gläubiger energisch darauf gedrungen wird, daß es doch nun bald zu einer Regelung der amerikanischen Forderuirgen an Deutschland und formt also auch der deutschen Forderungen an Anrerika kommen müsse. Dies findet fernen wesentlichen Grund in der außerordentlichen Rotlage, in der sich eine große Anzahl der amerikanischen Gläubiger befindet. Wir nahmen deshalb Beranlassung, uns einmal in bestunterrichteten amerikanischen Äre r?n über die augenblickliche Situation zu erkundigen, und fanden dabei das Vorherrschen eines ^^.i.:n'.s.nus, der immerhin überraschenb war. Jedenfalls nimmt man in diesen Kreisen auf das bestimmteste an, daß es auf feinen Fall zu einer weiteren Verschleppung der Dill kommen wird. Es war dabei interessant zu hören, in welchem Umfange sich die amerikanischen Forderungen an Deutschland bewegen. Von ni.,t weniger als 12 500 vorgebracknen Forderungen sind von der Prüfungskommission in Amelia 9500 einfach abgelehnt worden. Darunter befanden sich allerdings auch Forderungen, deren Begründung mehr als seltsam war. Stellten also sonnt die einfach aufs Geratewohl eingebrachten: 12 500 Forderungen eine Summe von 1,5 Billionen Dollar dar, so haben sie sich nach der außerordentlich scharfen Prüfung auf 185 Millionen Privatforderungen und 60 Millionen Dollar Regierungsforde.un^en ermäßigt, sie machen also zusammen rund 250 Millionen Dollar aus. Die deutschen Forderungen an Amerika belaufen sich ungefähr auf 300 Millionen Dollar und befinden sich im Besitz des Aliens Properth Custodian. Rach dem ursprünglichen Gnitourf der Freigabebill sollen 80 Prozent dieser Vermögen freigegeben werden. 100 Millionen Dollars waren dabei ursprünglich fiür die Forderungen der Reedereien und den Ersah für Radioanlagen, Patente usw. angestellt. Das Finanzkomttee machte bekanntlich seinerzeit den Versuch, die Freigabe auf 50 Prozent herabzudrücken, wodurch es eben zu der bekannten Verschleppung über die Tagung des Kongresses im März hinauskam. Welcher Prozentsatz numnehr durchkommen wird, steht allerdings noch dahin. Die allgemeinen Ansichten liegen jedvch in der Richtting, daß man 80 Prozent wiederum als möglich ansieht. Die erforderlichen Kapitalmittel liegen, wie ja bekannt, schon seit langem bereit. So ist die augenblickliche Situation. Daß selbstverständlich auch technische Gründe seinerzeit bei der Verschleppung mitspielten, liegt im Wesen der amerikanischen Gesetzesarbeit begründet. Denn nicht weniger als 11 000 ..Gesetze" werden durchschnittlick während einer Session erledigt, wobei man jedoch unter Gesetz zumeist auch Privatklagen gewöhnlichster Art verstehen muß. Die außerordentliche Session dürfte allerdings nicht so belastet fein. Es ist also anzunehmen, daß diese Frage enögtitig aus der Welt geschafft wird. Aus dem Wege zum weitrundsunt. Das erste Ferngespräch von Berlin nach Buenc s Aires. Optimismus in Amerika. W a f h i n g t o n, 3. Qlvg (WTB. Fun spruch.) Der jüngsten Ankündigung des LIntecstaaissekce. lärs 2221 H und des Senators Edward, daß das Freigabegesetz vom neuesten Kongreß sicher ang enommen werden würde, folgte heute eine Erklärung des Verwalters des beschlagnahmten fremden Eigentums, Sutherland, der die Erwartung aussprach, daß der Gesetzentwurf einen der er st en Punkte der Tagesordnung des Kongresses bilden werde. Im Falle der Einberufung einer Sondersession dürfte der Gesetzentwurf schon während dieser Sondertagung erledigt werden. Sutherland sagte: „Die Regierung wird auf beschleunigte Erledigung dringen, um die etwa 265 Mi Konen Dollars fremden Eigentums endlich zu- rüclzugeben. Vach Annahme des Gesetzes wird die Rückgabe in den meisten Fällen binnen Jahresfrist erfolgen und meine Behörde innerhalb des nächsten Jahres aufgelöst werden. Einige Werte werden vielleicht noch eine zeitlang in den Händen der Regierung bleiben müssen, bis eine Einigung mit den früheren Eigentümern über den Verkauf erzielt ist. Unberührt von dem Schicksal des Freigabe- gesetzes bleiben die Lizenz-Prozesse von denen vier im Oktober in Delaware vor dem Obersten Gerichtshof zum Termin anstehen. Es handelt sich hier um die Frage, wer Anspruch auf die Tantiemen hat, die die Lizenz-Inhaber der früheren deutschen Patente für die Patent- benuhung zahlen müssen. Die Rüstungspsychose in Paris und London. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". D e r l i n. 4. Aug. Der Daily Telegraph, der sich seit einiger Zeit nicht genug tun kann in der Wiedergabe von Mitteilungen über angebliche deutsche Verstöße gegen die Entwaffnungsbestimmungen, weiß heute zu melden, daß zwischen den alliierten Militärsachverständigen in Berlin und ihren Regierungen Besprechungen im Gange seien über die Frage, ob die Vornahme einer Inspektion deutscher Küstenbefestigungen und Batterien durch alliierte Sachverständige juristisch möglich und wünschenswert wäre. Unter Heranziehung des Geistes von Locarno wird in dem genannten englischen Blatt eine Londoner Auffassung wiedergegeben, wonach die einzige Körperschaft, die zur Vornahme einer derartigen Inspektion berechtigt sei, der Völkerbund sei. Diese Auffassung ist ebenso abwegig wie der Plan einer Inspektion durch die militärischen Sachverständigen in Berlin. Die deutsche Regierung kann weder ein Einschreiten des Investigationsausschusses des Völkerbundes noch eine weitere Inspcktionstätigkeit der militärischen Sach-s verständigen widerspruchslos hinnehmen, da Deutschland die Entwaffnungsbestimmungen erfüllt hat, worüber auch zwischen der Reichsregierung und den Mächten der Dotschafterkonfe- renz eine vollständige Einigung erzielt worden ist. Wenn jetzt überhaupt noch von unerledigten Punkten der Entwaffnungsfrage ge° sprühen werden kann, so handelt es sich nur um eine geringe Grupps von Fragen, wie Verkauf der Kasernen, Polizeibeamtengesey, Zerstörung gewisser Küstenbefestigungen, alles Dinge, für deren Durchführung ein Terminkalender mit der Gegenseite vereinbart worden ist. Bisher hat Deutschland gewisfenhast die Termine Lingehalten, es liegt also keinerlei Verletzung des Entwaffnungsübereinkommens vor, die eine Investigation in irgendeiner1 Form rechtfertigen würde. Im übrigen wird an Berliner zuständiger Stelle der Meldung des „Daily Telegraph" keine übermäßige Bedeutung beigelegt, da in Berlin nichts darüber bekannt ist, daß sich die englische Regierung mit Erwägungen befaßt, bre in der Linie der Mitteilungen des „Daily Telegraph" liegen. Nachdenklich muß es allerdings stimmen, daß auch inPa - r i 5 wieder ein allgemeiner Presscfeldzug gegen Deutschland wegen angeblicher deutscher Entwasf- nungsaerfehlungen eingesetzt hat, und zwar im Zusammenhang mit einem Artikel des sattsam bekannten „Pazifisten" Friedrich Wilhelm Förster, der von einer Umorganisierung der Reichswehr zur Schaffung eines erhöhten Bestandes an ausgebildeten Militarrnannschasten faselt. Dieser, in der pazifistischen Zeitschrift „Die Menschheit" veröffentlichte angebliche Plan zur Reorganisierung der militärischen Kräfte Deutschlands wird natürlich von einem Blatte wie der „T e m p s" ausführlich zum Abdrucke gebracht. Das Blatt geht in feinem heutigen Leitartikel auf diesen Plan ein, den er als eine Warnung für ganz Europa bezeichnet. Die Warnung der Arhcber dieser Dokumente, so schreibt er, bestehe barm, daß sie glaubten, es werde leicht sein, den im Völkerbund vertretenen Mächten Zugeständnisse abzunngen, die für den neuen deutschen Militarismus Ausdehirungsmög- lichketten schaffen würden. Ein etwaiges Mißlingen der Abrüstungskonferenz könnte Deutschland nicht dazu berechtigen, Rüstungsfreiheiten nach seinem Belieben zu fordern, denn die militärischen Verhältnisse des Reiches seien durch einen Friedensv ertrag f eftgestellt, der unter allen Umständen voll in Kraft bleibe. Wenn man gedenke, sich darüber Hinwegsetzen zu können, so würde das ein Abenteuer bedeuten, das Deutschland nichr erfolgreich bestehen könnte und das ohne weiteres die Krisis des letzten Krieges wieder Herstellen würde. Der „Temps" bemerkt zmn Schluß: Man erkennt' den Hintergedanken, mit dem die deutschen Reaktionäre an das Werl von Locarno und Genf Herangehen. Eine Gefahr, die man kennt, farm man immer leicht beschwören, wenn man gewillt ish den Frieden der Welt zu verteidigen. Die Feriensitzung des Reichskabinetts. "Auftakt für die Genfer Tagung des Bölkerbundsrats. Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers*. Berlin, 4. August. Die im Urlaub befinblichen Minister werben, wie schon kurz gemeldet, zum 11. August ihren Urlaub unterbrechen, um an der B e c fassungsfeierim Reichstag teilzunehmen. Diese Ministerzusammenkunft während der Ferienzeit soll benutzt werden, um in einer Kabinettssitzung einige dringliche Angelegenheiten zu erledigen. In der Hauptsache dürfte man sich mit der bevorsteh-. den Dölkerbundstagung beschäftigen, zu der Der Verzicht des Präsidenten Cooiidge. Richt nur in Amerika, sondern überall in der Welt wird die plötzliche Ankündigung des Präsidenten Eoolidge, daß er auf eine abermalige Aufstellung als Kandidat seiner Partei für das höchste Amt der großen Republik jenseits des Atlantischen Ozeans verzichtet, großes Aufsehen erregt haben und in der nächsten Zeit zu lebhaften Erörterungen Anlaß geben. Es hat sich bereits daran eine Kontroverse darüber geknüpft, ob die Erklärung als ernst oder nur als ein Wahlmanöver zu betrachten ist. Wenn es wirklich nur ein Wähl- manöver sein sollte, dann wäre es allerdings höchst eigentümlicher Art. und das ist kaum anzunehmen. Schließlich ist aber in der Politik nichts unmöglich und es wäre auch denkbar, daß sich nun innerhalb der republikanischen Partei ein solcher Kampf um die Rachfolgeschaft für Eoolidge entwickelte, daß dieser von der Partei selbst veranlaßt werden könnte, seinen Entschluß rückgängig zu machen. Wer jedoch die amerikanische Politik einigermaßen kennt, wird das für wenig wahrscheinlich halten. Wenn man nach Gründen sucht, die Coo- lidges unerwarteten Entschluß zu rechtfertigen geeignet wären, so sind deren allerdings eine ganze Anzahl vorhanden. Erstens einmal hat in beiden Parteien wie in der Öffentlichkeit im allgemeinen schon in letzter Zeit eine sehr scharfe Auseinandersetzung darüber stattgefunden, ob eine eventuelle Wiederaufstellung Eoolidges als Präsidentschaftskandidat die alte amerikanische lleberlieferung durchbrechen würde, wonach kein amerikanischer Bürger dreimal Präsident sein darf. Diese lleberlieferung rührt bekanntlich von dem ersten Präsidenten der damals jungen Republik, George W a s h i ng- t o n. her, der nach zwei Amtsperioden die Wiederaufstellung für die dritte ablehnte mit der Begründung, es würde sonst eine Art von Monarchie hergestellt werden, und das dürfe nicht fein. Run ist freilich Eoolidge, ebenso wie seinerzeit Roosevelt. Präsident zum erstenmal geworden nur durch den Tod feines Vorgängers. und natürlich war jetzt wiederum der alte Streit darüber im Gange, ob man einen solchen Präsidenten als einen vollgültigen im Sinne Washingtons anzusehen habe oder nicht. Die Frage war damals zuungunsten Roosevelts entschieden Wörden, und es war mindestens sehr wahrscheinlich, daß sie auch diesmal zuungunsten Eoolidges ausfallen werde. Und aus diesem Grunde ist es verständlich, wenn er rechtzeitig vorbaut und eine Riederlage vermeiden will. In diesem Entschluß wird er dadurch bestärkt worden sein, daß er im Rovember vorigen Iahres bei der Kongreßwahl in seinem eigenen Heimatstaat Massachusetts eine schwere Riederlage erlitten hatte, die rein persönlich aufzufassen war. Die republikanische Partei selbst hatte dabei gleichfalls starke Einbußen zu verzeichnen. pleberhaupt muh betont werden, daß Eoolidge bei seinem zurückhaltenden Auftreten sich keiner allzu großen Beliebtheit erfreut. Drittens macht sich unter der landwirtschaftlichen Bevölkerung des mittleren und ferneren Westens, wo die eigentlichen republikanischen Hochburgen liegen, eine sehr starke Mißstimmung über die von der Bundesregierung geübte Politik geltend. Eoolidge hatte ein Gesetz, das den Farmern finanzielle Hilfe bringen sollte, ve- tiert. was dis Mißstimmung gegen seine Person noch erhöht hat. ilnb viertens wird der große Mißerfolg, der jetzt in Gens bei der Seeabrüstungskonferenz vor der Tür steht, auch nicht dazu beigetragen haben, Eoo- lidges Wunsch nach einer abermaligen Präsidentschaft zu erhöhen. Wahrscheinlich wird nun in Amerika eine starke Bewegung für eine durchgreifende Flottenvermehrung einsetzen, und da sich Eoolidge persönlich für die Abrüstung verpflichtet hatte, würde er in schwere Gewissenskonflikte kommen. Alle diese Gründe haben zweifellos gemeinsam dazu beigetragen, daß er feinen Entschluß gefaßt hat. Mnb unter diesen Hmftänben ist auch anzunehmen, daß sich besonders starke Strömungen durchsetzen werden, die ihn zu einer Aenderung seiner Ansicht veranlassen könnten. Ratürlich werden auch bereits verschiedene Ramen von anderen möglichen Kandidaten der Republikanischen Partei genannt. In erster Linie kommen da in Frage der heutige Vizepräsident General Dawes, der eigentlich außer seiner Patenschaft für das Londoner Abkommen wenig für sich ins Feld zu führen hat. Die bedeutendste Persönlichkeit dürfte der jetzige Handelsminister Hoover fein, der in seiner Partei sowohl wie im amerikanischen Volk von überragender Bedeutung ist. Ob das ausreichen wird, um seine vielfachen Gegner zum Verstummen zu bringen, steht auf einem anderen Blatt. Immerhin läßt sich das eine sagen, daß sich die Wahlaussichten des bei den Demokraten am meisten im Vordergründe flehenden Gouverneurs A. L. Smith von Reuyork vermindert haben. Außenminister Dr. Stresemann wieder nach Genf fährt. Ob er, wie bereits behauptet wird, die Gelegenheit benutzen wird, um mit den Vertretern der Locarnomächte über die ausgebliebenen Rückwirkungen ein ernstes Wort zu sprechen oder sich gar in der Plenarsitzung darüber zu beklagen, läßt sich natürlich jetzt noch nicht sagen. Zu wünschen wäre es aber, daß der Außenminister die Tagung nicht vorübergehen läßt, ohne unsere berechtigten Klagen vorgebracht zu haben. Memel, Ober- schlejien und Saargebiet sind Kapitel für sich, die allein schon ausreichten, den Außenminister aktiv werden zu lassen. Hinzu kommt die T r u p - penverminderung am Rhein bzw. die gänzliche Räumung des Rheinlandes. Uebrig bleibt schließlich noch das Verhalten der alliierten Mächte uns gegenüber, soweit sie an den Locarno-Verträgen interessiert sind. Wir haben allen Grund, uns über die Hetzreden eines PoincarL und eines Brocqueville zu beklagen, ebenso über die Erklärung eines Locker Lampson, die das Signal für die Wiederaufrollung der gesamten Militärkontrollfragen war. Was der „Daily Telegraph" jetzt wieder über die Besichtigung der Küstenbatterien aufwärmt, kann uns kalk lassen, da hier feste Bindungen mit der Bokschasterkonferenz oorliegen, also auch eine Investigation, wie sie dem Blatt schon seit Monaten vorschwebt, gar nicht erörtert werden kann. Aber daß man uns den Vorwurf der Verletzung der Abrüstungsabkommen zu machen versucht, um dann wieder daraus eine Hinausschiebung der Verminderung der Besatzungstruppen herleiten zu können, ist doch so unerhört, daß es angebracht erscheint, in Genf energisch vorstellig zu werden. Allerdings sollte ober das Kabinett in seiner Feriensitzung sich auch ernsthaft mit Personen vorn Schlage eines Friedrich Wilhelm Forster beschäftigen, deren Gefasel von einer deutschen Aufrüstung, das man im Auslande als bare Münze hinnimmt, uns politisch ungeheuren Abbruch tut. Die unverantwortliche Schwatzhaftigkeit dieser Herrschaften einzudämmen, sollte sich die Regierung einmal angelegen sein lassen. Die Sinnlosigkeit des Versailler Vertrages. Neuyork, 3. Aug. (Wolff.) Nicholas Murray Butler, Präsident der Columbia-Universität, der aus Europa zurückgekehrt ist, erklärte, die wirtschaftliche Wiedererstarkung Europas werde durch den übertriebenen, fast hysterischen N a- kionalismiis der neugeschaffenen Staaken verzögert, obwohl die Paneuropa-Idee Forlfchritte mache. Was die deutsche Ostgrenze und Oesterreich betreffe, so herrschten dort künstliche Verhältnisse, die früher oder später in friedlicher, großzügiger Weise geregelt werden müßten. Bei denkenden Männer aller Länder würden Befürchtungen für die wirtschaftliche und finanzielle Zukunft der Welt laut, falls gewisse Bestimmungen des Versailler Vertrages nicht geändert oder ergänzt würden. Die fortdauernde Anwesenheit der alliierten Truppen auf dem rechten Rheinufer, ungeachtet des in vielen Fällen bewiesenen heutfd)en Entgegenkommens und der herzlichen Zusammenarbeit Stresemanns und Briands, geben den deutschen Extremisten die besten Gründe für ihre Opposition gegen die Der söhnungspolitik. Die Beendung der Besetzung würde einen Gewinn für alle Beteiligten bedeuten. Lson Daudet in Belgien. Paris. 3. August. (WB.) Die „Aktion Franccrife" gibt bekannt, daß Leon Daudet, geleitet von Camelots du roi, sich nach Belgien begeben hat, um dort mit feiner Familie einige Wochen in der Sommerfrische zuzubringen. Bereits am Montag seien sämtliche Maßnahmen hierfür getroffen worden. Weder die auf den Straßen Frankreichs ausgeüble Heber- wachung, noch die strenge Bewachung, die die Sicherheitspolizei auf den französischen Zollämtern organisierte, hätten seine Reise verhindern können. Er habe die belgische Grenze bereits überschritten: ohne größere Schwierigkeiten werde Daudet auch, wenn er den Augenblick für gekommen erachte, nach Frankreich zurück kehren. Die Carlisienpartei in Rumänien. Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers". Berlin, 4. Aug. Trotz der scharfen Handhabung der Zensur ist es der Bukarester Regierung nicht gelungen, dem Auslande gegenüber zu verheimlichen, daß der- Anhang des Ex- kronprinzen intensiv am Werke ist, eine Lage zu schaffen, die eine Rückkehr Caro ls ermöglicht. Wenn auch die Liberalen aus dem Wähl kämpf mit einer Mehrheit hervorgegangen sind, die sie selbst nicht erwartet hatten, so ist damit keineswegs gejagt, daß auch der größte Teil des rumänischen Volkes gegen Carol ist. Ramentlich die Dauern, die Bratianu mit seinen Wählmethoden parlamentarisch kalt gestellt hat. sind erbitterte Gegner des Ministerpräsidenten geworden. Aus ihre Unterstützung rechnen auch die Carlisten in erster Linie. Will Drattanu, der es bereits mit dem Regentschafts rat verdorben hat, weil er sich keine Vorschriften machen lassen will, an der Macht bleiben, dann kann er es nur dadurch. daß er sich die Landbevölkerung zum Freund macht. Bisher sind aber keinerlei Ansätze hierfür zu verzeichnen. An eine Rückkehr Carols ist aber vorläufig auch noch nicht zu denken, weil Bratianu ein scharfes Regiment ausübt und den Carlisten die Arbeit nach Möglichkeit zu erschweren versucht. Immerhin wird man von hier aus den rosigen Situationsbericht der rumänischen Regierung. die eine „Thronfolgefrage" als nicht existierend ansieht. mit einiger Skepsis entgegen» treten und von dieser Grundeinstellung aus auch ein amtliches Telegramm an die rumänische Gesandtschaft in Paris aufnehmen, in dem es heißt: „Die Erklärungen des Prinzen Carol haben keinen Eindruck auf die öffentliche Meinung in Rumänien gemacht. Man ist der Ansicht, daß die Frage der Thronfolge endgültig gelöst ist und niemand daran denke, einen Appell an Carol zu erlassen. Uebrigens lassen die jüngsten, von sämtlichen Parteien ohne Unterschied im Parlament abgegebenen Erklärungen keinen Zweifel in dieser Hinsicht. Was augenblicklich die öffentliche Meinung in Ru- inänien beschäftigt, sind die Fragen, die sich auf die Konsolidierung des Landes in allen Gebieten beziehen." Die Gegensätze auf dem Internationalen Gewerkschaftskongreß. Paris, 3. Aug. (Wolfs.) Die Gegensätze, die bereits in der Sitzung des Internationalen Gewerkschaftskongresses zwischen den als russenfreundlich gellenden Engländern einerseits und den französischen, belgischen und holländischen Delegierten andererseits hervorgetreten waren, haben auch in der heutigen Sitzung noch keinen Ausgleich gefunden. Der- stellvertretende Vorsitzende der Internationale der Belgier Mertens, hatte gegen B r o w n , einen der Sekretäre der Internationale, einen fcharfen Vorstoß wegen der Entsendung einer Delegation nach R^xiko unternommen, den Brown mit Vorwürfen gegen den Holländer Outfegeeft beantwortete. Oudegeest soll einen Brief an Ivuhaux geschrieben haben, in dem er die Aufnahme der russischen Gewerkschaften sabotiert haben soll. Ueber diesen Brief konnte in der heutigen Dor- mittagssihung keine Klarheit geschaffen werden, da Iouhaux behauptete, ihn seinerzeit nicht erhalten zu haben. Der Kongreß beschloß die Angelegenheit einem Ausschuß zu unterbreiten. Im übrigen ist der Kongreß heute in die Kommissionsberatungen eingetreten. Aus nUer Welt. Der ©. D. A. für die Hindenburgspende. Der Gewerkschaftsbund der Angestellten hat für die Hindenburgspende, deren Erträgnis den Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen zukommen soll, 5000 Mk. gestiftet und damit als erste deutsche Angesteltten-Orgaiiisatton ein nachahmenswertes Beispiel praktischer nationaler Fürsorge gegeben. Die Leitung der Hindenburgspende in Berlin hat dem Gewerkfchaftsbund der Angestellten für diese Stiftung ihren Dank ausgesprochen, wobei sie noch im besonderen daraus hinwies, daß die Beteiligung der Angestelitenorganisati-on an dieser Spende um so höher einzuschähen sei, als gerade diese Verbände in der jetzigen Zeit außerordentlich unter der wirtschaftlichen Rot- lage zu leiden hätten. Es wäre deshalb zu begrüßen, wenn sich nunmehr atrch die anderen Verbände dem Beispiel des Gewerkschaftsbundes der Angestellten anschließen würden. Die Lausanner Mellkonferenz. Die Weltkonferenz für Glaubens- und Kirchenverfassung ist in Lausanne eröffnet worden. Etwa 500 Abgesandte der christlichen Kirchen aus allen Weltteilen versammelten sich in der Kathedrale zum Festgottesdienst. In der Eröffnungssitzung in der Aula der Universität begrüßte Bundesrat Dubus die Konferenz im Ramen der Schweizer Regierung. Die Arbeit der Konferenz charakterisierte der Präsident des Schweizer Kircherchundes, Dr. H e r o l d. dahin, daß sie die ernsten Fragen des Glaubens im Geiste der Glaubensbrüderlichkeit und in voller Aufrichtigkeit erörtern wollte. Die Reihe der programmatischen Einführungsreden eröffnete ein Deutscher. Professor Elert- Erlangen. Er überbrachte die Grüße der evangelischen Kirche Deutschlands und wies in seiner Rede darauf hin, daß in Lausanne die Zerrissenheit der Kirchen an ihren Wurzeln angepackt werden müsse. Der Metropolit Germanos und der Erzbischof von Armagh D. C. F. d' Arch, Primas von Irland, bejahten im Ramen ihrer Kirchen die Ziele der Lausanner Konferenz. Geh. Kommerzienrat Bartling si Im Wiesbadener Paulinenstist starb der frühere langjährige Wiesbadener Reicks und Landtagsabgeordnete Geheimer Kommerzic.: : Eduard Bartling nach längerem Leiden im 83. Lebensjahr. Der Verstorbene war ein angesehenes Mitglied der früheren Nationalliberalen Partei in Nassau. Ein gefährlicher Wespenstich. Ein 20jähriges Mädchen in Leibenstadt (Pfalz) wurde vor einiger Zeit durch eine Wespe auf den Kopf gestochen. Der Stich hatte eine schwere Blutvergiftung zur Folge, die zur Erblindung des Mädchens führte. Zwei Todesopfer eines Autounglücks. Beim Ueberholen eines Lastautos überschlug sich bei Sinzig ein Kleinauto. D e beiden Insassen gerieten unter die Räder des Lastwagens und wurden auf der Stelle getötet. Autofallen in der Mark. In der Gegen von Crossen a. d. Oder wurden zwei Raubüberfälle verübt, für die offenbar dieselben Täter in Frage kommen. Vormittags wurde ein Elektromonteur, der auf einem Motorrad die Chaussee passierte, durch ein Stangenhia- bernis aufgehalten. Als er dieses beseitigen wollte, erhielt er einen Schuß in den Rücken, konnte aber entkommen. Als er sich umsah, bemerkte er zwei junge Burschen, die in den Wald fluchteten. In der darauf folgenden Nacht wurde ein ähnlicher Ueberfall auf eine Kraftdroschke ausgesührt, die auf einer Fahrt nach Guben war. Der Führer des Wagens wurde von zwei Personen durch eine Blendlaterne zum Halten veranlaßt. Die beiden stiegen in den Wagen, fuhren eine Strecke mit, dann zwangen sie den Führer auszusteigen und plünderten ihn mit vorgehaltenen Revolvern aus. Hierauf verschwanden die beiden Räuber in dem Wald. Don den Tätern fehlt bisher jede Spur. Tödlicher Eisenbahnunsall. Aus der Naumburger Kleinbahn ereignete sich ein schwerer Unglücksfall mit tödlichem Ausgang. Vier Lehrlinge hatten auf der Station Großenritte den Anschluß verpaßt und versuchten deshalb, auf den bereits fahrenden Zug aufzuspringen. Während c:- -m h-r Aussprung gelang, stürzte der 17jährige . r. Lange aus Besse ab und fiel zwischen zwei Wagen auf die Schienen. Der Zug fuhr über ihn hinweg. Er konnte nur noch a l s Leiche geborgen werden. Die Ursache des Unglücksfalles ist auf die Nichtbeachtung der Verkehrsvorschriften zurückzusühren. Schweres Bauunglück. Am Mittwochnachmittag ereignete sich in einem Münchener Reubau ein schwerer älmglücks- fall. Der Abschluß eines Treppenhauses im 4. Stock stürzte plötzlich 'herab und durchschlug sämtliche als Treppen benutzte Laufbrücken bis zum Keller. Hierbei wurde ein Dauprakttkant und ein Daugehilfe von den stürzenden Trümmern in die Tiefe gerissen und blieben schwerverletzt im Kellergeschoß liegen. Der eine der beiden konnte nur mit Hilfe der Feuerwehr aus seiner Lage befreit werden. Bei einem Gerüsleinsiurz gelotet. Auf einem Werk in Denrath brach bei Ausfuhr rung von Bauarbeiten plötzlich aus noch unbekannter Ursache das Baugerüst zusammen und begrub vier Arbeiter unter sich, die erhebliche Verletzungen davontrugen. Einer der Verletzten starb bald darauf. Zwei Schwestern im Schlamm erstickt In Großellingen in der Altmark versank die zwölfjährige Tochter Elli des Arbeiters Stützer, die in einem kleinen Weiher baden wollte, bis zum Halse im Schlamm. Ihre 15jährige Schwester wollte sie herausziehen und ging ebenfalls unter. Als eine dritte Schwester den Vater zur Hilfe herbeigeholt hatte, waren beide Kinder bereits im Schlamm erstickt. Mutter und Kind vom Starkstrom getötet. In einem Lauenburg in Pommern benachbarten Orte riß die elektrische Lichtleitung. Als die siebenjährige Tochter eines Arbeiters dem Draht zu nahe kam, wurde das Kind durch den Strom auf der Stelle getötet. Die Mutter sprang hinzu, um es fortzureißen, aber auch sie erhielt einen tödlichen Schlag. Wettervoraussage. Heiter, auch zeitweise wolkig, warm und trocken. Gestrige Tagestemperaturen: Marimirm: 22,8 Grad Celsius. Minimum: 10,8 Gr. Celsius. Sonnen- scheindauer: 10 Stunden. Heutige Morgenternpera- tur: 16,9 Grckd Celsius. Witterungsaussichten für Samstag: Warm, molkig, langsam zunehmende Gewitterneigmrg. Illis zeit ist- überall wickelt wissen denM im len ® üblich^ nutzt, ui nberzub artiges durch X deren < ,-iner t verliert verbind sendet / rum die Michle, jassu-ig uruhechl jjen auf durch ei' wäre c Sesühl r stellt. D dem De Seziehu faltende Grunde auch 21 Deshall wenn e wird, in ohne dw sich freu (anntenfi der M folmigsz, jtamfjf' k sein seeli Damit w nicht blo höhe füt Zezichm m üben stellen. Handels LZ Aus- und Ton Gießen richt zu. In a essen ha belskaim jeder fi immer Schafs gcrech sowie ei der [faa [feuern .'cgfen @t Srundsähl! Gefehcnlw nbschiedet drein au des Landi iöufig gei für endgüi -l'chiachtu schatt hab« ßrflätung und crnei des ßan! Regeln gefordert. Die a wetbefteu dadurch ■ *g b ..Der e KSTese Klassen ■ tzn QU' Aettb Lauk i ■^mnten «^handel Snttvu ^ng Q: E .tttt m- \ **««11 HL2?.» t« 7 Zernsiacheit der jein angrpickl iverden ©ermanoö und der AC. Ad'Arch. $ri- Jfen im Flamen ihrer ifanner Konferenz, ra! Bartling f. nenffift starb ber frühen eidjj: und 2em WAb^an, <44 ®e"[onktenj. i V»® 6?, incs Autounglücks. 5 Lastautos überschlug sich . ?:e beiden Insassen ge- 5 Lastwagens und mürben Stet. n brr Blatt. rossen a. d. Ober murta . für die offenbar diestlbs Sormittags wurde tr inem Mo/orrod d ein Sfangcnb' AK er lneses Wertig1. 'm ben Mckei K er sich mfth. bemerüf it in ben Wald Wn' Nacht wurde ein ähnlicher jtdroschke ausgtfM Guben war. 2er Mr 5-nei Personen durch ein.' ten veranloßb tnf EN, fuhren M «trccke ’Kfips .die beiden Müder w dem eW bisher jede epm. ; St toWm w .nf K>r Station Trotz-N I ASt vnb Derjudjkx ; f(l8t#iwen Zug auszu' . Gange ausM ^rrÄ zmiÄühE. *$304 '-L--LLL Mde «f ®Sr$r** t werden^ Benrath M lin&ctannte> t°GL Ä> b,S \ 5 L'SLR ^ebenfalls ^ berbri^ „„ ri«»!?E S w®11*» i'S lr6ifh«ihS|ro”bi»”' jfeSl* Aus der yrovinzialhauptftadt. Gießen, den 4. August 1927. Auch Ihnen.... Es ist Reisezeit, weil es Ferien- und Urlaubs- zeit ist. 5)a aber die Ferien und ^lrlaubstage nicht überall gleichzeitig sind und sein formen, so entwickelt sich die Reisezeit naturgemäß zu einer gewissen Breite, selbst bis in die kleineren Gemeinden hinab. Da seufzt ein Erholungsbedürftiger noch im Joch, während ein anderer schon mit gebräunten Wangen bei der erstbesten Begegnung die üblichen Feststellungen über die Wetterlage benutzt, um mit neugewonnenem Seelenschwung kühn überzuleiten: „3n Berchtesgaden hatten wir großartiges Wetter..." Wieder andere überraschen durch prächtige Landschastsbilder auf Postkarten, deren Grüße sich ihrem Gefühlsgehalt nach zu 'inet ganzen Skala ordnen lassen. Dabei aber verliert jeder Gruß, selbst der wortwärmste, seine verbindliche Kraft, wenn er eingeleitet wird: „... lendet auch Ihnen und Ihren Lieben..Warum dieses .auch"? Gewiß war es bei dem Grüßenden ein Bestandteil seiner Gedanken und Gefühle, aber warum es mit in die schriftliche Fassung aufnehmen? Wie ganz anders wäre das ^ruhecyo ausgefallen, wenn dieses kleine Wörtchen auf dem Wege vom Gedanken zum Federzug durch einen Bereinigungsakt unterdrückt worden wäre. So aber . . .! Der Begrüßte wird das Gefühl nicht los, daß er einen .Grenzfall" darstellt. Denn offen wird er gerade eben noch zu dem Bekanntenkreise gerechnet, sei es, daß die Beziehungen am Erkalten sind, sei es, daß erkaltende auf diesem Wege aus irgendeinem Grunde wieder aufgewärmt werden sollen. Legt auch Anmut in das Geben! sagt Goethe einmal. Deshalb sollte ein Gruß aus der Sommerfrische, wenn er schon einmal mit auf die Liste gesetzt wird, in erfrischender Form gegeben werden, d. h. ohne das Wörtchen „auch". Der Empfänger würde sich freuen, daß er ohne Einschränkung dem Bekanntenkreise immer noch zugezählt wird, und der Absender würde dartun, daß er in seiner Gr- holungszeit auf dem besten Wege ist, über die Kampf - bzw. Wunschinstinkte des Alltages hinaus fein seelisches Gleichgewicht wieder zu gewinnen. Damit würde dann der Aufenthalt in der Ferne nicht bloß körperlich wieder auf die gewünschte Höhe führen, sondern sicherlich auch die seelischen Beziehungen des wiederkehrenden Alltagslebens in überraschender Weise auf neue Grundlagen stellen. R. Aus der Tätigkeit der Indukrie- und Handelskammer Gietzen. Bon der Industrie- und Handelskammer Gießen geht uns der folgende Tätigkeitsbericht zu. In Wahrung der ihnen anvertrauten Interessen haben die hessischen Industrie- und Handelskammern seit einer Reihe von Jahren bei jeder sich bietenden Gelegenheit immer und immer wieder die Notwendigkeit der Schaffung einer ordentlichen und gerechten Besteuerungsgrundlage sowie einer endgültigen Veranlag ung der staatlichen und gemeindlichen Gewerbesteuern betont. In den dem Landtage vorge- iegten Gesetzentwürfen erblickten die Kammern grundsätzlich eine Erfüllung ihrer Wünsche: diese Gesetzentwürfe sind leider nicht nur nicht verabschiedet worden, sondern es sind noch obendrein auf Empfehlung des Finanzausschusses des Landtags die für 1925, 1926 und 1927 dor- .iiufig geleisteten G ctoe rbeste ue r voraus 3 ah langen ’ür endgültig erklärt worden. Gegen diese völlige Nichtachtung der Belange der hessischen Wirtschaft haben die Kammern in einer gemeinsamen Erklärung scharfe Verwahrung eingelegt and erneut eine den berechtigten Bedürfnissen des Handels und der Industrie entsprechende Regelung der ©etoerbefteuerfrage gefordert. Die außerordentliche Vielgestaltigkeit der Ge- werbefteuergesehgebung in Deutschland und die dadurch hervorgerufene stlngleichheit in der Brüstung der Wirtschaft in den einzelnen deutschen Landesteilen hat zu der im Laufe der Jahre :nrmer dringlicher gewordenen Forderung von Handel und Industrie geführt, daß die Gewerbesteuer in ihren Grundlagen r eichs ge se h l ich geregelt wird. Diese allgemeine Forderung der Wirtschaft ist auch von der Reichsregierung anerkannt worden und hat zu der Vorlage eines diesbezüglichen Gesetzentwurfes geführt. Die hessischen Handels kannnern haben in wiederholten gemeinsamen Beratungen eingehend die Frage geprüft, welche Forderungen vom Standpunft der Wirtschaft an ein foWjeä Rahmengesetz zu stellen sind und werden nunmehr den Gesetzentwurf daraufhin untersuchen, inwieweit er den ausgestellten Wünschen und Belangen von Handel und Industrie Rechnung trägt. Der Herr Minister für Arbeit und Wirt- 'chaft hat angeordnet, daß von den Kreisämtern Verordnungen in Ausführung der §§ 7 und 9 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb erlassen werden, um den bestehenden Mißbräuchen auf dem Gebiete öe£ unlauteren Wettbewerbs, insbesondere bei Ausder- täufen, wirksamer als bisher zu begegnen. Die Ammern haben zu diesem Zweck im Benehmen nit dem Landesverband für den hessischen Einzelhandel einen für das ganze Land gültigen! Entwurf einer Ausverkauf s ord- 1 u n g ausgearbeitet und dem Herrn Minister iur Genehmigung vorgelegt. Es war die Frage aufgeworfen worden, ob in Bedürfnis besteht, daß die der Eintragung jeöürftigen Angaben über die güterrechtlichen Verhältnisse außer in dem hierfür bestimmten Süterrechtsregister noch in einem zweiten öffentlichen Register, nämlich dem Handels- regifter, ersichtlich gemacht würden. Die hessi- scheir Industrie- unb Handelskammern haben 7 ie freundliche Grundstimmung der gestrigen Abendbörse hat sich auch im heutigen Frühoerkehr erhalten. Das Geschäft beschränkt sich auf Spezialwerte, wobei Freigabe-Papiere bevorzugt zu fein scheinen. Hapag und Nordlloyd nennt man mit 151,5; Farben 318,5/319. Am Devisenmarkt hört man Paris mit 124,03; Mailand 89,30; Madrid 28,55 und das Pfund mit 4,8580. Rundsunk-Progrm im des Frankfurter Senders» (Aus der .Radiv-Llmschcm".) Freitag, 5. August: 13 bis 14 Uhr: Reue Schallplatten. 16.30 bis 17.45 Uhr: „Wie machen wir unsere Kinder kräftig und widerstandsfähig?" Vortrag von Anna Edinger. 17.45 bis 18.05 Uhr: Die Lesestunde. 18.15 bis 18.30 Uhr. „Auffrischen von Eommergarderobe", Vottrag von Mathilde Meisel (nachgeholt!). 18.30 bis 19 Uhr: Funkhochfchule: „Giovanni Gentile und die italienische Philosophie der Gegenwart", Vortrag von Privatdozent Dr. Heinemann. 19 bis 19.25 Uhr: „Die Universität Tübingen", Vortrag zu ihrem 450jährigen Jubiläum von Theodor Eschenburg. 19.25 bis 19.30 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 19.30 bis 19.50 Uhr: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. — 19.50 bis 20 Uhr: Film- Wochenschau. 20 bis 20.30 Uhr: Uebertragung aus dem Bandhaus ift Heidelberg: „Der deutsche'Festspielgedanke", Vortrag von Dr. Goldschmidt. 20.30 Uhr: Uebertragung aus dem Bandhaus in Heidelberg: Heidelberger Festspiele „Macbeth" von Shakespeare. Leitung: Intendant Gustav Hartung. Ende gegen 23.30 Uhr. Anschließend: Uebertragung von Kassel: Heiterer literarischer Abend. Sprechstunden der Redaktion. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags, Samstag nachmittag geschloffen Für unverlangt eingefanbfe Manuskripte ohne beigefügte« Rückporto wird keine Gewähr übernommen Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäfts st elle zu richten Verantwortlich für Lokales, Provinz und Wirtschaft i. V. Dr. Hans Thyri 0 t. (Steteste 3?eia tRfaS Gib ihm unö frischeÄMch! Die hervorragenden Gigenlchasten von „fiuftfc" s'nö weltbekannt, Sie Erfolge unerreicht. Oabcl ist .Kufeke" billig. Oie für eine Mahfteik benötigte Menge Kufeke für ein Kind _ bis zu 6 Monaten foflet OVE R STOLZ letztenrewi , Wochenende io üiefeen W>MHHHM für Reichsmark 6.-Ms 8-in Hotels nnd Gasthäusern Eingesdilossen hierin: Samstag: Abendessen, Ueber- nachtung mit Frühstück, Sonntag: Mittagessen. Bei längerem Aufenthalt Vorzugspreise. S Konzerte und Tanzgelegenheit in allen gröberen Gates. H Regelmäßiger Autoverkehr zu den schön gelegenen Burgen Schiffenberg, Gleiberg, Vetzberg usw. B Bootsfahrten auf der Lahn. Wanderungen in herrlichen Laub- u. Nadelwäldern. Besichtigung von Museen, Botanischen Garten usw. Bureau: SeStersweg 93 * Fernruf 196 Nachruf. Am 30. Juli starb unerwartet Herr Heinrich Becker Lehrer an der Pestalozzischule zu Gießen. Tiefbewegt beklagen wir den schmerzlichen Verlust, den unsere Schule dadurch erlitten hat Fast drei Jahrzehnte stand unser Kollege Becker im Dienste der Gießener Volksschule. Seine Arbeit galt in dieser Zeit vorwiegend den Schülern, die im Geiste Pestalozzis besonderer Hilfe bedürfen, und deren er sich mit Vorliebe und mit großer Liebe und Geduld annahm. Dieses segensreiche Wirken wird ihm bei Eltern und Schülern unvergessen bleiben. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. Gießen, den 3. August 1927. Das Kollegium der Pestalozzischule. V X" t August .V Ä ■ K ■ l| 1 ■ - 8 i K 7 JWjTillilillllllll »1 B'./JBBMBBMBBBB! 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Für die uns bei dem Heimgänge unseres geliebten Vaters in so überaus reichem Maße erwiesenen Blumenspenden und Worte tiefen Mitgefühls sagen wir allen Verwandten, lieben Freunden und Bekannten auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank Besonders herzlichen Dank dem Herrn Pfarrer für seine tros reichen Worte am Grabe und den Herrn Vertretern der Vereine. In tiefer Trauer: Greta Karg oll, Elisabeth Hargoll. Zhre Vermählung geben bekannt August WIM, Selerswet 79 Reise-Mel / Teois-ScNger Alle Preise sind rücksichtslos herabgesetzt 7017 D nt‘D änn.-Bxp.,sBlocfftr.5. Telephon 239. FREI TA SAMSTAG 05684 Damen-Schlupfhosen extra preiswert................VlVv 3.45 7146 1.55 5.25 05670 Rähercs 1.85 8.95 Garnituren Unterkleid und Schlupfhose, la Kunstseide ge- ’Wf B streift, in vielen Farben........ 7141a Koffer usw. in bekannt gut.Qual.ganzbes billig Assessor Or. Hilmar Bindewald und Frau Gisela geb. 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August 1922, abends 8 Uhr, im Meinen Haus in Bad-Aauheim. Karten zum Preise von Mk. 1.-, 2.-, 3.— und 4. — im Vorverkauf b. Challler, Reuenweg. T otal-Äusverkauf in Brennabor-Kinderwagen zu außergewöhnlich billigen Preisen Bremen (Ingelheimer Str. 45) und Gießen, den 4. August 1927. von Irmgard Heermann (Alt) Orchesler-Vereio. -Heute keine Probe. Nächste Probe: Donnerstag, den 11. August. 71. staben 0 Der die 24 Stundenzahlen von Mitternacht bis Mitternacht einet Tage» enthaltende Kreie und die dich punktierte Linie, der sogenannte Horiront, sind feststehend xu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil — gewissermaßen dem Zeiger der Himmelsuhr — in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinns des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnete Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt, um die Monatsmitte sichtbaren Sterne. Unsere Karte zeigt also den Zustand um Mitternacht der Monatsmitte. ^Uill man tu einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Beobachtungsstunde zeigt; dadurch werden die zu dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht mitzudrehenden Horizont hin- etngedreht. Für je 5 Tage vor der Monatsmitte ist der gerade Pfeil *11 Stunde früher, für ie 5 Tage nach der Monats- mitte Ml Stunde später zu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten SteThsn- 0 0 n ™«lotete '^eAen TMm - Lebens. Md Spiel wisse rnsest. Lasten in den '°mmden Spielen * festgestellt: ■ «bis 39 Jahre: i- Tgm. Eintracht Mer: Turimschaft Saarbrücken. Saarbrücken. w: Mgan. Tv. u Handball der i Ergebnisse: Lgm. 4:4 (1:2); Sau- lain-Rheingau 6:1 rauen: Tgm. 6m* Mainz 2:0 (2:0). KreiSmeister« ittbeteeröen konnten vorjährigen Kreis« rt werden, ausge* tntöufcn. Die 100 n wie seit Jahren Mainz in 11 biw. xmn der Mmeister bürg o. d. H in der et tnapp vor dem m Do. 1860 3c> -J Meter gewann Dad-Äackheim tn i die bei keiner in diejvn Jahre i 1500-Meter^uf mann vom Lv. Mn. 20 Sei). Die Prreh vom Tv. Gaffeln vurdeit Sieger blieben: Sachsenhausen. 45,4 >1: Tv. MiMmnL Mer-Stasiel: TA gM- iS'" es TM) unge' , ist b^itunqslunst äife* ScÄ®« 7 $•*£ SZL AZK .ÄS vom TV. Bechtheim, mit 16,90 Qlteter. SmSpeer- werfen (bestarmig) sah man Kern, T.- u. 6bt>. Mainz. mtt 52,78 Meter in Front, während im beidarmigen Speerwurf ein Hessenturner R. W i e n e r , Tv. 1860 Bad-Nauheim, Kreismerster wurde. Den deutschen Sechskamp 1 gewann R. Weber, vmn T.° u. Spv. Wiesbaden, mit 650 Punktei, den volkstümlichen Zehnkampf C. Hilles Tv. Oberstem, mit 893 Punkten. Der tzessenturner Malkomesius vom Mw. Gie- st en wurde mit 461,5 Punkten 29. Sieger rm Sechskampf. „r .. Bei den Turnerinnen überraschte Die hervorragende Leistung der jugendlichen ®l|c Bickelhaupt mit 1,45 Meter im Hochsprung. Erna Ql11haus vom Mtv. Gießen belegte mit 1.35 Meter den 3. Plah. Else Dickelhaupt wurde mit 327V8 Punkten auch 7. Siegerin rm -rllstümlichen Turnerinnen-Bierlampf, wahrend ihre Bereinsschwester Erna Qllthaus mit 4,69 Neter noch Vierte im Weitsprung werden konnte. Die 4 x 1 0 0 - M e t e r - S t a f f e l der Lur- te rinn en wurde von der Vereinsstaffel des Mtv. Gießen (Tilli Esbach, Erna QllthauS, Else Vickelhaupt, Charlotte Amend) in der schönen Zeit non 54,5 Sek. gelaufen; sie wurde zweiter Sieger inter Tv. u. Spv. Wiesbaden (53,8 Sek.). 3m Fechten konnten die Kräfte unseres Heimatgaues gegen die Frankfurter und Osten- bacher bekannten Meister nicht aufkommrn. Rur Karl Mulch vom Tv. Wehlar kam in Flo r e tt- jechten in dre Zwischenrunde und wurde 14. Sieger. Wir nennen in jeder Waffe die drei ersten Sieger. Degen: 1. QL Heim, Tv. Offenvach a. M., 2. W. Löffler, Tv. 1860 Frankfurt a. M., 3. A. Schieb elhu t h, Tv. Drehen- heim; Florett: 1. L. Sachs, Tv. 1860 Frankfurt a. M, 2. QL Heim, Tv. Offenbach a. M., 3. 3. Eichenecker, Tgm. Eintracht Frankfurt □. M.; Säbel: 1. K. Carbow, Tv. 1860 Frankfurt a. M, 2. K. Büdinger. Tv. 1860 Frankfurt a. OIL, 3. 3. Thomson, Tv. Offenbach. Schwimmen. Wir geben nachstehend nur die Erfolge bekannt. Hauptspringen (Turnerinnen): 3. Sieg Hannelie Weeg, To. 1846 Gießen, 444 Punkte; 4X100°Meter-Bruststaffel (für Turner): 1. To. Wetzlar, 6 Min. 25,7 Sekunden. Turner-Mehrkampf: 1. S). Geismar, Tv.l846-Giehen, 124) P.; 3. W.Schäfer, Tgm.Friedberg, 117 Punkte. Streckentauchen (Turner): 1. W. Schäfer, Tgm. Friedberg, 50,5 Meter; 3. !R. Häuser, Tgm. Friedberg, 41,5 Meter. 10 0« Meter-Brustschwimmen (Turner): 1. E. Hübn er, Tv. Wetzlar, 1 Min. 46,7 Sek.; 6. R. Häuser, Tgm. Friedberg, 1 Min. 32,5 Sek.; 8. W. H e p p e r t, Tv. Wetzlar, 1 Min. 34,3 Sekunden. 100 - Meter beliebig (Turner): 3. F. F ö l s ch, Tv. Wetzlar, 1 Min. 17,5 Sekunden. 1 0 0 - Meter - Bru st schwimmen (Turnerinnen): 3. E. Scheer, Tv. Wetzlar,1 Min. 49 Sek. Strecken- tauchen für Turnerinnen: 1. I. Hauck, Tv. 1846 Giesten, 30 Meter in 30 Sekunden. Die 10X50» Meter-V erbands - Freistilstaffel gewann ter 1. Gauverband, dem auch der Gau Hessen ange- hört, in 5 Min. 52,3 Sekunden. ImWasserball- i P i c I wurde Tv. 1860 Frankfurt a. M. Kreismeister. In sehr spannendem Spiel mit dem Badischen Meister, To. 1846 Karlsruhe, gewann er auch tne Kreis« gruppenmeisterfchaft. Vereinsriegen. In Ergänzung des bereits veröffentlichten Berichts ist noch zu sagen, daß von den Turnerriegen 82 mit der Note „fehr^fut", 127 mit „gut" bewertet wurden. Von den letzteren sind aus dem Gau Hessen noch nachzutragen Tv. Wetzlar und Tv. Griedel. Schwerathletik. Gaurneisterschaften deS Gaues Hessen. Bei der Qlustragung der Gaumeisterschasten des Gaues I (Hessen! 7. Kreis Deutscher Athletik-Sport-Verband 1891 am Sonntag in tRci» menrod-Bieben erzielte der I. Kraft» und Sportklub 1893 Gießen außerordentlich gute Erfolge. 3m Ving en um die Eaumeisterschaft wurde hart getarnt)ft und dementsprechend dem Publikum sehr schöne Kämpfe gezeigt. Die besten Bingen auf dem Platze waren H u n st e i n - Gießen und S ch e m b e r ° Alsfeld, deren Leistungen von den zahlreich anwesenden Gästen lebhaft applaudiert wurden. Auszug aus der S i e g e r l i st e: Hch. Staubach (Altersklasse Schwergewicht, KreiSmeister 1926 27) 1. Preis und Ganmeistertitel im Bingen, Stemmen, Steinstoßen, Hammerwerfen und Gewichtwerfen. Hch. Hartmann (Altersklasse Leichtgewicht» 1. Preis im Bingen, 2. Pr. im Stemmen. Adolf Schepers (aktiv Schwermittelgewicht) 1. Preis und Ganmeistertitel im Bingen und Stemmen. Karl Hartmann (aktiv Leichtmittelgewicht) 1. Preis und Eaumeistertitel im Bingen. Wilhelm Meininger (aktiv Leichtmittelgewicht) 2. Preis im Bingen. Wilhelm Schepers (aktiv Federgewicht) 1. Preis und Gaumeisterschaft im Stemmen, 3. Pr. im Ringen. Georg Hu n stein (aktiv Federgewicht» 2. Preis im Bingen. WM B e l l o f f (aktiv Leichtgewicht) 2. Preis im Stemmen, 3. Pr. im Dreikamps. Fritz Scheer (Sugend-Federgewicht) 2. Preis im Ringen. Gottl. Volk (Sugend-Leichtgewicht) 3. Preis im Bingen. Willi H e r t r i ch (Zugend- Schwermittel) 1. Preis im Dreikampf und Gau- meistertitel. Strafkammer Gießen. Gießen, 2. August. Der Chauffeur Hermann W. von Ober- Ohmen war von dem hiesigen Schöffengericht wegen fahrlässiger Tötung zu 1 3 ahr G e ° f ä n g n i s verurteilt worden. Seine Berufung wurde nach umfangreicher Beweisaufnahme verworfen. Die Strafkammer stellte in lieber- einstimmung mit Dem ersten Richter fest, daß der Angeklagte den Tod eines 7jährigen Kindes dadurch verschuldet habe, daß er bei Eintritt der Dunkelheit in allzu schnellem Tempo und ohne genügend Signal zu geben mit seinem nicht beleuchteten Motorrad auf der falschen Seite in eine etwas abschüssige Krümmung der sog. Ohm- straße eingefahren sei und dabei das mit seinen Großeltern ganz aus Der linken Straßenseite befindliche Kind derart erfaßt und mitgeschleift habe, daß dessen Tod fast augenblicklich eingelre- ten war. Von dem Amtsgericht Grünberg waren fünf junge Leute von Göbelnrod wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung zu Geld- und Gefängnisstrafen verurteilt worden. Die Berufungen von dreien der (Verurteilten wurden verworfen. Auch die Strafkammer hielt die Angeklagten trotz ihres Leugnens fiir überführt und wandelte lediglich eine Gefängnis st rafe in eine Geld st rafe um. Schöffengericht Gießen. Gießen, 3. August. , Ein ungetreuer Beamter ist der Postschaffner W. aus Grebenau, der in zahllosen Fällen an ter Post eingezahlte Gelter im Gesamtbetrag von ca. 1700 Ml., die ihm von den Postagenturen Grebenau und Dieben auf seinen Bestellgängen übergeben worden waren, unterschlug und die daraus bezüglichen Eintragmrgen in ten Postannahmebüch er n durch Rasur >oer Herausreihen von Blättern beseitigte. ..ußer- dem eine Reihe von Postsachen, meist auf die unterschlagenen Gelder bezüglich, nicht bestellte, sondern vernichtete. Unter Annahme mildernder Umstände wurde W. zu 1 3 ahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Wirtschaft. DieNeuregelung bLr Sparkassen «Umwertung in Preutzen. Der preußische Minister des 3nnern hat im unmittelbaren Anschluß an die seitens seiner Vertreter im Rechtsausschuß deS Reichstages bei der Beratung ter Rovelle zum Auswertungs- geseh gegebenen Zusagen eine erhebliche Verbesserung der Sparkassenaufwertung in Preußen durch eine neue preußische (4.) Durchführungsverordnung zum Aufwertungsgeseh herbeigeführt. Rach dieser Verordnung erfolgt die Qlufwertung der Sparguthaben bei allen öffentlichen oder unter Staatsaufsicht stehenden Spar- lassen Preußens zu einem einheitlichen Aufwertungssatz von IbProzent (bisher 12'/° Prozent). Sofern ein Sparguthaben nach der bisherigen Regelung aufgewertet und durch Erfüllung der entsprechenden Aufwertungsleistung erloschen ist, gilt es nach ausdrücklicher Vorschrift der neuen Verordnung gleichwohl hinsichtlich einer Rachtragsaufwertung von 2'/,. Prozent (d. H. der Differenz von 12l/2 und 15) als fortbestehend. Während nach der bisherigen Regelung ein Drittel des 12' ,,proz. Auswertungsguthabens am 1. 3uni 1930 kündbar war und die weitere Kündbarkeit späterer Regelung Vorbehalten blieb, wird jetzt je ein Sechstel des Ibprozentigen Aufwertungsbetrages zum 1. Sanitär 1928 und 1. Sanitär 1930 kündbar gemacht, so daß bis zu dein letztgenannten Termin bereits 7.5 Prozent kündbar gemacht sind. Die Kündbarkeit der weiteren 7,5 Prozent bleibt Vorbehalten. Die vorzeitigen Ausschüttungen an Personen mit einem geringeren Sahreseinkommen werden insofern verbessert, als sie nicht wie bisher nur Personen mit einem Sahreseiniom- men bis zu 800 Mk., sondern darüber hinaus Personen mit einem Sahreseinkominen bis zu 1000 Mk. zugute kommen. Der früher vorgesehene Qlusgleichsstock, in den über den Einheitssatz auswertende Sparkassen Die Hälfte des Mehrbetrages abzuführen hatten, wird beseitigt und durch einen anderen Ausglelchsstock erseht, in den die Ueberschüsse derjenigen Sparkassen abzuführen sind, deren aufgewertetes Spar- kasfenvermögen ihre Aufwertungsverbindlichleiten übersteigt, und aus dem entsprechende Zuschüsse an diejenigen Sparkassen gegeben werden, deren aufzuwertendes Sparkassenvermogen nicht ausreicht, um die letzten 2'/° Prozent ihrer Auswertungsverbindlichkeiten zu erfüllen. Zur Geld und Erfahrung Novelle von Max Eyth. 7 Fortsetzung Nachdruck verboten Mister Smilhfon bot uns zwei große, mit braun- rotem Leder überzogene Armstühle, aber keinen Num an. Ich war ihm wahrhaft dankbar dafür, r awrence dagegen ließ seine Blicke fragend im Zimmer umherjchweisen: nirgends die Spur einer Flasche. Die Tatsache war in die Augen springend: Smsthson war nicht bloß ein Pankee, er war ein Mäßigkeitsapostel. Zum erstenmal glaubte ich durchzufühlen, daß Lawrences überwallcndes Herz ein wenig sank. Der Redakteur dagegen blieb freudig erregt. ..Dampfpflüge!" rief er, mir nochmals die Hand schüttelnd, „und schon auf Dem Wege! Sehr schön! Im Begriff zu arbeiten; ausgezeichnet! Dem unglücklichen Neger, Dem bedrückten Mitbruder die Last der Arbeit abzunehmen, weich glücklicher Gedanke; welch großes Ziel Ihres Wirkens, Herr Eyth! Die Raste bedarf der Erziehung; unter uns muh ich dies zugeben. Aber wie kann sie erzogen werden, wenn sie nach wie vor vor den Pflug gespannt bleibt, um der allen verkommenen Aristokratie des Landes Sklavendienste zu leisten? Ich frage Sie, Herr Lawrence, als Mann den Mann, als Christ den Christen: Wie wollen Sie den Neger erziehen, solange er am Pflug zieht? Da kommt Herr Eyth mit seinem Dampfpflug, und die Sache ist gemacht. Große Gesichtspunkte; ich halte mich an große Gesichtspunkte! Nur indem wir an großen Gesichtspunkten festhalten, können wir den fürchterlichen Bürgerkrieg zu einem Segen für unfern teuern Süden ausgestalten. Nur fo wird einem Volke von Brüdern die Kraft wiederkehren, das sternbesäte Banner der Union über dem unteilbaren Kontinent zu schwingen." „Das war Mister Eyths Ansicht schon von Kindesbeinen an!" rief Lawrence mit Ueberzeugung. Smithson drückte auch ihm die Hand. „Dampf, pflüge!" fuhr er fort, fast ohne Atem zu schöpfen. „Ich habe sie längst mit Spannung erwartet. Allerdings habe ich noch nie einen gesehen, aber in unserem Norden, in Philadelphia, in Cincinnati, In Chicago sind in diesem Augenblick Hunderte im Gang! Meine Landsleute, Herr Eyth, sind ziemlich erfinderisch und warten geroöhnlid) nicht darauf, was Sie Drüben in der Alten Welt machen; Hunderte!" „Das heißt —", begann ich, bestrebt, ein paar Worte einzuschalten, kam aber nicht weiter. „Das soll uns natürlich nicht hindern, den vortrefflichen Apparat gebührend zu würdigen, Den Sie uns bringen. Sie wünschen natürlich eine präliminare, eine hervorragende präliminare Anzeige Ihrer Bestrebungen im reDaktionellen Teil der „Crescent City News". Vortrefflich! Fünfzig Cents die Zeile. Die Sache muß diesen Herren im Süden eindringlich ans Herz gelegt werden. Wie alt sind Sie? Wo V id Sie geboren? Sind Sie verheiratet?" Ich kämpfte abermals, und sichtlich ebenso vergebens, gegen diese Art, Die Dampfkultur dem Publikum näherzubringeu. Auch hier ließ mich Lawrence völlig im Stich und hetzte den sprechseligen Redakteur nur noch tiefer in seine Forschungen nach meinem Stammbaum und nach anderen Einzelheiten, die für ihn von Interesse gewesen wären, wenn ich seine Tochter hätte heiraten wollen. Ich ergab mich schließlich und erzählte ihm alles, was mir aus meinen Jugendjahren einfiel. Er schien befriedigt. „Sehr schön! Höchst interessant!" rief er schließlich. Als ich selbst im besten Zuge war und ihm die Herkunft meiner Mutter aus einer Schweizer Adelsfamilie erklären wollte, glaubte er genug zu wissen und steuerte plötzlich rückwärts. „General Longstreet steht an der Spitze der Sache, wie Sie mir sagen; ein vortrefflicher Mann, der leider auf die falsche Seite geraten ist. Nehmen Sie sich ein wenig in acht, Herr Eyth, daß Ihr Dampfpflug nicht allzu konföderiert wird. Mister Lawrence versteht mich; er kennt beide Seiten; ein vortrefflicher Mann, Mister Lawrence! — Also Longstreet wird ein großes Frühstück geben, ehe Sie zu pflügen anfangen. Ausgezeichnet! Wir werden einen Berichterstatter schicken, wenn ich nicht selbst kommen kann. Ich hoffe, ich werde selbst kommen können! Doch möchte ich um Limonade bitten; nur Limonade für mich! Adieu, Herr Eyth. Time is money! Die Rechnung für die heutige redaktionelle Anzeige werde ich Ihnen schon morgen zusenden können. Es war mir höchst angenehm! Adieu! Adieu!" Damit komplimentierte er uns durch die Druckerei. „Verfluchter Pankee!" brummte Lawrence schon auf der Prunktreppe. „Trinkt nur Wasser und schwatzt wie ein altes Brunnenrohr. Vor dem müssen Sie sich in acht nehmen, Herr Eyth: der regelrechte Reisesackvotitikus. Aber es hilft nichts, wir brauchen sie alle, solange sie mit Kind und Kegel auf unserem Land herumsitzen wie die Heuschrecken. Uff! Mister Eyth, wenn Sie vor fünf Jahren zu uns gekommen wären, hätten wir anders mit dem Herrn geredet. Aber wir brauchen sie, Gott sei's geklagt, wir brauchen sie alle!" Lawrence schleppte mich weiter. Wir besuchten die hochdemokrattsche, das heißt aristokratische „Biene", Die republikanischen „Louisiana Times", die neutralen, leicht nach Süden hängenden „Com- mereial News". Mein treuer Führer schien unermüdlich, bis sie alle wußten, wie alt ich fei, wo ich geboren wurde und daß ich mich vorläufig nicht zu verheiraten gedenke. Zuletzt kamen wir auch über die Kanalstraße, in das alte französische Viertel der Stadt. Dort, vor einem unansehnlichen Hause in der St. Louisstraße, blieb er stehen, wartete, bis ich ihn erreicht hatte, Denn er war mir gewöhnlich zehn Schritte voraus, und sagte: „So! da können Sie allein hinaufgehen, Herr Eyth. Hier hausen Ihre Landsleute, die „Deutsche Zeitung". Ich muß jetzt nach meinem Komitee und nach Ihrem Preis sehen. Die Sache bekommt Hände und Füße, wenn Sie so noch ein paar Stunden fortmachen." Er trocknete sich den Schweiß von der Stirne, und wahrhaftig, er hatte das Recht dazu. Es war glühend heiß geworden. Sein Eifer hatte mich jedoch angefteeft. Ich wußte jetzt, wie man Redakteure besucht, und machte mir nichts daraus, auch meinen Landsleuten die offenbar landesübliche Aufwartung zu machen. „Und glauben Sie wirklich, daß Sie das Preisausschreiben seitens Ihrer Gesellschaft so rasch zu- Dcckung der Vertoaktungskosten darf weder cnrS aufgctocrtctc Sparkassenvermögen, noch der Spartassenausgleichsstock in Anspruch genommen werden. Sn einem besonderen Erlaß weist der Minister noch darauf hin, daß Die Sparkassen besondere Härtefälle frei toi i lüg berücks ich- tig en. * * Deutschland und die Vereinigten Staaten. Einige Renyorker Blätter befallen sich mit der Tatsache, daß es in letzter Zeit gelungen ist, mit Erfolg für ca. 100 Mill. Dollars neue deutsche Anleihen auf dem amerikanischen Geldmärkte untcrzuvrrngen. Das zeige, welche Bedeutung Deutschland als Anlagemarkt für amerikanisches Geld zu komme. Deutschlaird stehe da in vorderster Reiche, während andere Länder mehr zurücktreten. Man ist in Finanzkreisen überzeugt, daß diese Anleihepolitik in den nächsten Monaten fortgesetzt wird, so daß die wirtschaftlichen Bande, welche die Qkretnig- ten Staaten und Deutschland verknüpfen, immer enger werten. * D i e Wirtschaftslage im 3uli. Rach einer auf Grund von Berichten Der preußischen Sndustrie-- und Handelskammern und des Deutschen Handwerk- und Gewerbetages im Ministerium für Handel und Gewerbe zusammengestellten Ilebersicht zeigt das Gesamtbild der Wirtschaftslage im Oltonat Suli gegenüber den Vormonaten keine wesentlichen Qlenderungen. Die aute Beschäftigung insbesondere des Baugewerbes und Der Eisen-, Stahl-, Maschinen- und der elektrotechnischen Sndustrie hält an. Heber Die Preislage Dagegen wird vielfach geklagt. Die Zahl Der Hnterstützungsempfänger hat im Suli eine Senkung erfahren. Die Belebung Des 3n- landsmarktes, besonders des Baumarttes, hat daran neben Den Durch Die Sahreszeit bedingten Schwankungen den Hauptanteil. Der Auslandsmarkt ist infolge des Druckes auf Die Preise und Die Schwierigkeiten Der Ablahverhältnisse. welche Durch Die noch immer in vielen LänDern bestehenden hohen Schutzzölle bedingt sind, im allgemeinen wenig befriedigend. ' Wo ch e n a us we i s der Reichsbank. Rach dem Qlustoels der Reichsbank vom 30. Suli hat sich Die gesamte Kapitalanlage in Wechseln, Schecks, Lombards und Effekten um 261,9 Mill, auf 2668,0 Mill. Mark erhöht. Die Bestände an Wechseln und Schecks für sich allein stiegen um 223,6 Mill, auf 2512,1 Mill. Mark, während die Lombardbestände um 38,4 Mill. Mark auf 63,6 Mill. Mark angewachsen sind. Die Bestände an Effekten blieben mit 92.3 Mill. Mark nahezu unverändert. An Reichsbanknoten und Rentenmarkscheinen insgesamt sind 604,0 Mill. Mark neu in den Verkehr abgeflösten; im einzelnen hat sich der Hmlauf an Reichsbanknoten um 543,1 Mill, auf 3928,2 Mill. Mark. Derjenige an Rentenbankscheinen um 58,9 Mill, auf 1008,2 Mill. Mark erhöht. Unter Berücksichtigung, daß in Der Berichtswoche 4,4 Mill. Mark an Rentenbankscheinen getilgt worden sind, hat sich Der Bestand Der Reichsbank an (Rentenbankscheinen um 63,3 MilL auf 36,0 Mill. Mark vermindert. Die fremden Gelder zeigen einen Rückgang um 260,7 Mill, auf 553,3 Mill. Mark. Die De stände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben um 81,5 Mill, auf 1980,1 Mill. QHT. zugenommen. * Die Lage am Röhrenmark 1. Der Röhrenverband teilt mit: Die bereits im Vormonat gemeldete Verschlechterung des Röhren- ftanbe bringen werden?" fragte ich Lawrence, ehe wir uns trennten. Ich konnte meine Zweifel noch immer nicht loswerden; es ging alles fo verblüffend geschwind. „Man muß doch wohl eine Art Programm ausarbeiten, Bedingungen beraten, eine Prüfungskommission aufstellen —" Er unterbrach mich: „Verlassen Sie sich darauf, Herr Eyth! Morgen früh lesen Sie das Ausschrel- ben in allen Zeitungen. Was wetten Sie?" Dies zu hören war mir außerordentlich lieb. Wenn ein Amerikaner fo fragt, ist Ihm die Sache ernst. „Zehn Dollar!" sagte ich deshalb ohne langes Bedenken. „Sie scheinen kein großes Vertrauen in Ihre Zweifel zu haben", verletzte er lachend und fuhr bann mit einer gewissen Feierlichkeit fort: „Gut, zehn gegen zehn; Sie lesen das Preisausschreiben morgen in allen Zeitungen der Stadt, die täglich erscheinen. Eine ehrliche, gradlinige Wette. Ich kann sie verlieren, wenn ein Drucker Dummheiten macht oder ein Redakteur zu tief in die Whiskyflafche sieht, anders nicht. In Hunderten wäre mir die Wette lieber gewesen." Er machte mit einem Bleistift von einem halben Zentimeter Lange eine Notiz auf eine feiner Zuckertüten und war schon um die Straßenecke verschwunden, als ich die mit Papierfetzen reich geschmückte Treppe der „Deutschen Zeitung" hinaufkletterte und mit einer Beilage um das linke Bein oben anlangte. Es war alles etwas klebrig im Hause, trotz der Hitze. In der Druckerei, die kleiner war als die andern, die ich heute kennengelernt hatte, standen die Maschinen still. Dagegen schien eine Art Volksversammlung stattzufinden. An einen Setztisch gelehnt, stand eine teutonische Gestalt von echtem Schrot und Korn, mit blonden, wallenden Haaren, blauen Augen, einem mächtigen roten Bart. Auch der Schnitt ihres Anzugs,besonders die weiten Beinkleider, verriet etwas vom deutschen Studenten der älteren Generation, die noch Ideale kannte. Der Herr schien mitten in einer Volksrede für fünftausend Zuhörer zu schwimmen und ließ sich durch mich, der ich etwa 6er sechzehnte war, nicht unterbrechen. (Fortsetzung folgt.) bergen alle Energien einer gütigen Natur zu Wohlbehagen, Kraft und Schönheit, xum Aufbau, aller Körperkreffte ! Sie sättigen und. stärhen wohlfeiler und, nachhaltiger als eine essfertige Kost anderer Art und. beseitigen |ede geistige uhd. körperliche Ermüdung, Reichardt Spörtkrdft verjüngt und stählt den Körper ! Frankfurt a.M. Berlin Schlug. | Kurs I 3.8. | 4 8. Datum: 193.75 192.25 Devisenmarkt Berlin—Frankfurt Telegraphische Auszahlung. 336,5 ■4 122 142 75 Banknoten. Held in Thür toK ■ . 4, 2 Cillinnchtvufc, Jaßk 15 ß TSH kl. Waschmaschine 6 W indio zu verk. w‘ 121,75 117,75 143,5 143 J38 202,25 122,75 117 193 147.5 164 137,5 118 118,75 143 113,25 r> .8 10 15 12 15 8 12 10 7 8 0 0 0 457 435 717 137,25 152 209.9 122.75 92.5 193.5 150 187 165 1-Uhr. Kur» 6 4 0 6 0 0 0 6 8 8 10 8 8 10 6 0 279 123.5 137 158,75 78 4.185 58,48 (12,07 20.34? 457 436,5 727 338,75 152,5 210 122.25 92 117.25 279 139,75 156,5 46.5 75 121 24 1-2.5 122 126 139 116.5 117 143 142,25 Bulaarien . Lissabon . . Tarnlg. . . .Konstantin. Athen. . - Canada . Uru uay. . Cairo • ■ Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) lleberwachung der Strahenbriefkasten. Zur Ergänzung des Artikels in Nr. 176 des „Gießener Anzeiger" muß noch ein Mißstand zur Sprache gebracht werden, den jedoch nicht das Pu« blikum, sondern die Deutsche Reichspost verschuldet. Der am S t a d t p o ft a m t angebrachte Briefkasten, wohl einer der am meisten benutzten, wird abends um |8 Uhr zum letztenmal geleert. Schon mehr als einmal ist mir oorgekommen, daß ich abends um 10 Uhr Briese einwerfen wallte und dies unterlassen mußte, weil der Briefkasten „gestopft voll" war. Letzthin traf ich daselbst einen Bekannten, der ebenfalls Briefe einwersen wollte. Auf meine Bedenken, daß es riskant sei, dem überfüllten Briefkasten die Post anzuvertrauen, meinte er, da müsse man sich eben zu helfen wissen, denn es sei doch so einfach, den Inhalt des Briefkastens h ä n d e v o I l - weise herauszuholen und die eigene Post mehr unten zu verstauen, damit sie nicht gestohlen werde. Und da wundert man sich, wenn so etwas mal wirklich geschieht. Man sollte es den Langfingern doch nicht gar so leicht machen. Warum leert man den Stadtpostbriefkasten nicht abends um 10 Uhr noch einmal? Es ist doch für eine Stadt wie Gießen geradezu beschämend, wenn ein so stark benutzter Briefkasten um $8 Uhr abends zum letztenmal geleert wird. Alle Bewachung der Briefkasten wird nicht verhindern können, daß Briefmarder den Inhalt in ganzen Päcken herausholen, wenn er mährend der ganzen Nacht „randvoll" gefüllt ist. Ein Geschäftsmann aus der Innen« st a d t. — „Das Theater" (Verlag Berlin-Schvire» berg) bringt in dem ersten Augustheft ans dem Anlaß des fünfzigjährigem 3ubi- läums der Festspiele in Bayreuth einen interessanten Aussatz von Leonhardt Adelt über „Das Mysterium bei Wagner". Auch ein anderer Beitrag des reichhaltigen Heftes, ein Polizeibericht über den Revolutionär Richard Wagner, erinnert an den großen Meister. Uraufführungsberichte aus Gera, Würzburg. Baden-Baden und Koblenz zeigen, daß unsere Bühnen auch in der heißen Sommerzeit eine rege Tätigkeit entfalten. Leipziger, Dresdener und Bremer Theaterrückblicke informieren über den Saison-Ausklang. — Sommerliche Heiterkeit atmet Dugos lustig buntes Titelbild der neuen „Ingen d", G. Hirths Verlag, München: u. a. bringt das Heft eine Fülle brillanter Karikaturzeichnungen von Fr. Heubner, Erich Wilke, Rudolf Matouschek, Walter Herzberg, IosSf Geis, Ma<^on und manchen anderen, die viel Stoff zum Lachen geben. Auch die literarischen Beiträge, kleine Geschichten Den Alice Derend und Wilhelm Lichtenberg, Gedichte von Morgenstern, eine herrliche Stammtischunterhaltung von Hoferichter sind durchweg auf einen besonders leichten, heiteren Ton gestimmt. Die Augustnummer der Zeitschrift „Das Ma- g a z i n" (Leipziger Verlagsdruckerei G. m. b. $).) enthält als Reisenummer 150 Bilder, für die der Begriff „aus aller Welt" kaum ausreicht. Auch der Textteil ist reichhaltig, amüsant und unterhaltend: ein Preisausschreiben dürste besondere Anziehungskraft ausüben. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die^inter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinsfuh 7 Prozent. Gdstpressen Keltern und Mahlmaschinen empfiehlt 6879a Edgar Borrmann Eiicuwarcn,Werk- zeuae, Kienen. Achtung! Große Sendung Einmach-und Salatgurken Krau Frosch Wwe. 05689 Seltersweg 3, im Laden. Teleph. 1051. Jg. ca. 10 Woch. alt. Foxterrier weiß, gelb u. schwarz gefleckt, feit DienS- iag früh entlausen. Wiederbringer oute Belohn. Restauration Boller. "«D Der 12/60=PS=S'QcljSZ\JT l -I $ ■J reinheiten der rortgeschnctenen Technik. Kaufen Sie keinen lVagen, bevor Sie unsere Preise und Modelle kennengelernf haben Wagonfabriken Simson ® Co., Suhl Berlin, 3. August. Amerilamsche Noten. Belgische Noten . . . Dänische Noten . . . Englische Noten Büchertijch. — Ikarus. (Herausgeber Dr. Erich Mehne.) Luftfahrt Verlag G. m. b. H. Union Deutsche Der- laasgesellschaft, Zweigniederlassung Berlin, Berlin SW 19. — Aus dem literarischen Teil des Augustheftes ist eine Charakteristik des Dichters Rudolf Binding zu seinem 60. Geburtstag zu nennen. Ferner merkwürdig aktuell anmutende Stellen aus der Apologie des Sokrates von Platon, übertragen und zusammengestellt von Gerhard Roehl. Dem gebrauchsgraphischen Kunstschaffen Lucian Zabels, der sich auf dem Gebiet der Reklamekunst, der Duchgraphik unb Illustration bereits einen bedeutsamen Ramen geschaffen hat, übrigens der Schöpfer unserer heutigen Briefmarken, wird von dem Herausgeber eine Würdigung zuteil. geschäfles hat bsdouerlicherweife Such im Juli ungehalten. Im Inlande wie im Auslande ist der Auftrageingang zurückgegangen. Wenn dieser Rückgang auch allsommerlich aufzutreten pflegt, so scheint die Aufnahmefähigkeit des Röhrenmarktes doch allgemein nachgelassen zu Haven. Besonders ungünstig hat sich das Auslandgeschäft gestaltet. Das Dohrröhrengeschäft ist nach wie vor infolge der ^leberpro'duktion von Oel sehr still. Durch die amerikanisch-englische Konkurrenz, die sich infolge des allgemeinen Dedarfsrückganges mehr als bisher fühlbar macht, wird die Lage noch verschlechtert. * Preiserhöhung für Baubeschläge. Die Bereinigung der Baubeschlagfabriken hat eine Erhöhung ihrer Verkaufspreise eintreten lassen, in- dem sie die Rabatte aus die Grundpreise, die unverändert gelassen wurden, herabsetzte. Die Mengenrabatte gelten weiter wie bisher. * Äeugründung einer Aktiengesellschaft in Frankfurt a. M. In Frankfurt a. M. wurde mit 50 000 Mk. Aktienkapital die Ballgesellschaft Textorstraße A.-G. gegründet. Der Zweck der Gesellschaft ist der Erwerb und die Bebauung der Liegenschaft der Ver. Chininfabriken Zimmer & Co., G. m. b. H , Frankfurt a.M. sowie anderer Liegenschaften, ferner Vermietung und Verwertung der zu errichtenden Gebäulichkeiten. Die zum Rennwert herausgegebenen Aktien wurden sämtlich von den Gründern übernommen. ' Aquila A G. für Handels- und Industrieunternehmungen. Frankfurt. Die Gesellschaft nimmt die Dividenden- .zahlung mit 6 Proz. aus 0,46 Millionen Mark Reingewinn wieder auf. Die Beschäftigung bei der Bahnbedarfs A. G., deren Fusion mit der Aquila nunmehr durchgeführt ist, wird als zufriedenstellend bezeichnet. * Golv-Schuhfabrik QL®., Frankfurt a. M. Der für den 8. August einberufenen ordentlichen Generalversammlung wird die Erhöhung des Olktienkapitals um 250 000 Mark auf 1,6 Millionen Mark vorgeschlagen werden. * Kurhaus QL®., Bad Homburg v. d. H. Die Kurhaus QI. G. Bad Homburg v. d. H. hielt dieser Tage ihre Generalversammlung ab. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 1926 weist nach vorheriger Aufzehrung der Reserven von 28 540 Mark einen Verlust von 49 293 Mark auf, der auf das neue Geschäftsjahr borget ragen wurde. Der Geschäftsbericht weist auf das wenig erfreuliche Bild, das alle deutschen Bader im Vorjahr boten, hin und verzeichnet demgegenüber austerordentlich günstige Aussichten für die laufende Saison. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 4. Qlug. Tendenz: Uneinhei tlich. Rachdem im Vorbörsenverkehr infolge etwas lebhafterer Rachfvage nach Schiffaktien die Stimmung recht zuversichtlich war. griff zu Beginn des offiziellen Verkehrs eine gewisse Unsicherheit Platz. Am Geldmarkt tritt zwar langsam eine Erleichterung ein, aber das Privatpublikum folgte auch heute nicht den Bemühungen der Spekulation, die daher bald ihre Tätigkeit auf den Markt der Freigabewerte beschränkte. Auf allen anderen Gebieten gab es leichte Abschwächungen, namentlich für OK ont an teerte wurde die Haltung im Verkaufe schwächer, da in den Berichten der preußischen Handelskammern von einem Rachlasscn der lebhaften Geschäftstätigkeit in der Großeifenindustrie gesprochen wird. Auch Roggenmehl 35,50, Weizenkleie 13 bis 13,25, Roggenkleie 13,75. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a.M., 4. Qlug. Oluf trieb: 63 Rinder, 1092 Kälber, 240 Schafe, 730 Schweine. Cs kosteten: beste Mast- und Saugkälber 70 bis 76, mittlere Mast- und Saugkälber 60 bis 69, geringe Kälber 54 bis 59: Mastlämmer und jüngere Masthämmel, Weidemast 48 bis 52. Stallmast 40 bis 47; Fettschwmne über 300 Pfd. Lebendgewicht, vollster chige Schwe ne von 160 bis 300 Pfund Lebendgewicht ö2 bis 64. fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 60 bis 62. Marktverlauf: In Kälbern und Schafen schleppendes Geschäft und geräumt, in Schweinen mäßig reger Handel und ausverkauft. Berliner Produktenbörse. Berlin, 3. Ang. Die Auslandofferlen zeigten nur geringfügige Aenderungen gegen gestern, Geschäft fand in Auslandweizen nur ganz vereinzelt in bereits im Lande befindlichen Partien statt. Neuer Jnlandweizen ist auf Basis der Lieferungspreise von den Mühlen begehrt, aber nur sehr spärlich an- geboten. Am Lieferungsmarkt gaben die Preise bei verhältnismäßig geringen Umsätzen leicht nach. Roggen zur schnellen Verladung ist sehr wenig angeboten. Material zur nächstwöchigen Verladung und für August- und Septemberlieferung ist dagegen eher reichlicher vorhanden und mehr zu billigerem Preis als gestern unterzubringen. Westernroggen begegnet kaum noch größerem Interesse. Weizenmehl zur schnellsten Lieferung hatte besseres Geschäft, besonders an die Provinz. Für Roggenmehl naher Ware war großer Begehr und nur wenig Angebot vorhanden, für Herbstlieferung blieb das Geschäft dagegen in beiden Mehlarten belanglos. Für Hafer hält die Zurückhaltung der Käufer an. Wintergerste bei kleinerem Angebot fester. Notierung (1000 kg): Weizen, märkischer, Juli 265,75 bis 266, September 265,25 bis 265, Oktober 266,75; Roggen, märkischer, (alt) 216 bis 221, (neu) 225 bis 224,75, Juli 224,75, September 224,50; Wintergerste 190 bis 197; Hafer, märkischer, 260 bis 267; Mais (La Plata) 186 bis 188; Raps 275 bis 285; (100 kg): Weizenmehl 34,50 bis 36,75; Roggenmehl 31,75 bis 33; Weizenkleie 13,75; Roggenkleie 15,25; Viktoriaerbsen 44 bis 58; kleine Erbsen 28 bis 32; Futtererbsen 22 bis 23; Peluschken 21,50 bis 23,50; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24; Lupinen (blau) 14,75 bis 15,75; Lupinen (gelb) 15,75 bis 17,75; Rapskuchen 14.80 bis 15; Leinkuchen 21,20 bis 21,60; Trockenschnitzel 12,50 bis 13; Soyaschrot 19,50 bis 20,40 Mark. 3n Nachbarort wird von alleinstehendem Ehepaar eine Wohrmng oeiuebt von 4 oder 3 größeren Zimmern mit Küche und Zubehör. Schriftliche An- geboie unter 6912 an den Gieß. Anzeiger. IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIimillllllllllllllllllllllllllllllliii ^ranzostiche Noren...... Holländische Noten italienische Noten Norwegische Noten Deutsch-Qesterr, 5100 Kronen Rumänische Noten Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . . Briet 4,205 58,72 112,53 '0.422 Sckillcrstr. 26 II. Schlüsselring mit Aroei Schlüsseln i Han-Z-u. Wohnungsschlüssel! am Montag verloren. Geg. Belohn. mb. Polizeiern!, Weideng.» abzugeb. die zukünftige Lage ves RuhrkohkeU- bergbaues wird darin nicht ohne Sorge betrachtet Ferner verstimmten die Meldungen, daß bei den deutsch-französischen Wirtschaftsverhandlllngem noch Mci- nungsverschiedenheiten zwischen den beiden Delegationer. bestehen, wenn man auch bis Ende dieser Woche mit einem Ergebnis rechnet. Die Festsetzung der ersten Kurse gab die Mehrzahl der Papiere bis zu 1.5 Prozent nach, Phönix lagen stärker gedrückt mit minus 2,5 Prozent. Rur Schiffahrtsaktien konnten etwas anziehen. Ausländische Anleihen lagen vernachlässigt. In der zweiten Börsenstunde wuchs die allgemeine Lustlosigkeit, ilm- sähe sanden kaum noch statt und die Kurse bröckelten werter ab. Die Meldung, daß die Bank von England ihren Diskontsatz unverändert belassen habe, blieb ohne Wirkung. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 6'/r Prozent. Im Devisenverkehr notierte die Reichsmark gegen das Pfund 4.2017, gegen London 20,4150, Paris gegen London 124,02, Mailand 89,30. Madrid 28,60. Berliner Börse. Berlin, 4. Qlug. In gewisser Beziehung brachte die heutige Börse eineEn 11 ä u s ch u n g. Die Spekulation hatte sich heute etwas Ware zurückbehalten, da sie mit einer stärkeren Beteiligung des Publikums gerechnet hatte. Da die Kauflust jedoch weiter gering blieb und sich nur in Spezialwerten einiges Geschäft entwickeln konnte, sind die Kursabweichungen gegen gestern im allgemeinen nur gering. Frei- gabetoerte, in erster Linie Schiffahrtsaktien und verschiedene Spezialpapiere, wie I.G. Farben. Gesellschaft für elektrische Unternehmungen usw. konnten mehrere Prozent an^iehen. G l a n z st o f f plus 15 Prozent. Der Geldmarkt ist etwas leichter geworden. Tagesgeld 6,75 bis 7,75 Prozent, Mvnatsgeld 7.75 bis 8,75 Prozent. Reportgeld steht in größerem Umfange zur Verfügung. Heimische Anleihen und Ausländer geschäftslvs. Rach Festsetzung der ersten Kurse gaben die Rotierungen allgemein bis zu 1 Prozent nach. Dor allem verstimmte die lustlose unb schwache Haltung des Montanmarktes. Der Bericht der preußischen Handelskammern für Juli zeigte auch gerade für diesen Wirtschaftszweig ein merkliches Rachlassen der Konjunktur. Gesellschaft für elektrische Unternehmungen blieben weiter gut gehalten, auch Mansfelder lagen feljr widerstandsfähig. Der weitere Börsenverlauf blijeb sonst abbröckelnd und bis aus Spezial- werte fast geschäftslos. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 4. Qlug. Die Preise für Inkandgetreide geben weiter nach. Roggen wird von hiesigen Großmühlen nicht und von den Kletnmühlen nur in geringen Mengen verladen. Infolgedessen gaben die Preise 0,25 bis 0,50 Mk. nach. Roggenmehl für prompte Lieferung konnte seinen Preis nicht halten. Die Spanne zwischen Roggen und Roggenmehl ist jedoch noch außerordentlich groß, da von Rorddeutschland noch keine neue Ware greifbar ist. Auch Roggenkleie ist abgeschwächt. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer neuer Ernte 28. Roggen, inländ. neuer Ernte 23, Hafer, inländ. 25,50 bis 26. Hafer, ausländ. 23,25 bis 25,25, Mais, gelb 18,25 bis 19, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 39.25 bis 39,50 Bn - 16..12-. 168,114 22.95 108,64 59,40 2,58 112,68 bl.26 71,69 12.477 73.30 a. M. Schluß-! Anfang Kar» ! flitts 3- 8. I 4. 8 Plxlivp Holzmann . . . . Heidelberger Gement . . . Gement Karlstadt Wayß & Freitag Schultheis Payenhofer. . Ostwerke . . ....... Ber. Glanzstoff Bemberg.......... Zellston Waldhof Zellstoff Aschaffenburg . . Charlottenburger Wasser. Dessauer Gas Daimler Motoren. . . . . Demag . ....... Adlerwerke Kleyer studw. lloeire Nat. Automobil Orcnsteiu & Koppel. . . . stinke Hofmann . . .. . steonhnrd Tietz . Bamao-'Negum Franks. Maschinen . . . . Griyner . Hepliaenstaedl . ..... ftunghan» ..... stechwerke Mninkraftwerke ..... Miag Nekarsulmer ....... Peters Union ...... Gebr. Roeder . ..... Voigt & Haeffner .... Sudd. Zucker....... Ruf-Nr. 1790 la Handkoffer unglaublich billig Carl Schnuck, e?,?D Bahnhofstr. 62 Infolge Ausführung von Kanalisationsarbeiten an der Ortsstraße Waldgirmes (Durchgangsstraße Wetzlar— Gießen- wird diese Straße vom 6. A u- 9 u ft bis auf weiteres für Fuhrwerk und Kraftwagenverkehr gesperrt. Die Verkchrsnmleitung erfolgt über Garbenheim. 7148D Waldgirmes, den 3. August 1927. Diepon3eioerrooirung.5d)miötBOrge[memer. iß die Marke der HödiffleiÄung! Der 8/40=PS=Viet‘Zvliftclpr ül>erfriff£ alle Wagen seiner Stärkeklasse und über y diese hinaus viele andere. Amst.-Noit. Buen.-Aires Brss.-Antw. Christianio Kopenhagen Stockholm . HelsingforS. Italien. . . London. . . Neayork . . Paris.... Schwei; .. Spanien. . Rio de Jan Wien in D- £?eft. abgest 4. August. Amtliche Notierung Geld i Brief cti> I Brior Frankfurt a M Berlin Frankfurt a.M Berlin Schluß. Kurs 1 Schlich- Kurs Anfang Kurs Schluh 1 -Uhr. Kurs ' Kurs ba)lu6- fiurs i Anfang Datum: 3. 8. 4. 8. 3. 8. 4. 8. Datum: 3. 8. | 4. 8. 3. 8. 1 4' «' 5°/o ®t. Reichsanleihe d. 1927 Dt Anl. Ablos. Schuld mit Auslos.-Rechten..... Desal. ohne Auslcs -Rechten 7°/'o Franks. Hnp.-Bk. Goidps unkündbar bis 1932 .... 4,/2% Rheinische Hpp -Bank Liqu -Goldpi . . . ■ A. E. <3 abg Borkrtegs-Ob- (igationeii. rückzahlbar 1932 4% Schweiz. Bundesb.-Anl. 4% Oestereichische Goldrte. . 4,20°/n Oesterr ich. Silberne. . «u/o Oesterreich, einbeitl. Rte 4% Ungarische Goldrte . . 4°/o Ungansche Slaat-r. v. 1910 4'/a°/„ desgl. von 1913 . . . 4% Ungarische .ltronenrte . . 4°/, Türk. Zollanleihe v 1911 4°/o Turk Bagdadbahn-Anl. Serie 1........ 4u/t, desgl. Serie II..... 4°,o Rumänen convert. Rte. 4'/,°/o Rumänen Goldcml. . von 1913....., . Alla Deutsche Eisenbahn .4V3 Hamburg-Amerika Paket. . 6 Hamb -Südam Dampssch. . L Hansa Dampffchiff . . . .k Norddeutscher ülonb .... 6 Allg. Deutsche Creditanst.. 10 Barnu r Bankverein ... 10 Berliner Handelsaesellsch. 12 Commerz- und Privat-Bk. 11 Darmst. u. Nationalbank. 12 Deutsche Bank.......10 Dislonto-Gesellschast Anl. 10 Dresdner Bank......lo Mitteldeutsche Creditbank . 9 Metallbank.......8 Reichöbank lu 86 16,5 3,3 24.4 22,25 23,75 14,95 15,25 >50,5 150 149 150 250 178,5 31 162 159,65 168,65 2'8 145 171,5 - 57 75 16,25 14,9 . 151 151,25 149,25 179 230.75 162 160 168,5 145,25 171,5 86,1 57,5 16,3 4,9 24,9 23,65 1.9 14,8 17.65 15,9 88,5 148.75 228.75 227.5 149 148.5 151 247.5 178,25 231,5 162 160 167.5 250 145,25 ' 1 1 1 1 1 1 l £ l ||i I 1 1 A. E G..........7 Bergmann ..........8 (£le!ir. Lieferungen . . . . lo sticht und Kralt......io gelten & (SuiUcnume ... .6 Ges. f. Elekir. Untern. . . 10 Hamb. Elektr. Werke ... 10 Rhein. Eleltr.......8 Schles. Elektr. ....... lo Schuckert .........7 Siemens & Halske . ... ic Transradio. . . ...... 8 Labmever L Co......... Buderus........... Deutsche Erdöl........ Essener S:etnkohle.....8 Gelsenkirchener . f. »/» I. 4 Harpener ... ......8 Hoesch Eisen.......... ylfc Bergbau......... .stlöcknerwerke ....... .5 Köln-Neueffen ......S'/2 NtanneSmann . . ,f. >/, I 4 Manslelder....... . .7 Oberschles. Eisenb. Bedarf 0 Oberschles. Kokswerke . . .0 Pbönir Bergbau. f V« I 3 Rheinische Braunkohlen io Rheinstahl........o Riebeck Montan.......c Bereinigte Stahlw. f.'/, I 3 Otavi 'JJ.’inen ..... 1 sh Kali Aschersleben ... , . lo KaliWesteregeln.....10 Kaliwerk Salzdetfurth . . 12 3- G. Karben-Industrie. 10 Dhnamlt Nobel ......o Scheidcanslalt .......8 Goldschmidt ........5 Rülaerswerke........o Metallgesell Schaft.....10 185 193.75 198.5 139 202 5 289 172,5 115.5 155 161 201,5 269 162,25 186,2.5 134,65 100,25 122,5 262 218.5 180 134,5 15.9 174 184,5 235 >18,25 2(6 (30,5 98.5 184 3s । ss । । i i । । ss i ÄZ । i i£5.i° । । । । f । ” 1। 8 2? <* -r. >_ ■ 2 2 ?? 2 S ~ ~ ” 2^ 183,7j 192.25 184.75 197 137.5 -47.75 163,75 163 5 200,75 288,25 142,25 114.75 154,5 167 161,25 201 177 163 174 185.4 134. । 99 97.25 12! ,65 260 5 217.5 134,75 174 185.25 236 316,5 (51,25 131,5 97,25 - 184.5 194 185 199 137.13 251,5 163.5 202 288,75 133,25 170,13 114.5 155 160.9 200.5 179,65 269.25 161 175 186 135 98.75 97 120,25 260.5 117,75 134,5 34,9 318.5 151,65 133.6 98.75 168,33 168,67 168,25 168,59 1,785 1,789 1,785 1.789 j8,4< 58,55 58,41 • 8,53 108,49 108,71 108,44 108,66 112,37 112,59 112,43 112,45 112,53 112,75 112,45 112,67 10,575 10,595 10,685 10,602 22,84 22,88 22,855 22,895 10,385 20,425 20,396 20,4 6 1,1985 4,2(65 4,199 4,207 16,435 16,475 16,41 16,48 -0,93 01.69 80,94 -1,10 71,37 71.51 71.26 71,40 1,990 1.994 1,99z 1,996 .4955 0.4975 0,495 0,497 39,11 09,23 69,1(5 69,235 12,444 12,464 12,442 12,463 7,390 7,404 7,395 7,409 73,20 73,34 73,23 73,37 ,,042 u,04H 3,039 3,045 -0,73 20,77 20.68 20,72 81,30 81,46 81,31 81,47 1,108 2,112 2,116 2,120 l-,634 5,646 5,495 5,606 1,196 4,204 4.193 4.201 t. 17b 4.181 4,166 4.174 0.96 0.907 10.947 20.92 $.18!1 SS- Stil«! Siebener ff® Heimat Die 5 fllonots,e<- 2 Neichrinas yeichsW"'- infolge ns* Anschrift^ richten: pokfchtt ,ftantfvrtl""^ l des W M ordentlicher P an oe Der von d Butf eines einer WW iah ssche Detrachni bleme gelvohr diese Erörteri politisch gen- len; er tDiti einmal das der Sesehem Grundlage a Reichs, der 2 und zum ande: die für seinen politische Lage Gegenwart gcg> für die Einze seines Lösungs sen. Vielleicht örterung dazu seyung, die sich Gleisen eines s triüarisnms se' steigerung par freien und in d lung ber objekti Die ffieiman Problem als we M.Eie Hatz SB SS Äffchen ßW dein ObeS! 9e-q den, x ?an nicht s Ke; C'r?!iqtnb 6q[| werden,.>en ?nk9i^f5e6 ■feii.; -nnKlh liche und geieHj Religionsbekem sie lediglich im Lebensberuse t der Kinder do Tragweite dies Wirkung dadui unmittelbar fot lidjteit, lonbim innerljc der Gr.velju. bestimmten Bele Ichauuna einzurii Voraussetzung sre 2chulbetriel ganischen Einheit nicht beeintrachtic etwa, daß der Ä gelung dieses und an seine Stet INI ober Kirch ler ist nach wie ®°l)l aber wird ?Ne in den (? 'n Testalt einer -"°chligtei v'aa, geformtes Ktetes Organ Charakters eine w in Hirt. 120 F Ziehung ü ^Mtnnerl All druckt sich ~e|k hin ans- e, "n°üatische ur "Vrinzip. ei „«'•»linige