Nr. 153 Erster Blatt 177. Zahrgang Montag, 4. Juli <927 Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Gießener FamilienblLtter Heimat im Bild Die Scholle. Monots-Vezugrpreir: 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe«. Postscheckkonto: Zrankfnrt am Main 1168«. Siehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühl'sche Universiläts-Buch- und Zteindruckerei R. Lanze in Sietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- klameanzeigrn von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20 % mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Gießen. Eröffnung der Koblenzer Rheinausstellung. Koblenz, 2. Juli. (WB.) Anläßlich der Eröffnung der Ausstellung „Der Rhein, sein Werden und sein Wirken" fand heute nachmittag in dem mit Fahnen und Lorbeer festlich geschmückten Stadttheater ein Festakt statt, an dem zahlreiche hervorragende Vertreter des öffentlichen Lebens teilnahmen. Oberbürgermeister Dr. Russell begrüßte die Gäste. Alles, was die Menschen mit dem Rhein verbindet, so führte er aus, soll uns zeigen die wesentlichen kvirt- schaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Probleme des Rheins. Das letzte Jahrzehnt hat dem Rhein unermeßliches Leid gebracht; erst jetzt beginnt er langsam zu genesen. Die Geschicke des Rheins aller Jahrhunderte, vor allem aber des letzten Jahrzehnts, zeigen die Wertbedeutung dieses Stromes. Reichsverkehrsminister Dr. Koch übermittelte die Grüße und Glückwünsche der Reichsregierung und gab seiner besonderen Freude darüber Ausdruck, daß> sich an der bisherigen Stätte, am Zusammenfluh von Mosel und Rhein sachkundige Männer vereinigt haben, um dem In- und Auslande zu zeigen, wie der Rhein wurde und welche Werte er schuf und schafft. „Wenn wir heute," so fuhr der Minister fort, „an dieser festlichen Stätte die Stadt Koblenz zu der wohlgelungenen Ausstellung beglückwünschen, so tun wir das um so lieber, als wir wissen, wie sehr gerade dieser, früher blühenden Stadt durch den Krieg und seine Rachwirkungen schwere Wunden geschlagen sind. Denn für uns ist die Ausstellung ein Symptom dafür, daß die Stadt Koblenz trotz cl er noch bestehenden schweren Hemmungen gez teil!t ist, sich die Grundlage für eine bessere Zukunft zu schaffen. Wir können daher nur wünschen und hoffen, daß es den Anstrengungen der Stadt gelingt, die traditionelle Bedeutung, die ihr als Sih der Verwaltung der Rheinprovinz zukommt, zu erhalten." Ms Sohn des Rheinlandes übermittelte dann StaatZserretär Dr. Dönhoff die Grüße und Wünsche der preußischen Staatsregierung. Leider tonn e die preußische Regierung eine materielle Unterstützung nicht gewähren, da die notleidenden Gebiete zu zahlreich und die zur Verfügung stehenden Mittel zu klein sind. Sie wünscht aber aufrichtig, daß alle Hoffnungen, die sich an das Werk knüpfen. in Erfüllung gehen. Das Rheinland läßt sich nicht denken ohne Zusammenhang mit dem Deutschen Reiche. Der Weltkrieg hat den Gedanken der Befriedung der Völler wachgerufen. Es kann nichts förderlicher sein, als wenn an den lckfern des Rheins die Völ.cr sich besser als bisher schätzen und achten lernen. Das ist der beste Weg, um einen wahren Frieden herbeizufühcen. Der Vertreter der Riederlande und Ier Schweiz, Ministerialdirektor He ringer aus dem Haag, gab seiner besonderen Freude Ausdruck, daß er bei dem Festakt ein Wort warmherziger Sympathie erklingen lassen und nicht nur für die niederländische Regierung, sondern auch für die Schweiz sprechen könne. Das Deutsche Reich, die Riederlanie und die Schweiz haben sich zusammengefunden, um den Strom, der die drei Länder verbindet, zu würdigen und zu ehren. Die Schweizer und niederländische Regierung legen Wert darauf, allen, die ihre Kraft für das Gelingen der Ausstellung eingesetzt haben, ihre besten Wünsche auszusprechen. Mit einem herzlichen Glückauf schloß der Redner ferne warmherzigen und mit großem Beifall, aufgenommenen Worte. Darauf nahm der Schirmherr der Ausstellung, Oberpr.äsident Dr. Fuchs, das Wort zur Eröffnung der Ausstellung. Er be- tonie, wie er mit besonderer Freude als Ober- Präsident der Rheinprooinz, dem das Wohl von Millionen von Bewohnern anvertraut ist, und der amtlich die vielseitigsten Beziehungen zum Rhrinstrome hat, das angetragene Amt des Schirmherrn der Ausstellung übernommen habe. Möchten sich alle in das Werk gesetzten Hoffnungen erfüllen, möchte ein reicher Erfolg die Meister und Gesellen lohnen. Er schloß mit den Worten: „And nun öffne deine Pforten, große Schau von des Rheines Werden und Wirken, erhalte und stärke die Liebe zu unserer rheinischen Heimat. Bringe Glück und Segen uns, die wir trotz allem bauen und vertrauen auf eine glückliche Zukunft in einem freien Vaterland." Mit „Rienzis Gebet" von Richard Wagner schloß der Festakt im Stadttheater. Darauf begaben sich die Gäste zur Städtischen Festhalle und zur Rheinhalle, um dort unter Führung der Leiter der einzelnen Abteilungen die Ausstellung zu besichtigen. Die Besichtigung der Osiunterstcmde. Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers". B e r l i n, 4. Juli. Wie schon kurz gemeldet, wird Anfang dieser Woche General von Pawelß von Königsberg aus über Küstrin nach Glogau reisen und die zerstörten Unterstände besichtigen. Zu dieser Reise hatte er die militärischen Sachver- ständigen der alliierten Mächte bei ihren Berliner diplomatischen Vertretungen eingelaüen, die sich jedoch tagelang nicht entschließen konnten, die Einladung anzunehmen, so daß es fast den Anschein hatte, als würde aus der geplanten Besichtigungsreise nichts werden. In der ausländischen Presse fiel das Zögern ebenfalls auf, und man vermutete schon, daß vielleicht wieder die Botschafterkonfe- Der Kampf um den Kartoffelzoll. Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers". Berlin, 3. Juli. Die Freitagsitzung des Reichsrats verlief, obwohl es verschiedentlich so hingestellt wird, als wäre dieselbe eine Überraschende Sensation, wie man erwarten konnte. Der Reichsrat nahm den Antrag der preußischen Regierung auf Beibehaltung des Kar- t o f f e l z o l l s mit 37 gegen 31 Stimmen an, womit also, wie schon kurz gemeldet, die vom Reichsernährungsminister Schiele geplante E r- Höhung des Kartoffelzolls auf 1 Mark ab - gelehnt worden ist. Weiter lehnte der Reichsrat die Vorlage über die Erhöhung deS Zuckerzolls mit 41 gegen 23 Stimmen ab und nahm lediglich den Gesetzentwurf über die Ermäßigung der Zuckersteuer unverändert an. Dieses Resultat mußte in einer Institution, in der alle Länder des Reiches mit ihren persönlichen Interessen vertreten sind, in dieser Form ausfallen. Damit ist in der Frage der Zollerhöhung eine ganz ähnliche Situation eingetreten, wie unlängst bei der Frage des Mieterschutzgesetzes. Das Reichskabinett hat sich nämlich nunmehr zu entscheiden, ob es gewillt ist, sich das Ergebnis der Abstimmung des Reichsrates zu eigen zu machen, oder ob die Reichsregierung, nachdem sie sich erneut mit dieser Frage beschäftigt hat, eine eigene Vorlage im Reichstag einbringen wird, so daß es in diesem Falle zu einer Doppelvorlage kommen mühte. Das Reichskabinett ist zwar nicht vollzählig, aber in seinen Reihen sowohl wie innerhalb der vier Reigerungsparteien ist man sich einig darüber, daß die Regierungsvorlage in der Gestalt, die sie in langwierigen Verhandlungen des Interfraktionellen Ausschusses gewonnen hat, vom Reichstag angenvm- mest werden muß und wird. Man konnte auch in der Presse Angaben darüber finden, daß der Reichslandwirtschaftsminister Schiele in höchster Empörung sofort mit seinem Rücktritt und damit mit der Sprengung der Reichsregierung gedroht habe. An alledem ist, wie wir aus gut informierter Quelle vernehmen, kein wahres Wort. Innerhalb der Reichsregierung ist man sich einig, eine formelle Kabi- nettssihung hat gar nicht stattfrnden können, da verschiedene Minister abwesend waren. Daß man sowohl im Kabinett wie innerhalb der Regierungsparteien allen Grund hat, der Abstimmung im Reichsrat kühl gegenüberzustehen, läßt sich darauf zurückführen, daß zu den Ländern, die gegen die Erhöhung des Kartoffel- und Zuckerzolls gestimmt haben, Sachsen gehört. Die Abstimmung Sachsens beruhte noch auf Instruktionen, die die vorige Regierung des Landes Sachsen ihr» Vertretung im Reichsrat gegeben hatte. Seither ist eine neue Regierung auf Grund der ganz Großen Koalition von den Deutschnationalen bis zu den Altsozialisten gebildet rvorden, und in dieser Regierung hat der Deutschnationale Krug zu Ridda das Wirtschaftsmini sterium inne, also in wirtschaftlichen Fragen den ausschlaggebenden Kabinettssih. Es gehört nicht allzuviel Prophetengabe dazu, um vorauszusagen, daß bei der nächsten Gelegenheit die Vertretung Sachsens im Reichsrat anders stinmren wird, als am Freitag. Run war das Stimmverhältnis im Reichsrat am Freitagabend beim Kartoffelzoll 37 gegen und 31 für Erhöhung. Das Land Sachsen verfügt über vier Stimmen, wenn man diese nun von der Mehrheit ab und der Minderheit zurechnet, dann wird sich bei der weiteren entscheidenden Abstimmung im Reichsrat eine Mehrheit von 35 für und eine Minderheit von 33 gegen die Regierungsvorlage ergeben. Es ist richtig, daß das eine sehr kleine Mehrheit wäre, aber im Reichsrat ist man daran gewöhnt. Außerdem wäre es nicht unmöglich, daß sich der Einfluß der Zentrumsmitglieder des Reichskabinetts und der Reichstagsfraktion des Zen- truTns noch in gleicher Richtung in Baden geltend macht, wo das Zentrum in der Regierung, also in der Instruktion der Vertreter im Reichsrat ausschlaggebend ist. Was die Erhöhung des Zuckerzolls anbetrifft, so erklärt sich die große Mehrheit gegen die Erhöhung des Zuckerzolls aus der Haltung Bayerns, das jedoch keineswegs grundsätzlich gegen die Erhöhung ist, sondern am Freitag nur deswegen dagegen gestimmt hat, weil es eine Vertagung der Entscheidung darüber herbeigeführt wissen will, um erst einmal feststellen zu können, ob die Senkung der Zuckersteuer mit der Bereitstellung der Mittel für die Beamtenbesoldung vereinbar ist. Rur aus dem Grunde hat Bayern dagegen gestimmt. Wenn also, wie verabredet, am Montag die Zolltarifnovelle im Reichstag zur Beratung gestellt wird, dann kann man bestimmt mit ihrer Annahme rechnen, und der Reichsrat wird dann erneut vor die Frage gestellt werden, ob er Einspruch erheben will oder nicht. Rach Lage der Dinge ist mit Bestimmtheit darauf zu rechnen, daß der Reichsrat keinen Einspruch erheben wird, womit dieser Sturm im Wasserglase vorüber sein dürfte. Ein anderer Weg, gewiß nicht der leichtere, wäre, wie oben schon gesagt, der, daß das Reichskabinett in einer Doppelvorläge einmal der Abstimmung im Reichstag Rechnung tragen würde, und zum anderen seine eigene Vorlage einbringen würde. Möge sich nun das Kabinett entscheiden wie es wolle, eins muß nun aber doch einmal mit aller Deutlichkeit gesagt werden. Das Zentrum sitzt in der Reichs- regierung, stellt den Chef des Reichskabinetts und ist zwar nicht die größte, aber seinem Einfluß nach die st ä r k st e Partei in der preußischen Regierungskoalition. Die preußische Regierung stimmt im Reichsrat fast unentwegt gegen die Reichsregierung. Man darf sich nicht wundern, wenn ein solches Verhältnis auf die anderen Koalitionsparteien auf die Dauer ungünstig einwirkt und den Versuchen der Oppositionsparteien, die Regierungskoalition zu stören, mindestens einen gewissen Schein von Berechtigung verleiht. Amnestiedebatte im Reichstag. Berlin, 2. Juli. (V. D. Z.) Der Reichstag tritt in die zweite Beratung des von ö^n Kommunisten eingebrachten Gesetzentwurfes über Amnestie für politische Straftaten ein. Der Ausschuß hat den kommunistischen Entwurf a b g e l e h n t und beantragt eine Entschließung, in der angeregt wird, im Gnadenwege noch mehr als bisher Zuchthausstrafen zu mildern, die vor der Milderung des Aepublik- schuhgesetzes vom 8. Juli 1926 verhängt wurden. Weiter wird die Begnadigung angeregt in den Fällen, die nur deshalb nicht unter das Am- nestiegeseh fielen, weil das Urteil nach dessen Inkrafttreten gefällt wurde. Schließlich regt die Entschließung die Einzelbegnadigung solcher politischer Gefangenen an, die infolge cklner - fahrenheitoderVerführung, oder weil sie die Tragweite ihrer Handlungsweise nicht überblickten, zu ihrem verbrecherischen Tun gekommen sind. Abg. Höll ein (Komm.) macht dem Reichsgericht den Vorwurf, daß seine Rechtsprechung in Hochverratssachen einseitig gegen die Kommunisten gerichtet ist. Abg. Dr. Frick (Rat.-Soz.) bezeichnet das letzte Amnestiegesetz als unzulänglich Die damals ausgenommenen Fälle von 1923 müßten endlich auch amnestiert werden. Der Redner beantragt zu der Ausschußentschließung eine Ergänzung, in der ersucht wird, aus Anlaß des bevorstehenden BO. Geburtstages des Reichspräsiden- t e n im Benehmen mit den Ländern eine umfassende Amnestie, insbesondere für politische Straftaten vorzubereiten. Abg. Dr. Rosenberg (Unabhängiger Sozialist) erklärt, es sei nicht zu leugnen, daß von der politischen Justiz Rechts unö Links mit Der» schiedenem Maß gemessen werde. Er wisse aus eigener Erfahrung, daß die offizielle kommunistische Partei heute nicht die geringste Realgefahr für den Staat darstelle, daß sie mit ihrer romantischen Phraseologie bei der Arbeiterschaft diesen falschen Eindruck erwecke. Abg. Landsberg (S.) erklärt, das letzte Amnestiegeseh habe seine Freunde nicht befriedigt. Während darin Zuchthausstrafen von der Amnestie ausgenommen wurden, fei Ehrhard, dem wegen Meineids das Zuchthaus drohe, amnestiert worden. Aus dieser einseitigen Justiz ergäbe sich die Rotwendigkeit zur Beruhigung des Rechtsgefühls, periodisch Wiederkehrendel Amnestien zu beschließen. Die Sozialdemokraten würden dem kommunistischen Amnestieantrag zustimmen, ohne von der Amnestie die Straftaten der Schwarzen Reichswehr, der Organisation Consul und der Bahrifchen Einwohnerwehr! auszuschließen. Im Hammelsprung wird mit 164 gegen 95 Stimmen der kommunistische Amnestieentwurf aß* gelehnt und die Ausschußentschließung unter Ablehnung des nationalsozialistischen Grgän- zungsantrages angenommen. Cs folgt der Teilbericht des Haushaltungsausschusses über die von dcm Demokraten, Sozialdemokraten und Kommunisten gestellten Anträge» auf Erhöhung der Beamtenbesoldung. Diese Anträge, die vom April, Juli oder August ab für die Beamten Abschlagszahlungen! auf die in diesem Jahre vorgesehene Besoldungsreform verlangen, sind vom Ausschuß abgelehnt worden. Der Ausschuß beantragt, daß die Vorlage der Besoldungsreform, sobald sie dem Reichstage zugegangen ist, dem Haushaltsausschuß zur Bearbeitung überwiesen wird. Sollte die Vorlage vor dem 1. Oktober nicht vom Reichstag verabschiedet werden können, so wird den Ausschuß vor dem 1. Oktober in einer Ermächtigung an die Reichsregierung Beschluß fassen, in welcher Höhe Abschlagszahlungen auf die künftige Besoldungserhöhung am 1. Oktober 1927 ausgezahlt werden können. Abg. Scholz (D. Dp.) erklärt im Ramen der Regierungsparteien, daß diese die schwere Rotlage der Beamten anerkennen und von der Regierung eine Vorlage erwarten, die einen! Ausgleich für diese Rotlage bietet. Sie erwarten, daß die Besoldungsreform sich auch auf die Ruhestands- und Warte- standsbeamten erstreckt und daß sich auch die Länder und Gemeinden dem Beispiel des Reiches anschließen. Rach den Erklä- r e n z eingeschaltet werden sollte, bis dann Ende der Woche die Regierungen ihr Machtwort sprachen und zur nicht geringen Freude der übrigen Sachverständigen dem Belgier und dem Fr a n z o s e n befahlen, General von Pawelß zu begleiten. Interessant ist die Abneigung der Experten gegen die Reise nach dem Osten insofern, als sie um ihre gesellschaftliche Stellung in Berlin fürchten. Mit anderen Worten, sie geben offen zu, daß sie sich wegen der Besichtigung der militärisch völlig wertlosen Unterstände lächerlich machen und in der Hauptstadt in eine peinliche Situation kommen könnten. Immerhin, zwei Herren werden sich nun davon überzeugen können, daß die den Polen drohenden Gefahren beseitigt und die Betonklötze gesprengt sirch. Sie werden hierüber ein gemeinsames Protokoll anfertigen und ihren Regierungen zuleiten, so daß damit dann ein weiterer Restpunkt als erledig angesehen werden kann. Neue irauzösische Sorgen. Paris ,3. Juni. (WB.) Die französische Kolonialgesellschaft hat in einem Telegramm P r o t e st gegen die Absicht erhoben, Deutschland einen Sitz in der Mandatskommission zuzuerkennen. In diesem Telegramm heißt es: „Erregt über die Rachri cht, daß demnächst ein deutsches Mitglied in die Mandatskommission eintreten soll, protestiert die Kolonialgesellschaft energisch gegen eine derartige Eventualität. Besorgt um die Reaktion der öffentlichen Meinung, hält die Gesellschaft die Verwaltungskontrolle der Mandatskommission durch einen Vertreter der früher Kolonien besitzenden Mächte für gefährlich. Die Gesellschaft lenkt die Aufmerksamkeit auf die unmittelbaren und künftigen Rückwirkungen einer Maßnahme, die der Ruhe des Mandatslandes schadet und infolgedessen den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt der unter Mandat gestellten Bevölkerung behindern dürfte. Diese Maßnahme ist um so mehr zu kritisieren, als sie nicht auf Grund der freien Meinungsäußerung getroffen zu sein scheint. Schwierigkeiten in Genf. Bor einer Vertagung der Krcuzcrfrage. Washington, 3. Juli. (2DIB.) Die amerikanischen Vertreter auf der Dreimächtekonferenz wurden angewiesen, sich gegen den britischen Vorschlag, die Kreuzertonnage auf 690 000 Tonnen festzusehen, zu wenden. Der amerikanische Vorschlag sieht eine Tonnage von 300 000 Tonnen vor. Es verlautet, daß, wenn Großbritannien auf der Ziffer von 6 oder auf 500 000 Tonnen bestehen sollte, Gibson gezwungen fein würde, seine Bemühungen für eine Verständigung e i n z u st e 11 e n. Gibson werde sich dann lediglich auf die Zer st örerund Unterfeebootsfrage beschränken, so daß die kreuzersrage auf das Jahr 1931 vertagt werden würde. In diesem Jahre sollen nämlich die fünf Mächte des Washington er Abrüstungs- abkommens zusammentreten, um die Bestimmungen des Abkommens einer Revision zu unterziehen. Man hosst, daß die britischen Delegierten die Konferenz nicht zum Scheitern bringen, sondern ein Kompromiß vorschlagen werden. Eine Festsetzung der Tonnage auf 400 000 Tonnen würde, wie man glaubt, für die vereinigten Staaten annehmbar sein. Der serbisch-albanische Konflift beigelegt. Die erfolgreiche Vermittlung der Mächte. Tirana, 3. Juli, (haoas.) Das Albanische Pressebureau veröffentlicht folgende Mitteilung: Der französische Gesandte in Tirana, dem die Wahrnehmung der jugoslawischen Interessen in Albanien übertragen worden sei, habe im besonderen Wufiragc der jugoslawischen Regierung Samstag vormittag 11 Ahr den albanischen Minister des Aeußern aufgesucht. Er habe sich im Hamen der jugoslawischen Regierung die seinerzeit von dem jugoslawischen Geschäftsträger überreichte Roke z u - rückgeben lasten und eine neue Roke überreicht, die die von der albanischen Regierung als Beleidigung betrachteten Ausdrücke nicht enthält. Als Erwiderung auf diese Rote erklärte die albanische Regierung, daß sie, um ihr Entgegenkommen j und ihren Friedenswillen zu zeigen, die Freilassung des verhafteten serbischen Dolmetschers Dschruaskowiksch angeordnet habe. Damit ist der albanisch-jugoslawische Zwischenfall erledigt. Dschuraskowitsch ist am Samstagabend freigegeben worden. Er wurde vom französischen Gesandten übernommen und reiste von Tirana nach Durazzo ab. Die albanische Regierung hat die Forderung gestellt, daß Dschuraskowitsch als Dragoman in den Dienst dec südslawischen Vertretung in Tirana gestellt wird. den Reichstag wendet. sich auf die einzelnen Wirtschaftspartei 505 (0). Die Mandate verteilen Parteien wie folgt: Englische Lustmanöver. London, 3.3uIL (TA.) Dor über 100000 Zuschauern, darunter auch das englische Kö - niaspaar, der König von Spanien, de? Herzog von York, zahlreiche Kabinettsmit- glieder und Vertreter fremder. Länder, u. a. auch eine Reihe deutscher Armeeoffiziere fanden die großen englischen Luftmanöver statt. Flugzeuge aller Typen nahmen daran teil. Man sah u. a. eine schwanzlose Maschine sowie den sogenannten „Hund", eine der merkwürdigsten Maschinen der Welt, deren Leistungen außerordentlich erstaunlich sein sollen. Der Besichtigung wurde dieses Flugzeug durch strengste Absperrung entzogen. Das Programm enthielt neben Einzeldarbietungen n. a. Bombengeschwaderslüge und Angriffe, sowie die Darstellung einer Luftschlacht, in der ein Tagesangriff auf die Stadt London gezeigt wurde. Das passive Wahlrecht der Beamten in Italien. Rom, 3. Juli. (Wolff.) Das Amtsblatt veröffentlicht eine Ergänzung zum Wahlgesttz, Hvonach die Staatsbeamten und andere Beamten, soweit sie vom Staat oder von einer öffentlichen Körperschaft Gehälter beziehen, nicht wählbar sind, wenn sie nickt drei Monate vor dem Wahltag ihre Entlassung von der Stelle oder ihre Beurlaubung beantragen. Ausgenommen sind eine ganze Reihe von Beamten, die ohne weiteres wählbar sind, darunter die Botschafter und Gesandten, die Aniversitätsprofessoren. die höheren Offiziere des Heeres, der Marin« und der Luftfahrt, die niederen Offiziere dagegen nur dann, wenn sie u. a. die goldene Tapferkeilsmedaille besitzen. Vie Verzinsung aufgewerteter Hypotheken. Berlin, 3. Iuli. (Wolffbureau.) Wie schon gemeldet, nahm der Reichstag am Freitag den Entwurf eines Gesetzes über die Verzinsung aufgewerteter Hypotheken, ihre Umwandlung in Grundschulden sowie über die Vorzugsrenten in dritter Lesung an. Das Gesetz wird im Reichsgesehblatt verössentlicht werden, sobald der Reichs rat entspechend der Verfassung über die Einlegung eines Einspruchs beschlossen hat. Da mit einem Einspruch des Reichsrats zu rechnen ist, seien die Grundzüge des Gesetzes zur Vorbereitung seiner Durchsthrung durch die zuständigen Behörden schon jetzt mitgeteilt: 1, Das Gesetz sieht zunächst vor, daß die Verzinsung bereits gelöschterAuf- wertungshhpotheken, die nach dem Auf- wertungsgeseh erst mit dem auf die Wiederein- lragung folgenden Kalendervierteljahr beginnen sollte, bereits vom 1. April 1926 ab erfolgen sott. Die Zinsen, die der Gläubiger bereits sür die vor diesem Termin liegende Zeit erhielt, braucht er nicht zurückzuzahlen. 2. Der Gläubiger kann der Gefahr des Absinkens des Aufwertungsbetrags als selb- > ständiger Folge eines erfolgreichen Herabset- zungsantrages des persönlichen Schuldners (§4 Schwere Kämpfe in China London, 4. Iuli. (W.T.B. Funkspruch.) „Daily Mail" meldet aus Peking: Schwere Kämpfe sind an der Scha nt un g front im Gange. Ihr Ausgang wird die Zukunft Tientsins und Pellngs schwer beeinflussen. Die Schon- tungtruppen werden beträchtlich verstärkt. Die Rordtruppen halten immer noch Lintscheng. „Infolge des Durcheinanders ist es schwer, zu erkennen, was in Schantung vor sich geht. Der Handel steht fast still, weil die Währung um 20 Prozent gefallen ist. Die Banken haben geschlossen. Die Ladenbesiher werden gezwungen, das von Soldaten ausgegebene Geld anzunebmen. Tschangtsolins Haltung ist die eines geschlagenen Mannes. Der Beginn derRegenzeit wird vielleicht den militärischen Bewegungen für einige Wochen Stillstand bringen. störten Existenzen wieder aufzubauen, dadurch gleichzeitig den Export förbern und zur Verminderung der Arbeitslosigkeit beitragen. Rechtsanwalt Dr. dh vertrat den Standpunkt,' daß nur eine privatrechbliche, keine völkerrechtliche Forderung vorliege. Die Versammlung nahm eine Entschließung an, die sich hilfesuchend an rungen der Reichsregierung und der Länderregierungen ist eine Erhöhung der Gehälter vor dein 1. Oktober leider nicht möglich. Darum haben sich die Regierungsparteien unter schwersten Bedenken entschließen müssen, den dringenden Wunsch auf Auszahlung vor dem 1. Oktober zurückzustellen. Sie verpflichten sich jedoch, dafür zu fargen, daß die Beamten bereits am 1. Oktober Abschlagszahlungen auf die kommende Erhöhung erhalten. Die Regierungsparteien stimmen dem Ausschußantrag zu. Sie beantragen, daß gleichzeitig mit den Beamten auch den nach dem Reichsversorgungsgesetz zu versorgenden Personen eine Abschlagszahlung geleistet wird. Abg. Bender (Soz.) wirft den Regierungsparteien vor, sie hätten nicht nur die Beamten durch unerfüllte Versprechungen getäuscht, sondern durch ihre Zoll- und Steuerpolitik auch noch ihre Lebenslage verschlechtert. Reich und Länder wären durchaus in der Lage, schon vor dem 1. Oktober den Beamten die dringend nötige Besoldungserhöhung zu geben. Die Sozialdemokratie beantrage für die Beamten der Gruppen I bis VII ab 1. April Erhöhungen von 20 Mk„ mindestens aber ab 1. Iuli 1927. Abg. Torgler (Komm.) wendet sich gegen den Ausschußantrag. Rach den früheren schlechten Erfahrungen könnten die Kommunisten der Regierung keine Ermächtigung erteilen. Der Redner beantragt mit Wirkung vom 1. April dieses Iahres monatliche Zuschläge, die noch über den sozialdemokratischen Antrag hinaus- Sehen. . , Aba. Brodaus (Dem.) weist auf die sehr schlechte (Besetzung des Saales hin und meint, dieses geringe Interesse des Reichstags stehe in krassem Gegensatz zu dem lebhaften Interesse, mit dem die deutsche Beamtenschaft die Entscheidung des Parlaments erwartet. Die Rot der Beamtenschaft ist allgemein anerkannt. Rach jahrelangen Enttäuschungen setzten jetzt die Beamten grenzenloses Mißtrauen in alle Versprechungen der Parlamentarier. Die sächsische Regierung habe die Rot der Beamten anerkannt und die Desoldungs- erhöhung schon zum 1. Iuli verlangt. Für die demokratische Fraktion beantragt der Redner eine Ergänzung der Ausschuhentschließung dahin, daß der Ausschuß alsbald, ohne die Regierungsvorlage abzuwarten, Beschluß faßt über eine Ermächtigung an die Regierung, in welcher den Beamten der Gruppen 1 bis XII, sowie den Empfängern von Wartegeld. Ruhegehalt und Hinter- bliebenenbezüge im Iuli, August und September 1927, unabhängig von der angekündigten Vorlage, prozentuale Zuschläge auf ihre jetzigen Bezüge zu zahlen sind. Abg. Kling (Wirtsch. Vgg.) führt aus, in der Bevölkerung, insbesondere in der notleidenden Kleinbauernschaft, sei wenig Stimmung für weitere Besoldungserhöhungen vorhanden. Die Wirtschaftliche Vereinigung werde alle Anträge ablehnen, die vor dem 1. Oktober Abschlagszahlungen geben wollen. Sie werde aber auch gegen den Antrag der Regieruirgs- parteien stimmen, der die Regelung der Besoldung dem Haushaltsausschuh zuschieben will. In diesen Ausschuh würden doch nur Beamte ae s andt werden, die srch dann ihr eigenes Gehalt bewilligen. Wenn der Reichstag Besoldungserhöhungen bewilligen wolle, möge .er selbst im Dezember zusammentreten und seine Entscheidung über die Regierungsvorlage treffen. Abg. Dietrich-Baden (Dem.) erklärt, daß das Reich sehr wohl schon vor dem 1. Oktober Besoldungserhöhungen geben könne. Auf die Erllärung der Ländervertreter brauche in diesem Falle keine Rücksicht genommen zu werden. In der Abstimmung werden sämtliche Aende- rungsanträge abgelehnt, der Antrag des Ausschusses wird angenommen. Der Antrag der Regierungsparteien über die Bezüge der Pen- .sionsempfänger wird zurückgestellt. Der Reichsbund der höheren Beamten zur Besoldungsreform. D e r li n , 2. Iuli. (Wolff.) Der Reichsbund der höheren Beamten erläßt folgende Kundgebung: Die höhere Beamtenschaft weih sich mit allen übrigen Beamten eins in dem Be- wuhtsein, dah die unhaltbar gewordene wirtschaftliche Lage aller Beamten eine weitere Hinausschiebung der Besoldungsreform nicht zuläßt. Sie nahm daher mit großer Beunruhigung Kenntnis davon, dah die Erledigung der Besoldungsreform nicht, wie allgemein erwartet, mit Wirkung vom 1. Iuli, sondern erst nach den Parlamentsferien erfolgen soll. Die höheren Beamten sind der Ansicht, dah sich parlamentarisch ein Weg finden muh, der den Beamten, die seit mehr als zweieinhalb Iahren auf die versprochene Besoldungsreform warteten, möglichst umgehend erhöhte Bezüge sichert. Die höhere Beamtenschaft lehnt mit aller Entschiedenheit jede Zwischenlösung, die für keinen Beamten eine fühlbare Besserung seiner Lage bedeuten würde, ab und fordert ungesäumt eine durchgreifende Besoldungsreform. Aus «rller Welt. Ein Flugplatz für Mainz und Wiesbaden Die Rheinlandkommission hat nunmehr die Anlage eines Flugplatzes für die Städte Mainz und Wiesbaden auf der Rennbahn in Erben- h e i m bei Wiesbaden genehmigt. Die beiden Nachbarstädte erhalten hierdurch Anschluß an das internationale Flugverkehrsnetz. Mit dem Dau des Flugplatzes soll sofort begonnen werden. General Ulrich Wille t- 3n Bem starb im Alter von 73 Jahren der schweizerische Oberstkorpskommandant Ulrich W i l l e, der im Weltkriege Oberbefehlshaber des schweizerischen Heeres war. Wille ist in Hamburg geboren, seine Mutter entstammte der alten Hamburger Reederfamilie Slomann, sein Vater einer alten neuenburgischen Familie. In dem Züricher Eltern- haus des Gensrats verkehrten Herroegh, Keller, Böcklin, Liszt, Wagner, K. F. Meyer und Mommsen. Wille stubierie zunächst Rechtswissenschaft, wurde dann jedoch Offizier, besuchte als solcher die Artillerieschule in Berlin und tat Dienst bei der preußischen Garde-Feldartillerie, 1872—1883 wurde er Instruktionsoffizier bei der schweizerischen Artillerie, 1883 Oberinstruktor der Kavallerie, 1885 Oberst und 1891 Waffenchef der schweizerischen Kavallerie, deren Organisation er völlig neu gestaltete. 1899 wurde er Divisionskommandant, 1904 Korpskommandant. Die Umgestaltung des schweizerischen Heerwesens aus einer Bürgerwehr zu einer modernen Truppe ist in der Hauptsache das Werk Willes, dem der Gene- ratstabschef Sprecher von Bernegg zur Sette stand. Beim Ausbruch des Weltkrieges wählte die schweizerische Bundesversammlung den Oberstkorpskommandanten Wille zum General. Dieser Dienstgrad wird bekanntlich in der Schweiz nur im Kriege vergeben. Der durch Wille geschaffenen Kriegs- tüdtilgteit der schweizerischen Armee ist es hn wesentlichen zu verdanken, daß die Entente die Neutralität der Schweiz wahrend des Krieges geachtet hat. Der Fall Daudet. Die Telephonistin der „Action fran^aise“ verhaftet. Paris, 3. Iuli. (WB.) Die Telephonistin der „Action Francaise", Frau Montard, ist gestern mit ihrem vier Monate altem Kind in das Sante-Gefängnis e i u g e I i e f e r t, jedoch am gleichen Abend um 10 älhr aus dem Gefängnis ins Krankenhaus übergeführt worden. Die polizeilichen älntersuchungen hatten aufgrund der vom älntersuchungsrichter enigegengenomme- nen Aussagen zweifelsfrei ergeben, daß der telephonisch Anruf, der zur Befreiung der drei Gefangenen aus der Santo führte, nicht vomMinisteriumdesInnern ausgegangen ist. Die Herstellung Der falschen Verbindungen muhte das Werk einer technisch geschulten Person gewesen sein. Frau Montard ist eine fr üHere TelepH onbeamtin , die vor drei Iahren wegen dienstlicher Vergehen entlassen wurde. Man hatte sie seitdem in Verdacht, verschiedene Telephongespräche politischer Persönlichleiten. insbesondere Malvys, ab» gefangen zu haben. des Aufwerttlngsgesehes) dadurch entgehen, dah er den Aufwertungsbetrag statt als Hypothek als Grundschuld eintragen Jafit; die persönliche Forderung erlischt in diesem Falle. Diese Regelung hat rückwirkende Kraft. Sie greift also auch dann Platz, wenn die Hypothek auf Grund des 8 4 des Aufwertungsgesetzes bereits auf weniger als 25 Prozent des Goldmarkbetrages aufgewertet ist. Wählt der Gläubiger nunmehr die Rechtsform der Grund- schuld, so ist, falls nicht etwa das Grundstück vor dem Bekanntwerden der Regierungsvorlage, d. h. am 15. März 1927, auf Grund eines rechts- geschaftlichen Erwerbes den Eigentümer gewechselt hat, der Aufwertungsbetrag auf 25 v. H. des Goldmarkbetrags aufzufüllen und zwar entweder an die bisherige Rangstelle oder, wenn sich vor dem 15. März durch ein Rechtsgeschäft erworbene Rechte dazwischenschieben durch eine Zusatzgrundschuld an die nächstfreie Rangstelle. Die Grundfchuld und die Zusatzgrundschuld unterliegen denselben Einreden wie Hypotheken. Die Befugnisse des Eigentümers, sich auf die für ihn gegebenen Hartevorschriften des Auf- wertungsgesehes zu berufen, bleiben unberührt. 3. Der öffentliche Glaube des Grundbuchs wird in den Fällen eingeschränkt, in denen der Erwerber des Grundstücks das Eigentum zwar lastenfrei erwarb, vorher aber die Hypothek ab- löste oder für ferne Rechnung ablösen lieh. 4. R e st k a u f g e l d f o r d e r u n g e n und Forderungen aus Gutsüberlassungsverträgen aus dem Iahre 1921, die bisher nur bis zu 100 Proz. des Goldmarkbetrags, berechnet nach der Tabelle des Aufwertungsgesetzes, aufgewertet werden konnten, können, wenn es zur Vermeidung von groben llnbilligkeiten erforderlich ist, jetzt bis 4 0 0 Prozent und wenn sie aus dem letzten Vierteljahr 1921 herrühren, bis 600 Prozent ihres G v l dm a r k b e t ra ge s aufgewertet toerben. Voraussetzung ist der Antrag des Gläubigers. Die Antragsfrist läuft bis 1. Oktober 1927, zuständig ist die Aufwertungsstelle. 5. Kann der Gläubiger nachweisen, daß er ohne sein Verschulden rechtzeitige Anmeldung des Anspruchs auf Aufwertung auf ®runb des Vorbehalts der Rechte oder kraft Rückwirkung (§ 16 Aufwertungsgesetzes) versäumte, so ist ihm auf Antrag von der Aufwertungsstelle die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zü bewilligen. Die Frist für den Antrag läuft bis zum 1. Oktober 1927. Hat der Antrag Erfolg, so wird aber nur die persönliche Forderung aufgewertet. Eine Aufwertung dinglichen Rechts findet nicht statt. Im übrigen bringt der Entwurf noch einige Vorschriften, die die Erleichterung des Grundbuchverkehrs vorsehen. Die Vergleiche und rechtskräftigen Urteile, die lediglich in dem neuen Gesetz die Rechtsverhältnisse regelten, sollen der Anwendung der neuen Vorschriften nicht entgegenstehen. Auf dem Gebiete der Anleiheablösung bringt das Gesetz für Altbesiher und Reichsanleihe eine wichtige Bestimmung, daß die Vvrzugsrente schon bei einem Iahreseinkommen von nicht mehr als 1000 Mark (bisher 800 Mk.) gewährt werden soll. Landtagswahlen in MeMenbmg-5trelitz. Neu-Strelitz. 3.Juli. (WB.) Die heuttgen Landtagswahlen sind ohne jeglichen Zwischenfall verlaufen. Die Wahlbeteiligung betrug 60 bis 70 Prozent. Die Wahlen zeigten folgendes Ergebnis: Deutschnationale 10 903 (Ergebnisse der Wahlen von 1923: 12 173), Deutsche Volkspartei 2022, (2783), Sozialdemokraten 15 135 (11 458), Demokraten 3041 (0), Handwerk und Gewerbe 4603 (0), Kommunisten 4121 (10 342), Kleinlandwirte 1739 (2046), Hausbesitzer 1556 (0), Völkische 2266 (4455), Schweres Autounglück. Sonntag nachts gegen 1 Ähr ereignete sich auf der Mannheimer Straße in der Rahe des Anwesens Blankenheim ein schweres Autounglück. Ein aus Mannheim stannnendes Auto, das von Bad Dürkheim auf dem Rückwege begriffen war, wollte bei der Gutleutstraße, der Verbindungstraße zwischen der Mannheimer und älngsteiner- traße, einem Fuhrwerk ausweichen. Ohne Zweifel' müh das Auto eine außergewöhnliche Geschwindigkeit besessen haben. Das Auto fuhr gegen die Randsteine, riß mehrere derselben heraus und überschlug sich mehrfach. Der Kaufmann Theobald aus Mannheim und der Kaufmann! Schwender aus Mannheim wurden tot ausge- unden. Der ebenfalls aus Mannheim stammende» Kaufmann Dahms wurde mit einem schweren Schädelbruch in das Krankenhaus eingeliefert, während der vierte Insasse des Autos mit leichteren Verletzungen davonkam. Autounfall auf der Flucht. ... In Weihensee bei Berlin überfuhr eht Privatauto ein Kind, das den Fahrdamm über» chreiten wollte. Der Führer des Autos kümmerte sich nicht um das verunglückte Kind, sondern fuhr im rasenden TeMpv davon. In einer Kurve stürzte das Auto um und begrub die drei Insassen unter sich Während der Chauffeur leichter verletzt wurde, trugen die anderen Verunglückten lebensgefährliche Verletzungen davon. Schweres Automobilunglück in bet Schweiz. Am Sonntag ereignete sich zwischen ®ö» scheuen und Andermatt ein schweres Autounglück. Infolge Versagens 6er Steuerung fuhr ein Auto aus Engelberg über die Straßenböschung hinab und stürzte in die S ch ö l l e n e r Schlucht. Der mit acht Personen besetzte Wagen wurde voll« stänhig zertrümmert. Zwei der Insassen waren sofort t o t. Zwei Frauen wurden schwer, ein Ehepaar leichter verletzt. Die beiden übrigen Insassen, darunter der Besitzer, erlitten nur geringe Verletzungen. Schweres Explosionsunglück bei Nanking. Sonntagnachmittag ereignete sich bei Banking ein furchtbares Explosivnsunglück. Zwei mit Sprengstoffen beladene Ds chunken, btfa am älmladeplah tagen, explodierten plötzlich. Heber hundert Chinesen wurden Opfer dieser Explosion. Die Dächer von naheliegenden Gebäuden wurden weggerissen und die Fenster zertrümmert. Die Explosion ist wahrscheinlich durch die Hitze oder aber auch durch Rachlässigkeit der Mannschaften verursacht worden. Tschrangkeischek besichttgte die Anglücksstätte und überwachte das Hilfswerck sowie die Erforschung der Gxplosionsursache. Zwei Berliner Wildwest-Räuber verhaftet. In der Samstagnacht gegen 2l/t älhr stiegen zwei Einbrecher durch das offene Fenster in ein Haus in der Bahnhofstraße in Berlin-Friedenau ein. Die Bewohner erwachten erst, als die Eindringlinge sich bereits wieder auf der Straße befanden. GegseN 4 älhr konnte einer der beiden Einbrecher auf der Straße verhaftet werden, während der zweite entkam. Die Kriminalpolizei nimmt an, dah der Verhaftete und sein entkommener Komplize identtsch mit dtzn Wildwesträubern sind, die in Köpenick den 21jährigen Rudolf Grosser erschossen und weiter die ileberfälle in den übrigen nördlichen und östlichen Vororten verübt haben. Sonntag früh gelang es der Berliner Kriminalpolizei, ein zweites Mitglied jener Wildwestbande zu verhaften, die in der letzten Woche die Raubüberfalle und Einbrüche in Berliner Vororten verübte. Der Verhaftete ist der 30jährige aus der Likraine gebürtige Maler Wittrack. Dieser setzte seiner Verhaftung heftigen Widerstand entgegen. Er war erst im Mai nach Verbüßung einer längeren Zuchthausstrafe wegen Einbruchs in die Villa des ehemaligen Reichskanzlers Dauer in Sondershausen freigelassen worden. Frecher Aebersall bei Berkin. Ein frecher Ueberfall wurde Samstag am späten Rachmittag auf der Chaussee von Rudow nach Schonefeld verübt. Ein zwölfjähriges Mädchen aus Schönefeld hatte int Auftrage seiner Eltern in Rudow ettoaä zu besorgen. Als es heimwärts rabelte, wurde es von einem Strolch angefallen und vom Rade gerissen. Der Unhold versuchte, dem um Hilfe schreienden Mädchen ein Taschentuch als Äncbel in den Mund zu stecken. Beim Heramulhsn eines Autos ließ er von seinem Opfer ab und flüchtete. Die Insassen brachten das Mädchen nach Rudow und benachrichtigten die Polizei, die den Wegelagerer verhaftete. Konkurs der Weinhandlung $• D. Borchardt. Unter den neuesten Konkursnurldungen befindet sich auch das betonte Weinhaus F. D. Borchardt in Berlin in der Französischen Straße. Die Firma stand bereits seit längerer Zeit unter Geschäfts- aufsicht. hihwelle in Jugoslawien. Ganz Jugoslawien ist zur Zeit von einer Hitz' welle heimgejucht. In Skoplje stteg das Thermometer am Samstag auf 40 Grad, in Nisch auf 30 Grad und in Belgrad auf 33 Grad. Anwetterschäden. 3n der Samstagnacht wurde der Weißen- felder Kreis von einem schweren Unwetter heimgesucht, das überall großen Schaden anrichtete. HagÄschossen von Tauben- und Hühner- eigröße lagen etwa 10 Zentimeter hoch Fensterscheiben wurden zerstört. Das Getreide liegt vollständig am Boden. Auch die Gemüseplantagen bieten einen trostlosen Anblick. Die Obsternte gilt als zum großen Teil verloren. Zahlreiche Fernsprechleitungen und Radioanlagen wurden zerstört. Auch Hohenmölsen wurde von schwerem ilntoetter betroffen. Durch Hagelschlag wurden zahlreiche Fensterscheiben zertrümmert. Die Ernte ist so gut wie vernichtet. In verschiedenen Teilen Mecklenburgs haben schwere Gewitter verheerende Wirkung gehabt. Der Blitz zündete, soweit sich übersehen läßt, in fünf Gebäuden, die sämtlich in Asche gelegt wurden. In Grevesmühle wüteten in der Rächt auf Samstag allein drei große Brände. Lin Todesurteil. Der Mörder der Gräsin Lambsdorff, der Arbeiter Karl Böttcher, wurde wegen doppelten Mordes zweimal zum Tode und $um Verlust der bürgerlichen' Ehrenrechte auf Lebenszeit, ferner wegen widernatürlicher Anzucht, unerlaubten Waffenbesitzes, schweren Raubes und Rotzuckt zu 15 Iahren Zuchthaus und 10 Iahren Ehrverlust verurteilt. va§ Liquiöotiorl§schäden-Gesetz. Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers". Berlin, 4. Iuli. Mit Rücksicht darauf, daß nach Lage der Dinge der Reichstag kaum noch dazu kommen kann, vor der Sommerpause die Frage des Liquidationsschädengesetzes zu erledigen, hat die Arbeitsgemeinschaft für den Ersatz von Kriegs -und Verdrängungsschäden, der unter andern der Bund der Ausländsdeutschen, der Deutsche Ostbund, die Freie Interessenvertretung der im Ausland geschädigten Inlandsdeutschen, der Hilfsbund für die Elsaß-Lothringer im Reiche, der Reichsverband der Kolonialdeutschen und Kolonialinteressenten, der Verein „Wiederaufbau im Ausland" und die Vereinigten Verbände heimattreuer Oberschlesier angehören, an den Reichskanzler und den Reichsfinanzminister ein Telegramm gerichtet, in dem es heißt: „Mit größter Bestürzung ersehen wir aus Pressemitteilungen, daß das Entschädigungs- geseh vor der Sommerpause dem Reichstag nicht mehr zugehen soll. Rot und soziale Lage der Geschädigten und drohende Rückschläge im Wiederaufbau des deutschen Außenhandels erfordern dringend die sofortige Verabschiedung dieses Gesetzes". Dieses Telegramm ist zu gleicher Zeit auch den übrigen Mitgliedern des Reichskabinetts zur Kenntnisnahme mitgeteilt worden. Der Reichstag hat sich nun durch Beschluß pes Aeltestenaus- schusses bereit erklärt, das Gesetz noch in dieser Session zu beraten. Ob das Geseh noch vor der Sommerpause im Reichstag verhandelt werden wird, hängt nunmehr allein von. der Reichsregierung ab. Am Sonntag hielt der Verband eine stark besuchte Versammlung ab. Auch das Reichswirtschaftsgericht und das Reichsausgleichsamt hatten Vertreter entsandt. Der Vorsitzende Enders- Dresden schilderte den Kampf der Auslanddeutschen für ihre Forderungen, an dessen Ausgang nicht etwa nur die drei Millionen Auslanddeutsche interessiert seien, sondern das gesamte deutsche Volk. Angemessene Zahlungen würden die Auslanddeutschen befähigen, ihre zer- Deutschnationale 10 (9) Sozialdemokraten 12 (8) Deutsche Volkepartei 1 (2) ' Demokraten 2 (bisher Handwerk 4 zus. 5) Kommunisten 3 (7) Kleinlandwirte 1 (1 Hausbesitzer 1 (0) Völkische 1 (3) Wirtschaftspartei 0 (0) 04952 (ni. Miele 32 Mk.i Waagen aller Art empfiehlt u. werden eichsähig WüMnts - lotterte! . MV'-ÄViaw DOm 16. Februar 1893 und Schafe Schweine 45-68 43-65 15-55 frische. Bornotizen. 40-58 30588 sichtlich. 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Hier einige Beispiele: 6297D WüfisctteWÄSS1 Der durch seine glänzenden Erfolge, im In- tl Auslande berühmt gewordene Wünschelrutenforscher Oberstleutnant a. D. Heinemann aus Bad-Homburg, Promenade 24, macht in Kürze wiederum eine Reise durch Oberhessen. Er findet und verfolgt mit seinen Metallwunscheiruten jede nicht vernlegbare Wasserader, gibt an Bohr- punkt, Stromrichtung. Breite, Tiefe. Witterung gleich» gültig. Glänzendste Referenzen. Bei Bedarf Anfragen baldmöglichst erbeten. 01)90 ».• Watzenborn-Steinberg, 4. Juli. Gestern feierten hier die Eheleute Joh. Georg B rücke! IV. das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Das Jubelpaar erfreut sich noch der besten Gesundheit. Erwähnenswert ist, daß Joh. Gz. Brücke! IV. 46 Jahre als Schäfer in der Gemeinde tätig war. Bürgermeister Schäfer überbrachte dem Jubelpaar am Abend die übermittelten Glück- und Segenswünsche des Ministers des Innern und des Kreisamts Gießen, sowie ein Geldgeschenk. $ Lauterbach, 2.Juli. Nach 49jähriger Dienstzeit schied der Berwaltungsobermspektor des hiesigen Kreisamts, Rechnungsrat Bechtold, am gestrigen Tage aus dem Amte. Die Beamten des Kreisamts hatten aus dieser Veranlassung gestern in dem festlich geschmückten Sitzungssaale des Kreisamtsgebäudes eine Abschiedsfeier veranstaltet, bei der Kreisdirektor Dr. Michel die Charaktereigenschaften des Scheidenden in das rechte Licht stellte und ihm für seine treue Mitarbeit bei der Verwaltung der Kreisangelegenheiten Dank und Anerkennung aussprach. Zur Erinnerung an lange Jahre gemeinsamer Tätigkeit im Dienste des Kreises Lauterbach überreichte er dem scheidenden langjährigen Bureauvorsteher eine von Künstler- Hand ausgeführte, von sämtlichen Beamten des Kreisamts unterschriebene Adresse mit der Widmung „Gemeinsame Arbeit bindet ganz besonders, wenn sie dem Wohle der Mitmenschen gewidmet ist'. Derwaltungsinspektor Kirschbaum dankte dem abgehenden Oberinspektor für die von ihm geübte loyale Dienstaufsicht und wünschte ihm einen langen friedlichen Lebensabend. Rechnungsrat Bechtold sprach seinen Dank aus für die ihm erwiesenen Ehrungen und gab die Versicherung, daß ihm fein Dienst stets lieb und wert gewesen sei und daß er sich seiner Tätigkeit bei dem Kreisamt Lauterbach immer gerne erinnern werde. — Nach der Veranstaltung des Kreisamts tagte der Bürger- m e i st e r v e r e i n im Kasinosaale, wozu der aus dem Dienste scheidende Verwaltungsoberinspektor einacladen war. Bürgermeister Dr. N i e p o t h , Schlitz, brachte hierbei die guten Beziehungen, die von jeher zwischen dem Kreisamte und den Bürgermeistern bestanden haben und an denen der in den Ruhestand tretende Oberinspektor einen hervorragenden Anteil habe, zum Ausdruck. Der Redner widmete sein Glas dem Wohle des Scheidenden. Rcch- nungsrat Bechtold dankte für die an ihn gerichteten anerkennenden Worte und gab einen Rückblick auf die Entwickelung des Kreisamts und desien Dienstobliegenheiten während seiner Amtstätigkeit, er gab seiner Freude Ausdruck, daß es ihm gelungen sei, mit jedermann gute Beziehungen zu pflegen und brachte ein Hoch aus auf den Kreis Lauterbach und seine biederen Bewohner. Die Gemeinderechner des Kreises hatten eine Versammlung in dem Beileckschen Saale veranstaltet, die dem aus dem Dienste ausscheidenden Ehrenvorsitzenden gewidmet mar. Gemeinderechner Wahl, Angersbach, begrüß diesen und die vollzählig erschinenen Kollegen, richtete herzliche Abschiedsworte an den langjährigen Berater der Rechner und überreichte ihm ein Ehrengeschenk mit dem Wunsche, daß er sich dessen noch lange bei guter Gesundheit erfreuen möge. Mit seinem Dank brachte Rechnungsrat B. die während seiner Dienstzeit eingsführten Ge,etze, an denen die Rechner beteiligt waren, zur Besprechung und erörterte die guten Beziehungen, die er allezeit mit den Rechnern gepflogen habe wenn er auch zur Wahrung der dienstlichen Interessen manchmal in die Lage gekommen sei, einem oder I Inletts 130 cm von Mfc. 2.25 au 80 cm von Mk. 1.50 an farbechte Qualitäten Weiße Voile Heberleinsche Ware 100cm... Mk. 1.15 115 cm von Mk. 1.45 an BBandtuchstoff haltbare Qualität Meter von Mk- 0.19 an Frottiertücher aus bestem Material von Mk- 0.75 an Der Verhaftete und e itentifä mit Mn b, trö in Köpenick «erschossen unb n übrigen röttftöw- M habm. AMag E Amiriull-vlizei, > fmer W*noe den Woche die Aach- in Berliner Vororten ist der Zvjährig- ms V; Sittrad. Dieser ligen Widerstand eni» nach Verdutzung E »-en Ebibruchs in d'.e chskanzlers Dauer in Wochen. bei Vertin- wurde 6*8.°” Ch trotz des steten kalten Regenwetters die Gartenerdbeere^ und Kirschen in diesem Jahre gut gedeihen. So erntete ein hiesiger Besitzer in seinem Garten Ananas-Erdbeeren in fast unglaublicher Größe; Früchte von 35 bis 40 Gramm Gewicht pro Stück waren keine Seltenheit, eine wog sogar 50 Gramm. — Bei den Heu.gr as- ver st eigerungen waren auch hier die Preise äußerst niedrig. Kreis Lauterbach. dem anderen gegenüber eine gegenteilige Ansicht zu vertreten. Der Redner teilte der Versammlung mit, daß an seine Stelle der Derwaltungsinspektor K i r s ch b a u m , der schon 22 Jahre in Lauterbach tätig ist und der für die Rechner kein Unbekannter ist, zu seinem Nachfolger bestimmt sei, von dem er die Ueberzeuguna habe, daß er die Belange der Rechner in der seitherigen Weise weiter vertreten werde. Gemeinderechner Schaub, Uellershausen, und Stein acker, Hemmen sprachen dem ichei- denden Oberinspektor Dank und Anerkmnung für die ihnen bei ihrer Dienstführung zuteil gewordene Belehrung aus. Don den SchlachtviehmärÄten An den deutschen Schlachtviehmärkten der vorigen Woche hat der Handel wieder eine Belebung erfahren, wenn aud> das Geschäft über einen mittleren Umfang zumeist nicht hin ausging. Die Beschickung der Märkte war weniger stark als in der Vorwoche, was auf den ruhigen Ans der Yrovinzialhauytstadt. Gießen, den 4. Juli 1927. Sportarztlehrgang in Gietzen. Von Professor Dr. Huntemüller, Gießen. Der ungeahnte Aufschwung, den die Pflege der Leibesübungen nach dem Kriege in Deutsailand genommen hat, ist im Interesse unserer Volksgesundheit in hohem Maße zu begrüßen. Doch kann eine übermäßige, körperliche Betätigung, besonders in den Entwicklungsjahren, auch dauernde Schadigun- qen herbeiführen bzw. bestehende körperliche gehler verschlimmern. Manche Erkrankungen erfordern wiederum eine Beschränkung auf ganz bestimmte Hebungen bzw. Sportarten für andere sind dagegen bestimmte, nach ärztlichen Gesichtspunkten ausgewählte Hebungen geradezu heilbringend Um im Einzelfalle das Rechte zu treffen und vor Schaden zu bewahren, ist eine genaue Untersuchung und Ueberwachung durch einen mit dem Betriebe her Leibesübungen vertrauten Arzt erforderlich. Unsere Kenntnisse von der Wirkung der Leibesübungen auf den menschlichen Körper, eine Wissenschaft, in der die alten Griechen Meister waren, sind beute ziemlich mangelhaft. Doch ist man an vielen stellen bemüht, diese Lücken auszufullen, besonders dt die vom Deutschen Reichsausschuß für Leibesübungen ins Leben gerufene Deutsche Hochschule für ,'eibesübungen in diesem Sinne tätig. Auf Anregung ihres Rektors, des bekannten Berliner Chirurgen A. Bier, ist ein „Deutscher Aerztebund zur Sortierung der Leibesübungen" gegründet worden, der unter der Aerzteschaft die praktische und theoretische Beschäftigung mit oen Leibesübungen fördern, hie Behörden und Verbände in hygienischen tfragen beraten und die Organisation der sportärztlichen Untersuchungen übernehmen will Zu diesem Zwecke veranstaltet auch die Medizinische Abteilung des Instituts für Körperkultur an her hessischen Landesuniversität, die seit dem Sommersemester in ihren neuen Räumen im Neubau des Physiologischen Jnstttuts untergebracht ist, in der Zeit vom 18. bis 30. Juli für beamtete und nichtbeamtete Aerzte einen Sportarztkursus. Er entspricht den Sortierungen zur Anerkennung als Sportarzt durch den Deutschen Aerztebund zur Forderung Der Leibesübungen und bietet Gelegenheit zur Ablegung der Prüfungen für das „Deutsche Sportabzeichen". Die praktischen Uebungen, die schon im vorigen Jahr« durchgeführt wurden, haben allgemeinen Anklang gefunden. Selbst ältere Herren, von denen drei das 50. Lebensjahr überschritten haben, haben sich mit großem Eifer an den vielseitigen sportlichen Uebungen beteiligt, und es herrschte allgemeines Bedauern, als der Kursus zu Ende ging. Er bildet den besten und vollständigsten Ersatz für die Sommer- für das Rj. 1927 liegt vom 5. Juli 1927 bis einschließlich 12. Juli 1927 auf unferm Bureau zur Einsicht der Interessenten offen. 6294V Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Trohe, den 3.Juli 1927. Bürgermeisterei Trohe. I.V.: Rau, Beigeordneter. Berliner Börse. Berlin, 4. Juli. (WTB. Fmrkspruch.) Da die Entwicklung immer noch undurchsichtig ist, bleibt die Tendenz im heutigen Frühverkchr abwartend. Umsätze sind kaum «tätigt worden. Man nennt Farben mit 286 bis 287. Am Devisenmarkt härt man Paris mit 124,02, Mailand mit 87,50 und das Pfund mit 4,8560. D?er schönste Schmuck MAA Ihr Haar muß regelmäßig gewaschen werden. 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Ihnen meine höchste Zufriedenheit über den Ausfall des Wagens auszusprechen, Ausführung wie Leistung des Wagens sit)d hervorragend. GROSSE REISEGESCHWINDIGKEIT... Meine Erwartung weit übertroffen hat. Der Wagen leistet im direkten Gang eine derartige Reisegeschwindigkeit, ohne daß die letzte Reserve ausgenützt werden muß, daß ich wirklich erstaunt bin. Ich werde nicht verfehlen, denselben in meinem großen Bekanntenkreis zu empfehlen. VOLLE ZUFRIEDENHEIT. . . Ich konnte den Wagen nach jeder Richtung hin ausprobieren und kann Ihnen meine volle Zufriedenheit in bezug auf Leistung und Ausstattung des Wagens zum Ausdruck bringen. Auch der verhältnismäßig geringe Benzinverbrauch hat mich durchaus befriedigt HERRLICHE GESCHMEIDIGKEIT... Die geradezu herrliche Geschmeidigkeit des Motors muß jedem Fahrer das Herz höher schlagen lassen. Es ist eine Freude und ein fabelhafter Genuß, diesen Wagen zu fahren । sie haben damit der Automobil fahrenden Welt etwas gebracht, wofür sie Ihnen nur dankbar sein kann. ELEGANTE LINIE... daß auch mein neuer 12/56PS seiner eleganten Linie wegen allgemein gefällt und bewundert wird. HERVORRAGEND BEWAHRT... der von Ihnen Anfang April gelieferte 8/38 PS Mercedes-Wagen sich bis jetzt hervorragend bewährt hat. Er ist ein ganz vorzüglicher Stadtwagen, der aber auch auf der Landstraße und speziell auf Bergen vorzüglich liegt, sehr schnell auf Touren kommt und ausgezeichnet bremst. EIN GENUSS ZU FAHREN... Der Wagen läuft ausgezeichnet ruhig, liegt glänzend auf der Straße, hat ein wunderbares Anzugsmoment, kurz es ist ein Genuß zu fahren. NICHT ZUVIEL VERSPROCHEN. .. Die Fahreigenschaften des Wagens befriedigen mich in hohem Maße und haben Sie nicht zu viel versprochen, wenn Sie in Ihren Prospekten das schnelle Anzugsmoment und die große Bergsteigefähigkeit hervorheben. HERVORRAGENDE EIGENSCHAFTEN... der 12/55 PS, ein Fahrzeug von hervorragenden Eigenschaften, die dem Fahrgast einen hohen Genuß und dem Lenker das Gefühl vollkommenster Sicherheit vermitteln. Die wunderbare Federung macht, daß selbst die schlechteste Straße nicht störend empfunden wird. ERWARTUNGBEI WEITEM ÜBERTROFFEN... Mit den beiden 8/88 PS-Wagen sind wir außerordentlich zufrieden, sie haben unsere Ansprüche nicht nur erfüllt, sondern unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Es ist der Wagen, auf den wir schon lange gewartet haben. . RM. 7800.— . RM. 8 600.— . RM. 8900.— . RM. 9500.— . RM. 9800.— f. kinderlosen Haushalt zum 15. Juli oder früher gesucht. Vorzustellen 6292D Wilbelmstr. 8 I. Görlach, Eberstadt, Gainbacher Weg 7. Mlemiileiö das sich in der sein. Küche weiter ausbilden ivill, bald, nach B.-Nauhetm gesucht, mögL Umgegend Pension Isolde, 62eoD Zeppelin str. 8. Ab heute bis einschl. Mittwoch: Wieder ein Doppel-Schlager Programm-. 1. 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Astoria-Lichtspiele Einladung zum in W-W am Mittwoch, dem6. Juli, nachm. 2 Ubr Redner: Pjr. Glock-Mainz,- Missions- Inspektor Henri chs-Barmen: Missionar Diehl-Haiger. [019M Der Kirchenvorstand Dorf-Güll. WmWNMe.». Donnerstag, den 7. Juli, abends 9 Ubr, vünktl. im BereinSlokal, Gastb. Boller onfierorö. ©eneros-Be nammlong 1. Berichte der Ausschüsse und der Kassen- vrüfungskommission 6301D 2. Entlastungen und Neuwahlen Lehrmädchen od. Lehrjunge für Engrosgeschäft baldigst gesucht. Schr. Ang. u. 04953 an den Gieff. Anz. Zuverlässiges, selbständiges, in allen Hausarbeiten u. im Nähen erfahrenes Mädchen zum 15. Juli ge- Wlllroltt gut erhalten, neu gestimmt, für 175 sut zu verkaufest. [6291D Muschenheim Kirchberg 8. Gebr. gußeiserne »mme pretsiv. abzug. 0 ie$ AM Ofit.» »bnt|i Ws Äff «- te» iu haben bei: Sj*i&8S Ätle O-Wlater- W^reuMahg/^ Gasherde Gaskocher Junker 6 Ruh eamehl, 5930a Edgar Bormann Eiienwaren,Werb üugr, Kietzen. lebens. Die wertvollsten Stücke Oer Siebener Sammlung sind Rechtsurkunden in Tonhüllen, die archäologisch und religionsgeschichtlich recht interessante Siegelabrollungen tragen und dos Fragment einer Urkunde mit dem gut erhaltenen, mit Ramensinschrift versehenen Abdruck des ältesten assyrischen Königsfiegels, das sich bis jetzt gesunden hat. Ein vorläufiger Ueberblick über die Bedeu- aj-jja-miuiiiw uwiiBmiaragg tung vieler uralten Quellen zur Geschichte Anatoliens wird demnächst in den Rachrichten der Hochschulgesellschaft erscheinen, die keilschriftliche Edition der Texte mit Llebersetzungen und Erklärungen ist in Vorbereitung. Reicher Beifall belohnte die Vortragenden für ihre interessanten Ausführungen. Der Vorsitzende gab dem Danke der -Zuhörer noch in Worten Ausdruck. WWSkWA Itl SS» AMWIWsl M. Aus Anlaß ihres 50jährigen Bestehens, das die Gießener R u d e r gese l l s ch a f t 1877 im Januar mit einem eindrucksvollen Festakt und einer großen gesellschaftlichen Veranstaltung bereit s "beging, brachte sie am Samstag und gestern auch ein außerordentli ches rudersportliches Ereignis in Gestalt der großen Jubiläumsregatta (17. Regatta des Lahn-Regottaverbandes) unter dem Ehrenprotektorat des Reichspräsidenten, General- feldmarschal! von Hindenburg, heraus. Diese sportliche Darbietung gehört wegen ihrer reichen Beschickung, ihrer hervorragenden Leistung und chrer ausgezeichneten Durchführung zu den in der Sportgeschichte unserer Stadt bedeutsamsten Ereignissen. Leider war das Wetter an beiden Tagen nicht besonders günstig: am Sams- tagnachmitcag hotte der Regattabetrieö und-besuch unter Regen zu leiden, am gestrigen Sonntag blieb wenigstens bis zum Schluß der Regatta — abgesehen von einigen leichten Spriherchen — das himmlische Rah dem Regattatreiben fern, jedoch war bei dem trüben, dunstigen Wetter den zahlreichen Besuchern die Sicht ziemlich behindert. Die Wettkämpfe der Ruderer sanden an beiden Tagen das rege Interesse der Zuschauer: besonders waren es die „großen Sachen", bei deren Abwickelung die Begeisterung des Llfer- volkes mitunter hochaufschäumcnde Wogen schlug. Am Samstaguachmittag wurde bei dem Wett- > rudern auch insofern etwas ganz Besonderes geboten, als die Mannschaft eines Mar- bur g e r B o o t e s k o m p l e t t in dieLahn kippte und dergestalt zu dem Regenbad von oben noch ein Flußbad hinzufügte. Erfreulicherweise ging das Malheur aber ohne weiteren Schaden ab. Die Sensation des gestrigen Sonntagnachmittags war der Kampf um den Großen Achter, den die Gießener Rudergesellschaft 1 877 als besonderen Jubiläumsgewinn nach hartem Kampfe sich sichern konnte: ein einziges Mal war der Verein im Jahre 1908 im Besitze dieses Preises, eines Ehrenwanderpreises des früheren Grohherzogs von Hessen. Auch in verschiedenen anderen Rennen konnten die Gießener erfreulicherweise erfolgreich sein. Für die Unterhaltung auf dem Regattaplatz sorgte die Kapelle Topp mit einem sehr gefälligen Programm, das in bekannter vortrefflicher Weise zu Gehör gebracht wurde. Den Darbietungen der Kapelle sei auch hier ein besonderes Wort der Anerkennung gewidmet. Abschließend ist zu sagen, daß die Jubi- läumsregatte der G. R.G. allgemein in hohem Maße befriedigte und zu den sportlichen Ereignissen gehört, an die man sich immer gerne erinnern wird. Rachstehend lassen wir die Ergebnisse der Hauptrennen an beiden Tagen folgen: Länge der Dahn ca. 2000 Meter. Start: Am Felsen. Ziel: Bootshaus der Gießener Ruder- Gesellschaft. Rachdem in den Dorrennen zahlreiche Vereine ausgeschieden waren, andere Vereine ihre QHetoungen zurückgezogen hatten, sah man folgende Ergebnisse der HaupLrennen: Samstag nachmittag: Jean-Kirch - Gedächtnis-Rennen. Vierer: 1. Lintburger Rv. v. 1895: 7.28,4; 2. Gießener R.^G. 1877: 7.30,2. Scharfer Bord- an-Bord-Kampf mit wechselnder Führung; im Endspurt siegt Limburg mit 3/4 Längen Vorsprung. Junior-Vierer: 1. Rv. Kassel: 7.50; 2. Limburger R.-Kl. 1907: 8.04,4. Kassel geht sofort in Führung, Limburg versteuert sich. Kassel siegt mit etwa 4 Längen. Akademischer Vierer: 1. Gießener R.-G. 1877: 8.15; 2. Marburger Rv. 1911: 8.31. Marburg steuert ziemlich schlecht. Gießen führt das Rennen mit etwa 3 Längen Vorsprung sicher nach Hause. Jungmann-Vierer. Gefallene n« Gedächtnis-Rennen: 1. Eisenacher R.-Kl.: 8.06; 2. Rv. Kassel 8.35; Offenbacher R.-Ges. Unöine gibt bei 1500 Meter auf. Eisenach geht sofort an die Spitze. Kassel holt etwas auf, versteuert sich aber. Eisenach gewinnt mit 4 Längen. Jungmann-Einer: 1. Cochemer R.-G. (Karl Hausmann): 8.49; 2. Rv. Kassel (Erich Jeep): 9.05; Der. Rudersport 1913 Gießen (Ludwig Plank) bei 1300 Meter aufgegeben. Hausmann- Cochem gewinnt überlegen. Vierer (Wanderpreis der Stadt Gießen): Gießener R.-G. 1877: 7.40,4. Alleingang über die Bahn. tt-Vierer: 1. Rv. Gelsenkirchen 1920: 7.43; 2. Cochemer R.-G.: 7.58. Gelsenkirchen gewinnt nach Belieben. Junior-Achter: Gießener R.-G. 1877: 7.40. Alleingang über die Bahn. Zweiter Vierer: Rv. Kostheim-Gustavs- burg drückt nach dem Start und führt eine Kollision n 11 Limburger Rv. v. 1895 herbei. Kost- heim'Custavsburg wird deswegen ausgeschlossen. Cs findet ein neuer Start statt. Limburger Rv. v. 1895 geht jetzt in 8.16 allein über die Bahn. Zweiter Jungmannen - Vierer: 1. Rv. Kassel: 7.47; 2. Offenbacher R.-G. älndine: 7.52. Wetzlarer R.-K1.1880 gibt bei 1000 Meter auf. Scharfes Rennen zwischen Kassel und Lln- dine, bis Kassel kurz vor dem Ziel forsch vorbricht und das Rennen mit einer Länge voraus getoimrt. Zweiter Einer: 1. Gießener R.-G. 1877 (Willi Müller): 8.24; 2. Offenbacher Rv. 1874 (Fritz Wagner): 8.32. Mit gut drei Längen Vorsprung sicher gewonnen. Anfänger-Vierer: 1. Der. Rudersport 1913 Gießen: 8.10. Dahinter liegt Marburger Rv. 1911. Scharfes Rennen über den größten Teil der Bohn, wobei Rudersport in klarer Führung liegt. Je mehr sich die Boote dem Ziel nähern, desto energischer wird der Kampf um den Sieg. Etwa 200 Meter vor dem Ziel, zwischen den beiden Bootshäusern, stoppt Marburg Plötzlich ab, denn es kippt der zweite Dugmann im Marburger Boot infolge der großen Anstrengung um, er sinkt auf die Seite, seine DootÄameraden neigen sich (vermutlich zum Helfen) in gleicher Richtung, und sofort schlägt das Boot um, wobei die ganze Mannschaft in den Fluß stürzt. Zwei Ruderer wurden vom Schiedsrichterbovt Ißto. von einem herbeieilenden Kahn ausgenommen, die anderen treiben, an ihrem Boote hängend, unterstützt vom Motorboot des Schiedsrichters, bis zum Landungssteg der R.-G. Zum Glück 'hat die Affäre, die sehr ernst aussah, einen guten Ausgang genommen. 6 - Achter: 1. Cochemer R.-G.: 7,05; 2. R.- D. Bad Ems: 7,15. Zunächst wechselnde Führung, dann zieht Cochem vor und gewinnt mit zwei Längen voraus. Zweiter Achter: 1. Rg. Trier: 7,39,8; 2. Rv. Kostheim-Gustavsburg: 7,40. Das schärfste Maßnahmen, die im Gegensatz standen zu den großen Versprechungen und Reden, hätten ein Erwachen der Kräfte der Reform in Indien verursacht. Allerdings sei Indien dadurch entwurzelt worden und Ha6? den Halt verloren, wodurch es England möglich gewesen sei, Indien ein Jahrhundert zu beherrschen. Mit Einführung von Bildung in Indien, die nach Ansicht der Engländer ein Kapitalsehler war, machten intelligente Köpfe in Indien auf, die in Kongressen usw. eine Reihe von Forderungen stellten, denen Versprechungen der Engländer folgten, ohne daß man dort die Absicht hatte, etwas zu halten. Als man später unter dem Druck der Verhältnisse diese Versprechungen einlösen wollte, cvar es zu spät. Ter Redner schilderte weiter die damaligen poli- tischen Ereignisse außerhalb Indiens, erläuterte die Entwicklung des lveiteren älmschwunges und ihre Llrsacheir und kam dann auf den Arosbruch der Revolution in Indien zu sprechen, die mit einer religiösen Bewegung verbunden war. Rach schweren geistigen Kämpfen mit England machte sich allmählich ein teilweiser Umschwung zugunsten Englairds bemerkbar, der dazu führte, daß nach Ausbruch des Weltkrieges Indien eine Million Freiwillige England zur Verfügung stellte, auch cm Mitteln alles bewilligte, was England wünschte. Das Jahr 1917 brachte eine unter schwerem Druck abgegebene Erklärung Englands Indien gegenüber. Die günsttge Eitt- wicklung der Industrie in Indien erzeugte ein industrielles Proletariat, wozu sich die bolschewistische Gefahr gesellte, außerdem verstärkten Hungersnot, Epidemien, ungerechte Gesetzgebung gegen Farmer usw. den Gedanken der Abschütte- lunq der Herrschaft. Obwohl England nun den Jnd ern weitgehende Rechte ernräumte, trat dort feine Ruhe ein. Das Jahr 1922 brachte Aufstände und religiöse Kämpfe, während in 1924 der Kampf innerhalb der gesetzgebenden Körperschuften einsehte. Man verlangte Jndisierung des höheren Verwaltungsdienstes und der Armee, eigene indische Flotte usw. Leider gestatteten die Zwistigkeiten im eigenen Lande, insbesondere die religiösen und pvlittschen Kämpfe, keine durchgreifenden Maßnahmen der Inder gegenüber den Engländern, im Gegenteil, man rief bei diesen Kämpfen im Innern des Landes die Hilfe der Engländer an. Redner besprach dann die Frage: „Was soll mit Indien werden welche Macht soll diese widerstrebenden Kräfte zusammenfassen?" Bleiben die Kräfteverhältnisse so, wie sie augenblicklich sind, so wird die Macht Englands nicht zusammenbrechen. Unerwartetes kann aber auch die Macht Englands über Rächt vernichten, was dann geschieht, ist schwer zu sagen. Die Engländer sind uns im politischen! Lchen überlegen, wenn die Verhältnisse einfach liegen, im anderen Falle versagen sie. Sie erkennen nicht die wirklichen Verhältnisse. Augenblicklich herrscht England in Indien nicht, es balanziert nur. Trotzdem kann Indien mit England zufrieden fein, wer weiß, wie es Indien bei seiner Eigenart ohne England gehen würde. Im zweiten Vortrag sprach Prof. Dr. Lewy, der Orientalist unserer Landesuniversität, über die 57 allassyrischen kcilschriftlasely, welche die Hochschulgesellschaft in den Jahren 1925 bis 1927 für die Universität erworben hat. Die Tontafeln, die nach einem längeren einleitenden Vortrag teils im Lichtbild, teils im Original vorgeführt wurden, entstammen Raubgrabungen, die anatolische Dauern im Hügel Kultepe bei Kaisarije im einstigen Kappadokien — etwa 350 Kilometer südlich von Angora — ausgeführt haben, und stellen zusammen mit gleichartigen Texten, die in die großen Museen Europas und Rordamerikas gekommen sind, eine besonders wertvolle Quelle zur altorientalischen Geschichte dar. Sie lassen erkennen, daß die Assyrer in den Jahrzehnten um die Wende des 3. zum 2. Jahrtausend v. Ehr. von Assur am Tigris bis nach dem oberen Halysgebiet Kleinasiens gedrungen waren, und zeigen uns eine überraschend hohe Entwicklung der allgemeinen Kultur sowohl, wie insbesondere auch des Rechts- und Wirtschafts- ■gwatUJuu^.uijLirn.iiUAWMim^« [■ihiiiiii ■■■ui■ Von Papageien, Äffen und Hunden. Don Dr. Hanns Meyer, Bremen. Copyright bh Manuscriptkanzlei Der Kreis, Bremen. Jeden Tag begrüßt mich Lora — ein Graupapagei — mit einem freundlichen „Guten Morgen". Auch ruft sie mich mit Ramen und weiß mancherlei Sprüche aufzusagen. 51n£> doch zweifle ich an einem wirklichen Sprachverständnis von Lora. Die Papageien besitzen eine außerordentliche Begabung für Rachahmung menschlicher Laute und Wortze. Wenn sie danach aufgelegt sind, plaudern sie ftunöenlang ein höchst amüsantes Potpourri von Tönen, Ausrufen, Sätzen. Sie wenden die gelernten Worte auch nicht selten verblüffend richtig an. Ebenso häufig zwar geben die gefiederten Freunde Veranlassung zu höchst komischen Situationen, indem sie ihre Gelehrsamkeit an falscher Stelle auspacken. Es bleibt trotz aller Plauderkunst bei den Papageien doch zweifelhaft, ob sie die geplapperten Worte auch wirklich verstehen, nämlich ihrer Bedeutung, ihrem gedanklichen Inhalt nach. Ein langjähriger Vogelzüchter und bekannter Vogel- forscher, der Danziger Fritz Braun, ist der Ansicht, daß die Papageien alles Getön stimmungs- haft und nicht begriffetreu verwenden. Und ein anderer Tierpsychologe, der Herausgeber des neuen Brehm, Prof, zur Strassen, meint kürz und bündig: die Papageien können nicht sprechen im menschlichen Sinne, sie verstehen die Bedeutung der von ihnen nachgeahmten Wörter nicht und sind nicht imstande. Sähe zu erfinden und zu gliedern. Demnach wäre die Sprachfähigleit lediglich eine Folge äußerer Dressur. Einem Vogel wird z. D. immer und immer wieder beim Fortgehen zugerufen: „Auf Wiedersehen", nach einer gewissen Zeit greift dann seine Rach- ahmungssucht diese Lautreihe aus und wiederholt sie von sich auch besonders dann wenn die äußeren Umstände, unter denen er die Worte gelernt hat, wiederkLhren, also hier beim jeweiligen Fortgehen seines Herrn. Tatsächlich wird ja auch auf diese Weise den Papageien das Sprechen beigebracht. Spricht man beispielsweise einem Papagei bei dem Hinhalten eines Stückchens Zucker immer das Wort Zucker vor, so ruft er schließlich „Zucker", wenn er dieses Raschwerk nur sieht, ja unter Umständen auch, wenn er eS wünscht. In dem letzten Falle muß zwar angenommen werden, daß der Papagei allmäh. lich auch die Bedeutung des Wortes ,,-3uder“ gelernt hat. Also so ganz einfach sagen: Papageien seien lediglich ein: Art lebendiger Grammophone. die mechanisch wiedergeben, was der Mensch in sie hineingesprochen hat, geht doch wohl nicht an. Ein großes eigenes geistiges Leben darf man ihnen indes nicht zutrauen, ihr Ausdrucksvermögen ist in der Hauptsache beschränkt auf Empfindungen der Freude, des Schmerzes, der Liebe, des Zornes, eben auf Stimmungen im weitestchen Sinne des Wortes, die ja auch dem Gezwitscher und Gesang anderer Vögel zugrunde liegen. Ein sprechender Papagei wird von seinem Pfleger geliebt wie ein Kind, das auch plötzliach Worte sagt, deren Sinn ihm zumeist verschlossen ist, die es irgendwo aufgeschnappt hat und nun in der drolligsten Weise an den Mann bringt. Der Unterschied ist nur, daß ein Kind sich zu einem selbständig denkenden und sprechenden Menschen entwickelt, während ein Papagei sozusagen immer Kind bleibt. Papageien, wie alle Vögel, sind letzten Endes dem Menschen wesensfremd, was ihnen an Intelligenz fehlt, ersetzen sie durch Triebe, durch Instinkte. Ein Sprechen im menschlichen Sinne kann man deshalb von ihnen raum erwarten. Viel näher stehen dem Menschen die Affen, besonders die hochentwickelten Menschenafften, von allem die Schimpansen. Alle Affen besitzen menschenähnliche Stimmwerkzeuge; zwar sprechen sie nie wie die Papageien dem Menschen ein Wort nach, aber — so sagt der Amerikaner Garner — „das haben sie auch nicht nöitg, sie haben ja ihre eigene Sprache". Dieser amerikanische Forscher hat sogar eine „Dramatik" der Affensprache geschrieben. Aber ttoh aller Mühen, die Herr Garner sich mit der Erforschung der Affensprache gemacht hat, indem er die Affentöne im Grammophon aufgefangen hat, und dann die Assen wie- deruni aus dem Grammophontrichter mit ihren eigenen Lauten angeredet hat, ist unsere Kenntnis von der Konversation dieser Tiere noch recht dürftig. Ja, es besteht auch wenig Aussicht, daß sich das in Zukunft bessern wird. Die Assen — soviel ist sicher — verfügen Wohl über eine Anzahl Vokabeln, aber diese bezeichnen keine Gegenstände, sondern immer nur Gemütsbewegungen; es sind immer nur Freudenschreie, Schrecklaute, Warnrufe. Die verschiedenen Affenarten haben für dieselben Affekte verschiedene Lautgebungen. Die Kapuziner-Affen z. D. kennen neun Laute, von denen einige durch verschiedene Betonung zwei oder drei Bedeutungen haben, hintereinander verstehen sich die Artgenossen sofort; läßt man etwa durch einen Grammophon einen Laut erklingen, ber für die Affen einen Schreckruf darstellt, so wenden sich sämtliche Tiere umgehend zu schleuniger Fluch!, läßt man dagegen ihren Freßton errungen, so eilen sie herbei, um auf Futter zu war- ten. Bringt man verschiedene Affenarten zusammen in einen Käfig, so verstehen sie sich zuerst nicht untereinander, deuten die Laute falsch und kommen leicht in Streit. Erst allmählich lernen sie die verschiedenen Stimmlaute in ihrer richttgen Bedeutung kennen. Aber niemals bezeichnen sie mit einem bestimmten Laut einen bestimmten Gegenstand, niemals kommen sie auf den Gedanken, etwa die von ihnen als Leckerbissen geschätzte Dananne durch einen gewissen Ton zu bennen, immer lassen sie nur ihren Freßton hören. Ein Gebrauch von Worten, wie wir Menschen sie üben, ist ihnen frcirtb. Sie begnügen sich mit Kundgebung von Drohungen, Mahnungen, Warnungen, Liebesbeteuerungen, Eifersuchtsanwandlungen, Furchtempfindungen. Unterstützt werden die Laut- gebungen in der Regel durch ein höchst bewegliches Mienen- und Gebärdenspiel, das zmn Teil andere Bedeutung als beim Menschen hat. Kopfnicken ist z. B. bei den Pavianen ein Zeichen des Zorns. Beim Schimpansen bedeutet Vorhalten des Armes in gebeugter Stellung eine Bitte um Mitleid oder Verzeihung, An ter ducken mit Zukehren deS Teiles, den man auch bet Schimpansen nicht gern nennt, dient als Zeichen freundschaftlicher Untergebenbeit. So wird Weinen durch ein durmpfes u ausgedrückt, ä gilt als Warnton, bei Furcht werden ganz hohe iii-Laute ausgestoßen. Ratürlich haben die Sprachwissenschaftler viel darüber disputiert, wie weit die menschliche Sprache schon bei den Tieren vorgebildet ist. Max Müller, der bekannte Sprachforscher, ist schnell mit dieser Frage fertig, wenn er sagt: Kein Tier spricht. Das ist richtig, soweit es sich um die artikulierte Sprache des heutigen Menschen handelt. Aber irgendwie muh doch auch diese sich entwickelt haben, denn daß der Mensch einmal aus tierähnlichen Vorfahren heroorgegangen ist. ist trotz des amerikanischen Affenprozesses der Wissenschaft keine Frage mehr. Wie nun der Mensch im einzelnen zu seiner Sprache gekommen ist, wissen wir nicht, nur daß die Vorläufer des Menschen sich ähnlicher Lautgebungen wie viele Tiere zur Mitteilung von Gemütsbewegungen bedient haben, ist wohl sicher. Roch heute erinnern an diese Stufe der Menschwerdung die unartiku- lierten Laute, die jeder von uns einmal bei plötzlichen Gefühlsausbrüchen ausstößt. Vielfach zwar kleiden wir auch solche Angstschreie und äleberraschungsrufe in wortähnliche Lautgebär- den: etwa „Oh", „Au", „He". „Ha"! Aber da liegt eben die Grenze zwischen Sier und Mensch: das Sier kommt nirgends von sich aus über die Stufe der Affektlaute hinaus, während der Mensch als einziges Lebewesen Wortzeichen für Gegenstände und Gedankenbildungen erfindet und anwendet. Man beachte auch einmal, was die Hunde Rennen des Tages. Bord-an-Bord-Kamps vvm Start bis zum Ziel. Trier liegt dabei immer ganz leicht in Führung. Je näher die Boote dem Ziel kommen, desto schärfer wird daS Ringen. Schließlich gewinnt Trier mit guter Luftkastenlänge den (Sieg. Sonntag nachmittag. Adolf Fischer-Gedächtnis-Ren- nen. Jungmann-Vierer: 1. Limburger R.-V. v. 1895: 7,26,4; 2. Marburger R.-V. 1911: 7,40,2. Limburg führt ganz überlegen und gewinnt sein Rennen beliebig mit etwa 5 Gängen Vorsprung. Einer (Lahn-Pokal): Cochemer R.--G. (Carl Hausmann): 8,19. Alleingang über die Bahn. Jungmann-Achter: 1. Rv. Kassel: 6,31; 2. Offenbacher Rg. Ändine: 6,37,4. Kassel führt über den größten Teil der Bahn und gewinnt mit etwa li/2 Längen Vorsprung. Vierer: 1. Kölner Rv. v. 1877: 6,59,8; 2. Gießener R.-G. 1877: 7,00. Ein fesselndes, scharfes Rennen. Bis zum Schluß. liegen die Gegner Bord an Bord. Mit knapper Luftkasten- länge entscheidet schließlich Köln den Kampf für sich. Dritter Vierer: 1. Rkl. Kurhessen: Kassel: 7,09; 2. Rv. Kostheim-Gustavsburg: 7,15; 3. Wetzlarer Rkl. 1880: 7,31,4. Kassel führt vom Start ab, von 1000 Meter ab geht das Renneni nur noch zwischen Kassel und Kostheim, während Wetzlar da schon nichts mehr zu bestellen hat. Kassel geht immer stärker in Führung und gewinnt schließlich mit 2 Gängen voraus. Junior-Einer: 1. Offenbacher Rv. 1874 (Hermann Braun): 7.38; 2. Cochemer R.-G. (Karl Hausmann): 7.44. Braun-Offenbach liegt vom Start ab in Führung, die er immer mehr vergrößert. Er getoinnt das Rennen mit 3 Gängen. R.-Kl. Hansa von 1898 Dortmund (Erich Curt) bei 1500 Meter aufgegeben. Zweiter Junior-Vierer: L Rv. Kassel: 7.04; 2. A.-V. Gelsenkirchen 1920 : 7.05,4; Eisenacher R.-Kl. vor dem Ziel abgestoppt. Zunächst wechselnde Führung zwischen Kassel und' Gelsenkirchen, bis Kassel sich stärker vorschiebk und die Führung auch bis zuletzt behält. In scharfem Endkampf siegt Kassel mit 5/4 Gängen. Achter: Limburger Rv. v. 1895: 7.04. Alleingang über die Bahn. 8-Jungmannen-Vierer: 1. R.-D. Gelsenkirchen 1920: 7.18; Flörsheim er R.-V. 1908: 7.22,4; 3. Cochemer R.-G.: 7.31. Ein flottes Rennen, das von Gelsenkirchen geführt wird. Gelsenkirchen gewinnt mit lx/2 Längen. Ermunterungs-Vierer: Das Rennen wird vom Schiedsrichter bei 1800 Meter, also 200 Meter vor dem Ziel, wegen Kollision zwischen Rg. Hnbine, Offenbach und Rv. Kastel abgebrochen, während Rg. Trier unterwegs aufgegeben hat. Es findet ein neuer Start bei 1000 Meter statt. Dieser Lauf wird von älndine Offenbach in 3.25 sicher gewonnen, während Rv. Kassel 3.47 braucht. Dritter Achter: 1. Kölner Rv. v. 1877: 6.27; 2. Rv. Kvstheim-Gustavsburg: 6.32; 3. Limburger Rv. v. 1895: 6.35. Bei 1000 Meter liegt Kostheim in Führung, an zweiter Stelle Limburg. Runmehr setzt ein scharfer Kampf zwischen Kostheim und Köln um die Spitze ein, während Limburg zurückfällt. Das Reimen wird schließlich von Köln nach scharfem Gndkampf mit knapper Gänge gewonnen. Großer Achter: 1. Gießener R.-G. 1877: 6.27; 2. Offenbacher Rg. ilnöinc 6.40. Auch hier gibt es zwei Läufe. Der erste Kamps wird vom Schiedsrichter etwa 100 Meter vor dem Ziel abgebrochen, da Kölner Rv. v. 1877 mit Undine Offenbach kollidiert. Wegen Behinderung wird Köln vom Schiedsrichter ausgeschlossen, der ein neues Rennen zwischen älndine, Offenbach und Gießener R G. v. 1877 anordnet. Der zweite Lauf geht wieder über die ganze 2000-Meter- Strecke. Gießener R.-G. v. 1877 (Ludwig Klaus, Hans Petermann, Willi Müller, Willi Schmidt, Theo Schneider, Willi Decker, Willi Michel, Curt Georgi, Steuer Willi Roloff) liegt durchweg in durch ihre Saute ausdrücken. Schnell kann freudiges Dellen in warnendes, drohendes Knurren übergehen, dieses verwandelt sich in zorniges, böses Kläffen, wozu beim Beißen noch schmerzhaft wütende Laute kommen können. Die Hunde- spräche steht immer im Dienst der Kundgebung von Gemütsbewegungen, von Stimmungen, überhaupt seelischen Zuständen. Nie konnte beobachtet werden, daß Hunde sich über Dinge ihrer Um* weit, über logische Zusammenhänge verständigen. Das Bellen ist Ausdruck subjätider Empfindungen, es wird niemals benutzt, um Begriffe, Sachbezüge mitzuteilen. llebrigens wird vielfach angenommen, das Bellen des Hundes sei eine Rachahmung der menschlichen Stimme: Wölfe bellten nicht und lernten es nur hier und da von den Haushunden. Aber wir wissen heute, daß auch Wölfe bellerche Töne ausstoßen, ja es konnte festgestellt wer^ den, daß dem Wolf zehn verschiedene vtimm- laute zur Verfügung stehen, von denen allein 6ie Hälfte Gefühle der Wut ausdrücken. Das Hundegebell ist ein Erbteil der wilden Vorfahren, des Wolfsbluts, nur daß der Hund seine Stimmittel häufiger anwendet, da er nicht mehr wie der Wolf in der Wildnis, Gefahr läuft, sich zu verraten. Auch hat der Hund im Zusammenleben: mit dem Menschen gelernt, durch sein Bellen manigfacheren freundschaftlichen Gefühlen Aus^ druck zu verleihen. Alle "VerständigungSmittel der Tiere lassen sich schließlich dahin zufammenfassen: Tiere verstehen auf die verschiedenste Weise, durch Töne, Gebärden, das, was sie gefühlsmäßig erregt, also Lust und Leid, Scherz, Liebe, Eifersucht, Zorn und Furcht den Artgenossen zu übermitteln. In dieser Affektsprache bieten die Tiere immer neue Anregungen zu Beobachtungen und zu liebevoller Versenkung in die Tierseele. Sieht man in solchen Kuird gedungen von Gefühlszu- ständen die Anfänge der Sprache überhaupt, so besitzen die Tiere wohl die Elemente der Sprache, aber zu sprechen im menschlichen Sinns vermögen sie nicht, denn nirgends finden wir bei Tieren ein äleberspringen der Stimmung, in die ein Gegenstand sie versetzt, zur Mitteilung des Gegenstandes selber. Tiere sind eben keine Menschen, sie stehen der ganzen intellektuellen Entwicklung des Menschen fern, die krummen Wege des Verstandes und der sprachlichen Diskussion sind ihnen fremd. Gott sei Dank — wird der echte Tierfreund sagen, denn gerade die instinktsichere, durch keinerlei Re- slexionen, keinen Wort- und Begriffskult gestörte Geschlossenheit des Tiercharakters. ziAt ihn an, toenn er die unzuverlässige, kvnchlizrerte Wett menfchllchen Getues'sätt hat» in5 ein 5^5 (Entfe -annif, & T Mck D%räfteil I iM9 ' L -Me Sei1 W RS U Hol der oy ML kigung öer kalten- |j Mnichwen- ILfliqatyen M Eng, hielten ihre fr*Ws M Kni) Siegens, die Men nicht st E Kic in kurzen^ Cedit empsuMche Etas sonst in tadel Iw * Kutz vom rem spo feien, Suchen ang Mungen der M hum; gekommen je kg dieses Spiel Wettspiels aus de Ear es nicht. Es r Kemonflraiion jiir Eer gezeigt werde) Hm den ausgejp Bonn, daß es mögl U)hm Uebrrhebunc »chrer Interpret tetieficn war. Wie liie Wiener Manch Lüftungen, die we Faßten. Aellungs- |enb, das Täusche Müllbehandluntz av fciit in der Abweh Bannt des Herr Wehenden Juschar ntetjall. Ganz au Wen der hchrech! ^Torhüter hatte se hu zeigen, das m Wes feine gute K öiihrung ber 3ngri pe:$ mit einem pre kn eine reife Aus Wnz besonders her Der Monnschaii m MHung des Eegne I.keähriichsten S;tua Boren wurde. Der' Midlich ein erhöh Bin stärkerer Team Wt soll nicht gesa§ Wesen halt- sich Mne'rgieentsaltung. We gewehrt, ein ff einsach über W loben, weil uet l^biels zu deo'oach Sowohl die Oestei W>t Wündiger 1 die Mannh k**n P -in Ruhetag ÜW Roman ö CoPyright bei Ö' Fortsetzung . "W, ermide <"r zu jein. M S1* Nahen h hinein * fe “artet, 1‘" Mn »er d Äi I "der! hL?n Q ,.6n2*'5.9«i Mo* »• i i. lion, und war eine würdige Einleitung dieses .r die Anschlußbewegung bedeutungsvollen Er- -Misses. Heute kann gesagt werden, daß die l^anstaltung nach dieser Richtung em voller üfrlg war, nachdem sich die Wiener die Zuckung der Anwesenden im Sturme erobert allen. Auch die 220 Yards sah deutschen Läufer in Front. H vor dem Engländer Butler, der, im Zwischenlauf von Schüller geschlagen, in der Entscheidung diesen auf den dritten Platz verweisen konnte. Körnig war wegen einer Fußverletzung nicht gestartet. Vier deutsche England-Meister. Großer deutscher Erfolg bei den englischen Leichtathletikmeisterschaften. Der deutschen Leichtathletik hat die Beteiligung an den diesjährigen internationalen Meisterschaften von England in Stamford Bridge einen ganz hervorragenden Erfolg gebracht. Vier Deutsche sind internationale Meister von England geworden, weiterhin brachte der Samstag den drei deutschen Teilnehmern noch zwei zweite und drei dritte Plätze. Die 100 Yards gewann Körnig in 10z Sek. vor seinem Landsmann Houben. In Anbetracht der ungünstigen Bodenverhältnisse ist die Zeit sehr gut zu nennen. Den dritten Platz belegte der Engländer Hedge vor dem Neger London, der im Vorjahre Zweiter hinter Corts geworden war. zeigte weit bessere Leistungen. Leider beeinträchtigte die immer stärker einsetzende Dämmerung die Durchführung und Beobachtung des Spiels, das mit einer Sensation enden sollte: Eine Minute vor Schluß erzielte Gießen sein Ehrentor. Selbstverständlich hätten die Wiener dies auch verhindern können, sic setzten aber hiermit ihrem sportlichen Anstcmdsgefüht die Krone auf. Der unmittelbar folgende Schlußpfiff des Schiedsrichters Ruppel (Gießen) machte einem der interessantesten Spiele ein Ende. Während des ganzen Spiels konzertierte die Kapelle des Reichsbanners. Am Abend schloß sich zu Ehren der Gäste im Gewerkschaft-Haus ein Kommers an, bei dem in Rede und Gegenrede die cm- geknüpften Freundschaftsbande noch enger geknüpft wurden. Wie verlaute!, besteht die Möglichkeit, daß die Wiener bei ihrer Rückreise am Dienstag, 12. Juli, nochmals hier spielen werden. Falls das Spiel zu- standekommt, soll die Bezirksmannschaft der Gegner sein. Dobermann rechtfertigte im Weitsprung die in ihn gesetzten Erwartungen, ohne allerdings seine bisherige Bestleistung zu erreichen. Ziemlich knapp siegte er mit 7,30 Meter vor dem Schweden Svensson. 7,28 Meter und dem Holländer Peters 7,27 Meter. Die halbe Meile gewann erwartungsgemäß — Dc. Peltzer startete nicht — dec Engländer Lowe in 1:54,8 vor Griffith-England und dem Franzosen Baraton. Eine knappe Niederlage Bochers brachte das Meilenlaufen, das E l l i s - England in 4:17 knapp vor dem Deutschen gewann. Der Sieg Brechenmachers im Kugelstoßen brachte Deutschland den vierten Meistertitel. Die üeiftuirg Brechenmachers mit 14,17 Meter (46 Fuß, 5i Zoll) ist allerdings nicht besonders überragend. Solling«r-Darmstadt wurde mit 13,63 Meter (46 Fuß, 8i Zoll) Dritter. Im Hammerwerfen konnte Mang-Regensburg immer-hin den dritten Platz hinter «em Schweden Skoeld, der ein« Leistung von 50,28 Meter erzielte, und dem bekannten Engländer Notes belegen. Das Diskuswerfen brachte Hoffmeister nicht den erwarteten Erfolg. Er erreichte nur 42,32 Meter und belegte damit den dritten Platz. Sieger wurde der Ungar Marvalits mit 44,44 Meter. 61IT icn, <"^ä?Dorfahren, W r Stimmig c HÄ wi- * er $u U;ib W X [ein ** ftlichsn mittel . /rjfte öit Siel* (!• »f«*jr**e daß niemand aus dem Automobil ausstieg, als er vor dem Polizeigebäude anhielt. Einer der Kriminalbeamten, die die schlafenden Leute aus dem Wagen herausgeholt hatten, sagte aus, die beiden Beamten hätten auf dem Rücksitz gesessen, jeder bequem in seine Ecke gelehnt. Es sei genau so gewesen, als hätten sie sich mit Absicht so hingesetzt, um zu schlafen, und es habe durchaus nicht ausgefehen, als ob sie überrumpelt worden wären. Der Mann mit den Handfesseln habe längs des Vordersitzes ausgestreckt gelegen. Er schien sich hingelegt zu haben, um den Schlaf recht in Frieden tzn genießen. Während man diese Mitteilungen erörterte, kam der Arzt. Er untersuchte die Schlafenden sehr sorgfältig, gelangte aber nicht sofort zu einem Resultat. Obschon er eine bestimmte Ursache zu wittern schien, bat er doch darum, das Automobil zu sehen, bevor er seine Schlußfolgerungen mitteilte. Das Automobil wurde auf den geschlossenen Hof des Polizeigebäudes gefahren, und die Untersuchung begann. Asbjörn Krag wohnte ihr bei. Die feine Nafe des Arztes fing sofort einen bet stimmten Geruch auf. „Kampfer", murmelte er. Auch Krag merkte jetzt einen schwachen Kampfergeruch. „Aber Sie müssen doch zugeben, Herr Doktor," bemerkte der Detektiv, „daß Kampfer allein nicht ein solches Resultat zuwege bringen tonn." „Sicher nicht: aber Kampfer hat einen starken Geruch. Er kann hinzugesetzt worden sein, um einen anderen, schwächeren, zu verbergen." Asbjörn Krag mußte die Berechtigung dieser Ueberlegung zugestehen, und beide kehrten zur Wachtstube der Kriminalpolizei zurück. Nun machte der Arzt sich mit den Schlafenden zu schaffen. Er spritzte ihnen ins Handgelenk ein BA iebungsmtttel ein, das bewirkte, daß sie sich endlich bewegten und einige unverständliche Worte murmelten. Endlich erreichte er es mit feinen VeH suchen, daß der eine der Kriminalbeamten die Augen öffnete, bann aber schnell wieder fcWofj. Dieser Augenblick genügte dem 2frat aber. „Haben Sie feine Augen gesehen? rief er. „Ja", erwiderte Krag erstaunt. „Sie schienen mir gelblich zu sein." (Fortsetzung fbkgtr) D.T.-Fechtmeisterschasten. Während der erste Tag der Fechtmeister schäften der Deutschen Turnerschaft in Leipzig in den Florettkämpfen dem vorjährigen Meister Löffler ein« Niederlage durch Thomson brachte, war Löffler am Samstag in den Säbelmeisterschaftskämpfen erfolgreicher. Mit 10 Siegen gewann der Frankfurter die Säbelmeisterschaft glatt vor Dr. Hoops- Berlin und den Chemnitzer P o st e l, die je acht Siege errangen. Die Ergebnisse: Säbelmeister der D. T. 1. Löffler- Frankfurt a. M. 10 Siege: 2. Dr. Hoops- Berlin 8 Siege: 3. Postel-Chemnitz 8 Siege: 4. Jacob Frankfurt a. M. 7 Siege: 5. Dr. W. Schöndube- Franksurt a. M. 7 Siege; 6. Büdinger-Frankfurt a. M. 6 Siege; 7. I. Thomson-Offenback 6 Siege; 8. F. Schubert-Leipzig 4 Siege; 9. Prause-Chemnitz 4 Siege; 10. Bechstein-Leipzig 4 Siege; 11. Tritt Hase- Jena 1 Sieg: 12. Kronenberg-Barmen 1 Sieg. in-g einfach über die Kräfte der Mannschaft. Nicht ■i loben, weil vermeidbar, war die zu Beginn des op iels zu beobachtende Unruhs bei den Gießenern. Li'wohl die Oefterreicher direkt vom Bahnhof nach «ft 24ftünÖiger Bahnfahrt zum Spiel antraten, nicht« die Mannschaft einen bemerkenswert frischen Cinörucf; anzunehmen ist aber ganz bestimmt, daß !ii> Leistungen noch um vieles besser gewesen wären. Kleinkaliberschietzsport in Gietzen. Vor einigen Tagen fand auf dem Klcinkaliber- schießstand am Bergwerkswald zum ersten Male das akademische Kreisschießen um die Kreismeisterschaft statt. Von ben 10 bisher diesen Sport pflegenden Verbindungen hatten sechs^gemeldft, jo daß ein recht lebhafter Kampf um den Sieg einsetzte. Die Kreismeisterschaft im Mcmnschafts- schießen errang die Mannschaft der Burschenschaft Germania mit 298 Ringen. Ihr fiel der herrliche Wanderpreis des Rektors der Universität sowie eine Ehrenurkunde des Verbandes Hess. K. K.-Schützen- vereine zu. An zweite Stelle trat die Mannschaft des Wingolf mit 249 Ringen. Auch ihr wurde ein schöner Preis, von Sportfreunden gestiftet, zuteil. Die Einzelkreismeisterschaft errang stuck, jur. Heinz Sah m, Burschenschaft Germania, mit 81 Ringen. Er erhielt den von den 'Alten Herren hiesiger Verbindungen gestifteten herrlichen Wanderpreis nebst Ehrenurkunde des Verbandes. Den zweiten Platz hierin belegte stuck, (orest. Rudolf Böhm, Korps Hubertia, mit 79 Ringen. Auch ihm fiel ein von Sportfreunden gestifteter schöner Preis zu. Den 3. Preis, Ehrenurkunde des Verbandes, errang stuck, med. vet. Hans Barnias, Adelphia, mit 76 Ringen. In Anbetracht dessen, daß erst Anfang Mai mit dem Schießen begonnen wurde und die Bedingung, je drei Schuß liegend freihändig, kniend und stehend freihändig nicht leicht waren, muß man diese Ergebnisse als gut bezeichnen. Vor allem aber hat das Verständnis für diesen wichtigen Sport in der hiesigen akademischen Jugend Fuß gefaßt. Er wird sich immer mehr ausbreiten, je mehr die Fertigkeit und mit ihr die Lust wächst. Hierauf deuten sichere Anzeichen hin. Sehr wünschenswert märe es, wenn auch die Alten Herren die Lust und Liebe zu diesem uns Deutsck)«n so sehr liegenden Sport in ihren Verbindungen weckten und so ein gut Teil vaterländischer Arbeit leifteten. Unsere Jugend, unsere Zukunft, bedarf der Anleitung, ja sie verlangt direkt nach ihr. Hier könnte noch der Lehrkörper der Universität, vor allem der akademische Ausschuß für Leibesübungen, Gutes wirken, wenn er das Interesse an diesem Sport, der auf dem besten Wege ist, ein wahrer Volkssport zu werden, mit in die akademische Jugend pflanzen und sich zu diesem Zwecke mit den berufenen Kräften in Verbindung setzen würde. Tennis, Gießener Tennis-Club 1922—Tennis-Club Bad- Homburg 16:8. Bor einigen Tagen fand das Rückspiel der beiden Clubs statt. 3n Anbetracht dessen, daß Honrburg mit einer stark geschwächten 1. Mannschaft antrat, nahm auch Grehen in letzter Stunde noch eine Umstellung seiner Mannschaft vor, indem man den Gästen eine durch 2 Herren und 4 Damen der 1. Mannschaft verstärkte 2. Mannschaft gegenüberstellte. Trotzdem siegte der Gießener Ctob mit 16:8 Punkten und 280:208 Spielen ganz überlegen. FUnsch in Amsterdam siegreich. Zur Internationalen Ruderregatta auf der Arnstel in Amsterdam startete der Deutsche Einermeister Walter Flinsch (Frankfurter R. V. 65), der am Samstag im Lauf gegen Spaarne (Holländische R. Dg.) klar mit zwei Langen Vorsprung in 6:31 (für 1650 Meter) siegreich blieb. Rundfunk-Programm des frankfurter Senders. (2luß ver .Radio-Umschau") Dienstag, 5. Juli. 15.30 bis 16 Uhr: Die Stunde der Jugend. 16.30 bis 17.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Reue Tanzmusik. 17.45 bis 18.15 Uhr: Die Lesestunde. 18.15 bis 18.45 Uhr: Uebertragung von Kassel: Dr. Ernst Dippel spricht „Von fernen Sonnen". 18 45 bis 19.15 Uhr: Funkhochschute: „Vorteile und Fehler in der Gesundheitspflege des Kindes", Vortrag von ; Dr. Julius Merken. 19.15 bis 19.45 Uhr: „Betriebswissenschaft in Post und Telegraphie", Vortrag von Postrat Dr. Karli. 19.45 bis 20.15 Uhr: „Ste Be- t ziehung der wandernden Kälte- und Wärmewellen ; zu Verkehr und Wirtschaft", Vortrag von Dr. F. ! Mahrt. 20.15 bis 21.15 Uhr: Konzert des Amar- Quartetts. 21.15 bis 22.15 Uhr: Schweizer-Lieder. Anschließend: Volksliederstunde. * bom 31 nähert inS DAL rfbrung ^©innt m Schick । »LB und oB i-Tfc?' m Stas L Av. ,eÄn 1920:7.05,4; 3iel abgestoppt Zu, I »Wen Kassel und 4 starker vorschiebt * mit , Längen. 2kv. v. 1895 ; 7.04. L Bieter: 1. ; Msheirncr A.°D. 7.31. tzm flottes Archen geführt wird. W2 Längen. Vierer: Das Äen« er bei 1800 Meter, also »egen Kollision zwischen und Äv. Kassel abge- Srier unterivegs auf« ein neuer Statt bei Sauf wird von Undine ewvnnen, während Rv. 1. Kölner D. v. 1877: iravÄmrg: 6.32; 3. Sun« . Lei 1000 Meter liegt m Müer Stelle Sim- scharfer Kampf zwischen >ie Spitze ein, während Kennen wird schließlich Sntfampf mit hapW Negenjchwere Wolken bedeckten den Himmel, sie ttmvsachten zwar «in« früher einsetzende Dämme- Eg, hielten ihre Schleusen aber während des gan= p Spieles geschlossen. Die Jugendspieler Wiesecks räi Gießens, die vorher ein Spiel austrugen, wur- tn nicht so rücksichtsvoll behandelt, hier machten sich 142 107.5 245 l 287.5 214,5 140,75 107,5 dessen Felder durch Ziegelsteine ausgebaut werden. Der Verteilungsmast ist gleich mit dem Häuschen verbunden. Das Ganze macht einen guten Eindruck und trägt insbesondere dem Ortsbild Rechnung. — Die Pläne zur Erweiterung der neuen Schule liegen noch der Regierung vor. Reuerdings ist erwogen wor- öcn, ob es sich mit Rücksicht auf die zunehmende Minderzahl nicht empfehle, gleich zwei Klassen zu errichten. Der Gemeinderat konnte sich indessen aus finanziellen Gründen dazu nicht entschließen. Es verbleibt aHo zunächst bei der Errichtung einer Klasse. Kreis Marburg. JC Riarburg, 3. Juli. Wie der Magistrat mitteilt, soll zwecks Liquidierung der städtischen Jnflationsanleihen und Bereinigung des städtischen Haushalts dem Beispiel anderer Städte folgend eine Barablösung der städtischen Jnflationsanleihen innerhalb drei Monaten erfolgen. . Warngau. WER. Frankfurt a. M., 3. Juli. Gegenüber dem Polizeiamte Reu-Isenburg ereignete sich heute nachmittag 3 Llhr ein schwerer Lln- glücksfall. Ein 6-Siher-2luto, das aus der Richtung Darnistadt kam, stieß mit einem Radfahrer zusammen. Während der Radfahrer ohne Verletzungen vom Rade fiel, verlor der Führer des Autos die Herrschaft über die Steuerung und fuhr auf den Bürgersteig, mitten in eine Gruppe von drei Kindern hinein. Zwei der,Kinder kamen, obwohl sie von den Kotflügeln des Autos zu Boden gerissen wurden, mit dem Schrecken davon, während das dritte Kind, ein vierjähriges Bübchen, überfahren wurde. Das bedauernswerte Kind wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus überführt. 00,5 152 169 . . . .7 . . . .8 ... 10 ... 10 . . . .6 . . 10 . . . 10 . . . . 8 . . . 10 . . . . 7 • • . 16 . . . .8 . . . .9 . . . . 0 . . . .6 . . . .8 v, I. 4 . . . .8 . . . .5 . . . .8 Ludw. Uoelie . . . Not. Automobil . . Orcnstnn & Koppel Linke Hofmann . . Leonhard Ticy. . . Bamaa-Mcguin. . Franlf. Maschinen Gn'tzner Heynaenstaedt . . . Fnngbans . . . . Lechwerke Mainkraftwerke . . Miaa . . ,< . . . . Nekarsulmer .... Peters Union . . . ®cbr. Roeder . . . Doigt L Haeffner . Sudd Zucker . . . 181 178,25 185 GOden hausen, 2. Juli. In der letzten G e - meinderatssitzung wurde die Aufstellung eines Projekts für einen Sportplatz noch ein- mal vertagt, um zu versuchen, ein besseres Grundstück für den Spielplatz im Tauschwege zu erwerben. — Der Schulvorstand regte die Vornahme von Reparaturen an dem Schulgebäude an. Der Gemeinderat erkannte die Dringlichkeit der Arbeiten durchaus an, wies aber darauf hin, daß die Arbeiten mit der Errichtung einer weiteren Schule im Zusammenhang stehen und zunächst die Bereitstellung der von der Regierung in Aussicht gestellten Beihilfe abgewartet werden muß. Der Vorsitzende wurde beauftragt, die Regierung nochmals auf die Dringlichkeit der Arbeiten hinzuweisen. — Für die Beschaffung von Handarbeitsunterrichtsheften für die Schule stellte der Gemeinderat nachträglich die Kosten bereit. — Zu der vorgelegten neuen V e r g n ü - gungssteuerordnung erteilte der Gemeinderat seine Zustimmung. Garbenheim, 2. Juli. Der D a u des elektrischen Ortsnetzes nimmt seinen planmäßigen Verlauf. In diesen Tagen ist mit der Ausstellung des Transformatorenhauses be- gonnen worden. Dieses wird in Eisen montiert, 182 184 181 193,5 138,5 230 165.25 167 5 184 185,25 274,75 138.25 179 120.25 157.5 175 173 205 183.5 266 172,2) 182,5 190,9 132,5 105,5 127,65 270.65 203.5 142.4 36,13 177 183 237 283,75 137,75 136,75 105 Wirkt durch den hohen Kohlensäure-Gehalt sehr erfrischend. Dio Pflege der Zähne und des Mundes erfordert täglich vor dem Schlafengehen eine Mund aus- Spülung mit Kaiser-Natron, damit die schädliche Säure, welche die Zähne angreift, neutralisiert und übler Mundgeruch beseitigt wird. Nur in grünor Original-Packung, höchste Reinheit garantiert, niemals lose, in den meisten Geschäften. Rezepte gratis. L Arnold Holste Wwe.. Biele leid. (5-65) j (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 4. Juli. Auftrieb: 1474 Ander; darunter 316 Ochsen, 139 Dullen, 678 Kühe, 341 Färsen, 490 Kälber; 77 Schafe, 4910 Schweine. Es kosteten' Ochsen, vollsleischige. aus- gemastete, höchsten Schlachtwerts. jüngere 65 bis A altere 59 bis 64, sonstige vollsleischige, jüngere 5.5.59, altere 50 bis 54, Bullen: jüngere, voll- flcischige, höchsten Schlachtwerts 59 bis 62, sonnige vollfleischige oder ausgemästtte 54 bis 58 • §uve. lungere vollfleischige, höchsten Schlacht- Werts 53 bis 58, sonstige vollfleischige oder aus- gemastete 45 bis 52, fleischige 38 bis 44, gering Zährte 30 bis 37; Färsen (Kalbinnen, Jung- rinder): vollsleischige, ausgeinästetr, höchsten Schlachtwerts 64 bis 68, vollsleischige 58 bis 63, Aschige 50 bis 57; Kälber; beste Mast- und Saugkälber 78 bis 82, mittlere Mast- und Saug- ^5's 77, geringe Kälber 60 bis 69; und jüngere Masthämmel, Weidemast 50 bis 55, Stallmast 40 bis 49- Schweme Fettschweine über 300 Pfund Lebend- fßcTwÄ 5?nnBiQ'f6I’s ^Meischige Schreine vvn 160 bis 300 Pfund Leoendgewicht 59 bis 61, fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Leoendgewicht 56 bis 60. Am Rindermarkt )ln& gutg Qualitäten reichlich vertreten, der 4°/o Oesteretchische Goldrte. . 4.20°/o OeslerrZch. Silberrtc . A'Jp Oesterreich. pinbeitL Rtc 4% Ungarische Goldrte. . . . 4% Ungarische Sta-ttßr. b. 1910 4‘/a% desgl. von 1913 . . . . *Vo Ungarische Jlronenttc . . 4% Türk. Zc 4% Türk. Ll nr. 154 ff.icheinU' *** Oie 5* o WT- * auch, scheinen e'A 8°lg- h°^ Anschrift^ richten: W $taWrtQ,n Dir in tu Erhöhung d lönnte den ( Torschlog ir der Delüvirl 6ie mitten a Miöcchruch ter Mcirtf 'Hotoenbigleit Ausgleich Landwirts schassen. Die fi «in zu starke: Zölle die Gesc loirtschafillchen Ironie. M d Kartvsselzolles and eine Ter. Regierung au Landwirt ^^girrung mi tung nachlvm vwne der D lächter liM L zollen liegt es Ortschaft aus Ichutzes 6eöeu: Industrie. I, j^tionisin MN 'M Fü ^sutschland, i| Elchen Nark 6et Abschluß 4andc Ker. weitg "tzten 3oig N'g starken M 'st es ci ?(lt. flulem 2c 5?J®niet 2^* S Motion W Unerhz,. " teg r^r-1 ba F*«®' bar ’ .^ec S das R Mt lein M 2d Schluß- l'Uhr» Kurs Kurs 2 e rl in. ordm-ng steyk über Zolla str K a den von 21 aus Reichsrat AartofstlM lehnt Reichsfi' begründet di daß es nicht laus terM neuen 3oMQl Verlängerung 1929 notW olge die Se cnfen. ich »erringen rauem. Du < 590 Millionen Mark im Jas borge .Die < bedeuten eine Jnanspru, mit indire schon so starke . Die amtliche Großhandels- ^oexz.rffer. Die auf den Stichtag des 29; berechnete Grobhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts hat gegenüber der Vorwoche um 0 4 v.H. auf 137,9 (137,4) angezogen. Zauptgruppen hat sich die Jnder- Gärstoffe um 0,9 v. H. auf 139,5 0^.2) erhöht. Gleichzeitig ist die Indexziffer für Kolonialwaren um 0,3 v. H. auf 128,7 (128 3) gestiegen. Die Indexziffer der industriellen Roh- Holbwaren hat um 0,2 V.H. auf 131,9 G"9e8ogen, während diejenige der indü- itrtellen Fertigwaren rtnverändert aus 146 3 lag . , Die ungarische Bouxiterz'aus- fuhr nach Deutschland. Die deutsche Alu- mimumlndustrie deckt in immer größeren: Maße A. E G. . Bergmann Elektr. Lieferungen . . Licht und Äraft. . . gelten & Guilleaume . Ges. f. Elekir. Untern. Hamb. Elektr. Werke . Rhein. Elektr 6 4 0 c 0 0 0 G 8 8 10 8 k 10 6 Vreußen. T Vetzberg, 2. Juli. In der letzten Ge- memderatssitzung wurde u.a. beschlossen, bei der .'reisverwaltung zu beantragen, ausgewechselte Pflastersteine zur Verfügung zu stellen, um die Orts st raße mit einer ordnungsmäßigen Rinne >u versehen und die jetzigen Mißstände zu beseitigen. — Die früher abgelehnte Beschaffung von Hand- a rbci tsl ehrheftcn für die Schule soll nach-' uaglich erfolgen. — Der Gemeinderat ist damit einverstanden, daß einer S t e i nch r u ch f i r rn a in Bieber zum Betriebe eines Kompressers An- ichluß an die Gemeindeelektrizitätsleitung vorübergehend gestattet wird. 00 Wißmar, 1. Juli. In den beiden letzten GemeinderatssiHungen wurde folgend aerhandelt: Die von dem Kreisbauamt bei der Revision der L a h n b r ü ck e festgestellten Mängel sollen abgestellt werden mit Ausnahme des Schuhsteiges, der nur dami angelegt werden soll, wenn der Kreis die Brücke übernehmen will. — Die Entschädigung der ORitglieder des G e- meinderats für die Teilnahme an den Sitzungen wurde neu festgesetzt. — Dem Wilhelm Will und dem Karl Seipp wurde je ein Baugrundstück am Dahnhofsweg veräußert. — Das für die Zusammenlegung bei der Kreissparkasse aufgenommene Darlehn von 7500 Mark soll vom 1. Dezember 1929 ab mit jährlich 600 Mk. zurückgezahlt werden. — Mit der Anlage der Wege auf dem neuen Friedhof soll bis nach der Grummeternte gewartet werden. Bis dahin wird der Bürgermeister einen Plan vorlegen. — Der Antrag einer auswärtigen Firma auf Genehmigung der Errichtung einer Autolinie nach Gießen wird als -.wecklos angesehen, da auf die Zustimmung der Eisenbahnverwaltung nicht zu rechnen ist. Dagegen soll mit der P o st dahin ein Abkommen getroffen werden, daß sie versuchsweise Mittwochs, Samstags und Sonntags je einen Wagen um die Mittags- und Wendzeit zwischen Gießen und Wißmar über Launsbach verkehren läßt. Dafür soll die Garantie vier Wochen lang übernommen werden, wenn sich die Gemeinde Launsbach beteiligt. Letztere Gemeinde hat inzwischen abgelehnt, so daß der Plan nicht zur Verwirklichung kommt. Es ist dagegen in Aussicht genommen, den Fahrplan der Postkraftlinie Gießen—Krofdorf künftighin so zu gestalten, daß er im Interesse der Bevölkerung von Wißmar und Launsbach besseren Anschluß an der Eisenbahnhaltestelle Krofdorf findet. — Für die Ausstellung der landwirtschaftlichen Lokalabteilung in Wetzlar, das sog. Ochsenfest, wurde ein Ehrenpreis von 25 Mk. bewilligt. — Lieber die Vornahme der Ll f e r - befestigungsarbeiten an der Lahn soll bei der in irächster Zeit stattfindenden Etatsberatung Beschluß gefaßt werden. Der Kostenanschlag beläuft sich auf 10 000 Mk. Wenn auch hiervon 5000 Mk. aus staatlichen Fonds gedeckt werden, so erscheint es doch sehr zweifelhaft, ob die Gemeinde in der Lage sein wird, die restlichen Kosten zu übernehmen, zumal die Schäden sich alljährlich wiederholen. Wirtschaft. Entwicklung der deutschen Sparkasseneinlagen. Ein Lleberblick über die Entwicklung der Spar- und Giroeinlagen der deutschen Sparkassen zeigt, daß Ende April 1927 die Giroemlagen nur noch den dritten Teil der Spareinlagen betrugen, während die Spar- und Giroemlagen im Jahre 1924 fast gleich hoch warcn> Ende April 1927 betrugen die Spareinlagen 3854 Mill. RM. (1924 608,0, 1925 1615,0, 1926 3096,4) und die Giroeinlagen 1203 Mill. RM. (1924 655*4, 1925 896.7, 1926 1119,1). Man sieht also, daß die Spareinlagen langsam, aber stetig mit der Zunahme der Kapitalbildung wachsen, während die Giroeinlagen, die Kassen- gelber der Wirtschaft, nur in dem Maße steigen können, in dem sich das Wirtschaftsvolumen und der allgemeine LImsatz vergrößern. Das letztere gilt allerdings mit der Einschränkung, daß sich unter den Giroeinlagen häufig auch auf Giro "?^s^Esene Lohnzahlungen befinden. Llnter Be- ruckiichtlgung der bedeutend gestiegenen Produk- han deutschen Wirtschaft, namentlich im ersten Hallgahr 1927, die ihren Anfang im ver- gangeneii Jahre mit dem englischen Kohlenstreik nahm, mühten allerdings die Giroeinlaqen viel hoher sein. , ,r * Konkurse im Juni. Rach einer Mitteilung des Statistischen Reichsamtes wurden im Juni durcy den Reichsanzeiger 427 neue Kon- kurse — ohne die wegen Massemcpigels abgelehn- ten Anträge auf Konkurseröffnung — und 98 angeordnete Geschäftsaufsichten bekanntg-geben Die entsprechenden Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 464 bzw. 129. Schles. Elekir. . . . Schuckert Siemens & Halske Transradm Laßmever L Co. . . Buderus Deutsche Erdöl . . Essener Steinkohle Gelsenkirchener. . f. Harvener Hoescü Eisen Ilse Bergbau .... Klöcknerweike .... Köln-Ncucssen 5 Mannesmann . . .f. V. ft. i Mansieldcr 7 Oberschles. Eisenb. Bedarf 0 Lberschles. Kokswerke . . .0 Pbönir Bergbau. f. V» I 3 Nbeinischc Braunkohlen . 10 Rheinstahl..........0 Riebeck Montan c Vereinigte Stahlw. f. 5s. 3 Otavi Minen ... ... /sh Kali Ascherslcbe.i 10 KaliWesteregcln 10 Kaliwerk Salzdetfurth . . >2 l'lllg. Deulsche Eisenbahn .4V2 Hambura-Amerita Paket. . Öie Hauptspekulationspapiere finö ledvch bis zu 8 Proz. schwächer. Außerordentlich hohe Verluste hatten Bemberg und Vereinigte Glanzstoff zu verzeichnen, die je 13 Prvz. nachgaben. Ostwerke lagen sogar 20 Prozent schwächer. Heimische Anleihen uno fremde Renten abbröckelnd, letztere bis Jy ?"Eier bis zu, 1 Proz. niedriaer. OJCTlaufe setzte sich eiste leichte Erholung •I? r a V.eichsbankausweis vom 30. Juni so ungünstig sei, wie man erwartet hVkte. Ais jedoch später die Zahlen bekannt wurden und es sich herausstellte, daß die Bestände an Wechseln und Schecks allein um 47,72 Millionen Jlfarf gestiegen sind, gingen die Erholungen wieder verloren. Die Kurse gingen stellenweise noch unter das Ansangsniveau zurück. Die Llmsob- tatigkeit blieb sehr klein. «Lranksurter SchlachLviehmarkt. ssrankf: t a. M.^ Berlin Norddcurscher Llopd . . . . „ illg. Deulsche Creditanst.. 10 '•Barmer Bankverein . . . 10 Berliner Handelsqcsellsch. 12 Uommerz- und Privai-Bk. 11 Darmst. 11. Nalionalbonk- 12 Deutsche Bank ..... r . 10 DiS'onto-Gcsellschast Ant. 10 Dresdner Bank......lo Milteldeutschc Creditbank . 9 Metallbank g »ieichsbank iij Antrieb nach auswärts war ziemlich gut. schäft ruhig und ausvrrkauft. Der Kälber- un Hammelmarkt wurde bei ruhigem Geschäft räumt. In Schweinen langsames Geschäft gerincrr Lieberstand. 1.7. 185,5 190,6 199,75 Amerikanische Noten Belgische Noten . . . Dänische Noten . . . Englische Noten. . . Schlug.! 1-Ufcr. . Kurs | Kurs 17. | 4.7. 87,65 87777 ______________Datum: 5% Dl. Reichsanleibe v. 1927 Dt- Aul Ablös. Schuld mit Auslos -Rechten . ... Desgl. obre Auslcs-Rechten 7% Krauts Hyp.-Bk. Go'.dpf unkündbar vis 1932 . . . . 4W/o Rheinische Hhp -Bank Liqu -Goldpf 31. C. (3. abg. Dorkriegs-Ob- ligationen, rückzahlbar 1932 4% Schweiz. Dundcsb.-Anl. ivrauLkurier Ge^r^tSeLörse. (Eigener Drahtüericht des „Gießener Anzeigers'. Frankfurt a. 9)1., 4. Juli. Trotz erhöhte! Tluslandpreise ist das Geschäft in Weizen und Roa gen sehr schwach, und die Preise der Vorwoche be hallen weiterhin ihre Gültigleit. Roggenmchl js, ermäßigt, obgleich der Nachfrage vcrhältnismäßic geringes Angebot gegenüberstand. Die Kleiepreis, bröckelten stark ab, Kartoffeln sind zürn erftenmai ui guter Pfälzer Ware am Markt und kosten je nach Qualität 11 bis 12 Mark je Zentner ste ^rankfutt a. M. Es notierten: Weizen, Wetterauer 31,25 Mk.: Roggen, inländischer, 28,50 bis 28,75 Jiafer, inländischer, 26; Hafer, ausländischer, 23.51 bis 26; Mais, gelb, 19; Weizenmehl, inländisches Spezial 0, 41 bis 41,25; Roggenmehl- 38,75 bis 39 Weizenkleie 13 bis 13,25; Roghenkleie 14,75 bi° 15; Erbsen 30 bis 60; Linsen 40 bis 60; Weizen, und Roggenstroh, drahtgepreßt, 4,75 bis 5,25; ge, bündelt 3,50 bis 4; Treber, getrocknet, 15,25 bis 15,75 Mk. Kartoffel-Notierungen in Frankfurt a. TU. Neue Pfälzer, weißschalig und weißfleischig 10,50 Mark, gelbfleischig 11,50 Mart. Berliner Produktenbörse. lEigener Drahtoerichi des „Gießener Anzeigers".) , rlin, 4. Juli. Die Marktlage kennzeichnet sich heute als etwas fester. Aus der Provinz liegen verschiedene Meldungen über Regenfälle vor und auch hier ist die Witterung unbeständia Am cif.-Markte hat sich die Lage wenig verändert, man verlangt ungefähr die gleichen Preise wie am Samstag. Llmsähe kamen allerdings kaum zustande. Inländisches Brotgetreide für prompte unb für Herbstlieferung wurde wenig umgeseht Resonders schwierig ist vorläusig das Roggen- Exportgeschäft, da die Forderungen angeblich zumeist zu hoch sind, so daß deutscher Roggen am Weltmärkte schwer konkurrieren kann. Am Zeitmarkte stellten sich die Rotierungen» für Herbstweizen und für alle Sichten von Roggen etwa 1 Mark höher. Juliweizen blieb unverändert. Die heute angelnenten 330 Tonnen Weizen sind als kontraktlich befunden worden Hafer hatte weiter kleines Geschäft. Die Provinz hält nach wie vor auf Preise. Gerste hatte ebenfalls kleines Geschäft. In Reuhafer kommen gleichfalls nur in kleinstem Ausmaße Llmsäye zustande. Die Witterung verhindert das Ausreisen und den Schnitt der Wintergerste, die unter normalen Verhältnissen bald auf dem Markte erscheinen müßte. Roggen (märk.) 263 bis 265, Sommergerste 250 bis 273. still, Hafer (märk.) 252 bis 259, still. Mais (La Plata) 186 bis 188, still, Weizen- mehl 36,75 bis 38,75. still. Roggenmehl 34,75 bis 36,75, still. Weizenkleie 13,75. Viktoriaerbsen 44 bis 56. kleine Erbsen 28 bis 32, Futtererösen 22 bis 23. Peluschken 21 bis «22,50, Ackerbohnen 22 bis 23, Wicken 22 bis 24.50, Lupinen (Mau) 15 bis 16, Lupinen (gelb) 16 bis 18, Rapssuchen 15,40 bis 15,80, Leinkuchen 19.90, Trockenschnitzel 12,50 bis 13,10, Sotza-Schrot 19 bis 19,70, Kartoffelflocken 32.20 bis 33,50. Sprechstunden der Redaktion. 12 bis 1 Ahr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen Für vnverlangt e'.ngesandle Manuskripte ohne beigcsügtcs Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Anzeigenauftrüge sind lediglich an die Geschäfts ft elle zu cichken. Verantwortlich für das Feuilleton: i. & Dr. Fr. W. L a n g e. | Oer Weg zur Hygiene uaöene Marktplatz 8 2473id Telephon Mr. 1459 Sch!«",. Kurs 1.7. I .............. SIUWI'IWN.................................... iKiujiw? vertreten, Kurszettel der Berliner und FranksEe^Wörie D,° hinter den Papiere ang-sührt-n Ziffern g-b-n die Höhe der zuletzt b°,chl°ffenen Dividende 1- Juli. , 4. ftii li. Amtliche lVcld Notii.runa 1 Brief Amtliche Notierung tSeld 1 Brief Ainu-Non «Kcn.-'.'Itrei Brss.-Anlw Christianiu .tkop.-uhnncss Sclunofors. Ilcliru. . . London. . . Neupork . . 'ßortd. . . . Schwei; . . Spanien. . Japan . . . Rio dc Jan Wien in D-- £eft. abgcst Belgrad' ‘ Budapest. . Bulaanen Lissabon . . Äi„: Athen. . . Canada . . Uruauai). . Cairo . . 168,8G 1.788 68,56 169,05 112,68 »12,94 10,612 23,37 iü,17 4,216 16,505 81.135 72,23 1,988 9.494 69,32 12,491 7.417 73,43 ...647 rv,88 81,67 2,183 5.744 4.209 4,116 20.995 169,20 1.792 58,68 109,27 112,90 11 ',16 10,612 23,41 20,51 4,223 16,545 81.295 72,37 1,992 0.495 59,41 12,511 7.431 - 73,57 3,053 20,92 . 61.81 ' 2,187 6.756 4.217 4,154 21.035 168,92 1.788 58,57 109,05 112,70 112,87 10,612 23,29 20,47 4,2156 16,51 81,14 72,23 1,998 ..491 69,31 12.491 7,417 73,43 3,947 20,88 81,66 2,183 6,694 4,208 4.136 .0.99 169,26 1,792 68,1'9 109,77 112,92 113,09 10,632 23,33 20,51 4,2235 16,55 81.30 72,37 2,(02 0,493 69,43 12,51t 7,431 73,57 3,053 20,92 81,82 2,187 6,716 4,216 4.144 21.03 ■ J