Nr. 29 Erstes Matt 177. Jahrgang Zrettag, 4. Zebruar 1927 n dem Grundsatz, dast sehe deutsche Regierung heutfdx* Politik treiben must. (Rufe links ..Ver- legenheitSredenSartenl") Das VerlragSwerk von Locarno und die Mitgliedschaft im Völkerbund find die rechtlichen und politischen Grundlagen der deutschen Politik. Sine Politik her Gewalt und Revanche lehnen wir ab. (Hört! Hört! links.) Sie ist auch unmöglich angesichts der Deutschland aufgezwungenen Waffenlofigkeit. Dir wollen eine Politik der Verständigung, aber e» must due gegenseitige sein. Dir Methode der deutschen Vorleistungen muh aushjren. (Rufe: „Die Opferungen!") Dao Abkommen über die Ostsestnngen ist vor dem (Eintritt der Deutsch- nationalen In» Kabinett geschlossen morden. Solange ein fremder Soldat auf oertschein Bobcn steht, kann von einer wirklichen Verständigung nicht die Rede sein. 3n der Innenpolitik ist von unS ein Gesinnung»- bekenntniS, eine Preisgabe unserer monarchistischen lleberzeugung nicht verlangt und nicht zugesagt worden. (Stürmische» Hört! Hört! links.) Wir stellen un» mit unserer ganzen Kraft in den Dienst hefl Staate». Gin BelennntiS zum Staat ist nicht gleichbedeutend mit dem Bekenntnis zur StaatS- form. lSlürmlsche« Hört! Hört! link».)Die Staats- form steht fest, und wir wollen mit der Regierung hie Staatsautorität und d i e Verfassung schützen. Wir halten die Ber- sassung in vielen Punkten für verbesserungsbedürftig, aber in einer Koalitionsregierung kann keine Regierungspartei grundlegende Aen- herungeanltugc ohne Uebereinstimmung mit den übrigen stellen. Der (Streit um die GtaatSform und um die Reichsfarben wird Weilergehen, ober er must In fachlichen Formen und ohne perfönliche Gehäffigkeit geführt werden. Wir begrüben eS, dast mit der neuen Regierungsbildung Die Mitte mit dem Zentrum von der Sozialdemokratie ImSgrföft ist. Diesem ersten Schritt must eine gleich.' Regelung auch in den Landesregierungen, vor allem in Preusten folgen. (Lauies Hört! Hört! link».) Wir freuen un». dast zum erstenmal in einer Regierungserklärung die Achtung vor den groben Traditionen der deutschen Vergangenheit befördert wird. Präsident Labe nerllest unter grober Heiterkeit einen sozloldkmokratlschcn Antrag, die Rede de» Abgeordneten G)raf Westarp auf Reichs osten In allen Gemeinden bes besetzten Gebiet » äffent- kich anfch 1 agen zu lassen. Die (Sozialdemokraten haben inzwischen auch einen M i st t \ a u e n » a n • trag gegen die neu? Regierung eingebracht. Abg. Drewitz (W. Dg.) gibt die Erklärung ab. seine Fraktion habe in der Regierungverkiärung die Zusage einer Herabsetzung her Reichoau» gaben vermistt. Die neue Regierung hat et selbst in der Hand, sich die Untersttitzung unserer Fraktion tu sichern indem sie unsere Forderungen erfüllt ’2'i - oahln nehmen wir eine abwartende Hal- I u n g ein Udg. Dr. Scholz (D. U) begrübt es. dast die Deutfchnalionaien durch ihren Eintritt in die Recherung die Konsegnenz gezogen ' haben, die jede Obpo|itloii»l>artel ziehen must, wenn sie eine Regierung gestürzt hat Deutschland habe schon setzt ein Recht auf sofortige A u | 6 e b u n g der Besetzung deS Rheinlande». Mit Locarno und Gens sei die Fortdauer der Besetzung ganz unvereinbar. Die unerträglichen Zustände an her Ostgrenze müßten endlich geändert werden. Der Redner verlangt eine Senkung der Einkommensteuer, besonder» In den mittleren Sinsen. Aus den sozlalpolitifchen Richtlinlerr her Regierung ergebe sich klar, dast von einem .Besitzbürgerbiock" nicht gesprochen werden kann. Millionen von Arbeitern stehen hinter der neuen Regierung. Der Redner weist dann den 'Borwurf zurück, hast hie Volkspartei den liberalen Gedanken verraten habe. Sie wolle ihn vielmehr auch In b. । neuen R< öletung ve treten (Bi(fall । el her D. Vp.) Bedaneriich fei e» nur: dost die Demokraten durch ihr Fernbleiben von der Regierung den liberalen Gedanken geschwächt haben. 'Boni demokratischen Standpunkt au# sei eine Stärkung her Stellung h <• s Reichspräsidenten dringend notwendig. Jetzt könne die vom ReichSpräfidenten ernannte Regierung durch eine einfache Mehrheit he« Reichstags gestürzt werben. Man dürfe nicht verlangen, dast her Reichspräsident sich Der . Fraktinnsdiktalnr beugt. Abg. Heckert (Komm.) Der lange Schmus der Regierungserklärung könne nicht blmixM- tänschen über die Arbelterfelndlichkeit des neuen Kabinetts. Die fetzige Situation sei durch he Sozialdeinokratle mit verschuldet worden Der sozialdemokratische Führer Hermann Blüllev stabe fich gegen eine ReichstagSanflöfnng ansge- sprochen, weil er befürchtete, dast bei Renwatzlen die Demokraten ganz an» dem Reichstag verschwinden werden. Die Sozialdemokraten hätten fich bet her Retch-Präfidentenwahl auch f ü r henfeiben Rkarr erklärt, her fetzt da» antt- republikanifche Kabinett führt. Die Arbeiterfchaft stehe einer arbeiterfeindlichen Regierung gegen- über und fle werde den Kamps gegen diese *J(e- glcvung ausiiehmen. Weiterberatimg Freitag. 'Berliner Presseecho. Berlin, 4. Febr. (Wolfs.) In heu Kommentaren her Berliner Blätter zu her gestrige» ReichstagSdebatte finden nicht nur Die Regierungserklärung. fonDcrn auch die Ausführungen des Grafen Weftars» ein laute« ücho. Besonder- hie OppoNtlom'presse w.dmet her Rede deS deutschnatlonalen Führer» grösteie Aufmerksamkeit als hem ReaterungSprogramin. Sie spricht von einem Konflikt, k^r in her Regierungekoalition entstanden fei - einige Blätter tollten sogar von Rücktritts- drohungen deS ReichSfinanzminl- fl er 6 D r. Köhler zu m.-lden. I» einer Mi- nifterbefpr.'chm'g nach Sckllust bxt gestrigen Relchslagssthrmg soll e» dann zu einem Koni» Promis) gekommen sein, ha» die Al»gabe einer Crf(änmg durch den deulschnat.nnai' n Abgeordneten L e | e u n e - 3 u n g vorfleht Die Deutsche Zeitung lagt, hast die Lrklärimg de» Reichskanzler» Marr eine ganz ossenslchtitch betoufjte und absichtsvoll.- Hernnü- forherung der nationalen und mmmrchischen Kre.se sei. — In der Kreuzzeitung heif-t es: Sin RealerungSprogrannn als solche« besitzt keine groste Bedeutung, tirft die Daten einer Regierung zeigen, wa« au« einem Programm gemacht werden kann. Wir toerDvn deshalb abwarten müssen, wie weit der dlnfluh her vier heutfchnativnalen Mitglieher im Kabinett zur praktischen Auswirkung gelangen kann. Die Deutsche Tageszeitung schrei t: Wa» die Regierungserklärung bleiet, ist ein sorgsam uni» fleistig -usammengesügtea Mosaikbilh he« praktischen Arbeit Wille ns zum Wohle her Gesamcheit. v» bedeutet für nieman- hen, selbst nicht hie austerhalb Der Koalit on Stehenden, eine Vergewaltigung irgendwelcher UeuerAeuguiig, eine Preisgabe irgenkweicher Grundsätze. S« ist ein Aufruf zu praitl- scher Arbeit und nichts weiter. Die „Deutsche A l l g. 3t g" erklärt: Bei oert neuen Regierung»parieten Ist der ernste Wille rorhanben. bl« sachliche Arbeit orten aiv- Dcren voranzusiellen. — Die ,T ä g 1. B u n h - schau" stellt fest, die RegierungSerllärung habe » EEnheitllche» Gepräge getragen und arte diejenigen Lügen gestraft, die fchon im vor- auS davon gefabelt hätten, die Regierungserklärung fei nach hartnäckigen Kämpfen hefl Kubl- nettfl zufammengeftückelt worden. Rach her R De öe« Grafen Westarp hätte jeder unl-efang.-ne Zuhörer den Eindruck aehabl. dast die Deu'ichnatiy- nalen eine gründliche 1114 ft e II u n g vollz >.11 hätten. Es wäre ungerecht, das nicht anzuerken- nett. Wenn schon Graf Westarp betont habe, daß bas Bekenntnis zur positiven Mitarbeit keinen Verzicht auf grundsätzliche Anschauungen bedeute, so werde ihm darin jeder zustimmen. — Di« .Börsenzeitung" sagt, die Negierung-- erflärung sei ein Kompromiß, bei dem der beiderseitige Streit um die Bergangenheit zurückgestellt sei. Keine der beteiligten Parteien gebe etwas von ihrer inneren Llebrrzruguna auf, sondern betrachte die jetzt vorhandenen Grundlagen und Tatsachen als die Ausgangsstelle gemeinschaftlichen Handeln- und verzichte auf jede Gewaltanwendung. Die „® e r m a n i a“ meint, wenn statt der Deutschnationalen gestern die Sozialdemokra- t e n mit dein Zentrum und der Deutschen Dolks- variei auf der Regierungsbank gesessen hätten, wäre die Regierungserklärung kaum anders ausgefallen. Was sie inner- und außenpolitisch gesagt habe, sei einwandfrei gewesen und habe auch den Oppositionsrednern keine Handhabe zur Kritik geboten. Der Gesamteindruck der Rede Westarps sei Mißtrauen und bange Sorge über die Aufrichtigkeit der deutschnationalen Politik auf allen Seiten gewesen. Das „Berl. Tage bl." sagt: So zerschlägt Graf Westarp, eine nach der anderen, die Porzellanfiguren, die Marx in seiner Rede sorgfältig aufgebaut hat. — Die „Boss. Zta." hebt hervor: Das Bekenntnis der Deutschnationalen zu Stresemanns Außenpolitik! Nach der Regierungserklärung steht es fest, daß die deutschnationalen Minister s i ch bekehrt haben. Und da diese Minister als Be- aufttaote ihrer Fraktion, die um den Inhalt der Marxs'chen Formel wußte, in die Regierung hineingegangen sind, so steht vor aller Welt fest, daß di« Partei als solche sich zu neuen Bekenntnissen be- kehtt hat. Das sollte nun der arme Graf Westarp für den Agitationsgebrauch in seiner Reichstagsrede „populär bearbeiten". Der „Vorwärts" bemerkt: Diesmal wird man den Ruhm, das meiste zur Erschütterung der neuen Regierung beigettagen zu haben, nicht dem Führer der stärksten Oppositionspartei, sondern dem Führer der stärksten Regierungspartei zuerkennen müssen. — Die „Rote Fahne" schließt ihren Artikel mit den Worten: Gegen die Diktatur der Bourgeoisie di« Diktatur des Proletariats! Stimmen aus dem Reich. Köln, 4. Febr. (211.) Die „Köln. Vollsztg." geht davon aus, daß Graf Westarp die Spaltung seiner Fraktion habe vermeiden wollen und seine Partei auf das Regierungsprogramm umstellen wolle, weshalb in dir Rede Zweideutigkeiten hineingekommen seien. Graf Westarp habe mit geradezu raffinierter juristischer Dialektik neben jedem Zugeständnis eine Einschränkung gesetzt. Wir verkennen durchaus nicht, daß es für den deutsch- nationalen Führer eine schwere Aufgabe war. seine Partei von der Retchstagstribüne aus zu vertreten, aber wer in der Regierung Mitwirken will, muh auch den Mut zum offenen eindeu- ttgen und klaren Bekenntnis haben. Es bedeut« fast eine Aufhebung der Anerkennung von Locarno, wenn Graf Westarp zwei Schritte vorwärts und einen zurück tue. wenn er also aus inneren Parteigründen zurücknähme, was er auS Staatsraison zugäbe. Wir warnen die Deutschnationalen vor dieser Me hvde, die die von uns geforderte Loyalität vermissen läßt. — Die „T r e m o n i a“, daS bekannte Dortmunder Zentn:msblatt, bezeichnet die Rede Westarps als wirklich geschickte Worte, hervorgesprudelt aus dem Bemühen, der Wählerschaft dieneue Wendung schmackhaft zu machen, al’er auch aus dem Bestreben, vor der Oeffentlichkeit den Eindruck einer in die Machtposition mit fliegenden -.Fahnen siegreich eingrdrungenen Partei zu erwecken. — Das rechtsdemokratisch; ..Hamburger ^Fremdenblatt" sagt: Die Fülle der Arbeit, die vor der Regierung liege, sei erdrückend. Es scheine, rdaß ihr das Hamlet-Schicksal beschieden fei; eine zu schwere Last sei auf ihre Schultern gelegt. Schon heute müsse die große Hamlet- Frage gestellt werden: „Sein oder Richt - fein!“ Die wirtschaftliche Lage Les deutschen Handwerks. Berlin, 4. Febr. (TU.) Der Reichsbund des deutschen Handwerls gibt bekannt: Die wirt- schaflliche Lage des deutschen Handwerrs wird auch für den Monat Januar durch Arbeitsmangel und geringen Umsatz überwiegend gekennzeichnet. 3m Baugewerbe und in den Baunebcngewerben ist eine Derschlechterung des Geschäftsganges festzustellen, hervorgerufen durch die ungünstige Jahreszeit und das Fehlen von neuen Bauaufträgen. Ferner ist eine Berschlechterung zu verzeichnen am Be- kleidungs- und metallverarbeitenden Gewerbe. Die Landwirtschaft hält infolge des Ruhens der Feldarbeiten sehr mit Aufträgen zurück. Trotz der Herabsetzung des Reichsbankdiskonts kann von einem besonders günstigen Einfluß auf die Kreditvcrhältnisse des Handwerks nicht gesprochen werden. Der Steuerdruck ift nach wie vor Gegenstand harter Klagen. Die Preisgestaltung weist von kleineren Schwankungen abgesehen keine Aenderung auf. Eine Reueinstellung von Arbeitskräften erfolgte kaum; Entlassungen waren kaum notwendig. Briands Verständigungspolitik. Eine Verteidigungsrede im Senat. Paris, 3. Febr. (Havas.) 3m Senats- auSschuß für au8toärtige Angelegenheiten erstattete Außenminister Briand Bericht über Die auswärtige Politik Frankreichs. Die Regierung habe eine Kontinuität in ihrer auswärtigen Politik gehabt und wolle fie weiter beibehalten. Die Abkommen von Locarno hätten in Wirklichkeit Die Lücken des Berfailler Bertrages ausgefüllt und dessen Durchführung erleichtert. Mit ihrer Hilfe sei die Rh eingrenze zum e r st e n M a l e von Deutschland anerkannt und von den Alliierten garantiert worden. Die Ost- grenze finde in dem Abkommen von Locarno ihre Garantien, da ja auch in diesem Punkte Deutschland sich verpflichte: habe, niemals zur Gewalt wieder feine Zuflucht zu nehmen. Die Räumung der Kölner Zone fei erfolgt auf Grund des Versailler Bertrages und lüchl auf Grund der Lvcarnoabkommen. Bei dem mystischen Frühstück von Thoiry sei von ihm eine Verpflichtung nicht eingegangen worden. Er habe Skresemann deutlich zu verstehen gegeben. daß die Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland solange nicht vollständig fein könne, als die Frage der Sicherheit nicht Zuspitzung in China. Wendung in der englischen Politik. London. 3. Febr. (Reuter.) Von dem britischen Geschäftsträger in Hankau sind die Berichte über die letzte Entwicklung seiner Besprechungen mit dem Minister des Aeußern der Kamonregierung Tschen und über die neue Lage, die damit eingetreten ist. nunmehr in London eingetroffen und bilden den Gegenstand sorgfältiger Erwägung. ES liegt auf der Hand, daß infolge deS plöhllchen Wandels in der Haltung des Ministers Tschen die Besprechungen zwischen den englischen und chinesischen Vertretern eine gänzlichneueWendung nehmen werden. Das Verhalten Tschens, das vielleicht nur einen Schachzug im chinesischen Spiel darstellt, gab naturgemäß diesen Besprechungen ein ganz anderes Gesicht. Soweit es sich dabei um Schanghai handelt, ist Die Hauptfrage, wie Die bestehende Lücke in Den bisher für Den Rot- fall getroffenen Anordnungen für den Schutz des Lebens Der britischen Staatsangehörigen ausgefüllt werden soll, während es z. B. in Hankau ein Leichtes gewesen wäre, die britischen Anwohner zu evacuieren, liegen Die Dinge in Schanghai ganz anders. Die im Augenblick drängendste Frage ist die der unmittelbaren Bedrohung" Schanghais. Wenn von einer solchen die Rede sein kann, so muß die Lücke in den bisherigen Vorkehrungen a u 5 g e f ü 111 werden. Dies ist von allen mit dieser Frage im Zusammenhang stehenden Gedankengängen der weitaus wichtigste. Auf die Rote aus P e - king wurde bis jetzt von englischer Seite noch keineAntwort abgesandt. Daß der Abbruch der Verhandlungen mit England in Schanghai als ein so gut wie endgültiger Beweis dafür aufgefaßt wird, daß Nord - und Südchina jetzt in der Frage der Verträge und in ihrem Widerstand gegen die britische Diplomatie einig seien. Wenn auch der britische, amerikanische, französische und japanische Admiral zurückhaltend seien, so herrsche doch der Eindruck, daß angesichts der schroffen Haltung Pekings und Hankaus die Ereignisse sich in Zuspitzung auf einen Bruch und möglicherweise auf Feindseligkeiten hin bewegen, weshalb man sehr auf die Entfernung aller Ausländer bedacht sei. Die Arbeiterpartei und das Chinaproblem. London, 4. Febr. (TU.) Die Meinungs- Verschiedenheiten in der englischen Arbeiter- partei über die britische Chinapolitik werden immer stärker. Sogar gemäßigte Mitglieder der Partei verhehlen nicht ihre Äritit an den Reden Macdonalds. Sie erklären, daß es notwendig gewesen sein würde, selbst wenn heute eine Arbeiterregierung am Ruder wäre, und Macdonald selbst im Auswärtigen Amt säße, angemessene Maßnahmen u m Schutze des britischen Eigentums in China zu ergreifen. Macdonalds Vorwand, daß Verhandlungen mit der Santonregierung eine genügende Sicherheit darstellten, wird von den Kritikern als vollkommen falsch hingestellt. Man behauptet sogar, daß die von einer Arbeiterregierung zum Schutze des britischen Eigentums getroffenen Maßnahmen die Gefahr eines offenen Kampfe s in China Heraufbeschwaren hätten. FürbilleindenenqlisckenKirchen London, 4. Febr. (DTB. Funkspruch.) Die Erzbischöfe von Canterbury und Dort und der Präsident des Nationalrates der evangelischen Freien Kirche haben Die gesamte Geistlichkeit ausgefordert, bei den Gottesdien st en am nächsten Sonntag eine besondere Fürbitte für eine friedliche, ehrenhafte und dauernde Regelung der bestehenden Schwierigkeiten zwischen England und China auszusprechen. Ein amerikanisches Kreuzergeschwader für China. Panama, 3. Febr. (WTB.) Der amerikanische Kreuzer „R a l e i g h" wird sich den Kreuzern ,„R i ch m o n d", „Cincinnati* und „M a r - blehead" anschließen, die heute nach Honolulu abfahren, um Dort weitere Befehle abzuwarten. Es wird angenommen, daß sie, wenn nötig, in Den chinesischen Gewässern d e r m a n D t werden sollen. endgültig gcv. g:It werde. Frankreich würde sich jedoch, ohne vam Versailler Vertrag abzugehen, dessen Durchführung leichter geworden sei, geneigt zeigen, jede Gelegenheit zu benützen, die eine friedsame und wirksame Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern gewährle sten könnte. Die Lage bleibe also vollkommen bestehen. Frankreich werde auch weiterhin sich zunächst auf sich selbst verlassen und die Organisierung seiner materiellen Macht, die es notwendig habe, um seine moralische Macht zu festigen, nicht vernachlässigen. Franireich könne der Zukunft ohne übertriebenen Optimismus, aber voll Vertrauen entgegensehen. Die von ihm betriebene auswärtige Politik fei keine persönliche Politik, sondern seien Ergebn sse der Beratungen und einmütigen Beschlüsse deS Ministerrats. Tschechische Außenpolitik. Prag. 3. F:ör. (WB.) 3m auswärtigen Ausschuß des Abgeordnetenhauses führte Bene s ch u. a. zur Anschluhfrage Deutschland- Oesterreich aus, er verweise auf die bestehenden Verträge, Die auch von Oesterdeich imD Deutschland nierzeichnet worden seien. Die Tsche ^o- slowalei bestehe in Llebereinstimmung mit Den übrigen Staaten, die an diesen Verträgen beteiligt seien, auf ihre Einhaltung. Der Minister wandte sich Dann gegen Den Dorwurf, daß- Die Tschechoslowakei Der Gen- darmFrankreichs gewesen sei. DieTschecho- flotoa!« treibe tschechoslowakische Politik. Der Minister betonte mit Rach druck, die guten Beziehungen zwischen Prag und Berlin, die er ü.4 Ergebnis seiner bisherigen Politik ansehe. Die Aushebung der deutschen Militärkontrolle habe naturgemäß in Ungarn und in Bulgarien den Wunsch nach Aushebung ihrer Mtti.ärkontrolle verstärkt. Die Kleine Entente habe dagegen prinzipiell nichts einzuwenden, iedoa) müsse sich die Aufhebung der Kontrolle in denselben Bahnen bewegen wie in Deutschland. Die Kleine Entente wolle zu einem guten Verhältnis zu Ungarn kommen. Mine politische Nachrichten. Der Herr Reichspräsident besichtig e in Anwesenheit des R.ichsministers Schiele und des preußischen Landwirtschaftsministers die Berliner Landwirtschaftliche Ausstellung. Der Reia-spräiident bekundete ein außerordentliches 3nterefse und nahm Gelegenheit, sich an Den einzelnen Ausstellungsgegenständen mit den Standinhabern eingehend über Die Lage und Bedeutung Der Landwirtschaft zu unterhalten. Das preußische Staatsministerium beschloß, Den Regierungsprasiden'en in Kassel, Geh. Obsr- regierungs.a: Dr. S t ö l z e l. in Den einstweiligen Ruhestand zu versetzen, sowie den Miniiter stes 3nnern zu ermächtigen, sich mit Dem Provtn- -ialausschuß der Provinz Hessen-Rassau wegen Der Ernennung seines Rachfolgers in Verbindung zu sehen. Nachdem Der preußische Wohlfahrtsminister in einer Verfügung vom Herbst 1926 Das Annehmen von V a ii! o st e n z u s ch ü s s e n für Mehrfamilienhäuser, Die mit Hauszinssteuerhypothe- ken gebaut u>erDen, als unerwünscht bezeichnet hatte, ist für Berlin Die Festsetzung von Baukostenzuschüssen oDer Mietvorauszahlungen für Wohnhäuser. Die im Jahre 1927 mit Hauszinssteuerhypo- tbefen gebaut roerDen, als unzulässig erklärt worden. e Gegenüber Den Pressenachrichten über einen angeblichen Erwerb der „D A Z'' durch den Großindustriellen Otto Wolff ist das Wolsf- bureau zu der Erklärung ermächtigt, daß Dieser Dem Bssihwechsel der ^DAZ" vollkommen f e r n- steht. Per badische Landtag wählte Den Ministerialdirektor' im Kultusministerium Dr. Franz Joseph Schmitt. Mitglied Dor Zentruinspartci. als Rachsv r Dr. Wählers yim Fi nan Minister. Zum StaatspräfiDenter wurde Justi'Minister Dr. Trunk (Zentrum) gewählt. Die demokratische Fraktion des sächsischen Landtags wird für das von den Demokraten besetzte Innenministerium Den bisherigen Reichsinnenminister Dr. Külz in Vorschlag bringen. Külz wird Diesem Ruse folgen. Aus aller Welt. Lin dentsch-oslasialischer Klub. In Anwesenheit von Vertretern Des Auswärtigen Amtes, Des Leiters Des Deutschen Japan-Instituts, Der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde in Tokio, ferner von Vertretern orientalischer und sinologischer Gesellschaften fand in Leipzig Die Gründungsveriammlung Des Deutjch-Oftasicitifchen Klubs statt. Zum Vorsitzenden wurde Prof. Dr. M e n z gewählt. Der Klub soll einen Kultur- und Wirtschastsverband für Den Fernen Osten bilden. Er erstrebt eine Art von Vermittlungsstelle für Den gegenseitigen Austausch von Studierenden aller Hochschulen und Techniken Mitteldeutschlands mit denen der Länder des Fernen Ostens. Ein Mitteilungsblatt soll der exakten Darstellung der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Ereignisse in Den Ländern Des Fernen Ostens gewidmet sein und eine vollständige lieber« sicht über Die Veröffentlichungen auf allen Den Fernen Osten betreffenden G.bie.en bringen. Ferner soll ein Austausch von Derartigen Veröffentlichungen zugunsten Der öffentlichen wissenschaftlichen Bibliotheken ins Werk gesetzt werben. Der Düsseldorfer RegiesHieberprozeh. Am vierten VerhandlungStag ergab sich, daß ein Zug mit 82 beladenen Guterwagen, der Dem Leutnant D u m a y zum Transport nach Duisburg übergeben worden war, niemals in Duisburg angefommen ist. 3n einem anderen Fall verschwand ein Waggon Kup- f e r, der ebenfalls verschoben wurde. Rach Der Aussage eines Angeklagten hat Leutnant Pavhol 5 7 Ernemann-Objektive zum Verkauf mit nach Paris genommen. Zuchthaus wegen Aklenbeseiligung. Als Vorspiel zu Den ocmnua)|t beginnenden großen Moabiter Aktendiebstahlprozessen verhandelte das erweiterte Schöffengericht in Berlin gegen Den 3ustizbeamten Paul. Der Angeklagte wurde wegen schwerer 11 rkun- denvernichtung in Skibindung mit Aktenunterschlagung zu einem 3ahr Drei Monaten Zuchthaus und drei 3ahren Ehrverlust verurteilt. Schwerer Aulomobiluosall. Das Automobil Des Verlagsdireft^rS Der „Kattowitzer Zeitung". Maskus, überschlug sich bei einer Fahrt auf Der Straße Gotlschalkowitz— Dziedzitz. Von Den Insassen erlitt Maskus eine schwere Gehirnerschütterung. Die Wirtschafterin wurde so schwer verletzt, daß sie bald Darauf starb. Die Tochter des Direktors und der Chans« feur kamen mit leichteren Verletzungen davon. Wettervoraussage. Vorwiegend wolkig, auch zeitweise bedeckt, leichter Rachtfrost, tagsüber etwas kälter, vorwiegend trocken, westliche Winde. Gestrige Tages Temperaturen: Maiunum 5,2 Grad Celsius. Minimum 1,5 Grad Celsius. Heutige Morgentenrperatur: 0,1 Grad Celsius. Reinhardshagen: Temperatur: 0Grad Celsius. Schneehöhe: 30 bis 35 Zentimeter. Sportmöglichkeit für Ski: Gut. Bericht über die Wetterlage aus dem hoherodskopf vom 4. Februar. Dorrn. 3 11bt: Windrichtung: West. Windstärke: Schwach. Lufttemperatur: Minus 3 Grad Celsius. Oefamt- schneehöhe. 60 Zentimeter. Höhe des in Den letzten 24 Stunden gefallenen Reuschnees: 30 Zentimeter. Beschaff:nbcit Der Schneedecke: Etwas verweht. Sportmcglichkeit für Ski: Sehr gut. Sauer fanD: Winterberg. Temperatur: minus 3,5 Grad Celsius. Schneehöhe im Tai: 30 bis 40 Zennmeter, in Höhenlagen: 90 Zentimeter. Sportmöglichkeit für Ski Sehr gut. B ill i n a e n Temperatur minus 1 Grad (£ef* fiu«. Schneeböb > im TM 20 bis 25 Zentnnen" in Höhenlagen 80 bi? 100 Zentimeter. Spartmögkich- feit für Ski gut. Aus Der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 4. Februar 1927. Zweiter oberhessischer Turnerschaftertag in Giehen. Arn 29.3anuar fand Der 2. oberhessische Turnerschaf ter tag in Gießen statt, an dem sich die Turnerschaften von Marburg. Gießen und Darmstadt mit ihren Damen und A. H. A. H. in großer Zahl beteiligten. Vei Dem gemeinsamen Mittagsmahle im Saale des Gesellschaftsvereins eröffnete im Rainen Des Gaues Hessen - Lahn des Verbandes alter Tur- nerschafter Prof. B ö l z i n g (QL S). Hasso-Ras- soviae, Gießen) de offizielle Tagung. Wil Worten herzlichen Dankes für Die auswärtigen Gäste verband er Den Wunsch, durch diele von idealer Begeisterung getragene gemeinsame Feier möchten die hohen Bestrebungen des machtvollen 'Verbandes reiche Förderung erfahren und immer mehr zur inneren Einheit und Geschlossenheit unseres Volles beitragen. Der Rachmittag war einer geselligen 'Veranstaltung auf der Liebigs- höhe gewidmet. 3n begeisterten Worten pries ein Vertreter einer verehelichen «Säjjperfcbaft „Schaumburgia" Die Damen. Ilm 6 Uhr bewegte sich unter flotter Marschmusik von Dort aus ein imposanter Fackelzug Durch Die Hauptstraßen Der Stadt nach Oswaldsgarten. Studienrat Dr. Blank (QL Sy Hasso-Ras,oviae) kennzeichnete in packender Weise die ideelle Bedeutung der reizvollen Feier für Die Betätigung unserer akaDemischen 3ugenb für Volk und Vaterland. Mächtig brausten die Klänge des allen und immer wieder begeisternden Liedes: „Burschen heraus" über Den weiten Platz, in weihevoller Stille von der Menge der Zuschauer ausgenommen. Der Festkommers deS QlbendS. an Dem etwa 250 alte und junge Turnerschafter mit ihren Damen teilnahmen, brachte Den Höhepunkt Der Tagung. Unter den Ehrengästen begrüßte Der erste Chargierte einer vecehrlichen Hasso- Rassovia, sind. math. F. Matezky. den Rektor Der Universität, Pros. Dr. Zwick, Prv- vinzialDireklor Gräf (A. H. Dhibe-l.niae. München-, Die Vertreter deS Offizierkorps und DeS Oberbürgermeistees, Hauptmann Offenbacher und Beigeordneten Dr. Selb, Die Vertreter des Verbandes alter Landsmannschastcr und Der aktiven Landsmannschaften, sowie Die QL H. A. H. und Angehörigen auswärttger Turnerschaften. Die Ansprachen dcs Rektors und deS Provinzialdirektors [e.onien inSbesendeie die hohe Bedeutung Der Leibesübungen, wie sie in vorbildlicher Weise in Den Turnerschaften gepflegt toerDen. Der Festredner des QlbendS, Prof. Dr. Breidenbach, Darmstadt. (QI. H. Hasso-Ras- soviae) behandelte in klaren, von warmer Hebet- zeuzung getragenen Ausführungen die ideale, auf körperliche und geistige Gesundheit zielende Tätigkeit der Turnerschaften auf deutschen Hochschulen, das 3deal der alten Griechen. Sittliche Stärke und Charakterfestigkeit. Vaterlandsliebe und Dienst am ganzen Volle seien Die leuchtenden Ziele des Turnerschasterverbandes. Die Rede klang aus in einem donnernden Salamander auf das Vaterland und den V. $. Ein Chargierter eir/r ve:ehrlichen, im L. D. E. Marburg Vorsitzenden Turnerschaft „Schaumburgia" dankte mit herzlichen Worten im Hamen Der auswärtigen Gäste für Die freundliche Aufnahme. 3m Hamen der Vereinigung acker Land-- mannschafter dancke Pros. Dr. Boeck (A.H. Ehattiae, Gießen) für die Begrüßung und w.eS aus die freundschaftttchen Beziehungen hin, Die m Dies,en zwischen L. C. und D. C. bestehem Weiterhin richtetele Pros. Dr. Trapp (A.H. Hasso-Rassoviae et Munichiae) an Die altioen Turnerschafter in gebundener Form wirlungs- volle Worte und fordertr sie zu treuer Pflichterfüllung im Dienste unseres Volkes aus. Der Festlommers nahm einen erhebenden und würdigen Verlauf, und mit berechtigtem Stolze verbrachten die QI. H. QI. H. und aktiven Turner- schaften Stunden innerer Erhebung und treuen Gemeinschaftssinnes. Der Ersatz beschädigter Banknoten. 3>n Publikum ist vielfach Die Ansicht verbreitet, daß für zerrißene, lei.weise verbrannte oder sonstwie be|a;äi)ig:e Rttchs.as en scheine zu 5. 20 und 50 Mark von Den Staatskassen Ersatz geleistet werde, trenn nur noch Die Rümmer des Scheines auf Den Stücken vorhanden sei. Das ist ein 3 r r t u m. Rach den Bestimmungen, die dieReiHSschiilDenverwaltung anläßlich eines bestimmten Falles über Die staatliche Ersatzleistung für beschäDigte und für Den Verkehr unbrauchbar geweroe e Reichskassenscheine und Banknoten ausgestellt hat. wird nur Dann Ersatz geleistet,, wenn Das vorgelegte Stück zu einem Reicyskasse:,schein gehört und mehr als die Hälfte eines solchen beträgt, d. h. der Er atz toira nicht Dem Besitzer d.r auf einem Srück e.wa noch erhaltenen Qlummcr. sondern Dem Vorzeiger der größeren Hälfte De« beschädigten Stückes geleistet. Die Etaatskassen sind angewiesen, beschädigte oder unbrauchbar gewordene (eiuschL Der geklebten und beschmutzten) Reichskajsenscheine nur dann in Zahlung zu nehmen, wenn ihre llmlaussfähigkeit zweifellos ist. 3st sie zweifelhaft oder Der Ersatz Der Stücke Der ReichsschulDenverwaltung überlassen, so haben Die Besitzer solcher Scheine sich mit Dem Anträge auf Ersatz an Die ReichSschulDenver- walrung zu wen Den. Für beschädigte Banknoten von 100 oder 1000 Mark wird gleichfalls nur Dann Ersah geleistet, wenn Der 3nhaber entweder einen Teil Der Rote vorzeigt, Der größer als die Hälfte ist, oder nachweist, daß Der Rest Der Role, von Der er nur Die Hälfte oder einen kleinern Teil vorzeigt, vernichtet ist. NeueKraslposilime in Oberhessen Ein langgehegter Wunsch Der abseit- Der Eisenbahn liegenden Gemeinden zwischen Alsfeld und Ulrichstein geht letzt endlich in Erfüllung. Am 10. Februar wird Die Kraft- postlinie AlSseld—Ottenburg—Hopfgarten— Renzendorf—äln.eriorg—Obersorg—BadenrcD — StornDorf- Meiches—Köddingen — Helpershain —Älrichstein in Betrieb genommen werden. Hiervon versprechen sich Die beteiligten Gemeinen und die Kreisstädte Alsfeld und Schotten eine Verkeh.sbelebung. Der Fahrplan ist dem Gange Der Züge in Alsfeld und Renzendorf und Der Kraftpvst tllrichstcin—Schotten angepaht. so daß eine unmittelbare Verbindung zwischen Alsfeld und Schotten besteht. ? voruotizen. — LageStalender für Freitag, vtabtlheater. Z1/, Uhr. .«infame Menschen". (6nbe nach 10 Uhr.) — Lichtspielhaus, Vahnhvf- tzraße .Die versunkene Flotte". — Atloria- Lichtspiele .WaS ist loS im Zirkus Veely?" — Aus dem S t a d t l h e a t e r b u re a u wird unS geschriebene Die Aufführung der Operette .Ztrku-prinzesfin" am kommenden Sonntaa dürfte dadurch noch besondere Anziehungskraft gewinnen, bah die Titelpartie von Fräulein Meta Liebermann gegeben wird. Die vorzügliche Sängerin, früher an der Frankfurter Oper, jetzt am Freiburger Siodt'.beaier, fleht hier von ihren früheren Operettengaftfpielen her noch in allerbestem Andenken. L. LI. Universität- - G al t e S d i e n st. Am nächsten Sonntag. 6. Februar, vormittags IP, Uhr. findet in der Neuen Aula ein Uni- versltäts-Goltesvienft statt, zu dem in erster Linie die Angehörigen brr Universität eingeladen sind. Selbstverständlich hat aber auch jeder andere Zutritt. Die Predigt hält Pros. Dr. Cor- di e r. " Amerikanische Erkenntlichkeit. Aus Teranla Jung eine- im vorigen Sommer mit seiner Gat.in hier weilenden Amerikaners, dei.i er aus einem Ausflug mit Freunden in die Umgegend Gießen- als Seime!id)er dienen konnte, hat der Devollmächtigten-Aus chuß der National Geographie Society in seiner Sitzung am 13 Januar ö. 3. in Washington Herrn Adalbert Ainbewold in Gießen zum Mitglied dieser über alle Länder verbreiteten, angesehenen wissenschaftlichen Gesellschaft gewählt. Ein entsprechendes Diplom und Mitgliedskarte. sowie auch bereits zwei Hummern der allmonatlich in Washington erscheinenden prächtig illustrierten Deröffentl.chung der De- fellschaft: The National Geographie Magazine wurden Herrn Vindewald durch die Post zugestellt. ** Personalie. Ernannt wurde der LandgerichtSkire'tor bei dem Landgericht ter Provinz Starkenburg Friedrich W e i f se n b a ch zum Präsidenten dieses Gerichts mit Wirkung vom 1. Februar ab. bS. Kein Geld — keine Konferenzen! Das Hessische Landesamt für das Vil- bungSwesen hat mitgeteilt, bah keine Lehrerkonserenzen mehr abgehalten werden können, da die vom Landtage hierfür bewilligten Mittel verbraucht sind. ,e .Gottesurteile bei den Kamerunern." lieber dieses Thema hielt Missionar Keller-Heidelberg am Montagabend im Saale der Iohannesgemeinde einen interessanten Vortrag. Die Gottesurteile haben bei den Stämmen WestafrikaS eine gaiu enorme Bedeutung. Sie werden nicht nur sehr oft von den Zauberpriestern verhängt, sondern sehr oft auch von irgendwie Verdächtigen selbst gesordert. um. wenn möglich, einen Verdacht abzuwälzen. AichtS ist leichter, als in irgendeinen Verdacht zu kommen. Bei jedem Unglücksfall muh der Schuldige, bei jedem Todesfall derjenige oder diejenige Perlon, die die Seele des Betreffenden gegessen hat. ausfindig gemacht werden. Niemand ist davor sicher, dah nicht während der Aacht eine Tiger- kloue oder ein Haarbüschel an seiner Hüttentür angebracht wird, wodurch er als Urheber des Unglück- gekennzeichnet ist. Ss gibt nun ganz verschiedene Arten von GotteSuNeilen. DoS bekannteste ist wohl das Trinken des Giftbecher-. Daneben kommt vor eine Art Feuerprobe: einer der Untreue bezichtigten Frau wird siedendes Oel über die Hände geschüttet. Oder der Zauberpriester läßt ein Huhn über die Kopfe der Versammelten tocgflicgen und der über dessen Kops eS hinstreicht, ist der Beschuldigte. Um Diebstähle herauszusinden. werden den Verdächtigen Pfefferkörner unter daS Augenlid gesteckt. Bei Epidemien bekommen Leute 'Euloer in die Hände, müssen an aufgehängten Bastsasem mehrmals herunterstrcichen. dann den Rest in ein Feuer werfen: wenn eS nicht aufslammt, sind sie schuldig. Auch eine Art Orakel kommt vor. ES wird etwa die arohe Spinne, die Tarantel, befragt, indem verschieden gefärbte Stäbchen vor sie hingelegt werben, deren jede- einen Verdächtigen bedeutet. Sine Zauberpriesterin gab an, aus der Art, wie sich das Ungeziefer ihres nie geschoren en und gekämmten Kopfhaares während der Nacht bemerkbar machte, das Schicksal von Patienten bestimmen zu können. Auch werden Geister von Verstorbenen zur Rache von UebcUätern ober etwa zur Aufdeckung von Betrügereien beschworen. Seinen befonderen Reiz erhielt dcr Vortrag dadurch, daß Herr Keller zu allen Punkten Beispiele aus seiner eigenen langjährigen Erfahrung in Kamerun erzählen konnte. Da- mcrl- würdiac an all diesen Erscheinungen ist. dah di« Eingeborenen Westafrika-, solange sie Heiden sind, unerschütterlich daran *efthalten, dah ihre Götter oder Geisteswesen auf solche Weife den Menschen ihren Willen kundtun. Mancherlei Erscheinungen bei un-: Befragen der Toten bei Spiritisten oder der Glaube an btc Weissagungen von Kartenschlägerinnen unb dergleichen Aberglauben mehr gehören auf btc gleiche Kulturstufe wie biefe Erscheinungen in Kamerun. Um so merkwürbiger ist. baß manch« Leute solche Sachen, vollends etwa den Verkehr mit Seelen Abgeschiedener, für eine besonder- hohe Stufe der Frömmigkeit halten. Mit Shristentum hat daS alle- jebenfalli gar nicht- gemein Darüber konnte un- ber Vortrag belehren. Kirche und Schule. ivreie Landcskirchliche Vereinigung für Hessen. Die ordentliche Witglieder-Dersammlung fand in Frankfurt a. M. statt. Der Vorsitzende, Psr. Dr. M ü l l e r - Rüffel-Heim, gab zunächst den Jahresbericht. In der üblichen Weise wurden die im Berichtsjahr verstorbenen Mitglieder geehrt. Von den 8.3t. 418 Mitgliedern wohnen 211 in Starkenburg. 131 in Rheinhessen, und 76 in Oberhessen. Stattlich ist die Zahl ber Nichtgeistlichen, davon über 100 Lehrer. Mit einer Vermehrung öffentlicher Vorträge soll die Organisation mehr auf das Land hinausgetragen werden. Nach einer Aussprache, an der sich vor allem auch Lehrer beteiligten, hielt Pfarrer Dr. Müller sein Referat über „Die Tagung des Verbandes des freien Protest a n t i s in u s und Ausgaben unserer Vereinigung". Es fand eine Entschließung einstimmige Annahme, die den Weg des Konkordat- ablehnt unb die Freiheit der Lehrerbildung gewahrt wissen will. Die Vorlage der Rechnung durch den Rechner, Psarrer Hartmann - Groß-Umstadt, zeigte gesunde Kassenverhältnisse. Auf Antrag von Oberbürgermeister Dr. Göttelmann -Mainz wurde ber Vorstand einstimmig wiedergewählt. Unter Betonung der Würde und Wichtigkeit des Amtes in der Gemeinde soll an einer befriedigenden Lösung ber Eingabe ber Hess. Organisten um Nenrrge- lung ihrer Bezüge gearbeitet werben: dabei wäre auch die Urlaubsfrage zu regeln. Bei ber ebenso brennenden Pfarramtskanbibaten- frage soll aller Schein ber Bevormundung • bekämpft werden: von einem Lehrvikariat neben bem Predigerseminar verspricht man sich nicht» Der Vortrag von Superintenbent D. 6 d) 11 • l e r über,.D i e O st a s i e n m i f s i o n" beschrankte sich aus Javan Der Vortrag beS Redner» ber schon üoer 30 Jahr« in Japan arbeitet hinterließ einen tiefen Eindruck. Amtsgericht Wetzlar. □ Sin Schlosser auS Wetzlar hatte sich im Oktober 1926 von einem Bekannten ein Fahrrad entliehen, angeblich um nach einem Nachbarort zu fahren. Der Mann vergaß jedoch das CBieberbringen, verkaufte boS Rad untenneg# für 35 Mart unb verschwand auf Nimmerr,ieder- sehen. Ql et war er wegen Unterschlagung angeklagt. Der Angellagte, der in Düsseldorf ergriffen wurde und zur Zeit noch dort fitzt, hat ein sehr bewegtes Leben hinter sich: er ist vielfach vorbestraft und gehörte auch schon der Fremdenlegion an. aus der er entwischte. Kommissarisch vernommen gab er an, auS Not gehandelt zu haben. Das Urteil lautete auf zwei Monate Gefängnis. tond)äftlid)C9. Ueberatl sind sie ja Haufe, überall sind sie bekannt, die praktischen Maagi's Suppenwürfel in ihrer schmucken, gclbrotcn Packung. Als vollwertige Nahrungcmittel erfreuen sie sich allgemeiner Beliebtheit. Richtig gekocht, schmecken Maggis Suppen vorzüglich. Kaiser Borax Macht zarten, reinen Teint Heiprkti Mbefc Nach^LHm VQ. Erzeugnisse. Grippe und Grippefolgen Schutzmarke werden wirksam bekämpft durch den Gebrauch der natürlichen Heilmittel von Weltruf, die zudem die besten VorbeuTungamlttel sind; Emser Wasser (Kränchen) / Pastillen / Quellsalz Altbewährt auch gegen Katarrhe, Asthma, Husten, Heiserkeit,Verschleimung, Magensäure (Sodbrennen), Zocker und harnsaure Diathese. Dir Arzt wird Ihnen das bestätigen. Aber achten Sie stets auf die Schutzmarke. Verlangen Sie ausdrücklich die echtes, natürlichen Emser Heilmittel und meiden Sie künstliche liaiiptn lederlagc: Jran Weisel, Gießen, Monr.enstraße ö, Telephon 88. füllen versteigert werden: Waldungen verschiedener Forstämter der Forstbezirksgruppe Alsfeld kommen zum Submissionsverlauf: vrennholzoersteigerungen i Submissionsholzverkaus. Aus den Waldungen der Stabt Gießen | AuS hessischen Staats- unb Gemeinde- A. Montag, oen 7. Februar 1927, vormittag» 9‘. Uyr beginnend, (Abt. 60, 74,76, 100—103 und 120, Bezirk deS Försters Geisel, Gießen) 28,7 Rm. Eickenscheiter, 10,6 Rm. Shefem-, Birken- und fiinbe- fcheiter, 7,8 Rm. Hainbuchen- und Fichtenknüppel, 36 Rm. Eick enknüvpel, 75,7 Nm. Kiefernlnuppel, 1430 Wellen Buchen- und Hainbuchen- reisig, 1210 Wellen Eickenreisia, 1540 Wellen ükicsernreisig, 4710 Wellen Fichtenreisig, 750 Wellen Aspereiftg, 31,3 Rm. Ciictenfiödc, 44,5 Rm. Aiefernstöcke. DaS Holz aus den Abt. 60 unb 120 wird nicht vorgezeigt. Zusammenkunft: Licher Straße — 5. Schneise. B. Mittwoch, den 9. Februar 1927, vormittag» 9*/2 Uhr beginnend, (Abt. 37—44, Bezirk des Forsters Brück in Rödgen), ' 32,7 Rm. Aieferirscheiter, 9 Rm. Eichen- und Fichtenscheiter, 124,2 Rm. Aiesernknüppel, 42,4 Rm. Eichen- und Fichtenknüppel, 485 Dellen Eichen-, Kiefern- und Fichtenreisig, 39,2 Rm. Eichen- und Äiefernstöcke, 58,8 Rm. Fichtenstöcke. Zusammenkunft: Änneröder Weg — 1. Schneise. C. Freitag, den 11. Februar 1927, vormittags 9'2 Uhr beginnend, sAbt. 54, Bezirk de« Försters Brück in Rödgen), 129,6 Rm. Buchen- und Hainbuchenscheiter, 53 3km. Eichensckeiter, 26,5 Rm. Buchenknüppel, 63,3 Rm. Eickenlnüppel, •2525 Vellen Buchenreisig, 2170 Vellen Eichenreisig, 21,5 Rm. Buchenstöcke, 38,8 Rm. Eickenstöcke. Husanir.ieuknnft: Änneröder Veg - S. Sckneise. 1123B Wiegen, den 3. Februar 1927. 2er Oberbürgermeister. ________3, 2t. Rosenberg._______ ZWverpachlnng. Freitag, den 11. Februar !. F., nachmittag» 1 Uhr, wird die Jagd der Wemeinbe 29etterfelD, bestehend aus 490 Hektar Feld und 164 Hektar 99alb, in einer Abteilung, auf st Jabre, im Gemeindesaal verpacktet. Tie Bedingungen werden vor der Ber- pachtung bekanntgegeben. Wetterfeld ist Halteountt der Bahn Friedberg — Hungen—Mücke. Auskunft erteilt die unterzeichnete Bürgermeisterei und Förster Buttron von Röthges. 1102D Wetterfeld, den 1. Februar 1927. -ess. Bürgermeisterei Wetterfeld Krauß. Bauholz: Kiefer 3092 Fstm.; Fichte 2666 Fstm.; LonstigeS Stammholz: Liefer 466 Fstm.; Fickte 892 Fstm.; Nutzknüppel: Fickte 33 Rm.: Nutz- knüppelreisig: Fichte 395 Rm. Tod Nähere geht auS dem Holzverzeichnis hervor, das ebenso wie die Zahlungsbedingungen und AngebotSvorbrucke auf Ansordern kostenlos von unserem Sekretariat bezogen werden kann. (Gebote sind verschlossen mit ber Aufschrift „rubmisfionsholzverkaus au» Staats- uns Gemeind^wald au, 28. Februar 1927" bis spätesten? Montag, den 28. Februar d. 3-. vormittags st Uhr, bei dem Forstantt Alsfeld zu Alsfeld einzureichen. Gebote, bie nach diesem Termin einkaufen, werden nicht berücksichtigt. In den Geboten ist ausdrücklich anzuge- ben, ob der gebotene Preis für gefchätteo ober nicht geschältes Holz gilt. Falls nichts bemerkt ist, gelten die Gebote für nichtgeschältes Holz. In diesem Falle ist bei bereits geschältem Holz der Käufer verpflichtet, den Schälerlohn zu ersehen. Für jede» Forstarnt bzw. jede Gemeinde und jedes Los ist ein besonderer Angebotsvordruck zu benutzen. Eröffnung der Gebote: Montag, den 28. Februar d. I., vormittags 10>Uhr, in «Isfeld, Hotel .Deutsches Haus". Darmstadt, den 31. Ian. 1927. U09D Hessisches Ministerium der Finanzen. Abt. für Forst- und Kameralverwaltung. Holzversteigerung. Am Lamstag, ben 12. Februar 1927, von nachmittags 2 Uhr ab, werden in bet Gastwirtschaft Weißbrod ait-5 dem Gemeindewald Salzböben nackisrehende Holzmengen aus den Tistrikten Id, 2a und 2e, 3a und 3b öffentlich meistbietend versteigert: 1. Nutzholz. 27 Eickenstämme ÄL 2 - 10,60 fm (Schreiner- und Stellmacherholz) 10 Eichenstämme XL 3 =• 8,06 fm lSchreiner- und Stellmackerholz) 12 rm Eichennuysckeit (Stellmacherhol-) 2 rm Buckenrollen (Felgenholz) 4 Hau- und Amboßklötze 0,82 fm 2 Lärchenstämme XL 1b = 0,23 fm 5 Lärchenstangen MI. 2 6 Lärchenstangen Ml. 3 2. Brennholz. 9 rm Eichenscheit 32 „ Eichenknüppcl 50 „ ffidicnreüer 84 „ Buchcnickeit 53 Buckenknüopel 557 Buckenreifer Ml. 2 415 „ Buchenreiier Ml. 3 Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben. Mrofdors, den 3. Februar 1927. Ter Bürgermeister. 1124D Holzversteigerung. Montag, den 7. Februar l. I., werden im Staufenberger Gemeindewals nachstehende Holzsortimenle versteigert: 19 Stück — 27 Fstm. reife, Lichen-Schnittstämme 2. und 3. Klasse, 2 „ = 1,89 Fstm. Buchen-Stämme 2. und 3. Klasse, 20 Rm. reife- Eichen-Küferholz, 2 „ Eichen-Rutzscheit (rund) 2 Stück — 2,67 Fstm. Kiefern-Schnitt- stämme 2. Klasse, 7 w = 4,13 Fstm. Kiefern-Stämme 3. Klasse, 11 „ --- 6,27 Fstm. Xiefern-Stämme 4. Klasse, 5 „ =■ 1,87 Fstm. Kiefern-Stämme 5. Klasse, 2 „ ----- 2,17 Fstm. Fichten-Schnitt- Stämme 2. Klasse, 3 „ = 1,03 Fstm. Lerchen-Stämme 4. Klasse, 12 „ --- 6,85 Fstm. Lerchen-Stämme 5. Klasse, 10 „ ---- 0,63 Fstm. Eichen-Terbstang., 14 „ — 3,44 Fstm. Fichten-Terbst angen 1. Klasse, 25 „ Fichten-Sckichthaufen (zu Latten geeignet). Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf ber -achborner straffe, am alten Pflanzgarten. 1108 k) Staufenberg, den 1. Februar 1927. Bürgermeisterei. _____________Meyer. Holzsubmiffion. Aus ben Waldungen ber Gemeinde ttwsteu-vuscck kommen folgende Holz- fortimente zum Berkaus: a. Fichtenftämme. Los 1 3. ML 20 St. mit 27,01 Fstm., Los 2 3. KL 24 St. „ 36,62 Los 3 3. ML 24 St. „ 37,06 Los 4 3. ML 11 St. „ 16,51 LoS 5 4. ÄL 28 St. „ 24,80 Los 6 4. Kl. 41 St. „ 43,44 „ Los 7 4. ML 24 St. „ 20,86 Los 8 5a-81. 45 St. „ 24,59 „ Los 9 5a-ML 69 St. „ 44,97 Los 10 5a-ML 33 et „ 18,48 Los 11 5b-ÄL 128 St. „ 32,39 Los 12 5b-ML 93 St. „ 22,94 b. ftieferustamme Los 13 3. ÄL 20 St. mit 19,96 Fstm., Los 14 4. ÄL 24 St „ 14,15 Los 15 5. ÄL 5 St. „ 2,70 2ie Angebote find verschlossen, nach Losen, Sortiment und Klassen getrennt, bis zum Mittwoch, den 9. Februar 1927, mittags 1 Uhr, bei bet unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo anschließend bie Eröffnung erfolgt. Tie Berkaufsbedingungen, denen sich die Käufer mit der Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, können bei uns eingeieben werben, auch werden dieselben im Termin bekanntgegeben. Ta-» Holz lagert an guten Abfuhr wegen, 3 \ Stunden von ber Bahnstation Großcn-Bu'eck entfernt und wird auf Wunsch durch Förster Wagner dabier vorgezeigt 1132V Itzrosten» Äufeck, den 3. Februar 1927. He6 Bürgermeisterei. Olanc-. Vermietungen 5 Z, ß. o. Köche NI. all. Ko ns, Reub, beste Lage, I >tt bet. Ali Demi. Znicress-, die 8-lOOuo Dk.rt Baukoiienzufckust au ü'uL Zins ne en. bitte uni schrutlicke Angeb. unter 0787 an den Wiest. Anz cdie 1 WohtiMg weg. Aullöluna deö HauSliattS beschlan- naümefrei au vermieten. Schiistliche Angeb ttntct0798aii den Ollesi. Ant. erb. ?eos. Brandl L'"- Ont möbl. Zimmer. Dltttagstisch. Tel 1085. ,,„L> Zimmer au vermieten 0811 Niegelpfad 5M I. Für L UtätA in nut. vaufe an nebteg. lot Tauermietcr schön möblteitcs sontugeo Zimmer au Demi. Sckr. Angeb. u 08)5 cm d ölten. vIiia erb. (Hnfadi möDI. zimmer au ocrin. BZo? sagt d. (Meirtiäiißueüe des Gien Anz 0792 FEINKO PGARINE traten, ftetfa’n, UMtaafb B’wfc 1/i*P{dL50^tivt4 Vrennholzversteigerung. Mittwoch, den 9. Februar 1927, vormittags 10 Uhr, werben in ber Gastwirtschaft von Ronthaler in Langd aus den Staatswalddistrikten Heegwald 9, Hailoh 1, Äapenberg 1, Vorderste und Hinterste Hasels der Försterei Langd versteigert: Brennholz: Schetter rm: HO Buche, 2 Hainbuche, 17 Eiche (rund). rtammkuüppel rm: 397 Buche, 194 Hainbuche, 427 Eiche, 7 Kirschbaum. Apknüppel rm: 7 Erle, 18 Lärche, 10 Fichte Reisig rm: 670 Buche, 688 Eicye. Stöcke rm: 1 Buche, 15 Eiche. Tas blau unterstrichene Holz kommt nicht zur Versteigerung. Tas Holz ist vorher anzusehen, spatere Beanstandungen können nicht berücksichtigt werden. Nähere Auskunft durch Herrn Förster Büttner in Langd und die unterzeichnete Stelle. Eichelsdorf, den 3.Februar 1927. Hess. Forstamt Eichelsdorf. 11251) Submission auspapierholz Aus ben Försterbezirken Breungeshain, Rudingshain, Si dm hausen werben zu ben bei bet Hess. Staatsforftverwaltung üblichen SBebingungen submissionsweise verkauft: rund 2.500 rm Z llulosehol; geschätzt zu 60% 3. Kl. 20% 2. Kl. und 20% 1. JtL Tie Angabe der Menge unb ber Zusammensetzung ist unverbindlich. Ter Käufer jedoch muß sich verpflichten den Gesamt- ansail zu übernehmen. Das Holz stammt aus dem Sckneebruch 1926 27 und gelangt vom Frühjahr 1927 ab zur Aufarbeitung. Fuhrlohn je rm einschl. Verladen dürste etwa 2 Reicksmark betragen. Berlade- ftoticnen sind Schotten unb Station Oberwald. Angebote, nach Klassen getrennt, werden erbeten bis Samstag, den 19. Februarl927, vormittags 9 Uhr, auf unser Amtszimmer nut ber Aufschrift: „Schneebruch 1926 27". Schotten, ben 3. Februar 1927. Hess. Foritamt Schotten 1126D im Gräflichen Revier Arnsburg. Mittwoch, den 9. Februar 1927 nach Zusammenkunft um 10 Uhr vormittags, im Kloster Arnburg aus den Tisttikten: Hard, Muckenwäldchen, Wetterberg, Eoin- Häuserkopf, Feuerstätt, Kleine und Olroße Seife, Teckelborn, Kalkofen, Wacholber- kopf unb Hain — Stämme — fm Eiche. 3 1,22 II, 4,4 III, 1,2 IV, 3 VI; Esche: 1 I, Buche: 2,2 III, 5 IV, 0,70 V; Linbe 0,4 III; Elsbeere: 1,20 II; Fichte: 19 la, 51 Ib, 52 Ha, 20 llb, 11 lila, 5 Illb, 4 IVa, 1,3 IVb; Kiefer: 0,8011a, 0,90 llb, 1,3 Illa; Lärche: 0,8 1b, 0 60 lla; — Terbstangen — Stück — Esche: 12 II, 11 Hl; Fichte: 293 I, 499 II, 958 III Kl. — Reisstangen — Stück — Fichte: 356; Nutzscheiter — rm — 2,4 Eiche; Nutzknüppel: 1 Esche (2 m lang). Tas Holz in den Distrikten Wacholberkopf, Harb 13b, Kolnhäuserkopf, Feuerstätt, Klein- und Oiroß-Seife wirb unvorgezeigt ausgeboten, Käufer wollen basfelbe vorher einsehcn. Sortierung nach der Homo. Auskunft erteilt Förster Melchior zu Arnsburg. Bei ungünstiger Bitterung findet die Versteigerung im Thörner'fchen Saal zu Arnsburg Natt._________________________________1127 l) Zagdverpachtung. Am 12. Februar 1927, nachmittag» 2 Uhr, wird in der Wirtschaft ft rüg dahier die der Gemeinde Atzenhain zustehend- Jagd auf weitere 6 Jahre verpachtet. Ter Jagdbezirk umfaßt etwa 766,74 Hektar Wald und Feld, darunter befindet fick 8 Hektar Hoch- unb 17 Hektar Wald zweiter Klasse. 11341) Hess. Bürgermeisterei Atzenhain. Erb. Wäsche-Versandhaus sucht zum Besuche der Beamten tüchtigen Vertreier, möglichst Bennnei. ©tönte Verdtenstmöglichkeit. da Berkaus zu sehr tulanien Zablungsbedmg ngen erfolgt. £fi. um. V. T. 42S6 an AL 1 ■aassnstelH * Vogler, Frenktnr: a. M. NAU MANN'S weisse Kernseife Unerreicht, unersetzlich für die Wäsche. 0802 Am 2. Februar verschied während einer Operation mein lieber Mann, mein treusorgender Vater, unser lieber Bruder, Schwiegersohn und Schwager Lehrer Friedrich Euler Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Emilie Euler geb. Mann. Gießen, den 4. Februar 1927. Die Beerdigung findet Samstag, den 5. Februar, 3 Uhr nachmittags auf dem Neuen Friedhof statt. - Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. Heute früh 9 Uhr entschlief sanft nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden unser lieber, treubesorgter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Daniel Rühl, Bäckermeister (Veteran von 1870/71) im Alter von 78 Jahren. In tiefer Trauer: Otto Reuter und Frau Elisabeth geb. Rühl Carl Rühl, Regierungsbaumeister Heinrich Schmall und Frau Mathilde geb. Rühl. Großen-Buseck, Harburg a. E., Gießen, den 3. Februar 1927. Die Beerdigung findet Sonntag, den 6. Februar, nachmittags 28/* Uhr, in Großen-Buseck statt 11370 in WMMlWMW la Dörr-Obst n 0.56 Pfund 0.28 la Bücklinge la Marinaden 11140 3 Pfund 0 85 | cy. Ul. Bahnhofstraße 49 Gießen Bahnhofstraße 49 2 N 0.44 0.38 0.54 0.54 0.35 0.78 1.60 0.58 0.75 .Pfund .Pfund .Pfund .Pfund Pflaumen...................' Ring-Aepfel................. Aprikosen................... Mifchodst la................. Mifchobst, feinstes kalifornisches Kokosfett, lose Pfund...... Pfund 0.70, 0.55, 0.45 und ....................Pfund ....................Pfund ....................Pfund t...........Pfund 0.90 und 1-Liter- O Q K Dose VeOÖ Bismarck-Heringe......... Gelee-Heringe............. Rollmops.................. Brat-Heringe.............. j la Orangen, reif und sich 'W o la Teigwaren Hartgrletz-Bandnudeln, garantiert rein ... Bandnudeln, Mehlware.................. Eler-Bandnudeln........................ Stangen-Makkaroni.................... 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Bernhardt Götzke, Henry Stuart, Nils Asther, Werner Pittschau, Dary Holms, Hans Albers. Im Mittelpunkt stehen Szenen aus der Skagerrakschlacht, die mit erschütterndem Realismus wiedergegeben sind. Die todesverachtende Tapferkeit der Besatzung von Linienschiffen und Unterseeboten, Augenblicksbilder aus dem Geschützkampf von Panzerturm zu Panzerturm, der Untergang eines Panzerkreuzers (eine Original-Aufnahme), der in wenigen Augenblicken in den Fluten verschwindet, schließlich die freiwillige Versenkung eines Unterseebootes, um es nicht in die Hände der Franzosen fallen zu lassen. Welcher nationalbewußte Deutsche würde nicht mit Stolz und Trauer erfüllt, wenn er mit solcher Eindringlichkeit und Lebenswahrheit an jene große Zeit erinnert wird. Diesen Pilm können wir ganz besonders Gießens Jugend empfehlen, und zahlen jugendliche nachmittags ermäßigte Eintrittspreise. ursc Astoria - Lichtspiele Noch bis einschließlich Sonntag: Harry Piel. 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Stuart, Alben, die mit ichtende , Augen- izerturm, , der in die frei- e Hände Deutsche her Ein- :rt wird, i pfehlen, '.litte 1 e i Will tntag, dm Februar 1927, ibs 8 Uljr, bei Boller. iu9c li.lucrsir Sinitiitui äM*- appen- fitzung it TanZ HSSfi l,nt?r berufene Führer gewesen war. feiner Ehrenpflicht nachkommen konnte Unb wie tat er es! Wohl selten konnte man einem Chor die Hingabe bis zum Letzten anmerken, wie diesmal, in allen Stimmen erklang er beseelt vorn inneren Erlebnis, in weihevoller Weichheit und machtvoller Fülle und strahlen- dem Glanz, ausgeglichen in a len Lagen, lind so wurde für den Chor das Erfüllen einer Ehrenpflicht zu einem Ehrentage feines Könnens. So mußte baä gewaltige Werk ergreifen, erschüttern. Dies der beite Lohn für die vorbereitende Arbeit des Dirigenten Dr. Temesvary Aber restlos wurde das Derk doch nicht in ollen feinen Teilen erschöpft. Brahms' melodische Linie ist n.cht nur eine rhythmische Abfolge von Tönen, fon'crn sie ist der Riederschlag einer Weltanschauung aus Grund eines starken Welt» er.'eöcns. lind erst in dieser Verbindung wird sich ihr persönlicher Gehalt erschließen. So fordert jebe St:Ile ihr eigenes Tempo, ihre eigene Interpretation, ein liebevolles Rachgrhen und Rachgeben. Da gelang nicht alles gleichwertig. Sie Grundstimmung des 2. Satzes kam mit ihrer ilriraft nicht voll zur Entfaltung, das Tempo war etwas zu schnell, und er nnr te von feiner unerbllt.ichen Wucht cinbühen. Die Fuge des 3. Satzes hält? sicherlich- durch plastischere Herausarbeitung des Thematischen gewinnen können. Rachgieligkeit an die Linie hätte auch den vierten Chor bei aller Sauberkeit der Ausführung, die un^eftri:ten und durchaus dneriannt sein soll, viel inniger wirken lassen. Wenn auch das CtcrfictD der Ehorkoloreturcn bei geeigneten Stellen seine Berechtigung hat. so beeinträchtigte es in den Chorsolostellen die cinheitliche Wirkung des letzten Satzes. Dagegen wurden die Ecksätze zu einem großen Erlebnis. Gießener AnzeigersGeneral-Anzeiger für Gberhesfen) danken wir ihm. Der Deutschen Volkspachei als Mittelpartei ist eine große Aufgabe zugefallen. Hindenburg hat Curtius gebeten, zu sondieren: er hat es mit höchst anerkennens wert er Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit getan, völlig selbstlos, nicht in der Absicht Kanzler zu werden: da- hat ihm auch genutzt. Die Verhandlungen sind gescheitert, nicht an sachlichen Differenzen. Die Arbeit von CurtiuS ist jedoch nicht nutzlos gewesen. Gs erging nun der Austrag zur Kabinettsbildung an Marx, nicht an einen Deutschnationalen, denn der hätte da- Zentrum erst recht nicht gewinnen können. Marx versuchte es zunächst noch einmal mit der Linken, aber die Deutsche Dolkspartei erklärte, unter keinen llm- ständen mitzumachen. Es erschienen dann die Richtlinien des Zentrums, nach denen eine Regierungsbildung sowohl nach der Rechten wie nach der Linken möglich war: aber um diese Richtlinien wurde nicht gestritten, sondern es wurden neue Formulierungen in den Verhandlungen mit den Deutschnationalen gesundem Rach den Demokraten hat niemand gefragt Seit 1924 haben wir einer Mehrheitsregierung zugestrebt: wir haben das selbstlos getan und nicht einmal haben wir auf unterem Besitzstand bestanden. Als ehrliche Makler hätten wir jetzt Anspruch darauf machen können, aber wir haben, wenn auch schweren Herzens, a u f das DerkehrSministerium verzichtet. Der Reichspräsident hat sich an den Abgeordneten Scholz gewandt, der von dem Tone, wie er mit ihm sprach, tief ergriffen war. Riemand wird eS daher der Fraktion verdenken, daß sie dann nachgegeben hat. Sine Kompensation wird der Partei wohl bei dem Freiwerden des Reichswehrministeriums zuteil werden. Um dieDem o- fraten hat sich, wie schon gesagt, niemand gekümmert: in ihrer Presse wurden Reinhold und Külz angelegentlichst empfohlen. Gegen Gehler, namentlich als er aus der Partei ausgetreten war, wurde in der domo.'rat.schon Presse ein höchst unschöner Kamps unternommen. Das demokratische Berliner Tageblatt bringt heftige Artikel gegen Marx, den es noch vor kurzem gelobt hat. Wenn man das Verhalten der Parteien während der Krise betrachtet, so hat das Zentrum ein Musterbeispiel an geschickter Taktik geliefert. Den Deutfchnationalen wird die Umstellung nicht immer leicht fein; man soll sie deshalb nicht schmälen. In der Personenfrage hat die Partei der Sache zuliebe große Opfer gebracht. Wie sind nun die Aussichten des Kabinetts für die Zukunft? Wie zwei Pferde vor einem Wagen ober wie in einer Ehe werben sich die Parteien, das Zentrum und die Deutschnationalen, aneinander gewöhnen müssen. Ich habe das Vertrauen, daß die Deutschnationalen aus der Vergangenheit gelernt haben und die Koalition nicht sprengen: zerspringt sie, fo wird vielleicht in einem Jahrzehnt nicht wieder eine bürgerliche Reg'erung kommen. Die Zusammenarbeit wird anfangs nicht leicht sein; die Gefahren sind weit weniger außenpolitischer als innenpolitischer Ratur. In der Kulturpolitik haben uns in den Einzelstaaten die Demokraten und Sozialdemokraten nicht vor Gefahren bewahrt. Die schwerste Arbeit wird auf der Mitte liegen, der Deutschen Volkspa riet zufallen: sie wird für den Ausgleich der Gegensätze und für die Versöhnung im Kabinett eintreten müssen. Curt ins und Stresemann sind die geeignetsten Person! chkeiten, um Brücken zu schlagen. Wenn nicht alles trügt, wird das Kabinett bis zu den Reuwahlen halten. Internationale Verkehrsregelung Don Dr. Alfred ® i I b e m e i ft e r. Bremen, M. d. R. Es ist zweifellos, daß durch die Gründung des Völkerbundes in Gens die Gedanken internationaler Rechtsregelung eine Förderung und. wenn ich so sagen darf, Stabilisierung erfahren haben. Wenn diese Tatsache als feststehend hingestellt werden kann, so ist doch andererseits die Frage, auf welche Gebiete sich die internationale Rechtsregelung erstrecken kann, eine sachlich und, wie die täglichen Erfahrungen beweisen, eine praktisch außerordentlich umstrittene. Schwebt den idealen Forderungen des Völkerrechts die Ersetzung des Machtprinzips durch das Rechtsprinzip vor. so sind dadurch auch schon die Schwierigkeiten umschrieben: denn das staatliche Recht ist eine Prägung der staatlichen Macht. Alle staatsrechtlichen Theorien, die den Ersah des Wie eine Stimme aus einer anderen Welt erklang das Sopransolo (Ria Ginster- Frankfurt) in Verklärung und Zartheit, in Vergeistigung und musikalischer Hingabe. Rur für die vom Chor begleiteten Stellen hätte sich die Stimme freier entfalten können, um zu dominieren. Hermann Schcy - Berlin sch.en mehr Eewicht auf die dramatische Gestaltung als auf die lyrische Ausschöpfung seines Varls zu legen und führte ihn mit eherner Stimmgewalt durch. Die Streicher wirkten besonders im ersten Satze durch stimmungsvollen Schmelz ihrer Ton- gabe. Das Pianissimo der Holzbläser hätte teilweise noch dar.er sein können. ... denn ihre Werke folgen ihnen nach ...“ Dies ein Symbol für das srüchte.ragende Schaffen Gustav Trautmanns. —in— Deutsches Theater in Paris. Die beiden Vorsitzenden der deutschen Düh- nengenofsenschaft Rickelt und Wallauer haben sich, wie aus Paris gemeldet wird, einige Tage dort aufgehalten, um Fühlung mit bet Bereinigung bet franzö.ischen Schauipieler und mit ben Leitern bes Welttheaters, besonders mir Firmin Dernier zu nehmen. 3m Verlaufe dieser Verhandlungen wurde die Frage, Ende Mai in Paris internationale Festspiele unter Beteiligung von Deutschland, Frankreich und Rußland zu veranstalten, bes näheren erörtert Sie Vorsitzenden bet deutschen Bühnengenossen- schaft haben sich in Paris darüber unterrichtet, in welcher Weise Deutschland sich an diesen Veranstaltungen beteiligen wirb. Von den Verhandlungen. die sie nunmehr führen werden, wird es abhängen, in welcher Weise diese erste internationale theatralische Kundgebung dutch- gesührt werden kann. Wie wir im übrigen erfahren, soll Deutschland bei der Veranstaltung zuletzt, also als Abschluß, deutsche Stücke spielen und zwar sollen für diese Mustetveranstallung in Frage kommen das Deutsche Theater in Bet- Machtprinzips durch da- Rechtsprinzip wollten, haben mit einer gewissen Leidenschaft das Der- tragsprinzip gefördert ober gar. wie in der französischen Revolution mit Dem „contract social“ sogar beweisen wollen, daß die Basis de- Staates bet Vertrag sei. Es ist im Rahmen dieser Betrachtung nicht am Platze, über diese Theorie vom historischen und praktischen Standpunkt zu Gericht zu sitzen, vielmehr die Frage auszu- toerfen. ob es ein Gebiet internationaler Beziehungen gibt, wo tatsächlich da- Vertragsrecht Grundlage der Rechtsbezi^ungen schon ist. Auch hier wird es praktisch einer Einschränkung bedürfen. Auch der Vertrag kann der Ausdruck des Machtprinzips fein. Keiner der Vertragschließenden des letzten großen Friedensvertrages von Versailles sieht darin einen Sieg de- Dertragsrechtes. sondern beide Teile nur einen Sieg des Machtprinzips. Das ist nicht etwa nur eine deutsche Auffassung, sondern das Frankreich, welches die Garantie des Versailler Vertrages nur in militärischen Mitteln sieht, stellt sich ja selbst auf den Standpunkt, daß dieser Frieden auf der Grundlage eines Vertrages keinen Bestand haben könnte Auch find bisher moralische Bewegungen auf feiten Frankreichs und seiner Verbündeten, den Gewaltvertrag durch einen Rechtsvertrag zu ersetzen, kaum erkennbar. Die Vorteile der Machtpolitik erscheinen auch dem friedlich gesonnenen Franzosen so stark, daß man sie nicht gegen die Vorteile eines frei vereinbarten Rechtsvertrages eintauschen will. Soll deshalb die internationale Verständigung über den Begriff einer reinen Phraseologie herauskommen, die ihren Reigen nach dem deutschen Dichterwort „nur am Himmelszelt" führt, so wird man rein praktisch sein Augenmerk auf Gebiete richten müssen, wo der Rechtsvertrag Geltung und Wirkung hat. Ein solches Gebiet ist vorhanden, und zwar auf dem Gebiete des Verkehrs, von dem man landläufig, aber richtig sagt, daß er die Völker verbindet. Gerade auf dem Gebiete der reinen Verkehrsfragen ist auch die Forderung allgemein gültiger internationaler Verträge schon erfüllt. Der Weltpo st verein konnte im vorletzten Jahre fein öOjähriges Bestehen feiern, und es wäre vielleicht mehr noch, als geschehen, geboten gewesen, bei der Feier im Reichspostministerium in Berlin hervorzuheben und der Welt bekanntzumachen, daß dieser Weltpostverein deutscher Anregung seine Verwirklichung verdankt. Wenn dem Weltpostverein auch wie dem Völkerbund die gewaltigen Vereinigten Staaten von Rord- amerika nicht angehören, so ist doch auf einem anderen Verkehrsgebiet eine wirkliche universale Regelung verwirklicht, nämlich in der internationalen Telegraphenunion. Das internationale Luftschiffahrtsabkommen hat jedenfalls die Tendenz, durch den Hinzutritt immer weiterer Staaten einen universalen Charakter zu gewinnen. Die von Deutschland im Weltkriege vertretene Forderung der Freiheit der Meere hatte praktisch gesprochen den Zweck, zu einer universalen und allgemein bindenden Regelung der Bedingungen der Seeschiffahrt in Krieg und Frieden zu gelangen. Wenn diese Forderung auch wiederum dem Machtprinzip der angelsächsischen Mächte hat weichen müssen, so ist doch festzustellen, daß schon in der herkömmlichen Formulierung von Handels- und Schiffahrtsverträgen der Gedanke internationaler Verständigung über die Bedingungen der Seeschiffahrt, wenn auch nur in Verträgen von Staat zu Staat, zum Ausdruck kommt. Es ist eine pralli'che und erreichbare Forderung, hier universales Recht zu schaffen mit der englischen Formulierung „No f I a " discrimi- Nation!" Wenn aus die'em Gebiete auch in der steigenden Herausnahme der Küstenschifffahrt gewisse Rückschritte zu verzeichnen sind, so wird es doch aus d:r anderen Seite nicht unmöglich sein, wenigstens die gleiche Behandlung aller Fragen in den Seehäfen durchzufehen. Es ist immerhin interessant, daß die Rcichsver- faffung von 1871 das Recht der gleichen Behandlung der Flaggen noch für die deutschen Bundesstaaten untereinander festlegen muhte, d. h. verhindern mußte, daß etwa Hamburg die preußischen Schiffe befer behandelte, als die bremischen — um ein Beispiel zu konstruieren. Hiermit ist das Problem nur umrissen. Es ist zweifell-s. daß die staatlichen Widerstände auf diesem Gebiete auch enorm sein werden, aber gleichzeitig ist festzustellen. daß mit den söge- lin unter der Leitung von Max Reinhardt, die städtische Oper in Berlin unter Leitung von Bruno Walter und das Dresdener staatliche Schauspielhaus. Auch wurde von der Veranstaltung einet Mozart-Woche im Anschluß an diese Veranstaltungen gesprochen. Was sich alles im Tiermagen findet. Ein Strauß im Londoner Zoologischen ©arten hätte kürzlich beinahe fein Leben eingebüßl, als er versuchte, ein 5 Meter langes, dickes Seil zu verschlingen. Als der Wärter die Entdeckung machte, war bereits mehr als die Hälfte des Seils, das in dem Käsig vergessen worden war, im Schlunde des Vogels verschwunden. Der Wärter der lab, wie der Strauß würgte, beschloß, ihm seine merkwürdige Mahlzeit wieder abzunehmen: aber das war sehr schwierig. Erst nach langem Ziehen und Zerren kam der verschluckte Teil des Seils wieder zum Vorschein, unj da- aelrähige Tier schien nun merklich erleichtert. Der Straußenmagen ist ja wegen seiner Aufnahmesählakeit sprichwörtlich, und nicht immer ist es Gier, sondern nicht teilen auch Reugierde. die die 6i rauhe veranlaßt blanke und glänzende Sachen zu verschlugen. Ser Strauß ist darin wie ein kleines amcnriege des Turnvereins Wiefeck mitwirkten. Den Höhepunkt des Abends bildeten die turnerischen Darbietungen der Wiese cker Damenriege, die an Grazie und Exaktheit ganz hervorragend waren und hier völlig Reues boten. Ausgezeichnete Leistrmgen zeigten auch die Turner deS hiesigen Vereins. Die Verdienste der Turner Wilhelm Jäger und Karl K l ö p p e l um den Verein wurden durch die Ueberreichung von Ehrenmedaillen anerkannt. Treffliche Gesänge und die Weisen des Posarmenchors gaben dem Verlauf *e des Abeirds eine besondere Bereicherung. Die - Veranstaltung hat allenthalben viel Anklang ge- r funden, allen Darbietungen wurde mit Recht . lebhafter Beifall gezollt. ]:( Gelnhaar, 3. Febr. Rachdem unser neues Schulhaus, das schon feit 1921 fortlaufend in unserem Gemeinderat zur Beratung steht, nun endlich fertiggeftcllt ist. konnte es am Montag eingeweiht werden. Obwohl sich die ältesten Ortseinwohner nicht entsinnen können, daß jemals eine Schulhauseinweihung ftatt- gefunöen, hat doch der Gemeinderat im Hinbllck auf die finanzielle Lage der Gemeinde davon Abstand genommen, eine öffentliche Einweihung sie traf. And wie waren sie beide morgens munter und lärmend im Zuge her Genossen der Sonne entgegen — und tagsüber zu Zweien spielend und jagend über die Lande geflogen... Trübe das Haupt schüttelnd beginnt Herr Kolk, aus alter Gewohnheit, aber ohne Luft und Liebe, Toilette zu machen. Rachlässig fährt er sich ein paarmal glättend über den Rücken, zieht zerstreut einige Schwungfedern durch den Schnabel und kämmt auch cimnat mit gespreizten Zehen durch den struppigen Schwanz. Zu Lebzeiten der Madame Kolk war dieser Schwanz sorgfältig gepflegt und spiegelglatt, überhaupt, der ganze Herr ^olt sah damals zu jeder Tageszeit aus wie ein Millionär in Abendtoilette. Dann begibt Herr Kolk sich, ebenfalls au5 alter Gewohnheit, auf die Jagd. Mit müden, langsamen Flügelschlägen flattert er schwerfällig und verdrossen über das Dorf, den Wäldern zu. Denn erstens hat er keinen Appetit, wie alle Leute mit traurigem Gemüt, und zweitens ist das Sagen allein, ohne Jagdfreund. kein Genuß. Einem entgegenfegelnden Rabenpaar weicht er mürrisch in großem Bogen aus. DaS Paar beschreibt spielerisch weite Kreise. Herr Kolk beschließt, sich Irgenhtoo niederzulassen, bis die Aufdringlichen sich entfernt hätten. Er stößt ärgerlich krächzend herab, umkreist einen Apfelbaum, der in einem kahlen, von einem verfallenen Holzzaun umgebenen ©arten steht, und läßt sich auf dem gefährlichen Platz unbekümmert nieder-, er, der erfahrene, mit allen Wassern gewaschene und mit allen Salben geriebene Alte, daß der Schnee wie gefloßener Zucker von den kahlen Zweigen stiebt. Do sitzt er grämlich und starrt ins Blaue, verfolgt mit neidischen Blicken das kreisende Paar, brennende nagende Sehnsucht im Herzen. Grollend beschließt er- nein, er wird heute nicht hinüberfliegen zu den Wäldern, auch nicht morgen, überhaupt nie wieder jagen, so allein. Hier will er sitzen bleiben — sterben... Herr Kolk schließt müde die Augen.-- Sin Schuß jagt das kreisende Rabenpaar in Flucht. Herr Kolk liegt blutend im Schnee, unter dem Apfelbaum von dem EiSftückchen und geknickte Zweige auf ihn rtiederprasseln Llber Herr Kolk fbürt keinen Schmerz mehr. Aber Herr Kolk trauert nicht mit den Kleidern. Schwarz trug er auch immer zu Lebzeiten seiner grau. Rein. Herr Kolk trauert mit dem Herzen, so tief und schmerzlich, wie nur je ein Witwer getrauert haben mag. Auf einem Dein, unbeweglich wie aus Holz geschnitzt, sitzt er Tag für Tag im Morgendämmern einsam auf feiner einsamen Pappel, harrend und starrend über die weiten schneebedeckten Felder, in die ausgehende Sonne, bis hinter dem schwarz grauen Wald am Horizont die dunkeln Wollen der Rabenzüge auffleigen. Er läßt sie Dorübcrbraujeit, mit scharfem Auge nach jedem einzelnen Vogel spähend. Tausend Flügelpaare rauschen, tausend Schnäbel lärmen, krähen, krächzen vorbei, aber Frau Kolks weiche, glänzende Flügel und ihr süßer, zärtlich plappernder Schnabel sind nicht dabei. Diele Sonnenaufgänge sind so oergangen, feit Frau Kolk verschwand. Damals waren die Tage noch lang und warm, und die Landschaft war in gelbe, rote und braune Farben getaucht. Und jetzt ist kalter, weißer Winter. Herr Koll hat längst die Hofft,ung aujge- geben. Er weiß. Frau Koll ist tot und begraben. Ja, begraben — in irgendeinem verruchten Fuchsmagen. Und doch sitzt Herr Kott noch immer jede« Morgen warnend und spähend auf seiner Pappel. DaS ist wohl so, weil Herr Koll schon ein alter Herr ift (bitte, aber ein sehr stattlicher aller Herr) und Frau Koll ein so junges, munteres und reizendes Raben- dingelchen war. Herr Kolk blinzelt un Erinnern, mit einem traurig-zärtlichen Zug um die Schnabelwinkel, in öle matte Wintersonne. Schöner als die Sonne hatten Frau Kolks seidige Federn geglänzt und in allen Farben vom Blau über Grün zu Gold geschillert, wenn so ein neidischer Sonnenstrahl Qbzuhalten. Alm 2 Uhr nachm. begaben sich die Schüler beider Klassen vom allen Schulhaus in das neue Haus. Hier hielt der Bürgermeister in kurzen Worten die Begrüßungsansprache. Weiter hielt der Lehrer der ersten Klasse eine Ansprache, in der er die Schwierigkeiten des Zustandekommens des Baues, aber auch die Opferwilligkeit der Gemeinde und seinen Dank gegen diese zum Ausdruck brachte. 3m zweiten Telle seiner Rede gedachte er des großen Schweizers, deS Pädagogen Heinrich Pestalozzi. Rach kurzen Worten des OriS- geistlichen, der den Segen GotteS auf J>as vollendete Werk wünschte, wurde die Feier mit dem Liede: „Jesu hochwilllommner Gast" beschlossen. Der Bürgermeister übergab bai Haus seiner Bestimmung, und die Kinder erhielten von der Gemeinde jedes eine Brezri. Eimge Mitglieder deS Gemein deratrS und des Schulvorstandes blieben bei einem gemütlichen Kaffee noch zusammen. Kreis Schotten. S ch o t t e n, 3. Febr. Da erfahrungsgemäß die Maul- und Klauenseuche auch mit dem Schuhwerk übertragen wird, hat das hiesige Kreisschulamt augeorbnet. in verseuchten Orten lysvlgetränkte Matten vor den Schullüren auszulegen, um Dolks- und Fort- bildungsschülern Gelegenheit zu geben, die Schuhe vor Eintritt in die Schule gründlich zu desinfizieren. — Die Arbeiten an dem Reubau der hiesigen Turnhalle sollen seitens der Vereinsleitung so beschleunigt werden, daß der angebaute Turnsaal anläßlich des Gesang- wettstreits im Juni zwn Preissingen benutzt werden kann. Der Festzug bei dieser Veranstaltung wird die Vergangenheit unseres Städtchens, wie sie vorwiegend in den Zünften zum Ausdruck kommt, widerspiegeln. L ilnter-6cibertenrob, 3. Febr. Der Dachstuhl und das Obergeschoß unseres Schul- Hauses. das erst vor etwa 45 Jahren erbaut wurde, find vollständig vom Wurm zerfressen. so daß die Gefahr des Einsturzes besteht. (tine Kommission des Kreisamtes Schotten. die den Schaden genau feststellte, kam zu der ileberseugung. daß eine Reparatur nicht möglich fest Es kommt mithin nur ein Schulhausneubau ober der Reubau einer Lehrerwohnung in Frage, da die seitherige Lehrer- wohnung auch zu eng ift. Der Wurmfraß kann nur daher rühren, daß Windfallholz oder im Saft geschlagenes Holz beim Dau verwendet wurde. Der Kostenvoranschlag für ein neues Schulgebäude mit Lehrerwohnung stellt sich auf 43 000 Mart. Da diese Summe eine schwere Belastung für unsere Heine Gemeinde bedeuten würde, trägt man sich mit dem Gedanken, nur eine Lehrerwohnung zu erbauen. Der Schulsaal soll erhalten bleiben da das alte Schul- Haus unter massiv gebaut ist. Man will den Dachstuhl und das obere Stockwerk abreißen und ein neues Dach aufsetzen. Dadurch würde die Gemeinde viel Geld sparen. Mll dem^Bau der Lehrerwohnung soll noch in diesem Jahre begonnen werden. Unsere Gemeinde hofft, daß Lehrer Buttron — die hiesige Schulstelle ist zur Besetzung ausgeschrieben — der sich all- seitiger Beliebtheit erfreut, hier bleibt, wenn die neue Lehrerivohnung erbaut wird. Kreis Alsseld. V Alsfeld, 3. Febr. Gestern fand im. „Deutschen HÄls" eine Versammlung statt, di« vom KreiSamt Alsfeld einberufen war, um zu der Frage: Schaffung eines Werbefilms für den Kreis Alsfeld Stellung zu nehmen. Regierungsrat Strack fettete die Besprechung, zst der Vertreter aus den hauptsächlich in Frage kommenden Gemeinden des KreiseS (u. a. Alsfeld. Altenburg. Homberg, Riederohmen. Großfelda. Kirtorf, Grebenau, Ruhlkirchen) sowie Vertreter der interessierten Vereinigungen (Derkehrsverein, Gewerbeverein, Handelskammer u. a.) .erschienen waren. Die Anregung ging von den: Angebot einer Filmgesellschaft zu Wiesbaden aus, die sich erboten hat, einen Heimat- und Werbefilm des Kreises zu schaffen und in ihren Vertragstheatern im ganzen Reich als Beiprogramm laufen zu lassen. Die sachlichen Kosten wären vom Kreis, bzw. von den beteiligten Gemeinden zu übernehmen. Die Firma hat sich weiter erbötig gemacht, dem Kreis einen Kopiefllm zu äußerst geringem Preis als Eigentum zu überlaßen. Die Besprechung, Bei diesem y schiech1 en Wetter Hl) ST EX SIE? 1 Dann nehmen Sie nur Wtnterhoffs extra starke Encilyptai Meilhol* Bonbons! Beate! öO PL < Drogerie Wiaterheü 1 Kreuzplatz 9/10 t £ Sohlleder ! Gummi- abfätze Schuhpuh Einlegesohlen empfiehlt fcOriiz KöJler Neustadt 79 amLvwaldS- naiten. lltL» Ä WMW T »Hentern. TefXfr o 17 sr । Banknoten. Weshalb überall bewundert? Nach getaner Arbeit emokiehlt 0431 gute Zigarette «ertchsweg 192. 11120 deute Bieten wir nu Inaric. en crtngi Cewmrf ”.8515 U.S55 1.20 13) 1.00 0 85 Krusch en-Sal* Kruichen-Salx Krvifhen-Salz Kruschcn-Sfllz Krus chen-Salz Forderungen, die an eine gestellt werden. 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Die Nachfrage nach Eisenerzen des Lahn-Dillgebielcs und OberhessenS blieb laut 3. Ä. weiterhin lebhaft. Der Srzabbruch hielt toüljrenb des ganzen Monat» Januar an. Der Versand wickelte sich weiterhin ohne Schwierigkeiten ab. 3n der Heber- Weisung der StaatShilfSgelder ist eine Stockung eingetretcn die verschiedentlich zu unliebsamer Verknappung der Betriebsmittel geführt hat. • 21 u He g u n ge inet 40-WilL-Rm. - Anleihe beim R. W. E 3n der 2L A -Sitzung des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerks wurde die Frage des Geldbedarf» für die weiteren Bauten des Unternehmens behandelt. Der 2. R. beschloh die Qtuflegung einer Anleihe in Höhe von 40 Will. Rm. Hebet den Zeitpunkt der Ausgabe sind nähere Einzelheiten noch nicht feftgelegt worden. Der Vorstand wurde ermächtigt, bie Anleihe abzuschlietzen. Zur GeschüstS- lage wurde auf Anfrage mitgeteilt, das) diese befriedigend fei • Rheinische Stahlwerke. Duisburg-Weiderich 3n dem nunmehr vorliegenden Geschäftsbericht für daS 3aht 1925 26 erllärt die Verwaltung das ungünstige Ergebnis de» Rechnungsabschlusses — es wird, wie bereit» angefünbigt eine Dividende nicht verteilt — mit dem Zeitpunkt des L April 1926. zu dem die sämtlichen Eisenwerke und Handelseinrichtungen mit allen ihren Lager- und sonstigen Vorräten, sowie dem sämtlichen Zubehör auf die Der. Stahlwerke 2l -G übergingen bzw in Liquidation treten muhten. Dieser Zeitpunkt falle fo Aiemlich mit dem äuhersten Tiefstand der deutschen Eisen- und Kohlenwirtschast im Jahre 1926 zusammen. Die Eisenabteilungen hätten in dem seit dem 1.3uli 1925 verflossenen Abschnitt deS Geschäftsjahres keine Ueberschüsse gebracht, und durch die sehr vorsichtige Bewertung sämtlicher Aktiva beim Einbringen in die neue Gesellschaft ergaben sich Unterschiede gegenüber den Buchwerten, die durch die Betriebsüberschüsse der Kohlenabteilungen nicht ausgeglichen werden konnten. Der Betriebsüberschuh beziffert sich auf 3569 361 Rin. und wird gemeinsam mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 350 777 Rm. zu Abschreibungen auf die verbliebenen Anlagen verwendet. Die Gesellschaft schlägt vor. den Sih der Firma nach Essen zu verlegen, und das Geschäftsjahr aus die Zeit vom 1. April bis 31. März festzufehen, da jeht ein so großer Teil deS Vermögens in Aktien der Der. Stahlwerke A-G. angelegt ist, und die Gesellschaft die künftighin ihr zufallenden Dividenden aus diesem Besitz ihren Aktionären baldmöglichst zuführen will. • Verkauf der Donnersmarck- Drude an eine englische Firma. Am Mittwoch erschien der Vorstand der Grube .Donnersmarck" bei den stellvertretenden Han- delSminister in Warschau und machte ihm die Mitteilung, dah die genannte Grube mit dem Gesamtvermögen in den Besitz der englischen Firma »Panson and Fealing" übergegangen ist. 3. W. Hn ifl btt dich, e dmchschM- atz rm Sichen- Eichtickw-pel 'Aeisertnlchpr! 8 rm Huchen- 12 bi» 13 am. 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S.arl gefragt l lieben Ä a lief 11 c n in Erwartung eine» günstigen F'bruar- abfchluffes. Auch T e s t i l w e r t e rege gesucht und krästig gefteigert Ferner tourten Bau - aktten und Zcmentwerte in gröberen Posten aus dem Markte genommen. Schis fahrtS- werte und heimische Renten blieben dagegen völlig vernachlässigt. Am Geldmarkt stellte sich Monatsgeld auf 5* . bis 6* . Prozent, die übrigen Sätze waren nicht wesen lich verändert. Der Devifenverkehr war ruhig, die Kurse zeigten f:ine bedeutenden Veränderungen. Oslo gegen London 18,90. Frankfurter Börse. Frankfurt. 4. Febr. Tendenz Weiter fest. An der heutigen Effektenbörse war für die bekannten Spezialwerte die Tendenz wieder autzerordentlich fest. Es scheinen noch immer bestimmte, ausgesprochene Interessen- käufe vorzuliegen, woraus auch die beträchtlichen rheinischen Kauforders hindeuten. Daneben laufen wieder zahlreiche Gerüchte über Fusionen und sonstige Transaktionen an der Börse um. 3n Mannesmann wurden von der Verwaltung die Thyssenschen Käufe bestätigt, auberbem regte der revidierte Kap.talerhvhungLantrag an. Insgesamt profitierte der Montanmartt durch die künftige Gestaltung der Rohstahl-Gerneinfchaft bezüglich der deutschen Quote. Es wird bereit» ein Austritt der deutschen Industrie aus dem Stahlkartell diskutiert, der für die deutsche Montanindustrie absolut von Vorteil sei. Auch der günstige Absatz der deutschen Reichsanleih« trat in Erscheinung. Don Montanwerken gewannen Ilse 28 Prozent, Kali Westeregeln 17 Prozent. Aschersleben 18 Prozent. Rhein. Braunkohlen 12 Prozent. Rheinstahl 9 Prozent. Am Ehern iemarkt zogen 3. G. Farben um 6,5 Prozent an, dieser Kurs sei aber künstlich nieLergehalten worden. Grobbankaktien zogen durchweg um 2 Prozent an. stärker gesteigert waren Darmstädter. plus 7 Prozent. (Sleftroaftien still; die Werte dieser Gruppe wurden vielfach als Taufchobjekt gegen Spezialwerte gehandelt. Von Petroleum-Werten zogen Deutsche Erdöl um 4,5 Prozent und Rütgerswerke um 1,75 Prozent an. Bauaktien gut befestigt. Zement Heidelberg plus 5 Prozent, Waytz u. Freytaa plus 4,5 Prozent. Von Zellstoffaktien zogen Aschaffenburg um 3 Prozent und Waldhos um 5 Prozent an. Die AentenmLrkte blieben stark vernachlässigt. Der weitere Dörsenverlauf blieb für Speth es Vaughs muh. was nicht gen zu genügen, ich besonvels im mörre» ist ein Deifstl äffen, die en in da« der en. ohne et iunge M°n i will, tnnb m htigl-il beoic Ss? K-.S larSabg^eraiicn nen5dS htutebre'" »K X#er<<6t StriiHan dbt */, NrübSasUtbe . Vlfi» 9ta»e«eicU)e 3*'. TruNld7 iHfttftc mtädc . Ituifax e.^rprdmttnautalK <•/. ArrußNchk Äonlol» <•* Hesse».......... ......... Hesse».......... Ttutldx ’S mb. ToQat-lnl dio. Doll Sedas-»mrriM«. */. XtOhirfai......... 5% Gclbmertfaner . . - Herllner HaadelSqclellsidaN. 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Siemen» ä HalSd» ..... Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren Hevliaenstacdt......... ’UifQuin............ Moxnlietmcr Motoren . . . Sronrrurtrr dnnnmren . . «toiiservensabrik '«rann . . Mrtollaelrkl chasl Sronffutt . Pei Union Äx» e*nb'abri( Her; . . .... Sichel.............. Zellstosi afdinfffnbetg .... Z-lllton TBd'öhoi...... Zuckerladnk Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . xialtoerte recht lebhaft, auch Einheit-werte gesucht. Der Geldmarkt ist etwa» leichter. Tages- aelb 4>» Prozent. MonatSgeld 61.', Prozent bi» i>Pro'zent^Im Devisenverkehr stellte sich Poris Hegen London auf 123.10. Die Reichsmark nrtierte gegen London mit 20.4675. gegen Kabel mit 4.22. Devisc«marU Strlii—5rtmrfurt tr ljaröf ar/ l tvcihrrnd itbeti Qv iilium in ben ift er infolge jungen Io freu tzerzfchlaa Jfen hat fifl 2rbeiter«ari ilchen ihm und iben libtltuicn lSgebrvchen, in t - die jebod) abgab. Zuletzt Abschlub einer bahrischcnStaatS- a n I e i b e. Wie da» Süddeutsche Korrespondenzbureau zuverlässig erfährt, find die in Berlin geführten Verhandlungen über die bayrische Staatsanleihe zum Abschlub gekommen. Wan hört, dah der Abschlub zu günstigen Bedingungen la MW. gesunde, trvck. Ware t^cheitholz 25 26), Rm. 1,05 pro Ztr frk. Wagg. Laubach; 1 Wtr. lang, Rm. 1.20 pro Ztr. srt Wagg. Laubach lOfenfänge geschnitten, lie ert prompt IWontania Mannheim, Zweig» niedrrlastung Frankfurt Main. Hem- ‘Xronthrn a-M MU •' i*uor« Äar» ' Äure Jm benachbanui Knaben öpf?r s. Mehrere linde auf einen ein Junge mit tnb die «tnder feriiTi s-tuh» ar Äer» 3. J t*nt’ tSdb *>rtei . klmtl - Itri 18k.15 168.07 168,58 ibM.m t*Drn flirrt 1,743 1.749 l,7ol '.755 ^rfL-flntrv 5b.715 58.61 .91.75 GbrifMoiH.r I08.K6 IUf> 64 IU8..U IH3.58 Vetvnbao.-u Ht.34 dZ.62 II1.S4 112.62 Stockholm 112.31 112.62 Il2.1l < 14.60 Hrl-moiors >0.602 10,642 IU,Ml 10.64 atoiten . . London. . IN,01. -U.4 S 18 (U5 -0.490 16.05 U.4-H V.Ä ">lmork . . 1.TI43 1.2245 1.2145 1.2345 PoriS . . 'S.5> 16,625 16.5# <6,6J» •1 .UfK> bl.26a '1.04 *1.24 Sva iX - ;o.tc 70.8t' 6V.kS 70.06 Japan :.v37 2.061 2.O5R ..062 *io de Ion Sirn In T .4« 0.438 I.41M '■<* Cfft. obot't 3*. 5(1 59.39 59.43 Prag - 12.515 «2.176 I2.4.C Br! i rad . 7.107 7.427 7.41'7 7.427 Budov''l - <"3.6h 73.N> 73 06 73.M Bul arikn >.045 ..055 a.04^ 055 Fifiabon -1 34. 1.5Ä 21.530 21.5*5 Tantig. . bl. 33 "1.53 SLSO M.4V «tonst atin 4.17 :,!1 2.165 2,175 5 56 Allen . . 5,54 5,50 5.54 Canada 1.XV4 4.217 4.207 4.217 llru nab - I.23j 4.255 4.215 1.255 Tatro . - • 2Ü.369 21.021 20.969 .1.031 — reo '47 «2 .15.5 219.6 215 S 217 ÖLS rftt 291 z$y 207 75 «8.75 a* ZUM 196.75 IW 195.75 196.5 191 5 194 191 184.75 t« 5 183 7u 11 197.75 1*5 5 — 195 —» 10.3 10.15 10 1 M 25 lll 191.5 iK 5 195 1*7.5 205,5 199.25 204.5 I4S 159 75 141 140 5 — — —— 118 2U6 25 199.25 205 •202 209 2U0.5 »* 237 «39.25 240 5 -1)1.5 216 200.5 — »H 218.25 200 - 109.75 lUo 109 107,25 241 150 247.5 161 172 NSV 167,9 IM 141 5 — — 144,9 145.5 143.25 146 5 316.6 527 35 .318 413 25 »»1 35 5 224.5 234 189 191 189 25 198.5 124 * * — 156 161 157 — 170.5 171 170.75 170.5 156.5 157 156 155,5 130 5 — — — 176 5 184 * — «92.6 - 191 201,5 - — 136 75 — — - — 170 <71 9 169,5 171,12 98 75 - 325 75 -31 25.5 531 152.5 155 119 9 15! 267 l 269.75 — — 174 25 178 175 176.5 193.5 194 193 194 187 187,75 184 5 186.’. — — 195 20V 139 * • * 182.5 185 1« 185,25 219 223 5 .'18 75 <25 129 5 130 75 129.5 130 105.2.5 1'15,75 104.5 105 38 — — 77,5 — 74 — — — 40 * 25 — — • —- 217 216 75 * — 188 — 136 5 — 78.2.'- — 80 — — 6 192 195 193.75 194 271.6 •287.5 282 281.75 132 13.3 1.37 159 163 158 —• Berlin. 3 Frdr Meld Brie' flmrrffanflitr ‘.Petrw..... 4,198 4.218 2'fiQiidjr '.Koten . 56.4.> >.?5 Tänt'tbt '.Voten 111.97 112.53 Iriioliffbc "Jtotrn . . .,,,,, ».Siu 20,494 ^rantvniLc '.’.’orrn ...... 16.65 16.73 polländillh? 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Februar 1927, abends 6.'9 Uhr, in sämtlichen Raumen der „Liebigshöhe" Groher MM Bankhaus Herz & Co Gießen, Neuen Bäue 23 988a Heinz Gesunder Junge angekommen Konrad Weidemann und Frau Gießen, den 4. Februar 1927 WWSWMMW Wir opfern uns Donnerstag, den 10. d. Mts. zum Wohle unserer Freunde und werden Freitag dcnU.ö.lfits. in bekannter Form und Gute wieder erscheinen i • k - Mitd.ilung daß am Samstag, de 5. Februar, abends 8 Uhr 11 Minude e gloor 0819 Kappe-Sitzung uff echt Meenzer Art im U. Cm Plockstroß 5 uffgezoge werd. Eingelade is alles, waß Baan hot un waß danze kann. Es komme e paar echte Meenzer Buwe un Meed- eher, die helfe die Stimmung hewe. Gejazzt un gedanzl werd bis mordens 4 Uhr, e Wäschbitt is aach do Die Staanheißer Brauerei Friedberg sorcht for en feine Schoppe, Hasbelcher, Fieß'cher, Rippcher un Schicer gibts aach; un dann for Stimmung un Humor do wett ich eich do sorcht der Meenzer Kreppelbub de foor Dann is an aans noch draan ze denke, loost ei er Fraa un Braut nid wie en ahle Regen scherm de Haarn im Klaaderschränkche henge. Stimmung Humor Danz Eintritt frei! Der Meenzer Kreppelbub DRUCKSACHEN ALLER ART liefert in jeder Ausstattung stilrein und preiswert BrOhl'sche Universitäts-Druckerei R. Lange, OleBen •rau »"•BÜ ^cherm 16 Dam co £■& Lina»' Nr. 29 r -rtcs vlatt Eietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhefsen) Zreitag, 4. Zebruar (92t Turnen, Sport und Spiel die die Austragun, un Was der Sonntag bringt Grippe, Katarrhe Chtnosol einen seine muß. 1 DetrugS taten er sühnt. I der icimer Anklagebank unter der Qlnl'lcgc kcS und der Urkundenfälschung, d e Straf- mit einem Monat Gefängnis verhütet und heilt man sicher durch Spülen und Gurgeln mit ChinosoL Verlangen Sie in Apotheken und Drogerien kostenlosen Prospekt mit Anwendungsvorschriften. Alle Packungen sind bes immt vorrätig iu der Kaiser- Drogerie Ernst Moll, Liudeuplatz 5. (91s baS BezirkSgerätewetturnen am 3. April in LanggönS abzuhalten. Für die Goeh-Danderung. die am 22. Mai aus- Adreffen der neuen Mitglieder gerichteten Landungen kamen alle als unbestellbar zurück, da die Personen gar nicht e r i ft i e r t e n und die Namen nur fingiert waren. W gen diesev Handlungsweise sah der tüchtige Werber nun auf der ' Schöffengericht Wetzlar. Q Wegen PsandbruchS hatte sich ein Kaufmann auS Straßebersbachzu ve.'antworten. Ihm war zur Last gelegt. Gegenstände, die vom Gerichtsvollzieher gepsändet und durch a nt- liches Siegel kenntlich gemacht waten, vor lich bei Seite geschafft oder in anderer Weise der Vollstreckung ganz oder teilweise entzogen zu haben. Der Angeklagte erhie'.t dreißig Mark Geldstrafe evtl, sechs Tage Gefängnis. Gin Kaufmann aus Dillenburg erschien eines Tage» bei der Leitung eines DerbandeS, renommierte hier mit seinen guten Beziehungen sowie seinem groten Bekanntenkreis und bat um Anstellung zweck» Werbung von Witgl c?:rn. Der Mann erhielt da» notwendige Weroemate- rial und begann seine Tätigkeit, die auch bald ihre Früchte trug. Denn schon nach einiger eit erschien er mit einer Liste, aus der sich eine Anzahl Personen als neue Mitglieder eingc- zeichnet hatten. Doch nur zu bald rour?e ixt Verband über die eifrige Tätigleit sei. eS neuen Werbers eine» Besseren belehrt. Die au die Rundfunk-Programm deS frankfurter TenderS. (Aus der .Radio-Umschau''.) Samstag. 5. Jebroar. 3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der 3ugenb. 4.30 bi» 5.45 Uhr: Konzert des HauSvrchesterS Felix Mendelssohn-Bartholdy. 5.45 bis 6.05 Uhr Der Briefkasten. 6.45 bis 7.15 Uhr: Beamten- fortblldungSkursuS: .Der Reichshaushaltsplan 1927". Dortrag von Dr. Fritz Neumark. 7.15 b>s 7.45 Uhr: .Schuh des alten Angestellten", Dortraa von Geschäftsführer Lauer. 7.45 bis 8.15 Uhr: .Handschrift und Schulunterricht, neue Gedanken und Ziele", Dortrag von Rektor Pabst 8.15 biS 9.15 Uhr: Neue Diolin-Musik. 9.15 bis 10.15 Uhr: Konzert des LautenchorS Lina Poppe. Anschließend bis 12.30 Uhr: Tanzmusik. Dom Dolksturnen im Gau Hessen (D. T.) = 3n Gießen fand am Sonntag eine Io- gung der Sereins warte für das Volks« turnen statt, die von Gaujportwart Luckhardt geleitet wurde. Die Versammlung begann mit einer Uebungs- stunde. ©auiportwart Luckhardt (Marburg) lehrte allgemeine Gymnastik und Laufschulc, während die Turner ©übler (Friedberg), Weiß (Großen- Linden) und Langsdorf (Bad-Nauheim) die Teilnehmer in Sprung. Wurf und Stoß unterrichteten. Die anschließende Besprechung begann mit der Erstattung dcs Jahresberichts durch den ©aufport- wart. Es ergab sich aus den Ausführungen, daß im vergangenen Turnjahr auch im Dolksturnen nennenswerte Fortschritte in bezug auf Beteiligung und Leistungen erzielt worden sind. Die Bezirks-Wald- laufe halten eine beträchtliche Zunahme von Bewerbern aufzuwcisen. besonders an Jugendlichen und Turnern aus ländlichen Vereinen. Auch die Erfolge des Gaues bei dcn flreisucraijflaltunflen und bei den Deutschen Meisterschaften in Düsseldorf waren reckt erfreulich, stellte doch der ©au vier Kreis- meister in Kobleng und durch Münch (Marburg) einen Deutschen Meister in Düsseldorf (im deutschen Zehnkampf). Die Gau Veranstaltungen dieses Turnjahres wurden wie folgt feftgelegt: Der Frühjahrs- Waldlauf bleibt den Bezirken, in denen er frühesten« am 3. April ausgetragen werde soll. Der Herbst-Waldlauf ist wie im Vorjahre ©au- Veranstaltung. Er wird in Gießen veranstaltet, und zwar ooraussichllich am letzten Sonntag im I September. Können, daß sie unbedingt Sieger bleiben wird, wenn sie nicht leichtsinnig spielt. Die Ligareserve kämpft im Rückspiel auf dem benachbarten Waldsportplatz gegen die Liga- reserve der Bewegungsspieler. DaSVorspiel sah 1900 1:0 in Front. Der knappe Sieger ist nicht vorauszusagen. Auch im Lager der Handballer rüstet man au Großkämpfen. Die 1. Elf empfängt nach dem Ligaspiel F. E. Polizei Wetzlar 1. und Iungmannen kombiniert, während die II. vormittags der Wetzlarer II. mit Iungmonnen kombiniert entgegentritt Spannende Kämpfe sind zu erwarten. Die Gäste werden wohl beidemal knapp Sieger bleiben. D. f. D. Für die L i g a m a n n s ch a f t ist zum kommenden Sonntag ein Gesellschaftsspiel gegen „Germania"-Wiesbaden auf dortigem Dlah geplant; jedoch fehlt noch die Wiesbadener Bestätigung zum endgültigen Abschluß, so daß die Reise dis jetzt in Frage steht. Bei einer evtl. Verlegung des Spiels wird die mit an führender (Stelle der Kreisligatabelle stehende Ligamannschaft von Ockershausen hier zu Gast sein. Die Ligareserve hat auf eigenem Platz die Ligareserve von Spielvereinigung 1900 zum Gegner. Bei dem gleichen Stärkeverhältnis beider Mannschaften ist ein spannender Kampf zu ertoarten. Dritte und vierte Mannschaft treten gegeneinander zum Derbandsspiel an. (Srfte Jugend- und erste Schülermannschaft sind bei den Vereinigten »V. f. D. Kurhessen" Marburg zu Gast. Marburgs Sugenb ist wohl mit als die stärlste im Lahn- kreis anzusehen, so daß für Gießen wenig Sie- geSauSsicht besteht Aus dem Arbeiter-Turn- und Sportbund. $rele Turnerfchafk Gießen. i- Der kommende Sonntag bringt wieder einmal eine namhafte Mannschaft aus dem Bezirk auf den Sportplatz Trieb. Die 1. Mannschaft des MännerturnvereinS Marburg tritt der Ib-Mannschaft GießenS gegenüber. Bei Gießen besteht die Absicht, die Mannschaft durch Spieler der 1. Mannschaft zu verstärken. Ob diese Maßnahme auSreicht. sich gegenüber den Marburgern erfolgreich zu behaupten. muh erst der Verlaus des Spieles zeigen, von dem aller Voraussicht nach die Gaste mehr haben werden. Besonderes Interesse gewinnt daS Spiel dadurch, daß man angesichts der im nächsten Monat beginnenden Verbands- fpiele Gelegenheit hat, die gegenwärtige Spielstärke Marburgs kennen zu lernen. Das Spiel der zweiten Mannschaften dürfte durchweg offen bleiben. Möglich, daß Dießen hierbei gewinnt, ebenso möglich ist aber auch ein Sieg der Marburger. Die I. 3 u g e n b trägt ihr Rückspiel gegen Ossenbach-Bürgel aus und tritt die Reise mit wenig Aussicht auf Erfolg an. Freie Turn erschaff Heuchelheim. Der Punkt „Neuwahl" fand rasche Erledigung. Einstimmig wurden der Dezirlsoerireter Schuchmann (Tgm. Friedberg) und der Bezirksausschuß (Lottig, Tv. Steinfurth; Oß- w a l d, Tv. 1860 Bad-Nauheim; Hofmann, (Mtv. Bad-Nauheim) wiedergewählt. 4. Bezirk der D. T. st. Eine von 40 Vorturnern besuchte D 0 r - turner stunde deü 4. Bezirks sand am Sonntag im Turnlokale des Turnvereins Nieder- Ohmen statt. Zu der hiermit verbundenen Kampf- richterbelehrung waren 13 Kampfrichter erschienen. Leiter beider Veranstaltungen war der 1. Dezirkstumwart A. Bastian- Alsfeld. Die für die Gau- und Dezirksveranstaltungen im 3ahre 1927 vorgeschriebenen Freiübungen wurden Hochwald, einer historischen Kampsstätte der Hessenturner, vorbereitet, und zwar ohne jegliches festliche Gepräge. Einstimmig wurde die Tumgemeinde Friedberg beauftragt, beim ©au- tumtag einen Antrag auf Herabsetzung der 3abl der © auDeranftaltungen einzubringen. Es wird gefordert, mit Rücksicht auf das KreiSturnfest das ©ausportfest und tic ©au- turnfahrt mit dem ©auturnfeft in Heuchelheim (9. bis 11. 3uli) zu verbinden, außerdem zu erwägen, ob man nicht in Zukunst auch das ©aufraucniurnen mit dem ©aufeft zusammen- legen soll. Eindringlich wurde für den Besuch des Heuchelheimer Festes geworben. Es gelte, durch starke Beteiligung zu zeigen, daß wir das ©auturnfeft als den Mittelpunkt der turnerischen Veranstaltungen des Gaues betrachten. Besprochen wurde auch das Alterst ur- nen beim ©auturnfeft und einstimmig eine Neuregelung desselben gewünscht. Der Turnverein 1860 Bad-Nauheim erhielt den Auftrag, einen diesbezüglichen Antrag beim ©autumtag zu stellen. mehrmals durchgctumt. Hierauf folgten Keuken- und Geräteübungen. Beim Schwingen mit der Keule zeigte sich, daß die Mehrzahl der Dor- turner diese Uebungsart noch wenig beherrscht; vielleicht Waren die beiden letzten Gruppen auch etwas zu schwer. Die Kampfrichter erhielten praktische Belehrung und Unterweisung in der Bewertung von Geräteübungen. Noch dreistündiger Arbeit wurde die Turnstunde geschlo-sen. Hierauf folgte die übliche Vorturnerberatung. Hierbei gab der 1. Dezirkstumwart bekannt, daß au dem am 13. Februar in Burg-Gemünden statfindenden ©erätetoetturnen des 4. Bezirkes über 300 Wetturner gemeldet find. DaS für den 12. 3uni in Grebenau vorgesehene Dezirksturnsest Wird auf den 19. 3uni verschoben. Tischtennis-Abteilung des Gießener Tennlselubs 1922. Die Tischtennis-Abteilung des ©. T. ElubS 1922 veranstaltete in den Räumen des Universi- tätS-Eas6s ihr erfte-3 Klubturnier, das einen interessanten Verlauf nahm. ES zeigte sich, daß dieser in ganz Deutschland und dem Ausland getriebene Sport auch in Gießen festen Fuß gefaßt hat. Unter den Turnierspieiern ragte das Ehepaar Minz hervor, das i n formvollendetem Spiel von den drei ausgeschriebenen Konkurrenzen die ersten Plätze belegte. Als sehr gut ist ferner Kirchner zu nennen — bekannt aus den vorjährigen Turnieren des TennisklubS — der nur infolge mangels an Training noch nicht di« Spielstärke von Minz erreicht hat. Nachstehend die Spielresultate: Herren-Einzel: 1. Herr Minz, 2. Herr Karl Schmidt. Damen-Sin- ze l: 1. Frau Minz, 2. Frau Dr. Düttmann. Gemischt-Einzel: 1. Herr Minz. 2. Herr Walter Noll, 3. Herr Dr. Fr. Fischer und H. Bock. Vom Kegelsport. Bei der Epori-Werbe-Woche in Bad-Nauheim in Gegenwart des Bundes-Präsidenten des Deutschen Keglerbundes errang die Kegel- gesellschast Bavaria-Gießen im offenen Wettbewerb für nichtbundesange- hvrcnde Dereine nachfolgende Preise: Bohlenbahn: Ehrenpreis und 1. Preis Fritz Bieler, 10. Preis G. Döh, Flitzerbahn: Ehrenpreis und 1. Preis Willi Wagner. Ehrenbahn: 3. Preis Fritz Bieler. 4. Preis A. Bourgeois. Die ©aufportmettfämpfe (Gaurnei- fterfdjaften In den Einzelübungen), um die sich der Turnverein Schlitz beworben hat, werde Mitte August nach dem Kreistumsest stattfinden. Dem Gauturntag soll Gießen als Veranstattungs- ort oorgeschlagen werden. Eine rege Aussprache rief die Frage der Kampsrichterausbildung hervor. Es wurde den Dezirksoolksturnwarten anempfohlen, mit den Bezirkovorturnerstunden Belehrungen für das schwierige Kampfrichteramt zu verbinden. Dom Spielbetrieb im Turngau Hessen (D. T.) — 3n Gießen fand am EamStag unter dem Vorsitz von GausPielwart Seibert- Wetzlar eine Sitzung des GauspielauS- schusseS mit wichtiger Tagesordnung statt. ES wurde beschlossen, daß alle Vereine, die Winter- oder Sommerspiele betreiben, jeden zweiten Monat Bericht über den Spielbetrieb innerhalb ihres Dereins an den Gauspielwari zu erstatten haben. Einem schon seit Zähren gehegten Wunsche einer großen Spielerschaft wurde Rechnung getragen durch den Beschluß, eine Gauhandballmannschaft zu gründen. Gelegentlich des GauturntageS am 20.März findet In ©leben ein Auswahlspiel zweier Mannschaften statt, die vom GauspielauSschuß wie folgt ausgestellt wurden: Mannschaft A (Spielkleidung: rote Trikots, schwarze Hosen): Kim ritz (Mtv. Gießen), Bär (T. il Spv. Marburg), Geismar (Tv. 1846 Gießen), Nehren (Mtv. Gießen), B e a u p a i n (T. u. Spv. Marburg), Becker (T. u. Spv. Butzbach), Henkel (T. u. Spv. Marburg), Schröder (Tv. 1860 Bad-Nauheim), Fäsch (T. u. Spv. Butzbach), Reinhardt (Turn- und Sportverein Butzbach), W i e- n c r (Turnverein 1860 Bad-Nauheim). Mannschaft B (Spielkle.dung: blaue Trikots, schwarze Hosen): Seifert (Tv. 1846 Gießen), Zeitz (T. u Spv. Butzbach). Stecker (Mtv. Gießen), Faiser (Nktv. Gießen), Mohr (Mw. Gießen), MalkomesiuS (Mtv. ©.eßen). Reih (Tv. 18-16 Gießen), Stoll (Tv. 1860 Bad-Nauheim), Steinbach (T. u. Spv. Butzbach), Paulus (Tv. 1860 Bad-Nauheim), Wenzel (Mtv. Gie- 1 ßen). AlS Schiedsrichter wurde Langsdorf I < Bad-Nauheim) bestimmt. Aus beiden Mannschaften werden die 11 besten Spieler für die Gaumannschaft ausgesucht, die ihren Zweck in erster Linie darin sieht, mit Sammelmannschaften anderer Gaue und Landschaften Werbespiele auszulragen und damit Freundschaftsbeziehungen von ©au zu ©au zu knüpfen. Auch soll bei (Dauberanftallungen die sich aus den besten Spielern des Gaues zusammensetzende Mannschaft für das schöne Handballspiel unter Öen Vereinen werben, die der Spielbewgung noch ferne stehen. Aus dem 5. Bezirk im Turngau Hessen (©. T.) bpw. Butzbach. 2. Febr. Der 5. Bezirk im Turngau Hessen veranstaltet« am Sonntag hier eine -L-agungderDereinsvorsihen- den. die mit Ausnahme von Birklar und Kirchgöns von allen Vereinen beschickt war. Der 2. ©aubertreter, Redakteur Schneider (Butzbach), begrüßte di« Vertreter in der alten Turnerstadt Butzbach. Der Bezirksverrivter. Studienrat Schuch, mann (Friedberg), erstattete den umfangreichen Jahresbericht, der die einzelnen Beziris- und ©auberanftaltungen kritisch betrachtete und zum Schluß einen Blick in das neue Jahr warf. Ein Arbeitsjahr solle es werden zum Nutzen unserer guten deutschen Turnsache und im Dienste unserer Heranwachsenden Jugend. Sie körperlich zu kräftigen, um sie zu ihrer Berufsarbeit tüchtig au machen, sie aber noch mcchr mit echtem deutschen! Turnergelst zu erfüllen, in ihr die Liebe zum deutschen Volk und Vaterland durch Pflege deS öeutfdxm Volksgeistes zu wecken, das solle unsere erste und vomcHmste Aufgabe sein. Turnerische Geistesarbeit gelte es in erster Linie zu leisten. Das aber werde den Vereinen vielfach erschwert durch die Fülle der turnerischen Feste und Wettkämpfe. Der j Redner hat von seinem Verein, der Tumgemeinde Friedberg, beispielsweise festgestellt, daß er im abgelaufenen Jahr an 22 Veranstaltungen im Vczitt, Gau. Kreis und der D. T. tcilgenommen habe. Der gedankenreiche Bericht wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Es schloß sich eine rege Aussprache über die turnerische Arbeit in 1927 an. Beschlossen wurde. Die erste Mannschaft erfüllt eine Rückspielverpflichtung in Nieder-Efchbach l. T. 3m Vorspiel blieb Heuchelheim überlegener Sieger. Dies ist der Mannschaft auch diesmal kaum zu nehmen. Wenn auch das Torverhältnis etwas knapper aussallen dürste, da Nieder-Eschbach auf eigenem Platz wohl andere Leistungen zeigen wird. — Die 3 u g e n d Heuchelheims hat Neuling. Oppenrod, als Gast, der Epielstärke erst noch unter Beweis stellen Briefkasten der Redaktion. „Anrechnung". Maßgebend sind die Artikel 5, 6 und 8 der Hessischen Besoldungsordnung vom 14. Oktober 1921. Nach Artikel 8 kann bei der ersten Anstellung eine außerhalb des Staatsdienstes äurudgeleflte Dienstzeit oder die Zeit einer praktischen Beschäftigung „durch das vorgesetzte Mini- sterium im Einvernehmen mit dem Finanzministe- rium" ganz oder teilweise auf das Besoldungsdienst, alter angerechnet werden. Noch Artikel 12 Absatz 3 s'nd die Entscheidungen der Verwaltungsbehörden hinsichtlich des Besoldungsdienstaltes für die Be- urteilung der vor dem Gerichte geltend gemachten oermögensrechtlichen Ansprüche maßgebend. geführt werben soll, schlug Ostwald (Bad- Nauheim- ein Dezirkstressen auf der Naum - bürg vor, was einstimmig angenommen wurde. Den Turnvereinen Dorn-Assenheim und Niedrr- Wöllftadt Wurden die Vorbereitungen für die Veranstaltung übertragen. DaS Bezirks turn- f e ft, für das sich kein Verein gemeldet hat, wurde der Bad-Nauheimer Turnerschaft übertragen, die die Wettkämpfe für Den 19. 3uni i Um die Bezirksmeifterschaft von Hessen-Hannover. tz. 3n der Nordgruppe ist die Schlacht ge- | schlagen. Epielv. Kassel besiegte im End- I spiel Tura Kassel leicht mit 7:1 Toren und Wurde dadurch mit I Punkt Vorsprung Nordmeister vor 03 und Sport Kassel. Schon seit Wochen Wartet K u r h e s s e n, der Südmeister, auf seinen Nordgegner, zum letzten entscheidenden Kampf um die BezirkSmeisterWürde. Der kommende Sonntag bringt das Vorspiel. Aus den ersten Blick must man Kurhessen, dem Altmeister, die größeren Ehancen und das bessere Können im voraus zugestehen. Aus der anderen Seite sind die Epielvereinler eine äußerst kräftige Elf, die mit ihrer Wucht manchen Gegner und auch I manchen Tip über den Haufen werfen können. Wenn also Kurhessen gewinnt, dann nur schwer und knapp. II. Bezirksklasse Lahnkreis. tz. Sin interessanter Sndlampf scheint bevor- zustehen. Durch die Ergebnisse des vorigen Sonntags ist die Punktgleichheit von Gießen 1900 I mit Germania Marburg gegeben. Mit dem besseren Torverhältnis können die Marburger nicht viel anfangen. Die Fortsetzung der Spiele am kommenden Sonntag bringt folgende Paarungen: Zunächst hat sich Gießen auf eigenem Platz Herborn vom Leibe zu halten. Das sollte ihm unter normalen Umständen glatt gelingen, wenn die Herborner, die bisher noch zur Spitzengruppe gehörten, auch gerade kein schwacher Gegner sind. 3m Vorspiel erregte der Damalige 1:4-Sieg der Gießener Aufsehen. Der B. E. Wetzlar, der die immer besser gewordenen Dillenburger zum Gegner hat, must diese sehr ernst nehmen, wenn er nicht verlieren will. Seiner vorsonnläglichen Leistung nach schernt der F. E. 05 Wetzlar seine alte, gute Form toiebergefunben zu haben. Sein Sieg in Franke n b e r g am kommenden Sonntag sollte ziemlich sicher sein. Gladenbach gegen Ockers- hausen und Niedergirmes gegen Butzbach gewinnen voraussich lich jedesmal die Gäste. Es wäre eine Ueberraschung, wenn es anders käme. 5pielöereinigung 1900 (Sieben. ö. Am fommenben Sonntag trägt die L i g a- Mannschaft ihr 16. Meisterschaftsspiel in dieser Saison auö, und zwar gegen die Ligaelf deS Sportvereins 1920 Herborn. Aus der A-ÄIaffe erst in diesem 3ahre zur Kreisliga aufgestiegen, ist Herborn einer der wenigen Vereine, die sich als Neuling in der Spitze halten konnten und dadurch auch für das nächste 3ahr ihr Verbleiben in der Bezirksliga II sicherstellten. DaS Vorspiel in Herborn gewannen die .Vereinigten" 4:1 (Halbzeit 3:0). Trotzdem sollten die Platzbesiher die Gäste am kommenden Sonntag nicht unterschätzen, sonst könnte es sehr leicht eine Ueberraschung geben; bedenken sollte man, daß unter den vier Toren in Herborn zwei verwandelte Handelfmeter waren. 3?or dem Ligaspiel empfängt die 1. 3 u - g e n be I f die 1.3ugendmannschaft von .2 o - 5 u ss i a" - Frankfurt zu einem Frcundschafts- U-ieL Dieser Gegner zählt mit zu den besten ^ugenbmann^aften im Mainbezirk. Vormittags sp'.elt die 2. 3ugenb gegen Butzbach 2. 3 ugend. Hier dürften wohl die Einheimischen Sieger bleiben. Die 3 a (Lehr- Mannschaft) trägt ihr Verbandsspiel gegen Die 3b - Mannschaft aus, be de Mannschaften spielen in einer Kla'se. Trottdem die 3a etwas schwächer ausgestellt ist, verfügt sie über soviel Büchertisch. — Schriften der Hessischen Hochschulen. Technische Hochschule Darmstadt. 3ahr- gang 1926. Heft Nr. 4: Psychotechnik als Lehrfach der Technischen Hochschule. Don Privatdoz.nt Dr.-3ng. E. Dramesseld. — Heft Nr. 5: Die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehung:n. Von 3. A. Pieper, Generalsekretär dec Handelsvertretung der Union der fozialistischcnSowjetrepubii en in Deutschland. Hochschuldruckerei Darmstadt- Gießen. — Der neue Roman von Paul Oskar Höcker .DaS ungetreue Liebespaar" eröffnet das 5c- bruarhest von „Delhaaen & Ä la fing« Monatshefte n", em Werk, das tief in unserer Zeit und ihren Wirrnissen wurzelt und e ne reichbewegte Handlung, dank der Kunst e.neS meisterlichen Erzählers, durch starke Spannungen zur letzten, reinigenden Lösung führt. Neben Höcker bringen erzählende Beiträge so verschiedenartige Dichter wie Kasimir Edschmid, Paul Vetterli und Eharlotte Niese. Ludwig Fulda steuert „Spanische Vollssprüche" bei. Heinz Grcvenstelt schildert die „Spanierin", deren Erscheinung Franziska Slopsnies in farbigen Aquarellen festgehalten hat. Das Verhältnis zwischen Fastnacht und Kunst beleuchtet in einem reichillustrierlen Aufsatz Dr. G. F. Hartlaub. Eine fesselnde Studie über Frau de WarenS, Rousseau- ,Mama", veröffentlicht Tony Kellen. Ein Prachtstück philosophischer Geschichtsbetrachtung stellt die Abhandlung von Pros. Dr. Kurt Dreysig .Von der Romantik der deutschen Tat" dar. „Technische Phantasien" beschreibt in Wort und Bild Dr. Alfred Neuburger. Unter den Kunstbeilagen sei auf die Wiedergaben nach Gemälden von Albert Virile, Erich Erler, Angelo 3ank, Arthur KaOpf und Alfred Partikel besonders hingewiesen. — „Das Theater" (Verlag Berlin W 9) bringt auf dem soeben zur Ausgabe gelangenden ersten Februar-Heft eine sehr lebendige Mehr- arbenaufnahme der Sängerin Gertrud Eallam vom Hamburger Stadttheater, früher in Darmstadt. Sehr esselnd ist ein illustrierter Aufsatz über „Totenmasken". Ein Brief des Wiener Korrespondenten mit zahlreid-en Illustrationen berichtet über die Theaterereignisse an der Donau. 3m übrigen enthält bas Heft wieder eine Fülle von Aufsätzen über die Arbeit der Bühnen im Reich und ungewöhnlich zahlreiche, interessante Illustrationen. So wird über die jüngsten Premieren in Berlin, Aachen und Breslau berichtet, in Dresden und Baden-Baden, in Rostock und Heilbronn, in Karlsruhe und Chemnitz, in Frankfurt a. TL und Stralsund, in Darmstadt und ;>amburg, in Brandenburg und in Würzburg in Oberschlesien. Nachdruck verboten. 58 i^ortiegung. (Fortsetzung fdflt.) Direkt ab Fabrik fLrom ja Das Unaiiia- aürraii ff 60<-65-80-90bul78M W|| land: Düsseldorf, MoltkestraUe SO/M f 50 RASSOL 1058m LßykMZk 08>7 empfiehlt ü Gäste willkommen! 1117D für Erwachsene. TBS Abendkasse 2 -* Vorverkauf L50.A WM tal's Men den Mtialiedern. 0801 Kappen-Abend 10780 Auswahl bei 0826 t? Eingang Ecke VolkSbad. 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Unterzeichnete zu Liquidatoren bestellt, fordern zwecks Auslösung hierdurch auf, etwaige Ansprüche bei Unterzeichneten anzumelden. 1039V Beuern, den 28. Januar 1927. Die Liquidatoren: Wilhelm Ludwig Arnold, Schreinermstr- August Ranft, Schreincrmeister. Alle Schwetne, solche mit fteifen Beinen, gesunden und 163D entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echte» Mifa-Fabrik-V erkau f sstelle: Gießen, Neuenweg 4 Leiter J. P. Mono. Suche eine guiaeh. MWksl evtl, mit fl Vabcn, zu vachten; wenn möglich mit bezieh' •miet 2—8'Aimmer rm NW Di o»l Ml billig Wo, Wt ]0 £. WWW 9li :0W; m mitt fit MW selb, kW fertig - ohne Will. I Nur in guter Qualität! Naas moderne Herrenawflfte in all. warben u. trösten von Hit 23.— an. BorecheianKlge in allen Warben u. y.ZS Grölten von Mk. 32.— an, Konflrmandai ansä-je tn Blau 8® von Mk «.<•— an, Ma.iebesteranzüue DiC 35.—, Sport- ifij an*.Igo von Mk 26.— an. FrSlilahrsTäatol in allen uiTÖ ;en u. warben enorm billig. 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Ball in der Turnhalle am Oswalds- norten uait. Beginn der ivfter für Kinder 310 llbr nndtmittnnd, ab 8W Uhr abends XXXVII. Die Flucht. Das Ohr auf den Boden gepreßt, hörte Md die Worte: „Er sagt, daß er sterben muß/ und seine zersprungenen Lippen verzogen sich zu einem Grinsen. rrf)abt Ihr ihn droben heruingehen hören?" fragte 5)agn. „Rein, ich glaube, daß er schläft," sagte eine andere Stimme. „Wir werden warten müssen, bis es Licht wird. Im Finstern kann man es nicht machen. Wir würden uns gegenseitig umbringen." Diese Ansicht wurde von den meisten Anwesenden geteilt. Dick glaubte sechs Stimmen zählen zu können. Er strich ein Zündhölzchen an, um nochmals die Lage zu überblicken, und wieder fiel sein Auge aus das Kabel. Und dann kam Eingebuna über ihn. Er bewegte sich lautlos über den Boden hin, er faßte den Draht und zog mit aller Gewalt daran. Unter seinem Gewicht brach der unterstützende Isolator.^ Zum größten Glück fielen die Stucke aus den Haufen Kehrichts im Kamin und verursachten kein Geräusch. In der nächsten halben Stunde arbeitete Dick fieberhaft, indem er die Gummiisolierung vom Kabel abwickelte, um die Kupferdrähte freizulegen. Seine Hände bluteten. Seine Nägel brachen, aber nach Ablauf einer Stunde harter Arbeit hatte er das Ende des Kabels bloßgelegt. Mit Befriedigung entsann er sich dessen, daß die Tür nach außen aufging, und indem er die Stahlplatte mit unendlicher Dick machte einen Bogen und lief nach dem zweiten der drei Fabrikbauten zurück. Nun aber waren sie hinter chm. Er konnte das Keuchen des Führers hören, und er selbst war mit seinen Kräften zu Ende. Aber da sah er gerade vor sich an der Mauer eine große runde Heueralarmscheibe, und wie ein Blitzschlag flammte die Erinnerung an eine gleichgültige Unterredung auf. Er zerschmetterte das Glas mit der bloßen Faust und riß an der Glocke. Aber in dieser Minute fielen sie auch schon über ihn her. Er kämpfte verzweifelt, aber solcher Ueberzahl gegenüber war Widerstand nutzlos. Er mußte Zeit gewinnen. „Laßt ab, Jungens!" brüllte er. ,Hagn ist tot!" Das war eine unglückselige Konstatierung, denn im gleichen Moment kam Hagn aus dem gegenüberliegenden Gebäude, wohl matt und mitgenommen, aber doch höchst lebendig. Er war fohl vor Schmerz und Zorn und kauderwelschte in einer Sprache, die Dick nicht verstand und für Schwedisch hielt. „Dafür sollst du mir büßen! Du sollst selbst den elektrischen Strom kosten, du Hund!" Er schlug mit der Faust nach Dicks Gesicht, ober Dick wendete den Kopf zur Seite, und die Faust schlug hart auf die Mauer auf. Mit. einem Wut- schrei sprang Hagn auf ihn los und kratzte und knist ihn mit beiden Händen. Aber gerade biegjDurbc Dicks Rettung, denn die Männer, die seinen ^frm fest, gehalten hatten, ließen von ihm ab, um ihrem Anführer leichteres Spiel zu gewähren. Dick versetzte Hagn einen genau berechneten Schlag gegen den Magen, und mit einem gellenden Aufschrei brach der Schwede zusammen. Ehe ihn jemand aufzuhalten vermochte, war Dick fort wie der Wirbelwind, und diesmal rannte er auf das Tor zu. Er hatte es schon erreicht, als eine Hand nach ihm faßte. Er schleuderte sie beiseite und taumelte aus dem Tor, gerade, als von der langen Straße her der Ton von Glocken kam und das Glitzern von Messing und das Leuchten von schar- lachenem Rot. Ein Feuerwehrauto raste mit größter Geschwindigkeit heran. Einen Augenblick starrten die Frösche Cafh Ernst Ludwig Samstag, den 5. Februar, 8 Uhr Großer N Verstärkte Kapelle. - Tanz 1129c «IKE MANNHEIM A:G. VORN. BENZ ABI STATIONÄRER MOTORENBAU Verkaufsbüro: Mannheim L 15,1. Telephon 30429 „Die Nachrichten?" sagte Elk und zwang sein Gesicht in ein Lächeln, „oh, die sind gut!" „Wer hat angerufen?" beharrte sie. „Ach, das?" sagte Elk und sah das Telephon böse an, „das war nur einer meiner Freunde, der mich für heute abend zum Essen eingeladen hat." Ella ging still ins Speisezimmer zurück und Elk rief den Amerikaner mit einem Wink zu sich. „Gehen Sie und holen Sie einen Arzt," jagte er leise, „und faßen Sie ihm, daß er etwas^mitbringen soll, was diese junge Dame für zwölf Stunden in Schlaf versenkt." „Schlechte Nachrichten?" fragte Broad. Elk nickte. „Nicht die geringste Aussichi, den Jungen zu retten,” sagte er, „auch nicht die allergeringste." i helfen sich selbst rill und-erzeugen sich Jhren Jfraft.. M d Zieht6edarf durch einen ■ KOMPREHORLOSEN r DIESELMOTOR 1| GiefienerTheatervereinigung gegr. 11126. SamitRB, den 5. Fokraar, abends Y.50 vkr Her Preis- rieitil Saalbau Sauer, Neustadt. ; Wodnuna. Kauuon BESTE GESCHAFTSPEKLAME IST STETS kann nC'teüt werden EIN INSERAT IM GIESSENER ANZEIGER 1 >chr. Anaev. v. (1715 ■HnBDBVHDHBMEHHk an den Gieß. Anz. Mühe aufhob, legte er sie dicht an die Tür, so daß jeder darauf treten mußt«, der ins Zimmer wollte. Dann begann er die losen Kupferdrähte des Kabels in den Schraublöchern der Platte zu befestigen. Er war kaum damit fertig, als der Tag anbrach und das Licht durch das Glasdach der Fabrik zu strömen begann. Dick hörte schwaches Flüstern und ein leises Knacken, als ob die Riegel an der Tür zurückgeschoben würden. Er kroch zum Schalter und drehte ihn auf. Die aüt wurde aufgerissen, und ein Mann trat auf die Platte. Bevor noch fein Schrei den zweiten, der ihm folgte, zu warnen vermochte, lagen sie beide besinnungslos am Boden. „Was ist denn los, zum Teufel?" Das war Hagns Stimme. Er kam die Stufen hinaufgelaufen und setzte den Fuß auf die elektrische Platte. Er stand eine Sekunde bewegungslos, dann fiel er mit einem Keuchen zurück, und Dick hörte den Kroch, mit dem er die Stiegen hinabstürzte. Da wartete er nicht länger. Er sprang mit einem weiten Satz über die Platte hinweg, rannte die Stufen hinab und stieg über den Körper des bewuß.losen Hagn. Das kleine Bureau war leer. Auf dem Tische lag eine seiner Pistolen. Er ergriff sie und rannte durch die lange, öde Fabrikhalle, die ihm endlos dünkte, riß eine Tür auf und gewann das Freie. Er hörte einen Schrei, und als er sich wendete, sah er zwei von der Bande, die ihn verfolgten. Er hob die Pistole und drückte ab. Es knackte, aber Hagn hatte das Magazin entleert. Ein Browning ist eine wunderbare Waffe, selbst wenn er nicht geladen ist. Dick Gordon schlug mit dorn Lauf auf den Kopf des Mannes, der ihn fassen wollte, dann wendete er sich und rannte. Er begriff, daß er sich geirrt hatte, als er annahm, daß nur sechs Männer im Gebäude anwesend seien. Es waren wohl die zwanzig darin und die meisten in Hörweite. Dick versuchte die Straße zu erreichen, von der ihn nur eine Reihe von Büschen trennte. Aber damit beging er einen Fehler. In den Büschen war ein Stacheldraht,^nin versteckt und er mußte auf dem unebenen Boden weiterlaufen. Un« beschuht, wie er war, empfand er jeden Stein schmerzhaft. Sein langsames Weiterkommen machte es feinen Verfolgern möglich, ihn zu überholen. „MIibm lies lieitiee Manta Zum Tannhäuser Morgen Samstag Schlachtfest Verlagshaus sucht organisatlonS- nnb redegewandten «-Bettelet Hk das Alleinvertriebsrecht einer kontnrr.nLlolen Lache. Derselbe mutz einem Stab von 15—20 Unter Vertretern Vorsteven können uns fi >cr em nachweisbares Veiriebskavital von 1000 bis 1200 Mark ver'üaen. Arbeit eifoUit vom Schreibtstch aus. Risiko ausgeschlossen I *98 Jahreseinkommen mindestens 12000 Mart Scbrtttl Anträgen unter E. I». 2«4l>8 Hills*) an den Giefiener A »»einer et beten» ,Lch begreife es gar nicht!" antwortete Johnson, der noch ganz verwirrt war. ,Lch wollte die Straße überqueren, da kam ein Mann auf mich zu und fragte, ob ich Herr Johnson wäre. Und bann, ehe ich noch wußte, was geschah, hat er oeschossen." Johnsons Rock war von der Flamme versengt. „Nein, ich komme nicht mehr ins Haus zurück. Ich glaube auch nicht, daß man den Derfuch wiederholen wird." Es kamen soeben zwei Detektive zurück, die Harley Terrace bewacht hatten und ihnen wurde Johnson zur Begleitung anoertraut. „Das sind doch die geschäfttgsten Leutchen, die ich kenne", sagte Elk kopfschüttelnd. „Man möchte glauben, daß sie mit der Arbeit in Gloucester zufrieden sein könnten und nicht noch eine Nebenbeschäftigung brauchten." „Wenn Sie erst so viel über den Frosch wissen werden, wie ich, werden Sie sich über nichts mehr verwundern", sagte Broad. Es schlug sechs. Aber aus dem Westen kam keine weitere Nachricht mehr. Um sieben Uhr wurde der Zustand des Mädchens bemitleidenswert. Sie hatte sich während der Nacht mit einem Mute aufrecht erhalten, der die Bewunderung der Männer erregte. Ader jetzt, da die furchtbare Stunde herannahte, schien es mit ihrer Kraft zu Ende. Um halb acht Uhr schrillte das Telephon, und Elk war mit einem Panthersprung beim Apparat. „Hauptmann Gordon hat Didcot vor einer Stunde verlassen", besagte die Botschaft. „Didcot?" keuchte Elk verzweifelt. Er sah auf die Uhr. „Bor einer Stunde? Dann hätte er Gloucester in sechzig Minuten erreichen müssen!" Ella, die sich gerade dazu zwang, den Kaffee zu versuchen, den Gordons Diener im Speisezimmer serviert hatte, kam, als sie ihn sprechen hörte, ins Arbeitszimmer, und Elk wagte nicht, das Gespräch fortzusetzen. „Schon gut!" sagte er laut und warf den Hörer yin. , Wie lauten Ihre Nachrichten, Herr Elk?" In ihrer Stimme lag unterdrücktes Weinen.