Nr. 258 Srstd BWt rn. Ww bomtetstag, 5. November 1-27 etfAeiil rOWWloqe i4 ^wrlofl-, Miefe* iMf^an ^wUuxMätlrr Mnol h* Bild Dte Scho». «bi Kreil; " 5iei*i*erh ■** » Rrt^efbeetq ffc ItN«r- Ia^r, o*4 bei RütMr- Ichesnen et n»#lncr Weewiem iniolqe höherer (M»<ÜL 5ern|pre4ae|4llfle: M, H ewb 112. BnßcheM *r Vrahmach- rieten Jhrjdjef 4k*e*- PetWfdfewte: frwwfferi am Meta HM. GktzenerAnzeiger Heneral-Anzeiger für Oberhefsen vriS rrtEtH-r »TitHW UnietrJiMu-thufc' irt SKWradtrri K !a»,t in fittei LchristlciNn>4 uns 6e|*ätte|tt8e: Schlier-»- T. l*M|w »h lajtiaca Itr He löfeeneeneer Ne )ie Rach« in aq vorher. Preis |ir I mm YOHe tte Änyeecen von 27 nim Br nie Orttich K, aees»irts 10 ftr Re- NlomeoTi wr^en von 7ü :: tq Breite 3S Re'.ch.plcnnuu T»taf»oe'*1f1 X * . mehr. ffbefrebekteaT Dr. Feredr. öilh. Lanqe. Dero «wörtlich fttrVonnh Dr. 3r. wild 1‘anqt; für «’teeileto* Dr -.IHynoU tir den übrigen Teil Ernst VlnmtAfin; für den Rn» ieigentr-1 Jturl Dillman*. 'ämtTkb I* Gte» en. Der ^eichskommiffar für ^eparaiionssragen. (Hgene vrohtrneldirng bei . «ietzener Hnjfiflers*. Berlin. 3 TU*. fHe 6M>iena»rttten. Der ba- •ür bevgeKxm. Ätrnimiffot, ötaartWrvtdr a D. De Bergmann. IH zwelfcllv« eine betiem- .jen Perlbnlichkeltv-n. bte die gdamtc Materie 5er Iktxnn t lOB^ftogr n in ihrer dnrtmJlimg hi- ‘tvrtitb unb :n ihrer Bedeutung wirlMbatt«» und *hKm^poftrtlnt begetd)rwm fbrrnie. Denn in roller TBürbigun^ der Autorität Dr. Bergmann« wenden sich Vlä tter ton bem beuddy natioiurTm bi« zum sozialbemokrotischen tiager gegen bte Schaffung eine« Posten«, her eine Vereinfachung schweruch fkber» Helle, sich nicht mit ber mr*.r>cnf*jm Spar» 1 am (eit vertrage unb bic Vez.evungen zwi- fchen SinaitAminui rium unb IkparaftonAagatien bureautratlfieren könnte. Man kann habet nicht einmal annehmen, bah «ne grunb- fätzl iche QUrn.-igung gegen ba* Prinzip behebt, für bclonbcr« wichtig, fragen innerhalb ber Behörden Svubvriommissur. >U zu schasseiu Denn gcrabe in «ungher ^c.t haben wir bei ber larbenrng nach dnem >veich«t omni,s saria'. furOft- vreufien und nach einem Reichs! inarvzkvmmsfstrr, fie t(m ber Haniabunb wünscht», im allgemeinen eher guiliimncTve 2kurseningcn zu verzeichnen gehabt. S« scheint aite NK »mpftnben iobru- N rrfchen. dah bic bronrnben ober vorhandenen Schwierigkeiten im v;HtgaI».*nL-crvkt> be« Dawes- cb.'nnmirn« 'ich zwesinu Higer und mit leichterer .'\inb rrf-'bigr’i lassen, tt-erri. tote ba« unter Reichsfinawyninister Dr. Luther unb feinem Rachfo.g« Dr. Reinhold der Fall war. bet Rcichsfinanzminister perl bnlich auch Ddtzerhtn sich Mdcr wichtigen sprobtemc en Gebieten klar adgeztr - Pelt werden. Au dem Entwurf des Steuerver- einheitllchungsgefeste- erklärte der U>- nanzminister. die württembcrgifche Regierung werde im Reichs rat beantragen, den Gefeyentwurf solange zuruchzustellen, bis gleich'eitig der Entwurf des neuen Zwang sausgleichgefestes oorgrlcgt werden könne Die Solksschuidebaiie im MW«sa«MH. (?iae Erktarung -er hessischen Regierung. Ter BAbun-öa usfchuh Dc« Reichstage« festie bic allgemeine -Au«fprc»che über da« Reich«sch»l- gefeb fort. Abg. Sleibner iSoz.) txrlangtc. das, bte ReichSregicrung sich auch mit ber Kosten- frage beschältige. zumal fic ba« bei früheren Schuigesenenill'uncn immer getan habe Bbg Rheinländer (Zcntr. i bespricht ba« Weimarer Schulkomprvmisi unb erklärt, die Gemcinschaft«schule dürfe nicht al« Tiegelfchule in bem Sinne auigesaht werben, dost sie an allen Orten be« Reiche« eingerichtet werben müsse Sie dürfe nicht günstiger gestellt werben, ab« irgend eine andere Schule Tie hessische Regierung gab die Sr tkkeung ab. dost sie den Gesehentwnrf ablehne, well er verfallungäwidrig fei. Die Gemein- i cha ItSschuie müsse durch positive Bestim- n ungen taisächkch zur Regelschule gemacht werben. Den Sinnt>tanschulländern muss« »ich! nur eine VchonungSsrist gewährt nxrben, sondern sie mühten bauernd berücksichtigt werden. Hessen besteht bauauf, dah bie Unkosten in vollem Umfange von bem Reich getragen werden. Dom Rkichsministerium des Inneren roirb darauf eine ausführliche lleberficht Über die offcntlidien Dolksschltlen in den verschiedenen deutschen Ländern gegeben. In Baden gab es im Schuljahr 1926/27 1592 Schulen. Don den 261 600 Schülern und Schülerinnen waren 96 325 eoange- ii'ch, 160 939 katholisch, 892 ismditisch und 3444 gehörten sonstigen Religion», unb Wellanschauungs- gruppen an. Auch in Hessen ist, wie in Baden, die (Gemeinschaftsschule gefestlich als Regelschule ein- geführt, wenn auch nicht als einzige Schul'orm. Bei dem Unterricht in der Religion find bte Kinder kon- sessionell getrennt. (Es gab in Hessen 1926 27 unter den 1015 Dolksfchulen 96" Gemeinsttzaftsschulen, 27 evangelische und 28 katholische Schulen. In Bayern sind die Volksschulen regelmäh'g konsessionelle Schulen. Ausnahmsweise können jedoch Boir*fd)ulcn einer Gememde auf Vlntrap der Gemeindebehörde in konfessionell gemischte Schulen umgewandelt werben. Die Lehrer und Lehrerinnen, die schen Volksschulen angestellt werden wollen, müssen vor ihrer Anstellung nachweifen, dah fic eine dem Charakter dieser Schulen entsprechende '/lusbikdung genossen haben. In Württemberg bestehe seit mehr als 100 Jahren eine streng durch geführte Bekenntnisschule. Die Trennung erstrecke sich auch auf die i rtlichen Schuloerwaltana stör per unb die Schulaufsicht Das Uebergangsfchulgesetz vorn 22. Juli 1919 führte in Sachsen die weltliche Schule ein. Nachdem aber diese Bestimmung durch do? Reichsgericht für ungültig erklärt worden war, ist der Religionsunterricht wieder eingeiühN worden, so bah jetzt gesetzlich eine nach Bekenntnissen nicht getrennte Volksschule besteht. Reben diesen bestehen noch eine geringe Anzahl von katholischen Bekenntnisschulen. Cs kann danach zusammenfassend gesagt werden, bah weber ber Charakter der Bekenntnisschule noch der Charakter der Gemeinschaftsschule in den einzelnen deutschen Ländern einheitlich ist. Die Zahl der Schuler und Schülerinnen in den öffentlichen Volksschulen Deutschlands ist feit dem Jahre 1'121 um rund 25 Prozent zurückgegan- gen. dagegen beträgt die Abnahme der Schulen kaum 1.5 Prozent, die Verminderung der Lehr- f r fl f t e 7 Prozent. Unter den 52 763 Schulen, bie 1921 vorhanden waren, waren 42 985 Bekenntnisschulen (81,4 Prozll und 9778 Gemefnschastsschnlen (18.6 Proz.). Die Kosten be<$ Reichsschulgesehes. Eine volkSParkeilichc Denkschrift. E»gen« Drahtmeldung des . Gießener Anzeigers^. Berlin, 3. Roo Die Frage ber Kosten der Durchführung des Relchssctnilgesetzes fft nicht mir non oppositioneller, sondern auch von oolfspartet- sicher Seite aufgeioorfen worden. Bei den Derhond- limgen im Bildungsausschuh des Reichstages sind in der ooriaen Woche die Ausführungen des bemo- lratischen Abgeordneten Rönneburg zu diesem Punkt von dem oolksparteilichen Abgeordnden Runkel unterstützt worden. Wie ein Berliner Abendblatt nunmehr erfährt, sind die Forderungen ber Deutschen Dolkspartei zum Reichsschulgesetzent- ruurf in einer Denkschrift niedergelegt worden, die dem Reichsinnenminifter o. Rcubell zugestellt worden ist, »md die. wie verlautet, programmatischen Charakter tragen soll. Auch in dieser Denkschrift wird vor allem bie Frage ber R oft en behandelt unb eine Art Kostenooranschlag gefordert Cs wird weiter angeregt, bie Äerhandlun- gen mit den Führern ber Regierungsparteien wieder aufzunehmen. Denn man der Verlautbarung des Blattes Glauben schenken darf, so hat das häufige Fernbleiben des Reichsinnen- Ministers von den Ausschustbcrawngen unb auch von den Sitzungen des interfraktionellen Ausschusses der Regierungsparteien Befremden erregt. Mm rechnet in den Kreisen der Koalition damit, dah atsi Grund ber demnächst offiziell formulierten oolksparteilichen Dünsche die KompromisiverHandlungen über die wesentlichsten Teile des Gefetzent- rouries beginnen können. Die (Erfolg saussichten dieser Derhandlungen würden durchaus positiv beurteilt, weil man sich bewusst sei. dah der Dille tur FeNigstellung des Schulgesetzes bei den Parteien der jetzigen Koalition durchaus vorhanden und die Möglichkeit für eine Einigung auf einer mittleren Lime durchaus gegeben sei. Reichsfinanzen und Wirtschaftslage Berlin. 2. Roo. (D. D. 3-) Nach mehrtägiger Pause nahmen d-.e Ausschüsie des Reichstages am Mittwoch ihre Beratungen wieder auf Der Haus- haltsaus schuh setzte die allgemeine Lusfprache . ber die Finanz- und Wirtschaftslage, die mit der Beratung der Besoldungsvor- läge verbunden worben ist. fort. Abg. Qrckc (Wirtsch. Dg.) kritisierte den Dpi mism.is des Rcichsfir.anzmmijters und des Reichswirtfchaftsmmifters. In bem Ud?fr nandnehmcn von Auslandanleihen erblickt er eine Gefahr für die Wirtschaft, namentlich für den Mittelstand. Cr fürchtet für hn aus der Anlcihe- wirt'chaft der Gemeinden und aus den Besoldungs- erhöhungcn neue steuerliche Belastungen. Deshalb fordert der Redner, dah ber B ewilli- gungsfreudigkeit. besonders der Stad wer- ordneten. Einhalt geboten werbe Abg. Lucke «hmrnt zwar dem Rdchsbankprällden:e- zu. eine neue Inflation nidj: befürchten sei, er rechnet aber mit einer schweren Teuerung und einer Verelendung ber gtogen Maste. Deshalb müsie mit der gegenmänigen .wiM^poftW Sdjty^ gemacht ur* bic Initiative wieder ber freien tMtb.-bai? über- lafien werden. Den Konzernen unb Trusten, müsse enthalt geboten werden. Aba. Lucke will der Be- ’olbungsnortape nur dann zrchimmen, wenn der Etat für 1928 um zehn Prozent niedriger angefetzt wird, als der von 1Ü27. Abg. Leicht (Ä. D. P.) glaubt, datz auch ein Finonchiktator gegenüber brr aus dem Kriege stammenden Betastung machtlos ein würde. Auch Abg. Leicht wunden sich über den Optimismus be- Finanzministers, ber ionst doch nrrner fage: (fs ist kein GeV» da Der Redner fordert einen 2>rsuch die s>itrddsbi1anz aktiv zu machen durch Förderung des Exports unb Drosselung ber Einfuhr. .Imerrkanische Autos und ausländisches Obst brauchten wir nicht. IX'! bem Sinbettsftcot ;c ödjc^Hnflen de« Jrnanamürisrers (eien stet« 5dzn örtroge ber zu ungräßig. beim Srtoagc der Beirtzsteuern zu günstig. Hoffentlich werde ber ^kü»n.zmir!istcr noch Ab- nucht am Btifitärelat vornehmen. Der Redner 'Äkbgt ^nrohmenerhöbunten durch brfkre Ber- aniaguna. Bescrt.gung der HUngc. de« Ikb'cv tunoxMx'fxtvv« und hdherc Boannt weiubestr , eung cor Per Vorschlag einer Alnanzdikt»rNrr berube aus Illusionen Die Anipani.nz bet Reals.cucrtH sei zwangs.ausig (Bdcb; deshalb lehnt n d.c Loi ildemvkraten d.e Milderung der im ^tcuerberatungsgesetz ab Abg. Zischer'Köln (Oem.) schlägt einen Kleinen Schätz ung«au«schust zur Prüfung der 6t aera ron 192. unb^ H2S vor. Dr. Fischer bebauett. bay da« Wort .Finanz- Mtlalor" zum wchlagwor: geworden sei v5 handele sich nicht darum. tMb dies« Manu in bte Finan-gebarung e^ngr..,e, er loUc mir den Weg für den neuen Ctat beteilen. Dcr Redu.r fordert, ehe man an neu.- Ausgaben Herangeh . Klarheit über bie bitgetlgen Steuervorlagen Lohn st euersenku ng. At- inugen«zuwuch«steuer. Eteu^rruckstände, .dnflt- fiOkCne Kredstc'. Krieg«!chadenschlufi,p'etz und 3iflarcttcnfteiicr. ^eichsfinanzinuüsier Or. Köhler wehrt sich gegen den Dorwurs, aU hätte .. k inert fingierten (Itat rorgekgt. Ied< einzelne Position fei so genau durchdaärt und bdpr: chast brauche man de«halb nicht, um den Etat n.ch- zuprüsen. Bti« Finanzministerium werde genau iiachr.-iscn, wie c« zu diesen Sinsätzen g.'konimen »ei. Heber eine Entschuldung«aktion lur hie Landwtrtschas 1 sanden Bdprcvbunj.-n unter den Resfvrt« statt. Bon cm« Zinsverbilligung sei ab« nicht bie Rede ikber Ctti- chräntmtg be« außerordentlichen ötat* nvebert .nmnächft 'Borschläge gemacht werden. Ein (Beleb üb« bie Racherhedung der Vermögenssteuer werde dem Reichstag vor- gdegt werden. Da« Branntweinmonopol liegt bereit« vor. Die Folgerungen au« der Le? ‘Brüning (Lohnstcuetsenkung- toill der Mini st« entschlosien ziehen. Heb« bie *Bcr» mögenAzuwach« steuer w«de man bei der iSrbticrung her übrigen Gesetze sprechen Die Steuerrückstände betrugen am 1. April 610 Millionen, am 1. Iull 560 Millionen, davon |d mir die Hälfte gestundet, bte anderen seien» riebt bezahlt worden Die Rückstände am 1 Oktober ständen noch nicht fest In der Denkschrift bet $anfabunbe« halt der Minister tr eine besondere Gefahr bte Darlegung, al« ob untere Wirtschaft zusammen breche. Eine solche Kritik solle man schon mit Rücksicht auf das Ausland einschränken. Der Minister weilt dann verschiedene Irrtümer In der Denkschrift noch. Hinsichtlich de« .Finanzkvmmissarö" teilt « keineswegs die Auslassung der Denkschrift. Bon der Dringlichkeit der Verwaltung «- rcform fei Da« Kabinett überzeugt lieber Steuersenkungen würden Im nächst. n Monat Vorschläge gemacht werden. Sine Ausstellung her sogenannten .eingefrorenen Kredite" incrbe bei der Ctat«Beratung gegeben trerben, lieber bte Finanzierung be« Krieg«lchädenlck,lufv- gesetze« schweben noch Verhandlungen. Die 40 Millionen Rückstände an Agaren cm steuer feien nicht verloren. Reue Vorschläge für diese Steuer würden vorbereit«. Oie neuen Bezirke für die Landesarbeiisümier. Berlin. 2 Roo (DD.) Der Dorstand der Reichsanstalt hat heute noch vorheriger 'Anhörung der Bcrwaltungsausschüsse der aiigenblicksich bestehenden Canbesarbeitsamter und nach Benehm. ,i mit den obersten Landesbehörden die augenblicklich bestehenden 22 Landesarbeitsämter z u 13 Lan - besarbeitsämtern z u f a m m e n g e f a tzt. Den fachlichen ober bezirklichen Befonderhuten ein- i 'einer Gebiete will ber Borstand durch Errichtung oon 3roelg ft eilen oder Fachabteilungen weitgehende Rechnung tragen. Eine Landesverrats-Astüre. Ein -ieqirrungsrat im hexischen 3ni:cn« mirtifterium seineSAmtetzenthoben D a r m ft c b t, 2. Roo. In Mainz wurde oon der Polizei eine Frau verhaftet, bie im verdacht stand, milden Franzosen in Verbindung ,j stehen und ihnen Spionagedienste geleistet zu haben. Bei ihrer Festnahme fand man eine Rappe mit Akten, die dielen Berdarin bestätigten. In diese Affäre verwickelt ist dcr Rk, i?- rungsrat Fuchs. Leiter der Kriminalpoftzeiad! '- lunfl im Ministerium des Innern 5u^.. -er ursprünglich Bürgermeisterei-Sekretär in Gonsenheim, 'päter Kreiswohlfahrtsinspektor in Dieburg war, wurde nach bem Umsturz als sozialbemokrat,scher Vertrauensmann in bas hessische 3nnenminnterium berufen. Er ist 40 Jahre alt, verheiratet und soll zu der in Mainz unter Spionage verdacht verhastekn Frauensperson m Beziehungen pest^nden haben. Sie behauptet jedenfalls, die bei ihr beschlagnahmten Geheimakten von Fuchs erhalten $u haben, n:s >on dem Beschuldiaren bestritten wird. Don bem für Landesverratsangdegenheiten zuständigen Reichs- gerich: wird cm Untersuchunasverfah- ren anhängig gemacht. Das hessische Innemnmiste- rium teilt die Aftäre in folgender Form mit: „Ein bei dem Ministerium des Innern be'chästigter Regieren gs rat muhte vorläufig fdnes Amtes enthoben roerben, weil er ‘-"rcrbiengfltfxr Verfehlungen beschuldigt rmrb ” iv>e Vie „SranHurtec Leitung" er- führt, wurde c „in einer nicht gegen ihn, son- btrn gegen andere Personen gerichteten Spionage- ossär« von einer weiblichen Angeklagten wegen se ner Lebensführung belastet Deswegen ist dann dos Diszipttnaroerfohrkn gegen .lud)« anhängig gemocht worden, und schien geboten, ihn einst wellig de« Dienstes zu entheben." Die Abschaffung der Todesstrafe abgelehnt. Sm Beschluß de» rtrafrechtsauöschusseS. Berlin, 2.71dd. lDDZ.) 3m Reichst ags- auSschuh für bi- Strafrechtsreform erftalter- Abg. Emminger iD. 2p.) Bericht über bi- Be- sprechung, bie zwischen Abgeordneten der AuS- schüsse zur Beratung der gemeinsamen Strafrechtsreform de» Oeft-rreichischen Rationalrate« und deS Deutschen ReichStaoe- stattaesunden hat Bekanntlich ist von beiden ^Parlamenten der Wunsch geäußert worden, nach Möglichkeit ein übereinstimmendes ©traf» recht zu haben. 3n der erwähnten Besprechung wurde nunmehr vereinbart, bah am 15. evtl, am 16. Rovernber d. 3. in Wien eine freie öfter» reichisch.deutsche parlamentarische Konferenz zusammentreten soll, auf der die im Verlause der bisherigen parlamentarischen 'Beratungen in Aussicht genommenen Aenderungen erörtert und nach Möglichkeit darüber eine 2er- ftändtgung erhielt werden soll. ReichSjuslizminister Dr. Hergt stellt fest, daß durch die in Aussicht genommene lose Art deS Zusammenwirkens die Freiheit derBe- ratungen in den beiden Parlamenten und in den Ausschüssen in keiner Weise beeinträchtigt werde Der Minister erklärte lein« Bereitschaft. die gemeinsam« Arbeit der beiden Körperschaften zu seinem Teil gu unterstützen. Daraus wurde die allgemeine Aussprache über die Frage der Abschaffung der Todesstrafe fortgesetzt. Abg. Levi (Soz.) begründet nochmals bie sozialdemokratische Forderung auf Abschaffung der Todesstrafe Abg. Lohmann (Dntl.) betonte, bah eS notwendig fei. sehr starke Sicherungen einzu- führen gegenüber denjenigen Verbrechern, von denen man sich die Wiederholung ihre» verbrecherischen TunS vergegenwärtigen muß. 3m Laufe der weiteren Aussprache verlas Abg. Dr. Rosenfeld lSoz.) einen Brief von Dr. Adler an ihn. worin Adler sich gegen den Gedanken wehrt, ihn als Kronzeugen für die Zulässigkeit dec Todesstrafe anzusühren Sein Attentat auf den österreichi'chen Ministerpräsidenten Grafen Stürghk gehöre in keiner 2kik in daS Gebiet der 3uftu. sondern sei eine Kriegs- Handlung im inneren Krieg gewesen. Qlbg. Dr. Kahl (Dntl.) betonte, dost y. feine letzte Erklärung zum Problem der To^e. • II rase sich vor behalte, bis er sehe, wie der Strasgesetzcntwurs gestaltet werde. 3n der Abstimmung wurde zunächst der sv- zialdenwkratifche Antrag, vor der endgültigen Abstimmung über die Abschaffung der Todesstrafe noch Sachverständige zu hören, abgelehnt. Runmehr wurde über den endgültigen Antrag der Sozialdemokraten abgestimmt, im neuen Strafgesetzbuch öie Todes st rase zu streichen. Der Antrag wurde mit 17 gegen 11 OMmmen abgelehnt. UnsereKllegSgräberinFrankrelch Allcrscelcnfcier auf den deutschen Friedhöfen Paris, 2. Rvv. lWolss j Aus dent Pariser Friedhof Bagneur-'Slontrouge fand heute an den deutschen Kriegergräbern eine Gedächtnisfeier statt, in deren Verlauf Botschafter von I ö s ch in dankbarer (Erinnerung der Toten gedachte, di« In Frankreichs (Erbe bestattet sind. Auch im Verlaufe dieses 3ahreS. so führte der Botschafter u. a. auS. ist eine umfangreiche Arbeit geleistet worden, um im (Einvernehmen mit den zuständigen französischen Stellen den deutschen Grabstätten in Frankreich ein würdiges Aussehen zu geben. Mehrere deutsche Friedhöfe aus französischer (Erde find vollständig instand gesetzt worden. 23 Friedhöse im Gebiet der Somme und an der Maas sind auf Kosten deS voikSbundeS für Deutsche KriegSgräberfür- sorge mit Baumalleen bepflanzt worden. Die Fürsorge hat sich auch ausgedehnt auf die Kriegerdenkmäler, die während des Krieges von unseren Truppen in Frankreich errichtet worden waren. Andere Denkmäler, die zerstört oder beschädigt waren, wurden wieder instand gefetzt. Dabei habe sich auch die Möglichkeit ergeben, die Kriegerdenkmäler auS der Zeit von 1870/71 in der Umgebung von Metz wieder herzustellen und an den alten Stellen wieder zu errichten. Gr fei mit den zuständigen deutschen und französischen Behörden weiterhin bemüht, da» hohe Ziel der Derschd- nerung und Ausschmückung der deutschen Toten- ftütten zu erreichen. Der Botschafter hob mit besonderem Nachdruck hervor, dast in diesen, 3aßr die Zahl der Deutschen, die zur Gb,-ung der auf den Schlachtfeldern Gefallenen eingetroffen sei. sich wesentlich erhöht habe. AIS ein Ereignis von besonderer Bedeutung führte er bie Diedererösfnung der deut sch- evanaelifchen Kirche in Paris an und »üate hinzu. dab Reichspräsident von Hindenburg. an dessen SO.Geburtstag die Kirche wieder eröffnet wurde, ihn ersucht habe der deutschen Kolonie in Paris für die Ehrung Me man ihm hierdurch zuteil werden lieft, wärmsten Dank auSzusprechen. Die Merdrülkunq der Deutschen in Kattowitz. Protest die lommissarische Verwaltung. K a t t o w i tz . 12. lloMmbet. (Wolfs.) Der Deutsche BolkSbund hat wie angekündigt. wegen der Auslösung des Kattowcher Stadt - Parlament» beim MurderbeItSami in Kattowitz Protest eingelegt. Die Beschwerde richtet sich gegen den Woiwoden Grazinski und gegen den WoiwvdfchastSrat. der zu Ungunften der deutschen Minderheit da» Ermächtigung», gesetz vom 11. Mai ISIS angewandt hätte. Die deutsche Minderheit hat, so heiht es weiter, in freier Wahl im Kattowi.'. r Stadtparla- ment von 60 Sitzen 34 erhalten. Die'e» Verhalt- ntS ist bei der Zusammensetzung der kvmnsts. Unter dem Verdacht des Gattenmordes. BreSlau. 2.Rov. tTäl., Unter dem Bor- >tz de» LanbeSgerichtSdirettors Furbach begann beute der Prozeß gegen den RegterungSrat von Heydebrand und der Lafa. Rach der überaus umfangreichen Anklagefchri't Ift der An- Beklagte angeflagt. zu Kniegnitz in der Vacht zum 4. Oktober 1926 seine (Ehefrau Erna von Heydebrand und der Lass mit Meberlegung getötet zu haben. Sein« erste Ehe wurde 1920 wegen eine» vorn Beschuldigten bedangen en Ehe- bruchS geschieden Die zweite Ehe. die am 12 April 1925 geschlossen wurde, stand vom ersten Augenblick an unter einem ungünstigen Stern. Der Gegensatz, der sich schon auS der Charakterbildung beider Telle ergab, konnte um fo weniger ausgeglichen werden, al» er durch ben Widerstreit erheblicher wirtschaftlicher 3n t e ref |e n an Schärfe gewann und beiden Eheleuten dadurch, dast dritte Personen als Vermittler zwischen sie traten die .yreibeit und Verantwortlichkeit eigenen Handelns genommen wurde. Dazu kam. dast die zweite Gat- tin des Angeklagten darin, hoft er zur ersten jjrau nicht alle Brüllen abgebrochen hatte eine ®trabt für den Bestand ihrer Derbindung sah. Rach dem übereinstimmenden Urteil aller Personen, die ihr näher getreten sind, war r a u von Hehdedrand ein leiden- Köstlicher Mensch, rasch aufbrausend, aber ««nfo schnell wieder beruhigt und freundlich Den, Angeklagten war von der Ehefrau ker Vor- wur» der Unwirtschaftlichkeit gemacht worden, und e» kam schl.ehlich zwischen ben Eheleuten zu einem Konfli kt. Die Ermordete machte am 28. 3uli ein privat schriftliches Testa- ment, wobei sie gegenüber einem ,-Jeugen geäußert haben soll: .Man kann nicht wissen, id> habe ein Misttrauen gegen die schleichende Art meines Mannes.'" 3edenfallS hat die Der- ftorbene in dem Testament ihre Erbitterung an den Angeklagten restlos zum Ausdruck gebracht, Sie entzieht ihm wegen groben Undankes den Pflichtteil und seht zu ihrem alleinigen Erben den einzigen, damals siebenjährigen Sohn ihres Schwagers, des beugen t>on Zobeltitz ein. Don diesem Testament hat der Angeklagte erst nach dem Tode seiner Frau Kenntnis bekommen. Am 25. August kamen die Vorbereitungen der Scheidungsklage zum Stillstand. Der Angeklagte berichtete einer öamilie, dast feine grau am 13. Dl- •ober zu ihm zuriickkehren werde. Am 13. Oktober suhren die Eheleute nach Breslau. Der Beschul- digle fuhr von Breslau allein nach Kniegnitz zurück, feine grau kam nach. Frau von Heydebrand wollte am nächsten Morgen um 7.45 Uhr geweckt werden, der Angeklagte um 7.30 Uhr. Während des ganzen Abends waren die Eheleute in bester Stimmung; um so bestürzter war die Aufwärtcrin Anders, als sie gegen 1 Uhr nachts von einem feltjamen Geräusch, da» sich wie ein Rauschen anhörte, wach wurde und unmittelbar darauf der Angeklagte zu ihr mit den Worten in die Küche stürzte, dast seine Frau sich soeben erschojsen habe. Der Angeklagte war mit einem Wollhemd, einer graufarlerten Lederhose und grünen Ueberftrümpfen bekleidet Der Angeklagte ertlärt. das, er als alter Soldat daran gewohnt sei, sich schnell anzuziehen. Die Voruntersuchung hat hinsichtlich einer ganzen Reihe von Umständen eine Erklärung zugunsten des Angeklagten gebracht, indes noch nicht jeden verdacht oon ibn genommen. ll» wurde nach diejer Rich- tung hin u. a. angeführt, dast der lob der Frau von f). erfolgte, al» fie mit d e m ©alten Mein war. dast t> r tödliche Schuft au» Oer ÄJoffe de» vcfchulhigten obgeieuert wurde, lost der Angeklagte der Beerdigung m :jiB f e r n b l i e b . bafe er aber berleflament»- ■r öffnunfl em auffälliges Vntt refie entgegen- brachte, und dast er, wenn die Tote o h n e da» Testament gestorben wäre, erhebl'che Vorteile gehabt hätte. AI» erst« Seuom wurde bann öw früher« fßirt- irf'- ftenn bee Be-chukdigten, die Jahre alte, ge- fthteben« Frau Ander? vernommen Die Zeuam 'childett die bekannten Vorgänge in der oerhängms- ooUen R^cht und bie Deritörtheit von steybebrand» nach bem lob« der Frau. Wie im Boroerfahren w.d.rjpncht sich auch Klit bk ,-ieugm in oeridMebenen Vunften ober bestreitet, wa, sie früher ou»ge- sogt hat. — Die Färstersfrau Schmidt gibt an. bast bie Ander» ihr erzählt habe, sie ha he durch die Wand gehört, wie sich die Eheleute im Schlafzimmer aber da» Testament und eine evtl Adopnerung eine» Kinde» des Angeklagten cu» erster Ehe unterhalten hätten. Als hierauf Frau Schmidt Frau Ander» gegenubergeltellt wurde erflarte letztere, es fei kaum möglich, baft ft« fo etwa» gesagt haben tonne. Der Erste vwatsan- walt stellt auf Grund der Ergebnisse der Lokawesich. tigunfl fest, dast e« unmöglich sei. durch die Wand etwa» zu hören, der Postschaffner Wieczorek bekundete. Frau Anders hätte ihm erzählt, der An- geklagte sei im September nach Gieirng gefahren und habe hierbei einen Re ooloer zu sich gesteckt. Auf die Frage, zu welchem Zweck er ben Revolver mitnehme, habe der Angeklagte geantwortet. wenn er nicht jur rechten Zeit zurück fei, dann sei etwa» oafsiert. Weiter hab« ihm Frau Anders erzählt, dast ne in der Unglücksnacht den Angeklagten gefragt habe, ob dieser nicht etwa selbst die gnädige Frau erschossen habe. Der Anaeklagte habe geantwortet: „Rein! Bei Gott im Fimmel, nicht!" Dann sei er auf einen Stuhl gesunken und habe bitterlich geweint. Der Diener S p e r l i ch und da» übrige Personal stellten der Beworbenen da» denkbar beste Zeugnis au». Zeuge Sperlich erklärte weiter, al» er von dem plötzlichen Ende der Frau von j)et)i>ebranb Kenntnis bekommen habe, sei fein erster Gedanke gewesen, dast sie von ihrem (y bemann erschossen worden lei D i • baute, dast si« sich selbst entleibt haben könnte, habe ihm ganz fern gelegen, da Frau von chende- brand dazu zu lebenslustig gewesen sei Gericht», mebijinalrat Dr. Strastmann, der die Obduk- tion der Leiche vorgenommen hat. gab hieraus an, dost e» sich um einen sogenannten Nahschuß ge- handelt habe. Der Einschust habe sich heben Zentimeter oberhalb des rechten Auges befunden, ein Ausschust sei nicht vorhanden gewesen. Der Schuft sei quer durch da» Gehirn von rechtsaben nach link,- unten gegangen. E» fei möglich, dast die Ber- storbene sich in der angegebenen '.Richtung felbft getötet habe, und dast bie Waffe hinterher m der f) a n ö geblieben sei. Er habe allerdings einen solchen Fall noch nicht gehabt. In der emschtagiaen Literatur werde er ober für möglich gehalten. Der flanje Vorgang sei etwa» ungewöhnlich, aber doch immerhin möglich, hierauf wurden die weiteren Verhandlungen aus Donner»tag vertagt. sarischen Dertvaltuna nicht berüllstchtigt worden und daduvcy, dast man den Deutschen von 15 Sitzen nur 5 eingeräumt hat, sind fie gewaltsam in öie Minderheit ge - brüllt worden. 3n der Eingabe wird die sofortige Aushebung deS Beschlüsse» vom 29. Oktober 1927 bzw. die Neubesetzung der kommissarischen Verwaltung in der Weise gefordert, datz die Deutschen im Verhältnis der abgegebenen Stimmen im Stadtparlament eine dementsprechende Vertretung finden. Die deutschen bürgerlichen Parteien lehnen ihre Mitarbeit in der kommissarischen Verwaltung ab. Die deutsche katholische Volkspartei, sowie die deutschen 'Parteien, die in der deutschen Wablgemeinschaft gebunden lind, laben ihre drei in der kommissarischen Verwaltung der Stadt Kattowitz vertretenen Mitglieder anaewiesen, sich jeder Mitarbeit m der Kommission zu enthalten, da bei der (Zusammensetzung da» Stärkeverbaltni» der deut- 'chen VolkStelle nicht genügend berücksichtigt sei. Die Schritte der Sozialdemokraten in dieser Angelegenheit sind noch unbekannt. tuftfriebe mit polen. Deutsch.polnische Luftsahrtverstandlungcn. Eigen« Drahtmeldung be» „Giestener Anzeiger,". Berlin, 3. Rov. Reben den diplomatische Verhandlungen, tote sie durch die bevorstehende Wiederaufnahme der Hande^-ertraaSverhand- lungen bedingt worden lind, laufen seit einiger Zeit zwischen Warschau und Berlin B^fprechun- gvn bin und ber. die sich mit der H e r st e l l u n g eine» Luftfrieden» zwischen den Ixiben Rnchdarstaaten beschäftigen 3n der polni.chen Press« wird jetzt behauptet, dast Deutlchland den Polen angeboten haben soll, ihnen die beiden Ltni«n Kattowitz -Br e «lau Ber- 1: n und Posen Berlin ^inzuräumen, wenn 'b für fie austervrdentlich schwer, al» Regierung-partci angesichts der w.nlchaft- i^n '^Pression bie brc.tcn Schicht m be» eng- lifchen Volle» zufri.denzustellcn. Ena'and verfüg! noch Iraner über ein Arbeitslosenheer non 1*/, bi» 2 Millionen, da» sich bei den Ge- meindetoahlen unliebsam bemerkbar g macht hat. Bi» heute haben sich aber noch keine Mittel und Weae gesunden, der enorm.-n Arbtttslsfigkrit Einhalt tu u .'bieten. Die Erwerbslosen sind für Me Labour Partv eine stille, aber kraftvollr R.-- ferxx'. bie sie auch bei ben Reuwaftsen zum Parlament in» Feld führe, wirb. 3nsolgeb«-1m werden die Konfervattven sich hüten, bas Unter- bau» o o r A t i 11 g au»et na übergeben zu lallen. Mrfprunglid) butten fie di Lbfich. R.-utoahlen berbei.zu führen, wenn bie Gemeinberat/toahlm für fie erfolgreich auSgehen toürben. Da» Ift emgetrrten. st« haben allo guten Grund, ben augenblicklichen .instand zu ctbaiten. Um fo mtenliber wirb dafür bie Arbeit«rpaNei für eine befchieuniate PerlamentSauflösung eintwten. was ihr fchlieftltch nicht zu verdenken ift. da ihr« Loge niemals günstiger war. al» sie e» heute ist. Ndek über seine ^lugpläne. Der deutsche Flieger Übet erklärt« einem Vertreter von Tllfcxüued Preß, er werde in acht bU zehn Tagen in Kopenhagen die P rod«- »luge ui: 'einem 3 u n f t r t Wasserflugzeug wieder aufnebmrn Auf Grund dielet Versuch« werd« sich entscheiden, ob er noch in knriem □aber den geplanten Transozeanflug über bte Azoren und Bermudas nach Amerika antreten werde. Wahrtcheinlich werd« er mit feinem Mitarbeiter jedoch sich zugunsten einer Verschiebung des Fluge» bi» um ragten 5ruh:abr en:'beiden damit rn bee .art chenzcit durch ziemlich we :gehende Umbauten der Aktiansradius des Fiugzeuge» erhöht werden könne, um das glatte vurch- f lieg en des größten Etappenablchnitt«» Azo- rrn. Bermudas unbedingt 'icherzustcllen. Es ften- v "ch nicht um einen Spoaflug sondern um Forderung des Gedanken» eine» regelmäßigen Flugdienste» Europa Amerika. »•v 1 ^'d *et Ueier:ür»ung nicht am Platze. UNt gab ferner der Uebcr^eugung Ausdruck daß für einen lunhigen betnebsttcheren Luftverkrbr tote " Studium der Wetterwarten vom Jahre 1692 ab 'eftgestellt habe nur der Flug Azoren- Bermudas -Amerika in Detracht komm«. Aus aller Welt. Deutsch« Opfer der .MafattA'. 2a rmen Baum gebunden LI» gegen Morgen ei» Bäcker über den Hof in bi« Backstube gehen wollte, griff der Bär ihn an und verletzte ihn durch Tatzenhiebe lebkusgefohrsich Die Wetterlage. o f«e c ffl ittMx/Mten 2 Hovbr _____7 #27 . bv 6 XjM-y.A f m«w» »'n wi' -v •««>> * »ww'• • ‘«mi X *--••«<' C ■**** •O' feMHW OM y >1 x« a#e<* - ' h» wm« o« juiw- ff- «!«• M 1r*»«fi'«< »• 0« l •'< «’M«* O-i# e.1 I « »f 10 Kettich 10 bi» 2". Sellerie 10 bi» Pf. se Stück Kobie«ck»en. Bund 10 Ps. ^ornotizeu. Tage skatender für Donnerstag. Vortr. gs-Vereinigimq 8 Uhr. Hme Aula ber Univ.r tül. Lichtbld^roonr;g lllartrn v.t der Aerchswedr-Kapelle 8 ilftr (Sale Vetb Lichtspielhaus Bahnhofstrah« Der W-l:krieg". - Astoria-Lichts^ele .Der Uebrriail in der Silbermine". Warkusgemeinde. Alan schreibt uns Auf die Feier der Mark-sgeme nbt. di« am nächsten Sonnt ig in der Turnhalle am Oswalds- garlen staltfindet. sei auch an b.ricr Stelle hin- gewiesen Sine re che Auswahl von praktischen Sachen dte vv i dem Fvauenverein gc irbe tet wurden, sicht von vormittags 11 Uhr an zum Terlauf Ser Sr.os ift. wie in früheren Jahren, für Wei^nachtsdescherung an Bedür'tige. Kvtf r- mandendcib lfe und sonstige soziale .xurlcrge bestimmt. Auch das Programm der Hachm'.ttags- feier verspricht viel Schönes und Interessantes, lo ."ah icbcrmann der Besuch warm empfvhl.'n werden kann. (Siehe heui ge Anze gcl) — Mandolinen- und Gitarren- verein H e a p o l i t a. Ss sei noch einmal aus das am nächsten Sonntagnachmittag in der Aula siatisindende Mandolinen-orchester-KonzLri hin- gewiesen. Das Konzert dürste unseren Musikfreunden einen besonderen Genust bringen. Besondere künstlerische Bedeutung wird den Darbie- langen dev Mandolinen.Virttto'en Prof. S ha r- t o f i l a | beizumessen sein. (Sieh« heutige An- »rige.l — Gesellschas« für Erd- unb Volker kundc Nächsten Montag abend in der Neuen Lula Lichtbilderoortrag von Pfarrer Kaufmann (Weinheim> über ..Das heutige «egopten“. (Stehe heutige Anzeige » L. U. Don der Landes Universität. Frau Dr. rer. pol. ck-äftshaus umbauen, um dann fein Geschäft dahin au verlegen. *’ Vorsicht beim Daumsällen 3n der Zeil des Baumfällens werden an den S'ra» stcn und in den Onfchaf e i tne Reichs-Deie» graphen- und Fernspoechleitungen durch um- '•ürft nbe Bäum? oder durch h.-rrbfallend.- A.-ste häufig defch^digt. weil die Perion.m d-nrn das Baumfällen obliegt, tn der Hegel di, zur Störung der Detegraphenanlaae-: gegen 'Beschädigungen erforderlichem Vorkehrungen überhaupt nlch'. rbrt nur tn ungenügendem Maste tretten und es untcrlalfen, von den devoriteh nden Arbeiten der nächsten Postanstalt rechtzeitig Mitteilung au machen Da auch fahrlässig« Befchadi» giingcn der Teiegraphenantag n im § 318 des Reichsstrasaririibuches mit Crate bedroht sind, irtrh den Baumbefi^ern empfohlen, die nächst« Po' anstalt von der b.-vorited.-nden Baumfallung 'o zeitig zu benachnchllgei. dah erfordertichen- falls die Entsendung eines Beamten zur Sicherung der ßeitunaen ixranlaftt werden kann •• Reich so ahnperfonallen. Arichs- dahnbauinfpektor Kienbichl der Bahiimeiite- rei 4 Giesten ist ab 1. Rvvember nach Frank- turt a. P.l Peri«fit. Die Führung der Babn- mtifterci 4 hat ver retmiglw tfe Oberbahnmeister Lchi> n übernommeii. " Kostenlos« Beratung für Fühle i d e n d e wird am Fvritag und Samstag im Schuhhaus Metro voll Leltersweg 19. durch einen Spezialisten für diese Fragen erteilt. Ss handelt sich habet um bte itidividuell« An- pallung von DrtboÜai. Höheres ist aus der Anzeige votn Dienstag ersichtlich ••(iin6d)tDinblfr treibt in Franksuit a M sein Unwesen, dr sucht bei Musik- unb Gymnastik- lehrerinnen um «usgabe von Annoncen nach, bi, auf einer Reklametasel angebracht werben sollen. trag bis au 18 Mk tev Schwindler stellt Duittungrn au», boch von irgenbciner Reklametasel hat man bisher noch nichts gesehen. " Kriegsbeschädigten-ragung in Darmstadt. Die Landestaguna der Kriegsbeschädigten und Ärt«ge tt> tn t erb fi ebenen ber ''ricgerkamerad'chaft ..Hassia' findet am 6 Ho- vembet in Dannstadt statt Heben dem Jahresbericht wird ein Referat über die Forderungen der Derbandsmitglieder erstattet werden, äufne- dem wird man einen Vortrag über ärztliche Begutachtung hären tonnen. "AustriebausdemheutiaenFrank- furtcr Schlachtviehmarkt:67v Kälber, ^25 Schafe und 394 Schwein- DIE SCHLACHT AN DER ULREPFORTE Die historische Bedeutung des Namens OVERSTOLZ ist über die Grenzen des Rhein- landes hinaus kaum bekannt5eine Gesdiich- te ist, wie die Sage vom Roland,em Symbol deRa Aufopferung und "freue. cXi einer danken Nacfyt des Jaiyres 1268 bratyn fünfhundert timburgufy Söldner bei derUlre- Pforte in die Stadl Köln einSie wurden durd) einen unterirdischen Gang, den ein Verratet^ der Flid^cbusterHaveniet, tumfünjvndzwan- Mart,gegraben hatte, mit Mann und Ross eingelassenen der Spitze eines Ftynleins von nur vierzig bewaffneten warf sich Matthias Ovarstolz. der Übermacht entgegen,sd)lugden , Feind, und liess sein Leben, um seine Vaterstadt vor Brandschatzung und Verderben Ml-arv tirunerooio Uahnbofftr. 27. an HoiialeritSij® Spielwaren. 10018D Wiesede, den 2. November 1827. Pfund Mk 0.50 • 7H8 baicn. 1COOTD 9a 14 Tcim eer6« Ich eee «In» *r*ttl6ctfee 8eas. 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Für die vielen Beweise herzlfcherTeiluahme beim Heimgang unserer Heben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Ph. Hrch. Keller. 1CXZ.5C-85.- Soviel müssen Sie 07848 worhenil. verdienen Wir suchen Herren, redegewandt, gute» Auftreten, bei sehr hoben, Einkommen. Anmeldungen erbeten von 2 bis 6 Uhr: Kuns, Harktplats 5. hol KlarL Mittwoch vormittag 9 Uhr entschlief plötzlich und unerwartet meine gute Frau, unsere Hebe Mutter, Schwiegermuttcr.Großmuttcr, Schwester .Schwägerin und Tante Frau Margarethe Steller geb. Friedrich im 68. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Emil Steiler Polizeihauptwachtiaehter Wordmann und Frau geb. Atelier Philipp MMrt u. Frau geb. Steiler Heinrich Steller und Frau nebst K Enkelkindern. Annerod, Gieren, den 8. November 1927. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 4. Nov., nachmittags 3*/, Uhr. statt. nm* ünleSchweiSer für Apparatebau bet hohem Vobn fofort gesucht. 10002id Bamag-Meguin A.-G. 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Wahrend seiner |9jAhngeu Tätigkeit bei uns hat er sich als ehrlicher und treuer Mann gezeigt und werden wir sein Andenken in Ehren halten. Todesanzeige. Gestern nachmittag 3 Uhr entschlief sanft nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Emil Pfaff Schmiedemeister im 61. Lebensjahre. Todesanzeige. DUneta gebend um 9*7« Uhr verschied nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein herzensguter Mann, unser lieber Vater, Bruder, Schwager und Schwiegersohn Herr Hugo Weber Im Alter von 51 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Weber verwitwete Götz Albert Götz Rudolf Weber nebst Braut Karl Weber. ,0004D Gießen, 3. November 1927. I0005D Nach zwanzigjähriger Zugehörigkeit zu unserem Betriebe verschied vorgestern abend der Schriftsetzer Herr Hugo Weber Infolge schwerer Leiden, die ibn seit langem von ■einer Berufstätigkeit zurück hielten. Wir betrauern in dem Heimgegangenen einen tüchtigen Fachmann aus unserem alten Arbeiterstamm, einen Mitarbeiter von bester Gesinnung. Sein Andenken wird von uns in Ehren gehalten werden. Wunder im Menschen Die neue, mit diesem Titel versehene, illustrierte, wissensdiafthdi abgefaßte 48- seibge Brosehüre — welche Aufklärung über Waldflora gibt, erhalten Sie in Apotheken. Drogerien and Reformhäusern kostenlos. Die bekannten giftfreien „Waldflora“ •Naturprodukte (kste Tw) sind in folgenden Nummern xu haben: ve iioht, MIM*. Rhsoas. Ist»Iw, Memrsrtritaurg. Pteksta, 6s- eckwflrew.MMtaosseiilet. R« ritten, aff. leben, Isffscbeenee, Ahwaans-Ä. IMreicigung W.lr. 0 ZeeUrkreaitiieff .......W.br. 1 Staren eiees .... W. Sr. 4 LangenlridM, Uttse.....W. lr. 1 toflsttstetaw ......W. lr. I Magen- Md Bsrm.siiss . . W. Br. I lense- uni Memtlmiigie W. Nr. I Steel-Wniagse ...... W.lr.10 FettlsIMgksit W. lr. 11 l.TOBM - K« fer 4 Wo*.. V-RM. Verkauf in Apotheken. 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Voreiner rujfijch'j»pauijchk«?lnsstierutig 3on untreren ick-Berichter tatter Wv- kau. Ende Oktober 1927 Aochdruck auch mit Quellenangabe verboten', Wenn maa btt rustitchrn Perlte Glauben *enlrn kart, kann 16 «ine Annächerung zwi- "chrn Rußland un2) Japan nur nsch eine 8ragc bet Zeit, ba bereu» jriU Verhandlungen über b«n Ablchiul, eines Ga ra n t i« o e r t ra ge S .» Gange fmo nb auch in den anderen Hnitigtn ^tager. «in« baldige (Simgung bevorsteht Java- 'itchreirtts M nan b regen «wo» hort chtiger Ulan bfr.ui. icrt a k derartigen, bezeichnender- meis« .io« franzöttfchen Agenturen verbre irrten Aachrichtrn und "Jt auf hafl ängst'»chste bestrebt, her im 'Hetxmbn: dieses Jahre» crtplgenbcn Arik bei bekannten Vorkämpfers japanilcb-ruH ld>er ZulMmmrnarbeu in Dftolien. de» Barons Goto. ,rbm Lnlchem irgendwelcher Osttziofit t zu neh- :nrn. Auch die Ae. e rr>a zwölf lapanifdxn In- iufirr?iL-n nach Sloelau wir? ali privaies Unter- <6men gekenn.»«.chnet. obgleich der eigentümliche Umstand bah ausgerechnet bitte Industriellen Bef ttzunaen in der Mandschurei und in Avrdch.na haben, keinen Zweifel an dem wahren Charakter dieser Million la^i Man per- folgt aMo offenbar zweierlei Taktik, die da» im Grunde aenoann» n etnsach. Problem der rulsisch-iavanllchrn Beziehungen in einen Schleier "on Geheimnl'fen hüllt, der Dein Außenstehenden bK Wö,,l chkeit der Sinm'chung In tne Angelegen- hettrn beider Wüchee erschweren soll Wan wendet Itch gegen die Franzosen, die btt Engländer und 3ewnLn.t auhncrtlaia zu machen wu man will diese drei Machte nicht weiter hin- zuzrehen als notwendig Ift! Dabei darf da» eig ntümltche Anernander- Vorberreden, das die offiziellen Kundgebungen der Aussen und Japaner Vortäuschen nicht als nur zu diesem Jtoedt bestimmt anlprechen. 06ne dielen Moment Ware eine Fortsetzung der ruf- ttfch-japanilchen Besprechungen unmöglich da eine oslene Kennzeichnung der wahren Lage durch einen der beiden Verhandlungspartner dem anderen d»e Möglichkeit nehmen würde die Der- dandluligen fnrtzuseyen. Offenheit wird ertt möglich sein, wenn die Derhandlungen tatsächlich zu dem ruffilch-japanilchen Garantievertrag geführt haben Ob dann allerdings auch wirklich alles der Oeffemlichkeit übergeben werden wird. ,st zu bezweifeln, da gewisse Abreden anlähllch der Rückgabe Sachalins an Auhiand. die sich nur auf da» Verhalten der Ruf len in bet Mandschurei bezogen haben tonnen, noch bis zum heutigen Tage geheim gehalten werden. Immerhin ist t»on den zur Verhandlung stehenden Punkten einiges betanrrt — man braucht nut die mandschurische Preise kauch das gib' es die Presse eines 'Volles ohne Staat!) auf die Berichte Uber die Tätigkeit japanischer Agenten hin zu prüfen. Danach ist Japan bemüht alle die Vorrechte, die ihm da» Konzert der europäischen Mächte und Rußland vor dem Kriege verweigerten. nunmehr doch von den Sowjets konzediert zu erhalten. Jas ist unter anderem der volle und unbeschränkte 'Bef I h aller mandschurischen Bahnen, lotrne die Aufhebung aller Klauseln über das Verbot von Reu- oder Umbauten der Bahnen, die Anerkennung des Rechts oller Japaner anH unbeschränkten Landkauf in ganz Rord- china und der Mandschurei, eine ganze Reihe von Zoll- und Schisfereigerechtsamen, Mc Bestätigung des absoluten Vorrechtes Japans auf die Mandichutei in schwächerem Grade auch In Rordchina. sowie endlich zuletzt die Anerkennung de» Tür für alle japanischen >Vinde.»Unternehmungen in aanz Ostsibirien der Mongolei und Transbaikalien. Taneben werden Abreden über die Gestaltung der Verhältnisse in tfhina. Prot>ig andaverbvtS- Häufeln für konmtunifnsche Agitation auch auf chinesischem Boden, sowie endlich eine Einigung über die Abgrenzung von Kohlen- und Cr*tntcr- efien in Rordch n» japanischen Appetits durchaus im hat en. tot das aus Aeusterungen der ruffi- chen Preise immer weder bervoegeht. Offi- ,:dl konnte Aust land r.n ’otdx* Programm der japanischen Regierung aber '.lbstverstanblich niemals annehmen d'. man d> n t auf alle E.n» flustnahme in Ohafien Der».cter und die japanische Vorherrschaft in Ofta’ten hir Jabrzcdnte ftabthhcreit wurde Deshalb schlägt di- Lvwjri- bibtontatle. d.e sich m diesen Fragen ja in der Di', nlive befindet, einen anderen Weg rin. Sie stellt sich taub foweti es sich um Konzessionen in China (allo auch in der Mandschurei, die jn immer noch zu Ghtna gerechnet werden muh!» bandelt, und behauptet, bah die Cwoiciregierung nur über tbr eigenen Gebiet zu »erlügen vermochte. bah sie alsp über chinesische Angel egen- heiten mchi bestunm.-n könne. Auch die Zustimmung zu irgendwelchen Derträger. die Japan mit der chinesischen Regierung schlöße, wäre nicht mögl.ch, d' die Lvwietreg.erung Verträge Japans mit der .gegenrevolutionären Regierung in P fing" nicht anerkennen würde Sv er- I gibt '.ch bte gro.-ske SiNZation. bah ine Japaner -ch über >as. was *ie Haden möchten. I oflrziOv .;i c tiüfJCtt*etgcn bullen, und bte Sowie tru 'en dle'e -i.jM e--xw-Tic-r japanischen ror- benmgefl adiehnen zu müllen glauben, weil sür fie nia>t Moetau. 1 on? .-m ähuta. und zwar das iim Augenblick uberlx'.upt nicht ro.pandene' i revolutionäre 6 b ; n a zuständig Irin soll! Aber trofl diele: nach au' en hin ovn beiden nehmen dast in Wirklichkeit bauer den Knüllen die &migung werter ge i. ngen ist. als man zuaugeben l-ereit ist Denn im Lichte brr Xal- lachen, die die mauk-lchurilche Pvcfse enthüllte, bedeutet die Moskauer Reite der jap.'.nifchen JnbuftridI«L dah man die genauen rordarungon der Japaner im ernsolnen bereits (rityxlegen bered ist d. b allo, dast die Oüiigung in Dtrl- Tatsache, dast Ruhland leinen Sofioter Dai- ichaster nach Paris tx-rfenen lieh, und zwar nach einem Pans. daS auf das dringendste die Der- banblungeii mit Rlaslau zu einer. Oriolg zu gestalten wünscht, darf dahin gedeutet werden, dast man in Moskau glaubt dieser Mann habe seine Mission in Japan bereits erfüllt den Beweis. dast man auch mit einer kc-mmuniftifchen Macht aus erpvlitilch zusammenarbeitrn kann. Pelljura und die ukrainische Autonomie. Sin Jiad)tvort zum pariser Schwarzbartprozeß. Von unserem N. l...Berichterstatter. 'Rachdruck auch mit Quellenangabe, verboten!)' Paris. Anfang Rovember 1927. Der Lchwarzbart-Prozeh hat von neuem die Ausmcrkfamkeil der europäischen Ocfsentllchkeit auf die ukrainische Frage gelenkt Dast Schwarz- bart unter allen Umständen freigefprvchen werden würbe, daran zweifelte in Paris lein Menfch mochte nun im Lause des Prozeffes sestgestellt werden, daß Petljura. der ermordete Hetman der Ukraine orrantwvrilicv für die Juden-Pogroine in ber Ukraine fei oder nicht! Für die zwölf sranzösifchen Gefchworenen. Leute aus dem Volke und Heine Bürger, war Petljura ein Unbclaimtcr. ein Fremder, der auherdem noch in dem Verdacht stand, wenigstens während deS groben Kriege- ein Deutschenfreund gewesen zu (ein. Alle-, was die Geschworenen von r ! weites Land fei. das zu Rustland gehört.- und das Petljura im Augenblick der Revolution mit irgendwelchen Mitteln und irgendeiner Hilfe von Rußland lösen und zum selbständigen Staate machen wollte. Schwarzbart b'r^egen war für die Geschworenen ein natu» r a (i1 i e r t c r 8ran|0|t d. r als reit lli- ger am Kriege teilnahrn der bei der Offensive von Garency schwer verwundet wurde und der da» Kriegskreuz auf der Brust trug. S i n Fremder, der sein Blut für Frankreich de r g o H en hatte. Diese Feststellung genügte vollauf, um Schwarzbarts Freifpruch au sichern Deshalb wäre es gründ verkehrt, nun In dem Moment, da Schwarzoart freigelprvchen ist, zu folgern dah der frühere Lhef de- ufraini- schien Direktorium- irgendwie der LeUnakme an den Judenpogromen überführt worden fei. Betrachtet man die Dinge objektiv, setzt man voraus, dast die Regierung Petljura- im europäischen Sinne tatsächlich eine Regierung war. das heißt eine Regierung, die über einen Verwaltung-apparat und über die öffentliche Macht verfügte, die alfo die Möglichkeit und die Mittel, ihren Vesehien Rachdruck zu verschaffen, belast.— dann freilich hätte der Chef der ukrainüchen Regierung Petljura ein gut Teil Verantwortung an den Judenverfolgungen zu tragen, die Ende 1918 und Anfang 1919 in bet Ukraine statt- gefunden haben. Wobei e- immer noch eine Frage bleibt, ob die Pogrome .ch wirklich fo zu- getragen haben wie fie in Pari- ein großer Zeugenapparat schildert Petljura scheint tatsächlich nicht- getan zu haben, die Pogrome zu verhindern oder deren Urheber zur Rechenschaft zu ziehen. Riemand zweifelt daran, dast Pctl- iura kein Antisemit gewesen ist. außer einigen Proklamationen hat er jedoch nicht» getan, um die Judenoersolgungen in der Ukraine zu verhindern. Aber man muß wissen dah die Regierung Petijuras tatsächlich nur dem Hamen n a ch existierte. Jn Wirklichkeit belaß weder Petljura noch da- ukrainische Direltorium irgendeine um- lassende Macht im Lande. Jn der Ukraine herrschte volle Anarchie und da» Land war Banden von Räubern. Briganten und Mördern die sich au- der aufgelösten Armee, aus Deserteuren und dem Pöbel au- Stadt und Land rekrutierten, auf Gnade und Ungnade aiu#- gclielcri. Banden, die den hochtrabenl>en Romen <>ner ukrainifchen Armee führten. Jn Kiew seihst befaß der Kommandant der Garnison, der .General" Konovaletz größere Macht al- daS ganze Direktorium. Petljura. helfen Schicksal von dielen Banden abhing, war gegenüber den Ausschreitungen dieser Soldateska ohmnächtig und war gezwungen, beide Augen zuzudrücken. Dakann "Deiljura vielleicht nicht in den Auaen aller von der moralischen Veranrwortung befreien -— objektiv aber vermindert e- diese ganz außerordentlich. Die politischen Freunde de- auk so tragische Weile um- Leben gekommenen ufrabrilcbm Führer- bemühten sich, den Toten al- ben Rational- heroS und al- da- Opfer der Jdee der ukrainischen Unabhängigkeit hin-ustellen, her gerade in dem Augenblick fiel, al- er fein Vaterland endgültig von der bolschewistischen Herrschaft befreien wollte - e in Ritter ohne Furcht und Tadel. Jn Wirklichkeit war "Petljura ebenso wie die anderen Mitglieder des Direktorium» «in Abenteurer ohne Skrupel, bereit mit jedem zu marschieren und alle Mittel anzuwenden, um an der Wacht zu bleiben eher wenigstes ben Sck itten vt.-.er Macht aufrecht zu erhalten. TS wäre ungerecht, die ukrainische Sache mit ihm zu verwechseln — ob man nun mit dieser Sache sympathisiert oder nicht. TYm Dezember 1918 bemächtigte sich Petljura Kiew« und stürzte die Regierung de- Hetmans wurde im Jahre 1568 niedergeb rannt und dabei Urkunden u. a vernichtet oder verschleppt. Die alte Handlchrift „Vita St. Huberti" in Valencien- ne- von 744 erwähnt 26 Jahre nach seinem Tode mit keinem Wort, daß Hubertu- Jäger gewesen fei. So kann e- um fo eigentümlicher erscheinen, daß dieser Heilige der Schutzherr der Jägerei wurde. Zu der Diözele Lüttich gehörte da- Gebiet der Ardennen, berühmt durch feinen Wiidrc chtum und bewohnt durch eine jagdsreudige Bevölkerung, die in Diana Arducnna ihre Schutzherrin verehrte 2Ulnn halben st ariden Tempel und Heiligtümer der Göttin. An ihrem Festtage versammelten sich die heidmschen Jäger in ihrem Tempel, zur Jagd ausgerüstet mit festlich ge- schmückten Hunöen. um bet Göttin zu opsem zum Dank für die Trfolge de» JahrcS. Dann g ing'- zum Jagen und nach Jagd Ich', uh wurde ein Teil der Tage »st recke der Göttin -um Opfer an heiligen Bäumen auf gehängt Als Bischof von Lüttich mußte Hubertus leine Hauptaufgabe darin sehen, da» Ghristeitinn in jene Wäldcr zu tragen und den heidniichm Äul: au-- Suroitcn Denn ihm und feinen Rachfvlaern das auch gelang fo war e- andererfeit- doch schwer, alteingewurzelte Gebrö. che auszumerzen. So bilden jene heidnischen Festdräuche da- Vorbild für Haridlangen christlicher Zeit, wo der Ardsrner Graf Friedrich und Gobcfneb der Bärtige die am a^ubert. »tag erlegte Jagdbeute am Altar von St. Hubert nicbetleglen oder es mancherorts üblich war. dah zur Hubertusjagd ausziehendc Jäger vorher mit Waffen. Hunden und Falken zur Wesse gingen. War fo der Ardennenjäger durch das Shristemum feiner Schu-gtttin beraubt worden, fo Iah er sich nach einem christlichen Schutzpatron um. Heißt es doch noch Anfang 1500 --irrer ben Eigenschaften eines Jäger»: „Daß eia orbent- bcher Jäger wegen her vielen und großen Gefahren. denen er luttcrwvrffen ist. einen Schirm- und Schutz-Patron haben soll" Die Dahl fiel nicht schwer Denn unter den Märtyrern war einer, der fein Heil auf der Jagd gefunden hatte: St. Eustachius einer der 14 Rothelfcr. ES ist intcreflant. daß die gleiche Vision die von Hu- bectu» erzählt wird, den römischen Haupttnarin Placidius im Heere Trajans dem Christentum zufühcte. Er starb als Märtyrer un Jahre 130 und wird als öl Eustachius gefewt Sem Lag, der 2- oder 3 Rovember wurde vom 6. Jahrhundert an auf den 20. September verlegt und wird als Jagbfefttag heute noch von manchen Jägern begangen. Alte Jagdwerke aus Frankreich und Deutschland erwähnen zwar D'ar.a und St. Eustachiu-, aber El. HudcrtuS kaum oder gar nicht. Jn Flemmings Jagdkalender (1724) fehlt im Rovember St. Hubertus! Die Eustachius- legende hat vielfach Künstler angeregt So ist der heute vielfach als St. Hubertus bezeichnete Heilige mit dem H.rtch der Lcgeiide. den Dürer dargestellt hat, von diesem mit Et Eustachius wiederholt benannt worden. Die Ucbertragimg Nr Kreuzlcgende auf St. Hubertus findet sich in der Literatur zum erstenmal im Jahre 1621 bei dem Jeluiten Robertu- also 900 Jahre nach des Hriligen Tod Die liebertragung tfi mit aller Wahrscheinlichkeit auf die Mönche von St. Hubert -urückzusühren. Denn Ile standen zu der Jägerei in Beziehung. Daren doch die von ihnen ge» züchteten Jagt Hunde weitbekannt und galten sie selbst alS Weister in der Behandluna der Tollwut. Eine ilebertiaflung der Jagdlegende auf ihren Heiligen konnte der Hebung des AnlehenS btt Abtei nur förderlich fein, die viel mit den höfischen Kreisen tn Verbindung stand, in denen die Jagd eine sehr große Rolle spielte Der- hälrn Amäfctg lrüh ist auch der Rame des Heiligen m ben Ardennen mit einer Spezialjagdart. der Parforcejagd, verbunden. Die Üebernagung dieser Jagbart nach Deutschland mag mit baxu brifle:tagen haben Diana und Eustachiu» rniyt und mehr aus den Herzen der deutschen Weidmänner zu verdrängen Jm 18. Jahrhundert bringt überall St Hubertus em und das Zeitalter der Romamik mit feiner Verklärung des Deid- werks grub schliehUch fein Bild tief in die deutschen Jägeriferzen ein. Wit der Frier de- HubertuStage- waten auch fürderhin bestimmte Gebräuche verbunden. So heißt es bei Han- Friedrich von Flemmirig: . Rachrichr uri: waS 6eremomtn da- E Huberts- ober Jäger-Fest von ben Liebhabern bet Jä- gerry begangen werden soll", nämlich: Am St. Hubcrrus-Fest. als Lern Fest deS allgemeinen Jagdparrrms. soll ein jeder rechtschaffener Jäger sich auf die Jagd begeben, es wäre benn. dah er durch E-.s. Kälte ober einen starken Platzregen davon abgehalten würde. Doch sollen die Freunde der Jägerei) an diesem solennen Tag feinen MW« jich Leiben, Webber wider die Jagb-titegufa, Eloropabsktz mit Billigung her Bolschewisten . nb unter Ausnutzung der neutralen Fialiung bet deutlchc! Xrutrixn. Mc bamaU nichts anher.-* toi ,.tcn als möglich»! schnell heimzu- kehren Kurz vorder un September und Ost ödes haue «r sich um as Wohlwollen des deutschen Overkom.i.indos i^emubi indem er sich als Deutschenfreund bekannte. Ray de n Abzug der deutschen Truppen aber machte Pell» iura unerhörte Anstrengungen zwecks Annäherung an t ie 3nienic Er en > deckte seine fron» zvlens reundlichen Gefühle und schlug ben iranzsEischen Generälen «tne r Truppen vor Bon den Pollchewisten im Februar 1919 geschlagen. zog er sich nach Ottgaliven turud, nachdem er noch im Januar hie Dieben ei n - aung Ostga.iziens mit her Ukraine proklamiert baue. Jn Galizien, das damals d^n Üiw; . ngig- keitskainpf gegen Polen fühne. erHänc ei s,ch als Etzsernd der Polen was ihn aber nicht hinderte, schon ein Jahr später einen Vertrag mit PiIsudIki zu schließen nach welchem die UlTäii.e ein dem Ramen nach unabhäng ;.rc Ctnai unter b»in Protestorat Polens werben tollte Dieser Vertrag und der Kamps den Petljura 192C an der Seite der Polen gegen Lou id» tußland führte, wat es. der Pelljuia» politischer Laufbahn ein Ende letzte Rach der Ohcbcria^c bet Polen in der Ukraine ließ fich Peiltura mit seiner Regierung in Tantow nieder, von wo er nach Darl^hau ging Er blieb dort bis 192t. Ins er iich in Paris nlcderließ wo er die /eio.mg gründete, die weder Leser noch Einfluß belafi. Die Kugeln Schwarzbarts beendeten da» Leben biefe» Wanncs. defsen politische Laufbahn längst ein Ende gefunden hatte und der keine Wögliy- leiten für die Rückkehr in sein Vaterland mehr besaß, denn in der llfrainc selbst hatte man ihm niemal- sein Bündnis mit Polen verziehtn. C'<* wäre gefährlich, nach dtrn Wüster der rulfilcbcn Tmigranten die Bedeutung der n a t i o- tial-ukrainilchen Bewegung zu l ug- neu. Diese Bewegung hat Im Augenblick L-men deuilich separatistilchcn Eharakler Die Jdcc her Losung der Ukraine von Rußland und e Bildung eines souveränen und unabban ; ewegung. die immer :tvucn Anstoß aus der kulturellen und her verwaltungstechnischen Frage erhält, kann sich jederzeit in eine tatsächlich scparal- stische Bewegung umioanbeln. wenn di« Sowjeireglerung einmal von ihrer gegenwärtigen politischen Wethode abgebt und zu den Wethoden von 1920 zurückkehrt. Eine Gefahr, die im Falle eine» Sieges der Opposition also der Gruppe Trotzki, aktuell werden könme. Eine Erhöhung her Steuern, zweifellos fchon eine Ruckte bi zu.n intcanHgentcn Kommunismus, eine Politik des Schuhe» der jUbeiter auf Kosten bet Bau« m ober zwangsweise Ausbringung von Getreide, würde den Bauern, bet — um in marrifti!d>em Jargon zu reden ein Bourgeois ist und bleibt, in bte Arme der rein separatistischen Bewegung treiben, die nicht so lehr da» Ziel hat. sich uoq der Herrschaft deS Bolschewismus zu befreien, als vielmehr von einer Diktatur Moskau» loS» zukommen. die mir die wirtschaftliche Ausnutzung bet Ukraine zugunsten be» russischen Proletariat» will Aber in keinem Aalle würde, wie stark auch der Wunsch nach Trennung von Rußland sein mag. ein Bündnis mit Polen in Frag« kommen. Jrgrnbein Zusammengehen, von einer Vereinigung ganz zu schweigen -wischen der llfraint und Polen ist eine glatte Unmöglichkeit. Zwischen dem ukraimschen und dem polnischen Volke hat die Geschichte einen unüberbrückbaren Abgrund aufgerissen. Der Kampf, den die Ukrainer gegen die polmlaje 5>errschatt im 16 und 17. Jahrhundert geführt haben, ist unvergelsen. Ebenso weiß man n^) beute, dah die Ukrainer polnische Sklaven waren und daß Polen bte Ukraine stets als t>oin>• Kolonie betrachtete. Em tiefer Haß trennt Polen und Ukrainer. Und auch vom polittschen und vom wirtschaftlichen Gefichtspunkt aus kann die Ukraine mit Polen keine Verbindung eingeben. ■ ■»■■■■■■■ ■■■■■ ■ da» Wild inuthwilliger Weise verderbet. Denn nun bei diesem Festin eine Frauen»-Person erscheinet. und solcher Jagd-Freuden mit tbetlhastig werden will, fo soll fie gestiefelt und gelpornt, alfo auch bekleidet sehn, daß ihr Habit wenig ober nicht» von eine» Wanne» Kleidung di ff ehre. Sie soll auch chr Pferd auf eben die Art wie eine Wann--Person reiten, und alle- von ihrem Befehl und Disposition dispendiren. Denn nun einem jeden leint Vernic blanke Waffe ihn abflefangen haben, ein ritterliches Weidwerk. Oder ce geht hinau- in den Wald dem Waler Herbst ein bunte» Festgewand verlieh, um mit guten Freunden bet gerechtem Weidwerk den Festtag zu begehen. Der Fest'chrnaus. daS Schüsseltreiben, darf wie in alter Zckt mcht fehlen. JagdhornÜang und Liederfang vereinigen die Jägerei unter dem Zeichen chreS Schutzpatrons. Und wenn auch delfen Berechtigung zu dieser Stellung, wie auSgeführt. zweifelhaft sein kann, fo hat sich mi. der Jeu mit dem Hubertus kreuz Tiod) «inc andere Deutung verbunden. Da» Kreuz, ?-aö Zeichen der Liebe zum Rächsten. ist für den wahren Weidmann zum Zeichen dafür geworden, daß er auch beim Deidwerk >.ch stet» vor Augen halten soll, daß auch da» Geschöpf, dem die Jagd güt. Anipruch darauf hat. vor unnötigen Qualen oersichont zu bleiben. So möge der Hubertushirsch dem Weidmann stets vor Augen halten: . Da- ist deS Jägers Shrenschild. daß er beschützt und hegt sein Wild, weidmänniich jagt, wie sich'- gehört den Schöpfer im Geschöpfe ehrt." DaS ift her ®runb au« welchem die Bewegung ^etljura» von vornherein zu einem sichern. Fehlschlag verurle lr war. Unb Da« ift der Grund, warum di« Nach» >la«r >e I.. ta« den «hema igen Führer der ufra ru'öen Republik nicht al« AationalheroS oder al« Sieger im Kampf um bif ukrainisch« Unabhängiglc t wieder auf- erwecken können Da« ift der Grund, warum auch da« ganze Geld der polnischen Re- gierung für die Anhänger ^ctljura«. füt ihre Propaganda und politische Arbeit hinaus- geworfen ist. ..'m (l dem Deuse l. ja! — aber niemals mit den Polen!" Da« war der Wahl- spruch der Ukraine im 16. und 17. Jahrhundert. Der Wahlspruch hatte auch irn Jahr« 1920 noch Geltung und wird in der Ukraine noch lange un- vergelsen sein. Oberheffen. Landkreis Htcfecn V Mainzlar. 2. Noa. Stn Unglück«- sall ereignet« sich geftern in dem Walzwerk- bet rieb« der hiesigen Firrna Scheidbau er A Giebing. Der Arbe t -rDecker au« Mainzlar wollte auf ein Dorgelege einen Diemen auflegen, wobei er der Tran-rnission zu nahe kam und von dieser erfaßt wurde. Gr erlitt «inen Unterschenkelbruch utck» muhte der iLhirurgischen Klinik in Gießen zugesührt werden. Sein befinden ist den Umständen ent prechend gut. : Gründer g. 2. Nov Wie im Vorjahre, so sind auch in diesem Herbst wieder die Obfl* bäume an der großen Verkehr«strahe nach Gießen zur Bekämpsung der Obstschäd- ltnge mit Kleberingen versehen worden. Leider finden sich immer rohe Hände, die ihre 3etftörung«tout nicht zügeln können, denn kaum waren die Dinge angelegt, so wurden hier und da auch schon ivelche heruntergerissen. Lich. 2. Vor» Da« Tm nächsten Jahr fiattfinbenbe 90jährige Jubiläum be« Gesangverein« „TScili a", worüber kürzlich berichtet wurde, weckt die Erinnerung an einen der größten Söhne unserer Stadt, an den 1805 hier geborenen berühmten Ehormeifter und Komponisten Heinrich Deeb. den Gründer be« Deebschen Männerchvr« in Franksurl a. M. 211« iunger Mann hat er in den zwanziger Jahren he» 19. Jahrhundert-, al« er zu Beginn feine« wechselvollen LebenSgange« nach seinem Abgang vom Friedberger Lehrerseminar vorübergehend nochmal« kurze Zeit in seiner oberhesfischen Hei- mat weilte, sich in Lich schon al« Dirigent de« SingvereinS, eine« gemischten Ehoi«, betätigt, den man al« Vorläufer der . tiäcilia“ ansprechen darf. Die neuere Aeebforschung, die sich auf den Nachlaß Neeb« stutzt. in dem man die eigenhändig von Neeb geschriebenen „Gesetze für den Singverein" vorfand, hat erwiesen. daß schon zwischen 1820 und 1830 in unserer Stadt die Desangskunst gepflegt wurde, wir also auf eine 100jährige gesangliche Tradition »urückblicken können. Di« Frankfurter .Liedertafel" deren musikalische Leitung längere Zeit in den Händen Neeb« lag, hat dem Meister im Jahre 1911 eine Gedenktafel an seinem Geburt«- Hause in der Oberstadt angebracht, auf her zu lesen isti „Ihrem verdienstvollen Dirigenten und Ehrenmitglied Heinrich Neeb in dankbarer Verehrung gewidmet von der Franklurter Liedertafel." Untere Stadt hat di« <3rinnerung«tafe( in ihren Schutz genommen und seitdem treulich gehütet. Heinrich Neeb fehlte e« zeitlebens nicht an Ehrungen, so wurde er Ehrenmitglied zahlreicher deutscher und ausländischer Gesangvereine, so xl a. 1861 der Dereine .Orpheus' und .Harmonie" Butzbach, .Liederverein Marburg, 1862 de« .Liederkranzes" Gießen. F Obbornhofen. 2. Nov. Der G e - meinbera t hat in seiner jüngsten Sitzung den Bau einer Wasserleitung beschlossen. Die Frage der gleichzeitigen Schaffung her Kanalisation wurde noch offengclalfen. Auch eine Dürgerversammlung. die sich mit der Kanali- sationSfrage beschäftigte, konnte zu keinem Beschluß kommen. Kreis Friedberg. 4 Bad-Nauheim, 2. Nov Die neue städtische Kläranlage, die vor den Toren der Stadt unweit Friedberg« am linken ilfaufer im letzten Jahre erstand, ist soweit ser- t i g g e st e l 11, daß sie in wenigen Tagen dem Betrieb übergeben werden kann. Die Anlage macht al« Gan-es einen kehr vorteilhaften Eindruck. Sie tour.De in letzter Zeil wie. erholt deucht. 11. a. weilte eine Kommi' ion ron Schlitz hier. Baurat Höher vom städtischen Tief- bauamt hatte auch Gelegenheit, den Stadwer- orbneten von hier und später denen von Friedberg da« Derk eingehend zu erläutern. Wie man hört, kolk der Voranschlag von 284 300 M. nicht überschritten worden sein. :: Kirch-Gön«, 2. Nov Nachdem durch die Feldbereinigung die E'. ntetluna der Grundstücke in hiesiger Gcmirfung beendet ist. kamen nunmehr die Decker und Wiefen der evangelischen Pfarrei auf zwölf Jahre zur Verpachtung E« tourben hohe Preise geboten, teilweise für den QuadratmttTr 4 b.« 5 Pfennige Geg.müb-r drm Pachtvr iS in früheren Jahren ist der jetzig? ein r.^ht hoher :. Pobl-Gön« 2. Nov. In unterer 730 Seelen zählenden Gemeinde ist feit über c1 n e m Jahre kein Sterbefall vorgekommen. waS wohl nur wenigen ®emetnbrn von dieser Gröhe befchieden fein Dürfte. Kreis Büdingen. nd. Nidda, 2. Nov. Dm Montag wurde an der hiesigen Gewerbeschule daS Wintersemester eröffnet. Vor Beginn de« Unterrichts versammelten sich die Schüler die Lehrer und die Mitglieder de« Aufsichtsrats der Schule im Schulgebäude. Geh. Justizra: L D Aömheld, der Vorsitzende de« Aufs.chtsrat«. war am Erscheinen verhindert Qtn seiner Stelle richtete Psarrer Laut namen« des Au,ftchtsrat« herzliche Worte der Begrüßung an die Erschienenen und dann noch Ermahnungen und Rat- schläge zu einem gesitteten Lebenswandel und zur fleißigen AuSnützung der Lehr- und Schulzeit an die Schüler. Sodann bewillkommnete der Leiter der Anstalt. Dekwr Vitt, die Schuler und gab ausführliche Erläuterungen über die Ziele der Schule unb den darin geltenden Lehrplan. Nach diesem werden die Schüler in drei Klassen unterrichtet. Jede Klasse zerfällt wieder nach den Berufen der Schüler in drei QlbteHungen, nämlich in Bauhandwerker (Maurer, Zimmerleute, Schreiner irito.), in Metallarbeiter (Schlosser. Spengler, Installateure ufto.) und in Schmückende Kunstberuse lMaler, Dekorateure. Weißbinder). Die nach regelmäßigem Besuch der Schule bestandene Schlußprüfung befreit von der theoretischen Meisterprüfung und berechtigt zum Eintritt in eine Baugewerkschule. Die Anstalt will aber vor allen Dingen zukünftigen Handwerksmeistern eine gediegene Vorbildung gewahren. Die Schülerzahl beträgt in diesem Semester 91 Hiervon haben 68 bereit« die dritte, bzw. zweite Klaffe mit Erfolg besucht, neu ein- getreten find 23 Schüler, wovon eine größere Zahl von auswärts stammt. Außer dem Rektor wirken an der Gewerbeschule noch 5 Gewerbelehrer im Hauptberuf und 4 Volkslchullchrer al« Hilfslehrer. Mit der Gewerbeschule ist die HandwerkerfortbildungSschule i>et- bunben. Diese umfaßt 5 Klassen mit 107 Schülern, die von einem hauptamtlichen Fottbil- dungSschullehrer und den 5 Gewerbelehrern unterrichtet werden. Angegliedert an die Gewerbeschule Nidda sind die gewerblichen Fortbildungsschulen in Schotten (mit der Zweigstelle Ulrichstein), Laubach, Hungen. Echzell und Reichelsheim, die der Aufsicht de« Rektor« der Gewerbeschule Nidda unterstehen und an denen der Fachunterricht von den hiesigen Gewerbelehrern erteilt wird. Sin Gewerbelehrer hat in Schotten feinen Wohnsitz. Die örtliche Leitung dieser Schulen untersteht den Schulvorständen der betreffenden Gemeinde. P Ober-Widdersheim, 2. Nov. Die hiesige Kleinkaliberschühenabteilung, die dem Kriegerverein angegliedert ist und unter Leitung deS Schießmeister« Ludwig Uhl steht, hat am Sonntag ihr Wet tschießen beendigt. Der Kriegerverein hat an der Wüstung vor dem Schauerwald im Wege der Selbsthilfe ein Schützenbaus errichtet, wozu Steinbruch- befiher I. Nickel die Baumaterialien unentgeltlich geliefert hat. Auch der Schiehstand ist mustergültig angelegt. # Wallernhaufen, 2. Nov Ein hiesiger Landwirt erntete an einem Apfelbaum (Roter trierischer Weinapfel) 36 große Körbe voll Pflückobft und noch sieben Zentner C ch ü t t e l o b ft, was einen Gesamtertrag von mehr als 20 Zentner ausmacht. HGettenau, 2. Nov. Das Preisfchicßen des hiesigen Kleinkalibersch Ütze n Vereins fand am Sonntag unter reger Teilnahme der Tiit* glieber seinen Abschluß. Mit 30 Ringen bei drei Schuß wurde ch. Naumann Schützenkönig. Zwei ter Ikettträger wurde E Geismar mit 2S Ringen Kreis Schotten. Sreienfeen, 2. No Am Svnntag ko *.nte unser Dors die Freunde de« Gustav- Adolf-Vereins de« Bezirk« Solms begrüßen. Nachmittags sammelte sich d e Ge» mr.nbe fast vv. zählig zu e non Hauptgottes, dienst. Der Fe'lpreb.ger. Plärrer Nürnder- . wußte bie feine kernigen Worte von der Notwend.gker' drt Gustav-Ato^'-Dereins zu überzeugen. D.e seelischen Note, di« unsere Glaubensgeno'sen in den uns entrissenen Gebieten zu überw nben haben, wurden auf Grund der reichen Erfahrungen, des Vortragenden in« rechte Licht gerückt. In einer anschließenden Dachse er bi der Turnhall«, di« bi« auf den letzten Platz gefüllt war. ergrff nach einer kurzen Begrüßung durch den Orts- geistl.chen. P'arrer Diehl, Dekan Schmtdt- Orünberg das Wort und erstattete Bericht über die letzte Hauptversammlung des Gustav-Ado.f- Verein« in Graz (Ste.ermarfL Ein klares Bild von der oielfeil.gen Arbeitsleistung des Gustav- Atotf-DereinS wurde von dem Regier gegeben. "Beionber« hervorzuheben ist daraus, daß erfreulicherweise die ursprünglichen Gegensätze der Welttnschauungen in den abgetretenen Gebieten, vor allem in Deut'ch-Oefterreich. beträchtl ch gemildert sind, da sich beide Gruppen der Bevölkerung unter dem Druck der gegenwärtigen Verhältnisse zu einer Ql ot gemeint (haft zusammen- gesunden haben Als letzter Redner sprach Pfarrer 1). Fritsch- Ruppertsburg, ßr gedachte in gebührender Weife des Rettert des evangelischen Glaubens. deS Schwedenkönig« Gustav Adolf. dessen religiösen Ziele eine Fortführung in dem nach ihm benannten Vere n finden. In einem Schlußwv-1 dankte Pfarrer Diehl allen, die zum Gelingen der Feer beigetragen hatten. (Sine Kollekte ergab den ansehnlichen Betrag von 56 Mark. Der hiesige Gesangverein umrahmt.' die Veranstaltung durch einige recht wirkungsvoll vorgetragene Lieder — Dem Vorbilde des Kreise« Lauterbach sagend, darf sch nunmehr auch der Kreis Schotten de« Besitzes eine« Wanderkino« erfreuen. In diesen Tagen wurde untre Geltung des KreiSschul- rats Kinkel in den größeren Orten der einzelnen Bezirke der erste Lehrfilm vorgeführt. Hier versammelten sich d.e Schüler der umliegenden Ortschaften. Gin einheitliches und zugleich einheimisches Stoffgebiet wurde gezeigt: Die Bewirtschaftung deS oberen Do- gekSbergeS. Die Vo führungeii lösten rege« Interesse aus. da sie in ansch.iuiicher Wecke einen Einblick in die wirt chastlich möglichen Auswertungen des seither fast nutzlosen Geländes diese« Gebiete« gaben. Allgemein bedauert wurde, daß der interessant« Film, dessen Schöpfer KreiSschulrat Lorenz- Lauterbach ist, nicht am Abend vor Erwachsenen gezeigt werden konnte, da gerade der ländlichen Bevölkerung praktisch Werwolle« geboten wurde. • Rudingshain, 2. Nov Hier herrschen unter den S ch u l k i n d e r n zur Zeit Die TI a f e r n so stark, daß der Schulunterricht vorläufig aufl4Tag«unterbrochen werden mußte. — In unsrer Kirche wird eine Heizungsanlag« eingebaut. Mit Den Arbeiten ist jetzt begonnen worden. KreiS rttsfeld. (—) Groß- Felda, 2. Nov. Gestern fand unser Herbstmarkt statt. Don auswärts waren fehr oiete Besucher erschienen. Der Ferkel markt war mit 140 Tieren bei ähren. Im Durchschnitt wurden für das 7 Wochen alte Paar 24 bis 26 Mk. für 9 bis 10 Wochen alte 28 bl« 32 Mk. gezahlt. Bei schleppendem Handel wurde der Markt geräumt. Der Krämermarkt wies mehrere Stände auf. Die hiesige Geschäftswelt spricht sich befriedigt über den Verlauf De« Markte« au«. KrciS Lauterbach. L Schlitz 2. Nov. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, sich an der Herausgabe des Führers durch Oberhessen zu beteiligen. Zugestimmt wurde ferner dem Anschluß des gräflichen Slek- trizitäts Werks an da« ftädtis cheWerk. Beabsichtigt ist Die Erbauung einer Kläranlage Es muß noch ein in Ausficht gestellter Voranschlag eingehen, bevor veschsiih in der Angelegenheit gefaßt werden kann. — Chr benachbarten Hutzdorf wurde die Da- mantfchleiferei. von der lürzüch Still- lcgung gemcL'et wurde, wieder von einem Hanauer Pächter m Bet rieb genommen. ch Eichenrob, 2. Roo Den ganzen Sommer über batte unter Dorf unter empfindlichem Wasferm angel luben Tagelang war im Oberdorf kein Tropfen Wasser aus der Leitung zu bekommen, trotzdem von Trockenheit lei ne 2iebe war Zwei Brmmm unb eine Privat toasterlcikung wavm bi« etm gen Ge- legenhe-.ten. lich Trinktoasfer zu verschaffen. Für da« Vieh mir^tc man sich mit dem Bach bebe Herr Lange hat man geludX. wo der Schaden fein könnt«, bis man sich dreier Tag? darüber klar geworden ist. daß in einer andern Gemav» lung, Hopfmannsfeld. das Wassersvrt- läuft. Vor etwa 23 Jahren hatte sich Eichenrvb an di« von Hörgenau unb H^p' na-rn.-'dh gemeinsam geb'.ante Wasterk itung anschließen dürfen unter einer Bedingung, die Kht vorhanden zu sein schien. Sollte nämsich Erchenrvd. besten mir den 11 dem Verbrauch der and m G m nnd'-n erhielt, einmal Wassermangel haben, so habe es allein für Abhilfe zu sorgen, womöglich mit Zuleitung anderer Quellen. Dieser Tage wurde nun der Fehler in dem Rohrnetz der Gemeinde Hopl- mcmnSfcld fcftgeftelll. Dort gehen durch einen mächt,gei, Rohrbruch solche Mengen Wassert täglich verloren, daß für Elchenrvd nicht« mehr übna bleibt. 6ett einigen Tagen tmrb fetzt abends di« Zuleitung nach Hoplmannsfeld gesperrt, und das Walser, weiches seither nachts in etn-m Acker nutzlos verloren ging, füllt den Gichenrtder Hochbehälter, so daß die Gemeinde den ganzen nächsten Tag Waster hat. Hoffentlich wird aus dieser einstweiligen Regelung eine Dauerlölung. di« eintritt, wenn in Hoplmannsfeld die Rohre ausgewechselt sind Am empfindlichsten spürte die Wasserknappheit dieMolkereigenvssew- schast Eichenrod. die die Mtlch von neun Ortschaften verarbeitet Um ähnltchen Unsicherheiten für alle Zukunft aus dem Wege zu gehen, bat sich die Molkerei entschlossen, auf ihre Kosten eine eigene Wasserleitung zu bauen. An zwei Stellen, etwa 803 Meier oi^erhalb des Dorfes, hat di« Firma Hardt, Lauterbach, schon ausgegraben und gemessen Eine Oueste allein liefert 28 Liter In der Btinut«. Diele Meng« mit der anderen Quelle zusammen rttcht fttr den höchstett Bedarf au«. ©torfenburg. WSN. Darmstadt. 2. Nov. Redakteur Eckert, der mit dem Ballonführer Honne - läge im Ballon „Leipziger Messe" nach Moskau abgetrieben wurde, ist wieder in D a r m - ftadt eingetroffen. Cr spricht sich fehr begeistert über die abenteuerlich« Fahrt aus und hat nur Lob für bie Behandlung, die den beiden Fahr?rn durch die rustischen Behörden und die deutsche Botschaft zutzetl wurde. — Gin Kellerbrand, der Montag abend hier auo- brach unb bald gelöscht werden konnte, stellt« sich als vorsätzliche Branbstiftnng heraus. Papier, Briketts unb Holz waren tm Dorraum de« Kellert aufgeschichtet unb entzündet worden. Aks Täterin kommt eine ht dem Haufe wohnhafte Frau in Bettacht, bie bei 6 tr« i - tiakei ten mit Mietern vor emtger Zeit äußert«, sie werde bas Haus in Branb stecken. — In der Heidelberger Sttahe touree gestern abend ein« etwa 60 Jahre alte Frau von einer Autobroschke überfahren. Der Thausseur brachte bte schwerverletzt« Frau sofort nach dem Ctabtfrtmlcm- haus. doch trat der Tod bereit« auf dem Transport dorthin «in. • Darmftabt, 2. Nov Zwei 9ugenb* 1 iche, einer au» Berlin unb einer au» Frankfurt, bie Den Eltern entlaufen waren, um sich zur Fremdenlegion zu melden, wurden hier au|> gegriffen. Rheinhessen. WSN Mainz, 2. Nov. Bei Dem gemeldeten Einbruch in die Hauptgeschäftsstelle der Mainzer Spar-. Konsum- und Produktionsgenossenschaft fiel durch einen glücklichen Zufall den Tätern nur Der Verhältnis- mäßig geringe Betrag von 3970 Mark In bie Hände und nicht, toi? zuerst anaenommtn wurde, ein solcher von 150 000 Wk. Gine wert höhere vorhandene Summe blieb unbemerkt. Konzert der Volkshochschule. Schon dadurch, daß man die Aufführung Der Neunten Sdmphonic in der Volkshalle durch die Heranziehung Der verschiedensten Hängervereinigungen auf eine breite AuStoirkungSba'ts gestellt batte, indem dadurch da« Interesse für da« große Werk in weit« Kreis« getragen wurde, war Da« Problem Kunst und Volk gehörig gefördert worden. Diel« Volk«kunstb«strevungen weil«rzuftsthren. bat sich die Gießener Volkshochschule zur Ausgabe gestellt. Sogenannte Volkskonzerte waren in großen Städten schon leit langem eine ständige Einrichtung UnD trotz aller Bemühungen schien der erreichte Erioig doch nicht immer der auf- gewandten Mühe entsprechen zu wollen. Denn meistens batte man in her Aufstellung der Programme übersehen, daß Dte Fähigkeit, Musik verständnisvoll zu erleben entwickelt werden mußte, und leider konnte oft her ungeübte Hörer ein schweres Programm nicht bewältigen und blieb so dem Dargebotenen verständnislos, ja oft gleichgültig gegenüber, unb da« Gegenteil de« Erhofften war die Folge. Musikerlrben bcbeutet Aktwitäi de« Hörenden. Die muß aber erst allmählich geweckt und gestärkt werben. Mulik stellt einen geistigen Wert har. brr sehr stark im Gefühl wurzelt. Aber di« Art des gefühlsmäßigen »rieben« ift wiederum stark von der geistigen Einstellung he« Hörenden abhängig Ungenannte absolute Musik zugleich als Anfang darzubieteu. wurde wohl letcht 'U einer unbeflimmten, sich im Allgememen ver- Ucrenhen Auffüllung fuhren. Darum ist bie Vokalmusik dazu am geeignetsten, da sie durch die im Teste gebundenen Vorstellungen imh Begriffe dem geistigen Erleben die Richtung weist. Und •o war der eingeschlagene Weg für den ersten muttkalischen Abend her Volkshochschule Inn.-r- sich berechtigt. Die Ziele dieser ersten Veranstaltung kennzeichnete Univerfilätsmusikdirektor Dr Cte>an Temesoartz in seiner kurzen treflenben Otn- führung. insbesondere durch ’eine Stellungnahme gegen die rein intellektuell-anttromantsich Nus Beethovens .An die ferne Geliebte" bis zur feinsten Kleucheit zu charakterisieren. Gelingt e« ihm, sich noch von eifrigem Schulmäßigen gänzlich zu lösen, so kann er für die Zukunft im KonzeNgefang als einer der 'Berufenen gellen. Dr. T e m e s v a r h hatte die Begleitung am Flügel übernommen und mit feinster Gestaltungskunst schuf cr den Stimmungsgrund für die Lieder Selbst bie kleinst« Wendung blieb nicht unbeachtet und wurde charaNerifierend und bedeutungsvoll für die geistig« Erlasiung des ganzen Werke« (.An die ferne Geliebt«^. So verschmolzen Süngerstimm« und Begleitung zu einer von gleichem Wollen befreiten Einheit Vielleicht wäre «s bei dieser volkstümlichen Veranstaltung erwünscht gewesen. Mo verschiedenen Geiangsstlle Beethovens unb Schuberts durch kurze, eingestreute Hinweife -u kennzeichnen, um fo dem Hörer das aktiv« Hören nu erleichtern. Daß dieftr Abend starken Nachhall geweckt hatte, bewirt der reiche Beifall- er bestätigt« die Ziel« der Vortragenden, eine Gemeinde von Gebenden unb Empfangenden zu schallen. — in — Abenteuer in Frankfurt. Don S l i n g. Diese Geschichte würde ich nicht erzählen, wenn sie nicht wahr wäre. Sie ist ttämlich gar nicht so lehr schmeichelhaft für den. der sie von sich erzählen muß. Indessen gerade deshalb... Also ich wandelte in der Kaiserstraße der guten Stadt Franksul am Maine lüft. Zur sinken trabte mein lieber alter tfrnmb Pul«, zur Rechten sein hochgewachlene« Töchterchen, da- Toi'chen. Wir hatten uns lange nicht gesehen. Da Pule ein großer Schweitzer ift. taten wir, was wir immer tun. wenn wir lange getrennt waren, toir schwiegen un« erst mal gründlich aus. Das Tonchen aber, das dem Vater in allem gleicht, schwieg ebenfalls, zart. fein, anmutig. gründlich So gingen toir. ein jeoes schaute vor sich hin. unb ich bemerkte gar nicht, daß der Pule allmählich von meiner Seite wich. Wir waren gerade an der Hauptwache angekommen. Plötzlich fehlte mir der Pule Ich sah nach links über den Straßendamm weg — richtig, da ging der Pul« schon auf di« Hauvtwach« zu. die wie eint Jnfri im Meere des Verkehrt siegt. Ich greife also nach dem Tonchen. da« noch immer schnursttak« seines Dege« rieht, er- wi'che es gerade am Rockärmel, ziehe es nach links über Die Straß«. Natürlich munfe ich sehr aufbaffen und scharf nach ltnks gucken. Denn rt kamen Straßenbahnen und Autos, unb ich wollte doch mit dem sieben Tonchen unter keinen Umständen überfahren toerötii Nach fün'undzwan»ig Schritten landeten toir glücklich am anderen llfer. Da stand schon Pul«. 6teil, behäbig, lachend Ich wußte nur nicht worüber Fragend seh ich ihn. dann das Tonchen an, ba bemerke ich erst ich habe ja gar nicht das Tonchen am Aennes — sondern einen wildftemden jungen Man«, nach dem ich versehenlltch gegriffen hatte, der mir einigermaßen bleub nd erschrocken gefolgt war und sich offenbar willenlos der Hand eines höheren Schicksals ergeben hatte. Nun lachte ich zuerst auch. Entschuldigt« mich wegen des Irrtums sehr höflich, auch der junge Mann zog seinen Hut und verschwand in Der Menge. Aber erst als ich ihn aus den Augen verloren hatte, wurde rt mir klar, daß ich zweifellos einen her größten Verbrecher verhaftet und wieder freigelassen hatte. Welcher normale Mensch, frage ich. läßt sich am hellerlichten Tage am Rockärmel mitten in der Großstadt ,u einem Gebäude ziehe«, das auch noch den furchterregenden Raa »en .Haupt- wache" trägt? 11 nb welcher Schreck war in feinen Zügen zu leien I Dieser Mann war mit feinem Schicksal fertig, er hatte abgeschlossen, als er meinen Griff am Aermek fühlte Seit Monaten vtelleichl toariete er schon auf den Griff. Aller Widerstand schien ibm zwecklos. Hinter diesem Manne toaren vielleicht alle Kriminalftellen des Reiches her niemand hatte ihn ergriffen - nur ich. mit der Sicherheit eines Nachtwandlers, ohne htnzufehen... Auf den Kopl dieles Men'chen ift vielleicht eine Million ausgesetzt — unb ich ließ ihn wieder laufen! Unb bie Million auch Gin bißchen schmeichelhaft ist die Geschichte für mich dennoch. Dieser Mann hatte mich nur so halb von der Seite halb von hinten gdeben. Sr war nur willenlos gefolgt. Ich muß doch irgendwie einen imposanten Eindruck auf ihn gemacht haben. Er forderte von mir als Legitimation weder Lftchtbtld noch Blechmarke. 11 nb als ich abends in das Hotelzttmner kam. stellte ich mit der Sp'cgeifchranktür und meinem Rasier- •riegel eine Kombination her. sah mich halb von der Seite, halb von hinten an. ba4tfe an di« entschwundene Million unb sagte laut vor mich hin so siehfte aus. U^bngttrt. für den Fall, dast jemand de» jungen Mann trifft, fein Signalement- grauer Regenmantel, schwarzer Hut. Gestalt mittelgroß. Nugen grau. Aas«. Mund. Ohren: «wöhnsich Besondere Kennzeichen fehlen. Der Polizei, bie uns ia immer tmt solchen Signalements au’ die verdreck rr'uche schickt werden dies« Angaben ' t*r genügen, um wenigstens festzustellen, wert dieser Kerl ausgefreffen hat. Preußen. M i-i5 t^c;lar. 2 Noo 1i4> auf Die (än 23 810 Ml. von 10 aiH 30 : gab* verlängert wird n Dau her i tieften von mit ter Mah- bi» her ®e- beiden Fahrer blieben unverletzr. ~ Torlar 2. Aov 3n der iüngftcn ® e - melnberatiflbung ttnbmetc zunächst Oer Bürgermeister dem verstorbenen Mitglied Fried- dd> Drob einen Aachens enb führte alsdann den Bsch»öl<»er. Friedrich Fiedler, in sein Qbnt ein. Ilm die 8inanznot der Gern ein de zu lindern, Hit das preuhtsche 6taal»- mtnljlcr uni tm Oinvernehrncn mit bcm Aeich gcnebm gl, das» die Tilgungsfrist für das der Gerncinde Dorlar aus Mitteln bcr produk- ei nem Motorrads ah der bi cf tarn Ort< ft« arx. Während das Motorrad nicht trrrrrtfld) ftefchLdlgl wurde, wurde das tuna in Heberri nfttmmumi mit der Genteindever- valtung für dringend notin^ntia erachteir A u s- e n t m Siedlungsge- dracht werden, weil Ehe von dem ®oneinbeta! beschlossen« Anleihe bisher trotz aller Denrühun- ara nicht zu beschassen war. Die Anleiheverba ndiungen werden mit allem O;fer fortgesetzt, tf Ä toCnx Un 3ntcrtrv- ®ro >rr Bel ebrheit und rryn De^uchs erlr.-ucn 'ich die von der Ärr «.ertoait »iw tavy*-')'^"- HauSftaltskurse. Cw abwechlelnd in den Oemehtben des «reifes abgrhallen werden. 3n btriae D nter finden die xatfe in der 'Bür- germelfterei Braunfels statt D e Kurte werden tu bell.mu.wr QteftenVje büraer- mciftervin# e abg^hollei. iri möglichst allen ®e- mehtEvn ds Ärn'rt be Vorteile in bestimmten .se-t dicht tt en zuteil Werl-en zu lallen. c Klein -Rechtenbach 2 Aov Vor kurzem wurde m .Giehener Xr.je ger" d rnch let, bah fne Gemeinde Vollnkirchen durch .le S.nstelkung hrer einzigen Dirtschafr ohne l e g l ‘. 4 e n Mirtschaftsftetrleb sei. Bei der hiesigen Gemeinde ist dasselbe her Fall. Die früher vn Orte Dort-anbene t'.rulge Schankw rlfchas: ist sei! Jahren dngcfteÜt und die Gerne, nde sc t dieser Feit ebenfalls o'jnt ,egiichen D.rtlchaftsvetrleh Diesem Zustande to-.rb jo o } vorauF ichtl ch in Bälde ein Ende in reit.t da der neue Eigentümer des an der . lv nj al st rohe Detzll-r Bich dach beleaenen cho.in chen Anwesen« m seinem Hause eine Schankwirtschaft ertönen toj. Alederkleen. 2. Aov 6m Zu - lammenfloh zwilchen cwm Jta bf a b rer, der sein Fahrrad nicht beleuchtet hatte, wnb llch tn bankenswerrer Delle bereit erklärt, die Verwaltung des San.täisschrankes su über;et- men. Um die M.ttel für de toenplette Erhaltung des Schrankes und feiner Ausstaitung licherzufteüen. .st b;t Erhebung einer Beinen Dcbdhr für die Benutzung der Gegenstände in Aussicht genommen. Denn auch infolge der zahlreichen Neubauten in her Gern..nbe eine besondere Dvhnungsrwt nicht mehr vsr- hanben ist. so haben i.ch doch ft Ansicht! uh der anderweiten Hittrrbrngung c nee Familie Schwnerigke len ergeben, über die dn* ein» gehende Aus' prache tm Gemeinde« t erfolgte und he durch das Miete nigungsamt behoben werden 1«Ccr Die alte Ähllerm juer wirb zur Zeit aus M-trdn des Äteile*, de« Aheini'chen Dere.ns für Denkmalspflege und Heimat'hutz und des h.es.gen Orte# repariert. Der Kitchengerneinde würbe e-n weiterer Dorfchus, bewilliat. Soweit dnige Landwirte noch mit der Abtragung der Saalgntkredite im Rückstände sind, soll energ.'ch gegen sie vorgegangen werden. Der Gemeinderiit ertlSrte sich nochmals bereit, den Mühlenberg an den unterhalb wohnenden Mühlenbeiitzer zu veräußern. Dabei soll das Hrnwanölungsrocht der Aachbarii sicher gestellt werden. Der für die auf dem Begräbnis- Platz gewünschten Familiengräber wurde einheitlich auf 6 M? pro Quadratmeter Flüche festgesetzt. 3n den Dohlfahnsaus«chuh und In die Aussenigungskominifsion wurde an Stelle des verstorbenen Mitgliedes Groh der Cbemeinbc- vervednetk Belte gewühlt. Die ländliche Fortbildungsschule soll selbst bann auch in Mdern A) nter betrieben werben, wenn sich nur einige Schüler meiden. Die Orgel In b e r Kirche ist n.cht mehr reparaturfähig und must durch eine neue ersetzt werden. Die Aeubeschaf- fung wird bei Gelegenheit der Renovierung der Kirche erfolgen. Die Gemeinde unterstützt tan Rahmen ihrer Mittel auch dides Vorhaben. 8 Salzböden. 2. Aov. In bcr jüngsten Demeinderatsfitzung machte der Dnr- sitzende Mitteilung von der Versagung einer Ä teUftetbllf c zu den Anschaf tun gekosten eines Llchtvilderapparatcs Die jlblcbnung ist erfolgt. Apparat der Auffassung des Krelsausschus'es nicht zur Hauptsache der Jugendpflege zugute kommen soll. Der ®emdnbcrat bedauerte die Stellungnahme des Areisausfchusses außerordentlich. weil ihm dadurch die Möglichkeit genommen wird, vor der Hand einen Lichtbilderapparat zur Benutzung in der Schule und zur Veranstaltung von Vorträgen für die schulentlassene Jugend zu beschaffen. — Die Gemeinde wirb von der S t a b t Marburg mit elektrif chem Strom versorgt. 3n- folge des Betriebes einiger Motoren llackert abends bas Licht, so dah die Ueberiantyeitirak der Gemeinde nah. gcleat hat. den Betrieb der Motoren abends einzustellen. Die Verhältnisse lassen bas indessen nicht äu. 86 soll deshalb bei der Heberlandzentrale in Anregung gebracht werden, die beiden Motoranschlüsse durch dne besondere Leitung von der nahegelegenen Transformatoren statt cm aus zu versorgen — Der Vorsitzende wiev auf die Aotwendigteit hin, die un Verhältnis zu anderen Gemeinden auster- ordentlich geringen Dasserleitungsge- bühren bei geeigneter Zeit entsprechend zu erhöhen, um Mittel zu sammeln, aus benen die zweifellos tm Lause der Jahre notwendig werdende Erneuerung der Hausanlchlüsse erfolgen kann. Die HauSanfchlüsfc sind in Dleirohren gelegt, die stark von der Bodensäure mitgenommen werden. — Das Schulgebäude hat in den letzten 2ahrm erhebliche Instandsetzungskosten verursacht. 2m »origen Jahre sind runb 1400 Mari und tn diesem uoftre rund 1000 Mk au«- gegeben worden. 3n der Hauvtsache ist nun noch der Umbau der Aborte erforderlich, der tm Jahre 1928 zur Durchführung kommen soll. — gdei steten Schrdeneriatz nah» das Gericht Wildernde Umstünde tn we-.st^henbEem Mähe ef Sngni* Gleich».- t g empfahl es bau Verurteilten die Einreichung e M Gnadengrii»chs zwecks Herabfetzu g »der Umwandtung der Strafe. yrieffaflen btt ^chaftion. fRechtsgutachten find ohne Verbindlichkeit bei SchrlsHeilung ) Ort unter (bla«. Im allgemeinen ist e» Nicht üblich, Delgrmdlb. unter u, ist ader bei frischer Farbe nicht "'.glich, da bei e< enp r - Selle soll dur h eine Anleihe gedecki werden, um deren Ausnahme sich die Genxinde bemühen wird Der Gemeinderat hat vor einiger i beschlossen, ben Verdinbungspsad an dem Schveinerfchen Hause entlang zu Pilastern un> den Aöderweg neu zu decken Die Arbe ien tonn« ten bisher nicht ausge ü^r: werden, weil es noch nicht gelungen ist. die er orderstche Anleihe au’- zunehmen TiOtreii. DSA Dillenburg. 2 Aov Bei Posten 115 Zwischen den Stationen Dillenburg und Herborn hat heute morgen 8 20 Uhr d i e LokomotiveeinesPersonenzuge« den Streckenarbeiter Ernst Paul au« llcstr.dori et- labt unb getötet Der Verunglückte war verheiratet und hat zwe« Kinder. Maingau. XU Frankfurt a M. 2. Aov Der Generaldirektor der Schrifia^ester,! D Stempel 2.G., Frankfun a M. David öirmpcl, ist nach längerem Leiden heut? verschieden. Der Verstorbene hat m-.i großer Xaifrah die heutige Stempel-A G zu ihrem Weltruf g.bracht. Frühz<-itig bereits hat er Künstler für die Schal- lung von Schnstitzpen getpcrnnen Bekannt ist, hab die Stempel werke h.-ute Schriften von fast allen Kulturiprachen zu lidern vermög m 2km persönlichen Leben verfügte Genera Uxr: klar Stempd über ganz besondere Qualitäten des Eharakters berliner Bopse. Berlin, 3. Roo (DTB. Funkspruch.) 2n Er Wartung be» erichcinenden Neich»bankauoweise» ist man heut, im yruhverkehr Ubr zurückhaltend und eher schwächer gestimmt, sturse werden noch nicht genannt. 8m Devisenmarkt hort man Pari» gegen London mit 124,05, Mailand 89,15, Madrid 2h,55 und London gegen Stabet mit 4,6660 Amtsgericht Gießen. • ® t e b e n, 27. Oft 21U bnr DeschAtssübrcr eines hiesigen illfenllichen Vereins ansangs 3uli feine Bücher «rvfch'.o^ und feinen Staffcoeftanh seststellte. entdeckte er xu feiner grv',m Bestürzung. bah ihm etwa 106 Mark fehlten Sr konnte sich dies zunächst n.cht edleren. bis er schlief)' lich erfuhr, dah ein aewisser A.. der zeitiveise in den Räumen des Vereins zu tun hatte, diese wiederholt tn feiner Abwesenheit betreten und sich an dem Schreibt sch, in dem sich das Geld befand, zu schassen gemacht hatte. A.. zur Rede gestellt, bestritt zuerst, in den Geschäftsräumen aewefen zu sein und Getd entwend.^ zu Haden. In die Enge getrieben gab er schl elUich zu. bah er öfters mit seinem Schrankschlüllel Die Sx^reibt.schschublade geöffnet und Oeinerc Beträge daraus entnommen hat Insgesamt habe er aber nur 10 bis 12 Mk. gestohlen. 3m Wider- spruch hierzu adanntc er dem Verein gegenüber jedoch Den Betrag von 106 Mk. an und -ahlle diese ganz« Summe auch nach und nach wieder zurück Hierauf hat der Verein, von einer Wei- terDerio.ffung der Sache Ab stand zu nehmen, dies war j^och. nachdem das ilkriahren wegen Diebstahls einmal im Gange war. gesetzlich nicht mehr zulässig, A. gab h?ute unumwunden feine Tat zu. bie er bitter bereute, lnSbe'oadere erkannte er auch an, insgesamt etwa 108 AN., die er für sich verausgabte, eritwendet au haben. Mit Rücksicht auf sein Geständnis, seine seitherige Unbestraft heil und den tn voller Höhe Lprrchftunden der Redakkiou. 12 bl» 1 Uhr mittag», 5 bl» 7 Ubr nachmittag» Sam »lag nachmittag geschlossen Für unverlangt eiogefanbtf Ul a n a | f r l p 1 c ohne belgefügtee Rückporto wirb keine Gewähr übernommen Unteigenaof (täfle sind lediglich an bk Geschäft, stelle )o richten Ponnefeldts 1 M ist und bieißf der Beste* ICC Preisabschlag N lunar« Mattstrii» Wi>. s.Stt le Sktudttcilch....... . 1.2« le Gickstriiltz ... 1.«» le Äi*b.«mür**re . l.tzv Siktzkser ZleWWe Welltorfttohe 12 07641 Bekanntmachung. Entsprech.nb ben Besvmmunaen in $ 1 brr Vekanntmachung vm H. Juli 1913. iw« lu»fübrung br» Gesetze» über dir 9euerbrftattung vom W August 1899 be iteffenb, und den -17 der Gerne,bcord nur.g Qcgrn die Pläne Aber btr Errichtung be» Krrmator'uui» sowie bi« dazu grhörigen Beschreibungen auf dem Statibau ojbL Estrrkveg 9, ie der Fett vom 5. M, 20. Nooember 1927 wahrend der Ersch, tz, stunden zur Einsicht offen. Einsprüche hiergegen find innerhalb 14 lagen, vorn tage be» Erscheinen» her Btfannimadmng an gerechnet, schriftlich oorzubrinaen 100018 Giehen. ben I November 1927 Der Oberbürgermeister. I V.. vr. chamw Bekanntnmchung. 3n unser chandel»reg>ster Abteilung B wurde am 27 Oktober 1927 bei bcr Firma nanfa, chemisch-metallurgische Geseistchaft mit beschränkter haftang in Giehirn. ein •1 tragen: Dem Dr Carl Dreyer in Giehen ,ft Prokura erteilt. Franz Horn in Lübeck ist Vim weiteren Seschäft»führer bestellt " cfoen, den 31 Oktober 1927. Hesfische» Amisgericht AllgemeineOriskrankea' kaffe Gießen-Giadi. Bekanntmachung. Da nur je eine gültige voorjchlagsliste sowotzl für die Versicherten als auch Arbeitgeber jugelaHcn ist. erübrigt sich bk auf ben 26. 'Jloocmbcr 1927 onbe.aumic Dahl. Die auf ben gültigen Da bl Vorschlagslisten benannten Personen sind dem nach als gewählt zu betrachten. 10016C Giehcn, ben 2. November 1927. Vorstand der Rüg Oriskronkenkafie Gießen.Stadt. f >; Die meistgekaufie Marganrie-Marke Deutschlands Edle Speisefette, flüssiges goldklares Speiseöl sowieMildi und Hühnereigelb sind die Grundstoffe für die Gewinnung von Rama Margarine butterfein. jEs gibt keine Margarine, die appetitlicher, wohlschmeckender and gehaltvoller ist als Jedes Pfund Rama enthält genau soviel Fett wie allerbeste Tafelbutter. Ra MARGARINE Der oon der Industrie- und Handelskammer Gießen für 10003D Donnerstag, den 3. b. HL. 20!« llhr angefünbigte Vortrags- uab Di,fuiHon»abenb muß aus oerichiebenen Erunden »erlegt werden. Der neue Termin wird rechtzeitig be- hrnntge geben. Bekanntmachung. Zn unser Handelsregister Abteilung B wurde am 28. Oktober 1927 bei der Firma Karl Alina & <», Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen, etngftragen Die Firma rft rrio-'chc-.. 9W3C Eießen, den 31. Oktober 1527. helMches Amtsgericht. Freitag, den £ Hoeembcr 1927, nachmittag- 2 ilhr KAYSER VolleedrtM Fabrikat. Gun «h*e Freite. Zehleegeerleick ferungen. Proipeki staße 24 I __ Telephon 239. 6ro8eBer|lEi8troii!i Freitag, den 4. November, dou nactzm. t Ubr ad, versteigere ich tn meinem “aaetbauo, Eitzillerstraste !», umständehalber 1 Schlaszimmcr ilompleiti mit Ssiegel' irfnanE. Marmor, Laookmoira^en und Federbetten, ferner 2 komslctte Betten mit BlumeauS 1 RaucherlLrank. »wei Leien. 1 (tiaababeoien, 1 Wickelkommode, 2 Bücherschränke u’ro s. Benner H„ umitoMlot u. iütoiet Annahme oon Petftetterungbguu _________Möbelstücke erwavscht. lC7M<' Areiiog, de« 4. Ilov., versteigere ich im Löwen, Tleuenweq 26, ab 2 Uhr: 1 Waschtisch, 1 Vertiko, 2 Kommoden, Kld- derichränke. Bügel- und Zuschneidetifche, 1 Sofa, Krenden;. Küchenschränke, 1 Aähma- schiae. 1 zweträderiger Handwagen (f.neu), 1 Leiterwagen, Beiten mit Roßhaarmatratzen, Tische, voll. Hemben, Damen- Re- formhosen, Herren- n. Damenräder, n.n.b.0. Derfteigerung bestimmt. Ludwig Hartmeh Luktronalor und Tajator, Aeuenweg 28 Triepho« 1414. m»d brwäK*. 4^ 3k kv tt -vOvaUfu w I kfetoa 1 A Vota 3k *± hrr^r 'ü w ioi*e HSa \\ _V ehuueti. Sk fc' 1 yi 4r Pltfr fcro yi 7 X 'L. «n 11 dem fabelbnlieo Dosen - öflner k da kar 4«ik*nM Bau-Kalk gemahlen, in Sicke, dlarbeatar Graukalk von Albihatuen, «tete vorrltlg C.Riihsamen, Gießen fernapreeber WA. Bc Henko I 0088 C Henko Bletchjbda Freitag, den 4. November 1927 Ihre Verlobung geben bekannt 99911) Südanlage 4. und Abendkasse. Schlachtfest W Ab Dorrn. 10 Uhr Cafe Leib Wellfleisch mit Kraut Halle a. d. Saale Gießen Ah IG Ohr Wellfleisch nnt Kraut 0M12 Heute abend 8 Uhr Der Vorstand. Gäste willkommcnl wn D T.V.V.1846 Unser diesjähriges **'c 7 Winter-Iest Möbel Qualität. "c Kakao Hausrat u hergestellt in den Persil Werken Amalie Ziegler Erich Goldacker klarten im Vorverkauf bei der Firma (?rnü (^ballier, Neuenweg 9, und an der Kasse. - Preise der Plätze. 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Stiftungsfestes im Saalbau Sauer, verbunden m.Theater u.Tanz Anfang 8 Uhr-»Gönner und Freunde willkommen Der Vorstand Brotes Miliiärtenzerl unter Leitung v. Obermusikmeister Löber Volkshochschule^ Samstag, den 5. November, 20 Uhr, im Singsaal des Realgymnasiums Linfühlungsvorlrag zu Schillers Maria Stuart lOderstudiendirektor Or.Baur.) (Antritt 30 pfg. (Antritt 30 pfg. Deutscher Bund für christlich evang£rziehung in Haus und Schule (Ortsgruppe Gießen) Einladung zu einem Familien-Abend am Montag, dem 7. November, abends 8 Uhr. in den lohannessaal (nicht heute Donnerstag) / Herr Dr. Avemarle von Darmstadt wird einen Vortrag über „Luthers Haus — dein Haus“ halten. 07952 Rupp, „Neichshalle" Krofdorfer Strahe 1. Gemeinnützige Möbelversorgung f. d. Rhein«, Main« und Lahngebie« G. m. b. H. Gießen, Lmdenplat? Nr« 1 MMIM- 0. Leitung: Herr Hans Sonntag Markus-Gemeinde Sonntan, den 6. November, 1»27 11OU>'L) Gemeinde-Feier und Verkaufstag! Inder .Turnballe' am CSwalde-aarten. ‘Benin« deS tPerfauf^ vormittan» 11 ttbr. — Beginn der flreier 2 llbr nadjmiuaa# mit dem Vertrag von Herrn 'DliifioncCUiiUeftor Tevatanne an» Berlin, übet bat Tbeina: .Der barmbentae Samariter und (ln6•«■«■ w«rr*«Uuie e. (»♦MNiWeihu tun» Thalysia. / Reform System I. iRofen Hochstämme, Äusch- und Schlingrosen Zwetschenbäume Früh« und Hauszwetschen Stachel' und Zohannisbeer- Hochstämme^ selbstttimmenden Wilden Wein Ziersträucher und Stauden pflanzen Hie vorteilhaft noch im Herbst. Versand auch nach au-wärts. --D Gartenbaubetrieb Rudolf Schneider Schiffenberg. Weg 29 Telephon 1247. Industrie- Sueisekartoilelo la Holsteiner WM gesunde, teste Növse, per Bit. 4 Mk. (Mrohabncbmer Bor« »uQpprelfe. t""U H. Sauer & Co. Ltevkaniiranc 41, Teieobon 1154. Schellfische Kabeljau Seelachs leb. Schleien Fluhhechte Bresem emofiebU nur prima Hamburger Fischhandlg. *21 .Noch yiacbflotw jt Mansdurg 15 Leleohon 1613*. IIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIUIIII Tisch- linokum und Wachstuche emoneblt tn . en gongbarhen Dhnttm und theuen '' s rapcienhauo Fern. Nenflsiiel, lUodiiraKC 14. ftaNenseriah wurde licht auSgriprochen da tnr Drei« nachweislich nicht belchädrat worden ift. Es wurde In der Der- banbhmg fcVgrlMll. baff die Jungen vor der ttrHamma der Qfctyige nicht gruximl worden Und, eine Warnungstafel nicht angebracht unb da-, es in Gießen getcr-b- h.-it»maf)igr Uebung ift, baff Weesen tni »um 1. April sedes Jahres beirrten werden dürfen. Der von den Eltern gegen die au*fdprod>onm Strafen eingelegte • l n - lpruch hat, Orfolg. Das Geruh« erkannte aus tasächlichen und rechtlichen Gründen auf Freis prechung von Strafe und Äoftm. Damit wvltte es jedoch keinen Irrcibnef autttflcn. durch den etwa dce Wiesen »u Spielplätzen erklärt warben- insbesondere darf aus ein^lnen Dor- gch^en kein Recht hergeleitet werden, das zu «inrr miffdräuchftchcn ÄÖxuhung der Wirf en fuhren tonn le. Dorauslichtlich werden die -ustänZigen Stellen prüfen, ob das ergangene Urteil im Wege Nr Revision angefochten werden soll. Ein Landwirt aus D Ist Oigcntümer einer Wiese in der Gemarkung A-B. in der die cm- >efchSdigt. In der Verhandlung wurde insofern fein Verschulden nachgewiesen, als er einen Fahrweg hätte benutzen tonnen, der an ferner Wieke vorbeiführt Gr behauptet zu seiner Onl- fchuldigung, h.ih sich die Wege der Gemarkung A-B in lehr schlimmem Zustande befänden. Es bleibt bei der im Strafbefehl erkannten Strafe von drei Dark. Der Schäfer von W.-St. ist mit seiner Herde in der Gemarkung Schiffen berg über einen Weg gesogen, um aus eine gepachtete Leist zu gelangen, wobei tne Schafe den Gras wuchs am Wege ab- weideten. Sowohl der Schäfer, als auch der Schäfereivorstand behaupten. das, der Schäferei feit Jahrzehnten das Werderecht an den Wegrainen zu st ehe. Da dieser zivilrechtliche restliche Anspruch in diesem Derfähren nicht nachgeprüft werben kann, wird das Versah reu nach dem Anträge des Amtsanwalt» ausgesetzt und der Schä- sereiaeieUlchaft eine Frist von sechs Wochen zur Erhebung der Zivilklage gegen den zuständigen Forstfiskus gesetzt. Die Hagelschäden im Zahre 1927. Ein Menetekel für die Landwirtschaft. Wenngleich zur Zeit übet die Hagel'chaden im laufenden Jahr« noch keine genauen ziffernmäßigen Angaben gemacht werden können, so lassen btf bet den einzelnen Hag- lverft cherungs- Desellfchaften angemeldeten und größtenteils schon geprüften Schadens alle keinen Ztvc-iei darüber auskommen, daß das 3ahr 1427 als Katastrophen fahr erster Klaffe angesprochen werden muß. Vergleicht man die Jatzreoergebn.Ne der Hogelverf.cherungs-Gesell- schaften für den Zeitraum 190f- bis 1826 so kennzeichnen sich die Jahre 1906. 1907 1908. 1910 Und 1928 als ßageireich. namentl ch 1906 und 1910. wo an die ®efeUld>ahen hohe Anforderungen gestellt worden sind. Alle diese Jahre werden aber bezüglich der Hagelschäden von dem Jahre 1927 wett übertroffen. Svtoeu die Gegen- fetr gkctrs-Gesellschäften die ganz überwiegend das Ho gelb «siche ru n gsg ef chü ft Übernommen haben. in Betracht kommen, wird damU zu rechnen sein, daß dts Rachsthüsie auf die Dorprännen hn allgemeinen gegen das Vorjahr verdoppelt werben müssen. Unzweifelhaft werden auch d.e Aktiengesellschaften gezwungen fein, wollen sie nicht ihre Sristenz gefährden, chre Prämien beträchtlich zg. erhöhen. L» ist leicht vorauszusehcn, daß der ohnehin notleidenden Landwirtschaft die hohen Beitragsleistun- gen für die Hagelversicherung manche Verlegenheiten bereiten werden, um so mehr, weil die Witterung»- Verhältnisse der letzten Reit leider besürchten lasten, daß die auf die btet-iabrige Ernte gesetzten Hoffnungen zu einem recht erheblichen Teile nicht erfüllt werden. Er könnte sich aber als verhängnisvoll berai. itellcn, wenn die Landwirte sich durch die hohen Bei trogslei [hingen dazu bestimmen ließen, von der Hagelversicherung 21bftanb zu nehmen; denn kein Mnbaugebiei ist gegen die Verheerungen durch Hagelschläge geschützt. Wir durchleben eine Periode von ®lerneuter» Katastrophen, welche bk meteorologische Wissen- schalt auf bte gesteigerte Sonnens te-kern2ngfnt *urüdfübrt. Da Olde ihren Höhepunft noch nicht erreich hat. so glauben die Rketeorvlsgen. damit rechnen zu müssen. daß auch Im nächsten Jabre dir Natur- Katastrophen wieder einen OedenNIchen Umfang an nehmen werden. gleich wie ihre vorjährige Prophezeiung etn- getrrften ist. wonach wir In diesem Zähre einen Sommer der .Katastrophen erleben würden. Erinnert sei an die Hochmaftersiut des Mississippi, die Grbbebenkatastrvphen in 3e dresdner Bank über die Wirt- kchas : slage u. a. dahtn daß die für die 'Beurteilung der Win'chaftsl.gr maßgebenden Ziftem keine grundsätzlichen Berände- ru n gen in Son>unlturbild erieniw lassen. Der Geschäftsgang ist m ^rändert günstig. Der Bebars an Propuktiv-. tote an fttmfum- Gütem ist nach tme vor groß, in der Mehrzahl der Industriezweige wird voll gearbeitet, der Güterumschlag ün Jnlanbtxtlebr zeigt eine weitere über das saisonbedingte 'iatz Hüiausgrhende Ausk-ehnuna. Auch die g. nltige äntwiZlung am Qkbeueniarfi hat ungehalten «ihe '"dust rieften Kopitolinvest'.Ionen sind, w e die in der letzten Zell bekanntgewoedeneii Xapiialerhfrh.ingen bedeutender Oüontan-Ge'eftschaiten und die i.nmer erneut auftretenden Xati ; ilifurung*- und Kvn- zentrationsptäne in verchieix-n.-n Zndustne- Mocigen zeigen, noch (einrttoe^ beendet. Jiurnnl man hinzu, daß ftch eine Besierung der Wirtschaftplage auch in anderen europäischen Ländern anzubahnen scheint, imter denen die bstrrreichifch- niiganschen AachsolgeslaaHen. die zum Teil unter einer langanhaltenden Depression zu leiden hau«, beroonuthrben sind, so erscheinen die natürlichen Grundlageii der k^ulfchen Äoniunhur auch i*on der wellwirtschüftllchen Seite eher gebessert. 3ebenfalle wigt die enttoiulung des Äuß en - handel s un Monat September mit der bemerkenswerten Derminh. rung des Passivsaldns und einer Rekordaussuhr gerade an Fertigwaren. daß die deutsche DiNfchast auch bei den: gegenwärtigen Preisstand tn der Lage wäre, ihr Absatzfeld im Ausland zu erweitern Die hier N** öfteren • . ., 1 ■.1 • die Binnen konjunktur infolge k«er durch fie gegebenen Btoglichk. il einer Herabsetzung der auf Die PrvchuktZnheit entfallenben General- imfnüenqnrte einet leichteren Umstellung auf dem Weltmarkt führen kann, wird dennutch durch die bisher.ge Entwicsiunq bestätigt i>6 ist bedauerlich. daß diese günstigen Rldigllchkeiten, die j der d.ui'chan WIn'ch-ift bestehen, nurrmehr durch die in der letzten Zeit auftretenden Gegenbewegungen von der Konsumseite her in Frage gestellt werden sollen. Die Gefahren, die inm der Lohnbewegung her der Preisgestaltung drohen, fiiid neuerdings noch deutlicher tn Grscheftnmg getreten. Denn nicht genügend Selbstdisziplin gezeigt wird, um die preis- und prvduktn>nspolftisch»i, Aufgaben der Gegenwart zu lösen, so kann hieraus, aber nicht durch Verschulden der Wirtschaft, eine Einengung de» ÄoniunfturauffdXPungtv erfolgen, zu der bet einem normalen Verlauf keine Vevrnlafftmg vorliegen würde. Auf dem Geldnlarkte trat zum September-Ultimo eine scharfe Anspannung ein. Emen merklichen Einfluß auf die Geldmarktlage ho« die Diskonterhöhung auf 7 Proz. ebensowenig. wie auf die allgemeine Wirtschaftskmi- jutiltur vorläufig zur .Folgt gehabt. Andeisefts ist der Bedarf von feiten der Industrie und des Hattdels, insbesondere des GeireidehandelS, un- Kameraden. Roman von Felitl M o e s ch l i n. Copyright by Corl Duncker, Berlin W 62. 4. Fortsetzung. Nachdruck verboten. „UfUM? Run. eine mrtjt uninterestante Tatsache, um ba» roeniger W,chnge voroue 311 nehmen, vtei- richt nnisen eie auch schon davon. Die (BUihiampen- fabritomen Mben sich iu entern internationalen Syndikat zusammengetan.' ..Da» ist mir entgangen. Aus wie lang»? Wa« für Länder?' „Huf zehn Jahre. Dnitschtand, Frankreich. Eng- land. Hmenfa * ,.co. so 34 wünschte, ich wäre in der Glüh- l.nnpen'abnhotion beteiligt statt in der deutschen il cMinouftrir.* 1 * * * * * Mj)err Direktor, Sie werden mir gestalten, daß ich Ihnen auch m dieser Angelegenheit ...** „Warten Sie bi» heute nachmittag, liebtr Gold- mann, ich Iwbe um tl» llhr eine Besprechung die viele» ändern kann." ,,E» frr.it mich. Leider teile ich Ihre Hoffnungen nicht, tun <0 weniger, da ich die Natur Ihrer Be- «prechung zu kennen glaube.* ..f& ffen Sie denn alle»?' „3tid>t alle», Herr Direktor. Ich kann Ihnen bloß versichern. Xifo ich über da», war die Geschäfte unserer isirma betriftt. hn allgemeinen gut orientiert dm. Da» glaube ich beknipten ju dürfen, ohne mich einer Pmyierei schuldig zu machen.' „Zugegeben Ihre Bejchetdenheu ist rührend. Da» gibt f» denn sonst noch Neue»?* JE» gibt oor allein zwei Fragen, die ich mit Ihnen bqpredxn muß Die eine Fragt ist mehr all- gemeiner, die andere mehr iptzieller Statur. Da Sie aber. Herr Direktor, Hdierltd) der Meinung find, daß ein (Bei(bä;t»mann an gewissen allgemeinen Fragen nicht gleichgiilng oorubergehen dürft, so weiß ich zum oonou». daß Sie dieser mehr allgemti- nm Frage da» gleiche 3n?trefie entgrg mb ringen wie ich. Ich habe dos Gefühl, al» ob mir beide — gerade aus dem angebeutetea bediele — bis dahin nne fall ich logen. m»r nicht gerade blind, aber doch gewifitrmaßm kurzsichtig gewesen sind. Da Sie ober in einigen Minuten fortgehen muffen, e» ist bereit» ein viertel vor (Hf, und fünfzehn Minuten müssen Sie rechnen, auch wenn Sie rasch fahren .. „Sie missen also in der Tat, wohin ich sahne. Sie Hexenmeisttr?' „So möchte ich am liebsten diese beiden Fragen auf heule nachnntiog verschieben.' „Gut. Und sonst? Bicht», dos kurz zu erwähnen wäre.' .Doch, Herr Direktor. Ich habe hier eine ganz intereffairtr Schilderung aus der ,Leitung ausgeschnitten. Sie können fw im fluto lesen. Sie hcmbell von der überraschenden Hrilung eine» Frontsoldaten. Sieben Jahre Irrenansbatt und nun weder gesund ' . Äch, der Krieg, wer mag jetzt noch an den Krieg denken,' wehrte V)ennann Wchn ab. „Heb eigen» soll die Miete wieder erhöht werden.' • „Schon aneber7“ „VeÄer, Herr Direktor, von Viertausend auf viertausendiechsbundert.' Hermann Dehn wieder, holte tne beiden Zahlen und schaute habet unroiUfür» hd) auf den Zeitungsausichmit, den ihm sein Ge- schoftsfudrer in die Hand gedrückt hatte. „Lütz', rief er auf einmal, „aber da» ift ja der Georg Lutz.' ,Lo, Lutz heißt er, kennen Sie ihn?' „Nakuricch kennt ich ihn. Wir waren ja im glei- dxn Schützengraben. Ich hotte Urlaub, al» er m die Lust flog. Nachher hone ich. e» seien alle tot. Na, das freut mich, das er lebt' Er steckte das Papier ■ Hübsch, daß gerade er bavongekommtn tft Ja, unb beute nachmittag.^ lieber (Bolbmann: Zuerst Erdöl, bann die beiden Fragen, von denen Sie gesprochen haben, oder nein, zu allererst Rußland, ub hatte Lust, wieder einmal «tnm Blick in unser Dossier zu wcrsen. Legen Sie auch Rußland bereit.* Wie Sie wünschen. Herr Tirektor. Meiner Meinung nach ist es zwar immer noch zu früh mit 9hrf$- kmb. Man hat damals einm Fehler begangen, der da» russische Geschäft auf Jahre hinau» oertorbm bat.' ..Gut, wir werden nachmittag:- darüber reden.' Er trat auf Goldmann zu und faßte ihn an den Knöpfen. „Wissen Sie. wenn man denkt, daß man lot fein könnte. Und wenn man denkt, daß man jahrelang im Schützengraben gewesen ist.. „3d) begreife, daß e» seltsame Gefühle auslösen muß. Ich bin leider, wenn ich mich so auebrüden darf, nie im Schützengraben gewesen.' 5. Da» Haustelephon bnimmtr leise. Der Afsistent nahm da» Hörrohr ob. Der Psört- ner meldete sich. Eine Fmn Dr Schröder wünsche Herrn Direktor pr sprechen. „So, do hätten wir sie alfo schon,' sagte der Professor übelgelaunt ,.D,eje Weiber, man kennt sie. 3d) habe wirklich keine Lust.' Er trornmelle mit den kurzen Fingern aus den Tifch. „Wie schön wäre es, wenn diese Fron nicht existierte. Sie wird un» vorwurie machen. Ich b^urd):. auch Jtomplifaho- nen für Lutz. So ein schöner Fall — ohne diese Frau tadellos. Ein Mufterbeispiel. Ein Demonstro- ticmsobjekt staun man denn btefe Frau nicht au», schalten?' Er schaute prüfenb zum Assistenten hinüber ..Ich glaube nicht, Herr Professor,' sagte der Lisistent rinkfichtsooll. E» bereitere ihm ein gewisse» Unbehagen, nicht Ja sagen .gr dürfen. Er wider, sprach mir ungern. 6» konnte ferner Äarrieje 1 dwben. ,^)err Doktor, sagen Sie Frau Doktor Schröder, ich sei leider nicht zu sprechen. Eine ganz dringende Angelegenheit hielte mich ob. Empfangen Sie die Frau.' Der Aisistenl nickte. Er unterrichtet« den Pfört. . .r hroiesior ’tanb 'chon unter der Iure. „Ich bm im Laboratorium un zweiten Stock zu finden, fall» es nötig sein sollte,' sagte er unb gina. Auch in der Einsamkeit des Bureau» behielt der Afsistent die korrekte, etwas militärisch pejärbte Haltung eines ergebenen Mitarbeiters, umständlich und forgfältig legte erz unb Warme getan war, mu ubermahiger Betonung de» Notwendigen. Sachlichcn und Bernünttiaen ,n Form und Farbe. 3\)nn schaute sie zum Assistenten hinüber. Ihre Blicke begegneten sich „Mein Parne ist Dr. Wullbrand,' sagte er. „Der Herr Direktor laßt sich enfichutbcqen. (fr hat mich beauftragt. Ihnen al» sein Vertreter jede geioünschte Auiklärung zu geben. Sie über Ihr Verhallen zu belehren, und -w danach zum Parientrn zu sühnen. Da ich den Fall sehr gut kenne, ja, ohne Uebrrtrei« bung behaupten kann, ihn bis in alle Einzelheiten hinein durchstudiert zu haben*, :r legte die linke Hand unwillkürlich auf da tadellos geschichtete Papier, „so hasse ich zuversichtlich. Ihnen in jeder Weise zu Diensten stehen zu tonnen.* Sie verspürte wieder ein Gefühl von Schwäche. (Es war ihr. als verliere sie den Woben unter den 5äffen. Diese strenge Sachlichkeit, die sie zuerst, als sie aus dem knappen Herein geklungen, irgendwie gereizt und zum *’ öerftanb gczwungen hotte, war stärker als ste. Am liebsten wäre sie aufgesprungen, und durch die Tür baoongerannt, um Georg zu suchen. Aber sie blieb auf bitiem dürftigen Stuhle iiffen und harrte den Afsistenten an. der sie mit h'ld^chlofftnen Augen ’irirrte. Wie irgenbein Objekt! dachte fie und irostefte (Fortsetzung folgt.) Pudd befinden der ganzen nahrhafte und wohlbekSeunüAe Späten auf den Titth. bei denen Sdimadthafiigkeil Grundbedingung ist. 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Dr. Oetker’s verändert groß. jedenfalls wird mit einer nachhaltigen Erleichterung für die nächste Zukunft kaum au rechnen sein, zumal auch die auslärHftche Kapitalzufuhr infolge her fehlen- den Möglichkeit, die Devisen gegen Rr-chsmari bei der Brichs bank einzutaufchen, auf dem Binnenmarkt nicht ausgleichend wirken kann. Zweifellos ist diese Lage durch die gegenwärtige Politik der Aeich» bank bedingt, die tatsächlich die Herrschaft über denGeldmarkt erlangt hat Ss ist nunmehr die Gewähr dafür gegeben, dah die Auslandkredite nut in dem Umfang, als er zum unmittelbaren Ankauf von Gütern im Ausland erforderlich ist. benutzt werden Auch hat die Anchsbank die Möglichkeit, im Falle einer unerwünschten Zunahme der kurzfristigen Auslai'dverschuldüngen durch enttpre- Äenfr Maßnahmen krcditpolitischer Art auf die Äonjunftur dämpfend zu wirken und damit auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine übermäßige Aufnahme von Auslandg'ldern zu verringern. Endlich wird die Möglichkeit gegeben sein, aus gewisse Tendenzen in der Preis- und Lohnbewegung erforderlichenfalls mäßigend zu wirken. Anderseits könnte aber die Rnchsbank nunmehr eine Erhöhung des Aotenumlaufs vollziehen. ohne etwaige durch geldtechnische Momente bedingte ungünstige Preisbewegungen befürchten zu müssen Die Börse blieb weiterhin geschäft-los. Außerordentlich schwer liegt der Anlagemarkt darnieder. Wichtigste Ausgabe ist ein systematischer Wiederaufbau des für die WirtschastSent- Wicklung so wesentlichen Anlagemarktes. Solange hier keine Abhilfe geschaffen wird, ist auch mit einer nachhaltigen Belebung der Aktienmärkte kaum zu rechnen. Oie Reichsbank Ende Oktober. Wie der Ausweis der Reichsbank vom 3 1. 0 ft o b er zeigt, hat sich die g e I a m t e Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 382 Millionen auf 2940,4 Millionen Reichsmark erhöht. Die Bestände ri n W e ch s e l n u n d S ch c ck s für sich allein stiegen um 367,0 Millionen auf 2802,4 Millionen Reichsmark, während die Lombardbe stände um 14,4 Millionen aus 46 Millionen Reichsmark angewachsen sind. Die Effektenbestände blieben mit 92,1 Millionen Reichsmark weiterhin unverändert. Der Umlauf an Reichsbanknoten hat um 598,8 Millionen auf 4230,6 Millionen Reichsmark zugenommen, während dersenige an Rentenbankscheinen mit «96,3 Millionen Reichsmark die gleiche Höhe wie in der Borwoche aufweist. Dem zufolge und unter Berücksichtigung, daß in der Be richtswoche Rentenbankscheine in Höhe von 4,5 Millionen Reichsmark getilgt wurden, ist der Bestand der Reichsbank an solchen Scheinen auf 125 Millionen Rcichmark gesunken Die fremden Gelder nahmen um 223,8 Millionen Reichsmark auf 608,1 Millionen Reichsmark ab. Die Bestände an Gold und deckungs fähigen Devisen stiegen um 392 000 Reick mark auf 2012,8 Millionen Reichsmark, die / nähme entfällt auf die Bestände an deckungsfähigen Devisen, welche um 597 000 Reichsmark, auf 161,4 Millionen Reichsmark angewachsen sind, wahrend sich der Goldbestand um 205 000 Reichsmark aus 1851,3 Millionen Reichsmark verminderte Die Deckung der Roten durch Gold allein betrug 43,8 Prozent gegen 51 Prozent in der Vorwoche, die durch Gold und deckungsfähige Devisen 47,6 Prozent gegen 55,4 Prozent • Herabsetzung des Prioatdiskont- s a b c •>. An der gestrigen Berliner Börse wurde der Prioatdtskont für beide Sichten um % Prozent auf 6% Prozent ermäßigt. • Bestand der deutschen Spareinlagen am 30. September Bei den deutschen Sparkassen beites sich der Bestand der Spareinlagen am 30. September auf 4340,3 Millionen Mark gegen 4245,9 Millionen Mark am 31. August, er weist mithin eine Zunahme um 94,4 Millionen Mark auf. Die Giro, Scheck und Kontokorrenteinlagen stellten sich am 30. September auf 1150,5 Millionen Mark gegen 1180,3 Millionen Mark am 31. August. • Bon der I.-G -F a r b e n i n b u st r i e. Wie die „Kölnische Zeitung" erfährt, hat die I-G.-Farbenindustrie A.-G. auf den 10. Aovein- ber eine neue Ausstchtsratssihung nach Frankfurt a M. einberufen. Zur Behandlung stehen Fragen der Geldbeschaffung in Verbindung mit geplanten DetriebSerwelterungen. sowie die Erörterungen über die schwebenden internationalen Verhandlungen * Der Stahlwerksverband über die Marktlage im Oktober Der Stahlwerksverband berichtet: Der Auftragseingang au# hem Inlands war in der Berichtszeit zufriedenstellend und her bei den Verbänden vorhandene Lieferungsrückstand zusammengesehen ausreichend, um den Werken noch für einige Monate Beschäftigung im Rahmen des bisherigen Versandes zu gewährleisten. Was die Abschluß töt: gleit betrifft so scheinen d.r Ab- nehmer kreise allerdings in letzter Zeit weniger geneigt, langfristige Abschlüsse zu tätigen: dagegen werden mehr Sinzelspezifikanonen gegeben. für die meistens kurze Termine vorgeschrre- ben werden Daraus darf man folgern, daß auch heute rod) ein fortlaufender ungedeckter Bedarf vorhanden ist. für den lediglich deswegen eine Deckung in Abschlüssen nicht vor genommen wird, weil mcr. nach der Preislage des Weltmarktes eine Erhöhung n cht für wahrscheinlich hält. Auch in her unvermindert starken arbeit-täglichen B.oh- stofferzeugungszisfer der letzten Monate kommt zum Ausdruck, daß die Beschäftigung als befriedigend angesehen werden darf. Anders sieht das Bild aus. wenn man der Beschäftigung die Erlöse auS dem Inlande und AuSlande zu- sammengenommen gegenüberftellt: dann zeigt sich klar und deutlich, daß man bisher wohl von einer Mengenkonjunktur hat sprechen können. Troy dauernd vermehrter Belastung der Selbstkosten der Werke haben die Verbände im Inlande von Preiserhöhungen abgesehen, um dem Auslande, das unter wesentlich günstigeren Bedingungen arbeitet, ein weiteres Eindringen in den deutschen Markt zu verwehren. e Der Aöhrenabsatz i m Oktober. Im Monat Oktober bat der Absatz an Aöhren im Inland eine gewisse Steigerung erfahren, die sich besonders in Qualitätsröhren gezeigt hat Trotzdem kann der Gesamtauslragseingang noch rticht als befriedigend bezeichnet werben Di< Preise sind im Inland unverändert geblieben und werden, wie bereits vor kurzem mitgeteilt werden konnte, biS auf weiteres auch keine Aende« rung erfahren. DaS Ausfanbgeschäft hat sich nicht gebelfert. Im Äar • e gegen die englische und die amerikanische Z.oickurrenz muhten auf einigen Märkten die schon an sich ungenügenden Preise weiter ermäßigt werden. • Die 50-Millionen-Dollar-An- leihe derVereinigten Elektrizitätswerke. Zu der 5O-PIill:oncn-Dollaranleihe der Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen G. m. b. 9). beschloß gestern die Gewerkenversammlung der Gewerkschaft ..Dottessegen", auf die 5 Milt. Dollar entfallen, den Grubenverband zu ermächtigen, die 5 Millionen Dollar hypothekarisch auf das Grubeneigent um eintragen zu lassen. Entsprechende Beschlüsse wurden auch in der darauf folgenden Gewerkenverfammlung der Gewerkschaft „Äaa>[ine“ gefaßt, ebenso für .Alter Haase und .Kleine Windmühle". • Rheinisch Westfalische» Kohlen- i) n b i t a t. Die gestrige ordentliche Generalver- ummlunfl der A. G. Rheinisch-Westfälisches Kohlen- ijnbifal erledigte die Regularien. Aus dem Auf- ichtsrat scheiden auf ihren Wunsch aus die Herren Dr. Bögler, Dr. Fritz Thyssen und Dr. F a h - renhorst. An ihre Stelle treten die Herren Dr. Huber, Generaldirektor Dr. Knepper und Direktor Kauert in den Aufsichtsrat ein. Zum Dor- sitzenden des Aufstchtsrats wurde Generaldirektor Dr. F i ck l e r, zu feinem Stellvertreter Dr. Huber gewählt. • Reue Dampferbestellung der Hast ag. Als Ersatz für den Dampfer „Holm" hat die ftapag außerhalb ihres Reubauprogramms beim Bremer Vulkan ein Motorschiff von 10 000 Bruttotonnen bestellt, das eine Geschwindigkeit von 15 Seemeilen entwickeln fall und 1000 Passagiere und 9000 Tonnen Fracht befördern kann. Das neue Schiff soll in der Südamerikasahrt Verwendung finden. • V he initch-Westfälisches (Siel- Irizitäiswerk A.-G Die Aheinifch-Weft- fälifcheS Elektrizitätswerk A.-G. erzielte in dem am 30. Juni abgelaufenen Geschäftsjahr einen Bruttogewinn iBetriebSergednisse und Zinsen) von 43 070 360 Mk (Im Vorjahre 37 338 190 Mk.). VerwaltungSunkoften. verschiedene Ausgaben und Zinsen erforderten 14 475 438 Mk. (13 767 210 Mk ). Abschreibungen 14 927037 Mk (11 545043 Mk.'. so daß ein lieberschuß von 13 683 646 Mk (12 035 289 Mk.) verbleibt, aus dem. wie bereits gemeldet, eine Dividende von 9 Prozent auf die Inhaberaktien und von 15 Prozent auf die VamenSaktien verteilt werden sollen. frankfurter Börse. F r a n k f u r t a. M, 3. Roo. lenbenv schwächer. — An der heutigen Börse machte die Abwärtsbewegung ber Kiirse weitere Fortschritte. Die Stimmung blieb l u st l o s und z u - rückhaltend. Du man das Erscheinen des Reichsbankauswerses abwarten wollte. 'Als die Zah- len bann bekannt wurden, zeigte sich, daß die daran geknüpften Befürchtungen berechtigt waren. Das xinftitnt weift zum Oktober-Ultimo eine starke Anspannung aus Die Zunahme der Wechsel- und Conibarbbeftänbe um 382 Millionen Rm. stellt emr seit der Stabilisierung nicht erreichte Rekordhohe dar. Der Umlaut der Reichsbarrknoren hat sich um rund 600 Mill. Rin. vergrößert. Die Gefahr einer erneuten Diskonterhöhung rückt damit in bedrohliche Rähe. Weiter oerftimmte. daß die Erleichterung am Geldmärkte nur geringe Fortschritte macht. Ferner scheinen sich dte «Öffnungen. b:e man hin'xtn.ich der geplanten Äapitaltronsafnonen an die am 1" November sro»findende Sussichtrratssiyung der I-G. geknüpft hatte, nicht ju eriülkn, da e» sich nur um eine der üblichen Mona:sbeiprechungen Han dein soll. Bei der herrschenden Geschäftslosigkeit nahmen die Abgaben kein größere» Ausmaß an. Gegenüber ber gestrigen Abendbörse waren überwiegend Kurseindußen von 1 bis 2 Prozent zu verzeichnen. Am Montanmarkt gaben Harpener und Riebeck je 3,25 Prozent nach. Gelsenkirchen und Phonir konnten sich behaupten. Elektrowerte lagen durchschnittlich 1,5 dis 2 Prozent niedriger. Verkehrsordnung erfordert Rechts gehen! Gesfürel blieben relativ gut gehalten. I. - G. - Farben eröffneten 2 Prozent schwacher. Scheide- anstatt minus 1,25 Prozent. Bon Bau - Unter- nehrnungen lagen Wayß Sc Freytag 2 Prozent abgeschwächt. Am heimischen Anleihe- markt blieben Äblösungsschuld vernachlässigt. Ausländische Renten etwas lebhafter und fester. Stärkeres Interesse zeigte sich für Türken, namentlich Bagdad und Zollturken; sowie für Anatolier-Prio- ritäten. Im weiteren Verlaufe stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Größere Kursoeränderungen traten nicht ein. Tagesgeld stellte sich auf 7 Pro- zent. Int Deoisenverkehr machte die Aufwärtsbewegung der Devisen Fortschritte. Die Reichsmark stellte sich gegen Wabel auf 4,1922; gegen London auf 20,408; Paris gegen London 124,08; Mailand 89,15; Madrid 28,45. London-Kabel 4,8680. berliner Börse. Berlin, 3. Vov. Die Börse war heute weiter abgeschwächt. Der ArichSbankauS- weis ist zwar nicht so ungünstig, wie man erwartet hatte. Man sah konkrete Zahlen und konnte sich daraus einfteflen. Gegenüber der letzten Woche hat sich eine starke Wechselzunahme ergeben, und der Notenumlauf ist um 600 Millionen Mark größer geworden, wodurch sich die Golddeckung um 7 bis 8 Prozent verschlechtert hat. An den Effektenmärkten ergaben sich bei der ersten Kursfestsetzung Verluste von 1 bis 2 Prozent. Mitteldeutsche, Ostwer'e, Sarotti, Augsburg- Nürnberger. Schubert & Salzer, Demberg und Glanzstoff waren um 4 Prozent und darüber gedrückt. Heimische Anleihen ruhig. Ausländer überwiegend läster. BoSnier konnten 0,25 Prozent anziehen. Türken und Anatolier bevorzugt. P f a n d b r i e f e uneinheitlich. Am G e l d- markt blieb TageSgeld weiter leicht zu 5.5 bis 7 Prozent. MonatSgeld 8 bis 9.5 Prozent. Warenwechsel 7,25 Prozent. Aach Festsetzung der ersten Kurse wurde die Tendenz zunächst etwas sreunvllcher. Im weiteren Verlaufe aber wurde die Kursentwicklung uneinheitlich bei schwankender Grundstimmung Frankfurter wctrcidcbörfc. Frankfurt a. M. 3. Aoo. Der schwächere Marit in Auolandweizen hat das an und für sich recht ruhige Geschäft in inländischer Ware weiterhin ungünstig beeinflußt. Die ®ef amt Kimmung ist sehr ruhig. Aoggen wird zwar nicht viel angeboten, trotzdem ist Die Preisbildung rückläufig, wenn dies auch heute In der amtlichen Aofierung noch nicht zum Ausdruck kam. Lediglich Futtermittel lagen einigermaßen lebhaft, besonders Weizenkleie ist weiterhin gut gesucht. Dagegen hatten Futtermehle nur ganz geringes Geschäft Weizenmehl liegt stitt. Die Mühlen klagen über schlechten Abruf. Es wurden notiert: Weizen. 1. Qualität 26. 2. Qualität 24.75. Weizen geringerer Beschaffenheit 22,75 bis 23,50, Roggen. inlänb. 25, Sommergerste für Brauzwecke 26 bis 28. Hafer, inlänb. 22.75 bis 24. ausländ 24,50 biS 25. MaiS. gelb 19. Weizenmehl, inlänb.. Spezial 0 37.75 bis 3825, Aoggenmehl 3425 biü 35, Weizenkleie 13. Aoggenkleie 13,75 biS 14 Mk. Frankfurter Lchlachtviehmarkt. Frankfurt a. M. 3. Aov. Auftrieb: 8 Binder 688 Kälber. 525 Schafe, 394 Schweme - Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 78 bis 83 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 71 bis 77. geringe Kälber 64 bis 70. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Madhämmel We.de- mast i 46 bis 50. mittlere THahlämmcr ältere Mafthämmel und gut genährte Schafe 3S dis 44. fleischige» Schafvieh 30 bis 35. — Schweine Vollfleifchige Schweine von etwa 203 bis 303 ?>fund Lebendgewicht 65 bis 67 von etwa 160 is 203 Psund Lebendgewicht 62 biS 65. fleischige Schweine non etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 58 dis 62 Mk. — Marktverlauf: Geschäft in allen 3iebgahungen ruhig, später lebhaft und äusverkauft. Büchrriisch. Goethes Gedichte Eine Auswahl Herausgegeben und etngelette! von Stefan Zweig. 255 Seiten 8". Acelam.Leipzig Untrer- sal-Bibliothek Ar. 6782 84 Ganzielnendand an vtevtg eine Auswahl mm Goethes Gedichten besorgt, fo darf man von vornherein etwas Besonderes erwarten. <*m Dichter, der auf der Höhe unserer Zett steht, hat fich der schwierigen Aufgabe untenoqen das 'für die lebende Generation Bedeutungsvollste au« dem lyrischen Werk unseres Größten auszuwählen. In erner tiefgehenden, formvollendeten Einleitung sucht Stefan Zweig zunächst das Geheimnis des Goethefchen Schaffens zu ergründen, um von da aus einen Anhaltspunkt für die Anordnung der Gedichte zu geben. Heben den inneren Vorzügen einer wertvollen Einleitung einer finnvollen Auswahl und Anordnung hat daS Bändchen auch den äußeren Vorteil der Handlichkeit und geschmackvollen Ausstattung. 482 — Helene Ehristaller: AlsMu11er einKinbwar. Sine Geschichte aus dem Leben. 296 Seiten 8° mit 4 Illustrationen und 3 Lichtbildern In elegantem Ganzleinenwandband 6 80 Mark = 8.50 Fr. — DaS Leben der Ehriftaller- finder hat von jeher alle intereffiert. die mH der Familie in Beziehung kamen. Etwas davon ist in falt jedem ter Ehristallerfchen Bücher zwischen den Zeilen zu lesen, aber es liegt verborgen zwischen Wahrheit und Dichtung. Wie das Leben in Wirklichkeit war, das lernen wir nun aus diesem Buche kennen, und jeder wird seine Freude daran haben und die Kinder beneiden um ihre schöne Kindheit, fo einfach es auch immer zugegangen sein mag. Wer Freude hat an Kindern, der wird auch dieses sonnige Buch lieben. 450 — Don AatursvrschernundAatur- gesehen. Bon Dr. Audolf L ä m m e l. Leipzig. Helfe u Becker Verlag (Prometheus-Bücher 1 Mit Abbildungen. In Leinen geb. 2 60 Mk. — Der Verfasser, der durch zahlreiche Artikel bargetan hat, daß er die Gabe besitzt, volkstümlich zu schreiben, stellt sich in diesem bemerkenswerten Buche bewußt in den Dienst ber Aufklärung. — nicht einer Aufklärung, die dem Lefer das Denken ersparen möchte, sondern jener echten Aufklärung. wie sie Lessing vertrat. In fcffdnbcr Weife verfolgt er den beständigen Kampf zwischen Wissenschaft und Aberglauben und erklärt dem Laien, was man denn eigentlich unter Vaturgefetzen verstehe Männer, wie Galilei. Kevler. Vewton. Einstein u. a. werden dem Lefer nahegebracht und in ihrer Bedeutung für die Menschheit gekennzeichnet. Kurz, aus dem kleinen Buche kann man mehr lernen als aus manchem Wälder 474 Dr Wilhelm Schenkel .Der Werkstudent". Winke für das Hochschulstudium. Lumen-Verlag G. m b. H. Potsdam — Wir haben zwar schon eine ganze Aeihe von Führern durch da« Hochschulstudium, was aber diese kleine Schrift von den bisher erschienenen unterscheidet und wertvoll macht, ist. daß sie sich besonders denjenigen Studierenden widmet, die neben ihrem Studium einen Beruf ausüben oder Vebenbeschästigung treiben müssen. In gedrängter aber anschaulicher Form ist geschildert, welche Studienfächer überhaupt nebenbei betrieben werden können und welche von vornherein ausscheiden. In drei Abschnitten der Schrift tmrb erörtert, von welchen Voraussetzungen die Zulassung zum Hochschulstudium anhängig ist, wie das Studium am zweckmäßigsten eingeteilt wird, wie fich der Ötubent alle Hilfsmittel wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Natur zunutze machen kann und wie er schließlich die Prüsungsrrise für das Doktor- und Staatseramen erreicht. Vicht eine theoretische Darlegung findet der Leser, sondern ausprobierte Mittel und Wege sind gezeigt von einem früheren Werkstudenten selbst, dec an Hand seiner persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen in übersichtlicher und überzeugender Form jedem Hochfchüler den richtigen Studiengang weift <32 der lästige Schleim Voörner und Du wirst Oen quältnten bWhnrti) Im sein. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe bet zuletzt beschlossenen Dividende an. — Aeichsbankdiskont 7 Prozent. Lombardzinsfuß 8 Prozent äranffurta 1K Berlin Iran hart a.’Ui. •orltn Schluß Mur. I-Ubr- Rur. schlug. Hnfanq Mur. flut» Schi,'.. Nur, l-Ubr. Run Schlup- Pure tnfaefl nur» Tamm: 111. X II. 111. 3.11. Teten: r. II. 3. II 3. 11. 9. II. » e D> RelchOanUld« v- l»27 1 Schuld m i Auslol -tNcOiun . . . Tesal e6nr luflej •WcAKn !•/. Wrann t>Qp •t'f- Oo bpf unfUJt’tmr dt« IM2 »«helnilch« Ovo -Bant Üiau -Goidvl « 4 ü» al-u WorfrUfll-Cb ligotiontn. rudwültar irn 4*, SLivri«. Buud«»d Ru>. «*/, Cfhrnti6if(ti< flolbrit . CfiifTTri» €tu2 Ucmmrtj- m,d Pnvoi vt. II Tonnft. o. ftanoualbaat. 12 T«ui'®< Fcnf . 10 Ti«onio-3 130 1*9.5 .09 164 144.7» 149 21» !».?» 1*.« 87,> :o,7 12 6 - 12,13 14.» ».» 16,46 114 »J TI l 13. » UO.73 T7.T. 161.3 UL?» 14?.» 149,14 14 IW.» 50.3 13.76 •Ä 2.4 11.6 13.35 — IN.s 199 149 7» IM 160..‘S 110.3 IM.» 144.?» I4-» m im.:; IL» a. . . . ......7 Mtromann . . ...... 9 Irifitr. ftrftrungtn . . . . lo ■'d)i und ItroM......io plitn * »uilVainnt . . . . e Sri f■ ttkttr Unnrn . . lo Simb. *lrhr. Wert» . . . lo Rbftn. »Itftr. . ... 8 e«tr'. irktB.......... Schuckrn .......7 ’ tcmtn4 k ^Litt . ... 14 tran*robto..... .8 Sadmrver 5 Äa......... Pnbrr » . Ttnrittx ErdSl ........ ^•1 rntr 6 rtntcOlr • • ■ .8 s,r! Ttrfr_i,ntrrti ...... * ®H»a ........ >o Wrfar'ntmrr ...... » »rtt-e Uirtge ....... * Ä<*t*r ...... 10 Frtfle > 6c..... < Vsdd Swtn........ ran Kurt a. 1« Berlin Schloß Kur» •Wr. Her» «irr» Kor» 1. II- ». II. t. II. 3 11. 168 167 IM 3 167 — '35.35 — •• 191 ** 143,75 Hl — * •* * »90-5 87 5 — * 370 ■Ä5 — — * 57 i — — ■* 416 * XI 67.31 -tJ i«8 164 * 135.5 121 — • 171.5 IM 75 102 IlV ira » 101 * 71.75 73 «3.5 n — 91 • •41 07.5 — HX) - * 12.16 119.35 —— — — * * <* 15» 14) 4) 31 — 60 — H» * 115.1 *• 26 5 * — ■* 87 * M.7» — 117 118 — — 117 — — 123.25 — — — * * 1x4.6 * 197 — 164.5 — — * 140 — * 131 124.7» 111 •» Banfnotra. ©rrltn 1 Horbx. 1 Irnrrtfam'*- ^7an..... f.iTi Wi'1* «sau ... ... V :-m ...... 111^7 113,3 vl6U‘*t T.oww....... ze.li BerTm- FrarM«a a. OL Telegraphische Auszahlung Brrkm. r 't>br —KP— Jrowon’dH ’fioi n..... vo0Lndtlch« ^oorn Alalantzcht Wotrn - JfDi Crftrrr .6100 »romu iTTH l«8.io n.M irr * 14*. H «.»1 no.e« r«,91 , 14* 119,51 e*twbf<* 'Äotrn...... 111.L-' IU.H Schw<'»rr ............. ecanHAr Noan....... Kahf* «ntm • • Ungarisch« ÄoCrn El, 49 71.1« Ti.m »» n 1 Wonbr. k Äoefcr. Imilt* Ratrrana funiJtM Oottawn; IM.5I 1.794 He,7i 1,786 Ttw, Vrs *. 1 «.42 M.I45 M.461 ne^9 114.4, ,10.41 •18.61 9e«*nt«8tn I13.ll 111.17 112.20 ,11.4t tr (xflotoi III. 44 IK.M 14,629 112.16 111.78 W.MI Ätl a.x. “OB6CH. . . 0.378 28.416 4.-88 *.4ri «travert . . 4.1865 4.19X5 4.11*3 4.1181 14.475 l«.46 16,4 4 -‘.*9 -.71 e»c Ire . a, *> 71,M 71,17 71,»I i.MC 1.810 1,963 1,947 .6*1 .581 -.M f-r’ L- I . M.» *11 ».U l».*-4 U.4--') 12.41' 11,431 ;.37t 1.» 7,87.1 7.1-4 a.H ?.£ 73.27 71.41 Fn -.rxu .tei *,ea *,58 . -^aboa 26^1 ui.i: n,6j Tan^M . M.« 81,65 •1,*8 1,177 r.m U» 1.342 mta . . 5.514 5.5W 5.541 6,516 wanat* . 4.1-7 4.195 4.191 4,IW llrt aal 4.27 - 4. >4 4.252 UM4 Un . . . «0.899 38.909 28.91 WM