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Sreltag, 2. Dezember (921
(77. Jahrgang
Nr. 282 Erster Blatt
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w logctneernrr bis pm ^ochmiNag »orb«.
Preu fir l e« htzst« ttx Injeigen von 27 mm Brette örtlich 8. ostwärts 10 Reichspfe»'»-, fir Ke. Mamean ngtn von 70 mm Brette 35 Xeubftptennig, Dlatzvorschrift 20* . mehr
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Dr Jneftr Longe. Terontwonhd) tut VoLtih Dr Weib Lanoe. fit Feuilleton Df tz Ibor.ot; für e»en Ihrigen Ted Ernst Blumlchetn. fir Den Kn- «etgentetl Anrl tzismann, sämtlich in (Bieben
Oie deutsche Wirtschaftspolitik vor dem Reichstag.
Schorle sozialistische Angriffe gegen den Reichsbankpräsidenien. - Oie Reich-Minister Eurtius und Brauns über Auslandverschuldung, Lohn- und Sozialpolitik.
Siebener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
vn>6 «std Verla-- vrLhl'sche UntDcrtitäts-Bedf' ind Stetiiridtrei S. Lange in Gieren. ZchristielNing uid Gesch^r*ele7 ZchstsRraße 7.
Sowetoy unb Jeiertngs »dUgen
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Berlin. 2 Dez. (B.D 8 ) «« tommen Mt OWttpdlntixnvrn pettoieth-m-T Parteien zur Wirt» ichaltspvlit'k »ut Beratung
Wne sozialdemokratische Intcrpel» kxttxm verlang« Watznatzmen. wonach die Anleihen der Sünder und Gemeinden n»tz den gleichen ch^ichtspunkten wie private Lnslandanldhen behandelt werden sollen. Der- l^BOt wird weiter r.ne beschleunigtt' Aktion zur Lenkung der Zölle, nne vorbildliche Lohn- MlüU in den Letchßbetrieben. Erhöhung der to- Itokn Renten unb wlr^chait«mttrisler7um- ..stabile
ßmlt und stabile Löhte" müsse im Interrsie ber Äulrtchierch^ituna der Äon.unftue abgelehn« werden RoNo n ig sei vielmehr e.ne Anpassung bet Löhne an die ^-sttegenen Preise. Da« *Xe^i) gebe freilich do« 'chlechteste Deispeel durch Mc jammervolle Entlohnung der Acichäorbeiter. Der
-Redner fragt. 06 die Aegierung endlich die .ohnverhandlungen mit den Organisotronen der !:<;**acMttr w.eder aufnehmen wolle Besonder« dedensiich M die Bildung von KriegSkasseit der Unternehmer, die unter d«n Damen Don
-Hefaheenoeiireinschasren' eine monatliche Umlage ?» 5 mr für jeden beschäl kigten Arbeiter er. b.dten, um mit diesem SUinpfonM die Inkrast- s tung der Deeoetmui g bei Aeich«ardeil«mtnister-
I ioer da« Dreischichtenlystem zu verh.ndern.
Dk titidenbanlnbai sind zweisello» not wen- big. um blc pro*u(noodra|l der deulscheu wirtfchasi wieder )u beleben. Bisher hat da» HuUanb auch volle» vertrauen zu dieser pro- buflionffcall gehabt bi» ju dem Augenblick, wo der Beich^bankprästdeni Dr. öchachi die ver hangnl»poUf Unleihedidusfion entsefseit Hal.
Pi. schacht Hot eine unerhörte Hetze gegen die ®c« 7 nnden enifeltrli. (Lehr wahr!) Wir weisen mit || jBlruflung tne Hemmungdose Verallgemeinerung jitrurf. die sich ))err Lch. ckt erlaub! ,ur Aerab- airbigung de» Lnsehenv der deutschen (Bcineinben Ip* der Leltdsicntlichkeit. (Lebhafte Zustimmung )
•i hat die zulässige Grenze bobei so wenig einfle- bülen. bafj nicht nur der Kredit der (Gemeinden, sondern auch die gesamte deutsche DiNschast bar* nm ter leidet. (Erne ,e lebhafte Zustimmung.) Durch >-< (klesährduna her Huelanbfrebtle hat Dr. Schacht 1< deutiche Wirtschaft In unerhörter Weise aeschä ):|t. (Üebhistr Zust'mmung i In seiner Bochumer siede hat her Neichebaickpräsident in Verdrehung bet TatiaAen Ne völlig unwahre Behauptung aus- restellt bah ohne die Lururausoadrn feine S"-- lirbanlelbe für die ?dchich <*nt wirttch^ftliche ^ranfb-it sei 5>mtt bet sich osigemei hie Fr* ■
bl* auch bei her 'Befbrwb mg deck Aeichsf ibinetts n t hem AclchSk^nckvrüsihrntrn Kum Ausdruck kam. hast auch in her nächsten Zukunft die Aufnahme lanafristiger AuSlanhS- c il et b en nicht entbehrt trrrben kann br wirf chaftf chrn unb gesamtv^litilchen Inter- esie. Die gesamte AuKsandAverschulhuna beträgt bei un» nmt> fünf TRifTarbm. D m ft?bt aber fix Eigenkapital von rund 34 Milliarden her deutschen Privatwirtschaft gegenüber. Die Ixtrnrnrnalcn Anleihen finben ihve Sicherung nicht M.T in her Steuerkraft her ^'meiTrf>en. sondern euch in hen groben B erwögen her Gemeinden. Die Jhöbe her kommunal?n Auslanhsver- ^tulhuna ist weit niedriger al« die der «KciegSzeit Cbörtl 6ort!l Die Beich«regieru7ig Ifat m ihrer Denkschrift gegen Nti 'IK'mnmn^um le« AeparativnHa-renK n batgrleat. hast hie ÖV- tttmbcn ihre Are'te für produktive Zwecke ver- tNrnhen. Die Aeichsv" rung heckt nicht bi? Ber- cFentlidnrnq hee slatist 'chcn Reich«am?es fbört! l^rtl). Wir wenden uns gegen eine schrankenlose
Herrschaft der .Kartelle, aber eine isolierte Kommunalwirtschaft ist auch nicht mogii-t>
Auch die Gemeinden muffen fich in die ®e- sawtwirtschafl einfügen (De:fall, Wir Halten Ausgaben für Stadien und Schwimm bä her zur Hebung her Doll«ge!unweit keineswegs für Lu- ,usausgaben. Wir wissen, bah auch die Lurus- ausgaben vielfach ber produktiven Snverbslvsen- fürforne bienen unb wenig zu Such schlagen.
3d) mub aber betonen, dast Pracht und Ber- schivendung In dieser Arit cm schlechte» veispiel geben und einen aufreizenden Eindruck nach auszen machen. (Beifall.) Eine Dnflalion ist nicht w befürchlrn. aber wir Haben weiter allen fl n l a h i u r Sparsamkeit, vei einer Perbindung der amerikanischen ftapilalflärtc mit der deutschen rltbeitekrast kommen beide Teile auf Ihre Rechnung. Die Preiskurve in Deutschland zeigt nicht steil nach oben. Wir haben keinen Grund zur Teueruug»psychose und brauchen auch keine gesetzgeberischen Masznah- men in der Preisfrage.
Aach wie vor werden Dk Auswüchse der Kartelle von uns DeruTiciU. Seit 1924 bis 1927 ftni beim Reichswirtschaftsministerium insgesamt 3834 Delchwerl^n gegen Kartelle eingegangen, von denen zwei Drittel als berechtigt anerkannt wurden. Die Reichsregierung ist bemüht, im Einvernehmen mit ber Aeichsbankdipetlion die Anlegung össenUicher Delder nach einheitlichen Deflchtspunktcn au regeln. Dir haben schon Mahnahmen vorvereitet, durch die eine weitere ©leigerung ber Zinsen verhindert werben soll Der jetzt eingerichtete Rcva- rationspolitische Ausschuh, in dem auch ber R.-ichsbankprä ident Sitz und Stimme hat, ist nicht ein Anastprodukt aus Anlatz des bekannten QUemoraiwuni«, sonbern er war schon früher geplunt. Besonders wichtig ist aber die schleunige Durchsührung der allgemeinen Derwaltunasresvrm. Aeichsinnemninister. ReichStrnanzminlster und Sparkommissar arbeiten gemeinsam an dieser Ausgabe. Dersalfung-reform und Derwaltungsreforln sind »war nicht voneinander unabhängig, aber es fönnen auch nicht alle Fragen aus einmal gelöst werden. 3n ber Konferenz her Ministerprältdenlen im Januar werden wir hoffentlich zu positiven Srgebnissen kommen. Die Beratungsstelle hat bereits eine grotze Gesamtauslandanleihe ber Gemeinden vorzubeveiten. aber sie ist nach eingehender Prüfung der Derhältnisse zu dem Sntschlutz gc- fo mm en, i n » e l a n t r ä g e auf Äommunal- anleihen gcgenOärtig nicht mehr zu bearbeiten und zu befürworten. E-L Ichweben Erwägungen. Die Kapitalertragssteuer, wie für Auslanbanleihen, so auch für festverzinsliche 3n- landanleihen fnrtfallen zu lassen. Die Stunde, zum Handeln ist gekommen. QDtr wollen das G vetheawn beherzigen: .Die Zeit zum Handeln jedesmal irrpassen, nennt Ihr die Dinge sich entwickeln lassen. Das hat sich denn entwickelt. läget an. was man zur rechten Stunde nicht getan?“ (‘Beifall.)
HeichsarbeitSminister Dr. BraunS:
Der zweite Teil der sozialdemokratischen Onler* pella-ion beschäftigt sich mit 3ragen der Lohnpolitik, den sozialen Renten und mit d,n für die Fürsorge matzgebenden Bestimmungen. Bekanntlich hat txe aufsteigende Konjunktur des letzten Zohres auch eine beträchtliche Steigerung der Löhne Vir Folge gehabt Die Lchlichtungsbehörden feien «amtlich bestrebt gewesen, bei neuen larifoerträaen die Lohne im Rahmen des wirtschaft* lichMöglichenzu wahren, was die Entwickl "ng des letzten Jahres auch beweise. Man könne fest* stellen, hast sich das Rioeau des Reallohnes der brutschen Arbeiterschaft im Durchschnitt gesehen, sedenlalls gebessert habe. Cs fei aber zu berück- sichtigen, dast in so kurzer Frist nicht alle Schäden wettgemacht werden könnten. Denn dies bezüglich der L'ohnbähc gelten solle, so müsse es natürlich auch hinsichtlich des Unternehmergewinnes und der fiapitalanlammlung gelten. Zu der Frage der (Ein- Wirkung her Detriedsrationalisiernng auf b e Löhne erklärte der Minister, er habe stets entschieden dafür Sorge getraoen. dast auch d i e Arbeiterschaft ßus der Rationalisierung einen chi-tzen ziehe entweder durch Steigerung der Rominallöhne oder durch Preissenkung. A ich die S o , i a I r e n t e n hätten in letzter Zeit teilweise eine beträchtliche Erhöhung erfahrt- und zwar in einem solchen Umfange, dast die Beitrags« fraft der versicherten und der Unternehmer wie a. ch die Leistungsfähigkeit des Reiches äusterst an- gespannt worden lei Da- ©efamtouffornmen an Beiträgen und Zuschusien der Sozialversicherung hebe in diesem Jahre eine flöhe von 3 5 TMIiar- *cn gegen etwa 1 4 Milliarden im Skhrr 1913 er- rcitht. Der Reichszulchust fei gegenüber der Bor- krieaszcit a u f das Fünffache gestiegen Auf die Bezüge der Fürsorgeemvfänaer st-che der Reichsrecierung nur ein beschränkter Einstust zu. da die Durchführung her östentsichen Für'orge ?ache der Länder sei Auch für die Kleinrentner fe’rn die im A sichust anoefünMatrn sill-smost- n ahm en bereits einoel-stet Der M -ist-'r verwies m?;fcr auf die ^rrbeiieruno der Bezüge der Kriegsbeschädigten, bfe gegenwärtig im
Ausschuß beraten werden Er ging dann auf den Kampssond» ein, der kürzlich von der Schwerindustrie gegründet worden fei und betonte, daß Rüstungen für eventuelle Arbeit»- kämpfe ein Recht feien, ha» ebenfowenig bestritten werden könne wie der Arbeifkamps selber.
Abg. Dr. Rademacher (Du.)
nimmt den Aeichsbaickpräli^-enten «fltn hie Angriffe des sozlaldemokrat schen AehnerS in Schutz und ertlärt: Wenn wir auch früher mit Dr. Schacht nickt Imm r e nberftarhen waren so st Hen wir hoch Hinter hem beut acn A nchsbank»räjidenten (kbb hört! Hört! links) in seinem Kampl um tne Stabilität her Währung, auch in seinem Kamps gegen hie Sozlallsrerung von Hintenherum, Ne die Städte erstreben (Drisall rCd)3n einer Schulhenwirsichast liefen starke (Gefahren für die Sesamtwirtschaft. W^r brauchen die Bildung inlänhlfchen Kapitals und müflen die Hemmungen beseitigen, die dem ent- gegenstehen. Darum halten wir die schleunige endliche Befeitlgung der Kapitalertragssteuer für dringend nottDenci i. Cn wichtiges Glied her deutsch?» Wirtschaft, die deutiche Landwirtschaft, wird jetzt von neuen Gefahren bedroht. Wir mr.ffen fordern, hab bei hen bevorstehenden deut ch-polnisch» Handel-vertrasSverl)anhrke würbe der Vlehraus- wrnd 45 Prozent der bisherigen Lvhnsumme aus- machn. Da her Rationalisierung der Produktion die Rationalisierung des Absätze« folgen mub. können wir die Kartelle und Svndi- kate nicht entbehren. Wir brauch'N nach Dr Schacht eine ausgeglichene Volks- unb A nanz- wirtschaft. Die können w.r nur bei sparsamerer Verwaltung erreichen. Schon heute zeigt sich hab die Daweslast materiell und technisch nicht ertullbar ist. 3n Preuben ist bie steuerliche Belastung bet Wirtschaft weit über- spannt. Man darf sich aber nicht der Hoffnung fx »geben, dab durch eine DerwaltungSrelorm jetzt wesentliche Grsparnisse erzielt werden können. Der Schier liegt im System, dem schran- kenlo'en demokratisch-pariamentarüchen Regie- rui'.gslystetn. unter dem wir leben. ®« kann nicht bestritten werden, hab bU Gerne nhen heute in ihrer Ausgabenwirtschaft weit freigebiger sind als in der Vorkriegszeit. (Beifall recht« ) Konten konnte sich wegen Geldinang.l« ein Pla- netanum nicht leiten, die Stadt Berlin Hal es getan. Die Lozialhemokraten sollten ihre Anhänger vor allem dazu erziehen, hab sie nicht im Stimmzettel ein Mittel zur Besserung ihrer materiellen Lage sehen. (Cd*. Zurufe link». Beifall rechts.)
Sireikgesahr bei der Reichsbahn.
eigener Drahtdettcht des ..Gietzener Anzeigers'.
Berlin,! Dez. Schon vor längerer Zett haben die Gewerkschaften der chauptverwaiiung der Deut* schen Re.chsdahngesell,chaft ihre Wunsche um eine Lohnerhöhung oorgcbracht Es handelt sich dabei zunächst um eine zwischentarifltche Lohnerhöhung, denn dos cigentl.chc Tarifabkommen lauft noch bis zum 31. Marz 1928. Damals Hal die Reichsbahn die Forderungen auf Lohnerhöhung a b ■ gelehnt und sich nur bereit erklärt, dort öx Ortslohnzuschläge zu erhoben, wo die Ange- stellten der Eisenbahn wesentlich ungür.fhger als in vergleichbaren Betrieben der Pnoatindustrie die Arbeiter bezahlt werden. Die darauf begonnenen Verhandlungen sind aber bi» heule nur ,ehr langsam weiter gekommen, scheinen jetzt aber in ein neue» Stadium zu treten.
Cir.e starke treiben*, e Kraft geht habet ganz augenscheinlich von dem gu>3ci Dresdner Eisenbahner st reik aus. Tie Belegung in Drehten verdient insofern die to.Jic Äufmrrl- samkeit der deutschen Oesleniltchleit. als Himer ihr ganz unzwe>selha t kommunistische Drahtzieher stehen. Dafür ist der Ausbruch des Wcrkslär.enarlei ecstre-'ö bezei nenh. der deswegen erfolgte, well die Reichsbahn zwei Ar- better. die Vie Belegschaft auszuputschen vcr- 'uck en, entlaf en hatte. ^Rangieret und Güter- hohen irbetter s nd darauf in einen Sympa'.h.c- streu getre en. fe$t wahrlche.nlich werden auch in anlcren Städten Mitteldeutschland« und ebenso in Tel n 2kbeit«n c‘er:e;urgtn erfolgen allerdings unter einer anderen Zlagae jedoch in innerem Zusammenhang mit den Vorgängen in Dresden. 3n Magdeburg unb Braunschweig macht sch schon seit einiger Zeit eine gewisse Unruhe bemerkbar und :n Berlin drängen bic Arbeiter auf be'chleunigte Verhandlungen. D e in d e'em Zusammenhang von einigen Ver- liner Srä'.abrnbblättem gebrockte Rachr cht. die Eisenbahner hätte-, ihre Forderungen an die Verwaltung berei « in Form eine« Ultimatum« angebracht triftt wie ttnr aus zuverlässiger C.ueHe erfahren, nicht zu. Immerhin ist die Spannung schon fo gewachsen, dast gc'ern eine Siyunck her Gewerftchaftsvertreter mit hem Gin- heiiSverband ftattgcfunten hat
Diese zum Teil zunächst noch lokal begrenzten Vorgänge innerchalv der Si enoahnerschast find aber im Rahmen ber gc amten Wirtschaftslage recht bedeutungsvoll. So lange noch leine eiaent- siche StreikstimnTung aufgefenmen ist. uns es fich nur um die Bewilligung von Erhöhungen der Ortslohnzulchläge handelt, kann man mb einer friebixfcen Beilegung rechnen. Aber die kürzlich gegebenen Veröftenllichungen der Deutschem RezchSbahnge'elrlchaft zeigen, dast ihr Budget beute zwar ftabili’iert, aber doch nicht elastisch genug ist. um eine weiervlichc Lohn erbe düng ohne eine Tariferhöhung zu ertragen. Di: R ichsbahn hofft trotz der im Zahre 192S auf 70 Millionen Mark aestmgerten Reparationslasten und der für das kommende Jahr um 213 Millionen Mark artgeroachkenen Perfonalausgaben ihre erfreulich gesunde Finanzlage zu halten und die Wirtschaft nicht mit einer Erhebung der Xar/e belasten z- mü”en. 3n diesem Zu^ammenchrng ist die weitere Entwicklung der Berliner und der unteren Loha- lerharidlungen äufeerst bedeutsam
Der Streik im Reichsbahnwerk Dresöen.
Dresden. 1. Dez. (WB ) Der sächsische Landtag behandelte den Streik ter Etsentehner im Reichsbuhnausbe' ferungSwerk Dresten-Friedrichstadt. Die Soziall^molraten beantragten em vermittelndes Eingreifen der Regierung und die Rückgängigmachung ber Entlassung der gemastregelten Arbeiter, wofür auch die Volkspartei eintrat. Seilens der sächsischen Staatsreg.erung wurde erklärt, hast die Regierung sich mH ter Rrichsbaherdirektwn in Derbindung gesetzt habe und betonber« dafür ringvirctcn sei. hast die Dll- feTCTMcn zwischen ter Reichsbahndirektton unb ter Belegschaft nicht zu einer sch we ren Schä- b ; g u n g des Wirtschaftslebens 'ichren. Die Reichsbahnbtrektion habe erklärt, efl sei Vorsorge getroffen, test durch die Arbeitsnieter- iegung h.T fach i'chen Wirtschaft ein Schaden zunächst nicht entsteht. Zur Beilegung des 2r- .cktes selbst wurde ter Landes- sch licht er bereit fein, eine Emiguna zu Der- 'uchem. Die Regierung wirb von allen Möglichkeiten ipebrauch machen, bie sich für eine gütliche Beilegung des Streikes freien.
Ein Ultimatum an die
Eisenbahnergewerkschaft.
Berlin, 1. Dez. (WTB ) Heute vormittag er- schien, wie eine Berliner Korrespondenz meldet, eine *!Lortnjr.g ber Ortsoerwaltung Berlin des Deutschen Cifenbahneroerbandeb bei ber Hauptverwaltung des Eifenbahnereinheits- verbanbes unb verlangte sofvnige Auskunft Darüber. wann bie Verhandlungen mit ber Reichs- bahnges.Ufckait über bie C rhohung bef Drt»* lohnzuschläge zu Ende gebracht werden würden. Die Zentralgewerkschoft erklärte, dost sie sich erst mttderHauptoerwaltungderRcichs* bahn »n Verbindung setzen müstte, um hort eine gründlichere Auskunft zu erhalten. Darauf haben die Vertreter der Berliner Cisenbahnardeiter ihren Gi werkschaftsfeit. ngen in ultimativer Form miige teilt, dost, wenn bisDonnerstagahenb keine Entscheidung gefallen fein sollte, am Freitag ein.’ Generalversammlung der Berliner Eisenbahner statt! in den werde in ber man über bie Anwendung der letzten o e ro f cho slli chen Mittel Beschlvsie faffen werbe solls nicht inzwischen eine Verständigung erzielt werden forme.
Reichsbank und Kommunen.
Berlin, 2.Dez. (Priv-Tel.) 3m Ber- liner Magistrat hegt man laut „Dvfsifcker Zeitung" bie Erwartung dost w>d> heute bie enc efünbigte AuSf prache -w'f^ dem ReichSben^räf'd'enten Schacht und den Ober» bürgemnei^ ern über die städtischen W r-fchafts- imtcresien und die Bewilligung von Ausländsanleihen ftattfinben wird. An der Besprechung
totrfwi neben bem Prä'identen bH ettotetflflH. I UI ulest, der Oberfmr, e r.ti ;er Botz und der I Mnunecer Dr Lange für Berlin außerdem eine Anzahl Oberbürgermeister an» dem Reiche tU in B.rlin antoe mh sind, teil nehmen 3m 21. ^-luh daran ist tut earnltafl eine 'S o r Ü a n 6 « f i 6 u n g be» Städte- tage» gejenr um zu fen Orgcbnifftn der Be- I sprechung Stellung zu nehmen
Oie Gicherungeverwahrung vonGewohnheiisverbrechern. |
Berlin. 1. D Der Ttetottaa»- ouflldeuf» für die Slrafrech'.Lressr-m setzte seine Beratungen bei den Paragraphen fort, die eine Sicherungsverwahrung von qe- werb»- oder g e w o h n l) c i t » m L h i g e n Verbrechern vorsehen. As» Bericht»'rrftati«r über diesen Gesetze^tcU fungiert Aog De g - mann k3emr.) Bon der Tatsache ausgehend, taf) selbst die gröhten Strafen den vielfach vor- beftraftea lkrbrcd>*r nicht davon abbringea werden. nlSbald nach 'einer Entlassung au» dem ?,uchkhiuse neue Delikte zu begehen, wird in dem neuen Entwurf der Standpunkt vertreten. I d.if» diesem offenbaren Uebelstände nur durch Zulassung einer schweren Vlahnabme vor gebeugt Verden kann die den Behörden dav Aecht gibt, den Verurteilten auch nach verdutzter f Strafe so lange in Verwahrung zu halten, al, er etrr Gefahr für die Allgemeinheit bildet. Der Richter stc.-e also vor keiner leichten Ausgabe, er werde die B e r a n l a g u n- g e n de» Verbrecht-» in Betracht ziehen müssen. Diesem letzten (bebantengarifl schlost 'lch Dr Wunderlich 'D. v> al» Xorreferen: an Man tt>imt al» Gewohnh.-i:»Verbrecher diejenigen an- s.-hen, die ihre Delikte au» Gründen h < 4 Erwerb» oder ni-driger Veranlagung bc.iün- pen hätten Die 3abl der gewohnhettem rhigen Verbrecher in Deutschland werde auf ungefähr 8500 geschont. Von benen aber nur ZOO bl« 1000 al« gefährliche ®eWr r im
Sinne den Gesetze« zu betrachten feien 3u der | Frage der Durchführung der Sicherung» । rerwahrung über gehend, hielt e» Redner mit dem Entwurf, der die Anfügung einer besonderen Abteilung an eine Strafanstalt vor- | schlägt
Bus gründ ä'rl chen Srw gingen beantragten die Srzialdenokraten bi? Str3 chung hetz 59. Autz Abg. Rüdel (Ä ) wandte sich gegen die MSglichkelt. jemanden ledenslöi gl ch durch Sicherung-Verwahrung die Freiheit zu nehmen - Adg Barth sDn.) hielt xum Schutze der Ge« selltchalt vor gewohnheit-mähigen, immer wieder rüMUiaen Verbrechern die S cherung-verwah- rung für durchaus notwendig. -- Abg Land» berg (Soz.) begrünMe dis Ablehnung Ikr Sicherung-Verwahrung damit, das» leine Parteien Garan'iea für Me 6 u inane Durch - f ü b r u n o nermiffe Der Leiter der Berliner Kriminalpolizei und des prenhifchon Landes- kriminalpvli-etamte-, Reg erungsdrrklvr Aage- m a n n. gab eine umfassende Darstellung de» Gewvhnh^-itsverbrecher.um«. Die Zahl der Gewohnheitsverbrecher lei g-ring. aber diele seien die Ansteckung-Herde. Die G leg.m- he'i»Verbrecher werd.' man milder behänd In und leichter belfern können, wenn der Gewohnh lts- verbrecher au»ae schalt et würde - Abg Tr Ä a bl dev Elnlreisen« Steuben» m Amerika. Den choh.punlt brr lieranftaltung bil- brie eint Rede des ichsauhenminifter» Dr. 6 i r 11 r in a n n. Er roaij die Frage auf. ob nur ptr|onlid)er Impuls o>er die Uinpfinbunacn eine» ganzen Bolte» von >. teuben zum Muebrurf gr bracht m rbrn. al» er fid) b e r a in e r i f a n i | ^r «um ’fl"»«
br rf i»mnil • Der nThni<,*r tmferftnrh bann ben " ntels h e • b e *i | (fti r n Molkst NM» «n t>-m tt 'ldan der am'*He DI v > 3m ReichSiag habe, die 3ra i »nen der LeutichnatiS- raten Boiispartei und .er Deutlche » Vn,k« Partei na u< 3n e p la » n ein- betten und dem B vrt er unvennmd.rt a»«t und zu einer schweren Uebecbele.iuttg ber Studie 211 a , n » und Lorrn» führte tr'f t Gedie e die 'e i 3 a « w । e t l ch a s t- llche Rot gebiete v H ng-» » bei tu *?■ te i !lnt*. Wenn de» . ♦ . ' ' n « Ak t « ge - ährt, um die »amittelbaren 20 r u t der vo'late AverOn r unge ■ z '■ den b nderg bi ssbakür t> e' Ei lellre:'«,- i -'d. ia blei'u die truUSihnc 2i>t ftbh er belasteten Gebt e r Gegenstand i ‘ » e •
Das Programm des
flenf, 1 De, M>) 2or geftem g.-mldet, Sichertzeit»komitee ist heute oormlimq zu feiner kon ftituierenden S'k mg zufammrnaetre^n und hat den tschecho-towakifchen ‘flu^enmmiftrr vrnesch pim Trä|»enlen. Der* kolumbischen «etandten in Bari; Urrutia, und ben früh.ren l u t rennen, um in oeZteckter Form wieder in ben germanifcheu strei» einzutreten. In den meisten französischen Hreifen rufe ,edoch bie autonomistische Piopag.inda ben Gedanken wach, daß fie vorn Ausland unterstützt und gesorbert wird. 3n»- besondere bilde die autonomistische Bewegung zur gegenwärtigen Stunde ein sehr ernftlikhe» f)mber« nl» für die Annäherung der Völker unb für die Konsolidierung de» Frieden«.
Die Polenherrschast in Kattowili. Tie tWrgeivnltifliinft dc» rtadtparlamcnl»
Kattowitz, 1. Dez. lWolss.) In der Stabtoer« ordnelensitzung derstommifsarlschenst a b t • Derorbnetenfollegium« wurden die fünf oon den, Wojivodschajtorat bestimmten b e u t s che n Mitglieder eingesüh.t. Der Stadtverordnete ü i ch o n gab eine Erklärung ab, in der e» heitzi Die bcuridien P.irteien stellen fest, datz die Ausiös mg der gewählten Stahtverordnctenversannnlung^ unb die Ziiiammenletzung ber kommissarischen Stadt« verordi'.etenverjamml.ing da-r (imgfinben und die 'K< tte der beutschen Bevölkerung auf bat j d) m e r ft e verletzen Die axgen der Rechtsverletzung untemommenen 6d)ritte haben die uneingeschränkte Zustimmung aller deutschen Parteien
ötaatepraiibent ®ornif gab da raus die Er- riärung ab. das, laut Verfügung ber ^ojwodsd^ft ber Magistrat aufgelöst sei unb Neu« io oblen vor zu nehmen feien. Namen« der beutidten Fraktion wurde dagegen Protest emg.kgL ba die Ptagistrotemilglieoer »n Gegensatz xu ben Stabt« ixrorbneten Beamt« seien unb deshalb vor Ad« lauf ihrer Vahtperlode nur nach dem Gesetz vom l.Juli 1925 au« ihrem Amte entfernt werden konnten Di/ Amt»enihebur.g ber gegenwärtig unbesol beten Magistrat»mitglieder unb bie Bomahme einer Neuwahl wiberfpreche daher den gelterZien (»eietzen Insolqebeflen beuniroge bie tkrblgemein- Idw’l. die B^ahl von ber Tagesordnung ad zusetzen und zu beschliehen, ben Magistrat mit der nochmall« aen Prüfung ber Bechtclage zu beauftragen. In ber Abstimmung wurde mit sieben Stimmen gegen heben Stimmen nachdem die Stimm« be« Vorsitzenden ui unjunfkn diese« Anträge» «ntfdneben Hute der Antrag ad gelehnt unb bie Wahl bannst v o r g e n o m m e n. Von d ,» deutschen Fraktion«.' sind vier unbesoldete Mugistrvtsmitgl'eder grwahii worden.
pilsubski schimpft.
Trr Äonllili mit Litauen
Dacfchau. 1 Dez - « Dclst.l 3n einem Interview mit einem 2>crtr.t?r b r Poliü -h.'n «TeUgrai'^v agentur führ e TR .ri • rprA i ent Manch..ii Pilludl i au? Der von Kht iu« \ a< r-m- über P l.m aut recht crhal «ne .^rtegszu- f| a n b ist ber einzige, tz r gegenroärlia In b*r LeU bewcbl Dir V*L*n g. »en trotz in .in de« Frieden gehalten in ker ->cstf.tang. bah Ttt durch Ausdauer und Ruhe auch jifffr
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। rum gestellt Gnirte. wo b .-letze d.^s Fried.n» und nich' hie de» Krieges al» Dghrh-it -reflen. habe ich mich «ntlchl>steein r 6" i r n S aa.i-
I tai'on fc'fl nb. (eine Tnodilm achung al» Gegenmaßnahme ai-uotb in uid de ®nt« | lchiun de» Bdikerbundsr : » : j* ur.irr" Hot« | o. • iTarlrw. Aatkchill \ ! ublft r-arMe ' ch In I betau» 'chrrl.n iu‘'< q j.n tz.n Rt i ii- I sch.n TIi.ii c präl d nt.n L>otd«maraA» keru I er bi« Zurochnung-kLhigkeii ab'tr.id) Dle Be-
Sicherheiiskomilecs. Der «ngltidxn Delegation. Uorb Esthendun. warnt« Lar einer Ijemer.arttg an(d>axiltei>«n Dalumer:: tten unb vor lanqroiertg«! Unter*jdangen. Heren rebniste man «ellticht gar nicht trieben würde u'r otrtongie jum Sch utz genau skizzierte Vorschläge, um bie prakn'cke Arbeit, oon ber allem btt Erfolg abbor.gr, auiiwbner. jm könne i. ch nesch unterstütz: Diri; Rorberuna cheu'e «ach mittag sollen in privaten Besprechungen unter ben meinen Delegationen schriftlich« vor« schlag-: über do« arbeite Programm de» Sicher- heitsaatschusse» aufgtstellt werden.
Amerika und die Abrüstung.
Tvalhington 1. Dez. (DB 1 3» bet Denker Abrüstung-krm'evenz wurde in Regre« :urg»lrti\*n erllärt, die &renugL*n Ölac Ui tonnten keinen Vertrag unterzeichnen der a ine» rlkanilch- Da ff« «Hilfe b - \ einem Angriffskrieg verlange I uch komme eine Verewigung an einer Abrüstung z u Lande kaum -n B' rocht, da die omcrilomMK Armee nur 118 000 Mann betrage und nicht weiter Derrn inbert werden könne. Aber noch hin'ichll.ch einer Seeabrüstung werde r» schwer lein, eint sämtlichen Mächten aenehme Sormel zu finden. hiervon abgesehen, begrüh« Ame- rda das Streben nach einer Rüstungsvermin« berur i und nach Ab «hak ung unmenschlicher Krieg»Methoden, ttri? G ftgaS u‘w D e Aegie- rung der Bereinigten Staaten wtrd die Sir- ladui'.g. •inen Beobachter zur Sichertzfkr« kcmfer.nz nach Gens zu entsenden, ab lehn en.
schwerden DolbemaraS' stammten aus den Geiste berjenigen, deren TB o b n f l h dos 3 r r • n • hau- fei. Dieser l taulsche Heberpa r ot hab« sich lange Jett al- Russe und später al» Deutsch r au^g müsse ieb r zugeb.n bch es sich hier um e.n pathvlogische» Dhänomen banblc. Schlie llich appelliert: >Kii« sud'ki an seine M.tbürger, ber g?zrn Polen gc« richteten Drohung mit Ruhe unb Mähiaung zu begegnen, und fordert« sie auf, ben zahlreich n Utauischcn Flüchtlingen Gaftfreundfchafi und chilfe zu gewähren.
Dos Keudclltelegramm.
B c r l i n , 1. Dez Da» Schreiben, das vom Mini- fterpräfibenten Broun wegen be# SteubeU-Iele grarnms an ben Reichskanzler gerichtet worden «st, wird laut „Germania" vorau-sichtlich oom Reichskanzler auf schriftlichem Wege beani wortet werden Wenn etwa Lweisel auftauch n, so bemerkt da« Blatt weiter, ob ba» preiihlsche Ha- binett geschloffen hinter dem Schreiben Broun» ftcht, so kann glaubwürdig mitgeteilt werden, dosz ber Brios auf eine einmütige ®tUen»funb gebung de» Äablnett» zurückgehl
Der geordnete Schulbetrieb.
3nn 8 9 torrben tic Vorau-fetzungm für einen ,geordneten Schulbetrieb" auf Antrag Dr Runkel ID. Vp.) mit den Stimmen ber Antragsteller unb der Linkspartei.rn sc^genderm.ihen neu formuliert: _6ln geordnet er Schulbetrieb wird beeinträchtigt, wenn in der G meind« ■) nicht In allen ihren Schulen btt im $ 1. Alst 1 unb 2 ausgestellten Bildung-zlel« erreicht werden können unb b) die beim Jmraftlrtltn d «- ses Gesetze» in einer Geme nbe bestehende ® n t - Wicklung-Höhe der Schulen nach Ausbau unb 3ahl der Klaffen, Hnterrlcht-abteilungen unb H nterr icht-elnrichtungen nicht derbltlbt ober wesentlich berabgemlnbert wirb" Reu eingefüflt wurde auf Antrag ber Regierung-Parteien folgender § 9a: .Sind benachbarte Schuten nach dem 1. Januar 1919 zu einer gröberen Schule zusammcngelegt worden, so gilt bei ber Untfdje'.tung über einen vorichnst»- mänifen Antrag al» vieorbneter Schul betrieb auch diejenige t^öhe der Organ.LitUa. die am 1 Oktober 1918 in ben früher getrennten Schulen vorhanden war '
Aus aller West.
Tir Eröffnung Der kildlrlegraphit Berlin Wien
Wien, 1. Dez. (WIB) Sn Anwejenheit zahl« reicher Vertreter der in- und aueländischen Preffe rouibe heute die Dildlelegraphie Wien—Berlin dem offiziellen Verkehr übergeben Der Uebermittlung von Bilder,i de« B nde»kanzler» Dr. Seipel und de« Aeich:konzler» Dr Karr folgte eine gegen fettige Degrutzuna der beiden Verwaltungen. Reichskanzler Dr. Mors fügte seinem Silbe folgend« Widmung bei: ..Möge diese neue technische (frrun- oenicha t ein neue» Glied zu Annäherung unb ver« ftflnbiaung der Völker bilden'" »unbetlaryler Dr Seipel teleoraphierte zu seinem Bild „Die Bildlelegraphie Kien. -Berlin ist ein wichtiger Garlich ritt auf dem (Heblet der flernmelbeleefmik. Möge sie alle erwarteten (krsolae zeigen." Darauf m rbe der öffentliche Verkehr ausgenommen Dornst ist da» aroh Problem, da» die drfinheT seit 2cdr,ehnten belch'stigk hot. feiner Losung entgeqen rrfuhrt worben Kaum un** Zeit sind durch die Sin« füh-ing de» Bilbrrtelegrapblerbierfte» oieberum um ein Stuck übe.wunden worden. Die oeichfchst'che Ent- wlcklu n,' >#♦ Dilthintmefen» reicht nicht ost zu weit zurück g rfi or ru-itgcr 3abr-n macht« Prose^or o i r ri b-7'er vichtuttg die .riten t>emerfen«awnee Ärrfuck»- bie bald bann tz ori Brosrsiar R a r e I o • miftHrhrit unb w t. rert.u cke'i wurden Der testiere ist r» b-’tm gewesen, der an der Bervrllkommnunq d«« fieriahrf« tt- punkt, jerleat tmrf hie dann rin «ein auf rief,e',4)em 6b rr iarn werbe u»b auf
der ch.-genfeite wi-^er v-ihrrn raget en! als Bild er- fihrinen 3u srr DiWbertr,1 e mg pedvN «He* ^ü'rrlegraphi'ch Oberb -pt übermittelt werden fain Dt ’n ermag -ev nichr nur *P‘,otogr>*,*««n lonbem auch .rlme. .^eick^umv Bläne (FebrjfN» Oe* 'fbriebene» llrbnnde« »mu TUimngen.
dbhrMr £■# -Jfrm-ir uls zu übertrngen T*< V - he’ie itmr nwn
• T-rme a*to wckhchtia d"sch
Xih di-h. -lepdsn a/i iorn werd
nmg»««r« ein »ach b ildtirieJrn phi'ch ütwrtrcwei. ob-w datz dadurch xnnrrtwtrtr hohem k*«e ent« stünden.
JUebnberjaQ auf eiw Vsind«.
3n Berlin «our.x ein Rauc-überfall av* CCK 4.Kbt;g< ervi.nbe e 3rau cui^rfihrt bie d>«n ihr« Rente adgeho11 hatte 2U» •»« chee nu«a*tti Minen wo'.ll«. warf chr ein Ädr.~. «xn Doch über den Ropf und i ne ersaht. Von bm Vella- «.ren be# Auto» wurb.-n in»ge?awl zwölf N$kr- 'pnen verletzt D r Lnbänger de» Auto» t»urt< ncm ber Lokomoriv« «naht, stürzt, um und die beiden Daaen. die an bte Lokomotive aekoppell waren, entgleiste« unb fielen auf Den An« hc n aer. Pol. ei und Rotturgdm^nn^ch sten w rrn ra'ch zur Stelle unb bargen t*r Wölf Verletzten au6 den Trümmern.
Starte Annahme der Diphtherterrfranfengen la Derlia.
3n einer Bolk-schnl.- In Steglitz sind in ber letzten Zeit in br r Schulkinb-r an Dlphtherw erkrankt. Gin Knabe ist in ber vergangenen IDoche gestorben. Da» Bezirt»amt S rglih hat fofnti umfangreiche Rkahnahmen getrof en. um dne weitere Ausbrei'«ng ber T'.nbemi- zu t>*rf)lnbenL TBi' bie .Voss 3««“ dazu vom Haup gefund- heitöam! erfährt, ist In ganz Groh - Beritn eine f«chr starte xjunahme der Dtvdlb?r r rtron- fungrn zu beobacht.n, bie zwar Im Augenblick noch keine allzu arotze D.iorMi» zu erwecken braucht aber doch die stärkste Beichtung bei ben Geunddeirzbehörden findet. Di' 3dbl der Diph- therieerkrankungen in Berlin b: rügt durchschnittlich im THouat ba» Doppelte bet Aahlen de« Dorjahrr».
Schwer« vlultat.
In Lauf a b. V.-gnlg verhetzt« der 5ülfg- c.rbclttr ©r.bolb V eier ckhesrau mehrere Beil« h.cbe üt ber Absicht. J;e zu «rmorben. Dir schwer verletzte (jrau stellte sich tot. woraus Sei- lolb ’cuk Schwiege rmu t ter durch 3uf- hangen titele. Der Mörder wurde der Gendarmerie übergeben. 3« soll geifte-gestört sein
Vie Wetterloae.
Sonnentag wf fr PaWn-.
U'citn'vP auvfaijc.
Di« tkrteüung be» hohen unb liefen Drucke» j zeigt h'ns.chlk.ch ber Voa< wenig «.nderung. ■■ I ba» über 'raleutopa laqrn de Hoch grenze» tm » -im ir.b Süden Xlefbr rffibnirgen an Der hohe Druck baut langsam ab. lieber Deutschland Huden weiter Mnd« au« eOluber Xid)tu«g bie Vorherr schuft beMsen mfolg, besten tarnen btt Tempere- u ren r. h d.günftigt durch Härtere» stuf klaren. Ue -stt. Deustchlarch durchweg ur.wr dem GefrlerpMS w :.rge.i Der Bochb^ckeinsfuh w«rd ben d«r i + eui.; L.:1 charakter fort Heftehen taW».
ledoch durften schü^ung,weise im Laufe de« €•»•• tag» unter Darm!^t.zusuhr bie westlichen Ikfbrurf- । it,>ren ihren C nfl>.fz gellend machen.
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Berlin 2. Dez. (WTB QimHprud).) Bei ruhi- fletn Geschäft ist es ün heutigen Fnihoerkehr für»« mäßig imeber uxienttid) fester. Die oersch«oden«n Gerüchte der gestrigen »or|e Haden keine Btstttth gütig gefunden, anberrr|rit» regen günstige TUidi- richten über die ^petgabe-Hntzdegenheit und di« fortschreitenden Lier Handl ungen der oordenindustrie mit dem französischen Chemie! ruft an. Man hört 2..G Farben mit 247^5 Geld, (Brofürci 2ffl. Lie» men» 254, chogag 138 Geld, und ItorOllogb 142JJ. Hm Deoisenmarkt hon man Van» gegen L'onbon mit 124,02, Mailand 89.70 80, Madrid 2V,06 70 und London gegen Kabel 4.8795.
aciftem. Zunächst berichtete er imeressant über die erfta eturm» und Drangzeit des Skisportes bis um die Iachrhundertwende, dann erzählte er fesselnd txm der Härteren 3ufn>ärt*entaHcfe» lang dieses Sportes bis etwa zum Kriegsausbruch und schließlich gab er einen aufschlußreichen Ueberbsick über die Ausbreitung des ©Mauten# nach dem Kriege. Der Dor trag war txm starker ski'po etlicher Begeisterung durchaiübt und oft mit feinem Humor gewürgt An'chitestend an seine fesselnde Grzähluna ynate der Aedner eine Anzahl wundervoller Lichtbilder, die zunächst 'ich mit den verschiedenen Gntwiclelungsftufen
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kennt. Die L ieget o dem 6«erfili aach bi« Flicht, oo Seit, le Seit se reinige. Aawer be gnfte va,l do dem V rgerstng Hot dl« Promnz I« mnerbnale. oan boot miß! oom SttoustewäNer stet ihn roärn* .Do. rooartm mach! der bann sei flnxxj näit, do muß m*r «muoi «an Bench! eonschetke' saat m'r der Mann. To broff hun aich ihm gleich bw Hntwort gegen ro«. Jltotr Leiden»«enofle'. faar ich .bc 5troußea>vort Hot m'r neulich o rzouhlt. he hau' kaan Beasem. Vie v'rhand- Unge der re noach schroearo«, oab bw 6gen des Handelsgewerbe» ist es an den Genannten Tagen gestattet, ihr? Gehilfen. Lehrlinge unb Arbeiter in der 3eit txm 11 Uhr bis 16 Uhr zu beschäftigen. Bur während dieser Deschästigunaszeit bad ein ®eWcdxbetneb in offenen Derkaufsstellen ftatrfinben.
•• Zum Ende de» Rarngse» in der Zt- garrenindustrie. über das mir gestern schon berichteten, wird au» Berlin noch gemeldet, daß nach der g.'trosscnen Vereinbarung die beiderseitigen »Lmr'mdfinobmee sofort aufgehoben werden, die Arbeit möglich sofort wieder ausgenommen wird unb baß Maßregelungen richt stattfinden. Der ael« lenbe Tarifvettrag läuft bi» zum 1 April 1929 Die
verstehe» die Linien um Mund unb Augen au beuten; die |h aber verstehen, können nicht mehr von ßenen froh sein. Man müßte Gott fein, um allen helfen zu können. —
Mein altes •rotimMtedein hat früher oft toontenb zu mir gesagt: .Du bist die geborene Berschwenberinl
Däre «s nicht der idealste Berufk
Xosw.tha S g n e r
Kaan Beasem.
eft oirgenomm« zoum Zwaat ofs bW Gefligeiauefteiltng se gib. oaroer m'r ■unn durch annere Ornftämw bro o rhinnett.
6» ea» naut w oerheic »ich kann dfch ]oa o'rzehte:
6^r Städter 2hr roeaßt joa goar näit. inner weich« Uonehmlichke,rc mir Ueur offem stäche Land aO ge leite h. Ihr LloabsWur «an Leann« un ean
»ahnkvlonic beginnende und direkt neben dem chm 2 l m ^ürgrrtaig auf der 'Beß*ehe her- laufmbc Grafen ist an feinen twisten Mlen auf etwa 40 Dieter Länge durch «in einfaches
OSHne roerben em 1 JUq 1928 um 12 • B erh^i für bi« Bezirke haachun, unb Bremen rotrt nur eine zebnorozentig« Erhöhung der Lohne erfolgen
- Di« Wünsche oo» vudende bet Krank' ur ter Straße Iba bW an Me'ei Steile wwberholt bertchoe, wurde, sind in den
Zeemdenvoestellunq im Stadttheater Gießen.
Man schreibt uns- Die Srfmbcmx*rfteIIunvi am Sonntag. 4. Dezem brr. bringt Schi l- lers .Maria Stuart".
Das 1'3rrf ist wir alle Klassiker an der Gießener Bühne, auf das sorgfältigste neu ein- studier, unb hat bei der Grstausfichrung zu Schillers ®eburt»taa einen überaus starken ®r- folfl erziel! 8» wird besonders daraus aufmerksam gemacht, daß dies« Äufführuna sich auch sehr gut für ben Besuch durch Schüler eignet, da der zeitige Bnsana um 6 Uhr das Borstellungs- CTtbe gegen 9 Uhr ermöglicht Wie bei allen ^rembenvorstevungen gelten auch bei dieser ermäßigte Preise
«neuen M tjhebcT» unb Gästen Gelegenhett, Mc Borsitzende des Haubrrereins Frau D.-fothe« von Belsen, zu bären. 3ßr Referat, das den Xitel trug . Be- «Irbungen Zwischen nat analer und internationaler Zruuemrrdcttbezog sich *.m w ienti chen au< die bei jener Tagung geleistete ‘jirtxnt. Gs War austerordentlich interesfanr zu bbrriL auf wel^ üDets« dies« Gruppe von dol.st'ch tätigen Menschen der vedch»« «nsten Länder an ihre Aufgabe hcrangchen Gewi st rev.ä'cn! eten bi« In Amsterdam versammelten Delegierten etnst- Weilen nur einen Bruchte.l der Devötlerung ibree Heimat man barf sie eher wohl als bi« Pioniere des Dclt'neben« b. zeichnen Srau von Belsen führte einleitend aus. bah w r in einer Zeit der Umwandlungen leben als deren edte Pstase der Deltkneg anzusehen sei. Ob nr t ob ostne neue Kriege so stünden wir doch vor arvsten B rände- rungen, namentlich in bezug auf die Nationalitätenfrage 3Wed und 3id der Am irrdamer Tagung war es in eingehender Arbe t bi« fragen zu erörtern, die einem fr.ediichen Ausgleich dieses Prvblemes die D«».' ebnen können. 3« Mittelpunkt der TagungenIxlt ftanS die Srörte- rung der wirtschaftlichen un) politischen älrsachen der Knege. Die Aeferat« Wurden von männlichen unb Welbl chen Lachverslän^ig m des Internationalen Arbeitsamtes, der Larustungskanfe- renz uli erstattet Al« besonders fruchtige erwies sich di« Aussprache zwischen Bertretern der vertchiedenen KfltiondLtäten. denn di« Grundlagen eines europal chen Fr.ebens sind unauflöslich mit ben Vorgängen auf den anderem Kontinenten txrfnüplL Bich! nur. Weil be finanziell c Zukunft Gurvpas in hohem Maße von feinem Hauptgläubiger Amerika abhängt. fonbern auch. Weil da« Espan!Ionsbedüttnls der übervölkerten Länder, Wie z B Japan, in fernen Auswirkungen von nicht zu unterschätzender Bedeutung für all« Staaten ift, di« durch ihre 3n- dustrie in den Delthandel vcr lochten f.nb. Dir Srgebni'ie. zu denen die Konferenz kam. konzentrieren sich vor allem auf b.« Forderung der all- mählichen Abnistung und dl« d«r Aushebung der Aolllchranken zwifchen den einzelnen Landern. 3um Schluß gab Jrau von Belsen m>ch eingehend AuSkunst auf Ara gen aus dem 3uhSrerkreis. fo daß wohl alle Grschienenen in b?zug auf bft« fcUtperwiegenben Probleme Anregung unb Belehrung mit nach Haus« naß men. N. M.
Briefkasten der Redaktion. lAechtsguthaben find ohne Derbindilchkeit der Schriitleitung )
b. 55. Die Frag«, ob Ähr Schwiegervater nach dem TDortlau: uno dem Sinne des lieber gab*- Vertrags jederzeit den Botpfenntg (Bot- unb Tvdgckd) verlangen koim. läßt sich ohne Ginstcht- naßme in ben Beitrag nicht entscheiden. D r Aot- psennig kann ein X.iT AnschlagspreUes bs übergebenen Gut« sHauses» oder eine Wieder- kehrende Auszug^leistung sein, bm Zweifel kann der zu leistend« Geldbetrag, der sich als Aot- psenntg bcr'tellt, von dem B.-rechugt.n । fx r» li gefordert werden, ohne ein B.dudi'is befonders nachwetsen zu müssen (Artikel 52 des hckf. Geleges. die Ausführung des BärgerL Gesetzbuchs betr ). Sv lange her Berechtigte nicht - etwa 1 wegen Verschwendung — entmündigt werben
1 kann, gibt es gegen fein Beg hren keinen.Schuh".
bestr. beaß m’r zoum 6nntb*ecg röcfci gout Beil« n" rwan kann, fioa» oev« oaroer all t* «ItboxH •ar djtroGjuro; wann ro r ftr dem
a geheuere Dreod näit leim Deftche ■’ eauofemm« kann tm bät 6rbroofoßrgekf«betn 1' «rtvich« U» ? v« gut rebt. Sei rat« Wolle Se net, taiw gehe Se n«t. Ariför brauch« ve kaan und ka Schneiderin. Vie brauch« faa Geld."
3ch - brauch« kein -- Geld--.
Di« Aacht brachte mir einen konfusen Ira um.
zache ' ..Kairoer Mann", ioor ich. ^bc bestem oaroer .'rääch! bann Mu» « Ha ; Stecksch« vom Birfir* flrig ea» On»durchfoohrt rooo» wa »Reedeog». n oochde m'» etz au »gebaut ea» orpf lästert »ärn
Geld reichte nicht
Gewiß, es reichte für mich und die mir bkuts- eber wahlverwanM waren, so im engen Sinn Aber verträgt sich Wahrer Aelchtum m;t engem Sinn? Menn mich bi« Sonn« freuen soll, bad ich nicht das Gefühl haben: zu vielen kommt fle nicht. TDenn ich In Wärme und Vicht glücklich fein will, darf mich nicht der Gedanke an die stören, die in Dunkelheiten und Kälte stehen. Und 11-, könnt« ich «in f«stlich«s Mahl genießen, Wenn Iba re Gäste mich aus hungrigen Augen
aber für die Verhältnisse genügendes Spalier abgesperrt worben, ’o bat) an dieser 6*etle «in Sturz In den Graben ntt mehr zu befurche en ist. Auch vom Sübend« her ist quer vor das Grab en ende eine Schutzvorrichtung a ,gebrach! Worben.
— Gin Notruf vom Aahrungsderg ging uns scstern in einer von zahlreichen An- Wopncrn ‘t er Straße unterzeichneten Zuschrtft zu. Die Beichroerd- führer beilagen lebhaft und nrd IBccy; i n jammert ollen Zustand des Straßen- ftüde» -ro sch n der Garten- und ter Keplerstraß«, ßt» bettr;cn haft mindestens feit 4? Jahren an bie'em Straßenftüd überhaupt noch n chts gebessert worben fei und fit laben btc IHttglWbet btt maß gebenden städtischen Stellen «in. z B nur einmal zu verfuch«n. ob sie In Ermangelung cch-.es 3ußft«tgeü. beionbrre in ben Abendstunden. an erntm vorüderf ahr en den Auto borbei- lonuncn tonnen, ohne dabei ihre Kleidung hx stärkster TM « beschmutzt au sehen Die Gtnfender wollen zwar den Borietl der Wegchauttitrxmg durch bae Widengeländ« zum Flugplätze nicht verkennen, ob wohl ste von der Dringixchio.t bür'tr Sache nicht gerade überzeugt sind, he meinen aber, daß es noch bester und jedenfalls viel dringlicher sei. dem durchaxts unhaltbaren Suitanb der Straß« am Aabrungsberg »roi- sch>-n der Garlenstraß« unb der Keplerstraße cm Gntt zu machen. Und bannt haben die Ouv r' Lamstag, 3. Vez.
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MuU gu' nicht retf genug warft, vielleicht auch innerlich noch zu zart unb verwundbar. um bit Dinge in Dir zu verarbeiten, die Du heute sicherlich verstehen wirft
Du bist mein einziges ÄttO. w rst es bieiben, unb es ist undenkbar, dah es zwischen Dir unb mir Dinqe ter Seele gebe, bic nicht ganz wahrhaftig seien Du hast oft genug Deinen Tater und mich lagen hören bah cs sich nicht lohnt, in Lügen flc.icn sich selb! und ti jen gen zu leben, die man liebt Ader Du w rst es mir ersparen. Don meiner Liebe zu Ihr zu reden Sir haben uns. solange wir unter dem gleichen Dache lebten. unser Gefühl immer durch entere* als Worte bewiesen: und wir werten es nun. wv uns zwar ter Daum deutlicher trenn: als zuvor. Octot6 nicht anders halten Du ©eifct, bah ich niemals das war. noch meiner Anlage nach ’m konnte, was man eine ^örtliche Mutt.r nennt Und Du selbst warst ebensowenig ein zärtliches Kind. Die gebanflidte Strenge, welche das Wesen Deines Baters lennz ichnet und ter starke Sinn für Wirklichkeiten, ter mich so sehe von den mri-
•) Aus dem soeben in der Deutschen Verlags- anftalt. Stuttgart. erichienenen Vornan »Eros Anadhomenos" von Albert H. Rausch.
ft en Frauen unserer Kreise unterscheidet. haben sich. Dir selbst zum Segen, auf D ch vererbt. Du warst qetoth nicht ein frühreifes Kind, aber Du begannst schon die Dinge auf ihren Kern zu prüfen. als Deine Altersgenossen noch ganz in ihren Träumereien befangen waren, bk den mc.ften so viel von ihrer teftn Kraft rauben unb beim 3er- fticben immer ein Gefühl ter Leere und der Bit- ternis zurücklassen. Du hattest starke Vrncinun- »>m früher aU starke Bejahungen. unb wir. Dein Tater und ich. sahen biete Sntwcklung weit Heber als ihr Gegenteil. Ratürlich warst Du dadurch auch begrenzter als mancher Deiner 3u- gendsreunte aber wer erkannt hat. bah Werte nur da zu gedeihen vermögen, wo Grenzen laufen. und dazu ganz genau weist, welche Wurzeln eines Tages itec Blüten tre ten mässen, zieht die grobe leuchtetrte Kraft fritener Blume ter flüchtigen unb rasch verwehenden Fülle ali.zu mannigfachen Spriestens vor. Es ist selbstverständlich. dah Deine angeboren: Anlage in ter Luft des Hauses, in dem 'Shi grost wurdest, gefördert werten muhte. Die auherordemliche Bedingt (»eit ter pol li'chen Bewertungen, wie Du sie fast aus jedem Tif4)gefpräch entnehmen konntest. die Menge ter menschlichen Erscheinungen mit ihrem örnftbaften unb Lächerlichen, wie sie in dem Hau» eines Diplomaten auf- und niederebbt. muhten Dich doppelt und dreifach vorsichtig machen unb Dich bas Wort, das fast Larner m st- braachte unb deshalb so lügneu'-che. verachten lehren. Wer sich Ichliehlich so von allem Flitter des Umkreises entfernt hält un*> eher mißtraut als glaubt: bleibt natürlich innerlich unberührter unb reiner als jene viel zu T.den. die durch dürings'en Anreiz in Schwngung vergeht werten. und was er vom Leben erwartet, wächst nur aus dem. was er in sich selbst als unverbrauchte Kraft trägt, nicht aber daraus, was die Menlchen unb die Dinge deS Zufalls zu ihm 6 m- fpielen. 3etes unmitt Iba re Lich: hat anziehende Kraft: und ein jedes wird den Etcf' an sich heranziehen aus dem es selber brennt.
AIS ich mich vor einem 3ahre entschied die Ehe. in ter ich siebzehn 3ahre gelebt hatte, au*- zugeten w.irte Dir gesagt, dah di: Gründe tu diesem Schritt in meinem Bedürinis nach 11 nab-
3ur Regierungsbildung in Hessen.
Die Loztckidrmolrate» fordern das 3**c*mi*ifirriiinL (Ton unfern Darmstädter Redaktion.)
Darmstadt, !. Dez. Kur, vor tem 3u- Iammrntriti des He-li-chen Landtags verte«« ein Artikel tes.HefftfchenVolksfr tun d Beadbtunfl. ter lich mit ter RegierungsbUdung S4<^fiigi Der Artllel gesteht bah das Er- jebr.i* ter Sasialtemokrali'.ch-n Partei tn Heilen ebtt schwere Enttäuschung bereitet hat. te sie, durch die Wahlen an ter Wallerkante rerführt mit einem erheblichen Slim nenzuw^chs gerechnet hatte. Lus ter geringen Wahlbeteiligung wird für b« Sozialteinokrarts tee Lehr: gezogen, überaus haushälterisch i n Aufwand bet im Wähler liegenden politllchen Kraft zu lein. An die Partei wird die Rlahnung gerichtet durch eine Lenderung ter Verfassung im Sinne einer Auflösung des Landtags durch Befchluh des Landtags selbst die Tor- ausfehung für Wahrnehmung des günstigsten .'Zeitpunktes für Reuwahien zu schal en. Wien ?Parteien habe eine zugkrält.ge Parole im Wahl- impf gefehlt Rur das Jentrum hätte sich erhebliche Stimmen erhalten können mit feiner alten Parole .Die Religion ist In Gelas-: Intern es zum Kampf für Die Konselfionsschule aufrief 3n der Arbeiter!chatt hätte te onters di, Terf>;t erung über Sie neue Teamienteloi- bunflJDortage eine nicht unbeträchtliche Rolle gclplett. Die Vorwürfe gegen die Politik ter Sozialdemottali'chen Partei in den Reihen ihrer eigenen QU bänger gründeten sich vor allem auf die Tatsache, dos» M: Machtposition de r Partei I n de r Regierung in Vergleich zu Ihrer Stärke i.n Parlament unb in ter Wählerschaft z u schwach fei. Heute noch habe Helfen nach neunjähriger Regierung ter Weimarer Koaii Ion unverändert bas alte grotz- herzogliche önftem ter Staats- uno Ko.nrnunal- Verwaltung Eine Denvlratl'ierung der Termaltung in Lim: de Aufnahme neuer Krälte habe überhaupt nicht stattgefunden. Den ZukunftSau'gaben einer Tertval- tunaflteform liehe das helli'che Innenmi listerium völlig tnierefe- und verständnislos gegenüber. Dazu komme noch die Verbitterung breiter Wäh- lerschichten über bk Steuerpolitik tes demokratischen Finanzministers. tee durch die voll nusgesch^pfte HauSzinssteuer auch viele sozial» temokratilche Dähier fchwer treffe und eine auherorbentlichc Belastung ter Sozialdemokratie barsteile. Der Ar.i et befürwortet die Wiederkehr der Weimarer Koalition. .Vorausfehung für bas Zustandekommvn einer derartigen Reg erung ist ater, haft eine *1 er •rciterung ter o ia demokratlf e.i To- fl» in ter neuen Regierung eine Lebensfrage für die Sozialdemokratie und die Torausfepung für ihre Beteiligung an der Rogieruna ist. Die Sozialdemokratie wird ddes- mal auf Sie Tefe 6 u ng de s Innenministeriums durch einen der Ihren un- tedingten Anspruch erheben müssen, wenn für sie die Rogkrungsteteillgung überhaupt einen Sinn haben soll."
Eine halbe Zusson.
Der Zusammenschiust zwischen tem Zentrum und ter Bayrischen Bolkspar 1 el ist nun doch in sehr viel engeren formen erfolgt ai» man annrtenen konnte. Er ist aus Anhieb eigentlich schon so weil gediehen, hast die völlige verichmel- uing her beiden Parteien nm noch eine grage der Zeit ist. BoliNschc Aegenlöhe zwischen ihnen waren ja eigentlich schon längst mcht mehr vorhanden, sie entstanden in der Weimarer Zeit, ab da» Zentr-im lehr scharf nach links absackte und in Bayern nach den Üriihru.Qfn die man hort aus erfkr Hand mit tem fto-nnumi»nni» gemacht halte, gegen jede Konzession nach dieser Richtung eine begreifliche Abneigung beftante Vas bat lich inzwischen planiert auch beim Zentrum Hal sich ter Föderalismus mietet unbegrenzt durchgesestt In tem Paneipro- gramm besteht so gut rme gar kein Unterschied, in ter politischen Prari, handel! es sich nur um Nuancen die vielleicht darin ihren Aufdruck finden
werten, dah das Zentrum durch die Bauern etwas mehr nach recht» genickt wird, wahretrd gleichzeitig bie Bayrische tiollepartei einen »einen Ruck nach link» erhält, die stch also um da» bekannte Wort zu wiederholen, im Zentrum des Zentrums treffen.
Um so schwieriger war e» aber, die pcnönlidxm und organisatorischen Gegensätze aus ter Welt zu schassen, die vornehmlich in ter PIa 1 z vorhanden waren. f)ier hatte da» Zentrum den Ausbau ter eigenen Pari« am weitesten porgetrieben unb war dicht an die Stimmenzahl für ein eigene» Mandat herangerückt. Die Bayern verlangten aber, dass, wenn lie mit tem Zentrum jufamnwngingen. ihnen die Schwesteroartei in ihrem eigenen Bereich nicht mehr in die Quere kommen durste. Hier ist
Gegen den amerikanischen Siachel
das
gc nl > stung 3 llg JdMcbung
ter Bezeichnung efr»nhl
Die eoange:
Der ter hat
jahr 1926 21 gegen 1721 22 u n 3 Pti die kalholifchen um 1.4 Proz. iKrn deutender Abgang ist in der nut
israelitlfck^n Schulm ringe r t i Schulksalf en von 207 20) aus IS. 40). allo um y.b *?r z nd d e Lehrkräfte von 195 90) aus 180 30', allo um 8 Pro- vermindert
Ter Rückgang In teer Zastk der Sch üler ist auf den Gevurtenaussall währ i>i des Krieges zuröckzuliihron. Bm b.n acht Gei-urts- iabrgänfltm. die In Schul.astr 1923 2k g on-nnsam die Tp!!5fd)ulen be übten, g h. r e i fünf den Kriegojadren an. nämlich die (3.burt*ia' rgänflc 1914 15 bi» 1918/19 Im Sh il ahr W21 22 ux'r nur der L*nte Jahrgang (DB) in te.t Krieg». zeit q-'berri, während alle vorang h n*> n n. ch den öebur'*|ahrxi3nqen vor de n Kri g* mi ihren teforteerj hahcn Zahlen ^atfpach n. D.e Schülerzahl auf 10 000 Einwohner ist von 1502 in« Schul ahn 1921 22 nuf 1062 Im Schuljahr 1926 27. also um 29 Proz unb bimst stärker als die Zahl der Schüler ab rchaupk zilrückgegangen. Dicler Tüdfl*ni k nnz t boct den
Anteil der Schui Inder an teer in d-r Zwilchen- zeit größer gewordenen Zahl te r Gesamt- bevolkerung.
Der Rü kgang in b r Z ihl ksr Lehrkräfte fürfte nach ter. Ermi Hungen des Statt llkch n R.ichsamt.S In bt H iup lache aus b n e-folg en Addau und D.*rrinaTte Sln'tclf ing m ge t nüber ten Abgängen zürn kzu'üstrm f in Pt Zahl ter Knaben ist etwas we.iiger ft irf zurü fq g injen als die ter Mädchen. Dies dürste unter anderem damit zu erk.üren fein, bist wsthrrnd tes Krieges unb nach tee n Ädeq? aul buntert Mädchen etwa ein bi» zwei Änaom mehr ge- boren wurden, als vorher — Die Gliederung k>er Schüler nach ten Konfessionen z-igl. dach bie Zahl her evangelilchen Schiller fleh um 26 v H.. allo etwas mehr nemngtr. hat, als die ter katholischen (25,1 v H ). Die gegenüber teer Desamtabnahme ter Schul.r-ihl n-e-t schwächere Abnahme ter i sroelitifchen S stuierzahl »um 15 Proz » dürfte auf Zuwanderung zurü-kzu- führen fein. Eine Zunahme vor 202 Prc^ -Zgt
Rohrbach.
Tun kommt zu den sranzöfifchen S immer gegen Amerika noch eine e n a llf ch e. Lvrd Riddell, em Zreund Llvt)d Georges. Blze- »rOUtexi tes cnglt chen Terlegcro rvantes unb clbft Berleger rin^ großen Blal.es. Hal in Glasgow eine Rede ggalten, in der er zuerst das Fehlen A'ner.la» beteuert.• und tenn for fahr Tu* mciüen Völker feien b.n Ter.in ß*.e t S aalen lief verchulde:, und durch die daraus fall', nte Imperialist.Iche War ne-, Armee- und Hrnoels- polliir Amerika» werte ter iete bebrohj. Amerika. strebe danach, in Hindel. in bri Finanzen ulw die Welt zu beherrschen. 81 woll.* k.lnerlei fremde Einmi chung aul de n amerstani chen Weltteil butten S ine Inbustri: unb feine Arve ter feien durch Zolim astnahmen und ttmoanterungf- tefchräiiturgen absolut g.-schübt Gleichzest g trage es leinen Hantel überall eifrig vorwärts unb trachte danach, in ter Del teiplonitte ein? führende Rolle zu fpiel.*n. ohr Mb i eine Trrant- wortung übernehmen zu müifm.
E» flin.it fast toi? eine A ifpielung aus ten Ar ikel in brr Ration^, wenn Lard R'ddell zum Schluß feiner Re>? sag . er glaub: kein m Auger- blick, .dah die Tm-rJan-r ich ter wahriche n- '.ichen Früchte btd.r Politik b-wusst fe.cn“. 3m großen unb ganzen wie gefag nicht Rete:is- arten wie die c.nnB nach'en.llch aus *!uropa zurückgckehrten Berichter I ers man möge be- terJcn. kah Europa draus unb brm fei. .den Teufel mit fi-ucr zu b^änpien unb ihn einen grohen Lössei fdner eig n n RI *dizin zu schlucken au geben“, sind §rohe AuZnahmen. nam ntstch auch. waS die in Ihnen Nch mu$>rü je ibe Besorgnis an gebt Die ossizi.ckle L »ar: Ist immer nech die tee .groben S:ols'. mit b.-m .'.Incl Sam" sich s on Rcspe t würde zu verlchais n Liss m. Die^ Argun-.nl wird auch gezenüb r tem einzigen europäiUxn Kert.llp a>. g braucht, von b-m man ern thasl ipricht: ten log en mn'en Ehemielruft. Trotten ä:g-r man fi st gründlich über d'e in 3 iglanb aufgekon n.m: unb jchl viel gebrauchte Lesart für ,U S" nämlich nicht Uncle San. sondern Uncle ShyIockl
Die Rete Lord Ridtels w rb vennu lich etwas mehr beachtet w rb n, als die französischen Dellamationen. die i?b.nnam bami abtut. Zranfreich behaupte, es könne fein? Sliulten nicht bezahlen unb habe hoch (3.1b g nug nicht nur für feinen eig.neii, fomtern auch für fr tntem. poli i chen, t chechi^cten und for. ligeii Militär »- mui. 3n Wrlllchkeit brauchen die An,.-r kaner solange keine Sirze vor Ear pa zu h.b n. wi? es ein .Europa" Im S nne eiier g • aenla n*n Abwehr!ront gegen bie am r.kanilch Zolltefpo ie gar nicht gib: Selbst wenn Anjä)e zu einer solchen Front sich zeigeu tollten — em Versuch zu ihrer Gründung wäre am ehesten noch von englischer Seite erfolgreich —, so wird? es für eine flanke We le noch genügen, we m die V r mieten St aal en den folgsamen und bescheidenen Güntern mit Krediten, denen aber, die fl-ff-m b.m Stachel loden wollen, mit Krote sperre winkt.-n. Immerhin dast ein .Paneuropa" zukünftig einmal feinen Geburtstag in einer zollpoli tifchen Abwehrfront gegen den amerikanischen Artikel 31Z erlebt, man nicht ganz so unwahrscheinlich fein, w:e bah es aus dem S?lte e.nes gemein’an-en Kullurtewuhts.in» ober einer gern einsamen AntikriegSstimmung das Licht der Welt erblickt.
Ton Dr. Paul
S.tt ein g?r Zer: werden drübrn m dm Vereinigten S aa.en Stimmen von XncrUancrn laut, bie. aus Europa zurü(Kehrend, ihren Landsleuten zurufen .Achtet darauf, wie bas Bild unterer Ration im europäischen Te- wuh11ein s i ch wandel tl" Die Reuhvrker .Ration, eine liberale amer'.lrn fche Wvchen- Ichrist. d,e sich schon öfters durch bie Unabhäng fl- lei t ihres Urteil» ausgez.ckchnet hat. fchr.eb kürzlich:
.Die gegenwärtige Pol.tik Amer kas ^che nl uns zum verhaßtesten Lande der Welt machen zu wollen. Wir stoher einer Ration nach ter andern durch G.ckdstolz und Airnastuna vor ten Kops, unb durch untere Annahme, daß wir da» auSerwäh'.le Toll ter Erde siiw D nn wir so sor machen, werten wir in einigen Jahren ijenau so unbeliebt fein, wie Deustchlarib es vor fern Kriege unb Im Krieg: war"
Tor tem Kriege war A n-rika baS g lobte Land ter Freiheit, auch i n S.nne des fr* <*n Wettbewerbs ter ®o,tfr mnJ.Cbalt für all* öuropamüten. brr temokroti chTn ttrneu rung des Lebens utw Durch tes Oingr.-if.*n ter 2nr.- Inner in bro Krieg erhi'lt f in B Id für b .* cr- fch pslen. am S ege über D.utfch'.and verzweifeln- ten alliierten B5 ker tozar ein Ar vo • terot- sch:r Verllärung Aber, um mit ten Worten ein » franz, fifchen Krst l rs zu spre ten: Al äre
ter Apotheose lind längri n- g am An rila finden Sie haben nich nur die Lr ast -un, q.- machl, b in fi: von brltei zun B.zihlm ihrer C^.-ulivn ang statt.' i u> rj . lOiöri fi st rost n jeyt. nach tem Ab.chluü tes HandrlSv r- i raae» m l • Deu11chland. auch aul lm Ar ikel 31 i bei am rikanilchrn ZoHririss b r teflimmt. daß wenn ein Lar^ bi: a i*r k a ch: Gi. s. hr ung in ia r d h nd It, alS die <5i fuhr antetcr Länder, 5. Prüfid'nt bi • Waren dies s
hängigkett und freier Verfügung üb.*r mich fdbft zu fuche-n seien u nd da st meiner Me. nung nach bas Zulammenleben mit teir.em Tater nicht mehr durch Smpfinbungen bestimmt werte, bie bie Form ter Ehe noch röchttertigten. Deine eigene Gutwicklung lei so weit vorgeschritten und ihr weiterer Verlauf werde Dich ohnelies so sehr aus dein elterlichen Bannkreis entfernen, dah sie in meinen Er- wägrmgen keine ausschlaggetente Kraft mehr haben könne: um so weniger, als Du alle Wene. welche Dir bie D ndung an mich Mit Rc^wendig- keit gemacht haben, ohne jede Schmälerung auch weiterhin erhalten würdest.
Du gabst das Gewicht tiefer Begründung zu. unb erkanntest bie Berufung auf da» unbrtingte Recht ter persönlichen Fr.ihe t in demselben Maste für mich an. als Di» in ihm von Deiner Kindheit an erzogen worden warft Auch wustteft Du ja, dah Freiheit niemals Willkür heiht, fon- tern gerate das Gegenteil: Unterwerfung unter ein höheres Ge'etz. mit dem zu spielen uns als Verbrechen unb Aufgabe unteres Selbst gilt. Du glaubtest mir unteUngt, unb gabst mir damit ten erschütterndsten Beweis bet äufjerflen Liebe, bie je eine Mutter von ihrem Sohn: erhoffen kann. Mein ganzes Fühlen für Dich wurde ein grobes Danken, fett Deine Stimme zu mir herüber gedrungen war. unb die BZ.*se, die Du mir in diesem Jahr bet Trennung nach Rom schriebst, gehören zu dem Kostbarsten, das mein Schicksal mir geschenkt hat. Du weiht aus meinen Antworten. tote lehr mich die G wihheit beglückte, dah mein Snttchluh Dich nicht von mir entfernt, kontern noch viel näher in mich hineingerückt hatte Dies war schon die erste Frucht meiner Treue gegen mich selbst und mdn2e Glaubens an Dich.
Aber es scheint mir unmöglich, daß ein luchenter unb nach Pürenter Geist wie ter Deine, sich trotz allen Glaubens an mich niemals gefragt hätte, ob mein Snt chiuh. mich von Deinem Tater zu trennen, nicht auf äußere Anlässe zu- rückzusuhren fei. die Dir vielleicht aus betonteren Grünten nicht mttgeteilt wurden. Ich mühte nicht Deine Mutter fern, ®erm ich nicht xto Ichen den vielen klaren .Zellen Deiner Triefe diese stumme Frage durchgefühll hätte, auf die ich Dir erst heule annrrcrten kann Du hast bie Tatsache meiner Trennung anerLnn: da- ist das Entscheidente. Aber ich bin cs Dir schuldig, so offen zu Dir zu sprechen wie zu mir selbst: Der Gedanke einer Sch i.»un; wäre nft vor Jahresfrist nicht gekommen, wenn mir nicht vor nur anderthalb Jahren der Mann begegnet wäre, dellen Liebe meinem Geben einen Inhalt von solcher Tiefe gab. dah ich in biefer ungewollten Begegnung ten Rus des Schicksals erkenne« muhte Die'er Mann iit dhinia. ter
Tratet tes italienischen Auheninintsters Ihm will ich mein Leben vereinigen ihm will ich das werten, was ich Deinem Tater nicht mehr sein kann. Denn die Spannungen tes Gefühlcs, Aison». sind nicht in unsere Hand gegeben, und toa» sich von selber Lodert, bindet kein rn.n'ch- liches Wollen mehr zusammen. Auch hier erhebt sich vielleicht in D:r abermals die -rage nach Grünten: unb auch hier ’inb Grünte bit jedoch nicht bei mir. sondern bei Deinem Tater liegen, Grunde tiefster unb empsinblichster Tatur, jen# fei:s von allem, was die Menschen Schuld ober Schwäche nennen. Der Augenblick wirb nicht ausbleiben wo Dein Vater selbst mit Dir reden wird. Du wirst es chm überH 'm. die Siunte zu wählen. Rur soviel Wille: Ich habe mit Deinem Taler niemals ander» als in Eintracht gelebt Die Art, wie wir unS trennten, mag Dir besser, als Worte ei jemals vermöchten, lagen, wer Dein Vater ist ter vornehmsten Menschen einer, bte ich jemals gekannt begrenzt, sogar sehr begrenzt in feinem Gefühl aber innerhalb seiner Grenzen ein vollkommener Edelmann.
Ich will, um allen Gedanken Raum zu geben, die in mir auffteigen, a.inebmen, dah Du nun. nachdem Du ba» Entfche>bente weiht, eine neue Frage an mich richtetest: ob ich so tote nun. auch bann gehantell haben würde, wenn diese Liebe zu einem 3eitpunfte in mir erwacht wäre, wv Du selbst noch ein keines Kind warst, unb ob ich. beim Abwägen ter beiten Inhalte, die das Leven einet Frau ausmachen, bet Liebe und ter Mutterschaft, diese jener geopfert hätte?
Liebet A.fons: Gs scheint mir linnloS. eine solche Frage aufzuwer'en. um an ihrer Beante toortung ten Grad mütterlichen Sühlens zu er-
Staat und Kirche in Hessen.
T*w hessisch» Realer-"- nimmt In etoer angrren. in der ^Darmstadter 3tt!ung' oero'ienr- Ld)tm ijrfidrunfl ya den Ausführung«" de« Vertreter» dvr sttrchenreaieruna in der Atzung curn 24. kovember de» Lanbeskiechentaae, Stellung. Sr wird daraus ou^rfsam «mich:, M di« Irtlärung de§ Vertreter, der «rchenregierung nicht aen in Lee Dresse oeröftentlichen Satz ent- daUen hab# ,.!tsss heut, ist Um, Eijohun» de» Stoal»yt|d>uflM dnflftrrtm. Mn zwei Stellen hab« der vrnreker der *itd)#nr die ffirdy kB« nicht mehr 322 md Mass der staatlichen Leistungen. Nicht dagegen handelt es sich um die im Ärtitat 138 der deutschen Neichsverfossung vorgesehene Ausein- anderseizu.iq sriblosung). Di« Grimdiäne. welche nach der Neichsver'assuna hierfür auszustellen sind, hat da» Reich bi» «esst nicht erlassen.''
Oberhessen.
taiiDfrci* Wicste»
T 2MI f n b o rf a. b . 0 a b n . 1. De» Ttoch- örm vor einigen Wochen der Lehrer Heinrich K l m in « !. seither In Elbenrod, die hiesige zweita Lehrerstell, übertragen wordcn war. trat er heut« seinen Di mit In unserer Gemeind« an. Schulderuxilter Düll, der nach unserem lang- jährigen im Mal In den Ruhestand berichten Lehrer Himmler bic St.-lle bis setzt verwaltet hatte, wurde zum verwalt ec der Lehrerstell« tu 9fb«nrot> ernannt.
ar. Grünlngen. 1. Den. Unser Lehrer Rullmann ist nach mehrwöchiger Behnnd- Tqng in der Augcnkli tlk gestern wieder zurück- gekommen. Schon dreimal in diesem Jahre hat er wegen feines 3ug nletd.-n- daS Kraiikrndau« ausluchen rmilffn. *$>3^ linke Auge hat die 6?b- Iraft vollends verloren, währ.-nd dem recht'n das S b vermögen g,nz erhalten blieb, ör h vssk. mit dent neuen Jahre fernen Dienst wieder aufer geyaungrt, oor^dtlg ktn« Abichteb p nehmen Durch ‘rin, reiche tmntntjk aus »taten Orbtaten. oax, 'ein, oarbildtiche .^uvortommenhest und ^reundlichkett war er hier allgemein geachtei und geehrt. — Der besang verein ,.(Ä , r m a ■ i e' von hier unter Leitung von Lhormeistar Harntfch <&anenbom) wtwi haltet ar kommenden Sonntag abend m V ‘ rklar einen Werbeadend für da» deutsche Lied >rd den deutschen Aänner- qfkmg. Der Verein entfaltet rege latiafeit; ir «r langta schon mehrer, erst, unb Hau ptehren prell».
y. Rüddinashaufen. 1. Fey 3tt bei ersten Iijrx wird unter Ort Autovertzin- düng nach den S'ationen Odenhausen an der Lumda und Grünberg bekommen. Herr Scherer l-ainer-Hof) beabsichtig'. ein n r-g-l- massigen Autoverkehr von Weitersh rin über 'Ru-Öbingebaufm noch üben bauten und von da über Tvc'ter-Hain, Bernzseld, Atzenhain. 3-ton- genrod. Lenhotm nach Drünbcr z unb zurück nach TLxilershain zu eröffnen. Di« 6 t.xf? soll t ä a - l i ch zweimal gefahren werden, ab nds wird da« 3uto noch einmal von Weitershain na<$ Obenbaulen unb zurück fahret. Bin genauer Plan liegt bi« jetzt noch nicht vor. Da« Unternehmen soll von den anliegenden Gemeinden unb b r (Prünberger G e s chä st «welt finanziell unter litztzt werden. Don aH m 8tn- wohnern der interessiertm ®em.'tnb:n to'rb das Projekt sehr begrübt.
w Langb. 1. Dez. Dieser läge hiril unser Gesangverein .8 i n t ra 4)t** fein? d-.esjäh- ngc ordentliche Deneralversammlun g in der Dastwirtschast Ron'haler ao. Da ilt wurde das 42 s 4 hria « Stiftungsfest verbunden. Rahezu sämtliche aktive und passive Mitglieder hatten sich eingefunden. Die Rechnen isabla^e erfolgte durch den Rechner Steeg Trotz grosser Ausgaben bei dem l l.-sjähr g:n Dertunis'ingen und erttem Bundesseft des Horloff-Wettert al - Sängerbundes konnte em ansehnlicher Ueberschuss erzielt werden, der -instragrn) ange'eit wurde Besondere Anerkennung wurde dem Vorsitzenden. Metzgermcister Kammer, gezollt für seine um- sichtig«, uneigennützige 2rbrit bei der Organisation und Durchführung des Festes 3n der Leitung he» Vereins sind nun nach Stell mabbau und Lehrcrwech'el scste Derhbltnisfe geschaffen. Lchneidcrmeister Appel, der neue Drigenk, bat den Verein auf beachtlich.' Höhe geführt. Mehrere Vc'angSstücke und einige gut vor getragene Männerchüre brichloNen den angenehm verlaufenen Abend.
JRrci# Büdingen.
# Schzell. 1. Dez Der Tvlef-ngrund zwischen hier. Drundschwalheim und V.fles hatte in den letzten feuchten wahren schr unt-r stauender Räfs« zu leiden. Die guten SultcriuHcr sind infolgedessen verschwunden und Schilf, iZckrneidgras unb Vinsen an ihre Stelle gc.teten. Einzelne Tvicsenftücke ft.b.n dm ganzen 'Sinter über biv lief ins Hrüssjassr h nein un er Idailcr, rcnd wenn zur Zeit b.-r Heurrnt? ein starker Dewi lterre gen nied.rg.ht. muh das Heugras aus dem Tvasser an trocken« Llellen gebracht werden. Dobl sind Abzugsgrüben in genügender Zahl norh3nden, aber eS fehlt am nöligen Defäll zur Hecinii. D.-r'chtedene tsniwässe'-unge >ro» jekte wurden bereits vom Äult urban amt ,'irieb- berg entworfen, alle scheilerten bis jetzt an der Äoftenfrage und der Bcri ilung aus die in V.tracht kommenden ®emelnbvn. Run ist eine Üvassergenos>«nschaft im S'"ichen begriffen. die durch Grrichlung einer grosszügigen Entwstsserungsanlaa, ein, gründlich« Verveiscrung drr 'Viesenslache in der Hor- i off Niederung berba führen will.
Ärcie ckilsjcid.
>4 AlSfeld. 1. Dez. Auf Einladung des biefigen Kaufmännischen Vereins, der Einzel- !)anüeisver.'in‘gung und des OrtZget^-bevereins hielt am Rkiitwr chabetrd cer HandelSkainmer» Syndikus Dr. Zeidler sV.csscn) im .Heffischen Hof" einen Hort raa über .Reichs- und iande-rechtlich« Regelung ter Gewerbesteuer", ter gut besucht war Der Vorti genbe befasste sich im Rahmen des Defetz- entwurfs über die V-reinhritlichung de» Steuer- rcd>‘J mit der be ib ichtigren Reich-rahmenrege- lung der lAewerbefteuer. .reiche er einer eingehenden Kritik unter Gegenüberstellung bet Korde-
nehmen zu kdnn-.-n
- 2 kein dach, 1. Dez. Lehrer LH f) , l n • r i ch Meissinger verliess heute mit Zamili, unseren Ort um seinen Rubesitz in 'stiessen ju nehmen. Lrhrer Tlriblrger war 19 Jahre in unserer Ae- meinbe tätig. Durch angegrilftne Gesundheit wurde I
runaen der deutfechm Vöirtschari unicrzog. D?r vorliegende önttmirf entfpre^.' In vielen Punkten nicht den «Forderungen und Wünschen der deutschen Tvirtfcha't Grun> ö tllch mül e verlangt werden, bass die Deroerbefieuer aiisschiiesslich von den Gernrinden erhoben werd« und nicht
messen. Denn zu j«Vm fühlen g hören die Umstände. an denei es fich eiuzündet und entfaltet ... TDer aber wollt« nach rückwärts etwas sagen üb.T Umstände, die nie als waren? Mir scheint, dass auch Dein Ginn für das chchicksai» balle zu ausgeprägt ist. als dass Du ein« G.gen- »»art mit einer möglichen Vergangenheit b*- fastetest Vielmehr wirst Ju daran denken, wie llch mein unb damit auch Dein Leben in Zukunft gestalte.
Ich triebe mich Gnde die'es wahres mit Gtlore vhiaia wtbeiraten. der vorgestern nach den Philippinen aDgrrelft ist. Gr ist in Manila an grossen Pflanzi gen beteiligt unb im Laufe der Zeit b-*: Bll leipun^t des Untern hmens geworden äben dieser Umstand zwingt ihn. jedes Jahr einig- Monat« auf *tan Inseln zu verbringen Den 5efl X-s Jahres werden wir zwilchen Rom und sSaf l auf teilen, wo er eine Villa besitzt. Ich feldK werd« bieten Sommer bei Giulia Ortiuiiut in ©nrafu» und später bei Angelina Lancifi in Palermo verbringen, di« Du beide '- mst. Li.- find äusser D.rin.em Vater unb Dir. 'ie einzigen Menschen, die um mein Schicksal tri fen.
0» wird nun nicht an Leuten fehlen, dre versuchen werden. Dich zu bemitleide!. Ihre Zahl wird sich verbreil^che-.i, wenn erst einmal meine Diederve b Iratun.; belaniU gnvorben ist Du teilst Dich brer ti ert?• ?rer wL'en 2L*^r eine Sorte un rr ihren wird Dich doch vielleicht leiben machen oeii X- -> freuen, Me tres me d ch u t
zens und weiss, wie unglücklich und unfrei viele meines ch echtes durch ben Zwang äusserer Dinge find. Oie sie nich' die Kraft Haden, ab- zufchütteln Aber ich lasse mir «aenl.iwenig an meine eigenen Aullasfunaen rsthre.i unb verbiete, wem immer. Massstäbe an mich zu legen, die nicht meinem De en anjepaftt lind. Ich bin feine von jenen grauen, dir ihr L-ven in Halbheilen oder Heimlichkeiten hinziehen. Das bald ist. ergreift und bewegt mich nichl, kann allo keine treibende Kraft in meinem Leven fein, und was mich wirklich ergreift und mein Schicksal weitertreibt: das kann ich unm.^llch heim- Itch fern lassen.
Das mich ertülli. ist ein« gross« Liede, di« ich mir nicht ersehnt nicht erzw > igen tat»« bi, über mich gekommen ist als ein Geschenk ütotie»
Ich bin heute eine Zrau von aa> > nd>reisslg Jahren. In meinen Abern fliesst dos «tarke unb unverfälschte Vlut meiner be«'ifch« i unb pro- veirzalis Ken Ahnen der Lf Lenrider unb der Dr-quiunan Ich wüsste nicht, vor Gott, vor mir und Dir. dem Kind« die'es 'Blutes, was mich dazu bewegen tollt« hem che««y meines Ledens untreu zu werden. Das ich in mir leibt an Kraft und Vlüte -erstbrte. zerstör e ich denen, die ich llebe: und damit Dir zuallrrerst. Ader
do wir Herz In Her» und Au^e tu Auge fufarnm«sprechen wie nie zuvor, '«'bl wenn ch Dir nun einen Sch.nerz hätte bereiten müssen ich hätte ihn Dir nicht ettparen könne, -s wär« meine Aufgabe aeoe«en ihn fruch'var in Dir zu ma-chen. Mit keinem Dort« wird tr.efr Avt- Sucht getrieben, als mit dem Dorre OHer tut «in Opfer hat Schönheit un> zeugende kraft dassertae weich«« n'cht der SniMgurw. fo'C-em qang den. flMu'.l entfliess! Sollte ich Dich mit bem unfruchir ersten all« Vrrguchte belasten? Du selbst würdest mir Me 'chmer^- llchsten Vorwürfe gemach, habe-.-, in ten Augen, blick, wo Jvj »ur »rfennTnll g«{ tgt ^z^est denn Du hättest aa dem. was in --rr sinnlos zerstört messen toäre. um fo tt.'er jeHtten. H ed er Tvin Dend-n war*
D s ich Ffr [eir Alfons, gie v. sich nzch« für ,«de Hran und nicht für sessen S?hn Dass ich es Dir la ?, 'sthrr klbt be i Gah-rnk.-n weiter
SM- noch vom Ganbe, *itert wtT* dta ®hv beziehung der freien Berufe bi die Gewerbesteuer geordert werdens eben Io bte Verdehaltung Eer Hllialsteuer bzw. Ausbau auf alle Stliai- geschälte Der Kernpunkt der ganzen Frage sei dl« Senkung der Gewerbe steuer. Der poettaaenbe gtnnrvrt berechtig« tn btetag. bte Un vergangenen Sommer zur Ablehnung des ^egtenrngsontwurfs über di« Gewerbesteuer geführt haben, was vom Standpunkt der Stauer- ic bl er und der Dirtlchaft zu be bauern ’rt. An Den Vortrag der mit Verfall aufgenommen wurde, schloss 'ich eine angeregt: Ausiprach«.
Giarkenburg.
• Darm ft abt, 1. Des Generalleutnant i D von Dilllch. genannt von Pbllnltz. feierte am heullaen 1. Dezember fernen 77. Geburtstag und glei --zeitig den Tag. an dem «r vor 6S Jahren beim Militär eintrat. Adolf von Dillich tmirte am 1. Dezember 1853 In Butzbach als Sohn des späteren Cberfien unb Kommandeurs des Grossh Hess. Lhevaulegers- Aegirnent-, Cubtoig von D !l ch. geboren. Im Kriege 1870 71 nahm er Im Gefecht bei Bois dommun den Komm an eur |ran,b ilchen Öan- cl,rs-Aegiments gefangen, n d ssen Besitz wichtige Papier, gefunden wurden. Später war von Dillich Kcmmanbeur ter Deutzcr Kürassiere Im Jahre 190« wurde er mit der B fördernng zum DeneraUeutnant zur Dispv l'.ion gestallt
Ehrendoktoren derTechn. Kochschule Oarmstadt.
• Darmstadt. 1. Dez. Vektor unb Senat der Technischen Hochschule In Darmstadt haben auf clnflbnm.gen Antrag der Adtellung für Architektur den Deh-im/al Pr:s:ssor Dr. phit. h. c. Karl Bantz « r zu Marburg a. L. bem Maler hessischen VvlI-tums. und auf dnfhmm.gcn Antrag brr Abteilun z für Maschinenbau nen «Habrikdelltzer 9mll Schenck zu Darmftabt in Anerkennung Liner hervorragenden Verdienste um Me Entwickelung Der Materialprüfung unb die Einführung schw ng m-siechntscher Methoden in den prakti chen Masch nend.trlrb. sowie fe.ner wirksamen Tätigkeit im Inter sle der hessischen Dirfchall die Würde eines Doktor-Ingenieurs ehrenhalber verliehen.
Preußen.
tircte Wcylar.
1DCQL Deylar, 1. Tty Gestern abend fuhr eine Lohnkrastdroschke mit bvn Itnleu Achsen auf den Bürgersteig auf. schleuderte einen jungen Mann in eine offen ft c&cnbe Haustür und erfasste ein junges Mädchen, oas mitgeschleist u>'cbe. Dährenb der junge Mann mit leichteren ÖDarltounbcn davon- kam. trug das Mäbch.n so schwere Kopfverletzungen davon, dass es in em ft cm Zustand« im Krankenhaus bir.üeberli gt.
• - Wetzlar. 1 Dez Der gestrige Ferkel« markt zeigte we'entllch gc.' u> Austri ds- ziffern ah die varäerg h n).n Märkte. D ment» 'prcchenb hecricht« bei l bhas.er Jlu-vu ig r ger Handel, so dass kein Ue.>er'tand v r?h?b. 5 bl« 6 Wochen alte 5 riet wurden mit 12 dis 15 Mk. gehandelt, 6 bi» 3 Wock en alte XI c? kost ten 15 bi« 19 Mk.. während ältere 5?rt l und Läufer- schweine entsprechend Höhr bezahlt wurden.
M.tinü2u.
WSA. Jrankfurt a. M. 1. Dez Der Paketnachnahmeschwlndler Liebscher treibt hier Immer noch fein llnwe en. Indem «r bei Aerz e ober Aerz innen, die er erst durch einen Xe ephoiwnruf zu einem angeblichen Kranken von ihrer Wohnung »egfout, Pakete gez.en Vornahme bei den HauLangefielk.en anzu-
den ich unausgesprvchen laf1«... Es ist 'pät aewkräen. Lieber, unb ich machte schlafen g aen. Do immer ich bin. Alfons, da bl ft Du auch Hast Du aber Sehnsuch'., meine Hände ui svüvei und mein Ge ich! an >em Deinen 'o komm« zu mtr ober rufe mich an irgendeinen Ort. wo Du mich «ehen willst Denn keine Liebe, welch« es auch fest soll deL Körpers entbehren, wenn lie den Körper »erlangt"
(fin rhuntr Hans^ in Amerika.
Gin ^ssund«rps«r> das durch sein« erstaunliche Klugheu all feilte berühmten Ahnen ein- 'chllessl-ch d«s bekannten klugen Hans tn den Schatten stellen soll, errett geqenwärl g das höchste Jntevtifc der amerilanilche Di'sen'.chafL Gs ist dies, wie aus Leuyork bertchtei wird, die drei Jahre alt« schwarze Stute Lady, deren Heimat ein« lleine Zarm im Ktvile Ghestrrtield n Virginia ist. Biele Gelehrt« unb Stu enttn bet Psychok^z e haben bw Lady .interrnawt*. und glauben, di« einzig mögliche Grklä-una für die erstaunlichen Leistungen des Tieres in feiner Zähigkeit, die r-’enlt,.!tvr Gedanken adzuieton. aelunden zu haben. Hai es doch bei dm '.-tzten Verbuchen togar aus Kragen in chne cher Sprach« Antwort acgeben und den Sieg Demp- '«ys tn fernem Kampfe mit SHarkey voraus- ^rfagt (ij. Aach der Meinung .-.nes anderen Gelehrten, des Dr. M-chlach.an. b«|:tzt bw Ladtz ubenwnnale Kräfte und hre Leist«.llnb curch eine unbewusste Zortpiia-izuna .*»» lwen'ch. lichen Denblms auf das Tier zu erklären. Jedenfalls lind bte von dem Pferde bewirtenen Aöhtg- (r.ten geeignet, das hdckste Erstaune» *u er wecken Auf einer TI'chp.alta werden PNbcke. wie ft- Kindern zum Spfelzeug btanrn. ausge- brrttet. deren jedar rr.,- Zahl aufwrtst. Da m richte* ein Zuschauer kn seiger ebner Seinen Uhr nif eine bestimmte Zell. z. B. P 'Wtoutan nach 6 Uhr Afemand du' cr hm ’eiber hat 1 dieses G-stektan ee'eben Aul Die Krage .Wto- i inri Uhr ist HF berührt drs -»erd 'vglriss I sn: leinen Austern drei P'.bcke. bk b*r Zrhien „(f. 1- und 0 aufax- «m Wenn B»^-' 'ix
• au- den 'PMäcrn verze' ch^et ’inbi to i«-' dns
bringen suche, was ihm tn Frankfurt als auch cm 25. A.vember U IHawnteim wieder geg eck ist. Sc.n bef.n.erer Trick be :«he bar.-, llch nach vollbrachter lat auf di« G l«uiNib* zu tatzen unb an r.ntm ander» Orte am gl«ichem Tag« wieder neu« i?pfer |» lucheu. -- Der Akoed bei 3ronbrrg hat bis letz: noch keine Aufklärung getunten Die S.-Ciiee der Leiche ber ermorde:« Gerber hat ererben, bass das Mädchen wahrscheinlich '-nächst mit einem S«n gegen der Kopi geschlagen worden ist. Alsdann erhiei: et Stich« in den Hals durch die b;< Ha'.sfchlag ater durchschnitten wurde Der Tod burfta den-
ng etngetr« en ter». - Die fr- demokratisch« Stabtetrerbneiee- frafllon beantraat dl« Gewährung einer Deihnachtsbetbiife an täruerb*lol« und < I eglii'ae des Wohlahrtsatutes tH« Bei Hill, toll 10 bi» 30 Mk betragen. Ausserdem sollen bt< Verheiratete» eiuen Gutschein auf rir Le- bensmttielvaket erhalten
Oie $inaiu(oa<
der JranffuHer (^tädtischsn Hübner
WSA 5 r a n U u 11 a Ul I Dez Uetai dem Vorsitz von ObetbürgrmidQer Dr C a n b • mann und unter . - -'.ng bet Jntenbanier
und des Dir«'
gtt Sitzung die sch«,V ü h n - ssach teilte dem bctrtfic;.
•’ ' adu'chen Bühne» bat an aesteru tn mehrli'ind-- nzlage b ^e * tt- ' *rr* •- ;....... ^1 eck
. i. x® Uinvemebme» MU .rausfchuss der Stodtverord
netanveriamn lang .n'wtfchen durch Beamte de» Aeri'tontan't.-z e.» « genaue Prüfung der Krag erfolgt frt. tnBXrtnc : die Erhöhung bet Perfvnal- kvsten zwangsläufig lei d h au* tariflichen unb vertragirchn b .. atlrat verv'lichtend«- Tinbungm beruhe. ;->titbet bade Ich mir n wandfreier Bestt-rmcheit ergebe«, bass bu-f« zwangsläufigen Srnctru grn der v.rionllche.- Ausg aben ?on 1025 2^ bf tagen 258 600 281. von 102'' 27 wriiere 423 4?0 Ml DLHreTttz bn Jahre 1925 noch der Zu'-tass rem l1 . Millionen Mark .zi -milch au^geu-idji hab«, fei 1926 «u der vorerwässnten unvermeidbaren Mrhraus>)abe um 258 600 Mk. noch fcimu tftTitan bah zug , h bte Einnah n e um 33J 4 20 Ml Aurüdgeaangen lei insge'amt betra-« also die unabwendliche Mehr- beloftimc 'wn 1925 2c 59$ .XX) Mk Denn bem- gegenüf-er die wirklich« lleberichrertuna der bewilligten 1* . Mlfk zm ftch auf 389 300 Mk. be
II«i Deut-
b.’ett. dass von T.u^t4>t»cat unb T refften erfolge- ich gx'txxrt lei. wie denn auch z. B. bi» 'ock).i.chen Ausgah.n rtnfchl.essiich D.-kovuttonen und Kostüme von 1925 26 um 25 300 Mk. zurtick- CKgangtn feien. Gin« unabbjngig vom Willen des Au '-.cht-r ites ein-ret.-nde Verfch4echteem»g um 593 C00 Mk du-ch JparfamMt auszuglrlchen. M eben vd lip > nm ..ich Die «rärenmn - han- ixste tobaim die Ira»- durch v Ich« Mittel für die Zolle tinr u? -n wickltrng in .n-r an- gegeden.n g fabrbr benben Richtung zu vermeiden \L n,egauen Utw*. Jffbft so fchw'.ertqe Tvorte wie .6.<• Stärk des Pser es (Mal mefr auf dem Gebiet der Zahlen als auf bem her Buchstaben. Es tan- ichnrll Bruchrrchnungen aus führen und hat euch « nmal die Quabratnur^el einer .Zahl richt » a. zöge«. Bet Beg nn lesner gririgen Zättefrt scheint es :n eine Art Schlaf zu verfalle«. Sei te Auge« IHllessen «ich, um uch pldtzllch zu Mber Ein mert»urM>T Bortill rrrlgnetc sich als Lady von rtre-n Jour.rtl-.ften, H^n-^r Stc^. aulgetordert warde. bir Arian'sbrnchstoden ietnes A mens p-lameieuzu'eyen. Lady ix.-ührta zunächst hr« Buchstaben H, was z^elleilos richt.z war Als «s aber dann auf bm Pflock m i « nre T htnwres. gaben bte Arrwrienben ihrer •*ttäuM)u«e Ausdruck Ader Mr Stiag trat fstr das Pferd und feine Lesart des lernen.* »’•«. Wibem er tagte .Lady boi vvllsta tdtn r*t> den« ich schreib unter hem Decknamen Tayto? ' .Mr« ^v»da schk'.etzt bas Xier bei Aach, nie- Tji» ein. eTS:*uF meint fit. . Aus Aigst vor Hiebe«? Lady tvärde mich loten wecke», wenn hr ein* Erfahr broht" — Wir geH n be« Be- r ch der Karwttä' halber chnr xiir^a^en - ke« verzl-ckte abe- auSbticflA bereu*. ::yafc..r.t G wä.r *ür ie G.eubwürdigtell die'kr neuesten anmrike.rifche« Senkt flau w über-
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grcitag, 2. VezembeNY27
Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)
Nr. 282 Drittes Blatt
Turnen, Sport und Spiel
Was der Sonntag bringt
zrichon an 1
38 über 40
lie b&d) gezwungen, zwei, gegebenenfalls fofli Drei ©türmet zu .rieten. Das Spiel Ift in ml
Linie gU Propaganda Veranstaltung zu war en.
Türe
«ich«»
3tad)brud verboten.
27 Fortsetzung.
giften?'
di sie Einrichtung er-
Kameraden.
Roman von Felix M o e I ch I« n. Copyright by Corl Duncker. Berlin W 62.
ihn aujyirfgen ... Das Fräulein mußte wohl sein Gründe Haden, die» f>au» aufzu suchen......
Und wenn er sich recht erinnene, jo war die
gegen den Gang eine einfache Türe. Eine alte. ___,..jt Türe mit einer hübschen Füllung, da» war chn sogar ausgefallen. Er prüfte sein Gedächtnis. War mcht nach innen auch eine Doppeltüre, die von der Stube her geschlossen werden tonnte? Er versuchte. sich diese lüre vorzustellen. Sah man denn so schlecht? Beobachtet« man |o oderstächlich? Immer deutlicher wurde e* ich-,', daß neben der eichenen
Ich balle noch nicht viel aus.'
. Natürlich hätte ch es erklären sollen Man denkt nie an altes. Du wirst begreifen, daß ich schalldichte Räume besitzen muß.'
..So hotte ich es mir zu recht gelegt ... Eni- schuldige, willst du nicht vielleicht das Fenster Öffnen?' Da» Fenster war zu, wer weiß, ob bie Türe zum Gang nicht auch zugeweien war. Das ging ihn da» an? Er war doch kein Polizeihund, kein Echnü"Ier.
„Beläftigt dich der Dust, den die Dame x^rück griassen Hal?" tagte Grundt und öffnete ein Herntet. „3hr Pariüm war m der Tat iehr stark.'
.La es ist wohl dieses Parfüm Ich kann es zwar nicht stark finden. Und ich bin doch sonst nicht ’o empfindlich.'
..vielleicht bist du es gerate jetzt. Du kommst aus dem Schützengraben. Und schließlich wirst du auch kein heiliger sein, wenn du schon ein wenig nach einem Heifigen ausschaust mit deinem Bart Du
„Rein, ich konnte mir fiären. doch angenehm war der Husenthckl nicht.
fammlung zu, die vor allem bi technische und Verwaltung»mähige Aotwendigkeit der o u • bereinigung" d h der v,u amm< n.egung kleinerer Gaue woran von einem belontxren Ausschuß tchon des längeren gearbeitet wird, anerkannte
Nachdem Kreis oberturnwart Frey Wamz. über den Arbeitsplan 1923 berichtet hatte fand eine ganze Reih wichtiger Angelegenheiten. d.e zum Teil interner Art find, in fruchtbringender Aaeipr.'.che Erledigung ©o wurde die Not- we^di.keit e.ner KreiSpresfeftelle anerkannt. d.e in erster Linie Korrefpondenzbureaus und Radio bedienen soll, aneriannt unb ihre Errichtung gut geheißen
3m Mittelpunkt der Vefprechun en stand auch das Deutsche Turnfest in Köln 1928. SS tr-rbe anceretil. bah die M ttelrhe'.ner mit Dampfern von Mainz nach Köln fahren 3m bringen, bah er e'.n Weinbaugebiet ist Festzug trill der M t'elrheinkretS zum Ausdruck Auster dem KreiSturnen an vielen Darren fallen Aiegenturnen der Vereine statt- finden, mo'ür her KreiS wemgste.is eine Srinne- rung-urkunde erlangen will bzw. auch eine De- u-erkung Der Ärets hat 85 Kampfrichter für Köln zu stellen. Die Quartierfrage in Köln kann nicht zufrieden st eilend gelöst werden, wenn die zunächst unverbindlichen Meldtinqen an den Kreis richt erfaßen. Für Amsterdam beantragte der ÄreUobertumnart 2100 Mk in den >)au-halt uni-plan einzufetzen.
Die viclfacken Mifestände die sich in bet Spielbewegung pe eigt. wurden vom ersten KretSvertre cr gegeihelt. S-igste- ?,ufamrnenar- beiten zwischen Gauen und Kreisstellen bei Der- Icfelunpcn von Spielern (ei unbedingt erforderlich die Würde der D T. müsse in allen Streit- löfien cetaabtt werben.
Die Ausbreitung des Frauenturnens.
Wie schnell sich bas Frauenturnen ausge- brcitet hat. beweisen svlgmde Zahlm: Die Deutsche Turnerschaft zÖHU heule 38) 0?0, her Atbeüer-Durn- und <2-^or bunb 1410.X) die Deutsche Spor fahörde für Leichtath'e ik 100COO. der Deutsch Schwimmverban') 53020 der Da n n» Audervcrb md 1200 weibliche Ml?l oder 3m Deutschen Gvmuastikbund find all-i i 633 L chre- rinnen zusainmengeschlosfen. beten 2nl)äng rfchaft nicht gezählt ist
Heber 6000 grauen »Turn- und (Sportabzeichen.
Türe noch eine Topprltüre zurückgejchlagen mar. Sie batte aut-griefan wie eine Schranktürc. darum war sie nicht To leicht zu erlennen gewesen. Wenn biete Doppeltüre geschloßen wunde, so hatte em Menich. her jich in her Stube befand, in der Tat keine Mögtichiett mehr, sich mit der Außen weit zu verständigen, nicht einmal mit ihm.
Er hielt die Hand immer noch am Türgriff. Er halte schon eine zettlang einen schwachen wirbelnden {krtyig Denpürt. ohne ihm irgendwelche Lufmetk- iamtet zu schenken. Jetzt fiel er ihm mii. Die Fen- ster waren gejchloifen, bie Türe war Aeschlo^^ °i*n m der Deck« war keine 5tntilation»oftnung licht bir. Der Luffftrom kam von unten. Er war der ganzen Dand nach spürbar. Er war ollen Sänben nach spürbar. Sonderbaverweise nur an den Sänben. Als er fich zum Loden me bett'rügte, sah er feine Dehnungen, metallene Düsen, die so zwilchen den Hellen und dunkeln Steretftn bes altmodischen Titriert? emgetafivii waren, daß man sie kaum bemerkte. Ex schien «ich um gewöhnliche Lust ju Hendeln, die eingeblolen wurde. Man könnte auch irgend ein a;;t»qe» (fa = nnblasen, dachte er unwillkürkich und erinnerte sich an bie Bemerkung die Peter Grundt an die Erwähnung der Sa ff en geknüpft hatte. Dann verwarf er diesen Gedanken wieder, die Erklärung war ja viel einfacher. Dieser Luststrom hatte die Huf- gäbe, mit seiner wirbelnden Bewegung bie lieber- rragunc der Schallwellen zu verunmöglichen. Sie der W'nd einen Laut wearffmmt. so nahm birfer Luftt'trom jede» leise Geräusch mit sich hinweg, das etwa noch durch die sicherlich mit Korkplatten und ähnlichen Stoffen adgebichtetc Wand bringen mochte. 3a. io mußte es sein. Es war 2uft kein Gas, dis ausströmte. Hu« diese Seife wurde nebenbei eine unaiffdrinaliche, nicht störende und doch sehr wirksame Lüftung erzielt. Irgendwo oben befanden fich
wahrscheinlich enrtoirchende kleine '21b v n :r ’r-veigen. Man hatte wirklich keinen Grund, sich aufzu- legen.
Doch seine Aufregung nahm zu. obwohl er keine Erklärung fmben konnte. Er wurde es nicht mehr lange au»halten. Suchend sah er sich um. Die zweite Türe war auch verjchiossen.
Er wußte nicht, wie la nur er am Fenster geftan- den war. al» sich die Türe xum Arbeitszimmer öffnete und Peter mit ruhiger Stimme sagte ..Nun kannst du wieder kommen, enffchuldige, daß ich dich so lange warten liefe."
Georg ging rasch hmüber. Er schaute nach der Türe. In der Tat gab es eine Doppeltüre Sie schien offen gestanden zu haben. Ader was war dafür em Duft? Bon jenem Ammer, da: keinen Aus- gang und kein Ohr hatte, war er erlöst, ober nun kam dieser Dust und beunruhigte ihn. War es gun» einfach der Duft einer Frau, der ihn beunruhigte?
„Kun, hast du etwas gehört?" fragte Peter lächelnd.
„Nein, aber du hättest mich auf dieses Zimmer Dort> rt> n muß. daß die Gießener damals in erfaygffchwüchter und unglücklicher Aufste.l ng spe t.m .'lächsten Conr.tag g hm dl? S pt lv r in.g'mg'l ule auch mit kaum besseren Aussichten in den Kampf, sind
Gepäckmarsch
der Gießener Studentenschaft.
Zu le.n Gepäckmarsch le- Gie c e. 6tuben.cn- schaft am komme.iden Sonntag, 10.äO Uhr vor- mit.age, sind 65 X e i l n e b m c r geme.bet. Mannschaften steilen: Darsse I^a.t <',ran- lonia izwe> Mannlchafien). Duts-e scha.t Germania. oer G ebener Wingolf. bas Korps Sil- vania. b e ADV. A.)eii»f.anken, ßanbrinann- schäft Efeat.la, Dere.n e schon gemeldet, beginnt der Marsch 10.30 Uhr vormit.an» an der Universität. Der Bl a r s ch fuhrt bann durch die Ludwig- ftrahe. Äailerallec. Rödgener Straße. Zlughafen, durch das Stolzen Morgen-Gehöls zur Demar- kungsgrenze, nörblich zur Wieleck. westlich -ui Struppmühle. Ludwlgoburg. Wieleck, Baben- burger Weg, Marburger Strafe«. Aordanlage. Oswalds^arten. Wcstanlage. Blei k strafe«. Lud- wigstrafee. Universität. Das Gintref eo de. Läufer Ist ab 12 Uhr an Oer Universität zu erwarten. Anschließend flauet bi« Aushändigung der ver- schiedene.i Preise an d.e flegtelften Kämpfer durch Seine Magn.f'.zenz den Aektor der Landesunivecsitüt statt.
Turnertagung in Gi- ßen.
Wahrend sich om Sonntag die Turmer des 2. Brk«s unter Leitung be» Bezirk»ttim.vnrtes P. Schuier zur fälligen Vorturner stunde hier trcifen, hat im Anschl..ß daran Bezirk!Vertreter Erl« bie Äerelnsvorsitzenden zu einer be- sonderen Tagung zusammens.erusen. E» stehen bc- de.ikungsvolte Zraaen zur Erörterung. U. o. werden bie One für bas 'Winter Kerätew.stürmen urch l»s Bezirksfest zu bestimmen sein. Infolgeitesten ist mit einer r^gen Teilnahme an beiden Veranstaltungen zu rechnen. _____________
Turnerschaft
unb Sportverbänbe.
Wrmrntidinco jirl. flfmriitiame flrbfil
vte Sichrer der Deutschen Da merlchakt. der Deuttch«' Sportb« Hörde für Leichtathletik unb bei Deutsche:' Hul,Pall-Bundes die unter dem 'BocHlt von Staatssekretär Dr L e wa l d in 'Berkin zu Besprechungen zusammengekommen find, teilen mit __
Dl« In zwrmoltger Beratung unter dem Dorsi, von Staatssekretär Dr. Lewald versammelten Führer ts-r Dcuffchen I.;rnerid^1l unb der beiden Sporti*erbänbe Deutsch« Lporlbe- b6rt* für Lochtathle ik unb Deutscher Fußball- bunb, stellen fest, k-aß bi« D.rbänd« fU> inner- Lsch nüber gekommen find Sie haben kn« gemrinschaltlich«. fittliche Drund - anfchauung durch ihre vaterländifche
‘ 0UNt^rr einhestlich« Begeh» und Drund- sün. wünschenswert. Durch Zusammenarbeit fallen Gerät und Derwaltung verbU-gt. retbungsloter Uebergan-, vom Schul- zum ver- elnsbetiied gewährlt'.stet. der Amateuigekarck« gewahrt «in Ueixrmafe von W.t:lämps? Jahres, vor allem das 33. Kreistucnfest in Dormftabl. in ihrem Verlaus würdigt« Dabei betont« et nachdrück- Üchst. daß Sparsamkeit in der Verwaltuna der tutneriscken Orgamsationen noch mehr als bi »her anzustreben sei. Dem stimmte die Ver-
25.
On blefem Augenblick« riopfte et. Peter ginß zur Tür« unb öffnete. „Ein ftrautein wünscht Sie ju sprechen." sagte (Stife leis«
Georg hott« e» gehört ,Lch will nicht stören,' fegt« er
Peter nickte der chau»halterin zu und ahnet« di« schwere Doppeltür« zum fRcbmümmer. .Wenn du |o gut fein willst. Georg '
,Lch kann auch «in wenig sooperen gehen.' ..Bichl nötig, du wirst kein Wort hören." titeovg ping m» Nebenzimmer. Auch hier 6 rsagi habe n.ihm bie amerikan fche Amateur-Athletic Unton Veranlassung. «in« offiziell« Erklärung al»zu- fleben. bafe Dr Peltzer in Am?ri.'a nur nach Vorweisuna einer Starigenehm tzung beS Deutschen Leichtathletikverbanbes in Wettbewerb treten könne.
Arne Borg wird Sprinter.
Der schwedische Del:r k.^chwimmer Arn« Borg erklärte, bafe er beabsichtige, alle zurzeit bestehenkten Sprint^r-Aekor> feint» alten At- valen Jonnt) Weifemüller zu unterbitten. ®r hofft derartige vielten aufzustellen, daß f.t von Weifemüller nicht mehr erreicht werben können. Siir bie Drelhunkertmeterstrecke - deren Weltrekord augenblickfich der ^Zankapfel zwilchen beiden ist — w.U Arne Borg eine Zeit von 3 :20 bis 3 23 erzielen. Der Weltrekord war.'-e b.s
vor kurzem von Wtistmufier mit 3 33 5 gehalten. 3mr Vorg ist inzw «chtn bis auf 3 29.1 heruntergekommen. aber auch Weißmüller i t tüt g. Mit 3:11.6 für 300 Vards SrriMl blieb er wett unter der von bem Schweden erzielten Bestleistung von 3 . 16.4 Der Kampf bürte fv- bald nicht entschieden sein.
Gicfein im Ringen um bie Gaumristerschaft von Neffen gegen 211 - «Id mit 18:10 Punkten siegreich.
Um Sonntag fand In Kirin-Linden der (Bau- mann schalt» kämpf i m Hingen Sl»« seid- Gi «tz«n ft alt. .'lachden^ cs t*r Älvsrider Mannschaft am vorher gehenden Sonntag gelang, bie Mann'.t>ift von '.Reimenroö mit 20 h Vunttcn zu be- jKpen. m ifetr sie sich nun dem 1. Kraft- und Sportklub 1893 Gießen, beugen.
Im 3lieg«ngcroid)i errang Meis « l (Gießen) zuerst einen Sieg tn 1 Minute über A m • reich (äleielb). während letzterer im zweiten Gange in 2 Minuten Me, seI bejte-jte.
Der technisch sehr schöne stampf im Bantam- gewicht zwischen Spohr (Alsfeld) unö Heinrich nartmann (Giefeen) endete nach der 8. dzw. 19. Minute zugunsten von Al»seU).
hierfür hatte Gießen im Federgewicht wieder mehr Erfolg, indem es Wild Schepers (Wiefeen) gelang. Fink (Al»se1d) in je 1 dzw. 2 Minuten durch prächtige Ärmzüge refp. Armfesselung auf bi« Schullern ZU zwingen.
mußt dich rasieren lassen. Der Bart ist heute nicht mehr Mode."
Weorg schaute sich suchend um.
„Sas suchst du?' fragt« Peter mit einem höhnt« schen Eöchrin
,^ch such« nichts. Ich wüßte auch gor nicht, wa» ich zu suchen hatte." Und doch war es Ihm. al» ob jemand im Zimmer sei. Der lächerlich« Gedanke flieg in ihm aut «» könnte jemand in emrm Schrank versteckt sein. Dies« Dame, diese» ßriluinn ... In einem Schvonk? Bem, da» war Dahnsinn.
..Peter." jagte er leise und bittend, J)u mußt mich schuld'Mochtest du nicht so gut sein, dein« Schränk« zu offnen? Ich hab« den lächerlichen Gedanken, ich gebe ohne weitere» zu. daß es ein lächerlicher Gedanke ist. ol» ob jemand in einem dieser Schränk« versteckt sei."
Peter zuckte btt Achseln, stand auf und öffnete die Schränke, einen nach dem andern. St« waren leer. „Du bist noch nicht gani gesund ' sagte er mit einem unangenehmen Mitleid „Du mußt dir noch richt zu viel zumuten. Sir haben gulangt miteinander gesprochen. Du hast dich vtellrichi aufgeregt. Um nun aber über ben Boden ein vorläufig abschließendes Sort zu sagen", er hatte sein« kühte Stimme wieder gefunden und dachte dabei: 6ef!^m. daß es mich setzt so gleichgülttg läßt, hat er nur nicht vor einer halben Stund« di« Hand htngestreckt?, standen wir nich: einander nahe? ..Das oHo den Boden bettiff.. so möchte ich bemerken, daß sich dein Ideal imoc'ahr imt dem Ideale Fausts deckt. Luch Goethe spricht ja am Schluss« seines reichlich langen Thea- terftürfes rom Boden "
Faust', wiederholte Georg sinnend, „in der Tat. ich hab« einmal den Faust pe'efeen. unter ganz beionberen Umständen Ja, unter solchen Umständen, bafe sich mir vielleicht rin Wort deutlicher ein- geprägt hat. als früher • aber du bist ja auch dabei gewesen "
,5a, ich erinnere mich. E» war tm Winter 17/18. (Eine Truppe spielte den »Fausff hinter der Front. Ein Huf atmen zwischen den Kämpfen."
„Ja, rin Hufatmen', logt« Georg langsam, „eine Seltiame Nacht." Deutlicher und deutlicher stellte fich das (Erlebnis vor ihm hin. Vos war da» Erlebnis, das ihm in der Anstalt in oer'chwommenen Umrissen «schienen war. als er mit seiner Frau gesprochen hatte. (Fortsetzung folgt )
Im Leichtgewicht brachte zuerst stun- ft« i n itBirfeen) gegen Sch« mber (fll»lhm im zweiten okmgr ber Sieg mcht guigcschrteben weit non der «ampHeUung nicht «iniiMii-bfrei iestgestellt nwrben tonnte ob er nach dem anaesetzten oerkehnen Au»- Heber beim stiederpehen auf die Knie eine sichtbare Pause eingefallen falte.
Im Schwermittel a* wicht holte Meininger (Gieß«) gegen Welker (HlMelb) vier Punkte für Gießen heraus indem er den sich kipler wehrenden Welker in 12 dzw. i Minute durch Ein- dnicken der Brücke refp. Schieudergnss bejnwng.
Ädols S ch e p « r »(Gießen) ,legte im Schwergewicht überlegen gegen Martin (Atescld) In 1 dzw 2 Minuten durch Eindrücken der drück«
Ausfallend bei ben Jlampfen Ist die »um Tril recht kiirze Zeitdauer der Siege von Gießen, jedoch stehen der eifrig oorwäri-strebenden Mannich.ist noch schuxre stampf« gegen Vtetmenrob. Marburg, und stussri deoor.
et wirb aut Metern flbrvnbe urontttrfbar vor t*n ßlgatreffen au »get engen.
7)ormtttaas Hebe* «ich unb »vor jvm brUiÄ» null inner Halo tur^^r 3dt, txe 1. Jug?nbmarai* schoflen gegenüber. Die l^DO t hoben jetzt olle Veranlassung. uu4> r.nmil ni Zorrr |tbnii zum Hutbvua zu bringen, bah he ihrem Gegner eben« bürtig lind TU: wrl Jnlfrdfc lieht man dem «mfcblir^cnb ftottftnbenben Spiel der 1. Schüler- Mannschaften entgegen. Da beib< W ^nnlchaften zum erstenmal an die Oellenilichleit treten, ist «tne Voraussage n»cht möglich.
T. Be;irkSliga Hrffen-Hannover.
Zwei besondere Otrian Ife brachte der vergangene Sonntag dos Icnni der beiden 7lb- fteiAandtdaten VfB. Gl eh en und Germania Warburg, und die damit bis auf weiteres h nouuge'chvbene Gnricheckung, wer den Tkg in die nLchstunierste 5Nasle anrreien mufr Germania hat noch Gelegenheit zu Dunklen zu kommen: ober diese hängen lehr hoch Sport ^alsel tft ihr nächster Gegner, derielbe Klub, der Bvrull a Fulko vorerst den Weg zur Meisterschaft dir Südgruppe verlegte S.'vrts Wann« kpaft ist wieder Im Kommen, s ne Form ist aber noch niht ?o beständig, dah S^onnlungen völlig ou-blecken. Germama kann mit dem Gifer des vergangenen Sonntag» im besten Falle immer noch einen Punkt erhalten. Und B f B Giehen muh tatenlos Auteyen Wit diesem Sv»el tft das Programm der vüdgruppe für Sonntag erschöpft
Als zweti.-s Greignis tft die B ieder lag« des Weister» K u r h e f s e n gegen S p i e l v. Kassel mir 4 1 -u werten. Wohl trat Kurhellen nicht mit seiner stärksten Glf an. ober es zeigte doch besonders tm Angriff wenig meisterliche ßci« ftungrn, bah der L^a der Spieldereinler verdient st G 6 t! t n g e n 0 5 mufU»' seine an sich bedeu« kungSlo'e Anwart'chaft aus den »weiten Platz durch < tne O:2-Ticherlagc gegen Helfen 09 Kassel aufgeben. — 3m Toi Den steigen »wer reellen am kommenden Sonntag: Der Lokallampf Herma n n i a gegen S p. T. In Kassel, den Spielt). in der Form des vergangenen Sonntags knapp gewinneit sollte, und Göttingen 05 gegen Kurhessen in Göttingen. Kurhelsen ist trotz seiner Tiederlage immer noch allererster Favorit wird aber wohl diesmal die Angelegenheit auf die Spitze treiben wollen. Wan muh für Sonntag damit rechnen, dost Kurchessen das Göttinger Spiel recht ernst nimmt, denn 65 will immerhin auf eigenem Platz geschlagen sein.
W. W.
2. Bezirtsllasse, Lahn.
Am meisten fällt der hohe l:5«Steg der Spielvcreintgung Gies»en 1 900 ae^cn Ockershaufen. und zudem auch noch in Ockershau e i, ins Ange. 1920 brachte wieder Stürmec»e.,tUngEit. die zu besseren Hnssnungen berechtigen. 3n Anbetracht des am kommenden Sonntag enlschei. enken Charakter tragenden Spie.es der 19 00er gegen den LahnkreiSfavo« rllen B.f.2. Kurhessen Warburg ist diele Besserung der (Siebener Wannschoftsletstung zu begrüben. Die beiden Fuhballpionicre und langjährigen Aivaleii tres'on sich Beide gewannen ihre letzten Spiele mit gleichem Xorbeftanb gegen Fran.'enberg. 19C0 mit 5:1 und Harburg erst nfreUt'ereiiten die Frage des Abstieges aus der I. Ttezirksttasse llüren. so wird die Begegnung am nächsten Sonntag tm Sieger voraussichtlich den Berein sehen, der die Stelle des "2!^leigenDen einntnunt. G» stehen sich die beiher» ältesten Terrine des Lohnkrel es gegenüber, die ClgamannMxinen der Spielvereinigung 1900 Sieben und des Vereins für Bewegungsspiele Kurhessen 05 Tlar- burg. Beide Mannfchaften habet sich bis zur Tabellenspitze duochgcrungen. b?lOe Haden je 4 Berlustpunkte IWO ®leficn hät nur ein Spiel von 11 ausgetragenen verloren, und zwar gegen den Gegner vom kommenden Sonntag reichlich ersatzgetchuächt mit 8. 1 Toren Diele Scharte wollen dir Sinheimi'ch.m nun auswetzen. Aus beiden Seiten wird man je einen Grsatzmann haben Der Ausgang ist ar.ge ichts drr leitber gezeigten Dtlfhmarn vollständ.g offen 1900 hat Den Vorteil he*» eigenen Platzes Die Spielleitung hat Wingenseld (Fulda), hc- Mit die Mannschaft d e Ptetzde incrs hi; Acrven und verwertet die Chemien des elfl-n.n PI.tzes. Io ist ein L eg nicht ausaer^hloffen.
Vorher Iptelcn Gienen Ih Ost nbach 1b. Gietzen II Osfenhach H. Gicst n 3 .genb Off iiboch 3ug.ij» Der Au.-.: >ng bdet S.-'r'e muh offen «v-ia fen werde«, j.dvch nimm l? Im- bad' ein Hdtirt Plus für i-.ch in Anlptuch
Oie Jagd im Dezember.
„Kein Hegcr — kein Jäger!“ Die letzten B>- oemberlag» mit Schnee unb 3rof: waren rin Wahner für jeden Weidmann. daß der Winter kommt und er gerüstet Mn mäste, zu »eigen, bah er auch Heger und Pfleger sei. Bock steht er gewtsfennotzen in der Genre noch to.nft ihm Weidmonnssreurv. ehe dir ruhige, jagdlote Jr.f kommt Daneben ist es fdiu Pflicht, alle Borkeh. rur-arn zu treffen, hab er feinem Wild ein Freund und Helfer in Fellen der Hot fein kann. Aur Dann verdient er den Gbrnxnamcn eines We d- mcmnes.
Wenn weicher Pulvertchnee Forit und Flur bedeckt, findet unser Schalenwild noch genügend Aesung. die es sich durch Schlagen frritegen kann. Ander« wenn dieser Schn-e verharscht und eine Giskruste alles überzieht. Die Läufe brechen ein. sie scheuern sich wund und schmerzen so. bah das Wild lieber stehen bleibt und hungert, al» Aesung suchend umherzieht. ®ni(rif tung tritt ein der Fuchs folgt der Schweibfährte und macht leichte Beute. Sind die Fütterungen aber vorbereitet und das Wild daran gewöhnt bann weih es. wo es etwas findet In seiner Hot Heu. Grummet. Laubheu. Himbeerlchötzlinge. Ha'er-, stroh. Lupinen. Huben, Kartoffeln. Apfeltrester, Sicheln. Bucheckern. Botzkastanien u. a sind Dinge, die das Wild brauchen kann. Debet ist einseitige Fütterung zu oerm ihen. Derrn das Wild, das bald hier halb da äst ist abwechselnde Grnäh- rung gewöhnt So sollten stet» Trocken- und 71 anfütterung Hand in Hand gehen. Sonst könnte Fallwild dem Weidmann ze gen. bah er trotz ollen guten Willens nichts erreicht und nur geschadet hat Die Futtermlltei sind möglichst östers und nicht in zu groben TItenqen zu geb.m. um einem Verderben in Tlässe und Frost vorzubeu- gen. So sollte nie m.hr als für 2—3 Tage gegeben werden und dieses möglichst gegen Bässe geschützt. Wan kann überdachte Trögc und Haufen ausstellen oder Trockensutt«r an Pfähle oder Bäume anbinden und durch einen Wantcl von Schilf oder Stroh schützen Vielsache Beobachtungen haben gezeigt, hab es besser ist. an mehreren Stellen zu füttern, damit das Wild ziehen muh. Gs ist gewohnt, in der Bewegung au äfen. Birgt ein Aevier viel natürliche Ttefunq. d e auch im Winter aufgenommen werden kann, rann kann man auf diese Fütterungen häufig verzichten und hat nur dem Wild durch Freilegen m.t Schneepflug oder Bechen den Weg zur Aeiung zu zeigen. Das ist z. B. da der Fall, wo Heidekraut. Ginster, Heidelbeere wachsen. Besonders wertvoll sür Fix Hehwild ist auch die Brombeere. Kömien Weichhölzer. wie Vavp.-l«, Wc den oder Gspen gefällt werden, so stellen sich alle Hidch- artrn und her Hase dort gern ein. Bekannt i t ja. wie gern dieser auch das Holz unsrer Obstdaumc annimmt, da» auf fr em Bnumstillk liegen dl eb
Da» Botwild hat Sckuhz.it Auch das Damwild ist jagdbar, nachdem die Tkunft beendet ist.
DaS Schwarzwild beginnt zu rauschen. Gs bricht tm Walde nach G.chel- und Bucheckern- moft und tritt nachts gern aus alte Kartofsd- selder ous. x3u einem erfolgreichen Besagen dieses Wildes, bah in unserer Gegend unstreitig in der Vermehrung ist, gehört der Schnee.
Das B e h v i l d . das in den benachbarten Tellen der Bhelnprovinz bereits seit 1. September
Schonzeit bat. wird m Helfen noch bis »um 15. Dezember, bi Preuhrn bis zum 30. Dezember gejagt Grfreulicherw.1 e hoben zohtrerche Xe- viere in Mce Herbst r.nn Tpnbjag>»bfchuh ur.trrlaffen und gar nichts oder mir her Äegri abadd)C'ffm. Bur Io kann es wieher au’wärt« gehen mit unseren Hehständen. 3n den Xerirren her Xheinprovin^ wo der H eg.rrunasprä I iZXiu radikal mit einem dreijährigen Ab«ckuhverbo« durchgritf. bat di de TKahncb«* glänzend gewirkt wie aut der 3ag'prefl< beroorgebt Ö.-en- fo zeigen einhe.misch? Sco.ctt z. L gute Gr- Hol ung. Leider spielt bei vielen Jägern bat eigene Jch noch eint zu grobe Bolle, um sich gemeinsamem Handeln anschliesten zu lbnn.it Das Ach- wild bedarf jetzt besonderen Schutzes gegen feine Feinde. Bon Oktober bi» Würz wrd am meisten gewildert i Weckfd ausg.-hen'
Die Hafe nia alh ist in diesem Jahr ein besonderes Kapitel. Alle Beobachtungen aus dem Sommer, die ein gutes Hafenjahr zu versprechen '(bienen, haben getäuscht Die Streifen sind j. T 25 bis 50 Prozent der Borme.lstrecke i gewesen, fline Heiht von ber. ts anaesctzten Jagden wurde abgdaai um nicht den setzten Best auch noch einzubuhen unh weil die Unfoften zu hock sind Bach den Mitteilungen her Jnftdute. die sich mit der Grsorfckung und Bekämpfung her Wi.d- seuchen belchästtgen haben der naf'c Sommer und andere lldachen eine Beihe solcher Seuchen auflcbcn lassen. Gs wird also eine wichtige Ausgabe der nächsten Feit fein, sich über Abwehr- mahnahmen klar zu werdcn Sth-r Jäger aber soltte kein Stück Fallwild liegen laffm. sondern es hem Institut für Jag-kunde In Bcrl n oder dem Tkt -Pathoi Institut Giehen e n'enden um Wc Todesursache fcststclltn zu lästert Davon wird viel zu wenig Gebrauch gemacht.
Auf diese Derhältniste ist jedensalls bet dem dieslährigen Abschub Hücksicht zu nebmtn. Bn Schneefall ist es sehr wichtig, immer wieder Garten zäune und Hecken abzuspüven Dort wirken stille Teilhaberi
Besonderer Hege bedürfen im Winter Fasan und Feldhuhn. Um letzteres kümmert sich der Jäger im allgemeinen ja, deson 'ers wenn er es selbst für teures Geld autzsetzte. Anders bei dem Huhn, dessen Schubzeit mit Bovemder end gr. Im Sommer klagt man ülxr Ne schlechte Hühnerjagd und tm Winter überläbt man das Huhn seinem Schicksal, das be:ht. in vielen Fällen hem Baubzeug und dem Hunger Wo die Feldberel- nigung die letzte Heck wegras.erk hat. ntufi künstlich sür Winterd- ng geformt wer^mt Hei- herhausen, flelne Schilf- und Strohhütten, Strohdächer. hie an THL'tbeetf nfter er irvmh auf der Wetterseite auf hem Boden liegen, auf der anderen den Hühnern g-'rahe Platz zum Unterlaufen bieten, geben Deckung und Ulfen flch als Füttening verwenden. Heuabfall, Hinlerkorn. Getreide und Mais werden g.fchüttct.
Der Fuchs wird im Trecken gefck'ls.n ii<*« teizt oder am Ludenplatz gestreckt.
Der Einzug des Winters mit frühem starkem Frost tm Borden hat un» zahlreiche (Inten gebracht Aus Flüssen, Bächen, Gräben und Teichen liegen flc und werden vor dem Hund gejagt oder auf dem Strich g.-schosten. HubeNus.
Auf dem Wtefecker Waldfportvlatz tr.ffen sich Wies eck I Heuchelheim I zum Freund- schaflsrücksptel. Auch hier ist ein interessantes Tressen zu erwarten. Die Siegesausfichtm find hier verteilt Heuchelheim besitzt die gröbere Spieiersahrun' her Wiefeck die Ghan'ii des eigenen Platzen voraus hat
Vorher Iptclen Wieseck Jugend Heuchd- heim Jugend. (Sine Voraussage des Si.gers Ist hier ungewih
Enveiieries
Schöffengericht Gießen.
• Giehen, 3? Bov Der W 71 von hier muhte sich wegen schwerer Körperverletzung vecantwor en. Arn Biertisch geriet er mit einem dis dahin mit ihm besreuntcen jungen Mann wegen eine» geringfügigen Anlasses in Wortwechsel, her damit endete, das) B. plötzlich erregt ausfprang und dem antw.cn mit der Faust einen Schlag In ha« eine Auae verletzte Hier- durch wurde do» Auge fn schwer verletzt hab es andern Ta.,es in der Klinik hcrauSgevommen werden mubtr B, der un ec dem Ginfluh des Alkohols sich zu der Tat Hat Hinrettzen lassen und didc jetzt bereut, wurde unter Jubilllgung mlltcrntwr Umstünde zu 8 Monat Gefängnis verurteil«
Gin V7iährigel TRjiin, her erst vor einiger ?ei« uw,-en eine» Sitti chkcitsvcibreckens zu einer GefüngniSstra t te urteilt worden war hatte die ihm damals gezeigte MJde lehr schlecht belohnt. Kaum war er auf freiem Fuß da verging er sich erneut an dre schulpflichtigen Mädchen Heute »ur e i ihm milde nkW Umstände verfaat und ec zu 2 Jahren Juchthuus verurteilt G'ei.hze tig «pur ci ihm die bürgerlich n Ghren- rechte auf die Dauer von 5 Jahren aberkannt
Die Berbandlung gegen einen unteren Beamten. der her Blutschande an seinen beiden minderjährige«, fchulpflicht. e TLchtern angc7agt war. ergab ein trauriges Bild moralischen Tiefstandes. D:e Verhandlung sand unter Aus'ckluh der Otf e itlichkelt statt Der Angeklagte wurde zu einer Gesamtstrafe Don 2 Jahren 6 73 o -
3 U ck t b a u • un er Ader'e-. - gcrlichen Gbrenrechie auf die Dauer von fünf Jabren twrurtellt.
Amtsgericht Gießen.
' Giebcn 29. 7loc Gin Kaulmann H von hier bezog von einer Firma G in Ulm durch Vermittelung eines Komm.'livnärs S in Frankfurt a. W eint Sendung Zitronen bie er jedoch wegen angeblich nicht iKtt tägige mähet Lieferung Iunächst ganz und fpäter tviltoetlt uir Bertuaung eilte Hierüber entstand eine jt»rrdponS oerstänbni» der Ängeklugien bie Henle für ein andere» Kind wezeit efnbehalien ®k6. Da» Gericht erkennte auf zwei W .i a t r Oefangnl» und bewilligte drei Jahre Bewährungsfrist mit der M hgabe daß Ne Angeklagte noch 2T*> Mark br» zu Gel rrb-Wintfn Gelbe» iu rück zahtt.
Ein Ghaufseur au» Kiebcrklee» unb ein Mechaniker aus Vollnkirchen ftar*er, edterrr wegen stbaade einer falschen e dessiatti cken Bee- ' cherung ki'tfwr weaen Bertettung hteezu unter flrftjgr Die Verhandlung ergab feigen De« Drr zweit. Loge klagte war m einem BttmemeTipeo^h al» t«aleT br» unehelichen Kinde» in Bnfveuch ne- R0 -men norden. Um dt, Kl-ig, yj fwtfr*hm ioH er den ersten flugefldgur bewogen haben bet •riete Berindiger eiitm SrMarer Snealt. eine eidesstattliche Berfichencng t b-ntauueb sbzugebeo. ba* tt eben#jfl» mit dee st e. »mutter Urnetr g. habt habe. Dosier bei brr ').-r-ch:: ckrn Beruehm MI al» Jeug, wiverneE- tzon^ brr .1 geklagte d4c po< hem Rosar otgeaebeme <■> »ftattltne fleri- henm i.
Grichtenen wor Im Termkn war brr rt^ft Wngr- ?Ü3y:r. wahrend der zweite fick au» dem tzhmde gemacht hoben folL (Gr lot nach Amerika «uegrew den fein ) Der Üngeflagte wist nnerint» au» »u- leid mit dem damaligen Beklagten gehandri: haben, anbereriftt» trnfl er fid) auch nicht der Irogwite fri- nrr f>anblung»oetw dewuht gewesen fein, da er glaubte wenn e» zum Gib käme könne er immer red) aQ<» widerrufen Du» Geeicht ‘tbenhe den Angabe» de» flraeflagten Glauben unb oerunetit ihn ui einem Monat Geis ngnls. beetüiatf ihm aber drei Jahre Vewshrunndn'': gegen Grie- gtrng einer Geldbuße von 30 Mark '»♦gm den andern Äeprflagtni erging fnftb,rvs Publltum an als ein St erkämpf berichtet «in Bevba*ee t* einem Londoner Blatt ÜebrraU hört ich von den Tfcranftalrrn her Sticrkämpsc Klagen darüber, bah die Fubbalifpirie viel bester briu* werben und bah ihre G 'mahnten darunter dedenüich Ui* den Der vorzügliche Fustballlptrier tmrb fast fo 8ut bezahlt wie her berühmte St erkämpf er. All« stoffen Spaniens strömen zu Tausenden nach Öen Fuhbaliplätzen. Frauen flnb eifrige unb sachverständige Juschauer. Der fvanische Backf'fck brr die Man ritte ahartoorfen hat und »um Bubikopf ein ganz kurzen Böckchon trägt. fDr* am liebst en in Ausdrücken, dir dem Fustdullspiri entnr-nmen flnb. Ls gibt verschieden» Fuf,hall>-ciungen aef der Halbinsel und die Togesbiutter biben che» befonderen iuhbajlb#n btcritatter. Unter den jungen Leuten In den 2 i». s der grosten und Ke n»n Städ,» ist der Subball rin Hauptgefprächsthema unb wenn man den Spirirrn |u|l«bt. fo muh man sagen daß fic ibetn Wann stebeu. Sp-rnll* Fuhballmonnscha'ten haben sr^nzöstf-be unb pvc« iugiefische Gegner erster Ria,le g-lchlagen Der spanische Subbainp'.eler Ist lehr tempernmenlvofl, auhcrocbentll* nngr sfslustig unb auch im hei host en Sommer nicht zu ermüden. Ueberboupi ist der Sport die grobe Mob» des modernen Spanien. Boren wird m t jedem Jabr volkstümlicher Tennis ist das elegant» Spiel in den vornehmen Badeorten, wie Son Sebastian und S Inländer. Die Triumphe der spanischen IcnrOlPielcrtn S.» nortto d Alvar« erfüllen ihre Landsleute nui grobem Stolz. Während trüber der altüberfieserte Hailpfpon des Hol cs die Jagd war. kommt jestt bas Angeln immer mehr aus.
Wir Walfische IckUfcn.
Wo und wann schlafen bl» Wattilchef Dide Frage wird von Boberi W. Grab. b»i auf seinen Beilen in den arkufchen Gewässern grunck- liche Beobachtungen aus ‘ul«m Gebiet gemocht bat. in der ei-.g i'chen Jellschnf» .^afur»" auf- Sorfm und trilwei'e beantwortet. Die Wll-
e fo fuhrt er aus. gehören zu den Tvarm- lern unb stehen den am Land lebenden Priz- tieren näher als den Fischen, denen Ihr Ausenr- hal'.soN entlprickt. Deshalb nimmt man an. hast ’le in gleichem Matze den Schlaf benätlaen. tr< die am Land lebenden Säugetiern. B»swell«A 'ind ft« auch von TDalfischsanaem fchlafend an der Oberfläche aufgriunben worden . gewöbniich mit einem für bat Tier verhängnisvollen Ausgang Tiber ein TDal. der durch die Hai Pune un* llebsam aus feinem Schlaf geweckt wtrv. schlägt für ein paar Sekunden um |l* statt fvkvri unter- zuiuuchcn, wie es Wale fönst tvn. wwe fte machend harpuniert werden. Deshalb haben früher bie 7Dalfif*äg»r. bie mH e.wm schlafenden Wulf sch JU mnKntrafen. das Tier durch laute Sckkäge auf das Boot |u wecken griu*. um ihr Fi bezeug eicht durch die bdtigen Bo- ttegungen des rewachenden Wales In Grinste zu bringen Doch »erden verst-L nismästin nur fetten llüitcnN Wate, bi» auf her Cberft-* des HLorrr» Ichwirnmen. dm den Beitenden gr» icheet Sicher benötigen aber dcefe T er» mestr Schlaf, als man bisher bei ihnen t*foba*ei konnte Daher glaubt Gray annrh-nenje können, dah fte unter bm Waller f* ifr-. können unb bah dre Schlasstättc un er fr.rt Alse liegt Gtzn ,*afeni*r Wal. ob an her Oberfläche briindiick ober murr bexn Gttc. wurde nach feiner Anf ck: uberhaupi nl* atmen, sondern Irl neu Bacher fest oerichicütei halten, um das Wattee vor dem Gllidringen zu betMfcrvn. während er her A:em anstält. Grab weist herauf - n, daß rin stastzmntener Wal ststu ; ■ 2 - < la-.; u
Waller bleckt, jtfe THuOfd in hem K-mp, ums Loben ar.!vannend. unb Ichl.cstt k-aruus. bah die lehr batabfrr m Lebenstä igieit während des S-iases is b - rr^öglch'. mehrere Stunden un:cn ii bleiben, bevor er hernufkommen enb Atem holen mutz,
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Auf einer vom 28 6U L7 Aooernber in 0*«r Iln abgecha Irenen Dagung des 2 er W c 11 u na“ rate« der Deutsch«» 'Xatibab e e 111 M 4 a 11 Itanb tle f I * a n a i < U e ß o 6< r •efellf*Äf t für da« ^ahr 19 Im Bord-tgrund der Beratunien Da» hi.-^ er au«gegebene Är ergibt lvlrende« Bld^
Gegenüber den Ausgaben von 1927 hnb tut da« tommnüw De chäfesjahr Me h r a »«gaben von .nsgefamt 2 8 3 Mill. A« i ch « - ina rk zu berüd'ichlia n «ine neue Belotdung«- otdnung für dir A.'ichsbohr.br i nten konnte an- gei.cht« bH Stande« der TL 11itaptmbenbiun- gtr noch nicht ausgestellt Werden Der Prozent- enteil der Perfonalausgaben Ist gegen- über dem Sabre 1913 von 41.16 Prozent auf 77 19 Pro'ent geftuaen. Die ' achlichen A u » - gaben >nd für die verschiedenen Matrr.alirn um 41 bll 67 Prozent gestiegen. Der gegenub.r daben 'ich die »innohmen im Durchschnitt für den Per'onTnU'o.neter um 22 Prozent, und für den Guter i omtter um 33 Prozent erhöht- Unter tu'en Umst.Inden hat fich die H-u . Verwaltung darauf be'chränk.-n müllen, vorlüu y tut da« De'chasttiaht 1929 einen Voranschlag al« Versuch auf uftelkn. bei dem trog der erh.b- lichen M.hrloften die Ausgaben durch d.e ti n- nahmen gedeckt w t en. Del der ameucruna deZ Martials ift auf da« noch tragbare Mindest-
' Born Stahlwerksoerdand. Die Be- lchaltiguna der Werte awr auch im Monat Booe.n- brr zuiriedenfteilend. Der «uftragseingang aus dem Clnlanbc brnxfltc sich in einem der uor(kriid vx\ Sahrcczeit entsprechend normalen Umfange. Die In- (anbprrife blieben unverändert. Am Auslandmarkt b i sich die Ende be» Vormonat» bemerlbare fester« Richtung für Stabeifen auch in der Verichtcz.it behauptet. infolge bei harten ausländischen Wettde- werv, waren aber in allen fonftinen (irzeugnisten Rrrieaufb. .jerungen nicht durchzusepen. — Die Rob^iahl,'.eineinfchafi der Produkt.-verband und der Ltabeifenverbai.d hielten gestern in Düsseldorf ihre Monat»oersammlungen ab, in denen die Markt- und sonstigen Verhältnisse eingehend be|prod)en wurden. Angesicht» der ungekförien Lage, vor die sich die eisenschaffende Industrie von Anfang näd>- ften Jahr,» an gestellt sieht, wurden di/ IWrlauf»- verbände beciuftiugt. sich hinsichtlich her unmitti- baren Ausfuhr von Dolzsabrikaten eine weil- aedende Beschränkung aufzuerlegen. In erster Linie soll do, Augenmerk darauf gerldiiet werden im R hmen der Möglichkeit die weiterverarbeitende inländische Industrie .zur Bevorratung au»reichend mit M'terial zu versorgen.
' Ro n tu rfe und Kefchäftsausichten Im Monat 9iovember. Rach Mitteilungen bes
. : mürben im 9L'tX"ibi r d rch drn „Beichsanzeiger" 574 neue Konkurse — ohne Ne wegen Mastemangkl» obgelehnfen Anträge a :• Konkurscrössnung — und l'>9 eröilnete Der- gleich» ver'ahren betunntgegeben. Tie entfpreAcnben Zahlen für den Dormon.lt stellen sich auf 44' Kon- turk. 4 an-ieorbnete Keschöltoauftichien imb 35 Cer- gfeichsoerfohren
• Zur Kapitale rhöhung bei den Aeckarwerken. Die von brr Gesellschaft geplante Kapftalerhöhunq soll vornehm ich t*m Ausbau der Betriebe M nm Gs ö rb davon gesprochen. einen verstärkt rn Anschluh an da« Badern wert und an da« Bidenwer' zu erreichen. Auch für da« laufende Sahr wird wiederum mit einer Dividende von 9 Prozent gerechnet
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und ihr toll in Balde eir zweiter Te 'Slg.'s der Li-Lo» Cniöitflung vom aubertr K rlttor und von Batziool. dem Gottsucher M>t vier farbigen und acht schwarzen Bildern von Ludwig öbcrle. B uch- aueltattung ron Friedrich neinridjen. 164 Seiten 8*. Für 51 naben und Mädchen von 12 bi» 17 Dohren Ganzleinen 5L0 Mk. K. Thienemann» Derlag. Stuttgart. — Leopold Weber hat den urspr>:nglich kel'ijchen Sagenstoss und seine berühmte dichu- rische Verwertung un Miitelalter durch Wolfram von '/ich. nbach in einer epischen Neuge'talt nq de» gesamten Sagenkomplere» um Tarjival und die Oral»- kicnde Z.isammci geiaht. Dube: ilnd besonder» d'C sittlichen Werte, die in d.-n uberhifertrn Dichtungen nicht Immer voll ersaht und beleuchtet wurden, her- au-t-estellt, um diese — mit unserer heutigen 3eit ocrglcicheud — gleichsam al» unsere» deutschen Volke c cdj.rflakntle darzutun. 721
— Der deutschen Jugend neue» Dunderhorn. Verleg Ullstein, Berlin CB.np leinen 5 Mk. — Cin Jahrbuch für Knaba, und Mädchen, dao dem gesteigerten Interesie der heutigen Äugend f.ir eport. Technik und Naturwissenschast in Text urb Bi'dern we t eheird ent' -pen'ormnt. 710
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h'nd' ng. Stuttgart Drei' g h 3,40 oebunben 5,63 Mk — Hier ist endlich einmal ein Na^iobuch für d c Lugend, d ; fich nur au' den einsa ft-n Äenntnifien aufbajt Ein ei-iuges (Irperiment F - rohen» berüh te Gr m^-o rsuch über die Fn>'ktion genügt de?' Äerfasler, um dem i>ler zu zeigen, auf welche TJeip her Bunbsimi t> n 9t um ü'erbrächt Auf birje Grur.di'gc baut t>v B - ohne viel Federlesen- in red t kurztv-iliger Da c u w w-iter. z . t, . eiche ?1 tfp.ibe da» An'ei nenjnl'e n bot. w » di *lb?timrut:-l bchci-ten und wir sie z-so-nrnen- arbeiten, rrt iutrrt d>e W r'unnsweise bei K ista'l dcteltor- der Nöhre de» ^op'h rcr, und schafti so einen gesiegelten Unterbau, auf dem her V rs'sser bann d eigentlich Aufgibr be* Ducho löft: dem Anfänger, her noch gar nichts vom Ntdio versteht — zu zeigen, wie iren einen Nundsunk-(kmpf"naer richtig un5 zwechenlsprechend baut 681
hielt sich jedoch weiter in ziemlich engen Grenzen. Die cpeluhLoit >> h n heule iVrf rfen
• vor, ha sich d.e z-estrigen öerud tc richt brstLlixfn. Fernrr jrigk sich die B^rsc dcjriedigt über die reue . > de» '.Anchrmirtschast' ninislet- Dr.C u r- t i u • in der gestrigen Wirlschuftrdebatte im Reich»- tage. Dann verwie» man auf die Eiria ir.g in der Zigarrenindustrie und aui bi< Berichte dc» Stahlwerksoerbander über zufrieden- stellenden Geschäftsgang. Schisfahrtswer!« wurden angeregt durch neue Meldungen über einen günstige>en Stand der Freig-abean^elegenheit. Don einer stärkeren Publikumsdeleiliguna war auch heute nur wenig zu merken. Au» bet Provinz sollen allerdings einige Meine Kaufaufträge eingelaufen lein. 3m Mittelpunkt de» Interesse» standen I.-G.- Farben, die zum ersten Kurse um 4.75 Prozent an ziehen konnten. Etwa» stärker traten ferner Elektrowerte hervor. ®e»fürd, S.einen» und Lchulkcrt gewannen 5 bl» 6 Prozent. Aus den übri- gen Märlten itwren burd)L1 n.liche Zdurobesserun- aen von 2 bi» 4 Prozent zu verzeichnen. Bon Montanwerken waren Siftfnir und Rhein- braun stärker beachtet und gewannen je 4 5 P«-ozent. Schissahrtsakkien zogen um 3 bi» 4 Pro- -ent an. Stärker erholt waren Zellstoss Waid- Hos mit plus 7,25 Prozent Banken blieben etwas vernachlässigt bei Äursbefferungen von 1.5 bi» 2ä Prozent. Bon Lokal wert en tonnten Schil^eanstolt 3L Prozent onziehcn. Wanh ö-Freytag blieben auf dem ermäßigten Kurafiand nur behauptet. Am deimischenAnleihemarkt laien Ablösung», schuld etwa» erholt. Pfandbriefe etwas angeregt. 3m Derlau'e selten sich die Kuresteigerungen zunächst um 1 bi» 2 Prozent fort. I.-G.-Farben blieben weiter verlangt, da die deutsch-französischen Chemieoerhandlungen eine:' guten Fortgang nehmen sollen Später machte sich eine getviffe Unsicher- heft bemerkbar, ha her Geldmarkt weiter anzc- 'poant blieb. Tagesgetd war zu 8 Prozent gesucht. 3m Devisen verkehr I«1 wachte fich der Dollar erneut ab. London stellt« sich gegen Hobel auf 4LH. Die Reichsmark notierte gegen Mabel 4.1850, gegen London 20.420. Pari» gegen London 124,0*2, Mailand 89 75 Mailand lag gegen London etwa» er- holt mit 29,60.
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Berlin, 2. Dez. 3m Gegensatz zu ter gestrl- a.m schwachen Bert use dcr *z,ur|e fetzte der heutige Per lehr wesentlich sester ein. wozu u. a. auch die günstigere Beurteilung her 'reiflabeanfiric^n- heit beitrug. Schon Im Örelocrietr waren bei al'er- ding» kleinem G.schäst merkliche Kursbesserung e n zu verzeichnen Die am .chen Notierungen stellten sich an den meisten Märkten 4 bl» 7 Prozent hoh?r rchissahrtswert« gewannen 4 Pro- zeni. on Bankaktien zogen Berliner fianhd um h Prozent an. 3m weiteren Verlaufe hielt die Festigkeit an, wenn auch keine nennenswerten Ihn»- besserungen mehr eintraten. Die Rentenmärkte lagen behauptet. Besonder» fest tendierten an den Essektenmärkten Orenjtein, Schubert 8c Salzer, Glanzstoss, Demberg und Schultheis.
Krauhurur (*>. »vc.it cbörfe.
Frankfurt, a.M. 2. Dez. Mrizen, brr belfer a:i b.*n Marit kommt un> auch etwa« l ich- leren Aialatz findet, konnte f'inm Pr i« un 0.25 Mart erhöhen. Aogzen ist Inapp und b:svn :vb für später« Lieferung g.sucht. Man ernxir et stci- -zende Preise. Futlenni tel liefen nach w e vc-c fest, doch war l-18 Geschält heute klein. Wcizerr- und Ao^gonmehl lagen lehr ruhig. Haser in gut.-n Qualitäten findet Adneh n:r. Qi tour en not en Weizen. 1. Qualität, 25.75 Mark. Weizen, 2. Qualitä*. 2425 24.50; Weizcn. Weltcitauer. ge- rin;,:re Beschaffenh i. 22.5? 23^5; Äcg en, inländischer, 25.25 - 25,50; Sommerger te. für Braul.wecke, 26,75 - 28; Hafer, inländi ch:r. 22.75 bis 23,75; Mais (gelb) 23,75; Weizenmehl inlän- di ches. Eperial 0, 37,75 33,25; Acgg unehl 35 bis 35.75. WUzenkle e 13 63; AoggenNeie 15.25 dis 15.50. Tendenz: befestigt.
Berliner ovuktenbörse.
Berlin, 1. Dez. Für den Weizenmarlt lagen wiederum vom Auslände kaum Anregungen vor, das Inland blieb in unter dem Durchschnitt liegenden
Oualit&Jea reich ich im Markte. Absch usle kamen nur sehr vereinzelt zustonbe Da» tir.g.bot von guten m.tteldeutschen ßualUäte» ift weniger kr.ngUch. t c hoben Pm.forterongen der Bbtzeber lots«n auch in diesem TI .'nul nur wer.-ge Ür.fäl* \.i Für es'ek- Noe Ware nannte man etwa '.csir ge Pre.s«, und uud) om Liefrrung»markte ergaben sich nur unbedeutende 3chwankung»n Eon den zu heute angekünUgten 360 Donnen Lgeizen sind 300 To *iri al? ko- tra'tl'ch lieferbar erNarl worden 'Roggen ist in leichten Ci ah täten von Vorpommern und Meeklenbueg reich', ch cngrbctfn, nur unter Pee>»konzefsionen sind i>er- finieit Ablchlüssk Zu erzielen lurchlchnitts- und bester.-» Moteno! f.ntfl In Waggon und Kahnware zu gestrigen, teilweise sogar au<8 tu h Heren Preisen zienüich 'rflant U m.'uni: Tif nUeferung»- preise fteffrelrn 0,50 bi» 0.75 Aart i-fter Lleizen- und Boggenmehl behielten schwierige» schab Haser ist weiter au»; n.trnh offeriert, da» Eefchost ift mir klein, von her Rüftr besteh: weiter gute .'lochfrage (berste still (!» notiert«-.» (lnüO lcx> Leizen, m»r- tilcher (74.5-kß hl Okmidtri. 2 V bl» 242 Mark. De- vmbfr März 276 bi» 276,50. «al 277 bl» 277,50 kstrt g'; Boggen, mir 1 .>rr <6« !.g hl 'i. Marz 264/0, Mai 265,25 «stetig). Soi-merg.rfte MO M» 2ti| (behauptet); Aa‘ ^s- ende'ch-.i- bimqen. mit btfon'^rer )5e il^sichklgung c ch d.r «ülickwchtr uristik Spemann« Kunst- Kalender. 2*V 3'*-n f-1 ni: 1? • .V-jnfl- bcilagen Prächtige Wiedergaben K^.ssstche Kunst I und Äntaitek ur - Spemanns Literatur- • Kalender. 7. InHr^'n.z m'.l 12 " a-Kunst- beUaren. Bvrträ « be eutenhe 'er und Schriftsleftcr. ®.bu « äitrn. Den . r. Vivlio- Hekei'. Seltenheiten u w. Spema.in« Musik-Kalender. v IaH.fltng mi! 12 ®T ra- 5t un ft bei lagen. Bi'^nilfe b.-nihmier k5e-.br und nerUorbence Musiker, virtuosen. K mpenisten, ^eburl«- und Wohnhä..fer. Den n» >!e . Kunststätten usv. Spemanno Wander- Kalender. 3. Jahrgang mit 12 vr a-iXunlt- beilagen Heran«gegeben un.er Mil ' l k ng d « und 2?cn er- 'ch .. a' men au« ?Tor'-. MiNel- und Sü^drui'^iand. s^vra und oJuna. Aaturstinun ngen u. ä. 3e5cr Raicn- ?er (ostet 2 Mk. 717
QirMiche Jlarf ridifon.
3fraellli|de Bel>gloo»gemelnde. er.
15 30 ti3 lk: Die Siunde der Iug.nd. — 16.33 lü 17.45: Konzert de« Hau or l-efter«: Alk Opittlkn. - 17.45 bU 18.05: Die Le'e- stunde — 18.23 bi« 18.50 Stunde de» Frankfurter Bunde« für Bo!k«bilk.ung ..Die Bedeutung der Ab'onderungen de« C.’ritDJ«“, Vortrag von Prof. Dr. M. Flefch. - 18.50 bi« 19: 3n- haltßangabe der Oper ..D.r Fr i ch Hebertreounq au« dem Franifuriec Opernhaus: Der Frel'chäy. Oper von Welker. Anlchliehend bi« 0.30: Kon en der Aundfunk-2azzband.
Ultra-Röhren gasgefüllt gewährleisten den besten Empfang dieses
Programms. iO7»22i
Kurszettel der Berliner und Zrankfurier Börse.
Die dinier den Papieren angdübnen Zistern geben die Höhe der «uleht be'chloffenen Dividende an. — Aeichsbankdiskont 7 Prozent. Lombard;in-kuh 8 Prozent.
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