Kr. 178 Erster Matt Ersch e inl täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Gießener FamilienblStter Heimat im BUd Die Scholle. Monats.Bezvgrpreir: I 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Träger, lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. ' Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klarneanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20° , mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein; für den An- zeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Gießen hhl Jahrgang Dienstag, 2. August 1927 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Postscheckkonto: Nioin »W°. vrvS und Verlag: vrShl'sche Univer«tüt5-V»ch- und Steindrnckere, «. Lange «n Sietzen. Schristlittmg UN» Seschästsft-lle: zchulftratzs 1. Englands Kampf um die Weltherrschaft und Klauenseuche Frankreichs Mandat in Syrien «,«61^ nläßlich des Troß: ichastlichen Lande s- 1927. genossen? Frankreich benutzt die Gelegenheit, die englischen Absichten aus Schritt und Tritt zu durchkreuzen. Auch Poincarß betreibt Erpresserpolitik. Die Erinnerung an alte Waffenbrüderschaft, die man vor einigen Tagen bei der Einweihung des Menin-Toves in Ppern mit großen Worten erneuert hat, kann über den tiefen innerlichen Gegensatz der beiden Länder nicht hinforttäuschen. Mussolini erscheint den Engländern ein zu unsicherer Kantonist. So bleibt txm der englischen Außenpolitik der altbewährte Grundsatz, man solle Bestehendes nicht anrühren, ehe die Rotwendigkeit es rricht dringend erfordert. Man muß so tun. als wäre alles in bester Ordnung mit dem Verhältnis zu Frankreich. John Bull wird sich eine zweite Friedensschalmei sich nach London begeben hat, um an der Beerdi- gung seines Bruders teilzunehyien, mußte die Sitzung auf Donnerstag verschoben werden. In der Laae scheint sich nichts geändert zu haben. Die aus Washington erhaltenen Instruktionen be- Die Aeutzerungen Dr. Reinholds über den Dawesplan. Veuhork, 1. August. (WB.) Die Associated Preß veröffentlicht eine Berichtigung zu dem von ihr gestern mitgeteilten Interview mit dem früheren deutschen Reichsfinanzminister Dr. 2tein* hold, da Reinhold teilweise falsch zitiert wurde. Dr. Reinhold habe nicht seinen Zweifel anSgedrückt, daß Deutschland im Stande sein werde, die Zahlungen nach dem Dawesplan zck Das „Protokoll" des Gemeinderats wird von den Berliner Blättern sehr kurz abgetan. Die „D. A. Z." schreibt: „Dieses Protokoll ist ein Schlagin die Lust. Der Bürgermeister hat in seinem Bericht vom 25. September 1914 selbst zugestanden, daß Verstümmelungen deutscher Soldaten in Orchies erfolgt sind, und die anderen französischen und deutschen Zeugenaussagen, die in den veröffentlichten deutschen Dokumenten enthalten sind, kennzeichnen das obige Protokoll hinreichend als das, was es ist, als Unwahrheit!" 'b'sen Mainz Zenden für die Ändwirte Öranffurt q, W Mtonto sstE. ungbe<^; Ä* 1 im! Oppenheim. I e r b e r g. mit ^b'ldeten Ausschuß v v v «mvutwii, i|i IA. L <7 v y 111 i l dem Kampfes um die Weltherrschaft, welche die Vereinigten Staaten den Engländern unter der Hand oder, wenn man will, am Pokertisch zu entreißen drohen. Dor dem Abbruch in Genf. Die Vorbereitung der Schlußsitzung. Genf, 1. August. (Schweizerische Depeschenagentur.) Die Vollsitzung der Mnnekonferenz ist nun endgültig auf Donnerstagnachmittag 3 Uhr angesetzt worden. Zunächst sollte die Sitzung auf Mittwoch anberaumt werden, aber da Admiral Iellicoe flüssigung von Kohl« nach deutschem Muster in die Weg« zu leiten, nutzt für den Augenblick noch nichts. Was hier irtteressiert, ist lediglich die Tatsache, daß Äe russische Akttvn der englischen Regierung an den Quertreibereien der amerikanischen Oelindustrie zu scheitern droht. Das sind trübe Aussichten. Der Präsident der Standard Oil Company in Neujersey ist soeben in London angekommen. Er wird einem Trommelfeuer von guten Ratschlägen ausgesetzt werden. Der Präsident der Royal Dutch erklärte, daß der Verkauf russischen Oels den Interessen der Menschheit und der Handelsehrlichkeit widerspräche. Auch die Interessen der russischen Bauern hat er entdeckt, denen man das so dringend notwendige Petroleum raubte. Was ist der Sinn dieser Ereignisse? England befindet sich in einer außenpolitischen Krisis er ft er Ordnung. Schon lange, ehe der russische Konflikt zum offenen Ausbruch kam, war man sich in London nicht im Zweifel darüber, daß die Vereinigten Staaten der eigentliche Gegner Englands in China waren. Nun ist dieser Konflikt auch auf der anderen Seite des asiatischen Kontinents zum Ausbruch gekommen. Die Dollardiplomaten kennen keine Rücksicht. Englands asiatische Herrschaft und die Herrschaft zur See stehen auf dem Spiel. Ratürlich wird es zu sehr wesentlichen Ereignissen deswegen zur Zeit nicht kommen. Es ist ein Wetterleuchten am Horizont, vielleicht schon das Grollen entfernten Donners. Was aber besitzt England an Bundes- Bühn« zu verzeichnen. Unter General Weygandt sank Frankreichs Prestige vollends auf den Gefrier- punkt, und fehle Abrufung stand im Zeichen der Aufstandsbewegung, die General Sarrail und de Iouoenel nur unter größten Opfern meistern konnten. Alle Vorgänger Ponsots haben den großen Fehler begangen, dem syrischen Problem ausschließ- lich von der politischen Seite beikommen zu wollen, wo sie sich nur von wirtschaftlichen Interessen hätten leiten lasten dürfen. Statt die unter Mandat stehenden Bevölkerrrngen zur Mitarbeit am Gemeinwohl und Gedeihen des Landes zusmnmenzufchließen, zerklüfteten sie bas Volk, das sich um gegenseitig befehdende Führer scharte. Ob es Ponsot gelingen wird, die von den früheren offiziellen Sendboten Frankreichs begangenen Fehler wieder gutzumachen, läßt sich jetzt noch nicht vor- aussehen. Jedenfalls gilt er im Quai d'Orsay als geschickter Diplomat und gewissenhafter Arbeiter, allerdings fiel die Wahl besonders auch deshalb auf ihn, weil nach dem launischen Rücktritt Henry de Iouoenels keiner der großen Generäle oder Politiker, die als Oderkommiffare in Betracht gekommen wären, das syrische Abenteuer auf sich nehmen wollte. Soll die Proklamation aber nicht nur wie bisher ein papierenes Versprechen und ein leerer Wechsel auf die Zukunft sein, bann wird der jetzige Oberkommissar mit manchem Brauche seiner Vorgänger, insbesondere militärischer Provenienz, brechen müssen. Frankreich selbst hat alles Interesse daran, den schlechten Eindruck vergessen zu machen, den seine syrische Mandatsführung bisher ausgelöst hat. Orchies leugnet. Ein Protokoll des Gemeinderats zu den deutschen Tokumrntcn. Paris, 1. Aug. (WTB.) Die offizielle Agentur H a d a s veröffentlicht einen Bericht aus Orchies, worin es heißt: Angesichts der von der großen deutschen Presse verbreiteten tendenziösen Berichte über die Umstände, unter denen 1914 die Zerstörung von Orchies erfolgte, hat der G e - meinderat der Stadt in der letzten Sitzung einstimmig ein Protokoll gebilligt, in dem die von Havas veroi^cntlichte Darstellung des Bürgermeisters vom 25. September 1914 voll b e - siätigt wird. Dieses Protokoll protestiert unter Bezugnahme auf bas letzte Kommunique bcs Wolffburaus über die Vorgänge in Orchies 1914 lebhaft gegen die Angaben, die zur Erklärung der Niederbrennung der Stabt Orchies gemacht werben. Die Versammlung, der mehrere Zeugen der Vorgänge angehören, stellt fest, daß der deutsci-e Befehlshaber erst, nachdem es sicher war, daß Orchies von regulären französischen Truppen verteidigt wurde, am 27. September eine Proklamation anschlagen ließ, worin es heißt, daß Leichen deutscher Soldaten oerstüm- >n e 11 worden seien, eine Behauptung, die durch alle Zeugnisse und durch die von deutscher Seite während der Okkupation vorgenommenen Exhumierungen entschieden widerlegt ist. Die Konkurrenz Amerikas. Von unserem W. v. K.-Mitarbeiter. (Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) London, 31. Juli 1927. „Zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten ist ein recht lächerlicher Zustand eingerissen," bemerkt der „Daily Expreß". „Es ist blödsinnig, wenn man mit einem Amerikaner aus ^ben Mittelstaaten zusammen kommt und seine erste -Frage ist: „Wie steht es um die Kreuzer?" llnö dabei," meint der „Daily Expreß" brtter- böse, „hat dieser Vankee wohl noch nie in seinem Leben einen Kreuzer gesehen." Dies Heine Stimmungsbild ist ein Ausschnitt aus einem der schwersten Probleme von den vielen schweren Problemen, denen sich das englische Kabinett über Rächt gegenübergestellt sieht. Die Kreuzerfrage? Was stellt sie vor? Auf kr Washingtoner Konferenz ist ein Kräfteverhältnis der Haupttriegsflotten England, Amerika. Japan von 5:5:3 für die Grohkampsschiffe setgelegt worden. Aus Ersparnisgründen und In» der Erkenntnis heraus, daß man dem siegel chwellten Onkel Jonathan eine erhebliche Konti fion machen mühte, hat die englische Admi- aC’.tät diesem Verhältnis damals zugestimmt. Inzwischen hat nun der amerikanische Präsi- ent Coolidge den Antrag gestellt, man solle lese Proportion auch auf die übrigen kcbiffsklassen anwenden, d. h. auch das Mäsieverhältnis in leichten und schweren Kreu- i.'tr, Unterseebooten und Zerstörern sollte der Vashingtoner Formel angegliedert werden. Coo- l.dges Stichwort war „Abrüstung". Als aber bie Engländer den Schaden besahen, da mußten ! entdecken, daß dies Sttchwort „Abrüstung" : Wahrheit eines bedeutet, nämlich den Ver- Mu st der Seeherrschaft. Die (Bereinigten Staaten von Amerika liegen xisichert und kompakt jenseits der Atlantik, er» irjßcn alles, was sie brauchen, im eigenen Lande mb benötigen zum Schuhe ihres verhältnismäßig l-'cheidenen Außenhandels, vor allen Dingen ckr zur Sicherung der ©«treibe» ^tlrafufjr überhaupt leine Kreuzer. Was sie Lauchen, erzeugen sie selbst. England aber, das iceiDoHerte kleine Jnselreich an der Rordsee, ii zur Ernährung seiner Bevölkerung auf die 'k Herrs chung der Schiffahrtswege «H der Heimat angewiesen. Stimmt man nun amerilanischen Formel zu, bann kommt Ame- /ria in den Besitz einer Kreuzerflotte, die des- (Eine Rede Lloyd Georges. London, 1. Aug. (XU.) Auf der liberalen Sommerschule in Cambridge hielt Lloyd George eine längere Rede, m der er sich mit der Entwicklung der Liberalen Partei und verschiedener Tagesprobleme befaßte. Für die liberale Partei laute heute die Frage, ob sie sofort ein desinttives Programm aufstellen wolle, oder auf die unvermeidliche Reaktion, auf eine unmögliche Regierung warten wolle. Man könnte vielleicht aus der allgemeinen Unzufriedenheit Kapital schlagen und ans Ruder kommen, ohne sich auf ein bestimmtes Progra.nm sestzulegen. Aber das sei weder klug noch ehrenwert. Die Liberalen hätten nicht die geringsten Aussichten, die nächsten Wahlen zu gewinnen, wenn sie nicht die Rkehr- heit der Bevöllerung davon überzeugen könnten, daß die Partei unbedingt eine ehrliche und teste Politik verfolge. Lloyd George beschästtgte sich dann mit der Genfer Seeabrüstungskonferenz. Er er- llärte, daß es die größte Katastrophe für die Welt bedeuten würde, wenn der Fehlschlag der Genfer Konferenz zu einem Schifssbauwett- bewerb zwischen den beiden größten Rationen der Welt führen würde. Im Augenblick lasse sich noch kaum übersehen, was geschehen würde, wenn es nicht gelänge, sich mit den Vereinigten Staaten über ein Schiffsbauprogramm zu einigen. Er hoffe jedoch aufrichttg, daß es nicht zu einer Rivalität kommen werde, die zu einer Entfremdung der beiden großen Rationen führen würde. Von Amerika und England hänge der Friede in der Welt ab. Die Rußland gegenüber verfolgte Politik hält er für vollkommen verfehlt. Man habe sich das ganze Problem niemals recht überlegt. Das Interesse Australiens. London, 1. August. (Tel.) Der australische Premierminister Druee erklärte in einer Rede in Maryborough, für Australien fei es von großer Bedeutung, daß Großbritannien feinem Abrü- stungsplan zustimme, der die ^Überlegenheit der britischen Marine in den Meeren gefährden würde. Falls Großbritannien seine Vorherrschaft zur See nicht behaupte, sei Australien in einer verzweifelten Lage. Die britischen Delegierten in Gens müßten alles daran setzen, um ben wirksamen Schuh der Verbindungslinien zwischen den britischen Reichstellen zu sichern. Besprechungen in Washington. Washington, 1. Aug. (WB.) Der britische Botschafter Sir Esme Howard ist plötzlich von seinem Londoner Aufenthalt hierher z u r ü ck gekehrt. Er hatte mit Staatssekretär Ke 11 o g eine private Unterredung. Die hiesigen amtlichen Kreise lehnen es ab, sich über die Bedeutung des Besuches hinsichtlich der Genfer Konferenz zu äußern. Im Staatsdepartement wird erklärt, daß Howard a u f eigenen Antrieb und nicht auf Ersuchen Kel- logs nach Washington zurückkehrte. Im übrigen sei kein neuer Vorschlag der Vereinigten Staaten für die Genfer Marinekonferenz in Aussicht genommen. •o!c Fäll« müssen bie Japaner bauen, um •oi| iiied Kräfteverhältnis zu kommen. Man braucht kein Freund Englands zu sein wl> wirb trotzdem verstehen, baß die Lage der otrJ i'chen Regierung eine außerordentlich Pein- Dfiiie ist. Die endgültige Entscheidung ist noch nicht gealen. Wir müssen es uns auch versagen,, geile auf alle Zusammenhänge und Probleme Litzugehen, weil politische Rechnungen mit '^tlenstrategischem Einschläge ungefähr so leicht : octD culidj sind wie sechs harte Eier und drei • Stüpfe. •Inüfanter ist eine andere Feststellung. Es hat IIüt nämlich auf dem Rücken des russisch- ekiplifchen Konflikts eine ebenfalls ameri-- flaricje Entzündung gebildet und zwar diese: Zweck lei Abbruchs der Handelsbeziehungen mit Rußland im: lie Schädigung des Kredits der Sowjet-Machi- brakr. Es war ein Griff nach dem rufsi- | |i^e n Portemonnaie. Man hoffte, auf diesem eine Stärkung der russischen Verständigungs- lÄütschaft zu erzielen. Wenn man einem Bettler IW Lageslosung wegnimmt, ijt er bereit, noch viel inrterfiDer zu betteln. Durch diese englische Rechnung CDtr haben die Amerikaner einen Strich ge- irmfli-t oder wollen es jedenfalls tun. Kurz gesagt: (;.3 in rb behauptet, die Standard Oil Company of ii stv Jersey habe mit der russischen Regierung cnaim Vertrag abgeschlossen. Dieser Vertrag betraue kitt Sandard Oil Company mit dem Verkauf mehre: rr hunderttausend Tonnen russischen Oels, und ’jnÄir im nahen Osten. Etwas wehleidig bemerkten diA englischen Zeitgenossen, daß gesetzt den Fall, bs' tSzrtrag käme zustande, niemand iji der Welt die W i verhindern könne, ihr Del loszuwerden. Man qjopl ert an die beiden Rockefeller senior und junior, inii'lallen einschreiten; die Standard Oil Company «tzoeigk; aber die Russen behaupten steif und i!W,Der Vertrag wäre nicht nur beabsichtigt, sondern x«O>r schon unterzeichnet. I^oß man in England empört ist, versteht VM Das russische Oel wäre seinen rechtmäßigen ^Ni}(rn gestohlen, heißt es, und wer es tosktift, macht sich der Hehlerei schuldig. Das drahtlich. Die unter englischer Herrschaft ste- WSte Petroleum-Industrie hat inzwischen schon 'visiil gemacht. Das ist die Anglo-Persian und tfce Loyal Dutch plus Shell-Gruppe, bei der M 3 -ozent in englischer Hand sind. Es droht DMv Erneuerung des Oelkrieges. Daß n»xr in England beabsichtigt, auch die Der- aae scheint sich nichts geändert zu haben. Washington erhaltenen Instruktionen bestätigen, oder, wie es heißt, verstärken sogar den Standpunkt der amerikanischen Delegation. Die britische Delegation verharrt ihrerseits auf der von ihr eingenommenen Stellung. Die Versuche der japanischen Delegation, zu einem Kompromiß zu gelangen, haben zu keinem Ergebnis geführt. Don japanischer Seite sind übrigens keine neuen Vorschläge eingebracht worden. Die heute abgehalte, nen Besprechungen zwischen den Leitern der Delegation, über die schon einige Einzelheiten bekannt werden, haben in keinem Punkte zu irgend einem Abkommen geführt. Bereits letzten Donnerstag hatte sich die britische Delegation gegen die von den amerikanischen Vertretern am Sonntag veröffentlichte Sicherungsklausel ausgesprochen. Zwischen der britischen und der amerikanischen Delegation besteht noch immer eine Differenz in der Frage der Kreuzer zweiter Ordnung, ob 4500 oder 8500 Tonnen, und der Bewaffnung, ob Sechs- oder Achtzollkanonen. Wenn nicht plötzlich etwas Unerwartetes eintritt, so hat man unter diesen Umständen den bestimmten Eindruck, daß die Vollsitzung am Donnerstag die letzte fein wird, und daß man in diesem Augenblick Erklärungen über die Gründe vorbereitet, aus denen sich die drei Nattonen, die an der Konferenz teilnehmen, in aller Freundschaft trennen werden, ohne zu einem Ergebnis gekommen zu fein, aber mit dem Vorbehalte, auf die Frage der Marineabrüstung zurückzukommen. Don unserem ständigen Berichterstatter. (Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Paris, 31. Juli 1927. Gin Manifest des französischen Oberkvmmis- sars Ponsvt hat wieder einmal die Aufmerksamkeit auf Frankreichs Shrienmandat gelenkt, nachdem man im allgemennn nur allzurasch die Debatten in Vollerbundsrat und Mandatskommission vergessen hat, die Frankreichs Man- batsführung nicht gerade im besten Lichte erscheinen ließen. Die nicht nur an die Bevölkerungen im Mandatsgchiet, sondern vielleicht noch mehr an die Weltöffentlichkeit gerichtete Dehruter Kundgebung erinnert lebhaft an das Kommunique, das über Ponsots Verhör vor der auswärtigen Senatskommission anläßlich seines letzten Pariser Befuchs ausgegeben wurde. Damals war bereits gesagt worden, die Regierung wolle den Wünschen der Bevölkerung im Sinne des Völlerbundsmandats gerecht werden, die Interessen versöhnen und der Einigung Vorschub leisten. Diese Einigung bildete von je einen Hauptpunkt des französischen Beglückungsprogramms für Syrien, die die rasch wechselnden Oberrommissare zu verwirklichen sich mühten. So hielt es General Eouraud für notwendig, im Juni 1922 Aleppo und Damaskus sehr gegen ihren Willen zusammenzuschweißen, was als einziges Ergebnis das Wiederaufleben des Hasses zur Folge hatte, der die beiden Städte von je entzweite, ©tän» dige Wahlkampagnen zerrissen dne geleimten Gebiete noch mehr, so daß schließlich die unnatürliche Verbindung wieder aufgelöst werden mußte, und die syrischen Staaten, den von Aleppo losgetrennten Sandschak von Alexan- drette inbegriffen, wieder ihr Eigenleben auf* nahmen konnten. Eine der brenneirdsten F.agen syrischer Politik war stets die des G r o ß l i b a n o n, die ihrerseits wieder eng mit der Frage der Einheit verknüpft ist. Man hört selten in der französischen Presse von ihr sprechen, wenn sie auch jeden politisch Denkenden beschäftigt und quält. Als im Jahre 1920 der Libanon sich weigerte, in dem syrischen Staat« aufzugehen, suchte Frankreich ihn als selbständiges Gebilde zu stützen und gliederte ihm mehrere Territorien an, ohne allerdings — o heiliges Selbstbestimmungsrecht der Völker! — deren Bewohner befragt zu haben. Die annettierten Bevölkerungen haben immer gegen diese Vergewaltigung protestiert und ihre Klagen wurden besonders in der letzten Zeit derart vernehmlich, daß Frankreich endlich eine Lösung finden muß, will es nicht erneut vor den Genfer Kadi zitiert werden. Im vergangenen Jahre wurde der Großlibanon zudem zur Republik Libanon ausgerufen. Zu dem schon früher vorhandenen' Kassationshof und Staatsrat erhielt die junge Zwergrepublik von 650 000 Einwohnern einen Staatspräsidenten, einen Ministerpräsidenten nebst sieben Ministern, die einer Ersten und Zweiten Kammer verantwortlich sind. Es liegt auf der Hand, daß die Lösung des Problems dadurch nicht leichter, aber dringlicher wurde. Zwar kann nicht geleugnet werden, daß gegenüber den Vorjahren das syrische Dierstaatenreich sich einer scheinbaren Ruhe erfreut. Frankreich ist des Bandernvesens und der aufständischen Bewegung zum größten Teile Herr geworden, konnte aber das Mißtrauen und die Feindseligkeit nicht besiegen, die noch immer die große Mehrheit der syrischen Bevölkerung beseelen und einer herzlichen und rückhaltlosen Zusammenarbeit im Wege stehen. General Gouraud, der die unfähige Ziviloerwaltung durch seine Militärpolitik zu stützen suckste, hatte einen herzlich schlechten Abgang von der Beyruler benburgfpenbe für D Ktzegshinkrblie- lusgaben zur Wer- d fchriftlich« Wer- U. Dezember 1927. tg-tn, weil sie nichts Lebenswichtiges zu schützen In, konzentriert gegenüber der in der ganzen Dellt verstreuten englischen Kreuzermacht Per» frnüet werden kann. Aber der Vorschlag Coolidges hat noch einen hieren Sinn. Coolidge sagt, er will abrüsten, k: vill keine neuen Kreuzer bauen. Die Frage fühl also so, daß die Engtänder den größten Teil ifre r Kreuzerflotte opfern müßten, um die — | C i«rifaner der Rotwendigkeit zu entheben, " izrecks Abrüstung neue Schiffe zu bauen. Auf leisten, sondern habe erklärt, angesichts der mangelnden Gewißheit über die wirtschaftliche Entwicklung im alla-nneinen lehne er es ab, irgendwelche Prophezeiungen bezüglich der Zukunst einer derartig riesigen Finanzoperation zu machen. Amerika und die Pariser Verträge. Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers". Berlin, 2.Aug. In Amerika haben seit den Friedensschlüssen die Stimmungen einander abgelost. Zunächst eine große Begeisterung für die Rolle des Friedensstifters, dann eine bittere Enttäuschung über die äleberrumpe- lung Wilsons durch seine drei europäischen Mitarbeiter, dann eine lange Welle der bewußten Selbstisolierung, schließlich eine neue Reigung zur Mithilfe am finanziellen Wiederaufbau Europas. Die jüngste Phase in dieser Entwicklung, die zum großen Teil freilich durch die immer sichtbarer werdenden eigenen wirtschaftlichen Rotwendigkeiten der Bereinigten Staaten bedingt wird, die nicht wissen, wie sie ihren Goldfluh fruktifizieren und ihren Farmern genügenden Absatz verschaffen sollen, greift da wieder ein, wo 1919 abgebrochen wurde: in der politischen Mitarbeit an der Regelung europäischer Fragen. Es zeigen sich manche Symptome für diese Reuorientierung, wenn sie auch erst in Ansätzen erkennbar ist. Schon die Tatsache, daß die S e e- abrüstungskonferenz mit Einwilligung Washingtons nach Gens verlegt wurde,_ spricht dafür. Weitere Kennzeichen sind Deröffentli- chungen der jüngsten Zeit, die von maßgebender amerikanischer Seite stammen, ganz abgesehen von dem besonders starken wissenschaftlichen Interesse Amerikas an der Klärung der Kriegs- s ch u l d f r a g e. Unter den erwähnten Veröffentlichungen ragt das Buch Frank H. Simonds, eines der ersten amerikanischen Journalisten, über die Tagikomödie von Versailles hervor: ihm stellt sich zur Seite ein Vorschlag des amerikanischen Botschafters in London, Houghton, im jüngsten Heft der „Europäischen Gespräche", der die Entscheiidung über Krieg und Frieden vom Standpunkt des gesunden Menschenverstandes untersucht und abseits von den Kabinetten und Regierungen künftighin in die Hand der Völker s e l b st gelegt sehen will. Das Buch Simonds ist eine historische Studie großen Stils. Es beginnt mit dem Gegensatz zwischen Wiener Kongreß und Pariser Friedensverträgen von 1815 «einerseits und der Friedenskonferenz von Versailles von 1919 andererseits. «Ls stellt tmit einem verhängnisvollen Erfolg für das «geschichtliche Urteil über Wilson, Lloyd George und 'Elenrenceau die Arbeit der Gastlereagh, Metternich und Taillerand in Gegensatz und vergleicht die Unwissenheit der einen mit der hohen Bildung der anderen. Es schont den eigenen Präsidenten, Wilson, ohne indes die Schwierigkeiten zu übersehen, die durch seine andersartige «Stellung gegenüber den europäischen Ministerpräsidenten hervorgerufen worben waren, und es findet als einen Angel- punst für Wilsons Versagen, die Unangemessenheil der französischen Forderungen nach einer Sicherheitsgarantie durch die Vereinigten «Staaten. Bei Lloyd George sieht er den Einfluß Rorthcliffs alS ein Verhängnis an unb Clg menceau tut er ziemlich schroff ab. Die Hauptursachs für daS Scheitern der Pariser Friedensverträge erblickt er freilich in den phantastischen Forderungen an die Bes legten und er scheut sich nicht, von einem feigen Versuch zu sprechen, den Besiegten zum Geständnis einer Blutschuld zu bringen und ihn als Paria zu isolieren. Zum «Schluß weist er nach, wie die Mitspieler der Tragikomödie von Versailles jeder einzelne seinen Preis zahlen mußte. Er warnt Amerika davor, eine wirtschaftliche Einheits- front in Europa gegen sich selbst unbeachtet zu lassen, die im Entstehen sei, die Streichung der interalliierten «Schulden hält er in der gegebenen Lage für die beste Politik. Der Anschluß. Auslassungen des Reichstagspräsidenten Löbe. Berlin, 1. August. (WD.) 3n der Zeitschrift „Oesterreich-Deutschland. Heim ins Reichl" verbreitet sich Reichstagspräsident Löbe unter der Heberschrift „Das Ziel ists, nicht der W e g" über den Anschlußgedanken u. a. wie folgt: Weder hüben und drüben farm und darf der Anschluß an irgendeine innerpolitische Vorbedingung geknüpft werden. Gewiß, wir sind in vielen Dingen auseinander gewachsen durch die Trennung, die der Entwicklung verschiedene Dahnen wies, aber wir werden zusammenwachsen, wenn ein einheitliches staatliches Gebilde uns umschließt — mehr noch: wir werden uns befruchten und als Gesamtheit uns auch politisch reicher gestalten. Auf welchem Wege der Anschluß eines Tages zur Tat wird, darüber mag jeder seinen eigenen Gedanken und Hoffnungen nachhängen. Vielleicht behält am Ende keiner recht, denn viele Eventualitäten sind möglich und manche treten ein, an die zuvor keiner gedacht hat. Aber bereit zu sein, ihn jeden Tag zu vollziehen, keinen Weg auszuschlagen, der zum Ziele führen kann, alles zu tun, was den Tag der Erfüllung vorbereitet, die Grenzmauern zu unter» wüh^n solange sie nicht gestürzt werden können, dre Einheit des deutschen Volkes trotz seiner gewaltsam aufrecht erhaltenen Zweiteilung zu betonen und zu betätigen — das ist die Aufgabe der Anschlußfreunde, in welchem politischen Lager sie auch sonst immer stehen mögen. Italiens Außenpolitik. Mussolini zu den Wiener Vorgängen Rom 1. Aug. (WTB.) Im Ministerrat führte Mussolini aus: Die Beilegung des jugosla- ivisch-aibamschen Zwischenfalles durch Vermittlung der vier Großmächte Westeuropas hat gezeigt, daß, sobald diese Mächte in bezug auf eine bestimmte Frage einen gemeinsamen Standpunkt einnehmen der europäische Friede durch nichts erschüttert werden kann. Die Wiener Vorgänge haben von neuem die Frage der Lebensfähigkeit Oesterreichs als unabhängiger Staat zur Diskussion gebrach«. Man hat dabei die alten Thesen zugunsten der Schaffung einer Sonaufonföberatiop bzw. für den Anschluß an Deutschland ausge- graben. Es tft augenfällig, daß feine dieser Thesen mit den Friedensverträgen vereinbar ist, I und vor allem ist es klar, daß der Anschluß Oesterreichs an Deutschland die durch den Versailler Vertrag und den Vertrag von St. Germain geschaffene politisä)e Karte Europas von Grund auf ändern würde. Italien ändert seine Haltung nicht. Die Gerüchte, die anläßlich der Wiener Vorgänge über die Haltung Italiens aufkamen, waren widersinnig und tendenziös. Die faszistische Regierung hat niemals daran gedacht, in die innere Angelegenheit Oesterreichs einzugreifen, und der ttalie- nische Gesandte in Wien hat keinerlei Schritte in diesem Zusammenhang unternommen. Auch ist feine Truppenzusammenziehung an der österreichischen Grenze erfolgt. Im weiteren Verlauf seiner Darlegungen unterstrich Mussolini die politische und moralische Bedeutung des unlängst erfolgten Besuchs der nemenizischen Abordnung und des bevorstehenden Besuchs des Königs von Aegypten in Rom, welch letzterer zur Stärkung der zahlreichen geistigen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Italien und Aegypten bestimmt sei. Zwischenfälle an Der italienischen Grenze. Genf, 2. August. (TU.) Von verschiedenen Punkten der schweizerischen Südgrenze werden Zwischenfälle mit Italienischen Grenz, behörden gemeldet. So berichtet ein deutscher Tourist, er fei, trotzdem er sich noch auf schweizerischem Boden befunden habe, von einem italienischen Grenzwächter unter Drohungen daran gehindert worden, photographische Aufnahmen au machen. Von schweizerischer Seite ist eine amtliche Untersuchung einyeleitet worden. Fast alle Pässe zwischen dem kleinen St. Bernhard und dem Simplon sind für den Verkehr gesperrt. Eine serbische Stimme für den Anschluß. Wien, 1. Aug. (TU.) Wie die „Reue Freie Presse" aus Belgrad meldet, hielt Jovan Iovano - wik, der 1912 serbischer Außenminister war, in Uesküb eine Rede, in der er erklärte, die südslawische Regierung müsse öffentlich dafür eintreten, daß der Anschluß Oesterreichs an Deutschland durchge- ü h r t werde. Auf diesem Prinzip habe sich Süd- lawien geeinigt, und dieses Prinzip müsse auch ü r Deutschland und Oesterreich angewendet werden. viewiener Gemeindefchutzwache Eme Anfrage der Botschafterkonferenz. Wien, 1. Aug. (WTB.) Die Blätter be- richten über einen Schritt derGrvhmächte gegen die Aufstellung der Gemeindeschuhwache. Die „Reue Freie Presse" erfährt dazu folgendes: Tatsache ist, daß die Interalliierte Mili- tärkontrollkvmmissivn sich an das Bundeskanzleramt mit einer Anfrage über diese Wache gewendet hat und besonders die Frage beantwortet zu wissen wünscht, ob es sich bei der Aufstellung der Gemeindefchutzwache um eine vorübergehende oder eine dauernde Institution handelt. Bundeskanzler Dr. Seipel wird morgen hierüber eine Aussprache mit dem Bürgermeister von Wien, Seih, haben, und von dieser Aussprache bzw. von der Antwort, die der Bundeskanzler der MilitärkontrollkommisfiDn geben wird, wird es abhängen, ob und welche Schritte auf Grund des 8 128 des Friedensvertrages von «5t Germain seitens der Kommission bzw. ihrer vorgesetzten Pariser Instanzen unternommen werden. polens Entbeutschungspolitik. Neue Enteignungen kirchlichen Besitzes. Danzig, 1. Aug. (TU.) Rach der Enteignung des evangelischen Knabenalumnats in Posen, des evangelischen Waisenhauses in Marschallen, zahlreicher Diakonissenstationen sowie vieler anderer Wohlfahrtsanstalten hat nunmehr das Posener Liquidationskomitee auch die Liquidation des Bandsburger Diakonissenhauses beschlossen. Die Liquidation ist schon deshalb ungesetzlich, weil von acht Mitgliedern des Vorstandes sechs die polnische Staatsangehörigkeit besitzen. Außerdem unterliegen nur private Güter der Liquidation, während kirchliche Anstalten unter dem besonderen Schutz der polnischen Verfassung stehen. Das Dandsburger Diakonissenhaus ist eine kirchliche Gemeinde mit öffentlich-rechtlichem Charakter, der jede Liquidation unmöglich macht. Das Vands- burger Diakonissenhaus ist ein Mutterhaus mit 271 Schwestern, die eine erfolgreiche und segensreiche Tätigkeit im evangelischen Gemeinwesen, an Kindern, in der Jugendarbeit und an Altersheimen ausüben. Die überaus loyale Haltung des Diakonissenhauses gegenüber dem polnischen Staate ist bekannt. Das hat aber den chauvinistischen Dziennik Bhdgoski nicht gehindert, in hetzerischer Weise die Bandsburger Anstalten als Stütze des Germanismus und Hixh- burg des Protestantismus zu bezeichnen und deren Liquidation zu fordern. Die unierte evangelische Kirche in Polen kann natürlich nicht zu- sehen, wie ihr eine Anstalt nach der anderen genommen wird. Deshalb ist gegen die Liquidation nicht nur Einspruch bÄm Liquidationsrat in Posen, sondern auch beim Ober st en Verwaltungsgericht in Posen erhoben worden. Carols Ansprüche. Die Rücknahme des Thronverzichts. Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers". Berlin, 2. Aug. Die Erklärung des Prinzen C a r o l in der Pariser Presse hat, wie zu erwarten war, größtes Aufsehen in den Pariser politischen Kreiien hervorgerufen. Daß die französische Presse sich fast einhellig gegen Carol ausspricht^ist nicht zu verwundern, denn der Gegenspieler Carols ist Bratianu, in dessen Person man in Paris die sicherste Garantie für das rumänisch-französische Freundschaftsverhältnis sieht. Wie weit die Erklärung Carols praktische Bedeutung hat, ist vorläufig noch nicht abzusehen. Gegenwärtig handelt es sich nur um eine rein platonische Aeußerung, denn Bratianu hält in Rumänien das Heft fest in Händen. Andererseits ist aber die Erklärung Carols ein Beweis dafür, daß er mit einer genügend starten Opposition gegen Bratianu rechnet, um seine Pläne der Rückgewinnung der verlorengegan- genen Rechte zu verwirklichen. Jedenfalls wird die Opposition den Ruf Carols als ein Signal hin- nehmen, sich zur Beseitigung der Herrsck-aft Königin Marias und Bratianus um Carol zuv scharen. Wann die Pläne Carols zur Tat reifen werden, und ob dieser dann Erfolg haben wird, ist eine Frage der Zukunft. Leicht wird ihm der Erfolg nicht gemacht werden. Vom deutschen Standpunkt aus, der in dieser Frage durch keinerlei Interessen bestimmt ist, kann nur gehofft werden, daß Rumänien, mit dem die Wirtschaftsbeziehungen allmählich wieder in Gang kommen wollen, vor schweren inneren Erschütterungen bewahrt bleibt. Die Neuregelung der chinesischen Zölle. Schanghai, 1. Aug. (Agentur Indo Pacific.) Die Ranking-Regierung hat am 30. Juli eine Proklamation veröffentlicht, die die Sikin-Zölle aufhebt. Alle chinesischen. Steuern werden innerhalb der Freihafen sowie in dem Umkreis von 20 Lis außerhalb dieser Häfen aufgehoben. Alle Transit abgaben werden aufgehoben, ebenso die Abgaben für Yen Verkehr zwischen den ckstnesischen Hafenstädten untereinander. Zum Ausgleich fordert die nationalistische Regierung vollkommene Z v l l a u t o- nvmie in China und will provisorisch vom 1. September ab über die bprozentige gegenwärtige Steuer hinaus erheben: 1. eine 7,5pro- zentige Abgabe für gewöhnliche Waren, 2. eine löprvzentige Zusahabgabe für Luxuswaren, und 3. eine weitere 57,5prozentige Abgabe für Alkohol und Getränke. Aus aller Welt. Vorbereitungen für den deutschen Ozeanflug. Roch in diesem Monat werden aller Voraussicht nach die verschiedenen deutschen Ozean- venehrsprojekte zur Wirklichkeit werden. Der «Start über den Atlantik durch deutsche Flieger in einem deutschen Flugzeug soll im August vor sich gehen. Fieberhafte Vorbereitungen zu dem Verkehrsflug werden zur Zeit von allen Beteiligten getroffen. Bei Junkers herrscht Hochbetrieb. K ö n n e ck e prüft zur Zeit feine Funkstation aus, mit der er auch vom Ozean aus telephonieren kann. Die von Tele- funken fertiggestellte Sende- und Empfangsstation, die eine Leistung von 70 Watt besitzt, wurde an die Caspar-Werke in Travemünde, die bekanntlich das Flugzeug erbauen, geschickt. — Es handelt sich um eine der üblichen Flug- zeugstativnen, die jedoch für den speziellen Ozeans lug Abänderungen erfahren hat. — 2lls Stromquelle dient ein kleiner leichter Doppelgenerator, der von einem Propeller angetrieben wird. Der Sender ist ein Röhrensender mit einem Wellenbereich von 300—1300 Metern, seine Hauptteile sind der Steuersender, der Leistungsverstärker und der Modulator. Durch den Modulator ist außer der Telephonie auch tönendes Senden möglich. Die Bedienung des Senders ist außerordentlich einfach. Die Reichweiten der Station betragen etwa 600 Kilometer. Könnecke wird sich über den Ozean vermutlich mit Hen in Reichweite befindlichen «Schiffen telephonisch verständigen, da Telephonieren wesentlich einfacher und praktischer als Morsen ist. — Reben diesen Vorbereitungen des Piloten Könnecke hat jetzt auch die Stadt Kottbus den Plan gefaßt, einen O&eanftug zu versuchen und diesbezügliche Verhandlungen mit den Iunkerswerken bereits eingeleitet. Kottbus beabsichtigt mit dem Fluge einen Gegenbesuch an Chamberlin. Die Durchführung dieses Projettes, zu dem allerdings noch die Beschlußfassung des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung notwendig ist, ist noch in diesem Sommer beabsichtigt. Schwere Unfälle auf Rummelplätzen. Auf einem Rummelplatz in R e u k ö l l n stürzte aus der Schaukel eines im Bettieb be- findlichen fliegenden Karussels infolge Zerreißens einer Hängekette ein Arbeiter auf den Erdboden, wurde aber nur leicht verletzt. Durch die eiserne Kette, die durch die Luft geschleudert wurde, wurden sechs Zuschauer verletzt. — Auf einem Rummelplatz in Weimar wurde ein junger Mann von dem Sitzeines Kettenkarufsels her abgesch le udert. Er ftel auf ein Kind, dem die Wirbelsäule gebrochen wurde. Es starb kurze Zeit darauf im Krankenhaus. Der junge Mann erlitt nur eine leichte Gehirnerschütterung. Schweres Segelbootunglück an der englischen Küste. In den englischen «Seebädern haben sich am «Sonntag, der durch besonders schönes Wetter ausgezeichnet war, zahlreiche Unfälle ereignet Der schwerste Unfall ereignete sich bei Bornemo u t h. Dort hatten die vier Kinde r eines englischen Majors eine «Segelbootfahrt unternommen. Infolge widrigen Windes kenterte das Boot. Ein vorüber fahrendes Boot bemerkte auf dem gekenterten Boot ein Mädchen, das sich mit letzter Kraft festklammerte. Das Mädchen wurde gerettet. Es erllärte, nach dem Kentern das Bootes hätte man beschlossen, daß die älteste Schwester ans Land schwimmen sollte, um Rettung zu holen. Anscheinend haben die Kräfte das Mädchen verlassen und es ist ertrunken. In der Zwischenzeit erlitt auch der elfjährige Bruder einen Schwächeanfall, ging unter und ertrank. Bei dem Versuch des ältesten Bruders, eines Deekadetten, den elfjährigen Knaben zu retten, ertrank auch er. Schweres Bootsunglück auf der Unterelbe. Auf der Elbe bei Brunsbüttelkoog, unmittelbar vor der Kanaleinfahrt wurde ein mit drei Herren und zwei Damen besetztes Segelboot von einer Gewitterbö erfaßt. Das Boot kenterte. Vier Insassen wurden gerettet, eine Dame ertrank. Die Letche wurde geborgen. Reue schwere Autounfälle im Gebirge. Ein von Au nach Berchtesgaden fahrendes Lastautomobil stürzte kurz vor Berchtesgaden an der Abzweigung der Straße zum Bergwerk in die 21 ch. Der Eigentümer des Wagens, Sägewerks- besitzer Schörghofer aus Au, fein Chauffeur und der Landwirtssohn Moldau fanden hierbei den Tod durch E r t r i y k e n. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich sehr schwierig. — In der großen Kurve am Zirlerberg bei Innsbruck geriet ein von München kommendes Auw, das mit drei Herren und vier Damen besetzt war, infolge Versagens der Bremse ins Schleudern, fuhr gegen einen Fel - f e n und stürzte um. Die Gattin des Autolenkers, Frau Gertrud Frohmann aus München, wurde getötet; die übrigen sechs Personen wurden verletzt. Das Auto wurde fast vollkommen gertümmert. Tod in den Bergen. Am 28. Juli unternahmen die Kurgäste in Gasbsin, Fabrikbesitzer Otto Mertens aus Lüneburg, seine Tochter Dr. Ilse Mertens I aus Göttingen und Frau T r ü n g e r aus S3üne* bürg mit mangelhafter Ausrüstung und ohne Führer eine Tour auf den Zitterauer Tisch (2462 Meter). Rachmitiags trat dann starker Rebel ein, der jede Orien- tterung verhinderte. Die beiden Frauen Eonnten den vorausgehenden Mertens nicht mehr finden und mußten bei ftarfan Regen die Rächt in einem Latschengraben verbringen. Am folgenden Tage war wieder klares Wetter unb Frau Trünger holte aus dem Tal eine Hilfsexpeditton, die das ganz erschöpfte Fräw- lein Mertens barg. Der Fabrikbesitzer wurde erst am späten Abend am Fuße einer Felswand tot au f gefunden. Die Bergung der Leiche gestaltete sich äußerst schwierig. Ausflügler unter den Rädern eines Zuges. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich auf dem Bahnhof von Wilanow, einem Warschauer B o r o r t. In dem Augenblick, als der Zug in die Station einlief, begann die dichtgedrängte Aus- flüglermenge zu schieben, wobei zwei Mädchen im Alter von zwanzig Jahren unter b i e Räder de s Zuges gerieten. Obr ft der Zug sofort zum Halten gebracht wurde, konnte eines der Mädchen nur noch als Leiche geborgen werden, während das andere schwer verletzt ins Krankenhaus überführt wurde. Ein französischer Gendarm vom Zuge erfaßt und getötet. Im Bahnhof Frankenthal wurde ein französischer Gendarm, der, anstatt die Bahnsteigunterführung zu benutzen, unmittelbar hinter dem abfahrenden Schnellzug 104dasGeleisüber> schreiten wollte, von dem einfahrenden Personenzug 521 überfahren und auf der Stelle getötet. Grubenunglück bei Glasgow. In einem Bergwerk in der Rähe von Glasgow wurden zehn Bergleute infolge einer Grubencxplosivn von der Außenwelt abgeschlossen. Man glaubt jedoch, daß alle zehn noch am Leben sind. Der Besuoausbruch. Die neue Tätigkeit des Vesuvs hat noch nicht aufgehört. Große Lavamassen wälzen sich weiter in westlicher Richtung ins Tal und bedrohen die Zahnradbahn. Glühende Asche ist bis in die Nähe des Observatoriums gefallen. Mehrere am Fuß des Vesuvs liegende Dörfer wurden geräumt. Den Oerefund durchschwommen. Der 17jährigen Edith Ienssen aus Kolding gelang es, als erste den Oeresund zu durchschwimmen. «Sie startete früh 6.30 Uhr von Barse- bäck zwischen Landskrona und Malmö und traf abends 7.20 Uhr m Klampenborg bei Kopenhagen ein. Ein Schlageter-Denkmal in Elberfeld. Auf den südlichen Höhen der Stadt wurde ein Schlageter-Denkmal enthüllt. Auf einem großen Steinblock ist eine Vronceplakette angebracht, die die letzten Worte Schlageters enthält: „Es lebe Deutschland!" und die außerdem mit einem der Sonne entgegenfliegenden Adler als Symbol des Wiederaufstiegs Deutschlands geschmückt ist. Reun Tage nach der Hochzeit vom Gatten ermordet. Der Mordkommission des Berliner Polizeipräsidiums ist es im Verein mit der Innsbrucker Kriminalpolizei gelungen, ein schweres Verbrechen aufzuklären. Am 9. Januar d. I. lernte die 18jährige Tochter Ottilie des Kaufmanns S t ö h r aus Innsbruck auf einer Eisenbahnfahrt den 25 Jahre alten angeblichen Arzt Dr. Eduard Ragele kennen. Das Pacir verlobte sich am 25. Januar und heiratete bann am 10. Mai. Am Hochzeitstage wurde die M i t g i f t der Frcm in Höhe von 61000 tschechischen Kronen und 18 000 Schweizer Franken dem Ragele überschrieben. Die Hochzeitsreise ging zunächst nach Marienbad. Dort erkrankte die junge Frau plötzlich und starb am 19. Mai, also neun Tage nach der Hochzeit. Den Totenschein stellte Ragele als angeblicher Arzt s e l b st aus. und zwar war Herzschwäche als Todesursache angegeben. Die Behörden nahmen keinen Anstand und ließen die Beerdigung zu. Erst nachträglich kamen den Eltern Bedenken. Sie wandten sich an die Innsbrucker Kriminalpolizei, die sich mit dem Berliner Pollzeipräsidium in Verbindung setzte. Beide Behörden konnten bald seststellen, daß Ragele nicht Arzt ist und auch den Doktor- titel unberechtigterweise führt. Die Untersuchung der Leiche ergab, daß der Tod durch Algo- pansprihen verursacht worden war. Anfänglich leugnete der lleberführte, mußte aber die Tat schließlich einräumen. Eine Haussuchung in der Wohnung des Verbrechers förderte eine umfangreiche Korrespondenz zutage, die Ragele mit einem Berliner Heiratsvermittlung sbu r eau und mit heiratslustigen Mädchen und Witwen geführt hat. Aus verschiedenen Briefen geht hervor, daß Ragele schon wieder Verbindungen anknüpfte, um sich wahrscheinlich durch ein neues Verbrechen in den Besitz einer Mttgift zu sehen. Reue Unterschlagungen beim Berliner Bezirksamt Kreuzberg. Umfangreichen Unterschlagungen ist man in diesen Tagen erneut bei dem Bezirksamt Kreuzberg auf die Spur gekommen. Der dort beschäftigte Kommissionsvorsteher Hähne! und sein Kollege Hensell haben durch fortgesetzte Betrüge reien den Berliner Magistrat nach den bisherigen Feststellungen um 10 0 00 Mark ge* schädigt. Gegenwärtig beschäftigt sich bi» «Staatsanwaltschaft mit der weiteren Untersuchung der Betrügereien. Es ist damit zu rechnen, daß die Summe der veruntreuten Beträge sich noch wesentlich erhöht. Zu wiederholten Malen wurde über Veruntreuungen ehrenamtlich beschäftigter Beamten berichtet. Vor allem waren es Kommissionsvorsteher von Wohlfahrtsämtern, die in mehreren Fällen durch vvrgetäuschte Raub« Überfälle die begangenen Unterschlagungen amtlicher Gelder vertuschen wollten. Richt wqftger als zwölf Fälle beschäftigen gegenwärtig die Staatsanwaltschaft. Wettervoraussage. Zunächst wechselnd wolkig, dann Bewölkungsabnahme, keine wesentliche Aenderung der Temperaturen, nur ganz vereinzelt leichte Schauerrcgen. Gestrige Tagestemperaturen: 26,8 Grad Celsius. Heutige Morgentemperatur: 19,5 Grad Celsius. Niederschläge: 0,1 Millimeter. Gestrige Sonnenscheindauer: 3,45 Stunden. Witterungsaussichten für Donnerstag: Vielfach aufheiternd: Temperaturen ansteigend und meist trocken. jus fr Agus Mthoib rattert d" Pie Vie Dedr Md feit oid war- verden r fuit ®J M 6n 6 jul W Staaten £ rüden 1 Sie 3agi Krone be Morden Deibnim Schir Jas ■ unter bis Jruns 'M nach (jat, aus d und zu al folgt er i wurden, i lchwunden Revier ge zukehren, zum Verl Salben g heihungsl alle M schehen. Der. Mbenseld Häsinnen i cigniß, dar wMM Segen meisten Te Huhns, j unb dem wohl gut. spannen. ( erst am e führen, so arbeiten z ruhiger, to bars, geivo Anstrengur sch bringt auch den f manche Fe M t tri gejaj gesteigerte Irautpslan wenig hä Wägern i Die 7 Möbret. iefn unser wurde eingi Am 21. J Stamm in ( mann Hans Arn 25. 3 i'irma (Earl öimia ist . i • Muh in l Minen unb Ichast vor b Massiven, ds b« in Tietz ♦ Mhelm 6 . Netzen, i Arl Sie Hersh Wter jom menbigen Di WMcheif d". Unter! Mmer der eschen wer! Nrijllidje W .dem ^Pflaster", Mi 13. Aum 'M ech ^nhe Hi Wil«))* lagere ich W9en$ar iroei 6ijc simnier Sofcs, : BUtine, i ."^schine °rei Staff Nonen logen, ®Q5|)erbe «u-ljter, Nslnhl 'errdöer Z-rrenhch »--Äs er A °US ’■ de? •°b«n F&v* iUÄ ’"n eln?5 Soges. ^Wanchl dem rÖF‘» ■»«ft! iSte öom äugeechß/ Z-L> SÄ* i ®lasgoro. ftt Ne von ®U ibrvch. B«|ud6 Hal noch nich n wälzen sich weilet wl und bedrohen bit l« >st bis in die Ach Mehrere am Fuß btt den geräumt hlchwommen. ensjen aus fiolbbj Öresund zu duiih > 6.30 Uhr von Lach und Malmö und Iroi ipenborg bei Äoptn- lal in Ülbeqelb. i der Stobt wurde ei: enthüllt. Aus einen onceplatettc angebracht eiere enthüll: „Es leit icrbem mit einem bet übler als Symbol bet i geschmückt ist. f vom Gallen ermordet )es Berliner Pvlizf. 1 mit bet InnsbruÄ ein schweres 3k Januar d. 3. lern ilie deS RaufmnrJ einer Si'cnbaWr hen Arzt ®t Sbuock r verlobte sich« t c bann am 10. w rMitgistöerFror Mschen^wneni^ dem Aagele $ reih Ni” rfronllt b:r Iw am 19. Mchom Den SotenlNV^ llrzt selbst «J. ®J ahmn^nnenA *Äe ,5Ä» S.S3$ Ä”S nen. Eine W ’ (i :rbrechers h>«n iy ^sverini"' ist zu!*"• :lsawl in. ■SgB': unö k'11 , Äß Zu sligen 6y zelt lelJo '8,11 ; r' roy K, v< Wunsch im ist Grit Haid gratis Länderkampf und Verfolgungsrennen A4 ♦ JJ 25.7.27, lVien, Sieg er: Knappe S u/ Z EM Verlange nur 5897ss Preis 35 Pf. per Stück Ueberall zu haben! Telephon Börner 820 Friedbergerlandstraße 169 Stellengesuche gesucht. 7107c 05623 sucht. elektr. Vidbt «Nähe DRUCKSACHEN Inserieren bringt Gewinn Konditorei Amend Bahnhofstraße 66. BeLKorpulenzoderDeranlagung Aum Fetiansatz raren wir in der Avotbeke 30 Gramm Tolnba-Kerne au kaufen, die unschädliche, dabei wirk- saine. den kvettnnsatz rebi'^iexcnbe Stosse enthalten. Mädchen mit flut. Zeugnissen, das kochen kann und in der Hausarbeit bewandert ist, ge- Sellersweg sich nicht überholen. § 4. Das Radfahren auf der Mäusburg verboten. Bahnhof u. Kliniken« sofort ob. 15. Aua AU vermieten [7094D weylorer DJea 17 n. Alleinige Hersteller: Günther & Haußner, A. G., Chemnitz-Kappel Vertreter: Ernst Meyer & Co., Q.m.b.H., Frankfurt a. HL Sniifhaus 8. Elsoffer, Marktstraste 27. Suche für meinen Sohn zur wetteren Ausbildunatileinem Lebensmittelgeschäft Stelle als Volontär. Vergütung nach Uebereinkunst.Schr. Angebote unt. 7088V an den Gteh. Anz. Umtausch alter Rasierklingen. Jeder Selbstrasierer wird mit Interesse erfahren, daß das Muleuto-Werk Solingen, die größte Spezialfabrik der Welt für hohlgeschliffene Rasierapparate, bis auf weiteres alte Kllnoen In Zahlung nimmt gegen die aus dem neuen Mulcuto-Dauerstahl geschmiedeten und hohlgeschliffenen Diamon-Dauerklingen, welche Jahre ohne Schleifen haarscharf bleiben und den stärksten Bart, die zarteste Haut sanft und sauber rasieren. Ver langen Sie illustrierte Werbeschrift mit vielen Anerkennungsschreiben über die seit 25 Jahren bewährten Apparate. Dieselbe wird nebst Umtauschangebot furlhre altei. Klingen gratis und franko ohne Kaufverpflichtung zugesandt, wreder- '.erkäufer gesucht. nern zu verk. ,lalD Brühl'eche Druckerei Lannsbach 142.1 -liiu m nun—r fahrstühle, sofern sie ihrer eigentlichen Bestimmung dienen, auf Wagen der Reichspost und der Telegraphenverwaltung, mit der Maßgabe, daß schwere Paketwagen nur in der in § 1 vorgeschriebenen Richtung fahren dürfen. § 3. Kraftfahrzeuge jeder Art dürfen bis 30, Johannisbeeren 25 bis 30, Zwetschen 30 bis 70, Mirabellen 80, Reineclauden 60, Honig 45, junge Hahnen 100 bis 110, Suppenhühner 100 bis 110 Pf. das Pfund: Eier 12 bis 13, Blumenkohl 10 bis 80, Salat 5 bis 10, Salat- gurken 20 bis 60, Einmachgurken 4 bis 8, Ober- Kohlrabi 5 bis 15, Rettich 10 bis 15 Pf. das Stück, Radieschen Bd. 10 bis 15 Pf. Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: Gastspiel des Bad-Nauheimer Stur= theatcrs, 8 Uhr, „Der Garten Eden" (Ende nach 10.30 Uhr). — Gesangverein „Heiterkeit": 8.30 Uhr, Schützenhaus, Familienabend. — Turnverein von 1846: Turnhalle, Siegerehrung.— Palast Lichtspiele: „Das süße Mädel". — Astoria-Lichtspiele: ,/Der Mit- ternachtsexpreß". Eine gebrauchte Lauz-Slrolipresse 1300mmKanalweite, mittelschwer, eine Welker-Molorpresse gebraucht, zu verk. Heinrich NeubofL, Bechlingen IKreis Wehlari. Ststlllenllliss. möödjen «nicht über 16 Jahre) zurErlernung »einer Handarb. ges.Heinr. Sann, Haarkunst- werkitälte, SelterS- weg 39. Hths. www wwww w Wether Brennabor» Kinderwagen billig zu verk. W,M Siidanlage 9 III. Tüchtiges, älteres MM in Geschäftshaus für sofort ob. 15. August ne i ucbt. 709*2D Gasthlllls.ZumAleiell' Wetzlar. h suter Lage sofort M vermieten. Schr. I In geb. unter 05633 in den Gieß. Anz.1 Staatsangestellier, kleine, ruhige Fam.. sucht für sofort oder später eine 3-4-3immerBJohng. beschlagnabmesrei, in gut. Hause, mägl. tut südlichen Viertel. Tauschwohnung iMans.), 3 Zimmer, Küche, elektr.L-, Gas ufro. vorhanden. Billige FriedenS- mtete. Schr. Angeb. u. 05624 a.d.Gst.Anz. mit 17 jungen, red- ______ huhnsarbtg. Italic- aller Art liefert die Holländerin Buttermilch-Seife nur* sie erhält Dir Deine Schönheit! Fabrikverkaufstelle HW Gießen, Neuen weg 4 HM Leiter: /. P. Mono 59-64-79 - 90 - 100 M usw. Konservenoläser äusterst billig, cmw Schön, Marburger Straste. 2. U. Bon der Landes-älniversi- t ä t. Dem Lic. Peter Brunner wurde die venia legendi bei der Theologischen Fakultät für das Fach der systematischen Theologie erteilt. ** Personalien. Ernannt wurden am 15. Juli die Kriminalwachtmeister Heinr. K e i m p und Franz G l a d e l $u Darmstadt, Karl Hofmann und Ernst ©länger in Gießen, Wilhelm Kornrumpf zu Bad-Nauheim, zu Kriminalsekretären, sämtlich mit Wirkung vom 1. April 1927. ** Erledigte Stelle. Die Amstgehilfen- stelle bei dem Amtsgericht Friedberg ist zu besetzen. Bewerbungen nur bereits angestellter Amts- gehilfen sind bis 10. August d. 9. bei dem Justiz- minister einzureichen. WSR. Die Hundstage. Die Zeit, in der auf der nördlichen Halbkugel unserer Erde der Hundsstern, der Syrius, sichtbar ist, der in strahlender Helle über den Horizont leuchtet, haben am 24. Juli begonnen und endigen am 24. August. Die Hundstage gelten als die Zeit großer Hitze, wenn der Himmel unbedeckt ist. Im Laufe der letzten Jahre war indessen die Witterung während dieser Zeit häufig kühl. Rach dem reichen Regen- fall in diesem Jahre wäre es zu hoffen, baß die noch vor uns liegenden Hundstage Hitze brächten. ’* Die Portoerhöhung wirkte sich in den letzten Tagen in einem starken Andrang des Publikums bei den Postämtern aus: immerhin hatte man, wie wir von zuständiger Seite erfahren, bet der Post mit einem noch stärkeren Der- kehr gerechnet. Der Briefverkehr ist, soweit sich das bis jetzt übersehen läßt, nicht zurückgegangen. Doch scheinen die neuen Gebühren in weiten Kreisen des Publikums noch nicht bekannt zu sein, was aus der überraschenden Tatsache hervorgeht, daß gestern noch ungefähr jeder vierte Brief nach dem alten Tarif freigemacht, von Postscheckbriefen fast die Hälfte überhaupt nicht frankiert war, was natürlich sowohl für das Publikum wie für die Post einen nicht unerheblichen Mehraufwand an Arbeit und Kosten verursacht. ' Gebührenänderungen im Auslandpost verkehr. Aus Anlaß der am 1. August in Kraft getretenen Gebührenerhöhung für den innerdeutschen Berkehr treten im Verkehr mit dem Ausland folgende Aenderungen ein: Für Sendungen nach der Freien Stadt Danzig, Litauen und dem Memelgebiet, Luxemburg und Oesterreich gelten gleichfalls die künftigen innerdeutschen Gebühren. Im Berkehr mit Ungarn Der Plan über die Herstellung ober- irdischer Telegraphenlinien a) an der Landstraße von Gießen nach Lollar km 3,4 bis 3,55; b) in der Grabenstraße und am Lindenplatz in Wieseck liegt bei dem Postamt in Gießen von heute ab 4 Wochen aus. 6988V Gießen, den 2. August 1927. Telegraphenbauamt. bleiben die Gebühren für Briefe, Postkarten und Blindenschristsendungen unverändert, dagegen unterliegen fortan Drucksachen, Geschäftspapiere, Warenproben und Mischsendungen den Inner- deutschen Gebühren mit der Maßgabe, daß für Geschäftspapiere und für Mischsendungen, die Geschästspapiere enthalten, stets ein Mindestsatz von 20 Pf. erhoben wird. Drucksachen, Geschäftspapiere und Mischsendungen im Gewicht von mehr als 1 Kilogramm nach den vorgenannten Ländern unterliegen den Gebührensätzen des Weltpostverlehrs. Ferner kommt im Verkehr mit dem Saargebiet, mit der Freien Stadt Danzig, mit Litauen und dem Wemelgebie4, Luxemburg, Oesterreich und Ungarn für Zeitungen und Zeitschriften, die unmittelbar vom Verleger versandt werden, für geheftete und gebundene Bücher, die nicht zu Ankündigungen oder Anpreisungen dienen sollen, und für literarirsche und wissenschaftliche Werke, die zwischen gelehrten Anstallen ausgewechselt werden, eine Gebühr von 5 Pf. für je 100 Gramm zur Erhebung. Dieser Satz soll auch im Verkehr mit den übrigen Ländern, nach denen die vorgenannten Arten von Drucksachen zugelassen sind, gelten: die ermäßigte Gebühr von 3 Pf. bis 50 Gramm fällt künftig weg. Im Grenzverkehr (30 Kilometer beiderseits der Grenze) mit Belgien, Dänemark, den Niederlanden und der Schweiz beträgt die Gebühr für Briefe für je 20 Gramm 15 Pf., füu Postkarten: einfache 8Pf., mit Antwortkarte 16 Pfennig, ferner, jedoch nur im Verkehr mit Dänemark, für Geschäftspapiere für je 50 Gramm 5 Pf., mindestens 15 Pf. Die übrigen Auslanb- gebühren bleiben für den Briefverkehr unverändert. ** Ein Unfall ereignete sich heute morgen gegen halb 9 Uhr bei dem Reubau deS Seilermeisters Rebhuth in der Schietzgarten- straße. Dort stürzte der beim Jnnenbau beschäftigte Maurer Heinrich Diefenbach von der Firma Lernmer-Lollar ab, fiel bis in den Kellerraum durch und zog sich dabei erhebliche Verletzungen zu. Das städtische Sanitätsauto brachte den Verunglückten nach der Chirurgischen Klinik. ** Aus der Lahn geländet wurde heute vormittag in der Nähe der Militär-Schwimmanstalt die im gestrigen Polizeibericht als vermißt gemeldete Frau W. von hier mit ihrem Kinde; die beiden Leichen wurden nach dem Friedhof gebracht. ** Abholung der Sieger vom Kreis- t u r n f e ft. Die siegreichen Mitglieder des Turnvereins 1846 treffen heute abend, von Darmstadt kommend, 9.06 Uhr hier ein und werden mit Musik vom Bahnhof abgeholt. In der Turnhalle findet anschließend die Siegerehrung statt (Näheres in der heutigen Anzeige.) ** E i n neuer 50 0. G a st im Flugplatz- Cafs und somit Gewinnerin eines Freiflugs ist Fräulein Elisabeth G o n t r u m aus Wieseck, die ihren Flug nach Frankfurt ober Kassel wohl bald unternehmen wird. ** Born städtischen B o l k s b a d. Die Räume für Dampfbäder und Massage im Volksbad werden z. Z. hergestellt: sie werden daher vom 3. August ab bis auf weiteres geschlossen. § 5. Das Radfahren auf dem Marktplatz ist verboten, ausgenommen zwischen Kirchenplah und Schulstrahe. § 6. Zuwiderhandlungen werden, soweit nicht nach anderen Bestimmungen höhere Strafen verwirkt sind, mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. oder mit Haft im Rahmen des § 366, Ziffer 10, R.- St.-G.-B. bzw. des § 21 des genannten Gesetzes über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen, bzw. des § 44 der genannten Verordnung über Kraftfahrzeugverkehr bestraft. Gießener Wochenmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 180, Matte 25 bis 30, Käse (10 St.) 60 bis 140, Wirsing 20, Weißkraut 20, Rotkraut 30 bis 35, gelbe 'Rüben 15, rote Rüben 12 bis 15, Spinat 30 bis 40, Römischkohl 15, Dohnen, grüne 20 bis 30, gelbe 30 bis 35, Erbsen 25, Tomaten 20 bis 60, Zwiebeln 20, Rhabarber 10 bis 15, Pilze 25 bis 30, Kartoffeln 7, Frühäpfel 45 bis 50, Falläpfel 5, Heidelbeeren 45, Stachelbeeren 15 Großer Bock- und Ziegenmarkt verbunden mit Prämiierung in Hungen Montag, den 8. August, vorm. 9 Uhr. Gemeinden und Zuchtvereinen ist hier die beste Gelegenheit zum Ankauf von erstklassigen Deckböcken der weihen, hornlosen Saanenziege geboten. Gleichfalls kommt auch gutes weibliches Zucht material zum Verkauf. Sn"! b°" >■ -lugnst 1927. Hessische Bürgermeisterei Hungen: Fendt. Kreisziegenzuchtberein Gießen: Fenchel. D vor dem Hund, auf dem Strich und auf dem Ansitz an Stoppelfeldern bietet viel Unterhaltung. Auer-, Birk- und Haselwild haben ebenso wie der Fasan noch Schonzeit. Dagegen ist in Preußen die W aldschn epf e wieder frei. Das Raubzeug ist schlecht im Balg. Der Jungfuchs wird bald selbständig. Der Dachs sucht gern Gärten oder Obststücke auf, um Fallobst zu äsen. Besondere Aufmerksamkeit ist immer aufs neue jagenden Hunden, streunenden Katzen, der Krähe und dem Wiesel zuzuwenden. Erfolge auf der Riederjagd und Gleichgültigkeit gegenüber diesen ihren größten Feinden schließen sich aus. Hubertus. Regelung des Verkehrs innerhalb der Stadt Metzen. Am Mittwoch, 3. d. Mts., tritt die Polizeiverordnung zur Regelung des Verkehrs innerhalb der Stadt Gießen in Kraft und wird von diesem Tage ab durchgeführt. In ihren wesentlichsten Punkten bestimmt die Polizeiverordnung folgendes: § 1. Sämtlicher Fährverkehr (mit Kraftfahrzeugen jeder Art, sonstigen Fahrzeugen jeder Art, einschließlich Fahrrädern, Handwagen) durch den Seltersweg darf nur in der Richtung Kreuzplatz—Frankfurter Straße erfolgen. Auch Fahrräder, die geführt werden, fallen hierunter. Die rechte Straßenseite ist hierbei einzuhalten. Im Verkehr zwischen Goethe- straße und Löwengasse (und umgekehrt) darf der Seltersweg gekreuzt werden. § 2. Die Bestimmung in § 1 findet keine Anwendung auf die Wagen der Polizei, der Straßenbahn, der Feuerwehr, des Krankentransportdienstes, der städtischen Straßenreinigung und der Müllabfuhr, auf Kinderwagen und Kranken- Hus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 2. August 1927. Die Jagd im August. August, der Erntemonat, ist gekommen. Menthalben in Feld und Flur klingt die Sense, | rattert die Mähmaschine, fällt Garbe um Garbe. >Xe Unruhe wächst, die Deckung wird weniger nut jedem Sag. Damit ändern sich in kurzer Zeit bä? Bedingungen vollkommen, unter denen das Wild seither lebte. Es verläßt die Getreideschläge imd wandert zurück in den Wald. Allerdings be- I; iltjen die Felder für manche Wildarten noch so iirohe Anziehungskrast, daß gern Dor- und Rand- i; HSlzer zum Lagesstand gewählt Werdern Der reisende Hafer und die Kartoffelfelder nwrben nachts von Rot- und Damwild be^ «Ht. Die Feistzeit beginnt. Hirsche, die noch nächt Ende Juli fegten, tun dies jetzt. Die Jagd aeif das männliche Wild ist in den meisten i-.aalen frei. Aus Pürsch, Anstand und beim l Lücken werden Rot- und Damhirsch geschossen. h Tc-.e Jagd auf den heimlichen Feisthirsch ist die .frone der hirschgerechten Jagd, die die größten Anforderungen an Ausdauer und Tüchtigkeit des Weidmanns stellt. Schwarzwild nimmt stark den Hafer an. Das Rehwild steht noch bis Mitte, mit- i mnter bis in die zweite Hälfte des Monats, in «'■er Drunft. Jetzt ist die rechte Zeit, den starken 3 oef, nachdem er seine guten Anlagen vererbt hat, auf die Decke zu legen. Das Wild ist viel .mb zu allen Zeiten auf den Läufen. „Errötend |o Igt er ihren Spuren". Döcke, die nie gesehen rarben, tauchen plötzlich auf, andere sind verschwunden, auf Freiersfühen in ein anderes toier gewechselt, um erst nach der Drunft zurück- nckehren, wenn ihnen nicht der blattende Jäger non Verhängnis wurde. Manch alter, mit allen Selben geriebener Schlauberger konnte den ver- sWheTißungsvollen Lauten nicht widerstehen, vergaß :l le Schlauheit und schon war's um ihn ge- Schlehen. Der Hase wechselt in die Kartoffel- und A»benfelder. Dort sehen jetzt vielfach schon die ' HLsinnen des diesjährigen ersten Satzes, ein Ereignis, das für den Ausfall der Hasenjagd von ntifd)Iaggebenber Bedeutung ist. Gegen Snbe des Monats beginnt in den steiften Teilen des Reiches die Jagd des Reb- : bujjnS. Rach den Erfahrungen der letzten Jahre utxb dem niederschlagsreichen Sommer tut man vchl gut, seine Erwartungen nicht zu hoch zu !ö«mnen. Empfehlenswert ist es, den Hund nicht ?rft am ersten Sag der Jagd auf Hühner zu ■jihiiren, sondern schon vorher ihn an Hühnern irfceiten zu lassen. Jäger und Hund werden ruhiger, wenn nicht sofort auch geschossen werden tarf, gewöhnen sich außerdem an die körperlichen Artstrengungen, die die Hühnerjagd für beide mit liH bringt, und schließlich lernt der Weidmann cutt) den Bestand kennen und erspart sich später manche Fehlsuche. Mit dem Huhn zusammen wird die Wachte l gejagt. Sie leidet noch mehr unter der seigerten Bodenkultur, dem Mangel an Un* Irautpflanzen. Deswegen kommt sie bei uns so Denig häufig mehr vor, daß sie von vielen Wägern überhaupt geschont wird. Die Wildenten dagegen sind jetzt gut bei D ildbret. Die Jagd an Tümpeln und 2-eichen öess. HlSöfflen als 7104D Hausmädchen gesucht Ilewenllinlk Sranmirler Str. 99. Tiichilneß, solides MnslniMen welches auch kochen kann. Aum fofortinen Antritt gesucht. 06,41 Frau Maria Hoase, Wtlhelmiiraste 44 I. Ehrliches, junges Mädchen das auch das Kochen erlernen kann, für kleinen HauSH. von 8—3 Uhr gesucht. Zu melden zwischen 4 u. 6 Uhr nachm. Liebigttr. 76 I. Sauberes Mädchen für die Kaffeeküche gesucht. 7108c Caf£ Amend. 3 Zimmer ni. Küchenbenntzung u. Lager mit Kontor au vermieten. Schr. Anaeti. unter 05634 an den Gien. Anz. Wabe des Bahnhofs und der Kliniken 2 möäl. Zimmer evtl, mit Küche oder Küchenmitbenulzung 1 Trevve hoch in guter Lage alsbald AU vermieten an ruhige, durchaus anständige Leute. Schr. Angev. unter 7089V an den Gieß. Anz. f Mietgesuche festata jüngeren, aber schulfreien, sucht für sofort 7106D Ernst Balser. Braver Junge, nu6 guter Jamille, von auswärts, als Konditorlehrling Für Schüler (Ober» fefunb.) ab 12. Aug. Pension gesucht, da Eltern auf drei Wochen verreisen. Schr. Angeb mit Preis unt. 05636 an den Gieß. Anz. [Stellenangebote] junget, tfiffltiget Spengler u. Installateur zum sofortigen Eintritt gesucht. Schr. Angeb. unter 70931) an den Gieß. Anz. Für ein größeres Detailgeschäft wird für sofort ein MW mit guter Schulbill düng gesucht. Schr. Angeb. unter 7102V an den Gieß. Anz. Schlosserlehrling kann eintreten. [03Mi H. Schön, Schloffermeifter. Lehrling Sohn achtbarer Eltern. für sofort gesucht. Schrift!. Bewerbungen m.Zeug- niSabfchr. abAUgeben bei C. Fröhling, 21. - G., Bahnhof- straße 49, 71NV Ich suche für meine Weinstube eine iQtunge Min die auch in der feineren Küche perfekt ist. Offerten mit Bild erbeten Wein stnbc Crtcnbacb, Wetzlar IL >. WSD Mädchen 22 Jahre, näht und kocht perfekt, sucht Stelle in beff- Haushalt. Schr. Ang. u. 05640 an d. G. Anz. | Verkäufe | Eine Glucke Vermietungen^ möbi. AlNMer . , 1 mit Schreibtisch und Laden J Bekanntmachung. 5n unser Handelsregister Abteilung A narbe eingetragen: 7085c 21m 21. Juli 1927: Die Firma Hans Etcmni in Gießen. Inhaber ist der Kauf- ntaan Hans Stamm in Gießen. 21m 25. Juli 1927: a) Bezüglich der jirma Earl Nowock in Gießen: Die Eina ist auf den Kaufmann Arthur °ll«yfuß in Gießen übergegangen mit den iltfioen und unter Ausschluß der im Ge- hast vor dem 1. Juli 1927 begründeten il'fa jsiven. b) Die Firma Wilhelm Schnei- lir in Gießen. Inhaber ist der Kaufmann kiiülhelm Schneider in Düsseldorf. Meßen, den 28. Juli 1927. ________Hessisches Amtsgericht.___________ Arbeitsveraednng. Tie Herstellung von ca. 240 qm Gossen- öfter sowie die Lieferung der dazu not- nrnbigen Materialien sollen im Wege bes iss-mtlicheir Wettbewerbs vergeben wer- len Unterlagen können in bem Dienst- iummer ber unterzeichneten Behörde ein- iesschen werden. 7084V schriftliche Angebote in verschlossenem, !ni:l bem Verwert „Herstellung von Gos- jtiapflafter" versehenen Umschlag, sinb bis (Urn 13. August 1927, nachmittags 4.30 Uhr, iitu)ureid)en, zu welchem Zeitpunkt bie Criss nung erfolgt. Dbenhausen, den 1. August 1927. Hess. Bürgermeisterei Obenhausen. ________________Nachti g a 11.__________________ Mttwoch, den 3. August, ab 2 Uhr, ver- jeijere ich im „Löwen", Neuenweg 28, legen Barzahlung: 7097V ^vei Küchen (komplett, neu), ein Speisezimmer (Eiche), einen Sekretär, zwei Sofas, zwei Küchentische (neu), eine Hitrine, einen Küchenherd, eine Schreibmaschine (Underwood), eine Remington, lorei Staffeleien, einen Klaviersluhl, einen 2abykorb, einen Kinderfportmagen, Aerfonen- und Dezimalwaage, Zentri- wgen, Fruchtpressen, Notenständer, Sasherde, eine Badewanne, elektrische Leuchter, Spiralbohrer, Handreibahle, Arehstühle, Rienienscheiben, zwei 2Tlo- l'.rrader, Herren- und Damenräder, verrenhofcn, eine Violine, Schuhe, einen Gartentifd) und vier Stühle, fünfzehn Setten, einen Eiskonferoator, eine ETiars-Kiafdjine, 3,6 St. P.S., 7,3 B. P.S., Vlaibach-Motor, mit dreifacher Bereisung, Ersatzrad, elektrischem Licht, Bosch- Igoru, Sozius, Zigarren. leifteigerung bestimmt. Ludwig hartmeh Auktionator und Taxator Neuenweg 28 — Telephon 1414. ! Badezeit 7103a einpfehlert wir als ganz besonders preiswert: s- S Ziehung 18. August 1927 ♦ I Kinderheim- i iNfeÄfe I — g 2767 Geldgewinne und Prämie Mprk g ♦ i i i 05632 lv 7099D| Ofewald. aller Stille den erteilt om» 7086V : 7082D und arbettSfreudige [7079i d Schreib© mit KLIO Neue V5VD Klio ist der beste Goldfällhalter pfeiffer'sche Buchhandlung N Walltorstroße 21. Fernruf 1342. 7091D E" «em Goethestraße 29 Telephon 1383. Frau Pausa Stotz geb. Zimmer Studienrat Or. Otto Stotz Gießen, 2. August 1927. Die Beerdigung fand auf Wunsch unseres Entschlafenen in aller Stille statt — Beileidsbesuche dankend abgelehnt. lebens endlich eine ge Auslver Kartoffeln lausend zu baden. WiederverLu Grob- (ibn. Borzugspreise II. Trechslcr. Stelnstr.73. Tel. 1581. Oie glückliche Geburi einer Tochter beehren sich anzuzeigen Oie glückliche Geburt eines kräftigen Zungen zeigen in dankbarer Freude an Fritz Bieler und Frau Elisabeth geb. Schneider FLIT befreit das Haus in ein paar Minuten von krankheitskeimtragenden Fliegen und Stechmücken. FLITistsauber, zuverlässig und handlich im Gebrauch. V ernichtet a Ile Hauiinsekien. Lich (z. 3t. Gießen, Kath. Schwesternhaus), den 31. Iuli 1927. Mitarbeiter nicht unter 26 Jahre Wir zahlen auch Nichtsachleuten von vornherein festes Einkommen. Persönl. Vorstellung mti Zeugnissen und sonst. Angaben über bisher. Tätigkeit erberen am Mittwoch. dem 3. August 1927, bei Herrn Subdtrekior Junghanns in Gtehen, Hotel SchüU.nachm.2-3Ubr. dcr nat Iahm Langsai Grundb nate m Zahl t>t bildet! daß dl« teüiflfen In tiefer Trauer: Frau Else Obwald Med.-Rat Direktor Dr. Karl Gießen. 2. August 1927. Die Ueberführung und Beisetzung erfolgt in in Stuttgart. Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. mittels Zerstäuber angewendet, verursacht keine Flecken. Ein auf wissenschaftlicher Grundlage hergestelltes Insekten - Vertflgungsmittel. FLIT ist das Ergebnis jahrelanger Versuche bekannter Insektenforscher u. Chemiker. FLIT ist unschädlich für den Menschen. FLIT ersetzt die bisher gebrauchten Mittel, da es alle Insekten rasch und sicher vernichtet. Kaufen Sie noch heute eine FLIT-Packung nebst Zerstäuber. Ueberall erhältlich. Forma-Badeanzüge Form -Olympia“ (mit Achselträger) mit k (70 Büstenhalter ..... ....... i.JU Form -Karlsbad“ (angeschnitten) mit Bü- C stenhalter ...... J.Ov Form-Tunis“ (mit doppeltem Rockvolant) in mit Büstenhalter IV. Gießen, den 3. August 1927 Friedrichstraße 5 Hotel Hopfest) DeutfdiAmerikanüdie Petroleum-Gefcllfchafi Abteilung Spezialprodukte / Hamburg 36 Frottierhanflfiidier Qualität ■ . .21.65, 1.25 BaUßlaken 140X175 cm, la Frottierstoff 6.75 Frnttwrstntf zur Anfertigung von Bademänteln 1 lUllIvldlUil in verschiedenen Breiten u. Preis- FLIT vernichtet auch Wanzen, Küchenschaben und Ameisen. Es dringt in alle Risse und Spalten, wo Insekten nisten und brüten. Bestäube die Kleider mit FLIT. FLIT tötet die Motten und stoffressenden Larven. FLIT, Vie 2 Die eine gclehee ?s mahl? <>ertV‘r erlasst) ganz 1 bedürft recht o an sich dc ien; es hätte i es berc Mittwoch, den 3. August 1927, nachmittags 2 tlhr versteigere ich Neuenweg 28 (im „Löwen"), zwangsweise gegen Barzahlung: 2 Schreibmaschinen, 1 Klavier,! Kommode 1 Nähmaschine, i Ladentheke, 2 Staubsauger, 2 elektrische Kinderkochherde, eine eichene Truhe mit Umbau, 1 Bücherschrank, 1 Eisschrank, 2 pianinos, 1 Wäschemangel, 50 Wlrtsstühle, 1 2türigen Kleiderschrank, 1 Partie Alpaka-Mester, -Gabeln u. -Löffel, 1 Sprechapparat. 7100D Junker, Gerichtsvollzieher in Gießen tlrtettwm Morgen abend im „Andres". Befprechungüb. den Herrenausflug. Achtung! Hausfrauen! Betrüger! Abermals wird uns von verschiedenen Seiten berichtet, daß Zeitschriflenreisende (angeblich einer Frankfurter Firma) unter falschen, unwahren Angaben versuchen, unsere Abonnenten zu einer Bestellung auf andere Zeitschriften zu verpflichten. Um die Betreffenden vor Schaden zu bewahren, warnen wir vor diesen Reisenden und bitten in allen Fällen erst bei uns anzufragen. Wir liefern alle von auswärts angebotenen Zeitschriften und empfehlen deshalb dringend, diese am Platze zu bestellen. Dadurch schützen Sie sich am besten vor Aerger und Verlusten. jMMMWfl zum 15. Sept, oder 1. Oktober zu mieten gesucht. Schriftliche Angebote unter 05630 an den Gieß. Anzeiger. O B ^Postscheckkonto 15194 Frankfurt e. M. S M» Hier In allen Verkaufsstellen Hermann Knhl, 8. Loeb, Ella Benter Wwe., WUhehn Semmler, Willy Weber. ,woid Statt jeder besonderen Anzeige. Mein lieber Mann, unser guter treusorgender Vater Heu Lehrer Heinrich Becker ist am 30. Juli von uns in das himmlische Reich gegangen- Johanna Becker geb. Rückert Erwin Becker Hans-Hermann Becker. Ausverkauf Da unsere Lagerräume bis zum 15. d. M vermietet sind, verkamen wir sämtliche noch vorrätigen Schuhmacher-. Sattler und sonstigen Artikel zu jedem annehmbaren Preise! Baer & Bamberger Walltorstr. 12, Eingang durch den Hos, Ladentbcke und Holzgestelle für Waren vretöwürdig zu verkaufen 7105n Bademäntel äs,issfcSK 9.50 Bademäntel Ausmusterung aPS 14.50 Kinder-Banes la FrottSstoff . 5.00 kFCllVIllUll 5 tu Athe so Sieger vom «rcte- turnfest in Darmstadt Abbolen der- 'eiben — mit Musik — von d. Babnhoi und Marsch durch die Stadt nach der Turnb Daselbst Siegerehrung. Turner im Turn- anzug. Um zahlreiche Beteiligung wird ersucht. Der Borstand. ;wsc 0 ‘v*cn «tte. 9n xe'cher R ■ Hungei ilW)e. „^aufenfff ’n«, W 9eo et 5 Bezirks-Vertreter g sofort gesucht von gut eingeführtem gemeinnützigen Unternehmen. Geboten wird: Schaffung einer Lebensstellung Großer Kundenstamm Sofortiger Verdienst Weitgehendste Unterstützung. Verlangt aber: Tadelloser Leumund Intensives Arbeiten Gewandtes, sicheres Auftreten Akquisitorische Befähigung. | Ausführliche Offerte, mögt. m. kl. Bild (w. zckgs.) 8 und Referenzen unter S. 1437 an Ann.-Exp. i Imke, Frankfurt a.M., Katharinenpforte 2a. ___________________________________________ 7078 D Friedrich Wilhelm cebelisveMerungs-MlengesellMfi Errichtet 1866 Sür eine Werbegruvve suchen wir noch einige tüchtige vcrkehrsgewandie NeucS Grünkorn neue holländische vollheringe etngetroffen. 7ue,D J. M. Schulhof, Lllarktstr. 4. Tel. 119. : Gießen (am Nahrungsberg 47), den 1. August 1927 Neues Saueriraut neue Holländer Vollheringe neue Salzgurten empfiehlt 7083a Heinrich Driesch SeltcrSweg 70. WUMM Massage bet chronischen Lei- Aut® Ruf-Nr. 17 90 Der Alleinverkauf von osen Hdllora für Gienen ist im Reformhaus, Kreuzplatz 5. Alle Sorten sind frisch eingetroffen. Eiserne Garten-Möbel (Tische - Stühle - Bänke) in reicher Auswahl Friedr.HeydLrGohn Seltersweg 12 6304a FLIT '/, Blccbpackung mit MundzersUubcr R.M. X5O, Blechpackung R.M. 3.75, Doppetpackung R.M.6.50. Großpackung R.M.19.-, Handzcr.täuberR.AL 2.-, Kombinierte Packung (enthalt. Blechpackung nebst Handzerstäuber) R. M. 5^0. FLIT vemithtet Fliegen, Steehmüeken, Wespen, Motten, Wanzen, Flöhe, Küdtensehaben fliegen sind des \ \ Menschen feinde! X Seht nicht müßig zu, und laßt nicht durch die Fliegen Krankheiten ins Haus bringen. Euer Körper wird durch sie vergiftet und Euer Essen verunreinigt. Fliegen sind voller Krankheitskeime. Sie beunruhigen und belästigen die Menschheit. Vernichtet siel — Macht Eurer Familie das Heim gesund und behaglich. willen 6 Areditve DetOIäi rung des auf die : des Dar, bei den Sentenbi tz *,u bat, eine ; leit der Umfang i.icn wo nehmet j> gen belas Zahl die vürdiglei - dm sein. Das lungsges' in erster lung t Wirkung sich sollt g:nn des che.'en foj setzen,' a W, Haii sich in setz um 2 3d erschiei l'chen 2 Hypotheke Schuldner krbigei Hypothek I u-rnötigerlr (i ulletbir einheitlich Hehr erheb tt^ulegm MM ;bcen Sal1 'N nicht t UnbilligEs gdfiegenl v sse Mil Dfldnfrilznfc Marke „Goldfisch“, mit färb. 1 Jff DdUüinnUlS Pasaepoil, Größe 42 2.00, l.W Rarlotriknie mIt Träff- w angeschnitten, f) cn DUlivulnUIü garniert, Länge 80 cm, 3.26, 2.JV Badeanzüge Besatz. Länge 80 crn^T-, 3.50 Badehosen aus Trikot oder Kattun, 1.00, 0.75 Bademützen erateQu!,,,täUna"Far1b&n 0.75 Bademützen führung . . moderne^:2.oo Darinerhllhfl Kips oder Satin, Gummi- 1 7g DÜUüolllUilü sohle, m.Verschnürung 2.50, l./v MW «e Mittwoch früh 9 Uhr eintreffend. läSlvelMe.Covliauu.Seeims im Ausschnitt Fr. Nordsee-Schellfische Aiun Backen, alles bluifrtsch, in strammer Eisvackung. Fr. geräuch. Schellfische feinste Kieler Bücklinge I Neue Salzgurken MMlUMck Babnbofstr. 27 Fcrm'vr. 1031 7095a Llkademlkevswktwe 50 Jahre alt. unabhängig, grob, vollschlank, nut gemütlichem Heim, nicht unvermögend, wünscht mit Herrn in sicherer Stellung und passendem Alter zwecks Seiest bekannt zu werden. AnonmncS zwecklos. Schrift!. Angeb, u. 05627 a. d. Gies,. Anzeig. Gut erhaltenes Herren - Fahrrad billigst gegen bar zu verlausen. Zu ersr. in der Geschäftsstelle d. Gieb. Anz. 05626 zederbetten preisweri zu verk. M«. Oslanlape 30 11. Emil Schmidt, staatlgevr.Heilgym- nast und Masseur, Krofdorf Nr. 190. Komme ins HauS. Bau- und Möbelbeschläge in grober Auswahl empfiehlt 6879a Edgar Borrmann Haus und Küchengeräte, (Sieben. II15OOO tu = 8 Höch.tgewinn Merk lF 6000 -"ss I Lose zu 1 Mk. Po5°p^eL^te I h: | A. Dinkelmann, Worms j Statt Karten! Erna 3ube Adolf Hopfeld geben ihre Verlobung bekannt {Verschiedenes! ^eistungssählge, mittlere Eisenbau' firma sucht Verbindung zw Interessenvertretung mit grötz. Baunrma oder Ar- chttekienbureau Geliefert iverden Mnbouien Dflthfonrtnifnonen Ion- Gäulen fdimledeeif. Heusler usw. Schr. Ansr unt 7090D an d. G. Anz. Einheirat? Aelterer Mann, eo^ Vermögen vorh. u- festes Etnlomnien, möchte ältere Witwe mir kleiner Landwirtschaft zwecks Heirat kennen lern. Schr. Ang. u. 7096l) an den Gien. Anz. Vereine lagen Modehaus Statt besonderer Anzeige. Am Freitag, dem 29. Juli, nachmittags 2 Uhr, entschlief sanft infolge eines Schlaganfalls im 76. Lebensjahr unsre liebe Mutter und Schwiegermutter 6 Frau üm M »Ihetei geb. Schmalenberger, Oberstleutnantswitwe. la Handkoffer unglaublich billig Carl Schu: ck, 'WD Bahnhofstr. 62 Auto Anruf 189 MW in prima Qualität empfiehlt billigst W.Hankel, Neuen Baue 7. Teleph. 612. mot[) Äir Nr. '78 5meites Blatt Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Bienstag, 2. August (927 Von ekannt 3ui\qm ’• Echmidn 056$ Tochter beehren haus'), ;066D fronen! 70910 4 inf' ! geb. Zimmer . Otto 6ioh ui" in« Oderhesien. Lanorreis Grctzcn. ?of reu )D en 53. 92? öopftlb 06 er §• iv iik 101 :d) er bit n- ding "X walds Wissenschaft, die Goethes Untersuchungen überholt: das Geschehnis von Tag und Nacht rührt unmittelbar an die Schöpfung der Welt. Diesen moralischen Einfluß der Farbe ljat Goethe über alle inzwischen angefochtene Farbenlehre hinaus mit der Ehrfurcht gespürt, die er allen, Naturwalten zollte. Im gelben Haus am Frauenpla i zu Weimar liegen eine Anzahl von farbigen Seidenprobcn, von des Hausherrn Hand tonleitermäßig geordnet und mit Anmerkungen über ihre seelische Einwirkung versehen. Farben sind das Kleid der Schöpfung. Die Farbe aus unserem Leben fortdenken, hieße den Dingen die Haut abstreisen. Wissen wir auch, sie ist ein schöner Schein — er nur macht die Wirklichkeit der Dinge tragbar. Das Weltall ist chaotisch dunkel, der blaue Himmel über uns ein optischer Trug: dennoch ist das Himmelsblau zum Grundbegriff unserer Vorstellung von Seligkeit und Ewigkeit geworden. „Am farbigen Abglanz haben wir das Leben." Ein sich überschreiendes Konzert krasser Farben durchtobt die Gegenwart. Noch in allem Mißklang ist ein Suchen nach des Lebens Quellen. „Wo faß' ich dich, unendliche Natur?" In der grellen Buntheit wie im gelassenen Fluß einander zärtlich umfangender Farben hoffen wir, eine Falte vom Schleier der Maja zu erraffen. verschiedenen 'ristemeisende Firma) linier versuchen,UN- jestellW N diten. Adle zu becooto, lÜcn unb bitte izufragen. M gebotenen Zeit- halb dringend, dadurch schützen und Verlusten. vertragen als wir. Cs hat an die Tschechoslowakei, an die Rumänen und an die Jugoflaven wertvolle Teile fernes Landes abtreten müssen, Teile auch, in denen die Madjaren die Mehrheit hatten, und Ungarn mag im Augenblick für einzelne Gruppen der englischen Politiker wichtiger sein, als Deutschland, eben weil es machtpolitisch in Europa keine so große Rolle spielt. Qlber trotzdem arbeitet Lord Rothermere vielleicht unbewußt auch für Deutschland. Denn der Stoß, den er gegen die Trianon-Derträge führt, kann nicht nur zugunsten der Ungarn, er muh auch z u g u n st e n der deutschen Minderheiten wirken. Und Rothermeres Feststellung, daß die Vertreter der Großmächte beim Abschluß des Vertrages über die politischen und nationalen Verhältnisse der Gebiete völlig uninformiert gewesen seien, bedeutet mittelbar, da er im selben Umfange auch für den Versailler Vertrag gilt, eine moralische Rechtfertigung des deutschen Verlangens nach einer Revision des Unrechtes von Versailles. la Hani* Carl Sch“® Die Aufwertungsnovells. Don Rechtsanwalt Dr. v. Karger. Die umfangreichen Bemühungen weiter Kreise, eine grundlegende Aenderung des AufwertungS- gesehes herbeizuführen, haben zu keinem Erfolg geführt: weder die maßvollen Vorschläge der juristischen Arbeitsgemeinschaft noch die weniger maßvollen Forderungen der Kreise um Dest sind verwirklicht worden: das unter dem 9. Suli 1927 erlassene Gesetz beschränkt sich darauf, in einigen ganz wenigen Punkten, die besonders reformbedürftig erschienen, das geltende Aufwertungsrecht abzuändern. Man wird sich mit dieser Beschränkung, die ich der Gesetzgeber auferlegt hat, abfinden müssen: es wäre mehr als bedenklich gewesen, hätte man das Aufwertungsgesetz jetzt, nachdem es bereits 2 Jahre lang in Geltung ist und demgemäß die Grundlage für eine ungeheuer große Zahl von Entscheidungen und Rechtsgeschäften ge° ltildet hat, plötzlich wieder u m g e st o h e n, so Saß die Voraussetzungen, unter denen die De- Heiligten in den letzten 2 Jahren bei der Re- gestört, und das Klosette Straße. Die mußte zu- forderung anstatt wie bisher nut bis zu 100 Prozent nunmehr bis zu 400 Prozent und, toenn der Verlauf im letzten Quartal des Jahres 1921 ersolgt war, sogar bis zu 600 Prozent ausgewertet werden kann. Diese Aufwertung soll nur erfolgen, wenn sie zur Dermeidung ?1 n 9 r o b e n Unbilligkeit erforderlich 1 s u lr diese Einschränkung überflüssig und bedenklich zu sein, denn der Aufwertungsrichter hat bei der Festsetzung der Höhe der Aufwertung anund für sichschon von Dil- ligkeitserwägungen auszugehen. Wollte der Gesetzgeber den Verkäufern des Jahres 1921 ein erweitertes Recht einräumen, dann hätte ec besser daran getan, dies etwas weniger verklausuliert zu hm. Ebenso scheint es mir nicht sehr geschickt zu sein, daß die Rovelle die Möglichkeit der 2! a ch- 9 olung einer versäumten Anmel - D u n g einer traft Rückwirkung oder auf Grund eines Vorbehaltes aufzuwertenden Hypothek davon abhängig gemacht hat, daß die rechtzeitige Anmeldung unverschuldet unterlassen wor- den ist. Die Auslegung des Verschuldensbegrisss ist sehr dehnbar, und ich fürchte, daß auch hier Streitigkeiten entstehen werden, die sich bei einer etwas, bestimmteren Gesehessassung hätten vermeiden lassen. Zu begrüßen ist es, daß diese nachträglichen Anmeldungen sich immer nur auf die persönliche Forderung beziehen dürfen, daß dagegen nicht durch sie neue dingliche Lasten mit denen man bisher nicht gerechnet hat, entstehen können. Siebe er je! M-u' '«ö SM [y^rschjeden^ tstess Sgfe! Snbure«^ ffiweröen *** Illi' -SZ mund besitzt, wurde sofort per Gießener Kriminalpolizei übergeben. * Trohe, 1. Aug. Studienrat Dr. Kraus- haar, der seit Herbst 1919 bis Ostern 1927 an der hiesigen Schule als Lehrer wirkte, wurde eine Leh- rerstelle an der staatlichen Oberrealschule in Walters- Kausen, Thüringen, übertragen und siedelt in triefen Tagen mit seiner Familie dorthin über. Die Gemeinde Trohe ließ es sich nicht nehmen, dem ab- ziehenüen Lehrer und Erzieher ihre Dankbarkeit zu zeigen und versammelte sich am Freitagabend vollzählig auf dem Schulhof. Der Gesangverein veranstaltete einen Fackelzug und sang einige Lieder. Für die /Gemeinde sprach Beig. Rau, für den Schul- Vorstand Gemeinderechner Schmidt und für den Gesangverein der 2. Vorsitzende Emil Wagner. Aus den Reden ging hervor, welcher Wertschätzung sich der scheidende Lehrer und seine Familie erfreute. Dr. Kraushaar dankte mit bewegten Worten und schloß mit einem Hoch auf die Gemeinde. ck. Heuchelheim, 1. August. Die R eu- pflasterung der Kreisst raße nach Rod- | Zinsen erst an den beiden nächsten auf das Jnkrastreten der Rovelle folgenden Zins- terminen mit den an diesen Terminen fälligen Smfen zu entrichten sind. Im Regelfälle wird also der Schuldner für die zurückliegende Zeit die Zinsen je zur Hälfte erst am 1. Oktober 1927 und am 1. Januar 1928 zu zahlen haben. Eine weitere Erleichterung bedeutet es für den Schuldner, daß em Verzug hinsichtlich der Zahlung dieser rückständigen Zinsen, nicht die durch Gesetz, Satzung oder Vertrag vorgesehene vorzeitige Fälligkeit des Kapitalbetrages der Hypothek auslösen kann. Dedenkl-ich ist die Vorschrift, daß Zinsen, die ftir die Zeit vor dem 1. April 1926 gezahlt worden sind, auch dann nicht zurückgefordert werden können, wenn die Zahlung unter Vorbehalt erfolgt ist. Mancher Schuldner hat bei der ilngeflärtfjeit der Rechtslage die Zinsen gezahlt, um sich nicht durch eine Säumnis der Gefahr eines vorzeitigen Fälligwerdens des Kapitals auszusetzen: der Gesetzgeber sollte sich hüten, ohne zwingende Rotwendigkeit derart in das Privatrecht einzugreifen und so erhebliche Beunruhigung in die beteiligten Kreise zu tragen. An zweiter Stelle behandelt die Rovelle die Fälle, in denen dem Gläubiger aus der Tatsache Gefahr droht, daß persönlicher Schuldner und Grundstückseigentümer verschiedene Personen sind und der Aufwertungsbetrag auf Antrag des persönlichen Schuldners wegen in seiner Person liegender Gründe herabgesetzt wird. Es ist vielfach kritisiert worden, daß in derartigen Fällen sich zwangs- läusig die Herabsetzung der persönlichen Forderung auch auf das dingliche Recht auswirkt. Ich selbst habe diese Bedenken nie geteilt, da in der Praxis der Fall regelmäßig so liegt, daß der persönliche Schuldner der Verkäufer des Grundstückes ist, während der Käufer, der als dinglicher Schuldner haftet, die Verpflichtungen aus der Hypothek übernommen hat. Mit Recht haben die Auswertungsstellen in diesen Fällen jeden Herabsehungsantrag des persönlichen Schuldners abgelehnt, weil er in der Lage ist, mit dem Gläubiger den Alebergang der persönlichen Verpflichtung auf den Grundstückskäufer zu vereinbaren und sich selbst auf diese Weise von allen Verpflichtungen zu befreien. Jetzt hat der Gläubiger die Möglichkeit, die Umwandlung der Hypothek in eine Grund schuld zu beantragen und so den persönlichen Schuldner auszuschalten, da mit der Eintragung der Grundschuld die persönliche Forderung erlischt. Weiter bringt das Gesetz einige Vorschriften über mehrere im Range aufeinander folgende aufgewertete Hypotheken eines Gläubigers: diese können mit Zustimmung des Eigentümers als einheitliches Recht eingetragen werden. Don besonderer Wichtigkeit ist die Vorschrift, daß, wenn eine Hypothek von Dem Erwerber eines Grundstückes oder für seine Rechnung abge - löst worden ist, er sich gegenüber dem Antrag auf Wiedereintragung des Rechts nicht aus seinen guten Glauben an die Richtigkeit des Grundbuches berufen kann. In all den unzähligen Fällen, in denen der Erwerber eines Grundstückes vor seiner Eintragung als Eigentümer das Grundstück von Hypotheken hat bereinigen lassen, muß er jetzt die Aufwertungslast tragen, wenn diese Bereinigung entweder durch ihn selbst oder von dem früheren Eigentümer auf seine Rechnung vorgenommen worden ist. Der Begriff „auf feine Rechnung" scheint mir sehr dehnbar zu sein, und ich fürchte, daß diese Bestimmung zu manchen Streitigkeiten Veranlassung geben wird. Kann man z. B. davon sprechen, daß die Ablösung der Hypothek auf Rechnung des Erwerbers erfolgt ist, wenn dieser ein reines Grundbuchblatt verlangt und dem Verkäufer, der nicht über die erforderlichen Mittel verfügte, zwecks Bereinigung als Anzahlung aus den Kaufpreis einen entsprechenden Betrag zur Derfügung gestellt hat? Diejenigen Verkäufer, die im Jahre 1921 Ihre Grundstücke veräußert haben, sind durch die Vorschrift begünstigt, daß ihre R e st k a u f g e l d- Sturm auf Trianon. Der britische Zeitungskönig Harmsworth, der später als Lord Rorthcliffe den ganzen englischen Presseapparat in die deutschfeindliche Einstellung hineintrieb, hat noch einen Bruder, heute Lord Rothermere, der ebenfalls ein englischer Zeitungskönig von nicht unbeträchtlichem Ausmaße ist: vor allen Dingen sitzt er auf dem Millionenblatt „Daily Mail", das für die Auffassung der englischen öffentlichen Meinung und auch der englischen Regierung eine starke Dolle spielt. Er hat lange Jahre mit seinem Bruder am selben Strang gezogen und bis in die jüngste Zeit hinein in seiner „Daily Mail" eine stramm franzosenfreundliche Politik getrieben, Um so mehr überrascht es, daß gerade von i h m jetzt in seiner Zeitung ein Vorstoß zugunsten einer Revision des Trianon-Dertrages ein- seht, wenn er auch nach seinem Wesen und nach seiner gewollten Wirkung nur englische Ziele verfolgt, für uns nicht ohne Interesse ist. Lod Rothermere hat sich nicht damit begnügt, in schärfster Form die Grenzziehung des Trianon-Vertrages anzugreifen und zu verlangen, daß Ungarn seine ethnographische Grenze wieder erhalte, er hat darüber hinaus auch in einem offenen Brief an den tschechischen Außenminister Bene sch genau die gleichen Ideen verfolgt und Herrn Denesch zu verstehen gegeben, daß schließlich ohne England die Tschechoslowakei heute nicht existieren würde, daß aber auch eine Million englischer Soldaten nicht gefallen wären, nur um in einem Teil Europas Unrecht zur Herrschaft gelangen zu lassen. Herr Denesch hat sehr höflich geantwortet, allerdings mit einer gewissen grimmigen Höflichkeit, der man die Wut anmerkt, daß sie nicht richtig deutlich werden darf. Aber Rothermere wird seine Pläne deswegen nicht fallen lassen, er arbeitet zweifellos darauf hin, die englische Stimmung für eine Aenderung des Trianon-Dertrages und für eine Wiederher st ellung Ungarns reis zu machen. Weshalb er das tut? Sicherlich nicht um irgendwelcher idealistischer Ideen willen: vermutlich ist für ihn Ungarn nur ein Stein auf dem Schachbrett des Kampfes gegen Sowjet-Rußland. Denn sonst würde er ja nicht über sehen können, daß es in der Tschechoslowakei nicht nur vergewaltigte ungarische Minderheiten gibt, sondern daß die Lage der Sudetendeutschen mindestens ebenso ttostlos ist Freilich, Ungarn hat noch sehr viel schlechter abgeschnitten in den Friedens- („Aurikeln" schreibe ich nur so hin, weil es sich hübsch ausnimmt. Denn ehrlich gesagt: ich bin mir nicht ganz im klaren darüber, wie Aurikeln eigentlich aussehen.) Es ist also ein Blumenladen, wie alle Blumenläden. Und nur selten bleibt einmal jemand vor seinem Fenster stehen. Aber heute abend stehen mit einemmal eine ganze Menge Leute da und sehen in das Fenster hinein, das hell erleuchtet ist, obwohl es doch schon ganz spät am Abend ist — Was ist los? Ist etwas geschehen? Ja, es ist etwas geschehen. In dem kleinen Laden, in dem sonst nur Nelken, Rosen und Aurikeln stehen, steht heute abend eine „Königin der Nacht". „Cereus grandiflorus" liest man auf einem Blatt Papier. Und über dem Blatt Papier erhebt sich aus einem simplen, braunen Blumentopf eine #rt von Schlangenkaktus. Dürre, stachliche, graugrüne Polypenarme winden sich um ein paar Blumenstäbe in die Höhe. Wie eben Kakteen aussehen: etwas verstaubt und vertrocknet, und so, als ob aus dieser Pflanze nie oder nur durch ein Wunder je eine Blüte hervorbrechen könnte. Aber dies Wunder ist nun geschehen. Gerade als die Sonne unterging, hat sich an einem dieser vertrockneten Polypenarme eine riesengroße Blume aufgetan. Eine seltsame, eine ganz und gar märchenhafte Blume. So seltsam wie ihr Leben ist dies Leben, das nur eine einzige Nacht dauert, das am Abend beginnt, wenn das Leben aller anderen Blumen erlischt, und das aufhört beim ersten Sonnenstrahl, wenn die anderen BlU- men wieder erwachen, so seltsam ist diese Blume selbst. Bleich und weiß, als wären sie aus Silber und Eis, starren ihre zarten Blütenblätter wie ein weit aufgerissenes, regungsloses Auge in die Nacht. Königlich, stolz, abweisend. Vom Tode gezeichnet und gekrönt. Wie aus einer anderen Welt, aus einer Eiswüste herüber geweht. Geheimnisvoll und fremd, wie ein gefangener Stern. Die J3eute, die auf der nächtlichen Straße vor diesem Fenster Haltmachen, stehen da nicht, wir vor einem Blumenfenster, sondern wie vor dem Käfig eines gefährlichen, schönen und wilden, aber kranken Tieres. Sie flüstern miteinander. — Die Sommernacht ist kurz. Bald kommt der Tod. Als ich am frühen Morgen wieder vorübergehe, hat sich das große, königliche Auge schon geschlossen. Müde und leblos hängen die Blütenblatter Am Mittag ist nichts mehr zu sehen. Dürre, stachliche Polypenarme winden sich um die Blumenstäbe, verstaubt und vertrocknet, als ob aus dieser Pflanze nie ober nur durch ein Wunder je eine Blüte hervorbrechen könnte. £■. Wieseck. 2. Aug. Zu dem in der Rächt von Sonntag auf Montag bei dem Gastwirt und Metzger Braün verübten Einbruchdieb- ftahl erfahren wir noch: Der Dieb, ein junger Mann aus Heuchelheim, hielt sich schon am Rachmittag und Abend in Wieseck, zum größten Teil in der Gastwirtschaft Braun auf. Ms er nachts die Angehörigen der Familie Braun auf dem gegenüberliegenden Festplah wußte (der Turnverein Wieseck feierte sein 65» Stiftungsfest), stieg er nach Uebertlettern des Hoftores durch das Klosettfenster ins Haus. Seine Versuche, die beiden Kassen der Metzgerei und Gastwirtschaft zu erbrechen, erwiesen sich als vergeblich, dagegen zertrümmerte er die Scheibe eines Bajazzo-Apparates und beraubte denselben. Bei den weiteren Versuchen, die Ladenkassen zu erbrechen, wurde der Einbrecher von dem heimkehrenden Besitzer nahm feinen Weg wieder durch fenfter über das Hoftor auf die sofort auf genommene Verfolgung nächst ergebnislos bleiben, da der gelang der Aufwertungsverpflichtungen gehandelt haben, in Fortfall gekommen wäre. Die Folge wäre ein erneuter Ansturm auf die Grund- buchämter und Aufwertungsstellen gewesen mit der natürlichen Folge, daß die in den letzten Jahren insbesondere bei Kreditaktionen beklagte Langsamkeit des Arbeitens der überlasteten Erundbuchämter und Auftoertungsstellen auf Monate und vielleicht auf Jahre hinaus fort gedauert hätte. Im Interesse des Wirtschafts- l«bens kann man es nur begrüßen, daß nun doch eidlich der Zeitpunkt abzusehen ist, in welchem eine gewiße Beruhigung bei all den vielen , Aufwertungsstreitigkeiten eintreten wird. Eine Erhöhung der Auftoertungsquvte, die von Gläu- * ' ^.1.25 en,nbr verbotene. Unter unserem kargen Himmel kann ilks Leben sich nicht auf freien Plätzen abjpielen ine auf Veronas Markt, wie vor Venedigs Markus- ifcim Der Aufenthalt auf großangelegten Plätzen, sel.'l gegliederten Straßen erzieht das Raumgefühl, meb die Sicherheit der eigenen Bewegung. Die An- :!kih»efaß beides. Auf offenem Markt lehrten die Phi- üaaxhen. Unter freiem Himmel spielte man Tragödie :unb Komödie. Die Trümmer des dyonisifchen Thsa- Üei5 )u Athen bestürzen uns mit dem Grundriß ihrer uiqci)euren Rundung. Zwischen den Säulen des ‘ 3$irii)enon, wenn das wolkenlose Blau des griechi- 1 Mm Himmels den penelischen Marmor umleuchtet, iste uns Nachgeborenen die Götter des Olymp doch laiche, die menschlich zu den Menschen niederstiegen. "De Menschen des Altertums, an strenge Weit- ifrinnigteit gewöhnt, waren des Götterumgangs iM.rdig. Wir Kinder eines Regenhimmels, In- I i-rer von Stubenkäfigen, erzittern vor der freien »Däße. Farbliche Eindrücke werden zu Heilzwecken vcr- b niiibet. Wenn sie leichter zugänglich wären, würde nmn auch die räumlichen heranziehen. Jede Reise ins iHichahl dieser Kredite die angenommene Kredit- Würdigkeit möglicherweise hinfällig gewvr- . len fein. ten die Räume. Mit zitronengelben Vorhängen und Scheiben täuscht man Sonnenschein vor und weckt Lebenslust. Ein froher Zimmeranstrich beim Erwachen läßt uns leichten Fußes in den Tag springen. Dunkle Wände belasten. Grelle Tapctenmuster schrecken. Gemütskranke bringt man in blauen Zimmern unter, sie besänftigen. Rot und schwefelgelb erregen und müssen Fiebernden ferngehalten werden. Männer, behaupten die Soelenärzte, sind reizsamer gegen Grün als Frauen, die hinwiederum trotzdem von Richard B ä r w a l d wegen ihres feineren Farbenunterscheidungsvermögens und ihrer reicheren Farbcnkenntnisse als „Augen-" und „Farbeninen- schen" bezeichnet werden. Daß Grau schwermütig machen kann, wissen wir aus trüben Novembertagen. Norwegen besitzt die höchste Zahl an Geisteskranken, weil im hohen Norden die Sonne sechs bis sieben Monate lang nicht über den Horizont taucht. Ibsens Dramen sind farbenarm, vergleicht man sie mit den bunten Räuschen, den glanzvollen Schildereien des phrasenreichen d'Annunzio. „Rosmersholm", die „Frau vom Meere" sind dafür typisch. Grauer noch geht es bei Strindberg zu. Gespenstersonaten und Totentänze führten schon vor dem Weltkrieg in die „Vorhölle". In England wurden Kriegsbeschädigte mit Nervenschock der Farbenkur unterzogen. Bei manchen Tieren entzündet Leidenschaft jich an der roten Farbe. Den Puter läßt sie kollern und sich blähen. Den Stierkampf entflammt das rote Tuch. Jung eingefangene Vögel fürchten sich vor Kirschen und Erdbeeren. Jede Farbe schwankt in Stufungen und Ueber- gängen und verwischt sich in fließenden Grenzen gleich den Welhm des Gefühllebens. Man muß in sich hineinsehen lernen, um alle Möglichkeiten der Farben zum seelischen Klingen aufzurufen und zum Ausdruck eigenen Erlebens zu beschwingen. Museen sind Hochschulen der Geschmacksbildung. In der Nutzanwendung aus den Bildern kommt der Betrachter hinter die Theorie. Nicht so sehr in modernen Ausstellungen, wo das barbarische ungebrochene Prangen der Südseeinselfarben und die Naturvölkerfreude am Bunten Stil prägen. Bei alten Meistern, bei Tizian und den Niederländern, den großen Spaniern und den Franzosen, die den Pinsel wie in flüssiges Silber tauchten, sind die Tonstufen abzulesen, aus denen sich geheimnisvolle Zwischenwelten bauen. Das Erwachen und Vergehen der Farbe packt immer wieder mit der Macht des Wunders. Mag es optisch erforscht und zerlegt werden durch Ost- Was den Inhalt der Rovelle zum Aufwer- lungsgesetz im einzelnen anbelangt, so regelt sie in erfter Linie den Beginn der Berzin- lung der gelöscht gewesenen und kraft Rück- Di China wieder aufgelebten Hypotheken. An M.Ä sollte hier die Verzinsung erst mit dem Be° ■ ginn des auf die Wiedereintragung dieser Hypv- iljclen folgenden Kalendervierteljahres wieder ein» fk't3en; als der Gesetzgeber diese Bestimmung chrf, hatte er wohl kaum damit gerechnet, daß :f) in sehr vielen Fällen die Wiedereintragung in 2 Jahre oder länger hinausziehen würde. 68 erschien deshalb angebracht, einen einheit- l. Hen Termin für den Zinsbeginn dieser iypvtheken festzusetzen, um dadurch auch dem Lchuldner die Lust zu nehmen, durch leichter iges Prozessieren die Wiedereintragung der ^i)pothek hinauszuzögern und so den Gläubiger Lirötigertoeife um die Zinsen zu schädigen. Ob ® allerdings zweckmäßig war, den Zinsbeginn ciivheitlich auf den 1. April 1926, d. h. auf einen !chr erheblich zurückliegenden Zeitpunkt, ktjulegen, will mir zweifelhaft erscheinen, da üeL.ehlich die Schuldner mit einigem Recht in hrm Kalkulationen für das Jahr 1926 die Zin- cn- nicht*berücksichtigt haben und es nunmehr eine ilmbilligkeit ist, sie ihnen noch für diesen zu- i lüdliegenben Zeitraum ah.uv erlangen. Eine ge» , vsse Milderung schasst die Vorschrift, daß die Nächtliches Wunder. Von Hans Siemsen. „Königin der Nacht." — Wissen Sie, wer das ist? — Ich meine nicht die Koloratursängerin aus Mozarts „Zauberflöte". Nein, die „Königin der Nacht" ist eine Blume, die, wenn ich nicht sehr irre, zu dec Gattung der Kakteen gehört. Und sie heißt deshalb so, weil sie nur des Nachts blüht — und zwar nur in einer einzigen Nacht. Nur einmal. Und nur ein paar Stunden Und diese seltsame Blume gibt es in Berlin zu sehen? — Allerdings! Jawohl! Und zwar in meiner Straße. 3n meiner Straße gibt es einen netten kleinen Blumenladen. Nicht größer, nicht prächtiger und nicht anders als eben in jeder Straße der Blumenladen aussieht, in dem man seine Nelken und Rosen und Veilchen oder auch einmal eine Orchidee, kauft, wenn man mal Grund und Anlaß hat, Nelken und Rosen und Veilchen oder gar eine Orchidee zu kaufen. Nelken und Rosen und Veilchen stehen im Fenster und bunte kleine Wicken, Goldlack und Aurikeln. M» ernruf 1342. dei w baung. Der Reinertrag in der am mal zu retten: das heißt Lawrence wurde 5 Fortsetzung. Nachdruck verboten (Fortsetzung folgt) 63 Ml. Rieder- Kirchen- tze von eim in 4 »ni Lud' a)oti Str« steic mai ivid nick bruc 5eir @ä| scho SrfJ uni> züge anin all« müf>l fönen ((auf hörig Mri Abs-j ganz Sonntag vvrgenommenen Bürgermeister- Wahl erhielt Beigeordneter Kampf 690 Stimmen, der Ge^enkandrtat Albert Brücke l 317 Stimmen, ungültig waren 22 Stimmen. Landwirt Brücket hatte eine Erklärung abgegeben, daß er an der Stichwahl nicht teilnehmen wolle. Am Abend brachten die hiesigen Vereine unter Bor- antritt der Feuerwehrkapelle dem Reugewählten einen Fackelzug. die Bereine sangen einige Lieder. gemeinde zugute kommen. • Lang-Göns, 1. August. Dei prüf' [en werd soll zur Hälfte dem Krüpp , Ramstadt, zur anderen Hälfte unserer und den benachbarten Städtchen Ridda. Hungen, Schotten und Büdingen außerordentlich stark besucht war. Das Frantfurter Harmonie-Orchester unter Leitung von Kapellmeister L i m - pert erntete für seine vorzüglichen Musil- vorträge großen Beifall. Abends hatte das auf der Parkwiese abgebrannte Feuerwerk nochmals eine große Zahl Zuschauer hcrbeigeführt. —/— Eckartsborn, 1. Ang Durch einen tragischen Hnglü cksfall kam unser Lehrer Bechtold um5 Leben. Er wollte am Samstag nach seiner früheren Gemeinde Köddingen, wo seine Familie bereits weilte, um dort, wie es heißt, am Sonntag als Trauzeuge bei einer Hochzeit zu fungieren und im Anschluß daran seine Ferien dort zu verbringen. Auf seiner Fahrt von Hlrichstein nach Köddingen kam er aus bis jetzt noch nicht aufgeklärter Ursache mit seinem Fahrrad zu Fall und wurde in der Rächt zum Sonntag von den Insassen eines vorüberfahrenden Kraftwagens tot a u f g e f u n- d e n. Lehrer Bechtold stand während des ganzen Krieges, zuletzt als Offizier, im Felde, war lange Jahre in Köddingen als Lehrer tätig und seit F/i Jahren hier Rachfolger des nach Ortenberg versetzten Lehrers Carl. In beiden Gemeinden und weit darüber hinaus ist die Trauer um den mit 33 Jahren so jäh aus dem Leben geschiedenen tüchtigen Lehrer groß. Aufrichtige Teilnahme wird der Familie des 'Serftordnen allseits entgegengebracht. Die Bejsetzung findet auf Wunsch der Frau in ihrem Heimatdorf Oberlais statt. Kreis Schotten. L> Schotten, 1. August. Der altberühmte Schotter Sommer markt hat seine Anziehungskraft noch nicht verloren, das bewiesen der gestrige und heutige Markttag. Sehr viel Dieh kam per Bahn schon von Freitag ab hier an, die Ställe waren überfüllt. Am Sonntag, abends 8 Uhr, erfolgte nach historischem Brauch das sog. Antrommeln des Marktes. Rach Eintreffen der Spielleute und der Musik trat die Marktwache in ihrer bunten Bürgerwehruniform (Weiße Hosen, blaue Röcke mit roten Aufschlägen, Tschakos, Säbel, usw.) ins Gewehr. Unter den Klängen des Präsentiermarsches wurde die Stadtfahne aus dem Rathaus gebracht. Rach dem Umzug durch die Stadt eröffnete Bürgermeister Menge! mit einer Ansprache und einem Hoch auf die Stadt den alten Markt. Reges Leben herrschte in den Straßen. Der Montagmarkt war sehr stark besucht. Aufgetrieben waren etwa 150 Pferde, 51 Fohlen, 250 Stück Großvieh, ebensoviel Jungvieh. Zahlreiche Marktbuden stehen in den Straßen. Der Auszug der Marktwache wird heute gefilmt. Morgen und übermorgen folgt Schweine- und Krämermarkt. — Das in vergangener Woche niedergegangene Hagelwetter hat schweren Schaden in verschiedenen Gemeinden des Kreises verursacht. Don Seiten des Kreisamtes ist sofort eine Hilfsaktion eingeleitet worden. Der Schaden, der sich in manchen Gemeinden auf 100 Prozent beläuft wird von einer sachverständigen Kommission abgefchätzt werden. n. Herchenhain, 1. Aug. Durch eine Kommission, bestehend aus Kreisdrrektor Boeck- m a n n als Vertreter des Kreisamts Schotten, Baurat Mangold von dem Kulturbauamt in Gießen, Prof. Gg. Dender, Frankfurt a. M, wurde die Wasserversorgung des hier errichteten, stets sehr gut besuchten D. H. C.- Iugendheims einer eingehenden Prüfung unterzogen. Es wurde beschlossen, noch eine weiter südlich gelegene, sehr reichlich Wasser spendende Quelle dem Heime dienstbar zu machen und das Wasser durch einen Motor der bereits vorhandenen Leitung zuznfühven. Kreis Alsfeld. * Alsfeld, 1. Aug. Die Kraftpost Als- seid — Zella — Treysa fällt vom 1. August ab weg. '!' Ober-Ohmen, l.Aug. Dieser Tage hielt Landwirtschafts-Direktor Trautmann vom Landwirtschaftsamt Grünberg hier einen sehr interessanten Lichtbildervortrag über „Saatgutbeizung und - zubereitun g“. An Hand einer großen Zahl von guten Licht- bildern erläuterte Direktor Trautmann die Bedeutung der Saatgutbeizung, die Sortenfrage, das Beizen des Getreides, insbesondere auch das neuere Verfahren mit Trockenbeizmitteln und die dazu notwendigen Apparate, die wichtigsten Pflanzenkrankheiten und dann die neuesten Saat- reinigungsanlagen. 3m Lichtbild wurde besonders die Saatreinigungsanlage „Petkus" gezeigt, A6N rate uni Mo, Mu, dem nur (Md Jjinii Dem man bl Bürg folger zahl beabs »er« ausfü ßtoed schließ Aere eine zur' n-chm lange, Kric das 5 tiger einem Der! ’»rad die r ftrief Totti (ich ( lenen 3er C toorau tiefemt des J Metz, Kranz am Ai stellunc 3ugön lierbil fangttr Sfjor. ! herzlich Sibel des Kr Der R; durch wurde' Förste w rigeQ] daille Hard Schur landest andern LP: Aid f ^.rde Pflüger mitgekommen war, ohne den es nahezu unmöglich war, eine öffentliche Vorstellung mit dem neuen Apparat und einer Bemannung von völlig unerfahrenen Heizern und Pflügern zu geben. Dann, wer weiß, in welch unpflügbarem Zustand sich der gerühmte Ausstellungspark befand, in dem das Experiment stattfinden sollte. Doch es war nicht mein erster rascher Entschluß. Frisch gewagt ist halb gewonnen, und die vierzehn Tage Wartens in der schwülen Lust des Mississippideltas hatten mich ein wenig ungeduldig und tatendurstig gemacht. „Haben Sie ein Wechselformular zur Hand?" 'fragte ich. Major Owen reichte mir die Feder; das Papier lag bereits säuberlich ausgeschrieben auf des Generals Schreibtisch, der es in wundersam wackligen, nach links fallenden Schriftzügen mit seiner noch vorhandenen Hand ausgefüUt hatte, während wir uns unterhielten. Ich unterzeichnete das Dokument, demzufolge die Herren John Fowler & Co. sich verpflichteten, vierzehn läge nach Sicht dem Ueber- bringer viertausendzweihundert Dollar in Gold auszuzahlen. Der Major verabschiedete sich mit dem kleinen Zettel, um ihn zu versilbern. Es war keine Zeit zu verlieren. Ein Junge stand im äußeren Bureau mit der Nachricht, daß der „Wilde Westen" soeben am Fuß von der Tschapatillastraße anlege. Der Kapitän wolle wissen, was mit den fünfzig Maschinenkisten geschehen solle, die sofort ausgeladen werden müßten, da der Pflug als Deckladung verschifft fei. Und damit hatte ich ja meinen Pflug und konnte die Neue Welt fünfzehn Zoll tief aufbrechen, wann und wo ich wollte! Wen, | abttötts w'enbu •Mi 9°°>°Si des Li ’inof Mlnei Wen, 'öfuftjfi Lpd Mq -rsten! ,(f) Iah ’drts l Geld und Erfahrung Novelle von Max E y t h. Kreis Friedberg. sf. Friedberg,!. Aug. Das 65jährige Stiftungsfest der Freiw. Feuerwehr Friedberg, das in den Tagen von Samstag bis Montag hier stattfand, nahm, begünstigt durch herrliches Sommerwetter, einen glänzenden Verlauf. Die Stadt, hatte reichen Flaggenfchmuck angelegt, die Besucherzahl zählte nach Tausenden. Am Samstagabend marschierte die aktive Friedberger Wehr unter Dorantritt ihrer eigenen Musikkapelle nach der Seewiese, wo der Kommandant Carl Milius die Begrüßung sprach. Kreisdirektor Gebhardt brachte die Glückwünsche und Grüße der hessischen Regierung und der Kreisverwaltung. Der Redner verlieh dann namens der Hess. Regierung das Ehrenabzeichen für 40jährige Dienstzeit an Philipp Engel und das für 25jährige Dienstzeit an acht weitere Mitglieder der Wehr. 3m Ramen der Wehr ernennt er Jakob G r i p p und Adolf L o h f i n k zu Ehrenführern und überreichte entsprechende Diplome. Sein „Gut Wehr" galt der Freiwilligeir Feuerwehr Friedberg. Ms Aeltester der Geehrten dankte 3akob Gripp mit schlichten Worten. Ein Konzert der Musikkapelle und die gut gelungene Beleuchtung des AbolfSturmes schlossen den offiziellen Teil des Abends ab. Am nächsten, Morgen erscholl schon früh der Weckruf durch Musik und Böllerschüsse. Auf dem Friedhof ehrten die Feuerwehrleute ihre gefallenen Ka- t., ^1” !§ °"Ä Herz unter den Rippen hat, wie alle. Nun haben wir dafür einen Dampfpflug und Sie! Und Sie — Sie sind" — er suchte offenbar nach einem schmeichelhaften Ausdruck, doch was ihm einfiel, schien diesem löblichen Streben kaum zu entsprechen, so kam schließlich nicht viel dabei heraus — „Sie sind ein vernünftiger Mensch, ein ganz vernünftiger Mensch! Wenn ich etwas für Sie tun kann, Mister Eyth, rechnen Sie auf mich und meinen Bruder, der in vierzehn Tagen zurückkommt. Sie müssen sich die Magnoliaplantage ansehen, wenn Sie Land sehsn wollen und Zucker. Haben Sie die hiesigen Zeitungs- rcdaktionen schon besucht?" „Nein. Wozu?" „Was? Sie haben die Redaktionen nicht besucht und einen Dampfpflug am Fuß der Tschapatula- straße? Sie sind wohl nicht bei Trost! — das heißt — verzeihen Sie — Sie kennen dieses große Land noch zu wenig, lieber Freund. Das erste ist, allen Redakteuren von Neuorleans Ihre Aufwartung zu machen. Es ist weitaus billiger als jeder andre Weg. Ich werde Sie begleiten." „Sehr gütig, Herr Lawrence," versetzte ich, „aber ich wollte vor allen Dingen nach meinen Kisten sehen und hauptsächlich auch nach meinem Monteur, der im .Wilden Westen' mitgekommen fein muß und sich nicht zu helfen weiß." „Das ist alles Nebensache", erklärte mein hitziger Freund. „Die Redaktionen müssen Sie besuchen, ohne eine Minute zu verlieren. Ich werde Sie vorstellen. Und dann gehen wir zum Sekretär der Landwirt- schaftsgefellfchaft. — Donnerwetter!" — er blieb stehen; es schien ihm plötzlich etwas einzufallen — „ich glaube, ich habe Ihnen versprochen, daß die Gesellschaft morgen einen Preis von siebenhundertfünfzig Dollar für den besten Dampfpflug ausfetzen wird. Wir müssen doch wohl eine Komiteesitzung abhalten." Der Hickorystock setzte sich in Bewegung, Lawrence, flink /wie ein Wiesel, hinterher. Ich folgte fast willenlos: die kleine dicke Verkörperung eines Wirbelwindes riß mich mit. Ich mußte mich zum wenigsten vergewissern, ob es mit der Komiteesitzung Ernst werden würde, von deren doch noch sehr zweifelhaften Beschlüssen meine nächsten Schritte ab* hingen. meraden. Rektor Koch hielt die zu Herzen gehende Gedächtnisrede. Gegen elf Hhr nahm die Wehr mit Geräten Aufstellung in der Kaiserstr aße, und Kreisdirektor Gebhardt, Beigeordneter W i n d e ck e r und Landesfeuerwehrkommandant Ferd. Damm schritten die Front ab. Darauf wurde eine große Hebung vorgesiihrt, die in allen Teilen vorzüglich klappte. Am Rachmittag bewegte sich ein imposanter Festzug durch die Stadt, an dem sich beinahe 30 Wehren aus der Hingebung, etwa 20 Friedberger Vereine, 10 Friedberger Verbindungen, vertreten durch ihre Chargen mit Banner, eine große Anzahl Festwagen u. a. beteiligten. Reun Musikkapellen sorgten für den nötigen Marschrhythmus. Auf der Festwiese hielt Bürgermeister Dr. S e h d die Festrede nach begrüßenden Worten des Kommandanten. Rach ihm überbrachte der Kommandant der Dilbeler Feuerwehr noch deren Glückwünsche und überreichte einen Fahnennagel. Der Sonntagabend war dem Tanz und dem Festtrubel gewidmet, der erst mit Sonnenaufgang ein Ende nahm. Am Montag hatten sich eine große Zahl Festgäste schon zum Frühschoppenkonzert eingefunden. Rachmittags ging ein Zug der Feuerwehr durch die Straßen der Stadt zur Seewiese, wo ein Volksfest stattfand, bei dem hauptsächlich die Schuljugend mit Wurstschnappen usw. zu ihrem Rechte tarn. Am Abend fand das Fest durch ein großes Brillantscuerwerk feinen würdigen Abschluß. Lpd. Friedberg, 31. Juli. Im benachbarten Dorheim hat sich ein Schwalbenpaar im Schlafzimmer eines Milchhändlers eingeniftet und das Nest auf die elektrische Lampe gebaut. Die Tierchen beziehen schon seit Sohren dies seltene Quartier und sollen sehr zutraulich fein. Bad-Rauheim, 1. Aug. Gestern nachmittag gab das Hornqu artett von Pfarrer Kalbhenn und Söhne aus Großen-Buseck ein Konzert in der hiesigen Dankeskirche. Es war ein Gang durch das ganze Kirchenjahr im Liederwald der evangelischen Kirche. Hauptsächlich kamen Kompositionen von 3oh. Seb. Bach zu Gehör. Pfarrer Knodt- Bad-Rau- heim sprach den kurzen ergänzenden Te?t zwischen den Säebern. — Der Ertrag des Konzertes soll dem Krüppelheim in Rieder-Ramstadt zu- gewendet werden. 3n Anbetracht des wohltätigen Zweckes und der wirklich künstlerischen und seltenen Darbietung wäre ein besserer Besuch Wünschenswert gewesen. WSR. Assenheim, l.Aug. Seit einigen Tagen werden an der Provinzial ^raße Assenheim—Dornassen heim unter Leitung von Prof. Dr. Blecker, Friedberg, vom Geschichts- und Altertumsverein Friedberg Ausgrabungen zur Freilegung römischer Siedlungen vorgenom- men. Einzelne Fundamentmauern konnten bereits freigelegt werden. Kreis Vüviugen. L Nidda, 1. Aug. Infolge der sehr zahlreichen Neubauten, die in den beiden letzten Jahren hier errichtet worden sind, hat die Zahl der Haushaltungen unserer Stadt ganz erheblich zugenommen. Die Folge davon ist ein erhöhter Wasserverbrauch aus der städtischen Wasserleitung. Um einem Wassermangel oorzuoeugen, läßt die Stadtverwaltung gegenwärtig eine Quelle in der Gemarkung Michelnau neu fassen und der Leitung zuführen. Die Unannehmlichkeit, daß mehrere Stunden täglich wegen der Anschlußarbeiten das Wasser abgejteUt werden muß, nehmen die Hausfrauen in der Hoffnung hin, daß nun allen Haushaltungen der Stadt, auch denen, die ihrer erhöhten Sage wegen seither kein Wasser aus der Leitung zugeführt werden konnte, die bequeme Wasserversorgung durch die Wasserleitung geboten werden kann. Auch wird die Bahnverwaltung, die ein guter Abnehmer von Wasser ist und seither täglich durchschnittlich 150 bis 160 Kubikmeter Wasser verbrauchte, für längere Zett ihren Bedarf aus der städtischen Leitung befriedigen können. y. Bad Salzhausen, 1. Aug. Hnser Badeort hat jetzt Hochsaison. Alle Gasthöfe und Privatwohnungen sind von Kurgästen voll beseht. Dazu kommt täglich eine große Zahl Passanten, die durch den günstigen Bahn- und Autoverkehr hier bequem einen Tag verleben oder eine Badekur durchmachen können. Besonders großen Verkehr brachte bei herrlichem Wetter der gestrige Sonntag, an dem die Badeverwaltung Sonderveranstaltungen abhalten lieh. Rachmittags und abends fand großes Militärkonzert statt, das von den Kurgästen und den Bewohnern der Hmgegend, aus der Wetterau heim bis zur Landesgrenze macht sehr gute Fortschritte. Von der Grenze anfangend, sind die Pflasterarbeiten bis einige hundert Meter über den Abendstern hinaus fertig gestellt. Die Straße wird neu profiliert, mit einer besonderen Maschine wird die alte Straßendecke aufgeriffen, dann wird die ganze Straße mit Schotter aufgefüllt, gewalzt und auf beiden Seiten mit einbetonierten Bordsteinen versehen. Zum Schluß folgt dann die Pflasterung mit Kleinpflaster. Leider wird das fast auf der gesamten Strecke liegende Gleis der Diebertalbahn nicht mit in die Pflasterung einbegriffen. ck. Heuchelheim, 1. August. Beim Baden in der Lahn v er unglückte tödlich der 16jährige Obersekundaner Hans Müller von hier. Bei einem Sprung vom Ufer ins Wasser schlug er mit dem Kopf hart auf und zog sich dabei eine tiefe Wunde am Kopf zu. Da er nicht mehr hoch kam, sprangen einige beherzte junge Leute ihm nach und konnten den Verunglückten, der bewußtlos schon etwas abgetrieben war, ans Land bringen. Herbeigerufene Mitglieder des Arbeiter-Samariter-Bundes brachten ihm die erste Hilfe und trugen ihn nach Hause, von wo er mit dem Sanitätsauto nach Gießen in die Klinik gebracht wurde; hier ist der bedauernswerte junge Mensch, der sich bei dem unglücklichen Sprung auch eine Verletzung der Wirbelsäule zugezogen hatte, gestern v e r sto r b e n. • Leihgestern. 1. Aug. Gestern abend hatten wir in unsrer für solche Zwecke sehr geeigneten Kirche ein geistliches Konzert. Das Hornquartett von Pfarrer Kalbhenn und seinen Söhnen aus Grohen-Buseck lieh uns in einer ganzen Reihe von Chorälen, meist nach Sähen von 3oh. Seb. Bach, einen Gang durch das Kirchenjahr erleben. Die einzelnen Lieder und Liedgruppen wurden von dem Ortsgeistlichen durch kurze Schriftstellen miteinander verbunden. Auch der hiesige Kirchengesangverein trug mit zwei Liedern zur Bereicherung der musikalischen Darbietungen bei, während stud. theol. Rord aus Giehen mit zwei Stücken auf der Orgel den Anfang und den Schluß machte. 3n einer kurzen, warmherzigen Ansprache mahnte Pfarrer Kalbhenn die Gemeinde, die das geräumige Gotteshaus fast bis zum letzten Platz füllte, zu opferwilliger Liebe. Da alle Beteiligten ihr Bestes gaben, bedeutete der Abend für die Gemeinde eine Stunde religiöser Weihe und Er- Dle erste Großmacht unsrer Zeit. Herr Lawrences Bruder nahm seinen Knotenstock unter den Arm und rieb sich die Hände vor Vergnügen, als wir Longstteets Bureau verließen. „Sehen Sie, das freut mich!" rief er noch unter der Türe. „Seit sechs Monaten gebe ich mir alle erdenkliche Mühe, den Bampfnigqer hierherzubekommen. Aber der Kerl will zuviel Geld und verlangt dazu noch Vorausbezahlung. Das geht nicht. Der Erfinder ist kein Südländer, darauf können Sie wetten, und wenn er zehnmal in Vicksburg geboren wäre. Ein kniffiger yanfee, ohne Zweifel, der kein „Natürlich, doch das ist einfach!" tröstete Long- ftreet. „Ein Wechsel auf Ihre Freunde in London tegelt die Sache in drei Minuten." Kapitän Owens rosiges Gesicht sah zu der sich leise öffnenden Türe herein: „SaniuSie Mister Lawrence sprechen, General? Der Bruver des Mister Lawrence von der Magnoliaplantage. Es betrifft den Dampfplug." „Sicherlich!" rief ßongftreet fröhlich. „Wie geht es Ihnen, Mister Lawrence?" Mister Lawrence stand nämlich schon mitten im Zimmer, den Hut auf dem Hinterkops, beide Hände auf dem Knotenstock, die stämmigen Beinchen ausgespreizt wie eine kleine Kopie des Kolosses von Rhodos, und lächelte uns der Reihe nach verständnisvoll an. „Wie geht es Ihnen, General?" rief er eifrig. „Ich biß Mister Lawrences Bruder von Magnoliaplantage, Plagueminegrafschaft; Sie wißen, General? Ein guter Südländer in der Zeit der Secession. Aber wir müssen mit den Wölfen heulen und schließlich auch bampfpflügen, wenn unsre farbigen Herren es wünschen. Uebrigens bin ich im Ausschuß der Landwirtschaftsgesellschaft von Louisiana und habe Ihnen einen Vorschlag zu machen." „Was, sind Sie noch nicht bankrott?" fragte ßongftreet verwundert. „Die ßanbroirtfdjaftsgefeüfdjaft? Noch nicht, im Gegenteil! Wir haben bloß kern Geld. Aber hier dieser Gentleman aus der Alten Welt hat mir eine Idee eingegeben, aus der sich etwas machen läßt. Wir haben unfern SlusfteUungspart vor der Stadt einen prächtigen Platz. Die Herren Omen kennen ihn- Rennbahn, Tribüne, alle«. Wir machen den nötigen Lärm, dafür lassen Sie mich sorgen. S)err Eyth läßt dort seinen Dampfpflug laufen, und die ganze Welt strömt zusammen, das Weltwunder anzustaunen. IkberaU hört man vom Dampfpflug; kein Mensch hat das Ding je gesehen. Das muß ziehen. Die Land- wictschaftsgesellschafi nimmt das Eintrittsgeld; Sie, General, Haven die Ehre, den Süden zum zweiten die in ganz Deutschland bisher eine große Verbreitung gefunden Hai. Die hiesige Genossenschaft trägt sich mit der Absicht, eine derartige Reinigungsanlage zu beschaffen. Cs wäre dies sehr zu begrüßen, da gerade der Saatreinigung heute das größte Augenmerk geschenkt werden muh. wenn man die Erträge auf der Ackereinhett steigern will. Die anschließende Diskussion gestaltete sich recht anregend und befaßte sich in der Hauptsache mit dem oben angeführten Thema. Die Versammlung war von landwirtschaftlicher Seite gut besucht. Der Direktor der hiesigen Genossenschaft, Landwirt O 11 e r b e i n, dankte Herrn Direktor T r a u t m a n n für seine überaus lehrreichen und interessanten Ausführungen. Kreis Lauterback. WSN. Lauterbach, 30. Juli. Erst jetzt läßt sich annähernd der durch den Hagelschlaa am letzten Mittwoch angerichtete Schaden übersehen. Stark beschädigt wurden die Hafer-, Roggen- und Gerstefelder der Gemarkungen Dirlammen, Wallen- rod und Maar. Die größten Hagelkörner hatten einen Durchmesser von zwei Zentimeter. Der Schoden beträgt stellenweise 60 Prozent und ist nur zum Teil durch Versicherung gedeckt. $ Frischbvrn, 1. August. Die hiesige Leinenweberei, die wegen Zahlungsschwierigkeiten des Besitzers feit l1/, 3ahren still- gelegen hat, ist von einem Konsortium als G. m. b. H.-Hntemehmen erworben und wieder in Betrieb gesetzt worden. Etwa 50 Arbeiter waren durch das Ruhen der Fabrikation beschäftigungslos geworden und mußten zum großen Teil Cr- werbslosenunterstühung In Anspruch nehmen. Es ist Deshalb im 3nteresse des ganzen Ortes sehr zu begrüßen, daß das Geschäft, wenn auch vorläufig nur in beschränktem Hmfange, wieder in ®ang gebracht worden ist. — Den Feuerwehrleuten Heinrich Günther, 3ohannes Walter und Leonhard Z i e g e n e i n wurde von dem Kreisfeuerwehrinspektor das staatliche Ehrenzeichen für 25jährige Dienst- zei t überreicht. Rach der Heberreichung fand eine gesellige Versammlung statt, bei der der Kreisfeuerwehrinspektor und der Bürgermeister K e u tz e r Ansprachen hielten unb Toaste auf die 3ubilare und die freiwillige Feuerwehr ausbrachten. Starkenburg. WSR. Reu-3senburg, 1. Aug. Am südlichen Ausgang von 3senburg ereignete sich gestern Rächt gegen 2 HTyr ein schwerer Mv- torradunfall, dem leider auch ein Menschenleben zum Opfer fiel. Ein von Stuttgart kommendes Motorrad, das mit drei Personen beseht war, prallte auf der nach Darmstadt führenden Chaussee mit einem aus 3senburg kommenden Motorrad, auf dem als Mitfahrer ein Frankfurter Schupobeamter sah, zusammen. Der Schupobeamte war sofort tot, während der Fahrer unverletzt blieb. Die drei Personen des anderen Motorrades trugen mehr oder weniger schwere Verletzungen davon. Preußen. Kreis Wetzlar. —K— Lützellinden, 1. August. Don prächtigem Wetter begünsttgt, fand hier gestern die 50iährige3ubelfeier des hiesigen Männergesangvereins statt. Am Vormittag ehrte der Verein das Gedächtnis der Toten am Kriegerdenkmal. Lehrer Grubeaud gedachte in einer kurzen Ansprache der Gefallenen, worauf der Vereinsvorsitzende Wilh. 3 ung im Ramen des Männergesangvereins einen Kranz niederlegte. Die schlichte Feier wurde durch Gesangsvorträge des Männergesangvereins unter Leitung von Musiklehrer Leib- Giehen würdig umrahmt. Rachmittags bewegte sich ein langer Festzug durch die fahnengeschmückten Ortsstraßen, woran zahlreiche hiesige und auswärtige Vereine sich beteiligten. Auf dem Festplah leitete eine Begrüßungsansprache des Festpräsidenten Friedrich Andermann die Feier ein. Bürgermeister Schneider -Groß-Rechtenbach überbrachte dem feiernden Verein als Ehrengabe der preußischen Regierung die Staatsplakette und herzliche Glückwünsche derselben und des Landrats Dr. Sartorius. 3m Anschluß an die offizielle Feier trugen die Gastvereine Proben aus ihrem reichen Liederschatz vor, die den lebhaften Beifall des Publikums fanden. sichtlich verlegen — „das heißt zum erstenmal, und Mister Eyth verkauft ungezählte Apparate an die panfees, die unsre Plantagen in Be itz genommen haben und nicht wissen, was sie jetzt weiter tun sollen." „Und die Kosten?" fragte ich nicht ganz ohne Bedenken, obgleich Lawrences Plan wie ein Lichtstrahl in das zweifelhafte Dunkel fiel, in dem ich bis jetzt gelebt hatte. Denn auch ich wußte kaum, wie ich weiterkommen sollte. „Es kostet ein rundes Sümmchen, Herr Lawrence, den großen Apparat, sagen wir, eine Woche lang auf Ihrem Ausstellungsplatz in Gang zu erhalten." „Ganz einfach!" sprudelte mein neuer Freund. „Die Landwirtschaftsgesellschaft von Louisiana schreibt einen glänzenden Preis für den besten Dampfpflug ans. Sie erhalten den Preis, den wir aus den Eintrittsgeldern bezahlen. Was kostet der Rummel, wenn wir acht Tage arbeiten?" ,A$d) denke, ich sollte mindestens fünfhundert Dollar haben, um die Kosten zu decken," sagte ich, mit höchst unnötiger Gewissenhaftigkeit kopfrechnend. „Sagen wir siebenhundertfünfzig!" meinte Lawrence. „Gut! Morgen schreibt unser Komitee einen Preis von siebenhunderifünfzig Dollar aus; dafür lassen Sie mich sorgen." „Sie können nichts Gescheiteres tun, als ja sagen, Herr Eyth", sagte ßongftreet, sichtlich erstaunt über mein Zaudern. „Mister Lawrences Bruder ist ein praktischer Mann, das sieht man auf den ersten Blick. — Ich gratuliere Ihnen, Herr Lawrence! Sie sind ein würdiges Ausschußmitglied unsrer großen Landwirtschaftsgesellschaft von Louisiana!" „Wann kann die Prüfung losgehen, Mister Eyth?" fragte Lawrence, ohne des Generals Komplimente zu beachten, indem er feinen Hut noch weiter auf den Hinterkopf schob, der vor Eifer zu dampfen schien. mar der rasche Pulsschlag des amerikanischen Lebens, der uns langsame Europäer manchmal fast betäubt. Ich hatte, wie es schien, zehn Sekunden Zeit, mir alles zu überlegen. Der Pflug, in etlichen fünfzig gewaltigen Kisten, schwamm noch wohloer- packt und unverzollt auf dem Mississippi. Ich wußte nicht, ob der unentbehrliche Monteur und Dampf- Drr. beÄMe, af0ef4SsÄ in lanbtoirfu ,?ma. i«°° NS'> 2?** kvach. Äte* ifc'Ä’W ,‘:S« PsäS lugusl. Die K\„v, ” 3q$'™4»‘* io <« * 0 Arbeiter loorm ”'W) «q»>, tzj LFül0« ich » t. to«m aud) VN. -3VieiKT in e,.®61 verwehr. ^Hannes Dalter u wurde vvn dem staatliche iahllge Dienst, Uckmeichung |anb I statt, bei der der 1 der Dücgenncister 1 und Tsafte auf die 9e Feuertochr aus- bürg. -r g, 1. N- Am nwurg ereignete sich ein schwerer Wv» -der auch ein Men« Ein iron Stuttgart mit drei Personen der nach Darmstadt inem aus Isenburg dem als Mitfahrer mter sah, zusammen, 'fort lot, während ). Die drei Personen trugen mchr oder ungen daton. r™< **,!* nn16ie! Unb 6» !*« S ihm emstel. st? er0U münfä k'f 13 " 2 Wer M un-f Ä bern meinen "• ®'e® W "Sw-3-«-* len. tzlar. 1. August. Don prLL' mb hier gestern dr 1 be$ biefigenKTai? tt Am QJormitti, Ms der Toten ai rudeaud gedoche •r Gefallenen, worÄ j. Jung rm Aar.m einen Kranz nieder« mrde durch Gesangs' Vereins unter Leitung chen würdig umrahmt t langer Festzug durch Mähen, woran zahl' tige Vereine sich w lotz leitete eine > stvrälidenten »tieW r ein. »«'S nbadj überbrachte s naabe der preuhA Landrats ®t n die osWlle g >brn-ms ihrem lebhaften Mall des «ZZ ® ü n W« 5 «#» wä;®«» < Ä? ff** Ä * . - in W bl. Greifenstein, 1. Aug Die Rhein- Provinz hat aus dem Denknralfonds 2000 Mark vereitgestellt, die zur Renovierung unseres alten Turmes der Burg verwendet werden fallen. Alte<6 Biedenkopf. # Königsberg, 1. Aug. Am Samstag v e r- unglückte in der hiesigen Grube der Bergmann Ludwig Scherer schwer. Ein besonderer Zufall wollte es, daß er nicht sofort tot blieb. In der Strecke erschien einige Sekunden früher der Ober: steiger und wünschte ein Glückauf, worauf der Bergmann einen Schritt zurücktrat und den Gruß erwiderte, als gerade eine Last von ca. 50 Zentner niedersauste. Der Bedauernswerte erlitt einen Armbruch und trug schwere Kopfverletzungen davon. Seine Uebcrführung in die Klinik wurde angeordnet. Kreis Marburg. sch. Marburg, 1. August. Die Vierhun- d e rtj a h rf e i e r der Marburger Phi- lippuniversität ist beendet. Die letzten Gäste fluten ab. Unzählige Besucher verließen schon gestern abend nach der Beleuchtung des Schlosses, der Elisabethkirche, des Kaiser Wilhelm- und des Dismarckturmes die Stadt. Die Sonderzüge in der Richtung nach Kassel und Frankfurt waren überfüllt. Der Massenverkehr ließ sich trotz aller weitgehend getroffenen Vorkehrungen nur mühsam bewältigen. Richt alle fanden in Personenwagen Platz, viele mußten in Packwagen ^verstaut" werden. Am Rachmittag zogen die Angehörigen der Uniberfität, die Festgäste und die Bürgerschaft Marburgs auf den Schloßberg zum Abschiedstrunk. Abschiedsstimmung liegt über der ganzen Stadt. Dillkrcis. bl. ch e r b o r n, 1. Aug. Aus der letzten Stadt- verordnetcnsitzung ist zu bericyten: Sie von dem Magistrat herausgegebene Biersteuerord- n u n g wurde von der Regierung genehmigt. Den Geschwistern I ü n g st wurde ein Grundstück am Hintersandl zum Preise von 19 000 Mk. verkauft. — Dem Oberbrandmeister bewilligte man eine Aufwandsentschädigung pro Jahr von 120 Mk. bl. §aiger, 1. Aug. Einer Anregung des Bürgermeisters Fink und des Syndikus Lenz folgend, hatten sich dieser Tage hier eine Anzahl Bürger ^usammengefunden, um zu der beabsichtigten Gründung eines Verkehrsvereins Stellung zu nehmen. Rach einem ausführlichen Referat des Bürgermeisters, der Zweck und -Ziele des Vereins erörterte, wurde schließlich die Rotwendigkeit eines derartigen Vereins für die Stadt Haiger anerkannt und eine Kommission gebildet, die vorderhand bis zur Wahl eines Vorstandes die Geschäfte übernahmen soll. — bl. Langenaubach 1. August. Rach langen, umfangreichen Vorarbeiten konnte unser Kriegerberein am vergangenen Sonntag das 50jährige Jubiläumsfest in würdiger Weise begehen. Die Feierlichkeit wurde mit einem Festgo-Iesdiensl vor der Kirche eingeleitet. Der Ortsgeistliche, Pfarrer B u n tz von Haiger, sprach hier in seiner erhebenden Festpredigt übet die notwendige Wiederaufbauarbeit, zu der die Kriegervereine in Verbindung mit einem starken Gottvertrauen mitberufen seien. Der Zug bewegte sich alsdann zum Kriegerdenkmal, um den gefallenen Brüdern eine Dankessch.cd abzustatten. Der Gesangverein „Liederkranz" sang einen Chor, woraus Bürgermeister Höbet das Wort zu einer tiefempfundenen Ansprache nahm. Der Vorsitzende des Kriegkdvereins Langenaubach, Kaufmann Metz, legte dann mit warmen Worten einen Kranz am Denkmal nieder. Der Festzug nahm am Ausgang des Dorfes nach Haiger zu Aufstellung. Anter Böllerschüssen bewegte sich der Zug durch den Ort, in dem die Bevölkerung Spalier bildete. Auf dem Festplah begrüßte der Gesangverein „Liederkranz" die Gäste mit einem Thor. Vorsitzender Metz hieß die Erschienenen herzlich willkommen. Bundesvorsitzender Jung- Eibelshausen überbrachte die Glückwünsche des Khfhäuserbundes und des Dillkriegerbundes. Der Kriegerverein Haiger gratulierte dem Verein durch Aeberreichung eines Fahnennagels. Dann wurden einige Auszeichnungen vorgenommen. Der Förster Karl Fries erhielt für 50jährige, treue Mitgliedschaft die goldene Medaille. Für 25jäh- rige Mitgliedschaft wurden mit der silbernen Medaille ausgezeichnet die Kameraden Reinhard Fries, Metz, Wendel, Stuhl und Schmidt. Run entwickelte sich auf dem Festge- lände schnell ein buntbewegtes Leben und Treiben, an dem das Jungvolk regen Anteil nahm. Unterlahnkreis. WSN. Niederlahn st ein, 31. Juli. Studienräte und höhere Lehrerinnen aus dem Osten und aus der Mark Brandenburg, die vom Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht in Berlin zu einer Stu- diensahrt an d i e Lahn geschickt worden waren, trafen dieser Tage, nachdem sie von Wetzlar abwärts unter Führung des Museumsdirektors Kutsch- Wiesbaden, die Orte Braunfels, Kloster Altenburg, Weilburg, Limburg, Diez und Bad Ems besucht hatten, in Niederlahnstein ein. Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung hielt Prioatdozent Dr. Richter-Gießen einen Bortrag über die Lahngeologie, LehrerStückrath über die Völkerkunde des Lahntals und Geheimrat Prof. Dr. v. O e t - U n 9 e,n über Goethes Aufenthalt in Wetzlar. Eine Burgbeleuchtung der Marksburg, wohin sich die Zeitnehmer mittels eines Sonderdampfers begeben batten, und eine Abendfahrt bis Boppard schloß die studienfahrt ab. Lpd. Cramberg, 31. Juli. Das Stauwehr un Lahnkraftwerk Cramberg ist jetzt zum ?rffen Male gestaut worden. Das Stauwasser stellte '-ch lahnaufwarts bis an die etwa 1 Kilometer ouf- ’arts liegende Ortschaft Balduinstein. Nnterwcfterwaldkreis. LPD. Vom Westerwald, 1. Aug. Wählend des letzten Anwetters über demWester- vald schlug Der Blitz in der Gemarkung des Dorfes Stein bei Altenkirchen in eine Vieh- jerde und tötete den Hirten und drei Kühe. Maingau. LPD. F r a n k s u r t a. M., 1. Aug. Das preu- ische Staatsministerium hat durch Erlaß vvm 24. Juni 1927 an Ludwig Steipers, Mechaniker in Frankfurt a. M., die Rettungsmedaille am Bande verliehen. WER. Frankfurt a. M., l.Aug. Hinter Ser Alten Brücke ist heute nachmittaag auf der "Frankfurter Seile, fast genau an derselben Stelle, do vor etwa acht Tagen ein fünfjähriger Knabe ertrank, ein zwölfjähriger Schulknabe, der sich ^amit vergnügte, über den schmalen Gesimsstein Ln der Alten Brücke zu laufen, in den Main gefallen und, da Hilfe gerade nicht zur Stelle Turnen, Sport und Spiel un» die 6 6 5 5 3 2 110 Be- ist 6 5 ist 3 2 Be- ber als Futzball-Lokaltreffen. ö. Um es gleich vorweg zu sagen, die drei futter Affenstein ausgebrochen und in Anstalts- Ilcibung mit der Lokalbahn nach Bad Homburg gefahren war. Er wurde wieder in die Anstalt eingelieiert. Lpd. F r a n k f u r t a. M., 31. Juli. Vom 1. Au- gust bis 15. Oktober wird ein Schnellflug- bienft Berlin — Frankfurt und zurück nach folgendem Plan ausgeführt: 12.20 ab Berlin, an 19.15, 14.20 an Frankfurt, ab 17.15. Mil diesen »lügen werden Luftpostbriefsendungen und Luft-' postzeiiungen, aber keine Personen befördert. Problem Nr. 120. Don Fr. Müller b. d. Werra. Schwarz. war. ertrunken. Herbeieilende Angler und Fischet lonntai die Leiche des Knaben erst nach einer Stunde oergen. Es handelt sich um einen 12jährigen Knaben namens Kurt Wagner aus der Allerheiligenstraße. An genau derselben Stelle sind übrigens im Laufe des heutigen Tages zwei weitere Kinder in den Fluß gefallen, konnten aber noch rechtzeitig dem nassen Element entrissen werden. — Am Samstagabend wurde in Bad Homburg von der Polizei e i n Geisteskranker a u f g e g r i f f e n, der aus dem Frank- 2. Klasse (33 Bewerber — 19 Sieger). 1. Fritz Janke. Tv. Sachsenhausen, W. K r a tz, Tv. 1817 Mainz, 79 P.; 2. F. -Sjutmann, Tgs. Darmstadt, 69 P.; 3. I. Launhardt. Tgd. Praunheim. 64 P. (Weitere Ergebnisse folgen ) Große Erfolge des Turnvereins von 1846 beim Kreisturnfest in Darmstadt. Karl Reuter 1. Sieger im Haupt- turnen (Zwölfkampf). Heber die übrigen Siegen, darunter frrei weitere Erste, wird noch berichtet werden. Derbandsspiele im Mainbezirk. Die Ergebnisse der Derbandsspiele rm Mainbezirk am Sonntag waren folgende: Rot- Meiß Frankfurt — Fußballs Portverein Frank- »3a. aber nicht mit der Eisenbahn." „Ratürlich mit der Eisenbahn. Ich hab' chn doch selber in den Zug gesetzt." ..Das ist möglich. Aber er mußte übers Wasser." „Ru ja, ich bin ja auch über die Weidendammer Brücke gekommen." „Das meine ich nicht, Herr. Er muhte über- Meer." „Aebers Meer? Am nach Valparaiso zu kommen? Ru, warum ist er denn dann in den 3ug gestiegen?" ..Ra, wahrscheinlich wollte er nach Hamburg." „Rein, er wollte nach Dalpareiso.* „Also kurz und gut, hier gibfS keine Fahrkarten nach Valparasio." »Es gibt keine?" „Rein." „Warum haben Sie denn das nicht gleich gesagt. Dann geben Sie mir eine bis Potsdam.^ Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orbach. gegnungen am Sonntag auf dem Sportplatz Spielvereinigung 1900 Gießen können nicht Gradmesser des Könnens der Fußballmannschaften vom Platzvetein und der des Gegners, dem Verein für Bewegungsspiele Gießen, gelten. Den Reigen eröffneten die beiden ersten Jugendmannschaften. Das Spiel endete 0:0. Besondere Leistungen, wie in den vorhergehenden Begegnungen, bekam man leider nicht zu sehen. Die Mannen 1900’5 enttäuschten immerhin nach der angenehmsten Seite, denn man hätte den durchschnittlich ein ganzes Jahr älteren Gegnern den Sieg sicher zugetraut. dran, ein Kleiner, Dennickerter. „Bitte eins dritter — Valparaiso." „Was?" „Eins dritter Valparaiso, bitte.“ „Rach Valparaiso können Sie nicht fahren." „Wieso denn nicht? Ein Vetter von mir auch hingefahren." Mle für die Redaktion bestimmten Mittel, iungen, Lösungen usw. sind zu richten an Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Weih. Weih am Zuge, gewinnt. Weiß: 6 Steine Kel; Sb7: Bc6, d4, h3, ti5. Schwarz: 5 Steine Kh6; Tf4; Ldl; Bg5, h7. Ein inhaltreiches und feines Endspiel. Lösung des Problems Ar. 117. Don F. D. Clarke. 1. TfS—f8! usw. Richtige Lösungen. Zum Problem Rr. 113: A. Fuld, V. Loos, Gießen! H. Ranz, Aetzhausen. Zum Problem Rr. 114: A. Fuld, Gießen: H. Ranz, Aetzhausen. Eine richtige Losung zum Endspiel Rr. 35 sandte ein Herr H. Ranz, Aetzhausen. Berichtigung. Bei dem Endspiel Rr. 36 von W. und M. P l a t o f f ist die Diagrammstellung falsch wiedergegeben. Wir geben hier die richtige Stellung: Weih: Ka5; Se8; Bb6. Schwarz: Ke4; Td4. Weih am Zuge gewinnt. Die Losung des Problems Rr. 175 von Z. Mach scheitert leiber an dem einzigen Gegenzuge De2l, was von dem Komponisten wahrscheinlich übersehen wurde. Aus dcr Schachwelt. Die Rheinmeisterschäft 1927 wird in der -Seit vom 7. bis 14. August in Aachen ausgetragen. Sechs Verbände entfenöen je zwei ihrer stärksten Spieler zu diesem Wettkampfe. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom AedattionStisch. Andenken. Mit 700 Reichsmark begab sich ein gewisser Rundgesang nach dem schönen Zoppot, um dort der Wochen drei zu verbringen. Arn Rachmittage der Ankunft trat er ins Kasino und rettete gegen Abend mit Müh' und Rot das Geld für die Fahrkarte vierter Güte. Stand am Bahnhof und hatte den Bauch Doli Wut. Da trat ein fliegender Händler mit bemalten Muscheln und Baumrinden auf ihn zu: „Andenken an Zoppot gefällig?" Rundgesang aber knurrte nur: „Danke. Vergeß ich n i e!" (Lust. Bl.) Am Fahrkartenschalter. Fünfzig Leute stehen am Schalter des Bahnhofs Friedrichstraße in Berlin und warten. Einer Werh. Weih zieht und setzt in drei Zügen matt. Weih: 4 Steine Kc2; Df7; Lei; Sg5. Schwarz: 2 Steine Kg4; Bh6. Endspiel Nr. 37. Don A. Kubbel. Schwarz. Auch im darauffolgenden Spiel der beiden Ligareservemannschaften machte die glühend brennende Mittagsonne den Spielern ungeheuer zu schaffen. Die Platzbesitzer haben in der ersten Hälfte weit mehr vom Spiel und können durch zwei schöne Tore ihres Mittelstürmers in Führung gehen. Erst mit dem Pfiff zur Pause kann V. f. B. durch ein Mißverständnis in der Hintermannschaft 1900*5 ein Tor aufholen. Nach der Pause verteiltes Spiel mit beiderseits großen Torchancen. Das Spiel neigt schon bald dem Ende zu, als D. f. D. der Ausgleich ae» üngi. Einen verwirkten Händeelfmetcr hält 1900'3 Torwart famos, dann muß er aber durch Schuld feiner Vorderleute zwei Bälle passieren lassen. V. f. B. siegte somit 4:2. Bei den Vereinigten sah man zahlreichen Ersatz. Fünf Spieler waren in dieser Elf wegen Krankheit und Verletzung ersetzt. Ueberragend waren nur die Leistungen der beiden Torhüter. Erwähnenswert noch das gute Spiel de» rechten Läufers der „Vereinigten". Der Schiedsrichter leitete einwandfrei. In großer Spannung erwarteten die nunmehr wohl über taufend Zuschauer den Großkampf. Die Mannschaften' erschienen in den vorgesehenen Ausstellungen, nur daß 1900 im letzten Moment seinen rechten Läufer ersetzen mußte, wahrend eine andere gute Kraft infolge Erkrankung vor vornherein aue- aesck>altet war. Als Schiedsrichter fungierte Herr W i n g e n f e l d von „Borussia" Fulda. Der Kamps begann beiderseits äußerst aufgeregt, wurde aber bald systemvoll. In der ersten Hälfte fiel allgemein das verhältnismäßig sehr gute Spiel txr doch ganz ohne Training gewesenen Elf der Spielvereinigung auf, zumal die Leute erstmals in der Mannschaft zusammenstanden. Vökler im V. f. B.-Tor hat alle Hände voll zu tun, um die fortgesetzt ungestümen Angriffe der Blauweißen abzuwehren. Nur mit viel Glück bannt er oftmals die Gefahr. In der 20. Minute kommt V. f. B. zu einem billigen Erfolg, der unbedingt verhindert werden mußte. Drei Minuten später hat 1900 ausgeglichen. Dann geht Vi f. B. durch Verwandeln eines Elfmeters erneut in Führung, und prompt gleicht 1900 durch Verwandeln eines Strafstoßes erneut aus. Der Schiedsrichter annulliert diesen Erfolg aber als nicht der Regel entsprechend erzielt. Seine Entscheidung stand jedoch im Widerspruch zu der des Linienrichters, dem einzigen, der den Vorgang genau beobachtet haben konnte, daher riesiger Protest des Pu- blikums. 1900 bleibt auch weiterhin bis zur Pause im Vorteil. V. f. B. spielt reichlich hart und regel- widria. Es hagelt Strafstöße gegen V. f. B., aber Vökler hält sein Heiligtum rein. Nach der Pause hat 1900 aus nicht zu erfahrenden Gründen um- gestellt, und das wird der Elf zum Verderb. Zwei Eigentore kurz hintereinander besiegelten die Nie- derlage der Blauweißen. Beim ersten lenkte der Torwart einen scheinbar ausgehenden Ball durch falsches Werfen mit den Händen ins Netz, das zweite erzielte der rechte Läufer, der in höchster Not vor dem anstürmenden Gegner scharf zurückgeben wollte, vom Torhüter aber verfehlt wurde. 1900 greift .... unterbrochen an und erzielt ganze Serien Eckbälle, die fast alle vorzüglich getreten, aber sämtlich ab« 1 gewehrt werden, wenn auch erst nach hartem Kampf. Durch taktische Fehler in der Hintermannschaft kommt V. f. B. noch zu drei weiteren Erfolgen, somit das Endresultat auf 7:2 stellend. Der Schiedsrichter bot, mit Ausnahme des einen Feh- lers, eine ganz vorzügliche Leistung. Einen allzu- lauten Nörgler aus dem Publikum wies er kurz vor Schluß vom Platz. Unsportlich war, daß D. f. B. als Sturmführer einen süddeutschen Ligaspieler ein« gestellt hatte, ohne Spielberechtigung für solchen zu besitzen. Die fünf von diesem erzielten Tore ergaben allein den hohen Sieg. furt 2 :3, Viktoria Aschaffenburg — FV. Fechenheim 6 :2, Hanau 93 — Germania Frankfurt 2:1, Hanau 60 gegen Hanau 94 5 :2, VfR. Offenbach — Anion Riederrad 1 :4, Eintracht Frankfurt — Offenbacher Kickers 2 :0. 3m Leichlathletik-Länderkampf Deutschland - Schweiz der am Sonntag zum siebenten Male im Düsseldorfer Rhein st adion ausgetragen wurde, war Deutschland mit 90,5 Punkten gegen die Schweiz mit 45,5 Punkten überlegen siegreich Von den 15 Konkurrenze gewann Deutschland 14 während die Schweiz nur einen Sieg im Stabhochsprung für sich buchen konnte. Bei dieser Veranstaltung stellte die t>eutfd>e viermal 100-Meter-Staffel, die durch Dr. Wichmann, Büchner, Houben und Schüller besetzt war, mit 41 Sekunden einen neuen Weltrekord auf. Auch in der viermal 400- Meter-Staffel wurde ein deutscher Rekord aufgestellt und zwar in der Zeit von 3 : 19,3 gegen dre Schweiz mit 3 :26,1 Minuten. Reunkampf der älteren Turner. 1. Klasse (128 Bewerber — 74 Sieger.) 1. R Falz, Tv. Oberstein, 166 P.; 2. W. Berg, Tv. Amöneburg (Mainz), 156 P.; 3. A. Lohr- mann, Tv. Schwanheim, 153 P.; 10. Hch. Koch, Tv. Herborn. 142 P.: 23. Heinrich Hamel, Tv. 1846 Gießen, 125 P.; 27. Anton Feuerstein, Tv. Ober-Mörlen. 121 P. 2. Klasse (älteste Jahrgänge, 110 Bewerber — 80 Sieger). 1. F. Morch, Tv. 1848 Saarbrücken, 169 P.; 2. I. Schuler, Tgm. Fechenheim, R. Hauck, Tv. 1848 Saarbrücken, 158 P.; 3. F. Her klein, T. u. Spv. Wiesbaden, 157 P.; 4. Karl Müller, Mtv. Gießeir, 156 P.: 9. Georg Dickhaut, Tv. Alsfeld, 151 P.; 14. Heinrich Wolf, Tv. Ridda, 144 P.; 19. Ernst Jung, Tv. 1846 Gießen. 136 P- 32. B. Pfeffer, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 123 P.; 34. Karl Walther, Tv. Ridda, 121 P. Volkstümlicher Dierkam pf der Alt erst urner. 1. Klasse (80 Bewerber — 45 Sieger). 1. E. Ketzler, Tgs. Bornheim, 77 P.; 2. Enders, Tv. Kreuznach, H. Eberlein, Tgd. Worms, 73 P.; 3. L. Döpfner, Tv. 1817 Mainz, 71 P.; 12. Karl Weiß, Tv. Klein-Linden, 60 P. §ch!uß des 55. lllittelrheinifchen Kreisturnfeftes. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". • Darmstadt. 2. Aug. Während des ganzen Montags herrschte auf dem Festplatz des 3 3. Mittelrheinischen Kreisturn- festes reges Leben. Es wurden noch d:e letzten Wettkämpfe ausgetragen. Abends fand vor dem Landesmuseum die Siegerehrung statt. Abordnungen der Turnvereine sowie die Sieger marschierten in Begleitung von zwei Musikkapellen auf. Fanfarenklänge leiteten die Feier ein. Kreisoberturnwart Frey- Mainz hielt durch einen Lautsprecher eine Ansprache, in der er das 33. Mittelrheinifche Kreisturnsest als einenHohepunktin derGeschichte des Kreises bezeichnete. Dann verlas er die Liste der Sieger, was ungefähr eine Stunde in Anspruch nahm. Die Sieger wurden mit Eichenkränzen geschmückt und die tausendköpfige Zuschauermenge jubelte ihnen zu. Schulrat H a s s i n g e r erkannte in einer' Ansprache im Hamen des Zentralvereins für Volksbildung die wertvolle Arbeit an, die hier von der Turnerschaft im Dienste des Volles geleistet wurde. Kreisvertteter Pfeifer-Wetzlar sprach die Schlußworte, in denen er bemerkte, daß der Verlauf des Festes die Erwartungen übertroffen habe. Der Vorsitzende der Darmstädter Turnerfchaft, Rechtsanwalt K a l b h e n n, dankte in einer Rede allen, die vor und während des Festes die mühevolle Arbeit geleistet hatten. Es folgte dann später noch eine Schluhfeier in der ge ft- Halle mit Aeberreichung zahlreicher Ehren- b r i e f e. Die Ergebnisse aus den Wettkämpfen. 3m Vordergrund der mit dem 33. Mi11el- rheinischen Kreisturnfest verbundenen Veranstaltungen steht naturgemäß die turnerische Arbeit, die in zahlreichen Wettbewerben während der Festtage zum Ausdruck kommt. Welche gewaltige Arbeit von Turnern, Kampfrichtern und Rechnern geleistet worden ist, das zeigt ein Einblick in die vom Samstag und Sonntag bereits vorliegenden S i e g e r l i st e n, die ein dickes Buch füllen würden, wollte man sie im Druck niederlegen. Wir sind in der Lage, in einem Auszug öie Erfolge bekanntzugeben, die von Turnvereinen unseres engeren Heimatgebiets, vor allem von Angehörigen des Hessengaues, errungen worden sind. In den einzelnen Wettkampfarten geben wir jeweils auch die drei ersten Sieger bekannt. Reunkampf der Frauen (14 8 Bewerber, 5 8 Sieger). 1. Sieg Else Schmidt, Tgs. Koblenz, 162 Punkte; 2. Lina Rot tmann, Tgd. Höchst a. M., 150 P.; 3. Gusti Eitel, Tbd. Wiesbaden, 147 P.; 9. Henny Schneider, Tv. Wetzlar, 138 P.; 12. Ria Schwan, Mtv. Gießen, 135 P.; 18. Toni Helduser, T. u. Spv. Butzbach, 129 P.; 21. Charlotte Amend, Mtv. Gießeir, 126 P.; 23. Anni Schön, Mtv. Gießen. Sechskampf der Frauen. (253 Bewerber — 107 Sieger.) 1. Luise Longmuß, T. u. Spv. Koblenz. 115 P.; 2. Friedel Roeske, Tv. 1860 Frankfurt a. M.; 3. Thea 'Schmidt, Tv. Bendorf, 110 P.; 4. Elfriede Münnich, Tv. 1846 Gießen, 108 P.; 11. Else Klemmrakh, Mtv. Gießen, 99 P.; 14. Paula Hofmann, Mtv. Gießen, 96 P.; 18. Else Faah, Tv. 1860 Dad-Rauheim, Emmy Heß. Mtv. Gießen, Dora Finkernagel. Tgm. Friedberg, 92 P.; 20. Lotte Mohr, Tv. 1846 Gießen, 90 P. Dreikampf der Frauen (volkstümlich). (126 Bewerber — 36 Sieger.) 1. Else Friede, T. u. Fechtklub Frankfurt a. M., Hedda Röm- melt-Röbig, Tgd. 1347 Rödelheim, 54 P.; 2. Emma Werner, Tgd. Eintracht Frankfurt a. M., 53 P.; 3. K. B a u m r u d , Tv. Offenbach a. M., 50 P. a g 8 8 D g 8 a g Heuchelheim 1920- Grvkzen-Bukeck 3:0. cf. Als -erstes Spiel nach der Fußballspervr fand Sonntag hier ein Treffen statt zwischen der Zweiten des hiesigen Sportvereins 1920 und der Ersten des F. 03. Großen-Buseck. Die groß? Hitze lieh nur mäßige Leistungen auf- komnren. Das Endresultat lautete 3:0 für Heuchelheim. 7. Limburger Lahnregatta. Bei den Rennen des ersten Tages konnte die Gießener R. G. 7 7 im Reinhold-Bratz- Gedächlnis-Vierer den ersten Platz in 6:30,4 vor Limburger R. 03.95 (6:31,3), und im Lahnachter den zweiten Platz in 6:09 vor Limburger R. C. 07 (6:10,6) belegen: Sieger wurde hier Limburger OK. 03. 95 in 6:06. Neuer Flugrekord. Am Freitag überbot das Verkehrsflugzeug Rohrbach - Roland unter Führung Stein- d o r f f s den letzthin aufgestellten Geschwindigkeitsrekord von 214 Stundenkilometer. Tie Maschine startete mit einem Fluggewicht von 7100 Kilometer in 13 Sekunden und erzielte auf der 100 Kilometer langen Strecke Deelih-Marwitz mit 200 Klg. Ruhlast eine Geschwindigkeit von 216,2 Kilometer. Das Ergebnis wurde von den Spertzeugen bestätigt und der F. A. 3. zur Anerkennung eingereicht. Ahön-Segelflugwettbewerb. Auf der Wasserkuppe hat am Sonntag der Rhönsegelwettbewerb begonnen. Bei dem Windstillen, heiteren Sommerweiter kamen jedoch nur die Jungflieger zum Start, die sich durch einige kleinere Flüge betätigten. 3m ganzen sind 73 Meldungen eingelaufen. Der zweite Tag war insofern auch für die 3ungflieger von Bedeutung, als verschiedene ihre Prüfungen ablegen konnten, darunter auch der Hamburger Verein mit vier 8-Prüfungen. Dedau-rlicherweise ist stud. ing. Rehring mit der altbewährten „Margarethe" abends v o l l - ständig zu Bruch gekommen, nüchdem ihm vorher verschiedene Segelflüge mit Fluggast gelungen waren. Ein Verbindungsseil war gerissen, Die Maschine ist restlos hin, glücklicherweise ist dem bewährt.'N Weltrekordmann nichts passiert. Die Witterungsaussichten sind für die Segelslüge durchaus als günstig zu bezeichnen. Mk. jetzt gestiegen: für das mit einer weiteren ©teige- un aus rund 550 000 nächste 3a hr ist 7 bis 8 Prozent gestiegen. Diesen ONehrbelastun- gen stehen Selbstkostenminderungen nennenswerten Ausmaßes nicht gegenüber: die Zuzahlung an die internationale Rohstahlgemeinschaft z. B. beträgt auch jetzt noch rund 60 Prozent des bisher zu entrichtenden Betrages. Hinsichtlich der künftigen Entwicklung ist zu bemerken, daß die Aussichten auf gesteigerten Auslandsabsatz nach wie vor 'schlecht sind. Solange nicht festgefügte internationale Verkaufsverbände bestehen, ist mit einer wesentlichen Befestigung des Auslandmarktes auf keinen Fall zu rechnen. Die erzwungene Zurückhaltung Deutschlands vom Auslandmarkt ist um so be- dauerlicher, als die Eisenindustrie selbst sehr starker 3mporteur von Auslandrohstoffen (namentlich Erz) ist, sie aber die dafür benötigten Devisen aus entsprechender Auslandausfuhr nicht aufbringen kann. Außerdem ist es natürlich nicht angenehm, wenn die Fühlung mit dem Auslandmarkt und der Einfluß auf ihn immer mehr runa !zu rechnen. Dasselbe Unternehmen hatte im Jahre 1913 an Steuern, sozialen Lasten usw. ründ 1 283' Mill. Mk. zu entrichten: 1926 dagegen rund 4,036 Mill. OKf. also mehr als das Dreifache. Die Mehrbelastung übertrifft den erzielten und ausgeschütteten Gewinn um ein erhebliches. Die Lohnentwicklung in der Eisenindustrie zeigt steigende Tendenz. Oki einem der größten Hüttenbetriebe des Reviers ist das Durchschnitts-Monatseinkommen aller auf der Hütte beschäftigten Arbeiter von 225 Mk. im Januar auf 241 Mk. im Mai, also rund um Wirtschaft. Konjunkturaussichten der rheinisch- westfälischen Eisenindustrie. 3n der rheinisch-westfälischen Eisenindustrie ist it>i> Beschäftigung seit einigen Monaten gut. Allerdings geht mit der DeschäfnHnngskonjunk- lur eine Preiskonjunktur nicht konform: vor allem sind die Auslanderlöse unnatürlich niedrig. Bedenklich ist die dauernde Zunahme der allgemeinen Belastung. Bei einem Werk ist allein die Dawes-Belastung aus den 3ndustrie- obligatiorren von 270 000 ONk. im vorigen 3ahre verlorengeht. Auf den 3nlanbmarft kommt (abgesehen von dem auf Grund des Kontingent-Abkommens gelieferten Material aus Frankreich und dem Saarrevier) immer noch viel belgisches Material. 3n der Tatsache, daß die Eisenkonjunktur sich fast ausschließlich 'auf den 3nlandmarkt stützt, liegen nicht zu unterschätzende Gefahrenmomente. Der 3nlandabsatz ist zur Zeit mindestens so groß, wenn nicht größer, als in dem Jahre stärkster Jnlandver- sorgung der Vorkriegszeit. Es erhebt sich die Frage, ob das 3nland einen Konsum derartigen Ausmaßes längere Zeit hindurch vertragen kann, zumal auch in ihm ein starker direkter und indirekter Selbstverbrauch der eisenerzeugenden 3ndustrie enthalten ist. Schon jetzt deuten einige Anzeichen auf eine teilweise zu energisch betriebene Dorversorgung, auf die ein — vielleicht allerdings nur vorübergehender — Rüä chlag nicht ausgeschlossen scheint. * * Friedrich Krupp A.-G. - Bergwerke, Essen. Die Friedrich Krupp A.-G. teilt durch Rundschreiben mit, daß die Bergwerksbetriebe der Gesellschaft, Vereinigte Helene und Amalie, ab 1. August von der Friedrich Krupp A.-G. übernommen und in Gemeinschaft mit ihrer Zeche Sälzer-Reuack unter der besonderen Bezeichnung Friedrich Krupp A.-G. - Bergwerke, Essen betrieben werden. Die Leitung der Bergwerke hat ihren Sih in Essen. * Kündigung mehrerer tausend S a a r & e r g I e u t e. Die französische Saarberg- werksdireklion kündigte die Entlassung mehrerer tausend Saarbergleute wegen Absahmangels an. Der tägliche Förderüberschuß beträgt 5000 Tonnen. Die Belegschaft der französischen Saarbergwerke ist 72 000 Mann stark. Vermittlungsvorschläge seitens der Gewerkschaften, auf Reuanle- tegungen zu verzichten, wurden abgelehnt. * 3. -G. - Farbenindustrie, Halle. Der Bezirksausschuß Merseburg erteilte der 3.°G.°Farbenindstrie die Genehmigung, im Anschluß an das Leunawerk eine neue Kalisalpeterfabrik bei Merseburg zu errichten. * Höchster Farbwerke. Die Betriebs- Vertretung der Belegschaft der 3.-G.-Farbenindustrie, Werk Höchst, hatte bei der Direktion dem Antrag eingereicht, den Wochenschluß so frühzeitig zu legen, daß die Arbeiter am Samstagmittag frei haben. Die Direktion erklärte jedoch, daß sie aus technischen Gründen dem Antrag nicht stattgeben könne. * Dom Stickstoffmarkt. Der durch die Srmäfiigung der Stickstoffpreise beabsichtigte Zweck, die Landwirtschaft zu größeren Bezügen zu veranlassen, wurde im Juli erreicht. Die 3a- landabrufe waren wesentlich stärker als im gleichen Monat des Dorjahres. Auch die Vorverkäufe für die späteren Monate lassen auf einen gesteigerten Absatz in der Landwirtschaft gegenüber dem Vorjahre schließen. Die Erzeugung und der Versand verliefen ohne Störung. Der Preis für 1 Kilogramm Stickstoff mit schwefelsaurem Ammoniak. Leunasalpeter BASF., Kaliammonsalpeter BASF, und Harnstof f BASF, betrug im 3ult 0,78 ONk. Für August sind die Preise für 1 Kilo Stickstoff mit schwefelsaurem Ammoniak-Leunasalpeter BASF., Kaliammonsalpeter BASF., Harnstoff BASF. 0,68 Mk. und für Kalkstickstoff und salzsaures Ammoriak 0,80 Mk. Das Kilogramm Stickstoff in Ratron- salpeter BASF, kostete seit Beginn des neuen Düngejahres bis aus weiteres 1,23 Mk., in Kalisalpeter 1,13 Mk., während Ritrophoska 3G. 1 bis auf weiteres zu einem Festpreise von 26 Mk. für 100 Kilo, Ritrophoska 3G. 2 zu einem Festpreise von 24,50 ONk. für 100 Kilo verkauft wurde. Auch im Ausland hat die Senkung des Düngestickstosfpreises sich durch sehr starke Abrufe namentlich in Ammoniaksorten ausgewirkt. • Weiterer Rückgang der Kon> kurse im 3uli. Rach der beträchtlichen Al> nähme der Konkurseröffnung im Monat 3uni hat im 3uli nur eine kleine weitere Abnahme stattgefunden. Rach der Zu am men« stellung einer Finanzzeitschrist wurden im Monat 3uli 432 Konkurse neu eröffnet gegen 439 im 3uni und 472 im Mai. Dagegen haben die Geschäftsaufsichten stark zugenommen, und zwar von 98 auf 141. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 2. Aug. Tendenz: Ruhig. — Die Börse nahm heute wieder ihren Verlaus bei fast völligem Fehlen von Kundenaufträgen, so daß die vorbörslich für verschiedene Spezialpapiere, besonders für Elektro- werte, festen Kurse zu Beginn des offiziellen 03erkehrs sich nicht ganz behaupten konnten. Bei großer Geschäftsstelle war die Tendenz überwiegend etwas schwächer, doch waren die Veränderungen im allgemeinen nur unbedeutend. Die unbefriedigende Lage des Odöhren- geschäftes wirkte für Mannesmann und die Montanwerte verstimmend, vor allem aber mahnte der unverändert steife Geldmarkt zur Vorsicht. Montanwerte, Zellstoff- aktien und 3. G. Farben lagen im Angebot und schwächten sich bei Festsetzung der ersten Kurse um 0,5 bis 2 Prozent ab. Stärker rückgängig war S ch e i d e a n st a l t. Dagegen zeigte sich für die Mehrzahl der Elektrowerte und für Marisfelder, Holzmann und Goldschmidt einiges Interesse, wobei für Glektrowerte der 60-Millionen-Kronen-Auf- trag der Tschechoslowakei an die Siemens-Gruppe anregte. Heimische und fremde Renten weiter still. Rur Türken etwas gefragt. 3m weiteren Dörsenverlaufe schlief das Geschäft fast vollkommen ein, die Kurse blieben jedoch im allgemeinen^ behauptet. Gegen Schluß zeigte sich etwas stärkere Abneigung, und die Tendenz schwächte sich ab. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 7 Prozent. Der Devisenmarkt lag fast unverändert. Die Reichsmark notierte gegen London 20,4175, gegen Kabel 4,2075. Paris gegen London 124.03, Madrid 28,50, Mailand 89,25. Berliner Börse. Berlin, 2. Aug. Das Spiel ohne Publikum geht weiter. Die Tendenz ist wenig verändert, und die Abweichungen gegen gestern sind gering. Als anregendes Moment diente die Meldung über den bald zu erwartenden Abschluß der deutsch-französischen Wirtschaftsverhandlungen. Auch die gestrigen Monatsberichte der Großbanken, die doch im allgemeinen optimistisch gehalten sind, wirken nach. Der Geldmarkt blieb unverändert. Tagesgeld 7,5 Prozent. Monatsgeld 8 bis 9 Prozent. Am Devisenmarkt machte sich ein starkes Angebot bemerkbar. Don den Effektenwerten lagen Clektroaktien ziemlich fest. Auf die Rachricht von einem schlechten Röhrengeschäft im 3uli lagen Mannesmann im Angebot, dagegen regten die Kombinationen in der Metallindustrie für Stolberg-Zink und Mans- selber an. Bemerkenswert schwach eröffneten Schubert & Salzer, Berger und Sprit- werte. Heimische Anleihen unverändert, Ausländer behauptet. 3m Verlaufe nimmt die Realisationsneigung zu und die Kurse bröckelten bis 2 Prozent ab. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 2. Aug. Das Geschäft an der heutigen Börse war klein. Die Anfuhr von Roggen hat nachgelassen. Von Futtermitteln waren insbesondere Oelkuchen stark gesucht. Weizen-Rachmehle finb sehr knapp. Kleie unverändert. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer neuer Ernte 28, Roggen, inländischer neuer Ernte 23,50 bis 23,75, Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 26, Hafer, inländischer 23,25 bis 25,25 Hafer, inländischer 23,25 bis 25,25, Hafer, ausländischer 18,75 bis 19, Mais, gelb 39,25 bis 39,75 Straßensperrungen mitgeteilt vom Oberhes ischen Automobil-Tlub E. D„ Gießen. Welche Strecke wird gesperrt? 3n welchem Straßenzug liegt die Strecke? Für welche Fahrz. erfolgt die Sperrung? Voraussicht, liche Dauer der Sperre Umleitung Gießen - Abendstern Gladenbach - Abzweigung der Straße nach Bellnhausen Wegen Umbaua Fahren erforderlich n Pohlgöns-Butzbach Gießen - Rodheim a.d.B. Gladenbach — Biedenkopf rbeiten bestehen z lachen, zwischen: 9 (Provinzialstraße alle Fahrzeuge »» . It. halbseitige lomrod-Alsfeld । Gießen-Friedber bis auf weiteres bis 6. August Sperrungen, die b Provinzialstraße 9). Krofdorf Ammenhausen - Sinkershausen - Bellnhausen esonders vorsichtiges Ließen- Alsfeld) und Weizenmehl, intänb., Spezial 0 39,25 bis 39,75, Roggenmehl 36 bis 36,25, Wcizcnkleie 13 bis 13,25, Roggenkleie 13,75 bis 14. Berliner Produktenbörse. Derlin, 1. Aug. Der erste Markt des neuen Erntejahres verkehrte in matter und lustloser Stimmung. Das vorzügliche Sommerwetter hatte ein Rachgeben der Preise von Reugetreide im Ausmaße von 1 bis 2 Mark zur Folge. Das Ausland bot zu unveränderten Preise an, Llmsätze kamen aber am Cifmarkte so gut wie überhaupt nicht zustande. Bei den Provinz- sowie den hiesigen Mühlen sind die ersten Partien von Reuroggen' angenommen, die Ware ist trocken und gut mahlfähig. Für Doggen zur Lieferung in dieser Woche ohne Rachfrist ist gegenüber dem Septembertermin ein Aufgeld von 10 Mark zu erzielen. Weizenmehl ist von den Mühlen im Preise um 25 Pf. ermäßigt, hat aber weiter nur schwieriges Geschäft. Roggenmehl bleibt zur prompten Verladung gesucht und bringt gegen Septemberlieferung ein Aufgeld von 2 Mark. Die Mühlen sind aber in den Offerten für nahe Sichten sehr vorsichtig. Hafer blieb mangels Angebot fast umsatzlos. Wintergerste ist etwas besser gefragt als zum Schluß der Vorwoche. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märk. Sept. 266 bis 265,50, Okt. 234, Rov. 267 bis 266,50 (matter); Roggen, märk. 227 bis 230, Sept. 225,50 bis 225,75, Okt. 226 bis 223.25, Rov. 226,50 bis 227,25 (matt); Wintergerste und Futtergerste 189 bis 196 (schwach); Hafer, märk. 259 bis 266 (schwächt; Mais, La Plata 187 bis 189 (ruhig): Raps 285 bis 295 (matt); für je 100 Kilo: Weizenmehl 34,50 bis 36,75 (ruhig): Roggenmeihl 32,25 bis 34 (matt); Weizenkleie 13,75 (stetig); Roggentteie 15,25 (stetig); Vikto- riaerbsen 44 bis 58; kleine Erbsen 28 bis 32; Futtererbsen 22 bis 23: Peluschken 21,50 bis 23,50; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24; Lupinen, blau 14,75 bis 15,75; Lupinen, gelb 15,75 bis 17,75; Rapskuchen 14,80 bis 15; ßein- kuchen 21,20 dis 21,60; Trockenschnitzel 12,50 bis 13; Soyaschrot 19,50 bis 20,40 Mk. Aenderungen in den Kraftpostfahrplänen. Die Oberpostdirektion D a r m st a d t gibt bekannt: In den Fahrplänen der Kraftposten sind folgende Aenderungen eingetreten: 1. Strecke Alsfeld — Meiches — Ulrich ft e i n. Die Kraftpoftfahrten ab Meiches 18.20, an Ulrichstein 19.00, ab Ulrichstein 20.00, an Meiches 20.30, am Samstag und Sonntag, ferner die Sonntagsfahrten ab Meiches 11.05, an Ulrichstein 11.45, ab Ulrichstein 12.23, an Meiches 12.53, ab Meiches 20.31, an Alsfeld 21.35, ab Alsfeld 21.40, an Meiches 22.50 find weggefallen. 2. Strecke Alsfeld — Neustadt (K reis Kirchhain). Die zweite Fahrt von Neustadt (Kreis Kirchhain) nach Alsfeld verkehrt wie folgt: Neustadt ab 17.25, Gleimenhain an 17.38, Wahlen an 17.47, Arnshain an 17.57, Ruhlkirchen an 18.07, Seibelsdorf an 18.14, Angenrod an 18.23, Leusel an 18.30, Alsfeld an 18.35, — Eisenbahnanschlüsse von Fulda nach Alsfeld 21.48; von Neustadt nach Kassel 15.23, nach Gießen 17.20 Uhr. 3. Strecke Mücke — U l r i ch st e i n — Stumpertenrod — Ulrich st ein. Die Dienstags und Freitags ausgeführten Rundfahrten Ulrich- stein — Stumpertenrod — Unter-Seibertenrod — Ober-Seibertenrod — Ulrichstein sind weggefallen. Rundfunk-Programm. Mittwoch, 3. August. 15 .30 bis 16 Uhr. Die Stunde der Jugend. 16.30 bis 17.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters. 17.45 bis 18.15 Uhr: ,Die Bücherstunde. 18.15 bis 18.45 Uhr: Schopenhauer über die Nichtigkeit und das Leiden des Daseins, Vortrag von Pfarrer Clem. Taesler. 18.45 bis 19.10 Uhr: „Was bedeutet uns das Lichtspiel?", Vortrag von Friedrich Pütz. — 19.10 bis 19.15 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 19.15 bis 19.30 Uhr: Englische Literaturproben, oorgetra- gen von Paul Olbrich, Studienrat an der Musterschule. 19.30 bis 20 Uhr: Englischer Sprachunterricht, erteilt von Paul Olbrich, Studienrat an der Musterschule. — 20 bis 20.15 Uhr: „Wann sind die letzten Vulkane in Deutschland erloschen?" Vortrag von H. Trusheim. 20.15 Uhr: Singspielabend. 1. „Die Verlobung bei der Laterne" von I. Offenbach; 2. „Brüderlein fein" von Leo Fall. Sommerkur fllr Nervenkranke und Nervös-Erschöpfte. SpezIalkuransfaH Hofbelm im Taunus bei Frankfurt a. M. — Prospekte durch Dr. M. Schulze - Kahleyss, Nervenarzt Frankfurt a M. Berlin Kurs 1. 8. 1.8. | 2.8. Nation: 1.8. | 2. 8. 86 86 86 16,66 10 6,6 6,5 124,6 119,75 23,75 15,65 -4.25 15,25 15,13 16,5 16,13 15,9 160 >49,5 u Danknoten. dresdner Bank 10 149,5 149.25 151,25 18.65 16.4 195 152 186 166,5 86.5 150.25 232,4 0 6 8 8 10 8 8 10 0 6 0 0 >42 207,5 180,5 234 162,5 160 168.5 255 145,25 186,75 150.25 149.25 153.25 245.5 180,25 -33.25 162,9 160 25 169 256 146,75 57.13 16,7 Zellstoi' Daldbof. . Zellstoff Aschaffenburg . . iu Charlottenburger Wasser. 7 Dcssauer Gas . . Daimler Motoren Demag . ... Adlerwerke filetier 149,76 149 152,5 181 233,5 163 160,5 169 255 146 170 Bhtllpp Holzmann . . Heidelberger Gerneut . dement Karlstadt. . . Wayß & Freitag • . Schultheis Patzenhofer Ostwerke........ Ber. Glanzstoff .... Bemberg........ Schlutz. Anfang Kur, 1 Nurs . 0 . 1( . 6 . 12 8 . .8 . 10 . 15 . 12 . 15 . 8 . 12 24 22,65 23,75 88,5 149 9 232.25 227,75 149.9 149.4 151 5 180, 283.25 162,2.. 159.fi.; 168 264.25 146 186.5 . 8 . 0 . 0 uieldeutfche Creditbank.9 Meta II dank..........8 Sicichöbank........ V) 44.75 75.5 ! 123 ! 24 122 5 123,75 128 140.5 * 118 118 140.25 1 138 144,5 ; Frankfurt a.M.j Berlin Ludw. lioelte Nal. Automobil . . Orenstein L stoppel Linke Hofmann . Leonhard Tietz. . Bamaa-Megum. . Franks. Maschinen Griyner ...... Hetzligenstaedi . . . Iungbans ■ ■ . . Lechwerkc. ... Mainkraftwerke .. Miag ....... Nekarsulmer .... PeterS Union . . . Gebr. Roed'r . , Voigt k Haeffner . Südd. Zucker . . . Schlich- i-Uhr. Kura " Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Di- hinter dm P°pi°--N °ng°lührl°n Ziffern geben die Höh- der znleh. b-tchloff-nen Dividende an. - 2i°ichsbanldis!°nt s Prozent. LombardzinSfntz 7 Prozent. Scbluj»! l-Uhe. kur» | Kura 2. 8. ’ 85,9 Schlich-' Anfang Kurs I Kurs 1.8. | 2.8. ___________ Datum: 6% Dt Neichsanleihe v. 1927 Dt, An! Ablos Schuld m,i Auslos -Rechten . . . . . Desai- ohne ÄuSlas .Rcchien '7o Franks. Hup.-Bl. Go.dpf unkündbar bis 1932 .... 4'/s°/o Rheinische Hyp -Bank Liqu Goldpf ... -'s E G abg Borkriege-Lkn ligationen, rückzahlbar 1932 4 , Schweiz. Bundesb.-Anl. 4°/o Oesteretchtsche Goldrte. 4.20°/« Ecftcrr. ich. Silberne . i o Oesterreich, einbeitl. Rle 47. Ungarische Goldrte 4% Ungarische Staaisr. v. 1910 4V,% deögl. von 1913 . . . 4 7.) Ungarische fironenrte . . 4'7, Türk. ..ollanleihe v 1911 4 7a Türk. Bagdadbahn-Anl. Serie 1...... 4 7, deSgl. Serie 11. . . . 4" o Rumänen contiert. Rie. 4 7,^0 Rumänen Goldanl. . von 1913 ... . Alla Deutsche Eisenbahn .4'/, Hamburg-Amerika Palet. . 6 i'.imb.'Siibom Dampssch. 8 Hansa Dampfschiff • . .6 Norddeutscher Llotid . . 6 Ling.Deutsche Crcditanst.. 10 Barm r Bankverein . . 10 Berliner Handelsaesellsch. 12 tomnicrj» und Privat-Bk. 11 Darmst. n. Nationalbank. 12 Deutsche Bank......10 D iskouio-Gesellschaft Lnt 10 Frankfurt a.M Berlin Lchlub 1 -Uhr. Schluh [ Anfang Kurs 1 Kurs Kurs 1 Kurs Datum: 1.8. | 2.8. l. 8. 1 A. E G. . ......... 186.5 195.5 186.4 196 Bergmann ......... Elektr. Lieferungen . . . . io 195 — 195.5 188.9 — 187 5 189 Lickt und straft......io 200 200,5 200 201 Felten L «'.uilleaume ... .6 139 140,5 139.5 139,9 Gef. f. (Siehr. Untern. . . 10 '50,75 250 Hamb. Elektr. Werke . . . io Rhein. Elektr. .......« 164.5 164,25 163.65 163.5 182.75 204.9 291 136,6 164.75 164,75 Cchlef. Elektr........io Schuckert ........ . 7 Siemens & Halske .... 16 Transradio...... 8 205 290,6 205 211 205 291 Lahmetier & Co......... — BuderuS....... , g 118.5 117.6 158 117,75 158.75 117,25 158 Deutsche Erdöl......... 158 Essener Steinkohle.....8 <— 170 Gelsenkirchener . f. */, I. 4 163.5 164 164 162,9 Harpener .....8 204 -03 204 180 2U3 179 Hoesch Eisen.........5 _ Älse Bergbau......... stlöcknerwerke ....... 5 268 272,5 166 165,5 166.5 165.2., 175,75 187,75 133,25 stoln-Neuessen .....61/« 175,65 9.ii'annesmann .f. '/, I. 4 189.5 187 5 189,75 Manö'elder..........7 Oberschles. Eisend. Bedarf 0 130.65 134 130 25 101 101 Oberschles KokSwerke . . .0 Dhönir Bergbau f V« 3 3 124,65 123,4 124,5 123,13 Rheinische Braunkohlen . 10 Ryeinstahl.........u Riebeck Montan.......g 265 265 265i5 220.9 182,8 '19.5 420,65 219 25 Vereinigte Stahlw. f. ’/• 3 3 Otavi Minen......1 sh 136.5 34.75 137 137,25 136,75 fialt Aschersleben .10 176 179.5 >76,5 34.9 fialilDefteregeln. ... .10 188 189,5 17 j fia(troert Salzdetfurth . . 12 240 240’25 I G Farden-Industrte. 10 Dtinamit Nobel ......0 .20 19,25 320,5 164,75 319,6 Scheideanstalt ....... .8 219 '16,25 — Goldschmidt ......... 5 RülgerSwerke ....... . 0 IM1 99 75 182 99.25 132,5 99 J 132,25 Metallgelelllchaft.....10 185 185.6 Berlin. I. August. Gold Brief ^ran;o,tiche Noten...... 16.48., 16o45 Holländische Noten...... 167.96 168,64 (italienische Noten...... 22,8/ 22,97 Norwegische Noten...... 108,23 108,67 Deutsch-Qesterr-, a 100 fironen 69,23 69,47 Rumänische Noten...... 2,63 2.65 Schwedische Noten...... 112,27 112,73 Schweizer Noten....... 80,94 81 26 Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . 71.41 71,69 12.435 12,495 Ungarische Noten . . . 72.97 73,27 Devisenmarkt Derlm -Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. 196 196 1195,75 . —— — - 165.65 — — — 461 — — 441 438 —• 725 7'1 — — — <41.5 >41,5 341 207 — 153,5 153,75 — 213.75 213.25 124 124,75 123.5 — 94 94 120 — - 284.5 284.9 — 125.75 — 139 138,75 — — 157,6 159,75 —— — 76 — — — — — — — — — — — - — — — 141 —* — — — —> — — _ — 141 — 144 — — 1- August. 2. August. Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Briet Geld Brief _ Amst.-Notr 168,33 168,67 168,26 168,60 Buen.-Aires 1,785 1,789 1,784 58,37 1,788 Brss.-Äntw 58,41 58,65 o8,49 Ehristiania 108,49 108,71 108,42 108,61 Kopenhagen 112,46 112,68 112,41 112,43 Stockholm . 112,53 112,75 112,49 112,71 Helstngfors. 10,583 10,603 18,585 10,602 Italien. . London. . . Wem) ort . . i2,80 22,90 <2,84.) 22,885 W.40 20,44 41,391 20,4 1 4.2015 1,2095 4,199 4,207 Poris.... Schweiz . . 16,455 16,485 16,44 16,48 -0,91 61,07 60,89 M.05 Spanien . . 71,59 71,73 71.58 71,66 yapan . . . 1,981 1,985 1,988 1.992 Rio de Fan. Wien in D-» '»4955 0.4975 0,496 0,498 Ctft. abgest. 29,14 69,26 59,13 59,25 Prag .... 12,452 12,472 >2,45 12,47 Beizrad . . 7,393 7,407 7,388 7,402 Budapest. . Bulgarien. 73,24 73,38 73,23 73,37 1.042 J.O48 3,037 3,043 Lissabon . . 20,73 20,77 20.78 20,82 Daring. . . stonstantin. 81,35 81,51 81,32 81,48 2,125 2,129 2,116 2,120 Vlthen. . . Eanada . . 5,634 5,646 6,495 5,506 4,196 4,204 4.194 4.202 Urumay. . 4.136 4.144 4.178 4,186 Eoiro - . . 20.917 20.957 20.91 20,95 Verlm. 1 August. 1 Geld Bnei Amerikanische Noten..... 4.185 4.205 Belgische Noten...... Dänische Noten...... 58.49 112,16 58,00 118 K2 Englische Noten....... 20i35 20.43 L h & u ü v ’S 3 8 2 Q i H» * o c L L $ 8 3.