Mittwoch, 2. Zebruar 1927 177. Jahrgang Nr. 27 Erster Blatt Brr »lau nicht unter du» verbot. 3. von den bestehenden SS Unterständen für Je acht Munn bleiben erhulten ucht in der eigentlichen Jcflung Glogau, fünfzehn (sämtliche) in der besonder» wichtigen Je- ftung»anlage Lohen, 31 bei Königsberg. Zerstört müssen werden sieben uns du» rechte vderuser vorgeschobene Unterstünde bei Glogau, fünf vorgeschobene Unterstünde bei ßüftrln und 22 Unterstände bei Königsberg, von den SS bleiben ulso 54 erhulten. Ent-prechend Art. 180 de« Versailler Ver- rungsmitteln. die unserer Landwirtschaft die Lebensmöglichkeit ein engt, unsere Handelsbilanz schwer belaste: und zugleich die Aussperrung zahlreicher Arbeitskräfte bedeutet, und zweitens die chronische Arbei tSkrise, die einen Leerlauf der Wirtschaft von Millionen von Arbeitskräften mit sich bringt und abgesehen von Sem volkswirtschaftlichen Ausfall Wirtschaft -und Staat ungeheuer belastet. 3n diesen beiden Grundtaftachen liegt gegenwärtig das Problem der inneren deutschen Politik beschlossen. Em Volk, das seinen Ernährungsbedarf im eigenen Lande decke, allo ErnährungS- freiheit besitzt, sei auch Herr über feine Existenz. Der Weg zur Ernährungsfreiheit sei gleichzeitig der Weg auS der Krise. Deutschland müsse ihn beschreiten, indem eS eine 11 m ft e 11 u n g des Wanderzieles und des Arbeitszieles des deutschen Dolles von Westen nach Osten, von der übervölkerten Großstadt auf das Land herbeiführe und im Gebiet der heimischen Landwirtschaft bodenständige und fruchtbare Arbeitsmöglichkeiten schaffe. Wenn dieser Umschichtung-Prozeß gelingen soll, so bedarf c5 | dazu der Teilnahme des ganzen Dolles und I ^es Aufgebots aller feiner Kräfte im Dienste | dieses Werkes. Tagung des Reichslandbundes Die Kritische Lage der deutschen Landwirtschasi. butten der Viehhaltung, aber auch deS Obst- und Gartenbaues einen wesentlich höheren Schutz als bisher gewähren, da die Viehhaltung in erster Linie die Grundlage der Existenz des kleinen Landwirtes sei. die Ausdehnung der Schweinehaltung die einzige Grundlage sei. auf der die anzustrebende Steigerung der deutschen Kartoffelernte verwirklicht werden könne und der Obst- und Gartenbau es einer Familie ermögliche, sich auf kleinstem Saum zu ernähren. So verbesierungsbedürftig der Schutz landwirtschaftlicher Produkte fei, könne das bestehende Mißverhältnis in der landwirtschaftlichen Produktionsbilanz aber nicht lediglich durch Erhöhung der Einnahmeseite ausgeglichen werden, auch der Unfoftcnfeite müsse sich die Aufmerksamkeit zuwenden. Hierbei falle auf. daß daS Konto Löhne um 50 Prozent und das der sozialen Lasten um 200 Prozent über den Vorkriegsstand gestiegen sei. eine Rationali- sierung der einzelnen Betriebe werde dadurch erschwert. Zu den Soziallasten sei darüber hinaus zu sagen, daß sie in einem höchst unbefriedigenden Verhältnis zu dem stehen, was an sozialen Unterstützungen an wirklich Bedürftige heute bewilligt werden könne. Dieses liege u. a. in ber Ueber- bur caulratif icrung und der übersteigerten Thesaurierungspolitil. Vor allem aber zahle auf allen Gebieten sozialer Versicherung da- selbständig retardierende Moment, das einer unberechtigten Inanspruchnahme der Sozialleistun- gen entgegenwirkt. Die produktive Wirtschaft lause Gefahr, durch ein 6taat6rentnertum erstickt zu werden. Durch planmäßige Skbelung sei der Entvölkerung des platten Landes cnlgegenzuwirken. Reben dem Kampf für einen gerechten Ausgleich zwischen Produktionsmittel und Produktionspreis müsse die Ausmerkfamkcit der heute noch die Land- wirtschaft schwer bedrückenden tcteuerlaft und dem Zinsendien st zugewendrt werden. Die Landwirtschaft könne nicht mit einem Zinssatz von 8 Prozent und darüber arbeiten. Auf dem Gebiete ter Steuern sei die Verteilung der Lasten und die Gesamthöhe noch eine durchaus ungesunde. Es sei vor allem nicht zu ocrantwonen. daß der schwer um seine Eristenz ringende Grundbesitzer noch mit hohen Realstenern für Länder und Kommunen belastet werde, während das mobile Vermögen von letzteren völlig freibleibe. Der zweite Präftbent des Reichslandbunbes, der Reichstagsabgeorbnete fjepp, ftreifte in feiner Rede bedeutsame innerpolitische Probleme. Er ccHärtc. die Eingriffe, die der Staat in bas Uhrwerk privatwirt"chaftlicher De'.äiiaung zu feinem eigen'n Schaden gemacht habe, sei als kalte Sozialisierung zu kennzeichnen, die auf die Verstaatlichung hinauslaufe und zur Aufblähung hes öffentlichen Apparates führe. Es müsse daher al» eine der dringendsten Ausgaben der nädtften Zeit angesehen werden, über den Weg einer Regelung der Kompetenzen, der klaren Teilung der Ausgaben zwischen Staat und Wirtschaft, sowie der zwischen Reich, Ländern und Gemeinden zu einer wahrhaft produktivenGe- ft al t u n g der gesamten öffentlichen f) a n b und in Zusammenhang damit zu einer Senkung der Ausgaben für alle öffentlichen Zwecke zu kommen. Unsere besonderen parlamentarischen Verhältnisse bedürfen einer Aenderung etwa durch Selbstbeschrän- kung de» Parlament» und durch die Stärkung der Stellung de» Reichsfinanzministers, damit die Bewilligung»- sreundlichkeit der Parlamente eingeschränkt werde. Man könne sich auch fragen, ob nicht unser gesamte» Verfassungssystem, das sein alleiniges Schwergewicht In eine einzige politische Kammer verlegt, ohne daß ein Korrektiv dieser vorhanden ist, ein gut Teil Schuld an der Entwicklung trage. 3n diesem Zusammenhang entstehe der Gedanke einer legt, der sich schwer mit der Politik von Locarno und Gens vereinbaren laste. Da» „Journal de» Döbats" erklärt, daß die deutsche Regierung bis zur letzten Minute geseilscht habe. Dav Blatt bedauert, daß bei den Friedeneverhandlui'gen im Jahre 1919 die Alliierten sich nicht auch die „ i • nanzkontrolle über Deutschland ccfmiert haben. Die militärische Organisation Deutschlands mürbe sich im Dunkeln und Stillen vollziehen. Man könne nicht zulassen, daß Deutschland über das Maß hinaus bewafsnet sei, das ihm zustehc. Das Kriegsgerä.gefstz. Die Bolfchafterlonfcrcnz billigt die Vereinbarungen über ttuöfuhr und Lagerung von Aricgögcrät. Berlin, 1. Febr. Die Botfchafterkonserenz hat den zwischen der deutschen Regierung und der Interalliierten Mllitärkontrollkommisiwn getrolfe- iien Vereinbarungen über die Ausfuhr und die Lagerung von Kriegsgerät zugcslimmi. Der auf Grund dieser Vereinbarungen anoacar- beitete deutsche Gesetzentwurf gliedert sich, wie wir erfahren, etwa wie folgt: 5m § 1 wird die Ein- und Ausfuhr von Kriegsgerät jeder Art (Waffen, Munition und son- stiges Gerät), sowie seine Herstellung für bie Erb- unb Ziegelbauten durch Beton- ober Steinbauten ersetzt werden sollen. Mißvergnügen derPariserPreffe Paris, 2. Febr. (TU.) Trotzdem durch das Versailler Militärkomitee bie Botschasterkonserenz es offiziell ausgesprochen hat, daß Deutschland seine Entwassungsoerpslicktungen erfüllt habe, kommentiert bie Pariser Abenbpresse das zustande gekommene Uebcreinlommen ziemlich kritisch. Wenn auch die Ministerkrise in Deutschland bie Verhandlungen nicht erleichtert habe, so hätten die deutschen Unterhändler doch einen Geisteszustand an den Tag getragen bleibt also das Leitungssystem an der Ost- unb Sübgrenze Deutschlands erhalten. Auch die Meinungsverschiedenheiten über bie Auslegung bieses Artikel- sinb geklärt. GS wurden Richtlinien ausgestellt, nach denen bestimmt wurde, welcher Raum an der deutschen Ost- und Südgrenze ein DesestigungSsystem im Sinne des Art. 180 umfaßt. Diejenigen Festungen und Festungswerke, die beim AbschlußdeSDer- fallier Vertrage- vorhanden waren, also insbesondere die Festungen Königsberg. Lötzen, Küstrin unb Glogau bleiben vollkommen erhalten. Ferner ist au-brücklich vereinbart. I daß die deutsche Regierung da- Recht hat. die nötigen In st an djetzungsarbeiten an diesen BefestigungSwerlen vorzunehmen, insbesondere auch jedes verderbliche Material durch I Mauerwerk ober Beton zu ersetzen. Bei ben unter Absatz 3 genannten Befestigungen fjanbelt es sich keineswegs um bie eigentlichen permanenten Ze- stungsanlagen. fonbern um Kriegsanlagen. 1 die von Deutschland nach dem Weltkrieg eingeebnet wurden und die nach dem Jahre 1920 zum Teil wieder ncuherge stellt oder er- I gänzt wurden. Es sinb im wesentlichen äl n t erst ä n d e die nach einem Muster gebaut wurden unb in denen je acht Mann Raum finden. Von ben deutschen Unterhändlern war der Standpunkt vertreten worben, baß es sich bei diesen Bauten um Ergänzungsbauten handele, während die Gegenseite sie als Reubauten I bezeichnete. So ging bann der Kamps im toefent- I lichen um bie Frage Reubauten ober Ersatzbauten. Da beibe Seiten der Anschauung waren, daß eine Behandlung durch das Haager Schiedsgericht I nur eine formale Lösung mit sich bringen könnte, ein gtc man sich dahin, die Verhandlungen vom militärisch-praktischen und nicht vom juristischen Standpunkt auS zu führen, allerdings unter dem Vorbehalt, ban jede Seite ihren juristischen Standpunkt nicht preisgab. Es wurden seit 1920 im ganzen 88 derartige Betonuntcrstände hergestellt, und zwar 53 südlich von Königsberg an der Frischinglinie. 15 bei Lotzen. I 5 b ei Küstrin unb 15 bei Glogau. Durch 1 bie Verhandlungen ist es gelungen, bie oben ausgezählten 54 ilnterftänbe zu retten. Die Verhandlungen, bie zu diesem für Deutschland verhältnismäßig günstigen Resultat gesührt haben, haben sich außerordentlich schwierig gestaltet. Roch vor toenigen Wochen stand die Botschasterkonserenz auf dem Standpunkte, daß alle 83 deutschen Unterstände vernichtet werden mühten. Als großes Zugeständnis wurde von alliierter Seite betrachtet, daß General Foch sich vor einer Woche bereit erklärte, sich auf die Forderung der Vernichtung von •/* der ilnter- ftänbe zu beschränken. Erst im Laufe der letzten Woche ist es ben deutschen Unterhändlern gelungen, die Mehrzahl der Anlagen, nämlich 54 von 83 zu retten. Besonders bedeutsam war die Frage, in welchen Gebieten das Fortbestehen von FestungSanlagen und Errichtung von Reubauten gestattet werden sollte. Sehr kompliziert gestalteten sich auch die Verhandlungen über bie Anlagen bei Königsberg, da der Versailler Vertrag vorsieht, daß innerhalb eines Küstengebietes von 50 Kilometern keine Festungswerke angelegt werden dürfen. Trotzdem drangen bie deutschen Delegierten mit ihren Forderungen durch. Einen weiteren Erfolg hatten sie im übri» leee|*t mh l*)da«e für bie lageenummet bi» jum Vachmittag vorher. Preis für \ mm höhe ftr Umeiqte D04 27 mm Brette örtlich 8, au,wärt» 10 Relchspsennitz. für Re- klamecnteigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig. Platzvorschritt 20* , mehr, dbefrebahtcur Dt Fnedr Tvilh. Lange. Terantwortlid) für Politik Dr Fr Dilh Lange, für Feuilleton Dr tz Tbynot; für ben übrigen Teil Ernst Blumschein; für ben Anzeigenteil L Berit. SS. Bedt, sämtlich in Gießen. Barl« 1 Tebr (IDB.) Da» heule nachmittag | gen Grenzgebiet zu verzeichnen, wo es ihnen 7.. . ' ° . „ « . _. 11. unb gelang. In Löhen unb an der Oderltme alle beutfdKdelt» von dem (beneral v. P a we lf, oub Anlagen zu retten. Die von deutscher Seite len» de» Mllllarkomltee» durch General Bara - I übernommenen Verpflichtungen gelten übrigen« b I e r dem Chef de» Generalstabe» dc» TNarschall» nur für die Grenzzone, die zwischen den Festun- Todi unterzeichnete Abkommen über die östlichen gen und der Reichsgrenze liegt Sin weiterer 7r., 5 L ui , i wichtiger DerhandlungSpunit war bie Erneuerung Befestigungen bestimmt im rvesenlllchen. ^es ^derblichen Materials her Festungsbauten. Ausfuhr verboten. Roch ß 2 des Entwurfes darf Kriegsgerät für inländische Verwendung weder hergestcllt, noch ausbewohrt oder gehandelt werden. Im § 3 ist in 45 Zissern zusammengestellt, welche Massen und sonstiges Gerät im Sinne des Gesetzes als Kriegsgerät anzufehen find und damit unter die Bestimmungen der § 1 und 2 fallen. Die Liste enthält Kriegswaffen jeder Art und deren Geschosie, Minen, Bomben, Muni- lionskästen, Unterseeboote, Munitionvauszüge unb- maschinelle Einrichtungen für Marineariillerie, Un* lc-rwassernetzschutz, Panzerplatten Panzertürme, Kampfwagen, Panzerkraftwagen. Lanzen und auf- pflanzbare Bajonette, Kriegsschiffe und deren Kessel und Hauptmaschinen, soweit sie offenkundig für die Verwendung auf Kriegsschiffen oder Unter- wastersahrzeugen besonders eingerichtet sind, Vorrichtungen zum Abschießen oder Ablassen von (Sa# ober Rauch, Flammenwerfer, für Kriegszwecke bestimmte optische und elektrotechnische Instrumente und Leuchtmittel, für Kriegszwecke bestimmte Stücke der militärischen 2(i:c- rüftung, für Kriegszwecke besonders eingerichtetes Schanzzeug und Stacheldraht, für Kriegszwecke besonders eingerichtete Selbstfahrer und Fahrzeuge, militärische Beobachtungswagen und Beobacht.mgs- leitcr, für Kriegszwecke bestimmte Sondereinrichtungen für Brückentrains, militärische Feldbackereien, für Kriegszwecke besonders eingerichtetes rollendes Material für Schienen, besonders militärisches Pulver und Sprengstoffe. Ferner find als Kriegsmaterial anzusehen die fertigen Haupt- teile von Massen und Munition, sowie Hauptteile fonftigen Kriegsgeräts, wenn sie nicht in der g'.ei- chen oorm für wirtschaftliche Zwecke Verwendung finden können. Dorgearbeitete Hauptteile sind nur für einen beschrankten Teil der in der Liste aufgesührten Gegenstände als Kriegsmaterial anzufehen, jedoch auch nur dann, roenn sie offenkundig für die Herstellung von Massen und Munition bestimmt sind oder bereits soweit vorgearbeitet sind, daß sie üblicherweise nur noch für Kriegszwecke Verwendung finden können. Rach 8 4 des Gesetzentwurfes ist für eine Reihe weiterer Erzeugnisse die Aufbewahrung und Lagerung im Inlande, nicht jedoch die Ausfuhr verboten. Hierunter fallen auch Krlegsspeziolmafchinen. Die Bestimmungen des Gesetzes finden keine Anwendung auf die von amtlichen deutschen Stellen erteilten Inlandausträge. Zu- Widerhandlungen werden mit Gefängnis bis zu 6 Monaten ober mit Haft ober mit Gell be- Erweiterung der Rechte des Reichspräsidcnten. An bie Tarifpolitik der Reichsbahn rügte Hepp ein Llebermaß fiskalischer Rücksichtnahme, während er bie Wirtschastlichkrit der ausgedehnten Kanalbaupolitik bezweifelte unb es für richtiger hielt, bie für die 5tanalbauten zur Verfügung gestellte Summe von über 750 Millionen Mark a l s langfristigen Kredit der Landwirtschaft zur Verfügung zu stellen, da eS sich hier um ein 2Ir- beitsbeschafsungLprogramm handle, das tatsächlich Werte zutage fördere. Schließlich streifte der Vortragende noch die Frage bet Schullasten für bie länbliche Bevölkerung und forderte eine gesetzliche Aenderung der Schullastenverteilung, da baS Landvolk zur Zeit einen nicht unerheblichen Teil der UnterrichtSkosten für die städtische Bevölkerung mit trage. Ferner sprach sich Präsident Hepp für ben Aus bau des länbliche n Schulwesens aus, der dem städtischen Schulwesen voranzugehen habe. Reichsminister Schiele zur Agratkrisis. Die Aufgaben des Landwirtschafts- Ministeriums. Berlin, 2. Februar. (XU.) Die neu ernannte Aeichsernährungrminister Schiele hat sich einem Vertreter des „Tag" gegenüber über die Lebensfragen der deutschen Landwirtschaft geäußert. Auf der deutschen Landwirtschaft laste, so erklärte der Minister u. a. noch immer eine allseitig anerkannte schwere Krise. Die Agrarkrise sei aber keine sür sich allein stehende Erscheinung, sondern der unheilvolle Ausfluß bet allgemeinen WirtschaftS - erschütterung. Zwei Grunbtatsachen kennzeichneten in enger Wechselwirkung Deutschlands Lage — einmal eine riesige unb dabei größtenteils vermeidbare Einfuhr von Rah- Das Ende der Militarkontrolle Einigung in Paris über die Ostfestungen und das Kriegsgerät. 1. 3n bn> ,c neugetroffenen Abmachungen sehen anlagen in dem Stande zn erhallen, | vor, daß in Zukunft verderbliches Material, tote der bei krlegsfchlnß bestand, doch dürfen dem Verfall aurgesehle Baafloffe durch Beton erseht werden. 3n diesen Grenzgebieten dürfen neue Jeftungs- anlagen nicht erbaut werden, was schon der Versailler Vertrag verbietet. 3m hu, v^chlnnd . $cr[ln 2 $cbr (£1L) Srr PEd-n. 2. wichtige Abschnitte auf dem linken Oberufer M Reichsbundes, Gras v. K a l ck r e u t h, er- zwlschrn küstrin und Br leg fallen trotz der öffnete heute bie ReichSlandbundtagung. 3n Jlähe der Jcflungcn Glogau, küstrin und leinet Eröffnungsrede führte et u. a. au«: Sie ’ J 1 । Lage der Landwirtschaft habe sich bn Laufe De« vergangenen 2ah res weiter verschärft, wie bie zunehmenden Zwangsverkäufe, die weitere Steigerung der Verschuldung bet Landwirtschaft um etwa eine halbe Milliarde im 2ahre 1926 unb schließlich auch der Abschluß der selbst bewirtschafteten Domänen Preußens bewci'e. Eine Rentabilität der Landwirtschaft sei demnach auch für 1926 noch nicht gegeben. Eine gesicherte Rentabilität sei aber Voroedin- gung dafür, daß die Landwirtschaft die ihr im Rahmen der Gesamttoirtschaft zufallenden Aufgaben leiste, d. h. vor allem straft. Reben der Strafe kann auf Elnzicb nb Unbrauchbarmachung der Gegenstände, o i e sich die strafbare Handlung bezieht, erkannt wc.'en. Für eine Frist von 6 Monaten noch dem Inkrafttreten des Gesetzes sollen seine Vorschriften keine Anwendung finden auf Verträge, die sich auf die Ausfuhr von Erzeugnissen beziehen, deren Ausfuhr durch das Gesetz vom 26. 6. 1921, betreffend die Ein- unb Ausfuhr von Kriegsoeröt, nicht verboten war. Dies gilt jedoch nur für solche Verträge, bie vor dem Tage der Veröffentlichung des Gesetzes obgeschlosien und deren Ausführung vor diesem Tage in Angriff genommen worden ist. Die„SpionebesFriedens". Eine englische Stimme zur Abberufung der Kontrollkommission. London, 1. Sehr. (SH.) Die Zurückziehung der interalliierten Militärkontrollkommissll-n aus Deutschland und die Liebertragung der lleber- wachung der deutschen Rüstungen auf den Völkerbund bezeichnet der diplomatische Korrespondent des .Daily Telegraph" als ein Ereignis von psychologischer unb technischer Bedeutung, durch das Deutschland Don permanenter und ausschließlich alliierter Kontrolle befreit werd?. Die Investigationen seien erniedrigend. Sie würden von einem Personal ausgeführt, das man, ob mit Recht oder ^lnrrcht, einer antideutschen Voreingenommenheit weniger beschuldigen könne. Für ein pazifiski'ches Deut'ch- land brauche bie neue Dölkerbundslontrolle keine bie Sicherung der Rahrungsfrelhell unb bet Unabhängigkeit von der Einfuhr ausländischer Lebensmittel unb die Verminderung der Ar- beitslosigkett. Daß die deutsche Landwirtschaft fähig ist, die Ernährung des Volkes aus eigener Scholle sicherzustellen. sei dadurch bewiesen, daß im Iahre 1914 das Ziel einer 100prozentigen Ernährung mit ben wichtigsten RahrungSmitteln aus eigener Scholle f a ft erreicht war. Von der Wirtschaft«- unb Handelspolitik Deutschlands müsse verlangt werden, daß mindestens der im Schwebenvertrag erreichte mäßige Zollschutz auch bei den noch ausstehenden Hanbelsvertragen mit ben großen Getreideausfuhrländern burchgehalten werbe. Der kommende Zolltarif müsse allen Pro- M Gießener Anzeiger scheinen emzelnerVummer» LE General-Anzeiger für Oberhessen richten Lnzeiger Gieße«. » v 1 s,onttPu°*am:mo"“ii6M. vni« IN» vttla-: Untptrftätt'Bui;' nnt> $tthttini< Dorten digt ®£ Wlsno stände t sprach 1 jähriger Seburl. SießM rich ® Äjfhgl' Man ’ 5 M Liebigs -e" 30 8 K ä£ des W gck? AüNsch. gönnt acvohnt M-hn" eingede' wennu London, 1. Febr. (WTB. Funkspruch.) Der ehemalige liberale Außenminister Viscount Grey führte in einer Ansprache vor dec englischen Liga für Völkerbund aus: Es scheint die allgemeine Ansicht zu sein, daß die alten Verträge mit China nicht mehr zeit- gemäß sind und in Llebereinstimmung mit den nationalen Ansprüchen Chinas revidiert wer- den müssen. Unter diesen Umständen dürste die Hoffnung berechtigt fein, daß die britischen .Konzessionen sowie Leben und Eigentum der britischen Staatsangehörigen geachtet i werden, während der Bürgerlrieg weitergeht, und daß schließlich eine friedliche Lösung im f Einklang mit dem Rationalgefühl der Chinesen gesunden werden wird. Chamberlain hat in feiner - Rede vom Samstag den Völkerbund nicht erwähnt, weil diese Frage für den Völkerbund nicht geeignet ist. Der Völkerbund kann sich nicht mit einem Bürgerkrieg beschäftigen, und solange die Sowjet-Regierung in Moskau dem Völkerbund offen feindselig gegenübersteht, würden es die chinesischen Rationalisten und ihre Sowjet-Ratgeber als eine feindliche Haltung und Herausforderung betrachten, wenn man den Völkerbund in dieser Frage hineinbrachte. Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 2. Februar 1922. Steuerfäntgfceiten im Februar. 3m Monat Februar werden folgende Steuern usw. fällig: 5. Februar. Steuerabzug vom Arbeitslohn (Lohnsteuer) für die Zeit vom 21. bis 31. 3an. .einschl. der für die Zeit vorn 1. bis 10. Jan. bzw. 11. bis 20. IaN. einbehaltenen, noch nicht abgelieferten Beträge ohne Rücksicht auf deren Höhe, und unter gleichzeitiger Abgabe der Lohnsteuerbefcheinigungen. 10. Februar: ^ImsahsteuervorauSzahlung der Monatszahler unter Abgabe der Boranmet- düngen 3; Proz. der Umsätze für den Monat Januar 192?. 15. Februar: Kirchensteuer und KultuS- teuer 4. Rate für Rj. 1926, gemäß der seinerzeit ugestellten Kirchen- und Kultussteuerbescheidc: < Steuerabzug, vom Arbeitslohn (Lohnsteuer) für die Zeit vom 1. bis 10. Februar, sofern der Ge- amtbetrag mehr als 100 Mk. beträgt: Ein- lommensteuervorauszahlung der Landwirte zweite Rate für das Wirtscha ts'^hr 192b 27; ’/* des aus Grund des Steuerbescheides für 1925/26 angel orderten Betrages: Dermögenssteuervorauszahlung 1. Rate für 1927 auf Grund der zugestLftten Der- mögensfteuerbescheide 1925. 2 5. Februar: Steuerabzug vom Arbeitslohn (Lohnsteuer) für die Zeit vom 11. bis 20. Februar, sofern der Gesamtbetrag für gelt Zeit oder mit dem für die Zeit vom 1. bis 10. Februar einbehaltenen und noch nicht abgeführten Beträge zusammen mehr als 100 Mk. beträgt: Landessteuer 1926 (Grund-, Gewerbe- und Son- dergebäudesteuTr) 6. Ziel auf Grund der seinerzeit zugestellten Steuerbescheide. Bei verspäteter Zahlung sind mit Ausnahme der Kirchen- und Kultussteaern vom Sage der Fälligkeit ab 10 Prvz. Jahreszinsen zu zahlen. Die Schonwoche ist weggefallen. Gießener Wochenrnarktpreise. Es kosteten auf dem gestrigen Wochenrnarkt: Butter 140 bis 160, Matte 30 bis 35, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 12 bis 20, gelbe Rüben 10. rote Rüben 10, Spinat 25 bis 35, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 20, Rosenkohl 40 bis 45, Feld- salat 120 bis 200, Zwiebeln 10 bis 20, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 35 bis 50. Kartoffeln 6. Aepfel 15 bis 30, Birnen 15 bis 25. Rüsse 70, Honig 50, junge Hahnen 100 bis 120, Suppenhühner 100 bis 120 Pf. das Pfund: Käse 10 Stück 60 bis 140 Pf.: Gier 16 bis 18. Blumenkohl 60 bis 140, Salat 30 bis 35. En- divien 80 bis 90. Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 15, Sellerie 20 bis 40 Pf. daö Stück. Bornotizcn. — Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: V/2 Uhr „Iohannisfeuer (Ende 10 Uhr). — Gießener Konzertverein: 7*/, Uhr. Stadtkirche. Gin deutsches Requiem. — Deutsche demokratische Partei: 8*/t Ayr, Turnhalle am Oswaldsgarten, Vortrag. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Schah, mach' Kasse". — Palast-Lichtspiele: „Dornröschen". — Aftoria-Licytspiele: „Was ist los im Zirkus Beely?" *• Aus dem Stadttheaterbureau, wird uns geschrieben: Da für die Aufführung von Verdis Oper „Die Macht beS Schick- | a l s", die bekanntlich am Donnerstag, den 3. Febr., als 17. Mittwoch-Abonnementsvorstellung gegeben wird, lebhaftes Intereffe besteht, müssen die vorbestellten Karten für diese Aufführung am Donnerstag bis 12 Uhr abgeholt sein, da sonst anderweitig darüber verfügt werden muß. Bon auswärts bestellte Karten können noch an der Abendkasse in Empfang genommen werden. tags.raltion Dr. Scholz zu diesem Zweck zu sich Lai, nicht nur mündlich, sondern aud) in folgendem Schreiben in nachdrücllid)ster Form an die Fraktion gerichtet: Kunst und Wissenschaft. Deutsch-österreichische Zusammenarbeit. In Wien wurde eine gemeinsame Sitzung der Wiener Akademie der Wissenschaften und der Berliner Kaiser-Wilhelm-Ge- s ell schäft abgehalten. Den Dorsitz führte Dr. Krupp von Bohlen und Halbach. Zur Beratung stand die Unterhaltung der beiden O b • servatorien in Oesterreich, und zwar des meteorologischen Instituts auf Sonnblick sowie der biologischen Station in Linz. Beide Institutionen sind im letzten Jahre durch Unterstützung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft auf ihren alten Umfang zurückgeführt worden, so daß sie ihre volle Wirksamkeit wieder aufnehmen konnten. Unterrichtsminister Schmitz dankte im Namen der österreichischen Unterrichtsverwaltung den Berliner Delegierten für die Unterstützung seitens der Kaihsr-Wilhelm-Gesellschaft. Die Münchener Meisterschule für Buchdruck. 3n Anwesenheit zahlreichen Dertteter der deutschen Buchdruckerorganisationen und einer Reihe von Ehrengästen, unter benen sich auch •• Wer kann über die Vogelschar Auskunft geben? Am Sonntag. 30. Januar, gegen 3.45 nachm., wurde zwischen dem ForsthauS Waldhaus und Crumbach eine riesige Schar Heller Vögel von Finkengrötze beobachtet, die in Front- breite von mehrer.n hundert Metern 4 bis 5 Minuten lang in Richtung Crumbach in Kronen- höhe über den Wald, in dem sie wahrscheinlich vorher gerastet hatten, hinzogen. Lieber einem großen Riederwaldbestand bot.m sie den Anblick eines dichten Schneetreibens. Es liegt die Möglichkeit vor, daß es sich um hochnordische Schneeammern handelte, die nach Br.hm in Rußland geradezu als „Schneesldcken" bezeichnet werden. Da mit der Möglichkeit der Beobachtung dieser geradezu überwältigenden Raturerscheinung auch an anderen Orten gerechnet werden muh. werden etwaige Mitteilungen zur Sammlung des Beobachtungsmaterials erbeten an Etudienrat Hölze l, Gießen. Eeltersweg 79. =6. Städtische Brennholzverstei- getung. Bei der gestrigen städtischen Drenn- holzversteigerung im Bezirk Hangelstein wurden folgende Durchschnittspreise erzieht: Buchenscheit 18,50 Mk., Fichtenscheit 11,40 Mk., Buchenknüppel 13.50 Mk.. Eichenknüppel 8.20 Mk.. Fichtenlnüppel 7 Mk., Dnchenstöcke 10 Mk., Eichenstöcke 7,50 Mk., Fichtcnstöcke 3,50 Mk. je Raummeter: Buchen- reifig 30 Mk., Ficht en reisig 16 Mk. je 100 Wellen: Fich:enderbstangen 1. Kl. 26 Mk. je Zestmeter. " Die Anpflanzungen in den städ- tischen Anlagen werden gegenwärtig mit Baumsäge und Heckenschere einer gründlichen Durcharbeitung unterzogen, um für die bevorstehende Wachstumperiode eine bessere Gestaltung der Bäume und Büsche zu erzielen. linkte Anlagen werden durch diese anerkennenswerte Arbeit sicherlich eine zufriedenstellende Verschönerung erfahren. •• Dirigentenjubiläum. Man schreibt uns: Der Bauer schc Gesangverein in Gießen g.bt am 12. und 13. Februar anläßlich seine- 63jähr'gen B stehens in der Reuen Aula der Universität zwei Konzerte. DaS erste, für die Mttgl.eder und Ehrengäste bestimmte Konzert erhält durch die dam t verbundene Feier des 25jähr. Jubiläums deS Herrn Otto G ö r l a ch als Chormeister des Vereins eine besonder- weihevolle Rote. In einem de.n Konzert vorausgehen- den Festakt wird durch den ersten Vorsitzenden des Vereins d e große Bedeutung deS seltenen TagcS geziemend hervorgehoben werden. Der Jubilar ist nicht nur in Gießen, sondern auch in der wetteren Umgebung als bewährter Chormeister bekannt und geachtei. Die Pflege des deutschen MännergesangeS und d?S deutschen Liedes war und ist ein Ideal und seine Lebensaufgabe. Der Einfluß se.ner Persönlichkeit und seincS unermüdlichen Wirkens im Bauerichen Gesangverein ist für den Verein von unschätzbarem Wert: ist es doch in erster L nie dem Jubilar wohl mit zu verdanken, daß der Chor von 36 Stimmen in An Herrn Reichsminister Dr. Scholz. Sehr geehrter Herr Reichsminister! Wie mir der Heer Reichskanzler berichtet, ist hie Zusammensetzung der neuen Refchsregierung auf Schwierig- Reichstagspräsident Löbe sowie Vertreter staatlicher und städtischer Behörden befanden, wMde die Meisterschule für deutschen Buchdruck eröffnet. Den Eröffnungsakt vollzog Oberbürgermeister Scharnagl. Ministerialrat Darenberger übergab als Patengeschenk der bayerischen Regierung eine Stiftung von 50 000 Mark. Den Festvortrag hielt Prof. Fritz Götz von der Leipziger Akademie, der über München und Bayerns Anteil am technischen Fortschritt im Duchdruckgewerbe sprach. Aus aller Welt. Die Güterschiebungen während der Ruhrbesehung. In der Düsseldorfer Verhandlung im Prozeß Koch und Genossen gab der Hauptangeklagte Koch zu, achtmal einen Schuppen, der drei Waggons faßte, leergekauft zu haben. Sieben an Phönix Düsseldorf gerichtete Waggons sandte er nach Brüssel. Leutnant P a h h o l von der llnterlommifsion der Regie, der nach den Aussagen eines andern Angeklagten aus Kochs Schuppen eine Speisezimmet- e i n r i ch t u n g und andere Sachen erhalten hatte, hatte diesen Zug freigegeben. Koch behauptete, er habe sich bei all diesen Sachen nichts gedacht, da das Reich ja denScha- den ersetzen würde. Im Jahre 1923 deckten 100 französische Familien ihren gesamten Bedarf bei Koch zu spottbilligen Preisen. Als Koch festgenommen wurde, bot er der deutschen Regierung seine Kenntnisse von den Schiebungen bei der Regie für 20 000 Mark an. Festnahme einer Diebesbande. Eine Diebesbande, die durch ihre verwegenen Raubzüge die Kölner Geschäftswelt lange Zeit in Atem hielt, wurde durch die Polizei un- schädlich gemacht. Es handelt sich um fünf junge Leute, die in einem gestohlenen Lurusauto nachts Fahrten durch die G e s ch a f t s v i e r t e l unternahmen, die Ladenfenster von Wasche- und Iuweliergeschäften einfchlugen, die Auslagen aus- raubten und die Deut« im Kraftwagen fort- schafften. Mlttelholhors Afrikaflug. Der schweizerische Asrikaflieger, Walter Mit l telholtzer, ist nach 14tägigem ©tilliegen in Djen Dja am Viktoriasee nach Muansa am Süd- I ostuser des Sees weitergeflogen. Rach schweizerischen Pressemeldungen Hal Mittelholtzer seine Weiterreise nach dem Süden Afrikas allein fortgesetzt. Ein Raturhellkundiger verhaftet. In Weinheim ist üer 42jähr ge Ratur- heilkundige Peter Helfrich, der du»ch falsche Behandlung den Tod eines 2^/rjähri- gen Kindes verursacht hat, von der Po- lizei verhaftet und im Unteriuchungsgefäng- nis eingeliefert worden. Helfrich hatte das an Brustfellentzündung erkrankte Kind 15 Minuten lang so dicht über heiße Dämpfe gehalten, daß es schwere Verbrühungen erlitt und infolgedessen verstarb. Ileberraschende Wendung In einem Kindes- mordpro;eh. In Landshut hatte sich oie 23jährige Schlossermeisterstochter Röckl aus Obersüßbach zu verantworten, die beschuldigt war, ihr Kind gleich nach der Geburt getötet zu haben. 3n der Verhandlung gestand die Angeklagte, daß ihre Mutter die Mörderin des Kindes sei. Die Mutter habe Hebammendienst geleistet und I nach der Geburt das Kind erstickt und im Ofen verbrannt. Auf Grund dieses I Geständnisses sprach das Gericht die Röckl frei. Ihre Mutter, die bereiis wegen vorsätzlicher Brandstiftung ein Jahr Zuchthaus verbüßt hat, wurde in das Gefängnis eingeliefert. Ertrunken. Am Sonntag erlrantcn in einem Teiche bei Blankenburg d - mannund die deutsche Links- und sich Mem meinem 2lppM mcht »tlaeen treffe betonten, nicht zögern würden, jede g e - wtrd. heirne Kriegsvorbereitung bloßzu- Mit der Versicherung meiner ausgezeichneten legen. Keine verschleierte Rüstung könne der Hochachtung bin ich Ihr ergebener Wachsamkeit dieser Spione des Fri.e- (gez.) von Hindenburg, de ns entgehen. Auch eine offene oder halb- offene Rüstung Deutschlands tomnic nicht in DereLotgUNg Frage, da eine solche sofort das ganze Reich der tiöiion ‘Rcidmtmifter Zerstörung durch Die riesige .Luftflotte- OCT Heilen JlClOjininiHer. Frankreichs preisgebe, sowie die Rhein- Berlin 1. Febr. (WB.) Das neue Reichsprovinzen einem Massenfeuer der kabinett trat heute nachmittag unter Vorsitz deS Mischen Artillerie aussehen wurde DerBericht Aeichskanzlers zu einer Sitzung zusammen, die erftatter weist sodann an Hand d" Vevotterungs , , ^er Vereidigung deriemgen Mi- statistik und der Stärke des stehenden Heeres j>ie noch nicht Den Reichsbeamteneid die hoffnungslose Unterlegenheit elegt hatten. Für die Beratung der Re- Deutschlands nach. gierungserklärung ist für morgen eine ---------' besondere Kabinettssihung anberaumt — Der verhandlungspause in China. scheidenden ^eichspostminister Dr. S t i n g l und Gegen die britische Truppenkonzentration ßen in Schanghai. Heute empfing Der Herr Reichspräsident Die Reuhork, 1. Febr. (WB.) Wie aus Hankau neuernannten Deichsminister Schiele, H e r g t gemeldet wird, ist in den englisch-chinesischen und v. K e u d e l l, ferner den Prälaten Tionfig- Verhandlungen eine Unterbrechung eingetreten, nore Steinmann von Der deutschen Botschaft weil der Minister des Auswärtigen Der Kan- | beim Vatikan, tonregierung, Eugen Tschen, sich geweigert hat, ein Abkommen zu unterzeichnen, so lange britische Streitkräfte in Schanghai zusammengezogen werden. Rach einem Berichte eines zuverlässigen Engländers aus Mulden sol- i Derlin, 2. Febr. (Wolff.) Rach der Re- ' len Tschangtsolins S-absoffiziere erklärt gierungigernärung des Reichskanzlers Dr.Marx haben, wenn auch nur «in einziger Ebmese in _u .Seginn ^er D o n n e r s t a g s s i h u n g des Schangtzai getötet werden sollte soL^u^enReichstages wird die Sitzung für zwei Stunden ^angtfolin zwingen, sich mit kanlEslschen verbrochen werden, um den Parteien Gelegen- Oberbe>ehlshaber gegen die Engländer geben, zu dem Regierungsprogramm zusammenzuschließen. Der diplomatische Stellung zu nehmen. Die Regierungsparteien Berichterstatter des „Daily Telegraph meint^ werden ^voraussichtlich zunächst eine gemein- wenn sich der Bencht, über Die ab; PaI fame Erklärung abgeben lassen und weitere tting des kantonesischen Ministers des A^-ußern Redner erst vorschicken, wenn der Verlauf der bestätige, dann werde c8 d-n Engländern und ^erhanblungen dies erforderlich macht. Laut der ganzen Welt klar ^in. daß die scheinbaren 2ägl Rundschau" wird Der Zentrumsabgeord- gubrer Der Kantonesen alcht lhre ^enen ^er 5)r. Wirth seine von Der Zentrumsfrak- ten, l°n^rr> nur Werk , ug e und D teuer abtoei4enile Meinung zum Ausdruck der russischen Agenten seien. Wei.er er bringen. Die Abstimmung Über die von Den Ar* Der a3eri$terftatter, er höre, daß ie Sozialdemokraten und den Kommunisten zu ettoar- Meldung von einem Protest des Kons u tcnßcn Mißtrauensvoten wird nach dem e^Tün he gleichen Blatt erst am Samstag nachmittag britischer ©treitlrafte unbegründet fei. ^rfoIgeiL 2lm Montag soll die erste Lesung deS Grey über Völkerbund ^ch-h°ugh°,.-p-°u-s i« be. und China. I Auslandsreise Dr. Stresemanns. Berlin, 2. Febr. (Wolff.) Die „Tägliche Rundschau" teilt Die Verschiebung her Feier zur Erinnerung an Den 60. Jahrestag der Gründung der Ratwnalliberalen Partei vom 27. Februar auf den Monat März mit und bringt diese Verlegung mit einer längeren Auslandsreise in Zusammenhang, die bet Reichsaußenminister Dr. Stresemann nach Abschluß der politischen Aussprache im Reichstag zu unternehmen gedenlt. Der „Lokalanzeiger" will wissen, daß Dr. Stresemann seinen Erholungsurlaub voraussichtlich an der Riviera verbringen werde. Wettere Lockerung des Patzzwangs. Berlin. 2. Febr. (Wolff.) Die Dechand- langen des Auswärtigen Amts mit England über Die Aushebung des Sichtvermerkzwanges sind soweit sortgeschritten, daß mit einem aussichtsreichen Abschluß zu rechnen ist. Weitechin sind in der letzten Zeit mit Luxemburg und "Portugal Verträge über die Aushebung des Sichtoermerkzwanges zum Abschluß gebracht worden. Auch ist das Auswärttge Amt bei seinem Bemühen zum völligen Abbau der Paßmauern neuerdings mit weiteren Staaten in Füh- WRlGÖy ^UßONftO^ greife. n Dvchrninord ’ £. Deibkrm jelbe Xübtn 10 Unter-Kohlrabi 40 bis 45, 8?lb. blS 20, Meer- ?In 35 bli 50, men 15 bis 25.’ H 100 b . S 120 , • das PfunO; tat 16 bie 18. iO bie 35, Sn« . AM 10 bi» 'M er DorgmA : 6*"xX ""».Ntu. w L'Ä 6j- Smiuh Wien Der. ?-n Arbeite. Dom n Wi etwg füt il. 6U io T bettigt st .’SCon- ^rldnendi E Äusnabnik Tage k« m iu mbitii e Dogelschar nntag. 3D.3anuat, ien Dem H6au< tieiige Scbarjtl'.tt Itet, Die in Irvn»' ’tern 4 bis 5 Di« nbad) in fronen- sie wahrMM ien. Ueber einem 'N sie Den LM !S liegt DU W 4no*Ä rchrn in 'My bezeichnet «gj Scobachtung wW lurerlcheinung auch >töcn muß. wrrkm jfflÄui'l SÄ "ÄM L, AuöMdnüM &b£ ÄK a” Mschöne* stellet . >n schreib' öum." ein m anlählich iS*s >neffrla<6 £ io ®5Ei wik e be!°'2sgehen' nz-rt Ä euiung Sft 3u- ... ipcrDcn- Jfltfle 'ßlet*3 K° fe®6iU«,n ion r Witttovch. nniileuet (6nbe nein: Z1/, Uhr. iem. - Deutsch.- , Turnhalle am IspielhauS Dahn- - PalaK-Licht« istoria-Lichtspiclc. r laterbureau. bie AuWrmig ! bei Sdjld' leritafl, Öen 1 nentitioxiltViuni fU fx'M.M- lieft Msührung chgrhoU sein, da Igt Leiben mb i können noch an enommen verDen. eine oet- für/4% eine gute Zigarette! Der Tabak: WRIGLEY AGTRANKFURTaM in in ftaloMi'^cbcnficier. — flcberfpringen von Klassen — Feldbereinigungen in Dieses. Dellers- Hain und Ctangenrob. — Straftcnsperre. — Versteigerung von Fundgegenständen — Dienstnach- richlen. Provisionr-Verlreler geiucb: von febr leinunastähigemEngros- Hau» in Dekoration^ und Möbelstoffen. 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Die hohe Qualität der EcksteinGold ist hierdurch auf lange Zeit sichergesteilt Dahet Raucht Eckstein üold 25 Sickzu 1MK In. fluten© für Ylivniiflcr schule» u Monuciint Ott Zu erfragen O74U Uukfilrandluna, Sdnilfttaue. 3700 Raiiinmsier er st kl. Brcnitbolz, Schlag 25 2tL bet io- •oritner Lieferung günittfl abzugeb W,D Montania, Frantfurta. Oin u. veminerrchSivea 102, Tel MaiNga! I 16 Heule M wo der *’? P|. Brstschkilfilcht.. Pi°iS U Pi. SAHe & MM Filialen in allen Stadtteilen. nachdem er in btt Wohnung ein gedrungen war wahllos geschossen hätte, stellte der Dorsisenbe fest haft er wahre Meisterschüsse abgegeben habe Scr Angettagle wurde dann übet die Ausführung der Tat selbst vernommen, wobei er die bekannte Darstellung gab. AI» er über feine angeblichen Selbstmordabsichten vernommen wurde, gab er an. daft er sich schon früher einen Revolver taufen wollte, um sich zu erfchieften, daft er sich 6laf- tabletten getauft habe, und nach dem Gennft derselben in den Main gehen wollte. Auch habe er erwogen, sich vor einen Sisendahnzug zu werfen. Die Frage, ob ihm jemand gesagt habe, dast die Kunigunde Hufnagel verlobt gewesen fei. verneinte der Angeklagte. Hierauf wurde in die Beweisaufnahme eingetreten und zuerst die Tatzeugen vernommen. Der Milchauslragcr M. hörte, als er morgens nach 10 Uhr in daS Mordhaus eintrat, einen Schuh fallen, nach einigen Minuten einen weiteren Schuh und Rufe .Hilfe, Hilfe, mein Kindl" Er fehle sämtliche Schellen in Bewegung und begab sich schnellstens nach dem -weilen Slod. Vor der Borplatztüre hörte er einen drillen Schuh und trat dann zusammen mit dem Ziseleur B.. der ebenfalls herbeigeeilt war, die VorplatztÜr mit den Fähen ein. die dann auffprang. 3m Schlafzimmer hätte eine Leiche gelegen, im näch- ft en Zimmer eine andere während die alte Frau am Telephon um Hilfe gerufen hätte Der nächste Zeuge, der Ziseleur B.. bestätigte im wesentlichen die Angaben des Borzeugen. Der Drogist W. der die erste Hilfe leistete, entbedte hinter dem Ofenschirm den Mörder, der sich dort ruhig verhielt, und rief einen Schuhmann herbei, der den Angettagten verhaftete. Hermann übergab dem ‘Beamten ruhig den Revolver und lieh sich fortführen. Auf der Strafte hatte der Polizei- beamte grobe Mühe, den Angettagten vorm ®e- lynchtwerden zu schuhen. Aus der Wache erklärt« Hermann dem Beamten, wenn er nicht so schnell bei der Hand gewesen wäre, hätte es noch eine weitere Leiche gegeben. Rach Bemeftmung einiger weiterer Zeugen, die nichts IDesentliches mehr ergaben, schloh der erste BerhandlungSlag. gönnt sein möge, noch lange 3ahre in altgewohnter Frische die künstlerische Leitung wahr- zunehrnen. Der Ehor wird stets der Sängerworte eingedenk sein: ,3m Takte fest, im Tone rein, wenn uns durchströmt des Liedes Allgewalt." Arbeit u>ird zur Spielerei, kaust du stets P.K dabeil P K.-Kau-Bonbons sind während der Arbeit ein glänzendes Mittel zur Beruhigung der Nerven, besonders wenn das gewohnte Rauchen nicht zulässig. Millionen Menschen, fung und alt, erfreuen sich der angenehmen Wirkung der berühmten P K.-Kau- Bonbons. o. h. 14 Päckchen — 4 Stück — 10 Pf. Ueberall erhältlich! WRIGLEY stände dem (Jubilar für seine treuen Dienste und sprach ihm herzliche Glückwünsche zu seiner langjährigen Tätigkeit bei dem ©tabtbauamt aus. ' ®in Achtzigjähriger. Seinen 80. Geburtstag begeht morgen. Donnerstag, ein alter Giehener. der Schlachlhofkassierer i. R. Heinrich Belz. Lich.'r Strafte 9 wohnhaft, in voller Rüstigkeit. *• Wohllätiakeitsveranstaltung Man fchreibl uns Am Sonntag. 6. Februar. 5 Uhr nachmittags, findet im Rath. Beremshaus, Liebigstraftc, eine 'Dohllätigkeilsveranstaltung statt zum Besten des Ausbaues der hiesigen katholischen Kirche. Es werden musikalische und dettamatorifche Darbietungen argeben, di« mit lebenden Bildern abwechseln. Da In absehbarer Zeit die Fertigstellung der Kirche geplant ist. was dem Wunsche der Gemeind« entspricht, ist am Sonntag Gelegenheit geboten, ein Dcherslein zu diesem Werk beizutragen. RähereS siehe heutige Anzeige. —.— Der Ob ft- und Gartenbauverein Diesten hielt am Sonntag im ^Pfälzer Hof" eine Bcrfammtung unter der Leitung dcS 1. Borfihenden. Lehrer Becker, ab. Obftbau- infpektor Kilv au« Wetzlar sprach über die »Winterbekämpfung von ätrankheiten und Schädlingen an unseren Obstbäumen". Der Redner führte zunächst den Baumschwamm an, der sich an Wundstellen der Bäume festsetzt und eine ansteckende Krankheit ist. die in den meisten Fällen nicht mehr zu heilen ist. Zur Bekämpfung empfahl der Referent das Bestreichen der Wunden mit Steinkohlenteer, der die Sporen (d. h. die Samen deS Baumschwammpilzes) abtötet. Die Baumschwämme müssen gesammelt und vernichtet werden. Als weitere Krankheit nannte der Redner den Krebs, dessen Erreger, meisten« ein Pilz, sich an Berletzungen der Baumrinde einnistet und dort grosse Berheerungen anrichtet. Die Bc- •• 4 0 3 ahre im Dienste der Stadt (Rieften. Der beim ftleftgen Stadtbauamt. Abt. Wiesenunterhalluna. beschäftigte Borarbeiter Heinrich Kaspar Klos konnte gestern auf eine 40jährige Tätigkeit bei der Stad: Diesten zurückblicken. Aus diesem Anlaft beglückwünschte ihn der Oberbürgermeister und überreichte ihm eii Glückwunschschreiben de« ReichSpräsidcn'.en von Hindenburg, in dem mit anerkennenden Worten die treuen Dienste des (Jubilars gewürdigt werden. Auf dem Stadtbauamt dankte der Amlsvorstand im Beisein der Abteilungsoor- 2H asten» Anzüge in gro er Auswahl zu verleihen bei •”* Karndach, Kaplansgafie 27. Brannc lederne ww ch'apyal auf dem Jtegc vom ’Keiiau« raut .Hmdenburg- tnndj Sei err iueq bis lUarftPlco verlöten. Vtb*uflCbcn gegen «elodn. *n,e Dreyer. ^ketzstetnstrane1. fjinh a.Ä ♦••Uv ^r Aami* lieannurQUie'Vne .e au neben Sdir. Vinn. hl ’Utetdananben u. O7J5 an den G. Anz. Mordprozetz in Frankfurt a. M. Anklage wegen Doppelmordeö und Mordversuchs. BJSR. Frankfurt a. Bl.. 31. 3an. Bor dem Schwurgericht ist für heule und die drei folgenden Tage der Fall aus der Dabl- mannstrafte anberaumt, der schon Mitte Ro- vember angesetzt war. damals aber vertagt werden muhte, weil die einzige Tatzeugin sich in nicht vernehmungsfähigem Zustand befand und auf ihr Berhör nicht verzichtet werden konnte. Zum Berständnis des Prozeffes sei hier kurz der Tatbestand rekapltuliett. Der Angeklagte, der 29jährtge Kontorift Wilhelm Hermann, der deS 21 o r d e s in zwei Fällen und des Mordversuch» beschuldigt wird, beraubte sich seinerzeit durch einen in selbstmörderischer Absicht abgegebenen Schuft de» Lichte» de» rechten AuaeS. Der aus Offenbach stammende Angeklagte betätigte sich zuletzt al» Aushilsslellner. Als der feruell feftr leidenschaftlich veranlagte Mann auf einer Spazierfahrt im Stadtwald die 26jährige lebige Kunigunde Hufnagel gewahrte, da gefiel ihm das Mädchen derart, baft er es nach der Wohnung Dahlmannstraftc 5 verfolgte, ör dichtete das Mädchen an. unterhielt sich telephonisch mit ihm und erreichte auch eine Zusammenkunft, wurde aber an weiterem Zusammentreffen gehindert. und in der önttäufthung darüber, fein Ziel nicht erreichen zu können, kam es zu der furchtbaren Tat am Morgen des 5. August, wo er in die Wohnung einbrang, die alte Frau Hufnagel — die jetzt nicht vernehmungsfähige Zeugin — durch einen Streiffchust verletzte, die 25- jährigc Ehefrau des Prokuristen Hufnagel erschoft und durch einen weiteren Schuft auch die Schwester des Prokuristen t ö t e te , eben jenes ihm begehrenswert erscheinende Mädchen. Der Täter nahm bann hinter einem Ofenschirm feine Zuflucht, feine Waffe versagte aber infolge einer Ladehemmung, tmd man nahm ihn fest. Zum ersten Berhandlungslage waren 12 Zeugen und fünf Sachverständige geladen. Die Bor- mittagsverhandlung erstreckte sich auf die Berne h m u n g deS Angeklagten. Der Angeklagte. der einen gesunden und Iräftlgen Eindruck macht und in der Hast um 20 Pfund angenommen hat. ist 29 Jahre alt. 3n feiner Jugend machte er feinen Eltern, die brave Leute find, viele Scherereien. Er ist bereits viermal wegen Diebstahls. Unterschlagung und ähnlicher Bergehen vorbestraft. Auch einen Selbstmordversuch hat der Angeklagte bereits verübt, wobei er da- rechte Auge verlor. Rachdem Hermann die 26jährige Kunigunde Hufnagel kennen gelernt hatte, versuchte et sich dieser zu nähern, schrieb Briefe, machte Ged.chte. telephonierte sie an und traf sich auch mit dem Mädchen. Als er dabei zudringlich werden wollte, wurde er zurückge- totefen und schlieftlich wurde ihm. als er in das Haus einbrinqen wollte, der Zutritt verwehrt. Auf die Behauptung des Angeklagten, daß er. kämpsung geschieht bei jungen, ein bi» zwei (Jahre allen Krebswunden durch Ausscheiden ott Wund- tellen, bet älteren burch Bestreichung mit Kar- bolineum. Zur Bekämpfung der Schorf- ober Fuficladium-Kranrheit gibt es kein Heilm ttel. onbem nur ein Borbeugcmittel durch Bespritzen der Bäume mit einer Lösung von Kupfervitriol. Kalk und Wasser. Auch bas Hmpfrvpsen ber vom Schorf befallenen Bäume fei zu empfehlen. 3m zweiten Teil des Bortrage» kam der Referent auf die Schädlingsbekämpfung zu sprechen. Zuerst nannte er den Ringelspinner, dessen Eier an den Bäumen überwintern. Diese Eier müssen abgelesen und verbrannt werben. Auch die Blattlaus überwintert als Ei. Diese Sier, bie man besonder» an den jungen Trieben beobachtet, müssen unbedingt vernichtet werden. Die Blutlaus, die hauptsächlich die Apfelbäume heimfucht. wird durch Aufgraben des Erdbodens und Bestreichen oder älederfchütten desfelben mit Tabakbrühe. Tabak- staub oder Harzölfeife bekämpft. Zur Bemichtung der Schildlaus und Komma-Lau» hält bet Redner die Bespritzung der Sträucher und Bäume mit Obstbaukarbolineum für äufterst wirksam. Ebenso geschehe auch die Bekämpfung des Frvstfpanners. der an alle Obftbäumc geht. Andere Feinde des Obstbaumzüchtcr» sind der Apfel- und Pflaumenwickler. deren Raupen sich einspinnen. Die Stachel- deerwefpe. deren Puppe in bet Erde Überwintert, ist ebenfalls ein grober Schübling. Gegen biefen ist ber Erbboben gründlich umzuarbeiten, damit bie Puppen vernichtet werden. Besonders wicS ber Referent auf ben Apfelblütenstecher hin. der als kleiner grauet Käfer an den Bäumen überwintert. Hier ist als Bekämpfung bie gründliche Reinigung ber Obftbäumc am Platze. Andere Schädlinge sind noch der Birnknofpenstecher und der Zweigabstecher. Letzterer zerstört hauptsächlich bie jungen Triebe bet Zwergobst bäume und macht sich durch die welken Spitzen dieser Triebe bemerkbar. Zum Schlust empfahl ber Referent ganz befonberö den Vogelschutz. Aushängen von Ristkästen (nach Berlepsch) und Anlage von Vogel- schuhaehölzen. •* D i e Maul- und Klauenseuche ist in Klein-Linden (Ät. (fliehen). Rodheim v. d. H.. Ockstadt. Dorn-Assenheim (Kt. Friedberg) und Rieberwalgern iKr. Marburg) erloschen. 3n Groh-Karben (Kr. Friedberg). Ranstadt und Rodenbach (Kr. Bübingen) ist die Seuche ausgebrochen. WSR. L u f 1 d o st p a k e 1 e. Born 1. Februar ab werben für Luftpostpakete neben ben gewöhnlichen Gebühren folgende ermäßigte Lustpostzuschläge erhoben. 1. nach dem 3nlanbe. Danzig und Oesterreich für Pakete bl» 1 Kilogramm 1.60 Mark, darüber für jedes angefangene */. Kilogramm 40 Pfennig, 2. nach dem übrigen Auslande, wenn nicht andere besonders veröffentlichte Gebühren gelten, für Pakete bis 1 Kilogramm 2,40 Mari, darüber für jedes an- gefangene ’/j Kilogramm 60 Pfennig. Die Höchstausdehnung für Luftpostpakete beträgt fortan 50:100 Zentimeter, soweit nicht nach einzelnen fremden Ländern ober auf einzelnen Luftpostlinien Ausnahmen bestehen. Aus 6cm -lmtsvcrtiiuvigungsblatt. • Da» AmtSde r k ü n b i g u n g s b l a t t Br. 7 vom 1. Februar enthält: Aufruf und Einziehung von Rentenbankscheinen. — Maul- und Klauenseuche in Klein-Linden und Lich. Pe- ben Jahren 1892 bis 1894. in denen er aufter seiner eigentlichen ununterbrochenen Bjährigen Xatiafeü schon einmal ben Thor leitete, auf 120 Stimmen gegenwärtig angewachfen ist. Eine grafte Zahl feiner Schüler und Thorschüler. die er als Lehrer und Organist an der Stadtllrche im Gesang unterrichtete, gehören heute dem BGB. an, gewift auch ein Zeichen Oer groften Anhänglichkeit zwischen Dirigent und Sänger! Es wird Ausgabe des Thores sein, am Ehrentage des 3ubUar» zu beweisen, baft die Arbeit und Muhe des ChormcisterÄ in ben langen 3ahren von Erfolg gekrönt war und da- deutsche Lied gute Pflegstätte Im Verein gefunden hat. Der Wunsch des Bereins ist, baft es dem 3ubilar Rundfunk-Programm. Donnerstag, 3. Februar. 1.30 bis 2.30 Uhr: Uebcrtragung von Kassel Konzert des Kasteler Hausorchesters. 3.30 bis 4 Uhr Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des 5)ausorcheslers: Tanzschlaaer. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lefestunde. 6.15 bis 6.45 Uhr: Uebcrtragung von Kassel: „Die Briefmarke im Dienste der WohltätigkeitVortrag von Dr. Gumpert. 7.15 bis 7.45 Uhr: Italienischer Sprachunterricht. 8.15 bis 9.15 Uhr Schubert Abend. 9.15 bis 10.15 Uhr: Vortragsabend Irene Triefet), Berlin. Anschließend bis 12.30 Uhr Tanzmusik. Briefkasten der Redaktton. ID. Wir können Ihnen in dieser Sache keine Auskunft geben. 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Frau Marie Philipp geb. Happel Familie Ludwig Philipp Familie Baltaser Happel V. nebst allen Angehörigen. Watzenborn, Grüningen, den 1. Februar 1927. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3. Februar, Bekanntmachung. Aus Grund der Verordnung des Herrn Neichsministers der Finanzen über die Abgabe der Steuererklärungen für die Einkommensteuer, Körperschaftssteuer. und Umsatzsteuer vom 20. Januar 1927 bestimme ich folgendes: Für den Bezirk des Landesfinanzamts Darmstadt wird a) Nachruf. Am 1. Februar 1927 verschied unser /PC /tv lieber Kamerad und Ehrenmitglied /(pJL Konrad Wagner Gasmeister a. D. Als Mitbegründer des Vereins hat er demselben nahezu 35 Jahre in Treue angehört und allezeit gute Kameradschaft gehalten. Ein ehrendes Andenken bleibt ihm gewahrt. Ein gebrauchter Kinderwagen (blaut bi Uta zu verk. Wo. iaat d.Geschäftsstelle des G. A. 0I3‘ Die Beerdigung findet Freitag, den 4. Februar, nachm. 3 Uhr statt. 0760 Nach Gottes Willen verschied heute morgen 9 Uhr nach langem schweren Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser guter, unvergeßlicher Sohn, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Pate und Onkel Herr Ludwig Philipp 11. Es ist bestimmt in Gottes Kat, daß man vom Liebsten, was man hat, muß scheiden. Gestern abend 5'/, Uhr verschied sanft nach langer, schwerer mit großer Geduld ertragener Krankheit unser herzensguter Bubi, unser einziges heißgeliebtes Kind, Enkelchen und Neffe Werner im zarten Alter von 58/* Jahren, zwei Tage nach dem Tode seines Großvaters. — Wer ihn gekannt, wird unsem Schmerz ermessen. In tiefer Trauer: Obervermessungssekretär Oestreich u. Frau geb. Günther Familie Stadt-Oberinspektor Günther Familie Rechner Oestreich Wwe. Gießen (Iheringstr. 7 I), Marburg a.d.L, Stockhausen (Kr. Lauterbach), den 1. Februar 1927. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3. Februar 1927, 2 Uhr nachmittags, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt (0724 Der erste diesjährige kostenlose Photo Unterricht beginnt: Für Schüler und Auswärtige Donnerstag,3.Februar,nachm.5-6Uhr; für Erwachsene Freitag, 4. Februar, abends 7-8 Uhr im eigenen Vortragsraum: Kreuzplatz 10 Georg Wallenfels gegenüber der Enaeiavolheke. Schellfische graste, o. K. Bio. 48-) Cabliau o. K, Psd. 30 4 Seelachs o. st.. Psd. 30 -) Goldbarsch o. St- Psd 35 4 §tiiir. Kalbfleisch l0<5c Viebivtrnhc. Todes-Anzeige. Gestern abend 10"/« Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden im Alter von 69 Jahren mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, | Empfehlungen! Blutsriiche feinichmeckende Mi* Cabliau vralschellfische Kieler vückinge Kieler Sprotten Wer wirklich reell, fachmännisch und nur mit dem Besten zu vorteilhaften Preisen bedient sein will, kauft seinen Bedarf in Klee-, Gras-, Runkelrüben- Gemüsesamen usw. im Bureau ver sofort od. ferner An nucien gesucht. 2cbr. Auaeb. u. 0737 an d. QMcu. Arn. erb. «W auch sfirLagerAwecke verwendbar, au ver- Gießen, den 1. Februar 1927. Die Beerdigung findet Freitag, den 4. Februar, nachmittags 21/, Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. Todes-Anzeige. Am 28. Januar entschlief sanft nach langem Leiden meine liebe Mutter Frau Oberzollinspektor Rolfs In tiefer Trauer; Elisabeth Rolfs. Gießen, den 2. Februar 1927. «« Die Einäscherung fand in aller Stille statt. Bahnhofstraße Gießen Ecke Wolkengasse Telephon 1403 io44c torti. teil — TANZ — Große Jazz-Kapelle ausgeführt von den Mitgliedern der hiesigen Reichswehrkapelle. Perfekter Mpl(iii) s tagsüber zur Aushilfe gesucht. Zu er- tragen i |d Geschatts- steiled.G.AnA- 10749 Gutlohnende leichte Pavicrartikel-Ankert gung tm Häme verg. Meinte, Blagdo- bnr g,'14eteritr.2.l.H2A Lehrjunge Herr KonradWagner Gasmeister L R. V. f. B. Donnerstag, 3. 2., 7- , Hbr Hauptversammlg. im l. C. Der 3ugen0ausfdiu8. Nord - Lst Perein. DonnerLitag abend Kllbr: oMiD ToriiOiiLöiitiiiiig b. Mitglied Senkel. MöbL Zimmer für ciitAClncn Herrn füt fofort gesucht. Schr. Angeb. u. 074) an d. Giest.An> erb. TOI. Zimmer - Vinbe Bahuboi au mieten gesucht. En. au Hildebrandt, Bahnbosstr. 45 III. Gesucht zum 1 Piä.z in ruhigen Haushalt von 2Personen eine saubere, ert'obrene selbständige I1057D Köchln. Hausmädchen, sowie Wasch-'und Puytrau vorhanden. Haus» kieidung wird gestellt. Pur wiche, die im fist von giren Zeugnifien au» Pri> vathäusern find, wollen sich melden. i»rau («ebeimrat Sartorius, Wetzlar. LandratshauS. ifliibtrcäHiäuditn für nachm. gesucht. Boljnuomr. 5111LI. Borzmt vorm. Solides ehrliches Mädchen nach Frankkurt a.M. für Küche u. Haushaltung, au 2 Personen, ver 15. f^ebr gesucht. BorAustellen nachmittags v. 3 Uhr ab bei Oppenheimer, Bleichstr 32 1. .74, SamStaa, 5. Flebr. li)27, abeudö 9 Uhr, im Bootsbaus: Generalversammlung. Tages-Ordnung: 1. Au'uabme neuer Dliialteder, 2. Sastunasänderun- gen 6), 3. Aniamfiung von Bootsmaterial, 4. Beucht und AuS- spräche über die Jubiläum- • Fe stauchten.__________ Spirlorrrininung 19891. P. Wir machen unsere PUmiteder aus die am TonnerStaa, d. 3. Februar 1947, bet iliugliei) Brücken im »Dariniiädler HauS" itattfindende Pletzeliuvve auf- mcrtiQin u. binenum rege Be etiignng. IJ67I) Cer VoreUnl. Stadttheater Tonncrötag, 3. Februar, i7.nntiiuom-iiti.-Brn. Gastspiel der Mainzer Oper von V b. nach 9 Uhr: Die Macht VeS Schicksals Gioste Over tilgtet Afien. Tert nach Piave bearueltei von Fr an A Wertet. Älufik von Gtulevve Berdt. Tier vermag ein Drittel seiner Lebenszeit ohne Nahrung auszukommen! Bei den nieder« Tieren ist der Winterschlaf ebenfalls weit verbreitet: Unser gefleckter Feuersalamander bezieht beim Nahen der ersten Frosttage in großen Scharen seine ihm wohlbekannten Schlupfwinkel, wo er meist in großen, oft dichtgedrängten Massen eintrifft und so in einem vollgestopften Massenlogcr den Winter verschläft. Ebenso verfallen viele Fische in einen winterschlafähnlichen Zustand. Eie graben sich, wenn das erst: Eis den Lee deckt, scharenweise in den Schlamm ein, wo bereits eine zahlreiche Ge- sellschaft (Frösche und andere Wasserbewohner) auf sie wartet. Bekannt ist, daß diese Tiere, ohne Schaden zu nehmen, sogar Einfrieren können. Was alles an niederen Tierformen im Winter- fchlafe liegt, daS zeigt uns am besten ein Beutel voll Moos und Erde, die wir unter dem schützenden Laube am Waldrande hervorgesucht und in der warmen (Stube auf einem Bogen weißen Papiers auSgebrcitet haben. Ta erscheinen nach einiger Zeil, durch die Zimmerwürme aus ihrer Erstarrung gelöst": Käfer, Spinnen, Schmetterlinge, Hummeln, Wespen, Würmer, Schnecken usw. Wir müssen schnell bei der Hand sein, um alle einzufanacn. Also auch im tiefver- schneiten Waldboden schlummert in Todesstarre hundertfältiges Leben dem Frühling entgegen, wohlbehütet von der Schneedecke, bie wirklich nicht das „Leichenbahrluch" ist, das die winterliche Erde bedeckt. Tas große Rätsel „Winterschlaf" konnte die Naturwissenschaft bisher nicht restlos erklären. Gewiß, es ist eine wunderbare ÄnpassungSerscheinung m der Natur, aber wie kann sein Wesen gedeutet werden? — Vielleicht ist die Ansicht Merzbacher- die richtigste, nach der die Ursache für den Winterschlaf ui den nervösen Mechanismen im Mittelhirn zu juchen sei, wo Wärmebildung und Wärmeabgabe durch Atmung, Blutzirkulation und Stoffwechsel reguliert werden. Außerdem sollen die Tiere die Fähigkeit haben, durch die Fettausspeicherung sich abkühlen zu können. Wie immer zeigt die Natur ihre größten Rätsel in den scheinbaren Gegensätzen: Hier reichen sich Leben und Scheintod zu gegenseitiger Förderung brüderlich die Hand und schützen das Tier vor dem drohenden Hunger- und Kältetod. Und hier schließen sich Leben, Schlaf und Tod zu ewigem Kreisläufe im Naturgeschehen zusammen, in dem es leinen „Kampf ums Tasein" im Darwinschen Sinne gibt, sondern nur eine wunderbare Fürsorge für das Leben. '°°'slmi: eneral- tnmlung, Ebnung: ft, •* jWänbttun. Mum von ismaikrial, •d)t und 8ui, ie ihren Schlafplatz aus! Ta ist nickt jede Fcls- niscke geeignet; es werden die wind- und zugluft- gcsckützte Lage wie der Feuchtigkeitsgehalt der Luft ebenso sorgfältig berüdiiditigt wie die Sicherheit vor dem immer hungrig herumspionierenden Marder. Auch hier das große Rätsel: ein besonders gefräßiges rcrtes ergab mit einer Ausnahme die Wiederwahl der [eittätigen Mitglieder. Tine längere Aussprache entspann sich um die Frage des Turnhallenneubaus. Der Turnrat setzte [ich jedoch energisch für längere Zurückstellung des Planes ein, da ohne gesicherte finanzielle Grundlage an einen Neubau nicht zu denken [ei. 00 Nieder-Florstadt, 1. Febr. Die Turngemeind« hielt in chrer Turnhalle die Generalversammlung ab, die febr gut besucht war. Einnahmen in Höhe von 2011.81 Mk. standen 1878.20 Mk. Ausgaben gegenüber, [o daß ein Äaffenbeftanb von 133.61 Mk. verbleibt. Auf der Halle stehen noch 1732.30 Mk. Schulden. Der Vorstand wurde in [einer seitherigen Zusammensetzung wiedergewählt. Das Amt des Frauenturnwarts (neu) wurde dem zweiten Turn- wart August Kliehm mitübetraaen. Für den Turnbetrieb wurden jetzt energischere Maßnahmen vorgesehen. Wer als aktiver Turner die Turnabende nicht besucht, wird aus dem Verein ausgeschlossen. Kreis Schotten. ! Schotten, 1. Febr. Dom Zweckver- band Schotten-Hungen erfahren wir, daß die eingerichtete neue Autolinie Schotten, Eichelsdorf, Ulfa, Rabertshausen, Rodheim, Langd, Hungen ausgezeichnet im Betrieb gehalten wird und gut rentiert. Das Auio wird sehr stark benutzt, besonders aus den Strecken Cichelsdors—Ulfa und Hungen—Langd. Eine dreimalige Derbindung zwischen den genannten Orten ist eingerichtet, die jeweilig richtigen Anschluß an die verschiedenen Züge der Reichsbahn in Hungen und Eichelsdorf hat. Wenn der starke Verkehr auf der Autostrecke in der seitherigen Welse anhält, wird sich der Zweckverband mit der Frage der Anschaffung eines weiteren Autos besassen müssen. Richt richtig ist die kürzlich berichtete Mitteilung, daß die Stadt Schotten die Anschaffung eines weiteren Autos beschlossen habe. Die weitere Entwicklung des Verkehrs auf der Strecke muh abgewartec werden. Die Strahenverhältnisse sind teilweise in jämmerlichem Zustand. Mit leichter Mühe und wenig Kosten könnten von den Strahrn- wärtern die kleinen Löcher in den Straften aus- gefüllt und die Strafte wieder verebnet werdeir. Da aber meist nichts geschieht, werdeir die Löcher ständig gröfter und dre Straften stets schlechter. Dann sind Generalreparaturen, Walzungen u. dgl. notwendig, die ungeheure Summen verschlin- gen. Hier mühte ein besonderes Augenmerk der zuständigen Stellen von Kreis, Provinz darauf gerichtet werden, daß gerade die Anfangsschäden in den Straften, die beginrrenden kleinen Löcher rasch gedeckt und ausgeglichen werden. — Von Alsfeld ist die Einrichtung einer Auto st recke nach Storndorf -Meiches gedacht. Die beteiligten Gemeinden haben sich zu den von der Post geforderten Zuschüssen bereit gesunden, so dah die Linie Wohl bald in Betrieb genommen werden kann. An zwei Tagen, Dienstags und Freitags, in der Woche ist auch die Durchführung des Autos nach 111 r i (ft ft e i n gedacht, wo Anschluß an das nach Schotten gehende Post- auto vorhanden ist. □ ßaubad), 1. Febr. Im Feftsaale der hiesigen Realschule sprach Dr. Hermann Deckert vom Kunstgeichichtlichen Institut der Universität Marburg über Albrecht Dürer. Dieser Dortrag war die dritte Deranstaltung der Laubacher Konzert- lind Dortragsvereinigung. Der Redner führte in höchst anziehender und lehr- reicher Weise die künstlerische Entwicklung des Nürnberger Künstlers aus. Der Vortrag wurde durch treffliche Lichtbilder bereichert. Id. Aus dem vorderen Vogelsberg e. 1. Febr. Eigenartige Verhältnisse herr- . schen zur Zeit auf dem Buttermarkte, durch die das Märchen vom billigen Landleben prächtig illustriert wird. 3m höheren Vogelsberge kaufen Händler Butter in erheblichen Men- f gen für 1,40 Mk. bis 1,50 Mk. auf und beliefern meist die Großstadt Frankfurt. 3n den mit Industriearbeitern am Füße des Gebirges gelegenen Taldörsern, die für Butter Zuschuhgebiete sind, kostet diese 1,90 bis 2 Mk. Dieser Preis liegt weit über Gießener Wochenrnarltpreise und übersteigt auch noch den Erlös, den die Händler für Vogelsberger Butter in Frankfurt erzielen. Es ist eigentlich zu verwundern, daß noch lein Händler seine Groftstadtkundschaft ausgegeben hat, um sich in allernächster Rähe seines Bezugs» gebie.es einen neuen Kundenkreis zu suchen. KreiS Alsfeld. -er. Homberg a. d. O h m, 1. Febr. Einen interessanten Lichtbilderoortrag hielt am Sonntagabend Frl. Steiner von der Berliner Frauenmission in unserer gut gefüllten Kirche über „Die deutsche Missionsarbeit in Indien". Lehrbach, 1. Febr. Der Gemeinderat beschloß in seiner letzten Sitzung u. a. die Erhöhung des Zuschuffes zur Autopost- linie Kirchhain —Kirtorf. Der Zuschuß beträgt nunmehr 25 Mk. monatlich, eine Summe, die die Gemeinde im Interesse der Verkehrs- erleichterung gerne aufbringt • Rieder-Gemünden, 1. Febr. Die hiesige Gefolgschaft des Iungdeutschen Ordens veranstaltete am Sonntag eine Reichsgründungsfeier, verbunden mit einem Lichtbildervortrag. Dr. Gebhardt, Groftmeister der Bruderschaft Gießen, sprach über die Gründung des Deutschen Reiches und über die Wege und Ziele des Iungdeutschen Ordens. Reick^r Beifall dankte dem ausgezeichneten Redner. Starkenburg. WSR. Darmstadt. 1. Febi. Das „Darmstädter Tagblatt" kann am heutigen Tage auf fein 190jähriges Bestehen zurückblicken. Das Blatt, das im Verlage der L. C. Wittichschen Hofbuchdruckerei erscheint. ist aus diesem Anlaß in Form einer 76seitigen Iubiläumsnummer herausgekommen mit Beiträgen führender Persönlichkeiten von Politik. Wirtschaft, Wissenschaft. Technik und Sport. 11. a. haben Beiträge geliefert Reichs- auftenminifter Dr. Stres emann, Oberbürgermeister Dr. ® I ä f f i n g , Prälat D. Dr. Diehl und Graf Hermann Keyserling. WSN. Mosbach, 1. Febr. Die Obstver - w e r t u n g s g e s e l l s ch a f t m. b. H. in Mosbach, die kürzlich in Konkurs geriet, hielt dieser Tage in Mosbach eine Versammlung ab. Die Schul- d c n l a st beläuft sich auf 92000 Mark. Von den 611 Genossen hat jeder vorläufig 130 Mark x u zahlen. Von den Verlusten werden haupt- sächlich kleine Landwirte des Kreises betroffen." Rheinhessen. WSN. Worms, 1. Febr. In der vergangenen Nacht wurde unweit der pfälzischen Grenze an der Bobenheimer Landstraße der 50jährige Maurer Jakob Walter aus Worms tot aufgefunden. Sein Fahrrad lag unweit davon im Straßengraben. Es wird allgemein angenommen, daß Walter von einem Automobil überfahren und getötet worden ist. Untersuchung ist eingeleitet. Preußen. Kreis Wetzlar. WSR. Wetzlar, 1. Febr. 3m benachbarten Diskirchen beobachteten junge Burschen beim Spatzenschießen nicht die nötige Vorsicht. Ein vorübergehender Mann wurde durch ein 9-Millimeter-Geschoß am Kopfe schwer verletzt. Die Kugel drang durch den Mund in den Körper und mußte operativ entfernt werden. L Klein-Rechtenbach, 1. Febr. Die wirtschaftliche Umlegung derGrund- stücke der hiesigen Gemarkung ist schon soweit fortgeschritten, daß den Grundstücksbesitzern dieser Tage die Auszüge aus dem Dermessungs- und Einschätzungsregister zugestellt werden konnten. Zur Vorlage der Register und zur Erklärung über diese ist ein Ortstermin auf den 2. Februar anberaumt. Auswärtige Besitzer können in diesem Termin auch Wünsche hinsichtlich der zukünftigen Planlage äußern. — In Verbindung mit der Umlegung der Grundstücke wird auch der „Holzweg", der Verbindungsweg von hier nach Vollnkirchen, ausgebaut, sowie der Dorfausgang nach Vollnkirchen erweitert. Mit dem Ausbau des „Holzweges" wurde bereits im vorigen Iahre unter Inanspruchnahme von Mitteln aus der produktiven Crwerbslosenfürsorge begonnen. Dieser Tage wurde der Ausbau einer weiteren Strecke des Weges durch das Kulturamt zu Wetzlar an den Wenigstfordernden, llnierncftmer Wagner- Krofdorf, vergeben. Es handelt sich u. a. um etwa 1200 Kubikmeter Erdbewegung. Bei den Arbeiten sollen in erster Linie hiesige Arbeiter beschäftigt werden. Als Rotstandsarbeit ist der diesjährig« Ausbau nicht anerkannt. — Dem hiesigen Waisenhaus ,L 0 a r" ist von dem Ober- Präsidenten der Rheinprovinz die Erlaubnis erteilt, im Jahre 1927 eine einmalige H a u s k o l l e k t e bei den evangelischen Bewohnern der Rheinprovinz obwalten zu lassen. , CO Lützellinden. 1. Febr. Die Maul- und Klauenseuche ist hier erloschen. Die Sperrmaßnahmen sind aufgehoben. Insgesamt hat die Seuche in zehn Gedösten geherrscht: eine Kuh und einige Stück Kleinvieh sind ihr zum Opfer ge- fallen. 00 Niederkleen, 1. Febr. Der Landwirt und Holzhauer Heinrich Braun von hier st ü r z t e gestern in seinem Wohnhause eine Treppe herunter, wobei er eine schwere Gehirnerschütterung erlitt. Kreis Westerburg. OO Westerbur 8 , 1. Febr. In Neunkirchen sand eine Versammlung statt, die sich mit der Weiterführung der projektierten Sahn- t a l b a h n von Westerburg über Gemünden durch dre „Lasterbach' nach Weilburg beschäftigte. Außer den Landräten Ien ver von Weilburg und Dr. S ch u n k von Westerburg waren die Bürgermeister der interessierten Gemeinden und viele Einwohner erschienen. Bürgermeister K r e cke l - Gemünden betonte, daft die Sayntalbahn erst dann iftren Zweck erfülle, wenn sie eine Verlängerung in oben erwähnter Weise erfahre. Pfarrer Rabitz- Gemünden bemerkte, es sei dringend erforderlich, daß die Sayntalbahn in Westerburg einmünde und nicht nach Marienberg geleitet werde, sonst sei eine Ausschlie- ftung und Nutzbarmachung der Bodenschätze der Gemeinden zwischen Gemünden und Weilburg nicht möglich. Redner empfahl, einen Arbeitsausschuft zu wählen, der unter Hinzuziehung von Sachverständigen zu prüfen hätte, welche Gegend die Bahn durchqueren müsse. Gleichzeitig solle der Ausschuß eine Rentabilitätsberechnung aufstellen. Diesem Vorschläge entsprechend wurde verfahren, nachdem die Landräte den Bemühungen ihre volle Unters.ühung zugesagt hatten. Als Sachverständiger soll Ober- regierungdbaurat Weber- Koblenz gewonnen werden. Eine neue Versammlung [oll in Äürxe stattfinden. — Dieser Tage wurden bei Rehe in der Gemarkung Rennerod 14 Wildschweine festgemacht. Da nur wenige Schützen zur Verfügung standen, konnten nur drei der Borstentiere erlegt werden. Maingau. WSR. Frankfurt a. M, 1. Febr. Der Magistrat hat sich bezüglich der Verwendung des früheren von Stump s-Brentanoschen Parkes in Rödelheim grundsätzlich mit einem Projekt einverstanden erklärt, das in Verbindung mit der regulierten Ridda die Herstellung einem Schwimmbades mit Planschweiher, die Schaffung eines Volksparks innerhalb des wertvollen Baumbestandes und die Einrichtung eines Schulgartens vorsieht. Es handelt sich dabei um die Schaffung einer großzügigen landschaftlichen Anlage, die für den äußern Westen der Stadt in Zukunft zweifellos ein hervorragender Anziehungspunkt werden wird. Die Ausführung des Projektes [oll als Rotstandsarbeit alsbald in Angriff genommen werden. — In der Bismarckallee entstand heute vormittag infolge einer Benzinexplosion im Tank eines großen Personenautos ein schwerer Brand, durch den der Wagen, der einen Wert von 10 000 Mk. repräsentierte, innerhalb kurzer Zeit völlig vernichtet wurde. WSR. Hanau, 1. Febr. In einer Wirtschaft in der Lamboystrafte hatten sich beim Kartenspiel die Gemüter der Spieler derart erhitzt, daß es auf der Strafte zu einem Zusammenstoß kam. Der 30jährige Arbeiter P. Strasser brachte dabei seinen beiden Gegnern, dem 26jährigen H. I o r d a n und dem 21jahrigen W. Kraft schwer e Stichwunden bei. Dem W. Kraft wurde die Halsschlagader verletzt, so daß er an den Folgen im Krankenhause gestorben ist. Zu dem Raubmord in Frankfurt WSR. Frankfurt a. M.. 1. Febr. Gestern fand auf dem Anwesen des verhafteten Raubmörders Schultheiß in Wisselsheim bei Bad-Rauheim eine Durchsuchung statt, bei der sämtliche Juwelen und die Pistole gefunden wurden. Schultheift wurde jetzt in das Gerichtsgefängnis überführt. Gerichtssaal. Veruntreuungen eine» BürgermeiftetK WSR. Darmstadt, 1. Febr. Das Grotze Schöffengericht verurteilte gestern den Bürgermeister Friedrich Wilhelm Volk aus Stockhelm (Kreis Erbach) wegen fortgesetzten Verbrechens im Amte in Tateinheit mit Betrug, Unterschlagung und Urkundenfälschung zu zwei Iahren Zuchthaus und 1000 Mark Geldstrafe, sowie fünf Iahren Ehrverlust. Voll hatte in seiner Eigenschaft als beamteter Q3ürger- melfter den Gemeindesackel als melkende Kuh für seine Privatbedürfnisse betrachtet und fein Amt in gewissenloser und skrupelloser Weise oertoaltet verurteilte Milchfalscher. WSR. Höchst a. M.. 1 Febr. Der Gutspächter W. Schäfer in Ooerllederbach wurde vom hiesigen Schöffengericht wegen fortgesetzter Milchfälschung zu drei Monaten Gefängnis und zu 1000 Mark Geldstrafe verurteilt. Die Wirtschafterin Berta M ö 1- t e r in Oberliederbach erhielt wegen des gleichen Vergehens 100 Mark Geldstrafe. Sieben Iahre Zuchthaus für einen Landesverräter. WSR. Wiesbaden, 1. Febr. Wie aus Leipzig berichtet wird, verurteilte der Strafsenat des Reichsgerichts den Bäckek-und Dolmetscher Ernst Brücker aus Wiesbaden toe- rm Spionage zu sieben Jahren Zucht- aus und 10 Iahren Ehrverlust. Der Angeklagte hatte in den Iahren 1925 und 1926 Schriftstücke und Rach richten, die im Interesse der Landesverteidigung geheimzuhalten waren, einer feindlichen Macht ausgeliefert Mit Stecknadeln gespickte Buben. WER. Frankenthal, 1. Febr. Gegen den Landwirt H. Haustein von Großniedesheim, der im August v. 3. auf den Feldern einiger Bauern des Ortes in die Rüben Stecknadeln ge st eckt hatte, wurde vor dem Schöffengericht Frankenthal verhandell. Der Angeklagte wurde für feine abscheuliche Tat zur höchstzulässigen Strafe für Sachbeschädigung von zwei Jahren Gefängnis und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt. Die Untct- suchungshast wurde nicht angerechnet. ssms Sodener y V Pastillen gegen Heiserkeit, Verschleimung Oer Frosch mit-erMaske Roman von Edgar Wallace. 56 Fortsetzung Nachdruck verboten Er gewahrte drei umgekehrte V, von denen er ann. h.n, daß sie die Ausläufer eines Gebäudes, möglicherweise eines Hangars wären. Aber dann ent|ann er sich, daß dies wohl die chemische Fabrik fei, von der Elk ihm erzählt halte. r fuhr mit immer größerer Vorsicht weiter. Er hatte eben die Bremse angelegen, als er drei rote Lichter sah, die quer über die Strafte hinweg ausgestellt waren und neben denen ein Polizeimann stand. „Hier können Sie nicht weiter, die Strafte ist aufgerissen." „Seit wann?" fragte Dick. , Sie ist vor zwanzig Minuten gesprengt worden," war die Antwort. „Aber es gibt eine Meile zurück noch einen Seitenweg, von wo Sie auf die andere Seite der Schienen gelangen können. Hier können Sie umwenden." Er zeigte auf einen Torweg, der offenbar in die Fabrik führte. Dick zog den Scftaltljebcl an und ließ seinen Wagen gegen die Deffnung hin reversieren. Seine Hand war ausgestreckt, um die Direktion zu ändern, als der Polizeimann, der neben dem Auto ft c nie gangen war. einen Hieb nach ihm führte. Gordons Kops war gerade gebeugt, und nur der lederne Helm, den er trug, rettete ihn vor dem Tode. Der Schlag war kaum gefallen, als etwa ein halbes Dutzend Leute aus dem Schatten hervortraten. Einer sprang auf den Führersitz, man die reglose Gestalt des Besitzers fteraus, drehte die Lampen ab und fuhr noch weiter zurück. Die anderen trugen die roten Weglampen fort. Der Polizeimann beugte sich über Dick. „Ach, — ich habe geglaubt, daß er ganz hin ist", sagte er enttäuscht. „Du kannst es ja noch immer besorgen", sagte jemand in der Finsternis, aber der Polizeimann hatte anscheinend seine Meinung geändert. „Hogn wird ihn sehen wollen, sagte er. „Hebt ihn auf!" Sie trugen die leblose Gestalt über den unebenen Boden hin und durch eine Schiebetür in eine große, schlecht beleuchtete Fabrikhalle, aus der die Ma schinen entfernt worden waren. An dem einen Ende der Halle war ein Raum durch Ziegelmauern abgetrennt und als Bureau verwendet worden. Dorthin wurde Dick getragen und auf den Boden geworfen. „Da haft ftu ihn, Hagn", brummte der Polizei- mann. „Ich glaube, er ist fertig." Hagn stand vom Tische auf und ging zu Gordon hinüber. „Dem ist nicht viel passiert", sagte er. „Durch den Helm kann fein Schlag töten. Nehmt ihn ab/ Sie nahmen den Lederhelm vom Kopfe des Bewußtlosen ab, und Hagn untersuchte ihn flüchtig. „Nein, ihm ist nichts geschehen", sagte er. „Spritzt ihn mit Wasser an — nein, wartet! Wir wollen ihn lieber zuerst durchsuchen. Diese Zigarren," sagte er und zeigte das braune Etui, das aus der Brusttasche fterausragte, „die nehme ich." Das blaue Kuvert war das erste, was sie fanden. Hagn riß es auf und las. „So!" lachte er und sperrte das Dokument in den Rollschreibtisch, „jetzt schüttet ihn mit Master an." Dick kam zur Besinnung. Sein Kopf schmerzte und pochte, und er hegte eine Art von Groll gegen das Bewußtsein, das man ihm aufzwang. Er setzte sich auf und rieb sich das Gesicht wie ein Mann, den man aus schwerem Schlafe weckt, blinzelte in das helle Licht und taumelte schwankend einige Schritte. Dann sah er einem nach dem andern in das grinsende Gesicht. „O," sagte er zum Schluß, „einer von euch hat mich niedergeschlagen. Wer war es?" „Wir werden Ihnen sofort seine Karte überreichen", spottete Hagn. „Aver wohin sind Sie mitten in der Nacht gefahren?" „Nach Gloucester", sagte Dick kurz. „Ja, nach der Hölle!" brüllte Hagn. „Hinauf mit ihm. Jungens!" Aus dem Bureau führte eine Treppe ungeftridje- ncr Holzstufen nach oben und über diese wurde er halb hinauf gestoßen, halb hinauf gezogen. Der obere Raum war In Kriegszeiten das Bureau des Hilfs- auffehers gewesen. Eine kleine Kohlenfadenlampe warf einen kränklichen gelben Schimmer auf die finstere Gruppe, die Dick umringte. Er fand Zeit, seine Umgebung zu betrachten. Das Zimmer hatte ein großes Fenster, von dem aus man einen weiten Blick über die ganze Gegend gewann. Es war mit einer dicken Schmutzschicht überzogen, so wie der Fußboden mit Kehricht be- deckt war, den hinwcgzuräumen die jetzigen Besitzer der Fabrik nicht der Mühe wert erachtetet hatten. „Durchsucht ihn noch einmal, — versichert euch, daß er keine Pistolen bei sich hat und nehmt ihm die Stiefel weg!" rief Hagn von der Treppe her. „Du wirst einen oder zwei Tage hier bleiben, Gordon! Vielleicht kannst du mit dem Leben davon- lommen, wenn man uns Balder zurückgldt. Wenn aber nicht, dann — —: Gute Nacht, meine liebe Mutter!" XXXVI. Das Kraft st romkabel. Dick Gordon wußte, daß jegliche Diskussion mit feinen Gegnern nur Zeitverlust bedeute. Aber kaum war er allein, als er sich an eine Behandlung machte, die ihn einst ein Arzt gelehrt hatte. Er druckte das Kinn auf die Brust und feine beiden offenen Handflächen legte er hinter den Nacken, indem er mit den Fingerspitzen kräftig zudruckte und dann langsam den Kops erhob, was ihm fast unerträgliche Dual bereitete. Dann führte er die Finger über die Kehle. Nachdem er dies dreimal wiederholt hatte, war fein Kops verhältnismäßig frei, und er begann die Möglichkeit der Flucht zu überdenken. Die Tür bestand nur aus dünnem Holz, das man wohl leicht e'inzudrücken vermochte, aber es gab keinen anderen Ausgang, als den über die Stiege. Und der Raum unter ihm war voll von Männern. Plötzlich ging das Licht aus, und das Haus lag im Dunkeln. Er erriet, daß dies geschehe, weil Hagn befürchtete, daß der Lichtschein von der Strafte her bemerkt werden könne. Hagn hatte wirksame Maßregeln ergriffen, um dem nachfolgenden Polizeiauto, das er nach Dicks Ankunft erwarten mußte, zu begegnen. Zu Dicks Freude hatte man ihm die Zündh. Izchen nicht fort- genommen; er strich eines an und iah um sich. Vor einem offenen Kamin, der mit einem unbeschreiblichem Kehrichthaufen von halb verbrannten Papieren und Staub angefüllt war, lehnte eine Stahlplatte, die man zur Anbringung von Schrau ben mit Löchern versehen hatte, augen-cheinlich Teil eines Tanks, der nicht zusammengestellt worden war. Ein großer Schalter war an der Mauer angebracht und Dick drehte ihn, in der Hossnung, dah er zu der elektrischen Lampe füftre, aber anscheinend stand diese mit der unteren Lichtleitung in Verbindung. Er zündete ein neues Zündhölzchen an und folgte der Leitung. Ein dicker schwarzer Draht führte in den Winkel an der Wand und an der Zimmerdecke ftift. Er endete plötzlich rechts vom Kamin und aus den Spuren am Fußboden erriet Dick, daß hier irgend einmal eine Derfuchslchweißanlage eingebaut gerne jen war. Er letzte sich nieder um nachzudenken. Er konnte das Murmeln der Stimmen durch den dünnen Dretterboden hören, als er sich niederlieft und hielt das Ohr an die Falltür, die er mit einem Stück Drahtes, den er im Kamin gefunden hatte, reinigte. Hagn schien zu sprech;». „Wenn wir auch die Strafte zwischen hier und Newbury in die Luft sprengen, so wird man den Braten riechen", sagte er. „Das ist eine stupide Idee, die du da auskramst, Hagn. Was willst du eigentlich mit dem Kerl da oben machen?" „Ich weift nicht. Ich warte auf eine Nachricht vom Frosch. Vielleicht will er ihn töten." _ „Es wäre aber gut, ihn als Geisel für Balder da zu behalten, — wenn der Frosch denkt, daft er es wert wäre." Gegen fünf Uhr vernahm Dick Hagns Stimme, die er einige Zeit nicht mehr aus dem allgemeinen Gespräch hera.isgehört hatte. „Er will, daft er stirbt!" sagte Hagn. • In Dicks Arbeitszimmer hatten zwei Menschen die ganze Naci t hindurch wach gesessen, anb nun war es vier Uhr fnift. Elk war fort, zum zwanzigstenmat in die POtizudirektion gegangen und zum zwanzigstenmal wieder zurückgekehrt. Ella Bennett hatte verzweifelt versucht, Diäs Bitte zu erfüllen, hatte entschlossen Seite um Seite umgeroenbet hatte stundenlang g.'ies.n und doch nichts gelesene Mit einem tiefen Seufzer legte sie das Buch hin, faltete die Hände und sah nach der Uhr. „Ach, glauben Sie, daft er Gloucester erreichen wird?" „Aber sicher!" sagte Broad überzeugend. „(Kr rft ein Mann, der überall durchkommt. Er ist von der richtigen Art und dem richtigen Typ. Ihn kann nichts aushalten." (Fortsetzung folgt) Ab- SÄ* eues L®? m. ^b°ch EX S*rt M wrta Dz,. "«L li tt flrnZucht. £. ®« 2n. 1,25 unb M J® 3nttrtf|e faten toattn. lüben. 5^r- ©ega, 11 ®n>6nltbd. 3«Wem Wtx vurdr tret dm EDnL», Sfc*®1 >ur Schädigung Bon > “nb zu ben J ®ie Unttt- M ö4w fen gegen chlemng der Mauer ange- :SÄ nS^n'^n unX MttDrah'U i brr 3"",nerx! ’aniin unb au» b" , bafe D>« 1W® e eingebaut »• Stz iiH-h* t* Pir» K»(w »urfft , mü* |nÄ' für «alber ikNn- .mit Venschk" “Ü inb nun war iüffl 3" zival" n hatte Lila •«•«* hott- >'Ak <®e7f» Mil clne^ rs.^1" 8l(U«lter k ® UZ« '* ,y Bel diesem y Bchlech'en Wetter I1LSTEX NIE» ’ Dann nehmen Sie nur Winterhoffi extra starke Ensalyptas Hiithil- Boujoni! Beutel 50 Pf. , Drogerie Wlnterholi 1 &, Kreuzplatz 0/10 i. * M M U L < M «Cx- ■ 7. ” -mS4; w WMWMWMllg auj 5%soieiUie5MMeiiieui5ini927 Der Zeichnungspreis beträgt die als Reichsbank. Z. Treyfus monatiger Sperrverpslichtung werden bei der Zuteilung vorzugsweise berücksichtigt werden. Die Bezahlung der zugeteilten Stücke hat in der Zeit vom 21.-23. Februar d. I. derjenigen Stelle, welche bie Zeichnung entgegengenommen hat, zu erfolgen. Tie Zeichner erhalten zunächst Kassenquittunyen, gegen deren Rückgabe später Ausgabe der endgültigen Stücke durch die Zeichnungsstellen erfolgt. Anmeldungen auf bestimmte Stücke können nur insoweit berücksichtigt werden, dies mit dem Interesse der anderen Zeichner verträglich erscheint. nur 50 Pfg. Tanz- und Gesellschafts-Schuhe I Aparte Auswahl I Alle Preislagen! Statt Harten! Lich (Oberhessen) Arolsen (Waldeck) 1. Februar 1927 Lisel Butterweck Hans Süffel Verlobte Gasherde Runter *. Rui» — toaoneaau in nröütet Auswahl MolsMlger.MlllM.Z5 (Srletcbtene 8nblunfl6bcbmflunnfn. Aul Wunsch Raicnrabtungeu ®a Schuhhaus W. Herbert Marktplatz 2 GIESSEN Marktplatz 2 neben der Engelapotheke 1032a ..."............ i ..li 11 ■ i! n ■ in.i. in. i ii. 11 ■ ii i ■ i ..J || ||[| 111[1 It'ttlMIII'Isllllllllilllll'MM Donnerstag, den 3. Februar 1927, nachmtitaqs 2 Uhr, versteigere ich im .Löwen-, Neuenweg, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 1060c ai 2 Fahrräder, l Standuhr. 4 Schreib- tiftbe, 4 BllieuS. 1 Kredenz, I WalchUich, 1 Cb'iOelonaue. 1 Klavier. 1 EtSlchrank, 1 Walchelchraak. 1 -ekre-är, I Svieael. 1 Armctichrank, 3 Näbniut^inen 1 ver- lifoiü, 1 Schrewniswune. I Frtleur- cinrichuma, 1 Aencrlöf*er, 1 eiferne Kassene, 1 nro en kUnchlunaStörver, 1 Bachelichrank, is Bande BrockdauS Verlfon, 1 ftnrion Äniidnefatien, 1 ar. Cutiiuaaen, 2 «laden ^ernamemertav, 7 Landuemblöcke, 2 Warenlchrankchen, 1 Registrierkasse. bl Voraussichtlich bestimmt: 1 Büfett, eine Standuhr. Tern Gerichtsvollzieher in Gießen, Steinstraß« 13. 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Februar 1927, vormittags 9/2 Nhr, auf dem Rathaus zu Stein- Heim Fuhrleistungen zu 187.50 Mark Ehaussierungsarbcitcn zu 720.— Mark Liefern von Basaltbruchsteinen zu 75.— Mark Erdarbeiten zu 600.— Mark Liefern von Basaltklcinschlag zu 500— Mark veranschlagt in einzelnen Losen vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen aus Hess. Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote in Prozenten des Voranschlags verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postsrci bis zum Eröffnungstcrmin einzureichen sind. ZuschlagSfrist 3 Wochen. Gießen, am 29. Januar 1927. Hessisches Kulturbauamt. ____________H. Steinbach._________10265) holMrsteigeruug im Albacher Gemcindewald, Distrikt Kreuzholz-Eisernhand und Mühlberg am Freitag, dem 4. Februar 1927. Zur Versteigerung kommen: Scheiter: 181 rm Buchen 5 rm Eichen 4 rm Birken, 7,2 rm Fichten. Knüppel: 51 rm Buchen, 6 rm Eichen 31 rm Fichten. Ttmnmrcisig (Wellen): 200 Stück Fichten. Astreisig (Wellen): 1530 Stück Buchen, 100 Stück Eichen, 1320 Stück Fichten. Stöcke: 41,6 rm Buchen, 3 rm Eichen, 22,5 rm Fichten. Fichteu-Derbftangen II. Klasse — 289 Stück mit 8,68 fm Fichten-Nutzrcisig = 8 rm, Fichten-Rcioftangen: 15 Stück mit 0,20 fm. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr am Mühlberg auf der Straße nach Lich. Fortsetzung der Versteigerung in der Eisernhand um ml 11 Uhr. ■ Albach, den 1. Februar 1927. 1059V Hess Bürgermeisterei Albach. _______________Lenz._______________ -Holzversteigerung. Die Fürstlich-Solmsische Oberförsterei Hohensolms versteigert an Ort und Stelle Montag, den 7. Februar 1927, aus dem Forstort Windelbach: Stangenholz Fichten 1.—3. Klasse 121 Stück, 4. Klasse 175 Stück, 5. und 6. Klasse 80 Stück; Scheitholt rm - Buchen 42, Eichen 31; Prügelholz rm Buchen 149, Eichen 110, Erlen 3; ReiSholz Wellen Buchen 6880, Eichen 3250. Zusammenkunft 11 Uhr auf der Landstraße Eingang Wiudelbach. Dienstag, den 8. Februar 1927, aus dem Forstort Jßclschcid: Stammholz Fichten la bis 2a Klasse 25 Stück mit 4,76 fm; Stangenholz Fichten 1. bis 3. Klasse 238 Stück, 4. Klasse 1100 Stück, 5. und 6. Klasse 1370 Stück, 7. Klasse 700 Stück; Prügelholz rm Buchen 10, Eichen 21; Reisholz Wellen Buchen 1030, Eichen 3000. Zusammenkunft 10% Uhr bei Brennholz Nr. 1. Voranzeige: Die Versteigerung von Holz aus den bei Hohensolms gelegenen Forstorten findet am Mittwoch, den 9. Februar 1927 im Führcr'schen Saale in Hohensolms und die Versteigerung von Holz aus demForstort Helfholz amLamötag, den 12. Februar 1927, in Bieber im Ger lach'schen Saale statt.1006V Bullenoerkauf. Die Gemeinde Wieseck beabsichtigt, einen Simmenthaler Bullen auf dem Sub- missionSweg zu vergeben. Die Offerten sind bis zum Freitag, den 4. Februar, vormittags 11 Ubr, pro Zentner Lebendgewicht auf hiesiger Bürgermeisterei einzurcichen. Bedingungen liegen daselbst offen. Wieseck, am 29. Januar 1927. Schomber, _____________Bürgermeister._______942V Zagdverpachtung. Samstag, den 5. Februar 1927, nachmittags 3 Uhr, soÜ die Gemeindejagd zu Steinbach bei Gießen, bestehend in 800 Morgen Wald und 2600 Morgen Feld, öffentlich auf dem Rathaus auf 9 Jahre verpachtet werden. Die Bedingungen werden vor der Verpachtung bekannt gegeben. Steinbach, den 20. Januar 1927. Hess. Bürgermeisterei Steinbach. Krömer. 796V für christlich-evangelische Erx’ehnnn in Haas nnd Schtüe — Ortsgruppe Gießen. Tonncrstaa, den 3. Februar, abcndS 8 Ubr, im Johannes,aal: MMW lortrag von Herrn Medtzinalral Dr. Walter über: „Einiges über die Wuudcrbilduna des incnirbl. Körpers". Vollzähliges Erlchetnen der 'Mitglieder erwünscht. — Gäste herzlich willkommen. BiicherauSgabe von T3/« Uhr an. Ter Vorstand.________[0726 WttMWMA Crednerstraire 31 Telephon 1004 Morgen Donnerstag, den 3. Februar großer Kappeimbend Original Jazzband. Verlängerung der ______________Boltzeistunde.________10341) Bekanntmachung. Versteigerung von landwirtschaftlichem lebendem und totem Inventar. Infolge Auflösung des Gräfl. Solms- Laubach scheu OclonomiebetriebeS in Lau- bach wird am Mittwoch, dem 9. Februar ds. Fs., von 107« Uhr vormittags an, int Oekonomiehof das lebende und tote Inventar öffentlich meistbietend versteigert. Es kommen u. a. zum Ausgebot: Arbeitspferde, schwarzwcitzes Rindvieh, tragende Zuchtsauen, Geflügel, ein reichhaltiger Bestand an Maschinen und landwirtschaftlichen Wagen, Geräte und Gc- schirr. Besichtigung jederzeit nach Anmeldung beim Verwalter. Bedingungen werden int Termin bekanntgegeben. Bar- anzahlung bei Steigpreisen über 50 Reichsmart ein Drittel; Steigpreise bis zum Betrage von 60 Reichsmark sind bar zu zahlen. Zuschlagsgenehmigung bleibt Vorbehalten. Es werden ferner schon vor der Versteigerung partienweise gegen Barzahlung abgegeben ea. 30 Zentner Eßkartoffeln, 50 Zentner Saatkartoffeln, 100 Zentner Dickwurz. Laubach, im Februar 1927. Gräfl. Rcutkammer. 1053V Holzversteigerungen de; Gräfl. gorftamts zu Laubach 1. Montag, den 7. Februar, 10% Uhr vormittags, in der Turnhalle zu Freien- secn aus Distrikt Kreuzseenerberg 3a. Raummeter Scheiter: 670 Buche, 2 Esche, 1 Birke. Knüppel: 175 Buche, 2 Esche. Stöcke: 80 Buche, 2 Fichte. Reiser- knüppel: 32 Buche. Aus den Distrikten Tränkbach 1, Eichelgarten la, Jmsenhau, Struth; Raummeter Scheiter: 15 Buche, 2 Esche, Ahorn, 1 Fichte Knüppel: 10 Buche, 2 Esche I I, 6 Erle, 2 Fichte II. Blau unterstrichene Nummern kommen nicht zum Ausgcbot. Kohlreiser und Lesholz flächenweise. Auskunft erteilt Förster Krautwurst zu Glashütte. Aus Revier Oberseen kommt an demselben Tag noch eine kleine Menge Brennholz zum Ausgebot. 2. TienStag, den 8. Februar, vormittags 10.15 Uhr im Solmser Hof zu Laubach aus dem Distrikt Kirchberg des Reviers Jägerhaus. Raummeter Scheiter: 105 Buche. Raummeter Knüppel: 535 I, 65 II Buche, 39 Eiche, Esche. Raummeter Stöcke: 8 Buche. Raummeter Reiser- knüppel: 149 Buche, 19 Stück Eiche, Esche, Hainbuche und Maßholder Derb- stangeu zu Deichseln nnd Langwieden geeignet; aus den Distrikten ThomaSbiegel, Seifenberg, Schiffenberg, Röhrenkopf, Schmitthain, Buchholz, Langhecke, Hoher- Rain, Lingelbach. Raummeter Scheiter: 10 I, 150 II. Buche, 15 Esche. Raummeter Knüppel: 10 I, 140 II. Buche, 20 Esche, Eiche, 28 Nadel und Weichholz. Raum- meter)Stöcke: 250 Buche, 2 Esche. Raummeter Reiserknüppel: 300 Buche, 20 Nadel. Kohlreiser und Lesholz flächenweise. Auskunft erteilt Förster Melchior, Jägerhaus.____________________________1049V Vullenversteigerung" Freitag, den 4. ds. Mts., vormittags 11 Uhr, soll beim Faselstall dahier ein junger fetter Bulle öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Bedingungen werden vor der Versteigerung bekannt gegeben. Laubach, den 1. Februar 1927. Hess. Bürgermeisterei Laubach: ___Boehm.________1050V Drucksachen allerArt (leien in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und nrdswtd die Brüh Piche Uolv. Druckerei. R. Uinre Schifffenberger Weg 50 Fernsprecher 102 1033V Generalvertreter der Adler-Werke vorm. H. Kleyer, Frankfurt a. Main » I Metzelsuppe, sowie reichhaltige Abendkarte. Zum Ausschank: Triumphator aus der Löwenbrauerei München. Außerdem Exportbier a.d. Brauerei Ihring-Melchior, Lich ockbler-Fest^ mit Konzert _ ßj, Donnerstag, den 3. Februar Gröhes GieOener Thealemreinigung gegr. 1926. Samstag, des 6. Februar, abends T 58-t'hr Großer Pretsmaskenball Saalbau Snurr. Neustadt Boroert. 1,50-^,Abcndk 2 * Starten zu haben in den durch Plakate tenntL Geschähen und bet den Mtigliedern. k»? Gastwirtschaft Boller Bahnhosstrahe 10670 Wütet Aus Walltorstrahe 6. 0738 WnklMg, den 3. Mm: MWM Ab 10116t: WMcisü mit MrnnL Sie schaden sich seihst!! Wenn Sie beim Kauf eines Kraftfahrzeuges nicht meine Angebote einholen Der neue Adler-Sechszglinder-Standard 6 steht am Freitag, dem 4. Februar, zur unverbindlichen Probefahrt zur Verfügung. Gefl. Anmeldungen sofort erbeten. Oberhesslsche Auto- und Fahrradindustrie Otto Göbel, Gießen Krokodil-Restaurant Kaiserallee 27. Heute Kappen-Abend 1O45D Für getragene AMkkMkl auch za^lt höchste Preise L. Rosenzweig, Gietzen.s Hccsro.581- .Karte genügt. 72a Cafe Hebftreit Frankfurter Straße 1027 0 Heute: WWW! Prima Jazz-Kapelle zur Stelle ES labet freundlichst ein: E. Hebftreit. NB. Dis auf weit, findet jeden Mittwoch, Samstag u. Sonntag Konzert statt. D. O. Astoria-Lichtspiele Ab heute bis einschließlich Sonntag Harry Piel MM Iti ■ • ■ in seinem neuesten und allerbesten Sensationsfilm Was ist los im Zirkus Beely? Personen Verzeichnis: Hanni Weisse, Ilona Karolewna. Fritz Greiner, Erich Kaiser-Titz, Charly Berger Eugen Burg. Wegen des zu erwartenden großen Andrangs za den Abendvorstellungen, bitten wir nach Möglichkeit die Vorstellungen um 4 und 6 Uhr besuchen zu wollen Preise der Plätze Mk. —.80, L—, 1.20, 1.40 Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34 Nur noch heute und morgen der große Lustspielschlager mit Ossi Oswalds in Schatz mach’ Kasse Freitag Premiere Ole versunkene Flotte l(M8c________ Sonntag, den 6. Februar 1927, nachm. 5 Uhr, im Kath. Dereinshaus, Liebigflr. WIMgMilWtzlW der Tantate „Gelobt fei Jesus Christus" von Piel. Chöre mit Solooorträgen hiesiger und auswärtiger Solisten, Rezitation, lebende Bilder. Einlaßkarten sind von 4 Uhr ab im Dereinshaus zu haben. ___103SD Empfehle In altbekannter Güte Neue Miet Pianos Pianohaus Schönau Fernruf 1269 10<3a BratNc’ cllflnche , ... la Kabllau ohne Koof Pfund 303 Pfd. 30^ u. 45 4 Gießen ■ SeStersweg 91 la großer Sicheilllwch o. Kopf Pfd. 58-) n. l 5 la fst. Schollen Pfd.70 ), la Seehecht Pfd 80,) la Itotr.aingen Ptd. 70->, fr. fr if leicht und beruft sich zur rechten Zeit daraus, um feinen Willen durchzuseyen. 'vornehmlich wird aber die Hnregelmäfjigfeit dc« Schlafengehens auf das Einschlafen der Kinder einen ungünstigen Einfluh ausüben. Als Regel gelte allgemein, daß Kinder nicht nach sieben oder acht Uhr abends ihre Ruhestätte aufsuchen sollen. Stellen sich aus anderen Gründen Schlafstörungen «in, Io muh man si« zu beheben versuchen. Das ist nicht immer so einfach', man mag zuweilen den sonst zur Gewohnheit gewordenen MittagSschlas au»,allen lallen, um zu einer Regelung zu kommen. Gelingt dies aber mit kleinen Hilfsmitteln nicht, so ist Vorsicht am Platz, und es ist notwendig, den Arzt um Otat zu fragen. Außerdem ist es verfchieden zu beurteilen, ob es sich »um Schlafstörungen beim Einschlafen der Kinder oder um ein geringe» Wah der Schlaftiefe handelt. Zu beachten ist auch, dah das Kind mindestens ein bis zwei Stunden vor dem Zubettegehen seine AbenDmahl- geit einnimmt. Die Schularbeiten sollen nicht «rst spät gemacht werden, da auch daS für das Einschlafen von Rachtell ist. Als Unsitte und Erziehungsfehler müffen Dir es ansehen. wenn man durch Erzählungen vom ..schwarzen Mann" und dergleichen die Kinder zum Einschlafen zu bewegen sucht. So wird die Phantasie zu unrechter Zeit angeregt, und es Wird sich fürchten, allein zu bleiben und ist Ganz bestimmte Ratschläge für Farbenzusammen- stiminungen au geben, ist um so schwerer, als Far- den sich ja nicht mit Worten beschreiben lassen, 3m* merhin läßt sich allerlei aus der Praxis erzählen. So macht man denn im allgrneinen viel zu wenig Gebrauch von Hellen Wänden und hat die Borstel, lung, dah dunkle Wände „behaglicher" wären. Fast könnte man das Gegenteil behaupten. Es ift im all- gemeinen äußerst schwer, bei sehr dunklen Wänden einen guten Gesamteindruck au erwecken. Hier und da sieht man auch einmal schwarze Wände. Wenn sie mit farbigen ober auch goldenen Mustern unterbrochen sind, lassen sich sehr kapriziös reizvolle Räume mit ihr gehalten. Doch dies sind Ausnahmen und man wird sic nur wählen können, wenn man sehr viele Räume hat. Sehr schön stehen Möbel und Gerät auf einer Wand aus gebrochenem Weiß. Alle Farben sehen auf ihr besonders frisch aus und auch der Gesamtein- druck eines solchen Raumes ist der einer großen Heiterkeit und Wärme, als gerade das Gegenteil von dem, was viele davon erwarten oder fürchten. Für gewisse Zwecke eignet sich besonders ein warmes Grau. Mit schmutzig-braunen Tönen, so beliebt sie sind, läßt sich nichts Gescheites hervorbringen. Für manche Räume, in denen kräftige Farben und dunkle Möbel stehen, eignen sich put die matten Goldtapeten, die übrigens gar nicht ausdringlich sind. Helle grünliche Töne fehen im Tageslicht meist sehr aut aus, erscheinen aber am Abend oft sehr un- scheinbar. Für festliche Räume, wie etwa Speifesäle usw., ist eine gelbe Wand oft sehr empfehlenswert, da sie abends eine besonders gute Wirkung hat und hell erscheint. Rote Abtönungen können sehr gut wirken, doch muß man damit rechnen, daß bei künst- llchem Licht das Rot meist viel wärmer erscheint als am Tage. Die sehr seinen bläulich-roten Abtönungen erscheinen bann oft viel gelbroter als am Tage. Bon blauen Wänden ist etwas Aehnliches zu sagen, wie von den schwarzen: sie können unter Umständen sehr reizvoll wirken, eignen sich aber selten für tägliche Wohnräume. Die Srau und der Wintersport. Heutzutage nimmt die Frau den gleichen Anteil an dem winterlichen Sport'.eben für sich in Anspruch wie der Mann. Diesem Bestreben kommt die moderne grauenflcihung_ weitgehend entgegen. Knickerbockers, hohe Strümpfe, oder Wickelgamaschen. Pullover, kurze Joppe aus Wildleder oder Flausch, der blaue Slianzug bieten die Gewahr, daß die Kleidung die Ausübung des Wintersportes nicht erschwert und daß die dem Rocke eigene Gesahr des Hängen- bleibens vermieden wird. Der Fortfall alles Beengenden und Schnürenden fördert die unbehinderte Atmung, die zu den wichtigsten ge- fundb. ..lichen Faktoren des Wintersportes zählt. Selbstverständlich wird keine Frau unnötig Ge- sicht und Hande der Gesahr einer Brfrurung aussehen. Daher bilden denn auch die wollene Mühe, die bei rauhem Wetter^ bis über die Ohren herabgezogen werden kann, und der Wollschal. der um den Hals gelegt wird, um das Kinn warm zu halten, unerläßliche Bestandteile der winterlichen Sportausrüstung für die Frau. Bequeme gefütterte Handschuhe oder Fausthandschuhe bieten den Händen den erforderlichen Schutz. 11 nö schließlich wird di« Sportsrau dem undurchläßlichem Stiesel, aus derbem und doch geschmeidigem Leder, mit dicker Sohle und niedrigem. breitem Tlbsatz den Vorzug geben. Denn alles Enganliegende fährt gerade an den gefährdeten Körperspitzen leicht zu Erfrierungserschei- nungen, zu aus gesprungener Haut an Den Fingern. zu Frostbeulen. , , Auch Die Pflege Der Gesichtshaut bedarf geraDe im Winter befonhercr Sorgfalt. Sie soll möglichst nur mit weichem, lauwarmem Wasser unD fetthaltiger Glyzerinseife gesäubert werden. Eine fettarme, spröde Haut ist des Abends mit einer fetthaltigen Ererne einzureiben, die des nwrgens lauwarm abgewaschen wird. 3m übrigen hat beim Wintersport auch der fetthaltige Lippenstift eine gewisse hygienische Bedeutung. Er ist bei rauher Witterung em gutes Dorbeugungsmittel gegen das Ausspringen der Lippen. Dagegen dürste das Pudern der Haut für die Stunden des Sportes wenig zu empfehlen fein. Sobald sich Erfrierurgserfche'.- nungen an den Füßen durch Brennen und Süden, durch lebhafte und anhaltende Rocung kundgeben, entferne man zu Hause sofort Schuhe und Strümpfe, frottiere die Fähe tüchtig und schlüpfe dann — am besten mit nackten Füßen — in die gefütterten und vvrgewärmten. bequemen Hausschuhe. Heiße Hand- und Fuß- bäder oder Wechselbäder, vielleicht mit einem Zusatz von Alaun oder Glyzerin, sind außerordentlich wohltuend. 3m übrigen setze man lieber einige Tage mit dem Sport aus. bevor man es zur Bildung der höchst unangehmcn Frostbeulen kommen läßt, die vielfach — trotz Frvstbalsam und Frostspiritus — doch ärztlicher Behandlung bedürfen. Leider führt der Wintersport häufig zu 11 Übertreibungen, die sich dann nicht selten gerade am Herzen äußern. Wenn es auch gelingt, gelegentliches Herztiopsen infolge Überanstrengung mit Hilse von Baldriantee, Dalifan u. Dgl. zu beheben, fo ist diese Erscheinung doch ein Zeichen, daß gestoppt werden muh. Andernfalls sind langdauernde Schädigungen des Herzens zu befürchten. — Auch die Verbindung von Sport mit abendlichen Tanzvergnügungen, wie cs in den Winterrurorten vielfach üblich ist. dürfte keineswegs die gewünschte Erholung fordern, zumal, wenn die Schlafdauer darunter leidet. Darum ist der Wintersport, der der Frau ein kommt man nicht darum herum, planmäßig einen farbigen Gesamtaufbau oonuberciten. Hat man die Behandlung von Decken und Wänden in der Hand, fo ist das nicht einmal fo schwer, wie es anfangs vielleicht scheint. Sind die Decken geputzt oder in Stuck gehalten, so ist eine sehr helle Farbe, die dem Weiß nahesteht, immer der sicherste und jedensalls keinen Fehlschlag bringende Ausweg. 3n der letzten Zell hat man Serfudjc gemacht, solche Decken mit einer grellen bunten Farbe zu bemalen. 3m allgemeinen ist dabei wohl nicht viel herausgekommen. Erstens ist die Decke sehr wichtig für die Erhellung eines Raumes, da sie das Licht reflektiert. Eine weihe Decke tut das in hohem Grade, während eine farbiae das Licht verschluckt. Run gibt es manchmal fo Helle Räume, in denen der Lichtreflektor zur Rot entbehrlich wäre, wie das ja auch bei den oft sehr schonen Holzdccken der Fall ist. Aber ein anderer Grund spricht meist gegen die grellfarbige Decke, man ver- schießt mit ihr vorzeitig fein Pulver, da bann ja gar keine farbige Steigerung mehr für die Stoffe und Möbel übrigbleibt, weil die Decke alles totfchlaat. In besonders hohem Grade gilt dies auch für die Wand, die doch Hintergrund für das Zimmcrgerat bilben soll. Das Wefen des Hintergrundes ift es, eben hinten zu bleiben und sich nicht oorzudrangen. So ist es im allgemeinen — Denn im besonderen kommen Stmcritanilrfif 'Jioten ..... 4,119 1,219 'Rnfrn ....... 56..rU Täiiiichc 9?otcn ....... 11 '.<14 112.61 ifrhi- 91ntrn ........ -O.4I ch.LI Frnn;ösische '.Koten ...... 16.00 16.74 AnffnnbifrfK* 'Junten ..... 16*.(i| 168.1*5 firnifrfir 'Junten ...... 11 t:i 18.24 Nonocaische ‘Jlotcn . . . Dnuftu-Ccfterr. i too Kronen IU« btt IU9.42 49.35 69.75 'Unmriiiif.-f)? 'Uoicn..... Schwedische Noten ..... Prfimi-ÜT 'JJotrn . . ... 112.12 112.68 ii.ii; st.K Evonisch- Noten....... 7V.77 71.13 Tschechoitowokikchc Noteu . . 12.15 12.51 Ungarische Roten • . 73.52 73.88 frankfurter Börse. (Eigener Drahtöerichi des „(Siebener Anzeigers' ) Frankfurt a. M., 2. Febr. Tendenz: uneinheitlich. An der heutigen Börse verstimmte das E o m m u n i q u e der J.° G.° F a r b e n i n duft r i e, das auf ßewiffe Schwierigkeiten in der Geschäftslage hinweift. Zu beachten ift jedoch, daß nur ein Teil des großen Geschäftsumsanges in dem Communique erwähnt ist, und daß gerade bei den J.-G.-Farben noch zahlreiche Gebiete erst versuchsweise bearbeitet werden, also noch lange Zeit zu ihrer praktischen Auswirkung bedürfen. Ferner wurde die starke Nachfrage nach Tagesgeld für den morgigen Zahltag nicht gerade günstig empfunden, ebenso die Dividendenlopgkeit bei Ryeinstahl und das Ausbleiben einer Dividendentaxe des Stahltruftes. Dagegen stimulierten die Berichte über die Konjunktur im Bergbau für das laufende Jahr. Gesucht blieben vor allem reine Kohlenwerte, von denen Harpener das Hauptinteresse beanspruchten. Dieses Papier wurde lebhaft umgefetzt und konnten sich um 4,25 Prozent befestigen. Bon Montanwerten waren dagegen abgeschwächt: Klöckner minus 1,75, Buderus minus 1,5, Rheinische Braunkohlen minus 1,5 Proz. Farbenaktien waren infolge des Kommuniques natürlich abye- fchwächt und büßten 5,5 Prozent ein. In Berdin- dung damit bröckelten Rheinstahl um 0,5 Prozent ab. Bon Großbankaktien lagen Darmstädter 1 Prozent fester, während die übrigen V-Banken bis zu 1 Prozent niedriger notierten. Schiff- fahrtsaktien schwächer. Hapag minus 3, Nord« lloyd minus 0,75 Prozent. Elektroaktien überwiegend angeboten. Siemens minus 2,5, Bergmann minus 0,5 Prozent. Von den variablen Werte konnten Bauaktien ihre hausseartige Aufwärtsbewegung fortsetzen. Zement Heidelberg plus 10 Prozent, Wayß & Freytag plus 5, Hoch & Tief Sius 1,5 Prozent. Zellstoffaktien gut behauptet, mtoroerte ebenfalls widerstandsfähig. Süddeutsche Zuckeraktien dagegen 3 bis 4 Prozent schwächer. Maschinen- und Metallwerte leicht abgeschwächt. Am heimischen Anleihemarkt schwächten sich die Kurse weiter ab. Kriegsanleihe 0,865, Schutzgebiet 16,25. Von fremden Renten Türken 1 5 Prozent niedriger, da die Schuldenregelungsver- Handlungen noch kein positives Ergebnis gebracht Haden. Am Geldmarkt hat sich der Bedarf infolge des morgigen Zahltages noch verstärkt. Tagesgeld erhöhte sich auf 6 Prozent. Die übrigen Geldfätze blieben unverändert. Im Devifenverkehr notierte Paris gegen London 123,25. London-Kabel 4,85. Die Reichsmark stellte sich gegen das Pfund auf 20,47, gegen Kabel auf 4 22. Im weiteren Verlauf der Börse konzentrierte sich das Jnteresie auf Harpener. Am Ehemiemarlte konnten sich J.-G.- Farben etwas erholen. Deutsche Anleihen blieben weiter luftlos. BörlenkuNe. Frankfurt a.Bk. Berlin 9chlu . l-Ubr- S-hlufu'flnfanp Itur» Kur« ft ne» i. 2. 2.2. 12. | 2. 2 5% Tenttche RetchSnn ethr u.k8 9 87 ti 87 0.865 4% Teulfche Relchsanteiye - — — 0.8675 0.86 8'lach Trutschr Rcich.anleitie — 46 118.9 145 Teutlch-Lurembura...... Gelsenkirchener Bergwerke. 202.75 201 - 200 200 203 75 203.5 202 62 200.75 Harpener Bergbau . . . • 222.25 228 220.5 223.5 Üaliwcrke AichcrSleben.... 193.25 193 194 194.7") Kaliwerk Westeregeln..... I9S 5 195 195 13 197 75 L'aurahiittc .......... 114 75 112 113 H2 5 nnncsmann.......* • 243 75 -41 5 dl *39 Mans cldcr........... 165 165 9 160 164.4 Lberbcdarf .......... 'Lbonir Bergbau....... 126 127 127.5 126.75 147.5 147,5 144 146 Rheinische Braunkohlen . . . 310 314.5 :07.25 313 75 lli he in stahl........... Nie deck Montan........ 229,25 227 •27 5 227.25 18- 5 188 189 25 189 TelluS Bergbau ........ 124 — — Bereinigte Stahlwerke.... 159.5 161.25 160 25 - Hamburg Slniertla Paket. . . Norddeutscher Llovd . . . 157.6 172 157 173.5 157,62 171 157.5 tLheramischc Werke Albin . . — — — — Zementwerk Heidelberg . . . 166 5 178 — — Phtlivv Holzmaun .... 191 193 189,75 194 Slnglo Cont ffluano..... — — — — Chemische Mäher Alaviu. . . i- oldschmidt...... . — — — 176 164 177 172 Holjver'ohlung........ fr G frarrcn-Industrie. . . Ri'tgkr-wcrke........ IU0 10(1 5 — * 331.5 27 5 332 328,5 — 153 25 151 153 Scheid ainiQlt....... 267 265 — - All«. Elektrizitäts-Gesellschaft 177 177 75 176.62 177 5 Bergmann ........ 1'K> 195 5 195 19.5 El ttr. Lieiernngen...... 188 5 185 166.9 184 Licht und 31 rott......- . Mainkra iwerke...... . 199,5 197 5 11-8 75 197 5 1.18 5 1(8.5 — — schultert........... i 8:1.5 182.5 182 183,5 Siemens & HalSke ...... 219 218 419 25 218 Sldlcrwcrke fliehet ...... 128 129,5 127,5 127.5 Daimler Motoren. ...... 1('8 108 107 "> 107 Hevligenstaedt......... 'Ui f Quin............. : 9.2.5 — — 66 70 —— Mannheimer Motoren .... — — 41,75 — ^ranlfurter Armaturen . . 25 — — — flonservcnsabrik Braun . . Metallgesell chast Frankfurt 80 — — — 210 211 — — Pet Union Ä.-K........ I.8 — 136 5 — Cchnh'abrtk Her;...... 81 •* b0 — Sichel.............. 2 6 —- 6 Seltftofi Sischaffenburg. . . . 191 194,75 190,5 194 Zellstv'! Waldhof....... 282.5 283 28 j 5 281 Mucker abrik frrankcnthal , . luckcrtabrik Waghäusel . . . 133 161 m 161 - Berliner Börse. Berlin, 2. Febr. Die Börse gönnte sich heute eine Atempause. Die scharfen Steigerungen, denen die Spekulation bisher mit einem gewissen Mißtrauen gegenüberstand, veranlaßten nur auch einen Teil der Bankenkundschaft au Gewinnsicherungen. Die Kurssteigerungen setzten sich daher bei Beginn des amtlichen Verkehrs, abgesehen von einigen wenigen Papieren, nicht fort. Unter Berücksichtigung der in der vergangenen Woche erfolgten Kurserhöhungen behielten die Aktienmärkte aber eine bemerkens- werte Widerstandsfähigkeit. Die Spitzen papiere, die in der letzten Zeit Dutzende von Prozenten gewannen, bröckelten um 3 bis 4 Prozent ab. Eine stärkere Einbuße erlitten Vereinigte Glanz- ftoff, die 12 Prozent hergeben muhten. Schon wäh- rend der ersten Stunde fanden aber an den Aktien- Märkten zu den etwas ermäßigten Kursen wieder Rückläufe statt, in deren Mittelpunkt Montan- aktien standen. Die Kohlenwerte wurden zum größten Teil von der anfänglichen Abschwächung überhaupt nicht erfaßt und gaben auch später der Gesamthaltung eine gute Stütze. Die Nachfrage nach Tagesgeld ist noch sehr rege, da morgen der Differenzzahltag ist. Die Geldsätze zeigten daher noch keine Entspannung. Im Devifenverkehr lag Spanien sehr fest mit 28,80 gegen das Pfund, nachdem es vorbörslich sogar den Höchststand von 28,66 erreicht hatte. Die übrigen Valuten waren kaum verändert. ~ — Frankfurter (§^r?'d"börsc. Frankfurt a. M., 2. Febr. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29,50 bis 29,75 Mk.: Roggen, inländischer, 21 bis 25: Sommergerste für Brauzwecke 26 bis 27,50; Hafer inländischer, 21,25 bis 22; Mais (gelb) 18,50 bis 18,75; Weizenmehl, in ländisches (Spezial 0) 40,25 bis 4075; Roggenmehl 38,25 bis 38,75; Weizenkleie 13,50; Roggenkleie 13,10 Mark. Tendenz: ruhig. Letzte Nachrichten. Der Mordprozeh Hermann in Frankfurt. Frankfurt a. M., 2. Febr. (WSN.) In dem Mordprozeß Hermann wurde gestern das Z e u < genoerhör fortgesetzt. Die Aussagen der Zeugen gingen zum Teil dahin, daß Hermann nicht ganz ernst zu nehmen fei; er sei ein Mensch, der „spinne" und „etwas an der Erbse gehabt" hätte. In nichtöffentlicher Sitzung wurden sodann die Zeugen über Dinge gehört, die sich der öffentlichen Wiedergabe entziehen. Die Aussagen der ärztlichen Sach verständigen lassen sich dahin zusammenfassen, daß Hermann wohl als Psychopath zu bezeichnen sei, indessen könne von Geisteskrankheit nicht gesprochen werden; erbliche Belastung sei ebenfalls zu verneinen. Es fei nicht anzunehmen, daß er die grausige Tat in einem Zustand begangen habe, bei dem der freie Wille ausge schlossen gewesen sei. Die Voraussetzungen des § 51 StGB, feien zu verneinen. Darauf wurde die Wei terverhandlung auf heute früh vertagt. Todesstrafe beantragt. Frankfurt a. M., 2. Febr. (WTD. Draht berichf.) Der Staatsanwalt beantragte heute früh im Mordprozeß Hermann, den Angeklagten wegen Mordes in zwei Fällen zweimal zum Tode wegen Mordversuchs und Totschlagsoerfuchs zu zehn Jahren Zuchthaus und dauerndem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte zu verurteilen. (Bgl. den Bericht im Hauptblatt, 3. Seite. D. Red.) pfirsichzarten 1046D arbettung. SchiltaWe 19! Schillerslrale 19! Ich C759 sahhemden. 0. Benner n., MllelllM 19 der Name 276 stets auf Lager. [0728 Beruf: C. Rübsamen, Fernspr 1653 10300 Ort u. Straße: la Doppelfalzziegel und Biberschwänze «endung / der «m •' >,Gießener Anzeiger“ ingebotenen Probelektion enche um Lu- Billig, auch auf Teilzahlung: Diwans, Sofas, Chaiselongues, Herren- Schreibtische, Waschtische, Stühle, Tische, Korbmöbel, 6 große Regale, Kinderwagen usw., große Mengen Knaben-, Konfirmanden., Burschen- und Herren-Anzüge soeben cinqetroffen. 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