Kettag, April 1927 tTZ. Jahrgang Nr. 7Z Erster Blatt rtern man rn ufcn. Der Redner fpridjt bann vom Spevrgefetz und feinen schädigenden Folgen, dir man nicht hätte vorausfehen können. Das Lperrgeletz werde auch Anwärter treffen. D e Reichsregelung dürfe ,n Aefeii nicht durchbrochen werden: infolgedessen verlangt der Redner die Wiederherstellung der Rerchsregelung und bittet de Aus'chußanträge abzulehnen. S ne Aendcrung des Ru estandsgescy.S (65 3ahrr) fei für feine Satte, nicht dislutalel An der F tllgung des Tcriäl. s ei der Anwärter zu den F ftrefolteien werde sich 'eine Partei nur bann beteiligen, wenn sie le ne Verschlechterung der Lage dec Anwärter bringe. ... Abg Kindt (Dntl.) macht barauf cu'merf- fam, dah die Sozialdemokratie im Fu anzaus- sä'uh die Festlegung ci t rs bestimmten Derhält- nis es der Anwärter zu den F^stangestell.en ver- hindert habe: hoffentlich werde das Plenum nicht dem folgen. Adg. Dr. Keller (D. 2p ) erklärt im Namen seiner Partei, dah fic dem^-was 2lbg. Reiber gesagt habe, zum größten Terl z u st i m m e n könne. Crunö{äftlia> bcftcnben zwilchen den Sparanträge.t der ^iegterungsparteien und der Oppo- lttion keine Llnterfchiede. denn jeder wolle an Not beseitigen, was sich beseitigen la'se. es handle sich hier nicht um ein Verlassen des Sparsamkeitsprinzips Wenn eine Stelle sch als u nentbehrlich erwiesen habe, fo müf'e sie i n eine definitive umgewandelt werden. Der Staat dürfe nicht in dieser Weile die Ar- beitskralt eineS Anwärters ausnuyen unb^ erst recht nicht, wenn es sich um Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigte banbelt. Gerechtigkeit fe. das Fundament des Staates: Gerechttgktit müfle • r|*tini täglich, axfe3 Mk. wieder gutmachen. Finanzmini st er Henrich erinnert in einer Rede an frühere Verhandlungen über die An- wartcrsrage. Das jetzt vom Finanzausschuß beschlos- jen wordcn fei. wäre nichts anderes als was die Regierung schon im vergangenen Jahr gefordert habe. Der Minister verwahrt sich gegen den Vorwurf ter Beamtenfeindlichkeit und macht daraus aufmerksam, welche Sorge cs ihm bereite, die notwendigen Mittel für Forderungen des Land- :ags bcreitzuftellen. Man tonne nicht gleich von einer Verelendung reden, wenn die hessischen Säge hinter denen des Reiches zurückblieben. Wichtiger als die Besoldungsfrage wäre die Regelung dcr A n sie l l u n g s v e r h ä 11 n i s s e, die sich in Hessen nicht g u n st i g entwickelt hätten; er werde den Vorschlag machen datz die Regierung die Er- mächtiguna erhält, bei Fällen von Ueberalterung Anwärter i n definitiv« Stellen zu über- führen. Abg. Dr. Leuchtgens (Bbd > meint, die Rcichsjäge könnten für Hessen nicht in Frage kommen: die Staatsdienstanwatter befänden lich in gesicherteren Verhältnissen als beispielsweise die Angestellten in dcr Prioatindustrie. Der Bauernbund werde gegen den sozialdemokratischen Antrag stirn- lanb nicht jedes Jahr so gewaltige Anleihen aufnehmen könne. Deshalb fei die Frage, ob Deutschland die von ihm verlangten Leistungen auf bringen könne, noch ein offene- Problem. Selbst der Reparationsaaent habe biefe Frage bisher umgangen und habe bereit- ausgesprochen. datz der DaweSplan nur eine Vorbereitung fürdie endgültige Regelung der Reparationen fei. (Hört! Hört!) Die Vlutmenge. die man der deutschen Wirtschaft entjicix, um sic anderen fremden Wirtschaften zuzuführen, fei so gross, dah man noch gar nicht übersehen könne, welche Wirkungen diese Bluttransfusion aus den Blutspender und den Blutempfänger haben werbe. Deutschland trage fein« Lasten nicht, weil e- sich moralisch dazu verpflichtet fühle, sondern weil es als der Unterlegene diese Leistungen vertraglich übernommen habe. Es bestehe aber auf einer Revision dieser Lasten. (Lebhafte Zustimmung.) Da- Problem ber Kriegsschuldenregelung sei die Barrikade, die ben Weg zur Dölkerverstän- digung noch versperre. Abg. Dietrich. Baden (Dem.> meint: Da- Transserprobtem sei noch ungeklärt. Vielleicht werbe sich bald der Finanzminister den Kops zerbrechen müssen, wo er das Gelb her nehmen solle und gleichzeitig ber Reparationsagent, wie er das viele Geld transferieren solle. Dann fei der Zeitpunkt gekommen, wo man sich zusammen- sehen werde, um eine endgültige Regelung zu finden. Abg. Qua atz (Dn.) führt als ein Beispiel dafür, wie weit die Wirkungen des Dawesplans reichen, die Tatsache an, datz das Reich 850 Millionen für Vorzugsaktien der Reick)sbahn aus» geben muhte, um überhaupt einen geringen E i n- fluh auf diese- wichtige Instrument ber deutschen Wirtschaft zu erhalten. Sine weitere Funktionsstörung infolge des Dawesplans sei die Senkung ber Lebenshal t ung des deutschen Volkes. Man zwinge uns zum Dumping auf dem Weltmarkt, obwohl die ganze Welt überinbuftria- lifiett sei. Hoffentlich werde dieser Zwangsekport nicht zum Hungerekport. Die brüte gefährliche Störung fei bad Kontrollsystem. Deutschland hab'- sich als zahlungswilliger Schuldner erwiesen. Es müsse sich Zwang und Kontrolle verbitten. Solche Mahnahmen steigerten nicht die psnchologische Leistungsfähigkeit. Abg. Dr. Schneider-Dresden (D.Dp.i erklärt. ein fd)ärierer®cgenfa6 als zwilchen ber internationalen Reparations- und Handelspolitik fsi nicht denkbar, aber die vitaleren Kralle ständen hinter der Handelspolitik. Es fei dcshalb anzunehmen. dah diese 'chließlich triumphieren. Die aber er wolle weder Waren- noch Goldzuitrom. Hier liege aber «in Problem, das n Ht gelöst, sondern nut beseitigt werden könne Daraus wirb der Äriegslaflenetat unv:rändert angenommen Die Steuerpolitik des Reichs. 3n der zweiten Lesung des Haushalts des Reichssinanzministeriuni -in Verbindung mit dem Etatsgcfetz erklärt Abg. S i m o ii - Schwaben (Soz.j. es (ei wahrlich kein Meisterstück, wie man das Defizit Den dreiviertel Milliarden beseitigt habe Dürch Höherfchätzung der Steuereinnahmen. Verwendung der Ucber- schüsse von 1926 und Verminden "i der Eozial- ausgabcn. Das Prinzip fei gen ..n: Der Besitzlose müsse Steuern zahlen w '.ot Jahren Die Besitzbelastung dagegen sei nia>: yalb fo start wie die Massensteuern. Auch der Rückgang der Hessischer Landtag. Darmstadt, 31. März. Dor Eintritt in die Tagesordnung richten die Abgeordneten Sro« (Soz.» und Retber Klein« Anfragen an ben Justtzmtnister wegen des Derichtsrefevendaven Zimmer In Diessen. der im Dießener Ferne- prvzest einen Angeklagten begunftxgt habe. Ss tnirb gefrugt, was die Reaierung gegen Zimmer zu tun gedenke. Justizminister von Brentano erwidert daraus, dah feit Januar ein Versah- ren gegen den Referendar Zimmer etngclciiei wurde, erst wenn diese- Verfahren beendet ist, könne eine Disziplinterung des Referendars rn Betracht kommen. Hieraus beginnt das Haus Me Beratung der Vorlage über die Unwärteroergütung. Am 19. März hatte die Regierung dem Landtag eine Vorlage über eine Neuregelung bet Anwärtervergütuiig zugehen lassen al« .De- sedentwuri. di« elfte Ergänzung des Gesetzes vom 14. Oktober 1921. die Besoldung der Staatsbeamten". Die Vorlage unterschied sich in wesentlichen Punkten nicht von ber vor Jahresfrist getroffenen Regelung, insbesondere sind die Sähe für die Vergütungen, di« unter ben Reichs- fäßen liegen, beibehalten worden. Die Hessische Regierung hatte damals erklärt, die gleiche Regelung werde im Reich und ben anderen Ländern vorgenommen, was aber bis jetzt, nach Verlaus eines Jahres, nicht geschehen ist. Die Regierung hält aber an dem derzeitigen Zustand für drei Jahre fest: auch enthielt die Vorlage andere Bestimmungen, die ungünstiger a 16 bie Reichsregelung sind. Der FinanzauL- schusi des Landtags beschäftigte sich am 23. Marz mit dieser Vorlage und den dazu gestellten Anträgen. die auch heute dem Hause vorliegen. Abg. H e i n ft a b t (Ztr.) ersucht in einem Antrag die Regierung, dem Landtag eine ilcber- fichr über das QkrbaltnU ber planmässigen zu den außerplanmäßigen Stellen, getrennt nach den Ministerien und Beamtengruppen, vorzulegen und nach Durchführung ber Abbauanträge biefeS Verhältnis nach und nach überall aus mindestens 3.1 zu bringen. Sin Antrag Dr. Leuchtgens und Wolf (Vbd.) will, datz ein verheirateter Staatsdienst- anwärt er 10 Jahre nach Ablegung seiner letzten, ihn zur endgültigen Verwendung im Staatsdienst berechtigenden Abschlußprüfung, in bl« GehaltS- beAÜge eines f e ft angestellten Beamten feiner Kategorie tritt Gtn Antrag bet Abgg. Birnbaum, Din- ge ld ey und Den. (D. V. P ) verlangt, bafj mit dein 31. März 1927 die A u s rü ck un g S f pette für die Slaalsdienstanwärter fällt. Ein Antrag Schreibet und Den. (Dem.) wünscht. ba() Bestimmungen darüber getroffen werden, daß die Zahl der mit Anwärtern beleihen und dauernd notwendigen Stellen in ein bestimmtes für alle Dienstzweiqe möglichst gleiche« Verhältnis zur Zahl ber befinitio befehlen Stellen gebracht wird __ öin Antrag Dingelbetz u. Gen. (D. V P.) lautet: Der Landtag möge befchliesien. bie Regierung um eine Vorlage zu ersuchen, durch die noch für den Staat-Voranschlag des Jahres 1927 ein für alle Dienftzweige gleiches Ver- hält nis von minbestenS 1:10 für bie bauemb notwendigen, von Anwärtern befehlen Stellen gegenüber den von fest an gestellten Beamten versehenen ©teilen her!, rigeführt wird. Abg. Kindt (Dn.) beantragt, bie Bezüge ber otaatebienftantoärter gemäß der Reichsregelung zu staffeln. Abg. Kaul. Delp unb Den. (Svz.) beantragen, für die ersten fünf Jahre bie Sätze ber Regierungsvorlage zu übernehmen, für die »eiteren Anwarterfahre sollen b e Reichsfähe gezahlt werden. Sine gemeinsame Sing abe des Hessischen LandeslehrervereinS G V. unb des Katholischen Lchrervereins Hessen wünscht bie R «i ch s f ä h e. Der Finanzausschuß konnte zu keinem Gni- schlus) kommen, darum erilärtc die Regierung, fic wolle eine neue Vorlage über bie Anwärter- Vergütung dem Landtag zugehen la Hei’.. Abg. Reiber le richtet über diese Ange- legcnheit. Er teilt dann zwei Eingaben der Ar- beitSgemeinschaft deS f u b b < u 11 m e n akademischen AsfistentenveroandcS unb deS Allgemeinen Deutschen Be- amtcnbunbCB, Landesvcr.anb Hcf en mit. Die Anträge, die eine Gleichstellung mit dem Reich rod c . sind im Ausschuß abgclehnt worden Angenommen ist dagegen der Antrag Äaul- De.p Dem An rag Dr LeutztgenS soll nur teilweise entsprochen w rden Die Antr.-ge. die ein bestimmtes Terh ältnis -w scheu An ä:- tem unb Fe.'.ange .elit.n aewayrr wll en wri.cn, sink- a b g e l e b n t worden. Auch bie Reg'-c- worden. Dc Ausschuß empfiehlt die Annahme des Antracc^ Kaul-Delp mit den dadurch be- Lohn- unb ber Umsatzsteuer sei nur dn Zeichen der Lot. Der Redner beantragt Abschaffung der Zuckersteuer. Besteuerung bei Spekulattonsge- winne. Erhöhung der <)rbfchasts- und Vermögenssteuer. Beseitigt werden müsse bie Steuer- Sabotage der LandwiNe. Die Steuerrückstände betrügen bereits 700 Millionem Sie müßten unter Schonung der kleinen Leute rücksich!-los beige- Abg. Dr. Derek« (Dn.) Darüber, daß d,c Steuerverwaltung überlastet sei. wäre man lld) einig. Da müßten bie Ausgaln'n abgebaut werden Das habe aber der Finanzminister bereit» zuge- sagt. Außerdem aber sei auch eine Beamten- Vermehrung notwendig. Der Redner befürwortet ferner einen Abbau ber jetzt 10 Prozent betragenben Zinsen für St euer rückstände, dn Teil der Dauerangestellten müsse ins Beamtenverhältnis überführt werden. Die BeförderungSmöglich- keiten müßten vtzrbesiett werden, damit n-.cht so viele Beamte in besierbezahlde Jndustriestellunge» übergin en. Der Redner wendet fich gegen den Ausdruck ..Steuerfabotog e", in der Rci e des Abg. Simon. Aus der Denlfchrift deS Zinan-,- miniftetium ergebe fich, dah in einzelnen Fällen Ausstellungen gemacht werden mußten an der Tätigkeit der BeweriungSausfchüffe. Zur Stcue, fabotage würden die Deutschnationalen niemal.« ihre Hand bieten. Gegen wirkliche Steuersabotage werde sicher der Minister energisch vorgehen. Qlbg. Dr. Schetter (Zentr, Leider sn die Stcuerverwaltung beim Tolle au» begrei' sichen ©rimtxm nicht beliebt Die Klagen über zu rigoroses Vorgehen der Finanzbehörben feien verstummt. Die Grundlagen der Steuergesetz.' und -tarife müssten wenig geändert werden. Die Termine müßten vermindert unf> in ländlichen Gegenden in bestimmte Orte verlegt werden. Steuerrückstände bi» 1924 solle man niederschla- gen. Allerdings fei da- Lohnfteueraufkommen neunmal so hoch gewesen, wie das aus landwirtschaftlich . C^nfommenftcuer. Da» sei jedoch auf den R * . ng der Rentabilität her Landu: chast zuriickzuführen. Von einer allgemci:. euerbrüderei in der ßanbttnrtfd>aft könne man icdoch mcht sprechen. Wo wirklich 3teucrfabctage vorkomme, müsse natürlich scharf durchgegrifsen werden. Solang« bie Bewertung iur 1926 noch nicht asigeschloffen fei. solle man Die Finno-.ämter nicht mit rner Reul.Wertung ‘ür 1927 belasten. Die von ben D n-.okraten beantragte Einkommen ft euerveranlag ung nach einem dreijährigen Dnrchfchtntt lehnt der v-ebner ab. iocil die Zeit dafür iwch nicht reif fei. Die von ben Demokraten ferner verlangte landwirtschaftliche GinbcitSftcuer würbe den individuell verschiedenen Verhältnissen in der Landwirttchaft nicht gerecht werden. Abg. Dr. Eremcr ,D. Dp.). Der sladtilche Mittelstand brilage f;d) über ou geringe» Verständnis dec St-euerbehörden. Für die 'Behandln ng von Handwerk unb Kleingewerbe müßten neue Richtlinien an die Finanzämter hinaus- gehen. Buch- und CBetrieixPrüfung feien unbedingt notwendig Der Redner macht darauf aur-nerffam. daß die E atSiage im nächsten Jahr noch stärker angespannt fern werde unb verspricht dem Minister bte Unterstützung bei der Drosselung der Au-gaben. Nich^ verzichten könne aber feine Partei auf bie Erfüllung der nur vorübergehend zurückgcstellten Forderungen »ür die Kriegsbeschädigten und Beamten. Abg. Dietrich-Baden (Dem ' verlangt cmergi’dri (Eintreibung ber Steuerrückstände und empfiehlt den Antrag feiner Fraktion, die Land- GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen tfnttf mb DcHa): vrühl'fchc UntDerfitäts-Bid)- nnb Slttnörnderei R. käsige in Siessell. §chnstlett«ng nwb Sefchästrsielle: 5chttlffratze 7. (Eigener Drahtbericht de» ..Gießener Anzeigers'. Berlin. 1. April. Nachdem in ber legten Zeit, besonders in Amerika, kritische Stimmen laut geworden sind, die bie weitere Durchführung des Dawesplanev als unmöglich bezeichneten, hat sich gestern im Reichstage ber Zentrumsabgeorbnetc Dr. Dessauer in einer hochbedeuisamen Rede über dieses Problem geäußert. Es ist nicht an^unehmen. daß Dessauer feine Ausführungen nur für feine Person gemacht hat, vielmehr hat er in bem Bewußtsein gesprochen, die Ansicht bergesamten Zen- trumsfraftion roieberjjugeben. Wenn auch in ber Rede Dessauers nicht em ungestümes Drängen nach Revision des Dawesplanes erblickt ober seine Darlegungen gar als eine Ankündigung deutscher Zahlungsverweigerung auf gefaxt werden kann, fo klang doch schon aus dem Zusammenhang der Argumente heraus, daß es dem Redner unb damit feiner Fraktion mit ber Inangriffnahme ber Lösung dieser Frage ernst ist. Trotz aller Anerkennung des bisherigen Wirkens bes Dawesplanes, insbesondere hinsichtlich der 5)erausnahme der Reparationsfrage aus der Politik, waren die Ausführungen Dessauers eine vernichtende Kritik an der weiteren Aufrechterhaltung der Dawes- be ft Immungen in ihrer jetzigen Form. Befon- sonders heroorzuheben find die von bem Redner angedeuteten Gefahren, die sich für die anderen Länder aus formierten deutschen Reparationsleistungen ergeben. Deutschland werbe zwecks Steigerung feiner Ausfuhr z u einerüberflüssigen Produktion gezwungen, die bereits heute die Einfuhrländer zu Schutzzollmaßnahmen veran- laßt hat. Aber wenn es Deutschland trotzdem gelingen sollt«, seinen Export noch so sehr zu steigern, fo bleibt dennoch die <-frage unbeantwortet, wie e» ihr künftig möglich sein soll, statt der jetzigen 500 Millionen 1200 Millionen an Reparationsleistungen aufzubringen und doch ben Haushalt zu balancieren. Die verschärfte beusiche Exporttätigkeit muh bald zu einem Schutzzollwettbewerb der Länder führen, der jeden internationalen Handel einfach u n- möglich macht. Es bliebe nichts anderes übrig, als ein# Weltoerftändigung über ben Warenaustausch. Schließlich erhob Dr. Desiauer die Forderung nach endgültiger Festsetzung der gesamten Reparationssumme. Es handelt sich hier um eine Frage, von deren Lösung nicht nur die Wohlfahrt ber deutschen Wirtsck-ast, sondern auch bas Zu- jammenarbeiten der Rattoiren abhängt. Die Unsicherheit zu beseitigen, ist daher eine g e - m c i n f d) a f H i d) e Angelegenheit aller Kultur- nationen. Sitzungsbericht. Der Kricgslastcnetak. Berlin. 31. März. (DDZ.) 3m Rcichvlug steht auf ber Tagesordnung der Kriegslastcnetat. Abg. Bvrrmann tWirtsch. Vgg.) schlägt na- mens bes Ausschusses unveränderte Annahme des Etats vor. Heber die »vermischten Ausgaben" wünscht ber Ausschuß dreimonatliche Nachweisungen. Ferner verlangt er eine Zusammenstellung aller aus dem verlorenen Krieg sich ergebenden Ausgaben außer den Dawes lasten. Abg. Dessauer (Z.) weist daraus hin. daß die Reparatwnslafren, wenn sie erst ihre volle Höhe erreicht haben werden, vier Milliarden betragen, d. h. mehr als der ganze Reichsetat vor dem Kriege. Der Redner schildert Deutschlarrds bisherige Reparationsleistungen. AU rdings seien in den beiden ersten 3acren Deutschland mehr all 2200 Millionen Anleihen ^ugcf(offen, aber diese Erleichterung werde nicht von Dauer sein, da Deutsch- fotrtltfxiH nach vereinfachtem, einheitlichem System au besteuern Der Lebner beantragt ferner di« Sn^ühru^ de- dreijährigen Durchschnitt» für die Einkommensteuer Veranlagung Abg Wollath (Dirtsch.-Part ) gibt dem Protest der grweröl.chen Mittelstandes gegen btt steuerliche ^leberlastung Ausdruck, die sogar )»r FreiheitSbera ubung ausgeartet fei. Leichsfinanzminister D r. Köhler Das Jahr 1927 soll eine durchgreisende Der- einfachung ui sachlicher und personeller Be- ziehung bringen. Sic muh leider mit einer Der- mehrung der DeranlagungS- und Vollstreckungs- beamlen beginnen Die Rückstände von mehr als einer halbe-' Milliarde (Höri! Hört!) sollen unbedingt c in getrieben werden, allerdings unter Rücksichtnahme auf die Bedürftigen. Die Einziehung der Rückstände sind wir aber den Lohnsteuerpflichtigen schuldig, die ihre Steuern rcgelmäsiig cb'ühre.i müssen. S teuer - sabotage sind in einzelnen Gegenden tatsächlich vorgekommen. Ich habe daher in den letzten Tagen verschiedene Strafantrage gestellt. Abg. Dorsch-Hessen iDn.) meint, das neu« Regime habe der Landwirt chaft eineRiesen- -ahl von Steuerarten gebracht, >rotzd:m es angeblich doch alle» befer machen wolle. Die Dewilligungswirtschasi in Hessen fei vielleicht ein Schulbeispiel dafür, wie Demokraten und Sozialdemokraten finanzpolitisch n cht regieren könnten. $üt die kleinen und mittleren Landwirte sei die Dürgschaftsstcuer durchaus nicht am Platze. Abg Putz (Äom.) beschwert sich über angeblich« Steuerhinterziehungen in der Rhön De« den Allo ho schiebungen iollte man nicht, wie das immer geschehe, die Kleinen hängen und die Drohen laufen kiffen Das Handelsprovisorium mit Frankreich. Port», 31. Mar;. (TU.) Vos Zusatzabkommen \u dem vorläufigen handeleabkommen und den wirtschaftlichen Vereinbarungen zwischen Deutschland und Frankreich ist heule abcnd um 7.45 Uhr am Quai d Orsay von dem deutschen Botschafter, Herrn v. hoefch.dem französischen Auhenministci B r i o n b und dem französischen handelsminisler Bokanowski unterzeichnet worden. 3n dem Abkommen wird über die Frage der Einfuhr der französischen weine do, Linsuhrkontingent ans 70 000 Hektoliter festgesetzt, und zwar für die Feil zwischen dem 1. tiuril und dem 30. Juni des Jahres. Diese französischen weine werden demselben Zolltarif unterworfen, den die sponifchen und italienischen Weine in Deutschland geniesten. In dem Abkommen sind auch noch Spezialsroqcn, die sich auf da» Ltsast und die Soor beziehen, geregelt. Die Stellung der deutschen Industrie, flciut geeignete (Grundlage für den endgültigen Handelsvertrag. Berlin, 31. Würz. (WTD.) Der Auhen- handelsausschusi des Deutschen Inbustrie- und Handelstages befähle sich mit dem deutsch- französischen vorläufigen Handelsabkommen. In eingehender Erörterung wurde dem lebhaften Bedauern Ausdruck gegeben, dah es nicht gelungen ist. für die vielen Industrien, die bisher von den provisorischen Vereinbarungen keinen oder nahezu keinen Vorteil hatten, in der Gesamtheit der qualifizierten deutschen Industriearbeit aber einen sehr grosten Anteil ousmachen. Zugeständnisse zu erlangen. Des weiteren wurde als eine nicht länger zu tragende Zurücksetzung Dentschlands festgesteltt, dost die Aufhebung deS französischen Einfuhrverbote - für Teer- färben noch nicht erreicht wurde Das Prvvi- fnrium erscheine demgdmäst ungeeignet, Grundlage eines dauernden Vertrag-Verhältnisses zu fein. Für das Zustandekommen oder Richtzustandekommen eines endgültigen Handelsvertrages werde alles darauf ankommen dast Frankreich sich entschlleste, der deutschen Wirtschaft wirklich einen gleichwertigen Güteraustausch mit Frankreich zu ermöglichen, was neben der Einräumung der Meistbegünstigung und neben Torifvergünstigungen umfangreiche und wesentliche Herabfetzungen der Zollsätze des übersteigerten protektionistischen französischen Zolltarifentwurfes zur notwendigen Voraussetzung hat Kurz vor der Unterzeichnung des Handels- Provisoriums bat noch eine Fühlungnahme der Reichsregierung mit Vertretern der Regierungsparteien stattgesunden. In diefer Besprechung sind auch au- den Kreisen der Regierungsparteien ähnliche Bedenken geäußert worden, wie sie in der Kundgebung des Reichsverbandes der Deutschen Industrie zum Ausdruck gekommen find Sine Berück - sichtigung der Bedenken ist jedoch in Anbetracht deS fortgeschrittenen Stadium« der Pariser Besprechungen nicht metr für an- gängig erachtet worden GS soll jedoch von der Reichsregierung verlprochen worden (ein, den Bedenken biS zum Abschluss des endgültigen Handelsvertrages noch Möglichkeit Rechnung zu tragen ilrbeitsfrageu. Der Reichsbund her b e i/t( d) e n Zigar» re n her st elfer hat in seiner letzten Sitzung den Spruch de» Schlitzlungsausschnsse? im Vi'bnfampi ob gelehnt weil »r bie darin auegeiorochenc Lohnhöhe für die wirtschaftlich schwer um ipre Cristen z ringerZigarren,ndustrie *ür untrag'.ar beit, ör bat esnstinnm,, tzeschlofsen am - April süintliche Arbeitrchmer nut Nm IM April a ut • ,j u f p t r reu. C» werden davon 125f*N) Arbeiter betroffen. Der seit niedreren Lochen in der Mann, h '' mer ‘Dt e t o I H n b u ft r i e schwebend, Lohn, streu itt vor dem Landesichlichier in Rjrterul)« bet rtck> Mtiglie der eteiligt Davon stimmten 43 (>Jü für und flCflen die Annahme de» Tarif«. 3r »^ndertfätzcn au»gedrückt. haben sich 81 Prozent b.-r Stimmt-m-cb ligten an der Abstimmung beteiligt .rwo- 67.4 bahndirek.ion ist da- Personal vollkommen kommunistisch und cs gehorch« voll ommcn den Be e^len der Gewerkschaften Dor W «der- aufnahme der Arbeit veranstalteten die Streikenden in der internationalen Zone Umzüge unter Boran tragen von Fahrten der lomhiuiu- stischen Kantonvcwegung. Der Umzug wurde von Offizieren und Polizei geleitet, was unter ben cu opäischen Inwohnern der franzöf.fchen Stenge. । n große Erregung auslöste Sehr «>; uni war man auch darüber, dah in der Konze> ionszone die jtonton» loldaten in Uniform sich öffentlich bewegten, während deS in der internationalen Zone untersagt ist. In Ranking wurden zwei französische Missionare getötet, ohne daß sie irgend- eine provozierende Haltung eingenommen hätten. Das chinesische Rote Kreuz, das man angerusen hatte, lehnte es ab, sich der Europäer atizuneb- men. In T s ch a n g t s ch a wächst die Feindseligkeit der Chinesen gegenüber den Amerikanern. Der amerikanische Konsul und der konsul haben auf einem amerikanischen Kanvnen- bot Unterkunft bezogen. Die amerikanischen Firmen haben die Arbeit eingestellt, und die Amerikaner sind in der Rähe der Dassarsr^nt zusammengezogen worden. Di« Chinesen haben d i e amerikanische Fahne vom Konsulat heruntergerissen. In Ranking haben die Kantontruppen Artillerie auf dem Hüael in Stelluna gebracht, der den Fluh beherrscht. In Schanghai werden die Verteidigungsanlagen der Südgrenz« der internationalen Rieberlaffung gegenüber der französischen Konzession verstärkt. Erklärungen Tschangkaischeckr. Schanghai, 31. März. (Reuter) Der Oberbefehlshaber der Kantontruppen, Ischangkai s ch e k, erklärte Presseoerlretcrn, er werde die Vorgänge in Nanking sorgfältig untersuchen lasten. Sollte die Untersuchung die Verantwortlichkeit der Nationalisten beweisen, so sei er bereit, den Au» la n b c r n volle Genugtuung zu geben und sogar die Verletzten und die Familien dcr Getöteten zu entschädigen. Er betrachte die Beschießung Nankings als ungerechtfertigt. Er machte bann Anspielungen auf den schlechten Eindruck, der durch die Anwesenheit ausländischer Kriegsschiffe und Mili- tärkröste in Schanghai heroorgernsen worden sei. Dadurch werfe man den Nationalisten vor, sie seien nicht in der Lag«, die Ordnung ausrechtzuerhalten. Die Ausrufung des Standrecht-, und bi« Verteilst- gungsmahnahinen in ben ausländischen Konzessionen verursachten einen wachsenden Groll z w i- f (he n Chinesen und Ausländern Hinsicht- sich der internationalen Niederlastungen ist die nationalistische Regierung entschlossen, nicht Gewalt in irgendeiner Gestalt anzuwenden, um eine Veränderung des Status zu bewirken: nur friedliche Mit- tel sind in Aussicht genommen, aber „solange aus- ländische Truppen und Kriegsschiffe es übernehmen, das Leben und Eigentum der Ausländer zu schützen, und die Chinesen keinen Anteil an ihrem Schutz haben, solang« werd«n wir keine Verantwor- luna übernehmen". China befinde sich in einer Revolution und Zwischenfälle wie in f)anfau seien unvermeidlich. Die augenblickliche Lage sei möglicherweise auf die Tätigkeit der Streikposten der Arbeiterverbände zur, ck,zufuhren, „die nicht ganz unter Kontrolle stehen' vor einem britischen Ultimatum. London. 1. April IWTB Funkspruch) Gestern abend wurde in einer dringenden Sitzung beS Kabinetts im Unterhaus zur Prüfung der Lage in China, besonders der AuS- schreitungen gegen Engländer in Ranking. be- schlossen, btt kantonesischen Regierung emr An Ultimatum zuzustellen in dem 9tnujtuung für d i e Ermordung britischer Staats angehöriger durch kantonesische Regierung-- truppen verlangt wird .Times" melde: die Fraae der Genugtuung Wird gegenwärtig zw'chen 'Brvtz- bntennien. den Bereinigten Staaten und Japan erörtert und es w'.rd rtnt baldig« E'.ttchelduiig erwartet. Die £Manbi n der genannten Mächt, in Peking haben 'rch mit ihren Regierungen per- fiändigt und in London w-rd ein« Cmschechung über die Haltung bet Vereinigten Staaten und Japan erwart«! Der diplomatische Korrr'pondent des .Dativ Herold" will wissen, hast geplant Werl« für den Fall der R i ch t a n n a b m < des Ultimatum» etwas zu tun. wo- in amtlichen Kreisen als »energische Schritte" bezeichn« werde. Der RnrrdponNnt sagt, «s werd« handgreiflich Kat. dost di« Vorfälle in Ranking als Bor wand Das Arbeitszeitnotgesetz. Annahme im Reichsrat. Berlin, 31. März. (DD,).) Der Reichsrat nahm ben Ge'.tzenlwurs zur Abänderung der Arbeitszeitoerordnung im wesentlichen nach den neuen Vorschlägen der Regierung an. Gegen die Vorlage stimmten u. Die Agentur Ind- Balifi heri-t et au- Schargtza der Dien-- tag le o. Zw • iftshaufes Otto Zug!potz der in der Rächt des a: bruch» die Mutt mit dem Lastenauszug auf den Bebsn ge<rgefunden. Die zwei Haupttäler .zwei berüch« gte Gpe- ziatisten in bi der Art von Einbrüchen, sind er- mitfelt. lonnlen aber noch nicht verhaftet werkten tiettcri>orau<;aqc. Wechselnd dewvlki mit Aufheiterung Temperaturen wenig verändert und zeitweise regnerisch. Gestrige Lagestemperaturen Manmum 9,2. Minimum 4 Grad 'lelllu- Rieberfchläge 4,4 Millimeter. Heutige Morgentemperatur 0 4 Grad SeMul warte e 3n g#1 Dorirag de- Studien rares «_ We Iburg über Mussolini und kN« (a1d)inuna»elend aus dem Lande, speziell in feinem Odenwälder Amtsbezirk an und luchte hiefc Berhältnisfe nach Kräften au Der belfern, aus der Erfahrung heran-, dast alle individuelle Hürsorge lein« Dauererfolge ergibt, wenn nicht das ganz« 5amtlieamilieu aefuirdhettlich gehoben Wtrd Au- folchen Gesichtspunkten heraus lchul Medizinalrat Walger gemcinfam mit dem da- maligen Kreisrat des Kreises Erbach, Her^' Schliephake, eine grostzügige Organisation der HauS- und Krankenpflege, die den ganzen Kreis Erbach bi» in die entlegensten Gebirgs- «meinhen mit einem Retz von Kranken- und VauSpslegestationen überzog, ßeitenber Grundsatz war dabei, dast die starken und leistungssähtaen Gemeinden die Pflicht übernahmen, die schwachen au unterstützen, wenn auch letztere fei bst verständlich nach Maßgabe ihrer Kraft Opfer zu bringen hatten: also der Grundsatz, dah einer des andern Last mitzutragen verpflichtet sei. Um dabei auch die Tuberkulose und andere Infektionskrankheiten wirksamer zu bekämpsen. unternahm er es, sämtliche von feiner Organisation angestellten Kran- kenpslegerinnen in der Handhabung der lausenden, sowie der Schlust-WohnungSdesinsektion auS- btlben zu lassen, ein Gedanke, der damals in Deutschland so absolut neu war, dah da» Ministerium erst ein ausführliche- Gutach!en de» Gie- stener Hygienikers Geheimrat G a f f k h einholte, ehe es die Genehmigung au dieser Neuerung, die sich bald glänzend bewährte und durchsetzte, erteilte. 3m Dezember 1914 mitten im Waffenlärm de» Weltkriege» — wurde Medizinalrat Walger als Rachsolger des erkrankten Geh. Medi- zmalrats Dr Haberkorn nach Gießen versetzt. wo er in reicher Arbeit gewirkt hat bis Aum heutigen Tage Am besten können natürlich die Fachgenossen em,essen, was es heihen wollte, in so bewegter Kriegs- und RachkriegSzeit. wo die ärztliche Versorgung In Stadt und Land zeitweise auf da» alleräußerste beschränkt war. wo jeder in der Heimat verbliebene Arzt - auch Medizinalrat Walger selber — sich an der Lazarettbehandlung unserer verwundeten Soldaten beteiligte, den Kamps gegen die Kriegs- seuchen und gegen die 3nfektionstrankheiten überhaupt mit Erfolg zu führen Seif«, Alkohol. Kohlen, viele wichtige Medikamente waren kaum nc|t> vorhanden, dazu waren viele moralische Hemmungen dahingesallen. Wenn es in der Tat gelungen ist, Stadt- und Landkreis Giesten trotz vieler Schwierigkeiten von schlimmen Seuchen frei zu hallen und sofort, wo Herde von Flecktyphus. Pocken. Ruhr und dgl. sich zeigten, diese im Be- ginn zu ersticken, so gebührt sowohl der ver- ständnisvollen und opferbereiten Aerzteschast wie Herrn Dr. Balge r. dem Leiter des (Siebener KreiSgesundbeitsamtes. selber ein wesentliches Verdienst Mit Anerkennung gedacht fei am heutigen Tage auch der überaus anspriehlichen Tätigkeit Dr. Walgers al» hiesigen Gerichts- und Ge«äng- nisarztes. Seine von grober Sach- und Men- schenkenntnis getragene guiächtliche Berichterstattung in Gericht-verbandlungen uni) vor dem Berforgungsgericht bat in zahlreichen Fällen aus- Häreiib gewirkt und die ergangenen Entscheidungen maßgebend beeinflußt. 3n Richterkreisen sieht man ihn ungern scheiden. 71 eben seinem Berufe widmet« sich Medizinal- rat Dr W a l g c r in ganz besonderem Maße den Interessen der evangelischen Landeskirche in Hessen Ale Mitglied des .verfassunggebenden Landeskirchentags batte er wesentlichen Anteil an dem Zusiandvko nmen der hesfischen Kirch-n- verfassung. und stellt auch beute noch als Abgeordneter des Landeskirchentag» seine reiche Erfahrung auf kirchlichem Gebiet in den Dienst der manch« Rtstgeiegerchett genommen, und das •rb- reich an den Ufern wird bd Hochwaller leicht mit sortgerillen. — 3n unserer Gemeinde ist zur Zeit der Keuchhusten, besonders unter den jüngeren Kindern, stark verbreitet • Allertshausen. 31. Mär^ Der hiesige Spar - und Darlehnskassenverein iRatsseifenl hielt Meter Tage feine Mesiähriae ordentliche Generalversammlung ab. Äe Bilanz weist einen erfreulichen Aufschwung der Genoffenfchast auf; der Reingewinn beträgt 636.98 Ularf. Berbandsrevifor 3 olk - Gießen erläuterte die Bilanz und die Gefchaltstätigkeit des Vereins. 3m Anfchluß an die geschäftlichen Verhandlungen fand ein Sumihenabcnb statt, bei dem Landwirtschaftslehrer Haack- Gießen «inen Voe- trag über die Anwendung künstlicher Düngemittel hielt und dabei einen Lehrfilm zeigte. Diefe Ausführungen wurden mit großem Interesse entgegengenommen. r. Saasen. 31. März Otne öffentliche Schulentlaffungsseier veranstaltet am Sonntagabend untere Schule Rach den getroffenen Vorbereitungen verspricht die Feier recht schön zu werden Der Mandolinenklub hat sich in dankenswerter Weise für Meten Abend zur Verfügung gestellt D L i ch. 31. Marz. 3n jedem Frühjahr kann man beobachten, daß Besitzer von Rainen da» aue dem Vortahr stammende dürre Gras adbrennen. Die Leute wollen damit dem jungen sprießenden Grün Lickt schassen. Nun hat sich im Lause der Jahr, unsere Jugend diese Arbeit zu eigen gemacht und brennt an den Sonntagen in allen Teilen der (Bi markung das dürre Gras ab. Leider wird aber auch vor den wenigen Hecken, die noch im Felde stehen und dem Schutz unserer gefieberten Sänger dienen nicht hall gemacht. Durch da» Feuer sterben die Hecken ab. und unsere Singvögel sind ihrer letzten Niftgclegenheit beraubt. Am vorigen Sonntag konnte man sogar beobachten, daß selbst nur wenige Meter oom Wald aus der Straße nach Albach zu, aus dem Nodenschütt und auf dem Breuberg Brande angelegt waren. Die Jugend bedenkt nicht die Folgen, die ein Waldbrand haben kann. In jugendlichem Leickst sinn wurden an den letzten Sonntagen sogar Dick wurzmicten der Landwirte in Brand gesteckt und damit großer Schaden angerichtet. Dir Feldpolizei sollte mit aller Schärfe gegen derartigen Unfug vorgehen. Kreis Büdingen. △ Ridda, 31. März. Der Bezirkslehrerverein Ridda hielt hier geftern seine letzte Versammlung für das zu ®nbc gehende Schuljahr ab. Zunächst wurden innere Vereins- und Standc-San^elrgeiihcitc-n erledigt uni' den beiden Vertretern Weisungen bezüglich her Anträge zur Haupt Versammlung des LandeS-Lebrervereins In Olkenbach erteilt. Dann folgte eine bescheidene, aber würdige Gedächtnisfeier für den vor 100 Jahren verstorbenen Tonkünstler B e e t • Hoven Lehrer Kraft und K a u s in Rieder Mockstadt ziehen au» dem Bezirk, und Lehrer i. R. L e i o i ch in Dauernheim tritt eine Reise nach Amerika an, um zum zweiten Male seinen Sohn dort zu besuchen. (3r hofft, vor Winter wieder zurückzukehren. ftreiä Schotten. □ Saubach, 31. OHätA Infolge der fortgesetzt günstigen Witterung hat sich die gesamte Winterfrucht herrlich entwickelt. Auch brr Klee und der DraSWuchS stehen sehr gut. dasselbe läßt sich von den Aussichten auf Obst sagen Wenn kein Spätsrvft kommt, wird die diesjährige Ernte vorzüglich auSsallen. — 3n diesem Frühjahr ist der Schnepfen strich sehr gut; es sind hier bereits über 30 Stück geschossen worden. Man sieht viele 3unghasen. sowie gute Rehböcke, dagegen kaum Rebhühner Die Böcke haben gut aufgesetzt. tirciö Alösclv. Ober-Ohmen, 31. März 3n der jüngsten © c m c t n h c r a t I 11) u n g wurden die Gehälter der Gemeindeoeamten neu geregelt An sämtlichen Bezügen ward n Ad- Itridx vorgenommen Der Bürgermeister, der leit» her 1833 Mark erhielt, bezieht ab 1 April 1500 Mark. Der Gemeindeinnehmer. der seither 1400 Mark Gehalt hatte, wurden 1200 Mark ^gebilligt D er Polizeidtener erhält in Zukunft 500 Mark Grundgehalt und 50 Mark Bekleidung»- gelb, gegen bisher 592 Mark Bei dem Flur- fchützen, der seither 150 Tage mit je 4 Stunden beschäftigt war, und ein Gehalt von 638 Mark bezog, wurde ein Stundenlohn von 1 Work al» zu hoch erachtet; Jem nunmehriges Gehalt beläuft sich auf jährlich 500 Mark. Mrcio Lauterbach. h Lauterbach, 31. März. 3n derLa n d- wirtschaftlichen Winterschule dahrer wurde am Dien-tag der ältere Jahrgang nach einer Abgang-Prüfung entlassen. Lehrer. Schüler und Freunde der Anstalt verf am mellen sich im Anschluß an diesen Akt zu einer gemütlichen Rachfeier, bei der der Ruhen, der von der Schule au-geht und der der heimischen Landwirtschaft zugute kommt, in das rechte Ächt acstellt wurde. Lehrer und ältere Landwirte ermannten die jungen Leute. daS in der Schule Gelernte nun in die Tat umzusetzen, sich stets aber die au» der Praxis stammende Erfahrung älterer Landwirte zunutze zu machen, denn nur auf diesem Wege könne Ersprießliches geleistet werden. Einige von den Schülern gespielte Theaterstücke fanben im unterhaltenden Teil allgemeinen Beifall. Dre Feier war von den Musikvorträgen einer au« Mitgliedern de« Mufikvereins zusammengestelllen Kapelle umrahmt. \ Herbstein. 31 März. Hier wurde etn Turnverein gegründet. Vorsitzender wurde F Lehmann. Turnwart Lehrer Sh Preußen. Tillkreis. bl. B e i l st e i n . 31. März. Der den West- deutschen Basalt st einwcrken g hörend« Bruch .Bei Ist einer Lah" hat den Betrieb mit einer Belegschaft von etwa hundn:t Mann wieder voll aufgenommen. bl Hirzenhain. 31 März. 3n unserer Gemarkung sind -. Z. zwölf Grünstein- b r ü ch e vorhariden. die alle in Betrieb sind. Der hier getconnene Stein in seiner dunklen, farbenprächtigen Art kommt in ganz Deutschland nur feiten vor. So kommt es denn auch, dah fich die Abnehmer bi» weit über die i Grenzen unterer Heimat finden, sogar nochHol- iand werden sehr viele Steine geleert. D>e j in der Umgebung liegenden Gruben „Heuluft', ,21nnelin“. .Königszug" und .ötilling“ arbeiten alle wieder voll. Wehr uixi große mit Gewichten beschwerte Repe, i die von einem Ufer dis zum anderen reichen, i versenk! werden, der Abstand zwilchen beiden i Retzen toll etwa 1 Meter betragen, um dadurch eine erlte und «ine -wette Fangstellung zu be- j kommen Sine Anzahl Angler von hier hat fich zur Mithilfe bereit erflärt Vom Stadtbauamt I werden die Sprengwagen der Stadt, darunter i auch der neue große Da ff erwägen, an der Fängst elle zur Verfügung gestellt, um auf kn esc Welle gleich große Wafferbehäller zum 2Lutnehmen der < Fänge bereit au haben. Bei der Reichsbahnver- toaltung sind vefandere Fifchtransponwag^m mit ausreichendem Wafserinhalt bestellt, in die di« Fische auf dem Güterbahnhof aus den städttfchen Wasserwagen umgeladen und bann in ihre schnöde verlassenen Revrere -urücklran-portiert werden tollen Die nicht mehr zu Zuchtzwecken verwendi>aren Asche will man an Ort und Stelle schachten und sie am morgigen Samstag- vormittag auf dem Wochenmarkt verkaufen. Wird schon da- Einsetzen der Retze zweifellos recht sehenswert fein. Io dürften die Vorgänge beim Fang noch Diel interesfanter werden. * • Das 5 e ft der Goldenen Ho chz « it begehen am morgigen Samstag. 2. April, der Dienstinann Gustav S ch u ch a r b t unb Frau Elise geb Fatum. Katharinengaffe 8 wohnhaft. • • Eine Wohltätigkeitsveran st altungdeshiesigen Kriegervereins findet am kommenden Sonntagabend im Fesljaat de» Lase Leib statt. Es soll dort bl« Operette ..Frühling am Rhein" zur klufsührung kommen, ferner wird unsere Militärkapelle unter Leitung de» Vbermufikmeister» Löb er mit einem ausgewahllen Programm auf- warten Der Reinertrag der Veranstaltung soll be- dürftigen Alloeteranen und Äriegcrbinkrbliebencn des Kriegervereins (fließen zugute kommen. Schon im Hinblick auf den guten Zweck der Veranstaltung ist ein guter Besuch bringen!) erwünscht • • D c f f e n t li d)< Bücherhalle Jen Marz wurden 1517 Bände au-geliehen Davon kommen aus: Erzählende Literatur 786, Zeitschriften 146. Äu- gendschristcn 84. Literaturgelchichle 15, Gedichte und Dramen 34, Länder- und Völkerkunde 99, Kulturgeschichte 37, (tzeschichte und Biographien 107. Nunslgeschichte 25, Naturwissenschaft und Technologie 60, Heer- und Seewesen 16, 5)aus- und Landwirt- sch^llt 4. Gesundheitslehrc 10, Religion und Philo sophlc 29, Staat5wifsenschaft 18, Sprachwissenschaft 14, Fremdsprachliches 33 Bande. Obertzeffen. Vom Gemeindeverband Wieseck - Alten-Buseck. Gemäß Vereinbarung mit den Herst eilenden Firmen sollte der neue Auto-Omnibu« für den Verkehr auf der Linie Alten-Buseck Wieseck - Gießen zu einem späteren Termin obgeliefert werden. Die in der Zwischenzeit dorgeiwmmenen neuzeitlichen BetriebSumstellun- qen in den beircffenben Werken ermöglichten aber eine frühere Lieferung des neuen Wagen», bet. wie uns mitgeteüt wurde, im Lau', des heutigen Aachmittags bestimmt eintrifft. M der Indienststellung dieses modernsten Wagens erhält der Betrieb nunmehr fein« höchste Wirtschaftlichkeit Für da- Publikum ergeben sich daraus alle mir möglichen Annehmlichkeiten, und zwar nicht allein hinsichtlich de» Reisens im Wagen, fonbern vor allem auch hinsichtlich der Betriebssicherheit, da dieser Wagen einer der ersten ist, die mit dem Kunze - Knorr - Luftdruck - Brems- s h st e m ausgestattet werden. Hierdurch eignet sich der Wagen vor allem au Fernfahrten in schwierigste- Gelände, ohne Leven und Gesundheit der Reisegäste im geringsten zu gefährden. Die erfreuliche Tatsache des Sintceffen» des neuen Wagens veranlaßt nun die Betriebsleitung. einem möglichst großen Personenkrei» die Vorteile und Annehmlichkeiten des neuen Wagens vvrzuführen. Zu diesem Zweck finden heute abend zwischen 7 und 8 älhr eine Reihe Probefahrten statt, die unentgeltlich ausaesüyrt werden. Für jede Fahrt werden 40 Fahrgäste zugelassen, die Zahl der Fahrten soll je nach der Beteiligung vermehrt werden Au» der ErkennmiS heraus, daß Der neue Wagen nicht nur für Wieseck und Alten- Buseck 3nteress« besitzt, sondern, wie schon an- gebeutet, in der Hauptsache die Fernfahrten auS- sühren soll, werden die Probefahrten zwischen Gießen. Wieseck und Alten-Buseck ausgeführt. Für die Gießener 3ntereHenten ist am Walltor eine Cinsteigmöglichkeit gegeben, als Sammelpunkt der Fahrgäste in Wieseck wurde der Pbilosophenplatz bestimmt. die A l t e n- bu f c d c r können von der seitherigen Endstation auS die Probefahrt antreten. Bemerkt sei noch, baß diese unentgeltlichen Probefahrten nur heute abend stattfinden, da der Wagen bereits ab Samstag für eine größere, mehrere Tage währende Fernfahrt von dem Ober- hes'ilchen Automobil-Club gemietet worden ist. Landkreis «teßen )( Großen-Linden, 1. Avril. Heute sind 3 0 3 a h r e verflossen, daß hier an der Bahn der Güterverkehr eröffnet wurde Als nach vierzigiähr gern Petit onieren der Haltepunkt Großen-Linden am 1. November 1886 ins Leben getreten war. versuchte man alsbald, auch zu einer Güterstation zu gelangen. Allein einer 10jährigen Arbeit bedurfte es. die Bahnverwal- tung von der Rotwendigkeit biefer verlchrs- anlag« zu überzeugen D e Eisenbahn-Direktion forderte von der Gemeinde Großen-Linden einen Zuschuß von 70 000 Wk zu den berechneten Kosten von 80 003 Mk Der Bahnkörper liegt hier nämlich im Gefälle von 1:150. Um ®üter- züge rangieren zu können, wollt« die Bahnverwaltung eine Horizontale in der Länge von 200 Mir. herftell-n. Hierdurch berechneten sich die hohen SinrichtungSkosten. Der geforderte Kostenbeikrag war selbstverständlich der Gemeind« ®toben-ßinben viel zu hoch Eine Audienz bei dem Minister für öffentliche Arbeiten in Berlin hatte den Sriolg. daß der B<^nkLrv«r nicht umgebaut vielmehr nur Hebengeleife hör zontal angelegt wurden Besonder* Ra na i erzöge bringen die für Großen-Linden bezettelten Waggon- von Dießen hierher Bahnfeitig wurde -um ab- geänderten Projekt ein Beitrag von 12 500 TOI. verlangt D e Gemeinde Lechgestem bezahlte i 5500 Mk. Großen-L.nden 7000 Mk Bg Großen-Buseck, 31. März. Zur Zeit - werben die in unterer Gemarkung gelegenen Bachbe11e einer ^Reinigung und Vertiefung unterzogen, um bei Hochwasser Ueberfchwemmun- gen zu verhindern Dabei werden die Ufer von Gestrüpp und Hecken befreit, damit das Waller in • einem Lauf nicht gehemmt wird Allerdings [ hat die Sach« auch ihre Schattenseite: das ßanb- fchaftsbild wird eintöniger den Vögeln wirb gar I Herr Ludwig Faber IV. im 73. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Ph. Faber IV. Großen-Linden, den 31. März 1927. 02418 Frau Christine Schäfer geb. Burk 3149D qeludjt Watzenborn-Steinberg, Leihgestern, den 31. März 1927 Margarethe Weller Wwe - Wleeeek. den L April 1927. H4 > D 8072D Vohit Mietgesuche Stellengesuche Geschäfts-Empfehlung Gustav Müller, Ääckerei und Konditorei mein «onfitürenecfttiäfl 6t6ulflr.5 führe ich Dorldufi» »eiter Stellenangebote) bene*. R48V Trr Vorhand Willi Mevlcr, Gauhoi. Herborn, vnuDturahe X Borstellung etro. Karl Otto Karl Gesucht wird DertrauenSperson beoot»ugt früherer Beamter d. orgnnb im ort Ich begibt iit für leichte Beschäl' tlgung. ZcbrifiL Bewerbungen m. Auf» nabe vouReferenzen U.2138D a.b.Gi h-Ttn*. Pfaff Schäfer Philipp Karl Stark, Wiclcck. Karl Schäfer Heinrich Schäfer I. Möbl. Schlaf- u Wohnzimmer an gebildeten Herrn zu vermieten 02415 Siida nlaoelGL Die Beerdigung findet Samstag, den 2 April, nachm. 8. Uhr. vom Sterbehauee, Rabenanerstr. 19. aus statt in einem Hause Schr flngeb. u 02420 an d Wirft 21 na erb Am 3L März. 5 Uhr vormittags, entichlief sanft inch langem schweren Leiden unsere liebe Mutter Schwiegermutter. Großmutter. Schwester. Schwn zerln und Tante Laden minltter Wtiifte für fetueie» Weldjaft. in guter Vauflagc. für bald zu mieten gefacht Schr Angeb mit Brei um 024 a. d. Wien. Anz. erb Gott dem Allmächtigen hat es gefallen meine liebe Fran, unsere gute, teuere Mutier, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante nach längerem schweren Leiden heute mittag ’2e/4 Uhr im Alter von 73 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen. Die Beerdigung findet Samstag, den 2. April, nachmittags 3'/. Uhr, vom Sterbchausc aus statt. a144D Bessere» Fräulein, 24 (labte, lehr bmi6* lldjii arbeitSlreublfl, verlekiinaui bürgerlicher Küche u. allen Hausarbeiten, fnchi Steilung als Särge, vcichen wäitbc. Vei'tungt fdb rbem. ,>abrtk «acht für Wichen u Hing tüchtige Vertreter Heuen tobe *tirootl 3U6Da d Gieh.Anz. Oauut- Dftlomannng. Inge» ■ Crbuung Anichtuh an den Mmelrheinifchen verband. Neuregelung der Sterbe- unteriiüt?unii»fafie. Sayuna^nnbernn- gen vFrbobung der Beitrage Berichte« 2 Simmet il für Wohnung. 1 für Bureau» au mieten gefacht, Sdir Slitgcb. unter 029U3 nn d Wien. Anz. erb. Der verehrllchen Kundschaft und dinwohncrschast zur gefl. Kenntnisnahme, daß ich die bisher von meinem Schwieget- vafer Herrn Kari Schneider geführte Gestern abend 81/, Uhr entschlief sanft nach kurzem Krankenlager mein lieber Vater, Schwiegervater, unser guter Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Praxittlein von Dentist gesucht. Schriftl. Angeb. mit Angabe der fett» beugen Tätigkeit u WebaltSanivr unter 3121D an den Wien. An» erbeten. 'k'uchtzum 3igdtren an Wirte u. vrtotrr 31 WA - u th c Mi niööiütn für Milche und HauS für 20. 4. bei guiem Modi Zimmer zu verm. 9lnb. w« Kirriienvlai» 23 v. | Empfehlungen) Blltölanie Stauen bnb. auch bllyblanke Möbel. denn he gebr. nur Möbelvutz „wunderschön" Qtnfl Holl. flaiferOroa. Lli«eepl.S. ” D Die Beerdigung findet Samstag, den 2. April, nachmittags 31/, Uhr, statt Pikantes Goscllachafudrama in 6 Akt. Pasu eine „Frohe Fahrt im Faltboot“ Lichtspielhaus, Bahnhofstra e 34 III« rlnecble **on nlng Bäckerei, Kaiserallee 20 übernommen habe und weiterführen werde, ds wird mein eifrigstes Festreden sein, die werte Kundschaft in reeller und luoorfommenber Weise zu bedienen. 3145D $ur Errichtung einer Fahrrad- rcparatur-Werk- statt. Seilersweg bevorzugt. 024*. H. Benner II. Schillerstrabe 19 hu Alter von 74 Jahren Die trauernden Hinterbliebenen. Die dauernden Hinterbliebenen: |ohanncs Schäfer XI. Familie Familie Louis Schäfer Familie Familie Georg Schäfer II. Familie Familie Karl Schäfer III., Bürgermeister Familie Familie Karl Schäfer II. Familie Junger Polsterer u. Tapezierer zur AuSbtlte sofort Astoria-Lichlspiele, Seltersweg 81 Hl« eln«chl. Sonntag DasTestament d.Goldsuchers TOM MIX in der Hauptrolle. Stütze in Geschäftshaus gesucht. Näheres in d. Geschäftsstelle deS Wttft. Anz. "2410 Tüchtige Friseuse perfekt, ver fof. geg. gutes Webalt u. 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Ludwig Möller-Hirzenhain. 1 500-Meter-Laus (9 Teilnehmer): 1. Robert Duß-Nidda, 2. Milhelm Gerhard-Hungen, 3. Adolf Dörr-Hungen. 1000-Meter-Laus (Schüler: 13 Teilnehm«): 1. Augustin-Hungen, 2. Adolf MatheS- Dettenhausen, 3. Georg Hau-Villingen als einer öffentlich anerkannten und gebrauchsfähigen Sprache mar keine Rede Jn der g uiwt Ukraine, für die ja früh« logar d« Qtame ab- geschafft mar — he hreß offiydl Kleenrußlai > — existierte im amtllchen und öffentlichen Verkehr nur das Russische. Seitdem sind zehn Jahre vergangen, und mit der von Grund auf veränderten Stellung der Sprache hat sich - als Folge zugleich und als Ursache — ein derart verstärktes ukrainisches Nationalgefühl entwickelt. Nifi von einer Miederaufsaugung d« Ukraine in ein irgendwie gedachtes Gcfamtrußland nie wieder die Rede lein wird. 3n Moskau sieht man diese Entwicklung mit Mißbehagen. ja mit Schrecken. Man beobachtet, wie von Jahr zu Jahr >is uknnnische Dolksgesühl zunehmend die Oberhand üb« das bolschewistische und das Somjetgesühl gewinnt, aber man wagt keine Gegenmaßre>?eln mehr Die Folgen hi«vvn sangen jent an. sich in der europäischen Politik bemerkbar zu machen. Die Ukraine ist ein Trumps im polnischen und im englischen Spiel geworden, und auch die sranzösifche Presse füllt sich mit Artikeln üb« die ukrainische Frage. AlS Pilludski zur Macht in Polen gelangte, wurde Petljura in Paris ermordet. Kein Ukrainer zweifelt. dast eS auf Veranlassung von Moskau geschah, denn Petljura war ein Vorkämpfer der 3bee. die staatliche Sell'stänbigkeit der Ukraine mit polnisch« Hille wiederherzustellen Pilsudski und seine ganze Richtung sehen ein. dah es keine größere innere Gefahr für Polen gibt, als den Haß d« zwangsweise einncueibten acht Millionen Ukrainer. Dah« der Plan, diese f r e l u g e b e n. da- mit eine von Moskau unabhängige Gesamt- ukraine als Bundesgenossen für Polen zu gewinnen, und einen Ersatz in d« Union mit Litauen und der Annexion von ganz Meih- r uh land zu finden. Außerdem Ostpreußen ii n d Danzig! heiht es bei den «Iremcn polnischen Chauvinisten 3n England wird die ukrainische Bewegung, wie begreiflich, vor allen Dingen unt« dem Gesichtspunkt angesehen, dah mit ihr« Hilfe eine entscheidende Schwächung, möglicherweise ein Sturz der Sowjetmacht erreicht toerben könnte. Die Politik mit Polen und — direkt oder indirekt auch mit der Ukraine ist für England eine Hilfslinie im Spiel gegen Moskau, bi? mehr und mehr in den Vordergrund tritt. Menn « mit der Ausrichtung ein« antibolschewistischen Einheitsfront definitiv nicht acht, so wird man c8 eines Tages auf diese Meise versuchen, so toi« man es mit Japan versuchte, als d« Plan, eine deutsch? Deckung gegen die russische Ges ah, zu «halten, mißlungen war Man wird sich daher nicht zu verwundern brauchen, wenn bas ukrainische Problem in nächst« Zeit noch sichtbar« werden sollte. Der'Aprilfischdes Herzogs von Lothringen. Von Kurt S i e m e r S. Ist auch drüben überm Rhein, bei den Franzosen. eine oltgeübte Narretei, daß man cinanb«, wenn der winterliche März just aus dem Land gegangen ist. einen Aprilfi'ch zu verehren sucht. Und je fett« das gerät, desto großer ist des lieben Nächsten Freude. Der Aprilnarr, d« glatte Mone und ein Schelmenmärlein für bare Münze nahm, braucht sich um den Spott nicht zu sorgen Gebe drum jed« am ersten Tag des Aprilmonats gut Obacht, daß ihm keiner eine Schalkslüge aushängt. Spricht man daheim bei uns, man will jemanden in den April schicken, so nennt man in Frankreich diese Vexierung einen Aprilfisch Ist zwar gemeinhin ein unnützer Brauch, hat aber anno 1631 einem Herzog die Freihmt toicbergetoinnen helfen. Nikolaus Franz von Lothringen. vormals Kardinal-Dischof von Toul. war mit dem französischen Rov uneins geworden, tocil er sich gegen Königs Millen des Lünevill« Herzogs Heinrichen Tochter anzugeloben gedachte. Leute bei Hose in Paris spekulierten aber für bi« Herzogentochter Claudia auf einen Prinzen von Geblüt, damit ihr ansehnUcy Erbtum nicht an die lothringischen Herzöge falten sollte Da nun Nikolaus Franz mit seiner Liebsten Claudia Hochzeit gehalten, wurde dies junge Herzogspaar unter- wegenS von königlich französischen Soldaten gewaltsam aufgehoben und nach Nanzig in Gefangenschaft verschleppt. Mar eine traurige Hochzeitsreise für die junge Frau Herzogin; aber ihr Herr und Gemahl verzagte noch lange nicht und sann auf Flucht. Mag sein, daß ihm auch seine Angetraute einen guten Fluchtgedanken eingegeben (benn seit Paradieses Zeiten ist ein Weib um List oder Ausrede nimm« verlegen gewesen' oder sei es. daß dem jungen Herrn Herzog selbsten aufgegangen. ein Aprilfisch könnte ihm vielleicht k n heimlich Fortkommen «leichtern, ich vermags auch nicht zu sagen. Aber das weih ich: daß in der Nacht vom März auf den April nach Verabredung mit vertrauten Freunden der Herzog und sein Gemahl Claudia schlechte Dauernkleid« ange- unsere groben Staatsrechts lehr« und Historik« wie Laband und Lamprecht »«geben» schon vor dem Kriege die SnttvicklungSmöglichketten d« B.smarckfchen Reichsverfassung für ein weite- r e 6 Deutschland, besonders durch Oesterreich «• gänzt. bargelegt. Für Bismarck als amtlichen Staatsmann mußte - tote auch für heutige — ein Vertrag oberstes Gesetz lein, die Politik die Kunst des Möglichen, nicht des Münschenswerten, durste d« zweite Schritt nicht vor dem ersten getan ober gefordert werben, müssen die Mittel wechseln nicht doktrinär nach Parteiprogrammen v«- langl werden. Hat « doch wenige Machen nach seiner Entlassung zu dem Wien« Historik« Friedjung, um 15. (Juni 1890. erklärt .Es war stets ein Fehl« d« Deutschen, alles erreichen zu wollen oder nichts, und sich eigensinnig aus eine bestimmte Methode zu ncrfletfen; ich war dagegen stet- erfreut, wenn ich der Einheit Deutschlands. auf welchem Wege immer, auch nur drei Schritte näher kam." Und ein andermal zu Hofmann .Von einem Staatsmann in «st« Linie .Konsequenz" zu v«langen. heißt ihm die Freiheit nehmen, sich nach den wechselnden De- dürsnissen des Staats, dem txrränberten Verhalten des Auslandes zu entscheiden; er kann die vorliegenden Tatsachen und .Vtftrömungen nicht meistern, sondern sie nur geschickt für seine Zwecke benutzen." Liberalen Kritikern der damaligen amtlichen Außenpolitik hielt er im Frühjahr 1870 im Parlamente vor. wie unangebracht, wenn man über Ziel und Zweck d« Außenpolitik einig sei. der Streit üb« die Mittel sei. .da Dertra uen zum Leit« der auswärtigen Politik, zu seinen Vorschlägen unentbehrlich ist zum Betreiben der auswärtigen Polittk." Mollen wir am diesjährigen Bismarcktage alle vat«ländischen Gedanken in seinem Sinne zusammenfassen. so ist wohl kein Mort von ihm geeigneter. als das. das er vor 60 Jahren, am 24. Februar, in der Thronrede zur Eröffnung des ersten Reichstages des Norddeutschen Bundes. b« ersten Stunde der eigentlichen Reichsschöpfung. der bald die schwarzweißrote Flagge folgte, über deutsche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft also geprägt hat: .Einst mächtig, groß und geehrt, toeü einig und von starken Händen geleitet, sank daS Deutsche Reich, nicht ohne Mitschuld von Haupt und Gliedern, in Zerrissenheit und Ohnmacht. Niemals aber hat die Sehnsucht deS deutschen Volkes nach feinen verlorenen Gutem aufgehört, und die Gefchichte unser« Zeit ist erfüllt von den Bestrebungen. Deutschland und dem deutschen Volke die Gröhe sein« Vergangenheit Wied« zu erringen." Lenin stammte aus dem unteren Wolgagebiet Schon sein eigentlich« Name Uljanow ist ein Hinweis auf da» tatarische Blut, das in ihm floß Sr fühlte sich ab« als Grvßrusse und wollte nichts davon wissen daß den nichtrussischen Völkern unt« der Svwje:macht irgendwelche nationalen Autonomien eingeräumt würden. Al- ad« nach seinem Tode Stalin an die Spide der Svwjetregierung trat, kam ein anderer Geist auf Stalin heißt mit feinem eigentlichen Namen Dfchungaschwili und ist Georgier. Er.gehört al bringen hat zwar ein kleine» Plus, bet Platz in Weilmünster ist aber Bruland Die Jugendklasse. Da* Besultat im Spiel Leun gegen Baun- Heim ist von vornherein gegeben, da Baun- Heim über die technisch bessere und zudem kräftigere Mannschaft verfügt. Wetzlar und Heuchelheim werden sich einen interessanten Kampf liefern, bei dem der Ausgang ungewiß ist. Wieseck hat Rlein»ßt nben a!S Gast. Klein-Linden. daS sich erstmalig an den Ber- bandSspielen beteiligt, hat sich seither recht gut eingeführt, so daß die Wiesecker ihre ganz» Spielerfahrung in die Wagschale werfen muffen, wollen sie gewinnen. Alten-Buseck wird die Punkte wohl ohne große Schwierigkeiten an Lollar abtreten müssen, während der AuSgang der Spiele Marburg gegen Steinbach und Oppenrod gegen Hachborn fraglich erscheint. Die Schülerklasse. Hier hnbeu zwei Spiel« statt, deren AuSgang offen bleiben muß: Wetzlar und Dau- bringen in Wetzlar und Gießen und Heuchelheim in Gießen. DaS letztere beansprucht besonderes Interesse. Eine Grippengeschichte. Bon Franz G r v S. lBachdruck verboten.) AIS unheimlicher Gast wanderte die Grippe von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf, von Haus zu Haus. Airgends war sie willkommen, allenthalben fürchtete man sich vor ihr und schützt sich gegen sie auf mancherlei Weis«. Der Eine wird die Krankheit wieder rafch loS, der Andere schlägt sich in Fieberkurven, die .hinauf- und herab- gehen wie eine Lawine", wochenlang mit ihr herum Die Bakuren find bekanntlich recht verschieden. 11 nb so will ich denn heute den lieben Lesern einmal ein kurzes Gtücklein von einer „guten Statur" erzählen 3m vergangenen Frühjahr hatten jünger« Brautleute auf dem BachbarSdorse Hochzeit. Vor iechS Wochen stellte sich Freund Adebar ein und brachte mit Leichtigkeit den frohen Eltern einen achtundeinhalb Pfund schweren Buben. 3a. mit Leichtigkeit „Die KindSsrau" war fast eben so stolz, wie die junge Mutter froh war. Rein Wunder. Auch der Bub zappelte vor Vergnügen und die alte „Goll", die Patin der Mutter, schwamm auch in Wonne Doch nach ach: Tagen brachte ein Besucher oder eine Besucherin, vielleicht warS die „KindSsrau" gar leibst, die Grippe ins Haus. Eben war die Wöchnerin zum ersten Male wieder ausgestanden, so spürte sie Schmerzen im Hals. Schnupfen in der Aale Seiften im Bucken und Fieber — überall Kurz die junge Mutter hatte die leibhaftige Grippe. Darob natürlich großer Schrecken überall. Denn Mutter und Kind waren in Gefahr Bur die Hebamme, di« .RinnSfraa . blieb ruhig und tat so. als ob nicht daS Mindeste loS sei. Sie ist so klug, wie alle Rindsfrauen, ja. wenn möglich, noch flügcr. So überlegte sie — und sie überlegte nur kurz Bief sie den Doktor ins Hau«, der es bisher noch nicht betreten hatte, so nahm er der Mutter daS Rind fort. Dann konnte ei auch mit ihrer KinnSfraaherrlichkeit am Ende fein. Außerdem hatte sie einen Mann, der das Heilenhelfen gelernt hatte und draußen im Felde bei manchem schweren Fall hatte mitdvktern helfen. Der besaß manche Mixtur. So blieb denn das Kind, der stramme Bub. bet feiner kranken Mutter, scherte sich nicht um die Fieberkurven und stillte Hunger und Durst mit vollen Zügen .du in alter 3ck". Bur das Rüsten hatte die weite Frau den Beiden verboten. Und nun geschah daS. was der Laie als ein Wunder ansteht Der Bub blieb gesund und die junge Mutter da draußen auf dem 7lachbar- dorfe genas. Heute trug lle ihren Heinrich — den Beunpsünder — gesund und fröhlich zur allen Goll. Und küßte ihn auch wieder. 3a. eS geht nichts über gesundes, oberhefh- >cheS Bauernblut und — eine weile RmnMrac kurz getagt .twwec e gub Sabur." Wirtschaft. Der deut che Stahltrust im Jahre 1926. 3n der ordentlichen Generaloersammlmto de: inlgtcn Stahlwerke '2L4&. Düsseldorf machte Gcneraldirektv'. Dr. Vogler bemerkenswerte Ausführungen übet den Ge fchäslSgang dteseS bedeutsamen Unternehmens tr Jahre 1926. Er sagte u. a Dir haben eS für angebracht gehalten ü unserem ersten Geschäftsbericht noch einmal kurz die Gründe für den Zuf a mmenf chluß del in den Vereinigten Stahlwerken erfaßten Werke und Hüttenge'ellschaften baau- legen. Der Bericht umfaßt ein halbes Betriebs fahr. Unter Berücksichtigung der Tatsache, NiL diefe Zeit dazu benutzt werden müßte, den ganzen Aufbau durchzusühren und bie Umstellungen vorzunehmen. können wir mit dem Verlaus diefe» ersten Abschnittes zufrieden fein. 3m Verfolg der für die Gründung unserer Gesellschaft maßgebenden Grundlinien haben wir uns inzwischen auch an der Gründung der Mitteldeutsch en c t a b I w < r t c A.-G. beteiligt Sie umfaßt außer der ehemaligen Luckc-5)n-tman-Lauchk>armner- QL^. die 'Betriebe in Biesa, Gröditz Lauchhammer. Die 3ahreSbeteiligung der Mitteldeutschen Stahlwerke bei der Deutschen Bohftahl- gemeinschast beträgt rund 650 000 Tonnen. Die Gesellschaft ist maßgebend beteiligt bei dem in Berlin gelegenen Stahl- und Walzwerk HenningS- borf. Außerdem besitzt sie 50 ProzeM des Aktien- kapitalS der Vereinigten Obertchlellschen Hüttenwerke Wir können von den Mitteldeutschen Stahlwerken schon jetzt lagen, daß durch der Zusammenschluß eine gesunde Grundlage geschaffen und eine wirtschaftliche Belriebsfuhrung ge Währleistet ist. Boch eine zwelle Gründung ist m- zwischen zur Durchführung gelangt. Am 1.3a- nuar ist die Deutsche Edelstahlwerke- A-G gegründet worden. Der gleiche Gedanke der auf dem Gebiet« der Eisen- und Stahlertzeu- gung mit zwingender Bot Wendigkeit zur Gründling der Vereinigten Stahlwerke führte, ist In verstärkter Weise daS treibende Motto für den Zusammenschluß der Edelstahlindustrie. Auf dem Gebiet deS Kohlenbergbau«, haben wir uns an der Gründung der A f fi Kohle Verwertung entsprechend unser«. Quote beim Bheinifch-Westfälifchen Rohlensynd tat beteiligt. Der Gesellschaft stehen noch groß. Ausgaben bevor. Sie wird schwer zu ringtn haben, bis sie sich mit ihren Ideen durchgefetzi haben wird, da ihr Widerstände erwachsen, bu nicht aus rem wirtschaftlichem Gebiet« liegen uni daher besonders schwer zu beseitigen lind. Wir haben ferner eine maßgebende Beteiligung bei der Konkordia Bergbau-A.-G erworben Die Kohlenvorkommen dieser Geselllchaft find b< sonderS für die RokSerzeugung als erstklassig zu bezeichnen. Ueber den Verlaus des Geschasts- jahres, also über die Monate Oktober 1926 bi# einschließlich März 1927 kann ich mitteilen, bah bie Entwicklung befriedigend war. Das Ge'chäsi war nicht tn allen Produkten gleichmäßig. Ee reichte aber immer für die bei uns hn Betrieb befindlichen Werke aui. Die Preise waren auf der ganzen Linie gedrückt. Di« Kohlenförderung konnte weiter gesteigert werden und hat gegen den Monat April 19z6, allo dem Tag der Gründung der Vereinigten Stahlwerke, um rund 40 Prozent zugenommen. 3n der Irtlen xieit macht sich etn starkes Bachlallen un Abruf bemerkbar, eine Tatsache, die als Folg« deck wiedereinfetzenden englischen Wettbewerbs vor- auszusehen war. Die Produktionskosten der englischen Bergwerke liegen beute wesentlich unter den Rosten vor dem Streik. GS wird dem Buhe- Zvrcdiffunbrn der -tedakkion. 12 bi* 1 Uhr mittag», 5 bi» 7 Uhr nochnutlag» Samstag nachmittag geschlossen Jür unverlangt eingesandte Manuskript« ohne beigesügte» Rückporto wird keine Gemähe übernommen. Unzeigcnausträgr find lediglich an ÖU Geschäfts sl «Ile ju richten. Neues vom Eisenwurm. Der Eisenwur-n. der bekanntlich in Amerika sehr verbreitet ist, ist, wie erinnerlich, zuerst im Krieg« auch zu uns gekommen, und zwar durch die von den Franzoseii und Engländern, später auch von den '2üneriLinenx selbst verwendeten amerikanischen Granaten, die teils von chm befallen waren, teils auch nur seine Sier und Larven enthielten. Man Hal bann lange nichts meor von ihm gehört, bis ibn neuerdings amerikanische Ellenlchiff« tn Hamburg eingefchleppt haben Seit einiger >seit sanden sich nun im Hamburger Hasen großer« Mengen verendrtei Eisenwürmer. die antoetnenb an Entkräftung zugrunde gegangen waren, beim sie erwiesen sich bei der Lnter'uchuiig als vollkommen abgemagen Man fonnle sich dieses Massensterben zunächst nicht erklären, uinloux-niger. als sich herausstellte. daß diese toten ilifenunirmer nicht von den im Hasen liegenden Schissen stammten, sondern bereits in totem Zustande aus der Elve oberhalb deS HafcnS in diesen gelangt waren Bachdem sich nambaftc Tiersorscher dieser Frage angenommen hatten, hat der bekannte Dr. uteb. vet. Löwenzahn von der Hageil- beckschen Forschungsanstalt in Haml'urg in Verbindung mit Schilldauinaenieurrn der Werft von Blohni iind Voß. ebensalls in Hamburg. Angaben Grössen Nicht, auf Grund deren folgenbe« ermittelt werden konnte Von den amerikanischen Schissen ist der Cifentmirm auf ei ferne Elbkähne übertragen und so «Ibauiwärts verschleppt tpor- ben Da größere Stahlmafsen eine bedeutende, aerobe,va magnetische Anziehungslratt auf den Sisenwurm aiidüben. waS ,a dadurch begrei'ltch ist. daß er sich fast au#l4)lief ; ä) non Eisen ernährt, hat di« neue ®lfcnbabnbnide über di« Elbe bet Hämerten die Eisenwürmer von den Elbkähneti abgclodt und sie veranlagt die Brücketrpseiler zu ersteigen und die Eiten. te der Drücke anAugrvtfen Vermutlich rahr: d - e Er- scheitntng daher, daß der Eisenwurm neuen und besonders guten Stahl bevorzugt, wie sich mehrfach herauSgestellt hat. So erklärt es sich auch, daß an der dicht daneben liegenden alten Eisenbahnbrücke keine Eisenwürmer nachgewiesen werden konnten. 2hm hat sich etwa» sehr Merkwürdiges ergeben: Während sonst kein Stahl dem Eisenwurm widersteht, hat dieser dem zu der neuen Brstcke verwendeten Kruppschen Stahl nichts anhabett können. Wie es schon so vielen — namentlich ün Kriege — gegangen ist, so ist es auch dem Eifen- iDimn ergangen Er Hal sich am Kruppschen Stahl die Zahne auSgebisten und ist so teils durch Hunger, teils durch die immer wiederholten vergeblichen Anstrengungen und durch einen eigenartigen Kinnbackenkrampf vollkommen entkräftet von der Brücke au» in die Elbe gefallen, ertrunken und so fchliehlich nach Hamburg getrieben worden. In der Tat fehlten bet den m Hamburg untersuchten Eisenwurmleichen fast alle Zähn« — sie sanden sich bei genauer Bachprüfung ku Tausenden auf der Brücke, obwohl natürlich die Mehrzahl in die Elbe gefallen war Zuerst waren sie ihrer außer ordentlichen Feinheit wegen überleben worden. Die Untersuchung der Brücke, namentlich der besonders stark befallenen Mittel- öffnung. bat gezeigt, daß auch nicht kn« aenngste Beschädigung vorlag - gewiß ein schlagetider Beweis für die 11 eher le gen beit deS deutschen Stahls über den amerikanischen XL Vom lockeren Ieifig und anderen Vögeln. Unter den Tieren, mit denen in der Sprache kN« Menschen verglichen werden spielen auch die Vögel «ine nicht unbebeutenbe Volle Da begegn.-*. unS zunächst der lockere Zeis.g. auch ein*ad) lockerer Vogel genannt der alt* Spaßvogel sich auch wohl einer gewillen Beiicdtbeit erfreut. ferner der einfältige Gimpel, der fich le.cht ins Betz locken läßt; dann der Pechvogel, der gern auf den Leim gebt; wie hierbei an den Vogelsteller zu denken ift, fo auch bei dem Ausdruck auf ^twaS erpicht fein, eigentlich vom Vogel, der nicht loSkommen kann. Wir fpre>chei-. ferner von einem sonderbaren Kauz, wobei wir an die sonderbaren Gebärden dieses Vogels, fein« Verbeugungen u. dgl denken. Eine wenig erfreuliche Erscheinung ist der Schmutz- oder Dreckfink. Eine Steigerung deS Dreckfinken ift der Schweinigel; mit diesem Barnen benennt die Wissenschaft bekanntlich den gemeinen Igel, der wegen feines unangenehmen Geruches im Buse •rci ficht. "Bon einem. der körperlich oder geistig übermüdet ift oder gar nicht mehr mittun will sagen wir. daß er — wie ein vom .Fluge ermatteter Voae: — die .Flützei hängen läßt; und wenn er schließlich .ganz ab** Ift. heißt eS er kann nicht mehr Piep sagen 3m Gegensätze dazu nennen w:r einen allzu lebhafte« und unruhigen Menschen einen ^Sippelsterz niederdeutsch Wippstert ober Wivpstät, d h Bachstelze einen geschwänigen aber 'Papagei. Und Wiederum ist einer, der viel Leid erfahrt, ein Un» glückSvoael. und einer, der gern alles schwer an- sieht und überall Unrat wittert ei» Unglücksrabe. man denk« an die Gabe der Lorherver- Kinbigung. die gewisse Vogel im alten DollS- glauben haben Solche Unhciloerkünder sind ja sonst auch als Unter, vertchrten. weil die Unk« überall ihren unheil künden den Auf hören läßt, li« unken oder unten einem etwas vor wie man sich auSdruckt Einen Langbeinigen, der tme der .in SxilJt e.nh»fschreUet. ne oder Storchbein einen, der feine Kinder wie angeblich der Babe 'eine Zungen behandelt, Raber, vater Spatzenkopf ift einer, der feine .Grütze ün Kopf hat und über alle* gedankenlos hin- ebttz c-n»r der b< T den oh unbequemen Zuschauer abgibt Der Napoleon des neuen China' Den Titel des „Bapoleon deS neuen 6bIna* will 3. H Freeman dem Oberbefehlshaber des siegreichen KcmtonheereS, Ehang Rai»fhek. «- sprechen, den er in einem Londoner Blatt charakterisiert. „Chang ist erst 39 Jahre alt." schreibt er. ..Er wurde im Jahre 1868 in einem Dorf zwilchen Hangschau und Bingpo geboren, in dem Gebiet. daS seine Heere auf dem Wege nach Schanghai durchzogen haben Sein Vater starb, bevor der firne Ehang ein Zahr all war Seine Mutter war arm, und er verbrachte feine Kindheit bei Verwandten Er sollte Rauhnatm werden, zeigt, aber wenig 'Begabung Kir diesen Berus und wurde daher in die Milltärfchul« geschickt und bann mit 21 Jahren auf dir OfstzierSakademie. Er war einer der fleißigsten Kadetten und bestand feine Prüfungen mit solcher Auszeichnung, daß er rar Vollendung seiner nnlltärischen Studien nach Zapan geschickt wurdr Merkwürdigerweise geriet er dort unter den Einfluß deS verstorbenen Sim Bat-sen. deS Begründer- der revolutionären Bewegung in Kanton. und als er nach Ehina zuruckkeyrt« war et sein begeistertster Anhänger Jahre retain- 9en bevor et zur Macht kam Erst ali Cun Vräs.dent wurde stellte er Ehang an di« SviN. der Whampoa-M'.litärfchule von Kanton Cm ter schickt« Sun den aufstrebenden junaen Offizier nach Moskau, damit er dort d c Taktik und le*- mk deS modernen Krieges studieren könne. 'Eenr. die Kanton-Armee heute in ihrer Organisation den anderen chinesischen Heeren ücerlegen ist so verdankt sie daS zum größten Teil Ehang Rai-shek Er hat seine Truppen kovoßl thev- rett sch wie prakttsch vortr-"l.ch auegeb Itet. auf Ir.nen Befehl wurde der Marsth nach Hankau unternommen: er war eS. bet sein Heer zu der Schlacht em Schanahar führt-, und feine strategische Begabung befähigte die Rantontrm>t«n bara die Zahlenmäßig weit überlegenen RrflHr Sun Ehuan-fangS zu schlagen." Danknoten. 5 Prozent. 144.1 196,75 den Ar- 76 165.75 125 ' 198.6 179 184 ■'n 1 277,8 g8» .... Zemennvrrk dridelder« . . . VbUtpp Holtmauu...... Hnflle (Tont Guano . . . . «»olbichmidt........ ßoüocrtobüino........ 5 <8 Garden Industrie. . . Slutorrüwerkc........ GdlftbcanftaU «Og. eirftriutaMkfdlftieft iBcramaim ...... Lri. tu- üirftnoigcji ..... Vxtbx rmd Prüft........ Mainkrairweri« . . Gib udert . . ....... ®umcn6 k HaUke ...... «dlerwerke «leyer ..... 138.5 1139.2.1 124 ! 129 70 194 244.9 211 II 5 97.24 231.75 156 5 I- 143 1 312 5 ZM.5 IM) 163 150.5 142,75 171 192 124.6 — 78,75 - 5 — 181 I -72.75 >278.76 yolzversteigmmg. Dienstag, den 5. April 1927, vormittags § Ahr anrangtnb kommen zur fBerftcige- rang: 3WWD 20 iw Fichtenstömme 5a» und 5b»JU-, 25 fm irichtenderbstcmgen H, 25 lro Sichtende langen 2. ftt, 1 ^ichenstoinin 3. KL. 0,83 fm, 1 (kichenslomm 5. StL, 0.68 Im. 1 Buchenstamm 2. KL, 1.23 fm, 1 Buchenstomm 3. ZN., 0,81 fm, 21 rm Puchen- und Eichenscheiter, 7 rm Buchen- und Eichen knüppel. ^«Buchen- und Eichenwellen, 4'100 Fichtenwellen. 25 rm Stadt. 3ufammtntunft: Distrikt Finkenholz, Dos zerstreu! sitzende boLj in Bucht. Lthiedanoer und Suhl mirb nicht oorge- zeigt. Lürvcrmeisterel Lcihgenera.__ Ekvikdel ZiloS dienen tvea l<> r eleodon 116 172.5 I 179.5 193 199 2U9 212 2*9.75 213.62 199,75 -45 I 213.5 I 1U 98.5 L»26.7f. 158.6? 127 ! 145.5 ' 816 234.5 I *“ 152 154 150 Lombardzmsfuh 7 Prozent. Kranksurter Börse. Frankfurt a. M.. 1. April. Tendenz: fest. — Der MonatSansang brachte einen durchaus frischen Zug und feste Haltung in das Börsengeschäft. Unter Führung von Spezialwerien wurden die gesamten Aktienmärkte nach oben gezogen. Ais neuer Typ gilt wieder die 3. G. Farbenaktie, die um 4 Pro? ntt anzog. Ahein stahl plus 3,25 Prozent. 3m Dorder- gründe stand weiterhin der Elektromarlt. wo Bergmann auf die Sproaentigc Dividende um 3,5 Prozent anzogen. ASÄ plus 3,5 Prozent, Lahmeyer plus 4 Prozertt, Slektr. Lieserungen plus 2^5 Prozent Siemenswert« ruhig und unverändert. Sehr sest lagen Schissayrts- a k t i e n aus grobe Hamburger Käufe, besonder- Horb. Lloyd plus 5.25 Proz., Hapag plu- 2 Proz Hier regten russische Schifs-bauauf- träge für die deutsche Schiffahrt an. Am Montanmarkt lagen nur Harpener aus die ersten Feierschichten etwas schwächer, während Mannesmann sich im Verlaufe vorschoben und 2,75 Prozent anzogen. Sehr fest lagen A a link t i e n in Erwartung der Absayziffern. Asckvers- ffohlenbergbau nitcht leicht sallen die errungenen 2Ü>latzgebiete zu halten. Mög'ichkriten einer ntrr- nationalen Verständigung aus dem Kohlenmarti find nicht gegeben. Die Aoheilener-eu- gung konnte weiter gesteigert werden Soweit ftch die Marktlage übersehen lästt. wird auch für die nächsten zwei bis drei Monate m groben und ganzen mit einer annähernd gleichen Produktion gerechnet werden können. Insbesondere ist die Aachirage der inländilchen Abnehmer dauernd im Steigen. Die Arbeit an der internationalen Aohstahl-Demeinschast geht weiter. Es war von vornherein die ’2H‘- ficht, neben der Produktionsregelung auy eine dauernde Verständigung in ter Preispolitck für kie Produkte zu schassen. 3n einzelnen Erzeug- nitten ist dieses schon erfolgt Das Ardeilsbeschafsungs- Programm der Reichsbahn. In der Zeit vom 28 bis 33 Ttän 6 eil der Drrwaltun;5rat der Deutschen Aeichs- bahn-Sesellschäft in Ver.in fe.ne reget- mäh ge Icgang ab. Auf Gruna der vorläufig er.nutelten Ao- fchlustergebnisie 192d unj d. r bi Jjtr gen Der- kehrsenlwi lung 1»27 belchlosi der Verwaltung-- fchastslage da« 2 r b e i 1 - b e s ch a f s u n g s p r o- gramm wesentlich weiter auszu dehnen D.e Crötilerung er streit sch aus die Vohnunterhaltung. auf Fahr.eugbeschaf ung. ^ahrzeugveroesterung und gröstere Bauten. Insgesamt wurden ouher den im Januar befchlok- senen Fahrzeugaul trägen inHöhe von etwa ÜäWil- honen für 1927 weitere etwa 135 Millionen neu bewilligt 6S handelt sich um Aufwendungen, die durchweg unbedingt nötig sind und deren 5).nauSfch'.ebung bisher nur aus Mangel an Mitteln erfolgen muhte Das Auhrgebiet mit feinem starten Aah- personenverlehr soll zunächst bei der Fahrplan- regelung durch Vermehrung und Beschleunigung der .lüge besondere Berüdl.chtigung finden. Die Frage, ob die Ae.chsbahnstredcn de- Gebiets durch erhebliche Aufwendungen für den örtlichen Personenschnellverlchr herzurichten sind, oder ob dieser einer besonderen Schnellbahn zu Überlassen ist. soll in Fühlung mit den beteiligten Kreisen schleunigst grundsätzlich geklärt werden. e Dem zwilchen der wurtlenibcrgilchen □re- gierung. der Stadt Stuttgart und der Reichs- dahnverwaltung vereinbarten Bau- und Dar- lehensvertrage stimmte der Verwaltung-rat zu. Der Aeichsbahn werden Mittel zu mähigem Zinssatz leiten« dieser Si llen zur Verfügung gestellt, die e- ihr möglich machen, die Strecke Osterburken — Ctullaari — Immendingen als künftige S^auptuerköreftrede insgesamt zweigleisig au-zabauen und die Umgestaltung der Stuttgarter Bahnanlage beschleunigt zu beendigen Ilm sich gegebenenfalls der vom Reich in Aussicht genommenen Steigerung des Bwh- nungsgeldzuichusses für Beamte anschliehen zu Tonnen, wurde die Bereitstellung der ersvrder- , lichen Mittel vorgesehen. Mit Befriedigung nahm der Verwaltung-rat von der Zuteilung der Hauptverwaltung Äcnnt- m», wonach die Bereitstellung von Aeubau- wohnungen für das Dahnperfonal in diesem Jahre in verstärktem Umfange wird erfolgen können. • Frankfurter Hhpvthekenbank 3n der gestrigen Aufstchtsraissttzung wurde be- tchlo len, aus dem Srgednis des ^IchLtt-jahres 1926. nachdem m Vorwege neben :igcn Rückstellungen der Pension., anstall Mk und einer Sonderrstcklage 150 TO TI! ftbcrmlr’en werden sollen, eine Dividende von S Proz. in Dor- Ichlag zu br.ngcr. • Ober' chlekische Sisendahn-Be- d a r f s - 2 - S A l e i w i tz. Die in Veriin ab- gdyol enc ordentliche Hauptvetlarnmiung genehmigte den Iahresabsch^ust für 1925 2o. Aus dein Xnnqctrmn von 120 422 Mark werden 6021 Ml. der Aücklage zugefühn und der JWt von 114 403 Mark auf neue Rechnung vorgetragen. ^eviseuwarkl Derlln -5ranflurt a. TL flmmtdniidx Kotes .#••• 9*e1sel,kljill!likll!lv. empfiehlt in nuten Cuolttäten »** Wilh. Leichtweis • Die Aeichsinde rzlffer Itr die Leben-haltung-kosten im Mär- ist nach den Feststellungen des Sratisti'chen Reichsamtes für den Durchschnitt des Monats Mar» mit 1*4,9 gegenüber dem Vormonat (1*5 4) um 03 v- »urudaegangen. Dieser Aückgang ist im wesentlichen auf eine Senkung der Sm3hrungs- ausgaben zurückzusühren. Hier haben btt steigenden Semule- und AartoNelpreisen die Preise für Fleisch und vor allem in erheblichem Ausmah die Preise für Si^ nachgegeben. •• Deutsche Bank. Der Auttich'.srat genehmigte den Abschluß für 1926. Der Des amt- umlav beträgt 1Ö5 MiUtarden Mark die ®dorat- add.tion der Bilanz Ichlieht mit 1853 Millionen Mark gegen 15<0 Millionen Sriamtadbiuon der Bilanz vom Vorjahre ab Die wahres ei nn ahme vor Ab»ug der Ausgaben beläuft sich auf 124 527 7<9 Mark, der VeingeMnn einschl. des T ertrag es vom D rjahr (1 5-S 1651 betrat für 192o insgesamt 24 935 899 Mark. Ss wurde die Verteilung einer Dividende von 10 Prozent be- schlos'en. Vach verschiedenen lieber Weisungen an die Aefervc bzw diverle Fonds verbleiben 1959 031 Mark, die aus neue Rechnung vorge- tragen werden. DaS eigene Vormögen der Dank betragt 225 Mill. Am. D-rfenk«1e_____________ Ktr emsfeblen: , MD isMev-MHicOflelföi LOO ia innges moftfieifai.....0 75 la SüiDfleiim. alt' SlSlkk 1.00 * Drogerie und Neustadt-Drogerie. Otto Wlnterhoff, Drogerie, Kreurphtz 9 10. Zwangsversteigerung"^- Freitag, den 27. Mai 1927, vormittag» 9 Ahr. wird am Amtsgericht Stehen, Zimmer 106, das im Grundbuche von Giehen 6cm Siegfried und Gerson Isenberg in Gießen zuaeschriebene Anwesen. Walltor- stroste 71, ^lur 1, 9lr. 1417*lu und 653 qm leben Hu* 4 Prozent V^csteregein plus 2 Tnn Bankaktien tellwciie 4.5 Pme bdher lo Berliner Handel. Irnoncn u Darmstadter Die übngcn ®rphbcrJahicn waren um etwa 1.5 Proz be- festigt Die DeNe der Metalibankgruppc lagen au* Berliner Käufe 1 Proz. höher 5ekiilwer1e Ireundllch Von Aul. j f t i c t>g«i Älei er um 1.75 Proz. und Daimler um 3 Proz an. V?n Sinzeiwerten Voigt & Haesfner plus 2.5 Dold- ichmidl plus 5,5 Futger-uertc plus 1.5 Proz BauwerIe ügn; aus die beginnenbe Kiulon- junklar austervrdeiitlich fest Davst A Frev'ag plu* 5. Hofmann plu* 23. Fement ^>etbeiN-ra plus 23 Pr ?z. e l I st o f s a k t i e n starker gefragt Daldhoi plus b Prvz. Der weitere Erlauf blieb für SpeziaUtäten. wic I. - Farbe i ?Ahön k. Mann. 6 nann und Aheinftahl au-gc- prvchen fest, wodurch sich auch die Übrigen Märkte die hefte Grundtendenz erhiellen. Am h e i m i • fchen Anleihemarkt waren Anleiheabld- lung fpcfulatip geftelgert und zogen auf 25.1 an Schuiigebiet 1325. Fremde Aenten fast um» sahlvs. 3m Geldmarkt ist Tagesaeld noch lest mll bis 7 Proz. Monotsgeld 5*4 bis 7' , Proz Prtvaldiskonten 43 dis **/, Pro^ 2bn De- vifenmarkt konnte sich Mailand gegen London stark befestigen auf 103.90. Die übrigen Hauptvaluten waren kaum verändert. Die Tteidbemart rotierte gegen Kabel 4.2170. gegen London 20.485? Berliner Börse. Berlin. I April. Die Aufwärtrbe- w eg ung setzte sich in einem unerwartet scharfen Au-mahe fort, nachdem heule offiziell dcr Handel per Medio April ausgenommen wurde und da- i^eschäst von den Hemmungen der ^Iltuno-Ltguidation befreit ist. Die Hausse» st i m m ung fand einen neuen Bücken halt in den Monatsberichten der Drvhbanken. die der Börse und der Dinlchast günstige Perspektiven eröffnen. Die .Kurssteigerungen erreichten ihren Höhepunkt am Slektro- und Montan- markt, sowie in 3 ®. Sarbenattien. wo Vewinne von 10 Prozent und mehr Aufsehen erregten. Auch Vereinigte Glanzstoss traten durch eine bedeutungsvolle Aeugründung stark in den Vordergrund und eröffneten bei btt ersten Aottz bereite 13 Prozent höher. Fernei lagen Bau - aktlen. Xertilaftien und eine Beide weiterer Epezialwertc wesentlich höher. 3n der erften Stunde nahm das Deschäft zeitweise einen stürmischen Charakter an. Auch die Vebenmärkie waren belebt. Dem kommenden Disserenzzahltag am Montag sieht man mit Ruhe entgegen, da sich am Geldmärkte eine Entspannung bemerkbar macht. 3m Dev i sen o e rkeh r sand hie er Übliche Befestigung der italienischen Lira starke Beachtung. Mailand zog gegen London auf 103.60 an. Die Aeichsmark notierte gegen Äabel 42175. < t.etirrun. eriri _ "rib fcr.r n fSvTi 16-.*. 16». 1 iT‘,91 eu/n.-Hnr i.:w 1.194 l.7> 1.794 rni- '.14 14.-1 > 18.09 (xümaiotr ilt.64.; -0.59« It.K'« ytelira . 19,M iv s; 19.1-U nton ee.4M » ‘M -.46 J . **? rtrne*rf 1.211 i.m- i.tll ».rr: PaNS 6<5:vtti • -6.1 16, M »6.6 । 16.. « M.U2S I.ELi •l.-U i.r. epj ttn .5 19 74 47 74.71 , 76.69 ffaran •Hto bf (Inn :.<*! ..06. 2.069 »9t .99 .Sol @trn in I £ <8 ebcrfi »9 4 69.6' .2.46 H.Sl? '2.4t* ,2.14« ■#Vt irab 7.4-1 7.421 .4-,» 7,421 Tnbflp't 71.M ,J,«Z 73.!* 71,71 riul arieu 4.04 ' ,fHü. ,ute .US. ^iflabr:i ."1.425 -1.4.j 1.4Zj 81.47» Xenüfl Senft nun Bi.79 M.9V BI.7b 1.96 4.1.4 ..tK .14» 2,1a.. 6,47 6,49 ü.« i 649 (toiatxi 4.212 1,2X2 t/.-ix IE! Ilm aan 4.116 1.2K- 4.X-J 4.22.45 11.51 73.39 73.76 iRtNDt 1108« i 1125 D Seltersweg 6 Durchgehend geöffnetl Seltersweg Nr. 31 kUt li k Kuntt tato . JÄ m _ Dr teai Oi NI ßäm> lut i Q btt I M fla wfentr kt< e nthmr vtDl < Dar ’el tungm ocrntt bftrnN trt - unb v Baren. KBu- Wkn. » .10 £*oi 8M rctm ■ Eagn< beiden sichen Rem luffli llui rm La bepb in Mn mon in matter Bingen m ** X as ' illB <1/ i 12.50 12.50 fFiir den Herrn Jür die Dame Kinöerinunöcreme hilft besser alt Puder. Dose 50 Pfg. In der Scholslraße Zwangs-Versteigerung. Montag, den 4. April 1927, naefr» nittags 3 Uhr. nerftetflctt ich im -ofe Der Allgem. Ortskrankenkaffe Oietzen. . udwigltrah« 12. meistbietend einen 18 35 P. S. krä'ttaen SldlLk-Sbafsts Alaichine vollkommen durchrepar crt. als I Lieferwagen für Backer Metzger. Flaschen- 'cttronipert geeignet. 3114D 1 f). Muhl, Dollziehungsbeamler Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Och, den 1. April 1927 Wichtmitglieder 10 Pf. (Eintritt für Mitglieder frei. U2430 3 llijr. 19,-WIR. 31,— WM- 6,50 6 Für Schale- rinnen, deren Eltern nicht in (tzie- hen wohnen Marie Walz Ludwig Zimmer Für Schülerinnen, de- renEltcrnin Biefeenwoh- nmjoroie f. Sinder von Ausländsdeutschen 17,50 WM. 14,50 WM. 11,50 9,— „ Für Schülerinnen, deren Elter» außerhalb Hessen» wohnen 17^0 wn 14,— _ 11,— , Sarneelen, Fischmehl ttüken-Zutter,Hirse <4naen Scheel. Män-dara 17 Boller Satz ..... ErmSfeigung bei gleichzeitiger Zchulausbildung von 2 und mehr Ve schwiftern: bei 2 Geschwistern auf je , 3 „ „ . Oberhessischer Kunstverein Von Sonntag, den 3. April 1927 an: Oelgemälbt, Aquarelle. Radierungen, Zeichnungen von Heinrich Linzen, Weimar Die Ausstellung, welche anher Landschaften hauptsächlich Jagdstücke und Wildkompositioneu enthält, ist wieder Sonntag», Montag», Mittwoch», Freitag« von 11-1 Uhr, Mittwochs auch von 3-6 Uhr geöffnet. Für den Frühjahrsputz empfehle in großer Auswahl und guten Besen. Schrubber, Bürsten, Bohner, Fensterleder. Putzlumpen. Putzeimer und Bohnerwachs Ludwig Kohlermann IV. Blechstraße 12 16,— WM. 13,— . 10,— . (Safe Älmend Freitag, Gamstag, Sonntag, vom 1. bis 3. April Kurzes Gastspiel des bekanntenKlavierhumorlsten Senft Sredn in seinem humoristischen Original-Aepertoire Dezentes, hochkünstlerisches Programm Abends 6'/, Uhr / Sonntags 4 Uhr Giebrn, den 26. «ärz 1927. Der Oberbürgermetster: Z. B. Dr. Seid. 3134B Bule Fahrräder, billig auch auf tethabiun» ”2429 drtma Ädintr VlnbeniDaler Herren und Damen» ,avrrader loebrn etnneito-'tn. Beiter Toroedo-Dreilaut. Marken Be- Ttifuna Stavrige Ichrihl. 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April 1927 im Festsaal Cafe Leib Anfang abends 7'/. Ufer ||| Neu hergestellt - Walltorstrabe. Besucht diese Wohltätigkeitsveranstaltung, das Programm ist schön! Man überzeuge sich, wie sich Theaterspiel und Musil, in dem neu hergerrichteten Festsaal mit der neuen Bühne ausroirhen. Der Relnerlraü wird an beddrillte Allteleranen und Khefierhinlerhllebene des Krietenereins Giehen verteilt Sämtliche Plätze sind numeriert. - Nur da« Programm berechtigt zum Eintritt. Dorverkauf«stellen: Kaufmann Konrad Bender, Walltorstrabe 14; Schuhmachermeister Karl Amend, Löwengasie 12; Schreibwarenhandlung L. Singel, Lindenplatz 5; Friseur Friedrich Büttner, Landgraf-Philipp-Plah 10; Druckerei Albin Klein, Südanlage 21; Eisenhandlung Knorr (Stoll Nachf.), Frankfurter Strafet 86. 3120 D VM- Eine halbe Stunde vor Beginn sind Programme auch am Saalelngang käuflich "W' s x tigene Schokoladen hökao u Zucke rv^ren Fabrik Eigene Keksfabrik und NährrniHglwerke Bis auf weiteres jeden Freitag und Samstag erhall jeder Käufer beim Einkauf für 1M 0tnommth als Empfehlungs-Geschenk einige Kostproben- Schokolade oder Bonbons oder Keks Verkoufsldden in allen Teilen Deufschhonds Unsere Schaufenster \ »tehen im Zeichen des Lenses! Der Aufmarsch unserer neuen Frühjahrs-Modelle ist vollzogen — «le werden auch Ihre Gunst erobern. Kommen Sie su schauen! 8 Rcieplele: WC 15? 1A00 Modehaus l lU=r Salomon Für den neuen AnzugSsi Zrettag, l. April 1927 Eiehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) m. 77 Drittes Blatt Aauhc.m beabsichtigt war. Damenbtiüenuni schlug nun „Du Gießen. 31. März. Uhr vormittags betrat das tungefoaL Drr Dottltzende. Gramer, verkündete als- sie nicht liebhaben?" ,F)ast du überhaupt alle Kinder gerne?" ..Nun hör' aber auf. Liesl." ärgerte er sich, frügst wie in einer Vein-Knabenschule." ..Abladung" beabsichtigt gewesen verständlich, warum diese nicht in Frankfurt enung. di« sie aufsuchen wollten. Schwing den Weg zum Teich em und ging weiter an dem Teich entlang, zwischen diesem und der Ufa. Zwischen den in einiger Entfernung folgenden drei (tzcnanncn herrschte scheinbar volle Einigkeit. Wag- Nichts anderes.../ NurfölfiTlin, das reine Cocos-Speisefett, Punkt! ch um 11 Schwanger cht den L La ndgettchtsdirelt ar bald das folgende, in einem Teile der Donner*» tag-Ausgabe schon berichtete Urteil: t*m ersten Morgenzug nach jranfhnl a. TL AlfTÜd. Die rechtliche Veurleilmtg. Del der rechtlichen Beurteilung hat das Der Giehener Femeprozeh Das Urteil und feine Begründung. Gericht nach den bekanntgegebenen Gründen zunächst geprüft ob Kern, wie die Verteidigung behauptete lediglich eine .Abreibung", eine Äötrcrvcrl «-ng Oe» Wagner in Bad-Rauheim beads.chtcgt hatte oder ob er ihn töten wollte. Das Schwurgericht ift zu der Ueberzeugung gelangt daß eine Tötung des Wagner in Bad- ~ " ---- Wäre lediglich eine pden. so ist es unAirnmer nebenan. Am Ende käme er gar noch auf den Einfall, sich zu ihr auf den Fensterplatz zu setzen. So viel durste er sich denn doch nicht vergeben. Er sah durch die offenstehende Tür. wie sie über eine Naharbeit gebückt saß und — wahrhaftig, sie sah gar nicht gedrückt aus. Sie lachte ihm zu, als ihr Blick ihn traf. Na also, da konnte man ja draußen bei ihr weilerlesen. „Was wolltest du denn vorhin sagen?" Er hatte die Zeitung neben ihr sitzend im Schoß gefaltet und sah sie wartend an. Sie ließ sofort ihre Arbeit sinken und legte beide Hände übereinander auf die polierte Platte des kleinen Tischchens. ..Hast du Annemarie lieb?" Er war für den Augenblick sprachlos. Wenn fie nichts Wichtigeres zu fragen hatte, hätte sie iyn nicht in seiner Lektüre zu stören gebraucht. „Natürlich!" warf er ärgerlich hin. „Warum sollte ich Alle drei gingen nun zunächst in dar Restaurant Malepartus. wo zu Abend gegeben wurde, und von hort in die ,»upktb-Diurbe er in das Krankenhaus gebracht. Er äuhette dort die Befürchtung, er könne noch von seinen Dersolgem erschossen werden. Äern und v. Salomon begaben sich zu Fuß nach Bad Homburg und von hier mit _________ I gültigem Ton. Ader Elisabeth hätte doch die Wärme in feiner Stimme unb fah, wie feine Augen glänzten. Er freute sich. Freute sich mit ihr auf fein Rtnb Das machte sie überselig. Sie hätte kaum, als er ihr sagte, was fie zu meiden hätte und was für sie von ‘.Borteil fei in dieser Zeit. Hanna kam erschrocken ins Zimmer: „Ob er beim feine Sprechstunde vergessen habe?" .,3a so, ich komme gleich" - Das war jetzt wichtiger. Elisabeth bekam sogar noch einen Stuß, ehe er aus dem Zimmer ging. Hanna hatte m den kommenden Tagen ihr« kleine Liefe am liebsten In Walle gewickelt. Neichmann muhte immer schelten, daß das Derpappeln nichts tauge. Esten sollte die Liesl tüchtig unb ihre gewohnte leichte Arbeit tun unb schlafen zwischenhinein und viel spazieren lausen. „Mach' alle Tage deinen gleichmäßigen Trott," verordnete er. „Dann wird nichts fehlen!" — Aber er sagte das letzte unsicher Sie tat alles, was unb wie er es haben wollte. Einen folgsameren Pattenten hatte Neichmann In feiner ganzen Praxis nicht. Ihr Aussehen war blühend, bis fie eines Tages rpit todblassem Gesicht zu Hanna in die Rüche trat ,Jf)frr Jesus, kleine Liefe, was ift dir denn?" „fttitfats!" (Es Oana hohl, unb die Augen der jungen §rau hatten alles Glänzen verloren. „Hast fein vertrauen mehr zu mir?" jammerte Hanna. ,Lch bin nur so müde!" »Das ist los?* frug Rcsthmann, als er am Mit- toft zu Tische kam. „Fühlst bu dich besonders unpäßlich heute?" „Nein." Ein eigentümlich forschender Blick streifte ihn. Das hat sie beim, dachte er, unb suchte bas Darum zu ergründen. Eie fühlte sich so wohl wie sonst. Mehr war nicht aus ihr herouLZubringen. Während er in der Sprechstunde sah. verschloß sie sich m ihr Schlafzimmer und zog aus ihrem Brustausschnitt einen stiebet fachen en Dogen hc-rvor. Der hatte in feiner Tasche gesteckt. Er batte gestern abend, ehe er in Gesellschaft ging, den Nock gewechselt unb ihn rm Zimmer hängen gekästen. (Fortsetzung folgt.) Märtyrer der Liede. Roman von I. Schneide--Förstl. 39 Fortsetzung Nachdruck verboten. Das Rind blickte sie oorwurssvoll an. Sie schämte sich. — D Gott, hilf mir doch in diesem schrecklichen Zwiespalt In mir selbst, schrie sie aus tiefster Seele. Warum verttaute sic denn nicht vollen und gläubigen Herzen? Mißt rauen schändet seinen Träger, unb wahrhaftig, er batte ihr. seit sie verheiratet waren, iwch nie Grund zur Eifersucht gegeben, unb sie wußte gut. daß die Frauen eine Dorliebe für ihn hatten. Ich will mich bestreben, gerecht .zu sein, er- mahnte sie sich und nahm nun dem Rind gegenüber ihr voriges Nein zurück. Annemarie frug nach keinem Darum. Sie war glücklich und sprang vergnügt vor- 1 aus quer durch den Wald. „Da ist es am nächsten nach Hause!" erkiätte sie munter. „Die Mama roirb sich freuen, wenn ich dich bringe." „Meinst du, auch der Onkel Doktor?" sagte Elisa- beth mit einem zweifelhaften Lächeln „Der Onkel Dottor0 — Aber das ist doch dein Mann, Tante Elisabeth! Unb ein Mann freut sich doch immer, wenn seine Frau kommt. Nicht wahr, Tante?" „Ja — natürlich!" lächelle dir junge Frau und suchte den letzten Nest von Depression hinwegzu- scheuchen. Es gelang beinahe. „Alfo, da bist du ja schon!" sagte Reichmann, als sie mit Annemarie in Nellas Wobnzimmer kra t. „Ich tagte soeben zu Nella. du seiest die Pünktlichkeit selbst. Da können wir also gleich fahren." „Lass' doch deine Frau erst noch ein Glas Wein trinken!" UMnbk sie rasch ein. „Wozu denn?" Er schob das kleine Tischchen vor dem Ecksofa etwas beijeite und dehnte feine Hünengestalt. .Hie Lie-1 ist gar nicht auf Wein unb |o etwas erpickt. Nicht wahr, Liesl? Unb zudem habe ich Hunger noch einem ausgiebigen Mittagessen und . ." „Iß bei mir!" warf sie dazwischen. . Bei dir? — Nein, meine Liebe! Ich will's bequem haben." „Das läßt sich ja machen!" lachte Nella. „Nein!" beharrte er. .Lu Haufe schneidet die Liesl mir das Fleisch und macht mir alles mundgerecht. tarnten Beweisaufnahme, zu der lleberzeugung. daß bte freie Willens b< stimmig des Schwing bei Begehung der Tat nicht ausgeschlallen war. Selbst wenn der am Boden liegende Wagner sich beim Herankommen des Schwing rot gestellt hatte, so mußte und konnte auch Schwing. wenn er sich auch in diesem Moment in größerer Erregung befand, di« Erwägung anfteilen, zunächst zu prüfen. ob Wagner wirklich tot war. Auch dies hat er unterlasten und er hat ohne weiteres dem Äern Hilfe geleistet. Schwung wurde deshalb wegen Beihilfe zum versuchten Totschlag verutteilr. tki brr Strafzumessung hat das Schwurgericht nach den Grünt ei, bezüglich von Salomon straferhöhend erwogen, daß die Handlungsweise eine äußerst gemeine war Dem Äameraben wurden bte schönsten Bisher vorgegaukelt. als er in den beabsichtigten Tod geführt wurde. Anderseits hat aber das Schwurgericht zugunsten des Angeklagten von Salomon berücksich- tigt, daß er bei Begehung der Tat er i kaum 19 Jahre alt war. er in einem förmlta»n Ab- bangigkellsvcrhältnis au Äern stand, auch wurde die Tat aus den Zuständen in Deutschland im Zähre 1922. nicht aus der jetziaen Zell betrachtet Dies alles veranlaßte das Schwurgericht, den von Salomon in eine Gefängnisstrafe von 3 Jahren zu verurteilen. Diese Strafe war. da v. Salomon nach der Begehung der Tat vom StaatsgerichtShof wegen Beteiligung an der Ermordung des Ministers Rathenau zu einer Zuchthausstrafe von 5 Jahren verurteilt worden war. nach gesetzlicher Bestimmung, dem Verhältnis von 2 AU 3 entspr«hend. in eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren zurückzusühren und gemäß § 74 Str D. B. weiter zu reduzieren. 3n Berücksichtigung der gesetzlichen Besttmmungen hat das Schwur- gettcht eine Zusatzstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten Zuchthaus ausgesprochen und hiernach aus eine Gesamtzuchthausstrase von sechs Jahren und drei Monaten erkannt. Bezüglich deS Schwing waren bei de, StrasauSmessung folgende Gründe artSfchlag- gebenb: Schwing ift von den Sachverständigen alS schwerer Pfnchopalh geschildert worden, auch er des and such in einem gewissen Abhängigk-its- Verhältnis zu Äern, andererseits mußte aber die Schwere der Tat berücAichtigt werden. Deshalb kam das Schwurgerictt hier zu einer Gefängnisstrafe von 1 3 a b r und 8 Monaten Die erlittene UnlerfuchungShast wurde dem Schwing angerechnet. Was endlich den Angeklagten Heinz anlangt, so besagten die Gründe, daß ein zweifelsfreier Beweis dafür, daß er den Schwing zur Tat angestiftet und er dem Äern dadurch Beihilfe geleistet habe, daß er den. Schwing am Nachmittag deS 4. März 1922 von dem Rommen des von Salomon benachrichtigt, ihn dem Äern bllv. von Salomon zur Verfügung gestellt habe, nicht erbracht fei. wenn auch die Unschuld des Hernz nicht erwiesen sei. Hinsichtlich deS viel umstrittenen Zeugen Schmidt- .Halbschuh" kam das Schwurgericht zu dem SrgebniS, daß seine Aussage nicht ein völlig klares Bild davon gebe, was er selbst erlebt und war er gebärt bat GS wurde auch berücksichtigt, daß er Angaben, Me er gemocht, wieder zurückgenommen hat. Endlich hat da- Schwurgericht, tote au<- gesührt wurde, nicht bi« Ueber^eugung erlangt, bah hinter Äern unb von Salomion ehw Oraanb- satton stand, unb zwar auf Grund der beeidigten Aussagen deS Zeugen Tillesfen, der befunbet hat, bah Äern allein von feinem Dorgehen gegen Wagner gesprochen habe, chm, Ti lies len. sicher bekannt geworben wäre, wenn noch andere, nis- besondere eine Organisation an dem Attentat auf Wagner irgendwie beteiligt gewesen wäre. a Main rntgcixommen worden wäre Für eine Tötung^abs.cht sprechen auch weiter bie llmftänte. daß von Salomon am Nachmittag DorauÄgetobren war. offensichtlich zu becn Zweck, das Terrain zu sondieren. Auch die Wanderung durch die verschiedenen Lokale unb die Vorspiegelung weiteren- Amüsements in der Nähe des Teichs dem Wagner geqenüber spricht hierfür, ferner, daß Wagner in den Augen ÄernS ein Derrärer war. der den „'Bertater** beseitigen, wolle, was durch eine Abreibung nicht möglich gewesen wäre, sowie daß Äcm und von Salomon sich um ein Aachtguart.er in Bad-Nauheim überhaupt nicht bemüht hatten, endlich auch die nächtl.che Wanderung nach dem entfernten Bad Homburg, wodurch zweifellos die Aufhellung der Tat erschwert. ein Alibi geschallen werden sollte. SS bestand auch für daS Gericht kein Zweifel. daß von Salomon wußte, daß Äcm den Wagner zu töten beabsichtigte. (3r gab au. daß Äern im Laufe deS AbendS in der „Hupfeld- Diele" von einer Waffe gesprochen habe 3n ÄenntniS deS TötungSwillenS deS Äern hat von Salomon in bewuhtem oder gewolltem Zusammenwirken mit Äern die vorstehend geschilderten Handlungen gegen Wagner begangen. Der Versuch. Wagner zu töten, wäre aber erst mit dem letzten Schuh auS Äerns Pistole beendet gewesen. Diesen Versuch hat von Salomon dadurch freiwillig vereitelt, daß er dem Äcm die Waffe entrissen hat. Er ist damit freiwillig vom Versuch der Tötung Aurüdgetreten. Diese Angabe Salomons, daß er dem Riern die Waffe entrissen habe, wurde bestätigt durch die beeidigten Aussagen der Zeugen X i l lef f en und Brand, denen gegenüber Äern Angaben gemacht hatte in dem Sinne, daß von Salomon ihn von weiterem, vom äußersten abgehalten habe. eS hierdurch nicht zur Tötung WagnerS gekommen sei. Aach der Ansicht des Schwurgerichts war deshalb von Salomon nur wegen gerne in- schaftlich mit Äern begangener vorsätzlicher Äör- perverlehung. sowie wegen des hinterlistigen UcberfallS auf 'Wagner nach Paragraphen 223, 223a Str.G B. zu bestrafen. WaS die Beteiligung deS Schwing anlangt, so hatte nach der vorgetragenen ilcberxeugung des Schwurgerichts dieser zunächst nur dunkle Ahnung, was bet dem Gang zum Teich bevorstehc. Dah etwas Schweres, Fürchterliches bevorstehc, darüber war er sich klar. Erst als der Stein von ihm abbetlangt wurde und mit diesem die erwähnten Manipulationen vorgenommen wurden, konnte kein Zweifel mehr für ihn bestehen, was Äern beabsichtigte, und er hat an der beabsichtigten Tötung dadurch teil genommen, dah er dem Äern half, den Wagner inS Waller zu werfen. Er hat dadurch dem Äcm wissentlich Hilfe geleistet. Er hat aber nach der Ueberzeugung des Schwuraettchts ohne lleberlegung gehan- belt Die Sachverständigen. Med.-Aat Dr. 6 c r i b a und Dr. Schäfer, äußerten erhebliche Zweifel, ob Schwing, ein schwerer Psychopath, für seine Tat verantwortlich gemacht werden könne. DaS Schwurgericht kam aber, auf Grund der ge- Kenntac geöffnet OBEL HYPOTHEKEN beschai Transektionen. 1KBP SelNdeiies Mö *MUMV preisen Verlangen Sie den hochwertigen ML L Bebrenehte Aiialge, norti lebt gut erhalt., von Mk 18. Zechenkoks l'rfe Bolkobad 8836 Wagendecken und Kissen Steppdecken Couverta finden Sie in großer Auswahl bei Grober Herrenhosen Knabenhosen 4m kommenden Sonntag durchgehend geöffnet Baby-Jäckchen Baby-Leibchen Baby-Schuhche Baby-Lätzchen Baby-Höschen Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren. Ausführung aller Baby-Hemdchen Baby-Strümpfchen Baby-Kleidchen Baby-Röckchen Baby-Strampelhöschen (rieben Marktplatz 2 (Heben Marktplatz 2 Brechkoks I, II, III heizkräftigster, sparsamster Brennstoff für Zentralheizungen. Eröffnung von laufenden Rechnungen und proviaionstreien Scheckkonten jeder Höhe zu günstigen Bedingungen für Stadt und La-c insbesondere auch für Industrie. 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