Nr. 71 Erstes Blatt 176. Jahrgang Donnerstag, 25. März 1926 Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertag«. Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Monats-Bezugrprel«: 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse.- Schriftleitung 112, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vnftf nnö Verlag: vrühl'lche UnioerfitütL Buch- und Steindruckerei R. Lange in Sieben. Schristleitung und Seschästzftelle: Schnlttratze r. Annahme van Anzeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 2011 , mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Vange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumfchein; für den An- zeigenteil Hans Iüstel, sämtlich in Gießen. Hessischer Landtag. Darmstadt, 24. März. Präsident Adelung eröffnet die Sitzung um 91/* il&r. Die Beratungen des Staatsvoranschlags für 1926 werden bei Kap. 9 (Anteil an Reichssteuern usw.) und 10 (Landessteuern) fortgesetzt. X Aba. Lux (Soz.) wendet sich gegen die Vorredner der Rechtsparteien, die gestern gesprochen haben-, er vergleicht den hessischen Staatshaushalt mit dem württernbergischen . 2n Württemberg ist der Steuerzahler im Jahre 1925 mit 52 Marr aus den Kopf belastet worden, in Hessen aber nur mit 48 Mark. Der Redner ist der Meinung, in anderen deutschen Ländern wäre es wahrscheinlich nicht besser; man könne dem hessi- schenStaatnichtdenVorwurf machen, bah er schlecht gewirtschaftet habe. Bei Erwähnung der Einkommensteuer spricht der Redner auch über den Zentrumsantrag Hatte- mer, wonach für Familienangehörige in landwirtschaftlichen Betrieben Steuererleichterungen verlairgt werden. Für den kleinen Landwirt komme dies nicht in Betracht. (Widerspruch auf der Rechten des Hauses.) Die weiteren Erklärungen deS Redners verlieren sich in Einzelheiten des Steuerwesens. Abg. Dr. Büchner (Dem.) erklärt im Auftrage seiner Partei, das; bei den erhöhten Anforderungen des Reiches, der Gemeinden ufw. ein Regierungswechsel an den be- stehenden finanziellen Zu ständen nichts ändern könnte. Die Ausnutzung der gegenwärtigen Situation durch Parteipolitik sei verwerflich. Der Redner zitiert einen Ausspruch des Freihercn von Rheinbaben, der dahin lautet: Wer das,Volt nicht aufkläre, dah sich vieles geändert habe, sei kein Führer, sondern ein Verführer. Weiter weist der Redner auf das Ausland hin, wo teilweise dieselben finanziellen Schwierigkeiten wären. Ded a uer l ich sei, d a st d i e m sahst e u e r nicht nach den Vorschlägen des Finanzministers Reinhold gesenkt worden sei. Besser wäre es gewesen, die Weinsteuer wäre beibehalten worden. 3n den folgenden Darlegungen verteidigt der Redner die Politik des Finanzministers. Der Redner gibt zu, dast die Sonder st euer für den bebauten Grundbesitz in der Art, wie sie in Hessen erhoben wird, reformbedürftig ist. Abg. Kindt (Dntl.) fordert, daß angesichts der grosten Rot in allen Volksschichten alle zu- sammensteheil mühten, um dieser Rot zu begegnen; aber schon würde der demokratische Reichsfinanzminister von den Sozialdemokraten scharf angegriffen. Es sei zu b e f ü r ch t e n, dah bei der bisherigen Politik ein finanzieller Zusammenbruch erfolgen werde. Hier int Landtag werde viel k ü n st - licher Dünger geredet, der leider der Landwirtschaft nicht nutzbar gemacht werden könnte. Der in Aussicht gestellte Einkommensteuerzuschlag werde voraussichtlich in Hessen nicht erhoben werden können, weil hier schort zu viel Steuern erhoben würden. Wenn dieser Landtag nicht den Wi5len zum Sparen aufbringen könne, so müsse das Volk he- fragt werden. Abg. Galm (Komm.) verspricht sich eine Besserung der finanziellen Lage nur durch den .Untergang der bürgerlichen Gesellschaft. Abg. Dr. Müller (Bbd.) erwidert auf die Reden der Abg. Lux und Galnt; Abg- Lux habe nicht einmal den Versuch gemacht, die Ausführungen des Redners über dte steuerliche Belastung der Landwirtschaft zu widerlegen. Vizepräsident Rust teilt mit, dah morgen eine Regierungsvorlage über die Erstreckung des Finanzgesetzes auf die ersten zwei Monate des Rechnungsjahres 1926 auf dieTages- vrdnung gesetzt wird. Finanzminister Henrich erklärt, es sei von der Herabsetzung der Steuern die Rede, aber man müsse sich die Ziffern des vorjährigen und diesjährigen Voranschlags ansehen; bei der Hohe des Fehlbetrags sei daran nicht zu denken. Die Forderung eines stärkerenReichs- zuschusses habe er schon feit Zähren bei der Reichsregierung durchzusetzen versucht, aber diese habe sich dem widersetzt. Der Finanzminister geht dann auf die Ausführungen verschiedener Vorredner näher ein. Insbesondere sp richt er über die Son der st euer für den bebauten Grundbesitz; nach seiner Meinung wäre die Belastung der bäuerlichen Bevölkerung dadurch nicht besonders schwer. Der Finanzminister geht dann auf einige Steuerfragen näher ein. Abg. Lux (Soz.) erwidert dem Abg. Dr. Müller. Abg. Kindt indenburg Daß große Goldene Ehren Zeichen der R e p u v l i k mit Band und Stern überreichen, eine Auszeichnung, die nur für Souveräne bestimmt ist und bisher noch nicht verlieben worden ist. König Alfons von Spanien hat den neuernannten deutschen Botschafter in Madrid Grafen von Welczeck (bisher in Budapest) zur Lieberreichung seines Beglaubigungsschreibens in feierlicher Audienz empfangen. Lieber das Befinden des früheren Reichskanzlers Fehrenbach wird mitgeteilt, daß die Kräfteabnahme mehr und mehr zunimmt Der Kranke ist größtenteils ohne Bewußtsein. Aus aller Welt. Schweres Unglück im Rnhrrevier. Oberhausen, 25. März. WTB. Funk- spruch.) Auf der Zeche Oberhausen I bis II der „Gute Hoffnungs-Hütte" ereignete sich heute morgen ein schweres Unglück, indem bei der regelmäßigen Seilfahrt gegen 6.20 Lihr der mit 35 Personen besetzte uiedcr- gehende Korb im Schachtsumpf auf- Nel. Von den darin befindlichen Bergleuten haben wahrscheinlich 6 bis 7 den Tod ge- funden. Die übrigen wurden teils schwer teils lelcht verletzt. Die Bergungsarbeiten sind noch im Gange. Größeres Llnglück ist dadurch vermieden worden, daß der aufwarts- gehende Korb unbesetzt war. Der Korb wurde gegen die Seilscheibe geschleudert, wobei das Zwischengeschirr riß. Die Llntersuchung über das Llnglück wurde von den Bergbehörden eingeleitet. Reues Leben in Friedrichshafen. Dem Luftschiffbau Zeppelin Friedrichshafen ist aus Dem bisherigen Ertrag der Zeppelin-Eckenerspende eine erste Rate von einer halben Million Goldmari zur Verfügung gestellt worden. Da bisher noch nicht feststeht, wie groß der künftige Zeppelinkreuzer sein wird und die endgültigen Pläne erst nach dem Ergebnis der Pariser Luftfahrtsverhcmdlungen in Angriff genommen werden können, wurden jetzt erst diejenigen Konstruktionsteile gebaut, die für alle Zeppelintypen normal und von der jeweiligen Gröhe des Schiffes unabhängig sind. Wettervoraussage. Roch Rachtfrost, tagsüber milde, Bewölkungszunahme, doch heiter bis wolkig, durchweg trocken. . Gestrige Lagestemperaturen: Maximum 9,8 Grad Celsius, Minimum: minus 3,9 Grad Celsius. Heutige Morgentemperatur: minus 0,7 Grad C. Der Preußische Landtag nahm einen Gesetzentwurf an, der den Fiannzminister ermächtigt, falls im Reich die mehrmonatige Vor- auszahlung der Deamtenbezüge ein- geführt wird, eine gleiche Regelung für die preußischen Staatsbeamten usw. einzuführen und bis dahin die Beamtenbezüge nur in Monats- beträgen zu zahlen. Die darauf folgende zweite Beratung des Haushalts des Ministeriums für Volkswohlfahrt wurde nach kurzer Beratung auf 9 11 12 13 14 15 16 Das vorläufige Endergebnis des Volksbegehrens. Berlin, 24. März. (VDZ.) Von Der Regierung wurde heute mit Verirrtem der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion Darüber verhandelt, wie Die Zustimmung der Sozialdemokrat ten zu Der Steuermilderungsvorlage zu gewinnen wäre. Von Den sozialDemokratischeu Vertretern wurden folgende Punkte als Voraussetzung für ihre Zustimmung genannt: Allgemeine Verlängerung der Bezugsdauer Der Erwerbs- losenunterstützung von 26 auf 30 Wochen und Berechtigung der Länder, fakultativ in Der Unterstützung Darüber h i n w e g z u a e h e n; Wieder- einglieberung Der Ausgesteuerten in Die Erwerbslosenunterstützung; keine allgemeine Senkum Vermögenssteuer; Beschränkung Der L... t e n auf Die Höhe Der Friedensmiete bis zum 1. April 1927; bei der Verbrauchssteuer Aufrechterhaltung Der Sektsteuer; Ermäßigung Der Zuckersteuer und Beseitigung Der Salz- und Der übrigen kleinen Verbrauchssteuern. Unter Den Regierungsparteien haben bereits Verhandlungen über die Möglichkeit einer Mehrheitsbildung auf Der Grundlage Der neuen sozialDemokratischen Bedingungen stattgefunden. Auf einen Abschluß dieser Verhandlungen kann erst am Donnerstag gerechnet mreben. Bisher hält man in Den Kreisen Der Regierungsparteien eine Verständigung unter Berücksichtigung der sozialdemokratischen Bedingungen bei gewissen Abänderungen nicht für ausgeschlossen. > Millionen vollständig um ihre Eristenz gebracht 1 worden feien. Am wichtigsten wäre eine Verbesserung der Produktionsmethvden der Landwirtschaft und tatkräftige Förderung des Siedlungswesens mit dem Ziel, aus den existenzlos gewordenen Arbeitern selbständige Bauern zu machen. Abg. Stubbendorfs (Dn.): Ich stehe hier als Vertreter einer Oppositionspartei, aber nach Der Ministerrede fällt es mir s"hr schwer, oppositionell zu reden. (Lebhaftes Hort! Hört! und Heiterkeit links.) Statt Exportföroerung verlangt der Redner S t ä r l u n g des inneren Marktes lind Belebung der heimischen Produktion. Die deutsche Landwirtschaft fei unter gewissen Bedingungen vollkommen in der Lage. Deutschland in seinem RahrungSmittelbedars vom Auslande unabhängig zu machen. Die Handelsverträge mühten so abgeschlossen werben, daß alle Waren, die in Deutschland erzeugt werden können, möglichst nicht nach Deutschland herein- gelassen werden. Der Reichskanzler besaß einmal bas Vertrauen der deutschen Landwirtschaft. Jetzt stehen wir in einer neuen Caprivizeit in höchster Potenz. Alles ist auf die Steigerung des Exportes gerichtet, aber die Landwirtschaft wird vernichtet, und wir sind auf dem Wege, zu einem ! zweiten Irland zu werden. Wenn her Reichskanzler auf diesem Wege fortschreitet. wirb er bald den Rest des Vertrauens der Landwirtschaft verlieren. Abg. Feilmayer (Z.): Ankurbelung der deutschen Industrie wird nicht gelingen, wenn wir vorher nicht die deutsche Landwirtschaft wieder rentabel gemacht haben. Die deutsch e Landwirtschaft ist heute der einzige ausbaufähige Produktionsfaktor der deutschen Wirtschaft. Sie ist bei richtiger Behandlung durchaus in der Sage, das deutsche Volk auf eigener Scholle zu ernähren. Die Regierungsmaßnahmen waren auf Vorschuß für die Industrie gerichtet, aber der I Landwirtschaft wurde geradezu das Betriebsvermögen entzogen. Ohne ausreichenden Vorschuß ist der Landwirtschaft nicht zu helfen. Wir erbeben in schärfster Weise Einspruch dagegen, daß bei den künftigen Handelsverträgen j die Landwirtschaft ähnlich geschädigt wird. Wenn das nicht anders wird, muß man den Landwirten geradezu die Auswanderung an- I raten. Zu dem gegenwärtigen Minister haben wir das Vertrauen, daß er mit Llmsicht und Energie für die Hebung der Lage der Landwirtschaft wirken wird. Abg. Ha mkens (Dtsch. Vpt.) begrüßt die größere Aktivität der deutschen Handelsbilanz. Sehr unerfreulich sei aber immer noch die riesige Einfuhr ausländischer Lebensrnittel auch in den ersten Monaten dieses Jahres. Dieses Liebel könne nur beseitigt werden, wenn die Landwirtschaft wieder rentabel gemacht werde. Das Mißverhältnis in den Preisen der landwirtschaftlichen I und Industrie-Produktion ist in Wirklichkeit viel I größer, als aus den Indexzahlen hervorgehe. Abg. Dietrich- Baden (Dem.) betont die I Rotwendigkeit, die Wirkung der notleidenden Landwirtschaft auf die Gesamtwirtschaft 3>u beachten. Von diesem Gesichtspunkt aus fei I der Rat an die Landwirtschaft, sich umzustellen, ganz verfehlt. Durch den Aiedergang der Land- I wirtschaft würden größere Menschenmassen vom I flachen Lande in die Städte verpflanzt. Dadurch sinke die heimische Rahrungsmittelproduktion. Für die Fortentwicklung der kleinen und mittleren Wirtschaft sei eine umfassende Derufsbera» Das Urteil im MateoM-Prozetz. Rom, 24.März. (TU.) Heute abend wurde das Urteil im Prozeß gegen Die Mateottirnörder verkündet. Die Geschworenen erklärten die Angeklagten Domini, Volpi und Poverone des Totschlags unter Zubilligung mildernder Umstände für schuldig. Die Übrigen Angeklagten wurden für nicht schuldig erklärt. Der Präsident verkündete Das Urteil, wonach die drei Angeklagten Domini, Volpi und Poverone zu je 5 Jahren 11 Monaten und 20 Tagen Zuchthaus verurteilt werden, die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Da vier Jahre auf Grund der Amnestie in Wegfall kommen und auch die Untersuchungshaft angerechnet worden ist, wurden die Angeklagten sofort auf freien Fuß gesetzt. Landwirlschaftsdebatte im Reichstag. Berlin, 24. März. Auf der Tagesordnung der heurigen Sitzung stand der Haushalt des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Der Ausschuß ersucht in mehreren Entschließungen die Regierung, auf eine Ermäßigung des Zinssatzes für die landwirtschaftlichen Kredite hinzu- Wirten und auch den Pächtern landwirtschaftlicher Betriebe Personalkredite zu gewähren. Bei Zwangsverkaufen großer Güter soll die Möglichkeit des Ankaufs durch dasReich erwogen werden zwecks Erhaltung der Güter für die Kultur in geschlossener Bewirtschaftungsweise oder zur zweckmäßigen AufteUung in Siedelungen. Reichsernährungsminister Dr. Haslinde betonte in längerer Rede, daß der Landwirtschaft nicht nur über die gegenwärtige Rotlage hinweggeholfen, sondern ihr auch ein gesunder Aufstieg für die Zukunft gesichert werden soll. Er werde auch Dafür eintreten, daß die Landwirtschaft bei den künftigen Handelsvertragsverhandlungen durch einen Zollschutz berücksichtigt werde. Abg. Robert Schmidt (Soz.) bezeichnet in der Debatte die Schilderung der Lage der ßanb= wirtschaft durch den Minister als zu pessimistisch. Größere Mittel könnten nicht mehr bewilligt werden, da der Finanzminister fein Programm für dringend notwendige Steuersenkungen schon ohnehin auS Wanael an den nötigen Mitteln einschränken müsse. Die Landwirtschaft befinde sich in einer Krise, aber es sei übertrieben von einem Zusammenbruch zu reden. Sin Zusammenbruch sei festzustellen bei der Aickeiterschaft, wo Aus der Provinzialhauptfiadt. Gießen, den 25. März 1926. , Wie behandelt man Blumenstöcke? Zur Zeit der Konfirniationen steht das Geschäft der Blumenhändler in vollem Flor. Ihre Ware wandert in Mengen aus den sorgsam gehüteten Gewächshäusern in die Wohnräume, wo die an feuchte Luft und gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit gewöhnten Pflanzen gänzlich veränderten Verhältnissen Preisgegeben sind. Ihre Schönheit möglichst lange zu erhalten, dieser Wunsch ist wohl ebenso allgemein, wie die Frage nach der Behandlung. Hieraus ist zu aittworten. daß man blühende Pflanzen stets kühl und vor jeder Zugluft geschützt möglichst nahe am Fenster aufstellen soll. Eine Ausnahme hiervon machen nur harte Palmen, die man ihres geringen LichtbedürsnisseL wegen auch an anderen Stellen eines Hellen lJcn $arf- Gegossen wird stets, sobald die Erde durch ihre Beschaffenheit Wassermangel verrat. Bei einiger Aufmerisamkeit wird man nach kurzer Zeit das tägliche Wasserbedürf- ein5etnen Pflanze kennen lernen. In Zweifelsfallen klopfe man an den Lopf. Ist der Klang hell, so ist das ein Zeichen, daß die Erde ftch bereits vom Topfrande zu lösen beginnt. Es mutz Dann reichlich gegossen werden. Bei duuip,em Klange ist die Erde noch voll Feuchtigkeit. Zu einem Welken soll es nie kommen. Denn ;edes Welken bedeutet eine Schwächung der Lebenskraft, die manche Pflanzen nicht oft vertragen Ein Welkwerden der Blätter ist aber nicht immer ein Zeichen von Wassermangel. die für weite Volksschichten außerordentlich bedeutungsvolle Senkung der Vermögenssteuer als belanglos hinstellen. Das Kompromiß ist eine Basis, auf die sowohl d i e Deutsch- nationalen wie die Sozialdemokraten treten können. In der Mittwochsihung führte Abg. Hergk iDntl.) aus, Die vom Reichsfinanzminister gegebene Darstellung des Gesamtbildes Der Finanzlage bedeute einen außerordentlich starken Rückzug der Regierung in bezug auf Die Zahl und einen völligen Rückzug in bezug auf das Prinzip. Der Betrag, den der Minister bei feiner ersten Erklärung an Steuern nachlassen wollte, ist nach seiner jetzigen Vorlage nm 15 0 Millionen geringer geworden. Das ist ein Fiasko Der Regierung. Rach den unvorsichtigen Versprechungen, wie sie dem Volke gemacht wurden, ist diese große Beschränkung des ursprünglichen Steuersenkungsbetrages eine große Enttäuschung für Die Bevölkerung. Für uns steht I im Vordergründe ter Abbau der Haus- ! zins steuer. Darin sehen wir ein besseres , Mittel zur Ankurbelung Der Wirtschaft als in Der Senkung Der Umsatzsteuer. Auch in den direkten Steuern ist eine Einheitsvorlage nötig. Wenn Die Minderheitskcalition eine Einheitsvorlage fest- legen will, Dann muß sie sich vorher mit Der Opposition von rechts oder links verständigen. Wir meinen mit der von rechts. Wir ftnd heute und zu jeder Stunde bereit. Die Luxussteuer und die Weinsteuer aufzuheben und Die Fuswnssteuer zu senken. Wir behalten uns vor. wenn die Steuersenkungsvorlage sich verzögert, in einem Initiativantrag diese Steuerfragen vorweg zu erledigen. Wir wollen eine Verständigung. Reichsfinanzminister Dr. Reinhold. Ich freue mich sehr, daß Die Deutschnationalen die Verständigung wollen. Dr. Hergk hat eigentlich das ganze Steuerprogramm gebilligt. Linier dem Druck Der Tatsachen muhten wir von unserem ursprünglichen Programm abweichen, aber es ist doch nicht so, daß das Regier migs- programm jetzt zurückgezogen wird. Wir haben bedauert, daß wir die Llmsahsteuer nur auf 0,75 Prozent senken können, wenn die Wein- steuer fallen soll. Es handelt sich um ein planmäßiges Vorgehen, durch Steuermilderungen auf bestimmten Gebieten eine Belebung der Wirtschaft zu erreichen. Das ist ein ein heit - lichesGesehgebungswerk, dessen einzelne Teile nicht voneinander getrennt werden können. Sozialdemokratische Forderungen. Die Auslegung des Dawesplans. Der Spruch des Internationalen Schiedsgerichts. Haag, 24. März. (WD.) Das Internationale Schiedsgericht zur Auslegung des Dawesplanes Hot entschieden, das; Die für soziale Versicherungen in Elsaß-Loth- ringen und Oberschlesien an Frankreich und Polen zu leistenden Beträge in Den Jahreszahl Lungen des Dawesplanes einbegriffen sind. Auch Die für Zivil- und Militärpersonen in Elsaß-Lothringen von Deutschland zu leistenden Beträge sollen in den Jahreszahl langen des Dawesplanes einbegriffen fein. DaS Schiedsgericht hat Dagegen entschieden, daß die Restitutionen. Die von Deutschland für eine Reihe verschiedenartiger Gegenstände und Wertpapiere zu leisten sind, nicht in den Dawes- annuitäten einbegriffen sind Auch der von Deutschland an Großbritannien geschuldete Betrag von £ 14 185, 9,8 für Kohlenlief erun- gen an den Dampfer „Jerusalem" sind der Entscheidung des Schiedsgerichts zufolge nicht in den Jahresraten mit einbegriffen. Zu Der Frage, ob die Zahlungen auf Die Beträge entfallen, Die durch das zur Ausführung des Artikels 92 des Versailler Vertrages zwischen Der deutschen und Der polnischen Regierung abgeschlossenen Abkommen vom 9. Januar 1920 festgelegt sind, mit in Die Jahresraten einzurechnen sind, hat sich das Schiedsgericht zurzeit zu einer Entscheidimg außerstande erflart. Berlin, 24. März. (TU.) Amtlich. liegt nunmehr das vorläufige Endergebnis ___ Volksbegehrens für die Fürstenabfindung vor. Danach wurden 12 512 140 Eintragungen gezählt. t u n g notwendig. Der Weg vom Verbraucher zupi Erzeuger könne erleichtert werden durch die Förderung Der Derkaufsgenossenschaften. Abgeordneter Dachmeier (Bahr. Bbd.): Dauernnot ist Dolksnot! Das hat gerade jetzt her Mittelstand auch in Den Städten zu spüren bekommen. (Beifall.) Wenn jetzt Die Industrie riesige Beträge zur Ankurbelung der Wirtschaft bekommt, dann muß Dafür gesorgt werden, daß Die Landwirtschaft nicht wieder Der Leidtragende ist, und daß Die deutsche InDustrie mit diesen Beträgen ihre Erzeugnisse billiger ins Ausland liefert, aber von Den Deutschen Landwirten für die Maschinen unerschwingliche Preise verlangt. Um bas Steuerkompromitz. Im Steuerausschuft des Reichstags. Berlin, 25. März. (VDZ.) Dem Steuerausschuß Des Reichstages lag am Dienstag das neue Steueriompromiß in Form eines Aende-- ! rungsantrages Der Regierungsparteien vor. An weiteren Einzelergebnisfen lagen Abg. Dr. Hertz (Soz.) erklärte: Die Sozial- I Meldungen aus 20 Wahlkreisen vor. Vergleicht man Demokratie könne diesem Kompromiß nicht zu- Dabei die Zahl der E i st t r a g u n g e n mit der Zahl stimmen. Wir haben keine Lust, die Steuerpolitik Der Stimmberechtigten der letzten Reichs. Des Reiches von Trier und München aus machen tagswahl vom 26. April 1925 (2. Wahlgang zur und sie bestimmen zu lassen durch Die Sonderinter- Reichspräsidentenwahl) und der Zahl der Stimmen, essen der Winzer und Großbrauereien. die bei der letzten Reichstagswahl am 7. Dezember Abg. Dr. Preyer (Dntl.) erklärt, feine 1924 auf Sozialdemokraten, Unabhängige Sozial- Freunde könnten sich in vielen Punkten der sozial- I Demokraten und Kommunisten in diesen Wahlkreisen Demokratischen Kritik anschließen. Wenn D'.e Sen- entfallen sind, so ergibt sich folgendes Bild (es kung der Llmsahsteuer nicht in Dem vorher ge- bedeutet die Reihenfolge Der Zahlen: 1. Zahl Der planten Umfange eintritt, dann müsse vor allem Eintragungen, 2. in Hundertsätzen der Stimmberech- die Haus zins st euer auf 20 Prozent gesenkt tigten vom 26. April 1925, 3. in Hundertsätzen der werden. I Zahl der Stimmten, Die auf Sozialdemokraten, Unabhängige Sozialdemökraten und Kommunisten am 7. Dezember 1924 entfallen sind): Wahlkreis 3 (Potsdam 2): Wahlkreis 4 Potsdam 1): ' 5 (Frankfurt a. O.): Reichsfinanzminister Dr. Reinhold: Rach meiner festen Lieberzeugung wird durch das Kompromiß das Ziel der Regierung, Der Wirt-- bringen, keineswegs illu<- , sonsch gemacht, wenn es auch nicht in dem Sinne I Wahlkreis errctqjt tocrDen kann, wie nach Dem ursprüng- Wahlkreis Itdren Regierungsprogramm. Der ursprüngliche Wahlkreis Regierungsplan einer Llmsatzsteuersen- Wahlkreis t’ung auf 0,5 Prozent mußte leider auf» Wahlkreis gegeben werden, weil genaue Berechnungen er» I Wahlkreis gaben, daß eine solche Senkung in diesem Jahre Wahlkreis und noch vielmehr im Jahre 1927 für Die Wahlkreis ötaatöfinansen sehr gefährlich wer- Wahlkreis den konnte. Eure Senkung auf 0,5 Prozent de- Wahlkreis deutet daß wir allein aus der Llmsatzsteuer für schweig): ' DaS 3aljr 1927 auf 625 Millionen verzichten Wahlkreis 17 (Westfalen-Rord) nui&ten. Auf anderen Gebieten könnten, wir Dann Wahlkreis 19 (H.-Na ssa u) überhaupt keine Steuerermäßigungen eintreten Wahlkreis 21 (Koblenz-Trier) 5Sfön’12Iu?eföTr ?Ut(Be öai?urd) sür Das Jahr Wahlkreis 24 (Oberbayern- 1927 eine bedrohliche Finanzlage geschaffen wer- Schwaben) : 209 088 13 6 ist -z selbstverständlich. ÜSaljllreis 30 (Themn.-Zwick.^ 577 165, 49,5, st i «In ein- Wahlkreis 31 (Württemberg): 480 032* 29* 8 2I6a*®t ®5tai’tACAlL.m 1 qw, -- „ . r Wahlkreis 32 (»oben): 499 233, 34,6, d°r 'X'Ä LULL «>'' । S ' - 756 „ , w 7 meÄu5roCrilen "Od’ |0CbCn (Er8c6nii|c Kt°im NZ"" Wahlkreis 21 Niederbayern: 61822 (9 iKU im §aufe für die Vorlage zu finden. Das Prozent Der Stimmberecktiaten) ÖC ÄÄrit ’EW Ä * toenn Wahlkreis 34? Ha mb lkrg- 395 856 (47,6 oura} oie Llneinigreit bei Den Parteien zum zent der Crtimmbprorhtmtoni bie SfCUCrfmIlrna '"cht 3U- * Wahlkreis^ Mecklenburg: 159 427 Ofhn «■«» ? 4 4 f tx cv. I Prozent der «stimmberechtigten). nicht v; »«beier daß Me” Lr”* B-rgl-ich-M-rn lagen noch . 2 1 v. M X sind ! sfes ui «w Mr.’ui s°L LS LL-L rLS dadurch, dÄ m etwas grober^ M Mos auss tiger Stelle rm ! re Mnnen. M in den nächsten bringen. famem Degl^en Töpfe *nb Pflanzen M> j sie gleich den 2 j cd och ist einsac bracht, den Mg Zerblllhen sch l zu bringen, so zugsrner, Mi anderthalb . 30 Zentimeter - Jucksäcken voll aus alten hinein seinen M notwendige Zeu ^üchsvmmer W tigen Blühen d ratovflmg nuf Aber man verges erde, sonst hat mehr im Tarten. (Wen inmergu sihen. Do sie i Erde oder am Ti tziictzcncr Es kosteten < butter 200, Dal Dirsmg 30, Iß' Rchen 15 bis 1 llnter-kvhlrabi Feldsalat 120 bii Meerrettich 40 iO, tiartofteln 4 Hahnen 120 bis Sie ÄQ, O//| UW. de/ soc .Äheren Aeick«. .Wnnnt. Der ^ußtkln. ^Menvl •J*r Patteilei. ■ '1'^den wurde aI? AeichSlage- Zurus £ :'rK SKL ■A Ä > pd« i$ l1'»- "Z'L'A Ls-d ,Dn fi«*S !'skr Dr tu LKL S) "bleich" SfiKti ->K- ssä M einen Gesetz, lister ermächtig, «atige 2or- nbezüge ein- jclimg für die «WJiwi und rr in Mna/s- FoIgcnÄc zweite iniskriums für : Beratung auf vlg« des ver- Honfignote tm In md Pttmüs Seit, iuhrrevier. WTD. §Mk. fen / biß II der itte sich heute indem bei -er }.2Q M der tztr nieder' tsomhs auf« chen Bergleuten ien T»d ge« m teils fötocr iergungsurbrilcri Angliirk ist da« der auswärts* *er Äotb wurde eri, wobei Mi uchuirg über das irden ringeleitet. Mk rpelen Fried- |cn Ertrag der Late von einer Fügung gestalt ststcht, Wie M n wird und die m Ergebnis der in Dgriss F ’ber jeweiligen ind. ge. Ide.Brwölkungs* durLveg trMM ■ MriinM 9.8 #«■»*?$ B 0,7 Srad E. aiipN- 15, M19161 ntott »? ' steht das •m Fl°r. M« en svrg^m £* s$ “Sft»* -°u'»xK sfe -.IL nCS rt••beö^ e IN inen leö^ -ec nLoplArde N. bcgi^! losen „ Jei n werLchtig- h vok Gen, s "li-2 dec SchKÄt ver- i M-Hl?, M Zinerarien z. B. Wellen auch daim, wenn sie im i Wasser steheil. ihre Blätter aber der Zugluft I ober der heißen Sonne ausgesetzt find. Die Wurzeln sind bann nicht mehr imstande, den Wasserverlust, entstanden durch starke Derdun- stnng, zu ergänzen. Abgeblühte Hyazinth en, Primeln, Zinerarien wirft man fort. Verblühte Tulpen und Narzissen werden regelmäßig weiter begossen junb Mitte April im Garten zwischen Gebüsch oder an den Zaun in vorher gelockertes Erdreich gepflanzt, wo sie sich ungestört ein- burgem und jedes Jahr wiederum blühen. Hortensien verlangen hellen Standort, «Schutz gegen Sonnenbrand und regelmäßig und reichlich Wasser, sowie Versetzen in größere Gefäße im Laufe des Vorsommers. Besondere Aufmerksamkeit im Begießen verlangen Azaleen. Gießt man zu oft und reichlich, bann faulen die Wurzeln, versäumt man diese Arbeit einmal, so besteht die Gefahr, daß die braune Erde zu trocken wird unö dann lein Wasser mehr annimmt. Das Gieß- toaffer läuft dann, ohne den Dalleir zu durchseuchten, ungenützt wieder zum Abzugsloch heraus, wie es oben eingeschüttet wurde. Die Pflanze würde schließlich trotz des Gießens vertrocknen müssen, wenn man sie nicht zwei bis drei Stunden lang in einen Eimer stellte, in welchem das Wasser über den Topscand reicht, sodaß man die Luftblasen aufsteigen sieht. Heber Sommer stellt man sie entweder vor das Fenster und schützt die empfindlichen Wurzeln gegen Sonnenbrand dadurch, daß man den Topf in einen anderen, etwas größeren stellt und den Zwischenraum mit Moos anssüllt, oder senkt sie an halbschat- tiger Stelle im Garten ein. Es gibt Blumenfreundinnen, welche die Kunst besitzen, jede Azalee in den nächsten Jahren wieder zum Blühen zu bringen. Das Geheimnis besteht in aufmerksamem Begießen und gelegentlichem Düngen der Topfe während der Wachstumszeit. Dankbare Pflanzen sind Rhododendron. Begossen werden sie gleich den Azaleen, die weitere Behandlung jedoch ist einfacher. Hat man es fertig gebracht, den jungen Trieb, der gleich nach dem Verblühen sich zeigt, zur gesunden Entwicklung zu bringen, so mache inan gegen Ende April an zugfreier, schattiger Stelle des Gartens ein anderthalb Fuß im Geviert haltendes Loch von 30 Zentimeter Tiefe, fülle dieses mit einigen Rucksäcken voll schwarzer, mulmiger Walderde aus allen Radelholzbeständen und pflanze da hinein seinen Rhododendron. Wird dann für die notwendige Feuchtigkeit gesorgt, was auch im Nachsommer wichtig ist, so wird man am prächtigen Blühen, der Pflanze und ihrer Großen- entwicklung auf Jahrzehnte seine Freude haben. Aber man vergesse nicht die Mitgabe der Wald- erbe, sonst hat man ein kränkelndes Gewächs mehr im Garten. Rhododendron sind die herrlichsten immergrünen Zierpflanzen, die wir besitzen. Wo sie nicht gedeihen, liegt es an der Erde oder am Gießen, oder auch an beibern. R.-G. Wietzener Wochcnmarttpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmartt: Buller 200, Matte 30 bis 35, Käse 50 bis 140, Wirsing 30, Weißkraut 25, Rollraut 30, gelbe Rüben 15 bis 25. rote Rüben 25, Spinat 50, Hnter-Kohlrabi 10. Grünkohl 35. Rosenkohl 60, Feldsalat 120 bis 150, Tomaten 150, Zwiebeln 2). Meerrettich 40 bis 80, Schwarzwurzeln 50 vis 70, Kartoffeln 4 bis 5, Aepfel 15 bis 25, junge Hahnen 120 bis 130, Suppenhühner 120 bis 130, Endivien 100 Ps. das Pfund. Eier 12 bis 13, Blumenkohl 60 bis 150. Salat 10 bis 15, Lauch 10 bis 20, Sellerie 20 bis 70 Pf. das Stück: Radieschen 30 bis 35 Pf. das Bund. Bornotizen. — Tageskalender für Donnerstag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Mühle von Sanssouci". — Astoria-Lichtspiele: ..Der König und die kleinen Mädchen". Q Die April-Miete in 5) esse n. Das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft beabsichtigt, wie wir hören, die gesetzliche Miete für den Monat April auf 9 5 Prozent der Friedensmiete fest- zusetzen. er Vorstand, N. Heckroth Münster Graphik, Aqnarelle, Bühnenbililer ilhelm Kimmel 02107 llr-liA 'Darmstädter und NationalbanklGoethe-Bund, Gießen Kommanditgesellschaft auf Aktien. u 2693 D Handlungen. 90A Hellmold & Plank 02105 Völker. 2695 D PHONE |62D iw mm Ruttershausen, den 24. März 1926. Preiswertes zu Ostern für den Herrn! 0.95 ß QC Stehkragen I ilel mit Ecken, la weWW 5fach. alle Wei 3.90 Weiten,. 2685a 2.25 2.75 1.25 1.75 29,7 36,6 52,1 63,9 3 7,9 1365 Arbeitsvergebung. Sämtliche Arbeiten zum Bau eines Einfamilien-Hauses sind zu vergeben. ,, j Mako, garantiert 5fach, alle Weiten............ Fisch-Zentrale Marktlaube. Morgen Freitag fin« bet in ö. Markt!aube Verkauf statt von großen Sendungen bifliner, irischer 02103 Seefische. Edens, irische grüne Gerinne, sowie fr. Seemuichcl«. & Sl. Bcrbeti. Zischereiverpachwng. 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Tel. 108o. imD Freitag, ö.26. niärj 1926. notöm. 2 Hör versteigere ich im „Löwen", Reuenweg dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 22 Sack Soda, 57 Büchsen Lederfett, 3 Schreibtische, 1 Schreibmaschine, einen Musikautomat, 1 Schränkchen, verschiedene Lacke und Farben, 2 Fahrräder, 2 Glasschränkchen, 2 Sofas, 1 Laden- schrank, 58 Flaschen Suidvl, 1 Teppich, einen Schreibmaschinentisch, 200 Paar Schnürriemen, 1 Kommode, 5 Karton Mühen, eine Kontrollkaffe, zwei Ladentische, eine Ladeneinrichtung, 2 Glas-, kästen, 1 Trumeau, 2 Vertikos, 4^as° Herde, 1 Küchenherd, 8 Milchkannen, 1 Plüschgarnitur (Sofa und 6 Stühle), 1 Büfett. 2692D Hebbel, Hess. Gerichtsvollzieher in Gießen Dammstraße 24 I. Brennholzversteigerung. Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen am Montag, dem 29 März 1926, vormittags 9' , Ahr. Abt. 59, 62. 63, 64, ICO -103, 105, 107, HO. 111 u.113 (Stadtwald) — Bezirk des Försters Geisel, Gießen — versteigert werden: Sockenhalter festes Oununi.... 0.95, 0.75, Sportkragen weiß, Rips, alle Halsweiten, 0.65, 0.55, Herren-Socken Baumwolle, gut verstärkt, schwarz und farbig 0.95, 0.75, Darmstädter und Nationalbank Kommanditgesellschaft auf Aktien Goldschmidt von Simson. Bekanntmachung. Das im Hofe des früheren Garnison- Lazaretts lagernde Werkholz, Kastanien-, Rüster- und Lindenstammholz, soll Samstag, den 27. d. M., vormittags 11 Llhr, an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 19. März 1926. Hessisches Hochbauamt Gießen. I. V.: Kuhlmann. 2684c Einzige holzversteigernng in der harb. Es werden im Saale des Gambrinus }u Nidda verkauft: Dienstag, 30. März, das Nutzholz, Mittwoch, 31. März, das Brennholz aus verschiedenen Distrikten des Harbwaldes: 2689V Nutzholz fm, Schnittholz: Buche 2. Kl., 1 St., 0,79; 3. Kl. 4 St., 2,74; 4. Kl. 20 St., 9,12 liefern 2. K. 1 St., 1,11, 3. Kl. 9 St., 7,72. Stammholz: Buche 4. Kl. 2 St., 0,94; Eiche 4 .Kl. 6 St., 2,65; 5. Kl. 20 St., 6,87; 6. Kl. 47 St., 9,04, darunter 8 St. Deichseln; Esche 5. Kl. 1 St., 0,32; 6. Kl. 11 St., 0,89; Kirschbaum 4. Kl. 1 St., 0,29; 5. Kl. 2 St., 0,53; Birke 6. Kl. 2 St., 0,45; Kiefern 4. Kl. 28 St., 18,32; 5. Kl. 67 St., 25,45; Lärche 5. Kl. 2 St.. 0,52. Derbfiangen. (Sidje Deichseln 3 St., 0,16; Esche Deichseln 12 St., 0,48; Fichte 1. Kl. 44 St., 4,44; 2. Kl. 46 St., 2,70; Reisslängen, zu Bohnenstangen geeignet, 2510 St. Tlutzscheil rm: Eiche 2. Kl., 8,5 (2,5 m lang). Truhknüppelreisig: Fichte ' Et tönr\,1n i wesen die Äil,unt fe’Ä' tat, |1 KC Hosenträger UgVU starkes Gummiband, mit Leder- Patte..................1.25, fi 7K Herr.Phantasie.Socken 851 I tJ gut verstärkt, moderne Muster 1.45, 1.35, IoN UNs' * Ts- |N'A< Äy Srs lands un r I-Hen Y' egeni wachsende ErM jft. Mr toirtp Mate to,1.6; das grundlegem handel neNen geordnete Otefim SeöeutE putscht Dirtschc Sige AbsM wiegend landwirt des haben besonb schen DiMast ichen ®adi, die Landwirtschaft he Hier wäre zi indnstrie zu Der drei baltisch fleht gegenwärtig litat ihrer Smu ihrer Sntwialun zur Jnienstvirrr Mari aus eig: dies die Intens den östlichen Aai macht, besteht ü lausender Bedarf der zu erwartei der Landwirtscha! ausgesprochener Iirser natürliche zu dem Bestrebet führt, aus dem I fassen. So sind diesem Gebiete e liegt, noch Schn auch Finnland len Länder ube ichastliche Stoßt itiicn Sen 36m lungibehingunget nen. bedeutet öe Ander für unk qes'chckche fomti schätzen gilt. Di den baltischen $ kapltaffchwache 1 gchendste Kredit sere aus schnelle eine stark' belast staalen übliche also eine Liefer Acht, seht aus th gemeinen "Aetbre hier sonst durchw deutende Zchmier Vortindustrie nur iß, derart umfan Zu gewähren, wii itgften Konkurie eutgetäuml werd . letzWi un Baltikum er Ortschaft trotz i Ne, in Mähe als jn i [Stellenangebote} Schmiedelehrling gesucht. >27020 Otto Will, Schmiedemeister, Ziinzcnbach «Kreis Westlar». Sauberes, ehrliches WM k . Die Kernseife üev denkenden Bk , Hausfrau Knüppelreisig: Birke in Schichten 31. Reisig: Buche 242; Hainbuche 78; Eiche 99; Ahorn 35; Obstbaum 21; Aspe 12; Kiefer 24; Weymutskiefer 36. Stöcke: Buche 23; Hainbuche 2; Eiche 7; Ahorn 4; Erle 2. Kl., 2; Kiefer 1. Kl., 3; 2. Kl., 8; Fichte 1. Kl., 6; 2. Kl. 260. Beginn der Versteigerung jeden Tag um 11 Uhr. Das zur Versteigerung kommende Holz ist mit dem Hammer „Vrst." geschlagen. Das Holz ist vorher anzusehen, nachträgliche Reklamationen werden nicht angenommen. Nähere Auskunft durch unterzeichnete Stelle und die Herren Förster. Hess. Forstamt Nidda. fl Aß Stehumlegkragen « «r Herren-Socken Uelre Weüeank0’ 8arantiert 4faCb’ allCU.ÜW Kunstseide plattiert, weilen.......... w käme itnrl n Kalt kann täglich abgeholt werden. 2687D Kalkwerk Ebersgöns P Kaufgesuche~| Atijißm.freiro.iöJoö yuUSiiimfl, Kaiscr- allee od.angr.Str., b. hoh. An z.v. Privat m. z.kaiis geh Schr.Ang. u.02099a.v.Giei; Anz. || QE Selbstbinder WewW modern gemustert, 1.25, 0.95, Donnerstag, den 1., und Samstag, den 3. April 1926, jeweils abends 8 Uhr pünktlich, in der Neuen Aula Haass-Berkow-Festspiele aus Gelsenkirchen I.Tag: Paradeisspiel (Das Spiel vom Sündenfall aus Oberufer) und Totentanz Bilderszenen nach Drucken aus dem 15. Jahrhundert, bearbeitet von Gottfried Haass-Berkow. Musik nach deutschen und italienischen Meisten). 2.T«: Auferstehungsspiel (Osterspiel mit einem Teufelsspiel aus Redentin bei Wismar 'n Mecklenburg 1464), übertragen von Gümbel-Seiling. Eintrittskarten zum Preise von Mk. 4.-, 3.- und 2.- im Vorverkauf in der Musikalienhandlung Challier. Mitglieder des Goethe-Bundes auf allen Plätzen Mk. I.-^Preisermäßigung im Vorverkauf. Studentenkarten in beschränkter Zahl gegen Vorzeigen der Ausweiskarte bei Herrn Sekretär Ritter zu Mk. 1. - 2C83c Sin Uluneiöflfe «Belg.i mit sechs'/. allen jungen billig zu verkaufen. 02090 A. Kuhnd, 2102 Wetzlar.Wca5'»v. Tel. 240 AUTO vr. fr. Hof u. Garten. I AUCH NACHTS Gebr. Kahl. Tel. 87.' j!|||iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiikiiih j Verschiedenes iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii : MdI. Simmet ■ zu octm. 3u er fr. in d. Geschäftsstelle । d. Giest. Anz. 2-3 möbl. Zimmer mttKüchenben. oder Berpflegung an kinderloses Ehepaar zu vermieten, slkäheres MäuSburg 19 02097 im Laden Möbl. Zimmer ab 1. 4. z. verm. 0»im Schillerstr. 35 II. Möbl. Zimmer zu uermieien 021,1 Schulstr. 11 IH. Befmiagnoliinefreie Räume m bester Vage, auch als Wohnung geeignet, zu vermieten. Schrtstl. Angebote unter 2696D an den Gieß. 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Mai 1537 unverweilt seinem Fürsten und Herrn, Herzog Albrecht um Bayern, berichtlich an, ..wie neulicher Zeit meiner Gerichtsverwaltung Knecht Jörg Härtl vom bösen Geist zu Donauwörth in der Stadt, bei einem Wirt, durchs Kammerfenster ausgerissen worden." Herzog Albrecht schrieb am 9. Juni 1537 aus München an die von Donauwörth mit dem gnädigen Begehr, sie sollten beim Wirt, bei dem sich dieser schreckliche Fall begeben, und anderen, so darum Wissen haben, gründliche Erfahrung nehmen, sondern, ob der tote Körper angezeigtermaßen im Brunnen gefunden und was sein Anliegen oder die Ursach solch erbärmlichen Falls macht gewesen sein. Bürgermeister und Rat zu Schwäbischwörth bestätigte die Glaubhaftiakeit der Geschichte, wie Ihre fürstliche Gnaden durch dero Richter zum Haag schriftlich berichtet werden, mit folgenden ratsherrlichen Argumenten: „Und ist deswegen leider keine andere Vermutung, denn das bemeldter Härll durch den bösen Geist — davor der Allmächtige uns jederzeit gnädiglich behüten wolle — zum Fenster ausgeführt und im Röhrbrunnen ertränkt sei worden Denn dieweil solch Fenster in der Breite oder Weite nicht mehr als 10 Zoll eines Werkschutzes und in der Höhe 15 Zoll hat, ist's nicht wohl möglich, daß ver- meldter Jörg Härtl sich selbst hott' mögen unbeschädigt hinausbegeben. Daneben zeigt der Hausknecht in der Herberg beständig an, als er dazumal dem Wolfen Steingruber im Fuhtapfen mit einem Licht Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 71 Zweiter Blatt Die Wirtschastrkonjunttur in -en baltischen Randstaaten. Don unserem p-Korrespondenten. Die Stellung Deutschlands in der Weltwirtschaft weist heute wesentliche Veränderungen gegenüber der Vorkriegszeit auf, indem unsere Stellung auf dem Weltmarkt stark erschüttert und uns heute eine große Reihe von Märkten verschlossen ist. die früher zu unseren ständigen Abnehmern gehörten. Diese Tatsache zwingt uns. neue Absatzgebiete für unsere Wirtschaft zu suchen, wobei das Problem der Ostmärlte schon wegen der geographischen Vegünstigung Deutschlands ein besonderes Interesse verlangen kann. Hier, und zwar besonders in den drei baltischen Randstaaten Litauen, Lettland und Estland bieten sich gegenwärtig eine Reihe von Absatzmöglichkeiten, die die ungeteilte Aufmerksamkeit unserer Exportindustrie , verdienen. Handelt es sich hierbei auch weniger um sofort zu erreichende große Vorteile, so bietet sich doch die Möglichkeit einer langsamen Durchdringung und'Croberung der Ost Märkte, deren wachsende Erstarkung mit Sicherheit zu erwarten ist. Eine.wichtige Etappe auf diesem Wege bilden die baltischen Randstaaten. Ihrer wirtschaftlichen Struktur entsprechend, sind alle drei baltischen Randstaaten ausgesprochene Agrarländer, in denen die Landwirtschaft das grundlegende Gewerbe ist. Industrie und Handel nehmen hiergegen lediglich eine untergeordnete Stellung ein. Hieraus ergibt sich die Vedeutung des baltischen Marktes für die deutsche Wirtschaft, der sich hier grundsätzlich günstige Absatzgebiete öffnen. Gemäß des vorwiegend landwirtschaftlichen Charakters des Londes haben besonders diejenigen Zweige der deutschen Wirtschaft ein erhöhtes Interesse am baltischen Markt, die industrielle Produkte für die Landwirtschaft Herstellen. Hier wäre zunächst die Landmaschinenindustrie zu nennen. Die Eigenproduktion der drei baltischen Staaten an Landmaschinen steht gegenwärtig hinsichtlich Quali.ät und Quantität ihrer Erzeugnisse noch am Anfangsstadium ihrer Entwicklung und ist nicht imstande, den zur Intensivierung der Landwirtschaft nötigen 'Bedarf aus eigener Kraft zu decken. Da überdies die Intensivierung der Landwirtschaft in den östlichen Randstaaten ansehnliche Fortschritte macht, besteht auf dem baltischen Markt ein laufender Bedarf an Landmaschinen, der sich bei der zu erwartenden wirtschaftlichen Erholung der Landwirtschaft in den nächsten Jahren noch ausgesprochener als bisher äußern dürfte. Dieser natürliche Bedarf an Landmaschinen hat zu dem Bestreben verschiedener Exportländer geführt. auf dem baltischen Markt festen Fuß zu fassen. So sind neben Deutschland, dem auf diesem Gebiete erfreulich erwei'e die Führung obliegt. noch Schweden, England und neuerdings auch Finnland aufgetreten. Da die lehtgencuin- ten Länder über eine wesentlich größere wirtschaftliche Stoßkraft verfügen und ihre Industrien den Abnehmern besonders in den Zahlungsbedingungen sehr stark entgegenkommen können. bedeutet der Wettbewerb der genannten Länder für unsere Landmaschinenindustrie eine gefährliche Konkurrenz, die es nicht zu unterschätzen gilt. Die allgemeine Wirtschaftslage in den baltischen Staaten, besonders die durchweg kapitalschwache Landwirtschaft verlangt eine weitgehendste Kreditierung der Einfuhr, was für unsere auf schnellen cklmsatz angewiesene Industrie eine stark' Belastung be"eu e . Das in den Bandst aaten übliche System der Warenkreditierung, also eine Lieferung gegen Kredit auf längere Sicht, seht aus dem genannten Grunde einer allgemeinen Verbreitung deutscher Erzeugnisse, die hier sonst durchweg sehr geschätzt sind, recht bedeutende Schwierigkeiten entgegen, da unsere Ex- portinduftrie nur in wenigen Fällen in der Lage ist, derart umfangreiche und langfristige Kredite zu gewähren, wie sie z.B. von den beiden Wichtigsten Konkurrenten. Schweden und England, eingeräumt werden können. Die letztjährige durchweg mittelgute Ernte im Baltikum ermöglicht es der dortigen Land- wirtschaft trotz der immer noch recht schwierigen Lage, in der sie sich befindet, in stärker egn Maße als in den vorhergehenden Jahren den zurückgehaltenen Bedarf an Landmaschinen zu decken. Besonders in Lettland als dem wirtschaftlich bedeutendsten unter den Randstaaten ist mit einer gesteigerten Rachfrage zu rechnen, die sich gegenwärtig bereits deutlich verspüren läßt. Reben den Schäden der Kriegs- und Rach- kriegszeit hat die Agrarreform mit der Schaffung von fast 60 000 Kleinsiedlerstellen auf enteignetem Gutsland den lettischen Bedarf an Landmaschinen gewaltig emporschnellen lassen, der trotz der jährlich steigenden Einfuhr noch auf Jahre hinaus ungedeckt bleiben wird. Es ist deswegen für die nächste Zeit mit einer bedeutenden Nachfrage nach eisernen Pflügen, modernen Eggen usw. zu rechnen, die bisher wegen Kapitalarmut nicht hat befriedigt werden können. Fernerhin herrscht durch die in der Rachkriegszeit vollzogene Umstellung der lettischen Landwirtschaft von vorwiegendem Körnerbau zur Viehzucht und Milchwirtschaft sowie zum Flachsbau, dem eine steigende Bedeutung zukommt, besonders an Geräten und Maschinen dieser Zweige des landwirtschaftlichen Betriebes ein recht bedeutender Bedarf. Die Einfuhr von M^lkereigeräten und Flachsbearbeitungsmaschinen, die hier vor allem in Frage kommen, weist daher eine deutlich auf- steigende Linie auf, die bei günstiger Wirtschaftsentwicklung auch weiterhin anhalten dürfte. Gemäß der Ämstellung in der lettischen Landwirtschaft durch die Enteignung sind vornehmlich Maschinen und Geräte solchen Typs gesucht, die sich für Klein- und Mittelbetriebe eignen. Ebenso liegen auch die Verhältnisse für Antriebs- Maschinen, für die eine steigende Rachfrage besteht, die aber auch nur in kleinen und kleinsten Typs gesucht werden. Vor allem müssen die Antriebsmaschinen leicht im Gewicht und leicht beweglich sein. Da der lettische Bauer durchweg recht fortschrittlich gesinnt ist und auf eine Intensivierung seines B'triebes hinarbeitet, so ist auch ein gewisser Martt für Getreide- mäh-, Kunstdünger- und Säemaschi- n e n vorhanden, für die jedoch die Landwirtschaft nur bei entsprechender Kreditierung in größerem Umfange aufnahmefähig ist. Eine günstige Beurteilung muh der Landmaschinen- martt in den Randstaaten fernerhin durch die Tatsache erfahren, daß hier die Rachkriegszeit eine starke Verteuerung der menschlichen Arbeitskraft gebracht hat und außerdem eine ausgesprochene Scheu vor der Arbeit in der Landwirtschaft besteht, die die Landwirtschaft in steigendem Maße aus die Verwendung von Landmaschinen angewiesen sein läßt. Erfreulicherweise steht Deutschland nach wie vor an erster Stelle unter den I m - portländern von landwirtschaftlichen Maschinen, trotzdem es unter scharfer englischer, schwedischer und auch finnischer Konkurrenz zu leiden hat. Aehnlich liegen die Verhältnisse auf dem Landmaschinenmarkt In Litauen und Estland. Auch hier ist der tatsächliche Bedarf sehr groß, wird aber durch den Kapitalmangel zurückgehalten und kommt nur langsam in stärkerem Maße zum Vorschein. Rur ist in Estland die wirtschaftliche Lage der Landbevölkerung eine ungünstigere als in Lettland, so daß hier nur solche Firmen mit Erfolg arbeiten werden, die eine längere Kreditgewährung aushalten können. Für diese dürfte aber der estnische Martt mit seiner großen durch Kapitalmangel zurückgehal- tenen Rachfrage ein lohnendes und sehr ausbaufähiges Betätigungsfeld bieten. In Litauen hat nach dem Kriege ebenso wie in Lettland und Estland ein Rückgang im Anbau des Getreides stattgesunden. nur daß man hier der Zuckerrüben- und Flachskulttir erhöhte Beachtung geschenkt hat. Für die Geräte und Maschinen, die für diese Kulturen notwendig sind, besteht daher ebenfalls ein Bedürfnis. We n auch die allgemeine Wirtschaftslage in Litauen günstiger als in Estland ist, so wird man sich auch hier, besonders da sich in letzter Zeit ein wirtschaftlicher Rückschlag bemerkbar gemacht hat, zum Warenkredit verstehen müssen. Die auch hier im Anschluß an die Agrarreform neu entstandenen Kleinsiedlungen zeigen bereits eine recht ansehnliche Rachscage nach la idwirtschaftlichen Geräten, unter denen solche für die Bodenbearbeitung und sonstige Bedarfsartikel für Kleinbetriebe an erster Stelle stehen. Ein besonderes Interesse beansprucht die Landwirtschaft der östlichen Randstaaten als Absatzmarkt für künstliche Düngemittel. Grundsätzlich liegen die Verhältnisse hier so, daß der Diehstand des Baltikums für eine rationelle Düngung bei intensiver Wirtschaftsweise nicht ausreicht, man also auf die Einfuhr von Kunstdünger aus dem Auslande durchaus angewiesen ist. Mit zunehmender Intensivierung der Landwirtschaft, mit der für die Zukunft bestimmt zu rechnen ist, wird auch der Bedarf an Kunstdünger steigen, da ohnedem sichtbare Ertragsteigerungen nicht zu erwarten sind. Gegenwärtig ist per Verbrauch pro Hektar noch verhältn smcißig sehr gering, da die Mißernten der Jahre 1923 und 1924 die Kapital- fraft der Landwirtschaft zu stark geschwächt haben. ■Ilm wirkliche Ernteerhöhungen zu erzielen, mühte mindestens die drei- bis vierfache Menge des bisherigen Kunstdüngers angewandt werden, worauf auch von feiten der Regierungen, denen begreiflicherweise eine Intensivierung der Landwirtschaft sehr am Herzen liegt, hingearbeitet wird. Cs ist also auch auf dem Gebiet des Kunstdüngerverbrauchs mit einem steigenden Bedarf zu rechnen. Erstaunlich ist die einseitige Art der Kunstdüngeranwen- dung in den Randstaaten, in denen zum überwiegenden Teil phosphorhalttge Düngemittel verwendet werden, und zwar vornehmlich Superphosphat unb Thomasmehl. Die Verwendung von Kali- und Stickstoffdüngemitteln tritt hiergegen ganz in den Hintergrund und macht nur einen Bruchteil der Gesamtmenge aus. Diese ein- seittge Düngung beruht nicht etwa auf dem vornehm!'chen Bedürfnis der baltischen Böden für phosphorhaltige Düngemittel, s'ndern liegt in der Ankenntnis der landwirtschaftlichen Bevölkerung begründet, die den billigen Düngemitteln den Vorzug gibt. Die besonders von der lettischen Regierung in landwirtschaftlichen Kreisen betriebene Aufklärung dürfte hier mit der Zeit Wandel schaffen, wenn auch vorerst die Einfuhr von Superphosphat und Thomasschlacke diejenige aller anderen Düngem'ttel überragt. Bis vor kurzem war man bei der Verwendung von Kunstdünger in den Randstaaten, abgesehen von unbedeutenden Mengen von einheimischem Knochenmehl, auf die Einfuhr ans dem Auslande angewiesen. Im letzten Jahr wurde jedoch in Mühlgraben bei Riga (Lettland) durch eine englische Gesellschaft der Dau einer Super- phosphatfabrik in Angriff genommen,, die in ihrer Produktionsfähigkeit nicht nur Lettland, sondern auch darüber hinaus noch Litauen mit diesem Düngemittel versorgen sollte. Der Plan wurde mit großem Enthusiasmus in die Welt gesetzt, verlor aber stark an Zutrauen, als das Finanzministerium die Aussichten dieses Anternehmens nicht günstig beurteilte. Die Gesellschaft behauptete Superphosphat für 6,70 Lat pro Sack Herstellen zu können, wahrend der Preis für schwedisches Superphosphat cif Riga sich gegenwärtig auf ca. 8,20 Lat beläuft Trotz dieser Berechnungen der Mühlgrabener Fabrik, deren Genauigkeit übrigens angezweifelt werden kann, ist dem lettischen Finanzminister Blumberg nur beizupflichten, trenn er sich über die Aussichten des neuen Unternehmend, das die wirtschaftliche Stoßkraft der machtvollen Düngerkvnzerne Westeuropas zu unterschätzen scheint, sehr skepttsch äußert, um so mehr, da die Finanzierung der Mühlgrabener Fabrik auf schwachen Füßen zu stehen scheint, so daß sie eine Unterbietungskonkurrenz kaum lange wird durchhalten können. Sine bedeutende Konkurrenz dürste daher den ausländischen Düngerkonzernen hier kaum erstehen. In den vergangenen Jahren lieferte Deutschland die Hauptmenge der nach dem Baltikum speziell nach Lettlaick) exportierten Düngemittel. In der Lieferung von Kainit und gereinigten Kalisalzen besaß es das Monopol. In der letzten Zeit ist hier durch die verschlechterte Wirtschaftslage in Deutschland ein Wandel insofern eingetreten, als die wichtigsten Lieferanten für Superphosphat gegenwärtig Schweden und Hol- [anb sind, die 6 Monate Ziel bei Zinsfreiheit gewähren. Eine bedeutende Steigerung weist in der letzten Zeit der Kaliverbrauch Lettlands auf, den Deutschland allein deckt. Bevorzugt werden die höherprvzentigen, gereinigten wie Anna 155Z der Teufel zu Donauwörth einen Anecht geholt. Von Staatsarchivar Dr. Fridolin S o l l e d e r. Eine Teufelsgeschichte, eine durnm-toll-dreiste Teufelsgeschichte voll mittelalterlichen Aberglaubens, mit grauslichem Spuk und doch lustigem Ausgang schien mir der Titel zu verraten, als ich unter den Beständen des Bayerischen Staatsarchivs bei einer dienstlichen Nachforschung auf den Aktenfaszikel stieß: „Akt über einen zu Donauwörth vom Teufel geholten Dienstknecht aus der Grafschaft, 1537." Begierig griff ich danach, einmal aktenmäßig verbürgt lesen zu können, wie einen der Teufel holt. Hatte ich doch bisher meine Wissenschaft in solchen Dingen nur aus Fastnachtsschwänken, Rollwagenbüchlein und Erzschelmenbüchlein geschöpft. Der Hergang ist denkbar einfach. Ein „armer Teufel" mußte sein Leben lassen. Weniger harte Gesellen wie ich fänden ihn traurig, wenn nicht aus jeder Zeile der Schelm lachte, lachte und sich übermütig freute über die „dummen Teufel" vom Hausknecht, Sautreiber, Herbergswirt angefangen „ bis zum Landrichter von Haag, Rat von Donauwörth, ja noch oiel, viel höher hinauf. Er hieß Georg Härtl und diente bei Sebastian Reiner zu Hof in der Grafschaft Haag, dem er die Schweine ins Land trieb. Er war ein frummer Gesell, ein gar gottesfürchtiger Mann, der fleißig in die Kirche ging, von dem man zeitlebens fernen Fluch gehört. Was sonst doch geradezu seines rauhen Gewerbs sprichwörtlich Zunftzeichen ist. So trabte er landaus, landab wohlgemut hinter seinen Säuen her. Und kam von ungefähr gen Donauwörth in die alte Reichsstadt. Er war die letzte Fahrt etwas wunderlich gewesen, der Jörg. Vier Tage lang ließ er den Kopf hängen, schritt finnierig und tiefsinnig fürbaß, als fühlte er sein Ende nahen. Bei nächtlicher Weile redete er irr und wirr, schlug im Schlafe mit Arm und Bein, als habe er Anfechtungen. Und als ihn seine Mitgesellen etliche Male darum angesprochen, damit Rat gesucht und Hilfe geschaffen werde, da hatte er nur einsilbig vermeldet: Sein Anliegen sei von der bösen Welt. Es habe ihm ein Weck) angetan. Weiteres aber auf ihr Drängen die Ursach nicht entdecken noch das Weib nennen wollen. Und als er dann schier gar wunderlich worden, weder seinen Beutel Geld noch seines Herrn volles Säckl am Leib dulden wollen, sonder jederzeit nach Bezahlung von Zech und Zehrung sie den anderen Gesellen anvertraut, sonderlich auch den Hansen von Loch gebeten, wenn er nicht mehr anheim komme, sein Teil Geld seiner lieben Schwägerin auszuhändigen, da hätten sie fast selbst geglaubt, er sei verhext, von einem bösen oder schönen Weibe. Doch sie kannten ihn zu lange und zu gut. Drum redeten sie: „Ob Gott will, wirst selber heimfommen." Worauf er nur immer zurückgab: „Weiß nit, wie es gehn wird." Und in die alte Schwermut verfiel. Zu Donauwörth hielten die Gesellen in Mair- schaffers Herberg beim Endres Pettmesser, einem ehrbaren Bürger, Gastgeb und Leutschenk, Einkehr. Wolf Steingruber aus der Schwinda, der beim Härtl lag dieselbe Nacht, hatte mit ihm um einen Doktor umgefragt. Aber keinen bekommen können. Ein kräftiger Imbiß und guter Trunk waren allweil noch der beste Hausarzt- man sagt, selbst gegen schöne Frauen, Liebeskummer und ähnliches Blendwerk der Hölle. So aßen sie denn tüchtig zu Nacht, tranken drei Maßkannen guten Weines zum Schlaftrunk, wie er den verhextesten Kopf gesunden lassen muß, wurden gesprächig und guter Dinge und redeten zum Wirt und zur Frau Wirtin von des Jörgen sonderbaren Anliegen. Bei guter Zeit, um 8 Uhr abends Gingen sie als rechte Christenmenschen nicht gerade nüchtern, mit solider Bettschwere und sinkender Sonne schlafen und legten sich, wie damals üblich war in deutschen Herbergen, zusammen in ein Bett. Der Wein tat seine Wirkung: als das Licht ver- brunnen, stand der Härtl ungefähr um 9 Uhr auf, um einmal hinaus zu gehen. Das gute Gewissen und drei Kannen Wein waren des Wolfs sanftes Ruhekissen, Er schlief. Hatte vorher niemand in der Kummer verborgen gesehen. Er schlief. Hörte kein Getümmel. Da riß dem Jörgen plötzlich ein unbestimmbares Etwas tzsi^Fackel aus der Hand, setzte ihn heftig aufs Fenstey in der Mitte eine eiserne Stange hatte, und riß ihp augenblicklich zum Fenster hinaus. Der Wolf fuhr vom Bett auf, sprang hinzu, ihn vielleicht noch bei den Füßen zu erwischen. Könnt Donnerstag, 25. März 1926 Kalisalze. Wenn auch der g g.nwärtige Verbrauch an Kali gegenüber dcr Phosph rsäure gering ist, so scheint man doch in der Aufklärung über die Gefahren einer einseitigen Phosphersäuredungung bereits recht bedeutende Fortschritte erreicht zu haben. Eine untergeordnete Rolle spieleii einstweilen noch die stickstoffhaltig:n Düngemittel, von denen Chilesalpeter und schwefelsaures Ammoniak aus Deutschland kommen. Gegenwärtig marschiert Deutschland bei der Kunstdünger infuhr nach den Randstaaten an 3. bzw. 4. Stelle, lieber die Aussichten des Kunstdüngerimportes läßt sich sagen, daß auf Grund des enormen Bedarfes und der großen Propaganda, die die Re.'i'tiutj für seine Verwendung! macht, mit einer ftän >ig steigenden Einfuhrquo c gerechnet werden lann, wobei natürlich die Preis- Verhältnisse und die Kredi gewährung eine entscheidende Rolle spielen. Es ist jedenfalls auf einen steigenden Bezug von Kunstdünger so gut wie bestimmt zu rechnen. Die übrigen Wirtschaftszweige in den drei baltischen Randstaaten vermögen nichi im entferntesten ein so günstiges Bild der Export- unb Absatzmöglichkeit n zu bitten, wie die Landwirtschaft. Besonders der Markt für Textilien liegt durchweg sehr flau und leidet wie überhaupt der ganze Handel in diesen jungen Staaten an einer krankhaften ilcberorganifalion, die durch die gegenwärtige Reinigungskrise, hoffentlich beseitigt wird. D.nn es muh als untragbar erscheinen, daß 5. B. allein in Riga heute 100 Prozent mehr Handelsfirmen bestehen als vor dem Kriege. Aehnlich wie auf dem Textil- martt liegen die Dinge beim Export von Farben nach den Randstaaten, der starke Rückgänge auf weist. Besonders in Litauen, das früher seinen gesamten Farbenbedarf aus Deutschland bezog, ist man jetzt zur Schaffung einer eigenen Farbenindustrie übergegangen, die durch hohe Zölle geschützt, die Einfuhr von Farben nach Litauen unmöglich macht. In Lettland dagegen liegen die Verhältnisse für die Farbenindustrie etwas günstiger, doch dürfte nur der Export von Lackfarben lohnen, da die im Lande vorhandenen Fabriken den Oelfarbenbebarf, der sowieso nur gering ist, selbst zu decken vermögen. Etwas günstiger liegen die Dinge hinsichtlich der Exportmöglichkeiten von Schuhwaren, wo die hohen Herstellungskosten in den Randstaaten trotz des Zolles eine Bearbeitung des Marktes lohnend erscheinen lassen. In Frage kommen jedoch nuc bessere Qualitäten, insbesondere Modewaren. Was die Gesamtbeurteilung des Marktes in den baltischen Randstaaten für unsere Export- industrie angeht, so bieten sich auf dem Land-- Maschinen- und Kunstdüngermarkt recht günstige Perspektiven. Es empfiehlt sich daher, eine planmäßige Bearbeitung des baltischen Marktes vorzunehmen und sich nicht wie es viele deutsche Firmen machen, auf einzelne Plätze zu beschränken. Wird mit genügender Zähigkeit und der Möglichkeit eines für die durchweg kapital- schwachen Abnehmer günstigen Zahlungsmodus gearbeitet, so läßt sich auf dem baltischen Markt vieles und wesentlich mehr erreichen als es bisher der Fall ist. Oderhesfen. Verkehrswünsche des Kreises Gießen. a. Aus dem Busecker Tal, 24.März. Vor einigen Wochen wandten sich die Einwohner des Busecker Tales an die Eisenbahndirek- Hon Frankfurt a. M., um günstigere Zugverbindungen zwischen Grünberg und Gießen im Sommerfahrplan zu erreichen. Die Eisenbahndirektion hat es a b gelehnt, diesen Wünschen zu entsprechen. Nunmehr hat man sich an die Handelskammer in Gießen gewandt, um von hier aus die Wünsche vorbringen zu lassen. Die Einwohner des Busecksr Tales können es nicht verstehen, daß sich die Bahn- Verwaltung jeglichen Wünschen auf Verbesserung des Fahrplans verschließt. Man würde es hier begrüßen, wenn sich auch berufene Vertreter der Stabt Gießen um die Verbesserung der Zugverbindungen nach der Provinzialhauptstadt bemühen würden. nachgelaufen und den toten ftörper übers Brunnenwasser gezogen, hab' derselbe einen arg roten Nacken gehabt, vermutlich von einem starken Griff herrüh- rend, zumal der Kopf oben gar bloß an Haaren gewesen; wie denn die Donauwörther, als sie am Morgen den Röhrbrunnen ausräumten, noch eine große Haarlocke gefunden." Das Schreiben des Rats von Donauwörth an den Herzog war schon unterwegs, als von diesem die Anfrage, „ob der Geist ihn also durchs Fenster aus- geführt und in den Brunnen geworfen" erneut gestellt wurde, da des Besessenen Verwandtschaft wegen seiner Hinterlassenschaft etliche Male beim Herzog nachgesucht. So hatte sich des Jörgen Vater an den Fürsten gewandt, um Gottes willen das Vorbringen eines altersschwachen, betrübten Mannes anzuhören: Weil fein Jörg nicht in Verzweiflung und Anfechtung sich selbst den greulichen Tod getan, sondern durch den bösen Feind, der täglich herumgeht und sucht, wen er verschlingen könne, uns arme schwache Christenmenschen mit allerlei listigen Anschlägen heimsucht und leider viele zu Fall bringt, elendiglich verderbt und umgebracht worden, jedoch in seinem ganzen Leben eines gottesfürchtigen Lebenswandels gelebt, deshalb bittet er, ihm des Sohnes Spargroschen als Notpfennig ins Alter folgen zu lassen. Und nun zeigte der Leibhaftige seinen Pferdefuß, die Teufelsgeschichte ihre lustige Kehrseite. Zu wiederholten Malen tagten und berieten in München des Herzogs Hofräte der Marschall, der Schellenberger, Schwappach, Hundt, Preyfing, Dechant Neu- chinger und der Rentmeister über dem Fall. Hatte der Jörg sich selbst ums Leben gebracht, so war sein Hab und Gut dem Landesherrn verfallen. Ader so hatte ihn der Teufel geholt. Dagegen war niemand, gefeit. Und von einem, den der Teufel geholt, wollte ihr Fürst und Herr gewißlich nichts haben. Der Hofratsbeschluß vom 17. Juli 1537 entschied die strittige Rechtsfrage, in Bedenkung, daß der Jörg sich nicht selbst ums Leben gebracht, zugunsten seiner nächsten Verwandten. Und unterm 5. August erging des Herzogs Albrecht persönlicher Befehl an den Landrichter zum Haag, der die Verlassenschaft in Verbot gehalten, sie diesen ohne Entgelt und Verzug auszuantworten, „derwegen wir bei seiner Verfassung nichts zu suchen gedenken." . i 25. Fortsetzung. Nachdruck verboten. T S n Einigkeit, sprach er geleisteten bad) in seinen Dienst eingewiesen. Vor der Eidesabnahme wies der Regierungsvertreter auf die der Wahl vorausgegaugenen Parteikämpfe hin lind ermahnte den neuen Bürgermeister und die anwesenden Gemeinde ratsmitglieder zur Dein abgehenden Bürgermeister Jost Dank für seine der Gemeinde Dienste aus. ' Gießen den SLneid« - bocn wegen M wegen schwerer !, 224 vtSD. i Vorsitz Arte S M°8ev?rtt« mann, Sie Der Ar «190* einem Mchen- -.ur Eifersucht zu 1925, traf er röder Kirchweche antercn Durlch" Verhaltens zur schirlc Lbweisun und sich zu toter We sich seinen Äevvlver. 2m 2 wieder in Dam feine Lwohungei erklärte ti fich schren. 'Sa trat röt den Debenw ihn zur Aeto Aut den Devoli los. §er Schuh i seine Gdieöte la annimmt, in der m toi Am. W der Angeklagte her. 3m Warte' traf den Sägew. toi Mund. Dei Folgen der Verl er verlor namlit fiel in Lahmunx Die Äewei gchende. ü-s in: Lachverständige Ins Urteil nate&efdng suchungshast. I schlagrversuch in prrvrrietzMA gri einem Falle an. ..Frau Herzogin, sprach er, und seine Stimme klang ihr noch kälter, noch leidenschaftsloser als je zuvor. „Ich wollte mich nur überzeugen, ob Sie gut nach Hause gekommen finö, und nun —" Verzweifelt unterbrach sie ihn. „Harald, ich beschwöre Sie, verurteilen Sie mich nicht! Ich schwöre Ihnen —" ..Sie stockte. Der Gedanke an Grace legte sich plotstcch auf ihre Lippen. Machte sie stumm. Konnte sie denn dem Manne sagen, warum sie zu dem anoeren gegangen war, warum sie ihn getötet Halle? Allmächtiger Gott —! Konnte sie ihm sagen, Satz sie sich für seine Frau hatte opfern müssen? he sich an Graces Stelle in die Gewalt des Schicksals hatte werfen müssen? f m dumpstn Wehlaut rang sich der Schmerz aus tyrrr Brust empor. Neville rührte sich nicht. Steinern war "in schmales Gesicht, dünn oreßten sich die fast blutleeren Lippen y‘—' Kreis Biedenkopf. _ XX Biedenkopf, 24. März. Der erste Transport erholungsbedürftiger Kinder, davon 30 aus dem Bezirk R 0 d h e i m a. d. Bieber, ist neugestärkt aus dem Dolkssana- t 0 r i u m W e i l m ü n st e r zurückgekehrt. Ein zweiter, kleinerer Transport aus hiesigem Kreise wurde durch die Schwester aus Waldgirmes der Anstalt erneut zugeführt, um bis gegen Pfingsten dort zu verweilen. T Waldgirmes, 24. März. Lei unserer Nutzh 01zverstei gerun g waren die Preise sehr niedrig. Bei den wenigen Interessenten, meistens von auswärts, blieb es vielfach beim 'Angebot. Es wurden bezahlt pro Festmeter Fichten, je nach Klasse und Qualität, 15 bis 21 Mk., Eichen 30 bis 35 Mk., nur bei einem Stamm (1,5 Festmeter) kam derselbe an 67 Mk. Eichen-Rollscheiter kosteten pro Raummeter 20 Mk. Im ganzen wurden an 500 Festmeter verkauft. Maiilgau. WSR. Frankfurt a. M.- 24. Würz. Der Haupt- und Wirtschaftspolitische Ausschuh der Stadtverordnetenversammlung ha^eck^rn gemem- samer Satzung die im Etat vorgesehenen Mittel zur F ö r d e r u n g d e s Frankfurter Flugverkehrs bewilligt, und zwar 300 C03 Mk. für di« Subvention Frankfurt a. M. berührender und verb.ndender Linien und 200 000 Mk. als Leistung an die Flugplatz-G. m. b. H. für Pacht. Steuern und sonstige Verpflichtung en. — Der Sozialpolitische Ausschuß der Stadtverordnetm- versammlung hat einen sozialdemokratischen Antrag angenommen, in dem der Magistrat ersucht wird, allen Erwerbslosen mit Rücksicht auf das Osterfest in der Woche vom 29. März bis 3. April 1926 die Erwerbslos en Unterstützung in doppelter Höhe auszuzahlen und solchen Erwerbslos'enunterstützungsempfän- gern, deren Kinder aus der Schule ober neu in die Schule kommen, eine Sonderbeihilfs zu gewähren. — Wie uns aus Mainz berichtet wird, ist es der Kriminalpolizei gelungen, in einem Mainzer Hotel den seit längerer Zeit gesuchten Matrosenführer Hermann Stickel- mann, der zu Beginn der Revolution in Frankfurt eine üble Rolle spielte, fest zunehmen. Die Verhaftung erfolgte auf Grund eines von der Staatsanwaltschaft in Aachen wegen Betrugs erlassenen Steckbriefes. Stickelmann, der in den letzten Jahren im Saargebiet ansässig war, wo er sich in hervorragender Weise als separatistischer Parteigänger betätigte, wird feit langem wegen zahlreicher Verbrechen, u. a. tvegen Betrugs, Landesverrats. Tlrkundenfälschung usw. gesucht. Seine besondere Spezialität war das Anwerben junger unerfahrener Deutscher- für die Fremdenlegion. hinten packte? Die Angst um Harald stürzte sich nun auf sie. Würgte sie! Brach sie vollständig aus- etnanber. Wenn man ihn als den Mörder verhaftete! Wild fuhr sie auf — ftieh die jammernde Mutter Anne von sich — die Teetasse fiel zu Boden, zer- klirrte in hundert Scherben — — War das nicht so wie ihr eigenes Leben? Vor einer totunbe noch glücklich, sorgenlos — jetzt Scher, den — Scherben---? Ein Lakei trat ein. "Lorb Neville wünscht Ihre Gnaden w sehen" meldete er. 1 ’ ' Harald! Er war also entkommen! Wahnwitzige Hoffnung hob sich in ihr empor. "3ch lasse bitten--! Geh, Mutter Anne — geh nur ruhig! Es wird schon olles in Ordnung kommen!" 9 Dann stand er an der Tur. Sialt, hager und un-- heimlich lang in fernem bunteigrauen Reifemantel Jiit freudig ausgebreiteten Händen eilte sie ihm entgegen. Doch auf halbem Wege blieb sie stehen ließ dre erhobenen Arme sinken, beim er machte tcine Miene, ihr entgegenzugehen. Eine kühl abweisende Verbeugung war alles, womit er sie in btefcr Minute begrüßte. ^aralb — —", rief sie mit leiser, klagender •stimme. Wund und weh wurde es in ihr — m-hr als früher. v ’ Es ist daher mit Freude zu begrüßen, daß der yret- Schotten nunmehr Schocker anliefern läßt, 'um demnächst mit dem' Walzen beginnen zu können. , ♦ Ulfa, 24. März. Da die Austrocknung des Ackerlandes genügend weit vorgeschritten ist, begann man Ende voriger Woche hier und in den Nachbar- gemeinden D b e r (5 d) m i 11 e n und Eicheis- dorr mit der Frühjahrsbestellu n g. Da die Äecker dieser Dörfer etwas über und unter der 200-Meter-Grenze liegen, geht man hier immer besonders zeitig an die Aussaat. > V 0 m nördlichen Vogelsberg, 2-j. März. Zu einer wahren Landplage werden in hiesiger Gegend die Z i g e u n e r. Es vergeht fast fein Tag, der nicht eine neue Truppe dieser Gesellen bringt. Unablässig belästigen sie mit ihrem Betteln und Tauschhandel von Violinen usw. die Bevölkerung. Nichts ist vor ihnen sicher, Hühnerdiebstähle sind keine Seltenheit. Es wäre an der Zeit, diesem Volk gegenüber schärfere Maßnahmen zu ergreifen. Kreis Alsfeld. K. Mücke, 24. März. Da der Betrieb auf unseren B r a u n e i f e n ft e i n g r u b e n noch nicht aufgenommen wurde, herrscht unter den Bergleuten der benachbarten Orte noch Arbeitslosigkeit. Die Leute werden deshalb zu gemeinnützigen Arbeiten herangezogen. In erster Linie sind es die Gemeindewege, die her- gestellt werden. 3n früheren Zeiten wurden alle diese Arbeiten als sogenannte Dorf- oder Fronarbeiten unentgeltlich von den Gemeindegliedern ausgeführt. Kreis Lauterbach. L Grebenhain, 24. März. Am Montag feierte der hiSsige Polizeibiene v Heinrich Kl ein fein 30jähriges Dienst; uvi - la um. Aus diesem Anlaß empfing er die Glückwünsche des Ortsvorstandes, der üym ein Ehrengeschenk von 50 Marr überreichte. Am Abend wurde ihm vom Musikverein ein Ständchen gebracht. $ Bermuthshain, 24. März. Unser neu - gewählter Bürger in ei st er Pfann stiel wurde von Kreisdirektor Dr. Michel aus Lauter- Hrfiiiito1 ivON . erb1 SA s-ti W* ton. • Deren J inon-Sbür n(ld beit' S»60t “S s-s-7! Shren wtede' £ stachle 'Lernehmung J tuelentlteb ■ ,e Sw* Amts 1 Gießen Üniversitälsprof ^ahre 1924 unte dm Krieg verü Ichen Angriffs ii E Schrift heri uchleit großes 2 besprochen Word lchrillen erfolgte 0. Schmidt be! Wen die vercmt schrillen Privat ememLergle ttzren Ntschrist ^9 beroifentr smarten, daß fi tot Privatklage N Kritik in Ittit. Sie nahn ^ruck. vertraten punll, dah die J“8 einzelnen Auch währen, ebnen seien. P °e?e Teile d VEch bet6f|| 5 Angeklagte ^.-lmersdvrf h ^schrill D- 5* uutahe ^geren Artike S nenen Befi Segen M-.n Verg 5* »«Wh St? k Jj» t > iTh?" Netzen« & ' 1)°n 2 gleiche 16. Kapitel. Gloria kam nach Hause, regenburcUränkt, zum llmsinken müde. „Bei allen Helligen", rief Mucker Anne, die Hausoerwackerin, die Gloria und Grace noch als kleine Kinder auf dem Arm gehalten hatte. „Liebling, wie siehst du aus? Schnell ins Bett!" Doch davon wollte Gloria nichts hören! Jetzt ins Bett legen — wo all ihr Innerstes in wildem Ausruhr war! Der Schrei der wahnsinnigen (Erreauna ihr in die Kehle drängte! * 8 7 Mutter Anne brachte ihre eigenen, pelzgefütterten Hausschuhe und dicke wollene Tücher. Bis an die Ohren wickelte sie die an allen Gliedern zitternde Frau ein, schob ihr den tiefen Fauteuil an das wohlig knisternde Kaminseuer und brachte ihr dann heißen, dampfenden Tee mit viel Rum. Gehorsam, apathisch ließ Gloria olles mit sich geschehen. Trank den Tee. Aß die Biskuits. „Liebling, mein Liebling!" jammerte die Alte mit Tränen in den Augen. „Was ist dir denn geschehen? Sag' es mir doch, damit ich dir helfen und dich trösten kann!" Schluchzend nahm sie die eiskalten Finger Glorias in ihre weichen, fettgepolsterten Hände. Rieb sie und rieb sie. Gloria antwortete nicht. Ihre Augen starrten ins Feuer, müde, leere Augen. Ihr Geist war in jenem Hause in Berkeley Square. Dort, wo der Mann unter ihrem Schuß zusammengebrochen war. O — dieser grauenhafte, fragende Blick in den Augen, die der Tod apfriß. Schauer um Schauer rann durch ihren gemarterten Leib. Fassungslos loh es die Alte. ,Llber, Kindchen — Äindchen!" wiederholle sie m einem fort. Mörderin! Mörderin! Dieser letzte Blick — dieses letzte Zucken-- Und was jetzt? Harald — ja! Er hatte sie gerettet. Aber was war mit ihm geschehen? Wer war es gewesen, der die Treppe hermifkam^ Ihn von Starkenburg. Der Offenbacher Leihhausskandal. WSA. Offenbach, 24. Bdärz. Am heutigen Mcktwoch wurde vor dem Kreis aus sch uh Offenbach die Disziplmartlage bei: Stadt Offenbach gegen den Vorsteher des Leihhauses. Derwaltmigsanckmann B v h ler, verhandelt. Die Klage, die auf Dienstentlassung ohne Anspruch auf Entschädigung lautete, stützt sich darauf, daß Boßler gegen § 14 der Satzungen verstoßen hat, der eine Beleihung von Pfändern über 1000 Mk. von einer Genehmigung durch den Vorsitzenden des Leihamtes abhängig macht, und weil er die eingebrachten Pfänder übermäßig beließen hat. Insgesamt wurden 9 7 0 0 0 M k. für eingebrachte Pfänder vom Leihamt bezahlt. Der Angeklagte wurde wegen Dienstvergehens zu 3 0 0 M k. Geldstrafe und zur Tragung der Kosten des Verfahrens verurteilt. Der Kreisausfchuh hat also in Boßler nicht den Hauptschuldigen in der Leihamtsaffäre, bei der die Stadt Offenbach 50 000 Mk. verloren hat, angesehen. Boßler gab zu, dah der Zuwelen- händler Posener neunmal Juwelen versetzt habe, und erklärt, dah die Juwelen einen Wert von 164 000 Mk. hätten. Preußen. Die Aprii-Miete in Preutzen. Rach einer Mitteilung des „Berliner Lokalanzeigers" wird die gesetzliche Miete im April voraussichtlich um 10 Prozent erhöht werden. Es werden also 94 Prozent der Vorkriegsmiete zu zahlen sein, während die Mieter, die die Schönheitsreparaturen selbst ausführen, 90 Prozent zu zahlen haben werden. wurde eine Beihilfe von 100 M k. zur Instandsetzung der Wege und Anlagen bewilligt. Bei ■ dieser Gelegenheit begrüßte der Gemeinderat dankbar die Tätigkeit des sachkundigen, 84 Jahre alten ’ Leiters des Vereins, Karl Hermatin I ö ck e l. Kreis Friedberg. * Pohl-Göns, 24. März. Atn Sonntag veranstaltete der hiesige Gesangverein L i e d e r k r a n z ein gut besuchtes K 0 nze rt. Unter der Leitung des Dirigenten Jung brachten die Sänger zunächst Ehöre zu Gehör, mit deren Vortrag sie im vorigen Sommer in Bad Soden den Aeichspräsidentenpreis und zwei erste Preise errungen hatten. Weiter fang der Ehor eine Anzahl Aheinlieder, Deren Vortrag ebenso wie der Gesang der Chöre von bester Schulung zeugte. Der Dirigent Jung und Der Violin- Solist SiegfrieD aus Atzbach bereicherten die Veranstaltung noch durch Instrumentalvorträge. Sämtliche Darbietungen wurden sehr beifällig ausgenommen. Kreis Büdingen. △ Nidda, 24. März. In Darmstadt starb infolge eines Schlaganfalls Gewerbeschulrat i. R. Meyer im 77. Lel»nsjahr. Die Nachricht wird nicht nur in unserer Stadt und Umgebung, sondern auch in weiteren Kreijhn bei seinen zahlreichen ehemaligen Schülern, mefftens aus Oberhessen, und in Gewerbekreisen sicher Teilnahme erwecken. Der Verstorbene war Mitbegründer der hiesigen Gewerbeschule und übe-rahm bei deren Eröffnung am 1. November 1890 als Hauptlehrer die Leitung der Anstatt. Seine voixügliche Lehrbefähigung und große praktische Erfahrung auf allen Gebieten des gewerblichen Unterrichtpwcsens brachten die hiesige Gewerbeschule bald zu großer Blüte. Unstreitig hat der Verstorbene den Grund gelegt zu dem guten Ruf, dessen sich die Ar^ftalt heute noch weithin erfreut. Seinen Mitarbeitern und Schülern war er ein stets wohlwollender Frerund und guter Berater. Von allen war er hochgeehrt und geliebt. Auch auf die selbständigen Handwerk!' blieb Meyers Einfluß nicht wirkungslos. Anregend und belehrend wirkte er in den Gewerbeverehien und diente jedem gern mit seinem Rat. Die erfte Quellwasserleitung unserer Stadt wurde unter Meyers Leitung 1896 gebaut. Alle, die dem trefflichen Manne im Leben nähergetreten sind, werden ihm sicher ein ehrendes Andenken bewahren. bs. O b e r - W i b d e r s h e r m, 25. März. Heute verläßt uns LeHrer Artz, der feil 24 Jahren als Lehrer hier tätig mar und eine überaus segensreiche Tätigkeit entfaltete. Er zieht zu seinem Sohne, der als Lehrer in BinDsachsen tätig ist. Der ScheiDeLDe war bei Vorgesetzten und Gemeindegliedern als tüchtiger Lehrer geschäht. Er hatte eine varbildliche Ausfaßung von seinem Beruf. 3ebermann fand in Herrn Artz einen treuen Berater, und l^esonDers in Der Kriegs- und Inflationszeit leistete er im Im ereile des Gemeinwohls ganz Brsonderes. Der Abbau im Jahre 1924 riß ihn aus seiner Schul- arbeck heraus. Es entsprach ganz seinem sozialen Denken, als er zum Wohle feinet Mitbürger Die Bezugs- und Absaygenossenschäft organisierte und zwei Jahre lang das schwierige Amt eines Rechners unentgeltlich versah. Sem Lieblingsgebiet war die Heimatforschung, und hier hat er sich unvergängllche Verdienste erworben. Seine Arbecken find zum Teil in Heimatzettschriften erschienen. Während seines ganzen Hierseins water als Orrganift tätig. Erne geplante Abschiedseier scheiterte an dem schlichten Wesen des Scheibenden. Die ganze Gemeinde wünscht ihm einen gesegneten Lebensabend. sch. B l e t ch e n b a d), 24. März. In unserer Gemeinde besteht noch eine ansehnliche Schafzucht. Der Gemeinderat beschloß im vorigen Jahre, für den angestellten Schäfer eine geräumige Wohnung nebst einer großen Schafhalle zu bauen. Beides ist jetzt vollendet. Die im vorigen Jahre überall stark auf getretene Leberegelseuche hat die hiesige Herde nicht sehr mitgenommen. Hoffentlich bereitet ihr der Mangel an Weideplätzen, der jetzt nach abgeschlossener Feldberei- nigung zweifellos eintreten wird, kein vorzeitiges Ende. u Kreis Schotten. - ld. Schotten, 24. März. An der Landstraße Nidda—Schotten sind besonders die Ortsdurchfahrten Oberfchmi tten, Eichelsdorf und R a i n r 0 d in sehr schlechtem Z u ft a n d e. Bei nassem Wecker ist die Staatsstraße in der Nähe der Bahnhöse der genannten Orte kaum passierbar. Landkreis Gießen. f. Klein-Linden. 24. Mär». Der in den Knegsjahren aufgeschüttete, teilweise vis zu 25 hohe Eisenbahndamm der Umgeh ungsbahn Gießen —Wetzlar ist an einigen Stellen immer noch im langsamen Senken begriffen. Die Cisenbahnverwaltung läßt zur Zeit größere Arbecken ausführen, um diese Senkungen zum Stillstand zu bringen. Umfangreiche Erd- arbetten sind schon Durchgeführt. Zur Zeit wetDen große Rigolen und Rieselkanäle eingebaut, um Dem tont oberen Bahnkörper aus eindringenden Wasser einen schnelleren Abfluß zu verschaffen. Die älntethaltung Dieses Dammes hat der Bahnverwaltung schon große Ausgaben veru.sncht. Die Gemeinde und ein Teil der anliegenden Grund- stücksbesitzer benutzen Die Gelegenheit, um mit der vorhandenen Erde tiefliegende Aecker aufzustillen und zu planieren. — Unter Dem Eindruck Der GelDknappheit steht auch Die Abtech- nung unseres Gemeinderechnets für das Rech- nungsjaht 192 4. Ein großer Teil Der Einwohner ist noch mit Steuern im Rückstand. Dabei sind erst vor kurzem Die Steuerzettel für 1925 zugestellt worden. Beredte Zeichm Der Zeit, die mit ihrem starken wirtschastlichen Riedergang schwer auf Den breitesten Volksschichten lastet. V Wayenborn-Steinbetg. 24. März. Jni Sommerschen Saale zu Wahcnöorn hielt gestern abend unser neugegründetet Frauen- herein seine abschließende Versammlung für diesen Winter ' ab. Pfarrer S t a u b a ch führte in 70 klaren Lichtbildern die Teilnehmerinnen ins heilige Land. Bei Kaffee und Kuchen und gemeinsamen GZängen vetfloifen nur allzu rasch Die anregenden Stunden. Der Verein zählt bereits 84 Mitglieder. ' A l k e n - B u s e ck, 24. März. Unter zahlreicher Beteiligung hielt am Montagabend der hiesige Frauen Mission sverein seinen Schluß- abend für das verflosiene Winterhalbjahr im Saale der Kleinkinderschule ab. Die Bersamm lungert hatten von Mtte November an regelmäßig jeden Montag abend stattgefunden. Drei Missionare hielten im vergangenen Winter hier Missionsoorträge, 2 davon mit Lichtbildern. Der Schlußabend Stahrn einen sehr schönen harmonischen Verlauf. Nach einem Eröffnungsgedicht, oorgetragen von Frl. Schwabe, folgten lreffliche gesangliche und deklamatorische Vorträge junger Mädchen, Töchter von Mitgliedern des Vereins. Psarver Hartmann gab einen kurzen Rückblick auf das vergangene Winterhalbjahr. Frl. B e n n e r sprach in formvollendeter Weise von der Aufgabe eines Frauenmifsionsvereins in der Gemeinde und von den Pflichten der Mitglieder. t Treis 0. d. Lda., 24. März. Im Auftrag der Liga zum Schutze der deutschen Kultur sprach in Langs Saal Diplomingenieur E r t e l, Gießen, über die trostlosen wirtschaftlichen und politischen Zustande in Sowjetrußland, die er aus eigener langjähriger Anschauung in Krieg und Frieden tennengelernt hatte. Anders lautende, schönfärberische Reifebeschreibungen von Künslleru, Wissen- fchafllern, Politikern usw. erklärte er für Mache der Sowjetregierung nach Art der Potemkinschen Dörfer. Nach dem emstündigen, sehr eingehenden Vortrag zeigte er noch etwa 90 felbftaufgenommene Lichtbilder^ aus Rußland von Kirchen, Palästen, Klöstern, Städten, Einwohnern usw. Der hiesigen Ortsgruppe schlossen sich einige neue Mitglieder an. ' t Grünberg, 24. März. -Zu der gestrigen Holzversteigerung im Walde waren zahlreiche Käufer erschienen. Die Preise hielten sich auf ansehnlicher Höhe, Buchenscheit wurde nicht verkauft. Man bezahlte je Raummeter: Fichtenscheit 8 Mk., ' . Ktesernscheit 7,50 Mk., Eichenscheit 8 Mk., Fichten- ' knüppel 6 Mk., Kiefernknüppel 5 Mk., Eichenknüppel 6—7 Mk.. Erlenknüppel 2,50—3 Mk., Fichten- . stücke 1,20 Mk., Eichenstöcke 4,50 Mk. — Die auf ' schriftlichem Wege veranstaltete Holzversteigerung ! der Stabt brachte der Firma Haas & C 0., von hier den Zuschlag. Es kosteten: Bauholz 2. Kl. 25,57 j Mark, 3. Kl. 24,57 Mk., 4. Kl. 23,57 Mk., .Zs-Kl. ' 22,23 Mk., 5b-Kl. 18,73 Mk. Das Holz ist geschält. 1 — 2n der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde dem Bürgermeister der Auftrag erteilt, die 1 Auslassung des Sehrtschen Neubaues mit Gärten und 3 Grundstücken voi^zunehmen. In . diesem Gebäude soll bekanntlich die landwirtschaftliche Winterschule untergebracht werden. Die Legung der Wasserle^ung in der ■ Frankfurter Straße will man in erberer Submis- i sion vergeben, gleichzeitig soll barauf hingewirkt 1 werden, daß der Unternehmer nur Grünberger Ar- beiislose beschäftigt. Dem Verke-rsverein I Die tolle Herzogin Roman von Ernst Klein. Copyright by Carl Duncker, Verlag, Berlin. „Ich habe kein Recht, irgendwelches Urteil auszusprechen, Frau Herzogin", sagte er. .Ich bin froh, dvß ich zur rechten Minute kam, um Ihnen dienlich lein zu können--" ..Aber — wie--kamen Sie?" Er zauderte einen Moment lang. Sollte er ihr verraten, daß er sie für Grace gehalten? Sie deshalb verfolgt hatte? „Als ich Ihren Brief in Paris erhielt, eilte ich vorher. Jch^ kam gerade auf deni Waterloo-Platze an, als ich Sie aus der Straße biegen sah. Ich folgte Ihnen--" „Sie hielten mich für Grace--? Glaubten, daß sie zu einem Rendezvous ginge?" „Ja, Frau Herzogin." Unendliche Bitterkeit überfam sie. Mörderin war sie geworden um Der Schwester willen. Nun mußte sie auch noch deren Schmach auf sich nehmen. Mußte sie das wirklich? Das schwerste Opfer bringen, das eine Frau bringen kann — ihre Ehre hinwerfcn, nm die einer anderen zu decken? All ihr Stolz, ihre .Vrauenwurde schrien dagegen! Sie kämpfte mit sich, schwer — verzweifelt. edjon trat sie näher an ihn heran, Der noch immer steif und abweisend an der Türe stand. Da iah sie seinen Blick---Las in ihm ihr Urteil: die eine wie die andere — — Mit hilfloser Resignation ließ sie Die Arme sinken. „Harald." flüsterte sie, „ich sehe an Ihrem Gesicht, u?a» Sie von dem ganzen furchtbaren Ereignisie •1 -1L . ch kann heute nichts dawider sagen. Aber ich Ichwöre Ihnen, was ich tat, mußte ich tun, um bu Ehre meines Hauses zu reiten. Der Mann, den m) — niedergeschossen habe, war ein Schurke. Noch «-ü.o»^chowlb — glauben Sie, daß man zu einem wtelldtchein zu Fuß, mit einem Gummimantel ge- icymuckt, geht? Lord Harald 'Neville war englisch bis in bas Mark ferner langen Knochen. Er glaubte nur seinen äugen. Die betrogen ihn nicht. Gloria hacke er stets als eine ernste, wahrhafte Frau geschätzt. Hätte mehr als einmal gewünscht, Grace wäre so wf-vsie__ Dorf) jetzt.' Mitleib — bas war bas einzige wozu er sich erwärmen konnte. Sonst ' - Die L war wie Die anbere-- 1 oie ftanb und wartete auf eine Antwort aus >emem Munbe. Er fanb keine. Wußte keine. Schwurgericht Gießen. * Gießen, 23. März. Unter bem Vorsitz von Lanbgerichtsbirektor Cramer uerhanbelte heute bas Schwurgericht gegen den Schlosser August Franzmann, den Hänbler Wilhelm S ch u st e r unb Den. Bankbeamten Erich Richter wegen Meinefbs bzw. Anstiftung und Verleitung zum Meineid. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Schneider, die Verteidigung führten die Rechts- anwaUe Hornberger, Dr. L. Katz unb Fischer. 2lußer zwei ärztlichen Sachoerstanbigen unb einem Schreibsachverständigen waren zu dem Termin 30 Zeugen geladen, unter denen sich eine Reihe von Strafgefangenen befand, bic von Schutzpolizeibeamten oorgesührt würben. Der Anklage lag folgenber Tatbestcmb zugrunbe: Die brei Angeklagten hatten im vergangenen Jahr 'm ber Zellenstrafanstalt Butzbach eine längere Freiheitsstrafe zu verbüßen und waren dort in einem gemeinschaftlichen Arbeitssaal mit Tütenkleben beschäftigt. Anfang vorigen Jahres legte nun der Angeklagte Franzmann dem an diesem Tag die Aufsicht führenden Oberwachtmeister einen Zettel ! vor, auf dem eine von ihm im Januar v.J. abgelieferte Arbeitsmenge bescheinigt war. Die Bille des Angeklagten Franzmann, ihm die auf dem betreffenden Zellei vermerkte Arbeitsleistung im Ar- beitsleistungsbuch und im Arbeitsabnahmebuch gutzuschreiben, lehnte der Oberwachtmeister ab, da es ihm sofort auffiel, daß auf dem fraglichen Zellei bas Datum fehlle. Nachdem auch der Oberwachtmeister, dessen Unterschrift der fragliche Zettel trug, entschieden bestritt, die Bescheinigung ausgestellt zu haben, wurde, nachdem noch weitere Verdachtsmomente hinzugetommen waren, gegen Franzmann Anklage ——— ■ iiiiiru-..-nTi~iTuirn i< »Ich bedauere gewiß unendlich." brachte er endlich heraus,^ „baß Frau Herzogin zu solchem Mittel greisen mußten, unb ich hoffe, man wirb Ihre Spuren nicht finben." Jetzt kam sie doch auf ihn zu. ..Wer war das, der Sie plötzlich überfiel?" fragte sie, indem sie ihn am Arm faße. ..Ich glaube, ein Schutzmann. Wenigstens meine ich bas nach seinen Fäusteck beurteilen zu können. Es gelang mir aber, mich frei zu machen unb zu entkommen. Ich nuiß ihn wohl einpftnblich getroffen haben — wir rauften in der Dunkelheit wie betrunkene Matrosen niiieinanber — — — er ging plötzlich nieder, und ich konnte ans dem Fenster springen." ,J)at er Sie erkannt?" „Wie sollte er das wohl?" Sie hob mit befreiendem Seufzer Den Kopf. „O — das ist gut! Ich fürchtete schon, Sie wären um meinetwillen in Schwierigkeiten geraten. Ich danke Ihnen, Harald — morgen werde ich mich der Polizei stellen." Jetzt zeigte er doch so etwas wie Erregung. „Das werben Sie nicht tun", rief er schneiden!) unb befehlend, wie wenn er seinem Kammerdiener etwas zu verbieten fjätte. ,Jch kenne nicht die Art der Beziehungen, in Denen Sie zu dem Manne standen — ich kenne nicht einmal seinen Namen — ich will auch weder das eine noch das andere kennen —" fetzte er hinzu, als er sah, daß sie sich anschickte, ihm zu antworten, unb die Art, wie er dabei die Hand hob, machte sie erst recht verstummen. „Aber ich nehme an, daß er die Kugel verdiente, bic ihn hin- gestreckt hat —" ..Bei Goll, bas hat er--," murmelte sie. »Nun, sehen Sie, Gloria —unwillkürlich würbe er wärmer bei bem Gebanken, ben er auszusprechen im Begriff war — „wie könnten Sie es verantworten, ben Namen, ben Sie tragen, den Namen Ihres Vaters in eine solche Affäre au verwickeln'" „2lber ich habe doch getötet! Harald, ich habe einen Menschen erschossen — ich kann doch nicht morgen nach Burnyam Tower zurückkehren unb so tun, als ob ich weiß Gott was für einen vergnügten Abend verbracht hätte. So etwas wird man doch nie wieder los — nie wieder!'' (Fortsetzung folgt.) wegen Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrugsversuch erhaben, da er hinreichend verdächtig erschien, den Zettel fälschlich angefertigt und zum Zwecke der Täuschung von ihm Gebrauch gemacht ’>u haben. Jin Juni v. I. fand dann vor dem Schöf- fengeridh Gießen gegen Franzmann Hauptver- Handlung statt. In diesem Termin traten als von ihm benannte Entlastungszeugen die heule Mit- angeklagien vchuster und 'Jiichter aus. Auf Gvuud deren Angaben hin wurde Franzmann seinerzeit mangels-Beweises von der Anklage sreigesprochen. Unmittelbar nach diesem Termin wurde von einer ganzen Reihe anderer Strafgefangenen unter Angabe ganz bestinnnter Tatsachen behauptet, daß Schuster und Richter einen Meineid geleistet hätten und hierzu von Franzmann angestiftet worden wären. Im Gegensatz zu früher, wo diese Gefangenen bei ihren wiederholten Vernehmungen immer wieder dieselben bestimmten Angaben machten, schwächte ein Teil der Zeugen bei ihrer heutigen Vernehmung ihre früher sehr belastenden Aussagen wesentlich ab, so daß das Gericht in objektiver und subjektiver Beziehung einen ausreichenden Schuldbeweis nicht für erbracht sah. Um die Mitternachtsstunde verkündete dann das Gericht das Urteil, das die Angeklagten mangels ausreichenden Beweises trotz Borliegens erheblicher Verdachtsmomente f r e i s p r a ch. * Gießen. 24. März. Heute wurde gegen den Schneider Heinrich Frank aus Dusen- born wegen Mordversuchs in zwei Fällen und wegen schwerer Körperverletzung in Sachen des § 224 StGB, in einem Falle verhandelt. Den Vorsitz führte Landgerichtsdire'kor Cramer, die Anklage vertrat Stialsaawall Iustizrat W ei dein a n n, die Verteidigung lag in den Händen des Rechtsanwalts Aaron in Gießen. Der Angeklagte hatte ein Verhältnis mit einem Mädchen aus Schotten und glaubte, Anlaß zur Eifersucht zu haben. A.u Sonntag, 16. Aug. 1925, traf er seine Geliebte auf der Rain- röder Kirchweihe, und- zwar in Gesellschaft eines anderen Burschen. Er stellte beide wegen ihres Verhaltens zur Rede. Er erfuhr aber nur eine scharle Abweisung. Run beschloß er, das Mädchen und sich zu töten. Er begab sich nach Hause und holte sich seinen mit sechs Patronen geladenen Revolver. Am Montagabend traf er das Mädchen wieder in Rainrod auf der Kirchweihe. Durch seine Drohungen mit Erschießen emgeschüchtcrt, erklärte es sich bereit, mit ihm nach Schotten zu fahren. Da trat der Bursche, den der Angetlagle für den Rebenbuhler hielt, dazwischen mib stellte ihn zur Rede. Run richtete Frank in höchster Wut den Revolver auf den Burschen und drückte los. Der Schuh versagte aber. Dann schoß er auf seine Geliebte selbst, und zwar, wie ixe Anklage anuimmt, in der Absicht, sie zu täten; er traf sie in den Arm. Alsdann floh sie in den Warlesaal, der Angeklagte lief weiter schießend hinter ihr her. 3m Wartesaal selbst schoß er weiter und traf den Sägewerksarbeiter K. aus Rainrod in den Mund. Der Mann brach zusammen. Die Folgen der Verletzung waren für K. sehr schwer; er verlor nämlich das Sprachvermögen und verfiel in Lähmung. Die Beweisaufnahme war eine sehr eingehende. Es wurden etwa 30 Zeugen und drei Sachverständige vernommen Das Urteil lautete auf 3 3ahre 3 W o - uate Gefängnis, abzüglich 7 Monate Unter-’ suchungshaft. Das Schwurgericht nahm Tot- schlagsv^rsuch in zwei Fällen und schwere Körperverletzung gemäß § 223, 223a, 224 StGB, in einem Falle an. Amtsgericht Gießen. Gießen. 23. März. Wie bekannt, hat Universitätsprofessor D. Schmidt dahier im Jahre 1924 unter dem Titel „Warum Haven wir den Krieg verloren? Das Scheitern des deutschen Angriffs im Frühjahr und Sommer 1918“ eine Schrift herausgegeben, die in der Oeffent- lichkeit großes Aufsehen erregt hat und vielfach besprochen worden ist. In verschiedenen Zeitschriften erfolgte die Besprechung in einer Prof. D. Schmidt beleidigenden Weise, weshalb er gegen die verantwortlichen Redakteure dreier Zeitschriften Privatklage erhob. Diese endete mit einem Vergleich, wonach die Angeklagten tn ihren Zeitschriften eine genau festgesetzte Erklärung veröffentlichen sollten, inhaltlich deren sie erklärten, daß sie nicht die Absicht gehabt hätten, den Privatkläger zu beleidigen, und zugaben, bei ihrer Kritik in der Form zu weit gegangen zu sein. Sie nahmen deshalb die Beleidigungen zurück, vertraten jedoch auch we'terhin den Standpunkt, daß die Folgerungen des Privatklägers aus einzelnen Vorkommnissen von Alkoholrnih- yaud) während des Krieges entschieden abzulehnen feien. Bei Abschluß des Vergleichs gingen beide Teile davon aus, daß diese Erklärung wörtlich veröffentlicht- werden sollte, und daß weitere Zusätze nicht gemacht werden dürften. Der Angeklagte Schildmaher aus Berlin- Wilmersdorf hat nun diese Erklärung in seiner Zeitschrift „D a s Gasthaus" zwar wörtlich veröffentlicht und zu der Erklärung selbst auch keine Zusätze gebracht. Dagegen hat er in unmittelbarem Anschluß an diese Erklärung einen längeren Artikel gebracht, in dem sich eine Reihe von neuen Beleidigungen des Prof. D. Schmidt beenden. Dieser erhob deshalb wiederum Privat- Ua)anbgranaten, die mit einem Ze- mentbedel verschlossen waren, nach ihrer Zusammenstellung wohl geeignet sind, im Freien geworfen, Menschen tödlich zu verletzen, doch besitzen sie nicht die Durchschlagskraft wie die im Kriege benutzten Handgranaten. Dagegen im geschlossenen Raume zur Explosion gebracht, könnten die Wir- tungen außerordentlich schwere fein. Hierauf wird die Verhandlung auf Donnerstag vormittag 9 Uhr vertagt. An brejem Tage wirb der letzte unb wichtigste Zeuge, Weißbinder Ludwig Schardt, zur Vernehmung kommen, der hauptsächlich Aufklärung über die Anweisungen, die von der Parteileitung aus Frankfurt kamen, berichten soll. rungsfrist nicht vor der jetzt gewährten Frist von vier Jahren abläuft. Ein junger, bisher fast zwei Jahre gesuchter junger Mensch von hier hatte während dieser Zeit mancherlei Erlebnisse wenig erfreulicher Art. Durch eine übereilte Flucht aus allen häuslichen Verhältnissen herausgerissen, wurde er nirgends bodenständig. Er begab sich in das besetzte Gebiet, wurde von den Franzosen fast V/2 Jahre wegen Paßvergehens in das Gefängnis gesetzt und verbüßte auch an anderen Orten Strafen. Er hat sich wegen mehrerer Diebstähle zu verantworten, die er hier vor seiner Flucht begangen hat. Er ist mittlerweile über 20 Jahre alt geworden. Er wurde jetzt zuzweiWochen und vier Tagen Gefängnis unter Aufrechnung von einer Woche und vier Tagen der erlittenen Untersuchungshaft verurteilt. Hinsichtlich des noch nicht verbüßten Restes wurde Strafaufschub gewährt. Das Gericht gelangte zu dem milden Erkenntnis, weil es erwartet, daß die von dem Angeklagten bisher verbüßten Strafen ihn endlich dazu veranlassen, einen ehrbaren Lebensweg einzuschlagen. Gerichtsfaal. wegen schweren Meineids verurteilt. || Marburg, 24. März. Das Schwurgericht verhandelte unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirek- tors Krenzien gegen den Former Wockowiak — wohnhaft in Biedenkopf —, der in einem Zioil- prozeß sich des schweren Meineids schuldig gemacht hatte. Das Gericht erkannte auf drei Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust unb bauernde Entziehung der Anwartschaft auf Ehrenämter. Die Mordasfäre Atessa vor dem Schwurgericht. WSN. Frankfurt a. M., 24. März. Unter gewaltigem Andrang des Publikums, hauptsächlich des weiblichen Geschlechts, hat heute vormittag der Prozeß gegen die 36jährige Krankenschwester Wilhelmine F l e f f a aus Nürnberg, die am 28. Oktober vorigen Jahres den Chirurgen Dr. Seitz in der 'Wittelsbacherallee in Frankfurt a. M. erfchos- s e n hat, begonnen. Die Angeklagte, eine blasse, mittelgroße Person mit dunklen haaren, macht einen gefaßten Eindruck. Das Gericht vernahm in den Vormittagsstunden die Angeklagte, am Nachmittag begann bas Zeugenverhör. Für den ersten Tag waren 23 Zeugen unb 3 Sachverständige geladen. Nach einigen Stunden wurde wegen Erschöpfung der Angeklagten die Weiteroerhandlung auf Donnerstag vertagt. Die vackenheimer Schirmflickerschlacht vor den Geschworenen. WSR. Frankfurt a. TL, 23. März. Der 29jährige Kaufmann Josef Scheffel aus Stuttgart, der einen flott gehenden Handel mit Metallputzartikeln betreibt, stattete an einem Augustabend 1925 mit Frau. Kind und einem schönen Benz-Wohnwagen seiner Schwiegermutter die in Bockenheim auf einem freien Platz einen Wohnwagen stehen hat, einen Besuch ab. Das Wiedersehen erfolgte unter Stiftung eines Fasses Startbieres; auch die ganze Verwandtschaft wurde geladen. Dabei geriet Schüssel mit einem seiner Verwandten, dem Schirmflicker Xaver Hermann, der als streitsüchtig und gewalttätig galt, in Streit. Scheffel gab erst einen Schreckschuß ab. Trotzdem stürzte sich Hermann auf Scheffel, woraus dieser zwei Schüsse abgab. die den Tode des Schirmflickers zur Folge hatten. Die Beweisaufnahme vor dem hiesigen Schwurgericht ergab, daß der Getötete von streit- süchttgem Charakter war. daß er nicht nur feine Frau, sondern auch feinen Vater und feine Schwägerin mißhandelte. Der Angeklagte wurde wegen Totschlags zu V;. Jahren Gefängnis verurteilt. 6 Monate Untersuchungshaft wurden angerechnet. Als Sträfling-Stellvertreter im Gefängnis. WSN. Hanau, 24. März. Der Kraftwagenführer Joseph Betz aus 'Wirtheim bei Gelnhausen hatte eine Gefängnisstrafe von 6 Wochen zu verbüßen. Er bemühte sich in Hanau um Strafaufschub, der ihm aber nicht gewährt würbe. Betrübt begab er sich auf ben Rückweg nach seinem Heimatsort. Unterwegs traf er einen Hand- >v e r k s b u r f ch e n , mit dem er gemeinsam ein Sluck bes Weges zurücklegte, unb dem er fein Mißgeschick klagte. Der Hanbwerksbursche erbot sich, gegen klingenbe Entschäbigung bie Gefängnis- straseals Stellvertreter zu verbüßen, erhielt bie hierzu erforderlichen Papiere, nachdem man hanbelseinig geworben mar, unb wanderte ins Gefängnis. Als er bie Strafe verbüßt hatte, nahm er ben Lohn in Empfang, lieferte den Straflöschzettel ab und zog feines Weges weiter. Nun wollte es bas Mißgeschick, baß Betz später wegen einer anderen Straffache in Haft genommen wurde, wobei der vorher verübte Schwindel ans Tageslicht tarn. Betz hatte sich nun wegen Verleitung zur Urkundenfälschung zu verantworten und wurde mit 3 Wochen Gefängnis bedacht. Turnen, Sport und Spiel. Südwestdeutscher Turnverband. Der vorige Sonntag brachte den Lahn- Dünsberg-Gau in seinen Spielen um bie Faustballmeisterschaft ein gutes Stuck vorwärts. Im Anschluß an die Gauvorturner- stunde trafen sich in Lollar die 1. '^a,rtnJ*fta^en von Allendors (ßbaj. Hausen. Launsbach, Mainzlar und Wieseck. Obwohl der starke Wtnd und ungleicher Boden die Spiele stark beeintrachttgten, sah man bei einigen Mannschaften wohlüberlegte Angaben und verständnisvolles Zuspiel. Rur Dürfte das Stellungsvermögen bei den meisten Spielern besser ausgeprägt sein. Bei anderen Mannschaften, die z. T. noch keine eigenen Spielplätze besitzen, merkte man trotz guter Einzel- leistungen das Fehlen regelmäßiger Trainingsspiele Die Resuttate: Allendors gegen Mainzlar 57:48 Punkte, Mendorf gegen Wieseck 62:50 Punkte, Mainzlar gegen Launsbach 60:48 Punkte, Hausen gegen Rodheim a. B. 66:49 Punkte. Kirche und Schule. § ulrich stcin, 24. März. In den letzten olet- zchn Tagen war hier und in Feldkrücken Missionar Jürgens von der Bolksmisfion in Evangelisationen tätig; der Besuch der allabendlichen Vorträge war recht gut. Besonders zu erwähnen ist eine liturgisch kirrt,enmufikalische Abendseier und ein Lichtbilder oorttag über bie Mist sion im früheren Deutsch Südwestasrika, mit vielen perurnlichen Erinnerungen des Vattragenden. Die .Kollekten zeigen eine große Opicrfrcndigkeit. Wirtschaft. Die Berliner Großbanken im Jahre 1925. Nunmehr liegen sämtliche Abschlüjje der Berliner Großbanken vor. Unter Berück- sichtigung der Tatsache, daß das ganze Geschäfts- jahr 1925 unter schwerstem Druck gestanden hat, kann man das Ergebnis als recht befriedig e n b bezeichnen. Es ist aber bekannt, daß bie Großbanken eine möglichst stabile Dividen«- b e n p o I i t i f treiben und wegen des nötigen Prestiges im Auslande gewinnbringenbe Erträgnisse vorlegen muffen. Da nun im Jahre 1925 sowohl das Effekten-Kommissionsgeschäft wie auch bas Effekten- unb bas Emistionsgeschäft bekanntlich roUftänbig darnieberlagen, so waren die Banken gezwungen, in erster Linie dafür zu sorgen, das Kontokorrentgeschäft gewinnbringend zu gestalten. Sie haben sich daher gegen eine Ermäßigung der Zinsspanne und der Provision start gestemmt, unb die letzte Ermäßigung im September nur auf Druck durch die Regierung vorgenommen. Immerhin konnten aus Wechseln, Zinsen und Provisionen trotz der verschiedenen Ermäßigungen der Zins- und Provisionssätze Gewinne nahezu in der Höhe des Vorjahres erzielt werden, weil sich die Umsätze entsprechend vermehrt haben. Das Minus an Einnahmen wurde etwas ausgeglichen durch das Minus an Verwaltungskosten. Diese konnten allerdings nicht in dem Maße zurückgeschraubt werben, wie es dem gewaltigen Beamtenabban, der auch im Jahre 1925 fortgesetzt würbe, entsprochen hätte, weil dieser Abbau mit Abfindungen und einmaligen Zuwendungen verbunden war. die bei einzelnen Banken mehrere Millionen ausmachen. Außerdem wurde das Untoftentonto durch Baukonten und durch bie Anschaffung von Maschinen übermäßig belastet, Belastungen, die im laufenden Jahre nicht mehr annähernd in bie Erscheinung treten werben. Man erhält ein charakteristisches Bild von der Höhe der ll n k o st e n unb Steuern, wenn man den Rohgewinn unb biese beiben Posten mit dem letzten Vorkriegsjahr vergleicht. Während der Rohgewinn des vergangenen Jahres 160 Proz. desjenigen des letzten Vorkriegsjahres beträgt, beläuft sich der Reingewinn auf nur 43 Proz. des letzten Borkriegsjahres. Während im Jahre 1913 Verwaltungskosten unb Steuern etwa 30 Proz. bes Rohgewinnes ausmachten, verschlangen sie im vergangenen Jahr nicht weniger als 83 Proz. Auch bie Steuern erscheinen im Verhältnis zum Vorkriegsjahr noch ganz gewaltig, namentlich, wenn man bie dezimterten Eigenkapila lien ber Banken berücksichtigt. Sie haben sich gegenüber dem Vorjahr kaum verringert. Die Dividenden der Banken sind gegenüber denjenigen des Vorjahres unverändert geblieben. Sie betragen also bei vier Banken 10 Proz. unb bei ben übrigen brei 8 Proz. Angesichts ber Tatsache, baß die Zinssätze im allgemeinen gegenüber dem Vorjahr wesentlich zurückgegangen sind und man heute im Durchschnitt mit einer löprozentigen Verzinsung der festverzinslichen Werte noch rechnen kann, hat sich also das Erträgnis ber Aktien gebessert, und der Erfolg ist, daß die Aktien sämtlicher Großbau fen bie Pa ri grenze überschritten haben. Dies bürste bie Durchführung von Kapitals- erhöhungen, die angesichts des Anschwellens ber fremben Gelder wohl demnächst in ben Kreis ber Erörterung gezogen werben, erleichtern. Der Aktienkurs ber Berliner Handelsgesellschaft ist unter besonderem Gesichtspunkte .ju betrachten, demjenigen ber Aussicht auf Rückzahlung des Gegenwertes ber in Amerika beschlagnahmten Frisko-Bons. Wie schon erwähnt, haben bie Umsätze eine teilweise recht starke Steigerung erfahren, wobei aller- bings zu berücksichtigen ist, daß bei einzelnen Ban len, wie z. B. ber Deutschen Dank, im vergangenen Jahre Verschmelzungen oorgenommen worben sind. Entsprechend zeigen auch die einzelnen Posten der Vermögensüberfichten recht starke Steige- rungen, so in erster Linie bie Kreditoren, die insgesamt von 3,1 Milliarden im Vorjahr auf 4,5 Milliarden Reichsmark gestiegen find. Wie aus ben Zweimonatsbilanzen ersichtlich, ist allerdings diese Steigerung in der Hauptsache der ersten Hälfte des vergangenen Jahres zu verdanken, während in ber zweiten die Ziffern ziemlich stabil geblieben sind. Unter den Kreditoren sind in erster Linie die Kreditoren in provisionsfreier Rechnung gestiegen, was aber teilweise auf eine Trennung nach neuen Ge-> fichtspunkten zurückzuführen zu fein scheint. Immerhin hat es ben Anschein, als wenn auch bei den GroßbankenbieSpareinlagenwieber in erhöhtem Matze zu fließen beginne n. benn von ber Steigerung konnten besonders he Einlagen mit längerer Laufzeit profitieren. Dio Steigerung ber fremben Gelber ist etwa zu zwei Dritteln ben Konto-Korrent-Debitoren zugute gekommen, ollerbings in ber Hauptsache gegen Sicherung, da bie gebeckten Debitoren in stärkerem Maße als die ungedeckten gestiegen find, ein Zeichen für bie große Vorsicht, mit ber bie Banken jetzt im Kontokorrentgeschäft ihre Mittel ausleihen. Entsprechend der Wiebereinführung des Termingeschäfts an ber Börse beginnt bie Anlage in Reports wieder eine größere Rolle zu spielen. Die Steigerung ber Vor schüfst auf Waren unb Warenverschiffungen zeug: von ber intensiven Unter st ützung , bie die Banken dem Ein - undAussUhrgeschäft geliehen haben. Die eigenen Wertpapiere spielen bei den Banken immer noch eine außerordentlich geringe Rolle, insbesonbere bei ber Deutschen Bank, wo ber Effektenbestand nur mit 15 Millionen Reichsmark bewertet ist gegenüber einem Posten von 161 Millionen Reichsmark im Jahre 1913. Die Internen tionskäufe ber Banken an ber Börse dürften demnach seinerzeit weit übertrieben eingeschätzt worden sein, sofern nicht die Kursrückgänge des Jahres 1925 eine geringere Bewertung des Effektenbestan- bes verursachten. Da bekanntlich im neuen Jahre ein recht erheblicher Aufschwung bes Kursniveaus eingetreten ist, bürsten bie Danken in ihrem Wert- Sodener /rfcrMÖ Pastillen ge»e» / Hutien, Dvrsentrme. 1. h2 132,9' 97,12' Bergmann Mainkroftwerke . 60,75 116,5 24 März. 25 März. 15. a2-a3 Arzt: 77.4 SO' 16. 17. 18. 19. 29. Td8Xd5 30. Td5-d7 31. Ke7-d6 54,5' 87,5' 89,5* 131,6* 34 77,25* 79,75* Sc3-bl Ld2xa5 Talxbl e2-e4 Ein gewagter 1. d2-d4 2. Sg 1 — f3 3. ?2-g3 149* 93?5 73,5 Devisenmartt Derliu—Frankfurt cl M. Telegraphische Auszahlung. 33,5 4.5 116 54 58,62 15. Lb4-a5 16. Lf5xbl 17. Ta8xa5 18. Tf8-e8 Ke2-d2 Kd2-c3 Aemis gegeben. 132,7* 74,75 Lösung des Problems Ar. 53. Don F. M. Teed. Weih: Davidsohn. Schwarz: Spielmann. 1. d7-d5 2. Sg8-f6 Sch ucken ..... , Siemens & Halske Ädlenverke Jlletjet » . . . Daimler Motoren. ...» Heyligenstaedt ..... Megutn. . . ... Motorenwerke Mann beim Weiß. Weih zieht und setzt in drei Zügen matt. Weiß: 7 Ste-ne Kc8, Dd2, Ld8, e6, Sh8, Bh3, Schwarz: 4 Steine Ke5, Bb5. Bd4, Bf7. Partie Nr. 40. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. -?^^^t3ionSqemeinde. GotteZd. i. d.Shnagoge lSudanlage). Samstag,27.März 1926.Vorabd. 6 30, morgens 9.00. abds. 6.55 u. 7.35. K^k»E?k"-ESdrenst der isr. Religionsgefellschaft. Sabbatfeier, den 27. März 1926. Freitag abds. 6.20. vamstag Dorrn. 8.30, Predigt, nachm. 3.30, Sabbat. oJ?9 7;35, DZochengottesdienst: Sonntag morg. 6.45, Montag morg. 6.00, abds. 6.00. 81,75* 54,12 42,25* 86,12* 88,12* 102,6* 127,7* 130,9 35 43,12* 76.9' 79.9* 84,62 146* 147* 3. h7-h6 lästigen Fesselungszug 3. Lg5 4. Lc8-f5 5. e7-e6 6. c7-c6 7. Dd8-b6 27,9 115,25 57,5 Arzt: „Schlimmes Zeichen." Patient: „Wieso? Ich habe doch eben erst zu Mittag gegessen." 73 90 132.2* 75,9 76 96,9* 90,5* 87,25* 114.2* 50,12 46.4 Letzte Nachrichten. Die Strafanträge im Gießener Kommunistenprozetz. Leipzig, 25. März. (Eigene Drahtmeldung unseres js.-Verichterslaklers.) Im Prozeß gegen die Gießener Kommunisten vor dem Slaaksgerichtshof zum Schuhe der Republik kam heule früh Reichsanwaltfchaftsrat Eichler zu folgenden Strafanträgen: Krausmüller 4 Iahre Zuchthaus und 400 Mark Geldstrafe; Hartmann 2 Iahre Zuchthaus und 200 Mark Geldstrafe; Schneider und Grün je 3LIahre Zuchthaus und je 350 Mark Geldstrafe; Kaiser und Lep- p e r je 2$ Iahre Gefängnis und je 300 Mark Geldstrafe; Bell 2 Iahre Gefängnis und 200 Mark Geldstrafe; Ieschke und Schmidt je Jahre Gefängnis und je 350 Mark Geldstrafe; Belke 2 Iahre Gefängnis und 200 Mark Geldstrafe. Das Verfahren gegen den Angeklagten Volk soll nach Antrag des Reichsanwalts auf Grund des Amncstie- gefehes eingestellt werden. Die Plädoyers werden heute nachmittag erfolgen. Mit der Urleilsver- kündigung ist morgen vormittag zu rechnen. Die Fianchettierung des Königsläufers kommt in der Damenbauernspieleröffnung immer mehr in Mode. 83 54,4* 87.25* 89,75* 29 45 104,75 84 33,5 4,75 115 54 58,62 3 Um jetzt den zu vermeiden. 4. Lfl-g2 5. 0-0 6. c2-c4 7. Ddl-b3 Radioklubs: „Mikrophon l", Vortrag von Dr. P. Lertes: „Das Problem der Uebertragung von Sprache und Musik vom Standpunkt der Akustik". 7.40 bis 7.50 Uhr: Zehn Minuten Umschau über die Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 7.50 bis 8 Uhr: Film-Wochenschau. 8 bis 9.30 Uhr: Uebertragung aus dem Kurhaus in Wiesbaden: Volkstümliches Konzert des KurorchesterS Schach-Ecke. Bearbeite! von W Orbach. 54,75 41,5 86* 88.25* 103* | 128.9 i 132 34,25 44.8 77* 80* 83,5 1 57 I | 76,25 I - 96,5* 90,75* 86,5* 114.2* 50.9* 47,9* 2 nL?1-sb6'f^e4~e5 2* Se8-g7, Kd6 oder e4 3 De6 oberf5+±. 1 Ke4-d3 2. Df7-d5+ Kc3 oder e2 3. La5 oder Ddl-H+. 30. 31. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedakttonSttsch. Seifenkultur. 3m Kindergarten fragt die Lehrerin die Kinder wozu die Augen da sind und erhält osort die Antwort: „Zum Sehen." Dann fragt sie weiter, wozu die Rase da ist, und auch das wird richtig beantwortet. Schließlich fragt sie Jlnojei"^ Mädchen: „Und wozu sind die Ohren da? Das Kind antwortet: „Zum Reinhalten." 3m Lande Fords. „Sieh mal," sagt die junge Mutter voller Stolz und Freude, „Baby lernt laufen I" — „Muß es das wirklich noch lernen?" meint der Vater nüchtern, „heutzutage läuft doch niemand mehr." Die Hauptsache. „Zwei Dinge hindern Sie daran, ein guter Tänzer zu sein," sagt der Tanzlehrer. — „Und das wären?" — „Ihre Füße!" Marmelade. „Wie schmeckt 3hnen die Probe meiner Kürbismarmelade, die ich 3hnen gestern schickte?" ^.Was, das war Kürbismarmelade? Ach das tut mir aber leid. Mein Mann klebt damit feine Briefmarken ins Album." Ausgleich. Diese Kuh hat im vorigen Fahre ein Kalb mit nur drei Füßen und Heuer eins mit fünf Füßen zur Welt gebracht!" „Ra, da stimmt's ja wieder!" Mißverständnis. „Ihr Mann ist schon acht 3ahre im Krankenhaus, ach, Sie arme Frau." „Ru ja, er is doch dort Krankenwärter!" Mißverständnis. Sie leiden also an Rervosität. Sagen Sie, haben Sie Appetit?" Patiernt: „Rein." St. 12 "Äh o Heichrlnak , wdfiw Gespielt in der vierten Runde des 1. Inter, nationalen Panhans-Schachmeister-TurnierS. Damenbauernspiel. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaition des „Gießener Anzeigers". . Problem Nr. 54. Don M. Kennard. 1. Preis in einem Problem-Turnier des „Chess-Journal". Schwarz. a b c d e I g h 3n der richtigen Erkenntnis der Position stellt Schwarz die Dame zum Tausch, da er nämlich in der Beherrschung der Diagonale bl—J17 einen minimalen Stellungsvorteil besitzt. Da Weih seinen isolierten Bauern genügend gesichert hat und Schwarz über keine Mittel verfügt, denselben erfolgreich angreifen zu können, steuert er dem Remishafen zu. 29. Lb3xd5 " - - 1147,7* !148.4* Bücherttsch. ~ ® aal und Ernte. Die deutsche Lyrik um 1925. 3n Selbstauswahlen der Dichter und Dichterinnen. Mit kurzen Eigenbiographien und 0w6»e J&tCorr?Grfe- Herausgegeben und ein- geleitet von Albert Sergel. Deutsches Derlags- haus Bong & Co. Berlin und Leipzig 1924 r rLn gebunden. — Albert Sergei" Kh^vriker, hat hier einen schönens r!tIrr?en,-60° ®clten fassenden Band zusammen- .^"en Querschnitt (um ein sehr mißhandeltes Wort zu brauchen) durch das viel» glredrige weitschichlige Gebäude deutscher Lyrik umS 3ahr 1925 herum, Dies aber ist daS Bet'epi ci besitz i'iber eine recht erhebliche innere Reserve verfügen, desgleichen auch in den Äi'nsoriialbeteilrgungen, die ebenfalls gegenüber dem Vor,cchr im allgemeinen kaum gestiegen sind, tiiren recht starken Aufschwung hat das Wechselge- schäfl erfahren, wohl in Verbindung mit der Lockerung der Krcditrestriktionen durch die Reichsbank, und der Möglichkeit, die Reichsbank in erhöhtem Maße als Rediskont-Institut in Anspruch zu nehmen. Das Liquiditätsverhältnis, das allerdings im Vorjahre gegenüber der Vorkriegszeit außerordentlich günstig war, hat im allgemeinen nicht unerheblich nachgelassen. Lediglich bei der Dresdner Bank, die sich in ihrem Geschäftsbericht besonderer Vorsicht rühmt, hat es sich etwas gebessert. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbertchi des „Gießener Anzeigers"J A. ?1rar^E.furt a- M., 25. März. Es wurden Wetterauer, 27 Mk.: Roggen mlandlscher, 17,75; Sommergerste für Drau» Hafer, inländischer, 19 50 biS l?.5O—18; Weizenmehl in. (0^1^ (©^iai 0) 40,25-40,75; Roggenmehl wwÄ9''0-’* Frankfurter Schlachtviehmarkt. (Eigener Drahtberich, des „©teßenci Anzeigers" ) c Frankfurt, 25. März. Auftrieb: 5 Rinder 5 Kühe, 1533 Kalber, 386 Schale, 540 Schweine Es KHUWpn m mr : Ä lu C r:Jl,n'te Mastkälber 80 bis 86 Mk., mittlere Mast- und beste Saugkälber 70 bis 79; geringere Mast- und aute SaugkL 60 bis 68; geringe Saugkälber 50 bis 58. — Schafe- Ma lammer und Masthämmel 45 bis 50; ger ngere Masthammel und Schafe 36 bis 44; mäßig genährte Sammel unb Schafe (Merzschafe) 24 bis 35- Schweine: vollfleifchige von 80 bis 100 Kilo- gramm 78 b.s 82; unter 80 Kilogramm 75 bis 77- ??" £9? b's 120 Kilogramm 80 bis 83; von 120 bis 150 Kilogramm 78 bis 82 Mk. 145,7* 1 147.7 147,5* , *“■ Geld 4,186 16,78 109,87 20,37 14,71 167,73 16,94 89,58 59,02 112,17 80,62 59,10 12.387 5.82 Zug, welcher den d4-Dauern vereinzelt; vorsichtiger war 19. e3, obwohl auch dann die Chancen auf Seite von Schwarz waren. Berlin, 24 März Amerikanische '.Rotte .... Belgische Noten Dänische Noten ...... Englische Roten........ Französische Noten .... Holländische Noten Ztalienische Noten 1 Norwegische Noten 4100 Kronen Numantsche Noten...... Schwedische Noten . . ... Schweizer Noten....... Spanische Noten Tschechoslowakische Note« .. Ungarische Noten . *, Sch im Aßi «riedberg. E bei die!« Mahtt sich zum Seil im Lebensjahr bered Mg. D ol f brim AvertoaltM oi etaatirat Da Äegicrung W Verbindung gesetzt aus den Grund zu 3n einer zweit Deckler daraus 9000 neue Ste und forderte bau r gelb gestellt« berücksichtigt toeth lagt zu, dah er m postminister vvrste! Die Bnatimge werden bei Satit< bchanbeln das Lande sm 88 wirb zunächst i cingetreten. Wg. Dr. Lei 1913 in der Schulak beschäftigt waren, h sie 10, jetzt 63 Dc LanbesbildungsMic Reihe von Äcamtc imb bic Denkschrift sei noch nicht cinm< gänzlich gemacht toi unzuverlässig stellungen. DerDed entgegen, daß er r was dieser durch , dann die anwefen ausschuifes al# fa tornnt bann auch c Darmstädter L sprechen und wird dauernd von der Li 'Die Ursache der 1l desbildmgsamt, da lerzahl recbtzei: Der verantwertlict Staatsprösib grober Fahrlässig tassung vor den S erläutert dann die Jei. die sich keinesw oern auch aus die 1 Mchulen beziehe: SW WBi* der Redner erk! Zehrer aus der jetzt werden müsite netzt andauernde Ui ^gert, als er daz Wen Partei KL: Ml dort die Vers v geeignet wären Bauernbund weile SVä« s-S«Ä DZL LK stalt L A' I« n°uer Sc6en tt RläaWj der SÄ tz das «tf ?°nate ML Lilien A^'ches '^leöet Aus der Schachwelt. Aljechin holt auf. Semmering-Turnier standen nach der acht^, Runde, nach wie vor ungeschlagen, Rimzo- witsch und ^-artakower. Aljechin, welcher in einem Damenbauernspiel Rubinstein überspielte, zwang seinen starken Gegner durchweine weit- berechnete Kombination im 29. 3uae -zur '^eit- ubetWwitung. Er ftanh in «ÄX rC\ VU machte selbst seinen Gegner auf die Zeitüberschreitung aufmerksain. Aljechin ist damit der Spitzengruppe wieder sehr nahe gekommen. J J Frankfurter Meisterschaft. Turnier um die Meisterschaft von Frankfurt ist dieses 3ahr sehr schwach beseht. Es nehmen daran teil: Dr. Raumann, Gollasch, Ahrend, Sauer, Riemann, Klatte, Bartelt und Holzberger; ungefähr die Hälfte 2. Klasse-Spieler. Den 1. Preis wird entweder Dr. Naumann oder Gollasch gewinnen. Berliner Börfe. (Eigener Drahtberichi des „Gießener Anzeiger-".) Berlin, 25. März. Die erwartete Anspannung des Geldmarktes zum Quartalsultimo läßt immer nock) auf sich warten. Es sieben am offenen Geldmarkt nach wie vor größere Beträge zur Verfügung, die mir unter 5 Prozent anzubringen sind. Diese außerordentliche Flüssigkeit gab der Börse eine Stütze. Demgegenüber blieb die Rtattigkeit der französischen Valuta, die neue empfindliche Baissebewegung an der Neu- yorker Börse und die heute bekannt gewordene Di- videndenlosigtest der Abschlüsse einiger größerer Gesellschaften ohne Einfluß. Am Schiffahrts- 'markt setzten sich die Käufe fort, so daß hier be- merkenswerte Befestigungen eintraten. Sehr reges - Geschäft bestand ferner am Pfandbrief- 7 markte, wo ebenfalls ansehnliche Kurssteigerungen eintraten. Unter dem Eindruck dieser Sonder- 7 bewegung und des leichten Geldstandes lag die Börse während der ersten Stunde allgemein befestigt, nur wenige Werte wichen von dieser Tendenz ab. Verhältnismäßig ruhig verlief das Geschäft am Montanmarkt und an den Rebenmärkten. Das Fehlen zahlreicher süddeutscher Interessenten infolge des katholischen Feiertages machte sich recht bemerkbar. Im D e o i s e n v e r k e h r lag Paris gegen London weiter schwach mit 139,30. Frankfurter Börse. (Eigener Drahtberich' des „G'estener Anzeigers"?» o ?rQ<£.fjurt M-, 25. März. Tendenz: Fest, ■dn der Borsenveranlagung ist eine wesentliche Veränderung nicht zu verzeichnen. Bei ziemlich fester Grundtendenz blieb infolge des Ultimos etwas Glatt st ellungsbedürfnis bestehen, das sich auch heute vereinzelt bemerkbar machte. Hierdurch wurde eine gewisse Unsicherheit ins Geschäft getragen. Die Spekulation, die sich Aktienwerten gegenüber ziemlich zurückhaltend zeigte, legte größeres Interesse für Pfandbriefe an den Tag, die bei zeitweise geradezu stürmischer Nachfrage neue ansehnliche Kurssteigerungen aufzuweisen hatten. An den Slktienmärkten konzentrierte sich das Hauptgeschäft aus S ch i f f a h r t s - und Montanaktien, während die anderen Märkte eher vernachlässigt lagen. Schiffahrtswerte waren um 1 b's 2 Prozent höher, doch konnten sich diese Steigerungen im weiteren Verlaufe nicht ganz behaupten. Am Montanmarkt betrugen die Gewinne l .b'2 Zö Prozent Bankaktien lagen weiter befestigt. Berliner Handel notierten heute nach Abzug der Dividende 148 Prozent. Der Kassa- ür f 1 der Jndustriepapiere unterlag Schwan- kiingen. Die Kursentwicklung war nicht einheitlich. Fest hlelten sich A u t o- u. M a s ch i n e n aktien, auch äc JJÄ0 Aktien wiesen neue Kursavancen auf. Waldhof plus 1 Prozent, Aschaffenburger plus 15 uckeraktien verkehrten schwankend. Deutsche Anleihen lagen sehr ruhig. Von Auslandrenten konnten sich Türken etwas erholen. Der F r e i v e r k e h r blieb nahezu umsatzlos Becker Stahl 45, Becker Kohle 53, Benz 49,5, Entreprise 9,5, Brown Boveri 66, Krügershall 99 Petroleum 73, Rastatter Waggon 18, Ufa 47, Ufra 69,5 Prozent. Der weitere Verlauf blieb ungünstig veranlagt, namentlich im Hinblick darauf, daß man allgemein die Ansülsi vertritt, daß in der Frage des Sieuerkomproinisses eine Annahme des Gesetzes in Aussicht genommen werden könnte. Die Stimmung wurde lustlos, und vereinzelt kam es, da auch das Geschäft recht still wurde, zu Abbröckelungen. Am G e l d m a r k t war die Lage weiter außerordentlich flüssig. Tagesgeld war in großen Posten verfügbar. Monalsgeld wurde zu 6 bis 7,5 Prozent angeboten. Bankdiskonten 5 Prozent, Jndustrieakzepte 6 Prozent. Im Devisengeschäft sieht die neue , Abschwächung des französischen Fran- | ken im Vordergründe. Paris notierte gegen ßon- | don 139,20. Brüssel — London 121,25. London log I gegen Kabel recht fest mit 4,861. Laura Hütte Oberdcdarf . . Hhönis Bergbau • . . . Rhelmtabl . ■ ...*•• NicbcÄ Montan . ... TelluS Bergbau. .. . . Hamburg-Amerika Vaket. Norddeutscher Llovd Sheramische Werke Albtn Zementwerk Heidelberg . Philipp Holzmann . . . 44 i 92,5 73,5 1 90 131,7* 75,75 75,5 77 108 97* ! 91 89 86* 114,5* 50 46,75 30,75 35 Volksbank Darmstadt. Der Geschäftsbericht für 1925 betont das Wiedererstarken der Genossenschaft. Das verflossene 3ahr schließt mit einer Bilanzsumme von 3,25 Millionen Mark ab. Die Geschäftsgut,haben stiegen von rund 66 000 Mk. auf 291 000 Mk.. die Spareinlagen von 78 000 Mk. auf 396 000 Mk., die Depositeneinlagen von 74 000 Mk. auf 597 000 Mk.. die I Bochumer Sntz der Sanierung bedürfe die Derzelius A G. auch ttvch Betriebsmittel, die ihr ebenfalls zur Ver° i fügung gestellt werden. KrÄÄ ' * Berliner Handels-Gesellschaft, »«mffu«- Berlin. Die o. H.-V. genehmigte den bekannten Schohmbrik Herz'. Abschluß für 1925, wonach auf das Kommandit- Sichel, . Kapital von 22 Mill. Mark aus dem Reingewinn 1' von 2 862 401 Mk. 10 Proz. Gewinnanteil ver- ,®Sbri! GagMi ‘' teilt. 139 419 Mk. dem Verwaltungsrat als Tantieme vergütet und 522 982 Mk. vorgetragen werden. täglich fälligen Scheckgelder von 349 000 Mk. auf Iudcrus ....... 850 000 OlTf. Die Umsätze des letzten reinen Vor- Umsch-Lurembürg ’ iriegsjahres sind nicht unwesentlich überschritten. Selsenktrchener Bergwerk». Rach Verrechnung aller Tlnkosten verbleibt ein Apener Bergbau ..... Reingewinn von 41 034 Mk. Reben einer zehn- * *. * prozentigen Dividende sollen 10 000 Mk. für die Vorkriegsspareinleger zurückgestellt werden. ** Schramm & Megerle, Lack» und Farben-Fabriken A.G., Offenbach. Die Gesellschaft, deren Aktien bekanntlich an der Frankfurter Börse notiert werden, schlägt für 1925 7 Proz. (i. V. 4 Proz.) Dividende vor. (A.K. 1085 400 Mk.) 4 BerzeIius" Metallhütten A. G. . „ u> a- der d wurde RK«? MZ??AI-pü,E: der Fusionsvertrag mit der Metallbank und I. G ^arbeninbuftrtc, A.-G. Metallurgischen Gesellschaft, Frairkfurt a. M. ohne Goldschmidt Widerspruch angenommen. Das Vermögen der | MtgcÄw/ric^ Berzelius A. G. geht hiennit ohne Liquidation I Lchcideanstalt i ‘ als Ganzes auf die Metallbank über. Den Der- trag. Eicktrizttäts-Gesellschafi zeliusaktionären wird bekanntlich im Umtausch ”-------- für je 4 Berzelius-Aktien über 100 Mk. eine Aktie der Metallbank über 160 Mk. angeboten. Wie mitgeteilt wurde, kommt die Derzelius A G. durch die Fusion mit der Metallbank aus ihrer schwierigen finanziellen Lage heraus, denn außer sondere an dem Buch, das, was es von den meisten „Anthologien" solcher Art — glücklich — abhebt: Sergel verzichtet auf literarische Einordnung, und, was bedeutsamer erscheint, auf Eigenauswahl und Eigenkritik. Sein Querschnitt will I engt, nicht abhängig von einer „Richtung", vollständig fein, allgemein, umfassend und ausgebreitet, nicht irgendwie beschränkt und einge- Gruppe, Strömung. Rur die Persönlichkeit soll gelten. Der Dichter selbst hat ein kurzes, (vorwiegend biographisches) „pro domo“, hat Selbstkritik, eigene Wahl und hat das Wort. Künstlerische Persönlichkeit, ganz unmittelbar, unvermittelt und unfiltriert, soll sprechen und sich darbieten. Dies ist der feine und eigentümliche Reiz des Duches. Oft schaut man in die paar Worte, die jeder von seinen Versen zu sagen hat, ®fie9eI hinein. Dürftigste, äußer- lichste Tatsachlichkeit steht neben wundersam tie- em Dekenntnis das das geistige Antlitz dessen formt, der die Worte schrieb ... Manche Hamen Itnb neu, manche vielleicht findet man mit Gr- ^ider! - fehlen, die hier fehlen durften. Aeußerer oder innerer r&9 ihr Werk abseits. Am schmerz- ttchsten vermißt man wohl George (der schon und Rainer Maria Rilke, dessen Aussaat die Ernte unserer und einer späteren und späten Zeit zugleich bedeutet. 132 Rundfunk-Programm des Frankfurter Senders. (Aus der ^Radio-Umschau".) ,Ie Freitag, 26. März. Vorm^.ä^ 1 ®lc Stunde der Jugend: ♦Vr 1 Un?- Aufwärts". Vortrag von Direk- 4 20 uV ^"l>er ÜDm 13 2-ahre ab). 4.20 bis 5.45 Uhr: Hausfrauennachmittaa Vro- gramm u. a.: „Arbeitsparende Hanshaltsfübruna du/ch neuenl Wohnungsbau". Vortrag von M amt %7rn»°A Architektin am Siädt Hochbau- amt a. M. 5.45 bis 6.10 Ahr Die 615 bigÖe 4s^sUAr Öe7k-^tieLen . der Günderode. o.45 Uhr. „Eindrücke in Griechenland" ÖOn ^^tor Ehrenberg. 6 45 bis heutige Wirtschaftskrisis als und^^ubstanzverminderung in Industrie S£nöheI und ihre Sanierungsmoglichkeiten" 715 M Diplom-Kaufmann Dr. Leonhard. 7.15 bis 7.40 Mr; Stunde des Südwestdeutschen Brief 4,206 16,86 110,43 20,47 14,79 168,57 17,02 90,02 69,32 112,73 81,02 59,40 12,447 5,87 Frankfurt a.M | Berlin Schliß. t-uhr- Schluh.sAnfang fiur» t'i* fiure Kur» Datum: | 24. 3. 25 3 24 3 25 3 5% Deutsche Rcichsanlclhe 0,390 | 0,385 0,3875 10,3825 4% Deutsche ReichSanleilje . 8'/,°/s Deutsche ReichSanletkre 3®A Deutsche ReichsanleiOe 0,3775 10,3675 0,360 0,37 0,365 0,362.5 0,48 — Deutsche Sparprämieuanlethe 0,220 —. — 0,23 - 4°/0 Preußische Konsole . . . Heften.......... 0,370 0,350 z 0,365 — 37.% Heften .......... 0,330 93,30 0,375 95,5 Dcuftche Wertb. Dollar-Anl. — dtp. Doll -SLav-An»reisna.') 99,6 99,8 4% Zolltürlen......... 5% Aoldmerikaner ... . 10,7 10,95 10,75 — 38,5 38,5 - —- Berliner Handelsgesellschaft Lommerz- und Privat-Bank 134* 148* 154,1* _ 111,5* 112* 130* 111* 112* Darmst. und Naiionalbank 129,5* 130* 130,4* 130,4* Deutsche Bank. . ..... 129,25 130,4* 129,2* Deutsche BercinSbank .... - DiSconto Lommandit . . 125,2* 125,2* 125,7* 125* 94,75 103.5* 95,2.'. 103,7* __ Mitteldeutsche Treditbank. . 103,2* 104* Ocsterreichtsche Creditanstakt 6.8 7 6,75 Wcftbank ......... 0,045 0,045 — — Amtliche Noli runq Amtliche Nolirruna (Selb Briet Geld ! Bries 2mst-. 91011 168,14 168,56 168,13 168,55 Buen.-Lires 1,633 1,637 1,643 1,677 Brff.°Antw 16,81 16,85 16,85 16,89 Ehrtstiania Kopenhagen 89,71 89,93 89,74 89,96 110,09 110,37 110,08 110,36 Stockholm HelftngforS 112,51 112,79 112,48 112,76 10,554 10,594 10,554 10,594 Italien . . 16,86 16,90 16,86 16,90 London. . 20,399 20,451 20,398 20,415 Nenpork . . 4,195 4,205 4,195 4,205 Paris. . . 14.615 14,655 14,68 14,72 Schweiz . 80,73 80,93 80,77 80,97 Spanien. 59,10 59,24 59,06 59,20 Japan .. . *8io de Jan Wien in D-- 1,908 1.912 1.917 1,921 0,606 0,608 0,599 0,601 Ceft. abgest 59,16 59,30 59,18 59,32 Prag .... Bclrrad . . 12,418 12,458 12,418 12,458 7.385 7,405 7,385 7,405 Budapest. . 5,875 5,895 5,875 5,895 Bulparien 3,03 21,325 3,04 3,027 3i037 Lissabon 21,375 21,295 21.345 Danzig. . 80,89 81,09 80,89 81,09 Konst..ntin. Athen 2,13 5,65 2,14 5,67 2,13 5.65 2,14 5,67 Canada. . 4,18 4,19 4,186 4,196 4,255 Uruguan . 4,245 4.255 <245 Banknoten. 8. Db3xb6 8. a7xb6 9. c4xd5 9. e6xd5 10. Sbl -c3 10. b6-b5 11. Tfl-el 11. Lf8-b4 12. Lei -d2 12. 0-0 13. Sf3-e5 13. Sb8-d7 14. Se5xd7 14. Tf6xd7 19..... 16 d5Xe4 20. Lg2xe4 20 Ta5-a4 21. Le4-f5 21. Sd7-f6 22. Telxe8-4- 22. Sf6xe8 23. Tbl-dl 23. Ta4-a8 24. Lf5-c2 24. Ta8-d8 25. Kgl-fl 25. Se8-c7 26. Lc2-b3 26. Kg8-f8 27. Kfl-e2 27. Kf8-e7 28. Tdl-d3 28. Sc7-d5