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Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Monatr-kezugspreir: 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: Schriftleitung 112, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siesten. Postscheckkonto: zranlsurt am Main 11686. Deutschnationaie Kritik. I Eine Ncde des Parteivorsitzenden Hergt. Diele selb, 25. 3on. ($11.) Auf dem Landesparteitag der westfälischen Deutschnationalen sprach Staatsminister a. D. Dr. Hergt über die außen» und innenpolitischen Zukunfts-- ziele vom Standpunkt der Deutschnationalen Dolkspartei. Scheinbar sei das letzte Fahr ein großes Fahr gewesen. Fn außenpolitischer Hinsicht aber müsse man ein völliges Fiasko ans der ganzen Linie feststellen. Es nrüsse einem schaudern vor den zahlreichen verpaßten Gelegen- heilen. Stresemann müsse er zum Vorwurf machen, daß er die ganze Entwickelung, wie sie vor unS liege, mit offenen Augen habe vor sich gehen lassen und daß er niemals soviel Energie irnt> soviel Selbstbewußtsein aufgebracht habe, inn solche Verhandlungen abzulehnen. Hergt bezeichnete es in diesem Zusammenhang als eine Unmöglichkeit, daß ein Minister, und besonders ein Außenminister, zugleich Parteivorsitzender sei. Als Außenminister könne nur ein Fachminister in Frage kommen, schon mit Rücksicht auf das Auftreten dem Ausland gegenüber, wo auch nur Fachminister auf diesem Posten ständen. An der Derttschnationalen Volkspartei übte der Redner Kritik, weil sie ihrem ursprünglichen Programm untreu geowrden sei. Die Deutschnationalen seien während der ganzen sieben Fähre der Typ der zu weit getriebenen Bescheidenheit gewesen. Die Sonderinteressen seien auch bei der Deutschnationalen Volkspartei zu stark in den Vordergrund getreten zmn Rachteil der großen nationalen, christlichen un dsozialen Fdeey, wie sie das Parteiprogramm verkörpere. Die neue Regierung Luther sei republikanisch-demokratisch abgestempelt, sei links orientiert, denn die Drücke zu den Sozialdemokraten hinüber sei zu offensichtlich geschlagen worden. Was man von einem solchen Kabinett zu erwarten habe, müsse aus den Erfahrungen der Vergangenheit heraus vor der Zukunft erschrecken lassen. Die Opposition s- st e l l u n g, die die Deutschnativnalen der neuen Regierung gegenüber eiimdjmen würden, sei die Fortsetzung der geraden Linie, die die Partei bisher verfolgt habe. Fm Gegensatz zu ihrer Haltung in den letzten Monaten werde die Deutschnationäle VoWpartei jetzt positiv kraftvoll vorgehen. Die ersten Anzeichen dafür seien in der bevorstehenden Veröffentlichung eines Wirtschaftsprogramms und in einer Reihe von Anträgen zugunsten des Mittelstandes, in Steuersragen usw. zu erblicken. Hergt sprach sich auch für einen Abbau der Parlamente aus. Er schloß mit der Versicherung, daß die Deutschnationalen zu gegebener Zeit wieder den Eintritt in die Regierung anstreben würden. Neichsangestelltentagung der veutschnattonalen Volkspartei. Berlin. 24. Fan. (V. D. Z.) Fn einer auf der 7. Reichsangestelltentagung der Deutsch- nationalen Volkspartei in Berlin gefaßten Entschließung kommt zum Ausdruck, daß die wirtschaftliche Ursache für die ungeheure Stellenlosigkeit unter den deutschen Angestellten in der Einengung des Lebensraumes der deutschen Wirtschaft durch den Versailler Vertrag zu suchen sei. Von der Regierung wird Schutz des deutschen Arbeitsmarktes, Kündigung des Dawesplanes und Befreiung Deutschlands von den Desahungstruppen verlangt. Desgleichen solle die Reichsregierung den Anschluß Deutsch-Oesterreichs fordern, bevor ein Antrag zum Eintritt Deutschlands in den Völkerbund gestellt werde. Fn seinem innerpolitischen Referat führte Reichstagsabgeordneter Schlange- Schöningen aus, die Wirtschaft könne nicht mehr funktionieren, weil der Staat nicht mehr funktioniere. Er fordert Rückkehr zum konstitutionellen System, Einschränkung der Rechte der Provinzen und Stärkung der Regierungsgewalt des Reichspräsidenten. Ausschußtagimg der 1 Demokratischen Partei. Berlin, 24. Fan. (VDZ.) Der Parteiausschuß der Deutschen Demokratischen Partei trat in Berlin zu einer Tagung zusammen, an der die neuen demokratischen Reichsminister Dr. Külz und Dr. Reinhold sowie auch Dr. G e stier teilnahmen. Fn einem einteitenDen Referat betonte der Parteivorsihende Abg. Koch, an der langen Dauer des regierungslosen Zustandes sei die falsche Handhabung unseres politischen Systems, die die Verhandlungen viel zu sehr den Parteien überlasse, anstatt sie einem führenden Manne anzuvertrauen. nicht ganz ohne Schuld. Der Parteiausschluß. stimmte drei Entschließungen zu, die u. a. Dem Parteivorsitzenden Koch das volle Vertrauen ausfprechen und bedauern, daß die Sozialdemokratie in partei-egoistischer Weise ihre Mitwirkung an der Regierung versagt hat. Die Nachgiebigkeit des Reichskanzlers gegenüber den partikular istifchen Tendenzen der Bayerischen Dolkspartei wird verurteilt. Die Fimenpolitik der neuen Regierung müsse auf dem Boden der Republik und der Rcichseinhstt die durch den Locarnopakt bedingte politische Linie fortsehen. Notwendig sei eine Republikamsierung der Verwaltung und Abstellung der außerordentlichen Mißstände in der Fustiz, den Ilniversitäten usw. Der Geist von Locarno müsse sich vor allem in einer sofortigen und sichtbaren Aenderung des De- Reichsmarine und Revolution 1918. Aus dem Untersuchungsausschuß des Reichstags. Berlin, 23. Ian. (WTB.-Funkspruch.) Im Untersuchungsausschuß des Reichstages über die Ursache des Zusammenbruches von 1918 setzte heute der sozialdemokratische Abg. D i t t m a n n sein Referat über die Unruhen in der Marine fort. Aus den Aeußerungen hervorragender Persönlichkeiten gehe hervor, daß 1917 die Malrosen-Un- ruhen zu einer Waffe gegen die Linkssozialisten gemacht werden sollten. Diese Tendenz beherrschte die ganzen kriegsgerichtlichen Verfahren. Es sollte Anklagematerial gegen die USP., insbesondere die Abg. Dittmann, Haase und Vogtherr, Frau Zietz und diejenigen Personen der USP.-Zentrale gewonnen werden, mit denen die Matrosen gesprochen hatten. Aber mit dem Material der Kriegsgerichtsräte wußte niemand etwas anzufangen. Am 27. August teilte Vizeadmiral Ebbinghaus dem Admiral v. Trotha mit, daß die Parteiführer, auch die Konservativen, erklärt hätten, daß sie auf Grund des vorliegenden Materials ihre Zustimmung zur Verfolgung Dittmanns usw. nicht geben würden. Das sog. Geständnis des Matrosen E a l m u s liest sich wie ein Kinogramm. Er gab an, am 2. August während seines Urlaubes die USP.-Zentrale in Berlin besucht zu haben. Auf der Treppe sei er von Dittmann abgefangen worden und auf der Straße habe Ledebour sich zugesellt. In einer sehr nobel eingerichteten Wo! ung seien sie von drei Offizieren, zwei Feldwebeln, zwei Unteroffizieren und einem Zivilisten erwartet worden. Man habe gegessen und getrunken und dann habe Ledebour den Fall der Marine-Meuterei auseinandergesetzt. Dittmann habe ihm 5000 Mk. für die Organisation an Bord versprochen. Außerdem sollte bei der nächsten Anwesenheit des Kaisers in Wilhelmshafen ein Attentat mit einer Höllenmaschine verübt worden. Ealmus würde 10 000 Mark Handgeld bekommen, für seine Flucht sei alles vorbereitet, nach dem Gelingen des Attentats sollte er noch das Zehnfache erhalten. Die Sache fei dem Ealmus unheimlich geworden, er fei aufgesprungen und habe mit gezogenem Revolver die Anwesenden aufaefordert, den Attentatsplan zu zerreißen. Das habe man auch getan. Bei den folgenden Vernehmungen stellte der Untersuchungsrichter fest, daß Dittmann am 2. August, wo sich die Geschichte mit Ealmus ereignet haben sollte, ebenso wie Ledebour in Schweden geweilt habe. Ealmus hat nunmehr im letzten Sommer in Essen erklärt, Kriegsgerichtsrat Dr. Lösch habe ihm immerfort mit Erschießen gedroht, um belastende Aussagen gegen die Abgeordneten herauspressen zu wollen. Um sich vor dem Tode zu retten, habe er die ganze Geschichte frei erfunden. Als auf Drängen Hindenburgs und Ludendorffs das deutsche Waffenstillstandsangebot herauskam, hätten die Admiräle auf eigene Faust einen Flöt- tenüorftoß gegen England geplant. Das wäre Rebellion, offene Meuterei, wäre Hochverrat gegen die verfassungsmäßige Reichsregierung und gleichzeitig Landesverrat gewesen. Nunmehr rebellierten die Heizer und Matrosen gegen die Rebellion der 'Admiräle. Die Rebellion wurde zur Revolution, sie war der Funke, der im ganzen Reiche und in der Armee die gleiche Explosion hervorrief. Auch N o s k e, der damals von der Regierung nach Kiel geschickt wurde, sei von den Admirälen belogen worden. Wäre die Rebellion auf den Schiffen von der USP. gemacht worden, so hätten die Matrosen in Kiel gewiß nicht Noske zu ihrem Führer gewählt. Der Flottenvorstoß hätte bei der Entente als heimtückisches Verhalten der Reichsregierung gedeutet werden können und die völlige Unterwerfung und Vernichtung Deutschlands hervorgerufen. Vor diesem Schicksal Volk und Land gerettet zu haben, sei das Verdienst der Heizer und Matrosen, die den wahnsinnigen Plan der Admiräle vereitelt hätten. Die Rede des Abg. Dittmann wurde von den zahlreich erschienenen sozialdemokratischen Parlamentariern mit starker Kundgebung ausgenommen. Vorsitzender Abg. Dr. Philipp (Dn.) stellt fest, daß der Berichterstatter bei seinen sechsstündigen sehr temperamentvollen Ausführungen eine Reihe von Wendungen gebraucht habe, die parlamentarisch nicht zulässig seien. (Lebhafte Zustimmung.) Als Korvettenkapitän Lcmaris zu Beginn seiner Ausführungen erklärt, er müsse die von Dittmann gegen die Marineleitung vorgebrachten Vorwürfe entschieden zurückweisen, erhebt sich bei den Kommunisten und Sozialdemokraten großerLärm, die ihm zurufen, er habe nichts zu kritisieren, sondern nur zu widerlegen. Eanaris erklärt zunächst, daß Vizeadmiral von Trotha bewiesen habe, daß bis zum Schluß in der Marine bis auf einige Ausnahmen zwischen Offizieren und Mannschaften ein ausgesprochen vorzügliches und ungetrübtes Vertrauensverhältnis bestanden hat. Kapitän Eanaris sucht dann nachzuweisen, daß die Rädelsführer der Meuterei der Flotte enge Beziehung zu der P1SP. hatten, und daß die von dort ausgehenden Einwirkungen ihnen den Rücken stärkten und ihnen das Material für ihre die Disziplin untergrabene Tätigkeit lieferten. Die Verbindung der Meuterer mit der USP. gehe aus den Akten einwandfrei hervor. Darum muß angenommen werden, daß auch umgekehrt die Mitglieder der USP. Kenntnis hatten von der Absicht der Matrosen, die auf einen Flottenstreich und auf eine gewaltsame Beendigung des Krieges hinausgingen. Anklage und Bestrafung seien wegen vollendeten Kriegsverrats erfolgt. Eanaris weist dann die Behauptung zurück, daß die Todesurteile nicht gerechtfertigt gewesen seien. Der Flottenchef ist mit außerordentlicher Sorgfalt vorgegangen. Er hat eine Entscheidung erst nach längerer Rücksprache mit einem Mitgliede des Reichsmilitärgerichtes gefällt. Kobes habe ausdrücklich erklärt, die i>om „Prinzregenten Luitpold" ausgerückten Leute hätten: ihm einen schlechten Dienst erwiesen, weil die organisierten Meuterer erst in vier Wochen nach der Stockholmer Konferenz schlagfertig gewesen wären. Auf keinen Fall sind die Ausschreitungen in der Flotte auf Provokation durch Spitzel zu- rückzusühren. Die verspätete Absendung des Abschiedsbriefes von Reichpietsch an seine Eltern ist auf ein außerordentlich bedauernswertes Versehen des verantwortlichen Kriegsgerichtsrates zurückzuführen. Der Kriegsgerichtsrat ist seinerzeit gerügt worden. Die Behauptung, daß infolge der Verzögerung eine Begnadigung unmöglich gemacht wurde, ist falsch. Das Gnadenrecht des Kaisers war auf den Flottenchef übergegangen. Er hatte sich nach langen Erwägungen im Bewußtsein, daß von seiner Handlungsweise die Erhaltung des wichtigsten Kriegsinstrumentes, der Flotte, für das deutsche Volk abhing, entschlossen, bei den Rädelsführern, die offene Revolution propagandiert hatten, von dem Gnadenrecht keinen Gebrauch zu machen. Zur Aufklärung der Vorgänge regte Korvettenkapitän Eanaris die Vernehmung weiterer Zeugen an. Als Korvettenkapitän Eanaris unter großer Unruhe fein Referat beendet hatte, fragte der sozialdemokratische Abg. Dr. Moses, ob dieser Korvettenkapitän identisch sei mit jenem Kapitänleutnant Eanaris, der im Prozeß gegen die Liebknechtmörder als Beisitzer fungiert habe und der beschuldigt werde, dem Liebknechtmörder Leutnant Vogel zur Flucht ver- holfen zu haben. Wenn es derselbe Marm sei, dann muffe der Ausschuß es als Brüskierung seitens des ReichZwehrministeriums ansehen, das einen solchen Vertreter bestimmt habe, mit dem man einfach nicht zusammen arbeiten könne. Als Korvettenkapitän Eanaris es ablehnte. sa tzungsregimes auswirkcn und auch dem Saargebiet in kürzester Frist die Möglichkeit geben, in freier Abstimmung feine Zukunft zu bestimmen. Der Parteiausschuß erörterte auch Die Frage der Fürstenabfindung. Ausfchußtagung der MittelftcmdsparLei. Berlin, 24. Fan. (VDZ.) Der Parteiausschuß der Reichspartei des deutschen Mittelstandes hielt in Berlin eine Tagung ab, in der nach längerer Debatte eine Entschließung folgenden Fnhalts angenommen wurde: Die Reichspartei des deutschen Mittelstandes unterstützt die auf einen Preisabbau gerichteten Bestrebungen, betrachtet aber die bisherigen Maßnahmen nach dieser Richtung als verfehlt, weil sie die äl r s a ch e n Der allgemeinen Neuerung nicht berührten. Eine Preissenkung ist nach ihrer Auffassung nur möglich durch Befreiung der werktätigen Schichten von Den Lasten eines übermäßig an geschwollenen Verwaltungskörpers, Befreiung Der Wirtschaft von jeder behördlichen Reglementierung und Damit von Der Zwangswirtschaft auf allen Gebieten des Wirtschaftslebens einschließlich Der Wohnungszwangswirt s cha s t . Wiedereinführung des Leistungsprinzips und Damit Beseitigung des gegenwärtigen Lohn- uni) Gehaltssystems, das Die Löhne herabdrückt und die Leistungen herab- setzt. Deutscher Reichstag. Ein Untersnchuugsausschnß für die Fememorde. Berlin, 23. Fan. Der Reichstag erledigte zunächst die noch ausstehenden Bestimmungen zum Etat für 1926 und geht Dann über zur Beratung des fozialDemokratischen Antrages auf Einsetzung eines Tlntersuchungsausfchufses, Der ,die Femeorganifationen und die mit ihnen im Zusammenhang stehenden Morde und sonstigen strafbaren Handlungen zu untersuchen hat. Abg. Saenger (Soz.) begründet den Antrag. Um die Aufdeckung Dieser Moroe hat sich besonders der preußische Fnnenminister ein großes Verdienst erworben. Drei Tlrsachen haben besonders zur Ausführung dieser scheußlichen Morde geführt, die Verhältnisse in Dar Reichswehr, die deutsche Justiz und die n a t i o n a 11 [t ifqje Hetze. Die femeorganifationen können nur bestehen, wenn sie Kontakt mit einer politischen Organisation haben. Fast durchweg -sind Die Fememörder ehemalige Offiziere oder Feldwebel. Die Fememorde sind in allen Fällen in ganz besonderer Feigheit und Dabei in viehisch-roher Weise d::rchgcsührt worren. Die meisten Der ermittelten Mörder gehören der Schwarzen auf diese persönliche Frage einzugehen, kam es zu stürmischen Kundgebungen der Linken. Man rief „Mörder!", „Helfershelfer!", „Feiger Lunrp!" und der Vorsitzende hatte große Müh', die Ruhe wiederh rzusttllm. Der kommunistische Abg. Dr. Rosenberg beantragte eine Unterbrechung der Sitzung, Damit man vorn Reichswehrministerium einen anderen Vertreter erlangen tonne. Die Abgg. Foel (Z.) und Dr. Bergstraeßer (Dem.» regten an, der Ausschuß möge über diese Frage in einer geschlossenen Sitzung beraten. Diesem Vorschläge wurde zugestimmt. Vorher erhielt noch der Abg. Drüninghaus von der Deutschen Volkspartei das Wort zum Korreferat gegen Dittmann. Der Abgeordnete erklärt, die ganzen Ausführungen Ditlmanns trugen den Stempel, soweit die Verhältnisse in der Marine in Frage kommen, einer durch nichts gerechtfertigten Verleumdung. Die von ihm miedergegebenen Auszüge aus den Akten find lediglich darauf eingestellt, ihn selbst und die USP. zu entlaßen. Es steht fest, daß die Unterredung, die Richpietsch in Berlin mit einigen Abgeordneten der USP.. vor allem mit Dittmann gehabt hatte, der Ausgangspunkt war für jene unglückseligen Verhältnisse. wie sie in der Marinemeuterei von 1917 ihren Niederschlag gefunden hatten. Naiv fei der Versuch Ditlmanns. die Revolution auf das Verhältnis zwischen Offizieren und Mannschaften zurückzuführen. In der weitaus großen Zahl ist das Verhältnis ein außerordentlich Gutes gewesen. Dittmann. dem die Verhältnisse in der Marine vollkommen unbekannt find, hat auch eine Reihe ganz konkreter unrichtiger Angaben gemacht. Die Sammlung der Unterschriftsliften für Stockholm an Bord der Schiffe hat Dittmann als eine ganz natürliche Reaktion gegenüber der neu- gegründeten Vaterlandspartei dargeftellt. Tatsächlich wurden die Unterschriften bereits gesammelt, ehe die Vaterlandspariei existierte. Die Stockhol- mer Konferenz war bereits geschlossen, als die eben genannte Organisation aufkam. Wenn Dittmann weiter ansführr, daß die Hochseeflotte ein gänzlich überflüssiges Kampfinstrumenl gewesen ist, so darf ihm wohl nicht entgangen fein, daß während des ganzen Krieges nicht eine einzige Schiffsgranate auf deutschen Boden gefallen ist. Das Hal man der Hochseeflotte zu verdanken. Qdjarfc. Verwahrung muß eingelegt werden gegen die beleidigende Art, wie Dillmann von' der alten Wehrmacht gesprochen hat. Wir haben den Krieg geführt in dem heißen Bemühen, unserem Vater lande zu dienen. Eine Erklärung des Neichswehrministers. Berlin, 23. Fan. (WTB.) In der heutigen Kabinetlsihung stellte der Reichswehrmini st er fest. Daß Die im ülnlersuchungsaus- schuß des Reichstages gegen den Korvettenkapitän Eanaris erhobenen Beschuldigungen vollkommen unbegründet sind. Der Genannte war nach Ausbruch der Revolution gewählter Beisitzer in einem Verfahren gegen Offiziere, die des Mordes an Rosa Luxemburg beschuldigt waren. Fn Diesem Prozeß wurde Der Oberleutnant Vogel mit Gefängnis bestraft. Als Vogel kurz vor Antritt seiner Strafe die Flucht ergriff, wurde Eanaris der B e i h i l f e zur Flucht Vogels verdächtigt. Eine von Reichswehr Minister Noske veranlaßte gerichtliche LIntersuchung ergab jedoch die völlige Haltlosigkeit dieser Beschuldigung, allein schon aus Dem Grunde, weil Eanaris sich zu der angegebenen Zeil in S ü d De u t schl an D befand. Eanaris blieb daher in feiner Vertrauensstellung beim Reichswehrministerium. Reichswehr an. Deren Mitglieder trugen Reichswehruniform und Den Adler in der Kokarde aber umgekehrt. Dafür zirkuliere die Erklärung: Die Krähe ist abgeschossen. Der schlimmste aller Fememörder sei Der Oberleutnant Schulz. Er war ein Mitglied Der Schwarzen Reichswehr im Reichswehrkommando H. Das schwarze Reichswehrregiment durfte gemeinsam mit der legalen Reichswehr vor dem Reichswehrminister Dr. G e ß l e r und Dem Chef der Heeresleitung v o n Seeckl Parademärsche vorführen. weist auf die große Schädigung hessischer Interessen hin. die eine Aufhebung der Gießener Eisenbahnweristätte bedeute: schließlich folge der Aufhebung der Werkstätten in Hessen der Abbau der Cisenbahn- direktion nach. Finanzminister Henrich erklärt, daß die Regierung alles tun werde, um Schädigungen vom Lande fernzuhalten. Präsident Adelung weist nach der An- nnhme eines entsprechenden Antrages auf die Einmütigkeit beß Hauses in dieser Frage hin. Die Sitzung wirb hierauf geschlossen. Der Präsident teilt noch mit, daß das Haus wahr- fcheinlich am Dienstag in acht Tagen zusammen- treten werde, um noch die Anträge zum Wohnungsbau zu beraten. Der Landtag wird dann in etwa 4 Wochen sich wieder versammeln, um den Staatsvoranschlag zu beraten. Chamberlains Pariser Reise. Paris, 24. Ian. (Havas.) Es scheint sich zu betätigen, daß Staatssekretär Sir Austen Eham- berlain am Mittwoch aus dem Süden nach Pans kommt, von wo er am Freitag die Weiterreise nach London antreten wird. Es ist ist sehr wahrscheinlich, daß er gelegentliche seines Aufenthaltes in Paris mit Ministerpräsident Briand über verschiedene außenpolitische Fragen sprechen wird. Die französische Manzsamerung Paris, 24. Ian. (WB.) Der „Temps" vor- össentlicht den Bericht des Finanzausschusses der Kammer über das Finanzprojekt, das die Mehrheit des Steuerausschusses angenommen fiat und das dem Entwurf des Steuerausschusses der Linksparteien entspricht. Während der D o u rn e r s ch e Entwurf im ganzen 8,8 Milliarden Franks enthält, die sowohl zum Ausgleich des Budgets, als auch zur Amortisierung . der schwebenden Schuld und Rückzahlung der von der Bank von Frankreich an den Staat geleisteten Vorschüsse bestimmt waren, ^zweckt der Gesetzentwurf des Finanzausschusses im wesentlichen nur den Ausgleich des Budgets. Er sieht zur Deckung des voraussichtlichen Defizits von rund 4,2 Milliarden Einnahmen in Höhe von 4,370 Milliarden vor, die sich wie folgt verteilen: Einsparungen 500 Millionen, Einkommensteuer 900 Millionen. Besteuerung der Börsenoperationen 200 Millionen. Erportsteuer 720 Millionen. Erhöhung der Tabakpreise 500 Millionen, Kriegsgewinnsteuer 150 Millionen, Besteuerung von Oel, Benzin und Alkohol 350 Millionen. Erhöhung der Poft-. Telephon- und Telegraphengebühren 200 Millionen. Autosteuer 50 Millionen, verschiedene Einzelsteuern, darunter für Versicherungsverträge und Par- sümeriewaren 195 Millionen, von den Behörden zu vereinnahmende Gebühren und Stempelsteuern 80 Millionen, Kaffee- und Salzsteuer 85 Millionen, Erbschaftssteuer 400 Millionen. Der Entwurf des Finanzausschusses sieht außerdem die Schaffung einer autonomen AinortisierungSkasse vor, die mit der Tilgung der schwebenden Schuld beauftragt werden soll. Der Entwurf sieht feine besonderen Einnahmequellen für die Amortisations- kasse vor, sondern weist ihr die äleberschüsse airs dem allgemeinen Budget nach erfolgter Abrechnung zu. sowie Stiftungen, die ohne bestimmte! Zweckangabe dem Staate vermacht werden, ferner den Erlös aus dem Verkauf von Häusern, die dem Staate gehören, sowie der Ertrag von später zu bestimmenden Lotterien uub ähnliches. Teuerungskundgebungen in Frankreich. Marseille, 25. Ian. (Havas.) 2000 Beamte und staatlich? Angestellte haben hier gegen die Teuerung protestiert and für 1926 die Einführung einer je nach den Schwanlungen des Frankenkurses beweglichen Gehalts- skala beantragt. Dieselbe Forderung haben auch die Liller Beamtenverbände gestellt. Der Kampf gegen die deutsche Sprache in Südtirol. München, 23. Ian. (WTB.> Aus Innsbruck wird gemeldet, daß der Pfarrer Josef Gasser in Altrei nad) einem Verbot der Regierung, in der Schule Religionsunterricht zu "erteilen, von dem Dekan von Caoalese ersucht wurde, den Religionsunterricht in der Kirche in deutscher Sprache zu erteilen, da die Kinder Altreis vom italienischen Religionsunterricht nichts verständen. Als der U n - ter prüf eft Prandi von der Erteilung des Religionsunterrichts in der Kirche hörte, schrieb er dem Pfarrer, daß der Unterricht in der Kirche offenbar zu dem Zweck erteilt werde, um durch Deeinflussung des schwachen Geistes der Kinder e, n an ti-italienisches Werk zu tun. Der Pfarrer wurde in dem Schreiben aufgeforbert, den Unterricht einzuste 11e n. Ein königliches Dekret vom 17. Januar be- stlmmt. daß in denjenigen Elementar schulen der neuen Provinzen, die nicht vollständig italienisiert siird, kein Schüler in eine höhere xlaffe versetzt werden kann, wenn er nicht e i n Examen in her italienischen Sprache besteht. Zu diesem Zwecke muhten mindestens fünf Tlnterrichtsstunden im Italienischen innerhalb des Normalstundenplanes erteilt werden. Cardinal Mercier Brüssel. 23. Jan. (Wolff.) Der Erzbischof von Mechcln, kardinal Mercier, Primas von Belgien, ist heute seinem schweren krebsleiden erlegen. Der Leichnam wird in der, Kathedrale $f (Bitbule aufgebohrt. Die Beisetzung in Mrcheln erfolgt auf Staatskosten. Der nun aus dem Leben Getretene war einer öer glühendsten belgischen Patrioten, zugleich die Seele des Widerstandes des belgischen Volkes gegen die Besetzung durch die deutschen Truppen und einer der Eckpfeiler der antideutschen Propaganda. Sein unversöhnlicher Haß gegen Deutschland, seine entschiedene Stellungnnl - für die Sache des belgischen Volkes während dec Besetzung hat den Kardinal, der schon vor dem Kriege dank seiner hohen kirchlichen Wurde und seiner bedeutenden philosophischen Werke einer der angesehensten Männer Belgiens war, zum belgifdjen Nationalheros gemacht, dem einzigen in der kurzen Geschichte Belgiens, dein einzigen, den Wallonen und Vlamen gleichermaßen arterienen. Der verstorbene Kardinal war 1851 als eobn eines Pächters geboren, wurde nach Beendi- gung seiner Studien Professor der Philosophie an öer Universität Löwen, 1906 Erzbischof von Me- cheln und Primas von Belgien, ein Jahr später Kardinal. vor neue» Winren iit China. Eine Drohnote Rußlands. ü c 1‘ a u , 23. Jan. (WB.) Tschitscherin richtete an Tuanschiyui eine Note, die innerhalb drei Tagen erstens die vollständige Wiederherstellung der Ordnung in der Mandschurei, zweitens die D u r d) f ü I) r u n g des Vertrags und drittens die Freilassung Iwanows, des Leiters der ostchinesischeit Balm verlangt. Die Note schließt: „Denn die chinesische Regierung aus irgendwelchen Gründen außerstande ist, eine friedliche Lösung der Frage zu gewährieisten, so bittet die Sowjetregierung die chinesische Regierung, ihr die (Erlaubnis zu geben, mit eigenen Kräften die Durchführung des Vertrags und den Schuß der beiderseitigen Interessen sicherzustellen." Aus Befehl dec- reon'riionive i Konnte:s sind Die russischen Truppen i.ni fernen Osten erheblich vermehrt worden. Die Eisenbahnverbindung zwischen Wladiwostok und Eharbin ist unterbrochen. Tfchangtsolin drahtete der Zentralregierung in Peking, daß er gegen jedes Kompromiß mit den Sowjetleuten sei und fordert die Abberufung des russischen Verwalters der chinesischen Ostbahn. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind sehr gespannt. Eine Erneuerung des Bürgerkrieges steht unmittelbar bevor. Die Truppen Fengyusiangs gehen seit zwei Tagen nördlich von Tientsin in der Richtung auf Lan° chow vor, wohin sich eine mandschurische Streitmacht auf dem Marsche befindet. Nach weiteren Nachrichten soll sich Wupeifu von Hankau her auf dem Marsch befinden, um sich mit Tschangsolin zu vereinigen und durch umfassende Bewegung die Streitkräfte Fengyusiangs zu vernichten. Die Bahnlinie Peking—Hankau und Peking—Mukden ist unterbrochen. General Fengyusiang hat seine Abreise nach Moskau verschoben. Aus aller Welt. Unterschlagungen bei der Kasseler Stadtverwaltung. Durch einen merkwürdigen Zufall" ist eine große Anzahl von Unterschlagungen beim E l e k t r i z i - t ä t s w erk in KasseI aufgedeckt worden, die fast k'N Jahr zurückreichen und die Höhe von etwa 12 000 Mark erreichen. Ein Bureauhilfsarbeiter, der die Liste der Großabnehmer zu führen hatte, fälschte, um für seine kostspieligen Nebenbeschäfti- gungen Geld zu haben, die Unterschriften seiner Vorgesetzten, stellte Quittungen aus und ließ das Geld in seinen Taschen verschwinden. Der Bote, der die Zähler ablas und bas Geld eintaffierte, wurde mitverhaftet. Zwei Kinder verbrannt. In ilnterro6c (bayr. Schwaben) brannte in der Rächt zum Sonntag das Anwesen eines Hofbesitzers nieder. Eine zwölf- und eine vierjährige Tochter kamen in den Flammen um. Als Brand st ifter wurde ein Handwerksbursche verhaftet. Drei Kinder ertrunken. Düsseldorf, 25. Januar. (WTB. Funk- spruch.) In Ratingen spielten gestern nachmittag 5 Kinder im Alter von 5 bis 7 Jahren in einem Steinbruch. in dem sich Wasser befand. Als die Kinder das dünne Eis auf dem Wasser betraten, brachen sie ein. Zwei von ihnen wurden in erstarrtem Zustande aus dem Wasser gezogen, die übrigen drei nur als Leichen geborgen. Eisenbahnwagen als Mahnungen. Die Stadtverwaltung von Wiesbaden hat eine Anzahl ausrangierter Eisenbahnpersonenwagen von der Karlsruher Eisenbahndirektioir an gekauft. Diese eignen sich besser als die zum Ankauf in Aussicht genommenen Baracken für Rotwohnungen und stellen sich viel billiger. Ein Wagen kostet 300 Mk.. mit den Transportkosten nach Wiesloch 360 Mk. Die Wagen werden auf fester Grundlage in Form eines Hofes zu- sam mengest eilt und ergeben 10 Wohnungen, die 9600 Mark Kosten verursachen. Cs haben sich schon 48 Familien um diese Wohnungen bewor-- ben.. Der Bürgerausschuß erklärte sich mit dem Ankauf der Eisenbahnwagen und der Einrichtung derselben als Rotwohnungen einverstanden. Wettervoraussage. Roch meist bedeckt, westliche bis südliche Luft- strömuna, milder, noch vielfach Riederschlage oder Rebelbildung. Der Wirbel über Skandinavien ist abgezogen, doch greift der nachfolgende bereits mit Ausläufern bis nach dem finnischen Meerbusen über. Die Temperaturen liegen in Mitteleuropa schon durchweg über plus 2 Grad Celsius. Mit weiterer Erwärmung ist zu rechnen. Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 5.4, Minimum minus 0,9 Grad Celsius. Riederschläge: 4.2 Millimeter. Heutige Morgentemperatur: 2,2 Grad Celsius. Aus der Proviuzialhauptstadt. Gießen, den 25. Januar 1926. Vsm Provmziakausschuh. Die Lürgermeisterwahl in Burkhards. Zn Burkhards fanden im Jahre 1925 zwei Dürgerrneist erwählen statt. Bei der ersten Wahl am 14. Juni erhielten der Bürger- meister Heinrich Kneipp II. 141 Stimmen, sein Gegenkandidat Wilhelm Kunkel 140 Stimmen. Zwei Stimmzettel waren ungültig. 'Der Kreisausschuh des Kreises Schotten hob am 7. Juli 1925 die Bürgermeisterwahl wegen vorgekom- mcner Wahlbeeinslussungen auf. Bürgermeister Heinrich Kneipp II. hatte dann gegen dieses Urteil Berufung an den Provinzialausschuh verfolgt, die jedoch einige Zeit danach zurückgenommen wurde. Bei der am 27. Septenrber stattgehabt en zweiten Wahl entfielen auf Bürgermeister Heinrich Kneipp II. wiederum 141 (Stimmen, während sein Gegenkandidat Kunkel 142 Stimmen erhielt. Auch diesmal wurden zwei Stimmzettel von der örtlichen Wahlkoimnission für ungültig erklärt. Diese (Stimmzettel enthielten im Druck den Namen des Heinrich Kneipp II. Das Beizeichen war aber von H. auf III. abgeändert. und die Stimmzettel wiesen über dem Namen braune Flecken auf, die möglicherweise durch Aufgießen von Kaffee verursacht sein konnten. Gegen diese Feststellung der Wahlkommission verfolgten innerhalb dec dreitägigen Ossenlage- frift der Wahlakten Bürgermeister Heiirrich Kneipp II. und Parteigänger von ihm Einspruch und begehrten, daß die beiden Stimmzettel für gültig erklärt und zu Gunsten des Bürgermeisters Heinrich Kneipp II. gerechnet würden. Sie begründeten den Einspruch damit, daß cs in der Gemeinde nur eine Person mit dem Namen Heinrich Kneipp gäbe und die betreffenden Wähler sicherlich in Llnkenntnis darüber, ob dieser das Deizeichen II. oder Hl. führe, das Deizeichen von H. auf III. geändert hätten. Wenn diese zwei Stimmen dann den 141 Stimmen zugezählt toür- ben, sei der bisherige Bürgermeister Heinrich Kneipp II. wiedergewählt. Der Kreisausschuh Schotten vertrat die Ansicht, dah die beiden Stimmzettcl von der Wahlkommission zu recht für ungültig erklärt worden seien, insbesondere, weill die Person des Gewählten nicht unzweifelhaft zu erkennen war, denn einen Heinrich Kneipp III. gibt es in Burkhards nicht. Wenn die beiden Wähler den bisherigen Bürgermeister Heinrich Kneipp II. hätten wählen wollen, so hätten sie t ?n gedruckten Stimmzettel -unverändert abgeben ■mii-T Gegen dieses Erkenntnis verfolgte der bisherig.- Bürgermeister Kneipp wiederum Berufung an den Provinzialausschuh mit dem Eintrag, das Kreisausschnhurteil auszuheben, dis 6^ ti 116 n. U"i tffiS Idtung von - ti'“? Tage hat J hrrE't'" .u Mck 0 jjft unh'tan? bis seht "BI Lochen, so 0 nxnsergeM Die Msserla malen W " Star Mona—Iran Ilhr Dormiltaj mit gut 1 tu ordentlich stör jung eines Ra bei Mona jui Heisenden mit bürget Ftühpi natürlich ans. 0 Rrie mer'und ß.i sinanzmimsteri ä aller antoeik beilnchmern, i M 25 v. H- ei aus die tatlä eine Erhöh betrags in schrankung M samten steuerst 'ah der @rtr iriegsbeschädig sür die erhöht, das Tragen v von Kleidern erwachsen und sozialen Ausg ’• Reue larten be bxuar wird n alten Lichtbil Iihmenmustc wird ton bt; AWr ton 5i lil'et für die Messung von ‘ dürfen nur ai Mellt sein. 5 Person muh fe Zeitkarte Aadmen befih- Lichtbilde auch _ " Do b otücke? Dir seinerzeit gern Stenge gexrch Ringern Um| anltemcnl Men 64000» ®ie Auspräm Huschneveni: Münzer 6>n-unb Aussauaw ^beschleunige, War Dvrti in srd buchte bet U berufen A- ßubfcig ■ y. ®nlti ochlenstver/es Nefwe A Tegensahe und 3o! ?ön lich vorbei SjXt Reite . , bot btt lii' JJjuftlbe Sich Zischt Z ? und £ dann »in.. KL A- 'Ä daVKen von Ä LU S i ä mer fnijieU n der btt9 läÄ ibt flnbet Sl? Stkkj,- fiV0 ■ Miuteren SÄ r Welt. '"?e"" $1 h,1“6' S*4‘ 55 Sä -S« i*Äsa ' crtrunlrn. *™ to-MS-g M öünnc Eis auf dem 1 lie em. Zwei von cm ^stände aus dem mgcn drei nur a(g ils Wohnungen. i von Tßieibabcn hat ter Eifenbihnperfvnen- lhn Sifenbafjnbiretfmn nen sich besser als die genommenen Paraden stellen sich viel billiger, llk.. mit den Transport- M Die Wagen werden Sonn eines Hofes zu- den 10 Wobnungeo, die Ursachen. Es haben sich )iese Wohnungen bevor- uh erklärte sich nut dem igen und der Einrichtung ungen einverstanden. raussage. festliche bis südliche Lust- elsach Niederschlage oder löinavien ist abgezogen, nbe bereit- mit 'M* irischen Meerbusen über, v in Mitteleuropa schon drad EelsiuS. Mit tvei- a rechnen. eraturen: Mar>mum 5,4, ad Eelsius.Äiederschlägei ' Morgentemperalur: 2,2 izialhWtstaöt. den 25. Januar 1926. lialausfM ahl In Burkhards. o.M in> 2ahre M vah len statt. De^dtt i erhielten der Durger^ ö H 14t Stimmen, W Lntel 140 Stimmen. Rotten hob am - '■ tLht wegen vorgeM )[ entfielen al^ »•iäffün "s egenkandwa »wri ) ^^^InÄonnniHion örtlichen Md des ab- »ö^^-.'möalicherlv^ auf, iein tonn' E^ÄOsseE -LS-ZÄ ÄS , üamü, Mnen ÄjA* glimmen Steiff c”.?/ ! HrtNklch Dit beiden für ungültig erklärten Stimmzettel für gültig zu erklären und die Bürgerineist erwähl HU bestätigen. Der Provinziolausschuß schloß sich in ferner Sitzung vom Samstag der Stellungnahme des Verwaltungsgerichts in der 1. Instanz an und wies die eingelegte Berufungkostenpflich- tig zurück. lieber die weiteren Verhandlungsgegenständo merken wir morgen berichten. Bornotizen — Tageskalender für Di0ntag: Uofje» lund-Schulc für Körperbildung: 8 Uhr Kathol. Vereinshaus. Gymnastikvorführung. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Bismarck". ri. Universitätsprofessor D. Dr. Frick, der Vertreter der systematischen Rheologie an unserer Landesuniversität, ist dieser Tage wohlbehalten aus Sintert ta zurückgekehrt, wo- l.in er gleich anderen deutschen Professoren zur Abhaltung von Vorlesungen und Vortragen berufen war. — Am 20. Februar wird in gleicher Mission der Geh. Kirckenrat Professor D. Dr. Krüger von hier nach Amerika abreisen. ** Der Wetterumschlag der letzten Tage hat am Samstag und gestern der Schnee- herrlichleit in unseren Straßen arg zugeseht. Die weiße Pracht ist hier zum größtey Teil bereits zu Wasser geworden. Dagegen liegt draußen im Feld und in den Wäldern der Schnee noch fast unverändert, obwohl auch dort die Temperatur-Erwärmung ihren Einfluß allmählich gellend macht. Erfreulicherweise geht das Tauwetter bis jetzt nicht so stürmisch vor sich wie vor einigen Wochen, so daß man diesmal von einer Hoch- nxassergesahr zum Gluck nicht zu berichten hat. Die Wasserläufe haben noch sämtlich ihren normalen Statrd. '** Starke Zugverspätung. Der D-Zug Altona—Frankfurt, der fahrplanmäßig um 8.02 Uhr vormittags hier ankommt, traf heute früh erst mit gut Inständiger Verspätung ein. Die außerordentlich starke Versäumnis war auf die Entgleisung eines Rangierzuges auf Bahnhof Langenfelde bei Altona zurückzuführen. Ab Gießen wurden die Reisenden mit einem Vorzüge befördert. Die Hamburger Frühpost blieb infolge dieser Verspätung natürlich aus. Q Kriegsbeschädigte Arbeit neh- m e r und Lohnst euerabzug. Das Reichs- finanzministerium hat, wie wir Horen, die Finanzämter anweisen lassen, den kriegsbeschädigten Arbeitnehmern, die rentenberechtigt, also mindestens um 25 v. H. erwerbsbeschränkt sind, ohne Rücksicht auf die tatsächlich erwachsenen Werbungskosten eine Erhöhung des steuerfreien Lohnbetrags um den Hunderisatz der Erwerbs be- schränkung zuzubilligen. Diese Erhöhung deS gesamten steuerfreien Lohnbetrags um den Hundert- sah der Srwerbsbeschränkung soll einmal die Kriegsbeschädigten Arbeitnehmer schadlos halten für die erhöhten Aufwendungen, die ihnen durch das Tragen von Prothesen, raschere Abnutzung von Kleidern und Wäsche, erhöhte Fahrkosten erwachsen und nebenher ihnen auch noch einen sozialen Ausgleich bieten. ** Reue Lichtbild rahm en für Zeitkarten bei der Eisenbahn. Ab 1. Februar wird neben dem in Verwendung bleibenden alten Lichtbildrahmen für Zeitkarten ein neues Rahmenmuster eingeführt. Der neue Rahmen wird von -den Fahrkartenausgaben gegen eine Gebühr von 50 Pfennig ausgegeben. Die Lichtbilder für die neuen Rahmen müssen eine Abmessung von 7 auf 4,5 Zentimeter haben und bürfen nur aus lichtdurchlässigem Papier her- gestellt sein. Die durch das Lichtbild dargestellte Person muß ohne Kopfbedeckung ausgenommen sein. Zeitkarteninhaber, die noch brauchbare alte Rahmen besitzen, können diese mit dem seitherigen Lichtbilde auch weiter verwenden. ' " Wo bleiben die neuen 5-Mark- Stücke? Die neuen 5-Mark-Stücke, die, wie wir seinerzeit gemeldet haben, bereits in größerer Menge geprägt wurden, sind )3i8 Zetzt nur in geringem -Umfange in den Verkehr gelangt, da sie anscheinend gehamstert werden, dm ganzen sollen 6 400 000 5-Mk.°Stücke hergestellt werden. Die Ausprägung kann aber zur Zeit in nicht allzuschnellem Tempo vor sich gehen, da die staatlichen Münzen zunächst noch größere Mengen Ein- und Zweimarlstücke Herstellen müssen, um den Aufsaugungsprozeh der Rentenmarkscheine zu beschleunigen. Vis jetzt sind in Berlin 700 000 Stück Fünfmarkstücke geprägt worden. " Vortragsvereinigung Gießen. Einen in jeder Hinsicht genußreichen Abend brachte der Film- und Lichtbildervortrag „W a n- derungen durch Vorweg en", den Prof. Dr. Ludwig Brühl. Küster am Institut und Museum für Meereslunde an der ilniDerfität 'Berlin, am Donnerstag in der vollbesetzten Aula hielt. Einleitend sagte der Redner viel Beachtenswertes über die Art und Weise, wie man heute fremde Länder bereift, und wie man sie im Gegensätze hierzu bereifen sollte, um dem Land und Volk wahrhaft gerecht zu werden, wie man sich vorbereiten sollte, um dauernden Gewinn von der Reife zu haben. 3n dem ersten Haupt- teil bot der Vortragende, immer unterstützt durch instruktive Lichtbilder, übersichtliche Skizzen und schematische Zeichnungen, einen Äeberblick über Lage und Größenverhältnisse Norwegens und dann eine ausführliche, hochinteressante Darstellung seiner geologischen Vorgeschichte, deren Kenntnis d?m Beschauer der schönen Landschasts- at'fnahmen ungemein nützlich wurde. Es eröffnete sich dem Lauschenden das Verständnis dafür, wie seit grauer Vorzeit die Gletscher arbeiteten, baä ,-acfige Land modellierend und nivellierend: man lernte begreifen, wie die Gletscherseen entstanden, wie die hohen Bergkuppen infolge ihres Heraus- ragens aus dem urzeitlichen Eise dem Gletscher- schliff entgehen konnten, älebrigens trägt heute das Landschaftsbild nur an verhältnismäßig wenigen Stellen alpinen Charakter: die Gefilde von Jotunheim gehören hterher. Weiter wurde die Entstehung der Fjorde, der Schären, der der Küste vorgelagerten hutartigen Inseln in lehrreichster Weise vorgeführt: und dann erfuhr der Hörer noch mancherlei über die üppige Vegetation und die Tierwelt des Landes, über das Renntier, über die für Norwegen so charakteristischen wilden Cntenarten, über den Fischreichtum der Gewässer, die Dorsche. Heringe und Sprotten, von deren Fang und Verarbeitung der größte Teil der Bevölkerung lebt, während die Ausnutzung der überaus reichen Wasserkräfte des Landes in maschinellen Betrieben infolge der Ersparung menschlicher Arbeitskräfte leider weiten Kreisen des Volkes die Erwerbsmöglichkeit zu entziehen angetan ist. Nun folgte die eindrucksvolle Beschreibung eines Ausflugs in die Gebirgswelt von Oslo aus, die vor allem das ausgezeichnete Wegesystem des Landes und die technischen Leistungen beim Bau der das Gebirge durchquerenden und die Fjorde umsäumenden Eisenbahnen zu bewundern Gelegenheit gab. Reizvolle Bilder stritten hier mit dem anregenden Plauderton des Redners um die Wette. Ein Film zeigte noch die malerischsten Landschaften und bot Anlaß zu noch so manchen bedeutsamen Mitteilungen über Land und Leute. Bemerkun- gen über das Klima — infolge der Wirkungen des Golfstromes sind die klimatischen Verhältnisse günstig trotz der nördlichen Breites —, ferner über den nordischen Himmel mit der charakteri- tischen Mitternachtssonne leiteten über zum zweiten, kleineren Teil des Vortrags, der sich mit dem Wintersport in Norwegen befaßte. Abwechslungsreiche Filmbänder führten hier den Betrieb des Schiittschuhlaufs, des Rodelns, des Schneeschuhlaufs in Spitzenleistungen sportlicher Weltmeister vor: das Sprungrennen auf Skiern mußte besonderes Staunen Hervorrufen. Für die fesselnden Ausführungen und ihre treffliche bildliche Verlebendigung, welches beides die vorrückende Zeit vergessen ließ, zeigte sich das Publikum dankbar und konnte dies in herzlichem und reichem Beifall am Schluß des Vortrags bekunden. -g ** Der Goethe-Bund veranstaltet am gestrigen Sonntag wieder einen chessenabend. Herr Karl H e r g e n r ö t h e r aus Gießen erfreute die Mitglieder lind Gäste mit seinen von kernigem Humor durchtränkten Vorträgen und Darbietungen. Wer Sinn hat für unsere oberhessische Stammes- art, bie Hergenröther in ihren mannigfaltigen Aeußerungen den Hörern aufs trefflichste vorführte, konnte hier ein paar schöne Stunden gemütvollen Ergötzens genießen. ** Erledigte Schulstellen. Erledigt ist eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in chattenrod, Kreis Gießen. Dienstwohnung ist vorhanden und frei. ** Auftrieb auf d e m heutigen Frankfurter Schlachtvieh markt: 320 Ochsen, 27 Bullen, 718 Färsen und Kühe, 345 Kälber, 238 Schafe, 3778 Schweine. Turnen, Sport und Spiel. (Bautag für das Volksturnen im (Bau Hessen, D. T. c. Gießen, 24. 3an. Für den heutigen Sonntag hatte Turnwart W. Luckhardt- Marburg die Turnwarte für das VoÜsturnen im Hessengau nach Gießen zusammengerufen, um hier auf dem Gautag für Volksturnen dieses wichtige Gebiet des Turnens zu behandeln. Zn der Turnhalle des M. T. V. (Oberrealschule) wurd^ zunächst praktische Arbeit geleistet. Gau- Wart Luckhardt gab die Grundlagen und behandelte in eingehender Weise den Lauf, an- gefangen von den Vorübungen bis zum Ablauf und Ziellauf. Die einzelnen Läuse. Kurzstrecken, Mittel- und Langstrecken, sowie die Staffeln wurden behandelt. Den Stoß, eine Hebung, deren Einübung und Behandlung noch immer nicht genug Beachtung geschenkt wurde, behandelte Bezirkswart Beck- Nidda. Zn das Wesen des Sprunges führte Turner Langsdorf- Bad-Nauheim ein, der auch in recht anschaulicher Weise den Wurf (Speer und Diskus) behandelte. Auch dem Kampfrichterwesen wurde Beachtung geschenkt und hierin in verschiedenen Fragen aus der Teilnehmerschaft heraus gestellten Fragen Aufklärung gegeben. Danach fand noch eine recht anregende und fruchtbringende Versammlung statt. Gauwart Luckhardt gab eingehenden Bericht über seine Tätigkeit im Gau und die dieses Jahr im Gau und Kreis vollbrachte Arbeit. Die Gausport- kämpfe, die in Marburg statfanden, zeigten gute Ergebnisse. Ebenso waren die Leistungen auf dem Kreisfest in (Sieben recht gut. so daß sogar Gauangehörige auf den Deutschen Meisterschaften in Leipzig erfolgreich teilnahmen. An der Versammlung nahm auch Gauoberturnwart Will teil. Für den 1. Bezirk gaben Luckhardt- Marburg, für den 2. Bezirk Walter- Treis, für den 3. Bezirk Beck -- Nidda, für den 5. Bezirk Gabler- Friedberg, für den 6. Bezirk 2 0 st - Frankenberg eingehende Berichte, aus denen besonders der 3. Bezirk (Hungen-Nidda-Schotten) durch sehr gute Beteiligung und Leistungen hervorstach. Für das kommende Jahr wurden die Frühjahrswaldläuse auf den 18. April festgelegt. Während im Frühjahr die Bezirke die Veranstalter sind, wird im Herbst ein Gauwaldlauf ftattfinfccn (3. Oktober). Die Will-Staffel wird alljährlich am Vorsitzendentag im Oktober gelaufen, weil dann die Führer der Gauvereine zusammen sind und die Erinnerungen an die Sache hochgehalten werden. Besondere Beachtung wurde dem Gauvolksturnen (Gausportkämpfe) geschenkt, das nach dem Beschluß des Vorsitzendentages und Gauturnausschusses mit dem (Saufeft in Nidda stattfinden soll. Aus verschiedenen Gründen konnte sich die Mehrzahl der anwesenden Vertreter diesem Wunsche nicht anschlietzen. Es wurde auf Antrag von Turner Langsdorf -Bad-Nauhcim beschlossen, wenn möglich diese Gauveranstaltung besonders durchzuführen. Nach der Erledigung verschiedener Angelegenheiten turnerischer und verwaltungstechnischer Art beschloß ein frisches Turnerlied die Turnerzusammenkunst. Handball. In der Vorentscheidung um die Bezirksmeisterschasl von hessen-Südhannover bezwingt $. L. Wetzlar die Polizei Kassel 3:2 (1:1). tz. Es kam, wie wir es in unserer Vorbesprechung vorausgesehen hatten. Die Jugend gab den Ausschlag zugunsten der Wetzlarer. Im Verlaufe des Kampfes zeigte sich aber bei dem Lahnkreismeister auch das systemvollere Spiel. Es ist einwandfrei festgestellt, daß F. E. mehr Torchancen herausarbeitete als der Altmeister. Zudem fanden sich die Wetzlarer mit dem nassen Boden (fast der ganze Platz glich einer großen Pfütze) besser ab. Unter Berücksichtigung aller Faktoren muß man den Lahnvertreter als durchaus verdienten Sieger bezeichnen. Das Spiel begann pünktlich um 11 Uhr vormittags unter der Leitung von Thomas, Tura- Kasfel, auf dem Hofe der Polizcikaserne. Nach wechselvollem Spiel, bei dem die Wetzlarer leicht im Vorteil sind, gelingt Paulus der Führungstreffer mit einem scharf placierten Wurf. Kurz vor Halbzeit kann der RA. Becker von der Polizei einen Schrägwurf anbringen, der die Torlinie nicht einwandfrei überschreitet, aber gewertet wird. Nach der Pause ist es wieder der F. C., der mehr und bessere Chancen herausarbeitet. Wieder bringt Paulus mit gutem Wurf den Lahnkreis in Front. 2:1. Pape, der sonst bei der Polizei das Tor hütet, stürmt heute Mitte und zieht durch Verwandlung eines haltbaren Freiwurfs gleich. 2:2. Wiederholt vorgetragene Angriffe und ständig zunehmend überlegenes Spiel der Wetzlar nützt der junge LA. des F. C. mit scharfem Wurf zum Siegestor aus. Der haltbare Ball gleitet dem Polizeitormann Schenk aus den Händen. Schenk tauscht nun mit Pape, und die Polizei versucht mit Gewalt den Ausgleich, der ihr aber nicht mehr gelingt. Wetzlar bleibt Sieger mit 3:2. Der Schiedsrichter Thomas leitete zufriedenstellend. Das Spiel war infolge des schlechten Wetters nicht besonders gut besucht. Das Rückspiel K kommenden Sonntag in Wetzlar im Stadion. c den voraussichtlichen Ausgang dieses Treffens werden wir in einer besonderen Vorbesprechung noch sprechen. Der F. E. gewann seinen Protest für die Wiederansetzung des Verbandsspiels Hessen Gießen — F. E. Wetzlar in Gießen. Somit werden auch wir Gießener Gelegenheit haben, das Können des Lahn- lrcismeifters zu beurteilen. Das Spiel soll an einem der nächsten Sonntage stattfinden. Fußball. Hessen 09 — Kurhessen Kassel 0:3. tz. Ein Spiel, in dem Kurhessen nicht so sehr die überlegenere, als die technisch bessere Elf war. Das Spiel fand auf unmöglichem Boden statt. Die Ter- minnot zwang zur Austragung. Die Folge davon war, daß zahlreiche Ausschreitungen der Spieler untereinander vorkamen, die bestimmt keine Propaganda für den Fußball bedeuteten. Schuld daran trugen auch die unverständlichen Entscheidungen des Schiedsrichters K 0 l l m a n n (Kassel). Die Stur- bessen gewannen verdient. Weber verteidigte bei ihnen und war die Stütze der Elf. Sport führt nunmehr nur noch mit einem Punkt Vorsprung. Gesellschaftsspiel $. L. 03 — hermannia Kassel 0:2. 03 soll zur Zeit die beste Kasseler Elf sein. Gestern merkte man wenig davon. Sie spielten mit einer Laschheit, die ihresgleichen sucht. Vor allem: sie waren vor dem Tor zu wenig durchschlagskräftig. Der Hessenkreismeister Hermannia, der in der kommenden Saison auch aufsteigt, machte den S. C.ern hierin etwas vor. Diese schnell und wuchtig spielende Mannschaft war vor dem Tor äußerst gefährlich und, wie das Resultat zeigt, auch erfolgreich. S. vg. Münden — 5. Vg. Marburg 0:3 abgebrochen. Die Marburger machten die weite Reise umsonst. Nur 20 Minuten genügte die Platzbeschaffen- fyeit, und bis dahin legten sie mit ihrem in letzter Zeit so erfolgreichen Sturm 3 Tore vor. Di- enormen Reisekosten, die durch die Neuansetzu..a des Spiels entstehen werden, stehen hinter der Bedeutung des Treffens weit zurück. Oder würde in diesem Falle Marburg vielleicht nicht gewinnen?! Weitere Resultate in Westdeutschland. S. C. 95 Dortmund—B. V. Altenessen ----- 2 4. B. V. 04 Langendreer—S. V. 99 Essen ---2:1. F. V. 04 Buer—S. V. 48 Bochum - 2: 2 (abgeb..). F. V. Duisburg—Preußen Crefeld — 3:1. B. V. Beek—Weiderich 06 = 1:1. Meidericher S. D.—Preußen Duisburg — 6:0. Turn Düsseldorf—B. C. 05 Düsseldorf = 9:1. Rhenania Köln—F. V. Bonn = 5:10. F. V. 06 Osnabrück—Arminia Bielefeld — 0:6. S. V. 07 Köln-Sülz—Mühlheimer Sp. V. — 8:0. Endspiel um die Meisterschaft des Rheinbezirks. V. f. R. Köln besiegt die Rheydter Spiel-Vereinigung mit 2:1. Pokalspiele. Borussia München-Gladbach—Koblenz 1900 — 15:2. Dürener Sp. V.—Viktoria Köln — 4:0. FutzbM-Pokalspiele im Mainbezirk. Das wichtigste Pokalspiel im Mainbezirk war gestern in Frankfurt am Main das Treffen Fuß- ballsportverein-Eintracht, das in Anbetracht der Erwartung eines schönen und hartnäckigen Kainp- fes, den sich beide Rivalen beim Zusammentreffen von jeher lieferten, ungefähr 5 bis 6000 Zuschauer angclüdt hatte. Das Spiel wurde leider durch die sehr schlechten Bodenverhältnisse stark beeinträchtigt. Der Ball blieb oft im Schnee stecken, und die Spieler rutschten bei der Glätte des Bodens aus, wodurch sich ein flüssiges Kombinationsspiel nicht entwickeln konnte. Die erste Halbzeit sah den Fußballsportverein etwas im Vorteil, der sich in zwei Toren ausdrücken konnte. Das Führungstor schoß der Halbrechte G a 11 c r m a nn in der 25. Minute. Derselbe Spieler konnte in der 40. Minute nochmals erfolgreich fein, indem er eine Flanke durch Kopfball schön verwandelte. Allgemein glaubte man an einen hohen Sieg des Sportvereins, aber Eintracht raffte sich in der zweiten Halbzeit auf und konnte das Spiel offen gestalten, ja es gelang dem Linksaußen der Eintracht, Weber, in der 30. Minute infolge eines Fehlers der Sportverein-Verteidigung einzuscnden. An die- dem Stande änderte sich aber bis Schluß nichts mehr, und der Sportverein konnte mit einem 2:1 Sieg das Spielfeld verlassen. Eine Kritik der Spieler ist nicht angebracht, da die erwähnten schlechten Bodenverhältnisse die Fähigkeiten derselben stark hemmte. Weitere Ergebnisse in den Pokalspielen. Fußballverein Sprendlingen gegen Offenbacher Kickers 2:0, Hanau 93 gegen Rüla Mülheim 7:0. Bei den Pokalspielen im Mainkreis ist noch der Sieg von Union Niederrad über Viktoria Kahl (6:1) zu erwähnen. Im Bezirk Bayern schlug 1860 München eine Innsbrucker Städtemannschaft 12:0. Vom ^Berliner Fuhball. In der Reichshauptstadt war der Fußball infolge des eingetretenen Tauwetters zum Feiern verurteilt. Die Moskauer Städte Mannschaft, die auf der Rückreise von Paris in Berlin Station machke, schlug die Berliner Arbeiterrepräsentative überlegen mit 7:0. Ski-Rennen in Grünberg. Arn gestrigen Sonntag hielt der Skt-Klub Grünberg sein diesjähriges Rennen ab. 3n Gießen glaubte man kaum an diese ‘IHöglidjfcit, denn regnerisch und warm war es frühmorgens. Trotzdem machte sich eine kleine, mutige Schar Gießener Skiläufer auf und fuhr mit der Dahn nach Grünberg. Die Temperatur lag dort einige Grad tiefer. Die Schneedecke war gleichmäßig, der Schnee zwar feucht aber „gef übrig“. Mancher hatte seine Bretter zu sehr gewachst und konnte deshalb beim Langlauf bergauf seine Fähigkeiten nicht recht zur Geltung bringen. Geeignet ist das Grünberger Gelände 5um Skilauf wie kaum ein anderes in der Nähe Gießens. Dos Rennen b-gann mit einem „Volks- lauf“. Die Grün berg er Jugend trat 40 Mann stark an und lief auf ,.Faßdauben", die vvnt Besitzer skimäßig hergerichtet waren. Wacker arbeiteten sich die Jungens auf ihren eigenartigen Brettern durch den Schnee. Preise untren für die drei ersten je ein Paar wirkliche Ski. Die Sieger wurden bei der Preisverteilung mit einem „Daub- Heil" begrüßt. Das muß man dem Ski-Klub Grünberg, unter Leitung seines rührigen Vorsitzenden, Studienrat Walther, lassen: 'Durch einen solchen jährlich wiederholten Volkslauf macht er die „weihe Kunst" populär in allen Schichten der Bevölkerung. So war es auch kein Wunder, daß sich eine stattliche Zahl Zuschauer eingefun- den hatte, die mit Verständnis und Interesse den sportlichen Vorgängen folgten. 3m Ganglauf für Herren blieben Sieger an erster bis vierter Stelle: Kurt Wenzel. Eugen Hamel. Walter Jockel (alle aus Grünberg) und v. Grolmann (Gießen). Im D a m e n l a u f siegte an erster Stelle Frl. Jäger (Gießen), Frl. Jockel lGrünberg) an zweiter, Frau Walther und Frl. Da hm er (Grünberg) gleichmäßig an dritter Stelle. Der „Alt-Herren laus" sah als ersten Sieger Baurat Mangold (Gießen), als zweiten und dritten Karl S e i s f a r t h und August Leineweber (Grünberg). Im Jugendwettlauf fielen die ersten Preise den Grünbergern zu. Gießen war hier nur durch einen Lauser vertreten. Nach dem Rennen war gemeinsames Mittagessen und Preisverteilung im Hotel «Zum wilden Mann". Fröhliche Ski-Lieder und Tanz liehen die Stunden bis zum Abend rasch verstreichen. Mit einem „Ski-Heil" trennte man sich am Bahnhof. Weitere Ski-Rennen. Der Skiverbandslaus mitteldeutscher Skivereine, veranstaltet vom Ausschuß der Fräntfurter Skivereine, sand am Samstag und Sonntag um die nähere und weitere Umgebung des Feldberges statt und zeitigte folgende Ergebnisse: 1. Gang lauf über 15,5 Kilometer. Klasse I Kahl-Kassel: KlasseU Kempsf-Frankfurt: Altersklasse 1 Zimmermann-Feldbergski- ilub; Altersklasse H Kiefer-Frankfurt: Jung- mannen Reutz-Kassel. 2. Geländelauf: I. Dasberg-Darmstadt. Springen: Kütsse l Schneider-Kassel: Klasse II Mehlhorn-Frankfurt. Zusammengesetzter L a u f: Kahl-Kassel. Aus den Läusen um die thüringische Skimeisterschaft für 1926 ging Erich Recknagel-Oberscho nau als Sieger hervor. Die norddeiltsche Slimei st erscha ft fiel an Wernicke — Rauhreif. Meister vom Sauer land wurde wieder der vorjährige Sieger Deimel- Winterberg. In der bayerischen Skimeister- schaft blieb der Titelverteidiger Neuner-Par- tenkirchen knapper Sieger. Nodel-Wettbewerb. Die Südwestdeutsche Dezirksmei- sterschaft des deutschen Rodelbun« des, die gestern auf der Nordbahn des Feld- berges zum Austrag kam, zeigt folgende erste Sieger: Herreneinsiher: Kadel-Kronberg: Samen- einsitzer: Lempp-Kronberg: Doppelsitzer: Horn- Oberwefel und Frl. Zimmermann-Wiesbaden. Neiningsfähren: Herren: Horn-Oberwesel: Damen: Zimmermann-Wiesbaden. Vereinsrennen: Herren: Horn-Oberwesel: Samen: Zimmermann- Wiesbaden. Flherrennen für Herren. Neubron- ner-Kronberg. EisLaufmeifterschasten. Sie deutschen Winterkampfspiele in S r i - berg waren gestern stark durch daS eingetretene wärmere Wetter beeinflußt, doch konnten die Eis- lausmeisterschaften alle durchgeführt werden, bei denen überall die Oesterreicher als Sieger her« vorgingen. So brachte die Weltmeisterin im Eiskunstlauf Frau Jaroß-Szabo vor Frl. Doeckel- Derlin das Samenlaufen an sich. Im Herren- laufen siegte der Oesterreicher Wrede vor seinem Landsmann Oppacher. Das Paarlaufen gewann die österreichische Mannschaft Frau Jaroß-Szabo- Wrede. Bei den Eishockeykämpfen in Garmisch- Partenkirchen siegte der Berliner Schlitt- schuhllub über die Wiener Mannschaft mit 3:0. Auf der ostereichischen Seite spielte der berühmte und bekannte Kanadier Watson, der aber die Niederlage seiner Mannschaft gegen die glänzend und überlegen spielenden Berliner nicht verhindern konnte. Die Austragung der Europameisterschaften im Eisschnelläufen ergab folgende Sieger: 500 Meter: Skutnabb- Finnland: 1500 Meter: Skut- nabb-Finnland: 5000 Meter: Skutnabb- Finnland: 10000 Meter: Polasek-Oesterreich vor Skutnabb- Finnland. Hockey. Sie Hockeyspiele waren bereits am Sonntag abgesagt worden. Ser Deutsche Hockeybund hielt gestern in Berlin seine alljährliche Bundestagung ab. Aus der Beratung ist hervorzuheben, daß ein Antrag Mitteldeutschlands auf Neuorganisation des ganzen Bundes der Ablehnung verfiel. Des weiteren wurden folgende Länderspieltermine genehmigt: 28. Februar gegen Holland in Rotterdam: am 2. Mai gegen Oesterreich in Wien. Von England ging ein Antrag auf Gründung eines Jnt«r° nattonalen Damenhockehverbandes ein. — Weiter genehmigte die Versammlung deutsch-englische Wettspiele, die zu Ostern in Hamburg und Berlin stattfinden sollen. Der HockeyländerkampfHolland — Belgien, der gestern in Antwerpen ausge- tragc wurde, sah Holland mit 2:0 siegreich. Tennis. Im Tennistampf Paris—London blieben die Pariser mit 8:3 überlegen Sieger. Am kommenden Mittwoch, dem 27. Jan., beginnt unser M A ö W W Derselbe dauert nur Inventur-Ausverkauf iige Restposten unter Preis Modehaus Salomon, Gießen, schuistraße Beachten Sie unsere morgige Anzeige 753a Nach fast 7jähriger Tätigkeit als erster Assistent an der chirurgischen Veterinärklinik der Universität Gießen - Direktor: Herr Geh. Med.-Rat Prof Dr. Pfeiffer - habe ich mich in Gießen, Goethestr. 69, Tel. 761, als prakt. Tierarzt und Fachveterinär für Chirurgie niedergelassen. Dr. med. vet. v. Bentheim 0464 Wir hieben für prima Schinkenwurst, Zervelatwurst und Salami gut eingesührten Vertreter. Schmitz & Schinkel, Wurstfabrik, Elmshorn. T&8A Der Voranschlag der Gemeinde Leihgestern für 1926 liegt vom 26. d. M. eine Woche zur Einsicht der Interessenten bei der unterzeichneten Stelle offen. Es wird eine Gemeindesteuer erhoben, zu welcher die Ausmärker beizutragen haben. Leihgestern, den 23. Januar 1926. 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Januar, nach- mittags 3 Uhr, in Allertshausen statt. 0514 763D Gießen, den 23. Januar 1926. Sa Kleiu-Lindeu, den 25. Januar 1920 0519 7690 LICHTSPIELHAUS Heule bis einschl. Sonntag: Handlungen 90A (Stellenangebote Älur 2! Ar. 162 1464 qm Acker > l ■ \- JOJI sucht 701D der ^ilm der deutschen Ausschnitte aus dem Loben dos grollen Kanzlers. — 9 Akte. Schmidt. 751D 704e 7461) Familie Reinhardt Familie Boß Familie Weitzel. Namens der Hinterbliebenen: Frau Carl Dehö. Nicht das Werk einer einzelnen Partei, sondern das Werk des ganzen deutschen Volkes! und 1. Platz 80 Pf. Großes Orchester Schlitz, Gießen, den 20. Januar 1926. Die Beisetzung fand bereits statt. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 26. Januar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Mn Brnnöt Neuen Baue 22 Gui möüi. 3lmmer Beste Verpflegung Tel. 1085. mD Gemarkung Giehen aus dem Aathauö zu Wieseck zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft versteigert. Die amtSgcrichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstrasse 20, dahier zur Einsicht angeschlagen. Giessen, den 16. Dezember 1925. 3. A. deS Hess. Amtsgerichts Giessen Leo. Ortsgertchlsvorsteher. Ruhr- Eiform- Briketts, öefjträftiBfic. fparfamite, MM Mrm tnWtM u fitimenheröea, verbrennen saft geruch und rauchfrei und hinterlassen nur wenig Rückstände. Erhältlich In allen grösseren Kohlen- Samstag abend 8 Uhr entschlief nach langem schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Anna Margarete Hof im Alter von 67 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Iagdverpachtung. Mittwoch, den 3. Februar l. I., nacymittagS 37, Llhr, soll die der Ge- mefndr Steinbeim gehörige Feldjagd auf die Zeit von 6 Jahren, und zwar vom 1. Februar 1926 bis 31. Januar 1932 auf dem Rathaus dahier öffentlich verpachtet werden. Der Jagdbezirk besteht auS un- ge ähr 1250 Morgen Feld und grenzt an den Bahnhof TraiS-Horloff der Strecke Giessen - Gelnhausen. Aähere Bedin- «ungen werden vor der Versteigerung bekanntgcgebcn. Steinheim, den 23. Januar 1926. Hessische Vürgermeisterei Steinheim. Jagd auf 6 Jahre verpachtet. Kohden, den 21. Januar 1926. Vürgermeisterei Kohden. Kr 0 m m. Danksagung. Für die uns in diesen schweren Tagen bewiesene liebevolle Teilnahme und überaus reiche Kranzspenden danken wir allen herzlichst. Besonderen Dank der Gesellschaft Turnclub sowie dem Verein Cordelia. Allen Freunden und Bekannten, die mir bei dem IHnscheidon meiner lieben Mutter herzliche Veil nähme erwiesen, sowie für die Trostworte des I lorrn Pfarrers und für die liebevolle Pflöge durch die Krankenschwester sage ich auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank. Frau Lina Theiß Wwe. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir aui diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank. Sonntag nachmittag entschlief sanft nach schwerem Leiden mein innigstgehebter Gatte, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Konrad Kloos, Lehrer i. R. im Alter von 65 Jahren. In tiefer Trauer: Emma Kloos geb. Ploch und Kinder. Aufführungszoitcn: 4 Uhr, G Uhr und 8.15 Uhr. Eintrittspreise von 80 Pf. bis 2 Mk. Jugendliche unter 14 Jahren zahlen v. 4—6 Uhr Saalplatz 50 Pf. Der große allmächtige Gott hat nach längerem schweren Leiden meine herzensgute Frau, unsere innigstgeliebte Mutter, Tochter, Schwester und Schwägerin Emmy Heil geb. Lenz im 45. Lebensjahre ins bessere Jenseits abgerufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christian Heil. Jagdverpachtung Montag, ben 1. Februar b. I.. vor- mittags 11 Uhr, wird aus Hiesiger Vürgermeisterei die ca. 230 ha umfassende Zwangsversteigerung 'lm Mittwoch, dem 10. Februar 1926. nachmittags 47, LlHr. werden die nachverzeichneten. den Ludwig Emil Haas Eheleuten in Wiefeck zugefchriebenen Grundstücke 94B Flur 7 Ar. 119 = 481 qm Acker Gemarkung Wiefeck Schlager I. Hanges in jedem HanShali unbedingt erforderlich, bietet hohen We- winn. Per Eick 15 A An fr. erbeten unter I. 8. 2976 an Rudolf Mossc, Berlin Ttricbciinu, Rhein- strafte 19. . [75‘Jss Gewandter BodjWtr- oeOilfe für BerlagSarbestcn sofort gesucht. (708D BrÜHI'sche Druckerei Schulstrafte 7. Gehilfe Heute Samstag mittag 5 Uhr verschied plötzlich unerwartet an den Folgen seiner Kriegsverwundung mein lieber, guter Mann, der Ireusorgende Vater seines Kindes, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Schwager und Onkel , Fritz Reuter im Alter von 35 Jahren. 762D lm Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Ella Reuter geb. Reich. Die Einäscherung findet Mittwoch nachmittag 2 Uhr im Krematorium Friedberg statt. Beileidsbesuche und Kranzspenden dankend verbeten. Theodor 0 rb. 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Uebcrdies rächt sich die übermäßig starke Inanspruchnahme der staatlichen Forsten durch den Raubbau der vergangenen Jahre schon schwer. Der Holzexport arbeitet vornehmlich mit England. Neben .Folz und Flachs spielen Nahrungs- und Genußmittel sowie Fertigwaren eine an Bedeutung zunehmende Rolle in der lettischen Warenausfuhr. In der Reihe der lettischen Abnehmer steht England an erster Stelle. 'Auf der Jmportseite sind die wichtigsten Artikel Getreide, Zucker, sodann Textilwaren, chemische Erzeugnisse, Maschinen, Kunstdünger usw. Unter den Importländern steht Deutschland mit 40 Proz. an er ft er Stelle. Es folgt England mit 12 Proz. Bezeichnend ist jedoch, und das dürfte mit der deutschen Wirtschaftslage in Zusammenhang stehen, daß im Verhältnis zum Gesamtimport der Import aus Deutschland zurückgeht. Besonders deutlich ist diese Erscheinung beim Bezüge von landwirtschaftlichen Maschinen und anderen Produkten der Maschinenindustrie zutage getreten. Der lettische Export nach Deutschland zeigt dagegen eine auf- steigende Tendenz. Die lettische Industrie befindet sich im Stadium des Aufbaues und macht gegenwärtig fortlaufend größere Jnventaranschaffungen in Deutschland, England und Schweden. Besonders das letztere hat sich zu einem scharfen Konkurrenten für die deutsche Maschinenindustrie entwickelt. Der zunehmenden Industrialisierung Lettlands stehen einmal die vielen neugegründeten und nicht lebensfähigen Unternehmungen, sodann die große Kreditnot hindernd im Wege. In der letzten Zeit sind Kreditverhandlungen mit englisch-französischen Finanzvertretern im Gange, die den Ausbau des lettischen Verkehrswesens betreffen. Die lettische Industrie ist speziell Kleinindustrie, eine eigentliche Schwerindustrie fehlt ganz. Was den Bedarf der lettischen Wirtschaft an Jndustrieprodukten angeht, so ist hier ein Absatzmarkt für Maschinen der Flachsbereitung, der Holz- und Metallindustrie vorhanden. Ebenso herrscht hier Bedarf für landwirtschaftliche Geräte und für Einrichtungen für Papierfabriken. Ebenso ist hier der Markt für Textilien noch aufnahmefähig. Der deutsche Importeur nach Lettland möge aber bedenken, daß er hier eine schwere Konkurrenz vorfindet, daß mir der die besten Aussichten hat, der mit den b i l - ligsten Preisen und besten Zahlungsbedingungen aufwarten kann. Einen schweren Schlag erhielt die lettische Industrie durch die schikanöse Sperrung der lettischen Ausfuhr nach Polen, deren Grund auf volitischem Gebiete liegt und in der lettischen Ablehnung der polnischen politischen Pläne eines baltischen Staatenbundes zu suchen ist. An den Mißständen in der lettischen Industrie trägt die Kreditpolitik der Banken viel Schuld, die durch bereitwilligste Kreditgewährung eine Masse von schwach fundierten, nicht leistungsfähigen Firmen hat entstehen lassen, die wirtschaftlich keine Berechtigung haben und die Lage nur erschweren. Man kann von einer direkten Ueberorganisat on der lettischen Industrie sprechen. Eine Besserung hofft man durch die Handelsbeziehungen mit Rußland zu erreichen, vergißt aber ganz, daß Rußland heute auf die Gewährung langfristiger Kredite durchaus angewiesen ist. *) Dgl. Nr. 17 des „(5.21." vom 21. Januar. Alles in allem ist Lettlands Wirtschaftslage ernst, unb zwar sehr ernst. Das Wirtschaftsleben hat hier eine ungesunde Entwicklung genommen, die fast alle Kreise erfaßt hat. Besonders die lettische Landwirtschaft sowie der Handel befinden sich in einer Krise, die anscheinend permanent wird und noch durch den für Lettland gegenwärtig charakteristischen Rückgang der Arbeitslust verschärft wird. Eine Besserung der gesamten Lage ließe sich aber bei einiger Einsicht und durchgreifenden Reformen sehr wohl erzielen. Der lettische Finanzminister Blumberg äußerte sich am 8. Januar gelegentlich eines Presseempsanges über die neue vom Staat zur Be l-ebunq der wirtschastlichev Schwierigkeiten zu ver- folgenben Wirtschaftspolitik dahin, daß in Zusammenhang mit der Einschränkung des Budgets verschiedene Reorganisationspläne ausgearbeitet seien, die auf Vereinfachung des Geschäftsverfahrens und Verringerung des Beamtenapparates hinauslaufsn. Diesen Reformplänen kann man nur vollen Erfolg wünschen, trotzdem damit nur ein kleiner Teil der Schwierigkeiten beseitigt wäre. Eine grundlegende Besserung der gesamten Lage kann nur durch eine energische Förderung der Landwirtschaft als des wichtigsten Gewerbes in Lettland, erreicht werden. Nur eine Steigerung der Ausfuhr von landwirtschaftlichen Produkten unb die Behinderung der Einfuhr von Luxusgegenständen könnte die Passivität der Handelsbilanz und damit die allgemeine Wirtschaftslage bessern. Dadurch würde zugleich die Möglichkeit zu vermehrten 'Anschaffungen von produktiven Dingen gegeben, an der Deutschlands Industrie hervorragenden Anteil haben würde. Die Beziehungen Lettlands zu Litauen, seinem westlichen Nachbarstaat, sind recht gute, wobei eine steigende Annäherung erreicht wird, da irgendwelche politischen und wirtschaftlichen Streitpunkte kaum vorhanden sind. Wenn auch wohl das Projekt des ehemaligen litauischen Gesandten Dr. Schliupas über die Bildung einer litauisch-lettischen Föderation den Ereignissen noch weit vorauseilt, so haben doch die Anfang Dezember in Riga begonnenen lettisch- litauischen Verhandlungen zur Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder zugute Fortschritte gezeitigt. Man zielt auf einen Bund der drei baltischen Staaten hin und hat den Gedanken einer Zollunion schon mehrfach erörtert, deren Zustandekommen schon dadurch wahrscheinlich wird, daß alle drei Länder Agrarstaaten mit den gleichen Lebensbedingungen sind. Das Verhältnis zu Polen ist ein wesentlich schlechteres, da Polen agggressiv einen baltischen Staatenbund mit der Spitze gegen Rußland erstrebt und hierbei zu allerlei Druckmitteln greift, wie die schon erwähnte Sperrung der lettischen Warenausfuhr nach Polen beweist. Lettland will und kann sich als das wichtigste baltische Transitland nicht zu derartigen franlo-polnischen Bestrebungen hergeben, ohne damit zugleich seiner ganzen wirtschaftlichen Vormachtstellung auf dem Gebiete des west-östlichen Warenaustausches verlustig zu gehen. Die politischen Beziehungen zu Rußland, die in den letzten Jahren keine sehr guten waren, werden ruhiger, trotzdem noch häufig Zwischenfälle Vorkommen.'Ebenso ist eine Besserung der lettisch-russischen Handelsbeziehungen zu verzeichnen. Die große Befürchtung Rußlands ist die, daß England eine Beteiligung Lettlands an einer Intervention gegen Rußland erreicht. Trotz der verschiedenen offiziellen Dementis hat man aber den Eindruck, daß gerade in Lettland und Litauen der englische Einfluß groß ist, wenn natürlich auch die Gerüchte, die von einer pekuniären Unterstützung der sonst nicht lebensfähigen litauischen auswärtigen Vertretungen durch England sprechen, aus der Luft gegriffen sind. Es wäre sowohl im russischen wie auch lettischen Interesse, wenn zwischen beiden Staaten dauernd Frieden gehalten würde, ba beide Länder absolut aufeinander angewiesen sind. Rußland braucht leistungsfähige Ostseehäfen, wie es besonders Riga ist, und Lettland kann ohne so aufnahmefähiges Hinterland wie Rußland auf die Dauer wirtschaftlich nicht bestehen. Lettland ist das gegebene Land des west-östlichen Transits, das an dem wirtschaftlichen Aufstieg Deutschlands sowohl wie Rußlands nur das aller größte Interesse haben kann. Riga ist der gegebene Platz für die wirtschaftliche Verbindung Europas mit dem Osten, und es ist nach wie vor die deutsche Wirtschaft, die hauptsächlich den ein- unb ausgehenden lettischen Warenverkehr in Anspruch nimmt. Der hessische Staatsooranschlag 1926. Von unserer Darmstädter Redaktion. III?) Ein längerer Abschnit in dem Entwurf des Staatsvoranschlags 1926 beschäftigt sich mit der Förderung des Wohnungsbaues. Nach einem Rückblick auf die Verhältnisse der Jahre 1924 und 1925 heißt es u. a.: „Für 1926 ist eine weitere Erhöhung des Steuersatzes (der Gebäudesonder- steuer) auf 130 Pf. in Aussicht genommen. Hierbei ist indessen der Betrag einbegriffen, der bisher in der (Bemeinbefonberfteuer für Bauzwecke enthalten war. Die einheitliche Zusammenfassung erweist sich als notroenbig aus formellen unb materiellen Gründen, insbesondere, um gleichmäßig auch in den Gemeinden, die bisher die Sondersteuer nicht einge- führt haben, die Mittel für den wohnungspolitischen Zweck, eine der bedeutendsten wirtschaftlichen und sozialpolitischen Aufgaben, zu gewinnen. Aus dem hiernach erhöhten Aufkommen sollen für 1926 zehn Millionen Mark zur Förderung der Bautätigkeit bc- reitgefteUt werden . Hierin ist nunmehr der bisher von den Gemeinden aufgebrachte Teil einbegriffen. Dabei ist vorausgesetzt, daß durch die derzeitigen Verhandlungen mit dem Reich die Auffassung der hessischen Regierung über die Auslegung der betr. gesetzlichen Bestimmung als richtig bestätigt wird (Verwendung eines bestimmten Hundertsatzes der Friedensmiete für Bauzwecke); andernfalls würde hier mit einer erheblich höheren Ausgabe zu rechnen und der ganze Aufbau der Sondersteuer zu ändern fein, u. a. mit tiefgehenden Wirkungen auf den 2fb= fchluß des Budgets. Das Mehr von 8,2 Millionen Mark gegenüber dem Voranschlag 1925 ist bereits als einer der Posten erwähnt, um dem sich durchlaufend Ausgaben unb Einnahmen erhöht haben. Gleiches gilt für ben unter Kap. 10 neu eingestellten Betrag von 2,6 Millionen Mark, der im Zwammen- hang mit diesen wohnungspolitischen Maßnahmen aus dem erhöhten Aufkommen an wondergebäude- fteuer ben Fürsorgeoerbänben zur Verfügung gestellt wirb zur Unter st ützunghilfsbedürf- tiger Personen, die eine Mieterhöhung nicht tragen unb eine entsprechende Wohnungsänderung nicht vornehmen können. Die Verordnung über Erhebung der Svndersteuer für 1926 wird das Nähere Hierwegen und im Zusammenhang damit zu bestimmen haben, daß die bisherigen Erlässe der Steuer aus sozialen Gründen durch die Finanzämter damit wegfallen." In den folgenden Darlegungen werden die Beamtenwohnungen ihrer Gattung-, nach auf- gezählt, die vom Staate errichtet worden sind; es sind im ganzen 860 bis 1925. Hierzu wird u. ci. bemerkt: Die Gestehungskosten dieser Wohnungen (teilweise in der Inflationszeit erbaut) stellen sich etwa auf 9,3 Millionen Goldmark. Nach den heutigen Preisoerhältnissen würden etwa 17,2 Millionen Mark für ihre Errichtung erforderlich werden. Von Einstellung weiterer Beträge in den Voranschlag 1926 ist bis auf besonders dringliche Einzelfälle mit Rücksicht auf die gegenwärtige Finanzlage zunächst abgesehen worben: doch bleiben nach Aufbruch der vorhandenen Bewilligungen bei der Wichtigkeit der Sache weitere Vorlagen Vorbehalten, falls die erforderlichen Mittel im Anleihewege beschafft werden können. Im folgenden wird die soziale Fürsorge, insbesondere die Erwerbslosenfürsorge behandelt. Es *) Vgl. Nr. 15 und 18 des „G. A." vom 19. und 22. Januar. nrr^mv^wmimTrillBIIII lllll IWII ■ IIII II IMUIIW»TTW—[■nilTTIl heißt da: „Seit 1924 werden die Mittel für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit grundsätzlich durch Beiträge der Arbeitnehmer und -gebet sowie der Gemeinden aufgebracht. Reich unb Lanb haben zu gleichen Teilen Beihilfen zu leisten, insoweit bic ver° orbnungsmähig festgelegten Höchstleistungen der unmittelbar Verpflichteten nicht ausreichen. Nachdem durch EinricMuna einer preußisch.hessischen Ge- sahrengemeinschafi bereits im Vorjahre mit einem erheblichen Rückgang der staatlichen Belastung gerechnet werden konnte, läßt sich der vorjährige Aufwand von 1 Million Mark weiter um 0,5 Mill. Mark herabsetzen. 'Auch für die Finanzierung der produktiven Erwerbslosenfürsorge, für die Kosten des Landesamts für Arveitsoennittlung und des Landesberufsamts sind die eingestellten Mittel her« anzuziehen? Die Lage in Frankreich. Paris, 24. Januar. Die letzte Woche stand unter dem Eindruck der französischen Kundgebungen, deren Zweck die Vorbereitung der geistigen Zusammenarbeit der beiden Nationen sein soll. Man würde diese Kundgebungen falsch beurteilen, wenn man annehmen wollte, es handle sich hierbei um eine Bewegung, die bereits über den Kreis einer bestimmten Zahl von an Theaterfragen interessierten Leuten, Schriftstellern, Gelehrten und Künstlern hinausgegangen sind. Man hat es mit einer Strömung zu tun — unb das ist nach ben Ereignissen bes letzten Jahrzehnt ganz begreiflich —, bic noch in den Kinderschuhen steckt und die großen Takt, großzügige Haltung und ein großes Maß von psychologischem Verständnis erfordert, wenn sie zu einem praktischen Ergebnis geführt werden soll. Die erste dieser deutsch-französischen Kundgebungen war einzig und allein auf das Theater abgestellt, die zweite trug einen a l lagern eineren Charakter. Sie hatte zur Aufgabe, über den Stand der geistigen Bewegung in Deutschland, wie er in der Nachkriegszeit entstand, einen großen literarischen und wissenschaftlichen Kreis zu orientieren. Der Gedanke, hierfür einen der bekanntesten deutschen Romanschriftsteller zu gewin- nen, ist nicht von französischer, sondern bezeichnen- derweise von amerikanischer Seite ausgegangen. Die C a r n e g i e st i f t u n g für internationalen Frieden war es, die Thomas Mann elngelaben hat, er möge ber Dolmetscher des zeitgenössischen Schrifttums in Paris sein. Eine politische Auswirkung derartiger Vorträge kann unmittelbar nicht erwartet werden, da sich deutsche Schriftsteller, wenn sie ein gemeinsames Arbeitsfeld mit französischen Schriftstellern suchen, an das Gefühl der Franzosen wenden müssen. Bevor sie bis dahin vordringen, müssen sie vor allen Dingen erst Verständnis dafür zu wecken versuchen, wie in der Nachkriegszeit eine sich langsam vollziehende Evolution auf das Geistesleben in Deutschland gewirkt habe. Unter diesem Gesichtswinkel betrachtet, konnte ein kleiner unmittelbarer Erfolg der Kundgebung des Carnegie-Hau- fes feftgefteUt werden. Einige Schriftsteller, die deutsche Werke in der Ursprache zu lesen verstehen, und die vor dem Kriege den Versuch gemacht haben, den deutschen Charakter zu studieren, haben es versucht, durch eine Analyse der Schöpfungen des zeitgenössischen deutschen Schrifttums, besonders der Werke von Thomas Mann, Berührungspunkte zwischen hüben und drüben festzustellen, um die Grundlage für eine gemeinsame Mrbeit ber Aufklärung zu schaffen. Wenn man ehrlich fein will, muß man also feftftellen, daß die Bewegung für eine intellektuelle Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland vorerst nur innerhalb der Studierstuben erfolgen muß, und daß sie erst dann verpflanzt werden kann an die Stätte, an der deutsche unb französische geistige Führer ber Zukunft herangebilbet werden. Hat sich so ein Stab von Hilfsarbeitern herangeblldej, dänn erst kann daran gedacht werden, s:' Breite Volksmasse mobil Reklame. Don Herbert Eulenberg. Am heutigen Tage vollendet der Dichter Herbert Eulenberg, geboren zu Mülheim a. Rh., tn Kaiserswerth bei Düsseldorf sein fünfzigstes Lebensjahr. Das halbe Jahrhundert, das hinter ihm liegt, umschließt eine erstaunliche Produktion dramatischer und epischer Arbeiten. Von seinen Dramen — bic Reihe beginnt 1898 mit ber Tragöbic „Dogenglück" — nennen wir an bieser Stelle nur „Alles um Liebe", „Alles um Gelb", die mit dem Dolksschillerpreis ausgezeichnete „Belinde", „Zeitwende" unb „Mückentanz", von ber erzählenden Prosa „Schattenbilder" „Neue Bilder" und ben Roman „Katinka, die Fliege". Erst allmählich kommt man in Deutschland zu ber Einsicht, wie wichtig die Reklame ist, und daß, was unsere lieben Altvordern längst wußten: „Klappern zum Handwerk gehört". Im Grunde haben wir den ganzen Krieg nur darum verloren, weil wir es nicht verstanden haben, Reklame, wie sie besonders von unseren stärksten Konkurrenten, ben Engländern, damals so meisterhaft vorwiegend nach Amerika hinüber betrieben wurde. Man muß begreifen lernen, daß es sich um eine höchst persönlich zu gestaltende und den verschiedenen Kreisen ober Völkern verschieden angepaßte Reklame handeln muß, wenn man mit ihr wirken will. Der Deutsche, als Handelsmann im Frieden oft so geschickt, sich anderen Nationen zu adaptieren, versagte im Krieg auf diesem Gebiet. Heute müht man sich nun in Deutschland nach Kräften, ben Vorsprung einzuholen, ben inzwischen die sogenannten Siegerstaaten durch gewandte Ausnützung ber wirksamsten, ber Sieaesreklame, gewonnen haben. Und man muß sich auch mühen, wenn man unter den vorbersten bleiben will. Auf allen Gebieten. Da gilt es zunächst, eine falsche Scham zu überwinden, die bei uns noch vielfach gegen die Reklame besteht. Diese dem Briten völlig fremde Scham setzt sich aus Befangenheit und Vornehmheit zusammen. Manche unserer besten unb ältesten Firmen haben sich tatsächlich lange bavor gescheut, Reklame für sich unb ihre Waren zu machen, weil sie es nicht vornehm genug fanden. Der Dankes hat für solch eine zimperliche Gefühlsregung nur ein spöttisches Lächeln. Der 87jährige Rockefeller, ber es sich wirklich jetzt leisten könnte, so vornehm wie möglich zu tun, benutzt noch gern jede Gelegenheit, sich unb sein wohlfundiertes Unternehmen in empfehlende Erinnerung zu bringen. Dem älteren Geschlecht bei uns, dem mit dem Dienstzwang auch die Zurückhaltung und die Bescheidenheit als moralische Eigenschaften eingedrillt wurden, mag dies noch jetzt unangenehm ober verkehrt vorkommen. Daß die Reklame ein notwendiges Uebel geworden ist, das wird auch der zugeknöpfteste hanseatische Kaufmann nicht mehr leugnen können. Besonders in künstlerischen oder geistigen Berufen herrscht bei uns noch im allgemeinen eine keusche Abneigung gegen die Reklame, die Marktschreierei, die im mittelalterlichen Deutschland doch als ein Gewerbe galt. Daß selbst im dichterischen Beruf Lärmgepreise von höchstem Nutzen sein kann, zeigt uns ebenfalls wieder das Land Ber- narb Shaws, besten Haupttätigkeit, wie einer feiner Gegner meinte, darin besteht, eigene ruhmredige Waschzettel für sich herzustellen. Die Maler haben cs auch bei uns schon längst kapiert, wie wichtig und einträglich es ist, sich am Neklamewejen zu beteiligen. Gleichfalls die Musiker, wie das Beispiel von Richard Strauß lehrt, der besonders feine ersten Opern mit geschickten Lärmtrommelschlägen, die er von Amerika her kannte, dem Pudliko beibrachte. Aber die Poeten, die bei der Teilung der Erde gewöhnlich zu spät kommen, werden es ebenfalls endlich erfassen. Und vielleicht sind die Zeiten gar nicht mehr so fern, wo diese Gilde, wie zu des großen schlesischen Dichters Johann Christian Güncher Tagen, sich lächelnd dazu mitverwenden läßt, ©ratulntionscarmina, Taufgedichte oder Anpreisungsverse für einen reichen Kaufmann oder Fabrikherrn zu erzeugen, wie ja auch der alte Bach, der junge Mozart vieles auf Kommission machten. Aus Günthers Feder sind uns ja noch zahlreiche, gar nicht schlechte solcher auf Bestellung gelieferte Gedichte erhalten, in denen er sogar oft noch die Namen der Auftraggeber in den Anfangsbuchstaben seiner Strophen widerstrahlen mußte. Und in jeder dieser seiner Poesien ist ein Goldkörnchen enthalten. Vor allem der zur Zeit schwer ringende Buchhandel, der für Reklamezwecke wenig Mittel frei hat, weil er seine Waren nicht zu sehr verteuern kann, wird auf die Hilfe der Schrift- stellerwelt angewiesen sein. Denn für den Buchhandel geht es darum, möglichst wenig, aber möglichst wirksame Reklame zu machen. Und dabei kann ihm der gern von ihm etwas über die Achsel angeschaute Dichter beistehen. Denn zur Reklame, die sparsam gebracht, in die Augen springen soll, gehört eine gewisse dichterische Uebertrefbung. Wie es denn überhaupt eine gewisse, dem Deutschen gern eigene Befangenheit — „Dörpelei" nannte man diese Schüchternheit früher — abzulegen heißt, wenn man von sich Tamtam schlagen will. Man muß schließlich bas Maul ausreißen, wenn es zu brüllen gilt, ja sogar seine Lungen- unb Stimmkraft habet, wie es die Amerikaner tun, künstlich mit Schallrohr unb Megaphon verstärken. Also alles in allem: Wir müssen uns mehr als zuvor in Deutschland der Reklame ergeben und auch hier den Vogel abschießen. Es wäre doch gelacht, wenn ein Land, bas roeilanb der Welt den berühmten Flunkerhelden Münchhausen geschenkt hat, nun ausgerechnet auf diesem Felde versagen sollte. Begegnung mit Herbert Eukenderg. Zu seinem 50. Geburtstage am 25. Januar. Von Heinrich Frank. Ich erinnere mich noch sehr gut, unter welchen Umständen ich Dich zum ersten Mal persönlich kennen lernte. Heimgekehrt aus dem Drahtgitter harter Gefangenschaft, würgend das furchtbare Erleben des Krieaes in mir tragend, suchte ich mich in einer anderen Well zurecht, sehnsüchtig Entspannung und Ausgleich erwartend. An einem Maiabend geschah es, daß Du in unserer mitteldeutschen Stadt einem recht zahlreichen Auditorium von Seinem Leben und Schassen erzähltest. Du hattest eine so ungewöhnliche Art (war cs der Zauber Deiner Persönlichkeit, der entzückend weiche, rheinische Akent oder die schlichte Innigkeit Deines Wesens?), jenen Funken springen zu lassen, welcher Dich, den Dichter, mit uns, den Hörern, schnell verband. Wie rührend sprachst Du davon, wie schwer es Dir einst gefallen sei, einen Verleger für die ..Schattenbilder" zu finden, jene prachtvollen und treffenden Essays, die nachher Deinen Acunen so bekannt gemacht haben. Du lasest dann die letzten Szenen aus der „Belinde", und ich vergesse nicht die starke Stimmung, welche uns alle etnfing. Zuletzt sprachst Du noch wunderschöne Verse. Es waren Gedichte von unendlich weicher Melodik, die ich nachher in Deiner Sammlung »Deutsche Sonette" wieder fand. Vie habe ich geglaubt, daß man in die vorgeschriebene starre Form so zarte Empfindungen zu gießen vermöchte. Draußen aber duftete der Goldlack, und die Flicderbüschc schwollen vor äleb ?rmut. Blühend griffen die Rvtdvrnbäume ins blaue Dunkel der Mainacht Weiße Blütenblätter schwammen durch die Luft. Als ich innerlichst erfreut und ausgeglichen durch die blühende Allee schritt, die wie ein lebendiges Viereck die schlafende Stadt umsäumte, dachte ich, wie vielleicht an diesem Abend noch Deine stets bereiten Hände Verse greifen könnten wie diese: „Der kühle Maiwind säuselt durch die Blüten, Sie zittern und sie schütteln sich im Frieren. Aun riefelt es herab wie roter Schnee Vor ungefähr einem oüljr besuchtest Du uns wieder. Du hattest Vopträge in Amerika gehalten und erzähltest von Deinen interessanten Erlebnissen über dem weiten Meer. Deine Stimme zitterte, als Du davon sprachst, wie angestrengt Du oft arbeiten mufiteü, um für Dich, Deine Frau und Deine drei Kinder das zum Leben Äotwendige zu „erschreib.n". „Weil ich mein Brot nicht erbetteln wollte", (das waren, glaub’ ich, Deine Worte), „mußte ich zur Zeit- schriftstellerei greifen." Trotz alledem (ich be- tounb.re Dich) bist du überaus fruchtbar gewesen. Du hast u. a. achtunddreißig Buhnenwerke geschrieben, die „Schattenbilder" um einige neue Bände vermehrt, Du hast Erzählendes (z. B. den Roman „Kathinka, die Fliege" oder die Rovelle „Du darfst ehebrechen") und die „Deutschen Sonette" veröffentlicht. Die Leitung des Stadttheaters ehrte Dich diesmal durch die Aufführung eines Deiner dra- rnatisch.n Werke, Deines Jugendstücks „Münch- baufen“. 3d> hätte lieber die „Belinde" gemocht, die Dir einst großen Erfolg und den Volks- schillerpreis für 1912 gebracht hat. Der „Münchhausen" ist wie alle Deine Stücke stark in Stimmung. Dor allem der erste Akt nimmt präck>- tigera Anlauf. Dann verliere sich drs Werk im Milladenh^ften, zeitweise auch im Seiriimrn taten. Als Du am Schluß unter den Schauspielern auf der Bühne erschienst, von reichem Beifall begrüßt, beobachtete ich Deine Züge unb fand sie erregt von Freude und Melancholie. Ich begriff Dich ganz in diesem Augenblick: Du sahst, ber Gereifte, rückwärts und fandest Dich wieder in jene Jugend verseht, da Du gewiß glaubtest, unbändig Großes müsse Dir »einmal gelingen. Mit viel Wertvollem unb Schönem hast du uns beschenkt; immer erneut und unverzagt hast Du den großen dramatischen Wurf versucht Die zünftigen Kritiker belächelten Dich als den "ewig Verheißenden" oder ben "Shake- spearesierenden". Die deutschen Bühnen ließen Dich kaum zu Wort kommen. 3 ch habe Dich eigentlich immer geliebt. Als ich das Theater spät verließ (ber Herbst- sturm riß an den Bäumen) kamen mir, Dein Schicksal überdenkend (ach, es ist unser alle, Schicksal: dies Unbefriebtgtfein und Ringen^ uir etwas, das wir nie erreichen), jene einzig schöner Schluß verse Deiner „T-g- unb Rachtgleiche" ir den Sinn, die also tauten: „Ergreife Du die letzten lichten Tage Unb nimm sie In den langen Winter mit! Vergiß das Leid, das Deine Brust zerschnitt, And tränk mit Tranen nicht die stete Klaget Halt mit der Welt Dein Leben in der Waget Es wär' so schön nicht, wenn man weniger litt!“ -u machen für eine Bewegung, um die Vorurteile, die Jahrhunderte alt find und die sich zum Teil aus der verschiedenartigen Kultur und Geistesoerfas. fung ergeben, zu beseitigen. Wer den umgekehrten Weg cinschlagen will, jcfct sich der Gefahr aus. Schiffbruch zu erleiden. Das hat die deutfch-fran- zöfische intellektuelle Woche bewiesen, die heute zum Abschluß gelangt ist. Innerpolitisch ist die Lage auch heute noch so ungewiß, wie sie vor acht Tagen war. Erst die kommende Woche wird eine Klärung ermöglichen, da vermutlich am Montag die Kammer sich mit deo Finanz ; Sanierungsgesetzen zu beschäftigen haben wird. Da der Konflikt zwischen der Mehrheit des Finanzausschusses der Kammer und dem Fir.anzministcr noch nicht beseitigt werden konnte, sind Vorausfi^cn unmöglich. Ministerpräsident Briand bemüht sich um einen Ausgleich, d. h. Regierung und Stammet- Mehrheit sollen von ihrem grundsätzlichen Stand»- punkt etwas abgehen und sich auf einer mittleren Linie einigen. Daraus darf man schließen, daß vermutlich auch diesmal keine ganze Arbeit geleistet werden wird und daß die Kammer es nur zuwege bringen tonn, für eine bestimmte Zeitdauer eine Art Atempause zu schaff«t. damit das große Werk der allgemeinen Sanierung und somit auch das Werk der Stabilisierung der fran- zösischen Währung in Angriff genommen werden kann. Man darf sich darüber nicht täuschen: Weite Kreise des französischen Handels und der französischen Industrie haben kein besonderes Interesse an einer raschen Aufwer - t u n ab es Fronten. Bei dem fetzigen Stande der Währung hat die französische Industrie es leicht, auf dem Weltmarkt vorzuherrschen. Sie produziert billig und vorteilhaft und, was für, eine Fremdenstadt wie Poris nicht ohne Bedeutung ist. der Verkauf von Luxuswaren im Einzelhandel suhlt bei der jetzigen Luge sich außerordentlich wohl. Wollte man diese Situation ziffernmäßig zum Ausdruck bringen, dann könnte man sagen, daß Frankreich augenblicklich 60 Prozent seiner Produktion in das Ausland verkauft. Seine Handelsbilanz für 192-5 schließt außerordentlich günstig ab. Sie ist für 1925 aktiv mit rund 1,5 Milliarden Franken, also ungefähr ebensoviel, wie Ende 1924. Frankreich und Spanien bereiten offenbar eine neue gemeinsame Aktion in Marokko vor. Das darf man schließen aus der Tatsache, daß der hiesige spanische Botschafter mit seiner Regierung verhandelt hat und heute mit neuen Instruktionen nach Paris zuruckgekehrt ist. Auch ein intimer Mitarbeiter des 2lbg. Malvy, der das erste franzö» sisch-fvanifche Abkommen zustande gebracht hat, hat sich in der spanischen Hauptstadt aufgehalten. Marschall Pstain kehrt im Februar für kurze Zeit über Madrid nach Marokko zurück. Das deutet auf eine Wiederaufnahme der militärischen Operationen hin, aber auch auf die Vorbereitung zu einer diplomatischen Offensive, um ;u einer völligen Isolierung des Rifführers Abd el Krim zu gelangen. Aus Syrien liegen noch keine Nachrichten vor, die erkennen lasten, ob die Wahl zur gesetzgebenden Versammlung eine Bestätigung da für gebracht haben, daß sich das syrische Volk mit dem status quo aufindet. Kunst und Wissenschaft. ®örres als „fünfte Großmacht". Zu feinem 150. Geburtstag am 25. Januar. Der „Rheinische Merkur", die Zeitschrift, bte Hoseph Görres ins Leben rief zur Bekämpfung feines Todfeindes Napoleon und zur Stärkung des nationalen Gedankens in den greihelt6trieaen, ist "bereits damals wegen ihrer gewaltigen politischen -Wirkung die „fünfte Großmacht" genannt worden. Jedenfalls wurde durch diese Tat des genialen Schriftstellers zum erstenmal die Weltmacht der Presse erwiesen, die sich seitdem immer deutlicher offenbart hat und in manchen, an die Benennung des Görrensschen Blattes anqclehnten Bezcichnun gen wie „siebente Großmacht" usw. zum Ausbruck kam. Jedenfalls steht Görres unter den Schöpfern einer politischen Tagesschriftstellerei großen Stils obenan, und diese unmittelbare Aeußerung zu den (Stegenmartsfragen lag seinem leidenschaftlichen Temperament und seinem starken Reagieren auf äußere Einflüsse am besten. Die hinreißende Gewalt seiner Austätze hat die uneingeschränkte Bewunderung selbst derer gefunden, die ihm in Anschauung und Wesensart fremd waren, wie z. B. die von Gentz, der an Radel schrieb: „Es hat nicht leicht jemand erhabener, furchtbarer und teuflischer geschrieben als dieser Merkur." Gentz vergleicht dann feinen Stil mit dem der größten Pathetiker der Weltliteratur, mit Jesais, Dante und Shakespeare. Etwas vom Propheten, vom visionären Seher und vom dämonifchen Rauschmenschen lebte in Görres, der als Erwecket: des deutschen Nationalgeistes, als Vorkämpfer der Befreiungskriege, als Erzieher seines Volkes und als universeller Anreger unsterblich aeworden ist. Unter den Sturm« und Fenergeiftern Der Romantik ist er der glühendste und leidenschaftlichste, aber auch der vom Nebel der Phantastik am meisten umdunkelte. Schon der 22jährige, der mit seinem „Noten Blatt" als feuriger Jakobiner die Fanfare der französischen Revolution in die deutschen Lande bließ, zeigte sich sofort als ein Schriftsteller von hinreißender (gemalt und weitschauendem, politischem Blick. Von seinem stürmischen Revolutionsfieber durch einen Aufenthalt in Paris geheilt, wurde er bann mit 30 Jahren in Heidelberg ein jugendlicher Professor, der den Kreis der Romantiker um sich versammelte, mit Arnim und Brentano, mit den Brüdern Grimm und Eichendorff die Wunder des deutschen Mittelalters und der deutschen Volksdichtung entdeckte. Sein Werk über die „Teutschen Volksbücher", denen sich seine Sammlung altdeutscher Volkslieder an- säsioß, ist eins der wichtigsten Denkmäler der vaterländisch-romantischen Bewegung, das „Grundbuch für die Schätzung eines bislang mißachteten Literaturzweiges", wie Josef Prestel in seiner trefflichen Neuausgabe in der Insel-Bücherei cs nennt. Und bann kam der „Rheinische Merkur", der als Sturmvogel den deutschen Herden auf ihrem Sie- geszug nach Frankreich ooranflog, in dem der Kampf gegen Napoleon in der leidenschaftlichsten und wildesten Weise geführt wurde. Für Görres wurde der Korse zum Inbegriff alles Bösen, zu einem Teufel und Dämon, besten Niederwerfung er den Völkern als heilige Pflicht vorstellte. Auch später hat er noch unermüdlich mit seiner Feder gegen die Reaktion gekämpft und sein mutiges Eintreten für die Freiheit der Völker in der Verbannung büßen müssen. Aber die Höhe seines Lebens und Schaffens war vorüber. Er vertiefte sich in die Mythenforschung, die er auch auf das Persische ausdehnte; er versenkte sich dann in München ganz in den Geist des Mittelalters, besten herrliche Blüten in den gotischen Domen und den mystischen Schriften er wie kein anderer gefeiert bat. Aber er versank zugleich in jenen Wust von Hexen- und Dämonenglauben, der sich so schauerlich in feinem Riesenwerk über die christliche Mystik äußert. Am Vorabend der Revolution von 1848 ist er gestorben, bis zuletzt eine „Großmacht" im Kampf der Weltanschauungen und stets mit beni Volk fühlenb, dessen rieffte Seclenregungen er belauscht hat. „Betet für die Völker, die nichts mehr sind", waren seine letzten Worte. (Eine Komödie Friedrich Jreffas. Friedrich Freksae Komödie ,L e i t auf Flasch e n", deren Schöpfer der Mitarbeiter unseres Blattes ist, wird noch in dieser Saison in Hannover zur Ausführung gelangen. Oberhesfen. Landkreis (Sieben. £ Wies eck, 25. Jan. In fein« jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Prüfung der Rechnung für 1924. Als Vorsitzender dieser Sitzung wurde gemäß der Sandgemeindeordnung das Mitglied Karl Kreiling als der älteste der Anwesenden bestimmt. Gemeinderechrwr M ö b u s verlas und erläuterte die Rechnung, die in ihren wesentlichsten Positionen wie folgt abschließt: Rech» rnrngsrest ans dem Jahre 192-3 24 510,96 Mk. Die der Gemeinde gehörigen Gebäude verursachten eine Ausgabe von 6046,16 Mk., denen eine Einnahme von 7946,13 Mk. gegenubersteht. Bei den Grundstücken wies die Rechnung eine Ausgabe von 1215.16 Mk. auf, denen eine Einnahme von 4015.11 Mk gegenübersteht. Die. Waldungen verursachten eine Ausgabe von 8622,90 Mk. und erbrachten eure Einnahme von 33 075,35 Mk Die Gemeindeschäferei erforderte ut Ausgabe 1554,85 Mk., die Einnahmen betrugen 1571,95 Mk. Für die Dcmeindewage mußten 414,74 Mr. verausgabt werden, vereinnahmt wurden 835,72 Mk. Sic Wasseroersorgung erforderte eine Ausgabe von 5337,87 Mk.. hier betragen die Eiimahmen 11001,72 Mk. Ein heiß umstrittenes Kapitel ist die Erwerbslose nfürsorge. Auch Sein oder Nichtsein. (Eht Kriminalroman von der Wasserkante. Von Moritz Schäfer 3. Fortsetzung. Nachdruck verboten. So ging das alte Jahr zur Rüste und im Hause Lorenzen feierte man Silvester. Man war ganz „en petit comite". — Außer den Ehegatten und Margot war nur Hiririks und der Prokurist Dan- selow, des Bankiers rechte Hand, im Parterresalon der Villa anwesend. Andrea empfand es dankbar, daß ihr Gatte Mühlfelb nicht geladen hatte. Sie hatte ihm aus ihrer Antipathie gegen den reichen Müßiggänger kein tffcbl gemacht, und Lorenzen fand ihre Abneigung begreiflich. „Es geht vielen Leuten so wie dir, lieber Kind," hatte er gesagt, „Mühlfeld i|t eine Natur, die Befremden erregen muß, weil sie mit sich selbst und der Umwelt Verstecken spielt. Dieses KcLettieren mit albernen Eitel feiten, dieses Spiel ntit dekadenten Mätzchen ist aber nicht feines Wesyns Kern. Er möchte gern interessant erscheinen, bas ist eine Schwäche, ich gebe es zu. Die Stärke eines Charakters beruht in einer erprobten Hilfsbereitschaft, mein Liebling. Mühlfelb hat mir in uneigennütziger Weise wieber- holt bie Mitte! zu geschäftlicher Expansion verschafft unb fich dabunü ein Anrecht auf meine Dankbarkeit erworben. Äag er ein Geck sein, meinetwegen. Ich verehre in ihm den großzügigen Altruisten. Indessen, mein Kind, wenn du ihn bei unserer kleinen SilvesterD-ier lieber nicht sehen willst, so ist mir dein W-in'ch Befehl. Mühlfelb sprach überbies bavon, dasz er über Neujahr nach Berlin fahren wollte — gut, ich werbe ihn von bieser Spritztour nicht obwalten." Aber wenn auch MühlUlb nicht anwesend war, so platzte boch mitten in bi? gemütliche tfeter wie eine Bombe ein Ereignis herein, bas den Geist des in der Reich-Hauptstadt Weilenden heraufbeschwor. Mitten in das ©lä|ertlingen um zwölf Uhr nachts, in das Läuten der Glocken und das Knattern der Feuerwerkstörper. mit denen Straßenbummler bas neue Jahr begrüßten, raffelte ber Fernsprecher. „Sringenbes Nachtgespräch aus Berlin", mel- bete bie Dame vom Amt. Wie eine Ahnung von Unheil legte sich plötzlich em Schatten über die kleine Tafelrunde, unb bie Glückwünsche erstorben in lastender Stille. Lorenzen war ans Telephon getreten. Der Anruf ließ nicht lange auf sich warten. „Hallo, Thomas, sind Sie selbst am Apparat?" „Das ist gut. Hier Fedor. Zunächst meine herzlichste Gratulation zum Jahreswechsel. Die Gnädige wohlauf? Silles munter? Das freut mich! Kann auch nicht Hagen! Doch zur Sache, mein Lieber! Seit sechs Uhr warte ich auf Anschluß, verzeihen Sie daher die späte Belästigung. Aber es ist dringend. Habe eine große Sache für Sie." „Sie müssen morgen sofort hierherkommcn, es handelt sich um einen kapitalen Coup. Andeutungen über das Geschäft kann ich Ihnen am Fernsprecher nicht machen, aber wenn Ihnen an einem totfidjeren Milliardengewinn gelegen ist, erwarte ich Sie morgen abend im Adlon. Ich lasse die Gnädige tau- iendmol um Verzeihung bitten, daß ich ihr den Gatten zum Fest entführe, aber ich bin ihrer Vergebung gewiß, denn Business for ever! Als Bankiersgattin wird sie das begreifen! Sie kommen? Schön, das Hobe ich erwartet! Also auf frohes Wiedersehen und noch recht viel Vergnügen heute nacht." Das Vergnügen aber war gestört. Man trennte fich bald, unb jeder hing seinen Gedanken noch. Lorenzen mar ernst und schweigsam. IV. Mühlfeld empfing seinen Freund in einem eleganten Salon des Hotel Adlon. „Es freut mich, daß Sie gekommen sind, Thomas," sagte er, naclchem er seinem Gast eine Importe angeboten unb sich selbst einen Glimmstengel in bas stereotyp lachelnbe Gesicht gesteckt hatte. „Die Sache yat Eile unb wir müssen die Gelegenheit bem Schöps fassen. Also hören Sie: Es gilt, einen großen Hanbel mit Dänemark ins Werk zu setzen Warnemünbe ist ber günstigste Aus. suhrhasen für unter Unternehmen, bas zu ben erfolgreichsten gehört, zu betten bie Nachkriegszeit Veranlassung bietet. Nu passen Sie mal ganz genau auf, lieber Freunb. Sie verdienen heule ein anständiges Geld, aber die Mark wirb weiter sinken: sie stürzt, wie unschwer oorouszusehen ist, mit Ve hemenz m ben Abgrunb. Dann können Sie sich mit ben schönen bentschen Assignaten die Zimmer tapezieren laßen. Aber bas ist schließlich nicht Zweck ber Hebung. Auch bie besten Effekten nutzen nichts mehr hier in Wieseck wird von mancher Seite verbreitet, baß die Gemeinde einen wesentliche Teil zu den Kosten dieser sozialen Einrichtung aus ihren Eiirkunsten beizutragen Hobe. 2In Hand der votckiegenden Rechnung Konnte die äl „Haltbarkeit derartiger Behauptungen sestgestellt werden, wie es ja schon immer für jeden Ginfichtigen fest- stand: die Einnahmen betrugen bei diesem Kapitel 23 403,54 Mk. Diese Summe wird restlos vom Reich überwiesen. Die Ausgaben betrugen 24 359,71 Mk. Die ^RehrauSgaben erklären sich mit Sonderzuweisungen, wie Weihnachtsbethilfe usw., an Erwerbslose. Die Gemeinde Wieseck mit ihrer überwiegenden Arbeiterbevölkerung ist als Ävtgemeinde anerkannt unb demzufolge vom Ausbringen des einen Reuntel. wie im Reichs- geseh vorgesehen, befreit. Die allgemeine Ber° irxaltung weist eine Einnahme von 1318,13 Mk. auf, an Ausgaben stehen dem gegenüber 22 189,23 Mark. Die öffentlich? Sicherheit erforderte eine Ausgabe von 2160,25 Mk, vereinnahmt wurde nichts. Für das (Feuerlöschwesen trmr'ycn 2012,42 Mark ausgegcben, eingenommen wurden 400 Mk. AuS Z'iw:i'u!7gen steht bei der Armenpflege eine Einnahme von 1709,24 Mk. x-u Buch, die Ausgaben erforderten 8139,41 Mk. Dies ist ein Beweis, daß einesteils viel Armut vorhanden ist, auf der anderen Seite der Gemeinderat bestrebt war, der größten Rot abzuhrlfen. Die Schulen erbrachten ebenfalls aus Pleberweisungen eine Einnahme von 15 234,52 Mk., während die Ausgaben 33 430,92 Mk. erforderten. Die älnterhal- tun-g deS Gem^indefriekchoses machte eine Ausgabe von 1668.65 Mk. notwendig, die Einnahmen betrugen 370 Mk. Stark belastet wird die Rechnung durch die Unterhaltung der Straßen: hier steht einer Einnahme von nur 10 Mk. eine Ausgabe von 24 231,92 Mk. gegenüber, in Verbindung hiermit steht die Unterhaltung de8 Kanalnetzes, welche 4690,55 Mk. erforderte unb keine Einnahme erbrachte. Für Landwirtschaftszwecke wurden 482,96 Mk. vereinnahmt. Da dieser Betrieb seit jcher Zuschußbetrieb ist, machte sich eine Ausgabe von 6352,55 Mk. notwendig. Die Regelung der Grenzverhäktniste sah man in Einnahme mit 4712,40 Mk., in Ausgabe nut 3634,06 Bkark zu Buch stehen. Sin heutzutage wichtiges Kapitel ist die soziale Fürsorge (Unterstützung der Alt- icnte Sozialrentner). Aus Uederweisungen wurden 7495,57 Mk. vereinnahmt. Da die Gemeinde zu diesen Kosten einen Anteil beizutragen hat, beziffern fich hier die Ausgaben auf 10 607,46 Mk. Der der Gemeinde vvm Reich zugewiesene Anteil an Reichseinkvmmensteuem belauft sich insgesamt auf 28 674.22 Mk. Da die Umsatzsteuer usw. etwa 6000 Mk. ausmachen, brachte also die Lohnsteuer für die Gemeinde eine Einnahme von 20 000 Mk. Die Gemeindeumlagen einschließlich der Gebäudesondersteuev wiesen eine Einnahme von 66973,72 Mk. auf. Aus der Ausgabenseite stehen 17 171,02 Mk. Für dev. Ausgleichsfonds wurden 24 080,25 Mk. verausgabt. Die Betriebs rech nung schließt mit 217 932,24 Mk. in Ausgabe und 247,626,78 Mk. in Einnahme ab. In der Vermögensrechnung erscheint zunächst die Ausgabe für das errichtete Doppelwohnhaus. Dic Gefaintbatekosten belaufen fich auf 24 852,18 Mk Für den Erwerb von Straßengelände wurden 1453,15 Ml. auSgcgeben. Die RubrU Kapital- und Erneuerungsfonds brachte eine Einnahme von 34 958 33 Mk. und eine Ausgabe von 8653 Mk. Die Gesamtsumme der Abteilungen Betrieb und Vermögen schließt ab mit 282 585.11 Mt. als Einnahme und 252 890,57 Mk. als Ausgabe. Für 1925 verbleibt somit ein Rechnungsrest von 29 694,54 Mk. X Allenborf a.d.L., 23.Jan. Die Arbeiten der hiesigen Feldbereinigung sind nunmehr in ein neues Stadium getreten, da in diesen Tagen ber Wunschtermin für bie Interessenten abläuft. Die Pläne zur Ausführung bcs neuen Wegenetzes liegen ebenfalls offen, unb ein völlig neues Gemarkungs- bilb entsteht. Besonders verdient die große Erweiterung des Ortsbebauungsplanes hervorgehoben zu werben, so boß ein Mangel an Baugelände nicht mehr eintreten kann. Auf dem sog. Trieb ist ein großer Sportplatz geplant. br. Kesse I b a ch, 23. Ian. Der hiesige Turnverein bereitete mit seinem diesjährigen Wintervergnügen den Mitgliedern und Gästen einige sehr genußreiche Stunden. Die Vortragsfolge war vielseitig und abwechslungsreich zu- fanimengeftellt. Mit besonderem Interesse verfolgte inan die Aufführung ..Am Waldkrug", die mustergültig herausgcbrachl wurde. Sämtliche Darbietungen fanden lebhaften Beifall. Eine wenn der Staat feinen Bankerott erklärt, wozu es letzten Endes doch noch zu kommen scheint. Wer weise ist, baut vor. Seit das Bankgeheimnis aufgehoben ist, sind die Panzerplatten durchsichtig geworden. Deshalb, mein Lieber, ist es Pflicht der Selbfterhaltung, fein sauer verdientes Papier in solche Schätze umzuwechseln, die nicht von den Motten gefressen werden. Ich halte es außer Barem mit Gold, Platin und Steinen. Eine Anzahl meiner intimeren Freunde ist gleicher Ansicht. Kurz und gut, ich habe bereits im Mai ein kleine Sendung nach dem Ausland in Sicherheit gebracht. Aber die Sache muß organisiert w den! Selbst ist der Mann! Jede Banküberweisung , vom liebel, seit sie im Aus lande Hand in Hand mit den deutschen Behörden arbeiten, um die sogenannte Flucht steuerpflichtigen Vermögens ins Ausland zu verhindern. Aber ich werbe dem Herrn Fiskus ben Gefallen nicht tun, die Nutznießung bes mit meinem Risiko Verbienten seiner plumpen Raffsucht zu überlassen." Lorenzen würbe unruhig. ,Was Sie mir ba an= vertrauen, lieber Freund," sagte er erregt, „ist eine fengiige Geschichte. Indessen .ich habe kein Recht, Ihre Maßnahmen zu kritisieren, unb wenn —" „Unb wenn", unterbrach ihn Mühlfelb lachend, Jter deutsche Michel in Ihnen sich regt unb bie Stirn runzelt, so falten Sie um wie eine Fliege. Sie sind ein Pedant, mein Lieber! Aber tun Sie mir Öen e.nzigen Gefallen unb stellen Sie fich mal auf mein Denken «in! Jagen Sie bie Bedenken zum Teufel und feiern Sie die Feste, wie sie fallen. Feste leiern^ jetzt die smartneß und die Geschäftsklugheit alle Tage! Seien Sie kein Frosch, und machen Sie mit! Es gilt — wie nenn’ ich'v doch gleich, ohne Ihrer mimosenhaften Empfindlichkeit wehe zu tun — nun, cs gilt, ehrlich erworbenen Besitz systematisch vor ben Klauen bes Kuckucks zu bewahren. Wie bringen von April ab alle vierzehn Tage Sendungen der angebeuteten Art nach der dänischen Küste 'runter und nehmen außerdem noch eine Anzahl Ampullen mit Kokain an Bord. Wir —" „Wir verlassen", fiel ihm Lorenzen mit bebender Stemme ins Wart, „die Wege bes reellen Geschäfts und werben zu Verbrechern! Wir beteiligen uns an planmäßiger Bermögcnsvcrskhteppung unb betreiben Schiebungen in großem Ssil! _Fcbor! Wie können Sie mir so etwas raten! Sinb Sie denn so fe’te vom Zeitgeist angekränkelt, baß Sie nicht mehr wissen. Verlosung und Tanzvergnügen schlossen den schönen Abend, aus den der Verein mit Befriedigung zurückblicken kann. : Beuern. 23. Ian. Am Freitag abend hielt der hiesige Evang. Kirchengesangverein seine Generalversammlung ab. Der Schriftführer erstattete den Jahresbericht, aus dem folgendes zu entnehmen ist: An den wichtigen Sonntagen des Kirchenjahres und bei öffentlichen kirchlichen Trauungen seiner Mitglieder verschönerte der Verein durch vorgetragene Chöre unsere Gottesdienste. Am Sonntag vor Pftngsten wurde das Kirchengesangvereinsfest des Dekanats Girßcn in Beuern gefeiert. ES nahmen 10 Kirchengefcmgvereine daran teil. Am 21. Juni beteiligte sich unser Verein am VolksmissionSfest in Alkendvrs a. d. Lda. Am 19. Juli unternahm der Verein aus drei Leiterwagen eine Familienfahrt nach Lich und Kloster Arnsburg. Vei dem am 20. September vorigen Jahres in Gießen stattgefundenen Guftav-Adost-Fest wirkte der Verein mit bei den Massenchvren, die in der neuen Festhalle am Trieb gesungen wurden. Am 1. Weihnachtsfeiertage veranstaltete der Verein in der Kirche ein Konzert, daF^ich eines guten Besuches erfreute. Die Mitgliederzahl beträgt am Ende des Kalenderjahres 77 aktive und 82 Passive Personen, also insgesamt 159. Aus dem als mustergültig zu bezeichnenden Rech- nungsvericht des Dereinsrechners Reinhard R a n s t, war zu ersehen, daß der Verein in finanzieller B?ziehung gut dasteht. Mit zu dem günstigen Stand der Dereinskasse trägt auch der Umstand bei. daß namentlich von privater Seite der Verein gut unterstützt wird. So war u. a. das gesamte für das Weihnachtsionzert zu benötigende Rvtenmaterial von Mitgliedern und Freunden des Vereins gestistet worden. Wie alljährlich, so soll auch dieses Jahr wieder, und zwar im Februar, ein Familienabend statfindcn. Die Musik stellt das Orchester des Vereins. An diesem Familienabend sollen alle Gründer des Vereins (der Verein besteht seit 1886) und solche passiven Mitglieder, die dem Verein länger als 35 Jahre angehören, zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Aktive Sänger erhalten bereits nach 25 Jahren eine Ehrenurkunde. Der Der- einsrechner, Reinhard Ranft, wird die Geschichte des Vereins zusammenftellen. * Bersrod, 23. Ian. Die hiesige Ge°- meindejagd wurde an die seitherigen Pähler Wikh. Am en d und Martin Abermann von Gießen auf weitere sechs Jahre verpachtet. Der neue Pachtpreis beziffert sich auf 850 Mk. jährlich, gegen 400 Mk. pro Jahr bisher. Das Revier umfaßt 135 Hektar Wald und 300 Hektar Feld. o Göbelnrod, 25. Ian. Am Samstag wurde unser Dorf durch Feueralarm erschreckt. 3n dem Holzstall des StraßentvartLs Jäger, der in unmittelbarer Rühe de- Hauses des Landwirts und Kirchenvvrstehcrs Sann steht, war Feuer ausgebrochen, das bei dem starken Wind und den Breirnvorräten. die dort lagerten, eine ernste Gefahr für das Sannsche Haus bedeutete. Don bem Sohn des Besitzers alarmiert, war in wenigen Minuten die nötig? Hilfe da, und die glücklicherweise in Ordnung befindliche Wasserleitung lieferte daS nötige Wasser zur Bekämpfung des brennenden Schuppens. So konnte nach kurzer, anffrengenber Arbeit bei der Hilfsbereitschaft von jung unb alt das Feuer gelöscht werden. Verbrannt sind außer Holz, das nicht versichert war, einige lairdwirtschafüiche Geräte und Maschinen, bie in dem Schuppen aufbewahrt wurden, sie waren aber versichert. Heber bie Ursache bes Brandes verlautet, daß heiße Asche gezündet habe. Ein großes Glück war, daß der Branb am Sage ausbrach und gleich von ber Familie Jäger bemerkt wurde. * Lich, 23. Jan. Das vom Kriegerverein Lich veranstaltete Militärkonzert brachte ein volles Haus. Die Darbietungen der Gießener Militär-Kapelle unter Lei- tung ihres tüchtigen Obermufikmeisters W. S3 ö b c v fanden großen Anklang. Vor allem lösten dic alten Militärmär'che bei den Kameraden siäristen Brifall aus. Ebenso war bet Fliegervortrag am Abend sehr stark besucht: er wird wohl allen Besuchern sowohl der vollendeten Vortragsweise wie auch des Inhalts und der hervorragend klaren Bilder wegen unvergeßlich bleiben. Rach einem kurzen von Dr. Walter als Bezirksvorsitzendeir auf die KriegenrmerMchast Hassia und den Verein Lich ausgebrachten Spmrch ging man zum Tanz wie weit Sie in ber Sucht nach raschem Gewinn gehen bürfen? Gewiß, ich zweifle nicht: ein regelrechter Fischzug bieser Art bringt reiche Fänge — aber wo wäre bie 3winger.be Beweiskraft, bie ge» rabe mir bie Beteiligung an einem so einblütigen Unternehmen plausibel machte? Ich bin gutsituiert, mein Geschäft blüht, ich stehe in Ansehen unb soll bas auf Spiel setzen, oloß weil ich auf krummen Pfaben etwas rascher unb etwas mehr ernten kann als auf geraben? Nein, Feobor! Suchen Sie sich einen Desperabo für Ihre Pläne — ich bin nicht von ber Partie. Niemals!" Mühlfelb blieb ganz ruhig. Die hochgrabige Entrüstung seines Freunbes, vor bem er sich plötzlich so schamlos becouvrierte, schien ihn sogar zu belustigen. Er kniff bas linke Auge zu, blies Nauchringe in bie Luft unb sagte leichthin, inbem er sich in seinem Sessel wohlig behüte: „Verschwören Sie nichts, bester Freund! Alles Neue will begriffen fein, unb wenn Sie ruhig über meinen Dorscklafl nachbenken, werben Sie finben, baß er etwas Zwmgenbes hat. Wenn wir unb bie anberen, bie bas Geschäft mit- machen, unsere ehrlich erworbenen Kröten vor bem Fischreiher Staat, ber in seiner Unersättlichkeit beständig ben Schnabel aufhält, in Sicherheit bringen, so ist bas irnser gutes Recht. Soll ich mir bis zu 90 Prozent von meinem Erwerb wegfteuern lassen? I, baß ich reif wäre für bie Schellenkappe! Nein, mein Lieber, bas können Sie in Ihrem Loyalitäts- fonatismus nicht verlangen. Ich hoffe, Sie bekehren sich noch zu meiner Anschauung, benn ich gönne keinem mehr ben großen Gewinn, als gerabe Ihnen. Von Ihrem Nimbus, mein Lieber, werben Sie nichts einbüßen, Ihr Strahlcnglanz bleibt ohne Rost und Flecken, benn natürlich vermutet kein Zollwächter in bem Segel!utter, ben sich Herr Lorenzen nach meinen Angaben bauen läßt, hoppelte Wände unb Bexierbodcn! Laßen Sie mich ausreden, lieber Freund! Wieso ich gerade auf Sic verfalle, ben Mann mit dem großen Renommee und der palen- tierten Ehrlichkeit? Nun, lieber Lorenzen, das w.ll ich Ihnen sagen: Sie erscheinen mir geradezu prädestiniert, meine Pläne in großzügiger Manier ver- wirklichen zu helfen, benn Sie werden in allernächster Zeit bie Erfahrung machen, daß mit dem legitimen Sport ber Flachrennen nichts mehr los ist." (Fortsetzung folgt.) urib allgenreinen Teil über, her die Kameraden noch lange bei ben Klängen alter und neuer Weisen zusammenhielt mit her festen Absicht, diese Art der Veranstaltung unbedingt im Sommer zu wiederholen. — Die Lung ens euche hat in Lich weitere Opfer gefordert. Der Be- ständ des Landwirts Fritz Zimmer, acht Glück, nur selbst gezüchtetes 6 mmenthaler Dich, muhte, nachdem ein Tier notgschlachtet und b i diesem die Seuche amtlich einwandfrei f.'flgc leit war. ebenfalls abgeschlachtet werden. Selbst wenn, wie b.i bie.er S mche. die staatliche teil» die im Gange befindlichen Lahnregulie- Desitzers und Zück)tcr< immer ,in ein grnz bc- trächtlicher und in diesen für die Landwirtschaft an und für sich schlechten Zeiten doppelt schwer Dom Kr.iSixt.rinär mt Ge er sind die höchsten DeLinsektions- und Sperrmast'ia men erlassen, um einem weiteren .Umsichgreifen dieser gefährlichen Seuche vrrzubcugen. : Trais-Horloff, 23. 3on. Am 5rei= tagabend wurde im Saale der Wirtschaft Hahn der Del Helf ilm gezeigt. Der Saal war bis aus den letzten Platz dich! beseht, ein Beweis dafür. wie populär bereits die Veranstaltung geworden ist. Die Anstalt „Bethel" hätte t'ium ein besseres Mittel finden können, um Verständnis für ihr Wirken in weiteste VolkSlreise zu tragen, als diese Filmreihen. Daß für eine Sache, die man genau kennengelernt hat. Und deren Sinn man ersaht hat, auch die Gaben in Zutunsli reichlicher fliehen, liegt auf der Hand. Schliehlich darf auch die bildende Seite der Veranstaltung erwähnt werden, denn sie bedeutet für viele Land- bewvhner die einzige Gelegenheit, einmal lebende Vilder zu sehen. Auch uon den Filialdörfern Utphe und 3 n h c i b e n waren zahlreiche Besucher erschienen. Am Nachmittage war der Film bereits den Schulklassen der drei Dörfer vorgeführt worden. 111 b b e, 24. 3an. Der hiesige Krieger» verein hielt dieser Tage in der Wirtschaft Rühl seine diesjährige Hauptversammlung ab. Nachdem der Bereinsrechner, Beigeordneter Raab, den Rechnungsbericht erstattet hatte, wurde die Neuwahl des Vorstaiides vvr- genommen. Sämtliche Herren wurden auf drei Jahre wiedergewählt. Nach anfänglichen^ Sträuben war auch Gemeinderechner Karl Schäfer mit feiner Wiederwahl zum 1. Vorsitzenden einverstanden. Der Pflichtbezug des Vereinsorgans „Der hessische Kamerad", der auf der Tagung in Erbach beschlossen worden war, wurde für den hiesigen Verein nach längerer Aussprache abgelehnt. :: Bellersheim, 23. 3an. Der Mörder Adolf S t e u I wurde in aller Stille auf dem hiesigen Friedhof beerdigt. Es war dies sein letzter Wunsch gewesen, den er seinem Bruder gegenüber vor der Hinrichtung geäußert haben soll. Kreis Zricdbcr§. sf. Friedberg, 23. Jan. Der gestrige Vortrag im Volksbildungsverein brachte uns den zweiten Teil einer „Reise nach Spanien", die der Vortragende, Seminarlehrer Gatzert, im vergangenen Sommer unternommen hat. Mit Unterstützung einer großen Anzahl prachtvoller Lichtbilder, meistens noch Aufnahmen seines Reisegefährten, Studienrat Roth, lernten wir die Städte Toledo, Madrid, Salamanca, Segovia, Valladolid, Burgos, Tarragona bis zur Einschiffung in Barcelona kennen, vor unseren Augen entstanden die prachtvollen Kathedralen, Schlösser, und vielfach noch an die maurische Zeit erinnernden Bauwerke, ebenso die Lustschlösser Arranjuez und der Escorial. Eine Besteigung des Montserrat gab uns einen Uebecblick über die spanische Landschaft. Von beson- dciern Interesse waren die Schilderungen des spanischen Volkscharakters und der weitgehenden Gast steundschast; besonders angenehm berührte es, daß man in Spanien dem deutschen Wesen volles Verständnis entgegenbringt; so fehlen z. B. auf keinem Konzertprogramm die Namen deutscher Tonkünstler. Das überaus zahlreich erschienene Publikum Kben Ausführungen des Vortragenden mit stem Interesse und dankte durch reichen Beifall. -4 Bad-Nauheim, 23. 3an. Die Ho- tina (Hotelindustrie), der stärkste h esige Wirt-- schaftsverband. hielt ihre Hauptversammlung ab. Der geschäftliche Teil hatte sich in der Hauptsache mit der Vorstandswahl, vor allem mit der Wahl eines Vorsitzenden, zu befassen, da dieses Amt, seitdem Hotelier V. S ch a l l e r freiwillig zurück- getreten ist. verwaist gewesen ist. Ei-stimmig fiel die Neuwahl auf Hotelbesitzer Eilen berg. Der Geschäftsbericht wurde von Hotelier Ernst, dem Geschäftsführer der Vereinigung, erstattet. Steuerfragen und Fragen der Preisgestaltung im Hotelgewerbe wurden darin besonders beihandelt. 3n einem besonderen Referat ging dann der volksparteiliche Stadtverordnete Krauß nochmals ausführlicher auf die Steuer - und Derkehrsfragen ein. Die Steuer vom bebauten Grundbesitz bezeichnete er als untragbar, weil daS Hotelgewerbe am Platze im Winter ohne Einnahmen sei. Das hessische Finanzministerium habe denn auch eine Stundung bis zum Sommer zugestanden. Entgegenkommen habe das Ministerium auch inbezug auf die Visenkontrolle bei Ausländern gezeigt; da diese eine Behinderung für die Hotelinduftrie sei, seien Erleichterungen in Aussicht genommen. Bezüglich des Autoverkehrs sei zu erwarten, daß die im Interesse der Kur gehegten Wünsch? erfüllt würden. Die besonders hart vom Durchgangsverkehr betroffene Frankfurter Straße soll durch eine Umleitungsstraße entlastet worden, ein neues Ortsstatut über den Autoverkehr liege bereits dem Ministerium vor. Dringend gefordert werden müsse der Anschluß Bad-Nauheims an ein Ferngaswerk, da das jetzige Gaswerk den Anforderungen nicht mehr gewachsen sei und außerdem die Gefahr bestünde, daß der Gasbehälter stündlich in die Lust steigen könne. Es kann dazu noch gesagt werden, daß die Friedberger Stadtverwaltung dec Errichtung eines gemeinsamen Dezirksgaswerkes g ößte Sympathien entgegenbringt. Ob aber das Projekt, von dem schon lange gesprochen wird, bei der jetzigen Finanzlage zur Ausführung kommen kann, ist eine andere Frage. z£ Schwalheim. 23. 3ar. Einen Volts- unterhaltungsabend gab hier der Da d- Nauheimer Arbe'. tergesangverein „D o l k s ch o r" vor voll besetztem Saal. Die gesanglichen Leistungen des unter Leitung von Dipiom-Handelslehrer Barthel stehenden Gemischten Chors unb die inhaltreichen Theateraufführungen fanden lebhaften Anllang und dankbaren Beifall. *•* Gambach, 23. 3an. Auch in unserer Kirche fand jetzt die Vorführung des zweiten Teiles des Bethelfilmes statt. Die Cröfs- nungsansprache hielt der Orlsgeistliche, Pfarrer Graf. Die Wiedergabe der Bilder war sehr gut. Die Pausen wurden durch gemeinsame G<> sänge ausgefüllt. Der Posaunenchor unter der Le.tung seines Dirigenten Otto Klein begleitete den Gemeindegefang, brachte daneben auch noch andere Stücke zum Vortrag und trug dadurch erheblich zur Verschönerung der Feierstunde bei. Der Besuch war außerordentlich stark; nicht allein aus Gambach, sondern auch von den Nachbar- dorsern waren die Leute erschienen, um sich den Film anzufehen, so daß die Kirche die Grfchie- nenen taum zu fassen vermochte. Die Besucherzahl ist mit 850 eher zu niedrig alS zu hoch angegeben. KrciÄ Büdiltqcn. Büdingen 23. 3an. (WSN.) Das demokratische Ärcutag6mitg.i.b Dr. An drae. Ortenberg, hat den Antrag gestellt, die bisherigen Sätze der Tagegelder für die Kreis- tagsmit glie der aus die Hälfte zu reduzieren. )( Nidda, 23. Jan. Gestern nachmittag hielt der Verband der evangelischen St i r = chengesangocrcine im südöstlichen Oderhessen im Hotel „Traube" dahier eine Sitzung ab. Die zahlreiche Beschickung durch die Vereine legte beredtes 3eugniB von dem Interesse ab, das der Kirchengesangvcreinssache allenthalben enigegcngebrad)t wirb. Die Versammlung beschäftigte sich in der Hauptsache mit der Mhaltung der diesjährigen Verbandsfeier. Diese soll am 9. M a i in Büdingen stattfinden. Da die evan gclifchen Kirche in diesem Jahre des 250. Todestages Paul Gerhardts gedenkt, soll die Feier zu einer Paul ° Gerhardt - Gedenkfeier ausgestaltet iverden. In dem Festgottesdienst kommen die Lieder Paul Gerhardts „Die güldene Sonne", „Geduld ist euch vonnöten" und „Gib dich zufrieden und sei stille" als Masfenchöre in der Vertonung von Pfarrer Lic. Dr. Stumpf- Eschenrod zum Vortrag. Die Nachfeier wird das Thema „Glaube und Natur", das der Hauptredner behandeln wird, in Wort und Lied zur Durchführung bringen. Folgende Massenchöre sind hier vorgesehen: „Sotnmt laßt uns Christum ehren", „Herzlich tut mich erfreuen die liebe Sommerzeit" und „Der Maic, der Maie, bringt uns der Blümlein Diel". Die Cinzelchöre der Vereine werden Lieder von den Jahreszeiten vortragen. Da das vierstimmige Chorgesangbuch von Johannes Zahn nicht mehr den kirä-engesanglichen Forderungen unserer Zeit entspricht uno außerdem nicht mehr zu haben ist. will der Verband in Verbindung mit den Hessischen Kirchengesangveremen sämtliche Lieder des Buches nach und nach in schönerer Vertonung herauszubringen verfügen. Auch hier hat Pfarrer Stumpf seine Mitarbeit zugesagt. Dem Verband der Evangel. Kirchengesangvereine im südöstlichen Oberhessen stnd folgende Vereine angeschlosten: Büdingen, Nidda, Wallernhausen, Ober-Mockstadt, Glauberg, Ortenberg, Wenings, Gedern, Ober- -Seemen und Herchenhain. Nidda, 23. 3an. 3n dieser Woche wurden im Gasthaus zum Darmstädter Hof hier auf Anregung der Liga zum Schutz der deutschen Kultur zwei Vvrlräge gehalten. 3n sehr geschickter, tiefgründiger W.is? sprach Dr. Stier aus ©ief'cu über „Sozialismus". Ohne jede parteipolitisch? Kritik schild rte der Vortragende die Entstehung der sozialistischen Lchve und ihre Begründung durch Lasalle, Marx u. a. ihre Auswirkungen und Ergebnisse. Besondere Ausführungen widmete er der Sozialdemokratie und ihrer Stellungnahme vor, zu Anfang, während und seit Beendigung deS Weltkrieges. Der zweite Vortrag behandelte mit Lichtbildern „Siam, das Land des weißen Elefanten". Herr Grothe aus Gießen fesselte die recht zahlreichen Zuhörer mit seinen ausführlichen Berichten über Land und Bewohner, klimatische und wirtschof liche Verhältnisse dieses Landes, das er während feines zwanzigjährigen dortigen Aufenthalts als Hofphotogroph des ÄonigS von Siam so gründlich auS eigenen Wahrnehmungen kennen gelernt hat, wie wenige Europäer. — Gestern wurde hier der älteste Einwohner unserer Stadt, der ehemalige Schuhmacher und Landwirt HeinrichWag- ner II zur letzten Ruhe bestattet. Er hat ein Alter von 90 3ähren erreicht. 9 t Verstorbene war ein sehr fleißiger Mann, der sich großer Achtung und Beliebtheit erfreute, und ein Mitbegründer der Niddaer freiwilligen Feuerwehr. Die älteste Einwohnerin unserer Stadt ist eine noch sehr rüstige Witwe von 94 Jahren. th. Leidhecken, 23. 3an. 3n der letzten Sitzung, des hiesigen Gemeinderats wurde beschlossen, den Inhabern von All men de - grund stücken. die ihre Aecker bereits bestellt hatten und deren Wintersaat durch das Hochwasser vernichtet wurde, das Saatgut zu vergüten. — Dieser Tage war es ein Jahr her. daß der hiesige Raiffeisen-Verein gegründet wurde. Aus diesem Anlasse fand eine Heine Feier statt, bei der Direktor Doller vvm Friedberger Raiffeisen-Derband einen Vortrag hielt. £reis Alsfeld. *1* Flensungen, 22. 3an. Der evangelisch-kirchliche Frauenverein Fien- sungen-Merlau hielt gestern seine 9. Jahresversammlung ab. Der Verein, der dem Verband evangettsch-kirch.icher Frauenvereine Hessens angeschlossen ist. hat 50 Mitglieder und versammelt sich im Sommer alle Monate an einem Sonntag, im Winter 14tägig an einem Wochentage in Mücke. Vorsitzende ist Frau Schuman n, Mücke Die Dercinsabende sind au-- gefüllt mit einer biblischen Besprechung. Erörterung wichtiger kirchlicher Fragen und mit dem Lesen gediegenen UnIe.haltungSstofses. Der Verein beteiligte sich im abgelausenen 3ahr an den Verbandsversammlungen in Gießen, an dem Wartburgausslug und am Gießener Gustav- Adolf-Fest. Zur Festgabe an den Hauptverein der Gustav-Adolf-Sti tung sammelte er in seiner Mitte 37 Mk. 12 Mitglieder brachten 120 Ml. für das armenische HtlfSwerk der Dr. Lepfius- O.imt-M.f lvN zur Errettung eines armenischen Waisenkindes aus mohammedanischer Sklaverei auf. Für die in Gießen zu gründende „Zuflucht" will der Verein Hemden herstellen. Der geringe Vierteljahrsbeitrag von 20 Pf. soll eS allen Frauen ermöglichen, dem Verein anzugehören und durch ihre Teilnahme und Mitrirkung zu einem tebeni i en li ch ichen Gemeinde e en beizutragen. d" Bleidenrod, 23. Jan. Die diesjährige Jahresversammlung des hiesigen Gesangvereins Liederlranz nahm einen sehr zu- fricLenftellenden Verlauf. Bäckermeister Buch wurde als 1. Vorsitzender einstimmig wiedergewählt; er hat sich große Verdienste um den Verein erworben, dem er seit feiner Gründung vor- ftcht. Ebenso wurden die übrigen Vorstandsmitglieder einstimmig wiedergewählt. Rach der Erledigung deS geschäftlichen Teile- blieb man noch einige Zeit im bester SangeSfreundschaft beisammen. Bei dieser Gelegenheit zollte man besonderen Dank Herrn Lehrer Hautzenröder aus Burg-Gemünden, der den Verein unentgeltlich leitet. X3? Nieder-Gemünden, 23. Jan. Pfarrer Wörihhofser veranstaltete im Saale deS Gastwirts Schäfer dahier eine Abendunterhaltung in Gestalt eincS Lichtbildervortrags. Lehrer Schmoll sprach über die große französische Revolution Dom Jahve 1789 mit ihren fürchterlichen Greueln. Hervorragende Bilder auS dieser Zeit illustrierten den Vortrag. Anschließend wurden noch Bilder aus der Zeit Napoleons I. gezeigt. Starkenburg. WSN. Darmstadt, 23. Jan. Eine gut besuchte Versammlung, zu der Wirtschaftskreise der Stadt Darmstadt, und zwar der Kaufmännische Verein, der Onsgewerbevercin, die Vereinigung des Einzelhandels unb der Verkehrsverein eingeladen hatten, fand gestern abend in der Turnhalle am Woogsplatz statt. Nach der Begrüßungsansprache des Versaminiungsleitcrs, Dr. Wolf (Karlsruhe), sprach Studienrat Wörter mann (Geisenheim) über das Thema „G e m e i n d e b e st i m m u n g v - recht oder S el b st b e st i m m u n g s r e ch t". Seine Ausführungen, die sich gegen die Einführung des Gemeindebeftimmungsrechts wenden, bas eine Trockenlegung Deutschlanbs unbedingt zur Folge haben müsse, wurden von tebhaftem Beifall ausgenommen. In der Aussprache traten mehrere Anhänger der Antialkoholbewegung für die Einführung ' des Gemeindebestimmungsrechts ein. Die Versammlung, die mit Ausnahme einiger lärmender Zwischenrufe im allgemeinen ruhig verlief, nahm schließlich folgende Entschließung an: „Nach Anhören eines Vortrags über bas Gcmeindebestim rnungsrecht sind viele hundert Männer und Frauen der Stadt Darmstadt, die sich heute in der großen Turhalle versammelt haben, der Ueberzeugung, baß bie Einführung bes Gemeinbebestimmungsrechts für Deutschland kein Erfordernis und nicht einmal ein Segen fein mürbe. Die Geschichte der Antialkoholbewegung, befonbers in Amerika, läßt keinen Zweifel darüber zu, daß es den deutschen Anhängern des Gemeindebestimmungsrechts letzten Endes um die vollständige Trockenlegung Deutschlands zu tun ist. Wir verwahren uns mit Entschiedenheit gegen eine solche Bevormundung, die nach zuverlässigen Feststellungen in den trockenen Ländern alles andere als eine Hebung der Moral, Gesundheit unb allgemeinen Volkswohlfahrt zur Folge gehabt hat. Wir richten an den Reichskanzler, als den Chef der Reichsregierung, die dringende Aufforderung, den Artikel der Schankstättennovelle, der das Gemeinbebestimmungsrecht oorsieht, preisjugeben." Erbach, 23. Jan. (WSN.) Die Verschlechterung der ArbeitsMarktlage hält hier weiter an. Die Zahl der Erwerbslosen beträgt gegenwärtig rund 2800. Außerdem sind noch 800 Kurzarbeiter vorhanden. Groß-Gerau, 23. Jan. a । t ichen Zusammenlegung der Grundstücke soll der gesähr- liche Teil der Slrafe dergestalt verlegt werden, daß ihre Steigung wesentlich gemindert und bie Kurve ht ihrer Schürfe stark abgefchtoächt wird. Die hierfür in Aussicht genommene neue Linie ist dieser Tage durch einen Beamten bet KdeiSst raßenbauvetwaltung abgesteckt worden. g. Kl.-Rechtenbach, 23. Jan. Mit bet Vertretung des erkrankten und beurlaubten Lehrers Feldner ist bet Schulamts bewerbet Ludwig von Vollnkirchen feiten- der Regierung beauftragt worben. O Dornholzhausen, 23. Jan. Die hiesige Deineinbe Hal bekanntlich Im Frühjahr vorigen Jahre- mit der Gemeinde LanggönS einen Vertrag abgeschlossen, nach welchem sich beide Gemeinden verpflichtet haben, den Verbindungsweg zwischen hier und LanggönS chausseemähig auszubauen. Um den hier vorhandenen Arbeitslosen wieder Gelegenheit zur Beschäftigung zu geben, hat die Gemeiirdevertretung b schloff en, den von brr bie» figen Gemeinde auSzubauenden Teil ber Straße — im Lcmggönser Walde — möglichst bald in Angriff zu nehmen. Die Arbeit soll unter Inanspruchnahme der produktiven ErwerbS- lofenfütfotge ausgeführt werden. CS handelt sich um den Ausbau einer 500 Meter langen Teilstrecke. Der übrige Teil kann erst nach Beendigung der Zusammenlegung ausgebaut werden. — Der hiesige Radfahrer- verein „W anber lust" hatte sich eine Aufgabe gestellt, der gerecht geworden zu sein er sich rühmen kann. In der Turnhalle führte er an zwei Abenden das Doltsstuck „Andrea- Hofer" auf. Zahlreich war der Besuch der zweiten Vorstellung; besonders auch viele auswärtige Gaste hatten sich eingefunden. Die Vorstellung am Abend vorher galt mehr beit Vereinsmitgliedern und deren Familienangehörigen. Die Wiedergabe der Rollen war im allgemeinen gut. CS verdient anerkannt zu werden, daß der Verein die Veranstaltung eines solch ernsten Theaterstückes ohne Tanz bewerkstelligte. KrciS Marbnrfl. jl Marburg, 22. 3an. Unter dem Vorsitz des Landrats Schwebe! trat im LaudratS- amtSgcbäude der Kreistag zu einer erstmaligen Siatzung zusammen, die etwa neun Stunden in Anspruch nahm So brachte die Feststellung des Landwegebauetats, ber mit 137 000 Mk. abschloß, stundenlange Beratungen, weil zur BLfchästigung der immer mehr an* schwellenden Zahl ber Arbeitslosen noch besonders 300 000 Mk. beantragt waren. Es wurde bei der Bel'ämpfunq dieses Antrages hingewiesen auf die im Gange befindlichen Lahnrelulie- r u n g s p r o j e i t e v o n F r on h a u s e n an, die ettoa 1 500 000 Mk. kosten dürft n, und auf die zu erhoffenden Zuwendmtgen aus dec St r a f t f a b r- zeug steuer usw., fo daß dieser Sonderantvag, schließlich fiel. Die Ausdehnung der Fortbildungsschulpflicht aus die ländliche3u° ß en b tourbe auf Antvag des Abg. M i n k auf ein Jahr zurückgestellt. Die vegierungs- seitig geforderte Ermäßigung der Jagdfteuer fand scharfe Gegner, die auf die hohen Iagdpachtgelber hinwiesen. Die Vorlage wurde schlieWch genehmigt. Zu Kreisdeputier-- 1 en wurden Bürgermeister Wihn er- Kappel «Hess. ArbeitSgem.) und Schriftsetzer Weber- Marburg (Soz.) ernannt. Der Kreisausschuß setzt sich wie folgt zusammen: Gutsbesitzer Statter- Gissekberg, Hegemeister Kaufs mann-Bauerbach, Obermeist-r Rose-Marburg (Hess. 2r- beitsg.), Landwirt N a u - Beltershausen (Dem.), Gemerkschaftsbeamter Otto- Marburg und Lehrer Römer-Marbach (Soz.). Dillkreis. bl. Dicken, 23. Jan. Die Gemeinde beschloß, in diesem Jahre mit dem Dau einer Wasserversorgungsanlage zu beginnen. Man beablichtfgt, das Projekt durch die produktive Crwerbslosenfürsorge zu ordern, so daß ein Teil der Arbeitslosen bekräftigt werden kann. Malngau. Höchst a. M., 23. Jan. (WSN.) Am 16. Januar waren tm Bereich des hiesigen Arbeitsnachweises (Stadt und Kreis Höchst und Kreis Königstein) insgesamt 5658 arbeit» suchende Personen gemeldet, von denen sich 4711 in Erwerbslosenfürsorge befanden. Kirche und Schule. rL Hungen. 23. 3an. 3m „Eolmser Hof" fand unter Leitung von Dekan E n g e l» Obbornhofen die erste diesjährige Konferenz der evangelischen Geistlichen de- Dekanate- Hungen statt. Außer der Erledigurrg einer Reihe von amtlichen Angelegenheiten beschäftigte sich die Versammlung auf Grund eine- Vortrages von Pfarrer Na u m a n n - Melbach über „Die Jugendgerichts Hilfe" mit den bedeutsamen Fragen, die durch das neue Jugendwohl» fahrtSgesetz entstanden find. Buntes Allerlei. Selbstmord eines Schwans. Heber einen bemerkenswerten Vorgang, herüber die Tierseele einige Aufklärung zu geben imstande ist, berichten italienische Blätter. Schon ost hat man darüber in Fachkreisen gestritten, ob Tiere soweit einem Gefühl nachg^ben können, dah sie Selbstmord verüben, d. h., daß sie bewußt aus Trauer ihrem Leben ein Ende machen. Es ist klar, daß darüber die Ansichten geteilt sind, denn der bewußte Selbstmord eines Tieres würde ooraussetzen, dah das Tier wenigsten- im Instinkt die Vorstellung von dem Ende des Lebens durch den Tod hat. Wir müßten also dann beim Tier wie auch beim Menschen die Kenntnis des Unterschieds zwischen Leben und Tod annehmen. Nun ist die Tier-Psychologie allerdings in der letzten Zeit zu der Annahme gekommen, dah der Mensch von den seelischen Vorgängen im Tiere nicht richtig orientiert wäre, bzw. viel zu wenig im Tier vvraussetzte. Der Bericht der italienischeir Blätter über d?n Selbstmord eines Schwans, der natürlich viel angezweifelt wird, soll hier im Wortlaut folgen: (Sin paar wilde Schwäne liehen sich auf die offene Stelle eines kleinen Sees nieder. Nachdem sie hier von der Bevölkerung bemerkt worden waren, machten einige junge Leute Jagd auf sie, wobei das Weibchen einen tödlichen Schuh erhielt und bald starb. Das Männchen flog aber nicht erschreckt davon, sondern es versuchte mit aller Kraftanstrengung, da- Weibchen auf das Eis beß gefrorenen Sees zu ziehen, um es der Grau- sarnk.it der Verfolgung zu entreißen. Die Ueber- mocht der Menschen aber war zu groß, als daß p« Schwan hätte lange Widerstand leisten fön* »en. Anfangs hielten sich die Verfolger au- rück, da der männliche Schwan wie wütend um sich schlug und keinen Menschen in die Nähe des toten Dteibchens kommen ließ. , Endlich gelang »S mehreren Burschen durch List, mit Hilfe einer Schlinge sich des getöten Schwanes zu bemächtigen und mit der 'Deute davon zu laufen. Als nun das Männchen sah, daß ihm seine Gattin oeraubt war, erhob es sich, wie Augenzeugen berichten, hoch in die Lust und lieh sich plötzlich mit zusammengesalteten Schwingen, den Hals fest an den Leib gelegt, zur Erde stürzen, wo er mit zerbrochenen Gliedern tot liegen blieb. Die Tatsache, haft die Tiere ihren verwundeten Ehe- genossen mit aller Kraft verteidigen, ist mehrfach nicht nur durch Augenzeugen, sondern auch Lurch den Film fest gestellt worden. Erst jüngst wurde in einem Afrikafilm gezeigt, wie ein Seehund sich gegen die Verfolger des Weibchens mit aller Gewalt zur Wehr setzte. Da das Wissen um Leben und Tod allem Anschein nach nicht der äleberlegung entspringt, sondern ein Wissen an sich ist, so ist es wohl glaubhaft, daß dieser Vorfall vielleicht mit irgendwelchen seelischen Momenten zusammenhängt, die in dem Schwan vor sich gegangen sind. Wie bas Huhn pickt. Versuche mit Hühnern, die über das „Zielen bei Tieren" Aufschluß geben sollten, sind von D. Katz und H. H. Keller unternommen worden und haben zu interessanten Ergebnissen geführt. Hungrige Hühner wurden einzeln vor eine 10 Ztm. über dem Tisch horizontal angebrachte Drehscheibe gesetzt, auf deren Nand Reiskörner ziemlich dicht ausgestreut waren. Stand die Scheibe still, so pickte das Huhn etwa viermal in der Sekunde. Wurde die Scheibe gedreht, so daß die Körner mit einer Geschwindigkeit von 13 Ztm. in der Sekunde am Huhn vorbeiwandern, so pickt es noch fast ebenso oft, bei einer Geschwindigkeit von 33 Ztm. in der Sekunde nur noch 1,8 mal in der Sekunde, bei 66 Ztm. Geschwindigkeit nur 1 mal erfolgreich und bei 77 Ztm. und mehr pickte das Huhn überhaupt nicht mehr, sondern verlor jedes Sntereffe an der Scheibe. Das fast jedes Picken des Huhns mit Erfolg geschieht, so darf man annehmen, daß das Huhn in den Kömer- haufen nie aufs Geratewohl hineinpickt, sondern immer ein Körnchen aufs Korn nimmt, und nur pickt, wenn es genügend zielen kann. Das Huhn bevorzugte stets die am meisten zentral gelegenen Körner, die also am langsamsten vorbeiliefen, suchte sich also stets die leichteste Aufgabe aus. Das Zielen wurde nun dadurch erschwert, daß man das Gesichtsfeld des Huhns durch eine vor das Nad gesetzte Pappscheibe mit einem quadratischen Ausschnitt von 15 Ztm. Seitenlange einschränkte. Bei diesem verkürzten Seefeld leistete das Huhn bedeutend weniger, als es bei gleicher Dehungsgeschwindig- leit ohne Blende geleistet hatte. Ferner pickte es stets an der linken Grenze des Ausschnitts, in den die Körner von rechts her eintraten, und verschaffte sich so ein möglichst große Zielzeit. Auch bei anderen Versuchen stieg die Leistung stets mit der Länge der verfügbaren Zielzeit. War die Raddrehung zu schnell, so fing das Huhn zu scharren an und gab dabei „ärgerliche und ungeduldige Laute" von sich. Das Scharren wurde ganz augenscheinlich durch die Gesamtsituation „schwer erreichbares Futter" ausgelöst. Zuletzt wurde die menschliche Zielfahigkeit mit der des Huhnes verglichen. Versuchs- '* Personen sollten mit einem eingetauchten Pinsel schwarze Punkte nahe dem Radrande treffen; ' sie verhielten sich dabei unter gleichen Bedingungen den Hühnern recht ähnlich. Auch der Mensch zielt bei langsamer Drehung gut, bei rascher schlechter und klagt bei zu rascher Drehung über ein höchst peinliches Gefühl der Un« entschiedenheit. welchen der vielen erscheinenden Punkte er aufs Korn nehmen soll. Diese Anentschiedenheit wird so stark, daß man überhaupt darauf verzichtet, einen solchen bestimmten Punkt zu wählen. Wirtschaft. Der deutsche Außenhandel im Dezember 1925. Die im deutschen Außenhandel seit Monaten wieder deutlich erkennbare Tendenz der Besserung der Handelsbilanz hat auch im Dezember angehalten. Im Dezember ist die Handelsbilanz zum ersten Male seit August 1924 wieder aktiv. Der Ausfuhrüberschuß im Dezember beträgt insgesamt 3 4 Millionen Reichs- mark, im reinen Warenverkehr 36 Millionen Reichsmark. Im Jahre 1925 betrögt somit der Einfuhrüberschuß rund 4,3 Milliarden Reichsmark, im reinen Warenverkehr 3,6 Milliarden Reichsmark. Die reine Wareneinfuhr weift im Dezember gegenüber dem Bormonat einen Rückgang um 98 Millionen Reichsmark auf. Daran find alle Gruppen beteiligt, hauptsächlich jedoch Rohstoffe und halbfertige Waren (mit 60 Millionen Reichsmark) und Fertigwaren (mit 30 Millionen Reichsmark). Die reine Warenausfuhr zeigt im Dezember gegenüber dem Vormonat eine unwesentliche Zunahme (um 3 Millionen Reichsmark). Auch die Zusammensetzung der Ausfuhr hat sich nur geringfügig verändert. t • Interessengemeinschaft Far- beninbuflric A. - G., Frankfurt a. M. Das der Leopold Cassella G. m. b. H . Frankfurt 23,5* 48,5' 78,5' 70 5' 41 43,23* 88.5* 92,5* 111.5* 120.5 123,75 36 48* 78,75* 71* 82.5* 95,75* 6,9 99,5* 86 56 80 & Eo. in Mühlheim a. M. sieht sich, wie wir erfahren, veranlaßt, den Betrieb einzustellen. Ein Teil der Belegschaft und Angestellten wird von der Cassella G. m. b. H., in deren Besitz sich der größte Teil der Aktien des stillgelegten -Unternehm cnS befindet, übernommen. Börsenkurse. 57 72 75 85,75 । 99 4* .5,75 79 80.25* 95,75* 31 I 32 5 | 18. 29.5 Berliner Handelsgesellschaft - Commerz- und Prival-Bank Darms!. und Naiionaldank . Deullche Bank......... Deutsche BcrctnSbank .... DiLcomo Lommandlt . . . Mctallbanl.......... Mitteldeutsche Kreditbank. . Oeftcerrichilche Kreditanstalt. Weltbank ........ Bochumer Gaß ........ Buderus - - ....... Taro Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . tarpener Bergbau aluvcrke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln .... L'aurabütte ....... Oberbedarf. ......... Phontr Bergbau . Nheinuahl Ntebeck Montan ..... Tellus Bergbau..... . Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . . . . Theramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann..... Anglo-Tont. Guano Chemische Mäher Alapin . . I. G- ftarbeninbuftric, A.-G. Goldschmidt.......... Holzverkohlung RütgcrSwerkc Scheidcanstalt «00. ElekrrizttütS-Gcsellschaft Bergmann ........ Mainkrastwerke..... . . Schlickert . . , Siemens 4 HalSke ..... Adlcrwerkc Kicher ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt....... . Megntn. ....... . . . Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armamren . . Konservenfabrik Braun . . . MewNgesell'chast Frankfurt. Pet. Union A--G Schuhlabrik Herz...... Sichel. . . ...... Zellstoff Waldhof....... Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäusel . . . Frankfurt a.M. Berlin Schlug flurs l-Uhe- Run Schluh. nur« Anfang t't-. Datum: 23.1. | 25.1. 23. 1. 25. 1. 5% Deutsche Nctchsanlethe • 0.237 0.236 0.235 0.2375 4°/o Deutsche RcichSanleihe . — — 0.26 0,255 3’/,% Deutsche Reichsanlcihe 0,25 —- 0 255 0 2525 3% Deutsche Reichsanleihe . —- —• 0 3t 0,325 Deutsche Sparprämicnanlcihe 0.13 — 0,1375 — 4°/o Preußische KonsolS • • . ' .265 -- 0,2525 0,25 4° 0 Hessen ...... 0,19 — — — — Deutsche Äertb. Dollor-Anl. 90.25 — 91.75 — bto. Doll.-Schav-Antreilng.*) 08.6 • — 98,8 — 4»/. Unntftrfen......... 9,15 9,3 1 — 5% Goldmcrikaner ... . I - — Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. 23 ftan. 25. Jan. Amtliche Rott rung Amtliche Notierung Neld Briet Geld Brief «mst.-vton. 108,51 168.93 168,39 169,01 Buen.>AtreS 1,735 1.139 1.737 1,748 Brss.-Antw Iß.00 19,10 19 06 19,1 > Christiania. 85.34 85,50 85,25 85.38 Kopenhagen 103,87 104,13 103.82 104,08 Stockholm . 112,20 112,48 112.31 112,59 SelsingforS 10,513 10,585 10 547 10,58/ Italien. . 16,945 16,975 16.934 16,975 London. . 20,395 <0,447 -0.395 <50,4 4 7 Neuyork . . 4,195 4,215 4,105 4,20 Paris. . . 15.695 15,735 15,655 15,695 Schwei; . . 40.99 81,19 59.54 80 925 81.125 Spanien . 59,40 59.53 • 59,47 Japan . . . 1.871 1,8.5 1,867 1,871 Mio de Jan Wien in D-- 0.633 0.634 0.631 1.633 Cefl. abgest 59,05 59.19 69,04 59,18 Prag .... 12.416 12.450 12.41Ü 12,456 Äelzrad . . 7,42 7,44 7.42 7,41 Budapest. . i,87 6.89 6.873 5,893 Bulgarien 2,905 2.915 2,935 2,945 L'ffabon 21,225 21,275 ZI 2<5 21,275 Dan,ig. . 80.89 81.09 80.84 81.li .Qonftänttn. 1.215 2,225 2,195 2.205 VTtbcn 574 576 5.74 5.76 Kanada. . 4.188 1.198 4 188 4,198 Uruguay - 4.32i 4.335 4.305 4.315 Banknoten. Berlin, 23 Jan Geld Brief Amerikanische yiotee . . . .. «.116 4.216 Belgische Moten ....... 19 01 19 11 Dänische Noten ....... 103, 5 101,(7 Englische Noten........ Französische Noten...... 20,362 15,77 20,462 ti 85 Holländische Noten ...... 168.19 161.03 Italienische Noten ...... 16 92 17,0) Norwegische Noten...... Tcutsch-Ocsterr., ä 100 Kronen 85 14 85 ßli 58.93 59.23 Rumänische Noten...... — — Schwedische Noten ...... 111.97 112.53 Schweizer Noten....... 80.975 81.375 Spanische Noten ...... 59.15 59 45 Tschechoslowakische Noten . . 12.698 12.468 Ungarische Noteu . . . 5,83 5.87 f D i e Opelwerke in Rüsselsheim, Abteilung Fahrradbetrieb, arbeiten ab Dienstag. 26. Januar, wöchentlich wieder vier Tage. Die Belegschaft der übrigen Abteilungen arbeitet nach Bedarf. * D i eEntwicklung des preußischen Sparkassen wesens. Zufolge einer lieber- sicht der „Statistischen Korrespondenz" über den Stand der öffentlichen oder unter Staatsaufsicht stehenden Sparkassen Preußens im November 1925 hat die günstige Entwicklung der Ginlagenbestände im spar- und bankmäßigen Sparkassen- verkchr angehalten. Der Gesamtspareinlagenbestand hat sich um 52,6 Mill. Rm. oder um 5,3 Proz. vermehrt und mit 1051,1 Mill. Rm. die erste Milliarde etwas überschritt e n. Die Spareinlagen haben sich seit Beginn des Fahres 1925 um 645,6 Mill. Rm. erhöht; der absolute Rovemberzuwachs war um 2,01 Proz. größer als der des Vormonates, Ebenso hat der bankmäßige Verkehr der Sparkassen eine günstige Entwicklung genommen. Die Einzahlungen beliefen sich im Derichtsmonat auf 1348,0 Mill. Rm., die Auszahlungen auf 134,47 Mill. Rm., die Guthaben auf 597,7 Mill. Rm. Die Einzahlungen betrugen dabei das 2,3fache (gegen das 2,5fache im Oktober) der Guthaben. Abgesehen von Berlin. Riederschlesien, Sachsen, Hannover und Hessen- Rassau sind die Auszahlungen überall größer gewesen als die Einzahlungen. Frankfurter Börse. (®tgener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".') Frankfurt a. M., 25. Ilan.Tendenz: Uneinheitlich. — Die Befestigung der Tendenz der Börse machte zu Wochenbeginn nur vereinzelt weitere Fortschritte. Anregende Momente besonderer Art lagen nicht vor, doch wurde auf die wesentliche Verbesserung der deutschen Außenhandelsziffern im Monat Dezember verwiesen, woraus zu erkennen ist, daß die deutsche Außenhandelsbilanz seit 15 Monaten zum ersten Male wieder mit 34 Millionen Mark aktiv ist. Das Geschäft eröffnete zögernd und unsicher, und eine gewisse Zurückhaltung war unverkennbar. Das Hauptinteresse konzentrierte sich auf Montanwerte unter Führung von Rheinstahl, wo vereinzelt neue, aber geringe Gewinne zu verzeichnen waren. 3m übrigen hielten sich die Käufe und Verkäufe das Gleichgewicht, wodurch die Kurse trotz des ziemlich festen Untertones hin und her schwankten. Die Rückgänge hielten sich in engen Grenzen und gingen über 0,5 Prozent nicht hinaus. Chemie- werte waren stärker gefragt und konnten um 0,5 Prozent über der Samstagnotierung an» ziehen. Dagegen vermochten Elektroaktien ihre Gewinne nicht zu behaupten, und mit Ausnahme von Lahmeyer trdt bei allen Werten dieses Gebietes eine merkliche Abschwächung ein. Der Banken markt lag ruhig. Berliner Handel waren um 0,8 Prozent höher. Auch Schifffahrtswerte erfreuten sich wieder einer re» ?eren Rachfrage. Infolge von Ausland- ä u f e n konnten diese Werte durchschnittlich um 3 Prozent anziehen. Autoaktien waren wenig verändert. Zellstoffaktien uneinheitlich. Zuckeraktien lagen scharf im Angebot, besonders Badische Zucker und Frankenthal. Badische Zucker minus 5,2 Prozent. Der Kassa- markt der 3ndustriepapiere hatte eine feste Grundstimmung. Deutsche Anleihen blieben unverändert bei belanglosem Geschäft. Don den ausländischen Renten lagen Ungarn sehr fest. 3m Freiverkehr war die Stimmung etwas freundlicher, Beckerstahl 46, Deckerkohle 50, Benz 31, Brown-Doveri 55, Entreprise 10, Growag 48, Krügershall 88, Kabel Rheydt 110, Ufa 57, Ufra 58 Proz. 3m weiteren Verlaufe verstärkte sich die Unsicherheit. Das Geschäft, das zeitweise etwas lebhafter war, erlahmte bald, und die Kurse begannen unter verstärktem Angebot abzubröckeln. Am Geldmarkt war etwas Bedarf zu beobachten. Die Sätze waren aber für Tagesgeld unverändert 6, MonatSgeld 61/. bis 91/, Proz., je nach Adresse. Bei Monatsgeld ist also eine Verbilligung eingetreten. Bankdiskonten 61/8, 3ndustrie-Akzepte 71/4 Proz. 3m Devisenverkehr tag das englische Pfund weiter sehr fest mit 4,861/4 gegen Kabel. Paris war gegen London mit 130 eine Kleinigkeit abgeschwächt. Sonst waren keine nennenswerten Veränderungen zu verzeichnen. Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 25. Jan. Die heutige Börse eröffnete in abwartender Haltung. Die ersten amtlichen Kurse zeigten im allgemeinen nur unwesentliche Veränderungen. Selbst nm Elektromarkt, der letzthin stark beachtet war, erfolgten Gewinnmitnahmen. Auch die führenden Montanwerte bröckelten anfangs ab. Lebhafte Umsätze bei sehr festen Kursen hatten ungarische Renten aufzuweisen, wo größere' Käufe eines ersten hiesigen Bankhauses zur Ausführung gelangten. Daneben trat der Schifffahrtsmarkt aus feiner letzttägigen Reserve heraus. Hansa-Dampfschiffahrt und Hapag hatten bei der Aufwärtsbewegung die Führung. Als während der ersten Stunde dann bekannt wurde, daß die deutsche Außenhandelsbilanz im Monat Dezember zum ersten Male aktiv sei und einen Ausfuhrüberschuß von 34 Millionen Mark ausweist, setzte an der ganzen Börse eine neue Kaufbewegung ein, die dem ganzen Markt ein sehr festes Aussehen gab. Begünstigt wurde diese bessere Strömung durch das anhaltende Geldangebot. Trotz des herannahenden Ultimos haben die Berhältnisse am offenen Geldmärkte noch keine Veränderung erfahren. Tagesgeld blieb mit 6 bis 8 Prozent angeboten, Monatsgeld mit 8i bis 9} Prozent reichlich offeriert. Am Devisenmarkt lag Paris mit 130,50 gegen London etwas schwächer, während sonst keine nennenswerten Veränderungen eintraten. Frankfurter Ochlachtviehmarlt. (Eigener Drahtberich! des „©icßenev Anzeigers".) Frankfurt a. M., 25. 3an. Auftrieb: 1065 Stück Rinder, darunter 320 Ochsen, 27 (BuHcn, 718 Färsen und Kühe, 345 Kälber, 238 Schafe, 3778 Schweine. Rinder: Ochsen, Vollfleisch'ge ausgewachsene höchsten Schlacht- Werts 47 bis 53, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 36 bis 46, mäßig genährte junge und gut genährte altere 30 bis 35; Bullen, vollfleisch.ge ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 40 bis 48, vollst, jüngere 35 bis 39; Färsen und Kühe, vollsl. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 47 bis 53, vollf. ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 3ahren 38 bis 44, wenig gut entwickelte Färsen 35 bis 46, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 30 bis 37, mäßig genährte Kühe und Färsen 21 bis 28, gering genährte Kühe und Färsen 15 bis 20. Kalber: Feinste Mastkälber 67 bis 72, mittlere Mast- und beste Saugkälber 57 bis 63. geringere Mast- und gute Saugkälber 45 bis 55, geringe Saugkälber 40 bis 44. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 44 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 35 bis 43, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 27 bis 34. S chwe ine: Dollfl. von 80 bis 100 Kg. 76 bis 78, unter 80 Kg. 68 bis 75, von 100 bis 120 Kg. 77 bis 79, von 120 bis 150 Kg. 76 bis 78, Fettschwe-ine über 150 Kg. 76 bis 78, unreine Sauen und geschnittene Eber 65 bis 70. Marktverlauf: Schleppender Handel, bei Schweinen etwas Lieberstand. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers"^ Frankfurt a. M., 25. 3an. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 25,75 bis 26, Roggen, inländ. 17,50, Sommergerste für Bpauzwecke 22 bis 24, Hafer, inländ. 18,50 bifr 21,50, Mais gelb 20 bis 20,25, Weizenmehl inländ., Spez. 0 40,25 bis 40,50, Roggemnehl 25,75 bis 26,25, Weizenkleie 11, Roggenkleie 11,25, Erbsen 28 bis 34, Linsen 40 bis 70, Heu, süddeutsches, gut, trocken 9,50, Weizen-- und Roggenstroh 5 bis 6, Treber, getrocknet 18 bis 18,50. Tendenz schwächer. BücherLisch. - »Die Meister" (Deutsche Meister- Verlag, München), Heft 12: Aus dem „Heliand"; aus 3eremias Gottyelfs „Erlebnissen eines Schuldenbauern"; Adalbert Stifter, „Warenauslagen und Ankündigungen". — „Die schöne Literatur", heraus- gegeben von Will Vesper bei E. AvenariuS in Leipzig. — Das letzte Heft (vom 3anuar; Rr. 1 des 27. 3ahrgangs) bringt zum bevorstehenden 60. Geburtstage von Emil Strauß eine warmherzige Würdigung von Adolf v. Grolmann, die in folgendem Satz in etwa zusammenzufassen ist: „Emil Strauß ift. der reinste künstlerische Ausdruck der Landschaft und des Stammes, der seit der Römerzeit das alte, ursprüngliche Limes land war, rheinschwäbisch oder nordalemannisch, voll von Phantasie, Laune und Verständnis für lateinische Kultur, voll Südweh, Herb, sinnlich und versonnen, unpraktisch und unpolitisch, aber doch innerlich streng und zuchtvoll, der welschen Art wohlig-kritisch zugetan, aber ohne Liederlichkeit und „Kahelmacherei des Geistes", wie Thomas Mann das einmal knapp formuliert hat." Dankenswert ist die am Schluß des Aufsatzes von Wilh. Freis zusammengestellte Bibliographie. Recht aktuelle Probleme der zeitgenössischen Geistesgeschichtsschreibung schneidet W. von Einsiedel an („Gibt es eine Literaturwissenschaft?"); bemerkenswert ist die kritische Schätzung eines „Prominenten", Friedrich Gundolf, insbesondere hinsichtlich seiner Einstellung zu Stefan George und Heinrich von Kleist. Zum Schluß die sehr übersichtlich angeordnete, gut orientierende Ausstellung über die Neuerscheinungen auf der Bühne und dem Markt schöngeistiger und wissenschaftlicher Literatur. — „Stickereien und Spitze n". Herausgeber und Verlag Alexander Koch, Darmstadt. Diese „Blätter für kunstliebende Frauen" sind eine geschmackvoll ausgestattete und geschickt redigierte Zeitschrift, die ihr Spezialthema, Pflege der Stickerei- und Spitzenkunst, durchaus nicht einseitig, sondern abwechslungsreich und fesselnd, nicht trocken fachlich, sondern essayistisch und aphoristisch gewissermaßen, vor dem interessierten Leserinnenkreise ausbreitet; Hefte, deren jedes sein Arbeitsgebiet nicht allein modisch-hauswirtschaftlichen faßt, sondern zugleich von ästhetischen und kunsterzieherischen Gesichtspunkten aus (trefflich reproduziertes Dildmateriall) und die ganze duftige Angelegenheit in die notwendigen kunstgewerblichen Zusammenhänge rückt. — „DiedeutscheRordsee“. 3llustrierte Monatsschrift, amtliches Organ des Verbandes deutscher Rordseebäder, Sitz Rorderney; zweiter 3ahrgang, Heft 1 vom 3anuar 1926; herausgegeben von San.-Rat Dr. Gmelin, Wyk-Fohr- Südstrand. Rundfunk-Programm des frankfurter Senders. (Aus der „Radio-Umschau".) Dienstag, 26. Januar. 3.30 bis 4 llfjr: Die Stunde der 3ugenb. 4.30 bis 6 Ahr: Nachmittagskonzert des Hausorchesters: Zu Verdis Todestag. 6 bis 6.30 Uhr: Die Lesestunde. 6.30 bis 7 Ahr: Hebertragung von Kassel: Sechster Vortrag im Zyklus der Landwirtschaftskammer Kassel (Vortrag von Gartenbauinspektor Adolf Deckel: „Winter- arbeiten im Obstgarten"). 7 bis 7.30 Ahr: Funk- Hochschule Frankfurt: „Das Gefrierfleisch", Dor- trag von Regierungsrat Dr. Kuppelmayr, Direktor des Städtischen Schlacht- und Diehhofes. 7.30 bis 8 Ahr: Funkhochschule Frankfurt a. M.: „Die Dögel", Dortrag von Dr. R. MertenS. 8 bis 10 Ahr: Gastspiel des Stadttheaters Offenbach: „Das Musilantenmädel" (Operette in drei Akten von Georg Jarno). Winte;kur für 534Oss Nervenkranke u- Nervös-Erschöpfte. Spezialkitranelalt Hof heim i. Taunns bei Frankfurt a M. Prospekte durch Dr. M. Schulze- Kahleyets, Nervenarzt. AWllM Walltorstrahe 5 tgod morgen Dienstag w We. Wag, 06026.30000(1926 versteigere ich im „Löwen-, Neuenweg 28, 2 Uhr nachmittags: 3 Betten, 1 Sofa, 1 Kommode, 1 Pfeilerschränkchen mit Marmorplatte, 3 Näh. Maschinen (2 Stück neu), 1 Ofen, 2 Herde (l emailliert), 2 Gasherde (gebraucht), mehrere Milchkannen und Steinguttöpfe, 2 Trumeauspiegel, 1 Waichkommode, zwei Kinderbettstellen, Damenstrümpfe,Damen-, Kinder- und warme Kamelhaarschuhe, Velours- und Damen-Filzhüte, 1 Nenn- maschine Marke „Mars". 765D Versteigerung bestimmt. L. Hartmetz Auktionator und Taxator elephon 1414. Neuenweg 28. Zagdverpachtung. SamStag, den 30. Januar 1926, vormittags 10 Ahr. wird auf dem Rathaus in Atphe die Jagd her Gemeinde Atphe 396 ha groß und diejenige der Feldgemarkung Feldheim 374 ha groß, ab 7. Februar 1926 auf weitere 6 Jahre unter den bei der Verpachtung befannt- zugebenden Bedingungen verpachtet. Das Jagdgebiet der Gemeinde Atphe ist von Station Berstadt-Wohnbach in 20 Minuten und dasjenige der Jeldge- martung Feldheim von Station Inheiden in 5 Minuten zu erreichen. Atphe, den 22. Januar 1926. Dietz, 761D Bürgermeister und Gemarkungsvorsteher. Kaufe fcrfcüytap Angebote mit Beschreibung und Preis erbittet Schmitt, Schellnhof, Post Scholten (Oberhessen), Te'ephon 216. Ringsrete tonknrrennäbtae Nordhäuser Kaninvaksabrik sucht einen bet der elmcül. Kundschaft out eingesührten tttchi. u-zuverl. Vertreter bei guter Verdieuilmöglichkeit. ,«,!) R.LK.John, ttmuabaksabr. Nordbauscu. Wir suchen per sofort eine WWW und eine WAW für Kolonialwarengeschäft. Angebote mit Zeugnissen und Lichtbild an Kronen-Drogerie Karl Schott, Grünberg, (Hessen). 7590