Nr. ZOl Erster Blaff 176. Jahrgang ßrellag, 24. Dezember 1926 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen tnt und Verlag: vlM'scht UnIverfilSlr-vuch. enö Steiniruderei R. lange in Sieden. Schristieiinng und S-schäsirftelle: rchnlMade L Linahmr von Bnjetgev für die lageenumm.-r dis -um ‘Jiod)mittog vorher. Preis für \ rom hobt für Anzeioen oo.i 27 mm Drelle örtlich 8, au*®ärts 10 Deichspsennig, für Re» klameanleigen von 70 " m Dreile 35 Reichspfenmg, Playvorfchrifl 20' . mehr. Lhefredadleur Dr Friedr Will) Longe, tträntroorthd) iür *Dol tik Dr Fr Wilh Gange, für Feuilleton Dr Sy Ihpriot; für den übrigen Ic.l Ernst $lum|d)tin; für den An« jeigenteil i.Dertr H Deck, färntlid) in (Biegen. Erich »ini t ö g i i <±), flufjer Sonntag» und Fttenogs Beilagen. Ciefjenei FamtltendlLtter Heimat im DUd Die Scholle Jtonon«Ffjsgsrrxy?m6er an. Die andere Wurzel ist das nord sch? 3ulfest. Snn Sinn uxir von Hau- aus die Beschwörung der Sonne. Es sollte ihr auf dl-sem maa schon Wege Kraft zugeführl werdm, ihre keil fche Zeit zu überwinden und wieder den Aufstieg zu gewinnen. ES ist nun e ne häufige Erscheinung, bah religiöse Feste v.t wc'.lliche Umschlägen: wir brauchen nur an das Wort Kirchweihe zu denk-n. Do ist eS auch mit diesem 3ulfest gegangen. An die gottesdienstlichen Gebräuche schlossen sich Spiel und Scherz. Umzüge und Tänze an. bis diese schlich!ich alleine herrschten. Das 3.'l:est wurde zu einem rechten Aaudfeft. das Schmausereien und Trinkgelage zum 3nha!t halt?. — Daraus wurde unter mancherlei Einflüssen das liebe Haus- und Familienfest, das uns heute so froh macht. Heimkehr ins Elternhaus, frohes Zusammensein um d.m Weihnachtsba :m. h er und da auch ein junger Bund unter den Lichterbcum geschlossen — das ist das. was uns im ganzen als Gegenstand wcihnachtiicher Fre d' ver A igen steht. Und daS ist gut Wir haben in dieser Gegenwart, die die Menschen auseinanderreiht. eine solch: Simml'.ng nötig. Aber Darüber hinaus liegt noch ein höherer Gegenstand der Freude. Es ist der. dnn das christliche Fest ins Gedächtnis ruft. Es gilt einem. Der in Die Welt getreten ist als Träger einzigartiger Kräfte, die es wert sind, dah man ihrer in befer zeitlichen 6itf ernung noch dankbar gedenkt. Man sollte sich in allem frohen Lärm Der Tage einen Augenblick verwahren um sich ganz still ober mit einem Der lieben Weih- nachtslicder an Di fern höchsten Gegenstand Der Fre de auch selber zu freuen. Hoffnung. Zweierlei Absichten hegte man in jenen ältesten Zeiten mit all den Bräuchen. Die in Mittwinterzeit geübt wurden. Man wollte mit reich gedeckten Tischen Der Gottheit ein Opfer Darbringen. Damit sie Gedeihen im neuen 3ahre schenke. Es sollte ein gutes Dorzeichen für die nächste Zukunft sein, wenn man den winterlichen Maibaum errichtete. 11 nD Dann wollte man Die bösen Geister vertreiben. Die in der Dunkelsten Zeit Des 3ahres am ärgsten ihr Wesen trieben. Dazu tourte in Der römischen und in Der germanischen Welt allerlei Totenzauber getrieben. Ginsluß auf tie Zukunft galt e« ui gewinnen, dah in Haus und Feld und Stall Unheil abgewehrt und Gedeihen gesichert werde. 3n unserer Gegenwart wird zwar auch manche Hoffnung dieser Art gehegt. Die Das wirtschaftliche unD Das häus'iche Leben des einzelnen angeht. Aber über Dem allen steht, wenigstens für alle besseren Glieder unkres Bolk.'s. Die Hoffnung. Dah Das Reue Jahr uns als Bolk und Reich fördern und Der Hohe entgegenbringen möge. Wie nun Di? finsterste Zeit im 3ahr überwunden ist. so mag es jetzt oft heißen. möge auch Die Sonnenwende unseres staatlichen Lebens eingetreten fein - Allein was hat diese astronomische Sache mit unferm Reich au tun? Was ist jene Re^e mehr als ein schöner Vergleich. Der aus einem Sinnbild für einen Augenblick stimmungsvoll seine Rahrung zieht ohne allen Grund? Landau vor dem pariser liabinetkrat. Die dem Reichsaußenminister Dr. Stretemann nahestehende „Tägl. Rund« sch a u schreibt in einem sehr bemerkenswerten Artikel, der sich mit der politifd)en Seite des Landauer Urteile befaßt, es versiehe sich von selbst, daß die Affäre R o u z i e r nicht mit dem Abschluß des Gerichtsverfahrens ihr Bewenden haben könne. Es lei vielmehr unbedingt notwendig, daß jegt der Fall politisch behandelt und in eine Atmosphäre gehoben werde, in der das schreiende Unrecht, das in Germersheim und in Landau noch der Ansicht des gesamten deutschen Dolkes geschah, wenigstens zum gerangen Teil wieder gut« gemacht werden könne. Es stehe wohl fest, daß der deutsche Botschafter in Paris, Herr o. Hoesch, in diesem Sinne tätig sei, und daß er dauernd die Fühlung mit dem Auswärtigen Amt in Paris aufrecht- erhalle, um dort die Schwere des Falles und den Ernst der Vage in ihrer ganzen Bedeutung begreiflich zu machen. Eine bestimmte Forderung scheine Herr d. Hoesch nicht zu vertreten, da man es der Entscheidung der französischen Regierung Überlassen müsse, in welcher Weise sie dem fchwerbeleidigten deutschen RechlsgesÜhI eine Genugtuung geben wolle. Daß eine solche Genugtuung notwendig sei, daran roerbe'man wohl auch in Paris nach den diplomatischen Schritten, die dort erfolgten, nicht mehr zweifeln. Es läge nahe anzunehmen, daß die französische Regierung zum mindesten das. p r o o o « zierende Mißverhältnis beseitigen werde, das in der gleichzeitigen Freisprechung Rou- ziers und der Verurteilung der Angeklagten, zum Teil von Rouzier schwerverletzten Deutschen bestehe. Es läge durchaus im Interesse der Politik, Die Briand verfolge, wenn mehr geschehe. Germersheim fei kein Ruhmesblatt in der G e - f d) l d) t e der französischen Befatzungs« a r m e e. Je eher man das in der Befreiung der Einwohner von der Desatzungslaft zum Ausdruck bringe, desto besser. Frankreich habe aus dem Gebiete der Be- fatjungooerminberung noch ein feierlich gegebenes Versprechen elnzutöfen. Man solle nicht zögern, mit Germersheim den Anfang zu machen un*i diesen als ersten Schritt zu bctrad)len, dem die Räumung des besetzten Gebiets baldigst folgen müsse. Zu dem aber, was geschehen muh, möge man sich in Paris s o rasch als möglich entschließen, damit man den guten Willen sieht, dem Unheil, daß französisches Militär und französische M'iitärjustiz gestiftet haben, durch die Mittel der Politik entgegenzuwirken. Neue Anweisungen an Hoesch. Berlin. 23. Dez. Das „D. T." will wissen. D-ah Botschafter o. Hoesch nach seinem Besuch bei Derthelot von Den zuständigen Stellen Der Reichsregierung angewiesen worben sei. bei der französi.schen Regierung in Dem Sinne vorstellig zu werden. Daß sie im Falle Router einen Motzus linden möge. Der Der berechtigten Entrüstunng in Deutschland im Sinne einer Genugtuung Rechnung trage. Die Reichsregi.'rung selbst habe keine Dorschläge gemacht, weil sie die Auffassung vertrete, daß es Sache Frankreichs fein müffe. eine L ö - sung zu finden. Die auf eine Wiedergutmachung hinauslause. Heute Ministerrat in Paris. - Ho? ch bei PainleoS. Paris. 24. Dez. lWTB. Funlspruch.) Heute vormittag findet ein M l n i st e r r a t statt. Rach Dem ..Matin" soll er sich mit Der Frage des Urteilsspruchs von Landau beschäftigen. „Matin" glaubt ferner berichten zu können. Daß Botschalt?r v. Hoesch gestern abend nach 7 Uhr Kriegsminister P a i n l e v e einen privaten Besuch abgestattet habe. Da der Deutsche Boischa t:r bcsonDers vertrauens.o.le Beziehungen zu Painlevö unterhalte, habe er es offenbar für nützlich erachtet, mit Dem Chef Der >ran- zöf.schen Armee und Dem Ches Der franch,'ijchen Militärgerichtsbarkeit eine Besprechung zu führen. bei Der er sicher sein tonnte, daß beiderseits Der gleiche Wunsch herrschte. Die öffentliche Meinung wieder jju beruhigen. Herr v. Hoesch wolle offenbar nicht zulassen. daß das Werk' Der Deutsch-französischen Annäherung abhängig sei von dem Vorfall und seinen bedauerlichen Folgen. „Metin' glaubt, daß General © u i II a u m a l Befürworter einer Be» gnaDigung sei und daß sich wahrscheinlich der heutige Ministerrat mit seinem Dorschlag. allen Derurteilten von Landau Straf- e r l a ß zu gewähren, beschäftigen werde. Die Begnadigung würde schon am WeihnachtStage ausgesprochen werden. Da die verurteilten Deutschen Revision eingereicht haben, scheine man in juristischen Kre fen einzuwenden. vor Der Einreichung Der Revision über eine Begnadi- gungsmahnahme eine Entscheidung zu treffen, aber ein Präzedenzfall sei durch den Fall des Oe- nerals v. Rathusius geschaffen. Den Ministerpräsident Herriot begnadigt habe, trotzdem er bereits einen Revisionsa-ntrag unterzeichnet hatte. Zwiespalt im französischen Kabinett? Paris, 23. Dez. (TU.) D e Stfflungnahme der R e i chs r e g i e r u n g und ter deutschen O e f f e n 11 i d) fe 11 zum Landauer Ur.eil hat in Paris tiefen Eindruck gemacht und in politischen Kreisen starke Rervositäl he.- vorgerufen. Es hat Den Anschein, als wäre man an offizieller Stelle eher geneigt, durch einen Begnadigungsakt Den Eindruck Des VanDauer Urteils zu verwischen, als nochmals den ganzen Prozeß Durch eine höhere 3nstanz aufrollen zu lassen. Unlo trollierba.e Gerüchte wollen von einem neuen tiefen Zwiespalt innerhalb De« Kabinetts wissen. Man geht sogar so weit. P o i n c a r ö als Den 3 nspira 1 vr des Landauer Urteils zu bezeichnen. der auf diesem Wege versucht hätte, die Briandsche Außenpolit f zu desavouieren. General (Builloumat in Daris. Paris, 23. Dez. (WTB.) Der Oberbefehlshaber des Lefatzungsheeres in den Nhetnlanden, General Guillauniat, ist in Paris nngefommen. Die Reife steht in Verbindung mit dem Urteil des franzüf ifchen Kriegsgerichts in Landau. Die Freisprechung Nouziers rechtskräftig. Berlin, 23. Dez. (SIL) Die 24stündige Frist ist nunmehr abgelaufen, ohne dah die französische Anklagebeyörc« gegen das frei- sprechende Urteil im Falle Rouffer Revision ein- gelegt hat. Die Freisprechung Rouziers ist damit rechtskräftig geworden. Die sozialistiict e Pro e aklion qecen Cor bau. Beim Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands traf ßeftern abend folgendes Telegramm aus Paris em, als Antwort auf das Telegramm, das tags zuvor von den deutschen Sozial- bemofraten Muller, Wels und (Srifpicn an den französischen Parteivorstand gerichtet worden war: „Wir haben die Intervention sofort e i n g e l e 11 e t und haben gute Hoffnungen auf einen Erfolg. Paul Saure, Leon Blum." Spende für die Verurteilten von Germersheim Berlin. 23. Dez. lWB) 3m A-.schlich an eine Protestkundgebung des West au«- schusfes gegen das Landau.r Ur.eil (teilten der Berein Der Pfälzer in Berlin und der ReiHs- verband der Rhetnländer der Geschäftsstelle .Deutscher Rhein" l 000 M a r k zur Birfü^ung, die an Die Hin ter bliebenen Müllers unD Die Verurteilten von Germersheim. soweit sie b-dürftig sind, zu Weihnachten verteilt werden sollen. Wie ganz anders ist es, wenn wir uns wieder auf jenen Höhepunkt festlicher Gedanken besinnen. Zwischen Weihnachtsfreude und Zu- kunstshoffnung steht nicht ein leeres Sinnbild aus Der Rarur, dah alles wieder gui werden müsse, sondern eben jene geistige Kraft. Deren Gedächtnis im Mittelpunkt deS Festes steht. Wenn diese allgemeiner würde, wenn Zucht. Güte und Wahrhasttgkeit wüchsen in unferm Volk, dann erst hätte jene Hoffnung auch einen festen Grund und brauchte nicht bloß eine festliche Redensart zu bleiben, die keiner ernst zu nehmen hat. Liebe. Auch Die Gaben, Die wir uns zu Weihnachten schenken, haben ihre Geschichte. Auch sie hingen mit jenen Bräuchen und Zeremonien zusammen. Die Der Fruchtbarkeit galten. Man gab etwa Den Geistern, von Denen man Das Gedeihen des Feldes erwartete, Kuchen zu essen. Man veranstaltete Auszüge. bei Denen man Gaben brachte und Segenssprüche sagte. Wer kein Geschenk gab. Den trifft Unglück. Auch Die 3irlgaben galten derselben Aufgabe, Den Segen Der Ernte zu sichern. Segensrute und Früchte spielten Dabei eine Hauptrolle. Mit diesen Gaben ging es. wie es oft mit solchen Opfern ging. Als der Glaube an die Gaben heischende Gottheit aufbörte. gab man ihnen eine Wendung und verwandelte sie in Liebesgaben an Die Mitmenschen. Erst feit Dem 3a&re 1400 etwa fing man an sich zu beschenken: die Bescherung Der Kinder ist gar erst im sechzehnten 3ahrhundert aufgekommen. Sie war ursprünglich auf Den St. Nikolaustag festgelegt, wovon wir noch Spuren zumal in katho.ifchen Gegenden haben. Aber Die prote tanlische Gei t- lichkeit hat das 3hre dazu getan, daß sie von dem Rikolaustag auf Den Christtag verlegt wurde. So schenken wir denn heute aus Liebe, nicht aus berechnendem Sinn, um Glitter freundlich -u stimmen. So viel höher dieser unser Brauch ist als jener heimische, es gibt noch einen höheren. Es liegt wieder im Geiste jener seelischen Kräfte. Die im Mittelpunkt des Festehs stehen, wenn wir nicht bloß Grben schenken. Die einen Rutz en bringen oder Freude machen seelischen Kräfte. Die im Mittelpunkt des Festes i tt)cnn wir uns seelisch ausgeben, wenn wir lieb haben in Dem Sinn Des Einen, von Dem Das Scft seinen schönsten Ramen hat. Gaben als Sinnbilder innigster Hingebung und Verbunden- heft, vergebende und vergessende Liebe, tragende aeduldige Liebe. Die immer paeder neu anfangen läbt. Die sich etwas zumutet von Selbstverleugnung und schweigender Güte — Das ist die Höhe Der Liebe. Freude. Hoffnung. Liebe. ... Dem Menschen ist nimmer fein Werl gerauht, solange er an kiese Drei Worte glaubt. Weihnachten. Don Dr. jur. Heinrich (9 e r I a n b. o. Professor Der Rechte an der Universität Jena. Wieder naht sich das Weihnachtssest. Die Kerzen flammen aus an den bunt geschmückten Bäumen, um die sich groß und klein drängt. Und in den Jubel der Kinder mischt sich Die Sehnsucht der Alten, die urewige Sehnsucht der der Kämpfe fo müden Menschheit nach dem Frieden auf Erden, den alle wollen, der aber nicht kommt, da zwar die Gedanken leicht beieinander wohnen, in der Welt der Tatsachen sich aber leider die Dinge hart und härter im Raume stoßen. Die Glocken läuten, die Lieder klingen. Aber können sie uns auch auf Augenblicke aus den irdischen Wirrnissen in die Sphäre des Ewigen erheben: der Tag ist doch da mit seiner Härte, seine Forderungen stehen unabweisbar von uns. Und die Botschaft des Glaubens hilft uns nicht über die Tatsachen des Wissens hinaus. Trotz ihrer Weihnachtsfreude ist die Zeit bitter e r n ft, und das Jahr geht trüb zu Ende, wie es begonnen hat. Sind wir nicht undankbar? Hst nicht bereits vieles besser geworden seit jenem surchtbarcn Oktobertag, da Prinz Max die Niederlage des deutschen Volkes der Welt verkündete, seit jenen unheilsvollen Nooernb r- tagen, da die alte Zeit der Schwäche und Hoffnungslosigkeit einer zermürbten Gegenwart zum Opfer fiel? Leben wir nicht heute in leidlich gesicherten Verhältnissen, ist nicht die wirtschaftliche Lage auch des einzelnen eine ganz andere als in den Stürmen der In- und Deflation? Und beginnt nicht auch in außenpolitischer Hinsicht die leise erste Spur einer Mer- genröte den kommenden Tag zu verkünden? Wer seine Gedanken und Sorgen auf Gegenwartsinteressen, auf den Tag einstellt, wird diese Fragen bejahen. Wer Politik auf lange Sicht, wer die Zukunft unseres Vclkes im Auge hat, muß sie verneinen. Gewiß, man muß Der Politik Stresernann einräumen, daß sie Augenblickserfolge zu buchen hat. Die Kontrollkornmissionet'. werden deutschen Boden, den sie lange genug geschändet haben, endgültig verlassen. Die Inoestigationsbestimmungen, wie man sie jetzt vereinbart hat, sind für Deutschland erträglich, obwohl man ja nicht übersehen sollte, daß im Hintergrund Immer noch die Frage Der Kontrolle der Rheinlande steht, eine Frage, die noch nicht gelöst ist, und die man, was bedenklich stimmt, besonderen Verhandlungen Der Rheinlandmächte vorbehalten hat. Daß Die so erzielten Erfolge erfreulich sind, wird kein Vernünftiger leugnen, und es ändert daran auch nichts die Tatsache, daß die letzten 2(b= rüftungsfragen, Deren Wichtigkeit nicht unter- schätzt werden darf, ebenfalls erst gelöst werden sollen. Aber all das Erreichte, was ist es gegenüber der deutschen Frage? Unter ihr verstehe ich die für uns unerträgliche Doppel- Tatsache, daß wir waffenlos gemacht und gehalten, wehrlos dem Zugriff des Mächtigeren ausgesetzt sind, und ferner, daß wir kein einheitliches Deutsches Reich mehr sind, da große Teile unseres Volkes gewaltsam und wider ihren Willen von uns losgeristen wurden und sich nicht mit uns vereinigen dürfen. • Sie deutsche 3 r r e D e n t a ist die europäische Schicksalsfrage, die gelöst werden muh, wenn der Frieden in Europa wahr werden soll. Ihrer Lösung sind wir im letzten Jahr keinen Schritt näher gekommen. Nach wie err kennt Die Gewaltpolitik unserer Gegner und namentlich unseres Erbf eindes Frankreich kein ' anderes Ziel ihrer Politik uns gegenüber, als uns darniederzuhalten, uns wehrlos und schwach zu machen für alle Zeiten, auch :o nn man uns eine gewisse wirtschaftliche Prosperi- töt schon im Hinblick auf unsere Kontributionen zuzubilligen nicht abgeneigt fein sollte. So stehen wir nach wie vor wehrlos und bedeutungslos in eingr roaffenftarrenben W^t, in einem Europa so krisenschwanger. daß in der Tat Der Völkerbund das letzte Mittel rt, um dem abermaligen Ausbruch des Wffl n- brandes vorzubeugen. Wohin wir feh-n, Gegensätze, vital für die einzelnen Völker, iin- uberbrütfbar, auf die Dauer mit Notwendigkeit zum gewaltsamen Austrag Dräng, nb. Da ist bie syrische Frage, in ber sich Encffanb und Frankreich als unversöhnliche Feinbe gegen- überstehen: ba bringt bas Mlttelmeeryr^bl"m und die entschlossene Erpansicnsoolitik Mussolinis Italien in Gegensatz auf ber ein-n Seite zu Frankreich, auf ber anberen Seite zu Jugoslawien. Wohin man hört, hört man von Rüstungen unb Truopenverschiebungen. Bünbnisse werben abgeschlossen, bie auch unter dem Namen der Freundschaits und Schiebs- oerträge ihren wahren politischen Zweck nicht mehr verbergen können. Konflikte von Weltbedeutung bereiten sich vor, von denen nur der Tor annehmen kann, Daß mir nicht in sie verstrickt werden sollten. Frieden auf Erden, läuten die Glocken, aber die Menschen wissen rüchts davon. Mehr als je gilt der Goethefche Vers: ^Krieg ist dos Losungswort!" Und selbst Dr. Wirth muß bekennen, daß man mit Pazi- fismus keine nationale Politik führen kann. So trüb wie das Bild unserer Außenpolitik, ja beinahe noch trüber bietet sich uns das Bild der Innenpolitik dar. Man sollte meinen, daß unsere verzweifelte außenpoli- tische Lage, die unser Volk in einen unerträglichen Zustand der Abhängigkeit von anderen Nationen versetzt hat, uns zur Räson, uns zur Einheit gebracht hätte. Das Gegenteil ist richtig. Zerrissener denn je feiern auch diesmal wir Deutsche Weihnachten. Und man täusche sich nicht: Don dem unheilvollen Stoß, den die Staatsautorität in den Novembertagcn 1918 erlitten hat, hat sie sich noch nicht wieder erholt. Die Revolution ist noch keineswegs endgültig gebändigt. Noch immer sind starke Kräfte am Werk, das entsetzliche Unheil blutigen Bürgerkrieges erneut über unser unglückliches Volk heraufzubeschwören, und die kommunistische Gefahr ist noch nicht vorüber. Noch immer treibt die Sozialdemokratie ihre unentwegte Klassenkampfpolitik, die Radikalisierung der Arbeitermassen und damit den inneren Unfrieden bedingt. Dazu kommt, daß die Parteiung, die Erb- und Todsünde der Deutschen immer kecker das Haupt erhebt. Unsere Jugend wird, ehe sie urteilskräftig ist, vergiftet, mit einem politischen Zank, dessen Unwürdigkeit nur durch seine gänzliche Unfruchtbarkeit übertroffen wird. Gerade jetzt hat die Sozialdemokratie die Reichsregierung lediglich aus Demagogie gestürzt, und wie weit die Parteiborniertheit' gehen kann, das beweist die Schande der Reichstagsverhandlung am 16. Dezember d. I., in der (zum mindesten objektiv) der Landesverrat feine verbrecherische Stimme auf der Reichstagstribüne erheben durfte, ein beschämendes Schauspiel, dos uns In den Augen des Auslandes nur verächtlich machen kann. Aber der Parteigötze ist es, dem alles gilt. Sie kennen kein Vaterland mehr, sie kennen nur noch die Partei. Außer in dieser Beziehung hat sich in dem letzten Jahre nichts geändert. Alle Vorschläge, die man gemacht hat. um die übermäßige Par- teiisierung der deutschen Verhältnisse zu verhindern, sind am Partciegoismus aller Parteien gescheitert. Resigniert muß man gestehen, daß eine Abhilfe von den Parteien nicht mehr zu erwarten ist. Keine von ihnen wagt, das entsetzlichste Wahlrecht, das der Rationalismus sich jemals ausgedacht hat, das Propor- tlonolwahlrecht, zu beseitigen: das Kinderwahl- rccht, welches die staatsrechtliche Mündigkeit vor die zivilrechtliche Mündigkeit gesetzt hat, bleibt bestehen, der Parlamentarismus in feiner Entartung von heute gilt als Tabu, und Die befreiende Tat, daß endlich entschlossene Männer, wenn auch auf die Gefahr hin einer neuen Parteigründung die Frage der Reform unseres heutigen Verfassungslebens in den Vordergrund gestellt hätten, läßt immer noch auf sich warten. Trübe sind die Zeiten, und doch brennen die Weihnachtskerzen so zauberhaft durch die Nacht, und es liegt das große Leuchten über den Kindern, die unsere Zukunft, unsere deutsche Zukunft sind. Die leuchten, weil sie glauben. Und so mag uns denn auch heute der Glaube Über die Wirrnisse der Zeit hinwegheben, der Glaube an unseres Volkes tiefste, beste Kräfte, die sich ollen Widerständen der Zeit zum Trotz doch noch einst siegreich durchsetzen müssen. Wir dürfen nicht verzagen, und dos Symbol des Christfestes, daß sich der Tag aus der tiefsten Rocht gebiert, rvge uns zum Snmbol des Lebens werden. Schwer sind die Schläge des Schicksals, die um5 getroffen haben, aber wenn auch langsam, so reift doch sicher der Charakter des einzelnen und des Volkes in der Zeit Der Not heran. Und so wird einst der Tag kommen, an dem dos ganze Gezänk von heute verstummt, in dem wir uns alle zusammenfinden in dem r«'ncn großen deutschen Gedanken, dem Gedanken an untere Einheit und an unsere Freiheit. Wenn dieser Tag kommt, wird es wirklich dos deutsche W?ihnacht"n sein, das dann unserem Volke beschert ist. Daß es kommt, daran wollen wir glauben, nicht nur in der Schwäche der Empfindung, sondern in dem Ernst der Stärke der Tot. In diesem Glauben muffen wir leben und wirken, und wenn auch die Erfolge, Die wir auf Diesem Wege er~’ngen, h"ute noch nicht wahrnehmbar sind, t * alte Lehre, daß steter Tropfen Den Stein huhlt. soll nicht vergessen werden und soll uns den Mut «eben, froh allem, was um uns herum geschieht, den Weg fortzuschreiten. Der uns dahin führt, wohin wir doch einmal kommen müssen: zum Ziel Der deutschen Freiheit. Polnisches Spitzeltum gegen Deutsche. D e ut h en, 23. Dez. (WTB.) Zu den Verhaft u n g e n von Mitgliedern der g e m i s ch 1 e n Kommission für Oberschlesten. erklärte daS deutsche Mitglied der Kommission, Lani rat L u k a s ch e k. einem Vertreter des WTB.: Die Darstellungen in der polnischen Presse über die Vorgänge am Mittwochabend entsprachen nicht den Tatsachen. Nachdem feit geraumer Zeit sein Haus durch einen Beamten der politischen Polizei bewacht worden fei, habe eine Persönlichkeit zweifelhaften AufeS ihm Dir gesamte Kor re- fponDenz, die General Le RonD mit Den Aufständischen und mit der Warschauer Regierung über die Vorder itunz des drit. t e n P u t s ch e s geführt habe, angeboten. Er sei sich klar gewesen, daß es sich dabei um ein organisiertes Spitzelmanöver handclie, um ihn in feiner neutralen Tätigkeit in Oberschlesien I unmöglich zu machen. Schließlich fei der aus dem Gleiwitzer Untersuchungsgefängnis entwichene Strafgefangene Thomas al- An.erhänvler erschienen, um ihn zu bewegen, sich mit ihm in einer Wirtschaft in Panownil zu treffen. Dies habe er a b g e l e h n t, da ec wußte, das) er dort verhaftet werden sollte, um sich nicht auf seine Exterritorialität berufen zu können. Thomas und ein ihn begicitender Unbekannter hätten dann Vvrgeschlagen, chm die Schriftstücke in f.'ir.ee Wohnung vorzulegen. Er müf.e ihnen aber zur Sicherheit wenigstens einen Scheck von 2303 Mc. aus händigen. ihn sich einen Beweis für das polnische Spitzeltum zu v:r chaf'en, habe er ihnen einen Scheck über den geforderten Betrag aus die Deutsche Bank in Kattrwiz aus- gestellt, den er auf den 21. Dezember Datierte, obwohl er gar nicht über ein Konto in dieser Höhe verfügte. Sväter seien die beiden Männer nicht mehr an ihn herangetreten. Den deutschen Staatsvertreter bei ter gemischten Kommission habe er bereits vorher auf die Bespitzelung aufmcnlcm gemacht: ebenso habe er dem Präsidenten Calonder von den Brrgänge Kenntnis gegeben. Ct londer für die deuts^en. Minderr,eils;chu!en. K a t t o w i tz, 23. Dez. (WTB ) Aus die am 25. September vom Deutschen Volksbund ein-gercichte Beschwerde Über d e Ablehnung der Anmeldungen für die deutschen Minderheitsschulen ist jetzt die Entscheidung des Präsidenten Calonder erfolgt. Sie ist in allen Punkten zugunsten d-s Beschwerdeführers ausgefallen. 3n Der Entscheidung wird festgestellt, Daß die Erklärung eines Erziehungsberechtigten über die Sprache des Kindes nicht nachgeprüst werden Darf. Ferner Wird festgestellt, daß die Ungültigkeitserklärung zu Anrecht erfolgt ist. soweit Ile auf einer Nachprüfung der Sprache Der Kinder beruhte und auf Grund der von den Erziehungsberechtigten auf diese Frage gegebenen Antworten festgestellt worben ist, Dai) Die Kinder nicht zur deutschen Minderheit gehören. Auf Grund Dieter tamit als ungültig bezeichneten Festitellung sind 5205 Anmeldungen als ungültig erklärt worden. Calonder entscheidet, daß diese 5205 Kinder unverzüglich den Minderheitsschulen zu überweisen sind, ebenso wie Die 1302 Kinder, deren Erziehungsberechtigte Der Vorladung nicht Folge geleistet haben. Vach einer DreSlauer Meldung Der „Voss. 3tg.“ erklärt Präsident Calonder am Schlüsse feiner Entscheidung gegen di? rechtswidrige Ausschließung deutschsprachiger Kinder vom Besuche der Minderheitsschulen, daß er, falls Die zuständigen polnischen Behörden seine Stellungnahme nicht annehmen, sich veranlaßt sehen würde, den Völkerbundsrat zu bitten, Den ganzen Rechtsstreit in feiner nächsten Session zu entscheiden. Deutschfeindliche Maßnahmen in Litauen. Königsberg, 23. Dez. (WTB.) Nach einer Meldung aus Memel wurden heute der Haupt- jchristleiter Robert L e u b n e r und seine Frau, sowie Redakteur Warm vom „Tiemeier Dampfboot" und Redakteur Heydekrug aus dem Memelgebiet a u s g e w i e s e n. Die Betroffenen haben bis zum 1. Januar 1927 das Gebiet zu verlassen. Gründe für die Maßnahme der Ausweisung wurden nicht angegeben. Reben den Redakteuren sind noch eine ganze Anzahl anderer deutscher Staatsangehöriger ausgewiesen worden. Die Berliner Blätter beschäftigen sicb eingehend mit diesen Ausweisungen und weisen darauf hin, daß diese Maßnahmen in scharfem Gegensätze zu den deutsch-freundlichen Erklärungen der neuen Machthaber in Litauen sichen. In den Kommentaren wird die Forderung laut, daß die deutsche Regierung unverzüglich gegen die Ausweisungen Protest erheben und die sofortige Aus- Heb u n g der Maßnahmen verlangen solle. Aus Mussoiinls Reich. Die Stellung des faszi stiften Generalsekretärs. Rom, 23. Dez. (Wolff.) Ein Dekret im »Amtsblatt" regelt Die Stellung Des Generalsekretärs Der Faszistischen Partei. Nach Dem ..Popelo Di Roma" gebührt auf Grund Dieses Dekrets Dem Generalsekretär Der Faszistiscken Partei Der Vortritt vor allen Botschaftern, außer rdenllichen Be- vollmäch'.igten unb außer rdentlich-en Gesandten beim König und zwar bei allen Hofempfänqea und sonstigen öffentlichen Feierlichkeiten. Rach demselben Bla.ie steht auf Grund dieses Dekretes dem Generalsekretär Der Faszistischea Partei Der Titel Exzellenz zu, weil durch Das Dekret Der Genecalsekvetär mit Den großen Würdenträgern Des Staates gleichgestellt werde. Die Prozesse gegen bieAttentäter R o m. 23. Dez. (WB.) Wie Die Zeitungen melden, wird am 3. Januar ein Sonberge r i ch t gelildes, das Die Anschläge auf Den Leiter Der Regierung aburteilen soll. Dieses Gericht wird aus fünf Konsuln der saszistifchen Miliz unter Dem Vorsitz Des Generals Sanna bestehen. Der Prozeß gegen Z a n i b o n i und General Capello wird am 25. Januar, Der gegen Luce11i am 22. Februar beginnen. Für Den Prozeß gegen Fräulein Gibson ist noch kein Tag bestimmt. Französische Dorsichss- matznahmen. Paris, 23. D.z. (WTB.) In Der .Libertü" schreibt 3aq es Bainvllle: Aach den Besuch, Den Der ita.i.n fche Botschafter nach fxn?r Rückkehr aus Rom Briand abgeftatt’t tot, ist die üble Sackgasse, in Di: D.e fra izösisch-ttalirnifchen Beziehung.m geraten waren. D-rchschritten worben. Aichtsdestow.miger ist es wahr. Daß, um jeden Zwischenfall zu vecmeidm. de französische Regierung an der Alpen- Grenze weite, e militärische Vorsichts- maßna hmen getroffen hat. M'.n gehl so weil, zu behaupten, Daß 203 0)0 Ma rn zwtsch n Aiz^a und Grenoble verteil! fein soll.n. All Des g.sch cht nicht ohne irgend: nm OrunD. D r kr egerilche W tausbruch unserer Linksp.nrt ien. Der Jtaf.cn und alsdann Frankreich au De.ensivrnaßnnhmen getrieben hat. wird uns sicherlich sehr teuer zu stehen kommen. Bus Italien geflüchtet. Zürich, 23. Dez. (Schweizerische Depeschen- agentur.) Der italienische frühere Abgcordnete Advokat Guido Miglioii, Mitglied der Katholischen Bolk-vartei Italiens, überschritt trotz strenger Bewachung durch die Miliz die Grenze. Seit einigen Monaten wurde er, rote er erzählt, von der Polizei überwacht und hätte in diesen Tagen Deportiert werden sollen. Miglioli begibt sich nach Paris. Unter den katholischen Flüchtlingen befindet sich auch Gilardi, der Direktor des Jnsti- tnts für Kriegsblinde in Mailand. Gilardi ist Inhaber verschiedener Ehrenmcdaillen und Kriegsaus- Zeichnungen. Seine flucht führte ihn über den Bernina-Paß, aber seine Freunde in Der Schweiz sind bis jetzt ohne Nachricht über fein Verbleiben. Briand fährt n'cht nach Oslo. Paris, 23. Dez. (WTB.) Haoas meldet aus Oslo. Briand habe wissen lassen, daß er sich zur Entgegennahme des Nobelpreises nicht nach Oslo begeben könne, da es ihm feine Pflichten augenblicklich nicht erlauben, Paris zu verlassen. Reichskanzler a. D. Luther in Berlin. Berlin, 23. Dez. (TU.) Reichskanzler a. D. Dr. Luther ist heute mittag mit Dem Bremer Zug um 1,06 Uhr in Begleitung des Staatssekretärs a. D. Dr. Kempner auf Dem Lehrter Bahnhof in Berlin einaetroffrn. Zu seiner Begrüßung hatten sich auf dem Bahnhof in Vertretung deS Reichskanzlers Staatssekretär Dr. D ü n d e r vorn Auswar.igen Amt. Geheimrat de Haas, ferner Rftchswirtschaftsminlster Dr. CuxtiuS, Vertreter Der Deutschen Lufthansa, sowie Der chilenisch: Gesandt« ei.tgefun^en. 3n frischen humorvollen Worten äufprte sich Dr. Luther über Den Erfolg seiner Reise. Bevorstehender Minister- rüchtritt in Bayern. Regensburg, 23. Dez. (WB) Der „Regensburger Anzeiger" bii ;gt eine Meldung über Den bevorstehenden Rücktritt des bayerischen HanDelsmlnisters Dr. von Meincl, Der seit einigen Tagen einen unbefristeten Urlaub angclre.cn hat. Ob überhaupt noch ein Rach.olger ernannt werde, stehe noch nicht fest, da man Die Zusammenlegung einiger Winisterien erwäge. Bayerns Weihnachtsgrutz an die Pfalz. München, 23. Dez. (WTB.) Der bayerische Ministerpräsident Dr. Held richtete an die pfälzische Bevölkerung einen Weihnacht-- aruß, in dem es heißt. Was in Germersheim trotz Locarno und Thoiry geschehen und was mit dem entsetzlichen Urteil des französischen Militärgerichts in Landau gutgeheißen worden ist, widerspricht aller Befriedungsarbeit verantwortungsbewußter Staatsmänner, allem Recht- und Gerechtigkeitsgefühl, ja aller Menschlichleit. Ich bin mir bewußt, daß die Pfälzer, die in staunenswerter Opferwilligkeit schon so viel in der langen Leidenszeit ertragen haben, auch durch dieses Urteil sich nicht zu unüberlegten Worten und Taten hinreißen lassen. Möge das Urteil von Landau der Welt zum Bewußtsein bringen, was es für ein Kulturvolk bedeutet, beinahe ein Jahrzehnt unter der Herrschaft fremden Militärs zu leiden. Dr. Held schließt mit dem Wunsche, daß bald der Tag der Freiheit und des Friedens auch für die Pfalz kommen möge. Dafür in Wort und Tat zu wirken, werde vornehmste Aufgabe Der bayerischen Regierung fein. Ein Auslieserungsverlangen der Franzosen. Berlin. 23. Dez. (WB.) Zu Der aus Mainz kommen Del Meldung, Daß Die Rheinland- k o m in i s s i o n auf Grund Des Landauer Kriegsgerichtsurteils die Auslieferung des im Abwesenheitsverfahren zu zwei Jahren Gefängnis verurteilten MattheS .gefördert habe, können wir auf Grund unserer Erkundigunqen an zuständiger Stelle folgendes feststellen: Das Auslieferungsersuchen gegen MattheS ist nicht erst jetzt auf Grund des Landauer Urteils, sondern schon vor vier Wochen auf Grund der gegen ihn erhobenen Anklage gemäß Artikel 4 Des RheinlandabkommrnS durch ein Schreiben D?8 französischen Oberkvmmifsars an Den Rcichskommi'sar für Die besetzten rheinischen Gebiete vom 26. November gestellt worden. Das Aaslie'erungS rfuchen ist gegenstandslos. Da MatthcS. Der Durch die Verwundung ci/ue schwere Gehirn Verletzung davongetragen hat. in nichttransportfähigem Zustand in der Heidelbir^er A.üae.sitätSklinik darnieDerliegt. 5>:m französischen Ersuchen ist daher auch bisher amtlicy nicht näherge» treten worden. Austritt des Reiches aus den Iunkerswerken Berlin. 23. Dez. (SU.) Wie die Sek- grapijen-Union er.äh-t, sind D.e Verhandlungen zum Abschluß gesinnten, wonach das Reich bereits am f. Januar 1927 aus Den Junik ers-Unternehmungen aussHeidet. Die Einzelheiten der Abmachungen stehen noch nicht ganz fest. Wahrsche nlich wirD daS Reich eine gewisse Summe an die Junkerswerke zahlen. Freigabe deutschen Eigentums durch Frankreich. Berlin, 23. Dez. (TU.) Gestern abenb ist durch Notenaustausch zwischen dem Auswärtigen Amt und der französischen Botschaft eine deutsch-französische Vereinbarung über die beschleunigte Abwicklung de? Ausgleichsverfahrens in Krast gefetzt worden. Es handelt sich um ein umfangreiches, zahl, reiche technische Einzelpunkte behandelndes Abkommen, über das im Oktober dieses Jahres in Berlin zwischen einer deutschen und einer französischen Delegat an verbandelt und eine Einigung erzielt worden ist. Bei dieser Gelegenheit hat die französische Regierung die Erklärung abgegeben, daß sie das auf Grund des Bersailler Vertrages unter Sequester gestellte deutsche Eigentum, soweit dessen Liquidation am 30. Oktober 1926 noch nicht eingele.tat worden war, frei gibt und bei dcn, jen.gen deutschen Dermögensstückcn, die bis zu dies.m Tage nicht unter Sequester gestellt worden sind, endgültig auf ihr L i q u i d a t i v n s r e ch t verzichtet. Irn übrigen hat sich die französische Regierung berett erflärt, an Deutschland die Heber» schüsse auszuzahlen. Die aus den Liquidationserlösen nach Abdeckung gewisser, nach dem Versailler Vertrag auf ihnen ruhenden Verbindlichkeiten verbleiben. Die Behandlung der Eigentums» vorlageim ameriKanischenSenat W a f f) i n g t o n. 24. Dez. (WTB. Funk- spruch.) Wie in Kre.s.n Des amerikanischen Senats verbautet, sollen nach Den Feiertagen im Senat Bemühungen unt:rnommcn werden, um eine baldige ErleDigung der Eigentumsvorlage Herbci uühren. Aus Erkürungen des Senators 2 o r a h geht hcraor. Daß er voraussichtlich Die Vorlage unttrstützen werde, sofern einige Aenderungcn an ihr vor- genommen werden. Landung amerikanischer Matrosen in N'caragua. Washington. 23. Dez. Wie das EtaatS- Deparrernent m.Heilt, ist ein* Abt: lang a m e r i - kanischer Matrosen im Bzr.e von R i v Grande in Nicaragua gelandet tort'.e.i, um Leben und Qigcntum Der Amerikaner und Dar Übrigen A-sländer za schützm. Der Fremdenhah in China. London. 23. Dez. (Wolfst) Die „Daikh Mail" meldet au8 Äiuliang^ 123 Meilen südöstlich von Hankau, die a uirl ünVerse i n d l i ch e Stimmung fei durch erneute bolschewistische Propaganda si ä r k e r geworden. Die Lage an Ort und Stelle sei zwar äußerlich ziemlich ruhig, doch sehr ernst. Aus Anraten deS britischen Konsuls sei Die ausländische Niederlassung In Kuling — zehn Meilen von Kiuliang — von Den Einwohnern geräumt toorDen. Die meisten von ihnen gingen nach Schanghai. Ein britischer Zerstörer und ein britisches Kanonenboot, ein amerikanisches HilsS- schiss und zwei japanische Kanonenboote lagen im Hasen von Kiukiang. Peking. 23. Dez. (Wolf.) (Reuter.) Obwohl das britische Memorandum über Die Politik gegenüber China, in welchem eine gemäßigte Politik Der Signatarmächt- vorgcschlagen wird, noch gar nicht veröffentlicht ist. erklärt schon heute das Organ der Kuomintang-Partei. „Dolkstriou-e". ka ego'.isch daß die britischen Vorschläge vom Standpunkt Der chinesischen Rationalbe^egung durchaus abzu- lehnen seien. Das klare Ergebnis des neuen Angebotes könne nur darin bestehen, die bereits scharse Stellungnahme des chinesischen Volkes gegenüber seinem imperialistischen Feind noch zu verstärken. Verschlimmerung im Befinden des Mikado. Tokio, 23. Dez. (WTB.) Der Regent und die hohen Palastbeainten sind an das Krankenlager des Kaisers gerufen worden. Rach dem ärztlichen Bericht läßt Die Herztätigkeit nach. Der Vuls geht unregelmäßig und die Atemtätigkeit ist beschleunigt. 2lus aller Welt. Der lob auf den Schienen. Au» Aschafsenburg wird gemeldet: Auf dem Bahnhas Hösbach (Spessart) hat sich ein tödlicher Unglückssa11 ereignet. Die Frau des Sägewerksbesitzers Sauer war nach Hösbach gegangen, um Wcihnachseinkäufe zu besorgen. Auf dem Rückwege schlug sie den Weg den Bahngltisen entlang ein. Da die Strecke gegenwärtig umgebaut wird, scheint die Frau in der Dunkelheit auf dcn schwer passierbaren Wea dem Gleise etwas zu nahe gekommen zu sein, wobei sie von einer Lokomotive ersaßt und zur Seite geschleudert wurde. Die Frau hat dabei so schwere Verätzungen am Kopfe erlitten, daß sie verstorben ist. Die Leiche wurde erst am anderen Morgen von Bahnarbeitern fiefunben, da der Ehemann angenommen hatte, daß eine Frau bei feinen Elfern in Hösbach übernachtet habe. Der Stier Im Neckar. Aus Heidelberg wird gemeldet: Auf dem Schlierbacher Bahnhof wollt« ein Metzg r- meister einen Stier a.sladen, was mit groß.ui Schwierigkeiten verbunden war. Der Sücr wurde lo rabiat daß eS dem Mrtzgermeister nur mit Mühe gelang, in einen Hauszang zu flüchten. Das Tier raste dann d:n Neckar en g gen, fpr.mg in die Fluten und schwamm eins D ert.IftuiD' sm Wasser herum, wodurch sein Mut abgekühlt wurde. Dann stieg es wieder an Land und fügte sich ruhig der Fei'tn'hme. Tödlicher Aukounsall. Zwischen Rüdeeheim und Geisenheim geriet ein löjäßrlger Friseurlehrling. Der sich mit feinem Rade auf dem Wege nach Hause befind, in der Dunkel- heit unter ein Personenauto. Dem jungen Manne wurde dieSchädeldeckeeingedri'ckt, so daß der Tod aus der Stelle eintrat. Den Wagen- lenker soll keine Schuld treffen. Schweres Autounglück bei wesek. Auf Der Chaussee W.,el— Rees ereignete sich ein schweres Autounglück Infrlge der großen Glätte geri?t ein Auto Der Essener Schutzpolizei ins Schleudern und schluq um. Hierbei wurde ein Oberleutnant auf Der Stelle getötet, während Der Chauffeur, ein Oberwachtmeister ft>- wie ein LanDjäger s chwe r verletzt würben. Gvotzfeuer. AuS unbekannter alrsache brach, wie au8 Nürnberg gemeldet wird, In der Nähe von Stegaurach ein ScheunenbranD au8. Der sich auf benachbarte Gebäude ausdehnte und Dem insgesamt acht Gebäude zum Opfer fielen. Der Schaden beträgt rund 103 003 Mk. Neuer Prozeß Schulz-Klapprokh. Der tllitterfuchun^äri^ter beim Landgericht Berlin HI hatte im Hinblick auf Die bei den Landsberger Prozessen getroffenen Feststellungen kse Voruntersuchung In den Fällen Leutnant Sand, Wilms und L e g n e r, die bereits geschlossen war, von neuem eröffnet, Da weitere Ermittlungen sich alK notwen.lz erwiesen. Nunmehr ist, wie eine Korrespondenz erfährt, di« W ff An der Spitze stehen KriigerolÄ rv>U de ti»i«t> wirkenden Zusatz, Engros: E. Buth. Ladwlfstr. 42. (fl992ld Voruntersuchung Im Falle WilmS endgültig geschlossen Worten und die Hauptt>erhandlung wird im Laufe des Januar vor dem Schwurgericht beim Landgericht Berlin 111 durchgeführt werden. Tngek.'agt sind neben Oberleutnant Schulz und Klapp roth u. o. Ob:r.eutnant Fuhrmann. Leutnant v. Pof ec und der er t in diesem Jahr verhaftete Fel vrbel ülmhofer. Großer Stilen betrug. Die die ,Doil. 3-0-" meldet, ist in Berlin eine umfangrich: Akt en.ä sch :ni aufgedeckt worden. Dem Blatte zufolge handelt es sich um di: Fälschung von Aktien der galizischen Karl-Ludwigbahn. Ei er d r Verkäufer der durch Sternpclentsernung wertvo.ler gemachtrn Ak im i't in einer Derli nr 0-Bank angrhaltei und rerhastet worden. Die Spuren der Fälschungen sollen nach Dien und Qfrrrlin führen. Dreifacher Mord io Riga. Die aus Riga ge.neldri wird, drang in einer der belebtesten Straften Aigas eine Rätcher- ,unde in d:n La>en eines SchärhwarenhSndlerS :in und ermordete den Besitzer, seine Frau und die Verkäuferin. Di-? Räuber plünderten den Laben aus und entkamen unerkannt. 3rod Schmuggler in den Mlpen verschwunden. Beim Großen St. Bernhard, in der Nähe des Col Mcnouoe, sind zwei Schmuggler d e r« ! ch w u n d e n. Die Schmugglerbande war am Man« lag von Allain, das am rechten Ufer des Bouthier- fluffes im Aostatal liegt, in der Morgenfrühe auf- gebrochen, um sich über den Col Menouoe nach Bourg St. Pierre auf schweizerisches Gebiet zu begeben, dort Kasfve und Tabak zu kaufen und die Ware nach Italien au fchmuggcln. Dienstag vor» mittag waren die Schmuggler wieder auf dem Col Menouoe. Sie wurden dort von einem heftigen Schneesturm überrascht. Sieben Schmuggler konnten sich in Sicherheit bringen während zwei verschwunden sind und auch von Mönchen trotz eifriger Nach» forfdjung nicht gefunden werden konnten. Iltis der Provinzialhaupiftadt. Gießen, den 24. Dezember 1923. Weihnachten. Die ucier deS WeihnachtSsestes begegnet da keinen Zweifeln und Bedenken, wo kleine Kinder unter dem £6 ri ft bäume spielen. Da ist am Heiligen Abend alles Freude und Freden. Wochenlang haben die Kinder diesem Abend entgegengc sehen und mit staunenden Dliclen die Weihnachtsvorberritungen begle ttt. Wenn daS Abendrot am Himmel steht, sagt ihnen die Mutter: Jetzt 6adt das Christlind die Lebkuchen für Weihnachten: dec Rikolaus, der am 6. Dezember im langen Mantel, mit schneeweißem Bart und mit dem Zwerch sack in das Haus kommt, bringt die Vorfreude brt Festes. Am Heiligen Abend ist die Seele KririeZ voller Jubel. Hosseittlich gibt es in D.mtschland keine „verständtgen" Eltern mehr, die ihren Kirchern zu Weihnachten nur „praktische" Geschenke geben und keine Spielsachen, nicht w ssend, daß daS Spielen die gottgewollte Beschäftigung des Kindes ist und daß die Baukasten, die hölzernen Pferde, die Puppen und die Puppenstuben die Phantasie des Ki.cheS mächt g anregen und seinen Geist bilden. In die Seele der Erwachsenen, die mit Kindern den Heiligen Abend verleben, bringt etwas von dem Glück der ersten LebenSiahre. das, wenn die Zeit dahineilt, so rasch im schassen Luftzug der Dirk.ichkeit untergeht. Anders ist eS, wo Menschen, die daS Leben lennen und nicht mehr gewillt sind, sich Illusionen hinzugeben, den 24. Dezember verorin- gen. Sie bringen der These, daß Weihnachten bas Fest Der Freude. deS Friedens und der Liede sci, den ftäriften Zweifel entgegen. Wie kann Freude in einer Welt fein, die so viele Mängel hat: Armut und Krankheit, Aoschied- nehmen und Sterben, Irrungen und Wirrungen. Ebensowenig kann der Leoenskundige an Der Tatsache vorüberae he,i, haft die 1900 Jahre Christentum Der Wett nichts weniger als Liebe und Frieden gebracht Haden. Die Kultur hat fugenommen, nicht aber Die Gesittung. Gerade etzt vergeht In deutschen Landen fast kein Tag, an dem nicht ein Todesurteil ausgesprochen werden muft, täglich stohen wir auf Rachrichten von schweren Verfehlungen gegen das uralte Gotteügebot: Du sollst nicht töten. Mar yon Schenkendors hat uns ein schönes Weih- nachtälied gegeben, aber auch ein Wort gesagt, das für unsere Zeit besonders paßt: „Es liegt Die Welt gebeugt, gebrüdt In namenlosen Wehe t. Dein Licht, o Herr, ist sehr entrückt, ihr Licht scheint auszugchcn. Wollst endlich sie erlösen von der Gewalt deS Bösen!" Hm Weihnachten feiern zu können, müssen wir aus die alte, schlichte biblisch« Verkündigung zurüclgehen. Als Die Zeit erfüllt war. so tautet Diefe Heriüntlgung, sandte Gott feinen Sohn, Damit tle Welt durch ihn selig wurde. Die alten Theologen haben, wenn fte des Deih- nachtsfef.es gedachten, von der Menschwerdung Christi geredet, von der Vereinigung seiner göttlichen mit seiner menschlichen Ratur. Zwischen Den ©leftener und Den Tübinger Professoren de- Theologie wurde im Anfang bei 18. Jahihu;oert3 ein graftet Str:it über Diese Frage Gtugeiragen. In Formeln, Die uns manchmal srltsam anmuten, haben diese Gelehrten die grösite Tatsache der Weltgeschichte zum Ausdruct gebracht. Man braucht mit solchen Formeln nicht '' operieren, wenn man sich an die Wirklichkeit Diese Wirklichkeit ist, haft uns durch JesuS - groften Rätsel unseres Lebens gelöst werden, a komme ich her. wo gehe ich hin. fragt sich r nachdenkliche Mensch, Jesus sagt: „Aus ' t-Hand in GotteS Hand". Das grösite :fcl auf Erden sind vir uns selbst. Jesus t unS in ebenso schlichter wie tiefer Weise, w.r Kinder Gottes sind. Jesus ist unser weiser, indem er In seiner unverg e.chl.chen predigt zu uns sagt: „Gehet ein durch enge Pforte. Denn Die Pforte ist eng und •r Weg ist schmal, Der jum Leben führt". :fu3 hat uns Gnade und Vergebung zugesagt, _>c;;n wir vom rechten Wege abgeirrt sind: wer zu ihm kommt, Den will er nicht hinaus- stoften. Jesus verheißt der Seele Frieden, und es ist eine Erfahrungstatsache, haft durch chn unzählige Menschen auf den Weg des inneren, des göttlichen Friedens geführt worden sind. Dabei bedarf es keiner graften Anstrengung, keines mühevollen Verfahrens, wenn ein Mensch durch Jcsus zu Gott kommen will. Meister Eckart, der grafte Predig:r des 14. Jahrhunderts. hat gesagt: „In allen Kreaturen ist etwas von Gott aber erst in der Seele ist Gott göttlich. sie ist feine Ruhestatt. Er selber hat ein solches Bedürfnis nach unserer Liebe, daß er uns au sich lockt mit allem, was irgend taugt, uns heimzubringen. fei es Gemach oder älngemach. Trutzt Golt, haft er je etwas ü. :r uns verhängt, womit er uns nicht zu sich lockt". Daft trotzdem Freude. Frieden und Liebe noch nicht überall die Herzen erfüllen, wird durch eine Feststellung klar, Die sich in Dem Prologe deS Evangeliums des Johannes findet, da hnftt es von Dem Heiland: Gr kam in fein Eigentr und Die Seinen nahmen ihn nicht auf. Erl wenn Der flatue Erdball zu Oefu Fügen liegt, wenn alle Seelen von ihm sich leiten lassen, w.rd Die Feier des Weihnacht-festes auf leinen Zwefel mehr st oft en. H. B. Die Lichlerkirche. Ein Rückblick auf die Jugendzeit Von H. Kraushaar. .06 der Schnee über Weihnachten wohl liegen bleibt?" Das ist di: Frage, die unS Buben schon tagelang beschäftigt. Er ballt sich nicht und knistert unter den Schritten der kleinen unb graften Leute. Ohne Schnee wären es nur halbe Weihnachten I Lind die Zeit, auf die sich jung und alt schon wochenlang frcut, kommt näher und näher. Rur noch wenige Tage trmneix uns davon. Endlich ist der letzte Schultag Dal Mit Frier» tagsstimmung gehen wir in die Klasse. Roch ist es dunkel, um so heller und lieblicher strahlt das Adventskreuz, dessen 24 Kerzen wir heute morgen anjünben und ab ernenn en. Wir singen die alten schönen Weihnachtslieder, der Lehrer liest uns Weihnachtsgeschichien vor und entlässt unS scchlieftlich mit dem Wunsche, daft da- Christ- kind jedem von urs etwas bringen möge. Mit mancherlci Doräeveitrigen vergeht der letzte Tag und der W.ihnachtsabend ist Dal Alle sind in festlicher und gehobener Stimmung. Früher als sonst wird daS Vieh gefüttert. Eiliger und williger als gewohnt, erfüllen wir Buven unsere IRinen täglichen Pflichten: das Hereintragen des Holmes, daS Mahlen Der Dickwurz, bas Heurupfen für die Feierlage. Unb kaum ist ales geschehen, da ruft Die Mutter zum Essen und mahnt zur Eile: denn ,es wird gleich läuten". Ach ja, zur Lichterkirche geht es! Man iftt sich nur halbsatt,' denn nach Der Kirche gibt cs ja Blätzchen. Man darf heute abend länger aus- bleiben und um zehn Uhr gibt es Kaffer mit frischem Kuchen. Ich kann mich ja gar nicht satt essen: so freudig erregt bin ich AuS dem Wandschränkchen nehme ich mein Gesangbuch ziehe meine roten Stauchen (Stauchen = Pulswärmer) mit der schauen Verzierung aus weihen Perlchen a.t, die mir das Christkind letztes Jahr brachte, und schon pscist es brauften! Das ist mein Freund, der mich zur Kirche abholen will. Unterwegs tr:ffen wir noch einige Buben, und im Laufschritt eilen wir dorthin. Sie ist schon hell erleuchtet, aber noch verschloßen. Wir gehen ans Fenster heran uitb sehen dem Kirchendiener zu, wie er Den graften W:ih- nachtSbaum auf dem Altar anzündet und es immer Heller und wund rjarer wiro. ,Voritzes Jahr war der Baum gröfter", meint mein Sreur£> Heinrich: sein Vater ist Holzhauer und hat schon jedes Jahr den Baum besorgt. Wir Buben bezweifeln das aber gar nicht; denn uns liegt wenig Daran, ob er gröfter ober klei.aer ift Wir haben ihn wieder einmal, und das ist uns krieHaupt- sache. Da schlägt es siebenmal vom Kirchturm, die Türen werden geöffnet unb die Glocken beginnen zu läuten. Laut und stark, aber doch so feierlich (lingen sie über das stille Dorf. Unsere Herzen pochen freudig und wir treten ein in den lichterfüllten Raum. Und mm Das Staunen und Wundern! Die Aufregung läftt uns nicht schweigen. Dir wenden keinen Blick von dem strahlenden Daum, zählen dir Kerzen unb bedauern jede, die etwas schief steht unb tropft. Und immer mehr Leute kommen herein. Das Gotteshaus füllt sich Man drückt sich zusammen, um ben zuletzt Angekommenen noch Platz zu schaffen. Gar mancher ist heute abend hier. Den man fönst nie hier sieht. Dir Lichlerkirche zieht alle in ihren füften Bann. Zwar ist es kalt, bitterkalt: man sieht den Atem der Menschen gleich einer weiften Wolke aus der Rase kommen. Ader, was tuts! Man erträgt es gern. Ein ver- wi.rendes Gesumme ter vielen S.i nmen, hier und Da, besonders bei den jungen Mädchen, Höri man ein leises Kichern und Lachen! Da wird es auf einmal still: der Pfarrer tritt ein unb Die Orgel erhebt ihre Stimme. Sie braust gewaltig uTio ein AnDachtsschauer rieselt mir über Den Rücken. Der Mann, der dort oben solche Musik machen kann, scheint mir beneidenswert unb Die wichtigste Persönlichkeit heute abend zu sein. Und Die Orgeltöne rauschen und wogen, erfüllen Die menschengefüllte Halle und jubilieren i>nen zu: .Christus ist geboren!" Dann setzt sie plötzlich ab, geht über in ein enzelgleiches leises Singer. Dir aber stellen uns zurecht, husten noch einmal und dann erklingt es aus 33 Kiniterkehlen: „ßrilfe Rächt, heilige Rächt". Rir sangen wir es inniger, nie mit mehr Andacht als in der Lichterkirche. Die schade, daft es nur Drei Giro- phen sind! Die Predigt kann uns nicht kurz genug fein. Dir hören nicht allzu aufmerksam hin. Untere Blicke hängen immer noch gebannt an dem strahlenden Krrzenbaum una Den E.rgel- figuren, die ihn schmücken. Auch bi: Erwachsenen wollen heute weniger hören als selber handeln, unb wenn dann Lie ganze G. meinte an hebt: .Lobt Gott, ihr Christen, allzuzleich". dann kann sich Die Orgel kaum Gehör verschaffen, so mächrig klingt der Choral in Die winterkalt: Ki-che hinein. Unb zum Schluft singen wir Kinder noch eia Lieb: .Ihr Äinbelein, kommet, o kommet doch all". Wahrend uns aber die bekannten Dorre über die Lippen fliehen, wird Die Sehnsucht nach Dem Christbaum zu Hause immer mächtiger unb lebendiger. Der grafte Lichtephaum ist fast abgebrannt und unter den schmetternden Klängen der Orgel: | .Freue dich o Christenheit" verlassen wir Die | Kirche unb eilen in frliger Erwartung und Hoff- nung heim ... O du selige, o du fröhliche gnabenbringente Weihnachtszeit' Bornotizen. — Tageskalender für SamStag (1. Feiertag). S:adttheater: 7 ilftt .Juarez unb Maximilian" (Ende gegen 10 Uftr). - Gesangverein Harmonie-Gemütlicheit: 8 älhr Pui- vermühle, Zusammenkunft. — Weihnachtsfeier n: Der Stahlhelm. Band Der Frontsoldaten: 8 Ubr. Kath BereinsyauS. — Männer- Turnverern Gieften: 5-, älhr, Turnhalle ßxin- ftrafte. — Lichtspielhaus. Bahnhofilvafte: .Die Tat ohne Zeuget". — Ast>ria-Lichttp:ele: .Hinter den Kulissen deS Zirdus". — Palast-Lichtspiele: .Die Tat rchn: Zeugen". — Tageskalender für Sonntag (2. Feiertao). Stadttheater, 3j Uhr. Marchenspiel „Frau ftzolle" (Ende 5} Uhr). — Abends 7 Uhr: „Leonie" (Ende gegen Uhr). — Westdeutscher Spieloerdand: |3 Uhr, Waldsportplatz des D. f. B. Fustballgefellschastsspiel: Cpieloereiniguna 1900 Liya—V.'. B. Liga. — Weihnachtsfeiern: Elsast-Lothrin^cr: 4j Uhr nachm. kleiner Saat des Kathol. Leyeinrhauses. — Württemberger-Berein: 3 Uhr nachm. Restaurrnt Laichinger (Wilhelmftr). — schügenoerein: 7j Uhr Echützenhaus. — Sän- «rkranz: 8 Uhr Gasthaus „Hindenburg". Gesangverein Heiterkeit: 4 Uhr nachm. Liebigshöhe. — lurv'rein von 1846 7 Uhr Turnhille. — Giefte- ner Radfahrerverein 1885: 8 Uhr , Hessischer Hoi". — Radclub Germania: 4 Uhr nachm. und 8 Uhr abends: „Bäuerischer Hof". — Lichtspielhaus Bohn- hosstrafte: „Ballettmädess". — Astorja-LIchtspicle: .hinter den Kulissen des Zirkus". — Palast-Lichtspiele: „Die Tat ohne Zeugen". — Aus dem ötaüttfteaterbuTcau wird und geschrieben: Aus die erste Wieder- holung von Franz WerselS Dramarischer Historie „Juarez und M a x i m i l i a n" am ersten Feiertag sei ganz besonders hingeviesen. D e Erstausführung hatte bekannt'rich einen außerordentlich tiefen Eindruck erzielt. Am zweiten Weihnachtsfeirrtag wird abenbd DaS neue Lustsviel „Leoni e" von Leo Lenz zum Dritten Male gegeben. Der erfolgreiche Verfasser von „Heimliche Drautsahrt" und „Bettinas Verlobung" hat mit „Leonie" einen neuen, wohl seinen grössten Lustspielschlager geschalfen. Am 28. und 31. Dezember sinden Operettenaufiührun- gen („Der liebe Augustin" und „Boc- c a e c i o") statt. Die Durch Gäste wie Elisabeth Friedrich und Agnes Wcrninghaus vom Frankfurter Opernhaus. AloiS Rrsni u. a. m. besondere Folie erhalten. Am Mittwoch, 29. Dez., geht Die Erstaufführung eines neuen Schwankes „D i e fünf K a r n i k e l" in Szene. Der Verfasser Der lustigen und Dabei harmlosen Reu- heit, Ju'ius Pohl, ist hier durch feinen Schwank „Chestreik" schon bestens bekannt. — Das mit so großem Jubel auigerommene Wc.hnachtsmärck)en „Frau Holle" ist zunächst noch für Den 26. Dezember (zweiten Weihnachtsfeiertag) und für Donnerstag. Den 33. Dezember, jeweils nachmittags 3’/s älhr angefetzt. T' .'Itcrvoraussage. Schwach wollig mit Aufk'crien, Temperaturen wenig verändert, Rachtsrost, trocken. llnfer Gebiet kommt unter Dem Cinfluft hohen Luftdruckes zu liegen, so Daft mit vorviegenD trockenem Weiiinachtswetter zu rechnen ist, wobei allen Sport Zf reu iden reichlich Oelegen[e't geboten irirD zum Wintersport im BogelLberg, Oden.nalD und 0aue:IanD Gebrauch au machen. Gestrige Tacestemperaturen: Maximum: minus 3,8 Grad Cel iuä; M nimum: minus 2.6 Grab Eeis us. Heutige Morgentemperatur: minus 5,9 Grab ©elf uß. Vefterlage ans Dem hohrrodskops am 24. De- zrmber morgens 8 Utzr Windrichtung: Rrr^-Ost. Wini'stärke: stark. Lufttemperatur: minus 12 Grad Celsius. Höchsttemperatur in den letzten 21 Stunden: minus 12 Gab Celsius. Gesamtschnoehöhe: 40 bis 43 cm. Beschafsenheit d.r Schneedecke: Pulverförmig. Sportmöglichikeit: Vorzüglich. Odenwald (Tleunkirchen): Gefamtsch-.e höhe: 2) Ze l.meter. Temperatur: minus 2 Grad Celsius. Beschaffenheit der Schnredecke: Pulversörn.i^. Sporimöz'.ichk.ut: Sehr gut. Odenwald (Tromm): Schneehöhe: 27 Zentimeter. Beschaffenheit Der Schneedecke: Pulverförmig. Sportmöglltykelt: Sehr gut. Sauerlanb (IDinterberg): Schneehöhe: 53 b:5 63 Zentimeter. Tempera- tur: minus 10 G:ad Celsius. Sportmöglichkeit: vorzüglich. — Willingen: Schneehöhe: 33 bis 40 Zentimeter. Temperatur: minus 1 Grab Celsius. Sportmöglichkeit: vorzüglich. • ** Benutzt Wohlfahrtsmarken! Kauft sie beim Wohlfahrtsamt! Zur bevorstehenden 2:rsenDung von Rruiahrspost sei Die Benutzung von Wohlfahrtsmcir.rn auch an Dieser Stelle nochmals empfohlen. Es ist zu wünschen, das recht viele Marken beim Wohl- lah t amt G eftrn selauft werden möchien, damit Das Gieftener Hilfswerk nach Kräften gefördert wird. •* Bezahlt Die HanDwerksmeister! Die Handwerkskammer-Reben st eile für Die Krei> Gieftrn, A.s elD und Lauterbnch, Sitz Gieften, teilt uns folgendes mit: Die . ah- reichen Klagen aus Den Hanbarerkerkreisen ü<.e.- Die Zunahme des Borgunwefens veranlas en uns, an Das Publikum Das dringende Ersuchen zu richten, ausstehende Forderungen der Handwerker möglichst umgehend zu begleichen. Damit Die Hand'^erker auch in Die Lage versetzt werDen, Den Anforderungen ihrer Lieferanten, die am Jahresende abrechnen, gerecht zu werden. Wir verkennen nicht, Daft das Borgun refen zumgro- ft en Teil Durch hie allgemeine schlechte Wirt- scha'tslage verursacht wird, Doch i.'t uns auch bekam, t, Daft sich unter der säumigen KunDschaft auch eine grafte Zahl pon Personen befindet. Die Durchaus in der Lage finD, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. — Zur SilvestervvrsteUung km Stadttheater wird uns vom Intendanten H. Steingoetter g.fchrieben: Die im .Eingesandt" in der Mittwochnummer bc4 .Gieftener Anzeigers" gewünschte Vorverlegung der für Freirag. Dem 31. Dezrmber an-rsetztsn Ope- retten-Avonnem.ntS-Dorstellung au- DonnerS.ag. 30. Dezember, ist leider nicht zu ermözlichrn. Cs fteDen da Rücklicht«! auf die Abmachung mit den Frenttsurier Operettengäste i eltgegen, sowie der Mmftanb, daft von auswärts berci S zahlrriche Destellungen gerade für Die angekünrigte Vorstellung am Silvesterabend vorliegen. Da aber eben mit Rücksicht auf etwaige Silvesterfeiern. der Dorstellungsbeginn am 31. Dezem.er so frühzeitig angefetzt worden ist, daft mit einem Vorst eil ungsende um 9> • ilftr zu rechnen ist, und Da im übrigen auch Gutscheine entnommen werden können, ist wohl niemand verhinderi. Den 2lo- schied vom alten Jahr in ihm genehmer Weife zu feiern. ” Oderhesfischer Kun st verein. Die Weihnachts-Ausstellung Slünftlerbilfe 1926 ist nur noch Sonntag, 26. Dezember, norm. 11—1 Uhr unb zum letzten M.lle Mittwoch. Den 29. Dczembrr, norm. 11—1 Uhr unb nachm. 3—5 Uhr geöffnet ” Zur Aufwertung von Sparguthaben bei der Bezirks par.asse Gieften werden im heutigen A Ge genteil g naae Bestimmungen über den AuszahlungsmoduS und Die Anmeldung veröfientlicht. auf die auch an dieser Stelle nochmals Hingewi es en fei “ Zur Bildung De« Oberbcöer* tungSauSschusseS im Be'irk deS LandcS- finanzaintes Sanr.ftaDt erläftt der Präsident leS Landesfinan^amtes Im heut g:n Antzc aentril eine längere Verordnung. Die her Ausmerksamkeit DeS Publikums empfohlen sei. ** Die lange Nacht In Den Spinn- ft u b e n. Nach alter Sitte feierten in ben Nächten vom 22. zum 23., in einzelnen Orten auch vom 23. jum 24. Dezember unsere länblidjen Spinnstuben bie lange Nacht. Bei Kaffee unb Kuchen, bte von ben Mäbchen gestellt werben, unb unter Gesang unb Spiel würbe vis tum frühen Morgen ausgehalten. 3m hohen Vogelsberg spielt heute noch die „jjanb- orgel* (Ziehharmonika) in her Nacht zum Tanz auf. Aber auch in ben Ortschaften bi» vor ben Toren Gietzens hat sich bie Jahrhunberte alte Sitte bi» auf ben heutigen Tag erhalten. ** Gin Balke nbranb entstand in Der letzten Nacht im Haufe Neuen Baue 15. Zwei Feuerwehrleute waren von 12.15 Uhr bi» 1.15 Uhr mit Der Löschung bes Feuers in einer Zimmerwand beschäftigt. Der Branb ist burch eine unoorschrifts- mastige Feuerungsanlage verurfacht. Der entstandene Schaden ist nicht erheblich. •• Weitere Baumdeschneibungen. 3n ber Neuen Bäue, gegenüber Dem Stabf.heater, ist das Bauamt jetzt wieder damit beschäftigt, einen Baumriefen zurückzuschneiben. Die Arbeiten sind an dieser Stelle mit besonderer Schwierigkeit verbunden, da fortwährend auf die Fahrleitung der Sira- stenbahn Rücksicht genommen werden muß. So muß mit einer Magirusausziehleiter, die vom Stahlbau- amt besonders zu diesem Zweck angefchasft worden ist, jeder Teil eines Astes mühsam abgesagt und heruntergclassen werden. •’ Gvangelis che r Kirchengesang- verein. Zu unserem Drricht über d'.e Weihnachtsfeier des Evangelischen Kirchetigesangver- ein» wird unS mitgeteilt, daft an Strile des erkrankten Stadtorganisten Simon Herr Stud. Rrin- hari R i ch t e r die Orgelptriir ü e.mommcn hatte. *• Die Frage des Zugabewefens vor dem Reichsgericht. Das Reichsgericht hatte sich mit ber Frage zu beschäftigen, ob bie fogenanhte „Wertreklame" burch Zugabe gegen § 4 bes Gesetzes gegen ben unlauteren Wettbewerb oerstost-e. Eine Firma in Bochum hatte Zwischenhändlern Malz- kassee der gleichen Qualität in zwei verschiedenen Packungen zu verschiedenen Preisen angeboien. Die teuere Packung erhielt einen Gutschein auf Liefe rung von Gebrauchsgegenständen bei Einreichung einer bestimmten Zahl von Gutscheinen. Der Bochumer Grosthanbelsoerbanb hatte deshalb gegen bie Firma Klage wegen unlrfuteren Wettbewerbs erhoben. Das Schöffengericht in Bochum sprach ben Beklagten frei. Gegen bos freifprechende Urteil h^tte bie Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Zn ber Reichsgerichtsoerhandluna beantragte der Reichs- an walt, der Revision fiatt^ugeben. Nach längerer Beratung verwies ber Senat bie Sache zur noch, maligen Berh.mblung an die Borinstonz zurück, um zu klären, ob unter Einrechnung ber Zugabe ber geforderte Preis angemessen gewesen ist. Spiclplan der frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 26. Dez, nachm. 3 bis b'/,: Petcrch ns Moud.ahri. Z bis nach 10: Manon. Montag. 27.. 3 bis 5«/t: Po>rch:ns Mondfahrt. 7 biS 9: Hanfel und Gretri. Di-nSraa. 28., 3 bis 5'/, Pelerch.ns Mondfahrt. 6'/, bis 10'/,: Lohengrin. Mittwoch, 29.. 3 bis 5l/,: Peterch.ms Mondfahrt. ?‘/t bis 10'/.: Fidelio. Doniwrstag. 30., 3 bis 5'/,: Drierchens Mond- iaftrt. 7 bis 10 ilftr: Die Lästerfchule. Fra.taa, 31., 3 bis 5* 2: PeterchenS Mondfahrt. 7 bis nach 10: Der Opernball. Samstag, 1. Zai.. 3 bis 5*/t: Pferchens Mondfahrt. 6'/$ bis nach 10: Tannhäuser. Sannlag, 2.. 3 bis 5«/,: Pel rchrnS Mondfahrt. 6'/. bis 10'/,: Der Rose tjba!i:r. - Schauspielhaus. Sonntag. 25. Drz 4 bis 6' Pink.pUT-k. 8 bis9 j: Wo hnachtse nkäufo. Hi-rauf: Ollapotrida. Montag. 27.. 4 biS 6: Pi ikepunk. 8 bis gegen 10: Der Sturm. Di:>stia, 23, 8 b 6 gegen 10: Der Sturm. Mtttwoch. 29.. 4 bis 6: Pinkepunk. 7'.-, biS nach 10: Kabale und Liebe. Donnerstag. 30., 8 bis geg.m 10: Der Sturm, Zrellag. 31., 7 bis 9'/,: Hamlel in Krähwinkel. S-mstag, 1. Jan., 7»/» biS 10: Pri» Fredrich von Homburg. Sonntag, 2., 7'/, bis 10: Hamlet in Krähwinkel. -------" II ü----L-JJLJ---U-----!—— 10 UW billiges Baugeld zu nur 8°/o Zins »urben von Sk l Bausparkasse der (bemrinschatl der freunde Vultturotl Sirftrntol in knapp Aahrrn an 8Ö0 Bau. [porer -um Bau von digrnbnmtn und gemeinnützige» rauttn Dfraeben Wer nach einem s^genheim strebt, ver. lange alle Unlerlagen Soforhae Tarlehen werden nicht gegeben. P'esbe-ügllchr dlnsragen -we-tto« Die Semem« ichati der freunde is, die erste.alleite.größte.erfolareichste. leiüungsfabiflllt und stchrrfie Baulparkane Dcutschlandt. ausdrücklich GießenerBrauhaus-Biere i In Vorbereitung: 1)> Adreßbuch der Stadt und des Kreises Gießen 1927 Damit werden die SO Städte und Gemeinden des Landkreises Giehen seit 1914 zum ersten Male wieder ersaht und die öffentlichen und wirtschaftlichen Einrichtungen jeder einzelnen Gemeinde erschöpfend wiedergegeben werden. Nach Form und Inhalt großzügig angelegtes zeitgemäßes Nachschlagewerk in Normgröße Verlag: Vrühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange in Giehen Heute vormittag 4J/, Uhr verschied sanft nach kurzem schweren, mit Geduld ertragenem Leiden meine inn-igstgeliebte * Frau, die treusorgende Mutter ihrer Kinder FrauUnaJostgeb.Heinbach im Alter von 42 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Willi. Jost. Gießen, den 24. Dezember 1926. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 28. Dez., nachm. 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. __________________08908 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiH 27. Oberhessische Provinzial- MMWWWWW vom 7. bis 9. Januar zu Büdingen unter Beteiligung von 38 Vereinen Säle mit Zentralheizung. Wertvolle Ehrenpreise des Bundes deutscher Geflügelzüchter, der Landwirtschaftskammer, der Stadt Büdingen, von Geflügelzuchtveremen und Förderern der Geflügelzucht. 10430D Meldepapiere anfordern von Hrch. Kranz. Meldeschluß 27. Dezember 1926. Westdeutscher Spielverband e.D. BJalöWloti Srs Vereins l.SmMWNele (Endstation der Strahenbahn, Rote Linie). Am 2. Weihnachtsfeiertag, nachmittags 2.30 Uhr Futzball - Gesellschaftsspiel Spielvei’eiD|.1900,Liya-VJ.B.,Liga Vorher: 12.30 Uhr Schüler 1 Spielvereinig. 1900 - D.f.B. 1.30 Uhr Jugend 1 Spielvereinig. 1900 - D.f.B. Eintrittspreise: Äerrastea-Slehplatz 80 Ps.', Stehplatz Ostseite 50 Pf; Studenten, Schüler und Erwerbslose 30 Ps. 1 Vorverkauf: Sporthaus Schwan. Mäusburg: Zigarrenhaus - Möser, Seltersweg-, Sporthaus Schneider, Re uenwcg: Zigarren geschält Henkel, Kaplansgaffe. 10538D LIEBIG 1 .1 ■ ' ' ---------------------------------- LI» Cafe Emst Lodwig An beiden Feiertagen Konzert sowie Aufführung des Weihnachts-Potpourris von Koedel Am 2. Feiertag. 11 Ihn Frühschoppen-Konzert Am Slontag. dem 27. Dezember. ToHT , . S L’hr abend* ■■■ ■ «H* 1W30<. ••••e®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®e®e®e® Cafe Am end 2. Feiertag Frühschoppen - Konzert Treffen der Vereine: „Bavaria“ und „Gießener Rudergesellschaft 1877“. Im Ausschank: Pilsener Urquell — Gießener Brauhaus-Biere — Münchener Augustiner-Bräu — Gut gepflegte Weine 10629c ---—» ■ ' «gvereiD Harmonle-Gemötlicbkeil 1 Fo'eriagnbb8.8Ubr Familien-Zusammenkanll Gi lb Putvcrmudle ?. Feier:aa: Frühschoppen im Dercinölokal. PDcr Borttaud Alte frankfurter Wäichciabrik liefen mmilidje Leib-, Tisch- u. Bettwäsche ioiute ganze Aus- itattunqen ohne Aufschlag auf Teil- AQblunn, nur tCutalh tatoiuare, unter ft re na st Diskretion Bern eiet dein t ohne MnnfAronnn.3cbxml. An ged unter 9751D an den Gien. Ant. WcilinMlstvuG Brave- 2v'ädchen, 28 I. alt. tüchug im i'nuobah, roünfdit mit einem Herrn in den 30er ZahternBe- nmter) zwecks Ber- bcuntuurt in nähere Bet bind.>na au ne« ten. Bne' und Bild unter (>8885 an den SPIELPLAN DER 3 GIESSENER LICHTSPIELHÄUSER Astorlatlchtspiele Heute am 24. geschlossen Am 1. and 2. Feiertag: Hinter den Kulissen des Zirkus Ein spannender Zirkusülm in G Akten mit Hoot Gibson Ferner: tau ilie liebe slirbl Spannendes Drama in 6 Akten Lichtspielhaus / BahnhofstraOe 34 Heute 24. Dexember geschlossen Morgen 1. Feiertag: Der gewalt. Kriminal-, Ge- sellschafis- u. Detektivschlager In 8 spann. Akten: Die Tat ohne Zeugen Ein Film aus der Unterwelt von Chicago. Personen Verzeichnis: Daisy Royle. ............Carol Dempster Der alte Vater ..................W. C. Fields Clarke..........................James Kirkwood Fred Kellar .......................Harrison Ford Adele Ketlar ..............Marie Chainvers Außerdem ein gnte* Beiprogramm. Ab 2. Feiertag im Llchtsplslheai, Ea’jnholstraBe: Ballettmädels Entzückendes Fllmschauspiel in 7 Akten. In den Hauptrollen Anita üorrls, Colette Brettel und eine weitere Kette erstklass. deutscher Darste ler Ferner: Das lästige Beiprogramm, die neueste üla«Wochensohau Palast-Uchtsplele Heute am 21. geschlossen Am 1. und 2. Feiertag: Die Tat ohne Zeugen Ein Film aus der Unterwelt von Chicago Um allen Gelegenheit zu geben, diesen überaus spannenden Film zu sehen, gelangt derselbe auch in den Paust- Lichtspielen ab 3 Uhr zur Aufführung. Außerdem 10627c ein gutes Beiprogramm IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIII e®®eeeeeee®aeee®teeeeeeee®öeeee®«»eeee ^tetz. Baz. erbeten. Sängerkranz Gießen gegründet 1863 Unsere diesjährige Weihnachtsfeier findet am II. Feiertag, abds. 8 Uhr pünktlich, im Gasthaus „Hindenburg“ statt Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. Der Vorstand. 08903 O Gletzmer naöfchrer- Dereln 1885 e D. Ä.u 2. Wetering, abend> 8 Ubr: Weihnachts feier im Beieinolokal ^Heisticver Hof". V.G. v. Siktzen e.v 2. BZcihnachtS- feiettfln, vorm. 107- Uhr: Frühschoppen tut Co 16 Ernst Ludwig. ?luch die vainven Miinlieder werden um Attblrctcbe Betet- Itflunn ersucht. 1<14c SamStaa. 8. Januar 11)27, abends 8', Uhr. in d Stadt Vict ordentliche Generalversammlung. Tagesordnung laut 8 8 der Satzung. ferner eröffnen wir Freitag, den 7. Januar 15)27, abds. 7 Uhr, in der Ben i- loiMfcbiite iStadl- lnabenschnle. Nord- anlnflci einen ÜKsäMilursuS in der Reichvktirz- schrtit. inner Veüuni eines itaatL gevriii- ten iredrers der NeichSkiirzschrift. llnierrtchtSgebübr 10 Mark Vhimrlöunaenfön- nen an Herrn Al er Karttdav, am Uu- geiberg 23, oder ah Beatnn des Lehrgangs erfolgen iu6uwc Erste Reichekari- sohrittgesetlsoiiait „Sabels iei ger** n. Dameaadtel eng Qiefleo e. V. Verein ttsinn 1864. Stadttheater Frühschoppen I. Feiertag: Postkclter. 2. Feiertag: Hindenburg. luwD Ter 2«orstand. M.G.V. Liederlalel 2. Feiertag ■*«*» MIWvkll im Bercinslokal. Am L.WeilinachtS- iciertaa im Ber- einslokal 'Bayer. Hofl: Weihnachtsfeier. Nachinili. ab 4 Uhr: Rainihcmcier, Kiudcrbeichcrun.r: abdS. 8 llüi: R-cicr der Mital escr. Ville Mitglieder flnb berzltchst e nae- laden 10'310 Der st'orltand. Gesangverein Heiterkeit. I. fteiertao nadjm. bei Mngl Lcivci, Vit ivigSplatz 2. feierten, nachm. 4 Uhr: Wei iioßlsfelet aui d L'.ebiaoböbe. Ttc hier n aezeich- ne en ülcidKiite buten wir bis Ainn I. rZ eie ring tm Per eiuslokal t^chivka- vab> abuiaeben. u",e0 Der Boritanb. Gesangverein Loncocöia gegr. 1864. Arn 1. Feiertag, uormtttan? 10 Uhr: Frühschoppen tut Bercinslokal sZraitkiurter -von. ZahlretcheSEr scheinen ei wünscht ‘”I3I) Tcc Bor st and. ^pTclüercinfäung 1900 e. v. 1. Feiertag, ab 11 Ubr: Fruhichov" pen int Darmstädter Han». "*'JD 2. Feiert 'g . ab 8 Ubr: Familien zniammenkuust tm Bereinslvkat Gasthaus 'J-oiler I. Januar 1927. ab 11 Ubr: Frith ichovpcn Stabt VtdJ. Sam»tan, 25.Tc3., l.'LSeihnachiSeiertag Au her Abouiiement von 7 bis gen. 10 Uhr 3110(95 udo maiiniiliar DrumatticheHtiioi iS in 3 Phat'en ■ 13 'J i« berm von Frn> , Wertet e,:c Zonntao, 26. Tt , 2 We.bttachtc 'eter .. i Autze» Abonneine. ermaktflte Breiie U. 3'/, b.geg.l) /, i the: 3rou öbfie Mät cheitipiel i. tot nnd fle n in II Bildern tutb einem 'J-ar- und'Jindnmel für cte Weibnachtsrett non He» in. Ltetnnoeti» r. 11. doonlag-lio.-Brl*. von 7 u. geg 9' i Ubr: Leonie. Lusttvtel tnnd) Scrtbci in 4 Akten von Vco Vctt». Dicnsiaa, 2t4.Tez.» 12.Elea6iH9-llti.-brn. von7'4b nen lullor: Der lieo? HuguHin Dveieue in 3 Akten non Veo f\nl Mitlivoch. 2!>. tnem Bor- nnb'Jindjfuicl für die Wetbtinchtdreli von Herrn. Sieiiiooeitec. Feeitaa. 31. Ter. ll RkiMg-Ab -vorff. uontiv,b. nco !>' »Uhr Boccoccln Coeteite in 3 Akten von Suprfe Sain^tnn, i. Fan., 'N.uiahr^taa'. anher Abonnement, er.i'iisttgte Pt ene. vonZ'^ch neg. fr1/, Uhr $ron W Märchen (viel i arost und klein tn 11 Bit* dern uni clncm'^or- iinidtachiviel für b'c WeihnachtSz n ton Herrn. -2 tcinnociter. Abendr- anher Abointement, uon 7' , bi» !« . Uhr Die fünf ßomidel Lchwank in 3 Akten von Bol l. Lonntaa. 2. Fan., 12. Sonülag-AV.-Vrff. von 7 bt j aeg 10Uhr jna'ei und mo[lmiilon Trnmatudje Historie tn 3 Bbafcn (13 Bildern) von Atana WcrfeL • nill D°u 17**’ Pers SK'S ftp. S rinaly! SorousW durch M r * SSpw’SS Le, wenn auch »n i* "• ou”; gundarnente ffchstn tonnten, atrabe dtestr und das dadurch mn die erste E Ford» sein Kind kleiner Fan Michigan In den stehl also jetzt in dem Laut« aus n Wunder, daß R nächst mit Prosek und eintönige Lor tunaen zu erleiW pOm SamplPflufl Nischen Lehrjahren bti Der Detroiter ( ?r sich unablässik lelstungsjähigen ur ju schassen. Dann Eminenten, die Derrlnigten Staat msternomnen wui durch motorisch« S fahren der Londst nitrit auch ihn, Mußestunden, alle konstruieren, ohm diegenben SRejulla troiler Elektazitäl Experimtntierarbe sondern Dtrlanpte Straft Der (Sltttriju aber immerhin oon wjk ihm einer tr\tex\ Äntzv gültig entschlösse, Etn und sich a st zu widmen, rkslein In seit digte er nach tat hing bel derElekt an ausschließlich Motorwagen» zu war hamal» durc sparnisse waren V Wine Kaufleute [ öau oon Moton vachreitten. Mit d die Detroiter 2Iuh kaufmännischer un ^«amTesellf^ Der W, von Don D ®roß und f, der OBaric ““«« »allen : S'!' “ WÜ M-m, Se„, henlarlb, e te?*' ««4 ® S” *ti hie , tej1 und 2näh(h2 . 8 Ut vhne Lieb« ,^-e" ?u6leS tä bie ft! "eses, fle «6 1} Nr. 501 Zweites Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)Freitag, 24. Dezember 1926 Der Weg zum Erfolg. L Henri Ford, der IH^nn mit 400 000 Dollar Tagesverdienst. Um Wege aufzuzeigen, di« überragende, von Erfolg gekrönte Persönlichkeiten in Wirtschaft, Politik und Technik einschlugen, um ihre hochgesteckten Ziele iu erreichen, soll der Zweck der hiermit beginnenden Auisatzreihe sein. Wir werden sehen, wie einige dieser Erfolgreichen in mühsamer Kleinarbeit Stufe für Stufe erklimmen, bis sie schließlich. umgoldet von dem Strahl eines überragenden Erfolges, einsam auf höchstem Gipsei stehen. Wieder andere stiegen plötzlich rakelengleich und scheinbar mühelos zum Zenit ihres Ruhmes auf — ihre ganze Umgebung durch Strahlenfüll« blendend. Wie hundert- fällig verschieden aber auch die Wege und Ziele dieser Persönlichkeiten sein mögen, so lassen sich doch bei genauer Analyse ihres Lebensweges in der Regel eine flanAc Reihe grundsätzlicher und saft gleich- artiger Voraussetzungen seststelten, die dann alfo sozusagen als die Quintessenz oder als die conditio sine au» non des Erfolges anzusprechen sind. Dies in jedem einzelnen Falle scharf herauszuarbeiten und zu analysieren, wird mein besonderes Bestreben sein. Daß diese Aufsatzreih« mit einer Biographie Ford» beginnt, dessen Rom« zur Zeit in aller Munde ist, hat seinen guten Grund. Tritt une doch in diesem Manne der Typ des Selsmademan In Stein- kultur entgegen. Was Ford ist, ist er ausschließlich durch sich selbst. Ein großes Erbe stand nicht am Anfang seiner Rarriere. Die meisten anderen der überragenden Persönlichkeiten hatten wenigstens eine klein«, wenn auch oielfadi nur bescheidene Dafis, »on der sie ausgehen und auf bej sie später die Fundamente zu ihren pompösen Machtbauten errichten konnten. Aller Anfang ist schwer — und gerade dieser Ansang, dieses Fehlen jeder Basis und das dadurch bedingte jahrzehntelange Ringen um die erste Erfolgsstufe gibt dem Lebensweg Ford» fein Gepräge. 1863 wurde er als einziges Kind kleiner Farmersleute in Dearborn im Staate Michigan in den Bereinigten Staaten geboren. Er steht also jetzt im 63. Lebensjahre. Er wuchs auf dem Lande auf und infolgedessen war es auch kein Wunder, daß sich seine konstruktive Phantasie zu- nächst mit Projekten beschäftigt, wie die mühsame und eintönige Landarbeit durch maschinelle Einrich- tungen zu erleichtern sei. Fow kam also eigentlich nom Dampfpflug zum Automobil. 3n seinen technischen Lehrjahren und auch späterhin als Ingenieur bei der Detroiter Elektrizitätsgesellschaft beschäftigte er sich unablässig mit dem Gedanken, einen leistungsfähigen und trotzdem billigen Motorpflug zu schassen. Dann hörte er aber von den ersten Experimenten, die in Deutschland und auch in den vereinigten Staaten von verschiedenen Technikern unternommen wurden und darauf hinzielten, einen durch motorische Kraft getriebenen Wagen zum Befahren der Landstraßen zu schassen. Die Idee saszi- nierie auch ihn, und eifrig begann ec in seinen Mußestunden, alle möglichen Arten von Motoren §u konstruieren, ohne jedoch zunächst zu einem befrie- biegenden Resultat kommen zu können. Bei der De- troiter Elektrizitätsgesellschaft war man von diesen Experimentierarbeiten nicht gerade sehr begeistert, sondern verlangte von Ford, daß er seine ganze Kraft der Elektrizitätsgesellschaft widme. Man war aber immerhin von feinen Fähigkeiten so überzeugt, daß man ihm trotz seiner Jugend schon die Stelle eines ersten Ingenieurs anbot, wenn er sich endgültig entschlösse, da sHerumerperimentieren auhu- E' en und sich ausschließlich der Elektrizitätsgefell- st zu widmen. Der 15. August 1899 wurde zum rkstein in seinem Leben. An diesem Tage kün- bigte er nach langem inneren Kampfe seine Stellung bei der Elektrizitätsgesellschaft, um sich von nun an ausschließlich der Schafsuny eines brauchbaren Motorwagens zu widmen. Seme finanzielle Lage war Damals durchaus nicht rosig, die geringen Er- parmsie waren längst von den Experimentierarbei- en völlig verschlungen und er stand nach Aufgabe einer Stellung saft mittellos da. Rach vielen Fehs- chlägen gelang es ihm jedoch schließlich, ein paar klein« Kaufleute zusammenzubringen, die ihm zum Bau von Motorwagen ein paar tausend Dollar vorstreckten. Mit diesen zusammen gründete er 1900 die Detroiter Automobilgesellschaft. Er selbst war kaufmännischer und technischer Leiter dieser Firma, aber am Gesellschastskapital nicht beteiligt. Diese Ge- Der Weihnachtsabend von St. Marien. Don Werner Schulz-Oliva. Groß und schweigend stand der gewaltige Dau der Marienkirche über der Enge der winkeligen Gassen Danzigs. Dunkel und drohend wuchtete er zwischen den schmalbrüstigen Bür- gerhäusern, deren spitze, seltsam zackige Giebel wie fremdartige Schattenbilder gegen den Abend- Himmel standen. 2n den Straßen lag fußhoher Schnee und die alten, verwitterten Dcischläge ragten gespenstig auS der Gleichmäßigkeit der verschneiten Wege. Menschen eilten aneinander vorüber, irgenlxtn unbewußtes Giück im Schreiten ihrer Füße tai Lächeln ihrer Augen. Manchmal kamen Düben und Mädchen mit müden, hungrigen Gesichtern, die nicht- von Heimat wußten und fangen ihre au-wendig gelernten Lieder, ohne Klang und ohne Lieb«. Die lichtlosen Fenster der Häuser erwachten mehr und mehr zu Glanz und Helle, wurden leuchtende Ketten, straßauf, straßab. Kalt und klar stieg der Wintermond über Häuser und Dassen und warf seine Strahlen um den mächtigen, breiten Marienturm. Der einsame Wanderer, der vom Wasser her die Gasse herauskam, blieb stehen. Die alte Stadt wuchs aite Tag und Stunde au wundersamer Offenbarung. Es war lange her, daß er sie verlassen hatte, sehr lange. Er konnte sich eigentlich gar nicht mehr auf die Zahl der Jahre besinnen. Run war er heimgekehrt nach verlorenem Leben auf endlo- weiten Meeren in eine Heimat, von der er nicht wußte, ob sie ihm wieder Heimat sein würde. Er mußte lächeln. Es war eine Bitterkeit darin. Langsam schritt er weiter. Ein tiefes, geheimnisvolles Rauschen zog über die Stadt. Der Mann hob feinen Dllck. Dumpf und schwer gingen die Glocken von St. Marien. Ein Erschrecken war in den engen Gassen. Andächtig lauschten die alten Häuser und wie ein Gebet war es in ihnen. «llschaft baute nun in den nächsten drei Jahren nsgesaml 19 Wagen. Pro Jahr mürben also etwa echs Wagen ausschlicßlich auf Bestellung noch »urchaus handwerksmäßig hergefteUt. Ford wurde jedoch die Mitarbeit bei dieser Gesellschaft allmählich immer stärker verleidet, da ihm die kleinkauf, männiscde Atmosphäre, in der sich di« Gedanken, gange feiner Teilhaber bewegten, durchaus nicht paffte.- Er wollte das Unternehmen schon damals großzügig ausbauen, wozu natürlich zunächst einmal Kapital gehörte, während seine Teilhaber mit den erzielten geringen Erfolgen durchaus zufrieden waren und von weitergehenden Expansionsplänen nichts wißen wollten, diese grundverschiedene Ge- schästsausfasiung führte schließlich 1903 dazu, daß er aus der Gesellschaft austrat und nun, da er schon einen recht geachteten Namen als Automobilkonstrukteur besaß, eine Reihe vermögender Leute für seine Sache zu interessieren verstand. Eine neue Gesellschaft, die noch letzt bestehende Ford Motor Eompann, wurde mit einem Kapital von 100 000 Dollar bei 25projentiger Einzahlung gegründet. Auch Ford übernahm hierbei zum ersten Male «inen Kapitalanteil und hoffte, sich auf dies« Weise einen maßgebenden Einfluß auf die Gesellschaft, deren technischer und kaufmännischer Leiter er wieder wurde, gesichert zu haben. Seine bisherigen Ein- blicke in das Geschäftsleben hatten ihm deullich gezeigt, daß es einer grundsätzlichen Aenderung der Geschäfts, und Produktionsmechoden bedürfe, um Schon 1911 hatte alfo die Ford Company eine Produktion von 34 000 Wagen pro Jahr erreicht, die jetzt erst in Europa von ganz wenigen Automo- bilfabrifen erzielt wird. Unterdessen ist aber di« Ford-Moior-Company mit Siebenmeilenstiefeln vorwärts geschritten und heute liefert Ford 8000 Automobile pro Tag, d. h. jährlich etwa 2 Millionen Wagen. Seine Bemühungen, durch Rationalisierung des Produktionsprozesses und Verminderung der Modelle auf schließlich nur ein Einheitsmodell, zu einer noch nicht erlebten Verbilligung seiner Pro- butte zu kommen, werben eindrucksvoll durch nach- stehende Zusammenstellung illustriert. 1905 : 4 Modelle, Preis pro Waqen 2000 Dollar 1909: 1 Modell....... 850 „ 1914: 1 ,. „ „ 550 „ 1920: 1 ........ 360 „ Besonders charakteristisch für die Fordschen Ge schäftsmethoden ist die Tatsache, daß, wie obige Ziffern zeigen, die Preisherabsetzungen stets ganz radi- tat waren und immer wieder den Absatz — auch in schlechten Geschästszeiten — kräftig zu beleben vermochten. Don 1905 bis 1920 wurde der Preis für den Ford-Serienwagen von 2000 auf 360 Dollar ermäßigt. Inzwischen ist ein weiterer Abbau auf 260 Dollar erfolgt. Ford hat es stets verstanden, seine Preissorderungen der jewellinen Konsumkraft auch der minderbemittelten Bevölkerung anzupassen und so langt — wenn es sein mußte, auch mit den här- testen Mitteln — auf den Unkosten-Etat zu drücken, Der Künstlerkalender 1927 für die Leser des Gießener Anzeigers ist von dem Münchener Maler Professor Ludwig Hohlwein entworfen. In acht bunten Farben auf kräftigem, holzfreien Kartonpapier gedruckt, dürfte er als guter Wandschmuck in allen Häusern Oberhessens und des Lahngebietes seinen Platz finden. Die Zustellung er« folgt gegen Ende nächster Woche als kostenlose Neu fahrsgabe an alle Bezieher des Gießener Anzeigers, und zwar auch an die für Januar neu hinzutretenden. ein Unternehmen in seinem Sinne und m dem von ihm erträumten Machtumfang zu schaffen. Diese Er- wägungen führten ihn auf das Geschäftsprinzip der Dienstbarkeit: Der Kunde sollte unter keinen Um- ständen mehr als Ausbeutungsobjekt, aus dem man herausholen mußte, was herauszuholen fei, betrach, tet werden, sondern es müße danach gestrebt wer- den, den Kunden mit den qualitativ besten Gütern zu trieb rigft en Preisen zu versorgen. Das schon zu Tode gehetzte kommerzielle Schlagwort: „Großer Umsatz, kleiner Nutzen wurde für ihn zum führen- den Geschäftsprinzip. Diese Ansichten waren jedoch in der damaligen Zeit so ungewohnt und vom Althergebrachten so abweichend, daß es bald zu ernstlichen Auseinandersetzungen mit seinen Teilhabern kam, die sich dann später — und zwar 1919 — so stark zuspitzten, daß Ford erklärte, mit seinen leih ljabem nicht mehr zusammenarbeiten zu können und ihnen bas Angebot machte, ihre Anteile für bie sie 1903 20 000 Dollar bezahlt hatten, für 75 Millionen Dollar abzukaufen. Das Angebot wurde akzeptiert unb seit biefcm Jahre ist Forb, resp. fein Sohn Ebsel der alleinige unb souveräne Beherrscher dieses in- buftrieUen Riesenreiches. Der beispiellose Erfolg der Ford-Motor-Company schon in der Vorkriegszeit geht aus nachstehender Tabelle hervor 1904 1708 1907 8423 1909 . 10607 . 1911 34528 Jahre irrten als ein Nichts durcheinander. Zeit- los war der Klang und ec nahm, uxid in der Zeit war. Weihnacht — Weihnacht läutete eS in die Herzen. War eS nicht, als ob ein Märchen geschehe? Erinnerung fang in der Seele des Wanderers. Seine Kindheit, die in den Gas,en um den Turm gespiett hatte, fein Glück und sein Leid, alles das wurde wieder so nah, so wirklich. Ganz unwichtige Dinge nahmen Gestalt an und wurden bedeutend. Und alles das rauschte im Klang der Glocken. Eine Sehnsucht war in ihm, wieder in der alten, mächtigen Kirche zu sein, deren Stimmen zu ihm sprachen. Er bog in die kleine Seitengasse ab. Menschen waren neben ihm. hatten gleichen Weg. Worte fanden sein Ohr und er empfand den eigenen Ton der Heimatsprache, der so ganz anders war, als draußen in der Welt. Willenlos trieb er mit im Strome der Dielen, die in das breite Portal der Kirche fluteten. Weiche-, warmes Licht floß ihm entgegen. Feierlich öffnete sich ihm die Erhabenheit des Raumes, der etwas Grenzenloses an sich hatte. Mit zögerndem, behutsamen Schritt trat er in das Schiff der Kirche. Wieder fühlte er jened geheimnisvolle, ehrfürchtige Schauern, das schon den Knaben erfaßt halte, wenn ihn die Mutter in die Andacht mitnahm. älnendlich schweigsam war es hier drinnen. Die Pfeilern en Thgen verloren sich in dem Dunkel der Decke, die schattenhaft sich über ihnen schloß. Matt und gedämpft schwebte der Lichtschein der Kronleuchter über dem hohen, geschnitzten Gestühl, daS sich die Gewerke und Patrizier bauten. Dom Kreis der Wände flackerte zitternder Glann von den messingenen Makern, und der eigentümliche Duft alter Kirchen wehte in dem Raum. Zwei schwarzschlanke Tannen wuchsen zu den Seiten des Altars. Kerzenschimmer rann über ihre Zweige, versank in den Einsamkeiten gähnender Rischen und war wie ein Kinderlächeln, gut und gläubig. Dann hob ein unendlich süßes Klingen an, fern und fremd zuerst, ein Raunen nur, von bis dieser eine weitere scharfe Herabsetzung bet Preise bes Fertigsabrlkates zulieh. In johrzehnte- lanaer Filigranarbeit hat er bie Probuktionstechnik in seinem Werk in einer nickst mehr zu überbieten« ben Weise verbessert unb verfeinert. Er war der Er- finber der sogenannten „fließenden Produktion", die bas ganze Werk mit allen menschlichen unb maschi- nellen Arbeitskräften zu einem ganz bestimmten Arbeitsrhythmus zwang, der im Laufe ber Jahre zu einer ungeheuren Erhöhung bes Probuktionstempos unb ber Leistungsfähigkeit des einzelnen Arbeiters führte. Währenb 1904 ein Arbeiter etwa 6 Wagen pro Jahr herstellte, schaffte 1920 ein Arbeiter bereits 24 Wagen, unb heute hat sich biefe Wagenmenge auf etwa 30 gesteigert. Dieselbe Lohnsumme, bie sich also 1904 auf sechs Wagen verteilte, verteilt sich jetzt auf dreißig Wagen, unb die ungeheuren Erspar- nisse, bie durch eine solche Intensivierung ber Pro- buktionstechnik erzielt werben können, liegen damit klar auf der Hand. Heute sind bie Farbwerke eins ber müßten Industriereiche, bie bie Welt aufzuwei- sen hat. 250 000 Menschen schassen in allen Teilen ber Welt in item gewaltigen Organismus, unb ber Reingewinn betrug 1924 über 100 Millionen Dollar. Damit dürste Ford, wenn auch nach nicht bem Vermögen, so boch bem jährlichen Einkommen nach, zur Zeit ber reichste Mann ber Welt sein. Er zahlt leben» falls zur Zeit bie höchste Einkommensteuer, bie in ber ganzen Welt von einer einzelnen Person ent- richtet wirb. Versatus. dem niemand weiß, woher und wohin, aber es wurde Doller und stärker, gewaltiger und schwerer, bis es ein Brausen war, das über die Betenden dahinbrandete, alS wollte es das Gemäuer brechen und die Bogen ftürjen. Die Akkorde der Orgel fangen das Lied der Weihnacht und Hunderte und Lausende Stimmen umschlangen sich in Liebe und Dank und klangen mit in dem Chor der Unendlichkeit. Der Mann hatte sich an einen der steinernen Pfeiler gelehnt. Ein seliges Traumland war um ihn her. Alles, was schlecht und fremd in ihm war, fiel in graue Vergänglichkeit, rein und still wurde es und eine nie gekannte tiefe Freude war in ihm. Dicht neben dem Pfeiler ragte braunes, verschnörkeltes Gestühl. Cs war niemand darinnen. Eine staubige Samtkette schloß es. Er löste sie und duckte sich hinein. Wie ein Kind kniete er nieder und faltete seine Hände um das Schnitzwerk des Stuhles. War es nicht, als ob er wieder zu Haufe sei und feine Mutter die Hand auf seinen Scheitel lege. O, zu Hause. 3a, so mußte es sein, so feierlich, so schön, umbraust von der Gewalt des Klanges und doch ganz still, ganz weit weg von all dem Leben und Treiben im Kreisen der Welt. Das Lied war zu Ende. Sine Stimme sprach Worte von Liebe und Glauben, eine Stimme, die sehr hoch über den Betenden zu sein schien, im Schatten der steilen Mauern. Und dann wurde wieder das Lied der Orgel sehnende Melodie, und wieder schwangen die Herzen sich auf im ewigen Rhythmus des Klanges. Der einsame Mann in dem alten verschnörkelten Gestühl weinte, weinte die ersten Tränen seines Lebens, seitdem er nicht mehr Kind war. Unb seine Lippen wußten ein ganz schlichtes, seltsames Debet, das feine Mutter ihn gelehrt hatte, als er die kleinen Kinderhände falten konnte. Sein Leben wanderte an ihm vorüber. Wie ein Fremder sah er es und lächelte über sein Leid, ein glückliches Lächeln, ©eine Heimat war vor ihm mit offenen Toren und märchenseligen Oberhessen. t'miMrcie (Rieften. p Lollar, 23. Dez. Der Fahrbamm der Kreis» sttaße Gießen — Marburg toutbe im Frühjahr dieses IahreS innerhalb unseres Ortes auf eine durchschnittliche Brette von drei bis vier Meter bei gleichzeitiger lleberwalzung mit KieS geteert, wobei die Gern rinde einen Anteil der Kosten übernommen hatte. Man wollte mit diesem Verfahren, das die Kreis- strahenverwaltung Gießen erstmalig hier vornehmen lieft, erreichen, daß die Straße an sich beefftigt wurde, um die laufenden örneucrungÄ- arbeüen an der Straßendecke zu verringern, andererseits d:r bei dem starken Automobilverkehr saft unerträglich gewordenen Staubentwickelung begegnen. Wenn auch der letztgenannte Zweck für die Sommermonate einigermaften erreicht wurde, so zeigte sich doch bald, daß di: erhofftes übrigen Dorteile, die an dieses neue Derfahren der Straßendesestigung geknüpft wurden, ausblieben. Die bald wieder auf getretenen Schäden suchte das Straftenaufsichtsperional dadurch zu beheben, daß es die aufgewühlten Mulden mit Kies unter Zusatz von Teer füllte. Diese Besserung war aber nur kurze Zeit zu spüren, da der starke Kraftwagenverlehr bald wieder Die alten Löcher aufrif); neue traten hinzu. Zur Zeit ist infolge des längeren Anhaltens der feuchten Witterung so gut wie nichts mehr von der Teerung zu sehen, der alte unhaltbare, nach einer durchgreifenden Aenderung drängende Zustand ist wieder ein getreten. Eine Wiederholung deS Derfahrens dürfte für hier, wie überhaupt für stark belastete Strecken, wegen des geringen Erfolges, der in keinem Einklang zu den erforderlichen Ausgaben steht, nicht in Frage kommen. Rur ein Mittel kann hier Abhilfe schaffen, und das ist die Durchführung der Klein- Pflasterung auf der besonders belebten Strafte. Da die Landstraße Lollar — Gießen im kommenden Frühjahr gepflastert wird, märe es wohl das Gegebene, die Pflasterung im Anschluß daran durch unseren Ort fort- Ausetzen. Rotwendig wäre es allerdings, daß die für die obere Hauptstraße noch r ü d fl ä n - dige Kanalisation, deren Durchführung durch die Kriegs- und RachkriegSverhältntsse entgegen dem bestandenen Plan, btS jetzt unterblieb, bis dahin vorgenommen wird. Das Fehlen einer solchen Entwäss erungsan 1 age macht sich besonders bei heftig niedergehendem Regen dadurch unangenehm bemerkbar, daß die Gräben und Durchlässe der Hofeingänge die von der Staufenberger Höhe herabstürzenden Wassermengen nicht auf* zunehmen und abzuführen vermögen, die bann auf die Strafte treten und dort tiefe Furchen und Gräben hinterlassen. Häufig bilden sich so innerhalb unseres OrteS kleine Seen, unb nut mit Hilfe von Leitern und sonsttgen Behelfsmttteln ist der Derkehr von ber Straße nach ben Häusern möglich Die Inangriffnahme dieser Anlage gebe Gelegenheit, die Erwerbslosen probuk- tivzu beschäftigen, wobei für die Gemeinde noch der Dorteil der Anerkennung als RttstandS- arbeit herauskäme. — In unserem gestrigen Bericht über die Zahlung einer WeihnachtS- beihilfe an die Erwerbslosen ist ein Setzfepler enthalten. Die Zahl der Erwerbslosen beträgt nicht 322, sondern 3 2. : Beuern, 23. Dez. Gestern abend veranstaltete der hiesige DolksbildungSver- e l n im Saale des Christ. Wagner einen Dortrag, in dem stud. med bet Sattler auS Kronstadt in Siebenbürgen über die „Deutschen in Siebenbürgen" sprach. Der Referent, ein junger Mann von 19 Jahren, der in Gießen studiert, schilderte die Zustände seiner Heimat. Eingekeilt zwischen fremden unb fremd- sprechenden Völkern hat diese 800 000 Köpfe zählende Kolonie unter großen Opfern und Leiden ihr Deutschtum bewahrt, hat deutsche Schulen aus eigenen Mitteln erbaut und unterhalten, und trotz der sehr schlechten finanziellen Verhältnisse, in denen die Leute dort leben, sind sie auch der evangelischen Kirche treu geblieben, deren Kosten fie selbst bestreiten müssen. Seit der Okkupation durch Rumänien haben sich die Lebensverhältnisse noch wesentlich verschärft. Der Redner sprach die Hoffnung und die Ditte aus. mitzuhelfen durch Dereine usw., daß die Der- binbung mit dieser treu am Mutterland« hän- Liedern. Wie er sie lieb hatte, feine Heimat. Er wußte ganz genau, daß es nirgends so schön fein körnte. Dein Kopf sank tiefer unb tiefer in seins betenden Hände, bis ein grober, dunkler Schlaf über ihn kam unb seine Stirne strich Rauschend aber fangen Glocken und Orgel von ©L Marien über die alte Stadt das Lied von der heiligen Weihnacht. Ein Weihnachlsscherz Goethes. Goethe hat feit frühester Jugend mit besonderer Freud« Weihnachten gefeiert und bai Fest in so manchen ernsten und fröhlichen Gedichten verherrlicht. Ein wenig bekannter WcihnachtS- scherz des Dichters wird in den 1835 erschienenen Erinnerungen von Kollar erzählt. „®inft war Goethe am Weihnachtsabend bei Professor Lors- bach in 3ena eingeladen", heißt es da, „unb bet Professor hatte für seine einzige schon erwachsens Tochter im Rebenzimmer einen schön m Weih- nachtsbaum mit Aep'eln und anderen Geschenken geschmückt. Während mm bis zur Bescherung musiziert, gelungen und gesp elt wurde, stahlen sich zwei schelmische Kumpane durch eine andere Tür in das verschlossene Äebenzimmmer, beraubten den Daum aller Aepfel unb Rüsse und kehrten, als wäre nichts geschehen, in die Gesellschaft zurück. Schlag sieben Ahr öffnete ber Tater, die Tochter an seiner Seite führend, die Tür unb lud die Gesellschaft zum Eintreten 'm das Zimmer mit bem Weihnachtsbaum ein. Wie stutzten alle, da der Baum kahl unir leer mitten im 3 mm er ftanbl ©oetfte blieb mit auf der Brust verschränkten Händen sinnend stehen, und alles toartete, was er da^u sagen würde. Da öffnete er bie Lippen unb nef mit scherzhaft pachri scher Stimme: „Eva, verziehen fei d.r! Es haben ja Söhne der Weisheit Rein geplündert ben Daum, welchen ber Vater gepflanzt." Freubiges Händeklatschen, Lachen unb Scherze ertönten allseits bei diesem Distichon, unb die Stimmung deS Abends war gerettet." genden Kolonie nie abreißen mLge. — Dieser Lage fand die hiesige Mädchen-Fortbil- dungs- und Kochfchule für dieses Jahr ihren Abschluß. Die Schulleitung hatte zu diesem Zwecke eine kleine Weihnachtsfeier veranstaltet, zu der der Gemeinderat und der Schulvorstand eingeladen waren. Es wurden die Arbeiten im Handarbeitsunterricht besichtigt und auch die Erzeugnisse der Kochkunst einer Probe unterzogen. Man äußerte sich allgemein sehr zufrieden über den ttnterrichtserfolg. t Grünberg, 23. Dez. Der Gemeinde» rat hat im Jahre 1 926 insgesamt 29 Sihun- aen abgehalten. Die wirtschaftlich schwere Zeit orachte ihm eine Fülle von Arbeit. In diesem Jahre mußte u. a. beschlossen werden über zahlreiche Wegebauten, Kanalisierung und Wasserleitung In bestehenden und neuangelegten Straßen. Als besonders wichtig ist weiter die Erbauung des Hochbehälters der Wasserleitung anzuschen, ferner der Anbau der Oberrealschule, der käufliche Erwerb der landwirtschaftlichen Winterschule, sowie die Erweiterung des Gallus- Marktes. Aach tteberwindung mancher Schwierig, teilen gelang es auch, einen passenden Bauplatz für das neue Finanzamt zu beschaffen, ferner wurde der Rathaussaal neu hergerichtet. Daneben war noch eine Fülle kleinerer Aufgaben zu lösen, die allesamt reiche Arbeitsaufwendungen erforderten. UeberbKcft man die Arbeit des Stadtrats in der Gesamtheit, so wird man ihm die gebührende Anerkennung nicht versagen können. D 21 eß, 24. Dez. Aus der letzten Stadt- vorstandssitzung ist folgendes zu berichten. Zu Punkt 1 der Tag sordnung legte der Bürgermeister den Doranschlagdes städtischen Wohlfahrtsausschusses für das Rechnungsjahr 1927 vor und erläuterte die vorgesehenen Ansätze. Der Voranschlag schließt In Einnahme und Ausgabe mit einem Betrage von 18 500 Reichsmark ab und erford.rt einen städtischen Zuschußbedarf von 9000 Reichsmark. Die Vorlage fand einstimmige Annahme. — Sodann beschäftigte sich der Stadtvorstand mit der Festsetzung der städtischen Hundesteuer für das Jahr 1927. Annahme fand ein Antrag, die Hundesteuer für das kommende Jahr auf 4 Mk. festzufetzen. Für mehrfachen Hundebesitz sollen die gleichen Zuschläge wie im Vorjahre erhoben werden, und zwar für jebm folgenden Hund 20 Mk. mehr als für den vorhergehenden. — Weiterhin fand ein Antrag des Vorsitzenden, die Stadt möge dem Verkehrsbund Oberhessen als körperschaftliches Mitglied betreten. Zustimmung. Der Beitrag richtet sich nach der Einwohnerzahl und soll pro Einwohner 1 Pfennig betragen. — Zur Regelung deS Kraftfahrzeugverkehrs soll eine Poli ^'.Verordnung erlassen werden. Durch diese wird die Fahrgeschwindigkeit der Kraftfahrzeuge innerhalb der Stadt allgemein auf 15 Kilometer festgesetzt, und die Hintergasse gänzlich für den Kraftfahrzeug- Verkehr gesperrt. — Alsdann faßte der Stadt- Vorstand einen Beschluß von weittragender Bedeutung. Von der hiesigen Standesherrschaft soll ein größerer Daublock zwischen Gießener Straße, Amtsgerichtsstraße und 2anggaffe in der Größe von etwa 11 Morgen zum Preise von 30 000 Mk. angela^ft werden. Dieses Gelände soll nach entsprechender Austeilung in Bauplätze an Daulustige weitergegeben werden. Das Gebiet wird bereits im nächsten Frühjahr der Bebauung erschlossen und damit einem in den letzten Jahren dringend zutage getretenem Bedürfnis Rechnung getragen. Feuer in der Brauerei Ihring-Melchior. -- 2 i ch, 24. Dez. Kurz vor 7 ilßr ertönte gestern abend in der Brauerei Jhring- Melchior dis Feuersirene: im Dachstuhl der Malzdarre war ein Feuer ausgebrochen, das mit den eigenen Feuerschuhvorrichtungen des großen Betriebs sofort bekämpft wurde. Die elektrische Brunnenpumpe trat alsbald in Tätigkeit. Mit der Werksschlauchleitung und unterstützt durch Minimax-Apparate ging man von innen an den Feuerherd heran, während die durch die Feuersirene der Brauerei sehr rasch alarmierte und schnell herbeigeeilte Licher Feuerwehr unter schwierigen Verhältnissen von außen her an das sehr hohe Gebäude ßeranging. 6o konnte das Feuer mit vereinten Kräften sehr bald auf seinen Herd beschränkt werden. Gegen 8 Uhr traf die Kreismotorspritze von Gießen unter Führung des Kreisfeuerwehrinspektors D i cf o r e ein; zugleich mit ihr kam auch der Gießener Stadtbranddirektor Braubach an der Brandstelle an. Die Gießener Hilfe war sofort in Bereitschaft, sie legte eine Schlauchleitung vom Brandherd bis zur fetter, brauchte aber nicht mehr in Tätigkeit zu treten, da die Gefahr mittlerweile beseitigt war. Sin Großfeuer ist durch das rasche Handeln verhindert worden, hätte aber in späterer Nachtstunde und bei dem starken Aordostwind leicht entstehen und in den Frucht- lagern der angrenzenden Mälzerei verheerend wirken können. Ueber die Hohe des Schadens läßt sich noch nichts Bestimmtes sagen. Auch über die Ursache des Brandes ist nichts bekannt. Zu erwähnen ist noch, daß der Betrieb der Brauerei durch den Brand in keiner Weise gestört worden ist. Kreis Büdingen. I! Büdingen, 23. Dez. Der KreiS aus- schuß beschloß In seiner jüngsten Sitzung u. a„ bie Kreishundesteuer wie im Vorjahre au erheben. Weiter soll in den selbständigen Gemarkungen vom Kreis die Inflations- Wertzuwachs st euer nach dem von dem Ministerium deS Innern audgearbeiteten Entwurf erhoben werden. Den Erlaß einer Milch- verkauf Sordnung für den Kreis stellte man Aurücf, ersuchte jedoch den Vorsitzenden, darauf binzuwirken. daß eine strengere Kontrolle der MilchproduAenten eintrete. Für die Errichtung von £ anfft eilen auf Kreisstraßengelände soll eine jährliche Anerkennungsgebühr von 50 Rm. erhoben werden. Die Kosten für den Dru ck der Inventare der Gemeindearchive wurden übernommen. * Büdingen, 23. Dez. Dieser Tage gab der Düdinger Musikverein sein drittes Konzert in diesem Winter. Als Solisten traten auf Frl. Ellen KieSling von der Darmstädter Opernschule und der jugendliche Pianist Edgar H o f f m a n n von 2sipzig. Erstere brachte eine Reihe bekannter Schubert- und Drahms- lieder zu Gehör. Ihre starke wohllautende Sopranstimme kam erst bei den Drahmsliedern — nachdem die anfängliche Befangenheit überwunden war — zur vollen Geltung. Die Stimme besitzt viel Modulationsfähigkeit und berechtigt zu schönen Hoffnungen Der Pianist spielte trotz seiner großen Jugend mit einer erstaunlichen Sicherheit und Liefe des Ausdrucks. Die 32 Variationen in C-Moll und die ©onaie in E-5>ur op. 109 von Beethoven, die schon einen musikalisch geschulteren Zuhörerkreis ve* langen, gab er in besonderer, man möchte sagen moderner eigener Auffassung wieder. In diesem Beethoven spürte man schon starke Anklänge an die Empfindung der heutigen Zett. Mit den ^Variationen über ein deutsches Thema" von Chopin spiette er sich vollends in die Herzen der Zuhörer hinein und erntete rauschenden Beifall, der ihn zur Zugabe des 8-Dur-Walzers vom gleichen Komponisten veranlaßte. Ein Kapriccio und ein Intermezzo von Brahms brachte er mit Leichtigkeit und Anmut zum Vortrag, um sich dann ganz zu geben in der stis-Dur-Sonate von Skrjabin Wenn auch diese moderne Musik, die tief in die russische Volksseele schauen läßt, manchem Rätsel aufgibt, so rissen doch ihre mächtigen Schlußakkorde die Zuhörer zu starkem Beifall hin, so daß der Künstler noch eine Zugabe machen mußte. Man lernte in Edgar Hoffmann einen Künstler kennen, dessen technische Fähigkeiten in harmonischem Entlang mit seiner künstlerischen Auffassung stehen und dessen Begabung und heiliger Eifer für die Musik eine bedeutende Zukunft für ihn voraus sehen lassen )( Ortenberg, 24.Dez. Da unsere beiden Kirchenöfen nach 30 Dienstjahren unbrauchbar perschaften die Errichtung einer Zentralluftheizung. Diese wurde nach Fertigstellung am vorigen Sonntag zum ersten Mal in Gebrauch genommen. Die Gemeinde empfand dankbar die Verbesserung. Während bisher nur auf den Plätzen in unmittelbarer Aähe der beiden Oefen eine gewisse Wärmewirkung bemerkbar war, in den übrigen Teilen der Kirche im Winter kaum mehr als 2 bis 5 Grad Celsius erreicht werden konnte, war die Kirche am Sonntag gleichmäßig mit Ausnahme der Hinteren Frauenbänke erwärmt. Die Temperatur erreichte am Vormittag 10 bis 12 Grad Celsius, am Nachmittag sogar bis zu 15 Grad, auf der Orgelbühne war es natürlich noch entsprechend wärmer, selbst im hohen Ehor wurde die angegebene Temperatur erreicht. Die Anlage ist also eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem bisherigen Zustand, wenn auch eine so große und vor allen Dingen hohe Kirche wie die unfrige niemals vollkommen erwärmt werden kann. Die neue Anlage wurde in der sogenannten alten Sakristei aufgestellt, die frische Lust wird mittels Motor und Ventilator dem großen, 20 Zentner schweren Heizofen zu- geführt; die erwärmte Luft durch ein Heizgitter in die Kirche zurückgepumpt. 2m Notfall und bei gelinder Witterung kann natürlich die Kirche auch ohne Ventilator geheizt werden. Die Kosten wurden teilweise durch eine freiwillige Sammlung der Gemeindeglieder, die 760 Mark ergab, aufgebracht, außerdem stifteten die Ohmtal-Basaltwerke für die Heizung und sonstige Zwecke 100 Mark, der Patron der Kirche Fürst Christoph Martin zu Stolberg-Roßla 200 Mk., die andere Hälste der Kosten soll durch Kapitalaufnahme bestritten und in den nächsten Jahren gezahlt werden. —/— Ortenberg. 24. Dez. Die Arbeiten am Neubau deS Postamts und deS Gemeindehauses schreiten rüstig fort, so daß mit der Eröffnung des Postamts am 1. April bestimmt gerechnet werden kann. Der Gemeinde- rat bestimmte als Mieten für die mit allen neuzeitlichen Bequemlichkeiten, tote Etagenheizung, Badezimmer usw. ausgestatteten Wohnungen 1020 bzto. 1200 Mark Jahresmiete. — Die Hundesteuer wurde für das Jahr 1926 auf 6 Mark festgesetzt. — Der amerikanischen Petro- leumgesellschast wurde die Errichtung von Benzintanks vor den Häusern K. Dille- muth und R. Hild gestattet. le. Dleichenbach, 23. Dez. Am Dienstag abend hatten sich mehr als 400 Alte und Junge zur Weihnachtsfeier unserer Schule zusammengefunden. Ein Märchenspiel der Kleinen, ein Advents- und Weihnachtsspiel der Großen und ein eindrucksvolles Krippenspiel erhielten alt und jung den ganzen 2lbend in Freude und Andacht. Chöre des hiesigen Männerchors, sowie des Gemischten Quartetts unseres D.-H.-C.-Zweigvereins trugen ebenfalls viel dazu bei. Ein sehr großer Tannenbaum leuchtete zu einer reichen Bescherung für alle Kinder des Dorfes vom 1. bis 14. 2ebensjahre. Freiwillige Spenden aller Dors- genoffen, sowie Beihilfen der Gemeinde und des hiesigen Raiffeisenvereins hatten sie ermöglicht. Kreis Schotten. Schotten, 23. Dez. Am Samstag konnte infolge hohen Schneesalls das P o st a u t o Ulrich stei n—S chotten erstmalig in diesem Winter die Verbindung hierher nicht aufnehmen. 't'a sich die Schneedecke weiter verstärkt und starke Schneewehen die Straße sperren, mußte bis auf weiteres die Auto- verbindung eingestellt werden. KreiS Alsfeld. z. Eifa, 24. Dez. Endlich hat der Sch ulst r e t f hier sein Ende gefunden. Die Tatsache, daß die Behörde nicht nachgab, und 2ehrer Hofmann trotz aller Anfeindungen weiter in Eifa verblieb, brachte mit den empfindlichen Schulstrasen die erhitzten Gemüter zur Abkühlung. Persönliches Eingreifen des Kreisschulamtes machte dann dem Streik ein Ende. Bei der heutigen Geldknappheit hätte wohl mancher Vater für den als Strafe zu zahlenden Betrag eine andere Verwendung auf Weihnachten gehabt. Rheinhessen. WSN. Mainz, 23. Dez. Auf der Hechts- Heimer Straße überschlug sich gestern abend nach 9 Uhr ein Auto und begrub die drei Insassen unter sich. Hierbei wurde der Besitzer des Kraftwagens, Mineralwasserfabrikant gänglet von hier, derart schwer verletzt, daß er auf dem Transport nach dem Krankenhaus verstarb. Die beiden anderen Mitfahrenden kamen mit leichteren Verletzungen davon. Sie hatten sich selbst unter dem Kraftwagen herausarbeiten können, während der Autobesitzer erst mit Hilfe Der herbeigeeilten Feuerwehr.' die den schweren Wagen hob, aus seiner unglücklichen 2age befreit werden konnte. WSN. Rüsselsheim, 23. Dez. Der feit Anfang November als vermißt gemeldete 26jäh- rige Handlungsgehilfe Adam 2 orenz ist gestern bei Budenheim al« Leiche gelänbet worden. Da Lorenz schon früher Selbstmordabsichten gt- äußeH hatte, nimmt man an, daß er wegen einer unheilbaren Krankheit freiwillig ans dem Leben geschieden ist. WSN. Viernheim, 23. Dez. Zwei Pferde eines Christbaumhärdlers. die im Stalle einer hiesigen Gastwirtschaft unter gebracht waren, gerieten miteinander in Streit und bearbeiteten sich gegenseitig mit ihren Hufen Derart, daß s i e verendeten. Die Kadaver wurden nach der Abdeckerei gebracht. Preußen. KreiS Wetzlar. WSN. Wetzlar, 23. Dez. Gemäß Verfügung des Regierungspräsidenten vom 13. Dezember ist zum stellvertretenden Vorsitzenden des staatlichen Schlichtungsausschusses in Wetzlar Ingenieur Th. Netz aus Wetzlar an Stelle des Stadtrats Winkelmann, der das Amt nieder- gelegt hat, bestellt worden. —z— Lützellinden, 24. Dez. Im Gegensatz zum Vorjahre, wo in unserem Orte viel gebaut wurde, war hier in diesem Jahre infolge der Geldknappheit die Bautätigkeit außer- ordentlich gering. Wohngebäude wurden überhaupt nicht errichtet; die Bautätigkeit erstreckte sich lediglich auf einige landwirtschaftliche Gebäude. Erfreulicherweise sind für das nächste Jahr jedoch einige größere Neubauten vorgesehen, so daß die zahlreichen hiesigen Bauarbeiter lohnenden Verdienst finden können. Auch die Gemeinde will den schon auf dieses Jahr vorgesehenen Dau eines neuen Dullenstalles im nächsten Jahr ausführen lassen; die Dermessungs- arbeiten hierzu wurden Idjon im Laufe des Sommers vorgenommen. —K— Aus dem Hüttenberg, 24. Dez. Die letzten Tage vor Weihnachten brachten eine Hochkonjunktur im Handel mit fettenGän- s e n. Obwohl der größte Teil derselben in unserer Gegend von Händlern aufgekauft und in die Jndustrieorte verschickt werden, waren die Wochenmärkte der Umgegenb so stark beschickt, so daß zahlreiche Gänse nicht verkauft tourben. Mancher ehedem kaufkräftige Städter muß bei der schlechten Zeit und den hohen Gänsepreisen, 1,20 Mk. pro Pfund, auf die gewohnte Weihnachtsgans verzichten. KreiS Biedenkopf. WSN. Nassau, 23. Dez. Ein Sohn der Eheleute Eschenauer in Jnighofen bei Nassau kehrte nach sechsjähriger Dienstzeit aus her Fremdenlegion zurück. Er war vor sechs Jahren in Biebrich an geworben worden. Kreis tSimbutfl. WSN. Limburg, 23. Dez. Bei einem hiesigen Alteisenhändler wurden 140 Kilogramm Kupferdraht beschlagnahmt, der der Elektrizitäts- und Straßenbahngesellschaft gestohlen worden war. Ein auswärtiger Händler hatte den Draht nach Limburg verkauft. Kreis Marburg. WSN Marburg, 23. Dez. In Jarle bei Marburg geriet der Mühlenbesitzer Otto plötzlich auf unaufgeklärte Weise In daS (betriebe feiner Mühle. Auf den Schrei, den er ausstieß, tarn eine« seiner Kinder herbei und rief um Hilfe. Der älngllickliche tarnte unter großer Mühe aus dem Walzgetriebe befreit werden; der größte Teil seines Körpers war aber so zerquetscht, daß er bald darauf verstarb Kreis Ziegenhain. WSN. Z i e g e n h a i n , 23. Dez. De Ä ti£i?g erteilte seine Zustimmung zur Durchführung von Meliorationen im Schwalmtal und Uebemaßme von einem Viertel der durch Beihllfen nicht gedeckten Kosten auf den KreiS. Die gesamten Kosten betragen 700 000 Mark, wovon ein Drittel aus der produktiven Erwerbslosenfürsorge, je ein Viertel aus staatlichen und kommunalen Fonds zur Förderung der Landwirtschaft und der Flußmeliorationen zu erhallen wären. Man rechnet jedoch mit 66 Proz. Beihilfe. Der Restbetrag soll durch Anleihe aufgenommen werden. Naingau. WEN Frankfurt a. M, 23. Dez. In der vergangenen Nacht wurden die Bewohner des Erdgeschosses und des ersten Stockes im Hause Oederweg 120 durch herunterlaufendeS Wasser darauf aufmerksam gemacht, daß etwas nicht in Ordnung war. Man vermutete einen Rohrbruch Die herbeigerufene Polizei öffnete die Wohnung des zur Zeit abwesenden Mieters Holster und fand, auf der Badewanne sitzend, die 23jährige Tochter des Rektors Lieben, die die tteberwacdung der Wohnung freiwillig übernommen hatte, erstickt vor. Das Mädchen hatte wahrscheinlich vergessen, den Gashahn zu schließen, und fand dadurch den Tod. — Gestern abend ereignete sichln der Obermainbücke ein bedauerlicher Verkehrs- unfall, dem ein Menschenleben zum Opfer fiel. Ein aus der Langestraße kommendes Auto bog in scharfem Tempo in die Obermainstraße ein, anscheinend, um einen aus dieser Richtung kommenden Taxameter nicht erst vorbeifahren au lassen. Ein von der Obermainbrücke kommender Radfahrer, dessen Personalien noch nicht fest- gestellt sind, konnte fein Rad auf dem schlüpfrigen Pflaster nicht mehr halten, rutschte au« und kam unter das Hinterrad des schweren Lastautos. Der Brustkasten wurde ihm zerquetscht, ft» daß der Tod auf der Stelle eintrat. Man brachte die Leiche des Unglücklichen in« Hospital zum Heiligen Geist. — Auf der Lan> straße zwrschen Niederursel und Oberursel sind gestern mittag zwei Kraftwagen zusammengestoßen. Beide Wagen, ein Lieferwagen aus Bad Homburg und ein Personenauto au« Frankfurt, wurden dabei schwer beschädigt. Der Lenker des Frankfurter Autos wurde durch GlaS- splitteG im Gesicht erheblich verletzt. KreiS Fulda. WSN. Fulda, 24. Dez. Gin trauriger 11 n- glücksfall ereignete sich Lieser Tage bei einer Treibjagd in der Gemarkung Uffhausen. Durch einen unglücklichen Schuß eines Fuldaer Jagd- Pächters wurde der als Jagdhüter angestellte Gg. Sipp-rl aus Oberbimbach schwer verletzt. Nach Großenlüder verbracht, verschied er drei Stunden nach dem Unfall. Der Dev- storbene war 29 Jahre alt und verheiratet. Eine arme und zahlreiche Familie hat in ihm den Ernährer verloren. Turnen, Sport und Spiel. V. f. V. Das am 2. Feiertag auf dem Waldfportplatz steigende Treffen der beiden Ligamar.nfchaften der Sp. Lg. 1900 und des V. f. B. kann wohl mit Recht als ein Ereignis besonderer Art im Fußballbetrisb Gießens bezeichnet werden. Wie auch in allen anderen Städten und Sportarten wird auch hier dem Lok-alfpiel der beiden führenden Vereine über die Mauern Gießens hinaus ein feiten großes Interests entgegengebracht. Daß nun feit mehr als zwei Jahren ein Kräfteoergleich nicht mehr stattfand, erhöht noch die Spannung, mit der dieses Zusammentreffen allgemein erwartet wird. Die Tatsache, daß einerseits 1900 sich in letzter Zeit stark verbessert hat und der diesjährigen Lahnkreismeisterschaft zusteuert, andererseits V. f. B. auf Grund seiner vorjährigen Lahnkreismeisterschaft dieses Jahr zur Bezirksliga gehörend, sich 'auch in den Verbandsspielen dieser Klasse erfolgreich durchzusetzen wußte, läßt das Vorhergesagte verständlich erscheinen. Der Ausgang dieses Treffens hat nicht nur lokale Bedeutung, sondern auch im ganzen Lahn kreis, in dem die Gießener Bertreler in ihrer Klasse eine führende Rolle spielen, wird ihm mit einigem Interesse entgegen- gesehen. Die bisherigen Spiele zeigten stets wechselseitige Erfolge. Wie auch das letzte Mal vor 24 Jahren auf dem Spottplatz an der Hardt, wo D. f. B. knapp mit 2:1 Sieger blieb, so wird auch biejes Mal nur ein knappes Resultat zugunsten des einen ober des anderen das Ergebnis fein. B. f. B. vielleicht auf Grund feiner Zugehörigkeit zur Bezirksliga Chancen einzuräumen, wäre in Anbetracht der durch Verletzung und Auswärtsweilen guter Spieler geschwächten Mannschaft und der Spiek- ftärte der Vereinigten verfehlt. Der für das Treffen gewonnene Schiedsrichter dürfte für einen reibungslosen Verlauf Gewähr leisten. Vor dem Ligaspiel meßen die ersten Iugendmannschaflen beider Vereine ihr Können, wobei es aller Voraussicht nach einen ausgeglicheneren Kampf als beim letzten Diplomspiel (4:0 für 1900) geben wird. Die ersten Schülermannschaften eröffnen schon vormittags den Klubkamps. Die Dritte unternimmt eine zweitägige Fußballreise in den Westerwald. Bezirk Hessen-Hannover. tz. Während in der II. Dezirksklalse an den Weihnachtstagen keine Spiele stattfinden, hat der T. B. A. in der ersten zwei Lokallreffen ungeteilt. Diese finden in Kassel statt, deren vedeutendstes das zwischen „Spor t" und Spielverein ist. Letzterer ist z. Z. noch Spitzenführer der Nordgruppe und wird alles daran setzen, seine Position zu hatten und zu festigen. „Sport" machte erst am vergangenen Sonntag durch feinen hohen 12:2-Cleg gegen Münden von sich reden, dürfte jedoch dem forschen,'energischen Spiel der Spielvereiiller nicht ohne weiteres gewachsen sein. Abgesehen von der besonders bei solchen Lvkalkämpfen üblichen Ueberraschung dürfte Spielvereinigung mit ganz geringem Vorsprung in Front bleiben. — S. C. 03 Kassel und Jura Kassel ist die -weite Spielpaarung. In letzter Zeit haben die Tura- leute entschieden von ihrer Spielstärke verloren kam Sonntag unterlagen sie erst wieder gegen S Dg. Göttingen mit 5:1!) ES ist damtt zu rechnen, daß sich 03 ohne große Schwierigkeiten unter einwandfreien Verhältnissen die Puntte holen wird. Die Weihnachlsspiele im Arbeiter-Turn- und Sportbund. Die Spiele um die kreisrnelslerschast. £. Am zweiten Feiertag nehmen die Kreisspiele ihren Fortgang. Auf dem Gießener Ttteb treffen sich die Mannschaften Gießens und Friedbergs. Das Vorspiel gewann Gießen 3:2, befand sich damals allerdings in Hochform. 3n der Zwischenzeit hat Friedberg eine harte Schule durchgemacht mit dem Erfolg, daß di« Mannschaft am letzten Sonntag den Tabellenersten Mörfelden von seinem Platz verdrängen konnte. Das 6; 1-Resultat zeugt von einem außer- ordentlich durchschlagslräftigen und dann gefährlichen Sturm. Wie die Gießener Mannschaft in diesem Treffen abschneidet, ist angesichts dieser Tatsachen ungewiß. Zeigt die Mannschaft nicht eines ihrer früheren hochstehenden Spiele, ist am ehesten mit einer Niederlage zu rechnen, di« dann insofern verhängnisvoll wird, als di« Mannschaft bann die Rangliste beschließt. V. f. L. Dorn he im hat den Meister de« 4. Bezirks, Hanau, zu Gast. Normalerweise müßte dieses Spiel der gegentoärtige Tabellenerste Bornheim, für sich entscheiden. Aber schon das Vorspiel (Hanau verlor knapp 5:6) gab ein Beispiel der Güte Hanaus, die sich in den letzten Spielen noch mehr verbessett hat. Trotzdem bleiben für Bornheim die meisten Siegesaussich^en bestehen. In Nlörsekden treffen sich Mörfelden und Wiesbaden. Hier wird aller Voraussicht nach hart um die Punkte gerungen werden, denn Mörfelden wird unter allen Umständen seine Niederlage vom Sonntag wettmachen wollen, während Wiesbaden sich von feinem Mittelplah schwer verdrängen lassen wird. Die übrigen Feier kagsspiele. 3n Gießen herrscht an beiden Tagen Hocte betrieb. Am 1. Feiertag weilt die 1. Mannschaft Sprendlingens als Gast der 1. Mannschaft GießenS hier. Sprendlingen war 1925 KreiS- meifter und tonnte die Gießener Mannschaft im Vorspiel 7:1 heimschicken. Die vornehme Spiel- weise beider Mannschaften wird ein sehenswertes Spiel zeigen. — Vorher treffen sich bk zweite n Mannschaften Gießens und Sprendlingens. Auch hier stellen die Gäste eine sehr spielstarke Mannschaft, die der @ießen«r I b- Mannschast eine harte Nuß zu knacken geben werden. — Die 1. Ingen d Gießens tritt pfirsi'chzarben Teinb gfbb Schachteln zu 20,30,60 b.120 Fei Gesehen erfreuen sich Heinrii Sell ' örv-i^ eins a Kilo Ö** w M.LtilE von m «e v°' St Die veu AchWastwerk bic erzeugten Regensburg und -hayerntverkleiiui ,"8” $r«n!| Franksur Abendbörie M d° nach * SÄ.W et®«8 “ÄS 8*'.® § ®cud>cl6el” Gerl Heih direkte ,an& ärz und c Qualität C.Riibsar »TA.. "b°Idd7^ . “'M MW. ‘01 * a I Qu| J^r butj. s«7 bi •Q?3 K°E,?>erbj. AkUng Und ^nb. u. (,> sS°« fc ftÄT* ML Z»'S 6. eX> miich 6oc 'Akben tV€)r4, rLiZ L>Lr Ä “ift ? !** I4s*rai äaj! tfc"*» teJle. einttat ? ^Eichen bi |L ~! 2lu! der ßanb Obemrfti [ütf, l?Q9e*L8u|am. K *“ ßiefertoagtri ,n iktfonenauto out 5Der M^äbigt In ? wurde durch Glo». ><- derleht. lda. ®in trauriger 41 r, tiel« Tage bei einer '9 ThiS Fuidorr 3agb- 2azMer angtllelüt ^bach schwer der- »erbracht, derschied m Unfall. Der alt und dechricottt. Familie Hal in ih» M grvhe Schwierigkeiten hältnisscn die Pmüi itsfpiele im nd Sporlbund. reismelslerlchasl. ag nehmen die Är<* \ dem Giehener Trieb ften Siebens und -spiel gewann Sichen lerdings in Hochform. Friedberg eine hatte dem Srsvlg. dal) tw nmtag den Tabellen» M Platz verdrängar mgt von einem *• gen und dann geiähr- ®6«« »E' b, • ist -nge!M°W die Wamschasl, incht Mhenden Spiele, ist xrlage »u *n. g svoll lrnrd. al» <" izlislc beschlA tat den °T Gast. * ötahmteg» /L Trotzdem bla« I zu » ,Mäg fsr*S ~gss wird cierlagsjpiele. veilt gj i/fliannld^r gegen die 1. 3ugenb von Bilde! an. Auch hier ist der Gegner nicht zu unLsrsc^Yen. Dem Kreisspiel am 2 Frierlag geht ein Spiel der (A i e he n e r Ib-Mattnschaft gegen die l. Mannschaft von Raurod t T. voraus. Mit einer S: 3-Diederlage muhten die Gießener nach dem Dorspiel die Heimreise antreten. — Friedberg II stellt sich Gasten II. Hier muh der AuSgang des Spiels ollen bleiben. — Den Anfang machen die 1. Iugendma nn- schoflen Gießsn « und Wiefecks. Beide Mannschafte» zählen zu ddn besten Jugendmann^ schäften und gaben sich stets recht interessante Spiele geliefert. Der Turn» und Sportverein Wieseck beschäftigt während der Feiertage nur seine 1. 3 u - gendmannschaft, die sich allerdings etwa- reichlich viel zmnutet. Am 1. Feiertag spiell sie vormittag- gegen Metzlar, nachmittag- gegen Daun heim, bnde schwer zu überwindende Gegner. Am 2. Feiertag tritt die Mannschaft vormittag- gegen Gießen an, am nachmittag hat sie auf eigenem Platz die 1. Jugend Dilbel - al- Gast. Die Freie Turnerfchast Heuchel he prn verpflichtete sich einen Gegner au- einem benachbar- >en Bezirk. 2m 2. Feiertag tritt die 1. Mannschaft gegen die gleiche von Seulberg i. T. an. Borger spielen die 1. 3ugendmannschasten Heuchelheims und Klein-Lindens Wirtschaft. • Erweiterung des Dahernwert- netze-. Das l 12 (XX). Bolt-Metz de- Bayern- Werks, dessen einfache Länge gegenwärtig ungefähr 1000 Kilometer beträgt, har jetzt eine Erweiterung dadurch erfahren, dah die 110 000- Bolt-Leitung von Passau nach Regensburg mit einer Länge von 110 Kilometer fertiggestellt wurde. Die neue Fernleitung dient dazu, im Kachlitkrgftwerr der Rhein-Ma iw-Donau A.-G. die erzeugten Energiemengen zunächst nach RegenSburg und von dort über die vorhandenen Bayernwerkleitungen nach Dürnberg zu über» i vagen Frankfurter Abcndbörse. Frankfurt a.M. 23. Dez. (Tll.) Die Abendbörfe schloß vor den Feiertagen in ruhiger, doch fester Haltung. 3nteresse sanden nur die bisherigen Spezialwerte, besonders Bank- und Montanaktien. Einige Umsätze hatte auch die Farbenoktie. Der übrige Aktienmarkt lag sehr ruhig, doch in der Gesämthaltung sehr gut behauptet. Der Anleihemarkt war fast geschästS- los bei unveränderten Kursen. 3m einzelnen nannte man: Kriegsanleihe 0,750, Scheideanstalt 178. Gommerzbanl 224, Danat-Dank 266, Farbcn- inbuftrie 317,50, 3lse Genüsse 160, Harpener 191,50, Grlsenkirchen 177,50, Westeregeln 169, Mannesmann 201, Phönix 130,50, Rheinische Braunkohlen 244, Rheinstahl 197, Kicher 110,75, AEG. 164. Metallgesellschaft 182. Rütgerswerke 134,75, Schuckert 162,75 Zucker Frankenthal 105, Wayß & Freytag 148, Commerzbank 224 ®3rfenTnt1e* Frankmn a-M. Berlin Sdjiu*)- ftur» ScriuB*. Oben). ■»Öde Aue» SHubl l'lütag Tatnm: tt ir n 12. 22. 12. 23 12 y/, Ttlrtkbe RelchSaiNeihe i.7 SS 755 0 74 0.75 4° , Lruyckx 91 etdj&anleigt . SV*e/e Teutf-b )kid)Miilet<\ 0 KS 0.715 U.W 0,7125 — d.69 0,71 3 Tentfdk 'uiefc^anleibe 0.79 0,7« U.7K5 I?üuifd)ctipaii.r '.mtenanlcite 0,437 o 45 0.425 0.475 4*'.o Kreusifde . . . — U.W*5 0.72 4*'» Hessen - ... . . J.6b 0.68 U.7 — VI?I» Heilen . . ...... »le hr/srn......... — 0.665 — — _ _ 0.66 Tenrtibe L-enb. ToQar Hnl 97 97 25 99.83 99,85 d'o Doll.-Schav Lnrrriing. Zolllurken......... 16.2 15 9 15.7 15.75 43.3 Vie ulolbmentana ... ■ 43 43.5 43.25 berliner ©anbellkiefenfiftafi. 175 270 278.6 Commer;- und Vrivat ttenit Tarmst. enb 'Jiartonalbant . CM 2.-3 2.1.23 225 264 *6ä 262 265.5 Teutiche Bank. ....... TlSkomo Gommanbft IN7.5 191.73 186.5 190 176 178.y <6.75 179 5 ^refibner Sani ...... 16.S 5 173.5 170 173.75 Melollbanl........... 175 178 175 175.25 MiiicldeuliLe Lredikbank . 166 172 165,75 172.25 Ccte reiLlichc Lrcbüaairall 7,9 7.75 ; > Jicidjöbont....... 159.9 163 5 161 163.5 #64 162,9 165 CheramiiLe Werke Albtn . . — — — - Zementwerk Heidelberg . . . 131.75 138 * — Philtvp Holjmann ..... 163 165 164 166 Anglo tfoni ffluano..... — — 105.6 107,0 Cheiniiche Mayer -llavin. . . — — — '^oldlchmidk....... 143 143 140,25 142,75 Holjverlohlung........ 3 0* ^arben-gnbuftru. . . 72,25 73 — — 115 25 u!9 314 317.75 RütgerLwerke........ 130 134 75 131 133.5 ecbiibcauflQlt....... 175 178,5 — - «llg- ElektrizitätL-Gelelttchaft 158 162.25 160 162,75 Bergmann .......... — 160.5 15t 159 Elekkr- Lieferungen...... 152 156 151.5 156,25 Lieh! und Kraft...... . — 160 158.6 159 Mainkraftwerke . ....... 120 124 Cchuckcn .. ......... 158.5 163.25 159.» 162 75 Siemens A Halüke...... 196.75 199 195 199 Ablerwerke .<1 lener ...... 110.75 111 109,62 lll.5 Daimler Motoren- ...... 88 87 87 89 hevligenftaebt......... 37,5 u8 Meguin............. 51,5 52,5 52 52 Mannheimer Motoren ... 42 42 frankfurter Armaturen . . 16 16,25 — — itonfervcnsabrik Braun . . 58 — — Mctallgesell'choft Frankfurt. 179..'5 18* — — Pet Union A--G....... 124 128 124.5 126.5 ediulnabrif Herj...... 62 G0 57.12 58 -iehel. . . ........ — — 4.5 5 Jellfloff Aschaffenburg. . . . 150.5 — 150,25 151 ZeNston toalbbof ..... 233 224,75 231.5 234.5 Huderfabrif Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäukel . . . 103 124.4 105 131 9 104 128.5 105 131 Dedffeuworkt Berlin-Frankfurt a. HL Telegraphische Auszahlung 22- Xejfcr. 23 Ie|bt. »mtlithe '.Sott tun. 8lmtlute •'Sorterum Seid (Uelb frt.-' tzmk - Sivil 117,67 167,66 168.1« 8*utn.-Htre? 1.731 1.735 1,747 1.741 vrft -Lntw 58.31 58.48 58. M 38.43 tibnfrionto 105.42 105.63 105.34 105.60 Ocpenbaani 111.74 112.112 111.75 112,02 etrxfbolm 112,0t 112.34 112,04 US. W Helsingssr4 Italien. Bonbon. . . 10.55 16.67 10,59 18.71 10.5.5 13.85 10,59 18.8J 0.347 XI.397 .0.339 ai.3>9 VTteoorf . . fort*. . . 1,1935 16,78 4.»35 16,81 4.189 16,66 4.19V 16,70 -LLwrtj . . -il.l» '1.28 '1.04 31,21 2panten . >4.07 54.Li 63.» 61.14 Japan . . . 2,044 .'.048 .'.050 2,054 *Nio be Jan Vien in T |.49b 1.500 50d -l.Mrt Cefi. obgesi J»,26 39.40 VJ.l# 59,32 Prag . . 12,41* 12.653 '2.41 12.45 Belirab . 7.4U 7.42 3*5 7.415 Vadavcn. »,872 >.8L! 87 a.W Bul iorun 3.03 ..04 ,U27 j.od; Yiffabon <1,485 1,535 1.545 11,69- Tamifl. . *1.4' 81,68 41.40 81.61' Konstantin .095 .'.105 '.095 2,105 flilxn. . . j,29 5,31 5.23 6.31 Tanabo 4.19 1.21 4.187 4.197 11 rn nab 1.265 4.275 4.255 4.26-, Tatro <0.879 30.931 20.874 ».956 Banknoten. Berlin, 23 Lezdr (Selb Brie» «mertkanllche Note»..... 4.178 4,191 Belgische Noten...... . 58.17 68.4. Dänische Noten ...... 111,42 111.9* tdnglische Noten........ 20,31 30,41 Französisihe Noten...... 10,71 16,79 Hollänbilche Noten ..... 161.17 Italienische Noten...... 18.84 18,96 Nonvegische Noten...... HI5.14 105. r- Deut sch-Qesteer ,5100 Kronen i». 14 59.41 Rumänische Noten...... Schwedische Noten . . . . 111,78 112.2' Schwester Noten...... Svanischc Noten...... 11,20 81.60 63,69 64.UI Tschechoslowakische Roten - . iS.MV 12.45 Ungarische Vielen . 5.837 1-877 Berliner Börse. Berlin. 23. Dez Die feste Stimmung der letzten Tage übertrug sich auch auf die heutige Börse, der jetzt eine dreitägige Unterbrechung des EffektenverkehrS folgt. Ein weiteres Entlastung-bcdürfnis war nach der vorübergehenden Abgabeneigung zu Beginn dieser Woche nicht mehr vorhanden, dagegen eine wachsende Unternehmungslust der Spekulation in verschiedenen Dpezialwerten festzustellen, die in fester Haltung eröffneten und damit der Ge- famtbörfc die Tendenz vorzeichneten. An der Spitze standen bei den Kurssteigerungen Dank- a k ti e n, vor allem Bayerische Hypothekenbank (plus 6 Proz.) und Bayerische Dereinsbank. Die Berliner Bankaktien zogen um etwa 3 Proz. an. Mitteldeutsche Credit plus 4,5 Proz. Arn Mon - t a n m a r f t hatten Mannesmann reges Geschäft zu verzeichnen und konnten sich um 7 Proz. befestigen. 3. G. -Farben wurden mit 319,5 Prozent gehandelt Ba uaktien sehr fest. Elektroaktien unter Führung von AEG. und Siemens weiter befestigt. Die durchschnittlichen Kursgewinne betrugen 1.5 bis 2 Proz.. vielfach auch 3 Pvcq Der heimische Renten- markt war nur wenig verändert. Am Geldmarkt war TageSgeld zu 41 . Proz. gefragt, für Monatsgeld mußten 7' 4 bis 8* ° Proz. angelegt werden. 3m Dev isenverkebr lag der Dollar international schwächer Das englische Pfund konnte sich gegen Kabel besestigen, ebenso die Reichsmark. Paris und Mailand holten die gestrige Abschwächung wieder ein. ,frankfurter a- treideb^cfe. Frankfurt a. M.. 23. Dez. Es wurden notiert. Weizen, Welterauer. 29,25 bis 29,50; Roggen, inländ., 24,50; Sommergerste für Brau- Zwecke 25 bis 26,50; Hafer, inländ. 19 bi- 19,50; Mais (gelb) 19L0; Weizenmehl, inländ.. Spezial 0 41 bi- 41,50, Ro^genmchl 35 bi« 36; Weizenkleie 11,50 bis 11.75 Roggenkleie 12. Tendenz Fest Berliner Produktendöric. Berlin, 23. Dez (X41.) Die letzte Börse vor dem Fest lieh eine beachtenswerte Belebung nicht mehr auflommen. Der vorgestern starken Daufse in Amerila folgte gestern abend ein verhältnismäßig kräftiger Rückschlag, der sich im Berliner Getreidegefchäst immerhin in niedrigen Geboten auswirkte 3m 3eitgefd)äfl eröffn nete der 'Dezember-Weizen, auf höhere argentinische Forderungen eine Mark fester, Frühjahrs- licferung stellte sich bei allerfletnfien plmfähen 1,50 Mark niedriger. Am Roggenmarkt fehlte jede Anregung. Die ersten Kurse waren für Dezember behauptet, für März schwächer und für Mai etwa 1 Mark fester. Gerste und Hafer sind in guter Ware zu letzten Preisen zu laufen. Mehl etwa- belebter, doch in den Preisen unverändert. Es notierten (1000 Kilogramm): Weizen, märkischer, 264 bis 267; Roggen 233 bi« 237: Sommergerste 217 bis 245; Wintergerste 192 bis 205: Hafer, märkischer. 175 bis 185; Mais, loco Berlin, 194 biS 196; (100 Kilogramm): Weizenmehl 34.75 bis 36; Roggenmehl 32,75 bi« 34,50; Weizenkleie 13; Roggenkieie 11,80 biS 12; Biktoriaerbsen 51 bi« 61; kleine Speiseerbsen 31 bis 33; Futtererbsen 21 bis 24: Peluschken 20 bis 22; Ackerbohnen 21 bis 22; Wicken 22 biS 24: Lupinen, blau, 13,50 biS 14,50; Lupinen, gelb, 14,50 bis 15; Serradelle, neu. 21 bi« 23,50; Rapskuchen 16,40 biS 16,50, Leinkuchen 20 bis 21,20; Trvckenfchnitzel 9.60 bis 9,80: Soyaschrvt 19,30 bis 19,90; Kartoffelflocken 26,90 bis 27,30 Mark. Sprechstunden der Redaktion. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschloßen. Kopfschmerz Migrant . Neunte Zahnschmerz Jabr tOte bcwalirt. 246lid Seltersweg 70 931U Sie erhalten sich gesund durch den ständigen Gebrauch von: General Vertrieb für Gießen ond Lmcebung: Fritz Heinzerling Gießen Feinkost- Geschenk-Körbchen erfreuen sich größter Beliebtheit Heinrich Driesch MWllWl in allen gangbaren Ausführungen fo« fort ab meinem Lager lieferbar. Eduard Gondner Gießen, Steinstraße 84/86. Telephon Nr. 326. toohni) Sehiffenber9 Kaiser s Brust-Caramellen mit den „3 Tannen" schützen mich vor Erkältung, Husten und Katarrh! — Weder Regen, Schnee noch Kälte können Ihnen schaden, wenn Sie dieses seit 35 Jahren bewährte Hustenmittel bei sich haben. Schnell und sicher beseitigen Sie damit Husten, Heiserkeit, Katarrh, Verschleimung. Paket 40 Pf., Dos- 90 Pf. Zu haben bei: Pelikan-Apotheke, H. Dornberger t UniversltÄts-Apothekez. goldenen Engel। Viktoria-Drogerie, E. Guth, Central-Drogerie, E. Karnj Kronen-Drogeric, Gebr. Michel , Wilhelm Römer III. Witwe, Heuchelheim^ und wo Plakate sichtbar. Zentralheizungen Kanalbau - Installation - Warmwassarbereltungen Reparaturen prompt und billigst Voranschlag kostenlos Gr: j Gießen MU1 .tiamann Bahnhofstraße24 Technikum Lage Ingenieur- Schul e | h?- MiscmnenDiuEiettro-U tecnmt.Hoctt-u. ruf Oio. ■ Tonmousirit 5, ■ w»rt mell lef.Abfe neue« *.■ Siei-Kwelehrpltne frsi. M Drucksachen allerArt Udert In jeder gewünschten Ausstattung stilrein und ordswert die Brühl’sehe Uole. Druckerei. 6 laut» Gertrudis Gertrudis Gertrudis Heilwasser Tafelwasser Labetrunk direkte Qu eilen fül- lung, ärztlich erprobt und empfohlen unerreicht in Güte und Wohlgeschmack mit Apfel-,Himmbeer- u. Zitronegeschmack Das vollkommenste Getränk d. Gegenwart WELLBLECH BAUTEN K^usaMUMnanBEBHi WELLBLECH GARAGEN MIT HEIZUNG öerlin w 15* Finnentrop'/westf Vertr.: Emil Becher, Dammslr. 43, Gießen, Tel. 1190 Särge E in Kiefern-, Tannen- u. Eichenholz, Derbrennungsfarge Reiches Lager, billige Preise Auto-Transporte bei mäßiger Berechnung Anton Wagner Marburger Straße 30 Telephon 927 ——■Wichtig! ■— BttriWIMS uuö ftiit (Sero) Meine werte Kundschaft mache Ich hiermit darauf aufmerffam, dah ich auch dieses Jahr wieder W MH Sedk annebme und die altbekannten auten Qualitäten Retten- (2InzugS ) uud (- inicblnggarne dagencn liefere. Bahnsendungen find an meine Adresie nach Ltaffel-Lberktadt zu richten. Nückfeudung deS Garnes erfolgt tn ca. 8 Tagen unter Nachnahme des SvinnlohneS. tVertier biete ich meine prima rein amerikanischen öilWlvoll-Mgme biUigft an. 6. IHmWii. Ml Telephon 121 Lntherplatz 1 Gegründet 1812. i - -A Frau Simon GieBen, MühlstraBe 5 II Gesichts-u. Körpermassage Schönheitspflege *88 Höhneraugen-Operatlonen s Uzäfat ich leic/i würde ich immer reifen, wundervoll wäre das. Wie oft hört man das Men. Seien Sie ehrlich: fortwährend möchten Sie auch nicht unterwegs sein, nickt wahr? Gewiß. Schöne Reisen bilden, aber in ausgedehntem Maße strengen sie an und spannen ab. Denken Sie an den armen Kerl, der, nach langer Seekrankheit mit schlotternden Knieen endlich amerikanischen Loden betretend einen Taucher auf« steigen sah und überrascht ausrief: „O Gott, wenn ich gewußt hätte, daß man zu Fuß gehen kann, wäre ich niemals gefahren". Na ja. Seereisen macht man ja nicht alle Tage. Aber auch Eisenbahnfahrten machen nervös, gewistermaßen gleichgültig und zerschlagen. Neulich fragt ein Reisender im Berlin-Königsberger V-Zug nach mehrstündiger Fahrt, ob der Zug no^ nicht bald in Hamburg sei. Da erwidert ein Mitreisender mit teilnehw .oer Miene: „Do müssen Sie falsch emge- stieaen sein, ich fahre nach Cöln." , So was ist angenehm, nicht wahr? Aber zurück zu unserem Münchner KiM, dem Wahrzeichen der alten weltbekannten Zuban-Zigarettensabrik. Auch das Kindl, das die Reise bis Konstantinopel mit dem Flugzeug zurücklegte, war von der Reise abgespannt und müde. Der Abend brach heran, und noch immer war es mit Dr. Nabi auf dem Wege zu dessen Wohnsitz. Endlich standen sie davor. Die große zu Ehren des Kindls illuminiert- Front der Palastes zauberte dem Beschauer ein Märchenschloß von unerhörter Schönheit vor Augen. Das gesamte Personal Dr. Rabis erwartet« daS Kindl vor dem Portal. Eine Kapelle spielte lustige Weisen. Dr. Nabi begrüßt das Kindl noch einmal feierlichst auch im Namen seiner Angestellten, ein Willkommensruf aus aller Munde: schon war das Kindl im Palast verschwunden. Schnell ein erfrischendes Bad, eine erquickende Zuban-Zigarette und dann zum festlichen Mahl. — Übermoraen hören Sie mehr! Die Geschmacksüchtungen der Raucher sind wandelbar wie die Zeiten. Wir gehen mit! Tie leichten, süffig süßen Mischungen unserer Zigaretten sind Glanzstücke der heutigen Zigaretten-Herstellungsart. Drum seien Sie nicht nur Lebenskünstler, sondern werden Sie Künstler des Geschmacks l Rauchen Sie: Lucy Doraine, die Zuban-fänfer! |„Hassia" Statt orten! Verlobte Verlobte Dillenburg 10600rv Statt Karten' Statt Karten! Verlobte Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Gießen Gießen, Weihnachten 1926 Gießen Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Verlobte Weihnachten 1926 Verlobte Steinstraße 85 Marburger Straße 56 D Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Wetzlar Gießen Verlobte Weihnachten 1926 Mitt Statt Karten! Ihre Vermählung geben bekannt 7175c Latrer CarlSchunck Gießen, Druchstraße 7 I. Frankfurt a. M. Verlobte Weihnachten 1926 10601D Verlobte Lollar Lollar, Weihnachten 1926 Ä iiiliiillllllllililllliilliiiiiiiiiiiiiiliiiliiiiiiiiiiiiiliiiiiiiililliiliiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiliiiiliie verein eM.lMMsrea zrWk als Verlobte Holzheim Großen-Buseck fSpitzen-Mühle), Weihnachten 1926 I Butzbach Gießen-Üahn Mülheim-Ruhr Mülheim-Ruhr, Wiesenstraße 15 1 Weihnachten 1926 Weihnachten 1926 UM7< Wein- und Bierstube Decker Telephon 1604 Crednerstraße 34 Oberhessens einladen. 10637D Vorsitzender: PHUtpp Wirth, Wetterfeld, Else Lindenstruth Richard Dahmer Maria Breuer August Brusius Thea Faber Willi Rinn Gretel Msker Paul Schuchardt Lucie Sauer Joseph Roth Julie Heinz Karl Roll Maria Fey Albert Fuchs Gelsenkirchen Bahnhofstr. 6 Gießen Tiefenweg 6 Drucksachen aller Art liefert t>le »rühl sch« Drutftrel Die Verlobung ihrer Tochter Elfriede mit Herrn 0r.pbil.Karl August Hölscher zeigen an Meine Verlobung mit Fräulein Elfriede Geis gebe ich bekannt Koffer) unglaublich billig- Carl Schcunk. Luise Fink Ludwig Velten Anni Burger Carl Weingärtner Anna Fiedler Wilhelm Pfeiffer Die Verlobung unserer Tochter Dely mit Herrn Gerichtsasiesior Dr. jur. Robert Schwab be. ehren wir uns anzuzeigen. Eisenbahn-Oberinspektor Oskar Gabel und Frau Adele geb. Kattwinkel Clausthal (Harz) Gießen Tilli Iutt Fritz Schöndorf Johanna Melchior Wilhelm Ratz Verlobte Gütersloh (Wests.) Gießen Asbest- Platten, 1. 2, 3. 4 u. 5 mm, wieder am Sohlleder I Gummi- I absätze Schuhputz Ginlege- sohlen einvfieblt Mi Köhler Neustadt79 am Oswalds- galten. BIMD Weihnachten 1926 Gießen, Iheringstraß e Gießen, Mäusburg 15 Weihnachten 1926 Regierungsrat Geis und Frau zleWMeu Flcifchständcr Wafchbüttcn ioM8D Küferei Sommerkorn. Atl an tic - City, U. S 21. Weihnachten 1926 Mathilde Hinterlang Karl Volk niedrige Preise, wöchentl ^3,- an. Vorführung bereitwilligst, auch Sonntags, unD loh. Krohn Walltorstr. 46. Lisa Noll Hubert Schirm Verlobte Ich biete extra billig an: Hemdeutuck Biber. Bettdecken und -Tücher Zwirn Cord für Holen, sowie sämtliche Baumwollwaren. Ford Sie Muster und Preise von Zrlellr. Göllges Rbevdt. Odenkirchenerstr. Vereine u. Mehr- abnehmer billigere Greife. 9604D Kloster Arnsburg Ober-Hörgern Weihnachten 1926 Fritz Schick und Frau Elli geb. Dechert Paula Diekmann Marie Nägele Earl Heinz Philipp Willy Philipp Marie Roth Karl Schäfer Verlobte Dr. phil. K. A. Hölscher Chemiker Dely Gabel Dr. jur. Robert Schwab Gerichtsasiesior Verlobte Brandgasse 6 Weihnachten 1926 weihnachls- bitte. Die Herberge tut Heimat richtet auch in diesem Jahre wieder eine herzliche Bittean die Bürgerschaft. miizuhelfen. den WeibnachtStifch für fremde Wanderer ah decken. Die Not und Zahl ist groß, auch solcher, die durch die Zeit- Verhältnisse dahin gebracht woiden sind. Waben an Geld, Wäsche, netr. Kleider. VebenSntttieUc. werdendankbar vom Unterzeichneten ent- gegenaenomiuen. AuiTei »Anruf 178 werden die (Laben abgehoii. 10304 D NamenS deS Vorstandes L o b. Hausvater. MM Anmackbolz und Eägmebl AUtn Rän- chern liefert J. Wellhöfer. Teleph. 743. 8551D WWM 37. Dezember 1936, abends 8 Ubr Turuballe. [,e6HD] Der Vorstand. • in Eiche. Gaboon u. Kiefer3-25mm 5^, » " Bretter und Dielen aller Stärken, ä « e • schwedische und bäuerische Hobel- e£ *.» breiter. Svalierlatten. Eichen- u Z a L« Buchen-Schnuiwaren liefern in * * allen Starken [ltH£4D jH: Gnoen 5Qn & Co.. MW •2^* Tclepho-i 149. Am Dienstag, dem 28. Dezember 1926, findet die Generalversammlung vveltzeisisHieii WseMreins im Darmstädter Hof in Hungen um 10 Uhr vormittags statt, wozu wir alle Schäfer, Schafhalter und Schafhändler Weihnachtsfeiertage und Silvester sowie 10633D jeden Samstag und Sonntag Künstler-Konzert Doubringen Weihnachten 1926 Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Emma Lenz Wilhelm Kuhl Gießen Neuenweg 40 Weihnachten 1926 Alten'Buseck Leihgestern Weihnachten 1926 Cäemaickinc« Hackmaschinen Schrotmühlen Rnbenschncidcr ferner Ulmer Pflüge Mähmaschinen Bumven Häckfelmaickine» alle landwtrtick. Maickincn A. I. Tröster, Buttback. Sprechapp Tale Schallplallen Tlaok, Sohrank, Trabe Fabrikat Kaa'mann 4 Ripp Frankfurt a. M Schirme beite Qualitäten. staunend billig. Neubezieben u Re- varaturen schnell.giit u. billigst t. eia. Werk- statt mn elektr Betr. Fr. P. Lack, Neue« Baue 17. gegüb. EafL fttämer. Wetzlarer Weg 65 Krofdorfer Str. 24 Kaiserallee 3a Kaplaneigasie 9 Weihnachten 1926 Gambach Weihnachten 1926 Prima lMUc ScMmzeo Äußeret billig! Carl Schunck. ypöSeöge: Günst. Beding durch 9067c F. Heidemann Frank!ort a. B. Kaifervl. 18-20 Oanfa: 9557 58 er seine Kundschaft, seine Freunde und Bekannten zum Jahreswechsel beglückwünschen will wählt dazu am zweckmäßigsten eine Glückwunsch-Anzeige im Gießener Anzeiger! Bestellungen der Anzeigen für die Silvester- Nummer möglichst frühzeitig erbeten. Verlag des Giehener Anzeigers Gießen__ Frankfurt a. M. miiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiB BllßDIflnle Stauen hab. and) blitzblanke Möbel, denn ne gebr. nur Möbelvutz „wunderschön" Ginftnoli, flalferötog. LlndtapL 5. •,,3D QIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIÜÜIID Statt Karten! Ruth Stern Walter Weitzenberg Verlobte • Honnef a. Rh. Gießen Weihnachten 1926 Nr. 301 Drittes Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Freitag, 24. Dezember (926 Mädchensortbildung mir 24 Fortsetzung '3tachbruck verboten r i ch l u n g sein. Die Durchführung öes Unterrichts in 6er Hiä6d)enfortfcil6ungsid)uie aus 6em Lande Zu seinem Erstaunen brach Hagn in Helles ®c< /achter aus. „Bluff?" sagte er. „Und ein billiger Bluff. Da« mit können Sie kleine Diebe täuschen, ober machen Sie nichts weiß. Wenn Sie „Sieben" gefangen hätten, würden Eie nicht so fröhlich ju mir sprechen. Gehen Sie doch und finden Sie ihn, Elt. Und wenn Sie ibn gefunden haben, dann holten Eie chn nur ja fest. Lossen Eie ihn nur nicht entkommen, so wie Mills Ihnen entkommen wird " OerFrosch mit derMaske Roman von Edgar Wallace. Hessen in Berlin. Man schreibt uns aus Berlin: Der De rein der Hessen in Berlin fr.-.ttc a :f seiner Monatsrersammlung am 15. Dezember die Ebne. Den hessischen Sraatspräsidcn-- tcn, Herrn LIlrich. in sc ner Mitte zu sebeir. Der 1. Dorsihende. DHinJter aiiMt Pro e,ar Maurer, hieh Den StaatSpräsiDe.tten hc.z'ich tinllfommen und betonte in seiner Ansprache, dah die aus ihrem schönen He matlandc nach dem .Steinhaufeti Berlin" verpflanz cn Hessen in ihrem Derein in erster Linie ihre Stamm ^-art und Heimatliebe pflegen wvllten. &c n? Morte klangen In ein TreugelöbmS zu h.ssischen Hein at und zum deutschen D.iterlande aus. worauf d e Versammlung stehend daS D-utschlanklied sang Der Staatspräsident gab seiner Freude über so treue Heimatliebe A iSdrut und brachte ein Hoch auf das Da ter land und den .Derein der Hessen in Berlin" auS. 3m we leren Derlauf deS Abends brachten Professor Maurer mit dem Dortrag der .Kinstlichen Äi n-r" von Ao e t Schneider. Andreas Euler als .Bürgrrm i'!er von Meiches". Ob:rstudiend r ktor Prof fs?c Werner mit der Schilderung c.ncr D rn» städter ^Waldboddie" von a rno damals und d r 1. Offizier des berühmten H ls5kre.ize.-S ..Well". Kapitän Sch mehl, mit der Erzähl'ing srlblt- erlebter lustiger Abenteuer in den Dschungeln Indiens die Zuhörer in sehr anzeregte Sl in- nrung. die die Landsleute bis weit nach M.tter- nacht z sammenhielt. Der j'mge Derein zählt nach vlermonat'g-m Testehen bereits 250 Mitglieder. Unsere Lc'er können das Testrrben deS D'r.nnS. allmählich alle hessischen Landeskinder in Berlin unt'r s - ne Fahne zu scharen. Unterstufen indem sie Adr'fsrn von in Berlin lebenden hesl fchen D rwandtm, und Dekanaten d'm 1. Schriftführer Miist r e.l- anrtmann Karl Krieg bäum in Terln Halensee. 3ohann-Georgstraste 12, bekann.gebcn. Rundfunk-Programm deS frankfurter LcndcrS. (Aus Der .Radio-Umschau".) Samslag, 25. Dezember. 8.30 biS 9.30: Morgenfeier, veranstaltet vorn Wartburgverein. 12 bis I Welhnachls- konzert deS HauSorchesterS. 3.30 bis 4 Die Stunde der 3ugend.. 5 bis 5.45: Harmonium« Konzert. 5.45 bis 6.05: Die LZestundr. 6 15 b S 6.45: Der Brie.'kästen. 7.15 biS 7.45. Fankhoch-- schule. .Der europäische Roman des 19. u d 20. Jahrhunderts: Flaubert und Zola II.". Bor- «rag von Prof. Dr. Schultz. 7.45 bis 8.15: ..Wrih- nachten in Theodor SiormS Familie". Dortirg von Gerdi v. H.rlchheydt 8.15 bis 10,15: W h- nachtSveranstaltung. Anschliestend bis 12.33: Tanzmusik. Soontbg, 26. Dezember. 8.30 biS 9. jO: Morgen ei er. 11.30 bis 12: El eimstunde. 12 bis 1: Konzert des HauScrcheste s. Beethoven. 2.33 bis 4.20: Ucbcrlrag ing vom Sportplatz am Riederwald: Fust^allwetika n"f d"s Sprr Vereins .Ei'.tracht'-Fra kf rl g gc.i F f - ball-Sperrvcrein Frank-url. 4 33 bis 5.30: D e Stunde der Jugend. 5.3) bis 6.30: Ernst Joseph: Vortrag auS eigenen Dicht ung-m 6.33 bis 7/0: Stunde deS Rhein-Main fchen D rbandeS für Dolksbild ing 7.33 bis 8. Sportnachrichten. 8/0: -Der Raub dec Seb.n:rinnen". Schwank in i'i r 2lk en von Franz i n) Paul von Schönthan. A - schliestend bis 12 33; 11 bertrag:ng von Berlin: Tanzmusik. Gang bei anderen Gelegenheiten bisweilen auch ganz gern geopfert wird. Nur beiläufig sei noch bemerk. da st an dem Unterricht im Kochen eine stattliche Anzahl von älteren Mädchen teilnimmt, für die jeine «chulpslicht nicht mehr besteht. So darf abjchliestend gesagt werden, dast in ungünstiger Zeit ohne besondere Reibungen ein Derk eingerichtet worden ist, zu dem die Not der Gegen- wart den unmittelbaren Anstoß gegeben hat, da» aber seinen hohen Wert immer behalten wird. Was das neue Schulgesetz hier fordert, ist ein Fortschritt von großer Bedeutung. Seine Forderung war eine Tat. Nun soll sich's auswirken und das werden, was es für Gemeinde und Volk werden kann: ein Segen. „Du dummer Junge!" sagte sie und streckte ihren weißen Arm aus. „Bin ich Denn tätowiert?" fragte sie. „Ober Lew? Die Großen werden nicht gezeichnet! Du weißt nicht, was für eine große Zukunft Du hast. Lieber." Ray nahm ihre Hand und streichelte sie. „Lola — und diese Geschichte, die Gordon erzählt hat, — daß bu verheiratet bist, ist das wahr?" Sie strich über sein Haar. „Gordon ist eifersüchtig", sagte sie. „Nein, frage nicht, ich kann dir jetzt nicht alles erzählen. 2lbcr, hot er nicht feine guten Gründe?" Ihre Augen strahlten ihn an, aber als er die xlrme nach ihr ausftrccfic, entwand sie sich ihm. ./)ör' zu. Ich werde jetzt um einen Tisch telephonieren und du kommst m>t uns zum Lunch. Und wir werden auf das Wohl des kleinen großen Frosches trinken, der uns alle ernährt." Aber als Lola den Hörer abhob, sah sie ein kleines schwarzes Metallkästchen, das an der Basis des Telephon» befestigt war. ,Lst da» eint neue Erfindung?" fragte sie. „Man hat es gestern angebracht", erwiderte Ray „2)er Monteur erzählte mir, daß jemand, der wahrend eines Gewitters telephonierte, einen schreck- lichen Schock bekommen hat und |o machen sie jetzt das Experiment mi: diesen Dingen, die sie überall anbringen. E» macht das Telephon schwerer und ist auch häßlich, aber — — — Langsam legte Lola den Jöörer nieder und beugte sich über den Apparat. „Es ist ein Diktaphon", sagte sic. „Uno die ganze Zeit während wir gesprochen haben, hat man unser Gespräch belauschen können." Sie ging zum Kamin, holte den Schürhaken und ließ ihn mit einem Krach aus den kleinen Kasten fallen. Inspektor Elk Der, die Hörer um Den Kopf, in seinem Heinen Bureau auf dem Themse-Embank- ment saß, legte Den Bleistift mit einem Seufzer nieDer. Dann nahm er sein Telephon auf und rief die PoNzeizen.tale an. Elk kehrte von dieser Unterredung mit dem Ge- suhle zurück, daß vielleicht doch nicht alles ganz nach seinem Wunsche gegangen sei. Aber als er das Gebäude verließ, winkte er dem Oberinspektor. .2ch werde Hagn heute nachmittag einen Lockvogel schicken. Stecken Sie die beiden zusammen und lassen Sie sie allein." Der Inspektor nickte oerftänbnisinnig. XVIL Die Ankunft Mills. An jenem Morgen, an dem Elk auf die Ankunft des geständigen Mills wartete, wurden umstänbliche Vorsichtsmaßregeln ergriffen um den Gefangenen sicher in Die PolizeibireUion zu schaffen. Während der ganzen Nacht war Das Gefängnis von einem Kordon bewaffneter Wachen umgeben und Wachen patrouillierten in Dem angrenzenDen Hose Der gefangene Frosch mar em gebildeter Mann, dem es schlecht ergangen und Der auf Der Walze von zwei vagabundierenden Mitgliedern der Brüderschaft an- geworben worden war. Aus feinen Aussagen ging fjeroor, dah er als Abteilungschef fungiert halte, in» Dem er die Instruktionen und Ordres den Unteroffi- zieren und Gemeinen weitergab, die Derluste zu melden hatten und bei den Ueberfäöen, die von Zeit ^u Zeit auf Leute gemocht wurden, welche sich Die Feindschaft des Frosches zugezogen hotten, miiwir- ken mußten. Anscheinend hatten nur Abteilungschef und Vertraute diese Art von Arbeit zu leisten. Um elf Uhr brachte man ihn aus feiner Zelle, aber Mills war trotz der Versicherung, Die er erhalten hatte, nervös und furchtsam. Außerdem war er erkältet und hustete stark. lFoniegung folgt.) Kunst nicht versteht, wird sich der Mann im Hause nie wohl fühlen: er wird seine Erholung anderswo suchen, wird sie am leichtesten im Wirtsha.,e fin- ben, und wo Das endet, kann jedermann ai. rechnen, nur zu oft in einer unheilvollen Zerrüttung des qcmilirnlebcns. Daß die Familie die Keimzellt Der Volksgemeinschaft ist, weiß heute jeder: daß tiefe Zelle erfüllt sein soll von Dem Geist der Ordnung des Wohlbehagens und einer gesunden Wirtschafts, fuhrung, sollte selbstverständlich fein. In Der Mad- chenfortbildungsschiile wollen wir diesem Ziele dienen. _ Ein Kernstück in den technischen Fächern der Fortbildungsschule ist der K o ch u n t e r r i ch t. Don >chm gilt in erhöhtem Maße, was eben von dem Handarbeitsunterricht gesagt jrorben ist. Daß gut kochen können, eine schöne ead)e ist, weiß jeder. Aber heute steht doch die Sache so, ob die Haus- frau die Kunst versteht, bei l'escheidenem Wirt- schastsgeld doch etwas Nahrhaftes, Wohlfchmecken. des auf den Tifch zu bringen. Aus dem Dolle'» wirtschaften, ist wohl nicht schwer. Aber in roieoicLn Haushaltungen ist das heute noch möglich? Dazu kommt ein weiteres: W'r wollen über die mechanische Seite des Kochens hinaus: unsere Mädck^en sollen zur Einsicht in die Grundlagen des Ernah- rungsprozesses geführt werden, sollen Klarheit gewinnen über das Warum? und zu welchem Zweck? Worin Der Nährwert eines Nahrungsm.fels be- sieht, wie man ihn erhöhen kann, wie eine M »hl- zeit zweckmäßig zusammengesetzt wird, wie man sie bekömmlich macht, worauf beim Einkauf zu achten ist, wird Gegenstand eines verständigen Äochunter- richts sein müssen. Daneben legen wir größten Wert auf Er- Ziehung zu Ordnungssinn, Reinlichkeit und pfleg- licher Behandlung der Geräte, und schließlich wird es bei manchem 16jährigen- Mädchen liuch nicht ganz üerflüffig (ein, wenn auf fein Verhauen bei Tische geachtet und wenn es angeleitet wird, sich beim Darreichen der Speise entsprechend zu benehmen. Daß eine sorgfältige systematische Unterweisung in allen diesen Punkten für ein heranwachsendes Mädchen eine notwendige Sache ist, wird niemand bestreiten. Gewiß gibt es Familien, die das ihren Töchtern seither schon in Frauen- und Haushal- tungsschulen haben bieten können. Aber die andern? Die zahlreichen Mädchen aus kleinbürgerlichen und Arbeiterfamilien in Stadt und Land und insbeson- berc die Mädchen, die sofort nach der Schulentlassung in die Fabrik gehen? Wo erwerben sie, was ihnen not tut? Und auch die Dienstmädchen? Und doch werden auch sie in einigen Jahren einen Haushalt führen sollen, auch bann, wenn sie so gut wie gar nicht dazu vorgebildet sind. Es gehört dann sehr viel Glück dazu, wenn das gut abgehen soll. So können verständige Menschen es nur begrüßen, daß Die MäDchenfortbildungsschule einspringt. Die alle er- saßt und die in jeden Haushalt die Grundlage für eine gesunde Wirtschaft tragen will. Die Schaffung der für die Madchensortbildungs- schule erforderlichen Einrichtungen begegnete erheb- lichen Schwierigkeiten. Schon die Raumfrage war oft nur mit Schwierigkeiten zu lösen: die Beschassung der Kücheneinrichtungen, Nähmaschinen us»v. aber erforderte von Den Gemeinden nicht unbeträchtliche Opfer, dazu in der Zeit be» schweren wirtsck)astlichen Drucks Der letzten brei Jahre. 'Tiber bie Oemeinben haben nicht versagt Nachbem bie Einrichtinigsarbei- tcn im Streife Gießen so gut wie abgeschlossen finb, Darf mit Genugtuung festgestellt roerDen, Daß zahlreiche Gemeinbeverwaltungen Den an sie ergangenen Anregungen alsbald und bereitwillig entsprochen haben. Wir h'ben in einer großen Anzahl von Gemeinden Einrichtungen, die allen billigen Ansprüchen genügen, und bie alles aufroeijen, was zu einem erfolorcicten Unterricht notwendig ist. Die Haltung der Gemeinden in dieser Frage verdient durchweg volle Anerkennung. Um die auszuwendenden Mittel in mäßigen Grenzen zu halten, hat man Darauf ver- sichtet, in jeder Gemeinde eine Küche einzurichten. 3n den meisten Fällen wird die Küche von Schülerinnen aus mehreren Gemeinden besucht (in einem Falle aus sechs Nebengemeinden). Das bietet neben der Kostenersparnis den Dorteil, daß in mehreren Abteilungen gekocht werden kann, und daß die Einrichtung somit weitestgehend ausgenutzt wird. Die geringe Unbequemlichkeit, dah eine Gruppe Mädchen einmal in Der Woche zum Unterricht in die Nachbargemeinde geh:, wiegt gegenüber diesen Vorteilen nicht schwer. Man weiß, baß ein solcher entsinnen, seither in bie Tasche gegriffen zu haben. Also war es boch wohl im Klub geschehen! Viel- leicht war einer ber Kellner der Frosch gewesen. Elk setzte sich nieder, um nachzudenken. „Du lieber Gott!" sagte er. (Fr läutete und Balder kam herein. „Balder, Sie können sich erinnern daß ich durch Ihr Zimmer gegangen bin. Trug ich damals den Rock über dem Arm „Ich habe nicht hingesehen" sagte Balder mit* Befriedigung. Balder machte stets auf Elk Den Eindruck, als ob es ihm herzliche Zufriedenheit bereite, wenn er nichts gesehen halte, wenn er nichts wußte, wenn er nicht fähig war, zu helfen. „Sehr merfroürbiq", sagte Elk. „Etwas nicht in Ordnung, Herr Inspektor?" „Nein, nein. — Haben Sie sich gemerkt, was mit Mills zu geschehen hat? Er darf mit nieman« dem sprechen. Im Augenblick seiner Ankunft soll er in bas Wartezimmer gefühlt werben und ganz allein bleiben. Es ist nicht erlaubt, mit ihm zu reben, ober, falls er selbst sprechen sollte, zu antworten." Elk prüfte feinen Fund nochmals Es fehlte nichts, auch bie Anmerkungen bes Ministers waren oorhanben. Elk rief seine Lorbschaft an unb er» ftott'te seinen erfreulichen Bericht. Zehn Minuten später kam eine kleine Abteilung vom auswärtigen Amt, um bas kostbare Dokument einzuholen unb Elk im Namen bes Ministeriums den Dank für seine wertvollen Dienste auszudrecken. Hätte Elk Die Papiere nicht wieder zu finden gewußt, so hätte man ihn von ganzem Herzen ver- flucht, unb er wäre ebenso unschuldig baran ge» roejen. Es blieb noch eine Stunbe bis zur Ankunft Mills unb Elk verbrachte biefe mit Hagn, ber nun eine befonbere Zelle, entfernt von ben gewöhnlichen Haftplätzen in Der Cannon Row Station einnahm. Hagn weigerte sich, irgenbwelche (fleftänbniffe zu machen. . ».Sie haben keine Beweise, Elk", sagte er. „Unb Sie wißen, baß ich unschulbig bin." „Sie waren ber letzte, ben man in Genters Gesellschaft gesehen hat", sagte Elk. ,Lm übrigen hat auch Mills alle» verraten. Ich will es Ihnen ge- siehen, wir haben seit heute morgen Nummer sieben unter Schloß unb Riegel." Die Einführung der Fortbilbungsschule für bie Mädchen ist gewiß nicht in allen Gemeinden begrüßt worden. Ader wer hätte bas erwarten wollen? Gibt es überhaupt einen Fortschritt in ber Welt, der nicht von vornherein Ablehnung unb auch Wiberslanb begegnet? Felbbercinigung. Wasserleitung, elektrisches Licht, — hat ihre Einführung nicht in ben meisten ©emeinben erkämpft werden müssen? Unb dabei muß bei ber Einführung ber Mädchen- fortbilbungsschule zugegeben werben, baß bie von Ellern unb Arbeitgebern zu bringenben Opfer lehr erheblich sinb. Sic greifen ja in bie eigensten Angelegenheiten bes täglichen Lebens im Haushalt ein. Es ist doch so, daß bas Dienstmöbchen ober bie Tochter gcrabe bann zum Unterricht gehen muß, Don Kreisschulrat Seit der Beendigung bes Krieges hat man in allen deutschen Ländern der Sorge um unsere im nachschutpslichtigen Alter stehende Jugend erhöhte Beachtung geschenkt. Die Notwendigkeit hierzu hatte sich aus mancherlei Ursachen ergeben. Die Der- Wüstungen, Die ber Krieg auf bem Gebiete ber Iu- genberzlehuna angerichtet hatte, lagen bcutlich vor jedermann» Augen. Wo in der Familie jahrelang Geist und Hand des Vaters gefehlt hatte, wo in der Unrast der Zeit und in ber Sorge um bas tägliche Leben auch bie Mutter ihre Erzieherpslichten nur ungenugenb hatte erfüllen können, waren bie be denklichen Erscheinungen, bie wir alle kennen, nicht vcrwunberlich. E» bedurste deshalb einer erhöhten Anstrengung, aud) durch staatliche Maßnahmen, um das wieder herzustellen, was in erschreckendem Maße verloren gegangen war. Dazu kam ein Zweites. Die Einschnürung unsere» Wirtschaftslebens durch den unglücklichen Aus» flang de» Krieges, dazu die erhöhte Leistungsfähig, keil fremder Wirtschaftsgebiete, die durch Kriegs- Maßnahmen ber Gegner in ber Kriegszeit hochgezüchtet worden waren, hatten Bedingungen für die deutsche Volkswirtschaft geschaffen, die von den Der- bältnissen Der Vorkriegszeit sehr bemerkenswert ver- schieden waren. Es cntftanb bie Frage, welche Dor- aussetzungen noch geschossen werben konnten, um unsere Wirtschaft als Glied dek Weltwirtschaft überhaupt konkurrenzfähig zu erhalten. Ganzer, großer Absatzgebiete verlustig gegangen, dazu gegenüber einem empfindlich geschwächten Inlandmarkt und obendrein mit brückenden Lasten beschwert, durste kein Mittel unbeachtet bleiben, das zur Rationali- sierung ber Wirtschaft geeignet erschien. So fing man benn an, auch ber Serufsausbilbung ber Heranwachsenden Männer und Frauen von morgen erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Es entstand die Forderung nach Qualitätsware, Qualitätsarbeit und dem Qualitätsarbeiter. Das war aber nur bei ent- sprechender Durchbildung des jugendlichen Arbeiters erreichbar. Bei ber männlichen Jugend lag ber Ge- danke ber besseren Schulbilbung im Hinblick auf den künftigen Beruf nahe: er hatte eigentlich auch schon vor bem Kriege in der pädagogischen Well zur Erörterung gestanden. Neu aber war seine Anwendung auf die weibliche schulentlassene Jugend. Und doch lagen auch bei ihr ganz besondere Umstände vor, bie die Frage: Was soll aus unseren h e r a n w a ch s e n b e n Mäbchen werben? dringlich machten. In ben Städten konnte bie Dringlichkeit bieser Fraae überhaupt nicht bestritten werben. Wie viele Mäbchen, bie früher nie Daran gedacht hätten, letzten f:d) ießt darauf einrichten. In das (kroerbslcicn einjulreten! Aber auf dem Lande? Lagen hier nicht im wcsent- l.ichen die Derhältnisie der Vorkriegszeit fast unver- ändert vor? Nur eine oberflächliche Betrachtung wird das zugeben können. Tatsächlich sind bie letzten 10 Jahre auch an dem inneren Leben der kleinsten Landge- melnben nicht spiirlos porübergegangen. Es ist doch einige» cingctretcn, was es Den berufenen Stellen zur Pflicht machte, bie Frage zu prüfen, ob wirklich cd Den 14jährigen schulentlassenen Mäbchen erziehlich unb unterrichtlich alle» so ganz in Ordnung sei. Die Antwort auf diese Frage konnte nur die Ein- Fischer, Gießen. wenn die Hausfrau glaubt, sie am dringendsten notig zu haben. Daß da, fo lange die Sache neu mar, nicht jede Mutter und Hausfrau gleich mit konnte, wen wird das wundern? Aber es ist schon gar nicht richtig, daß der Ablehnung Der Mädchen- kortbildungsjchule allgemein gewesen sei. Im Gegenteil, es Darf heute ausgesprochen werden, daß die neue Schule in vielen Gemeinden (auch Landge- meinben) wie eine jclbftocrftänblidje Sache ausgenommen würbe. Selbst ganz kleine Gemeinden haben die Fortbildungsschule für ihre Mädchen rwci Jahre früher eingerichtet als sie dazu verpflichtet waren. Das beweist doch, daß es einfach nicht wahr ist, daß in Schul- und Bildungsfragen das Land das nötige Verständnis vermissen lasse. (Nebe.ibei: Ist dieses Verständnis in den Städten immer unb überall oorhanben?) Gewiß sind Unterschiebe oorhanben. Aber im ganzen barf gejagt werben, Daß bie Ausnahme ber Fortbilbungsschule für bie Mädchen nicht ungünstig war. Für gewöhnlich verbindet sich mit bem Begriff Mäbchensortbilbungsfchule nur bie Vorstellung von Handardeits- unb Kochunterricht. Beibes gehört gewiß in erster Linie bazu. Aber es ist Doch nicht alles. Es soll ja nicht allein unterrichtet, es soll noch erzogen werben. Unb bie seelische Not unserer Heranwachsenden Jugend, von ber man heute mit Recht spricht, ist ja keineswegs auf bie Knaben beschränkt, eie tritt bei ihnen nur schärfer hervor. Ader vor- hanben ist sie auch bei ben Mäbchen. Hat sich schon jeber Erwachsene klar gemacht, was es für unsere schulentlassene Iugenb schon debeutct, wenn 14- bis 17jähribe Knaben und Mäbchen monatelang fein 5?mf) in bie Hanb bekommen,'geistige Anregung so gut wie nicht erhalten? Das junge Leute, mann- lichk unb weibliche, im Laufe von Wochen kaum eine Zeile schreiben? Unb doch handelt cs sich um ein Lebensalter, in bem bie jungen Leute aufnahmefähig, aufgeschlossen und trotz allem* auch bildungs- bereit sinb wie zu keiner anderen Zeit. Dem will bie Mäbchensortbildungsschule Rechnung tragen, indem sie ihre Schülerinnen an wertvolle Lektüre heranführt, inbem sie ben Schriftwechsel erarbeitet, der ben Mäbchen im Leben begegnet, inbem ober auch in bie Beziehungen hineingeführt wirb, in denen ber Mensch in Leben, Beruf unb Vollstum sicht. So führt ber Unterricht hinüber zu staats- bürgerlichen Aufgaben, zu ben Verpflichtungen, über bie heute fo viel geredet unb nach benen ach so wenig gehanbelt wirb. Wir wollen burchaus, daß auch bem heranwachsenben Mäbchen eine Ahnung aufgehe von ber verpflichtcnben Verdunbenh'-it mit Familie, Stanb, Gemeinbe, Volk unb Staat Wir wollen „bas Derantwvrtlichkeltsgefühl für bie eigene P? l'on unb bas Gefühl ber engsten Zugehörigkeil mit bem Dolksganzen wecken unb zur Selbst er- Ziehung für das Leben in Gemeinde. Staat unb Beruf anleiten". (Richtlinien für ben Unterricht an der Pflichtfartbildungsfchule für Mäbchen, S. 3.) Reden biefe allgemein geistigen unb ftaatsbürger* lichen Aufgaben stellt alsbann das tägliche Leben seine bestimmten und seldstverständlichen Forderun- gen. In drei Jahren sollen unsere jungen Mädchen in den Handarbeiten soweit gefördert werden, daß sie nicht allein jeder Ausbesserungsarbeii gc- wachsen finb, sondern daß sie auch den Bedarf an einfacher Frauenkleidung selbständig und in gefälliger Form Herstellen können. Es ist zu fordern, daß die Schülerinnen „zu einer gewissen Selbständigkeit im Ausbessern und Umarbeiten von Wäsche- unb Kleibungsstücken geführt werden". (Richtlinien S. 4.) Das ist gerade heute besonders notroenbig. Bei dem schmalen Einkommen in so vielen Haushaltungen ist Wirtschaftlichkeit dringendstes Gebot. Was irgendwie noch verwendbar ist, darf nicht weggeworfe'n werden. Die Zeiten finb für viele Familien vorbei, in benen ein Stück ab- gelegt unb dafür Einfach ein neues gekauft mürbe. Die Kunst unb Der Wert einer Hausfrau muß in ihrem Sinn und ihrem Geschick für Wirts haltllch- feit gesunden werden. Mit beschränkten Mitteln den Haushalt in Ordnung zu führen unb ihn be- haglid) zu gestalten, muß ihre beste Ausgabe sein. Das muß aber gelernt werben. Wo bie Frau biefe „Sie können bas Diktaphon bei Nr. 93718 ab- schrauben", sagte er. Er sammelte seine Stenogrammnolizen, ging an sein Pult unb legte sie nett neben seinem Ablöscher zurecht. Zuw Fenster schlenbemd blickte er auf ben fcnnebligenben Fluß hinab, unb Friebe unb Freube wohnten in seinem Herzen. 3n berfclben Nacht hatte sich der Gefangene Mills, nachdem ihm Straflosigkeit unb freie Fahrt radj Kanaba zugesichert worben waren, entschlossen, 1 ein völliges Geständnis in Aussicht zu stellen. Und Mills wußte Diel, weit mehr als er bis nun gestanden hatte. ,Hch kann Ihnen eine Spur an- geben, die Ihnen Nr. 7 in bie Hände liefern wird", hatte auf feinem Zettel gestanden. „Nummer sieden!" Elk holte tief Atem. Nummer sieben war der Angelpunkt, um den sich das Rod drehte. Elk rieb sich bie Hänbe, denn nun schien es, daß das Geheimnis des Frosches boch gelöst werben sollte. Vielleicht würbe bie Spur auch zu bem fehlenben Vertrage hinführen. Bei bem Gebqnken an bas fehlende Dokument seufzte Elk. Zwei Minister, ein großes Staats* bepartemenl unb unzählige Unterfetrctäre füllten ihre Bureauzeit mit wilden Erkundigungsfchreiben an die Polizeidirektion aus, die alle Lord Farm- leys Verlust zum Inhalt hatten. „Sie fordern Wunder!" klagte Elk. „Und Ich glaube nicht, daß heutzutage noch Wunder geschehen." Er ging zum Kleiderrechen, um sich zum Trost die Zigarrentasche aus feinem Rocke zu holen und seine Hand berührte babei eine dicke Papierrolle. Er zog sie heraus und warf sie auf sein Pult hinüber. Sie entrollte sich unb fein Blick fiel auf die ersten Worte des ersten Blattes: „Im Namen von des .Königs allerhöchster Majestät . . ." Elk wollte aufschreien, aber die Stimme ver- sagte ihm. Er riß die Papiere vom Pult und wen- bete mit zitternden Händen bie Blätter um. Es war ber verlorene Vertrag. Elk hielt das toftbare Dokument in Händen und sieß die Ereionisie der heutigen Nacht an sich vor- überziehen. Wann hatte er nur den Ueberrotf abgelegt? Wann hatte er nur zuletzt die Hand in bie husche gesteckt^ Er hatte ben Rock in bie Garberobe bes Herons Klubs gegeben unb konnte sich nicht wn FlciWändrr Waschbütlcn •*”D Küferei Sommerkorn. niedrig pte. VKÄ Joh. Krohn JValltoBtr,^ Prima IWe önßemt billigt Carl Schunck. j SnMen Mw ie sr. Koffer) unglaublich billig. Carl Scheut wchM' M e-M« ßun't’ü’ I i ablätze SchMutz Kinlegt' soble" k Weustai glitten--^' MM Aumaärbolz unb Sägmcbl zmn Ranchern lieW H.Weühöser. Jclepfc 743. 8551D Asbest- Platten, 1,2,3.4 u. 5 mm, wieder, am Laeer 7175c Carl Schunck Sortieret »ur riÄiet auch ß-G “iss® HW -W r* Wte S'Sa, mJ^net ** «tzs.. «le ÄlN'Uich. f Größer Sä Tl,ü'8einik| hihe „ ,Fabrikat NW&K WOLLGARNE Ein Nässe Dann zwei Elus den ? - al °nich _ , t! - em ch- 9t! '*■ kor ,«en 6 .^nn ^°h mi.^9 zum m,t der »ei ^men ’anb Straf Pr e t s r ä t ^«erAn bemerkt, das N-9 ned, Ae richtig der y27- im Qi Die waren l Zu allerletzt Rätsel in Aber äußerl Den leeren ( Wir machten fanden sie a Der Rätselon Ohne sich me; Aber mit Ru (Denn die bui Macht sich an Schüttelt unt Denn das Di Endlich - ir -,Mer hawmi 9eber schnap heiliger Nep Welche Ausl Eine richtige Lucher, ! ®ar unterha Der gute Dn M freunbli Und nach eh' Job er den C der Ire] °dn Men di Niunzei n ® Met nji Hn6 mit un| $f.nb?n mir jebes 9 ^uch allen o >* 0o man »fit MN u, Alle ^e Ä geben unh v qch täglM ° Sbtt Ie'- ^u Lch muB,^ >)ört man.5f Ueberall^ „Stiüe^d) Dom Radio n du srohl K ist flbeI M ha» bl jfber letzt geb Lar QQ^ ®l Seine Wk Lohens le'bt M Gepolter Fühejcharren Die lür g>ns Da ist uns ei Falt wie em Sißchen lPal; Lieber alter. (Sir nahmei Er war halt, Aber im Her Und da ging so ein Gei'ui lind was es | Siebftaljl uni) Das war allet Aa, was mein DerRätsel Und bei einen- Mr' ein Lei, Umfietippt (ei Die der Alte Mit Gewalt Einen motte Prall, dick ui llnb dann ru Aber bloß Einen ganz Und wie er Da hafs fler Hufoebunbtn Da Jaffa Han llnb als mir, Ziehe, ba war Die aus dem Und alle —' Silben«, DEUTSCHE WERKE KIEL Aktiengesellschaft Klei. Schließfach 152dt5. Fernrui: Kiel 6300-14. DOro Köln: Oerconh..Gereon- Büro Frankfurt a. Main: str. 18/32, Fernruf: Rheinland Bahnhofstraße 2, Nr. 2115, Mosel Nr. 2543. Fe nruf: Hansa 7297. AuSKunn u. Beratung durch Pecrungenieure aoetenrrw SaeügWBffls Kompressorlose DIESELMOTOREN Cafe Astoria Weihnachtstage verstärktes Orchester Montag, den 27. Dezbr. (1 Feiertag) Tanzabend 1644T MoleiM’T?" 106'6 lohnen. L0612D ES labet freundlichst ein Verkäufe ) | Mietqesuche | wählen sind. 1 2. Bingen, ej die Hess, f) die Hessii g) die Hessisl haben au BeltOltflOl KM zur 1. MbBO 2. 3. 4. 10628C Slcin Laden! 10? Wa flctn Laden! cj der d) die Rllöen lynemr ßödieiivü'tülrien 5$iotmijhlen ßaleraufifdien ß. hfüiier-SdinellöflinDfer gar oRelaaeifdien Siinofiel-öortlerfiiaWen fieülgftiflBe Hl 13 MgeJ):tg nai-Sor örillmafittneD jod" littet- unö Diesevesgeo Düneetnreuet ZalllßkMer ZMevullikeu UroWflöer 69190 U—*n—aeU—lla—* //—,//—»//art Ludwig Werner Zr schgeschiachtet Zrisch gescklach e Eisenbeton-Kursus Der Baugerverbeverband oeranHallet nach Weihnachten in Gemeinschaft mit dem Deutschen Zeme, tbund im Gewerbehaus einen Eisenbeton-Kursus Wahlberechtigt sind: folgende Organe der Selbstverwaltung: a) der Provinzialausschuß für Startenburg in Darmstadt, b) der Provinzialausschuß für Nheinhessen in Mainz, c) der Provinzialausschuß für Oberhessen in Gießen: folgende öffentlich-rechtliche berufsständische Bertretungen: a) die Hessiscl)« Industrie- und Handelskammer in Mainz, zugleich als Borort des hessischen Handelskammertages, in Gemeinschaft mit den Industrie- und Handelskammern Darmstadt, Offenbach, Gießen, Worms, Friedberg und fche Tierärztekammer in Darmstadt, id;e Apothekerkammer in Darmstadt. DRUCKSACHEN ALLER ART liefert In jeder Ausstattung stilrein und preiswert Brühl'sche Universitäts-Druckerei R. Lange, OleOen CLiltfifilgerBurloie 17 Jahre nlt. uui au er »amUte, sucht Metzger- Lehrstelle in der Nabe G eueiiS. Wo? infli die (tfe« icha'ls. eile d (Lie'i. ^meinen?. iKSK"D Acker an der Frankiurfer Ltratze au verkauf. Lcbr Sinn u. vNOOi au den Olieü- 91 uv ■ tzRAMzWWlll Ernst Muth Schokoladen-u Zuckmrr.-Großhdl GieBen, Fernruf 721 Auswertung vonSparguthaden bei der Bezirkssparkasse Giehen In Ausführung der Beschlüsse des Vorstände- und Auf- sichtsraies bringen wir die Aufwertungsbetrage von Sparguthaben in vorläufig 12jprozentiger Höhe ihres Goldmarkwertes vom 10. Januar 1927 an unter Beachtung folgender Grundsätze l^aucutaubcn zu verkanten. '**•'* tllailstrane 6. 14 Mitglieder 9 7 Leitspindel- Vrehdant mit Hohl'vindeL wie neu vttinlien. mii viel Zubehör. BreiS 27.». cldikbuiiedc in) SlutüL-B btihn nbui.iebeii ||. Thoma*. Schifsenv. Wen 89. 8 1 1 1 1____„_____ 60 Mitglieder. Bngenuumhule Technikum Altenburg-Th STAATSKOMMISSAR Mafdiuwnbau»Automobilkni-El«MroUdimk P'«»sw Vt'pfl im Stud Casino Prograuf Wunyh I I grober u. I kleiner tawtlml zu verkaufen 10■Ile Gan öd;und V. f. B. I. Feiertag: bfouit äaiz GefellschastS- fvtcl, 2.30 Uhr ncrwmtiaas B.f.MaMaifl! -B.f.B.Eigaieto? Ein.out 30 Bfenmg. -^arm. 11 U x Srübirfjouvett im Cai^ (Sriiit Ludwig 08. "-0 II. Scicrtflrt: Abends x Nbr^ Wctb uaclitsseier im 11. (£., i. «»• NeujabrS»ag: 11 lllr votm striib ! tzouv?.i im CoisZlrämer. TtQtftOnO. Interessenten wollen sich wenden an Dr. Nünnings, Dietzen, Gerverdehau-. Im Au trag der Ortsverbände Giehen, Marburg und Wetzlar. G g. Becker. Auszahlung: Die Einzelzählung soll innerhalb vier Wochen nicht mehr । Kaufqesiicho | C?inc gutgehende Mm! mit HauS zu kanieu gesucht. §chr Osten, au Louis Engel m Butzbach. MlWWg ».MW HaUestelle bet Autobus ^tebcn-Wiekeck Alten-4'nfcck. 3. Wei.iuachtsieiertag Tanz ßeslch.lg. Sie bitte meine reiehhalt Oster- Ausstellung In Osterhasen. Draqee-Eiern usw., die vom 23. Dis 31. Dezember 1926 und vorn 3. b s 8 Januar 1927 in meinem Hause, Ludwi etrafle 42, etattlindet. — Em unverbindlicher Besuch wi d sich lür 81s sicherlich Hamrnstratze 7. i Während der Feiertage OK W 500 ccm — 2 Elli. der Eivu der Berliner AuSüeiiiing. DKW 4 I». S. tausendiatz erprobt u.giänzena bciväUrt. j equeuiue v ob. durch ü>cn • r^ertr Ktanki.Lti 23 lMaL Schilling. 9lil)eitot>crflcbimns Die für das Post- und Wohngebäude der totobt Orlenberg erforderlichen, schreiner., Weißbinder-, Tapezierer- und Schlolserarbeiten sowie T.iep'penlieserung, Linoleumbelag , .'chmt Unterboden und Stampfaspl^Aiplattenbelag sollen im öffentliches Wettbewerb oergeoen werden. Zeichnungen und Bedingungen können auf bePri 51 mt des Unterzeichneten einge- sehsn^>werden. Angebotsvordnicke werden bojfelbft zum Selbstlostenpreis, so lange ,-^tzorrat reicht, abgegeben. 10596D Die Angebote sind verschlossen, kostenfrei und mit entsprechender Aufschrift ver- seh.m, bis spätestens zum Eröffnungstermin am Donnerstag, dem 6. Januar 1927, vormittags 101 Uhr. bei unterzeichneter stelle einzureichen. Zuschlagsfrist drei Wochen. Büdingen, den 20. Dezember 1926. Der Regierungsbaurat für Hochbau. Frey. MA! - MA! Gasthaus Braun Sonritag, keo 2. ffeiönoDfsfti.ihig: w iiiiiiüi auSaelü ;rt von der Kavelle M a n k, wo in fretutdlicbst ctnl.ibet Hciurick Braun. UsberBord -;r‘18501 gitWffle aii dem unerhört UtUir*. Brei'e von v)ö 4>,eNNtg ver Stück, tuet' unicbh tin anstatt gebleicht nehe crr. D>e Lücke Hub ielnet- ireu unaenaht. ohne L eutoct- und ,>ar danwr itck, auch no1) nut i Alt re- fdjntiteiL und einten sich uoiaü hcti inr Vctb=. '2. ett- und Hatiobnitcwaiche. Bettlaken, t>>nr d neu, Boi banne mm. Berlind, fomcu y oir a icidn. nicht unter 25 Stuck, direkt n.t Bru nte geaen ^kachnabme 2-ervack'iua nei • • ctürf in einer laiiiendou Vnnne 1 voit«b bm nei. oioron-ie iür volle BuntcbeuLcit uiib la Qual. i ndent». V'nr^lhufucta Norditea sches Export Jans. Iah. Wil . Harrles. Brzmec, Osler orale uwei L4 iowic all- Geräte iür die Landwirtichaft liefert billigst unter günttigeii Bedingungen 031913 § 6. Don der Gesamtzahl der ehrenamUichen Mitglieder Verordnung über die Bildung des Oberbewerlungsausschusses im Bezirk des Londesstnanzamts Darmstadt vom 10. Dezember 1926. Auf Grund der §§ 1, 3 Absatz 3 und der §§ 11 bis 15 und 2fi bcr Berocdnung über die Bildung der Oberbewert'ingsausschüsse bei den Landesfinanzämtern und ihr Berfahren (Dberbeirer- tungsausschubordnungl vom 28. September 1926 (Reichsgesetz- blatt 471) wird, im Benehmen mit der .hessischen Landesregierung für den Bezirk des Landesfinanzamts Darmstadt folgendes verordnet: § 1. {Vür den Bezirk des Landesfinanzamts Darmstadt wird ein Oberbewertungsausschuh gebilbct Bei dem Oberbewertungsansschuß werden drei Kammern errichtet. Sitz der Kammern ist Darmstadt. Die Kammern sind für den Bezirk des Landessinanzamts Darmstadt zuständig. § 4. Die Gesamtzahl der für den Oberbewertungsausjchiiß zu wählenden ehrenamtlichen Mitglieder beträgt sechzig, die ge- mäh § 11 Abj. 1 der Oberaewerlungsausschuhordnung in gleicher Zahl von den Organen der Selbstverwaltung und von den össenllich-rechtlichen berufsständischen Vertretungen zu Noch preisroürMge Ferkel zu verkaufen ab 3. Feiertaq Mheiaitr eirane 6, ucÄeti Günstige Verzinsung v.Geldeinlagen | An- und Verkauf und Beleihung von Wertpapieren Kontokorrent- und Scheckverkehr j Aufbewahrung und Verwaltung I von Wertpapieren Ausführung aller sonstiger Bankgeschäfte ■ im In- und Ausland § 7. Aufforderungen zur Vornahme der Wahl werden den Wahloraanen besonders zugestellt. 122220 D a r m st a d t, den 10. Dezember 1926. Der Präsident des Landesfinanzamts Darmstadt. des Hessischen Handelskammertages in Gemeinschr.ft mit den Industrie- und Han- delskammern Darmstadt, Osfcnbach, Gießen, Worms, Friedberg und Bingen e) die Hessische Landwirtschaftskammer Darmstadt f) die Hessische Handwerkskammer Darmstadt insgesamt g) die Hes ische Aerztekammer Darmstadt b) die Hes i che Anwaltskammer Darmstadt i) die Hes i che Tierärztekammer Darmstadt k) die Hes i che Apothekerkammer Darmstadt zusammen: als 100 RAI. betragen. Die Zahlung wird vorschußweise ohne Zahlung von Zwischenzinsen geleistet.' Die Zahlung erfolgt a) an aufwertungsberechtig^. Sparer bei einem Lebensalter von mindestens 65 Jahren; b) an solche Spargläubiger, welche schwer leidend sind, soweit sie den Nachweis erbringen, daß sie zur Vermögenssteuer nicht herangezogen sind. Ausnahmsweise können in besonders gelagerten Fällen, in welchen die Bedürftigkeit des Spargläubigers nachwählen: a) der Provinzialaus chuß für Starkenburg b) der Provinzialaus chuß für Rheinhessen Provinzialaus chuß für Oberhessen Hessische Industrie- und Handelskammer in Mainz, zugleich als Borort gewiesen wird, und in welchen die Bedürftigkeit einen solchen Grad erreicht hat, daß ohne fremde Beihilfe der Lebensunterhalt des Spargläubigers oder dessen FamUie nicht bestritten werden kann, vorzeitige Auszahlungen von Auswertungsbeträgen stattsinden. Alle Auszahlungen erfolgen nur aus Anmeldung bei der Kasse. Die Anmeldung erfolgt für die SporglLubiger mit den Anfangsbuchstaben: A bis F in der Zeit vom 10. Januar bis 15. Januar 1927, G bis K in der Zeit vom 17. Januar bis 22. Januar 1927. L bis P in der Zeit vom 24. Zanuar bis 29. Januar 1927, R und S in der Zeit vom 31. Januar bis 5. Februar 1927, T bis Z in der Zeit vom 7. Februar b.s 12. Februar 1927. Die Anmeldung erfolgt in dem Gefchäftsgebäude der Bezirkssparkasse Gießen, Zohannesstraße 5 (Geschaftsslunden werktäglich von 8—1 11hr oonn. und 3—4 Uhr nachm., Samstags nur von 8—1 Uhr norm.). Die Anmeldung hat unter Vorlage des Sparbuches oder himerlegur.gsjcheines und im Falle Zifs. 3a unter Vorlage eines das Geburtidatum enthaltenden Auswcispapieres und im Falle Zilf. 3b gegen Vorlage eines amtlichen Nact)weises ihres leidenden Zustandes und ihrer vermög-nssteuersreiheil (ärztliche Besä-einigung, Bescheinigung des Wohlfahrtsamtes, Burger- mestteramtes, Finanzamtes u. dgl.) und im Falle Ziff- 4 eines amtlichen Nachweises ihrer Bedürftigkeit zu geschchen. Die Auszahlung erfolgt möglichst sofort nach der Anmeldung, erforderlichenfalls nach Feststellung der Voraussetzungen durch den Vorstand der Sparkasse. 106220 Gießen, den 22. Dezember 1926. vezirkLsparkasse Gießen. Z a ch e i s.__ I Herz & Co. I Bankgeschäft 1 ■ Neuen Baue 23 GIESSEN Neuen Bäue 23 | Fernsprecher Nr. 1333 und 1304 Nelerendar lucht ab I. 27 Zimmer mitclefir. Vitfai 'Jinhe Landaerichi. Mo keil ra ne, Kat'e, alles bcöOTAimt ©rtirniL Anacb inner lOlil'Jl) n» den üheh 2lny IStellenange ote] Redegew. Berr n I aller Stände Aiim belach v-Dioaerten. Samen.iaiidliingetr nliu. ncfiidit Äuget», an M. xltiunm it t & b*o., Tuttel, orf, nctzlieniacti 498. diiciritiimidu nut Tell» ufiu. (Ve intet feil TUö 4ä und ‘.o * Ltlienmilchstt eDtzd. >■5 * 2nMtmei 2,4Uu«, 83Seiten i>to i fäflirr -a tu,— fr. 'Jin n. P. Eoltter, Br8 - an Bt. 488. U'f. 6A (4cvr. Vorfiurcr für Sonittana nee Inrtjt Lchr ?ln teb u. 0-4101 a d. Ollen y.na. Tüchtig, eifn rencc Schreiner- rcjcllc gesucht. tu "38D Ociurich Cimou. Bau- und Möi'c!« schietnerei. Cinn, eplnrei Strane. Suche Sctlcnvere kau er , 20 Muster Dir 2,40 frei diacbn. P. Holitrr, ’< red» (an Sy. Aellercs. auucviäfL Mdien in aller H uSarbeit uetunnöext. dal mic in liciiercm vand« ball tn:in war. *unt 15. Fan ar -7. ■ uiL iPiüer oelucbL 08UUJ 'JZoll. Noonnane 2 l. .Stellengesuche) __Gläss i n g. __________________________ MIMW ms eilig tMien, Ml M nur |6 £. WWW I* Me Me löt Ml9 M, W,i fettig - Me ML IEin groOer Posten neue mod. Oamen-IVSänte! I Backiischmänteö Sporlkostüme, Mäntel für korvuleme Damen, in n.icn warben und Größen ■ nur nute Qualitäten «r fifik. 8.00, 10.00 und 14.00 ~*n j Ebenso auch Herrenbekleidung aller Art neue, tow e aebrauchie, vom ennachuen bis au:u elc D aanteiten: Lckwevenmäntel, Ulster, ertjliiaier, 9 schwarte Baleiotc«. Loben m:titel, («umntintnutcl, B ioiute neue moderne Anzüae, Manch.nerau; ine. I ’lhuiiftt für Burschen, oke Ärößen und Amben Q blaue ArbeitSanziiae. Wn«dsacken sowie ^oscn m | jeder Art au ftninicnb uilliflen bicifen. Niemand dar i d>e nun in ne Gelaenhett vei säumen und I muß sich jeder Über»eu reu von oex GÜ e und otllioteit. j Herren-Garderobehaus L. Rosenzweig GieBen, Seltersweg 58, 1 Treppe I 1- incans Leko Vo^kwbad. Achtung! Am 2. Weihnachtsseieriag loniiierofiiigen GastivirtschaitWilh.Wliiiiler Grohen-Buse». 106aD Pallabonn-Pu der (mSa reii Iffi u. eatlettot das Haar auf troekenem Wege, macht Ä5 Bubikopf. Bei Tanz und Sport unentb Zu hab. in Dos. v Mk. 1 an in Friseurffescb ,1‘arf.. i rox u Apnth. Narhanrn w. zurück! Sorunflsäbtaen Stmmeutatcr Bullen j 15 Monate nlt, Rot- kcheck. u.rfnuit Auguil Oööerishöuler Ärnsaal3,Mr Atsie.d läMMM 9 Lkou al, au verl ^,c (5arl Lchnttcf, Zagöverpachlung. Die hiesige Zagd wird am 28. Dezember 19.6, mittags l Llhr, au 9 Jahre, be- ginnmd am 1. Wär, f927, neu verpachtet- DaS Jagdrevier um aht 605 ha. Günterod. Kreis Biedenkopf. fie.,tD Der Za^dvor leder: Müller. Steinbruchverpachtung. Die Gemeinde Odenhaufen. Kreis Gießen, beabsichtigt, e nen Lungslein. bruch zu verpachten. Der Bruch liegt 5 Mia len von der Bahn entfernt. Das Material eignet sich lehr zu Bauzwecken. Häbere Auskunft erteilt IC617D Bürgerme ster Aachtiaall. b) die Hesfi che Landwirtschaftskammer in Darmstadt, c) die Hejsi che Handwerkskammer in Darmstadt, d) die Hejsi che Aerztekammer in Darmstadt, e) die Hesti che Anwaltskammer in Darmstadt, Ooereil erhUtUcnl Au* Wumch a«iug»eueilef»-Nic*wen ou-ch Sternwoll • Spinnerei Bahrenfeld Q. m. b. Altona- Bahrenfeld Nr. 301 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheflen) Freitag, 24. vezember 1926 Weihnachtspreisrätfel. Sinierbimmel hängt grau über (Biebel und Dach, Heller Uurr.penfdjein fällt ins warme Gemach, In die halb wunderlichen, halb nüchternen Stuben, Wo man die Zeitung macht. Die für Mädels und Buben, Zur Mann und Weib und Kind und Greis Alle Tage was Neues weih; Wo man die Händel der Welt Als Druckerschwärze in Händen hält, Wo Freud' und Leid, Krieg und Politik Zart und grob, dünn und dick, Leben und Sterben, Handel und Sport Sich täglich vereint tm getriebenen Won Aber fell|am isl's heute um uns her; ,,3d) muh Euch jagen, es weihnachtet sehr' Hört man's raunen Im Raum, UeberaQ riecht es nach Tannenbaum. „Stille Nacht!" summt'» im Telephon, Dorn Radio schwingt silberner Glockenton. „D du fröhliche, o du selige Weihnachtszeit" ... (Es ist gar nicht mehr weit.) Und die Schreibmaschinen klappern, Wie oerschlasene Kinder plappern. Wenn da» Christkind reitet durch ihren Traum Auf dem Eselchen mit einem Lichterbaum .. (vielleicht aber hört man das alles nur einmal im Jahr, Weil'» halt bloß noch fünf Tage vor Weihnachten war.) Aber jetzt gebt acht: Was dann geschah. War ganß wirklich und lebendig da, Keine Flausen, haben's alle mit- Staunen gesehn, Sahe>'s leibhaftig vor uns stehn: Mit Gepolter tarn was die Treppe rauf, Fühescharren, Gebrumm und Geschnauft Die Tür ging auf mit merklichem Knallen Da ist uns einer ins Haus gefallen. Falt wie ein Nikolaus anzufehn, Bißchen spät, aber sonst gut und schön. Lieber alter Mann, grauer Bart, Stimme rauh, (Wir nahmen'» nicht eben so genau.) Er war halt, wie Weihnachtsmänner sind. Aber im Herzen ein Kind. Und da ging durchs Zimmer So ein Gefunkel wie Christkerzenschimmer — Und was cs fonjf hier gab: Brand und Mord. Diebstahl und KriH. Theater und Sport, Das war alles auf einmal fort. Na, was meint Ihr wohl, wer gekommen war? Der Rätselonkel! Das ist doch klar. Und bei einem Haar Wär' ein Leimtopf und ein Tintenfaß Umgekippt (ein mäßiger Spaß!), Wie dsr Alte al,obalb Mit Gewalt Einen mordsschweren Sack ins Zimmer knallt Prall, dick und groß — Und bann noch einen, Aber bloß Einen ganz kleinen. Und wie er den auf den Tisch geschmißen Da hafs gerappelt wie von Nüssen. Aufaebunben, reingeschaut: Ei, der Dau»! Da sah'» hartschalig unb knackeria aus. Und als wir die Nuß' etwas näher besehn, Siehe, da waren's Ihrer zehn, Die aus dem Säckchen zum Vorschein kamen, Unb alle — da wundert Ihr Euch — mit Namen: Silben-, Einsatz - und Zaylenrätsel hießen die obersten drei, Ein Rösselsprung war^-nuch dabei. Dann zwei Kreuzworträtsel, labyrinthisch verschlungen, Die waren dem Onkel besonders gelungen, Zu allerletzt schültelf er noch heraus, Rätsel in Reimen (inwendig traut- Aber äußerlich glatt), im ganzen vier. Den leeren Sack warf er vor die Tür. Wir machten uns über die Rätsel her, Fanden sie weder zu leicht noch zu schwer Der Rätselonkel untermeilen, Ohne sich merklich zu beeilen, Ader mit Ruff unb Buff, mit Ach unb Krach (Denn die dumme Kordel gab nicht nach) Macht sich am andern Sack zu schaffen, Schüttelt und rüttelt, zerrt unb keucht. Denn bas Ding war nicht leicht — Enblich — uffl — war er aufgezwackt: „Mer bawwes gepackt!" Jeder schnappt einen Zipfel, ruckzuck! Heiliger Repomukl Deiche Ausleerung: Eine richtige Weihnachtsbescherung! Bücher. Bilder. Kalender für Mädchen und Knaben, Gar unterhaltsame und anmutige Gaben. Der gute Onkel schaut im Kreise, Nickt freundlich unb spricht: „Das sind die Preise!" Und noch eh' wir die paßenden Worte gesunden, Hob er den Sack auf — und war verschwunden. Don der Treppe her klang's noch: „Fröhliche Weihnachten!" Dir aber schauten uns an und dachten: Die Weihnachtsferien beginnen eben, Wir wollen die Nüße weitergeben An die jungen Löser in Land und Stadt Daß jeder was zu knacken hat. Und mit unseren Preisrätseln zugleich Senden wir schöne Grüße an Euch, Wie jedes Jahr, so wünschen wir heut Euch allen viel selige Weihnachtszeit! Bis zum 9. Januar 1927 müßen alle Lösungen mit der genauen Angabe von Dor- und Z u • namen, Alter, Schulklasse, Wohnort und S t r a ß e des Einsenders in einem geschlossenen Umschlag mit der Aufschrift „W e i h n a ch t s - Preisrätsel" bei der Redaktion des Gießener Anzeigers eingelaufen fein. Es sei noch bemerkt, daß von den beiden Kreuzworträtseln nur eines nach freier Wahl geraten zu werden braucht. Die richtigen Lösungen werden zugleich mit den Namen der Preisträger am Samstag. 15. Januar 1927, im Gießener Anzeiger veröffentlicht. SXlbenrätfel. Aus den Silben: a — al — au =— be — den — berg — breit — bruch — che — der — tms — e — e — eh — ek — em — em — fin — ge — ge — ge — gel — gel — gen — ger — Hut — im — ka — kor — kut — ler — li — lo — ma — ma — ma — mann — men — mer — ne — ni — o — o — 0 — oh — pi — ques — ra — ren — ren — ren — rho — richt — rot — rot — ru — ru — — schlld — se — spie — stein — ta — tan — tan — te — ten — ten — ter — ter» — Del — vo — wo — wa prib 22 zwei- unb mehrsilbige Wörter von folgender Bedeutung zu bilden: 1. Stabt in Portugal; 2. Dienstgrad; 3. weiblicher Vorname; 4. ärztliches Instrument; 5. Giftpflanze; 6. Käseforte. 7. beut- Icher Dichter; 8. Wasserfahrzeug; 9. sozial» Einrichtung, 10. Mittelmeerinsel; 11. Fisch; 12. mili- irischer Begriff; 13. ostdeutsche Landschaft; 14. Fahrzeug; 15. Gedicht; 16. Baum; 17 weiblicher Vorname; 18. historischer Ort in Afrika; 19. griechische Sagenfigur. 20. historischer Volksentscheid; 21. Stabt am Rhein; 22. Figur aus einem Schiller- brama. — Sind die Wörter richtig gefunden und untereinander geschrieben, fo ergeben jeweils die zweiten Buch st oben, von oben nach unten gelesen, und die vorletzten Buch- staden, von unten nach oben gelesen, einen weihnachtlichen Text. ä, ch und qu gelten als e i n Buchstabe Kreuzworträtsel I. 10 19 31 ! 46 M Wagerecht. 1. Körperteil; 6. Maßelnteilung; 9. Stabt in Westfalen; 13. Getränk; 14. Raubvogel; 16. Oel- frucht; 18. Kadaver; 19. Wallfahrer; 20. Erfinder; 21. Berg tm Kaukasus; 22. französischer Bildhauer; 23. Fluß in Mitteldeutschland; 24. ct-emlscher Begriff; 27. Stabt in der Schweiz; 29. Nebenfluß der Elbe; 30. napoleonischer Schlachtort; 34. Mädchenname; 37. Fisch; 39. Stadt an der Lahn; 40. Weich- tier; 43. Iagdruf, 44. Oper; 45. Stabt am Rhein; 46. Stabt in Westfalen; 47. Erbteil; 51. römische Münze; 54. Gebirge In Rußlanb; 55. Staat in Südamerika; 56. Stadtteil von Konstantinopel; 57. Zahl; 59. Infektionskrankheit; 62. Stadt in Italien; 64. Getränk; 67. Vergnügungsstätte; 69. männlicher Borname; 71. chemischer Grundstoff; 74. Berg in der Schweiz; 76. Burengeneral; 77. französischer Schriftsteller; 79. männlicher Vorname; 80. grammatikalischer Begriff; 81. Vorort von London; 82. Engelsgruß; 83. weiblicher Vorname; 84. Nebenfluß der Elbe; 85. Heilige Schrift. Senkrecht: 1. Buchstabe des griechischen Alphabet»; 2. Prophet; 3. griechßcher Halbgott; 4. Stabt in Böhmen; 5. Figur aus Schillers „Wallenstein"; 6. moberner Kantianer; 7. Stadt in Belgien; 8. Fluß in Ostpreußen; 9. Halbinfel; 10. Ruinenstabt in Kleinasien; 11. französischer General; 12. Stabt an der Ruhr; 15. griechischer Halbgott; 17. Mäbchenname, 25. Papstkrone; 26. Figur aus der griechischen My- Ibologie; 27. Stabt in Tirol; 28. Grünfläche; 31. Maler; 32. Rauchabzug; 33. Solbat; 35. Figur aus „iaufenbunbeiner Nacht"; 36. Frühlingsblume; 37. Stabt in Schlesien, 38. Ausbruck für Pflanzenwelt; 41. menschliches Organ; 42. Schlachtort aus bem Kriege 1866; 48. Knabenname; 49. Nebenfluß ber Donau; 50. Stabt an ber Ostsee; 52. Teilgebiet ber Physik; 53. Männername; 58. Schulleiter; 60. Stabt an ber Donau; 61. Baumfrucht; 63. Rang- bezeicknung in der ägyptischen Armee; 64. Stabt am Kaspischen Meer; 65. Mäbchenname; 66. Fluß im Harz; 68. Himmelsrichtung; 69 Oper von Verbi; 70. Vogel; 72. Säugetier; 73. Münze; 75. Mäbchenname; 78. Mäbchenname. Kreuzworträtsel II. 10 18 24 -.Xv n d - - ■ ■ - ■ MM' ‘i; ■ •• 7 ■ - • D I w I> 1 Wagerecht: 3. Ich bin im Abessinier-Land Als Berg bekannt 6. In meinem Innern berg ich Wein unb Wasser, Es greift nach mir ber Arme wie ber Prasser. 7. Du wirst mich oft an Kleidungsstücken finden. Um Knöpfe ober Falten zu verbinden. 9. Stets hat man mich dort vorgefunden, Da was im Feuermeer verschwunden. 10. Wenn andere auch in Trümmer sanken ... Ich steh noch fest als Stadt in Franken. 11. Durch des wilden Sudans heiße Zonen Fließe ich ins Land der Pharaonen. 12. Der neue Freistaat Estland hat Mich anerkannt als Reichshauptstadt. 16. Als Oesterreich noch eine Monarchie, War ich sein General ber Kavallerie. 19. Im Buschwerk, im Gestrüpp unb an den Sümpfen, Hasch' ich als Walbbämon nach schönen Nymphen. 21. Du hieltst mich schon als Dielgefonntes Stuck: Denn ich zerbreche, bringe ich bir Glück 22. Such« der Lateiner lange schon. Dann spricht er mich im Frageton. 23. Gebor n im Land ber blauen Aar. Als Schriftsteller ich tätig war. 24. Als Kanzler bient’ ich vor vierhundert Jahren dem vierten Herzog Wilhelm ber Bajuuaren. 26. Unweit ber Grenzen gen bas Spanierreich Lieg ich als Stabt im schönen Sudsrankreich. 27. Auch bin ich Stabt, bach oben am Kanal. Als Hafenplatz im Pikarbie-Oool 28. Ich bin ein Rätsel ber Natur als Kraft Unb hab' noch wenig Geltung mir verschafft. 29. Mit Vtahl unb Branb hab' Flandern ich zersplittert. Befrag’ Don Carlos, der vor mir gezittert. 31. In Südamerika gibt's viele Staaten. Auch ich bin einer, wirft du mich erraten? 32. Ich habe viele Namen; nur die Frommen Zu mir unb meinem Gnadenbildnis kommen. 35. Sobalb dir eine neue Mär wird funb. Nimmst bu mich flaunenb wohl in deinen Mund. Senkrecht: 1. Im Krieg muß Infanterie ich unterstützen. Da reiß' ich Lücken in die Reih'n ber Schützen. 2. Daß bu mich laut spielst, lieh ich bei den Noten: Ich werbe auch als „hochfein" angeboten 3. Schon oft hast ruhenb bu auf mir gelegen, Wenn du mich sahst an stillen Ackerwegen. 4. Zum Schutze deiner Brust und deiner Lungen Hast bu mich oft schon um ben Hals geschlungen. 5. Ich bin zwar klein, boch im Franzosenland Als ein Artikel um so mehr bekannt. 7. Du finbest mich im Land bes gelben Fleisches Als Stabt im Süb bes großen Perserreiches. 8. Zu werben, was ich bin. Wirb mir erst bann vergönnt. Wenn mich — bas saft'ge Grün — Die Sonne brennt. 13. In meinen Mauern im Marseiller Hafen Hat mancher Staatsgefangene geschlafen. 14. Germanenstämmen Grenzen zu bereiten. Warb Ich Bezirk schon zu ber Römer Zeiten. 15. Ich bin ein Flüßchen, bas in Frankreich fließt, Unb in bie Seine seinen Laus ergießt. 16. Aus inhaltsreichen, festlichen Programmen Meine Reklamelettern bir enlgegenflammen. 17. Der Wagen kann nicht ohne mich bestehen. Auch trag ich jene, bie zu Fuß nicht gehen 18. Ich bin ein Maler, Hollänber mit „Dan" Unb malte viel auf Sevres-Porzellan. 20. Irn Süben Frankreichs ruhe Ich am Meer, Zur Zeit bes Karnevals sucht man mich sehr. 21. Ich b n bie Einheit aller Winkelmaße, Rangstufen künbe ich In gleichem Maße 25. Die Karawane, bie durch Libyen zieht, Mich — bie Dafenaruppe — gerne fleht. 26. In Portugal lieg' Ich am Tleereeftranb Unb werb* bezahlt bei jebem Briefoersand 30. Ich bin Metall von allererster Güte; Fuhr bir mein chemisch Zeichen zu Gemüte 31. Auch ich von ziemlich hohem Werte bin, Denn man verlangt gar oft nach bem ... Pinkln. 33. Al» „bito" bin Ich ganz gewiß schon klein; Doch kleiner noch als jetzt kann Ich nicht sein. 34. Man nennet eine Himmelsrichtung mich; Gekürzt weis' ich zum Norben Rußlanbs dich. Rösselsprung. kd ichwcl bd blfl bei hel, sicht Füllt schenk. rück bU doch sicht» gahlenrälsel. 1) 1, 2, 3, 3, 2, 4, 5, 6. 2) 7, 6, 8, 9, 10, 11, 2, 12. 5 3) 13, 2, 9, 14, 2. 4) 2, 5, 15, 16, 2, 4. 5) 14, 16, 2, 10, 12, 2. 6) 16, 2, 4, 5, 9, 6, 17 7) 1, 2, 3, 2, 4, 5, 6. 8) 5, 3, 5, 6, 7, 8. 9) 9, 10, 11, 6, 10, 12, 13. 10) 5, 8, 6, 9, 2, 11, 6. 11) 14. 10, 15, 12, 10, 16, 6, 8. 12) 16, 1, 10, 7, 8. 2, 1, 5 13) 1, 2, 2, 3, 4, 5. 14) 6, 7, 5, 8, 7, 2. 15) 7, 9, 6, 1, 10, 2, 11, 12. 4 16) 10, 1, 2, 13, 12, 2, 8. 17) 1, 10, 3, 5. 18) 2, 12, 14, 12, 5, 12, 15, 3. Die vorstehenben Ziffern sinb burch Buchstaben zu ersetzen; jebe einzelne Ziffer bebeutet einen Buch, staben. Die Zahlenreihen sinb in brei Gruppen ge- glieberl, unb zwar Haden bie Reihen 1 bis 6, 7 bis 12, und 13 bis 18 je einen Zahlenschlüssel für sich. Die entsprechenden Wörter Haden folgende Bedeutung: 1. deutscher Erfinder; 2. Landschaft in Ostaftika; 3. weiblicher Vorname; 4. Frucht; 5. Fluß; 6 altdeutsches Gedicht; 7. europäische Inselgruppe; 8. türkischer Titel; 9. deutscher Kirchenhistoriker; 10. sagenhaftes Tier; 11. Komponist; 12. Blume; 13. römischer Dichter; 14. Stadt in USA.; 15. Stobt im Freistaat Sachsen; 16. Beamtentilel; 17. griechische Göttin; 18. japanische Stadl. Die Anfangsbuchstaben von oben nach unten unb bie Endbuchstaben von unten nach oben gelesen ergeben ben Anfang eine» Delhnachlsliebes. Clnsatzratsel. Luft — Wagen Speise — Lauf Schnitzel — Horn Stroh — Fenster Wall — Baum Nadel — Weg hebet — Brust Maut — Treiber Rreie — Bock Stahl — Busch Wein — Kranz. Statt der Striche sind ein- oder zweisilbige Hauptwörter einzufüaen, die sowohl mit dem vorhergehenden, als auch mit dem nachfolgenden Wort jeweils ein neues Hauptwort bilden Die Anfangsbuchstaben der gefundenen Mittelwörter ergeben, richtig geordnet, einen bevorstehenden Zeitpunkt. Vier Rätsel in Reimen. Wird das Wort vor dich gestellt Und ist gut, — so ist's erfreulich: Doch wirst du vors Wort gestellt, Wird die Sache ganz abscheulich. Fröhlich siehst du sicher aus, holt du's, — an den Leib gebunden Ist s am hals dir, dann o Graus, Lebst du deine letzten Stunden. Aber wenn's am hals dir ist, Kann ich dir zum Tröste sagen. Eh' du noch hinüber bist, Wird am Leib man's zu dir tragen * Das erste glänzt im Sonnenschein, Als war' es aus Kristall geschliffen. Auch dient es schon seit langer Zeit Auf Krieges- und auf Handelsschiffen Das zweite wird jetzt viel genannt, Schickt Botschaft fort in weite Ferne Das Ganze fehlt mir, und ich haft' Davon recht viele doch so gerne. * Wir sind's gewiß in vielen Dinaen. Im Tode sind wir's nimmermehr; Die sind's, die wir zu Grabe bringen Und eben diese sind's nicht mehr. Denn, weil wir leben, sind wirs eben Don Geist und Angesicht: Und weil wir leben, sind wir's eben Zur Zeit noch nicht. * Die beiden ersten trugen einst die dritte, Als Walther von der Dogelweide sang, Zum Minnelled erscholl ihr Heller Klang, Doch andre Zeiten brachten andre Sitte. Nicht war die dritte mehr der ersten Zeichen, Und nicht die ersten Meister mehr im Lied. Das Ganze aber steht, wenn Fröste weichen, Und Frühlingslüfte durch die Lande streichen, Im stillen Dörfchen, wo der Garten oliiht. Buntes Allerlei. Weihnachten in Bethlehem. Die De danken imb Herzen der Menschen sind beim Welhnachtssest nach Bethlehem gerichtet, too sich das Wunder der göttlichen Geburt begab, die wir feiern. Aber ein Weihnachten, an dieser Stätte verbracht, würde die größte Enttäuschung bereiten. .Während wir uns Bethlehem als den Mittelpunkt des Friedens auf Erden und des Wohlgefallens unter den Menschen vorstellen," so schildert Polson Revmen das Weihnachtsfest in Bethlehem, »gibt es wahrscheinlich keinen Fleck in der ganzen christlichen Welt, wo diese Feier durch drohende Menschen- massen und bewaffnete Wachen mehr gestört wird. Die Geburiskirche, die wohl die authentische Stelle der Geburt Christi darstellt, sieht mehr wie eine düstere Festung als wie eine christliche Kirche aus. Die dicken Mauern mit den kleinen vergitterten Fenstern, die einen schlecht gepflasterten Hof umgeben, scheinen eher eine Strafanstalt als eine hellige Stätte des Friedens zu umschließen. Der einzige Zugang ist ein schmales Loch in der dicken Mauer, so niedrig, daß man sich beim Hindurchschlüpfen bücken muß. Keine Kappel, kein Turm macht di.e Kirche weithin sichtbar: nur eine Glocke ist in recht unschöner Form eingebaut. Am Weihnachtsabend strömen große Massen aus #3eru- salem und den umliegenden Dörfern herbei, um an der Mitternachtsmesse teilzunehmen, die in dem römisch-katholischen Teil der Kirche ab- gehalten wird: der eine Teil des Gebäudes ist nämlich für die Griechen und Armenier bestimmt, die ihr Weihnachtsfest an einem anderen Datum feiern. Das Innere der Kirche, das mehr einer gedeckten Martthalle mit dicken Pfellern und hohen Steinplatten ähnelt, macht einen kalten und stimmungslosen Eindruck. Eine aufgeregte Menge drängt sich in den Dau, stößt sich und kämpft um die Plätze, während in den Sellenschiffen die Bajonette von Soldaten ausleuchten, die bereitstehen, um jeden Stteit zu verhindern. Um Mitternacht geht eine Prozession nach der „Krippen-Kapelle", In die man über zwei dunkle Treppen herniedersteigt: es ist eine kleine lampenerhellte Krypta, in der der berühmte »Stern von Bethlehem" die Stelle bezeichnen soll, an der Christus geboren wurde. 3n einer Ausbuchtung der Mauer stehl ein Altar, der allen drei Kirchen gemeinsam ist: aber auch hier, an dem heiligsten Ort der Christenheit, steht Tag und Rächt eine Schild- wache, um den religiösen Frieden zu bewahren. Nahe dabei befindet sich die Stelle, auf der die Krippe gestanden haben soll. Aber diese selbst befindet sich in der Kirche Santa Maria Maggiore zu Nom. Erst wenn man nach dem Gottesdienst hinauSttitt in das einsame Hügel- strnd von Judäa, wo die Schäfer mit ihren Herden lagern, findet man sich von jener Weihe- stimmung umflossen, die über die erste Weihnacht ausgegossen war. (Ein neues Iugendbildnls Mozarts. Ein wertvolles Mo.zarbBildnis wurde aus salz- burgischem Prioatbesitz für das im Geburtshaus Mozarts in Salzburg unteraebrachte Mozartmuseum erworben. Es stellt in dem schlichten Stil der damaligen bürgerlichen Porträtkunst den jugendlichen Meister im Alter von etwa 18 Jahren dar, bekleidet mit rotem Rock und grüner Weste, mit einem zierlichen Jabot von Spitzen und gleichen Aermelauf- schlagen. Mozart ist nicht idealisiett. Da» schmale Gesicht wird von zwei großen blauen Augen und einer auffallend langen Nase beherrscht. Ein breiter geschlossener sinnlicher Mund verrät zurückgehaltene» Leben. Die „lange Nase" wird von Mozart» erstem Biographen, Nissen, ausdrücklich nach Berichten von Zeitgenosien erwähnt. Auf der Neuerwerbung de» Museums ist mit besonderer Sorgfalt die ünke Hand dargestellt. Sie trägt am kleinen Finger jenen berühmten Ring (Adular mit zwölf Diamanten), den Kaiserin Maria Theresia dem 6jährigen Wunder- büblein gab. Ein weiterer Lohn bestand in dem Kavalierskleid, das, dem kleinen Erzherzog Maximilian gehörend, die Kaiserin dem Knaben schenkte. In die- em Kostüm mit Degen und Dreispitz, am Klavier tehend, wurde der kleine pausbäckige Wolfgang auch von einem Wiener Hofmaler gemalt (Original im Mozartmu'eum). Der Ring blieb trotz Mozarts Leichtlebigkeit in finanziellen Dingen dauernd sein Eigentum. Später schenkte ihn die Witwe Konstanze der Witwe des Komponisten Spontini, von deren Erben er an das Mozartmuseum in Salzburg kam. In Anbetracht der sehr wenigen ungeschmeichelten Bildnisse Mozatts kommt dem neuerworbenen Bor- trat eine große Bedeutung zu. DaS Fundbureau als Barometer. Die großen Fundbureaus der Weltstädte bieten in dem bunten Durcheinander der hier aufgehäuften Dinge einen merkwürdigen und häufig recht bezeichnenden Ausschnitt aus dem Leben. Der Direktor der Hauptfundftelle der Londoner Polizei sagte, er könne aus den gefundenen Sachen, die bei ihm zusammenkämen, die Witterung angeben, auch wenn er sonst vom Wetter nichts wüßte. Gegenwärtig strömen Tausende von Regenschirmen im Fundbureau zusammen, das sicherste Zeichen dafür, daß Jupiter Pluvius über London seine feuchten Gaben ausschüttet. Wenn es kalt wird, dann sind die Hauptgegenstände, die gefunden werden, warme Handschuhe und Pelze. 3m Frühling überwiegt gewöhnlich | die Menge der Regenmäntel: im Sommer werden ; die meisten Hüte cingeüefett, sowie allerlei Dinge, : die man auf Ausflügen mit sich führt. Der Herbst dagegen ist durch leichte Handschuhe und Sommer- mäntel gekennzeichnet. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Freitag, 24. Dezember. Heiliger Abend. Lollar und Mainzlar. Rachm. 6. — Watzen- born.Garbenletch. Watzenborn-Steinberg. 7,8: Kirchen- u Schülerchor, Kollekte. Garbenteich. 5: Krippespiel, Kollekte. Samstag, den 25. Dezember. 1. Weihnachtsfeiertag. Gießen. Stadtkirche. 97,: Pir. Mahr. Beichte u. heiliges Abendmahl für Matthäus- u. WarluS- gemeinde. 5:Psr. Becker. — Iohanneskirche. 97,: Dir. Dechtolsheimer. 5: Psarrassist. Schultheis. — Lich. 10: Stiftsdechant Lenz. 2: StistSpkarrer Schor- lemmer. 5: Weihnachtsfeier der Kinderkirche, im Anschluß daran Beichte. Kollekte für die Kinder- I kirche- — Kirchberg. 10; 11; Heiliges Abendmahl für die jungen Männer und Frauen von Staufenberg. Kollekte für die Heidenmission. Rachm. 4: Liturgischer Gottesdienst. - Watzenborn-Garben» leich. Watzenborn Steinberg. 10:Klrchenchor, Kollekte. Garbenteich. 17«: Kollekte. — Wieseck. 10: Frauen- chor; Opfer tür die Heidenmission. Rachm. 3: und abd. 6: Christfeier mit Weihnachtsspiel. Sonntag, den 26. Dezember. 2. WeihnachSfeiertag Dietzen. Stadtkirche. 97,: Superintendent Wag- ner. 5: Pfarrassist. Hertel. - JohanneSkirche. 97,: Pfr. AuSfeld. Beichte und heiliges Abendmahl für LukaS- und Iohannesgemeinde. 5; Pfr. BechtolSheimer. — Lich. 10: StiftSdechant Lenz. Heiliges Abendmahl. 2: StiftSpfarrer Schorlemmer. Kollefte für die Kinderkirche. - Kirchberg. !Ot Rachm.4:WeihnachtSkindergotteSblenst. — Watzen» born-Darbentetch. Watzenborn-Steinberg: 1. Garbenteich. 10. — Wieseck. 10. K^.holische Gemeinden. Samstag, den 25. Dezember. Weihnachtsfest. Dietzen. 5 Chrislmttee, 5 Beichte, 6 u. 7 Weste, 8 Korn., 9 Hochamt m. Pred., 11 Messe m. Pred., 47, u. 7 Deichte, 57, Vesper mit Segen. — Gründers. 97, Weste mit Predigt. — Hungen. 97, Hochamt mit Predigt. — Laubach. 7 Weste mit Predigt — Lich Morgens 5 Christmette. Sonntag, den 26. Dezember. Fest des hl- StephanuS. Dietzen. 67, Beichte, 7 Wesse. Rom der trauen 8 Kom., 9 Hochamt in. Pred., 11 Weste m. Pred., 5'/, Festandacht mit Segen. — Grünberg. 9 /, Weste mit Predigt. — Hungen. 8 Hochamt mit Predigt. — Lich. iO Hochamt mit Predigt. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. • Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 103 vom 23. Dezember enthält: Behandlung der Zugtiere im Winter. — Phosphorhalttge Feuerwerkskörper. — Gesunden, verloren. — Sttaßensperre. Sounlaaaoleutt o. berste u. Uvotvekeii nm 25 12.26 Dr. S. Klein. Dr. Stuhl. Engelapoibeke. 8atmarzt: Dr Metz. *6MD Sonntag, den 26. Dezember 1926 >2. WethnachtStcigf Frau Dr. Marr. Dr Schäffer Belikanavocheke. 3abnav.tt: Dr. Wertheim. _____ GESCHENK DAS SCHÖNSTE IV( 2' l F Frankfurt a. M. Restaurant Kölner Hof am Hauptbahnhof (rechts) Neu eröffnete Sehenswert! Anerkannt erste Küche — Kleine Diners — Reich haltige Tages- and Abendkarte zu mäßigen Preisen. Im Ausschank: Dortmunder Aetien-PilR u. Münchener Hofbrha. 6792sI Wein ree tan ran t. Sorgfältig zuaammengestellt'' Weinkarte zu niedrigen Preisen. Hotel Kölner kalten Wasser von ML 3.50 bis 6.—. 20 Privatbäder Große und kleine Konferenzräume «11 Ho CkfhmoinO bel°nbers aud> kränkliche, 44UV Z>U)lveilie, zurückgevlieveneund solche mit steifen Beinen, gesunden und 6843D entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes RASSOL S mengen. Verlangen Sie nur echtes Nasiol in Originalflafchen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: Engelapotheke Gießen. Zu Haden in allen Apotheken. Drucksachen Mer AN jK',"Itllrein und preiswert feie BrübHcbe Unlversitätr-Druckerel. H. Lange. Gießen S(bullt. 7 Reisende gesucht. Herren. dieDrogerlen uAovtheken besuchen und noch einen nonnbaten Gebrauchs- nritkel gegen "Brootfion mitoertielben können, wollen ihre schriftlichen Angebote unter 105811» an den Gleüener Anzeiger gclnNs en lasten. Die Beiirkivertretung für den hiesigen Bezirk, verbunden mit absoluter Selbständigkeit u. sehr hohem Einkommen Überträgt befttenommiett. ,;abrtkattonsunlern. seriös. Herrn, der zur Uebernnbrne unf. techn. Fabrikate iD-N.P. n. D R. G. Dl. a > u Durchfuhr, der Organlf. über ein Barkavi. I von 3Utt 1000 oers. Wir verlang keine ^ach- fetmt n.,hingen, aber sicheres, gewandt. Auftretei', einmnndlr. guten Rus und entsprechende UmgangSsormen. Bedingung persönliche Borstellung. Offert, unt. F. C. E. 896 an Rudolf Mo sie, ekranksurt a. M. l,«^ss Für gebilbeien, strebsamen Herrn mit etwas Bar-Kapilal bietet sich reelle Existenz Schriftliche Angebote unter 10610 D an den (kiehener Anzeiger erbeten. Metallbetten Stahlmatralxen,Kini!arbeiten günft anPrtv Natal.254 ft. Blsenmöbellabrik Saal (Thür.) HohcS Einkommen ßinn weiteren Ausbau unseres beftelngefübrten 'L>erfandgeschäfteS in nur erstklafstgen Herren-und vamenstosfen auch gegen erleichterte Zahlungsbedingungen suchen wir an allen Orten Deutschlands geeignete Vertreter Nur Herten mit guten Umgangs- formen und m üßen« Bekanntenkreise, die schon in ähnlicher Welse tätig waren, wollen sich melden. VersanS Deutscher Textilwaren S. m. v. H., Berlin C. 2. Burgstr. 26. . 10632A Jetzt Ist es Zeit daß Sie Ihre Auto-Decken usw. in Stand setzen, bezw. neu protektieren lassen. Sämtliche Arbeiten führe ich erstklassig zu konkurrenzlosen Preisen aus. iooiid OampWaietällltatllfllil Gießen, Liebigstraße 63, Rentable Vertretung vergibt altes, erstklassiges Fabrikationsunternehmen an Maschinen- und Fahrradhändler, Installateure oder andere Geschäfte, die bei Landwirten eingeführt sind. Kapital und Kaution ist nicht erforderlich. Verkäufe gegen kleinste Zahlung; Provisionszahlung sofort nach Geschäftsabschluß. Anfragen unter Chiffre G.S. 872 an Annonccn-Expediteon Heinrich Grünmandel, Berlin W 5C. Bahnhofswirtschaft Gießen 1 Feiertag, 25. Dezember: Mittagessen Mk. 2.20 Ochsenschwanz-Suppe Toulouser Blätterteig-Pastete \ Birnen St Helena Mittagessen Mk. 3.50 Ochsenschwanz-Suppe Zandeifilet Mornay Glacierte Kalbskotelette auf Feinschmecker-Art Birnen St Helena Abendessen Mk. 3.50 Schildkrötensuppe - Steinbutt mit Musselin-Tunke — Rouener Ente nach Bigarrade - Waldorf-Salat - Imperator-Krem 2. Feiertag, 26. Dezember: Mittagessen Mk. 2.20 Legierte Suppe nach Tosca Frischlingskeule in Burgunder Jägerart Excelsio^r-SOßspeise Mittagessen Mk. 3.50 Legierte Suppe nach Tosca Bodensee-Blaufelchen mit brauner Butter Junger Hahn - Marengo Excelsior-Sü Bsp eise Abendessen Mk. 3 50 Kraftbrühe In Tassen, Sulferino - Harzer Bachforelle mit geschlagener Butler - Lendenschnitte nach Rachel - Orientalischer Eisbecher 10621 D