-Achten. Atz* h£fi LM- SD «*Ä'a r ni JV et- enl- ‘qIuVra t4Qflen' Ausbau und S)et. 5" ^nchswehr et, >Dncn namens des Aej, •}' 1't mir °m heutigen % d--b es Ihnen be- Mgen unseres Vater« >ge Ihrer veranttvort- und unsere junge Dchf ' und zu stärken. Mit Ohr Persönliches Wohl, stlichen Grützen bin ich v. Hindenburg" er Dr. Luther ha: an folgendes Handschreiben hres 60. Lebensjahre? erehr/er Herr Gemra- oünsche auch im ten Ihre 'Verdienste, Herr rische WeHwrucht und nxxete Festigung id dem deMn Vvn: ichen Tatsache gr- aufrichtigen Hosinung Vaterland aus Ihre-? tzen Nutzen erfährt. gez.: Jr. Luther." -aussage. uhiger, schwächere Te- eiterung, meist Iroden, njg über 0 Grad, sonst iltet sich vor der Hand ,uf die Rückseite eines in kalter Luft umspült, t und nach dem Vam« ituten: Mapmum: 10,1 n- 37 Grad Celsius, ein. Heutige Morgen« lsius. Programm ttr Senders. ilo-Umschau".) Stierer IM/iS lfür 4 30 bis 5.ti Ubr:^ , M.: M* ‘ "u-. Vortrag von g Öen Briefen der ebertragung ausZ» ' SÄ ?J5 ÄJ II. Boriraq JT15 bis 10.15 i sd,ul0' H örei Men „ Drama 'N °r KZtzr et V?S ex ZOO -rKch ”a'*SSJ*5 Mich. i’« Sot'frü"s<«l|r. DK Ur. 94 Erster Blatt 17b. Jahrgang Zreltag, 25. April 1926 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesten vnick nntz Verlag: vrühl'sche Univerf.tälr-Vuch- und Lreindruäerei ll. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: SchulNrahe 7. Annahme eon Anzeige, für die Tagesnummer "bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 rnm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- hlameanteigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrift 20' . mehr. Chefredakteur Dr. Friedr Wilh. Lange. Verantwortlich sür Pol'ttk Dr Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H Tkyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein: für den An« zeigenteil Hans Iüstel, sämtlich in (Biehen. Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Gießener Familienblälter Heimat im Bild Die Scholle Monats.Bezugspreis: 2 Reichsmark ' und 20 Reichspfennig für Trägen lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummer, infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: Sd)riftleitung l 12, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Ließet». Pofffd)ewären nur auf feiten der Landwirtschaftskammer u finden. Der Bauernverein fei keine politische Organisation und habe sich noch nie politisch ' '«tätigt. Der Bauernbund, die Doktorenpartei, iestche aus Renommierbauern. Die ganze Agi- tation des Bauernbundes sei auf Demagogie (ingestellt. Abg. Glaser (0366.) teilt dem Hause einen Antrag seiner Partei mit, worin verlangt wird, coh bei Hebertragung des landwirtschaftlichen Ilnterrichtswcsens an die Landwirtschaftskammer öer Kammer die Kosten hierfür vergütet werden. >Der Eintrag wäre gestellt worden, so bemerkt der »Redner, um leinen Zweifel aufiommcn zu lassen: Bauernbund habe bei den Beratungen im ■; Ausschuß hierüber keinen Zwei el gelassen. Der Redner erklärt weiter, er halte den Vorwurf, >-rh die Landwirtschaft als Stiefkind behandelt T>ird, aufrecht. Cs wären Steuern erhoben wot> rn von Vermögen, die nicht mehr vorhanden oüren. Die Handelsverträge hätten der Land- Dirtschast keinen Schutz gebracht, die Zölle schützen die nationale Arbeit in der Landwirtschaft cht. Durch Gebühren und Steuern, namentlich 'rundstcuern, werde die hessische Landwirtschaft Ix-sonderS hort bedrängt. In kurzer Zeit hätte c Regierung die Landwirtschaft gezwungen, Kredite aufzunehmen, d. h. Schulden.M machen. Denn man die Produktion fördern wolle, müsse man der Landwirtschaft auch die Mittel in die Hand geben, um die Betriebe zu verbessern. 5ie Landwirtschastskammer sei keine untergeord- ■n-ite Stelle der Regierung, wenn diese auch ein Aufsichtsrecht habe. Ministerialdirektor Hebel ■nbe mit seiner gestrigen Rede der Landwirt- choft einen schlechten Dienst erwiesen, sie wäre parteipolitisch gewesen, eine andauernde Mlompf rede gegen die landwirtschaftliche De- • mftoertretung. Wenn man es mit der Land- virtschast gut meine, hätte man die Angelegen- rtit nicht in diesem House vorgeöracht. Ministe- iildireltor Hebel Hobe die Landwirte gegen öce 03erufsvertreter verhetzt. (Vizepräsident von helmolt rügt diesen Ausdruck.) Der Bauernbund Fltt dauernd für steuerliche Erleichterungen ein- •(treten, daraus könne man ihm doch keinen Oprtourf machen. Die Landwirtschaftsämter d-tren keineswegs unpolitisch, es wäre von einigen Beratern gegen den Bauernbund Stimmung ge- '--»cht worden. Wer einmal drei Sage das Organ K3 Bauernvereins gelesen habe, wisse über seine Umstellung Bescheid. Das Zentrum werde in der .t>alition in lanöto. Fragen durch die Richt- hnbtoirte der Koalition in seinen Entschlüssen kRimmt Abg. Schott (D. Vp.) erklärt, Ministerial- stoektor Hebel habe mit seiner gestrigen Rede wvständig daneben gehauen. Der Red- Ar erklärt weiter, daß er selbst im Auftrags 'tirer Fraktion und der hinter ihm stehenden Lrudwirte gesprochen habe. Die strittige Frage ki nicht neu, schon der Vizepräsident 6er Land- v-itschastskammer Hahn habe sich gegen eine Abtrennung der Landwirtschaftsämter von der Land- virtschaftSkammer bereits vor vielen Iahren aus» lcsprochen. Die Angliederung der Qlemter wäre dx Wunsch der landwirtschaftlichen Bevölkerung. Pi« Landwirtschaftsämter seien ein Kind des Ministerialdirektors Hebel, darum trete er so Iw sie ein. Keine Kammer erhebe so niedrige Umlagen wie die Landwirtschaftskammer Die glicht, daß die Landwirtschaftsschulen der Land- dirtschaftSkammer unterstellt werden mühten, tiire eine Forderung, die aus dem Sechseraus- syuh hervorgegangen ist. Wenn aus ihrem Beitrag die Regierung ein Aufsichtsrecht herleite, lt' fei es besser, das) die Kammer auf diesen Beitrag verzichtet. Wenn die Protokolle erschienen, ttzrde noch manches über die Rede des Mini- ftoialdircttors liebel in diesem Hause zu reden Kn OTbg. Lux (Soz.) weist nochmals darauf hin, in’) die Steuern nur um 64 Prozent, die Land- Airtschaftskammer-llmlage aber um 120 Prozent 4*'t egen sei. Das statistische Iahrbuch erweise, kaum ein arideres Land höhere Beiträge lit seine Landwirtschaftskammer erhebt als Krisen. Münster Raab erklärt, die Ausführungen Ministerialdirektors Hebel wären im 21 uf- tiagc des Kabinetts gegen den Bauern-- buch erfolgt. 2lbg. Wolf (Dbd.) verlairgt die Unrerstel- -ing der Landwirtschaftsämter unter bte Land- Mrtschastskammer: es fei zu verstehen, dast Mini- stkrieldrrektor Hebel, der diese 2kmter ins Leben I Die Fürstenabfindung. Ein Zwischenfall im Rechtsausschuß. - Ge ahrdung des Kompromisses. Während am Mil la och bei der Beratung des Abfinduilgskompromisses der erste Artikel, wenn auch unter Zurückhaltung der beiden Flügelparteien, Annahme fand, änderte sich am Donnerstag das Bild plötzlich beim zweiten Paragraphen, den die Sozialdemokraten dahin abgeändert wünschten, dast die Rückwirkungen des Gesetzes sich auch auf die schon erledig- ten Auseinandersetzungen erstrecken sollten. Dieser Antrag kam zu Fall, damit aber auch Artikel 2. weil nun die Sozialdemokraten gegen i h n stimmten, während sich die Deutschnationalen der Stimme enthielten. Damit hatten die Beratungen einen kritischen Punkt erreicht, sie wurden abgebrochen, um erst einmal abzuwarten, was die Verhandlungen mit dem Kanzler und vor allem auch mit Preuhen ergeben werden. Die Sozialdemokraten behaupten nun. dast sie bei Annahme ihres Antrages für das Kompromiß stimmen würden. Das ist natürlich nur ein Manöver, denn das Kompromiß enthält auch noch andere Punkte, die den Sozialdemokraten unbequem sind und an die sich nach Erfüllung ihrer Wünsche ähnliche Bedingungen anknüpfen lassen. Immerhin wird der Kanzler alle Kräfte aufzubie- ten haben, um die aufgetretenen Schwierigkeiten zu beseitigen, damit Anfang der nächsten Woche die Beratungen mit Aussicht auf ein positives Ergebnis fortgesetzt werden können. Die Abstimmung im Rechtsausschutz. Berlin, 22. April. (VDZ.) 3m DechtS- auSfchuß des Reichstages lieh der preuhische Finanzminister mitteilen, daß er noch nicht erscheinen könne. 2lba. Dr. Hanemann (Dn.) brachte dann nochmals den badischen Fall zur Sprache, in dem außer wenigen Grundstücken eine einmalige Abfindungssumme unter Sperre gutgeschrieben und infolge der Inflation völlig entwertet worden ist, ohne daß das Großherzogliche Haus infolge der Sperre in der Lage gewesen ist, das Geld anderweit anzulegen. Die Einkünfte des Grobherzoglichen Hauses aus dem Grundbesitz würden von den Steuern restlos verschluckt, so daß das HauS zur Zeit aus die Hilfe der Königin von Schweden angewlesen sei. Staatssekretär Dr. Ivel wies daraufhin, daß im Hinblick auf die Sperre die Ziffer 4 Platz greife (Aufwertung), weil infolge der Sperre eine vollständige Erfüllung noch nicht stattgefunden habe. Cs wurde dann in die Erörterung der Frage der Rückwirkung eingetreten. 2lbg. Dr. Landsberg (S.) begründet eingehend den sozialdemokrotischea Antrag, der den Ländern, die unter Herrschaft des früheren, für sie ungünstigen Rechts Vergleiche abgeschlossen haben, die Möglichkeit geben will, eine Revision im Sinne der neuen materiellen Vorschriften zu verlangen. 2lbg. Dr. Hanemann (Dn.) wandte sich dagegen. Man solle die betreffenden Fälle a u f sich beruhen lassen. Die Abstimmung über den § 2 des fiompromifj- gesehenkwurses ergab dessen Ablehnung, weil diesmal auch die Sozialdemokralen gegen ihn stimmten. Für die Annahme stimmten die Vertreter des Zen- trums, der Deutschen Volkspartei, der Demokraten und der wirtschaftlichen Vereinigung, die im Ausschuß zusammen 10 Stimmen besitzen. Gegen die Annahme stimmten die sieben Sozialdemokraten, die drei Kommunisten und der eine völkische, was zusammen elf Stimmen ergab. Die Deutschnationalen enthielten sich der Stimme. Ein Vertreter der Bayerischen Volks- Partei, der ebenfalls den Kompromihgesetzent» Wurf mit unterzeichnet hatte, war im Ausschuß nicht anwesend. Wäre er anwesend gewesen, so hätte das auch noch nicht genügt, da auch in diesem Falle der Paragraph mit 11 gegen 11 Stimmen abgelehnt worden wäre. Die Abstimmung drehte sich um den Abs. 1 des § 2, der lauten sollte: „Für eine Gesamtgerufen habe, sie nicht der Kammer unterstellen wolle. Es sei nicht zu verstehen, daß ein Dauer einer Partei angehöre, die Freihändler fördere wie das Zentrum. Rach einer persönlichen Bemerkung des 2lbg. Hainstadt wird abgeftunmt. Es werden die zu Kapitel 75 (Ministerium für Arbeit und Wirtschaft) gestellten Anträge in Ueber- einstimmung mit den Ausschußanträgen angenommen, d. h. die Oppositionsanträge sind abgelehnt. Die Cirmahmen dieses Kapitels werden mit 3620 Marc und die Ausgaben mit 394 829 Mark genehmigt. Entgegen einem Ausschußantrag wird ein Antrag Dingeldey angenommen, in dem die Regierung ersucht wird, in sämtlichen Ministerien die Hälfte Derjenigen Zahl an höheren, mittleren und unteren Beamten, welche die Zahl der m Frage kommenden Deamtenstellen nach dem Stand des Rechnungsjahres 1914 übersteigt, auf den Inhaber zu setzen. Dagegen stimmen die Sozialdemokraten. Die weiteren Kapitel 76 „Stellvertretungs- und A.'sh'.lfskosten ufto.“ (56 OOO Mart Ausgabe-, 7c „Postgebühren" (44 002 Mark Ausgabe), Hochbauwesen (28 525 Mark Ausgabe), 79 auseinandersehung, wenn eine solche nicht bereits nach der Etaatsuinwälzung des Iahres 1918 durch Gesetz, Schieds.pruch. Vertrag ober Vergleich erfolgt ist, ist das Reichssonde r- gericht ausschließlich zuständig. Wenn eine vorausgegangene Regelung der Gesamtausein- andersehung erfolgt ist. entscheidet bas Reichs- sondergericht nach freiem Ermessen." 21bg. Freiherr v. Richthofen (Dem.) beantragte Abbruch der Verhandlungen. Den gleichen Antrag stellte auch ber Abg. Schulte- Dreslau (Ztr.). Der deutschnalionale Abg. Lohmann erklärte, baß er sich für feine Fraktion olle Entscheidungen vorbehalte, aber im Interesse der Sache wäre es aus rein formellen Gründen zu empfehlen, wenn die Verhandlungen nicht sofort abgebrochen würden. Auch Abg. Dr. Wunderlich (D. Vp.) war der Ansicht, daß ein sofortiger Abbruch der Verhandlungen nicht empfehlenswert wäre, weil dadurch nur mehrere Stunden verloren gingen. Abg. Dr. Rosenfeld (Soz.) erklärte es für bezeichnend, daß der deutschnationale Redner, trotz aller persönlichen Vorbehalte, offenbar den Fortgang der Verhandlungen wünsche, genau wie es auch der deutschvolksparteiliche Redner tue. Das beweise, bah die Deutschnationalen und die Deutsche Dolksvartei in der Sache einig seien, und bestärke die Sozialdemokratie in ihrer Ablehnung des Kompromibgesetzentwurfes. Die Beiprechunc en des Kanzlers. Die Stellung der preußischen Regierung. Berlin, 22. 2lpril. (VDZ.) Die durch die Ablehnung des § 2 des Gesetzes über die Fürstenabfindung in ber heutigen Sitzung des Rechts- auöschusses des Reichstages geschaffenen Lage hat den Reichskanzler veranlaßt, zu dem heutigen Rachmiltag eine Besprechung mit den Vertretern ber Regierungsparteien herbeizuführen. An biefen Besprechungen beim Reichskanzler nahmen auch ber Reichsjustizminister Dr. Marx und der preußische Finanzminister Dr. Höpker-Aschosf unb Vertreter der vier Regierungsparteien, die hinter dem Kompromiß- entwurf stehen, teil. Die Verhandlungen drehten sich hauptsächlich um die preußischen Forderungen. Eine endgültige llebercinftimmung in dieser Frage wurde nicht erzielt. Die Verhandlungen sollen am Freitag vormittag fortgesetzt werden. An diesen Beratungen wird auch ber preuhische Ministerpräsident Braun, ber heute verhindert war, teilnehmen. Auch sollen neben den Vertretern der Regierungsparteien im Rechtsausschuß die Parteiführer herange- zogen werden. Von dem Ablauf der Dormittagsverhand- lungen wird es abhängen, ob ber Kanzler zur Erweiterung ber Basis bes Kompromisses an die Deutschnationalsn und bie Sozialdemokraten heranireten wird. Von den Demokraten unb dem Zentrum wurde ber Kanzler dringend aufgefordert. endlich eine Entscheidung wegen der Fürstenabfindung herbeizuführen, um weitere Beunruhigung zu vermeiden. Die Despvechungen des Kanzlers und die sich daraus unter Umstanden ergebenden allgemeinen politischen Möglichkeiten finden in den Berliner Morgenblättern lebhas'e Erörterung. So schreibt die „Voss. Z t g.": Getlngt es der neuen Konferenz, eine einheitliche Plattform für Relchskabinelt und preußische Regie- rung zu schassen, bann Ist auch die politische Voraussetzung für eine Mehrheitsbildung in der Frage der Zürstenabsiiiduilg gegeben. — Auch die „Ger- mania“ betont: wenn die preußische Regierung, an der die Sozialdemokraten beteiligt sind, dem Kompromiß zustimmt, dürfte die sozlaldemokratifche Reichstagsfraktion kaum anders können. Es scheint also nicht unmöglich, eine M e h.r. beit von ber Sozialdemokratie bis zur Deutschen Volkspartei herzustellen. Zu der Frage einer deutsch, nationalen Mitwir - kung bei der Verabschiedung des Kompromißent- Geologische Landesanstalt (2202 Mark Einnahme, 56 693 Mark Ausgabe) und „Kosten der Pachi- einigungSämter (32 020 Mark A isgabe) werden einschließlich der baxu gestellten Anträge angenommen. Bei Kap. 82 (Landw. Unterrichts- unb Versuchswesen) werden alle Anträge b:r Rechtsparteien, darunter auch die, die bereits im Ausschuß angenommen waren, abgelehnt. Darunter sind z. D. auch die Anträge über die Unterstellung ber Landwirtschaftsämter unter die Land- wirtschastskcunmer. Dem Antrag ber Koalitions- Parteien, in jeber Provinz je ein Land- wirtschastsamt abzubauen, wird zu- geftimmL Das Kapitel 82 selbst wird mit einer Einnahme von 95 480 Mark unb einer Ausgabe von 597 087 Mark in Ausgabe genehmigt, ebenso Kap. 83 „Dobenverbesser.mg unb Wasserversorgung" mit 1 000 020 Mark Einnahme unb 1475274 Mark Ausgabe, Kap. 84 „Förderung einzelner Zweige ber Landwirtschaft" (75 162 Mark Einnahme und 411214 Mark Ausgabe). Kap. 85 „Landwirtschaftskammer" (196 492 Mark Ausgabe). Kap. 86 „Rcichsversicherung" (19150 Mark Einnahme, 265 253 Mark Ausgabe). Kap. 87 „Schlichtungswesen" (35002 Mark Ausgabe). Auch I Wurfes äußert sich das Zentrumsblatt dahin, daß auf der Basis der jetzigen Haltung der Deutjchnalio. nalcn eine Mehrheiisbildung mit ihnen für das Zentrum eine glatte Unmöglichkeit fei. lieber die Haltung der Sozialdemokraten >chr-ibt der sozialdemokratische Pressedienst: Die Sozialdemokratie lehnt das Fürstenabfindungskomproiniß ebenso wenig grundsätzlich ab, wie es in seinem jetzigen Inhalt nicht grundsätzlich anzunehmen gedenkt, aber sie ist nach wie vor zur Mitarbeit bereit und gewillt, dem Gesetze ihre Zustimmung zu geben, wenn hierzu die notwendigen Voraus- setzungen geschassen werden. — Zu den Presseerörte- rungen über eine mögliche Regierungskrise im Zusammenhang mit der Frage der Furstenabkiu- düng erklärt die „Tägl. Rundschau", daß die Frage der Fürstenentschädigung von der Reich», regicrung nicht als eine Koalitionsangelegenheit betrachtet werde. Es sei allerdings nicht zu ver- kennen, daß die Lage nach dein gestrigen Ableb- nungsdeschluß im Rechtsausschuß des Reichstages einigermaßen schwierig geworden sei. Sie sei aber keineswegs so, daß man irgendwelchen Anlaß hätte. Krisenbefürchtungen Raum zu geben. Das neue Voltzsentscheidsgefetz. Ausschluß vou Attfwcrt««qsfraqc«n. Berlin, 22. April. (WTB.) Amtlich. Dem Reichstag ist der schon angekündigte Entwurf eines Gesetzes über den Volksentscheid zugegange», das folgenden Wortlaut hat: Der Reichstag hat das folgende Gesetz beschlossen, das mit Zustimmung des Reichsrates hierniit verkündet wird, nachdem festgeftellt Ist, daß d i e Erfordernisse versassungsändemder Gesetzgebung erfüllt sind: Artikel 1. Gesetz über den Volksentscheid vom 27. Joni 1921. (Retchsgesehblatl S. 790) erhält Im § 1 Abs. 2 folgenden neuen Sah 2: Als Gesetz im Sinne dieser Vorschrift gelten auch Gesetze, e öle folgen der Geldentwertung regeln. Artikel 2: lieber ein Gesetz zur Aenderung oder Aushebung dieses Gesetzes kann nurderReichs- Präsident einen Volksentscheid veranlassen. Artikel 3: Dieses Gesetz tritt mit dem aus die Verkündung folgenden Tage in Kraft. In der Begründung zu dem Gesetzentwurf werben die ©ebanfengänge der gestrigen amtlichen Verlautbarung wiederholt und betont, daß der Haus- Haltsplan, die Abgabengesetze und die Besoldungsordnung der Dolksinitiative entzogen worden lind in der Erwägung, baß bei Gesetzen finanzieller Ratur es nicht schwierig sei, aus ben Reihen ber unmittelbar Betroffenen bie erforderliche Zahl von Unterschriften zu erhalten, und daß derartige Gesetze auch nicht aus dem Zusammenhang mit dem gesamten Steuer- und Wirtschaftsplan herausgenom- men werden können. Der Bestimmung liegt der Gedanke zugrunde, daß nicht ein Teil der Volksgesamtheit die Initiative ergreifen foU, um zu Ungunften des anderen Teiles über die Verteilung der toirt- fchaftlichen Lasten Bestimmungen zu tref en. Infolge der Geldentwertung ergab sich die Rotwendigkeit, die vor und während der Geldentwertung begründeten Rechtsverhälti'i'se im AufwertungSgeseh und im Gesetz über die Ablösung der öffentlichen Anleihen Im Zusammenhang zu ordnen sowie im Finanzausgleichs geseh eine neue Grundlage für die öffentlichen Haushalte zu schassen. Der Gesamtkomplex dieser Gesetze bildet die Grundlage für die öffentliche Wirtschaft und die Grundlage unserer Währung. Solche Gesetze müssen. wenn nicht die ganze deutsch? Wirtschaft erschüttert werden soll, dem Reichshaushaltsplan und den Abgabengesehen gleichgestellt werden. Bei sinngemäßer Auslegung des Artikels 73 Abs. 4 der Reichsverfassung müssen daher die Gesetze, die die Folgen der Geldentwertung regeln, hinsichtlich der Volksinitiative den gleichen Bestimmungen unterworfen sein, wie die Gesetzentwürfe, die die Haushaltsplanregelung, die Abgaben- und Besoldungsregelung unmittelbar zum Gegenstände haben. die dazu gesteftten Anträge werden in lieber?tn» ft immun g mit den A'-sschußanträgen angenommen. Es wirb bann Kapitel 88 „(Erroerbslofenfürforge unb Arbcitsnachweicwssen, allgemeine unb besondere Wohlfahrtspflege ufro.“ zur Verölung gestellt. Abg. Z i n n t a n n (Soz.) wendet sich dagegen, daß die Erwerbslosenunterstützungssätze abgebaut werden sollten, um wieder einen Anreiz zur Arbeit zu geben. Der Redner vertritt demgegenüber die Anschauung, daß von einem Abbau der Sätze nicht die Rede sein könne, weil diese an sich schon zu niedrig seien. Nach einer Mitteilung des Abg. Glaser müßte man annehmen, daß die landwirtschasttichen Löhne höher seien als die Unterstützungssätze. Diele Bürgermeister auf dem Lande erklärten, es sei dort Arbeit genug vorhanden, wenn sie aber um ben Nachweis biefer Arbeiten gebeten würben, so ver- sagten sie und erklärten, bie Arbeiter müßten sich die Arbeit selbst suchen. Es sei begrüßenswert, daß nach einer Vereinbarung in Frankfurt die Prüfung der Unterstützungsberechtigung und bie Ortsklassen wegfallen. Die Bflidjtarbeit sei unmoralisch, weil man für eine unzulängliche Unterstützung auch noch eine Arbeit verlange. In Uebereinftimmung mit dem Minister für Arbeit und SBlrtldiaft Lehn* oer Neoner die Pflichtarbeit und di« Einführung eine» Arbeitspflichtjahres ab. In manchen Fällen könne Arbeit beschafft werden, wenn man achtstündige Arbeitsschichten in bestimmten Betrieben einführt: der Redner bezeichnet als solche Betriebe die Mühlen. Hierauf bespricht er einige Fragen der produktiven Erwerbslosenfürsorge, woran alle Stände, auch die Landwirtschaft interessiert seien, um Arbeitsgelegenheit zu schaffen. Die Unterstützungssätze der Bezirksfürsorgeverbände wären unzulänglich. Bei den Karitasverbänden sei es zweifelhaft, ob Hilfsbedürftige nach Recht und Billigkeit versorgt werden. Alle Volksgenossen müßten in dieser Notzeit zusammenstehen. Abg. Dr. Modus (Bbd.) erklärt, daß über die Not der Erwerbslosen die Parteien einig seien, nicht jedoch über den Weg der Abhilfe. Das Versicherungswesen führe nicht zum Ziel, wohl aber der Weg der Produktionsgemeinschaft. Die Prduktionspflicht müsse Gemeingut des deutschen Dolles werden. Der Gewerkschaftsführer Biedermann habe einen lOstündigen Arbeitstag oder die Einführung der Arbeitsdienstpflicht zur Steigerung der Produktion verlangt. 3n Deutschland wären noch 20 Millionen Morgen Land urbar zu machen, wo produktive Arbeit geleistet werden könne. Der Redner macht dann Vorschläge, wie ein Ar- beitsdienstjahr durchgesüHrt werden könnte. Wenn in Hessen der Gedanke eineS solchen Dienstjahres von der Sozialdemokratie abgelehnt werde, so stehe doch der frühere sozialdemokratische Arbeitsminister Robert Schmitt und mit ihm Minister anderer Parteien, dem Plan wohlwollend gegenüber. Abg. Dr. Müller (Dbd.) weist an Hand von -Zahlen nach, bah die Arbeitslosenunter- stühungssätze in den Städten höher sind als die Löhne, die manche Arbeiterkategorien erhalten. 3n einer hessischen Stadt hätten Arbeiter die Beschäftigung bei der Reichsbahn abgelehnt, well die Grwerbslosenunterstützung höher bemessen sei als der Lohn. Abg. Frau Hattemer (Ztr.): Die amtlichen Fürsorgestellen sollten mehr von den Einrichtungen der privaten Fürsorgetätigkeit Gebrauch machen. Es sei zu wünschen, daß das Erwerbslosenunterstützungsgesetz möglichst bald kommen möge. Die Kleinrentner hätten leider keine Rechte und wären ganz auf das Wohlwollen der Behörden angewiesen: man nehme auch keine Rücksichten auf chre früheren Verhältnisse. Abg. Dr. N i e p o t h (D. 23p.) nennt das Er- werbslosenproblem ein Staatsproblem. Die Zahl der Heeresangehörigen entspreche ungefähr der gegenwärtigen Arbeitslosenzimmer. Der Gedanke der Arbeitsdienstpflicht sei sehr beachtenswert, aber zunächst müsse eine Pflichtarbeit verlangt werden, das sei keine Zwangsarbeit. Der Landes- arbeitsnachweis in Frankfurt wirke nicht günstig für Hessen. In Starkenburg habe jeder Kreis einen besonderen Arbeitsnachweis; in O b e r h e s - s e n wären die Kreise Alsfeld, Schotten und Lauterbach zu einem Arbeitsnachweis in Gießen zusammengefaßt. Die Kreise verlangten aber eigene Arbeitsnachweise. Die Arbeitsvermittlung in Gießen komme z. B. für Lauterbach wegen der großen Entfernung gar nicht in Betracht. Das Landesarbeits- amt in Frankfurt, in dem kein Oberhesse sei, habe fich für die Erhaltung des Nachweises in Gießen ausgesprochen. Da sich jedoch die Kreise dagegen erklärt hätten, habe man Neben st eilen in Als- feto, Schotten und Lauterbach eingerichtet, aber nicht eigene Nachweisstellen. Für diese Art der Regelung könnten keine sachlichen Gründe geltend gemacht werden; deshalb sei zu hoffen, daß der Zustand geändert werde. Minister Raab erwidert, daß im Jahre 1923 die erwähnten Kreise die Nachweise a b g e l e h n t haben; als aber die Nachwirkungen des gemein- famen Amtes gekommen wären, hätte man sich in Kreisen mrders besonnen. Die Verbindung Hessens mit dem Arbeitsamt in Frankfurt sei ein Akt der Klugheit gewesen, das hätten gerade die Verhältnisse der Gegenwart wieder bewiesen. Abg. Kiel (Soz.) spricht über die Arbeitslosigkeit der Tabakindustrie und verlangt, daß für die Kurzarbeiter eine Unterstützung durch den hessischen Staat übernommen wird. Der Redner bittet, seinen Antrag in dieser Richtung anzunehmen. Die Sitzung wird um 1.45 Uhr auf Freitag vertagt. * Zu den allgemeinen Anträgen des Sechseraus- schusses beantragen die drei Koalitionsparteien die Regierung zu ersuchen, mit den Regierungen des Reiches und der übrigen Länder wegen einer einheitlichen Regelung der Ministerpensionen in Der- bindung zu treten und damit die baldige Aende- rung des hessischen Ministerpensions- gesetzes vorzubereiten. Ferner die Regierung zu ersuchen, auf dem Gebiete der sachlichen Ausgaben weitere Einsparungen dadurch zu erzielen, daß die Kredite für diese Aus- gaben, soweit die nicht auf Nechtsverpflichtunqen beruhen ober Zuschüsse und Zuwendungen betreffen, den Verwaltungsstellen nicht in vollem Umfange — etwa mit 90 Prozent — überwiesen werden, und daß über den zurückbehaltenen Rest nur mit ein- stimmiger Zustimmung des Gesamtministeriums verfügt werden kann. Vie Erwerbslosenfürsorge. nr lTÄ.) Halbamtlich. 21m 19. und 20. d.Mts. hat in Frankfurt am Main eine Besprechung des Deichs- arbeitsministeriums mit den Sozialmini- sterren der Länder über die schwebenden Fragen der SrwerbSlosenfürsorge stattgefunden. Dach der übereinstimmenden Auffassung fast aller Länder kann die gegenwärtige Regelung der Unterstützungssätze, die keine Rücksicht auf die Lohn- Verhältnisse nimmt, nur noch für eine kurze Aebergangszeit aufrecht erhalten werden. Sobald tote möglich muh ein älnterstützungssh- stem nach Lohnklassen eingeführt werden, wce es auch im Entwurf der Arbeitslosen- verslcherung vorgesehen ist. Die Länder nehmen oannt also den gleichen Standpunkt ein wie kurzllch der Arbeitsausschuß des Reichstoirt- schaftsrats. Die Frage wird nunmehr unver- zuglrch das Reichskabinett beschäftigen. Der Kutisker-Prozeß. . rlin, 21. April. (TU.) Im weiteren Verlauf der Verhandlungen legte Angeklagter H o l z m a n n em Empfehlungsschreiben des Reichsfinanzministers üor- bestätigt wird, daß auf seine Rückkehr nach Deutschland 2Bert gelegt wird, da seine Slrn Wesenheit tn einem Rechtsstreit des Reiches von größtem Nutzen fei. Holzmann wird dann über den Angeklagten Grobe vernommen, der in beschränkten Verhältnissen lebte, aber von Holzmann veranlaßt wurde, Wechsel im Betrage von 1,3 Millionen zu unterzeichnen. Holzmann gibt zu, daß er damals einen Wechsel über 43 000 Mk. an Kutisker gegeben habe. Der Angeklagte Grieger erklärte, er habe 1916 eine Ersatztreibriemenfabrik in Tempelbof gegründet, die gut florierte und der er noch zwei andere Fabriken angliederte. Anfangs Dezember 1923 habe Kutisker ihm 50 000 Dollarschätze angeboten, von denen Grieger 15 000 zu ungünstigen Zinsbedingungen übernahm: 5000 habe Grieger gleich bezahlt. Anfangs 1924 fei die Wechselschuld Griegers durch die hohen Zinsen schon auf 400 000 Mark angewachsen. Am 24. März betrug der Saldo fast eine Million Mark. Grieger wollte bann Konkurs anmelden, wovon ihm Kutisker abriet. Trotz der schlechten Lage des Unternehmens hat Grieger dann Wechsel weiter unterzeichnet. Die von ihm unterzeichneten Wechsel hätten nur den Betrag erreicht, für den die Gesellschafter der mechanischen Treibriemenfabriken gut waren. Es handelte sich um etwa drei Millionen Mark. Grieger hat im Mörz 1924, einen Tag vor dem Sanierungsvertrag, dem Rechtsanwalt Bahn gegenüber geäußert, er sei tn die Hand von Kutisker gefallen und ungeheuer geschädigt worden. Rechtsanwalt Bahn habe ihm geraten, Kutisker wegen Wuchers anzuzeigen. Das sei aber nicht geschehen. Der Vorsitzende stellt darauf fest, daß die Prüfung ergeben habe, daß Wucher nicht vorliege, weil andere Banken ebenso hohe Zinsen nahmen. Am siebten Verhanblungstag wurde zunächst der Angeklagte Blau vernommen, der die Gründung der Blau G. m. b. H. mit Hilfe der Etein- bank schilderte. Durch Zusammenschluß noch anderer Gesellschaften habe er einen Konzern gebildet. Trotzdem diese Betriebe des Angeklagten keinen Ertrag brachten, hat Kutisker dem Blau größere Kredite gegeben und aus Erkenntlichkeit hat Blau Gefälligkeitsakzepte ausgestellt, die aber nur die Unterschriften seiner vermögenslosen Angestellten trugen. Dies war auf besonderen Wunsch Kutiskers geschehen, der nicht immer die alten Damen auf den Wechseln haben wollte. Der Angeklagte stellte weiter fest, daß sowohl Kutisker, wie auch die Staatsbank gewußt hätten, daß die Wechsel nichts wert seien. Er habe die Wechsel nur für die Staatsbank bestimmt. Der Prokurist Blei erklärte, daß die Staatsbank Wechsel über 205 000 englische Pfund von dem Giro Kutiskers an England geben wollte, um damit englische Kredite zu erhalten. Das Geschäft ist nicht zustande- gekommen. Der Staatsanwalt erklärte hierzu, daß Kutisker dem Direktor Rühe vorgespiegelt habe, er hätte viele Millionen Guthaben in England. Der 23jährige Sohn Stoan Kutiskers, Alexander, der einen Wechsel über 1,8 Millionen für die Scharlachbank unterschrieben hat, erklärte, daß seine Unterschrift nur eine Formsache war, weil fein Vater dahin erstand. Der 21jährige zweite Sohn, Max Kutisker, war im Vorstand einer von Stoan gegründeten Aktienge-el s ast und hat für verschiedene Wechsel der einzelnen Firmen gezeichnet. Er will aber nicht gewußt haben, daß diese Wechsel an die Staatsbank gingen. Weiterderhandlung Samstag. Das deutsche Eigentum in Amerika. Ein neuer Vorschlag. Washington. 22. April. (WB.) Das Mitglied des Repräsentantenhauses, Oliver, hat dem Schatzsekretär Mellon einen neuen Vorschlag unterbreitet. Oliver schlägt vor, daß der Ersatz der Besayungskosten den Ansprüchen amerikanischer Staatsangehöriger nachstehen soll und daß in erster Linie die Ansprüche der durch die Versenkung der ..Lusita- n i a“ Geschädigten berücksichtigt werden sollen. Es soll eine Kommission zur Abschätzung der beschlagnahmten, früher tn deutschem Besitz befindlichen und jetzt von Schiffen der Vereinigten (Staaten verwendeten drahtlosen Anlagen und Erfindungspatenten eingesetzt werden mit der Maßgabe, daß der Höchst- betrag der festzusetzmden Summe 100 Millionen Dollar beträgt. Dieser Betrag soll mit angemessener Verzinsung aus den laufenden Steuereingängen in fünf Zähren aufgebracht werden. Das gesamte jetzt in der Hand des Verwalters für das früher feindliche Eigentum befindliche Vermögen soll seinen rechtmäßigen Eigentümern zurÜcker stattet werden. Oliver schlägt ferner vor, die vom Schatzamt mit dem vom Verwalter verwahrten Gelder erzielten Gewinne in Höhe von 30 Millionen und die Einnahmen der Vereinigte Staaten auf Grund des Dawesplanes als einen Fonds zur Entschädigung der amerikanischen Staatsangehörigen ^,s?^lvenden. Dieser Plan würde, wie Ollver erklärt, alle Ansprüche amerikanischer Staatsangehöriger innerhalb 60 Jahren befriedigen. Va§ französisch-amerikanische Schuldenabkommen. Paris, 22. April. (WTB.) 2m Senatsausschuß für auswärtige Angelegenheiten hat B r r a n d nach dem „Petit Parisien^ angelündigt. daß ein grundsätzliches Abkommen zwischen Schatz- sekreiar Mellon und Botschafter Berenger über ötc Schuldenfrage erfolgt sei. Man könne erwarten, daß ein endgültiges Abkommen bald unterzeichnet werde. Die Bedingungen die die Vereinigten Staaten für die Zahlungen an- nahmcn feien weniger streng als die im September vorgeschlagenen. Das Abkommen wurde aus folgender Basis abgeschlossen werden: Politische und Handelsschulden werden miteinander verschmolzen. Die erste Iahreszah- lung würde 25 Millionen Dollar betragen und dann die folgenden 30 Millionen, die sich sogar bis zur 62. und letzten 2ahreszahlung auf 100 Dollar und mehr erhöhen können. Hinsichtlich der Schuhklausel zeigten fich die Vereinigten Staaten unerbittlich. Aber die Zahlungsfähigkeit Frankreichs werde von den deutschen Reparationszahlungen abhängig gemacht werden. Dc^) amerikanischen Meldungen eilt diese -llachrrcht den Tatsachen weit voraus. Morgen tritt zwar die amerikanische Schuldenkommission nuer Vollsitzung zusammen, um den neuen französischen Schuldenvorschlag DerengerS ent- gegeT^unehmen. ES ist jedoch mehr als zweifel- vll. ob diae Schuldenkommission diesmal der französischen Forderung zustimmt. wonach Frankreich berechtigt sein soll, eine Revision des Schuldenabkommens zu beantragen, für den Fall, daß Deutschland seinen Reparationsverpflichtungen nicht nachkommt. Kriegsgefahr im nahen Grient. Italienische Angriffsabsichten in Kleinasien? Paris, 22. April. (WTB.) Die „Chicago Tribüne" will aus absolut zuverlässiger Quelle erfahren haben, daß die Türkei den A u s b r u ch eines Krieges mit Italien im Laufe dieses Sommers befürchte. Das Blatt berichtet ausführlich über die aus Anlaß dieser Befürchtungen angeblich bereits getroffenen militärischen Vorbereitungen und politischen Pläne, die fich einmal um die Sicherung einer wohlwollenden Neutralität Englands durch Aeberlafsung Mossuls an England und andererseits um die Annahme angeblicher russischer Hilfsangebote drehen sollen. Rach einer Meldung des Sonderberichterstatters des „Matin" in Bukarest, sollen die ausländischen Lustschiffahrtsgesellschaften, die Luftverbindungen über Thrazien unterhalten, am Dienstag offiziell die Mitteilung erhalten, die türkischen Posten hätten Befehl erhalten, auf ausländische Flugzeuge, die die verbotene Zone westlich von Konstantinopel überfliegen, zu s ch i e ß en. In Rom ist der britische Hnterftaatdfefretär des Auswärtigen Sir William Thrrel ein- getroffen. In gutunterrichteten Kreisen glaubt man, daß er Mussolini zur Mäßigung im Zusammenhang mit seinen kleinasiatischen Plänen veranlassen soll. Diese Auffassung erhalte ihre Bekräftigung durch küe bereits mitgeteilte Rachricht, daß der britische Botschafter in Konstantinopel der türkischen Regierung einen langfristigen Sicherheitspakt angeboten habe. Das Dekanntwerden von Berichten über italienische Wasfenlieferungen an Griechenland habe in erheblichem Maße zu dem Beschluß der türkischen Regierung, die Reserven einzuberufen, beigetragen. Verschärfung der britischen Bergbaukrisis. Abbruch der Verhandlungen. London, 22. April. (Reuter.) Die Verhandlungen der Dergwerksbesiher und der Vertreter der Bergleute sind auf einen toten Punkt gelangt und vorläufig abgebrochen worden. Rach Schluß der heutigen Verhandlungen wurde mitgeteilt. daß die Dergwerksbesiher es unbedingt ablehnten, darüber zu verhandeln, daß irgend ein Mindestlohnfatz für die Kohlenfelder zur Anwendung gelange, der für das ganze Land Gültigkeit hätte. Sie würden an den Grubeneingängen die Löhne anschlagen, zu welchen die Bergleute nach dem l.Mai arbeiten könnten. Cook erklärte nach der heutigen Konferenz, daß die Grubenbesitzer es endgültig abgelehnt hätten, mit dem nationalen Ausschuß der Bergarbeiter über die Minimallohnsähe zu verhandeln. Die Dergtoertsbesitzer seien der Auffassung, daß die Höhe der Minimalsähe nach Maßgabe der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Grubenreviers festgeseht werden müsse. Die Grubenbesitzer wiesen darauf hin, daß sie in der Lage wären, viel vorteilhaftere Bedingungen vorzuschlagen, wenn die Führer der Bergarbeiter ihren Leuten durch Bewilligung einer gewissen Verlängerung der Arbeitszeit die Möglichkeit zu einem angemessenen Verdienst geben wollten, sie wünschten keine Lohn- Herabsetzung, wiesen jedoch daraus hin, daß einige Bezirke, insbesondere die auf den Export angewiesenen, sich in einer geradezu verzweifelten Rotlage befänden, die die Konkurrenz mit den Ländern auszuhalten hätten, in denen d i e Arbeitszeit länger und der Lohn niedrig e r ist. — Der Premierminister Baldwin erklärte in der Besprechung erneut, daß die Kohlensubventionszahlungen des Staates, die bis zur Stunde 23 Millionen Pfund Sterling gekostet hätten, am 1, Mai eingestellt toüröen. Ungarns Zukunft. Bn dqvest, 22. April. (WTB.) Anläßlich der 55. Wiederkehr des Geburtstages des Grafen Tisza führte auf einem Festessen, an dem u. a. der Reichs- vermefer Horthy teilnahm, Ministerpräsident Graf Bethlen u. a. aus: Heute ist man sich noch nicht klar darüber, daß die kleinen Staaten, die an Stelle der Monarchie getreten sind, schließlich nur V a . fallen Deutschlands oder Rußlands werden können. Wir Ungarn wollen nicht die Vasallen Rußlands und auch gegenüber Deutschland wollen wir trotz- der zahlreichen historischen und kulturellen Bande uns Unabhängigkeit bewahren. Das eine aber fühlen mir mit Gewißheit, daß der heutige Zustand nicht andauern kann, nicht nur deshalb, weil das Leben, das wir heute führen, ein langsames Sterben ist, sondern auch, weil am Horizont der neuen Zeit sich neue Stürme ankündigen, die das, was von kurzsichtigen Menschen zusamnrengestoppelt wurde und deshalb kein dauerndes Werk sein kann, hinwegfegen können. Kleine politische Nachrichten. Der Reichspräsident stattete dem Gene- rnloberften von Seeckt einen persönlichen Glückwunschbesuch ab. Ferner empfing der General- oberft Glückwunschschreiben der Reichsminister Dr. Geßler und Dr. Külz, des bulgarischen und schweizerischen Gesandten und Besuche der fremden Militärattaches. Der Besuch des Reichspräsidenten in Hamburg wird am 4. Mai stattfinden. Nach dem offiziellen Besuch im Hamburger Rathaus ist eine Besichtigung des Hafens vorgesehen. Für den Abend ist ein Festmahl im großen Rathaussaal geplant Der Preußische Landtag setzte die Einzelberatung des Dolkswohlfahrtsetats ort In der Debatte wurden besonders eine Erweiterung ' des Bauarbeiterschutzes sowie bessere Land- 1 arbetterwohnungen gefordert. Bei der Aussprache über den G e st ü t s h a u s h a l t wurde von kommunistischer Sekte ein Verbot der Rennwetten ge- 5)0X15 vertagte sich nach Erledigung des Gestutshaushalts auf Freitag. Aus aller Wett. historische Funde vor den Toren Berlin». Bei Erdarbeiter! auf dem Gelände des ehemaligen Rittergutes Britz hatten Arbeiter vor einigen Tagen Skeletts und Waffen gefunden, von denen anfangs angenommen wurde, daß sie von russischen Soldaten des Frecheitskrieges von 1813 stammten. Der Leiter des Märkischen Museums kam nach eingehender Untersuchung der Funde zu dem Ergebnis, daß die Skelette und Waffenreste aus der jüngeren Eisenzeit stammen. Fahrkartenschwindel eines vahnangcstelllen. Auf dem Bahnhof Oberhausen ist man großen Unterschleifen in der Fahrkartenausgabe auf die Spur gekommen. Der Hilfseisenbahnassistent Heinrich Praschmann hatte seit längerer Zeit fortgesetzt Rückfahrkarten 4. Klasse als verkauft ver- bucht, sie aber für die 3. Wagenklasse ausgegeben, mit dem entsprechenden Kontrollstempel versehen und den Mehrerlös in seine Tasche g e • ftedt Es konnten bisher so gefälschte Fahrkarten gefunden werden. Der Täter hat unter der Last des Beweismaterials die Veruntreuungen zugegeben Es ließen sich endgültige Feststellungen über die Hohe des unterschlagenen Betrages nicht machen. Schweres Eisenbahnunglück in Spanien. Der Schnellzug P a r is—Ber-r c elo n a ist in der Rähe der Station Liana auf einen Güter- Aug aufgefahren. Fünf Personen wurden getötet. 30 verletzt. Groh? Ueberschwemmungen in Brasilien. Die seit Januar über das nördliche Zentralplateau Draslliens niederfallenden Sommerregen verursachten schwere Heberschwemmungen und brachten Elend über mehr als 300 003 Merv- schen. Der meteorologische Dienst meldet riesige Eigentums schaden und Verluste an Lebensmitteln. Ein Drittel der Häuser der Stadt Florano am Poth-Fluh wurde weggeschwemmt und 7000 Einwohner befinden sich in größter Rot. Der Parana-Fluß ist an einigen Stellen über 32 Frist gestiegen. Wettervoraussage. Veränderliche Bewölkung bei schwacher Luftbewegung, nachts kälter, sonst milde, durchweg trocken. — Gestrige Tagestemperaturen: Maximum: 9,8 Grad Celsius. Minimum: OB Grad Celsius. Niederschläge 0,9 Millimeter Heutige Morgentemperatur: 4,5 Grad Celsius. Aus der provinzialhauWadt. Gießen, den 23. April 1926. ?Die NeichsgesundheZtswoche. Die Reue Aula war gestern abend wieder bis auf den letzten Platz beseht, ja in den Gängen standen noch Zuhörer; die Frauenwelt war besonders stark vertreten. Zunächst sprach Prof. D. Huntemüller „Metier Körperkultur-. Erst durch Tätigkeit und Hebung werden die ererbten Anlagen zur vollen Entwicklung gebracht; nicht geübte Fähigkeiten und Organe verkümmern. Mnfere Jugenderziehung hat diesem biologischen Gesetze bisher leide, nicht genügend Rechnung getragen und nur einseitig Geistesbildung getrieben im Gegensatz zum griechischen Dildungsideal. Iln der Blütezeit der griechischen Kultur leiteten Pädagogen und Aerzte die Erziehung der Jugend zu dem erstrebenswerten Ziele körperlicher und geistiger Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Auch der deutsche Volksstaat muß auf hygienischer Grundlage aufgebaut werden, wenn er wieder blühen und Früchte tragen soll. Die Körperkonstitution unserer 2ugend bot schwn vor dem Kriege ein wenig erfreuliches Bild (die Militärtauglichreit ging in den Großstädten bis auf 30 Prozent zurück), sie ist heute noch weit schlechter geworden. Die vielen kränklichen und schwächlichen Kinder bedürfen heute besonders durchgreifender Körver- bildung, wenn sie zu leistungsfähigen und glücklichen Volksgeiwssen heranwachsen sollen. Die bisher auf der Schule getriebenen Leibesübungen sind meist völlig ungenügend. Daß hier Abhilfe geschaffen werden muß, ist heute jedermann flat. Die Schaffung von Turn- und Spielplätzen, von Luft-, Licht» und Sonnenbädern hat erfreuliche Fortschritte gemacht. Vor allem brauchen wir aber biologisch geschickte Turn- und Sportlehrer, die unsere Jugend zu gesunden kräf» ttgen Menschen und harmonischen, glücklichen Per» sönlichketten erziehen. Rur von gutausgebildeten Organen kann man gute Leistungsfähigkeit erwarten. Dieser Tatsache beginnen auch unsere ■ium» und Sportvereine mehr und mehr Beachtung zu schenken duvch Einführung von sogenannten Ausgleichsubungen. Die vielen, im Gegensatz zu dem seelenlosen Schulturnen von Berufenen und Unberufenen begründeten Gymnastiksysteme haben das Interesse für Körperkultur, besonders in den weiblichen Kreisen, zu Wecken verstanden, sie sind von dem ersttcbenS- werten Ideale einer Körpererziehung auf biologischer Grundlage noch mehr oder minder weit entfernt. Der Schweizer Turnpädagoge Eugen Matthias, der jetzt als Dozent der Bio- logle bur Leibesübungen an die Universität München berufen ist, hat auf diesem Gebiete bahnbrechend gewirkt. Sein System, das in dm Schulen Dellaria und Lyceum Alpinum, sowie dem Kurhaus Kastell in Zuoz im Oberengadin, zur Anweisung kommt, wurde anschließend im Fllm vorgeführt. Professor Dr. Brüning behandelte sodann das Thema „krüppelelend und krüppelfürsorge". Elend wird oft durch Krüppel in eme Familie gebracht. In Preußen wurden vor dem Krieg über 52 000 Krüppel gezählt. Pfarrer Hoppe in Nowaves gründete 1885 das erste Klüppelheim: bald folgten Geistliche, Aerzte und Lehrer. 1920 hat Preußen sich in einem weit aus- Ichauendem Gesetz der Strüppet angenommen und ihre Behandlung zur Pflicht erhoben. Nicht Idealismus und Humanität allein haben den Staat dazu veranlaßt, nein, da die Krüppel meist der Familie und dem Staate zur Last fallen, so wird Fürsorge getroffen, daß ihnen Unterricht und Berufsausbil- düng zuteck wird, damit sie zu brauchbaren Gliedern der Gesellschaft werden. Das preußische Gesetz sieht für jede Provinz ein Krüppelheim vor. In der Anstatt wird nicht allein durch chirurgisch-orthopädische Maßnahmen die Entkrüppelung vorgenommen, es wird auch Schulunterricht erteilt und die Ausbildung in einem Handwerk betrieben. In Hessen haben die Fürsorgeschwestern die Pflicht, nach den Krüp. P«ln zu sehen. Redner spricht dann über die ver- Ä beglaubigte \ -cichsgefu' || p v perfitat rentubertul ' 'i 15 Uhr,! ' « Deutung tLcater: U I _ AuW (eifer', M bad)). 7," ‘i .Herzogin - L.U. r (ifiefktn. Sonn und |j Cordier rrbentL P> I fere Ilnioei "Not einer 2M der Zeit oo Hessen 328 gen In* rWandrorc vollbrachten- 1834 766 ® von der ®e| Reich die Hc " Au Das Polizei Hausanschlu geordnete 6 tet der De L -,-Kri Am 12. uni schäft, die MN erstem tag in Ahe Halten. Don Handlungen Errichtung e der Iugendf langen. Am statt, am 13. der Festhall " hunk jeden Hun Wohnorte oder nur Hun alles Willi fljcit, diese D r linde an ur " 'M jemand Auf den ! waltschaft mir 'fhulbigung, - 1925 ober um Wirtschaft Lr, fine Sehörüe, mit Bezug aus mider besseres 1 Mre Tatsache 7 Äreisausftf) "der in der öfj ^uwürbinen gec J« genannten ' Ren Derstmm sei og Wochen ward anbers ausgeh M in Nieder °n< daß Sie wesen seien. eine ®«t. und für 1 Ä,b'n« fr rMe nach » der Lch '..^runbergei' "lsentlich betQ| toe ^--ens qu ®r u n 6 e r Wl s ZE hölM. überall h" yiifoM'* bens* fordert «eben. 7 Pchandlui^ düng «’J.J Sport bild ■ > v-rd 6?q des Sst '""berg ^Weiber Herrn Ludr -°irb kl?5. iSru Mfarfs 8. .»IsLSnt C,19t Jrei Kreis Zum fest jchmauj Zier1 - Nudeln Gießen 642 qm Grab- — 617 qm Hof. des Eingang Ecke VolkSbad. Stein Laden. gez.: Dölp. Ab. Die Wurst ist nur erste Qualität, aus eigenen Schlachtereien. Der Vorstand. behalten. 3591D 3634a Kostprobenverteilung im 02869 Reformhaus, Kreuzplatz5 D. Huntemüllet irptMtu*. lMlhalipIftai». : n- hen 23. April 1926, rich Schön u. Co., G. m. b. H., in zugeschriebenen Grundstücke: l besetzt, ja in den Gan. er; die Frauenwelt trat Annahme verzinslicher Gelder An-u. Verkauf und Beleihung v. Wertpapieren Varwahrung u.Very/altung von Wertpapieren Flur II Nr. 269> „ garten, Flur I I Nr. 270' ,„ Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Gottesdienst der isr. DeligtonSgesellschaft. Sabbatfeier, den 24. April 1926. Fieitag abds. 7.10, Samstag vorm. 8.00, nachm. 4.00, Sadbalausg. 8.25* Wochengottesdienst: morgen- 6.30, abends 0.30. Isr. Aelig'onSgemeindr. GotteSd. L d. Synagoge lSüdanlage). Samstag, den 24. April 1926. Vvrabd. 7.15, morgens 8.30, abends 7.45, und 8 25. :genfah zM yWiiR Llütezeit der gtWm ;m und Aerzte die Sill dem erflrefentait'.:r. geistiger Gesunvhei! un' ) der deutsche Mission: rundlage ausgebaut vn- : blühen und FrW Korperkonstitution un- rot dem Kriege ein Htm Tillkrcis. L_ Driedorf, 22. April. Dank grobartiger Spenden unserer Einwohnerschaft unb der ausgezeichneten Beihilfen industrieller Betriebe war es möglich, das Geläute unserer Kirche durch Glcckcnanschafsung wieder auf den alten Stand zu bringen. Eine Glocke wurde von der Gemeinde gestiftet, die andere aus Mitteln der Spenden beschafft. Slrcie Fulda. WSR. Fulda, 22. April. Für Rhönwanderer dürfte es von Intereste sein, daß das kleine Schuß- Haus auf der Milseburg, dem unbestreitbar schönsten Rhönberge, auf Veraniassung des Haupt- Vorstandes des Rhönklubs in der letzten Zeit beträchtlich erweitert worden ist. Der Erweiterungsbau kann jetzt etwa 40 Personen aufnehmen. Zwangsversteigerung Freitag, den 14. Mai 1926, vormittags 10 Uhr werden die nachstehenden, im Grundbuche von Gießen der Firma Hein- Das idealeVollkornbrot ist Stettiner Simonsbrot wegen seines köstlichen Wohlgeschmacks und seiner hervorragenden Bekömmlichkeit Während der Reichsgesundheitswoche rhein. Schwemmsteine bester Qualität au billigem Preis E. G. m. b. n. Iiiiuiiuiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiillllillhlllllllllillllllllllll Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Grünberg für Aj. 1926 liegt während der Zeit von SamStag, den 24. April bis Freitag, den 30. April 1926 auf der Bürgermeisterei zu jedermanns Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll bei der Bürgermeisterei vvrgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage vorgesehen, zu der auch die AuSmärker beizutragen haben. Grünberg, den 22. April 1926. Hessische Bürgermeisterei. Jäckel. 8643D Friedberg: Dienstwohnung ist vorha"den u id frei; eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule zu Aebgeshain, Scholten; Dienstwohnung ist vorhanden. Rundfunk-Programm des frankfurter Tenders. (2!uS der .TtaDto-Umtchau-.) Samstag. 24. April: 3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. Liedervorträge Frankfurter Schulen. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchcsters: Neuere italienische Opern. 5.45 bis 6.10 Uhr: Die fiefcftur.be (für die reifere Jugend): Aus dem Roman: ..Die Regulatoren in Arkansas- von Friedrich (9crf.ärfcr/6.15 bis 6.45 Uhr. „Das Lohn- und Arbeitsproblein, Amerika und wir", 2. Teil, Dortrag von Direktor Otto Behrens, Berlin (Schluß). 6.45 bis 7.15 Uhr: Vortragszyklus der Vereinigung von Freunden der Kurmainzer Geschichte in Kurmainz: „Wer mar der eigentliche Erfinder der Bnchdri'ckcrkunst?". Vortrag von Dr. Ruppel, Direktor des Mainzer Stadtarchiv» und Geschäftsführer der Gutenberggefellschaft. 7.15 bis 7.45 Uhr. Stenographischer Fortbildungskursu» für alle Systeme (Diktat von 80 Silben aufwärts). 7.45 bis 8.15 Uhr: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: „Blüten im Frühling", Vortrag von Direktor Kraus. 8.15 bis 10.15 Uhr: Ucbertra- gung aus dem großen Saal der StaUhalle Kastel: Konzert des Kasseler Lehrergesangvereins. Anschließend bis 12 Uhr: Uebertragung aus Berlin: Tanz, musik der Berliner Funkkapelle. sumsei täglich frisch ge stochen, empfiehlt billigst W. Hankel, Neuen Baue 7. Teleph. 612. *r!D 7ie Richtigkeit der auszugsweisen 1 iift des Strafbefehls nebst Koftenrech- Preußen. Oberlahn krris. WSN. Weilburg, 22. April. Wie das „Weilburger Tageblatt" berichtet, find von den 3 2 Bergwerken der Kruppschen Bergverwal- tung in der hiesigen Gegend nur noch sechs in Betrieb. O Löhnberg a. d. Lahn, 22. April. Wie verlautet, will die Löhnberger Muhle ihren hiesigen betrieb nun auch ganz ein ft eilen, nachdem sie ihren Obermüller und die meisten Arbeiter schon längere Zeit entlassen hat und hier nur noch eine Verkaufsstelle für das Schwesterwerk in Lahnstein unterhielt. — Nachdem am 1. April Ne hiesige Zellulose-Fabrik von Reis- Holz ihren Betrieb auch vollständig cingc- stellt Hal, ist die hiesige A r b e i t s l o s e n z i f - fer bedeutend gestiegen, lieber die künftige Verwendung der beiden stillgelegten Werke ist noch nichts bekannt, obschon die in der Mühle vorhandene Wasser- und Dampfkraftanlage für viele Industriezweige geeignet sein dürste, und die Zelluloke-Fabrik durch ihre gesonderte Lage an einem landschaftlich sehr schönen und gesunden Platz für ein selbständiges Derk sehr geeignet wäre. Solange Vorrat reicht, empfehlen wir unseren verehrlichen Mitgliedern Leberworst In Dosen fi 7fi '/, kg Mk. W Blutwurst in Dosen 0 70 */2 kg Mk. W« 8 w Alics frei Haus. Holsteiner Kfise 200 St. Harzerkäse “ 9 Pfand Tilsiterf in Stanlol 6.95 Mk., 9 Pfund Holländer Form käse 4 95 Mk. la IT. Limburger . . . G.97> Mk. ______E. .Vapp, Altona 220. (25' Oss fi. U. Don der Landes-Universität Bietzen. Der Prioatdozent cm der Universität "S onn und Pfarrer in Elberfeld, Lic. Dr. Leopold Cordier, hat den an ihn ergangenen Ruf als rrbentl. Professor für praktische Theologie an un- f'tre Universität angenommen. ** Notstandsarbeiten 1 n Hessen. Nach e-ner Mitteilung aus amtlicher Quelle wurden in tetr Zeit vom 1. April 1925 bis 15. April 1926 in Festen 328 Arbeitsmaßnahmen an Grundförderun- pim durchgeführt. Beschäftigt waren dabei 11094 sl^otstandsarbeiter, die insgesamt 658 833 Tagewerke »sllbrachten. An staatlichen Zuschüssen wurden dafür 1 834 766 Mk., an Darlehen 290 416 Mk. gewährt. Pon der Gesamtsumme von 2 134 964 Mk. trägt das (Reid, die Halste. leraetriebcn werden kann, eine Gefäng- usftrafe von 10 Tagen festgesetzt, und Kreisausschuß die Befugnis zuge- ncod)en, die Bestrafung auf Kosten des k?!chuldigten je einmal innerhalb einer IN'oche nach Rechtskraft des Strafbefehls n der „Oberhefsifchen Volkszeitung", dem S:ünberger" und „Gießener Anzeiger" iifmtnd) bekanntzumachen. Zugleich werden Ihnen die Kosten Ike fahrens auf erlegt. ßrünberg, 25. März 1926. Hessisches Amtsgericht. mrz&Co Bankgeschäft Kontokorrent- und Scheckverkehr in Wald und Feld frei Herumlaufen und dort nach Herzenslust wildern läßt, aber gerade jetzt zur Setz, und 'z rütezeit genügt es schon, wenn der frei herum- laufe.?? Hund das Wild nur beunruhigt, um großen Schaden anzurichten. Der Hessische Lagdklub erinnert an eine Entscheidung des Amtsgerichts Beerfelden vom 20. Januar 1925 in einer Sache wo der Fagdpächter einen in feinem Revier frei umherlauienden Hund erschoß und auf die Klage des Besitzers hin freigesprochen wurde. Jedem Hundebesitzer diene zur Warnung, daß er bei Nicht- beadjtung dieser Mahnung nicht nur das Wild, ion- bet n auch seinen Hund in Gefahr bringt. Feder Hund, mag er noch so klein fein, wildert, wenn ihm die Gelegenheit dazu gegeben ist. Darum nochmals: Alle Hunde bei Soaziergangen an die Leine! " Das Woyltätigkeitskonzert zum Besten der Kriegsblinden findet am nächsten Sonntagnachmittag auf der fiiebigshöhe statt. An Stelle der Militärkapelle wirkt der Orchesterverein 1908 Gießen mit. Näheres im morgigen Anzeigenteil. •* Ermittelte Selbstmörderin. Die am Dienstag hier aus der Lahn geländets unbekannte Leiche einer Frau ist identifiziert worden. Es handest sich um eine Ehefrau aus Eifa, Kreis Alsfeld. ee Erledigte Lehrer stellen in O b erbe ff e n. Aach einer amtlichen Bekanntmachung find erledigt: eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Eichenrod, Kleis Lauterbach; Dienstwohnung ist vorhanden; eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Bolksschule in Göbelnrod, Kreis Gießen; Dienstwohnung ist vorhanden und frei; eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Dollsschule in Grüningen, Kreis Gießen; Dienstwohnung ist vorhanden und frei; eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Kaulstoß, Kreis Schotten; Dienstwohnung ist vorhanden; eine Lehrerstelle für ein n katholischen Lehrer an der Volksschule in Kloppenheim. Kreis Gerichtssaal. Die Unterschlagungen beim Frankfurter Jugendamt. Frankfurt a. M , 22 Aprll. sWSA.) Vor dem Großen Schöfsenge icyt wurde heute gegen den 1895 geborenen S ad'sei e är des Frankfurter Fugendamtes. D r e s d e, wegen der von ihm begangenen Manipulationen, insbesondere der Veruntreuung von 69 400 Mark Mündelgeldern verhandelt. Der Ange- ilagte befand sich seit zwölf Jahren in städtischen Diensten, zuletzt beim 3ug:nöamt. Er hatte gewisse Beträge bei der Kaste des Jugendamtes abzuheben und der Sparkasse zur Anlage auf die Mündelspargelber zu überweisen. 3n einer Veihe von Fällen hat er diese "Beträge der Sparkasse nicht übermittelt. Aus Grund seiner Buchungen Vers;and er es, auch für zukünftige Tage den Anso ein der besten Ordnung zu erwecken. Er verabsäumte nicht die Sparbücher fortlaufend zu fälschen, so daß man glauben konnte, es seien alle Baten eingezahlt, während sie in seine Tafcbe flössen. Dresde flüchtete schließlich nach Rotterdam, als seine Versehlungen entdeckt wurden. Das Auslieserungsverfahren nahm geraume Zeit in Anspruch. Der Angeklagte ist geständig. Das Geld hat er hauptsächlich im Spiel vergeudet. Er verkehrte in sechs Spielkllrbs und war an einem mit 500 Mark Einlage beteiligt. Daneben hatte er auch andere noble Passionen, war ein guter Kegler, fuhr Motorrad, interessierte sich für Italien und machte eine Erholungsreise nach dem sonnigen Süden zur Erholung seiner vom Spiel erschöpften Verven. Auch in eine verkrachte Arbeitskleiderfabrik but- terte er 1280 Mk. auf Nimmerwiedersehen hinein. aussage. '9 bei schwacher Lustb» l°nst milde, durch! ®rab Celsius, W», ^t'ge Morgentemper» QRunkela.d.Lahn.22. April. Am 13. Mai (Christi Himmelfahrt) gedenkt der feit 3 Satiren bestehende Männergefangverein ,E i n- t r a cht" - Aunkel seine Fahnenweihe zu halten. Der Verein, der unter der bewährten 2e.t ,ng seines Dirigenten Hann.ippel bisher schon Vorzügliches geleistet hat. v.:s:gr über her- vorragende Gesang strafte. Die neue Fahne ist bereits am Scnn.ag nach Ostern feierlich abgeholt worden und steht zur Zell zur Aufbewahrung bet dem Vorsitzenden Hch. Daul; sie ist, tote man hört, ein Meisterwerk der Donner Fahrensabrtk. Mehr als 33 Vereine von nah und fern .aben ihr Erscheinen zu dem Feste zugesagt Dar.nter befinden sich Vereine, die bisher fchon außerordentlich erfolgreich waren. Mit der Veranstalt :ng sollen Volksbelustigungen verbunden sein. Voraussichtlich ist ein Massenbesuch zu erwarten. 5 ’Beit. oeu ' 'ife&t ÄÄ *°, 8eiäl|dib 9<. il 1,5 SI®«1 oÄl’i? i' “S i* Mita. Äff'L3* ' kre P.U * »er et® mSl*ükr32^. Steigen Sie eine Treppe1 dann sparen Sie viel Geld beim Einkauf von Herren-u. Burschen-Garderobei Abteilung I Hier sinden Sie in großer Auswahl: Nene Herren-Anzüge, v eins. biS z. elog., von Mk. 20.— ins Mk. 60.— u. bdber. 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November 1:125 oder um diese Zeit in Merlau in der Wirtschaft Sräuning in Beziehung aus (ine Beyörde, den Kreisausschuß Alsfeld Ti t Bezug auf seine berufliche Tätigkeit vider besseres Wissen, öffentlich eine un» nähre Tatsache behauptet haben, welche !>en Kreisausschuß verächtlich zu machen ober in der öffentlichen Meinung herab- uvürdigen geeignet ist, indem Sie in trr genannten Wirtschaft in einer öffent- luhrn Dersammlung äußerten, der Kreis- :usschuß sei von der Partei Kochendörfer dcslochen worden, sonst wäre das Urteil .nders ausgefallen, es seien welche bei in Nioder-Ohmen gewesen, er nehme in, daß Sie auch bei den anderen ge- relen seien. vergehen gegen § 187, 196, 200 siEtrGD , eine Geldstrafe von 50 Reichs- r«rk, und für den Fall, daß dieselbe nicht 1 rg wird beglaubigt und die Dollstreck- jeit des Strafbefehls bescheinigt. rünberg, 16. April 1926. gez.: Unterschrift. icht-schreiber des ^efs. Amtsgerichts. Herrn Ludwig Schlosier, Schreiner, Merlau. He vorstehende auszugsweise Abschrift 6 5t rechtskräftigen Strafbefehls des stii:sgerichts Grünberg vorn 25. 3. 1926 ! nirb hiermit gemäß § 200 RStrGB. । (''entlieh bekanntgemacht 3628V । /Mlsfelb, 19. April 1926. >r Vorsitzende des Kreisausschusies des Kreises Alsfeld. Dr. Stammler. chiedenen Arten der Krüppel, angeborene Fehler, Klumpfüße, Hüftoerrerrkung, Rückgratverkrümmung, Schiefhals, über Kinderlähmung, Tuberkulose, Ra- d)his, Derunstallung und Verkrüppelung durch den ^rieg. Mittel zur Bekämpfung find Licht- und fiuft- »ebandlung, Sonne, ultraviolettes Licht, Operationen uns Eingriffe, Gipsverbände und Gipsbetten, tünstliche Glieder. Während der Behandlung darf her Schulunterricht nicht ausgesetzt werden, und das Hauptziel bleibt die Berufsausbilduna. Redner fordert als Dordeugungsmittel bessere Wohnungsver- nältniffe, so daß Luft, Licht und Sonnenschein 'beraU hinein kann, Vermeidung von 'Alkohol und Nikotin, Krätigung des Körpers durch gesunde Le- ensweise, Turnen und Sport. Die Krüppelhilfe er- ordert ein fröhliches Herz und liebevolles Der- 'eben. — Eine große An zahl von Lichtbildern über Behandlung der Kranken, Unterricht und Ausbil- 'ung im Handwerk, über Betätigung bei Spiel und Sport bildete den Abschluß des Vortrags. yornoii^ett. * — Tageskalender f ü r Freitag, eictisgesundheitswoche: 8.15 Uhr, Reue Aula der E ’ oersität, Vortrag von Dr. Moos: „lieber Lun- ntuberkulöse, ihre Verbreitung und Bekämpfung"; !■) Uhr, Vortrag von Dr. Rothmann „Die soziale beutung der Geschlechtskrankheiten". — Stabt» f1;cater: 7.30 Uhr „Ueberfahrt" (Ende nach 10 Uhr). - Deutschnationale Dolkspartei: 8.15 Uhr, „Post- H Uer", Vortrag von Professor Dr. Werner (Butz- bach). — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die toUc Herzogin". und Hebung werden ih vollen gnttoidlung gt- Mjiflfeton unö Orgc:i enöerzichu^ hg/ t leider W geniVrä nut eiiM ft.t Militärtauglichieil flim auf 30 Prozent fturüdk schle-chier geworden. Di« schwächlichen Kinder ti- durchgreifender Körver- slunasfähigen und gluck' :rauwachsen sollen.. Du getriebenen Leibesüka- ungenügend. Dah ftv M ist heute jetw n von Turn' und SM {'I, und Sonnendadea tte genmcht. Tor all® lisch geschulte Turn' Zugend zu gesunden M tut von gut-msgebi dU« t« Leistungssoh!g!elt w ,» mehr und mhr * nd von 6iy Sein «HLjS, s°- IM.***1- oird ost o°- gruppe Sy bas erJ gründete ,|en Alstl'cht' weit Krü<2srichtL glicht Elanl W jein titi ber Das PreuB''r, 3n ippellje^XorlDoP«01; r-M Dresde schiebt es ber mangelhaften Kontrolle zu. dah die ilnterfcblagungen so hoch wurden. Der Staatsanwalt beantragte drei Jahre Zuchthaus und fünf Zahre Ehrverlust, wobei er den Angeklagten als Hoch'.apler und Spieler charalteri- fierte. Der Verteidiger plädierte für Gefängnisstrafe. Das Gericht verkannte nicht, daß anfangs MilderunaSgründe für Dresde bestanden, aber in Rücksicht der Tatsache, daß er sich an Mündelgeldern vergriffen habe, habe man feine mildernden Umftänbe geben können, die Strafe aber doch ermäßigt. Es wurde auf zwei Jahre Zuchthaus und fünf Lkahre Ehrverlust erkannt. taWafllietiltt iisitammginireinitprelsnienoieBrühifine U-.JxUDlQntCn.lßlCbCn Ile.-DCHfleteL E. £flnae. (BleBeo. SaiolftL 7. Fernsprecher 1659. 6ott t(fi durch 6d)oumauflfl*en von erb «-Seife öefehtflt Jt H in ®. «Der et M —.to, so0« otrftörft M. 1 — Zur Nachd dandluna »st Herva-Ekemebesondersenwftbicn Zu had. tn allen ilootficten, Droaerien u Parfvmertcn MkÄM •• Ausgehobene Straßensperre Oas Polizeiamt hat die wegen Vornahme von 4 bemdlungcm ftnd Anträge des Präsidiums auf Errichtung einer Slerbrkasse. ferner Dhirch'ührung ' - ber Jugendpflege und Bildung von Zugenbabtei- ■ Iwngen. Am 12. 3imi findet ein Degrüßungsabend Itctt, am 13. Juni tagt die Hauptversammlung in ■ ter Festhalle. Abends ist Schloßbeleuchtung. ** Hunde an die Leinet Das gilt jetzt für ; leben Hundebesitzer außerhalb seines i Wohnortes, einerlei ob er Jäger, Jagdpächter ober nur Hundeliebhaber ist. Die D o g e l w e l t und Iles Wild setzt oder nistet zur Zeit. Es ist eine oheit, diese Tiere gerade jetzt zu beunruhigen! Eine i nbc an unserem Volksvermögen bedeutet es, ’n jemand in gedankenloser Weise seinen Hund reite, Marburger Straße 22, Flur II Nr. 313 = 117 qm (Staben am Amtsgericht Gießen, Sitzungssaal 101 im Obergeschoß, versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht öffentlich ausgehängt. 2999 B Gießen, den 18. März 1926. 3- A. des Amtegerichts: ________Leo, LrtsgerichtSvorstcher.________ Holzsubintfjwn. Gegen schriftliches Angebot werden aus dem Kirchenwald zu Erumbach ! verkauft' I 1 Aadelholz: Kl. la 40 St. 7,89 Fstm.» Ib 48 0t 20,45 Fstm., Kl 2a 41 6t 127,96 Fstm.. Kl 2b 4 6t. 4,98 Fstm., ' Kl. 3a 1 6t. 1,48 Fstm., Kl. 3b 1 6t. 1,02 Fstm., Abschnitte Ib 5 6t- 1,35 Fstm.. 2a 12 6L 5,86 Fstm , 2b 10 5f. 6.15 Fstm., 3a 11 6t 8,54 Fstm. (im ganzen zirka 85 Fstm., Aenderungen bleiben Vorbehalten). 2. Erlen: Kl 1 1 6t 0,23 Fstm.. Kl. 2 29 St 10,08 Fstm-, Kl. 3 2 6t. 1,39 Fstm-, 8 Am. 2 Mtr. lange Auh- knüppel, 12 Am. 1 Mtr. lange Erlenrollen. Auskunft erteilt Förster 3ef et i d)- Frankenbach Schriftliche Angebote bis 5. Mai 1926, nachmittags 2 Ahr an Pfarramt Crumbach, Post Rodheim a. d. Bieber. Genehmigung bleibt vor- -Eeacnten ole die ochaufenster Neustadt Nr. 79 !lk. M D-Scholl's Fußspezialist ist im Schuhhaus Reiß noch anwesend: im Halbschwergewicht 1 2866 Gießen, Nied, Charlottenburg, den 22. April 1926. ff®* Alls zur LiebMhöhe! [Empfehlungen | Eine Patientin schreibt über Dr. Scholl's Hansa Elkershausen, Januar 1926. 02871 Der Vorstand. 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BalD- wins Eingreisen ist die Lieberwindung des toten Punktes zuzuschreiben. Es sind nur noch wenige Tage bis zum Ablauf der Subventionszahlungen und man hofft, daß bis dahin die Verständigung wenigstens in den Hauptpunkten gesichert sein wird. Nichtsdestoweniger sind alle Gefahren noch keineswegs beseitigt. Das liegt vor allem daran, daß gerade ein Vorherrschen des Optimismus manchen Friedensstörer in Stand seht, einen Sturm politischer Entrüstung zu entfesseln, sofern es ihm nämlich glückt, die behagliche Auffassung mit irgend etwas zu ernüchtern. Ein solche- Verfahren besitzt den Vorzug der Entfesselung der Leidenschaften, und der Hervorbringung einer Geistesverfassung der Massen, die zu einer (möglichst erfolgreichen) Durchführung eines Wirtschastskampfes notwendig ist. Natürlich gehört Mut zu einem solchen Vorhaben. Ob der radikale Flügel im Dergarbciterlager oder im Gewerkschaftskongresse diesen besitzt, ist nach wie vor zweiselhast. Es braucht kaum betont zu werden, daß eine solche Behandlung der Kohlenkrtse nur aus politischen Motiven heraus eintreten könnte. Rein wirtschaftlich gesehen sind fast alle Fragen restlos geklärt. Man kämpft nur noch um die Höhe der von der Regierung in Aussicht gestellten Subvention. Nun sich die Wolke aus Kohlenstaub, die auf den englischen Gemütern lastete, etwas gelichtet hat. widmet man der außenpoliti- s ch e n Aussicht etwas mehr Aufmerksamkeit. Der r u s s i s ch-d eutsche Vertrag ist zunächst mit unverkennbarer Beunruhigung ausgenommen worden, die dann allerdings dank dem energischen Einschreiten des englischen Auswärtigen Amtes einer vernünftigeren Auffassung der Dinge gewichen ist. Mokante Menschen vergleichen diese Haltung der englischen Öffentlichkeit mit der ungeheuren Aufregung, die der Abschluß des Rapallo-Vertrages während der Konferenz von Genua hervorrief. Heute wird — welch eine Wandlung! — sogar von der Möglichkeit gesprochen, dah Deutschland, als der natürliche Völkerbundsanwalt Rußlands dem europäischen Frieden nützen könne, dah das russischdeutsche Bündnis, man staune, eine Verstärkung der zum Schuhe des Friedens errichteten Bollwerke bedeute! Das außenpolitische Sturmzentrum erblickt man aber nicht in dieser Sache. Englands Sorge richtet sich auf das Mitt elmeerproblem. wo Mussolini soeben seine in London viel bemerkte Reklamereise für den Faszismus und das kommende Imperium romanum beendet hat. Man ist in London noch sehr weit von einer abgeschlossenen Stellungnahme entfernt. Das Mittel- meerproblem ist viel zu kompliziert, als dah es, selbst vom englischen Standpunkt aus betrachtet, mit einigen wenigen Sähen abgetan werden könnte. Von der Strahe von Gibraltar bis an die Dardanellen und den Suezkanal erstreckt sich das englische Interessengebiet im Mittelmeer, dessen Inhalt sich leicht begreift, wenn man es als den wichtigsten Teil des Seeweges nach Ostindien bezeichnet. Abgesehen von Spanien sind es vier Staaten, denen Englands Vorherrschaft nicht paht, erstens Frankreich, zweitens das mit Griechenland verbündete Italien, drittens R u h l a n ö, viertens die Tür - k e i. Frankreichs strategischer Ehrgeiz richtet sich auf die Strahe von Gibraltar, an welcher man nach Niederringung Ab) el Krims festen Fuh zu fassen hofff. Die Friedensverhandlungen mit Abd el Krim entspringen dem Bestreben, aus ihm einen Bundesgenossen oder Vasallen zu machen, da England eine Annexion des Riss durch Frankreich niemals zugeben wird. Der alte Bundesgenosse Frankreichs, Rußland, ist zur Zeit von einer Beteiligung an dem Kampfe um die Vorherrschaft im Mittelmeer ausgeschlossen und muh sich auf Zusammenarbeit mit Der Türkei beschränken. Dahingegen hat Mussolini mit Betonung Das lachende Haus. Roman von Sophie K l o e r tz. (Nachdruck verboten.) „Da geht er wieder", rief Ille Bunsen, sprang hinter die Stüdjengardine und spähte von dort schräg hinüber zum Feldweg, der am Garten hinlief. „Thora, komm fix, gleich ist er weg!" Thora setzte die Kartoffelschale neben den Ausguß und trat zur Schwester. „Mein Himmel, wenn er nur nicht mal durchbricht, so lang, wie er ist!" Heider Steffen ahnte nicht, daß ihm vier luftige Mädchenaugen nachsahen, obgleich er doch nur dieser Augen wegen so oft den Steig zur Elbe niederging. Das „lachende Haus" lag auf einer Bodenwelle, und sein (Barten ging hinab zum Strom. Rechts und links sah man weite Wiesen im jungen Frühlingssicht, ihr Grün leuchtete um die Wette mit den silbernen Wellenkanten, und die edelsteinschimmernden Gewänder der Stare, die auf allen Giebeln und Aesten saßen und jubilierten, gaben den letzten Glanz an das helle Bild. Das „l-'chende Haus" hatte eine neue Ecke im Dach. Die Ziegel brannten förmlich in ihrem Feuerrot, und Schullehrer Kallies, der tausend Schritt entfernt an seinem Gartenzaun lehnte, dachte: Es lacht immer von da drüben her — die Fenster, die Mädchen, sogar das Dach. — Er hatte dem Haus den Namen gegeben. Frau Margrit Bunsen hatte erst den Kopf geschüttelt: jetzt war sie längst daran gewöhnt. Es hieß in der ganzen Gegend so, wie das Gut der Brock- dorfs „Gottesgabe" hieß und Gröns Gasthaus im Dorf „Der fidele Seifensieder". Warum sollte sie den Namen nicht dulden? Hatte sie nicht selbst ihre drei Mädels das Lachen gelehrt, auch in den Jahren, wo es wenig genug zum Lachen gab? Es war auch jetzt oft genug kein Grund zum Vergnügtsein, wenn jedes Jahr größere Ausgaben brachte, Pächter Polematz die Pacht nicht rechtzeitig zahlte, die Webekurse schlecht besucht waren — aber dann sagten die Bunsenmädchen: „Je schlechter, desto vergnügter" —'und sahen alle aus, als hinge ihnen der Himmel voller Geigen. Jetzt ging Pächter Polematz den Feldsteig hinab. Aber er ging nicht um der lustigen Augen wegen, auf die Notwendigkeit einer Stärkung seiner Mittelmeerstellung hingewiesen. England hat dem italienischen Landhunger insofern Rechnung getragen, als es ihm bei der Ausdehnung seines afrikanischen Kolonialbe itzes entgegengekommen ist. Nun hat die Türkei, wie aus Konstantinopel berichtet wird, Reservisten oder Rekruten der letzten Jahrgänge einberufen, und in England fragt man sich mit großem Interesse, was diese Einberufung zu bedeuten habe. Geht sie, fragt man, gegen Italien, das, mit Griechenland verbündet, neuerdings von einem Vorgehen gegen die Türkei in Kleinasien spricht, die. wie wenige englische Zeitungen berichten, die politische Führung der durch die Abschaffung des Kalifats enttäuschten Araberstämme an sich reihen will. — oder richtet sich die Mobilmachung (wenn es sich um eine solche handelt) gegen Englands Stellung in Mesopotamien ? i Sollte es im Mittelmeergebiet zu Konflikten kommen, so ist England von allen Mittelmeermächten diejenige, die dort am lebhaftesten interessiert ist. Die Beherrschung des Seeweges nach Ostindien ist für England eine Lebensfrage. Es ist nicht wahrscheinlich, dah sich Mussolini, der trotz seiner törichten Reden immerhin ein kluger Politiker ist, in offenkundigen Gegensatz zu Eng» land stellen wird. Es gibt kaum ein Gebiet, wo die englische Seegeltung so schlechthin überwältigend zum Ausdruck kommt, wie gerade im Mittelmeer. Aktionsfähig gegen England ist im Augenblick nur die Türkei. Ein Angriff auf Konstantinopel würde sie nicht schrecken. Einem Landkrieg ist sie. soweit er politisch möglich ist. gewachseir, nicht aber einer wirklichen Kraftprobe. Wir müssen daher zu dem Ergebnis gelangen, dah England sehr wohl imstande fein wird, die im Mittelmeer allenthalben auftretenden Schwierigkeiten zu meistern. Nichtsdestoweniger bleibt die Lage für die englische Poliitk unerfreulich, denn auch der Engländer muh bemerken, dah er im Mittelmeer allein auf die eigene Macht angewiesen bleibt, während sich die vorhandenen Gegner verbünden, wie Spanien mit Frankreich, Italien mit Griechenland und die Türkei mit Rußland. Bisher ist es allerdings der englischen Politik stets gelungen, den einen gegen den anderen auszuspielen. In dieser Hinsicht hat sich jedoch ein gewisser Wandel vollzogen, da die Herrschaft über die Küste das Bedürfnis nach Herrschaft über die See vermehrt. Cs richtet sich also die englische Sorge weit mehr auf die fernere Zukunft als auf die Gegenwart. Sollte aber in den nächsten Monaten das Mittelmeerproblem an Bedeutung gewinnen, dann verstärkt sich das englische Interesse an der Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Zustände in Mitteleuropa und gerade In diesem Zusammenhang ist es erfreulich, dah die deutsche Poli- ttk Mittel und Wege gefunden hat, sich mit Rußland zu verständigen. Der polnische Adler und der böhmische Löwe. (Don unserem K-Korrespondenten.) Prag, den 19. April 1926. Auf dem Prager politischen Martt herrscht Hausse in Ministerbesuchen. Vor knapp vierzehn Tagen hat Der österreichische Bundeskanzler hier seine Aufwartung gemacht und eben jetzt wurde Polens Ministerpräsident Graf S k r z y n s k i mit allen äußeren Zeichen der Freude willkommen geheißen. Freilich unterscheiden sich die beiden hohen Besuche sehr wesentlich voneinander. Der Oesterreicher kam auf der Rückreise von Berlin nach Prag und wenn auch fein Besuch scheinbar ganz plausibel als Erwiderung des Wiener Besuches Dr. Beneschs gelegentlich seiner letzten Genfer Fahrt dargestellt wurde, so ist cs für den Eingeweihten ziemlich durchsichtig, daß die Prager Visite Ramels ein Pflaster für das stets wache Mißtrauen an der Moldau sein sollte. Die symbolische Geste will, in die prosaische Sprache überseht, besagen, daß bei Verhandlungen zwischen Wien und Berlin auch Prag mitzureden hat. sondern um das Winterkorn zu revidieren. Dick und schwer stampfte er daher. Sicher in einer Alkoholwolke, die unzertrennbar von ihm war und ihm bei Ille den Namen „Zeus" eingetragen hatte. Nun sah er über die Hecke und schob am Hut. Ille nickte wieder, sehr oberflächlich. „Wen grüßt du da?" fragte Thora vom Kartoffelwaschen her. „Zeus beglückte mich sterbliche Maid mit einem Rütteln seiner olympischen Locken. Wenn er nur nicht kommt und Mutter wieder die Ohren volljautt wegen der Pacht. Ich habe ihr gerade gesagt, ich müßte endlich ein Kostüm haben. „Dir ist wohl gar nicht zu helfen? Kannst nicht in deinem braunen Mantel gehen?" „Wo ich schon im Herbst die Taschen zugenäht hab' und hab' ihn verkehrt rübergeknöpft, weil alles ausfranste? Und hab' unten 'ne Elle abgeschnitten und neue Unterärmel draus gemacht? Nee, Putt- häuneken, der ist abgetan. Da muß man sich ja schämen." „Hier draußen sieht dich ja kein Mensch." „Man schämt sich vor dem eigenen Schönheitsgefühl." ,Hch nicht." Thora richtete sich auf, straffte die festen, weißen Arme, straffte die ganze kraftvolle Gestalt und sagte: „Was ich so ohne Spiegel von mir sehen kann, gefällt meinem Schönheitsgefühl durchaus." „Na, ja, mein Deem, im Spiegel würd' es dir weniger gefallen. Da kämen zum Beispiel rote Haare —" „Aber was für welche!" „Und ein sehr rundes Gesicht." „Aber was für ein Teint!" „Und ein großer Mund." „Aber die Zähne!" Sie lachten beide, wie nur die Bunsenmädchen lachen konnten, frisch und sorgenlos, und die Sonne lachte mit und ließ alles Glas und Kupfer und Messing funkeln und blitzen. Rose sah herein in die Küche. „Soll ich decken? Mutter muß gleich kommen, der Hamburger Zug ist durch." „Was? Schon so weit? Ille, hol mal den Schinken vorn Boden! Meine Kartoffeln sind gar." „Schinken? Du hast ’ne Ahnung! Den hab' ich vorgestern aufgeschnitten, al» Kallies kamen. Graf Skrzynski war ebenfalls auf Der Durchreise in Prag: er begab sich von hier nach Wien. Aber für ihn war Prag Die politisch beDeutfamere Station. Das nach außen angegebene Motiv, Die Ratifizierung zweier Verträge, war so nichtig, Daß sogar in Den offiziösen Zeitungsäuberungen und Den offiziellen Trinksprüchen auf eine Betonung Dieses formellen Anlasses verzichtet tourDe. Vielmehr ist immer wieder mit RachDruck Darauf verwiesen worDen, Daß Der polnische Gast zur Bekräftigung Des vertieften unD ausgebauten tschechisch - polnischen Fr un^ schaftsverhältni s.s nach Prag gekommen sei. Freilich muh gleich hinzugefügt toerDen, Daß Diese Dicke FreunDschaft recht jungen Datums ist. Bis vor ganz kurzer Zeit war mehr von Katzbalgereien als von Freundschaft zu merken. Richtig ist nur, daß sich die tschechoslowakische Außenpolitik seit Jahr und Tag bemüht, Die slawischen Brüder polnischer Zunge zu gewinnen. Don Der Aufteilung Oberschlesiens, wo Dr. Benesch Den brillanten Sekundanten Polens gespielt hat. bis zur jüngsten Dölkerbundstagung, bei der Dr. Benesch auf seinen R a t s s i h zugunsten Polens verzichten wollte, hat es an tschechischen Liebesbezeugungen für Den polnischen Nachbar nicht gefehlt. Dennoch haben Die Polen anDauernD geschmollt. Man war in Warschau mit Der Grenzziehung durch Die Friedenskonferenz nicht einverstanden. Polen reklamiert das Tesch euer Gebiet Ostschlesiens, den Llhrnqarten-Bezirk und die slowakischen Komitate A r w e und Z i p s für sich. Die seinerzeit Der Tschechoslowakei zugesprochen WorDen sind. Lind weil die Tschechoslowakei das ihr übergebene Land nicht freiwillig ausfolgen wollte, war Warschau ständig böse. Zu diesen imperialistischen Motiven gesellten sich auch wirtschaftliche Reibungsflächen. Im Erport beider Staaten spielen Eisen, Kohle und Zucker Die Hauptrolle und so begegnen sie einander auf allen Auslandmärklen als heftige Rivalen. Lleberdies war das heute zu Polen gehörige Galizien zu Oesterreichs Zeiten die Domäne Der verschiedensten Industriezweige Böhmens und Mährens. Diese Industrien wollten ihr galizisches Absatzgebiet nicht aufgeben. Polen aber trachtete die kongreßpolnische Industrie zu protegieren und daraus entwickelte sich ein heimlicher, aber zäher Zollkrieg. Als Polen den offenen Wirtschaftskonflikt mit Deutschland vom Zaun brach, da buchte man in Warschau mit schlecht maskierter Befriedigung, daß die feindseligen Tarifmaßnahmen gegen Deutschland auch den unbequemen tschechischen Konkurrenten trafen. Rach langen vergeblichen Versuchen, zu einer gütlichen Verständigung zu gelangen, haben die Tschechen zur Vergeltung gegriffen und eben ist es knapp einen Monat her. daß die tschechische Grenze den polnischen Schweinen gesperrt wurde. Der Schweinekrieg ist inzwischen wieder abge- blafen worden, um dem Grafen Skrzynski den Prager Besuch zu ermöglichen. Aber es handelt sich wohl nur um einen Waffenstillstand. Die Tschechoslowakei hat eine gute Position wie feit gangem nicht mehr. Denn Skrzynski kam als Bittender nach Prag, er suchte die Unterstützung der Tschechoslowakei für Den polnischen Ratssih. Benesch aber scheint entschlossen zu fein, diesmal nach den vielen unentgeltlichen Freundschaftsdiensten, die vergeblich gewesen finb, Kompensationen zu verlangen. Außer der wirtschaftlichen Regelung dürfte dabei, nach Aeußerungen der tschechischen Presse zu schließen, auch eine pikante politische Frage eine Rolle spielen. Polen hat nämlich, um dem Nachbar unangenehm zu werden, seit Jahren seine Finger im slowakischen Problem stecken. Es gibt ein solches Problem und es ist sogar sehr ernst, so eifrig sich auch die Tschechen bemühen, es vor dem Ausland zu verbergen. Sie geben die Slowaken stets als die zweite Staatsnation aus, in Wirklichkeit ist aber Die überwiegende Mehrheit Der slowakischen Bevölkerung mit Den bestehenden Verhältnissen, mit dem starren Zentralismus des Staates und mit Der ganz in tschechischen Händen befindlichen Verwaltung des Landes nichts weniger als zufrieden. Die Slowaken verlangen weitgehende Autonomie und die autonomistifche Richtung unter der Führung des Paters Hlinka hat bei den letzten Wahlen einen durchschlagenden Sieg errungen. Außer dieser inländischen slowakischen Opposition gibt es aber noch eine ausländische slowakische „Ader Menschenskind, was soll ich denn zu den Kartoffeln geben? Die Apfelsuppe ist auch nur dünne, ich halt' keinen Sago mehr." i „Da ist ja noch ein Glas mit Dem eingeweckten Schweinefleisch." „Mutter wird einen schönen Schreck kriegen, — die denkt, der halbe Schinken hängt noch oben." „Mußt es ihr gar nicht erzählen. Morgen essen wir Senfeier, und übermorgen fährt sie zum Kurs nach Husum, und wenn sie miederfommt, ist Gras drüber gewachsen." Da kam Frau Margrit Bunsen auch schon in die Haustür, und ihre drei Töchter flogen ihr um den Hals und brachten sie halb um. Margrit Bunsen, die zierliche Tochter von Iustiz- rat Koldewey, hatte feine leichte Jugend gehabt. Der Vater war früh gelähmt, die Mutter überarbeitet, sie selber zur Lehrerin bestimmt. Doch sie haßte den Lehrberuf, und für Gören weiblichen Geschlechts hatte sie die größte Abneigung. Sie wußte aus eigenem Tun, was die einer Lehrerin zufügen können. Warum die gerechte Rache des Himmels auf sich niederziehen? Aber was half es? Sie mußte in die Hamburger Klosterschule und hatte schon zwei Jahre durchgehal- ten, als sie Gerd Bunsen, den jungen Hofbesitzer aus der Marsch, kennenlernte. Er war keiner von den großen Besitzern, aber er war ein fixer, frischer, energischer Mensch, und fein größter Fehler war, daß er, von den Menschen und dem Leben verwöhnt, eine glänzende Meinung von sich hatte. Margrit war selig, als er um sie warb. Nach vier Wochen waren sie verlobt, nach vier Monaten verheiratet. Don der Landwirtschaft verstand sie gar nichts. Ihre Eltern gaben ihr eine anständige Aussteuer und zehntausend Mark als Mitgift, und dann segelten die zwei Menschen seelenfroh in das Leben hinein. Der Hof war nicht groß, und sie hatten beide allerlei noble Passionen. Lieber Himmel, keine ge- walttgen Sachen. Nur daß man im Winter mal ein paar Tage nach Hamburg fuhr und zu Köln ging und ins Theater, und dazu ein hübsches Kleid trug und einen netten Pelz — und Gerd wollte die leichte Jagdflinte haben, die Herr von Brockdorf so rühmte, und bann war man ein paar schöne Herbstwochen Zreitag, 25. April 1926 Irredenta, die Gruppe des Professors I e h l i d a. Die Die Selbständigkeit Der Slowakei anstrebt. Lind diese Irredenta hat ihren Sitz nicht etwa bei den offiziellen .Feinden", bei den Ungarn ober Den Deutschen, sondern ihr Asyl ist Polen. Von Polen aus erläßt Die slaviiche Irredenta ihre Memoranden und Maniseste, Die den Tschechen zumindest unangenehm sind, von Polen aus und offenbar mit Hilfe polnischen Geldes werden in Der Slowakei aufreizende Aufrufe und Broschüren verbreitet, die den tschechischen Behörden auf Die Nerven gehen und ernstliche Scherereien bereiten. Hier soll nun mit Hilfe des polnischen Rats- sihes reiner Tisch gemacht werden. Offiziell ist natürlich von diesen Schmerlen keine Rede gewesen. Die Toaste und Die öffentlichen Kundgebungen sprachen von eitel Harmonie und Freundschaft. Erst aus den Ereignissen der nächsten Zukunft wird man fest stellen können, bis zu welchem Grad von Einigung Benesch und Skrzynski gelangt sind. Allzuleicht scheint es allerdings nach dem Gesagten nicht zu sein, eine innige Gemeinschaft zwischen Dem polnischen ADler unD Dem bömischen Löwen herzustellen. Der Krieg zwischen Preuhen und dem Reich. Wenn Bayern seine Rechte aus her Reichsversas- fung für manche vielleicht etwas zu häufig und allzu stark betont, so kämpfte es doch immerhin für sein Recht aus der Derfassung. Das Preußenkabinett Braun-Seoering dagegen ist zwar äußerlich stiller, kämpft aber desto gefährlicher mit den aus den oer- schiedenen Prozessen der Nachkriegszeit bekannten Methoden der sozialdemokratischen Parteischule. Die bekannte Wochenschrift „Der Deutschen - Spiegel" (Berlin W. 35. Potsdamer Straße 118c) bringt in ihrer letzten Nummer in dem Artikel: „Weiße Woche" Beispiele aus diesem Kampf. Da ruft z. B. die preußische Regierung ihre Oberpräsidenten mit der ausdrücklichen Anweisung, ohne ihre technischen Fachbeamten zu erscheinen, zusammen, um mit ihnen hinter verschlossenen Türen, den Kampf um d i e Wasser st raßenverwaltung gegen bas Reich zu beraten, nachdem sie ihren Prozeß gegen das Reich vor dem Landesgerichtshof verloren hat. Oder sie kündigt, um ein anderes Beispiel anzufüh- ren, unter einem kleinlichen Vorwand ein (Behände, das sie dem Reichsverkehrsminifterium mietweise überlassen hatte, um der darin arbeitenden Abteilung für Wasserstraßen die Weiterarbeit zu erschwere i. Ja, es ist schon soweit gekommen, daß em Beamter, der zugleich Preußen und dem Reich unterstellt ist, wegen einer sachlichen Arbeit über die Bedeutung des Oppelner Staubeckens für die schlesische Wirtschaft, die die Prüfung und Billigung des Reichsmiiiff'e- riums gefunden hatte, von der preußischen Regierung disziplinarisch bestraft wurde. Vor ungefähr 250 Jahren hat Pufendorf das Deutsche Reich einen unregelmäßigen und einem Monstrum ähnlichen Staatskörper genannt Wie wird man Deutschland, das nach der Präambel zur Reichsverfassung einig in seinen Stämmen und von dem Willen beseelt ist, bas Reich in Freiheit und Frieden zu erneuern und zu festigen, in Zukunft nennen, wenn es weiter mit derartigen Regieungs- methoden beglückt wird? Überreifen. Landkreis Gießen • Aus Dem Kreise Gießen, 22. April. Am Sonntag sprach Der Landesgeschäftsführer Der Deutschnationalen Dolkspartei, Dr. Brehm, in Großen -LinDen und Holzheim über „Die politische Lage im Reich und in Hessen". Er betonte u. a., man dürfe bei allem berechtigten Tadel gegen die hessische Verwaltung und Finanzpolitik die zwangsläufigen Einwirkungen Der gesamtDeutschen Lage nicht vergessen. Immer noch sei Die Politik, nicht Die Wirtschaft Das Schicksal unseres Volkes. Ausführlich besprach Dann Der Redner Die durch Das Volksbegehren geschaffene innerpolitische Lage. In seiner Wirtschaftspolitik müsse DeutschlanD Durch Die Sanierung Des inneren Marktes auf eine größere Autonomie hinarbeiten. X 211 ( e n d o r f (Lahn), 22. April. Während in Den Orten Der ilmgegenD DieSchafzucht völlig aufgegeben ist, hat sich unsere vor Jahren Durch auf Sylt, und mitunter tarnen die Nachbarn zu einer netten kleinen Gesellschaft. Es waren keine großen Singer, aber sie waren doch zuviel für den Hof. Und dann kamen die drei Kinder in vier Jahren und natürlich — weil sie Jungen wollten — lauter Mädchen. Wurden aber trotzdem mit Jubel willkommen geheißen und geliebt und verzogen und sollten eine Kindheit haben „ganz voll Lachen und Sonne". .Denn, Gerd, auf mir liegt die böse Jugenb immer wie ein Schatten. Ich kann bas Mißtrauen gegen bas Heben nie ganz los werben. Das sollen sie nicht wissen, was bas ist. Glauben an bas Glück! Das ist schon bas halbe Glück." Danach war bie Erziehung. Manchmal kamen Schattentage. Wenn sich bie Rechnungen häuften, wenn der Roggen nicht lohnte und der Weizen keinen Preis hatte, wenn Viehseuchen durch die Dörfer gingen, wenn das unversicherte Pferd fiel-- Dann dachte die junge Frau: Es läßt mich nicht los. Es lauert immer irgendwo. Sowie ich ein bißchen ausgelassen bin — schwapp, hab' ich eins an bie Ohren. Aber sie sagte tapfer: „Ja, Gerb, nimm nur bas Gelb von meinet Mitgift, bazu ist sie ja da. Ja, Gerd, ich lüg' mich noch mit dem alten Mantel durch, kauf' dir nur die Flinte." Und der Mann, der überhaupt nur der Form wegen gefragt hatte, sah es als selbstverständlich an, daß die Frau ihm jedes Opfer brachte. Wenn man solchen famosen Mann hat, nicht? Wenn man drei so nette Kinder besitzt, nicht? Wenn man überhaupt auf eigenem Hof und in eigenem Hause lebt, was will eine Frau noch mehr? Sie kam mit jedem Jahr mehr unter den Wagen. Sie war nicht die Natur, sich gegen andere zu behaupten, am wenigsten gegen Menschen, die sie liebte. Nach sechsjähriger Ehe fragte Gerb Bunsen seine 5rau überhaupt nicht mehr, und als zehn Jahre um waren, brachten sie ihn von her Jagd nach Hause mit einem Herzschuß, den ein unglücklicher Schütze abgegeben hatte. (Fortsetzung folgt.) öle Räude ebenfalls zusammenaeschmvlzene Herde wieder stark vermehrt: sie hat retzt einen Bestand von über 100 Tieren erreicht. Bei der nicht sehr arohen Gemarkung machen sich leider bei Trockenheit Schwierigkeiten für die Weide bemerkbar. Ilm diesem Liebelstand abzühelfen, wurde mit einer Rachbargemeinde eine Vereinbarung über den Weidegang der Schafe auf einer dorthin gehörigen gröberen Fläche eines Dergabhanges getroffen. s Trohe. 22. April. Ostern wurden hier 3 Kinder (2 Mädchen und 1 Knabe) aus der Schule entlassen. Ausgenommen wurden 7 Knaben und 2 Mädchen, eine bisher hier nie erreichte Zahl, liniere Schule zählt eben 48 Kinder: davon sind 5 von auswärts, die Schulgeld zahlen müssen. Der Fortbildungsschulunterricht fällt bis zum 1. Oktober aus, da nur 2 Knaben schulpflichtig sind: unsere 4 Mädchen gehen nach Rödgen. 8 G a r b e n t e i ch, 22. April. In der „Siche" sand ein Lichtbilderabend statt, den Herr Kostorz. Gießen, hielt. In etwa 60 Bildern führte der Redner Deutschlands schönste Landschaften vor. Der hiesige Mandolinenver- e i n umrahmte die Vorführung durch einige Konzertstücke. Wanderbruder Rühl, Trohe, sang einige Lieder zur Laute. Der angekündigte Vortrag des Vorsitzenden des L. H. B. über „Das Wandern" muhte wegen einer Erkrankung des Redners ausfallen. —Lich . 22. April. Einen Ziegen - und Lämmermarkt, verbunden mit Preisbewertung. veranstaltet am 3. Pfingstfeiertag hier der Kreisziegenzuchtverein des Kreises Dieben. Der Zuchtverein, die Lanbwirt- schastskammer und die Stadt Lich haben Preise gestiftet. Gleichzeitig findet ein Schweinemarkt statt. — Am 30. Mai hält der Verband der oberhessischen Posaunen- chüre hier sein Verbandsfest ab. Mehrere hundert Bläser werden erwartet. — Das 50- jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr ist auf den 27. Juni festgelegt. Eine Festschrift mit Stadtgeschichte wird dazu herausgegeben. t Grünberg, 22. April. Zu Beginn des neuen Schuljahres wurden in die Obe r- realschule 50 Kinder aufgenommen. Die Gesamtschülerzahl beläuft sich auf 267. gegen 261 zu Beginn des vorigen Schuljahres. Da in dem letzten Jahrzehnt die Schülerzahl dieser Schule so bedeutend zugenommen hat. dab sich jetzt schon die Annahme nach den vorhandenen Räumen richten muh, wäre es angebracht, der Beschaffung weiterer Räume näherzutreten. Kreis Friedberg. 2$. Bad-Rauheim. 22. April. In der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten, die unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. Kayser stattsand, standen dreizehn Punkte zur Verhandlung. An einige knüpfte sich eine äuherst lebhafte Aussprache, vor allem an den Beschluß des Bauausschusses, die Mietpreise in einer Reihe von städtischen Häusern zu e r - höhen. Es kam zu lebhaften Auseinandersetzungen zwischen der ßinlen und den Vertretern der Wirtschaftspartei. Stadtv. Röhler hob hervor, daß die angelegten Mieten für die Arbeiter und kleineren Beamten nicht tragbar seien. Der sozialdemokratische Antrag, die Sache zur nochmaligen Prüfung an den Bau-Ausschuß zu- rückzuweisen, sand eine knappe Mehrheit. Der Antrag des Stadtv. Röhler, daß die Stadt als Mitglied dem Bunde Deutscher Bodenreformer beitreten möge, war vom BauauSschuh abgelehnt worden. Das führte wieder zu einer Auseinandersetzung zwischen der Linken und der Wirtschastspartei. Der Sprecher der letzteren, Stadtv. Donderschmitt, sieht in den Bestrebungen der Bodenreformer eine Gefahr für den Grundbesitz, während von an- ; derer Seite die Gedanken Damaschkes eine Würdigung erfahren. Für den Beitritt zum Bunde 76 er Bodenreform er erklärte sich auch der Bürgermeister, so daß schliehlich der Antrag mit Mehrheit angenommen wurde. Bewilligt wurden neue Ausrüstungsgegenstände für die Freiw. Sanitätskolonne und für die Freiw. Feuerwehr. Für die Instandsetzung des Hauses Luisenstr. 11 sind 4000 Mk. beantragt worden. Die Arbeiten wurden genehmigt. Die Betriebs- und Dermögensrechnung der Stadt für 1919 schließt ab mit 4 488 052,09 Mk. in Einnahme und 3 533 223,39 Mk. in Ausgabe. Die vom Finanz-Ausschuß geprüfte Rechnung wurde genehmigt. In der nichtöffentlichen Sitzung tour- den mehrere Daubeihilfedarlehen bewilligt. Gießener Stadttheater. Wildenbrnch: „Die Haubenlerche". Dieses Schauspiel, obwohl seit seinem ersten Erscheinen (1891) nicht selten gespielt, gehört weder zu den dichterischen Herzstücken Wildenbruchs. noch zu dem, was charakteristisch ist für seine Art und für sein Werk, so wie es heute, wenig beachtet und wohl immer noch unterschätzt, als Ganzes vor uns liegt. Woran denkt man wohl zuerst, wenn Wildenbruchs Rame fällt, was ist uns geläufig, was erscheint auf den ersten Blick zu ihm gehörig, untrennbar und wesenswlchtiy? Die „Quitzows" vielleicht, obwohl auch nicht gerade zum Reifsten zu rechnen, was er schuf. Das ewig Deutsche in seiner Dichtung, der immer wiederkehrende Grundton, auf den sein Saitenspiel gestimmt ist, den man ihm oft genug vorgeworfen hat. Das Brandenburg-Preußische, dem seine Liebe gehört, daran denkt man zuerst. Seltener schon an den „Marlowe". der einen (vielleicht nicht wieder erreichten) Höhepunkt bedeutet, noch seltener an die vornehme, geistige Form seiner Rovellen, die kaum der Zehnte gelesen hat. Zuallerletzt aber denkt man wohl an den „Meister Balzer" unö an die „Haubenlerche". Dieses Stück nämlich (man hat auf Einflüsse von Sudermann hingewiesen) wurzelt in einem Stil, einer literarischen Form, die dem Dichter, und der er innerlich schroff entgegenstand: im Raturalismus, der gerade das ablosen und erneuern wollte, worin Wildenbruch (angeblich) mittenlnne stand, das hohle, flache, äußerllch gewordene und leergelaufene Epigonentum. Die Leute um Holz und Schlaf, um die Brüder Hart und den jungen Hauptmann haben die« hohle Gebäude auch mit Recht und mit Elan über den Hausen geworfen. Was sie auf den Trümmern aufbauten, gehört nicht hierher. Sicher ist jedenfalls, daß Wildenbruch mit solcher Einordnung inS schlechthin Alte und Äeberlebte und Revolutionsbedürftige Unrecht geschah: man hatte Übersehen, daß fein „Epigonentum", womit versöhnlicher Schluß kaum hinwegtäuschen. — Die Fabel ist einfach. Der Fabrikant Langen- thal, ein vornehmer, ganz ideell gerichteter Charakter, der ein Herz hat für seine Leute, und ehrlich um ihr Wohlergehen bemüht ist, will die Lene Schmalenbach, ein blutjunges, hübsches Arbeitermädel als seine Frau in sein Haus nehmen. Sie verehrt ihn und ist dankbar für all die Güte, die von ihm ausgeht: aber ihre Liebe gehört einem andern: dem Paul Ileseld, einem jungen Gesellen in Langenthals Fabrik. Rach anfänglichem Sträuben läuft sie demroch in die Che hinein, um ihrer gelähmten Mutter willen, die Langenthal zu heilen versprach: das Geld des reichen Mairnes wird eine Kur ermöglichen. Darüber wird der arme Ileseld halb verrückt. Die Lene ist von Reue zerquält: schlimmer als die gesellschaftliche Fremdheit und Unbeholfenheit ist die innere Einsamkeit, die sie wurzellos macht und nicht heimisch werden läßt. Dem reichen Mann aber zerbricht der eigene Bruder das Glück, der, leichtfertig und verdorben, selbst die Augen auf das Mädchen geworfen hat. Es kommt zu einer schlimmen Szene: er will mit der Lene durchgehen, wird nachts mit ihr vom Bruder überrascht, der schon den Revolver hebt, den Betrug zu rächen. Mühselig wird zuletzt noch alles zum Guten gekehrt: der Bruder fortgeschickt, Lene bekommt den Ileseld, und Langenthal, dem alles unter den Händen zerbrach, was seine Güte aufbauen wollle. bleibt mit einer jungen Verwandten zurück. Sie hat (mit ihren Augen) gesehen, wie unglücklich die Verbindung war. Vielleicht kann sie... Ach, man glaubt das alles nicht. Dieser letzte Akt. theatralisch ein großer Soup, ist undichterisch, geräuschvoll, reißerisch. erinnert an gewisse Romane, nicht von der besten Art ... Der Raturalismus hat bei Wildenbruch keine Früchte getragen: das war nicht fein Feld. Sudermann, der hier in seinem Element gewesen wäre, hätte ganz andere Kon- sequenzen gezogen. Was bei Wildenbruch wertvoll ift, hegt viel weiter vom. Man hat ihn mit Recht (allerdings dachte man dabei wohl nicht an die „Haubenlerche") einen Meister des Kreis Büdingen. „?“ Ridda. 22. April. Es schweben zur Zeit Verhandlungen mit der Reichsbahnverwaltung, der Strecke R i d d a— Schotten das fünfte Zugpaar wieVerzug e b e n, so daß der Friedensstand erreicht wäre. Die Umstellung, die das Himmels- bachsche Sägewerk in der Arbeitszeit vorgenommen. begünstigt die Aussicht auf die Verbesserung des Zugverkehrs. Man rechnet mit einer Früherlegung des in Richtung Schotten gehenden Rachmittagszuges, wodurch der unerträglich lange Aufenthalt auf hiesiger Station verkürzt würde. Der fahrplanmäßig gegen 6.30 Uhr hier eintreffende Zug soll sofort wieder nach Schotten zurückgeführt werden. Mit dem dann noch folgenden Spätzug erreichen die Reisenden den Anschluß nach Gießen. Man erwartet die Veränderung im Zugverkehr mit Inkrafttreten des neuen Fahrplans. Für den Sonntagsverkehr, der, wie auf vielen Rebenstrecken, so auch hier unzulänglich ist, konnte keine Verbesserung erziell werden. Kreis Alsfelv. o. Alsfeld, 22. April. Der Hessische Landesausschuh für die Z e p P e l i n - Eckener- Spende hat die Anregung gegeben, demnächst in Alsfeld eine grobzügige Hilfsaktion in die Wege zu leiten, um diesem groben deutschen Kulturwerk unterstützend beizustehen. Kommenden Dienstag werden deshalb Lichtbildervorträge über den Luftschiffbau auf der Zeppelinwerft in Friedrichshafen gehalten werden. Kreis Lauterbach. Lauterbach, 22. April. Der Stadtvor- st an d beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung vor allem mit der Beratung des Voranschlages der Stadt und des städtischen Elektrizitätswerkes für 1926. Rach den begründenden Ausführungen desBürgermeisters Walz enthält der Voranschlag in Anbetracht der Steuerbelastung und allgemeinen Geldnot einerseits und unter Beobachtung des obersten Grundsatzes der äußersten Sparsamkeit andererseits nur unumgängliche Rot- wendigkeiten, wie die Aufwendungen für Verwaltungskosten, die notwendigsten Instandsetzungen und Unterhaltungen an städtischen Gebäuden, Grundstücken, Straßen, Kanälen, Wasserwerk, sowie die Fürsorgeleistungen an Sozial- und Kleinrentner, ferner die Schullasten, Steuerleistungen und Zinsendienst. Als ausnahmsweise bzw. neue Posten sind im Voranschlag vorgesehen: Reu- Pflasterung der Ortsstraßen, Beschaffung einer Feueralarmsirene und Herrichtung eines Spiel- und Sportplatzes. Ferner wird zur Hebung und Belebung der Bautätigkeit im Jahre 1926 und der damit verbundenen Linderung der Wohnungsnot ein Betrag an die Heimstätten- baugesellschaft zur Verfügung gestellt. Dec Voranschlag schließt ab in der Betriebsrechnung in Einnahme und Ausgabe mit 239 470,36 Reichsmark, in der Vermögensrechnung mit 81300 Reichsmark, zusammen also mit 320 770,36 Reichsmark. An Steuern werden dieselben Sähe erhoben, wie im vergangenen Jahre, mit Ausnahme der Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz, die von 45 Pf. pro 100 Mark Steuerwert auf 25 Pf. ermäßigt wurde. Der Stadtvorstand glaubte, eine Ermäßigung dieser Steuer eintreten zu lassen, da der Staat diese bedeutend erhöht hat und als kaum tragbar erscheinen dürfte. 2kach Durchberatung der einzelnen Rubriken wurde der Voranschlag entsprechend dem Vorschlag der Finanz- und Daukommission einstimmig angenommen. Ebenso wurde der Voranschlag des städtischen Elektrizitätswerkes in Einnahme und Ausgabe mit 94 369,75 Reichsmark genehmigt. — Dei Beratung des Voranschlages wurde gleichzeitig eine Rachprüfung der Kraft st rom- preise vorgenommen und diese auf Vorschlag des Bürgermeisters ab 1. April in jeder Staffel um 3 Pf. die Kilowattstunde ermäßigt. Für die vorgesehene Kleinpflasterung am Stein- weg wurde der erforderliche Zuschuß in Höhe von 33'/$ Prozent der Gesamtkosten bewilligt. — Dem Stenographenverein Gabelsberger wurde die Stiftung eines Preises für das am 2. Mai hier stattfindende Bundeswett- schreiben genehmigt. — Die Friedrich Schlosser Erben in Höchst a. M. verlangen die Auswertung ihrer Forderung an die Stadt Lauterbach für Die im Steinigsgrund im Jahre 1917 käuflich ubeklassenen Grundstücke nach den Bestimmungen über Restkaufgeldforderungen. Da der in Frage kommende Betrag nicht als Restkaufgeld zu betrachten ist, sondern auf Grund eines ausgestell- ten Schuldscheines lediglich der Stadt als Darlehen gegeben wurde und auch als solches anzu- sehen ist, wurde der Antrag abgelehnt. Lauterbach, 22. April. Ferienkind e r aus Westfalen, zumeist solche, die an Ostern aus der Schule entlassen worden sind, sind hier angekommen und zu längerem Erholungsaufenthalt auf die Orte der Umgebung verteilt worden. Es sind insgesamt 50 Kinder, die sich in unserer oberhessischen Berglust hoffentlich gut erholen werden. — In der gut besuchten Frühjahrs - Hauptve.sammlung unseres Turnvereins, die in der Spießturnhalle stattfand, konnte eine beträchtliche Zunahme der Mitgliederzahl und des Interesses an der Turnsache festgestellt werden. Die Ergänzungswahl zum Vorstand trug den neuzeitlichen Ausbau- beftrebungen in der Turnerschaft Rechnung, indem nunmehr auch ein Frauenturnwart und ein Presse- und Werbewart gewählt und in die Vereinsleitung aufgenommen wurden. Zurück- getrcten ist der 1. Schriftführer R. Jäger, der über ein Vierteljahrhundert im Vorstand tätig war und sich besondere Verdienste vor allem durch die für andere Vereine vorbildliche Anlage und Erweiterung des Vereins- archivs erworben hat. Erster Sprecher des Vereins ist immer noch der unter dem Ehrennamen „Turnvater Helsenbein" im ganzen Gau Hessen bekannte K. Th. H e I f e n b e i n. Starkenburg. • Darmstadt, 22. April. Im städtischen Saalbau, der vollbesetzt war. hielt Oberlandesgerichtspräsident a. D. Dr. Best einen Vortrag über „Das Volksbegehren für eine gerechte Auswertung". Der Redner er- Härte in seinem Vortrag u. a., die Inflation fei absichtlich gefördert worden, um Reich und Großkapital kostenlos zu entschulden. Die Festigung der Mark, die früher hätte erfolgen können, wäre von Stinnes hintertrieben worden. 2m einzelnen kritisierte der Redner dann die Aufwertungsbestimmungen, die für Hypotheken und Pfandbriefe 25 Prozent und für Industrie-Obligationen 15 Prozent betragen. Die Mehrheit des Volkes verlange aber einen Satz von 50 Prozent, und zwar a'ls Mindestsatz. Im Verlauf feiner Rede erhob Oberlandesgerichtspräsident a. D. Dr. 2 e st gegen den Reichsban [Präsidenten Ben Vorwurf, daß er in der Aufwertungsfrage nicht sachverständig, d. h. nicht unbefangen sei, weil er eine beträchtliche Hypothekenschuld in entwertetem Geld abgetragen habe. Einzelne Staaten und Gemeinden (Bremen, Hamburg) wären in der Lage, ihre Anleihen aufzuwerten. Es wurde schließlich eine Entschließung angenommen, in der es heißt: „Mit besonderer Genugtuung stellt die Versammlung fest, daß der Sparerbund den Beschluß gefaßt hat, unverzüglich mit seinem Gesetzentwürfe den Antrag aus das Volksbegehren bei der Reichsregierung einzureichen, und ist gewillt, alle Kräfte einzufetzen, um demselben zum Siege zu verhelfen. Sie ist sich bewußt, daß sie damit nur für die in der Reichsverfassung verankerten staatsbürgerlichen Grundrechte der älnderletzlichkeit des Eigentums und des gleichen Rechtes für alle eintritt, und weist die in den letzten Tagen erfolgte Drohung eines Mitgliedes der Regierung Luther als einen Eingriff in die verfassungsmäßigen Rechte zurück. Unbeirrt durch solche Versuche, den an dem sparenden Volke begangenen Der- mögensraub zu verewigen, ruft sie das deutsche Volk zum Kampfe für Gerechtigkeit und Wirtschaftsehrlichkeit auf, damit die Heiligkeit des Rechtes in deutschen Landen hoch geh alten und die Gerechtigkeit wieder die Grundlage und Seele unseres Staates wird." Preußen. EhejubLläumsgeschenke des Staates. 0 Der preußische Minister des Innern und der Finanzminister haben unter Aufhebung eines Erlasses aus dem Jahre 1924 genehmigt, daß die früher vom Könige von Preußen, später von der preußischen Regierung aus Anlaß der 5 0- oder 60jährigen Ehejubelfeier gewährten Geldgeschenke in Zukunft wiederum in Höhe von 50 Rm. bedürftigen Ehepaaren gewährt werden. In Betracht kommen nur solche Ehepaare, die die preußische Staatsangehörigkeit besitzen und zugleich im Freistaat Preußen ihren dauernden Wohnsitz haben. Weitere Voraussetzung ist Bedürftigkeit und Würdigkeit beider Eheleute. Das Geschenk ist — wie in früheren Jahren — als Beihilfe zur man ihn billig glaubte in die Versenkung tun SU können, immerhin und unumgänglich auf so erlauchte Rainen wie Schiller uni) Kleist zurück- geleiiet werden mußte, auf die freilich das dw- mals junge Geschlecht sich zu berufen unter seiner literarischen Würde fand. Aber sicher ist auch und sehr merkwürdig dazu (Wildenbruch fühlte sich eben mit seiner Kunst durchaus nicht alt und unzeitgemäß), daß manches, Vereinzeltes in seinem Werk Reuland bedeutete. Dazu gehört die „Haubenlerche". u J Wie für den Sturm und Drang (um 1780 so gut, wie um 1920) der Antagonismus zweier Generationen (am prägnantesten zugespiht im Kardinalfall: Vater und Sohn) das A und das O seines Themas, sein elementar erregendes Moment ist, so war für den Raturalismus der Zusammenstoß zweier naturnotwendig auseinanderliegender und gegeneinander gerichteter sozialer Schichten der immer auf« neue hervor- geholte, stoffliche Unterbau. Insofern ist auch die „Haubenlerche" typischer Raturalismus. (Und ÄJT brerin.) Die dramatischen Antithesen entwickeln sich aus zwei gesellschaftlich feind- ichen Lagern. Es ist kaum von tieferer Dedeu- tung. daß der symptomatische Generalsall indl- vidua istert, Psychologisch-theatralisch in einen fubjeftiben Sondersall verlegt wurde: die dramatische Entwicklung bestimmt sich aus der geae- bcncn ©ituaticn: ein armes, proletarisches, bil- dungsmahig und zivilisatorisch untergeordnetes Mädchen tm reichen Haufe. Der Vorwurf ist an schlecht, sicherlich wirkungsvoll und dis- kN^nswürdig. In neuer Zeit griff man Aehn- 1^ toieber auf. Der junge Engländer Jerome >; hat EÄ » eiw.!l & *"• ‘iÖ Zeichne: arbeitete, & gabung gejc ttibmet, iDc Mlige Gesch 081 getoöfjnli gingen", Anchen etfi Mndnen Q ST durch; Qt ‘Ä. Mb ®e'Nkn i ct besucht«, ^mals schr ckahendrech $iu A Sani, fragte er Ar mW ’S* «chli Abgott", c'Wn 6o?n Krtrennlü 5™ teil Staue $ «1 U Krichka 'M lief . Die die WsfM Lieferung^ bnkale * bis zu w 1 Einreihern Horden bM Ausschuß. 2 adteilung.di Ä.-G. beige • Du Nach den li/fem des J nahmebetrag zum Loiiahr geringer, dag °OlaS°m • Ire Dom fi. bi dustrieftolst nachgegeben. Och Prozent mdex stellle oder um 0,3 Woche. • Sie verleit, einer Reichs sink Reich und schlossene c worden, u wird Anfa leit ausneh • Zu Zuckerso garier Zuc Een’ besann gegen eine die Fusion schäft s/ehei Ausnahme von Franken trag wird Ärrhältnis bis 35 Pir bat Die üf bronn, TRai dann ihr I dessen Vcur Umtausch d hältnis 1:1 Das günsti aftien wirk bei der Gr meinfchaft „Ziidöeutsch und ihren € ' Zuck, chauplversan Pemaltung, vvrzutragen, Stimmen bei trag auf eir ab. Der An! gen sAeuts Stimmen ge 0.415 0,39; 100 s; 58 125 Banknoten. Berliner Börse. Aufhören der 12,95 44 106,8' 127,8' 149 82,87 76.75 82.25 148,25 82,25 81 0.425 0,410 0.480 0,256 0,405 0.410 0,415 0,395 0,395 91.5 59 25 57 94.75 96.6 108 126,5 131,12 52.5 80 93.75 95,25 133.25 131.5 Hamburg-Amertka Pater. . . I 132,5 Norddeutscher Llovd . | 131.37 61 97' 98,75* 110,3* 37.12 53.5' 80,37* 94* 95.5 150,8' 106,8' 128,3' 126' 122,3' 81 95,5* 92 60,1 56.25 95 96.5 108,5 128 130.25 37.5 53 80,5 94.5 96 60 135* 133.3* 98,5 0,420 0.400 0.400 0.400 0,260 0.390 0.48 0,41 98 92,5* 60 56.5 96' 17.75* 11" 130* 134 26 43,5 105,25 8:3,5 37 4 124,5 53.5 85 35,25 124 54.36 • Maschinenfabrik Dadenia vorm. W in. Platz 2l- G.. Weinheim. Um die Sanierung der Gesellschaft durchführen zu können, schweben jetzt Verhandlungen zwischen der ©c« schLftsaufsicht der Firma und d:n Giro-Zentralen Mannheim und Darmstadt zwecks Gewährung eines größeren Kapitals als Darlehen. • Anolo-Continenlale (vorm. Ohlendorfs sche) Guano-Werk e. H a m - bürg. Infolge der ungenügenden Beschäftigung im abgelausenen Geschäftsjahr 1925 hat sich der Reingewinn gegenüber dem Vorjahre von 0.244 Mill. Mark aus 0,042 Mill. Mark ermäßigt. De- kanntlich gelangt aus diesem geschmälerten Ertrag auf das 2L-Ä. von 3.2 Mill. Mark eine Dividende nicht zur Verteilung. Dörkenkurle. 149* 83.4 67 112 105 3* 100' 92,25* 123.5* 52,5 60 133,5* 132.8' 13 44 150,25 107 128 126,75 126.75 122 93,9 101.5 104,8* 99,5* 91,75* 123,6* l 56.5 66.25 Therannschc Werke Aldw . ■ Zementwerk Heidelberg • . 'vbilipp OoUmünn Anglo Cont-Guono Cbemiichc Mayer Alapin . I. (S. starbenindnstrie, A-G. Goldschmidt Holzverkohlung ...... RütgerSwerke Lchcideanstalt Allg. ElekkrtzttätS-Gelellschast Bergmann . . . Mainkraftwerte Schulten..... Siemens 4 Halöke Adlerwerke .fticn« Daimler Motoren . Heyligenstaed» Meauin. ..... Nlotorenwerke Mannbeim SVranfforter Armamrrn ■ ■ Itonservcnsabrik Braun Metallgesell chaft Frankfurt . Pet. Union 9l.=(S. Schuhfabrik Her; ■ . Sichel . . . . . . 3c(Iiio'> Daldhol . . . Zuckerfabrik Frankenthal . . Zultcn'abrik Waabäusel 99 91,25 123 56.25 66 122' 94 104,3* 7,25 13 152,25 128^25 126,25 122,75 101 46,5 98,25 77,25 83 148,25 । 82 I 66,25 ! 81 । 109 | 104,25 98 98 91 122 55,75 66 30.5 WaS den Ha fenbe stand anlangt, so sieht man verhältnismäßig viele Junghafen, die mit Rücksicht auf die trockene Witterung der letzten Wochen gut aufgekommen zu sein scheinen O Aus dem Kleebachtal. 22. Apri.. Die Frühjahrsbestellungsarbeiten nehmen ihren eifrigen Fortgang. Rachdem die Aussaat des Hafers und der Gerste beendet ist, hat man mit dem Legen von Dickwurzkernen (Runkelrüben) begonnen. Auch das Kartoffelsetzen hat seinen Anfang genommen. Kreis Marburg. sch. Warburg. 22. April. Seinen V e r- lehungen erlegen ist gestern in einer hiesigen Klinik Dr. Stippel aus Herborn. Dr. Stippel ist. wie wir berichteten, das vpter eines Autounsalls bei Sndbach geworden. frankfurter Börse. Frankfurt. 23. April. Tendenz: Fest.— Die Eröffnung der heutigen Börse vollzog sich trotz der unklaren innerpolitischen Situation in freundlicher Stimmung. Allgemein war man geneigt, den günstigen Rachrichten mehr Beachtung zü schenken, wobei namentlich auf optimistisch lautende Freigabe Meldungen verwiesen wurde. Mit Rücksicht daraus und unter dem Einfluß der anhaltenden Geldflüs- s i g k e i t. die eine Hauptstütze des Marktes bildet, entwickelte sich eine recht feste Tendenz, die aber zu oedeutenderen Umsätzen vorerst nicht führte. Die Zurückhaltung blieb weiter vorherrschend, da die Unsicherheit noch nicht vollständig überwunden ist. was in fortwährenden Kursschwankungen zum Ausdruck kam. 3m späteren Verlaufe bot die Besserung der deutschen Außenhandelsbilanz dem | Markte etwas Anregung, von der besonders Die Wanderung der Aale. Don Dr. Friedrich Krüger. Alljährlich im Frühling, etwa Anfang Mai, können wir an den Mündungen der deutschen Ströme, vor allem an der Weser und an der Unterelbe, ein seltsames Wunder erleben: den Anmarsch der jungenAale. 3n einer endlosen Heerstraße kom- men sie aus dem Ozean dahergezogen, dicht gedrängt zu Millionen, um in das Süßwaffer-Paradies der europäischen Ströme einzudringen. 3n welchen Mengen die Aalbrut auftaucht, mag die Tatsache erkennen lasten, daß im Mai 1923 bei Hamburg ein Schwarm beobachtet wurde, der etwa zehn Kilometer Lang war und in einer Breite von einem Meter elbaufwärts zog. Riedere Stauwehre werden, wenn ste nur einigermaßen mit Algen überwachsen sind, von der Aalbrut überwunden, indem die Tierchen — sie haben etwa die Länge eines Streichholzes — an dem Wedr in die Höhe klimmen. Schwieriger gestaltet sich das Eindringen am großen Wehrwerk in Hemelingen bei Bremen, das den ganzen Weserstrom überquert. Man hat zwar dort am Ufer sogenannte Aal-Pässe angelegt aber nur ein Teil der Aalbrut findet den schmalen Weg, wahrend die Mehrzahl, wie die mit Aalbrut dick überzogenen Außen- wände zeigten, bei ihrem Versuch, die Schleusen zu überklettern, den Tod fanden. Seit einigen Jahren wird nun auf Veranlassung des Bremer Fischerei- Vereins die Aalbrut abgefischt und an binnenländische Fischereibesitzer zur Aufzucht abgegeben. Wie groß derDedarf an Aalbrut in Deutschland ist, geht daraus hervor, daß erst vor einigen Wochen in Gloucester in England drei Millionen Stück Aalbrut für deutsche Rechnung eingetauft wurden. Bei dieser Aalbrut, die alljährlich im Frühjahr an den europäischen Flußmündungen aus taucht, handelt es sich ausschließlich um weibliche Tiere. Und es ist erst vor zwei Jahrzehnten einem dänischen Künstler-Geschichten. Hermann S ch l i 11 g e n, der lange Jahre als Zeichner an den „Fliegenden Blättern" mit- arbcitete, der auch als Maler seine große Begabung gezeigt hat und sich jetzt ganz der Malerei widmet, weiß nicht nur mit der Zeichenfeder lustige Geschichten zu erzählen, sondern auch mit der gewöhnlichen Feder. Das zeigen feine „Erinnerungen", die soeben bei Albert Langen tn München erscheinen. Mit offenem Blick und einer besonderen Gabe für die humorvollen Seiten ist er durchs Leben gegangen und hat viele bedeutende Künstler kennengelernt, von denen er lustige Geschichten zu erzählen weiß. Der Meister, den et in Berlin vor allem verehrte, war Menzel: er besuchte ihn aber nicht, weil er hörte, daß der damals schon sehr bekannte Fritz von Uhde recht „katzendreckerig" empfangen worden war. Dieser hatte seine Visiteniarle abgegeben: Fritz von Uhde, Rittmeister a. D., die Menzel auffallend in i>er Hand hielt und fortwährend beguckte. ..Herr Rittmeister" ging es hin und her, und schließlich fragte er den sehr verblüfften Kollegen noch über militärische Dinge, als ob er gar nicht wüßte, daß Uhde Bilder malte. Um so enger wurde Schlittgens Verhältnis zu seinem anderen Abgott", zu 52 e i b l, mit dem er in Aibling einen ganzen Sommer verbrachte. Leibl war bekanntlich unzertrennlich von feinem Freunde Sperl, auf i-elfen Kritik er am meisten gab. Als Leibl die Drei Frauen in der Kirche" malte und den Kopf der jungen ^Bäuerin fertig hatte, fragte er Sperl: Wie ist er?" .Er ist nicht schlecht, könnte aber besser fein.“ Den nächsten Tag kratzte ihn Leibl ab und malle ihn noch einmal. Abends kommt Sperl und zögert mit der Kritik. ..Run, sagt Leibl, .sprich!" .Gestern war er besser. .Weshalb hast du mir das nicht gestern gesagt?' brauste Leibl auf und schüttelte Sperl am Arm. Von L e n b a ch erzähll Echllttgen, als er Kaiser Wilhelm I. matte, tadelte der alte Herr der auf fo etwas sehr hielt, daß der Orden aus der Brust nicht richtig am Platz wäre. Lenbach reichte ihm den Pinsel: .Ditte. Majestät, zu korrigieren. Wer ich kann ja nicht malen." Half alles nichts. Lenbach ließ nicht nach, bis endlich der Kaiser- Forscher, Dr. Johannes Schmidt, gelungen, das Geheimnis der Fortpflanzung und der Wanderung der Aale aufzuhellen. W r wißen jetzt, daß die Laichplätze aller europäischen Flußaale im Golf von Mexiko, in der Rähe der Bermuda-Inseln liegen. Wenn der Aal ein Alter von sieben bis zehn Zähren erreicht hat. wandert er flußabwärts, schart sich — ähnlich wie man dies im Herbst bei der Vogelwelt beobachten kann — mit seinesgleichen zusammen, und in großen Schwärmen treten diese aus den europäischen Flüflen kommenden Aale, ausschließlich weibliche Tiere, ihre Reise durch den Atlantischen Ozean nach dem Golf von Mexiko an. Dort suchen sie Tiefen von etwa 1000 Metern auf, legen ihre Eier ab, aus denen sich winzige Larven entwickeln. Während die Ellemtiere vermutlich zugrunde gehen (man hat nämlich noch keinen ausgewachsenen Aal auf der Rückwanderung angetroffen), wandern die Larven, blattähnliche Gebilde, nach zweijähriger Entwicklung mit dem Golfstrom über den Atlanlifchen Ozean der europäischen Küste zu. 3m vierten Jahr ihrer Wanderung treten sie, nachdem sie sich aus der Larve in einen jungen Aal verwandelt haben, zu einer bestimmten Zeit in den Flußmündungen auf, m besonders großen Mengen an der französischen und englischenWestküste, wo sie bereits erwartet und zu Millionen gefangen werden- Das ist im Marz der Fall Anfang Mai erscheinen sie an der deutschen Küste. Wie ein rieselndes Band gleiten die Aal- masien dahin. Mit unbeirrbarer Jnstinltficherheit suchen und finden sie, nach vierjähriger Wanderung im Salz des Ozeans, das Eüßwaflcr unserer Ge- wäsier, bringen in die Stromläufe ein, klettern an Wehren empor, überwinden z. B. den Rheinfall bei Schaffhausen und wandern sogar, wenn, die Llmstände es erfordern, auf kurze Strecken über sumpfiges Land. Ein Raturwunder, das man staunend betrachtet und nicht zu beuten vermag. Ober ein anderes Geheimnis. Man hat LachS- eier aus einem Nebenfluß des Rheins nach Reuseeland gebracht und dort ausgesetzt. Die jungen Lachse umtoanbetten die halbe Erde und kehrten in ihren heimatlichen Fluß zurück ... Ein Wunder des Instinkts, ebenso seltsam wie der Zugtrieb der Vögel, die alljährlich auS weller Ferne den Weg zum heimallichen Reste finden. den Pinsel nahm und mit zitternder Hand einige Striche hineinmachte. Lenbach ließ sie aus Pietät stehen. Von den witzigen Aussprüchen L i e b ermann s sei einer mitgeteilt, den Schlittgen auf der Rembrandt-Ausstellung in Amsterdam von im hörte. .Abends saßen wir unter lauter Kunst- gelehrten. die sich um die Echtheit eines Bildes stritten. „Ach was," fährt Liebermann dazwischen, „was gut ist, ist von Rembrandt, und was nicht gut ist, ist nicht von ihm." Mit Munch ttar Schlittgen während der ersten Berliner Zeit dieses großen Malers viel zusammen. Der Rorweger war in ewiger Geldnot, und Schlittgen sagte ihm eines Tages: „Sie erzählen doch immer, daß sie so viele Angebote auf ihre Bilder haben, weshalb verkaufen Sie denn nichts?" »Ich habe zu hohe Preise", sagte Munch in einem so traurigen Ton, als ob er selbst an diesem ilnglüd litte. Munch erzählte, daß er einmal in einem kleinen Gasthof an der Riviera wohnte, wo er täglich feine Rechnung zahlen muhte. Rach feiner ©e» wohnhell lag er morgens im Bett und schrieb Briefe. Dabei stieß er das volle Tintenfaß um, und der Inhalt lief über das Federbett. Run blieb er den ganzen Tag liegen und malte all die großen blauen Karos des Musters nut Oel- farbe nach, damit man es nicht merken sollte. Es war eine fürchterliche Arbeit, bei teinem seiner Bilder hat er sich so viel Mühe gegeben. Abends zahlte er und schlich sich aus dem Haus. Mit Sudermann war Schlittgen bekannt, als der Verfasser der „Ehre" noch ganz unbelaniü war. Später traf er ihn auf einem Maskenfest wieder als berühmten Schriftsteller, umgeben von einem Schwarm Verehrer. Schlittgen selbst war mit Gerhart Hauptmann da. Als er Siwer- mann das erzählte, sagte dieser: „Oh, das ist ja famos, ich möchte Hauptmann schon lange, gern kennen lernen. Dringen Sie ihn mir doch. Al» Schlittgen Hauptmann dies rnilleille, sagte der: „Rein, es tut mir leid, aber es geht nicht." Der Verfasser gehörte auch zu dem Kreis im „Schwarzen Ferkel", in dem Strindberg der berühmteste Gast war. Er war ohne Mittel nach Derlin gekommen und hatte sich wohl Hoffnungen gemacht, die sich nicht erfüllten; er sprach viel und t>erbittert vom Theater. Als endlich auf einer kleinen Bühne Schiffa hr isaktien Rutzen ziehen konnten und Kursbesserungen von 2 bis 3 Prozent er- zielten. Montanaktien profitierten von der Zuspitzung des Konfllltes im englischen Kohlenbergbau. weil man bereits mit einer verstärkten Kohlenausfuhr im Falle eines Streiks der englischen Bergarbeiter glaubt rechnen zu können. Kräftig gesteigert waren Deutsch-Lux. Gelsenkirchen, Harpener und Phönix, die Besserungen von 2 bis 3 Prozent aufzuweisen hatten. Auch Farbenwerte verkehrten in angeregter und fester Stimmung. I. G. Farbenindustrie plus 1 Prozent, Holzverkohlung plus 2 Prozent. Elektroaktien tendierten fest. AEG. pluS 1,5 Prozent, Bergmann plus 2 Prozent, Hchuckert plus 1.25 Prozent, Siemens & Halske plus 1.5 Prozent. Ruhig und wenig verändert lag der Dankaltienmarkt. nur Braubank setzten aus den bereits bekannten Motiven ihre Aufwärtsbewegung 1.25 Proz. fort. D e Reben- märkte blieben zum größten Teile vernachlässigt, und es bestand nur geringes Interesse für die Werte dieser Gruppen. Maschinenaktien gehalten. Zuckeraktien kaum verändert. Baust offaktien behauptet. Der deutsche Anleihemarkt wurde von der günstigen Strömuna kaum berührt. Kriegsanleihe gingen mäßig höher. Am Auslandrentenmarkt setzten Türken ihre Besserungen in kleinem Umfange fort. Pfandbriefe waren befestigt. Auch der Freiverkehr schloß sich der Aufwärtsbewegung an. Becker Stahl 40. Becker Kohle 54.5. Benz 67. Brown Boveri 73. Entreprise 10, Growag 60. KrügerShall 98. Ufa 57, Hfra 76 Prozent. Der weitere Verlauf war freundlich gestimmt, zu nennenswerten Kurssteigerungen kam es jedoch nicht. Das Geschäft blieb klein. Am G e l d m a r k t ist das Angebot weiterhin außerordentlich stark, so daß Tagesgeld zu 4 Proz. kaum unterzubringen ist. Monatsgeld 5 bis 6' , Proz., je Adresse. Bankdiskonten 4*/« bis 43'4 Proz. Industrie-Akzepte 5*/2 bis 53/< Proz. JmDevisenverkehrist eine erneuteOIb» schwächung der Frankenvaluten zu verzeichnen. Paris senkte sich gegen London auf 146.10 und lag damit gegen gestern wieder erheblich schwächer. Brüssel war scharf gedruckt und I gingen gegen London auf 137,25 zurück. Mark und Pfund sind unverändert. Devisenmarkt Derlin—Frankfurt l 1- deutschland — Meisterschafts-Entscheidunasspic' :i Dresden — und Südostdeutschland fortgesetzt t i Fußball-Städtespiel Duisburg—Amsterdam findet in Amsterdam statt. — Fußball-Länderspiel Frankreich—Schweiz in Paris. Die Fußball- und Handballmeister- schäften der Deutschen Turnerschaft werden in den Schlußspielen um die Kreisgruppen-Meister- schaften durchgeführt. Handball-Repräsentativspiel Süddeutschland—Westdeutschland in Darmstadt. Ein Hockey- Turnier plant der V. f. B. Jena. Die Deutsche Rugby- Meisterschaft bringt bas Vorrunbenspiel Brcmbenburg — Mitteldeutschland gegen Norddeutschland. Eine Rugbyreise nach ber Schweiz unternimmt eine Heibelderger Mannschaft. Turnen unb Leichtathletik In Stuttgart kommt die Waldlauf-Meisterschaft der Deutschen Turnerschaft unter Beteiligung von über 100 Einzelläufern und 17 Mannschaften zum Austrag. Thüringische Waldlauf-Meisterschaft in Saalfeld. Straßenlaufen und -gehen „Rund um Südost" (Berlin). Staffellauf „Quer durch Eberswalde". Querfeldein-Meisterschaft von Oesterreich. Sächsisches Landesjugendfest (Weihe der Jugendburg). Ausscheidungsturnen der Amerika-Turnerriege in Leipzig. Schwimmen. Zur Rückkehr des deutschen Meisters Rademacher von seiner erfolgreichen Amerikareise werden sich zahlreiche Schwimmer in Hamburg zum Empfang einfinden. Nur ein gauoffenes Schwimmfest bringt der Sonntag in Gelsenkirchen. Die D. I. veranstaltet in Stuttgart reichsoffene Schwimm-Wettkämpfe. Fecht-Wettkämpfe sind unter Beteiligung Darmstädter, Wiesbadener, Rüdesheimer und Mainzer Fechtclubs in Mainz geplant. Motorradsport. Bei großer internationaler Beteiligung geht auf Sizilien die Targa und Coppa Florio vonstatten. In Köln beginnt die westdeutsche Dauergebirgs-Prü- fungsfahrt. Barmen trägt die Motorrad-Zuverläs- sigkeitsfahrt von Rheinland und Westfalen aus. In Oesterreich wird der Große Preis für Motorradfahrer ausgefahren. Radspott. Bahnrennen sind in Dortmund, Berlin, Treptow, Hannover und Köln-Riehl vorgesehen. Straßenfern- fahrten sind: die Harzrundfahrt für Berufsfahrer und Amateure, Berlin—Stettin—Berlin um den Großen Stephanpreis, Rund um die Dresdner Heide, £luer durch Bayern, Gispersleben—Nordhausen—Gispersleben und der Preis der Wupperstädte. Futzball in Der D. T. O Acht Kreisgruppenmeister sind zu ermit- teln. Tim diese Ehre, die zu den Endkämpfen berechtigen, bewerben sich am Sonntag nach- tehende Kreismeister: Tv. Forst 1861, Hamburg- Rothenburgsort, „Alter Tv." Breslau, Tv. Holz- Hausen bei Leipzig, Peine bei Hannover, „Fortuna' Dortmund, Mannheim 1846, Fürth Rftv^ der Altmeister, Turnerbund Ulm. Zu sicheren Aussichten auf Erfolg dürften, bisherigen Leistungen zufolge, wohl Forst und Männerturnver- ein Fürth berechtigt sein. I» Äl Dell D Dorna dUf£ Tetr. Io stand 6 29. ® 1926) । 9. 2lpi Heiner G Del sicht l oeran nonnt 0,7 bi 11 & Detr. Ha D untern Lerga geben, Lehre: lollt von $ Klon ( «••Rfi «uuiuci [teigem. Der Partei auf, d "onach ö Jolfsentf 'hre Ntimnu Das d » ®al^ini ?°ra3 erliä S.b'n neu Lu.ms im '«le Stift e tums zu ®'d‘un9 bui Werden, (0 t P'ne Absich 2" ton dal i ^"-Stmeri Uralisches $ Cantor ? Ie,ne 3u Unb Lech Der 6, rQnx ■ ® •Nl'r-V."