b°n 2 .Ivh^ iMttn M T^deut^, n iQ^Äoff. »3«5»«T'* L'Sxb «Ä MnrS«ie. '7-«k8-x sKr *rS e 6*1? führenden । beßiup. fig 5 Wböje,, Qg; l $Mkn auf 71/ «ÄS- *i» i mit W. nmQnbttt mit 129.20, nui9en verzeichn trfibeböric. ®*et Anzeigers''^ wfe A^rdennv' 26 bis 26,25, Aogqeir ®rauäto?(fe g bis 21,50, MiS ^lzemnchl, jniänd. Mmehl 26 bis 26.50, -RogMeie 11,2d htdiehmarkt. Siebener Anzetgrr^.s 21. Jan. Auftrieb: bchafe, 387 Schweine, r 70 bis 75, mittlere 60 bis 69, geringere 50 bis 58, geringe Schafe: a) Weide- Nasthämmel 42 bis id Schafe 34 bis 41, l und Schafe «Merz- weine: vvllfteifchige 82, unter 80 H 15 g. 80 bis 83, dvn 120 lk. Marktverlauf: Dci t Norddeutsche Mast« L ikienbörse. Berliner Produkten- in Brotgetreide we° 1 Äugen in Ueber- AnssiaMmeidungen cmWge große Nach- n Lokomarkt hielt die c Ware unvermindert hohen Geboten anzu- r gegenüber dm gest- er doch schwächte sich Der ersten Stunde er- mbel eröffnete März« weizen 2 Mark hoher, gleichen Monate l,oO sert. Gerste m Anetwas fester. Mehl »r ohne nennenswerte m> 1000 Kg.: Weizen ,Pommern! 24t Wa* märkischer) U5-M. ti Noagen sMarzl ,18*885. ** Ut 148—182, HÄ« 8 340-345; »°> >« k Noggenmchl LU» LS m* 96-33, Kleine >1. W" 21'23, inen ßdb 1H* )rogrofflW ,r Senders. )-Ainschau^ Jaouor: ,r und o>e Karl irtcag vpn Äseflitera- z°"sch" • tnde b£t " iei)llUV ^alden'er ^c.- ia von &•.*“ 7 bis -prachuntewch^ z für /ortbilb^Ä) ,7.20 Silben auMuhr: enschau. 'ü|fgbilbun9- ibes für M t lung idllc bet Sdj. 8 bij or 'M Bnett; )i)lt W W . Konzert ■* Nr. 18 Erstes Blatt 176. Jahrgang Aeitag, 22. Januar 1926 Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Monats-öezugrpreis: 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: Schriftleitung 112, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: Zranlfnrt am Main 11686. Siehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitäts-Buch- und Zteindruckerei R. Lange in Siehen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchukstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm 1 Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigenvon70mnr, Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20% mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. WUH. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Will). Lange: für Feuilleton Dr. H.TKyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein: für den Anzeigenteil Hans Iüstel, sämtlich in Gießen. Die Deutschnationalen und der Völkerbund. Berlin, 21. San. (TU.) Die Reichs- ragsfrc^ktion der Deutschnationalen Volkspartei hat beim Reichstag folgenden Antrag eingebracht: „Der Reichstag wolle beschließen: Der Antrag auf Eintritt in den Völkerbund ist nicht zu stellen, bevor insbesondere 1. die Auslegung der deutschen Regierung (fein Verzicht auf deutsches Land und Volk), freies Kündigungsrecht und völlige Neutralität und Handlungsfreiheit Deutschlands gegenüber Artikel 16 und 17 des Völkerbundsstatuts vom Völkerbund und den andern Vertragsstaaten authentisch anerka.nnt sind, 2. a) die Be schränkung der deutschen Luftfahrt und die Snvestigations- beschlüsse aufgehoben worden sind und jede einseitige militärische Kontrolle gegenüber Deutschland ausgeschlossen ist, b) die vorbereitende Abrüstungskonferenz stattgefunden und ein Ergebnis gezeitigt hat, durch welches die völlige Gleichberechtigung der Völker in Abrüstungsfragen tatsächlich gewährleistet ist, 3. der amtliche Widerruf des Deutschland im Versailler Vertrag abgeprehten Schuldbekenntnisses allen Signatarmächten mit der Forderung auf unparteiliche internationale .Untersuchung der Schuldfrage notifiziert, das Recht Deutschlands auf seine Kolonien anerkannt und der Schuh der deutschen Minderheiten in allen Staaten sichrrgestellt ist, 4. hinsichtlich der besetzten Gebiete die in Aussicht gestellten und unerläßlichen Voraussetzungen und Rückwirkungen erfüllt sind, also a) die Kölner Zone vollständig geräumt ist, b) die wesentliche Abkürzung der V e s e tz u n g s f r i st e n für die zweite und dritte Zone und der Abstimmungsfrist für das Saargebiet rechtlich bindend gesichert ist, c) für die Zwischenzeit die Verringerung der Desatzungsstärke auf deutschen Friedensstand und eine wirksame Revision des Desahungsregimes (Delegierte, Ordonnanzen, bürgerliche Rechtsprechung. .Unarrtastbark?it der persönlichen Freiheit) durchgeführt ist. Die Wohnungsnot im besetzten e Gebiet. Wiesbaden 22. San. (TU.) Die englische Militärbehörde nimmt in einer Erklärung zu den Klagen über Wohnungsforderungen der englischen Desatzungstruppen indem neu bezogenen Gebiet Stellung. Sn ihrer Erklärung führt sie u. a. aus: Die erhöhten Anforderungen an Wohnungen durch die Engländer werden durch die v e r s ch i e d e n a r t-ig e Z u- sammensetzung der englischen und französischen Streitkräfte erklärt. Die britische Desatzungsbehörde hat, um die Desatzungslasten zu erleichtern, sämtliche Angehörigen, Frauen und Kinder, der jüngeren Mannschaftsjahrgänge als auch der Stäbe in der besetzten britischen Zone der Stadt Dingen in die Heimat zurück geschickt. Die Härten, die sich durch die Beschlagnahme von Schulen und öffent- ichen Gebäuden ergeben, werden vom britischen Hauptquartier geprüft und sollen nach Möglichkeit berücksichtigt werden. Zum Schluß weist die englische Behörde darauf hin, daß bis jetzt in den meisten Fällen eine für beide Teile befriedigende Lösung gefunden worden sei. ßocarnoSebatte in der italienischen Kammer. Nom, 21. Ian. (WB.) In der italienischen Kammer begann die Aussprache über die Verträge von Locarno. Der wegen seiner deutschfeindlichen Agitation bekannte Faszist Z i m 0 l 0 versuchte durch den Hinweis auf die deutschen Blätterstimmen, darunter auch auf den „Vorwärts", zu beweisen, daß Deutschland weit entfernt vom Geiste von Locarno sei. — Gentile forderte ein Kolonialmandat für Italien. — G 0 rini vertrat die Auffassung, daß die Bewegung in Südtirol künstlich gemacht sei. — Cavaz - z 0 n'i (Nationalkatholik) schilderte den Gegensatz des Geistes von Versailles und von Locarno und wünschte auch für Sud- und Osteuropa solche Verträge. DieDeutschen-Verfolgung in Südtirol. München, 22. San. (WTD. Funkspruch.) Beim Appellationsgerichtshof in Brixen fand die Derufungsverhandlung wegen den am 5. Oktober 1925 in Bozen zu 11 Monaten und 20 Tagen Kerker, Tragung der Prozehkosten und Ersah von 300 Lire an die Zivilpartei verurteilten verantwortlichen Schriftleiter des „Landsmann", Peter Fuchsbrugger, statt, der seinerzeit wegen angeblicher Beleidigung eines faszistischen Vereins angeklagt war. Der Gerichtshof erklärte, daß die Angelegenheit als politisches Verbrechen unter die Amnestie falle und sprach Fuchsbrugger frei. Fuchsbrugger war infolge des ersten älrteils von den Behörden als verantwortlicher Schriftleiter des „Landsmann" abgesetzt worden, und der „Landsmann" hatte bis heute deshalb sein Erscheinen einstellen müssen. Ein deutscher Goldschmied aus Brixen wurde als Vorsitzender des Turnvereins vor Gericht geladen, weil er Säbel, die zum Fechtunterricht benötigt wurden, nicht angemeldet hatte. Der Vorsitzende war der Meinung, daß der Sekretär des Vereins die Säbel ange- Der Fall Goldstein. Ablehnung der Oppositions-Anträge im Hessischen Landtag. Darm st a d t, 21. San. Präsident A d e - l u n g eröffnet die Sitzung um 9,40 Ähr. Eine Kleine Anfrage des Abg. Schreiber über die angebliche Darlehenserteilung von 600 000 Mk. an den Fürsten von Ssenburg-Büdingen wird von der Regierung in der Weise beantwortet, daß der Verteilungsmodus der Landeshypothekenbank geschildert wird. 80 Prozent des überhaupt zur Verfügung stehenden Kapitals von 1,5 Millionen Marl sind kleinen Darlehensnehmern gegeben worden. Auskunft über die Darlehensnehmer im einzelnen könne die Landeshypvthekew- bank mcht geben. Hierauf nimmt das Haus die Beratung des Falles G 0 1 d st e i n wieder auf. Ministerialrat 11 r ft a & t berichtigt die Angabe des „Darmstädter Tageblattes", daß er die falsche Behauptung ausgestellt hätte, Prof. Heidebrock habe den Artikel geschrieben, dahin, daß Prof. Heidebrock von ihm nicht als Verfasser genannt worden sei. Abg. Reiber (Dem.) führt u. a. zur Ernennung des Professors Goldstein aus, daß das formale Recht auf Seiten eer Regierung stehe. Der Redner verbreitete si ' bann über die Stellungnahme des Professors Heidebrock zum Fall Goldstein: die Demokraten "hätten gewußt, daß Pros. Heidebrock einen anderen Standpunkt zu dieser Angelegenheit einnehme als die Demokratische Partei, doch habe man nicht erwartet, daß er mit seiner Meinung an die Oefsentlichkeit gehe. Das Ansehen des Professors Goldstein habe in den bisherigen Verhandlungen nicht gelitten, denn fein wissenschaftliches Ansehen stehe fest. Man habe die Angelegenheit mit der neuen Lehrerbildung in Verbindung gebracht: nun werde es von der Rechten des Hauses so hingestellt, als wenn das Landesbildungsamt seine Sache verrate und die Rechtsparteien nun die Sache des Dilbungswesen öertri.ten müßten. Die Formulierung des Landesamtes für das Dildungswesen bei der Abwehr der Angriffe sei nicht glücklich gewesen. (Zwischenrufe aha!) Die wissenschaftliche Seite der Angelegenheit hätte es nicht gerechtfertigt, daß man sie so in der Oefsentlichkeit behandelt habe. Die Freiheit der Wissenschaft sei nicht bedroht: die Deutschnationalen (Konservativen) seien immer Gegner der Freiheit in jeder Form gewesen. Das unbeschränkte Vorschlagsrecht könne die Freiheit der Wissenschaft nicht sicherstellen, denn die viel bemängelte Cliquenwirtschaft habe es nicht verhindern können: es habe auch nicht verhindern können, baß einzelne bedeutende Leute oder auch ganze wissenschaftliche Richtungen nicht zur Geltung kommen konnten. Abg. Dr. Werner sei als Antisemit gegen Prof. Goldstein, aber er sage, daß er ihn wegen seiner mangelnden, wissenschaftlichen Qualifikation ablehne. Das Vorschlagsrecht der Hochschule sei gar nicht bedroht. Die Sache sei nur politisch ausgeschlachtet worben. Seine Partei lehne bie Anträge ab und stelle sich hinter die Regierung. Abg. Dr. Keller (D. V. P.) bemerkt, seine Partei habe erst am Freitag von der Erkrankung Prof. Goldsteins gehört: wenn die Regierung davon Mitteilung gemach' hätte, so hätte keiner im Hause gegenwärtig auf der Behandlung des Falles bestanden. Der Redner wttst nachdrücklichst auf das historisch begründete Vorschlags- recht der Hochschulen hin, der Fall Goldstein verschwinde dahinter. Man habe die Lleberzeugung, daß Lothar Clemens Wenzel von Metternich feine Auferstehung in dem Staatspräsidenten Karl Ulrich gesunden habe. (Beifall und Zwischenrufe.) Die Verletzung des Vorschlagsrechtes habe mit Recht die Professoren, namentlich auch die demokratischen verstimmt. Prcf. Heidebrock bekämpfe gerade meldet habe. Trotzdem wurde er zu 21/» Monaten Haft und zur Zahlung der Prozeßkosten mit einer Bewährungsfrist von 2 Sahren verurteilt. Aus den Reichstagsausschüsfen. Der Bevölkerungspolitische Ausschuß beschäftigte sich heute mit der Einzelberatung des Entwurfes eines Gesetzes zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Nach längerer Debatte wurden unter Ablehnung kommunistischer Anträge, die starke materielle Anforderungen an die Regierung in dieser Frage gestellt hatten, die Bestimmungen des Regierungsenlwurfs der Paragraphen 3 und 4 vom Ausschuß angenommen, die u. a. bestimmen, daß die Durchführung der aus dem Gesetze erwachsenden gesundheitlichen Aufgaben G e- sundheitsbehärden zu übertragen ist, die sich mit den Beratungsstellen für Geschlechtskranke, den Pslegeämtern und sonstigen sozialen Einrichtungen möglichst im Einvernehmen zu halten haben. Die Beamten der Polizei sollen nur insoweit Mitwirken, als es die Durchführung der zulässigen Zwangsmaßnahmen erfordert. Das zuständige Gesundheitsamt kann Personen, die dringend verdächtig sind, geschlechtskrank zu sein und die Geschlechtskrankheit weiter zu verbreiten, anhalten, ein ver° trauensärztliches Zeugnis vorzulegen. Solche Personen können einem Heilverfahren unterworfen und auch in ein Krankenhaus gebracht werden. aus demokratischen Gründen bas Vorgehen der Regierung. Die Gründe des Landes- bilbungsamtes seien alle morsch. Wahrscheinlich werde der Konflikt nicht so bald beigelegt werden, wie die Linksparteien glauben. Der Redner erklärt, sich wundern zu müssen, über die auswärtigen Professoren, die ihre Meinung über einen Dozenten nicht einer Hochschule, sondern einer Regierung mitgeteilt hätten: sie hätten damit b er Selb st Verwaltung ber Hochschulen keinen Dienst erwiesen. Die Anerkennung ber Lehrtätigkeit als Privatdozent für Prof. Goldstein, schließe nicht ein Zeugnis ber Eignung als Professor in sich. Ministerialdirektor älrftaöt habe erklärt, ein Professor für Philosophie habe nur eine ausreichende Befähigung nötig. Demgegenüber vertritt Abg. Dr. Keller den Standpunkt, daß ber beste akademische Lehrer auch in Rebenfächern gerade gut genug fei auch an einer Technischen Hochschule, Populärwissenschaft fei überhaupt keine Wissenschaft. Was vom Landesbildungsamt zur Verteidigung des Philosophieunterrichtes vorgebracht wurde, fei nichts anderes als eine Verteidigung der früher so angegriffenen Seminarbildung gewesen. Wenn die Regierung die Ernennung mit Sparmaßnahmen begründe, so sei dem entgegenzuhalten, daß unter Sparmaßnahmen bie Wissenschaft nicht notleiden dürfe. (Beifall auf der Rechten des Hauses.) Abg. Frl. Birnbaum (D. Vp.) richtet eine Kleine Anfrage an die Regierung wegen Erleichterung der Fremden- kontrolle in Bad-Rauheim. Die Regierungsantwort besagt, daß die Regierung den Wünschen entgegenkommen wolle. Die Forderung der Polizei, daß sich ein Fremder persönlich melden müsse, werde dahin abgeändert, daß nur in besonderen Fällen eine derartige Kontrollmahnahme verlangt werde. Gin entsprechender Gesetzentwurf werde dem Landtag vorgelegt. Auf bet anderen Seite könne aber auf eine Fremdenkontrolle nicht ganz verzichtet werden, doch werde dem Weltbad Rechnung getragen. x Abg. Kaul (Soz.) meint, wenn ber sall Goldstein umgekehrt läge,' so würden die Rechtsparteien sich nicht so ins Zeug gelegt haben. Weiter führt der Redner eine Reihe von Fällen aus früherer Zeit an, in denen das Vorschlagsrecht der Hochschulen nicht beachtet worden ist. Ferner wendet er sich gegen das „Starrsystem", nach dem gegenwärtig die Professoren berufen würben. Der Widerstanb gegen Goldstein gehe aus dem Widerstanb gegen besten philosophische Richtung hervor. Abg. Hein stabt (Ztr.) tierteibigt das unbedingte Recht ber Regierung, die Hochschulprofessoren zu ernennen auch für den Fall Goldstein. Abg. Kindt (Dntl.) weist auf Einstimmigkeiten innerhalb ber Demokratischen Partei hin, die durch bie Veröffentlichung bes Artikels von Prof. Heibebroek hervorgetreten seien, demokratische Blätter hätten Prof. Heibebroek wohl schwerlich den Artikel abgenommen. Staatspräsident Ulrich erklärt, niemand habe Las. was er erwartet habe, ausgesprochen. Die Rechtsparteien hätten aus den Schriften des Pros. Goldstein den Beweis erbringen müssen, daß er nicht für den Posten geeignet sei. Der Redner begründet bann bie Ernennung mit den Snteressen des Landes. Reben dem Rechte ber Hochschule stehe auch die Pflicht der Regierung, bie Vorschläge zu prüfen, denn sie spreche die Ernennung aus. Gerade durch die Berufung Prof. Goldsteins sei die Freiheit ber Wissenschaft gewahrt worben. (Lachen auf der Rechten des Hauses.) Der Staatspräsident tadelt das Vorgehen des Prof. Heidebroek und schließt seine Rede mit der Bitte, die Anträge zum Fall Goldstein abzulehnen. Abg. Dr. Werner wendet sich gegen die Identifizierung der Snteressen des Landes mit denen des Prof. Goldstein. Abg. Kaul habe keinen Präzedenzfall für bie Uebergehung des Vorschlagsrechtes der Hochschulen aus H e s - s e n anführen können. Der Redner erklärt gegenüber dem Abg. Reiber, daß er vom Standpunkt der Ethik aus, die von Prof. Goldstein gelehrt werde, die Ernennung bekämpfe, da Prof. Goldstein ganz auf jüdische Ethik eingestellt sei. Ministerialrat L ö h l e i n meint, es wäre viel für die Verständigung gewonnen, wenn e i n Vertreter der Hochschule im Landtag hätte sprechen können. Das Vorschlagsrecht stelle kein Privileg dar. Sn der Abstimmung wird der MihbilliF gungsantrag Dr. Werner zum Fall Goldstein abgelehnl. Der Antrag Dingeldeh, der die Regierung auffordert, das DorschlagSrecht der Hochschulen zu beachten, wird ebenfalls gegen die Stimmen der Rechtsparteien abgelehnt. Auf der Tagesordnung der Rachmittags- sihung steht zunächst ein Antrag Sudel, worin die Regierung ersucht wird, bei der Reichsregierung vorstellig zu werden, ein Verbot des Verschneidens von deutschem Wein mit ausländischem Wein zu erlassen. Sm Ausschuß ist der Antrag so abgeändert worden, daß nur ein Verbot für Weißwein erlassen wird. Es sprechen hierzu die Aba Lückel, Blanck, Böhm, Dr. Keller, Dr. Möbus und Schott. Die Abstimmung wird auf morgen zurückgestellt. Zu einer Vorstellung des Hess. Ang ler- bundes auf Herabsetzung von Gebühren sind noch Anträge der Abg. Freiherrn von Hehl und Heinstadt gestellt worden. Auf Wunsch des Finanzministers werden bie Anträge erst im Ausschuß beraten. Gegen einen Antrag Galm betreffend bie Holzhauerlöhne. wenden sich die Abgeordneten Schott und Soft, während ihn Abg. Angermaier unterstützt. Wie Abg. Reiber als Berichterstatter mitteilt, hat der zuständige Ausschuß ein£n Antrag Dr. Riepoth abgelehnt, daß die D e a m t e n - bank nicht mehr als 2 Proz. für die Gelder nehmen dürfe, die sie von der Regierung zur Weitergabe als Darlehen erhält. Der Ausschuß habe einen Antrag Stork angenommen, den Zinsfuß der Dank nachzuprüfen. Sm übrigen empfiehlt der Ausschuß die Regierungsvorschläge zur Gewährung eines Darlehens an die Beamten- banf. Es sprechen hierzu die Abgeordneten Dr. Riepoth und Widmann und ber Finanzminister. Der Herstellung einer elektrischen Licht- antage auf dem D0manialh0f Schif- f en berg bei Gießen stimmt der Ausschuß einstimmig zu. lieber diesen Antrag sowie über eine Reihe weiterer Punkte der Tagesordnung werden die Abstimmungen morgen stattfinden. Längere Aussprachen finden noch statt über die Frage der Smmunität der Abgeordneten sowie über die Wormser Rede des Staatspräsidenten auf der Tagung jüdischer Frontsoldaten. Rächste Sitzung Freitag, 9 Uhr. Der Abg. Dr. Riepoth (Dtsch. Vp.) hat folgende Kleine Anfrage eingebracht: Sicherem Vernehmen nach soll beabsichtigt sein, Stellen für 22 hauptamtliche Berufsberater neu zu schaffen. Die entstehenden Kosten sollen unter Ausschaltung des Landtags durch Verordnung zu Vs den Kreisen, zu 2/s der Wirtschaft (Arbeitgebern und Arbeitnehmern) ausgebürdet werden. Sch frage an: Sst die Regierung bereit zu erklären, auf die Durchführung dieses Planes zu verzichten? Wenn nein, wie gedenkt die Regierung derartige Maßnahmen bei der jetzigen Rotzeit zu r e ch t f e r t i g e n? Der Reichslagsausschuß für Entschädigungsgesetze nahm den Bericht des Präsidenten des Reichsent- schädigungsamies über den bisherigen Verlauf der Zwangsaktion entgegen. Es handelt sich dabei um Nachentschädigungen und Wiederaufbauzuschüsse für Ausland-, Kolonialdeutsche und Deutsche aus den abgetretenen Gebieten Elsaß-Lothringen und L> stdeutsch- land. Insgesamt sind bisher an solchen Nachentschädigungen und Aufbaudarlehen in den Monaten April bis Dezember 1925 202 587 847 Mark bewilligt worden. Am 1. Januar 1926 lagen noch 165 243 Gesuche um Nachentschädigungen vor. Das Finanzministerium ist auch bereit, noch 100 Millionen für diese Zwecke auszuwerfen. Es besteht eine gewisse Hoffnung, weitere Mittel dadurch freizubekommen, daß diese Summen auf d i e A n n u i t ä t e n d e s Dawesplanes angerechnet werden dürfen. Diese wichtige Frage ist Gegenstand eines Schiedsgerichtsverfahrens zwischen Deutschland und der Repko. Der Sozialpolitische Ausschuß verhandelte über einen kommunistischen Antrag, der eine neue Erhöhung der Erwerbs- losenunterstützung um 50 Prozent der auf Grund der letzten Erhöhung entstandenen Sätze forderte und weiterhin die Beseitigung des bisherigen Ortsklassenverhältnisses verlangte. Der Vorsitzende des Ausschusses, Abg. Esser (Z.), stellt fest, daß bereits die letzte Erhöhung der Erwerbslosenunterstühung selbst bei vollkommenem Eingang der Lohn- und Gehaltsabzüge von drei Pozent noch einen Zuschuß von 50 Millionen aus öffentlichen Mitteln erfordere. Rachdem von Regierungsseite erklärt worden war, daß gerade heute beim Reichskanzler eine Besprechung über die Erwerbslosenfrage! stattfinde, einigte sich der Ausschuß dahin, beim Reichsarbeitsministerium anzufragen, ob der Arbeitsminister bereits für Freitag die nötigen Unterlagen und Erklärungen abgeben könne. Daß den Erwerbslosen geholfen werden müsse und zwar noch mehr als bisher, war einmütig die Auffassung des Hauses. Bon einer Beschlußfassung wurde jedoch heute aus den angegebenen Gründen abgesehen. Der Rechtsausschuh des Reichstages setzte seine Verhandlungen über die Fürstenabfindung fort. Ministerialdirektor Dr. Reu- maier gab über die veimogensrechtliche Auseinandersetzung des bayerischen Staates mit dem vormals regierenden Königshaus Auskunft. Zur Durchführung der Auseinandersetzung und auf Grund gütlichen llebercinkornmens wurde durch Landesgeseh ein Fonds mit der Bezeichnung „Wittelsbacher Ausgleichfonds" errichtet. Dem Wittelsbacher Ausgleichfonds wurden neben Mobilien und Smmobilien ein Kapital von 40 Millionen Papiermark überwiesen. Außerdem erhielte^ 20 Millionen Papiermark die Mitglieder deS früheren Königshauses für ihren Verzicht auf ihre Ansprüche an den Bestandteilen öffentlicher Sammlungen, soweit sie aus Wittelsbacher Haus- besitz stammten. Auf eine Frage teilte drr Vertreter Bayerns mit, daß Aufwertungsansprüche hiv sichtlich der 60 Millionen Papiermark, die im Zeitpunkt des Vertragsschlusses bei einem Stande der Goldmark von 1:5000 Papiermark nur einen sehr geringen Wert ihirft eilten, nicht erhoben worden seien. Das Haus Wittelsbach verzichte in dem Vergleich endgültig auf alle Rechte an dem ausgedehnten Eigentum des srüheren Haus- sideitomisses. das zwar seil der bayerischen Ver° sassung dem Staate zugefallen ist, dessen staatlich» Eigentumsrechte vom Haus Wittelsbach bestritten worden waren. • Wie das Rachrichtenbureau aus parlamentarischen Kreisen hört, beabsichtigen die Regierungsparteien in der Frage der Aus- einändersehung mit den ehemaligen Fürstenhäusern eine der Gerechtigkeit und Billigkeit entsprechende Vermittlung herbeizuführen. Diesem Zweck soll dienen die Gründung eines Reichssondergerichtes, an welches alle prozeßmäßig noch nicht erledigten Fälle geleitet werden sollen. Dieses Reichssondergericht soll aber nicht bloß nach slrengem Recht, sondern auch nach den jeweils gegebenen finanziellen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten entscheiden. Falls beide Parteien den Wunsch haben, sollen auch bereits erledigte Fälle diesem ReichZsondergericht zur Rachprüfung überwiesen werden können. Aus dem Reichstagsplenum. Der Reichstag hat sich die Anregung des Aeltestenausschusses, die Beratungen des Reichs- baushaltsplanes nicht unnötig in die Länge zu ?iehen, in der Weise zu eigen gemacht, daß er den ganzen Plan jetzt im Eilzugstempo durchberiet und noch am Donnerstagnachmittag den vorliegenden Deratungsstoff aufarbeiten konnte. Wesentlich Reues ergab die Diskussion zu den Einzeletats nicht, immerhin erfuhr man bei der Beratung des Etats des Reichsjustizministeriums, daß es noch einen R e i ch s s p a r k o m m i s s a r gibt, der gelegentlich durch Sparvorschläge von lich reden zu machen weiß. So hatte er angeregt, daß aus den Patentgebühren nicht zehn, sondern dreizehn Millionen Marl herairsgeholt werden sollten, womit sich auch der Reichstag einverstanden erklärte. Damit aber die Sparsamkeit nicht allzu weit getrieben werde, sorgte das Plenum beim Haushalt deS Reichspostministeriums sofort für einen entsprechenden Ausgleich, inbem es einer Erhöhung des Pensionsfonds von 2 auf 3,5 Millionen zustimmte. Den Etat des Reichs- arbeitsmi. isleriums benutzten Sozialdemokraten und Kommunisten, um gegen die Betriebsstillegungen in der Industrie zu protestieren. Der Haushalt des ReichLernährungsministeriums ging ohne sonderliche Debatte vorüber, ebenso der des Reichsfinanzministeriums Die Abstimmung soll am Fre.rag erfolgen. Damit war die Dagesord- i.v.ng er chöpft und das Haus vertagte sich D e erste Sitzung des neuen Kabinetts. Berlin, 21. Jun. (DB.) Das Reichskabi - nett trat heule nochmillag 5.30 Uhr )u feiner er- «en Sitzung ufammen. Rach Vereidigung der Reichsminister Dr. kuI;, Dr. Lurkins und Dr. Reinhold, die bisher noch nicht im Staatsdienst tätig gewesen sind, durch den Reichskanzler gab Außenminister Dr. ötresemann einen Heber- Hick über die außenpolitische Lage. 3m Anschluß daran wurde über den Stand der wirt- schastsoerhandlungen mit dem Auslande, insbesondere mit Frankreich, Bericht erstattet. Die Feststellung der Regierungserklärung ist Gegenstand einer besonderen Sitzung des Reichskabi- netts, die in den nächsten Tagen stattsinden wird. britische Lage der Reichsbahn. Berlin, 22. 3an ' öchtische Rutzholzverstei- gcrung. Q5ci der gestrigen Rutzholzversteige- durften folgende Preise erzielt: Fichten- schntttholz 2. Kl. 30,50 Mk., 3. Kl. 29.50 Mk., 3. Kl. 27.50 Mt., 4. Kl. 24.50 Mk.. 5a**l n? 5b°Kl. 23 Mk. je Fstm. . de r S üdwe st deutschen Ama- t e u r Fun k - Ausstellung in Marburg be- tetligte stch der Gießener Radioklub mit riet von Mitgliedern fclbftgebauten Empfangsapparaten und einer fclbft gebaut en Rahmen- & inten l«C vier & ^‘erfolglos tlrin gj 24 bis « Äf* -W1- «Heater: 2, (üibt 9.W fir^y. L( y. Lach im Spiel '] fallen ist, I P.S.D.-2 Men-D noch! von 2) Magen, M Reffen“ ni»i Miete. M iiemzMe Si treten aus w Den. SS ist jel maßgeblichen 1 besagen. Del Bestimmungen Äichtantrelen, Ausscheiden tu Die Labe! vergangenen i Vereine FE.Mtzlar .Men' Liehe M'StvD.D L S. Wetzlar AiedergimeS tim auch Verhältnis zu nachstehend c Giehen 7:12, lat 3.14. M In her $ ein tyinti toi M urlpi mar angelegte Kasseler und d Plötzlich in er AüÄPiel M Vorspiel auf ters am 24. 2 F. C. Dehlar den. Der Be, zum 1. Ich werdttr Selr dann mühte Entscheidung clniige8 nicht E Mi T.2.A. der ermittelt lein. Hren Protest . Wito. M WM* Wi mit cir Alt Meister, l JJW ihnen wer gat Sjnt £a,?s Kirche und Schule, hier Turnen, Sport und Spiel Lahnkreishandball. int gew. unent. verl. Pkt- Tleberblick den Mo- und G e- 6 4 3 1 0 0 2 2 4 6 das 1 0 1 0 0 über 13 8 7 2 0 Tor- Spiele 7 6 6 5 6 Vereine 5- C. Wetzlar „Hessen" Gießen Pol-Sp.-D. Wetzlar B. C. Wetzlar Riedergirmes Um auch einen AMU »er hWMSei KM W» Die ZWIM! von Geschäftsgeheimnissen und dellen zu 6 Monaten Gefängnis 300 Mt. Geldstrafe bzw. 4 Monaten Die Kurhessen Kassel haben am Sonntag in Hessen Kassel einen nicht zu verachtenden Gegner, der, indem er ihnen eine Punktniederlage beibringt, § Ulrichstein, 21. Jan. Der von , stammende Volksmiss ionar Pastor Horst ist am 29. Dezember vorigen Jahres verstör- ben. Er stand, nach zweijährigem Aufenthalt in Nordamerika, zuletzt im Dienste der Ober» Bevorstehende Futzballentscheidungen. Wer wird Rheinbezirksmeister? In Köln steigt am Sonntag das wichtigste Spiel des Tages im westdeutschen Fußball. Hier stehen sich der Rheydter S. V., der Meister der Gruppe West, und der V. f. R. Köln, der eben erst ermittelte Meister der Südgruppe, im Kampf um die Rheinbezirks-Meisterschaft gegenüber. V. f. R. Köln - Rheydter S. V. Sichert sich Turu Düsseldorf die Bergisch- Märkische Meisterschaft? Im einzigen Spiel des Bergisch-Märkischen Bezirks kann die Meisterschaftsentscheidung fallen. Turu Düsseldorf braucht aus dem Spiel gegen den Tabellenvorletzten B. C. 05 Düsseldorf nur einen Punkt um die Meisterschaft sicher zu haben, doch sind auch die Chancen auf beide Punkte groß genug. Turu Düsseldorf —* D. C. 05 Düsseldorf. Schwarz-Weih Essen oder B. D. Altenessen Ruhrbezirksmeister? Beide Favoriten der Ruhrbezirks-Meisterschüft liegen am Sonntag im Punktetampf. Schwarz-Weih hat Erle 08 zum Gegner, B. B. Altenessen — Dortmund 95, beide nehmen in der Tabelle eine Mittelstellung ein. Sofern die beiden Führer der Tabelle, wie nach dem Stand dieser Tabelle zu schließen ist, diese Punktkämpfe siegreich beenden, bleibt weiter die Frage nach dem Ruhrbezirksmeister offen. Dortmund 95 — B. V. Altencssen. Schwarz-Weiß Essen — Erle 08. Buer 07 — Tus. Bochum. Am Westfalens zweiten Platz. Da der z'Mnftige Westfalenmeister Arminia- Bielefeld das Spiel gegen F. V. 06 Osnabrück siegreich beenden sollte, gilt das größere Interesse der Begegnung V. f. 6. Osnabrück — S. Vg. Hamm. Hier geht es um ben 2. Platz in der Tabelle. für alle drei früheren Vereins ist dies das letzte Punktespiel, dessen Entscheidung den Spitzenstand feststellt. Arminia Bielefeld — F. V. 06 Osnabrück V. f. L. Osnabrück — Hammer S. Vg. Viktoria Recklinghausen — Gronau 09. Wer steigt im Riederrheinbezirk ab? Bon den zahlreichen Spielen des Rieder- rhein-Bezirks interessieren vor allem die um den Abstieg. Rasensport Mülheim kämpft gegen den V. f. L. Krefeld, beide sind ernsthafte Kandidaten für den Abstieg: Hamborn 07 würde ein Sieg gegen Oberhausen etwas aus der Gefahrzone entfernen. Die übrigen Kämpfe sind in der Hauptsache Positionskämpfe. Duisburg 08 wird sich durch die Krefelder Preußen den Anschluß an den Spitzenreiter Duisburger S. V. kaum verwehren lassen. F. V. Duisburg 08 — Preußen Krefeld. B. V. Beeck — Meiderich 06. Hamborn 07 — S- Vg. Oberhausen. V. f. L. Krefeld — Rasensport Mülheim. S. Vg. Meiderich — Preußen Duisburg. Um der Kurhessen Kassel Aussichten? hessischen Volksmifsion. Am nächsten Sonntag, 24. ds. Mts., findet in Gelsenkirchen, wo Horst fast IV» Jahrzehnte Stadtmissionar war, eine Gedenkfeier für den Verstorbenen statt. Die Freunde und Anhänger von Pastor Horst werden sicher int Geiste in der Feier teilnehmen. Die kirchliche Volksmission in Gelsenkirchen bereitet übrigens, wie wir erfahren, ein Gedenkschrift- chen für Pastor Horst vor, das die wichtigsten Abschnitte seines Lebens schildern wird. noch von Bedeutung». Zunächst ist noch nach» zutragen, daß AiedergirmeS am Sonntag gegen „Hessen" nicht antrat und auf die Punkte berv zichtete. Rach den D. S. D. Satzungen müßte demzufolge Girmeä nach zweimaligem Richtan- treien aus dem weiteren Wettbewerb ausscheiden. Es ist jedoch fraglich, ob die hier im Kreis maßgeblichen W. S. W. Bestimmungen das gleiche besagen. Bei den sonst im W. S. W. üblichen Bestimmungen für Fußball wird erst dreimaliges Richtantreten, oder dreimaliger Spielverzicht Ausscheiden aus der Spielrunde nach sich ziehen. Die Tabelle hat nach den Ereignissen des vergangenen Sonntags folgendes Gesicht: antenne. ES kann als ein erfreuliches Zeichen für die intensive Arbeit der Gießener Funk- sceunde gelten, datz auf diese fünf ausgestellten Geräte vier Auszeichnungen entfielen, nämlich eine silberne und drei bronzene Plaketten. Die glücklichen Preisträger sind Dr. Müller, C. Mecke, stud. Weisel, sowie der Radioklub selbst. ♦♦ Warnung vor einem Bauernsanger. Der Betrüger, der kürzlich in Homburg v. d. Höhe und in Oberursel ungültige 100-Millionen- Scheine durch Aufkleben eines „B" an den Mann brachte, versuchte dasselbe Schwindelmanöver, wenn auch erfolglos, in Hanau. Mit Vorliebe sucht er kleine Geschäftsleute auf. Der Schwindler ist etwa 24 bis 28 Jahre alt, mittlerer Statur, ovales Gesicht, spitzes Kinn, dunkle Haare. Falls er wieder irgendwo auftreten sollte, übergebe man ihn schleunigst der Polizei. Im Goethe-Bund hielt am Sonntagabend Herr Büttner einen Cxperimental- nottrag über Magie. Dem Redner wurde für feine trefflichen Ausführungen, die er durch eine große Reihe gutgelungener Versuche ergänzte, reicher Beifall gespendet. Der Vortrag hätte einen besseren Besuch verdient. Bornotizen. — Tageskalender für Freitag. Stadt- lheater: 7.30 Uhr „Das glühende Einmaleins" — Ende 9.30Uhr. — Evangelischer Bund: 8 Uhr Stadtkirche, Familienabend. — Radioklub Gießen: 8.15 Uhr, Hörsaal des Physikalischen Instituts, Vortrag Um die Vezirksligameisterschast in Hessen-Hannover. h. Der sonntägliche Spielbetrieb der Dezirks- liga umfaßte trotz des Schneebodens den Austrag aller 3 angesetzten Verbandsspiele. Dadurch, daß beide Spihenvereine, „Sport" und Kurhessen Kassel, ihre Spiele gewannen, bleibt die Lage unverändert. „Sport" liegt weiter mit einem Punkt in Führung, nachdem es sich mit dem knappsten aller Torunterschiede 2:1 gegen Spielv. Kassel gerade noch behaupten konnte. Wir erwähnten bereits in unserer Vorbesprechung, datz zwischen diesen beiden Kampfmannschaften keine hohe Tordifferenz herauskommen würde und daß der Ausgang dieses Treffens völlig ungewitz sei. Der Verlauf des Spieles hat dieser Ansicht Recht gegeben. Rachdem nämlich „Sport" bis Halbzeit 2:0 in Führung gelegen hatte, kam Spielv. mehr und mehr auf, ohne zunächst zu einem verdienten Erfolg zu kommen. Erst die Verwandlung eines Eckballes seitens Sp.'s verminderte den 2--Tore-Dorsprung, und „Sport" mutzte sich von nun an mit aller Macht gegen den verdienten Ausgleich wehren. Daß dieser nicht gelang, verdankt „Sport" seiner glänzenden Hintermannschaft, die alle weiteren Angriffe des mindest gleichstarken Gegners abtoied. „Sport" hielt also den 1-Punktvorsprung vor Kurhessen. Ging der obige Kampf nur mit einem Tor Unterschied zugunsten Sports" aus, so gelang Kurhessen in Gießen gegen 1900 eine bisher in unserer Gegend noch nicht erzielte Torzisfer. Kurhessen siegte mit sechsundzwanzig zu eins Toren! Man kann dieses Resultat von allen Seiten betrachten, wie man will, ohne nicht zu dem Schluß kommen zu müssen, datz ein solches Spiel weder für den Sieger, noch für den Verlierer irgendeinen Wert hat. Eine weitere Lleberraschung im Bezirk bildete nicht der Sieg, sondern der hohe 5:1-Sieg der Marburger Vereinigten über Borussia Fulda. Schon das Vorspiel gewann Marburg (damals noch nicht bereinigt!) 0:1 in Fulda. Diesmal war aber der Marburger Sturm in Hochform, dem die unsichere Borussenverteidigung nicht standhalten konnte. Rach und nach machen sich die Vorteile der Vereinigung doch bemerkbar. Die Form der M.-Elf wird stetiger, das Verständnis zwischen den einzelnen Mannschaftspositionen nimmt zu. Fuldas Stärke lag früher in seinem Sturmführer Toni Enders, mit dem die Mannschaft stand und fiel. Da er heute nur noch ein Schatten seines einstigen Könnens ist, ist die Spielweise der Elf großen Schwankungen unterworfen und gegen früher, bis auf kurze vorübergehende Sonderleistungen, nicht mehr wiederzuerkennen. Neuer deutscher Rekord im Rückenschwimmen. Leipzig, 21. Jan. (WB.) Der Magdeburger Fröhlich (Hellas) verbesserte heute den bestehenden deutschen Rückenrekord über 100 Meter von 1.15 auf 1.14.1. Verhältnis zu geben, führen wir dieses ebenfalls nachstehend an: F. C. Wetzlar 38:5, „Hessen" Gießen 7:12, Polizei Wetzlar 12:8, B. C. Wetzlar 3:14, Riedergirmes 1:22 Tore. In der Plazierung rückt also „Hessen"-Gietzen ein Punkt vor die Polizei Wetzlar. Das ursprünglich nach Kassel zum 31. Januar angesetzte Entscheidungsspiel zwischen dem Kasseler und dem Lahnkreismeister ist neuerdings plötzlich in eine Entscheidung durch Vor- und Rückspiel zwischen den obengenannten und zwar: Vorspiel auf dem Platz des Kasseler Vertreters am 24. Januar, Rückspiel auf dem Platz des F. C. Wetzlar am 31. Januar, umgewandelt worden. Der Bezirksmeister mutz dem Verband bis zum 1. Februar d. Js. unbedingt gemeldet werden. Gewinnt nun jeder Verein ein Spiel, dann mühte folgerichtig ein drittes Spiel die Entscheidung bringen. Warum dies dritte als einziges nicht gleich? Lieberschrift: „Die Terminnot!" Inzwischen soll nach Mitteilung des T. B. A. der Kasseler Meister in der Polizei ermittelt fein. Lind zwar so: Polizei gewann ihren Protest gegen Hessen 09 und bannt zwei Punkte. Hessen-Preußen spielte am Sonntag gegen Kurhessen unentschieden 0:0. Somit ist die Polizei mit einem Punkt in Führung, aber doch nicht Meister, denn ihre noch ausstehenden Spiele können ihnen doch noch Punktverluste bringen! Oder wer garantiert ihnen dafür, datz nicht? Lim die Sache noch verwickelter zu machen, schwebt ein Einspruch Hessen-Preußens gegen die Punktezuteilung an die Polizei aus dem Protest gegen Hessen 09, der bei einem für die H.-P. günstigen Ausgang die ganze Kasseler Hand- ballmeisterschaftsfrage von neuem aufrollen würde. Wir werden über den weiteren Gang der Handlung berichten. Eine günstige Einkaufsmöglichkeit bietet die neue Doppelpackung von „Schaumpon mit dem schwarzen Kopf". Sie enthält 2 Beutel, für zweimalige Kopfwäsche ausreichend, und kostet 35 Pfg. —- Die bekannte Einzelpackung ist auch weiterhin für 20 Psg. erhältlich. Achten Sie aber in jedem Fall genau auf die Schutzmarke „Schwarzer Kopf". tz. Rachdem am Sonntag die Entscheidung Spiel B o l i z e i — F. C. 05 Wetzlar gefallen ist, sind die noch ausstehenden Spiele: P. S. V. — B. C. und Riedergirmes, „Hessen" - Gießen —D. C. nur für die Tabellenplazierung fänanis und 200 Mk. Geldstrafe. Die Verurteilten hatten mit ausländischen Käufern Verhandlungen über den Verkauf des Verfahrens und der Erfahrungen der Höchster Farbwerke über Ammoniakverbrennung geführt. Dank dem schnellen Zugreifen der Polizei konnte das Vorhaben der Beiden noch in letzter Stunde vereitelt werden. Die Höchster Farbwerke waren als Rebenkläger zugelassen. Der Vorsitzende brandmarkte in der LlrteilS- begründung das gemeingefährliche Treiben der Angeklagten und betonte, daß eine Verschärfung der gesetzlichen Bestimmungen in dieser Richtung erforderlich sei. ihnen die Meisterschaftsaussichten nähme. Hessen Kassel — Kurhessen Kassel. S. Vg. Münden — V. f. B. Marburg. Wer ist hinter Hertha B. S. L. Zweiter? Die Begegnung Spandauer S. V. — Vorwärts wird die Frage entscheiden, wer nächst Hertha B. S. C. der erfolgreichste Verein der Abteilung A sein wird. Die Tennis-Borussen sollten auch gegen B. S. V. 92 — wie Hertha B. S. C. gegen Unton S. C. E. — ihr Können beweisen. Weiter stehen sich gegenüber: Union Potsdam — Weißensee und Alemannia Haselhorst — 1. F. C. Neukölln. wird Alemannia auch Tasmanla schlagen? Daß (in Abteilung B) die Alemannen wieder im Kommen sind, bewiesen sie erst das letzte Mal. Tas- mania. Tabellenzweiter, ist eine härtere Probe. Die weiteren Spiele haben für die Spitzengestaltung nur insoweit Interesse, als die Begegnung Union 92 — Kickers in Frage kommt. Nur um mittlere oder letzte Plätzechcmdelt es sich bei Meteor — Spandauer S. C. und Wacker 04 — Preußen. Das Entscheidungsspiel um die Mainbezirksmeislerfchaft F.S.V. Frankfurt — Hanau 93 wird am 31. Januar ausgetragen. Wer wird Breslauer Weister? Das Spiel Sportfreunde Breslau — Breslau 08 sollte am Sonntag die Entscheidung darüber bringen, ob der Breslauer S. C. 08 auch in diesem Jahr wieder die mittelschlesifche Meisterschaft gewinnt. Beide Vereine stehen jetzt bei gleicher Spielzahl punktgleich, nachdem den Sportfreunden das abge- brochene 1:0-Spiol gegen Hettha als gewonnen zuerkannt worden ist. Sporlvorschau für Sonntag, 24. Januar. Rasensport. Der Fußball bringt vornehmlich Gesell- schafts- und Pokalspiele in Sübdeutschland, Meisterschaftsspiele in West-, Rord-, Rordvstdeutsch- land (Pommern-Meisterschast). in Brandenburg. Mitteldeutschland und Sudostdeutschland. Fußball-Länderspiele Portugal-Tschechoslowakei in Lissabon. Meisterschaftsspiele auch im Hand- ball und Hockey. Leichtathletik. Hallensportseste in Breslau (S. O. L. 03.), Königsberg, internes Hallensportfest in Berlin (S. C. Charlottenburg—Deutscher S. C.). Wintersport: In Triberg und Titisee nehmen die Deutschen Winterkampfsviele ihren Anfang. In Berchtesgaden wird die bayerische Rodelmeisterschaft ausgetragen. Tegernsee sieht deutsche Meisterschaft im Eisschießen. Bad Harzburg die Rord- westdeutfche Rodelrneisterschaft. Die Europameisterschaft im Schnellauf wird in Chamonix ausgetragen. Budapest bringt die ungarischen Eislaufmeisterschasten. Die Thüringer Fünferbobmeisterschaft wird in Friedrichsroda ausgetragen. Geising im Erzgebirge bringt das Fünfer- bübrennen um den Sachsenpreis. In Zell am Ziller gelangt die Tiroler Skimeisterschaft zur Entscheidung: die vom Sauerland wird in Wjnter- berg, und b:i Oberhof wird der klassische Durge- meifterlauf ausgetragen. Auch die Skimeister- schast wird entschieden. Ein Internationales Eishockeyturnier veranstaltet der S. C. Rissersee. Bei guten Schneeverhältnissen kommt der zweite Teil der Rorddeutschen Skimeisterschaften in Buckow (Ganglauf) zum Austrag. In Auerbach ist eilt Vogtländischer Staffellauf. Skiwettbewerbe finden weiter statt in Garmisch-Partenkirchen, im Kreis Vogtland, in Jimsbruck, in Chemnitz. In Kremnitz (Tatra) findet die Deutsch-Llngarische Meisterschaft der Slowakei statt. Hinterzarten sieht Len ersten Verbandsjugendstitag für Südbaden. In Triberg wird der 30-Kilometer°Dauer- lauf des S. C. Schwarzwald, in Auerbach ein Vo^tlLndischer Stafsellauf. in Landeck die Schlesische Slimeisterschaft entschieden. Der Müggelsee bringt eine Eisjachtwettfahrt. Gerichtssaal. Aus Rache Feuer gelegt. WSR. Frankfurt a. M., 21. Jan. Das Schwurgericht verurteilte heute die Monatsfrau Marie R u e tz, die in dem Hause eines Kolonialwarenhändlers im Sandweg, der ihr die Mansarde, in der sie wohnte, gekündigt hatte, aus Rache Feuer angelegt hatte, zu einem Jahr Zuchthaus. Verurteilung wegen Totschlags. WSR. Asch affenburg, 21. Jan. Das hiesige Schwurgericht verurteilte gestern den 31- jübrigen Zigeuner Josef Winter aus Ebersbach a. d. Donau wegen Totschlagsversuchs zu 4 Jahren Zuchthaus. Winter hatte, als ein Gendarm ihn wegen Llmherziehens festnehmen wollte, auf diesen mehrere Revolverschüsse abgegeben, die jedoch fehlgingen. Verrat von Fabrikgeheimnissen. WSR. Höchst a. M., 21. Jan. Das hiesige Schöffengericht verurteilte gestern einen Laboranten und einen Studenten wegen Verrats über „Rückkoppehmg". — Volkshochschule: 8 Uhr Oberrealschule, Vortragsreihe „Hautpflege". — Evangelischer Bund. Es wird nochmals auf den heute abend in der Stadtkirche stattfindenden Familienabend hingewiesen, bei dem Prosefsor Weichelt aus Marburg „Huttens letzte Tage" remitieren wird. Außerdem werden gefängliche und musikalische Darbietungen erfolgen. Stellenangebote! Sofort gesucht jung. Mer für Stenompie und Botengänge. Meldung unter 673c an Gien Anz. MM für Bureauraume «morgens« sofort gesucht. (»MD M. Nofentbal, Lieblgftr. 13. Tüchtiges, braves iwtii nicht unter 18 I., z. 1. Febr. ges. «*» Landgras- Phil.-Pl. 10 P. Sauberes, ehrt. MM zum 1. Februar I gesucht 668D Walz, Neuen Däue 5II. Begabter Jiiiize mit guten Schul- zeugntssen wird zu Ostern als Schriftsetzer- Lehrling aufgenonunen. Selbstgeschriebene Bewerbung unter 6791) an den Wiefe. Anzeiger erbeten. Stellengesuche] Welche Tabak* waren - Handlung gibt einem tücht. Verkäufer die Vertcetmz? Schrift!. Angebote unter 0478 an ben Gieß. Anz. erbeten. Junges, tüchtiges Mädchen sucht für tagsüber Stelle in kathol. Haushalt. Näh. Wetzlarer 0469 Weg 511. Gut erhaltenes Herren- und öamsnraü äußerst billig zu verkaufen. 0476 3. SHleimann, Fabrradreparatur- werkstatt, Licher Straße k»S. Schneeschuhe 2.07 Meter (neue VindUNg). 0477 Seltersnreg 64 n p"-■ I«.K M« LO GZ Winu!Q’’er Wchder »if *tt fflSl* sÄM * 3. A" 9 elhMn 6,1 bcdürjt'Zr Höhlen Dg liM J Iw fällen, 3c jn der Seb 5. ^ap Staatsbett" Staate*1 men zu! am 6. Kap nung der liehen 3nfi' Mark. 7. Kat Mehr lür gegenüberst cssenten (3< Leiter, daß die 13 Weigerung Vorjahre am Mehr an i betrage nur Leber di der Ausgabi Aufgaben an ist. soweit als bei den ®t von rund 14 sich, das z lungsbest Aeuvvrsehuni tungswes. niung. Im ü wo für Ruhe insgesamt 4. als im Lor hingen von tung, natin den erhöhte aber durch । des Wirklich das nach Sc Utatöv in! schnittsberechr Zer Denkschri auftoanb im Ausrücken ir gleichen Höf mehrung bei rückhaltung lieber l klärt bie De setzung der für eine öri daß für abl aufwendimge der tarnten, erst konnten. f“r Unterstütz ÖWn von i 52 000 ®f,)&? nch auf 78,1 Die 3iff Saben stellt gegenüber zg Mung de laufende Delbt hierübe auftvandes 1 Staate J926 2 345 0i Mlag 192 etwa x wlamfte t> Mein ein?' -—— Dgl. 2 N Ju 9er 3U|h (EnL9ens Me L,l'ehi ML ••s4 Anfang heute! Ende 31. Januar Inventur-Ausverkauf Benutzen Sie die günstige Kaufgelegenheit! 666V Ludwig Stern, Bahnhofstraße2 Frau Minna Pfeil geb. Dauern heim Wieseck, den 22. Januar 1926. 678D (trabe 5. 680h 683 D lohNNNg. UT3 Dank Familie Karl Deeg. Gießen, den 21. Januar 1926. 675D 0474 Gießen (Bahnhofstr. 6), den 21. Januar 1926. Ausnahmsweise China ti-=D Wassersport-Vereiii „Eedas“ 192(1 e. F. Ab Montaq, den 25. Januar 1926, Die Beerdigung findet Sonntag, den 24. Januar, nachmittags V34 Uhr, vom Trauerhause Kirchstr. 32 aus statt. Die Beerdigung findet statt: Montag, den 25. Januar, nachm. 2 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofs. Frau Marie Noll Wwe, Familie Karl Noll. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Tode unseres lieben Vaters sagt auf diesem Wege herzlichsten Russischer Windhund Hündin, wein mit schwarzen Platten, am 12. Januar entlaufen. Wtederbringer Be- 1926, nach- Schwanen“, 689D Gießen (Goethestraße 48a), Bensheim, Worms, Treysa, den 22. Januar 1926. Gestern verschied nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte Gattin, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante ILIk-M vmtmsssllol Der BuMonöl. fielhiier m. geand.Programm Samstfig, 23.6 HL, abends 81/« Hör Näheres moraen.wss Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: August Seibert, Kaufmann. (Eintritt frei. Jedermann willk. Gesangbuch mitbringen. Die Männer- und Frauen-Vereinigung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Tode unseres lieben Gatten und Vaters danken herzlichst In tiefer Trauer: Wilhelm Pfeil Ludwig Bierau. Burg Staufenberg, den 2>. Januar 1926. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 24. Januar mittags 2.8/4 Uhr, in Lollar vom Gasthaus „Zum Hauptstraße 47, aus statt. Wer erteilt SleWMie- UntetrhOt tn Relchttkarz« Mchrift? Schriftl. Angeb. unt. 687D an den Metz. Anz. Kleiner Garten im Südviertel der Stadl, zu verkauf. Schr. Angeb. u. 0463 an den Gietz. Anz. Braut EF Modehaus Salomon Gießen, Schulstraße. 37a Sonntag. 2L.Jau.: Irageng für samt!. ?kb- teilungen. Abmarsch 1 Ubr nm. Ecke Ederstratze — Nordanlage. OT4c Die G. B. Germania erfüllt die traurige Pflicht, ihre Alten Herren und inaktiven Bundesbrüder von dem Ableben ihres lieben Alten Herrn Eduard Weidig akt S.S. 69 Geh. Justizrat i. R. in Kenntnis zu setzen. “’T> I.A.: Heßler X. Nach langem, geduldig ertragenem Leiden entschlief gestern vormittag 51/, Uhr sanft in dem Herrn meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, meine gute Tochter, unsere Schwester, Schwägerin, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Frau Katharine Seibert geb. Weller im Alter von 57 Jahren. Versäumen Sie nicht meinen diesjährigen Nehme noch Wäsche zum Waschen und Bügeln entgegen. staderes bet 0,81 Schmidt, Brandg. 7. Todes-Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meinen innigstgeliebten Mann, meinen herzensguten Vater, unseren lieben Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel Herrn Heinrich Becker Rechner der Spar- und Darlehnskasse nach kurzem Leiden im 68. Lebensjahre plötzlich und unerwartet seinem vor 8 Tagen verstorbenen Sohne in die Ewigkeit folgen zu lassen. Die trauernden Hinterbliebenen: Elisabethe Becker geb. Deibel Lina Becker Witwe geb. Mank Anna Rabenau geb. Becker Wieseck, Alsfeld, 20. Januar 1926. Willy Rabenau, Oberlandmesser und 5 Enkelsöhne. Die Beerdigung findet Samstag, den 23. Januar, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Rabenauer Straße 28 aus statt. 676D Palast-Lichtspiele Lindenplatz Hansa Handelsschule J. Kunzeimann Gießen, Bahnhofstr. 60 vorn. Hermes Neue Kurse Anmeldung tägliah.. Samstag, den 23. Januar 1926, abdS. 8.vs Ubr, Gewerkschaftöbauü großer Maskenball 665D ES ladet ein: Der Vorstand. llfflgMlti Samstag, 23. Januar, abds. 8'., Uhr- pünktlich: 9MI MMes Turnen, SeuWer Eieft in der Turnballe. Beranstaltet vorn Turnverein 1860 Bad-Naubeim und dem Bad- Naubcimer Dovvelguartctt zu Gunsten der neuen Turnhalle. Alle Bevölkerungskreise der Stadt und Umgebung sind herzlichst eingeladen. Eintritt50Pf. Ter Turnwart. Veritas. Bferöe- unö Dlefluerntheiüng. Alle Mitglieder der oben stehenden Versicherung werden zu einer Besorechung auf Samstag, bcu 23. Januar, nbbo. 8 Uhr. bei Gastwirt Heinrich Tivvel, am OSwaldsgorien eingeladcn. 0482 Tie Cinbcruscr. Gemeindeabend der Matthäus-Gemeinde Sonntag, 23. Januar, abends 8 Uhr, in der Stadtkirche. lMNüelMllag ooa öetcn lliiffionspteöiger £aol Tüchtige SWöetin empfiehlt sich im An- ferligen von Kleider» für Kon' firmation u. Kommunion tn und autzer dem Hause bei mätzigen Preisen. Naher. 0,6d Wetilar ifief, 'ge 8e- vffS 0456 !lnz. lcher- nien. • 1028 Llo-k- 680h er nd mit Uten, Abmarsch 1 Uhr mm Ecke Ederstrabe- Nordanlage. c SküWkr an, WKr« in der Turnhalle. Beranilallet vom Turnverein 1860 Vad-Naubeim und dem ^ad" Naubcimer -r-ovveicinartett zu Gunsten der neuen Turnhalle. Alle '^evölkerungs- kreise der Siadl und llmgel'unasindhc^' li(6it cinnelüOcn. AnlrittAPs. *>,D Ter Turnwarl. ""SH* Sm« Veritas. Ml- O to6oti®ram , 2Ille Ä'ligliedei her oben stehenden Ver- / stchemna werden an einer L'elorechnnn auf Sani flam bcu 23. Januar. Ms. 8 Uhr. bei Gaiumn Heinrich Tivvcl, am Oswaidsmnieu etngelaben. 0182 Tie Eindernicr. Ijllll -onntag.24.Jau.: - MH m für amil. W- Jtn te lungen. tspiele i Film fes. ’KDÄauär£ der , R a u h e i m e r Doppelquartett. Eine sehr reichhaltige Vortragsfolge, in der auch theatralische Darbietungen nicht fehlen, liegt vor. -Dg^alle Abteilungen des Turnvereins Bad-Rauheim unter Leitung des Turn- und Sportlehrers Lehmann mitwirken werden und auch das von Lehrer W. Diehl geleitete Doppelguartett auf einer beachtenswerten Höhe künstlerischen Könnens steht, darf man einen genußreichen Abend erwarten. Das Dom Turnverein Lich mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse sehr niedrig bemessene Eintrittsgeld wird es hoffentlich allen Turn- und Gesangsfreunden der Stadt und auch der Umgebung ermöglichen, die Veranstaltung zu besuchen, zumal es sich um eine Gastveranstal- tung handelt, die der befreundete Bad-Rauheimer Turnverein zugunsten des Turnhallenerweiterungsbaues gibt. Kreis Friedberg. *** Gambach, 20. 3an. Gestern abend hielt der Kriegerverein unter dem Vorsitz des Beigeordneten Doller in der Gastwirtschaft 3at Will). Mohr seine diesjährige Hauptversammlung ab. Die Mitgliederzahl hat während des verflossenen 3ahres feine große» Veränderungen erfahren. Ausgetreten ist ein Kamerad, gestorben sind 2: es sind die Kameraden Hch Dem I und der Ehrenpräsident Andr. Grieb. Der Kassenabschluß zeigt ein erfreuliches Bild. Das Geschäftsjahr 1925 konnte trotz des geringen Beitrages mit einem ganz ansehnlichen Reinerträge abgeschlossen werden. Der alte Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt und nech ergänzt durch die Kameraden Konr. Alles 3 und Lehrer Ole motz. Eine ausgiebige Debatte brachte die Festsetzung des Beitrages für 1926. Der in einer der letzten Versammlungen gefaßte Deschluh auf Ablehnung des Pslichtbezugs der Zeitung und Erhöhung des Beitrags wurde jetzt wegen der Konsequenzen, die der Verein daraus ziehen mußte, dahin revidiert, daß der vom Vorstand vorgeschlagene Beitrag von 2,50 Mari zahlbar in 3 Raten - - einstimmig genehmigt wurde. Der „Hess. Kamerad" wird dafür jedem Mitglied frei ins Haus geliefert. Sollten irgendwelche Härten durch diese Festsetzung entstehen, so soll der Vorstand ermächtigt fein, Erleichterungen ein» treten zu lassen. Das Sterbegeld ist in der derzeitigen Höhe von 15 Mark beinhalten worden. An die Versammlung schloß sich ein gemütliches Beisammensein an. B. Rodheim v. d. H., 20. 3an. Bei der Holzversteigerung im hiesigen Gemeinde- wald, zu der gewöhnlich eine große Zahl auswärtiger Steigerer erscheint, hielten sich die Preise in den üblichen Grenzen. Es wurden für den Festmeter Rutzholz sFichte) durchschnittlich 20 Mark gelöst. Bei dem Brennholz stellte sich der Raummeter Krieferntnüppel auf rund 8 Mark und Kiefeimscheit. sowie Eichenknüppel auf 10 Mark. Kreis Büdingen. 0 Orten berg, 20. 3an. Zu einem schön verlaufenen Vortragsabend versammelten sich gestern die Mitglieder des Frauenve r- eins so zahlreich, daß der Kinderschulsaal bis zum letzten Plätzchen besetzt war. Pfarrer H o ch - Selters sprach in äußerst interessanter Weise über „Die Mission in Japan". Mit der Aufforderung an die Christenheit, den Völkern Ostasiens nicht nur die europäische Kultur, sondern auch das Christentum zu bringen, schloß der Redner seinen anderthalbslündigen Vortrag, dem die Zuhörer bis zum lebten Augenblick mit größter Aufmerksamkeit gefolgt waren. Gruß und Dank sprach der Ortsgeistliche aus, Missionslieder umrahmten den Vortrag. Eine Sammlung von 14,42 Mark wurde für die Mission bestimmt. Kreis Schotten. ! Schotten, 21.3an. Am Samstag, 23. d. M. vormittags 10.30 Ahr, findet im Rat- hause zu Schotten die Wahl der Kreis- ausschuß Mitglied er durch den Kreistag statt. Anschließend daran wird dann der neue Kreistag seine erste Sitzung halten. Ifl. Gedern, 21. Jan. Ain „Gelmer Berg" wurde durch die Firma Gebrüder Traiser ein gelingt jede Färbung, Bewegung und Stimmung Sie gibt, jedem Wort den Älang unb die Schwere, Die es haben muß. Richts geht vom Unbeftimm- roreu:. von Trauer und Schicksal und Menschenleid, und nichts vom großen, stillen Leuchten der Landschaft. Ünb zwischen Rot und Tod em leises, gütiges Lächeln. ^ir hörten aus der niedersächsischen Bauern- chronik, dem „Wehrwolf", das schöne und merk- Würdig stille Kapitel (in allem Kriegslärm und dieser wuchtigen Holzschnittfolge) von dem Sommertag, wo der Bauer Haiin Wulf über i-anb reitet, gegen die Tatern und Marodeure, Pfarrerstochter heimkommt, die er halbtot jn der blühenden Heide gefunden hat. mAhörten den „Grasgarten", die düstere Geschichte, „die keinön Schluß hat und nie zu @nöe gebt“; im Grasgarten steht aber die Doris Am horst, oje Frau ohne Mann, Mutter ohne Kind und auch ohne ein Grab, wo sie weinen könnte. Von dieser ernsten, schweren, bedächtig schildernden Prosa kamen die stärksten Eindrücke. Auftakt, Ausklang unb Zwischenspiel waren hell und heiter: das humorige Bild einer kleinen Welt, wic sie sich in der Schäferphilosophie des Heidehirten 3ürn auftut. Das köstliche Hasenabenteuer des dreibeinigen Mümmelmann und seiner 'Freunde 3ochen Pielsteert und Gesche Wittblaume Lind der ergötzliche, mit ausmalender Liebe geschilderte Werdegang des Foxterriers Fisi, der sich vom urbanen Snobismus eines gebildeten Damenhundes („aesthetisch" fast wie Morgensterns Wiesel- zum echten Hundeton und zum ruppigen, rauhbeinigen 3agdköter herausmausert. Das letzte Stück endlich, „Auf der Brockenbahn", schien uns mit seinem scharfen, satirischen Ton und breiten Witz, der fein Blatt vor den Mund nimmt, ein wenig aus dem Rahmen zu fallen; man hätte sich jedenfalls einen glücklicheren Abgesang denken können. - - Der Saal war überfüllt; die große Gemeinde des Dichters drängte sich, Kopf an Kopf, dankbar und andächtig. ~y—' Goldene, silberne und grüne Hochzeit an einem Tag. Aus dem Oldenbur gisch en wird uns geschrieben. Man soll bie Feste feiern, wie sie fallen, sagt dps Sprichwort. Daß man aber bei einiget Lebenskunst den Ablauf festlichen Geschehens sogar durch mehrere Generationen hindurch in di? Bahn einer reizvollen Regelmäßig- leü zu zwingen vermag, zeigt ein seltenes Er- oignis in der Familie eines Lehrers G. in Varel. Vor 50 3abren feierte G. seine grüne ^od^eit ®em Ehebande entsproß eine Tochter, die sich 25 3ahre später am Tage der silbernen Hochzeit ihrer Eltern vermählte. Auch aus dieser Ehe ging wieder eine Tochter hervor, die, nach- dem inzwischen em weiteres Dierteljahrhundert gegangen ist, kürzlich dem Beispiel nacheiferte und ebenfalls an deren Silbeihochzeitstage in den Stand der Ehe trat. v.0 er ebte man den gewiß einzigartigen Fall. Hcch^il der Großeltern, die Eltern und die grüne des Kindes auf einen Tag fielen. Noch gestern Sklave Ihres Bartes — heute haben Sie ihn bezwungen durch “Peri-Rasiercr^me." Milder als jedes andere Rasiermittel, weicht sie auch die widerspenstigsten Barthaare durch den wunderbar sahnigen Schaum bis in die Haarwurzeln hinein überraschend schnell — verursacht weder Brennen noch Spannen der Haut und ist sparsam im Gebrauch. Die Klingen erhalten doppelte Lebensdauer. Tube M. 1.40 - Überall erhältlich. Hautcreme Peri M. - .45, —J5, 2. - • Peri-Talkpuder M. —.90 Crirrte Peri-Seife M. 1. - DR. M. Albersheim / Frankfurt a. m. zZ/y^ dingen. Jan. Zu einem schon jbenb versammelten des Irauenoer- >t KinLerschulsaal bis Var. Pfamr H o ch- teresfanttr Weise über Uil der Austsrdrrung iollcrn Ostas>ens ncht !r. sondern auch da» lnf, der Vrdner scmen mit nroW Wäslnerl- J So«1 ä «tun« »o« ” glimmt. hotten. '. Aamstag. „will Xtsi s b^f cn m>t ^itbirA ' '9en- - ** Ms M6 SL3W « m°r ,7'A». ÄF'Ä 'S,’S?. '.Ltz LSZ auch hAS 9 |°VMquürt(ü auf künstlerischen »S «Ä*™ Wert' IhhiT-V li to”!bri9 6e- «VÄ * afa rrLS cdberg. Wern abend dielt lnter den, Torfig jn ter Vasivirtschast ött^nge Haupt, Migliederzahl hat >Ahres keine großen Ausgetreten ift ein -■ es sind die flame b der Ehrenpräsident ss^schsuh zeigt ein er» chastsjahr 19'25 tonnte rs mit einem aanz an» eschlossen werden. Der tinimig wiedergewählt )ie Kameraden float, emoh. Eine ausgjc- Festietzung des 'M einet der letzten Der- uh aus Ablehnung des g und Erhöhung des ;m der flonlequenzen. ziehen muhte, dahin Erstand vorgeschlagene zahlbar in 3 Aalen wurde. Der .Hess, Ra- em Mitglied srei ins . irgendwelbr hätten entstehen, so soll der i, Erleichterungen ein» -rbegdb ih in der der» rl beibebalten worden >b Hd) ein gemütliifä 20. Gan. Bei der m hiesigen Vemmdt. h eine grvhe Zahl chrinl, hielten sich me Drenzrn. Es wurden lz, Fichtes durchschmtl» den, Brennhvls stellte ieiernürüppel aus rund ii, lowie Sichentnuppel or L Mnd iE" » falten; ^s1wa?D« p andachuö- tv» Tag ts uns Ä SU« K Äblaus ' Lonen Hs" HH 'M OStz -GS- , znc neuer Basalt st einbruch in Betrieb genommen, so do» jetzt nicht weniger als sieben Steinbrüche vorhanden sind, die gor manchem Arbeiter lohnende Beschäftigung gewähren. — Wie überaus segensreich sich unsere Gemein deschwc st er im abgelaufenen Jahre betätigt hat, ist aus folgendem ersichtlich: Es wurden 4174 Krankenbesuche gemacht, 4 Tagpflegen und 12 Nachtwachen gehalten. Sieben Kinder erhielten Solbäder. Zahlreiche Familien durften außerdem durch, die Gemeindeschwester in .Krankheit und Not unentgeltliche Hilfe erfahren. „r Sichelsdorf, 21. Jan. In diesen Tagen konnte man in unserem verschneitenWiesen- tale einen in dieser Jahreszeit seltenen Gast beobachten, einen Fischreiher. Er schritt langsam die flachen Alfer der Nidda ab, blieb manchmal einige Minuten unbeweglich stehen, um dann feinen Gang wieder fortzusetzen. Bei dem geringsten verdächtigen Geräusch erhob er sich mit angezogenem Hals in die Luft, um sich dem Walde zuzuwenden. Was den Außenseiter bewogen. zu einer Zeit, wo seine Kameraden in dem wirtbaren Süden weilen, sich in unserer Gegend aufzuhalten, ist schwer zu sagen. — 3n dem Konkursverfahren gegen die sog. Junkers mühle macht sich seitens der Schuldner das Bestreben bemerkbar, auf dem Wege eines gütlichen Vergleichs das Verfahren zu beendigen. 3m Hinblick auf die grobe wirtschaftliche Notlage könnte eine Versteigerung des Objekts kaum" die Summe abwerfen, die zur Tilgung der bevorrechtigten Forderungen nötig wäre. Auf Aecker und Wiesen erfolgt heute kaum ein Angebot, und zahlungsfähige Käufer, die einen angemessenen Preis für die Mühle in die Wagschale werfen, sind kaum zu erwarten. Unter diesen Almständen wäre ein magerer Vergleich immer noch die glücklichste Lösung. -s- Burkhards 21. 3an. Der Eintritt des Winters hat die hiesige Volksschul- kla s se in ihrem Werkunterricht Futter- kästen für die Vögel angefertigt. Als es Schnee gab. wurden sie auf niedrigen Bäumen unter den üblichen Schutzmaßnahmen gegen die Katzen usw. angebracht. Für Futter, den verschiedenen Vogelarten Nechnung tragend, wird von den Kindern reichlich gesorgt. Anfänglich waren es nur wenige Vögel, die an den reichbesetzten Tisch kamen. Lind heute — ganze Scharen, Hunderte unserer gefiederten Sänger, auch Waldvögel, besuchen die Futterplähe oder sitzen in ihrer Nähe. Man sieht die verschiedenen Finkenarten, auch die Tannenfinken, dann Goldammern, das Heer der Meisen und viele andere. Die Kinder können die Vögel von den Fenstern aus gut beobachten und sie kennen lernen. Arbeitsschulunterricht in Naturgeschichte, Zur Nachahmung empfohlen! --8- Hartmannshain, 21. 3an. 3m hiesigen Steinbruch, der von einer Gießenev Gesellschaft gepachtet ist, ruht die Arbeit schon seit Eintritt des Winters vollständig. Da es sich um einen größeren Steinbruch handelt, ist eine Anzahl von Arbeitern arbeitslos geworden. XiX Feldkrücken, 21. 3an. Am Sonntag fand hier die 3. Bürgermeisterstichwahl statt. Louis Kaiser, Gast- und Landwirt, erhielt 21 Stimmen mehr als sein Gegner Nühl. Damit dürfte endlich das Kapitel Bürgermeisterwahl geschlossen fein. Kreis Alsfeld. H- Alsfeld, 20.3an. Heute fand in Form einer einfachen, schlichten Feier die Einweihung der neuen Näume der hiesigen 1 Gewerbeschule statt, nachdem der Um- und I Erweiterungsbau nunmehr vollendet ist. Zu der | Feier, zu welcher der Ortsgewerbeverein und die Gewerbeschule einaeladen hatten, waren der Vorstand des Gewerbevereins. der Aufsichtsrat der Gewerbeschule und Vertreter der Handwerks- kammer Darmstadt erschienen. Die Eröffnunas. ansprache hielt der Vorsitzende des Ortsgeweroe- vereins Stadtverordneten und Glasermeister Emst Lenth, alsdann sprach für den Aussichtsrat der Gewcrbeschute Bürgermeister Dr. D ö l s i n g, für die Handwerkskammer Direktor Schüttler, welcher die Grüße und Glückwünsche der Kammer überbrachte. Rektor Schindel, der Leiter^ der Schule, gab in seiner Rede einen Aleberblick über die Entwickelung der Gewerbeschule seit ihrem Bestehen bis zur 3etztzeit und dankte besonders dem Gewerbeverein, der Stadt Alsfeld und dem Kreis Alsfeld für die Unterjlüljung der Schule, welche diese zu jeder Zeit erhalten hätte. Architekt Rohrbach als Lehrer der Gewerbeschule und Bauleiter dankte allen denjenigen, die bei dem Zustandekommen des Erweiterungsbaues mitge- wirkt haben. An die Feier schloß sich eine Besichtigung der Räume unter Führung von Herrn Rohrbach. Die Gewerbeschule verfügt nun- mehr über sehr schone und ausreichende Räume. Durch den Erweiterungsbau sind 3 neue Lehrsäle, 2 geräumige Werkstätten und ein hübsch ausgestattetes großes Versammlungszimmer geschaffen worden. Am Nachmittag fand im kleinen Saale des „Deutschen Hauses" eine stark besuchte Handwerkerversammlung statt, bet der etwa 250 Personen anwesend waren, wobei die Herrn Nohl und Schüttler von der Handwerkskammer Vorträge hielten. Starkenburg. WSN. Darmstadt, 21. 3an. Von unterrichteter Seite wird mitgeteilt, daß die gestrige Nachricht einer Darmstädter Zeitung über die Aufteilung des Kreises Dieburg unrichtig ist. WSN. Bensheim, 21. 3an. Nach einer Veröffentlichung des Arbeitsamtes sind im Kreis Bensheim zur Zeit etwa 3 000 Ar bei t s- lose mit 3850 Familienangehörigen vorhanden (Vorwoche 2476 bzw. 3095). 3n fast allen Berufen ist ein weiterer Zugang an Erwerbslosen zu verzeichnen. Rheinhessen. WSN. Mainz, 21. 3an. 3m Regieruiigs- gebärcde fand heute eine Besprechung der Vertreter der Kreise und der größeren Städte der Provinz Rheinhessen statt, in der man zur einmütigen Ansicht kam, daß die Versorgung der Provinz Rhein Hessen mit Gas nur auf rein tom m u naler Grundlage (hessische Gemeinden, Gemeindeverbände) erfolgen solle. Weiter wurde beschlossen, mit dem kürzlich geschaffenen F e r n g a s w e r k für die Provinz Starkenburg in Verbindung zu bleiben, mit dessen Vertretern in der heutigen Besprechung die hierfür erforderliche Fühlung aufgenommen worden ist. WSN. Offenbach, 21. 3an. Am 15. 3an. waren im Bereich des Arbeitsnachweises Offenbach (Stadt und Land) 14196 Arbeitslose (Vorwoche 13 724) vorhanden. Die Zahl der Crwerbslosenunterstühungsempfänger bezifferte sich auf 9064. Preußen. Maingau. WSN. Frankfurt a. M., 21. 3an. Die Stellenlos igkeit hat in der abgelaufenen Woche noch weiter zugenommen. Zu Beginn der Woche standen 19 281 Arbeitsuchende zur Verfügung : im Laufe der Woche haben sich 3034 Mann neu arbeitslos gemeldet, so daß die Ge- sanrtzahl der beim Arbeitsamt vorgemerkten Arbeitslosen 22 315 betrug. Nach Abzug aller in Arbeit vermittelten Personen verblieben am Ende der DerichtswochS noch 20 530. — Die Kriminalpolizei hat dieser Tage einen 24iährigen Kaufmann f e st genommen, der sich auf ärztliche Rezepte Kokain verschafft hatte und dieses mit ungeheurem Aufschlag in den bekannten Kokainlokalen verkauft hatte. — Der vor 2 3ahren zu drei 3ahren Zuchthaus verurteilte ehemalige Kriminalbeamte Friedrich Schulze, der sich demnächst wegen Landesverrats verantworten sollte, hat sich erhängt. Kreis Fulda. WSN. Fulda, 21. 3an. Bei einer bietet Tage vorgenommenen schulärztlichen ülntersuchung von 1182 Knaben wurden 708 mit mehr oder weniger starker Schilddrüsenvergrößerung festgestellt. Bei 126 Kindern war bereits ft ar - f e r Kropf vorhanden. Für 697 Knaben wurde eine sogenannte 3obtur angeordnet, die bis Ostern dauern soll. Die Eltern von elf Knaben lehnten unbegreiflicherweise die Teilnahme ihrer Kinder an den Verhütungsmaßnahmen ab. WSN. Bad-Salzschlirf, 21. 3an. Das neue, nach dem S e l b st a n s ch l u ß s y st e m gebaute Fernsp r echamt in Bad-Salzschlirf ist jetzt fertiggestellt und wird am 27. 3anuar dem Betrie b übergeben. Dillkreis. bl. Schönbach 21. 3an. Die Schön- bach-Rother Basaltwerke wurden aus Zweckmäßigkeitsgründen zu einem Betrieb bereinigt. bl. D o n s b a ch, 21. 3an. Die Gemeinde beabsichtigt, im Laufe des 3ahres ebenfalls mit dem Bau eines neuen Schulgebäudes zu beginnen. Das neue Haus soll fünf Klassen enthalten. bl. Niederscheld 21. 3an. Einbrecher besuchten in der Nacht auf Montag unseren Ort. 3n verschiedenen Häusern wurde eingebrochen und eine Anzahl Gegenstände aller Art mitgenommen. Von zwei Einwohnern wurde die Verfolgung der Diebe ausgenommen, die unterwegs einen Schuh abgaben, der einen Verfolger am Ohr verletzte. Dis jetzt gelang es noch nicht, die Danditen festzunehmen. Rundfunk-Programm des frankfurter -Tenders. (Aus der „Radio-Umschau".) Samstag, 23. Januar. 3.30 bis 4 Al&r: Die Stunde der 3ngenb. 4.30 bis 6 Alhr: Nachmittagskonzert des Haus- vrchesters: Wunschnachmittag für unsere neuen Rundfunkhörer. 6 bis 6.30 Ähr: Die Lesestunde (für die reifere 3ugend): „Meister Reinecke" von Carl Ewald. 6.30 bis 6.50 Alhr: Zwanzig Minuten Almschcm über die Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 6.50 bis 7 Alhr: Briefkasten. 7 Alhr: llebcrtragung aus dem Frankfurter Opernhaus: „Martha oder der Markt zu Richmond". Romantisch-komische Oper in 4 Akten von Fr. v. Flotow. Anschließend bis 12 Alhr ^Übertragung aus Berlin: Tanzmusik der Berliner Funkkapelle. Wirtschaft. Verlegung des Montag- Viehmarkles in Frankfurt? WSN. 3m Hessischen Landtag brachte der deutschnationate Landtagsabgeordnete Dr. Werner einen Antrag ein, daß sich die Regierung mit den maßgebenden Stellen in Frankfurt in Verbindung setzen solle, damit der Frankfurter Montags markt verletzt werde. Der Frankfurter Viehmarkt trage die Schuld daran, daß in Hessen der Sonntag entheiligt werde, da wegen des Frankfurter Montagmarltes das Vieh am Sonntag getrieben werden mühte. Der Antrag wurde angenommen. An die Frankfurter Fleischer-3nnung ist eine Mitteilung bezüglich einer Verlegung des Frankfurter Montagsmarktes noch nicht gelangt: sie konnte deshalb auch noch keine Stellung dazu nehmen. Der jetzige Termin steht nunmehr seit halb fünf Jahrzehnten fest. Eine Aenderung deS Hauptmarkttages würde eine vollständige Alm- stellung des Wochenarbeitsplanes im Fleischer- gewerbe bedeuten Der Schlacht- und Viehhof- Verwaltung ist es gleichgültig, welcher Tag der Woche als Hauptmarkttag bestimmt wird. Sie würde sich ganz nach den Wünschen der in Frage kommenden Gewerbekreise richten. 3m 3ntereffc einer stärkeren Frequenz bzw. Beschickung des hiesigen Marktes läge allerdings ein Groh- markttag in der Mitte der Woche. * D i e amtliche Grohhandelsindex- Ziffer v o m 2 0. 3 a n u a r. Die auf den Stichtag des 20. Januar berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber dem Stande vom 13. 3anuar (120,6) um 0,4 Proz. auf 120,1 zurückgegangen. * D i e Dollaran leihe badischer Städte. An der von gestern an in Reuyork aufliegenden Amerikäanleihe von 4l/2 Millionen Dollar sind 14 badische Städte beteiligt, darunter Maimheim (mit einem Betrage von 2'/* Millionen Dollar), Pforzheim, Freiburg, Konstanz, Dur- lach, Rastatt, Gaggenau, Altlußheim, Rohrbach, Gengenbach, Elzach, Meersburg und Lörrach. * Rheinische Stahlwerke A.-G., D u i s- l> n r g - M e i d e r i ch. Die Hauptversammlung ge= nchmigte den bekannten, einen Gewinnvortrag von 350 776 Reichsmark ergebenden Abschluß. Generaldirektor Dr. Haßlacher ging in längeren Ausführungen auf den Verlaus des letzten Geschäftsjahres und die Vorgänge ein, die zur Bildung der Vereinigten Stahlwerke A.-G. geführt haben. Er mad)te nähere Angaben über die von den einzelnen Gesellschaften in den Montantrust einzubringenden Werke und erklärte anschließnd daran, daß es bei der derzeitigen Notlage der Wirtschaft undenkbar sei, die bisherigen Steuerlasten weiter zu tragen. Die augenblickliche Steuerbelastung bei Rheinstahl mache z. B. 7 Proz. des Umsatzes aus. Der Redner begrüßte die Kreditaktion für die Landwirtschaft, die der beste direkte und indirekte Stunbe der Industrie sei. Don den 93er- I einigten Stahlwerken A.-G. seien noch die Fragen der Stellung der Rhein-Elbe-Union zum Siemens- konzern, die Hanbelssragen der einzelnen Gesellschaften, die Nheinflotten- und 23erfrad)tungsfragen Sein oder Nichtsein. Ein Kriminalroman von der Wasserkante. Von Moritz Schäfer. 1. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Er mußte begriffen werden. Onkel Otto mußte Rat schaffen. Aber der olle Kapitän kratzte sich hinter den Ohren und lehnte jede Einmischung ab. „Kind," sagte er und paffte die Stube voll Pfeifenrauch, „das ist ja eine ganz verflixte Ueberraschung! Er vierzig — Du zweiundzwanzig, an der Rechnung stimmt etwas nicht! Freilich, der Lorenzen ist ein gemachter Mann und hat sich den Wind um die Nase wehen lassen — wenn so einer auf die Freite geht, weiß er, was er will. Und hält fest an dem, was er sich erwirbt. Na ja, das gleicht manches wieder aus! Potz Wetter und Sturm, ist das ein Strudel! Da mußt du dein eigener Lotse sein, Mädel — in diesem Gewässer habe ich noch nicht gelotet!" „So lote einmal, Onkel!" „I der Tausend, das ist ein Gedanke! Na ja, Mädel, ich will mir deinen Herrn Freier mal vor- tnöpfen. Wenn ich ihn auf Herz und Nieren geprüft habe, fann_ ich dir vielleicht eher einen Rat geben. Auf der Stelle fahre ich raus zu ihm!" Also geschah es. Onkel Hinriks fuhr nach Rostock und ließ sich in der Graf-Schack-Straße melden. Herr Lorenzen empfing ihn mit ausgesuchter Freundlichkeit. Der alte Seemann steuerte direkt auf fein Ziel los. „Ich habe nid) viel Zeit, mein lieber Herr Lorenzen, um sechs Uyr muß ich wieder los» gondeln. Wie das Wetter ist, weiß ich, und daß der Dollar wieder einen mächtigen Hopser nach oben getan, steht in der Zeitung. Also ersparen wir uns die Umwege, Verehrtester. Sie wollen Andrea Nordmann heiraten, und darüber möchte ich mit ihnen reden." »Ich gestehe Ihnen ohne weiteres die Berechtigung zu dieser Forderung zu", erwiderte Herr Lorenzen artig. „Obgleich Ihr Mündel ja volljährig ist, wird sie auf Ihren väterlichen Rat gern hören. Meine Verhältnisse sind Ihnen bekannt) Sie wissen, daß ich meiner Frau eine gesicherte, sorgenfreie Zukunft zu bieten habe. Auch meine persönliche Integrität dürfte über jeden Zweifel erhaben sein. Bitte sagen Sie, was Sie etwa noch zu wissen wünschen: in) werde Ihnen rückhaltslos die reine Wahrheit sagen." „Hm," machte Hinriks und strich fick) bedächtig über den altmodischen Schifferbart, „wenn man oberflächlich hinschaut, möchte man glauben, daß Sie das große Los zu vergeben haben, mein lieber Herr Lorenzen. An Selbstbewußtsein fehlt es Ihnen nicht, und das soll ja wohl so sein bei einem Manne, der es zu etwas gebracht hat im Leben. Aber sehen Sie mal in den Spiegel: gewiß, da guckt Ihnen ein strammer Kerl entgegen, aber der Mann ist immerhin schon im Schwabenalter, Verehrtester! Und wenn Sie nach zehn Jährchen wieder mal hineinschauen, dann finden Sie das Konterfei eines Fünfzigers. Daran ist nun mal nicht zu rütteln und zu beuteln, ebensowenig an der Tatsache, daß Ihre Frau das ganze Leben hindurck) achtzehn Jahre jünger bleibt als Sie. Sehen Sie, mein Lieber, das ist eine Klippe, die wir nicht leichtsinnig umsegeln dürfen." „Zugegeben!" erwiderte Lorenzen ruhig und freundlich wie bisher. „Ich weiß, daß ich kein Jüngling mehr bin und verlange von meiner Frau keine leioenschaftlichen Gefühle. Im übrigen fehlt ja der heutigen Generation für die Romantik das Organ, und so hoffe ich, wird auch meine Frau in einer auf seelischer Harmonie beruhenden, sozial und ethisch gefestigten Ehe ihr Genüge finden. Meine Frau wird völlige Freiheit haben, sich ihr Leben nach eigenem Geschmack auszugestalten. Wahrheit und Vertrauen auf der ganzen Linie — das ist alles, was ich voraussetze und was ich auch meinerseits zu geben entschlossen bin. Daß mit mir gut auszukommen ist, wissen Sie, Kaptein Hinriks. Mein erster Lebensbund war so glücklich, wie es SterhUchen nur beschieden sein kann. An mir soll es nicht fehlen, daß auch meine zweite Ehe sich glücklich gestaltet." „Hm," meinte Onkel Otto zum andern Mal, „hm, lieber Freund, das ist alles ganz schön und gut, obgleich es ein bißchen den Kernpunkt verrückt. Seien wir doch einmal ganz aufrichtig, so aufrichtig, wie Sie es in Ihrer Ehe haben wollen. Andrea ist jung, ihr Herz hat noch nicht gesprochen. Möglich, daß Sie fertig kriegen, daß sie in Ihnen den Mann ihrer verborgenen Sehnsucht entdeckt. Mög° lich aber auch, Freund Lorenzen, daß eines Tags ein anderer Herz und Sinne der jungen Frau gefangen nimmt. Brausen Sie nicht auf, Verehrte- fter, ich rechne nur mit Eventualitäten, die doch nun einmal eintreten können. Wir alle sind Menschen, und junge Weiber sind aus anderem Teig geknetet als alte Knaben, die sich die Hörner abgelaufen haben. Wenn nun ein solcher Fall eintritt — was soll daraus werden? Entweder gibt es einen äußeren Knax ober einen inneren. Entweder geht die „sozial und ethisch gefestigte Ehe", wie Sie so schön sagten, in die Brüche, oder die seelische Harmonie zerreißt wie ein Sturmsegel bei Windstärke fünf." „Sollte jemals," sagte Lorenzen und sein Ton war fast feierlich, „sollte jemals der Fall eintreten, von dem Sie Andeutung machen, so hat meine Frau vollkommenes Selbstbestimmungsrecht. Meine Liebe zu Andrea wird jede Belastungsprobe bestehen! Jede, Kapitän Hinriks! Sie soll frei wählen dürfen zwischen mir und dem Manne, von dem sie glaubt, oaß er--", doch rasch den Kopf zurückwerfend, blitzenden Auges, brach er den Gedanken ab und schloß: „Genug davon, Kapitän, wir wollen keine Gespenster heraufbeschwören. Sie wissen, woran Sie mit mir sind. Ich begehre Andrea zum Weib mit dem vollen Verantwortungsgefühl des gereiften Mannes. Ich bin bereit und fühle mich fähig, sie glücklich zu machen. Und nun noch eins: Margot betet Andrea an! Mein armes blindes Kind war die erste, der ich mich anoertraute. Margot, mein heißgeliebtes Töchterchen, dies teure Vermächtnis einer unvergeßlichen Toten, hat meinen Entschluß gesegnet!" „Wenn Margot ja sagt," antwortete Hinriks und fühlte, wie ihm ein verrräterischer Tropfen ins Auge stieg, „bann darf Onkel Otto nicht nein sagen! Das Mäbel mit feinen erloschenen Augen sieht uns allen ins Herz. Topp, Lorenzen, Sie sotten meine Fürsprache bei Anbrea haben!" . . . So geschah es benn, daß Anbrea Norbmann am 2. Oktober 1921 ben Ehebunb mit Thomas Lorenzen schloß. Margot hing mit rührenber Treue an Andrea. Die Blinde mit "dem fixeren Instinkt für menschliche Qualitäten fühlte sich von der starken Persönlichkeit der Hamburgerin mächtig gefesselt. Auch sie kannte die zukünftige Gattin ihres Vaters erst seit den Regattatagen, doch machte die ernste, reife Lebens- auffaffung Andreas sofort einen tiefen Eindruck auf sie. Schon die Stimme mit dem sonoren Klang weckte Sympathie bei der Blinden, und als Margot erkannte, mit welch sicherem Takt Andrea über Menschen und Dinge urteilte, keimte in ihrem jungen Gemüte eine Zuneigung auf, die sich mehr und mehr zu anschmiegender Liebe verdichtete. Margot war im allgemeinen nichts weniger als eine vertrauensselige Natur. Ihre Blindheit hatte sie mißtrauisch gemacht, und es war überraschend, mit welch treffendem Feingefühl sie echt und unecht, Wahrheit und Heuchelei zu unterscheiden wußte. Auch Hinriks hatte das Herz der kleinen Margot gewonnen. Erst ein halbes Jahr war es her, seit sie iyn persönlich kannte: dem Namen nad) war ja Kaptein Otto aller Welt kein Fremder. Damals hatte es sich gefügt, daß ein Ausflug nach Rügen Hinriks mit Lorenzen und seiner Tochter zusammen- führte. Seit dieser Zeit datierte ein Freundschaftsbündnis zwischen dem alten Manne und der zarten Mädd)enblüte, wie es inniger nicht gedacht werden kann. So oft es möalich mar, fuhr Margot nach Warnemünde und verbrachte bei Onkel Otto ein anregendes Plauderstündchen. Dann saßen sie, solange es die Jahreszeit und Wetter erlaubten, auf der feedornumwucherten Veranda des Alten und hörten das Meeresrauschen, und Hinriks erzählte von feinen Reisen. Noch eine dritte Freundschaft pflegte Margot — damit war aber der Kreis ihrer Vertrauten geschlossen. Diese dritte Freundschaft galt dem jungen Ophtalmologen Dr. Heinz Wallot, dem Sohn einer Notarswitwe aus Kiel, der in Rostock studiert, fein Physikum bestanden und, nachdm er in Berlin die weiteren Examina abgelegt, an den Warnow- Kliniken fein praktisches Jahr geleistet hatte. Heinz Wallot war seit Monaten auf Reisen, um feine augenärztlichen Studien zu erweitern und zu vertiefen, im Herbst wurde er in Rostock zurückerwartet, wo er nock) eine Serie klinischer Hebungen bei einer bekannten Kapazität zu absolvieren gedachte, bevor er seine Praxis als Spezialarzt in Kiel aufnahm. Aber es kam anders. Heinz Wallot war Andreas männliches Gegenstück: groß, von imponierender Figur, breitschultrig, blauäugig, blond. Ein grober, offener Charakter, mit dem freien, stolzen Blick der Friesen, war er mit feinen 28 Jahren eine frische Jungennatur, fröhlich mit ben Fröhlichen, mitfühelnb mit ben Leibenben und von einer naiven Unverdorbenheit des Gemüts, die den Ränken und Liften des Lebens ziemlich weltfremd gegenüberftanb. Selbst einige bittere Erfahrungen mit Kommilitonen, bie feine Hilfsbereitschaft schamlos ausbeuteten, machten ihn nickst irre in feinem lebenbejahenben Optimismus. (Fortsetzung folgt.) sowie die Frage der Beteiligung beim Kohlensyndikat zu lösen. ____ _______Börsenkurse. ____ Frankfurt a.M. Berlin Schtutz. Nur» Nur, Schluh- Kur» Anfang 't'tr-s Datum: 21. 1. 23.1. 21.1 22. 1. 5*/, Deutsche NcichSanleihe , 0.239 0,230 0,2375 0,23 4% Deutsche Reichöanlcihe . Deutsche Neichüanlcthe 3% Deutsche Reichsanleihc . Deutsche Lvarprämicnanlcihe 4% Preußische fionfols . . . 0,25 0,2 i — 0.265 0,26 — 0 26 0 2513 0.34 0,356 0,345 0,34 0,142 — 0,135 — J .235 - 0,26 0,25 <° o Hessen ... ..... 0,19 — — — SWVo Hessen.......... 3% Hegen........... 0.21 0.21 — - 0,22 Deutsche Wcrtb. Dollar-Aul. dto- Doll-Schav-Anwetiug.*) 90.25 98.5 2 91.75 98,7 — 4% Zolltürfen......... 8,85 I — 5°/o Goldmerikaner..... 1 42 25 42 — Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank 113,5* 101,5* 101,5* 143,7* 102* 142.2* 101.5* Tarmst. und Nationalbank . 116,2* —• 116,5* 115,7* Deutsche Bank......... 117,1* CO 116,5* 117* 116,5* Deutsche Bcreinöbank .... — —— DiSconto Commandit . . 112.7* — 112,7* 112.7* Metallbank.......... Muieldcutsche Crcditbank. . 8‘ 85.5 95,5* 95,25* 95.75* S>,5* Oestei reichliche Kreditanstalt 6.7 6.15 6,<5 6,5 Weltbank ......... 0 031 0 031 Bochumer Guß ....... 84* — 82* 82,5* Buder.is........... 39 38,25 38.5 3<.4 Caro . ........... 43* 43* 43* 41* Deutsch Luxemburg...... Gc.kmirchcncr Bergwerke. . 83.5* 83* 84* 83.5* 87.5* 87,5* 88.25* 87.75* Haroc. er Bergbau...... äiali.verkc AschcrSleben.... 110.2* 103* 112* 108,7* 119.5 120* 118,75 .flaliiucrf Wcitrregelo. .... 120 — 12) 119,25 Mauro hätte...... . , 35 33.5 33,25 34.25 E1 beriet ail .......... 49 46,75 46,25* Phönix Bergbau ....... 75.5* 74,25* 75* 74* Rbeinitabl ........ 66.5* 65,75* 60 75* Wiebcit Montan........ 82.25 _ TelluS Bergbau..... . 56 — — _ Hamburg Amerika Paket. . . 113,5* 111 5* 113 5* 111* Norddeutscher Llovd . ... 123 2* 123,5* 123.5* 123,7* Cheramische Werke Albin . . — — - Zementwerk Heidelberg . . 73 75 - -- Philipp Holzmann...... 58 56,5 56.6.' — Auglo-Com Guano..... Chemische Maner Alapin . . E— — 82,75 79 — I o> Farbenindustric, A.°G. Goldschmidt.......... 64,75 125,2* 64 126,2* 64,75 121,9* Holzverkohlung....... 57 — NütgcrSwcrke......... 73..r 78.25 72 _ Schcidcanstalt......... 88 85 — «llg. Elektrizitäts-Gesellschaft 96* 96* 96,62* 96,25* Bergmann .......... Mainlraftwerke........ 50,5* —— 81* 81,75 78 — Schuller!........... Siemens L HalSke ...... 71* — 75.12 74.75* 88,75* | 85,5* 88,75 | 86* lldlerwerke Kleyer ...... 33 30,51 31.5 _ Daimler Motoren....... 34.5 34 34,75 34,75 Heyligenstaedk ....... 16,25 — Meguin............. 30 1 — — Motorenwerke Mannheim . — ♦ — — — Frankfurter Armaturen . . . — — — Konservenfabrik Braun . . . — — — —> Mctailgescll'chaft Frankfurt. Pck. Union A.-G....... 97.5 55 97.5 55 54-2', Schuhfabrik Her;....... 23.55 | 20.5 —- Sichel..... . Zellstoff Waldhof....... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . 2,9 3 2,75 — 92,5 92 92,75 — 60 50 57 4 48 50 i — Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin. 22. Jan. Nachdem sich einige gestern stimulierende Gerüchte als unwahr bzw. als verfrüht herausgestellt haben, trat die Spekulation heute mit Abgaben hervor, die sich namentlich auf die amtVortage bevorzugten Werte erstreckten. Infolgedessen lagen Harpener 3 Proz. unter dem gestrigen Schlußkurs. Die schwache Verfassung der führenden Marktgebiete färbte auf die Gesamtbörse ab, so daß anfangs mit wenigen Ausnahmen ein unsicheres und vorwiegend abbröckelndes Aussehen hatte. Allerdings hielten sich die Kursrückgänge zu- nieist in Grenzen von 1 bis 1,50 Proz. GegenEnde dS ersten Börsenstunde zeigte sich zu den ermäßig, trii Kursen wieder einiges Deckungsbedürfnis, so daß das anfängliche Niveau nicht weiter zurückging ubd dann fpqtcr allgemein verbessert wurde. Man verwies dabei vor allem auf die anhaltende Flüssigkeit des B ö r s e n g e l d m a r k t e s , wo sich Ultimo-Vorbereitungen bis seht no ch nicht bemerkbar machten. Tägliches Geld ist zu 6 bis 8 Proz. und Monatsgeld zu 8,50 bis 9 Proz. angeboten. Im Devisenverkehr war das Geschäft außerordentlich still. Nennenswerte Veränderungen traten nicht ein. Die Reichsmark wurde aus dem Auslande zu den Säßen des Vortages gemeldet. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. Banknoten. 21 Jan. 28. Jan. Amtliche Geld Jloti rnng Brief Amtliche Notierung 1 Brief Vlmst-.RMl 168,6> 169,05 168.54 168,96 Bucn-'AireS 1.736 1.710 19,10 1.736 1,740 Brff.°Antw 19,06 19 06 19,11 Cbristiania. 85,39 85,61 85,29 85,51 Kopenhagen 101,19 104,45 103,97 104,23 Stockholm . 112,28 112,56 112,24 112,64 Hclsingforö- 10.54a 10,585 10.545 10,585 Italien. . 16.93 16,97 16.93 16,97 London. . 20,392 '0,444 20,397 20,446 Neuhork . . 4,195 4,2 >5 4,195 4,205 Parts. . - 15.745 15,785 15,695 15.735 Schwei; . 81.0.1 61,21 81.03 81.20 Spanten. 59,37 1.890 59.51 59,35 59,49 1,886 Japan . .. 1.804 1,832 !»io de Jan. Wten in D-- 0.631 0.641 l) 633 -1,635 Oest. abgeft 59,07 59,21 59,06 69,21 Prag .... 12,416 12.436 12.416 12,466 Belgrad . . 7.43 7.43 7.42 7.41 Budapest. . 5,872 5,892 5,873 6,893 Bulgarien 2.8>5 2.8'5 2,885 2,895 Lissabon 21,225 11,275 21 225 21.275 Danzig. . 80.88 81.08 SO 88 81,68 Konstantin. 2,205 2,215 2,213 2,22. Athen. . 5.79 5.81 5.79 5.81 Canada. . 4,188 4.195 4 188 4,198 Uruguay 4.335 4.348 4,325 4.335 Berlin, 51 Jan Geld Brief Amerikanische Noten ..... Belgische Noten........ Dänische Noten........ Englische Noten........ Französische Noten ...... Holländische Noten ...... Italienische Noten ...... Norwegische Noten...... ®emfc^ftftT.,äioo Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten ...... Schweizer Noten....... Svanischc Noten....... Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten....... 4.198 19,01 103,18 20,355 15,83 168,23 16.98 85,22 i8,95 112,06 80,98 59.15 12,898 5,83 4.20 > 20,11 101,50 20,455 li 91 169.07 17,02 85 64 59,25 112,62 81,38 59.45 12.458 5,87 Frankfurter Börse. (Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 22. 3an. Tendenz: abgeschwächt. — Die im gestrigen Börsenverkehr hervorgetretenen Anzeichen der Unsicherheit führten heute zu einem erheblichen Tendenzumschlag und zu einer beträchtlichen Verminderung der Ämsahtätigkeit. Die Spekulation. die zu Realisationen neigte, war durch das Ausbleiben der üblichen Auslandkäufe etwas verstimmt und verhielt sich deshalb zurückhaltend. 3m Verlaufe unternahm die Kontremine einen Vorstoß, der bei der Widerstandslosigkeit des Marktes einen Erfolg zu verzeichnen hatte, wodurch für eine Reihe von Märkten mehr odev weniger starke Kurseinbußen zu verzeichnen waren. Am Montanmarkt hielten sich die Rückgänge im allgemeinen in engen Grenzen und gingen zumeist über 1 Prozent nicht hinaus. Auch am Chemiemarkt waren die Abschwächungen gering, nur für Rütgers- werke überschritten sie 1 Proz. Elektrowerte waren zumeist gehalten, Qahmeyer minus 1 Proz., Siemens Halske stärker gedrückt, minus 1,75 Proz. Auch die Kurse des Dantenmarktes schwächten sich ab, Deutsche Dank minus 0,6. Von Schiffahrtswerten waren Hapag stärker gedrückt, Lloyd dagegen befestigt. Von Autv- a k t i e n hatten Daimler eine stärkere Einbuße von 2,5 Proz. aufzuweisen, während Kleyer nur um 0,5 Proz. zurückgingen. Stark rückgängig waren ferner die gestern erheblich gesteigerten Zuckeraktien, die sich Rückgänge von 3 bis 4 Proz. gefallen lassen muhten. Deutsche und ausländische Renten schwächten sich leicht ab. Rur für Ungarn und Russen erhielt sich etwas 3nteresse bei fester Stimmung. Pfandbriefe konnten sich knapp behaupten. Die allgemein schwache Strömung übertrug sich auch auf den Freiverkehrsmarkt. Venz 31, Vrown-Boveri 53, Entreprise 10, Krügers hall 83, Petroleum 74, ilfra 57,5 Prozent. 3m weiteren Verlaufe wurde die Stimmung etwas zuversichtlicher. Unter Führung von Schisfahrtswerten konnten sich die meisten Werte infolge von einigen Deckungen wieder leicht befestigen, so daß die Grundstimmung als ziemlich fest bezeichnet werden kann. Das Geschäft nahm aber keinen größeren Umfang an. Am Geldmarkt hält das Angebot an. Tagesgeld 6 Prozent, Monatsgeld 7,5 Prozent, für zweite Adressen auf 9,5 Prozent. 3m Devisenverkehr hat sich London gegen Kabel eine Kleinigkeit abgeschwächt auf 4,86l/8. Paris notierte gegen London ebenfalls etwas schwächer mit 130,15. Die übrigen Valuten find unverändert. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers"^ Frankfurt a. M., 22.3an. Cs wurden notiert: Weizen, Wetterauer 25,75 bis 26,25, Roggen, inländischer 17,50, Sommergerste für Brauzwecke 22 bis 24, Hafer, inländischer 18,50 bis 21,50, Mais (gelb) 20,50 bis 20,75, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 40,75 bis 41,75 Roggenmehl 26 bis 26,50, Weizenkleie 11 bis 11,25, Roggenkleie 11,25 bis 11,50. Tendenz: Abgeschwächt. Berliner Produktenbörse. Berlin, 21. 3an. 3n Auswirkung der durchaus schwächeren Auslandsnotierungen sowie der ermäßigten argentinischen Offerten gestaltete sich die Tendenz im heutigen Berliner Produktenhandel gleichfalls schwächer-. Für prompte Ware bleibt Rachfrage seitens der Exporteure bestehen. Allerdings liegen die Gebote unter Vortagsstand. Roggen zeigt gegenüber dem Weizen etwas größere Widerstandsfähigkeit, da das bereitstehende Material sehr geringfügig bleibt. 3m Zeithandel eröffnete Weizen per März sowie per Mai mit 2l/z Mark unter Vortagsschluh, Roggen per Mär; 2 Mark, per Mailieferung P/j Mark rückgängig. Gerste ruhig, Hafer- ohne nennenswerte älmsähe, Futtermittel still. Es notierten per 1000 Kg.: Weizen «märkischer) 246- 252, Weizen (Pommern) 246—252, Weizen (März) 266,50—266. Weizen (Mai) 273, Roggen (märkischer) 145—152, Roggen (Pommern) 145—152, Roggen (März) 174,50 bis 175,50-175, Roggen (Mai 187—187,50—187, Gerste (märkisch) 180-207, Futtergerste 148 bis 162, Hafer (märkischer) 160-171, Raps 340—345; per 100 Kg.: Weizenmehl 32,50—36, Roggenmehl 22,25—24,25. Weizenkleie 11,25—11.50, Roggenkleie 9,75—10,25, Vittoriaerbsen 26—36, Kleine Speiseerbsen 22—25, Futtererbsen 20—22, Peluschken 20—21, Ackerbohnen 20—21. Wicken 21 bis 23, Lupinen blau 12—12,50, Lupinen gelb 14 -15, Seradella 18,50—19,50, Rapskuchen 15,25, Leinkuchen 23,50—23,60, Trockenschnitzel 8—8,20, Torfmelasse 8,20—8,50, Kartoffelslocken 14.80 bis 15,30, Soya-Schrot 20,30—20,40. Düchertisch. - DerKatalog XXV des Verlages Hoffmann und Campe in Berlin zeigt aus den Sammlungen des neuerdings erweiterten Antiquariats eine Anzahl wertvoller und seltener Dokumente an. Unter den aufgeführten Spezialdisziplinen seinen erwähnt: W?rk: aus der Frühzelt der Duchdruckerkunst, Proben aus Gutenbergs Offizin, deutsche und italienische 3nkunabeln, Drucke und Graphik des 16. 3ahrhunderts, erste Ausgaben der deutschen Literatur, endlich meist ältere Erscheinungen aus der Geschichte der Wissenschaften. — Der Kun st wart (Kuirstwart-Derlag Callweg, München). Das vierte Heft der nunmehr im 39. Jahre erscheinenden, gediegen-vornehmen und stets wertvollen Kulturzeitschrift, der man das gesamte geistige Deutschland als ständige Leserschaft und Gemeinde wünschen möchte, bringt u. a. einen Briefwechsel zwischen Walter von Molo und Albert von Trentini, eine sehr lesenswerte, mit guten Bilderbeigaben anschaulich gemachte Diskussion über die Malerei der neuen Gegenständlichkeit, in der sehr aktuelle Fragen der jungen bildenden Kunst behandelt werden, mehrere Aufsätze über religiöse Probleme und in den »Losen Blättern" ein Prosastück des kürzlich in Chemnitz uraufgefüfjrten Werner 3Iling, „Der Weg zu den Menschen". > — 3n den „Schriften der H-e s-s-i s ch e n H o ch s ch u 1 e n" erscheinen als Hefte der Darmstädter Technischen Hochschule: Heidebrock-Schlinl: Rektoratsübergabe; Frick: Gedächtnisrede; Berndt: Bericht der Ernst-Ludwigs-Hochschul- gesellschast; Strasnh: Dys 3nftitut für Gerbereichemie, Die studentische Wirtschaftshilfe. 813 — Die Saarbrücker Druckerei und Verlag- A.-G. in Saarbrücken eröffnet eine Sammlung; „Saarländische Zeit- und Streitfragen" mit einer Geschichte des Saarstatuts von Versailles aus der Feder von Joseph Görgen, der auf Grund gründlicher Studien und unter Angabe zahlreicher Quellen die Entstehung des Saarstatuts kritisch darlegt, ein beachtenswertes Unterfangen, da mit Deutschlands Eintritt in den Völkerbund vermutlich auch das Saarproblem bald aufs neue aufgerollt wird. — „Die Drehbank", ihr Aufbau und ihre Handhabung nebst zahlreichen Gleichungstabellen. Dieses bewährte Hilfsbuch für Werkstatt und Fachschule erscheint jetzt nach kürzester Zeit in siebenter Auflage, ein Beweis für die große Wertschätzung, deren es sich bei Eisendrehern, Mechanikern, Maschinenschlossern, Werkmeistern und Betriebsleitern und allen, die es werden, wollen, erfreut. (Dieck u. Co., Stuttgart, Preis 6,50 Rm.) 884 — .Unter dem Titel: Vom Kienfpan bis zum künstlichen Tageslicht! ist soeben ein äußerst interessantes, mit Bildermaterial reichhaltig ausgestattetes Buch aus der Feder Don Dr. Werner Bloch erschienen, das die Entwicklung des künstlichen Lichtes vom Kienspan des Höhlenmenschen bis zur strahlenden Großstadtbeleuchtung der 3etztzeit schildert. Verlag Dieck u. Co., Stuttgart. Geheftet 1,80 Rm., Halbleinen 2,50 Rm. 885 — D i e neuen A u f wer t u ngs b e st immun g e n an Hand praktischer Beispiele für den Volksgebrauch erläutert von Dr. K. Beiz. Verlag „Unitas" G. m. b. H., Bühl (Baden). 881 — Otto Buchmann, Dir Madonna (Verlag B. Stefsler in Leipzig. 890 — Alexander von Gleichen-Ruß- wurm, Ein Rückblick an seinem 60. Geburtstag. Den Freunden gewidmet. (Mit 7 Bildnissen.) Verlag 3ulius Hoffmann-Stuttgart. 875 - - O. Reustätter: Max Pekten loser (Sammlung „Meister der Heilkunde" Dd. 7). Verlag 3ulius Springer in Wien. 814 Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Isr. ReNgionSgemeindr. Gottesd. i. d.Synagoge (Südanlage). Samstag, 23. 3anuar 1926. Do.ab). 5.00, morg. 9.00, abds. 5.15 u. 5.55. fabelhaft billigen Preise । Pfund 4 00, 4.40, 4.80 f 661a während meines diesjährigen Inventur-Ausverkaufs! Horn. 664D Vorzüge meines Kaffees kräftig, aromatisch, ausgiebig stets frisch gebrannt Holzversteigerung. Donnerstag, den 28. Januar 1926, von vormittags 973 Uhr an, soll im Anneröder Gemeindewald aus den Ab- teilungen 1 und 8 folgendes Holz versteigert werden: 11 Rm. Kiefernrundscheitholz, 51 Rm. Fichtenrundscheitholz, 57,6 Rm. Fichten- knüppel, 2840 Fichtenwellen, 103,3 Rm. Fichtenstöcke. Die Zusammenkunft ist in der Tempel- schneise beim früheren alten Pflanzgarten nächst dem Oppenröder Feld. Annerod, den 20. Januar 1926. Hessische Bürgermeisterei Annerod. Einen großen Teil meiner Bestände habe ich rücksichtslos herabgesetzt u. verkaufe einzelne Warenposten weit unter Einkaufspreisen Geschäftsanteil der Hausgesellschaft der Arbeitgeber zu Gießen im Nennwerte • von Mk. 350— meistbietend zu verkaufen. An geb unter F. P. W. 600 an Badolt Blosse, Frankfurt a. M. to,ss Heinrich Driesch Seltersweg 70 Bis zum 30. Januar 1926 gewähre ich auf alle nicht im Preis ermäßigten Waren 10 Prozent Rabatt! Die GnMrelq einer der bedeutendsten Nauchtabalrfabriken Deutschlands sucht für den Platz Gießen, nebst nächster Umg. einen bei den Zigarrenhändlern und Kolonialwarengeschäften gut eingeführten Untervertreter. Schriftl. Offerten nebst Angabe bisheriger Tätigkeit unter F.P.L. 491 an Rudolf Moste, Frankfurt a. M. 682ss Stadtgespräch sind die Großes Fabrikgeschäft sucht zu Ostern oder' früher Lehrling mit Primareise. Selbstgeschriebene Bewerbungen unter 66/0 an den Gießener Anzeiger.________ SlMWMM ‘'gemünSen Wsslanullg Mein u.oreismett Ole Brühl» Unlo.-twerel H. fonge, (fliehen. Sümllkr.7. Welcher Studienrat oder Lehrer wünscht Ostern oder später nach Offeu- bacl) a. M. überzusiedeln, wenn sich ihm eine prächtige 4 Zimmer-Wobnuna in neuerbaut.Hause bietet? Unerläßl. Gegen- lei sttmg in Gießen ebensolche Wohnung im Privathause mit demselben Zubehör (GaS, elektr. Licht, Boden, Mädchenztm., Trockenspeicher ufro.). 662D Anfrag, mit Angabe deS Mietpreises an 3a. Gg. Jakob Müller, Offenbach a. M., Karlstr. 56, Teleph. Offenbach 774. Bekanntmachung 3n unser Handelsregister Abt. B wurde heute eingetragen: Die Firma Wester. Wälder Tiefbohr- und 3ndustriegesellschast mit beschränkter Haftung in Gießen. Die Gesellschaft hatte vorher ihren Sih in Westerburg.GegenstanddesUnternehmens ist Ausführung von Tiefbohrungen,Stollen und Brunnenbauten, sowie die Gewinnung von Berg- und Hüttenprodukten, Handel mit Holz und sonstige kaufmännische Geschäfte, sowie die Beteiligung an ähnlichen ^Unternehmungen. Das Stammkapital beträgt 27000 R.M. Zum Geschäftsführer ist der Bohrunternehmer Adolf Hänchen in Gießen bestellt. Der Gefellschaftsverttag ist am 16. Januar 1920 festgestellt und durch Beschluß vom 30. März und 23. April 1920 (Bestellung der Geschäftsführer) sowie vom 31. Dezbr. 1924 (Umstellung) und 25. August 1925 (Sihverlegung) geändert. Sind meh- rere Geschäftssührer bestellt, so ist jeder verttetungsberechtigt. Die Gesellschaft ist bis 1945 geschloffen. Alle Veröffentlichungen der Gesellschaft erfolgen ausschließlich durch den Deutschen Reichs- und Preußischen Staatsanzeiger. 6,,0B Gießen, den 20 Januar 1926. Hessisches Amtsgericht. 660a