vni« MI» Verlag: vrühllchc UmverfitSi,,v«ch. -nd Steinöruderei H. Sange in Sieben. Sdjriftlcitung UN» Stschäfkftelle: Schulitrabe 7. Dr. der bet der bn der weiteren Aussprache wird der Rach- tragsetat nach den Beschlüssen des Ausschusses angenommen. Damit ist die Tagesordnung der Sitzung um 1.45 LHr erledigt. Zur Entgegennahme der Regierungserklärung wird sofort eine neue Sitzung auf 2.30 Llhr mittags anberaumt. kraten können ohne Derfassungsbruch nicht er- füllt werden. Pilsudski ist überzeugt, alle Spuren des Bolschewismus in Polen durch Sickerung der Agrarfvrm, die die Aufhebung der großen Land- guter und ein ausgedehntes System kleiner Farmen umfasse, ausrotten zu können. „ vorläufige Staatspräsident und Sejm- Marschall 2t ata j teilt mit, daß er die Einladungen zur Beschickung der R a t i o n a l v e r - 'a.IJ!Jn^un9' die die Wahl des neuen Staatspräsidenten vornehmen soll, morgen, Freitag, her- senden wird. Demgemäß muh die Rationalver- Berlin, 19. Mai. Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung des Rochtragetats für 1925. Mit dem Rachtragetat sind u. a. 1,5 Millionen eingestellt für die Ko st en der Durchführung des Volksbegehrens. In der zweiten Sihung. die um 2.30 Ahr eröffnet wurde, stand ein einziger Punkt auf der Tagesordnung: „Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregicrun g". Von den Regierungsparteien ist ein Antrag des Inhaltes eingebracht, dah der Reichstag von der Regierungserklärung Kenntnis nimmt und über alle weiteren Anträge zur Tagesordnung übergeht. Präsident L ö b e erteilt sofort dem Reichskanzler Dr. Marx Das Kabinett wird die bewährte Außenpolitik des Reiches weiterführen. Diese Politik, die mit der Reg e- llung der Reparationssrage in London begann, sollte ihren Abschluß in den Verträgen von Locarno finden. Wir hoffen, daß die Verhandlungen der Studienkommission in Genf dazu führen werden, die Locarnoverträge als endgültig in Kraft zu setzen und Deutschland die Möglichkeit zu geben, als ständiges Mitglied des Völkerbundrates an dessen großen Aufgaben mitzuarbeiten. Der zwischen Deutschland und der Sowjetregie- rung geschlossene Ertrag fügt sich durchaus in diese Politik ein. Es ist ein Ausdruck der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und seinem großen östlichen Rachbarvolke und ein weiteres Glied in der Reihe der Verträge. die dem Frieden und der Festigung Europas dienen sollen. Obwohl keine verfassungsmäßige Verpflichtung hierfür besteht, wird der Vertrag angesichts seiner Bedeutung demnächst dem Reichstage vorgelegt werden. Schwere wirtschaftliche Rot, die sich insbesondere in der langandauernden und außergewöhnlich umfangreichen Arbeitslosigkeit äußert, lagert nach wie vor auf weilen Kreisen des deutschen Volkes. Hier Abhilfe zu schaffen wird auch von der gegenwärtigen Regierung als vorbildlich betrachtet. Wenn ich nicht aus die Bedürfnisse und Wünsche der einzelnen Wirtschafts- und Derufskreise eingehe, so soll das nicht «ine Geringschätzung darstellen. Wir werden ihnen bis an die Grenze des Möglichen entgegenzukommen stets bestrebt sein. Zwei Fragen allerdings erfordern nach meiner Meinung einer besonderen Erwähnung Der Grund liegt in den Ereignissen dec letzten Wochen. ? - 2?ejle ^nächst auf den von der Mehrheit des Reichstages gefaßten Beschluß hin. der das Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener FamilienblStter Heimat im Bild Die Scholle. monot$:Bejng$preis: 2 Reichsmark und 20 Reichspsennig für Träger« lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: Lchriftleitung 112, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Inieiaer Stehen. Postscheckkonto: Stanffurt am Main 11686. Pilsudskis Aufgabe. (Aachdmck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Don unserem Herm.-Berichterstatter. Warschau, 17. Mai 1926. Das Kabinett Marx vor dem Reichstag. Die Billigung der Regierungserklärung mit den Stimmen der Sozialdemokraten, bei Stimmenthaltung der Deutschnationalen. Abg. Aeubauer (Kom.) macht dem Reichsfinanzminister Dr. Reinhold den Vorwurf, 6a6_ er früher die Finanzlage des Reiches zu ungünstig geschildert habe. Der Aeberschuß von 200 Millionen beweise daS. Dieser Aeberschuß sei hcrausgewirtschaftet worden durch die ungenügende Unterstützung der Erwerbslosen und Sozialrentner. Dafür habe man die Besihsteuer In der polnischen Sozialdemokratie, xn ..v? gegenwärtig die radikalsten Elemente ausschlaggebend sind, machen sich starke Wider- lande gegen die Einberufung der Rational-Der- sammlung überhaupt geltend. Der ..Robotnik" fordert heute unbedingt Verschiebung der Prä- sidentenwcchl Auflösung von Sejm und Senat und Ausschreibung der Reuwahlen L.Utr k-S1! aber die Präsidentenwahl letzt stattfinden solle, so mühten Garan- tren für eine Wahl Pilsudskis geschaffen werden. Diele Forderungen der Sozialdemo. sammlung spätestens am 23. oder 29. Mai zusammentreten. Hierbei kommt als Einberufungsort. tote die hiesigen Blätter mitteilen, nur Warschau tn Frage Es scheint sehr zweifelhaft, ob die ganze polnische Rechte an der Ablehnung Dar chaus als Entscheidungsort festhalten wird. Marschall Pilsudski scheint, wenn die Presse richtig informiert ist. tatsächlich entschlossen zu ein. eine Kandidatur abzulehnen. Verhand- lungen zwischen den polnischen Linksparteien und den Minderheiten über eine gemeinsame Kandidatur sind schon angeknüpft worden. das Wort, der folgende Erklärung verliest: Die neue Regierung, die am heutigen Tage vor die Volksvertretung tritt, setzt sich mit Ausnahme des Kanzlers aus denselben Männer zusammen, wie das Kabinett Luther. Reichskanzler Dr. Luther ist aus unserer Mitte geschieden, lieber drei Jahre hat er seine ganze außergewöhnliche Kraft in den Dienst des Reiches und des Volkes gestellt. Zunächst als E r n ä h - rungsminister, dann als Reichsfinanz. Minister und seit Januar 1925 als Reichskanzler hat er bei außerordentlich bedeutungs- vollen Ereignissen auf die außen- und innenpolitische Gestaltung Deutschlands entscheidend eingewirkt. Seine Kanzlerschaft wird ihren Wert in der Entwick- lung der Geschichte behalten: Merksteine seiner er- folgreichen Tätigkeit sind London und Lo- Abg. v. Gusrard (Z.) gibt namens der Zentrumsfraktion eine Erklärung ab, in der er d i e Verdienste des geschiedenen Reichskanzlers nennt. 3m übrigen liegt jetzt fein Grund zur Erörterung der politischen Lage vor. An der Krise ist das Zentrum nicht schuld gewesen. Im vaterländischen Interesse hat es ein großes Opfer gebracht. Die Zentrumsfraktion gibt dem Vertrauen Ausdruck, dah das Kabinett Marx seinen schweren Aufgaben in der inneren und äußeren Politir gewachsen sein wird. Die Zentrumsfraktion ist bereit, das Reichskabinett tatkräftig zu unterstützen. Abg. Dr. Scholz (D. D.) schließt sich dem Dank für Dr. Luther vollinhaltlich an. Er nimmt mit Zustimmung davon Kenntnis, daß die Flaggenverordnung bestehen bleibt und zur Durchführung gelangt. Die Deutsche Vollspartei wird auch an der Schaffung einer Einheitsflagge Mitarbeiten. Der neuen Regierung wird lie ihr Vertrauen aussprechen. Abg. Dr. Haus (Dem.) gab folgende Erklärung ab: Die Fraktion der Deutschen Demokratischen Partei betrachtet die Erklärung des Reichskanzlers als eine geeignete Grundlage z u r Fortführung der Geschäfte. Sie spricht deshalb der Regierung ihr Vertrauen aus. Wir begrüßen den festen Willen der Regierung, die bisheriae Außenpolitik unver- ändert fortzufuhren. Mit ihr sehen wir in dem Kampfe gegen die Arbeitslosigkeit die wich- tigste wirtschaftliche Aufgabe. Wir hoffen, daß die Verhandlungen über die Schaffung einer deutschen Einheitsflagge Erfolg haben. Die Lösung kann auf der Grundlage der verfassungsmäßigen Farben Schwarz-Rot-Gold gefunden werden, wenn der Wille zu Deutschlands Schuß auf dem Boden der Republik sich mit der Achtung vor der deut- scheu Vergangenheit verbindet. Von der Regierung erwarten wir eine Politik, die von der Erkenntnis geleitet ist, daß man auch innerpolitisch die Parteien zusammenführen muß, die die Außenpolitik der Regierung tragen. Solange das geschieht, steht die deut,che Demokratie hinter der Regierung. In einfacher Abstimmung wurde darauf der Antrag des Zentrums, der Demokraten, der Deutschen und der Bayerischen Volkspartei an- genommen: Der Reichstag nimmt von der Erklärung der Rcichsregierung Kenntnis und geht über alle anderen Anträge zur Tagesord- u un g über. Gegen den Antrag stimmten die Völkischen und die Kommunisten, während die Deutschnationalen sich der Stimme enthielten. Der Reichstag vertagt sich auf den 7. Juni 3 Uhr nachmittags. Das gegenwärtige Kabinett hat jetzt als einzige Ausgabe, eine Beruhigung der Sern ä te r anzubahnen, Frieden und Ordnung wie- herzustellen. Daß mit dem Friedenmachen i-mist gemacht wird, beweist die bereits ergangene Weisung Pilsudskis, einigen Generälen, die üö feine Gegner bekannt sind, das Verbleiben Heere zu ermöglichen. Die Mitglieder des Mbinettes sind durchweg Beamte und Gelehrte. Lssondere Aufmerksamkeit erweckt in politischen Weisen die Person August Zaleskis. der als «in bisher nicht genügend verwertetes Talent toirö' ®r «üft erfahrener Diplomat, während des Krieges weilte er in London, wo jit bleie Beziehungen zu den dortigen politischen ^luyrern hatte. Später wirkte er als Gesandter m Ro m. _ die weitere Entwicklung der Begeben- Knien im Sinne der Pilsudskischen Bestrebungen r ™ , 9u.te Verheißung, daß die Ratio- »die Arbeiterpartei (R.P.R.), die sich »onher dem Kabinett Witos angeschlossen hatte, ^Eung durchmacht. Mebr als die h»lfte der Mitglieder der Sejm-Fraktion dieser Rtei hat sich nämlich für Pilsudski entschieden; p 'st also die Möglichkeit vorhanden, dah die ucMonalverfammluna eine Mehrheit aufweist he die neue Gestaltung der Dinge genehmigt iiH zum Staatspräsidenten Pilsudski wählt, trat er diese Wahl anzu nehmen gedenkt, was ifar noch zweifelhaft zu sein scheint. Die Lage in Polen. Paris, 20. Mai. (WTD. Funkspruch) Ha- tos meldet aus Warschau: Die Mission des k.'ratspräsidenten in Posen, der einen Aus - ll'ii ch herbeifühven sollte, scheine gescheitert p fein. Er habe einen Bericht eingereicht, daß ie Posener Truppen sich ablehnend ver- geLen. Die Regierung Bartel erkläre, dah diese t&Dierigfeit, obwohl sehr bedauerlich, die De- 'fti.edu ng nur hinauszögern werde. Die tocung des Armeekorps von Posen bleibe ge= •aU1™' un& Posener Truppen erhöben nur reeft, ohne eine lokale Regierung zu bilden. -Eerhin ist die Lage noch immer sehr ernst. Rechtsblock scheint sich nur ein Dell der 'tiLonalen Arbeiterpartei des ehemaligen preu- 'IxHm Gebiets mit der neuen Lage abfinden zu kLllm. Auch in Ostoberschlesien sind die -datiertteter der alten polnischen RschtSkoali- •J*’1 gegen Warschau als Einberufungsort der ^monalberfarmnlung. 'Ts ist für die Kenntnis der Vorgeschichte der Warschauer Ereignisse von be- Wichtigkeit, sestzuftellen. daß nach dem Rümritt Skrzhnskis die Bildung eines Witos- NbjnKeS der denkbar größte psycho- Fehler war, Witos war für die O-sfentlichkeit die Verkörperung der parlamentarischen Korruption und des unter dem Deckmantel der Politik betriebenen Schiebertums. Rur den ausgesprochenen Parteipolitikern der Rechten war er als Bundesgenosse im parlamentarischen Kampfe genehm: in den Augen auch der konservativ gesinnten Schichten der Bevölkerung, zumal des intelligenten Bürgertums war er bereits gerichtet und eine Witos-Regierung muhte feilen höchst deprimierend wirken. , ^a,uc yuue man uie -oengtreuer wuchs die Erbitte- gesenkt und die Schwerindustrie subventioniert, rung der zu äußerster Durstigkeit der Lebens- > ..... ~ ' Haftung verurteilten Offiziere immer bedrohlicher an und es war für den aufmerksamen Beobachter der unerträglichen Zustände, welche durch die politische Korruption auch im Heere geschaffen lourden, offenbar, daß eine gewaltsame Entladung unvermeidlich bevorstehe. Do kam es, daß der Ausbruch der Ent- rüstung gegen die neue Witos-Aera, gegen das weitere Umsichgreifen der Politik der Korruption, hie Form einer spontanen mi litärischcn Demonstration angenommen hat. Erst als lich die Volksmasse der Demonstration tätig an- Ichloß, wurde der spontane Ausbruch unter der Führung Pilsudskis zur regelrechten Volkserhebung. Rachdcm die Auflehnung glücklich verlausen war und Pilsudski als Sieger dastand, Brängten ihn feine Anhänger zur lle&ernaljmc Der diktatorischen Gewalt. Im W i l n a e r Gebiet, wo General Sosnicky, einer der tapfersten und getreuesten Mitarbeiter Pilsudskis, sofort Herr der Lage ward, wurde die Diktatur deS Marschalls Pilsudski ausgerufen. Aus verschiedenen Woywodschaften des Ostens und Klein- polens kamen in Warschau Aufforderungen an Pilsudski an, die ihn bestürmten, zum Heile des Landes die Staatsgewalt zu übernehmen. Pilsudski lehnte es aber entschieden ab, die lebten Konsequenzen feiner Auflehnung zu ziehen. Er bestand darauf, nach dem Gelingen der mili- tErischen Demonstration, den Verfassung s- niahigen Weg zu betreten und beließ die frberfte Gewalt in den Händen des Sejm- Marschalls Rataj. Die konstitutionelle Form Diirde gewahrt: aber Rataj begriff, vvessen Dillen er Rechnung zu tragen habe und betraute den Pilsudski-Mann Bartel mit der Dil- hung einer interimistischen Regierung. Dieses Oerhalten kennzeichnet die Eigentümlichkeit der 'flilsudskischen Wesensart: schon oftmals hat das demokratische Gewissen in ihm die Oberhand »«Wonnen über die Zielstrebigkeit des Tatmen- S Manche bezeichnen diesen Zug als Schwäche. Üusdruck einer gewissen Zwiespältigkeit seiner . Der radikalen Linken w'ir dieses Der- öQlten nicht genehm und rief hier unverhohlene Bestimmung hervor. Annahme von Anzelaen für die Tagesnummer ols zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig,- für Re- klarneanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Dlatzvorfchrift 20°, mehr. Chefredakteur. Dr. Friedr. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr. H THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschrin; für den Anzeigenteil Hans Füstel, sämtlich in Gießen. carno, wo unter feiner Richtung gebenden Anteilnahme Verhandlungen ftattfanben, die zur Sicherung des Völkerfriedens zur politischen und wirtschaftlichen Förderung Deutschlands ein gutes Stück Weg w e i ter geführt haben. Es ist mir ein Herzensbedürfnis, auch an dieser Stelle ro ä r m ft e Siner« f e n n u n g der aufopfernden, selbstlosen und unermüdlichen Tätigkeit des Reichskanzlers Dr. Luther zum Ausdruck zu bringen. 1 Schreiben des Herrn Reichspräsidenten zur Flaggensrage begrüßt und int Einklang mit diesem Schreiben den Wunsch nach Herbeiführung einer Einigung zum lebendigen Ausdruck bringt. Die Reichs- regierung wird mit ganzer Kraft darangehen, dte Wege, die daS Schreiben des Herrn Reichs- praftdenten andeutet, einzuschlagen und das durch tencs Schreiben gesteckte Ziel zu erreichen. Selbstredend wird hierdurch der Bestand und die Durchführung der Verordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 6. Mai dieses Jahres, deren Rechtsgültigkeit nicht bezweiseft werden kann, in keiner Weise berührt. Ferner möchte ich die Frage der Auseinandersetzung zwischen den Säubern und den vormals regierenden Fürstenhäusern nicht unerwähnt lassen. Der Termin zum Volksentscheid ist auf_ den 20. Juni anberaumt worden. Die grundsätzliche Einstellung der Reichsregierung zu deut dem Vollsentscheid unterbreiteten Gesehent- tourf über die entschädigungslose Enteignung der Fürsten erleidet durch die Umbildung des Kabinetts keine Aenderung. Die Reichsregierung wird deshalb auch den Gesetzentwurf, den die frühere Regierung gemäß einem Kompromißantrag der Regierungsparteien dem Reichsrat unterbreitet und den dieser in der vorigen Woche mit der verfassungsmäßigen Mehrheit angenommen hat, dem Reichstage zur weiteren Beratung zuleilen. Die Reichsregierung bittet den Reichstag um seine Unterstützung in ihrem Bestreben, auf Der Grundlage der republikanischen Weimarer Verfassung das Wohlergehen des deutschen Vol- kes in all seinen Teilen zu fördern und die, Ern beit des Reiches unter gleichzeitiger Achtung der Rechte der Länder zu schützen. Rur .Allstem verständnisvollen Zusammenarbeiten müssen Regierung und Volksvertretung versuchen. das erstrebte Ziel zu erreichen." Die Regierungsercklärung wurde in ihrem etrften Seit von den Abgeordneten ohne besondere Kundgebungen ausgenommen. Die Kommunist^ machten nur wenige Zwischenrufe. Bei den Dankesworten an den bisherigen Reichskanzler Dr. Luther kam aus den Reihen der Deutschen Volkspartei lebhafter Beifall. Mit lauten Hörtl Hortl-Rufen der Kommunisten wurde die Erklärung ausgenommen, daß die Flaggenverordnung unverändert bestehen bleibt. Am Schlüsse der Erklärung kamen Beifallsrufe aus den Reihen der Regierungsparteien. Abg. Müller-Franken (S.): Der Reichskanzler hat feine Erklärung mit ^Q1T"^R?rten V1 ®r- Luther begonnen. Das tst üblich, aber das Lob klang diesmal besonders warm. Dr. Luther war zweifellos eine starke Persönlichkeit, wenn er dennoch schei- ^rte. so lag das daran, daß er die notwendige tfublung mit dem Parlament nicht aufrechterhalten hat. Die jetzige Regierung gilt als T^oe-gangskabinett. Hoffentlich richtet ftch die Lange ihrer Amtsdauer nicht nach der Langender Regierungserllärung. (Heiterkeit.) In der S l a g g e n f r a g e können wir uns nicht mit der Ankündigung begnügen, daß man unter Zuziehung aller möglichen Verbände und von Historikern und Heraldikern die Rvrmung und Typung der Flagge vornehmen will. Wir werden einen Initiativgesehentwurf einbrin» gen, ber bestimmt, wie geflaggt werden soll. Die Gerüchte von einem Linksputsch sind lächer- lich und werden nur verbreitet, um den Rechts- Putschisten das Handwerk zu erleichtern. Für die Kommunisten ist die Zeit der Putsche vorbei, weil Wre revolutionäre Kampfkraft gebrochen ist. (Widerspruch bei den Kommunisten.» Wir werden abwarten, was die weiteren Durchführungen des Verfahrens gegen Claß und Genossen ergeben toeröen. Die Putschvorbereitungen dieser Kreise sind durchaus ernst zu nehmen. Wir müssen vor allem von der Reichsregierung Aufllärung darüber verlangen, ob tatsächlich eine Verbindung atoudjert Reichswehrstellen und den rechtsputschisti- schen Verbänden bestanden hat und noch besteht. Wir werden die Regierung unterstützen, so- lange he eine Politik verfolgt, die mit dem Gedanken der Völkerverständigung und mit dem Allgemeinwohl vereinbar ist. Abg. Graf Westarp (Dn.): Das neue Kabinett zeigt alle Kennzeichen emeö provisorischen Minderheitskabinetts, das < auf die ^Interstühung der Sozialdemokraten angewiesen ist und den Liebergang bilden soll zu - einer Regierung, der auch die Sozialdemokraten angeboren. Das ergibt sich klar daraus, daß ; nr. U6 Erstes 176. Jahrgang Donnerstag. 20. Mai 1926 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen bei der Regierungsbildung das Zentrum Gehler als Reichskanzler ausdrücklich mit Begründung abgelehnt hat. daß Dr. Gehler den Sozialdemokraten Widerstand findet. In Regierungserklärung wurde das Wichtigste verschwiegen. Wir hörten kein Wort über die Gefahren der bolschewistisch-revolutionären Bewegung (Lachen links) und über den unerhörten revolutionären Skandal des Po temkin-Films (eines in Berlin zur Aufführung gelangten bolschewistischen Films von der Matrosenmeuterei auf dem russischen Kreuzer ..Potemkin". D. Red.). In der Außenpolitik muh festgestellt werden, dah die Dr. Luther in Genf gegebenen Zusagen nicht gehalten worden sind. In Genf war zugesagt worden, dah die Rückwirkungen im besetzten Gebiet so in Kraft treten sollten, als wenn Deutschland im Völkerbund wäre. Davon ist aber nichts zu spüren. Wir werden eine Regierungspolitik n i arlach-Vank lauste, nur besthm. Der frühen he erklirle, e» mühten Lombard' und in der icle schwere Vergehen die natwendige Deckung worden. Die staatlichen [5 falt alle ihre flapi- lanf suchte aus eigener innen und da dar bei anq nicht zu schaffen .n Kreditgeschäften ent« irte St*Vin, bie ä£ Dr Nühe darauf »"Lr'sK S„-ÄS t Gelt. ... M Rilki«- In daß 5®* tzzZ » «ter rfieter gc «t »tE der W *5 K°7" wird ije Orten cl Rutsche. 13 wrleg1^ S qhnI'<^^^s.ollN te E7der L so daß Duin wird- AW -ZFS fuhr von ie r und Papierwaren. 3M8D 80 biS 100, Lauch 5 bis 15, Rettich Sellerie 30 bis 40; das Bund: 15 biS 20, gelbe Rüben 35 bis Bornotizen. Die Besserung der deutschen Handelsbilanz. WSR. Die grundlegende Besserung der deutschen Handelsbilanz zeigt sich vor allem in der Steigerung der AuSsuhr- überschuhposten. Eine Gegenüberstellung für das erste Vierteljahr 1926 und 1925 läßt am besten erkennen, auf kvtldjcn Warengebieten Deutschland den Weltmarkt wieder erobern konnte. Den größten Aktivsaldo stellt die Ausfahr an Eisen und Eisenwaren mit 306,9 (1925: 183,6) Mill. Bei Maschinen ergab sich ein Lleberschuh von 175 (120,1) Mill. Für chemi » sche Erzeugnisse von 161,2 (125,8) Mill. Einen sehr starken Aufschwung nahm die AuS- Es kostete auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 200 bis 210 Pfennig. Matte 35 bis 40, Käse (10 Stück) 60 bis 80, Wirsing 35, Weißkraut 35, Rotkraut 40. Rote Rüben 20, Spinat 40 biS 45, Römischkohl 30. Spargel 70 bis 130. Tomaten 150. Zwiebeln 20 bis 25. Meerrettich 30 bis 80. Schwarzwurzeln 50 bis 60, Rhabarber 20 bis 25. Kartoffeln 4. Aepfel 20 bis 40, Kirschen 80 bis 100, Erdbeeren 200 bis 320. junge Hahnen 100 bis 120, Suppenhühner 120, Tauben 90; das Stück: Eier 11, Blumenkohl 120 bis 150, Salat 15 biS 20, Salatgurken 20 bis 30. Radieschen 40 Pfennig. zählte der Führer dieser Wandcrfchar, Oelber« mann, und oft spontan einsetzender Beifall zeigte, daß die Zuhörer mit ganzem Herzen bei seiner Fahrt waren, ym Wo eingeleitet mit Beethovens Rondo in 6-Dur (op. 51 Rr. 2), gespielt von Julius Habn. der weiterhin Mozarts leidenschaftliche (.-Moll- Fantasie, als virtuose und schwierige Kabinettstücke Pa l orale und Capriccio (ScarlaUi-Tausig) und Rondo capriccioso (Mendelssohn-Bartholdi) vortrug und mit der wuchtigen Senta-Ballade aus dem »Fliegenden Hollander" und Chopin- ^s-Dur-Polonaise die Dortragfvlge abfchloh. Frau Müller-Bangert brachte zunächst drei Schubert-Lieder, darunter die entzückende, oft und immer toieter gern gehörte »Forelle", und brillierte im zweiten Teil mit der groben Aga- thenarie aus dem .Freischütz" und McyerbeerS reichgeschmückler Pagenarie (»Hugenotten"), während Privatdozcnt Laun zunächst drei Lieder von Brahms, darunter das berühmte, beseelt instrumentierte .Wiegenlied" zu Gehör brachte, und «pater mit Arien aus .Troubadour" und .Freischütz" seinen sympathischen Tenor zu voller Entfaltung bringen konnte. Reichen Beifall fanden die Duette (Frau Müller-Bongert, Prnvat- dozent Laun): im ersten Teil zwei Lieder von Cornelius, von denen ganz besonders da- neugriechische Schifserliedchen .Verratene Liebe" sehr gefiel während die .Sternennacht" durch den unzulänglichen Text (Heyses) leider verliert Den Abschluß des gesanglichen Teils bildete cm Duett aus Haydns .Jahreszeiten", da- ebenfalls stürmische. Anklang fand. - Der Besuch, obwohl nicht gerade gering, hätte im Interesse deS wohltätigen Zwecke- der Veranstaltung besser sein können Gicftener Wochcnmarktpreise. irer mit ganzem Herzen bei feiner ftahrt ....... .... Wunderland Aegypten, an den Ufern des heiligen Nil, vor den Prachtbauten der Pharaonen, am Grabe Tutanchamons haben die Nerother gestanden und deutsche Landknechtslieder gesungen, im brennenden Wüstensand bei 60 bis 70 Grad Hitze haben sie Beweis erbracht, was deutsche Jugend zu leisten imstande ist. Von allen Sehenswürdigkeiten des Landes haben diese Nerother tiefe und bleibende Eindrücke gewonnen und darüber hinaus auch die Bewohner aller Schichten und Arten kennengerlernt. Der Vortrag, begleitet von Volks- und Landknechtsliedern zur Laute einer Nerother- gruppe, ließ zu keiner Minute die Zuhörer aus dem Banne schönen Erlebens. Es war ein selten schöner Abend, den die wackeren Burschen geboten haben. Mögen sie aus dem ehrlichen Beifall von alt und jung die Gewißheit entnehmen, daß immer weitere Streife Anteil nehmen an der Fortentwicklung des Ein deutsch-französisches W ss nschastSabkommen. Der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung gibt den zuständigen Stellen ein zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich ge- troffene» Abkommen über die Wiederauf', nähme de» Austausches von Doktorarbeiten und akademischen Druckschriften, von amtlichen Veröffentlichungen des französischen Un- lerttchtsministeriums und deutschen Vcröf'cntlichun. gen gelehrter Gesellschaften bekannt. Im Reichsmim- sterium des Innern ist eine „Reichs tausch- stelle' errietet; der Verkehr mit dieser stelle hat zunächst durch Vermittlung des Kultusministers zu erfolgen, an den die für den Austausch in Frage kommenden Publikationen gesammelt cinzufendcn sind Jedes Jahr werden zu einem zwischen den beiden beteiligten Dienststellen noch zu vereinbaren- den Zeitpunkt an das französische Unterrichtsministerium sechs Exemplare im einzelnen näher bezeichneter akademischer Druckschriften (Universitäts- Programme, Rektoratsreden usw.) sechs Exemplare aller deutschen Inaugural-Disiertationen, ebenso aller Habilitationsschriften übersandt. Entsprechende Uebersendungen erfolgen vom franzöfifchen Unter- richtsminifterium an die Taufchstelle im Reichsinnen. Ministerium. —Eine ähnliche Regelung ist für den Austausch amtlicher Drucksachen vorgesehen, wobei betont wird, daß die Vorschriften über die einzu- reichenden Publikationen nicht starr bindend sind. Festspiele In Heidelberg. 3n Heidelberg ist von Vertretern der Behörden uqb Persönlichkeiten der Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft ein Festspielverein gegründet worden, der alljährlich unter Heranziehung der ersten Kräfte des Reiche- Festspiele veranstalten will. AIS Leiter ist Gustav Hartung gewählt worden. Die diesjährigen Festspiele finben im August im Schloß und im Stadtthealer statt. ßll. Don der LandeS-ülniversität. Rach vorläufiger Feststellung sind im laufenden ©ommerfcmefter an unserer Landesuniversität ohne Gasthörer immatrikuliert: 1360 Studierende, 31 ordentliche Hörer und zwei Hospitantinnen. 3m Sommersemester 1925 gehörten ihr nach endgültigem Abschluß an 1388 Studierende, 23 ordentliche Hörer, 6 Hospitantinnen und 218 Gasthörer; im Wintersemester 1925'26 1332 Studierende. 23 ordentliche Hörer, 3 Hospitanttnnen und 212 Gasthörer. ** Der Postamtmann Rechnungsrat Ludwig Weiß feiert heule, 20. Mai, fein 40jähriges Amtsjubiläum. Zum Rotkreuztag in Gießen am 13. Juni ist ein Kinderfest in der Vollshalle geplant, mit dessen Vorbereitung der Alice- Frauenverein in Verbindung mit den hiesigen Frauenvereinen bereit- beschäftigt ist. Die,Freiwillige Sanitätskolonne wird eine Schauübung veranstalten. •• Flugplatz-Cafe. Auf beip Gießener Flugplatz wird heute unter dem Ramen „Flugplatz-Cafe" eine neue Erholungsstätte in der näheren Hingebung unserer Stadt dem Verkehr übergeben. Wer "das idyllische Plätzchen am Woldesrand kennt, an dem die Bauten des Flugplatzes stehen, und sich dabei der prächttgen Aussicht auf den Gleiberg, Dünsberg usw. erinnert, der wird es begrüßen, daß man dort künftig auch Gelegenheit zum erquickenden Riederlassen haben wird. Die neue Ausflugsstätte soll mit ihren Leistungen auch dem verwöhnten Geschmack genügen können. Interessant ist übrigens, daß der 500. Gast, der sich in das aufliegende Gästebuch einschreibt, einen Freiflug mit dem Gießener Verkehrsflugzeug entweder nach Frankfurt oder nach Kassel erhalten soll. Man beachte die heittige Anzeige. ** Sommer-Abonnementskonzerte kündigt unsere Militärkapelle im heutigen Anzeigenteil an. Die Konzerte sollen abwechselnd auf der Liebigshöhe und im Philosophenwald ftattfin» den. Das erste Konzert ist auf den 10. Juni an» gesetzt. Näheres siehe in der Anzeige. ** Zur Bekämpfung der Schnakenplage fordert die Stadtverwaltung im heutigen Anzeigenteil auf. Man beachte die Bekanntmachung. *• Aus dem Gießener Standesamt s r c g i ft c r. Es verstürben in der Zeit vom 1. bis 15. Mai: 1. Emma Kenner. Dienstmädchen. 20 Zähre alt, Klinikstraße 37. 3. Margarete Gernand, geb. Braun, Witwe, 78 Jahre alt. Stephanstraße 28. 4. Maria Margareta Treiber, geb. Mohr 57 Jahre alt. Weserstr. 25. Heinrich Georg Dahmer, 1 Mon. alt. Reustadt 78. 5. Karl Hoos. Oberstleutnant a. D.. 64 Jahre alt. Alicestrahe 16. Johann Heinrich Gerhard Klamp, 64 Zähre alt, Friedrichstraße 14. Wilhelm Gustav Kochs. Amtsgerichtssekretär i. R.. 78 Jahre alt, Bahnhofstraße 26. 6. Klara Marth, geb. Riemann. 75 Jahre alt, Steinstraße 33. 8. August Wilhelm Huthmann, Schneider. 72 Zähre alt, Bahnhofstraße 22. 9. Walter Hofmann, 1 Tag alt, Gr. Steinweg 12. Philipv Kehr, Lokomotivführer t R., 78 Jahre alt, Schühenstraße 8. — Tageskalender für Donnerstag. Goethe-Bund: 8 Uhr, Kaufmännisches Vereinshaus, Roberi-Schneider-Abend. — Gießener Ge- angvereine: 8.15 Uhr, Katholisches Vereinshaus, (Defamtprobe. — Akademischer Gesangverein: 8 Uhr, Besprechung im Großen Hörsaal. — Licht- pielhaus, Bahnhofstraße; „Die Wacht am Rhein*. — Astoria-Licytspiele: „Teufel — Tempo, Tom". — Der Zirkus Geschw. Birkeneder kommt hierher und gibt am Samstag, 22. Mai, abends 8 Uhr, fein erstes Gastspiel. Gegenwärtig gastiett das Unternehmen mit Erfolg in Mainz. An beiden Pfingstfeiertagen sollen nachmittags gleich- wertige Vorstellungen stattfinden. (Siehe Anzeige.) Bundes. ** Die Ortsgruppe Gießen des Bundes der Kolonialfreunde e. V. hielt am Samstag im Restaurant Dippel ihre erste Monats- Versammlung ab, die sehr gut besucht war. Nach einem Bericht des ersten Vorsitzenden Kam. Ferd. Joh. Mohr über den Bundestag in Hagen begrüßte der 1. Vorsitzende die neueingetretenen Mit- glieder, insbesondere die der neuerrichteten Jugendgruppe. Als Jugendleiter wurde Kam. Oberzollin- fpektor Georg Heß berufen. Nach Aussprache über verschiedene interne Fragen hielt Kam. Mohr einen sehr interessanten und recht beifällig aufgenommenen Vortrag über feine Patrouillen in Südweft gegen Hendrik Widbon. Eine allgemeine Aussprache über den Vortrag schloß die sehr harmonisch verlaufene Versammlung. Aus der Provinzialhauptstadt. Dießen, den 20. Mai 1926. Deutsch die Saar, immerdar! Unter dieser Parole lebt im Saarlande jeder deutsche Maim, jede deutsche Frau. Getteu dieser Losung ertragen sie für das ganze deutsche Volk geduldig die Last und Schikanen, die au- der aufgezwungenen fremden Besetzung und landfremden Regierung erwachsen. Die Saarländer verlangen von uns keinen Dank für dieses treue Ausharren, weil sie als gute Deutsche das als selbstverständliche vaterländische Pflicht ansehen. Aber sie wünschen, daß wir ihnen den Mut zum Ausharren stärken, ihre Kraft stählen durch die Bekundung unserer Verbundenheit mit ihnen, damit sie immer da- Bewußtsein haben können, der fest gestützte, nie im Stich gelassene Vorposten des Deutschtum- zu sein. Zweihundert deutsche Brüder aus dem Saar, lande werden am ersten Pfingstfeiertage unsere Stadt Dießen besuchen. SS sind die Sänger des Männergesangvereins „Liederkranz" au- Saarbrücken. Sie wollen nach der langen Kampf- und LeidenSzeit unter fremder Herrschaft in unserer Mitte wieder einmal alS Deutsche auf leben, sie wollen, wenn auch nur für wenige Stunden, wieder freie Deutsche sein, um daraus Kraft zu schöpfen für das weitere Ringen um den Verbleib des Saarlandes beim deutschen Daterlande. Sie tommen zu UNS aus einem Gebiet, da« unter den verheerenden Wirkungen deS zwangsmäßig ein- gebührten und jetzt unheimlich entwerteten französischen Frankens furchtbar zu leiden hat. Die Brüder von der Saar verlangen von uns keine mitleidige Hilfsaktion. Aber sie erwarten von den Bewohnern Gießens und der Umgegend, daß diese am Pfingstsonntag-Rachmittag das Konzert der Saarsänger in der D o l k S h a l l e, von dessen Erlös sie ihre großen Reisekosten befreiten, vollzählig besuchen. Sie wollen alS Gegenleistung mit ihrer vielfach anerkannten hervorragenden Sange« kun st den Besuchern einen Feiertags- genufj bereiten, der sicherlich eine wertvolle Verschönerung des Pfingstfestes sein toirb. _ Wir möchten wünschen, daß alle Mitbürger in Stadt und Land sich bewußt sind, wie sehr wir Deutsche im unbesetzten Gebiet gerade bei den Saarländern in der San- kesschuld stehen, welche Hoffnungen wir noch auf sie sehen müssen, und daß wir die Pflicht haben, bei Gelegenheit dieses Besuches durch unsere Anwesenheit in der Vollshalle zu bekunden, daß wir uns eins fühlen mit den Brüdern von der Saar und bah es unS eine Freude ist. mit ihnen gemeinsam einige Stunden zu verleben. Don dieser Erwägung ausgehend bitten auch wir unsere Mitbürger, das Konzert der Saarsänger am Pfingstsonntag-Rach- mittag in der Dolkshalle und ebenso den Begrüßungsabend am ersten Feiertag in der Voll-Halle zu besuchen. Unteren Brüdern von der Saar wollen wir — auch bei schönem Wetter — den Rachmittag und den Abend des ersten Feiertag- widmen, den gewohnten Feier- tags-Au-flug machen wir dann am zweiten Festtag, wenn unsere Gäste mit dem Bewußtsein, hier eine freundliche Ausnahme und gute Rückenstärkung für die weiteren LeidenSjahre gefunden zu haben, wieder abgereist sind. Der Karlenvorverkauf ist bei E h a 11 i e r. Reuenweg: Busch. Lindenplatz: und Lang & Wicderstein. Markistrahe. Räheres über die Vortragsfolge ist aus unserem gestrigen Anzeigenteil ersichtlich. Wohltätigkeits-Konzert. Am gestrigen Mittwochabend fand in der Reuen Aula der ilniberfltät ein Wohltätig« keitskonzert zugunsten des Mädchen- Heims „Zuflucht" statt Es hatten ich zu dem guten Zweck als Mttwrrkende zur Verfügung gestellt die Konzertsängerin Hedwig Muller- Bangert (Sopran). Privatdozeitt Justus Ferdinand Laun (Tenor) und der Pianist Julius Hahn. Das umfangreiche Programm das ausschließlich gute klassische Vlusck umfaßte, wurde Der Landesverband hessischer Schmiedeinnungen hielt seinen 6. Verbandstag am Samstag und Sonntag auf der Liebigshöhe ab. Aus allen Teilen des Hessenlandes waren die Vertreter der einzelnen Innungen sehr zahlreich erschienen; so u. a. aus Gießen, Alsfeld, Lauterbach, Büdingen, Friedberg, Alzey, Worms, Oppenheim, Bingen, Darmstadt, Erbach, Offenbach, Bensheim, Worms, Dieburg und Groß-Gerau. Am Samstag fanden die Verhandlungen statt. Sonntag vormittag wurden die Chirurgische Veteri- närklinik und die Lehrfchmiede besichtigt, wobei Geheimrat Pros. Dr. Pfeiffer eine Hufopera- tion an einem Pferde vornahm, die mit regem Interesse von den Versammelten verfolgt wurde. Um 11 Uhr am Sonntagoormittag begann auf der Liebigshöhe die H a u p 11 a g u n g. Der 1. Ver- bandsvorsitzende Glaser begrüßte die Versammlung. Unter den Vertretern der Behörden und Korporationen befanden sich Beig. Dr. Hamm von der Stadt Gießen, Direktor Schüttler und Direktor Becker von der Hessischen Handeskammer Darmstadt, Prof. Dr. Kraus Müller vom Gießener Gewerbeverein, sowie die Landesvertreter Dietrich (Württemberg), Stark (Baden), E m i ch (Pfalz) und K r a m p (Hessen-Nassau). Beig. Dr. Hamm überbrachte im Namen der Gesamt- bevolkcrung Gießens der Versammlung ein herz- liches Willkommen. Er wies in kurzen Worten auf den schweren Stand des Handwerks in der gegenwärtigen schlechten Wirtschaftslage hin. Qualitätsarbeit fei immer der Stolz des Handwerks gewesen, deshalb müsse es vornehmste Pflicht der Innungen fein, auch ferner Qualitätsarbeit zu leisten. Namens her Hessischen Handwerkskammer begrüßte Direktor Schüttler die Versammelten. Er ermahnte die der Organisation Fernstehenden zum Beitritt, denn nur eine starke Handwerkerorganisation sei ein Schutzwall gegen den Untergang. Prof. Dr. Kraus- müller entbot der Versammlung die Grüße des Gewerbevereins Gießen. Im Namen des Reichs- verbandes Deutscher Schmiedeinnungen sprach Springer (Berlin). Gewerberat E m i ch (Kaiserslautern) überbrachte Grüße der Landesverbände Pfalz, Baden, Hessen-Nassau und Wütttcrnberg. Hierauf verlas der 1. Verbandsschriftführer Baitz (Offenbach) den Jahresbericht 1925, nach dem das Wirken des Verbandes sehr unter der ungünstigen wirtschaftlichen Lage zu leiden hatte. Den Kassenbericht erstattete Verbandsrechner Z e l - l e r. Nach Prüfung durch zwei Kassenprüser erteilte ihm die Versammlung einstimmig Enttastung. Der Kassenbericht 1925 schließt in Einnahme und Aus- gäbe mit 8312,55 Mk. Bei dem Punkt Dorstandswahl entstand eine lebhafte Aussprache. Nach längerer Erörterung wurde Herr Glaser, der seitherige Derbandsleiter, zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zum ersten Vorsitzenden wurde gewählt Mohrmann (Darmstadt), 2. Vorsitzenden Dürkheims r (Bechtheim bei Worms). Derbandsschriftführer B a i tz (Offen- bad?) wurde wiedergewähtt. Derbandsrechner wurde Heß (Gießen). Ueber „Organisationswesen und In« nungs wesen" sprach Syndikus Röhr von der Handwerkskammer-Nebenftelle Gießen. Nur durch den Zufainmenschluß des Handwerks zu Innungen tonne für die Zukunft die mißliche Wirtschaftslage überwunden werden. Die Organisationsiatigkeit müsse durch anhaltende Werbearbeit ein Machtfaktor für die Handwerker werden. Die Schaffung eine# Handwerkerregisters fei anzustreben, damit man sehe, wer hinter dem Handwerk stehe und damit der Handwerkerstand als Machtfaktor auftreten und seine Bestrebungen durchsetzen könne. Die Buchführung der Schmiede auf dem Lande — fo erklärte Redner — lasse viel zu wünschen übrig, eine gute Buchführung sei gerade in den jetzigen Zeiten nötig, um die Rentabilität des Betriebes feftftellen zu können. Er verwarf die Kreditgewährung, die infolge des hohen Zinsfußes das Geschäft erschwere, |a vernichte. Das Lehrlingswesen bedürfe größerer Aufmerksamkeit. Gemeinsames Vorgehen könne nur durch die Innung erfolgen. Gswerberat Emich aus Kaiserslautern sprach über Berufsgenossenschaften, die trotz hoher Beiträge dringendes Ersordeniis seien. Eine lebhafte Aussprache schloß sich an. Als Ort der nächstjährigen Derbandstagung wurde Offenbach in Vorschlag gebracht. 10. Alfred Zsoh. 7 Monate alt, Dannnstraße 29. Anna Kehler, geb. Vogt, 42 Jahre alt, Schiffen- derger Weg 120. 12. Heinz Ludwig Mühlhoff. 3 Monate alt. Licher Straße 74. 13. Ernst Schröter. 2 Stunden all, Bahnhofstraße 33. 14. Adam Reinig, Messerschmiedemeislcr. 82 Jahre alt, SelterSwcg 30. Wilhelm Aachtigoll. E.lendahn- Wagenaufseher t R.. 69 Jahre alt, Steinstr. 65. Berta Gottlieb, ohne Beruf, 46 Jahre alt, Licher Straße 74. WSR. Handtücher in den D-ßügcn. Die Aborte der l)-Zug-Wagen werden jetzt wieder mit Stofshandtüchern ausgerüstet. Ilm einer Entwendung möglichst vvrzubeugen, hat da- Zugbegleitpersonal die Anweisung erhal.en. während der Fahrt auf die Bestände an Handtüchern zu achten. " Goldregen ist giftig! Zur Zeit blüht der bei den Ausslüglern und Spaziergängern beliebte Goldregen. Es sei daran erinnert, daß die Blüten des Goldregens sehr giftig sind und keinesfalls in den Mund genommen, auch nicht mit Händen angefaßt werden dürfen, an denen sich eine Wunde befindet. Kindern sollte man diese gefährliche Blume niemals in die Hand geben. Deshalb größte Vorsicht! —Der Aegypten-Vortrag der Ne- rother. Was die Nerotber-Wandervögel, die hier schon früher durch vortrefstiche Dotträge sich beliebt machten, mit diesem Dorttag ihren Besuchern schenkten, war ein Erlebnis. Schlicht und fesselnd erberen lleberschuh sich von 70.9 Mill. i. 3. 1925 auf 110,2 Mill, steigerte, während der Viertel- jahrsburchschnitt für 1913 nur 59.8 Mill, gewesen war. Häute, Felle, Pelze usw., von benen 1925 noch für 100 Mill, mehr ein- al- ausgesührt worben waren, erzielten einen Ausfuhrüberschuß von 68,6 Mill. Vor dem Kriege war dies ein Passivposten der Handelsbilanz mit vierteljährlich 28,2 Mill., ebenso Kupfer mit 34.2 Mill., bet sich 1925 auf 55.7 Mill, erhöhte, 1926 aber in einen Ausfuhrüberschuß von 25,6 Mill, verwandelte. Besonder- erfreulich ist der steigende Absatz der Erzeugnisse deutscher Feinmechanik (Uhren), berauf 26,5 Mill, gegen 19,1 Mill. 1925 und 8,9 Mitt. 1913 anwuchs. Sonstige bedeutende Posten finb elektrotechnische Erzeugnisse mit 66.4 (60,3) Mill., Glas und Glaswaten mit 46,3 (36,8) Mill., Ton- und Porzellan- Waren mit 31,3 (26,6) Mill. Gerichtssaal. tBerurtdlter Totschläger. WSR. Kaisers lautern, 19. Mai. DaS Schwurgericht verurteilte gestern den 23jährigen Adalbert Stark aus Lubwigshasen wegen Totschlags und Wiberstande- gegen die Staatsgewalt zu sechs Jahren drei Monaten Zuchthaus und fünf 3ahren Ehrverlust. Stark, der anläßlich einer Tanzmusik in St. Alban am Glan, weil et verschiedene Mädchen belästigte, mit mehreren Burschen in Streit geraten wat, wurde vom Wirt Zuckweiler des Lokales verwiesen. Gr widersetzte sich jedoch der Ausweisung und erstach dabei den Wirt, während er dem herbeigeeilten Ortspolizisten zwei Messerstiche in Hand und Arm beibtachte, durch die der Knochen verletzt wurde. Ein oerurteilfer konzertschwindler. WSN. Frankfurt a. M., 19. Mai. Vor dem hiesigen Großen Schöffengericht hatte sich der in Köln wohnende 40jährige Kaufmann Atthur R i f • sert unter der Anklage des Betruges zu Der« antworten. Der Angeklagte verkaufte für ein am 20. Januar angesetztes Blindenkonzert Karten, indem er sich vetfönlich mit Erfolg an bessere Kreise wandte. Als das Konzett ftattfmben sollte, erschienen wohl 80 Kartenbesitzer, aber konzertier wurde nicht. Riffert hatte das Saalbaudirektion von Alwna aus geschrieben, daß das Konzert abgesagt werden müßte. Das Schönste war, daß die Künstler in Hannover keine Ahnung besaßen, daß sie hier spielen sollten. Der Angeklagte, der bereits in München und Freiburg unter dem Verdacht, solche Schwindeleien begangen zu haben, in Haft gewesen ist, wurde zu 7 Monaten Ge- f ä n g n i s verurteilt, von denen ihm drei Monate bei guter Führung bedingt erlassen werden, da er noch unbestraft war. Rundfunk-Programm des frankfurter SenderS. (Aus ber »Rabfo-Umschau-.) Freitag, 21. Mai: 3.30—4 Uhr: Die Stunde der Jugend: „Nach- denkliche Geschichten von Johann Peter Hebel (für Kinder vorn 10. Jahre ab). 4.30—5.45 Uhr: Haus- frauen-Nachmittag, veranstaltet vom Frankfurter Hausfrauenoereiv. Programm u. a.: „Spiel und Beschäftigung des Kindes^, Dorttag von Lehrer Karl Stricker. 5.45—6.05 Uhr: Die Lefeftunde (Briefliteratur): Aus den Briefen der Günderode. 6.15—6.30 Uhr: Stunde der Frankfurter Vereinigung für Heimatkunde. 6.30—7 Uhr: Stunde des Südweftdeut- schen Radioclubs. Dr. P. ßertes: „Steuerung und Modulation von Telephonie-Sendern (2. Teil: Maschinenfender". 7—7.20 Uhr: „Ueber Hundezucht", Vortrag von Dr. K. Stroh, 1. Vorsitzender des Vereins der Hundefreunde Frankfurt a. M. 7.20 bis 7.30 Uhr: Film-Wochenschau. 7JO—9.30 Uhr: Erste Uebertragung aus dem Staatstheater Kassel: „Die Entführung aus dem Serail", Oper in drei Auszügen von W. A. Mozart. zvi/vtS""* Gegen Gicht» Stein- und Stoffwechselleiden! - Auskunft audi über Hauskuren durch die Badeverwaltung» Ermäßigte Mittelstandskuren 3 W ochen: Pauschalpreis Mk. 189.-. Erste» Haus; Der neue Badehof. Sol- und Moorbäder hn Hause. Telephon829 Der verwöhnteste 14474a Mietgesuche | 4443a Mausburg 3 4472V Wieseck, den 20. Mai 1926. Kaust 03664, 4422V Achtung! Für die Pfingstfeiertage Giehener Fleischhalle Walltorstratze 32. 44550 tzletschwarenfabrik, >ieiiwiuuiciijuui.u/ ------------— Biedenkopf. | Pfund Mark sowie Fohlenfieisch 4477V Fritz Keßler ZUM PFINGSTFEST mittags 4439D »efttaSe 23 d. 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Mai entschlief plötzlich und unerwartet unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Margarete Drescher geh. July im Alter von 68 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Robert Drescher. Gießen, München-Gladbach, Paderborn, Andernach, den 19. Tvlai 1926. oeeos Die Beerdigung findet am Freitag, dem 21. Mai 1926, nachmittags 4 Uhr, statt. Die Seelenmesse wird Samstag, den 22. Mai, gelesen. Todes-Anzeige. Heute abend 6*/, Uhr verschied sanft nach langem schweren Leiden unsere liebe Mutter, Schwester, Schwiegermutter und Großmutter fiflarg. Schmidt Witwe im Alter von 71 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Adolf Schmidt Familie Friedrich Schäfer Familie Heinrich Eckhardt nebst Angehörigen. Freitag, den 21. d. W. versteigere ich im Löwen, Neuenweg 28: 1 komplette Küche (neu), 1 Waschtisch (neu). 2 Flurgarderoben (neu), Herren- und Damenfahrräder neu u. gebraucht, 1 groß. 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Die Hilfsbedürstia. eichSgrundsähen, die :ben von der Zur. in jedem einzelnen Derücksichtigung fin- üheren Praris und ulw. dauernd Unter- rsbesiher, bei denen i, erhalten ebenfalls hende Fürsvrgelom- rderungen entsvricht, idig werdenden Ar- ict Anwohner stellte h für an die Ve- >e. Äach dem Aus. n Solle eine Huf- >is zu 100 Prozent j schlug eine Auf- i 50 HrvM vor, tat zugMmml. - arte Auftreten der defchädigten er- -schaftskammer einen ! Bürgschaft hierfür wntmen werden, was ; ArbeitSlofen nach welchm fie er- ohe Aot in ÄrbeikS- >e Dotstandsaf nöe ausgeführl werfest an alle Arbcits. eine einmalige in Höhe einer ■ wird. Hierzu W Reihe Stlässe. nach nd den Entzug at, wenn Gemeinden m alt« W*‘" L Einen derartigen Raucht „ABSEITS" die neue Manoli-Zigarette zu 5 Pfennig. Jede Packung enthält das Bild eines bekannten deutschen Fussballspielers. Verlangen Sie die neue Zigarette bei Ihrem Zigarrenhändler. trifft e n Sh5 den Damenläufer zu er mit 14. 67-65 15. Sc6xe5 16. Kg8-h8 4. Lc8-b7 5. Lf8 —66! den Z^ünigsan griff. 14. S62-c4 15. Sc4-e5 16. 64xe5 17. a2-a4? 22. Lb7-a6! 23. Dg7-g3! immer die stärksten Züge. 24. Labxfl 25. Ta8-c8, droht Tc4 26. Tc8-c7 27. Tg8-cS 28. Tc8-g8 29. Tc7-g7 30 Tg7-g6 6. c7x66 7. 0-0 8. 66-65 9. Sb8-c6 10. Sf6-e4 11. 65xc4 12. f7 — f5 d e Weih. Richtige Losungen sandten ein: Zu dem Pro- Klein Olt. 59 Herr Lehrer Dr., zu Olr. 60 Herr Prof. W. und Herr Lehrer Dr., belbe von Gießen. Der Dorf Pastor war in Hemdsärmeln an der Arbeit, selbst seinen Zaun auszubessern. Märchen stand dabei und sah zu, wie der geistliche Herr Hammer und Rägel gebrauchte. „Run, Märchen, du willst wohl mal ein Zimmermann werdend „Ree, aber ich möchte mal sehen, was her Pastor sagt, wenn er sich auf den Daumen haut!" 22. D62-64 23. Tt4-f2 Aljechin 24. Tf2-c2 25. Talxfl 26. b2-b3 27. Tc2-e2 28. Te2-c2 29. Tc2-e2 30. Tfl —f4 verhör. Richter: „Angeklagter, haben Sie die Tat im - Affekt begangen?" Angeklagter: „Nein, im Hausflur!" Problem Nr. 62. Don A. W. Mongredien. Schwarz. c 6 e >______i Schach-Ecke. Dearderle > von W Ordach. Weih zieht und setzt in drei Zügen matt. Weiß: 5 Steine Kcl, Dc6, Tal, La4. Bb4. Schwarz: 2 Steine Ka8, Db7. Mit einer feinen Idee macht uns der Prv blemkomponist hier bekannt. Partie Nr. 47. Gespielt im Schachturnier zu Dresden. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Redaktton-ttsrh. Das Kind spricht... Die kleine Ruth hat ihren neuen Brummkreisel verloren und weint darüber bitterste Tränen. Das etwas ältere Eischen kommt dazu und tröstet Ruth: „Sei ruhig, der liebe Cott wird ihn schon finden." Ruth noch immer weinend: „Wenn er’n sich aber behält7" 1. 62-64 2. Sgl — f3 3. Lei — f4 4. h2 - h3 ilm sich nach halten. 4. . . 5. Sbl-62 Tg8+ 23. Lg4, e3+ etc. 19. .... 19. D68-g5 20. Le2-fl 20. Dg5-g3 Hm Khl zu erzwingen. 21. Kgl-hl 21. Dg3-g7 Hier mußte g3 geschehen, um auf gf: gf: wiedernehmen zu können. 2eht kommt Weiß nicht mehr zu diesem Zuge. 17 17. Tf8-g8; 18. D61-62 18. g5xf4 19. Tflxf4. Auf 19. ef: würde sofort Dh4 entscheiden (droht Dh3), Khl, 64 21. D64, Tg2! 22. Kg2, Indische Detteidigung. Weiß: Rubinstein. Schwarz: Dr. Aljechin. 1. Sg8-f6 2. e7-e6 3. b7-b6 Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. find zu richten an die Schachredaktion deS ..Gießener Anzeigers". Ein ausgezeichneter Zug, durch welchen 2llj«> chin ein glänzende- Spiel erhielt. 6. LI4X66, auf Lg5 würde h6 folgen 6 7. e2-e3 8. Lfl-e2 9. 0-0 10. c2-c3 11. Sd2Xe4 12. Sf3-62 13. f2 — f4 Prüfung nahmen 15 Lehrlinge aus den verschieden- ften Berufen teil, die aus Grünberg und aus verschiedenen Orten der Umgegend stammen. Sämtliche Prüflinge haben bestanden. — Für 25jährige treue Dienstzeit bei der Feuerwehr wurde den Feuerwehrleuten Heinrich Schmidt III., Wilhelm Schröder und Friedrich Schmitz von Regierungsrot Wolf im Auftrage der Regierung das Ehrenabzeichen feierlich überreicht. — In Hm der Drohung Df5 zu begegnen. 13 13. g7-g5 Schwarz beginnt bereits mit dem entscheiden meinfamer Rast unternahm man eine Besichtigung des Schlosses und der herrlichen Anlagen. Allzu früh schlug die Stunde der Heimkehr. Unter Dorantritt der Musikkapelle bewegte sich der auf etwa 300 Per- fonen angewachsene Zug zum Staatsbahnhof, von wo aus die Heimfahrt nach Löhnberg angetreten wurde. Der Tag hvt allenthalben große Befriedigung ausgelöst. Kreis Biedenkopf. WSR. Biedenkopf, 20. Mai. Ein Oa- nitätskolonnenheim vom Roten Kreuz des Reichsverbandes deutscher Sanitätskolonnen und verwandter Männervereinigungen vom Roten Kreuz ist kürzlich hier eröffnet worden. Der Derband hat das Anwesen, bestehend aus drei großen massiven Gebäuden nebst vier Morgen großem parkartigen Garten, vom Kreise ge- Anneliese, fünf Jahre alt, wurde von ihrer Mutter eines Sonntags in die Kirche mitgenommen. Man sagte ihr vorher, daß sie sich dort mäuschenstill zu verhalten habe. Es ging auch alles gut. Aber als der Pastor anfing, mit Pathos zu reden, flüsterte die Kleine ihrer Mutter voller Entsetzen zu: „Mutti, darf denn der hier so laut schreiend" Ausnahme. Hreis Friedberg. WSR Friedberg, 19. Mai. Am Pflügst- montag findet in Friedberg-Bad-Rauheim e i n Flugtag auf dem Ockstädter Exerzierplatz, veranstaltet von dem Hessen-Fliegerverein für Luftfahrt in Darmstadt, statt. Kreis Schotten. ! Schotten, 18.Mai. Heute stattete die Handelskammer Friedberg, oon^Hirzenhain mit Kraftwagen kommend, unserer Stadt einen Besuch ab. Der Bürgermeister begrüßte die Gäste im „Hessischen Haus". Gedern, 19. Mai. Dieser Tage fand hier eine Versammlung der Allgemeinen Ortskrankenkasse für den Kreis Schotten statt. Die Rechnung fand Genehmigung. Sie ergab am 31. Dezember 1925 einen Bestand von 26 000 Mk. Die Zahl der Erkrankungen stieg um etwa 9 0 Prozent, v-eshalb gegen das Vorjahr ein Verlust von KOO Wk. zu buchen war. Trotzdem sah man von einer Beitragserhöhung ab und strich nur die unterste Lehrlingsstufe als unrentabel. 3m Jahre 1924 bezogen 900 erkrankte Mitglieder an insgesamt 17 000 Tagen Krankengeld, 1925 waren dagegen nicht weniger als 1542 Mitglieder krank, die an 30 380 Krankheitstagen Krankengeld in Anspruch nahmen. Es war ein Antrag auf Einführung der F a m i l i e n u n t erst ü h u n g eingebracht worden. 3nfolge der schlechten wirtschaftlichen Lage wurde er aber bis auf weiteres zurückgestellt, zumal sich bci_ Einführung der Familienunterstühung eine Erhöhung der Beiträge nicht hätte vermeiden lassen. Dem seitherigen Rechner Konrad Ger lach, der sein Amt jahrzehntelang mit viel Hmsicht und seltener Treue verwaltete, wurde für seine treue Mühewaltung allseits Dank und Anerkennung zuteil. Sein Rachfolger wurde sein Schwiegersohn Anton Hoffmann. Rheinhessen. WSR. Mainz, 19. Mai. Die vor einigen Tagen gebrachte Rachricht von Dem Auftreten des gefürchteten Kartofselschädlings. deS Koloradokäfers, in Der Mainzer Gemarkung hat sich erfreulicherweise nicht bestätigt. Die genaue Untersuchung hat ergeben, daß es sich nicht um den Koloradokäfer, sondern um den völlig harmlosen, überall in Masse vvrkommen- den Rüsselkäfer handelt. Preußen. Kreis Wetzlar. WSR. Wetzlar, 19. Mai. 3n der Zett vom 7. bis 9. August findet hier eine vom ober- hessischen und kurhessischen Dienenzuchtverband veranstaltete große bienenwirtschaftliche Ausstellung statt. Mit der Ausstel- lung ist zugleich die 50jährige Jubiläumsfeier des DienenzuchtvereinS Wetzlar verbunden. Die Vorbereitungsarbeiten sind bereits im Gange. XX Wetzlar, 19. Mai. Auch hier hat die Zahl der Erwerbslosen wieder etwas zugenommen. Diese Erhöhung erklärt sich durch vorübergehende Stillegung einiger Betriebe, wodurch vor allem das Bureaupersonal betroffen wurde. XX Groß-Rechtenbach, 19. Mai. Die Zusammenlegung der Feldmark macht gute Fortschritte. Es handelt sich um eine Gesamtfläche von 2477 Morgen einschl. 685 Morgen Wal- düng. Für den Ausbau der Feldwege ist der Zusammenlegungsgenossenschaft eine namhafte Beihilfe aus der produktiven Erwerbslosenfürsorge zugesagt worden. Man hofft, alle Erwerbslosen der Gemeinde voll beschäftigen zu können. Oberlahnkreis. d) Löhnberg a. d. Lahn, 19. Mai. Der hiesige Krieger- und Militärverein in Stärke von etwa 200 Mitgliedern und der Krieger- und Militärverein aus dem benachbarten Selters unternahmen einen gemeinsamen Maiausflug nach B r a u n f e l s, der in allen Teilen einen wohlgelungenen Verlauf nahm. Die flotte Marschmusik der Kapelle der Iugendabteilung des Löhnberger Vereins ließ die Wanderung aar schnell veraehen, so daß jedermann bei der Ankunft in Braunfels frohen Mutes war. Rach ge- einer Versammlung der drei rechtest' Parteien sprach der Geschäftsführer von der Deutschen Volkspartei Oberhessens über die gegenwärtigen politischen Zeitfragen im Reiche und in Hellen. Der Vortrag fand eine recht beifällige kauft, völlig um- und ausgebaut und zunächst neben WirtschaftS- und GesellschaftSräumen Schlafräume mit 43 Betten eingerichtet. Das Heim ist mit allen Errungenschaften der Reuzeit ausgestattet. Alle Kosten wurden durch freiwillige Gaben der Mitglieder d«S Reichs- verbandS aufgebracht. Dillkreis. WSR. Haiger, 19. Mai. Unter Aufwand von vieler Mühe und Zeit ist es der hiesigen Ortsgruppe des W e st er w a ld ve re i n s gelungen, den schon 1883 erbauten, aber im Laufe der vergangenen Jahre verfallenen Eduards- türm wieder s o herzustellen, daß er als Aussichtsturm benutzt werden kann. Dieser Tage wurde er seitens deS Vereins der Obhut der Stadt übergeben. Unwahrscheinlich. „Nun, wie hat dir das neue Stück gefallen?" „Gar nicht, die Handlung ist au unwahrscheinlich. Der ziPite Akt spielt drei Jahre nach dem ersten, und die Leute haben immer noch dasselbe Dienstmädchen." Beschluß deS Gemeinderats könne der Düraer- meifter deshalb nicht ausführen. Zum 2. Teil des Antrags beschloß der Gemeinderat. nach Prüfung der Dedürftigkeit, die durch Die Armen- kommission erfolgen soll, an alle besonders Hrls^ bedürftigen eine Unterstützung in der geforderten Höhe zu gewähren. Bezüglich des ersten Teils des Antrags wurde beschlossen, sofort an die Durchführung der schon früher festgelegten Rotstandsarbeiten heranzutreten. — Eine Reihe weiterer vorliegender Gesuche um Stundungen und Erlässe von Gemeindegefällen konnten zum Teil in zu- si immendem Sinne erledigt werden. • CB euer n, 19. Wai. Gegenwärtig trifft der hiesige, seit etwa 2 Jahren bestehende A r - beitergesangverein „D r u d e r k e t te " Vorbereitungen zu seiner Fahnenweihe, die an Pfingsten stattfinden soll. Es werden fast 20 Gesangvereine aus der näheren und weiteren Umgebung erwartet. Die Fahne ist geliefert worden von der Sicher Zahnenfabrik Wax Hisgen. Der festgebende Verein steht unter der Leitung deS Dirigenten Konrad Ricolai von Großen - Duseck. — Wie in den letzten Jahren, so unternimmt auch in diesem Jahre wieder die Iugendabteilung unseres Volksbil- dungsvereins eine größere Reise. 3n den Tagen nach Pfingsten werden etwa 20 junge Mädchen und Durschen auf einer dreitägigen Wanderung den Thüringer Wald besuchen. Infolge der feit 1. Mai in Kraft getretenen 50prozenligen Ermäßigung deS Eisenbahnfahr- prelleS für Jugendlich« unter 20 Jahren kann die schulentlassene Jugend sür verhältnismäßig wenig Geld unser Vaterland kennen lernen, zumal auch noch daS Kopfgeld für Uebernachtungen in den Jugendherbergen nur gering ist. !•! Que ckborn, 19. Mai. Der jüngere Sohn deS hiesigen Bürgermeisters feierte am Sonntag Hochzeit. Am Montag ließ nun die Hochzeitsjugend beim üblichen Ciersammeln (zur Eierbierbereitung) im Dorf einen alten Brauch aufleben. Sie führte eine festlich mit Decke und Dlumen gefd;müdte weiße Ziege, der ein Gesäß mit gut ter vorausgetragen wurde, bei ihrem Zug durchs Dorf mit. Das war ein Geschenk des älteren Bruders an den jüngeren. Rach alter Sitte muß nämlich der ältere ledige Drüber dem vor ihm heiratenden jüngeren Druder dies Geschenk machen. t Grünberg, 19. Mai. Am Pfingstsonntag, Pfingstmontag und Dienstag wird unsere Stadt die 5 0-Iahrfeier der Oberrealschule feftlid) begehen. Dieser Tage versammelten sich die Ausschüsse zu einer gemeinsamen Besprechung. Aus dem Bericht des Oberftudiendirektors Angelberger ging hervor, daß weil über 800 Einladungen versandt wurden und hierauf bereits mehrere hundert Zusagen erfolgt sind. Am Pfingftsonntagabend wird eine Begrüßungsfeier die Gäste und die Bürgerschaft vereinigen. Am Pfingstmontag oomüttag um 11.30 Uhr sollen Kranzniederlegungen erfolgen, hieran anschließend Playrnusik, um 12.15 Uhr gemein- schaftliches Mittagessen. Nachmittags um 2 Uhr soll die Feier in der Turnhalle beginnen, an der auch die Volksschule teilnehmen wird, die bei dieser Gelegenheit ihr Iugendfest feiert. Die Teilnehmer werden sich in geschlossenem Zuge vom Neustädter Tor aus durch die Straßen der Stadt nach der Turnhalle begeben. Die Bürgerschaft bemüht sich sehr eifrig um ein gutes Gelingen dieser für unsere Stadt hochbedeutsamen Veranstaltung. Grünberg war bereits im Mittelalter der Sitz einer Gelehrtenschule. Dieser folgte im 16. Jahrhundert die Lateinschule, die 1680 bereits 92 Schuler zählte. Auf dieser Höhe der Schülerzahl hielt sich die Schule bis zum Jahre 1759. Hierauf trat ein Rückgang ein. Im 19. Jahrhundert entstand das Lehrinstitut, das dem jeweiligen Pfarrer unterstellt war. Diese Schule hatte 1838 unter dem Pfarrer Steinberger 40 Schüler. Nach 1871 leitete Pfarrer Koch, der Vater des in Braß» ücn verstorbenen Forschers Theo Koch, die 2lnstalt. Im Herbst 1876 wurde sie zur erweiterten Volksschule ausgestaltet, mit 42 Schülern und 2 Lehrern im Jahre 1877. Im Jahre 1888 wurde das neue Schulgebäude, die jetzige Volksschule, in Benutzung genommen, und hier fand nicht allein die Volksschule, sondern auch das Institut Aufnahme. Zu dieser Zeit beweate sich die Schülerzahl zwischen 30 und 50. Durch Gesetz vom Jahre 1897 wurde die erweiterte Volksschule in eine höhere Bürgerschule umgewandelt und unter staatliche Aufsicht gestellt. An der Spitze stand ein Rektor. 1898 leitete Theo Koch diese Schule provisorisch, 1905 übernahm der jetzige Leiter, Oberstudiendirektor A n g e I b e r g e r, die Führung der Schule bei einem Bestand von 53 Schülern in 4 Klassen mit 3 Lehrern. Heute werden in dieser Anstalt in 11 Klassen 270 Schüler von 13 Lehrern unterrichtet. Im Jahre 1911 stellte die Stadt im Hinblick auf das ständige Wachsen der Schülerzahl dem Institut ein Schulgebäude zur alleinigen Benutzung zur Verfügung. Am 1. April 1914 wurde die Schule zur Realschule ausgebaut 1922 wurde der weitere Ausbau der Schule beschlossen, bis sie jetzt als O b e r r e a l s ch u l e eine segensreiche ©Übungsarbeit für unsere Stadt und die Umgegend ausübt. — An der diesjährigen Gesellen- Mit der Drohung Th6 nebst Th3 -s^:. 31. Dd-l-1'4 Etwas besser wäre vielleicht D61, doch dürfte auch die weiße Partie hiernach aus die Dauer nicht zu halten sein. 31 31. Tg6-h6 32. h3-h4 32. Dg3-g7 Dieser Zug ist stärker als Th4 -H denn eS droht auf e5 und Tg6. 33. c3-c4 33. Th6-g6 34. Db4-d2 34. Tg6-g3! Mit der Drohung 35 Th3 4- 36. Kgl, Dg31 36. 062-el 36. Tg3xg2 Aufgegeben. Lösung des Problems Ar. 60. Don Fr. Kellner. l,Te7-f7! Ke4x65 2. Dfl — c4! K65xc4 3. Tf7- 13 matt. 1 L61 -e2 2. Dfl -bl + , Ke4x65 oder Le2~ 63 3. Tf7-f6 oder Dbl-hl matt. 1 L61-g4 2. Tf7-f3! droht 3. Dfl-63 matt; 2 , Lg4xf3 3. Dfl-bl matt. Ander« Varianten einfach. HANOI! A-rG. 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Abnahme der Jahresrechnung pro 1925. 2. Bericht der Prüfungskommission. 3. Satzungsänderung. (§§ 34 und 53a). Zu dieser Sitzung werden alle AuS- schuhmitgiieder höflichst eingeladen. Gießen, den 17. Mai 1926. 4457c Der Vorsitzende des Vorstandes. Lebewohl das ärztlich empfohlene Mittel gegen Hühneraugen ■ e und Hornhaut Blechdose (8 Pflaster) 75 Pfg. Lebewohl-Fußbad gegen empfindliche Füße nnd Fußschweiß (2 Bäder) 50 Pfg. In Drogerien und Apotheken. Sicher zu haben bei: 1001A Aug. Noll, Kreuz-Drog.,Ludwigsplatz-Drog.u.Neustadt-Drog. H.Noll, O. Wintcrhoff Drog.Kreuzpl.9/10 So billig EchiCtoL-OaM-Spangeo- W schnöe..........«kö M-Oame-i-Spaageoiclialie BM verschiedene Modelle . . Mk. (J Braune Spangen- end Halb- schulie Mk. 4475a Seit 1883 Alleinverkauf der „Herzschuhe“ mit dem „Herz“ auf der Sohle Niemals können Sie einen Fehler begehen, sobald Sic sich vornehmen, vor dem Kauf gründlich zu prüfen. 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Das sind selbstverständlich nicht b eibende Konstellationen. die weder die Verhältnisse In der Wirtschaft noch in der Folge die Börsenlage tiefergehend beeinflussen; alle Anzeichen sprechen vielmehr dafür, daß die Rückbildung zu normalen Verhältnissen in der Wirtschaft langsam, aber stetig f o r t s ch r e i t e t. Die einzelnen Symptome treten allerdings in verschiedener Stärke auf und geben auch, jedes für sich betrachtet, keinen zuver'ä'si^en Anhaltspunkt für das Tempo des Gefundungsprozesses: so ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit — ob -ohl der Aationalisierungsprozeß, dem die Wirtschaft unterworfen ist, notwendinerweife Arbe'tsk^ä'te sparen muß — recht mäßig, die starke _ Aktivierung der Außenhandelsbilanz unrerhältnis- mäßig rasch erfolgt. Auf das Temvo kommt es aber auch weniger an als auf die Beibehaltung der Richtung, die die Entwicklung cingrichlagen hat und die uns schon ein gutes Stück vorwärts gebracht hat. * Der Erzbergbau im Lahn- und Dillgebiet im April. Die Lage im Siegerländer Eisenerzbergbau und im Lahn- und Dill- gebiet einschließlich Oberhessens hat sich gegenüber dem Vormonat nicht verändert. Es zeigt sich immer mehr, daß die erbetene Notstandsaktion des Staates unumgänglich ist. Es steht zu erwarten, daß eine solche Aktion vollen Erfolg haben wird, so daß man nur wünschen kann, daß sie nun endlich in Kraft tritt. • I. E. Farbenindustrie A. G., Frankfurt a. Main. Die durch fusionsweise Verschmelzung der dem Deutschen Anilin-Konzern angehörenden Firmen entstandene Riesengesellschaft legt nunmehr ihren Abschluß für das erste, am 31. Dezember 1925 beendete, Geschäftsjahr vor. Aus einem Reingewinn von 68 044 404 Mark soll, wie bereits gemeldet, eine Dividende von 10 Prozent verteilt werden. Das Roherträgnis in 1925 (einschl. des Gewinnvortrages) beläuft sich auf 168 564 845 Mark. Hiervon wurden 45 193 733 Mark durch General nkosten absorbiert, während 55 770 206 Mark zu Abschreibungen dienen. Aus dem verbleibenden Reingewinn wird nach Vornahme der Dividendenverteilung ein Betrag von 1 924 800 Mark als A. R.-Tantieme abgesühri. Der dann noch restierende Gewinnbetrag in Höh? von 1 805 604 Mark wird auf neue Rechnung vorgetragen. * Voigt & 5) a e f f n e r A.-G. in Frank- furt a.M. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, einer auf den 15. Juni einzuberusenden ordentlichen Hauptversammlung eine Dividende von wieder acht Prozent oorzuschlagen. * D i e Kukirolfabrik Kurt Krisp in Groß-Salze bei MagdHurg teilt mit, daß nach dem Zustandekommen des Vergleichs mit den Gläubigern die am 19. Februar verhängte Geschäftsaufsicht jetzt wieder aufgehoben worden ist. Berliner Börse. Berlin, 20. Mai. Die bevorstehenden Festtage warfen ihre Schatten bereits voraus. Mit der morgigen Börse tritt eine Unterbrechung des Geschäfts bis zum kommenden Dienstag ein. Die Umsätze wickelten sich schon heute in ruhigeren Formen ab, da neue Engagements in nennenswertem Umfange vor den Feiertagen nicht mehr emgegangen wurden. Infolge der Geschäftsruhe waren die Kursoeränderungen nur g e - ring. Die Grundtendenz blieb freundlich, speziell für Elektrowerte unter Führung von Bergmann und Siemens. Montanaktien, Bankaktien und einige besondere Papiere gewannen mehrere Prozent zurück. Auf die Gesamtstimmung machte der glatte Verlauf der Reichslagsverhandlungen über die Kabinettsfrage einen günstigen Eindruck. Die offizielle Erklärung, daß vorläufig eine Diskontermäßigung in Deutschland n i ch l zu den aktuellen Angelegenheiten des Reichsbankdireltoriums gehöre, bestätigte nur die Erwartungen der Börse, daß über kurz ober lang doch eine Herabsetzung der Diskontrate erfolgen werde. An den Nebenmärkten stockte das Geschäft vollkommen. Der Geldmarkt hatte wiederum eine bedeutende Flüssigkeit, da der Bedarf der Börse minimal ist. Tagesgeld stellte sich unverändert auf 4 bis 6, Monatsgeld 5,5 bis 6,5 Prozent. Am Devisenmarkt hatten die Fran? en- valuten neue starke Schwankungen aufzuweisen. Der französische Frank befestigte sich während der Vormittagsstunden auf Intervennon bis 160 gegen das Pfund. Als diese Intervention vorbörslich nachlieh, trat von neuem ein Rückschlag ein, und der Kurs verschlechterte sich auf 166. London-Brüssel zeigte die gleichen Bewegungen. Das • englische Pfund notierte gegen gestern unverändert. Bekanntlich wird für heute eine Herabsetzung der engst schen Diskontrate erwartet. Die Ansick,:cn über die Möglichkeit eines solchen Schril- ] les der Bank von England sind im Kreise des De- I vijenhandels im Hinblick auf den fonlrfjreitcubcn Kohlenstreik jedoch geteilt London-Mailand mit 125 bis 127 behauptet. Torlenlnrlc. ^rantfim a.M töcrlin Sch! u •] l- r. .uiu'flaian; fiurt, 1 fiur t'Nr. Tv i n: | 19.5 20 5 19 i 20 5 V Ttuifdji' tNcitd4an!etbe 0.94 • 390 11 !95 0,39 f Tc'Utichr ^icicbäanktüt — >,;itw2 — 3',' L utichk R ich anictde 0.3?« — ) 3602 — Tcuischc Reichs titinvc 0,46 — 0.4', 0,4s Tcuitche Lvarvrtmicnunieide 0.249 — ) 8302 — tu,0 'preußuche ÄoniolS 4° 0 He»> it — 11 ..»1 0.3725 0.37 — 0.37 — »*///« Hessen ________________ 1 — — — 8°/e Hessen Trurictit Werid Tollar-Aul. — 0.365 — 100 — 95.4 —* bio L oll ed>j6>Äntreiina *' — 4 — -- <*/o Zollmrten 12 05 12 12,13 — 5% Stibmcrilana 46.4 46,5 49 ■r* Berlmer HanvclSgelcllschaft 154 — 153,5 154.4- Lommrr;- und Pnvat°'^ünk Tann», und Na.ionalvank 105 106 105.7- K'6- 127.71 128,5 127.5- 128.5- Teutiche tSant 125,5 126,5 125- 125.4 Tcuische Vercinödank SS,5 — d. 1 Tisconto Commandti 122,5 122 9 121.7- 122,6 Metaiidank . - Miiteldeukichc Lrcditbank 94.5 94 25 — 1 109 109,5 HO — Leeste, reichliche tfrebitanftalt 6.95 6.9 6.75 6,75 Wettbank —. ! — Bochumer (Sng....... 95 95- 96 Bndcr..s ...... . 61,75 51,25 100 63 61.25 52.5 98,5- 64 Teutsch Lurembirra • . . 101 99,5 ^ciseniirchencr Ärrgwerke. 10-4 — 103.6- 104.4 Harvcner Bergbau . . 118.62 118.5' HS' 118,5 Kaliwerke AscherSlebeu. . . . 121 5 _ 121,5 Kaliwerk Westeregeln . . • • 124 _ 124,5 — taurobüttc ,,,,,, 36 50 36 51.5 79 »5,4 51,5 l? derbe darf ....... — Pbonix Bergbau ...... Nbein'tahl ....... 79.25- 79,25 79.12 101 97,75 103.2 102,5 100.5 97 102,5- 101,5 Niebcck MoMan....... Tcllus Bergbau. ..... 59 Hamburg Amerika Paket. . . 133* 131' 131.5* 132,7- Norddeutscher Llovd . . 131- 129,5 129,2* 130- Cderamtiche Werke Älbw - • 48 5 —— — _ Zementwerk Hctoelberg 98 ''8 — — Bbiiivv HoUmunu ... 71 71,25 71 — Lnglo-Cont -Kuano . . . — 76 62 — C de mische Moder Alapin . — — 6- (>> starbcnindi.stric, A- G- Noldsamidt......... 170,4 169.5- >71- >70- /,) 77 75,75 77 61 78,25 Aintgcröwerke". . ..... 78,6 77,5 79.75 Echcideanstalt ....... 112 112,5 flQq. <£lcfrrutlät&.@efeafd)af1 115,7- 116.5- 115- 116.2- Bergmann ....... 117 119,5 116 119* Mainkrastwerke........ 101 101,5 Schurken ......... 102.5 103- 101.6- 102.7- Siemens A Halske ...... 150 150 149,2- 150- fldlerwcrke -Nieder...... 63,75 — 62.25 63.5 Daimler 'lifotorcn....... 64 75 65 64 6.5 Henliqenstaedi........ 25.75 — — > eauin ....... Motorenwerke Mannbeim 37.5 — — — - 49 frankfurter Armaturen ironservenfabNk Braun 18 — — — 40.5 — —• ■■ Metallgeiell chaft ^rankmn 1<>6 5 — — - Pct. Union A.-G. . . . 74,5 — 74.5 - Schulnabrik Herz ... 35,5 — 35 — Sichel ......... 4 — — — Hellstois Daldhol. . .... 121,75 — 121 121.25 Juder-abri, Frankcntbal . . Budfrmbrif 9Baobäufd 49,75 59 49,5 58,5 49 Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. 19 Mai. 20 Mai- Amtliche 'Jiori runa t^cld 1 Brie- Amtliche 'Jlotierunfl Geld I Brief Ämit.-zHoti Buen-Airce Brss. Slntiv Christiania Kopenbagen Elockbolm HellingforS sttalicn London. -Jii-unorl - Parts. Lchwclz Sva i:n Javan ■ - •wio de statt Wien in D-- Cefl. flboefl Prag . . Belgrad • - Budapest ■ Bul arlxn tl-ssabon Tatuig Konst nhn ■ Canada. Uruguad 168.74 1.685 11,25 91,09 110,21 112,26 10,657 16.18 dl. 406 4.195 11.28 *1,14 60.42 1.973 u.622 59,25 12,416 7,397 5.86 3,043 21 415 80.90 2.235 5.59 4,197 4.295 169.17 1.689 11.29 91.31 110.49 112.54 10,592 16.22 20,458 4,205 12,02 61,34 60.58 1 977 u.624 59,39 12,456 7.417 5.88 3,053 21.465 81.10 .245 5.61 1,2(fl 4.305 168.69 1.683 12.51 90,74 110,21 112.26 10.552 16,09 20,404 4.195 12.48 81.14 60.62 1.166 0.619 59,28 12,416 7.397 5.86 3.043 21.425 80.90 2.235 5.54 4.194 4.295 169 11 1,687 12,55 90, M 110,49 112,54 10.592 16.13 20.456 4,205 12,52 81.34 60,78 1.970 0.621 59,42 12,456 7.417 5.88 3,053 21.485 81.in 2,245 5.56 4,205 4.305 Banknoten. Berlin. 19 Mai Geld Brie- Amerikanische Nölen..... Belgische Noten - . .... Tanjsche Noten ....... Ciiglilcke Noten ....... stramösische Noten..... holländische 'Hoten ... stt lienische Noten • . . Norwenilche Noten Deuilch Testerr ,Ä 100 Kronen Rumänische Noten Schwedische Noten . . Schw-irer Noten Svanische Note» ...... Tschechoslowakische Noten ■ Ungarische Norco ... 4.206 12,21 109.97 20,357 11,97 168.28 16,31 90,82 59,25 111.94 81,12 60,35 12,404 5.825 4.226 12.27 110,58 20.475 12,03 169.12 16.39 91,28 59,55 112.50 81.52 60.65 12,464 5.865 frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 20. Mai. Tendenz: Uneinheitlich, im Unterton zuverfichttich. — De Effektenbörse, im Unterton un.e ändert fest, zeigte auch heute eine unregelmäßige Kursbildung. Das Geschäft hatte angestchts der bevorstehendeu dreitägigen Unterbrechung des Börsenveriehrs ei. en ruhigen Verlaus. Die M in- satztätigkeit erfuhr eine beträchtliche Einschränkung. D e Spekula.Ion wandte Ihr ganzes In e e se dem Montanaktienmartt zu, wo Ahciustahl (plus 2), Mannesmann (plus 2) und Riebeck Montan (plus 5 Prozent), die Hauplfavori.cn waren. Auch die anderen Wert« diefts Gedieies waren mehr oder weniger ge- steigert, Buderus 1.5. Har-, er plus 0,25. Rie- briger waren Rheinfiche Braunkohlen. Für Farbenindustrie war dagegen das Kaus- intcreffc stark abgeflaut, so daß tvefe Werte unsicher lagen uni) eher zum Rachgeben neigten. Scheideanstatt ndnu» v 5, Farben-I. G. minus 0.5. aber OcL \ Jir. i>t Pius 1 Prozent. Rütgers- werke Pius 0,2? Am Elektromarkt konnte sich die h a u s s a r t i g e Bewegung fort* fetzen. Unter Führung von AEG. und Bergmann war hier die ^Irnsahtätigkeit etwa» stärker ausgeprägt. AEG. plus 1.5, Bergmann plus 4 25. Licht und Kra t vluS 1.25. Siemen* u Halske konnten ihren gestrigen Verlust um etwa 3 Brot. verbefiern Bankaktien, dir seither etwas im Hintergrund standen, toarri heule etwas mehr beachtet. Die Kursbesserunqen betrugen im allgemeinen 0.5 bis 1 Pro- Auch! SchiffahrtSaklien waren mäßig erholt. Rorbdeustcher Lloyd ca. 2 Proz. Von den übrigen Zndustriewerten gaben Auto-. Baustoff- und Zuckeraktien leicht nach, von Zellstoffaktien waren Afaxfifenburger mäßig fester. Die übrigen Werte des Einheits- marktes lagen nicht einheitlich, doch blieb auch hier die Grundstimmung ziemlich fest. Deutsche Anleihen gaben etwas nach. Kriegsanleihen 0,390. 3n ausländischen R e n - ten wurden nennenswerte Umsätze nicht getätigt, und die Kurse neigten zum Rachgeben. Etwas vermehrte Rachfrage zeigte sich beute für Pfandbriefe, infolgedessen diese Werte um etwa 20 Pf. anziehen konnten. Der F r e l v e r - kehr war wenig verändert und hatte stilles Geschäft. B.'ckerstahl 31, Beckeckohle 54, Benz 71, Brown Dover! 78, Entreprise 10. Growag 60, Krügershall 101. Ufa 53,5. Ufra 80 Prozent. Im weiteren Verlaufe machten sich Schwankungen bemerkbar. Die Spekulation schritt teilweise zur Realisierung ihrer Lagesgewinne, wodurch ein Abbröckeln der Kurse auf fast allen Märkten einfetzte. Der Geldmarkt ist unverändert flüssig. Tagesgeld "Dürfte sich heute auf 4 bis 4.5 Prozent stellen. Monatsgeld auf 5 bis 6 Prozent, je nach Adresse. Privatdiskonten 4.37 bis 4,62, Industrieakzepte 5 bis 5,25 Prozent. Im internationalen Devisenverkehr konnte sich infolge großer Interventionstätigkeit der Bant von Italien die italienische Lira bis auf 126 in Pfundparität erholen. Die Pfundparität des Pariser Franken ging auf 161 zurück die Drüfieler Pfundparität auf 126,5. Das englische Pfund liegt mit einem Gegenwert von 4,83,25 Dollar weiter schwach. Die Mark blieb unverändert. rankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M. 20. Mai. Es wurden notiert: Weizen. Wetterauer. 29,50—29,75 Mt.; Roggen, inländischer, 19-19,25; Sommergerste für Brauzwecke 22 24; Hafer, inländischer. 21,50 bis 23.50; Mais, gelb, 17,75; Weizenmehl, inländisches, (Spezial 0) 41,75—42,25; Roggenmehl 28—28,25; Weizenkleie 9,25—9,50; Roggenlleie 11 Mk. Tendenz: ruhig. Büchertisch. — „Dem Verein für das Deutschtum im Ausland. dessen Arbeit verdient, daß jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau in seine Reihen tritt“, hat Paul Rohrbach, unser geschätzter außenpolitischer Mitarbeiter, ein Büchlein gewidmet. das in Wort und Bild vom Deutschen Volkstum als Minderheit spricht. Von Südtirol redet dieses treffliche Buch, vom S i- detendeutschfi'm, dessen besonderem Studium die diesjährige Laguna des V. D. A. in Hirschbcrg an der schlesisch-böhmischen Grenze gilt, vom Deutschtum in Polen, Im Memelland. Litauen, Rordschlcswig und Belgien wird gehandelt. Dann bespricht Rohrbach die echten de tschen Minderheitsgebiete. die fern von des Reimes Grenzen In fremdem Volkstum, fremder Kultur deutsche Inseln bilden, tote in Rumänien, in Jugoslaw en, in Ungarn, im Baltenlanb, in Rußland. Besonders wertvoll find die zahlreichen guten Abbildungen. die die enge Verbundenheit mit dem heimischen Volkstum aufweisen. (Verlag R. Engelmann. Berlin W 15.) 2G4 Wettervoraussage. Vielfach heiter und tagsüber warm, östliche bis südliche Winde, höchstens Gewitterschauer. Oeftngc Tagestemperaturen: Maximum 14,4 Grad, Mmimum 1.4 Grad Celsius, R'.ederschläge 0,1. Heutige Morgentemperatur 8.5 Grad Celsius. Letzt? — ridrt^n. Eine Pulverfabrik durch Explo^oa vernichtet. Zahlreiche Tote find zu befurchte». Wertheim a. M., 20. Mai. (TU. Draht, beriet Le3 „Gieß. Ar.z.".) Heule vormittag gegen 10 Uhr eceiineir sich in der Pulverfabrik Haßloc) ein furchtbares Ex - plosionsunglLck, br4 ■luder Tal— »eres d>rw.-.den IQißdißJlaitsfixuien, "ttWUsn: De««. Oetker*s Backpulver AM .OelKcr-Kj<*ee-aut de»r^d>brn;--a.dz -ijücJd h- efidü« fc* bäffldtu •V Uo^dre» VoNgadrr-.d. Quabble, ad - Bober daj Ihre läieMten ProdjUe roo -tr-e—e uberlel r* neuer Ködu* da Seele» ex Schon die wenigen Zeiten dieser unverlangten Zuschriften drücken e ne Fülle von Zufriedenheit und Freude aus. 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Es wird zur Beschlussfassung über die .Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters. sowie über die Bestellung eines ©läubigerauä- schusses und eintretenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag, Öen 17. Juni 1926, vormittags 97, Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 106 Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Kon» kursmaffe gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmaffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den ®e- meinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Berpflichtung auferlcgt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 8. 3uni 1926 Anzeige zu machen. 4460c Hessisches Amtsgericht in (Sieben. Bekanntmachung. Nach § 3 der Polizeiverordnung betreffend die Bekämpfung der Schnakenplage vom 28 November 1911, hat jeder Grundstückseigentümer in den Monaten April bis September einschliesslich mindestens einmal monatlich die auf seinem Grundstück befindlichen, den Schnaken zur Brut dienenden stehenden Gewässer (Was- sertümpel, Negenfässer, Bassins, Wasserlachen, Jauchegruben, Abortgruben usw.) mit einem zur Vertilgung der Brut geeigneten Mittel (Saprol, Petroleum usw.) zu übergieben. Ich fordere hiermit alle Hauseigentümer, die derartige Einrichtungen auf ihrem Grundstück besitzen, auf, obengenannter Polizeiverordnung entsprechend zu verfahren. 44618 Sieben, den 15. Mai 1926. Der Oberbürgermeister. I. B.: vr. Hamm, Freitag, den 21. Mai 1926 nachmittags 2 Uhr versteigere ich im Löwen, Neuenweg dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 500 Blechbüchsen für Bonbons, 20 Gläser mit Deckeln für Bonbons, 4 Schreibtische, 1 Schreibmaschine. 1 Damen- Fahrrad. 1 Ledersessel, 1 Kleiderschrank, 1 Schränkchen mit Spiegelaufsatz, eine Flurgarderobe, 3 Glasschränke, eine Partie Herrenwäsche, 1 Klavier, eine Standuhr, 2 Diwans, 3 Büfetts, einen Warenschrank, 1 Trumeau. 1 Noten- fchränkchen, l Kaffeeröstapparat, 1 5-P. S.-Drehstrommotor, 2 Kredenzen, 1 Tee- tisch. 1 Anleimmaschine. 1 grobe Uni. versalstange mit fahrbarem Gestell. Hebbel, Hess. Gerichtsvollzieher, in ©leben, Dammstrahe 24 I. Für das Pfingstfest empfehle 4458c O.-Lackschuhe W in allen modern. Ausführ. M. 15.50, 12.50, I Kinderstiefel M in großer Auswahl...............von M. fi» an Schuh- Haus oder Gießen, Marktplatz 7.** AAAAAAAAAAAAAAAAAAÄ Nuhholzverkaus auf schriftliches Angebot. Lfd. Nr. 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Eiche 1 5 4 rm 0,86 Bermoll 24 Eiche 4 4 3,58 25 Eiche 16 3 8,33 26 Eiche 66 2 23,70 27 Eiche 17 1 3,47 28 Eiche 117 rm, 2,20 m lang 29 Birke 2 rm, 2,40 m lang 30 Kiefer 129 lb-4a | 34,76 31 Kiefer 22 rm 2,20 m lang 32 Fichte 3 2a-2b 2,08 33 Lärche 17 la-4a 16,55 34 Eiche 4 S 4,98 Menkirchen 35 Eiche 5 4 2,82 36 Eiche 35 3 19,50 37 Eiche 236 2 73,01 38 Eiche 503 1 81,44 39 Erle 17 2 6,63 40 Erle 46 1 9,61 41 Fichte 9 2a 4,46 42 Fichte 29 1b 6,35 43 Fichte 10 la 1,13 44 Fichtennutzkn. 155,6 rm, 2,40 m lang 45 Kiefer 1 4a 0,58 46 Kiefer 4 3b 1,70 47 Kiefer 10 3a 4,71 48 Kiefer 23 2b 6,81 49 Kiefer 64 2a 22,57 50 Kiefer 86 1b 18,25 51 Kiefer 38 la 4,44 52 Grubenlangh. 209 la u. b 40,99 53 54 55 Fichtenstangen Kiefer,Grubenh. Fichte 11 1 1—2 1—2 20,81 1,13 Ahrdt 56 Eichenlangholz 1—2 11,12 57 58 Kiefer, Gruben- langholz Fichte, Gruben- 1 11,42 1,87 Bellersdorf 59 langholz Fichtenstangen 11 1 60 Fichtenstangen 35 2 00 61 Fichtenstangen 22 3 00 62 Kiefer 1 3a 1,06 Erda 63 Kiefer 2 1,27 64 Kiefer 19 2b 14,76 65 Kiefer 5 2b 2,00 66 Kiefer 109 2a 60,38 67 Kiefer 9 2,56 68 Kiefer 356t 1b 117,68 1 69 Kiefer 15/ 121 la 3,17 2,34 I " 70 Kiefer, Abschn. U 3 3a 0,15 0,87 71 Kiefer, Abschn. 2 2b 0,69 72 Lärche 1 la 0,12 73 Eiche 5 3 2,92 74 Eiche 122 2 38,19 75 Eiche 160 1 27,95 • Das Nadelholz ist geschält. Angebote sind getrennt nach Klassen, Holzarten und fm (rm) bis 2. Juni 1926, nachmittags 2 Uhr, mit der Aufschrift „Holz- verkauf" an das Bürgermeisteramt Hohensolms einzureichen. Zahlungsbedingungen: 1. August und 1. Oktober je zur Hälfte. Verkaufsbedingungen sind bei Gebotabgabe anzuerkennen. Auskunft erteilt: Förster Schroitky, Groß-Altenstädten, zu Ifb. Nr. 1—11 und 23__ZI- Förster Leonhardt, Blasbach, zu lfd. Nr. 12—22; Förster Müller, Altenkirchen, für Altenkirchen, Bellersdorf und Ahrdt; Förster Echternacht, Erda, für Erda. Hohensolms (Kreis Wetzlar), den 15. 5.1028. Der Bürgermeister. Tischler. 444V v Mine R $i. unterliege der Aeichk dieentsM solche als erfüllt. ( v°r, da die °er betreffe rrchalbstünl Wüdfo. Dar Erkfäru