*Qi Ä Ablchr,7> an i B»«a ’?'* 'HL riK ;**Äs 5 ®,°t’c. von btn ü."^ !^L"§ Ä™ Kann *»04 m"; im™ü Vg L" 3«W|. '«J 6« S(t, etwas fnäb, Sp* *» »tz« in btn 11 > v wollt, lj-. KrL SN« «W«n, '*fi4bünn ~ ~ Mf La? »erben. et LL. ilverein *5. April 192«. »W es München gewahren! -hlung utib \lm5W Matt [er, Lichterfelde. %7 der Dezember* .winne und noch g*ÄtfÄ Sä ,rS Ihr, «--en »K irden. n, NM*1 Wegen, paralvrent cKe fwi& of« >iy$ IjM*8*1 ££-* vr. 67 Erster Blatt 176. Jahrgang Samstag, 20. März 1926 Gießener AMger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck mtd Verlag: vrühl'sche Unwersititts-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Sietzen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Laaay»e von Anzeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher. prell für \ mm HSHe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 85 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°/, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein: für den An- zeigenteil Hans Iüstel, sämtlich in Gießen. Erscheint 1ä glich,außer Sonntags und Feiertag». Beilagen: Gießener FamUlenblätter Heimat im Bild Die Scholle. »onatr-Bezogrprelr: 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Träger» lohn, auch bei Richter» scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: Schriftleitung 112, Verlag und Geschäftsstelle 61. Anschrift für Drahtnachrichten: Aittelger «letzen. Postscheckkonto: Zranksvrt am Main 11686. Kompromiß oder Volksentscheid. Der Artikel 78 der Reichsverfassuna bestimmt in feinem Absatz 8: „Ein Volksentscheid ist herbeizuführen, wenn ein Zehntel der Stimmberechtigten das Begehren nach Vorlegung eines Gesetzentwurfs stellt. Dem Volksbegehren muß ein ausgearbeiteter Gesetzentwurf zugrunde liegen." Auf Grund dieser Versassungsbestimmung haben Korn- munisten und Sozialdemokraten das Volksbegehren auf entschädlgunvslose Enteignung der ehemaligen Fürsten, ihrer Familien und Familienangehörigen zugunsten der Erwerbs- losen, der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen, der Sozial- und Kleinrentner, der Jnflationsopfer, der Landarbeiter und Kleinbauern durch Zuwendung von Geld und Schaffung von Fürsorgeheimen und Siedelungen usw. eingeleitet. Am 17. März sind die Eintragungslisten geschlossen worden. Soweit sich bis jetzt überblicken läßt, ist die oerfassunasmäßig notwendige Zahl der Eintragungen (etwa vier Millionen) erheblich überschritten worden. Damit ist der Reichsregierung nach dem oben schon erwähnten Absatz 3, Artikel 73 der Reichsverfassung, die Der- pflichtung auferlegt, den von den Antragstellern aus- gearbeiteten Gesetzentwurf „unter Darlegung ihrer Stellungnahme dem Reichstag zu unterbreiten." Nimmt der Reichstag den Entwurf unverän- dert an, so heißt es in der Verfassung weiter, so findet ein Volksentscheid nicht statt. Daran kann natürlich bei der auaenblicklichen Zusammensetzung des Parlaments nicht im entferntesten ae- dacht werden, auch bann nicht, wenn man den begehrten Gesetzentwurf als nicht verfassungändernd ansieht, was gegenwärtig noch strittig ist. Lehnt der Reichstag also den Entwurf ab oder trifft er Aen- derungen irgendwelcher Art, so ist automatisch der Volksentscheid über den Entwurf einzuleiten. Parallel zu der sozialistisch-kommunistischen Aktion des Volksbegehrens liefen die Verhandlungen der bürgerlichen Parteien, die die äugen- blickliche Reichsregierung tragen, über die Verbesserung eines vom Reichsjustizministerium vorgelegten Gesetzentwurfs mit dem Ziel, die Vermögensausein, anderfetzung zwischen Ländern und Fürsten nicht lediglich nach privatrechtlicken Gesichtspunkten durch die ordentlichen Gerichte behandeln zu lassen, son- dem einem aus Laien und Richtern zusammengesetzten Sondergertcht nach Maßgabe der Billigkeit unter weitestgehender Berücksichti- gung der öffentlichen Interessen zur Entscheidung zu unterbreiten. Die Verhandlungen der Regierungs- Parteien endigten kurz vor der Abreise des Reichskanzlers nach Genf mit einem sog. Kompromiß- en tro u r f, dessen Einzelheiten wir bereits früher mitgeteilt und besprochen haben. (Nr. 56 des G. A. vom 8. März.) Wir haben dabei nicht verhehlt, daß uns einzelne Punkte des Entwurfs weit über das Ziel eines gerechten Ausgleichs und die Richtschnur der Billigkeit hinauszuschießen scheinen, daß es nicht bloße redaktionelle Schönheitsfehler find, die bei einer Durchberatung in den Ausschüssen und im Plenum des Reichstags, ohne neue langwierige Er- örterungen ausgemerzt werden können. Trotzdem scheint uns dieser Kompromißentwurf nicht nur die Gegebene Platform, auf der sich alle bürgerlichen Parteien einigen sollten, sondern auch ein Vorschlag, dem auch die Sozialdemokratie beistimmen könnte, wenn sie sich der zahlreichen Vergleichsvorfchläge erinnert, die sozialistische Länderminister aus freien Stücken mit einer Reihe von Fürstenhäusern geschlossen haben. Soweit ist es allerdings noch lange nicht. Auf der Reckten lehnen vorläufig noch neben den Völkischen, die wie die Kommunisten ja für eine Einigung auf die Kompromißformel nicht in Betracht kommen, auch die D e u t s ch n a t i 0 n a l e n den Entwurf der Regierungsparteien ab, weil er ihnen zu weit in das private, verfassungsmäßig geschützte Eigentumsrecht der ehemaligen Landesherren eingreift. Wir können ihnen sachlich kaum widersprechen, empfehlen aber vor dem Entschluß für eine glatte Ablehnung die Ergebnisse des Volksbegehrens einer sorgfältigen Nachprüfung. Für das Volksbegehren fetzten sich ein die Kommunisten, die Sozialdemokraten und die angeblich politisch neutralen Freien Gewerkschaften. Alle anderen Parteien hatten Stimmen thal- t u n g proklamiert. Um diese Beschlüsse der Partei- oorftänbe nicht gekümmert haben sich einzelne Gruppen im bemokratischen und Zentrumslager, an der Agitation für das Volksbegehren beteiligten sich 'rotz der anderslautenden Parole ihrer Parteivorstande auch eine Reihe demokratischer Blätter. (Eine genaue Prüfung des Ergebnisses des Volksbegehrens und ein Vergleich mit den Zahlen der Wahlgange zur Reichspräsidentenwahl im Frühjahr 1925 ergibt, daß die Sozialdemokraten und Kommunisten allein die Summe der Eintragungen, die man auf mehr als acht Millionen schätzt, nicht hätten erreichen können. Sie haben Zuzug aus dem bürgerlichen Lager gehabt, und zwar nicht - nur von Demokraten und gewerkschaftlich organisierten Zentrumsleuten, sondern auch von noch weiter rechts. Das nimmt keinen wunder, der beobachten konnte, welche Verwirrung und Unklarheit gerade in den Kreisen des rechtsstehenden Bürgertums über die politische und rechtliche Seite der zur Debatte stehenden Frage herrschte. Es ist ja psychologisch leider nur allzu verständlich, daß weite fireife unseres Volkes unter Ausschaltung aller sachlichen Gesichtspunkte rein gefühlsmäßig on die Frage der Fürstenabfindung herangetreten sind, und daß aus dieser Einstellung heraus, namentlich viele Frauen, aber auch viele Rentner und Pensionäre, deren mühsam aufgebaute Existenz Krieg und Inflation vernichtet Haden, der maßlosen und verlogenen Propaganda der Kommunisten zum Opfer gefallen sind, besonders da vereinzelte über- tricbene Forderungen von Fürsten dieser Agitation den Boden hatten bereiten helfen. Die völlige Unkenntnis der vorliegenden staats- und privatrecht- Die Arbeitszeitkonferenz in London. Die fünf Arbeitsminister haben am 19. März in London das Protokoll über d i e Aus- legung des Washingtoner Abkommens unterzeichnet. Zu einem Vollzug waren die Arbeitsminister nicht befugt, sondern nur baxu, die übrigen Konferenzmitglieder aufzufordern, gefälligst den ersten Schritt zu tun. t)at das Washingtoner Abkommen überhaupt die Bedeutung, die ihm vielfach zugelegt wird? Zunächst ist darauf zu verweisen, daß Deutschland an den Ver- Handlungen im Oktober 1919 nicht mitgewirkt hat. Auch die Vereinigten Staaten, die damals schon schlüssig waren, den Friedensvertrag von Versailles nicht zu vollziehen, haben an der ersten Hauptversammlung des Internationalen Verbandes der Arbeit nicht teilgenommen. Diese Hauptver- sammlung hat das Washingtoner Abkommen geschlossen, dessen Kernsatz für alle öffentlichen und privaten Unternehmungen eine Arbeitszeit von 48 Stunden für d i e Woche festlegen will. Indessen sieht das Abkommen als solches A u s- nahmen vor, ganz abgesehen von der General- flaufe! in Artikel 14, die |cbc Regierung ermächtigt, im Kriegsfälle ober bei anderen die Landessicherheit gefährdenden Ereignissen die Bestimmungen des Uebereinkommens aufzuheben. In dieser Lage wird Deutschland mindestens solange fein, als es über feine Lebenshaltungskosten hinaus die Milliarden für den Dawesplan aufbringen muß. Wenn der Versailler Vertrag nicht auch einen Abschnitt über die Arbeit enthielte, auf Dmnd dessen das Internationale Arbeitsamt in (Senf gegründet worden ist, würde sich um das Washingtoner Abkomnren kein Mensch mehr kümmern. Allein an der Spitze des Internationalen Arbeitsamts steht der französische Sozialist Albert Thomas, der fein Amt so aussaht, daß es ständig einen Druck auf Deutschland auszuüben hat, um es zum Vollz ugdes Washingtoner Abkomnrens zu zwingen. In Frankreich steht der Achtstundentag auf dem Papier, was dem Internationalen Arbeitsamt keine Sorgen macht. Die Vereinigten Staaten kümmern sich überhaupt ni ch t um das Internationale Arbeitsamt, noch weniger um das Washingtoner Abkommen. Sie würden dabei auf den heftigsten Widerstand der Arbeiter und AMestellten stoßen, die sich die pe^önliche Freiheit, zu arbeiten und zu verdienen nicht nehmen lassen wollen. Die marxistische Lehre vom Klassenkampf hat in der Union keinen Boden gefunden. Die Arbeiter sind dabei nicht schlecht gefahren, denn heute sind sie es, in deren Reihen nch der größte Kapitalbildungsprozeh der Erde vollzieht. Soweit sich aus der Etlichen Statistik der Vereinigten Staaten ersehen läßt, wächst die Kapitallraft der Arbeiter und Angestellten viel mehr, als bie_ der großen Trusts und Monopole. Gewiß, die Löhne und Gehälter in den Vereinigten Staaten sind höher als in den europäischen Industrieländern. Das ist eine Folge der höheren Produktivität der Arbeit. Die Arbeiter in der älnion bejahen den Kapitalismus, was sich unter anderem darin ausdrückt. Shares usw. zu erwerben. Hat Deutschland Ursache und Veranlassung, das Washingtoner Abkommen zu vollziehen? Es ist bei der Abfassung nicht gefragt worden, auch nicht, als einige Staaten zunächst den Versuch machten, dies Abkommen für ihre besonderen wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse anzuwenden. Es ist ja auch klar, daß die Arbeitsbedingungen in Kleinasien oder Japan und China sich nicht mit den Arbeitsbedingungen der höchstentwickelten Industriestaaten Europas über einen Kamm scheren lassen. Japan hat beispielsweise das Washingtoner Abkommen schon vollzogen. Es hat sich aber soviel Ausnahmen gesichert, daß von einem Gesetz über bie Einführung der Achtstundentage nicht die Rede sein kann. Tatsächlich darf die Arbeitszeit für alle Arbeiter über 15 Jahre mindestens 57 Stunden in der Woche betragen. In der Rohseidenindustrie sogar 60 Stunden, was aller- diims alles nur auf dem Papier steht, da die Aeverschreitungen der gesetzlichen Arbeitszeit die Regel bilden. lichen Verhältnisse und die praktische Unmöglichkeit für den Laien, sich in der komplizierten Materie zurechtzufinden und sich ein eigenes Urteil' zu bilden, führten dem Volksbegehren weitere Stimmen aus bürgerlichen Kreisen zu. Häufig konnte man auch aus bürgerlichem Lager die Auffassung hören, daß die Beteiligung am Volksbegehren ja auf keinen Fall schade, da ja das Volksbegehren nichts Endgültiges sei und man nicht wissen könne, ob der Kompromißentwurf als Gesetz durchgehe. Für diese Stimmung tragen im wesentlichen die Deutschnationalen mit ihrer ablehnenden Haltung die Verantwortung. Wir sind überzeugt, daß sie aus dem Ergebnis des Volksbegehrens und aus der Tatsache, daß auch Anhänger ihrer Partei ihnen die Gefolgschaft versagten, beherzt und entschlossen die einzigmögliche Folgerung ziehen werden, sich nicht länger gegen eine Lösung zu sträuben, die alles andere als ideal ist — darin stimmen wir ihnen durchaus bei — die aber in der Praxis die Möglichkeit eines gerechten und billigen Ausgleichs der Interessen von Volk und Fürsten zuläßt und deren Annahme zwar nicht den Volksentscheid ohne weiteres verhindert, aber die Gefahr ausschließi, daß durch den Volksentscheid die entschädigungslose Enteignung und damit ein offenbares Unrecht Gesetz Für Deutschland ist der Achtstundentag eine Zweckmäßigkeitsfrage. Wenn der Ertrag der wirtschaftlichen Arbeit nicht ausreicht, bie Lebensunterhaltungskosten eines Volkes zu decken, so muh versucht werden, diesen Ertrag zu steigern. Mit einer schematischen Erhöhung der Löhne, die dazu bestimmt ist, die Kaufkraft zu steigern, läßt sich keine Steigerung der Produktion, erreichen. Das Qohneinkommen ist ein Teil des Volkseinkommens aus wirtschaftlicher Arbeit. Es genügt mcht, daß zusätzliche Kaufkraft in Form höherer Löhne auf der einen Seite geschaffen wird, es ist vielmehr auf der anderen Seite erforderlich, daß das Angebot der Waren für die gesteigerte Rachfrage ausreicht. Die Waren müssen also da sein, da nur das verstärkte Angebot einen Druck auf die Preise ausüben kann. In Deutschland ist die Produktion heute noch immer ganz erheblich geringer als in der Vorkriegszeit. Der Fehlbetrag wirkt sich um so schärfer aus, als Deutschland nicht mehr über ein so hohes R e n t en e in kpm m e n verfügt wie 1913. England und Frankreich haben durch Krieg und Inflation nicht den furchtbaren finanziellen Aderlaß über sich ergehen lassen müssen, wie das bei Deutschland der Fall ist. Diese Tatsache muß notwendig die Stellung Deutschlands zum Arbeitszeitproblem bestimmen. Wenn die westlichen Industrieländer unter Umständen eine Senkung der Produktion aushalten können, Deutschland kann es nicht. Es muß den Kapi- talbildungsprozeß wieder aufnehmen können: es muh schließlich 2,5 Milliarden Mark für den Dawesplan bereitstellen. Ohne Einsetzung aller Arbeitsenergien ist das nicht zu leisten. Andernfalls wird die Lebenshaltung weiter sinken, denn schließlich kann ein Volk nur von dem leben, was es erarbeitet und verdient. Deutschland wird trotz des Washingtoner Abkommens das Arbeitszeitproblem nach seinem eigenen Ermessen und seinen eigenen sozialen und wirtschaftlichen Bedürfnissen losen. Die Beschlüsse der Konferenz. London, 19. März. (WTB.) Das Arbeitsministerium veröffenlicht die Beschlüsse der Inter- nationalen Arbeitszeitkonserenz über die Auslegung des Washingtoner Abkommens. Danach soll sich Artikel 1 der Washingtoner Konvention über die 48-Stundenwoche auf alle industriellen Unternehmungen beziehen, ganz gleich wieviel Personen in dem Unternehmen beschäftigt sind. Ausgenommen sind nur diejenigen Betriebe, in denen nur Mitglieder derselben Familie arbeiten. Der eigentliche Post-, Telegraphen- und Telephondienst soll den Bestimmungen des Abkommens nicht unterliegen, dagegen die Jnstandhattungs- und Ausbefferungsarbeiten. Zu Artikel 2 ist beschlossen worden, daß die Arbeitsstunden die Zeit umfassen, während deren die Beschäftigten zur Verfügung des Arbeitgebers stehen. Zu Artikel 6b wurde vereinbart, daß die Höchstgrenze der Ueberstundenzahl durch die nationale Gesetzgebung bestimmt werden soll. Bezüglich der Entlohnung der Ueberftunben wurde beschlossen, daß die in Artikel 6 vorgesehene Mindestzusatzrate von 25 Proz. obligatorisch ist. Die 48 Arbeitsstunden in jeder Woche auf 5 Tage zu verteilen, oder in zwei Wochen auf 11 Tage, ist statthaft. Die Eisenbahnbetriebe sollen ebenfalls dem Abkommen unterliegen. Falls die Bestimmungen dec Artikel 5 und 6a den Bedürfnissen der Eisenbahn nicht entsprechen sollten, so ist eine notwendige Ueberstundenzahl erlaubt. Zu Artikel 11 wurde beschlossen, daß jede Regierung ver- pflichtet ist, den Artikel zur Durchführung des Ab- komens in ihre Gesetzgebung aufzunehmen. Ferner ist vereinbart worden — von Großbritannien unter Vorbehalt —, baß bie Bestimmungen bes Artikels 14, bie die Außerkraft, fetzung b e r 4 8 - S t n n d e n w 0 ch e regelt, nur im Falle einer Krise anzuwenben ist, bie bie nationale Wirtschaft berart in Mitleibenschaft zieht, daß sic die Existenz des ganzen Volkes bedroht, nicht ober bei Krisen, die lediglich einzelne Zweige der Industrie gefährden. Auch die 2 0 z i a l b e m 0 k r a t e n Haden, bei Licht besehen, kein Interesse baran, einem Gesetzent wurf zum Siege zu verhelfen, ber ber erste Schritt Zur A b s ch a ffung des Privateigentums bedeuten würbe, einem Grunbsatz, ben sie zwar aus ihrer revolutionären Frühepoche noch *burd) alle Parteiprogramme schleifen, bem sie ja aber in ber Praxis seit langem Valet gesagt haben. And) sie werben, wenn sie einmal ben Blick für bie Realitäten miebergefunben haben, burch sachliche Mitarbeit bas Zustanbekommen bes Kompromisses fördern und der ultraroten Konkurrenz bie Volksverhetzung unb Bolksverwirrung zugunsten Moskaus neidlos überlassen. Eine baldige Einigung aller sid) für eine Beruhigung und Entgiftung unseres innerpolitischen Lebens verantwortlich Fühlenden ist not. Das Kompromiß muß vor dem Volksentscheid unter Dach und Fach sein. Kommt der Volksentscheid vor ber Annahme bes Kompromisses, ist biefes e r l e b i g t, wie ber Volksentscheib auch ausfallen möge. Aber bie Frage der Fürstenabfindung wird auf diese Art nicht aus ber Welt geschafft, sie wird wie eine schwärende Wunde weiterfressen an unserem Volkskörper. Nur die baldige Annahme des Kompromisses burd) eine denkbar große Mehrheit der Parteien kann uns davor schützen. , y , Regierung und Parteien. Bon der außenpolitischen Debatte im Reichstag. Berlin, 20. März. (WTB.-Funkspruch.) Gestern mittag fand eine Besprechung der Reich s- regierung mit dem interfraktionellen Ausschuß der Regierungsparteien über die Genfer Verhandlungen statt, die mit einem eingehenden Bericht des Reichskanzlers unb bes Reichsaußen- nünifters eingeleitet würbe. Daran schloß sid; ein lebhafter Meinungaustausch, ber aber zu keiner Stellungnahme ber Vertreter ber Regierungsparteien führte, ba biefe erklärten, sie müßten erst auf Grunb dieser Aussprache mit ihren 5 r Optionen Fühlung nehmen. Die Fraktionen der Regierungsparteien werden nodi vor Beginn ber außenpolitischen Aussprache im Reichstag, bie für Montag endgültig festgesetzt worden ist, jufammentreten. Der Auswärtige A u s s ch ii ß des Reichstages soll vorher nicht mehr einberufen werden. Wie eine demokratische Zeitungskorrespondenz mitteilt, beabsichtigen die Regierungsparteien, im Laufe der außenpolitischen Debatte des Reichstages eine Entschließung vorzii- legen, in ber sie für bie Fortführung b e r Locarn.o »Politik eintreten. Es barf angenommen werden, baß auch bie Sozialbemokraten dieser Entschließung zustimmen. Die Fraktionsführer der S 0 z i a l b e m 0 f r a ■ t e n unb ber Deutsch nationalen werden heute vormittag von bem Reichskanzler unb bem Reichsminister bes Aeußern empfangen werben. Die Vertreter ber Wirtschaftlichen Vereinigung sollen für heute nachmittag in die Reichskanzlei gebeten worben sein. SchwierigeLageBriands. Paris, 20. Vlärz. (511.) Die gesamte P. esse stimmt in der Beurteilung des Kammervotums vom Donnerstag dahin überein, daß die Regierungsmehrheit nur einem Zufall und nicht einer Absicht der Parteien zu verdanken sei. Insbesondere behalten sich die Sozialisten völlige Detvegungsfreiheit vor. Die Regierung soll sich mit dem Gedanken tragen, sich mit den bereits bewilligten Mitteln zu begnügen, wodurch eine Abkürzung der Finanzdebatte ermöglicht würde, deren Ausgang der Regierung verhäng" nisvoll werdet: dürste. Der Finanzminister müßte sich in diesem Falle damit begnügen, die vor dem Sturz des letzten Kabinetts angenommenen Steuern mit der im Dezember bewilligten Lou- cheur-Borlage dem Senat zur Ratifizierung zu Überweisen und im übrigen die Zivilsteuer (Ertrag 500 Millionen), die kaum Widerspruch erregen wird, hinzuzufügen. Rach allgemeinen parlamentarischen Eindrücken zu schließen hält Sperrt d t den Schlüssel zur parlamentarischen Lage in der Hand. Alles deutet darauf hin, daß, wenn er oftensichtlich seine Rückkehr zur Macht vorbereitet und seine Stunde für gekommen erachtet, er einen Sturz des neuen Kabinetts Briand herbeiführen wird. Falls er die Situation für seine Pläne günstig erachtet, ist damit zu rechnen, daß das Kabinett Driand nur noch einige Wochen am Ruder bleiben wird. Chamberlains Rückkehr. London, 19. März. (WTB.) In ber Unter- hansbebatte über Genf am Dienstag wirb wahr- fdjeinlid) Lloyb George einen Antrag auf Bernt i n b e r u n g bes Gehaltes f ü r ben Staatssekretär bes Auswärtigen stellen, was bie Bebeutung eines Mißtrauensvotums hat. Als zweiter Rebner wirb Namsay Macbonalb sprechen. Dann wirb Chamberlain bas Wort ergreifen. Chamberlain wirb diesmal nur der Kritik der Opposition zu begegnen haben. Trotz des Vorstoßes der Oppositionsparteien dürfte die tommenbe Debatte doch sehr stark durch bie Rücksicht auf bas außenpolitische Prestige des 'Außenministers bestimmt werben. Chamberlain er hält zwei Tage nach ber Debatte das Ehren .bürgerrecht der City von London. Rach der allgemeinen Auffassung wäre es eine nationale Blamage, wenn er kurz vor der Verleihung einer der höchsten englischen Würde int Unterhaus einer vernichtenden Kritik unterzogen würde. Der Mateotti-Prozeß. C h i e t i, 19. März. (WB.) Der ehemalige Präfekt Darbesio sagte aus, Mateotti fei einer ber gefährlich st en Umstürzler in seiner Provinz gewesen. Ferner wies ber Zeuge auf ben Zusammenhang zwischen fDlateottis Tätigkeit unb ben Ausbruch von Unruhen in ber Bevölkerung hin. Ein Lanbwirt sagte aus, daß Mateotti bie Bauern dazu aufforberte, ihr Korn zu verkaufen unb P i - toten zu kaufen. — Magri, Direktor des Gefängnisses, berichtete, daß der Angeklagte D u - m 1 n i, als er von der Entdeckung ber Leiche Ma- teottis gehört habe, gesagt habe: 9lun wirb man el)cn, baß bie Leiche intakt ist. — Ein Journalist berichtet über bie Tätigkeit Duminis in Paris, bie darin bestand, bie Verschwörungen ber Ausgewanderten gegen ben Faszismus aufzubecken. Dumini sagte, ber Zeuge hätte ihm eines Abenbs anvertraut, er fei an ber Entführung Mateottis beteiligt gewesen und hätte dabei bezweckt, Auskünfte über bie Pläne gegen den Faszismus zu erhalten. Weitere Teilergebnisse des Volksbegehrens. Berlin, 19. März. (WB.) Beim Reichs - wahlleiter liegen bisher bie vorläufigen Er- gebniffe des Volksbegehrens aus ben Wahlkreisen 22 (Düsseldorf-Ost), 23 kDüsseldors-West) 27 (Pfalz) unb 29 (Leipzig) vor. Einschließlich des 2485 6183 22 401 M hohe De rücke. Gegen die Aufführung von ners 1'8 WM Rati onalisierung vorwärts v. Dtauffenberg (Dntl.) legte an 192 25 12 Einzeichnungen. Einzeichnungen. Einzeichnungen. *ri eigene treibt. Abg. Kleine politische Nachrichten. Der britische Botschafter in Konstantinopel, Sir Richard Lindsay, ist vom König in Audienz empfangen worden. Seine Ernennung zum Bvt- schafter in Berlin an Stelle Lord d'Aber- nons bedarf nur noch der formellen Regelung. In der holländischen zweiten Kammer wurde der Antrag auf Beibehaltung der holländischen Gesandtschaft beim Vatikan mit 48 gegen 41 Stimmen ab gelehnt. Bekanntlich war es wegen des gleichen Beschlusses im vergangenen Sommer zum Rücktritt des katholischen Kabinetts Ruys de Deeren- brouck und anschließend zu einer mehrmonatigen Kabinettskrisis gekommen. Ardrits ac AuLW anlage aus Peil unterhalb dei Sei c'ientlich veiget bi.i'lunQ5iintetiai Uniicht offen un druck spätestens k am Montag, der an das Gtflbtbau ichlagsfrist drei $ Gießen, den li Ztadtb B! Bekann «bsattho Mittwoch, t)(n aus dem Trieb zir l^rschenstämme, v'seMch meistbie *,e Zusammen ^en, den U Der Ob Kreis Lauterbach: 1980 Einzeichnungen. (Stimmberechtigt 18 940.) Kreis Schotten: Aus der ProvmMlhauptstadt Gießen, den 20. März 1926. Das Volksbegehren in Oberhessen. Nach den abschließenden Feststellungen der Kreisämter stellt sich das Gesamtergebnis des Volksbegehrens in der Provinz 0 b e r = Hessen wie folgt dar: Kreis Gießen: 18162 Einzeichnungen. (Stimmberechtigt 64 026.) Kreis Alsfeld: 2392 Einzeichnungen. (Stimmberechtigt 23 949.) •• 03» " 5b» rächen, '■ ui 1, z 14 " : ÄUS, JA uns 9ei : d)tj eJ bei leb' 1 ois er4etu|jU6 SSÖ s-r Jie ((haftc m01 A Polizcia ?05b2Ibf.2 NeSeM srsss f'(Ä 1° .... „ ffl (nie S wa»i« °»° meinte 1- “ ^hannesg' Mädchen == if gemeinde findet Johannesgemeic 1 und Lulasgem » Eine in der Stabt > dann, bah '5 und anderen t den Autos und Unfug sollten die Gütern ober lich entgegen^ durch dieses lei Geschlechts geschädigt werb Leben kommen stehen und sch allerlei Aebles aber noch, bah chm Spröhling dar kann gar geben. Der all leiten schützen u töff vor Gesüh bewahren will, öen oben besch> Herrschaften". 1 gerbter Hosenbi erwähnten Art Hessischer Landtag D a r m st a b t, 19. März. Präsident Adelung eröffnet die Sitzung um 9.30 Uhr. Abg. Io st richtet eine Kleine Anfrage an die Regierung wegen der Behandlung von Gesuchen um Herabsetzung von Steuern beim Finanzamt Lauterbach. Ministerialdirektor Schäfer verweist auf die in der Reichsnotverordnung und in den Hess. Ausführungsvorschriften enthaltenen Vorschriften hin, und bemerkte u. a„ daß jeder einzelne Fall eines Gesuches geprüft wird. Eine weitere Anfrage der Abgeordneten Weckler und Heinstadt wegen Stundung von Pachten wird von der Regierung in entgegenkommendem Sinn beantwortet. Abg. Dr. Büchner (Dem.) erklärt, das Kap. 7 (Landesthcater) habe jedes Jahr den Landtag besonders beschäftigt. Es wäre die Frage aufgeworfen worden, ob das Land die Kosten für das Theater tragen könne, weil weite Kreise, das Land, wenig davon habe. Bei den schwierigen finanziellen Verhältnisseal der Gegenwart müsse man sich ernstlich überlegen, ob man den Betrieb noch aufrechterhalten könnte. Sorgfältige Untersuchungen hätten aber ergeben, daß in den ersten Jahren die Schließung kostspieliger fei, als wenn der Betrieb aufrechterhalten werde: mindestens eine Million, später etwa 500 000 Mark wären erforderlich. Unter diesen Umständen wäre es natürlich besser, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Erheblich Ersparnisse zu erzielen wäre, wie die vielen Kommissionen feststellen müßten, nicht möglich gewesen. Es sei schwer, gute Künstler zu gewinnen, und zwar auch nur gegen hohe Bezahlung. Die Stillegrmg des Kleinen Hauses erbringe kein Ersparnis. Das Theater bade seine Wirksamkeit über die Stadt Darmstadt hinaus Ergebnis der Stadt Berlin sind bisher 2 953 054 Eintragungen gezählt, nämlich B e r l i n 1584 082 (53,4 Prozent), Düsseldorf-Ost 530 739 (38,8 Prozent), Düsseldorf-West 261 500 (24.8 Prozent), Pfalz 157417 (27,9 Prozent), Leipzig 419 316 (48,6 Prozent der Stimmbe- rochtigten der letzten Reichswahl, zweiter Wahlgang der Reichspräsidentenwahl). 3m Wahlkreis 18 (West salen- SÜd) haben sich von 1 646 327 Wahlberechtigten für das Volksbegehren insgesamt 586 044 Personen eingetragen, das sind 35,6 Prozent. Wirtschaftsfragen im Reichstag. Berlin. 19. Rkärz. (Wolff.) Die zweite Beratung des Haushalts des Reichswirtschafts- Ministeriums. Sie wird eingeleitet durch eine Programmrede des Reichswirtschaftsministers Dr. Eurti us. Der Handelsumsatz Deutschlands im Jahre 1925 — so führte der Minister aus — beläuft fid). in Ein- und Ausfuhr auf 21,2 Milliarden Mark. Das sind 30 Prozent mehr gegenüber 1924. Unsere Handelsbilanz ist aber immer noch passiv gewesen. Wenn in den beiden ersten Monaten dieses Jahres die Monatsbilanz aktiv geworden ist, so beruht dieser Wechsel in erster Linie auf einem starken Rückgang der Einfuhr und erst in zweiter Linie auf einer geringen Hebung der Ausfuhr. Unsere ungedeckte Lebensmitteleinfuhr zeigt eine ungeheure Belastung. Der Existenzkampf zwingt uns, auch ohne jede Rücksicht auf den Dawesplan die Ausfuhr zu steigern. Ein wesentliches Mittel, die unserer Einfuhr überall in der Welt bereiteten Schwierigkeiten zu überwinden, liegt in einer erhöhten Aktivität unserer Handelsvertrags Politik. Die tatkräftige Verfolgung der Handelsvertragspolitik ist auch durch den Währungsverfall in anderen Staaten erheblich verzögert und durch das Valutadumping geschädigt worden. Die Lösung dieses Problems dürfte eine der dankbarsten Aufgaben der kommenden Weitwirt - schaftskonferenz fein. Ls ist zu hoffen, daß der Generalagent für die Reparationen seinen ganien moralischen und poliiischen Einfluß anwendet, damit die Gläu- blgerländer die deutsche Ausfuhr bereitwilliger als bisher ausnehmen, sonst wird eine der grundlegenden Voraussetzungen für die Erfüllung des Dawesplanes wegsallen. Der Kreditmangel wird erst allmählich behoben werden. Die von der Herabsetzung des Reichsbankdiskonts erwartete Belebung des Kapitalmarktes ist eingetreten. Bei der neuen Geldflüssigkeit liegt die Erwägung einer weiteren Herabsetzung des R e ich s b a n k dis- ko n t s nähe. Zusammen mit der Reichsbank wird das Wirtschaftsministerium seine Bemühungen um die Hebung des Realkredits fort- sehen. 3m Zusammenhang damit steht eine Verbilligung der Kredite. Die 'Danken haben ihre Zinssätze bereits herabgesetzt. Zweifellos macht unsere Wirtschaft einen Umstellungsprozeh größten Ausmaßes durch, dessen Kennzeichen die Rationalisierung ist. Die beste Hilfe kann der Staat dadurch geben, daß er durch DerwaltungSreformen seine Der Präsident der griechischenRe- publik, Admiral Kunduriotls, ist zuriick- getreten. Die Kandidatur von Mitgliedern her königlichen Familie oder eine eventuelle Kandidatur Veniselos soll nicht zugelassen werden. schärfsten Protest ein gegen den Antrag der Deutschen VollSparlei auf Vereinigung des ReichsernährungSministeriumS mit ' dem Reichswirtschaftsministerium. Obwohl wir durch den Dawesplan zum Export geradezu gezwungen werden, leben wir jetzt noch in einer Welt, die viel weniger als früher gewillt ist, uns unsere Erzeugnisse abzunehmen. Der Redner verlangt eine energische Abdrosselung der Einfuhr überflüssiger Waren auS dem Auslande. Abg. Meyer (Dem.) sieht die Ursache der gegenwärtigen Wirtschaftskrise in der gesunkenen Kaufkraft der Bevölkerung. Die frühere Regierung habe mit Recht die Rot- wendigkeit des Preisabbaues betont. Ihre Politik habe aber das Gegenteil bewirkt und durch pro- duktivnsverteuernbe Steuern und durch ihre Zollpolitik die Preise gesteigert. Nötig fei die Wiederinkraftsetzung des alten Grundsatzes: „Großer Umsatz — kleiner Ruhen". Redner verlangt schärferes Vorgehen gegen die Preisdiktatur der Kartelle. Das sei zweckmäßiger und gerechter, als wenn man dem Handwerk und dem kleinen Gewerbe die eiserne Faust zeige. Abg. Dr. Dessauer (Ztr.): Erforderlich sei vor allem eine Stärkung des inneren Marktes durch Hebung der Landwirtschaft. Abg. v. Raumer (D. Vpt.) spricht sich für die Zusammenlegung des Reichsernährungsmini- steriums mit dem Reichswirtschaftsministerium aus. „D a n t o n s Tod" hätten seine Freunde nichts einzuwenden, wohl aber gegen die Art der Darstellung einer weiblichen Rolle in diesem Stück. Es wäre sogar wünschenswert, wenn Revolutionsstücke mit allem Raturalis- mus auf geführt würden, denn dadurch würde das Publikum bald den Geschmack an der Revolution verlieren. Abg. Dr. Werner kritisiert aufs schärfste „Anja und Esther". Er lehnt die Auffassung ab, die der kommunistische Abg. Dr. Greiner vertrat, der Goethe, Schiller, Herder, Beethoven für den Kommunismus in Anspruch nahm. Die Kunst sei nicht international, sondern national, sie habe wohl eine internationale Sendung. Der Redner wiederholt dann die Erklärung. daß seine Partei (außer dem Abg. Kindt) den Zuschuß für das Theater ab lehnt. Abg. Dr. Müller (Bbd.) rechnet aus, daß auf den Kopf der Bevölkerung 35 Pfennig für das Theater erhoben werden und das in einer Zeit wirtschaftlicher Rot: das sei nicht zu recht- fertigen. Der Redner bittet, das Kleine Haus zu schließen und fordert Klassiker-Auf füh- rungen. Jinanzminister Henrich erklärt, nicht zu den Weltanschauungsfragen und zu „Anja und Esther", ein Stück, das er nicht gesehen habe, Stellung nehmen zu wollen. Er habe Intendant Legal als einen ernsten fünft- lerischen Leiter kennen gelernt. Die Regierung habe volles Vertrauen zu chm: er spreche dies hier ausdrücklich aus. Die Ablehnung des Zuschusses bedeute die Beseitigung des Instituts. Es handle sich nicht eigentlich um einen Zuschuß, sondern um die Erhaltung eines staatlichen Unternehmens. Aus dem Vorhandenen müsse man das Beste zu machen suchen, das sei bisher gelungen; der Minister bittet zum Schluß nochmals, den Zuschuß zu bewilligen. Ministerialdirektor U r st a d t erklärt im wesentlichen den Ausführungen des Abg. Dingeldey zustimmen zu können, aber daß nur reife Stücke im Landestheater ausgeführt werden dürften, wäre falsch, denn viele Dramen von hohem Kunstwert wären erst sehr spät in ihrer Schönheit erkannt worden. Der Redner verteidigt dann die Aufführung von „Anja und Esther"; das Stück wäre nicht im Spielplan erschienen, sondern als besondere Aufführung. Gerade hier im Hause habe man gewünscht, daß Stücke besonderer Art aus der Gegenwartsliteratur außerhalb des Spielplans aufgeführt würden. Das Hessische Landestheater sei ein ruhmvolles Kunstinstitut, man solle in der Kritik des Theaters nicht zu weit gehen. Das Haus erledigt hierauf eine Reihe von Kapiteln des Voranschlags. Bei Kap. 19 (Staatspräsident) 78 " ; ^inn^o£Slllt Die ReichsgesundheLttzwoche. Einer Anregung des Reichsinnemninisteriums entsprechend, wird Ende April im ganzen Reiche eine Reichsgesundheitswoche stattfinden. Der Zweck der Veranstaltung ist, die große Bedeutung der Gesundheitspflege der All' Gemeinheit vor Augen zu führen. In Hessen ist bereits ein Landcsausschuß für hygienische Volksbildung gegründet worden. Zur Organisation der Reichsgesundheitswoche für die Stadt und den LandkreisGießen wurde gestern nachmittag in einer Sitzung unter der Leitung des Provinzial- direktors Graef ein Ortsausschuß gebildet, dem alle für diese Veranstaltung in Betracht kommenden Behörden, Korporationen und Persönlichkeiten unserer Stadt angehören. Die Aufklärungs- Woche, deren Kosten von dem Kreis und der Stadt Gießen getragen werden, soll vom 19. bis 2 4. April ftatt fatben. Se Magnifizenz der Rektor Prof. Dr. Bür?er und die Medizinische Fakultät unserer Landesuniversität haben der Veranstaltung ihre weitgehendste Unterstützung zugesagt. An den Tagen dieser Aufklärungswoche werden abends in der Reuen Aula je zwei Vorträge geh alten werden. Die Mitglieder der Medizinischen Fakultät haben sich für diese Vortragsabende in bereitwilliger Weise zur Verfügung gestellt. Ein Aufklärungsfilm soll ferner in den Lichtspielhäusern zur Vorführung kommen, toeitn möglich, will man auch eine Ausstellung Herrichten, in der alle das Gesundheitswesen betreffenden Gegenstände usw. enthalten sein sollen. In einer kurzen Aussprache wurden aus der Mitte der Versammlung heraus noch verschiedene Vorschläge gemacht, die für die Durchführung des ausgezeichneten Werkes wichtig erscheinen. Die Versammlung erklärte sich im übrigen durchaus einverstanden mit den Vorschlägen und Maßnahmen, die von einem engeren Ausschuß für die Reichsgesundheitswoche zur Genehmigung unterbreitet wurden. Auf Grund der gestrigen Besprechung darf man hoffen, daß die Reichs- gesundheitswoche, die allgemein mit starker Sympathie begrüßt wurde, in unserer engeren Heimat einen guten Verlauf nehmen wird. gut Förderung des Wohnungsbaues. Das hessische Arbeits- und Wirtschaftsministerium veröffentlicht soeben die Bestimmungen über die Förderung des Wohnungsbaues aus Landes Mitteln. Darnach werden die Baudarlehen für Bauten mit nicht mehr als zwei Wohnungen in den kleineren Städten gewährt, in mittleren und größeren Städten können auch Mehrfamilienhäuser berücksichtigt werden. Einzelhäuser werden nur berücksichtigt, wenn Doppel-, Gruppen- oder Reihenhäuser nicht möglich erscheinen. Baudarlehen können erhalten: Gemeinden, Gemeindeverbände, gemeinnützige Bauvereinigungen und private Bauherren. Schwerkriegsbeschädigte sowie kinderreiche Familien werden besonders berücksichtigt. Das Baudarlehen wird in einer Höhe bis zur Hälfte der Gesamtkosten, jedoch in Städten nicht über 5000 Reichsmark, in Landgemeinden nicht über 4000 Reichsmark gewährt. Rachträgliche Erhöhung des Baudarlehens ist ausgeschlossen. Der Bauherr hat für sich und seine Rechtsnachfolger eine Reihe von Verpflichtungen über Veräußerung, Erhaltung und Benutzung des Hauses, über Tilgung und Verzinsung zu übernehmen. Soweit nicht eine Gemeinde Darlehens- empsänger ist, hat die Gemeinde und der Kreis bis zur völligen Tilgung des Baudarlehens Anspruch auf Eigentumsrecht und ein dingliches Verkaufsrecht usw. Gießener Wochenmarktpreise. Es kostete auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 200 Pfennig, Matte 30, Käse 65 bis 140, Wirsing 30, Weißkraut 25, Rotkraut 30, gelbe Rüben 25, rote Rüben 20, Spinat 40 bis 50, Unterfoijlrabi 10, Grünkohl 35, Rosenkohl 60, Feldsalat 100 bis 120, Endivien 100, Tomaten 150, Zwiebeln 17 bis 20, Meerrettich 40 bis 70, Schwarzwurzeln 60, Rhabarber 60, Kartoffeln 4 bis 5, Aepfel 15, Dörrobst 40, Rüsse 60, Honig 45, junge Hahnen 110 bis 120, Suppenhühner 110 bis 120, Gänse 90; das Stück: Eier 12 bis 13, Blumenkohl 60 bis 150, Salat 40, Salatgurken 120, Lauch 5 bis 20, Sellerie 30 bis 70 Pfennig. Bornotizen. — Tages kalender für Samstag: Männer-Badeverein: 8 Uhr „Pfälzer Hof" Generalversammlung. — Dauerscher Gesangverein: 8 Uhr, Vereinslokal. Kommers zum 62. Stiftungsfest. — M. T. V.: 8 Ahr, Restaurant Faulstich, Spieler-Versammlung. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Der Ritt in die Sonne". — Palast-Lichtspiele (Kirchenplatz): „Reu-Guinea, das Paradies der Südsee". — Ästoria-Lichtspiele: „Mister Radio". — Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 7 Ahr „Die Försterchristel" (Ende 10 Ahr). — Gießener Konzert-Verein: 5 Ahr, Oleue Aula der Aniversität, AbonnementLkonzert. - Markus-Gemeinde: 8 Ahr, Stadtkirche, Fa- milien-Abend mit Vortrag von Prof. D. Dr. Frick. — Bürger-Gesellschaft: 7Ve Ahr, Katholisches Vereinshaus, Operetten-Aufführung „Die Ratsmädel". — Oberhessischer Kunstverein: £urm- haus am Brand, Ausstellung von Oelgemalden des „Feldgrauen Künstlerbundes München". — Saalbau Sauer: 81 .. Ahr: Militärtonzeri. — Lichllpielhäuser wie Samstag. ausgedehnt; der Redner nennt u. a, Weinheim und Offenbach. Es fei berechtigt, das Ersuchen an die Stadt Darmstadt zu richten, den Beitrag zu erhöhen; die Stadt habe sich bereit erklärt, bis zu 40 Prozent sich am Defizit zu beteiligen. Er gebe zu, daß das Theater ein Aktivposten der Fürsten sei. Die künstlerische Leistung des Theaters stehe auf der Höhe; das beweise der starke Besuch. Wohl in keiner Stadt stehe das Theater so im Mittelpunkt der Bevölkerung wie in Darmstadt. Weiter labt der Redner den Spielplan und erfiärt durch „Anja und Esther" von Klaus Mann tief erschüttert zu fein; besonders werden die Aufführungen der „Jungen Bühne" verteidigt. Abg. Frau Hattemer (Zentr.) meint, die für das Theater verlangte Summe fei nicht so leicht zu bewilligen. Die Versuche, die Theater- kultur auf das Land zu tragen, wären an den Kosten gescheitert. Das Theater könne nicht ein- gehen, aber es müsse gespart werden. Das Kleine Haus könne geschlossen werden, um künstlerisches Personal und Dühnenangestellte zu sparen, aber die Theaterleitung erkläre, dadurch werde nichts gespart. Die Rednerin bespricht dann noch mehrere andere Maßnahmen, und kommt zu dem Schluß, daß unbedingt gespart werden müsse. Es könnte an den Kostümen und der Bühnenausstattung gespart werden. Heber die Frage der Schließung des Theaters und über den städtischen Zuschuß macht Frau Hattemer ähnliche Ausführungen wie der Vorredner. Die Zentrumsfraktion habe in ihrer Mehrheit den Beschluß gefaßt, dem Kap. 7 ihre Zustimmung zu versagen. Die Wünsche deS Zentrums in bezug auf die Auswahl der Stücke und die Art der Darstellung, durch die weite Kreise in ihrem sittlichen Empfinden verletzt würden, wären nicht berücksichtigt worden. Es brauche auch nicht nur immer Reues geboten zu werden, sondern auch das gute Alte müßte aufgeführt werden. (Lebhafte Zustimmung rechts.) Die Rednerin äußert dann zahlreiche Wünsche zum Spielplan; u. a. gute Klassiker-Aufführungen, Shake- spearestücke, aber nicht von Anfängern. Ferner zählt sie die Stücke auf, die von der Zentrums- Partei beanstandet wurden, besonders wendet sich Ak^. Frau Hattemer gegen Klaus Manns „Anja und Esther", sowie gegen eine Reihe anderer Stücke. Abg. Glaser (Bbd.) schließt sich in bezug auf die Auswahl der Stücke der Vorrednerin an. Das Landestheater habe als Theater des Landes heute keine Berechtigung mehr, sondern nur noch als Theater der Stadt Darmstadt. Der größte Teil der Landbevölkerung habe vom Theater gar nichts, nur die Stadt Darmstadt. Es wäre sogar von Vorteil, wenn die Landfrauen, die den ganzen Tag schwer arbeiten müßten, nicht ins Theater kämen und hier den Luxus in der Ausstattung sähen. Den Zuschuß von beinahe einer halben Million könne das Land nicht tragen, die Regierung solle auf irgendeine Art das Theater abstoßen und die Weiterführung der Stadt Darmstadt überlassen. Der Redner schließt mit einer Ablehnung der finanziellen Forderung für das Theater. Abg. Kindt (Dntl.) fordert eine stärkere finanzielle Beteiligung der Stadt Darmstadt, die Regierung solle sich gesagt sein lassen, daß die Verhältnisse sich gründlich ändern müßten, sonst fände sie keine ONehrheit mehr in diesem Hause. Der Redner verlangt einen deutschen Spielplan, deutsche Klassiker- aufführungen, und wenn Intendant Legal erklärt habe, die gegenwärtigen Schauspieler kämen sich beim Spielen der Klassiker komisch vor, so müßten sie dazu erzogen werden. Es sei interessant, zu vorfolgen, wie hier im Hause die Kommu- nisten sich über die Kritik an den zersetzenden Stücken freuten; das fei Wasser auf ihre Mühle. Als der Redner dann politisch gefärbte Ausführungen macht, wird er andauernd von der Linken des Hauses unterbrochen. Abg. Dingeldey (D. V.P.) meint, die Theaterfrage sei nicht bloß eine Angelegenheit der Finanzpolitik; seine Partei könne sich bei der Bewilligung des Zuschusses nicht nur nach wirtschaftlichen und finanzpolitischen Gründen richten. Der Staat habe eine volkserzieherische Aufgabe, um die Kräfte der Seele mit den Mitteln der Kunst anzuregen. Eine Ablehnung des Theater- zuschusses sei nicht zu rechtfertigen, denn der Staat könne dieses Staatseigentum nicht aufgeben und sei mit allen persönlichen und sachlichen Ausgaben belastet. Es gelte auch, eine alte Tradition aus- rechtzuerhalten. Das Theater sei aber in feiner äußeren Form, in seinem Betrieb, e i n z u - schränken, und zwar soweit es ans lünstle- rischen Gründen noch erträglich ist. Der Redner fordert auch die Schließung des Steinen Haches und eine stärkere Beteiligung der Stadt Darmstadt an den kosten. Hierauf bespricht der Redner den Spielplan des Theaters; er rühmt die Opernvorstellungen und fordert für das Schauspiel, daß nicht nur Stücke aufgeführt werden, die der Ausdruck unserer kulturellen Aebergangszeit sind und denen die gestaltende Form fehlt. Ramentlich bemängelt der Redner aus diesem Gesichtspunkte heraus die Aufführung von Klaus Manns „Anja und Esther". Es sei eine berechtigte Forderung, die über der Parteipolitik stehe, daß nur aus- gereifte Werke auf einem Theater wie in Darmstadt aufgeführt werden. Zum Schluß fordert der Redner Klassiker-Aufführungen, denn das Theater habe auch eine volkspädagogische Bedeutung. Abg. Leuschner (Soz.) vertritt die Meinung, die Stadt Darmstadt könne höhere finanzielle Zubußen für das Theater gar nicht tragen. Der Theaterbetrieb müsse aufrecht erhalten werden, auch der Betrieb des Kleinen Hauses. Der Redner geht dann zu einer Kritik der inneren Verwaltung und des Spielplans über; er bemängelt u. a. das Engagement einer Reihe von Künstlern, die wenig oder fast gar nicht beschäftigt würden. Er wendet sich gegen das Spiel- §eld der Künstler und gegen das Versagen der legte, und äußert im Anschluß daran zahlreiche Sonderwünsche zum Svielplan. Bei dieser Gelegenheit rühnck er „Anja und Esther" als besondere schauspielerische Leistung und polemisiert gegen verschiedene Erklärungen der Vorredner. Ramentlich verteidigt et Büchners „Dankons bis er aus dem Hause darauf aufmerksam gemacht wird, daß niemand überhaupt das Stock hier angegriffen habe. Abg. Dr. Werner (Dtfchntl.) weift die Angriffe des Abg. Leuschner zurück, namentlich den Vorwurf, daß bürgerliche Kreise Nackttänze und andere Dinge kultivieren. Das wären nur Ausschreitungen von Reureichen und anderen Persönlichkeiten, von denen das Bürgertum ab- Das Außenministerium gibt von der Nie- dermehelungeiner französischenAb- teiluna in Syrien folgende Darstellung: Die Drusen hatten von dem Marsch einer kleinen Abteilung Kenntnis erhalten und sich bei Redoha in einen Hinterhalt gelegt. Die vom französischen Kommando der Abteilung zu Hilfe gesandten Truppen kamen zu spät. Es wurden 45 Mann getötet, darunter die Hälfte Franzosen mit zwei Offizieren und einem Adjudani. Rur acht Mann gelang es, sich zu retten. einer Reichsbannertagung in Mainz. Die Regierung habe erwidert, das Reichsbanner sei ein unpolitischer Verein. Abg. Scholz macht zum Beweise des Gegentells auf die Erklärungen des Reichswehr Ministers im Reichstag aufmerksam sowie auf Erklärungen des Vorsitzenden des Reichsbanners Hör sing. Dieser lehne die Zugehörigkeit der Rechtsparteien ab, während die hessische Regierung behaupte, jeder könne dem Reichsbanner beitreten, überdies monopolisiere das Reichsbanner die Reichsfarben. Die Beflaggung der Gebäude in Mainz fei ein Beweis dafür, daß die Regierung nicht überparteilich gehandelt habe. Der Berliner ®efaübten» Posten müßte durch einen Berufsbeamten beseht werden. Gesandter von B i e g e l e b e n, der fein Amt mit voller Zufriedenheit weitester Kreise führt, sollte, wie der Redner die Regierung bittet, feinen Posten weiter bekleiden. Abg. Dr. Leuchtgens (Bbd.) erläutert seine Abbauanträge zu Kap. 19 und weist zahlenmäßig das starke Anwachsen der Beamtenzahl im Staatsministerium nach. Abg. Hoffmann (Ztr.) bringt Wünsche des besetzten Gebietes zur Sprache, die sich namentlich auf das Verhalten der Reichsbahn beziehen. In Dingen schädige die Dahn die Unternehmer der Motorbootfähre; sie habe es auch abgelehnt, einen Triebwagen zu stellen, daß Arbeiter spät abends von Mannheim nach Worms fahren tonnen. In seinen weiteren Ausführungen bekämpft der Redner die Zentralisierung der Verwaltung in Berlin, namentlich auf dem Gebiet des Steuerwesens. Abg. Kindt (Dntl.) empfiehlt die Anträge von Dr. Leuchtgens. Abg. Kaul (Soz.) weir» det sich gegen Die Ersparungsanträge der Rechtsparteien. Schluß der Verhandlungen um bilßr: nächste Sitzung Dienstag 9 Uhr. (Stimmberechtigt 17 000. j Kreis Büdingen: (Stimmberechtigt 27 500.) Kreis Friedberg: (Stimmberechtigt 55 845.) N: un verst (töt *&**•< i v Auch,- • 2 " ° 61 " *- begründet Abg. Scholz (D. Vpt.) eine Anfrage der Deutschen Volkspartei wegen der Beflaggung staatlicher Gebäude 'N in Greise. *,3.1: ‘Vo sndivM ’Ä Deer- S 60, «* & 15. *S «1° 120 Ganse w. 2*« Sä Mnungi, Sei^nun, MnUngtn ’Wngm. S.w0che. ^inisterimn- * reiche J Mfafa. 16 Troße ■Bf. J« bet All- "Men ist n6 Ms- Lu^ den ** PrvdinM- Mffkb« kommen- ^Persönlich. - 2ufllaruM-. Md der Sich °m 19. bis °Menz der , die $ebi. E>eöuinversi- ' ivmtgehendslc Jöt dieser Aus- in der Arm t gehalten "Nischen $ofub übende in de- } gchrllt. Ein • in den Lichten. wem lnög- ellung Herswesen betres- n sein sollen rden aus der xh verschiedene irchsührung des erscheinen. Sie 'rigen durchaus en und Mah- AuSMhE str GeneMigung ) der gestrigen aß die Reichs- mit starker unserer enge- neunen wird. )rs ts. MfchaftSinini- Deftimmungen Dohnungs' ein. Darnach niten mit nicht den Heineren und größeren mhäuser berüd- ben nur beend’ . oder Reihen- Baudarlehen lieindeverbönde, unö private te sowie kinöer- i beriutsichtigt. höhe bis M n Städten nicht 8"Sti$ ausgeschlosien. . seine Rechts- Dichtungen über Muhung des -nlung zu inde Darlehens und der KteiS ludarlehens An' ein dingliches - «‘JÄ -HU i! etf’Ät erE SM **££&*£ ttnem^e Za- ew&rt Dr- i PÄ । ähl' .jie ■r$** *S»*' pW" — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Im Sonntag-Abonnement wird morgen Jarnos beliebte Operette „Die Förster- christel" wiederholt. Die beiden ersten Vorstellungen hatten bei sehr gut besuchten Häusern starken Erfolg erzielt, der in reichem Mähe auch den Gästen Herrn Julius D e w a l d und Fräulein Anita Franz galt. Ein Besuch der Darstellung ist um so mehr zu empfehlen, da sie auch an Ausstattung Eehenswürdiges bringt. — B ü r g e r g e s e l l f ch a ft Gießen. Die Operettenoorstellung „Die Ratsmädel" am morgigen Sonntagabend im katholischen Vereinshause beginnt nicht um 8 Uhr, sondern bereits um halb acht Uhr. “• Die Oeffnung der Ladengeschäfte morgen nach m i t t a g gestattet. Das Polizeiamt teilt mit: „Oluf Grund des s 105 b Abs. 2 der Reichsgewerbeordnung ist für alle Geschäftszweige des Handelsgewerbes der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen, die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern am Sonntag, 21. Cfitatj, in der Zeit ton 11 Uhr vormittags bis 6 Ahr nachmittags gestattet. ' : Die Konfirmanden der evangelischen G e m e i n d c. Die Zahl der Kinder, die i:i diesem Jahre in der evangelischen Gemeinde Gießen konfirmiert werden, beträgt 471, und zwar sind es 219 Knaben und 252 Mädchen. Diese Kinder verteilen sich in folgender Weise auf die Einzel- gemeinden: Mathäusgemeinde 55 Knaben und 45 Mädchen = 100, M arkusgemein de 33 Knaben und 50 Mädchen = 83, Lukasgemeinde 72 Knaben und 94 Mädchen = 166, Johannesgemeinde 59 Knaben und 63 Mädchen — 122. Die Konfirmation der Matthäus- gemeiilde findet am morgigen Sonntag statt, die der Johannesgemeinde am 2. Öftertag, die der Markus- und Lnkasgemeinde am Sonntag nach Ostern. ■* Eine Unsitte mancher Kinder in der Stadt und auf dem Lande zeigt sich oft darin, daß Düben und Mädels mit ©t einen! und anderen Gegenständen nach vorüberfährenden Autos und Motorradfahrern werfen. Diesem Anfug soUten die Erwachsenen, vor allem aber die Eltern oder Erziehungsberechtigten nachdrücklich entgegentreten. Man möge bedenken, daß durch dieses „Vergnügen" der Schlingel beiderlei Geschlechts Personen an ihrer Gesundheit geschädigt werden, unter Amständen sogar ums Leben kommen können, daß Materialschaden entstehen und schließlich auch den Kindern noch allerlei Aebles geschehen kann. Hinzu kommt aber noch, daß die Eltern für diese Betätigung ihrer Sprößlinge schadenersatzpflichtig sind, und das kann gar leicht eine gesalzene Rechnung geben. Wer also sich selbst vor Anarmehmlich- feiten schützen und seine Mitmenschen vom Töff- töff vor Gefährdung an Gesundheit und Gut bewahren will, der unterbinde mit aller Strenge den oben beschriebenen Schabernack der „jungen Herrschaften". Ein strammgezogener und gut gegerbter Hosenboden ist für Lausbubenstreiche der erwähnten Art das beste Heilmittel. •• Zaungäste machen sich bei öffentlichen, aber auf Entgelt angewiesenen Veranstaltungen stets recht unangenehm bemerkbar. Seit einiger Zeit scheint diese üble Gewohnheit hier stärker als früher in Erscheinung zu treten. Besonders von den Sportvereinen hört man in dieser Hinsicht lebhafte Klagen. Man kann den Beschwerdeführern nicht Anrecht geben, wenn sie betonen, daß "angesichts der sehr geringen Eintrittspreise zu den Sportplätzen eine solche Drückebergerei unterbleiben sollte. 3n der Tat, wem der Sport z. B. so bedeutungsvoll ist, daß er seine Schritte hinaus zu den Sportplätzen lenkt, der sollte auch den Weg in seine Geldtasche finden und daraus die 20 oder 30 Pfennig für den Eintritt opfern. Den Sportvereinen, die durch jede Veranstaltung finanziell sehr belastet werden, ist jeder Groschen Mehreinnahme zu gönnen, denn er dient ja doch nur der sportlichen Vorwärtsentwicklung und damit dem körperlichen Wiederaufbau unseres Volles. And deshalb: von nun ob Schluß mit der „Wanzerei am Zaun!" Zu s o m in e n fa s f u n g der Landes- ste u c r n in einem Steuerbescheid. Die Hessische Landwirtschaftskammer hat beim hessischen Finanzministerium beantragt, daß der hessische Staat mit dem neuen Rechnungsjahr 1926 einen einheitlichen Steuerzettel einführen möge, um eine größere llebersichtlichkeit für die «steuerpflichtigen und eine Ersparung von Verwaltungskosten herbeizuführen. Hierauf hat jetzt der Finanzminister geantwortet, daß versuchsweise für das Rechnungsjahr 1926 eine Zusammenfassung der drei wichtig st en Landes steuern in einem Steuerbescheid eingeführt werden solle; dagegen könne dem Anträge, auch die Gemeinde- steuern, Provinz- und Kreissteuern auf dem gleichen Zettel zu erheben, nicht entsprochen werden, weil dies für die Finanzkassen technisch zur Zeit nicht durchführbar sei und die Zustimmung des Reichsministers der Finanzen hierzu nicht erreicht werden könne. Doch will das hessische Finanzministerium auch weiterhin alle nur möglichen Vereinfachungs- Vorschläge ernstlich prüfen. Gegen den vorzeitigen Verkauf von Auswertungshypotheken. WTB. teilt mit: In letzter Zeit erscheinen in der Presse vielfach Kaufangebote für 'Aufwertungshypotheken. Tatsächlich haben auch schon Hypothekengläubiger ihre aufgewerteten, im Jahre 1932 fälligen Hypotheken veräußert. Die hierbei erzielten Erlöse liegen erheblich unter den Sätzen, die nach der zum Auswertungsgesetz ergangenen Durchführungsverordnung vorn 29. November 1925 bei vorzeitiger Rückzahlung von Aufwertungshypotheken zu errechnen sind. Den Besitzern von Aufwertungshypotheken kann daher nur dringend nahegelegt werden, gegenüber solchen Kaufangeboten äußerste Vorsicht walten zu lassen. O b e r h e s s i s ch e r K u n st v e r e i n. Morgen Sonntag, 21 März, eröffnet der Verein eine Ausstellung von 42 Oelgemälden des Feldgrauen Künstlerbundes München. Dieser Kreis hält sich von jeder extremen Neigung und Richtung fern, die Werke entsprechen dem gemäßigten Impressionismus und haben schon anderwärts günstige Aufnahme gefunden. Marie Agnes Walter-Lichterfelde bringt Holzschnitte zur schau, sie ist schon früher hier mit ihren Werken erfolgreich hervorgetreten. Die üblichen Ausstellung zeilen sind in dem Inserate des Vereins in unserer gestrigen Nummer bekannt gegeben. Dieses enthält auch eine wichtige Bekanntmachung btr. Empfangnahme der noch nicht ab- geholten Gewinne, welche auf die Los-Nr. 539, 470, 287, 557 der Ausspielung Künsterhilfe entfallen sind. :!" Goldene Hochzeit feiern am Montag, 22. März, in voller körperlicher und geistiger Frische der Schreiner Heinrich Prinz und Ehefrau, geb. Keller, Bruchstraße 4 wohnhaft. ** Festgenommene Einbrecher. Der Polizeibericht meldet: Am Dienstag, 16. März, wurden in Eisenach die Einbrecher Paul K r u p k a, geb. am 5. März 1894 zu Farlein, und Heinrich K r i c i a n n a, geb. am 24. September 1905 zu Bochum, festgenommen. Die Genannten kommen als Täter für die in letzter Zeit in Homberg a. d. Ohm, Appenrod, Merlau, Aieder- Ohmen, Dlihenrod und sonstigen Orten vorgekom- menen Einbruchsdiebsiahle in Frage. Bei ihrer Festnahme waren sie im Besitz von Schußwaffen und mehreren goldenen Ähren, sowie eines Ge« ^äckhinlerlegungsscheins vomHauptbahnhof Frankfurt a. M. In dem von der Frankfurter Polizei beschlagnahmten Koffer befanden sich, was hier von Wichtigkeit ist, eine silberne Herrenuhr Ar. 55802 und Gravierung Ehr. Leo-Gießen. Diese Ahr wurde in den letzten Wochen bei einem nächtlichen Wohnungseinbruch in Homberg a. d. O. gestohlen. Eine silberne Damenarmbanduhr Ar. 200 265, sowie eine Metallherrenarbanduhr Ar. 183120 Dürften ebenfalls von Diebstählen herrühren. Personen, die als Eigentümer in Frage kommen, wollen sich mit der Kriminalpolizei Gießen ins Benehmen setzen. ** „D e r M e n s ch u n d d a s V e r b r e d) e n". Am Donerstag abend sprach Dr. med. (3 er ft er von hier im Saale der Keißnecschen Buchhandlung über den Menschen und das Verbrechen. Der Vortragende führte u. a. aus: Ein Verbrecher ist ein Wesen, das rein auf die Befriedigung feiner eigenen Bedürfnisse eingestellt ist, ohne Rücksicht darauf, ob es hierdurch seinen Mitmenschen schadet. Diesen Typ des Verbrechers muß man aus der Geschichte der Menschheit zu verstehen suchen. Nach der Entwicklungslehre muß der Mensch als Einzelindividuum alle die Stufen durchlaufen, die die Menschheit im Laufe ihrer Geschichte durchlaufen hat. So haben wir im Kind das Abbild des Urmenschen. Dies ist aber keineswegs der gute Mensch. Das Kind ist herrschsüchtig, ja oft von ausgesuchter Grausamkeit seinen Genossen gegenüber. Daneben hat es allerdings auch den Drang zur Geselligkeit. Aus das Verhältnis dieser beiden Elemente im Menschen und auf die hieraus einwirkende Erziehung kommt es nun vor allem an. Gerade durch falsche Erziehung wird hier viel Schaden angerichtet, indem schlechte Triebe im Menschen angeregt und gestärkt werden. Das Ueberwuchern solcher Triebe führt zum Gewohnheitsverbrecher, zumal wenn noch äußere Not die Hemmungen schwinden läßt. So ist der Typ des Verbrechers ein defekter Mensch, der unser Mitleid verdient. Trotzdem muß der Staat sich gegen solche gesellschaftsfeindlichen Elemente wehren, ihnen jedoch, soweit ihr Defekt nicht zur unheilbaren Krankheit ge worden ist, durch Strafvollzug in Stufen das geordnete Leben erstrebenswert machen. Der (Segern pol des Verbrechers ist der moralisch überfeinerte Mensch, der an Zwangsdenken leidet, dem jeder Gedanke an ein Verbrechen schon ein Verbrechen ist. In derselben Richtung liegen die Depressions- znstände, in denen der Mensch von seinem Unwert überzeugt ist. Die Zunahme der Kriminalität nach dem Kriege ist darauf zurückzuführen, daß im Krieg die Instinkte geweckt wurden, die mühsam zurück- gedammt worden waren. Zum festen Charakter erzogen wird der Mensch auch einem Mißbrauch in der Hypnose unzugänglich sein. Denn fein Trieb kann im Menschen geweckt werden, der nicht schon in seinem Innern schlummert. **■ Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. Die Frage „Wer ist der echte Multimilliardär Vandergould?", die in dem Film „Der Riti in die Sonne" (nach dem gleichnamigen Roman von P. Rosenhahn) aufgeworfen wird, bildet das Kernstück der flotten Handlung. Die verwickelte Situation klärt sich am Schlüsse in einer für alle Beteiligten befriedigenden Weise (Doppelhochzeit! Schmerzensgeld!): der echte Vandergould hat die Rolle des Doppelgängers selbst gespielt. And warum? — — Weil er die wahre Liebe und Freundschaft suchte. 3m ganzen: Sin Bildstreifen, der sich durch die Mitwirkung namhafter Darsteller und vorzügliche Ausstattung auszeichnet und einige Stunden angenehme An- terhaltung bietet. — z. Briefkasten der Redaktion. D. Diüingen. Anonyme Einsendungen finden grundsätzlich keine Aufnahme. Friedelhaufen. Die 21tägige Haftung der Krankenkasse narfj Ihrem Ausscheiden besteht auch heute noch. Allerdings ist diese Haftung von verschiedenen Voraussetzungen abhängig, über die Sie sich am besten bei der Kasse selbst erkundigen. L. L. G. Der Kaiser weilte am 1. Mai 1906, 25. April 1907 und 14. April 1910 in unserer Stadt. W 6. Sie können einen Pflegehund hallen, solange Sie wollen. Nur müssen Sie den Hund innerhalb 14 Tagen als Pslegehund auf dem Steuerbureau anmelden und dabei den Namen des Eigentümers nennen. löjenÜ, linöecnö/ erfrischend Behördliche Anzeigen Arbeitsvergebung Tie Ausführung einer Freitreppen« anlage aus Beton in der Licher Straße unterhalb der Georg-Philipp-Gailstraße soll r deutlich vergeben werden. Die 23 et» di izungsnnterlagen liegen bei uns zur Liniid)t offen und find Angebote auf Vordruck spätestens bis zum Eröffnungstermin am Montag, dem 29. d. M., vorm. 10 Nhr an das Stadtbauamt einzureichen. — Zuschlagsfrist drei Wochen. 25768 Gießen, den 18. März 1926. Stadtbauamt Gießen. _________ Braubach.____________ Bekanntmachung. Abfallholzvcrstcigerung. Mittwoch, den 24. März 1926 werden auf dem Trieb zirka 100 Haufen Abfallholz (Kirfchenstämme, Knüppel und Reisig) öffentlich meistbietend versteigert. Tie Zusammenkunft findet nachmittags um 2 Uhr bei der Wirtschaft „Germania" statt. Gießen, den 18. Marz 1926. 25758 Der Oberbürgermeister. _________I. B. Dr. Rosenberg. NiitzHnd vrennholz- versleigerung (Winnerod) Donnerstag, den 25. März, vormittags !)i/4 Uhr, werden an Ort und Stelle versteigert : Bnchenstämme: 7 Stück 3. Klasse — 7,52 Fstm. 21 „ 4. „ = 14,88 „ 2 ,, 5. „ = 0,90 „ Lärchenstämme: 6 Stück 0. Klasse -= 2,79 Fstm. .Kiefernstämme: 6 Stück 3. Klasse 4,70 Fstm. 12 „ 4. = 7,39 „ 61 „ 5. „ = 22,23 „ Fichtenstämme: 4 Stück 4. Klasse = 3,12 Fstm. 29 „ 52- „ = 14,05 „ 192 „ 5b» „ = 49,80 „ Fichten-Derbstangen: 395 Stück 1. Klasse = 46,66 Fstm. 225 „ 2. „ = 10,51 Tas Holz ist ohne Rinde gemessen. 38 Rin. Buchen-Scheiter 2 „ Fichten-Scheiter 14 „ Kiefern-Knüppel 25 „ Buchen-Stöcke 12 „ Buchen-Knüppel 12 „ Fichten-Knüppel 78 „ Buchen-Neisig. Zusammenkunft 9% Uhr auf der Straße Winnerod—Rcinhardshain. 2593D Gutsv erwattung Winnerod, Post Reislirchen (Kreis Gießen) Telephon Grnnberg, Hessen 36. Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Ruttershausen soll nachverzeichnetes Holz auf dem Wege des schriftlichen Angebots vergeben werden. Kiefernstämmc: Los 1. 3. Klasse 1 Stück -- 1,15 Fstm. 4. „ 12 „ = 6,86 „ 5. „ 99 ,, = 31,19 „ Los 2. Fichtcnstämmc: 3. Klasse 2 Stück — 4,15 Fstm. 4. „ 15 „ = 15,72 „ 62- „ 77 „ = 44,18 „ 5b- „ 268 „ = 80,87 „ Angebote sind bis Dienstag, den23.März nachmittags 3 Uhr, auf der unterzeichneten Bürgermeisterei getrennt nach Losen und Klassen einzureichen. Die Bedingungen können vorher auf der Bürgermeisterei eingesehen werden. Bemerkt wird, daß das Holz mit Rinde gemessen ist. Ruttershausen, den 19. März 1926. Bürgermeisterei Ruttershausen. Schwarz. 2580D StaaOberförftereiKrofOorf Letzte Vrennholz-Versteigerung. Am Montag, dem 29. März 1926, wird hi Krofdorf bei Freund, von 10 Uhr vormittags ab, aus den Distrikten 6 (Jungfer-' annenwald), 9 (Platte), 17 und 18 (Buch-! wald), 24 und Totalität nachstehend ausgeführtes Brennholz öffentlich ineiftbietenb versteigert: Eichen: 10 Rm. Scheiter,62 Rm. Knüppel, 200 Rm. Reifer; Buchen: 27u Rm. Scheiter. 26 Rm. Knüppel, 1700 Rm. Reifer; Nadelholz: 20 Rm. Scheiter, 18 Rm. Knüppel, 200 Rm. Reiser. Auf den am 25. März 1926 in Ovenhausen (Lahn) stattfindenden Brennholztermin wird nochmals hingewiesen. 2585l) Der Oberförster. Nutzholzversteigerung' Die Gemeinde Waldgirmes versteigert am Montag, dem 22. Mär-, vormittags 10 Ahr, an Ort und Stelle nachstehende Hölzer. Eiche: 1 Stamm 64 Ztm. Durchmesser, 1,48 Fstm. Alteiche, zirka 20 Stämme und Abschnitte Zungeiche bis 30 Ztm. Durchmesser. 10,00 Fstm. zirka 33 Rm. Nuhscheiter und Knüppel meist 2 Mir- lang (Rollens. Weichholz; 1 Erlenabschmtt 35 Ztm. Durchmesser und mit 0,58 Fstm. Nadelholz: Pfingstweide: ca. 510Stämme und Abschnitte von Klaffe la bis 4b (Homa) mit 270,00 Fstm. Köhlerwald und Sammelhieb: zirka 300 Stämme und Abschnitte von Klaffe la bis 4b (Homa) mit 130,00 Fstm. 35Stangenl. Klaffe, 30Stangen2. Kliffe. Zufammenkunst bei der Pftngstweide. Waldgirmes, den 17. Marz 1926 Der Bürgermeister: Schmidt. 2502V Dienstag, den 23. Marz 1926, nachm. 1 Uhr, versteigere ich aus einem Konkurse in dem Lager Slückrath & Bender, Marburger Straße 7, gegen Barzahlung: 1 Prunkschrank, 1 kl. Spiegelschrank, 1 zweitüriger Kleiderschrank, 1 schw. Lalonschränkchen mit Messingeinlagen und Marmorplatte, 2 gepolsterte Sessel, 1 gepolsterter Stuhl, 2 Zierstühlchen, 1 Gondel, 1 Klappspieltischchen, 1 großer Spiegel mit Rokokorahmen, 4 Gemälde milGoldrahmen, 1 Bild (Madonna) auf Porzellan gemalt, 1 grauer Teppich, 1 Smyrnateppich 4x5 m, 92 verschied. Weingläser, 1 Kristallbowle m t Teller, 2 Weinkaraffen, verschied. Vasen und Nippes. Anschließend daselbst auf freiwilligen Antrag: 2 Betten, poliert, mit Matratzen, 1 Roßhaarmatratze, 1 Nachtschränkchen, 1 Eisschrank - mittel -, 2 Bücherregale, 2 Kommoden, verschied. Blumenkrippen, 1 Klappstuhl, 1 Staffelei, 1 Hängebüchergestell, 1 Fahrrad, 1 gebrauchter Gasherd. 2595c Dern SnWMMM in Sietzen. Steinitr.13. •J .................. L» Ich liefere auf Teilzahlung Herren- Anzüge o blau Anzüge n braun I AnzügelaF8rbe™°A' Ersatz für Meß. Sport-Anzüge mit 2Hosen Konfirmanden-Anzüge Gummi>Mäntel Windjacken. Die elegaatcsl. Fr8ii|ehrsnen!ieiteii in Damenkonfektion: Rurberryu.Covercoat* Uftmel, Mooline*. ttipx- und | Gabardi ne-Kostüme. Tlantelkleider in Gabardine, Rips. Voile. Frottö, Moussoline. 8 Konfirmanden-Kleider | ITTMANN Kaplansgasse 18 ue92^ •y- - . ________ IFranKturt a. M. Me-Märkte 22. März, 19. April, 10. Mai, 7. Juni, S. Juli, 16. August, 4.Oktober,1 .Novbr.,6.Dezbr. Durchschnittlicher Auftrieb 1000 Pferde aller Rassen,auch Schlachtpferde; größte Auswahl und beste Ge'egenheit für Kauf oder Tausch Ein Besuch dieser Märkte ist zu empfehlen. loeteo 1 9 2 5 oitoi und Reste lüs^Hälfed. Preis Wiederverkäufer erhalten Rabatt! Ringfreies Taperenhaus Hch. Kreiling iRisSeo, Mühislr. 3, neb Le^erh. Plank Frau Finke wäscht nicht bei ihnen SEIFENPULVER ■wenn Sie ihr nicht Dr. Thomp- son'sSeifenpulverzurVerfügung stellen - Sie ist eine ordentliche Frau und will nicht, daß Ihre Wäsche verdprben wird: Sie brauchen es nicht zu versuchen, sie nimmt nichts anderes als Dr.Thompson’s Seifenpulver. AMMilimmleigerW Mittwoch, den 24. März 1926, Mehrere tadellos instand gesetzte, gebrauchte Fahrräder sowie ein 2n-5W- gibt billiast ab Friedrich Linker 8c Sohn, Ludwtgftratze 16. 2599D son vormittags '/»IO Uhr ab, versteigere ich zu Bad-Nauheim, Füistenstraße 15, eine herrschaftliche Wo5nungsemrichtung,freiwillig gegen Bar-fablung, bestehend aus: Speisezimmer, Herrenzimmer, Frühstückszlmmer, 2 Doppelschlafzimmern, Frenrdenzimmer Bureaueinrichtuns, Dielenmöbeln. Kücheneinrichtung, kompletten Vadeeinrichtung, sowie vielen Einzelmöbeln, sehr gutem schwarzen Klavier,altertümlichen, geschnitztem Schrank nebst Bank, schwerem amerikanischen Rollschreibtisch, Aktenrollschrank, alten Truhe, Klubsessel, Sekretär, Trumeauxspiegel, Kleiderschränken, Wäscheschrank, Waschkommode, Vettiko, Oel- u and. Bildern, Teppichen, Läufern, Vorlagen, Kleiderständern u.-leisten, Paneel» u Wandspruchbrettern,Regulatoren,Geweihen u.wis- gest. Vögeln, Federz., kl. Eisschrank, Tischen, Stühlen, Wasch- n. Wringmaschinen, Wäsche- mang.,FItegenschränk.,Korkmaschinen, elektr. Lampen, l gr.emaill.Herd, u.v. Ungenannten Besichtigung Sonntag, 21.3.,von 11-1 Uhr, und Montag, 22.3., von 10 - 12 Uhr. Freitag, den 26. 3. wird das Silber, 20 Kisten Porzellan, Glas und Aufstellsachen, versteigert. Ludwig Schuch, Auktionator und Taxator. 2581V 7tiöreB^Tirk,drBäclterel^sc?lÄen^e BtidDamplbackeienbranche sucht per tot. tüchtigen Bceirksvertreter. Herren, die bei der betr. Kundschaft gut emaefuhrt sind u. über das nölige Ver- Eaufstalent verfügen, können sich einen dauernd, gut.Berd, verschaffen. Mehl- u. Margarine-Reifen)e werden bevor v Bewerber wollen sich unt.Einrelch. der nö'ig. Unterlagen meld. uni. B. J. 80474 an Ala laesenstein&Vegier, Halle-Saale Holzsubmission. Dienstag, den 23. März, nachmittags 2 Ahr, werden aus dem Wald der Gemeinde Eltmbach nachstehende Holz- Sortimente im Wege des schriftlichen An* gebots vergeben. Kiefernstämme: 1 Stück 3. Kl. 0,77 Fstm. 4 „ 4. „ 2,49 „ 45 „ 5. „ 18,44 . Lärchen stamme: 3 Stück 5. Kl. 1,39 Fstm. Fi ch tenstämme: 1 Stück 2. Kl. 3,34 Fstm. 2 „ 3. „ 2,85 „ 5 „ 4 „ 4,60 „ 22 „ 5a» „ 12,25 „ 60 . 5b. „ 18,56 „ Die Bedingungen werden vor dem Termin bekanntgegeben. Das Holz ist mit Rinde gemeflen. Die Angebote sind verschloffen, nach Klaffen getrennt pro Festmeter bis zum Termin einzureichen, wo alsdann die Eröffnung im Rathaus stattfindet. Elimbach, den 17. März 1926. Hessische Bürgermeisterei Climbach. ____________Wißner._______2503V Mkev-WWzveMmW Montag, den 22. Mär- l. I., werden im Steinheimer Gemeindewald verweigert : Fichtenstamme 3. KI. — 3,26 Fstm., 4. Kl. = 16.37 Fstm., ba.Kl. = 18,84 Fstm., 5b Kl. -- 19,67 Fstm., Fichten-Derbstangen 39 Fstm. und 2023 Stück Fichten-Bohnen- stangen. Zusammenkunft vormittags 9'/, Uhr, bei der Steinheimer Lehmkaute. Steinheim, den 17. Marz 1926. Schmidt, Bürgermeister. 2542V ! MWWllM! Leistungsfähige gündholzfabriA sucht Be3iri5üerlretetffirlji?ii8P®egeo0 der bei größerer Detailkundschast gut eingeführt sein muß. - Nur durchaus seriöse, vertrauenswürdige Herren wollen sich melden. Schriftl. Angebote unter 2587V an den Gießener Anzeiger erbeten. Verlobte Katharine Christ geb.Hasselbach Lich 3m März 1926. 01974 Statt Harten! Vermählte 02001 pachten. 01895 Frau Ellsabethe Schweitzer Witwe Billiges Aöstrttxer Stellengesuche] Fräulein gesucht. 15mD j Verschiedenes) bou8 01969 PHONE |62D Straße 54 aus statt. 2574 D mntM». hepta .. Jt 0,65 He. 140 breit 1.50 Heio 25 cm Durchmesser Gut erhaltener VB13a WM teihtien. M9c 150 breit 1.35 Der Borstand WeucS, tadelloses (1*111* Lehrling - lausen. 01933 i Verkäufe j melden 256ID Kreuzpl. 10 l. gesucht. 2592D Neue 2394 D la Eitefellkäse gesucht. 01985 9 Pfd. 6 2)!k. franko Näheres Krank furter Stratzc 75. Ein Stamm a. T- junge Hübner nebst transport. Hübner« Tel. 240 AUTO AUCH NACHTS au verkaufen. Nriedrichstr. 14 v. Erstklassiger Simmentaler weiter Waichbütte Eielgcichirre Berichtigung. Motorradsport 26 Bietzen Sonntag. 21.3. 26 Anfahren nicht nach Franken, sondern nachBraunfels. Kirchenvlatz 10 (Eckladem. Kolonialwaren Grotzbandlung sucht Bietzen Marburger Str. 30 5cfi. ö MOürmilhk. Lehrmädchen gesucht. Daselbst tüch' tige Verkäuferin, die auch dekorieren kann, a. 1. 4. gesucht. Schr. Angeb. nebst Zeugn. über btsh. Tätigkeit mit. 01970 an den Metz. Anz. Dunkelbrauner Anzug neu, belle Ätahar- beit, nmständeh. weit unter Breis abzu- geben.ebenfo ein gut Ja. MädchenI2l I.> mochte Mitte Avril in ernster, schlichter Familie Gietzens als Haustochter ausgenommen werden. Freude an Küchen- u. Hausarb. u. Tätigk. b. kl. Kin- dem. (Steine Näh- kenntnisse.lKeincGe- haltsanspr., w. Fret- aeit für Atem-u. Gesangstunden gewährt werden kann. Angeb. erb. an Eva Baum, Wiesbaden, SBier stadterHöbe 14. a^D 1 1 2 Damasse und Serge KQöiahr. gksOl der am Tage des GallusmarkteS 1925 zw. 6—7 Uhr abends die Str. BerSrod— Winnerod—Rain- hardshainfuhr.Gute Belohnung. Schristl. Ang. unt. 01988 n d. Gietst. Anz. erbeten. aus guter Familie Aut Mithilfe in nt Gastwirtschaft (Vertrauensposten» bei Familienanschl für sofort gesucht in ein Landstädtchen Ober- Hessens. Schriftliche Angeb. unter 25831) an den Gietz. Anz. Musikhaus Kirchner 700-1000 Ml. bei mehr als zehn- facherSicherheitund sehr hohen Zinsen aus 1 Jahr gesucht. Schr. Ang. unt 01957 an den Gietz. Anz. Tüchtiges, ehrlich. Mädchen d alle Hausarbeiten out versteht baldigst gesucht. VorAustellen Sonntag von 10—12, Montag von 10—11 Uhr. Frau Pros. Dr. Kiute, Senken- 1 berijftrnbc23p. 01976 Hobelbänke mit Eisensviudel und fran,;. Border- zange, verkauft Adam Kratz I. Wagnermetster. Ruppertenrod. Svliiligs. Ballen Sinunentaler, Prachtexemplar, 15 Monate alt, au verkaufen. [2494D Beuern b. Gienen, Fünshausen 33. Mgezohrmli zu verkaufen. 01981 Lollar. BWr.24. 3 Etagen lieber Raum co. 70 qm arotz», tm Zentrum gelegen, sofort zu vermieten. Schristl. Angeb. unter 2572D an den Gietz. Anz. Strane 149. 01850 (Herdbuchtierll4Mo- nate alt, zu verkauf Ernst Alfr.Nomvs, Lang (Höns. 01956 Bfflel neffel Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Christ und Familie Ludwig Christ und Familie Lina Christ Otto Christ und Familie Adolf Christ und Frau Hugo Weber. 5fWöerln sucht Stellung, geht am liebsten als Zweite mit. Schristl. Angebote unter 01950 an den Gietz. Anz. erbeten. Erhältlich bei Emil Schmoll, Biergrotz- handlung und Eisfabrilr und in allen durch Plakate kenntlichen Geschäften. 2550ss Donnerstag nachmittag 6*/3 Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden unser liebes Mütterchen, unsere herzensgute Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Patin gegen Barzablung zu kaufen gesucht. Schristl. Angebote mit Preis unt. 01953 an den Gietz. Anzeig. Tracht.Bo- gelsberger nillV im Avril kalbend, gut eingefahren, zu verkaufen. Wild. Hämmerle, Taubringen. 01909 mit guter Schulbildung. Selbitge schriebene Angebote unter 01959 an den Gietz. Anz. erbeten. au verkaufen. Groden-Busetk, Schlotzstratze4. 01854 nur 2,40 RM BeHDatiOen! 130 breit . 3.25 Wer bearbeitet Garten von 1000qm? 01994 Ang. Schanzensir.S. Molkerei von aus- wärts.sehr leistungsfähig, sucht in Kietzen einige Ber- kaufSläden, Bcr- käuserlunen für Laden- u. Stratzen- verkauf. Schr. Ang. mit Gehalts- und Prov.-Anspr. unter 01907 a. d. Gietz. Anz Behagl. möbl. Zimmer mögl. Nähe West- ßnlaoe, von gut- zahlendem Herrn zum 1. Avril zu mieten gesucht. Schr. Angeb. unter 01923 an den Gietz. An;. Wegen Todesfall 1 leichter Wagen (mit nein 2 Pflüge Alleinverkauf Bictoria-Köüec W. K. C. Ltomrs Grcif Güntzig.Teilzahlung A. Ruhl, Klein - Linden, Pfingstweide. H2IP Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere hebe, teure Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante A: Bei nervösen Erschöpfungszuständen habe ich als Kräftigungsmittel Köstritzer Schwarzbier trinken lassen, da es so gut wie alkoholfrei ist, und habe ich zur Erhöhung des Nährwertes noch ein rohes Ei und etwas Zucker dazu nehmen lassen, wodurch der etwas bittere Geschmack verdeckt wird. Diese Zusammenstellung wird gut vertragen und wird recht gut bekommen. Auch bei Chlorose und in der Rekonvaleszenz habe ich das Bier gegeben. Dr. M. in S. (403) gestern abend 8 Uhr nach längerem Leiden infolge eines Herz schlags im 68, Lebensjahr in ein besseres Jenseits abzurufen Die Beerdigung findet Montag, den 22. März, nachmittags 2 Uhr, von der Heuchelheimer Mühle aus statt. Motorrad N.-S.-U. 2 P. S. unt. Preis abzngeben. Schriftliche Angebote unter 01903 au den Gietz. Anz erb. H e h und Kornstroh (Handdruschi abzugeben Mar burger Stratze 83 Heuchelheim, Lollar, Grünberg, Zeitheim, Bad Kosen, den 20. März 1926. perfekt In Stenogr. imd Malchinenschr., sucht per sofort od. sväter Stellung in Bureau. Schrift- liebe Angebote unter 01949 an den Gietz. Anzeiger erbeten. z. 1. April ges. 0139) Frau Ned NodHeimer Str. 42. Zu Anfang Juni wird für besseren Villen - Haushalt in Giehen erfahrene Köchin gesucht. Gründliche Kenntnis der guten bürgerlichen Küche undUebernahme damit verbundener Nebenarbeiten, wie Elnkocheu, Backen usw. Voraussetzung. Gleichzeitig wird tüchtiges, sauberes SausniWeu das schon in besserem Hause tätig war, gesucht. Es wollen sich nur Bewerberinnen m. besten Zeugnissen melden, die Wert auf Dauerstellung legen. Näheres in der Geschäftsstelle d. Gietz. Anzeigers. 12336 D MM Btonöl Neuen Baue 22 Tel. 1085 für Passanten und Dauermieter Wohnung tu guter Demflegung Mk. 3.50,4.—u. höher vro Tag. I DeuMe 3«»6 Otto 2 Preise i pach'.-i CrgN o W 3. Wrk Aerloi lb. Al Bhende Mchkricg! der Felds zu Jahr Rapsanbl wirischast seid. An in der 91 qab aber ihren Al der eta)i rauheren aedeihl, Höngen l Tagen d Nachtflos der Äint Dinier. Bauer, hi muß, am und sink» Feldsliir i M«» ? ZU il" Sie los < genommenen Vortrag schloß sich eine längere Aussprache. — Auf Veranlassung dtzs O b ft - und Gartenbau-Vereins läßt die Gemeinde zur Zeit eine Anzahl A i st k ä st e n aushäng e n, um so unseren Verbündeten im Kampfe gegen die Schädlinge, hauptsächlich den Meisen, eine Wohnstätte zu schaffen. — Bei der dritten hiesigen Holzversteigerung wurden die allerorts üblichen Preise geboten. Die Nachfrage nach Knüppelholz war etwas größer als seither. oo Rodheim a. d. H., 19. Mürz. Nachdem die kirchliche Oberbehörde die erste Verpachtung des hiesigen Pfarrgutes nicht genehmigt hatte, fand gestern eine zweite Verpachtung statt. Die Gesamtpachtsumme beträgt 4018 Mk., d. h. für den Morgen durchschnittlich 40 Mk. Da die Pächter auch die Abgaben zu tragen haben, stellt sich der Morgen auf ungefähr 48 Mk. Es wurden 101 Mk. mehr erlöst als bei der Vor- verpachtnng. Kreis Friedberg. y. Wölfersheim, 19. März. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden zur Zeppelinspende 20 Mk. bewilligt und auf dem Bureau eine Liste zur freiwilligen Zeichnung der Emwohnerschaft offengelegt. Zwei Gemeindedarlehen sollen mit 20 Proz. aufgewertet und ohne Verzinsung für 1925/26 in diesem Jahre an die Gläubiger zurückgezahlt werden. Zur gleichmäßigen Verbreiterung des Haingrabenwegs wurden 10 Quadratmeter Gelände a 2 Mk. angekauft. Die Chaussierung des Weges wurde dem W. Schmidt II. als Wenigstnehmenden für 1071 Mk. übertragen. — Das hiesige Kraftwerk gibt bekannt, daß in diesem Jahre wegen der geringeren Stromabgabe wieder mehr Preßsteine (zum Heizen), und zwar in der Vorkriegs- menge, hergestellt und preiswert abgegeben werden. — Auch in unserem Orte sind viele, namentlich ältere Leute von der Grippe befallen worden. CO N i e d e r - F l o rst a d t, 19. März. Nachdem am 8. März die Gemeinderatswahl vom Kreisamt betätigt wurde, trat der neue Gemeinderat jetzt zu seiner ersten Die Narrenkappe. Splitter unv Sparren vom RedakttonStisch. Protest. „Was stellen Sie denn da mit meiner Tochter an?" „Ich lasse sie Atemübungen machen!" „Ja, lieber Herr Professor, dafür zahle ich aber nicht zehn Mark die Stunde! Atmen kann meine Tochter, fingen soll sie lernen!" Bei der Kartenschlägerin. „Sie werden sich bald verloben, Fräulein, aber es wird sehr lange dauern, bis Sie heiraten." „Das kann nicht stimmen, — die Wohnung bekomme ich gleich von meiner Tante." Dialog. Meine kleine fünfjährige Tochter Inge bewun- dert ihren zwölfjährigen Bruder Günther, wie schön bunt er mit seinen Tuschfarben zu malen vermag, und dies veranlaßt sie, mich — ihren Vater — zu bitten, ihr doch auch einen kleinen Pinsel zu kaufen, damit sie auch so schön malen könne. Ich versprach ihr die Erfüllung ihrer Bitte, und so gingen wir beide in einen Papierwaren- laden, um den ersehnten Pinsel für 15 Pfennig zu kaufen. Auf dem Nachhausewege betrachtete Inge beglückt ihren kleinen Pinsel in der Hand, und es entwickelte sich dabei folgendes Frage- und Antwortspiel zwischen uns beiden: Inge: „Ach, Vatel, ist der Pinsel aber niedlich!" Vater: „Sehr niedlich, mein Kind." Inge: „Vatel, gibt es auch noch größere Pinsel als diese hier?" Vater: „Aber gewiß, mein Kind, es gibt auch größere Pinsel." Inge: „Gibt es aber auch ganz große Pinsel?" Vater: „Aber natürlich, es gibt auch ganz große Pinsel." Inge: „Ach, Vatel, da gibt es also auch so große Pinsel wie du?" haben ist. X Wieseck, 19. März. Am Donnerstagabend hielt der evangelische Frauen- verein seine diesjährige Schlußfeier des Winterhalbjahres ab. Gedichte, Reigen und Aufführungen, ausgeführt von Mitgliedern unserer Zugendvereinigung, wechselten in bunter Reihe einander ab. Vei Kaffee und Kuchen und gemeinsamen Volksliedern nahm der Abend einen schönen Verlauf. ” Staufenberg, 19. März. Dieser Tage versammelte die 2. Schulklasse unter Leitung von Lehrer Schädel die Elternschaft zu einem wohl- gelungenen Elternabend im Saale des Gastwirts Zecher. Herr Schädel sprach über Sinn und Zweck dieser Einrichtung. Das Programm bot Prologe, Deklamationen, Stabreigen, einMärchen- fpiel, Lieder und Tänze in Tiroler Tracht. Es fand starken Beifall und wurde am folgenden Abend wiederholt. z. A l l e n d o r f a. d. Lumda, 19. März. Bei der gestrigen Versteigerung der M a s s en g run d st ü ck e von der Feldbereinigung wurden zum Teil recht erhebliche Preise erzielt. Es waren sehr viel Kaufliebhaber erschienen. Zum Verkauf kamen ca. 25 Morgen, zumeist Wiesenland. Das Ackerland geht erst am 1. Aovember in den Besitz des neuen Käufers über, da das Land bis dahin bereits verpachtet ist. Der Kaufpreis stellte sich für 1 Quadratmeter wie folgt: Gute Wiesen 45 bis 52 Pf., mittlere 30 bis 35 Pf., geringwerttge 16 bis 23 Pf., saure Wiesen 5 bis 19 Pf.. Ackerland: mittel 28 bis 30 Pf., geringwertiges Land 12 bis 19 Pf., Wüstland, früher Wald 1 bis 6 und 19 Pf. Diese Preise stellen die Vorversteigerung dar, während die nochmalige endgültige Ausbietung am 24. März stattfindet. * Watzenborn-Steinberg, 19. März. Zu gestern Abend war die hiesige Bürgerschaft zu einer Protest Versammlung gegen den Abbau der Volksschullehrer in die Neue Schule eingeladen. Der Einladung waren etwa fünfzig Besucher gefolgt. Nachdem Lehrer P a u s ch die Erschienenen willkommen geheißen und den schwachen Besuch bedauert hatte, erteilte er dem Lehrer Marsteller das Wort. Dieser äußerte sich dahin, daß überall Not herrsche und man gerade deshalb zuletzt an der Volksschule, dem einzigen Vermögen der unteren Volksschicht, abbauen solle. Viel eher könne an den höheren Schulen abgebaut werden. Im Anschluß an das eingehende Referat und an eine Aussprache wurden zwei Entschließungen angenommen, von denen sich die eine gegen den Volksschullehrer-Abbau in Hessen, die andere gegen einen solchen Abbau in der hiesigen Gemeinde richtet. t Grünberg, 19. März. Bei der H o l z v e r- fteigerung aus staatlichen Waldungen am gestrigen Tage in Beltershain wurden pro Raummeter folgende Preise gezahlt: Scheiter: Kiefern 7,60 Mk., Fichte 5,25 Mk.. Knüppel: Buchen 10,50 Mk., Eichen 6,25 Mk., Kiefern 6,70 Mk. und Fichten 5 Mk., Reisig: Buche 2,30 Mk. und Eiche 40 Pf., Stöcke: Buche 6,50 Mk., Kiefern 2,80 Mk., Fichte 1,25 Mk. Kiefernstammholz pro Festmeter: 1. Klasse 50,70 Mk., 2. Klasse 35,70 Mk., 3. Klasse 42,45 Mk., 4. Klasse 35,10 Mk. Fichtederbstangen je Festmeter 1. Klasse 17,55 Mk. und 2. Klasse 16,30 Mark. Eiche-Nutzknüppel je Rm. 2. Klasse 8,40 Mk. Da durchweg Jungholz, kam Buchenscheitholz. nicht zur Versteigerung. Die Beteiligung der Käufer war sehr stark, die Angebote sehr lebhaft. df. Langsdorf. 19. März. Gestern abenb sprach hier Dr. Bennert, der Leiter der Liga dinn Schuhe der deutschen Kultur, Gruppe Westdeutschland, in unserem ehrwürdigen Aathaussaal vor einer stattlichen Zuhörerschar über das Thema: „Die Politik der Gegenwart". Er beschäftigte sich nicht etwa mit den Geschehnissen der jüngsten Gegenwart, sondern er zeigte die Entwicklung der großen Reiche der Vergangenheit und Gegenwart und ihren gemeinfet) afttichen Drang nach Grohräumigteit. Aus der bestehenden Kräfteverteilung zog er bann seine Schlüsse für die Zukunft. Er ist der Ansicht, daß es dereinst zu einem Zusammenstoß zwischen den Asiaten und Westeuropa kommt, in den selbstverständlich auch Amerika verwickelt ist. Rußland glaubt er auf der Seite der Mongolen. Rach feiner Ansicht ist es nötig, daß sich Europa auf die kommende Gefahr vorbereitet, indem es sich etwa zu einer Art Union der ©uropafloaten zusammenschließt. An den ties schürf en den. mit Beifall auf- Lücken Deutschlands Polen in Lo- ea r n o gegebenes Wort einlösen, Polen aleichtzeitag mit Deutschland einen Sitz im Völker- Lunds rat verschaffen. Aicht mehr und nicht weniger. Das mußte jedermann klar fein, der von Locarno bis Genf die französischen Zeitungen einigermaßen zu lesen verstand, das muhte je= dermann klar fein, der sich die Muhe gemacht hatte, all diese Kompromißlereien und politischen Intrigen zwischen den Kabinetten der großen und kleinen Entente zu durchschauen, das muhte jedermann klar fein, der sich überhaupt die Anfangsgründe moderner Entente-Diplomatie zu- eigen gemacht hat. Wer aber, sei es aus Naivität, sei es in blindem Vertrauen auf den sogenannten ..Geist von Locarno" oder sei es aus selbstverschuldeter älnkenntnis. nach Genf ging, ohne überhaupt von vornherein zu wissen, um was es sich dort eigentlich handelte — dem ist nicht zu helfen, und dem wird auch zukünftig nicht zu helfen fein. Man mag es ausdrücken, wie man will: Berlin wäre entweder nicht genügend informiert gewesen ober hätte die günstigsten Gelegenheiten verpahk, oder hatte in allzu großem 'Vertrauen auf neutrale oder andere Staaten sich aus feiner anfangs so starken Angriffs'Pofition in eine sehr schwierige Verteidigung hineindrängen lassen müssen — das ändert alles nichts an der feststehenden Tatsache, daß die dichlonra- tische Stellung Deutschlands in Genf außerordentlich geschwächt wurde. Die deutsche Delegation kam sehr schlecht vorbereitet nach Gens. Dies zu erkennen und sofort auszu- nutzen, war für die diplomatische Taktik der Gegenseite eine Kleinigkeit. Die Ablenkungsmanöver Frankreichs und seiner getreuen Vasallen gelangen glänzend. Dabei waren sie oftmals. nicht zuletzt durch das Hervortreten Englands und Italiens plump und durch- sichttg genug. Mit mathematischer Sicherheit tauchten dann die berühmten „Mißverständnisse" auf, und Frankreich hatte gewonnenes Spiel. Zweimal schien die Sache Frankreichs verloren. Beide QHale verpatzte die deutsche Delegation diese Gelegenheit und erkannte sie er ft, als es zu spät war. Strefemann warnte bei einem der letzten Presseempfänge in Genf vor der Gefahr, „sich tot zu siegen". Dieser Gefahr ist auch Frankreich nur mit Mühe entronnen. Der Völkerbund war bis jetzt eigentlich nichts anderes als ein gefügiges Instrument in der Hand der Drahtzieher am Quai d'Orfah und im Foreign Office. Deutschland, Rußland und Amerika standen ihm fern. Der Völlerbund brauchte jetzt Deutschland. nicht umgekehrt. Ohne Deutschland konnte der Bund nicht leben oder sterben. Damit war die Position Deutschlands von vornherein so überaus stark. Daß es Briand gelungen ist, feinen deutschen Gegenspielern die allerstärksten Trümpfe aus der Hand zu spielen, ohne daß diese diese schweren Verluste nicht einmal sofort bemerkten, ist ein neuer Beweis für die diplomatische äleberlegenheit unb das unbestreitbare politische Geschick des französischen Ministerprä- präsidenlen. Seine „Formel" war von vornherein klar. Es war eine ziemlich einfache Gleichung mit ein paar Anbekannten, deren Lösung biefem diplomatischen Arithmetiken nicht allzu schwer fallen konnte. Aber Briand wird alt und außerdem drücken ihn ein ganz ungeheure innerpositische parlamentarische Sorgen. Es unterliefen ihm ein paar kleine Rechenfehler, und siehe da. mit einemmal ging diese Gleichung doch nicht auf: Briand mutz schleunigst nach Paris zurück und von seinem Arbeitskabinett aus die Gleichung erneut zu lösen ver- t • suchen. Das Fiasko der Genfer Tagung hat Briands * Stellung sehr geschwächt. Der Weg von Locarno nach Genf war steiniger, als er es sich gedacht. Aus diesem Wege tauchten Hindernisse auf, die zu beseitigen nicht ganz leicht sein wird. Die Völkerbundsmitglieder werden Briand nicht wieder als Ministerpräsidenten begrüben können. Aber auch noch andere Delegattonsführer werden wechseln. Die neuen Ratsmitglieder übernehmen ein sehr zweifelhaftes Erbe, denn das ganze Gebäude des Völkerbundes ist stark unterminiert unb droht einzustürzen, wenn es nicht sofort mit aller Energie geftützt wird. Einer dieser Stützen ist die etwas sonderbare Kundgebung der Unterzeichner des.Locarno-Vertrages, der man hier in Paris mit sehr^gemischten Gesühlen gegenüber steht. Eine weitere «tütze ist die angebliche Zusicherung der Delegierten Deutschlands, daß sie ihr Aufnahmegesuch bestimmt nicht zurückziehen würden, und zwischen diese beiden Stützen fügt der Quai d'Orsay nun schleunigst noch einen Verbindungsbalken an, in dem er betont, alle Mißverständnisse zwischen Deutschland und Frankreich feien beseitigt und die Genfer Tagung habe trotz unverkennbarer Nachteile den einen Vorteil wenigstens gezeitigt: den deutsch-französischen „Akkord". Ob man in Berlin wohl merkt, welch neuer geschickter diplomatischer Trick der Alliierten dahinter steckt? Und was wird aus der Entwaffnungs- kvnferenz, was aus der Weltwirtschaftskonferenz? Wie werden sich die Parlamente in Berlin, London und Paris verhalten? Was wird England tun? Wie wird der Riß zwischen Paris und Madrid verkleinert? Wie wird Italien die sich anbahnende neue Mächteverteilung in Südosteuropa sich zunutze machen? Was wird aus den Kolonialmandaten? Was aus Syrien und Kleinasien? Für eine zielbewußle konsequente deutsche Diplomatie erwachsen jetzt Riesenaufgaben und bieten sich trotz alledem noch ungeahnte Möglichkeiten. Alle Trümpfe konnte Briand in Genf den deutschen Alleinvertretungen von A M Hl E M E Scharade. Im Rausche sagt mancher zu viel, Kreuzworträtsel. IBB IH0 am IR . L 2/ 17 15 22 n 20 Es bedeuten: * Eichelsdorf. 19. März. In der Nachkriegszeit entstanden hier ein Turnverein und ein Fußballklub. Da beide Vereine volkstümliches Turnen pflegen, kam es oft zu Reibereien, und bald zeigte es sich, daß fein Verein recht lebensfähig war und das Vorhandensein zweier Vereine mit teilweise gleichen Aufgaben nur zur Kräftezersplitterung führt. In den letzten Wochen lösten sich beide Vereine auf, ein neuer Turnverein wurde gegründet, der nun nach geschlossenem Eintritt aller Mitglieder des ehemaligen Fußballklubs zum Ium» und Sportverein erweitert wurde. Der Verein zerfällt in eine Turn- und Sportabteilung. Fußballspiel ist nur außerhalb der für gemeinsame Hebungen festgesetzten Zeit gestattet. Der neugegründete Verein, zu dessen Vorsitzenden Bürgermeister Knodt einstimmig gewählt wurde, gedenkt sich der Deutschen Turnerschaft anzuschließen. : ! Ulrichstein, 19. März. Die hiesige Jagd pachteten die Herren Georg M e i ski, Otto M e i s k i und Karl Dörr dahier zum Preise von 540 Mark. XlX Ulfa, 19. März. Die Iagdver-- Pachtung unserer Gemeinde brachte folgendes Ergebnis: 1. Bezirk R. Gall, Langd, 710 Mk., 2. Bezirk Ludwig Fleck, Frankfurt, 840 Mk., 3. Bezirk derselbe 800 Mk., 4. Bezirk Richard Merton 550 Mk. Id. Aus dem Vogelsberg, 19. März. Das blühende Rapsfeld, das in der Kriegs- und Nachkriegszeit Farbe und Abwechslung ins Einerlei ber" Feldflur brachte, verschwindet von Jahr zu Jahr mehr. Im höheren Vogelsberg gehört der Rapsanbau seit alters, selbst in der kleinsten Landwirtschaft, als Vorfrucht für Dickwurz ins Brachfeld. An den Hängen des Gebirges besann man sich in der Notzeit wieder auf diese wichtige Oelpflanze, gab aber mit dem Beginn einer etwas besseren Zeit ihren Anbau bald wieder auf, nicht zuletzt wegen der etwas merkwürdigen Erfahrung, daß in dem rauheren höheren Vogelsberg der Raps weit besser gedeiht, als an den sonnigen Süd- und Südwesthängen des Gebirges. Während hier an schneefreien Tagen die Sonne den Ackerboden auftaut und bei Nachtfrost der Raps hochfriert, kommt er dort, von der Wintersonne unbehelligt, fast stets gut durch den Winter. Und auch jetzt kann sich der Vogelsberger Dauer, der im „Winterfeld" manche Lücke feftfteUen muß, am prächtig überwinterten Rapsfeld erfreuen, und findet, wie immer, auf der „Winterseite" der tzeldflnr den am besten überwinterten Raps. Kreis Alsfeld. —Niedergemünden, 19. März. Die zweite Verpachtung der Pfarräcker, Die gestern statfand, nachdem die erste Verpachtung nicht genehmigt worden war, erbrachte nur ein geringes Mehrerträgnis. Die Pachtpreise sind im Durchschnitt 30 Proz. geringer als 1911—1920. So kam der Morgen besseres Ackerland für 9 Jahre nicht höher als 12 Mk. Auch ein Zeichen der Zeit! Starkenburg. : Offenbach a. M., 19. März. Run find schon rund 10 Jahre verflossen, daß mit der Höherlegung des Eisenbahndammes der Bahnstrecke Frankfurt—Bebra innerhalb unseres Stadtbezirkes begonnen wurde. Die Eisen- bahn st recke bildete ein großes Verkehrshindernis, denn sie zog sich bald 5 Kilometer durch unser Stadtbild hindurch, dabei diele Verkehrsstraßen kreuzend. Zuerst wurde derDahn- damm an der Landesgrenze höher gelegt, damit die Elektrische Straßenbahn ungehindert durchfahren konnte und das lästige llmfteigen von der Frankfurter in die Offenbacher Linie verhindert wurde. Dann begann man mit den Arbeiten innerhalb der Stadt. Seit Spätsommer vorigen Jahres läuft nun die Eisenbahn auf dem neuen Damm, zirka 5 bis 7 Meter über der Straßenhöhe. Innerhalb 40 Minuten (zwischen zwei Zugzeiten) war die Umlegung vorgenommen worden. Gegenwärtig werden die Straßendurchfahrten hergestellt. Es gibt im ganzen 7 Haupt durch- sährten, davon sind 6 Eisenbetonbauten und eine besonders starke Eiscnkonstruktivn an der Dieberer Straße. Außerdem befinden sich noch 2 kleinere Durchgänge im Damm, die nur für Fußgänger bestimmt sind. Die Stadt hat bereits am ersten Durchgang im westlichen Stadtteil mit der Tieferlegung der Stratzenzüge begonnen, und in den ersten Tagen wird dieser Durchlaß für Fuhrwerlsverkchr jeglicher Art frei’ gegeben werden können. Die Durchführung der Arbeiten an den übrigen Durchlässen ist in letzter Zeit in der Stadtverordnetensihung besprochen worden. F e r t i g g c st e l l t ist schon der neue Eil- und Expreßgutbahnhof an der Sprendlinger Landstraße. An den alten, seither viel zu kleinen H a u p t b a h n h o f ist ein neuer Teil angebaut worden, der schon dem Verkehr übergeben ist. Hier halten gegenwärtig alle Züge der Eisenbahnstrecke Frankfurt-Debra. In Zukunft, wenn der neue Hauptbahnhof beendet sein wird, werden hier die Züge der Rodgaubahn einmünden. Die Arbeiten am Hauptbahnhof schreiten rüstig weiter, die neuen Wartesäle sind bereits fertig. Der im Osten der Stadt liegende Ost- b a h n h o s bleibt auch in Zukunft Haltestelle der Rodgaubahn. Der neue Güterbahn Hof zieht sich weit nach Osten hinaus, bis bild zur Bahnstation Mühlheim am Main, und ist voraussichtlich groß genug, den riesigen Güterverkehr einer Industriestadt wie Offenbach zu bewältigen. Roch sind viele Arbeiten zu erledigen, doch hofft man, bis zum Herbst das großartige Werk der Reuerstehung der gesamten Offenbacher Bahnhossanlagen dem Verkehr übergeben zu können. Sind erst die Arbeiten an den Durchlässen beendigt, so wird der Verkehr zwischen Rord- und Südteil der Stadt bedeutend erleichtert, so daß die vielen tausend Arbeiter nicht mehr die großen Umwege machen müssen und viel schneller an ihre Arbeitsstätte gelangen können als in früheren Zeiten. WSR. Rüsselsheim. 19. März. Der Gemeinderat beschäftigt sich mit einem Brückenbauprojekt über den M a i n , das einen Kostenaufwand von 700 bis 800 000 Mark verursacht. Die Kosten sollen von Rüsselsheim und den angrenzenden Landgemeinden auf der hessischen Seite und dem Landkreis Wiesbaden getragen werden. Eine Kommission wurde mit der Ausarbeitung einer Denkschrift beauftragt. Preußen. Kreis Wetzlar. <> Dornholzhausen, 19. März. Die Arbeiten an der wirtschaftlichen Umlegung der Grund st ücke in der hiesigen Gemarkung sind schon soweit fortgeschritten, daß dieser Tage den Grundstücksbesitzern die Auszüge aus den Ver- rnessungs- und Einschätzungsregistern zugestellt werden konnten. Termin zur Entgegennahme von Beschwerden über die Einschätzung steht auf Mittwoch nächster Woche an. In Verbindung mit der Umlegung sind folgende größere Arbeiten geplant: 1. Ausbau des Weges von hier nach Langgöns als V e r b i n d u n g s ft r a ß e mit Chaussierung, 2. Bau je einer Brücke über den Kleebach und über den Schäferschen Mühlgraben, 3. zwei Durchstiche durch den Kleebach. Die Schaffung einer chausseemaßig ausgebauten Verbindungsstraße von hier nach Langgöns, unserer nächsten Eisenbahnstation, ist schon lange angestrebt worden, weil der bisherige Weg, ein Feldweg, bei schlechten: Wetter für Fußgänger kaum passierbar war. vom Fährverkehr ganz zu schweigen. Die «traße wird etwa 100 Meter vom füblidjen Dorfausgange von der Straße Dornholzhausen—Niederkleen abzweigen und dann in fast gerader Linie auf Langgöns verlaufen. Da die Gemeinde Langgöns sich verpflichtet hat, den durch ihre Gemarkung führenden Feldweg ebenfalls ftraßenmäßig auszubauen, kann damit gerechnet werden, daß bald nach Beendigung der Zusammenlegung eine regelrechte und der neuzeitlichen Bauweise entsprechende Ver- bindiingsstraße zwischen hier und Langgöns geschaffen ist. Die Notwendigkeit der Erbauung zweier Brücken ergibt sich deshalb, weil die neue Straße über ben Kleebach sowie über den Mühlgraben des Müllers Schäfer führt und dort im Zuge der für die Straßenführung in Aussicht genommenen Linie noch keine Brücken vorhanden sind. Durch die beiden Bachdurchstiche wird eine Geradelegung und Verkürzung des Kleebachbettes erreicht und eine ansehnliche Fläche Landes für landwirtschaftliche Nutzung geschaffen werden. Es steht zu erwarten, daß das ganze Projekt, dessen Kosten sich zwischen 20- und 30 000 Mark belaufen werden, als Not- standsarbeit anerkannt wird. In diesem Falle wäre für die Arbeitslosen der hiesigen Gemeinde, deren Zahl sich auf über 20 beläuft, auf lange Zeit hinaus die Möglichkeit der Beschäftigung gegeben. Kreis Marburg. ]| Marburg, 18. März. Auf dem heute hier abgehaltenen Frühjahrs - Pferdemarkt standen 286 Pferde und Fohlen zum Verkauf. Der Handel war flau, die Preise hoch. — Zugleich wurde auch ein Schweinemarkt abgehalten. Bei einer Zufuhr von 550 Ferkeln und Läufern wurden für 4—6 Wochen alte Ferkel 30—40 Mk., für ältere 50—60 Mk., und für Läufer je nach Größe und Qualität 80—110 Mk. das Stück bezahlt. Weil wegen der Maul- und Klauenseuche manche Märkte in der Umgegend ausgefallen waren, entwickelte sich ein lebhaftes Geschäft. Maingau. WSR. Frankfurt a. M., 19. März. Die in der Vorwoche beobachtete Zunahme der Ar - b e i t s l o s i g k e i t hat in der vergangenen Woche keine weiteren Fortschritte gemacht. Zu Beginn der Berichtswoche standen noch 24 718 Arbeitsuchende zur QSerfügung. Dazu haben sich im Laufe der Berichtswoche 1549 Leute neu arbeitslos gemeldet, so daß die Gesamtzahl der beim Arbeitsamt vorgemerkten Stellensuchenden 26 267 betrug. Rach Beendigung der Vermitt- lungg tätigfett verblieben hiervon noch 24 590 Mann. Von den Unterstützungsempfängern wurden 825 mit Rotstandsarbeiten besänftigt. — Die weiteren Feststellungen der Krimiuaft»olizei in Sachen der Gebrüder P o s e r n führten zu dem Ergebnis, daß zu dem Einbrecherkleeblatt auch der 22jährige Alfons W. aus der Falfstraße gehörte, der nun bereits ebenfalls fe ft genommen wurde. Die Einbrecher Posern hatten bei der Mutter des W. ihren Unterschlupf und haben ihre Diebesbeute zum größten Teil dort untergebracht. Die drei Festgenommenen kommen auch als Täter in Betracht, die in letzter Zeit in den Cafes und Schairkwirtschaften die dort ausgestellten Bajazzoautomaten, sowie automattsche Personenwagen erbrochen und ihres Inhaltes beraubt haben. Gerichtssaal. Strenge Strafe für «inen fahrlässigen Kraftwagenführer. Frankfurt a. M., 19. März. (WSR.) Die Strafkammer verurteilte heute in der Berufungsinstanz, dem Anträge des Staatsanwalts entsprechend, den Kraftwagenführer Gustav Hartmann, der im Rovember vorigen Jahres in der Taunusanlage eine junge Frau, die nach der Taunusstrabe fahren toolLe, angefahren hatte, wodurch diese stürzte und einen schweren Schädelbruch erlitt, an dessen Folgen sie bald darauf verstarb, wegen fahrlässiger Tötung zu einem Jahre Gefängnis. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. * Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 23 vom 19. März enthält: Förderung des Wohnungsbaues. — Gesuch des Sally ©rünebaum zu Lang-Göns um Erlaubnis zur Erbauung eines neuen Schlachthauses. — Maßnahmen zur Unterdrückung der Maul- und Klauenseuche. — Bekämpfung der Schnakenplage. — Das Vertilgen der Blutlaus. — Maul- und Klauenseuche im Heiberts- häuser Hof, Stangenrod, Reinhardshaiu, Londorf. Rüddingshaufen und Röthges. — Feldbereinigungen Großen Lindcn und Watzenborn-Steinberg. — Dienstnachrichten. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Gießen. Sonntag, den 21. März. Judika. Stadt- ktrche. 9' 'u: Psr. Mahr. Konfirmation der Kinder aus der Matthäusgemeinde. Feier des heiligen Abendmahls. 6: Psarrasi. Hertel. — Johannes- kirche. 9'/,: Psr. Bechtolsheimer. 11: Kinderkirche f. die Lukasgemeinde. Pfr. Bechtolsheimer. 2. Pfr. Ausfeld. Vorstellung und Prüfung der Konftrmanden ausderJohannesgemeinde.6: Psarrasstst.Schultheis. Mittwoch, 24. März, abends 6 Uhr: 6. Passionsandacht in der Johanneslirche. Pfarrer Ausfeld. Kirchberg. 10; nachmittags 1",: Vorstellung der Konfirmanden. (Kollekte f. d. hessische Epileptischenanstalt Rieder-Ramstadt. - Wieseck. 9%. Vorstellung der Konfirmanden. Opfer für das hessische Krüppelheim. - Watzenborn-Garbenteich. Watzenborn-Steinberg : 10: Konfirmandenprüfung. 71/,: Passionsandacht. Garbenteich: 1: Konfirmanden-- prüsung. Katholische Gemeinden. Gießen. Samstag, 20. Marz. 4'und 7 Beichte. Von 4-8 hört ein fremder Priester Beichte. Sonntag, 21.März. Passionssonntag. Großes Gebet.6'/.Beichte. 1 Aussetzung deß Allerheiligsten. Beginn der Gebetstunden. HI. Meße. Kom. des Kaufmännischen Vereins, des Gefellenvereins, der Jungftauen-Kongregation und des Hausangestellten-Vereins, L Meße, 11 Messe. Von 7 vormittags bis 5 nachmittags Betstunden, letzte Stunde 5, darauf Schluß mit Te Deum. Dienstag und Freitag, abends 61/, Fastenandacht. — Grünberg. 91/, Meße mit Predigt Hungen. 8 Messe mit Predigt. — Lich. 10 Hpcham! mit Predigt. — Laubach. 10 Meße mit Predigt Sonntagsdienst o. Merzte u. UöotheFeit a:n 21.3.2fi Prof. vr. Hontgmann. Dr. W-Klein. Velikanapoiheke Zahnarzt: Dr Haubach. "D HpnfinfiSrtliiftiP Gemeind r, Ederitr. 13. Gottes bicnitc: (Sonnt. nacüm.S1',, nbbS. 8‘/o Ubr. Mittwoch qbd. 8 Ubr. - Gälte lierzl. wiük. tiD G. A reinigt und färbt zugleich ohne Kochen alle Stoffe und Kleidungsstücke bequem und billig. Diese Marke fordern. Erhältlich in Drogerien urw. Preisabschlag! Kl. A Lichenloh-Kern Omo Herren-Sohlen u. Absätze.... 8.» Damen Sohlen u. Absätze... 4.- KI. B gutes Kernleder Herren-Sohlen u. Absätze. .3.80 Damen Sohlen u. Absätze .2.80 genäht ober gekittet 50^ mehr. WoiKeng.isH. Pfeiffer Wolkeng.16. Pallabona-Puder reinigt u. entfettet das Haar auf trockenem Wege, macht ■thiS Bubikopf. Tanz und Sport unent- Zu haben in Dos k 1 an in Friseurgesch , Parf- I rog. und Apotheken. Die große Mode der Bubenkopf. Prüfen Sie sorgfältig, welcher Haarschnitt zu Ihnen paßt. Ratschläge werden kostenlos erteilt beim Fachmann. Joses Henke!, 01979 Damen-Spezlalfriseurgejchäst, Plockstraße 7. Telephon 1278. ,Junge, hol’ mir mal ein paar Hühneraugenpflaster!“ „lat’a egal, welche Sorte?“ „Nein! „Lebewohl!“ und kein anderes.” • Gemeint ist natürlich das berühmte, von vielen Aerzten empfohlene Hühneraugen-Lebewohl für die Zehen und Lebewohl-Ballenscheiben für die Fußsohle, Blechdose (8 Pflaster) 75 Pf., Lebewohl- Fußbad gegen empfindliche Füße und Fußschweiß, Schachtel (2 Bäder) 50 Pf. erhältlich ui Apotheken und Drogerien. Sicher zu haben bei: H. Noll, Ludwigsplatz - Drogerie und Neustadt - Drogerie, O. Winter hoff, Drogerie, Kreuzplatz 9/10. 1001A MmUM wi w W M- fwrmmBnnerfflmium unter Mitwirkung der Kapelle Topp i DCctfVi&eK erdhaltfasb 1OX Marburger Straße 98 Marktstraße 24 Gießen, den 20. März 1926 r Gießen, den 21. März 1926 2539D 2540V r | Gießen (Roonstraße 14), den 20. März 1926 Ä r Ä Billigste Preise 2558a r Berthold Kühne Seltersweg 26 r r t l r | I Karl Völker Paula Völker geb. Leithäuser Vermählte Frühjahrs-Neuheiten in Brennabor-Kinder-undKlappwagen sind in großer Auswahl emgetroffen. Bei Bedarf bitte ich um gefl Besichtigung meines Lagers Liefe! Feifer Rudolf Richter Verlobte Drucksachen aller M die Srühl'sche UniverfftSts-DruSerei. 8. £ trage. Gießen. Schulftr. I Tfeankz. beScndeci ampphLzn* Generalvertretung: 2567V Oeorg Hebstreit, Bierverlag Gießen, Klinikstraße 21 Alleinversand für Gießen: Albert Merlau, Bierhandlung Gießen, Ludwigstraße 26 Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Philippine Ackermann Dr. Otto Günther Groß-Umstadt MW Mufchenheim im März 1926 Ws.httlllllllllölllier-MllÄeil Vatcrl. Brrdande Bave'rnö, Grtl «UlOlltCXg, bCttt 22. Vlärz, (XbSttbS 8'71 tut S(teile ÖCS Preise der Platze: Numerierter Platz 1 Mark, nichtnumerietter Platz! früh. Hotels Einhorn (jetzt Palast-Lichtspiele), Eingang Kirchstratze 50 Wcnni9- - Karten bei EhaHier, Neuenweg. 25520 Hess. Vaterländischer Block. Georg Gemmecker Lina Gemmecker geb. Todt Vermählte Düsseldorf Gießen Stockkampstraße 2 Sonnenftrane 19 21. März 1926 I* Ihre Vermählung geben bekannt | Dr. Glietenberg I Christel Glietenberg geb. Erb Bekanntmachung. Mittwoch, den 24. März 1926, nachmittags 2 Uhr, versteigert der Unterzeichnete in Ettingshausen folgende Gegenstände: 25530 2Häckselmaschtnen(Handbetrieb),einen Krupper, einen Wendepstug, 5 Kraft- Häckselmaschinen, zwei eiserne Eggen, 1 Blasbalg, 1 Diehtransportwagen, 1 Sämaschine, 1 Getreidemäher, zwei Kälber, 4 Grasmäher, 1 Dickwurzmühle zwangsweise gegen Barzahlung. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Zusammenkunft auf der Bürgermeisterei Ettingshausen. Laubach, den 18. März 1926. vanse, Gerichtsvollzieher. Achtung! Herren-Sohlen und -Abjähe......4.20 Damen-Sohlen und -Absätze..... 3.20 Sohlen genäht mehr.............1,— Eilaufträge soforl. LAHmmtniMil S. Bim Kirchenplatz 8. Sirchenplah 8 IGießener Konzertverein Sonntag, 21. März 1926, nachmittags 5 Uhr in der Universitätsaula: Melanie Michaelis (Violine) aus München Hans Michaelis (Violine) aus Stuttgart Rudolf Peters (Klavier) aus München Werke für 2 Violinen, allein und mit Klavier, sowie Klaviersolo von Händel, Viotti, Zilcher, Mozart, Peters, Bach 2314c Eintrittspreise: 5, 4, 3 und 2 Mk. bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten Mk. 1.— ein verwöhnter Gaumen bevorzugt eine gute Bohnensorte mit einer Zutat von nur im Vorverkauf beim Hausverwalter der Universität „Weber’s Carlsbader“, weil erst die sorgsame Bereitung des Getränkes mit diesem Gewürz das köstlich-zarte Kaffee-Aroma zu vollster Entfaltung bringt! Wer Sei« auf jenen öeulinen WMM! Besonders zur Kommunion, Konfirmation und zum Osterfeste Reklame-Sendung I. 2 Flaschen 24er Liebfrauenmilch Stistswein — 2 Flaschen 24er Niersteiner Domtal — 2 Fl. 23er Ingelheim. Rotwein — zus. 6 Fl ob. auch von einer Sorte 6 Fl. für 10.— Reklame-Sendung II. 6 Fl. 24er Bechtheimer GeterSberg f. 3Ut 6.50. — Alles mit Steuer, Glas, Berpack. und Ausstattung franko Abnehmerstation geg. Nachnahme. — Pa. Referenzen! Erstkl. Wein A. W. Schambach, Weinbau u. Weinhandel, Worms a. Rh. LuginSland 17. — Besitzer von Liebfrauenmilch Weinberacn. [2549D Männer- und Frauenvereinigung der Matthäus gemeinde :: Wietzen Zu der am Dienstag, den 23. März 1926, abends 8 Uhr, im Gemeindesaal, Kirchstratze 9, stattfindenden SiMtMil werden alle Mitglieder freundlichst eingeladen. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rechnungsablage. 3. Voranschlag 1926. 4. Vorstandswahl. 5. Verschiedenes. 2541D MHHH Sesang-veretn „Teutonia" Heuchelheim Dirigent: Herr Fritz CurchS, Gtetzeu. Sonntag, den 21. März 1926, abends 8 Uhr, in dem Fahrräder Stets Eingang von Neuheiten Saalöffnung 7 Uhr — Anfang 8 Ubr. 2555 D Morgen Sonntag, abends 8* 2 Uhr 2545V Nur noch heute und morgen: NeuGulnei Will Mi* Iler Wo 6 Akte. — Ferner: Nur Samstag ab 8 Uhr und Sonntags ab 3 Uhr: Tipp u. Topp fangen ein der gute Beziehungen zu Großverbrauchern hat. Schriftliche Angebote unter 2588D an den Gietzener Anzeiger erbeten Oberhessisches Korbwarenhaus führendes Spezialgeschäft Miele Dürkopp Saalburg Victoria Enorme Auswahl Preiswert, kulant Bequeme Teilzahlungen Röhn, Drahtzaunwerk Harleshausen- Cassel. Nur noch heute und morgen: Versäumen Sie nicht den großen Erfolg 8 Akte nach dem bekannten Roman von Paul Rosenhayn. Großes, verbandssreies Bindfaden Unternehmen sucht tüchtigen neues Leben an 2578c Maschinen-Industrie ■iJlIDgi. Kl.-Linden-Giessen Ecke Frankf.u. Wetzlarer Str. Luciano AMI in dem großen Sensationsfilm Hauptrollen: Paul Heidemann, Livia Pavanelli, Werner Kahle, Hans Mierendorf,AlbertPaulig Elga Brink, Henry Bender. Blutung für ruhigen, sol. Stuöenien bet solider naiional. Familie geiuchr. Bor- ausvezahlung. Angebote mit PreiS: 01904 Wetzlar, Phtlosophemveg 36. Astoria-Lichtspiele Seltersweg Palast-Lichtspiele Kirchenplatz Ferner: Ein lustiges Beiprogramm Skk ^flnptgeminn der am 15 Aprtl stattsindenden (Siebener Pserdemarkt-Loiterie besteht ans Uferö mH Wir n. Wagen ferner lebende Gewinne, Fahrräder, Nähmaschinen, Uhren,HauS- baltungS- u. Gebrauch 'gegenstände tose s 1 Hm. sind in allen durch Plakate kennt« ltchen Geschäften zu haben. MI9D Gauturnfest Nidda 10.-12. Juli 1926. Die Festwirtschaft, ca. 2000 qm Zelte mit ungefähr 4000 Sitzplätzen ist ganz oder geteilt zu vergeben. 2564D Angebote bis spätestens 28. März 1926 an den Vorsitzenden des Wirtschafts-Ausschusses Herrn PH. Bechtold, Nidda. Lichtspielhaus Bahnhofstraße unter persönlicher Leitung des "M?c Herrn Obermusikmeisters W. Löbcr W Für Tischbestelluugcn Telephon Nr 353 Hord auf Kredit. StfolgteiHe Oelflngspadugogin (Opern- und Konzertsängerin) erteilt, gestützt auf langjährige Erfahrung, individuellen Unterricht in llmoiii iioi tang (Bsfaolo) Gesundschulung verbildeter Stimmen, hygienischer Aufbau. 01945 Anmeldungen: Elsa Gesseis, Someflk. 30, patt An fragen unter Auto Nr. 212 an Zeiiuugsver- tretung Greis, Mainz. ÄS3D (DasParadies der Südsee) Wissenschaftlicher Expeditionsfilm von Kapitän Frank Hurley, Ein Film, der die Herrlichkeiten der Südsee in prachtvollen Bildern zeigt. Ferner: „8m und iie Wi*" Tolle Groteske in 2 Akten. Jugendliebe haben Zutritt. grotzeu Saale der neuen Turnballe zu Heuchelheim. Aus vielseiti en Wunsch (3. Aufführung) Romen-1 meoiet-imtiii unter Mitwirkung der Kapelle Weller, Greffen. Konzert- und Gesangsvorträge Theaterstück „Winzerliesel" Operette In 3 Aufzügen von Georg Mielke. Eintrittspreis 1 Mk. — Eintrittskarten an der Kasse. Giehener pserdemarlt- Lose ä 1 Mk., li Stück 10 Mk. (für Porto u. Vthe 25 Pf mehr) sind in allen durch Plakate kenntlichen Gefchäiten zu haben Generalvcrlrleb Buchacker, Staatl. Lotteric- Einncbmer. 1WD 8 W Offeriere zu billigen Preisen sämtliche Kolonialwaren, Weitz-, Rot- und Sützweine, Trester- und Iwetschcn-Branntwein. Prima 2tangen-und Bruchspargel unterTagespreis. Prima Wurstwaren. H. ßublinshi, oiooi Wein und Spirituosen-Handlung. Tel. 892. Ecke Stein-u. Dammstr. 41. Frühe und späte Saatkartoffeln Industrie, blaue Odenwälder, Böhms allerfrübeste gelbe usw. gelbsleiichigc Speisekartoffeln gut sortierte gesunde Ware, halte lausend aus Lager und liefere auf Abruf frei HauS. Hermann Sauer, Gartenstr. 13. Bureau und Lager WaUtorttrake 36». Telephon 1154. 25160 Goufe^/6 «Vl !in Arten mddern® SSXj*" ÜberaJ? erhäftheh- aufiMk QLtel^' VtöshyeK UU**^Sternwoll-Spinne re I Bahrenfeld G.m.b.H.,Altona-Behrenfeld ^iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiu [Fußleidende!! i Suchen Sie wirkliche IM, Linderung und Heilung I = j v dann lassen Sie sich in unserer = D V < / ständigen orthopädischen Spezial- | | Abteilung kostenlos beraten. | | haus Reiss Mau«urfl GieOen 2W | ^iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiinnH>inii^ NWtK WOLLGARN EZ Ernst Naumann Biochemie u. Pflanzenheilverfahren Gießen, Asterweg 14 Werktags (außer Samstag nachm.) 9-11, 2-5 Uhr Sonntags 10—1 Uhr Säemaschinen kauft man In der QnalltMtimarke „Hasela“v.d. Spezialfabrik A, J. Tröster, Butzbach — Alle Maachiuoo aad Beräte ilr di Landwlrtachalt — Eberiiard-Ptlttge — Braatatelle 2548V OSTERBÜCHER KONFIRMATIONSGESCHENKE Eine Auswahl der besten Werke der Weltliteratur in geschmackvollen billigen Ausgaben (Halbleinen Mk. 1.85, Ganzleinen Mk. 2.00, Halbleder Mk. 4.00, Ganzleder Mk. 4.80) Buchhandlung Keißner vorm. Schneiderscbe Buchhandlung, Schulstr. 6 gegenüber der Stadtpost Prospekte kostenlos 01998 Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten Ab Montag in unserem Ausstellungssaal: Moderne Graphik, Aquarelle. Eintritt frei Das beste Auffrischungsmittel Für alte u.neue Die konkurrenzlose i- besonder} auch Möbel. Zu beziehen in Gießen durch Aug. Wallonie s, fflarktpl. 17 FarDenhaue Obermann & Co. Sohulstraße Xalser-Droosrie Ernst Noll, Lindenplatx 6 Hch.Ealliflieisch, Lieblgst.71 Drogerie E. Kara, Schnlstr. Gustav Walter, Hlänslmrg 13 Alleinverk f. Friedberg: Adier-Dm. Inh.K.W. Adler. Meico- & Celka-Waciis geben den höchsten SplegeEglanz. 0ö2nzJ Obern. Fabrik Cefka G.rn.b.H., Biebrich a. Rh. Hr.6’ nahmen nismus in i'S< Der M , Meroi redet, oj‘" dieser M nenhen 0e gedrängten klären- Untej 21 u f 9a 0 kchrs. tcreffl tijdit Arbeit gS gs ftaltung der germahen d Arbeiten de- eine recht Stadt Gieß retten Bebc gcnden 3C1 und ihm g° Um ein können, wc oben unter bedarf es e ten Zieles- Aufgabe d planes. 6 bau einer 6 zügigen ein! hing des gef bauungsptar einer Stadt steht nicht i auch aus fo: welche die Stadt erläut reöe Bebaur innerhalb bc| einjefoen in wird. Das i ftädtifchen Z und baulich die zunächst gebilde" dar allerlei Kra im Rahmen es einen Si ten, denn of ungspläne I ein untBirffd WebauungspI mit ben gere tigen (Erwelte mehr der At und wohnuni organischer ' lung der Sb Da nun amtlich, und so haben st generellen 5 einigen, der fein. Rom ! er olle Tebi noch der tec tichen Seite künstlerische Stabten solche Hochschulen b, besondere Leh Städtebau nc des 3ngeniei "fw. dem küi «Die Srt ^ebauun, gruppen: l. Stahtai > Testaltu Bauordnung, Unter St Mansche Si 5 5chw , Sinen g M 6k J, äfhttte“ "Q|nmerfletid S besuch ' Aber ö sW '5 ft" einem w und (C, und fw?' LZ-Ä Ä ZK als Ä ran nut ^fber u % 901 lvnnne^e iiick. dvn h Nr. 67 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Samstag, 20. Mürz 1926 Städtebau und der generelle Bebauungsplan. Don Dr.-Ing. Ernst Hamm, Beigeordneter der Stadt Gießen. ' Allerorts wird z. Z. viel von Städtebau geredet, ohne daß der Nichtfachmann sich klar ist, was dieser 'Ausdruck eigentlich in sich schließt. Die folgenden Zeilen wollen, soweit es im Rahmen eines gedrängten Aufsatzes möglich ist, darüber kurz aufklären: Unter Städtebau versteht man alle Aufgaben der Wirtschaft, des Verkehrs, der Hygiene, der Aesthetik, der kulturellen und sozialen Maßnahmen, soweit sie den Stadtorganismus über oder unter der Erde in irgendeiner Form beeinflussen. Der Aufgabenbereich umfaßt dabei das bestehende und das zukünftige Stadtgebilde. Mit letzterem wollen wir uns heute beschäftigen. Die praktische Arbeit für die Zukunftsgestaltung einer Stadt gliedert sich zeitlich in 3 Hauptteile: 1. Den generellen Bebauungsplan; 2. die eigentlichen Auf- fchließungsarbeiten; 3. die Gestaltung der Einzel- heilen. Die Aufschließungsarbeiten und die Gestaltung der Einzelheiten sind auch dem Laien einigermaßen vertraute Begriffe, im Gegensatz zu den Arbeiten des generellen Bebauungsplanes, über die eine recht unklare Vorstellung herrscht. Da die Stadt Gießen vor der Aufgabe steht, einen generellen Bebauungsplan aufzusteslen, sollen die folgenden Zeilen der Beziehung zwischen Städtebau und ihm gewidmet sein. Um eine Stadt zu einem Gebilde formen zu können, welches den Anforderungen entspricht, die oben unter dem Begriff Städtebau erläutert sind, bedarf es einer klaren Grundlage, eines bestimmten Zieles. Diese Grundlage zu schaffen, ist die Aufgabe des generellen Bebauungsplanes. Er bildet das Fundament für den Aufbau einer Stadt, er ist der Niederschlag einer großzügigen einheitlichen Vorstellung für die Entwicklung des gesamten Stadtgebietes. Der generelle. Bebauungsplan ist gewissermaßen der Feldzugsplan einer Stadt im Kampfe um ihr Dasein. Er besteht nicht nur aus gezeichneten Plänen, sondern auch aus sorgfältig durchgearbeiteten Denkschriften, welche die gesamte Entwicklungsrichtung einer Stadt erläutern und begründen sollen. Der generelle Bebauungsplan bildet den großen Rohmen, innerhalb dessen sich die Gestaltung der Stadt im einzelnen in naher oder ferner Zukunft abspielen wird. Das Wesentlichste an ihm ist, daß er der städttschen Zukunftsentwicklung auf wirtschaftlichem und baulichem Gebiet eine Willensrichtung gibt, die zunächst ein „Wunsch und noch kein Zwangsgebilde" darstellt, das sich in der Zukunft, noch von allerlei Kräften beeinflußt, verwirklichen soll. Erst im Nahmen des generellen Bebauungsplanes hat es einen Sinn, die Teilbebauungspläne zu bearbeiten, denn ohne diese Vorarbeit bedeuten Teilbebauungspläne in moderner städtebaulicher Auffassung ein unwirtschaftliche Zeitvergeudung. Der generelle Bebauungsplan darf also nicht verwechselt werden mit den gezeichneten Einzelplanen für die zukünftigen Erweiterungsgebiete der Stadt. Er ist vielmehr der Niederschlag der Verkehrs-, wirtlchafts- und wohnungstechnischen Grundlagen, ohne Die ein organischer Aufbau und eine einheitliche Entwicklung der Stadt unmöglich ist. Da nun in Deutschland der Bebauungsplan amtlich, und zwar von der Stadt aufgestellt wird, so haben sich alle Fäden der Bearbeitung eines generellen Bebauungsplanes bei der Stadt zu vereinigen, denn die Leitung muß eine einheitliche fein. Vom Bearbeiter muß gefordert werden, daß er alle Gebiete des modernen Städtebaues, sowohl nach der technischen als auch nach der wirtschaftlichen Seite hin beherrscht und über eine raum- künstlerische Gestaltungskraft verfügt. Um den Städten solche Kräfte überweisen zu können, sind die Hochschulen dazu übergegangen, für den Städtebau besondere Lehrstühle zu errichten, welche die für den Städtebau nötigen Kenntnisse aus dem Fachgebiet des Ingenieurs, des Architekten, des Volkswirts usw. dem künftigen Städtebauer vermitteln. Die Arbeiten für den generellen Bebauungsplan teilen sich in vier Haupt- gruppen: 1. Stahtaufnahme, 2. Entwurf für die zukünftige Gestaltung der Stadt, 3. Aufstellung einer Bauordnung, 4. Ausbau im Innern der Stadt. Unter Stadtaufnahme versteht man das historische Studium der Stadt sowohl nach der bau- lichen als nach der kulturellen, wirtschaftlichen und vcrkehrstecknijchen Seite. Von großer Bedeutung ist dabei Die Wirtschaftsgeschichte der Stadt und ihres gesamten Wirtschaftsgebietes. Denn es ist nötig darzustellen, wie sich Verkehr, Industrie, Handel und Gewerbe entwickelt haben, weil diese Erscheinungen, neben derjenigen der Kultur, einer Stadt ihr bestimmtes eigenartiges Gepräge geben, welches für die zukünftige Entwicklung berücksichtigt werden muß. Zur Stadtaufnahme sind die Aufzeichnungen der klimatischen, geologischen, topographischen und meteorologischen Verhältnisse zu rechnen, denn sie sind für die Straßenführung und Cledlungserschließung wesentlich. Aufgabe der Stadtaufnahme ist es auch, den vorhandenen Verkehr mit Rücksicht auf alle Verkehrsmittel genau zu untersuchen, um das zukünftige Hauptverkehrsnetz richtig planen zti können. Ferner ist die Bevölkerungsstatistik (auch nach Berufsklassen) zu verfolgen, um die allgemeine Wahrscheinlichkeitsberechnung für die Bevölkerungszunahme und damit die Größe der Wohngebiete in bestimmten Zeitabschnitten berechnen zu können. Die vorhandenen Grün- und Freiflächen, die Naturschönheiten und Naturmonumente (alte Bäume, schöne Alleen, Ausblicke auf landschaftliche Schönheiten), die dem künftigen Stadtbild erhalten bleiben sollen, sind aufzunehmen und zu erhalten. Der Grundbesitz, geteilt nach Staats-, Gemeinde-, Körperschafts- und Privateigentum, ist nach einheitlichem System in Plänen zu verzeichnen, da die Besitzoerhältnisse bei der Zukunftsgestaltung der Stadt eine große Rolle spielen können. Hat man durch eine gründliche Stadtaufnahme in bezeichnetem Sinne festen Boden unter den Füßen, dann kann man erst an den Entwurf für die zukünftige Ausgestaltung der Stadt Herangehen. In erster Linie sind die gro ßen Derkehrsanlagen (Bahnen, schiffbare Flüsse, Kanäle, Ausfallstraßen) festzulegen und dann eine wohldurchdachte Siedelungsverteilung, —1>. h. getrennte Anlage von Wohn-, Industrie-, Gewerbe- und Handelsgebieten durchzuführen. Die Verkehrsanlagen sind an bestimmte topographische Veraus- setzungen gebunden. Durch die Verkehrsanlagen werden die Industrie-, Handels- und Gewerbege- biete. ihrerseits wieder festgelegt. Die Wohngebiete stehen dann zu diesen Gebieten in einer ganz bestimmten Beziehung, wobei Bodengestaltung und Grundwasserstand eine wichtige Rolle spielen. Die Wohngebiete selbst werden in Miethaus-, Landhaus- und Kleinwohnungsgebiete aufgeteilt. Im ganzen zukünftigen Stadtgebiet find ferner Grün- und Freiflächen zu planen, die teils der reibungslosen Abwicklung des Verkehrs, teils dem Schmuck, dem Sport oder der Erholung dienen müssen. Besonders markante Punkte hat man monumentalen Gebäuden (Verwaltungsgebäuden, Schulen, Kirchen usw.) oorzubehalten, wo sie künstlerisch als Akzente im Stadtbild wirken können. Eine äußerst wichtige Arbeit des generellen Bebauungsplanes ist die Aufstellung der Bauordnung für alle Gebiete, die durch den generellen Bebauungsplan erfaßt werden; denn die Bauordnung muß den Behörden die gesetzliche Hand- habe aeben, ihre Stadterweiterungsabsichten nach der technischen, der hygienischen, der wirtschaftlichen und der künstlerischen Seite durchzusetzen. Es kann an dieser Stelle nicht näher darauf eingegangen werden, aber so viel sei gesagt, daß die Aufgabe, eine vernünftige Bauordnung zu schaffen, mit zu den schwierigsten gehört, weil es hier abzustufen gilt nach wirtschaftlicher Möglichkeit und nach Be- dürsnissen der verschiedenen Bevölkerungsschichten. Die Bauordnung muh auf die beste Hausform hin- arbeiten in engem Zusammenhang mit Geländeerschließung, Straßenbau und Siedelungsverteilung. So wenig sich im einzelnen der Hausgrund- riß von seinem AufriH trennen läßt, so wenig kann die Bauordnung ohne inneren Zusammenhang mit dem Stadtplan ausgestellt werden. Sie muß sich positiv einstellen und fordern, daß der Stadterweiterung eine aus den gegebenen wirtschaftlichen und technischen Bedingungen hervorgehende einheitliche und künstlerische Vorstellung zugrunde gelegt wird. Es ist klar, daß ein derartiger Zukunftsplan, der mit ganz neuen Forderungen zu rechnen hat, auch das Stadtinnere berühren wird. Der Ausbau im Innern der Stadt muß deshalb aufmerksam überwacht werden, damit die vorhan- Schweigende Schauspieler. Sr Don Wolfgang Goetz. Einen Geschäftsgang abzukürzen, trete ich Durch die Friedhofspforte, die ich schon manchmal öffnete, um meinem alten Freunde, dem Kammergerichtsrat E. T. QI. Hoffmann einen kleinen Besuch zu machen. Heute ist dazu keine Zeit. Aber da fesselt eine wunderschöne schmale Sandsteinphramide, über die sich ein Bahrtuch legt, wie nur trefflichstes Handwerk solche Kunst versteht. Och forsche, wem solch edles Monument gesetzt ward, und golden glänzen die Buchstaben einen vertrauten Damen entgegen: Theodor Döring. Es ist nun wirklich kein Wunder, auf einem Berliner Friedhof den Damen eines Mannes zu finden, der hier Triumphe feierte und starb. Aber ich bin erschüttert, so, als sähe ich plötzlich, zu unguter Stunde, den Damen eines Freundes unter den Toten. Warum das? Was ist mir Döring, dem zwölf Iahre schon vor meiner Geburt die sechs Bretter und zwei Brettchen die Welt bedeuteten? Aus Büchern und Seminaren die kleine Weisheit scharre ich zusammen, daß dieser Mann ben Mephisto spielte und den Dathan, den Franz Moor so gut wie den Falstaff. Er muh ein ganz bedeutender Künstler gewesen fein, sonst, belehrt mich meine Schulweisheit, hätten sie ihn auch nicht zu des großen Sehdelmann Dachfolger bestellt. Dieser vielgerühmte Mime ist mir noch weniger als Döring. Dichts weih ich von ihm, sein Duhm nur treibt dahin wie ein fremder Duft. Lind des Unbekannten Dame kettet mich enger an den Toten da unten unter dem Schnee, aus dem trübe Eseublätter sich verlangend ringen. Ich bin recht ratlos. Es ist kalt und einsam, nichts als Gräber und Schnee; freundlich und bekannt nur die goldenen Lettern: Theodor Döring. Och möchte mich selber auslachen, aber ich komme von dem Gedanken nicht los. daß ich mich erkenntlich erweisen müßte für des heiteren Mannes so stumme Gesellschaft. Och möchte ihm Freundliches sagen, ein Wort des Beifalls vielleicht, dem er gewiß ein williges Ohr lieh, als er das Licht noch sah. Wie ein bettelarmer Hund stehe ich da und kann doch nichts dafür, daß er seine letzte und größte tragische Szene bereits 1873 spielte. Aber nichts weih ich von Theodor Döring. Alten freundlichen Damen lauschte ich wohl, die von ihm sagten; nur kamen sie nicht viel weiter, als daß sie ihn nannten, und dann schwiegen sie. Dur die guten Augen wissen zu erzählen. Was weiß denn unsereins für Worte zu machen, wenn sie einen nach Kainz fragen! (Ach, sie fangen schon an, uns zu bewundern, weil wir ihn noch sahen.) Drüben die Llhr schlägt. Och muß weiter und stehle mich linkisch rasch davon. Da ist noch ein Relief, das wieder ein Mimengesicht zeigt. Gustav Berndal steht darunter. War das wohl auch ein Schauspieler? Ganz gewiß, mich dünkt, ich hörte von ihm. Eine verwaschene Erinnerung fegt heran: ein Theaterzettel, jenes feste Papier mit den fettigen Buchstaben. Daraus stand: „Graf Dunois, Bastard von Orleans, Herr Berndal." Weih nicht, wo ich ihn sah; gab ihn mir jemand; wer war es, der ihn mir zeigte, oder hing er vielleicht in einem Schaufenster? Er hatte seine scharfen Brüche übers Kreuz, wie sich's gehört bei einem ordentlichen Theaterzettel, und war an den Seiten ein wenig ausgebessert. Das Datum habe ich vergessen. „Graf Dunois, Bastard von Orleans. .. Herr Berndal." Inmitten der schlichten und stillen Steine, über die von den Mauern her die Wappen edler Familien von den Gruftpfosten starren, türmt sich ein häßliches Ungetüm auf, irgendein Marmorweib und wieder ein Relief. Och wende den Blick. Das Marmorweib hat eine Marmorlyra, es ist gewiß eine Muse gewesen. And nun weih ich auch, daß dort „Theodor Reich- mann" stand. Bariton, stellte meine Bildung fest, Schwermut, Hans Sachs, Kämpfe mit Mahler. Och hätte ihn sehr wohl noch hören können, den bene Stadt mit der zukünftigen den Eindruck eines geschlossenen Ganzen erweckt. Denn im Gegensatz zum Städtebau des 19. Jahrhunderts, der die Entwicklung der Stadt dem Zufall überließ und dadurch meist ein chaotisches Gebilde schuf, ist man heute bestrebt, die Stadt einheitlich zu formen und einheitlich zu entwickeln auf Grund von Voraussetzungen, die auf wirtschaftlichem, hygienischem, kulturellem, sozialem, Verkehrs- und bautechnischem Gebiet liegen. Das Geschilderte wird gezeigt haben, wie vielseitig eine moderne Stadtgestaltung aufzufassen ist nd wuieviele Berufszweige sie berührt. In ihr sammeln sich Afgaben des Ingenieurs, des Architekten, des Geometers, des Historikers, des Stati- stikers, des Verwaltungsbeamten und des Volkswirts. Der generelle Bebauungsplan erstrebt, diese Aufgaben unter einer gemeinsamen Willensrichtung zusammenzufassen, der zum Wohl der Allgemeinheit alle Sonderinteressen rücksichtslos untergeordnet werden müssen. Die gesamte Tätigkeit, die im Wort „Städtebau" verkörpert wird, ist mit dem generellen Bebauungsplan, wie eingangs erwähnt, noch nicht abgeschlossen, denn mit ihm ist erst der Raum für die gesamte Entwicklung gegeben, innerhalb dessen dann die eigentliche GelänDeerschließung und die Einzelheiten gestaltet werden sollen. Mit der Arbeit des Städtebauers ist es aber allein nicht getan. Sie muß getragen werden von dem Verständnis der gesamten Bürgerschaft. Wenn diese Zeilen dazu führen, das Verständnis innerhalb der Bürgerschaft für den Städtebau zu vertiefen, so ist ihr Zweck erreicht, denn gerade die Stadt Gießen steht nach dieser Richtung vor großen Aufgaben. Kirche und Schule. Jahresversammlung der hessischen cvang. Dekanatserziehungsvercine. i. Am Dienstag tagte in Frankfurt a. M. die diesjährige Hauptversammlung der Hess, evang. Dekanatserziehungsvereine unter der Leitung des Dekans i. D. Röschen. des Borsitzenden des Berbandes der evangelischen Crziehuirgsvereine und Erziehungsanstalten in Hessen. Zuerst faiit) eine geschlossene Versammlung der Geschäftsführer der einzelnen Dekanats- erziehungsvereme statt, in der hauptsächlich Organisationsfragen besprochen wurden. Man war der Ansicht, daß die bewährte Organisation in Dekanatsvereinen sich weiterhin empfehle. Dach dieser Tagung sand eine größere Versammlung statt, zu der auch die übrigen Interessenten der Erziehungsarbeit erschienen waren. So konnte der Vorsitzende die Vertreter des hessischen Ministeriums. Frau Regierungsrat Keller unb Regierungsrat Dr. Krebs, begrüßen, die — wie alljährlich — durch ihr Erscheinen ihre Anteilnahme an der Tätigkeit der Erziehungsvereine bekundetem Don Iugendrich- tem war Amtsgerichtsrat Gros-Gießen anwesend. Dazu waren die Leiter der Kreis- und Stadtjugendämter erschienen, mit denen die evangelischen Dekanatserziehungsvereme in jahrelanger Arbeitsverbrndung stehen. Dom Kreisamt Gießen war anwesend Regierungsrat Schmidt, das Gießener städt. Iugendamt war durch Beigeordneten Dr. Frey und Amtmann Keiher vertreten. Der von dem Vorsitzenden vorgetragene Iahresbericht ergab auch für das letzte Berichtsjahr ein erfreuliches Wachsen der Vereinsarbeit. Die Zahl der betreuten Zöglinge ist auf über tausend gestiegen, von denen über die Hälfte in Oberhessen unter gebracht ist. Den Höhepunkt der diesjährigen Hauptversammlung brachte das Referat Professor Dr. von Dühri ngers, des früheren Leiters des Landerziehungsheims „Steinmühle" über das Thema: „Arztund Erzieher bei Psycho- pathe n". Aus seiner reichen Erfahrung gab der Redner ein treffendes Bild dieser Schwer- erziehbaren, die mit dem 2eben „nicht fertig werden", und gute Winke für ihre Behandlung. Das gespannte Interesse der Hörer und die Zustim- mung zu den Ausführungen des Referenten zeigte, wie dankbar man für die durch den Vortrag gebotene Hilfe für dieses schwerste, aber auch wichtigste Stuck Der Erziehungsarbeit war. * * Langsdorf, 19. März. Zu dem Bericht über die hiesige Dorfkirchenvor» st eh er tag ung ist noch ergänzend bzw. berichtigend hinzuzufügen: „Vortragende auf dem Familienabend waren Pfarrer Mahr- Gießer und Pfarrer G ö ck e l«Hungen, die beide über die Bedeutung des Sonntags für die Gemeinde sprachen. Pfarrer Göckel erzählte aus seinen Kriegsersah- rungen über Sonntagsfeiern bei deutsch-evangelischen Gemeinden Südrußlands. Dem sehr anregenden Vortrag folgte noch eine Filmosto Lichtbilder- serie nach Gemälden Ludwig Richters. Am Haupttage stand ebenfalls das Thema der Sonntagsheiligung im Mittelpunkt der Verhandlungen. Die Gast- lichkeit (nicht Geistlichkeit, wie fälschlich zu lesen war. D. Red.) der Gemeinde hielt sich auf bemerkenswerter Höhe. Sie hätte sich noch mehr betätigen können, wenn nicht eine ganze Anzahl von Kirchenvorstehern trotz vorheriger Anmeldung ausgeblieben wäre, zur Enttäuschung für manche Familie, die auch gern einen Gast bewirtet hätte." Kunst und Wissenschaft. Gemäide-Verftcigernng in Frankfurt. Bei Rudolf Bangel in Frankfurt kam die Privatsammlung Heinrich Doll unter den Hammer. Das Interesse an der Versteigerung ging vorwiegend von Privatsammlerkreisen aus. während der Kunsthandel sich auffallend zurück- hielt. Die Zuschlagspreise müssen mit Rücksicht auf die Gesamtwirtschaftslaqe als entschieden günstig bezeichnet werden. Den Rekordzuschlag erzielte ein Thoma, „Christi Predigt am See", mit 24 000 Mk. Weiter sind zu nennen ein Mädchenbildnis von Renoir (7000), „Die Göttertafel" von Slevogt (6300), eine Landschaft von C o n st a b l e (3500), der „Darr" von Thoma (3500), ein Luley (3400), eine Winterlandschaft von Courbet (3000) und ein Mäd- chenbildnis von Defregger (2000). Aus aller Welt. Gefängnis für Dr. Pudor. Vor dem Staatsgerichtshofe zum Schuhe der Republik hatie sich der 60 Iahre alte Schriftsteller Dr. phil. Paul Adolf Friedrich Pudor aus Leipzig zu verantworten. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, in den Dummern 12 und 13 der Zeitschrift „Hakenkreuz" mehrere Artikel geschrieben zu haben, die zur Ermordung des Außenministers und zu Gewalttaten gegen Juden ausforderten. Gleichzeitig wurde in einem anderen Artikel Reichspräsident von Hindenburg aufs schwerste beleidigt und verleumdet. Pudor wurde wegen Vergehens gegen die Paragraphen 7 und 8 des Gesetzes zum Schuhe der Republik z u einem Iahr drei Monaten Gefängnis und 200 Mark Geldstrafe, sowie zur Tragung der Prozehkosten verurteilt. Bon der Straßenbahn totgefahren. In Kassel wurde die 78jährige Witwe Schwab von einem Wagen der Straßenbahn überfahren. Die alte Frau, deren Gehör- und Sehvermögen nur sehr minimal ist, hatte das Warnungssignal der Elektrischen nicht gehört und war geradewegs auf den Wagen zugelaufen. Sie stürzte nud erlitt einen Schädelbruch und starb auf dem Wege nach dem Krankenhause. Den Wagenführer soll nach der Feststellung mehrerer Augenzeugen keine Schuld an dem bedauerlichen Unglück treffen. Dom Zuge überfahren. Ein Bäckerfuhrwerk aus Buer wurde, als es auf dem Wege nach Katernberg die Gleise der Strecke Gelsenkirchen—Katernberg—Essen überfahren wollte, von einem heranbrau- senden v-Zug erfaßt und zertrümmert. Der Bäcker und seine Tochter wurden auf der Stelle getötet, die Ehefrau wurde schwer verletzt. Angeblich hat der Schrankenwärter infolge des herrschenden Debels das Hernannahen des Zuges nicht bemertt und die bereits geschlossenen Schranken nochstmals geöffnet. Der Bahnwärter hat einen Derverzu- sammenbruch erlitten und muhte ins Krankenhaus gebracht werden. Grohseuer in Tokio. London, 20.März. (WTB. Funkspruch.) Ge- ftern um 3 Uhr früh brach ein Feuer in S u g a n o, Kopfschmerz Migräne Neuralgie Zahnschmerz Jn Apotheken WKMW Bewahrtes VorveugnngSnnttcl gegen Grippe. großen Theodor, nur ein bischen Mühe hätte ich mir zu geben brauchen. Versäumt. Aber ich bin nicht so traurig wie drüben beim Döring, den ich nicht hätte sehen können. Das Denkmal ist so furchtbar häßlich. Es helft einen weg, bah ich der verklungenen Stimme nicht nach- trauere. Wissen die Leute, die Ehrenmale sehen wollen, denn wirklich nicht, welche Verantwortung sie aus sich laden? Wie sie mit aufgebausch- tem Schund so freundwillige Besucher scheuchen, eine Stimme überbrüllen, die vielleicht doch noch vernehmlich aus der Erde summte? Denn man muh nicht denken, daß es hier trotz sinkendem Tag und Winter und Hügeln und dem fernen Gewimmer des zielstrebigen Lebens da draußen befremdlich ist oder gar unheimlich. Man geht nur ein wenig langsamer und versteht noch weniger. warum sie schlechte Operetten schreiben und französische Schwänke aufführen. Sonst ist es nur ein wenig steif, aber voll jener müden Heiterkeit, wie in sehr vornehmen Gesellschaften, die man früher Assembleen nannte. Dun habe ich mich verirrt. Die Gemeinden scheiden sich streng. Heber irgendein Erbbegräbnis aber hat die Forderung der Zeit ein Pfört- lein gebrochen. Es ist gut; wenngleich ich nicht weih, ob man nicht besser den Toten ihr Recht gelassen hätte als den völlig gleichgültigen Lebenden. Allein es ist gut so. denn ich habe mich verspätet, und ich laufe so schnell, tote die stillen Herrschaften rings es erlauben. Dort hinüber aber muh ich noch, wo pomphafte Kahlheit einen stolzen Damen nennen muh. Iffland! Herrlich geschwungene Buchstaben — eine Fanfare. Ich gehe heran widerwillig, ja böse. Deine Stücke sind schlecht. Ein arger Poseur bist du wohl auch gewesen. Dem Kleist hast du das Leben verderben helfen, den Fleck — schon gut, du weiht ja. Ich habe einen Brief von dir. August Wilhelm, an die Madame Fleckin. drei Wochen vor des Gatten Tod: Aufatmen hört man dich, dah da einer geben muß, der dir die Krone rauben könnte. Ich stelle fest: Iffland. Ach nein, ich stelle gar nicht fest, im tiefsten Grunde zieh ich den Hut tote vor einem fremdett König. Es schlägt schon wieder drüben an der Kirche. 3d) irre nach dem Ausgang. Bei ganz alten Epitaphien komme ich vorbei. Dort ist eine tiefe tiefe Trauer, Dänie in Sandstein, bereits in' fchwermutsvollen Linien gefangen, der noch nicht geborene Vers: Laß im düstern Reich, Mutter, mich nicht allein. Das kann Schadow gemetzt haben er brauchte sich zumindest nicht des Werks zu schämen. Klage ist das mit unendlich süßem Lächeln. ilnb der Glückliche, der hier schlafen Fleck. Fleck. Das ist wie ein Traum, der nachbebt unZ) einen grauen Tag füllen kann mit frohem Leuchten. Fleck. Einmal sein Bildnis sehen, und wir wissen: er war ein Dichter unter den firnen. Fleck. „Silberton" rühmen einfältige Worte seiner Stimme nach; das hört sich an wie ein Märchen, bei uns gibt es nur mehr Erz, <-5leck. Hundertzwanzig Iahre tot und doch geheimnisvoll, wie zu Erwartendes. Lind stünde dem Grabmal nicht, eine gefrorene Musik, wer weih, welch wackrer Seifensieder sich längst mit deinem Staube mischte. Lind wieder schlägt's. Ich komme gewiß zu spat die leidige Lust am Theater hat mich wieder um den redlichen Mammon geprellt. Der Versuch, Verlorenes zu gewinnen, muh gemacht werden. Mir entgegen durch die Pforte, die endlich erspähte, kommt freundlich ein Mann, nicht wie einer, den Schmerz um Verlorenes hertreibt. Er sieht mich verdutzt an. Die Frage gebe ich ihm zurück: was willst du hier zwischen Hügeln und Schnee? Willst du, wie ich, dich stolz kleiner Dankbarkeit rühmen? Wen sindest du in diesem schlichten Reichtum? Weißt du, dah ich dich beneiden könnte? Weih du, daß ich dein sehr guter Freund fein dürste? Dur, versteh mich recht, -ich muh jetzt wirklich weiter, Mann! einer Vorstadt oon Tokio, aus, bas innerhalb von drei Stunden 600 Häuser zerstörte und 4000 Personen obdachlos machte. Der Genter Justizpalast abgebrannt. Eine gewaltige Feuersbrunst hat in G e n tt den Justizpalast eingeäschert. Das Archiv mit zahlreichen geschichtlichen Dokumenten ist mit verbrannt. Spielplan der Frankfurter Theater. Op-er-nhaus. Sonntag, 21. März: Der Rvftnkavalier. Montag. 22.: Der Freischütz. Dienstag, 23.: Eine Rächt in Venedig. Mittwoch, 24.: Rigol«tto. Donnerstag, 25.: Tannhäuser. Freitag, 26.: Der Troubadour. Samstag, 27.: Hoffmanns Erzählungen. Sonntag, 28.: Die Meistersinger von Nürnberg. — Schauspielhaus. Sonntag, 21. März, nachm. 2> -> Uhr: Wilhelm Teil: abends Zu Uhr: Der Dauer als Millionär. Montag, 22.: Regen (Rain). Dienstag, 23.: Der fröhliche Weinberg. Mittwoch, 24.: Regen (Rain). Donnerstag, 25.: Der Dauer als Millionär. Freitag, 26.: Wer niemals einen Rausch gehabt. Samstag, 27.: Der Dauer als Millionär. Sonntag, 28., nachm. 3 Uhr: Die drei Zwillinge: abends 7Vs Uhr. Das Kätchen von Heilbronn. Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. Die Zeit vor einem Quartalswechsel ist der Dörsentendenz stets wenig günstig, besonders tritt das in unserer betriebsmittelarmen Zeit in die Erscheinung. Wenn auch am offenen Geldmarkt im Augenblick noch größere Beträge nicht zu plazieren sind, so dürfte doch bis zum Monatsende eine bedeutende Veränderung in den Zinssätzen für Tagesgeld eintreten. Der Geldbedarf läßt sich zwar heute noch nicht übersehen, wird aber ziemlich erheblich sein. Das Publikum ist jedenfalls in diesen Wochen nicht in der Lage, sich nennsweTt an den Aktienumsätzen zu beteiligen. Infolgedessen verfällt die Spekulation wieder auf ihre alte Gewohnheit in stillen Dörsenzeiten, die Inszenierung individueller Kursbewegungen. Etwas Bewegung muß die Kulisse nämlich arrangieren, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Auf diese Weise haben wir jetzt einige Tage mit ausgesprochenen Spezialhaussen hinter uns. Man hat zum Teil für diesen Zweck alte Ladenhüter hervorgeholt. So erinnert man sich der im Schiffahrtsgewerbe aus Rationalisierungsgründen zweifellos vorhandenen Konzentrationsbestrebungen. Da die führenden Grohreedereie« demnächst aus der amerikanischen Vermögensfreigabe Summen hereinbekvmmen werden, die Öjrer Detriebsführung und nicht anderen Zwecken dienstbar gemacht werden sollen, da ferner die Verhandlungen der Hapag mit Harriman der Dörse immer noch Phantasiemöglichkeiten geben, so tonnten Schifscchrtsaktien mit großen Kurssprüngen die Führung übernehmen. Wenn aber gar von einer Fusion des Norddeutschen Lloyd mit der Hapag gesprochen wird, so muh doch gegenüber diesen allzu tveit- gehenben Hoffnungen betont werden, daß zwischen (diesen beiden Unternehmungen infolge der Not unserer Tage zwar künftig eine enge Zusammenarbeit erfolgen und der Konkurrenzkampf unterbleiben wird, eine völlige Verschmelzung aber kaum in Frage kommt. Immerhin sind die Reservestellungen der Gewinne der beiden Gesellschaften und die Nichtverteilung einer Dividende an die Aktionäre glatt übergangen worden — ein Zeichen für die Zuversicht der Haussiers. Diesen kam dieser Tage noch der Monatsbericht der Deutschen Dank zugute, die sich im Gegen- l sah zur Dresdner Dank durchaus optimistisch über die Dörsenlage ausspricht. Außer der Schiff- /"fahrtskonzentration erinnert man sich neuerdings auch wieder der horizontalen Trustbewegung in der Elektrizitätsindustrie. Selbst das Ausland tritt wegen dieser Bestrebungen als Käufer für Elektrowerte aus. Die sonstigen Spezialhaussen wickeln sich hauptsächlich in sonstigen Werten ab, bei denen Mschlußerwartungen eine Rolle spielen. Die Kursentwicklung erfolgt neuerdings überhaupt weit mehr als bisher unter Berücksichtigung der Dividendenerklärungen. Die Stagnation einiger früher favorisierter Terminwerte führt mitunter zu Tauschoperationen gegen „billige" Kassawerte. Diese haben balyer letzthin ihre Kurse erheblich verbessern können, insbesondere die Aktien von Gesellschaften, die mit der erhofften Belebung des Bauwesens irgendwie in Verbindung zu bringen sind. Die Veröffentlichungen der Bankbilanzen blieben eindruckslos, da sie feine Tleberrafchungen brachten. Zur Lage am Geldmarkt ist noch hinzuzufügen, daß Tagesgeld offiziell mit 5—6,5 Proz., von der Preußischen ©taatdbant (Seehandlung) aber schon mit 4 Proz. offeriert wird. Monatsgeld stellt sich auf etwa 6 bis 7,5 Proz. Eine Herabsetzung dieser Sätze fand nur mit Rücksicht auf den bevorstehenden Ultimo nicht statt. Privatdiskonten notieren unverändert 5 Proz., das Material hierin bleibt äußerst knapp. Generaldirektor Oeser über die Aufgaben der Reichsbahn. Am Donnerstag sand bei dem Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft ein parlamentarischer Abend statt, an dem Generaldirektor Oeser etwa folgendes ausführte: Die Deutsche Reichsbahngesell- schast als Trägerin von 40 Prozent Repara- tionslasten mutz ihre Erwerbsausgaben in Einklang bringen mit den volkswirtschaftlichen Interessen Deutschlands. Alle Verwaltungs.nahnahmen werden bestimmt durch ihre finanzielle Auswirkung. Letzhin sind im Zusammenhang mit dem Dawesgutachten die deutschen Unterhändler in London als „Sachwalter fremder Rationen" gebranbmarft worden. Man muß sich aber klar machen, was Deutschland damals drohte. Aus der Reichsbahn sollte eine Privatgesellschaft mit internationalem Kapital gemacht werden. Statt dessen haben die Unterhändler erreicht, daß die I Eisenbahnen im Eigentum des Reiches geblieben sind. Das deutsche Reichsbahngericht wird weiter zu sprechen haben. Die Angriffe gegen die Reichsbahn wegen übertriebenen Aufwandes und Verschwendungen haben sich bei näherer Nachforschung stets als haltlos erwiesen. Der Reichsbahn wird vorgeworfen, sie verweigere die Bilanzprüfung. Zum Zwecke her Selbstkontrolle hat die Deutsche Reichsbahngesellschaft Prüfungsämter geschaffen, die die Wirtschaftsprüfung durchführen. Die Reichsbahn hat sich finanziell aus eigenen Kräften saniert, den Betrieb und Verkehr neu aufgebaut und verbessert und vor allem nach den Vorschriften des Gesetzes die Reparationszahlungen pünktlich erfüllt. Aus einem Defizitbetriebe wurde in kurzer Zeit ein Ueberschuß betrieb. Wie soll es nun finanziell weitergehen? Anleihen müssen aufgenommen werden. Schwerwiegend ist die Tatsache des ständigen Rückganges der Einnahmen. Durch politische Lasten ist eine weitere unerhörte Belastung entstanden, die aus der Demobilmachungsbestimmung herrührt. Sie legen noch jährlich 220 Millionen Mark Personalausgaben auf die Reichsbahn. So kann es nicht weitergehen. Man muß sich klar machen, wie sich die Reichstagsanträge finanziell auswirken. Die in der Reichstagssession gestellten Anträge würden bei ihrer Verwirklichung eine neue jährliche Belastung von 14h Millionen Mark bedeuten. Wesentliche Neuerungen sind im Verkehrs- und Betriebsdienst der Reichsbahn vorgenommen worden. Besondere Berücksichtigung erfordert die Werbetätigkeit mit dem Ziel, möglichst viel Verkehr über deutsche Dahnen zu leiten. "Siefen Bestrebungen ist der Erfolg nicht versagt geblieben. Der Durchfuhrverkehr hat sich im letzten Jahre bereits verdoppelt. Die Lieferfristen der Vorkriegszeit konnten wieder eingeführt werden, und die Güterzüge fahren teilweise mit Personenzugsgeschwindigkeit. Die erzielten Verbesserungen sind bekannt. Wesentliche soziale Erleichterungen schaffen die b i 1- ligen Derwaltungssvn Verzüge, das sind Ferien-, Sport- und Sonntagszüge. Im internationalen Verkehr wirken die tiefstehenden Währungen der Nachbarländer hemmend. Trotzdem läuft im internationalen West—Ost-Verkehr ein Expreßzug Paris—Moskau—Sibirien und im Nord—Süd-Verkehr ein Expreßzug Berlin- Schweiz—Italien, der Berlin mit Rom in 35 Stunden verbindet. Bei allen Fragen des Tarifwesens muß beachtet werden, daß jeder Verfrachter und jeder Reisende für den Transport auf der Reichsbahn einen Teilbetrag für Reparationszahlungen leistet. Aber auch hier sind bereits große Erleichterungen eingesührt worden. Der Normaltarif wird einer Durchsicht unterzogen. Dabei werden die Wirtschaftskreise weitgehend gehört. Die Umstellung der Reichsbahn auf kaufmännische Geschäftsführung tritt auch besonders in der Einzelabrechnung der Reichsbahnbezirke in die Erscheinung. Jeder Bezirk soll zukünftig seine Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz aufstellen. • * Der Februarausweis derReichs- bahn. Nach h@n Ausweis der Reichsbahngesell-- schaft hat im Februar der Güterverkehr durch Transporte für die Frühjahrsbestellung und durch Baustofftrans Porte eine Belebung erfahren, die jedoch durch den weiteren Rückgang im Versand von Kohle und landwirtschaftlichen Erzeugnissen größtenteils wieder ausgeglichen wurde. Der Personenverkehr hielt sich im allgemeinen auf der Höhe des Januar. Die Einnahmen im Februar belaufen sich auf insgesamt 292,82 Millionen, die Ausgaben auf insgesamt 268.43 Millionen Reichsmark. Dazu treten an außerordentlichen Ausgaben 6,9 der Reparationsschuldverschreibungen, 49,2 zur Ausgleichrücklage, 4,85 Vorzugsdividendenrücklage. Die Summe aller Ausgaben betrug 333,29 Millionen Reichsmark. Der Personalbestand betrug im Januar 682 795 Kräfte, dazu 6736 Hilfsarbeiter. * Keine Fusion der Hamburg- Amerika-Linie und des Norddeutsch e n L l o y d. Zu den Nachrichten vor einem Zusammenschluß der beiden führenden deutschen Schiffahrtsgesellschaften wird von Verwaltungsseite mitgeteilt, daß wohl Verhandlungen ge» führt worden sind, die Betriebsvereinbarungen und Maßnahmen zum Gegenstand hatten, um ein Gegeneinanderarbeiteir der beiden Gesellschaften äu vermeiden, daß jedoch von einer Fusion nicht Die Rede sein könne. Zu den Vereinbarungen wird vor allem die Regelung der Dampferabfahrten gehören, ferner ist es möglich, daß Hapag und Lloyd die Pieranlagen in Neuyork, die Hapag wahrscheinlich bei den letzten Verhandlungen von Harriman zurückerworben hat, gemeinsam bewirtschaften werden. Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin^, 20. März. Die Börse zeigte während der ersten Stunde das am Wochenschlusse übliche Bild. Die Kundenorders liefen zunächst sehr spärlich ein, und die Spekulation hielt sich stark im Hinter, gründe. Infolge der G e s ch ä f t s st i 11 e mußten daher zahlreiche Kursnotierungen ausgesetzt werden. An den führenden Terminmärkten waren leichte Abbröcklungen zu verzeichnen, da nach den vorangegangenen Steigerungen Gewinnmitnahmen erfolgten. Nach Ueberwindung der Realisationen setzten bald wieder neue Steigerungen ein. Stimulierend wirkte die Erwartung einer weiteren Diskontherabsetzung im April, ferner die außerordentliche Flüssigkeit des Geldmarktes, verschiedene freundliche Nachrichten aus der Wirtschaft und schließlich die Rede des Reichswirtschaftsministers. Das Publikum schien sich später wieder dem Kassa- markte zuzuwenden. Im D e v i s e n v e r k e h r trat ein er heblicherSturz desfranzösischen Franken ein. Paris, das am Vortage noch mit 136 gegen London genannt wurde, ging heute auf 138,75 zurück. Dieses Moment trug die anfängliche Unsicherheit in den Verkehr. Brüssel lag demgegenüber kaum verändert. Am G e l d m a r 11 war das Angebot weiter sehr reichlich. Die Sätze sind unverändert. Börsenkurse. Frankfurt a.M. Berlin Schlug-! t»Ubc- Schluß. Anfang Kurs I Kur, Kur« 't'ir-. Datum: 19. 3. 20. 8. 19 3 20 8 5% Deutsche Reichsanleihe • 4% Deutsche Reichsanleihe • 0,388 1 0,3887 0,3875 0,385 — 1 _ 0,3775 — SV90/o Deutsche Rcichkanlethe 0,390 — 0,38 3% Deutsche ReichSänlethe . Deutsche Sparprämienanleihe 4% Preußische flonsols . . . 0,15 - 0,475 0,4625 0,23" 1 — 0,370! — 0 '2255 0,375 — - 0,390 । — 0,330 - 0,36 0,375 0,355 96 gi/.o, Aeffen .......... Deutsche Wertb. Dollar-Ant. dto. Doll.-Schatz-Sluirrisng.'i 100 - 99,5 ! - 99,75 — 4% Bontürfett......... 5% Gold Mexikaner ... . 1 11,751 11,5 11,7 , - 1 38,5 1 - - Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und Privat-Bank 153 l — 152,25 152,5* Hl | 111,5* 110,5 111,5* Darmst- und Naiionalbank ■ 129 j - 128.5 129,5- Deutsche Bank........ 128 ; 127 128’ Deutsche Bereinöbank .... Disconto Couunandit . . Metallbank.......... 78,51 - 122,751 — 122,5 124* 85,75 j 89,5 Mitteldeutsche Kreditbank. Oesterreichische Creditanstalt 103.5 : 103,7* 6.65 > 6,75 103,5 6,62 103,6* 6,9 . . 134 75 67 75 99 96,5 92,5 86,75 88/25 114 50,12 50 28 43 96.4 75.75 30,5 5,75 115 49.5 58 131,7* 76 69,75 98 97,75* 88 113,7* 98 117 50 55,5 90 130.4 74 74 88.12 115,25 50.5 50 41 115,5 50,25 116 97,25* 93,5 87,75* 114' 50,25 50,5 I 90,25 i 131,4* 75,4 76 Devisenmarkt Derlm—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. 19 Mar,. 20 März. Amtliche Geld Koti rung Briei Amtliche Notierung Geld Brief Amst.-Roli- 168,12 168,54 168,14 168,56 Buen.-Aires 1,654 1,658 1,653 1,657 Brff.-Antw 16,87 16,91 16,88 16,92 Christiania. Kopenhagen 89,94 90,16 90,24 90,46 109,96 110,24 110,16 110,44 Stockholm . Hrfstngfors 112,43 U2f71 112,47 112,75 10,552 10,592 10,554 10,694 Ätalien. . 16,86 16,90 16,84 16,88 London. . 20,389 20,441 20,394 20,446 'fleutiorf . . 4,195 4,205 4,195 4,205 Paris. - . 14,99 15,03 14,79 14,8.3 Schwei; . . 80,(6 80,96 80,76 80,96 Spanien ■ 59,13 59,27 59,10 59,25 Japan . . . 1,902 1,906 1.901 1.905 Rio de Jan Wien in D.- 0,599 0,601 0,599 0,609 Ceft abgcst 59,17 59,31 59,15 59,29 Prag . . . 12,421 12,461 12,421 12,461 Belgrad . . 7,3« 7,40 7,38 7,40 Budapest. . Bulgarien 5,875 5,895 5,878 5,898 3,047 3,057 3.03 3,04 Lissabon 21,275 21,325 21.275 21.325 Danzig ■ - Konstantin. 80,88 81,08 80,89 81,09 2,18 2,19 2,175 2,185 Atben 5,82 5,84 5,82 5,81 Canada. . . 4,18 4,19 4,18 4.19 Uruguan . 4,255 4,265 4,265 4,275 Banknoten. Berlin, 19 Mürz Geld Briet Amerikanische Violen..... 4,185 4,205 Belgische Noten ....... 16,83 16,91 Dänckche Noten ....... 109,72 110,28 Englische Noten. ....... 20,36 20,46 Französische Noten...... Holländische Noten .... 15,13 167,78 15,21 168,6? Italienische Noten...... 16,92 17,00 Norwegische Noten...... Deutsch Oesterr-, ä ioo Kronen 89,86 59,085 90,32 59.385 Rumänische Noten...... 1,77 1,81 -vchwedischc Noten..... 112,12 112,68 Schweizer Noten ..... 80,65 81,05 Spanische Noten ...... 59,05 59,35 Tschcchosloivakische Noten .. 12,387 12,447 Unoontor Noten . ... 5,64 5,88 Frankfurter Börse. ((Sigener Drahtbericht des .Gießener Anzeigers"., Frankfurt a. M., 20. März. Tendenz: B e - h a u p t e t. — Die im gestrigen Abendoerkehr hervorgetretene Neigung zum Nachgeben des Kursniveaus kam heute infolge Mangel an Kauf- und Unternehmungslust vereinzelt etwas schärfer zum Ausdruck, zumal anregende Momente nicht Vorlagen. Die A b s ch w ä ch u n g e n zeigten sich etwas fühlbarer am Schiftahrts- und Montanmarkt, wo infolge von Gewinnmitnahmen Kurseinbußen heroortraten, die sich aber in engen Grenzen hielten. Bei Beginn des amtlichen Berkehrs'wurde die Stimmung etwas zuversichtlicher, so daß die Kursverluste zum größten -teil wieder aufgeholt werden konnten. Damit war der feste Unterton wieder hergestellt. Die Führung hatten Farbwerte, die lebhaft begehrt waren und etwa 1 Prozent anziehen konnten. Besonders fest lagen Holzverkohlung plus 2,5 Prozent. Elektroaktien konnten ihre Steigerungen artsetzen. AEG. plus 0,5 Prozent. Licht und Kraft plus 0,75 Prozent. Lahmeyer gut befestigt plus 2,5 Prozent. Eelektrifche Lieferungen waren dagegen angeboten und büßten 2,5 Prozent ein. Auch Siemens & Halske lagen 0,75 Prozent schwächer. | | Montana11ien lagen nicht einheitlich, aber überwiegend behauptet. Schwächer gingen Kali- aftien aus dem Verkehr hervor. Aschersleben minus 2 Prozent. Westeregeln minus 0,75 Prozent. In Bankaktien konnte sich nennsiswertes Geschäft nicht entwickeln. Die Kurse blieben gehalten. Schiff- fahrtsaktien senkten sich zunächst um etwa 1 Prozent, nahmen aber später wieder eine feste Haltung an. Von Maschinenaktien wurden Karlsruher 0,5 Prozent höher. Autoaktien waren wenig verändert. Bon Zellstoffaktien hatte Waldhof einen Gewinn von 1 Prozent zu verzeichnen. Baustoff- aftien lagen fest. Wayß & Freytag plus 1L5 Proz Zuckeraktien tendierten dagegen nach unjen. Deut'- sche Anleihen verkehrten ruhig und ohne nennenswerte Veränderungen. Pfandbriefe lagen geschäftslos. Von ausländischen Renten gaben Türken etwas nach im Hinblick auf die türkisch-griechischen Konflikte. Der Freiverkehr war eher schwächer. Brown Boveri 67, Entreprise 10, Growag 55, Ufa 50, Unterfranken 69,5 Prozent. Der weitere Verlauf brachte feine wesentlichen Veränderungen. Trotz der geringen Umsatztätigkeit blieben die Kurse gehalten. Am Geldmarkt war das Angebot weiter außerordentlich stark. Wan erwartet nach Mitteilung eines Mitgliedes des^Reichsbank- direktoriums nach Ostern eine weitere Diskont- er Mäßigung Tagesgeld 5 Prozent, Monatsgeld 6 bis 7,5 Prozent. Jndustrieakzepte 57/s bis 6 Prozent. Im D e v i s e n v e r k e h r gab Paris gegen London erheblich nach. Die Pßindparität stieg auf 137,50. Brüssel lag ebenfalls schwach mit 121,25 gegen London. Berliner Produktenbörse. Berlin. 19. März. An der Mittaasbörse enttäuschten die wenig veränderten teilweise eher abgeschwächten Liverpooler Anfangskurse. so daß die gestrigen Abendnotierungen und die heule vormittag gesprochenen Preise sich nur behaupteten. Die stark erhöhten Eif° Forderungen sanden weniger Beachtung. Effektive Ware für Weizen behauptet desgleichen für Roggen. Hier vermochte auch die Bewilligung des Kredites für die Roggen-Valorisation im volkswirtschaftlichen Ausschuß wenig Einfluß auszuüben. Im Zeit- Handel eröffnete Weizen etwa 1,50 Mark höher, Roggen dagegen unverändert. Gerste etwas fester. Hafer ziemlich uneinheitlich, Mehl im lebhaften Verkehr. Futtermittel ruhig. Es notierten per 1000 Kilo: Weizen, mark.. 255 bis 259; Roggen, märt. 157 bis 162: Gerste, mark., 166 bis 190; Futtergerste 138 bis 152; Hafer, mark., 163 bis 173: per 100 Kilo: Weizenmehl 33 bis 36,50; Roggenmehl 22,75 bis 25. Wcizenkleie 10,20 bis 10,40; Roggenkleie 9,20 bis 9,40; Viktoriaerbsen 25 bis 31: kleine Speifeerbsen 23 bis 25; Futter- erbfen 19 bis 21; Peluschken 20 bis 21; Ackerbohnen 20 bis 21; Wicken 23 bis 25,50; Lupinen, blau, 11,50 bis 12,50; Lupinen, gelb, 14 bis 14,50; Serradelle (alt) 16 bis 21; Serradelle (neu- 26 bis 29; Rapskuchen 14,50 bis 14,70; Lein kuchen 18,40 bis 18,60; Trockenschnitzel 8,50 bis 8,75: Kartoftelflocken 13,70 bis 14: Sohaschrot 18,50 bis 18,60 Marl. Wettervoraussage. Nördliche bis östliche Winde, schwacher Nachtfrost, tagsüber wolkig mit Aufheiterung, durchweg trpden. Gestrige Lagestemperaturen: Nkaximum 6,9 Grad, Minimum minus 0,6 Grad, heutige Morgen- temperatur 1,3 Grad Celsius. Rundfunk-Programm des Frankfurter Senders. (Aus der „Radio-Amschau".) Sonntag, 21. Mörz: 8 bis 9 Uhr: Morgenfeier, oeranftaltet vom Wartburgoerein Frankfurt a. M. 11.30—12 Uhr: Große Erzieher: Aus den Dialogen des Plato Hl. 12—1 Uhr: Mittagsständchen, veranstaltet oon der ftapeUe John Abriani. 3.30—4.30 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Joh. Seb. Bach. 4.30—5.30 Uhr: Die Stunde der Jugend. (Für Kinder vom 4. Jahre ab.) 6—7 Uhr: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung: „Kalewala, das Nationalepos für Finnen", Vortrag und Vorlesung von Dr. Carl Gebhardt. 7—7.30 Uhr: Die Bucher- stunde. 7.45—8 Uhr: Vortrag des Afrikaforschers Hans Schomburgk (anläßlich der Aufführung seines Films „Mensch und Tier im Urwald" in den Zoo-Kulturlichtspielen). 8.30—9.30 Uhr: Gastspiel Ludwig Wüllner 9.30—10.30 Uhr: Übertragung von Kassel: Konzert des Kahseschen Mädchenchors. Anschließend bis 12 Uhr: Uebertragung aus Berlin: Tanzmusik der Berliner Funkkapelle. Montag, 22. IHäcj: 3.30—4 Uhr: Die Stunde der Jugend. (Für Kinder vom 13. Jahre ab.) 4.20—5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Die Oper der Woche. 5.45 bis 6.10 Uhr: Die Lesestunde (Die 97ovelle): Aus dem „Dekameron" des Boccaccio. 6.15—6.45 Uhr: Funkhochschule Frankfurt a. M.: „Die Zukunft des Senckenbergischen Museums", Vortrag von Prof. Drevermann. 6.45—7.15 Uhr: „Frühjahrsarbeiten im Obstgarten", Vortrag von Garteninspektor E. Junge. 7.20—7.30 Uhr: Stunde der Frankfurter Vereinigung für Heimatkunde. 7.30 Uhr: Uebertragung aus dem großen Saal des Saalbaues: Kon- zert des Sängerchors des Lehreroereins Frankfurt. Brauns WUbnftx I o//e Arten Gewebe !7 ohne Kochen! I Vorteilhaftester Bezug in großen Originalflaechen zu RM 6.50 Man achte auf unversehrten Plombenverschluß. MAGGI5 Würze ist einzig Die CoP» 21. N Sie 0 danke" «AZ jede'" imikun freit >oe> Wuinjn die alle" baren L halle-.21; jjbernnnn die Brief t-5 wage" Doch 0lorin- > 0 fdiiKf-,r; bäh’ inlfy Miitlle"" * e tranken w Ma1;; tuerei. M ober ich i( (fr sagte wollte. De gestern nc schlossen I Zukunft t erwarte v helfe -: .Mass M P ria-. Mn sich Grace Hf Spiel, ein daran geh Nu •c **a fünf; P«38ni «er ÄS •4a Die tolle Herzogin. Roman von Ernst Klein. Copyright by Earl Duncker, Verlag, Berlin. 21. Fortsetzung Nachdruck verboten. Sie ging einige Schritte auf und ab, diesen Gedanken in sich prüfend und formend. Mit angstvollen Augen hing Grace an jeder ihrer Bewegungen. „Vielleicht geht es", sagte Gloria dann. „Auf jeden Fall must es versucht werden, denn der Vater must unter allen Umständen von jeder Sorge befreit werden, von jeder Sorge! Sowohl wegen des Dokumentes, wie deinetwegen!" In Grace sprang sofort die Freude empor. Was die ältere Schwester kaum zu hoffen wagte, sah sie schon als getan. Sah sich schon befreit von der furchtbaren Last. Von der Qual, die sie selbst sich auferlegt hatte. Aber noch galt es, eine große Gefahr zu überwinden. Las Valdas hatte ihr versprochen, ihr die Briefe am Abend zurückzugeben. Wie sollte sie es wagen, sie sich zu holen? Doch freier und fließender sprach sie jetzt zu Gloria. „Als wir gestern abend von dem Ausflug zurück- kamen, trat mir in der Halle sein Chauffeur entgegen und sagte mir, sein Herr liege zu Bett und bäte mich, ihn für einen Moment zu besuchen. Schüttle nicht den Kopf, Gloria! — Ich habe nichts dabei gefunden, mich nach dem Befinden eines tranken Gastes unseres Hauses zu erkundigen. Ich ging -also hinauf ganz offen, ohne jede Geheimnistuerei. Warum auch nicht?--Er lag im Bett, aber ich sah sofort, daß er anders war wie sonst. Er sagte mir kurz und bündig, was er von mir wollte. Den Vertrag müßte er haben, den der Vater gestern nachmittag mit den srernden Herren abgeschlossen hat. Seine ganze Karriere, seine ganze Zukunft hinge davon ab, und er setzte hinzu, er erwarte von meiner Liebe, daß ich ihm dazu verhelfe --l" „Was? — Von deiner Liebe?" Wie Peitschenhiebe kamen diese Worte aus Gloria. Munde, und wie unter Peitschenhieben wand sich Grace unter ihnen. Id) habe dir ja gesagt — es war nur ein Spiel, eine Spielerei. Ich schwöre dir, nie habe ich daran gedacht —" „Weiter, Gcace! Wenn du überhaupt an etwas gedacht hättest, säßen wir jetzt nicht hier! Die Gedankenlosigkeit ist die größte Sünde, die ein Mensch auf sich laden kann. Dein ganzes Leben war bisher Gedankenlosigkeit, — ich hoffe, du wirst nun umlernen." Grace nickte. „Ja, idj werde umlernen. Ich habe schon umgelernt, Gloria. Aber jetzt, dieses eine Mal, laß mich nicht im Stich! Höre an! Ich traute meinen Ohren nicht, er wurde dringlich und brutal beinahe, ich habe ihm ins Gesicht gelacht. Und da — da-- da sagte er mir, es würde den Anwalt meines Mannes wohl interessieren, die Briefe zu lesen, die ich ihm geschrieben hätte. Sie lägen sein säuberlich versiegelt in seinem Schreibtische in London. Gloria, — wer hätte je geglaubt, daß ein Mann unserer Kreise solcher Schurkerei fähig wäre?!" „Es scheint, daß dem doch so ist!" sagte Gloria trocken. „Id) habe mid; vor ihm auf die Knie geworfen, und id) habe mich vor ihm gedemütigt! Ich weist nicht, wie sehr id; mich gedemütigt habe! Ich bot ihm meine Perlen, meinen Schmuck — da hat er nur gelacht, das Dokument wollte er — nichts als das Dokument! Ich hätte cs dennoch nicht getan, wenn er mir nicht gesagt hätte, er wollte cs nur lesen, es für sich abschreiben, weiter nichts. '2(m Morgen könnte id) es zurück haben. Dafür werde er mir heute abend die Briefe zurückstellen. Und er hat sein Wort gehalten. Id) selbst habe cs mir bei ihm geholt — leider zu spät, denn id) kam nicht mehr rechtzeitig in die Bibliothek. — — Das ist alles, Gloria." Gloria antwortete nicht, sie überlegte. Wenn man schnell zupackte, könnte das Unglück verhütet werden! Las Valdas dürfte auf keinen Fall nad) London zurückfahren. Zunächst aber müßte das Papier, dos ihr in den Händen brannte, in die Bibliothek zurückgebracht werden-- „Komm!" sagte sie zu Grace. „Was willst du?" „Ick) werde mit Las Valdas reden. Komm!" Lord Burnham saß mit Graham noch in der Bibliothek, als seine beiden Töchter vom Park her eintraten. Er hatte sich noch immer zu keinem Entschlüsse durchringen können. Wußte nod) immer nicht, was er tun sollte — dem alten Manne ging es ebenso um die Ehre seines Hauses, wie um den schweren, geschäftlichen Verlust, der ihn durch den Diebstahl bedrohte. So trafen ihn Gloria und Grace. Jetzt hatte er nicht einmal die Kraft, sich vor ihnen zu verstellen. Er sagte ihnen, was geschehen war. Zeigte, wie er am Morgen den geöffneten Schrank vorgestinden. Hielt ihnen das gelbe Kuvert hin-- Gloria lachte. Lachte so, daß er beinahe zornig wurde. Graham riß erstaunt die Augen auf. Grace, die sich nicht so in der Gewalt hatte, wie ihre Schwester, zitterte am ganzen Leibe und hielt sich wohlweislid) hinter Gloria. Die aber warf dem Vater die Arme um den Hals. „Aber, Papa, ich wette, du und Graham, ihr seht nur Gespenster. Schau dir diesen Haufen Papiere an, die hier auf dem Schreibtische liegen. Ich bin überzeugt, ihr habt dann nod) nicht nachgesucht. Männer können ja überhaupt nicht suchen. Die müssen gleich alles finden." Lord Burnham wollte sich frei machen, doch Gloria hielt ihn fest. „Ich sage dir ja, mein Kind," rief er, „ich selbst habe das Kuvert in Gegenwart von sieben Herren in dos Kuvert gesteckt. Habe dieses Kuvert in den Schrank gelegt und ihn versperrt. Du wirft mir dock) zugeben, daß ich weiß, wie man mit diesem Schrank umgeht." Graham nickte kräftigste Bestätigung. Doch Gloria ließ sich nicht beirren. In ihrem Innern war alles wund und weh. Doch tapfer kämpfte sie den Kampf zu Ende, um des Vaters willen — „Du siehst doch, daß der Schrank nicht geschlossen war. Bis jetzt gibt es nur zwei Menschen, an deren Unfehlbarkeit ich glaube. Der eine ist der Papst, der andere Tante Pamela — von deiner Unfehlbarkeit, mein geliebter Papa, bin id) bei allem Respekt nicht so durchdrungen. Wenn du vor Gott, deinen Herrn, gestellt wirst, kannst du auf deiner Seele Ewigkeit schwören, daß du das Papier, das dir heute fehlt, auch wirklich in das Kuvert gesteckt hast?" Scherxhast klang diese Frage. Ihre schönen blauen Augen lachten den Vater an. und doch hätte sie meinen mögen in diesem Augenblick. Lord Burnham wurde unsicher. Mein Gott — es konnte immerhin möglich sein. Er hoffte es ja so gern, wäre ja so glücklich gewesen, hätte er sich tatsächlich geirrt. Nachdenklich rieb er sich das Kinn und warf zögernde Blicke auf den getreuen Graham. Der neigte den kahlen «chädel, zog die Achseln hoch — und als Gloria auch ihn anlachte und anfunkelte, begann er ebenfalls zu zweifeln. Hof- fen--das wagte er noch nicht. „Mylord," meinte er, „möglich ist alles. Es ging gestern etwas wild und überhastet zu. Und in diesen Papieren haben wir wirklich noch nicht nachgesehen." Schon war Gloria über dem Stoß Akten. Grace begann Mut zu fassen, schloß sich ihr an und während nod) Lord Burnham und Graham halb zwei- seld, halb belustigt ihnen zusahen, gelang es Gloria, durch Grace gedeckt, das unselige Vapier just in das Aktenbündel zu schieben, das obenauf lag. Es trug die Aufschrift: „Sachalin." Mn teilte sie das ganze Bündel in vier Teile, gab jedem der Anwesenden einen — dem Vater schob sie gleich den rid)tigen hin. Er selbst sollte die Freude haben--- „Und nun wollen wir einmal systematisch suchen!" Lord Burnham griff nach seinem Anteil, schlug das erste Aktenfaszikel auf — zwischen dem zweiten und dritten Blatt lag das Papier. „Graham, Graham," stammelte er, „ich bin wirklich schon alt und Sie sind noch älter! Da — da haben Sie es! Aber Gott allein weiß, wie es da hineinkommt. Ich selbst habe doch---" Fassungsloses Kopsschütteln bildete den Rest dieses Satzes. Mit fasiungslosem Kopfschütteln begleitete Graham die Worte seines Chefs. Gloria aber küßte in ihrer hellen Freude den Vater auf Mund und Augen und Wangen. Grace, mit klopfendem Herzen, kam schmeichelnd von der anderen Seite heran. So überwanden sie seine letzten Zweifel. „Uff," atmete er, „Graham, das war wirklich ein Schrecken um nichts! Aber jetzt wollen wir das Papier doch richtig einschließen!" Gloria und Grace zogen sich zurück. Als fid) die Bibliothekstür hinter ihnen ge- schlosien, griff Gloria hastig nach einer der Säulen, die sie schmückten. Alle Farbe wich aus ihren Wangen — sie wankte. (Fortsetzung folgt.) - lifirfauig ein! •-,1»»- .•<■5 «Ywiv Kalb —..... I .. geloftbcingt in grffler Auswahl Neustadt V 56 y / J.B, \ Häuser < Gießen / i^Sperrholz . tn Gaboon, Erle u Kiefer 3—25 mm x - a schwed u. bayr. Hobelbretter, sowie e®* ® Spalter letten, ebenso Eichen- nub Buchenichntttwaren liefern in allen *~o Stärken 6 >70 ip LugendürrLLo.,Siehrn Ta» Telephon 149. Gewaschene Ruhr- Nußkohlen hochwertig and sparsam türHaus- u. Küchenbrand -twa fünfzig Prozent höhere Heizkraft gegenüber Braunkohlenbrikett», rußen und rauchen wenig. geringe Rückstände. I93ss In allen größeren Kohienhandl, erhältlich Steinbruch in der Nähe eines Dberbeff. Städtchens, aufgeschlossen mit gutem Material für Pflastersteine ufro., 10Minuten vom Güterbahnhof entfernt, gegen Kasse oder ctft* Hastige Sicherheiten zu verfaulen. Schriftliche Angebote unter 2471D an den Gießener Anzeiger. Zur Führung des SvezialauSschankeS Zum Mainzer Rad in Friedberg (fl.) werden baldmöglichst litilige, jöogers Hleule gesuchr. Geeignete kauüonSfäbige Bewerber lMetzaer bevorzugt» wollen schriftliche Angebote einreichen unter genauer Angabe bisheriger Tätigkeit und zur Bersügung stehender Barmittel unt. z477nz a.d.Gietzener Anzetg. Gasherde erstklassige Fabrikate 2551D Beachten Sie meine Ausstellung SflT* Teilzahlungen -WA Sem Wei, Stilreinen Achtung Rosenfreunde! Wo kauft ihr am billigsten eure Rosene- Nur in Gillmanns Rosenmchterei. Buschrosen mit Neuheiten von 30-59 Pfennig. Hochstämme 1.50 — 2.80 Mk Okur gesunde Sämlingsstämme ohneBrandbefchädigung Gillmanns Rosenzüchterei Gießen, Edcri'trake 20. 01955 DIE 5AUERSTOFF=ZAHNPASTA BIOX ULTRA STARK SCHÄUMEN P Husten Sie? daher hochwillkommen r Kaisers! Brust- Karamellen! mit den „3tännen^jfl so versäumen Sie keine Minute und kaufen Sie die von Millionen tägl. gebraucht. Kalser’s Brust - CarameL len t Sie helfen Ihnen b. Husten, Heiserkeit, Katarrh, Verschleimung, Krampf- u. Keuchhusten, jedem. 7Ann Zeugnisse von Aerzten u. Privat. < U JU Vor Erkältungen sind Sie geschützt, wenn Sie -ine Kaiser-Caramelle im Munde li ben. Paket 40 Pf.. Dose 90 Pf. Achten Sie auf die Schutzmarke 3 Tannen. Zu haben in Apotheken, Drogen n und wo Plakate sichtbar. 10391D la Semem bester Qualität, unter Syndikatspreis. C.Rübsamen,Gießen Fernsprecher 1659.gl24c 2200V von 40 Mark an. Teilzahlung bis zu 1 Jahr. Direkt von der Spezial fahr ik. Preisliste gratis m d franko. Backofen-Industrie Lauterbach 234 In Hessen. Fleisch-Räucher- und Aufbewshrunqs-Schränke ■ e s e ■ R ■ ■ Ä n ■ D ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ a Ei ■ B ■ ■ a ■ n 7392 ärztliche Urteile In diesem Sinne lauten 7392 ärztliche Gutachten Uber KATHREutlERS MALZKAFFEE das Getränk der Millionen. 1 Pfund-Paket nur 50 Pfennig. s Mr KK /Men* AniA -Am, ■w Düngekalk bester Qualität, billigst abzugeben. C. Rübsamen Gießen 01899 Televbon 1659 C f* h I a f Ist das beste Heilmittel, wwlliai üleiallbetten für groß und klein, Stahhnatratzen, auch mit Zubehör. frachtfrei an Private. Ueberall eingeführt seit 1911. Bequeme Bedingungen. Katalog 729 frei. Eisenmöbelfabrik Suhl (Mr.) SröWooDÄ iaub.mild.unschädl. Juck. u. fast a. Hautleid., 1000000f. bew. 'Batf. 1.50. Drog. Farn, Schulstr. AucbVersd. Hansa Handelsschule /. Kunzeimann Gießen, Bahnhofstr 60 vorn. Hermes Neue Kurse 20. April. nr kämc kj gut und billig, reelle reife Ware, 9 Pfd. Hclstsiaer Käse .k 3 95,9Vfd. rote Kugel- Käse 3.95, 9 Pid dän. Tafellettkäse Jt 8.10. 9 Pfd. dän. Edamerletlkäie Jt 10. 9 Bsv. Tilsiter Fettkäse 1 J<. 9.45, 9 Pfd. Tilsiter Fettkäse N ^8.20, !> Pfd. dän. Schweizerfett- käse .^9.90, ab Kiel. Nachnahme. Holnet- utsches Kafelager Aobe. Kröger. Kiel ?lr. 37, Hasfel- inannstr. 111.17. iu<'bs / INDANTHPENHAUS \ ECHTFARBIGE 8TGFFE Indanthren WASCHECHT LICHTECHT VERLANGEN SIE UNSER WAREN VERZEICHNIS SX TRAGECHT 'J WEITERECHT FÜ» ALIS IWetKE «MUSTERT UND EINFARBIG IN GNOMEN AUIWAHL ■ FRANKFURT <*/mKAISER-STR. 1 9 MUSTER GERNE ZU DIENSTEN MM1MWWWWWWWM« Einige Beispiele unserer Leistungsfähigkeit: M. 1.40,1.20, 1.10, 88 Pf. Perkai für Hemden und Blusen M.1.10, 88, 64, 56, 35 Pf. Handtuchstoffe iGebr.Weil 17 bei 2537a eWWm Elementarsch ulnntorrioht. a f UBERSEEREISEN August Frensdorf,Giehen Telephon 215 Frankfurter Stroke 31. ö 2536a 256Qa Kinder! Betten mit allem Zubehör, in größter Auswahl 2563s Gießen: Sally Loeb, Bahnhofstr. 52 a s EmmerlcherWaren Expedition Llndenpletx 1 eröffnet habe. Telephon 1257 01993 Lacke- und Farben-Spezial-Geschäft Walltorstraße 12 Walltorstraße 12 Bett-Kattune, schöne Muster . . M. 1.15,1.05, 95, 78 Pf. Schürzenzeuge, 120 br., reine Stuhlware, 1.75,1.65,1.45 M. Rockbiber . Kleiderdruck Mk. 4.80 Mk. 4.40 Echt blau Java Echt gelb Java M. 1.10, 98, 78 Pf. M. 1.10, 98, 75 Pf. Ab Dienstag, 28. Mürz, ». habe einen groben Transport Hemdentuche...... Hemdenflanelle, kariert M.1.10, 95, 85, 75, 52 Pf. . . von M. 1.50 bis 68 Pf. Nk. Erich Soititi' Beachten Sie unsere Schaufenster bie Peter und fünfte npfferuiig Kiner Le Sr.Meil S)inbtnl UlstMinist Bitte. Dr. Turtiui der vreußi der preuhi Rudolf Rödiger Walltorstraße 35. '4W4W 2 9?ti -reich« loh". RBOBL MASSIGE PERSONEN- UND TR ACH TBE TÖRDER UNG NACH ALLEN TEILEN DER WELT Ne* New yert and Boaton gemelaeee eil UNITED AMERICAN LINES Erstlings-Artikel In großer Auswahl: Jäckchen v. 45 Pf. an, Höschen v. 68 Pf. an, Nabelbinden 22 Pf., Hgg. Windeln v. 63 Pf. an Neustadt 10 lag uni Anschri richt-n: P zranisn Tapetenhaus Otto Täubert Seltersweg 70 Die Köl Dorsrühl' deutschen Desreiun Lunder, die Siras lausender Von all Hahnen, taggen her Ärh durch die bürg di ioirft. her ihn! I u g mit .^auvlbah den 'Somt Sicht' S Rein Mako, 80 breit, 1.25 M. Nessel .... 75, 68, 58 Pf. Satin, viele Farben, 1.35 M, Bettuchbiber, 150 breit schwere Köperware,2.4V M. Bettuchleinen iMbroit 2.35 M. Haustuch. 150 breit schwere Stuhlware, 2.35 M. usw. Geschäfts-Eröffnung! Hiermit mache ich die Einwohnerschaft von Gießen und Umgegend höfl. darauf aufmerksam, daß ich Walltorstraße 12 ein Spezial-Geschäft in Lacke und Farben barten fid §r. Ade Provinz 5 Adelina dir ildefs -lach kurze President a i’Würger gegengemnn unb begab der Menge kmSstra^, Um 9.5! Uakhaur. n Köln eintn Hier i meister dic Stabtderor 10.45 jlbt durch di das Aeichzl ländischen Aeamtcnver mmgen. S; ^rttenfdMft' tönen dräng all dem R Fahri hüllen in- M 1U5 u - Hebung | 'precher in tausend Äe Handarbeitsschule von Fe*l. Landmann, Gießen Südanlage 7 Südanlage 7 Unterricht in allen weiblichen Handarbeiten Znechnctdeu der WAscho — Hand und dlsschtnsnnrthsn, Stickerelon jeder Art — Fllot — Klöppeln — Occhi usw. Aendurung von Wäsche und Kleidern. 02547D Beginn des Unterricht« Montag, den 12. April 1926. Durch günstigen Einkauf bin ich in der Lage, meine Kundschaft gut und zu reellen Preisen zu bedienen. Indem ich um regen Zuspruch bitte, zeichne Hochachtungsvoll 1Mea Karlsbader Mischung Mk. 4.00 Weitere Sorten von Mk. 2.60 an 267D und bei den nachstehenden Geschäften, die mit uns ein Abkommen über Lieferung von Gasgeräten auf Teilzahlung getroffen haben: 23380 Edgar Bormann, Neustadt 11 Carl Hensel, Walltorstraße 10 Fr. Heydt & Sohn, Seltersweg 4-2__ Rudolf Rödiger, Walltorstraße 35 J. B. Häuser, Neustadt 56 Brüder Schmidt, Seltersweg 83 Städtisches Gas- u. Wasserwerk Gießen Bade-Elnrlchtungen kauft mart am besten MilsWe schweren u. mittleren Schlages 311m Verkauf. 010l, \ Xi.“ Well unser Stammhaus Ende 1925 mehrere sehr günstige Ueberseektiufe tätigte, können wir zu diesem Ostern einige selten kräftige und hocharomatische Edel-Kaffees »ehr preiswert abgeben. Bahnhofstr. 44 C. Röhr & Co■ Bahnhofstr. 44 2er F, 1’ut einen, < 4)cm. e0£ 8? ® Cbcrbfi Dor.- = hi, !• riefel un, Hy M find L 5? Sri Men ' SÄ m ÄH Hi •?£ l£*t?xS Ä" *8 S sft!1 rende 1 sich IjJS ar«6 ■»*« Di. 8< unteres babers Ss Teppiche ♦ Brücken Bettvorlagen ♦Felle Auch schwer lernende Schüler werden erfolgreich gefördert im 2534h GIESSENER PAEDAGOGIUM I ehrplan einer Realschule. Umschuhmgl Arbeitsstunden! Beste Empfehlungen aus Gießen und Umgegend. Man verlange Prospekt von der Direktion: GleBen a. d. L, LlebigstraHe 46 • Tel. 275 <3cle ox «,X F