& r' •* r- - " I s r c 3 y -tz- -fr 0°«, 0 ii &2 y~8'e~lfco Q -»t02.?S* =£,' 6 >_~S - e l}_^' 3ft?O 5?^ ?52,sa».=^sr6i 5&^? 3»%=S^?S fc8»ai V ■ 9t: M O Q,d o ??3* A„ 52 T “’-SSo4'? 3Ls - 2ga M 6 Äß ;;i Nr. 90 Erstes Blatt Montag, 19. April 1926 176. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Vrvck und Verlag: vrühl'fche UniverfilätL Such' und Steindruderei H. Lange in Sieben. Schriftleitung und Scfchäftrftelle: Zchulttrabe 7. Annahme von Anzeigen für die lagesnummcr bi» zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8. auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klamean-eigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20u . mehr. Chefredakteur Dr. Frredr Wilh. Lange. Verantwortlich kurPol'tik Dr Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Blnmschein, für den Anzeigenteil Hans Füstel, «amtlich in (Biegen. Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertag». Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Bezvgrprelr: 2 Reichsmark und 20 Retchspfennig für Tragen lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: Schriftleitung 112, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe», poftschecttonto: granffnrt am Main 11686. Der Reichskanzler in München. München, 17. April. (Wolff.) R eichS- kan-ler Dr. Luther, Reichsinnenrninister Külz und ReichSfinanzmlnister Dr. Reinhold trafen, begleitet von dem bayerischen Gesandten in Berlin, v. Preger, vormittags um 8.30 llfjr in München ein. Auf dem Hauptbahn- Hofe hatten sich zum Empfange u. a. Ministerpräsident Dr Held und Gesandter Dr. v. H a n i e l --Heimhausen eingefunden. Rach der Begrüßung begaben sich die Herren in Kraftwagen in das Palais des Ministerpräsidenten, wo der Reichskanzler Wohnung genommen hat. Reichskanzler Dr. Luther und Reichsminister des Innern Dr. Külz statteten vormittags 10 Llhr dem Deutschen Museum einen Besuch ab. Exzellenz Dr. Oscar v. Miller übernahm die Führung durch die einzelnen Abteilungen. Darauf wurde die Fahrt zum Reichsfinanzhof angetreten. Im Sitzungssaale des Reichsfinanz- hofeS hieß der Präsident Exzellenz Jahn den Reichsfinanzminister und den Reichskanzler mit einer Ansprache willkommen, in der er darauf hinwies, daß die räumliche Trennung des Reichs- stnanzhoses von Berlin seine Tätigkeit in keiner Weise beeinträchtigt habe. Er stellte mit Dank lest, daß dem Reichsfinanzhof in der Recht- 'prechung alle Hilfe von Berlin aus zuteil geworden sei. Reichskanzler Dr. Luther betonte, nan rönne nach seiner Auffassung mit Fug auch die positiven Seiten der räumlichen Trennung deS Rcichsfinanzhoses von Berlin hervorheben, die darin bestünden, daß die Führer der geistigen Kräfte nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch n den übrigen Städten des Reiches zusammen- aefaßt würden, und daß die Verwaltung und Äerwaltungsrechtsprcchung voneinander abhängig blieben. In einer mehrstündigen Aussprache wurden dann wichtige politische Tagesfragen erörtert. Dabei wurden auch, wie amtlich mitgeteilt wird, die Probleme, die sich aus dem staatsrechtlichen Verhältnis zwischen demReich und denEinzelstaaten ergeben, vor allem nach der grundsätzlichen Seite hin besprochen. Der Erörterung dieser Fragen werden s^h weitere Besprechungen anschliehen. Am Abend folgten der Reichskanzler sowie die Reichsminister Dr. Külz und Dr. Reinhold mit den Herren ihrer Begleitung einer Einladung les Ministerpräsidenten zu einem Abendessen. Daran schloß sich ein Empfang im Hause des Ministerpräsidenten, der neben den Gästen les Abendessens eine große Anzahl von Vertretern der Politik. Wirtschaft. Kunst und Wissen- fchaft, sowie eine Reihe von Vertretern , der Reichs». Staats- und Kommunalbrhörden vereinte. Ministerpräsident Held begrüßte die Gäste und sührte u. a. etwa folgendes aus: „Wir legen das größte Gewicht darauf, daß wir uns als Deutsche fühlen und im Deutschen Reich gemeinsam arbeiten wollen, doch als Bayern, innerhalb les Reiches auch anerkannt werden und uns auf einer Reihe von Gebieten des Staatslebcns, insbesondere aber des Kulturlebens unsere Eigenart auch im großen deutschen Vaterlande zu wahren. Die heute ab~n hier versammelte Blüte bayerischer Wissenschaft und bayerischer Kunst hat ein Recht darauf, sich im deutschen Vaterland von sich aus zur Geltung- zu bringen. Ich bin der Lleberzeugung. daß diese Aussprache auch zum Wohle der Gestaltung der ganzen deutsche"! Innenpolitik in besonderer Br- rücksichtigung auch der Wünsche, die von Bauern von jeher geltend gemacht wurden, sich entfalten Iran. Danach ergriff der Reichskanzler bas Wort und öanite zunächst dem bayerischen Ministerpräsidenten für die freundlichen Worte der Begrüßung. Der Reichskanzler führte dann Lus: Ich möchte mit einem Worte beginnen aus einer politischen ilrfmbe, deren Urheberin die bayerische Regierung ist, daß nämlich das Herz Deutschlands im Süden und der Kopf Deutschlands im Horben fei. Ich glaube, daß in der Bemerkung etwas Wahres enthalten ist. So wenig aus unserem Gedanken- IHatz, ja aus unserem Sprachschatz das Wort ,Mainlinie" verschwunden ist, so wenig können wir und wollen wir an der Tatsache vor- rbergehen, daß sich ganz bestimmte Eigentümlichkeiten des Volkslebens im Süden und im Borden entwickelt haben. Lebendig steht immer tot mir die eminente Bedeutung dieser Kultur des Südens im Gesamtbilde des deutschen Kulturpreises. Es kommt hinzu, daß München so ftarl wie vielleicht kein anderer Punkt Deutschlands mit dem wechselvollen Werden der -neuen Kunst verbunden ist. Ich glaube, daß die Wurzslhaftigkeit der Äultur, die in engerem Kreise im Lande Bayern sicher beson- Lors zu bemerken ist, in keiner Weise eine Gefahr für das deutsche Volkstum ist, sondern um- gekehrt eine Kraftquelle. Gefahrenquellen ctfl-^cn aus engen Kulturkreisen nur dann, wenn nan nebei ihnen den weiteren Kulturkreis vernachläliia . wenn man ihn nicht einzuord- ne n weiß in das Gesamtbild der großen Kul- tur eines Voltes wenn man sich nicht dessen bewußt bleibt, daß schließlich das große Baach, das alle miteinander verbindet, die einheitliche Muttersprache ist. in der die Kulturgüter von Geschlecht zu Geschlecht weiterentwickelt werden. Der Kanzler warnte davor, sich allzusehr üi kulturellen Leben zu versenken. Das Wollen und Handeln müsse zielsicher darüber stehen. Das politische Zusammenfassen des gesamten deutschen Volkslebens sei doch die eigentliche Ausgabe jedes deutschen Menschen. Der Kongreß der christlichen Gewerkschaften. Dortmund, 17. April. (TU.) Heute vormittag nahm in der Kronenburg der 11. Kongreß der Christlichen Gewerkschaften Deutschlands in Anwesenheit von mehr als 200 Delegierten aus allen Teilen des Reiches seinen Anfang. Die Tagung ist insofern von besonderer Bedeutung, als die christlichen Gewerkschaften nach sechsjähriger Pause zum ersten Male wieder zufammentreten und die Fragen, die auf dem Kongreß behandelt werden sollen, die brennendsten Probleme der deutschen Arbeiter berühren. Ministerpräsident a. D. Steyerwald begrüßte in seiner Eröffnungsrede zunächst die zahlreichen Gäste. Der Redner gab einen Rückblick auf die Entwicklung der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse Deutschlands seit dem letzten Kongreß im Jahre 1920. In der Zwischenzeit seien wir wieder ein erhebliches Stück vorwärts gekommen. Jetzt befinde sich Deutschland wieder in einer Wirtschaftskrise, die vielfach als die deutsche D e - flationskrise bezeichnet werde. Sie dürfte aber ihren Höhepunkt bereits überschritten haben, wenn auch mit einer baldigen Beendigung noch nicht zu rechnen sei. Die letzten Jahre seien an der Gewerkschaftsbewegung nicht spurlos vorübergegangen. Auch sie habe eine große Krise überstehen müssen. Trotzdem hätten die christlichen Gewerkschaften heute die' doppelte Mitglieder zahl als vor Ausbruch des Krieges. Die deutsche Arbeiterbewegung sei in der letzten Zeit ein großes Stück vorwärts gekommen. Die Arbeitszeit fei verkürzt morden und man stehe vor der Ratifikation des Arbeitszeitabkommens Die Löhne hätten sich etwas gebessert. Die Lage der deutschen Arbeiterschaft fei im allgemeinen heute noch unbefriedigend, trotzdem wäre es ohne die Gewerkschaften nicht möglich gewesen, daß die Arbeiterschaft wieder auf dem augenblicklichen verhältnismäßig befferen Stand an- gekommen sei. Darauf überbrachten die Vertreter der einzelnen Verbände Grüße. Als erster begrüßte Serrarebs - Utrecht namens der christlichen Gewerkschafts-Internationale, die vierzehn Länder oer- tritt, die Versammlung. Dann schlossen sich namens der christlichen Arbeiterschaft Hollands London- Arnsterdam und für die christlichen Gewerkschaften in Oesterreich A11inger ° Wien an. Die eigentlichen Verhandlungen wurden um 10.30 Uhr von Stegerwald eröffnet, der ein zweistündiges Referat über das Thema „Die christlichen Gewerkschaften und die Gestaltung des deutschen volkslebens" hielt. ES sei das größte Unglück der Gegenwart, daß die Deutschen unter sich einen unfertigen Staat und die Welt ein innerlich zerrissenes Volk vorgefunden hätten. Die Arbeiterschaft habe sich plötzlich und unvorbereitet in den Mittelpunkt der großen Geschichte gestellt gesehen. sei aber nicht reif gewesen, das deutsche Schicksal zu gestalten. Es gebe jetzt keine andern Möglichkeiten als die Ueberbleibsel von dem, was die deutsche Arbeiterschaft in den lebten Jahren erreicht habe, festzuhalten und von dieser Plattform in zäher Arbeit aufwärts zu steigen. Mit der deutschen Wirtschaft sei es nicht gut bestellt. Krieg und Inflation hätten starke Kapitalverwü st ungen mit sich gebracht und die ehemaligen Kredit- quellen des Landes verschüttet. Die Form des Volcsstaates. die wir heute hätten, fei für das Wohl des Volkes noch nicht die richtige. Solange die Arbeiterschaft noch nicht ou°reifenb am Wettbewerb der deutschen Wirtschaft beteiligt sei. könne der Vvlksstaat nicht b~n Inhalt bekommen, den sich di-- Arbeiterschaft vorstelle. Die deutsche Arbeiterschaft stehe in den letzten Jahren und Jahrzehnten vor der Aufgabe, daran zu arbeiten, daß das deutsche Volk den Weg zur nationalen Volkseinheit und zum Staate finde. Dieser Weg sei für viele, besonders aber für die sozialistische Arbeiterschaft, noch umnebelt durch die internationale Klassen- ideologie. Mit dieser Einstellung werde die Arbeiterschaft niemals die Führung im Staat und Volk erreichen. Die christliche Arbeiterschaft habe sich gegenüber den sozialistischen Arbeitermassen den Glauben an das geistige Prinzip bewahrt. Dieser Glaube bedeute die Ueberordnung des Geistes über die Materie. Dor allem brauche Deutschland eine leistungsfähige Landwirtschaft, um die 3 Milliarden Mark für Lebensrnittel, die wir gegenwärtig jährlich vom Ausland einführten, zu verringern. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müßten gemeinschaftlich an der Steigerung der Produktivität der Wirtschaft interessiert werden. Die mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen Stegerwalds wurden in einigen Leitsätzen zufarnrnengefaßt, in denen es u. a. heißt: Die christlichen Gewerkschaften stehen positiv zu allem, was das deutsche Volk in chtlstlichern und nationalem Sinne aufwärts führt. Wir lehnen alle Bestrebungen ab, die auf illegalem Wege eine Aenderung der Staatsform herbeiführen wollen. Bestand, Ziel und Aufgabe der christlichen Gewerkschaften können nicht von wechselnden parlamentarischen Koalitionen abhängig sein. Unter jeder Regierung haben die christlichen Gewerkschaften ihre Aufgabe zu erfüllen und für die Gleichberechtigung und Eingliederung der Arbeiter in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft besorgt zu sein. Alle Bestrebungen von außen, die darauf hinzielen, sich der organifa- torischen Macht der christlich-nationalen Arbeiter- schäft zu parteipolitischen Zwecken zu bedienen, werden abgelehnt. I m b u s ch - Esten erstattete sodann einen aus- führlichen Bericht über die Aenderung des Verhält» niffes zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern und legte der Versammlung eine Ent- schließung vor, in der es u. a. heißt: Aus nationalen, kulturellen und wirtschaftlichen Gründen ist eine Besserung des Verhältnisses zwischen Unternehmern und Arbeitern notwendig. Unter Ablehnung des Klassenkampfes von oben und unten und der grundsätzlichen und praktischen gegenseitigen Anerkennung der Existenzberechtigung müssen beide vom Geiste einer gerechten Einstellung zu einander getragen fein. Ein inneres Bekenntnis zur Volksgemeinschaft und Gewerbe-Solidarität, innere Ehrlichkeit zueinander sind die Vorbedingungen für eine vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit. Jeder Arbeiter muß sich am Wohlergehen seines Gewerbes und seines Betriebes interessieren und sich mit allen Kräften bemühen, sie zu fördern. Ihre Betriebe müssen sie gut ausbauen und möglichst produktiv und rentabel zu gestalten suchen. Die Unternehmer müssen gute Behandlung der Arbeiter auf dem Boden der Gleichberechtigung als selbstverständlich ansehen. Das Recht der Arbeiter, ihre Interessen zu wahren, ist anzuerkennen. Die Löhne müssen so hoch fein, daß sie den Arbeitern eine mindestens menschenwürdige und möglichst eine höhere Lebenshaltung ermöglichen. Trotz besten Willens von beiden Seiten verbleibende Differenzen sind in einer Form auszutragen. daß dadurch die notwendige Zusammenarbeit nicht unmöglich gemacht wird. Jeder muß grundsätzlich dem andern das Recht zuerkennen, seine Interessen energisch zu vertreten. Eini.iungs- und Schlichtungsinstanzen und deren grundsätzliche und praktische Anerkennung sind dringend notwendig. Die Verhandlungen wurden dann auf Montag vormittag vertagt. Dr. Strefemann über die deutsch- russischen vertzundlungen. Die natürliche Ergänzung des Locarnopaktes. Auf einer Iahrestagung der Deutschen Volkspartei sprach Reichsaußenminister Dr. Stic c- mann über außenpolitische Fragen. Dabei g ng der Außenminister auch auf die Frage - der deutsch-russischen Verhandlungen ein und führte hierzu folgendes au5: Es ist für mich sehr schwer, über Vertragsverhandlun- gen zu sprechen, die noch in der Schwebe sind, über einen Vertrag, der weder paraphiert noch abgeschlossen ist. Es ist darüber eine Information derjenigen Mächte crolgt, die mit uns den Rheinlandpakt geschlossen haben. Wir hielten es für richtig, diejenigen, mit denen wir über alle außenpolitischen Grundfragen uns geeinigt hatten, auch über diese Verhandlungen auf dem Laufenden zu halten, ein System, dessen Gegenseitigkeit sich durchaus empfehlen würde. Wer die Vertragsverhandlur.gen mit Rußland als eine Abkehr von der Locarnopolitik ansieht, verkennt den Grundgedanken dieser Politik. Die Verträge von Locarno bezweckten die Ariedenssicherung in Europa. Sie hatten keinen aggressiven Eharakler gegen irgendeine Macht. Wenn sie russische Psychologie lange Zeit da uf eingestellt war, in den Verträgen von Locarno eine Art Kreuzzug gegen Rußland zu sehen, so darf ich darauf Hinweisen, daß diese Auftas- sung bei den Aussprachen in Locarno von Chamberlain. Driand und Dandervelde ebenso zurück- gewiesen worden ist, wie von unserer Seite. Wenn Deutschland mit Rußland Dertragsverhandlun- gen führt, die für beide Mächte darauf hinaus- gehen, sich einer aggressiven Handlung gegen einen der beiden Staaten nicht anzuschließen und im übrigen in wirtschaftlichen freundschaftlichen und beiderseits vorteilhaften Verhältnissen zu bleiben, so ist das ein Grundgedanke, den auch andere Staaten ihrem Verhältnis zu Rußland zugrunde gelegt haben. llnfer£ ganze Politik muh darauf eingestellt sein, unter Anerkennung deut scher Gleichberechtigung eine wirkliche Befriedung Europas herbeizuführen und auf der Grundlage des Friedens Deutschlands Fortentwickelung zu sichern. Denn die Verträge mit Rußland wtn Abschluß kommen, so werden sie die natürliche Ergänzung zu Locarno fein, um diesen obersten Grund- gebauten der deutschen Politik erneut zum Ausdruck zu bringen. lieber die deutsche Vötterbundspvlitik führte Dr. Streternenn noch folgendes aus: Die Mitarbeit Deutschlands in der Studienkorn Mission sei die gerade Fortsetzung der Grunds i ,e, die Deutschland in Genf und vor Genf verfochten habe. Briand habe die „moralische Aufnahme" Deutschlands in den Völkerbund festgestellt und als Außenminister lege der Redner größten We t darauf, festzustellen, daß für die am Rheinpakt beteiligten Mächte die Situation derart sei, als ob Deutschland dem Völkerbund bereits angehöre. Vergeblich habe Deutschland aber auf die versprochenen Erleichterungen der Besatzung am Rhein gewartet. Leider trete immer wieder d ie Angst der fremden Militärs zutage, und es sei wirklich k. ine er n it zu nehmende Einstellung mehr, wenn man im Ausland glaube, daß ein Dutzend im Flie-.en ausgebildeter Reichswehrvffiziere eine Dedrohuag des europäischen Friedens darstellen könnten. Wenn in Locarno in Wirtlichkeit auf militärische Auseinandersetzungen verzichtet wurde und zwar gegenseitig, so sei damit die Aufrechterhaltung der Besetzung deutscher Lande nicht vereinbart. Dir ringen um unsere Kultur, wenn wir unser politisches Mollen darauf einstellen, draußen in der Dell wieder das zu bedeuten, was wir als deutsches Volk nach unserem geschichtlichen Werdegang begehren können im Hinblick auf i'nfec’ Kraft, die in uns liegt, und in der festen Uebeneugung, daß wir gerade durch unsere Fähigkeiten beifraaen können zur Arbeit der gesamten Menschheit, daß wir mit die Grundlage für die Entwicklung der Kultur der Menschheit schaffen Helsen. Die große Frage ist: Wie erreichen wir dieses Ziel? Wir alle wissen, daß gerade in unserer außenpolitischen Lage alles darauf anfommt, daß alle jüngeren Kräfte, alle lebendigen und starken Kräfte zu diesem Zwecke entfallet werden. Rur die volle Ausnutzung der inneren Kräfte kann uns wieder zur außenpolitischen Geltung verhelfen. Wir wissen, daß die Länder als Träger der deutschen Kultur besonders große Leistungen vollbracht haben. Wir wissen, daß insbesondere das Land Bayern in feiner älcberüeferung und in feinen Staatsmöglichkeiten einen sehr großen Teil mit beiträgt zur Entfaltung der deutschen Gesamtkultur. Wir wissen, daß wir auf dieser Bahn weiterschreiten müssen. Ich stehe nicht an, als deutscher Reichskanzler auszusprechen. daß das Schwergewicht der kulturellen Entwicklung da, wo es bisher war, bleiben muß und bleiben soll: bei den Ländern, daß aber alles kulturelle Streben dem einen Ziel dienstbar gemacht werden muß, daß wir alle Kräfte zufammenfasfen. um ein starkes, in sich geschloffenes deutsches Volk und Deutsches Reich darzustellen, das sich behaupten kann in der Welt, und das die Dahn findet, um aus dem jetzigen Zustande wieder emporzuwachsen zu jener Freiheit und Macht, auf die wir em natürliches Anrecht haben. Die Cr- llärungen des Kanzlers wurden von lebhaftem Beifall begleitet. Volksbegehren in Hessen. wie unfere Darmstädter Redaktion aus Greifen der Deutschen Volkspartel erfährt, sind über Durchführung und Ziele der großen P rote st bewegung gegen d i e falsche Finanzpolitik in Hessen, namentlich in letzter Zeit, vielfach unrichtige Mitteilungen von fernstehender Seite verbreitet worden. Demgegenüber wird festgesiellt, daß diese zahlreichen Protestkunb- gebungen, an deren Vorbereitung sich die verschiedensten wirtschaftlichen verbände und lokalen Organisationen beteiligen, und die von der Deutschen Volkspartei und dem Hess. L a n d - b u n d gemeinsam durchgeführt werden, den ausgesprochenen Zweck verfolgen, das Volksbegehren mit dem Ziel ber Canbtagsauf- l ö f u n g vorzubereiten. An biefer Absicht wirb von den Beteiligten unoeränbert -fellgehallen unb bie technischen Vorbereitungen hierfür werden bereits getroffen. Ls unterliegt keinem Zweifel, dah auch die Deutfdjnafionale Volksparte, das Volksbegehren und die anschließende Volksabstimmung unterstützen wird. Gewisse Pressemeldungen über angebliche Unstimmigkeiten, die innerhalb der Oppositionsparteien in Hessen gelegentlich der Aufstellung der Kandidatenlisten entstanden seien, sind völlig aus der Luft gegriffen. Die Ausstellung der Mahloorschläge kommt erst n a ch der erreichten Auslösung des Landtages in Frage unb hat infolgedessen bis heute auch zu keinen Beratungen zwischen den beteiligten Parteien irgendwelche Veranlassung gegeben. Die ZriedensverhandlMMN in Marotto. Die erste Fühlungnahme. — Auslieferung Abo ei 5r'rims? Paris, 19. April. (TU.) Die drei R i f d e l e° gierten sind Sonntag früh um 11 Uhr im Laaer von Berteaux einyetrosfen. Bold darauf waren auch bie französlschen unb spanischen Unterhändler zur Stelle. Der französische 23er- Handlungsleiter General Simon mochte die Ausnahme der offiziellen Friedensverhandlungen von folgenden drei Voraussetzungen abhängig: 1. Nachprüfung bet Vollmachten ber Ris- belegiertcn. Die Alliierten wollen bie Gewißheit haben, boß bie Delegierten im Namen sämtlicher Rifstämme unb nicht allein im Kamen Abb el firlms verhandeln. 2. Abschluß eines allgemeinen 23 a f f e n ft i 11- fl a n b e s. Die Besetzung strategisch wichtiger Frontabschnitte zur Sicherung gegen eventuelle Aeberraschungen ro'.rb daraus beschränkt bleiben; baß bie von französischen Parteigängern besetzten Stellungen jetzt von regulären französischen Truppen übernommen werben. Abb el Krim hatte die Jleutralifie- rung einer bestimmten Zone vorgeschlaeen, was jedoch als unannehmbar zurückgewiesen wurde. 3. Entfernung Abb el firims aus dem Riigebiet Die drei Bedingungen haben den Charakter eines Ultimatums und müssen ohne Bedenkzeit angenommen oder abgelehnt werden. In politischen Kreisen rechnet man mit der Annahme und spricht bereits I davon, daß Abd el Krim in Biarritz intet« I niert werden soll. Die erste Besprechung mit den Sandwichsinseln befindet sich Tätigkeit. Ströme von Lava beginnen au« 1000 am Aach einem schweren Leiden ist der Bozener Altbürgermeister Julius Perathoner qestor- cd den Rcmkauoa anscheinend die zll Geber Fuß Höhe aus dein Krater herabzusließen und gegen die Wälder im Kaubezirk vorzudringen. An der Grenze zwischen Pern und Bolivien hat sich ein Zwischenfall zngetragen, den. Mit ihm ist der Führer des Deutschtum- in Südtirol dahingegangcn. 1. April Da diese den Voi tonnte, MI eilt' einem ? malig ir Mszahli rung de Nachwahl Derstiim und W- rung ni der ber hingegen artiger den, uni belhilsen aestrcge kreiseS am Äh wurde 1927 : libertra Der Vulkan Mauna fühlen sich bekanntlich durch daS französische Internationalisierungsdekret, das nicht aufgehoben, sondern nur in seiner Anwendung ausgesetzt ist, bedroht. Die französische Kolonie Tunis ist zu Zweidrittel von italienischen und nur zu einem Drittel von französischen Kolonisten bewohnt. Die Lage in Peking. Der Sie«? Tschaiigisolins. Paris. 18.April. (Wolff.) Die „Ehikago Tri- bune" meldet aus Peking, die Stadt befinde sich seit Die deutschen, österreichischen und ungarischen Korrespondenten in Bukarest stellen von heute ab jede Berichterstattung über Rumänien als Protest gegen die Weigerung des Außenministers, mit den Journalisten der ehemals feindlichen Länder Fühlung zu nehmen. Aus aller Welt Mühlenbrand. 3n Athen fand in der Kachedrale mit großer Feierlichkeit die Eideleistung des Präsidenten der Republik Panga- l o s statt. Die Mitglieder der Regierung und der obersten Zivil- und Militärbehörden, der Erzbischof von Athen, daS diplomatische KorPS und zahlreiche andere Personen wohnten der Handlung bei. Auf der Fahrt von der Kathedrale zum Palais des Präsidenten wurden Pan- galos begeisterte Huldigungen dargebracht. L o a auf den "ch in starker <ßonte;l und de' Mitglied AMStol Kunst und Wissenschaft. Die internationalen Sludenlenverhandlunge» in Stuttgart. Die Verhandlungen zwischen den Vertretern des Exekutivkomitees der Confed^rotion Internationale des Etudiants (C. 3. E.) und des Hauptausschusses der deutschen Studentenschaft, die den Zweck haben, das im September 1924 in Warschau abgeschlossene Abkommen ouszu- bauen, wurden fortgesetzt. Don den von der Deutschen Studentenschaft In sechs Punkten niedergelegten Vorschlägen wurden bisher drei Punkte erledigt, und atoar wurde beschlossen, baß von nun an an allen Sitzunaen des Rates der E. 3. E. und der C. 3. E. seihst Vertreter der Deutschen Studentenschaft teilnehmen. De- treffs der Teilnahme eines Vertreters der Deut« schen Studentenschaft an den Sitzungen des Exekutivkomitees der C. 3. E. einigte man sich dahingehend, bah diese Vertretung nur für Sitzungen in Frage kommt, in denen vorwiegend sachliche AuSlanbarbeit beraten wirb, nicht für solche, in denen rein interne Organisationsfragen der E. 3. E. besprochen werden, lieber die Frage der Teilnahme der Deutschen Studentenschaft an den Internationalen Kongressen dauern die Verhandlungen noch an. Deutschlands Vücherexport. Die Ausfuhr deutscher Bücher zeigt vom Jahre 1913 bis zum Ende 1924 einen Rückgang von nicht weniger als rund 60 Prozent, wovon die wissenschaftliche Literatur tot Hauptteil bestreitet. Während im Jahre 1913 noch Bücher im Gesamtgewichte von 913 791 Dz. ausgeführt wurden, betrug die Ausfuhr im Jahr« 1924 nur noch 39 264 Dz. Dagegen hat sich die Ausfuhr Frankreichs im Jahr« 1924 gegen 1923 verdoppelt. lieber vecs"- ' W'. Dereu'- Die italienische Kolonie in Tunis richtete an den Heimreisen den Mussolini eine Ergebenheitsadresse, in ber betont wird, daß das Recht der italienischen Kolonie in Tunis auf Wahrung ihrer Rationalität durch keine chauvinistischen Machenschaften gefährdet sein dürfe und daß sie sich gerade in diesem Augenblick mit besonderem Vertrauen an Mussolini als den Träger deS italienischen Rational- bewußtsetnS wende. Di« Italiener in Tunis sind Strafverfahren wegen Verkaufs von Rezepten eingeleitet worden, durch die sich ihre allen Bevölkerungsschichten angehörende Kundschaft Kokain, Morphium, Opium und andere Betäubungsmittel beschaffen konnte. Auch ein Advokat ist in die Angelegenheit verwickelt. Vulkanausbruch auf Hawaii. «ifi«! 5n iie, ®rj, freier w lungen > vielfach stlE Halles; Sorrd 5 schriebt"' u bereil wölben, tu ii6er®a jjfeM Dl nur solche des WT " 3,u. tzen wird Krcinlheü langen) ® tag, 20-^ D. Sta glaube »• 211 Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 19. April 1926. In die Sonne! Zur Reichsgesundheitswoche. Don Privatdozent Dr. Walter Schultze, Universität Gießen. Als Energiequelle für alles organische Leben fassen wir die Sonne auf. Unter dem Einfluß des Sonnenlichtes vollziehen sich an der Haut wichtige Veränderungen. Sie wird frisch, glänzend, ninxmt eine rötliche und später rotbraune Farbe an, die Haut macht einen widerstandsfähigen Eindruck, und Ausschläge und Unnln- lichkeiten der Haut verschwinden häufig. Mit diesen Veränderungen an der Haut selbst gehen im Sonnenbad auch sonst noch wichtige Veränderungen einher. Es sinkt der Blutdruck. Die inneren Organe werden besser durchblutet, im Blut selbst tritt eine Vermehrung des roten Blutfarbstoffes auf, und die Zahl der Blutkörperchen vermehrt sich. Die Atmung wird wie im Luftbad tiefer, und das Sauerstoffbedürfnis steigt. Auch auf das Nervensystem spricht die Sonne an. Es stellt sich eine innere Aufgeräumtheit, Arbeitsfreudigkeit und F.öhlich- keit ein. Richt unerwähnt soll bleiben, daß Wunden vielfach im Sonnenlicht besser abheilen als unter Verbänden. Wir sehen also, daß das Sonnenbad ziemliche Wirkungen auf den Körper entfaltet, und daß cs dementsprechend geregelt werden muh. Schwächliche Personen müssen sich erst langsam an Sonnenbäder gewöhnen und sollten sie möglichst unter Anleitung eines erfahrenen ArzteS ausführen. Mit Sonnenbädern beginnt man zweckmäßig zeitig im Frühjahr, solange noch nicht allzu starke ultraviolette Strahlung vorhanden ist, mit einer Dauer von wenigen Minuten. Langsam wird die Zeit des Sonnenbades gesteigert, indem man es auch so einrichtet, daß jede Körper- feite etwa gleich lange dem Sonnenlichte ausgesetzt wird. In unseren Breitengraden nimmt etwa von April bis September mit steigender Sonne die ultraviolette Strahlung zu, um mit sinkender Sonne abzunehmen. Beobachtet man dies, so kann man sich vor Schaden durch diese Strahlen gut schützen, denn durch übermäßige Einwirkung dieser Strahlen kommt es zu heftigen Entzündungen, dem sogenannten Sonnenbrand, der sehr schmerzhaft werden und auch Fieber verursachen kann. Eine andere Schädigung durch Sonnenstrahlen ist der sog. H i tz s ch l a g ober S o n n e n st i ch. Er entsteht, wenn zuviel Wärme im Körper gespeichett wird, ohne daß die Haut genügend Wärme abgeben kann. Es kann dies der Fall fein, wenn die Haut zuviel Strahlung aufgenommen hat und durch Verdunsten von Schweiß nicht genügend Abkühlung an her Körperoberfläche eintritt. Die meisten Hitzschläge treten allerdings dann auf, wenn die Leute lange angelleidet in der Sonne sind, so daß durch die Kleider nicht genügend Wärme abgegeben werden kann, und es fo zu Warmestauung kommt, die sich in Kopfschmerzen, Benommenheit und anderen schweren Zuständen äußert. Es kann daher nicht genug vor Sonnenbadübertreibung und falscher Technik gewarnt werden, vor allem vor ftunhen« langem Liegen in der prallen Sonne ohne Rücksicht auf Sonnenhöhe, Wasserdampf der Luft, Luftbewegung und ohne Rücksicht auf den Zustand der Haut, des Herzens, der Lungen und des Nervensystems. Vielfach wird durch eine übertriebene Reklame allzusehr auf Lichtbäder mit künstlicher Höhensonne hingewiesen. Demgegenüber müssen wir daran fest« halten, daß diese künstlichen Lichtquellen immer nur als ein Ersatz für das natürliche Sonnenlicht angesehen werden müssen. Unsere besten Heilerfolge und Wirkungen haben wir mit Sonnenlicht. Hinaus in Licht, Luft unb Sonne! ist mein Rus zur Reichsgesundheitswoche. vornotizen. — Tageskalender für Montag. Reichsge und'ellswoche: 815 Ufcc, Reue Aula ter Alniöeqität, Dortrag von Prof. Dr. Bürker tors angesehen. Schweres Unglück eines französischen Truppenautos. Bei einem Manöver ist in U e r a i g (Eifel) ein zum Truppentransport verwandter Kraftwagen schwer verunglückt. Der Führer des dritten Wagens verlor in den scharfen Kurven der Landstraße die Kontrolle über den m i t 20 Soldaten besetzten Kraftwagen. Dieser rannte gegen die Schutzmauer, die er durchbrach, und e nen steilabfallenden Weinberg hinabstürzte. Rachdem der Wagen sich drei- bis vierma. Überschlagen hatte, durchschlug er das Dach eines unter dem Weinberg liegenden Hauses. Ein Teil der Soldaten sprang während des Unfalles von dein Wagen ab und kam mit leichteren Verletzungen davon. Zwei Mann waren sofort tot, die anderen sind größtenteils sehr schwerverletzt. Während der Rächt soll em dritter Soldat gestorben sein. Schweres Aulomobllunglück. Leipzig, 19. April. (WTB.-Funkspruch.) Hinter dem Bahnhof Böhlen fuhr gestern abend ein Leidiger Äutomobil in den Tagebau der Böhlener D r a u n k o h ke n b e r g- teerte hinein, überschlug sich an dem Drahtseil und stürme die 18 Meter tiefe Böschung hinab. Beide Insassen wurden herausgeschleu- dert. ein Insasse wurde getötet, eine Frau schwer verletzt. Berliner Selbstmordepidemie. Mit fünf Selbstmorden und sieben Selbstmordversuchen hat der gestrige Sonntag für Berlin einen traurigen und erschütternden Rekord gebracht. Die Zahl der Selbstmorde und Selbstmordversuche hat eine Häufung erfahren, hie bei Beginn des Frühlings in jedem Jahr festzustcllen ist. Der gestrige Sonntag aber Hal diese Selbstmordkurve weit über das Maß der bisherigen Jahre anschwellen lassen. (Ein Flugrekord. London, 19. April. (WTB.-Funkspruch.) Ein englisches Flugzeug ist gestern zwischen 6 Uhr morgens und 9.38 Uf>r abends von Croydon nach Rürnberg und zurück ge- Hagen, hat also im ganzen 15'/, Stunden zu einer Reise gebraucht, für die mit anderen Verkehrsmitteln mindestens 80 Stunden erforderlich gewesen wären. Zollhinterziehung einer elfässischen Automobilfirma. Die deutsche Zollverwaltung in Kehl ist ausgedehnten Zollhinterziehungen einer elsässischen Automobilfabrik, die einen kleinen Touren- toagen, ein Serienfabrikat, in großen Mengen nach Deutschland eingef uhrt hat, auf die Spur gekommen. Die Firma hat es verstanden, die Wagen ohne Einfuhrzoll nach Deutschland zu bringen. Die Schädigung .'3 deutschen Zvllfiskus soll sich auf mehrere Millionen belaufen. Vier Zollbeamte der Station Kehl sind als Mitschuldige sestqenommen worden. Durchstechereien. Berlin, 1.3, April. (WTB) Bei der Aga- Automobilgesellschaft sind große Veruntreuungen aufgedeckt worden. Ein etwa 30 Jahre alter, aus Düsseldorf gebürtiger Kaufmann Reuter, der einen Altmetallgroßhandel betrieb, hatte sich als Sohn eines rheinischen Großindustriellen ausgegeben und war auf diese Weise in die Geschäfte der Aga hineingekommen. Hier verschaffte er sich durch Bestechung von Angestellten Preisherabsetzungen und erhielt schließlich nicht nur Altmetall, sondern ganze Maschinen und Messing als Altmetall. Infolge der mit der Verhängung des Konkurses eingetretenen verschärften Aussicht kamen die Veruntreuungen ans Licht. Daraufhin wurde Reuter, der keine feste Wohnung mehr hatte, in Eharlottenburg festgenommen. Die von ihm erschwindelte Summe beträgt etwa 100 000 Mk. Entschädigungsklage eines unschuldig verurteilten. Im Jahre 1911 verurteilte das Schwurgericht in G l a tz den Fleischer Trautmann aus Reu- Hos bei Münsterberg wegen Totschlages an der unverehelichten Sander zu 12 3a hren Zuchthaus. Rach deren Verbüßung wurde Traut- mann im Wiederaufnahmeverfahren frei gesprochen. Der Täter ist vermutlich der Münsterberger Menschenschlächter Denke. Drautmann hat jetzt gegen den FiSkuS eine Zivilklage eingereicht, da dieser die als Entschädigung für unverschuldet verbüßte Strafe beanspruchten 39 000 Mark als zu hoch bezeichnet. Die kokalnseuche In Paris. Die Pariser Polizei fahndet eifrig nach Händlern mit Kokain. Gegen etwa zwanzig Aerzte Rif-Delegierten wurde am Sonntagabend um 7 Uhr beendet. Der Waffenstillstand und die Besetzung wichtiger strategischer Punkte wurden noch nicht besprochen, da diese beiden Fragen noch Gegenstand von Vorbesprechungen zwischen den französische, und spaniskven Delegierten bilden müssen. Die Rif- Delegierten haben den Wunsch geäußert, zurückzukehren, um mit Abd ei Krim über einige Punkte Rücksprache zu nehmen Die französischen und spa- nischen Unterhändler haben während der ersten Sitzung den Eindruck gewonnen, daß die Ris-Dele- gierten von aufrichtigem Friedenswillen erfüllt sind. Frankreich und die italienischen Kolonialpläne. Saucrwcin für Teilung der franzii fischen Mandatsgebiete in Afrika unter Italien und Deutschland. Paris. 19. April. (TU.) Trotz der Ge- lassenheit, die offizielle Kreise zur Schau tragen, ist die Presse über d i e Reise Mussolinis stark beunruhigt. Die Linkspresse protestiert gegen die letzte Kundgebung des Faszis- mus mit einer Heftigkeit, die sich nur Im Hinblick aus den Wiederzusammentritt des Parlaments erklären läßt, das seine Arbeiten am 20. wieder auf nimmt. Don sozialistischer und kommunistischer Seite werden Interpellationen über die Umtriebe des Faszismus in Tunis und die Gründe der Tripolis-Reise Mussollnis ein- gebracht werden. Die Regierung wird voraussichtlich die Vertagung der Interpellationen ohne Festsetzung eines genauen Datums beantragen. In Regierunqskreisen ist man sichtlich bestrebt, Reibungen mit Mussolini vorläufig zu vermeiden. Sauerwein, der für den „Matin" eine Gnqukte über den FasziSmus in Rom angestellt hat, veröffentlicht heute ein abschließendes Urteil. Er fordert, daß Frankreich Verständnis für die italienische Politik habe. Für diese Politik sei es notwendig, daß man aufhöre, sentimental zu fein. Man müsse erkennen, daß Italien wie Deutschland einen Ueberschuß an Bevölkerung habe und sich im Ausland betätigen müsse. Viele Italiener seien in Frankreich beschäftigt, aber das genüge nicht. Deshalb fordere Italien Kolonien. Wenn es Kolonien fordere, die Frankreich erworben habe, unb die es noch durch bluHge Kämpfe beschütze, bann sei keine Verhandlung möglich Aber neben diesen Kolonien gebe es andere, die der Friedensvertrag Frankreich zu gesprochen habe. Frankreichs Kolonialreich sei für seine 38 Millionen Einwohner mehr als genug, aber die Verteilung des afrikanischen Mandats könne revidiert werden. Es wäre nach Ansicht Sauerweins sehr klug, von England unb Frankreich, wenn sie alle diese ab tret en würden. ES stehe nicht Frankreich bas seine Fahnen an allen Ecken der Welt auf« gepflanzt hmbe, zu, noch den Engländern, die Herren eines großen Teiles der Welt feien, alle Wege zu versperren, die sich einem arbeitsamen, stolzen Volke öffnen könnten. Die Frankreich durch den Friedensvertrag zugestandenen ehemaligen deutschen Kolonien könnten zwischen Italien und Deutschland geteilt werden. Frankreich hat an und für sich ein so ungeheures Kolonialreich, daß es besonders im Hinblick auf seine Geburtenziffer mit Leichtigkeit auf die ehemaligen deutschen Kolonien verzichten könne. Sauerwein schildert dir Lage als äußerst ernst und dringend. Die Bestrebungen Italiens und de« Faszismus dürften nicht unterschätzt werden. Man müsse alles tun, um eine Verständigung zwischen beiden Ländern zu ermöglichen. Italien müsse sich aber . gesagt sein lassen, daß es einen schweren Fehler begehe, wenn es französische Mittelmeer-Kolonien begehre. Zum Schluß beißt es: „Wenn Italien unter Hinweis auf seine höhere Geburtenziffer aus Kolonien Anspruch erhebt, die wir erobert haben und durch blutige Feldzüge uns erhielten, so ist jede Aussprache unmöglich Diese Kolonien sind geheiligt. Wenn sie jemand nehmen will, so wird Frankreich sie mit den Waffen verteidige n.“ Mussolinis Ankunft in Italien. Rom, 19 April. (TU.) Mussolini traf am Samstag um 3 Uhr auf dem Schlachtschiff „Cavour" im Hafen von Gaeta ein. Er verabschiedete sich von Admiral S i m o n e 11 i, ton et für die Haltung unb Leistung der Offiziere und Mannschafteil während der Reise höchste Anerkennung aussprach Bei seiner Ankunft wurde er von der Bevölkerung stürmisch begrüßt. Abends um acht Uhr traf Mussolini im Sonderzug in R o m ein. Bei seiner Ankunft wurde er von den Ministern, den Spitzen der faszistischen Partei und einer unübersehbaren Menschenmenge begrüßt. Militärs aller Gattungen und oie saszistische Miliz bildeten Spalier. A!le öffentlichen Gebäude waren illuminiert unb reich beflaggt Rach einer kurzen Begrüßung fuhr Mussolini sofort nach seinerPri- vatwohnung. Aus dem Wege nach dort brachte ihm bie Menge stürmische Ovationen dar. Mussolini wurde am Sonntag vomKönigin längerer Audienz empfangen und erstattete über seine Reise Bericht. Anschließend empfing Mussolini im Palazzo Chigi den englischen Botschafter. Als am Sonntagvormittag die 3 ugeübte e h r e n am Palazzo Chigi borübetAogen, er- sch'en Mussolini einen Augenblick auf Dem historischen Eckbalkon, hielt aber ebenso wie am Samstag, als ihn die begeisterte Menge bet seiner Rückkehr von der Tripolis-Reise stürmisch begrüßte, leine Ansprache. Die eigentliche Feiet der Rückkehr aus Tripolis wird mit der großen R a t i o n a l f e l e r am 21. April verbunden werden unb ihr ein besonderes Gepräge geben, da das Volk in dieser Reise Mussolinis eine Kundgebung des italienischen Machtwillens erblickt und sie als die Einleitung zu einer neuen Phase ber Kolonialpolitik betrachtet. In dem Programm für die Rationalfeier ist vorgesehen, daß Mussolini eine große Rede über die Reise und ihre Bedeutung hält ghri sich. Die Atmung ttiri ,eser, und das SauerW uch auf das Aervensysikr i, Es stellt sich eine i« leilSfreudigleit und FoW -ahnt soll bleiben, dast Dur- inenlicht besser abheilen all daß das Sonnenba! auf den Körper entsaA cechend ge'exelt tDerienM m müssen sich erst lang löhnen und tollten |ie mjj ,g eines erfahrenen W lonnenbäbem beginnt mfl Frühjahr, solange noch nch )iette Strahlung Vorhand« oon trenigen Mnmten. Lank Sonnenbades gesteM Anrichte! daß te e KorP^ dem Sonnenlichte ai» ,|eten Breitengraden nimir 'd°- »i> düs- en, denn 0“ . ßeHlfi(i ferme jm der ^aH 'e* un[> durch & jenommen ßj UJ .un nicht BtgfKW** eintritt- ®ie <.|( ocnte lauf in aus, lvetm durch t Sonne Jmb- ]Lßeben »«* nb Warme « t hie sll ®ärmeflaug funb anden -SÄ? SZSK snaturl'K„i)E,. cht. :'»* ‘«»n« ß1 ft* & b. ^'Ifenschg^ >tuHgart. ^^lungn deutschem -.7 ) und l offene ibSCD1&tt 1? fehl. Ln loen Nt In bon iy "^4 S 5 NLF ^'ung nut L KM ^"?°Nviegend » 15 BödXten>ort ä-^lliche Literatur fr. Dahvvtd im mtgewichte von 913 ?9| ft tze Ausfuhr im gA .jk&Wn hat sich^ ™ Nre 1924 gegen 191 alt, ÄaiferaUee 42. 4. April: Kurt Winter, 6 3. alt. Ederstraße 6; Eriko Gremm, 1 3- lat, Stelnstr. 85; Adom Waber, Oberpostsekrelör, 56 I. alt, Eder- strafte 5. 6. April. Maria Schollmeyer, Privatin, 74 y. alt, Brandmasse 8; Karl Adam Pietz. ohne Beruf. 53 3. alt, sicher Strafte 74; Heinrich Weller, ohne Beruf, 80 3. alt, Licher Strafe 74. 7. April; Joseph Bsp. ohne Beruf, 68 3 alt, Licher Strafte 74. 8. April: Heinrich Heim, ohne Berus, 70 3. alt, Licher Strafte 74. 9. April: Andreas Ganß, ohne Berus. 77 3. alt. Licher Strafte 74. 11. April: Wilhelmine Köhler, geb. 3ung, Witwe, 89 3- alt, Bleichstrafte 27; Heinrich Spies, Eisenbahnassistent i. R., 51 3. alt, Buchnerstraftc 1; Philipp Serth, Bahnarbeiter, 39 3- alt, Walltorstrafte 67. 12. April: Emma Schilling, geb. Albrecht, ohne Beruf, 74 3. alt, Frankfurter Strafte 23. 13. April. Theodor Domni, ohne Beruf, 80 3- alt, Licher Strafte 74; Heinrich Kraft, Lokomotivführer i. R.,68 3- alt, Wilhelmstrafte 45; Hermann Emil Äloy, 5 M. alt, Krosdorfer Strafte 15; Kathinka Teiftmann, geb. Schmidt, Witwe, 75 3- alt, Wilhelmstrafte 36. ' Verlängerte <3 ü 111 g t el t der Sonnt agSkarten. Die SonntagSrückfahr- karten, mit denen bisher die Rückreise am Sonntag abend bis spätestens 12 älhr angetreten fein muhte, gelten von Sonntag, 25. 4 . ab im Direk- tionSbezirk Frankfurt a. M. versuchsweise auch noch am Montag oder am Tage nach den Festtagen zur Rückfahrt mit der Einschränkung, baft die Rückfahrt am Montag vormittag bis spüle- stens 9 ilftr angetreten sein muh und dann nicht mehr imterbctxbc'.i werden darf. 3n den übrigen Direklionsbczirken wird die Gültigkeitsdauer der Sonntagsrückfahrkarten in gleicher Meise spätestens vom gleichen Tage ab verlängert. " Gonderzüge für die Deutschen Karnpfspiele. Wegen Stellung eines Son- derzuges zu den Kölner Kampfspielen steht der Auöschuft für Leibesübungen der Stadt Hannover bereits in aussichtsreichen älnterhandlu igen mit der fertigen Eisrnbahnverwaltung. Es wäre zu wünschen, doft auch andere Städte sich recht bald in ähnlicher Weise bemühen, da für diese SonderzÜge weitgehende Preisermäßigungen vorgesehen sind. • • Deutsche K a m p f s p i e l l v t t e ri e. In Verbindung mit den Deutschen Kampfspielen in Köln ist eine groftr Lotterie geplant, die für Preuften bereits genehmigt ist und deren Genehmigung in den anderen Ländern mit Sicherheit zu erwarten steht. ES kommen Gewinne im Werte von ’/o Million Mark zur 2Iu"Iofung. "Der Fernsprechverkehr mit London, der bisher nur für die Zeit von 7 älhr abends bis 8 älhr morgens zugelassen war, beginnt vom 19. April ab nach mitteleuropäischer Zeit von Montag biS Freitag um 6 Uhr nachmittags; von SamStag nachmittags 3 Uhr bis Montag vormittags 8 Uhr ist er ununlerb ochen zugelassen. Gleichzeitig tritt für England die Sommerzeit ein, die mit der mitteleuropäischen Zeit überesnstimmt. Etwaige MonatSgespräche erleiden daher für deutsch« Teilnehmer keine zeitliche Verschiebung. "* Keine Briefe mit zollpflichtigem 3nhalt nach Großbritannien Driessen, düngen mit zollpflichtigem 3nhalt sind nach Groß- britannien unzulässig. Die englische Postverwaltung sendet derartige Sendungen, wenn sie dorthin gelangen, ohne Rücksicht auf den 3nhalt an den Auf- aabeort zurück. Die Postanstalten sind daher cmge- wiesen worden, Brief« mit zollpflichtigem Inhalt nach Gkoftbritannicn nicht anzunchrncn und Im Falle der Auflieferung durch den Briefkasten dem Absender zurückzugeben. WSR. Reue Vien st müßen für Tel«, graphenarbeiter. Dl« Deutsche Reichspost führt für die Telegraphenarbeiier mit Wirkung vorn 1. Mai an Stelle der bisherigen grauen Muße In Daschiikforrn eine neue Dienstmütze ein, welche der Scglennclße in Kieler Form ähnelt und aus dunkelblauem Eskimostosf mit Besatzstreifcn und vor- stoßen in gleicher Farbe hergcstellt ist. An dem vorderen Seitenteil sind über dem lackledernen Müßenschirm und dem Sturmriemen die Reichskokarde, der Reichsadler mit Funkenblitzen Und die Landes, kolarde angebracht. Die Mützen sind während der Arbeitszeit im Außendienst von jedem Telegraphen- Arbeiter zu tragen. Es wird besonders darauf hinge- wiesen, daß die Mütze allein nicht al» Ausweis der Telegraphenarbeiier anzusehen ist. daft vielmehr nach wie vor die Telegraphenarbeiier auch amtlich gestempelte und unterschriebene Ausweiskarten mit Lichtbild bei sich führen, die sie beim Betreten eines Grundstücks oder einer Wohnung unaufgefordert vorzuzeigen haben. * • D e r ..Columbus" >m Film. 3>i den Palast Lichtspielen hielt am Freitagabend Ober- Ingenieur Dreyer von den Döring-FIlmwer'en Hannover einen sehr interessanten Filmvortrag über den Bau und Betrieb des Riesendampfers „C 0 - l u m b u 9“ des Norddeutschen Lloyd. An Hand «Ines Zeichenfilms erläuterte der Redner zunächst den Auf- bau und die Entstehung eines Schiffes im allgemeinen, um dann Wirklichkeitsfilmausnahmen des Werftbetriebs und Stapellaufs folgen zu lasten. 3n anschaulichen Bildern wurde hierauf das Docken (Trockcnlegen) eines Riesendampfers foroic die Sicherheilsoorrichtungen — hydraulisch abschließende, wasserdicht« Schotten, Rettungcboote mit Motorantrieb und drahtloser Telegraphie-Einrichtungen — vorgeführt, ebenso die verlehrstechnischen Maß- nahmen zur sicheren Einbringung der Riesendamp- ser in die Häsen. Zahlreiche weitere Aufnahmen zeigten die prachtvolle Innenausstattung des Riesendampfers, und wie hier das Möglichste geleistet worden ist, um den Reisenden die Fahrt über den „großen Teich" in sedcr Beziehung angenehm zu machen. Wie für das leibliche Wohl der Gast« gesorgt wird, veranschaulichten in recht eindrucksvoller Weise die Ausnahmen der riesigen Lagerraum«, die die „Kleinigkeit" von über 500 000 Pfund Lebensund Genußmitteln für eine 16tägige Reise (Hin- und Rückfahrt) beherbergen. Der Schlußteil des Films brachte interessante Bilder von den Kessel- und Maschinenanlagen mit einer Riesenrnaschine von 30 000 P. S., die die gewaltige Schiffsschraube auftreibt, ferner von der Einfahrt des „Columbus" in den Neu- yorker Hafen. Nach einigen Aufnahmen aus Amerika zeigten die letzten Bilder durch Gegenüberstellung der Caravelle des alten Columbus mit dem Riesendampfer und dem Luftschiff 3. R. III den grandiosen Fortschritt unserer Technik. Dem Redner wurde für seine interessanten Ausführungen am Schlüsse lebhafter Beifall gezollt. -z. " Die Maul- und Klauenseuche Ist In LIch, Södel, DUbel, Ober-Eschbach und Reiskirchen (Kreis Wetzlar) erloschen. 3n Dellershelm hat die Seuche nicht weiter um sich gegriffen. • • Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 397 Ochsen, 48 Bullen, 987 Färsen und Kühe, 609 Kälber, 60 Schafe, 3247 Schweine. „lieber ein« besondere Leibwache unseres Körpers". — Sungöeuifc^et Otten: 8 llhr, Saalbau Sauer, Famiüenabend mit Vortcag. — Schützen- Verein: Cröffnungs- und Jahres-Preisschicften. — Gießener Freiwillige Feuerwehr 8 llhr, „Frankfurter Hol", Hauptversammlung. — Licht- spielhaus Dahnhosstraße: „Das Mädel von Ponlecuculi". — Aftoria-Lichtspiele: „Die Dame und der Junggeselle". — Lesehalle-Derein. Dienstag abend Mitgliederversammlung. (Siehe Anzeige in der Samstagausgabe.) •• Zur Verhütung von Fleifchoer- a i f t u n q e n. Das Polizeiamt Gießen schreibt uns: 5n den Sommermonaten häufen sich erfahrungsgemäß die Erkrankungen infolge Genusses nicht einwand- freier Nahrungsmittel, insbesondere werden Erkran- kungen nach dem Genuß nicht frischen Hackfleisches vielfach beobachtet. Aus diesem Grund ist in den Fleilchver'aufcordnungen das Verbot enthalten, Hackfleisch während der wärmeren 3ahreszeit auf Vorrat herzuftellen und feilzuhalten, und voroe- schrieben, daß solches Fleisch bei Bedarf stets frisch zu bereiten ist. Die Polizeiorgane sind angewiesen worden, die Durchführung dieser Vorschrift genau 311 überwachen Die Bevölkerung wlrd aus die Gefahren ausdrücklich hingewiesen, die mit dem Ge- nutz nicht frischen Hackfleisches, insbesondere von Pferden, verbunden sind, und es wird empfohlen, nur solches Hückfleisch zu kaufen, das vor den Aügen des Käufers frisch zubereitet wird. •• Zur lutherischen Tagung In Gießen wird uns geschrieben: An Stelle des durch Krankheit^verhinderten Profesiors D. Proeksch (Erlangen) wird vei der lutherischen Tagung am Dienstag, 20. April, nachmittags 3.30 Uhr, Geh. Rat Pros. D. Stange (Göttingen) über den „Gottes- glauben Luther» sprechen. *• Aenderung der Dersorgungsge- bührnisse für Rriegsrentner. Die Haupt- aeschastsstelle des Zentralverbandes deutscher Kriegs- heschödigten und Kriegerhinterbliebener teilt uns mit: Der zu den Dersorgungsgebührnis- sen zu gewährende Rentenaufschlag, der bisher 18 Proz. betrug, ist mit Wirkung vom 1. April 1926 ab auf 19 Prozent festgesetzt worden. Da diese Aenderung bei der Zahlung der Renten für den Monat April nicht mehr berücksichtigt werden konnte, erfolgt bei der Zahlung für den Monat Mai eine einmalige Nachzahlung in Höhe von einem Prozent. Demzufolge gelangt für Mai einmalig insgesamt ein Aufschlag pon 20 Proz. zur Auszahlung. Bei den Zusatzrenten wird die Aenderung der Dersorgungsgebührnisse bei der Rentennachzahlung Milte Mai berücksichtigt werden. Die Derslümmelungszulage und Zuschläge zum Witwen- nnd Waisengeld werden durch vorstehende Aende- rung nicht berührt. Auch sindet eine Umrechnung der bereits bewilligten Elternbeihilfen nicht statt. Hingegen wird bei den künftigen Berechnungen derartiger Beihilfen die Aenderung berücksichtigt «erben, und zwar auch dann, wenn «s sich um (EUern- belhilfen für die Zeit vor dem 1. April 1926 handelt. ch Kreisturnfest 1 9 2 7 d « r D. T. Auf dem gestrigen 84. Kreisturntag des Wittelrhein- kreiseS der Deutschen Turnerschaft in Braubach am Rhein, Über den wir noch berichten werben, wurde da« 33. Mittelrheinisch« Kreisturnfest für 1927 der Darmstädter Turnerschaft Übertragen. Wie der Vertreter der Darmstadter Turner mitteifte. hat die Stadtverwaltung Darmstadt die älebernahme freudig begrüßt, zu diesem Zwecke einen Geldbetrag von 60 000 Marl der Darmstädter Turnerfchaft bewiU-gt, und damit die Durchführung fichcrgeitellt. Man bezeichnete es als wisfenswcrt. was die Siadt- verwaltung Gießens der Gießener Turner'chaft Äum 32. Mittelrh.'mischen Kre.sturnfest zur Verfügung gestellt hat. ** Stenographisches Wettschrei - 6en. Die I. Reiclskurz'christgrscllsch: t „Gabcl.^- berger" und Damenablcilung <3u'?n veranstaltrte gestern als 21'.stakt zu den diesjährigen Wettschreiben ein Ve-e nswctt ch eiben mit io gendern Ergebnis: Abteilung 60 Silben: F.n) Möller und Ludwig Dlmn 1. und Ehrenvreis, A'.bert Best, Otto Wegner. Berta Ei en buch unt> Waller Grvrnrn 1. Preis. Georg S >-.eid:r. Hugo Baumann und Han-Z Pfeiff 2. Preis. Friedrich Hof 3. Preis. Ölleitung 80 Silben: Johanna Flamme 1 und Ebreipreis, Gret-l Becker l.Pr., Marte Dolkmann 3. Preis. 2I?te lang 100 Silben. Dora Ricke! und Otto Gerbcrrd 1. und Ehrenpreis, Helene Euler. Heinrich Preu^er. Ludwig Friedrich, Marie Braun und Otto Wahl 1. Dreis. Abteilung 12V Silben: EmilieDellof und Friedrich von Cemmcr 1. und E:)rrnpreis, Hildegard Kuhl und Emmi Schäler 1. Preis, Ludwig Walb und Karl Bischoff 2 Preis. 21 > teilung I 40 Silben: Dora Heft 1 und Ehrenpreis, Karl Schwend r 2 Preis, Willi Phil vv 3. Preis. 2I3ieilung 16 0 Silben: Georg Wahl 1. und Ehrenpreis. Mi: Ansnahme von je einer Arbeit in 100 und 140 Silben haben sämtliche Teilnehmer in der deutschen Einheitskurzschrift geschrieben. Bei dieser Ge'.ezenheit fei nochmals auf den am morgigen Dienstag 20. A rll. abends 7 Uhr, in der Staoiknabenfctzule beginnen en An- fLngrrlehrgang in der Reichnskurzschrift aufmerksam gemacht. (Siche Anzeige in der Samstag- ausgabe.) *• Eine Ortsgruppe Gießen des Bundes der Kolonialfreunde wurde dieser Tage in einer Versammlung im „Katholilchen Bereinshaus" gegründet. Den Anstoß zur Schaffung dieses Vereins hatten einige hiesige Kolonialdeutsche gegeben, die zu diesem Zwecke den Pollzel-Oberleut- nant Götzinger - Darmstadt, den Leiter des Bundes der Kolonialfreunde im Bezirk Hessen, zu einem Vortrag gewonnen hatten. Wie der Referent heroochob, will der Bund den kolonialen Gedanken und die Ueberzeugung von der Notwendigkeit der Wiedererlangung deutscher Kolonien durch regste Werbetätigkeit In Wort und Schrift in olle Volks- kreise hineintragen. Der Bund erstrebt weiterhin zu- nächst die ungehinderte Einreise und freie Betätigung aller Deutschen in den überseeischen Ländern. Sämtliche Anwesenden erklärten ihren Beitritt zu der Ortsgruppe, die dadurch schon aus einen ansehn-/ lichen Mitgliederstand kam. Zum ersten Vorsitzen- den wurde Postlekretar Mohr gewählt, als Leiter der Werbeabteilung wurde Polizeiwachtmeister Schneider 11 bestimmt. Die Ortsgruppe will nunmehr mit Tatkraft an die Wiederbelebung und Vertiefung des kolonialen Gedankens in unserer Stadt Herangehen. • * Aus dem Gieftener Standesamts- r e g i st e r. Es verstarben in der Zeit vom 2. bi» 13. April: 2. April: Elisabeth Uhl, geb. Stroehmann, Witwe, 71 3. alt, Blechstraße 33; Lifette Cham- br6, geb. Halberstadt, Witwe, 66 3. alt, Lister- weg 45. 3. April: Gustav Krüger, Elsendreher, 70 3. Der praktische Sinn des Deutschen 25 \Z ® ®,n Qtmes fragen der D ?e- °hnr gro mem erstrebe! n ^hr t Kn Mahn *ad)linge Ju ein, £ SÄ L°7- WajS LD 3udif\ er,ö>rb ber5i£n8eifl °e,rdar °'"w lottte u$! °i- töer Lil 1^)0' »«Ata oder t Wtze «Bon + Die Tic (jouk6*6. I »AK ?’S &*• KL »rod «*' eigentlich M'/n ' ren*)el '- fach f ”/“i Verhalle"/, OlehnunS^ der anierila" üöer flu6. c Mü« mH bleibt den S wenWns nc giU fic das KL'- Denn de beteiligten 9 eine eiger überhaupt i dende, das Mächte, der Das Reelle Schieds- un hat sich, von Der neue ; der den alb ändert, ist, vertrüge ü 16) „adapt system ang< Völkerbund nen Enten Schiedsgeri lich noch u soeben in hergestellt, Tschechosloi Der Bö ja Dach i lches „6. her Kraft, i lich nur । gruppe ih Denn auch bulgarische fönten Beti Kraft diese! rumort uni aanisation, hätte ausb lands. Die morratie bi kämpfen n Bundes, t sprengen - Völkerbund Damit s kommiss Rates und China, Deu Nichtmilgliel Linien eines sind nicht zu Händen, Um öle fiäuptaibi Wodjen, oerm und Wlrtfchn stehen? Wird 3uni eine Lös Iminlung im Versammlung i rigteit und Sri; Wn Lande! Rten, wie m "egalioe Zlusoä 3n Deuts Mr ruhig und pnlereffe beurtk M fassen. ^tudienkon Men. Wie di ,"?l Deutschlond onnen. Aber e ^.selber geb0 Gießen, den 18. April 1926 3538D 35361) Gießen, den 19. April 1926. 02754 z. It. Darmstadt, (Heinrichstraße 88) 3522D Pfeiffersche Buchhandlung Leihgestern, den 17. April 1926. 3532D gesucht. 3513 D Walltorstr. 21 Fernruf 1342 M“D Darmstadt. 31S3C st kann sofort beginnen! i geböte mit Vreid» • Max Krug. Berlin W S27, angabe unter 351001 Neue Ansbacher Straße 7. weid I an b. Gieh. Anz. erb. I Die glückliche Geburt eines kräftigen Sohnes zeigen wir hocherfreut an Die glückliche Geburt eines gesundenSonn-- tagsbuben zeigen in dankbarer Freude an (Erwin Venz, Marine-Ingenieur a. D. und Frau Margot geb. Walger Marie Arnold geb. Fett Wilhelm Arnold und Familie Wilhelm Faber und Familie. Privatdozent Dr. F. Maurer Frau Iula Maurer geb. Matthes Die Geburt ihres zweiten Lohnes Bernhard Helmut zeigen an Für die wohltuende Teilnahme beim Heimgang unseres geliebten Kindes sagen wir hiermit innigen Dank. Familie W. Atzbach, Dat« können Sie auch verdienen! denn keiner dieser Vertreter hatte irgendwelche Vorkenntnisse noch Anfangskapital! Schreiben Sie sofort an mich und Sie erhalten ausführliche Mitteilung. Verdienst kann sofort beginnen! (12 Silberbrakelt umzugshalber billig zu verkaufen. 02756 Lang - Göns, '.'«eugafse 1. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elise Kraft geb. Seipel. Dr. Theo Baum und Frau Beatrice geb. Klee Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir hiermit innigen Dank. Statt Karten. Gott, dem Allmächtigen, hat es gefallen, Montag, den 12. April, unsere liebe Mutter und Großmutter Hermine Breunlin geb. Eichmann im fast vollendeten 88. Lebensjahr zu sich zu nehmen. Für die trauernden Hinterbliebenen; Emil Breunlin, Pfarrer. Burkhards, den 17. April 1925. Danksagung. Für die überaus vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen, insbesondere dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte am Grabe, sowie dem Gesangverein Eintracht und dem Turnverein Leihgestern von 1893 sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Stellenangebote* In jedem Dorfe und lebet Stadt baueruber unb leichter Siedender bicnit bleiet sich ortskundigen inielltg Herren durch Auskunft»? ertetlung. Passend für Beamte ufro. Schrift!. Angebote unter 02746 an den Metz. Anz. erbeten. Eine neue Lebensstellung bietet Ihnen zwecks Besuch von Privatkundschaft meine Vertretung! Unter etwa 100 meiner Vertreter, darunter auch viele Damen, verdienten irn Monat Januar Franz Zlemann 579 Mk„ Job. Aßmann 575.50 Mk, Th. 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In und nach Gens hat die Leitung des Völkerbundes — man muß einen so allgemeinen Aus- irutf nehmen, denn man kann gar nicht sagen, wer -igentlid) die Politik des Völkerbundes im ganzen »nacht und bestimmt — eine erstaunliche Zersahen h e i t, Programm- und Regielosigkeit, ja ein» ach Unfähigkeit bewiesen. Das gilt für die Jorbereitung auf Genf. Das gilt für das Verhalten gegenüber Nordamerika und dessen Ablehnung einer Genfer Einladung zur Erörterung )er amerikanischen Vorbehalte in Sachen des Haager Gerichtshofes! Das gilt für das Verhalten gegenüber Rußland — es ist nicht gelungen, dessen Konflikt mit der Schweiz auszugleichen, Rußland »leibt den Völkerbundskonferenzen des Sommers, nenigftens nach der augenblicklichen Lage. fern. Das »ilt für das Verhalten in der für den Völkerbund zentralen Frage: Erweiterung ober Umgestaltung les Dölke-rbundsrates? Wenn bem fo ist, so liegt bas nicht nur an den beteiligten Personen. Das liegt in ber Sache selbst: «ine eigene aktive Politik kann ber Dölkerbunb überhaupt nicht machen. Das Reelle, das Entschei- tenbe, bas Aktive bleiben bie Beziehungen ber Mächte, ber Mächtegruppen unter- und zueinander. Das Reelle ist bas System ber Bünbnis-, ber Schieds- unb Sicherheitsverträge. Der Locarnopakt 6at sich, von Gens zunächst einmal gelöst, behauptet. Der neue polnisch-rumänische Vertrag vom März, Der ben alten von 1921 erneuert, aber zugleich ver- enbert, ist, wie bie in Locarno geschlossenen Oft» Verträge Frankreichs bem Völkerbunb (Art. 10 unll 16) „abaptiert“, also abgeschwächt, bem Locarno- system angenähert, aber trog der Anpassung an den Völkerbund ein selbständiger Vertrag. In der Kleinen Entente und auf dem Balkan arbeitet der Schiedsgerichts- und Sicherheitsgedanke weiter, freilich noch weit vom Ergebnis. Graf Skrznnfki hat foeben in Prag und Wien weitere Verbindungen Fiergcftellt, wie das Benefch in dem Vertrag mit der ■ Tschechoslowakei gelungen ist usw. Der Völkerbund und fein Rat soll über alledem । ja Dach unb Krönung, gewissermaßen politi» I cf) e s „(S l e a r i n g" ».() a u s" sein, von bem bisher Kraft, einen eigenen Willen durchzusetzen eigent- fid) nur ausging, wenn eine bestimmte Mächtegruppe ihren Willen burchsetzte (Oberschlesien!). Denn auch der .Korfufall oder der letzte griechisch- bulgarische Konflikt waren doch noch keine impo- fönten Betätigungen eines Eigenwillens und eigener Kraft dieser „Gesellschaft der Nationen". In ihr aber rumort und gärt nun die ganze Unklarheit der Organisation, die ebenso an irgend etwas anderem Hütte ausbrechen können als am Eintritt Deutsch, lanbs. Die Oligarchie der Großmächte und die De- rrofratie der kleineren und kleinsten Mitgliedsstaaten rümpfen miteinander, erschüttern das Gefüge des Bundes, drohen, ihn lahmzulegen, vielleicht zu sprengen — das ift ber Sinn bes Kampfes um ben Bölkerbunbsrat! Damit soll sich vom 10. Mai an eine Stu bi en- r ommf ff Ion beschäftigen: die 10 Mächte des Rates unb die vier dazu gewählten, Argentinien, O"f)ina, Deutschland, die Schweiz, darunter also ein MM! weieiNNIW* SSS3S nL.M6it -ieMcMett f'lnt Sit««"»'’" reiben- SÄ*** oielcn un» vfloficr, nehmen )ntrflU06nfuPn !®tbroud,munMauf«1^ Brennen, ® »ur-b b®ei&ta Die |,6treupu6^hC(iDr^n SZ- -üchtmitglied des Bundes. Auch nur allgemeine Linien eines Arbeitsprogramms dieser Kommission sind nicht zu erkennen, sichernd; noch gar nicht vorhanden. Um sie geht, soweit Europa in Frage steht, Die Hauptarbeit der großen Politik in den nächsten Kochen, vermutlich Monaten. Werden Abrüstungs- itnb Wirtschaftskonferenz dahinter ganz zurück- stehen? Wird bie Kommission im Mai, ber Rat im Juni eine Losung finben, bie für bie Bundesversammlung im September brauchbar ist? Wird,die Versammlung im September vor derselben Schwierigkeit und Krise stehen, wie im März? Die Aeuße- mngen Vanderveldes im „Vorwärts" (4. April) zeigten, wie man in Dölkerbundskreifen auf sehr negative Ausgänge gefaßt ist. In Deutschland soll man diese Situation lehr ruhig unb ausschließlich nach unserem eigensten Interesse beurteilen unb banach bie nötigen Entschlüsse fassen. Die Einlabung an Deutschland, an der Studienkommission sich zu betätigen, ist ergangen. Wie die Dinge nun einmal gelaufen sind, hat Deutschland sie grundsätzlich nicht ablehnen fonnen. Aber es wird noch klarstellen müssen, wie diese selber gedacht ist (beratend? beschließend?), wie — - --------------------------- Die Körperschulung schwächlicher Kinder. Don Dr. Otto Wiese, Ein armes Volk muß sich auch in den akuten Fragen der Volksgesundheit, fo bedauerlich es ist, zwangsläufig Befchränkungen auferlegen. Daher sollten in erster Linie die Wege gebahnt werden, bie, ohne große Mittel zu erfordern, dennoch zu einem erstrebenswerten Ziele führen. Ein sehr wunder Punkt In unseren sozialhygie- mfdjen Maßnahmen ist die Fürsorge für unsere Schwächlinge, d. h. Kinder, die, ohne organisch krank yi sein, durch ihren körperlichen Zustand einen wenig erfreulichen Anblick bieten. Für unsere körperlich normale Jugend brauchen wir uns keine so zwße Sorgen zu machen: ihr sind die Leibesübungen i» Herzenssache geworden, daß die gewaltig angeschwellte Begeisterung für Körperschulung in Licht unb Luft unb Sonne alle Zögernden mit sich fort- reiften wird! — Was aber geschieht für unsere Sorgenkinder? Die Schwächlinge — oder aber das ebensowenig erfreuliche Gegenteil die aufgeschwemm- t• L'tzM r,e teilt! Nttkf* i8bUt0 17 W|* M bctVJ' -u • 8*^»« ‘il1' lVlh?nb$Sitb vsägu LL^M Dvrtrs, t™ tn -Ä tz lÄ'Ä> «UZ ^nen der 5am?|[ JGni gen der $ümifie|3 «&” und $?k, ^besondere no$ ein I6a J. 88 Sürften und bet wie!« und ein 2lll> bd 'S?'W®“1 und die eil. ßanbtoittlWammtt Friedberg. «. April. Der herein IPtele beschloß in einer eneraberlammlung, feine ilnfall zu versichern der Prämien einen tzvndrr- ! Mk. von den lettinimil- Der L. s.D„ dec zur Zeil Höhe stehl und in der lehlni rte Erfolge errungen hri, faStafftfläufen, Sie anläh- nöheitslooche hier «a feiner Gröhe iften beteiligen. i m, II. Qfoxxt Der W in diesem Jahre sein um begehen. Aus diesen Verein eine große Fist' ovche. Am 21. Juni sindet sias sellaus »Aunduci nachmittags ein grohd utnier statt. Der 31 un Lichtbildervvrtrag bck- luli wird ein Aolkssest deren I. Juli sind zu einem cste Kräfte gewonnen. m Veranstaltungen w;tb ca Schvimmsest im stabil' ,-n ,u dem dcutschcSpiheii- hme zugesagt haben, W fest am Teichhaus oder «J n Abend des gleichen razei Ätoiw*5 «Ä* Mimpfl. NL« sSL- Ääben^^/A Ar e- fit |ein mit ^,5 ®üM« g°ld-n-n SJuW Assi *«*■? Poon ÄjJ ßsbantielr!:i s'L»V ’S.-s^ö -nen *Le£fltil von ? <ßon zu aenornw<,n % Vnl'S'gnl« S >- S,°'° "«•ÄS» Ä*1 ,eai»®“°’8 a der". _ nächsten Mittwoch vorgenommen werden kann. Der Umzug wird dadurch beschwerlicher, das; vorerst keine Akten oder sonstigen Gegenstände mit in das neue Gebäude überfährt werden dürfen. Da in dem alten Kreisamtsgeboude der Messingkäfer festgestellt wurde, muß vor dem Umzug eine Der- f| a f u n g sämtlicher Mobiliargegen- tSnde vorgenommen werden. Diese Vergasung wird von Freitag, 23., bis Montag, 26., durch- geführt. Der eigentliche Umzug mit den Akten wird alsdann am Dienstag, 27. April, vorgcnom- men. Während dieser Zeit wird im neuen Kreis orntsgebäude ein provisorischer Betrieb aufrecht- erhalten. Den langjährigen Bemühungen der hiesigen Körperschaften und Sportvereine ist es gelungen, einen Sportplatz zu schaffen. Da In unserer Gemeinde das Feldbereinigungsversahren durchgeführt wird, konnte erreicht werden, daß die sog. Bruchwiese für Eportzwecke bercitgestellt wurde. — Aus der jüngsten Gemeinderats« sitzung: Dem Wunsche der Freiwilligen Feuerwehr entsprechend, wurde beschlossen, das Spritzenhaus zu erweitern und einen Schlauch- trockenturm zu errichten. Ein weiterer Antrag auf Errichtung einer Feueralarmeinrichtung mit Sirenen »urb? abgelehnt. Auf Antrag wurde zur Fertigstellung des Jugendheims auf der Herchenhaincrhöhe ein entsprechender Beitrag bewilligt. Für die neuen städtischen Häuser wurde die Miete neu geregelt. Ein großer Mißstand wurde dadurch behoben, daß' die früher in reichem Maße vorhandenen Bänke erneuert werden sollen. )( Ort en berg, 17. April. Ein Mißstand in unserer Gemarkung soll jetzt durch Dif* Feldbereinigung abgestellt werben. Bisher fehlte in den „Wingert" (den früheren Weinbergen Ortenbergs, die sich nach Wippenbach hinziehen) ein geeigneter An- und Abfuhrcoeg, die Besitzer der Grundstücke mußten unter großer Mübe ihre Ernte bis zum nächsten Weg aEitranen. Jetzt werden zwei Parallelwege mitten durch die Wingert angelegt, die eine bequeme An- und Abfuhr gestatten. Die Plane liegen zur Zeit auf, mit den Arbeiten, bei denen auch Erwerbslose Beschäftigung finden können, soll in Kürze begonnen werden, so daß bis zur Heuernte die Wege bereits benutzt werden können. — Die Wasserversorgung unserer Gemeinde ist teilweise sehr schlecht. Am 14. und 15. April versagte in den Vormittagsstunden in den höher gelegenen Stadtteilen das Wasser. Auch die Lichtverhältnisse sind sehr mangelhaft. Das Licht brennt abends oft so düster, baß nur mit Anstrengung dabei gelesen werden kann. Hoffentlich finden beide Mißstände bald Abstellung. -/- Ortenberg, 17. April. Dieser Tage sand die 51. ordentliche Generalversammlung des hiesigen Vorschuß - und Kreditvereins statt. Die ausscheidenden Mitglieder des Aussichtsrats, Lehrer Köhler und Fabrikant Schmidt, wurden einstimmig wiedergewählt. Sämtliche Beschlüsse des Vorstandes und Aussichtsrates fanden die einstimmige Genehmigung der Versammlung. Der Reingewinn betrug für da- Jahr 1925 4310,77 Mk. ES wurde eine Dividende von 10 Prozent verteilt. Hrcis Lchottcn. W8R. Schotten, 17. April. Das große Jugendheim, das der Vogelsberger Höhenklub auf der Herchenhainer Höhe errichtet, ist im Rohbau fertig. Es enthält zwei Tagesrüume. 12 Schlaf-immer mit 50 Betten und einen 40 Betten faßenden Schlas- raum im Dachgeschoß usw. Fließendes Wasser kommt von einer hvh.'r gefaßten Quelle. Dadurch wird das Heim nicht nur für die wandernde Jugend eine schöne Herberge sein, sondern eS kann auch von allen Schulen aus hiesiger Gegend als Landhsim für längeren Aufenthalt benutzt werden. Es liegt auf weitschauender Höhe in herrlicher Ratur, nahe dem Ehrenmal für die Gefallenen deS Vogelsberger Hotzenklubs. Die Enthüllung dics?s Denkmals und die Einweihung deS Hcimes wird am Himmelfahrttage stattfinden. Mrcie Lauterbach. WEN. Schlitz, 17. April. Nach 12jjähriger Tätigkeit in unserem Orte verlieh Oberpfarrer Knodt jetzt seinen bisherigen Wirkungskreis, um die ihm übertragene erste Pfarrstelle in Bad- Nauheim anzutreten. Oberpfarrer Knodt erfreute sich hier einer großen Beliebtheit. Er war u. a. Gründer und Leiter der Volkshochschule, die ihm [ür seine wissenschaftlichen und belehrenden Dortrage zu Dank verpflichtet ist. Auch die Grün- düng des Heimatmuseums ist hauvtsächlich auf seine Initiative zurückzuführen. Als Kreisurkundenpfleger und gräflicher Archivar ist er zweifellos einer der besten Kenner der Geschichte unserer engeren Heimat. Starkenburg. • Darmstadt, 18. April. D:r Provinzialausschuß der Provinz Starkenburg verkündete am Samstag das Urteil in dem Streit- verfohren zweier Darmstädter Gastwirte gegen die Stadt Darmstadt wegen Erhebung der Getränke st euer. Hiernach wurde die Erhebung einer Getränkesteuer für unzulässig erklärt. Die Kosten des Verfahrens hat die Stadt Darmstadt zu tragen. — Um dem Städtebild ein freundlicheres Aussehen zu geben, besteht hier feit vielen Jahren ein „Komitee Darmstadt im Blumen- und Pslan - zen sch muck", das für Vorgärten, Da Ikone und Fenster Preise verteilt (im letzten Jahr 150). Das Komitee hat sich jetzt wieder an die Einwohnerschaft gewandt und fordert sie auf, für ganze Etraßenzüge und Plätze einen einheitlichen Blumenschmuck zu wählen. — Ilm die Weihnachtszeit sind hier zahlreiche Keller- einbrüche in Wirtschaften verübt worden. Es wurden nur bessere Weinmarken gestohlen. Die Di'ebe vergruben die Flaschen oder versteckten sie, um sie später auszutrinken. Der Polizei Ist es jetzt gelungen, mehrere junge Burschen als die Einbrecher zu ermitteln. — Auf Grund eines Beschlusses der Instand- setzungSkommissivn sollten in dem Hause eines Konditor- in der Hügelstraße Ausbesserungen vorgenomnen werden. Der Hausbesitzer erteilte daraufhin der Kommission den Descheck), er werde jedem, der daS Haus betrete, um die Reparaturen vorzunehmen, mit der Waffe entgegentreten. Da auch weitere Verhandlungen erfolglos blieben, wurden P o - lizeibeamle in d e Wohnung deS Konditors geschickt, unter deren Schuh dann Arbeiter die AuSbesserungsaröeiten vornahmen. Der sonderbare Vorfall wird ein gerichtliches Rachspiel haben. — Ein Einbrecher st a h 1 dieser Tage aus dem Schaukasten eines Schuhgeschäfts eine Anzahl von Schuhen. Es waren aber keine vollständigen Paare, sondern nur Einzel- schuhe. Sowohl der Einbrecher wie der Geschäftsmann sind wohl höchst unzufrieden. Der Schuhhändler hat dem Einbrecher ein Paar Stiesel versprochen, wenn er die Schuhe wieder zurückerstattet. WSR. Offenbach, 17.April. Der erste Hauptgewinn der Offenbacher Kunst- hauslotterie, bestehend in einem Fünf- zimrnerhaus im Werte von 20 000 Mk., ist an den richtigen Mann gefallen. Der glückliche Gewinner war der schon seit längerer Zeit erwerbslose Former Llohann Rickert In der Moltkestraße in Ofsenbach. Wie verlautet. zieht er es jedoch vor. an Stelle des erst noch zu erbauenden Hauses die vorgesehene Barauszahlung von 17 0 0 0 M k. anzunehmen. Das GlucksloS wurde auf Veranlassung des jüngsten noch minderjährigen Kindes des Gewinner- gezogen. Die untergegangero Eisenindustrie des oberen Nidda.ales. ch Ober-Schmitten, 17. April. Die Namen der beiden Dörfer 06er- unb Unter- Schmitten weifen darauf hin, daß diese a n Stätten alter Eisenindustrie gegründet worden sind. Ehemalige Wald- schmieden bildeten für beide Gemeinden den SiedlungSkern. Wenn auch jede Erinnerung an jene Zeit entschwunden ist, so haben sich doch einige Flurnamen erhalten, die ihre Entstehung der Eisenindustrie des „Schmittener Grundes' verdanken. (Hammerweg. Am Eisnen. Schmieb- graben, Eisenkaute u. a.) Das geringe Vorkommen des Eisens im Riddatal veranlaßte Wohl das frühe Eingehen der Schmittener Waldschmieden. Die Papierindustrie übernahm später vorhandene Gebäude und Wasserkräfte (Papiermühlen). Das in der Folgezeit gewonnene Eisenerz des oberen RiddataleS wurde zur Verhüttung nach Hirzenhain verfrachtet. So heißt heute noch der Weg von Over-Schmitten nach Ober-Lais, der von dort weiter nach Hirzen- hain führt, Hirzenhainer Weg. Auf diesem Wege wurde auch viel Eisen aus dem Solmser Land nach Hirzenhain überführt, um das Niddatäler Eisenerz durch Vermischung mit Solmser Erz leichter schmelzbar zu machen. Länger als die Waldschmieden hielten sich die Ragelschmieden im Riddatale. Roch vor kurzem lebten «He Männer, die in ihrer Jugend im Kreise fröhlicher Gesellen Rägel schmiedeten und diese im „Zwerchsack" au ihren Kunden, den Schuhmachern der Umgegend, trugen, und in vielen Hosreiten finden sich heute als Ställe benutzte Räume, die noch den Ramen „Schmedde" (Schmiede) führen, in denen jahrhundertelang daS fleißige Hämmern der Ragellchmiede erllang, die gewöhnlich in Gesellschaft in einer Schmiede arbeiteten, die für die Kinderwelt früherer Taae ein Hauptanziehungspunkt war, da der Blasebalg von einem im Rade lausenden Hunde in Bewegung gesetzt tourte. 3n EichelSdors soll sogar einmal ein Fuchs diese Arbeit erlernt haben. Spuren des Eisenbergbau - sind noch sehr deutlich in der „Eisenkaut e“ Gemarkung Eicheisdors (Forstort IrrhauSköpse) nahe bei der ..Dicken Eiche' sichtbar. Hier sind noch etwa 20 Stollenlöcher („Pingen") zu erkennen, in denen einstmals der Bergmann den Eisenstein gewann, diesen dann zu „Halden* türmte und auf schlechten Wegen nach Hirzenhain auf die „Hütte" lieferte, um dann erst füc seine Mühe bezahlt zu werden. Kleine Strafkammer Wetzlar. Q Ein Schneider au-Wetzlar war in erst-r Instanz vom Amtsgericht Wetzlar wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden und hatte gegen dieses Urteil Berufung eingelegt. Die Verhandlung erbrachte nicht den Beweis, daß der Angeklagte schuldig märe. Da« Urteil lautete daher auf loftenlofe Frei- sprechuna. Ein Metzgermeister aus Braunfels stand wegen Nahrungsmittelfälschung unter Anklage. Der Angeklagte hatte die Wursthülle, um der Wurst ein besseres Aussehen zu geben, außen mit einem bräunlichen Anstrich versehen. Das Gericht erster Instanz (Amtsgericht Braunfels) hatte den Angeklagten deshalb zu 50 Reichsmark Geldstrafe, Hilfsweise zehn Tagen Gefängnis, verurteilt. Hiergegen legte der Angeklagte Berufung ein und führte zur Begründung an, daß er viele Frankfurter Metzgermeister kenne, die in gleicher Weise wie er verführen: sogar ein früherer Hofmetzger, der an den Berliner Hof geliefert habe, hätte das gleiche getan, ohne daß dies beanstandet worden wäre. Ferner berief er sich darauf, daß er bereits früher in einer gleichen Angelegenheit unter Anklage gestanden habe, aber damals freigefprochen worden fei. Das Gericht beschloß, einen Sachverständigen zu laben und vertagte die Sache. Aus bem Amtsverkündigungsblatt. •• DaS Amtsverkündigungsblatt Rr. 31 vom 16. April enthält: Förderung deS Wohnungsbaues. — Maul- und Klauenseuche in Lich und Bellersheim. — Dackordnung der Ge- mcinbe Saasen. — Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. — Pädagogischer Rundfunk. — Feld- bewinigung Großen-Linden. — Schuh der TßgeL — Straßensperre. — Gefunden, verloren. — Dienstnachrichten. einS* LIEBIG r 'n der und w ^er -gzss ^doch9Ub«r^- ZurReiohsgesundheitswoche! ,ui ui n MNlitMiÜüM'. Teigwarenfabrik Riesa-Oröba. In dieser mit hellen und luftigen Räumen versehenen Fabrik stellt die Großeinkaufsgesellschaft Deutscher Konsumvereine für die Mitglieder der deutschen Konsumvereine erstklassige Teigwaren her. Die Konsumvereine tragen durch Verbilligung und Qualität der Ware zur Stärkung der Volksgesundheit bei. Konsumverein BleBen und Ilmg. E. G. m. b. H. 3508a Altes Blei üfcleiröUten' lauft VruhULe ^rackeret . D edmlitt 7'9 Hau m. Scheuer u ar.Slall.Nelicnaeb., gr. Hof xu vrrk. ob xu 1 ervacht. t'Jobn. tot. bcAiehtmr. 6dir. Angebote unt. 02722 an den Gieß. An». 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Hessische Bürgermeisterei Grohen-Buseck. ____Gans.__ Der vom Gemeinderat beratene Voranschlag der Gemeinde Allendors a. d. Lahn für 1926 Rj. liegt vom 19. April l. I. eine Woche lang auf der Bürger- meisterei zur Einsicht der Jnteresienten offen. Während dieser Zeit können Ein- toenbunaen vorgebracht werden Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen worden, zu der auch die Ausmärker bei- zutragen haben. Allendorf a. d. Cahn, den 19. Avril 1926. Bürgermeisterei Allendors a. d. Lahn Volk. 35O9D Bedenke wie es alles spürt. Was seine zarte Haut berührt Folge diesem Rat, Junge Mutter i fo wichtig, wie die Körperpflege Deines kleinen Lieblings felbfl, ift auch die Behandlung feiner Windeln, Wickel und Wollfachen. Vermeide alle Jiharfen Wafchmittel, die des Kindes empfindliche Haut rei- Hine Hand voD LUX Seifenflodeen, aufge- 16/1 im Wafdikewel, wirkt Wunder. LUX zen I - Wafdxe alles, was das zarte Körperchen berührt, mit LUX Seime lose, nur in LUX- Original - Sdiadifebk Preis SO Pfg. 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Ihre Haare hingen ihr in die Stirne, die Spange ihres Kleides auf der rechten Schulter war ihr herabgeglitten — — —. Das stolze Weib war eine Angst, eine Glut — — Sie kannte sich selbst nicht. Ihr war, als stände sie über und über in Flammen--. „Das ist Rycel Er will sie verhaftenl" „Mich verhaftet man nicyt so leicht--" Er wollte sie in das erste Zimmer zurückschieben. Doch zu spät. Die Tür flog auf — eine kleine, elegant gekleidete Frau fuhr herein. Blieb aber wie angenagelt stehen, als sie die Szene sah. Ihr erster Blick galt natürlich der anderen Frau! Boshaft begannen die schwarzen Augen Madame Löonies zu funkeln. ,Lch bitte um Entschuldigung, wenn ich störe," sprudelte sie heraus, „es wird gleich ein größerer und viel unangenehmerer Störenfried da sein — dieser Monokelsäugling, dem die Frau Herzogin augenscheinlich unsere kleine Zufluchtsstätte verraten hat. Sehen Sie, James, ich habe es ja gesagt, Sie sind zu vertrauensselig. Auf eine Frau ist nun einmal kein Verlaß — auch wenn sie zufällig Herzogin und so tadellos gewachsen ist--! Jetzt sitzen wir im Salat, James! Zur Flucht ist es zu spät, Jung- England ist bereits mit zwei Detektiven von der hiesigen Polizei im Anmarsch. Senkrecht hierher. Ich habe sie genau beobachtet." „Madame L4onie, gestatten Sie mir zunächst, daß ich Sie mir der Frau Herzogin bekannt mache — das ist Madame Läonie Sperazzi. Selbst in Ihrer Gegenwart, Frau Herzogin, muß ich wiederholen, was ich zu Madame selbst schon bei unserer ersten Begegnung zu bemerken mir erlaubte — sie ist die entzückendste Frau —" „--der Sie in Ihrem bisherigen an Frauen nicht gerade armen Dasein begegnet sind", rief Madame Leonie und schaute Gloria trotzig und triumphierend an. Gloria wußte sich nicht zurechtzufinden. Wer war diese kleine Frau? Die so hübsch und zweifellos so vertraut mit diesem Manne war? Sie war ihr unsympathisch — — Sie rüstete sich zum Kampf. „Das sehe ich," sagte sie lächelnd, „daß auf die Männer erst recht kein Verlaß ist. Genau dasselbe hat Herr Wood mir gesagt." Und ruhig, mit kaltblütiger Selbstverständlichkeit trat sie vor den nächsten Spiegel. Schob die verräterische Spange zurecht. Ordnete ihr Haar—. Madame Löonie begann sehr zornig auszusehen. „Seien Sie friedlich, Madame Leonie", sagte James Wood. „Wenn wir untereinander uneinig sind, wie wollen wir dann mit dem furchtbaren Feinde fertig werden, der dräuend gegen uns heranzieht? Gestatten Sie, daß ich Ihnen ein Glas Champagner einschenke--Na, bitte — bitte-- um meinetwillen--um mich vor dem schrecklichen Sir Walter zu erretten--ja--?" „James Wood, Sie sind und bleiben ein unmöglicher Mensch! Ach Gott — Sie machen wieder mit mir, was Sie wollen — —" hundert giftige Schlänglein zischten aus funkelndem Seitenblick auf Gloria--„Ich bin neugierig, wie Sie mit dem Engländer fertig werden wollen. Wirklich — ich bin neugierig--Sie nicht auch, Frau Her- zogin?" „Sie Walter Ryce ist kein zu unterschätzender Gegner", sagte Gloria. „Meine Damen, lassen Sie uns auf den kommenden Sieg anstoßen!" sagte James Wood. „Ibrahim, stelle ein viertes Glas bereit! Es wird gleich läuten. Dann öffnest du, fragst den Herrn nach seinem Namen---" Im selben Moment läutete es. Kurz, her- risch--- „Da ist er", riefen beide Frauen wie aus einem Munde. Gelassen fuhr James Wood fort, dem Sudanesen seine Weisung zu geben. „Wenn es Sir Walter Ryce ist, sagst du ihm, er werde erwartet, und führst ihn hierher!" „Und wenn es nicht dieser Herr ist?" „Dann wirfst du ihn auf die Straße! Aber nicht ins Meer — das hält zu lange auf!" Der Neger ging hinaus. Gloria war von ihrem Stuhle aufgesprungen. Sie war bleich bis in die Lippen — — —. Madame Leonie blieb sitzen, lehnte sich behaglich zurück. Hunderttausend Kobolde tanzten in ihren Augen. Zum zweiten Male schrie die Glocke. „Wer gewinnt, Frau Herzogin?" lächelte sie. Gloria antwortete nicht. Doch ihr Blick glitt zu James Wood hinüber, der gelassen nach der Türe blickte. Da wußte Madame LLonie Bescheid und machte ein Mäulchen. Mit devoter Verbeugung öffnete Ibrahim die Türe — Sir Walter Ryce trat ein. Hinter ihm auf dem Korridor konnte man die stämmigen Gestalten der beiden Polizeibeamten sehen. Für seine Haltung gab es nur einen Ausdruck: perplex. Er starrte auf die beiden Frauen. Starrte auf den Mann zwischen ihnen--- Und dann stieß er einen wilden Schrei aus: „Joe Perkins — der Chauffeur!" James Wood verneigte sich. „Es freut mich, Sir Walter, daß Sie mich gleich erkannt haben." 2 9. Kapitel. „Die Freude ist gegenseitig", schnappte Sir Walter zurück, sich blitzschnell in die Situation findend. „Ich vermute, ich habe das Vergnügen, dem Mörder des Grafen Las Valdas gegenüberzustehen?" „Sie wollen mich verhaften?" „Jetzt habe ich Gelegenheit, Ihren Scharfsinn zu bewundern, Mister Perkins oder wie Sie sonst heißen--. Allerdings habe ich die Absicht, Sie als den Mörder des Grafen Las Valdas zu verhaften. Ich bedaure lebhaft, diese Handlung in Gegenwart der Frau Herzogin und der mir fremden Dame vornehmen zu müssen, aber i meine Pflicht erfüllen. Wenn ich also bitten darf — —" Er wandte sich zur Tür, um die Beamten von draußen hereinzurufen. „Wie wäre es doch mit einem Glase Cham- pagner?" Madame Löonie kick)erte laut heraus. Selbst Gloria, so angst und bang ihr war, lächelte. Puter- rot im Gesicht fuhr Sir Walter herum und sun- kelte den vor ihm Stehenden zornschnaubend an. „Die Gegenwart der Damen verbietet mir--- knurrte er.---„Oder bestehen Sie darauf, eine Szene zu machen? Wer Sie auch immer sind — wird sich ja später Herausstellen — — Sie sehen aus wie ein Gentleman. Wenn man einen solchen Frack trägt, muß man sich auch danach be- nehmen!" „Der Begriff Gentleman sagt mir gar nichts, Sir Walter", entgegnete James Wood. „Und den Frack habe ich noch nicht bezahlt — er verpflichtet mich also in erster Linie meinem Schneider gegenüber --aber worauf ich bestehe, das ist die Forderung, daß Sie mich anhören, bevor Sie die Leute hereinrufen und damit die größte Dummheit Ihres Lebens machen " Gloria war überrascht zu hören, wie hart auf einmal diese liebenswürdige, sonore Stimme klingen konnte. „Sie drohen?" „Ich drohen? Aber Sir WalterfJch' bitte — in Ihrem Interesse! Im Interesse Lord Bumhams! Im Interesse Ihres Vaterlandes! Ah — jetzt sind Sie bereit, zuzuhören! Ich habe mir erlaubt, die Frau Herzogin hierherzubitten, um ihr ein gewisses Dokument zu übergeben. Uebergeben ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck — sagen wir Heber, um mit ihr betreffs der Uebergabe zu verhandeln. Wie berechtigt meine Vorsicht war, beweist Ihre Anwesenheit in diesem Hause, Sir Walter. Ich erlaube mir, Ihnen daher kurz und bündig zu erklären. Ich habe Vorsorge getroffen, daß ' das Papier der Frau Herzogin erst bann übergeben wird, wenn Sie mir auf Ihr Ehrenwort versichern, daß Scottland Yard mich wegen der Affäre Las Valdas nicht weiter moleftiert. Selbstverständlich sich auch nicht hinter die Polizeibehörde eines an- deren Landes steckt und mich durch dritte Hand — gleichsam in procura festnehmen läßt." mit 'lurchUiai-m 3433D R-M. 07 114 16824' 16 1931390: 41 16 Summa der Aktiva 1011919953 30 918 639 923 | 20 918 639 923 20 1011919 953|30 57 953 054 | 25 3517D Hessisches Amtsgericht. Heinrich Sehri II 3515V 3151s, Gewinn- und Verlust-Rechnung 1925 53641 389 246956 41 859 132044 36 256 502 1500 000 5 907894 9123512 R-M 100 000 000 34 000 000 1 000 000 726 375 503 44 094 255 2 403 000 99 720 10 000 000 486 486 180 957 21416 06 429:169643 25 030 000 st .9 66 71376 19 261597 16 078! 8! In unserem Genossenschaftsregister wurde heute bei der Landwirtschaftlichen Kredit-Bezugs- und AbfahgenoffeMchast mit unbeschränkter Haftpflicht in Dorf- Gill eingetragen: Eiformbriketts, höchste Heizkraft, sparsam in Hausöfen und Küchenherden. Erhältlich in allen größeren Kohlenhandlungen. Aktiva Kasse, fremde Geldsorten, Kupons und Guthaben bei Noten- und Abrecbnunffs- (Clearine-) Banken Wechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen Nostroguthaben bei Banken und Bank- firmen Reports u. Lombards gegen börsengängige Wertpapiere . . .......... Vorschüsse anf Waren und Waren Verschiffungen . . Eigene Wertpapiere ....... Konsortialbeteiligungen Dauernde Beteiligungen bei ander. Banken und Bankfirmen Debitoren in laufender Rechnung. . . Bankgebäude. ............. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde wei- tershain für 3t]. 1926 liegt vom 20. bis 26. L M. zur Einsicht der Interessenten auf unserem Bureau offen. Es ist die Er- Hebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Weitershain, 17. April 1926. Bürgermeisterei Weitershain. Reichert. 3527D Verlangen Sie Ruhr- Nußkohlen Die Genossenschaft hat sich in eine solche mit beschränkter Haftpflicht umge- wandelt. Die Firma lautet jetzt: LandwirtschastlicheKredit-Bezugs-und Absatzgenossenlchaft mit beschränkter Haftpflicht in Dorf-Gill. Die Haftsumme ist auf 1000 Reichsmark festgesetzt Sich, den 15. April 1926. Zahlreiche Zweigniederlassungen in Deutschland Bilanz am 31. Dezember 1925 ten idealster Korsett- ersatz. Verkauf jeden Mittwoch W.I3U DISCONTO-GESELLSCHAFT BERLIN Bankmäflige Geschäfte aller Art Aktiva. Kasse, fremde Oeldsorten, Coupons und Guthaben bei Noten- und Abrechnungsbanken . . ......... Wechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen ........... Nostroguthaben bei Banken und Bankfirmen ............ Reports und Lombards gegen börsengängige Wertpapiere....... Vorschüsse auf waren und War en Verschiffungen .......... Eigene Wertpapiere Konsortial-Beteiligungen Beteiligung bei der Norddeutschen Bank in Hamburg......... Beteiligung bei dem A. Schaäffhausen’schen Bankverein A.-O Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfinnen . ... Schuldner in laufender Rechnung . . . Einrichtung........... Bankgebäude Sonstige Liegenschaften Zwangs-Versteigerung. Donnerstag, den 22. April b. IS., von 8 Llhr vormittags ab. versteigere ich öffentlich gegen bare Zahlung im Fabrikgebäude der Mitteldeutschen Schmirgelwerle A.-G. in Butzbach: Schleifmaschinen für Kraft, Echmtrgel- scheiben in verschiedenen Größen und Körnungen, Sägeschärfscheiben, Schmir- gelleinen, Schmirgelpapier, Abzieh, steine, Feilen, Wetzsteine in Kisten (gebrannt), Schmirgelstaub, Schmirgel aller Art, Handbohrmaschinen, Heizrohre, 1 Partie Munitionskisten, Lagerböcke, ca. 3 Waggon Quarzit, Oker, Bureau- möbel, als Schreibtische, Stehpult, Stühle mit Aohrsih, Schreibstühle, Rollschränke. Ausstellungsschrank, Druck-Apparat Schreibmaschine u. a. m. Dann anschließend einen sehr guten Stutzflügel (Kapps), ein Speisezimmer mit Standuhr, ein Herrenzimmer (sehr gut), 1 Büfett. Z51SV Herrnbrobt Gerichtsvollzieher in Butzbach. Haben. Vortrag aus 1924 Effekten............ Provision Wechsel und Zinsen Beteiligung bei der Norddeutschen Bank in Hamburg.......... Beteiligung bei d. A. Schaaffhausen’scheri Bankverein A.-O Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfirmen Passiva. Kommandit-Kapital........ Allgemeine (gesetzliche) Reserve . . . Besondere Reserve........ Gläubiger............ Akzepte und Schecks Wohlfahrtsfonds für die Angestellten . . Noch nicht abgehobene Gewinnanteile der früheren Jahre........ 10% Gewinnanteil auf R.-M. 100000000 Kommandit-Anteile........ Gewinnbeteiligung des Aufsichtsrats . . Übertrag auf neue Rechnung..... Holzsubmission. 3u den bei der Hessischen Staatsforst. Verwaltung üblichen Bedingungen wer- den auf dem Wege des schriftlichen Angebots aus den Förstereien Strebendorf (Merschrod), Köddingen (Roßbacher Grund) und Meiches (Röoerwald, Elend, Kirchköpsel), ungefähr 800 rm Fichlen- nmdscheiter in einem Los aus der För- fterei Meiches (Kirchköpfel, Elend, Röderwald, Lohwald, Haag), ungefähr 70 rm Kirchköpfel), ungefähr 300 rm Fichten- öos verkauf. Das Holz ist aufgearbeitet und muh übernommen werden, wie es angefallen ist. Angebote auf 1 rm mit der Aufschrift „Holzsubmission" sind bis Donnerstag, 29. April, vorm. 10 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle einzureichen. Die Eröffnung erfolgt am gleichen Taae zur angegebenen Stunde. Nähere Auskunft durch die Herren För- ster Ricbtberg, Strebendorf, Gaul, Köd- dingen (Fernruf Ulrichstein 8) und Kör- der, Meiches und die unterzeichnete Stelle. Die Bieter sind 3 Wochen an ihre Gebote gebunden. 35291) Storndorf, 17. April 1926. Hessisches Forstamt Storndors. MWNsWW Wegen Aufgabe der Landwirtschaft werden am Freitag, 23. April, vormittags 91/» Uhr, in Grünberg, Londorfer Straße 55, versteigert: 2 Pferde (Fuchsstuten, 5 bis 6jährig), 2 Kühe, 4 Rinder, 1 Mähmaschine» eine Säemaschine, 1 Heuwender, 4 Wagen (3 mit (krnteleitern), 1 Halbverdeck, Pflüge, Eggen und Geschirre, sowie sonstige zum landwirtschaftlichen Betrieb gehörenden Gegenstände. - Versteigerung bestimmt. SerWsevMm wird zum Freunde, wenn man Hühner einsperrt und mit dem allgemein anerkannten und sehr gelobten Geflügel- und Kükenfutter R a g n t füttert. Frau Pastor Schreiber, Bruns- bauvten, schreibt: »Das Futter hat üch grofrarng bewahrt Es legen die Hühner unglaublich fleißig. 4 Hühner hatte ich aus einen engen Raum abgesverrt und mit dem Futter gefüttert; ste haben in 27 Tagen 86 Eier gelegt." Zu haben bet: Ang. Wallenfels, Drogerie, MarktpL, Eugen Scheel, MauSburg 17; Rob. Düll, Samenhdlg., Neustadt 46; Heinr. Hab«, Samenhdlg Gasherde erstklassige Fabrikate MMD Beachten Sie meine Ausstellung IW* Teilzahlungen SMMNlMwW Soll. Verwaltungskosten einschließlich Gewinnbeteiligung der Geschäftsinhaber, Direktoren, Prokuristen und Angestellten Steuern............. Zu verteilender Reingewinn Kommanditgesellschaft auf Aktien Bilanz per 31. Dezember 1925. ;i51or) Holzverkcms. Auf dem Wege des schriftlichen Angebotes soll aus den Gemeindewaldungen Volpertshausen und Groß-Rechtenbach folgendes Nutzholz verkauft werden: a) Gemeindewald Volpertshausen (Distrikte Lindsohl, Heege und Aspen). 3nsge- famt 395 fm Fichten- und Kiesernnuhhol;. Los 1: 11 Fichtenstämme Kl. la, 2 fm; Los 2: 73 Fichtenstämme Kl. 1b, 26,07 fm; Los 3: 90 Fichtenstämme Kl. 2a, 60,47 fm; Los 4: 45 Fichtenstämme Kl. 2a, 29,88fm; Los 5: 66 Fichtenstämme Kl. 2b, 72,56 fm; Los 6: 28 Fichtenstämme Kl. 2b. 29,08 fm; Los 7: 28 Fichtenstämme Kl. 3a, 46,08 fm; Los 8: 31 Fichtenstämme Kl. 3a, 41,64 fm; Los 10: Fichlenstämme Kl. 3b, 23,38 fm; Los 10: 5 Fichtenstämme Kl. 4a, 13,97 fm; Los 11: 32 Kiefernstämme Kl. 2a bis 4a, 14,05 fm; Los 12: 25 Kiefernstämme Kl. 3, 14,5lfm; Los 13: 57 Kiefernstämme Kl. 4, 21,30 fm. 3518V Bei den Losen 12 und 13 handelt es sich um Holz mit Klasseneinteilung nach entrindet ist. Festgehalt aus dem Vorjahre, welches b) Gemelndewald Groß-Rechlenbach (Distrikt Tiefer Graben): Los 1: 135 Fichtenstämme Kl. la bis 3b, 41,56 fm; Los 2: 27 Kiefernstämme Kl. la bis 3a, 9,75 fm. Sämtliches diesjähriges Holz ist nach Erteilung des Zuschlages sofort zu entrinden. Die Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben. Zahlungstermine: i am 15. 5., i bis 1. 7., t bis 1. 10. 26. und i bis 1. 1. 27. Nähere Auskunft erteilen für Volperts- hausen Förster Meyer, Vollnkirchen und für Groß-Rechtenbach Förster Schüler, Forsthaus Finsterloh bei Wetzlar. Schriftliche, mit der Aufschrift ,Holz- verkauf" versehene Angebote sind bis zum Mittwoch, 28. April 1926, vormittags 10 Uhr, hierher einzureichen. Groß-Rechtenbach (Kr.Wetzlar), 17. April 1926. Der Bürgermeister» Aktienkapital ......... Reserven .... Kreditoren Akzepte Pensions-Fonds für Beamte Sonstige Passiva Gewinn-Saldo...... ..... Summa der Passiva Dor« et* -awe« Stück „Buder’« Patent«edl,im>f. 8dl»" hab« ich da« Uebel völlig beseitigt, b. M.-Setg.' i Sick. 60 Pjg. (15%lg), Mk. 1.- (26%ig) und Mk. 1.60 (36%ig, stärkste Form» Dazu -tzuckooh-Treuu* ä 45, to u. OO Psg. In allen Äpothrken, Drogerien o. Parfümerien erhSlU. Q.Winterboff,Med.-Drog. .,Z.Kreuzplatz" A. Noll, Kreuz-Drogerie, Lahnhoiitr 51 W.Kilbinger,Löwen-Drog.,SelterSw.79n Conard 63utb, Nikioria-Drog., Marktstr.» H. Noll. Neustadt-Drogerie, Neustadt 28 Hans Noll. LudrvigSvlatz-Drogerie Parfümerie Kock, SeUersweg 75 Herrn. Plank, Parfümerie, Seliersweg 8 P. Joi. MöbS, Seifenfabrik, Mäusburg8 Wegen Renovierung bleibt mein Geschäft von heute ab flnlelnlgeiooegtWIftn 3001 WWWSW Inh.: Paul Seissart Aenenweg 17 Neuenweg 17 UM. Pf. 60000000, — 40000000 — R-M Pf 31 537 538 99 187 450 047 53 106 624 25! 26 6 835 445 90 78 252 633 99 3 760 170 94 19 741 885 37 12 000 000 — 25 000 000 — 29 037 381 _ 384 007 997 22 29 491 020 _ 4 900 950 — R-M Pf. 42 498 893 02 4 786 717 49 10 667 443 74 R-M Pf. 177 847 75 1 766 813 66 24 799 334 02 25 203 634 80 1 200 000 — 2500 000 — 2 305 424 02 57 953 054 25 mit ®">" id) mit ei ” H «2 I«ut k. 19 ihr m * ^roy, . LSK pZr5r *i«'Ä t*"? SftSSä -»;Ltz 13U hören h,- , lonore' Zi?°" TJ ä,|mme [|jr. Alande;' yu ^Urnf)am5' 3d) habe r.W I'rd Ät “ iS'£Q* h' rgeben. Urbern ! ? ge* ^usbrutf _ (9nenben 1* viel. ’ Uebernnfr*1 toir eme Vorsicht °«h°n. ?5ä8isG isisä? J ISS^Ä fÄÄP“ *• nnq folgt.) 459 Nationalbank aft auf Aktien :ember 1925. Ona und chnungfr ihatzan- Bank- gängige arenver- r. Banken g- ■ R-M. PL 53MU>'- 246 95611 . 114168 24' 16 193139fr II 6671376 72 19261597 ' ■> 16078181 16 2141606 4 429MM 79 250X1000 - f Aktiva 1011919953 3' r Passiva R-M. Pt 60000060 - 40 000 606- 859132(44'26 36254502, — 15000'0 - 5907 891 20 9 123512 84, 1011919 953; 30 MM ttaidM ®* « tittags 9V, Uhr, « e 55, ier|teig'rL' _ rti 5 bis öjährig), tähmalch'ne.e’^ ,-nd-r. 4 Wagen 1 Zalbverde«, Velchirre, l»»J rtichastUchen^ 3en)tanöe. - * richSl^' erde | m»d Ws kS°« qgen | n Sie «>7 " ä’r»* iltontag. W.ilptil 1926 Eirtzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 90 Drittes Blatt Turnen, Sport und Spiel. Turnen. Aus dem Turngau Welterau. K Friedberg. 17. April. Soioeit die in der Wetterau gelegenen Turnvereine nicht dem (Bau Hessen, Main-Taunus und Kinzig der Deutschen Turnerschaft angehören, zählen sie zum (Bau Weite r a u . den man nicht mehr als ..wilden Gau" bezeichnen kann, seitdem er mit dem in der Äieftener Gegend liegenden „Lahn-Dünsberg-Lund" und eini- gen früher „wilden" (Bauen in Starkenburg sich zum Südwe st deutschen Turnerbund zn- iammengeschlossen hat. Diesem gröberen verbände gehören insgesamt 130, meist oberhessische und star kenburgische Vereine an. Die Ueberorganisation «st der Allgemeine Deutsche Turnerbund, der ähnliche Ziele aus seine Fahnen geschrieben hat wie die Deutsche Turnerschast. Auf dem im Stadtteil Fauerbach sta«gefundenen Frühjahrs-Gauturntag des Gaues Wetterau, an dem anher dem Gauausschuh Vertreter von 39 Vereinen teitnahmen, wurden die diesjährigen Veranstaltungen des Gaues beraten und fest- gelegt. Am 20. Quni führt die Gauturnfahri, die mit volkstümlichen Wettkämpfen verbunden ist. nach Eichen an der Nidder, während das G a u - turnftft am 4. Juli in Nieder Nosbach stattfindet und das leichtathletische Meisterschafts- turnen am 25. Juli in Obbornhofen ausgetragen wird. Der Turnverein Obbornhofen (Kr. (Retzen) verbindet mit der Veranstaltung seine Ban- nerweihe. Das Asfenheimer Wäldä)en wird dann Ende August der Schauplatz des Schülerwett- turnens des Gaues fein, das aus erzieherischen Gründen ohne jegliches Festgepräge stattfindet und daher mit Necht. van den Festveranstaltungen der Erwachsenen losgelöst ist und als selbständige Veranstaltung durchgeführt wird. Einen Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltungen wird das Verbands-Jugendtreffen bilden, . dessen Durchführung dem Gau Wetterau übertragen worden ist. Es konnte dazu kein geeigneterer Platz gewählt werden al» das auf einem Höhenzug der Wetterau gelegene Asfenheimer Wäldchen, wo die Turner des Gaues vor einigen Jahren ihren fürs Vaterland im Weltkrieg gefallenen Turnbrüdern ein sinniges Ehrenmal in echter Turnertreue errichtet haben. 5UQ—600 Jugendturner und Turnerinnen werden daselbst am 5. und 6. Juni ertön rtct. In Friedberg-Fauerbach. Dorheim. Bnuernheim, Nieder -Flarftadt. Assenheim und Ossenheim ist den Vesuchirrn gastliche Ausnahme sicher. Der T u r n l a g , der vorn Gauvorsitzenden Dietz- Fauerbach mit Umsicht geleitet wurde, nahm einen anregenden Verlaus und zeigte, dah in den Landvereinen guter turnerischer Geist herrscht. 3u bemerken ist noch, dah als Gausportwart Albus- Gettenau gewählt und außerdem ein Presseausschuh gebildet wurde. Um Fuhball. Meister-chasisipiele. die (Norddeutsche Fußball Meisterschaft spielten am gestrigen Sonntag Tlltona 93 und Arminia-Hannover 2:2 (1:0), während Holstein-Kie! den Hannoverschen S. E. mit 2:1 (1:0) fd?lug. Fußball-Daltenmeister ist der V. f. B. Königsberg durch einet 1:0--(0: O)St?g über den Stettiner S. C. in Stettin geworden. Der zweite CDertroter dvs Ballterlungsineisterfchaft endgültig gewwrnen. Pokalspiele in Süddeutschland. Da Meisterschaftsspiele gestern nicht ausge- traaen wurden, konzentrierte sich das Hauptinteresse auf die Pokalspiele. 3Ü M ü n ch e n gewann der Turnverein 1333 gegen Karlsruher Fußballverein 2:1. Sn Stuttgart siegte der B. s.B. Stuttgart gegen Fußballverem Saarbrücken mit 1:0, während in Ludwigshafen Phonik Ludwigshafen gegen 1. F. E. Freiburg überraschend mit 3:1 erfolgreich blieb. Gesellschaftsspiele. Mainbezirk: Eintracht Franks.rt gegen F.S.B. Mainz 05 7:1. B. f. R. Rasen.port 01 gegen F. S. B. Franlsurt 2: 4. Bayern 2l. S. B. Nürnberg gegen Aorden- Aordwest Berlin 5:1. Schwaden Augsb..rg gegen Wf.R. Heilbronn 3:2. Württemberg-Baden: P>-l; wigshafen gegen B. s. R. Mannheim 2: 6. R^- präsentativspiel Main» gegen Ahernbezirr 0.2. Wetzlar. h. DerFuhball-Llub05 hatte für seine Liga und II. Mannschaft Gegner verpflichtet. Als Gegner der II. EU trat des F, C. Burgsolms I. in die Schranken. Bei dem Platz- inhaber waren frühere ßigafämben in der Mannschaft, die aber auch kein annehmbares Spiel zuwege brachten. Das Ganze glich vielmehr einem ziemlich sinnlosen Hin und Her. Trotzdem wurde auf beiden Seiten mit Eifer und Hingabe gekämpft. Mit 0:0 am Ende entstand em für beide Teile gerechtes Resultat. — Als Gegner der Liga hatte sich zu einem Freundschaftstreffen de, Hp -V. Heddernheim 0 7 eingefunden, der in der Frankfurter Kreisltga eine führende Rolle spielt. Trotzdem beide Mannschaften mit Ersatz antraten, stand der voraussichtliche Sieg bei den Frankfurtern. Der Verlaus des Spieles zeigte denn auch eine Ueberlegenheit der Frankfurter. Ne sich allerdings nur auf den besseren und systemvolleren Angriff bezieht. Lange Zeit schien keinem der beiden Vereine ein Erfolg be- schieden, nachdem Heddernheim eine Kleinigkeit mehr im Angriff lag. Ein Z^ern der Wetzlarer Verteidigung nutzten die Gäste »um ersten Erfolg aus. Zwei weitere leicht haltbare Schüsse lieft der Wetzlarer Hüter über die Hande ms Tor Mit 3:0 schien die Partie für Wetzlar verloren. Aber Schindler verwandelte jtoet Strafstöße in der Rahe des Strafraumes zu-L.ref- fern. Mit nur noch 3:2 für Sranffurt täten die endgültige Entscheidung fraglich. Wiede, lieft der in flachen Bällen so sichere Wetzlarer Tor- 1 mann 2 leichte Bälle ins Retz. dem die Gäste ein Drittes anreihten. Mit 6:2 war das Spiel für Wetzlar endgültig verloren Die Gäste gaben sich nun keine Mühe mehr und Wetzlar blieb die letzten Minuten tonangebend, ohne aper noch etwas Zählbares zu erreichen. 3m allgemeinen zeigte das Spiel bis auf einige Feinheiten im Zufamrnensp.el des Gästesturmes nichts Besonderes. Wetzlar spielte sehr planlos und ohne Zusammenhang. Das Spiel war auch mit knapp 150 Zuschauern schlecht bekucht. Schiedsrichter La um en. B E. war besonders gut und energisch. Länderkamp! Deutschland —Holland 4:2 (2:2). Das vor 60 OOO Zuschauern im Duf cldorfei Rheinstadion gestern ausgetragene Spiel endete mit einem 4:2=6 i c g der deutschen Qän- derrnannschaft. Deutschland entschied das Spiel erst in den letzten zehn Minuten durch zwei- weitere Tore zu seinen Gunsten. Beide Mannschaften zeigten hervorragendes Können. Harder und Pöttinger waren im Sturm die besten Leute, in der 26. Minute glich Holland aus. Aach Halbzeit t i wiederum Pöttinger durch Kvpfstoh zum * .. t Tor für Deutschland. in der 65. Minute to Lite der holländische Halbrechte ausgleichen 3n der 30- Minute brachte das Durchspiel Harder—Pöttinger ein drittes, fünf Minuten später die Kombination Gedkich- Harder Pöttinger das vierte Tor. Italien-Schweiz. Der Fuhball-Länderwettkampf Italien gegen Schweiz, der gestern in Zürich ausgetragen wurde, endete unentschieden 1:1 (Halbzeit 1:1). Handball. T. *B. v. 1846 — T. u. 5p. 1860 Marburg 3:2 (0:2). Diesmal gelang es den Handballern des T. D. v. 1846. ihre Niederlage in Marburg toett- zurnachen. Der Anwurf G.estens brachte den Barl sofort vor das gegnerische Tor. der jedoch im Aus landete. 3n der 10. Min ite konnte Marburg in Führung gehen und 4 Minuten später den Vorsprung auf 2:0 erhöhen. Gießens Sturm le^te sich nunmehr mächtig ins Zeug, jedoch alle feine Würfe auf das Marburger Tor waren zu schwach oder gingen daneben, auch verstand es die Marburger Hintermannschaft meisterhaft, den Sturm abzudecken und somit freie Würfe zu verhindern, was bei der Hintermannschaft Gießens noch fehlt. 3n der 2. Halbzeit gelang es den 46em in der 34. bzw. 45. Minute den Ausgleich herzustellen und sogar 7 Minuten später durch halblinks in Führung zu gehen. Gin 4. Tor wurde wegen Abseitsstellung nicht gegeben. R inmehr drängte Marburg äußerst stark, um das Ausgleichstor zu erzwingen, was jedoch nicht gelang. Man darf wchl sagen, dah die Technik und Spielerfahrung, welche bei Marburg vorhanden ist, bei Gießen teilweise noch fehlt, jedoch herrschte gestern in der 46er Mannschaft der nötige Geist und Sieges- wille, der Wohl zu diesem Resultat verholfen hat. Der rechte Verteidiger zeigte grobe Fehler, und ihm sind auch die beiden Tore zuzuschreiben: ferner rückte d^e Läuferreihe, insbesondere während der elften Hilbzeit. zu wett auf. Anschließend traten die beiden 1. Faust- ballmannschaften obiger Vereine auf den Plan. G'eßen konnte hier ebenfalls mit 52:27 (27:11) Punkten einen schönen Sieg erzielen. Um die beutf< e Meisterschaft. Die Vorrundenspiele um die D. S. B.°Hand- baN-Meisterschaft sahen in Berlin P. S. V. Berlin mit 8:2 (4:2) gegen Bres'arer Sportfreunde bei den Männern. S. C. Charlottenburg mit 4:2 gegen Breslauer Svortireunde bei den Frauen siegreich. — In Halle schlug der mitteldeutsche Meister P. S. V. Halle den süddeutschen Meister S. V. Darmstadt 6:3 (4:1). Hockey. Länderkampf Frankreich - Schweiz. Das Tressen zwischen beiden Ländermann- schasten in Paris e bete gcflrn irr’ fehlten 1:1. Die Silberschild-Zwischenrundenspiele brachten extern a-tz« ‘ ->ez a - - »ebnufe. In Berlin schl"g Berlin Aorddeutichland mit nicht weniger als 25:0 (9:0). In Dresden gab es einen unerwarteten 3:2(3:2)-Sieg Mitteldeutschlands gegen Südde. t chland. Boxen. Städte-Wettkampf Gietzen- Butzbach. Vor einigen Tagen berichteten wir über die erste Austragung dieses Kampfes in Butzbach. Die Wiederholung des Slädtowettkampfes ist nun auf Samstag, 2 4. April, feftgelegt. Die Vorbereitungen für diesen Kampftag sind — so schreibt man uns — im vollen Gange. Durch besonderes Speziattraining bereiten die (Siebener sich aus diesen Abend vor. Es werden außerdem noch Verhandlungen mit zwei auswärtigen Borkrästen — Götsch aus Kiel im Halbschwergewicht und ßf »ftner aus Chemnitz im Mittelgewicht — geführt, deren Teil nähme fast so gut wie gesichert ist Beide sind zur Zeit in hervorragender ^orm. Der Hauptkampf des Abends wird das Zusammentreffen des Hexenmeisters im Halbschwergewicht Euler mit Nehren- Sieben sein. Bekanntlich schlug Nehren Euler schon in der ersten Rande knock-out. Die Gießener Kämpfer sind Stephan, Br«m, Hardt, Bormuth, Ludi Wallenfels, Schwarz, Wendler, Döring und Nehren. Motorsport. Das EUenriederennen. Das Eilenriederennen. bas als erster Lauf der deutschen Motorrad-MeisterschLst in Hannover gestern zum Austrag kam. stand zum grWen Teil im Zeichen von Bauhvser- München. der die schnellste Zeit des Tages her- | aussähren konnte. Zweiter wurde S ö n i u s - Köln vor Köppen-Bertin in der Klaffe bis 1COO Kubikzentimeter Zn den Meisterfchaftsläufen bis 175 Kubikzentimeter siegte Magnus- Berlin, bis 250 Kubikzentimeter Hirth-Chemnitz und bis 350 Kubikzentimeter Thumfhirm-Vürnberg. Radsport. Berliner Olymxrabahn. Bei den Aadrennen auf der Berliner Olympiabahn erfocht der Breslauer Feja im Grvf.en Frühü.'.gApreis (50 Kilometer) ei *en glänzenden Sieg über Wittig. Äiwall. Leiour und Le- toaroto. Im Olympiapreis (10 Kilometer» siegte Qeiour vor Sawall. Wilttg und über 25 Kilo- Meter Lewanow vor Wittig u ? Lejour. Flugsport. Frankfurter Flugtaq. WSA. F r a n k s u r t a. M., 13. A E Die Fliegerei wird populär in der alten MainstadtI Zu Tausenden pilgerten in den frühen Aach- mittagSstunden heute Männlein und Weiblein zu Fust, zu Aad. mit Motorrad, Tram und Aito nach dem herrlich gelegenen Flugplatz. Eine riesige Menschenfchlange umsäumte den weiten Platz und harrte der Dinge, die da kommen sollten Auch der Wettergot! machte ein gnädiges Gesicht und hatte famoied Flugwetter auseezogen. Schlag vier älhr brausten die vier schlanken Dietricheindecker der Berliner F.i^gerschule Boraemann über das Feld, schraubten sich mit spielender Elega.iz in die Höhe, und nun beginn ein tolles Treiben in der Lust. Der durch sein Husarenstückchrn vom Freitag schnell populär gewordene Berliner Weichei war heute in glänzender Form und flog zusammen mit seinem Kameraden Oppenhorst die tollsten Loopings. Aollings und Lu'tsaltos. trude'.tr mit nimmermüder Geduld nach Wunsch über den linken und rechlten Flügel ab, fing sich hart über dem Boden und brauste dann mit Dol'-gas dicht über den Köpfen der Zuschauer weg. dah die Hüie flogen. Der Fallschirm Pi lot Hinderlich tarn aus luftiger Höhe in einem wunderbar aus geführt en Fallschirmabsprung herunter und l indete unter tosendem Beiiall mit vol endetem A istan) mitten auf dem Felde. Ganz beson ers gefiel auch, der elegante ^Mohamed" der Darmstä.ter Akademischen Fliegergruppe,, der dicht über den Köpfen der ftortbegeifterten Menge wir einr Libtlle hin- schwebte. Ein mit Bravour ge (ogenes Kunst, liegen und Dallonrammen der Be liner Flugschule, bei dem wieder Weichei und Ovpenhorst den Vogel abschossen, beendete das vielleicht etwas knappe Programm. Die sliezerbegeisterten Frankfurter liehen sich zum Schluh nicht mehr halten. Ztn schneidigem Vorstost stürmten sie trotz verzweifelter Galo.paden eines wildgewordenen Schuporeiters die Absperrung, stürmten die Apparate und hätten am liebsten gleich den braven Weichei im Flugzeug nach Hause getragen, was der Held der Lüfte aber bescheiden ablehnte. Zum Schlüsse spendierte die sreigeli e Flughafengefellschaft vom Himmel hoch Aeklameschololade für die kleinen und großen Kinder, und ein jeder steuerte befriedigt den heimatlichen Penaten zu. Schwimmen. Das Abschwimmen des Gietzener Schwimmvereins am gestrigen Sonntag hat erneut gezeigt, dah es im Gießener Schwimmsport aufwärts geht. Vor einem Jahre noch wäre es nicht möglich gewesen. eine derartige Besetzung der einzelnen Wetttämpse zu sehen, wie sie diese Veranstaltung auswies. Datz aber auch das Interesse der Allgemeinheit ganz bedeutend gestiegen ist, bewies die Menge der Zuschauer, die die Schwimmhalle des Volksbades bis auf den letzten Platz ausfüllten. Vertreter der Stadt sowie des Volksbad-Ausschusses der Stadtverordneten-Tersamm- lung bekundeten durch ihr Erscheinen das Interesse dec Stadtverwaltung an der Schwimmsache. Der Tlmstand, daß das Hallenbad an und für sich infolge seiner frühen Erbauung für sportliche Zwecke vollkommen ungeeignet ist. ist feit längerer Zeit behoben worden. Durch (Sinbauen von Wänden hat die städtische Verwaltung den Schwimmern eine sportgerechte Bahn geschaffen, die nur noch den kleinen Mangel hat, dah sie um einige Meter zu kurz ist. Was die sportlichen Leistungen anlangt, so ist zu sagen, dah in fast allen Klassen erhebliche Verbesserungen festgestellt werden konnten. D.e Methode, im Winter den Hauvtwert auf die Herausbildung eines reinen Stils zu legen und damit die Geschwindigkeit ganz von selbst zu erhöhen. hat sich volllommen bewährt. Von den einzelnen Wettkämpfen ist besonoers das vorzügliche Sä-wimmen von Pascoe hervor->u- heben. der das Herrenrücken- und Brustschw in- men in hervorragendem Slil und sehr guter Zeit gewann. Im Fre.stilschwimmen ist Eck immer noch der Beste, er erzielte in ebenfalls einwandfreiem Stil eine Zeit, die er bis jetzr noch nicht geschwommen hat. In den 3ugenötpcttbeu erben errangen Schaum und Limmer überraschende Erfolge. Ein vielversprechendes Talent ist der Knabenschwimmer Rau, der sogar im Freistilschwimmen gegen die Herren erfolgreich sein konnte. Durch die Rettungsvorführung, die in keiner schwimmerischen Veranstaltung fehlen sollte, wurde dargelegt, dah das Schwimmen eine Drauchckunst im wahren Sinne des Wories ist. die den mit dem Wasser Vertrauten in dir Lage versetzt, das feuchte Element zu beherrschen und im Falle der Rot einem Ertrinkenden beizustehen. Um die Zuschauer durch die rein sportlichen Wettkämpfe nicht allzusehr zu ermüden, waren einige humoristische Olummern in das Programm eingesetzt worden, die ihren Zweck vollkommen erfüllten. Insbesondere die RH)e.nnannschaft, die den Vorzug hatte, auch im Wasser schwarz zu bleiben, erntete im Wasserballspiel ge^e.i den G. S. D. stürmischen Beisall, ber mit in e ster Linie dem eitrigen Anführer galt, ter zum Schlich durch sein entschlossenes Eingreisen seiner ungeschlagenen Mannschaft zum knappen Siege verhalf. Zur P r e i s v e r t e k l u n g. d.e abends im Schütze tchaus statt'and. sand i -. all u.a5 jung zu- famnu i. um die Si:g:r zu etz-c i. B?,o teve Aus- zeictnungcn cr ..Lai d < e ng n bi: am e frigften am Traini. j . nd lonftiicn Vccai'taltung.n teil- genommen bvlUn. Das Band zwü^en ten im engeren Bercinstebai st: :nten Persönlichkeiten u .b der Etternschr. t die verj^i:le.;ta.i: zum Ausdruck brac-L’. bad sie iiire Iu g:.is und Mädchen in gu.v ■. Hinten 1 i wurde durch dieses Zu'ainni:nllin ne ter g : : Aa^stchend die Ergebnisse (Bahi l'n.vr 15.7. M.tzer). Herrrurücken 6 Bahnen 1 Pascoe l Min. 18.8 Sek.. 2. Eck 1:24.8. Iugendfreistil 6 Bahnen. 1. Schaum 1:16.8, 2. Bickel 1:19. Knabeistretstil 4 Bahnen: 1. Bau 43.3, 2. Herbert I. 50.7. Lölfelfchwirnmen für Knab,n uiuer 13 Iah- Lren: 1 Herbert IL, 2. v. Bältziitgsiöwen, 3. Dlumschein DamenjugendbrustschDimmen 6 Dahnen: 1. Schüler 1 34.3. 3ugenbfeitetotoiniinen 6 Bahnen: 1. Schneider 1:23.4. Knadenspringen: 1. Schüler 24 Punkte. 2. Schneider II. 18* , Punkte. Damenorustschwimmen 6 Bahnen: 1. Jäger 1:44. 2. Wöhrmann 1:45,2. Freistilschwimmen 6 Bahnen: 1. Eck 1:8,8, 2. Rau 1:10,4, 3. Pascoe 1:10,6. Knabenbrustschlviinnie i 4 Bahnen 1. Sckwarz 1:01.8. 2. Schneider II ^02.4. 3. Lesch 1:03.6. Iugendrückenschtvimmen 6 Bahnen: 1. Schaum 1:34.4. 2. Duill 1:42,4. Iugendbrustschwimmen 6 Bahnen 1 Zimmer 1:25,7, 2 Schneider 1:27, 3 Holzigel 1:34. Herrenbrustschwimmen 6 Bahnen 1. Pascoe 1:17,2, 2. Eck 1:22 Mädchenbrustschwinunen 4 Bahnen: 1. Handrick 51,1, 2. Stein 1,07,5. Knabenrückenschwimmen 4 Bahnen: 1. Rau 56,6, 2. Hartmann 1:03,2. Streckentauchen 2 Bahnen: 1. Pascoe 22,5, 2. Eck 23. Rudern. Die erfolgreichsten deutschen Rudervereine. vo. Der Deutsche Auderverband veröffentlicht das statistische Ergebnis einer Rundfrage unter den Vcrbandsvereinen über die Zahl der von ihrer Gründung bis zum Adschlust der letzten Audersaison errungenen Preise. Aund 250Der.nie sind überhaupt siegreich gewesen, weitaus an der Spitze der auch im Vorjahre so häufig erfolgreiche Mainzer Ruderverein mit 547 sämtlich in Rennbooten errungenen Siegen. An zweiter Stelle steht die Frankfurter R. G. Germania, mit 401 Preisen fast 150 hinter dem Mainzer R. V. zurück. Es folgen: Berliner Ruderclub 350, R.V. Wratislaviq-Breslau 309. Zwischen 300 und 200 Siege errungen haben: Frankfurter R. V. 65 288, Mannhe.mer R. V. Amicitia 28b, Dresdner R. D. 273. Favorite Hammonia Hamburg 273, R. E. Allemannia Hamburg 267, Mannheimer R. C. 242. Sport- Borussia Berlin 240. Ludwigshafener R. V. 20\ Offenbacher R. G. ilnbine 203, Berliner R. K. Hellas 203. Zwischen 200 und 100 Preise haben seit ihrer Gründung gewonnen: Berliner R. R. 76 194, Wiking Leipzig 193, Kölner C. s. Wassersport 191, Wiking Berlin 183, Ulmer R. C. Donau 171. R. G. 74 (Relson) Hille 167, 1. Kieler R. E. 62, 166. Gasteier R. G. 1 6 2. Triton Stettin 158, Gießener R.G. 77 1 5 7, Wiener R. V.D^n.iu- hort 155. R.R. des Essener T. Y.C. 145, Würzburger R. V. v. 75 144. Bremer R. D. v. 82 1J3, Halleschcr R. C. und Heilbronner R. G. Schwaben 141, R. G. Sachsenhausen-Frankfurt 138, Germania-Hamburg und R. G. Worms 12 3. Heidelberger R. K. 112, Spindlersfelder R. V. -.8 110. A. C. Dessau 103, Mannheimer R. G. 107, Karlsruher R. V. 79 104, Frankfurter R. E. 8 4 103, R. K. a. Wannsee Berlin 101. Amtsgericht Wetzlar. Q Wegen B:tcugs wurde ge^en einen Uhr acker aus Kaiserslautern verhandelt. Der Angeklagte war wegen der großen Entfernung seines Aufenthaltsortes vom Erscheinen in der Haupwer- hcmdlung entbunden. Wie die Verhandlung ergab, hatte der Angeklagte im Sommer v. I. längere Zeit in Wetzlar gewohnt. Er lernte dort ein Dienstmädchen, die Zeugin H., kennen, knüpfte mit dieser ein Verhältnis an und versprach ihr auch später die Ehe, obwohl er bereits verheiratet war, was er aber verschwieg. Im Laufe dieser Zeit ging er auch mit der Zeugin zu deren Eltern und hielt bei diesen um die Hand der Tochter an. Die Eltern nahmen den Angeklagten auf und verpflegter' ihn einige Zeit. Während dieser Zeit hatte der Angeklagte von der Zeugin verschiedene kleinere Geldbeträge, insgesamt löäi) Mt., unter Vorspiegelung faticher Tauschen sich erschwindelt, bis er eines ichönen Tages auf Nimmerwiedersehen verschwand. Erst später stellte sich dann heraus, datz der Anaettagte verheiratet ".'ar. Die eidlichen Aussaaen der Zeugin H. sowie ihres Vaters gaben dem Gericht hie Ueberzeugung, dah es sich hier um einen ganz gefährlichen Schwindler handelte. Das Urteil lautete auf 4 Manate Gefängnis und Ai'ferlegimg der Kosten des Verfahrens auf den Angeklagten. Ein Landwirt aus Erda, der als Lagerhalter des Raiffeisen-Vereins fungierte, hatte in dieser Eigenschaft den Verkauf von Branntwein in kleinen Mengen getätigt, obre hierzu die vorpcsckriebene Genehmigung ui besitzen Er erhielt deshalb einen gerichtlichen Strafbefehl über 70 Mark Geldstrafe, hilfsweise 11 Tage Gei mgms. Dagegen erhob er Einspruch. Die Verhandlung ergab, datz der Angeklagte in gutem Glauben gehandelt hatte. Das Gericht erkannte daher auf kostenlose Freisprechung des Angeklagten. —lösens, UnÜernö/ erfrischen-^ Motten flerben früher oder spater Durch Dr.Weinreichs Mottenäther! 0it eine S" V 4_■? - zu ?; ■ U. bi ir- i fl Käl- eins Berliner Börse. es Datum: W. zu einem Mona Punb der Student D. einer Woche Festungshaft verurteilt. der ver- und lag 8n sich D 2 los Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. hat gar Buntes Allerlei. Die Tricks der Schlangenhandiger. Loco über Rück! beeil Snm? Stift' genug toetbei her n IM Ml« deren deshc ivei geh« weise als v Sr. i (Seger enthal die 6 immer wenn Ernst । an den Locarn Frankfurt a. M., 19. April. Auftrieb: 1432 Rinder, darunter 397 Ochsen, 48 Bullen, 987 Kühe und Färsen, 609 Kälber, 50 Schafe, 3247 Schweine. Es notierten: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 53 bis 58 Mk.; junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 45 bis 57; mäßig genährte junge und gut genährte ältere 35 bis 44. — Bullen: oollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 48 bis 52; vollfleischige jüngere 42 bis 47. — Färsen und Kühe: vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 52 bis 57; vollfleifchige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 44 bis 49; wenig gut entwickelte Färsen 44 bis 51; ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 35 bis 43; mäßig genährte Kühe und bürfen 28 bis 43; gering genährte Kühe und Färsen 15 bis 27. — Kälber: feinste Mastkälber 75 bis 80; mittlere Mast- und beste Saugkälber 66 bis 74; geringere Mast- und gute Saugkälber 56 bis 65; geringe Saugkälber 40 bis 55. — Schafe' Mastlämmer und Masthämmel 45 bis 50; geringere Masthämmel und Schafe 40 bis 44. — S ch w e i n e: vollfleischige von 80 bis 100 Kilogramm 70 bis 74; unter 80 Kilogramm 65 bis 69; von 100 bis 120 Kilogramm 70,bis 73; von 120 bis 150 Kilogramm 70 bis 72; unreine Sauen und geschnittene Eber 60 bis 65 Mk. Marktverlauf: Rinder bei ruhigem, Schweine bei regem Handel ausverkauft. In bern und Schafen reges Geschäft und geräumt. Frankfurter Lokalbahn-2l.G. geführt wird, teilt nach Zuweisungen zu den Rücklagen Abschreibungen 5 Prozent Dividende. Börsenkurse. (Ohne Gewähr.) u. Nervös-Erschöpfte. Spezialkuraneialt Hof heim 1. Tannns bei Frankfurt a M. Prospekte durch Dr. W, Schulze - Kahleysw, Nervenarzt. ßKd teüii @enf nicht undec gente dah । den nüg Hem corlie Da d batte wir sagte Satr belei zufa! 6er halb Del der tourö den Wettervoraussage. Unbeständig und kühl mit Regenschauern bet westlichen, später nordwestlichen Winden. Das nordwestliche Tiefdruckgebiet hat sich mit seinem Kern unter Entwicklung von starken Rand- wirbeln an seiner Südostseite nach Südosten verlagert und beherrscht völlig unser» Wetterlage. Auch morgen besteht die Westwindwetterlage noch fort. Gestrige Tagestemperaturen: Maximum: 13 Grad, Minimum: 3,8 Grad Celsius. Riederfchläge 0,8 Millimeter. Heutige Morgentemperatur: 7.6 Grad Celsius. Frankfurter Stadtanleihe. Es ist eine 6prozenttge Frankfurter Stadtanlühe in Höhe von 6 Mill. Rm. in Aussicht genommen. Der Frankfurter Magistrat steht deswegen in Verhandlungen mit einem Dankenkonsortium. * Aus dem Lahmeyer-Konzern. 3n der Aufsichtsratssihung der Frankfurter Lokalbahn-A.G. und des Eleltrizitätswerks Homburg v. d. H., A. G. wurden die Bilanz und die Verlustrechnung der beiden Gesellschaften zum 31. Dezember 1925 vorgelegt. Bei der Frankfurter Lokalbahn -A. G. verbleibt nach Abzug der Steuern und Abgaben mit 240 868 Reichsmark, der Zuweisung an die Rücklagen, sowie Abschreibungen mit 181 676 Rm. und der Schuldverschreibungszinsen von 5227 Rm. einschließlich Vortrag aus dem Vorjahre ein Reingewinn von 514 935 Rm., der die Ausschüttung einer Dividende von 8 Prozent gestattet. Das Hi er 5oi stion der Zuschauer, denn die Photographie eines solchen Tricks ergab nicht die geringste Spur von einem Knaben, der an dem Seil heraufklettert. Von den Schlangenbändigern wird die gewöhnliche Kobra bevorzugt, und zwar deshalb, weil sie sehr leicht gehandhabt werden kann und höchst malerisch aussieht, wenn sie sich aufrichtet. Die , Giftzähne dieser gefährlichen Schlange können leicht herausgezogen werden, indem man das Tier veranlaßt, in ein Tuch zu beißen. Wenn das Tuch dann plötzlich herausgerissen wird, so kommen die Giftzähne mit heraus. Die Kunst des Schlangenbändigers besteht nach Richolls nur in einer genauen Kenntnis der Gewohnheiten der Schlange und in einigen Tricks. Man glaubt gewöhnlich, daß der Schlangenbändiger durch die monotone - Musik seiner Kürbispfeife die Kobra zwingt, ihren Aufenthaltort zu verlassen und sich dem Bändiger zu nähern. Tatsächlich aber ist die Kobra für die Luftschwingungen unempfänglich, denn ihre Ohren sind mit Knochen bedeckt und haben keine Membrane. Die Kobra ist also in unserem Sinne taub, dagegen reagieren ihre Ohren auf verhältnismäßig geringe Schwingungen, die durch den Boden fortgepflanzt werden. Das ist durch zahlreiche Versuche nachgewiesen worden, aus denen hervorging, daß die Kobra sich um Töne nicht kümmert. Der Bändiger weih , zwar nichts von diesen wissenschaftlichen Feststellungen, aber er kennt aus Erfahrung die RkäÄon der Schlange genau. Er klopft daher an den Kasten oder den Korb, in dem die Kobra liegt, oder erschüttert ihn sonst irgendwie, und die so her- vorgerufenen Schwingungen werden von der Kobra empfunden, wie wir das Geräusch von hundert abgeschossenen Kanonen empfinden würden. Die Schlange wird also dadurch furchtbar wütend und schießt sofort heraus. Das plötzliche Erscheinen der Schlangen auf die Töne des Bändigers hin wird vielfach durch einen dem Publikum nicht sichtbaren Helfershelfer veranlaßt, der diese der Kobra vernehmlichen Schwin- ' gungen hervorbringt. kindliches Gemüt. Meine Frau sieht sich mit Klein-Utti einen Band Brehms Tierleben an. Beim Eisbären sagt meine Frau: „Ach, solch schönes, weißes Fell möchte ich zu gerne haben!" Mit etwas Mißbilligung im Ton entgegnet ihr die Kleine: „Aaach! Du siehst doch aber so auch ganz nett aus!" (fugend".) Verhandlungen über tvirtsch Lanöe 3ai)cn Politik Ämenj dem al durch n neue der Kriegst den 5> Mart Nicht Wirt schul noch r von d, nicht l Reichs, Sriebej offen d'e 3ul “nenne l e-chaden y fle A Aei Nein KToL N- ur l'tm Ou, ?°rkt zu fiben -sKdertrc ^nner {4l* Gerichtssaal. Ein geschäftstüchtiger Gerichtsvollzieher. Höchst a. OH.. 17. April. (WSR.) Rach achttägiger Verhandlung wurde gestern der Ober» gerichlsvollzieher S p ä t h e, dec, wie wir am Samstag meldeten, wegen älnterfchlagung von gepfändeten Schuhen bereits zu neun Monaten Gefängnis verurteilt worden war, zu einer Gesamtstrafe von einem Jahre drei Monaten Gefängnis verurteilt, und zwar wegen widerrechtlicher lleberschreitung bei der Erhebung der Gebühren in 25 Fällen, die er für sich verwandte. Der Angeklagte suchte sich damit zu verteidigen, daß auch der Gerichtsvollzieher ein Herz haben müsse, weshalb er die ganz Armen schonen wollte und dafür von den Leistungsfähigeren höhere Gebühren genommen habe. Staatsanwalt Dr. Müller wies jedoch nach, daß Späthe auch von den Allerärmsten höhere Gebühren erhoben hatte. Späthe nahm die Strafe ohne Gemütsbewegung an, und lächelnd erklärte diese Zierde seines Standes, daß er nach seiner Strafverbüßung eine Konditorei eröffnen wolle, da er ja gelernter Konditor sei. Der Angeklagte wurde übrigens wegen Verleitung 3 u m Meineid sofort in Haft genommen. Ein Termin für dieses Verfahren ist noch nicht festgesetzt. Zwei Duellhelden. Darmstadt, 17. April. (WSR.) Eine sehr seltene Anklage beschäftigte gestern das hiesige Bezirks-Schöffengericht. Ein Rechtsanwalt aus Michelstadt fühlte sich durch anläßlich der Gemeinderatswahl in Michelstadt verteilte Flugblätter beleidigt und'schickte deshalb den in Frage kommenden Personen, einem Studienrat und einem Pfarrer, seinen Kartellträger, den mitangeklagten Studenten D. 3n der Verhandlung wurde Rechtsanwalt Stl iu 6: lienr aggr nicht , Inte Äck war Das Schlangenbändigen, das man als der Wunder des Orients betrachtet, wird von dem Direktor des Bakteriologischen Instituts in Kolombo auf Ceylon, Dr. Richolls in das Reich der Fabel verwiesen. Auch einen anderen berühmten Zaubertrick des Ostens, das besonders von Fakiren ausgesührte „Seilkunststück", bei dem an einem in die Luft geworfenen Seil ein Knabe emporklettert, besteht nach ihm in bloßer Sugge- Elektrizitätswerk Homburg v. d. H., dessen Betrieb vereinbarungsgemäß von Frühjahrskur für 5340ss 5% Deutsche 9tdd)5anletbe 4% Deutsche Rcichsanleihe S‘/t% Deutsche Rcichsanletbe y/n Deutsche Rcichsanlcihe Deutsche Svarpramicnanleibe <°/o Preußische Konsuls ■ . . 4% Hessen . . . . . . 3Wo Hessen...... ... 3°/o Hessen........... Deutsche Wertb. Dollar-An l. dto- Doll -Schav-Anweisug.*) <*/o Zolltürken 5% Äoldmcrikaner ... - Berliner Handclsaesellschast Commerz, und Prlvat-Bank Darrnft. und 'Jlarionalbanl Deutsche Bank Deutsche Beretosbank .... Disconto Lommandtt Metallbank Mitteldeutsche Kreditbank. Oesterreichjsche Lredilaustatt Weltbank ....... Bochumer Satz Buderus ....... Taro Deutsch-Luxemburg (Selfentirdicner Bergwerke. Haroener Bergbau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln. . . . . Lanrabüttc . ...... Oberbedarf Phönix Bergbau ..... Rheinstahl . . ...... •Hiebcd Mo Man . ..... Tellus Bergbau. ..... Homburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . . . Tveramischr Werke Albtn . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp HoUmann...... Anglo-Cont.-Guano..... Chemische Mayer Alapin . . I- Jarbenindustrie. A--G- Koldschmidt Holzverkohlung........ Rütgerswcrke Scheideanstalt Allg, Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann ....... Moinkrastwerke Schuckett ....... Siemen- & Halske ..... Adlcrwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenftoedt......... Meguin...... ..... Motorenwerke Mannbeftu . frankfurter Armaturen . . Äonfmxnfabtit Braun • . Metall gesell chost Frankfurt . Pet. Union Schud'abrik Herz Sichel. . ......... Zellstoss Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waabäulel . . . Ci /; Die Urheber der Rückgabebill, Mills und Mellon, haben ihr bekanntlich aus persönlichen Gründen jede Unterstützung entzogen, während die republikanische Opposition sich verstärkt hat und eine weitere Beratung der Vorlage vor Oktober nicht zu erwarten ist. Die Haussebewegung, die sich auf Freigabeerwartungen aufgebaut hatte, ist damit z ii s a m m e n g e b r o ch e n. Schon vorbörslich erschienen an den Tafeln der Schiffahrtsaktien zahlrcicl)e Minuszeichen, da umfangreiche Positionslösungen vorgenommen wurden. Die ersten amtlichen Kurse lagen 10 bis 12 Prozent unter den 'Rachbörsekursen vom Samstag. Dieser K u r s = sturz übte auf die übrigen Märkte einen empfindlichen Einfluß aus. Die Mehrzahl der führenden variablen Werte hatten bei Börsenbeginn Kurseinbußen von 3 bis 5 Prozent aufzuweisen. Stark gedrückt waren besonders Monte n a f t i e n , für die der schlechte Monatsbericht der Eisen- und Stahlindustrie verstimmte. An den übrigen Märkten hielten sich die Rückgänge in etwas engeren Grenzen. Außer Schiffahrtsaktien hatten auch die übrigen Freigabewerte starke Rückgänge zu verzeichnen 9m Devisenverkehr erreichte Paris gegen London heute anfangs einen Rekord-Tief st and von 146, später konnte es sich etwas erholen. Der Geldmarkt ist unverändert flüssig. Tagesgeld 3 bis 5,5, Monatsgeld 5,5 bis 6,5 Prozent. Frankfurter Börse. (Eigener Drahtberichi des »Gießener Anzergers".) Frankfurt a. M., 19. April. Tendenz: Flau. — Die Börse gerät immer mehr in das Fahrwasser der schwankenden Haltung. Rachdem die letzten Rachrichten in der Freigabeangelegen-- heit einen befriedigenden Eindruck hinterliehen, bewirkten die nunmehr vorliegenden Reuhorker Kabelmeldungen einen deprimierenden Eindruck auf die Börse. Rach den letzten Berichten sind die Aussichten der Annahme der Mills-Bill im Repräsentantenhause nicht sehr günstig, zumal Gerüchte umliefen, daß die ganze Angelegenheit eine Vertagung bis zum September erfahren soll. Die Enttäuschung über dieses amerikanische Manöver war an der Börse allgemein, und sie beantwortete diese Enttäuschung mit einer bedeutenden Verkaufswelle für Schiffahrtsaktien, die zum ersten Kurs bis zu 10 Prozent verloren. Auch die anderen Aktienmärkte wurden hiervon in Mitleidenschaft gezogen und erlitten Rückschläge bis zu 5 Prozent. Das Geschäft trug dabei einen sehr lustlosen Charakter, und die Spekulation hielt sich stark zurück. Chemiewerke konnten sich im Verlaufe etwas erholen. Montan- a?t i e n waren schärfer gedrückt. Elektro- a f t i e n lagen vernachlässigt. Von Bankaktien gaben die führenden Werte 1 Prozent nach. Von Autoaktien verloren Daimler 1,5 Prozent und Kleyer 3,5 Prozent. 3m übrigen übertrug sich der Tendenzumschwung auch auf die variablen Märkte, doch waren hier die Rückgänge weniger stark, da aus der Provinz größere Kaufaufträge vorlagen, wodurch die Tendenz etwas Widerstandsttaft erhielt. Heimische Anleihen gaben nach. Ausländische Renten schlossen sich der Abwärtsbewegung an. Der Freiverkehr zeigte nur geringe Veränderungen. Becker Stahl 40, Decker Kohle 56, Benz 66, Brown Boveri 69, Entreprise 10, Growag 51, Ufa 58, Ufra 74 Prozent. Der weitere Verlauf brachte keine Aen- derung der lustlosen Stimmung, die Rückgänge fetzten sich fort, namentlich für Schiffahrtsaktien. Die übrigen Märkte zeigten sich widerstandsfähiger. Der Geldmarkt ist weiter sehr leicht. Tagesgeld 4,5 Proz., Monatsgeld 5,5 bis 6,5 Proz., Privatdisronten 4,25 bis 4,87 Proz., Industrie-Akzepte 5,5 bis 5,75 Proz. 3m Devisenverkehr setzte Paris seine rückläufige Bewegung fort und lag mit 146.— gegen London erneut stark abgeschwächt. Auch Brüssel war sehr schwach mit 132.50. frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M„ 19. April. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 30,50 bis 30,75 Mk.; Roggen, inländischer, 20,75 bis 21; Sommergerste für Brauzwecke 22,75 bis 24,75; Hafer, inländischer, 22,75 bis 24; Mais (gelb) 18,75 bis 19; Weizenmehl, inländisches (Spezial 0) 42,25 bis 43; Rog- genmehl 29,50 bis 30; Weizenkleie 10,50; Roggen- kleie 11,50 bis 11,75; Erbsen 26 bis 34; Linsen 40 bis 70; Heu, süddeutsches, gut, trocken 9; Weizen- und Roggenstroh 6 bis 6,50; Treber, getrocknet, 16,50 bis 17 Mk. Tendenz: fest. Frankfurter Schlachtviehmarkt. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) schlecht. Roch ungünstiger als auf dem Grobblechmarkt, der sehr unter den mangelhaften Bestellungen der Werften leidet, ist die Beschäftigung in Mittelblechen ; auf dem Feinblechmarkt hat sich nicht viel geändert; ein großer Teil der Feinblecherzeuger liegt still. Für Walzdraht ist die Beschäftigung im März ziemlich erheblich zurückgegangen. Brie' 4,206 15,52 110.17 20,45 14,16 168,72 16,97 92,11 59,37 112,58 81,16 60,50 12 46.5 5,875 Berlin, 19. April. An der Börse kam gleich zu Beginn der neuen Woche zu einem sen- a t i o n e l l e n Rückgang. Die neuesten Wen- düngen in den parlamentarischen Erörterungen über die Freigabebill haben die Tendenz für Schifffahrtsaktien endgültig nach unten gedrückt. Rundfunk-Programm des Frankfurter Senders. (Aus der »Radio-Umschau".) Dienstag. 20. April. 4.30—5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Reue Schlagermusik. 5.45—6.10 Uhr: Die Lesestunde: Aus dem Roman „Pitt und Fox- von Friedrich Huch. 6.15—6.45 Uhr: Uebertragung von Kassel: ,.Reiseeindrücke in Aegypten". Vortrag von Hans Dittmer. 6.45—7.15 Uhr: Vortragszyklus des Stadt« gelundhettsamts anläßlich der Reicksgesundheits- woche: „Die Geburtenfrage als gesundheitliches und soziales Problem", Vortrag von Frau Henriette Fürth. 7.15—7.45 Uhr: „Modernes Verkehrsleben in Amerika", Vortrag von Otto Kleyer. 7.45—8.15 Uhr: Englischer Sprachunterricht. 8.15—10.15 Uhr: Alb. Lortzing: Lieder und Duette. Kirche und Schule. ** Kirchliche Personalien. Uebertragen wurde dem Pfarrer Wilhelm K o ch zu Leeheim die eo. Pfarrstelle zu Wolfskehlen, Dekanat Eberstadt; dem Pfarrer Lic. Dr. Adolf A l l w o h n zu Kirtorf die ev. Pfarrftelle zu Walldorf, Dekanat Groß- Gerau; dem Pfarrer Georg B e ck e r zu Düdelsheim die eo. Pfarrstelle zu Langltadt, Dekanat Groß-Umstadt; dem Stadtpfarrer Gustav Böckner zu Schlitz die erste eo. Pfarrstelle zu Schlitz, Dekanat Lauterbach. Büchertisch. • Die Eröffnung der Reichsgesundheitswoche. Berlin, 18. April. (TU.) Heute vormittag wurde in der Aula der Universität unter zahlreicher Beteiligung der Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden und des Publikums durch eine Festsitzung die Reichsgesundheitswoche eröffnet. Rach einem Vortrag des Kosleckfchen Bläserchors eröffnete Dr. Hamel, Ministerialdirektor im Reichsministerium des Innern, die Feier mit dem Hinweis auf die Einmütigkeit, mit der sich das gesamte deutsche Volk, alle Parteien und alle Berufsstände in den Dienst des großen Gedankens der Reichsgesundheitswoche gestellt hätten. Er brachte darauf ein Handschreiben des Reichspräsidenten zur Verlesung, in dem dieser seine Hoffnung zum Ausdruck bringt, daß die Reichsgesundheitswoche den Auftakt zu einer fruchtbringenden und gesundheitlichen Dolksaufklärung bilden möge. Reichs- Minister des 9nnem, Dr. Külz, überbrachte die Grüße des am Erscheinen verhinderten Reichskanzlers. Der Minister wies in kurzen Worten auf die große Bedeutung der Reichsgesundheitswoche hin und dankte allen, die sich in den Dienst der Sache gestellt hatten, für ihre aufopfernde und mühevolle Arbeit. Während der Feier in der Aula der Universität hatten im Lustgarten bei herrlichem Frühlingswetter zahlreiche sportliche Vereinigungen Aufftellung genommen. Aus allen Teilen der Stadt kamen in bester Ordnung und in strammer Haltung Sportoerbände anmarschiert, die auf großen Schildern auf die Bedeutung des Sportes und der Gesundheitspflege hinwiesen. Ganze Sportverbände kamen durch die Stadt im Laufschritt herbei und wurden von der Menge lebhaft begrüßt. 9m Lustgarten fanden sich immer neue Verbände ein, die in musterhafter Ordnung Aufftellung nahmen. Rach der Feier in der Aula begaben sich die Festteilneh. mer nach dem Lustgarten, um die dort versammelten sportlichen ^Bereinigungen zu begrüßen. Verschiedene Mitglieder des Reichsausschusses für hygienisch« Volksbelehrung und der Leitung der Reichsgesundheitswoche richteten an die Erschienenen herzliche Begrüßungsworte. 9n musterhafter Ordnung vollzog sich dann der Abmarsch der Verbände. Wirtschaft. Die Lage auf dem Koh?en- und E?senmarkt. Der Absatz auf dem Ruhrkohlenmarkt ist weiter zurückgegangen. Während der im Dezember und 9a- nuar zu beobachtende Rückgang hauptsächlich auf den 9nlandabsatz sich erstreckte, hat im Februar und März die Absatzverringerung außer dem Inlcmd- marft vor allem auch auf das Ausland übergegriffen. Besonders bemerkbar macht sich neben der Konkurrenz der englischen Kohle auch der Wettbewerb der «en und der holländischen Kohle. Leider wird jttberoerb der ausländischen Kohle sehr stark unterstützt durch die Frachtenpolitik der Reichsbahn. Besonders enttäuscht hat, daß die Hoffnungen, die sich auf eine Belebung der Konjunktur — insbesondere im Baugewerbe und in der Eisenindustrie, wo der Hüttenselbstoerbrauch sogar noch zurückgegangen ist — erstreckten, sich bisher nicht verwirklicht haben. Unter diesen Umständen ist der Gesamtumsatz von grbeitstäglid) 363 400 Tonnen im Dezember auf 345100 Tonnen im 9anuar und 325 600 Tonnen im Februar gurütfgegangen; im März ergibt sich nach den bisherigen Ermittlungen gegenüber dem Februar ein weiterer Rückgang von rund 11 Proz. Mn eine baldige Besierung des Absatzes wird im Allgemeinen nicht geglaubt Man rechnet damit, daß 'Die Subvention für die englische Kohle auch nach dem 1. Mai in der einen ober anderen Weise fort» "geführt wird. Am schärfften bemerkbar macht sich jedoch der Fortgang der Wirtschaftskrise. Dieser Krise fallen die schwächeren Unternehmungen zum Opfer; die stärkeren stellen sich durch Rationalisierung um. 9n beiden Fällen tritt jedenfalls eine Verringerung des Kohlenbedarfs ein. Es wird vielfach befürchtet, daß auch weiterhin nichts anderes übrig bleibt, als die unproduktiven Betriebe einzuftellen und den geringen Bedarf in den besten Betrieben möglichst billig zu erzeugen. Die zunehmende Zahl der Feierschichten deutet jedenfalls auf diese Em- wicklung hin. Aus dem Eisenmarkt ist eine ins Gewicht fallende Besserung ebenfalls nicht festzustellen.. Die Absatz- verhältnisse waren in den letzten Wochen zwar etwas besser, da die stark zusammengeschrumpften Lager der Händler und Verbraucher zu Neubestellungen zwangen; eine normale Beschäftigung ist jedoch noch in keiner Weise zu verzeichnen. Darauf weist hin, daß die Roheisenerzeugung von über 600 000 Tonnen im November auf 500 000 Tonnen jetzt gesunken ist. Wenn man den Umsatz einer gut eingeführten Eisengroßhandlung des Reviers für 9anuar 1925 auf 100 fetzt, so ergibt sich für Mitte 1925 ein Rückgang auf 80—85, für Ende 1925 ein solcher auf 55—65, und für März 1926 eine Verringerung auf rund 60—65. Die Bestellungen für gewerblichen Verbrauch haben den Ermattungen bisher in feiner Weise entsprochen. Auch die Hoffnungen auf größere Bestellungen der Reichsbahn haben sich nicht verwirklicht; im Gegenteil sind Bestellungen, die vom Eisenbahnzentralamt für die Monate April und Mai erhofft wurden, um zwei bis drei Monate verschoben worden. Auf dem Aus- landmarkt macht sich eine erneute Verschlechterung bemerkbar. Der starke Rückgang des belgischen pnd französischen Franken reizt zu neuen Bestellungen in diesen Ländern; die französische Eisenindusttie, die sich bis vor kurzem wegen ihrer Ueberfättigung mit Aufträgen vorn Weltmarkt zurückgehalten hatte, tritt nach Aufarbeitung der wichtigsten Kommissionen wieder stärker in Erscheinung. Für die deutsche Eisenindustrie bleibt daher auf dem Weltmarkt nur eine verhältnismäßig geringe Betätigungsmöglichkeit; der Auslandabsatz beträgt nur einen Bruchteil der Friedensmenge; nur das starke Arbeitsbedürfnis und der Wunsch nach Aufrechterhaltung der alten Beziehungen veranlaßt zur Uebernahme neuer Aufträge. 9m einzelnen ist folgendes zu bemerken: 9n Stabeisen ist die Nachfrage wieder ruhiger geworden, nachdem im Februar eine kleine Belebung zu verzeichnen war. Das Geschäft in Formeisen -ft nicht sehr bedeutend. Die Preise für Schienen haben sich infolge des Zustandekommens der internationalen Schienenvereinigung etwas erhöht. In (Eifern bahnoberbaumaterial ist die Beschäftigung sehr Geld 1,186 15,44 109,63 20,35 14,08 167,88 16,89 91,65 59,07 112,02 80,76 60,20 12,405 6.1-35 Berlin, 17 April Amerikanische 'JZoita..... Belgische Noten ..... Dänische 9?oten Englische Noten. ...... französische Noten wlländtsche Noten .... Italienische Noten ... . ' Norwegische Noten...... Demsch.Oestcrr., ä 100 Kronen Rumänische Noten..... Schwedische Noten Schweiirr Noten . . . Svanische Woten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . .. Frankfurt a.M Berlin Sdjiu,» 1-Ubr. vchtuh. lAnfang fiure Sure fiur* | | 17- 4 19 4 17 4 19 4 0.475 0,432 0,475 0,427 — — 0,442 0,407 — — 0.4225 0,407 —■ — 0,52 0,385 — — — — — — — 0.410 — — — — — —— — — — —— — _ — — — 98 — — —— 13,5 13,3 _ — 41,75 — — — — — 151,7* 150,4* 114.7* 113' 114,7* 113* 138,2* 137,5* 138.5* 138- — —- 126* »> ■ --- —— — —— —. 122,25 96.25 94 — - 105.2* 105,5* — — 7,4 7,5 7.5 7,25 ——- — — — 95,25* — 98,5* 92,5* 63,75 62 61,25 — — 58.75* 58 — 95* 105* 96' 101* 96,25* 102* 96,25* 110.25 — 111.9- 107- 128,75 128 129 2* 128- — 137,75 135* — 41,75 39 -- 55* 55" 83* 79,62* 82,5* 79* 96,62* 96,12* 96,9* 93* — —- 98 95,75 — —— - - 146,2* 134,3* 147* 134,5* 142,5* 131,5* 143,5* — — —— _ 100 99 —. _ 79 77,25 — — —— — — — — _ - _ 147* 142,5* 147,5* 143,7* 84 82,5 — 8,25 74,5 72 —- 84 82,5 84,75 81,75 114,75 113.87 — 106,7* 105* — 105* — — 101* 98- — _ — — 93.5- 90,25* — — 123* 120 58.75 55,5 59.5 56,50 68,5 66 69 69,62 —» —— — — — —— — — —— — —- —- — — —- — — — 109,5 — — — — —— —— . ! — — i 4.9 — — 124 — 124.5 124,5 < 1 -» ■ - - 1 — . — 60 — — 17 April. 19 April- Amtliche Noti rung Geld Brief Amtliche Notierung (Tcld ' Brief Amst.. Ron Buen.--Aires Brss-Antw Christiania. Koprnbogen Stockholm Heliingfors Italien. . London. . Neuyork . - Paris. . . Schweiz . Spanten. Japan . . . Rio de Jan Wien in D-' Ceft- abgest Prag .... Belgrad . . Budapest. . Bulgarien Lissabon Danzig. . Konstantin. Alben Canada. . . Urufluab 168,26 1,678 15,52 91,84 109,88 112,36 10,545 16,875 20,396 4,195 14,045 80,945 60,27 1,967 0,581 59.188 12,418 7.385 5,87 3,05 21,325 80,96 2,067 5,39 4,20 4.31 Dc 168,68 1,682 15,56 92,06 110,17 112,64 10,585 16,915 20,448 4,205 14,115 81.145 60,43 1,971 0,583 59,298 12,458 7,405 5,89 3,06 21,375 81,10 2,077 5,41 4,21 4.32 infnote 168.27 1.679 15.65 91,69 109,83 112.30 10,545 16,87 20,395 14,22 80,96 60.82 1,670 0,583 59,158 12,418 7,384 5,865 3,06 21.325 80.88 2,043 5,39 4,20 4,31 N. 168,69 1,683 15,69 92,20 110,11 112,58 10,585 16,91 20,447 14,26 81,16 60,88 1,674 0,585 59,191 12,458 7,404 5,885 3,07 21.375 81,08 2,053 5,41 4,21 4,32