Nr. H Erstes Blatt 176. Jahrgang Montag, |8. Januar 1926 Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertag». Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Monatr-Vezugrpreir; 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Trägen lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: Schriftleitung 112, Der- Jag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siesten. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühl'jche Uuiverfftäls-Vuch und 5teindruckerei N. Lanze in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schnlstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20° , mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr. H.THyriol; für den übrigen Teil Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil Hans Iüstel, sämtlich in Gießen Strefemann über deutsche Iukunftsaüfgaben M ü n ch e n , 18. Ian. (XU.) In einer von der Deutschen Volkspartei veranstalteten Reichs- gründungsfeier sprach Reichsaußenminister Dr. Stresemann über das Thema: „Das Ringen um die Zukunft des Deutschen Reiches". Dr. Stresemann würdigte einleitend die Verdienste Bismarcks um das Zustandekommen der deut- sä>en Einheit und betonte, daß es der größte Sieg der Politik der letzten Jahre gewesen sei, daß diese Einheit von den Gegne.rn nicht zer- tört werden konnte, wie es der Sinn von 23er» ailles war. Der Redner fuhr dann fort: Der Weg, den das einheitliche deutsche Volk zu gehen hat, und die Politik, die es zu erfüllen hat, lautet: Rationale Politik. Wir müssen dahin kommen, daß wir als Leitsatz aufstellen, das Nationale verstehe sich für jeden Deutschen von s e l b st. sEinstmals im Schützengraben hat jeder seine Pflicht getan, und daß dieser Schützengrabengeist wieder erstehe, wäre einer der wichtigsten Aktivposten, die wir überhaupt für unsere Außenpolitik noch haben. Der Herrgott, der jedem Menschen die Liebe zu seiner Heimat ge» geben hat, hat keiner Schicht in Deutschland in Erbpacht gegeben, für sich allein das Natiopal- gefühl in Anspruch zu nehmen. Ich lehne es als Führer einer Partei ab, für diese Partei in An- pruch zu nehmen, daß sie nationaler denke als andere Parteien. Der Wiederaufstieg Deutschlands kann niemals das Werk einer Partei fein, sondern nur das Werk der Zusammenfassung aller Deutschen. Welche Mittel flehen denn überhaupt für unsere Politik zur Verfügung? Die Macht nicht. Wir erleben es jeden Tag, daß wir sie nicht mehr haben. Es gibt aber zwei anders Mittel: Das eine ist der ideelle nationale Wille, das zweite ist die Stellung eines Voltes innerhalb der großen weltwirtschaftlichen Strömungen, die Macht, die es indirekt daduvch hat, daß sein Niedergang den Niedergang der andern in sich^schließt, daß sie mitinterefsiert sind an unferm Schicksal. Xlur mit diesen beiden Mitteln kann heute Außen-- politik gemacht werden. Die nationale Idee schließt aber auch die Notwendigkeit in sich, zum Frieden zu kommen zwischen den beiden Begriffen altes und neues Deutschland. Die Not der Gegenwart sollte uns doch dazu Helsen, die Synthese zu suchen zwischen dem alten und dem neuen Deutschland. Daß das möglich ist, beweist Hindenburg, der sich als Vertreter des alten Systems an die Spitze des neuen Reiches gestellt hat. Die aktive Politik ist nach außen gestützt auf die wirtschaftlichen Momente. Die Umkehr in der Wcll der letzten Jahre ist die Erkenntnis, daß die durch den Versailler Vertrag und die anderen Abkommen erfolgte Umstellung auch den sog. Siegerstaaten so schwere wirtschaftliche Verlusts beigebracht hak, daß sie sich fragten, ob es nicht besser sei, das Deutsche Reich leben zu lassen. Das Auftauchen dieser Frage ist die einzige Möglichkeit, die die deutsche Außenpolitik hat, um wieder als Großmacht zur Geltung zu kommen. Deshalb ist es nur richtig, die Fäden zu ergreifen, die uns in der Weltwirtschaft verbinden und uns zu bemühen, für wirtschaftliche Konzessionen ein Stück politischer Freiheit zu erreichen. Es liegt mir Vas zweite Kabinett Luther. Berlin, 16. Jan. (wv.) Die Erörterungen zwischen den mit der Bildung einer neutralen Regierung der Mitte beauftragten Reichskanzler Dr. Luther und den Vertretern der Zentrumspartei, der Deutschen volksparlei, der Deutschen Demokratischen Partei und der Bayerischen Volkspartei sind am Samstagnachmittag zu Ende geführt worden. Der Reichskanzler hat am Sonn- tagvormitiag dem Herrn Reichspräsidenten Bericht erstattet und die Besprechungen mit den einzelnen Persönlichkeiten fortgesetzt. Es darf damit gerechnet werden, daß im Laufe des Montags sämtliche Grundlagen für die endgültige Ent- fcheidung vorliegen. Folgende M i n i st e r l i st e wird für das kommende Reichskabinett als wahrfcheinlich genannt: Reichskanzler Dr. Luthe r. Reichsaußenminister Dr. Stresemann (D. V.). Reichsminister des Innern Dr. Koch (Dem.). Reichswirlfchaftsminister Bürgers (Köln — Ztr.). , Reichsfinanzminister Dr. Reinhold (Dem.). Reichsarbeitsminister Dr. Brauns (Ztr ). Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft Hepp (D.V.). Reichsjusiizminister und Minister für die besetzten Gebiete Dr. Marx (Ztr.). Reichspostminister Dr. 5 11 n g I (Bayer, v ). Reichswehrminister Dr. Geßler (Dem.). Von den neuen Männern im künftigen Kabinett hat der Abg. Koch. Vorsitzender der demokratischen Reichstagsfrakl'on, schon im zweiten Kabinett Bauer vom Ottober 1919 und in den Kabinetten Hermann Müller und Fehrenbach das Innenministerium innegehabt. Der für das Reichswirtschaftsmimsterium ausersehene Geheimrat Bürgers ist Direktor des A. Schaafhausen- schen Bantvereins in Köln. Der künftige Reichs- finanzminister Dr. Reinhold ist 1887 geboren, studierte in Rom. Gens, Berlin, Freiburg und Leipzig, wo er 1909 zum Dr. Phil, promovierte. Er. übernahm spater den Verlag des demokratischen Leipziger Tageblatts, trat in den säch^ fischen Landtag ein und wurde sächsischer Finanzminister. Der künftige Ernährungsminister, der volksparteiliche Reichstagsabgeordnete Hepp ist 1889 in Seelbach «Oberlahnkreis) geboren, wo er heute noch praktischer Landwirt ist. Er ist Vorsitzender der Dezirksbauernschast für Nassau und den Kreis Wetzlar. Als Präsident des Reichslandbundes ist er unseren Lesern durch eine Reihe von Aufsätzen zur Tagespolitik bekannt. Dr. Marx, der Frattionsvorsitzende des Zentrums und designierte Iustizminister, ist der Vorgänger Dr. Luthers im Kanzleramt. Die übrigen Herren waren bereits Mitglieder des ersten Kabinetts Luther. Der Entschluß Dr. Gehlers, nun doch das Reichswehrministerium beizubehalten, soll nach der „Vossischen Zeitung" auf den Einfluß des Reichsarbeitsministers Brauns zurückzuführen sein, der eine längere Unterredung mit Dr.Geßler gehabt habe. Dr. Geßler soll auch dadurch zur Beibehaltung seines Amtes veranlaßt lvorden sein, daß er sofort nach der Bildung und Vorstellung des Kabinetts für drei Monate beurlaubt wird, in welcher Zeit Dr. L u t her vertretungsweise das Portefeuille des Reichs- Weh rministeriums mit übernehmen wird. Für Montagnachmittag 6 -Uljr ist eine neue Besprechung Dr. Luthers mit den Fraltto.isvor- sitzenden vereinbart, in der die Frakttonsbeschluste mitgeteilt und die Zustimmungen zu der Mini st er list e formell erteilt werden sollen. Unmittelbar darauf wird Dr. Luther sich zum Reichspräsidenten begeben, um die Ernennung der neuen R ei chsm lnrster vollziehen zu lassen. Es ist vorgesehen, daß Oie erste Sitzung des neuen Kabinetts, in oer die Regierungserklärung beraten werden soll, am Dienstag stattsindet. Am Mittwoch soll b i e 'Borjtel- lung der neuen Regierung im Reichstage erfolgen. Deutscher Protest gegen die Starke des Besotzungsheerrs. London, 18. Ian. iWTD. Funkspruch.) Der diplomatische Berichterstatter des „Daily Telegraph" berichtet, der deutsche Botschaft er habe zu Wochenende 6nm tforeign Office vorgesprochen und im Namen Dr. S t r e fern anns dem Llnterstaatssettstär für auswärtige Angelegenheiten eine wichtige -^^teuung gemackt. Gleichzeitig mit dieser Demarche hoben solche in Paris und Brüssel stattgefunden. Der Zweck des deutschen Schrittes fei in erster Linie gewZen, die Absichten der Besatzungsmächte über die Gesamtstärke der militärischen Streitkräfte zu erfahren w.e sie in der zweiten und dritten Zone nach der Räumung der Zone von Köln aufrechizuerhalteii beschlossen worden fei. Angesichts des Beschlusses der Botschaftcr-Konferenz, woiiach die Gesomtstärle der Garnisonen der Alliierten in der zweiten und dritten Zone 7j 000 Mann (60 000 Franzosen. 8)00 Engländer und 7000 Belgier) betragen soll. Hao: Dr Stresemann einen energischen Protest gegen einen solchen beschlich erhoben und zum Ausdruck gebracht, daß dieser Deschluß dem Art. 423 des Versailler Vertrages widerspreche und mit dem Gerste deö Locarno-Paktes und den damit zusammen. hängenden Umständen unvereinbar sei. Dem Botschafter St ahm er sei mitgeteilt worden daß der Beschluß richtig wiedcrgegeoen seu Es Habe sich daran eine Erörterung angefchu>ss«r» ergeht heute am Tage der Reichsgründung von den Trägern der großen liberalen Tradition, den Vorkämpfern liberaler Staatsauffassung in der Gegenwart der Ruf ins Reich und über seine erzwungenen Grenzen hinaus an alle deutsch und freiheitlich Gesinnten, die Reihen zu schließen und sich um das alte Banner zu scharen, in dessen Falten die Parole der Männer eingewebt ist, die für den Gedanken des Reiches geworben und gekämpft haben: „Einheit und Freiheit!" Demonstrationen in Paris. Paris, 17. Ian. (WTB.) Die „gewerkschaftlich oroanifterten staatlichen und städtischen Beamten, Angestellten und Arbeiter hatten für Sonntagnachmittag eine Kundgebung anberauint, um für d i e Erhöhung ihrer Löhne gemäß der Entwertung des Franken ern- zutreten. Die Kundgebung ist verboten worden Trotz dieses Verbots und trotz strömendem -heg,.x versammelten sich auf dem Place de la ^micorDe etwa 4000 Manifestanten. Em starkes Autpebot von Polizei und Republikanischer Garde wurde in der Nähe des Platzes und längs der großen Boulevards bereit gehalten. Als dw Man - festanten einen Zug bilden wollten, grff bj« Doiizei ein. Es kam in der Rahe ber ~uillcricn ?u einem Zusammen st o ß, eoenso spater auf dem Opernplatz, wo die Manifestanten wiederum einen Zug formieren wollten. Dort wurden einige Polizeibeamte leicht verletzt. Es gelang dann dem Sicherheitsaufgebot ;edoch, die Menge zu zerstreuen. En, internationaler Flugplatz in der Schweiz. Die Dornierwerke beabsichtigen die Gründung einer Flugzeugfabrik und eines mttrnatw- nalen Flugplatzes in Altenrhein bei nt. Gallen (Schweiz). Die Fabrikanlagen sollen rund 600 Arbeiter beschäftigen. Die Voraussetzungen sur das Zustandekommen des Vertrags mit den Dornier- werken sind bereits erfüllt. Wertvollen und Großen auch Morsches und Schwaches, das nicht wiederkehren kann und nicht wiederkehren soll. Der Reis aber, den Bismarck um uns geschmiedet, hat sich starker erwiesen als alle Umwälzungen der Zeit. Die R e i ch s e i n h e i t als wertvollstes Erbe der Vergangenheit zu erhalten und auszubauen, ist das Ziel der deutschen Politik dec Gegenwart. Diesem Ziele hat vor allem die deutsche Außenpolitik zu dienen. Es ist billig, aber ungerecht, die Männern, die in schwerster Zeit die Geschicke des Reiches lenken, zu kritisieren, ohne bei der Stritit die Unzulänglichkeit der Mirtel in Rechnung zu stellen, die ihnen in dem machtlosen Deutschland der Gegenwart für die Durchführung ihrer politischen Ideen zur Verfügung stehen. Die Politik, die heute in Deutschland nach Lage der Dinge geführt werden kann, erfordert Selbstverleugnung und Geduld. Ihre Früchte können nicht so schnell reifen, wie die heißen Herzen der Vaterlandsfreunde es wünschen mögen und wünschen müssen. Der Reichsgründer selbst war sich darüber klar und hat es offen ausgesprochen, daß er sein Werk nur vollenden konnte, weil vor ihm Generationen deutscher Männer wertvolle geistige Vorarbeit für den Gedanken der Reichseinheit geleistet hatten. Die Männer der Burschenschaft, der Paulskirche und des Nationalvereins haben in unsichtbarer Bruderkette die Bausteine für das Fundament des Reiches zusammengetragen. Männer wie Bennigsen, Bamberger und Lasker haben unendlich viel getan, um durch Reden, Briefe und persönliche Besprechungen die Stimmung im deutschen Volke für die Einigung der Bundesstaaten reif zu machen. Der Liberalismus, der so führend beteiligt war an der staatlichen Einigung der deutschen Stämme und sich unsterbliche Verdienste um die Gründung und den Ausbau des Reiches erworben hat, ist heute durch den Niedergang unseres politischen Lebens und durch selbstoer- schuidete Zersplitterung geschwächt. Er nimmt im Leben des heutigen Staates nicht die Stellung cm, die ihm nach seiner Vergangenheit und nach seiner Bedeutung gebührt. Das Reich aber kann nur dura) die Kräfte erhalten werden, die es schufen. Darum fern, ein Urteil nach so kurzer Zeit darüber abzugeben, ob die Dawe<> und Locarnoverträge auf die Dauer in ihrer Wirkung für uns von Nutzen oder von Schaden sind. Gerade in unserer Gegenwart gilt das Wort, das alles fließt. Wenn das Wort nicht zuträfe, brauchte man nicht alle sechs Monate in internationalen Konferenzen zu diskutieren und eine Aenderung der Verhältnisse wenigstens herbeizuführen versuchen. Ein Volk kann nicht auf Wunder warten, es muß leben. Angesichts der großen Krise unserer Wirtschaft ist es ja sehr leicht, zu sagen: Das kommt alles vom Da- wesabkommen. Gewiß ist das Daroesubfonnnen keine endgültige Lösung. Was es uns aber zunächst gebracht hat, ist die Befreiung von der willkürlichen jährlichen Tribut- zahlung, festgesetzt von einer Botschafterkonferenz. Die Folge des Dawesabkommens war die amerikanische "Anleihe von 800 Millionen. Was unterdessen Amerika in Deutschland investierte, beträgt erheblich mehr und wird noch mehr werden, weil wir unsere Wirtschaft aus eigenen Mitteln nicht aufbauen können, und weil wir zugrunde gehen, wenn wir nicht eine auf der Höhe der Zeit flehende Wirtschaft haben. Mit diesem Gelde aber investieren die Vereinigten Staaten aber auch Interesse an Deutschlands Wohlergehen. In den Locarnoverträgen ist an keiner Stelle ein Verzicht auf deutsches Volk und deutsches Land ausgesprochen, sondern nur ein Verzicht auf eine gewaltsame Aenderung der Westgrenze. Das Desenttiche aber an Locarno ist. daß es auf Grund dieses Vertrages gelingt, Frankreich vom Rhein wegzubringen. Deshalb bedeutet die Räumung der nördlichen Zone eine wichtige Etappe. Locarno gibt uns die Möglichkeit des Eintritts in den europäischen Konzern als Großmacht. Die Kritik bemängelt, daß die Rückwirkungen, die erwartet wurden, noch nicht eingetreten seien. Diese Kritiker übersehen aber, daß der Vertrag von Locarno noch gar nicht besteht. Was bis jetzt erfolgte, sind nur Vorwirkungen des Vertrags, der, wenn, es schnell gellt, rnt März in Wirkfdmkeit'ttftt. Muß fordert man Deutschland auf, den Eintritt in den Völkerbund zu verzögern, den Eintritt, der allein den Vertrag in Kraft setzt. Die Dinge im besetzten Gebiet sind doch in vieler Hinsicht bereits besser geworden. Bis zum 31. Januar wird der letzte fran- zösifche Delegierte das Rheinland verlassen. Die französische Gendarmerie ist bereits um 75 Prozent vermindert worden. Es wird die Aufgabe dieses Jahres sein, Locarno zum Faktum zu machen und auf dieser Grundlage weiierzuarbeilen. Gerade mit Rücksicht auf di e deutschen Minderheiten im Ausland müssen wir im Völkerbund vertreten fein, um ihnen Erleichterung zu schaffen. Notwendig für unsere künftige Politik ist ein gewisser Optimismus. Es mag fein, daß mein Weg sich als falsch erweist, aber gegen jeden werde ich mich wenden, der es wagt, zu behaupten, daß ich mich an Vaterlandsliebe von irgendeinem meiner Kritiker übertreffen lasse. Glauben wir doch an uns selbst, daß wir berufen sind, noch einmal in der Welt eine Rolle zu spielen, daß uns noch einmal eine Zeit beschieden fein wird, in der man wieder von dem Vaterland sprechen kann als dem Deutschland hoch in Ehren. Zur Reichsgrünöungrfeier. Von Dr. Wilhelm Spickernagel, M.d.P.L. Der 18. Januar bringt uns wie kein anderer Erinnerungstag unserer vaterländischen Geschichte die Wahrheit des traurigen Wortes aus der Gött- Uchen Komödie zum Bewußtseine Keinen tieferen Schmerz kann cs geben, als froher Zeiten zu gedenken in den Tagen des Unglücks . . . Bismarck uolltc diesen Satz bekanntlich nichr gelten lassen. Auch uns gebietet die Pflicht der Selbsterhaltung eine andere Betrachtungsweise. Nicht um in schmerzlicher Resignation ewig Verlorenem nachzuweinen, erinnern wir uns der vergangenen Zeit, sondern um aus dieser Erinnerung an eine große und stolze Vergangeizheit Trost und Kraft zu fchöpfen für die politische Arbeit der Gegenwart, um aus ihren Erfahrungen und Fehlern zu lernen. Der einzelne mag nach harten Schicksalsschlägen resignieren, in Verzweiflung oder beleidigtem Selbstgefühl sich ermüdet, angewidert zurückziehen aus den Kämpfen des Tages — ein Volk muß leben. Und die berufen sind, den Staat zu lenken ober im öffent- Üchen Leben zu wirken, haben diesem Zwange ihre persönlichen Gefühle und Empfindlichkeiten unterzuordnen. Niemandem wird cs schwerer, dieser Forderung zu genügen, als dem Deutschen nach seiner Na- iur. Wir kennen aus unseres Geschichte und aus den Gedanken und Erinnerungen unseres größten Staatsmannes die Schwierigkeiten, die vor der end- Uchen Erfüllung des deutschen Einheitstraumes zu Überwinden waren. Eine wesentliche Ursache dafür, daß wir so spät das Reich uns schufen, nachdem längst die anderen Völker ihren nationalen Staat besaßen, hat der Historiker Eatellieri mit Recht in dem unstillbaren Drang nach persönlicher Freiheit erblicken wollen, der unseren germanischen Vorfahren innewohnte und sie jeden Zwang, den der Nachbar übt, heftig verabscheuen ließ. Iftid dieser alte Freiheitsdrang und Sonderungstrieb, der sich zuerst und am stärksten immer gegen den stammesverwandtenBruder richtet, dieses germanische Persönlichkeitsgefühl, das im Gegensatz zum romanischen Staatsgefühle steht, zeigt als häßliche Kehrseite den Neid, die alte invidia, von der Tacitus berichtet. Ernst von Wildenbruch bat jenen verhängnisvollen Charakterfehler unseres Volkes in seiner Erzählung vom „turor teutonicus" geschildert, die uns mit erschütternder Wahrheit die Tragik des deutschen Menschen und Volkes enthüllt. Wenn Arminius in uralter Zeit das Schicksal des Germanen verkörpert, der durch Zwietracht im eigenen Lager an dem Versuche scheitert, die.Einheit herzustellen, so fehlen auch im Wirken Bismarcks, wie wir aus feiner Lebensgefchichte wissen, trotz seinem -Enderfolge solche tragischen Züge nicht. Kein Wunder, daß Krieg, Revolution und Inflation jenes alte Erblaster der Deutschen — wie wir hoffen, nur vorübergehend — in verstärktem Maße zutage treten ließen. Viele der häßlichen Erscheinungen des politischen und gesellschaftlichen Lebens unserer Tage erklären sich aus diesem Grunde. Am stärksten erfährt man das jedesmal, wenn man nach einem Ausfluge über die Grenzen nach Deutschland heim- kehrt. Auch bei anderen Völkern gibt es Streit, Konkurrenz und Zwietracht; aber es will scheinen, als ob sich der Meltau des Neides ganz besonders auf die Herzen der Deutschen gelegt hätte und die Beziehungen der Menschen und Klassen untereinander vergiftete. In den Gesichtern der Leute auf der Straße, in den Versammlungen, im täglichen Verkehr miteinander nimmt man die Verwüstungen wahr, die durch die Leidenszeit dec letzten Jahre bet uns und in uns angeridjtet worden sind. Niemand kamt deshalb den Stab brechen über dies schwergeprüfte Geschlecht. In einen allzu schmalen Lebensraum in dec drangvollen Mitte Europas eingeengt, von neidischen und beutegierigen Nachbarn umgeben, kämpft dieses rasch sich vermehrende Sech- zig-Millionen-Volk um sein nacktes Leben, und sieht sich überall in seinen primitivsten Lebensmöglichleiten bedroht. Und doch! Wenn wir hoffen wollen, jemals wieder aus der Not der Gegenwart zu einer helleren Zukunft emporzusteigen, müssen wir Deutschen in allen Lagern und Schichten den Neid tiberwinden durch Ehrfurcht. Mängel an Ehrfurcht ist die moralische Krankheit unfcrcs Zeitalters! Eine deutsche Volksgemeinschaft tft ohne Wiedererweckung der Ehrfurcht nicht denkbar: Ehrfurcht vor dem Mitmenschen, Ehrfurcht vor der Vergangenheit, Ehrfurcht vor der politischen und religiösen Ueberzeugung der Andersdenkenden. Bismarck hat dem alten deutschen Sonderungstrieb bei feiner Reichsgründung Rechnung getragen, indem er unter bewußter Schonung der bundesstaatlichen Besonderheiten die deutsche Einheit ohne Zwang gestaltete. Am klarsten tritt sein Bestreben in der Behandlung der bayerischen Fragen zutage; feine bekannten Aeußerungen, die er nach Abschluß des Vertrages mit Bayern im Hauptquartier getan hat, geben über feine Motive Aufschluß. Nach dem Umsturz ist durch Ueberspan- nung des unitarischen Prinzips vielfach gegen"ben Geist der Reichsgründung gesündigt worden. Diejenigen aber verstehen Bismarcks Werk und seine staatsmännischen Ziele sehr wenig, die glauben oder glauben machen wollen, daß der Alt-Reichskanzler in der von ihm geschaffenen Form des Reiches etwas Unantastbares und ewig^Gültigcs gesehen habe. Er selbst wollte in seiner Schöpfung nur das unter den Zeitumständen Erreichbare sehen und hat des öfteren betont, daß er einen Block geschaffen habe, den die nachfolgenden Geschlechter handlicher gestalten sollten. Die Schaffung des Kaisertitels hat er ausdrücklich damit begründet, daß in ihm eine werbende Kraft für den Einheits- gebauten liege. Den Reichsgedanken zu fördern und in der deutschen Reichsverfassung weiter zu entwickeln, liegt darum durchaus im Sinne des Reichsgründers. Vieles ist in den Stürmen des Krieges und der Revolution zusammengebrochen. Reben manchem in der der deutsche Botschafter auf die unglücklichen Rückwirkungen hingewiesen habe, die ein solcher Beschluß au) die iverdeutsche und internationale Lage haben könnte. Der Berichterstatter erfährt, daß Berlin äußerste älnzufriede-nheit mit ter Antwort zeige, und t>ersucht auseinanderzu» sehen, daß keine stichhaltige Begründuirg für die deutsche Ansicht auf der alliierten Seite zu bestehen scheine, wonach Arttk 429 des Versailler Vertrages verletzt worden fei. denn dieser Artikel beziehe sich allein auf die De» sohungSperiode und nicht auf die Stärke der DesahungStruPpen. die die Alliierten berechtigt seien, im besetzten Rheinlande oder in irgend einer anderen besonderen Zone auftecht zu erhalten. Dies sei eine Frage der Vereinbarung unter den alliierten Mächten. Andererseits werde durch London ein beträchtliches Maß von Sympathie für die deutsche Ansicht ausgedrückt, daß der Locarno-Vertrag vielmehr zu einer .unsichtbaren" Besatzung hätte führen muffen, als zu einer größeren Dichte der Defatzungstruppen in irgend einem Gebiet. Vor einigen Wochen habe sich die britische Diplomatie eins Zeit lang, aber ver- gcberrs dafür eingesetzt, um eine kritische Lage, die entstanden fei. abzuwenden und sie habe es für selbstverständlich angesehen, daß die Zu- rückbcrusrmg von etwa 15 000 Mann britischer und belgischer Truppen mit der Zurückziehung einer entsprechenden Zahl sranzösis chcr Truppen beantwortet werden würde. Das Völkerbundsamt für geistige Zusammenarbeit. Eröffnungsfeierlichkeiten in Paris. Paris. 16. Jan. iWB.) Das DöllerbundS- amt für geistige Zusammenarbeit ist Samstag nachmittag durch den Präsidenten der französischen Republik. Doumer- gu e, und den derzeitigen Vorsitzenden des Völ- kerbundsrates, S c i a l o j a, in Anwesenheit des diplomatischen Korps, der Vertreter vieler wisscn- »chafttichrr Vereinigungen au£ dem Auslände, und des Generalsekretärs des Völkerbundes, Sir Eric D r u m m o n d, im Pavillon Montpeirsier des Palais Royal, in dem cs feine Heimstätte gefunden hat, eröffnet worden. Der Eröffnungsfeier wohnten deutscherseits bei außer dem Botschafter v. Hoesch. Prof. Einstein in feiner Eigenschaft als Mitglied deS Dölterdundscacs- schusses für geistige Zusammenarbeit, Prof. Schulze-Gaevernitz als ständiges deutsches Mitglied bei dem neugegründeten Dölkerbunds- amt und Prof. Leo Frobenius. Die Weiherede hielt der französische Linier* richtSminister Daladier. der die Befürchtungen zu zerstreuen suchte, die im Ausschuß laut geworden seien, weit das neu gegründete Institut seinen Sitz in Paris habe, von der französischen Regierung unterhalten und durch einen Franzosen geleitet werde. Alm die Grundlosigkeit dieser Befürchtungen zu erlernten, genüge es, die Statuten zu lesen und die Organisation des Völkerbündeamtes zu studieren. Das Institut fei von demselben Geiste der Zusammenarbeit für den Frieden und den Fortschritt der solidarischen Völker beseelt, der . die Gröhe des Völkerbundes ausmach.-. Die Hoffnungen, die sich auf die Reugründung Stühlen, seien nur erfüllbar durch eine nrethvdische Organisation der geistigen Zusammenarbeü. Prof. Einstein habe iüngft geschrieben, die Rolle des k- Völkerbundes sei, dem Kampfe der Volksgruppen -.ein Gnde zu bereiten, die berechtigten Interessen e aller auszugleichen, endlich Vernunft in die Re- - gierungen zu bringen — tr?r erkenne nun nicht, daß dieses Ziel nicht einzig und allein durch Verträge erreicht werden könne? — DoS jüngst in Locarno abgeschlossene wunderbare Werk hätte nicht erfüllt worden können, wenn die Staatsmänner, die es abgeschlossen haben, nicht die große Hoffnung gehabt hätten, unterstützt zu werden von dem tiefen Wunsch nach Frieden und Sicherhett. der die Völker beseele. Unter dielen Umständen gäbe es keine dringendere und notwendigere Ausgabe, als überall die Geister vorzubereiten und die Herzen zur brüderlichen Zusammenarbeit aller Menschen, welcher Rasse, welcher Sprache und welcher Farbe sie auch sein mögen, zu gewinnen. Dazu fei es notwendig, zunächst unter allen Rationalitäten, dann unter allen kultivierten Menschen und endlich unter allen Völkern eine engere Zusammenarbeit zu sichern, um die wissenschaftlichen Werte und den Fortschritt der ötteratur und drr Kunst zu bereiten. Das fei die hohe Mission des heule neu gegründeten Völkerbundsamtes für geistige Zusammenarbeit. Der Vorsitzende des Dolkerbundsrates S c i a - 1 oja erklärte, daß, um die Arbeit des Völker- bundsausschufses für geistige Zusammenarbeit fruchtbar zu gestatten, sich die Schaffung eines eigenen Instituts als notwendig erwiesen habe. Scialoja übernahm als derzeitiger Vorsitzender des Völkerbundsrates die von der französischen Regierung dem VolkerbundSamt für geistige Zusammenarbeit überlassenen Räume und sprach der französischen Regierung und dem französischen Volke den Dank des Völkerbundes hierfür aus. Als Vorsitzender des Aufsichisrots gab Minister Painlede dem neu gegründeten Amt gewissermaßen ein Leitmotiv, indem er folgendes ausführte: Die intellektuelle Elite eines Volkes habe die Haupt/- aufgabe, das Genie des Volles anzuspornen, seine Kunst, seine Literatur imb seine Wissenschaft zu entwickeln und unter den besten Formen alle Fähigkeiten zu vervollkommnen, um seine Eigenart ins rechte Licht zu setzen, die als seine Besonderheit unter den anderen Völkern gellen könne. Aber jedes Volk habe auch eine anders Ausgabe, nämlich die, die Seele der anderen Völker zu begreif en und gewissermaßen der Dolmetsch im eigenen Lande zu werden. Llnglück werde über ein jedes Volk kommen, das auf die höre, die da glaubten, die Fühlungnahme mit dem Ausland sei ein Fehler. Das Voll, das auf jene schlechten Ratgeber höre, sei zu einer widernatürlichen Isolierung verurteilt, an der es sterben könne. — Cs sprechen ferner der Generalsekretär des Völkerbundes, Sir Eric D r u m m o n d, und der Di- rettor des neu geschaffenen Völkerbundsamtes, Prof. Lechaire, der als das Programm des neuen Instituts bezeichnete, alle Probleme der Organisation zu studieren, die sich be ziehen auf die verschiedenen Formen der geistigen Tätigkeit, methodisch alle Tatsachen kennen zu lernen, die sich auf die Beziehungen der Völker auf dem Gebiet der Wissenschaft, des ^lnterrichts, der Kunst und her Literatur gründen. Kontakt zu nehmen mit allen intellektuellen Einrichtungen und denen, die es wünschen, behilflich zu sein, einander Lennen zu lernen und regelmäßig ihre Ansichten auszutauschen. — Die Feier wurde dadurch besonders stimmungsvoll gestaltet, daß von einer Rede zur andern durch Musik- v ort rüge übergeleitet wurde. Auf hem Programm waren Beethoven, Mozart und Schumann vertreten. Mussolini und dos Parlament. Ausschreitungen in der Kammer. — Ansschfnst der Opposition. Rom, 16. Jan lWB.) In der Kammer waren bei der Trauerfeier für dieKöingin-Mutter drei demo-soziale und etwa 25 Abgeordnete der Popolaripartei erschienen. Als bei Schluß der Sitzung der Kammerpräsident die Kammer auf Mittwoch vertagen wollte, erhob Mussolini Widerspruch und beantragte, die nächste Sitzung morgen abzuhalten, um die »moralische Frage" zu regeln, womibnach allgemeiner Auffassung die Rückkehr der Aventinopo- fition in die Kammer gemeint war. Demgegenüber erflärte Farinacci, die faschistische Partei könne die Moralfrage allein regeln. Mussolini beharrte jedoch auf feinem Vorschlag, der angenommen wurde. Unmittelbar nach der Sitzung stürzten sich einige Faschisten auf einige Mitglieder der Popolaripartei und schlugen auf s ie ein. Drei Abgeordnete sollen mißhandelt. ein vierter Abgeordneter verwundet worden sein. Am Sonntag war in der Kammersitzung kein Vertreter der Aoentinopposition anwesend. Die katholische Volkspartei hat erklärt, daß sie nach den Mißhandlungen von oppositionellen Abgeordneten der .Hammer fernbleiben müsse. Mussolini erklärte, er bedauere, daß die Aoentinopposition gestern die Trauerfeier für die Königinmutter benutzt hätte, um in der Karniner zu erf deinen. Die Aoentmoppositton müßte, io führte er aus. bevor sie in der Kammer erfcheine. erstens die faszi ° stischc Revolution öffentlich anerkennen. zweitens ihr Bedauern aussprechen über die gegen den Faizismus geführte Kampagne, drittens jede ltzemeinichaft mit den italienischen Emigranten abbrechen, die im Ausland gegen die Regierung hetzten. Solange er am Ruder fei, werde es den Aventmparteien niemals erlaubt fein, die Kammer zu betreten, wenn sie diese Bedingungen nicht erfüllen. Fürstenabfindung und Volksentscheid. Berlin. 16. Ian. (Wolff.) Der „Vorwärts" meldet, daß der f oz i a l dem o kr a- tische Parteivorfland beschloß, die organisatorisch? Vorbereitung für einen Volksentscheid über die Fürstenabfindung zu treffen. Der Beschluß des Parteivorstandes ist unter dem Eindruck der Tatsache gefaßt worden, daß nach der bisherigen Entwicklung der Dinge wenig Aussicht besteht, im Reichstag eine Lösung zu erzielen, die dem Rechtsempfinden des Volkes evrrigermaberr entspricht. China. Die Lage in China ist recht wenig geklärt. Nachdem sich die beiden Hauptakteure auf dem chinesischen Kriegsschauplatz, die Generale Fengyuhsiang und Eschangtsolin ihre Aemter niedergelegt hatten, war im allgemeinen die Ansicht verbreitet, daß damit der Weg für eine starke Zentralregierung frei sei, der bei einem Nachgeben der Mächte gelingen würde, für Ruhe und Frieden zu sorgen und allmählich stabilere Verhältnisse in China zu erreichen. W u p e i f u . der die friedliche Beilegung der Kämpfe angebahnt hat, blieb nun als der einzige Feldherr zurück, der den Schutz der Regierung in Peking nach dem Rücktritt Fengs übernehmen konnte. Die Aussicht dafür, daß vielleicht die gesamte militärische Gewalt in China auf ihn übergehen konnte, war gegeben, besonders dann, wenn es ihm gelang, eine Einigung mit dem Süden und der Kuo-Mingtang-Partei herbeizufüh- ren. Dadurch wäre es ihm vor allen Dingen möglich gewesen, jedes Uebergewicht Tschcmg- tsolins von vornherein unmöglich zu machen, Tschang überhaupt von jedem neuen Versuch abzuhalten, sich der Bildung einer starken Zentralregierung zu widersetzen. Die Verhandlungen hat Wuveisu schon vor längerer Zeit angeknüpst. Noch ist nicht bekannt, welchen Erfolg sie haben können. Schon tritt aber die Rivalität unter den Mächten wieder in Erscheinung, die teilweise befürchten, daß Wupeisu zu mächtig werden könnte. Vor allem ist es Japan, das Tschangtsolin bisher finanziert hat und auch weiter finanzieren wird. In England und Japan — so wird gemeldet — herrscht Beunruhigung, weil man befürchtet, Wu genieße amerikanische Unter» stützung und werde zu mächtig. Er wolle eine Regierung bilden und schützen, die auseinanderströmenden Truppen der beiden anderen Generale sammeln und so Alleinherrscher werden. Schon spricht man davon, daß Mukden in ständiger Fühlung mit Tschang sei und diesen zurückrufen wolle. Man wird also damit rechnen können, daß die Rivalität der Mächte bald einen neuen Krieg in China heraufbeschwören wird, der in der Hauptsache von Japan und auch von Amerika finanziert wird. Welche Rolle in Zukunft Rußland spielen wird, ist natürlich nicht bekannt. Sicher ist, daß es vielleicht nicht untätig zusshen wird. Feng, dessen Ansehen auch nach dem Ausscheiden noch groß ist, ist noch nicht so fern von Peking, als daß er nicht noch eine Rolle spielen könnte. Kunst und Willenschaft. Das Iubiläumskunstinstitut der Universität Marburg. In der am 15. Januar in Frankfurt a. M. abgehaltenen Sitzung des Arbeitsausschus- s« s für die Iubiläumsgabe zur 400-Iohrftier der Universität Marburg wurde von der Preußischen Akademie des Bauwesens einstimmig gebilligte Entwurf der Hochvai-ableilung des Finanzministeriums für Las Iubiläumskunstinstitut unter gleichzeitiger Vorlage des schristlichen Alademie- gutachtens zum Oegcuftanb einer eingehenden Beratung gemacht. Der Arbeitsausschuß, welcher, wie bekannt, seinerzeit beim Finanzminister die Ausschreibung eines Wettbewerbs befürwortet hatte, hat nunmehr einstimmig beschlossen, von einem Wettbewerb abzusehen und dem von der Akademie gebilligten Entwurf auch seinerseits 3 u d u ft t m m c n. Für diese Entschließung waren folgende Gründe maßgebend: 1. Der auf wertvollen Anregungen der Akademie. welcher auch namhafte Privatarchitekten angehören, beruhende neue Entwurf der Hochbauabteilung des Finanzministeriums bietet eine würdige und der Vielseitigkeit her Zwecke Rechnung tragende Lösung 2. Rach dem Willen vieler mit großen Beiträgen beteiligter Stifter ist die Fertigstellung des Baues zur Jubelfeier im Juli 1 927 unerläßlich. Die Ausschreibung eines mehrere Monate beanspruchenden Wettbewerbs würde die Crrechnng dieses Zieles in Frage stellen während die bon der Akademie gebilligten Pläne eine alsbaldige Inangriffnahme des Baues gestatten. 3. Es wird schon jetzt der größten Anstrengungen bedürfen, um die Mittel zur Ausführung des gebilligten Bauprojektes aufzubringen, obwohl der Finonzminister die erheblichen Kosten der Bauleitung auf Staatsfonds übernommen hat. Das Risiko, auch die großen Mehrkosten eines Wettbewerbs und der privaten Bauausführung oufzubringen, vermag der Arbeitsausschuß angesichts der ungewöhnlich schwierigen allgemeinen Geld- und Wirtschaftslage nach sorgfältigster Prüfung nicht auf sich pi nehmen. 4. Der Finanzminister hat, wie bekannt, die Uebernahme her großen laufenden Betriebskosten für dos Institut seinerzeit davon abhängig gemacht, daß der Bau nach den Plänen seiner Hochbauabteilung ausgesuhrt wird. Ohne diele Bereitstellung der Betriebskosten würde das ganze Unternehmen unburd) führbar sein. Die soeben dem Arbeitsausfd)uß zugegangene Mit- teilung, daß der Finanzminister an der staatlichen Bauausführung iefthölt, bestärkte den Ärbeitsaus- schuh in der Ueberzeugung von der Richtigkeit feiner Entschließung. Besuch der Marburger Üntoerfität. Im laufenden Winterhalbjahr weist die Phi- lipps-ldniversität zu Marburg 1859 immatrikulierte Studierende auf. Die einzelnen Fakultäten zählen: theologische Fakultät 131, juristische Fakultät 591, medizinische Fakultät 318, davon 47 Studierende der Z^rhnheilkunde, ferner philosophische Fakultät 819, darunter 261 Philologen und Historiker. 155 Mathematiker und Naturwissenschaftler, 127 Chemiker, 58 Staatswissen- khiiftler, 124 Pharmazeuten. Der Staat-Zange- poiigteit nach fiitb 1457 Preußen. 298 aus den übrigen deutschen Staaten und 104 2lusl ander. Mit hfl? 54 Hörern beträgt der Gesamt besuch 1913. Don südwestdeutschen Universitäten Der Direktor des Instituts für Koüoidfor- fchung m Frankfurt, Prof. Dr Bechhold, ist von der Akademie der Wissenschaften rn Sora- go’fa, Spanien, Sektion für Physiko-Ehernte zum korrespondierenden Mitglied ernannt worden. — Der bisherige cu c. Professor an der -Umberfität Frei bürg t. Br. Dr. met>. Stühmerist zum ordentlichen Professor für Dermcttalogie an her -ilnioerfität Münster Genannt worden. — Dem ordentlichen Professor der inneren Medizin in her medizinischen Fakultät der ilnibetfität Wurzburg und Vorstand der älniveriitäts- llftiik Dr. Paul Mora Witz trirrbe mit Wirkung ppm 1. April an die wegen Annahme eines Rufes an die Universität Leipzig erbetene Eirtlaf- fung aus dem bayerischen Staatsdienst bewilligt. — Der Rektor der lkniversität Würzburg, Geheimer Rat Professor Dr. Meurer begeht am kommenden Mittwoch seinen 70. Geburtstag. 2lus diesem Anlaß wird ihm die Studentenschaft am Dienstagabend einen Fackelzug bringen. — Der Professor der Psychiatrie unb Neurologie, gleichzeitig Direktor der psychiatrischen und Ner- venkltnik der Universität Marburg Dr. Georg S t e r tz geht in gleicher Eigenschaft als Nachfolger von Professor Siemerling nach Kiel. Schillings lehnt ab. In einem längeren Schreiben an den preußischen Kultusminister hat M a v v. Schillings das ihm angebotenc Amt des Leiters einer Meisterklasse für Musikan der Akademie der Künste abgelehnt, v. Schillings begründete seinen Beschluß mit den sachlichen Gegensätzen zwischen ihm und den Dezernenten des Kultusministeriums. Er erinnert dabei an das Scheitern der Verlxmdlungen mit der Stadt Berlin über die Neuordnung der Berliner Opem- theater. das erwiesen habe, daß die Herren Dezernenten den v-om Kultusminister selbst als notwendig bezeichneten Umbau der Staatl. Kunstverwaltung noch' nicht in die Tat umsetzen wollten. Als Leiter einer Meisterklasse würde er aber weiterhin mit diesen Herren zusammenarbeiten müssen. Schilling erbittet dann die Fortzahlung der ihm auf Grund feiner im gegenseitigen Einvernehmen erfolgten Ausscheidens vertraglich .zustehenden Bezüge. Enric» Toselli f. Der Pianist Enrico Toselli ist in Florenz gestorben Er war von 1907 bis 1911 mit der ehemaligen Kronprinzessin Luise von Sachsen, der Frau König Friedrich Augusts HL vermählt. Englische Auszeichnung Einsteins. Die Goldene Medaille der Königlichen Astronomischen Gesellschaft ist Professor Einstein für feine Relativitätstheorie verliehen tvvrden. Aus aller Welt. Winter in Norditalien und Frankreich. Während in Mittel- und Sübitalien die Kälte abgenommen hat. dauern die Schneefälle in Ober« itnlien noch immer an. Im Gebiet van Novara liegt der »schnee 1,5 Meter hoch. Am Simplonpaß uns im Gebiet von Iselle find zahlrejd)e Lawinen niedergegangen. Bei Fiume erfroren drei Finanzwachleute, die von einer Lawine überrascht wurden, und in Genua erfror ein 60jähriger 'Bettler. An der Riviera haben die Blumeukulturen starken Schaden gelitten. Im Gebiet von Trieft sind zahlreid)e Wölfe aus den Bergen erschienen. Auch in ganz Frankreich herrfdft heftiger Schneestunn. Bei Perpignan sind viele Dörfer von der Außenwelt völlig abgefdjnitten. Der Schnee liegt dort über 1,50 Meier hoch. An der ganzen Straße von Chambery ist die Schneedecke 30 Zenti- Wettervoraussage. ' 1 Nachts erneuter Ternperctturfall und schwächet* bewölkt, tagsüber Temperaturen ansteigend, meist bedeckt, später Niederschläge (noch meist Schnee). Gestrige Tagestemperaturen: Maximum minus 3 Grad, Minimum minus 5.2 Grad C-elsius. Heutige Morgentemperatur minus 4 Grad C-elfius. Schneedecke 10 Ztm. hoch meter dick. Die Straßenbahn hat den Verkehr eingestellt. Der Eisenbahnverkehr erleidet große Stä* rungen. Jp der Provinz sind mehrere Züge im Sd)nee stecken geblieben. Don einer Ratte angesresseu. In Niederfischbach wurde ein Ehepaar durch lautes Schreien ihres zweijährigen KindeS aus dem Schlafe geweckt. Bei näherem Zusehen sand es, daß fjch eine Ratte auf den Hals des Kindes festgesetzt hatte und Las Blut auf die Bettwäsche floß. Glücklicherweise wurde d-is Kind noch rechtzeitig von dem gefährlichen Naaetier befreit. Durch brennendes Benzin gefiftet. Freiburg nahm vor einer Wirtschaft der Karl Dernauer eine Reparatur a n seinem Lastauto vor, wobei Benzin auf leinen Anzug ttöpfelte. Nach Behebung deS Schadens ging Bernauec in die genannte Wirtschaft. Als ihm von einer Bediensteten ein Streichholz zum Anbrennen einer Zigarette gereicht wurde, züngelten am Körper Bern au er s blaue Flämmchen hoch und im Nu war er eine lebende Feuersäule. Die Anwesenden warfen Tischdecken über den De-- dauernswerten, um die Flammen zu ersticken. Jedoch hatte das Feuer schwere Brandwunden den ganzen Körper bedeckten. 'Dernauer wurde in die Klinik derbracht wo er Sonntag, nachmittag feinen schweren Verletzungen erlag. Verhängnisvoller Irrtum. In Pirmasens griff der verheiratete 47 Aabre alte Bierführer Franz Lienhard zur Lö°> schung seines Durstes irrtümlich nach einem Bier-« krug, der Schwefelsäure enthielt. Den Irrtum sogleid; bemerkend, setzte Lienhard den Krug ab. Er hatte aber von der Schwefelsäure bereits genossen und mußte nach dem Krantenhaufe ge^ bracht werden, wo er balö nach seiner Einlieferung an schweren inneren Verletzungen starb. Finanzieller Zusammenbruch einer Skodtgemeinde. In der Bürgermeisterei Bendorf - vinz) mürbe angeordnet, die Gemeindekasse für alle Ausgaben zu fd)ließen. Es wird weder eine Erwerbslosenunterstützung noch eine Ausgabe für Wohllahrtszwecke mehr geleistet, sofern es sich nicht um etaQts^ oder Kreiszujchüsfe handelt. Bendorf hat augenblicklich etwa 10(m) Haupnmterstützungs- empfänger. Die 'Beamien und Lehrer Haden ihre Januargehaltec noch nicht erhalten. Man erwartet, daß die Regierung eingreift. Ein neue« awerckanftcheS Leukluftschift. Generaldirektor Fr i t 1 che von der Gesellschaft zur Förderung der Lufttahrk in Dearbon (Michigan, teilte in einer Ingenieurversammlung in Neuyork mit, daß Plane für den Bau eine# lenkbaren Luftschiffes fertiggestellt seien. Las 2,, jma[ so groß fei tote die „Shenandoah". für Handel- und Kriegszwecke gleich oerttrenbbar sei und binnen 48 Stunden für militärische Zwecke hergerichtet welchen könne. Gs sei feuerfest, sturmsicher, luxuriös eingerichtet wie ein Pullmann-VKLgen und ganz aus Metall. Frttsche bezweifelt aber eine writer- gehende Verwendbarkeit solcher Luftschiffe für längere Fahrten, da die Betriebsstoffe zuviel Raum in Anspruch nehmen. Eine grauf-ge Bluttai. Als sich in Noskow v lKreis c t f i t ä t fand die Reichsgründungsfeier des Vereins deutscher Studewen statt. Der Vorsitzende des Vereins, stud. jur. Neumann, begrüßte die zahlreichen Gäste. Pfarrer Haupt-GoSlar hielt die Festrede. Er betonte, daß die Stund? mch' angetan sei für rauschende Festesfreude, daß man aber auch nicht auf den Ruinen meinen dürfte. Die Feier solle eine Stund? der Setbstbesimrimgs werden. Landesrat Professor Dr. Hüdler-Graz Mitglied der steiermärkischen Landesregierung, sprach dann über Deutschösterreich und die Reichs- grünhung. । Reichskommers bet Burschenschafter. Die Burschenschafter Groß-Berlins hielten heute ihren 40. Reichskommers ab, ber gleichzeitig mit einer großen Kundgebung für Deutsch- Oesterreich unb bas Grenz- und Ausi» in I Kirchgana. Sollen Kinder überhaupt in die Kirche ■t- gehen? Diese Frage wird nicht nur von unkirch- 6 5340ss Winterkur für beginnt Dienstag, den 19, Januar Modewarenhaus Carl Nowack Große Preisermäßigung auf alle Waren 517a Holzsubmission «n- Festmeter 3 Fichtenstämme 1 Los Abt. Aus n 8: 104 » n £ I I 1 1 1 1 8 8 8 1: 2: 3: 4: 5: 6: 8 1 8 1 8 1 8 8 9: 10: 11: 12: 13: 14: 15: 16: 17: 1.76 /20.73 18,39 28,60 38.43 15,93 30,09 0,57 0,85 0,99 2,19 0,28 1,21 1,67 23,92 34,63 3. 4. 4. 5a 5a 5b 5b 3. 3. 4. 5a 5b 2 19 21 41 72 47 3. 4. 5a 7 Fichten-Derbst. 2 Fichtenstämme 23 56 1 1 1 5 1 Treiben karnevalistischer Veranstaltungen — ein trauriges Zeichen der Gewissenlosigkeit und ®nt< christlichung von Stadt und Land! Ein Christ, der in der Liebe der anderen Last mitträgt, wird sich von derartigen Vergnügungen fernhalten. Seine Gedanken dürfen in diesen schweren ersten Monaten des Jahres 1926 auf Besseres lichen, sondern zuweilen auch von bewuhl kirch- lichen Kreisen verneint. Die Gründe, auf die solche Leute ihre Ansichr stützen, sind verschiedener Art. Wiewohl der Vonragende diese Einwendungen nicht schlechthin zurückwics, kam er in seinen Ausführungen doch zu einem andern Resultat. Er Nervenkranke u. Nervös-Erschöpfte. Npczialkaranefelt Hofhelm I. 'i'nonua bei Frankfurt a M. Prospekte durch Dr. H. Schn Ixe - Kahley**, Nervenarzt gerichtet sein. Wir gehen der Passionszeit entgegen mit dem Bewußtsein, ins Allerheiligste der opfernden, dienenden Liebe Jesu zu treten, die allein unserem Volke wieder aufhilft und nach deren Herrschaft sich jedes Menschenherz sehnt — heute mehr beim je. Rundfunk-Programm des frankfurter SenderS. (Aus der „Radio-Umschau".) Dienstag, 19. Januar: 3.10—4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis Uhr: Rachmitlagskonzert des Hausorchesters: Ruf- gelischen Gemeinden, das; alle karnevalistischen Veranstaltungen und alle dahin zielenden Vergnügungen von ihnen gemieden werden. Unseren Geistlichen, Kirchenvorstehern und Ecineinde- vertretern aber machen wir es zur Pflicht, unablässig jung und alt den Ernst vortzuhalten, mit dem ©ott der Herr jetzt zu uns spricht, und ihnen die große Christenfreude zu zeigen, die am reichsten ist beim Dienst an den Elenden und die darum keine Hot der Zeit uns nehmen kann. D. Dr. Dich t." , ** Aenderung einer Amtsbezeichnung. Das Gesamtministerium hat beschlossen, daß im Hinblick auf die gegen früher grundsätzlich veränderte verfassungsmäßige Stellung der Minister, denen durch die Verfassung eine persönliche Verantwortung auferlegt worden ist, alle Entscheidungen, Erlasse, Verfügungen usw. nicht mehr von den Ministerien, sondern von den Ministern persönlich auszugehen haben. Dies wird in der äußeren Form der Schreiben, und Erlasse dadurch zum Ausdruck gebracht werden, dost diese nicht mehr unter „wir" als von dem Ministerium (der Justiz, des Innern usw.), sondern unter „ich" als von dem Minister abgefaßt erscheinen. Dementsprechend sind künftighin auch die etwa bisher an das „Hessische Ministerium der Finanzen" zu erstattenden Derichte und Vorlagen sowie Eingaben aller Art an den „Hessischen Herrn Finanzminister" zu richten. ** Amerikanischer Turner besuch in Gießen. Der Vorsitzende des Aordameri- konischen Turnerbundes, George Seibel aus Pittsburgh, dessen Familie aus Dudenhofen bei Darmstadt stammt, kommt in den nächsten Tagen zu einem Besuche in unsere Stadt. Aus diesem Anlaß wird die Gießener Turnerschast am kommenden Donnerstagabend in der Turnhalle des Turnvereins von 1846 (Oswaldsgarten) einen turnerischen Abend veranstalten. (Man beachte die morgige Anzeige.) Alle Abteilungen, von den Kleinsten bis zu den Aeltesten, werden dabei dem Führer der deutschen Turner in Amerika zeigen, was deutsche Turner zu leisten vermögen. ** Die Reichsgründungsfeier der Vereinigten Vaterländischen Verbände Oberhessens, die gestern in der Turnhalle stattfand, nahm in Gegenwart eines sehr zahlreichen Publikums einen würdigen Verlauf. Reichstagsabg. Geheimerat Dr. von Dry- ander- Berlin hielt eine eindrucksvolle Festrede. Wegen Mangels an Raum mußten wir den Bericht bis morgen zurückstellen. ** Der „Deutsche Bund für christliche evangelische Erziehung in Haus und Schule hielt am Donnerstag seinen monatlichen Familienabend im Iohannessaale ab. Stiftspfarrer Schorlemmer (Lich) sprach über: Des Kindes sische Opern. 6—6.30 Uhr: Die Lesestunde. 6.30 bis 7 Uhr: Stunde des Südmcstdeutfchen Radioklubs. E. Becker spricht über ,,'Zlubioii und Audion mit Rückkoppelung". 7—7.30 Uhr: Funkhochschule Frankfurt: „Die Methode Eouö", Vortrag von Dr. Gotthilf. 7.30 bis 8 Uhr: Funkhochschule Frankfurt: „Die Grundlagen der chinesischen Kultur II", Vortrag von Prof. Wilhelm. 8—9 Uhr: „Mozart^ Kuriosa". 9—10 Uhr: Hugo Wolf. unsere evan- Iagdverpachlung. Dienstag, den 26. Januar VS. IS., nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Rathaus dahier die der Gemeinde Annerod zustehende Jagd bestehend in 151 Hektar Wald und 385 Hektar Feld, auf weitere 6 Fahre verpachtet werden. Bemerkt wird, daß die Zagdgrenze 2 Kilometer von der Station Großen- Buseck und 2 Kilometer von der Statwn Rödgen liegt. Die Bedingungen werden bei der Verpachtung bekanntgegeben. Annerod, den 14. Januar 1926. Hessische Bürgermeisterei Annerod, Horn. 5dlU Zagdverpachtung. Dienstag, den 2. Februar L I.» nachmittags 1 Uhr. soll die Jagd der Gemeinde Groß-Eichen, insgesamt 3200 Morgen (2700 Morgen Feld und 500 Morgen Wald) aus weitere 6 Fahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Bedingungen werden vor der Verpachtung bekanntgegeben. Groß-Eichen, den 14. Januar 1926. Bürgermeisterei Groß-Eichen Faust. 541D Kiefernstamm Weißtanne 1 ^frcrreW «t in6,.' an Wir ermahnen deshalb Aus den Waldungen der Gemeinde Annerod soll folgendes Hol; auf dem Submifsionsweg verkauft werden: - — ' ~ ~ ---blasse 5,24 Vllllta Mei- mar der ^rt g-bro^ «r- 1 STba Der niachle aas Führer- tring e>ngepu° f » S«"" I (Ein täte# rLZr i-eS-s. uvsage. im J1 jßarim »äS: ^-Wier "i® Sm,®1'1- lot, tDobfl^raUt Mn tlncr $ . . SnÄ «« Weden « .Wammen^ BZ er Irrtum. " bsr verheiratete 47 Üilen^orbMS noch einem Sier« 'V enthielt. &n Zrr° 9te Vienbarb den Krua r vchweseliäure bereits dem strantenhlmse ae- nach seiner Einlie enma Bungen starb. h einer StoWt. Bendorf Geinpro- ■ «vemeindekasse für alle ; wird weder eine Er- >ch eine Ausgabe für iislei, sofern es sich nicht chiisse, handelt. Bendorf M haupninteritützmgs- und Lehrer haben ihre erhalten. Man erwartet, ist. W reMstW. ltlche vm der Ml!« r Lustfahrt in Lrarbon : 3iMmemversamn!ung Lrc für dm bau eines ff es tettiMstellt seien, toic int wfe mohuM Lunten Hit mW\- :rtzetichiti werden urmsicher, hitunöi ein« iaTm«'ISagen mä> ganz veifck aber eine timtet- solcher Luftschiffe für ie Delriebsltofse Miel MN. ar Slutlat wo (Ätei« lSneien) em Mimst begeben Hoile. ■Kaubet in seine erlangten von der grau steuerte, nur 45 3btii e ung.'üLiche TRutUt ,r und ermordeten jnöer auf MÄ icrfannt entflohen. Wnkaoallsiervng. - Mainkanalismung oon lufwärts wnd nach Fetischen LZZ- KM««!!!’’ »w ™ fr'eubmbirs. W«‘ qttbtitew“ landdeutschtum verbunden war. Im Verlaufe des Kommerses, an dem mehr als 2000 Burschenschafter teilnahmen, wurde an den Reichspräsidenten folgendes Telegramm gerichtet: „Bei ihrem 40. Reichskommers gedenkt die Deutsche Burschenschaft des Führers der Deutschen in schwerer Zeit und gelobt unwandelbare Treue." Schwere Gasexplosion. Berlin, 18. Fan. (WTB Funkspruch.) Heute früh gegen 6.15 Ähr ereignete such in dem Hause Kirchstrahe 12 eine gewaltige Gasexplosion. Ein Teil des vierstöckigen Gebäudes, die ganze Eckseite, stürzte zufantmen. Die Bewohner sind mit ihrer ganzen Wohnungseinrichtung unter den Trümmern begraben. Bisher wurden 10 Personen mehr oder weniger schwer verletzt geborgen und dem Moabiter Krankenhaus zuge- führt. Ein zweieinhalbjähriges Kind wird noch vermißt. Feuerwehr und Rettungsmannschaften s.nd fieberhaft mit den Auf raum ungsarbeiten beschäftigt, die sich sehr schwierig gestalten, da der Einsturz eines weiteren Teiles des Hauses droht. Die Explolion erfolgte mit einer furchtbaren Detonation. Alle Fensterscheiben in der Umgebung wurden zertrümmert. Bei der Gasexplosion wurde auch in einem Sei- dcngcschaft ein Faß Benzin entzündet und flog in die Luft. Die ganze Straße bietet ein Bild der Zerstörung. Sämtliche Fensterscheiben sind zertrümmert, die Fensterkreuze herausgerissen. Ein Droschkenauto wurde umgeworfen und vollständig zertrümmert. Die Detonation wurde straßenweit gehört. Von zehn Verletzten sind im Krankenhaus bereits fünf gestorben. Die Leichen des Seidenhändlers und eines zweieinhalb Jahre alten Kindes liegen noch unter den Trümmern. Bisher haben sich außerdem 15 Leute als leichtverletzt gemeldet. Mer Kinder ertrunken. Die von einer Lehrerin in den Stockholmer Schären veranstaltete Feier der Plünderung eines Weihnachtsbaumes fand einen tragischen Abschluß. Vier Knaben im Alter von 14 und 15 Fahren, die nach der Feier in der Dunkecheit über das Eis mit einem Schlitten nach Hause fuhren, gerieten in eine offene Stelle und ertranken. Die Leichen sind bis jetzt noch nicht gefunden worden. Wl- Wm- BriteKü, bciäkräftialte. sparsamste,billigste Feuerung in Füllösen von den Zechen Adler, Alstaden, Carl Funke, (Kott sried -Wilbelm, PoertiugSsiepen, Wirsche, für herüfeuerung und züllösen von den Zechen Centrum. Margarethe Qcsvcl, Tiergardt, Brinr- Regent verbrennen fastge- ruch-und rauchfrei u. biutcrlassen nur wenig Rückstände. Erbaltlich in allen größeren Koble»- haudlnngeu. 11,ieA zeigte, wie sowohl der Kindergottesdicnst, gegen den er übrigens auch manche Bedenken gelten ließ, als auch der Hauptgottesdienst für ein Kind von nachhaltigster Wirkung und größtem Segen sein können. Der Vortrag, der eine Fülle anregender Gedanken für Eltern bot, wurde non musikalischen Darbietungen umrahmt. ** Morgen Hinrichtung des Mörders 6 t eu L Das hessische Gesamtministerium! hat von feinem Begnadigungsrecht gegenüber dem Dellersheimer Mädchenmörder S t c u l feinen Gebrauch gemacht. Die Hinrichtung wird morgen früh in der Zellenstrafanstalt Butzbach vorgenommen werden. '" P o l i ze i be r i ch t. Festgenommen wurden je eine Person wegen Blutschande, Kuppelei, Betrugs, ilc5ertretunq der Kontrollvorschrift eit und zwei wegen Diebstahls. - Am 22. Januar v. Is. wurde hier von einem Einbrecher ein Trauring gez. M. D. 1. 9. 17, Stempel 333, verkauft. Der Eigentümer konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden. Zweifellos ist der Ring durch Diebstahl erlangt worden. Der rechtmäßige Eigentümer wolle bei der Kriminalabteilung Gießen vorsprechen. - Am 7. Dezember v. Is. wurde eine goldene Damenarmbanduhr mit goldenem Gliederarmband und goldenem Zifferblatt mit der Aufschrift Divinal entwendet, bzw. verloren. Personen, die über den Verbleib der j.lf}r Wahrnehmungen gemacht haben, werden ersucht, der 5Eriminalpoltzei Dießen Mitteilung zu machen. Vor Ankauf wird gewarnt. **Prüfung der körperlichen Tuch- tigkeit bei der Reichsbahn. Am 1. Januar sind füe den Bereich der Deutschen Reichsbahngesellschaft einheitliche Verschriften für die Feststellung der körperlichen Tauglichkeit des Rcichs- bahnperfonals in Kraft getreten. Personen, denen nach ihrem Aussehen oder nach den beigebrachten Papieren bei für den Eisenbahndienst erforderlichen Eigenschaften ersichtlich zu fehlen scheinen, werden oon den zu ihrer Annahme zuständigen Stellen ohne vorhergegangene bahnärztliche Un- tersuchuug abgewiesen. Diese Neuerung in den Vor- schriften wird für eine ganze Anzahl Bewerber, die bereits auf den Vormerklisten stehen, von größtem Interesse sein. Austrieb aus dem heutigen Frankfurter Schlachtvieh markt: 546 Ochsen, 45 Bullen, 983 Färsen und Kühe, 535 Kälber, 422 Schafe, 3682 Schweine. Vorrrotizeri. — Tageskalender für Montag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Tragödie". Astoria-Lichtspiele: „Katastrophe auf Zeche Osten". — E r n st Grosse. Man schreibt uns: Morgen, Dienstag, abends 8.30 Uhr, in der Neuen Aula der Universität spricht Ernst Grosse über chinesische Kunst. Der Do:trag wird veranstaltet durch die Gesellschaft her Gießener Kunstfreunde und die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Schon aus der Verbindung der beiden Veranstalter geht hervor, daß es sich hier um eine Darbietung handelt, die nicht einseitig nur den ausschließlich für fein Fach interessierten Wissenschaftler oder den bedingungslosen Kunftenthusiasten berücksichtigt: es handelt sich vielmehr um eine Sache, die gerade gegenwörtig jedermann interestieren muß. Die Zeivmgen und illustrierten Blätter sind heute voll von China. Er ist selbstverständlich, daß die liefere Kenntnis dieses Landes, vor allem der inneren Bedingungen des geistigen Lebens, wie sie durch nichts so sehr als durch die Kunst deutlich und greifbar gemacht wer den, einem jeden Gebildeten nm Herzen liegen muß. Oberhessischer Geschichtsverein. Am nächsten Mittwoch (20. Januar) spricht in der Reuen Aula der Llniversität Herr George Seibel aus Pittsburgh über ..Kriegserlebnisse c-ines deutschen Zeitungsmannes in Amerika". Es steht &u erwarten, daß alle, die den in fremden Ländern wohnenden Stammesbrüdern ein Interesse entgegenbringen, reichen Gew'urn ans dem Vortrag dieses Deutsch- Amerikaners ziehen werden. Es sei auf die heutige Anzeige hingewiesen, -und gleichzeitig bemerkt, daß Herr Seibel am Freitag, dem 22. Januar, von 5 bis 6 Llhr, im Horsaal 45 des Dorlesrmgs- gebäudes einen Vortrag in englischer Sprache „Some American Authors" halten wird. — Die Vortrags-Vereinigung veranstaltet ihren nächsten Vortragsabend am Donnerstag, 21. Januar, an dem Professor Dr. Brühl aus Vertin an Hand eines vorzüglichen Lichtbildermaterials, das er auf seinen 16 Rord- landreisen gesammelt hat, seine Wanderungen durch Ror^egen schildern wird So wird der Vortragende, aus eigenem Erleben plaudernd, in die erdgeschichtliche Entwicklung des Landes einführen, die herrlichen Schönheiten der nordischen Landschaft zeigen und die Raturgebunden- heit nordischer Wirtschaft und nordischen Lebens entwickeln. Die zum größten Teil farbigen Bilder des Vortragenden lassen namentlich hinsichtlich der wundervollen Farbenstimmungen der Mitter- nachtösonnen-Landschaft einen tiefen Eindruck erwarten. (Siehe heutige Anzeige.) Zwei M ä r ch e n - A u f s ü h r u-n g e u ffinden am 20. und 21. d. Mts. im Kath. Vereins- l:aus statt. Cs handelt sich dabei um das Gastspiel Erika Graf. Näheres in der heutigen Anzeige. Mein Inventur-Ausverkauf faMtaUoiiai® versteigere ich Neuenweg 28, im „Löwen", ab 2 Uhr 20 Milchkannen, 10X20 Ltr., neu, Kinder-, Damen-Halbschuhe, 2 Kommoden, 2 Kinderbettstellen, 1 Kleiüer- schrank, 1 Sofa, 1 Tisch, 1 Waschtisch, 2 Betten mit Matratzen und Keil, 2 Bettstellen. 3 Pferdegeschirre, zwei Pferdekrippen, 2 Gasherde, 2 Tru- meauspiegel, 1 Nähmaschine, 1 Oel- gemalde (Landschaft), 1 modernen Stubenofen, 2 Schrotmühlen m. Hand- betrieb (neu), 1 Petroleumofen, Milch- Einmach- und Schmalztvpfe, einige neue Taschenuhren, 1 Doppelflinte, 1 mod. Mauser-Pistole, 1 Pritschenwagen, 1 Lastwagen 40 P. S., 1 Lederreisetasche. Ferner 100 Paar Damen- und Herrenstrümpfe in Schwarz, mit tarierter Borde, farbig und seidenartig und Mako-Strümpse. 540D Versteigerung bestimmt. L. Hartmetz, Auktionator und Taxator Telephon 1414 Reuenweg 28 Am der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 18. 3amtar 1926. Das evangelische Landeskirchen- amt gegen den Karneval. Das Gvang. Landeskirchenamt hat an die cvangelischen Gemeinden Hessens nachstehendes Ausschreiben gerichtet: „Das neue Zahr hat mit Lleberschwennnungs» katastrophen, mit dem Elend von fast zwei Mil- Honen Arbeitsloser und mit einer erschütternden Anzahl von Selbstnwrden Verzweifelter begonnen. Schwerer Druck lastet noch immer auf unserem unglücklichen Vaterlande. 3m Bunde mit der Wohnungsnot bringen die sittliche Verwahrlosung und die gesundheitliche Verelendung, die uns das letzte Jahrzehnt gebracht hat, in immer weitere Kreise unseres Volkes vor. Reiner Geldmangel legt die Behörden und die Organisationen der freien Liebestatigkeit, die gerne helfen möchten, vielfach lahm. Aber trotzdem beginnt wieder an vielen Orten das verschwenderische und oft so wüste " g " 18- 122 „ 5b „ 39,10 „ Das Holz' ist entrindet und ohne Rinde gemeyen. Der Kauf- preis ist pro Festmeter anzugeben. Die Gebote sind. nach Losen und Klasten getrennt zu halten und müßen Ws Mittwochs den 27. Januar 1926, nachmittags 2 Uhr, auf der unterzeichneten Bürgermeisterei eingereicht sein, wo in Gegenwart erschkenener Bi^er die Eröffnung stattsindet. Die Kaufbedlngungen werden vor der Eröffnung bekannt gegeben, können auch vorher «w gesehen werden. Annerod, am 15. Januar 1926. Bürgermeisterei Annerod. Horn. Bekanntmachung. BetriM: Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche. Aus die Bekanntmachung des Kreis- amtS Gießen vom 7. Januar 1926 Amts- verkündigungsblatt Rr. 4 vom 12. Januar 1926, werden die Landwirte der Stadt Gießen besonders hingewtesen. 5368 Der O ber bürgermeister. J.D.: Or.Ro s enberg Bekanntmachung. In letzter Zeit mehren sich die Fälle, in denen ohne unser Wiffen stromver- brauchendeApparate angeschlossen wurden, wodurch eine Zerstörung des ElektrizitatS- Zählers eintrat. Wir weisen darauf hm, daß in derartigen Fällen der in Frage kommende Konsument von uns ersatzpflichtig gemacht wird. Der Anschluß von Apparaten ist stets nur im Einvernehmen bezw. nach Rückfrage mit dem Elektrizitätswerk oder den zugelaflenen Installateuren zulässig. , . . . Gleichznttg machen wir auf me in derartigen Fällen entstehende Feuersgefahr für die betreffende Anlage aufmerksam. 533c Gießen, den 15. Januar 1926. Direktion der ßtäbt Elektrizitätswerke. <5 tolle. WeM-NMklM saAx M W« s LLLLä mittags 2 Uhr, statt. 551D Friedhofs aus statt 548D Die Beerdigung findet Mittwoch, den 20. Januar, nachmittags P/3 Uhr, statL 492V über: Die trauernden Hinterbliebenen. 538V l Oberhessischer Geschichtsverein i Mittwoch, den 20. Januar 1926, abends 81/« Uhr, in der Neuen Aula der Universität: Vortrag 549V 2. Haltsansprüchen 543V Wahl des Rechners. Der Vorstand. Gäste willkommen. 542 c Vortrags-Bereinigung Gesellschaft der Gießener Uunstsreunde Hotel Schütz Morgen Dienstag Stadttheater I Verkäufe Tienstas.lS.Jau ----- .m—,I ik ivipnGffln-31li -Hrd IS.Sieuskag-Ali.-örss. Mund von 7'/, bis 9-/« Ul Wagen Der GMWz. Uhr 547c £ Die Beerdigung findet Dienstag, 19. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. Uidtn zu verk. 0375 Löwengasse 18. Gießen (Bahnhofstraße 33), 16. Januar 1926. Die Beerdigung findet Dienstag, den 19. Januar, nachm. 2 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofs aus statt. des Herrn Privatdoz. Dr. E. Merker: Lichttiiologische Untersuchungen. 3. Rechenschaftsbericht des Vorstandes u. 5 Akte. — Ferner. Der Schuß Tragödie In 3 Akten. Die Geschäftsaufsicht über das Vermögen derFirmaSiegmundRosenbaum in G i e ft e n wird aus Antrag des Schuldners aufgehoben. Gießen, den 11. Januar 1926. 539B Hessisches Amtsgericht. Bullen-VerKauf. Die Gemeinde Rüddingshausen beab- itigt, einen noch jungen, aber erstklassig tährlen Simmentaler Bullen zu ver- lfen (weil zwei gleichaltrige). Angebote > Zentner Lebendgewicht sind bis Wittich, den 20. Januar 1926, nachmittags 3 Uhr. auf der Bürgermeisterei einzureichen, worauf die Eröffnung erfolgt. Bürgermeisterei Rüddingshauscn Post Londorf. Müssig. 477D Lustspiel ln 3 Akten von Rtckelt. Geschäkteitüchtiaes Fräulein aus gutem Haufe, das tu Hausarbeit mithilft und kinderlieb ist. für sofort gesucht. Zweitmädchen vorb Vorstellung erw. zwischen 1 u. 3 Ubr. Bötferei.Sonöitorei unO Go|e strittet Neustadl 24. 01 Heute früh 3 Uhr verschied an den Folgen einer Operation . meine liebe, herzensgute Frau, unsere liebe, treusorgende Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frieda Sopp geb. Lofink im fast vollendeten 51. Lebensjahre. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Jakob Sopp, Eisenbahnsekretär. Statt Karten. Heute abend 8 Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden mein lieber .'dann, unserguterVater, Schwiegersohn, Schwiegervater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate 4-Zlmmefr Wohnung nut Küche, Bad und Zubeh. von älterem, kinderlosemEhevaar in neuerbaukem ob. Herrschaft! Hause sofort zu mieten ne* sucht.Evtl herrschaftliche gleiche Wohng. im Zentrum Dlissel- dorss als Tausch Schrift!. Angebote unter 0374 an den Gien. Anz. erbeten Ab 10 Uhr morgens Wellfleisch 552D -Mtor-MWnk, Dortmunder und hiesige Biere. Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß unsere liebe Schwägerin und Tante Frau Kalbarine BöitinyeF Wwe. geb. Stemler im 77. Lebensjahre sanft entschlafen ist Verein liir BteuMtaj Gießen. Sterbegeld 350.- R.-M. Beitrag pro Sterbefall 0.25 R.-M. Nähere Auskunft b. d. 1. Vors. Reitz, Ederstr. 3, u. b. d. Rechner Dieh!, Seltersweg 62. 550D Fs hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unseren lieben, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Pate und Onkel Ludwig Damm IX. Veteran von 1870/71 nach einem Alter von 79 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Familie Damm, Familie Becker, Kari Damm Reiskirchen, Rödgen, den 18. Januar 1926. Die Beerdigung findet Dienstag, den 19. Januar, nach- Gieben (Wilhelmstraße 62), den lo. Januar 1926. 534D Ebers taut, Obbornhofen und Melbach, den 17. Januar 1926. 0373 Heute vormittag 61/? Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein lieber Vater, Schwiegervater, unser Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Berr Lonis Möller, Schreinermeisler im Alter von 65 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Luise Deeg geb. Müller Karl Deeg. Gießen (Schiffenberger Weg 16), den 16. Januar 1926. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 19. Januar, nachmittags 2Va Uhr, von der Kapelle des Neuen Vortrag des Herrn George Seibel aus Pittsburgh togserletolsse eines deutschen Zeitungsmannes in Amerika Zur Deckung der Unkosten müssen für die Person 50 Pfennig erhoben werden. Karten im Vorverkauf in der Frees’schen Buchhandlung (Dr. Meyer) oder am Saaleingang. Studentenkarten für 30 Pfennig bei Herrn Sekretär Ritter im Vorlesungsgebäude. Gastwirt Georg Görlach II. im Alter von 57 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Auguste Görlach geb. Kammer und Angehörige. „Meine Frau war üßar 60Jahre mit einer Ä M behaftet. Kein ^Medizinal-Seife wurden die Flechten in 3 Wochen beseitigt. Diese Seife ift Tausende wert. E. W." Dazu Zuckooh. Creme (nicht fettend und fetthaltig). In allen Apotheken, Drogerien und Earfümerien erhältlich. 8 Uhr, in der Neuen Aula der Universität Film- und Lichtbilder-Wort rag des Herrn Professors Dr. Ludwig Brühl, Kustos am Institut und Museum für Meereskunde an der Universität Berlin Wanderungen durch Norwegen Eintrittskarten in der Musikalienhandlung Challier für Mitglieder zu Mk 0.75 pro Platz Regen Vorzeigen der Vortrags-Ausweiskarte und nur im Vorverkauf; für Nichtrnlt- glieder zu Mk. 1.50, Studentenkarten zu Mk "75 gegen Vorzeigen der Studenten karte bei Herrn Sekretär Ritter. Der Vorstand des Kaufmännischen Vereins gibt bekannt, daß der vom Kaufm. Verein für den 20. Febr. festgesetzte Maskenball infolge be- 1 hördlicher Anordnung nicht stattfinden kann. Suche für sofort oder später tüchtigen, eingesührten Reisenden niiimmiiiiiiiiiniiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiimimiii Auto vorhanden. Offerten erbitte mit Lichtbild und Ge- Astoria-Lichtspiele Heute: Katastrophe auf Zeche Osten Lichtbildervortrag von Dr. Ernst Große Professor an der Universität Freiburg Lhinesische llnnft am Dienstag, dem 19. Januar, abends 81/, Uhr, in der Groben Aula her Univ-erfHat Eintritt für Mitglieder der beiden Gesellschaften frei, für Nicht- Mitglieder 1- Mark, für Studenten, Schüler und Soldaten 0.50 Mark. Kartenverkauf bei Challier, Musikalienhandlung, Neuenweg, und abends an der Kaffe. Studentenkarten bei Herrn Sekretär Ritter, im Kollcgiengebäude der Universität. (Goethe-Bund, Kaufm. Verein, Ortsgewerbe-Verein) Gesellschaft füt Ekd- UNd DÖltcrfahöC Donnerstag, den 21. Januar 1926, abends MM«» * iflü öttüfit spricht. Alle Handwerker sind hierzu eingeladen. Gewerbevereinu.handwerfervereinigungen fcteäie ühIIssMI t Mr- 6 UM Hauptversammlung beider Abteilungen Donnerstag, 21. Januar 1926, abends 8V2 Uhr, im Hörsaale des Zoologischen Instituts (Bahnhofstr. 84) 1. Gedenkworte für Siegfried Becher. Wohnungstausch. Schone, (lernuniine 2-ZMMkWOVNg. tu AlSs ld nenen einesolcheinGienen zu tauschen gesucht. Schrsiliche Angebote unter 0369 an den Gieh. Anz. erb. |Stellenangebota{ Herr gesuchte v. alt. Hamburger Zigarr.-Ficma auut Berk, an Wirte und Brio. EL Jaraensea ft Co., Bambara 22. Kala« idealster Korsett ersatz. Verkauf jeden Mittwoch Plsw.iz i. Z Gar.naturr.Bienen Bllften-Schleuder-» HONIG edelst.Qu.lO-Pfd.-Ds. fr.Nachn.11M, halbe 6.5v,Garant.Zurllckn. Inik.Ntenenhof,;inh. Carl Scheibe, Ober« nenland 73 Bremen. Lehrling für Ostern ges. l^v Gebr. Vaer Giehen Manuiaktnr und Herrenkonfektion. Braves, fleiff., kräst. Mädchen vom Lande i- tagö- iiber gesucht. Zu erfragen tn der Ge» schästSst. des Gieff. Anzeigers. 10364 Ordentl., ehrliches Miidchen das auch etwas kochen kann, mit nur guten Zeugniffen z. 1. Febr. ges. [0359 Frau B. §4atz, Stephanstr. 43 II. Zritz hackenberg, Marburg («rokbandl. in Garnen, kurz n.Wollw. 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Wer Henny Porten in dieser Rollo ccsehen hat, hat ein Stück höchster deutscher Darstellungs- kunst gesehen. — Dazu: Brownie und Teggy in einem lustigen Film. — Sowie: Die neueste Wochenschau Hansa Handelsschule J. Kunzeimann Gießen, Bahnhofstr GO vorn. Hermes Neue Kurst Anmeldung tägliah Herren undHausbaltungs- wäfche wird zum Waschen u. Bügeln angenommen. 0370 Asterwcg 9, Hrb. Schöner aroffcr, br. mell. Schäferhund iMarke 21211 verloren gegangen Gegen Belohnung abzugeben 046D Babnbolftr. 42. WMkkMÄMlW Dienstag, den 19. lfd. Mts., 3l/2 Uhr, findet im Saalbau Sauer (Oswaldsgarten) eine Handwerkerversainmlung statt, in der Herr handumklammerdirettor Schüttler edi.möbl.ßinimer z.l. i>ebr.». vertu. MJ6 (- bclür. 2 II, r. ■I. Zimmer zu verm. 1545V Ludwiattr. 26 p. Mül. Simmet an soliden Herrn zu vermieten (0371 Wilsouftraffc 2 I. [ Mietgesuche | Graste 3 Zimmer« Wonuuna gegen kleine 2 Zimmer- Wobnuna zu tausSeu gesM Schriftl. Angebote unter 0363 an den Gieh. Anz. erbeten. 9iad)W '13o int«11 Pudc die Bolks ,'uchung5hc tionen zur in der,je! der willen! in die chiir Hoch it Minister d- Äorten-. melden M - (ujion im b'rschrinun letzte Kaiff bruch t>ae nationaler ren auf noch Liqt zu etfütt' auf Mr ernannt. (Üraf un kurz dar prokla der Ben und ahn überhaupt . Ss ist Königs jener 3cit nölig kleines histo den Qraiei den zur 5 Um 1 möglich' Würden' .-lellungl jagen st"° tnu6 ff." t'agc " einmal die W nur ZU o liirzgesutzu ‘jenen W das War die es : mäßiges dem ißerj letzt. 5i roten ?if malige 21 'LevAkem Mttt Di Es ii nisten, u1 tmthien ftiroßuni lelbftoech wurde, u; eine nicht Nach ö dem Srud i_cr innen Sabotage menbrach, Zen Aevö „Christliche Parole der nahm zu 2 "n'gegange "herzte ftd «5 unter ' W M M) der ; von und bete leicht fa weiteren Diese menten lTeheimi einen gn iMO wai sogenannt narl. D jarn noch N inan hle wirklic tums befje brnen No ^>n Lic ° m. 14 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (Generai-Anzeiger für Gberhesfen) Montag, 18. Zanuar 1926 unserer ver war kam in unserem schonen Gotteshaus der zweite Vorführung. die beliebten Armeemärsche türlich fehlten auch des Komponisten nicht, der ist nicht solchen Veranstaltungen bezeugt. 16. Jan. Im Saale AN-endvrf a. d. Lda. VS SrE fall ausgenommen. B. RodhSim Zuerst für die Schulkinder, dann für Erwachsene. Sie war von den Kindern gut besucht. Für Erwachsene bot die Kirche noch manchen freien Platz, und man dürfte wünschen, daß mar seine Anerkennung für die Liebesarbeit, die Bethel und seine Tochteranstalten für unsere unglücklichen Mitmenschen leisten, durch die Teilnahme an San. Bei .Torgauer" und der > R.< '■3. u. b. d. Rech, elterswgg 62. Schäfer- hündin eingeit. ^tominb.,DTei§njen 4U verkauien M __ Mauöbinli 12. D MW- AB-- fi*- M i-°nMiv°>°ch bereit, als die große soziale Frage austauchte, hier das erlösende Wort zu sprechen und so den Marxismus unnötig zu machen. Das erkannte Söder- blom wie so mancher, aber er hielt nicht bloß Dorträge über „Sie Religion und die soziale Ent- wickluna", „Das Problem der Religion in Katholizismus und Protestantismus", u. o., sondern er handelte. Sein Werk über „Jesu Bergpredigt und unsere Zeit" schrieb er in einer Holzhutte vor einet SS» Parlamentarisches aus Hessen. Der Abg. Dr. Riepoth (Deutsche Volks-- Partei) beantragt mit Unterstützung der Abgg. Jost, Blaick und Dr. Werner, die Regierung zu ersuchen, alle Maßnahmen zu treffen, damit die Landeshtzpothekenbank in aller Kürze, möglichst vor dem 1. Februar, ihr Hypotheken- geichäft wieder aufnehmen kann. Der Mangel an l a n g f r i st i g e m Kredit, der besonders für die Landwirtschaft eine Lebensfrage bedeutet, ist bekannt. Während die anderen Hypothekenbanken ihre Tätigkeit mit gutem Erfolg längst aufgenommen haben, hat die Hess. Hypothekenbank keinerlei neuen Geschäfte gemacht, anscheinend veranlaßt durch die Verhandlungen wegen eines 3uf ammenschlus - ses der öffentlichen Kreditinstitute in Hessen. Da bei dem jetzigen Stand der Verhandlungen gar nicht abzusehen ist, ob und wann eine Einigung in dieser Frage erzielt wird, muß eine längere Untätigkeit der Hypothekenbank schwere Rachteile im Gefolge haben. Um die in Gang befindlichen Verschmelzungsverhandlungen nicht zu stören, haben wir davon abgesehen, zu verlangen, daß die Hypo- thekenbaitt sofort auch Kommunalobligationen ausgeben soll. von Karl Rullmann sand ein Gemeindeabend statt, an dem der bekannte Burenkommandant Koos 9 o o ft e vor einem großen Kreise von Zuhörern sprechen sollte. Rach Begrüßungsworten des Ortsgeistlichen, der zu deni Vortrag eingeladen hatte, eröffnete der Gesangverein „Ein tracht" den Abend mit einem Lied vorn deutschen Rhein. Sodann berichtete Koos Iooste, der hier noch ein Fremder war, in der ihm eigenen kernigen, humorvollen Art über seine Erlebnisse in seiner alten und neuen Heimat. Der Gesangverein, der in Vertretung seines Dirigenten von dem Vereins- Mitglied und Kirchenvorftaiid Richard Hofmann leitet wurde, erfreute noch mit mehreren Liedern dis Erschienenen. Deren Dank an den Redner sprach Bürgermeister Richard Vorbach aus und schloß mit dein Wunsche, daß der Abend mit beitragen möge zur Pflege deutscher und christlicher Art. t Ausder Wetterau, 16. 3an. Als vor acht Tagen die unnatürlich warme Witterung, die der ersten Kälteperiode dieses Winters gefolgt, wieder von plötzlich auftretenden Frösten abgelöst wurde, war der Landwirt von Besorgnis um feine Wintersaaten erfüllt. Die S a a t e n, die heuer einen selten schönen Stand zeigen, haben in der Tat zum Teil unter dem Frostwetter der letzten Rächte bereits gelitten, besonders in &en Tagen, die tagsüber von der Wintersonne stark beschienen waren. Der Boden taute auf. und die Rachfröste hoben die junge Saat mit ihrem Wurzelwerk aus der Erde. Der Landmann ist deshalb hoch erfreut über den heutigen Schneefall, der der Saat wieder ein schützendes Winterkleid gegeben hat und ein weiteres Aus- tointern verhüten wird. Von einem beträchtlichen Schaden kann man da sprechen, wo das Hochwasser auch auf die Ackerfluren übergegriffen hat. die mit Eintritt des neuerlichen Frostwetters noch unter Wasser standen oder sich zunächst nsdt in einem morastigen Zustand befanden. Auf diesen Feldern dürst? das gesamte Wintergetreide vernichtet sein. — Die „Zwischen- eiszeit" mit ihrem milden Wetter hat der Land- martn übrigens fleißig dazu ausgenuht, um rückständige Arbeiten zu erledigen. 3n den höheren Lagen der Gemartungen wurden allenthalben gepflügt, und „zwischen den 3ahren" und in dm ersten Tagen des neuen 3ahres mußte his und da auch noch ein Weizenacker bestellt werden, der vor dem ersten Feste nicht mehr an die Reihe kommen konnte. Die Erfahrungen höchstens 3mnl gekalbt iWbtiflcr Raft, zu kamen gejucht, tdnilihcbc Angebote unt. (Mj cn den Ülny "UiiigsZMM Runkeln u. Haferstroh Kirche kam der 2. Teil des Bethelfilmes zur Vorführung. Es ist mit Worten nicht zu beschreiben, was bieic lebenden Bilder erzählen. Wer noch ein Herz für arme verstoßene Menschen hat, muß diesen Film sehen. Entsprechend dem Wert dieses Werkes hätte der Be'uch von weiten unserer Gemeinde besser 3an. Gestern abend Herrn» Neue^ An^*Z der nordfranzösischen Hafenstädte, in dec er mitten unter den Arbeitern wohnte, um sein Nebenamt als Seemannspastor richtig ausüben zu können. Dann aber, als der große Zusammenbruch 1914 bis 1918 gekommen war, erhob er laut seine Stimme und beschwor das Ideal der christlichen Einheit mit einer solchen Macht herauf, daß es seit dem „Frieden" (toic_ er ihn meist schrieb), wie ein verheißungsvoller Stern aufging und immer mehr verzweifelnden Trost und Hoffnung brachte, bis sich die Entschlossensten schließlich zusammen- scharten und das „Weltkonzil für praktisches Christentum" nach Stockholm beriefen, das dann auch tatsächlich im August 1925 statt- gefunden hat. Wer das miterlebt hat, der weiß fo recht, welche ungeheueren Schwierigkeiten noch zu überwinden sind, bis die Menschen wieder einig und bereit sind, sich der Herrschaft Christi zu beugen der hat aber auch erfahren, welche Kraft entfaltet werden kann, wenn alle die, welche guten Willens sind, fest zusammenstehen, um die Welt aus dem Verderben zu retten. Mit „Stockholm 1925 ist die Welt tatsächlich um eine große Hoffnung reicher geworden^ die uns wieder Mut gibt, den Kamps des Lebens weiterzukämpfen. Söderblom aber, der geniale Erzbischof der Schweden ist nicht nur der Vater dieses Gedankens gewesen, sondern er hat ihn auch der Verwirklichung um ein so bedeutender Stück entgegengeführt. So ist es wirklich geziemend daß wir an seinem 60. Geburtstag ferner m Dankbarkeit und Verehrung gedenken. genug, daß man Opfer bringt für das große Wcr^ der inneren Mission, die ja auch in unserer Gemeinde schon im Herbst reichlich flössen, man soll sich auch über die Verwendung vergewissern und die hingebende, aufopfernde Arbeit der Schwestern und Brüder für dies camen Epileptischen kennen lernen. Wie Pastor Dodelschw'.ngh auch für die 3etztzeit schon väterlich sorgte, zeigte uns der Film „Hoffnungstal, eine Zuflucht für Hoffnungslose". Erschütternde, unvergeßliche Bilder führte uns dieser Film vor die Augen, und wenn von dielen Tlnglücklichen nur ein Prozentsatz sich, wieder findet, so müssen wir dem segensreichen Wirken dieser Anstalt unsere höchste Anerkennung zollen. Die ganze Veranstaltung war eine echte Feierstunde, umrahmt von Ansprachen, durchflochten von schonen Gesängen, und wird aller Herzen zu freudigem Geben für Bethel und auch unsere hessische Anstalt Rieder-Ram- stadt erträumt haben. — Dau bringen, 16. Jan. Ein hiesiger Einwohner hatte in den letzten kalten Tagen ein merkwürdiges Naturerlebnis, das wohl mehr als seltsam zu bezeichnen ist. In der Nähe der Eisenbahnhaltestelle fand er in dein iumpfigen Wiesengelände ein Wasserhuhn im Eise angefroren, das fast erstark, aber doch noch Leben zeigte. Nachdem er es vorsichtig aus der eisigen Falle entfernt und einige Tage in seinem Wohnzimmer „aufgetaut" hatte, gab er dem seltenen Gast die Freiheit wieder. aber doch, wie wir sahen, auch tiefes Verständnis für fremdes Volkstum. „Was deutscher Idealismus, deutsche evangelische Glaubenskraft und deutsche Forschung für unsere Kultur und besonders das Christentum bedeuten, ist nicht leicht zu sagen", schreibt er einmal. Ebenso weiß er fran- zösi'ches und englisches Wesen in seiner Arr zu schätzen, wie er auch ihre Sprachen wie seine eigene spricht. Kein Wunder, denn er bat in Orford zum Studium geweilt, war in Paris Gesandtschaftsprediger und in Leipzig Professor der -heologie. Sein umfassender Geist steht auf die Zuiannnen- hänge, erkennt mehr das Einigende, als das .r.rennende. Darauf beruht denn auch feine größte Be- beU£>ennn wie der Weltkrieg die europäischen Kulturvölker aufs furchtbarste entzweit hat, so haben sich die vielen christlichen Kirchen durch die Jahrhunderte bekämpft und darum feine eimgenbe, versöhnende Kraft unter die Völker gebracht. Christus aber batte non seinem Vater erbeten, daß ferne Jiinaer alle eins feien, lind wie die Christen diese slossenen Woche tagte an mehreren Tagen die F e ! d b e r e i n i g u n g s k o m m i s s i o n zwecks Regelung einer großen Anzahl von Reklamationen wegen nachträglicher enormer Erhöhung des zu zahlenden Betrages für überwiesenes Gelände. Die Versteigerung der M a j s e n g r u n d ft ü ck e im verflossenen Jahre hatten einen Durchschnittserlös von ungefähr 180 Prozent gegenüber des bei der Bonitierung festgesetzten Preises für Land gleicher Güte ergeben. Dieser Prozentsatz war den Beteiligten, die Zahlungen für überwiesenes Gelände zu leisten hatten, auf die erstmalig festgesetzte Summe aufgewertet. Fast alle an der Feldbereinigung Beteiligten baten gegen dieses Verfahren reklamiert, weil die Massengrundstücksversteigerungen Preise erzielt hatetn, die bei Barzahlung nie erreicht werden konnten. Mit der Regelung dieser Angelegenheit ist nun das zuständige Schiedsgericht betraut worden. dem bieSmaligen Hochwasser der Üumba wurde allgemein die R egulierung des Bettes sehr angenehm empfunden. Während in früheren Jahren bei Hochwasser, das noch längst nicht die Höhe des jetzigen erreicht hatte, ganze Teile der unteren Stadt unter Wasser standen, hat sich dieser ilebelftanb nirgends mehr bemerkbar gemacht. — Eine Gans berührte heute bei einem Flugversuch die elektrische Hochspannungsleitung mit dem Erfolg, daß ein Teil unserer Stadt heute abend in Dunkel gehüllt ist. Froh schnatternd verließ die kühne Fliegerin ohne Schaden den Schauplatz ihrer üblen Tätigkeit. : Beuern, 16. 3cm. Am Freitag abend sprach im hiesigen Volksbildungsverein im Saale des Karl Dietrich Dr. Stier von Gießen im Auftrag der Liga zum Schutz der deutschen Kultur über das Thema: „Unsere Kolonien ein ft und jeh t". 3n klarer und für unsere Landbevölkerung leicht verständlicher Weise wurden folgende Punkte von dem Redner eingehend behandelt: 1. Liga der Kolonien. 2. Reisemöglichkeiten in den Kolonien. 3. Landschaften. 4. Bewohner. 5. Wohnungen der Eingeborenen und der Europäer. 6. Die Arbeiten in den Kolonien und die Erziehung der Eingeborenen zu diesen Arbeiten. 7. Wirtschaftliche Bedeutung der Kolonien. 8. Städteanlagen. 9. Der Krieg in den Kolonien, insbesondere in Deutich-Ostafrika, und das Verhalten der Eingeborenen. Etwa 80 schöne Lichtbilder ergänzten die trefflichen Ausführungen des Redners. Der Vorsitzende sprach dem Vortragenden den Dank des Vereins aus. t. Reiskirchen, 15. 3an. Gestern verlieh die 17jährige Anna Eisenacher unser Dorf, um nach Amerika auszuwandern. Sie fuhr mit der Bahn nach Bremen, um sich von dort mit dem Dampfer über das große Wasser zu begeben. 3hr Reiseziel ist Reuyork. 3m März vorigen 3ahres wanderte ihr Bruder ebenfalls nach Amerika aus. Run folgt die Schwester nach. Rach dem Krieg ist dies schon die dritte ?es* schaftler wie praktischer Kirchenmann, daneben Komponist und Dichter — wie seinem sprühenden Temperament, seinem eisernen Fleiß und vor allem dem Zauber feiner genialen Persönlichkeit. Wer ihn gesehen hat, wird das Bild eines solchen Erzbischofs nicht vergessen. Denn es ist kein würdiger Herr, sondern ein sprühend lebendiger Geist, der plötzlich überall auftaucht, hier etwas anordnet, dort sich an einer Unterhaltung beteiligt, jetzt einen einfachen Menschen anredet, dann wieder mit dem König von Schweden freimütig fast wie mit seinesgleichen spricht und stets zu kräftigem Humor, aber auch zu tiefem Ernst bereit ist, je nachdem die Situation es erfordert. Seinen schwarzen Schlapphut trägt er auf der Straße lieber in der Hand als auf dem Kopf — vielleicht, weil er ihn doch jeden Augenblick zum Gruß abnehmen müßte und das kleine Goldkreuz, das ihm an einer goldenen Kette um den Hals hängt, tanzt luftig hin und her, wenn er mit fliegenden Rockfchößen durch die Straßen eilt Wenn er die Pfarrer der schwedischen Landeskirche visitiert, entgeht seinem Luchsauge nichts. Er kennt die Kirchen und ihren Kunstwert bester als die Ortspfarrer, er klettert auf den Glockenstuhl und ist als erster oben, wenn es gilt, ein seltenes Prachtstück zu bewundern. Unermüdlich wirkt er Tag und Nacht für seine Ideen und für feine Mitmenschen. Und dabei ist er feiner großen Familie — von seinen 13 Kindern leben noch elf — ein rechter Hausvater. Er, der sein Volk über alles liebt und die Werte des nationalen Lebens hoch zu schätzen weih, hat Aus -cm Amtsverkündigrrngsblatt. * Das Aintsverkündigungsblatt Rr. 5 vom 15. 3anuar enthält: Der Verkehr mit Schweinepestserum. — Merkmale der falschen Rentenbankscheine. — Maul» und Klauenseuche in Rödgen. — Ernennung der Schätzer und Stellvertreter. — 3ahresarbeitsverdienft land- und forstwirtschaftlicher Arbeiter. — Bildung der Kreiskommission bei deni Kreisjugendamt Gießen. — Einschränkung von ßuftbarteiten. — Wahl der Vertreter der Krankenkassen. — Dienstnachrichten Oberheffen. ILandkreis Gictzen. Klein-Linden, 18. Jan. In der noch mächtigen Terroristengesellschaften sehr bald beseitigt hätte. In den vier Jahren seit dem Königsputsch bat sich nun manches geändert. 91 a d) außen bin ist die Regierung Horthy in ein gemäßigteres Fahrwasser gelenkt worden, das beinahe demokratisch-liberal anmuten soll. Außenpolitisch ist diese Aenderung nicht ohne Nutzen gewesen. 3n Wirklichkeit aber haben auch heute noch die Ne- benregierungen nicht an Einfluß verloren und spielen nur zu häufig mit dem ihnen gegenüber machtlosen Horthy. Daß Machteinflüste an verantwortlicher Stelle oft recht unerfreuliche Erscheinungen zeitigen, ist überall bekannt. Für Ungarn ist nur aus dieser Erscheinung der nicht in der Hand der Regierung konzentrierten, sondern auf unkontrollierbare Elemente gestützten Macht die riesenhafte Ausdehnung des Fälscherskandals zu erklären. Wenn staatliche Stellen gewohnt sind, nicht nur von den amtlichen Vorgesetzten, sondern auch von privaten Stellen Weisungen anzunehmen, dann ist ,ber Boden bereitet für eine solche Aktion, die dem deutschen Verständnis wohl nur schwer begreifbar ist. Bestimmt haben gewisse prominente Persönlichkeiten sich durch den Prinzen Windisch-Graetz blenden lassen und lediglich im Interesse der „heiligen Sache" mitgemachtt Ebenso bestimmt aber gibt es da Elemente, die nichts erstrebten als ihren eigenen Vorteil. Diese Egoisten wären als landläufige Hochstapler politisch völlig unwichtig. Die Bedeutung der Affäre liegt bei denen, die mit reinem Wollen mitmachen. Die zweite Wurzel des ungarischen Fälscherskandals, der ja jetzt zur großen politischen Aktion auswächst, und der eine' wahre Falschmünzerepidemie in der ganzen Welt nach sich gezogen hat, liegt in dem unvernünftigen und widernatürlichen Frie - densdiktat. 'Unter solch außergewöhnlichem Druck von außen greift ein Volk natürlich zu ganz außergewöhnlichen Abwehr Mitteln. Ohne das Friedensdiktat wäre die patriotische Begeisterung der ganzen Falschmünzeraffäre nicht aufgekommen und ohne patriotische Begeisterung wäre die Angelegenheit auf ein bescheidenes Ausmaß beschränkt geblieben. Die außenpolitische Lehre, die aus dem Budapester Skandal gezogen werden muß, ist die Erkenntnis, daß ein Volk allzu starke Bela ft un.g spröde eben einfach nicht aushält. Die innerpolitische Konsequenz ist die, daß ein Zwischenregime nicht allzulange ausgedehnt werden darf, besonders dann nicht, wenn es auf dem Weg zu seinem Ziel nachweislich nur störenden und hemenden Nebeneinflüssen ausgesetzt ist. Demokratische Parteien des Auslandes ziehen aus der Fälscheraffäre die Hoffnung, daß d e r Wille zum Königtum in Ungarn angesichts dieses Skandals erdrückt werden könne. Man glaubt die Royalistenbewegung diskreditier«. Gerade das Gegenteil ist der Fall. Der Skandal reicht nicht heran bis an die in Frage kommenden Kronprätendenten und man folgert in Ungarn aus der Affäre, die so viele für Ungarn schädliche Aus Wirkungen zeitigte, daß es nachgerade an der Zeit wäre, die Zwischenlösung der Frage der Regierungsform durch die endgültige Klärung zu beenden. Nathan Söberb om. Von Sie. Iustns Ferdinand Lann, Gießen. In diesen Tagen feierte einer der führenden Geister im Kulturleben der Gegenwart, der lutherische Erzbischof von Schweden, D. Nathan S o - berblom, feinen 60. Geburtstag. Wir Deutschen haben allen Grund, uns der Schar der Gratulanten aus aller Welt anzuschließen und dem Manne noch ein langes, segensreiches Leben zu wünschen, der m Deutschlands Notzeit wie wenig andere Ausländer helfend eingegriffen hat. Seiner Initiative ist das selbstlose schwedische Hilfswerk für notleidende deutsche Kinder zu danken, er hat eine mutige Kundgebung gegen den Ruhreinbruch erlassen, ja, was das Höchste ist, er hat den Glauben an das deutsche Volk auch in besten tiefster Demütigung nicht verloren: „Wenn Gott seiner Christenheit neue Erweckung und Geisteskraft gewähren wird, sagte er auf einem Vortrag in Stuttgart, „so wird sie aus den Leiden der deutschen Christenheit emporblühen." . Söderblom ist einer der interessantesten Menschen. Schon seine Laufbahn ist erstaunlich: 1866 als Sohn eines schwedischen Landpfarrers geboren, studierte er in derselben Stadt, die ihn später als Spitalgeistlichen, Unioersitätsprofestor und schließ- lich 1914 als Erzbischof in ihren Mauern wirken sah- Upsäla. Diese bewundernswerte Entwicklung verdankt er ebenso sehr seiner umfassenden Begabung — er ist ein ebenso tiefgründiger Wisien- dürien. Die Beteiligung der Gemeinde Albach lobenswert. .Slri’iv Friedberg. Bad-Nauheim, 15. Jan. Eine denkwür- Veranstaitung bot gestern abend das Kur- von der ersten Revolution bis zur ZranWfchung. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Von besonderer Seite erhalten wir folgenden interessanten Beitrag zur Vorgeschichte der Budapester Fälschungsaffäre. D. Red. B u d a p e ft, 14. Jan. 1926. Um verstehen zu können, wieso es überhaupt möglich war, daß ip einem europäischen Staat hohe Würdenträger, Beamte und Offiziere in leitenden Stellungen eine großzügige Falschmünzerei sozusagen staatlich konzessioniert ins Werk setzen können, muß man die innen- und außenpolitische Lage Ungarns, dieses Königreichs ohne König, einmal genauer betrachten. Das Ausland hat über die Vorgänge in dem feit 1918 selbständigen Ungarn nur zu oft eine gänzlich fasche Vorstellung: eine lurzgefaßte Schilderung der Ereignisse der vergangenen sieben Jahre möge dazu dienen, den unpar» feilschen Leser über so manches aufzuklären, was die Sensationsnachrichten ans Budapest nicht zu melden wußten. Wohl in keinem anderen Lande war die Revolution im Herbst 1918 eine so unnatürliche Erscheinung, wie gerade in Ungarn. Hat doch der letzte Kaiser noch geraume Zeit vor dem Zusammenbruch das bestimmte Versprechen abgegeben, die nationalen Wünsche und Forderungen der Magna- ren auf selbständige auswärtige Vertretung usw. nach Liquidierung des Krieges auf breitester Basis zu erfüllen und den Grafen Michael Karolyi auf Wunsch der Parteien zum Ministerpräsidenten ernannt. Kaum 48 Stunden später bat dann der Graf um Entbindung von seinem Eide und ließ kurz daraus in Budapest d i e Volksrepublik proklamieren, ohne daß das gesamte Volk an der Veranstaltung eigentlich teilgenommen hätte, und ohne daß die Provinz von den Vorgängen überhaupt etwas wußte. Es ist charakteristisch für d i e traditionelle K ö n i g 5 t r e u e des ungarischen Volkes, daß zu jener Zeit selbst die L i n k s r a b i f a l c n es für nötig hielten, ihren Staatsstreich durch den Träger eines historischen Namens ausführen zu lassen dzw. den Grasen als willenloses Spielzeug in ihren Händen zur Irreführung des Volkes nominell an die Spitze zu stellen. Nach etwa viermonatiger Lebensdauer wurde die Volksrepublik durch die R ä t e r e g i e r u n g abgelost. Die Raubmördergesellschaft Bela Kun und Genossen spazierte direkt aus der Untersuchungshaft in die Miitisterstühle: die Proklamationen zur Uebernahme der Herrschaft wurden noch in der Zelle entworfen — und wiederum war es der willenlose Gras Karolyi, der ihnen die Macht in die Hände spielte. . Noch im November 1918 hat der erste Kriegs- uünister der Revolution, Bela Linder, mit den Worten: „Ich will keine Soldaten mehr sehen!" das gesamte Heer aufgelöst. Seine Nachfolger, die es versuchten, ein einigermaßen ordnungsmäßiges Militär zu organisieren, wurden schon bei dem Versuch durch die Soldatenräte einfach abge - setzt. So stand im Augenblick der Ausrufung der roten Diktatur das ehemalige Offizierkorps, die ehemalige Armee und auch die gesamte. bürgerliche Bevölkerung vollständig ohne Waffen da, zu jedem Widerstand unfähig. Es ist noch bemerkenswert, daß die Kommu- niften, um sich wenigstens für die erste Zeit Sympathien zu sichert', denselben Integritätsgedanken t Großungarn) als ihr Ziel oorgaben, der dann zur selbstverständlichen Devise des Regimes Horthy wurde, und der auch in der augenblicklichen Affäre eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Nach dem „roten Fasching", der bekanntlich unter dem Druck der nahenden rumänischen Armee und der innerpolitischen Schwierigkeiten (vor allem der Sabotage der Provinzbevölkerung) in sich zusammenbrach, wurden die weißen Retter von der ganzen Bevölkerung mit Hosiannah begrüßt. Die „Christliche Renaissance" setzte jedoch nicht mit der Parole der „christlichen Nächstenliebe" ein, sie übernahm zu Anfang leider manche Mechoden der voraufgegangenen Zeit des roten Terrors und verscherzte sich so manche Sympathien. Anfänglich gab es unter der Zahl der nunmehr Regierenden eine ganze Reihe dunkler Existenzen, gegen die sich der zum Reichsverweser gewählte Admiral von Horthy nicht recht zu wehren vermochte, und deren Entfernung geraume Zeit dauerte. Vielleicht kann die augenblickliche Fälscheraffäre zur weiteren Bereinigung beitragen. — Diese Unzufriedenheit mit gewissen Elementen der neuen Regierung des Reichsverwesers (Geheimverbände besaßen eingestandenermaßen einen großen, nicht immer zu kontrollierenden Einfluß) war es vor allem, die den Boden schuf für den sogenannten Königsputsch des Kaisers Karl. Der Reichsverweser selbst betrachtete ja Ungarn noch als Königtum, und so ist es zu verstehen, daß man gewisse Mängel seiner Regierung durch die wirkliche Wiederherstellung des König- tums beheben wollte. Man glaubte, vom verstör- benen Kaiser Karl, daß seine Regierung die immer „Hohenfriedberger", vom Publikum begeistert ausgenommen, bildeten den Schluß des schönen Programms. Von Telemann brachte das Programm einige für das 18. Jahrhundert recht charakteristische Lieder und ein Bläsertrio. Für das K u r o r d) e ft e r war der einzigartige Abend ein Ehrenabend, handelte es sich bei Friegrich d. Gr. doch um bisher noch niemals gespielte Werke, also um Erstaufführungen der Bad- und Kurverwaltung. Einzelne Mitglieder des Orchesters, das Musikdirektor Schröder trefflich leitete, hatten als Solisten' (Flöte, Oboe, Fagotts besondere Leistungen ,311 vollbringen. Als Solisten waren ferner tätig: Prof. Dr. Schmid (Friedberg), der das Cembalo (Klavier meisterhaft spielte, Frau Willi Kir sanier (Frankste a.M.) war für den vokalen Teil des Abends (Arie und Lieder) gewonnen worden; mit ihrem ansprechenden Sopran entledigte sie sich ihrer Aufgabe ganz vorzüglich, besonders die Arie aus dem Schäferspiel (Friedrich d. Gr.) war entzückend und wirkungsvoll. Alles in allem kann von einer in ihrer Art seltenen Veranstaltung gesprochen werden; die gefällige leichte Musik wurde mit viel Bei- archester mit einem Sonderkonzert, zu dem Prof. Dr. Karl Schmidt (Friedberg) die Anregung gegeben. Es war sozusagen ein histori sches Konzert, das die zahlreichen Musikfreunde Bad-Natiheims und der Umgebung in^ Geiste einen musikalischen Abend im Schlosse zu Sanssouci erleben ließ. Es kamen nur Werke der fridericiani- schen Zeit zur Ausführung, die bekannt machten mit dem Komponisten Friedrich d. Gr. und feinem Zeitgenossen G. Pb. Telemann, der von 1712—21 Kapellmeister an der Barfüße» und Ka- tharinenkirche in Frankfurt war. Von Friedrich d. Gr. tarnen u. a. mehrere Symphonien zum Vortrag: die Flöte, des Königs Lieblingsinstrument, fpiclr darin eine besondere Rolle, aber auch Oboe, Fagott und Cembalo kacken genügend zur Geltung. Na- jugendliche Person, die aus unferm Dorf nach Amerika auswandert. l'anbiöinidjnii veck. verschied, landwirt ichayl. Geräte iow. ewe Vuttermai'ch. Job. Weicker, Heb, LeelenhvWssei WNU. Äta Mahagoni» statt >,ö« WeS $eti 1 ise ibnnM (ittöei pieiv1 wert zu verkaufen. , 3u erfragen in der 1 Geschäftsstelle des i Gietz. Anzrig. 2PaarKnaben- schlittschuhe billig abzugellcn. Zn , erfrag. td.Gcschons' Helle b. G. 8. tfcfc1 eine gute iäi.i- melkende früherer Sahre haben gelehrt, baß Mefc spüle Nachsaat unter Umständen besser durch den Winter tommt al« die schon kräftig entwickelte Frucht, bah dies« späte AuSsaat auch noch zufriedenstel' ler^e Ernten lieferte. Kreis Büdingen. " Büdingen, 16.Ion. Zu der am 81.3an. stattftndenden Bürgermei st erwähl erfahren mir noch folgendes: Die Zahl der um den Bürger- inetsterposten sich bewerbenden Personen hat sich vergrößert. Neben den bereits genannten Kan- dtdaten Müller -T Häring. Bildner und K o ch beabsichtigen, wie verlautet, noch zu kandidieren: 1. Techniker und Landwirt Wilhelm Schwarz, 2. Kaufmann Grün, 3. prakt. Arzt Dr. med. K a ft und 4. Hofjäger Schmück. Es ist nicht ausgeschlossen, daß sich noch mehr Bewerber aufftcUcn lassen werden. Der jetzige Bürgermeister Fendt beabsichtigt nicht mehr zu kandidieren. !! Stockheim. 16. Ian. Hier schlachtete ein Landwirt einen Eber, der vier Pfund weniger al» sieben Zentner wog. Die flauer des Tiers hatten eine Länge von 15 Zentimeter. △ Echzell. 16. San. Da die Reklamation sogen die erste Gemeinde ratswabl von Erfolg war. hatte eine zweit« Wahl stattzufinden. die ein« kleine Verschiebung brachte Während .zwei der Listen je einen Titz gewärmten, gingen zwei ander« leer auf. Kreis Schotten. lg. Gedern. 16. San. Gestern verunglückte durch Den Absturz von Gestein und gefrorenen Erdmassen in einem Stein- bruche bei Merienfritz der dort beschäftigte Arbeiter Richard Wiesner, so daß er mit schweren Verletzungen innerer und äußerer Art «Bruch beider Beinel dem hiesigen Kran kenhaus« zugeführt werden mußte. Preußen. Kreis Wetzlar. 3 Wetzlar, 17. San. Di« wirtschaftliche Depression hat sich auch im neuen Sapr in tmfenn stark industriellen Bezirk weiter verschärft. Große Werke, wie Holl- inanm, Sung u. Co.. Röchling-Buderus usw. find tatst ganz zum Erliegen gekommen, oder arbeiten stark verkürzt und mit wenig Belegschaft. Bei den Buderr.»sworten stehen immer noch zwei Hochöfen im Feuer, dagegen ift mit dem Ruhen der Bau- tätigfeit die Arbeit bei deut Zementwerk und der Radiatorenfabrik sehr stark eingeschränkt. Auch der Bergbau ist bis auf wenige Gruben zum Gr» liegen gekommen und feiert. Bei den kleineren Betrieben ist genau dasselbe Bild. Die optisch- mechanische Snouftrie, die bekanntlich in unserer Stadt neben der Eistumdustrie eine der wichtigsten Erwerbszweige darstellt, hat zwar den größten Teil ihres früheren Auslandmarktes wieder gewonnen, doch sind die Breis« durch die im Kriege neu erstandene ausländische Konkurrenz und durch die hohen Zollmauern vieler Länder stark umstritten und nicht immer lohnend. Dazu kommt her 'Mangel am mobilem Kapital und der hohe Bankzins. der ein gesundes Hochkommen und «ine Der- besferung der Löhne verhindert. Die vorsichtige und gesunde Geschäftsführung der großen Werke in den letzten 3obren Hal glücklicherweise den hiesigen Bezirk wenigstens vor größeren Katastrophen bewahrt. Verhältnismäßig gut geht es noch der Haar- und Perücksnindustrie, die durch die vielen Reuerungen in her Mode und durch dqn Beginn der Fastnachtzeit ihre Betriebe auf- r«ht erhalten kann. i Kreis Vicdcnkops. r T Königsberg. 17. San. Sm kommen- Den Frühjahr wird die Gewerkschaft Mannesman n von ihrer Eisen sleingrube dahier eine etwa drei Kilometer lange Drahtseilbahn bis zum Bahnhof Bieber anlegen, um den Transport der Eisenerze zu verbilligen. -- Wie sich die Zeilen doch ändern! Vom Mittel' alter bis Anfang der 70er Sabre deö vorigen Sahrhunderts, als die ersten Hochöfen bei Wetzlar «ttslanden, wurde der Eisenstein per Achse auf unwirtlichen Wegen, vielfach sogar von Kühen gezogen, von hier nach der etwa acht Stunden entfernten LudwigShütte im oberen Lahntal gefahren. Der hiesige Dergbetrieb bildete nämlich mit dieser Hütte eine Sntcrcffen- gcmcinkbaft. Unsere Gemarkung ist, auf Eisen verliehen, ein einziges Grubenfeld, eine sogenannte Distriktverleihung, was sie mit den Ge- Franziska. Roman von Lies bet Dill. 46. Fortsetzung. Nachdruck verboten. GS ist mir nichts geschenkt worden, kein ,ächtni« eingegraben, und heut stand er wieder deutlich vor ihr. Mit ihrem Eintritt in die große rauchige Bahnhofshalle, als sie daS Theater auf dem freien Platz erblickte, lebten jene verklungenen Töne in ihr wieder auf und fingen an zu klingen. Es war ihr, als hätte sie sich verwandelt, sei zehn Sahre jünger geworben und säße an dem Weiher unb füttere die Schwäne, unb er trat zu ihr. Sie sah ihn in seinem hechtgrauen, knappen Anzug, die Nelke im Knopfloch. Er lüftete artig den Hut Diese ritterliche Bewegmig hatte sie für ihn gewonnen, sie hatte einen flarfen Sinn für Ritterlichkeit, man fand sie so selten... eigentlich ritterlich waren nur die Deutschen. Als er sie zum letztenmal gegrüßt, am Bahnhof, hatte er den Hut gezogen, tief und ohne Achtung. Das ging ihr lange nach. — Run hatte der Zufall sie in diese alte Stadt zurückgebracht, Wenns einen Zufall gab. wenn s nicht daS Schicksal bestimmt batte vor langer Zeit Die Worte der Zigeunerin sielen ihr ein. Sie war nie mehr gekommen, sie war tot. Merkwürdig. Sie erhob sich im Bett unb starrte in« Dunkel mit starren Augen. Shre Worte, ihre Prophezeiung: der. den sie liebte, dessen Haitd. . Aber nein, sie liebte ihn ia nicht mehr. . Die Zofe hat ein unb meldete den Wagen. „Madame hat wohl wieder Schmerzen?'' fragte sie mitleidig, und, von grausamer Nen- gteibe erfüllt, betrachtete sie ihre in Spitzen und Pelz gehüllte Dame... Franziska reckte beide Hände au« und sagte, indem sie die Hände deS Mädchens verzweifelt ergriff: „Großer Golt, waS Sie für kalte Hände haben, mein Kopf glüht wie Feuer. Sch Ijabe Schmerzen." — „Sie werden vergehen," tröstete die Sungfer, „er wird Shnen helfen, er ist ein großer Arzt." Sn diesem Augenblick klopfte eL an die Tür, und Erinnerungen unb alle« verklangen unb verstummten. Die vier Henkersknechte traten ein, sie wurde in den Sobel gehüllt unb über eine enge Hintertreppe hinausgetragen. Sm Garten hielt das Krankenauto^ der Pikkolo unb bet Koch standen daneben. Man hatte ihr ein Taschentuch über das Gesicht gelegt, ober sie warf es fort, sie wollte sehen, wohin sie gebracht wurde. Die Fahrt war lang, cs war ihr, als ob sie auf lauter Stacheln gebettet läge. Die Sungfer hielt sie mit jenem Ausdruck der Grausamkeit, die Menschen haben, wenn sie eine llnglückSnach- richt überbringen, die aber wohl menschlich sein muß. beim alle tragen denselben Ausdruck im Gesicht. Eine Stunde später wurde Franziska in Öen hellen Operationssaal gefahren. N» Franziska brauchte viel Ehlorosorrn, immer sprach sie iroch unter- der MaSke. „ Fangen Die nur noch nicht an, ich bin noch ganz wach", sagt« sie mit halberstickter Stimme. „Wenn ich etwas Dummes sag', halten Sie mir bitte den Mund zu", bat sie die Schwester, die hinter ihr stand. Endlich hörte sie auf zu sprechen. Hasse hatte seine Hoffnung auf ihr gesundes Blut, ihre Straft, ihre Verven, ihre robuste Ratnr gesetzt, aber da«. Gift war langsam in protestiert, indem er erklärte, bei derartig hohe» Gebühren evtl, auf eine Teilnahme an den Kampf spielen überhaupt verzichten zu müssen. Jetzt folgt aud) der Süddeutjche Verband für Leichtathletik, der in seiner Verbandstagung in Stuttgart beschlossen hat, eine Beteiligung an den Kampfspielen unter den jetzigen Ausschreibungsbedingungen abzulehnen- da die finanziellen Lasten für Meldegebühren für die Verbände untragbar seien. Gleich dem Nord' deutsd)cn Fußball-Verband wird nicht allein Ge--- bührensreiheit verlangt, sondern auch der Forderung zugestimmt, Üostenzufchüsse ans den Ileberfchussen der Kampsspiele zu erhalten. Kampsspiel-Werbelag. Der in diesem Sahr an Stelle des Spiel* platz-Werbetages abzuhallende „Kampfspiel- Werbetag" ist nunmehr auf den 16. M a i feft« gelegt wordeir. ein Termin, den Verbände unb Vereine auch bei der Festlegung ihres Veranstaltungs-Kalenders zu beachten haben. 4. Iahnschwimmen der Deutschen Turnerschaft. Die Deutsche Tuknerfchast eröffnet ihre Weti- lainpse im Schwimmen alljährlich mit dem Iahn- schwimmen in Halle a. d. S. Zum vierten Male treffen sich am 13. und 14. Februar die Turner- schlvirnmer in Halle. So wie das Schwimmen in der D. T. mit jedem Sahre mehr Freunde gewinnt, so wird aud) das Iahnschwimmen in Halle jedes Jahr stärker besucht. Aus allen Kreisen kommen die Tur-- nerschwimmer dort zusammen, um im Wettkampf ihre Kräfte zu messen. Schwimmer aus Hamburg, Kiel, Bremen, Leipzig, Dresden, Offenbach und viele andere sind ständige Teilnehmer. In diesem Jahre wird sid) auch der Turnverein von 18 46 Gießen mit seiner Turnerinnenstaffel zum ersten Male an dem Iahnschwimmen beteiligen. Fußball in Gießen. D. f. B. Gießen—Sportverein 98 Darmstadt \ 3:4 (1:1). ö. Der Qlame »Sportverein Darmstadt" iyatte fein« Anziehungskraft nicht verfehlt, denn «6 hatte sich eine für Gießen ganz ansehnliche Zuschauerzahl auf dem Walbsportplatz eingefunben. Den Darmstädtern ging ein guter Ruf voran«, hatten sie doch in ihren Gesellschaftsspielen beachtenswerte Resultate erzielt, wenn sie auch in den VerbanbSspielen sich noch auf den drittletzten Platz in der Tabelle retten konnten unb so trorm Abstieg bewahrt sind. Sn unserem Bezirk würden sie sicherlich mit an führender Stelle stehen, aber in der Mannheimer Gegend ist bie Spielstarke eine ganz andere; dort sind gegen Vereine wie V. f. R Neckarau. Waldhof unb Phönix Ludwigshafen schlecht Lorbeeren zu holen. Aachdem die beiden Spielführer, hier ein Türke, da ein Ungar, gelost hatten, stellten sich beide Mannschaften dem Schiedsrichter Z u tt vom S. C. v. 1900 Gießen. V. f. D. trat komplett an, bei den Darmstädtern fehlten Sacobi auf halblinks unb Stephan I. in der Verteidigung. Der gefürchtete Halbrechte M ü l l m e r st a d t ist nicht mehr Mitglied de« Verein«. Mit dem Angriff beS Schiedsrichters beginnt ein flotte« Spiel, bei dem sich V. f. D. eher zurecht findet unb verschiedene gefährliche Angriffe ein« leitet, die aber an der Verteidigung de« Gegners scheitern, oder von dem sich noch nicht richtig verstehenden D. f. B.-Sturm verschossen werben. E« hat den Anschein, al« wenn Darmstadt mit einer Niederlage nach Hause mühte, beim D. f. E. ist sehr eifrig und drängt beängstigend. Darmstadt kann aber diese bangen Minuten glücklich überstehen, denn nun finden auch sie sich unb kommen vor da« Gießener Tvr. Nach 20 Minuten kann auch Darmstadt, infolge schlechter Abwehr, durch seinen ungarischen Mittelstürmer ba« erste Tor erzielen. Weiter geht ber Kampf, in dem nun die Residenzler besonders durch ihre gute Körperbeherrschung und ihr wirklich vorzügliche« Kopsspiel auffallen. Während ber V. f. D. mehr ba« Snnenspiel pflegt, gibt ber Ungar weite Vorlagen an seine Flügel, die denn auch immer vor dem V. f. D.-Tor gefährlich werden. Bald bekommt Darmstabt einen Handelfmeter ?ugesprochen, der aber nicht verwandelt werden oimte. denn Stephan, ber Elfmeterschütze, war ja nicht mit von ber Partei. Gießen, bas sich öfters gut durchspielt, erzielt in ber 42. Minute das längst verdiente Ausgleichstor. Der Schuft bleibt hinter der Torlinie im Schnee stecken unb ihren weihen, festen, gesunden Körper gedrungen» es war zu spät... Das Messer des Chirurgen konnte nicht alle« ausräumen, was davon angegriffen war. Trotzdem hoffte er noch unb bemühte sich, bas Herz zu erhalten. "Dann wurde sie heraufgefobren. Hasse stand im Flur mit dem Assistenten, al« Franziskas Wagen in den List geschoben wurde. Qioxf) im Chlorosormschlas, flach arrsgestreckt die Glieder-, von dem grünlichen Licht beschattet lag sie da. Sfji dichtes, schönes Haar fiel halb- gelöst von ihren Schultern herab, bi« Arme lagen schlaff ausgestreckt neben ihr. Sie sah nicht mehr blühend unb verführerisch aus, aber größer, ruhig und edel. Er sah ihr nach, wie sie in dem schwebenden Fahrstuhl in die Höhe glitt. Wie oft, dachte er, ist sie so auf der Bühne in die Unterwelt gefahren, bleich ge- schminkt zu ihrer letzten^ Fahrt... Er fuhr nach Hause und kam gerade zurecht, als der Gärtner die großen Lorbeerbäume auö dem Flur tragen wollte. „Setzt können Sie sie stehen lassen", sagte der Chirurg und schritt an dem alten Mann vorbei. Er tarn als sein letzter Gast. Die Ein- geladenen waren längst oerfanundt und ertoar- tclcn den Hausherrn schon im Salon. „Die Herren Chirurgen brauchen sich nicht xu entschuldigen," sagte der innere Worth, ber die Honneurs machte, als Hasse im Frack «in- trat, „es ist ja zum Nutzen der Menschheit, wenn sie nicht einmal Zeit haben, ihre eigenen Mahlzeiten einzunehmen." Der solgende Tag war für eine Konsul* tation in Mannheim angesetzt. Hasse fuhr schon bei Tagesgrauen fori. Aber er reiste mit Unruhe ab. Cs war ihm unangenehm, daß er gestern Sekt getrunken unb zu den Späßen der Klubmitglieder gelacht hatte. — ' Wie der 'Beruf abftumpfte, in dem das Sterben kaum noch etwas anderes bedeutete, als einen Fall, ber einem zu spät präsentiert worden war, oder von vornherein unheilbar gemefen. Als ev des Nachmittags zurückkehrte, meldete ihm bie. bloiibc Pförtuerschwester, daß bei der gestern Operierten, Zimmer Nr 24, vor einer Stunde ba« Ende eingetreten sei. s Fortsetzung folgt) Alemannia 90 Schöneberger Kickers gegen dem und erste richten. SU 2:3. I Die gegen Weinhändler liefert! der diesjährigen Tagung. Freie Turnerjchasi Lollar 1 — Freie Turn- Sporlgemeinde Wetzlar I 4:3 (1:1). Die gestrigen Berliner Derbanüsspielc kamen nur teilweise zur Durchführung, da eine ganze Anzahl von Tressen infolge der hohen Schneedecke nur als Gesellschaftsspiele zum Austrag gelangten. Die Ergebnisse waren folgende: Lahnkreishandbav. t). F. E. 0 5 Wetzlar ist Meiste r! Spiyenfelb. Unbezahlte Veilrüge. Der Deutsche Ruderverband schließt 60 Vereine au«! S. V. 08 Langen- Armmia SEIT tw. SCSICR8TEMI L IWt. VERTRETER: H. Elg« Jr„ tteflfn, Seitenweg W Das Berliner Sechstage-Rennen I Der erste Tag des am Freitag begonnenen I 15. Berliner Sechslage-Rennens brachte bereits | reckst ^rut regende Jagden und ernst gemeinte, wenn auch erfolglose ^leberrundungsversuche. Nachdem erste 8 tun de :n >inem 10 Km Tempo zurückgelegt worden war, wurde bereits die erste, der je zehn Spurts umfassenden Wer- | hingen gefahren, nach deren Ergebnissen die । Amerikaner Qllac Ra m ar a Horan (19P.> vor Hahn -Tietz (14 P.) und Knappe Rieger (13 P.) führten. Bald nach Ende entfesselten die Amerikaner eine über viele Runden führende Jagd, die säst erfolgreich zu werden schien, als ein Sturz von Möller und Hahn Reutralisation notwendig machte. Der Vormittag verlief naturgemäß vollkommen ruhig Die Rach" mittagswerlunq wurde in zwei Teilen gefahren Rach den Ergebnissen der ersten fünf Spurts ffanbert Saidow Sonant an zweiter Stelle, nach den zweiten fünf Spurts, die um 4' . gefahren wurden, war die Reihenfolge: @ i r a r • dengoDiorgetti (51 Pst Mac Tiamat a — H vran (38 P.), Saldo w—T ona nt (36 Pst Larval l Rosellen, Stell- brink-Longardi und Möller Lern a n o w hatten bereits in der ersten Rocht eine Runde verloren Rach 19 Stunden waren 544,210 Kilometer zurückgelegt. Der zweite Tag brachte nach den Ergebnissen der Wertungsspurts um zehn Ähr feine wesent ließe Aenderung Erst als um 1 12 Uhr die Breslauer Rieger -Knappe einen Ueberrun dungsversuch unternahmen, entwickelte sich eine wilde Jagd, in deren Verlaus die Breslauer eine Runde gewonnen hatten, als Knappe und auch der Italiener Girarhengo stürzten und ausscheiden mutzten. Danach bildeten die Partner beider. Giorgetti und Rieger, eine neue breer 0:4 — M. B. V. Linden 4:2. Bielefeld — S. B. Minden 0:10. — Turu Bonn — st f. R. Köln 1:2. — S. E. 99 Düsseldorf — «p'el and Sport Elberfeld 4:1. — B.D. Buer — B.V. llltenessen 2:3. — D. f. B. Dortmund — S.C.07 Gelsenkirchen 1:1. — Preußen Essen — Union Gelsenkirchen 2:2. — S. V. Herne — Alemannia Dortmund 7:1. — Preußen Krefeld — Duisburg 9^ Entscheidung fiel im gestrigen Spiel „ Polizei'portverein 1924 Wetzlar Ergebnis 1:1. Ausführlicher Bericht folgt morgen S. B. Duisburg - V.ßL. Krefeld 4:2. — Preußen Duisburg — Union Krefeld 6:0. — Union Hamborn — V.f. B. Ruhrort 2:2. — Dortmund — Arminia Marten 3:1. — £ Bei herrlichem Wetter hatte Lollar die Mannschaft von Wetzlar zu Elast. Die Platzmann schäft tritt zunächst nur mit 10 Monn an. Beide Gegner spielen mit Eifer, können jedoch vorerst nichts Zählbares erreichen, bis endlich durch schöne Vorlage der Mittelstürmer Lollars mit aller Wucht auf das Tor schlägt. Wetzlars Tormann wehrt ab, kann aber nicht verhindern, daß Halbrechts unhaltbar einsendet. Wetzlar, durch diese Niederlage nicht entmutigt, geht nunmehr aus sich heraus, erzwingt auch bald den Ausgleich. Mit 1:1 geht es in die Pause. Nach dieser sieht man Lollar dauernd im Angriff, schon nach wenigen Minuten kann Lollar durch Halbrechts Nr. 2 für seine Farben buchen. Die Freude soll jedoch nicht lange dauern, Wetzlar erzwingt zum zweitenmal den Ausgleich. Abermals Kampf um die Führung, dem Wetzlar unterliegt. Lollars Rechtsaußen fetzt durch schonen Flankenschuß Nr. 3, dem bald auch das 4. Tor folgt. Wetz lar drückt nun abermals mächtig, es komm tzum Amtsgericht Gießen. Gießen, 12. Jan. Ein Einwohner von van seinen Schwiegereltern deren Haus billig erworben. Infolge davon ist cs zwischen ihn uno seinen beiden ledigen Schwägerinnen, die den Einsitz im Hause haben, schon öfter zu Auseinandersetzungen und Streitigkeiten gekommen. Gelegentlich einer solcher im vergangenen Novern bei riefen sie ihren in der Nähe wohnenden Binder hinzu, der noch anfänglichen Weigern ichlien- lich mit seiner Ehefrau zu ihnen ging. Beim Weg gang etspann sich zwischen die,er und dem Hauseigentümer ein Wortwechsel, in dessen Verlauf sie an ihn die bekannte Einladung ergehe^ ließ, wahrend der Hauseigentümer mit einem Schimpfwort erwiderte. Die Folge war eine Beleidigung mit darauffolgender Widerklage, die heute dahin ver glichen wurden, daß die beiderseitiaen Be eidigun- gen zurückgenommen wurden. Beide Teile über nehmen die auf seiner Seite erwachsenen Kosten, die Angeklagte außerdem die Zeugengebühren, während die Gerichtskoften geteilt werden. * Gießen, 14. Ian. Zwei Nachbarn E. und L in Heuchelheim sind mit miteinander strei» fiq Die Unenlgkeit rührt anscheinend daher, daß Spandau-'.' Sporiklub 6:0. Union 92 Berlin gegen B. S. E. ..Preußen" 4:1. Meteor 06 gegen Tas- mania Neukölln 3:6. In Narddeutichland schlug der Hamburger Sportverein Elmsbüttel mit 6:0. Union Altona begrub seine letzten Meisterschafts Hoffnungen durch ein unentschiedenes 2:2°Spiel gegen Orienten. Holstein Kiel führte im Gesellschaftsspiel Altona 93 überraschend hoch mir 5:1 ab. angenommen. Die Wahl tze s Provinzlalaus- schuf scs zeitigte folgendes Ergebnis: Liste Otto Schneider-Utphe (Dtschn. Dp. u. Hess. Landbd.) 15 Stimmen, Liste Reuen Hagen lDtsch. BP.) 3 Stimmen: diese beiden Listen waren verbunden, sie vereinigten zusammen also 18 Stimmen auf sich, denen nach der Berechnung 4 Sitze im Provinzialausschutz zuzusprechen waren. Liste Sozialdemokratische Partei. 12 Stimmen gleich 3 Sitze, Liste Arbeit-" gerne ins cha ft Oberhessen . (Demokraten und Evangelische Volksgemeinschaft) 4 Stimmen gleich 1 SiN. Gewählt sind als Mitglieder des Provinzialausschnfses: Liste Schneider- als Mitglieder die Abg. Otto Schneider 1., Landwirt, Utphe, Konr. PH Diehl. Landwirt und Bürgermeister. Hochweisel, Frtedr. Wilhelm Stein, Landwirt, Stumpertenrod, Karl Schmäht Amtsgerichtsdirektor, Gießen, al« Stellvertreter Karl Schwalb. Landwirt. Gr.- Buseck. Karl R o e m h e l d. Geh. Iustizrat, Oberamtsrichter i.R., Ridda, Karl Hesse, Landwirt Otterbach. Adolf Roll, Fabrikant, Gießen (sämtlich Dtschn. Bp. und Hess. Landbd): Liste Arbeitsgemeinschaft Oberhessen als Mitglied Heinrich Langsdorf iSem.), Kommerzienrat, Friedberg, als Stellvertreter Theodor Bokker (Evang. Volksgemeinschaft-, Bürgermeister, Lich: Liste Sozialdemokratische Partei als Mitglieder Bernhard Recht hi en, Bürgermeister, Viwel. Dr Albert Aaron. Rechtsanwalt, Gießen, Heinrich Kipper 8.. Bürgermeister, Ober-Seemen, als Stellvertreter Hermann Malz, Bür- aermeUter, Lauterbach Parteisekretär Heinrich Häuser. Gießen Parteisekretär Bruno Wittich. Butzbach. Nachdem der Provinzialtag tue Qraltigtttt Vieser Wahl fest gestellt hatte, wurde die Ta- grmg geschürften Haupt nicht geübt wurde. Dieser Geist der inneren Geschlossenheit spiegelte sich auch bei der M a hl des Bezirksausschusses wieder. Soweit sich die seitherigen Funktionäre zur Wiederwahl stellten, erfolgte diese einstimmig und hatte folgendes Ergebnis: Bezirksfvielleiter Kegel (Wetzlar), Kassierer Strack (Gießen), Schriftführer Klein- felder (Wetzlar, Schiedsrichterobmann Stein« bad) (Alsfeld), Bezirksberichterstatter und Jugend leitcr Kuhl (Gießen), Beisitzer Dech (Wieseck) und B e p l i n g (Heuchelheim). Unter dem Punkt Berschiedenes wurde aldann eine Reihe, zum Teil wichtiger Beschlüsse gefaßt die anerkennenswerter- weise sämtlich einstimmig gefaßt wurden. U. n. wurden die Vorschläge der Bezirksspielleitung hinsichtlich der diesjährigen Verbandsspiele, wie auch über die geplanten Propaqandaspiele durchweg gutgeheißen. Bezirksspielleiter Kegel schloß mit Herz, lichen Dankesworten an die Erschienenen für die überaus sachliche und produktive Arbeit während vo. Wegen Richtbezahlung des Beitrages ! und (zuin Teil) Richleinfendung der angeforderten Listen - - seien es Mitgliederlisten oder Fragebogen anderer Art — hat der Deutsche 'Ruberbetbanb nach einer Bekanntmachung laut Beschluß vom 11. Januar 1926 60 Vereine ausgeschlossen. Wenn man diese Bekanntmachung lieft, weiß man nicht, was man davon halten soll: denn schließlich erfolgt ein derartiger Massenausschluß doch nicht nur als eirstchüchternde Geste. Unter diesen 60 Vereinen ist nicht nur ein Regatta- nerein, nämlich der fächsisch-anhaltischen R.°Vg. ©albe, sondern man findet in dieser Liste u. a. Vereine von der Größe und Bedeutung der Kölner RG. v. 91 und der anderen Kölner Vereine AB. v. 77. R. E. Preußen und Mülheimer WSB., eine Reihe Groß-Berliner Vereine, von denen RG. Viktoria, RVg. v. 77, Elektra und Rordstern, Helvetia, Oran-enburger WSB. genannt seien, außerdem die drei Wiener Vereine Pirat, Rormannen und Donauwacht, die RG Germania-Düfseldorf. und weiter Vereine aus Frankfurt a. M.. Mannheim. Bonn. Bingen, Deggendorf, unter mitteldeutschen Ruder-Klubs ous Magdeburg, ©albe, von west- und norddeutschen Münster. Koblenz, Bremerhaven, Bochum aus Ostdeutschland u. a. Altdamm. Anklam. Landsberg diese 60 Ramen lange Reihe ist damit noch nicht erschöpft. Ist nun der Deutsche Ruderverband um 60 Vereine — endgültig — ärmer geworden? Kein Rossitten - Küstenjegelslug - Wettbewerb 1926. po. Der Ostpreußische Verband für Luftfahrt hat in feiner Dorslandssitzung in Königsberg be- schlossen. zugunsten des Rhön-Hauptwettbewerbs 1926 auf die Durchführung des Küstensegelflug- wettbewerbs bei Rossitten zu verzichten, wobei dieser Verzicht in der Voraussetzung erfolgte, daß die Rhön im Iahre 1927 umgekehrt zugunsten von Rossitten den Rhönwettbewerb nicht zur Veranstaltung bringt. Der Ostpreuhische Verein f. L. gedenkt in diesem Iahr das Hauptaugenmerk für Roffitten ausschließlich auf Heranbildung des Rachwuchses und auf wissenschaftliche Forschung iet — Spott Kassel 1:2 (0:2). — S. C. Gießen - Kurbessen Kassel 1:26. - V.f.B. Gießen — S. D.98 Darmstadt 3:4. — V. f. B. Kur Hessen Marburg — Borussia Fulda 5:2. Fußball in Berlin und Norddeutschland. Dom Arbeiter-Turn- und Sportbund. Die Vezirkslagung der Fußballspieler fand bei guter Beteiligung unter Leitung des Bezirksspielleiters Kegel (Wetzlar) statt. Vertreten waren Gießen, Heuchelheim, Wieseck. Lollar. Alsfeld, Fronhausen, Wetzlar, Naunheim, Blasbach, Lenn und Grotzen-Linden mit 35 Teilnehmern. Vom Kreissvielansschuß war Hammer (Offenbach) anwesend: seitens des Bezirksrots nahmen Schäfer (Wieseck) und La licht (Gleiberg) an der Tagung teil. In einem einstündigen G c - schäftsde richt gab Pczirksspielleiter K egel einen genauen ileberblick über den gegenwärtigen Stand der Arbeiterfußballbewegimg im T„Bezirk. Erfreulicherweise läßt der Bericht eine gewisse Stabilität der Bewegung erkennen, trotz der Ungunst der Verhältnisse. Im Gegensatz zum Beginn des Jahres 192-5 kann heute sogar ein erheblicher Fortschritt festgestellt werden. Der sehr eingehende Bericht klang in der sicheren Zuversicht aus, daß auch das vor uns liegende Jahr die Bezirksspielleitung und die Vereine aus dem Posten finden werde. Der im Anschluß daran gegebene Kaffen - bericht stellte als hervorragendes Merkmal fest, daß im Vorjahre die Ausgaben um rund ein Drittel ermäßigt werden konnten. Diese finanzielle Erleichterung' konnte fast restlos den Bezirksvereinen zugute kommen. Die von dem Kaffenführer Strack (Gießen) verwaltete Kasse wurde in bester Ordnung befunden und ihm die beantragte Entlastung einstimmig erteilt. Die Aussprache über den Ge schaftsderichl ließ erkennen, daß die Bezirtsvereme mit der Tätigkeit des Bezirksfpielausschuffes im vergangenen Jahre durchweg einverstanden waren. Wie weit diese Einmütigkeit zwischen Leitung und Vereinen ging, konnte der Bezirksspielleiter Kegel in seinem Schlußwort besonders feststellen, indem eine Kritik an der Tätigkeit des B.-Ä. über= wird von dem sich auf ben Ball werfenden Torhüter. Girmfcheid, herausgeholl. Wie üblich, protestiert der Spielführer, der Schiedsrichter hält aber an feiner Entscheidung fest. Roch einige Minuten sind zu spielen, und es ist Halbzeit. Rach Wiederbeginn ist Darmstadt überlegen, bringt i aber nichts fertig, da die Hintermannschaft von V.f.B. auf der Hut ist und jeden Angriff des Gegners imterbmbei. Es vergeht eine geraume Zeit, bis der Bann gebrochen wird und Darmstadt schließlich feine Lieberlegenheit in drei Toren zum Ausdruck tringt Das genügt ihnen anscheinend, denn unter dem Druck der immer besser werdenden V. f. Ber lassen sie merllich nach. In schöneni, 'lachen Spiel, mm auch mehr die Flügel benutzend. zieht D. f. B. vor das Heiligtum der Darmstädter und fieht sein Bemühen bald durch ein Tor de« immer jungen Linksaußen Kleinke belohnt. Darmstadt strengt sich wieder etwas an, kann aber nicht verhindern, daß Dingel, der. auch daS erste Tor schoß, nach fein durchdachtem Zusammenspiel, unhaltbar zwischen die Posten knallt und so das Endergebnis herstellt. Darmstadt will noch daS Torverhältnis ändern, aber alles scheitert an der guten Gießener Hintermannschaft. Auch ein gefährlicher Alleingang de« Ungarn bringt nichts ein, da sein scharfer Schuß noch abgewehrt werden kann So konnten denn die Sport- vereinler als knapper Sieger den Platz verlassen. Don Darmstadt ertoavtetc mancher mehr, aber ivohdem Zeigten sie uns, wenn man den hohen Schnee in Betracht zieht, ein gut durchdachtes Spiel. Diel Werl legten fic auf Flügelspiel, die. wenn sie auf die Reise geschickt wurden, immer gefährlich wurden. Das Kopfspiel war bei jedem Spiel sehr gut ausgeprägt. D. f. B wird von Spiel zu Spiel besser und bat sich diesmal ehrenvoll geschlagen. Die Verpflichtung von Ranen Gegnern ist nur zu begrüßen. Die Mannschaft farm an ihnen lernen und wird daim inr Herbst fo weit fein, daß fic für die Kasseler Vereine einen ebenbürtigen Gegner abgibt. Der Schiedsrichter war, bis auf einige Abseitsentscheidungen, einwandfrei D.f.D. 1. Jugend—S. L. v. 1900 1. Iugend 0:7. Dor dem Ligafpiel trafen sich diese Gegner zu einem Gesellschaftsspiel. Für unsere Iugend ist dieses OttSderbh immer eine besondere Delikatesse. Diesmal war 1900 die bessere Partei und hat den Sieg verdient, wenn auch nicht ganz in dieser Höhe. Manch Herz erfreute sich am Spiel dieser Jungens, die alle bei der Sache waren und un« ein schönes, faires Spiel vvrführten. Schiedsrichter Goehcke von „Hessen" war korrekt. D.f.D. 2. Jugend—S. .E v. 1900 2. Iugend. Dieses Spiel konnte nicht zur Austragung kommen, da bei D. f. B. nur l Mann da waren. Zpielvereinigung 04 Liga—Germania Marburg Liga 12:11. Obiges fast unglaubliches Refnltat kam gestern vormittag auf dem Unioerfitätsspottplatz zustande. Die Tore fielen fast abwechfelnd. Wie das Resultat zeigt, müssen die Stürmerreihen gut und die Ber- teibigungen schlecht gewesen fein. Sportklub 1900 Liga—Kurhessen Kassel 1:26. Dies war der zweite Rekord, ber am geftrigen Sonntag ausgestellt würbe. Daß man aus eine hohe Niederlage gefaßt war, wirb wohl jebem Eingeweihten klär gewesen sein, baß sic aber s o h o ch uusfiel, ist wohl den Meisten noch unverständlich. Man kann es allerbings verstehen, wenn man hort, daß 1900 ohne Torwart antrat. In ber Heimat dürfte so etwas undenkbar fein. Handball In Gießen. Das Spiel „.Hessen" gegen Niedergirmes fiel aus, da letztere auf die Punkte verzichteten. Fuhball in Frankfurt und im Mainbezirk. In einem Privatspiel standen sich in Frankfurt der Rheinbezirksmeister und die Gintracht-Frankfurt gegenüber unb lieferten sich ein interessantes, abwechslungsreiches Treffen. Rachdem Eintracht in ber ersten Halbzeit in Führung lag und mit 1:0 die Pause antreten konnte, erholte sich in der zweiten Spielhälfte der Meister des Rheinbezirks und stellte nach schönem Spiel das Ergebnis auf 1:1. Die Pokalspiele im Mainbezirk haben folgendes Ergebnis gehabt: Diktoria Aschaffenburg gegen D. f. L. Sachsenhausen 10:2, Hanau 93 gegen Kickers Stuttgart 3:4, Heddernheim 07 gegen Fußballsportverein 0:6 und Union Rieder- ixiD gegen Sport gemeinde Höchst 6:2. Süddeutsche Fuhballresultate. Ludwigshafen 03 gegen Mannheim 08 6:3, Spottklub Stuttgart gegen Karlsruhe Fuhball- HIud 2:2 Pokalspiele. Bezirk D a h e r n. S. E. Michelau «gen Allgem. Sportvereinigung Rürnberg 3:13. Spielvereinigung Hof gegen Spielvereinigung Fürth 0:10. Kickers Würzburg gegen D. ß R. Fürth 2:5, Erster F. C. Rürnberg gegen Fuß- ballvereinigung Fürth 5:3, gegen Dahern-München 1:16. Dallspielklub Augs- burg gegen 1860 München 1:7, Teutonia München gegen Wacker München,3: 7. 3m Bezirk Württemberg-Baden ist durch die Genehmigung eine« Protestes die Meisterschaft zwischen dem Karlsruher Fuhballverem und dem D.f.R. Heilbronn nunmehr zur Entscheidung zu bringen. Westdeutscher Fuhball. ML ■ n °uch d (ge. 1,5 b,n erbring, 1 he» 2 ■nbe den ir»M. den LL Ml- gung und Men -er §uunhlmme,Jin dec SSi sät*1* Tietzen, tdn 98 Darmstadt \ ■ein Darmstadt- bitte ( dttfchlt, denn e$ ansehnliche > E-lah eingefunden. 1 guter Aus norau-, elellschastsspielen be- ü, denn sie auch ht h auf den dritllegien konnten unb sv t»tm semn D«irl würden :r Stelle stehen, «cher b ist die Shielstärle ) gegen Vereine wie )s und Phönir Lud- i zu holen. Aochdem r ein Türke, da ein en sich beide Mim- 3utt vom SC. v. an, bei den Darm- s haWttS unb Sie» ping, Der gefürchtete bt ist nicht mehr ® Schiedsrichters beginnt ch D. f. D. eher zurecht ährkiche Angriffe ein- tibiguna des Segnete ch noch md)t richtig r-erschosim werden. wem 'SamW mit r Mir, beim T.f.E. beänflftlgenb. Darm- gen Mmiten glücklick den auch sie sich und T Tvr. Aach 20 M- lädt, infolge schlechter ,Mchm Mtlelstumec »eiter geht d« W T besonders durch M nb ihr wirklich Vorzug- Mhrend ber A.f.D. legi, gib' der Ungar Flügel, die denn auch Zr gefährlich * ii)l einen hl verwandelt werden >rSlfmeterschuhe.^r -tot Siehoi, das sich i> in der 12.Wwute tfK ®« BOT ^Ä^das Herz Ü »ft? n die ??n Licht hgib- önes Ha^ Inne neben . aber 6r 6k $56= *'lu6rÄ auf d-= 'Sie t^in c*' ,e ;m Salon. , nicht »et inners ein E nd noch werben 8 der eri m beiStunde t einer Ehumniß Borussia gegen Deißensee 1900 18:3. Abt. B Union Oberichöneweide gegen B. S. E. Gedränge vor dem Lollarer Tor, ein_ gegebener Elfer wird verwandelt. 4:3 heißt das Schlnßergeb- nis des interessanten Spiels. Rugby. Das Rugbygefellfchaftsspiel zwifchcu Sporl- club 80 Fraükfutt a. M. und Rudergesellschaft Heidelberg fiel gestern infolge plötzlicher Absage der Letzteren aus Neue Eislaus-Rekorde. Bei dem gestern in Titisee abgehaltene>i Eislauf anläßlich der Einweihung beS Eisstadions Titisee wurde von Dollstedt-2lltona im 3000- Meterlauf ein neuer deutscher Rekord mit 5.43 Minuten ausgestellt. (Bisheriger Rekord 5.50 Minuten.) Ferner stellte Stöhr-Berlin uu 500=DHeter- lauf einen neuen deutschen Rekord mit 0.49 Minuten auf. Rodeln. Die deutschen M e i st « r f ch a f t s t ä rn p f e in Schrei berhau hatten folgendes Ergebnis: Herrenmeiftettchaft: Haase - Brückenberg: Damenmcister'chaft: H a g e rn a n n - Brückenberg und Meisterfchaft im Doppelsitzer Händler und H a a ' e - Brückenberg. Eishockey. In den Kämpfen um die Europameisterschaft ist die Entscheidung noch nicht gesal^r Durch den Sieg der Oesterreicher über die Tschechen sind nunmehr die Schwerer. Oesterreicher und 'Tschechen punktgleich, unb alte Mannschaften müssen nochmals gegen alle spielen. Die BaherifHe Eisdockeymeisterschafl gewann Der Sportklub Äiehersee mit 2:0 gegen Den Münchner Eislaufverein L. einen neuen Keller gebaut unb nach bet W feite von E. zwei fieDenenfter angebracht hat. womit Qr. nicht einverstanden war. L. behauptet nun, die Angehörigen des E. stellten aus Schikane etn Bäuchen, in dem sie die Karlofefln reinigten, vor diefe Fenster, die durch das hermiterfprißende Was» ser beschmutzt wurden. Auch die Mauer leide da» durch Nm. Hierüber Inm es schon mehrfach au Reibereien unb Streitigkeiten, die im letzten Herbst dazu führten, daß L. die Frau und die Schwieger» mutier des E. mit schweren Echirnpfwotten belegte, worauf E Privatklaae gegen ihn erhob. L. behauptet zwar, nicht geschimpft zu haben, wurde aber durch die Beweisaufnahme überführt. Er mutzte vergleichsweise die beleidigenden Ausdrücke iurück- nebmeii unb sich zur Zahlung sämtlicher Kosten einschl. 50 Ml. Lvnderhonvrar des Vertreters des Privatklägers verpflichten. Provinzialtag der Provinz Oberhessen. • Gießen. 16. Januar 1926. Unke hem Dorsitz des ProvinzialdirektorS I Gräf hielt her neugewählte Provinztaltag I der Provinz Oberhessen heute vormittag | im hiesigen Regieriingsgebaude seine erste ordenl- I liche Sitzung ab. Dorweg sei bemerkt, daß diese« Parlament aus Antrag des Abg. Schneidern Utphe, einen Beschluß fahle, ben wir als vorbildlich anderen .Körperschaften zur R a ch a h m u n g empfehlen möchten Das' | Hous baute nämlich an seinen Tage» ! gelder-Gebühren ab um hiermit ein Beispiel praktischer Sparsamkeit nach I all den vielen SparsamleitSreden der heutigen Zeit zu geben. Hoffentlich finden fich recht viele I Rachfolger aus diesem Woge' Im übrigen nahm Die Fahrt ab. um den Donnittab hindurch voll- lelllc ''-naäüi nut mli n> -k"chwaht "> kommen ruhig zu bleiben, erst die Rachmittags' ---------------------- ^,3 und 1/"25 Uhr gefahren wurden, brachten ! MM dkl iMttlM Bigtl! wieder Tempo in das Feld. Rach den Ergebnis <»4. ft MONl Ole ZlOM! <76 P.), Saldow-Tonani (75 P.). Eine . rrri—■ - ■■■- 1 Runde zurück liegen Dewolf-Stockelynci. Stell- teinc Verschiebung in her Zusammensetzung des brint-Longardt, Sawall-Rosellen. 2 Runden zu- Provinzialtages gebracht habe, daß hie Wahlen rück Möllcr-Lewanow und Golle-Wittig. Rach also gültig feien. Anschließend nahm er hic 43 Stunden waren 1 152,800 Km. zurückgelegt. Verpflichtung her Mitglieder vor, Die Rach, wechselvollen Wertungen und Kämpfen, auf ein wegen Krankheit entschuldigtes voll-- die auch gestern wieder durch einen Sturz unter- | Mljg (34 von 35 gewählten) anwefend waren, brochen wurden, ber aber wenig gefährlich War. I Bei her Reufests etzung her Ta ge- hält nunmehr das Paa> Hahn-Tietz hic gdhet t)e« Provinzialtages unb des Provin«- Spitze. Eine Runde zurück folgen hic Amerikaner zialausschusses wurde vom Vorsitzenden mit- Ramar a-Hor an unb hic Deutschen Gott - geteilt, bisher seien diese Tagegelder nach ben fried-Bauer. Die gestrigen Favoriteir Rie- Sähen Vos Hessischen Lanhtages gewährt worben, g ei - G i c> r^c tt 0 liegen ,'.wei Runden hinter h. pro Sitzungstag 12 Mk. an hiesige, 18 Mk. an auswärtige Abgeordnete, außerdem, falls erforderlich, ein Uebcrnachtungsgelh von 10 Mk.. ferner Vergütung der ©isenbahnfährt 3. Klasse und schließlich ein sog. Kilometergeld von 20 Pf. je Kilometer Fußmarsch vom Wohnort zur '.wchsten Bahnstation. Auf die Frage des Vor- fihenben, ob diese Regelung beibehalten werden solle, beantragte Abg. Lux- Riederslorstadt (Svz.l, die Vergütung der Kilometergelder von 20 Pf. je Kilometer im Hinblick auf die Schwere der Zeit und aus Sparsamkeitsgründen zu stres- chen. im übrigen es bei her bisherigen Vergütung zu belassen. Abg. Schneider-Utphe (Dtsckn. Vp. unb Heff. Landbd.) wandte sich gegen diesen Antrag, der einen Teil ber Mitglieder durch ben Entzug der Kilometergelder benachteiligen werde: statt dessen beantragte Abg. Schneider die Tagegelber ber Provinzialtagsmitgliederunb ber' Mitglieder des Provinzialausschusses auf nur zwei Drittel her Sätze des hessischen Landtages festzusetzen (also bet Einheimischen 8 Mk. statt 12 Mk. im Landtag, bei Auswärtigen 12 Ml. statt 18 Mk. hort), int übrigen alles beim alten zu belassen: bei dlesee Regelung werde doch auch wirklich gespart. Rvg. Lux zog daraufhin feinen obengenannten Antrag zurück. In ber Abstimmung wurde der vorstehende Antrag Schneider einstimmig Wirtschaft. Die Nutzbarmachung der Lahn. WSA. Am Samstag loitrbc in Frankfurt a, M. die „LaHnkra f twerk 21.=®." mit einem Aktienkapital von 2,5 Millionen mit dem Sitz tn Limburg a. d. Lahn gebildet. Zweck des gemischtwirtschaftlichen -UnternefimenS ist die Elektrifizierung der Lahnwasserkräfle. Teilhaber sind mit der Konzession das Reick, mit Geld Preußen, der Bezirksverband Wiesbaden, die meisten an der Lahn liegenden Kreise und Städte, die Lahmeyergesellschaft und die Mainkraftwerke 21.=®. Zunächst wird die Wasserkraft bei Balduinstein ausgebaut, die bis zu 4000 Ps. oder im Jahre 15 000 000 Kllowattstdn. liefern wird. Den Bau übernimmt die Lahmever- gesellfchaft, die die Grd- und Detonarbeiten bereits an Holzmann und Dyckerhoff u. Widmann vergeben hat. Den Betrieb fuhren die QHainFrnfh werke 2I.-@. Der Ausbau weiterer Staustufen ist geplant, wodurch die Sahnkanalisierung ihrer Vollendung ein gut Stuck naher gebracht wirD. Die wasferbaulich durch Mitbenutzung der alten Anlagen aus der nassauischen Zeit außerordentlich günstig liegenden Derhältnisse dürften die Baukosten wesentlich verbilligen, und die volkswirtschaftliche Bedeutrmg her Anlage für den Bergbau und die ausgedehnte Stein- und Tonindustrie im Lahngebiet lassen eine finanzielle -Unterstützung durch das Reich in Gestalt von Zuschüssen und Darlehen erwarten. Auch die gerade jetzt wieder akute Hochwassergefahr wird durch die Regulierung der Lahn bedeutend herabge- mindert werden, so daß alles in allem genommen mit der Durchführung des Projekts ein wirtschaftlicher und kulturell er Aufschwung für das ganze Lahntal verbunden fern dürfte. Die finanzielle Lage der Deutschen Reichsbahn. Die Deutsche Reichsbahn tritt jetzt mit einer Aufstellung über ihre finanzielle Lage an die Oeffentlichkeit, wobei sie vorausschickt, daß das erste Geschäftsjahr die Zeit vom 1. Oktober 1924 bis 31. Dezember 1925, allo 15 Monate umfaßt, um zu erreichen, daß in Zukunft Geschäftsjahr und Kalenderjahr zusammenfallen. Da das Geschäftsjahr und das Reparationsjahr sich überschneiden, fällt das erste Drittel des zweiten Kalenderjahres noch in das erste Geschäftsjahr, in welchem somit an Reparationszahlungen 400 Mill. Rm abgeführt werden muhten. Hierzu kommen noch 112 Mill. Rm. für die Ausgleichsrücklage zur Sicherung des Dienstes der ll°Milliarden-Schuldverschreibun° gen in der Höhe von 2 Prozent der Betriebseinnahmen. so daß insgesamt im ersten Geschäftsjahr 512 Mill. Rm. für Re- parationszwecke verwandt wurden. 3m Geschäftsjahr 1926 lind an Zinsen für die Schuldverschreibungen 580 Mill. Rm zu zahlen, die ^usgleichsrücklage ist mit 90 Mill. Rm. an- gesetzt, außerdem sind für ein Halbjahr an Borzugsdividende für die dem Reich zustehenden Vorzugsaktien 17,5 Mill. Am. zu zahlen, so daß ptm Geschäftsjahr 1 926 öie Reparationsbelastung 690 Mill. Rm. betrat »gen wird. Infolge von Lohn- und Gehaltserhöhungen und anderer Mehrbelastungen sozialer Art hat sich der Personal- Etat im Berichtsjahr um insgesamt 2 8 0 Mill. R m. erhöht. Auch bei den sächlichen Ausgaben ist eine erhebliche Steigerung eingetreten. Sv waren auf dem Gebiete der Bauten und Beschaffungen zahlreiche Kostensteigerungen zu verzeichnen. Bei einzelnen Materialien haben sich erhebliche Preiserhöhungen ergeben, z. D- bei Dtabeisen, das im Durchschnitt Von 125 auf 134 für die Tonne, also um 2 Proz. gestiegen ist. 2luch ist die bisher bevorzugte Stellung der Reichsbahn in* bezug auf Steuern, Gerichtskosten, Verwaltungsgebühren usw. stark gefährdet. Zur Deckung der Mehrausgaben sind erhebliche Spa r m ahnahmen getroffen worden. ’ Die amerikanische Anleihe der Rhein-Elbe-Union. Die Verwaltung beftä= tsgt nunmehr das Zustandekommen der Dillon, Read — 25 Millionen-Dollor-Anleihc zu 7 Prozent für die Rhein-Elbe-Union. Der Ausgabekurs bewegt sich um 90 Prozent. Die Währung wird auch fpr die außeramerikanischen Lander, in denen die Anleihe aufgelegt wird, der Dollar sein. Die Laufzeit beträgt 20 Jahre. * E i n türkischer Auftrag für Wayß & Freytag A.-G., Frankfurt a.M Wie die „Reue Mannheimer Zeitung" erfährt, hat die Firma Wayß & Freytag in Frankfurt a. M. und Reustadt a. d. H. durch Vermittlung der Rheinischen Kreditbank, Mannheim, von der Stadtpräfektur Konstantinopel den Auftrag für die Gesamtkanali- sotion von Stambul erhalten. Mit dem weiteren Vertrag, in dem die Firma Wayß & Freytag eingetreten ist, soll es sich um ein Wertobjett von annähernd 100 Millionen Mark handeln. Die Gesellschaft wird dadurch auf eine längere Reihe von Jahren beschäftigt fein. * Rheinische Metallwaren- und Maschinenfabrik A.-G., Düsseldorf. Die Hauptversammlung genehmigte einstimmig den Verlustabschluß für 1924/25 und die bekannte Herabsetzung des A K. im Verhältnis von 3 1 auf 6 Millionen Reichsmark, sowie gleichzeitig die Heraufsetzung des A. K. um 6 auf 12 Millionen Reichsmark. * Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe in Karlsruhe. Zu den Kurssteigerungen in den Aktien der Gesellschaft an der Berliner Börse teilt die Verwaltung dem DHD. mit, daß zur Zeit noch Aufträge für einige Monate vorliegen. Die weitere Entwicklung des Geschäfts könne bei der gegenwärtigen unsicheren Lage nicht vor- ausaesagt werden Ob für das abgelaufene Geschäftsjahr 1925 die Verteilung einer Dividende in Frage kommt, läßt sich noch nicht übersehen. Berlin« Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 18. 3an. An der heutigen Börse setzte sich die Tendenz ber letzten Woche fort. Die ersten Kurse zeigten säst durchweg gegenüber 38,5 I 63,75 61 5 94,9° M.5' 71 25° Banknoten. Frankfurter Börse. 102' 115 6 35 36 6.75 0 035 70 57 ! 108' 100,5’ 116 ; l?o,5» 71.r 85,5' 103- 115.7' 53.5 20 75 2 75 95 49.5 46.5 6.9 । 0 035 79° | Devisenmarkt Berkin-Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. 52 2,75 93 48 ,109.7 120,2 67,25 78 121 63 75 68 Ul’ 101.7° 1 4.7° 115 5J 112.2’ 95.5° 6,9 68,5 I 09,5 j 88.5 I 94° 're 70,5’ 98.5’ 77 23° 70,4° 85,a" 34.62 34,5 31 3(i 34 i 17 | 29 5 20 94.75 53.5 20.7 | 2,75 94 48.5 45 79,9’ 37.7 43’ 78 25’ 85,62’ 1U5° 113’ 115 3? 4.'. 4’ 74' 62.12« 77,5 61 - 112,5’ I 113’ 85 | 88 95.5' l 95.75’ Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank Darmst. und Nationalbank . Deutsche Bank Deutsche Bereinsbank .... Disconlo Commandit . . . Metallbank.......... Mitteldeutsche Crcdrtdank . . Ocsterretchische Creditansiail. Weltbank ....... . Bochumer ®o8 ....... BuderuS........... Taro Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpener Bergbau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Laurabütte . ...... Oberbedarf . . . , Phönir Bergbau ..... Roeinstadl Rtedeck Montan Tellus Bergbau Hamburg-Amerika Pakei. . . Norddeutscher Llovd . . . Theramtsche Werke Albin . > Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmamr..... Anglo-Cont-Guano..... Chemische Mayer illapitt . . I G Farbenindustrie, Ä.«@. Goldschmidt.......... Holzverkohlung RütgerSwerke Scheideanstalt Sllg. Elekirtjttäte.yesellschaft Bergmann Main kraftwerte Schuckcrt . . ....... Siemens /,% Hessen.......... — — — 0,26 92 25 Deutsche Wertb. Dollar-Anl. _ __ _ dto- Doll.-Schav-Anweimg.’) 96,55 * 98,7 — 4»/0 Hontürfen......... 5% Goldmertkaoer ..... 8,5 — — — 43 — — — 16 Jan. 18. Jan. Amtliche Noti rung Amtliche Notierung Geld Bries Geld Brief Amst.» Ron 168,6. 169,01 168,70 169,13 Buen.-AireS 1,73 1.74 1.738 1.743 Brff.-Slntw 19.045 19.045 19 06 19.10 Christiania. 85,49 85.71 85.48 85,70 Kopenhagen 104,39 112,31 104,85 104,39 1'14,65 112,58 Stockholm . 112,59 112.30 Helsingfors 10,6b 10.69 10.645 10,585 Stallen. . 16,955 16,995 16.93 16,97 London - - 20,386 20.438 20.385 20,437 Reuyork . - 4,19: 4,2'15 4.195 4,20' Paris. . . 15.855 15,895 15.74 15,78 Schweiz . . 81,035 8L23> 81 0.'5 81.045 Spanien . 59,41 69,55 69,24 69,48 Japan - . . Rio de Jan 1.865 1,869 1,865 1,869 0.629 0.631 |J 629 1.631 Wien in D-- Oest. abgeft 69.05 69.19 59,05 59.15 Prag .... Belgrad . . 12.419 12.459 12,421 12,46! -.41 7,43 7.425 7,441 Budapest. . Bulgarien 3,87 0,89 0.87 o.89 2.84 2.85 2,815 2,821 Lissabon 21,335 21,385 21 335 21,385 Danzig. . 80.81 81.05 8» 82 81,02 Konstantin. i, 21 2.22 2,20 2,21 Silben 5.79 5.81 5 <9 5.81 Canada. . 4.188 4.198 4.187 4,197 Unifluan . . 4,31 4,33 4,31 4,32 Berlin, 16 Jan Geld Brief Amerikanische Roieu ..... Belgische Noten ....... Dänische Noten ....... Englische Noten........ Französische Noten ...... Holländische Noten ...... Italienische Noten...... Norwegische Noten...... Deutsch>Oesterr., i 100 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten....... 1,20 19.00 101,22 20,855 15,95 168,33 16 98 85,81 U8.94 113,04 80,95 59.15 12.39 5,83 4,32 20 10 101,71 30,455 16 0l 169.17 17,06 85.73 59,24 113,60 81,85 69.45 12.45 5,87 genannt, Caro konnten gegenüber dem letzten Kurs 9 Proz. gewinnen. Für Kali werte war die Tendenz cbenfall" start nach oben gerichtet. Stürmisches Geschäft vollzog sich wieder in Schiffahrts werten. Rordd. Lloyd plus 4,2 Proz., Hapag plus 1,5 Proz. Die übrigen Märkte lagen wesentlich ruhiger, unb auch die Höherbewegung her Kurse vollzog sich in gemäßigterem Tempo. Elektro werte waren kaum 1 Proz. gesteigert. Bankaktien lagen fest. Von 21 u t o • 21 f t i e n gaben Kleyer 1 Prozent nach, während Daimler 1 Prozent anzogen. Am Kassamarkt waren wiederum die Aktien einiger kleinerer Unternehmungen bevorzugt, u. a. Beith- Werke, Hartmann & Braun, Frankenthaler Schnellpressen. Diese Werte, für die auch das Ausland Interesse zeigte, wurden ansehnlich höher. Heimische Renten lagen ruhig und eher vernachlässigt. Kriegsanleihen gaben leicht nach, Schutzgebiet dagegen etwas höher. Von A u s - lantirenten waren Ungarn bevorznat und höher. Der Freiverkehr war ziemlich fest. Api 0,4, Becker Stahl 45, Becker Kohle 46, Benz 34, Brown Boveri 48, Entreprise 12,5, Krügershall 81, Ufa 57, Ufra 56 Prozent. Im weiteren Verlaufe wurde die Stimmung etwas unsicher, und es kam vereinzelt zu Gewinnstcherungen, die schiffahrts- und Chemiewerte im Kurse etwas druckten. Die allgemeine Stimmung blieb aber fest. Am Geldmarkt herrschte weiter großes Angebot. Tagesgeld war zu 7 Prozent kaum anzubringen. Mo- natsgeld 8,25 bis 9,50 Prozent. Industrieakzepte 8, Bankdiskonten 6z Prozent. Im Devisen verkehr waren keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen. Man hörte London gegen Kabel 4,86-, Paris gegen London 129,35. Die Reichsmark lag gegen Kabel 4,002. Frankfurier Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".! Frankfurt a. M., 18. Ian. Cs wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 25.75 bis 26, Roggen, inländischer. 17.50 bis 17.75, Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 24.5Q, Hafer, inländischer, 18.50 bis 21.50. Mais, gelb. 20.75 bis 21, Weizenmehl, inländisches. Spezial 0, 41 bis 41.25. Roggenmehl 26 bis 26.50, Weizenkleie 11,10 bis 11.30, Roagenkleie 11.25 bis 11.50. Erbsen 28 bis 34. Linsen 40 bis 70, Heu. süddeutsches, gut, trocken 9.50. Weizen- und Roggenstroh 5 bis 6, Treber, getrocknet 18 bis 18.50. Tendenz: Ruhig Franksurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M.. 18. 3an. Auftrieb: 1574 Rinder (darunter 546 Ochsen, 45 Bullen, 983 Färsen und Kühe), 535 Kälber, 422 Schafe und 3682 Schweine. Rinder. Ochsen. Dottfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 43 bis 53. junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 38 bis 46, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 30 bis 37; Bullen: Vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 42 bis 48, vollfleischige jüngere 35 bis 40; Färsen und Kühe: Vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 47 bis 53. vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu l 3ahren 39 bis 47. wenig gut entwickelte Färsen 35 bis 46, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 30 bis 38, mäßig genährte Kühe und Färsen 21 bis 29 gering genährte Kühe und Färsen 14 bis 20. Kälber: Doppellender feinster Mast 70 bis 75, feinste Mastkälber 60 bis 69, mittlere Mast- und beste Saugkälber 51 bis 58, geringere Mast- und gute Saugkälber 45 bis 48. Schafe: Mastlämmer unb Masthämmel 44 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 35 bis 43. mäßig genährte Hännnel unb Schafe (Merzschafe) 30 bis 34. Sch weine: Vollfleischige von 80 bis 100 Kilogramm 80 bis 82, vollfleischige unter 80 Kilogramm 75 bis 79, vollfleischige von 100 bis 120 Kilogramm 80 bis 83, vdllfleischige von 120 bis 150 Kilogramm 80 bis 82, unreine Sauen unb geschnittene Eber 60 bis 75. Marktverkauf: Schleppender Handel in allen Viehgattungen. Ditte der hungernden Vögel! Verlassen unb hungrig zieh'n wir umher Unb nirgends ist Nahrung zu finden. Verschneit ist der Wald, die Felder sind leer, 0, tut uns vom Hunger entbinden, Und streut bald Futter in unfrer Not, Sonst sterben noch viele den Hungertod. Wir munteren Sänger in Wald und Feld, Wir Amseln, Rotkehlchen und Lerchen, Mit uns ist's im Winter gar schlecht bestellt, Kaum Obdach, wo nachts wir uns bergen, Wir sind geflogen vor Fenster und Tür Und bitten um Futter euch für unb für. Und fitzt ihr bei Tisch, wenn's Essen gut schmeckt. Dann wollt ihr auch unser gedenken. Die Reste, die übria, halt sie nicht versteckt Und tut euem Blick auf uns lenken, Die Körner der Suppe, ob Fleisch oder Brot, Wir fressen sie gern in uns'rer Not. Bald lacht uns der Frühling mit seiner Pracht Es grüßen die Wälder und Wiesen, Dann soll unser Sang, der wieder erwacht In Tälern und Höhen euch grüßen Aus tausend Kehlen, soll er erschallen Unser Dank, unser Dank den Spendern allen. Louis R o l o s f. Kirche und Schule. t TreiS a. Lda., 16. Ian.. In der hiesigen evangelischen Gemeinde wurden im letzten Iachre 25 Kinder getauft, 13 Knaben unb 13 Mädchen konfirmiert, 7 Paare getraut, 9 Personen kirchlich beerdigt. Der Gottesdienstbesuch betrug 10 666 Erwachsene und 5830 Kinder oder 24,36 Prozent der evangelischen Einwohner. Zum Abendmahl gingen 1119 Personen oder 167 Prozent der Tlbendmahlsberechtigten. An freiwilligen Gaben und Kirchenkollekten für evangelisch-kirchliche Liebestätigkeit gingen beim Pfarramt ein 1878 Mk. Liturgische Gottesdienste wurden unter Mitwirkung des hiesigen evangelischen Kirchengesanaoereins und der 1. Schulklasse an den Rachmittagen des Karfreitags, 1. Advents und 1. Weihnachtsfeiertages abgehalten, eine Totengedächtnisfeier auf dem Friedhof am Totensonntag, jedesmal unter zahlreicher Beteiligung der Gemeinde. An Stelle der alten unbrauchbar gewordenen Beleuchtung der Kirche durch Petroleumlampen wurde nach den Plänen des Denkmalspflegers unter Geltung des Kreis- BauamteS Gießen eine einfache elektrische Beleuchtung angelegt. 88 Eichelsdors, 15. Ian. Aus bet kirchlichen Statistik des Jahres 1925 ist zu berichten: Unser Kirchspiel, zu welchem noch Oberschmitten gehört, zählt 1387 Evangelische. Der Kirchenbesuch betrug an den drei Zählsonntagen burchschn'tttlich 40 Prozent, im ganzen Iahte 32 Prozent bet Erwachsenen, unb hi- U such aus der Hohe des Vorjahres. Am heuigen Abendmahl nahmen 1522 Personen teil, also 165 Prozent der Erwachsenen. Gettaut wurden 16 Paar?. 6 mehr als im Vorjahre, von denen 4 auswärts ihren Wohnsitz nahmen, wahrend 3 auswärts getraute Paare in unserem Kirchspiel wohnen. Getauft wurden 30 Kinder. 12 Knaben und 18 Mädchen, davon 22 auf Cichelsdorf und 8 auf Oberschmitten entfallen. Uneheliche Kinder waren nicht darunter. Konfirmiert wurden 16 Eichclsdorser unb 8 Ober* Schmittet Kinder, 11 weniger als im Vorjahre Die Zahl bet Beerdigungen war gering: 9 in Eichelsdorf und 3 in Oberschmitten. An allgemeinen Kollekten gingen ein 189 Mk., an sonstigen Liebesgaben für Vereine und Anstalten evangelischer Liebestätigkeit 1204 Mk., für die Ortsarmen 183 Mk.. an sonstigen freiwilligen Leistungen für kirchliche Zwecke 435 Mk., also insgesamt 2011 Mk., so daß auf den Kopf der Bevölkerung 1.45 Mk. kommen. Bemerkt sei, daß alle Kinder getauft unb konfirmiert, alle Paare kirchlich getraut und alle Verstorbenen kirchlich beerdigt wurden. Die Btbstjtunden in beiden Orten, die winters gehalten wurden, waren besonders in Oberschmitten gut besucht, Im Dezember hielt Missionar Walther au« Beuern eine viertägige Evangelisation, *bic starken Besuch hatte. An dein neuelngerichteten Kindergottesdienst nahmen durchschnittlich 70 Kinder teil.. Auswanderungslustige nach Brasilien, Vorsicht! Vom Presseamt des hessischen Staatsministeriums wird mitgeteilt: Die von dem brasilianischen Landagenten Otto Isernhagen während seines Aufenthalts in Deutschland begonnenen und seitens der „Auslandstelle des Bundes für Siedlungen in Uebersee" unter dem Decknamen „Ten Haan" von Amsterdam aus fortgesetzten Werbungen für die Auswanderung nach Brasilien auf Freifahrt werden neuerdings in erheblichem Umfange von in Holland ansässigen Agenten, wie Dr. Zengier, H. Frank und Pach betrieben. Es haben sich zahlreiche deutsche Familien bewegen lassen, auf das Angebot einzugehen. Die ihnen von den Agenten gegebenen Weisung gemäß haben diese Auswanderer bei der Beantragung des Passes falsche Angaben über ihr Zielland gemacht und sich der Auskunftserteilung bei den amtlich anerkannten Beratungsstellen entzogen. Während einige der Agenten in ihrem Werbeschreiben offen zum Ausdruck bringen, dasi es sich um Werbung für die brasilianischen Kasfeepflanzungen handelt, haben Isernhagen und seine Helfer dies verschwiegen und den Auswanderungswilligen ihr künftiges Dasein als Landpächter und Besitzer in den rosigsten Farben gemalt. In Wirklichkeit ist die Triebfeder aller dieser Agenten Gewinnsucht. Sic beziehen aus diesem Menschenhandel nicht nur ein beträchtliches Kopf gelb von dem mit der Verschiffung betrauten Königlich Holländischen Lloyd, sondern zum Teil auch noch Kopfgelder von den in Betracht kommenden Kaffeepflanzern. An dem Wohl und Wehe der Auswanderer ist ihnen nichts gelegen. Es muß immer wieder betont werden, daß Deutsche sich für die im Hinblick auf das heiße Klima schwere Arbeit auf Kaffeepfanzungen im allgemei nen nicht eignen, und daß sie infolge geringer Bezahlung erst nach einer Reihe von entbehrungsreichen Jahren tm günstigsten Falle es zu einer bescheidenen eigenen Heimstätte bringen können. Die Auswanderer, die in ihrer Unwissenheit sich als Arbeiter auf Kaffeepflanzungen verpflichten, erleben in der Regel die größten Enttäuschungen. Viele geben diese Arbeit nach kurzer Zeit auf und begeben sich nach der Stadt Sao Paulo, uni dort ein Unterkommen zu finden. Dort aber sind die Verdienst- Möglichkeiten außerordentlich beschränkt, so daß vielen nichts übrig bleibt, als sich als ungelernter Arbeiter zu einer für deutsche Lebensansprüche ganz ungenügenden Bezahlung , zu verdingen. Gar mancher, der auf diese Weise nach Brasilien ausgewandert ist, hat zu spät erkennen müssen, daß dieser Entschluß einen Fehlschlag bedeutete, der nicht wieder gutzumachen ist. Buntes Allerlei. Seide aus dem Meer. Da trotz der gewaltigen Zunahme in der Fabrikation von Kunstseide echte Seide auch heut» mehr als je begehrt wird, so hat man sich nach anderen Insekten umgesehen, deren Gespinst ebenfalls dafür verwendet werden könnte. Man hat Versuche mit Spinnen und Raupen unternommen. Die merkwürdigste Quelle oder, aus der man Seide gewinnt, ist ein kleines Muscheltier, das im Mittelländischen Meer vorkommt und „Pinna" genannt wird. Dieses Gesc^pf befestigt sich selbst an dem Felsen mit feinen und starken Fäden, die zu einer prächtigen goldfarbenem Seide gesponnen werden können. Aber leider ist der Faden sehr kurz, und man braucht das Gespinst von 3000 dieser Tiere, um ein Pfund Seide zu gewinnen. Daher ist diese „Muschel- seide" sehr teuer; sie wird nur in einigen Dörfern an der sizilischen Küste hergestellt. Hamburg als vlertgrößter Hafen. Die im Gefolge des Krieges aufgetretenen gewaltigen Verschiebungen des Weltverkehrs finden chren bezeichnenden Ausdruck in den Verkehrsziffern der Haupthäfen der Welt, die in „Werft, Reederei. Hafen" mitgeteilt werden. Danach steht Reuyork mit 37,3 Millionen Donnen an der Spitze; es folgen Hongkong mit 35,7 Millionen, Antwerpen mit 31,3 Mill, und Hamburg mit 30,9 Mill. Hamburg steht danach an vierter Stelle, und erst an fünfter kommt London mit 29,6 Mill., dann Liverpool mit 24,7 Mill., Schanghai mit 24,7 Mill., Rotterdam mit 22,4. Kobe mit 22 und Singapore mit 20,5 Mill. Donnen. Rach diesen Angaben haben die amerikanischen und asiatischen Häfen durchweg starke Steigerungen erzielt. Der Schiffsverkehr von Reuyork übertrifft den vor dem Krieg um 25 Proz., den von Kobe um 65 Protz. Auch der Verkehr im Hamburger Hafen hat sich gesteigert und isi von 28 625 522 Tonnen im Jahre 1913 auf fast 31 Millionen Tonnen gestiegen. sowie alle Arten v. tlautunrcinlgkeiten, tiautausschlägen, wk Blütchen, Mitesser, etc. verschwind, d. tägl. Gebrauch d. echten AeAenpferd -ZeMtuvePed-AiHe- von Bergmann «fc Co., Badebeul. überall zu haben. Kreus-Drog. Antjnst Noll, Noesladt-Dm. Bane Noli, P. J. Müde. SeüQnUbri'tf, Germa'iia-Drog. C. Seibel, Adler-Drogerie W. Waldaokmidt. Drogerie Deere WeHeglele, Drogerie Otto WinterkoH. 376