Ne, IST 134* 54 »3.25 IV 80.5 806 81-52 80,JJ 56,6 9t* 125* 144* 142* 58,5 62 94,25 101 • ■?,4 0,060 137* '6,25 11 80,5 110 101* 93,25 148,1* 144,7' 137,5* 81,91 721 82,25 1101 101,5i 94.1 , 52* 77.25* 91,5* 100,2* »4.5' 85.71' 112,4' 59,8 63.25 ®-25 85,25* 112, IM* ?«,9 80 138* ! Ä" 101* 92' 84,y 113' M 63 59,51 62,5 30.5 42,1 12.75 <0.15 114' 0-250 0.405 0.445 1Ö0 99,91 12.65 42 „150 115,5* 136,5* 135,5* 871 133*1 95.25 >01* 1.51 0.0651 90,5 i 63,51 51-, 91 91*' 106,5*: 125,25 130,15 40,5 49*1 79* 931 95.5! 60.75 i 148,25' 144; 47; „97 77,251 KL', g’*K k?. <0-4 L. ! 52* 7d m J* 91,25* U< 0-418 ".Ü 13.41 0.426 0.41Ö 0.520 13 4 ■ 205 0-4001 “•510? 0-4005 j O-Il's ' 99,5 99.95! 12.5 150.2- U4.7- *•16.5’ 135,2* 132* 101, F* 7.62 B 46 108,5 84 36 4 126 55 59,5 168.25 1.669 15,88 90,14 109,93 112,40 10,50 16,88 20,399 4,195 14,39 80,W 59.85 1.943 f 0.519 59,19 12,418 7,38 5,865 3.05 21.325 80.85 2,075 5,39 4,195 4,315 168,f 15,94 90,« 110,21 112,68 10,53 16,92 20,451 4,205 14,41 81,18. 69,99 1.941 0.581 59,33 12,458 7,40 6,885 3,06 21,375 81.05 2,085 5,41 4.205 4.325 ,679 | i,06 1 1.41 \ 0,31 .2.14 0,592 6.895 10.447 4,205 14.575 81.12 59.97 1.948 0.531 59,21 12.461 7.40 5,885 3,057 21.375 81.07 2.0N 5,54 4,205 4.315 lm-Zrankfurl a. K he Auszahlung, Gewähr.!____________ I 14 Uprii. rma / äml(td)e ’Jtorimn: rit'' I (8j!o \ Briei Inoten. Gewähr.) Seid _ 4,182 15.96 109.79 20,37 14,58 167,86 16,88 91.07 59.03 1,74 112.12 80.86 59,65 12.395 5.8« 8ro'_ 4,202 16.04 110,35 20,47 14,6» 168,70 16.96 91,53. 59.33 1,78 112.68 81,26 59,95 12 455 5.88 Kktreidebörse. (inier inlandichkl. ^0-bis 19; M-z-O' Ä®Ä iial U) l1'.; t"“£. ->B" »Ami*. L $*" Donnerstag, 15. April 1926 176. Jahrgang llr. 87 Erstes Blatt Annahme von Anzeigen für di< Tngesnummer bis zum Nachmittag vorher. preis für l mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig. Platzvorschrift 20° , mehr. Thefredakteur: Dr. Friedr Will). Lange. DerantwortUch für Politik Dr Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil Hans Iüstel, sämtlich in Dieben. Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertag». Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Vezvgrpreis: 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Träger- lohn, auch bei Richter- Rheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: Schriftleitung 112, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: Zranlfurt am Main 11686. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesten VrvS und Verlag: vrühl'Iche Univrrfitätr-Vllch- und Steinöniderei N. Lange in Sieben. Schriltieiiung und Geschäftsstelle: Schnlstraste 7. Vie deutsch-russischen Beziehungen. Besprechungen über einen Neu- trnlität^vertrag mit der Sowjetunion. Moskau. 15.April. Die Nachrickl der „Times" über den bevorstehenden Abschluß eines neuen Vertrages zwischen Deutschland und Rußland wird hier als ein versuch angesehen, die schwebenden Verhandlungen zu stören und lhr Resultat In einem ungünstigen Licht erscheinen zu lassen, wie es auch aussallcn sollte. Daß Verhandlungen schweben, ist seit langem kein Geheimnis. Tatsächlich liegt die von russischer Seile flammende Anregung dazu eineinhalb Jahre zurück. Sie ist im September 1924 erfolgt und von der deutschen Regierung sogleich abgegriffen worden. Die damals ungefähr gleichzellig cinfehenben Verhandlungen über die Sicherung der W e ft - g r e n z e ist die Ursache gewesen, daß nach der russischen Seite hin die Zügel ein wenig schleiften. Währen des Sommers ist die deutfch-ruffifche Diskussion fortgesetzt worden. Was Rußland wollte, war ein allgemeiner Reulralitätsvertrag, wie es ihn mit der Türkei abgeschlossen Hal, ein Ver- frag, der die Beihilfe Deutschlands zur militärisclzen wie zur wirtschaftlichen Kriegführung gegen 5o- wjekruhland ausschließen würde. Ein deutsch-russischer Vertrag auf der Grundlage einer solchen allgemeinen Neutralitätserklärung wäre nach dem russisch-türkischen Vertrag nur der zweite Fall in einem ganzen System derartiger Verträge. Sowjetrußland arbeitet an dem Ausbau eines solchen diplomatischen Gebäudes, und sein nächstes, wenn auch noch fernes Ziel ist ein gleichartiges Abkommen mit Frankreich. Zu der „Times"-Meldung über den Abschluß eines Rückversicherungsvertra'ges zwischen Deutschland und Sowjetrußland wird von Berliner zuständiger Stelle ausdrücklich erklärt, bah von einem solchen Vertrag gegenwärtig keine Rebe sein kann. Dagegen finb schon seit geraumer Zeit zwischen bet deutschen unb ber russischen Regierung verhanblungen Im Gange über eine V rärisie- t u n g bes gegenwärtigen Verhältnis- jes im Hinblick auf ben Locarnopakt. Von deutscher Seite ist wleberholt betont worben, bah der Vertrag von Locarno keine veränberungen in den übrigen Beziehungen Deutschlanbs zu Ruhlanb unb feine Umstellung ber politischen Orientierung bebeutet. Der Vertrag von Locarno werbe von Deutschland In keiner Weise als eine Aktion gegen ben Offen aufgefafjt. Auch die Fortsetzung ber Verhandlungen mit ben westmäch- fen nabe eine neue Nuancierung bes Verhältnisses Deutschlanbs zu Sowjetruhlanb nofroenbiq gemacht. Hebet all blefe Parallelbesprechungen mit Ruhlanb werben jedoch ble Westmächte von ber beutschen Regierung fortlaufenb Informiert. Ob unb wann die Besprechungen mit ber Sowzetregicrung eine konkrete Form finben unb zur schriftlichen Pnnkla- fion führen werben, steht noch bahin. Ein neuer Kurs in Amerika. Coolidge für eine Jsolicrungspolitik der Verciuigtcn Staate». Washington, 14. April. (WTD.) Zu der kürzlich gemeldeten Rede des Präsidenten Coolidge, in der er die Einigkeit der Amerikaner betonte, berichtet der Whaley Eaten- dienst: Es wird versichert, daß die Rede des Präsidenten dafür berechnet war, den Grundstein zu legen für eine Wiederbelebung der alten Harbin gschen Idee eines Zusammenschlusses kontinentaler Einheiten zu kontinentalen Ligen. Es besteht kein Zweifel, daß die Regierung damit beschäftigt ist, eine neue und umfafsende Außenpolitik außerhalb des Völkerbundes zu formulieren. Wir sind aber von zuständiger Stelle unterrichtet, daß die Angelegenheit sich zur Zeit noch nicht in endgültiger Form befindet. Die Basis dieser neuen amerikanischen Politik wird, tote wir hören, in einer vollständigen Trennung von den politischen Angelegenheiten Europas bestehen, doch von keiner Einschränkung der wirtschaftlichen Beziehungen zu Europa begleitet sein. Ein anderer Punkt der neuen Politik wird die Versicherung sein, daß in der amerikanischen Politik für Ligen oder politische Vündnifte oder formelle Organisationen dieser Art kein Platz ist. Dieses neue internationale Programm wird sich während des Sommers entwickeln und wird in Ansprachen zuständiger Beamten der Oeffentlichkelt mi! geteilt. Mussolini in Tripolis. Tripolis, 14. Avril. (Wolfs.) Rach einer Stesanimeldung legte Mussolini gestern in B c g c l Mianin, das 35 Kilometer von Tripolis entfernt liegt, den Grundstein zu Landhäusern einer Mailänder Gesellschaft. die dort c'.y.e Konzession erhalten hat. Der Leiter der Ansiedlung dankte Mussolini und zeigte ihm besonlnut entwickelte Getreideähren, die auf dem Kon -imnsaebiet von Arabern erzielt worden waren. Li • ■ ?m Mussolini nach die ersten Spatenstiche cu.v,. . halte, begab er sich nach Atizie, wo ihm d.c Bc.allerung einen begeisterten Empfang fcc .i.crc. Gm Anschluß daran besichtigte er die von italienischen Tcupnen auf der Hochebene von Sarian angelegte Chaussee und toohnte einer Fantasie arabis ch e r Reiter bei. Mussolini nahm dann das Frühstück beim Befehlshaber des Gebiets von Garian ein und kehrte daraus nach Tripolis zurück. wo er die Kriegsschiffe im Hasen, die Moschee und den arabischen Stadtteil besichtigte. Am Abend wurde ihm ein Fackelzug dargebracht, dem er vom Balkon des Palastes des Gouverneurs beiwohnte. Auch bei dieser Gelegenheit wurden ihm stürmische Huldigungen zuteil. Italien unb die TciMerftage. Für die Unverletzlichkeit des internationalen Territorinns. Rom, 14. April. (WB.) Das .Giornale d'Italia" schreibt, daß Italien angesichts der Rachricht über die Frled-ensverhandlungen in Marokko sein QIugemnerE auf Tanger richte. Die Frage von Tanger sei für Italien noch immer ungelöst. Zwischen dem Marolkoprogramm und und der Tangerfrage gebe es zwar keine^unmittelbare Beziehung, aber gelegentlich der Fcie- densverHandlungen sei die Angabe auigetaucht, daß Spanien wünsche, seine Marolk.zone dadurch zu ertoeitern, daß es einen Teil des Territor iums von Tange^r sicy an eigne. Italien könne, da das neue Tanger- ftatut ohne seine Mitwirkung auig’arbeitet und angemeldet worden sei. den spanischen Tarierungen nichs beiftimmen. Das fest umgrenzte kleine Territorium von Tanger fei internationalisiert worden und setze dir Rea)te aller Beteiligten voraus. Es dürfe daher wegen der damit verbundenen internationalen Interessen nicht angerübrt werden. Italien beharre auf seinem blättrigen Standpuint. sehe jedoch mit Freuden, daß Frankreich und England sich für eine Berständigung mit Italien aussprechen. Die Friedensverhandlungen in Marokko. Paris. 15. April. (W. T. B. Funlspruch.) Der französische General Mangin, der in Oujbja fie Verbindung zwischen Abd cl Krim und Der französischen Regierung aufrecht:rhalte". hat, erklärte einem Pressevertreter, daß er über tas (S-intreffen der Delegierten der Riileute noch leir.e Rachricht erhalten habe. Cs würden noch einige Tage bis zum Beginn der Derhandlungen ver- Die englische Kohlenkrise. Die Verhandlungen zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern des englischen Bergbaues haben bisher zu keiner Einigung geführt. Es besteht auch wenig Aussicht, daß eine solche sobald zustande kommen wird. Beide Parteien rüsten bereits zum entscheidenden Kampf, was jedoch von keiner Partei offen zugegeben wird, denn sowohl die Grubenbesitzer wie die Gewerkschaften suchen ernstlich nach einer friedlichen Lösung. 2lls Derhandlungsbasis dient der Bericht der Kohlenkommission, der tm großen und ganzen von den Gewerkschaften abgelehnt wird, da er eine Lohnherabfehung vorschlägt, ohne die eine Gesundung des eng- lischen Bergbaues nicht eintreten könne. Die R e g i e r u n g hat sich den Forderungen des Berichts der Kommission angeschlossen und teilt mit ihm die Auffassung, baß'eme Verlängerung Der staatlichen Unterstützungen über den ersten Mai hinaus nicht möglich ist. Der Kampf, der gegenwärtig zwischen Gewerkschaften und Unternehmern und zwischen den Gewerkschaften und dem Staat ausgefochten wird, wird darüber entscheiden, wie sich die wirtschaftliche Struktur Englands in den nächsten Jahren gestalten wird. Die schweren Gegensätze zwischen den Parteien sind geeignet, eine allgemeine Staatskrise in England herbcizufuh- ren, denn die Gewerkschaften sind sehr stark und spielen eine große Rolle Im Wirtschaftsleben, zumal die meisten anderen großen Gewerkschaften den Bergarbeitern ihre Unterstützung bei einem Kampf gegen die Unternehmer zugesagt haben. Es handelt sich bet der englischen Bergbau- krise in der Hauptsache um reine Machtfragen, darum, ob die Gewerlfchaften der Regierung ihren Willen aufzwingen können, wie es ihnen im Sommer vorigen Jahres gelungen ist. Die konservative Regierung und ebenso der überwiegende Teil der öffentlichen Meinung ist der Ansicht, daß der Staat dieses Mal den Gewerkschaften gegenüber feine Autorität durchsetzen müsse, auch wenn es darüber zu gewaltigen Wiri- schaftskämpfen kommt, die das Geben der Ration bis in seine Grundfesten erschüttern würden. Die Regierung ist unter allen Umständen entschlossen, feine weiteren Subventionen zu zahlen, da sie diese Belastung dem englischen Steuerzahler nicht weiter zumuten kann. Aber nicht nur diese innerpolitischen Machtfragen verleihen der Kohlenkrise ihre große Bedeutung, sondern es handelt sich letzten Endes auch um die Lebensfähigkeit der englischen Kvhlenindustrie überhaupt. Ohne Staatssubventionen können dir heutigen Preise nicht aufrecht erhalten werden, es sei denn, daß eine erhebliche Lohnheradsetzung eintritt. Bei Aufrecherthaltung des heutigen Lohnniveaus würden die englischen Grubenbesitzer ettoa ein bis zwei Schilling an jeder Tonne Kohlen zusehen, was in kürzester Zeit den Bergbau zum Erliegen bringen müßte. Auch die weitestgehendeii Rationalisierungsmaßnahmen könnten diesen Ber- lust nicht ausgleichen, wenn die jetzigen Löhne weitergezahlt würden. Daß ein gewisser Lohnabbau unbedingt notwendig 1 ist, scheinen auch die Gewerkschaften eingesehen zu haben, nur wollen sie keine zu starke Loynherabsehung xugeben, wie sie von den Unternehmern gewünscht wird. Die Gewerkschaften wären schon damit einverstanden, daß für ganz England ein ein- heitlicher Minimallohn festgesetzt wird, der Dem Existenzminimum des Kohlenarbeiters entsprechen würde. Dies wollen jedoch nicht die Unternehmer, die nach wie vor fordern, daß die Lohnregelung wieder völlig freigegeben wird, so daß in jedem Betriebe nach den jeweiligen Verhältnissen die Löhne besonders geregelt werden. Die Gewerlfchaften befürchten hierbei jedoch, daß dadurch in vielen Bezirken die Löhne noch unter das Existenzminimum sinken und so zu einer Verelendung der Ar - beiterschaft führen würden; das soll unter allen Umständen durch den Einheitsminimallohn für den ganzen englischen Bergbau vermieden werden. Die Schwierigkeit, einen Cinheitslohn sestzustellen, ist außerordentlich groß, denn er könnte von gut rentier en i>en Bergwerken spielend gezahlt werden, von anderen dagegen nicht. Bei diesen mühte dann doch wieder eine Staatsunterstützung eintteten. Ergebmslofe verhandlimgeu. London, 14. April. (TU.) Das Kabinett hat heute nachmittag über die Kohlenkrise verhandelt, ohne ober zu einem Beschluß zu kommen. In politischen Kreisen nimmt man an, daß weder die Grubenbesitzer noch die Bergarbeiter einen endgültigen Entschluß fassen werden, bevor sie sich über die Hohne der in Aussicht gestellten weiteren Regierungsunterst ü h u n g unterrichtet haben. Der Vollzugsausschuß der Bergleute be- sck>loß, daß keine örtlichen Verbände der Ein- laudng der Zechenbesitzer stattgeben und über örtliche Lohnvereinbarungen verhandeln sollen, bevor die allgemeine Lohnverein- baruitg gesichert ist. Der Zentralausschuh der Zeche n besiher hatte nachmittags eine ein- stündige Konferenz mit Dem Arbeitsminister. D.e Arbeitgeber erklärten hierbei, sie würden sich mit den örtlichen Verbänden der Bergleute in Verbindung setzen, um mit ihnen zu erwägen, welche Arbeitsbedingungen nach dem 30. April ein geführt werden könnten. Inzwischen seien sie aus rechtlichen Gründen genötigt, von der Beendigung der bestehenden Kontrakte für Ende dieses Monats Mitteilung zu machen, was aber nicht Den Abbruch Der Verhandlungen bedeute. Abends hatte der besondere industrielle Ausschuh Des Gewerkschaftskongresses mit Premierminister DalDwin eine nahezu ein» stündige Konferenz, nach welcher er sich mit den Vertretern Der Bergleute beriet Die Führer der Bergleute beabsichtigen im Lause des Aöen >5 nach Brüssel zu reifen, um mit Dem Internationalen Bergarbeit er verbanD wegen Unterstützung Dura) die festlänDischen Organisationen im Falle eines Ausstandes zu verhandeln. Die Morgenblätter beurteilen die Lage im Kohlenbergbau sehr pessimistisch. Die meisten Blätter erklären unumtounien, dah die Verhandlungen auf den toten Punkt gelangt seien. Der Standpunkt der Regierung ist nunmehr der, daß man im Rotfall auch einer Be - triebseinstellung in den Kohlenbezirken ins Auge fehen müsse. gehen. Ein Friede mit AbD ei Krim sei notwendig, Denn die Fortsetzung des Krieges würde nur geringe Vorteile um den Preis schwerer Opfer bringen. Abd el Krim habe genügend Einfluß, um Den ihm an- hängenden Stämmen, Die ihm in Den Krieg gefolgt seien, einen auf Den gegenwärtigen Frie- densbedingungen basierenden Frieden auf^u- zwingen. Verschiebung der Abrüstungskonferenz. London. 14. April. (Wolff.) „THoraing Post" meldet, die endgülftge Weigerung Sowjel- rußlands. an der Abrüstungskonferenz leilzu- nehmen, werde viellsichl dazu führen, daß die gesamte Frage der Abrüstung zu Lande vorläufig Derfdjobcn wird. — „Daily herald" hält es für saft sicher, daß die Abrüstungskonferenz verfchoben wird. Die französische Regierung werde einen dahingehenden Vorschlag machen. Dieser Entschluß fei auf Grund von Boncours Warschauer Besprechungen mit vcrkrctern der polnischen nnd rumänischen Regierung zuskaude gekommen. Die (Enteignung MOrienbads. Prag. 14. April. (WB.) Bor dem Obersten Verwaltungsgerichit hat heute die mit allgemeinem Interesse erwartete Verhandlung über Dis Beschwerde Des Stiftes Tedl gegen die Enlsckeidung des Bod^ramles über Die Beschlagnahme ii nD Enteignung Der Kurhäuser, Heilquellen und sonstigen Kureinrichtungen Marienbads begonnen. Den Barsch führte Der erste Präsident Des Obersten VercoaltungsgerichLes Dr. Hacha. Für das Stift erschienen Die Rechtsanwälte Dr. Franz-Wien. C ! a u ö i unD Helmer- Wien. Claudi begrün etc in einer zweistünd gen Rede di: B schwer de Des Stifts, woraus Helmer Die Ansprüche des Stifts Tepl auf MarienbaD begründete. Tschechifche Gewaltakte gegen Reichsdeutfche. Die Drangsalierung des Deutschtums In der Tschechoslowakei hat seit Locarno an Hestigkeit zugenommen und fängt an, in Gewaltakte an Reichsdeutschen umzuschlcgen. Bor einiger Zeit schon wurde lebhafte Klage darüber geführt. daß man in Prag anscheinend nach Konflikten mit der ReichSregierung sucht und eine Haltung an den Tag legt, die geradezu provozierend wirken muh. So schweben zur Zeit zwischen beiden Staaten Verhandlungen über Die Grenzbahnhöfe, die für beide nur dann zu einem vorteilhaften Abschluß gelangen können, wenn eine von Gehässigkeiten und Gewaltakten freie Atmosphäre geschaffen wird. Statt dessen versucht man von Prag aus neuerdings die tschechische Vevölkerung in den namentlich im Sommer von Reichsdeutschen vielbesuchten Grenzorten jenseits Des bayerischen Waldes gegen die deutschen Touristen ouszuwiegeln und aufzuhehen. Selbst bis in die Schul st üben bringen die Haß- Politiker. Auf ihr Konto ist auch die Verhaftung von über dreißig Reichsdeutschen in Hultschin zu sehen, die angeblich Deswegen erfolgte, weil Die Verhafteten einer deutschen Organisation heimattreuer Hultschiner angehören sollen. Das alles zeigt nur zu Deutlich, dah die Tschechen bewuht Konfliktstoffe zusammentragen. Weshalb ist nicht zu erkennen, sind sie Doch in mehr als einer Beziehung a u I Deutschland angewiesen, so bah man annehmen bürfte. ein gut nachbarliches Verhältnis wäre auch ihnen angenehm. Ernste Lage in Peking. Schwere Kämpfe in den Vorstädten. — Neue Bombardements. Peking, 14. April. (TU.) Gestern ist einer ber Generäle Wu Pei Fus mit seinen Truppen in bas Militärlager von Wanhuan bei Peking eingerückt. Größere Detachements des Generals finb ferner in ber Vorstabt Pekings. Promachang, eingetroffen. Die Gesamtzahl Der Truppen des Generals beläuft sich auf 40 000 Wann. Mit ber Rationalarmee unb ihren Führern soll eine vollstänbige Verständigung erzielt worden sein. Die Kämpfe an den anderen Fronten dauern fort. Die Kuomingtschungs (Rationalarmee) haben die Truppen des Generals Li Ching Lin über Fengtai hinausgetrieben. Auch die Streitkräfte Tschang Tso Lins sind zurückgeschlagen worben. Am Sonntag unb Montag ist Peking wieber bombarbiert worben, wobei mehrere Personen, barunter ein Priester, verletzt worden finb. Die Erregung ber Bevölkerung ist am Siebepunkte angelangt. Das Gesanbtschaftsv'.ertel ist überfüllt von geängstigten Chinesen, bie dort Zuflucht suchen. Die Rationalisten sollen bereit sein, Peking zu räu nen. falls bie Alliierten mit einem Wcf en- stillstanb unb ber Errichtung einer neutralen Zone runb um bie Hauptstabt einverstanben finb. Wie aus Mukben berichtet wirb, hat Marschall Tschangtsolin erklärt, bah er feine Truppen östlich bes großen Walles nach ber Einnahme von Peking zurückziehen werbe unb s i ch nur noch manbschu rischen Angelegenheiten wibmen wolle. Die Möglichkeit eine? russisch-japanischen Krieges hält Tschangtsolin nicht für ausgeschlossen. Auf alle Fälle, so erklärte Tschangtsolin, könne man ben Bolschewismus in ber Manbschurei nicht bulben. Eröffnung der Internationalen Schiffahrtskonferenz. L o n b o n, 14. April. (WD.) Die Internationale Schiffahrtskonserenz, aus der vierzehn Länder, darunter Deutschland, die führenden Schiffahrtsunternehmungen sowie der Schisf- sahrtsausschuß des Völkerbundes durch Delegierte vertreten sind, wurde heute eröffnet Der Präsident der englischen Schissahrtsiammer, Walter Runciman, der zum Vorsitzenden der Konferenz gewählt wurde, bezeichnete in seiner De- grüßungsrede als Ziel Der Konferenz Sicherung unD Aufrechterhaltung der Freiheit des Verkehrs sowie gerechter und soweit als möglich gleicher Behandlung aller Länder in allen Seehäfen Der Welt durch eine freiwillige internationale Aktion. Darauf wurde der Bericht über die Frage ber zwangsweisen Versicherung ber Schiffspassagiere besprochen. Dr. K i e p (Deutschlanb) erklärte, wenn ein befriedigender Plan ausgearbeftet werden könne, würden die deutschen Reeder bie ersten sein, ihn anzunehmen. Der Bericht wurde zur weiteren Prüfung an einen Ausschuß überwiesen. Sine Entschließung R u n- cim ans (England), in ber es heißt, es sei wünschenswert, die Handelsschiffahrtspolftit der Rationen in einer zentralen Körperschaft in Heborcinflimmung zu bringen, wofür ber Sec> fahrt saueschuß bes Völkerbunbes geeignet fei, wurde ebenfalls zusammen mit anderen Anträgen an Den Ausschuß verwiesen. Beamtendemonstrcttionen in Paris. Paris, 14. April. (TU.) Trotz Der u-n- fafrenben Sicherungsmaßnahmea Der Palizeiprä- fettur hatten sich heute kurz nach 6 Uhr an wichtigen Pariser Derlehrspunkten mehrere taufend Beamte zu einer Kundgebung für eine Erhöhung der Deamtengehölter zusammengefunden. Es kam zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei. Dach Angabe der Polizeipräfektur sind dabei 80 Personen verwundet worden. Insgesamt wurden 1200 Verhaftungen vorgenommen. Um 8 Ühr kamen die Demonstranten in einem Gewerk chastsgebäude zusammen. Unter den Angestellten der Hauptpost, namentlich unter den Briefträgern, herrscht seit einigen Tagen älnruhe wegen der von ihnen geforderten Lohnerhöhung, über die die Regierung noch keine Entscheidung getroffen hat. Heute nachmttag ist auf der Hauptpost ein T e i l st r e i k ausgebrochen, in dessen Verlauf die Briefträger die Depeschcnbeförderung nach den einzelnen Postämtern verhinderten. Ans diesem Grunde ist ein umfangreicher Sicherheitsdienst organisiert worden. der sich auch auf den Telephondienst erstreckt. Auch unter den übrigen Postbeamten macht sich seit einigen Tagen eine Lohnbewegung bemerkbar. Der Kampf um die Wohnungsnot Berlin, 14. April. (Wolff.) In der Vor- standssigung des Deutschen Städtetages wurde erneut mit allein Nachdruck darauf hingewiesen, daß die Maßnahmen zur Beseitigung der Wohnungsnot künftig noch energischer, umfassender und schneller als bisher gefördert werden müssen. Mindestens 6 0 0 0 00 Wohnungen müßten in Deutschland in kurzer Frist gebaut werden, wenn der bringet! ft e Fehlbedarf aus der Vergangenheit einigermaßen ausgeglichen werden solle. Die Städte bedürften zur Bewältigung dieser Aufgaben weitgehender Mitwirkung von Reich und Ländern. Mit allem Nachdruck müsse auf die Beseitigung des Mißverhältnisses zwischen der Baukostenverteuerung und dem allgemeinen Preisindex hingewirkt werden. Durch weitgehende Steuererleichterungen müsse der Wohnungsbau angeregt werden. Voraussetzung für die Durchführung eines ausreichenden Wohnungsbauprogramms fei die Lösung der Firlanzierungsfrage. Die kurzfristige K re- di t h i l f e des Reiches fei zu begrüßen, soweit sie ein stärkeres Interesse für den Wohnungsbau Hervorzurusen geeignet sei. Dringend notwendig fei die Vereinfachung her Bestimmungen über die Verwendung der Hauszinssteuer für den Wohnungsbau. Von ausschlaggebender Bedeutung aber fei eine den sozialen Erfordernissen entsprechende endgültige Umwandlung der Hauszins- ft# u e r, die zugleich die Grundlage für die unerläßliche Aufstellung eines Wohnungsbauprogramms auf lange Sicht abgebe. Weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit. Berlin, 14. April. (Wolff.) Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der zweiten Märzhälfte zeigte eine weitere mäßigeDesse- r u n g. Die Zahl der Hauptunterstühungsempfän- ger ist im Gesamtergebnis von rund 2 017 000 am 15. März auf 1942 000 am 1. April, d. h. u m 3,7 Prozent »urückgegangen. Im einzelnen hat sich die Zahl der männlichen Haupt- unterstützungSempfänger von 1702 000 auf 1 624 000 vermindert, während bei den weiblichen Hauptunterstützungsempfängern eine klein« Zunahme von 315 000 auf 319000 eingetreten ist. Die Zahl der Zuschlagsempsänger (unterstuhungs- berechtigte Angehörige von Hauptunterstützungsempfängern) ist von 2 204 000 auf 2 082 000 zuruck- gegangen. Insgesamt hat sich die Zahl der Haupt- untersÄtzungsempfanger im März von 2056 000 auf 1942 000 vermindert. Das Ergebnis des Volksbegehrens. Berlin, 14. April. Der Aeichswahl- aus schuh hielt am Mittwoch unter Vorsitz des Reichswahlleiters eine öffentliche Sitzung zur Feststellung des endgültigen Ergebnisses des Volksbegehrens ab. Der Reichswahlausschuß stellte fest, daß im gesamten Wahlgebiet (Deutsches Reich ohne Saargebiet) 12 523 939 Eintragungen erfolgt sind. Das vorläufige Er- aebnis betrug 12 512 000 Eintragungen. Don einer Rachprüfung der Beschlüsse der Abstimmungsausschüsse kann In diesem Falle abgesehen werden, weil die vorstehende ermittelte Gesamtzahl der Eintragungen die für die Zulassung des Volks- entschech erforderliche Zahl bei weitem überschreitet. Die Zahl der gültigen Eintragungen macht im ganzen Reiche 117,2 Prozent der Gesamtzahl der für die Linke am 27. Dezember 1924 abgegebenen Stimmen und 31,8 Prozent der Zahl der Wahlberechtigten bei der Reichspräsidentenwahl aus. Der Kutisker-Prozeh. Berlin. 14. April. (Tü.) Am -weiten VerhandlungStage äußerte sich Äutijcr zunächst über das viel genannte Hanauer Lagergeschäft. In dieses Geschäft ist er durch den jetzigen Mitangellagten Strieter hineingekommen. Strieter betonte, daß sich dieses Geschäft schnell abwcckeln werde und daß man habet Millionen verdienen könne. Kutisker entschloß sich dann zur Beleihung des Geschäftes, da Schrott so gut tote bares Geld gewesen fei Es war beah- 11^.19!, öaö Material tnt Auslande gegen eng- U-che Pfunds zu verkaufen. Durch Rüh e von der Staatsbank wurde auch eine Beteiligung der Staatsbank herbeigeführt. Kutisker sagte Wetter aus, er habe gegen einen Rominalwechsel Zlark im Falle des Hanauer Lagers 51 700 Mk. Kredit von der Staatsbank erhalten. Im Zusammenhang mit dieser Bekundung wurde dann der Angeklagte Strieter vernommen, der angab, bereits große Reisen nach China und Oapan gemacht zu haben und behauptete, in Abessinien 76 000 Hektar Gummiwald zu be- sttzen. Der Vorsitzende drückte sein Erstaunen darüber aus, daß ein so junger Mensch schon so umfangreiche Geldgeschäfte gemacht haben wollte. Der Angeklagte Strieter sagte Weller aus. das Hanauer Lager habe, als er es übernommen habe, zum größten Teil neue oder nur sehr wenig gebrauchte Materialien enthalten. Dann wurden die Wechselgeschäfte erörtert Rach der Schätzung des Angellagten Strieter hat das Ha° "Er Lager einen Wert von 6 bis 7 Millionen gehabt. Darauf wurde H 0 l z m a n n vernommen, gr gab an^ bei der Besetzung der ükraine in Sieto getoefen zu sein. Er habe sich mit den d^kschen Truppen sehr gut gestanden. Der CDor- 'khende totes daraus hm, daß Holzmann später Heeresgut nach Rumänien verscho- ben haben soll. Holzmann betritt das ener- ßif$. Wahrend der Vernehmung Holzmanns I wurde festgestellt, daß der Gesundheitszustand Kutiskers eine Weiterverhandlung nicht mehr zulasse. Die Sitzung wurde daher auf Freitag vertagt Hessischer Landtag. Darmstadt, 14. April 1926. Präsident Adelung eröffnet die Sitzung um 9'/s iUjr. Die Beratung des Staatsvoranschlags für 1926 wird wieder aufgenommen, und fctoar bei Kap. 44 (Volksgesundheitspflege). Abg. Reuter (Soz.) führt Beschwerde wegen der Richtanerkennung des soz. Arbeiter- Samariter-Dundes durch den hessischen Staat und die Verweigerung einer ünterstühung. Hu Kap. 45 (Jugendfürsorge und besondere Maßnahmen zur Bekämpfung von Bolls- kraalheiten) liegt ein Antrag Dr. Leuchrgens-Glaser vor. den für die Besoldung der Bezirtsfür- sorgerinnen ausgeworsenen Betrag von 144 000 Mk. zu streichen und den anderen Positionen des Kapitels zuzuweisen. Abg. Dr. Leuchtgens (Bbd.) begründet seinen Antrag mit der Erklärung, daß das Für- forgetoefen mel zu sehr verstaatlicht ist, man solle es viel mehr den privaten Fürsorgerinnen überlassen. Hessen sei auch auf diesem Gebiete wieder mit der Verstaatlichung weiter als die anderen deutschen Lander. Gerade die sittlichen Kräfte würden durch die private Wohlfahrtspflege geweckt und gefördert, durch den Staat würden sie lahm gelegt. Der Staat arbeite auch viel schwerfälliger und schematischer als die privaten Institutionen. Abg. Hardt «Soz.) bittet, den Antrag abzulehnen. ebenso einen Antrag Dr. Werner, der die Regierung ersucht, die Frage zu prüfen, ob die Aufgaben der Kreisfürsorgerinnen von christlichen Schwestern übernommen werden können. Abg. Frau Birnbaum (D. Vp.) wendet sich ebenfalls gegen die Streichung der für die Fürsorgeschwestern ausgesetzten Summen und weist auf ihre Leistungen und ihren Aufgabenkreis hin. Die charitativen Verbände allein könnten diese Aufgaben nicht übernehmen. Die Rednerin betont nachdrücklich, daß sie keine den privaten Fürsorgerinnen feindliche Stellung ein- nehme, wenn sie für die Bezirksfürsorgerinnen eintrete. Abg. Frau HeräuS (Dntl.) ist ebenfalls der Olietnung, daß die Dezirkssürsorgerinnen nicht entbehrt werden können. Abg. Hattemer (Ztr.) wendet sich gleichfalls gegen die im Antrag Dr. Leuchtgens geforderte Streichung, sie pflichtet aber auch den Abg. Dr. Leuchtgens und Dr. Werner insofern zu, als der Staat allein die Aufgaben der Volksgesundheitspflege nicht erfüllen kann. Der Staat habe in der Woh- nungsfürforge, namentlich für kinderreiche Familien, versagt. Dr. Balser (Dem.) weist darauf hin, daß die christlichen Schwestern allein nicht für die vielen Ausgaben der öffentlichen Gesundheitsvflege aus- reichen, weshalb die Aufrechterhaltung Der Einrichtung der Bezirksfürsorgerinnen notwendig sei. In der weiteren Debatte entgegnen die Abg. Heraus (Dntl.) und Hattemer (Ztr.) auf eine Behauptung der Abg. Balser, daß die konfessionellen Schwestern dieselbe Vorbereitung und Ausbildung haben, wie die Kreisfürsorgeschwestern. Der oben erwähnte Antrag Dr. Leuchtgens wird Sixt Der Antrag Dr. Werner wird angenom» as Kapitel 45 wird dann mit 561 000 Mark genehmigt. Kap. 39 (Aerzllicher Dienst) wird mit 52 050 Mark Einnahme und 259 849 Mark Ausgabe angenommen. Ein Antrag Galm (Komm.) wegen einer Statistik Der Bleiweißerkrankungen wird nach längerer Debatte durch die Regierung-- antwort für erledigt erklärt. Ein Antrag Roth zu diesem Kapitel wird abgelehnt. Die Beratungen wenden sich jetzt Kapitel 42 (Landes-Heil- und Pflegean st alten und Heilstätte für Nervenkranke bei Gießen zu. Abg. Dr. N i e p 0 t h (D. p.) weist an Hand von Zahlen nach, daß Die Aufwendungen für die staatlichen Anstalten weit höher sind, als in den Prooin- zial-Siechenanstalten. Die Kosten Der Irrenanstalten seien unerträglich hoch. In einer kleinen GemeinDe kommen, wie Der Redner an einem Beispiel zeigt, auf den Kopf Der Bevölkerung 12 Mark, Das könne eine GemeinDe unmöglich tragen. WürDen Die Kosten nicht herabgesetzt, so wurden Die Kranken Den Anstalten ferngehalten. Abg. Kiel (S.) berichtet über seine EinDrücke von Der Besichtigung einer Landesheilanstalt unD weist auf Den schweren Dienst des Pflegepersonals hin. Der Redner unterbreitet Dann Dem Hause eine Reihe von sozialen Wünschen Des Personals und äußert sich ablehnenD zu einem Antrag Dr. Leuchtens, Pflegepersonal nicht in Bsamtenstellen anzustellen, ebenso bekämpft Der ReDner einen Abbau- antrag Dr. Leuchtgens, Der sich auf Aerzie unD Pflegepersonal bezieht. Schließlich menDet er sich auch gegen einen Abbau der Löhne Des Pflege- Personals. Abg. Dr. Leuchtgens (Bbd.) stellt verschiedene Behauptungen Des Abg. Kiel richtig, namentlich in bezug auf die Zahl des Pflegepersonals. Die Ziffer habe sich gegen die Vorkriegszeit verdoppelt. Der Redner verlangt nachdrücklich, daß die Pflegegeldsätze herabgesetzt werden. tage mit 130 bis 150 feiert doch wohl zu hoch Abg. Heräus lDntl.) meint. Die ürlaubs- bemessen. Vach weiterer Aussprache wird über Kap. 42 abgestimmt. Don dem Antrag Dr. Leuchtgens wird nur der erste Absatz angenommen, wonach Heil- und Pflegepersonal nur noch auf Grund eines kündbaren Dienstvertrages eingestellt werden soll. Das Kapitel selbst wird mit 3 258 367 Mk. Einnahme und 3 613 054 Mk. Ausgabe angenommen. Die übrigen Anträge, über die Dann noch abgestimmt wird, werden zumeist nach den Ausschußanträgen erledigt. Es folgt Dann Die Beratung der Kap. 32 (Gendarmerie). 33 (Polizei) und 47 (Schutzpolizei). Abg. Leuschner (Soz.) bedauert es, daß kein gemeinsamer Polizeietat dem Hause vorgelegt worden ist, noch immer fehlten auch eine ^ihe von Vereinheitlichungen. Diese müßten gefordert werden, Denn dadurch würde Die Po- llzei schlagfertiger, auch würden Ersparnisse gemacht. Dte Dereitschaftspollzei sei viel zu um» fangreld) überdies herrsche ein Üebersluh an Pollzetosfizieren. Jede Berellschast müsse mit Drei Offizieren auskommen. Bei der Schutz- pvllzei wären sehr kostspielige Stäbe. Abg. Leuschner begründet hierauf eine Reihe von ErsparungsVorschlägen und Anträge seiner Partei: Darunter ist auch Die Forderung eines Landeskriminalamtes. Abg. Kindt (Sn.) hält Beschlüsse über das Polizeiwesen noch nicht für spruchreif, weil sich der SechserauSschuß noch nicht Damit befaßt habe. Abg. Kaul (Soz.) spricht Dagegen. Abg. Dr. Leuchtg ens (Bbd.) ist ebenfalls für eine Zurückverweisung an den Ausschuß, insbesondere an den Finanzausschuß. Die Verlagungsanträge werden in der Abstimmung abgelehnt. Minister v. Brentano erklärt, die Um« Organisation Der Schutzpolizei mü se und werde kommen, die Entente verlange dies. Mll der Vere'.nheillichung der Polizei könne jetzt schon begonnen werden. Die geschlossene Ausbildung unD die Verwendung von Polizeitruppen müsse unterbleiben, denn gewissen Forderungen der Entwaffnungsnote müsse entsprochen werden. Der Minister teilte dann mit, daß Die Polizei- schule zu einer Fachschule für die Polizei, und Die Gendarmerie ausgebaut wird: sie werde einem Verwaltungsbeamten unterstellt. Der Redner verbreitete sich noch übet weitere Plane, z. D. den Abbau der Landesaendarmerie- d i r e k t i 0 n. Der bereits im Gange sei. Er erklärte sich Damit einverstanden, daß auf Dem Gebiete Der staatlichen Ortspoli^ei 300 Stellen auf Den Inhaber gesetzt werden. Im äußersten Falle wäre bei Den sachlichen Ausgaben eine Ersparnis von 120 000 Mk. möglich. Hoffentlich ließen sich für Die unteren Gehaltsgruppen bessere Verhältnisse herbeiführen. Das hessische Kriminalamt wäre schon vorbanDen, es heiße nur anders, unD zwar „Hessische Rachrichtenzentrale". Der Minister schloß mit einer Anerkennung der Leistungen der Polizei. 216g. Kindt (Dn.) kritisiert die Ausführungen des Aag. Leuschner. Die Zahl der Polizei- offiziere wäre nicht von Hessen, sondern vom Reich festgesetzt toorten, von einer demokratisch«ren Regierung als Die jetzige. Die Gründung der Po- lizeisckule, Die Dar Minister angekünd gt habe, sei Der Ausdruck des machtpolitischen Strebens der Linken. Die Üntcrftellung Der Schule unter die Leitung eines Juristen sei ein Fehler. Der Oberst Fendel-Sartorius werde abgebaut; man habe ihm, der Die Schule auf gebaut habe, Wagemut et, die Stelle eines.stellvertretenden Leiters Der Policeischule zu übernehmen. Oberst Fendel- Sartorius sei der Leiter eines nicht gewerkschaftlichen Polizeibeamtenverbandes. Hier wäre Der Schlüssel für alle diese Vorgänge. Es werde überhaupt ein Abbau Der mil türischen Führung vor- genomn-.en, um das Osfisierkorps auszuroiten. Um 1V2 ühr werden die Beratungen abgebrochen; nächste Sitzung Domrerstag 9 ühr. Kleine politische Nachrichten. Die vom Stettiner Schwurgericht wegen Mordes an dem belgischen Oberleutnant G r a ff zum Tode verurteilten früheren Schupobeamten K a w s und E n g e l e r wurden von Stettin nach Düsseldorf transportiert, wo ein neutrales Schiedsgericht zusammentreten soll, um den Tatbestand noch einmal zu prüfen. Paul — Boncour ist aus Danzig kommend in Berlin eingetroffen. In Berliner politischen Kreisen hat die deutschfeindliche Betätigung Paul—Boncours in Warschau einen um so peinlicheren Eindruck hervorgerufen, als Paul—Boncour der offizielle Vertreter Frankreichs im Völkerbund ist. Schon wegen dieser Einstellung wird seinem Besuch eine offizielle Bedeutung nicht beigemessen. In Kopenhagen ist im Alter von 63 Jahren Der Konsul Eric Henius gestorben, der als Finanz- verwolter des dänischen Roten Kreuzes während des Krieges in der deutschen Kriegsgefangenenfürsorge eine hervorragende Rolle gespielt hat. Der frühere Präsident der Saarkommission, R a 0 u l t, wurde von B r i a n d empfangen, der ihm das Großkreuz der Ehrenlegion überreichte. Am Quai d'Orsay wird bestätigt, daß Fincmz- minister Peret am 21. April zur Wiederaufnahme der Schuldenoerhandlungen nach London abzureisen gedenkt. P6ret wird voraussichtlich nur zwei Tage in London bleiben. Man hält in maßgebenden französischen Kreisen den Abschluß der Verhandlungen mit England noch vor Ende dieses Monats für wahrscheinlich. Aus aller Welt. Kritik 1111b Pressefreiheit. Zwischen Dem Verein DerMainzer Liedertafel unD Damenge'angverein und der Redaktion des „M Linzer Anzeigers" ist ein Konflikt ausgebro ?n, und zwar aus folgenden Ursachen: Dni jtlufitEriliier des Blattes, Dr. Morgenrot h, hatte an eine Ausführung Der Liedertafel a l l g e m e i n kr i t i s ch e Be - merkungenüberdieKunstpolitikDes Vereins geknüpft. Bemerkungen, Die sich durchaus im Rahmen Der Zuständigkeit des Referenten hielten. Der Vorstand der Liedertafel stellte daraufhin an Den „Mainzer Anzeiger" das Ersuchen, einen anderen Herrn mit Der Besprechung Der Veranstaltungen des Vereins zu beauftragen, was abgelehnt wurde. Dr. Morgenroth besuchte demgemäß auch Das nächste Konzert Der Liedertafel, woraufhin Der Vorstand Der Liedertafel Der Redaktion des „Mainzer Anzeigers" D i e Pressekarten entzogen hat. h Mit diesem ungewöhnlichen Vorgang beschäftigte sich eine Mitgliederversammlung Der Ortsgruppe Mainz Des Aeichsverbandes der Deutschen Presse, der sämtliche Mainzer Redacieure angehören. Der Beschluß der Mainzer Liedetlafel wurde einstimmig als ein durchaus unzulässiger Eingriff in die Rechte Der Presse unD Die Freiheit der öffentlichen Kritik bezeichnet. Die Versammlung erklärte sich mit Der Redaki.on des „Mainzer Anzeigers" solidarisch und beschloß, daß sämtliche Rrdaktiorten dem Verein ihre Pressekarten zur Verfügung stellen, bis die gegen Den „Mainzer Anzeiger" verfugte Maßnahme wieder rückgängig gemacht ist. Die „Marge" In Oslo. Amundsens 2Dordpoll ftfchijf „Borge" ist von England über Dänemark nach Rorwegen geflogen und in Oslo gelandet. Kurz nach Der Ladung erschien Der König auf Dem Platze. Der Wehr mini st er hielt eine kurze Ansprache, in Der er die Flieger willkommen hieß. Es wurde Darauf begonnen, Gas nachzufüllen. Das Luftschiff ist Dann zum Weiterslug über Stockholm und Heismgfors nach Leningrad aufgestiegen. Die Fahrt wird wahrscheinlich 22 Stunden Dauern. Brand im Stargarder Stadkthealer. 3m Stargarder Stadttheater, das im vergangenen Jahr fast vollständig nieDer- brannte, entstand während einer Vorstellung In Den Heizungsanlagen ein Brand. Des Publikums bemächtigte sich eine Panik und alles stürzte Den Ausgängen zu. DaS Feuer konnte jeDoch bald gelöscht und Die Vorstellung fortgesetzt werden. Reicher Kindersegen. Den Eheleuten Tiedtke in Aistenessen wurde das 15. Kind beschert. Es ist der neunte lebende Knabe. Reichspräsident von Hindert, bürg hat bei Dem Jungen die Patenstelle übernommen und wird bei der Taufe Dies eintragen lassen. Aus -er provinzialhauptfta-t. Gießen, den 15. April 1926. Vom Provmzialausschutz. * Der Provinzialausschuß der Pro- v i n z O b e r h e s f e n beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung nut folgenden A»pLlLgenheiten: Gemeinderatswahl Leidhecken: (Segen die am 15. November 1925 in Leidhecken stattgehabte Gemeinderatswabl erhob Sanitütsrat Dr. Ni c 0 l a y - Leidhecken Klage, wobei er 1. bemängelte, daß die Gemeindewablkommission das Abstim- mungsergebnis nicht richtlg festge.stellt habe, und 2. Einwand erhob, weil zwei Wähler zu Unrecht ihre Stimme abgegeben hätten, indem die beiden von ihm krank geschrieben gewesen seien und wegen ihrer Krankheit keine Erlaubnis zum Ausgang ge- habt hätten. Der Kreisausschuß zu Bü dingen stellte in der mündlichen Verhandlung vom 5. Dezember» 1925 fest, daß die Gemeindewahlkommission das Wahlergebnis nach den gesetzlichen Bestimmungen richtig ermittelt hatte, und wies die Einwendungen gegen die Gemeinderatswahl kostenpflichtig ab. Das Verwaltungsgericht vertrat den Standpunkt, es fei selbstverständlich, daß ein Arzt einen Staatsbürger in der Ausübung feiner politischen Rechte nicht hindern könnte. Gegen dieses Urteil verfolgte der Reklamant Berufung an den Provinzialausschuß mit dem Antrag, unter Statt- gäbe der Berufung dahin zu erkennen, daß die Gemeinderatswahl zu Leidhecken als ungültig zu erklären und erneut vorzunehmen fei. Der Prooin- zialousschuß wies die Berufung als unbegründet kostenpflichtig zurück. Antrag des Kreisamts Gießen auf Untersagung des Gewerbebetriebs des Trödlers Peter H e ß zu Gießen, Bahnhofstr. 20. Dem Antrag des Kreisamts Gießen wurde nicht staltgegebni unh die Kosten des Verfahrens der Staatskasse a-.ferleg-. Klage der Emma König zu Selters gegen das Kretsamt Büdingen auf Aufhebung des Bescheids wegen Versagung des Wandergewerbe- fcheins für 1926. Das Kreisamt Büdingen hatte der Klägerin einen Wandergewerbeschein versagt, weil sie noch nicht 25 Jahre alt ist, noch nicht im Wandergewerbe tätig war und auch nicht die Ernährerin einer Familie ist. Ihr Ehemann ist als Unterbeamter bei der Reichsbahn angestellt. Die Klage wurde als unbegründet kostenpflichtig zurückgewiefen. Die Klage des Dr. med. Max Oppen- Heimer gegen die Stadt Friedberg wegen Anforderung einer Gebühr durch das städtische Wohnungs- amt kam nicht zur Verhandlung, weil Kläger zuvor feine Klage zurücknahm. Gießener Wochenmarktpreise. Es kosteten auf Dem heutigen Wochenmarkt: Butter 190 bis 200, Matte 35, Käse 50 bis 150, Wirsing 30, Weißkraut 25 bis 30, Rottraut 25 bis 30. gelbe Rüben 25, rote Rüben 20, Spinat 40 bis 45, Feldsalat 120, Tomaten 150. Zwiebeln 20, Meerrettich 40 bis 80. Schwarzwurzeln 40 bis 60, Rhabarber 30. Kartoffeln 4 bis 5, Aepfel 15 biß 25 Pf. Das PfunD; Eier 9 bis 10, Blumenkohl 60 bis 180, Salat 35 bis 40, Salatgurken 150. Lauch 10 bis 20, Sellerie 20 bis 30 Pf. Das Stück; ÄaDieschen BD. 20 bis 25 Pf. Wettervoraussage. Bewölkungszunahme, nachts Temperaturen über, Aull, tagsüber kühler, bei südlichen bis westlichen WinDen starle.e Luftbewegung, höchstens geringe RieDerschläge. Die Schönwetterlage hält vor Der Hand an, ieDod> bereitet sich ein Witterungsumschlag vor. Gestrige Tages e.nperaturen: Maximum 19, □Minimum 0,1 GraD CelfiuS. Heutige Morgentemperatur: 3,6 GraD Celsius. Vornot i,^en. — TageskalenDer für Donnerstag. Deutscher Bund für christlich-evangelische Erziehung i 1 Haus und ©;r;ule: 8 äljr. Io annes- saal, FamllienabenD mit Vortrag. — Goethe- Bund: 8' 1 übt, Kaufmännisches Dereinshaus, Bortrag von Dr. Heimüch Citienfein. — Lichtspielhaus, Bahnhof st r.: .Hanseaten". — Asto^ia- Lichtspiele: „Der letzte Kampf". — Der Ortsausschuß Der Genossenschaft D eutscher Dühnen- angehörigen schreibt uns: „War in früheren Zähren mehrmals ein Dühnenfest zu wohltätigen Zwecken auch hier gerne gesehen, so nehmen wir Doch in Der jetzigen Rotzeit Davon Abstand. Wir sind nun um Überlassung einer besonderen Wohltätigkeiisvorstellung eingekommen, und die Theaterdeputation hat auf unsere vom Herrn Intendanten befürwortete Eingabe in entgegenkommendster Weise entschieden. Am Donnerstag, 22. d. M., abenDs 7Vi ühr, wird Wildenbruchs „Die Haubenlerche" zugunsten bühnengenossen- schaftlicher ünterstühungsbelange einmalig in Szene gehen. (Siehe heutige Anzeige.) — Die G. D. B. A., Der feit 1871 bestehende Fachverband Der Theaterangehörigen, ist verarmt, ihr sinD Millionen vernichtet worDen. Die verhältnismäßig kleine Zahl von Mitgliedern kann Den Verlust nie to.eDer einbringen, zumal große Existenznot herrscht. Die G. D. D. A. ist auf befonDere Einnahmen angewiesen, um ihren Veteranen Die Alterspfennige zu ersetzen und Den Mittellosen gu helfen. Es gilt, viele zu unterstützen. Damm wollen auch wir uns in Den Dienst Der guten Sache stellen. Doppelt eifrig, so wir infolge Der le.Der bislang noch immer kurzen Spielzeit-An- stellungsverträge MitglieDer unseres Ortsver- banDs kurzfristig müssen ausscheiDen sehen, ohne Daß sie neuen Platz haben unD für Den Sommer auch kaum finDen Eönnen. — „Die Haubenlerche" mit ihrem humorDurchsetzten Dialog Dürste allgemein gefallen. Keinerlei Aufpreise toerDcn genommen. So hoffen wir, Daß uns ein volles Haus befchieDen fein wirb." gt-erb rtbnjedl“ 5* sßror Misch' .2* W j-./yriM fthnmungi lebe richllichen " 3 graue; Der Oßa Deist g« nommen. du Patz einer 3? artig« 1 und A'u neuen mehrere Verhaft Gcmeinj möge al damit c und Mc wird. Wist t» C3 den Straße mindert feite ■j fahr- , v-urge bei bei' । MeM iiiiierung» 31), Ma» Netn c und Aus TM ist da» C Derbst t widerhw Ml ob kiefondm ober anb iveiche st! hausgcno 2ßa||erro. von gcfli " § tnar geftt. iucht. ieitl teiltet kai t.ain baS seht zuÄ bat teoö c.Mhl ü 2ielr M- 1'^ schier " S im Wü deuis^en Äetztsmai 3toeünarfi diemigstüc stücke. H weder in ( Ser befann featen" EmSgeiste, OMtbeitung im Mmisk einbtudiüol! M>, dar tr gewinnt 8 6toM(au| Elchen bei tthlsLen D besonders £ ft Aale dvr ( und MU Ortner S 7'Mcher jagenbe i '?rg>. bie I! /in ne '1,!f der 3u b Aohfl 16.4? 'S- s bat 2 Teller janblun^, weil Kläger jur ocherunarkthreise. xm heutigen Dochmmav! Matte 35, Käse 50 bis 1K ut 25 bis 30, Rotkraut 25 bli rote Mrn 20, Spinat C i, Tomaten 150, Zwiebeln 2i ), Schwarzwurzeln 40 bi« 6; ifseln 4 bis 5, Miel 15 bi- gier 9 bis 10, DluineM 15 bis 40, L-alatgurken 150. erie 20 bis 30 Ps. baäCbid is25M voraussege. M, nachts. Ämperatm« t kühler, bet sMchen wt iarie.e Lustbewegung, Hot- Mit »M e >;n DitierungSumschlag t»l Stelaturen: WaMM 1». Celsius. Heutige Morgen- d Celsius. mit. ^N'Dereinöbaus, iausnunnlsch^, 0:$. Hinrich Lilien/ ^^da- t- .Hanseaten - le Wfufi der Ge- SauSschuv sü6ncn- ?.LÜ «ä -Sat in f*” :eibt uns. .^ ^h^tigen „DuhneM zu w gerne ge chew ! £ ÄotBt dM" beson- Heberlassung . v^^^EvomHew. n hat ™ “1 in entgegen- ortete. ®onnÄ -Vilbenbrach ftfSÄsfJ ts@ss»4« ■BySSgS , um S'JkÄ -tt «ti» Ä -<7. vab u"s Client».. 5^3^- ■ 3arbet . ;‘Qbt;[)eQ.G^ealet bvlKr bQ3 . EÄÄ'Z 151 April 1926 Ss* Ä&'ifc wohl 9eihWei,cn: \'WnS.?!n^ ®> O erhob LnK°" st°tt, Klage, wobei Ä* ?r ^ahlkoinmilsinn k1‘ Wl lesiachM^?^ !l‘ r°»i A „ Ä n ^tten, £ V, lbirech lfn gewesen ,2 , lbtib» Erlaubnis Lm !rUnb ALLU.7 e MineinderawwM b»äS ff-'Ä’Ä'S eäfl2n?rUfUn9 Qn »« fern Antrag, unter Stott. JJjU erkennen, daß ble öMen als ungültig zu (t. ID II* •U1Un die üz.uarmcric sind angewiesen, derartigen Heber- ! :::'gen mit Strafanzeige entgegen zu wirten. Die Sienftftunben bes Polizei- 0 m t 3 für ben P u b 1 i k u IN v v e r k e h r sind ab I .. ie, 15. Avril, auf die Zeit von 7 Uhr norm, bis Uhr mittags unb von 24 Uhr bis 54 Uhr i ’r) rihags, Samstags von 7 bis 124 Uhr mlltays f ;tgeiet}t worden. Für Samstagnachmittags ist Tn Zeit von 44 bis 54 Uhr ein Eildienst eingeführt, Lei bem aber nur Anträge, ble unaufschiebbar finb, c riebigt werben. Zum Schutze ber VogeIwelt. Das Polizeiamt Gießen teilt mit: Wir bringen in Erinnerung, baß nach ß 1 bes Reichsgefetzes vom 30. Mai 1906 das Zerstören unb Ausheben von Nestern oder Brutstätten ber Vögel, das Zerstören unb Ausnehmen von Eiern, bas Ausnehmen unb Töten vom. Jungen verboten ist. In gleicher Weife ist bas Feilbieten und der Verkauf der gegen dieses Verbot erlangten Eier unb Jungen untersagt. Zu- widerhandelnoe werben mit Geldstrafe bis zu 150 Mark ober mit Haft bestraft. Diese Strafe trifft insbefonbere auch benjenigen, ber es unterlaßt, Kinber oder andere unter seiner Gewalt siebende Personen, welche seiner Aufsicht untergeben sind und au seiner HausgenvfsensHait gehören, von solchen Zuwider- Handlungen abzuhalten. Das Aufstchtspersonal ist angewiesen, aus die Befolgung ber vorstehenben Bestimmungen ein scharfes Augenmerk zu Haden und jede Zuwiberhanblung behufs Herbeiführung ber gerichtlichen Bestrafung zur Anzeige zu bringen. “ Immer noch Belästigungen von Frauen. Vorgestern nachmittag hat sich in der Ostanlage wieder ein Kerl in unsittlicher Weise gegen eine dort promenierende Dame benommen. Aus die Hilferufe der Delästigten ging der Patron flüchtig. Da sich dieser Vorsall zu einer Zeit abspielte, als die beiden wegen derartiger Dinge gefaßten Kerle schon hinter Schloß und Riegel saßen, kann es sich nur um einen neuen Attentäter handeln, llebtigend haben mehrere der belästigten Damen in den beiden Verhafteten nicht die Täter erkannt, von deren Gemeinheit sie betroffen wurden. DaS Publikum möge also nach wie vor auf dem Posten sein, damit allen Schandkerlen, die unsere Frauen und Mädchen gefährden, das Handwerk gelegt Wird. ‘ * Straßensperre. Wegen Verlegung von Wasserrohren ist der Wartweg hinter dem Aulweg van gestern ab bis zum 31. Äprll für jeglichen Flchrwerksverkehr gesperrt. •• Die Messe auf OSWaldSgarten war gestern den ganzen Tag über sehr stark be- «il-vL zeitweise konnte man sich kaum durch die Me '.sch-nmasse einen Weg bahnen. Die Duden- bciitcr kamen trotzdem kaum auf ihre Rechnung, denn das Publikum war mit dem Geldausgebrn sehr zurückhaltend. Sogar die Wassrrrutschbahn war trotz ihrer Neuheit zeitweise dünn beseht, r.wohl eine große Zahl Zuschauer davor ftanbeu. Viele Menschen, wenig Geld, schlechte Geschäfte, Vai schien auch hier zu gelten. * Die deutschen Münzprägungen im März. 3m Monat März sind in den dernschen Münzstätten geprägt worden: 1 800 102 Reiwsmark Einmarkstücke, 15 768 846 Reichsmark Zweimarkstücke, 157 267,75 Reichsmark Fünf- Pfennigstücke, 755 087,90 Reichsmark Zehnpsennig- stücke. Don ben übrigen Münzsorten sanden weder in Silbermünzen, noch in Pfennigmünzen Prägungen statt. ** Lichtspielhaus Dahnhvsstraße: Der bekannte Roman Rudolf Herzogs, »Hanseaten", das hohe Lied hanseatischen Kaus- mannsgeistes, liegt nun ebenfalls in der Film- bearbeitung vor. Der Extrakt des Romans wurde im Manuskript blockartig zusammengefügt, ein eindrucksvolles Danzes bildend und ein Spiegelbild, daS durch die prächtige Ausstattung stark gewinnt. Selten schöne Ausnahmen zeigen den Stapellauf eines großen DchiffeS, den "Betrieb einer Werst und das Lcben im Hamburger Hasen: Zeichen deutscher Arbest und deutschen Fleißes. ■Ünb in diesem Dirne vermittelt der Film auch ethischen Gewinn. — Dei der Rollenbesetzung ist besonders bemerkenswert, das) die russische Tänzerin Samara Karsawina hier zum ersten Wale vor den Kurbelkasten tritt Mit Temperament und Grazie verkörpert sie ble lebenslustige, leichtsinnige Frau des Reeders Twersten. Ihr Partner Fritz Alberti (Twersten) zeigt sich auf gleicher Höhe, ein ernster, nüchterner Kaufmann, der zielbewußt seinen Weg geht, eine überragende Figur. Von den übrigen Darstellern WDR. Frankfurt a. M„ 14. April. In der vergangenen Nacht kam es zwischen einer Anzahl junger Burschen, von denen der eine Teil rechtsradikal, der andere links- radikal eingestellt war, auf der Zell zu einer größeren Schlägerei, die sich von bet Hasengasse bis zur Hauptwache forthslanzte. Ein junger Mann wurde durch Messerstiche schwer verletzt vom Platze getragen. Die einschrelten- den Polizeibeamten stellten die Ruhe und Ordnung wieder her unb nahmen neun Sistierungen vor. — Der Kassierer eines hiesigen G e s a n g v e r e i n S ist aus Frantsurt verschwunden. Die Nachprüfung der Kasse ergab ein Manko von zirka 100Ö0 Mark, die von dem Flüchtling unterschlagen fein sollen. — Die Sektion der plötzlich verstorbenen Frau Stephan in der Zeldbergstraße ergab, daß der Tod durch Ersticken eingetreten Ist. Die Frau mußte sich nachtS erbrechen, wobei ihr Speisereste in die Luftröhre geraten finb. Dabei stieß sie anscheinend mit dem Kopf den Nachttisch und erlitt eine Verletzung (9ut möbliertes Wohn» und Schlafzimmer zu verm. (02843 Keulerstraße 1 >. Ml. MM aii verm. Brann. Hammstr 14 v. Mbl.Simmer ansal.Herrn» verm. gtcinftt.50 HL Md!. MM au öernueien nu» ViebinÜr. 64 v., r. 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Heinrich Kraft Lokomotivführer i, R. bekannt und bitten um zahl- reiche Beteiligung bei der a m Fr ei t a gn a e h m i tt a g3U h r auf dem Neuen Friedhof stattfinden Beerdigung* Altersvereinsgung 1858—1908 Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Alterskameraden von dem Ableben unseres lieben Mitgliedes Moderne Einrichtungen für Gaststätten aller Art! BOfsMsschräaMsche Sitzmöbel Oardemben für Bcstanranti, Cafäs, Hotels, Kasinos usw., sowie Bierausschankaniagen liefert die älteste Spezialfabrik 9id Jacob Dies, Frankfurt a. M. 13 LangeMraße 35. Fernsprecher Hansa 2425 29. Todes-Anzeige. Heute morgen 4‘/, Uhr verschied sanft nach schwerem Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Johannes Arnold VI. im 62. Lebensjahre. Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Marie Arnold geb. Fett Familie Wilhelm Arnold Familie Wilhelm Faber. Leihgestern, den 14. April 1926. Die Beerdigung findet Freitag, den 16. April 1926, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause Schillerstraße 12 aus statt. 3396D 35*4^4^ Well die lichtechte Bttitel-Beixe durch ihre Zusammen- setsnng kräftiger färbt und wachst, naß wkthbar und farbechter Ist als die anderen Bodeubelzen. Ihre Böden erhalten also Daueriarbe nnd Dauerglanx. Sie müssen daher künftig seltener putzen und brauchen weniger Bedeubeize als seither. Die „Lichtechte“ ist dabei sehr ausgiebig nnd sparsam im Verbrauch und läßt sicu spielend leicht auftragen und g Haien. Dazu sind die Ptunddosen Büffel-Beize au! 600 g ansgefüllt, andere Dosen dagegen nur auf 420—450 g. Ein Mindergewicht aber ist für Sie heute, wo es Ihnen ant |edea Pfennig und jedes Gramm War» ankommt, nicht einerlei, mit dem Vollgiwlcbt der Dose und ihrer Güte ist die lichtechte Büffel-Beise heute die preiswerteste Fuß- bodenbaixe. Folgen deshalb auch Sie dem Beispiel der modernen Hausfrau nnd verlangen Sie ausdrücklich die lichtechte Büffel-Beize in der Dose mit dem „Büffel im Sechseck!“ Zu haben In zwei Sorten: OeLBeize und Wachs-Beize, beide lichtecht, beide naß wischbar, In all. Fachgeschäften Lager: A. Zimmermann. Frankfurt a. M., Speicherstraße 9. ils9A MMk NWMWWU Am Samstag, 17. April 1926, findet im Gemeindewald Erda (Kreis Wetzlar) die Versteigerung sagender Nutzholz-Sortimente statt: 1. 11 Kiefernstämme — 3,47 Film 2. 261 Fichtens1ämme---68,82Fstm. 3. 900 Fichtenderbstangen 4 3500 Fichtenreiserstangen 5. 50 Eichenstämme — 19,05 Fstm. Zusammenkunft am Waldeingang auf der Straße nach Frankenbach morgens 9 Uhr. 3366D Erda, den 12. April 1926. Der Gemeindevorsteher. __Dörr.___________ Freitag, den 16. April 1926, nachmittags 2 Uhr versteigere ich im „Cotoen“, Neuenweg dahier, zwangsweise gegen Barzahlung. 2 Flurgarderoben, 1 Nähmaschine, 1 Plülchgarnitur (Sofa und 6 Stühle), 1 Ladenschrank, 1 Glasschrank, drei Dertilvs. 2 Büfetts, 1 Schränkchen mit Spiegelaufsatz, verschiedene Lacke und Farben, 2 tleine Schränke, ein Waschtisch, 2 Nachttische, 25 Flaschen Wein, 1 Schreibtisch, 2 Musikautomaten, 1 Kassenschrank, zwei Stahl, matrahen und 2 Schonerdecken, zwei dreiteilige Malrahen mit Kopsteilen, 33 Kolterdecken, 25 Hinterhöfen, sechs Mäntel, 1 Damensahrrad, 1 ovalen Tisch, 1 Malerialienschrank, 1 Bild. Hebbel Hess. Gerichtsvollzieher in Gießen __________Dammstrasie 24 I. 3370D Prokura wird geichäiiSgew Dame oder Herrn er- seilt bet Kavitalbeietlig. zur Ausbeutung hochrein. Verfahren in Farbe, Lack, kosmet. und Haushall-Spezialitaten. e-öenil. Niederlage ob. Niltalfabrik je nach STnvitnlbeicilifl. nm Wohnsitze 921 e i s n e r. Binnen a. Nbcin A.nriabtlfstrasie 7. Schleifscheiben. 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Anz. gespitzt, sauber geputzt u. au je 20 Stück gebündelt. 33871) Bürgermeisterei Viril. KIMM' ZiUlkSeM-ke»' Verein ßifc Sonntag, 1^. Apr/L nachm. 4 Uhr. Versammlung nn Lereinslokal iStadt Wetzlar« Wegen der Wichti » feit der Tagesordnung, welche in der Bersammlung bekannt gegeben wird, bitten wir um rege Beteiligung. 68641 Der Vorstand. Stadttheater Freitag, Iß.April, 27.?Mra5-sliön.-Süi. von 7‘ ■> b'S 10 Uhr Düreeis. Ein Bauerndra« a in 4 Aufzügen mm Heinrich Svhnreii. Gesongnereln „GoncoYöia“ Sieben gegründet 1864. Am EamStaa, dem 17. April L Z., abends 8 Uhr, im BereinSlokal. irrank- htrtct Hof, anlätzlich des 62. Stiftungsfestes: Anme’dung: 11—1 Uhr vormittags Friedrichstraße 11 Ab heute, 15. April, 4 Uhr spielt die neue Wer pflügt zwei Morgen' Acker? Schr. Ang. m. Breis u. 02629 a. d. 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Die Früchte sehen wir heute: höchstentwickelter Intellekt Fei allgemeiner Willenserschlaffung und Gefühlsoer- Fladiung, ein hoher Geist in müden Leibern und daneben ein Aufpeitschen physischer Kraft zur höchsten Leistung bei kläglicher Gefühlsentwicklung und sittlicher Leere. So oft man auch das Wort harmonische Menschcnbildung hört — es bleibt wahr, daß sie uns verloren gegangen ist im Getriebe der Maschinen und im Jagen nach technischer Vervollkommnung. Wir müssen sie wiedergewinnen in einer neuen Erziehung, an der auch die Leibeserziehung an ilrem Teil mithelfen soll." Wer wollte diese Tat- techen bestreiten, die Sttidienrat E. Rieß (München) in seinem Vortrag auf der Deutschen Turn- lchrerversammlung im Juli 1923 in München zur örage der Turnlehrer(innen)ausbildung so herrlich gekennzeichnet hat. Obige Gründe haben auch sicherlich das Landes- amt für das Bildungswesen bewogen, die Dermeh- Gießener Stadttheater. Darmstadter Qperngastspicl: „Dorr PaSqualc". Gaetano D o n i z e 11 i. geboren 1798 zu Ber- pimo und daselbst gestorben, erschien als kaum Äjähriger mit seiner ersten Oper in der Oeffentlich- Etit; da sie dem Geschmack des damaligen Publikums entgegentam, fand der junge Komponist die Ge- ügenheit günstig, aus dem österreichischen Heeres- dienst (wohin ihn Zerwürfnisse mit seinem Vater getrieben hatten) auszuscheiden und von nun an ge- nüssermaßen im Hauptberuf Opern zu schreiben. Er hat alsbald eine Produktion entfaltet, die einigermaßen erstaunlich ist, und von der wir heute kaum noch etwas ahnen: als er 30 Jahre alt war, hatte tr bereits annähernd ebensoviele Opernpartituren aus Inner Feder auszuweisen, und da es ihm Jahre hin- darch zu einer leichtgeübten Gewohnheit geworden schien, jeweils drei bis vier neue Opern herauszudüngen, so nimmt es nicht Wunder, daß man, als er. gerade fünfzig geworden, an ben Folgen eines schweren Gehirnleidens starb, über 60 Opern in ies erschwert oder gar unmöglich macht. Was die Kostenaufbringung für di «höheren Schulen betrifft, so steht der Hessische Philolvgenverein nach wie vor auf lxnn Standpunkt, daß die persönlichen Kosten insgesamt der Staat tragen müsse. Wenn das erst neuerlich so bei den Volksschulen für richtig befunden und durchgeführt tour'e, so ist das bei den höheren Schulen sachlich um so begründeter, als dir Schülerschaft der höheren Schulen nicht wie bei den Volksschulen allein aus der ortsansässigen Bevölkerung stammt, so-.rdern sich vielfach zu ganz erheblichen Bruchteilen aus derjenigen der näheren und weiteren Umgehung zusammenseht. Oberhefsen. Landkreis Gießen. * Klein-Linden, 14. April. Auf der „Burg" fand die Generalversammlung des Klein-Lindener Spar- und Darlehen s ka s s e n - V er e i n s Raiffeisen (G. m. u. H.) statt. Direktor Loh leitete die stark besuchte Versammlung und begrüßte besonders den Landwirtschaftslehrer Haack- Gießen, Geschäftsführer der Lagerhäuser Raiffeisen zu Gießen. Dieser sprach in längeren Ausführungen über die günstige Lage der Raiffeisenbank und begrüßte namens der Verbandsleitung den jungen Verein Klein-Linden. Dann erörterte er die Sparmarkeneinrichtung, den Zusammenschluß aller Mitglieder und Vereine zwecks preiswerten Einkaufs, Beschaffung und Bezug von Saatfrucht und Düngemitteln usw. Direktor Loh erstattete den Geschäftsbericht, wobei er auf die überaus günstige Entwicklung des hiesigen Vereins hinwies; die Gründung am 11. Mai 1923 erfolgte mit 15 Mitgliedern, heute zählt der Verein 225 Mitglieder. Der Rechner Heinrich Luh legte die Jahresrechnung für 1925 vor. Während 1924 die Spareinlagen nur 2403,50 Mk. betrugen, stiegen sie in 1925 aus 39 985 Mk. D.e Ceschaftsguthaben sind 640 Mk., der Warenumsatz ergab 7b 313,30 Mk., der Reservefonds stieg auf 356,90 Mk., der Reingewinn betrug 3717 Mk. 3m verflossenen 3ahr wurden 92 Sparkonten neu errichtet. Die Zinsen betragen ab 1. April 9 Prozent, bei täglichem Geld 7 Pro» 3ent, für Darlehen 13 Prozent; eine Herabsetzung dieses Satzes ist zu erwarten. Es wurden 53 Darlehen mit rund 40 000 Mk. aus- gegeben, davon 49 auf Bürgschaft, 4 auf Hypotheken. An. Steuern zahlte der Verein 830 Mk. Das_ Vermögen an Mobilien und Immobilien beträgt 1550 Wk. D:r Rechnungsabschluß wurde einstimmig genehmigt. Von besonderer Bedeutung war der Antrag der Mitglieder Heinrich Luh, Lotz und Zecher, für die Errichtung einer Gefallenenehrung 100 Wk. zu bewilligen. Dieser Antrag wurde unter lebhafter Zustimmung der Mitglieder zum Beschluß er- hooen. Zum Schluß dankte Direktor Lotz besonders dem Kassensührer Luh und dem Red- ner des Abends, Herrn Haack-Gießen. br. Saubringen, 14. April. Auch in unfe. rem Dorfe ist trotz größerer Schüleraufnahme in diesem Jahre eine Schulstelle dem Abbau zum Opfer gefallen. Dadurch wurde Schulverwalter Joseph, der seit 1920 hier eine Schulstelle inne, hotte, nach Erlenbach, Kr. Heppenheim, versetzt. Die dritte Stelle wurde im November o. I. Lehrer chenkel.Bisses definitiv übertragen, der sie aber erst nach Fertigstellung der neuen Lehrerwoh- nung— die Gemeinde baut ein Doppelhaus für zwei Lehrer — antreten wird. t Grünberg, 14. April. Der Gemeinde, rat beschloß in seiner jüngsten Sitzung: Da die Angebote zu dem ausgeschriebenen Holzverkauf in Eichenbauholz (150 Festmeter) aus dem hiesigen Stadtwald zu gering sind, wird kein Zu. schlag erteilt. Es wurde beanstandet, daß der Bau- Unternehmer B o e d bei der Herstellung des Hoch, behälters trotz des vertragsmäßigen Verbots eine ganze Anzahl auswärtiger Arbeiter beschäftigt. Es «oll darauf hingewirkt werden, daß dorr Grün- berg er Arbeitslose Beschäftigung fin. den. lieber den St r a ß e n b a u in der Frankfurter, bgm. ächeo-Koch-Straße und die Legung der Was- ferleitung soll später nach Anhören der Bau. sachverständigen entschieden werden. Ebenso wurde das Verputzen des zweiten Pfarrhau« f es zurückgestellt, da im Voranschlag keine Mittel vorgesehen sind und anbererroeitig fein Geld zur Verfügung ist. Das Kreisamt hat mitgeteilt, daß das Junkcrsche Haus bis auf einige Räume nur für die Landwirtschaftliche Winter- schule Verwendund finden könne. Der Gemeinde, rat beschloß, daß er sich das Verfügungsrecht über die nicht vertragsmäßig zu stellenden Raume narbe, halte, lieber die in dem Gebäude zu treffenden bau- lichen Aenderungen soll ein Voranschlag eingereicht werden. Auf die Anschaffung eines Kaffen- fdjrantes zur Aufbewahrung wichtiger Akten muß der Finanznot halber einstweilen noch verzichtet werden. — Zum Schluß beschäftigte man sich mit einer Reihe von Baugesuchen, die Entscheidung hierüber wurde in den meisten Fällen zurück- gestellt. — Bei derHolzversteigerung in Beltershain aus staatlichen Waldungen des Forstamts Grünberg wurden durchschnittlich pro Raummeter bezahlt: Scheiter: Buchen 11,65, Hainbuchen 10,80, Eichen 6,60,Kiefern 5,60 und Fichte- ten 3,80 Mk., Knüppel: Buchen 6,60, Hainbuchen 8,50, Eichen 5,50, Kiefern 4,20 und Fi Wien 2,80 Mk., Stöcke: Buchen 5,80, Fichten 0,60 Mk., Reisig: Buchen 2,40, Eichen 1,15, Fichten 1,50 Mk. — Bei der H o l z v e r ft e i g e r u n g in Atzenhain durch das Forstamt Nieder-Ohmen wurden pro Raummeter folgende Preise erzielt: S cb e i t e r : Buchen 13,45, Hainbuchen 11,90, Eichen 8,20, Kiefern 6,10, Fichten 6 Mk., Knüppel: Buchen 10,20, Hainbuchen 7,40, Eichen 5,6>>, Kiefern 4,50, Fichten 5,20 Mk., Stocke: Buchen 5, Eichen 4,10, Kiefern 4, Fichten 0,80 Mark. Reisig: Buchen 2,85 Mark. — Das Ehepaar Georg Möller und Ehefrau geb. Schäfer feiern am 16. d. M. goldene Hochzeit. Das Paar befindet sich noch in geistiger und körperlicher Frische. Jahrzehntelang hat Herr Möller dem Stadtrat und eine Reihe von Jahren dem Ortsgericht angehört. :—: L i ch, 14. April, Den letzten Tagen sind in unserem Bahnhof einige Transporte landwirtschaftlich er Arbeiterinnen angekommen. Es sind meistens Mädchen aus der Fuldaer Gegend und dem hessischen Hinterland, die auf den umliegenden Solms- schen Gutshöfen während der Sommermonate beschäftigt sind. Auf einigen Gütern sind auch Mädchen aus Polen beschäftigt. Unter diesen, hier „Polacken" genannt, sind einzelne, Die oft fein Wort Deutsch reden können. Bei Einkäufen in hiesigen Geschäften lassen sie ihre Wünsche durch ihre deutsch sprechenden Kameraden vortragen. Während in früh?ren Jahren die Sommerarbeit auf diesen Gutshöfen meist von Arbeitskräften aus den in Betracht kommenden Ortschaften verrichtet wurden, werden heute auf fast allen Höfen fremde Kräfte eingestellt. : —: Birklar, 14. April. Auch unser Dorf war vom Schulabbau betroffen worden. Die zweite Lehrerstelle, besetzt von Lehrer Kraus - grill, sollte eingehen. Sicherem Vernehmen nach scheint nun der Abbau dieser Stelle vorerst zu unterbleiben, was von unfern Einwohnern freudig begrüßt wird. — Als recht mustergültig muß es bezeichnet werden, daß in unseren S t r a- ßen an den Dorfausgängen auf großen Schildern, weithin sichtbar, angezeigt wird, wohin die Straßen führen. Auch anderen Ortschaften wäre eine solche Wegkennzeichnung sehr zu empfehlen. :—: Bettenhausen, 14. April. Unser Dorf, schon seit vielen Jahren bekannt durch seine Kirschen, weist gegenwärtig einen Blüten- f I o t auf, wie kaum ein zweites Dorf im Kreise Gießen. Der ganze „Kirschberg" gleicht einem Meer von Blülen. Auch die vielen Kirschbäume an der Straße nach Muschenheim stehen in schönstem Blütenschmuck da. Tausende und Abertausende fleißiger Dienen summen von Blüte zu Blüte, um Honig zu sammeln. Der F r o st vom Sonntag zum Montag hat den Blüten nichts geschadet. Die F r ü h k i r s ch e n b l ü t e ist fast beendet. Bettenhäuser Kirschen gehen namentlich nach L i ch und Gießen. Df. Langsdorf, 14. April. Die Wasser» leitungs- und K a n a l i s a t i on s a r b e i- t e n machen gute Fortschritte. Es wird in zwei Partien gearbeitet. Die Langsdorfer Unternehmer schassen mit ihren Leuten bei Inheiden und legen die Zuleitungsrohre, Die nun endlich ihre Lagerstätte verlassen dürfen, nachdem sie drei Jahre hier aufgestapelt waren. Die Firma Fay legt z. Zt. die Kanalisationsrohre von ihrer Mündung nach dem Dorf zu. Das Grundwasser macht dabei hie und da zu schassen; stehen doch v:ele Keller schon lange Zeit unter Wasser. ES ist daher von der Bauleitung geplant, die Kanalisationsrohre so tief zu legen, daß auch die teils recht tiefen Keller entwässert werden. Kreis Friedberg. Z Bad-Rauheim, 14. April. Den Reigen der diesjährigen größeren Tagungen, die hier stattsinden, eröffnet am nächsten Samstag die Mittelrheinische Studienge- sellschäft für Klimatologie und Balneologie, die hier ihre Hauptversammlung abhalt. Außer geschäftlichen und wissenschaftlichen Sitzungen findet auch ein eingehendes Studium des Bades und seiner Einrichtungen statt. — Das frühere Militärkurhaus ist nach dem Krieg als Versorgungskuranstalt toei- tergesührt worden. Kriegsbeschädigte finden darin Heilung und Erholung. Die Anstalt, die jährlich mehreren Hundert Angehörigen des ehemaligen Heeren die Wohltat einer Kur ermöglicht, wird ihre Aufgabe noch besser lösen können, nachdem sie durch das Entgegenkommen der Stadt in diesen Tagen ein neues Heim beziehen konnte. Run hat avxh die Reichsverfiche» rungsanstalt für Angestellte hier ein größeres Haus erworben, das zum Kurgebrauch von Mitgliedern verwandt wird. Voraussichtlich bekommt unser Dad auch ein Postgenesung S- heim. Diesbezügliche Verhandlungen sind im Gange. Steinfurth, 13. April. Am Sonntag fand hier die Konfirmation der diesjährigen Konfirmanden statt. Es wurden 28 Kinder eingesegnet; davon waren drei aus Wisselsheim. Die Kirche prangte nach altem Brauch wieder im frischen Grün der jungen Dirkenbäume, die die Knaben jährlich unter Aufsicht des Försters tm_ Walde schlagen und heimholen. Während früher die Patronatsfamilie die Dirken- bäumchen zu diesem Zwecke kostenlos zur Verfügung stellte, sind sie jetzt leider von der Ober- ^bst gegen Bezahlung von Jahr zu Jahr schwerer zu bekommen, trotz der ausgedehnten Waldungen in unserer Gegend. Hof- sentlich ist diese Erscheinung nur eine vorübergehende und wird, wenn einmal die im Lause des Krieges und später durch Forstsrevel ent- stcrndenen Schäden sich ausgeglichen haben, wieder schwinden. * Steinfurth, 14. April. Die Straße von der Höhe Dad-Rauheim ab nach Oppershofen ist nun wieder instandgeseht, und die Löcher und tiefen Rinnen, die dem Verkehr so überaus hinderlich waren, beseitigt. Leider ist man mit der Wiederherstellung der Straße innerhalb des Ortes selbst wenig zufrieden. Rach- dcm erst die Straße nach Dad-Rauheim und Dann die nach Oppershofen vorgenommen wurde, kam zuletzt die Straße im Orte an die Reihe. Infolge des mangelnden Materials konnte Die Beschotterung nur stellenweise erfolgen. So konnte auch die Dampfwalze der Straße keinen festen Bau geben; überall liegen wieder lose Steine umher, zur geringen Freude der Passanten und Fahrer. Da die Straße einer gründlichen Beschotterung bedarf, steht bei dem intensiven Verkehr von Autos und schweren landwirtschaftlichen Fuhrwerken zu hoffen, daß das Versäumte in nicht allzuferner Zeit nachgeholt wird. ÖD Rieder-Florstadt, 14. April. Etwa 54 Morgen Grundstücke Der Pfarrei FlorstaDt wurDen neu verpachtet unD brachten einen Gesamtertrag von 2500 Mark. Der Morgen kam durchschnttlich auf 40 Mart Pacht, zuzüglich 20 Prozent für Abgaben. — Die Zahl der Erwerbslosen hat sich hier seit Anfang März stets verringert; sie betrug in der ersten Woche 105, Dann 110, 97, 93, 87 und in der letzten Woche 84, von Denen inzwischen 25 Mann im Steinbruch beschäftigt worden finD. Der Rest wird Arbeit bci.n Straßenbau finDen, der sofort begonnen werden soll, sodaß endlich einmal die Arbeitslosigkeit, toerm auch schließlich nur vorübergehend, aufhört. kommt! —Heldenbergen, 14. April. Ein Ehrenmal für die im Weltkrieg gefallenen Söhne unserer Gemeinde beschloß der Gemeinde- rat auf dem hiesigen Friedhof zu errichten. Die erforderlichen Mittel stellte der Gemeinderat zur Verfügung, so daß mit Der Einweihung des Denkmals baü zu rechnen ist. Kreis Büdingen. I! V ü d i n g e n , 14. April. Der Kreisausschuß tagte am Montag zum ersten Male in Dem Sitzunqssaale des. neuen Kreisamtsgebäu- Des. In öffentlicher Sitzung wurde einem Gutachten des Kullurbauamtes Friedberg entsprechend der Antrag des Mühlenbesitzers K. König aus Enzheim auf Genehmigung zur Ausstellung eines Wehraufsatzes und 3um Einbau einer Turbine kostenpflichtig abgelehnt. — In nichtöffentlicher Sitzung wurde Der Voranschlag für Das KreiskinDerheim Bingenheim für Das Rj. 1926 genehm gt. Hierbei tour e festgestellt, Daß Der Zuschuß Des Kreises zu Dem Heim in Diesem Jahre geringer geworden ist. Das Kinderheim befindet sich erfreulicherweise in aus- steigender Entwicklung. Zur Zelt sind darin 22 Kinder untergebracht. In den nächsten Tagen werden auch wieder die sechswöchentlichen Kuren Der vom Roten Kreuz überwiesenen Kinder beginnen, von denen je 15 bis zum Beginn der kalten Jahreszeit in Bingenheim Afnahme finden sollen. — Weiter stimmte der Kreisausschuh Der AenDerung Der Satzung Des Arbeitsnachweises Friedberg-Büdingen und des Ortsstatuts über die A>ftellungs- und Gehalls- verhältnisse der Gemeindebeamten der Gemeinde Büdingen zu. Zum Schluß wurde noch die Wahl der Steuerausschüsse für den Finanzamts- bezirt Büdingen vorgenommen. — An die Sitzung schloh sich ein R u n ö g a n g durch das neue KreisamtsgebäuDe. )( Ortenberg, 12. Llpril. Das gestern Abend von der gesamten Gießener Reichswehrkapelle unter der persönliche Leitung des Ober» musikmeisters Löber veranstaltete Militärkon- zert hatte eine solche Anziehungskraft ausgeübt. daß Der große Mauergartensaal bis zum letzten Platz beseht war. Ein auserlesenes Pro- granim militärischer und klassischer Musik kam zum Vortrag. Die hervorragenden Leistungen Der Kapelle fanden mit Recht stärksten Beifall. Den Dank der Zuhörer und des Turnvereins, der das Konzert zum Besten einer z u erbauenden Turnhalle hatte veranstalten lassen, sprach Kaufmann Meister aus. Kreis Schotten. ID. Schotten, 14. April. Der Kreis Schotten, Dessen Volksschulwefen wohl Das am wenigsten entwickelte Hessens ist, wirv Durch Den Abbau fünf Sch ul st eilen verlieren. Da es vielen Kindern Durch Die schlechten Verkehrsverhältnljse unmöglich gemacht wird, eine höhere Schule zu besuchen, ist es lief bedauerlich, daß Die Volksschule, Die Bildungsstätte für Die meisten Kinder des Kreises, hier so arg beschnitten wird. =.== Aus dem KreisSchotten, 14. April. Das Kreisamt Schotten erläßt eine Verfügung an die Bürgermeistereien des Kreises, die sich gegen die vielen „fahrenden K ü n st l e r" wendet, die in besonders starkem Maße den Kreis Heimsuchen, und deren häufiges Auftreten in der heutigen geldarmen Zeit immer mehr als eine Belüftigung und versteckte Bettelei betrachtet werden muß. Auch gegenüber S ch i r m f l i ck e r n , Korbmachern u. dal. empfiehll das Kreisamt den Bürgermeistereien, Vorsicht malten zu lasten. - Gedern. 14. April. Der Verein für Handel und Gewerbe (Gruppe Handwerk) hiell am Samstag eine Versammlung ab, Die sich in erster Linie mit Den bevorstehenden Gesellenprüfungen betätigte. Der Ge- sellenprüfung werden sich neun Prüflinge unterziehen, und zwar 2 Schreiner, 2 Schlosser, 1 Schmied, 1 Schneider, 1 Wagner. 1 Metzger und 1 Bäcker. Weiter beschäftigte man sich mit der Beitragszahlung zu der U n t e r st ü tz u n g s- kasse, für die mit den Aerzten gewisse Rege- lungen getroffen werden sollen. Die Unter» stühungskasse soll nur eine solche des Vereins sein. Zur Fortbildung der Handwerksmeister, insbesondere auch der älteren, erklärt sich Gewerbelehrer Lim pert zur Abhaltung eines Duchführungskurses bereit. Man beschloß weiterhin verschiedene Beschwerden zum Schuhe des heimischen Elektrohandwerkes und deren energische Unterstützung durch den Vorstand. no. 0ber»5eemen, 14, April. Der durch Absahschwierigkeiten bedingte Arbeiter-Abbau bei den Duderus'schen Eisenwerken zu Hirzenhain hat auch hiesige Arbeiter betroffen. Wie man aus zuverlässiger Quells erfährt, trägt sich die Direktion der Eisenwerke mit Der Absicht, nunmehr keinen weiteren Arbeiter-Abbau vorzunehmen, sondern im Falle einer anhaltenden schlechten Absatzmöglichkeit Kurzarbeit einzusühren in Der Weise, daß der Montag und Samstag arbeitsfrei sind. — Die in unserem Dorfe bestehende Arbeitslosigkeit wird hoffentlich in Den kommenden WiÄ-en überwunden. In dem Kipper- s ch e n Steinbruch, der die Wintermoaate hindurch stillgelegen hat, beginnt neues Leben sich zu regen: Einige Arbeiter sind damit beschäftigt, zur Abfahrt Der Steine den Zufahrts- toeg, sowie die Drehscheibe Der Wagen zu verbreitern; der Steinllopser, der schon vor Ve- ginn des Winters aufmo.itlert wurde, wurde zweckentsprechender ummontiert, und der Rohöl- Motor yat ein besonderes Heim erhalten. Es ist zu hoffen, Daß Die Vorarbeiten baldigst beendet werden, auf Daß Der Steinbruch rasch in Vollbetrieb genommen werben könnte. — Sem Abbau auf Dem Gebiete Der Schule ist Lehrer Müller, der die hiesige 4. Schulstelle verwaltete, zum Opfer gesallen. Herr 'M. erfreute sich im ganzen Dorfe großer Beliebtheit. Man sieht ihn ungern scheiden. =.= Kaulst 0 ß, 14. April. Am Donnerstag beginnt hier für die Orte Sichenhausen, Kaulstoß und Burkhards ein dreitägiger praktischer Obstbaukursus auf Veranlassung der Beziris- forlbildungsschule Herchenhoin und Umgebung, woran auch die beiden oberen männlichen Fortbil- duugsschuljahrgänge tcilnehmen werden. Referent ist Obstbauinspektor Wiesner-Gießen. (=) Köddingen, 14. April. Der hiesige Kriegerverein kann in btefew Jahre auf sein 50jähriger Bestehen zurückblicken. AuS diesem Anlaß soll zu Pfingsten eine Jubiläumsfeier stattfinden, zu der man zahlreiche Der- eine aus der Rachbaricha'ft erwartet. Kreis Alsfeld. Alsfeld, 14. April. Heute früh kurz vor 6 Uhr ertönte Die Feuersirene auf Dem Turm. Es war in dem Hause des Schneidermeisters Roth in der unteren Fuldergasse ein Zimmerbrand ausgebrochen, bei Dem, außer Beschädigungen des Zimmers selbst, mehrere Anzüge verbranten. Die rasch herbeigeeilte Feuerwehr löschte das Feuer. Die Brandursache dürfte vermutlich darauf zurückzuführen sein, daß Der Besitzer das elektrische Bügeleisen, das am Abend vorher noch benutzt worden war, nicht ausgeschaltet hatte, was er vermutlich vergaß. Alsfeld, 14. April. (Stadtvor- st a n d s s l tz u n g.) In der gestrigen Sitzung be- schäftigte man sich zunächst mit der Vergebung der Lieferung der Rand st eine )ür d i e Pflasterung der unteren Fuldagassc. Entsprechend dem Vorschlag der Baukominis- sion wurde beschlossen, die Lieferung dem M. Schmiedeknecht in Londorf zum Preise von 8,45 Mk. für 80 Zentimeter lange und längere Steine zu übertragen. — Erhebung Der Fi- lialsteuer: Entsprechend der Anregung Des Finanzamtes Alsfeld wurde beschlossen, die Erhebung bzw. Veranlagung der Filialsteuer für das Jahr 1925 auf Grund der von den betreffenöen Gewerbe- treibenden geleisteten Vorauszahlungen für die vorläufige Gewerbesteuer oorzunehmen. — Gelände- erwerb zur Eröffnung des Verbindungs- w^ges zwischen dem sog. Krappbrunnen und dem Stadtmauerweg: Diese Straße soll im Wege der öffentlichen Notstands- arbeiten durch Erwerbslose noch zum Ausbau kommen. Hierzu ist von den Anliegern Geländeerwerb notwendig. Die von der. Bürgermeisterei mit ben beteiligten Anliegern getroffenen 'Bercmbarungen wurden genehmigt. Darnach erhalten diese 2 Mark pro Quadratmeter für das zur Straße benötigte Ge- lande und eine entsprechende Entschädigung für die in die Straße fallende Obstbäume; die erforderlich werdenden Einfriedigungen der Gärten werden auf Kosten der Stadt hergestellt. — Ein Gesuch der Anlieger am Linden und in der SchiI - lerstraße, worin diese um zinsfreie Stundung der Beiträge zu den Fußsteigkosten nachsuchen, wurde entsprechen dein Vorschläge der Baukommission in der Weise erledigt, daß der Antrag auf zinsfreie Stunduna im Hinblick auf die Konsequenzen gegenüber früheren Anforderungen bei anderen Fußsteigen abgelehnt wird. Den Anliegern wird jedoch gestattet, die Schuld innerhalb zwei Jahren in Ratenzahlungen abzutragen. Der Zinssatz für die gestundeten Beträge wird auf 1 Prozent über dem Reichsbankdiskont festgesetzt. Ein Einspruch gegen die HiHe der Kosten wurde als unbegründet zurückgewiesen. Wie der Vorsitzende bemerkte, handelt es sich um Betrüge von 480 Mk. bis zu 100 Mk., welche die einzelnen Anlieger ortsstatutarisch zu zahlen haben. — Er- Weiterung der Quellfassung der Hoch- drckwas ferleitung in Ober-Breidenbach. Die schon früher als notwendig beschlossenen Arbeiten sind nunmehr vom Kulturbauamt Gießen ausgeschrieben worden. Auf Grund des Ergebnifses der Submisston wurden nach dem Vorschläge der Baukommisston dis vorhandenen Erd-, Maurer- und Rohroerlegungsarbeiten für die Quellfassung der Firma Ludwig Schneider in Heuchelheim bei Gießen als Wentgftnehmenden zu ihrem Angebot vom 13. März übertragen. Der erforderliche Kredit (es handelt sich etwa um 15 000 Mk. Kosten) soll durch Kapitalaufnahme gedeckt werden. — Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende ein Schreiben der Oberpostdirektion Darmstadt bekannt, worin diese vorschlägt, die weiter im Kreise Alsfeld projektierten Postkraftwagenlinien Alsfeld—Ulrichstein und Großfelda —Nie- der-Gemünden in Anbetracht der ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse vorläufig zurückzustellen. Das Kreisamt Alsfeld hat sich aber mit diesem Vor- «In6 aufeinander angewiesen. Versagt die Bereifung, bist Du In Gefahr» Schütze Dich durch Kauf des Kraftrad und Gummi er ist besonder« griffig und hochelaatiich konstruiert, auf ihm fahret Du sicher. Continental-Straßenkarten, Handbuch und Atlaa, unentbehrlich für Jeden Kraftfahrer. Ul»sSNi,, KKtz *i, h Wft»' i VVQc'^iten T#*- Q 'iele ff J°nnt* vb M.*** w >i ‘«HäpiJ *fcj fa* teÄ KrsH Mit «LN«^r» ' Alsfeld. 1 dem Hause^zÄ^-^ Ä sK -mmets selbst au^t tttA sEn1 m.^rt« 2ln- r. sVfi!§ee*r,e §-uer. ML Äft* tottUto ■Ut K was tt £ j„„d Gummi * «4«*T«te hi"*» chmenden zu, J“.. 9» »rfÄ0 l°> UlN JfÄX. - Unter ^gundhod.^ _ UyfdbUCb schlage nicht einverstanden erllärt.auch die Stadt hat ein Interesse an der Errichtung der neuen Linien. (-) Groh-Felda, 14. April. Dei der jüngsten Holzversteigerung in unserem Orte waren die Preise niedriger als dei dem vorhergehenden Angebot. 3m Durchschnitt wurden bezahlt für 4 Raummeter Scheiter 1. Äl 44—46 Mark, für 4 Rm. Knüppel 1. Kl. 33—35 Mark. Der Raummeter Knüppelreisig kam auf 3—2,20, der Raummeter Stammreisig aus 2,10 bi- 2,20 Mark. (-) Windha usen, 14. April. Am Sonntag fand hier die Konfirmation für unser K.rchspiel stall. Insgesamt wurden nur fünf Konfirmanden (vier Knaben und ein Mädchen) e'ngesegnet. Wohl fetten wird die Zahl der Konfirmanden aus den Kirchspiel- gemeinden so gering gewesen sein wie in diesem Jahre. Kreis Lauterbach. > Eichelhain, 13. April. In der letzten Rächt sind । i? Wohnhäuser und die O e k o - nomiegebäude des Karl Winterholler und des Heinrich Eichenauer dahier vollsündig niedergebrannt. Rur das Dieh lo nie ger-tt et werden, während die übrige Habe i er Seicoffcncn verbrannt ist. Dei dem herrschenden Wind muhten bie auf der Drandstelle er . encne.t Feuer, ehren ihr Augenmerk auf den C. r?) der Rachbarhofraiten richten. Es besteht die Qkrmutung, dah der Drand durch Kurz- s ch l u h in der elektrischen Leitung entstanden ist. Starkenburg. Dieburg, 14. April. (WER.) In einer ber letzten Rächte wurde in die Zigarrenfabrik von Drand eingebrochen unb 2000 Zigarren gestohlen. Don den Tätern fehtt jede Spur. Gießener Frühjahrs- vferdemarkt. —— Herrlichstes Frühlingswetter begünstigte den diesjährigen Gießener Pferdemarkt. Daher war es kein Wunder, daß eine außerordentlich große Beteiligung der Bevölkerung aus Stadt und Land zu verzeichnen war. Insbesondere waren die Landbewohner der Kreise Gießen. Wetzlar, Marburg und die Händler in großen Scharen erschienen. Selbst die Kreise Friedberg, Alsfeld und Biedenkopf waren gut vertreten. Das Pferdemarktgelände hinter dem Schlachthof wies einen Massenverkehr auf. Alle Vorführungen wurden mit regstem Interesse verfolgt. Der Auftrieb an Pferden war fehr stark. Das ausgezeichnete Zuchtmaterial machte der Prämiierungskommission die Arbeit nicht leicht, ja es war oft mühevoll, aus dem vorzüglichen Material das beste herauszufinden. Der Handel litt fehr unter der Ungunst der Zeit- verhältnisse, die Preise waren, abgesehen von einzelnen Ausnahmen, niedriger als bei dem Herbst- pserdemarkt. Besonders lebhaft ging es auf dem Teil des Marktes zu, wo die „braunen Söhne der Pusta" ihre Tiere anboten und oorführten. Allenthalben war das Geschäft schleppend, Käufer vom Lande waren zahlreich da, doch infolge der allgemeinen Geldknappheit wurden nicht sehr viele Käufe abgeschlossen, es blieb ein beträchtlicher Ueberftanb. Zur Prämiierung standen zahlreiche Breise der Stabt, des Landespferdezuchtvereins, der Landwirtschaftskammer zur Verfügung. Dei d'eser Prämiierung wurden zum ersten Male Preise des Hessischen Warmblutzuchtvereins für Helsen vergeben. Der Verband prämiierte Warm- dlutstuten Oldenburger Schlages mit goldner Plalette und Ehrenpreisen des „Reichsverbandes für Zucht und Prüfung deutschen Warmbluts" in Berlin. Vorsitzender des Verbandes ist Erb- ataf Alexander z u Erbach. Es wurden durch ihn ausgegeben ein silberner Chrenpokal und drei Goldplakettcn. An Geldpreisen wurden 1080 Mk. verteilt. Die Prämiierung hatte folgendes Ergebnis: Reitpferde unter dem Reiter gezeigt: 1. Preis (15 Mark) 6jähr. Stute des Hch. D ssel, Griedel: 2. Preis (10 Mark) Ljähr. Wallach des Fritz Schlüter, Gießen: Anerkennung erhielt Fischer, Beltershausen. Wagenschläge. Paarweife zu prämiieren: 2. Preis (30 Mark) 4- und 5jähr. Fuctsstu'en, Aug. Frensdorf, Gießenr 3. Preis (20 Mark) 5jähr. Fuchsstuten, Sal. Michel, Gießen. Arbeitsschläge (schwere), paarweise zu prämiieren: 2. Preis (20 Mark) braune 3jähr. .Stute und 4jähr. Wallach, Jul. Kaufmann, Rieder-Weisel, braune 3jähr. Wal- ■i lach, Jul. Kaufmann, Rieder-Weisel, Anerkennung mit je 10 Mark. Fuchsstuten 4- und 5jähr., Sal. Michel. Gießen, Fuchsstuten 4jähr. Jul. Kaufmann, Rieder-Wci'el, FuchSwallach, 4jähr.. Sim. Kaufmann, Frankfurt. Schwere Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren: 1. Preis (20 Mark) braune 3jähr. Stute, Jul. Kaufmann, Rieder-Weisel: 2. Preis (15 Mark) 4jähr. Fuchsstute, Aug. Frensdorf, Gießen: 3. Preis (10 Mark) 4jähr. Fuchsstute, Sim. Kaufmann. Frankfurt: Anerkennungen erhietten zu je 5 Marl 4jähr. Fuchs, Jul. Kaufmann, Rieder-Weisel, 4jähr. brauner Wallach, Aug. Frensdorf, Gießen, 5jähr. Fuchsstute. M. Ding, Lich. Leichte Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren: 1. Preis (20 Mark) 5jähr. Fuchsstute. Sim. Kaufmann, Frankfurt: 2. Preis (15 Mark) 3jähr. Fuchsstute. Aug. Frenüdorf, Gießen: 3. Preis (10 Mark) 5jähr. Fuchsstute, Aug. Frensdorf, Gießen: 4. Preis, 5jähr. Fuchsstute. Sim. Kaufmann, Frankfurt. Schwere Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren: 1. Preis 20 M. 4jährige Fuchsstute (Rud. Eß, Dvrn°Assenheim): 2. Preis 15 M. 11jährige braune Stute (Wilh. Müller I., Kirchgöns): 3. Preise je 10 M 4jährige braune Rotschimmelstute (Hch. Körner I., Langsdorf), 5jährige braune Stute (Dg. Kißler, Rieder-Weisel), 3jährige Fuchsstute (Wilh. Müller I., Kirchgöns), 11jährige Kohlfuchsstule. Leichte Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren: Silberner Chrenpokal vom Reichsverband für Zucht und Prüfung deutschen Warmblutes und 1. Preis 20 M- 6jährige braune Stute (Ant. Detten XVI., Langgöns): 2. Preis 15 M. Ljährige Rappstute (Hch Fischer, D.l.ers- Hausen): 3. Dreis 10 M 6jährige Rappstute (Herrn. Cßiffel, Griedel): Anerkennungen zu je 5 M.: 3jähriger bunfetbrauner Wallach (Wilh. Volk, Großen-Linden), 7jähr. dunkelbraune Stute (Hch. Dender, Dors-Gill), 9jährige braune Stute (Konr. Strasheim, Griedel), 4jähriger Rappwal- lach (K. Marsteller, Grüringen). Schwere Arbeitsschläge. par- weise zu prämiieren: 1.Preis 20 M. 11- und 3jährige braune und FuchSstute (Wilh. Müller !., KirchgönS): 2 Preis 15 M. 8- und 3jährige Fuchsstuten (Rich. Decker, Trais-Hor- losf): 3. Preis 10 M. 5- und 4jährige Rotschim- melstuten (Karl Höringer, Riederkleen): Anerkennungen mit je 5 M.: 4- und 3jährige Fuchsstuten (Konr. Ebcl. Lanagöns) und braune 6- und Ljährige Wallache (Irsveltor Staudt, Herborn). Leichte Arbeitsschläge, paar- weisezu prämiier«: 1. Preis 20 M. 6- und 4jährige braune Stuten (Ant. Velten XVI., Langgöns): 2. Preise 10 M. Ljährige Rappstute und 3jährige braune Stute (Hch. Fischer, Dellers- Hauser,), 9- und 3jährige braune Stuten (Konr. EtraSheim, Griedel), Ljährige Rappstute und 6jährige dunkelbraune Stute (Herrn. Vissel, Griedel): Anerkennung 5 M. lOjäfjrine Rappstute und bjähriger brauner Wallach (Wilh. Dingel. Grüningen-, Dreijährige Fohlen, geboren 1323. Wagenschläge: 1. Preis 15 M(. und Gold- plakette für beste dreijährige Stute (Herm. Vissel- Griedel): 1. Preis 15 Mi. braune Stute (Konrad Strasheim-Eriedel): 2. Preise je 10 M'. braune Stute . dunkelbrauner Wallach (Friedr. Häuser Ill.-Rieber-Weifel): Anerkennungen zu je 5 Mk. dunkelbraune Stute (Hrch. Fischer-Deltershausen). dunlelbrauner Wallach (Wilh. Dolk-Großen-Linden). Dreijährige Fohlen, geb. 1 92 3, (Wilh. Müller I.-Kirch-Göns): 2. Preise je 10Mk. Rotschimmelstute (H. Mangel-Hattenrod). Fuchsstute (Konrad Ebel-Lang-Göns): 3. Preise je 5 Mk. braune Stute (Hch. Walbott Xll.-G'.r''en- teich), braune Stute (Ant. Dmder-Dorn-Assen- heim). Zweijährige Fohlen, geb. 1 924, Wagen schlüge: 1. Preis 15 Mk. unb Dold- plakette für beste zweijährige Stute (Wilh. Keßler-Droßen-Linden): 2. Preis 10 M*. dunkelbraune Stute (Ludw. Pepo'er-Hörnshe m): 3. Pr. 10 Mk. Rappwallach (Wilh. Dingel-Drüningen): Anerkennung 5 Md Rappstute (Hch. Fischer- Deltershausen). Zweijährige Fohlen, ged. 1 924, Arbeitsschläge: 1. Preis 15 Mk. Fuchsstute (L. Häuser-Rieder-Weisel): 2. Preis 10 Mk. Fuchsstute (Rich. Decker-Trais-Horloff): 3. Preis 10 Mk. Fuchsstute (Witwe Wenzel Maar-Rieder- Weisel): 4. Preis 5 Mk. brauner Wallach (Hch. Koch-Wetzlar): Anerkennung 5 Mk. braune Stute (Anton Dender-Dorn-Afsenheim). Zucht st uten mit Saugfohlen oder mehreren Rachkommen. Wagen- schläge: 1. Preis 30 Mk. unb Goldplakette für beste Familie, 9jährige Stute mit zwei braunen Rachkommen (H. K. Straßheim-Grie':el), 2. Preis 25 Mk. Ljährige Stute mit zwei Rachkommen (Herm Vissel-Griedel), 3. Preis 20 Mk. Ljährige Rappstute (Hch. Fischer-Dettershausen), 4. Prers 15 Mk. 10jährige Rappstute mit drei Rachkommen (W. Dingel Grüningen). Zuchtstuten mit Saugfohlen oder mehreren Rachkommen, Arbeitsschläge: 1. Preis 30 Mk. 10jährige Rotschimmel- stute (Hch. Wallbott XII.-Garbenteich), 2. Preis 25 Mk. 5jährige braune Stute (Gg. Kißler-Ried.» Kleen), 3. Preis 20. Mk. 4jährige braune Stute (Kaspar Langsdors-Leihgesterit), 4. Preis 15 Mk. 4jährige Fuchsstute (K. Schütz II.°Oberkl.'en). Zucht st Uten, nachweislich 1925 gedeckt oder erkennbar tragend. Arbeitsschläge: 1. Preis 30. Mk. 11jährige Kohlfuchsstute (W. Langsbvrs-Alöach), 2. Preis 25 Mk. 1 ljährige braune Stute (W. Müller I.» Kirchgöns), 3. Preis 20 Mk. 4jährige Rotschimmelstute (Hch Krämer l.-Langsborf), 4. Preis 15 Mk. Ljährige FuchSstute (Rich. Bejer-Trais-Horlofs). Zucht st uten, nachweislich 192 5 g e • deckt, oder erkennbar tragend, Wa- genschläge: 1. Preis 30 Mk. tjährige dunkel- raime Stute (Hch Dettder-Dorfgill), 2. Preis 25 Mk. Ljährige Rappstute (Hch Fischer-Deltershausen). 3. Preis 20 Mk. 6jährige braune Stute (Major a. D. Häuser-Ostheim). Schluh der Frankfurter Frühjahrsmesse. WSR Frankfurt a. M., 14. April. Rach viertägiger Dauer wurde heute itachniltag die Frankfurter Frühjahrsmesse bei stillem Geschäft und vereinze.ten AAchlüssen geschlossen. Demerker.Swert war, daß fast alle Stünde diesmal vis zum letzten Tage ausharrten und nicht, wie auf der letzten Herbstmesse, ihre Stände vorher abbauten. Im großen unb ganzen hat der Verlauf der Messe den Erwartungen entsprochen, die inan in Anbetracht der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage gehegt hatte. Zu- sammenfassend ist festzustellen, daß die diesjährige Frühjahrsmesse ein uneinheitliches Dild zeigte. In einzelnen Dranchen sind gute Abschlüsse zu verzeichnen, in anderen Branchen sind zwar verhältnismäßig viel Abschlüsse zustande gekommen, jedoch auf niedrigem Rioeau, während ein weiterer Teil stilles Geschäft hatte. Dir Verkehrs- Schach-Ecke. ‘Bearbeitet von W Ordach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredattion des .Gießener A - 'gers" Problem Nr. 57. Don P. A. Larsen. Schwarz. k e 4 3 2 3 D e 6 5 2 W v./ÄM h c d e W d e Weiß. Weiß zieht und setzt in drei Zügen matt. Weih: 5 Steine Tf2, Dh6, Tn2. Bc2, Bc5. Schwarz: 1 Stein Kb5. Die Richtannahme des Opferangebots führt zu einem noch glänzenderen Schluh. Partie Nr. 43. Gespielt in der ersten Runde des Dresdener Internationalen Schachturniers am 4. April. Iukertorterosfnung. Weiß: Dlüw.isch. Schwarz: Dimzowitsch. 1. Sßl-f3 1. c7-<5 2. g2-g3 2. Sb8-C) 3. Lfl-g2 3. e7-tb 4. e2-e4 4. Lf8-e7 5 0-0 5. d7-d6 6. c2-c3 6. Lc8-g4 Verhindert den Durchbruch 7. d2-d4 7. d2-d3 7. Dd3-d7 8 Tfl-el 3. Sg8-f6 9. Sbl-d2 9. Ta8-d8 10. Ddl-a4 Was dieser Zug bezwecken soll, ist unverständlich. lü..... 10. 0-0 11. Da4-c2 11. Dd7-c7 12. Sd2 — c4 Endlich beginnt Weiß, seinen leichten Figuren bessere Plätze zu verschaffen. 12..... 12. n/ -1)6 13. Sc4-e3 13. U4-d7 14. St3 — h4 14. Tf8-e8 15. f2 — f4 15 Dc7-b8 Weniger einen Zweck verfolgend als in ber Absicht, abzuwarten, was der Gegner unternehmen wird. 16. Sh4 -15 16. Le7 - f8 17. Dc2 — f2 17. Ld7xf5 18. Se3xf5 18. d6-d5! Hierdurch erhält Schwarz Spielraum in der ck-Linie. 19 Tel -fl 19. d5xe4 20. d3xe4 20. Db3-c8 Die Schwächen der weißen Stellung Regen nun in der von Schwarz besetzten offenen d-Linie, sowie in der ungünstigen Postierung der beiden weihen Läufer. 21. 1 Jf2—13 21. Dc8-e5 22. f4xe5 22. Sf6-d7 Auf 22..... Se5: könnte evtt Sh6-4-: folgen. 23. Dr3- g4? Sofort De2 war vorzuziehen. 23. .... 23 Sd7xe5 24. Dg4-e2 Auf 2 Dh6:! 24..... 25. De?xc4 Die Schwächen nun flat zu Tage. 26. b2-b3 27. Sf5xd6 28. Lcl-e3 29. Tal-dl 30. Le3-d2 Dester gleich Td6. 31 Tfl-13 Auf 31. .. . ^ Ted8 nevst Le2 etc. 32 Kgl -fl 33. Ktl-e2 34. b3xc4 35 Tf3 — tl 36 Ld2-f4 37. TflxJl 38. K^xd2 Auf gegeben, b- i. Sh64- folgt natürlich 24....., 24 De6-c4 25. Se5xc4 der schwarzen Stellung treten 26. 8c4-ä- 27. Lf8-d6 28. b7-b6 29. Ld6-e5 30. Td8-d3 31. Td3-d6 folgt 32. Td3:, Td3 33. Ul, 32. Te8-d8 33. c5-c4! 34. Sc6-a5 35. Si5xc4 36. Tc*.
S. Kb7-a8 oder Kb7xc8 3. Lb5-c6 oder ab-s-j-. Aus der Schachwelt. Am 4. April 1926 begann in Dresden ein Internationales MZ,te:turnier. Die Verlosung ergab in Reihenfolge der Ausiosungsnummern: 1. Lajos Steiner (Ungarn), 2. Iates (England), 3. von Holzhausen (Deu.schland), 4. Sämisch (Deutschland), 5. D.üm.sch (Deutschland), 6. Hirn- zowitsch (Dänemark), 7. Aljechin (Paris, russischer Rationalist), 8. Dr. Tartakower (Ukraine), 9. Rubinstein (Polen), 10. P. Iohner (Schweiz). Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedakttonSttsch. Kleines Mißverständnis. Kommt Sonntags der Geschwaderpsarrer zur Predigt an Dord, so muh vorher sestgestellt werden, welcher Choral gelungen werden soll, damit die Kapelle Um einübt. Von Kreuzer X läßt der wachthabende Ossizier am Sonntag früh an ben Geschwaderpsarrer toinlen, welcher Choral einzuüben ist. Als die Antwort kommt, hat inzwischen ein anderer Offizier die Wache übernommen. Der Winkspruch lautet: „Wie groß ist des Allmächtigen Güte. Geschwaderpfarrett" — Der wachthabende Ofsizier befiehlt dem Signalgast: „Winken Sie zurück: W. O. an Geschwader- Pfarrer: Hier auch nicht bekannt." Amerikanische Lileraturgeschichle. Der Dichter G. B i n b i n g teilt in einer Tages- zeitung folgende erbauliche Geschichte mit: Meine Verleger erfreuten mich durch die Abschrift eines Briefes, den sie jüngst von einer amerikanischen Firma erhalten hatten. Der Brief hatte folgenden Inhalt: „Wir bemerken, daß in Ihrem Verlag das Werk „U n ff e t b f i d) f e i t" von Rudolf G. B i n d i n g erschienen ist. Bei dem großen Intereste, das wir diesem Buche entgegenbringen, bitten wir, uns Ihre Bedingungen für den Vertrieb in den Vereinigten Staaten (wirklich niedrigsten Preis) mitzuteilen. Wir sind in der Lage dem Buch einen außerordentlichen Erfolg in Aussicht zu stellen, da wir erst kürzlich mit einem ähnlichen Werk („In vier Wochen fünfzehn Jahre jünger") einen nach vielen Tausenden zählenden Absatz erztt-lt haben. Wir suchen baldmöglichst einen ähnlichen Schlager." Folgt — unter der Versicherung vorzüglichster Hochachtung — Unterschrift. Beim Pholographen. — „Ich wurde Ihnen zu Kniebild raten!" — „Mir ift's gleich! Wo soll ich mich denn hin« knien?" schau bleibt auch weiterhin bis zum nächsten Montag offen und dürste noch starken Zuspruch erfahren. Berliner Sechstagerennen» Derlin. 14. April. (WTD.) Das 10.(Berliner Sechstagerennen gewann die französische Mannschaft Sergent-Louet mtt 481 Punkten: eine Runde zurück zwette die amerikanische Mannschaft Deekman-Eaton 468 Punkte, dritte die deutsche Mannschaft Gottfried-Junge 268 Punkte. Insgesamt sind in den 145 Stunden 3657,190 Kilometer zurückgelegt worden. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. “ Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 30 vorn 13. April enchält: Unterhaltung der Kreisstraßen. — Schutt der Queckborner Waster- quellen. — Einhalten der Tauben. — Mitnahme von Hunden in Feldern und Wäldern. — Kurtaxe in Bad-Nauheim. — Fleischbeschau. — Ausstellung von Duplikat-Arbeitsbüchern. — Landesfeuerlöfch- orbnung. — Gesuch des Ludwig Eckel zu Steinheim um Erlaubnis zur Erbauung eines Schlachchaufes. — Kanalisation Niedermörlen. — Reichsgesundheitswoche. — Beratung Im Lichtbildwesen. — Mitteiteilungen durch die Behörden über Bohrungen usw. an die Geologische Landesanstalt. — Fortbildungsschulpflicht. — Fortbildungsschulunter' richt für arbeitslose Lehrlinge. — Pfingstfahrt des Vereins für das Deutschtum im Ausland. — Fremdenlegion. — Radfahrverkehr. — Dienstnachrichten. Rundfunk-Programm des frankfurter SenderS. (Aus der ^Radio-Umschau".) Freitag, 16. April. 3.30—4 Uhr: Die Stunde der Jugend: „Erzählungen unserer deutschen Meister", vorgetragen von Lehrer Otto Metzker (für Kinder vom 10. Jahre ab). 4.30—5.45 Uhr: Hausfrauen-Nachmittag; Programm u. a. „Blumen und Pflanzen in Haus und Garten". Vortrag von Gartenbaudirektor Bromme. 5.45—6.10 Uhr: Die Lesestunde (Briefliteratur): Aus den Briefen der Gunderode. 6.15—6.45 Uhr: „Kultur und Kunst in Siam und Hinterindien", Vortrag von Paul Freye. 6.45—7.15 Uhr: „Verbrechensvorbeugung", Vortrag von Landrichter Dr. Gras Lancko- ronski. 7.15—7.45 Uhr: Stunde des Südwestdeutschen Radioklubs: Dr. P. Lertes über „Mikrophon II". 7.45—8.05 Uhr: Zwanzig Minuten Umschau über die Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 8.05—8.15 Uhr: Film-Wochenschau. 8.15—9.15 Uhr: (Bord) Fock, dem Dichter Hamburgs und der Nordsee zum GedöchMis. 9.15—10.15 Uhr: Konzert des Hausorchesters. Du kriegst die Motten nldit lol ohnf D r SBe i n re id)i Mottenütder. Sind |FiRauchen Sie deshalb MANOLI-ZIGARETTEN veturendei wet beobachtet, verdenkt, verrechnet. Fisch-Zentrale Marktlaube. F reitag morgen treffen direkt ab Fisch» damvfer in strammer Eispackung zu sehr billigem Preise friirbc Seefische ein. Berkaus in der Markt'.aubc. I. & 91. Bcrbev. Behördliche Anzeigen Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: Am 30. März 1926 bei der Firma Wilhelm Heh in Giehen: Die Firma ist erloschen. Am 31. März 1926 bei der Firma Heinrich Baumann in Giehen: Die Firma nebst Geschäft ist mit Wirkung vom 15. Dezember 1925 ohne Uebernahme der im Geschäftsbetrieb seither begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten und dem Rechte der Weiterführung der seitherigen Firma auf den Schlosser August Baumann in Gießen übergegangen. Die Prokura des August Baumann in Gießen ist erloschen. Am 3. April 1926 bei der Firma Wilhelm Kern, Chabesofabrik in Giehen: Das Geschäft nebst Firma ist mit Wirkung vom 1. Oktober 1925 auf den Kaufmann Wilhelm Weimar in Giehen unter Aus- schluh der Uebernahme der seither im Geschäftsbetriebe begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten übergegangen. Die Firma ist geändert in: Chabesofabrik Gießen Wilhelm Weimar. Die Prokura der Wilhelm Kern Ehesrau Helene geb. Bock in Gießen ist erloschen- Am 10. April 1926 bei der Firma Hugo Hellwig & Co. in Gießen: Rudolf Röhr in Gießen ist aus der offenen Handelsgesellschaft ausgeschieden, Kaufmann Hans Wenzel zu Gießen ist als weiterer persönlich haftender Gesellschafter in die Gesellschaft eingetreten. Giehen. den 12. April 1926. 33608 hessisches Amtsgericht_________ Arbeitsvergebung Die Arbeiten und Lieferungen (150 bis 600 mm l. W. Zementrohre) zur Erbauung einer Teilkanalifation in Rödgen sollen öffentlich vergeben werden. Pläne und Bedingungen liegen bei uns auf Zimmer Ar. 18 offen, woselbst auch die Angebotsvordrucke gegen Erstattung der Selbstkosten erhältlich sind. Die Angebote sind verschloßen und postfrei, zu dem am Dienstag, dem 20. April 1926, vormittags 10 Lchr statt- findenden Eröffnungstermin einzureichen. Freie Auswahl Vorbehalten. Zuschlagsfrist 14 Tage. Giehen, den 13. April 1926. Kreisbauverwaltung. __________Cellarius.______3331c MMMskelMWs.SM- welker MSmMettMMe. Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen am 33763 Donnerstag, dem 22. April 1926 vormittags 101 Uhr beginnend in der Gastwirtschaft „Zur Liebigshöhe" in Gießen versteigert werden: 1,91 fm Eichenschnittholz 1. Kl. in einem Los 15,82 fm Eichenschnittholz 2. Kl. in 13 Losen 12,14 fm Eichenschnittholz 3. Kl. in 13 Losen 0,87 fm Eichenschnittholz 4. Kl. in einem Los 3,38 fm Eichenbauholz 2. Kl. in 3 Losen 10,84 fm Eichenbauyolz 3. Kl. in 3 Losen 14,82 fm Eichenbauholz 4. Kl. in 5 Losen 13,01 fm Eichenbauholz 5. Kl. in 2 Losen 12,12 fm Eichenbauholz 6. Kl. in 4 Losen 3,27 fm Buchenbauhol; 4. Kl. in einem Los 4,58 fm Kiefernbauholz 2. Kl. in 2 Losen 12,61 fm Kiefernbauholz 3. Kl. in 5 Losen 18,52 fm Kiefernbauholz 4. Kl. in 4 Losen 1,77 fm Fichtenbauholz 1. Kl. in einem Los 8,70 fm Fichtenbauholz 2. Kl. in 3 Losen 17,96 fm Fichtenbauholz 3. Kl. in 3 Losen 26,59 fm Fichtenbauholz 4. Kl. in 2 Losen 1,11 fm Eschenwerkholz 4. bis 6. Kl. in einem Los 2,44 fm Lärchenwerkholz 4. und 5. Kl. in einem Los 0,74 fm Eichenderbstangen (Deichseln) 1. Kl. in einem Los 15,14 fm Fichtenderbstangen 1. Kl. in 4 Losen 3,72 fm Fichtenderbstangen 2. Kl. in einem Los 0,89 fm Fichtenreisstangen 1. und 2. Kl. in 2 Losen 8,00 rm Eichennutzscheiter in einem Los 58,2 rm Fichtennutzknüppel (3 m lang) in 2 Losen. Zu dieser Versteigerung werden nur hol;verarbeilende Handwerker und Gewerbetreibende zugelassen, die in Gießen oder in einer Entfernung von höchstens 10 Kilometer ansässig find. Händler sind von der Versteigerung ausgeschlossen. Loseeinteilungen (nebst Nummernverzeichnis für das Schnittholz) können zum Preise von 1 Mark von unterzeichneter Stelle bezogen werden. Als Zahlungsbedingungen gelten die seither maßgebenden Bedingungen. Gießen, den 9. April 1926. I Der Oberbürgermeister. I.D.: Dr. Rosenberg. Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. B wurde heute bei der Firma Gesellschaft für Tiefpumpenbau mit beschränkter Haftung in Gießen folgendes eingetragen: Ser Kaufmann Abraham Fröhlich in Giehen ist zum Liquidator bestellt. Gießen, den 10. April 1926. 3361B Hessisches Amtsgericht. Arbeitsvergebung. Für die Feldbereinigung Großen-. Linden soll Mittwoch, den 21. April 1926, vormittags 9 Uhr, auf dem Rat- haus zu Grohen-Linden die streckenweise Regulierung des Klecbachs zu 33000 Mk. veranschlagt, in einzelnen Losen vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hessischer Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote in Prozenten des Voranschlags verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum Eröffnungs- tcrmin einzureichen sind. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 10. April 1926. Hessisches Kulturbauamt. _______nes Karl sagen wir n Dank r. Fey und Frau den 15. April 1926 ! m 22. April 1926 ,WD -VorsteSllns 3371D T von Wildenbruchl Ansang 7'/r Uhr. : Genossenschaft Deutscher nterstühunci bedürft. TlilgL rag he Angestellte! 16. April, msmännischen tzretnShauS , ireI des christlch-na malen WW «Sftrt** wiW** ;htspiele „11,5 and 8 Uhr: le groölttM jes RiesendamP(ere nbus i !ovd Bremen n de Palast und 1Wimmende rflber den s16mS8Pferdekräften |d D1?*'* ^ochinter- :sS-7 0.80 d» A D» ...» Nr. 87 Drittes Blatt Gießener Anzeiger sGeneral-Anzeiger für ©berljefien) Donnerstag, 15. April 1926 ■ ----- «wera 0.434 0.3975 139 56,25 84 123,25 124,5 Wirtschaft 58 64 149,2' 144,5' 92.25* 63,5 80,25* 94,25* 587 den bi - Devisenmarkt Berkin—Zrankfurt a. M. Te 1 earav h ' 1 che OIuSao Ölung. 13,4-5 41,75 114.7* 136,5* 98' 107,2* 10,4275 0.4025 0.495 49 45 108 M 35.5 4,5 125,5 53,9 56,5 94 101* 7,5 lichen Baudarlehen frühzeitiger als im vergangenen Jahr auszubezahlen, nötigenfalls die erforderlichen Beträge einstweilen vor Eingang der Sondergebäudesteuer im Weg des Darlehns flüssig zu machen. Im übrigen werden Staat und Wohnungspolitiker jetzt schon ihr Augenmerk darauf richctn müssen, wie nach dem sväteren Wegfall der öffentlichen Baudarlehen aus Sondcrsteuermitteln das alte Problem der zweiten Hypotheken einer auf die Dauer berechneten Lösung zbgeführt werden kann. • Buderussche Eisenwerke A.-G i n Wetzlar. Die Gesellschaft schlägt der Haupt- Versammlung vor. aus einem Reingewinn von 624 300 Reichsmark, nachdem vorher Abschreibungen in Höhe von 1 140 000 Reichsmark vorgenommen worden sind, 5 Prozent Dividende auf die nachbezugsberechtigten Dorzugsalt. en für 1924 25 zu verteilen und den Rest in Höhe von 574 300 Reichsmark auf neue Rechnung vorzu- dieser Woche schon einen großen Umfang angenommen hatten und die Geldflüssi gteit weiter an hält. Die heute erfolgende Rückzahlung von etwa 70 Millionen Reichsmark Dollar-Schatzanleihe müßte dem offenen Geldmarkt ebenfalls zugute kommen, so daß für die nächste Zeit mit einer Versteifung nicht reichlich angedoten und für erste Adresten bereits , zu rechnen fein wird. Tagesgeld war zu 4—5! Proz. Pro;, erhältlich. 2m Hinblick auf diese men wir beispielsweise ein Haus mit einem Vorkriegswert von 100 000 Mk. an, berechnen hiervon den Aufwertungsbetrag mit 25 000 Mk., die vom Aufwertungsgesetz zugebilligten Zprozentigen Zinsen mit 750 Mk. und den Mietertrag mit 6 Proz. des Hauswerts — 6000 Mk., so betragen die 750 Mark Zinsen hiervon = 12,5 Proz. Kehren wir zur Sondergebäudesteuer zurück. Sie wird in Hessen z. Z. in Höh- von etwa 10 Proz. der Friedensmiete für den Wohnungsbau, von etwa 25 Proz. für andere Staats- und Gemeindezwecke erhoben, während, wie wir einleitend erörtert haben, im Reichsgesetz für den Wohnungsbau mindestens 15—20 Pro;, der Friedensmiete, für andere Zwecke 20—30 Pro;, vorgesehen sind. Wir sehen also, daß die im Reichsgesetz vorgeschriebene Min- dcstgrenze für den Wohnungsbau um 5 Proz. unterschritten, während die Mindestorenze des für allgemeine Ausgaben vorgesehenen Betrags um fünf Proz. überschritten ist. Notwendig war diese Maßnahme offenbar, um dm Fehlbetrag im hessischen Staatsvoranschlag nicht noch größer werden zu lassen, zulässig war sie nach^H 26 Abs. 4 Satz 3 in der neuen Fassung' des Finanzausgleichsgesetzes, Miethöhe, Sondersteuer und Wohnungsbau. Don Regierungsrat Dr. Rindfuß, Friedberg. 0,4102 0,5907 0,39 0,500 0,25 0,8902 ArauNurtcr Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M-, 15. April. Auftrieb: Kälber, 175 Schafe, 355 Schweine. Es wur- notiert: Kälber: feinste Mastkälber 78 84 Mk., mittlere Mast- und beste Saug- iu receln. Nach der Fasjung, die der maßgebende 1 — - - - ■ -----------****** Finanz- 141,5* 81,75 73 83,25 113 102* Mark. * Gelsenkirchener Bergwerks- A G., Gelsenkirchen. Die Z.che Westhausen, die zur Gelsenkirchener Bergwerks-A.-G gehört, sicht sich infolge von Absgtzmangel zu Einschränkungen ge- 1150,6* 114,7* ,130.5* ! 135 121.5* i 102* 7.4 „ rechnen zu 3 dis 34 Pro;, erhältlich. 2m Hinblick aus diese Lage wäre die Ermäßigung des Prioatdislontsatzes dieser Tage criolqt, wenn nicht die Deutsche Bank hiergegen scharf Stellung genommen hätte. 3m D e - visenverkehr tagen die curopäijd)cn Valuten überwiegend schwächer. London gab gegen Kabel auf 4,8503, Oslo gegen London auf 22,451 nach. Paris war gleichfalls rückläufig und schwankte zwischen 142 und 143 gegm London. Auch Brüssel ging stärker zurück und stellte sich auf 129,75 gegen Lon don. Die Reichsmark liegt unverändert fest. kälber 63 bis 77, geringere Mast- und gute Sauglälber 60 bis 67, geringe Saugkälber 45 bis 56. — Schafe: Mastlämmer und Mast- hämmel 45 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 38 bis 41. — Schweine: vollsleischige von 80 bis 100 Kilo 70 bis 73, unter 80 Kilo 65 bis 69, von 100 bis 120 und 120 bis 150 Kilo 70 bis 72 Mk. Marktverkauf: Sperrmarkt. Kleinvieh bei glattem, Schweine bei schleppendem Handel ausverkauft. Norddeutsche Mast kälber über Rotiz gehandelt. frankfurter Getreidebörse. Frankfurt, 15. April. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29.75—30, Roggen, inländischer, 20—20,50, Sommergerste für Brauzwecke 22 bis 24,50, Hafer,inländischer, 23,75—24,75, Mais (gelb) 18,50—19, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 41,50—42. Roggenmehl 29—29,50, Wetzenkleie 10,25—10,50. Roggenklcie 11,25—11,50. Tendenz stetig. 109 83.5 36 4,8 125 57.5 55 75 75 136* 79 80,5 99,9' 92* 83.9* 112,5* 56,5 61 >140,7* ' 81,5 l 83 zwangen, die etwa em Drittel ihres Betriebes aus- machen dürsten. Es ist mit der Entlassung von etwa 400 Arbeitern zu rechnen. ' Weitere Abnahme der Insolvenzen im April. In der ersten Aprilwoche, die durch Einbeziehung des Restes der Dorwoche 7 Werktage umfaßt, hat die Insol- venzztfser einen weiteren Rückgang er ähren. Die Ecsa)ästsaufsichten sind hieran stärker beteiligt als die Konkurse. Trotzdem nahm die Zahl der insolvent gewori.et.en Attiengesellschasten stark zu. Beachtenswert ist auch der hohe Anteil der Ee ellschaf ten m. b. H. an den mangels Masse cingcUell.cn Konkursve.fahren. Im ganzen wurden in der ersten Aprilwoche 383 SXonfurfe und 317 Eeschästsaufsichten eröfnet. An Aktiengesellschaften gerieten 16 in Konkurs und 6 unter Geschästsaussicht. an G. m. b. H. 31 in Konkurs und 16 unter Geschäftsaufsicht. Börsenkurse. 0.418 0.410 0,560 0,251 0,390 0,375 0,375 100 99.9 13,15 41 | 150.75 114* 1 1 135.75 1 134,75 87 I 121,25 93,75 ior 7,5 — I 89,5 1 62 54,5 93 96* 104,75 125* 132,25 40 52,5* 77.75* 92* j 93 , 60 141* 139,2* I 46 97,5 76 I wonach auf Ersuchen einer Landesregierung die Reichsregierung mit Zustimmung des Reichsrats den Mindestsatz für einzelne Länder ermäßigen kann, „wenn es die allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse oder die besonderen Verhältnisse eines Landes 101,6* 94* 87.62* 115,5* I 57 64,5 91.25* i 62,75 55 ; 97* 97.4* 106.7* 127 7* 135,5 40,25 53.75* 79,5* 86* 96,25 ! 149,2* 443.6’ 99.8 99,95 13,13 150* 113.7* 134,7* 134' 120.5 100,5 7,25 87.5* 61 54 93,73* 95* 104,6* 124,7* 134,75 89 51,5* 76 5* 91* 91,5 tragen. . . * Sie Hamburg-Amerika-Linte erstattet setzt ihren Geschäftsbericht für 1925, in dem festgestellt wird, daß das Jahr die Hoffnungen nicht erfüllt hat. Im Batt befinden sich insgesamt 44 160 Brutto-Registertonnen. Der Flottenbestand einst!)!, der Neubauten setzt sich zusammen aus 75 Seeschiffen, 5 Seebäderdampfern, 13 Eeeschleppern und 146 Flußfahrzeugen mit insgesamt 456 554 Brutto-Registertonnen. Aus der Bilanz sind zu erwähnen bei einer Gesamtsumme von 123 Millionen 'Dian Beteiligungen an Verkehrsunternehmungen und zugehörigen Betrieben mit 8 Millionen Mark, Wert der Seeschiffe einschl. Neubauten mit 91,45 Millionen Mark, Gläubiger mit 29 Millionen Mark, Schuldner mit 9,14 Millionen Mark. Der Rohgewin- betragt 16.3 Millionen Mark, die Handlungsiinkosten usw. 7,02 Millionen Mark. Der Reingewinn von 9 8 Millionen Mark soll nach Abzug eines Vortrages auf das Jahr 1926 in Höhe von 139 688 Mark zu folaendenAbschreibungen verwendet werden: auf Seeschiffe und Hilfsfahrzeuge 7,95 Millionen Mark aus Grundbesitz Gebäude und Anlagen usw. - >7 0 iO Mark, auf Beteiligungen und Wertpapiere 664 0.0 dringend erfordern'. Hessen leistet also im Jahre 1926 für den Wob nungsbau um den dritten Teil weniger, als ais Mindestleistung im Reichsgesetz vorgesehen ist, also wohl weniger als alle übrigen Staaten, was umso schwerer ins Gewicht fällt, als die Hälfte von Hessen besetzt ist und die Besatzung, trotz der inzwischen em- getretenen Erleichterungen eine wesentliche Verschärfung der Wohnungsnot heroorgerujen hat. Zahlenmäßig ergibt sich folgendes Bild: Die txrieben^ mieten betragen in Hessen rund 100 Millionen Reichsmark, ohne, rund 120 Millionen Reichsmark mit den gewerblichen Gebäuden. Rechnet man hiervon 10 Pro;, für den Wohnungsbau, so entsteht ein «Bruttoertrag von 12 Mill. Mark. Zieht man aber hiervon die Ausfälle ab und den Betrag, der nach dem neugefahten § 31 Abs. 3 des Reichsgesetzes und nach Art. 10 der Hessischen Verordnung über die Sondergebäudesteuer 1926 vom 10. März 1926 den Fürsorgeverbänden zur Unterstützung hilfsbedürftiger Personen, „die dauernd oder vorübergehend eine Mieterhöhung, soweit sie durch die Sonderge bäudesteuer bedingt ist, nicht tragen können und eine entsprechende Wohnungsänderung vorzunehmen, nicht in der Lage sind", so wird für den Wohnungsbau 1926 in Hessen ein Betrag von 9—10 Millionen 5°/, Tcuiiche RciSSanirtln 4° SDeutfdie Neichsanleide 3'/,% Tcuiiche N-ichsanleihr 3°/ Deutsche Reichsiniuhk Tcutfdje scuarpramtcnanletöt <°/o l'rcusndK Senf old ■ • ■ 4" o Hesse,! 3*/ie/n Hessen ..... 3% Hellen Teuische -JSettb. Dollar-Anl. öio. Doü Schatz-Alllretiug-'i 4°/o ^iollturten....... 5% Gvlduierikaner • ■ . - Berliner Handelsaelellschasi Commerz und Privat-Bont Taimil. und 'Jlaiionatbanl Deutsche Bant ... Ternsche BercinSbank . . DiScomo ^ommandil . . •.Ükiallbant ... Miiteldciitichc Lrcdilbank Lcsterreichiiche Credilanstall Weltbank ....... Bochumer Guß ■ ..... Budcr^S ......... Laro ........... Deutsch-Luxemburg Oselsenlirchencr Bergwerke. Harvencr Bergbau Saliroertc Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Laurahüttc ..... Lberbedars ...... Bhöuir Bergbau ...... riiheinuahl ...... x)ltebc(f Montan . Tellus Bergbau...... Hamburg Amertta Paket. . . Norddeutscher Llovd . , Eheramischc Werke Albtn . . Zementwerk Heidelberg . . Pl>ilivv Hollmunn .... Anglo-Cont -Guano . . . . Chemische Mayer Sllapin . I. ® Sorbcntnbufiric, A-G- (v-oibfaniibt......... Hol;vcrkol)lung Nutgeröwcrke Echeideanstalt Allg. ElektrUllätS-Gesellschaft Bergmann 9>?ainltastwerke . . Schlickert ........ Siemens A Halske ...... '.'ldlrrwcrke Slcyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenktaedt ....... Bi'eguin............ Motorenwerke 'Diannbeün frankfurter Armaturen . . Vonfcroenfabrir Braun . . Bietallgcscll chaft Jrankfml . Per. Union A.-G. . . . . . Schubmbrik He« ■ . . . . Sichel . . Wellston Waldbos ..... Zucker-abrik Frankenthal . . .4udrnnbrif Wagbäukel • . . wird, wenn nicht die Zunahme der Zweckjvartätig- feit und die Senkung des Darlehenszinsfiißes eine weitere wesentliche Erleichie*. g bringt. In dieser Beziehung sieht es ja in letzter Zeit wieder erfreulicher aus. Die Reichsbank hat ihren Diskont von 8 auf 7 Proz. herabgesetzt, neben 9—lOprozentigern kurzfristigem Geld können die Kommunen nun auch wieder langfristiges Geld erhalten, wenn auch die Bedingungen hierfür noch zur Vorsicht mahnen. Noch erfreulicher ist, daß das Pfandbrief- und Hypo- thekengeschäft wieder in Gang, kommt. Die Hessische Landesbank nimmt neuerdings wieder ersthypothe- karische Beleihungen bis zu 20 Proz. des jetzigen Werts vor: die Sparkassen gehen noch etwas über diese Beleihungsgrenze hinaus. Die Finanzierung eines mit Staatsdarlehen beliehenen Neubaues wird sich daher z. Z. etwa wie folgt gestalten: 25 Proz. der Bausumme muß der Bauherr nach den ministeriellen Bestimmungen selbst aufbringen. 10 Proz. 1. Hypothek der Landesbank oder einer Sparkasse, 40—50 Proz. Staatsdarlehen als 2. Hypothek, z. Z. zu 2 Proz. Zins und 1 Proz. Tilgung: der Rest von 5—15 Proz., der über die Beleihungsgrenze der Geldinstitute hinausgeht, wird, wie seither, nur mit Hilfe von Gemeindebürgschaften zu erlangen sein. Gehofft und gewünscht muß vor allen Dingen werden, daß die öffentlichen Geldinstituet ihre Mittel wieder in ausreichendem Maße für den Wohnungsbau zur Verfügung stellen und ihre Beleihungsgrenzen für erftfteUige Hypotheken wieder auf mindestens die Hälfte des Vorkriegswerts hinaufsetzen Der Staat wird darauf bedacht sein mässen, die ösfent- Büchertisch. - Meiningen und Dessau beherrschen das erste April-Heft der Zeitschrift „D a s Tea - t e r" (Verlag Berlin W 9). Anläßlich deS 100. Geburtstages des Meininger Theater-Herzogs gibt Fritz Engel eine liebevolle Darstellung seiner Persönlichkeit und seines Schaffens, die durch eine Reihe von HandKeichnungen und Entwürfen des Herzogs und zahlreiche ausgezeichnete Aufnahmen aus den verschiedenen Epochen des Me ninger Theaters von den 80er Jahren bis zur Jetztzeit ergänzt wird. Ein weiterer wesentlicher Teil des Heftes ist dem Friedrich-Theater in Dessau, dem heutigen An- haltischen Landestheater, gewidmet. dessen fleißige und künstlerische Arbe t unter der Leitung des Intendanten Dr. Georg Hartmann in einigen knapp gefaßten Artikeln eingehend geschildert wird. Sehr interessant ist ein Bericht des Moskauer Korrespondenten der Zeitschrift mit prachtvollen Illustrationen aus der Arbeit Tairows. Der Herausgeber der Zeitschrift würdigt die Tagung der Deutschen Dühnengenossenschaft die letzten Berliner Premieren werden in der üblichen Form behandelt, der Modeteil bringt amüsante illustrierte Plaudereien über Brauttoiletten und über Mode- vorfuhrungen. 81mit.>9ioii B»-u--Airei Brss.-AnNv Christiania .Nopenhaa-ii Stockholm . Helsingfors Italien. . London. • »,'cunork . Boris. • • Schwei; . Spanien - Japan . . . 'N io de Jan Wien in D. Ceft- abgeft Prag . . . . Belgrad - . Budapest. • Bul arten L'ilabon Dan;ig. . Konst nttn- Sieben Canada. . Uruguay Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 15. April. Tendenz: Sehr fest. — Die nunmehr aus Amerika ein- getroffenen Me.düngen bezüglich der Rückgabe des deutschen Eigentums, die die Aussichten einer schnellen und entsprechenden Regelung als wesentlich gebessert erscheinen lassen, haben einen völligen S t i m m ungs- Umschwung an der Effektenbörse her- be.geführt. Da auch dir Abwickelung der Medio- Ciquibationen keinerlei Saiwierigkeiten verursachte, so konnte infolge der wieder hergestellten vertrauensvollen Stimmung eine scharf nach oben gerichtete Tendenz einsehen. Die Spekulation betätigte sich schon vorbörslich in geradezu stürmischem Geschäft durch Rückkäufe und Deckungen, wobei Schifffahrtsaktien das Hauptinteresse in Anspruch nahmen und beträchtlich Kurssteigerungen aufzuweisen hatten. Hapag gingen von 140,50 auf 149,25 Prozent und Rorddeutscher Lloyd von 137,50 auf 144,50 Prozent in die Hohe, die Kursgewinne betrugen also 8,75 bzw. 7 Prozent. D.e Unternehmungslust erstreckte sich, angeregt durch die Haussebewegung am Schis ahrtömarkte. auch auf die übrigen Gebiete, doch verlief hier die Umsatz- tätigfeit in wesentlich ruhigeren Bahnen. Leb- I Hafter im Geschäft waren Farbenwerte, die einen Gewinn von 5 Prozent verbuchen konnten. Rütgerswerke plus 3.35 Prozent. Am Elektromarkt betrugen die Besserungen etwa 2 Prozent, am Montanmarkt 3 bis 4 Prozent. Mannesmann waren gut beiestigt mit plus 5 Prozent. Don Auto - Aktien wurden Daimler 2 Prozent höher, wahrend Kleyer unverändert blieben, Hansa-Lloyd aber um 3 Prozent schwächer wurden, da die Dividendenerllärung dieses Unternehmen enttäuschte. Zuckeraktien mäßig befestigt. M a s ch i n e n a k t i e n gebes- lert. Stärker gesteigert waren Dau-Aktien. Die übrigen Werte des Kassamarktes Wielen durchweg gute Erholungen auf. Deutsche Anleihen konnten von der allgemeinen Aufwärtsbewegung profitieren. Am Ausland- rentenmartt war das Geschäft ruhig, die Tendenz etwas fester. Der Freiverkehr hatte geringe Umfahtäiig eil die Kurse waren wenig I verändert. Beckerstoht 40, Beckerlohle 58, Benz 65 Brown-Boveri 66. Entreprise 10, Growag 50, Ufa 51,50, Ufra 71,50 Prozent. Der Pfandbrief m a r k t zeigte gebesserte Haltung. Im späteren Verlaufe blieb die Stimmung für Schifffahrtsaktien weiter günstig, während für die anderen Märkte die Tendenz schwankend wurde, wobei es auch vereinzelt zu Kursabbröckelungen lam. Am Geldmarkt stellte sich heute infolge der Medioregelung eine leichte Anspannung ein. Tagesgeld zog auf 5 Proz. an, die übrigen Sätze blieben unverändert: Monatsgeld 5>/z bis 7 Proz., Industrieakzepte 51 bis 6:i/4 Proz. Bankdiskonten 5 Proz. Im D ev i f e nv e r k e h r flauten Paris und Brüssel erneut ab. Paris gab gegen London auf 142,25 nach, Brüssel auf 129,25. Auch London lag schwächer mit 4,8590 gegen Kabel. Berliner Börse. Berlin, 15. April. Neue Momente, die auf die Börsenlage von Einfluß hätten sein können, lagen heute nicht vor. Infolge der börsentechnijchen Lage stellte sich aber eine Erholung der Aktienkurse ein, die von dem am empfindlichsten gedrückten Werten, d. h. von den Schisfahrts aktien, ihren Ausgang nahm. Die Spekulation sah sich nach den Kurseinbrüchen der letzten Tage zu Deckungen veranlaßt, die schon vorbörslich einst:-,ten und bei Beginn auch auf die übrigen Märkte > Vergriffen Infolgedessen eröffnete die Börse einheitlich in freundlicher Tendenz. Schiffahrtsaktien lagen anfangs gegenüber den Schlußkursen des gestrigen Tages bis zu 7 Proz. gebr”:.:, Montanwerke bis 4 Proz. und Farbenwerte bis 3 Proz. Die zuversichtliche Stimmung fand eine Stütze in der Annahme, daß die heutigen Prämien- crilärunpen kaum noch einen Einfluß ausüben dürften, da die Entkostungsoerkäufe in den ersten Tagen Nach dem Reichsmietengesetz wird bekanntlich die sogenannte ..gesetzliche Miete" monatlich vom Staat festgesetzt Durch die 3. Steuernotverordnung vom 14 Februar 1924 sind die Länder ermächtigt worden, die Mietzinsbildung abweichend von den Borschristen des Reichsmietengesetzes vom 24. Marz 1922 zu regeln. Nach der Fastung, die der mab^h-nh, § 27 der 3. Steuernotverordnung durch das o ausglZlchsgesetz vom 10. August 1925 erhalten hat, haben die Länder von der ihnen erteilten Ermächtigung in der Weise Gebrauch zu machen, daß die Mieten allmählich gemäß der Entwicklung der all- gemeinen Wirtschaftslage erhöht werden. Dabei sind neben den steuerlichen Bedürfnissen der Länder und Gemeinden auch die allgemeinen Interessen. insbesondere an der ordnungsge- mäßen Unterhaltung und Instandsetzung der Höi'si-r und die L e i st u n g s f a h > g- teit der als Mieter in Betracht kommenden Bevölkerungskreise zu berücksichtigen. Durch die Mieten müssen außer der toeuer mindestens die Betriebs- und Instandsetzungskosten, die nach den bestehenden Verhältnissen zur Erhol- tung des Gebäudes erforderlich sind, einschließlich der Derwaltungs!osten gedeckt werden. Den Eigen- uuu „„ .... o .... . tümern ist ferner in der Miete zurDerzinsung Neichsmark zur Verfügung stehen. Im vergangenen ousgewerteter Hypotheken und des Steuerjahr hat der Staat für den Wohnungsbau aus E i g e nck a p i l a ' s der Betrag zu belassen, mit dem bcm Sonde, '.euererlös 4.2 Mill. Mark bereitgestellt, eine vor dem 1. Januar 1918 eingetragene, nach Berücksichtigt man aber, daß die Gemeinden und dem Grundsatz des § 4 des Aufwertungsgesetzes vom Gcmeindeverbände im vergangenen Jahr etwa den 16. Juli 1925 aufgewertete Papiermarkhypothek zu pichen Steuersatz wie der Staat für den Woh- verzinsen wäre, deren Nennbetrag dem frieden?- nunfl5bau erhoben und den.entsprechenden Erlös zur wert des Grundstücks entspricht: für die Höhe der 23erjügunq gestellt haben, während im laufenden Verzinsung gilt der im § 28 des Aufwertungsgesetzes Steuerjahr 1926 der Staat allein den Wohnbauvorgeschriebene Zinssatz: für diesen Bettag ist em fteuerantcil erheben will, so ergibt sich hieraus, daß bestimmter Hundertsatz der Friedensmiete in der in bj^ni Jahr im ganzen für den Wohnungsbau Miete festzusetzen Die durch das Finanzausgleichs- {cin wesentlich größerer Betrag als 1925 zur Ver gesetz neu gefaßte 3. Steuernotverordnung sah steht. Zieht man ferner in Bettacht, daß nach außerdem vor, daß am 1. April 1926 die Mieten ben ministeriellen Bestimmungen für die Darlehns- 100 von 100 der Friedensmiete erreicht haben muh- Bewährung 1926 das einzelne Darlehen mit Recht ten. Auf Grund des von dem Abg. Müller-Franken gegenüber früher erhöht werden soll, und zwar in gestellten Antrags, diesen Termin bis 1. April 1927 städtischen Verhältnissen auf durchschnittlich 5000 zu verlängern, hat der Reichstag inzwischen die jn ländlichen auf durchschnittlich 4000 Mk., so Kompromißlösung gefunden, daß spätestens am ergibt sich, daß im Jahre 1926 etwa 2000—2500 1. Juli 1926 die volle Friedensmiete erreicht sein Wohnungen mit staatlichen Baudarlehen geförd-rt muß. Nachdem kurz vor den Osterferien beschlaf- werden können gegen 2960 i n Jahre 1925. Wenn jenen Steuerkompromiß hat der Reichstag eine Er- wir dabei berücksichtigen, daß wir in Hessen aus den gänzung dieses Gesetzes dahin beschlossen, daß vor gof,rcn igig bis Ende 1923 mit einem Gesamtsehl- bem 1. April 1927 die Vorkriegsmiete nicht über- betrag von rund 15 000 Wohnungen zu rechnen schritten werden soll. haben, wozu noch der jährliche Mehrbedarf hinzu- Jn engem Zusammenhang mit diesen festen rommt, jo ergibt sich, daß mit diesen Maßnahmen rcichsrechtlichen Richtlinien für die Mietfestsetzung Wohnungsnot kaum in 10 Jahren behoben sein stehen die weiteren Bestimmungen der durch das ..... , - « * Finanzausgleichsgesetz neu gefaßten 3. Steuernotverordnung über die Gestaltung der Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz, die anteilsmäßig in die Miete eingerechnet ist. Hiernach haben die Länder zur Deckung ihres allgemeinen Finanzbe- darfs bis zur Erreichungn der vollen Friedensmiete mindestens 20 v. H. und nicht mehr als 30 v. H. der Friedensmiete zu erheben, während für ben Wohnungsbau in den Steuerjahren 1926 und 1927 mindestens 15—20 o. H. der Friedensmiete erhoben und zur Verfügung gestellt werden sollen. Aus Grund der vorgenannten reichsrechtlichen Bestimmungen hat das hessische Gesamtministerium die „gesetzliche Miete" für den Monat April auf 95 d. H. der Friedensmiete festgesetzt. Hiervon entfallen, wie seither, 45 Proz. auf Verwaltungs-, Betriebsund Instandsetzungskosten. Bei den letztgenannten sind 8 Proz. für sogenannte „große", 15 Proz. für laufende Instandsetzungen vorgesehen, mit den rejtlidjen 22 Proz. für Verwaltungs- und Betriebskosten sind alle Steuern und' Abgaben außer der Condergebäudesteuer zu decken. Ob mit den genannten Hundertsätzen für die Instandsetzung das nach der eingangs genannten reichsgesetzlichen Bestimmung wahrzunehmende Interesse „an der ordnungsgemäßen Unterhaltung und Instandsetzung der Häuser", das für Vermieter und Mieter gleich groß ist, ausreichend gewahrt ist, darf zum mindesten bezweifelt werden. Ist der vorgesehene Betrag auch etwas höher, als er in der Vorkriegszeit dem Vermieter für die Instandsetzung versprochen zu werden pflegte, so muß doch berücksichtigt werden, daß m- folge der jahrelang überniedrig gehaltenen Mieten die Häuser einer Verwahrlosung anheimgefallen sind, die dem normalen Zustand noch lange nicht wieder Platz gemacht hat. Die Mieter sollten endlich einsehen, daß in dieser Beziehung ihre Interessen mit denen der Hausbesitzer vollständig zusammen- laufen. Es ist doch wahrhaftig ein Unding, daß, wie wir unten noch sehen werden, mehr als der vierte Teil des bezahlten Mietzinses in Form von Sonder- gebäubefteucr der Befriedigung allgemeiner Staatsund Gemeindebedürsnisfe dienen muß, während die Wohnungen entweder weiter verwahrlosen oder trotz nahezu erreichter Friedensmiete vom Mieter hergestellt werden. Entfallen doch von den übrigen 45 Proz. der derzeitigen Miete nur noch etwa 10 bis 11 Proz. auf die Verzinsung der aufgewerteten Hypothek und des aufgewerteten Eigenkapitals, während die restlichen 34—35 Proz. als Gebäude- fonberftcuer abzuführen find, wovon in Hessen kaum 10 Proz. für den Wohnungsbau, die übrigen 25 Proz. jedoch zur Befriedigung allgemeiner Staats- und Gemeindebedürfniffe verwendet werden. Dabei ist noch zu bemerken, daß zur Verzinsung des Aufwertungsbetrags eigentlich etwa 13 Prozent der Friedensmiete nötig wären, die erst bei Erhöhung der Miete auf 100 Proz. der Friedensmiete vom 1. Juli ab erreicht werden sollen. Reh- Geld 4,182 15,82 109,68 30,362 14,43 167,86 16,92 90,62 59.07 1,71 112.07 80,80 59,80 12,39 5.85 Berlin, 14 Avril timeritanifdie Noten . . . . . Belyische Noren . ...... Tänilche Vlotcu ....... Englische Noicn........ Jrnmöiilche "Jloteo ...... Holländische Noten .... OkUicnjsche Noten...... Norwcailche Noten . . . . . Deutsch festere,ä 100Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten Schweizer Noten Svanischc Norcn Tschechoslowakische Noten . . Unaariicbc Noreo 736,5* 80 71,5 | 8J,5 111.5 | 100,2* 92 92 84.75* 112* 56,75 62 5 30 42 Brie' 4,202 15,90 110,22 20,462 14,51 168,7i' 17,00 91,OS 59,37 1,75 112,6 81,2-1 61,1 hier waren — sich amüsierten. Nirgends ein Gesicht das verdächtig erscheinen konnte. Ueberall nur lachende Gesichter--- „Nun," neckte sie ihn, „der Mann, den Sie liirch- ten, Sir Walter, scheint sich noch mehr verspätet zu haben als wir. Denn ich [ehe hier im oaale Feinen, auf den Ihre fachmännisch begeisterte Cha- rakteristik passen würde." „Ich auch nicht," knurrte er, „und gerade das erscheint mir verdächtig." Er veränderte seinen Platz und setzte sich so, daß er den Spiegel an der Wand vor sich hatte. Dann konnte er unauffällig den ganzen Raum überblicken., Einzelne Paare begannen zu tanzen. Immer häufiger knallten die Champagnerpfropfen — —. Der Saal war jetzt bis auf da letzte Plätzchen voll. Erhallte von dem Lärm fröhlichen'" Gemeßens — Lachen, Rufen, Tellerklappern--Lautlos huschten die Kellner hin und her---Coriandoli- schlangen, rote, blaue, grüne züngelten durch die Luft--. Statt der süßen (Beigen der Italiener queitschten und quiekten jetzt die irrsinnigen Hörner und Klarinetten einer Niggerbande. Banjo klapperte drein — Saxophon seufzte. In der Mitte drängte sich tanzend Paar an Paar-- „Das ist ja entzückend!" rief Gloria, die mit strahlenden Augen auf das ihr feit langem ungewohnte Bild sah. „Ich begreife jetzt, was für eine Provinzlerin ich bin! Sie müssen mich verachten, Sir Walter!" „Fishing for compliments?“ Sie lachte ihn an. Herausfordernd beinahe, übermütig — (Fortsetzung folgt.) pincdör*? 53 3368a (D VOLKER FIRMA MEINR MAHKnn ljil Malj-U Mältküffitfabrik A IZP'J I Phrmho« « «ni LU

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