Dienstag, 15. April 1926 176. Jahrgang llr. 85 Erstes Blatt l»dhe!kWche im Sommer erwunden sein. ran dah heil Die und wir der Arbeitslosen, insbesondere der ausgesteuerten Arbeitslosen, große Sorge bereitet, so sind wir doch der Auffassung, das) wir tm vergangenen Winter den Höhepunkt erreicht haben. Es wird allerdings im kommenden Herbst zu einer erneuten Verschärfung kommen, tocnn Aeubauten nicht mehr ausgeführt werden, so daß die Arbeitslosigkeit unter Umständen die gleiche oder eine höhere Zahl erreichet wird. Auch hier wird es vornehmste Pflicht und Aufgabe der Gewerkschaften sein, zur Besonnenheit und A u h c zu mahnen. Die Gewerkschaften müssen ihren Leuten klar machen, daß eingeschlagene Fensterscheiben und zertrümmerte Werkanlagen nicht Brot, Arbeit und Verdienst schaffen können. Wir haben die Hoffnung, dah die zweite und dritte Zone früher als zu denvorge- und Recht führen, als Sieger hervorgeheir. wirtschaftlichen Verhältnisse waren schlecht sind heute vielleicht noch schlechter. Wenn aber auf Halbwegs stabile Verhältnisse zusehen en Zeiten geräumt wird. Das werden wir aber nicht mit Waffen und Bomben erreichen, sondern mit der Waffe des Rechts und der Wahrheit. Ich habe die feste Aeberzeugung, wir aus diesem Kampf, den wir für Wahr» Die Derwaltungsreform in Preußen. Eine Konferenz der preußischen Ober» und Regierungspräsidenten. Berlin, 12. April. (TU. Amtlich.) 3m preußischen Ministerium des Innern fand unter dem Vorsitz des Ministers Severing eine Konferenz sämtlicher preußischer Ober- und Regierungspräsidenten statt. Der Zweck der Zusammenkunft war eine Aussprache über die Frage der preußischen Verwaltungsreform. Zwei Referate brachten die Wünsche und Gedanken der Vertreter der Provinzbehörden zu dem Stand der Verwaltung und Verwaltungsceform zur Sprache. In den Ausführungen der Referenten kam {tarier Zweifel an dem Gelingen einer großen Verwaltungsreform zum Ausdruck. Aufgabe der Regierung sei es. eine Vereinfachung des Verwaltungsdienstes durch verwaltungstechnische Maßnahmen herbeizusühren. Dem in den letzten Jahren stark hervorgetretenen Bestreben, die Entscheidungen selbst in unwesentlichen Fragen in die Zentralbehörden zu verlegen, müßte ganz entschieden entgegengetreten werden. Mißstände seien dadurch geschaffen, dah sehr häufig ein Reben- und Durcheinander von Reichs- und Landesbehörden festzustellen. Hier müsse und könne vereinfacht werden. 2n der Aussprache stimmten fast alle Redner dem Grundgedanken der gehaltenen Referate zu. Hierauf berichtete Ministerialdirektor Dr. Abbegg über den «.in 11.01 U0,|; X>,to U.U l#,gi <0,6 Die Wünsche des besetzten Gebiets Ministerbesuch in der zweiten gone. rückgekommen sind, dann ist das in der Hauptsache der Haltung der Gewerkschaften zu verdanken, die stets aufrichtiges Verständnis für die Röte der Zeit und der Wirtschaft gehabt haben. Der Reichskommissar für die besetzten Gebiete Fhr. Langwerth von Simmern berichtete im Anschluß daran über seine Erfahrungen als Botschafter in Spanien und führte insbesondere aus, daß man dort großes Der- st ä n d n i s für die wirtschaftlichen Röte Deutschlands gehabt und insbesondere beim Ruhrkamps und bei den Separatistenunruhen dem Heroismus und der festen Haltung der Arbeiterschaft großen Beifall gezollt habe. Der Reichskommissar betonte bei seinen Ausführungen den Wunsch nach einer engen Fühlungnahme zwischen ihm und der rheinischen Bevölkerung. Zu diesem Zwecke werde sein Haus jedem Rheinländer und namentlich auch jedem Vertreter der Arbeiterschaft jederzeit offen stehen. Im Beisein des Staatsministers Severing fand dann noch eine Besprechung statt, in der die Wirtfchaftsgruppen des besetzten Gebiets ihre Wünsche und Beschwerden vorbrachten. Regierungspräsident Brandt wies auf die schwierige Lage im Regierungsbezirk Koblenz hin. die durch die schweren Desahungslasten noch besonders vermehrt werden. Man stehe auf dem Boden des Geistes von Locarno und könne darum um so weniger verstehen, daß die Besetzung des DHeinlandes mit einer so großen Truppenzahl aufrecht erhalten werde. So empfiirde Koblenz die Desatzungs- last als sehr drückend. In Engers seien 750 Mann Besatzung mehr untergebracht als früher und in Kreuznach entfalle auf acht Personen ein Mann der Besatzung. Rachdem noch jeder Wirtschaftsstand seine Wünsche und Beschwerden durch einen Vertreter vorgebracht hatte, sagte Minister Severing die Berücksichtigung dieser Wünsche im Rahmen des Möglichen zu und versprach, die einzelnen Anregungen den Ressortministerien zu übermitteln. Er versicherte, daß sowohl bei der Staatsregierung als auch bei der Reichsregierung mit besonderer Sorgfalt das Augenmerk auf das besetzte Gebiet gerichtet fei und daß man sich bewußt bleibe, daßd as Rheinland nicht in Köln aufhöre, sondern daß eine zweite und dritte Zone noch der Befreiung harrten. •tiL 8$ seine Handlungsfreiheit nach Osten vor- zubehalten. Eine Anerkennung der vertragswidrigen Annexion des Memellandes durch Litauen kommt selbstverständlich n i e in Frage. Auch die Locarnoverträge bedeuten keineswegs eine Anerkennung der Annerion der deutschen Ostgebiete, im Gegenteil lassen sie die Möglichkeit einer friedlichen Revision der deutschen Ostgrenze durchaus offen. Die Forderungen der Saarländer. Eine Tagung des Landrats. Saarbrücken. 12. April. (WB.) Der Landesrat nahm zu den neuen Steuergesetzen der Regierungskommission Stellung. Vor Eintritt in die Tagesordnung gaben die Vertreter der einzelnen Fraktionen programmatische Erklärungen über ihre Stellungnahme zu den Veränderungen in der Zusammensetzung in der Regierungskommission ab. Eie gipfelten im We<^ sentlichen in dem Wunsche: Wahrung unserer Rechte und Vorbereitung der Rückkehr des Saargebietes zum deutschen Vaterlande durch die Anpassung der Gesetzgebung auf allen Gebieten an die deutsche. Bezüglich rc5 neuen Präsidenten der Regie- rungskommcssion. des Kanadiers Stephens, wurde einhellig erklärt, daß bisher wemg Grund vorliege, ihn zu rühmen, daß man vielmehr vorläufig noch Zurückhaltung beobachten müsse. Auch die Tatsache, daß zum französischen Mitglied der Regierungskommission der bisherige Generalsekretär Moriz e. der Reffe des ab- gedankten Rault. ernannt worden sei. fei wenig begrüßenswert, denn man dürfe annehmen, daß er selbst im Sinne seines Oheims E.-ÄSS !r Stabt {ftng In, p'ers b.| oll, £ !!> «Th £ Nalls& Saih hr ist Ä Im n Pithon i42 8e *N- °itn. 2Lb*5 34: Neu ft Mn 9; WeiM. unb treber- getrocknet, 16,50 skur für rfSSSft te durch .t rTenarit- Allerlei. Hlalermobeflt olsSchreyervariw Jahrhunderts einer der i farbenprächtige Dilder verlaust wurden. Dieser ne Art zu arbeiten, tote iut in seinen in .Kunst iden Erinnerungen an arten m Cronberg vor stellenweise mit Famn baut. Sine Partw n Schreyer besah tld* vegliche Z Figuren. W* SSS» r-'-ys ^^inSDilb htM>' Z L vornherein E achtvrehmartt. 21 Aül. Austrieb: 1172 Nullen, 782 Fächn - Vchsen: vollsleischigk -chiachiweits 54 bis K stausgemästete unb ältere napl9 genährte junge und ’ 45. JBuUcn: oollsleischig, |ten Schlachtwerts 48 bis 42 bis 47. Färsen und emaftete Färsen höchster uollsleischige ausgemästete t; bis zu 7 Jahren 45 bis dnrsen 45 bis 53; ältere icnig gut entwickelte jün= >Bi_9 genährte Sfülje und ■narrte fiüfje unb Facsta ’infte Mastkälber 12 bis ? Saugkälber 60 bis 70, Saugkälber 50 bis 59; 40. — Schafe: Mast« 45 bis 50; geringere ! bis 35. — SchweIne: 10 Kilogramm 72 bis 74; )is 71; von 100 bis 120 1120 bis 150 Kilogramm >er 150 Kilogramm 70 bis geschnittene Eber 52 bis mf: Rinder bei ruhigem, janbel ausverkauft. 9n chast unb iieberftonb. — <177 IS,93 Xe =*.352 Ä Ä 59.08 «'ich ernt täglich,außer Sonntags und Feiertag«. Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Hoaats.Beiugspiel«: 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Träger. - lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: Schriftlertung 112, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Ziehen. Postscheckkonto: granlfurt am Main 11686. wirken werde. Immerhin, so wurde betont, seien zwar keine neuen Männer in die Regierungskommission eingezogen, doch sei ein Mann geschieden. Victor Rault. der das westlich orientierte System verkörpere, das mit seinem Weggang hoffentlich für immer gebrochen sei. Mussolini in Tripolis. Tripolis, 12. April. (AgenziaStefani.) Rach einem Besuch an den Gräbern der im Kriege Gefallenen begab sich Mussolini nach dem Rathaus. Der Bürgermeister überreichte ihm eine Schreibtischgarnitur aus massivem Holz und einen reich verzierten arabischen Säbel mit dem Bemerken, wenig Menschen verstünden wie Mussolini die Feder und den Degen zu handhaben. Mussolini besuchte dann den Sih des F a s z i o s. wo er auf die Begrüßung des faszistt- schen Vertreters erwiderte. Er sagte u. a.: Ich wollte die Ausmerksamkeit der Italiener auf das Land jenseits des Meeres richten. Ich wäre auch abgereift, selbst wenn meine Verwundung schwerer gewesen wäre. D'.eler erste Tag erfüllt mich m i t Begeisterung, denn ich finde die Italiener würdig des Italiens, das der Faszismus schon bei dem Marsch auf Rom, der eine neue geschichtliche Periode eröffnen sollte, gewollt hat. Es ist nicht ohne tiefere Bedeutung, daß ich dies an den Ufern des Meeres sage, das Roms Meer war unb wieder Roms Meer wird. Er fühle sich umgeben von einem Delk von Soldaten. Kolonisten und Pionieren. Dieses aufsteigende Italien werde sich von der Last seiner glorreichen Vergangenheit nicht hemmen, sondern a v l p o r n e n lassen, um immer rascher dem unausbleiblichen Triumph von morgen ent- gegenzumarschieren. Stand der Polizeiorganisation und den Verhandlungen mit den alliierten Mächten in Fragen der Polizei. Es sei im großen und ganzen mit den alliierten Mächten letzt Einigkeit erzielt, wodurch sich ein notwendiger Abbau der Zahl der Polizeibeamten ergebe. Das brächte feie Notwendigkeit mit sich, aus einer Anzahl von Orten die staatlichen Polizeien fortzunehmen. Dieses Herausziehen der Polizei würde sich aber auf eine Reihe von Jahren verteilen. Nötig aber sei es schon jetzt, auf den Ausbau der kommunalen Polizei hinzu- wirken. Die Neuordnung der Landjägerei sei in ihren Grundzügen vollendet. Minister Severing führte dann aus, er würde es begrüßen, wenn auch heute schon Klarheit über den endgültigen Zustand der Polizeiorganisation und der Po> lizeibelegung geschaffen werden könnte. Aber das sei schon aus politischen Gründen heute leibet noch nicht möglich. Nach seiner Ueberzeugung seien wir aus dem Gröbsten noch nicht heraus. Die starke Arbeitslosigkeit würde auch ' und im nächsten Herbst noch nicht üdi Auch Ausschreitungen politischer Gruppen müßten Koblenz, 12. April. (Wolff.) Heute mittag V212 Uhr traf der preußische Minister des Innern. Severing. von Berlin kommend, zu den Besprechungen mit dem Gewerkschaftsaus« schuh für die besetzten Gebiete und Verhandlungen mit den hiesigen Behörden ein. Um V$1 Uhr traf ferner der Reichsjustizminister und Reichsminister für die besetzten Gebiete, Dr. Marx, hier ein. Beide Minister folgten heute mittag einer Einladung des ReichskommiLars für die besetzten Gebiete. Freiherrn Lang- werth v. Simmern. Der Gewerkschaftsausschuh für die besetzten Gebiete, der die Spihenverbände der gesamten Gewerkschaften im besetzten Gebiet umfaßt, hielt am Rachmittag seine Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende Wolf-Düsseldorf begrüßte die erschienenen Gäste, insbesondere die Vertreter der Reichs- und Staatsbehörden, darunter den Minister für die besetzten Gebiete Dr. Marx, den preußischen Minister des Innern Severing. den Reichskommissar für die besetzten Gebiete Frhrn. Langwerth von Simmern, den Oberpräsidenten Dr. F.U ch s. den Regierungspräsidenten Dr. Brandt sowie Vertreter der bayerischen und hessischen Staatsministerien. Geschäftsführer Dr. Meyer erstattete den Geschäftsbericht. Er führte u. a. aus. dah das rheinische Volk friedliebend sei und in den vergangenen Jahren trotz der schweren Tage immer wieder verkündet habe, dah es den Weg zur Verständigung gehen wolle. Man könne aber nicht ertragen, daß das Volk im Rheinland kulturell und volkstümlich Schaden leide. Neichsminister für die besetzte« Gebiete Dr. Marx sprach dann über die politische unb wirtschaftliche Lage der besetzten Gebiete. Die schweren Zeiten der Besetzung und die erbittertsten Kämpfe hätten den Einheitswillen der gesamten rheinischen Bevölkerung zum Deutschen Reich nicht erschüttern können. Es sei erstaunlich, wie gerade das rheinische Volk die Röte der Wirtschaft, insbesondere der Inflatton und des Ruhrkampfes, überstanden habe. In nächster Zeit werde eine Geschichte des Rhein- und Ruhrkampfes geschrieben werden, die eine wesentliche Episode der Weltgeschichte darstellen werde. In aller Welt habe damals schon der unerschütterliche Einheitswille des wehrlosen und entwaffneten Volkes gegenüber der Waffengewalt einen besonderen Eindruck erweckt. 2hm. dem damaligen Kanzler, habe ein einflußreicher Politiker in London erklärt: „Ihr Deutschen seid doch ein prachtvolles Volk. Mögen sie mit euch machen, was sie wollen, ihr seid gefaßt. Ein solches Volk wird niemals verloren gehen." Viel Anerkennung zollte Reichsminister Dr. Marx den Gewerkschaften und ihren Führern, die während des Ruhrkampfes und auch während der Separatistentage ein einheitliche sge- s chlossenes Ganzes dargestellt hätten. Durch ihren einheitlichen Willen hätten sie alle Intrigen zuschanden gemacht. Es sei aber nötig, dah der Einheitswille auch fernerhin gefördert werde. Arbeitnehmer und Arbeitgeber gehörten nicht allein in den Tagen der Rot zusammen, sondern es sei nach seiner Auffassung erforderlich. dah sich in allen Zeiten Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen- finden. — Darauf ergriff der preußische Innenminister Severing das Wort und führte u. a. aus: Allmählich geht es wieder vorwärts. Wenn auch die Zahl in Rechnung gestelü werden, deshalb könne man nicht daran bepfen, aus heute mit Polizei belegten Gesahrengebieten die Polizei herauszuziehen. Der Minister richtete an die Ober- und die Regierungspräsidenten die Bitte, nach wie vor die wirtschast- lichen und politischen Vorgänge mit größter Aufmerksamkeit zu verfolgen. Er überschätze gewiß die Wirksamkeit der sogenannten Wehrorganisationen nicht. Bei der regen Tätigkeit der Radikalen auf beiden Flügeln aber bestände stets die Gefahr, daß einmal die Flinten von selbst losgingen. Er erwarte von den Provinzbehörden, daß sie mit ruhiger und vorsichtiger Entschlossenheit ohne jede Nervosität, aber mit der notwendigen Entschiedenheit bei gegebenen Anlässen auftreten würden. Die Friedensverhandlungen mit Abd el Krim. Paris, 13. April. (WTB. Funkspruch.) Generalresident Steeg hatte gere-*. den 20. März in 2 a o u r i r t mit dem Minister des Aeuße- ren Abd el Krims eine Besprechung. Die Einladung dazu war von Fez ausgegangen. Briand unb Painleve lehnten es zunächst ab. bie seit langer Zeit betriebenen Truppenkonzentrationen in Marokko aufzugeben, bei denen auf einen vollen Erfolg gerechnet würbe. Steeg brohte barauf mit feinem Rücktritt. Angesichts der dro- henben Angriffe des Kartells der Linken gaben 2rianb unb Painleve nach unb entschlossen sich zur Konferenz von Oubjba. nicht ohne gewisse Schwierigkeiten bei bem Versuche zu begegnen, bie durch den Umschwung in Paris überraschten Spanier auf ihre Seite zu bringen. Frankreich gegen das italienisch- englische Abessinien-Abkommen. Paris. 12. April. (TU.) Die französische Regierung Hut gegen das italienisch-britische Abkommen über Die Teilung Abessiniens in eine britische unb eine italienische Wirtschaftszone protestiert. Es wird darauf hingewiesen, dah dieses Abkommen die französischen Interessen am Roten Meere ernstlich bedrohe und stark auf bie wirtschaftliche SelbständigkeitcinesMitgliedftaa- tes des Völkerbundes wirke. Es bedürfe daher, nach französischer Auffassung, erst der Billigung des Völkerbundes. Regierung und KohlenKrifis in England. London. 13. April. Baldwin hat ange- hinbigt, daß, falls bie Grubenbesitzer unb die Bergarbeiter heute nicht eine Grundlage für rasch abwickelnde Verhandlungen finden, die Regierung ein greif en und beiden Parteien den Ernst der Lage zu Gemüle führen wird. Die Regierung wirb mir dann über den 1. Mai hinaus aus öffentlichen Mitteln den Bergbau weiter subventionieren, wenn bie Arbeiter unb die Grubenbesitzer auf ber Grundlage des Berichts des Enqueteausschusses ein K o m p r o m i ß abgeschlossen haben. Hnnatme von Inielgee für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für { mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breit« örtlich 8, auswätts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20° , mehr. Tffrfredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlamschein; für den Anzeigenteil Hans Füftel, fämttich in Gießen. Deutschlands Recht auf Kolonien. AuslaffnnqendesReichsinnenminifters Dr. Külz. Reichsinnenminister Dr. Külz, ber als Kommissar für das Reichskolonialamt in den Jahren 1907 unb 1903 in Deutsch-Sübwestafrika bie Selbstverwaltung für die Gemeinden eingerichtet hatte, veröffentlicht in einem Berliner ‘Statte einen Artikel, in welchem er betonte, dah die Kolonialsehnsucht Deutschlands mit Imperialismus unb Militarismus nichts zu tun habe. Dne Wiebereinreihung Deutschlands in bie Kolonialmächte sei vielmehr eine Sache des deutschen Rechtes, der deutschen Ehre unb ber wirtschaftlichen, politischen unb kulturellen Gleichberechtigung. Unter Berufung auf eine Aeuherung des amerikanischen Staatssekretärs Lansing erinnert Dr. Külz daran, dah die Austeilung ber deutschen Kolonien dem Punkts der Wilsonschen 14 Punkte widerspricht. Der Verfasser weist ferner entschieden bie Kolonialschuldlüge über bie deutsche Unfähigkeit zur Kolonisierung zurück, die die Kolonialfrage zu einer Frage ber nationalen Ehre mache. Dr. Külz beruft sich dabei auf eine Reihe von Zeugnissen, insbesondere auf die Ausführungen des Viscount M i I n e r im Kgl. britischen Kolonialinstttut vom 13. 1- 1914. Auch der frühere englische Kolonialgouverneur Sir Harry I o h n st o n habe kurz vor dem Kriege in einem Kolonialvortrag in (Stuttgart gesagt: .Wenn von den großen Kolonialvölkem der Welt gehandelt wird, ist es schwierig, zwischen den Deutschen und den Engländern einen Unterschied zu machen. Vom Standpunkt der Gleichberechtigung der Völker untereinander habe Deutschland das historische und sittliche Recht, in ber Reihe der Rationen ^u verbleiben, bie an der kulturellen und wirtschaftlichen Erschließung der überseeischen Länder beteiligt seien. Die koloniale Sache sei durchaus geeignet, zu einer deutschen Volks sache zu werden unb sie vor ber Welt zu vertreten als ein Gebot, ohne dessen Erfüllung eine wirkliche Gleichberechtigung Deutschlands nicht denkbar sei. Der Ausschluß des deutschen Volkes, von den an ber wirtschaftlichen unb kulturellen Erschließung der Welt beteiligten Mächten sei eine einfache Unmöglichkeit. Die Teilnahme Deutschlands an der Entwicklung der Kolonialgebiete gehöre zu den wirtschaftlichen Lebensnotwendigkeiten Deutschlands. Das Duellgesetz. Aussetzung der Verkündung durch den Ncichspräsidcntcir. Berlin, 12. April. (121.) Dem Reichstag ist jetzt die vom Reichspräsidenten und Reichswehrminister unterzeichnete Lntfchlie- tzungsurkunde über die Ausfehung der Bet- fünbung des Gesetzes zur Vereinfachung des INilitärstrafrechtes (D u e 11 f r a g e) zugegangen. Sie hat folgenden Wortlaut: Entschließung: Auf Grund des Verlangens eines Drittels des Reichstages vom 18. Mär; 1926 sehe ich gemäß Artikel 72 der Reichsver- sassung die Verkündung des am 3. Februar 1926 vom Reichstag beschlossenen Gesetzes zur Vereinfachung des Militärstrafrechtes um zwei Monate aus. Berlin, den 27. März 1926. Zur Vorgeschichte dieses Erlasses ift folgendes xu sagen: Am 3. Februar 1926 nahm ber Reichstag ein Gesetz zur Vereinfachung des Mili- tacstrafrechtes an. das einen Passus enthielt, nid) bem Offiziere, bie sich an einem Duell beteiligen, aus bem Dienst entlassen werben. Dieses Ausnahmegesetz für bie Offiziere der Reichswehr rief im ganzen Lande gerechte Empörung hervor, ber Reichspräsident von Hindenburg lieh ber Reichstagsmehrheit sofort erklären, bah er diesem Gesetz bie Unterschrift verweigern unb von dem Artikel 73 ber Reichsverfassung Gebrauch machen werbe, der ihm das Recht gibt, bie Verkündung eines beschlossenen Gesetzes aufzuschieben, wenn ein Drittel ber Reichstagsabgeordneten bas verlange. Diese, Situation hat sich mit bem 3. Februar ergeben, sie ist burch die verschiedenen Versuche, den Konflikt zwischen bem Reichspräsidenten unb dem Reichstag burch Vermittlungsvorschläge aus ber Welt zu schaffen, nicht beseitigt worden, da die Mehrheit des Reichstages sich bisher noch nicht zu entschließen vermochte, einen der verschiedenen Vorschläge anzunehmen, so daß der Reichspräsident jetzt auf den Artikel 73 zurückgegriffen und die Verkündung des Gesetzes um zwei Monate hinausgeschoben hat. Die Parteien haben also nun sechzig Tage Zeit, zu überlegen, ob es nicht ange^achter erscheint, dem Reichspräsidenten auf baftem Wege entgegenzukommen unb bas Duellverbot auf alle Reichsbeamten aus- zudehnen. so daß damit bem Gesetz ber Charakter eines Ausnahmegesetzes gegen die Reichswehr genommen wird. Die entscheidenden Verhandlungen werden Ende des Monats ausgenommen werden. Die Deutschen Ostgronzen. Berlin, 12. April. (TU.) Der ..Tag" meidet: Entgegen Meldungen über eine angebliche Fühlungnahme zwischen den Rand st aalen und dec Reichsregierung über einen vertrag zur (Baran- tie derGrenzen von Lettland, Litauen und Estland ist fesizustellen, daß die deutsche Regierung an solche Verhandlungen nicht denkt, vielmehr erscheint es für Deutschland geboten, sich •g'n ' Ni Mi !$***.* Wx Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnttk ttNd Verlag, vrühl'fche Univerfilälr-Vuch- unü Stetntruderci R. Lange in Sieben. Zchriftleitung und Geschäftsstelle- Zchulstrahe 7. 1 Ein Abgesandter Wupeifus ist In Peking eingetrofsen. Er hat mit Lutschunglin, den Ober- kommandierenden der „nationalen" Kräfte, verhandelt. Lutschunglin verpflichtete sich, nach der Räumung der Hauptstadt durch die „nationalen Truppen" die Ordnung durch Militärpolizei bis zu der Ankunft Wupeifus aufrecht zu erhalten. damit diese chrer Familie wieder zurückgegeben wer« den könnte. Krisis in der Tschechoslowakei. Sil. Prag, 13. April. Das tschechische De° amtenkabinett Czerny steht wegen der vergeblichen Verhandlungen, die die Regierung mit den verschiedenen Parteien geführt hat. unmittelbar vor dem Rücktritt. Offenbar soll die Regierung Czerny durch ein anderes De- amtenkabinett abgelöst werden, an dessen Spitze Minister Schieß!, der gewesene Kabinett* direktor der Kanzlei des Präsidenten Masarhl, treten soll. Sollte auch das neue Kabinett, dessen Bildung vielleicht schon in den nächsten Stunden erfolgen kann, die ihm gestellten Aufgaben nicht lösen können, so werden mit Bestimmtheit Reuwahlen innerhalb einiger Wochen ausgeschrieben werden. Die Reparationszahlungen. Berlin, 12. April. (WB.) Die Monatsübersicht des Generalagenten für die Reparationszahlungen verzeichnet für März Gesamteinnahmen in Hohe von 86 460 966,34 ©oLntarf und einen Barbestand am Monatsende von 60680514,32 Goldmark. Die Einnahmen für die ersten sieben Monate des zweiten Reparationsjahres betragen einschließlich des Barbestandes von Ende August 1925 insgesamt 709 723 729,75 Goldmärk. An Zahlungen im März bzw. in den ersten sieben Monaten des zweiten Reparationsjahres sind u. a. ausge» wresen: Für Frankreich 47,5 Millionen Goldmark (insgesamt 316,3), England 17,5 Millionen Gol^mark (124,1), Italien 8 Millionen Gold- mark (37,7) und Belgien 10,1 Millionen Gold- mark (66). Neue Kabinettskrisis in Belgrad Belgrad, 13. April. (TL1.) Das Ka- binett Usunovic. das seit vier Tagen im Amte ist, sieht sich bereits ernsten Schwierigkeiten gegenüber, die auch diesmal auf den Führer der Kroaten, Unlerrichtsminister Radttsch zuruckzuführen sind. Radilfch richtete Sonntag in' emer Wählerversammlung schwere Angriffe gegen den Derkehrsminister und sprach von einer k o r - rupten Wirtschaft, die den Staat um Millionen geschädigt habe. Der VSrkehrsminister )at als Antwort hierauf dem Ministerpräsidenten einen Rücktritt angekündigt und die Beschuldigungen Raditschs als gemeine Lügen und Verleumdungen erklärt. In dem Schreiben heißt es, daß er nicht gesonnen sei, „mit einem Vagabunden und Taugenichts wie Raditsch" noch Anger an eurem Tisch zu sitzen. In politischen Kreisen erregt der bevorstehende Rücktritt des Verkehrsministers ungeheures Aufsehen. Aus der Provinzlalhauptstadt. Gießen, den 13. April 1926. Gießener Wo cheuurarktp reise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkf Butter 180 bis 200, Matte 35 bis 40, Käse 50 bis 140, Wirsing 30, Weißkraut 25, Rotkraut 30, gelbe Rüben 18 b.s 25, rote Rüben 20, Spinat 45 bis 50, Gcünlohlsprossen 40, Feldsalat 120 bis 150, Endivien 100, Tomaten 150, Zwiebeln 20 bis 25, Meerrettich 40 bis 70, Schwarzwurzeln 30 bis 50, Rhabarber 40, Kartoffeln 4 bis 5 A^pfel 15 bis 30, junge Hahnen 110 bis 120 Suppenhühner 110 bis 120 Pf. das Pfund, Eier 10 bis 11, Blumenkohl 60 bis 180, Salat 40 bis 45, Salatgurken 150, Lauch 10 bis 20, Sellerie 20 bis 70 Pf. das Stück, Radieschen Bd. 25 bis 30 Pf. — Dom 15. April ab beginnt der Wochenmarkt um 7 ilf)c vormittags und endigt um 1 ülhr nachmittags. Borrrotizen. — Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 7.30 Uhr „lieber unsere Kraft" (Ende nach 10 Uhr). — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Hanseaten". — Astoria-Lichtspiele: „Der Pakt mit dem Tode". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Es fei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die OpernauffühNlng- von ,.D o n Pasquale" am morgigen Mittwoch durch das Landestheater das letzte Operngastspiel der diesjährigen Spielzeit ist. Kunst und Wissenschaft. Tagung der Deutschen Röntgengesellschafl. In Berlin wurde die 17. Tagung der Deutschen Röntgengesellschaft, die sich auf drei Tage erstrecken wird, eröffnet. Der Kongreß ist nicht nur aus den: Reich, sondern auch aus Oesterreich, der Tschechoslowakei, Polen, Süd- slawien, England, Schweden, Holland und der Schweiz besucht. Tagung der internationalen Studentenvereinlgung. In Stuttgart begann die gemeinsame Sitzung des Hauptausschufses der Deutschen Studentenschaft und des Exekutivkomitees der Con- födöration Internationale des Etudiants, um über die von der Deutschen Studentenschaft dem Exekutivkomitee der Confedäration Internationale des Etudiants in Bordeaux überreichten Vorschläge zu dem im September 1924 in Warschau abgeschlossenen A rb e i t s a bko m m en s zu beraten. Dritte Eisenbahnwissenschaflliche Woche. Dio von der Derwaltungsakademie in Berlin in Verbindung mit der Reichsbahn veranstaltete 3. Eisenbahnwlssenschaftliche Woche wurde in der Universität eröffnet. Sie soll die Fragen einer wirtschaftlichen Betriebsführung der Eisenbahn in Vorträgen hervorragender Fachleute und Gelehrter behandeln. Verwaltungsdirektor Regierungsrat Pietsch begrüßte die zahlreichen Gäste aus Deutschland, Schweden, Dänemark, Finnland, Rußland und der Schweiz und entwickelte das Programm der Verwaltungsakademie. Der Kutifker-Prozeß. TU. Berlin, 12. April. Vor dem Dchöf- fengericht Berlin Mitte begann der Prozeß gegen Kutisker. Auf seine Frau und seinen Arzt gestützt betrat der Angellagte Iwan Kutisker den Gericytssaal. Er machte einen sehr gebrochenen Eindruck. Staatsanwalt Dr. Polzin teilte mit daß der Angeklagte Stern flüchtig sei. Auf den Antrag des Staatsanwaltes wurde die von Stern hinterlegte Kaution als der Staatskasse verfallen erklärt. Der Vorsitzende tellte zunächst mit, der medizinische Sachver» s'andige Professor Krauß habe erllärt, Iwan Kutlster werde vernehmungsfähig fein, wenn die Vernehmung mit der nötigen Schonung vorgenommen werde. Das Gericht werde alle Rücksicht auf den schwachen Gesundheitszustand Ku- trskers nehmen und abwarten. ob sich die Verhandlung aufrecht erhalten lasse. Während der Festlegung der geschäftlichen Dispositionen er- Irtt Kutisker plötzlich einen Ohnmachtsan - fall. Der bewußtlose Kutisker wurde von mehreren Iustizwachtmeistern zur Zeugenbank geführt, wo er sich langsam eryolle. Rach längerer Befragung der Sachverständigen erklärt der Vorsitzende im Einverstöndnis Wettervoraussage. Heiter bis wolkig, Winde aus östlicher bis südlicher Richtung. Tagestemperaturen wenig verändert, durchweg trocken. Gestrige Tagestemperaturen: Maximum: 14 4 Grad Celsius. Minimum: Minus 1,6 Grad Celsius. Heutige Morgentemperatur: 2,3 Grad Celsius. Das Disziplinarverfahren gegen den Schwieger, ahn des verstorbenen Reichspräsidenten Ebert, dem Attache im Auswärtigen Amt Dr. Wil- helm Jaenecke, der von der Disziplinarkammer zu einem Verweis und 100 Mark Geldstrafe ver- urteilt worden war, geht an den Reichsdiszj- orm\n ° J £ 0 r' n n(ld>bem sowohl das Auswärtige Amt, dessen Vertreter die Entlassung beantragt f)Qtte, als auch die Verteidigung Berufung eingelegt. die das Attentat auf Mussolini verübte, hat W a h n s, n n s a n f ä l l e gehabt die JS“Endige Ueberwachung erforderlich marfjen (F^rnnh h ° m b,e .Absicht haben, den König von England um G n a d e für die Attentäterin zu bitten, mit der Verteidigung, er werde versuchen, einige Stunden die Verhandlung mit Kutisker zu führen und im Bedarfsfälle Pausen eintreten lassen. Der Eröffnungsbeschluß liegt sämtlichen Angeklagten vor, durch Betrug und il r - kundenfälschung bzw. Beihilfe die preußische Staatsbank um 14 300 000 Goldmark geschädigt zu haben. Rach der Anklageschrift hat Kutisker bei der Staatsbank große Darlehen ausgenommen. Gr bekam einen Lombardkredit und ein laufendes Konto eingerichtet. Hauptsächlich wohl mit Rücksicht auf den immer mehr sinkenden Wert der Kaufkraft des Geldes soll Kutisker die Kredite sehr bald weit überzogen haben. Es war nun Sache Kutiskers, für eine anderweitige Deckung zu sorgen. Da soll er eine ülnmasse von faulen Wechseln der von ihm aufgekauften oder begründeten Gesellschaften im Betrage von vielen Millionen als Deckung bei der Staatsbank untergebracht und darauf Millionenkredite bekommen haben. Schließlich war die Staatsbank innerhalb noch nicht eines Iahres durch Kutisker um 14 Millionen geschädigt. Die Angelegenheit des Hanauer Lagers soll später verhandelt werden. Auch hier hat Kutisker mit Hilfe von verschiedenen Personen bei der Staatsbank den Eindruck erweckt, daß dieses Lager, das tatsächlich nur einen Werl von 500 bis 600 000 Mark hatte, einen solchen von 10 bis 12 Millionen repräsentierte. Auch dadurch hat er große Kredite von der Staatsbank bekommen. Kutisker soll weiter einen Blankowechsel des Angeklagten Blau, der für eine Summe von etwa 50 000 Mark Schulden des Blau frei war, über 475 000 Marl ausgestellt haben. Die Verhandlungen werden mit Rücksicht auf das Befinden Iwan Kutiskers durch eine Pause unterbrochen. ** Der Sonntag-Sonderzug Gießen — Frankfurt — Baden-Baden. 3n Ergänzung unserer gestrigen kurzen Mitteilung sei noch berichtet: Arn Sonntag, 18. April, verkehrt ein Sonderzug 3. und 4. Klasse mit einer Fahrpreisermäßigung von einem Drittel des gewöhnlichen Fahrpreises von Gießen über Frankfurt nach Baden-Baden mit folgendem Fahrplan: Hinfahrt: 5.50 Uhr vorm. ab Gießen, 6.14 Uhr vormittags ab Butzbach, 6.26 Uhr vorm. ab Bad-Nau- beim, 6.33 Uhr vorm. ab Friedberg, 6.52 Uhr vormittags ab Vilbel-Nord, 7.21 Uhr vorm. ab Frank- furt-Hmiptbahnhof, 7.50 Uhr vorm. ab Darmstadt, 10.40 Uhr norm, an Baden-Baden. Rückfahrt: Baden-Baden ab 7.50 abends, Darmstadt an 10.19 abends, Frankfurt-Hauptbahnhof an 10.48 abends, Vilbel-Nord an 11.25 abends, Friedberg an 11.46 abends, Bad-Nauheim an 11.54 abends, Butzbach an 12.10 nachts, Gießen an 12.30 Uhr nachts. Die Fahrpreise für die Sonderzugskarten betragen: ab Gießen 4. Klaffe 11.50 Mk., 3. Klaffe 17,10 Mk., ab Butzbach 4. Kl. 10,70 Mk., 3. Kl. 15,70 Mk., ab Bad-Nauheim 4. Kl. 10,30, 3. Kl. 15,10 Mk., ab Friedberg 4. Kl. 10,10 Mk., 3. Kl. 14,70 Mk. Bei der Lösung der Sonderzugskarten werden Führer von Baden-Baden unentgelllich ausgehändigt. Die Sonderzugteilnehmer haben gegen Vorzeigung der Sonderzugkarte freien Eintritt zu den Kurkonzer- ten, freie Besichtigung der Trinkhalle, der Prachtsäle des Kurhauses, der Bäder und der römischen Badruine, ferner 50 Proz. Ermäßigung auf der Bergbahn zur Merkur einschl. der Zufahrt mit der Straßenbahn von jeder beliebigen Haltestelle au«. Es ist weitestgehende Vorsorge getroffen, daß jjeder, Reisende in dem Sonderzug einen Sitzplatz erhält. . ,** Elektrizität im Haushalt. Im früheren Restaurant „Einhorn" hielt Frau Dr. Bolton vor einem" überwiegend weibliche» Hörerkreis gestern abend einen Demonstrationsoor- trag über die „Verwendung der Elektrizität Im Haushall". Die Vortragende ging aus von der heute vielfach notwendig gewordenen Umstellung des haus- wirtschaftlichen Arbeitsbetriebes auf Elektrizität. Was früher Petroleum, Gas, Holz und Kohlen leisteten, diese Arbeit verrichten heute die Elektrizität und neuzeitlich ausgebaute, praktische Apparate. Die Notwendigkeit der Umstellung begründet sich vor allem im immer weiter greifenden Mangel an menschlichen Arbeitskräften; zudem wirtschaftet man mit Elektrizität billig, sauber und rationell. Von den oor- geführten Apparaten ist zunächst der elektromotorisch arbeitende Staubsauger zu nennen, der sowohl zum Blasen, als auch (hauptsächlich) zum Saugen verwendet wird und der Ventilatton und der Reinigung dient. Die übrigen Apparate, die gezeigt wurden, sind Elektrowärmeapparate. Wichtig für die neuzeitlich eingestellte Hausfrau ist das elektrische Bügeleisen; der Wäschekocher arbeitet praktischerweise nachts und vollzieht einen gründlichen chemischen (nicht mechanischen) Reinigungsprozeß. Die Strahlensonne dient nicht zur Raumbeheizung, sondern ist auf kleinere und speziellere Wirkung eingestellt. Weiterhin sah man eine Reihe sinnreicher kleinerer Apparate,, die allerdings teilweise noch so teuer sind, daß es noch eine Weile dauern wird, bis sie die populäre Verbreitung und Anwendung des elektrischen Lichtes erreichen. Hier gab es verschiedene Modelle von Wasserkochern, auch Tauchsieder (zur Erwärmung geringer Flüssigkeitsmengen), Heizkissen mit Sicherung gegen Bettbrand (vor allem für Krankenpflege beachtlich), Heizplatten, Speisenwärmer, elektrische Defen, kleine Herde (zum Kochen, Braten und Backen) und Fußwärmeplatten. Der in Rechnung zu stellende Stromverbrauch bzw. die Betriebskosten sind in den verschiedenen Städten bestimmten Schwankungen unterworfen; für die Gießener Verhältnisse können diese Aufwendungen für den elektrischen Strom als verhältnismäßig niedrig bezeichnet werden. ** Fe ft genommen. Gestern abend gegen 6V2 älhr wurde von einem Herrn, der durch unfern Artikel „Ein gemeiner Kerl" auf ben hier sein Unwesen treibenden Sittlichkeitsverbrecher hingewiesen worden war. ein solch ubeles Individuum in der Ostanlage in unmittelbarer RÜhe des Liebigdenkmals auf frischer Tat erwischt und sofort dingfest gemacht. Der Fremde setzte seiner Festnahme keinen be- fonöeren Widerstand entgegen und suchte sein r,n rrmi^ 'kercn Redensarten als harmlos hin- zusteilen. Er wurde heute dem Gericht vor- geführt Er ist ein Mensch von 45 bis 50 Iahren, tragt schlechte Kleidung und einen graugrünen Rucksack. Die angestellten Ermittelungen wer- • rm1 3^9en- ob er der von uns beschriebene Mensch ist, der bisher hier und in der nahen Umgebung fein Unwesen trieb. ** Gewerbesteuer der Gemeinden und Gemeindeverbände, lieber die vorläufige Gewerbesteuer der Gemeinden und Ge- meindeverbände für das Rechnungsjahr 1926 veröffentlicht das Gesamtministerium nachstehendes, durch den Landtag beschlossene Gesetz, das damit in Kraft tritt: Bis zur Zustellung der ©teuer- Mdjeibe über die auf Grund eines besonderen Gesetzes erfolgende endgültige Gewerbesteuerveranlagung sind die Gemeinden und Gemeinde- Verbände im Rechnungsjahr 1926 berechtigt, ihre Gewerbesteuer auf Grund der nach Maßgabe des Gesetzes über die Gewerbesteuer für 1925 Kleine politische Nachrichten. 3rn Auftrag des deutschen Reichsministeriums des Qnnem ist Geheimer Ministerialrat Horning m Uesfüb eingetroffen. Er wird die deutschen Soldatenfriedhöfe in llestüb, Prilep und “^naftir besichtigen. Die deutsche Regierung beab- ichtigt, die Ueberreste der dort Beigefetzten nach Deutschland zu überführen. Geh. Ministerialrat Horning wird sich auch nach Griechenland und Rumänien begeben. Der französische Großindustrielle Loucheur, dör sich besuchsweise in Locarno aufhielt, hat dem gleichfalls in Locarno zur Erholung weilenden deutschen Außenminister Dr. S t r e s e m a n n seinen Besuch gemacht. Reichskanzler a. D. Dr. Wirth hat eine Reise nad) Rußland in Begleitung des Staatssekretärs Dr. Hemmer angetreten. Dr. Wirth wird sich einen Tag in Riga aufhalten und sodann nach Leningrad Weiterreisen, wo sich die Zentralverwal- ung der M 0 l 0 g a - H 0 l z i n d u st r i e A.-G. be- inbet, deren Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Wirth ist. Die Präsidentenwahl in Griechen- l a n d fand in 23 Bezirken bei vollkommener Ruhe statt. Mehr als 90 Prozent der Wähler gingen zu den Urnen. Der Diktator, General Pangalos, wurde mit erdrückender Mehrheit, an manchen Orten einstimmig, gewählt. Aus aller Welt. Die Eigenlumsfrage des Großglocknergebiets. Zu der Meldung, wonach der Eigentümer des Grohglocknergebietes, ein Herr Weiler aus Essen, beabsichtige, dieses für den Touristenverkehr hoch- bedeutsame Gebiet zu sperren, erfährt die „Wiener Sonn- und Montagszeitung" von bestunterrichteter Seite, daß der rechtmäßige Eigentümer des fraglichen Gebietes der Deutsch- Oesterrelchische Alpenoerein sei. Als kurz vor dem Krieg bekannt wurde, daß ein Herr Weiler aus Bochum das Gebiet des Großglockners ankaufen wollte, setzte eine sehr hestige Protestbewegung gegen diesen Plan ein. Der Deutsch- Oesterreichische Sllpenverein leitete Sammlungen cm, um den Kauf zu verhindern. Mit Hilfe einer großen Spende eines Großindustriellen aus Villach gelang es dem Alpenverein im Jahre 1918, bas Gebiet in feinen Besitz zu bringen. Dem Einspruch Weilers gab die Landesregierung nicht statt. Somit kann Weiler seine wie audj immer gearteten Befugnisse nicht ausüben und auch keine Sperrung des Gebietes für Touristen erwirken. Der Alpenoerein besitzt im Großglocknergebiet nicht weniger als drei Hütten, die auch in diesem Jahre wie bisher immer den Touristen zur Verfügung stehen. Demonstration italienischer Studenten in Wien. Bei der Vorstellung der Haller-Revue im Apollotheater kam es, als ein Komiker eine scherzhafte Bemerkung über Mussolini mochte, zu einer italienischen Demonstration. Ungefähr 15 italienische Studenten auf der Galerie brachen auf einen Sionalpfiff in wüstes Lärmen aus und riefen einen tosenden Tumult im ganzen Hause hervor. Das Publikum wies die Ruhestörer energisch zurecht, die aus dem Hause entfernt und auf die Polizeiwache gebracht wurden. Die weitere Dorstellimg verlief ohne jede Störung. Feuersbrunst. Am Sonntagabend gegen 10 Uhr brach auf einem Gehöft in Kirchheim bei Schwetzingen ein Großfeuer aus. Durch das Eingreifen der Heidelberger Feuerwehr konnte eine Vernichtung der ganzen Siedlung verhindert werden; jedoch brannten der Gasthof und drei Scheunen nieder. Der Besitzer des Gasthofes wurde in der gleichen Nachl wegen Verdachts der Brandstiftung verhaftet. Der Schaden beträgt etwa 100 000 Mark. Aus dem Wagen geschleudert. Bei Achern (im mittleren Baden), ereignete sich am Bahnübergang ein schweres Unglück Ein mit 11 Personen besetzter Wagen fuhr die abschüssige Straße herunter:. Da zur gleichen oeit ein Schnellzug heranbrauste, scheute das Pferd und ging durch. Das Gefährt schlug um und sämtliche Insassen tourben aus dem Wagen herausgeschlmdert. Sechs Personen erlitten schwere Verletzungen und muhten in das Krankenhaus verbracht werden. Banunglütf in Leipzig. Montag vormittag stürzte aus den städtischen Reubauten in der Südvorstadt eine 50 vis 60 Zentner schwere Erdmasse ein und begrub dabei eine Anzahl Arbeiter unter sich. Ein Ar- beiter wurde getötet, während ein anderer schwere innere Verletzungen davontrug. Durch das anhaltende Regenwetter der letzten Tage hatte sich das Erdreich gelockert. Eisenbahnkataslrophe bei Neuyork. Der Expreßzug Neuyork—Allantic-Citn, bekannt als „Millionärszug", ist im Staate New-Persey an einer scharfen Kurve c n t g I e i ft. Nur drei Wagen blieben unbeschädigt. Bisher wurden drei Tote und fünfzig Verletzte festgestellt, unter denen sich viele Neuyorker befinden. Der Lokomotivführer und der Heizer wurden getötet. Schulfragen im Preußischen Landtag. Derlin, 12. April. Der Hauptausschutz des Preußischen Landtages begann die Vorberatungen des Kultushaushalts beim Abschnitt „Ministerium und allgemeine Verwaltung". Verbunden wurde damit der Abschnitt „geistliche Verwaltung". Abg. O e l z e (Sil) erklärte, er habe schwere Bedenken gegen die Erhöhung des Schulgeldes um 66-z Prozent. Die Gehälter seien nicht annähernd so gestiegen. Die Aufhebung der Privatschulen für 1929 führe zu großen Härten. Der Redner fordert die Entpolitisierung der Schulen. Staatssekretär Schleusner vom Reichsfinanzministerium äußerte sich zur Finanzlage. Größte Sparsamleit sei notwendig, deshalb könne auch von einer Erhöhung des Schulgeldes nicht abgesehen werden. Abg. D 0 e l i tz (D. Dp.) bemängelt den Rückgang des Gesamtanteils des Kultushaushalts und die zunehmende Abhängigkeit vorn Finanzminister. Cs treffe leider nicht zu, daß der Minister, wie er in dem verflossenen Iahre betont habe, über den Parteien stehe, denn er habe es bedauerlicher Weise verstanden, die wertvollen Kräfte der Opposition für seine Ar- be'ckspolittk fruchtbar zu macheiu Das ganze Land erwarte mit älngeduld die endliche Herausbringung des Reichsschulgesetzes, damit die Frage der weltlichen Schule durch eine legale Grundlage gelost werden könne. Abg. Lauscher (Ztr.): Die Schuldgelderhö- hung sei nicht tragbar. Das Hochschulstudium Dürfe nicht unnötiger Weise verteuert werden. Die Eimultanakademie in Frankfurt a. M. sei erst zu errichten, wenn die Einsprüche auf Grund bes einschlägigen Derfassungsartikels erledigt seien. Abg. König (Soz.). In die höhere Schule kämen viele unbegabte Kinder auf Drängen der Eltern. Hier müsse strenger vorgegangen werden. Begabte Kinder seien vom Schulgeld zu befreien. Die privaten Vorschulen mühten verschwinden. Abg. Hoff (Dem.) wendet sich gleichfalls gegen eine Heraufsetzung des Schulgeldes und fordert für die begabten Kinder minderbemittelter Eltern Freilassung. Kultusminister Professor Dr. Lecker: Die Fincmznot des Staates erfordere sicherlich größte Sparsamkeit, doch hi ein schematischer Abstrich auf dem Gebiete der Volksbildung außerordentlich bedenklich. Die Erhöhung des Schulgeldes, an die die ülnterrichtsoerwaltung mit schmerzlichen Bedenken htzrangegangen sei, wäre auf Beschluß des Staatsministeriums erfolgt, um der Finanznot des Staates Rechnung zu tragen. Die Initiative hätte dabei in erster Linie bei den Städten gelegen. Die älnterrichtsverwaltung gäbe sich alle Mühe, Härten zu mildern, etwa durch weitere Schuldgeldbefreiung der Minderbemittelten. Der Minister wünschte den baldigen Erlaß eines Re i ch sschulaesetzes. Das Gesetz müsseein Werk der Versöhnung aller Weltanschauungs- gruppen fein. Er habe zu dem jetzigen Reichs- mnenminister das Vertrauen, daß er diese Arbeit objektiv durchführe. Auf dem Gebiete der Personalpolitik bemühe sich der Minister größter Objektivität. Es fei nicht richtig, daß die Anhänger irgendeiner Partei übergangen wurden. Der Minister gab seiner Freude dar- uber Ausdruck, daß die Gründung der neuen pädagogischen Akademie nunmehr erfolgen könne. Die Unterrichtsverwaltung betrachte die Gründung als ein pädagogisches Experiment,_ zu dem sie allerdings großes Ver- - trauen hätte. Das Staatsministerium stehe auf dem Standpunkt, daß gegen die Gründung einer hmulfanen Akademie keine verfassungsrechtlichen Bedenken vorlägen. Da aber Einspruch erhoben )ei würde die Entscheidung eines höchsten Ge- richtshofes artgerufen werden. Die entscheidendste uvd drückendste Frage, mit der sich die Unter- rcchtsverwaltung seit langem beschäftige, sei die der Iunglehrer. Wenn es sich ermöglichen ließe, zur Linderung der Rot der Iunglehrer noch größere Beträge flüssig zu machen, so würde das niemand freudiger begrüßen, als er. Die Lage der nationalen Min- derhettM sei eine Existenzfrage für Preußen. Die Regierung habe den festen Willen, eine Ver- lohnungspolltik zu betreiben. Die gleiche Hoffnung hege der Minister auf dem Gebiete der internatwnalen geistigen Zusammenarbeit. Abg. Frau Kulesza (D.Vpt.) betont, daß die bewußten evangelischen Kreise allen Grund hatten, an der Personalpolitik und Geschäftsführung des Ministeriums Krittk zu üben. Der Minister möge auf das Reich emtoirfen, daß die Eröffnung der pädagogischen simultanen Aka- demie in Frankfurt a. M. nach Erledigung des Einspruches der katholischen Kreise noch zum 1. Iuli möglich werde. 2lbg-. Dr. Bohner (Dem.) forderte, daß das JJroIefariat ms Volk ein^efügt werde. Das könne nur innerhalb des neuen Staates geschehen. Die -Ueberspannung des konfessionellen Gedankens fordere die weltliche Schule. Die private Vorschule müsse fallen. Die simultane Akademie müsse kommen. mS?*» &*• i2° wr *'o L61,,-1 »wwj y&SÄ «ä25" ^izev. !eber untere »Ü.n.8|H *w,: Ät ’.’wMräS""«' r »’W!ÄV «>' ?Ä?S‘ L7L"?Ä "ft ÄP«!? A?*iu iA' ’SfiiAS? sä ^n-Soden. BüÄ »?Ä ®Qrmf‘obt an 10.19 ;b(Wf an 10.48 abenb. Ä/1*« an 11.46 an l2v>SnÖ5' Dutzbach an 12.30 Uhr nachts. Jb »J Befragen: ab ;- 17,10 M, ab L «• 15.10 M, Qb K * £ WO M, ab M-'SJtl 14.70 Ml. Bei LKrten werden Führer >tgemich au-gehändigt. Die >ven gegen Vorzeigung der Tintntt zu den Kurkanzer. -r Tnnkhalle, der Bradit äü £r unb der römischen Bah Ermäßigung auf der Berg, hl. der Zufahrt mit der beliebigen Haltestelle aus. "sorge getroffen, daß ijebtt, rzng einen Ligplatz erhält. im f)ausbalL Im „(Einern* hrett fron n verwiegend werbliche einen Demvntzraiionsvoi bung bet Elektrizität Im de ging aus van der Heun enen Umstellung de; haue- ittlebes auf Elektrizität , Gas, Holz und Kohlen mchten heute die Elektrizi. ebaute, praktische Apparate, mstellung begründet sich vor ^eisenden Mangel an menlch- ubem wirtschaftet man mit ■ und rationell. Bon den üor- zunnchst der elektromotorisch zu nennen, der sowohl zum lsächlich) zum Saugen oen ntilation und der Reinigung larate, die gezeigt wurden, ■ate. Wichtig für Ne neu« rau ist das elektrische Buge - r arbeitet praktifcherweise nen gründlichen chemischen nigungsprozeß. Sie * Raumbeheizung, onbeni t re Wirkung e-nnestellt.. Wei- Reihe sinnreicher fiemerer teilweise no$ fo £“«t t dauern wirb, bis sie d -m. 4 img"Ä Müssigkeltsmengenj. W Ässf&r verschiedenen ."diese'Aufivenbungen für !s oerhaimismäßtg nteM eit einem , r [“ auf genrerner worden ' in un- ding'en H. en be' ner suchte fein nsarten^ w heule dem ^g Iahmt nsch von 4o o ^grünen r6yin" * 4 Srium nax7 MÜ Mssene Defe^ stetig ®cur* KsHr £5** * wnx 31. Marz 1925 festgestellten DesteuermrgL- gtunblagen vorläufig elnzuheben. Der hiernach zu entrichtende Betrag wird auf Antrag er- mähigt, wenn glaubhaft gemacht wird, dah sich das Anlage- unb Betriebskapital des Steuerpflichtigen seit der lebten SeflfieUung um mehr alS den vierten Teil vermindert hat. Das besondere Gesetz trifft Vorschriften über die Anrechnung der vorläufigen Zahlungen auf die endgültige Gewerbesteuer 1926. Turnen, Sport und Spiel. Spielvereinigung 1900 Giehen. o Der vergangene Sonntag war in der Geschichte der Gießener Fußballsport treibenden Vereine kein Ruhmcstag. Vichts wie Vie- dertagen auf der ganzen Linie mit einer Ausnahme. ,, Zn Giehen selbst tarn nur em Treffen von Bedeutung zum Austrag. Gegen die durch Ab- fj. eu spielfrei gewordene Liga der Sp. Dg. 1900 ' - ana der. auch vom verpflichteten Gegner im < ich gelassene D. f. 2d Butzbach In die Dresche. nicht gerade grotze Zuschauermenge und die üb cichlichen Zaungäste waren doch allgemein c. niTt auf daS erste Ais treten der ‘Bereinigten i Giehen. Aber welche Cnttäuschang sollte man eben. Ich will vorausfchicken, dah Giehen t ro) Fehlen Atpeier seiner Besten eine Um- stekl. ng in der Mannschaft vornehmen muhte, die s ch nicht bewährte. Das ganze Spiel war eine vlanlose Svdcrel Eine L-5^lasfemnannsch ift hätte getrost dasselbe geleistet. Durchweg fehlte .den Spielern der elementarste Begriff des Fußball- spieles, Ballstoppen und Zuspiel: und wo war die Schnelligkeit und der Eifer, die doch nun einmal zur Erringung eines Sieges unbedingt nötig sind? Dpe Mannschaft war gegen die Leistungen an den Osterfeiertagen nicht wieder zu erkennen. Cs wurde vor allen Dingen lustlos gespiell, worin sich der linke Verteidiger und späterhin auch der Torwart besonders hervortaten. 3m Sturm klappte eS ganz und gar nicht. Keinen einzigen plazierten Schuh sah man auf des Gegners Heiligtum .gehen, obwohl die Gelegenheit andauernd vorhanden war. Man hatte auch anscheinend den Gegner unterschätzt unb schon vor dem Spiel einen hohen Sieg in der Tasche. Geradezu leichtsinnig wurde das Spiel verschenkt dadurch, dah man den besten Mann im Butzbacher Angriff, den Linksauhen, vollständig ungebedt lieh. Wäre nicht der rechte Giehencr Verteidiger in so vorzüglicher Form gewesen, die Viederlage wäre noch eine ganz beträchtlich höhere geworden. Erwähnenswert ift, daß Butzbach, welches auch keine befonderen Leistungen zeigte, das Spiel verdient mit 4:3 Toren gewann. Halbzeit 2:2. Der Schiedsrichter konnte auch nickt überzeugen. Zunächst übersah er vieles und ließ Rüpeleien ungestraft, um dann, bei vielleicht für das Auge des Publikums geringfügigeren Sachen, je einen Spieler der beiden Parteien des Spielfeldes zu oerweifen. Eine aus 2. und 3. kombinierte Mannschaft der Sp. Dgg. 1900 weilte in Herborn unb hielt sich bis zur Pause ganz gut: Resultat 1:1. Zum Schluß floppte sie jedoch zusammen unb mußte bem guten A-Klasfe-Verein mit 6:2 bic Siegesehren überlassen in ber Hoffnung, beim Rückspiel in Gießen Revanche nehmen zu können. 9hir die feit zwei Jahren in jämttichen Meister schaftsspielen ungeschlagenen 1. Jugend der 1900er tchrte mit einem 3:2-Sieg über die Marburger Der- einigte 1. Jugend zurück. Die Gießener Jugend, unbestritten die beste des Lahnkreises, errang sich durch ihr faires, technisch unb taktisch hochstehenbes Spiel die Sympathien des gesamten Marburger Sport- publifums. In Öen ersten zehn Minuten, noch ehe sich Gießen zurShlgefunden hatte, führt Marburg überraschend mit 1:0 Toren, hatte dann aber das ganze Spiel nichts mehr zu beftellen, sondern legte sich fast mit der gesamten Mannschaft auf die Verteidigung, in welcher besonders der Torwart glänzte. 17 Ecken erzielte Gießen, denen Marburg nur zwei entgegensetzen konnte. Drei Prachtlore wurden von Gießen erzielt, während ein Elfmeter haarscharf verschossen wurde. Ein schöner Erfolg für den Nachwuchs der Sp. Vgg. 1900, konnte doch Marburg noch am vergangenen Sonntag gegen die 1. Jugend unseres Bezirksmeifters „Sport" Kassel 1:1 spielen. Nachzutragen von den Osterfeiertagen ist noch, daß die sieggewohnte dritte Mannschaft ihrem 11:2- Sieg über die gleiche des F.C.05 Wetzlar einen wsi- teren 8:2-Sieg über die 1. Mannschaft des Sport- Vereins Daubringen am 2. Feiertag in Daubrlngen würdig anreihen konnte. Der kommende Sonntag sieht nur die unteren Mannschaften der Vereinigten im Kampf. Die 2. und 4. empfangen Heuchelheims 1. und 2. Die 3. empfängt Laubach 1. Dazu kommen noch einige Spiele der Iugendmannfchaften. Aus dem Arbeiter-Turn- und Sporlbund. X 24 Mannschaften stellten sich am Sonntag 5um Kampf um die Punfte. Aeuherst interessant unb scharf waren insbesondere bie Spiele in der ersten Klasse und hier wieder wurde mit groher (Spannung das Zusammentreffen des Dezirls- meisters Giehen mit Heuchelheim erwartet. Mit dem knappsten aller Resultate konnte Heuchelheim das besonders in der zweiten Halbzeit scharfe Spiel mit 1:0 für sich entscheiden. Heber dieses Spiel ging unS folgender Bericht zu: Giehen I — Heuchelheim I 0:1. Ecken 3:6. Mit allergrößter Spannung wurde das Ergebnis dieses Spiels im ganzen Bezirk erwartet, find es doch die zur Zeit besten Mannschaften des 3. Bezirks. Die Zuschauermenge war denn auch eine der Bedeutung des Spiels entsprechend große. Gießen betrat in kompletter, altgewohnter Aufstellung das Feld, währrnd man bei Heuchelheim in der Verteidigung einen Ersatzmann und in der übrigen Mannschaft eine Ümftetlung wahrnahm. Heuchelheim, mit dem Wind spielend, brachte den Anstoß bis vor das Gießener Tor, wo die Verteidigung klärte. Hervorragend war das schnelle Einspielen der Heuchelheimer Elf, wahreich Gießen zunächst nicht recht in Schwung kommen wollte. Ein weiterer Angriff Heuchelheims endete mit einer recht schönen Flanke von rechts, die jedoch vom Halblinken versiebt wurde. Ein Gegenbesuch Gießens wurde von der Heuchelheimer Verteidigung schon auf der Strafraumlinie zurückgewiesen. Der Ball wurde vom Heuchelheimer Sturm aufgenommen, es folgte ein blitzschneller Angriff, und der plazierte Schuh des Mittelstürmers sicherte für Heuchelheim die Führung. Run kam aber auch in die Gießener URannschaft Leben, es folgten energische Angriffe, die der Heuchelheimer Torhüter nur unter äußerster Energieentfaltung meistern konnte. Gießen kam gegen Schluß der ersten Halbzeit immer mehr unb mehr auf. trotzdem konnte man von einer lleberlegenheit nicht sprechen. Heuchelheim blieb natürlich nicht untätig, bei einem scharfen Vorstoß war eS wieder der Halblinke, der eine fast sichere Sache auSlieh. War das Spiel bis dahin schön, so bekam eS in der zweiten Halbzeit eine ausgesprochene Schärfe, die in erster Linie durch die Giehener Mannschaft mit ihrem Drang nach dem Ausgleich verursacht wurde Beide Mannschaften geben ihr letztes her. Heuchelheim war stchtllch bemüht, sich nicht überrumpeln zu lassen. Bei einem abermaligen Vorstoß der Heuchelheimer verschuldete Gießen einen Handelfmeter, der jedoch vom Gießener Tormann sehr gut gehalten wurde. Gleich darauf wurde Eichen wieder gefährlich, der LinlSäuhere schoß scharf unb flach in die Ecke: im letzten Augenblick konnte jedoch der Heuchelheimer Torwart durch Werfen retten. Der Schiedsrichter muhte nun mehrmals verwarnend eingreifen. Trotz aller Cnergieentfaltung Giehens konnte Heuchelheim seinen Vorsprung halten und verlieh nach dem Schluhpfifs als Sieger den Platz. 3n seinen Entscheidungen war der Schiedsrichter korrekt, nur in ber zweiten Halbzeit war er zu weich. Wieseck I — Raunheim I 1:1. Ecken 7:2. Beide Mannschaften z-igten ein gleichmäßiges unb verteiltes Spiel, nut beging Wie» seck den Fehler, sich von Vaunheim dessen hohes Spiel aufzwingen zu lassen, anstatt durch Flachspiel den Gegner zu zermürben. In der ersten Halbzeit verschenkte Wieseck einen ihm wegen unfairen Angehens zugesprochenen Elfmeter. Beiden Mannschaften war es unmöglich, vor der Pause etwas Zählbares zu erreichen. Vach dem Wiederanstoß dasselbe Bild: gleichmäßig ver» teilte Angriffe auf beide Tore. Ein von Vaun- betm sehr gut getretener Elfmeter wurde vom Wiefecker Torhüter ebensogut gehalten. Eine Viertelstunde nach Wiederbeginn erzielte Haun» heim einen erfolgreichen Torschuß und übernahm die Führung, aber nicht lange, denn kurz daraus verwandelte Wieseck einen Handelfmeter zum Ausgleich. An diesem Stande konnten beide Mannschaften bis zum Schluß nichts ändern, cs blieb bei einem Unentschieden. Auch von diesem Spiel ist zu sagen, daß der Schiedsrichter das Spiel fester m die Hand nehmen müßte. Lollar I — Alsfeld I 3:1. Die Lollarer errangen, nicht wie ursprünglich vorgesehen, auf bem Wiefecker. Sportplatz, sondern auf eigenem Platz, einen überraschend hohen 3:1-S'.eg über die gefürchteten Alsfelder. Mit diesem Sieg hat sich Lollar wieder in die Spitzengruppe geschoben. Marburg I — Wehlar I 3:4. Dieses torreiche Treffen bedeutet ebenfalls eine Ueberraschung. Wetzlar hat durch fein entschlossenes Spiel den Sieg errungen unb scheint sich nunmehr von dem Tabellenschwanz loslösen zu wollen. Marburg brach das Spiel ganz unnötiger Weise 8 QHinuten vor Schluß aus nichtigen Ursachen ab. Marburg II — Fronhauseu I 2:1. Beide Mannschaften lieferten sich ein äußerst flottes Spiel,- bei dem der geringe Vorsprung der sehr guten Marburger Zweiten den flinken Fronhäusern gegenüber auffiel. Die Führung übernahm Marburg durch einen verwandelten Strafstoß, während ein kurz darauf für Marburg gegebener Elfmeter vom Tormann Fronhausens sehr gut gehalten wurde. Kurz vor der Pause konnte Fronhausen gleichziehen, indem ein schöner Flankenlauf zum Erfolg führte. Vach Wiederbeginn erzielte Marburg sein zweites und fieg» bringendes Tor: alle Anstrengungen beiderseits konnten an diesem Resultat nichts ändern. Gießen II — Robheim I 8:1. Sin reichlich hohe- Resultat mußten sich die Rodheimer auf eigenem Platz aufzwingen lassen. BiS zur Pause konnte Gießen drei Tore buchen, während Rodhelm durch einen Handelfmeter zum Ehrentor kam. In der zweiten Halbzeit werden die Besuche der Rodhcimcr vor dem Gießener Tor immer seltener, bis sie schließlich ganz aufhören. Fünf weitere Tore für Giehen waren die Ausbeute des von Gießen überlegen durch - geführten Spiels. Leun I — Alsfeld II 2:3. Mil einem recht guten Resultat ist die Alsfelder Zweite von Leun zurückgekehrt. Dah sie dem Platzverein so einfach und selbstverständlich das Vachsehen geben würde, hätte man ihnen gar nicht zugetraut. Gießen lla — Blasbach I 3:2. Dieses für Dlasbach äußerst ehrenvolle Re- fultat den spielstarken Gießenern gegenüber zeugt von einem ständigen Desserwerden der eifrigen DlaSbacher Mannschaft, denn den Giehenern wurde ein leichterer und höherer Sieg vorausgesagt. Gießen Jugend — Heuchelheim Jugend 4:0. Dem techn.sch besseren Spiel der Gtehener Jugend war die Heuchelheimer Jugend mchr gewachsen, daß die Viederlage nicht höher auS- fiel, verdanken sie dem vielen Pech der Gießener, die während der ganzen Dauer das Spiel fest in der Hand hatten. Wieseck Jugend — Wetzlar Jugend 2:0. Hier trafen sich zwei Tabellenführer, den äußerst interessanten Kampf konnten die Wiesecker infolge ihres technisch besseren Spiels einwandfrei für sich entscheiden. Bei Halbzeit führte Wieseck 1:0. Die zweite Halbzeit brachte zunächst ein lebhafteres Tempo und für die Wiefecker einen zweiten Erfolg. Gießen und Wieseck halten nunmehr die Tabellenspitze bei der 3ugenbtlaffe. Die Entscheidung dürfte zwischen diesen beiden Vereinen zu suchen fein. Lollar Jugend — Blasbach Jugend 7:1. Erwartungsgemäß holten sich die Lollarer die Puntte, trotzdem überrascht die Höhe der Viederlage der Dlasbacher, die zwar Anfänger sind, aber doch über genügend gute- Material an Spielern verfügen. Marburg Jugend — Vaunheim Jugend 0:2. Die Marburger Jugend trat zu ihrem ersten Derbandsspiel an und muhte den Vaunheimerv die Punkte überlassen. Dah sich die Marburger trotzdem so gut gehalten haben, beweist, daß sie bei längerer Spielpraxis ihren Gegnern das Gewinnen nicht mehr so leicht werden lassen. Rundfunk-Programm des frankfurter SenderS. (Aus der «Radiv-Umschau-.) Mittwoch, 14. April. 4.30 bis 5.45 llhr: Konzert des Hausorchesters. 3.30 bis 4 Uhr: Stunde der Jugend: Aus dem Buch der Sage unb Geschichte, vorgetragen von Rekwr Wehrhan (für Kinber vom 10. Jahre ab). 5.45 bis 6.10 Uhr: „Geschichte. Theorie unb Herstellung der Kirchenglocken". Vortrag von Glockengießer Albert Junker. 6.15 bis 6.45 Uhr: „Albert Schweitzer", Vortrag von Dr. Hermann v. Müller, München. 7 Uhr: Uebertragung aus bem Frankfurter Opernhaus: „Don Juan", Oper in zwei Akten von W. A. Mozart. vollzählige Beteiligung Der Vorstand. Gießen, den 13. April 1926. 02567 ■ ■ ocyuivuojDetuio, weiKujiyun um ««.- Hansa Ständer Haftung zu Giehen überge- gangen. 3290B Handelsschule Giehen, den 9. April 1926. Hessisches 21m* Propolis - Salbe iau8 ‘BropolU bei Biene» für Beingeschmiire. Fleckten-Auösculane, Geschwülste. Jucken, Schmetten. Sehr wirksam. Dofe-«1.60 Nur Hirich-Apo^ tbeke in Giehen. /. Kunzeimann GteBen., Bahnhorsir 60 vorm. Hermes Neue Karst V 20. April. Bekanntmachung. In unter Handelsregister Abt- B wurde am 31. März 1926 eingetragen die Firma Emil Roth Verlagsbuchhandlung und I Hessischer Schulbuchverlag, Gesellschaft mit 1 beschränkter Haftung Giehen. Gegenstand , des Unternehmens ist llebernahme und । Fortführung ber Verlagsbuchhandlung Emil Roth zu Gießen einfchlietzlich des Buchhandels in allen feinen Zweigen und Vebenbetrieben. Das Stammkapital beträgt 130000 Reichsmark. Zum Ge- schäftsführer ist Deriagsbuchhändler Otto Roth zu Giehen bestellt. Der Frau Margarete Roth geb. Quaas unb dem Kaufmann Raimund Hoog beide zu Giehen, ist Prokura erteilt Der Gesellfchaftsoer- irag ist am 14 Januar 1926, 16. unb 26. Februar 1926 fest gestellt. Sofern mehr als ein Geschäftsführer bestellt ist, wird i die Gesellfchaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer zusammen mit einem Prokuristen vertreten. Prokuristen sind stets nur zusammen mit einem Geschäftsführer oder zu zweit verlretungs- derechtigt. Als nicht eingetragen wird veröffent- , licht. Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen nur in den gesetzlich vorgeschriebenen Zeitungen. Am gleichen Tage ist in Abt. A ein. getragen die Firma Emil Roth Verlagsbuchhandlung zu Giehen In mit allen Aktiven unb Passiven auf bie Firma Smil Roch Verlagsbuchhandlung und Hessischer Schulbuchverlag, Gesellschaft mft be- Danksagung. Allen denen, die uns bei dem Heimgang unseres teuren Entschlafenen ihre Teilnahme bewiesen haben, sagen wir herzlichen Dank. Für die Hinterbliebenen: Frau Christine Weber geb. Scharmann. Altersviereinigung 1874—1924 Wir zeigen-den Alterskameraden den Tod unseres lieben Kametaden Eisenbahn-Assistent 3288V Heinrich Spies an und bitten zur Beerdigung am Mittwochnachmittag 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof um möglichst Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Climbach für Rj. 1926 liegt vom 14. - 20. I. M. auf unserem Bureau zur Einsicht der 3n- teresienlen offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch Die Ausmärker beizutragen haben Climbach, den 12. April 1926. Bürgermeisterei Climbach. Dihner. 3318D Mitiwoch, den 14. April, nachmittags 31/, Uhr, versteigere ich an Ort und Stelle gegen Barzahlung: Eine Partie. Grabdenkmäler, einen Schreibtisch und ein Pferd. Steigliebhaber wollen sich auf meinem Suieau einfinden. 3301V Lich, den 13. April 1926. Mori, Gerichtsvollzieher. Die Beerdigung unseres lieben Kameraden Heinrich Spies Eisenbahn-Assistent findet Mittwoch, den 14. April, nachmittags 3 Uhr, statt. Um zahlreiche Befestigung bittet 3314D der Vorstand. "MW MAGGI5 Fleischbrühwürfel ' r ' ' •' x1«:- , •' f . ' $ - ■*>. ■■ : . ... sind mit bestem Fleischextrakt und feinsten Gemüseauszügen auf das sorgfältigste hergestellt. — Man achte beim Einkauf auf den Namen MAGGI und die gelb-rote Packung. Gefsentliqe Mahnung. Folgende Abgaben werben hierdurch mit Frist bis 20. April 1926 gemahnt: 4. Ziel ©emeinbe«, Kreis- unb Prooin- zialurnlagen 1925 6. Ziel Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz für die Stabt unb den Kreis Gießen für 1925. Nack Ablauf biefer Frist erfolgt bie Beitreibung, wobei bic vorgefchriebenen Kosten erhoben werden. 33038 Die Zahlung von Verzugszuschlägen wird durch diese Bekanntmachung nicht berührt. Gießen, den 10. April 1926. ___________Stadtkasse Gießen.___________ Holzversteigerung. Dienstag, den 20. April, vormittags 11 Ahr, werden aus dem Swatswald der Förstereien Alten-Buseck unb Treis a. b. Lba. in ber Lempschen Wirtschaft zu Treis n. d. Lda. versteigen- Stammholz: Eiche 2. Kl. (30 bis 59 cm m.D.) 3 SL, 2,84 im (Nr. 28, 29, 44 in Meber-Seilbach, Abt. 8); 3. Kl. (40 bis 49 cm m.D.) 3 et. 2,88 im (Nr.36 unb 37 in Nieber-Seilbach, Abt. 8, Nr. 696 auf bem Busch) Fichte 4. Kl. 1 St., 0,40 fm; 5a-Kl. 6 3t., 2,89 fm; 5b-Kl. 16 St., 3,81 fm. Derbffangen: Fichte 1. Kl. 5 St.; 2. ÄI. 14 St Reisslängen: Fichte 1. Kl. 4 St. Scheiter rm: 3 Kiefer. Knüppel rm: 1 Buche; 2 Kiefer; 10 Fichte. Das Fichiennughölz unb sämtliches Brennholz lagert in ber Försterei Treis. Auskunft erteilen Förster Müller zu Alten-Buseck, Forstgehilfe Förster zu Treis unb bas Forstann. 3304D Gießen, den 12. April 1926. Hessisches Forstarm Giehen. Nutzyolzvernauf. Die Dberförftcrei Elbrighausen verkauft am Dienstag, dem 27. April 1926, vormittags 9} Uhr, bei Hermann Lind in Battenberg a. d. Eder (Hotel Rhode) öffentlich meistbietend nachstehende Hölzer: 33000 Jörfterei Dodenau. Distrikt 1, 4, 5, 7, 9, 17, 22. Försterei fileubelburg: Distrikt 24, 35, 40, 41, 42, 46, 48, 31, 38, 33, 37, 36, 39. Försterei Karlsburg: Distrikt 67, 68a, 69, 71, 72, 74, 81b, 102, 103, 104, 106. Försterei Elbrighausen: Distrikt 86, 59, 95d, 77, 87, 93, 94a, 96. Försterei Pfütze: Distrikt 98a, 99a, 100, 110, 112c, 113b, 115a, 117a, 121b, 130, 131 unb 120. Eiche: 64 Stämme Kl. 2, 28,10; 10 St. Kl. 3, 5,34; 2 6t Kl. 4, 2,86; 13 Stang. 1., 24 Stang. 2; 3 Stang. 3; 64 Deichselstangen; 11 rm Nugkpp. Buche: 169 rm Nutzkpp. in Rollen. Esche: 3 rm Nutzkpp.; 10 St. ÄL 1, 1,58; 4 St. Kl. 2, 2,60; 1 St. Kl. 3, 0,68; 6 Stang. 2 und ca. 7 St Kl. 1—3. 1,78: Ahorn: 6 St Kl. 1—2, 1,54; Erle: 4 St Kl. 2, 1,66; 1 St. Kl. 3, 0,60; 2 rm Nutzkpp.; Nadelholz, zum Teil Grubenholz: 1651 St Kl. 1, 474,33; 939 St. Kl. 2, 594,69; 36 St Kl. 3, 41,15; 5 St Kt 4, 8,42; 87 St Lärche Kl. 1—2, 23,57 unb ca. 121 St Kl. 1—3, 69.91; Stangen: 1. 780, 2. 590; 3. 1390; 4. 379; 5.55; 6.35; Schleifhol;: 306 Scheiter; 929 Kpp.; Grubenholz: 59 Scheiter; 375 Kpp. (2,5 m lang); 172 Reis. 1 (1,25 ra lang). Aenderung im Material Vorbehalten. Bekanntmachung Der Wochenmarkt beginnt vom Donnerstag, dem 15. April 1926 ab vormittags um 7 Uhr unb endigt um 1 Uhr mittags. 3292B Gießen, Öen 7. April 1826. Der Oberbürgermeister. I. D.: Klingspor. rlW-i Betten Matratzen billigste Preise. Jttmann, Babnhoiilrake 29. Blutreintgung »st slir viele Rkenschen unbedingt nölig und eignet sich dafür besonders wacholdersatt tu haben in kl Fla- tdicn 4ii-*1.20, in er. Fl au -* 2.10 im E Reformhaus, KrrnLvlay Nr. 5. 200-250 Bit von GeschäitSm. flcg. nuicStfl;ecb.u.8inf. auf kurze Zett ge kuckt. Sckr. Ana. u. (>2556 an d. G. Slnz. Moderne Herren-, Damen- Bekleidung auf Teilzahlung. Jttmann, NavlanSaane 18, eine Trenne, «ai Nur die echter Motore 1—12 cm beit .per Meter 25 und Modehaus Salomon 4 Schulstraße 4 3315a 3302D Für die Schule ren kann. 33161) Ludmiastr. 16 gesucht. 32890 Julius Schulze Kreuzplatz eefudu. 3306D ■ gesucht. 02581 lolmung. 02586 33170 Wetzlar erb. Mira Md taitt Lichtspielhaus 3195a von 9.9o Würget Pi 0:548 Neustadt 15. 1 x i zum Verkauf. :t?OäD Heuchelheim bet Gietzen, Marktstratze 9. 211.—Gpfiinbin tm Ausschnitt »II 8a Schäferhund am 2. Feierlag enh laufen (Name Luxl Wlederbrtnger Ve» die wir zum Aussuchen ausgelegt haben. Für alle bei uns gekauften Klöppel-Spitzen übernehmen wir volle Garantie. Am 8. April 1926 war unsere Silber-Hochzeit. Allen denen, die unserer gedacht, herzlichen Dank Gerichtsvollzieher Mori und Frau in Lich Für die anläßlich unserer Vermählung er- wiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank Franz Neumeier und Frau Eleonore geb. Kautz Gießen, den 13. April 1926 Bleyle’s Knaben-Anzüge Sweaterkleidung für Knaben und Mädchen sind in ihren überragenden Vorzügen nach wie vor die zweckmäßigste Kinderkleidung Junger Reisender in Wetzlar u. Umgeb, gut einges, sucht Stellung Gest. Off. u. 999 a. „Wetzl. Anz." B3UC Psd. 60 r} Psd. 70 <) zum Schlank ■werden unschädlich fürs Bez? Jn Apotheken IWtandtei le auf der Packung Bamen-SopZwaiclien nut Ondulation 1.80, Damen-Prlsieren mit Ondulation 0.90. Es werden für vormittags Abonnenten angenommen in und autzer d. Hanse. 08479 Damen-Salon Zrau (Erna Sterling, Gnanthstratze 34. Für unsere Neva- ratur - Werkstätte suchen wir für sofort einen tüchtig. Arbeiter der Nähmaschinen-, Fahrrad- u. Niolor- rad • Reparaturen selbständig ansfüh- 15. Tasche m Motorrad Werkzeug am Ostermontag zwischen Lollar uni) Gtetzen verloren. Gegen Belohmmc tm Funddureau d. Polizeiamtc Glichen abzngeben. m*D Bwutm. Tenxahiung O-me Menrozei « rrecrwre» MOLLMOBIL Vertreter überall gesucht liorcharding &. Co., Chemnitz - Ebersdorf Stadttheater MittwochlL.Avrtl 27.mitiroodj-yö.-Brlt. Gastspie! des Landestheaters Darmstadt von 7 biS 9V, Uhr Dou Bosguale Komische Oper in drei Akten von Donizetli. ,,Mc "11 Privatmanli .-hue Vermittler geg. bar A. t Schr. Angeb. u. 0-2574 an d. G. An». Aßmann & Schneider Telephon 1248/2417. Kaiserallee 45. Seidel L Ilaumann|(verÄ^] Bermsnia-Fahrräder'”1™8“ Wir bieten einen großen Posten Klöppel- Spitzen und Einsätze Für alteinges. Haus wird zum sofortigen Eintritt jüngerer, tüchtiger, energischer Vertreter zum Provisionsweifen Verkauf gesucht für Gießen und Umgebung mit dem Wahnitz In Dietzen. Es wollen sich jedoch nur gründlich geschulte Kaufleute melden. Ausführliche schriftliche Angebote unter 3274D an den Gietzener Anzeiger. Pfd. 25 F 3 Psd. 70 .) fr. Schellfische o. St Damen- Hüte große Auswahl in jed. Preislage Billige taMiip Frieda Miete, tarttee 36,1.81. Modern!I 02563 ReelI!! izrischeZische Mittwoch trüb 9 Ubt: 8 Pa. blütcnbcUen Cabl au o. K. 0 im ganzen Fisch Psd. 30 Sg im Ausschnttt . Psd. 35 .) M ff. Seelachs o. K. feinste Nord- B iceware, zum gleichen Preis. D Frische Vackftfche Hanseaten nach dem bekannten Roman von Budoli Herzog. L d. H.-. Tamara Karsawina, Hermlno Sterlor. Renale Brauseweltar, Frltx Alberti, Pani BUdt, Werner Pittscbau E. Bothanser, Andraas Bull, Ariberl Wäscher, Eudoli Lettinger, 0. Bedego, Hana DIerkwiU, Georg John, Frida Richard, Daria Forascn, . ' die berühmte russische länzerin, tritt in „Hanseaten“ zum erstenmal als I ilmschauspielerinauL ein künstlerisches Experiment, das weit über die Filmkreise hinaus dem größten Interesse begegnen wird. Wegen de*» zn erwartenden großen Andrang« wa^H^kt^ndy.OrN»e,lunKcn bieten wir nach JlöfeMchkelt die Äachnilttagsvorstellungen besuchen zu wollen. ;M-c Her Film bleibt 8 Tage auf dem Spielplan. g Frische FischkotclettS Pfd. 40 -- ■ Rollmops, Bismarrkberiuge. a Bratheringe, Kronkardinen, S vertage tn Gelee. die l-Ltr.» Dose 85 Pf | Frische Bücklinge Mittwoch früh 3 und Freitag einlresfend Pfd 28 | die Stifte tritt netto 5 Psd. 1.20 ./( I ff. Sauerkraut j Pfund 18 Pf., 3 Pfund 50 Pf. MkiMWM | Babnbojstr.27, Fern,pr. 1631. Installation und Svenglerei WUH. Rinn, Heuchelheim. Ludwigftratze 7. Ein Mädchen vom Lande im Alter von .15—17 Jahren als ZmiiuiWkn zum 15. ob. 20. Avril Gleich- und Drehftrom 11”a 29^* äutzerst günstig abzugeben Molt MW, VMM. ZS Einfamilienhaus oder 4 bis 6-gimmer°Wohnung in Gießen beschlagnnhmefrei. möglichst sofort bezieh- bar, von Akademiker iChepaar mit 8jähr. Jungem au mieten gesucht. Sofortiger Kans eines Hauses iBefitzer kann wohnen blcibeni kommt gleichfalls in Frage. Schriftliche Angebole unter 3299V an den Gietzener Anzeiger erbeten. SMeMgeM. o-iärK i Wegen Aufgabe •33°'>D des Artikels ver- Dr. H. Hauff Gr. Steinweg 13 1. Stellengesuche] Einjähr., int Zuchtverein gekörter, starker Ziegenbock fprnngf,zvk. Ludwig Brink, Wölfersheim, Kr. Friedberg. 8,**D Eine frischmelkende Ziege Bleichstr. 21p, Tüchtiges, älteres Mädchen für tagsüber in kleinen Haushalt Altes Mei iLteiröhrew kauft 1S-rdbuch.i°r) I 17 Monate alt, stehl ' D ^chulitr 7'3 10-20 Ä8HIW zu Kausen oder zu pachten gesucht tu Oberhessen oder Hessen Nassau. Bahnstation oder Nahe einer solchen, sowie Licht und Wasserleitung und gme Wohnung Bedingung. Inventar kann übernommen werden. Ausführliche Angebote mit Angabe des Preises und der Zahlungsbedingungen erbeten unter 3293V an den Gietzener Anzeiger. Automobilteilen gVIofor- und Fahrrädern SsM 8 Schneider Telephon 1248,2417. Kaiserallee 45. Zu dem am 12. 13. und 14. Juni dS. IS. stattsindenden (nesangswettstrelt des <-csnii4cVereins „Sänirerkranz“ Watzenborn bei Gießen sind die Plätze für Karussell, und Budenbesitzer zu vergeb. Meldungen an Joh. Harnisch, _____Watzenborn. Unterdvrs 3*”D Haarspangen befte Qualität, zum Aussuchen, jebcö Stück 50 Pf 02562 Bubieoviivangcii,Haarne1rr,roilettcn- artifcl, Feutfeifen, Kamm und '-ciintcntuorcn. Ankauf auSgekämmter Fraucubaare. Nevaraturcn au Haarspangen. iW.Wl.MK.MWsZZ MliHei- Metzems! Mittwoch, den 14. April 1926, ab 10 Uhr versteigere ich im Löwen, Neuenweg 28: Kleiderschränke, 1 Tisch mit 6 Stühlen (Eiche), 1 Ausziehtisch (fast neu), 1 runden Tisch, 3 Stühle, 1 Schreibtisch, 1 Kommode, 1 Sofa nnt Lederbezug (geeignet für Restauration), 1 Ausstellkasten, 1 Küchen- schrank, 1 Flurgarderobe, 3 Ständerlampen (Eiche), 2 Nähmaschinen (davon 1 neue), 1 Salonspiegel mit Goldrahmen, 2 neue Dauerbrenner, Tassen, Aluminium- waren, Steingutwaren, Briefkasten, Bratpfannen, Kleiderbügel mit Patenthosenhalter, Kindergewchre, 1 Kinderlausstuhl, 1 Wäschemangel, 2 Kinderwagen, einige Oelgcmülde, einige elektr. Lampen, neue Blumenvasen, 1 grotze Sendung Weinbrand, 1 grotze Sendung Kinderschuhe (Grütze 34-39), einige Mille Zigarren, neue Aktenmappen, Herren- und Kinder- sommermützen, 1 Eismaschine. 1 Ofenschirm, 1 Rednerpult, 3 OffizierfSttel, 1 saft neues kvnrpl. (Lhaisegefchirr, 20 Herren- und Damcnfahrräder (gebr. und neue, bei neuen Fahrrädern 1 Fahr Garantie), 8 Bände neueste kaufmännische Bibliothek (neu), 1 Deichsel (geeignet für Landauer), 1 Sendung Erntestricke, zwei Zentrifugen (Stundenleistung 155 und 140 Liter). Voraussichtlich bestimmt kommen einige Juwelen u. Schmuckstücke zur Versteigerung, auherdem einige Edelsteine, für bestimmt. 1 Rubin, 1 Gold-Tolas, 1 Saphir, 1 Amethyst, 1 Patparatscha, ein Aquamarin. Ludwig Hartmetz Auktionator und Taxator, Neuenweg 28, Telephon 1414. Donnerstags und Freitags versteigere jeden Tag ab 2 Uhr. Uebernehme sämtliche Haus- und Ge- brauchs - Gegenstände zur Versteigerung. Klöppel-Spitzen kaufen Sie ganz besonders preiswert Im einheimlechen Geschäft! Offeriere S«WW ^0, sagi d.Gefchäfts- Aeltere, jüngere stelle d. ®. Anz. U-'M3 ^IlßkDlllilljtll i Kaufgesuche | suchen Stellung. , Frau Diilser AUSltrNoer lucht Villa oder bes: Neustadt aO. 13322V I HanS von Möbl.Zliliiuel' evtl, mit voller Pension, au Dame zn vermieten. Schrtstl. X'lnqcbötc unt. 3297V an den Gitei; Anz. 1 (I. Eogettciim 1 möül. Siimaer zu vermieten [02565 Somtenstratze 1. | Mietgesuche*] öeslvlllgnlllnnefreie 3 - Ziuimer- Wohnung gesucht. Schriftliche An geb. unter 02561 a. d Gietz. Anz. erb. Stud.lAusl.ttucht bei netterFatn. gut möhl. Zimmer, mögl. mir Zentralh Famtlien- anschlutz erw Nähe Burggraben bevorz. Schr. Ang. mit Preis u.02555 a. d.Gtz. Anz. la Eiderlellkäsß 9 Pfd. 6 Dlk. franko Damvskäiesabrik- Rendsburg. TiüÄH AmoiiiM werd, fachgemätz | tu preiswert ge- t stimmt u. revar. r G.Elierk^L । ©iefien.Uioifftrll i Telephon 2403. r Aokaalgbr.Klav. r ■ u- Harmoniu ms | Waschfrau nimmt noch einige Kunden an. Schr. Angebote unt. 02557 an den Gietz. Anz Für Sekundaner Mine? mit oollerlfc öewsiegi« gesucht. Schriftliche Angeb. unter 02570 an bett Gietz. Anz. 2-3 leere Zimmer f- Geschäftsräume zu mieten gef. Schrillt. Angeb. unter 02575 au den Gietz. Anz. Leeres Zimmer gefacht. Schr. Angeb. u-0256t a.d.Gtz. Anz. tn,6“id’5immet für Gehilfen gesucht. Bett kann gestellt werden. Schr. Ang. n.02585 a.d "'s;. Anz. |Stellenangebotej Saubere Auickchilll gelltcht. 02582 Tiezstratze 13 p. Zur 3313a I Tagung des Hessischen Altphilologenverbandes Donnerstag, 15. April, vorm. 9 Uhr (Gießen. Ober-Realschulei ladet seine Mitglieder freundlichst ein der Verein der Freunde des humanistisch. Gymnasiums Weicker. Ober-Regierungsrat. Tel. 1085. »E. Zimmer t sofort z ucrui. „M-,G £anögr.-5l).-ßi.ioi,r. Zimmers an fol. Herrn z.verm Sonnenstr. <» II. IVerschiedenes] Üalbverdeck ! Stoffe werden zur Berar- sowie Break bettung angcnom- »U -«taufen. - K Vngal »er Ausführung. / U5CI! Billige Preise. L'.uro- und Auch Teilzahlung. Wagen- f lackiererei. I Gasherde Junker & Rub — Gaggenan in grötzter Auswahl liiilioOöölQet.inölltorflt.35 Erleichterte Zahlungsbedingungen. Aus Wunsch Ratenzahlungen, ““‘a Wegen Aufgabe unseres Fuhr- werkbetriebs verkaufen wir: 2 Wagen 1 Mähmaschine Zirka 50 Zentner Heu die Ernte von 3 Morgen Wiesen 3253V 1 Wanderer Motorrad '4l/_. PS. 2 Iyl. in gutem Zustande. X” xv-f n au verkaufen. r2169 gr. Linker & Lolin I Bauplatz 1 ! nahe Frankfurter Strotze, gegen glln- w j f stigeZahlungsbedtn- gungenzttverk. 8?oeD Frankfurt. Str. 21. 1500 Mx Dienstag, 13. April 1926 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) m. 85 Zweites Blatt 3ti ! mit ?' NI WA nes besonders wenn es weit weitem", erscheinen. iu6l) ages- 02587 >el let ► /3. er ' am Ciiciraotiion rtc, zwischen Üollov und lle 1 Greven verlorcu. Eliegen Belohmmc -LS la. iflobe ver- rrer aiin- lebin- 121. für )°hn- > nur riden. unter I leichtern, einmal übernommene Pflichten abzuschütteln. Ohne sachliche, richterliche Deweis- Bvürdigung kann eine Ehe nicht geschieden werden: kenn sie ist für uns kein Detrag, den die Unter» zeichner nach freiem Ermessen schließen und tun» Ligen können. Die Ehe ist eine geheiligte Sn» flitution, an deren innerlicher Begründung wir nicht rütteln lassen: eine solche rein materielle Auffassung der Ehe widerspricht dem deutschen Sittlichkeits» und Rechtsgefühl, unserer gesamten Weltanschauung. Also eine leichtfertige auf der sogenannten „beiderseitigen Abneigung und gegenseitigen Einwilligung" begründete Scheidungsrefvrm lehnen wir ab: aber Wohl stimmen wir einem Reform» erar- lonr runn t fei' ins- He- lttlg. iB 15. schulden als sehr schwierig anlassen, und zum anderen darin, daß die kurzfristigen Schatzbons im Mai ebenfalls erneuert werden müssen. Die Kammer hat eine ganze Reihe von neuen Steuern lediglich aus rein parteipolitischen Gründen bewilligt, ohne sich dabei irgendwie von weitschaucndercn Erwägungen leiten zu lassen. Wenn damit aus dein Papier das budgetäre Gleichgewicht auch teilweise erreicht wurde, so ist das gesamte Finanzproblem dadurch keineswegs getost. Frankreich hatte vor allen Dingen gehofft, daß ihm wenigstens England ein Moratorium und Amerika ihm das Zugeständnis machen würde, seine Rückzahlungen unterbrechen zu dürfeit, wenn etwa Deutschland seinen Verpflichtungen aus dem Dawes-Plan nicht mehr würde nachkommen können. Der Finanzminister Perct hatte bestimmt gehofft, wenigstens diese beiden Zugeständnisse zu erlangen, doch sieht er sich darin enttäuscht. Zusammen mit den kommunalen und Departements-Abgaben sind im neuen Budgetjahr insgesamt mindestens 46 Milliarden Franks an Steuern und Abgaben auszubringen. Hiervon ist wohlgemerkt auch noch nicht ein Centime bestimmt sür die Ablösung der Staatsschulden, vielmehr müssen dafür neue Einnahmequellen erschlossen werden. Die mittelbaren und unmittelbaren Folgen der neuen Steuern werden sich sehr bald fühlbar machen. Die Tarife für Post und Eisenbahnen werden erhöht, die Preise für Kohlen und Koks ziehen sogar erheblich an: die 30- prozentige Zollerhöhung belastet eine ganze Reihe von Rahrungsmitteln. wie die neuen indirekten Steuern für Kaffee, Salz usw. wichtige Lebensmittel ohnehin stark verteuern werden. Der Drot- preis wird fortgesetzt erhöht und beträgt vom 15. April ab bereits 1,90 Franks das Kilogramm, und das Fleisch wird durch eine neue Echlacht- hossteucr wesentlich verteuert. Die allgemeine Lebensteucrung hat natürlich neue Lohnforderungen zur Folge. Die älnruhe unter der Beamtenschaft 'wird von Tag zu Tag größer: ein Postbeamtenstreik erscheint unvermeidlich, wenn die Regierung jetzt nicht schleunigst die schon seit Monaten hinausgeschobene Erhöhung der Beamtengehälter bewilligt. Woher sie allerdings die Mittel hierfür nehmen soll, weih sie selber nicht. Die Spanne zwischen Weltmarktpreisen und den inneren Preisen wird auf diese Weise rasch geringer, wenn auch vorläufig Frankreich noch ein sehr starkes Valuta-Dumping auf den Weltmärkten treiben kann. Da aber auch die Rohmaterialien sehr viel teurer werden und namentlich die Industrie ihre Sachwerte immer stärker angreift und schon zu einem sehr erheblichen Teil von der Materie lebt, so bedarf es wohl keiner näheren 'Begründung mehr dafür, daß sich die Lage in Frankreich stark zugespitzt und daß alle finanzpolitischen Experimente nur schädlich sind, solange nicht das Hauptproblem gelöst bleibt: die Stabilisierung des Franken. alten, kr flß> gebt, mit teil »elB, k. ijr beginnen. Der Streit geht hauptsächlich darum, ob ireben den bestehenden Scheidungsgründen, „des Ehebruchs, der Lebensnachstellung, der schuld- kiaften Ehezerrüttung durch schwere eheliche Pflichtverletzung und der unheilbaren Geisteskrankheit" noch die „objektive Ehezerrüt- Kun g" als Grund zur Lösung der Ehe anerkannt norden soll, also auch ohne „Verschuldung" des einen Teils soll die Scheidung zulässig sein, wenn eine dem Wesen der Ehe entsprechende Fortsetzung der ehelichen Gemeinschaft nicht mehr Ml erwarten ist. , , Gibt e s eine solche unbestreitbare vollkommene Ehezerrüttung in der Wirklichkeit? Die 3tage wird bejahend beantwortet durch Tausende von Gutachten von Aerzten, Juristen, Geistlichen unb nicht seltener durch glaubwürdiges Dekennt- aufrecht, für den Kurzsichtigen auf dem Kopfe stehend. Wahrscheinlich wird man auf eine solche Verwendung von Sammellinsen durch Versuche in der damals weit verbreiteten „dunklen Kammer". der camera obscura, gekommen sein. Dieser merkwürdige Vorläufer des Fernrohrs wurde auch noch verwendet, als bereits das zusammengesetzte Fernrohr erfunden und weitergebildet war. Eine Erwähnung des Instrumentes findet sich in Shakespeares „Wie es Euch gefällt", und zwar kann man danach schließen, daß solche „Perspektivgläser" damals von der Hofgesellschaft bevorzugt wurden, während sich die gewöhnlichen Sterblichen nach einer Andeutung in Shakespeares „Coriolan" mit Dügelbrillen begnügten. In Deutschland nannte man solche dem Auge vorgehaltenen Cinzellinsen „Ferngläser". Roch im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts wurden solche schwachen Sammellinsen zur Beobachtung des Himmels empfohlen, und man kann sich vorstellen, wieviel um 1585 am t r. er ak i ge= :id)te bitte -y-D Nt> '-ittir; >ock ’M beim, lende Vorschlag zu. der die „objektive Zerrüttung" als Scheidung»gründ annimmt, wenn seine Anwendung mit „einer wirksamen materiell und prozehrechtlichen Garantie" aus- gestattet wird. Die erstere muh gegeben lein durch eine mindestens ein Jahr umfassende tatsächliche Trennung der beiden Eheleute vor dein Scheidungsantrag: diese Basis haben auch andere Länder be.eits anerkannt. Prozehrechtlich ist u n b e s ch r ä n k t e s P r ü f u n g s r e ch t d e s Richters zu fordern, nur er kann entscheiden, ob die vorgebrachten Gründe objektiv stichhaltig Wir Frauen würden ganz besonders noch wünschen, daß das eigentliche S ch e i d u n g s - verfahren erheblich beschleunigt wurde, um die sinnlose Oual jahrelanger Ehescheidungsprozesse zu verhindern. Diele Reform ist sehr machtvoll und doch stößt sie in weiten Kreisen auf Widerstand besonders überall do. wo eine andere religiöse Einstellung die Unlösbar leit der Ehe aner- kennt. Hm der vielen Unglücklichen willen, die unter dem jetzigen Zustand und seiner Unvollkommenheit und Härte aber schwer leiden, bringen wir auf die Einführung dieser bescheidenen Reform und hoffen, dah der Rechtsausschuß des Reichstages bald die Zeit findet, dieser «zrage uahezutre'en und sie in unserem Sinne- zu losen und gefundere Verhältnisse zu schaffen. Briands Schwierigkeiten. (Von unserem Pariser E-8.°Korrespondenten.) Paris, 10. April 1926. Die Ausschiffung Malvys bedeutet zweifellos eine wenn auch nur vorübergehende Festigung des Kabinetts Driand. Die Entlassung Malvys wird besonders von den M i 11 e l p a r - teien der Kammer begrüßt, also gerade von denjenigen Parteien, auf die es Drrand bet den kommenden Abstimmungen besonders anlommt. Es bleibe hier heute die Frage unerörtert, ob Molvy lediglich deshalb zurückgetreten ist, um mit einem kommenden Kabinett Herriot erneut die Leitung des französischen Innenministeriums zu übernehmen. Molvy hat sich die Rechte so stark verfeindet, daß seines Bleibens im Kabinett Driand nicht länger war. Der zuruck- getretene Innenminister hat was nicht allgemein bekannt ist — auch schon während des Krieges aus rein persönlichen Gründen bei den verschiedenen Gelegenheiten „angehakt" und oftmals (Situationen heraufbeschworen, die zu lösen oder beizulegen für seine Freunde oftmals schwierig genug wurden. Sein Rachfolger, der bisherige Landwirtschaftsminister Durand, hat erklärt, daß er die W ah lr e ch t s v o r l a g e so rasch wie möglich bei Kammer zugehen lassen würde und aus ihrer Annahme bestände: ja, sogar, daß Driand dagegen die Vertrauensfrage gert sich aber die Aufgabe vom Dildnis zur freien Charakterfigur, wie in den Münchmer Aposteln, so stehen wir vollends einer Erscheinung gegenüber, die sich der Phantasie dauernd bemächtigt. Es ist kaum zuviel gesagt: der Paulus der Münchener Pinakothek gehört dem allgemeinen deutschen Gestaltenbesih an. Wer ihn einmal gesehen hat, wird ihn nicht mehr los. Der Dlick des ernsten Auges folgt dem Deschauer, auch wenn er die Galerie längst verlassen hat. Wölfflin erkennt die eigentümliche deutsche Große Dürers in seiner geistig-sittlichen Haltung. Die Welt des Geordneten, die er erstrebt, ist auch die Welt des Sittlichen, und seine Sachlichkeit kann man sein „sittliches Sehen" nennen. Die Kunst war ihm nicht nur eine Offenbarem der cochon- beit, nicht nur ein Werkzeug der Andacht, sondern ein Mittel im Kampfe der Geister. Richt mit dem Zwang logischer Gründe kann er über» zeugen, wohl aber mit der Macht gewaltiger Menschenbildungei'., aus denen k«as Gesetz der Sittlichkeit spricht. Ob er damit über die natur- licken Aufgaben der Kunst hinausgegangen sei oder nicht, mag jeder für sich entscheiden. Mtt einem anderen großen Deutschen wurde er sich jedenfalls in dieser Auffassung des Kunstler- berufes verstanden haben, ich meine mit Schiller. .Der Menschheit Würde ist in eure Hand gegeben.“ 207 Ein Vorläufer des Fernrohrs. Auf ein bisher nicht beachtetes älteres Hilfsmittel zum Sehen in die Ferne macht M. von Rohr in einer dem Sttidium der alten Drillen gewidmeten Arbeit aufmerksam, über Die er in den „Raturwissenschaften" berichtet. Im Jahre 1585 wurde in London eine Schrift verfaßt, die von einem „perspective glaff" Kunde gibt, dah in so früher Zeit zum Sehen in Die Ferne biente. Es handelte sich dabei um kein zusammengesetztes Gerät nach Art des holländischen Fernrohrs, sondern um eine einfache Sammellinse von großer Drennweite und be- merkenswertem Durchmesser. Das von ihr entworfene Bild wurde mit bloßem Auge betrachtet unb erschien vergrößert, für den Llebersichttgen DSU J_L ntn- t u. e ju lliU* rnb. 3 et :bei= von oW i. bat icb-it Jini ieT lüft dtttl 7'1) 'eiet «i 1928 Blilimol. U.W jjrokf 'Rädkhib' Germania Ml! ° yw 2/lonot5= Versammlung MM"' Bereinigung Wil »nl«,9!S;!6- Striiii*' s «»"!," Md. 18. April,'M Abfahrt^- Elsaß-Lothringische Chronik. (Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Von unserem —,-Berichterstatter. Straßburg. April 1926. Es ist dicke Lust in Elsaß-Lochringen. An die Kleinigkeiten unter den Ursachen dafür denkt man garnicht erst. Dah z. B. irgend eine Gruppe staatlicher Beamten sich öffentlich über Verzögerungen in der Gehaltszahlung beklagt, verärgert natürlich die Betroffenen, aber die Öffentlichkeit reizt das nicht mehr: es kommt so oft vor. daß die Aufmerksamkeit abgestunipft wird. Diesmal find es die Förster, die über den ver- f bätet en Empfang ihrer Groschen in der Zeitung Klage führen. 2lber da ist, um zunächst bei den Dingen im Beamtenlager zu bleiben, die reizende Entdeckung, die der Verband der Gerichtsschreiber unb bgl. dieser Tage bei 1 einer Hauptversammlung machte. Während der Verhandlungen holten einige aufmerksame Teilnehmer einen Kriminalschutzmann hinter einem Vorhang hervor, allwo er eifrig schreibend sah. um dem hochmögenden Herrn Präfekten nachher auftragsgemäß über die Redner und die Reden getreuen Bericht erstatten zu können. Ein zweiter Geheimpolizist und Spitzel wurde unter der Versammlung im Saale erkannt. Mit dem Hinauswurf der beiden ist die Sache natürlich nicht abgetan, es wirkt unter den Deamtenverbänden nach, daß Sur Reform der Ehescheidung. Von C l a r a M e n d e, M. d. R. Seit Jahren drängt die Laienwelt auf eine Abänderung der bestehenden Ehescheidungsgcsetze imb mit Recht. Alle Gesetze find wandelbar v-eil sie von und für Menschen gemacht fmO und b«iefe in ihren Beziehungen zueinander sich nicht immer gleich bleiben. Die Stellung der Wlederbrtnger lolmuug. 02586 Haus Muiann Mchnn. M'inni Kicken, Neustadl. Vereine Jrc Silber.^ . ! et» i llk MWW JAS&S | 'üttimi u. reuar t Wuwn t "levbon W. I^kitiflbr.siau, hi' VnrmoniutnS Waschfrau nimmt noch einia« ftunben an. S-dr. Angebote mit. OM an den Gilet;. Anz enrH-riiiiCTintr»} Tasche m^otori'aö Werkzeug band zählen will, ist kommunistisch geworden. Dis zu diesem Metzer Sonntag ist die Einheitlichkeit der Eisenbahnerbewegung und die Führer- stellung des Aktionskomitees durchaus gewahrt geblieben. Man kann also von außen nicht beurteilen, welche Rolle die Kommunisten in der Dewegung gespielt haben. Daß sie den Willen zur schärksten Aktion haben, wird man aber bis zum Beweis des Gegenteils annehmen können. Sie sind Treiber auf dem Wege, an dessen Ende aus eine in sich maßvolle und berechtigte Volksbewegung der Zusammenbruch wartet. Denn es ist kein Zweifel, daß die Eisens bahnerbewegung trotz ihres reinen Standes- charakters schon wegen der Wucht ihrer Massen weittragende Bedeutung hat für die politische Volksbewegung, die zugunsten der Forderung der provinziellen Autonomie durch Elsaß-Lothringen geht. Einer kommunistisch geführten Bewegung kann keine französische Regierung auch nur um eine Linienbreite nachgeben, einer kommunistisch erscheine;'den Dewegung werden sich die großen Massen entziehen, und die lange erfolgreich gewahrte Einheit würde zerfallen. Darum ist es erfreulich, daß in der bürgerlichen Mitte die „Einheitsfront" der elsaß-lothringischen Volksbewegung sich zu verdichten und zu verschmelzen beginnt unter Zurückdrängung der Parteigegensätze zwischen elsässischen Radikalen und Klerikalen. Das neue Leitwort „Einheitsfront" ist freilich noch weit von der vollen Wirklichkeit entfernt. Diese Parteizäune stehen noch, aber immerhin spricht man nachbarlich über sie hinweg. älnd schon das, daß das Wort entstehen konnte zwischen Gruppen, die gestern noch überlieferter, mehr als halbhundertjähriger Partei- Hader trennte, ist eine Tatsache, die etwas verspricht für die Zukunft. Oberheffen. Landkreis Gietzen. d. Heuchelheim, 12. April. Am Samstagabend wurde hier in einer Interessentenversammlung ein Radfahrerverein gegründet, dem man den Ramen „R a d - fahr erverein 1926 Heuchelheim" gab. 45 Mitglieder traten dem Verein sofort bei. In den Vorstand wurden folgende Herren gewählt: Hermann Dolkmann, 1. Vorsitzender: Jakob Funke, 2. Vorsitzender: Theodor Mandler, Schriftführer: Albert S t e i n m ü l l e r. Kassierer: Otto Sack, Straßensahrwarf, Ludwig Schäfer. Saalfahrwart: Max Rinn, Zeugwart: Ernst Rinn, Kontrolleur. Der 1. Vorsitzende des Krofdorfer Vtzreins, Herr Schmidt, überbrachte Grüße seines Vereins und gratulierte zu der Reugründung. 2n seinen weiteren Aus- führungen sprach er über die Rotwendigkeit der Die englische Kohlenkrise. Seit nahezu einem Jahr überschattet die Krise im englischen Bergbau und die mit ihr zusammenhängende Unruhe unter der Bergarbeiterschaft alle innen» und außenpolitischen Probleme Großbritanniens. Der Rotbehelf vom vorigen Sommer, dem Bergbau durch staat - liche äln t e r st ü tz u n g e n unter die Arme zu greifen und ihm damit das Mittel der Selbsthilfe in Form von Lohnherabsetzungen und Arbeitszeitverlängerungen, was unbedingt zu einem riesigen Streik geführt hätte, vorläufig aus der Hand zu schlagen, hat sich als völlig unbrauchbar erwiesen: die Zuschüsse je Sonne Förderung sind weit über die Voranschläge hinausgewachsen, der Absatz hat sich zwar einigermaßen gehoben, auch die 'Dergarbeiterverbände konnten bis auf weiteres einigermaßen zufriedengestellt werden, die Krise selbst ist aber heute schärfer denn zuvor, es läßt sich nicht mehr bestreiten: der englische Bergbau, die wichtigste Grundlage des englischen Wirtschaftslebens steht vor dem Bankerott. Das wird von keiner Seite mehr abgeleugnet, auch die Königliche Kommission, die dieser Tage ihre älntersuchungen über die Möglichkeiten einer Abwendung des Zusammenbruchs untersucht hat, gesteht das. wenn auch nur zwischen den Zeilen ihres Berichtes, zu. Unter diesen Umständen ist es nur zu begreiflich, wenn die Aufregung in England immer größer wird, und wenn namentlich an Vorwürfen gegen das Kabinett Baldwin nicht gespart wird, das jetzt den ganzen Anprall des Parlaments und der Presse auszuhalten hat, und dem man vvrwirft, es tue nichts, um die drohenden Gefahren von der Kohlenindustrie abzutvenden und das Land vor den schwersten Erschütterungen zu bewahren. 3n der Tat hat auch die Regierung bisher eine vorsichtige Zurückhaltung an den Tag gelegt; ihre gesamte Aktivität auf diesem ©ebiete hat sich vorläufig einmal ht der Einsetzung der oben erwähnten Königlichen Kommission erschöpft. Was nun weiter werden soll, ist dem Premierminister und seinen Ministern noch ebenso • unklar, wie den Unternehmern und den Bergarbeiterorganisationen. Die ersteren stehen auf dem Standpunkt, daß Lohnherabsetzungen und Arbeitszeitverlängerungen unumgänglich notwendig seien, um den Bergbau von den enormen Gestehungskosten einigermaßen zu ri. Lich, 12. April, 3m Alter von 79 Jahren starb hier der fürstlich solms-lichische Daurat t D. Sari Schön, ein well über die Grenzen unserer Stadt bekannter und allgemein beliebter Mann. Der Verstorbene, ein Kind unserer oberhessischen Heimat, von Collar gebürtig, kam schon als junger Mann hierher und trat in den Dienst des Fürsten von Lich als Baumeister. Lange Jahre war er zugleich auch in derselben Eigenschaft im Dienste des gräflichen Hauses Solms-Laubach tätig. Auch um das städtische Gemeinwesen hat er sich sehr verdient gemacht, so z. D. als Kommandant der Feuerwehr in einer Zell, als die Feuerwehren in Oberhessen ausgebaut wurden. Daurat Schön hatte eine besondere künstlerische Begabung für Schnitzarbeiten; sehenswerte Kunstwerke sind aus seiner kundigen Hand hervorgegangen. Dem Vaterland hat er den einen seiner Söhne geopfert, der in Oberschlesien als Arzt tätig war. Der andere Sohn ist Kreisdirektor des Kreises Bingen. : Birklar, 12. April. Zu der Rotiz von Steinbach (in Rr. 82 des Gieß. Anz.) „Eine Seltenheit im Reich der Pflanzenwelt" wird rnllgeteilt: Die gemeine Kuh- schel le, auch Küchenschelle genannt, (Pulsatilla vulgaris) kommt auch in unserer Gemarkung noch vor. Dort, wo der Fußweg nach Lich in den Hardtwald einbiegt, im Steinbruch, rechts des Wegs, sind eben dis letzten Küchenschellen am Blühen. Vermittels ihrer langen Wurzel (bis 50 Zentimeter), ihrer -seidenartigen Behaarung und ihrer kleinen Blattflächen vermag die ehemalige Steppenpflanze der Wasserarmut ihres Standortes zu trotzen. ri. Nieder-Bessingen, 12. April. Dom Lehrerabbau betroffen wurde auch unser Schuloerwalter Mori, der seit dem vergangenen Sommer, seit der Krankheit und dem Tode unseres langjährigen Lehrers Graulich, der hiesigen einklassigen Schule Vorstand und auch den Organistendienst übernommen hatte. Seine Abberufung wird um so schmerzlicher empfunden, weil geraoe eine einklassige Schule einen Wechsel der Lehrer nicht gut verträgt. :—: Trais-Horloff, 12. April. Ein in unserer Gegend sonst als Zugvogel durchkommender Gast hat sich in den letzten Tagen hier wieder eingefunden. Es ist der in Niederdeutschland und Holland allbekannte Kiebitz, auch Giebitz und Geibitz genannt. Die in unserer Gemarkung entstandenen Einbruchstciche und deren sumpfige Umgebung sind ihm zur neuen Heimat geworden. Auch in den großen Weideplätzen des Dogelsbergs, namentlich zwischen E n g e l r o d und R e b g e s h a i n , ist er noch ein ständiger Gast. Melancholisches „Kiwir, kiwit" schreiend, erhebt sich der schöne, oben metallisch grüne, an der Schulter oiolcttpurpiirne Vogel mit dem langen schwarzen Kopffederbusche und rudert mit seinen langen, 8-sörmig geschwungenen spitzen Flügeln gaukelnd durch das Luftmeer dahin. Dabei leuchtet das klare Weiß seiner Bauchseite hell auf. Die Stelzbeine und der Bau des Schnabels zeigen, daß der taubengroße Bogel ein Verwandter der Schnepfe ist. Er ist ein recht nützlicher Vogel und ernährt sich hauptsächlich von Würmern, Insekten und deren Larven. W2d umfliegt er uns, wenn wir seinem Nest, das zwischen den Halmen eines Grasbüschels im Sumpfe liegt, zu nahe kommen. Die gelbbraunen, dunkelgefleckten Eier, meist vier Stück in einem Gelege, werden ihres Wohlgeschmacks halber von den Landbewohnern eifrig gesucht. Doch ist dieses Sammeln eigenllich verboten und darf nur von dem Jagdberechtigten vorgenommen werden. Kreis Friedberg. sf. Friedberg, 11. Avril. Ein musikali. fches Ereignis ersten Ranges war es, das heute das kunstliebende Publikum Friedbergs in dem Saale des Safinas vereinigte. Durch persönliche Beziehungen war es gelungen, einen der bedeutendsten Klavierkünstler der Jetztzeit, Alfred Höhn, zu veranlassen, auch in unserer Stadt einen Klavier« abend zu veranstalten. Ein ausgewähltes Programm, in dem neben Bach, Beethoven, Reger, Chopin auch moderne Komponisten, wie Hindemith, zur Geltung kamen. Die virtuose Technik und über« ragende Künstlerschaft erregten allgemeine Bewunderung und stürmischen Beifall; die Glanzstücke des Abends waren wohl die Sonata appassionata op. 57 fängt zu fingen. Nicht, als ob sie auch nur im geringsten an Wirkung dächte, die ihr Lied hervorbringt. Nein, es ist wohl etwas in ihr, Glück, Weh- mut, seliges Paradies oder dergleichen, und das schwebt nun heraus. Vielleicht soll es auch ein Lied sein, wie lieb sie ihre Mutter hat. Ein langes, un- beirrtes Lied von der Kindesliebe. Es hat ungefähr zweitausend Strophen und beginnt mit dem ^süßen Namen der Mutter, mit Jaja. Und dazwischen ist nichts als Jaja. Die Hauptkunst liegt, wenn Ich mich recht darauf verstehe, in der Ausdauer. Und die Feinheit der Melodie in dem unvergleichlichen Nachlassen und Anschwellen der einzigen Note. Aber ich glaube, ich verstehe mich doch nicht recht darauf. Wer kann denn für gewiß sagen, wie es in so einer Kindesseele aussieht, was sie denkt, wenn sie aus den großen Augenfenstern in die seltsame Welt hinausguckt, und was sie meint, wenn sie in ihrer Unschuld zu fingen anfängt. Ist sie nicht wie ein Lichtlein, wie ein zarter Nebelstern, der verwundert im dunklen All hängt? Und niemand begreift ihren stillen Aufgang und ihren Sinn. Regula kümmert sich natürlich nicht um meine Gedanken. Sie hat herausgefunden, daß es sich viel besser macht, wenn zu gleicher Zeit gesungen und getrudelt wird. Die Einfügung einiger Hopser vollends ergibt eine so anmutige Variation, daß unmöglich daraus verzichtet werden kann. Jaja . . hops hops . . jaja . . hops hops . . jaja. . Ich bin ncugieria, wer sich zuerst beschwert: Frau Bankdirektor Lawes über uns oder Frau Landrat Heilmann unter uns. Uebrigen«, meine Frau könnte doch be.m Skandal ein bißchen Einhalt gebieten! Du lieber Himmel, wir verkrachen uns mit allen Menschen! In meiner Verzweiflung sehe ich mich im Bett auf und fauche ärgerlich vor mich hin Sofort wird es auf dem Vorplatz mäuschenstill. Tap . . tap . . tap . . Vorsichtige Schrittchen. Regula kommt näher und näher . . . Vor meiner Schlafzimmertür bleibt sie stehen und läßt ihrerseits em leises Fauchen vernehmen. Golt mag wissen, woher sie alle ihre Vollkommenheiten hat, aber dies Fauchen, das kann sie genau so gut wie ich, so ganz hinten in der Kehle, so dämonisch. Ach, du bist doch mein allerentzückendstes Kindchen! Ich fauche ihr eine verliebte Antwort entgegen. „Goigoi. .!" singt sie. Ach was, Goigoi!! Fauchen sollst du! „Goigoi . .!" Rein, ich will nichts mehr von ihr wissen. Sie steht vor der Tür und regt sich nicht. Ich hure, ach, ich sehe es förmlich, wie sie ihr winziges Mündchen an die Türrihe preßt und ein bettelndes Fauchen hindurchhaucht. Hach! Mein Herz hüpft auf und ab vor Glück. Ich donnere ihr eine wahre Cyklons-Antwort zu, ein Fauchen, das mindestens zwei Minuten dauert und wirklich voller Majestät ist. „Hähä!" lacht sie und macht einen kleinen Hopser und faucht wie ein Kätzchen zurück und horcht. Ich lasse mich nicht lumpen, und so geht es eine Weile hm und her. Mer schließlich schweigt sie. Ich fauche wie ein rasender Kater, sie schweigt. Ich fauche wie ein Tiger, wie ein Nilpferd, wie ein Jchtno- saurus, sie schweigt. Erschöpft falle ich ins Kissen zurück. Gut, lassen wir es für heute fein! Eine Zeitlang bleibt alles still. Dann ertönt ein energisches Stimmchen: „Ausfff!" Ich will dir was pfeifen! »Auffff . .!" Ungeschickte Fingerchen tasten an der Tür herum, pressen sich in jeden Ritz, knuspern und zerren. „Aufs. Wer es ist nichts zu machen. Wieder Stille. Was denkt sie sich nun wohl aus? Ganz harmlos, als ob nichts geschehen wäre, singt sie: „Moi . .!" Auf deutsch: Guten Morgen! Sieh einer an! Und einen kleinen Hopser macht sie 0"ch^zu. Nein, ich schlafe erbarmungslos weiter. „Moi, Goigoi!" Hoos — Sie horcht, sie hält den Atem an und horcht. Die Tur bleibt geschlossen. So eine verfluchte Tür! Wenn ich sie so ansehe, wie sie sich breit und kalt und ohne allen Verstand zwischen mich und Regula drängt, verstehe ich es fast ein wenig, daß sie ein Kinderherz Zur Verzweiflung bringen kann. Und das tut sie. Nachdem Regula bislang auf gütige Weife versucht hat, diesen Sesam zu öffnen, führt sie jetzt die Gewalt ins Treffen. Mit einem trompetenartigen Krähen wirft sie sich gegen die Tür. Nur zu' Noch einmal! Die Tur bubbert und lacht. 3ft es zu glauben, denkt Regula, da soll doch gleich! Sie versucht, der Tür einen Tritt zu verabreichen. Aber das geht nicht so leicht. Man muß einen Augenblick auf einem Sein stehen und alle Kraft in den Schwung des anderen legen. Und das ist wegen des Gleichgewichts eine verteufelte Sache. Na, da fällt sie auch schon um. »Rumba!" konstatiert sie sachlich, steht wieder auf und bearbeitet die Tür von neuem. Da sage einer, was er will, solche Kämpfe eines winzigen Menschleins mit Türen und dergleichen sind ebenso bewundernswert, wie die irgendwelcher Heroen sagenhafter Zeiten mit Drachen, wilden Schweinen und Riesen. Wohin so ein Kind sich in befreien. Die zweiten dagegen fordern energisch Rationalifierung des Bergbaus, wenn auch nicht in dem Sinne einer ausgesprochenen Sozialisierung. Immerhin haben die Gewerkschaften mit dieser Forderung doch so ziemlich alles und alle gegen sich aufgebracht, auch die Königliche Kommission hat entschieden diesen Standpunkt abgelehnt, wenn sie auch versucht, den Wünschen der Bergarbeiter nach Möglichkeit Rechnung zu tragen. Infolgedessen laviert sie mit ihrem Bericht zwischen den beiderseitigen Standpunkten hin und her, ohne zu positiven Vorschlägen zu kommen. Auf der anderen Sette hat die Regierung nichts weiter getan, als die Grubenbesitzer und die Gewerkschaftler an einen Tisch gebracht und sie dort ihrem Schicksal überlassen. Bei der Ziellosigkeit der Vorschläge der Kommission komtte es nicht ausbleiben, daß die st reitenden Gruppen heute aneinander vorbeireden, ohne sich auch nur in einem Punkte irgendwie näher kommen zu können. Alle Konferenzen sind bisher ergebnislos verlaufen, die Lage fängt allmählich an, kritisch zu werden, zumal mit dem 30. April die staatlichen Zuschüsse aufhören sollen und der Bergbau dann vor der Tatsache steht, mit Verlust arbeiten zu müssen oder die von ihm empfohlenen Vorschläge zur Durchführung au bringen. Da sich diese hauptsächlich gegen Die Bergarbeiter richten, diese aber von ihrem Standpunkt unter keinen älmständen abgehen wollen, ist der Kamps unvermeidlich. Darum auch das riesige Interesse, das den Beratungen in England entgegengebracht wird, darum die heftigen Vorwürfe gegen die untätig beiseite stehende Regierung. Einen Punkt allerdings, und das ist der wertvollste in dem 'Bericht der Königlichen Kommission, scheinen die beiden Parteien nicht beachten zu wollen: daß nämlich der englische Bergbau heute unter einer zu großen Produktionskraft leidet, der ein stark zu - sammengeschrumpftes Absatzgebiet gegenüber steht. Richt einmal der heimische Markt ist fähig, auch nur annähernd die Mengen aufzunehmen, die er vor dem Kriege verbrauchte. Wollen die Engländer der Rotlage ihrer Kohlenwirtschast einigermaßen steuern, bann müssen sie wohl oder übel, genau so wie der deuttche Bergbau es getan hat, in den sauren Apfel beißen und Zechenstillegungen in gewaltigem Ausmaß vornehmen, damit die großen und leistungsfähigen Betriebe am Leben bleiben können. Hinzuzutreten hat die Beseitigung des preissteigernden Zwischenhandels, an dessen Stelle nach Vorschlag der Kommission eine zentrale Verkaufsoereinigung gesetzt werden soll. Aber gerade diese zwingenden Rot- Wendigkeiten wollen beide Parteien nicht erkennen: die Grubenbesitzer nicht, weil sie die kleineren Betriebe nicht schließen wollen, die Gewerkschaften nicht, weil das vorläufige Vermehrung der Arbettslosigkeit bedeutet. Da mit einer Anpassung des Bergbaus an die Aufnahmefähigkeit der Märkte nicht zu rechnen ist, der Staat aber Zuschüsse nicht mehr gewähren kann und praktische Lösungsvorschläge nicht bestehen, droht die Krise in eine Katastrophe auszuwachsen. Zugehörigkeit zu einem Bunde und empfahl den Beitritt zu dem Bund Deutscher Radfahrer. Die Versammlung war grundsätzlich für den Beitritt, will aber die endgültige Beschlußfassung der nächsten Hauptversammlung Vorbehalten. 5. Rödgen, 12. April. Ein „Stein des A n st o ß e s für alle Langholzfuhrwerke, die, von Großen-Buseck kommend, vor unserem Dorfe nach Trohe umbiegen, ist beseitigt worden, indem der Kreis diese gefährliche Ecke abrunden und die Straße an dieser Stelle um 4 bis 5 m verbreitern ließ. s. Großen-Buseck, 12.April. Arn letzten Sonntagabend veranstaltete der Mandolinenverein Reiskirchen (Ortsgruppe des L.H.B.) im Saale des Gastwirts Wagner einen mujika - lischen Werbeabend, der sehr gut besucht war. : Oppenrod, 11. Avril. Hier fand heute durch den Ortsgeistlichen, Pfarrer K a l b h e n n von Großen-Buseck, die Konfirmation der Schulentlassenen statt. Es wurden 3 Knaben und 4 Mädchen eingesegnet. : Beuern, 11. April. Bei der heute hier stattgefundenen Konfirmation wurden 9 Knaben und 7 Mädchen eingesegnet. Während noch vor etwa zehn Jahren sämtliche Konfirmanden, mit nur ganz vereinzelten Ausnahmen, in der alten Tracht des Bufecker Tales zur Einsegnung schritten, verschwinden diese Trachten von Jahr zu Jahr immer mehr. So waren es diesmal nur noch vier Mädchen, die nach alter Sitte mit Faltenrock, „Motzen" und Schürze angetan und dem mit Spitzen besetzten „Buchtuch" zur Konfirmation gingen. Es ist wirklich zu bedaueren, daß unsere schönen alten Sitten, von unseren Vorfahren einst gehegt und gepflegt, immer mehr der aus den Städten kommenden Mode Platz machen müssen. v. Londorf, 12. Aprib Gestern wurden in der hiesigen Kirche aus der Pfarrei der unteren Rabenau — Londorf, Kesselbach, Allertshausen und Climbach — 36 Kinder, 25 Mädchen und 11 Knaben, konfirmiert. Bei früheren Konfirmationen, als die obere Rabenau — Odenhausen, Geilshausen, Weitershain und Rüddingshausen — noch feine selbständige Pfarrei bildete, waren es 70 bis 80 Kinder. — Durch den Schulabbau ist auch die hiesige dritte Lehrer st eile, welche von Junglehrer Schmalz besetzt wär, eingegangen. t Grünberg, 11. April. Arn heutigen Sonntag fand in der schöngeschmückten Stadtkirche die Konfirmation von 31 Knaben und 38 Mädchen statt. Hiervon sind aus Grünberg 21 Knaben unb 27 Mädchen, aus Lumda 3 Knaben und 5 Mädchen, aus Lehnheim 5 Knaben und 3 Mädchen und aus Stangenrod 2 Knaben und 3 Mädchen. Außerdem wurden zu Ostern einige Kinder, die besonderen religiösen Vereinigungen angehören, in Gießen konfirmiert. CO Lich, 12. April. Dieser Tage wurde in der hiesigen Gemarkung folgende Beobachtung gemacht: Ein Hund stillte seinen Durst im Weidgraben an einer Stelle mit hoher Böschung. Ganz in der Nähe hatte ein Hase sein Ruheplätzchen, war aber vom Hund nicht bemerkt worden. Plötzlich wurde der Hase wach, sprang seinem ahnungslosen Gegner von hinten in das Genick, so daß dieser in das Wasser stürzte, und suchte bann das Weite. Bis der übertölpelte Hund wieder das Ufer erreicht hatte, war der Hase weit weg und außer Gefahr. ri. Lich. 12. April. In der festlich geschmückten Marienstiftskirche fand am gestrigen Sonntag die diesmal von Stiftspfarver Schorle m m e r gehaltene Konfirmation statt. Als Lebensspruch wurde den Konfirmanden in der Predigt das Wort zugerusen: „Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht." 60 Kinder traten vor den Altar, 15 Jungen und 45 Mädchen, darunter ein Pflegekind des Frankfurter Waisenhauses und 11 Kinder von Kloster Arnsburg. In der Rachfeier am Rachmittag richtete Stiftsdechant Lenz ernste Worte an die Reukonfirmierten. Eine Sammlung für die hessischen Krüppelkinder ergab nahezu 60 Mark. Die Konfirmation in dem mit der hiesigen zweiten Pfarrstelle verbundenen Riederbessingen findet am nächsten Sonntag statt. Dort werden 11 Kinder konfirmiert, 8 Jungen, darunter ein Schüler der Taubstummenanstalt zu Friedberg und 3 Mädchen. der ersten Zeit seines Daseins auch begeben mag, überall lauert gefährliches, rätselvolles Land. Dis •Ltnge sind rätselhaft lebendig und haben zuweilen unerwartet furchtbare Eigenschaften. Der Ofen, das (Grammophon, die sich selbst zupressende Haustür, das Klavier, rote wild unb unheimlich ist das alles!! Aber das Kind Regula, die geborene Heldin, stampft mutig w jede Gefahr hinein. Ja und nun kämpft sie mit der Tür, mit diesem hohl dröhnenden, zähen Ungeheuer, das sich in keiner Weise bewegen läßt, ein bißchen beiseite zu gehen unb Regula vorbei zu lassen. Bum! bum! bum! Die Tür bollert unb lacht wie äuuor. Nein, so geht es nicht. Regulas Kampfeswut läßt nach, besinnt sich auf etwas anderes. Aha, jetzt hat sie einen ganz schlauen Plan! Ich höre wieder, wie ihre Fingerchen krapseln, hoch . . hoher . . nach der Klinke hin. In dieser Richtung besteht indessen gar keine Hoffnung. Wenn sie sich auch auf bte äußersten Zehenspitzen hebt, die Beinchen sind noch zu kurz. Nanu! Sollte sie so schnell gewachsen sein? Ach so . . sie hat, nur den Schlussel erwischt! Sie stöhnt, sie schwankt, sie stemmt sich gegen die Tur. Und dann tröpfelt sie und drückt und zieht Aber es dauert eine ziemliche Weile, bis der Schlüssel s'ch lockert. Jetzt . . jetzt . . bums, da rutscht er heraus, bums, da schlägt das Kind hin. Stille. Sie wird sich doch nichts getan haben» Es gao ja einen recht ordentlichen Plumps. Ich rufe rtfc: „Regula . .!" Und sofort erhebt sich ein schüchternes Weinen, Iteigert sich schnell zum Geheul, zum Gebrüll, zu emem haarsträubenden Gebrüll. „Willst du wohl ruhig sein!" „Habäääääääääah ähh!" Meine Frau stürzt herbei unb nimmt sie auf den Arm. „Aeääääahhhh!" Minutenlang. Ich krieche unter die Decke. Da klingelt es an der Dorplatztür. Regula ichweigt auf der Stelle. Meine Frau öffnet, „Äoi . .!" sagt Regula. Jawohl, Moi! bitten?" $’reEtOr ßaroe3 Iä&t um SonnlaMrieden O Herr! Natürlich schwort meine Frau alles zu. Und bann macht sie die heißumkämpfte Tür zu meinem Schlafzimmer auf. „Goigoiii . .!.'* Es ist ein Schrei des Entzückens, der sicherlich int siebenten Himmel noch gehört wird. Und bann beginnt für mich der Sonntagsfrieben. Die Tür. Von Manfred Hausmann. Am Sonntagmorgen pflege ich ein wenig länger als gewöhnlich im Bett liegen zu bleiben. Es ist ein gutes unb wundersames Glück, so blinzelnd vor sich hinzudämmern, die Uhren schlagen zu Horen, zuweilen einen Seufzer auszustoßen und wieder roetterzudämmern. Meine Frau hat das Fenster aufgemacht. Die kühle Lenzluft weht herein, bläht die Gardinen hoch und läßt sie lautlos wieder zurücksinken. Ja, und draußen in der großen Stille klettert eine Meise geschwind im Kirschbaum umher unb singt ihr armseliges Lieb als einzigen Laut in Zeit unb Ewigkeit empor. Mit einem Male wird das Kind Regula nebenan gebadet. Gott steh mir bei, wie kann das Kind krähen! Jedesmal, wenn meine Frau ihm mit dem Schwamm ins Gesicht patscht oder sonst etwas Reinigendes unternimmt, zwitschert Regula, sich überschlagend vor Entzücken: „Dake, Jaja!" Das bedeutet nach der Uebersetzung meiner Frau: Danke, liebe Mutter! Denn unbegreiflicherweise wird meine Frau Elisabeth „Jaja" genannt, während ich, der ich mich normalerweise Georg betitele, zu „Goigoi" entstellt bin. D)e Meise ist vor dem Lärm, den Regula in der Wanne vollbringt, erschrocken vom Baum gefallen und hat sich wohl im Nachbargarten verborgen. Aber das Bad geht einmal vorüber. Das Haus wird wieder still. Ich versinke in einen kleinen Schlaf. Su su fu fu . . Tap . . tap . . tap . . Regula hat ihre Stiefel angezogen bekommen. Diese winzigen Stieselchen, die so lächerlich und rührend sind, wenn sie abends irgendwo in der Ecke stehen. Man könnte gleich niederknien und sie küssen, jo winzig unb rührend sind sie. Aber jetzt hat das Unglückswürmchen sie an feinen unternehmungslustigen Füßen. Meine Frau hantiert offenbar in her Küche, unb Regula galoppiert auf bem Vorplatz umher, gerabe vor meiner Schlafzimmertür. Nein, fic galoppiert nicht, sie trubelt. Ich weiß ganz genau, wie das gemacht wird: der Oberkörper wird vorgeneigt, einen Augenblick wackelt er und will vorn- überfallen, aber mit einem Male trudeln die kleinen Peine von selbst los. Wie besessen. Tap . . tap . . tap . . Von einer Ecke in die andere, kreuz und quer, unermüdlich. Plötzlich bleibt sie stehen. Was wird sich nun be» geben? Da haben wir es! Es begibt sich, baß sie an SKrß "ger 1 3u£nn fett? t toS ? fi1^ ■Ql§ k!2 ithr N toutben. TWtnT, ®b^2wäS fi !u- Am?^e gt> ■ V« ft :*'«• "»IchW" Kt>' rciÄÄ mfr8 «04 ;tai bte )(>M® cln^mt Mittels kr-Z^r.- der [eü LJ. N un[ leit und dem ff fln®llu Ech,derL.^.U"stt» !Wy9r8sS MZ °t geworden. Auch m 2 'd ShSbet9i!' namentIi[5 M bgeshoin.jst^ 1 Melancholisches .Liwii, J der schone, oben melob Jer violeUpurpimie Bogel rM.Kvpssednbusche und Seschwungeneo durch bas Lustmeer bafjin. M seiner Bauchseite hü der Bau des Echnobck s°ße Bogel ein Verwandt« 1 e*n recht nützlicher 01 hauptsächlich von 5ßür J Larven. M umsliegt er lrest, das zwischen den hall 'm Sumpfe liegt, zu ich en, dunkelgesleikten Eier, tem Gelege, werden ifjre: von den Landbewohnern tiefes Sammeln eigenllit von betn ZaMrechitzle: 'iedberg. Mptll Ein musikali- n Ranges war es, das Publikum Friedbergs in «reinigte. Durch persönliche gen, einen der bedeutendsten zeit, Alfred höhn, zu cer Stadt einen K la vier- 1. Ein ousgewählter Pw 1 Bach, Beethoven, Neger, omponiften, wie Hindemith, virtuose Technik und übet« rrcgten allgemeine Bewun- Beifall: die Slanzstülke des >onala appassionata op.57 )aseins auch begeben maa, es, rätselvolles Land. Die endia und haben zuweilen genfchaften. Der Ofen, dar )ft zupressende h°us>ur,da; heimlich ist das alles I Aber ^orene Heldin, slampst mut za und nun kampst sie m >hl dröhnenden, Mn M er Weise bewegen lagt, em -n und Regula vorbei zu e Tür bollert und lacht wie nicht. Regulas Kampseswut i etwas anderes. »anz schlauen W 'S.1° 1'« s,e hat, nur den 6W WS 5 Kind hin- hJ-8*** -raU M SS Nachdruck verboten. 39. Fortsetzung. schränken und sich mehr der Viehzucht zuzu- wenden. Das Mustergut Selgenhof bei Ulndj» stein und die Errichtung der Landwirtschafts- ämter haben erheblich eingewirkt. Gerade die letzten (Zähre haben gezeigt, dah der Ackerbau ün hohen Vogelsberg eine Kett« von Mihersolgen ist kaum genügt der Ertrag dem Dauer für den eigenen Tedarf. Die Regierung hatte seinerzeit die besten Absichten. alS he den Gencral-Kultur- plan durchzu ühren beabsichtigte, leider sträubten sich die Bescher dagegen. Der hohe Vogelsberg ist ui erster Linie für Weidewirtschaft und Viehzucht, daneben noch für Forstwirtschaft geeignet. 3n letzter Zeit ist wiederholt tee Rede von der Besiedelung des großen Hcrbewaldes zwischen Ridda. Steinheim und Ulfa. Dieser hat guten Lehmboden und könnte 3 bis 4 Ortschaften mit wohl 2000 Einwohnern aufnehmen. Bauern aus Hcrchenhain, Sichenhausen, Hartmannshain, Breungeshain und anderen Orten könnten hier angesiedelt werden. Kreis Alsscld. von Beethoven und die Thromatische Fantasie und Fuge von Bach. — Am heutigen Sonntag sind hier die Konfirmationen zu Ende gegangen; während in früheren Jahren Knaben und Mädchen getrennt am 1. Osterseiertage und am Sonntag nach Ostern konsirmiert wurden, ist jetzt eine Aenderung eingetrelcn, indem die Stadt in zwei Bezirke eingeteilt ist. Die Konfirmanden, Knaben und Mädchen des einen Bezirks, werden gemeinsam zu Ostern, die des andern Bezirks ebenso am Sonntag nach Ostern fonfirmiert. „ _ , n. Wölfersheim, 12. April. 9n feiner juny- ften Sitzung beschloß der Gemeinderat, die Vergütung des F e u e r w e h r k 0 m m a n - danten für Leitung einiger Mannschaftsübungen von 30 Mk. auf 50 Mk. zu erhöhen. Die bisherige Beschäftigung der Erwerbslosen wird als Pflichtarbeit, die Chaussierung des Haingrabens als Notstandsarbeit bezeichnet. Das Angebot des Elektrikers E. aus Bad-Nauheim über tiieierung von Motorpumpen zur Entfernung des Kellergrundwassers wurde berücksichtigt; E. soll zunächst zur Errichtung einer solchen Pumpe im Nathauskeller beauftragt werdet, falls h'.ekige Lieferanten wesentlich höhere Preise fordern. Die Besoldung des Kirchendieners wurde von 300 nuf 400 Mk., die des Organisten von 180 auf 250 Mk. erhöht. Der Firma Först er-Neu- b a u s zu Cid) wurde die O r g e l r e p a r a t u r zum <-oOcnDoranfd)Iag von 465 Mk. übertragen. Don b-n Anerbieten der hessischen Giro-Zentrale m Darmstadt zu einer Anleihe bei 8 Proz. Zinsen und einem Kurs von 89 wird kein Gebrauch gemacht. — Dieser Tage trat Frl. Elise Marek aus Dalberg (If)ünnaen), bisher Krankenpflegerin in Mannheim, ihren Dienst als Gemeindekrankenschwester hier an. ' Kreis Büdingen. „Ich meine natürlich — den — den — — Vertrag --Wollen wir aber jetzt nicht gehen, Str Sßalter9" „Einen Moment noch, Myladyl Eine fremde Dame, sagten Sie, war es, die anrief? Ihnen so- wohl wie der Herzogin unbekannt? Ist es da nicht etwas vermessen, so ins Blaue hineinzufahren? Sie haben doch gefehen, mit welch verzweifelter Bande wir es zu tun haben!" . . „Sie meinen, Sir Walter, man will Gloria in eine Falle locken?" . . „Ich fürdjte--ich - -Bahr) ®race, bart ich einen Moment das Telephon benutzen. Ohne chre Erlaubnis ateuwarten, bemächtigte er sich des Apparates und rief das Hotel Bitz an. „Ist Herr St.Audain aus Paris noch hier/ Als er den Bescheid erhielt, zeigte sein Gesicht - eine mehr als zweifelhafte Miene. „Er ist gestern abgereift", sagte er. .Menn ich auch nicht glaube, daß ein Mann wie «t. Aubam dieses ganze Treiben Inszeniert, so ist doch zu be furchten daß seine Agenten nicht io skrupelhaft sind__Aber was--hm, nach Ostende, sagen Mylady, ist die Frau Herzogin abgereift? So —? Nach Ostende — ?* Er führte sie zum Wagen und brachte sie zum Untersuchungsgefängnis. Dort übergab er sie der Hut des Direktors und empfahl sich mit einer kurzen, beinahe formlosen Enstchuld.gung W'e eine Bombe platzte er wenige Minuten spater in das Bureau seines Onkels. „Sir Arthur!" schrie er. „Siehaben die .-her- zoain aus London sortgelockt. Um halb elf Uhr geht von Liverpool Station der Zug nach Dover, - den bekomme ich nicht mehr. Aber das Schstf muß; 'ch noch erreichen. Bitte, veranlassen Sie sofort day m Croydon ein Flugzeug für mich bereitgestellt wird. Sic Arthur stellte keine langen Fragen, lieh sich mit dem Flugplatz verbinden und gab die notigen Befehle. Alsfeld, 12. April. Der Iungnativ - nate Bund, Gau Hessen und Thüringen, veran- ftaltetc in der abgelaufenen Woche eine Gau- t a g u n g , verbunden mit Märschen und Spielen. Das Gaulager befand sich auf dem Freihcrrlich Riedeselschen Schlosse zu A l t e n b u r g. Die eigentliche Gautagung fand am gestrigen Sonntag auf Schloß Altenburg statt und wurde eingeleitet durch einen Gottesdienst in der Kirche zu Altenburg. In dem städtischen Versammlungsraum des ehemaligen Mädchenschulgebäudes in Alsfeld hatten die Teilnehmer eine Ausstellung s e l b st g e f e r t i g - ter Handarbeiten veranstaltet, die in ihren sauberen Ausführungen und Mannigfaltigkeit einen recht guten Eindruck machten. s. F l e n f u n g e n , 12. April. Eine schlichte, eindrucksvolle Abfchiedsfeier veranstaltete das Bibelheim Fle ns unger Hof am gestrigen Sonntag für feinen seitherigen Leiter, Pfarrer Dr. Eichhorn. Ansprachen hielten sowohl der Scheidende, als auch der Verwalter des Heims, Prediger Peters. Verschönt wurde die Feier durch gemeinsame Gesänge, begleitet von einem Posaunenchor, und von Gesangoorträgen eines gemischten Chors. Der Scheidende hat vor 3 Jahren, als er nach 30jähriger Tätigkeit als Seelsorger in Ansbach i. B. in den Ruhestand trat, die Leitung des hiesigen Bibelheims übernommen und bekam nun, nachdem das Heim unter feiner Leitung recht emporgeblüht war, als 71jähriger von der Pilgermifsionsanstalt St. Chrischona b. Basel, in deren Dienst er damals trat, einen anderen ehrenvollen Rus. (=) Zeilbach, 12. April. Ein leichtsin Niger Radfahrer, der auf feiner Maschine während der Fahrt einen anderen jungen Burschen stehen hatte, juhr auf der steilen Landstraße vor Ermenrod an der sog. „Roten Weide" von hinten auf ein Fuhrwerk. Die wilden Fahrer, die tue Herrscher über das Fahrrad verloren hatten, kamen zum Sturz, wobei der eine erhebliche Hautabschürfungen im Gesicht Und an den Händen davontrug, während der andere einen Schlussel- beinbruch erlitt und dem Alsfelder Krankenhaus zugeführt werden mußte. Der Vorfall möge anderen leichtsinnigen Leuten eine Warnung fein. zu Fulda, Alsfeld, auf dem Englischen Institut tn Fulda und dem Oberlyzeum in Kassel fort. Für das neue Schuljahr liegen bereits über 20 Anmettmngen vor. In anerkennenswerter Weise wird der Spar- sinn an der Schule gepflegt. Das Konto der Schulsparkasse wies am Schluß des «chul- jahres 3670 Mark aus. Eine recht ansehnliche «chul- Qruppe de« Vereins für das Deutschtum im Auslande besteht an der Anstalt und cm faltet eine rege Tätigkeit. 76 Realschüler und 6 Doiksschüler gehören der Ortsgruppe an. Für unser abgelegenes Schiit jerlanb ist die Realschule eine dringende Notwendigkeit, das beweist am besten der zunehmende Besuch der Anstatt. ,r _ , . Land en Hausen. 12. April. Durch einen Handwerksburschen, der sich in der ihm nls Schlafraum zugewieienen Kammer ein Feuer angezündet hatte, kam in einem der ®e* meinte gehörigen Hause in ter Rächt ein D r and zum Ausbruch, durch den daS Gebäude wesentliche Deschäd gingen erlitt. Die Feuerwehr war bald zur Stelle und verhinderte ein weiteres Umsichgreifen des Feuers. Der Handwerksbursche hatte sich rechtzeitig auS dem Staube gemacht. Sie beherbergte nicht weniger als 75 junge Wan- 1 Derer, die hauptsächlich aus Frankfurt a. M. und Offenbach kamen und dem Vogelsberg einen Besuch abftatien wollten. Der Vorstand des Zweigaus- schusies Main-Lahn-Fulda vom Reichsverband deutscher Jugendherbergen stellte gelegentlich einer in diesen Tagen oorgenommenen Besichtigung der Herberge eine Unterstützung in Aussicht, die in erster Lime der Derbesierung der Inneneinrichtung dienen soll. Ein Mangel besteht darin, daß keine Möglich- kett für gleichzeitige Unterbringung von Wanderern beider Geschlechter besteht. — Das am Sonntag» nachmittag im Saale des Bergwirtthauses stattge- funbene Militärtonzert, ausgeführt vorn Musikkorps des 1. (Hessischen) Grenabierbataillons des 15. Infanterie-Regis. Gießen unter Leitung des Obermusikmeifters Läber, war für unser Städtchen ein musikalisches Ereignis ersten Ranges, gc- schieht e«' doch nicht allzuoft, daß das Ohr des Landbewohners solche Klänge vernimmt. In Anbetracht der knappen GeldverhalMisse war das Kon- zert nicht schlecht besucht. Wir hoffen, daß uns das Musikkorps des 15. Jnf.-Regts. noch öfter Gelegen- heit gibt, seinen Klängen zu lauschen. Burkhards, N. Apr.l. Gegen dos Arte l des Provinzialausschusses über dte hiesige Bürgermei st erwähl war von seit'.n der Partei des seitherigen Bürgermeisters Kneipp Berufung bei tem Dntwaltungsgertchtshof in Darmstadt eingelegt worden Die B:rufung stand am 10. d. M. zur Verhandlung. Aach einaehender Beratung tourte die Berufung verworfen, so daß das Urteil des Provinzial- auSschusses zu Recht besteht. Somit ist nun W'lhelm Kunkel II. endgültig als Bürgermeister gewählt. „ m ... . * Eichelsdorf, 12.April. Nachdem sich der Ortsvorstand unseres Dorfes und die Förster des Forftamts Eichelsdorf in besonderen «eiern von Forstmeister Bechtel verabschiedet hallen, veran- ftaltclc der Kriegeroerein zu Ehren seines von hier scheidenden Mitgliedes einen Fackelzug, und der Gesangverein und der Musik Der - ein brachten ein Ständchen. Wie alle Bevolke- rungskreise unseres Dorfes den Weggang dieses verdienten Forstmannes bedauern, so empfinden die musikalisch interessierten Dorfbewohner das Scheiden der musikalisch feingebildeten Frau Forstmeister Bechtel, die einen auf sehr achtbarer künstlerischer Höhe stehenden Frauenchor leitete, als einen fchwe- ren Verlust. — In der 1924 und 1925 gepflanzten Kirschbaumanlage am Stierberg legte dieser Tage Obstbauinspektor Wiesner aus Gießen im Auftrage des Landwirtschaftskammerausfchusses für Oberhessen durch Veredelung einen Sortimentsgarten an. Unter 14 Sorten sollen hier die für den Vogelsberg geeignetsten ausgewählt werden, um bei den am Südhang des Gebirgs geplanten Kirschbaumanlagen Fehlgriffe in der Sortenauswahl vermeiden zu können. Man gedenkt dis in der Kir- schenpflanzung bei Eichelsdorf (200 Meter Meeres- höhe) ausgewählten Sorten bis in der Höhenlage von 400 Meter (Kaulftoß) anzupflanzen. — Anfang Mai soll hier als Fortsetzung des im vorigen Herbst hier uernnftaheten Obstbaumpflegekursus em Pf ropf kursus abgehalten werden, an dem außer jungen Leuten aus unserem Dorf auch solche aus Ober-Schmitten und Rainrod teilnehmen können. Starkenburg. * Darmstadt, 12. Apr.l. Das städtische Museum, das In einem der Stadt vermachten Privathause in ter Rühe des Marktes unter- gebracht ist. wurde einer Neuordnung unterzogen, so daß die Räume einen völlig veränderten Eindruck machen. Die Aeuordnung geschah nach dem Gesichtspunlt. das Typische und Charakteristische stärker hervortreten zu lassen und eine verwirrende Aeberfülle der Schauobjekte zu vermeiden. Zu diesem an sich richtigen Verfahren zwingen auch die Raumverhältnisse. Aus ter älteren Geschichte ter Stadt ist nur sehr wenig vorhanden; am reichlichsten vertreten sind daS Ende teS 18. und der Beginn des 19. Jahrhunderts. Sn dem obersten Stockwerk des Gebäudes ist daS Oden- wald-Museum untergcbracht, ein vorbildliches Heimatmuseum, das Odenwälder Trachten Dolnungseinrichtungen. Handwerksgerate usw. in sich birgt und vieles aus dem Leben der Odenwaldbcvölkerung. was jetzt schon verschwunden ist. ter Rachtoelt ausbewahrt. Rheinhessen. -«-Jugenheim, 12. April. Dor einigen Tagen begab sich der hier stationierte Zugführer der Selz- talbahn, R e g n i tz , mit dem Fahrrad nach Bubenheim, um Frühkartoffeln einzukaufen. Arn andern Morgen fand man seine Leiche mit zertrümmertem Schädel und anderen schweren Schlagverletzungen am Straßenrand, eine halbe Stunde von unserem Dorfe entfernt. Uhr und Barschaft fehlten. Das Fahrrad lag auf der Straße. Man nimmt an, daß der gegen neun Uhr abends Heimkehrende angefallen und beraubt werden sollte sich zur Wehr setzte und dabei den tödlichen Schlag erhielt. Von den Tätern fehlt bis jetzt jede Spur. -> Ingelheim, 12. April. Die engere und weitere Umgebung unseres Städtchens, des Zen trums des rheinhessischen Obstbaues, sieht eben in voller Baumblüte. Man sieht sich buchstäblich einem Wald von Obstbäumen gegen über, aus deren weißer und rosenroter Blütenprachl die Dörfer des Selztals herausragen. Jeder Acker ist hier in ein Baumfeld umgewandelt, und viele Weinberge im Talgrund, die oft stark unter den Eisheiligen zu leiden hatten, mußten dem Obstbaum weichen, der im allgemeinen reichere Erträge abwirft und weniger Arbeit erfordert; denn das Obst aus dieser Gegend ist von vorzüglicher Qualität und äußerst begehrt. Den Obstzüchtern ist die aur Zeit eingetretcnc starke Abkühlung recht unwillkommen, und sie erhoffen von baldiger warmer Wittening rasche Beendigung der Baumblüte. Preußen. Kreis Wetzlar. g Wetzlar, 12. April. Die Zahl der im Bezirke des Arbeitsnachweises Wetzlar unterstützten Erwerbslosen betrug Ende März 2276 Hauptunterstützungsempfänger, 1238 Ehefrauen und 2277 Kinder. Die Zahl der beschäftigten Notstandsarbeiter belief sich auf 725. Ende Februar wurden unterstützt: 2632 Hauptunterftüt- zungsempfänger, 1555 Ehefrauen und 2784 Kinder. Notsiandsarbeiter wurden 508 beschädigt. Die Er werbslosenziffer hat sich also verringert um: 356 Hauptunterstützungsempfänger, 317 Ehefrauen Kreis Lauterbach. hml. Lauterbach, 12. April. In der mit Tannen und Blumen reich geschmückten und von einer zahlreichen Gemeinde besuchten Stadtkirche fand nm gestrigen Sonntag die Konfirmation von 92 Kindern statt. 7 Kinder waren aus dem Filial Heblos. § Lauterbach, 12. April. Besondere Anerkennung gebührt Regierungsrat a. D. M ü h 1 i n g, der es im zahlreichen Lichtbildervorträgen hier und in der Umgebung verstanden hat, wette Bevölkerungskreise, vor allem auch die Landleutc, für den kolonialen Gedanken zu erwärmen. Wer den Redner, der aus reicher Sachkenntnis und Erfahrung heraus spricht, gehört hat, war überzeugt davon, daß wir heute mehr denn je unser Recht auf Kolonien betonen und die Rückgabe des uns tin Versailler Vertrag geraubten Besitzes fordern muffen. Negierungsrat a. D. Mühling ist selbst Koloialdeut- scher; er war Leiter der Station Ambam in KaZ Schlitz, 12. April. An unserer Realschule i. E., die im vergangenen Jahr auf ein 25jährigcs Bestehen als höhere Schule zurückblicken konnte, erhielten zu Ostern 11 Schüler (6 Knaben und 5 Mädchen) das Zeugnis der Reife für die Oberfekunda einer Oberrealschule. Sieben der abgegangenen Schüler setzen ihre Schulzeit auf den Oberrealschulen „Was für eine Ueberfahrt werden wir haben, Kapitän?" _ .. ____ „Ein bißchen lebhaft. Steifer Sudost, «ir ck. Stumpertenrod, 12. April. Eine besondere Ehrung hat man den Gefallenen und auch den ü b r ig en Kriegsteilnehmern unserer Gemeinde zuteil werden lassen. Einen Teil unseres sehr geräumigen Friedhofs hat man für sie als Ehrenfriedhof bestimmt und mit Tannen- bäumchen eingefaßt. An dem einen Ende erheben sich die 18 Gedenksteine für die im Weltkrieg gefallenen und die 4 für die während des Krieges in der Heimat verstorbenen Kriegsteilnehmer. Auch für die ersteren hat man vor ihren Gedenksteinen kleine Grabhügel angelegt, damit ihre Angehörigen ein Plätzchen haben, das sie im stillen Gedenken an ihre Sieben, die in fremder Erde ruhen, mit Blumen schmücken können. Inmitten der 22 Gedenksteine erhebt sich eine etwa 3 Meter hohe achteckige Steinsäule, gekrönt mit dem Eisernen .Kreuz als Denkmal für die Gefallenen. Alle Kriegsteilnehmer unserer Gemeinde finden auf diesem Ehrenfriedhof ihre einstige Ruhestätte als eine besondere Ehrung und Anerkennung für das, was sie einst in schwerer Zeit für die Heimat und Vaterland getan haben. —.— Vom Vogelsberg. 12. April. Es sind rund 30 Jahre her, seit durch die Hut- Weidenmelioration der Ausstieg der Viehzucht im Vogelsberg seinen Anfang nahm. Es hielt anfangs schwer, die Landwirte dazu zu bringen, den Ackerbaubetrieb einzu- „Jn einer halben Stunde wird ein Flugzeug fahrtbereit fein, sagte er dann. Sir Walter Halle inzwischen von einem anderen Apparat aus seinen Diener verständigt, den Koffer, den er für solche Eventualitäten wie fetzt immer fix und fertig gepackt hatte, bereitzuhalten. ' „Sir Arthur, geben Sie mir zwei, drei Blanko- Verhaftungsbefehle ! Ich will gleich an Ort und Stelle reinen Tisch machen." Fünf Minuten später raste er unbekümmert um die entsetzten Gesichter der Policemen auf den Straßen nach dem Flugplatz. Hier stand schon em Apparat vor dem Hangar, und gerade warf em Mechaniker den Motor an-- Mit sehr gemischten Gefühlen trat Sir Walter auf den Aeroplan zu. Beäugte das kleine, zierliche Ding, dem er sich anvertrauen sollte, kritisch von allen Seiten. Der Pilot, braun gebrannt, blauäugig, lachte ihn vergnügt an. „Sie haben leicht lachen, verdammt!" knurrte Sir" Watter. „Ich mache Sie aufmerksam: Die Fahrt geht im Dienste Seiner Majestät, und wenn Sie mich nicht heil und sicher vor dem Schift m Dover absetzen, wird man Sie auf Lebenszeit im Tower einsperren!" Fünfviertel Stunden später war er in Dover. Es war verhältnismäßig gut gegangen. Der Magen harte zwar hier und da schwache Versuche zur Re- beUion gezeigt, wenn der Apparat in den Böen gar zu lebhaft hin und her schaukelte. Aber herzhastes Schluck n aus der Kognakflasche und ebenso herzhaftes Fluchen hatte die Gefahr immer rechtzeitig beschworen. Doch als sie an .d'e See herankamen und Sir Walter von seiner Z)ohe herab die weißen Wogenkämme sah, die gegen die Reifen anroUten, begann er bereits trübe Ahnungen für ble lieber- fahrt zu hegen. Schön war zwar das Wetter, warm und sonnenklar, aber der verfluchte Kanalwmd war gerade heute sehr geschäftig. mi| . Ziemlich steifer Südost", fchnappte ter Plot über die Schulter nach seinem Fahrgast zurück. Kommt von Biscaya herauf." Sir Walter knurrte etwas furchtbar Gotteslästerliches und leerte die Flasche des Trostes. Als er an Bord des Schiffes tarn, stellte er sich dem Kapitän vor und richtete an ihn die Frage. Id. Nidda, 12. April. Die ungeheure Nachfrage nach jungen Gänschen hat den Preis für eben ausgeschlüpfte Tierchen von 1 Mark auf 1,50 Mark hinaufgetrieben. Täglich sieht man Scharen von Vogelsberger Frauen die Dörfer der U ngegend durchwandern und Gänschen suchen, die vielfach, entgegen dem Brauch früherer Jahre, von den Züchtern behalten werden, um die allzu billigen Kartoffeln und die unverkäufliche Frucht in der Gänseaufzucht nutzbringend verwerten zu können. — In den Tagen nach Ostern sah man die Konfirmanden vieler Dörfer des Vogelsbergs unseren Bahnhof passieren und Frankfurt, Homburg, Bad-Nauheim zustreben, um noch einmal, bevor sie in die Arbeit des Alltags treten und vielleicht später kaum noch Gelegenheit haben, einen größeren Ausflug zu unternehmen, im Kreise der Kameraden ein Stück der weiteren Heimat kennenzulernen. Kreis Scholten. . Schotten, 12. Aprtt. Am Frettag- abend fand hier im „Hessischen Haus" eine öffentliche Dersammluna der Evantzelischen Volksgemeinschaft statt. Zunächst sprach Apotheker V e e s e n m e y e r - Gedern über das Thema: „Warum bedürfen wir der Evangelischen Dollsgemeinschast?" 3m Anschluß hieran sprach Pfarrer V) e i d n e r--Ober-Lais über den Stand der neuen Bewegung in Hessen und im Reich. O[n ö[e Ausführungen des Redners schloß sich eine lebhafte Aussprache. 3n einer nachmittags stattaehabten Sitzung tourte folgender -Kreis- vorstand für den Kreis Schotten gebildet 1 Dors.: Derwaltungsinfpektor Mutter- Schotten, 2. Dors.: Landwirt Kohler- 'Dingershausen, Schriftführer: Apotheker De e - s e n m e h e r - Getern, Lokomotivführer R u st e - 0 erg - Gedern. Werkmeister R a u - Eichelsdorf, Tiirgermciftcr Weber. Eschenrod und Landwirt E m r i ch - Ober-Lais als Beisitzer. — = Gedern, 12. April. Durch das sog. bibbern soll seitens der hiesigen Fürstl. Stolber- qiidien Verwaltung ein neuer Z u f ahrts w e g geschaffen werden, um die Holzabfuhr aus den umqebenben Waldungen zu erleichtern. Es ist erforderlich, daß die Gemeinde ein kleineres Gelände zur '.Verfügung stellt, da der geplante Weg teilweise über Gemeindegelände führt. Sie wird dafür seitens der Fürst!. Verwaltung durch Gelände an der Ober- jeemer Straße entschädigt. Dadurch wird ihr die Möglichkeit gegeben, die gefährliche Ecke am Haus durch Verbreiterung der Straße zu beteiligen und so ein lästiges Verkehrshindernis aus ter Welt zu schaffen, was von allen Fuhrleuten, Besitzern von Kraftfahrzeugen ufro. begrüßt werden durfte.— Die hiesige Juaendherberge hatte m der Osterwoche einen sehr starken Zuspruch aufzuweisen. Die tolle Herzogin. Roman von Ernst Klein. Copyright by Carl Duncker, Verlag, Berlin. Walter." ,, , . „Mir scheint, das habe ich schon einmal gehört. Wenn Sie nichts Gescheiteres wissen, Herr Ka- pttän--" . , . Gloria kam an Bord und liefe sich eine Deck- kabine anweisen. Sie war müde und abaehe^t. Schon am frühen Morgen hatte die Jagd für he begonnen. Das Billet, den Pofe, die Bank. — Das alles mußte sie zwischen neun und zehn Uhr erledigen. Sie kam gar nicht erst nach Hause ^rück. sondern fuhr direkt zur Bahn, wohin ihr Mutter Anne ihren Koffer brachte. Mit Mühe und Not bekam sie im Pullmann car noch einen Platz-- Dann war sie endlich auf tem Schiff. Flüchtete sich sofort in ihre Kabine, denn der Trubel der Reisenden machte sie nervös. Kopf und Augen schmerzten sie. In den Schläfen hämmerte emo rasende Migräne-- Sie hatte noch keine Zeit gehabt, sich die Sachlage ruhig zu überdenken. Und nun, da sie stch mit tiefem Seufzer auf das kleine Kanapee ihrer Kaiute sinken ließ, war ihr erster Gedanke — der Vater. Ihm hatte sie nicht einmal Adieu gesagt, geichweige denn eine Erklärung ihrer plötzlichen Abreife gegeben. 2luf Grace war kein Verlaß---- 3m Gegenteil--sie konnte alles verraten! Harald! Grace würde ihm ja die Wahrheit sagen! Er wurde warten! In ein, zwei Tagen war sie ,a wieder zurück. Dann war er frei. Es war beinahe em Glück, daß er sie deckte — so lange wenigstens, bis sie die Papiere beschafft hatte — — Dann — Nein — nicht daran denken! Ihr Junge —. Nein--nein! Wie eng war die Kabine! Wie drückend die Lust! Sie trat auf das Deck. Das Boot schob sich gerate aus dem kleinen Hafen hinaus in die freie See. Die packte es^sofort mit ihren weife und wild dahinstürmenden Wellen. Riß es hinauf und hinunter — das kleine Schiff begann zu stampfen und zu rollen auf eine Art. die mchts Gutes verhieß für den weiteren Verlauf der Fahrt. Das Deck, das im Hafen noch mit lacyen- den, lärmenden Paffagieren überfüllt war, begann fick, fckmell zu feeren — nur die See- und Wetter. festen blieben. Sie suchten sich windsichere Plätzchen, hüllten sich Beine und Magen in ihre Plaids und taten sehr stolz und selbstverständlich. Wenn einmal eine übermütige See bis aufs Promenadendeck klatschte, funkelnden Sprühregen um sich verbreitend, lachte man und sagte: „Herrlich! Doch auch der See und Wetterfesten wurden mit der Zeit weniger und weniger. Es war „a hell 01 a passage“, wie der Obersteward sagte. Bei einigermaßen starkem Winde ist der Kanal ein verfluchtes Master. Gloria lehnte vorne an der Reelina und liefe sich den starken Hauch des Meeres in Die Luoaen blasen. Seit Jahren war sie zum erstenmal wieder auf der See — weit öffnete sich ihr die Brust und das Herz. Ihre Nerven wurden um so ruhiger, ,e wilder die Wogen gingen--- — Rückwärts versanken die Felsen Dovers. Nicht weit hinter der Küste lag Burnharn Tower---! Ob sie es bald Wiedersehen würde---? Sie begann zu spekulieren. Die Gedanken zu ordnen. Vielleicht hatte Gracö wirklich recht, vielleicht fand sie milde Richter! Sie würde kämpfen! Würde chr menschliches Recht verteidigen! War dieser Las Valdas nicht em Mensch gewesen, der den Tod verdiente--! Mußte sie nicht schießen — um die Ehre ihrer Familie — — nein, ihre eigene Frauenehre zu verteidigen? Ihre Frauen- wurde mußte sie gegen das Gesetz stellen! Wo fand sich in England ein Mann, der sie zu verdammen wagen wurde--! Ja — sie würde sie erzählen — diese letzte furchtbare Szene! Jäh zuckte sie vor ihr auf__; Sie sah ihn vor der Ottomane stehen, sah seine gemeine, brutale Handbewegung — ah — sie würde nochmals schießen--! Mählich wuchte die französische Küste empor. Näher und näher kam die Stunde, die ihr die Papiere zurückbringen sollte —. Wer war es, der sie hatte? Die Frauenstimme hatte weich geklungen. Melodie war in ihr gewesen-- Ungeduld wallte in Gloria empor. Mit einem Male wollte sie alles hinter sich wissen. Wollte die Briese, den Vertrag haben. Dann Harald--zum Schluß das Gericht! 9tur zu Ende kommen —■* zu Ende? . (Fortsetzung folgt.) 6 E FpI Jihl Phi Eft II: i4äa 5 V 5 0) K 4^1 m L ee Ä.E TSß fc « rLZ^L «sie* LZ2^ Mi eS'i |§a5^ Ar- f\Ä^e Kauft in Giessen! 109,5 126,5 12 Apftl. 13. April- Lahnreguli erun Zum Dillkreis. 30 maccaroni die an Anleihen sich auch bessert. I 148' 144,5' 96 iß,5 63 51* 97.5' 106.5* 128 137,7* 81,25 82 Banknoten. (Ohne Gewähr.) 99,5* 95,5* 8-5* 112,5* 59.75 64 12.751 13 421 - Prälat der hessischen Landeskirche wird über christliche Weltkonferenz in Stockholm berichten, der er selbst im Herbst v. I. teilgenommen hat. ..Die kommende Kirche eine 'Missionskirche des Glaubens"; er berichtet auch aus der Arbeit der Mohammedaner-Mission. Weiter spricht Direktor D r e v e s aus Darmstadt, vom Landesverein für Innere Mission, über „Die kommende Kirche eine Wohlsahrtskirche dec Liebe". Ue6er die Arbeit der Inneren Mission in Hessen gibt er außerdem einen Abriß. Zuletzt spricht Pfarrer K o r n m a n n- Tllrichstein über „Die kommende Kirche eine Iugendkirche der Hoffnung": er berichtet dann äuch über Erfahrungen aus der Arbeit der Iugendevangelisation. 92* 66.5 56* 98,75* 98.75* 108.5* 131* 137 41,5 62* 81* 95* 96,25* 152,7* 147,5* Werkergenossenschaften sind mit 10 Aeugründungen und 16 Auflösungen, die Hä ndlergenossenschasten mit 6 Neueinrichtungen und 14 Auflösungen vertreten. Bei den Baugenossenschaften der Mieter gab es 26 Aeugründungen. denen 19 Auflösungen gegenüberstehen. Hierzu kommen noch '-ine Reihe Siedlungsgenossenschaften, die ähnlichen Zwecken dienen. Die rein landwirtschaftlichen Genossenschaften haben eine eigentliche Bestands- Vermehrung nicht erfahren, da sich Aeugründungen und Auflösungen mit 74 zu 74 gegenüberstehen. Eine starke Vermehrung ist bei den Molkereigenossenschaften festzustellen. Unter den sonstigen Genossenschaften gab es eine stärkere Zahl Auflösungen, sonst nichts besonders Erwähnungs- Wertes. * Frankfurter Bankverein A. - G., Frankfurt a. M. Die heutige ordentliche Hauptversammlung genehmigte den Abschluß für 1925, wonach auf die Vorzugsaktien eine Dividende von 7 Proz. ausgeschüttet wird, während die Stammaktiendividende von 10 Proz. nicht zur Auszahlung gelangen, sondern einem Rücklagekonto gutgebracht wird, damit diese Beträge aus der Rücklage später den Aktionären bei einer Kapitalerhöhung verrechnet werden können. Aach Mitteilung der Verwaltung könne man wieder von einer Rentabilität des Unternehmens sprechen, nachdem die Spareinsagenn und der Kontokorrentkredit sich vermehrt hätten und auch der Umsatz am Effektenmarkt sich rrt den letzen Wochen stark vergrößert habe. * Norddeutscher Lloyd, Bremen. Die Hauptversammlung genehmigte den Abschluß für das Geschäftsjahr 1925 und erteilte der Verwaltung Entlastung. Eine Dividende kommt, wie bekannt, nicht zur Verteilung. Aeu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Hermann Marwede- Bremen. Im Anschluß hieran führte Präsident Heineken aus. daß die wirtschaftlichen Verhältnisse und die hohen Steuern eine lebhaftere Entwicklung des Schiffahrtsgeschäftcs stark gehemmt hätten. Im neuen Geschäftsjahr habe, wie im Vorjahre, das Pasfagiergeschäft im Vordergrund gestanven. In diesem Geschäftszweig seien auch die Aussichten für die Sommermonate günstig Das Frachtgeschäft sei nach wie vor gedrückt und Aussichten auf Besserung bestünden Ker nicht. — Zu den Verhandlungen zwischen dem Aorddeut- schen Lloyd und der Hapag bemerkte Präsident Dr. Heineken, daß die Verhandlungen einen guten Fortgang genommen hätten. Heber das Endergebnis lasse sich zur Zeit noch nichts sagen ^Gelsenkirchener Bergwerks -und Hütten-A.-G., Gelsenkirchen. Infolge Absahmangels wird der Betrieb der zu Gelsenkirchen gehörenden Hüstener Gewerkschaft ab Mitte April um etwa ein Drittel eingeschränkt. Es sollen 500 Arbeiter und ca. 20 Angestellte zum 17. April entlassen werden. ’ Disconto-Gesellschaft, Berlin. Die heutige ordentliche Hauptversammlung ge^ nehmigte den bekannten Abschluß für das Geschäftsjahr 1925 und beschloß, aus dem Reingewinn von 10 667 443 Rm. 10 Prozent Dividende = 10 Mill. Rm. auf die Kommanditanteile zu verteilen. 466 486 Rm. dem Auffichtsrat als Gewinnbeteiligung zur Verfügung zu stellen und 180 957 Rm. vorzutragen. Aach der Erteilung der Entlastung an Vorstand und Aussichtsrat wurden einige Statutenänderungen vorgenommen, durch die die Satzungen inodernisiert werden. Die aus oem Aussichtsrat turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder wurden einstimmig wieder und Generaldirektor Dr. Otto Gehres (Dergbau-A.-G Athnngen) neu in den A. R. gewählt. Heber eie ^^chMslage teilte Dr. Salomonsohn mit, daß das Effektengeschäft sich in den letzten Mona- ' 150,2* 115,5* 136,5* 135,5* 132' I 102* 7,62 daß man in der Lage war, deutsche im Inlandmarkt unterzubringen, habe das inländische Emissivnsgeschäft ge- Dörfenkurse. (Ohne Gewähr.) 152,5* 115* 137,2* 137* 133* 102* 7.75 64 .55 97,5* 99' 107* 129 135 42 49 80,5* 94,5* 100,25 63 151* 146,5* 49 99 77,75 139,2’ 85 83,25 102* 99,5* 86.25* 112,5* 61,5 66,9 115,5* 137,5* 135,5* 133* 95.5 101* 7,5 123,5 55 60 • D i e Genossenschaftsbewegung im März. Der März zeigt eine verstärkte Anzahl von Gründungen mit 186 Genossenschaften aller Gruppen, denen 236 Auflösungen gegenüberstehen, so daß sich ein geringer Rückgang zeigt. An den Auflösungen sind etwas stärker als sonst die Kreditgenossenschaften beteiligt. Während bei den städtischen Kreditgenossenschaften das Verhältnis zwischen Aeugründungen und Auflösungen 14 zu 9 ist, beträgt es bei den ländlichen Kreditgenossenschaften 34 zu 35. Die Nichtigkeitserklärungen weisen im März die Zahl 68 auf, und Konkurse sind 17 eingetreten. Unter Geschäftsaufsicht stellten sich 3 Genossenschaften. Die Hand- 12,95 41,75 115,5 137,5* i 136,5 I 87. 133 1 96 101* i 7,62 , 28 46 ' 110 851 39,5 4.5 125 I 55,25 । 60,62 ! 91* ! 63,5 l 55.5 97,25' 98' 107* 125,2* I 133,7 41 52* 79’ 98,25* ten bedeutend gehoben habe. Außerdem sei durch die Verbilligung der Zinssätze eine Belebung des Kontokorrentverkehrs festzustellen. Man dürfe aber nicht übersehen, daß die Differenz zwischen den Zinssätzen in Deutschland und denen in England und Amerika immer geringer werde. Dies habe zur Folge, daß das Tempo der Kreditgewährung sich verlangsame. Er bedauere dies nicht, so lange es sich um kurzfristige Gelder bandele. Dadurch, ' ' Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung (Ohne Gewähr.) 139* | 84,25 | 76,5 । 84, 112 I 102,7* I 100* 93,75 87.25 I 113,5: 61,5 651 3i; 42 22—23,50; Mais, gelb. 18,50—18,75; Weizenmehl, inländisches, (Spezial 0) 41—41,75; Roggenmehl 28,75—29,25; Weizenkleie 10—10,15; Roggenkleie 11—11,25 Mk. Tendenz: unverändert. Berliner Produktenbörse. Berlin, 12. April. In der ruhigen Marktlage der Samstagbörse änderte sich auch heute insofern nichts, als nach den befestigten überseeischen Getreidepreisen die inländischen Eigner ihre letzttägigen etwas nachgiebigeren Forderungen wieder auf den alten festen Stand'erhöhten, die Käufer andererseits aber nur sehr widerstrebend den neuerlichen Preissteigerungen folgen. Lokoware stellte sich für Weizen im Durchschnitt 1 Mk. höher. Im Zeitgeschäft war Mai-Weizen stärker als Juli gebessert, Roggen 1 Mk. über Vortag. Gerste in bestem Material fest. Hafer stettg, doch drückte infolge der ziemlich beträchtlichen Preissteigerungen der letzten Wochen hier vermehrtes Angebot vom Inland sichtlich. Mehl in großem und ganzem in schwerem Umsatz. Futtermittel und Oelsaaten behalten bei fester Tendenz laufenden Bedarf. Es notierten pro Tonne: Weizen (mäck.) 280 bis 285, Noggen (märk.) 172 bis 178, Sommergerste 185 bis 205, Winter- und Futtergerste 158 bis 172, Hafer (märk.) 191 bis 204: pro Doppelzentner: Weizenmehl 36.50 bis 39, Roagenmehl 25,25 bis 27,25, Weizenkleie 11, Doggenkleie 11,25 bis 11,50, Viktociaerbsen 28 bis 32, kleine Speiseerbsen 24,50 bis 26.50, Futtererbsen 22 bis 24, Peluschken 21,50 bis 23, Ackerbohnen 22,50 bis 23,50, Wicken 27 bis 30, Lupinen (blau) 11,75 bis 12,75, Lupinen (gelb) 14 bis 14,50, Serradelle (alt) 18 bis 24, Serradelle (neu) 29 bis 32, Rapskuchen 14,80 bis 15, Leinkuchen 19,40 bis 19.60 Trockenschnitzel 9.70 bis 10. Sohaschrvt 19,80 bis 20, Kartoffelflocken 16,20 bis 16,50. ämft-.'Jiott Bnen.-Aires Brss.^Antw Chrtsttcmia. Kopenhagen Stockholm Lelnngfors «lallen. . London. Neuvork . Parts. . . Schweiz . Spanien. Japan . . . Rio de «an Dien in D-' Oeft. abgest Prag .... Belgrad . . Budapest. Bulgarien «ifTabon Daruig. . . Konstantin. Athen. , . Tanada. . . Urugnav Kirche und Schule, Arnsburger Pfingftwoche. § Das Gesamt-Thema der Arnsburger Mrngstwoche wird in diesem Jahre lauten „Die kommende Kirche". Die Dorträne sind von Mittwoch, 26.. bis Freitag. 28 Mai un Äfofter Arnsburg bei Sich. Zuerst- spricht Mlssionsinspektor Held aus Wiesbaden über Kreis Marburg. Marburg, 12. April. Bei der beabsichtigten bei Fronhausen Han- .. . ..... ~rc^’$ eines Lahnbogens, bei dem höchstens 200 Notstandsarbeiter beschäftigt werden können. Die Arbeit soll als Notstand s. a r b ei t, d. h. unter Förderung von Mitteln aus der Erwerslofenfursorge in Angriff genommen wer- den. Das Proiekt unterliegt zur Zeit noch der Prüfung und Genehmiguny der höheren Regierunas- troffen HabeT ®n,|d|e’i,“n9 bi5i>er "°°» "idjt gE. <*/e Zolltürken 5% Goldmettkaner ... . Berliner Handelsgesellschaft. «Louunerz- und Pnvst-Bank Darmst. und Naiionalbank . Deutsche Bank......... Deutsche BereinSbank .... Diseonto Commandit . ■ ■ Metall bank........... Mitteldeutsche Creditbank . . Oesterreichischc Credtlanstall. Dcstbank ........ Lochumer Guß ...... BuderuS . . ......... Caro ......... Demsch-Luxemburg ..... Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpencr Bergbau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln L'auraUüth-...... . . . Oberbedarf . Phönir Bergbau ...... Nyeinstahl ........ Niebeck Montan ....... Telluü Bergbau......., Hamburg Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd ..... Cheramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Philipp Holzmann...... Anglo-Cont-Guano Chemische Mayer Alapin . . S. G- starbenindnstrie, A.-G. oldschmidt . . Holzverkohlung........ Nütgcrswerke Scheidcanstalt . Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann Mamkraftwerke Schuckert ......... Siemens A Halske Adlerwerke Kleycr Daimler Motoren Heyligenstaedt........ Megmn........ Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Brann . . MetallgesellSchaft Sran*hm . Pet. Union S.-G. .... Schuhfabrik Herz Sichel Zellstoff waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . . -Zuckerfabrik Wog häufel . . . Brief 4,199 15,92 110,33 20,465 14,47 168,82 16,97 90,48 59,35 1,77 112,66 81,28 59,58 12,45 5.88 Berlin, 12 April Amerikanische Violen . . . . . belgische Noten ....... Dänische Noten ....... Englische Roten ,. Französische Note» .... Holländische Noten .... Italienische Noten...... Norwegische Noten ffcrr., 5100 Kronen Rumaniiche Noten...... Schwedische Noten ..... Schweizer Noten Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . ..... B. Friedberg, 12. April. Eine gemeinschaftliche Konferenz der Geistlichen aus den evangelischen Dekanaten Friedberg und R o d h e i m wird am 19. April auf dem Sel- zerbrunnen bei Groß-Karben stattfinden. Der . bl. Dillenburg, 12. April. Bei den dies- lahrigen Holz Versteigerungen im Dill- f ,r e.’5 sollte stch das Meter Brennholz im Durch- schnitt auf 7—8 Mk. und das Stammholz auf ~ bis 50 Mk. pro Festmeter. Frankfurter Börse. Eigener Drahtbertcht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 13. April. Tendenz: ^u st Io s. — Die Börse zeigte auch heute keine Wendung zum Besseren. Die Sttmmung war wieder gedrückt und die Verkaufsneigung. der gegenüber es an Aufnahmelust fehlte, setzte sich ort. Die Spekulation beobachtete im Hinblick auf >ie im Gange befindliche Medio-Regeluna t r e n g st e R e f e r v e, weshalb die Umsahtättg- kett scharf eingeengt war und der lustlose ® aJ t e r des Geschäftes noch stärker zum . m. Nach kurzem Verlaufe vermochte ich dann eine etwas freundlichere Haltung durchzusetzen, und aus einige Deckungen hin kam es SU Erholungen an den Aktienmärk- ten. Die Besserungen hielten sich jedoch in sehr bescheidenen Grenzen. Besonders befestigt gingen Schiffahrtsaktien aus dem Verkehr hervor, Die Kursgewinne betrugen etwa 1 Proz. Jlt o n t a n a f 11 en bewegten sich schwerfälliger, doch traten auch hier einzelne Erholungen bis m Devisenverkehr konnte sich Paris gegen London mäßig befestigen auf 141 Brüssel lag ebenfalls etwas widerstandsfähiger mit 127,50. Mark und Pfund sind unverändert. Berliner Börse. (Eigenei Drahtbertcht des „Gieyenei Anzeigers".) Berlin, 13. April. Die starke Erschütterung der Tendenz am Montag konnte bei Beginn der heutigen Börse noch nicht wettgemacht werden. $ie erften Kurse zeigten gegenüber den schwachen Nachbörsennotierungen des Vortages kaum Veränderungen. Weitere Verluste traten während der ersten Stunde allerdings nicht ein, vielmehr war die Grundtendenz eher wieder etwas freundlicher. Das herauskommende Material fand glatte Aufnahme, verhinderte aber, daß die etwas gebesserte Stimmung auch kursmäßig zum Ausdruck kam. Eine Stutze fand die Tendenz in der anhaltenden Flüssigkeit des Geldmarktes: der herannahende Medio machte sich noch kaum bemerkbar. Tagesgeld wurde mit 4 bis 6 Proz., teilweise sogar noch darunter umgesetzt. Monatsgeld nominell 5,50 bis 6,50 Proz. Am Diskontenmarkt war fe'lbft unter der offiziellen Rate, d. h. zu 4,50 bis 4,75 Proz., fein Material erhältlich. Gegen Ende der ersten Stunde setzten für Schisfahrts- und Montanwerte leichte Besserungen ein, da die gestrigen Gerüchte über angebliche unerwartete Schwierig- ketten bei den Montantrustoerhandlungen dementiert wurden. Die Gesamttendenz wurde aber hierdurch kaum beeinflußt. Die Börse eröffnete somit bei allgemein beobachteter Zurückhaltung auf der Basis der schwächeren Vortagskurse. Im De- visenverkehr erzielte Oslo eine bemerken--- werte Festigkeit. Auch Pans lag gegen London etwas widerstandsfähig- mii 140,50, ebenso Brösel mit 127,50. Warscho > blieb weiter schwach. frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers" Frankfurt a. M., 13. April. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 28,75—29 Mk.; Noggen, inländischer, 19,50—19,75; Sommeraerste für Drauzwecke 22—24,50; Hafer, inländischer, | Die Keichsgesundheitswoche kommt! Frankfurt a.M. Berlin Schluß, äurt l-Uhr. Schluß. sAnfang kur» 1 flut'; Datui«: | 12. 4 I 13.4 12.4. 13. 4. 5% Deutsche RcichSantcihe . 4% Deutsche Reichsaulethe . B‘/»% Deutsche Reichsanleih- 0,442 0.430 0,44 0,4275 — — 0,43 0,4125 0,3-15 — 0,42 0,410 3% Deutsche Reichsanleihe . Deutsche Svarpräunenanleihe 0,550 — 0,53 0,52 0,275 — 0,28 4°/0 Preußische KoniolS . . . 0.445 — 0,4205 0.405 «^»Hessen........... 0,435 .......... — 0,425 99,7 — Deuckche Wertb. Dollar-Anl. bto- Doll -Schatz-AMreiina.') 100 99,8 — 99,95 — Amtliche Geld Notierung Briet Amtliche Notierung Geld ! Brief 168,39 168,81 168,27 168,69 1,672 1,676 1,675 1,679 15,89 15,93 16,02 16,06 90,21 90,40 91,19 91,41 110,03 110,31 110,03 110,31 112,45 112,73 112,46 112,74 10,.552 10,592 10,552 10,592 16,86 16,90 16,855 16,895 20,399 20,451 - 20,395 20,447 4,195 4,21)5 4,195 4,205 14,35 14,39 14,535 14.575 80,95 81,15 80,92 81,12 59,36 59,50 59,83 59.97 1,948 1.952 1,944 1,948 0.580 0.582 0,579 0,581 59,165 59,305 59,17 59,21 12,419 12,459 12.421 12,461 7.385 7,405 7,38 7,40 5,87 5,89 5,865 5,885 3,035 3,045 3,047 3,057 21,325 21.375 21,325 21,375 80,90 81.10 80,87 81,07 2,065 2,075 2,075 2,085 5,52 5,54 5,52 5,54 4,195 4,205 4,195 4,205 4,31 4.32 4,305 4.315