19 gerät. tuet Hs. !f6~d5 :c6Xd4 -e7-shr ^Xdö -f6Xd4 5Xd4 "i9’blt A»A> *d5-b4 aS-cg iskhlrr x c8~c3 b4-c2*w rxg6 d6-c6 cöxc3 !-d2 2xal 1.....TfS-cS ober eZ Ke4*t3 3. Tduel Problem Ar. 67 sgenchtsrat G. "on-$tof. D. aus ). Stumps, Garben. iten. l-U3-c5, a4-a3 vlgen, wegen 2...., chtvelt. Mng in Zranlsurt Mvnlag, den 5., bis DetÜamps zwischen ™ Aheinschachmeister l erwarb bekanntlich ' 1905, wobei er im rtakower von 5 ge> i fernen Gunsten ent« Budapest ein intet« «et statt. ikappe. n Xebattiotitifä Disziplin. e; Äomm. gang her, - Das Duhele kam larnx: .Tehscht her! bu bommerl" - Der iigur. eine nette Sigur.' Sa irren Sie aber ge> ijchts fertig laufen, att Linde iWnWI. ratur“ (Herausgeber loenarius in Leipzig) ■a*e fRSS den Dichter der Her ein abgerun ete aens, das durch kurze in ausführliches Lite- ch ergänzt wird. Fer iura in feiner Fort- sten lilerarifchen Der- •inbberqs dichrtnschein einer Ausführungen imildien Etrindberg. enb-n * a;Ä* "ri'S-”3 ilu, ellschaft schafft, wird die schwebende Schuld konsolidiert. Diese Finanzoperation ist notwendig, bevor man zur Festigung des Franken übergeht. Die Regierung wird, soweit ihre Mittel reichen, zur Hinderung der Schwankungen der Währung die nötigen Maßnahmen ergreifen. Wir müssen uns an die moralische Kraft und an das Vertrauen der Bevölkerung wenden. Belgien besitzt die Mittel, die zum Erfolg führen können. Provokationen französischer Besatzungstruppen. Bei dem am Sonntag imö Montag in Germersh eim abgehaltenen Dezirks-Kriegertag kam es durch das herausfordernde Verhalten französischer Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften zu verschiedenen Zwischenfällen, zu denen zwei französische Osfiziere den Anstoß gaben, die den an den Fenstern ihrer Quartiere befindlichen Schmuck entfernten. Der Schmuck wurde dann von den Eigentümern der beiden Häuser wieder angebracht. Die am Kriegerdenkmal statt sind ende Totenfeier wurde besonders während der Kranzniederlegung durch französische Soldaten, die Zigaretten rauchten und sich laut unteichielten, gefrört. Diese Störungsversuche wurden am Rachmittag bei dem großen Festzug von einem Trupp französischer Soldaten fortgesetzt, die unter Führung von Offizieren und Unteroffizieren den Zug begleiteten und von Zeit zu Zeit die Reihen durchbrachen, um den Zug in Unordnung zu bringen und zur Auflösung zu zwingen. Erst als Mitglieder der Festleitung sich zur französischen Kommandantur begaben und um Einschreiten ersuchten, hörten die Störungsversuche auf. Die französische Kommandantur sagte zwar eine Bestrafung der Schuldigen zu, trotzdem wurde aber auch dre am nächsten Tage stattfindende Schluß- feicr durch einen Trupp französischer Soldaten gestört, die in derartig herausfordernder Haltung auf dem Festplatz erschienen, daß die Festleitung, um Schlimmeres zu verhindern, die Feier abbrach. Die Erregung der Einwohnerschaft von Germersheim über das Verhalten der französischen Soldaten und Offiziere ist außerordentlich groß. Rur der besonnenen Haltung dec Festleitung, der Festteilnehmer und der ganzen Ein- wohnerschast ist es zu verdanken, daß es trotz der wiederholten Provokationen zu keinen Zusammenstößen kam. Deutschland und der Abesstnienvertrag. Berlin, 8.3ult (TU.) Rach der Meldung eines Berliner Morgenblattes soll die deutsche Regierung beim Foreign Office Dor- stellungen über gewisse Bestimmungen des neuen englisch-italienischen Abessinien- Abkommens erhoben haben. Wie hierzu von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, ist von Seiten des Auswärtigen Amtes bei der englischen Regierung indessen lediglich angefragt worden, ob durch das neue englisch-italienische Abessinien- Abkommen für Deutschland, das durch den Vertrag mit Abessinien vom März 1905 die Möglichkeit wirtschaftlicher Betätigung Deutscher in Abessinien erhalten habe, eine neue Lage geschaffen sei, die eine Gefährdung der deutschen Inter- essen in Abessinien herbeiführen könnte. Die von der englischen Regierung abgegebenen Er- llärungen, insbesondere biejenige Chamberlains im Unterhaus, sind als befriedigend bezeichnet worden. Militärischer Vorbereitungsdienst in Japan. Tokio, 8. Juli. (WTB.) Millionen von Rekruten haben sich zum Dienst gemeldet, und zwar Die Unwetterkatastrophe. Das gefrnge Unwetter bei Gießen. Wir nahmen gestern nachmittag Gelegenheit, die Stätten des Hochwasser-Einbruchs in Garbent eich in Augenschein zu nehmen. Das Bild das sich bei dieser Besichtigung unserem Auge bot. gab eine eindrucksvolle Vorstellung von der Gewalt, mit der die Flut in den gestrigen frühen Morgenstunden die überraschte Bevölkerung heimsuchtc. Während in dem hochgelegenen Ortsteil keine Schäden zu bemerken waren, sind die in den tiefer gelegenen Straßen befindlichen Häuser und Gärten der Tummelplatz des entfesselten Elements gewesen. Zahlreiche Gärten sind von den Fluten wie gewalzt, die Gemüsepflanzen sind herausgerissen, stellenweise sind sogar Ob st bäume entwurzelt worden, ferner hat die Flut mehrfach Gartenzäune umgelegt. An den Häusern war deutlich zu sehen, daß das Wasser bis zur Höhe der Parterrewohnungen vorge- drimgen war und sich durch die Haustüren in die Wohnräume ergossen hatte: hierdurch sind manchen Dewor, :ern ansehnliche Schäden am Mobiliar entstanden. Auch in den Kellern der betrogenen Gebäude sah es recht wüst aus: hier sind durch den nassen Besuch allerlei Vorräte an Lebensmitteln vernichtet worden. ferner ist auch erheblicher Materialschaden entstanden. Die Gewalt der Flut war an der Ueberbrückung des Bachlaufes in der Hauptstraße so stark, daß eine große, schwere Steinplatte gut einen Meter weit seitwärts abge- schwemmt wurde. 3n der Geländesenkung zwischen Watzenoorn und Gorbenteich sah man gestern nachmittag noch die Flut dahinströmen. Die betroffenen Bewohner Garbenteichs waren eifrig mit dem Ausschöpfen der Keller und mancherlei ersten Rep.iraturarbeiten beschäftigt. Von zahlreichen Bewohnern hörte man die Meinung, daß das Zentrum pes Wasserniederbruchs zwischen Garbenteich,, Steinbach und Lich gelegen haben müsse, denn Garbenteich selbst ist zum weitaus größten Teil durch die von den hochgelegenen Gemarkungsteileii herabströmonden Fluten betroffen worden. Die wchäden sind nach ten Eindrücken, die man gestern nachmittag erhielt, in Garbenteich beträchtlich Eine Kommission hat die ersten Feststellungen bereits auf genommen. Bei der gegenwärtigen sehr bedrängten Lage der Landwirtschast darf wohl erwartet werden, daß die hessische S t a a t s r e g i e ru ng es an einer entsprechenden Hilfeleistung zur Behebung der Schäden nicht fehlen lassen wird. Unser is-Mitarbeiter in Steinbach berichtet uns: Das am Donerstagmorgen von 5.30 bis gegen 7 Uhr niedergehende Unwetter mit seinem wolken- bruchartigen Regen entlud sich über unserer Gemarkung. Die ältesten Leute können sich nicht erinnern, jemals schon solche Wassermassen gesehen zu haben. Die Fluten kamen mit elementarer Gewalt aus den oberhalb des Dorfes liegenden Feldern und drangen durch Gärten, Scheunen und Ställe, alles mit fortreißend. Nur dem Umstand, daß unser Dorf abschüssig liegt und das Wasser rasch ablaufen konnte, ist es zu danken, daß größeres Unheil verhütet wurde. Unsere vor Jahren erbaute Kanalisierung, die damals wegen Versenkung der großen Rohre von manchem kritisiert wurde, bewahrte sich aufs b e ft e. Umsichtige Hände rissen schnell die Schachtdeckel auf, so daß sich das Wasser mit donnerndem Getöse in die Schächte hineinstürzte. Hierdurch wurde den Fluten die größte Gewalt genommen und der untere Teil des Dorfes vor schwerem Schaden bewahrt. Die Straße Steinbach — Garbenteich war im tiefen Teile unpassierbar, so daß die Arbeiter, die nach den Morgenzügen gingen, wieder umkehren mußten. Das Wiesengelände unterhalb des Dorfes bis Hof - A 1 bach , wo auch die Kanalisierung ihren Ausfluß hat, glich einem großen See. Alle tieferen Stellen unserer Gemarkung standen noch stundenlang unter Wasser, das sich erst gegen Mittag allmählich verzog. Der Schaden in Gärten und Feldern ist hier nicht allzu groß und tragbar. Schwere Unwelterschäden im Maingebiet. WER. Aschenburg, 8. 3uli. Die letzten Gewitter haben im Maingebiet großen Schaden verursacht. 3n Wiesen bei Staffelstein wurden halbe Aecker mit Hackfrüchten weggeschwemmt. Bei Lahm steht der ganze Grund unter Wasser. Der größte Teil bet Heuernte ist vernichtet. Das Wasser muhte burch die Feuerwehr aus den Kellern gepumpt werden. Bei Memmelsdorf ist der Bahndamm gebrochen. 3n Seßlach ist das ganze Heu vernichtet worden. Mehrere Häuser stehen unter Wasser. Die Verbindung nach H a t te r d o r f ist unterbrochen. Das Wasser hat die Hochwassergrenze von 1909 überschritten. 3n Untermerzbach ist ebenfalls der Bahndamm durchbrochen. Der Zentral- molierei Kaltenbrunn ist ein großes Käselager davongeschwvmmen. An verschiedenen Stellen steht das Wasser meterhoch. Das^Hochwasser führt Bier- und Weinfässer mit sich. Die Fluten sind noch -im Steigen. Der Weiler Lohst o s mußte geräumt werden, wobei das Vieh gerettet werden konnte. Der Schaden ist unübersehbar. Ein fürchterliches Unwetter, verbunden mit Wolkenbruch, ist auch über die beiden Spes- sartdörfer Ober- und Unteraltenbuch niedergegangen, welches das ganze Tal in einen gewaltigen Strom verwandelte. In wenigen Minuten standen die Häuser im Wasser und nur unter Aufbietung aller Kräfte konnten Menschen und Tiere gerettet werden. Zum größten Teil infolge der Bestimmungen des Gesetzes, das den jungen Männern zwischen 16 und 20 Jahren erlaubt, nach Schulabgang eine Militärdienst- vorperiode freiwillig zu absolvieren, um in dieser Weise eine Herabsetzung d e r eigentlichen Dienstzeit zu erlangen. Dieser Plan batte schon vor Jahren eine große Vermehrung von Gymnasien, Hochschulen und Universitäten Japans zur Folge. Japan bildet in dieser Weise große Reserven aus, die einen Teil der militärischen Ausbildung genossen haben, imb die neben dem großen Teil der ganz ausgebilbeten Reserve bestehen. Der Zweck tiefer Maßnahme soll aber eher eine physische Ertüchtigung des Volkes und eine Pflege der Disziplin, als eine Vorbereitung für militärische Angriffe sein. — arbeiteten die Männer im Wasser, welches bis zur Brusthöhe reichte, und schafften die Angehörigen und die Haustiere auf die rettenden Höhen. Der reißende Strom hat die Distriktstraße sowie die Gemeindewege vollkommen vernichtet, so daß ein direkter Umbau notwendig wird. Ebenso sind die Beschädigungen an den Talwiesen beträchtlich. Die Aalastrophe im Eichsseld. Rorbhaufen, 8. 3uli. (TU.) Gestern nachmittag ging im Kreis Grafschaft Hohenstein sowie hn ganzen Gebiet des Eichsfeldes ein schweres Unwetter nieder. Die Regengüsse dauerten 7 bis 8 Stunden. Gleichzeitig entluden sich schwere Gewitter. Ueber einem Berg im Eichsfeld ging ein Wolkenbruch nieder. Die Wassermassen stürzten den Berg hinunter in die umliegenden Ortschaften und richteten ungeheuren Schaden an. Die Ernte ist vollständig vernichtet. Die Fluten entwurzelten Bäume und rissen hohe Bauten fort. Zahlreiches Vieh treibt die angeschwollenen Bäche und Flüsse hinab. Das ganze Gebiet zwischen Wülfingerode und Besperode gleicht einem gewaltigen See. 3n Wülfingerode steht das Wasser über einen Meter hoch auf der Straße. 3n den Straßen von Besperode steht es fast 11/2 Meter hoch. Am schwersten wurde Rieder- orschel betroffen, wo das Wasser einen Stand von 3 Meter erreichte und durchdi? Fenster in die Wohnungen einbrang. Infolge eines Dammbruches konnten die Einwohner nur das nackte Leben retten. 3n Worbis und Umgebung setzten bereits nachmittags gegen 5 Uhr von Thüringen kommend schwere Gewitter ein. die in der Richtung nach dem Südharz zogen. Von 9 Uhr abends bis gegen 3 Uhr morgens folgte unter furchtbaren Blitzen, und Donnern ein stundenlang anhalte der Regen, der die Straßen der Stadt unter Wasser setzte. Straßenpflaster und Brücken sind eingerissen, Getreidefelder sind glatt gewalzt, die Felder mit Steingeröll und Schlamm bedeckt, auf dem Friedhöfe sind verschiedene Gräber eingesunken und einzelne Denkmäler eingestürzt. Eingestürzt sind ferner große Teile des die Stadt umgebenden Flutgrabens. Die 3dder gleicht einem reißenden Strom. 3m Dorfe Breitenbach brah infolge Blitzschlag Feuer aus. Das Wasser stand auch in den Dörfern meterhoch. Die Ueberland- zentrale Südharz bei Bleicherode liegt wie auf einer Insel und ist nur mit Kähnen erreichbar. Die elektrischen Leitungen sind gestört. Ebenso teilweise der Fernsprechverkehr. Die Wassernot in Thüringen. Schlot heim, 8. Juli. (Wolff.) Ein furchtbarer Wolkenbruch ist in letzter Rächt zwischen Schlotheim und Körner bei Sondershausen nie* berg eg angen. Die ®örfer der dortigen Gegend stehen unter Wasser. Diel Groh- und Kleinvieh ist umgetommen. Der Wolkenbruch ging über Menterode nieder. Gegen 12 Uhr nachts strömte dann das Wasser nach Schlotheim und brachte dort zehn Häuser zum Einsturz. Zehn weitere Häuser drohen jeden Augenblick gleichfalls einzustürzen. 3n Oesterkörner sind 4 5 0 Schafe ertrunken. Mit Körner ist jede Verbindung unterbrochen. Die Mühlhausen — Schlotheimer Eisenbahn hat den Verkehr eingestellt. Neuer Wolkenbruch über Delitzsch. Halle, 9. 3uli. (TU.) In den gestrigen Abendstunden ging über Delitzsch und Umgebung das dritte wolkenbruchartige Gewitter innerhalb vier Tagen nieder. Die tiefer gelegenen Straßenzüge sowie sämtliche Keller stehen wieder unter Wasser. In vielen Straßen steht das Wasser über einen Meter hoch und ist in die Häuser eingedrungen. Sämtliche Möbel schwimmen in den Stuben umher. Da die leichten Lehmhäuser vermutlich dem Wasser nicht frand- halten werden, müssen sie polizeilich geräumt werden. Die Feuerwehr blieb bis in die späten Rachtstunden hinein unausgesetzt alarmiert. Der Blitz schlug mehrmals ein, doch glücklicherweise ohne zu zünden. Die Felder und Wiesen, die kaum abgetrocknet waren, sind wieder weithin überschwemmt. Die Ernte dürste nach der nochmaligen Ueberflutung nunmehr völlig vernichtet sein. Eine preußische Kirchenkollekte für die Hochwassergeschädigten. Berlin, 8. Juli. (TU.) Der Evangelische Oberste Kirchenrat der preußischen Provinzen hat für Sonntag, 1. August, eine allgemeine Kirchenkollekte anberaumt, durch deren Ertrag die Not im Ueberschwernmungsgebiet gelindert werden soll. Schnee in Oberitalien. Olobarra, 8. Juli. (WB.) In der Valle Formazza ist in größerer Menge Reuschnee gefallen. Bei den Wasserfällen bei Tvggia hat der Schnee eine Höhe von 50 Zentimeter bis zwei Meter erreicht. Einige elektrische Leitungen sind durch das Unwetter beschädigt worden. Auch in Piacenza hat ebn starkes Gewitter getobt, das einen Teil der Straßen überschwemmte. Hagelschläge haben in der Umgebung starken Schaben angerichtet. Die Temperatur ist stark gesunken. In Oberitalien werden Schneefälle aus Dvmodossola und aus dem Addatal gemeldet. Die Flüsse Olona, Raviglio und der Po und andere zeigen erhöhten Wasserstand, so daß man stellenweise erneute Überschwemmungen befürchtet. Aus aller Welt. Eine neue Alpenbahn in der Schweiz. Durch die eben ein geweihte Furka-Ober- a lp° Bah n ist für den Touristenverkehr eine direkte Verbindung zwischen der West- und Ost- schweiz, zwischen dem Genfersee, dem Kanton @raubünben, dem Engadin und Davos über die Alpen hergestellt worden. Die neue Dahn hat ihren westlichen Ausgangspunkt in Gletsch am Ursprung der Rhone und findet im Osten bei dem altberühmten Kloster Disentts am Jungen Rhein Anschluß an das Retz der rhätischsn Bahnen. Sie durchquert am Rordabhange des Gotthards das Herz der Urschweiz, führt an Gletschern und Alpseen vorbei und steigt zweimal in Höhen von über 2000 Meter über dem Meer. Die Linie ist in der Anpassung an das Gelände fo angelegt, daß Lawinen sie nicht gefährden können. Der Geländeschwierigkeiten wegen wurde die Bahn nicht auf elektrischen Betrieb, sondern auf Dampfbetrieb eingerichtet. * ’’ englische Stubientonuniffion. Am 12. Juli verläßt eine Kommission von Sachverständigen und Interessenten des Zuckerrübenbaues .London, um sich nach Deutschland zu begeben. Die Kommission, der Vertreter des Landwirtschaftsministeriums, der Zucker- rübengesellschast, der Universitäten Oxford und Cambridge, der nationalen Vereinigung der Farmer und der größten Zuckerrüben-Gesell- schaften angehören, will den Zuckerrübenbau in Deutschland studieren. Drei Mädchen beim Baben ertrunken. In Seeßhausen (Hannover) sind beim Baben in ber hochgehenden Oker drei Mädchen im Atter von 14, 18 und 21 Jahren ertrunken. Vier Todesopfer eines Blitzschlags. 3n Simbach bei Augsburg suchte eine Gruppe von Arbeitern auf dem Heimweg vor einem Gewitter Schuh unter einem großen Daum. Ein Blitz zerriß den Baurn in viele Stücke. Vier Arbeiter wurden sofort getötet. Die übrigen erlitten leichtere Verletzungen. Schweres ttraflwagenunylü^- Unweit Margrabowa in Ostpreußen fuhr der Kraftwagen des Spediteurs Klein aus Margrabowa gegen einen Daum und ging dabei vollständig in Trümmer. Zwei Insassen wurden herausgeschleudert und getötet, während ein Dritter schwere Verletzungen davontrug. Ein vielfacher Mörder. Der im Kreise Insterburg geborene Friedrich Bernecker, der vor längerer Zeit vom Tilsiter Schwurgericht wegen Ermordung eines dortigen Kaufmannes zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt wo den war. brach ander Strafanstalt Inste.burg aus und flüchtete ms Memelgebiet. Dort erhielt er wegen neuen Raubmordes 12 Jahre Zuchthaus, bie er in der litauischen Strafanstalt in Schaulen verbüßen sollte. Aus diesem Gewahrsam brach er wieder aus und erschoß auf der Flucht zwei ihn verfolgende Zollbeamte. Eine unheilvolle Trinkwette. In Trier brachte es ein Bürger, um eine Wette zu gewinnen, in einer halben Stunde auf drei Flaschen Wein. Beim letzten Glase angelangt, ereilte ihn das Schicksal, er fühlte sich unpäßlich und erlag kurz nachher einem Schlaganfall. Raubmord bei Burg. Magdeburg, 9. Juli. (WTB.-Funkspruch.) Wie die „Magdedurgische Zeitung" aus Burg meldet, ist am Donerstag in einem Gehölz dicht an der Straße von Burg nach Stegelitz die 21 Jahre alte Frau Hohmann aus Stegelitz ermordet aufgefunden worden. Der Mörder hatte die Frau mit einem harten Gegenstand über den Kopf geschlagen, erdrosselt, beraubt und war auf ihrem Rade geflohen. Ein anderes Damenrad ließ er am Tatorte zurück. Kreuzer „Hamburgs in San Franzisko. DAI. Aus San Franzisko (Cal.) wird uns geschrieben: Während in Los Angeles der Empfang und sämtliche Festlichkeiten zu Ehren des deutschen Kadettenschulschiffes „S>amburg“ von der deutschamerikanischen Devöllerung vorbereitet tourten, gestaltete der Besuch des deutschen „Friedensboten" sich in San Franzisko zu einem glänzenden offiziellen Festakt, an dem das gesamte Bürgertum, wie auch Armee und Flotte und sogar die Bundesregierung teilnahmen. Bürgermeister James Rolph jr. ernannte ein Dür- gerkomitee, in dem hohe Offiziere der Bundesflotte und -armee wie auch Vertreter der verschiedenen Behördeii mittoirften. Der Stadtrat ermächtigte den Bürgermeister einstimmig, Vorbereitungen für den Empfang des Gastes zu treffen, und bewilligte später ebenfalls einstimmig 900 Dollar zur Schmückung der Market Street, der Harchweriehrsstraße San Franziskos, mit amerikanischen und deutschen Flaggen. Der offizielle Empfang sand am Tage der Ankunft des Kreuzers im festlich geschmückten Rathaus statt, und man hörte prächtige Worte von der Reufestigung alter, geschätzter Freundschaft zwischen den beiden großen Schwesterrepubliken. Das Deutschtum empfing Offiziere, Kadetten und Mannschaften am 2. Juni im Deutschen Haus, wo dem Kapitän Dr. Phil. h. c. G rov s auch ein großer Dronzeadler als Geschenk der Stadt San Franzisko überreicht tourte; den Sockel des Kunstwerkes ziert eine Silbertafel mit einer sinnigen Inschrift. Dann folgte eine schier ununterbrochene Reihe von Festlichkeiten. Sogar eine Truppenschau wurde zu Ehren der Gäste im Presidio veranstaltet, und zum erstenmal seit dem Kriege defilierten amerikanische Soldaten an deutschen Offizieren vorbei. Frau General Fredrick Funston veranstaltete für die Gäste einen großen Ausslug nach Mt. Tamalpais und einen Galaball im Hotel Fairmount. Die Polizei her Stabt gab den Matrosen im Deutschen HauS einen Herrenabend, und selbst die Stabt Oakland bereitete den Besuchern einen offiziellen Empfang gelegentlich eines Essens im Athens Athie- tic Club. Große Vereinigungen, wie die S. F. Handelskammer, Shrine Club usw., gaben Mittagessen, und die Handelskammer schickte eine Glückwunschkabeldepesche an die Stadt Hamburg. Die beiden großen Universitäten des nördlichen Kaliforniens, wie auch zahlreiche große Industrieanlagen wurden besucht. Ein Tairzkränz- chen des Ordens der Hermannssvhne, mehrere hübsche Festlichkeiten an Bord und Abschiedsessen für die bisherigen Gastgeber bildeten den Beschluß der harmonisch verlaufenen Besuchswoche am „Goldenen Tor". Als „Hamburg" eilte lich am 8. Juni die Anker lichtete, um nach Honolulu abzudampfen, kamen Bürgermeister Rvlph, Generalkonsul Dr. Ziegler und andere prominente Mitglieder des Bürgerkomitees noch einmal an Bord, um Lebewohl zuzurufen. Auf Befehl des Bürgermeisters waren auch Wagenladungen kalifornischen Obstes und 400 Blumensträuße an Bord gebracht worden. Wettervoraussage. Vorwiegend wolkig, später aufklärend, Winde aus südlicher' Richtung und wärmer, vorübergehend abnehmende Regen- und Gewitterneigung. Gestrige Tagestemperaturen: 23,3 Grad Celsius. Minimum: 15,2 Grad Celsius. Niederschläge: 0,4 Millimeter. Heutige Morgentemperatur: 18,4 Grad Celsius. kte»» N i ick ,, ^ion, “W. hl’Stt r'ltätin <)V yUtta ^etrüÄ. ' rcn m^-n on i?** *%& * YZD r--E Muingifit *Ä£ Mer. ;• «Jweie Frieünch Ln Seit vom Dl' %?9 eiaes bot. wn dm. breun nm "?Zei, ntutTt ;;,Mjau6. die tt vri' Gewahrsam brach er auf der Fluch» M Irinfroetfe. Sütger, um eine Wette wn Stunde auf brti ■ We angelangt, en Sa anfaU i Burg. !• WTB.'Funtfyruch.) atung" aus Burg mel- iem Gehölz duhi an btr getitz die 21 Lahre alle Ö ermorbet aujgefunben iie Frau mit einem har> Pi geschlagen, erbrolieü, Rade geslcheii. Ein an» Tatorte zurück. 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Jedenfalls müssen leichtsinnige Sammler darauf aufmerksam gemocht werden, daß sie durch tfyre Harmlosigkeit und LIntenntnis viel Unheil stiften können. Man verschaffe sich doch, wenn man einmal gern Pilze sammelt, eine Pckztafel und sehe sich die einzelnen Arten genau an. Die Unterscheidung ist nicht so schwierig, besonders dann nicht, toeirn man sich von einem Kenner hat aufklären lassen. Wertvoll ist. daß die Unterweisung heute fast in allen Schulen durchgeführt wird. Wenn Kinder Pilze in der Schule besprochen haben, werden sie später kaum in Versuchung kommen, giftige und eßbare Pilze zu verwechseln, da gründlicher Anschauungsunterricht das Verständnis begünstigt. Immerhin soll nicht versäumt werden, auf ein paar der giftigsten und zugleich schönsten Pilze hinzuweisen. Gerade die Pilze mit den leuchtenden Farben und der herrlichsten Bemalung sind häufig giftig. Da ist vor allem der Fliegenpilz zu nennen. Der rote Schirm hat weiße Tupfen.-Entzückend blitzt er durch das Waldesdunkel zwischen den grünen Farben und den braunen Baumwurzeln. Sein Stiel ist innen mit einem feinen Mark gefüllt. Faßt man ihn an, so ist er widrigklebrig. Mdn wird im allgemeinen kaum in Versuchung kommen, ihn zu brechen. Aber der Birke n r e i z k e r ist leicht mit dem eßbaren Eier- schwamm zu verwechseln. Rur unterscheidet sich sein Band von diesem durch Behaarung. Dem Sternpilz ähnelt der Hexenschwamm sehr, den man auch S a u p i l z nennt. Schneidet man ihn durch, dann läuft er sofort dunkel an, was immer ein gefährliches Zeichen ist. Die Stinkmorchel ist nicht weniger giftig. Ihr Geruch warnt indessen auch schon den Pilzunkundigen. Sehr ähnlich dem Champignon ist der K n o l l e n- blätterschwamm: nur, daß sein Stengel hohl und unten dicker ist. Wenn man Champignons sucht, kann man sehr leicht ein Opfer der Verwechslung mit diesem Pilz werden: man achte deshalb immer auf den Stiel. Den Schwefel- kopf erkennt man an seiner gelben Farbe, den Satan Pilz an seinem roten dickflüssigen Saft. Wer sich diese Pilzarten eingepragt hat, kann getrost der Freude des Sammelns nachgehen. Ss ist ein hoher Genuß, wenn man diese schönen Kinder des Waldes suchen kann. Manchem macht das Suchen mehr Vergnügen als das Essen, und cs braucht nicht erst darauf hingewiesen zu wer- dne, daß diese Tätigkeit neben der Entdecker- sreude zugleich der Gesundheit sehr dienlich ist. Unser neuer Roman. In der heutigen Bummer beginnen wir mit dem Abdruck eines neuen Bomans, der unsere Leser in den deutschen Süden, hinaus und hinauf in die bayerischen Berge führt und zugleich in eine von uns allen schmerzlich miterlebte junge Vergangenheit zurück. „Die Krummhölzer" von Michael Wagner, ein Dauernroman aus der aufgeregten Zeit der Nachkriegsjahre, der vom Schicksal eines großen und reichen Hofes erzählt; die Geschichte eines Altbauern und seiner drei Söhne und ihres Kampfes um die von Vätern und Großvätern überkommene Scholle, um das Glück ihres Lebens und um die trügerischen Ideale und Verheißungen einer neuen Zeit. Gießener Wochenmarktpreise. ov i*. <50, Vv-iU ouli) oj bio oO. Wirsing 30, Weißkraut 30, gelbe Rüben (d. Päckch.) 15, Melde 12, rote Rüben 20 bis 25. Spinat 40, Bömischkohl 10, Erbsen 25 bis 30, Mischgemüse 15, Tomaten 60, Zwiebeln 20, Meerettich 30, Rhabarber 20, Kartoffeln fneuc) 13. (alte) 5, Dirnen 40, Kirschen 40 bis 50, Heidelbeeren 40, Stachelbeeren 20 bis 35. Johannisbeeren 20 bis 30, Erdbeeren (Garten) 60 bis 70, Honig 40, Walderdbeeren (1 Liter - 80, Himbeeren 60 bis 80. junge Hahnen 100 bis 110, Suppenhühner 110 bis 120; das Stück: Eier 12 bis 13, Blumenkohl 69 bis 100, Salat 5 bis 10, Calatgurken 40 bis 60, Ober-Kohlrabi 15 bis 20, Rettich 10, Radieschen (Dd.) 10 Pfennig. • ** Hochwasser führten gestern abend auch die Wieseck, der Klingelbach und die Lahn unterhalb der Wieseckmündung. Die Flut drang verschiedentlich in die angrenzenden Gärten ein, wo allerlei Schaden entstanden ist. Heute früh hatte sich das Wasser glücklicherweise bereits zum größten Teil wieder verlaufen. 0 Verbesserung an den Schienengleisen der Straßenbahn. Zur Verbesserung des Schienenwegs der Elektrischen im Seltersweg werden die Schienen jetzt mittels eines besonderen Verfahrens, über das im heutigen Stadtverordnetensitzungsbericht Angaben enthalten sind, aneinandergeschweißt. Der Schienenstrang erhält dadurch ein festeres Gefüge. Die Verbindungslaschen werden dadurch überflüssig. Die durch die Schienenstöße verursachten Schäden an Gleisbau und Wagenmaterial werden durch das neue Verfahren wesentlich vermindert. • Tödlich verunglückt. Der 27 Jahre alte Arbeiter Karl Schäfer aus Wieseck kam gestern nachmittag gegen 5 Llhr an der Ecke Dieichstraße—Südanlage mit seinem Fahrrad zu Fall und geriet dabei unter ein mit Holz schwer beladenes Fuhrwerk. Der bedauernswerte Mann erlitt schwere innere Verletzungen. Die Freiwillige Sanitätskolvnne vom Boten Kreuz, die mit ihrem Sanitätsauto sofort an der Llnfallstelle erschien, brachte den Schwerverletzten nach derChirurgischeni Klinik, wo aber nur noch der inzwischen eingetretene Tod des Mannes festgestellt wurde. "VonderMarkus gemeinde. Am kommenden Sonntag, 11. Juli, hält die Markusgemeinde ihre Gemeindeseier (mit der Kinderkirche) auf der Hardt. Für Spiel und Unterhaltung ist, wie man uns schreibt, mancherlei vorbereitet. Näheres in der heutigen Anzeige. Borrwtizen. — Tageskalender für r« lttk tch an einem blasenartigen billigst 4995 D Der Kirchenvorstand. Gießen. Für Wiederverkäufer besondere Vorteile! Besichtigen Sie bitte unsere Fenster l Sandalen Haferlschuhe Reiseschuhe Tourenstiefel Arbeitsschuhe W. Hankel 7 ließen Baue 7 Telephon 612. Beachten _ Sie die Schaufenster Neustadt Nr. 79. Altes Blei iLZtetröhrem lauft BrühlicheDruckeret - D Schulirr. 7'9 wandt« bi« verschtebrnftrn Mitt«! d«rs«bUch an. Durch Schaumauflag« Vxprha-lSeifc mit Ob-rrn«v-r» Medizinal. yvtUU-VCIJV triielte leb rasch« Teilung. So schreibt *5rau B yack- mann, Wiesbaden. ver- fiSrkt M.I.- ZurNachbedanblung ist tzerba-chrem« desond. 3. empl. 3. hab. in alt Apvch. Drog- u.P«s. Missionsfest in der Kirche zu Annerod am Sonntag,dem 11. Juli 1926, nachmittags 1V2 Uhr. Redner: Pfarrasststent Hertel-Gießen und Missionar Lauk-Frankfurt. 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Neuheit AMM täglich frisch ein- treffenb, empfiehU Burg Staifenterg Nächsten Sonntag 5760D groKeT anzmuslk Astoria-Lichtspiele Bh einschließlich Sonntag: Parisette, II.Tei' end Schluß „Das Kind vor der Ehe“ 5764c Ld. H: Biecot Hoyer, Sondra Milo» Lichtspielhaus Bis einschließlich Sonntag: Grüß’ mir iss Monde KM am mein I. d. H.: Walter Stczak. Hanni Reinwald, W'ilheni Dieselmann. Nur noch heute6 4 interessante Akte Hinterden Kulissen der DeutschenReichspost Hauptversammlung und Festsitzung Sonntag, den 11. Juli 1926. 10'/, Uhr pünktlich Festsitzung in der Neuen Aula. I. Vortrag von Professor Dr. Loeschcke (Trier) .Römische Tob- und Glas-Industrie in Trier“ mit Lichtbildern. 2. Vortrag von Professor Dr. Rauch (ßieflen) „Von hessischer and miltelrbeinischer Kunst“ mit Lichtbildern. Gäste willkommen. 5743V Der Vorstand. - Marktstraße 30 5767a setzte dieserTage ein! Heute gehfs weiter! Wenn Sie die Leistungen meines Saison-Ausverkaufes ganz erfassen wollen, dann bitte benutzen Sie noch die letzten Tage zum Einkauf! Ein Sturm auf meine Waren dinCickr Donnerstag morgen 8 Uhr wurde unsere innigst- geliebte Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Else im Alter von 21 Jahren durch einen sanften Tod von ihrem Leiden erlöst. 04776 In tiefer Trauer: Familie Friedr. Büttner Heinz Bechstein u. Frau. Gießen (Landgraf-Philipp-Platz 10), d. 9. Juli 1926. Die Beerdigung findet am Montag, dem 12. Juli, nachm. 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Heute vormittag ll*/2 Uhr entschlief sanft unser lieber treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager, Vetter und Pate Herr LudwigLauDspach VIII., Schmiedenieister im 76. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Launspach II. Reiskirchen, den 8. Juli 1926. Die Beerdigung findet Samstag, den 10. Juli, nachmittags 2 Uhr statt. 5762D Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die reichen Blumenspenden bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen Ludwig Herzberger II. danken wir hiermit von ganzem Herzen. Familie Georg Herzberger III. Familie Ludwig Herzberger IV. Queckborn, den 8. Juli 1926. 576eD Kinder- u. Sportwagen- Versteigerung. Samstag, den 10. Juli, von 10 Ubr ab, versteigere ich Walttorstratze 36 tm Saal 04790 25 neue Brennabor-Wagen, 10 Handwagen, Fahrräder ufro., sowie Mobiliar aller Arr neu und gebraucht auch auf Teilzahlung. H. Bernter II., Auktionator u. Taxator Seltersweg 83. | Vermietungen^ •NMMdHW 2mtttelgr.3immer und 2 Kabinette, möbliert, m.Klavier- benutzung und Kochgelegenheit alsbald tu vermieten. Sehr, lngebote unL 04770 an den Gietz. 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Generalversammlung Dienstag, 20.Iuli, abends 9 Uhr, im Vereinsbaus. Versammlung am Samstag, dem 10. 7., abends 81 /, Ubr, im Kausrnänn. BereiuSbauS. Bericht über die Tagung in München und die Oesierreich- fabrt 04788 TageS-Ordnung: l.SatzungSänderung 2. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der TageS- Ordnung ersuchen wir dringend um rege Beteiligung. 576»d Der Vorstand. Wanderung Katzenfurt, Greisen- stein, Dianaburg, Braunfels. n41M Abfahrt 6.30 Uhr vormittags. Der Vorstand. Bestimmt aber in den nachstehenden Kukirol-Verkaussstellenr Germania-Drogerie, Frankfurter Stratze 39; Katser-Drogerle, Ltndeuvlav 5; Kreuz-Drogerie, Bahnbosstr. 51; LudwtgSvlatz- Drogerie, Roonstratze 2 und Neustadt-Drogerie; Victoria-Drogerie, Marktstratze 5; Drogerie Wallenfels, Markt 21 Almer- Hoff-Drogerie, Kreuzplatz 9—10. 2664m der t r Ä »«Ä d euren D ■MäbiteW $r‘ Jul der ^U| k,m?nrr Men. ZulaMg D sind. Geht hier r, so erreicht er WWW ia leider mit zu I Leben stehe Treiben schu | Aber nicht nur di IHM, daß heute Ehre voiüsamen Rechtsschutz« Draxls und die Rechts) dnclsach, natürlich nicht I Dielfach stehen die e | deinem Verhältnis zu' ; teung, Denn die Lerbi tzachen in bezug auf 1 »ihres Amtes oder ih iiffentlidien Sehen ganj | raffen, mit Qelbfttafcn gsringen &elbftrafen, ge •mein sich nicht wundem, graute im Reichstag tre einer Wetotterflc Lchilltt! 3u ihrem 1(X Dr. Pai l3dei'0igunq?angik'g Wer nicht nut das 6^teere der Leleidigr allein hat viele dazu li^en Verfolgung abzt örr Strafbesttmmungcr urer das Strafverfaht kf zu dem jetzigen 1 lesr vielen Fällen der prüfen jum Angekla hie Außenwelt so e Ijch zu reinigen, wetioien Detveis fei. Udes öeuZ7 Menen, Men I " ^rie. ^^ften j r L-Lsr- ' 'N Der 1 5767a —...................... in !l Tochter an in Hen, auf! ns L- es- ien INI 9. Juli 1926 576SD 8K!Mii MUck. Monats- Versammlung Im Bootsbau/ Der st* Monats- terfammlM affiS LloielW^__ -SZZ? sgfiy “w »wgfcrfW*- lidwig j 8 Uhr: nzert moisters ick ■stärkte Kapelle ANZ 5761c Ur. 158 Zweites Blatt Ehrenschutz. Von Dxrügerichtsdirektor Dr. O. L o e n i n g. Berlin. Bei der Iustizdebatte im Reichstag erklärte Reichskanzler Marx vor nicht langer Zeit, fti er nach seinen eigenen Erfahrungen sich ent- »offen habe, nie mehr die Gerichte zum Schuhe er Ehre anzurufen. Es ist überaus bedauer- ö, nicht daß aus dem Munde des höchsten tzplschen Beamten, der noch dazu aus dem Rich-- ßSstcmde hervorgegangen ist. eine solche Erllä- kvg abgegeben ist, sondern daß sie überhaupt ibic geben werden konnte. Marx hat nur das , üjzesprochen, was vor ihm und nach ihm sehr ■rite Persönlichkeiten, die im öffentlichen Leben |6en, gedacht und wonach sie gehandelt haben, ghfc zu oft hat es sich ereignet, daß in Deleidi- >tp4Sprozessen der Beleidigte statt der ihm zu» i foninenben Genugtuung den übelsten Rachreden i ’dift ausgesetzt wird, daß sein Privatleben, seine AnnlienverhÄtnisse Gegenstand der peinlichsten ISörlerung wurden. Alles unter dem Deckmantel Ikt sogenannten Wahrheitsbeweises oder der Limehmung berechtigter Interessen. Dabei cr- pycr es sich besonders häufig, daß gerade gticrü6er professionellen Ehrabschneidern, wie sie' Nachkriegszeit leider in so erschreckendem 'Atze hervo^ebracht hat, sehr häufig ein völlig ii-riloser Rachweis der Unwahrheit ihrer Zsinähungen überhaupt mcht erbracht werden '"(in, wodurch ost erst eine Schädigung des An- tkig der DÄeiligten eintritt, die in nicht seltenen Plor sogar beabsichtigt war. Dabei wird auf • 51, alte Regel: semper aliquid haeret, etwas ! Aobt immer hängen, spekuliert. And kommt barm ,«h eine tendenziöse Berichterstattung über den ' Weidiaungsprozeh hinzu, so wird man jenen ! Zuspruch von Marx leider nur allzu berechtigt • arnlennen müssen. Es ist tief zu bedauern, daß '6i rns im Deutschen Reich nicht jeder anständig ■ Br/enbe Mensch von dieser Art der Bekämpfung 'vn Segnern weit abrückt und daß weite Kreise •-t- allzu gern einem solchen Treiben Vorschub 1 ßtiie-n. Zum Teil ist unsere Gesetzgebung über die "Nirafung von Beleidigungen daran schuld. Die I an gehende Zulassung des Wahrheitsbeweises sliikchalt geradezu dazu an, in Derleumdungs- jDreien immer neue Behauptungen aufzustellen, IWi dm Gegner besonders verächtlich zu machen gMssnet sind. Geht hierbei der Beleidiger gc- "Sift vor, so erreicht er meistens sein Ziel. Die ;rrtVn Deleidigungsprozesse in den letzten Jahren ä-otin ja leider nur zu sehr gezeigt, daß jede im ZKuttichen Leben stehende Persönlichkeit einem flfcnrligen Treiben schutzlos ausgesetzt ist. Aber nicht nur die Gesetzgebung allein ist l-'ctilt». daß heute Ehre und guter Rame eines Bmdfamen Rechtsschutzes entbehren. Auch die 0B)nn8 und die Rechtsprechung der Gerichte hat natürlich nicht immer, dazu beigetragen. -Di! fach stehen die erkannten Strafen in gar ßlffii.-nt Verhältnis zu der Schwere der Derleum- wenn. die Verbreitung ehrenrühriger Tat- P'Hiq?n in bezug auf Persönlichkeiten, die wegen irlha; Amtes oder ihrer sonstigen Stellung im ÖNflmtlidjen Leben ganz besonders geschützt werden ranker, mit Geldstrafen, ja sogar nicht selten mit (H'fliiißen Geldstrafen, geahndet werden, dann kann nrw sich nicht wundern, wenn der höchste deutsche Vkmte im Reichstag eine Erklärung abgibt, tbii einer Bankerotterklärung der deutschen Justiz > i Beleidigungsangelegenheiten fast gleichkommt. nicht nur das Mißverhältnis zwischen €5doere der Beleidigung und erkannter Strafe acHnrt hat viele dazu geführt, von einer gericht- l 'rci^ Verfolgung abzusehen, auch die Auslegung tf-ct Strafbestimmungen und die Handhabung der täJbir das Strafverfahren gegebenen Vorschriften r6 Weimar gekommen war, der exzentrischen jnub dämonischem Frau von Kalb folgend. rzbich zerrte an den Ketten dieser auf* numien Beziehung zu der geistig-leidenschaft- tipei „Titamde", und das Heim der fein kul* iöiiiat 330 000 M>. ist der Vorlage entsprechend vorzunehmen. Das Bau- darlehen für die einzelne Wohnung aus der Sondcrsteuer beträgt 5000 Mk. 3. Der Aufnahme einer Anleihe für dös Vauprogramm 1926 in Höhe von 550 000 Mar? wird zugestimmt. 4. Die durch Beschluß der otadtvcrordneten- Vcrsammlung vom 29. April 1926 zur Unter“ bringung Obdachloser genehmigten Mittel in Höhe von 10 000 Mk. werden zum (Zinsendienst eines für Len Bau von 15 O b d a ch l o s e n w o h n u n» gen nötigen Kapitals in Höhe von 100 000 Mk.. welche in der Gesamtsumme der Anleihcmittel von 550 000 Mk. mit enthalten sind, verwendet. 5. Die Höhe der städtischen Baud ar - lehen aus An leihe Mitteln von 550 000 Mark wird wie folgt festgesetzt: für eine 3-(Zimmerwohnung 4000 Mk., für eine 4-(Zimmerwohnung 5000 Mk. für eine 5-Zimrnerwohnung 6000 Mk. Die Verzinsung der Darlehen hat zum gleichen Zinsfuß zu erfolgen, Len die Stadt für ausgenommen? Anleihegelder bezahlen muh. Die Tilgung wird, wie im Vorjahre, auf 1 Proz. festgesetzt. Der (Zinssatz für im Rj. 1926 an Private gegebene Baudarlehen wird auf 8 Prozent festgesetzt. Die Vorlage wird ohne Debatte einstimmig angenommen. (Erbauung eines Kulissenhausses für dos Sfabtftjeafer. Dio Stadtverwaltung beantragt, für die Ausführung eines Äuliffcnhaüfes mit 'Schreinerwerkstätte usw. für das Stadttheater einen Kredit von 70 000 Mark zu bewilligen. Der Berichterstatter betont, die jetzigen Zustande bei der Unterbringung der Kulissen im Stadttheater könnten nicht mehr.langer aufrechterhalten werden. Die Kulissen seien unter dem Zuschauerraum untergebracht, das sei nicht nur betriebstechnisch sehr unangenehm, sondern bedeute auch eine erhebliche Gefahr für das Publikum im Falle eines Brandes. Um diese Gefährdung zu beseitigen und betrieblich einwandfreie Verhältnisse zu schaffen, sei der Bau eines Kulissenhauses dringend erforderlich. Der Bau soll auf dem städtischen Grundstück an der Johannes- straße, gegenüber dem Stodtl Heater, errichtet werden. Angesichts der Dringlichkeit der Verbälinisse haben der Finanzausschuß und die Theaterdeputation bereitwilligst die Mittel zur Verfügung gestellt. — Die dringende Notwendigkeit dieses Baues wird auch von sozialdemokratischer Seite anerkannt. Das Haus stimmt dem Bau und der Kreditanforderung einstimmig zu. Gartenbau- und Elektrizitäts-Ausstellung. Für die geplante Gartenbau- und Elektrizitäts- Ausstellung vom 11. bis 19. September in der Volkshalle wird ein (Garantie fonbs der Stadtin Höhe von 5000 Mk. bewilligt. Beig. Dr. Seid weist darauf hin, daß eine vom Dolkshallenverein beabsichtigte große Gewerbe- Ausstellung nicht zustande kommen konnte, weil die Zahl der Aussteller unter dem Drucke der wirtschaftlichen Not ungenügend geblieben war. Es erscheine jedoch angebracht, eine Ausstellung von Gartenbauerzeugnisten und zugleich eine Schau der vielfachen Verwendungsmöglichkeiten der Elektrizität herzu- richten. Die Gartenbau-Ausstellung wird von der Gärtneroereinigung, dem Kreis-Obst- und Gartenbauverein usw. geschaffen, die Elektrizitätsausstellung richten der Jnstallateuroerband und das städtische Elektrizitätswerk gemeinschaftlich her. Der Verkehrsverein plant allerlei Werbeoeranstaltungen, wie Konzerte, tägliche belehrende und aufklärende Vorträge, Vergnügungen usw., die sämtlich mit der Ausstellung verbunden sein sollen. Tröger der gesamten Veranstaltung ist der Volkshalleverein. Die Ausstellungswoche soll nicht nur der städtischen Bevölkerung, sondern auch dem Londe ideelle Vorteile bringen. Für die Stadt sei aus dem Vorhaben natürlich verstärkter Fremdenverkehr zu erwarten, und Sitzung der Stadtverordneten. * Gießen, 8. Juli 1926. Aach achtwöchiger Ruhepause trat die ©tobt« r>erordneten-Dersaimnlung heute wieder zu einer Sitzung zusammen. Eine recht umfangreiche Tagesordnung war im Laufe der beiden Monate entstanden. Trotz der Reichhaltigkeit der „Speisekarte" brachte das Haus es fertig, die öffentliche Arbeit in etwa 2l,Stunden zu erledigen: die „Rederitis" war heute nicht vorhanden. Wenn das nur immer der Falt. wäre! Eine Tleberrafchung brachte der wichtigste Punkt der Tagesordnung, das CBa u Programm 1 926: es wurde ohne Debatte(I) einstimmig angenommen. Dieses allgemeine Schweigen hatten wir bei dieser Vorlage ganz und gar nicht erwartet. Richt etwa, als ob wir enttäuscht wären über das Ausbleiben der Redeschlacht: das Gegenteil ist der Fall! Aber es gehörte nun einmal für etliche Stadtverordnete zur Pflichterfüllung. Gewohnheit oder unbezwingbaren Reigung. bei einer solchen Vorlage eine Rede vom Stapel zu lassen, und wenn sie auch nut zum Fenster hinaus ging! Aber es geht auch, wie heute bargetan, ohne tönende Reden, und deshalb spenden wir diesem allseittgen Schweigen, das der Beschleunigung der Arbeit vortrefflich diente, unseren Beifall. Zu der Vorlage selbst wäre zu bemerken, daß sie mit den geplanten 95 Wohnungen natürlich nur eine bescheidene Linderung der Wohnungsnot bringen kann — gegenwärtig sind etwa 1500 Wohnungsuchende vorhanden, von denen ungefähr die Hälfte als dringlich anerkannt ift —. immerhin aber bete eift sie. daß die Stadtverwaltung und das Stadtparlament der ernsten Frage mit vollem Verständnis nach besten Kräften gerecht zu werden bestrebt sind. Daß nicht noch mehr getan werden kann, liegt an den ungünstigen Zeitverhältnissen. Zusttmmen muß man auch dem Beschluß der Stadtverordneten, ein K u l i s s e n h a u s für das Stadttheater errichten zu lassen. Die Begründung für diesen Beschluß, die aus dem untenstehenden Bericht zu ersehen ist, legt die Dringlichkeit dieser Maßnahme hinlänglich dar. Denn wichtiger als diese Geldausgabe ist doch, daß vorbeugend alles getan wird, um Verluste an Menschenleben bei einem etwaigen Phea- terbranb möglichst vollkommen auszuschließen. Hab dazu gehört auch die Beseitigung eines Zustandes. dem diese Vorlage ein Ende machen soll. Hoffentlich werden die Arbeiten so kräftig gefördert, daß man recht bald unter die bedenklichen Verhältnisse von heute den Schlußstrich machen kann. Den Zwecken der Derkehrswerbung dienen einige Deschüisse. die wir im Interesse der Stärkung unseres heimischen Wirtschaftslebens gern begrüßen. 3m übrigen beschäftigte man sich mit zahlreichen anderen belangreichen Vorlagen, über die im Bericht Näheres zu lesen ist. Litzungsbcricht. Anwesend die Beigeordneten Dr. S e i b, Dr. Frey, Dr. Hamm, Iustizrat Dr. Rosenberg und 39 Stadtverordnete. Der Zuhörer- raum ist nur mäßig besetzt Die Verhandlungen leitet Beigeordneter Dr. Seid in Vertretung des beurlaubten Oberbürgermeisters. Das Bauprogramm 1926. Der Bauausschuß und der Finanzausschuß empfehlen >den nachstehenden Antrag zur Beschlußfassung: 1. Das Wohnungsbauprogramm für 1926 wird wie folgt genehmigt: a) Private: 1. Rühl u. Hof, Woh>rungen für Reichs- und Postbeamte 12 Wohnungen 2. Sonstige Private, schätzungsweise b) Baugenossenschaften: 1. Baugenossenschaft 1891 2. Siedlungsgesellschaft für Verkehrspersonal c) Stadt Gießen: decken können, denn chre „geliebte Gestalt" schwebte ihm auch in seinen Träumen vor. So ward Lotte „fein Geschöpf" im schönsten Sinne, und als ihr der Schöpfer genommen wurde, als sie seinen letzten Kuß. seinen letzten Händedruck empfangen, da lebte sie weiter in treuer Demut als sein Geschöpf. Wie die heilige Herdflamme, die niemals verlöschen darf, trug sie in ihrem Herzen sein Andenken, erzog in diesem Geiste die Kinder, trauerte um des Vaterlandes Fall und jubelte über seine Befreiung, gab ihren ältesten Sohn für den heiligen Kamps, glaubte an Deutschlands Zukunft und Größe. Ihre höchste Aufgabe sah sie darin, Schillers Erbe zu verwalten: sie lebt und webt weiter in seiner Welt und in seinem Werk. Aus den Briefen an den treuen Freund Cotta, die erst kürzlich veröffentlicht wurden, wissen wir, wie sie für die von Körner herausgegebene Gesamtausgabe sorgte, ungedruckte Handschriften und ältere Fassungen heraussuchte. Sie selbst wollte sein Leben schildern: aber als sie an die erste Begegnung mit ihm kam, entsank ihr die Feder, und ihre Schwester Karoline hat das Werk vollendet. Das Beste und stoch heute Lebendige, was über Schiller aus dem Kreise der ihm Rahestehenden veröffentlicht wurde, trägt den Stempel ihrer Persönlichkett, und so sehen wir Schiller am schönsten mit den Augen der Liebe, die ihm Lotte bis zu ihrem letzten Atemzuge geweiht hat. Thomas Jefferson und John Adams. Zu ihrem 100. Todestage. Don Eberhard B i r k h a u s. Wenn man vor zwanzig Jahren den Primus einer Prima gefragt hätte, wer ist und was leistete Thomas Jefferson, so würde man keine Antwort bekommen haben. Derselbe Träger einer Eins in der Geschichte, der über Amalasunda und Alkibiades, über die acht Frauen Heinrichs des Achten und Iwan den Schrecklichen genau Bescheid mußte, hatte keine Ahnung von dem ersten Präsi beulen der Vereinigten Staaten von Amerika. Obwohl er als Briefmarkensammler täglich seine Bilder, die bekanntlich die Marken der Union zieren, wenn auch gedankenlos betrachtet und unterschieden hatte. Höchstens Washingtons überlegenes kluges Gesicht war ihm bekannt, wie er auch von diesem genialen Gründer Nordamerikas wenigstens einige Anekdoten wußte. Das ist jetzt anders geworden, der fulminante Aufschwung des Sternenbannerlandes zwingt uns Achtung und Bewunderung vor dem staatsmännischen Geiste auf, der damals von 1770 ab in diesem werdenden Weltreiche herrschte. Einer dieser Meister in der Erziehung eines reich begabten, aber bunt zusammengewürfelten, sich bildenden Bolkswesens war Thomas Jefferson, der dritte Präsident der Vereinigten Staaten, an den mir durch seinen hundertsten Todestag am 4. Juli 1926 erinnert werden. Wie Washington und so viele andere Leiter der jungen Union stammte auch Jefferson aus Virginien. In Charlottesvilla stand seine Wiege, und sein Vater mar ein gesuchter Landmesser, der aber höheres Streben bewies und die erste brauchbare Karte seiner weiteren Heimat geliefert hat. Der 1743 geborene Knabe zeigte sich sehr begabt, sein Vater führte ihn in die Mathematik ein, in jungen Jahren erledigte er die höheren Sdjulen und fiel durch seine große Sprachkenntnisse auf, er beherrschte Griechisch, Lateinisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. Daß er auch Deutsch gekonnt hat, geht aus einigen Briefstellen hervor, aber, da in Virginien soviel Deutsche saßen, hielt man es nicht für wichtig, den Umstand zu erwähnen. Er wurde ein Staatsmann, seine ausgesprochen demokratische Gesinnung ließ ihn für allerhand Reformen eintreten, er stritt für Abschaffung des damals noch herrschenden feudalen, altbauerlichen Erbrechtes, daß dem ältesten Sohn das ganze Gut des Vaters sicherte (über dessen Wert in einem überreich mit jungfräulichem Lande gesegneten Staate man übrigens sehr streiten kann). Er trat ein für die Abschaffung der Sklaverei und für die Trennung von Kirche und Staat. Von tiefer Wir- fung war sein Kampf für bas Dezimalsystem, der mit dessen endgültiger Einführung in den Vereinigten Staaten endete. daher rechtfertige es sich, daß die «ladt oud) eine Garantiesumme übernehme, die ja nur für den Fall eins Defizits zu leisten sei. Der Führer der Deutschen Volkspartei dankt dein Volkshalleverein und Dr. E e i s für ihre tatkräf- ligen Bemühungen. Man dürfe überzeugt sein, daß hier eine schöne sehenswerte Ausstellung hergerichtet werde. Zur Derkehrswerbung übernimmt die Stadt in den Werbeschriften „Mit der Reichsbahn durch das Lahntal", „Mit der Reichsbahn in den Taunus" je eine Anzeigenseite zum Preise von je 300 Mk., und in der Werbeschrift „Das deutsche Eisenbahnwesen der Gegenwart" zwei Anzeigenseiten zum Preise von 240 Mk. für die Seite. Der Verkehrsverein unterstützt diese Werbearbeit durch Bereitstellung von photographischen Aufnahmen und Bezahlung der erforderlichen Klischees. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. Zur Errichtung einet Wohn Hausgruppe für Reichsbeamte in der Wilhelm- straße werden die Glaser-. Schreiner-, Verpuh- unb Anstreicher-. Schlosser- und Anschlagarbeiten und die elektrische Beleuchtungsanlage an Gießener Firmen vergeben. Für den An- u n ö Umbau der Be - zirksschule in der Westanlage werden die Verputz- und Anstreicher-, sowie die Schreinerarbeiten an Gießener Firmen, die Steinhauerarbeiten an einen Unternehmer in Londorf vergeben Die Vergebung der Pflaster- unh Chaussierungsarbeiten zur Befestigung neuer Straßen wird wie folgt entschieden: Gaffky- straße zwischen Lupusheim und Frankfurter Straße an die Bauhütte Gießen zum Angebots- vreise von 6830,90 Mk. unter Mr Bedingung, daß die Bauhütte die Arbeiten selbst in fachmännischer Weise ausführt. Wilhelmstraße zwischen Weiherbe und Ausweg und Derbindungs- straße zwischen Liebig- und Wilhelmstraße an Ernst Wagner in Gießen zum Angebotspreis von 4904.60 Mk. Straße am Amtsgericht und Am Kugelberg an Ernst Wagner in Gießen zum Angebotspreis von 4874.10 Mk. — Ein Redner der Deutschen Volkspartei rügt, daß für das Rord - und A ordn st viertel immer noch sehr wenig zur Herstellung der Straßen getan werde: er weist hierbei besonders auf die Ederst r a h e hin. Beigeordneter Dr. Hamm weist auf die kürzlichen Reparaturen in verschiedenen Straßen des erwähnten Stadtviertels hin: hinsichtlich der Eder st raße bemerkte er, daß der mangelhafte Fortgang der Arbeiten durch einen dortigen Grundbesitzer verschuldet werde, der für einige Quadratmeter Boden, die zum Straßenausbau benötigt werden, so große Schwierigkeiten mache, daß ein Enteignungsverfahren notwendig fei und erst durchgefuhrt werden müsse. Von einigen vvlksparteilichen Stadtverordneten wird gefordert, den Rumen dieses Mannes öffentlich zu nennen; der Vertreter der Verwaltung empfiehlt, sich deswegen an die Stadtverwaltung zu wenden. Die Lieferung von 500 Meter ©ranitfteinen zur Reubefestigung der Rodheimer Straße wird der Firma Anton Bräuer in Sonderbach (Odenwald) zum Preise von 12.25 Mark für den lfd. Meter frei Bahnhof Gießen übertragen. Gesamtbetrag 6125 Mk. Von der A.-G. Eiserfelder Steinwerke in Eiserfeld sollen die Grohpslastersteine für die Rodheimer Straße zum Angebotspreis von 9152 Mk. bezogen werden. — Don einem Vertreter der Mittelstandsvereinigung wird gewünscht, die Verwaltung möge für beschleunigte Fertigstellung der Pflasterung in der Rodheimer Straße sorgen, denn die dortige DerkehrSsPerre sei recht unangenehm. — Sin sozialdemokratischer Redner wünscht zu wissen, warum die Verbreiterung der Bahnunterführung in der Rodheimer Straße jetzt nicht mit vorgenommen werde. Von der Verwaltung wird ihm geantwortet, diese Arbeit sei für den nächstjährigen Voranschlag vorgesehen. im Zusammenhang mit einer Reu - geftaltung der Westanlage. Die Herstellung des Unterbaues für die neu zu befestigende Westanlage zwischen Bahnhof- und Frankfurter Straße in Betonplatten, sowie die freihändige Vergebung der Lieferung und Verlegungsarbeiten an die G. m. b. H. Basaltwerke Gießen wird genehmigt. Kostenpunkt 25 000 Mk. Die Pflaster- und Chaussierungsarbeilen für die Reubefestigung der Frankfurter Straße zwischen Friedrich - und Klinik st r a ß e werden an die Firma Weimer G. m. Er war ein vorzüglicher Schriftsteller, es fehlte ihm aber die Fähigkeit, flüssig und zündend und überzeugend zu sprechen, für einen Mann der öffentlichen Geschäfte ein mißliche Sache. Er löste diese Schwierigkeit in einer Weise, die eines schicksalshas- ten Beigeschmacks nicht entbehrt. John Adams, fein Jugendfreund, der Freund feines ganzen Lebens, mar ein geborener Redner, einnehmend und hinreißend, und er verfocht seines Freundes Pläne und Anschauungen in der Oeffentlichkeit, im Konareß und in den Versammlungen. Er wurde nach Washington 1797 der zweite Präsident, und Jefferson löste ihn 1801 in dieser höchsten Würde des Sternenbannerslandes ab. Und seltsam, romantisch, die beiden halten sich bis zum letzten Atemzuge aus, am 4. Juli 1826, als Jefferson im Alter von 83 Jahren starb, starb auch John Adams auf seinem Land- gute Quincy, eine Art politischer Symbiose. Jeffersons große Tat war die Auffassung jenes Manifestes, das unter dem Namen der Unabhängigkeitserklärung Weltruf und Weltwirkung hatte. Die ungeschickte, auf einseitige Stärkung englischer Handelsinteressen gerichtete Politik Georg III. hatte zum Aufstand der Staaten Neuenglands geführt, die von Washington aufgerufen, die Engländer zu gewaltigen "Anstrengungen zwangen. Das war Anfang der 70er Jahre des vorvorigen Jahrhunderts, der Krieg zog sich als Guerillakampf hin, da landete ein englisches Heer in Sandy Hook und brachte die bisher nicht einigen Mitglieder des Koiigresses sofort zur Einigung. Jefferson verfaßte die Erklärung. Adams und Franklin verbesserten etwas daran, und so ging dies bedeutsame Schriftstück seinen Weg, das die Union errichtete und dabei die Menschenrechte verkündete. Kurz, bündig, gemäßigt, dabei aber seltsam, theoretisch für diesen ganz praktischen Zweck, zeigte seine Wirkung, daß Inhalt und Form ruhig und weitsichtig gewählt waren. Und wenn das Einhundertmillionenvolk der Sterne und Streifen heutigen Tages den Unabhängigteitstag feiert, so feiert cs Jefferson, die rechte Hand Washingtons. In Washingtons Kabinett war Jefferson Staatssekretär, wie John Adams Vizepräsident, und, als Adams Präsident wurde, war er Vizepräsident und siegte, als die leidige Politik zwischen diesen siame- sischen Zwillingen einen tiefen Streit heraufbe- b. H. Gießen zum Angebotspreis von 8600 Mf. übertragen, unter der Bedingung, daß die Arbeiten von der Firma Weimer selbst fachmännisch ausgeführt werden. Für die S t r a ft c n r c ( n i g u n g wird die Lieferung der automobilen Kehrmaschine mit Wasserkessel und zwei Ersatzwalzen zum An- gebotspreis von 10 860 Mk. an die Firma Krupp in Essen vergeben. — Die Anlieferung der Maschine wird in etwa 14 Tagen erfolgen. Die Verlegung der Brecheranlage int städtischen Steinbruch soll die Gesellschaft für Beton- und Eilenbetonbau m. b. H.. Gießen, zum Angebotspreis von 19 800 vornehmen. Zur Erweiterung der maschinellen Anlagen für h i c Kläranlage werden vergeben: die Lieferung der Hochwasserpumpen der Firma Gebrüder Sulzer A. G.. Ludwigshafen, der Schlammförderanlage dem Dr. Ing. Breitung. Wiesbaden, für Fabrikat Beck & Henkel in Kassel zu ihrem Angebotspreis. Elektrizitätswerk und Straßenbahn. Für die Schweißung von etwa 150 Schienenstößen wird ein Kredit von 4200 Marr bewilligt. Den Auftrag erhalten die Elektro'Therinit G. m. b. H. in Berlin. Die Lieferung von 5 0 0 Meter Hoch. spannungSkabel wird der Vereinigte Zünder- und Kabelwerke A. G? rn-Meißen übertragen. Der Kredit von rund 3600 Mark wird gewährt. Von der Firma Konrad R ü b I a m c n in Gießen sollen 350 Kubikmeter Lahnkies für die Kabelverlegung zum Angebotspreis von 10,30 Mark je Kubikmeter bezogen werden. Erforderlich sind 3605 Mark, die genehmigt werden. Der für die Errichtung eines Industriell m s p a n n w e r k e s in der Rahe der Zirms Bänninger bewilligte Kredit von 60 000 OHarf wird um 20 000 Mark auf 80 000 Mark erweitert. — Die Arbeiten für die Kabelverlegung nach dein Umspannwerk Werdern dem Pslasterm^n Karl Schäfer in Wieseck zum AngebotsprüL von 10 602 Mark übertragen mit der Maßgabe, daß dem Unternehmer die Bedingung auserlegt wird, bei der Ausführung der Arbeiten tunlichtz Erwerbslose aus der Stadt Gießen zu beschäftigen. — Die Defchassung von sechs Oelschalterir für das Industrie-Umspannwerk zum Gesamt- Preise von 3930 Mark wird der AEG., Gießen,! übertragen. Volksbad. Für die Verbesserung des im Volks bad zui Warmwasserversorgung erforderlichen Gegen- stromapparates wird ein Kredit von 3500 Olhd bewilligt. Der Umbau des vorhandenen genstromapparates und die Einschaltung cind neuen Apparates wird der Firma Schifs- st a e b t zu deren Angebotspreis von 2540 Mail übertragen. Die weiter erforderlichen 2(rbeiten| und Materiallieferungen erfolgen durch das Gis-I und Wasserwerk. Der Berichterstatter weist auf den erfreu»' lichen Aufstieg in der Frequenz des Bades hin. und spricht der Verwaltung Anerkennung aui für die gute Geschäftsführung, die hier aut einem Schmerzenskind in früheren Jahren beute einen gut rentierenden Betrieb gemacht habe. Der Rampenabschluß am Bahnhofsvorplatz. Eine Erhöhung der Brüstungsmauer üb« den Läden des Rampenabschlußgebäudes urüd. Ferner' ettoa noch Mündend em Kredit von 1500 1 Aussetzungen bewilligt Ter össentlichen 5 luchr (Beratung. äriegsgtfatu Tom Presseamt Aertum wird mitgetei Aach Mleilunc im 2loiDofi6irlt (früö feit 2luguft 1923 216 Sprengen? ermittelt tot billig zurückgeblieben bii Konsulat zur Zc 40 Personen, deren 2 „ ei» ' k * , -alloft u SW rtzxrr' NS" ut# \ Rolle- u 4 einPufr« H Wäsche । K dieWasd ■ damit kö< ■ sidier bei ■ selbst^' ■perflor c I die Wäsdic j iroiidem Icinmaligcsvic lästiges Reiber KAU-BONB — -A5 »ELLSCHAFT, FRAN Pcrflor niemals heiß auf lösen Werkes sehr gering. He. (323) esehen haben. daß letztere Millionen Menschen Eintritt frei! Eintritt frei! 5747V G.F.8 gegeben werden. Der Festausschuß KFURT A.M) WRIGLEY AKTIEN-GE5 alt und jung, in edlen Teilen der Welt, erfreuen sich der angenehmen Wirkung und des hervorragenden Wohlgeschmacks von WRIGLEY P. K.- Kau-Bonbons. Erfrischend, von dauerndem Aroma, vorzüglich für Zähne und Mund. Regen den Appetit an und fördern die Verdauung. Mittelrheinische und hessische Kunst Friseuse will nur an dem einen Tag einen Schlag gehört und dann gesehen haben, bat) letzten einen roten Backen hatte, während er am nach- sten Lage dazu gekommen sein will, wie der Maschinenmeister einen Schrubber 5um Schlage gegen die Friseuse erhoben habe. Das Haar derselben sei zerzaust gewesen, auch sei abends an ihrem Kopf eine blutende Beule festgestellt worden. Das Gericht hielt, da auch der Dienstherr s. Z. wegen Beleidigung des Maschinenmeisters verurteilt worden war, die Sache nicht für ausreichend geklärt und sprach ben letzteren deshalb mangels ausreichenden 'Beweises frei. Ausstellung von Photographien Reproduktionen und Originalen des Kunstwissenschaftlichen Instituts der Universität Gießen in der Kleinen AuladerUniversität von Samstag, den 10. Juli, bis Montag, den 12. Juli 1926 Geöffnet am Samstag von 11 bis 7 Uhr, am Sonntag u. Montag von 10 bis 7 Uhr s Lahiwserr. einer DetvnschuhwM" ang des Lahnuserr i ird ein Kredit fen! gestellt. dem Heuen Jtietijoi. 1 eines clelttili )ic Glocke in der 5 z dm Aodtberg Wb rebit non 1400 Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Isr. AeltgionSgemetnde. DotteSd. i. b. Synagoge (Südanlage). Samstag, den 10. Juli 1926. Borabd- 7.45, morgens 8.30, abends 8-55 u. 9Z5. Gottesdienst der tfr. NeltgionSgesellschaft. Sabbatfeier, den 10. Juli 1926. Freitag abds. 7.45, Samstag norm. 8.00, Predigt, nachm. 4.30, Sabbat« ausg. 9.35. Wochengottesd: morg. 6.30, abds. 7.15. — Die „Europäischen Gespräche- «Deutfche BerlagSanftalt. Stuttgart-Berlin) überlassen den größten Teil des Baums ihres neue* Uen Heslcs 6 einer Darstellung der Dorgeschickte des russisch-iapanischen Krieges von 1901. die de- sonder» auf dem Material fußt, welches die russische Devolution auä dm Archiven der Zarenzeit an den Tag gebracht bat. Dieser Aussatz des amerikanischen Historikers Langer steht im gröberen Zusammenhang einer ganzen Beide von Darstellungen über bU Vorgeschichte der Kriege im 19. Jahrhundert, eine Reihe, die zum Grundsätzlichen der Kriegsschuldforschung schon manches beigettagen hat und vor ihrem Abschluß noch beitragen dürfte Die im gleichen Heft mitgc» teilten Dokumente, der Bericht des amenkamschen Botschafters Hougbton über die europäische Lage und ein Äachtrag von französischer Seite zur Korrespoildewz in der Sccherheitsfrage, sind als Beiträge zur Geschichte dieser Frage von höchster Bedeutung' sie machen evident, dal; der Anstoß zu diesen Dcrhandlungen von Amerika aus- gegangen ist — Das 1. Heft des dritten Vierteljahres der „Zeitwende" eröffnet ein Aussatz Karl Notzels, in dem er ein Bild der gewaltigen Polizeiherrschaft in Ruhland gibt, die in der Weltgeschichte nicht ihresgleichen Hal. Bruno Gutinann, der Vorkämp' fer für einen organischen Bolls-, Staats« und Kirchenaufbau entwickelt in feinem Aussatz „Die apokalvptischcn Reiter" seine Gedanken mit Hilfe der liefen Symbole der Apokalypse. 9m Reiter auf dem weißen Roh sieht er den heldischen Einzel« sichrer, der mit seiner Machtherrschaft die organischen Bindungen löst und so den drei anderen Reitern den Weg bereitet. Die Geschichte eines Werkstudenten aus der Vorkriegszeit, einen Roman voll Menschlichkeit und feiner Ironie zeichnet Hermann Horn in seiner Erzählung „Die schwere Last". Arno Duch sucht vorn religiösen Leit- und Kcrngedanken aus ein neues Verständnis Rankes zu finden. Walter Linden gibt eine überaus orientierende Gefamtübersicht üticr das Goethebild unserer Zeit. Aus Rankes kürzlich entdecktem wuchtigen Jugendfragment über Luther, das diesen mit überraschender Klarheit behandelt, bringt das Heft ein prachlvpllcv Stück. Die Bildbeilagen bringen Reproduktionen von Bildern der romantischen Malers K. Ph. Fohr, über den in einer Randbemer- hing eingehend berichtet ist. (C. H. Becksche Ver- lagsbuchhandlung in München.) dec städtischen £oW igen Höhe mit 4 t 1 Dabattsah von 5 P >r 3000 Tonnen cm :t Iic Mckvttgnm eeeeeeeee©®<»e«©eee»e»e»e®®eeeö6eeeeeoe 53. Gauturnfest desGaues Hessen der D.T. in Nidda am 10-, 11. und 12.Iuli1926 Samstag: mittags Beginn des Volksturnens- in der Turnhalle Begrüßungsfeier mit Meisterschaftskämpfen: abends 81 \ Uhr auf dem Festplah: Konzert und turnerische Vorführungen. Sonntag: 51/, Uhr Feldgottesdienst; 6 Uhr: Beginn des Wetlurnens und Fechtens: 11'/, Uhr: Iugendfeier in der Stadtkirche: 1 Uhr: 'Aufstellen des Festzuges (Ludwigstt. u. ob. Dahnhofstt.),- 3 Uhr: Allgemeine Freiübungen: Endkampf der Turnerinnen, Bezirks- und Dereinsriegenturnen: 7 Uhr: Siegerverkündigung. Montag: 8 Uhr Endkampf der Turner im Sondervolksturnen: 2 Uhr: Festzug, Aufstellen auf dem Marktplatz: Endkämpfe, Spiele u. a.; Jugendfest: 5 Uhr: Siegeroerkündigung für Dolksturnen und Musterriegen. Täglich vormittags und nachmittags: Konzerte der Reichswehrkapelle Fulda und Feuerwehrkayelle Nidda. 5719D Abends TanZ und Volksbelustigung. Dauerkarten Mk. 1.50 (für Angehörige Beikarten zur Dauer« Karte Mk. 1.-); Tageskarte am Samstag und Montag je 50 Pf., am Sonntag Mk. 1.-. Eintritt am Samstagabend in die Turnhalle gegen Sonderkarten, die nur in beschränkter Zahl aus« Päckchen = 4 Stück = 10 Pf. Ueberall erhältlich! WRIGLEY Se dadurch ° ° etrf S »SÄ .Ss> caon zu bringen. Diese Jnse-tcn beatzen eine grope Dorliebe für verwesende Stosse: und wie oft lammt cs vor. dah ste sofort nach der innigen Berührung mit der Leiche einer Maus oder eine- halbverfaul» en Käfers ihren Rüssel in unsere Blutbahn ver- senken! Die Folge eines Mückenstichs kann unter Umständen eine recht bedenkliche Blutvergiftung sein. Zunächst jedoch fängt es an der Slichstelle an zu jucken, zu brennen und zu schmerzen: die Umgebung wird hochrot und schwillt an. Gerade in dem blutgesäßreichen Gesicht kann es leicht zu ausge- ' ernten Entzündungen kommen, die sofort ärztlicher Behandlung bedürfen. Wird zu lange gezögert, so ist auch schon im Anschluß an den im ersten Augen^ blick ganz harmlos erscheinenden Muckcnsttch die Blutvergiftung entstanden. Gin wenig anders liegen die Dinge, wenn eine Biene sticht. Diese Tiere stechen gewöhnlich nur in das Muskelgewebe: wcht um zu saugen, sondern sie gebrauchen den Stachel als Angriffswaffe. Auch hier setzen häufig heftige Cntzündungserscheinungen ein, die aber glücklicherweise meist örtlich begrenzt bleiben. Hur wenn der Stich zufällig eine größere Blutschlagader trifft und so das Bienengift unmittelbar in die Blutbahn gebracht wird, kommt eS zu Blutvergiftungen, die sogar tätlich verlaufen können. Aber im allgemeinen sind die Bienenstiche ungefährlich- — Es ist unbedingt erforderlich, daß baldigst versucht wird, den Stachel aus der Stichstelle zu entfernen. Betupfen mit Salmiakgeist lindert die Schmerzen und verhütet die Weiterwirkung des Giftes. Bei stärkeren Ent- zündungSerscheinungen sind Umschläge mit essigsaurer Tonerde oder Dleiwaffer zu empfehlen. Heftiges Brennen wird durch Salbenverbände mit Vaseline ober mit Borsalbe gelindert. Sobald die Rötung und Schwellung beginnen, sich an Armen oder Deinen auszubreiten, muh das befallene Glied ruhig gestellt und'hoch gelagert werden. Ganz besonderes gefürchtet sind Insektenstiche im Mund: hier muh unter allen Umständen sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden, da sonst die Gefahr schwerster Krankheitserscheinungen drohte. Bis zum Eintreffen des Arztes ist es zweckmähig, mit schwacher Salmiaklösung zu gurgeln. jhnfc-g toltb ■ Qn bii- N j. 15 r C bcn'A*' *lat yMt 'nuVftahtnbai,n- d ein : Qluhroo ll. 6on ü 500 Tn;,ln- wird c£§5! ÄvD SS«-y toetben. ** V* Snbufhi ftÄ 60 000 > -taöt ®tcbcn zu n9 von sechs öeifAqu 'Pannwerk zum (M- wird der 26®,, fsbab. ng deS im LollSbeü i erforderlichen n Kredit von 350) 1 1 des vorhandenen s ' die Einschaltung ea d der Firma Schaf :bviepreis von 2540 L r erforderlichen 2lrbt n erfolgen durch MO Kriegsgefangene in Sibirien. Born Presseamt beim Hessischen StaatSminr- Hnirim wird mitgeteiU: Aach Mitteiluna des Deutschen Konsulats itt Nowosibirsk (früher Aowo-Aikolajewsk) sind Her August 1923 216 ehemalige deutsche Kriegs- Sc eigene ermittelt worden, die in Sibirien frei- iig zurückgeblieben sind. Außerdem verfolgt Konsulat zur Zeit noch die Spuren von 40 '0erfönen, deren Anschriften und Personalien Amtsgericht Gießen. * Gießen, 5. Juli Ein Maschinenmeister von hier ist beschuldigt, einer Damenfriseuse eine Ohrfeige und am folgenden Tage mit einem Schrubber einen Schlag auf den Kopf verseht zu haben. Er bestreitet dies, behauptet vielmehr, die Friseuse, die er seinerzeit wegen Beleidigung verklagte, habe ihn an dem einen Tage beim Weggehen zwischen die Haustüre und die Wand gedrückt und ihn am andern Tage mit dem Schrubber angegriffen. Zeugen waren bei beiden Vorfällen nicht zugegen. Der Dienstherr der ’ ; ■ ;• mit i an T - < fer selbst ungern: eine Karte, die die Verteilung der Funde nach den Perioden verdeutlich', man wird sie um so mehr vermissen, trenn man den Merk einer solchen Karte aus dem schönen Wer.' WoltsS „Die südliche Dctterau" kennen und ichähen gelernt bat. Jedenfalls darf das Buch in der Schulbibliothek des Lehrers, dem die Kunde seiner Heimat am Herzen liegt, nicht fehlen: ebensowenig wie in der Hand des archäologisch tätigen Forsch rs. der im Museum und im Gelände über die Borgeschichte OberhellenS Aufklärung gewinnen will, der Preis ist bei der reichen bildlichen Darstellung und dem Umfang deS Bücherlisch. — Otto Kunkel „Oberhessens vorgeschichtliche Altertümer: herausgegeben von der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts. 1926. Marburg, A. G. Slwertsche Verlagsbuchhand- lung. Das Werk Kunkels ist der Niederschlag einer jahrelangen, mühseligen Sammelarbeit des Verfassers und bedeutet eine Tat: fein Werk besteht vor allem darin, daß es dem Archäologen wie Dem Heimatfreund eine — soweit überhaupt ntoglid) — umfassende Zusammenstellung des gc^ samten bekannten FundmaterialS Oberhessens bietet. Kunkel hat aber dabei nicht unterlassen, auch die landschaftlichen, geologischen und klimatologischen Verhältnisse unserer Heimat und deren Einfluß auf die Besiedlung ins Licht zu rucken. Auf diese Weise erhält das. was er über die verschiedenen Kulturströmungen von der Steinzeit an bis in die römische und fränkische Periode hinein in kurzen, aber treffenden Sähen sagt: erst feine rechte Beleuchtung. Mensch und Landschaft gehören zusammen und sind nur eins durch das andere zu verstehen. Für die Form der Einzeldarstellung der Fundstellen und Funde hat der Verfasser den von Schumacher in feiner „SiedlungS- und Kulturgeschichte der Rheinlande" und von Behrens in der „Bronzezeit SüddeutschlandS". eingeschlagenen Weg benutzt und die Fundorte in die politischen Kreise eingeordnet: auf diese Art wird die Aufsuchung des Materials erleichtert. Eins freilich ent- :r wcift auf den erh Frequenz des Met! foltunfl Anerlcnnunz i liführung. die hier i in früheren Iahrcn f: n ‘betrieb gemach) h h am Lahnhosivotples >cr Zruflungsmaucr i wcnablqfofoebäubei genehmigt, tbenlo neben den LÄren i zum Stoede brr ici unb ter Jühiki ncbM Insgesamt x bis zu 1050 M noch nicht genau festgesteUt loer,. . i. - m. viel von diesen 40 Personen ehemalige deutsche Kriegsgefangene sein werden, ist daher noch ungewiß. Von den ermittelten 216 ehemaligen freu’ schcn Kriegsgefangenen sind 50 nach und nach in die Heimat zurückgckehrt, mit ihnen 21 russische Ehefrauen und 33 Kruder Die Aamen der noch in Sibirien verbliebenen 166 Leute geben aus einer Liste hervor, die beim Hessischen Staatsministerium oder auch im Hessischen Ministerium des Innern eingesehen werden kann. Soweit die Personalien ermittelt werden konnten, stnd sie mitangegeben. Von der Möglichteii der kostenfreien Heim schafsung durch das Konsulat sind alle ehemaligen Kriegsgefangenen seit 1924 wiederholt benachrichtigt worden. Die allgemeine Ermittlungstätigkeit des Konsulats wird weiter fortgesetzt. Alle neu ermittelten ehemaligen Kriegsgefangenen werden von ihm sofort den beteiligten deutschen amtlichen Stxllen belamUgegebcn, die für Benachrichtigung der Angehörigen Sorge fragen. Völlig zwecklos ist es. in Sibirien Bermchte zu suchen, von denen seit fror Dermißtmeldung überhaupt kein Lebenszeichen in die Heimat gelangt ist, oder gar solche, die an der Westfront in Verlust geraten sind. Um eine vorhandene Spur verfolgen zu können, muh mmdestens ein Aufenthaltsort des Gesuch« eit aus der Zeit ab 1920 bekannt sein befand er s'§ v°n M er zuerst nut gj nun allem, d :Qfle betrieb. »A diptomatifchenü'nd^ s:SSr. 6,1' i'16 in ?;äsä ang «j? - i aLou>s'°^ Buntes -Merket. Insektenstiche. Die Mücken tanzen im Sonnenschein: rastlos schweben die hellen Pünktchen auf und nieder- ein Bild der Grazie. 3 Meter davon entfernt sitzt ein weinendes Kind mit geschwollener Backe, und eines mit rotgefleckten Armen und Beinen und wieder ein anderes mit zerstochenem Aacken - keine Bilder der Grazie, sondern Opfer jener kleinen blutdürstigen Bestien. Mücken und Stechfliegen sind durchaus ernst zu nehmende Feinde der Menschen. Sie belieben nämlich, geradewegs unsere Blutadern anzustechen, um sich mit unserem roten Lebenssaft vollzusaugen. Der Verlust dieser kleinen Mengen ist ja noch zu ertragen; aber bei diesem gefährlichen Geschäft vermögen sie auch Giftstoffe unmittelbar in die Blut- \ SP«o-e. XÄ h»- □ ein ^bildet VV»<^’*|lu!o5e und ■M ein Loch- °\-nqsam ober 8 dieWidsd« entstehe"'® ’o|Vrigen, W damit Lod\cr ndung der P ■ 5iche^riaen U’3S ch u l g e s e l 1 s ch a f t, Drfaalanbau, Ludwigstraße 34; Peter Gerber, ätze der Lahnstraße: Karl Euler, Ostanlage 7; 111) l 11 n d Hof, Wilsonstraße: Karl L ä p p . mrg-Phisipp-Gail-Straße. Eine Bauverpslichtung r Landsmannschaft Da r m ft ab tia für inikstraße 1 wird gegen Zahlung einer Entschödi- nfl von 1500 Mk. an die Stabtfaffc und Tragung iiger weiterer Kosten aufgehoben. Verschiedenes. Der Entwurf der Friedhof, und Begrab- jorbnung nebst Gebührenordnung wird nach igerer Debatte genehmigt. Ein sozialdemokrati- 5 er Abänderungsantrag zur Gebührenordnung tib abgelehnt. Einer Posizeiverordnuna betr. die Badean - b (t e n und das Bootfahren wird, da alle ursche der Stadt erfüllt sind, zugestimmt. Eine weitere Polizeiverordnung für den Flug- cndep 1 atz wird auf Antrag der Verwaltung ab- t 1925 wird ein Kredit von 300 Mk. bewilligt. Für den Neudruck von Stadt- und ke markungsplänen werden 2200 Mk. be- |n:$efteUt. Für die Einrichtung von zwei Tennis- tlätzen wird ein Betrag von 5500 Mk zur br-’ügung gestellt Sie Erstellung eines Schuppens in der itiLtischen Sandgrube an der Liebigs- skhc wird genehmigt: es werden dafür 3500 Mk. »rgesehen. Für die Tlnterhaltung des Gebäudes üsdheimer Straße 23 werden 1200 Mk. jöHügt. Bei der Durchführung des Dolksentscheid s sind hier rund 1500 Mk. behördliche Uahldienstkosten entstanden Der Betrag wird 6toil(igt; - , davon erstattet der Staat an die Slabt zurück. Ferner wird für alle im Rj. 1926 dD3 noch stattfindenden Wahlen für jede Wahl ci- Kredit von 1500 Mk. unter den gleichen Vor- M?setzungen bewilligt. Der öffentlichen Sitzung folgt eine nichtöffent- 3b' Beratung. Unser Saison-Ausverkauf 15. Juli Gültigkeit. große Vorteile. Die herabgesetzten Preise haben nur bis weiter bietet Ihnen Damenstrümpfe ß ßß moderne Farben, haltbare Qual. 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Qlun war selbst in den Hallen fein trod- nes Plätzchen mehr. Schnell wurde deshalb mit dem Festwirt ein Hmzug in bas Q3crcindlofal bewerkstelligt, das mit seinen weiten Räumlichkeiten noch genügenb Hntcrfunft bot. Als vierter Festzug folgten die Festteilnehmer unter Lorantritt der Musik dorthin, wo sich trotz der argen Enge bald die froheste Turnerstimmung bemerkbar machte. Hier fanden bie Schülerinnen Wiesecks mit ihren Singspielen nochmals lebhaften Deifatt. Unmittelbar vor dem Abmarsch würbe an jedes anwesende Kind eine Riesenbrehel verteilt, die vom festgebenden Verein gestiftet war. Die Preisverteilung hatte (wir bringen nur einen Auszug) folgendes Ergebnis: Gerätc-S'.ebenkampf: Oberstufe: 1. Willi Winter, Launsbach, 257 P.: 2. Otto Spuck. Wieseck. 246 P.: 3. Friedrich Döring. Burkhardshelden. 245 P.; 4. Heinrich Dörino. Burkhardsfelden. 245 P.; 4. Hein- Launsbach. 243 P.: 6. Otto Kreiling. Wieseck, 242 P.: 7. Otto Debus, Launsbach. 235 P.: 8. Otto Füll. Herborn, 232 P.; 9. Rudolf Pfaff, Launsbach, 227 P.: 10. Heinrich Pfeffer, Lauterbach. 222 P. Mittelstufe: 1. Willi Möhl, Wieseck. und Albert Winter. Launsbach. 240 P.. 2. Willi Theis, Raunheim, 238 P.: 3. Fritz Vecker, Treis a. d. Lda., 237 P.; 4. Heinrich Koch, Wißmar, 236 P.: 5. Gustav ©feuernagel, Beuern, 233 P., 6. Wilhelm Heibertshausen, Odenhausen, und Hermann Kesselring, Wißmar, 231 P.; 7. Otto Dörr, Raunheim, 230 P., 8. Konrad Berk, Lauterbach, 229 P.: 9. Wilhelm Bier, Staufenberg, Heinrich Hormann, Staufenberg. Rudolf Kern. Raunheim, und Otto Künkel. Lollar, 228 P.; 10. Willi Geis, Lollar, 227 P. Jugendliche 16 bis 18 Jahre: 1. Wilhelm Speier. Odenhausen, und Albert Schäfer, Launsbach, 247 P.: 2. Wilhelm Wagner, Launsbach, 239 P.: 3. Heinrich Brück, Burkhardsfelden, 231 P.: 4. Hermann Reumann, Marburg, 229 P.; 5. Wilhelm Karber, Odenhausen, 228 P.; 6. Heinrich Schick, Treis a. d. Lda., und Emil Gaub, Oppenrod, 226 P.: 7. Wilhelm Schwalm 2. Wißmar, 224 P.: 8 Karl Frey, Wißmar, und Otto Lehr, Lollar, 223 P., 9. Reinhold Viehmann. Kinzenbach. 222 P.: 10. Karl Will, Gießen, 221 P. Jugendliche 14 b i s 16 Jahre: 1. Adolf Kreiling, Wieseck, 243 P.; 2. Ernst Schoff- mann, Wieseck. 242 P.: 3. Wilhelm Stadtmüller, Annerod, 227 P.: 4. Otto Koch, Wißmar, 226 P.: 5. Georg Wisker, Treis a. d. Lda., 225 P.: 6. Philipp Weller, Klein-Linden, 223 P.; 7. Alfred Oßwclld, Wieseck, und Wilhelm Ziegler, Lollar, 221 P.; 8. Walter Kollmar, Herborn, 220 P.: 9. Erich Aauel, Herborn, und Alfred Laucht, Gleiberg, 219 P.: 10. Wilhelm Lemp, Treis a. d. Lda., 217 P. Altersklasse: 1. Wilhelm Wagner, Launsbach, 201 P.: 2. Ludwig Bing, Lauterbach, und Wilhelm Wolf. Gießen, 197 P.; 3. Gustav Seibert, Wieseck, 195 P. Turnerinnen über 18 Jahre: 1. Emma Mandler, Heuchelheim, 238 P.: 2. Renade Gvbler, Gleiberg, 235 D.; 3. Anna Balser, Gießen, 230 P.; 4. Anm Höß, Gießen, 227 P.: 5. Elise Biehl, Gießen, 223 P.: 6. Mina Laucht, Krofdorf, 201 P.; 7. Melina Gombert, Krofdorf, 195 P.; 8. Frieda Looh, Krofdorf. 171 P. Turnerinnen unter 18 Jahren: 1. Emilie Lindenstruth. Heuchelheim, 300 P.; 2. Auguste Kollmar, Herborn, 276 P.: 3. Klara Amend, Krofdorf, 272 P.i 4. Auguste Reichel. Heuchelheim, 271 P.; 5. Anna Pfaff, Krofdorf, 267 P.; 6. Melina Drescher, Gleiberg, 265 P.: 7. Mina Seel, Gleiberg, 264 P.; 8. Klara Reusch- ling, Klein-Linden, 263 P.: 9. Ottilie Wagner, Die Krummhölzer. Roman aus den bayerischen Bergen. Don Michael Wagner. Nachdruck verboten. I. llm 3. Dezember 1918 war auf dem Krumm- ihlzerhof des Quirin Uracher ein Feiertag angesagt. Zeno, des Bauern Zweitältester, sollte heute sei mkehr halten aus Krieg und Lazarett. Schon ligs vorher hatte Walli, die Hauserin, die an r.etle der verstorbenen Bäuerin das Hausregiment (:h rte, mit den festlichen Vorbereitungen begonnen. In endloses Bürsten und Putzen brachte das Leben cif dem Hofe schier aus dem gewohnten Gleise und tittb die Mannsleute gleich armen Seelen, die keine Su^e finden können, von einem Winkel in den eitern. Und als einer davon etwas vor sich hin f’iarrte, das nach Weibernarretei klang, da mußte r -!0n der Walli hören, daß er im besonderen unb ie Mannsleute im allgemeinen — mit Ausnahme h erwarteten Zeno — ungeschliffen, roh unb ge° Sh.llos feien, statt bes Herzens ben bekannten Stein ier Brust tragen unb berlei mit großem Stimm- iifnoanb gemachte Feststellungen mehr. Zur Be- hf:igung dessen feuerte Walli dem Unzufriedenen dazu schließlich den triefenden Putzhadern zwi- (qen die Beine und schrie ihn an, er solle ihr aus in Augen gehen, sonst ... 2a war nichts zu machen. Uebrigens, was das kisinde betraf, das hätte Uracher, dem Bauern, ^nichtigsten Herzens gern ein Dutzend kriegstüch- Iger Söhne gewünscht, damit man nun so alle ko he einmal oder zweimal einen Heimkehrerfeier- tg hätte im Kalender rot anstreichen können. So mn blieb es zu ihrem Leidwesen bei dem einen, kenn Toni, der Aelteste, war als Militärdienst- nitfuglid) beim Bauern auf dem Hof sitzen geliehen, und der achtzehnjährige Veri, der Jüngste, cac erst kurz vor Kriegsende einberufen worden tibi trieb sich, obwohl sich in jenen stürmischen No- mbertagen bie Kasernen leerten, immer noch in Sündjen herum. „Der hat 's Stabtleben derschmeckt!" pflegte Joni zu sagen, wenn von Veri bie Rede war. So In der Jugenbllasse sah man ben Gaumerstcr Tv. Wetter (H.»R.) als Sieger. Die Borkämpfe komtte bie Jugend-Mannschaft bes Tv. v. 1846 Gießen sämtlich für sich entscheiden. In die Entscheidung kamen am Rachmittag Gießen, Wetter unb Marburg. Obwohl Gießen am Vormittag den Tv. Wetter mit 6 Punkten besiegte, mußte es in der Entscheidung zwei Rieberlagen ein- stecken. Gauturrisest der D. T. in Nidda. Zu dem G a u t u r n f e st des Gaues Hessen der D. T. am 10., 11. und 12. Juli in Ridda haben sich rund 1000 Wetturner gemeldet. Außerdem messen sich 65 Musterriegen im Wettkampfe. Auch die Meldungen zu den Meisterschaftskämp- fen an Reck, Darren und Pferd sind zahlreicher als früher. Im ganzen werden wohl 80 v. H. Turner mehr antreten als auf dem vorjährigen Gauturnen. Damit wird an turnerischer Arbeit mehr geleistet werden. Sie beginnt darum Samstagnachmittag um 3 übt und wird sich bis Montag 5 Hhr ersttecken. Cs ist durch die besondere Einteilung des Wettkampfplahes Vorsorge getroffen, daß sich alle Wettkämpfe reibungslos abwickeln werden. Dabei werden die Zuschauer alle Hebungen aus der Rahe beobachten können, ohne die Turner zu stören. Eine den Vorschriften der D. T. entsprechende Rasenlaufbahn von 400 Meter ist angelegt, in deren Mitte sich die Hebungsplähe für die volkstümlichen Kämpfe befinden. Der Dergnügungsplah liegt getrennt von den Hebungsplähen. Der Festplah ist selten schön gelegen und bietet Raum für Tausende. Trotz der großen Zahl der Turner können fast alle in Dürgerquartieren untergebracht werden. Viele der Turner, die das Gau- tumfeft in Ridda vor 25 Jahren besuchten, werden wiederkommen und mit den anderen dieselbe gastliche Stätte finden, wie damals. Räheres in der gestrigen- Anzeige. Der Ausklang des Wiesecker Vezirkssestes. £ Unter ungewöhnlich starker Anteilnahme fand nach einer kurzen Pause die Veranstaltung am Sonntag abend ihre Fortsetzung. Eine froh- gestimmte Menge füllte den weiten Festplah bis zum letzten Platz, so daß bald der lebhafteste Festbetrieb herrschte. Das günstige Wetter trug wesentlich hierzu bei. Bis in die späte Rächt- stunden wurden auch jetzt noch die turnerischen Darbietungen fortgesetzt. Eine Bezirksriege der Turnerinnen zeigte am Barren recht schöne Leistungen. Besonders starken Bei- fall fanden die Gefellschaftsubungen der Glei- berger Turner, die damit etwas vollkommenes und dabei völlig neuartige^ boten. Den Beschluß des Abends hatte der festgebende Verein für sich in Anspruch genommen, der recht gut gelungene Leiterpyramiden stellte. Bei Konzert und Tanz wurde der Rest des zweiten Festtages verbracht. Am Montag morgen hatte der Himmel feine Schleusen geöffnet. Schon der Weckruf konnte nicht durchgeführt werden. Der Turnplatz selbst war in ganz unglaublicher Verfassung: alle Sprunglöcher gefüllt voll Wasser, aus jeder Unebenheit des Platzes leuchtete ber Helle Wasserspiegel. In eintöniger Gleichmäßigkeit riefelte ein kräftiger Regen. An eine Fortsetzung der Wettkämpfe war nicht zu denken. Beim Stande des Sonntags mußten deshalb die Wettkämpfe abgebrochen und der 10-Kampf der Turner in einen Siebenkampf, beU Sechskampf der Leichtathleten in einen Dreikampf umgewan- delt werden. Das Schülerwetturnen muhte leider ganz ausfallen. In den Hallen war der Aufenthalt noch erträglich, so daß eine große Zahl Festteilnehmer am Frühkonzert teilnahm. Inzwischen hatte sich der Himmel auf gehellt, so daß Die Leitung das Wagnis unternahm, den Festzug nach dem Festplah zu führen, um dort das Fest zu Ende zu bringen. Ein stattlicher Festzug leitete dann auch über zum Abschluß des Festes. Eine schneidige Barrenriege der Launsbacher hielt in den Hallen den Charakter als Turnfest aufrecht. Tiber infolge der in anderen Gegenden Turnen. Paula Hofmann vom M. T. V. Giehen, Siegerin in Köln. Jrn Reunkarnpf der Turnerinnen, zu dem iie Besten aller deutschen Turnkreise ihre Mel- u.ng abgegeben hatten, errang die Turnerin '3 a u 1 a Hofmann vom Männer-Turn- > er ei n Gießen 142 Punkte und wird foult voraussichtlich 19. Siegerin werden. Ißren Haupterfolg hatte die Turnerin im Ge- äieturnen, brachten ihr doch diese sechs ilebun- en allein 9 8 Punkte ein; damit reiht sie sich nter die 10 Besten der Kampfspielsiegerinnen in. Mit den drei volkstümlichen Hebungen (75- lteter-2auf, Hochsprung, Schlagballweitwurf) er- icfte sie 44 Punkte, so daß sie mit 142 Punkten du 180 erreichbaren einen sehr schonen, ach- nnggebieienden Platz belegen konnte, zumal schon 20 Punkte zu einem Siege berechtigen. Mit diefem Erfolg ist der zweite Sieg Ice Gießener Vertreter bei den zweiten Seutschen Kampfspielen errungen. Zur Richtigstellung des Berichtes vom Diens- vg sei mitgeteilt, daß der Zwölfkampfsieger Ciimer Höflich nicht einem Münchener Turnverein entstammt, sonderneinMittelrheiner |!v. Mainz-Kostheim) ist, der im letzten Jahre beim Kreisfest in Gießen ebenfalls 1. Sieger im Zwölfkampf war. Neue Turnerhöchstleistungen. = Bei den Kreismeisterschaften des Kreises Destfalen-Lippe ber D. T., die am Sonntag in Dortmund zum Aus trag kamen, wurden im Stein stoßen unb im 10 000-Meterlauf neue beachtenswerte H 0chstleistu ng en cnsgeste111. Cs erzielte Singnau, Tv. .Eintracht", Dortmund, im Steinstvßen bestarmig 10,17 Meter und im Steinstoßen beidarmig 17,68 Meter. Die 10 000 Meter lief Sprenger, Lv. Bielefeld, in 33,21Vio Rlin. Rückkehr der deutschen Turnerriege von Amerika. Köln, 8. Juli. Unter der Voraussetzung, kß der Danchfer „Berlin" planmäßig am Sonntag vormittag in Hamburg eintrifft, wird die Amerika-Riege der Deutschen Turne rscha st in Begleitung ihres Vorsitzenden «in Sonntag nachmittag durch Flugzeug nach S»l it geholt. T. D. 1846 Biehen. Am Sonntag fanden im Marburger Stadion lie Faustball-Wettkärnpfe um den vorn > u. Sp.-V. 1860 Marburg gestifteten Wander- dreis statt. Die Beteiligung in sämtlichen Klassen bat außerordentlich stark. In der Meisterklasse 'larben sich die Mannschaften des T.- u. Spv. Lc50 Marburg. A. Tv. Marburg, Tgmde Fried- kvg (Verteidiger des Wanberpreises), Tv. Fran- icnau, Tv. Hama und Tv. von 1846 Gießen gegenüber. Als Sieger ging A. Tv. Marburg strvor. Die Gießener Mannschaft, die 1922 und 1973 als Sieger hervorging, mußte sich auch dies- ml von Friedberg und A.Tv. Marburg geschla- f.rt bekennen. Wenn sie auch nur mit 4 Punkten linier dem Sieger zurückblieb, muß man doch fag-cn, daß ihre Leistungen gegenüber den Bor- jih-ren etwas zurückgegangen sind. Die Entschei- img in der Meisterklasse Tgmde Friedberg — 3 Tv. Marburg fiel erst im 3. Spiel mit einem Bunft Vorsprung zugunsten A. T. V. Marburgs. In der A-Älaffe fertigte die A-Mannschaft tal Tv. von 1846 Gießen sänttliche Gegner ab, imt> konnte somit diesen Sieg rit nach Hause nh-men. Der zäheste Gegner in dieser Klasse war öenfalls die A-Mannschaft des Siegers in der Deisterklasse, A. Tv. Marburg. Das erste Spiel ndcte unentschieden: die anschließende Derlänge- mmg entschied Gießen erst in der 2. Halbzeit mC 2 Punkten Vorsprung. Das 3. und entscher- temhe Spiel sicherte sich wiederum 1846 Gießen uit einem Plus von 4 Punkten. -sorgMgsverkaufm» ; 15. IU« 192 ,yion. ie!ege«l)iit$5®irbt£ gefttÖt. &Ä*1- 1. v°"°°' .,i!ö-Sjäbr. ieväiiW <5,- an- mirrlwiw 6en,öon ^5^ ...... US- Äsrr-i 3arfn'®e Df fierten)- -nSS Zceitüg, 9. Juli 1926 Klein-Linden, 262 P.; 10. Marie Müller, Treis a. d. Lda., 261 P. Leichtathletischer Drei-Kamps: Oberstufe: 1. Heinrich Braun, Staufenberg. 224 P.: 2. Wilhelm Zecher, Staufenberg, 218 P., 3. Otto Kreiling. Wieseck. 213 P.. 4. Gustav Göbler, Gleiberg. 190 P.: 5. Gust. Lust, Gleiberg, 188 P.; 6. Artur Krock, Heuchelheim, 187 P.; 7. Otto Dach, Heuchelheim, 181 P.: 8. Franz Kramer, Heuchelheim, 175 P.: 9. Heinrich Deibel, Staufenberg. 168 P.; 10. Robert Mandler, Heuchelheim. 165 P. Mittelstufe: 1. Richard Schäfer. Gießen, 237 P.: 2. Ernst Hahn, Krosdors. 221 P.: 3. Karl Mandler. Wißmar, 215 P.; 4. Robert Schaum. Krofdorf. 205 P.; 5. Albert Laucht, Gleiberg, 200 P.: 6. Ewald Oestreich, Kinzenbach. 195 P.; 7. Karl Dech, Wieseck. 180 P.: 8. Kari Schmitt, Fronhausen, 178 P.; 9. Ernst Bechtold. Krofdorf, 175 P.; 10. Otto Tavernaro, Gleiberg, 173 P. Jugendliche, 16—18 Jahre: 1. Hch. Bill, Raunheim. 355 P., 2. Wilhelm Leitner, Großen-Linden, 340 P.. 3. Georg Kraft, Alsfeld, 330 P., 4. Wilhelm Pfaff, Kinzenbach, 324 P.. 5. Ernst Pansch, Krofdorf, 313 P.. 6. Heinrich Opper, Wieseck, 307 P.. 7. Ludwig Bastian, Odenhausen, 298 P., 8. Wilhelm Steiß, Odenhausen, 293 P., 9. Richard Decker, Krofdorf, 291 P., 10. Ernst Hörtel, Lollar, 284 P. Jugendliche, 14 — 16 Jahre: 1. Gustav Pfaff. Launsbach. 295 P., 2. Rudolf Oßwald. Wieseck. 265 P.. 3. Adolf Wacker. Wieseck, 246 P.. 4. Heinrich Hedrich, Kiwzenbach, 242 P., 5. Willi Hüchel. Fronhausen. 239 P., 6. Otto Krombach. Fellingshausen und Ludwig Weigand, Großen-Linden. 225 P.. 7. Artur Seibert. Wieseck und Hermann Karber, Odenhausen, 208 P., 8. Hans Dremer, Wieseck. 191 P.. 9. Ludwig Deiner. Odenhausen, 179 P.. 10. Adolf Weller, Wieseck, 171 P. Fußball. Freie Turnerschafl Gietzen. £ Gelegentlich deS Sportfestes in Steinbach i. T. am Sonntag trug die erste Mannschaft ein Wettspiel gegen die erste Mannschaft des Frankfurter Sportvereins West- st e r n aus. Gießen trat mit Ersah an, während Frankfurt ein hervorragendes Spiel lieferte und bereits in der 5. Minute in Führung ging. Rach einem zunächst flotten Feldspiel wurde Gießen immer mehr in seine Spielhälfte zurück- gedrückt und muhte sich bis Halbzeit 4 weitere Tore gefallen lassen. Rach der Pause wurde Gi^en merklich besser und konnte seinerseits zweimal zu Erfolgen kommen, während West- ftern, der ein hervorragendes Kombinationsspiel zeigte, seinen 6., 7. unb 8. Treffer buchen konnte. Trotz des hohen 8:2-Resultats wurde der Charakter als Propagandaspiel völlig gewahrt. Leichtathletik. Leibesübungen der Studierenden. Auf dem akademischen Tum- und Spielplatz werden am Sgrnstag und Sonntag, dem 10. und 11. Juli, die Kreismeisterschaften des 6. Hochschulkr'ises ausgetragen, wozu zahlreiche Studenten von auswärts Herkommen. Die Hauptentscheidungen finden Sonntag von 4 Hhr ab statt (Dgl Anzeige). Vorkämpfe von Samstag an. — Rach der Einweihung der Laufbahn am 13. Juni und dem Sportfest der Gießener Studentenschaft am 7. Juli kommt nun das Zusammentreffen einer ganzen Reihe von Studentenschaften auf dem Gießener Platz. Zu Ehren der Gäste ist der Dahnhofsplah bis zur Liebigstraßs geflaggt, die Stadt Gießen hat als Hmfleiberäume die Volkshalle bewilligt. Man darf hoffen, daß auch in der Devölkerung die Studenten gute Aufnahme finden. lichen Ort und hinaus zum Bahnhof, der ein Stück außerhalb desselben liegt. Da und dort hatte ihn einer mit einem Zuruf gegrüßt, zuweilen schaute man auch verwundert dem mit Tannengrün schlicht ausgeputzten Gefährte nach. Der Uracher aber dankte jedem in feiner freundlich- ernsten Art, ohne anzuhalten und sich in einen Diskurs einzulassen, wie es diesem und jenem wohl gelegen geroc|cn wäre. Und weil es um die Wintermonate in so einem Bergort, mag er auch zu den größeren zählen, mit der Arbeit nicht gar zu hitzig hergeht, war es leicht erklärlich, daß an einer Ecke sich rasch ihrer drei oder vier zusammenfanden „Wo nur der Krummhölzer heut so nobel hinkutschiert?" wollte einer wissen. „Wenn doch heut der Zeno kommt, dem, wo ’s im Feld den Haxen wurzwegg'schossn Ham!" klärte ihn ein anderer aus. „A wohl, da hat ’s halt a grab den Bessern der- wischt, wie 's so oft ung'recht hergeht! philo- sophierte ein alter Graubart. „Und der ander, ber Toni, ber is unterm Felbzug schön wurm aus'm Ofenbankerl g'sessen, ber mit sein' Broatschäbel!" — In Gebanken versunken ließ ber Bauer bie Zügel hängen unb starrte auf ben braunen Rücken bes Pferbes. So tarn es, baß er gar nicht merkte, wie bas Gefährt an einem burdj ben Schnee heran» ftapfenben Fußgänger oorbeipassieren wollte. Der trug lange, über bie 51 nie reichenbe Schnee» gamaschen unb hatte bie Hänbe in einer Pelzmuff vergraben. Zwischen bem hochgeschlagenen Kragen ber Lobenjoppe und einer etwas formlosen Pelz» haubc blieb gerade noch Raum für ein grau be» hartes Gesicht, mit einem Paar lebhafter Augen und einer unmöglich zu übersetzenden gewaltigen roten Nase. Es war Herr Dominikus Sanktjohanser, der Förster, von seinen guten Freunden, zu welchen auch Uracher zählte, gewöhnlich nur der „Anno- domini" genannt. Es gebrauchten zwar auch andere unbefugterweife diesen sonderbaren Spitznamen, jedoch nur außer Hörweite des Herrn Försters. Denn er duldete es nur von seinen intimen Freunden. Als der Förster den Schlitten des Uracher im Trab auf sich zukommen sah, blieb er stehen und wartete. Weil aber der Braune Anstatt machte, unbekümmert an ihm vorbeizutraben, rührte sich der Herr Förster. (Fortsetzung folgt.) Vorschau für Sonntag. Schlußtag der Deutschen Kampsspiele. ho. Der letzte Lag der zweiten Deutschen Kampfspiele in Köln bringt noch ein recht reich- haltiges Programm: 7 ilpr Straßenrennen: 73/1 Uhr: Motorradrennen: 8Va älhr: Leichtathletik; 91, . Uhr: Schwimmen: 10 Uhr Tennis: nachm. 2 Ühr. Marathonlauf: 2,40 Uhr: Leichtathletik: 4 Uhr Schwimmen; 4 Uhr: Radfahren: 7 Uhr: Preisoerteilung und Siegerehrung: abends 8'/2 Uhr Schlußfeier im Gürzenich. Die Leichtathletik bringt mitteldeutsche Derbandswetttämpfe für Frauen und Mädchen in Chemnitz, kleinere Veranstaltungen, Iugendwandertag des V. M. B. V. Die Turner führen in Chemnitz die Volksturmneisterschaften des Kreises Freistaat Sachsen durch. Turnfest der Norddeutschen Turngemeinschaft in Itzehoe. Rasensport: Internationale T e n n i s Wettkämpfe in Berlin. Davispokalspiel England — Spanien in Barcelona. — H a n d b a l l - Länderspiel der Turner Sachsen — Thüringen in Chemnitz. Schwimmen: Reben den Schwimmwettiämpfen bei den Deutschen Kampfspielen in Köln finden im ganzen Reiche Werbeveranstaltungen statt. Der für diesen Sonntag vorgesehene Schwimm-Städtekampf Kö- mcäberg — Berlin wurde vom D. S. V. nicht gen einigt. Wassersport: Die chämburger Ruder regatta hat tue weitaus größte Bedeutung unter den rudersportlichen "Veranstaltungen des Sonntags, tue außerdem in Essen, Duisburg, Rüsselsheim, Heilbronn, Dancherg. Swinemünde und Landsberg a. d. W. stattsinden. Kan u - Regatten in Potsdam (Märkischer Kreis), Düsseldorf (Riederrhein), Bremen (I. G.). Motorsport: Im Mittelpunlt des Interesses steht das ößte deutsche Automobilrennen um den Gr. Preis der Sportwagen, das eine hervorragende internationale Besetzung gefunden hat. Ein weiteres internationales Rennen ist das 4. Karlsbader Bergrennen der Tschechoslowakei. Der Bez. Chemnitz des ADAC, bringt die Bergprüfungsfahrt auf dem Fichtelberg zum Austrag. Rund um den (tobten wird in Schlesien und ein Tauben- suhl-Bergrennen bei Landau ausgefahren. Radsport: Bahnrennen sind in Frankfurt, Dürnberg, Leifz.g. Berlin, Düsseldorf, Köln. Radfernfahrten Gr. Franlenpreis, Gr. Semper-Preis, Rund um Forst, Silberne Eule von Peine, Köln— Aachen—Krefeld—Revß—Köln, Rund um Darm- stach Gr. Pantherprers von Rorddeutschland, Dresden—Z'.ltau—Dresden, Tour i)e France. Schwimmen. Ein großer Abend in Frankfurt. Frankfurt a. M., 8. Juli. Der Erste Frankfurter Schwimmclub hatte mit seiner heutigen Abendveranstaltung, zu der die amerikanischen Mei- sterschwimmer Lauffer und Webb und .-der Deutsche Weltrekordmann Rademacher geladen waren. Glück. Die genannten Schwimmgrößen erweckten zunächst mit hervorragenden Leistungen die Begeisterung der Zuschauer. Zunächst trat L a u f f e r gegen die Schwimmer Monfeld und Fischer vom 1. Frankfurter Sctpvimmclub in einem 100- Meter-Rückenschwimmen an, wobei er den Frankfurtern je 12 Sekunden Vorgabe ließ. Lauffer beendete das Rennen als Sieger in 1,11$. In einem 200-MeterBruftschwimmen verwies dann Rademacher die gegen ihn schwimmende Mannschaft des gastqebenden Vereins S ch u st e r-I e n i s ch , die sich In die 200 Meter teilten, auf den 2. Platz, ohne sich wesentlich auszugeben. Zeit 2,59,6. Webb- Cincinnati trat darauf gegen Cordes- Hellas- Magdeburg zu einem Sprinterrennen über 50 Meter an, das der Amerikaner in 27,8 vor Cordes in 29,4 gewann. Zu einem letzten internationalen Nennen stellten sich dann den beiden Amerikanern Lauffer und Webb der ersten Diererslaffel des 1. Frankfurter Schwimmclubs. Webb schwamm die ersten 100 Meter, bann Lauffer 200 Meter und Webb die letzten 100 Meter, die 4 Frankfurter lösten sich in gleichen Abständen zu 100 Meter ab. Webb mußte über die letzten 100 Meter einen erbitterten Kampf mit dem letzten Frankfurter Schwimmer ausfechten, um schließlich mit knapp einem Meter auch dieses Rennen für die amerikanischen Farben entscheiden zu können. Lauffer schwimmt wiederum Weltrekord. vo. Einen neuen Weltrekord im 200-Meter- Rückenschwimmen konnte der Amerikaner Lauf- f e r - Cincinnati anläßlich seines Aufenthaltes in Hietzing (Oesterreich) aufstellen. Er verbesserte seine bisherige Bestleistung von 2:47,6 auf 2:45,2. Gleichzeitig erzielte er aber noch eine amerikanische 'Bestleistung über 300 Meter mit 4:24 (a. R.: Gillivan 4:26). Lauffer - Berges? vo. Seine Riederlage von Derges-Iung- deutschland-Darmstadt kann der amerikanische Weltrekordschwimmer Lauffer doch nicht verschmerzen, und so fordert er Berges zu einer Revanche über 400 Meter auf. Als Termin wird der 13. Juli angegeben. Recht eigentümlich mutet das Ansinnen der Amerikaner an, die die Revanche in Magdeburg auf einer 25-Meter-Bahn austragen wollen. Bekanntlich sind die Amerikaner ausgezeichnete Wendetschniker, was ihnen auf einer 25-Meter-Dahn, wie es das Magdeburger Wilhelmsbad ist, zu großem Vorteil gereicht. Berges sollte aber einen Revanchekamps nur unter den gleichen Verhältnissen austragen, wie den ersten Wettbewerb, also auf einer 100- Meter-Bahn. Die deutschen Schwimmrekorde. vo. Rach dem Stande vom 1. Juli 1926 gibt der Verbandsschwimmwart des Deutschen Schiwimmverbandes folgend? Rekordliste heraus: A. Herren: Brustschwimmen: E. Rode- macher-Hellas-Magdeburg über 100 Meter 1:15, über 200 Meter 2:50,4 und über 400 Meter 6:05. Seiteschwimmen: R. Dahlem-Ruhrort 09 über 100 Meter 1:11,2: E. Dingeldey-Jung-Deutsch- land-Darmstadt über 200 Meter 2:41,6; über 400 Meter 6:04,1. _ Rückenschwimmen: G. Fröhlich'Hellas-Maode- burg über 100 Meter 1:14,1: K. Boddin-Alter SV. Breslau über 200 Meter 2:499; E. Günther- SD. Göppingen 04 über 400 Meter 6:03,9. Freistilschwimmen: H. H:inrich-Poseidon- Leipzig über 100 Meter 1:02,1, über 200 Meter 2:23,2, über 400 Meter 5:16,8; Fr Berges- Jung-Deutschland-Darmstadt über 500 Meter 6:59, über 800 Meter 11:33,6, über 1000 Meter 14:48.3, über 1500 Meter 22:18. B. Damen: Brustschwimmen: E. Huneus- Der. Wassersr.-M.-Gladbach über 100 Meter 1:29; E. Murray-Poseidon-Leipzig 3:20,2 über 200 Meter; K. Büns-Bille-Hamburg über 400 Meter 7:18,1. Rückenschwimmen: A R. hborn»DSD -Dcchum über 100 Meter 1:29,2; H. Wunram-DSD.- Hildesheim über 200 Meter 3.18, über 400 Rtoler 7:00,8. Freistilschwimmen: L. Lehmann-Poseidon- Dresden über 100 Meter 1:17,6, über 400 Meter 6:41.2, über 1500 Meter 29:33,9; A. Rehborn- DAD.-Dochum über 200 Meter 3:04,8. Reitsport. Neil- und Fahrturnier in Friedberg. Am nächsten Sonntag findet auf der Seewiese in Friedberg das 10. Reit- und Fahrturnier des Wetterauer Reitervereins statt. In Abteilungen zu je 8 Mann sollen die Reiter um die Palme des Sieges ringen. In einem Errnunterungsspringen können sie bann noch einzeln ihre Kräfte messen. Dorn reiterlichen Standpunkt aus ist es zu begrüßen, daß das Panjerennen durch ein Jugendspringen ersetzt wi,d. Dem großen Reitsport und den auserlesenen Turnierpferden fremder Ställe sind ebenfalls Ausschreibungen zugedv.cht, so daß auch in dieser Beziehung wieder edler Kamps zu erwarten ist. Es sind zahlreiche Rennungen abgegeben. Neil- und Fahrturnier in Grehen. Das von dem hiesigen Infanterie-Bataillon zusammen mit dem Reit- und Fahrllub Gießen und Umgebung am Sonntag veranstaltete interne Turnier ist zur allseitigen Zufriedenheit ohne jeden Zwischenfall verlaufen. Der Gelände ritt von ca. 12‘/2 Kim., der in 50 Minuten zurückzulegen war, fand bereits am Samstag nachmittag statt. Es waren zu diesem Ritt die meisten Meldungen eingegangen. Cs ging dabei über alle Arten Hindernisse, wie Hürden, Graben, Mauer, Erklettern steiler Hänge und Abstieg von diesen, Durchreiten der Wieseck und der Lahn, was für Reiterinnen und Reiter sowohl, tote Pferd, eine recht ansehnliche Leistung war und sehr viel persönlichen Mut und frischen Reitergeist erforderte. Auch die Prüfungen, die am Sonntag zu sehen waren, fanden überall volle Anerkennung. Rachstehend die Ergebnisse: Geländeritt am Samstag. Es wurden hierfür 3 erste Preise vergeben, da drei Reiter 0 Fehler und die Mindestzeit nicht überschritten hatten. 1. Preis 4. (M.G.)- Komp. 15. Inf.-Rgt., Gießen, a. br. St. Susanne. Reiter: Oberfchüye 'Bender. 1. Leutnant Schäfer. 7. F.W. Caesar. Reiter: Besitzer. 1. Oberleutnant Hamann, Fritzlar, a. br. W. älnkas, Reiter: Besitzer. 2. 4. (M.G.)-Komp. 15. Inf.-Rgt., Gießen, a. br. St. Susi. Reiter: Oberschütze Rühl. 3. Gebr. Schwan, A.-G., Gießen, a. dllbr. St. Hella. Reiter: Herr Riemann. 4. älniv.-Reitinstitut L. Schömbs, Gießen, 12. F.W. Fritz. Reiter: Herr Barnaß. 5. Gebr. Schwan, A.-G., Gießen, 5. R.Sch.W. Erbprinz. Reiter: Herr Wilh. Klingspor. 6. Oberarxt Dr. Hinze, 15. Inf.-Rgt., Gießen, 8. R.W. Beelzebub. Reiter: Besitzer. 7. H. Reumeyer, Winnerod, 5. br. W. Goliath. Reiter: Besitzer. Die Beran st altungen am Sonntag. Wettbewerb ländlicher Reitervereine: 1. Preis Wetterauer Reiterverem, Sitz Friedberg (Hessen). 2. Reit-Abteilung Gr.- Buseck. Für R e i t i n ft i t u t e. 1. Preis Reit- Abteilung des Llniv.-Reitmstillits Gießen. 2. Reit- und Fahrschule Sames, Marburg. Reitprüfung für Anfänger: 1. Pr. Fr. Walter, Petterweil, 12. Sch.St. Titania. Reiter: Herr Walter jun. 2. Reit- und Fahrschule C. Sames, Marburg, 9. F.W. Sigurd. Reiter: Herr Thomas. 3. Univ.-Reitinstitut L. Schömps, Gießen, 12. F.W. Fritz. Reiter: Herr Logel. 4. Rinn & Cloos, Heuchelheim, 10. Dl. Sch.W. Satan. Reiter: Herr Rinn jun. 5. Uhrig, Löwenhof b. Friedberg. 6. Univ.-Reitinstitut L. Schömbs, 10. br. W. „Hans". Reiter:Frl. Toni Stolte. Trabreiten: 1. Preis Fr. Walter, Petterweil, 12. F.St. Bella. Reiter: Herr Walter jun. 2. Gutsbesitzer Klingelhöffer, Brückerhof, 5. F.W. Flingarth. Reiter: Besitzer. Jagdspringen für Anfänger: 1. Preis Oberl. Hamann, Fritzlar, 8. br. W. Beo- wulf. Reiter: Walter jun. 2. 4. (M.G.)-Komp. 15. Inf.-Rgt., Giesten, 9. R.W. Attila. Reiter: Unteroffizier Hafner. 3. Fr. Walter, Petterweil, 12. Sch.St. Titania. Reiter: Herr Walter jun. 4. Moscheroch, 8. R.W. Hermann. Reiter: Besitzer. 5. Univ.-Reitinstitut L. Schömbs, Gießen, 12. F.W. Fritz. Reiterin: Frl. 31)ring. 6. Univ.- Reitinslilu. L. Schömbs, E-.ß.n, a. br. Koralle. Reiter: Herr cand. rer. pol. Hammer- mann. 7. 4. (M.G.)-Komp. 15. Inf.-Rgts.. Gießen, a. F.W. Tiger. Reiter: Unteroffizier Hafner. 8. Uhrig, Löwenhof, br. St. Hessen- mudchen. Reiter: Besitzer. 9. Gutsbesitzer Klingel- Höfer, Brückerhof, 5. F.W. Flingarth. Reiter: Besitzer. 10. Rinn & Cloos, Heuchelheim. 10. Bl. Sch.W. Satan. Reiter: Herr Rinn jun. Reitprüfung. Klasse 1. 1. Preis Gebr. Schwan, A.-G., Gießen, 5. Rsch.W. Erbprinz. Reiter: Herr W. Klingspor. 2. Dr. E. Pauly, Gießen. 6. br. W. Pascha. Reiterin: Frau Dr. Pauly. 3. H. Reumeyer, Winnerod, 5. br. W. Goliath. Reiter: Besitzer. 4. Gebr. Schwan, A.-G., Gießen, a. dklbr. St. Hella. Reiter: Dl. W. Klingspor. 5. Wilh. Löber, Gießen, 12. br. W. Wotan. Reiter: Besitzer. Jagdspringen (Ausgleich). 1. Oberleutnant Hamann, Fritzlar, br. W. Beowulf. Reiter: Besitzer. 2. W. Löber, Gießen, 12. br. W. Wotan. Reiter: Besitzer. 3. Drückmann, Birklar, a. Sch.St. Polinka. Reiter: Herr Heß, Dortelweil. 4. Gebr. Schwan, A.-G., Gießen, a. schw.-br. Stute Hella. Reiter: Herr Wilh. Klingspor. 5. Hauptm. Kaulenbach, Inf.-Rgt. 15, 8. br. W. Bosporus. Reiter: Herr Ltn. Schäfer. 6. Gebr. Schwan, A.-G., Gießen, 5. rotsch. ?v. Erbprinz, Reiter: Herr Wilh. Klingspor. 7. Uhrig, Löwenhof b. Friedberg. , Gruppenspringen. 1. Preis Oberleutnant Hamann, Fritzlar, a. br. W. ilnfaS. Reiter: Besitzer. Oberleutnant Hamann, Fritzlar, 8. br. W. Beowulf. Reiter: Herr Hauptmann v. Stockhausen. 2. Dr. E. Pauly, Gießen, 6. br. W. Pascha. Reiter: Herr Dr. W. Klingspor. Gebr. Schwan A. G., Gießen, a. dklbr. St. Hella. Reiter: Herr Wilh. Klingspor. Eignungsprüfung für Einspänner: 1. Preis H. Reumeyer, Winnerod, 6. br. F. W. Admiral. Fahrer: Besitzer. 2. Preis Univ.- Reitinftitut, L. Schömbs, Gießen, 6. dklbr. St. Carmen. Fahrer: Besitzer. 3. Preis W. Löber, Gießen, 12. br. W. Wotan. Fahrer: Besitzer. Eignungsprüfung für Zweispänner. 1. Preis 4. (M.-G.) Komp. 15. Inf.-Reg. Gießen, 6. br. W. Cyrus. 4. br. St. Fanny. Fahrer: Unteroff. Hafner. 2. Preis Ihring- Melchior. Lich, 6. br. W. Darling. 5. br. W. Fredy. Fahrer: Kutscher. Eignungsprüfung für Mehr- spänner (Tandem). 1. Preis H. Reumeyer, Winnerod. 5. br. W. Goliath. 6. F. W. Admiral. Fahrer: Besitzer. Wirtschaft. Börlenkurle. ssranksurt cu
Deutsche Ncichsanlcthe 0.49 0.4925 0.49 0,50 4% Deutsche Reichöan leihe ■ — — 0.45 040 B‘/s°/n Deutsche Nctchsanlerhe 3% Deutsche Reichsanleibe 0,41 — 0,45 0,435 0,53 — 0,52 0,56 Deutsche Svarprämienanleide 4% Preußische KoniolS • . . 4° 0 Hessen ... 0.25 —- 0.26 — — 0.45 0,445 0,41 — — — 3Hessen...... • • 3% Helsen........... 0,41 0,41 0,43 0,38 Deutsche Wertd. Dollar-Anl. 96,5 dto- Doll.-Schatt-Sluweilng.*! — — — — 4°/o Zolltürken....... 15,25 15 15,5 _ 5% öolbmcrifaner . . 52,75 - - — Berliner Handelsgesellschaft 172 — 174* 169,2* Lommerz. und Privat-Bank 125.5* 122.5* 124,4' 122.5* Darmst. und Naiionaldank . 175 173* 175,5* 172* Deutsche Bank....... 157.2' 150* 154,7* 151* Deutsche Bereinödank .... 86 —- — Disconto Lommnndit . . 146,2* 143.5' 146' 142* Mctalldank........ 117 115 — Mitteldeutsche Lreditbank . . Ocslcrreichische Kreditanstalt 117 — 117* 116.5* 7,3 — 7,3 7,15 Westbank ........ — — - Bochumer Gaß........ — 139* 134* BudernS .......... 93 90 94.4* 90 Caro .......... — — 76.75 75* Deutsch-puremburg...... Gelsenkirchener Bergwerke . . 142.5* 138* 139* 184* 164* 155* 160* 155* Harvener Bergbau...... Kaliwerke Aschersleben.... 144..V 140* 145.6* 140* 142 -* 143,7* 139 Kaliwerk Westeregeln..... 153 154 149,5* üaurahültc ....... 57,5 58.75 57 Lberbedars .......... 72 70,5* 68,5* Phönir Bergbau ...... Rheinitahl........... 113,2* 137.5* 110.5* 134,2* 118.7* 137* 110.2* 134* Webtif Montan........ 143,75 141.5* 142 138,5* TelluS Bergbau • ...... 74 Vamdurg-Ämerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . . , 153' 147' 151* 146,2* 153.2* 147* 150.2* 145,5* ThcraoUsche Werte Albtn . . 'ienientlvcrk Heidelberg . . . Phtlivv HvUmann...... 52 106,5 87.5 83 86.75 - Anglo-Cont.-Guano..... _ _ 82 — Chemische Mayer Alapin . . — 9. G. starbenindustric, A.°G. Goldschmidt.......... 249* 98 243,7* 97 250* 99 242* 95 Holzverkohlung........ Rülgcrswerke........ 58 105.5 57 102 106.75 2 Schctdcanstalt ........ 140 138 — A»g. ElektrUitStS.Tesellschast 141.5* 137* 140,7* 136* Bergmann ......... Mamkrastwcrke ........ 124* 99.9 120.7* 123* 119,5* Schultert . . ......... 123* _ 122,5* 117,2* Siemens 4. Halske ...... 168* — 165,5' 160,1* Adlcrwxrke -filetier ...... 83,5 82 81 80,5 Daimler Motoren....... 92.5 88.5 92 88 Heyligcnstacdi...... , — Meauin............ 45 _ _ Nioloreuwerke Mannheim . — 41,5 — Franlsurker Armaturen . . fionservensabrik Bramt . . 16 41 — — — KaäSÄä.ffrmn": 129,25 87.25 80 _ Echubiabrik Her; . . .... 35 — 34 — Sichel.............. 3.2 — — — Zcllstois Waldhos...... 158 157,6 69 9 159 158 Zuckerindrik Frankenthal . . 68.5 67 — Bucterfabrtf Waabäuiel . . . 80,75 80 — * D i e amtlicheGroß Handelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 7. Juli berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen, Reichsamts ist gegenüber dem 30.- Juni um 1,3 v. H. auf 128,6 gestiegen. Bei weiter anziehenden Getreidepreise erhöhte sich die Indexziffer der Agrarerzeugnisse um 1,9 d. Sy auf 131,0, während die der Industriestoffe nur leicht auf 124,1 anzog. * G ü n sti g e Wirkungen der Siegerländer Unter st ützungsmaß nahmen. Infolge der dem Siegerland und dem Lahn-Dill- gewahrten Suvvenlivnen konnten die Preise bekanntlich um 2 Rm. gesenkt werden. Da nach diefer Ermäßigung die Hütten in steigenden Mengen Siegerländer Spat bezogen und die Förderung der Gruben ständig zunahm, haben eine Reihe bisher stilliegender Gruben den Betrieb wieder ausgenommen. Man hofft nicht nur, die gesamte Förderung absetzen zu können, sondern: beabsichtigt auch eine Verstärkung der Belegschaft. * Der Anteil Deutschlands an den amerikanischen Auslandanleihen. Rach einer Ausstellung des amerikanischen Handelsdepartements ist an den im ersten Halbjahr 1926 in den Vereinigten Staaten aufgelegten: Ausländsanleihen in Höhe von 432 658000 Dollar Deutschland mit 33 Anleihen- in einem Werte von 159 270 000 Dollar beteiligt. Insgesamt hat Deutschland in den letzten 30 Monaten also deutsche Werte im Betrage von rund 1/2 Milliarde Dollar in den Vereinigten Staaten investiert. vra.rkfurter Börse. Frankfurt a. M., 9. (Zull. Tendenz: schwach, später befeftigt. — Die Verstimmung, die im gestrigen Abendverkehr durch die beabsichtigten Repartierungseinschränlungen zu Medio ausgelöst wurde, setzte sich heute bei Beginn der Börse fort, und es trat eine aus gerochene Abgabeneigung zutage, der zunächst nur geringe Ausnaymeneigung gegenüberftand. Da nennenswerte Kausau। träge nicht Vorlagen, trug das Geschäft einen lustlosen Charakter. Die einsetzenden Kursrückgänge g'ngen aber zumeist über 3 Proz. nicht hinaus. Der Druck wirkte sich weniger in bedeutenden Kursab- schwächungen, als vielmehr in einer starken Verminderung der älmsatztätigkeit aus. 2> vt schärfsten waren Montanaktiery in Mitleidenschaft gezogen, wo sich Kursverluste bis zu 4 Proz. einstellten. Farbenaktien gaben um 1,25 Prozent nach. Die anderen Chemiewerte waren um 1 dils 2 ProK. niedriger. Am Elektromarkt schwächten sich AEG. und Bergmann um ca. 4 Prozent ab; Bankaktien hatten ebenfalls größere Einbußen ziu verzeichnen. Darmstädter minus 1,25 Prozent, Deutsche Bank minus 4,75 Prozent, Disconto minus 2,25 Prozent. Schiffahrts- a 11 i e n waren anfangs knapp gehalten, gaben aber später ebenfalls 1 bis 2 Prozent nach. Zuckeraktien neigten zum Rachgeben, desgleichen Zellstoffaktien: die Kursrückgänge hielten sich aber in engen Grenzen. Auto-Aktien behauptet. Maschinenaktien gingen weiter zurück. Karlsruher minus 1,5 Prozent. Oelaktien büßten 2 Prozent ein. Am heimischen Rentenmarkt konnte sich etwas lebhafteres Geschäft entwickeln, besonders in Kriegsanleihe, die auf 0,5 anzogen, später aber leicht nach gaben. Von ausländischen Renten blieben Türken weiter bevorzugt und hatten höhere Rotierungen. Im Freiverkehr war die Tendenz schwach. Becker Stahl 25, Benz 85, Brown Boveri 118, Entreprise 6, Ufa 37, Unter- franken 79 Prozent. Im weiteren Verlaufe formte die Verstimmung überwunden werden. Die Spekulation zeigte sich etwas unternehmungslustiger und betätigte sich in den führenden Werten lebhaft am Geschäft, sodaß vereinzelt ein Ausgleich der Verluste eintreten konnte. Höher wurden vor allem I. G. Farben und verschiedene Montanwerte. Der Geldmarkt ist weiter leicht. Tagesgeld 4 bis 5 Prozent, Monatsgeld 5 bis 6,5 Prozent, Privatdiskonten 4.5 Prozent, Industrieakzepte 4,87 Prozent. Im Devisenverkehr lagen die westlichen Frankenvaluten erneut schwächer. Paris gab gegen das Pfund auf 190 und Brüssel auf 203,5 nach. Mailand war dagegen leicht erholt auf 144 gegen London. * Die Berliner Devisenkurse und die Frankfurter Produktennotierungen konnten uns bis Redaktions- schluß wegen Gewitterstörungen nicht übermittelt werden. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Banknoten. Berlin. 8 Juli Geld Brie' Amerikanische Note» ..... 4,181 4,201 Belgische Noten ....... 10,42 10,48 Dänische Noten ....... 110,92 111,48 Englische Noten........ 20,378 20,478 Französische Noten ...... 11.12 11,18 Holländische Noten ...... Italienische Noten ...... 168,05 15,06 168,89 15,40 Norwegische Noten...... 92,09 92,52 Deutsch'Ocstcrr., 2100 Kronen 59,55 59.85 Rumänische Noten...... — — Schwedische Noten...... 112,12 112,68 Schweizer Noten....... 81,17 81.57 Spanische Noten....... 66,58 66,92 Tschechoslowakische Noten .. 12.402 12,462 Ungarische Noten . ... 5.85 5,87 Berliner Börse. Berlin, 9.Juli. Rach der starken Abschwächung der Kurse an der, gestrigen Nachbörse und im gestrigen Abendverkehr stellte sich während der ersten Börsenstunden zunächst keine Erholung ein. Die Anfangsnotierungen bewegten sich auf dem Niveau der niedrigen Abendkurse, teilroeife noch etwas darunter. Die Unternehmungslust war durch die Gegensätze innerhalb der Großbanken und durch den heran- nahenden Medio sehr beengt. Kriegsanleihe überschritt heute den Kurs von 0,5. Besondere Aufmerksamkeit nahm die Bewegung am Devisenmarkt in Anspruch, wo der Pariser Franken vormittags bis auf 193 gegen London nachgab, sich dann aber mittags auf umfangreiche Interventionen bis auf 187 erholen konnte. Brüssel schwächte sich anfangs bis auf 208 gegen London ab und konnte sich dann bis auf 203,5 erholen. Diese Notiz bedeutet aber gegenüber dem gestrigen Mittagsstande immerhin noch eine erhebliche Entwertung. Am G e l d in a r k t hat sich das Angebot eher noch etwas vergrößert. Tagesgeld hörte man mit 5 bis 6 Proz. Verantwortlich für Feuilleton i. V.: Dr. Fr. W. Lange. v- '• : 1 ■ dhnmatin