Mittwoch, 8. September 1926 176. Jahrgang Nr. 2(0 Erstes Blatt GietzenerAnzeiger Druck und Verlag; vrühl'fche Univerftlüls-Vuch- und Ltemdruckerei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Die Völkerbundsversammlung die Sorte Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Ne. klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrift 20“ . mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Polltik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot: für den übrigen Teil Urnft Diumschein: für de» Anzeigenteil i. Dertr. H. Beck, sämtlich in Gießen. Die Unfälle und ihre Erörterung in der Deffenb lichkeit haben naturgemäß Unruhe und Nervosität in das Publikum und auch in das Reichsimhnper sonol getragen, und es wird die erste Aufgabe aller Stellen sein, beruhigend zu wirken. Die Unterstützung der Oessentlichkeit hierbei wird nicht entbehrt werden können und wird erbeten. Ohm laufen die Verhandlungen weiter. Sie bringen nichts Interessantes. Der elfte Punkt der Tagesordnung, die Aufnahme Deutschlands, wird — soweit sich das abschähen läßt — erst Donnerstag oder Freitag zur Behandlung gelangen. Bis dahin wird das Parkett der Delegierten in dem durch das Glasdach hinnnter- lutenden Sonnenlicht weiter schmoren. Das Wetter meint es gut: es ist erschreckend heiß. Ein findiger Delegierter hat sich eine Zeitung auf das Haupt gestülpt. Sein Gesicht blinzelt un- gemein listig darunter hervor, als wollte er seiner Meinung deutlich Ausdruck geben: dies hier ist unwichtig, es kommt er st in einigen Tagen dasjenige, worum es in Wirklichkeit zu tun ist. Don Sitzung zu Sitzung steigt die Apathie. Daran kann der ganze sich Kühlung zufächelnde Saal nichts ändern. Auch nicht ein Kranz dunkelhäutiger Hindufrauen mit klassisch-arischem Profil, die, zum Teil das Abzeichen der Kaste aus der Stirn durch ihre unnachahmliche Gelassenheit und Anmut und den reichen Faltenwurf der prächtigen Gewänder auffallen. Aber trotzdem spürt man es deutlich: ebenso steigt von Tag zu Tag die verhaltene Spannung der Versammlung. Es ist eben nicht ein beliebiger Staat, der hier ausgenommen werden soll, sondern Deutschland. Zu dieser Tatsache nur ein kleiner charakteristischer Zug. Schon in früherer Zeit beobachtet man viel deutsch sprechende Journalisten, weil das Deutsche auch unter Fremdstammkgen vielsach als Verkehrssprache dient. Heute hort man vorwiegend deutsch sprechen. Die Deutschen sind nun einmal das Volk der europäischen Mitte und es sind ihrer fast hundert Millionen. So mancher deutsche Journalist, der heute im Verbände eines slavischen oder romanischen Staates steht, wird von den Tribunen herab dem Einzug der Vertreter seines Mutter- Volkes in dieser Versammlung zusehen. Des soll man eingedenk sein. Die ganzen Vorgänge, das Hinweg blicken oller über die nächsten Tage auf das erste Auftreten Deulschlands, bekommt hier leicht den Beigeschmack einer Sensation. Um so mehr must jedem Deutschen der ganze Ernst des möglicherweise folgenreichen Schrittes be- wuht sein. Doch stehen die deutschen Sessel im Saale leer. Das wird sich aller Voraussicht nach in den nächsten Tagen ändern, Möge die Geschichte einst die Anwesenheit d r Vertreter Deutschlands in dieser Versammlung im Guten vermerken. Das Aufnahmeverfahren. Ein Kompromiftvorschlag des Büros. Genf, 7. Sept. (Wolff.) Die Völkerbundsversammlung hat heute vormittag ihr Bureau gebildet, das sahungsgemäst aus den von der Versammlung in geheimer Wahl zu bestimmenden Vizepräsidenten und den Vorsitzenden der sechs Versammlungsausschüssc besteht Die von der Versammlung gewählten Vizepräsidenten siird: Chamberlain. Brian d, 3 fb 11, Scialova, Fig ueroa (Guatemala) und Baron Lehmann (Liberia). Die Versammlungsausschüsse haben folgende Vorsitzende gewählt: Motta- Schweiz für den ersten Ausfchust (Rechts- und Verfassungsfragen), Fihgerald- Jrland für den zweiten Ausfchust (technische Organisationen), V i l l e g a s - Chile für den dritten Ausschuß (Abrüstungssragen). L,itu. l e s e o - Rumänien für den vierten Ausschuß (Budget). M e n s d o r f f - Oesterreich sur den fünften Ausschuß (humanitäre und soziale Fragen) und schließlich de Br o u ck L r e -Belgien für den sechsten Ausschuß (politische Fragen). Das Bureau, dem also die Vertreter der vier ständigen Ratsstaateii angehören, trat heute nachmittag 3 Uhr zur Beratung der formalen Erledigung des deutschen Aufnahmegesuches und der Beschlüsse über die SaUer» Weiterung zusammen. Es standen sich dabei zwei Anschauungen gegenüber, von denen die erste dende Wort zu sprechen hat. Sie ist bereits in vollem Gange. Gestern wurde sie mit dem üblichen Drum und Dran eröffnet. Eine Menge Schaulustiger umlagerte den Eingang zum Hotel Viktoria. Im Reformationssaal herrschte drangvolle Enge. Unter dem Kreuzfeuer der Filmoperateure er- öffnete Benesch mit einer übersichtlich gehaltenen Rede die Sitzung. Rücksichtsloses Schein- werferlicht störte ihn beim Ablesen des Textes. Doch er bewahrte eiserne Ruhe. Er wird sich wohl die Rerven noch in seinem Heimatstaat gestärkt haben, wo ihn die allbekannten heftigen Stürme umwehen. Sicherheitsmaßnahmen der Reichsbahnverwaltung. Berlin, 7. Sept. (WTB.) Die wie eine Epidemie in letzter Zeit ouftretenden Unfälle im Bereich der Deutschen Reichsbahn, die an ähnliche Unfall- pcrioden, z. B. im Jahre 1898 erinnern, haben der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngesell- schast nach ernsten Beratungen zu a u st e r o r d e n t- lichen Maßnahmen Veranlassung gegeben. Für die Reichsbahn gilt ebenso wie für jede andere Verkehrsverwaltung als Richtschnur, daß die Wahrung der Betriebssicherheit hinter finanziellen Bedenken zurückstehen muß. Die Reichsbahn ist sich ihrer Verantwortung voll bewußt, daß sie kein frevelhaftes Spiel mit den Menschenleben treiben darf. Alle menschenmöglichen Mittel müssen für eine sichere Transportführung erschöpft werden. Nun mußte während der Kriegszeit Raubbau an Gleisen, Brücken, Wagenpark wie überhaupt a n allen Bahnanlagen getrieben werden. Diese Schäden können erst in ernster langwieriger Arbeit ausgemerzt werden, und um trotzdem die Betriebssicherheit zu wahren, mußte die' Geschwindigkeit der Züge stark verringert werden. Mit dem Umbau des Oberbaues geht es rüstig voran, |o daß bald wieder der Friedenszustand erreicht ist und auch I die Geschwindigkeit der Züge auf den Friedensstand Der Reichspräsident an die deutschen Juristen. Berlin, 7. Sept. (WTB.) Anläßlich der bevorstehenden 34. Versammlung des D e ut - sehen Juristentages in Köln gab die „Deutsche Juristenzeitung" eine Festgabe heraus, an deren Spitze sich folgendes Telegramm des Reichspräsidenten v. Hindenburg an den Deutschen Juristentag befindet: „Die Gerechtigkeit ist die Seele des Staates! Ohne Gerechtigkeit kein Staatsleben, ohne Gerechtigkeit kein Frieden im Volke und unter den Böllern. Daß die Arbeit der am Rhein tagenden Jurstten durch die Fortentwicklung des Rechtes der Gerechtigkeit dienen möge, ist der Wunsch, mit dem ich Sie begrüße! gez.: v. Hindenburg. Die Festgabe, die mit dem Bild« des Präsidenten des Deutschen Juristentages. Professor Dr. WUhelm Kahl, M. d.R., geziert ist, enthalt auch cme herzliche Begrüßung durch den Reichsjustizminister Dr. Bell. Berlin, 7. Sept. (W-rB.) Wie eine spondenz von der ReichsbahngeseUfchast erfahrt, hat sich der S t a n d p u n k t d e r R e ich s b a h n Verwaltung bezüglich der Entschadigungsfrage in keiner Weise geändert. Nachdem jetzt durch das Geständnis Schlesingers seststehl, daß es sich bei der Eisenbahnkatastrophe von Leiferde um ein A t t en - tat handelt, wird betont, daß die Deutfche Reichs- bahngesellfchaft in diesem Falle nicht nach den fiskalischen und rein rechtlichen Grundsätzen vorgehen wolle, wonach der Reichsbahngesellschast ihrer Ansicht nach bei Attentaten keine Entschä d i - g un gs pflicht auferlegt ist, sondern daß sich die Verwaltung von menschlichen Erwägungen leiten lasse und die Opfer und Hinterbliebenen fo entschädigen werde,' als ob die Deutsche Reichsbahngesellschaft für das Unglück verantwortlich sei. 3n Erwartung Deutschlands. Von unserem Genfer Sonderberichterstatter Dr. v. R e u t e l e n. Genf, 7. September. Immer größer wird in Genf die Spannung. Immer mehr wendet sich die allgemeine Aufmerksamkeit dem einen großen Ereignis zu, das dieser Septembersihung den Stempel aufdrückt, — der Ausnahme Deutschlands in den Völkerbund und dem ersten Auftreten seiner Ver- treter im Rat und in der Vollversammlung. Rur ganz vereinzelt wird angesichts der schlechten Erfahrungen im März noch die Befürchtung laut, es könne in der entscheidenden Sitzung zu unvorhergesehenen Zwischenfällen kommen. Allgemein wird der Ansicht Ausdruck gegeben, daß die wichtigen Beschlüsse des Rates vom Samstag in der Vollversammlung auf keinen Widerspruch die deutsche Aufnahme von der Annahme des Projektes der Studienkommission trenne n wollte, während die zweite beide zu gleicher Zeit durch die Vollversammlung beraten lassen wollte. Die Beratungen wurden dadurch noch weiter erschwert, daß ein Teil der Mitglieder des Bureaus über die Zuteilung des ständigen Ratssitzes an Deutschland und die Vermehrung der nichtständigen Ratssihe von sechs auf neun durch ein gemeinsames Do tum abstimmen lassen wollte. Zum Schluß der geheimen Sitzung, die bis fünf Uhr nachmittags dauerte, gab das Völkerbundsekretariat folgendes Kommunique bekannt: Das Bureau schlägt der Versammlung vor, morgen am 8. September um 10 Uhr eine Sitzung mit folgender Tagesordnung abzuhalten: Prüfung des Berichtes der ersten Kommission der außerordentlichen Völkerbundsoersammlung über den A n l r a g Deutschlands auf (Eintritt in den Völkerbund. Punkt 2: Prüfung der vom Völkerbundsrat am 4. September 1926 angenommenen Entschließungen betreffend: a) die Ernennung Deutschlands zum ständigen Mitglied des Völkerbundsrates; b) Erhöhung der Zahl der nichtständigen Bate- mifgtieber auf neun. Punkt 3: Prüfung der Vorschläge, die von der Studienkommission des Völkerbundes über die Fragen der Zusammensetzung des Vol- kerbundralev, des Modus der Wahl der nichtständigen Ratsmitglieder und die Führung ihrer Wandale gemacht worden sind. Das Bureau schlägt der Vollversammlung des Völkerbundes vor, zu beschließen, entsprechend Ar- iikel 14 § 2 über den obenerwähnten Punkt 1 und Punkt 2 der Tagesordnung ohne Ueberroeifung an die Kommission der Vollversammlung zu beraten. Das Bureau schlägt der Vollversammlung uor, den Artikel 3 der oben'mitqeteilten Tagesordnung an die erste juristische Kommission zu überweisen, die beauftragt wird, so schnell als möglich der Vollversammlung einen Bericht über diese Frage vorzutegen Das Bureau hat den Bundesrat 2H o 11 a beauftragt, diesen Vorschlag des Bureaus sofort der Vollversammlung des Völkerbundes in der morgigen Sitzung vorzutegen. Lieber den Sinn dieser Vorschläge des Bu- worden. Walter hat sich dann von den beiden getrennt. Weber gab ferner zu, den bei dem Attentat benutzten Hemmschuh mehrere Tage im Bucksack mit sich getragen zu haben. Der Bruder Willi Webers, oec Kausman n Walter Webe r in Hannover, ist von der Polizei unter dem Verdacht der Mitwisserschaft oer- hastet worden. Schlesinger sagte im Laufe seiner Vernehmung aus, daß ein ihm bekanntes junges Mädchen, das bei Leiferde wohnt, gleichfalls von dem plan gewußt habe. Die hannoversche Kriminalpolizei forscht nach diesem Mädchen, um es ebenfalls in haft zu nehmen. An der Unglücksstelle bei Leiferde wird ein £o( al lernt i n abgehalten werden. Rach dem „Lokalanzeiger" dürste der Hauptteil der für die Aufklärung des Attentats ausgesetzten Belohnung in höhe von 27 000 Mark dem Landstreicher Schröder Zufällen, der die Aeuherungen seines Zunftgenossen Walter Weber über den Anschlag der Polizei mt {geteilt hat. Generaldirektor vorpmiiller zur Aufdeckung der Attentats. Berlin, 7. Sept. (TU.) Zu der Aufklärung des Eisenbahnattentats von Leiferde sieht die Reichsbahn eine volle Genugtuung dafür, bah der Generaldirektor der Reichsbahn, Dr. Dorpmüller, noch am selben Abend am iln» glückstag vor der Presse seine Eindrücke nieder- gegeben hat, in denen die Diagnose auf ein Attentat gestellt wurde. Der Generaldirektor war wegen seiner Mitteilungen verschiedentlich in der Presse angegriffen worden. Die Reichsbahn glaubt, daß in der Ergreifung der Täter die beste Rechtfertigung für das erste Urteil des Generaldirektors liege. In einer Unterredung mit einem Vertreter der „Vossischen Zeitung" führte der Generaldirektor u. a. ans: Gegen Verbrecher, die auf eine derart raffinierte fachmännische Art Vorgehen, hilft das beste Bewachungspersonal nichts. Der S t r e i f d i e n st auf den offenen Strecken, besonders während der Rachtstunden, Wird erheblich verstärkt werden. An einer Deseittgung der durch die starke Abnutzung während des Kriegs und der Rachkriegszeit entstandenen Mängel wird mit aller Energie gearbeitet. Bis zum Frühjahr wird die so dringend gewünschte elektrische Beleuchtung in den D-Zügen ganz allgemein sein. Zum Schluß gab Dorpmüller der Hoffnung Ausdruck, daß nach der Aufklärung des Attentats eine Beruhigung beim reisenden Publikum und beim Eisenbahnperfonal eintrelen wird. Die Entschädigung der Attentatsopfer. mehr stoßen werden. . „ In der Tat. Es ist augenfällig, daß die Vertreter der Großmächte nunmehr entschlossen sind, mit fester Hand die untereinander bereits bereinigte Angelegenheit einer schnellen Durchführung und Erledigung zuzuführen. And soviel ist klar, den Beschlüssen dieser Männer in vertraulichen Aussprachen ist größeres Gewicht beizulegen, als den öffentlichen Rats- und Versammlungsfihungen. Das ist in Genf nun einmal nicht anders. Zwar machte der Schwede Anden noch einen letzten Versuch, die Entscheidung über die Vermehrung der nichtständigen Ratssihe, die ja jetzt nur noch zugunsten Polens vollzogen wird, ganz der Plenarversammlung zu überlassen. Doch wurde sein Antrag abge» lehnt. Hier spielten wesentliche psychologische Momente mit. Anden hatte sich bereits am Vortage eine Zurechtweisung von Driand und Chamberlain in der Mandatskommission gefallen lassen müssen. Beide hatten deutlich durchblicken lassen, daß diese Kommission jm einzelnen und der Völkerbund im allgemeinen nicht Führer und Wegweiser der staatlichen Regierungen seien, sondern nur Forum, auf dem sie ihre Interessen durchsetzen und einem Ausgleich untereinander näher bringen wollen. Damit war Andens Stellung von vornherein geschwächt und er zog seinen Antrag zurück. Aber dieses Vorgehen der Vertreter Englands und Frankreichs, das in diesem Falle den deutschen Interessen abfällig war, weil es sich um die Verwaltung der ehemals deutschen Kolonien handelte, beleuchtet darüber hinaus schlag- lichtartig das charakteristische Wesen des Völkerbundes. Er ist nicht jenes märchenhafte, vormals von Schwarmgeistern herbeigesehnte Gebilde, sondern er hat eine ganz reale und durchaus ernste Grundlage. Ob ihm diese Tatfache zuträglich oder abträglich ist und ob dies insbesondere Deutschland von Rutzen sein kann, "ei hier nicht entschieden. Es ist aber notwendig, daß man das jetzt, wo Deutschlands Eintritt unmittelbar bevorsteht, klar erkennt. Von diesem Standpunkt aus ist z.B. auch die weitere Haltung Spaniens zu beurteilen. Spanien wird erst dann eine Stellung zum Völkerbunde präzisieren, wenn n der Tangerfrage eine Entscheidung getroffen sein wird. — Aus allem wird klar, daß die Aufnahme Deutschlands nun soweit vorbereüel ist und nur noch die Vollversammlung das entschri- qeben. 2. Die besten Praktiker der Reichsbahnverwaltung treten sofort mit Vertretern des Reichsverkehrsministeriums sowie mit fachkundigen Vertretern und Beamten des Arbeiterpersonals zu Kommissionen zusammen, die das gesamte Reichsbahngebiet )ur Kontrolle bereisen. Sie sollen feststellen: den Zu- stand des Oberbaus, den Zustand des rollenden Materials, die Handhabung des Betriebsdienstes und die Beanspruchung des Personals. Die Kommissionen begeben sich bereits heute auf den Weg und werden die ersten Berichte über die Hauptstrecken bereits in der nächsten Woche erstatten. Die Attentäter von Leiferde. Berlin, 8. Sept Die wir bereits in einem lell der gestrigen Auslage mitteilen konnten, haben die beiden wegen dringenden Verdachts, das Attentat auf den Berlin-Kölner V-Zug begangen zu haben, im Berliner Obdachlosenasyl verhafteten Schlesinger und Weber ein volles Geständnis ab- felegt. Rach Aussage des Musikers Otto S chlein g e r traf er sich zufällig mit dem Kaufmann Willi w> b e r ; da beide über keine Barmittel verfügten, beschlossen sie das Attentat aus den Zug, um sich durch Raub Geldmittel zu verschaffen. Ursprünglich wollten sie über die Ehaussee ein Drahtseil spannen, um Automobile aufzufangen und die herausgeslürzten Insassen zu berauben. Dieser Plan Hal sich aber nicht verwirklichen lassen, weil sie nirgends ein starkes Drahtseil erbeuten konnten. Aus diesem Grunde hätten sie sich dazu entschlossen, einenLisenbahnzugzumLnt- gleisen zu bringen. Aus der Wanderschaft seien sie an die Hauptstrecke nach Hannover gekommen und hätten dort im Walde gelagert. Dabei hätten sie beschlossen, die Tal zur Ausführung zu »ringen. 3 n einem Eisenbahnwärterhaus haben die beiden Verbrecher, wie Schlesinger angibt, einen schweren Bolzenschlüssel gefunden, und sie hätten sich bann in einem Blockhaus noch einen Schlagschlüssel zum Lösen der Laschenbolzen besorgt. Beide hätten bann die Schrauben gelockert, als alles ruhig war und sie sich unbeobachtet fühlten. Auch Willi Weber hat gestanden, von Schlesinger zu der Ausübung des Anschlags angeftiftet worben zu sein, dessen Zweck darin bestand, nach der Entgleisung des Zuges den Postwagen zu berauben. von diesem Vorhaben nahmen sie jedoch Abstand, als sie sahen, was sie angerichtet hatten. Sie liefen bann aus Furcht, als Täter verhaftet zu werben, baoon. Der Plan sei bereits lange Zeit vor bet Ausführung auf bem Bahnhof von herforb im Wartesaal zwischen Willi Weber, seinem B ruber Walter Weber unb Schlesinger besprochen Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Monats-Bezugspreir: 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern Infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Zranksurt am Main 11686. reaus gab Bundesrat Motta folgende Erklärung ab: Für die Märztagung habe Chamberlain einen Bericht ausgearbeitet gehabt, der sich für die Aufnahme Deutschlands aussprach. Ein neuesWiederaufnahmeverfahren im Schoße des Ausnahmeausschusses würde nach der Ausfaffung des Vorstandsbnreaus einen erheblichen Zeitverlust bedeuten. Es müsse allerdings hinzugefügt werden, daß Deutschland für sich ein Aufnahmevcrfahren verlange, das nicht vollkommen normal sei, indem es ccflärc. daß es sein Aufnahmegesuch von der Z u t c i [ un g eines ständigen Ratssitzes abhängig mache. Damit würde also mit dem Beschluß über die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund ein zweiter Beschluß über die Zuteilung eines ständigen Ratssitzes an Deütsch- land erforderlich. Anter Bezugnahme auf die Schwierigkeiten, die durch diese zwei Fragen entstanden seien, gab Motta bekannt, daß der frühere Ratspräsident Benesch dem Dorstandsbureau die Mitteilung machte, daß die Einstimmigkeit für die Entschließungen des Völkerbundsrates am letzten Samstag nur unter der Voraussetzung verwirklicht werden könnte, daß die drei Fragen: Aufnahme Deutschlands, Zuerkennung eines ständigen Ratssitzes und Vermehrung der nichtständigen Ratssitze von 6 auf 9 als ein untrennbares Ganzes betrachtet werden. Diese drei Fragen seien also untrennbar und bildeten das Ergebnis einer wichtigen Transaktion unb eines nützlichen volitischen Kompromisses. Aus dem Amstande, daß gebracht werben kann. Zwar sind durch die ständige Mechanisierung der Arbeit Köpfe erspart worden, jedoch ist der Perfonalstand heute noch trotz geringeren Verkehrs höher als im Jahre 1913. Obgleich der Hauptverwaltung der Reichsbahn allmonatlich Berichte über die Betriebsführung und den Zustand der Anlagen vorgelegt werden und obgleich in diesen Berichten, die direkt aus der Praxis stammen, stets betont worden ist, daß die Be= triebssicherheit durchaus gewahrt ist, entschloß sich Hauptverwaltung zu folgenden Maßnahmen: 1. Der S treifbienft ist in starkem Maße auf ben Strecken unb Bahnhöfen auch bei Rächt zu o e r ff ä r t e n. Ist es boch eine alte Erfahrung, daß einmal verübte Anschläge in der ersten Zeit zu Wiederholungen Anreiz 10 Die Rechtsgutachten vor dem Abstimmnngsausschust. (Von unserer Darmstädter Redaktion.) Darmstadt, 7. Sept. Heute vormittag um illjr begannen Im Gebäude des Staatsmini- Die Prüfung der hessischen Volksbegehrens. zu einem neuen Abkommen geführt, wonach die Stundenlöhne um etwa vier Prozent erhöht werden. Die Arbeitszeitregel wurde bis Ende September 1927 erneuert. Das neue Abkommen gilt bis Ende Mai nächsten Jahres. Professor Dr. Giese (Frankfurt) erörtert in seinem Gutachten zunächst die Frage der „Mängel" und vergleicht die im Ausschuß hervvrgetretenen gegensätzlichen Auffassungen miteinander. Es handelt sich namentlich um die Srage der Anerkennung der Llnterschriften. Das Gutachten sucht besonders aus der Wortdeutung den Begriff Mängel puristisch sestzulegen und W* diesem Zweck zahlreiche Gesehesstellen an. Mängel können sich hiernach nicht allein in der Form, sondern auch im Inhalt einer Gesetzesbestimmung geltend mckchen. Das Verfahren der Beseitigung von Mängeln, wie es vom Landesabstimmungsleiter vorgenommen wurde, sei als rechtlich zulässig anzusehen. Ministerialdirektor Dr. Schwarz vertrat hier im wesentlichen die entgegengesetzte An- schaumig. Die Korrektur durch Zurückgabe der Listen wäre doch nicht nur zur Beruhigung des formalistischen Gewissens da, sondern um die Unterschriften gültig zu machen. Beim Volksbegehren sei die Haupt fache die Feststellung des V o l k s w i l l e n s, n i ch t d a s F o r ni a l e. Das -Volksbegehren suche der Minderheit ein Recht einzuräumen: der Staat habe die Pflicht Mi nv - Zum Abwaschen und Einpudern sind reine Bausche von Verbandwatte zu verwenden, jedoch ist die Anwendung von Puderzerstäubern mit Gummiballongebläse gestattet. Die gemeinsame Benutzung von Schwämmen, Puderquasten, Schnurrbartbinden ist verboten. Das Blasen mit dem Mund gegen den Kopf und das Gesicht der zu bedienenden Personen zwecks Entfernung von Haaren und dergleichen ist verboten. Es ist verboten, die beim Rasieren und Frisieren oder Haarschneiden entstandenen Verletzungen mit dem Finger zu berühren. Etwaige Blutungen infolge von Verletzungen sind durch Andrücken von Bäuschen reiner Verbandwatte oder blutstillender Watte, die nach dem Gebrauche zu vernichten sind, zu stillen Der Gebrauch von Alaunstiften und Schwämmen zur Blirtstillung ist verboten. Personen, welche an einer Haar- oder Hautkrankheit des Kopfes, an Ungeziefer oder einer ansteckenden oder abschreckenden Krankheit leiden, dürfen in den Barbier-, Frisier- und Haarschneidstuben nicht bedient werden. Stellt sich bei der Bedienung eines Kunden eine der vorbezeichneten Krankheiten heraus, so müsien die bei der Bedienung gebrauchten Gegenstände sofort außer Gebrauch gesetzt und in der oben angegebenen Art sorgfältig gereinigt werden. Tücher und Geräte, welche bei der Bedienung solcher Personen außerhalb der Geschäftsstuben verwandt sind, müssen, bevor sie wieder in Gebrauch genommen werden, in starker, warmer Seifenlauge gründlich gewaschen oder durchgekocht werden. Barbiere und Friseure, sowie deren Gehilfen welche selbst an abschreckenden oder ansteckenden Krankheiten leiden, oder an den Händen mkt Ausschlag oder eiternden Wunden behaftet sind, müssen sich aller Tätigkeit in ihrem Berufe so lange enthalten, bis sie wieder hergestellt sind. Ein Abdruck dieser Polizeiverordnung, der von dem Kreisamt zum Selbstkostenpreis zu beziehen ist. Wiederherstellung der Ruhe in Spanien. Perpignan, 8. Sept. (Havas.) Aach hier eingetroffenen Rachrichten soU die militärische Bewegung in Spanien sich auf einen einfachen Konflikt zwischen der Infanterie und der ArtiUerie beschränken. Die Bevölkerung soll in ihrer großen Mehrheit den Kämpfen der beiden Waffengattungen gleichgültig gegenüberstehen. In Segovia soll es zwischen Artilleristen und Infanteristen zu einem Krawall gekommen sein, in dem es Tote und Verwundete gegeben haben soll. Die Regimenter in Barcelona haben sich in ihre Kasernen zurückgezogen. Die spanischen Offiziere, die die Bewegung begünstigt haben, sollen bei Cerbere die französische Grenze überschritten haben. Die restlose Unterbrechung aller telegraphischen Verbindungen hat auf der Halbinsel großes Aufsehen erregt Die Bewegung soll nun voll- ieo m m e n unterdrückt sein und im ganzen Lande soll wieder Ruhe herrschen. Immerhin wird das Verhalten Primo de Riveras scharf kritisiert. Sein Ansehen scheint zugunsten des Admirals M a g a z im Sinken begriffen zu sein. Der Handelsverkehr hat keine Storung erfahren. Es verlautet heute, daß der Belagerungszustand in kürzester Frist aufgehoben werden würde. Der König wird zur Fortsetzung seines Sommeraufenthaltes nach San Sebastian zurückkehren. Die Nachricht gewisser ausländischer Blätter, wonach die spanische Marine die Bewegung der Artillerie unterstützt hätte, habe in Spanien Erstaunen heroorgernfen. Es wird erklärt. daß die Marine ebenso wie die übrige Armee auf feiten der Regierung stünde. Aus der provinzialhauptstadt. Gießen, den 8. September 1926. Die Arbeitsmarktlage im nördlichen Oberhessen. Die Arbeitsmarktlage im Bereiche des Arbeitsamtes für das nördliche Oberhessen (Stadt und Kreis Gießen und Kreise Alsfeld, Lauterbachs und Schotten) hat im Laufe des Mo-nats August eine weitere Erleichterung erfahren. Diese ist auf städtische Arbeiten verschiedener Art in Gießen, auf Rotstandsarbeiten in den Städten der Provinz, auf vermehrte Inan- spruchnahme von Arbeitskräften durch das Bau- gewerbe und die Landwirtschaft, sowie endlich auf die Beschäftigung einer Anzahl Leute bei den Lahnregulierungsarbeiten bei Fronhausen zu- riickzuführen. Ob die Besserung von längerer Dauer ist, kann heute noch nicht übersehen werden. Im einzelnen ist zu berichten: Gießen-Stadt. 1. September: 470Haupt- unterjtiit}ung3em4>fänger, 663 Zuschlagsempfänger (1. August: 516 bzw. 700); Ä r eis Gießen. 1. September: 1037 Haupt - Unterstützungsempfänger, 1307 Zuschlagsempfän- ger (1. August: 1303 bzw 1330); - ÄreiS Alsfeld. 1.September: 410Haupt- unterstutzM^unpänger, 795 Zuschlagsempfänger (1. August: 425 bzw. 781); Kreis Lauterbach 1. September: 80 Hauptunrerstützungsempfänger, 139 Zuschlaasemp- länger (1. August: 98 bzw. 176); Kreis Schottern 1. September: 209 Hauptunterstützungsempfänger, 402 Zuschlaasemv- länger (1. August: 240 bzw. 577); Insgesamt: 1. September: 2206 Haupt- unterstützungsemfänger, 3309 ZuschlagsempfÄmer (1. August: 2582 bzw. 3584). Eine Polizeiverordnung für Barbiere und Friseure. Das Kreisamt Gießen veröffentlicht im neuesten Amtsoerkündigungsblatt eine Polizei- Verordnung für den Gewerbebetrieb der Barbiere und Friseure in den über 1800 Einwohner zählenden Gemeinden des Kreises Gießen, in der wichtige Vorschriften für den Geschäftsbetrieb dieses Gewerbes erlassen werden Es wird, mit Wirkung vom 15. September 1 9 2 6 ab, folgendes bestimmt: In den Barbier- und Friseurstuben muß peinliche Sauberkeit herrschen. Solche Räume dürfen als Schlafstellen nicht benutzt werden. Hunde und Katzen dürfen in denselben nicht geduldet werden. In jeder Geschäftsstube muß eine Wasserleitung oder ein großer, stets mit reinem Wasser gefüllter Wasserbehälter und mindestens ein mit Wasser gefüllter Spucknapf vorhanden fein, welch letzterer taa= lich zu reinigen ist. Für jeden Kunden sind reine Wäschestücke zu verwenden. Statt der Wäsche ist die Verwendung von Seidenpapier gestattet, das nach einmaligem Gebrauch zu vernichten ist. Barbiere und Friseure müssen bei Ausübung ihres Berufes in Barbier- und Friseurstuben saubere, leicht waschbare lleberkleidung tragen. Sie haben sich jedesmal vor Beginn der Bedienung eines Kunden die Hände gründlich mit Seife und Bürste zu reinigen. Es ist bei den Kunden möglichst darauf hinzuwirken, daß dieselben sich eigne Geräte zum Ra- lcren. Frisieren und Haarschneiden anschaffen und in dem Geschäft hinterlegen oder bei Bedienung in ihrer eigenen Wohnung daselbst zur Benutzung bereithalten. Es ist streng verboten, diese Gegenstände bei anderen Kunden zu verwenden. Alle Gegenstände, welche bei Ausübung der Haar- und Bartpflege mit dem Körper des zu bedienenden Kunden in unmittelbare Berührung kommen, müssen tadellos rein sein. Insbesondere müssen 1. die Rasierservietten stets weiß und rein sein, 2 beim Frisieren und beim Haarschneiden zwischen Ttantel und Hals reine Streifen von Seidenpapier oder reiner Watte eingeschoben werden: nach einmaligem Gebrauch müssen dieselben vernichtet werden, 3 Kopfstützen mit - einem frisch gewaschenen Tuch oder einem ungebrauchten Seidenpapier bedeckt sein, 4. Rasiermesser und Scheren müssen vor icdesmaligem Gebrauch durch Eintauchen oder Abwaschen mit Ouecksilberoxydzycmid-Lösung desinfiziert werden. Die Reinigung und Desinfektion der Haarschneidemaschinen muß täalich mindestens einmal vorgenommen werden, 5. Bürsten und Kämme müssen mindestens einmal täglich mit warmer Sodalosung ausgewaschen werden, 6. Seifenschalen vchnnrrbartbürsten, Schnurrbartpinsel und Rasierpinsel nach jedesmaligem Gebrauch sorgfältig ausgewaschen, die Rasierpinsel außerdem täglich minde- stens einmal mit warmer Sodalösung gereinigt steriums wieder die Verhandlungen des Landes- abstimmungsausschusies über das Volksbegehren zur Auflösung des Hessischen Landtags. Die Beratungen waren bekanntlich am 18. August vertagt worden auf Antrag der Vertreter des Wirt- schafts- und Ordnungsblocks, um Gutachten vonjuri st ifchenSachver ständigen einzuholen. Diese liegen, wie bereits gemeldet, vor, und zwar sind die Gutachter die älniversitäts- Professoren Dr. G m e l i n, Gießen; Dr. Giese Frankfurt, und Dr. An schütz. Heidelberg, sowie^ Ministerialdirektor Dr. Schwarz vom hessischen Justizministerium. Ministerialrat Borne mann weist zu Beginn der Sitzung auf die Gründe der Unterbrechung in den Behandlungen hin; außer den Rechtsgutachten, die in der Zwischenzeit erstattet wurden, wären verschiedene vom Ausschuß gewünschte Feststelluncen arrs den vorliegenden Ginzeichnungslisten des Volksbegehrens vorgenommen worden. Hierauf werden die Protokolle der beiden letzten Sitzungen verlesen, in denen u. a. das bereits mündlich erstattete Gutachten von Ministerialdirektor Dr. Schwarz enthalten ist. Die Verlesung dauert etwa V/2 Stun- wn. Ministerialrat Bornemann erklärt im Verlauf der Verlesung auf Einwendungen von Dr Kleinkurt und Generalsekretär Kollbach, Protokoll Herrn Ministerialdirektor Dr. Schwarz Vorgelegen habe. Es werden dann eimge Einzelfragen erörtert über die Einlagebogen und die Doppeleintragungen. Im Anschluß hieran wird mit der Verlesung des Protokolls fortgefahren. Rach Erledigung einiger Anstände werden die Protokolle aenehmigt. Ministerialrat Dornemann erklärt auf Befragen, daß sie von den Mitgliedern der Fraktionen ringe seh en werden konnten, herausgeben könne er sie nicht, da sie em Bestandteil des Aktenmaterials seien, das dem Landtag vorgelegt werde. Ministerialrat Dornemann verliest sodann das schriftlich erslattele Rechksgnlachlen des Ministerialdirektors Dr. Schwarz, in dem die einzelnen Artikel des hessischen Gesetzes über das Volksbegehren erläutert werden. x>m wesentlichen decken sich die Anschauungen und Ausführungen von Dr. Schwarz mit feinen münd- "chen Darlegungen in der Sitzung vom 17. August worüber seinerzeit berichtet wurde. Bekanntlich vertritt dieser Gutachter eine strenge Auffassung m bezug auf die Gültigkeit der Unterschriften. Der Begriff „Mängel" wird ebenfalls streng ausgelegt und dem Abstimmungsleiter werden nur geringe Befugnisse zu deren Abstellung zugesprochen. 'Bei der Angabe von Wohnung und Stand rn den Listen hält jedoch Dr. Schwarz d i e eigenhändigeStrichelungfürgültig. Oßic Ministerialrat 'Bornemann mitteilt, hat sich letzt Ministerialrat Dr. Kaisenberg-Berlin in bezug auf die Strichelung zu derselben! Auffassung wie Dr. Schwarz bekannt. Der Gutachter Professor Dr. Gmelin (Gießen) geht in seinen Darlegungen von einer allgemeinen Betrachtung über die Volksbegehren aus: er sieht in den Volksabstimmungen gewissermaßen eine Kontrolle der Parlamentsbeschlüsse. Namentlich in kleineren Ländern könnten die Volksabstimmungen dazu dienen, eine einseitige Parlamentsherrschaft zu brechen. Sodann werden von dem Gutachter die Bestimmungen über Volksbegehren und Volksentscheid hn Reich und in Hessen mit einander verglichen; die Hessens wären freiheit- llcher. Im großen und ganzen vertritt Professor Dr Gmelin eine weitherzige Auslegung der Gültigkeit der Unterschriften; er kommt u. a. zur A n e r k e n - nung der Stricheluna durch Heranziehung des m der Schweiz üblichen Verfahrens. Aus seinen Mitteilungen über die Handhabung dieser Art von Abstimmungen in der Schweiz geht hervor, daß man dort in der Auslegung der wenigen Bestimmungen über das Volksbegehren sehr weitherzig ist. In Deutschland verlange man, wohl als Nachwirkung des bureaukratischen Systems des Obrigkeitsstaates möglichst umfangreiche und genaue Bestimmungen zur Ausführung des Gesetzes über die Volksabstimmung. Das Gutachten geht dann näher auf zahlreiche Einzelheiten des hessischen Gesetzes ein. In bezug auf bie Form der Unterschriften, auf die Mängelbeseitigung und in anderen Fragen vertritt der Gutachter eine freiere Auslegung und gelangt deshalb teilweise zu anderen Ergebnissen als Ministerialdirektor Dr. Schwarz in feinem Gutachten. Das gehlen des Kopfes bei einem Einlagebogen wird von Professor Dr. Gmelin zwar als Mangel angesehen; es konnten aber die Unterschriften, nach An- sicht des Gutachters,- nachgeholt werden. Die Tätigkeit des Landesabstimmungsleiters und des Ausschusses wäre nur vorbereitend, die Entscheidung habe der Landtag. Das hessische Gesetz lasse eine Sammlung von Unterschriften für das Volksbegehren von Haus zu Haus zu, deshalb ei eine spatere amtliche Nachkontrolle und Korrektur notwendig und zulässig. natürlich dringend erwünscht und auch aus Rücksicht auf Deutschland geboten, daß die Vollversammlung diesen Punkt erst in Angriff nehme, wenn Deutschland sich an der Beratung beteiligen könnte. Ob sie so oder anders verfahren wird, läßt sich noch nicht Voraussagen. Die deutsche Dölkerbunds- delegation. Berlin, 8. Sept. (Wolff.) Die Liste für die deutsche Völkerbundsdelegation ist nunmehr vollständig aufgeftellt. Der Delegation gehören darnach neben den bisher genannten Persönlichkeiten a l s Sachverständige noch eine Anzahl höherer Beamter und die bereits in Genf weilenden Mitglieder der vorbereitenden Abrüstungskommission an. Wester werden Mitglieder der Delegation der deutsche Gesandte in Bern, Adolf Müller, und der Genfer Generalkonsul Aschmann sein. Die Auseinandersetzung mit dem Hause Hohenzollern. Berlin, 7. Sept. (Wolff.) Wie das „Berliner Tageblatt hört, wird sich der Preußische Landtag mit den neuen Vorschlägen des Hauses Hohenzollern und dem inzwischen ange= bahnten schriftlichen Meinungsaustausch zwischen Preußen und dem Hause Hohenzollern beschäftigen Man hvfft für die jetzt vorliegenden Vorschläge eine Mehrheit im Landtag zu finden. Lohnabkommen im rheinischen Braunkohlenbergbau. Köln, 8. Sept. (WTB. Funkspruch.) Die Verhandlungen im rheinischen Braunkohlenbergbau haben gestern vor dem Schlichter für das Rheinland Aus aller Welt. Reichskanzler Dr. Luther in Lima. Zu Ehren des ehemaligen deutschen Reichskanzlers Dr. Luther veranstaltete der Präsident der Republik Peru L e g u i a ein Festessen, an dem die Mitglieder des diplomatischen Korps, Angehörige der deutschen Kolonie, peruanische Parlamentarier und hohe Staatsbeamte teilnahmen. Präsident Leguia führte in einem Trink- sprach aus, daß Peru über den Besuch Dr. Luthers besonders erfreut fei Er glaube, daß dieser Besuch ein baffere3 Verständnis zwischen den beiden Ländern herbeiführen werde. Peru suche die Hilfe vorgeschrittener Volker, wie Deutschland, und er glaube, daß durch eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit beide Länder gewinnen würden. Der Präsident feierte die staatsmännischen Verdienste feines deutschen Gastes und gab seiner Bewunderung für das deutsche Volk Ausdruck, das sich aus den Kriegsfolgen wieder emporarbeitete. schweres (Eisenbahnunglück in Chicago. Am Montagabend fuhr ein Zug der Chicago and North-Western-Eisenbahn auf einen im Bahn- Hose Courtle-Street haltenden Zug auf. Die zwei letzten Wagen des haltenden Zuges, in dem sich Ausflügler befanden, wurden ineinander geschoben, acht Personen wurden getötet und 100 verletzt. Hauptversammlung des Deutschen Bnchdruck.'rvereius. Zur diesjährigen Hauptversammlung des Deutschen Buchdruckeroereins, die am Sonntag in Eisenach begann, hatten sich über 600 Buchdruckereibesitzer als allen Teilen Deutschlands einassunden. Die thüringische Rgierung, der Verein Deutscher Zei- tungsverleger und die Organisation der Buch- druckereibesitzer von Amerika hatten Vertreter entsandt. Am ersten Verhandlungstag hielt Generaldirektor Dr. Welck einen mit statistischem Material belegten Vortrag über die sozialpolitische Lage und über die Lohntarife im Buchdruckgewerbe. Arn Montag wurde eine Entschließung nach lebhafter Aussprache einstimmig angenommen, in der unter Protest gegen die sozialpolitischen Gesetze jüngster Zeit darauf hingewiesen wird, daß jede weitere Belastung unausbleiblich zu schwersten Schädigungen der Gesamtwirtschaft führen müsse. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen wurde eine Entschließung angenommen, in der die Reichsregierung, die Landesregierungen und die Behörden auf die Gefahr aufmerksam gemacht werden, die dem Buch- druckgewerbe durch die zunehmende Errichtung behördlicher Druckereien erwächst. Als bedeutsamste Entschließung der arbeitsreichen Hauptversammlung dürfte der einstimmig gefaßte Beschluß anzusehen sein, in Münche n eine M e V- ft e r f d) u t e zu errichten, die in Verbindung mit der Stadt München geschaffen werden soll. Falls es dem Kreisverein Sachsen möglich ist, eine Meisterschule in Leipzig ins Leben zu rufen, soll auch dort eine solche errichtet werden. (Eine ganze Familie ermordet. Aus Verona wird gemeldet, daß ein Hirte bei dem Berge Moscal die Leichen einer Familie, bestehend aus Vater, Mutter und Sohn, aufgefun- den, die schwere Schnittwunden an Stirn und Kopf aufwiesen. Bisher ist die Ursache des Mordes und über die Täter nichts bekannt. Da die Familie arm war, hält man einen Raubmord für ausgeschlossen. Wcttervo Bei wechselnder Bewölkung etwas kühler, meist trockn, doch stellenweise leichte Niederschläge. Gestrige Tagestemperatiiren: Maximum: 21,8 Grad Celsius, Minimum: 15,6 Grad Celsius. Niederschläge. 1,7 Millimeter. Heutige Morgentemverci- fiir: 16,8 Grad Celsius. d« DöllerbundSvat die drei Fragen als ein Ganze« anfehe. ergab sich, baß zur gleichen Zeit, in der bie Vollerbundsversammlung die Frage der Aufnahme Deutfchlands und die Zutellung eines ständigen RatSfitzes an Deutschland behandele, sie auch die Frage der Vermehrung der nichtständigen Ratssihe behairdeln müsse. Unter diesen Umständen habe das Bureau es für seine Pflicht gehalten, im Interesse des Völkerbundsrates und zur Vermeidung einer neuen Schwierigkeit wie auch zur 'Verwirklichung des Friedens, den alle im Auge hätten, morgen von der Döllerbundsversammlung zu verlangen, baß sie die drei Puirkte ohne Verweisung an irgendeinen Versammlungsausschuß in einem einzigen fu in in arischen Verfahren behandele. Motta fügte hinzu, sollte wider Erwarten die Versammlung morgen vormittag beschließen, daß das ordentliche Verfahren eingeschlagen werben soll, d. h., daß die Versammlung mit Mehrheit den Vorschlag des Bureaus a b 1 e h n t, so würde daraus folgen, daß die drei Punkte an einen Dersainm- lungsausschuß überwiesen werden müßten. In diesem wenig wahrscheinlichen Fall behielt sich das Bureau das Recht vor, der Versammlung neue Vorschläge zu unterbreiten. Motta betonte, er habe die Lage mit allem Freimut bargelegt und hoffe, daß der Ausschuß mit ihm der Meinung fei, daß der vorgeschlagene Weg der richtige sei Die Opposition unter Nansens Führung. Genf, 7. Sept. (SU.) Wie verlautet, wird in der Vollversammlung am Mittwoch der norwegische Delegierte Raufen gegen die gleichzeitige Behandlung des deutschen Ratssitzes mit der Vermehrung der nichtständigen Ratssihe protestieren. Heber die Haltung der anderen neutralen Staaten liegen bestimmte Rach- richten nicht vor, doch nimmt man an, daß ein Teil von ihnen den norwegischem Antrag unterstützt, vor allem Schweden, das ja anfangs beabsichtigt hat, mit einem Protest hervorzutreten, jedoch von der Absicht 3untefgetreten ist, nachdem Ransen den ausdrücklichen Wunsch ausgedrückt hat, im Ramen der norwegischen Regierung nicht nur gegen die geschäftsordnungsmähige Behandlung bcS gesamten Fragenkomplexes, sondern auch gegen das Resormprojekt der Stu- oienkommissivn als solches zu protestieren. Rcmsen erklärte Pressevertretern gegenüber, daß er zwar noch keine endgültige Stellungnahme zur Behandlung des Projekts der Studienkom- Mission durch die Vollversammlung gefaßt habe, er werde sich aber bis zur Vollversammlung am Mittwoch überlegen, welche Schritte er unternehmen solle, um die Wünsche der norwegischen Regierung und einer Reihe befreu beter Staaten zum Ausdruck zu bringen. Rcmsen hatte im Lause deS Rachmittags eine längere Besprechung mit Vertretern der englischen Delegation, u. a. mit Lord Robert Cecil, gehabt. 16 Staaten sollen Raufens Protest unterstützen wollen. Deutschland und die Ratsreform. Berlin, 7. Sept. (TTl.) Die dem Reichs- auhenminister nahestehende Tägliche Rundschau" schreibt in ihrer heutigen Abendnusgabe über die Frage der Umgestaltung des Völkerbundsrates frlgenbeS: Man muh in der Tat mit der Möglichkeit rechnen, daß die Vollversammlung des Völkerbundes die Frage der Tlmgestaltung des RateS aufrollt, ehe Deutschland Gelegenheit hat, sich an der Deracang zu beteiligen Es ist aber gleichzeitig daraus hingewiesen worden, daß die tatsächliche älmgeftaltung, d. h. Oie Reuwahl des Rates, schon aus technischen Gründen erst t erfolgen kann, wenn Deutschland in der Lage ist, sich an der Wahlhandlung zu beteiligen. F ®a die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund und in den Vollerbundsrat voraussichtlich am morgigen Mittwoch erfolgt, die Reuwahl der nichtständigen Ratsmitglieder aber erst mehrere Tage später trorgenommen werden kann, so würde Polen, falls die Wahl auf diesen Staat fallen sollte, unter keinen Ämstcinden gleichzeitig mit Deutschland in den Rat aufgenommen werden können. Man muh vielmehr daran festhallen, daß Deutschland, wenn es am Mittwoch Mitglied des Völkerbundes und auf Grund des bereits gefaßten oder eines neuen Ratsbeschlusses gleichzeitig ständiges Mitglied des Völkerbundsrates wird, den Rat in seiner bisherigen Zusammensetzung vorsin- ’bet. Damit wäre d i e Vorbedingung erfüllt, die von unserer Seite aus stets gestellt worden ist. Was die älmgeftaltung des Rates durch Vermehrung der nichtständigen Ratssihe anlangt, so hat Deutschland an den Beratungen der Studienkommission, wenn auch nicht als aktives Mitglied, teilgenommen. Trotzdem wäre ritätenschutz in diesem Fall Zu üben Dem Ausdruck des Dolkswillens sollten nur di e unbedingt notwendigen Formalltäten für ein Begehren auferlegt und keine Erschwerungen bereitet werden. Professor Dr. Anschütz (Heidelberg) beschäftigt sich in feinem Gutachten ebenfalls eingehend mit dem Begriff Mängel. In den Grund- zügen gehen seine Ausführungen dahin, daß eine Heilbarkeit der Mängel statthaft ist. Formalistische Auslegungen feien nicht zuungunsten, sondern z u g u n st e n des Volksbegehrens zu treffen. In den wesentlichsten Punkten entsprechen also die Gutachten der drei llniversitätsprofesioren den Anschauungen, die von den Vertretern des Wirtschafts- und Ordnungsblocks im Ausschuß vor- getragen worden sind. Von den Mitgliedern des Ausschusses wurde der Wunsch geäußert, daß die Gutachten wegen ihrer Bedeutung vervielfältigt werden möchten. — Nächste Sitzung Mittwoch um 10 Uhr. FAHRRAD-REIFEN mit zweckmäßiger und gefälliger Profilierung, geben dem Rade gutes Aussehen und leichten lauf. KRAFTRAD REIFEN mit breitem wuchtigen Profil, das stcheHn den Kurven liegt Ein hochelastisches Cerdgewebe'gibt dem Rade leichten Lauf, schont Fahrer und Maschine tonUJ* -r: «0. ^03? •• 209 )arau( hiiM- Qte MV %i- unb Bedienung in Benutzung be- je Gegenstände Wn. bei Ausübung l'eurstuben |ou= tragen. 'ginn Ser Be- d/tch mit Seife stmg geritzt m sinö reine 'n btn, M ? n mH SEM- Ausübung der per des zu be erührung kom- onöere müssen ) rein sein, 2. eiben zwischen , Ceidenpapier den-, nach ein- vernichtei wer- ch gewaschenen üdenpapier be- •en müssen vor ichen oder Ab- ’öfung besinfi' esinfektion der imbestens ein« n und Kämme warmer Soda- Seifenschalen, en muß pein. me dürfen als Hunde und uidei werden. Wasserleitung asser gesMei iit Nasser ae- h letzterer tag- bestücke zu ver irmenbung oon maligem Ze- *ltung kiseure. iröfientiid)t dn ^Polizei. r6ebefrieb ■ m den über ■n des Krei. jnjten für den assen werden. Teptem- Schwömmen, verboten. >en den Kops .honen Zwecke ichen ist oei' und Frisieren ltun9tiKen i von BouslV" d.r äfi* . Sunden e*nc ^Imiißend" "gegebenen Bedienung ML r SeisenlauS' s°nK so lange ent her vo" gebeten, d-n e n durchzuführen. Für den Besuch kommen zunächst die in der Nähe der Städte Lille, St. Quentin, Reims und Berdun liegenden Friedhöfe in Betracht. Die Reisen erfolgen nicht als Gesellschaftsreisen, sondern in der Form von Einzelreisen, gegen 1 / • < » (Yt .. <'-««at Ga P ah n Alt Kleine Strafkammer Wetzlar. Q Diebstahl war einem Bergarbeiter aus Sechshelden zur Last gelegt. Ende Marz war ein Dahnbeamter vom Bahnhof Haiger dabei, mehrere Kisten mit Fleisch- und Wurst- waren zu transportieren. Während er eine Kiste an der Treppe zum Bahnsteig stehen ließ, schaffte er zwei andere in den Gepackraum. Als er zurückkam, muhte er feststellen, dah die Kiste verschwunden war. Gr entdeckte auf dem Bahnsteig den Angeklagten, der die Kiste unter dem Arm hatte. Der wegen Diebstahls schon vorbestrafte Angeklagte war in erster Instanz vom Amtsgericht Dillenburg freigesprochen worden, da er wohl zugab, die Kiste weggenommen zu haben, dies sei aber nicht in der Absicht des Diebstahls geschehen, sondern er habe dem Beamten einen Gefallen damit erweisen wollen. Die Amts- anwaltschaft legte gegen dieses Urteil Berufung ein die den Erfolg hatte, daß der Angeklagte, obwohl er bei seiner Behauptung blieb, zu d r e i Monaten Gefängnis und den Kosten des Verfahrens verurteilt wurde. Ein Postbeamter aus Dillenburg war. weil er aus der Kasse eines Metzgcrmeisters mehrfach Geldbeträge entwendet hatte, wegen Diebstahls zu 1OO Mk. Geldstrafe, Hilfs- Weise für je 5 Mk. ein Tag Gefängnis, verurteilt worden. Seine Berufung blieb ohne Erfolg, denn das Berufungsgericht erkannte auf Verwerfung der Berufung. Ein Dachdecker aus Wolfenhausen hatte im Dezember 1923 in Münchholzhausen einer Landwirtsfrau einen Korb mit Butter und Eiern im Werte von etwa 5 Mk. entwendet. Ws er ertappt und dem Gemeindevorsteher zwecks Feststellung seiner Personalien zugeführt wurde, gab er dort einen falschen Hamen an. Es gelang aber doch, den richtigen Hamen des Taters sest- zustellen. Die Staatsanwaltschaft erhob hierauf gegen den wegen Diebstahls schon vorbestraften 'Angeklagten Anklage wegen Hückfalldiebstahls und Beilegung eines falschen Hamens. Wahrend der Jahre 1924 und 1925 konnte die Aburteilung des Angeklagten nicht erfolgen, da er sich verborgen hielt, bis er vor einiger Zeit in Suddeutschland verhaftet wurde und die Hauptverhandlung anschließend daran vor dem Amtsgericht Wetzlar stattfand, die mit der Verurteilung wegen Mundraubs und falscher Hamensangabe zu drei Wochen und drei Tagen Haft endete. Hachdem die Amtsanwaltschaft gegen dieses Urteil unter Aufrechterhaltung der Anklage wegen Huckfalldiebstahls Berufung eingelegt hatte, gelangte das Berufungsgericht zur Einstellung des Verfahrens wegen Verjährung. Kirchliche Nachrichten. Gottesdienst der isr. Heligionsgesellschatt. Donnerstag, den 9. September und Freitag, den 10. September 1926. Heujahrs lest. 1. Tag: Vor- abend 6.40 Predigt, morgens 6.00 Predigt, nachmittags 4.00- 2. Tag: Vorabend 7.40, morgens 6.00. Sabattfeier den 11. Sept. 1926. Vorabend 6.20, morgens 8.00 Uhr Predigt, nachmittags 4.00, Sabattausgang 7.35. Wochengottesdienst: morgens 5.15, abends 6,00. Oft. HeNgionSgemeinde. Gottesd. i. d. Synagoge (Südanlage). Donnerstag, den 9. u. Freitag, den 10. Sept. 1926: Heujahrsfeft. Donnerstag, Vorabend 6.45, Predigt, morgens 7.30. Predigt, Freitag Vorabend 6.45, morgens 7.30, abends 6.30. — Während der Predigt ist der Eintritt nicht gestattet. ** Unzulässige Postsendungen in derwarmenIahreszeit. Die Post float darüber, daß jetzt Fruchtsendungen und dergleichen in großer Zahl als Päckchen eingeliefert werden, deren Inhalt während der Beförderung meist verdirbt, ausläuft und andere Sendungen beschmutzt und be- sck'ädiqt. Es sei daher darauf aufmerksam gemacht, daß die Versendung von schnellverderbenden und ftn den Barbier- und Friseurftuben bis zum Oktober d. I. an leicht sichtbarer Stelle anzu- ^Zuwiderhandlungen gegen diese Dorschriften wer- den, insofern nicht andere strafrechtliche Bestimmungen zur Anwendung zu kommen haben, mit Geldstrafe bis zu 30 Reichsmark bestraft. Schüler-Wettkämpfe im Schlagball, vb-rrealschui- Gieße» erringt di« ProvinzmeifterfchaftimSchlagball spiel Die Dezirksmeister von Oberhessen „Süd" und Hord", die Schlagballmannschaften der W e t - dia-Oberrealschule Butzbach und der Oberrealschule Gießen traten, am Sams» tag in Friedberg zum Endspiel um die Provinzmeisterschaft einander gegenüber. Der Ausgang des Spieles 70:67 zugunsten von Gießen zeigt deutlich, daß zwei vollständig gleichgute Mannschaften sich bis zum Enötampf durchgespielt hatten. Bei Butzbach erregten ganz hervorragende Weit bälle allgemeine Bewunderung. Gießen war im Feldspiel etwas besser, durch einige prächtige Läuse entschied es das Spiel für sich. Gießen ging zuerst in Führung, doch bald übernahm Butzbach die Spitze und stand 26 Punkte vor Gießen, so diesem den Glauben an den Sieg fast nehmend. Erst gegen Schluß gelang es Gießen, oufzuholen und knapp mit drei Punkten Vorsprung noch den Sieg zu erringen. Butzbachs 67 Punkte ergaben sich aus 42 Läusen, 14 Weit- schlägen und 11 Fangbällen, die 70 Punkte Gießens Wehten sich aus 52 Läufen, 6 Weitschlägen und 12 Fangbällen zusammen. Die Mannschaft der Oberrealschule Gießen wurde durch diesen Sieg Provinzmeister vonOber- hessen. Kämpfe um die Landesmeisterschaft von Hessen werden in aller Kürze ausgetragen. Für Starkenburg nimmt die Mannschaft der Aufbauschule Bensheim, für Hheinhessen die der Oberrealschule Mainz und für Oberhessen die der Oberrealschule Gießen an diesen Schluß- kämpfen teil. Der Sieger, der die Landesmeisterschaft erwirbt, erhält das vom Hessischen Philo- logenvecein als Wanderpreis gestiftete Banner. Die Hess. SLadlverordnelen- unb Gemeinderatswahlen 1925. jpitzenzeu seinen Mowr zum Schroten verwendet und auf diese Weise Zuckungen des Lichts hervor- ruft. Wir haben den Motorenbesitzer bereits früher darauf hmgcwiesen, daß er während der Lichtspitzenzeit seinen Motor nicht benutzen darf, und haben dies auch jetzt wiederholt, obwohl wir nicht sest- stellen konnten, daß er den Motor neuerdings in der Lichtspitzenzeit benutzt hat." . ... ** Der Extrazug zur Gejolei, der für nächsten Sonntag früh ab Gießen über DUlenburg angekündigt war, muß aus bestimmten Gründen aus fall en. Es ist fraglich, ob der Sonderzug zu einem späteren Termin laufen wird. Die Ankündigung des Dillenburger Verkehrsvereins war also reichlich voreilig. Da der Ausfall des Zuges schon Dor einigen Tagen bestimmt wurde, hätte der Dillen- burger Verkehrroerein im Hinblick auf die an der Fahrt interessierten Kreise seine erste Nachricht übrigens sofort dementieren müssen. Die Gewinne der G ießener Aus- stelkungsverlosung, die im Zusammenhang mit der Gartenbau- und Elcktrizitätsaus- stellung vorgenommen wird, sind feit gestern zu einem Teil im Blumenhaus Weil am Sel- i tersweg (neben dem Zigarrengeschäft Moser) ausgestellt. . . ** Zur 6. Herbstregatta in Gießen. Die Preise zu der am nächsten Sonntag auf der Lahn (Platz des Vereins Huber fr> ort) stattfindenden Regatta des Lahn-Regatta-Derbandes sind in dem Schaufenster der Firma Hess. Leinen- haus E. O. Reuter, Seltersweg 73, ausgestellt. Das große Interesse an den Rennen zeigen die starken Meldungen. Zu den 14 Rennen sind 290 Ruderer mit 55 Booten gemeldet. — Ehrung Peter Geibels. Wie mir dieser Tage bereits mitteilen konnten, soll das Andenken an Peter Geibel, den Wetterauer Mundartdichter, durch Anbringung einer Gedenktafel an feinem Geburtshause in Klein-Karben geehrt wer- I den. Ergänzend kann nun noch mitgeteilt werden, daß Friedberg den Dichter der Wetterau bereits ehrte, indem es letzthin eine der neuen Straßen mit „Peter-Geibel-Straße" getauft hat. "DiehessischedemokratischePar- I tei wird ihren diesjährigen Parteitag am 25. I und 26. September in Bad-Hauheim abhalten. Strafkammer Gießen. * Gießen, 7. Sept. Eine frühere Hebamme aus Friedberg war vom hiesigen Schöffengericht wegen Lohnabtreibung, begangen im Jahre 1920, zu Zuchthaus verurteilt worden. Da inzwischen die strafmildernde Novelle vom Mai 1926 zu den Abtreibungsparagraphen des Strafgesetzbuchs ergangen ist, die nur bei „gewerbsmäßiger" Abtreibung Zuchthaus androht, erstrebte die Verurteilte eine Milderung ihrer Strafe. In der heutigen Berufungsinstanz behauptete sie zur Ueberraschung aller Beteiligten, sie habe überhaupt nichts gemacht. Die Verhandlung mußte daher zwecks Beiladung von Zeugen vertagt werden. Die Zahl der Frauen in den Gemeindever- tretungenyat gleichfalls abgenommen, denn 1922 waren es 49, jetzt sind es 35. Eine interessante Feststellung in bezug aus das Alter der Stadtverordneten oder Gemeinderatsmitglieder zu machen. Während es 1922 nicht weniger als 27 im Alter von 20 bis 24 Jahren gab, wurden 1925 nur 2 in diesem Alter gezählt, ein Unpolitischer und einer, dessen Parteizugehörigkeit un- befant ist. Die Mehrzahl der 915 Gemeindevertreter gehören den Altersklassen von 35 bis 59 an; 70 und mehr Jahre alt waren nur 47. In 375 Gemeinden des Landes fand keine eiaent- liche Wahl statt, zumeist weil nur ein Wahloor- schlag vorlag. In 243 Gemeinden lagen 2 Wahl- Vorschläge vor; bis zu 9 und mehr Wahlvorschlägen brachten es nicht weniger als 7 Gemeinden Bornotizen. — Militärkonzert. Morgen, Donnerstag, abend, findet auf der Lieb igsh öhe das letzte der beliebten Sommerkonzerte unserer Reichswehrkapelle unter der Leitung des Obermusikmeisters Löber statt. Für dieses Konzert (Streichmusik) ist, wie man uns mitteilt, ein sehr geschickt abgefaßtes Programm aufgestellt, das sicherlich den Beifall der Besucher finden wird. U. a. werden Stücke aus der Musik zum Märchen „Königskinder" von Humperdink, „Götterdämmerung" von Wagner, „Kalif von Bagdad", Ballett „Egyptien" von Luigini, Tylophonsolo sowie ein militärisches Tongemälde zum Vortrag gebracht. Der Bestich des Konzertes sei empfohlen. lich 15 Mark Reisegeld erhalten. Nach seinem Weggang entdeckten seine betrogenen Logisgeber daß ihnen verschiedene Sachen fehlten, u. a. Klei dungsstücke und Bargeld. Wegen Betrugs und schweren Rückfalldiebstahls erkannte das Schößen gericht auf 1 Jahr 8 Monate Gefängnis Der Verurteilte legte Berufung ein; er gab den Be trug im wesentlichen zu, bestritt aber die Diebstähle Dach wurde er auch in der Strafkammerverhandlung vollkommen überfuhrt, selbe Berufung war daher erfolglos. Am 31. Oktober 1925 und 30. Januar 1926 er schien bei zwei Gießener Geschäftsleuten ein frem der Mann, kaufte zahlreiche Gegenstände und zahlte jedesmal mit zwei Banknoten, die sich nachträglich als gefälscht herausstellten. Es handelt sich um zwei Hundert-Millionenscheine, in denen das „M" über Hebt war durch ein „B", so daß es den Anschein hatte, als handelte es sich um Hundert-Billionen Scheine im Wert von je einer Rentenmark. Als Täter kam der Geometergehilfe Friedr. Karl H aus Mannheim, der wegen gleicher Delikte vorbestraft ist, in Verdacht. Da die Gießener Geschäfts leute ihn bestimmt als den wiedererkannten, der mit dem falschen Schein bezahlt hatte, verurteilte ihn das Schöffengericht wegen Münzverbrechens in Tateinheit mit 'Betrug zu 1 Jahr Gefängnis Seine Berufung gegen diese Verurteilung wurde zurückgewiesen. Rundfunk-Programm deS Frankfurter Senders. (Aus der »Radio-Umschau".) Donnerstag, 9. September: 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Haus-rchesters: Reue Tanzmusik. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lesestunde. 6.15 bis 6.45 Uhr: „Die Geschichte des Postwesens", Vortrag von I. A. Boßhard, Assistent an der Universität Marburg. 6.45 bis 7.15 Uhr: „Die Leistungen der Angestelltenverficherung und deren Voraussetzungen", Vortrag von Verwaltungsinspektor P. Thomas. 7.15 bis 7.45 Uhr: Italienischer Sprachunterricht. 8.15 bis 9.30 Uhr: UebertragunZ von Kassel: Sinfoniekonzert. 9.30 bis 10.15 Uhr: Uebertragung von Kassel: Schallplatten-Darbie- tungen. Die Hessische Zentralstelle für die Landesstatistik veröffentlicht in dem jetzt erschienenen Heft ihrer Mitteilungen bemerkenswerte statistische Feststellungen über die Stadtverordnete n- unb Gemeinderatswahlen am 15. Ho - öemb er 192 5. Hiernach gibt es in S ta r k en - bürg 12 Gemeinden mit unter 7 Gemeinterats- mttgliedern, mit 7 Gemeindevertretern 168, mit 9: 67, mit 12 83, mit 15: 21, mit 18: 13, mit 21 bis 54: 9. Für Oberhessen lauten die entsprechenden Ziffern (unter 7) 4, (7) 261, (9) 131, (12) 58, (15) 3, (18) 2, (21 bis 54) 4; für Hheinhessen (unter 7) —, (7) 41, (9) 68, (12) 51, (15) 12, (18) 3, (21 bis 54) 4, für ganz Hessen (unter 7) 16, (7) 440, (9) 266. (12) 190, (15) 36, (18) 18, (21 bis 54) 17. 3m ganzen haben in Hessen in 983 Gemeinden Wahlen statt- gesunden, und zwar in Starkenburg 373, in Oberhessen 431, in Hheinhessen 179. Der Parteirichtung nach setzen sich die Gemeindeparlamente nach dem Ausfall der Wahlen vorn 15. Hovember 1925 wie folgt zusammen: Kommunisten 153, Sozialdemokraten 1801 Linksstehende und Republikaner 12, Demokraten und Mieter 231, Zentrum 703, Deutsche Volkspartei 311, Hessische und Deutschnationale Volkspartei 48, Bauernbund, Hess. Bauernbund, Freie Bauernschaft, Bauernverein 614, Landbund 507 Bauernbund und Deutschnationale 13, Landwirte 48, Christlichsoziale 7, Bürgerliche Partei, Mittelstand, Mittelpattei, Wirtschaftliche Vereinigung, Hechtsstehend usw. 1294, Beamte 11, Gemischte' Liste 34, älnpolitifch, Patteilos, Für Arbeit und Ordnung, Gerechtigkeit usw. 3219, Un- bekannt 189. 3m ganzen sind 9 1 9 5 St a d tv e r - ordnete oder Gemeinderatsmitglieder gewählt worden, 3634 in Starkenburg, 3679 in Oberhessen, 1882 in Hheinhessen. Aus der Statistik ist nicht festzustellen, welche Zunahmen oder Einbußen die einzelnen Parteien seit den Wahlen von 1922 zu verzeichnen hatten. Als zur Landwirtschaft gehörig werden 4486 Stadtverordnete oder Gemeinderatsmitglieder angeführt, davon sind 6 Kommunisten, 101 Sozialdemokraten, 1 Linksstehender und Republikaner, 68 Demokraten und Mieter. Die anderen Landwirte gehören dem Zentrum, der Deutschen Volkspartei, sowie den verschiedenen Bauernbünden an. Zu den Unpolitischen, Parteilosen usw. gehören nicht roe« Niger als 1945. Diese gehören ohne Zweifel den kleineren ländlichen Orten an, wie die Kommunisten und Sozialdemokraten in der Ueberzahl wohl Landarbeiter und keine selbständigen Landwirte sind. Aus Bergbau, Industrie und Gewerbe wurden 3288 Gemeindeoerireter gewählt; hierunter sind die Arbeitnehmer bei weitem in der Mehrzahl; 127 sind Kommunisten, 1308 Sozialdemokraten, die anderen verteilen sich in der Weise auf die übrigen Parteien, daß das Zentrum (230), die bürgerlichen Parteien, Mittelstand usw. (395) und die Unpolitischen (909) weit mehr als die anderen aufweisen, die noch nicht einzeln an 100 heranreichen. 581 Gemeindevertreter gehören dem Handel und dem Verkehr an. Die Sozialdemokraten sind hier auch die stärkste Partei (165); erst bann folgen die Unpolitischen (159), und wieder erreichen die übrigen Parteien nicht die Zahl 100. In der Rubrik „Beamte, Angestellte und freie Berufe" behaupten die S-chaldemokraten ebenfalls den Vorrang (205), ihnen folgen die Unpolitischen (189) und dann die Bürgerlichen (118); die anderen Parteien bleiben wieder unter 100. Unter den Berufslosen stehen die Unpolitischen an der Spitze (13), dann folgen die Sozialdemokraten mit 7. Auffällig ist die Abnahme der Lehrer in den Gemeindeparla- menten; 1922 waren es 149 und 1925 92.________ ** Der Herbst naht. Trotz der hochsommerlichen Witterung der letzten Tage belehren uns gar mancherlei Zeichen doch, daß der Herbst im Anzug ist. Nicht nur die kahlen Getreidefelder, auf denen „der Wind durch die Stoppeln geht", und die zum großen Teil schon zum zweitenmal abgeernteten Wiesen, auf denen sich bereits als letzter Schmuck des Jahres das Zartlila der H e r d st ze i t l o , e zeigt, sagen es uns, sondern auch die starken Nebel, die sich nachts oft über Tal und Höhen lagern und seither erst um die neunte Stunde von der Sonne durchbrochen wurden. Auch die Vögel, die im Winter nicht bei uns bleiben, lassen sich durch den späten Sommer nicht täuschen. Für sie sind die selten schönen Sonnentage kein Grund, ihren Sommeraufenthalt zu verlängern und die Herbstreise hinauszuschieben. In den letzten Tagen sah man größere Ansammlungen der Schwalben, besonders auf den Telegraphenleitungen, wo man sie zu Hunderten beobachten konnte, zumeist in Pärchen beieinander. Der Wegzug der Schwalben steht also bevor, aller- wiw —,-------o — , , dings etwas später als im Vorjahre. Die großen nässenden Sachen, wie Früchten, Beeren, Butter, Ansammlungen des beliebten Vogels sind auch ein I ..tm ;M mnrprfion mnhrenh her beiten Iab- untrügliches Zeichen des nahen Herbstes. _ ** ^Reftlern kein G e können. „, . ** „Beleuchtungsklagen in Klein- Linden." Zu dem Eingesandt unter dieser Ueber- sckttft in unserer Ausgabe vom 27. v. M. schreibt uns die Direktton des städtischen Elektrizitätswerkes: .Wir sind dieser Klage nachgegangen und haben ststqestellt, daß die Angaben des Eingesandts unzutreffend sind. Die unsererseits durchgefuhrten Messungen haben ergeben, daß in allen Ortsnetz- teilen in Klein-Linden eine genügende Spannung vorhanden ist. Es ist uns lediglich bekannt, daß ein Motorenbesitzer von Zeit zu Zeit wahrend der Licht- Fetten usw. in Päckchen während der heißen Iah- .....______ , reszeit, wenn nach dem Wärmegrad die Gefahr des ” Gebt Bettlern kein Geld! Vom Auslaufens besteht, unzulässig und im übrigen nur städtischen Wohlfahrtsamt wird uns geschrieben: bann zulässig ist, wenn die Verpackung und nament- Hoch immer ist die Bettlerplage in Gießen wie &ie innere Umhüllung zweckentsprechend einge- anderwärts groß. Sie wird mit dem Eintritt richtet sind. Sendungen, die diesen Bedingungen ter kälteren 3ahreszeit noch stärker zunehmen. nid)t entsprechen, sind von der Beförderung aus- Wer Bettlern Geld gibt, wirft sein Geld in geschlossen. ten meisten Fällen zum Fenster hinaus. Er RDB. Zum B esu ch der Kr kege rgra b er unterstützt das Lcmdstreichertum mit allen seinen ,n Frankreich und Belgien. Wie aus vec- üblen Begleiterscheinungen, das ohne diese ge- chiedenen Anfragen hervorgeht, besteht vielfach noch dankenlosen Almosen nicht leben könnte, so aber Unklarheit über den Besuch von Kriegergräbern in oft mehr einbringt, als die Arbeit eines ge- Frankreich und Belgien. Wir erfahren hierzu, daß lernten Facharbeiters. Er schädigt die geordnete ba5 Mitteleuropäisch? Reisebureau es in Derbinduiig soziale Fürsorge, der er sein Geld besser zu- mit bem Volksbund Deutscher Kriegergraber-Fur- toentete, und die durch die Zunahme des Land- jorge übernommen hat, die Reise zum Besuch der streichertums mittelbar und unmittelbar immer Gräber ohne Schwierigkeiten für deutsche Reisende mehr belastet wird. 3eter wird gebeten, dm '...... "" - -------— Bettlern anstelle von Geld Wohls ahr t s » schecks zu geben. Auf diese hin wird dein Wittlich Hilfsbedürftigen vom Wohlfahrtsamt reichlich älnterstützung zuteil, und zwar noch über die n, ......... ----- „ „ naturgemäß karge Unterstützung hinaus, die ihm Vorausbezahlung eines Pauschalbetrages, sie können gesetzlich zukommt. Das Wohlfahrtsamt ist tn ter ba{)er jederzeit angetreten werden. Es ist z. B. mog- Lage, mit Hilfe seiner Fürsorgeorgane festzu- lid), einen Friedhof, der etwa 20 Kilometer von St. stellen, wer wirklich bedürftig ist. Der Berufs- Quentin entfernt ist, von Köln aus in drei- bis oisr- bettler erhält natürlich nichts. Man lasse sich allo täoiger Reise — in Deutschland 3. Klasse, in Bel- auch dadurch nicht irre machen, daß Bettler g£n unb Frankreich 2. Klasse — einschließlich Un- derartige Schecks mitunter mehr oder weniger Herkunft, Verpflegung, Autofahrten, Empfang durch höhnisch zurückweisen. Diese kennzeichnen sich da- einen Dolmetscher auf dem Zielbahnhof und aller durch selbst als Berufsbettler, denen nicht an Nebenausgaben zum Preise von 90 Mk. für eine Hilfe in ter Hot, sondern an einer mühelosen $crf01b bei zwei und mehr Personen 85 Mk. pro Einnahme für Schnaps. Zigaretten und der- m^-son zu besuchen. Hinzu kommen lediglich die Dl- gleichen liegt. Die Wohlsahttsschecks sttid an den sum-Kosten, die zur Zeit für die Einreise nach Stellen zu haben, die die amtliche Bekannt- Frankreich 10,50 Mk., für die zweimalige Durch- machung ter heutigen Hummer angibt. reist durch Belgien 4,50 Mk. betragen. Reisen zu •• Das östlicheTorhaus am Selters- bcn be(gifd)en Kriegergräbern können in einzelnen weg befindet sich feit einiger Zeit im Umbau. F^en auch jetzt schon unternommen werden, haupt- Es wird dort ein Geschäftszimmer für ten Gie- schlich kommt hierfür die Zone Ypern—Ostende m ßener Verkehrsverein eingerichtet, ferner ein Lese- betracht. faal, der für die feit einiger Zeit geschlossene ** §-le Maul- und Klauenseuche ist Lesehalle Ersatz bieten soll. Gleichzeitig mit die- in Hattenrod (Kreis Gießen), in Kloppen- sem Umbau wird durch Unterkellerung des Ge- beim und Ossenheim (Kreis Friedberg) und bäudes eine Bedürfnisan st altfürM ä n - Bermoll (Kreis Wetzlar) amtlich festgestellt ner unb Frauen geschaffen. 3n dieser iind morden. In Dortelweil, Holzhaus en, für Männer zwei Aborte und Pissoirs, für Oppershofen und Wohnbach (Kreis Fried- Frauen drei Aborte vorgesehen. Außerdem er- berg) ist die Seuche erloschen. hält jede Abteilung einen Waschraum. Der Eingang zu der Bedürfnisanstalt wird für Frauen vom Seltersweg aus sein, für Männer von der Südanlage aus. Freitreppen werden von ten Straßen nach ter tiefgelegenen Anstalt hinabführen. Eine Wartefrau wird zur Bedienung eingestellt werden. Die Anlage, die einer dringenden Hotwendigkeit entspricht, wird voraussichtlich Anfang Oktober fertiggefteUt fein. Von diesem Zeitpunkt ab werten auch die Häume des Verkehrsvereins und die Lesehalle benutzt werden Der erwerbslose Schlosser Adolf R. aus Hagen hatte sich bei einem Ehepaar inGroß-Karb'- unter allerlei Vorspiegelungen einlogiert und etwa zehn Tage lang kostenlose Verpflegung sowie schließ- LON CORD Für die uns zu unserer silbernen Hochzeit in so reichem Matze erwiesenen Aufmerksam- keilen danken wir herzlichst Friseurmeister Jakob Dany und Frau Ottilie geb. Lindenstruth Gießen, den 8. September 1926 7239D Klavier (Ausbildung bis zur künstlerischen Reife) Gesangsstudien / Musikgeschichte Korrepetition Musiktheorie (^""vnielehre, Kontrapunkt, Wiederbeginn neuer Kurse und des Einzelunterrichts im September. Anmeldungen jederzeit. Aufnahme in den Madrigalchor jeden Dienstagabend 8 Uhr. Dr. Heinrich Roese Gießen, Goethestraße 34. 724KI) Bubikopf- Haarschneiden Kopfwäschen Ondulieren 7240d Maniküren Gesichts- und Kopfmassage Tadellose Bedienung Jakob Schäfer LuiiwigMe 57, Ecke Liebigelralle Herren- und Damenlrisiergesclrält Donnerst, öensepWer MüliltW 2 W versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 28, zwangsweise , gegen Barzahlung: t 1 Büfett, 3 Schreibtische, 1 Kredenz, 4 Vertikows, 2 Spiegel, 5 kleine Morse- lelegravhenavparaie, 2LaternaMagica, 1 Brügenwagenmodell, 8 Biologinen. 2 technologische Sammlungen, 1 2topf- rahmeu, 2 Ballen Pergamenlersatz.lEiS- schrank, 1 Klavier, 4 Sofas, 1 Kommode, 3 Nähmaschinen, 1 tzrtleureinrichtung, 1 Grammophon, 1 Sekretär, 1 Regulator, 1 Chaiselongue, 1 schw. Pferd, 1 Truhe, 1 Divan, 2 Sessel. 1 achteckiger Tisch 2. Voraussichtlich bestimmt: 1 Schweiß, avvarat, an Ort und Stelle. | Mietgesuche | 1—2 leere Zimmer für Bureauzwecke oder evtl. Kleiner Laden mit Hinterzimmer inmitten der Stadt sofort zu mieten ges. Schr. 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Vormittags zogen unter abgehalten werden-, für Reklame wurden 300 Mk. frischen Turnerliedern bie ersten auswärtigen bewilligt, bie früher für Prämiierung bewilligten Klassen burch bie Donftra.hen. zum hiesigen -urn- 300 Mk. wurden auf 600 Mk. erhöht. Der Markt platz, dem Attuh. M,t Rücksicht am die Vorzüge soll von der großen Allee in ber Kaiserftraße auf dieses Platzes - geräumiges Gelände beschattet die See wiese verlegt werden, ba ber Platz auf burch benkwurb,ge Eichen- unb timbenbaume ba- ber Kaiserstraße zu klein ist. Zugelassen sinb Pferbe zu bie vor einigen Wochen e.ngeroeihte Turnhalle - au/qanifiXmb d-n '-mg«nz°nd°n pr-utzljch-n !°nd hier d»- T-°ss°n <>«•<*>' Provinzen. — Die Stabt hat bereits früher für bas stehend aus /5-Meter--.auf, Weithochsprung, Kugelgeplante Kriegerehrenmal 50Ö0 Mk. beroiU stoß und ^eiubung, kam zum Austrag. (Wertung ligk, die gleiche Summe haben bie militärischen Ver- 80 Punkte.) Es beteiligten sich etwa 120 Schuler in eine burch Sammlungen aufgebracht. Die Stabt will zwei Attersftusen an ben Wettkämpfen. Unter ge- bie weitere Ausführung den militärischen Vereinen I naucr Wertung der einzelnen Hebungen wurden überlassen, will jedoch in dem betreffenden Ausschuß von fast allen Schulern d.e zum Preise erforber- durch drei Mitglieder vertreten sein. - Der auf ben hd)en 40 Punkte erreicht. Eine stattliche Zahl ber -fierMt aevlante arößere Obst- und Gemiise- s Kämpfer errang den Sieg Iw letzten Drittel der Den Abschluß der Wett- ’DRIBQMPSÖN'S SEIFENPULVER flffrt w Sachvetfi' beS Drs ^drttat fitbtcn II eS nicht heilen d M) I tär ÄoD -er ®ui' ntuntife1 Lo" Aar- unntg^ «nnrdtj 8$unfl- ° tw Art । flr.21 ft* yDi« goitoi$' j E 5«'ch^ lohn, m die gliedern ungültig ftbt) 2bg. ablehnen! leiiigmg Ullung M ®tl' w W dem a immer Smel er nie eine L und nx sehen. ! abgebit tritt die um eint nachdrüc öutadjta beugung brnnaud ‘Mangel mbtnS ziehen, begehn und T vrrfim achter Mmiste drücklics gierten Äinilte tmlich einen a achten 1 scheide steriald Dr Ltellw er !em Text würft zurüch oufmei Dchwa rügest« Dte war willc ihm auf lagt 3wed .. ® die red zu äuß öen gei Zu leg« M ei Neri WM - Dl nochmo •Sufanr achten. tuunüte die Ouj In Ä MkÄ SHt. Sb i Mtoti Si fe uur öa »ugebe, Kber "ch dr vacht Kußbe Aut» vor 1 il^r konnte mit her Prämiierung begonnen werben. Bürgermeister Reitz, Alcln-. Dollar^lnl. bto. Doll.-Schatz. Anweisno.'i 0.4927) । 48 0.455 0,435 0.5 - 0.275 - 0.44 0.42 95.25 0.49 0,45 0.45 0.5075 0,275 0.455 0.46 . 0,43 0 41 ' ii > iri Hebung, und die Haltung nahm allgemein ein. festeres Aussehen an. Im Mittelpunkte des Interesses standen aber nur einige Spezialitäten, die mit größeren Kursbesserungen von 3 bis 4 Prozent aus dem Verkehr hervorgingen. Bevorzugt waren Montanaktien. Stärker befestigt waren hiervon: Rheinische Braunkohlen plus 6 Prozent, Rheinstahl plus 5,5 Prozent, Gelsenkirchen plus 4,25 Proz., Harpener plus 2,9 Proz. Die übrigen Werte dieser Gruppe mußten sich mit Besserungen von 1 bis 2 Proz. begnügen. Von Chemiewerken waren I. G.- Farben anfangs gegenüber der gestrigen Abendnotiz um ca. 3 Proz. gesteigert, konnten aber im Verlause diese Befestigung nicht behaupten. Scheideanstalt plus 1.5 Proz. Elektroaktien, etwas reger gehandelt, stellten sich 1 bis 2 Proz. höher. Bankaktien zogen 1 bis 1.5 Prv3. an. Au tvakt ien unbcränberl. Von Schiss- fahrtsaktien waren Hapag gut befestigt, während Lloyd gehalten blieben. Baustos s - aktien lagen weiter im Angebot. Heidelberg-Zement minus 2,5 Proz.. Wayh <& Frey- tag minus 2.5 Proz. Von Zuckeraktien waren Frankenthal auf Angebot hin erheblich abgeschwächt (minus 3.5 Prozent): die übrigen Zuckeraktien schwächten sich geringfügig ab. De utsche Anleihen verkehrten lustlos. Ausländische Renten niedriger. Der F r e i v e r k e h r blieb geschäftslos. Benz 76 Prozent. Entreprise 7,5 Prozent. Gro- wag 60 Prozent, Frankfurter Handelsbank 85 Prozent. Ufa 40 Prozent. Ufra 92.5 Prozent. Der weitere Verlaus war unsicher. Das Geschäft flaute rasch ab und ein Teil der Kurse trat erneut eine rückläufige Bewegung an. Der Geldmarkt zeigt fich weiter flüssig. Tagesgeld 4.5 Prozent. Monatsgeld 5,5 bis 7 Prozent. Im D e v i s e n v e r ke h r schwächte sich Mailand gegen London auf 133 ab. Paris notierte fast unverändert 164,50, Brüssel 175,50. Das englische Pfund war leicht abgeschwächt auf 4.855 gegen Kabel Berliner Börse. Berlin, 8. Sept. Die Kursabschmächung erfuhr heute vormittag bei der Festsetzung der ersten amtlichen Kurse zunächst feine Unterstützung, da die Spekulation nach den gestrigen Leerabgaben zu Deckungskäufen schritt und das Publikum seine abwartende Haltung nicht wesentlich änderte. Erst später nahmen dann die Pasitionslösungen ihren Fortgang, während gleichzeitig die Verkaufsaufträge zu den Kasiakursen sich steigerten. Nach etwas freunblid)crcm Beginn wurde die Tendenz gegen Ende der ersten Stunde dahor von neuem m a 11. Aus der Wirtschaft lagen neue Momente nicht vor. Man beschäftigte sich an der Börse hauptsächlich wieder mit Erörterungen über den kommenden Quartalstermin, an dem man Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Prolongationsgeld, namentlich für mittlere und kleinere Firmen erwartet. Die Besiirchlungen dieser Art waren auch der .Hauptgrund für die gestern und im Verlaufe der heutigen Börse erfolgten Verkäufe. Am Geldmarkt war noch reichliches Angebot vorhanden, besonders in kurzfristigen Mitteln. Tagesgeld 5,50 bis 6.75 Prozent, vereinzelt auch schon' zu 5,25 Prozent angeboten. Monatsgeld 5,75 bis 7,25 Prozent. Warenwechsel mit Großbankgiro 5H bis 5,5 Prozent. Im De vifen verkehr waren die wichtigsten Valuten kaum verändert. Das englische Psimd lag geringfügig schwächer mit 4,855 gegen Kabel. Paris gegen London 164,65, Brüste! 175,50, Mailand 133,50. Madrid 31,97 Kabel Berlin 4,1985. Dedfiemaartt Berlin—Frmrkfuri a. TL Telegraphische Auszahlung. 7 Septbr. 8. Septbr. Amtliche Notierung tfclb Brief Amtliche Notierung (Selb 1 Brief Knut-Ji ott Buen-Aircü Brss-Atitw Christiania. Äopeubaflcn Stockholm - 6c[finofor§. Italien . . Loudon. . Ncuyork . . Paris. . . Schweiz . . Spaiticn . stavan . . . mlo de Jan Wien in D-° CeR. abgest. Prag .... Belgrad . . Budapest. . Bulaarictt . Lllladott Damia. . - Konstantin. Sltbfn. . Sanaba. . Uruauab 168,17 168,59 1,692 1,696 11,615 11,655 91,90 92,14 111,43 111,71 112,13 112,42 10,552 10,592 15,56 | 15,60 20,362 20,412 4,193 4,203 12,40 12,44 81,06 ; 81.26 63,52 ! 63,68 2,021 1 2,025 0.679 0.641 69,23 ' 59,37 12,416 12,456 7,414 7,434 5,875 5,895 3,045 3,055 21,395 21,445 81,42 , 81,62 2,235 2,245 4.79 4,81 4.197 4,207 <185 I 4.195 Banknote 168,15 1,694 11,595 91,89 111,88 112,11 10,548 15,22 20,357 4,193 12,39 81,065 63,57 2,026 0.631 59,21 12,417 7,415 5,875 3,055 21,395 81,38 2,23 4,79 4,197 4.20 n. 168,57 1,698 11,635 92,1» 111,66 112,39 10.588 15,26 20,407 4,203 12,41 81,265 63,73 2,030 0,641 59,35 12,457 7,435 6,895 8,065 21,445 81,58 2,24 4,81 4,207 4.21 Berlin, 7. Septbr. Geld Brief Amcrttanische Note, ..... Belgische Noten ........ Dänische Noten ........ (rnaliltic Noten........ Frantösische Noten ...... Holländische Noten...... sttalienischc Noten...... Norwegische Noten...... Deittsch-Oesterr-, ä 100 Kronen Rumänischc Noten...... Schwedische Noten...... Schweller Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Roten . . Unaaritoe Noten....... Frankfurter G Frankfurt a. M. notiert: Weizen. Wettera Mk.: Roggen, inländische Sommergerste für Brauzv inländischer. 18 bis 17,5 Weizenmehl, inländisches, 41,50; Roggenmehl 31,50 9: Roggeickleie 10,50 Mk. 4,175 11,50 111,12 20,337 12,57 167.83 15,83 91,72 59.17 2,05 111,77 80,85 63,19 13,375 5.845 ctreidebö 8. Sept, uer. neuer r, neuer E occfc 23 bis 0; Mais, Spezial 0 bis 32,50; Tendenz: 4,195 11,56 111,68 20,437 12,63 168,63 15,91 92,18 69.47 2,09 112,33 81,25 61,5! 12,435 5.885 rse. Es wurden Träte. 27.75 rnte, 21,50: 26, Hafer, gelb. 18,50; 40.75 bis Weizeickleie -st- Letzte Nachrichten. Deutschlands Ausnahme in den Völkerbund beschlossen. Genf, 8. Sept. (TU. Funkspruch.) Die Vollversammlung des Völkerbundes befchlah heute vormittag e i n st i m m i g die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund sowie die Zuerteilung eines ständigen Ratssihes an Deutschland und die Vermehrung der nicht st Sndigen R a t s s i h e von sechs auf neun. Sprechstunden der Redaktion. 12 bis 1 Uhr mittags. 5 bis 7 Uhr nachmittags Samstag nachmittag geschloffen. Für unverlangt eingesandte THanuftriptc ohne beigesügles Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Anzeigenaufträge sind lediglich an dir Geschäftsstelle zu richten. Feiertagshalber dem 9* d. M. 7209a lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Frische Cafe Amend S junger ton Billard-Saal c für 25 Rm. 7245V lebende Karpfen cingetroffen. ” Haus der Handarbeit Seltersweg 81 Verkmuskmuor bedeutender Speiseöl- u. Vslanzensettsabrik, sowie Selsenfabrtk sucht bei b. einschlägigen Kundschaft nachweislich gut Lingeführte Vertreter. Verkaufserfolge müssen nachgewies. werd. 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