Ms MÄ« Itr. 286 Erstes Blatt 176. Jahrgang Dienstag, Z. Dezember I926 Eröffnung der Ratstagung des Völkerbundes .Nl nur geheimen Sitzung Ides. (S8 touri)e;r eine Kontrolle nach dem Versailler Vertrag auf ju« hören hat, sobald die vertraglich sestgelegten Bedingungen erfüllt sind. Und diese Bed' gungen s r n d restlos erfüllt, so daß der Bot bald beseitigt; wenn nicht, so wird die Z^age der Beseitigung der Interalliierten Militärlom- mission solange verschleppt, bi- Deutschland sich fügt. Das Blatt fragt: Soll das etwa das gute Gleis sein, aus welchem Thoiry fährt, wie Briand sagte? Unserer Meinung nach führt dieses Gleis auf einen Prellbock, an dem der Thoiryzug zerschellen mühte. — Achnlich äußert sich die „D. A. Z.", die diese Auffassung über den Charakter der Militärkontrollc energisch zurüclwcist und daran erinnert, das; die schafterkonferenz zwangeläu ig nur ü'r>rigbleibt. die Aufhebung dec Militarlontrolle zu verfügen. — Die „Germania" halt es sogar für weniger schlimm, wenn Stresemann unverricl tetcr Dinge, d. h. ohne Einigung über die Beendigung der jetzigen Militärtontrolle, nach Berlin zurückkehrt, und wenn damit der Prozeh der deutsch.französischen Verständigung einen vorübergehenden S t i l l st a n d erleidet, als dah Deutschland hinsichtlich des Prinzips der Unu4- lässigkeit von irgend einem Clöment stable a u ch d i e gering st e Konzession macht. Der deutsche Untergeneralsekrelär. »«nähme von Anzeigen für die Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher. preis für l rom höhe für Anzeigen oo.i 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 m Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 201 , mehr. Chefredakteur Dr Fncdr Wilh Lange. Derantwortlich für Politik Dr Fr Wilh Lange; für Feuilleton Dr H Ikyriot; für den ädrigen Teil Ernst Blumschein; für den An« zeigenteU LT-eiir H.Beck, sämtlich in Gießen. Rußlands Auhenpolitik Tschitscherin empfängt die Berliner Presse. von morgen. Rußland sei mit der Kuomin- regierung befreundet. Tschangtsolin gegenüber werde Rußland seine Rechte an der ost- chineschen Eisenbahn nicht Preisgaben. Politisch-freundliche Beziehungen und stä ke wirtschaftliche Verbindungen seien der Weg. um vorwärts zu kommen. Er könne erklären, dah auf dem Wege der Entwicklung dieser wirtschaftlichen Verbindungen Deutschland den anderen Staaten vo. angehe. Die Lage in China. London , Z. Dez. (W. T. B. - Funlspruch.) „Daily Mail" berichtet aus Hankau, infolge einer Entspannung der Lage sind die britischen Warinefoldaten und die Schnellfeuer- geschühe von den Sandsackversperrungen in der bri ischen Konzession zurückgezogen worden. Gestern früh wurden in Hankau Flugzettel angeschlagen, in denen die Chinesen zur Boykottierung der Engländer aufe ordert werden. Sie sollen außerdem für die Beseitigung der Zollbehörden, der Konzessionen und die Rückgabe alles abgetretenen Terrains agitieren. Reihe von D.'.ügets- und Derwaltungsfragen erledigt. ferner die Frage der Schließung des Wettbewerbes für die Baupläne für das neue Bölkerbundgebäud» und die Frage dec Er en- nung von neuen M tg irdern für dis Hhg ene- komilee. K,rz vor 12 Uhr beginn die öffentliche Sitzung, zu der d.e in groher A.rzayl erschienenen Pressevcr reter a ler Länder z g lassen waren. Am Ratrt.sch präsid eck» Ba idilroc de, die übrigen Ratsm tglieder nahmen ihre Plä;e in der üblichen Reihenfolge en. Die Tagesordnung, auf dcr sechs Pu;fte von u 1er- georÖnder Dede. tnng stand m. wurden i r kaum 20 Minuten ohne Diskussion eredigt. Sä i.tliche Berichte über die auf der Tagesordnung stehenden Fragen, darunt r De ich! der Hygien Kommission,^ Bericht des 3 terr.at'.ona'en Arbeitsamtes über di> Vorarbeiten für eine Ko ben» tion gegen die Sk.'aoere:. Berich! über die Unterbringung der armenisch n F ücht inge und Ratifikation der unter M.twirkung des Bö kec- bundes zustar.degckommenen Abkcmmm wurden vom Vö kecbundsrat ohne Ab immung angenommen, worauf sich dec Rat auf Dienstag nachmittag vertagte. Am Montagnachmit ag trat das Dreierkomitee des Völkerbundes für die Minderheitsfragen z.sammen. BesprechungderRheinpakiMüchte Um die Aufhebung der Militärkontrolle. Genf, 6. Dez. (TU.) Die heute nachmittag um 6 Uhr begonnene Unterredung im Hotel Beaurwage zwischen Chamberlain, Briand, Dr. S t re- sem a n n , Vandervelde und S c i a l o j a dauerte bis nach 8 Uhr abends. Die Minister verliehen unmittelbar nach der Unterredung das Hotel, ohne besondere Mitteilungen zu machen. Offiziell wurde über die Unterredung folgendes Kommunique ausgegeben: „Die Vertreter Englands, Frankreichs, Deutschlands, Italiens und Belgiens im Völkerbundsrat haben heute die bisherigen Einzelbcsprechungen m einer gemeinsamen Unterredung weiter forfgefüfjrf. Das Ergebnis dieser ersten Zusammenkunft ist befriedigend. Die Verhandlungen werden In weiteren gemeinsamen Zusammenkünften sortgesehk werden. Ls besteht die Hoffnung, dah man zu einer Einigung gelangen wird." Reichsauhenminister Dr. Strescmann sowie die übrigen Mitglieder der deutschen Delegation nehmen heute an einem Essen beim deutschen Generalkonsul Aschmann teil. Sn unterrichteten Kreisen ist man der Ansicht, daß der Hinweis des offiziellen Kommuniques auf die Möglichkeit einer Einigung zunächst auf die Frage der Aufhebung der interalliierten Militärkontrollkommission zu beziehen ist. Sollte in den nächsten Tagen die Pariser Dotschas- terkonferenz eine Entscheidung treffen, die die Aushebung der interalliierten Kontrolle für Gegen die Wohnungs- zwangswirtschaft. Eine Entschließung der Lpitzenverbände. Berlin, 6. Dez. (TU.) Die sieben namhaftesten Spitzetiverbände der deutschen Wirtschaft u.a. der Zentralverband des deutschen Dank- und Dankiergewerbes, der Reichsverband der deutschen Industrie und der Zentvalverband bei deutschen Großhandels veröffentlichen eine Entschließung zur Frage der Zwangswirtschaft auf dem Gebide des Wohnungswesens, in der deren Beseitigung im Interesse der Aus- grstaltung der freien Wirtschaft zum Zwecke der Beschleunigung des Ausgleichs von Angebot, und Nachfrage und Behebung der Wohnungsnot gefordert wird. 3m einzelnen wird U.O. verlangt: Sofortige Beseitigung des Wohnungsmangelgesehes. Abbau des Eingriffs in freie Dertragsrechk der Parteien, beschleunigte Ausgleichung der Mieten in alten und neuen Räumen, genügende Erstellung von den Bedürfnissen der großen Masse eiUsprechenten, gelundheitlich einwandfreieren Häusern. Endlich wird eine Prüfung der Frage verlangt, ob. soweit Zuschüsse aus allgemeinen Mitteln notwendig sind, diese nicht zweckmäßiger in der Form von Zinszu- s ch ü s s e n als durch 5)ergäbe von Kapitalien gewahrt werden sollen. Die ilmtoanölung der Hauszinssleuer in eine öffentlich-rechtliche Rente wird abgelehnt. Genf, 6. Dez. ($11.) Die 43. Tagung des Völlerbundsrates begann heute vormittag 11 Tlhr zunächst mit einer unter Vorsitz Vandervel einen festen Termin in Aussicht nimmt, so erscheint die Möglichkeit einer Behandlung der Investigationsfrage aus der gegenwärtigen Ratstagung ni£t als ausg.schlo feit Man rechnet in informierten Kreisen öcmit, daß Mitts dcr Woche eine gewisse Klärung der Verhandlungen in der einen oder anderen Richtung eintritt. Die Verhandlungen der Außenminister werden im Lause des Dienstag weitergeführt werden. Am Vormittag um 10 llfjr wird Reichsaußenminister Tr. Strcsemann den Besuch des belgischen Außenministers Vanderlelde emp sangen. Am Rachmittag tritt der DölkerbundSrat zu feiner zweiten Sitzung zusammen. Perlinax meldet dem „Echo de Paris", daß man nach Öen Unterreöungen ©trefemann« Chamberlain und Slresemann-Briand bereits erkennen könne, wo hinaus Briand wolle. D.e Interalliierte Militärtt>ntrolllommi,,ion sei nach seiner Ansicht am Ende ihrer Weisheit angelangt. Das beste wäre daher, sie möglichst schnell zu opfern. Als Gegenleistung solle von ©trefemann allerdings die Annahme des Investigationsplanes von 1924 erreicht werden. Bisher häbe aber ©trefemann noch Widerstand geleistet. Vieles hänge in dieser Beziehung von der Haltung Chamberlains ab. Es sei nicht ganz sicher, ob Chamberlain bei der gestrigen llnterha.tung ©trefemann gegenüber die gleiche Sprache führte wie Briand. Es sei nicht ausgeschlossen, daß er ©trefemann die Hoffnung gelassen habe, daß am Investigationsprotokoll des Völkerbundes merkliche Abänderungen vorgenommen werden konnten. In diesem Falle hätte man mit Strefemanns Widerstand gegen den französischen Vorschlag zu rechnen. Berliner Pressestimmen zur 3 ueftigationdfrage. Berlin. 6. Dez. Die „Tägliche Rundschau" interpretiert die Meldung der Agentur Havas über die Haltung Frankreichs in der Invest iga tion ssrage folgendermaßen: Beugt sich Deutschland unter das Joch des Investiga- tivnsprotokolls, so wird die Militärkontrolle als- Sozialdemokratie und Regierungskoalltion Tcr „Vorwärts" zurRedc desAbg.Dr. Lcholz Berlin, 7. Dez. (TU.) Der „Vorwärts" nimmt in seiner Morgenausgabe aussührlich Stellung zur Rede des Aög. Dr. Scholz in Insterburg, die er als eine Kriegserklärung der Deutschen Dol'spartei an dic Sozialdemokratie wertet. Dr. Scholz bdonte darin, in dcr Frage der Arbeitszeit sei eine Verständigung zwilchen der Deutschen Dollspartei und den Sczial- öemofraten nicht möglich, die Große Koalition könne als dauernde Regierung nicht in Frage kommen, sondern man müsse hoffen, daß die Deutschnationalen sich zur praktischen Mitarbeit zurücksinden werden. Da Herr Scholz Führer der volksparteilichen Fraktion sei, sei seine Rede als amtliche Parteimeinung aufzufassen. Die Schlußfolgerungen der ©ozialderno- kratie beständen deshalb darin, daß sie die Vereinbarungen als nicht mehr bestehend an* sehe, die die Regierung durch den Reickskanzler mit den Sozialdemokraten getroffen habe und die darauf hinauslaufen sollten, die Geschäfte in enger Fühlungnahme mit der Sozialdemokratie zu führen. Die Rede des Abgeordneten Dr. Scholz habe das Mißtrauen gegen den Innenminister zu dem gegen das gesamte Ministerium erweitert. Die sozialdemokratische Fraktion werde sich in den nächsten Tagen öarü&er schlüssig werden, in welcher Form sie ihrem Mangel an Verträum Ausdruck verleihen Berlin, 6. Dez. (WB.) Tschitscherin empfing heute in der russischen Botschaft die Dsr- treter der Berliner und der auswärtigen Prcs e. Er verbreitete sich eingehend über das Verhältnis der Sowjetunion zu Deutsch! nb und führte aus: Wenn ich den jetzigen Moment mit meiner vorjährigen Anwesenheit in Berlin vergleiche, so kann ich mit vollem Bewußtsein behaupten, daß unsere Beziehungen zu Deutschland sich in dieser Zeit b e fxe ft i g t haben. Ich kann auch mit demselben vollen Dewußts.in behaupten, daß die internationale Lage der Sowjetunion überhaupt trotz aller feindlichen Bemühungen sich merklich befestigt hat. Als ich im vorigen Jahre in Berlin war, standen die Verhandlungen über Öen rus isch»deutschen Vertrag und über t ie uns zu gewährenden deutschen Kredite in einem vorbereitenden Stadium. Jetzt sind diese beiden hochwichtigen politischen Akte zu Tatsachen geworden. Wir haben jetzt eine feste Da sis für unsere künftigen Derhältni s>. Der Berliner Vertrag regelt mit aller Bestimmtheit unsere politischen Beziehungen, während die Kredite eine dauernde wirtschaftliche Verbindung unserer Länder bedeuten. Tschitscherin verwies bann aus einen Artikel des ..Augur" In der „Forlnigntly Review", der die Idee der Bildung einer Einheitsfront Englands, Frankreichs und Deutschlands gegen d.e Sowjetunion erläuterte. Lr könne zwar betonen, daß die Freundschaftsbande, die Deutschland mit Rußland verbänden, bereits so fest geworden seien, dah er sich völlig darauf verlasse. Er müsse aber die Gefährlichkeit solcher Tendenzen hervorheben. Entscheidend bleibe die Tatsache, daß Rußland England stets einen Ausgleich geboten habe und biete, aber immer ohne Erfolg. Die harte Tatsache sei die Rußland gegenüber geführte Linkreisungspolilik, die es aber nicht ohne Erfolg bekämpfe. Dem Vertrag von Litauen messe er öie größte Bedeutung bei, do er in hohem Matze zur Stabilisierung der Verhältnisse in Osteuropa beitragen solle. Die Beziehungen zu Polen seien >wch nicht getlärt. weil öie polnische Regierung bestrebt fei, öie Verhandlungen mit Rußland so zu führen, daß Polen zu einem Protektor der baltischen Staaten erhoben würde. Das Verhältnis zu Frankreich sei nicht ganz ungetrübt, da das Verhältnis Rußlands zu R u - mänien in öie französische und italieniiche Politik eine Dis'onanz hineintrage. Das russische Programm unmittelbarer Paktverträge verwirkliche sich Schritt auf Schritt. D.e Anwesenheit Rußlands im Völkerbund würde keine Erhöhung der Sicherheit, sondern eine Verminderung bedeuten, keine Verminderung der Isolierung, sondern eine größere Abhängigkeit von anderen. Die Entwicklung der südchinesischen Ku - ominpar tei fei jetzt für jedermann klar. Das Südchina von heute fei öie chinesische Republik Genf, 6. Dez. (Wol f) Der Völlerbundsrat hat in seiner vertraulichen Sitzung die Ernennung Öc5 deutschen llntergeneral।clrdärö, Gesandter Dufour-Feronce, voll'ogen. Der d.utsche älntergeneralfeir.tär tritt fein Amt am 1. Januar 1927 an und übernimmt die Leitung der Organisation für geistige Zufa mmena r- beit. Als weitere deutsche Mitglieder des Ge- neralfefrctariatd wurden bestätigt: Dr. Daran-, don. seither Mitglied deS deutsch-englisch n Schiedsgerichts in London, als Mitglied der Ab- rüftungöabteilung Kapitän Reida, der ber.it 6 feit einigen Monden in öie er Abt i.ung arbeitet. An Steile deS auLscheidenben seitherigen Alnter- generalfelretärö Aiobe - Japan, wurde der Japaner S o g i m u r a gewählt, der glrichz itig an Stelle des ausscheidenden französischen Mir- glieds Mantoux die Leitung der politischen Abteilung übernimmt Die Arbeitsbeschaffung durch die Reichsbahn. B e r I • n , 6. Dez. (Wolff.) Die Maßnahmen, dic die Reichsbahn mit finanzieller Hilfe des Reichs zur Bekamp,ung der Arbeitslosigkeit getroffen hat, haben sich in den letzten Monaten bereits g ü n ft i g ausgewirkt. Schon Ende Oktober war der größte Teil des lOV-Millionen-Kredits, der zur verstärkten Beschaffung von Material und zur Erneuerung der Reichsbahnanlagen bestimmt war, in Aufträge u m g e s e tz t. Die geplanten 0 [ e i s =■ umbauten, für die 30 Millionen Reichsmark vorgesehen waren, sind bereits zu drei Viertel vollendet. Ebenso fitiö die Wohnbauten zum größten Teil, die Bahnhofsumbauten und die »leklrischen Sicherungsanlagcn zu einem Drittel ausgeführt. 9m Gange sind auch die Arbeiten an den 16 Bahnstrecken, die mit Hilfe eines 54-Millionen-Kredits vollendet werden sollen, den das Reich der Reichsbahn zu besonders günstigen Bedingungen zur Verfügung gestellt hat. Pas preußische Wohnungsbauprogramm. Der Kinanzminister im Staatsrat. Berlin, 6. Dez. (DDZ.) 3m Hauptausschuh des preußischen Staatsrates führte Fi- narymtnifter Dr. Höpker-Aschofs in seiner EtatSreÖe u. a. folgendes über öie Neubautätigkeit auf: »Wenn en verstärkt s Reubauprogramm durchgeführt werden soll, wirb man mit Öen Mitteln her HauszinSsteuer nicht auslommrn. Wenn man, wie es bet Landtag wünscht, ein Reubauprogramm von 1 50000 Wohnungen im Jahre 192? durchführen will und damit rechnet, daß ein Teil aus privaten Mitteln erbaut werden kann, daß also etwa 120 000 Wohnungen mit HauSzins st euer- hypothelen unterstützt werden müssen, so würde sich daraus für öie Reubautätigkeit ein Gesamtbedarf von 600 Millionen ergeben. Da öie Hauszinssteuer höchstens 430 Millionen ergibt, würden 170 Millionen durch Anleihe zu decken sein. Ein Progranunentwurf ö^ Wohlfahrt-Ministers hat die Anre.'iUng gegeben, es fo zu finanzieren, daß man die Miete und die H a u s z i n s st e u e r weit er erhöht. Das StaatSministerium hat noch keine Stellung genommen. Ich halte es aber doch für vollkommen unmöglich, öie Miete im nächsten Jahre auf 130 Prozent zu erhöhen. Die Mi:te muh langsam gesteigert werdm. Für eine Steigerung auf 130 Prozent bedarf es mindestens eines Zeitraums von drei Jahren. Eine mäßige Erhöhung der Miete wird man hn Lause des nächsten Jahres schon deshalb bekommen, w .il der Hausbesitzer vom 1. Januar 1928 ab einen höheren Betrag für die aufgeteerteten Hy'oothelen wird anwenden müssen, der ja 8 Prozent der Frie- denSmiete beträgt. Für undurchführbar halte ich es auch, etwa für das nächste Jahr an eine weitere Erhöhung der Hauszinssteuer zu denken. Die Länder hatten vom Reichsfinanzminister verlangt, wenn er den endgültigen Finanz ausgleich dis zum 1. April 1927 nicht schaffen könne, dah dann an den grundlegenden Bestimmungen des provisorischen Gesetzes festgehalten werden müsse, daß insbesondere die Länder und Gemeinden ihre 75 Prozent bekommen und auch unter allen Um- stünden die bisherige Spezialgara-ntie aus der Umsatzsteuer nach wie vor gewährt wird. Der Reichsminister ist nur bereit, eine Gesamtgarantie zu geben und die vorhandene Garantie von 2,1 auf 2,4 Millionen zu erhöhen. Darauf konnten sich aber die Länder nicht ein- -assen, Weiler wollen die Länder, daß das Reich sie von der Last der unterstützenden Erwerbslosenfürsorge befreie. D.e Polizeidotationen, die das Reich gleichfalls kürzen will, müßten in der btsherigen Höhe weitergewährt werden. Die erste Ratstagung war so belanglos, wie nur irgend etwas. Man hielt sich auch mit dem Programm nicht lange auf, sondern erledigte es in zwanzig Minuten. Anders dagegen die hinter den Kulissen stattfindenden Auseinandersetzungen der verschiedenen Außenminister über die brennendsten und dringendsten sich um Deutschland gruppierenden Probleme. Bereits am Sonntag fand eine Bcspre- chung zwischen Briand und Stresemann statt, an der nur als Dolmetscher Professor Hesnard von der Berliner französischen Botschaft teilnahm. Wenn auch Herr Briand in der anschließenden Information der Pressevertreter den Versuch unternahm, mit geschickten Redewendungen und witzigen Bemerkungen unbequemen Fragen aus dem Wege zu gehen, wie überhaupt einen Schleier über die Zusammenkunft im Hotel des Bcrgues zu ziehen, so kann doch gesagt werden, daß hier unter sechs Augen nicht nur die gegenseitigen Stellungen abgetastet, soi.dern die schwebenden Fragen ohne Verzug in Angriff §e n o m men wurden. Welche Angelegenheiten zu cremigen sind, das wissen wir: die Militärkontrolle und der Inoestigationsplan. Ueber den Verlauf der Unterhaltung läßt sich selbstverständlich nichts sagen, immerhin war sie doch wichtig genug, Herrn Briand zu veranlassen, ein halbes Dutzend Telegramme an Herrn Poincars nach Paris zu jagen, die nun den französischen Ministerpräsidenten veranlassen werden, von seinem Platz hinter der Front die Kräfte zu gruppieren und einzusetzen. Daß die Franzosen versuchen werden, sich irgendwie aus der Affäre zu ziehen, soll ihnen nicht weiter verübelt werden, solange sie in ihrem Kampf sachlich bleiben und nicht mit Verdrehungen und Entstellungen arbeiten. Bis jetzt sieht es jedenfalls so aus, als will man mit ehrlichen Waffen fechten. Das ist allerdings der Genfer Eindruck, wie er vor allem durch einen Artikel Marcel Rays, des Gefolgsmanns Briands, hervorgerufen worden ist, in dem zwar nicht gesagt wird, was Dr. Stresemann Herrn Briand mitgeteilt hat, der aber doch den französischen Standpunkt auseinanderzusetzen sucht. Die Befürchtung läßt sich allerdings nicht von der Hand weisen, daß PoincarL nach- alter Gewohnhe.l dazwischenzufunken versuchen wird, wenn er aus dem Gang der Dinge glaubt schließen zu müssen, daß sich vielleicht doch eine Verständigung anbahnt, die dem deutschen Standpunkt gerecht wird. Vie Eröffnung der Ratstagung. Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertag, Beilagen; Bietzener Familienblättei Heimat im Bild Die Scholle Monat».Lezugspreir. 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Träger» lohn, auch bei Richter- Seinen einzelnerRummem folge höherer Gewalt. Fernfprechanf chlüsfo: 51, 64 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten; Anzeiger Liehe«. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Postscheckkonto: Lrankfurt am Main 11686. krrck vnd Verlag: vrNhl'sche UniverfilLtr-vuch- und Steinöruderei R. Lange in Sieben. 5chriftleitung und Seschäftzstelle: Schulstratze 7. '* 70. _ % 'lde-örs^ fs&i ’ M u?5 70, LZZ ich. ir um Uher. ffnpö- QUit Weinen J? Der far mandfcj in de» ol Löre^ neuen Er. S 5 M. Die V und ithLmQ5n ‘.Wen nchtigen Le, * linden. e?M enS ensÄunÖ W i, gezeichnet, ©oftoertuuen, 6. e , 61? Kasperle im >'ge Geschichte. Mit Senft Ner und Wen von Derta ^irlag, Stuttgart, Drckenbild 6 Mt - ™ durch und reiH I“ eigene foufi im 1 blaue Meer. Sogar einem groben SW. btenb der Äalpexle MM Schiss herum- eibt, trits ein grobes kt kine ßeimatinsel, en Sturm werden die en. Die im Märchen« Überall, große, bume, »ischen leben nur Ka. es sich ba leben, zu« 8 toerben lann wie lleincä Herz &ängt Wehmütig versäht nb, um mit ihnen üä-ulehren, ins Ihn ergreift. Dam zieht Bett, schert wieder mm, und noch heute , der ihn sieht. Mel« vch einmal aus seiner 616 f: HeinrichPesta- 333 6. 8'1. Mit acht von Friedrich Peinigen Strichen zeichnet । Herkunft Pestalozzis, seinem unscheinbaren er als Erbe vom das Herz des Edel- oeraessen kann, wenn Ünd Hilfsbedürftige Grvhvater in höngg. , folgend, einen W acht ihm die Ahnung n von rohen Händen 2n die von Öen Singen führen". Immer 2 Er d-r M u» M anlMdlknhtn, Menl< Lr» -i-L»'" Md auf * * Waffen unb M* (ter M ,'”om men. ix,L®TD”ri i L b*f* öpwj’ L 8in° man WW 794 solle. Hermann Müller unb Breit scheib hätten gleich am Montagnachrnittag Gelegenheit genommen, den Reichskanzler persönlich auf die Gefahren dieser Situation aufmerlfam zu machen. Herr Mar; und seine Kollegen, aber auch das Zentrum und die Demokraten würden der Sozialdemokratie keinen Vorwurf machen tonnen, wenn es noch vor Weihnachten zu einer Regierungskrise komme, deren Ausgang sich nicht voraussehen liehe. — Der Vorstand der sozialdemckcatischen Reichsiagssrattion tritt am Donnerstagvormittag zusammen, um zu der neuen Lage Stellung zu nehmen. Stegerwalü zur Sozialpolitik. Forderungen des Deutschen Gewerkschaftsbundcs. Mainz 6. Dez. (Wolff.) Auf einer Tagung des Landesverbandes des Deutschen Gewerk- schastsbundes für Hessen und Hessen-Nassau hiell der frühere Ministerpräsident Stegerwald eine Lede, in der er sein soziales Programm entwickelte. Durch zielbrwuhte Auhen- und Handels- volttik müsse sich Deutschland wieder einen grö- fjeren Anteil am Weltmarkt verschaffen. Die Landwirtschaft müsse t a u f f r ä f 11 - g e r gemacht und der Steuerdruck erleichtert werden. Notwendig sei die Ausgestaltung des Ar- beitsbeschaffungSprogrammS. E nführung der Arbeitslosenversicherung und Neuregelung der Arbeitszeit. Den Klassenkampf, wie ihn die Sozialdemokratie befürworte, lehnte der Redner ab- dagegen forderte er eine Arbeitsgemeinschaft »Zischen Llnternehmerund Arbeitei schäft, der ösfenllich-rechtliche Angelegenheit m zu überweisen seien. Aus der jetzt formalen Demokcatte müsse sich eine organisch« Demokratie entwickeln. Das Volk müsse wieder mehr mit Heimat, Staat und Christentum verbunden werden und sich endlich vom AevolutionS- und Inflationsgeist trennen. — Es wurde schließ- lvch eine Entschließung angenommen, in der die sofortige Wiederherstellung deS Achtstundentages ,md eine verstärkte Sozialpolitik gefordert wurden. Nur durch gesteigerte Löhne bei gleichzeitiger Senkung der Preise könne die Kaufkrast gehoben, der Absatz vermehrt, die Produktion gefördert und die deutschen Erzeugnisse im In- und Auslände wieder wettbewerbsfähig werden. Das sozialpolitische Programm des hanfabundes. Eine Rede Professor Moldenhauers. Berlin, 6. Dez. (S1L) Auf einer Tagung des wirtschaftspolitischen Ausschusses desHansa- bundes für Gewerbe, Handel und Industrie betonte der Präsident des Hansabundes, Dr. Hermann Fischer die Notwendigkett, dem in dem internationalen Wirtschastsmanifest vor einigen Wochen niedergelegten Grundgedanken eine stärkere und breitere Resonanz innerhalb der deutsche» und internationalen Oessentlichkeit zu schaffen. Den Hauptinhalt der Tagung bildete das Referat des Präsidialmitgliedes deS Hansabundes, Prof. Dr. M o l d e n h a u e r, M. d. R., über das Thema „Der künftige Kurs der deutschen Sozialpolitik". Der Redner erklärte u.a., in der Sozialversicherung solle an dem Gedanken einer Zwangsversicherung festgehallen werden. Wie die Sozialpolitik die Iirttiative des ilrdemebmerä nicht lähmen dürfe, dürfe sie auch auf der anderen Seite das Verantwortungsgefühl des Arbeitnehmers nicht völlig untergraben. In der Arbeitslosenfürsorge sei eine Abstufung der Leistungen nach dem Lohn anzustreben und für die Durchführung dieses Systems die einfachste Form der Versicherung zu wählen. Eine gesetzliche Regelung der Arbeitszeit sei nicht zu entbehren. Der achl- - stündige schemattsche Arbeitstag sei mit Rücksicht auf die große Verschiedenheit innerhalb der einzelnen Gewerbe unter allen Unständen abzu - lehnen. Der Kollektivregelung der Arbeits- . bedingungen sei grundsätzlich zuzustimmen. Im 1 Schlichtungsverfahren sollte größter Wert auf - freie Verständigung der Parteien gelegt werden. Die Arbeitsgerichte mühten in % engster Verbindung mit den ordentlichen Gerichten stehen, dürften jedoch ihre Zuständigkeit über den aus ihrem Zweck sich ergebenden Rahmen nicht auSdehnen. ffine Novelle zum Auswertungsgesetz. - Berlin. 7. Dez. (Wolfs.) Der „Täglichen Rundschau" zufolge haben Besprechungen zwischen den Parteivertretern über eine Novelle zum Auswertungsgesetz stattgefunden. Bei diesen Besprechungen herrschte Heber- etnftlmmung darüber, daß eine Aenderung der Sätze und der Termine nicht in Frage komme: es wurde lediglich die Frage erörtert, ob nicht juri st Ische llnstimmigkeilen und o f - fensich 1 liche Härten beseitigt werden können. Freigabe deutschen Eigentums in Sühtirol. Berlin, 6. Dez. Wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, ist in Rom ein Vertrag zwischen der italienischen Regierung und reichsdeutschen Grundeigentümern In Südtirol unterzeichnet worden. Von dem Vertrage ersaßt wird zunächst der deutsche Grundbesitz in S ü d t i r o l. Gezahlt werden 50 Millionen Pa» pierlice. Die Grundstücke gehen an den italienischen Staat über. Die Geschädigten erhalten davon etwa 85 Prozent. Außerdem sind noch fünf Grundstücke frei gegeben worden. Die italienische Regierung hat ferner versprochen, auch noch die Möbel und den Geldeswert freizugeben, und zwar ebenfalls in Höhe von 93 Prozent. Kleine politische Nachrichten. Reichskanzler Dr. Marx ist Mo tag vormittag vom Herrn Reichspräsidenten empfangen worden. Der Reichskanzler empfing Montagmittag in Anwesenheit des Staatssekretärs in fcer Reichskanzlei Dr. Pünder den Volkskommissar der Sowjetunion Tschitscherin und den Botschafter Krestinski zu einer längeren Aussprache. In einer Eingabe an den preußischen Minister des Innern wiederholt der Fürstbischof von Breslau, Kardinal Dr. Bertram namens aller in der Fuldaer Bischofskonferenz vereinigten Oberhirten die Mahnung seiner Eingabe vom 20. April v. 2s., die sich gegen die Verlängerung der Polizeistunde wendet, und richtet an das Ministerium das dringende Ersuchen, sich nicht den schwerwiegenden Gründen zu verschließen, die eine Rückkehr zur früheren strengeren Ordnung fordern. Die gestrigen inter^rall onallen Desrechun- grn im sächsischen Landtag über die Re- gierungsbi'öang blieben ergebnislos, da die Altsozialiflen e'.n Zusammr-aehen mll, den De tschnttiona'en cmut ablehnten. In'olge- de fe wird de: heutige zw:it: Wah gang für die Wahl des Ministerpräs denten w.ederum ergebnislos verlausen. Der König von Rumänien wurde an Darmkrebs operiert. Die von dem Pariser Professor Hartmann oorgenommene Operation soll gut verlaufen sein Der italienische Ministerrat beschloß die Schaffung einer steigenden Abgabe, die von ledigen Leuten zwischen 25 und 65 Jahren zugunsten der nationalen Hilfe für Mutterschaft und Kindheit entrichtet werden soll. Der hessische Volksentscheid im Scho der presse. Darmstadt, 6. Dez. (Wolff.) Das volksparteiliche „Darmstädter Tagblatt" schreibt In seinem Kommentar zur Dollsabstim- mung, daß auf keiner Seite Anlaß zu voller Befriedigung vorliege. Mit einer Einbuße von 157 000 Stimmen hätten die Koalitionsparteien einen ausgesprochenen Pyrrhussieg erfochten. Besonders das Zentrum werde recht nachdenklich das Wahlresultat nachprüfen, bewiesen doch die Ergebnisse von Mainz, Bingen, Heppenheim und Dieburg recht deutlich, daß große Massen von Zentrumsanhängern der Parteiparole nicht gefolgt feien und sich der Abstimmung enthalten hätten. — Die beutschnatlo- nale „Hessische L a n d e s z e i t u n g" schreibt, der Sieg der Regierungsparteien sei fein moralischer Gewinn. Die große Partei der Nichtwähler stehe als der große Unbekannte des Mißvergnügens belastend für sie la Rechnung. — Der sozialistische „Hessische Volks freund" spricht von einer vernichtenden Schlappe bet Opposition. In dem Abstimmungsergebnis liege eine moralische Nenrteilung des Ordnunasblocks. Der Ordnungsblock solle endlich die Lehre aus feinen fortgesetzten Niederlagen ziehen und sich sachlicher Arbeit zuwenden. — Der demokratische „Mainzer Anzeiger" betont, der Volksentscheid habe bewiesen, daß es verfehlt sei, aus machtpolitischen Gründen an die egvisttschen Gefühle der Bürger zu appellieren. Die Deutsche Volkspartei dürfe sich nicht länger der Erkenntnis verschließen, daß nur eine Regierung auf breiter Basis den großen Ausgleich schassen könne. Der Volksentscheid habe den zu gehenden Weg gewiesen: Gemeinsames Tragen der Derantwortung in einet großen Koalition. — Auch das „Mainzer Journal", daS Blatt deS hessischen Zentrums, stellt mit Genugtuung das Scheitern des Planes auf Auflösung des Landtags fest. Das Ergebnis sei ein erfreulicher Beweis für die fortschreitende politische Schulung des Volkes. Die ZenttumSsühret hätten in dieser Hinsicht gute Arbeit geleistet. Die Wahlbeteiligung beim Volksentscheid. Darmstadt, 6. Dez. (WTD.) Nach dem jetzt vorliegenden endgültigen Absttmmungsergeb» nis haben sich im Durchschnitt 49 Proz. der Wähler an der Abstimmung beteiligt. Am stärksten wat die Wahlbeteiligung in den beiden Kreisen Darmstadt und Friedberg mit je 57 Proz., dann folgen Worms mit 53, Offenbach und Gießen mit je 52 und Groß-Gerau mit 50 Proz. Zwischen 40 und 50 Proz. Beteiligung haben auszuweisen die Kreise Bensheim, Dieburg, Alsfeld, Lauterbach. Schotten, Mainz, Alzey und Oppenheim. Im Kreise Büdingen sind 33, im Kreise Bingen 34 Proz. der Wähler zur Urne gegangen. Die geringste Wahlbeteiligung hat der Kreis Heppenheim mit nur 30 Proz. aufzu- weisen. Mus aller Welt. Line Leipziger Siedlungswoche. Der Rat der Stadt Leipzig anstgltet zusammen mit dem Leipziger Messeamt vom S. bis 12. März 1927 im Rahmen der Le'pziger Frühjahrsbaumesse eine großzüg g: SirdlungSwoche, verbunden mit einer Sch tu für Städtebau Sied- lungs- und Wohnungswesen. Leitung und Ausbau der Ausstellung hat unter Mitwirkung der International Federation sor Town and Eountry, Planning and Garden Eitles In London das deutsche Archiv für Städtebau-, Sledlungs- und Wohnungswesen übernommen. Schneestllrine in den vereinigten Stalen. 3m Nordosten der Vereinigten Staaten sind starke Schneestürme aufgetreten. In Neuyork liegt der Schnee etwa 15 Zentimeter hoch. 9m nord» iichen Teile des Staates Neuyork ist infolge des Schneefalls b e r Verkehr unterbrochen. Der Frost hat mehrere Todesopfer gefordert. Seit 40 Jahren find in diesem Gebiete keine Schneestürme von solcher Heftigkeit und zu einer so frühen Jahreszeit erlebt worden. vorn Life eingeschlossen. In Kanada ist eine schwimmende Stadt von etwa 2 00 Dampfern durch daS unerwartet schnelle Einsehen strenger Kälte a u f den großen Seen überrascht und vom Gise eingeschlossen worden. Zweitausend Menschen sind in großer Gefahr, da nur wenig Lebensmittel an Bord sind. Zahlreiche Eisbrecher arbeiten fieberhaft, um die Schiffe zu befreien. ES wird bezweifelt, daß die Schiffe, die auf dem Fluß St. Marie zwischen dem oberen See und Dem Auron-See eingefroren sind, vor Beginn des Lauwetters befreit werden können. Die Eisbrecher kommen nur Ungfam vorwärts. Die Lags hat bereits zwei To^eSovfsr gefordert. Drei Kinder auf einer Eisscholle erfroren. Drei Kinder, die auf dem Elfe in Der "2lähe von Dronthelm spielten und nicht auf die Strömung achteten, wurden auf einer großen Eisscholle auf« offene Meer hinauSgetrieben. Ihre Hilferufe wurden nicht gehört. Als man die Kinder am nächsten Morgen auf- fand, waren sie erfroren. Stürme im Adriatischen Meer. Die „Tr.buna" berichtet von heftigen Stürmen in der Adria. Verschiedene Dampfer sind aus- gefahren und haben nur mit größter Mühe ihren Bestimmungshafen errecht. Besonderen Schaden richtete der Sturm bei Ancona an, wo er eine große Anzahl Fahrzeuge losriß und auf die hohe Dee trieb. Nur 16 Sch fserhärten konnten gerettet werden. In die nördlichen Hasenmolen von Ancona rissen die Wellen eine derartige Dresche, baß der Leuchtturmwächter gänzlich vom Lande abgelchnttten wurde und eifit nach langwierigen Versuchen gerettet werden konnte. Durch einen Bäten getötet. Ein herum- ehender Bären, ührer produzierte sich in Sielow bei Kottbus auf der Straße. Ein dreijähriges Kind hielt sich in der Nähe des Bären auf und wurde von ihm angegriffen und durch einen Schlag sofort getötet. Schweres Unglück beim Bau einer Lisenbahnbrücke. Die ReichsbahnNreLtton München te.lt mit: Dienstag nacht 1.30 Uhr stürzte infolge Leck- lausens des Gegengewichtes einer auf dem Gleis Salzburg—Rosenheim stehender, zum Sinheben einer Drücke in der Nähe von Salzburg bestimmter 25-Tonnen-Kran beim Ausdrehen von der Drücke in den Glanbach. Hierbei wurden zwei Eisenbahn-älnterhaltungsbeantte getötet, drei schwer und sieben leicht verletzt. Schachteinsknrz. Sei den Kanaasationsarbetten in Wann - s e e stürzte ein Schacht zusammen. Ein 45jähriger Vorarbeiter wurde stehend in einer Tiefe von 5 Metern derart verschüttet und eingeklemmt, daß noch etwa I Meter Erdmasse über dem Kopse lagen. Nach mehrs ünblger Arbeit Der Feuerwehr konnte er unverletzt befreit werden. Verzweiflungstat einer Mutter. In Braunschweig hat eine 27jährige Arbeiterfrau ihrem etwa vierzehn Tage alten Kind mit einem Brotmesser die Kehle durchschnitten. Darauf versuchte sich die Mutter zu töten, indem sie sich einen tiefen Schnitt am Halse bcibrachtc. Man fand die Frau jedoch neben ihrem Kinde noch lebend auf. Der Grund zu Der Tat konnte noch nicht festgestellt werden. Man vermutet, daß die Frau sich für unheilbar krank hielt und annahm, daß auch das Kind a n g e st e ck t fei. Ihr Mann ist arbeitslos. Schwerer Raubüberfall In Lichtenberg bei Berlin. Mvntagnachmittag überfielen zwei etwa 30 Jahre alte Männer einen 51jährigen Geschäftsmann, der neben einem Koldhialtoarengefdjäst noch eine Zweigstelle der Edeka-Bank verwaltete. Sie hatten sich als F i n a n z b e - amte ausgegeben uni> als der Geschäftsinhaber sie nach einem Ausweis fragte, den Kaufmann mit einem Revolver bedroht. Dieser versuchte zu fliehen, stieß sich jedoch so heftig an einer Kante, daß er die Besinnung verlor. Daraus fesselten die Räuber den Besinnungslosen, ließen die Schaufensterläden herab und raubten das vorhandene Bargeld in Höhe von etwa 2500 Mk. Bride Räuber entkamen. Line polnische MSrderbande vor Gericht. Der „Blinde Johann" und feine Genossen, Die vor etwa Jahresfrist die ganze Altmark In Schrecken fetzten, und eine Anzahl schwerer Bandendiebstähle auf dem Gewissen hatten, standen wegen mehrerer OHorbtaten vor dem Schwurgericht. Die Anklage richtet sich gegen den polnischen Arbeiter Stendal Petrow, der im Jahre 1921 in Marzhausen (Bezirk Kassel) einen russischen Vorschnitter vorkätz- l i ch erschossen hatte. Die Verhandlung führte zu einem vollen Geständnis deS Petrow. Der Staatsanwalt beantragte die T o d e s st r a f e und Den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Für zwei schwere Einbruchsbanden- diebstähle in Bismarck beantragte er sechs Jahre Zuchthaus. Nach kurzer Beratung wurde gemäß diesen Anträgen erkannt. 350 Jahre Zuchlhaup. In P r i z r e n t (Mazedonien) wurde das Urteil in einem Prozeß gegen 20 Albanier gefällt, Die angeklagt waren. 1915 beim Rückzug der serbischen Armee in einem Kloster 14 serbische Soldaten und Zivilpersonen getötet zu hrbrn. 7 Angeklagte wurden frei- gesprochen, Dh übrigen 13 wurden zu 250 bis 350 Jahren schweren Kerkers verurteilt, da nach serbischem Gesetz bas Urteil für jedes Verbrechen gesondert zu fällen ist. Deiches ist das reichste Land? Allgemein dürfte bekannt sein, daß Amerika heute das reichste Land ist. Weniger benannt ist, daß die Vereinigten Staaten nicht er st durch den Krieg zum reichsten Land geworden sind. Schon im Jahre 1896 wurde der Nationalreichl m der D rein gten Staaten auf 16 350 Millionen Pfund Sterling ang geben, der von Großbritannien auf 11 803 M ttionen. Der Reichsturn der ganzen Wett vor dem Kriege wurde auf 4000 Milliarden Goldmark geschätzt. Der Krieg verschlang an direkten unproduktiven Ausgaben 260 Milliarden, an inb'r !ten 90 Milliarden, zusammen also 350 Milliarden Dollar oder 25 Prozent d'S Reichtums dec Welt. Die sieh! unsere Erde aus? Die Erdoberfläche besteht zu 71 Prozent aus Wasser und zu 29 Prozent aus festein Land. Das Festland liegt in der Hauptsache auf der nördlichen Halbkugel, die zu 39 Prozent aus festem Land besteht, während auf der südlichen das Festland nur 19 Prozent ousmacht. Die t i e f st e T i e s e des Meeres beträgt 9400 Meter im Stillen Ozean. Wie gering kommt uns dagegen die Tiefe der Ostsee vor mit 67 Meter mittlerer und 427 Meter höchster Tiefe. Die h ö ch st e Erhebung f e ft e n Landes, der Mount Everest, hat 8882 Meter Höhe. Man ist geneigt, zu glauben, daß Europa mit seinem Montblanc einen der höchsten Berge der Erde besitzt, und doch haben alle anderen Erdteile weit höhere Berge auszuweisen. Andere Erdteile haben mich wesentlich längere Flüsse, unter denen der M fsisippi mit 6730 Kilometer Länge den ausgedehntesten Lauf hat. L'ttervorau-saae. Zunächst wenig Aenderung, auch der Nachltempe- raturen, später Milderung und Trübung, durchweg trocken. Sestripe Tagestemveraluren: Maximum: 1 Gr. Celsius, Minimum: minus 4,6 Grad Celsius. Heutige Morgentemperatur: minus 4 Grad Ceksius. Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 7. Dezember 1926. Advenlszeit. 9tun find die lieben Adventstage gekommen. Die ersten Lichtchen sind am Adventskranz entzündet, Honigkuchen,' Aepjel und Nüsie stehen auf dem Tisch, und ein ahnungsvoller Hauch von Weih- nachren fliegt durch die Häuser. Auf der Straße sind die Spuren des Weihnachtsmannes schon längst sehen. Die Kinder drängen sich vor den Schaufenstern, aus denen — wie in guter, alter Zelt — alle Herrlichkeiten der Kinderwett herausstrahlen. Eisenbahnen auf blitzenden Schienen, unter einem grünmoosigen Tunnel herauskommend, und Zinn- soldaien, welche die Buben verlangend anstarren; moderner sind schon die Fahrzeuge, denen meist die Pferde fehlen, die Pferde aus lad.ertem Holz, oder mi: Fellbezug und herrlichen Schwänzen, die am Heiligen Abend liebevoll von den kleinen Jungens mit ins Bett genommen werden. Die Last-, Personen- und Postautos sind deilgemäfocr; aber man kann sie nicht so sehr lieben, striegeln (mit Spucke!) ober ans Herz brücken, wie die Pferdchen. Konservativ sind die Puppen geblieben; wenige haben sich zum Bubikops entschlossen, die meisten haben ihre herrlichen, dicken Locken beibehatten, unter denen sie mit großen, starren Glasaugen die zukünftigen Puppenmütter ernsthaft anstarren. Ich wollte ein Gesellschaftsspiel für uns kaufen, für die Advents- und Weihnachtslage, ein Spiel mit Würfeln, Hindernissen und süßen Prelfcn zum Schluß. 9d) wollte auch einmal modern sein und forderte daher ein neues, mir empfohlenes Spiel, das ein wahrhaft aktueller Zeitgenosse erfunden haben muß. Es sollte nämlich heißen: ,.Wie verschaffe ich mir eine Wohnung", und furchtbar auf- regend, anregend und von langer Spieldauer sollte es sein. Aber, ach, ich bekam diese Sensation nicht. „Wir führen es nicht", sagte das Fräulein, „es ist nämlich ganz genau so wie das Spiel .Mensch, ärgere dich nicht", das wohl in jedem Hause gespielt wird; es ganz dasselbe im Grunde, nur eben der Name anders, statt „Mensch, ärgere dich nicht" heißt es eben „Wie verschaffe ich mir eine Wohnung": Sie können davon überzeugt jein!" Ich war es, ba ich hörte, daß es ein sehr gutes Spiel sei. Ich habe es aber trotzdem lieber nicht gekauft; denn womöglich ärgert man sich doch habet und bei unserer „Nheinreise", dem „Wettrennen" ober bem alten Zahlenlotto sinh wir all hie Jahre vergnügt und frieblich gewesen. Und dazu ist die Ab« ventszeit boch da: Daß wir uns froh und in Frieden vorbereiten auf bas Fest her Liebe und Freube. E. o. M. Giehen—Wieseck — Atten-Buseck £ Nachdem n mnuor der'Gnn inde Wieseck die vorläufige Konzession zur Ausnahme des erweiterten Autobetriebs n^ch A l te n- D u s e ck erteilt wurde, konnten am. Sonntag di« Fahrten auf der neuen Linie durchzeführt toew den. Den regelmäßigen D enst hofft man, falls der in Aussicht stehende Ersatzwagen (Der ebenfalls ein Sechsradwagen sein wird) rechtzeitig! eintrifft, morgen, Mittwoch, aufzmiehmen, so daß von ba ab eine ständige und direkte Verbindung! von Alten-Duseck über Wieseck nach der Provin- zialhauptstabt gesichert ist. Nach Genehmigung des Zweckverbandes gehen alle Rechte auf diesen über; eine Reihe von Vorbedingungen- harren hier noch Der Eriüllung. Wenn d es geschehen und der neue sechszylindrige Büssing» wagen geliefert ist soll die geplante einfache Eröffnungsfeier stattfinbem Der aufgestellte Fahrplan hat vorläufig nur provisorischen Charakter. Einstweilen gehen in Richtung Alien-Bus eck —Gießen bl» ersten Wagen 5,25 und 6, 05 morgens in Wieseck ab. 6,15 folgt Der ecfbe Wagen von Alten-Duseck, der ab Wieseck 6,25 als doppelter Wagen gefahren wird. Der nächste Wagen fährt in Wieseck um 7 jl&r ab. Von Atten-Buseck fährt ein Wagen 7.06 (ab Wieseck 7.15 doppelt). Es felgen: 7,37 ab Wieseck. 7,50 ab Alien-Buseck (8.00 ab Wieseck). 8,48 Uhr ab Alten-Daseck (9,00 ilör ab Wieseck). 10,15, 11,30, 12,47, 1,30 ab Wieseck. 150 ab Alten-Duseck (2,05 ab Wieseck), 2,28 ab Whseck (nur Samstags). 325 ab A ien-Buseck sährt nur vis Wieseck und nur Samstag-, und hat 4,05 Anschluß nach Gießen. Die Wagen 5,00, 5.26 (fällt Samstags aus), 5 ‘<2, 5,58 fahren wieder ab Wieseck, 6,08 ab Alien-Buseck (6 25 ab Wieseck), 7.00 ab Atten-Buseck, (7,25 ab Wieseck), 7,40 ab Alten-Duseck (nur bis Wieseck). Dis letzten Wagen 8.35, 9.30 und 10.17 fahren wieder ab Wieseck. Die Fahrten Gieße n—W i e s e ck— A Iten» Sui e cf zeigen folgenden Plan: 5.15, 6.23 (bis Alten-Dulech, 6.40 ab Walltor, 6 50. 7.19 ab Schanzens!vaße, 7.30 ab Walitor bis Altcn-Buseck, 7.38, 8.05, 8.20 ab Schanzenstraße biS Alten- Buseck, 9.40. 10.45. 12.05, 1.07 biS AltemBuleck. 2.25 ab Bahnhof. 2.25 ab Httiler. 2 53 ab Hettler bis Alten-Duseck nur Samstags, 5.15 ab Walllor. fällt Samstag aus, 5.23, 5.23 bi3 Alten-Bufeck. außer Samstags, 5.40 ab Wal or, fällt Samstags aus. 6.15 «b Walltor, bis Alten-Bufeck. 6.20, 7.08 bis Alten-Bufeck, 8.05, 9.10, 9.55 und 10.35 bis Allcn-Duscck. Wesentlich einfacher gestaltet sich der Sonntagssahrplan. Hier werden wohl bis Weihnachten die Wagen in der Hauptverkehrszeit doppelt gefahren werden müssen. 5.10 geht der erste Wagen ab Atten-Dusrck (5.25 ab Wieseck). 6.05, 7.20 ab Alten-B.seck (7.35 ab Wieseck), 9.10. 11.35 ab Alten-Buleck (11.53 ab Wieseck). 12.56, 1.55 ab Alten-Duseck (2.05 ab Wieseck). 3.00, 4.15 ab Alten-Buseck (4.33 ab Wieseck), 5.45. 6.22 ab Atten-Buseck (6.35 ab Wieseck), 7.19 ab Alten- Duseck (7.28 ab Wieseck), 8.43. 9.29, 10.18. In Richtung Gießen—Wieseck—A'.ttn-Buseck versehren ab Bahnhof Gießen Wagen um 5.45, 6.30 (bis Atten-Buseck). 8.05, 10.23 (bis A ten-Buseck), 12.30, 1.25 (bis Alten-Duseck). 2.25, 3.35 lbis Alten-Duseck). 5.23 (bis Atten-Buseck), 6.15, 6.53 (ab Schanzenstraße, bis Mttn-Duseck). 7.00. 7.45 (ab Walttor), 8.05, 9.10, 9.55, 10.43 (bis Alten- Duseck). Mit diesem F-rhrplan holst man den verschiedenartigsten Wünsch m und D:DürfnisfeiH Rechnung zu tragen. An Sonntagstehen zu den Nachmittags- und Abendveranstaltungen in Gießen Wagen passend zur SRügung Der vorig« Sonntag hat bereits den Altcn^S^secker Fahrgästen die Annehml chk'it eineS solchen Verkehrsmittel- mit aller Deutlichkeit vor Augen geführt. Gießener Wochenmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 170 bis 190, Matte 35 bl« 40, Wirsing 8 bis 10, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 10, Rote Rübe» !fe?* tu $1. WM bem !r- A {? M ld) °°c fre^ßft ?J“k offfiku. ?LK ZLZZ i^Mnien Ä °^r Ä SÄS '*r,c0eln Lftr man "- VierL dM.') en; ij »on'n. bh°"en, JJ" *t "gen die X rren. ®u,lm!|i9en &',8r “«> taub. fiTÄlJ*« Ql mobm. fl lunt ' e^fo£2 «Ä‘Ä Wr« tos M 11*10) mir eine Tod, ®w hin!-3$ 6 " "" I* tut! l"iii uni J "Wennen* ober „7", w Ift bie Ab. "»,7» M und in w btt ßiebt imb 6.D.5R. ■Ulten.'BuUfe tWinbt'Bulti iw ’Mvifae drs Ui«d-N7ch Alien, inlen am. Sonntag bie ln-e dukchzeführi toe« Ml hofft mm, sM srsahloagrn (bet eben- fein toirb) tt^ciiid X achmiehmen, Io bah ib birette Verbindung ?/erf n«b her Provin- Nach @en^miffuna sehen alle Acchst auf von Lordedmguntzen hmg. Dem b ei gr- HLMMtzt Msmg- : Manie einfache Sr« )rplan Hal borläufig (ter. ßhftodlen gaben ufed-SietJtn bh 05 morgens in Dirstck lagen tnn Atrn-Dustd, doppel!'r Wagen or- IDagen fährt in Dt.'M Ned fährt eil Da-?m Ni). A Wjffl- z8 Bulaf (8.00 ah »d). (9,00 Uhr ab MM. ab Dieleä, 150 ab W 2.28 ab 'M WW W nur imälaai. und Hal W Dir Dazen 5,00. 5.20 43. 5,58 fahren ®t«tr Qlllen-W (6 25 .JP Bujed. (W ab DielK. nur bis Dieled). und 10.12 fahren vnrber .n-Diefed-2lte» „ fflfjn. 5.0, 6.M M 05.1(11«. Ml r;!LjJ fiV-.r 2.53 ab Miet ff».»»* s j bu aim-w . M Mten-ou^ 1 8.05 9.10. W LL 05 ab WT45 6.22 ab -b ab M»- M'cd). t-l» |018. 3n j). 8.40. .n Wagen R^kd), ’ 10-2\!blfi2?5 3.35 (M MWl. Z.J: ej5,6-^ j ' z.oo. 2.45 t>et* ilan klfLm5:bürhii,f^ M stehe» r-L SÄ“Ä ASLS St!«*'* WW* (Rüben w 10. Spimtt 25 bis 30, Unter-Kohlrabi 5 bis 8, Grünkohl 20. RosenLohl 45 6l3 50, Feldsalat 80 bis 1OO, Tomaten 50 bis 100, Zwiebeln 10. Meerrettich 40 bis 83, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kairos.ein ö, Arpsel 15 bis L5, Dirnen 10 bis 20. Dörrobst 30, Honig 50, junge Hahnen 100, Suppenhühner 100 biS 110. Qlüfc 70 dis 93; 10 Stück Käse 60 613 150; das Stück: Tier 16 bis 19. Blumenkohl 83 bis 150. Endivie 8 bl< 15, Lauch 5 bis 15. Rettich 10 bis 15. Sellerie 20 biS 40 Pfennig. Bornotizen. — Lageskalendor für Dienstag. Stadttheater: V't Llyr „Ter lusiize Krieg" (Eno« gegen 10 Ufer). — Lichtspielhaus Dahnhosstrahe: .Variete". — Astoria-uichlspiele: »Frauenscindr". — Au- dem Stadtthoaterbureau wird uns geschrieben: Die Werke von Leo Lenz sind hier sehr beliebt; eS sei nur an die vorzügliche Ausnahme erinnert, die sein Lustspiel ..Bettina«; Verlobung" und „Heimliche Draut- fahrc' gesunden haben. Auch sein neueste^ Lust» spiel „Leonie". doS morgen zum erstenmal ge. geben wird. Hal an den Bühnen, an denen es bisher ausgesuhrt worden ist «Hamburger Schau- spielhaus, Chemnitzer Stadttheater), wieder jubelnden Dei'all ausgrlöft. Eine Bürgschasr des Lcsolgr- liegt schon darin, daß „Leoni e" ein« äuherst gescyickte Umarbeitung dec bewährten Lustspieles „Feenhände" von Scriba für die Gegenwart darstellt. Die Spielleitung liegt in den Händen des Herrn Karl B o l ck. — Deutschnationaler Handlungs. zehilfen • Verband Morgen, Mittwoch, 8. Dev. abends 84 Uhr, im Kathol. Aereinshaus Lorsühruna des von der Heeresfilmftelle .yir 23er- füflung gestellten F'llms „Deutsches Heldentum". Näheres siehe Anzeige. •* Die Dez i r k-sch ule in der W est - an luge, deren Um- und Au-bau feit einer Reih« von Monaten Im Gange war, ist jeßl soweit neugestaltet. baß der Ü.-tterrichtSbe'.r eb In dem Schalhause am t.mmjibe i M ntag wieder aufoenommen werd« ' fjnt Ledig ich der Physik- saal, der Handarbetts- und der Zeiche.saal s.n3 einstweilen noch nicht benutzbar, jedoch werten sie nach dem jetzigen Stand der D nge von 1. Oanuar ab ebenfalls zur Dcrlügung der Schulleitung stehen. •* D i e HerstellungderStrahe „Am Kugelberg' ist in der letzten Zeit recht flott vorangekommen. Die Atbeiten stehen jetzt schon naye vor dem Ab'chluh. Erfreuliehrrweise haben bie Mcsinahmen deS Stadtbauamtes in dieser Strahe jetzt einen Zustand geschaffen, mit dem man zufrieden sein kann und der auch bei den Anwohnern anerkennende Würdigung findet. Seit einiger Zelt ist übrigens ein Teil der neuen städtischen Wehningen In dieser Str he bereit- bezogen worden, weitere Wohnungen sollen zum 15. dS. Monat- In Anspruch genommen werben. Die von der Tiugenofseuschast 1894 erstellten Wohnungen sind ebenfalls schon vergeben und werden voraussichtlich Mitte Januar n. 38. für die Mieter bereitstehen. -d. Städtische Autzbolzdersteige» rung. Bei der gestrigen Ruhholzperite'gerung der Stabt Giehen wurden nach'te.)endr Durch- schnitrspreise crz elt: K eiern-Schaitt^olz 2. Kl. 3S.5O Mk.. 3. Kl. 35,50 Mk.. Kirfern-Baubolz 3. Kl. 26 Mk.. 4. Ki. 25 Mk., 5. Kl 13,53 Ml. Kiesern-Schwellenholz 1. Kl. 26,50 Mk. je Fstm. ” Auswertung von Dorkriegs- Hhpotbekenbank-Pfandbriesen. Die für die Aufwertung der Dorkriegs-Hypctheken- bank-Pfandbriefe in Frage kommende Mass« ist jetzt zahlenmähig sestgelegt. und die einzelnen Hypothekenbanken gehen in stärkerem Mähe dazu über, ihre BorkrieaS-Psandbriefe auf Goldmark unuustellen. So find bereits ein« Reihe von Aufforderungen zum llmtaulch ergangen, öle zum 1. Januar 1922 eine TeNausschüttung in Höhe von 10 bis 15 Prozent und darüber in neuen 4»/-Prozentigen Geld-Pfandbriefen anhln- dlgen. 68 empfiehlt sich dal>er für die Inhaber der in Frage koimnenden Pfmtdbrirfe, die Stücke baldigst bei einem Geldinstitut «inzureichen, damit daS Erforderliche rechtzeitig in cie Weg« geleitet wird. Stücke, die nicht innerhalb von drei Monaten nach Aufforderung eingereicht sind, werden auher Verkehr gesetzt und können daim nur noch bei einer besttmmten Stell« umgetauscht werden. - Freie De reinigungehe maliger 222er (Sieben. Die zwölfte Wiederkehr der Tage her Schlacht bei Lodz gab den ehemaligen 222ecn auS Sieben, der H.upgenb und zum Teil auch auS der Ferne Aalah zu einem kameradschaftlichen Deisammeniein, das am Samstagabend im Schützenhaus stattfand. Der Geist echter Schützengrabenkameradschaft und das starke Br- wuhtsein groben gemeinsamen Erlebens und Wirkens unter Einsatz von Leben und Gefundhett erfüllte die sehr zahlreich erfchienenon Kameraden auf- neue und schusea eine Stimmung, deren Grundton aufrichtige Herzlichkeit war- Ein hohes Loblied auf die treue Kameradschaft der 222er war die fein abgesttmmte Begrühungsrede des S.ellve.t «te.-des Vorsitzenden. Orerjusttzinspek- tor Schmal z. ferner gab sie auch ein warmherzige-, erneutes Bekenntnis unwandelbarer, hin- gebender Vaterlandsliebe, die den Dienst für das einige Deutsche Reich höher stellt als die Sorge um das kleine eigene ,.3ch". Mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliede- wurde da- vaterländisch« TreubetenatniS unterstrichen. Im weiteren Verlaufe des AeendS sprach der frühere Kommaiü>eur d?S 2. Batl. Res. Inf.- Acgtr-. 222, jetzig« Oberstleutnant a. D. Graf von Pfeil und Klein-Ellguth in packender, ost von erfrischendem Soldatenhumor gewürzter Weise über Erlebnisse des II 222 im Aah.e 1916 In Ostgalizien. Aamen von Personen uni) Orten tauchten auf, die ernstr und heitere Erinnerungen lebenbig auslösten. Aus den Worten deS Vortragenden konnte man entnehmen, LaH bei ihm nur der Mann, ter ganze Kerl, die Persönlichieit galt, der Dienstgrad dabei leine Rolle spielt«. Mit gleicher warmer Lieb« erzählte er von den leucht urden Helden- taten deS .Landsers", wie von der vor- bildlichen P'lichLersüllung der Vorgesetzten, tu sich den Anspruch auf Lob durch die Dal erworben hatten. Man merkte, hier sprach ein Soldatenvater, der zur rechten Zell nur DorDie Einweihung der Gietzener Zuflucht. Rahe bei dem menschenburchfluteten Sellers- weg voil'og sich am Sonntag in eindrucksvoller Weiss die Einweihung und Be.ichtigung der im Garten des EvLnge.ischon Sch^elternhau'es neu» erbauten Zuflucht neost Obdach, wozu der Allgemeine Verein für Armen - und Krankenpflege einaeladen hatte. Unter den zahlreich Erschiene, en bemerkte man von kirchlichen Behörden den Superintendenten von Oberbrrcn, Ober.irchenrat Wagner, den 'Dekan des Dekanates Gießen G u ß m a u n - K.rch- berg, die evang. Geistlichen der Stadt G.esten, von denen der beurlaubte Pfarrer Bechtolsheim e r brieflich seine Wünsche und Grühe gesandt hatte. Von weltlichen Behörden war die Provinzialdirektion durch Provinzialdicektor Graes vertreten, das Kreisamt in Vertretung des verhinderten Oberreg'.erungsrats Dr. Hetz durch RegierungSrat Schmidt, das Kreisgesundheitsamt durch Medizinalrat Dr. W a l - ger, die S-adt in Vertretung des gleichfalls mit einem herzlichen Schreiben grüstenden Oberbürgermeister- Keller durch den Beigeordneten Dr. Frey, die Zvstizbehörd« drrrch Oberstaatsanwatt §ooe. Lieben den Vertretern des Oberhessischen Vereins für Snr.ere Mission mit fein ent Vorsitzenden, Oberstudienrat Pros. Dr. Weimar. sah man Vertreterinnen der Vahnhofs- mission und der Frauenvereine. Mit den (Siebener Schwestern vereinigten sich am festlichen Tage Mi.schwestern von au»u>ä.L; auch der Leiter des Darmstädter Diakonis^enhauseS, Pfarrer Hickel, war erschienen. Der Posaunenchor Drohen-Dufeck unter Leitung von Pfarrer Kalbhenn umrahm'.« die Feier, in der der Schöpfer des Heimes, Vaurat Meyer, Pfarrer A u s f e l h den Schlüssel übergab mit dem Wunsch«, dah da- Gebäude, ohne Unfall mit Treue und Opfer- Willigkeit von dem Bauunternehmer Decker und allen Handwerkern vollendet, von Pfarrer A u S f e l d und Schwester Minna unter Teilnahme von nah und fern gefördert, stets eine Stätte des Segens, des Friedens und Glücks für seine Schützlinge fein möchte. 3i! seiner Eröffnungsansprache dankte Pfarrer A u s f e l d zunächst dem Bauleiter, Baurat Meyer, dem Bauunternehmer Becker sowie allen Meistern und Arbeitern, bie mit Freude und Eifer und zum Teil unter persönlichen Opfern dazu beigetragen haben, bah der schöne und zweckmäßig ausgestaltete Bau seiner Bestimmung jetzt übergeben werben konnte. Dann führte der Redner u. a. weiter aus: Das hier errichtete Gebäude soll einem doppelten Zweck bienen. Zunächst soll es vorübergehenb obdachlosen Frauen und Mädchen eine Unterkunft bieten. Seilher benutzte man in solchen Fällen bas Polizeigefängnis, bas alte Stockhaus in ber Lanb- gafse, ein für unverschuldet obdachlos Gewordene kein geeigneter Raum. Jetzt stehen dafür, getrennt von der Zuflucht und doch mit ihr verbunden, im Obergeschoß des Seilenbaues zwei heizbare, einfach aber freundlich eingerichtete Räume zur Verfügung, in deren jedem zwei Betten und ein Kinderbett auf» gestellt sind. Im Untergeschoß desSeilenbaues befinden sich ein Desinfektionsraum, ein ‘Baberaum und eine Waschküche. Insgesamt enthält die Zustucht im Haupt- gebäub? 18 Räume mit 15 Betten. Das Haus ist überall mit elektrischem Licht, Zentralheizung und Zuleitung von kaltem unb warmem Wasser versehen. In der Zuflucht sollen Frauen und Mädchen, die sich nicht mehr in der Welt zurechtfinben. Gefährdete ober Gefallene, auch aus Strafanftalten Entlassene, von der Polizei Aufgegriffene, von der Bahnhofsmission Ueberwiesen eine Heimat finden, wo sie in ber Pflege der Schwestern etwas spüren sollen von ber heiligen christlichen Liebe, bie ihnen die uer» lorene Heimat ersetzen will, und unter deren Einfluß gefetzter, zur gegebenen Stund« ab:r auch nur Mensch unb Kamerad gewesen war, dr frn Erzählung unb Hllninführen In wettoallste Lebe.»-- erinnerungen darum auch herzlichen Beifall fand. Auf einen anderen Kriegsschauplatz führt« dann der Oberzvllinfrekwr Heß. jetzt in Bugbach: «6 ging nach Drutsch-Ostasrika, wo der V rtrageade alS Hauptmann bei Reserve unter Lrttow«Vordeck hem Darerla,tdi auf Oiefem wichtigen Außen- posten dient«. Gr erzählte zunächst von einem Kriegszug gegen die Mafsai, dabei Land unb Leute, des Weißen Freud und Leid eindrucksvoll schilbernd. Sodann berichtet« er von Iagdzügen. dir un Interesse brr Gingeborrneu unternommen wurden, und auch hierbei hatte man in eindrucksvoller Weise Anteil an den Erinnerungen diese- Mannes, bcfi«n Herz ol en erkennbar mU heißer Öiebe an dieser mnsnnalS blühenden deutschen Kolonie hängt. 3e"tt, der diesem gehaltvollen Dortrage lauschen durfte, wird einfiinunen in die Forderung ces Redntt's: Gebt Deutschland feine Kolonien wieder! Daß auch diese efselnden DatbiLlmtgrn reichen Beiiall fanden, fl selbstverständlich. Schl eßltch sprach noch der rsthere Rezimentskommandeur, Oberstleutnant Fchr. von Rotsmann. Sr feierte zunächst in herzlichen Worten den aus Famlliengründen bei dieser Feier im Hintergründe bleibrnden ©rünber und Borsitzenben ber DereinlMng, Bankdirettor Griehbauer, regte dann an. den Gedanken zu erwägeir, ob es nicht angebracha fei. die jetzige lose Vereinigung in einen festen Verein oder Verband unuanxr.Ccln. warb um die pekuniäre Förderung d?r Verei:'.igu,rg, da- mit diese ihren Zielen recht dienen (önne. unb forderte schließlich die 222.1 auf. durch Mitteilung von Kriegserlebnissen beizutragen »ur Zusammenstellung einer RegimentSgefchichte Der 222er. Musikalische Darbietungen einer ilcinen HauSkapelle ehemaliger 222er und 116er und gemeinsame Gesänge füllten unb umrahmten in schöner Weise den Abend, an den man gerne zurückdenkt. Q Erfolgreiche Aanarienzüchter. Bei der vom Freitag bis Sonntag In Marburg ab; gehaltenen großen Kanarienausslellung, die lehr reichlich beschickt war, erhielten bie Herren Hos« mann, Langsdorf, mit <327 Punkten den tz. Preis, Petri, Gießen, Wetzsteinstraße 42, mit 312 Punk, ten den 6. Preis, Frenzel, Gießen, Schott. [trabe 15, mit 262 Punkten den 7. Preis und Krieg, Gießen, Wehsteinftrahe 44, mit 271 Punkten den 8. Preis. sie gereftigi werben sollen, so daß sie roieber brauchbare unb nützliche Glieder der menschlichen Gesell, lchast werben, unser Haus wirb allen Hilfe- suchenden offen stehen, aber es wird geleitet werben von einer evangelisch.luiherifchcn DIakonisie. Mit herzlichem Dank spreche ich es aus. daß wir in den weitesten Kreisen unterer Stabt unb darüber hinaus großes Verständnis für bie Notwendigkeit dieses Werkes geiunben haben. Dieses Haus kann schon von viel Liebe erzählen. Unsere Stabt, bie Provinz, unser Kreis, untere Landeskirche, bie Frauenvereine, ber oderhessische '2krein für innere Mission, bi? Sparkasse unb viele andere Haden uns reiche Zuschüsse zu den Baukosten gewähn. von biesen reichen Gaben an bis zu den kleinen Bedarfsgegenständen, die fleißige Kinderhändchen uns gestrickt haben, umschließt dieser Bau schon jetzt eine Fülle von Erweüungen barmherziger Liebe. Die Arbeit bedarf auch weiterhin stets tatlräftiger Beihilfe, aber wir sind dessen ganz gewiß, daß sie uns nie fehlen wird. denn, es ist eine notwendige und segensreiche Arbeit. Wenn wir nun dieses Haus m Benutzung nehmen, so tun wir es mit ber Bitte: der dreieinig. Gon wolle allezeit über diesem Hause wallen. Mit dem gemeinsamen Vaterunser fand die Ansprache ihren 2lbschluß. Die in Gruppen sich anschließend« Besichtigung des Baues fand unter Führung christl cher Pfadfinder statt. Was der freundliche Bau Im Aeußcrn an Traulichkeit und Freundlichkeit verspricht, hält er nicht nur im Innern, sondern übertrifft alle Srwartungen. Die tm Keller, fo redet auch In den Schwester- i m mern und Stuben, dem gemeinsamen Ausenthaltszim- mer so manches Stück bis zmn Blumenväschrn aus der Diesecker Töpferei Kehler von freundlich stiftender L'ebe. Be>onbers wohl tun schon vom Hingang außen her In jeder Stube die ermunternd grüßenden Sprüche aus der Hril'gen Schrift. 3m Krivpentaal des Schwesternhauses folgte nach der Besicht'gung bei Kaffee und Kuchen ein gemütliches Bei kämm rn sein, bei dem Pfarrer Ausfeld u a. noch schriftliche Grüße der Dov» sitzenden de» Verbandes Evangelischer Frauew. vereine, Fürstin Erbach-Schönbera. der Vorlltzenden des Verbandes der 5reunDinntn junger Mädchen, Gräfin Slisabeth von Gchlitz. gen. von Goertz.des Vorsitzenden deS Schutzvereins entlassener Strasgefangener. Oberstaatsanwalt Dapper in Darmstadt übermittelte. Von den rund 60 000 Mark, die der Bau mü dem Platz kostet, sind 28 000 Mark ge'chenkt. Möge nun bald alS weiteres Ziel die so nötig gewordene große Kripp« fkb dem Bau zugeieuen. Die Einrichtung de» Hause». Das ^Zuflucht"-Gebäude besteht aus einem Hauptgebäude und einem Zlügeloau mit insgesamt 18 Wohnräumen, einer Küche und verschiedenen Hebentäumtn. Gs können in-gesamt 18 biS 20 weib.iche Personen Aufnahme finden. 3m Grdaeschoß befindet sich neben dem Wohn- und Schlaframn für eine Schwester, ein« Küch« und ein geräumiger Eßraum, der auch al- TageS- raum für die Zusiüchllrr b.er.t. Reben dem Bade- raum im Sci.cnbau wurde eine Desinfektion-- anlage eingebaut. Das ganze Gebäude wird mit einer Rie7erdruckdompfb«izung erwärmt. Die Ginrichtung ist einfach, aber dem Zweck entsprechend und in jeder Beziehung hygienisch anqe- orbr.e*. Die Bau'o'ten betragen etwa 45 000 Rlk.. wobei der Wert der vorhandenen Materialien und bie zahlreichen Stiftungen, in<- befonbere für die Ausstattung der Räum«, nicht mit eingerechnet find. Das Ganz« bildet eine in sich abgeschlossen« Liegenschaft mit Zugang von der Maigasse. Beaufsichtigt, geleitet und bewirtschaftet wird es von dem Allgemeinen Verein für Armen- und Krankenpflege in Verbindung mit dem Cd. Schwesternhaus. Ihre Anlage bedeutet eine große soziale Tat. um di« sich Pfarrer A u s f e l d große Verdienste erworben hat. Schach-Ecke. Bearbettet von W. Orbach Alle für öle Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des ..Gießener Anzeigers". Problem Nr. 90. Weiß zieht und setzt in -w«i Zügen matt. Weih: 5 Steine Kc7; Oe7; F*3, bl; Lb3. Schwarz; 6 Steine Kb5; Tg3; Lh7; Bc3, cd, f7. b 8 5 3 4 i b viz>z 11 Weiß. Dsn ©. F. Aadrrsvn. Schwarz, c d e t W/Zz/z ' J2 Partie Nr. 65. Gespielt im Srespi - Geben, turnier in Mailand, Oktober 1926. Die nachstehend« Par.le gibt ein Beispiel, wie schnell man, ohne genaue Kenntnis der Gr- öfsnungstheorie, in Aachtell geraten kann. Wiener Partie. Weiß; L. Singer. Schwarz? St. Rosselli del Turro. 1- «2-e4 1. e7-e5 2. Sbl-*c3 2. Sg8 - f6 3. t2-f4 3. d7-d5 4, f4Ke5 4. SföxL*. 5. 5x1-13 5 Sb8-c6 Zu ernpsehlen ist hier der theoretische Zug 5.... Le7, aber Rosselli betritt wohl absichtlich ein unbekannteres Gebiet. d. d2-d4? Schwach, jeder ande.r Zug, z.B. Le2, De2 oder d 3 ist besser; dies läßt dem Schwarzen die Chance offen, später durch c5 di« weiß« Mitte zu erschüttern. 6.... 6. Lf8-b4 7. Ddl-d3 Jetzt gerät die D auf Abwege. 7- ... 7. LcB-ß 8. Dd3-e3 8. 0-0 0. Lfl-b5 9. f7-f6! 10. Lb5xc6 IQ. b7xc6 11. 0-0 II. c6-c5! An diesem bereits angedeuteten Durchbruche geht die weiße Partie rettungslos ihrem Untergänge entgegen. 12. Sc3x«4 12, Lf5Xe4 13. c2 —c3 Rach 13, dc: entscheidet De7, 14. ef:, Tf6:. >3. . . . 13. c5xd4 14. Sf3xd4 14. cd: hätte c5! zur Folge. 14. ... 14. foxe5 15. c3xb4 auf Se6? entfcheidet Tfl;+ 16. Kfh. Pf6+ ufw- 15... . |5. Tf8xfl4- 16. Kglxfl 16. «5xd4 17. De3-d4 17. Dd8-h4: Gin entscheidender Zug. 18. Lei -^e3 6s gibt keine Verteidigung mehr. IS. ... 18. Dh4xh2 19. Kfl-e2 Weiß sollte lieber oufgeben, 19. .. 19. Dh2xg2+ 20. Le3-f2 20. Dg2-f34 21. Ke2-d2 21. Ta8-f8 22. Tai-fl 22, Df3-f44- Ausgegeben. Lösung des Problems Rr. 88. Don D. Przepiörka. 1. c2-c4!, Lb3xc4 2. Dd8-d2 matt. 1.....Tb4xc4 2. I7xg8 Spr. matt. 1. ...» Dg8xh8 2. g7xh8 Spr. matt 1. ..., Dg8xf8 2 g7xt8 D matt. I.....D ;8xf7 2. g7-|j8 Spr. matt. 1. ...» Dg8Xg7 2. Dd8-d2 matt. Lesung d:s Endspiel- Ur. 24. Don 5. Qlmelung. 1. h5-h6! gxhb! 2. Ke2-f3-H K bei. J. T opfert sich mit Schach, KxT; 4. K>3-x2 und macht remis. Richtige Lösungen zum Problem Rr. 88 erhielten wir von den Herren: Lehrer Breidecker, Diplomvolksrat ©. Weber. K. W. Dersch (Schüler), hier; Dx. in ©.; L. Krailing 111, Hartenrod; Rektor Köhler, Langsdorf; Pfarrer Hofmann, Londorf; Lehrer ®. Simon; H. KapveS, (Schüler), Langsdorf. Derichtigung. Bei dem in der lehien Schachrubnk gebrachten Endspiele (O. Weißgerber, Steinfurth) fehlt irrtümlicherweise ein schwär-ec Dauer auf h 7. Wir geben die Diagrommstellung nochmals wieder. Weiß: 8 Steine Kh3; Tg4, hö; Lfl; Sc5; 862, d3, h2. Schwarz: 11 Steine Kf3; Dh8; La8, 68; Sbb; Bc5, f6, f2, g5 h4, h7. Weih am Zuge erzwingt daS Remis. Schachbrlefkasten. Dr. in G. Der Bauer e 5 ist notwendig, um die Nebenlösung 1. l>62-s-, Tf4 2. Dxf4 matt zu verhindern- Aus dcr Schachwelt. Das internationale Meisterturnier zu Berlin endele wiederum mit dem S.ege S. D. Dogol- jubowS, welcher mit einem Punkt Vorsprung vor Rubinstein landete. Norwegen. 2m Meisterschaftsturnier leibten Christoffersen und Han'sen mit je 5 Punkten dl« beiden ersten Preife. Dänemark. AuS telegraphischen Wett- kämpsen der drei nordischen Hauptstädte Kopenhagen, Stockholm und Oslo ging Kopenhagen alS Sieger hervor. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom AedakttonStisch. Schach. Einmal lernte ich in einem gastfreien Hause Emanuel Lasker kennen. 3d) bat ihn, eine Partie Schach mit mir zu spielen. Wir ließen uns ein Brett geben und setzten uns in die stille Bibliothek. Nach fünf Minuten befand ich mich in einer der mit Recht fo genannten prekären Situationen und versank in tiefes Brüten. Die Hauefrau tarn. „Meine Herren, zu Tisch!" sagte sie. „Die Suppe wird kalt." Dann ging sic. Ich brütete weiter. Endlich kam mir ein erlösender Gedanke; ich holte meinen Läufer heraus, bot Schach und sah Lasker erivar- tungsvoll an- Er blieb ernst und unbeweglich. „Eine ruundervolle Idee!" bemerkte er. „Tatsächlichf" entgegnete ich froh bewegt. „Ja. Nämlich Sie sind jetzt in zwei Zügen matt, und wir kommen noch zurecht zur Suppe." (Lust. Bl.) Der starke Mann. „Det iS een Kerl! Der hat Mark in be Knochen!" ..Wat, Mark — Dollars!" Zwillinge. Schweppkes haben <>u>ilanae. Lottchen und Fritzchen. Vater Schweppk« ist sparsam wie ein Eremit. Dor dem Wiegeautomaten sogt er zu Frau Schweppke: ,Mutter, stell' die Zwillinge zusammen auf die Wage und bivid'ere durch Zwei!" (Last. Dl.) X 1 1 cMC0BI.1S80 Handschuhe gegangen. 1.25 .. Mk. 3.50, 3.-, 2.50, Frankfurt a. 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Es ist eine Versammlung sämtlicher Lehrpersonen des Kr.ies Düringen geplant, wobei in einer Festrede die unvergänglichen Der. dienste des großen Meisters, dcc Erziehungs- und LInterrichtslunst gebührend a.ewüri igt w.r.en sollen. Des-ngsvorträge und ein passendes Th'.aisr- ftücf, gespielt von jüngeren Lehrern d:s Kreises, sollen bis Feier verschönern. Alljährlich fand schon seither hier am Geburtstage Pestalozzis, am 12. Januar, eine Gederns.ier von einem engeren Verein von Lehrern, der sog. Lrustädter pädagogischen Gesellschaft, statt, die vor etwa 60 Jahren von einigen Lehrern unseres Kreises gegründet wurde. Zu den Gründern dieser Gesellschaft gehörte auch Johann Schmitt, damals Lehrer in Dleichenbach unb später langjähriger Schriftleiter des „Schuldsten für Hcffen". D- Bad-Salzhausen. ö. Dez. Auf tragische Weise verschied der bkfige Parkarbeiter und Polizeidiener Heinrich Döll. Gr hatte sich an der einen Wange eine kleine Verletzung zugezogen, die er wenig beachtete. Rach einigen Tagen trat Blutvergiftung ein. Ter Kranke verfiel in Starrkrampf, dem er bald erlag. Tüll war f:it Errichtung einer eigenen hiesigen Bürgermeisterei 14 Jahre lang Polizeidiener und versah diesen Dienst stets in gewissenhafter, mustergültiger Weise. Stets sreunAich und zudvrkommen) gegen Einheimische und Kurgäste, erfreute er sich allseitiger Wert- schätzung und Beliebtheit. Das jähe Ableben des erst 54 Jahre alten Mannes wird hier sehr bedauert. A Dorsdvrf, 6. Dez. Seit einigen Wochen tritt die Maul» und Klauenseuche hier sehr schlimm auf. Heber 20 Gehöfte sind verseuch!, eine große Anzahl Junivieh ist bereits der Seuche zum Opfer gefallen. In den letzten Tagen verendet?n wieder zwei wertvolle Rinder. Den Viehzüchtern, die über einen vor- Mglichen Viehstand verfügen und alljährlich durch Prämie.-r ausgezeichnet worden sind, erwächst durch die Seuche großsr Schaden. S«trotten. ... Gedern, 6. Dez. Am Samstag sand eine Konferenz des Bezirks-Lehrerver- e i n 5 Gedern im hiesiaen Schulhause statt, bei der Lehrer Sauer (Oberlais) in Ergänzung seines nor einigen Wochen gehaltenen Vortrages über die Geschichte des Hirzenhainer f) ü r t c n m e r = k c- s eine größere Anzahl von Darstellungen bibli» scher Szenen aus Ofenplatten durch episkopische Vorführung zeigte, tte vor 200 und mehr Jahren in Hirzenhain, givn Teil auch an anderen Orten (Laubach, Lanzenhain) gegossen werden waren. Die Konferenz beschick^, im Lause des Februar 1927 den 10 0. Todestag Pestalozzis (gestorben 17. Februar 1827) durch eine Peftolozziseier zu begehen, in deren Mittelpunkt ein Vortrag von Lehrer Ströhinacr (Ober-Lais) über den großen Pädagogen uno Kinderfreund stehen soll. Gleichzeitig will man bei dieser Feier des 100. Todestages Ludwig oan Beethovens gedenken durch den Vortrag mehrerer feiner Werke. I Glashütten, 6. Dez. Unsere Schul- s 8 l e haben seit Beginn der Schule nach den cherbstferien Dampfheizung. Lehrer und Schüler empsinden wohltuend die neue Einrichtung, die notwendig geworden war, weil jede Art von Ofenheizung sich nicht bewährt hatte. Mrcte Alsfew. WSR. Alsfeld. 6. Dez. Am Eisenberg int nahen Knüll soll eine Segelflug - schule errichtet werden. Eine Gemeinschaft zur -Förder'-mg des D^gelfluges hat sich bereits unter dem Ramen .Sezelflugvereinigung E.senberg" geblldet. Gegenwärtig läßt diese Gemeinschaft vier Schulapparate für den Flugunterrichtbauen. Für die Flugschüler wird auf dem Eisenberg eine Baracke aufgestellt, die Wohn», Schlaf- und Küchenräume enthält. Kreis Lauterbach. fL Lauterbach. 5. Dez. Gestern verstarb im 7 0. Lebensjahre der Schulrat t R. Heinrich Andres. Lieber 30 Jahre lang stand er in unsrem Kreise an der Spitze des Bollsschulwcsens. Als ein vorbildlicher, pflicht- getreuer Beamter suchte er das gute Alte zu erhalten. ohne sich den modernen Bestrebungen au verschließen. Ein bleibendes Andenken hat er sich in der Kceiswanderbücherei gesetzt, der ec bis vor kurzer Zeit, auch noch im Ruhestand, seine Kräfte widmete. $ Lauterbach. 5. Dez. Aus Anlaß des 25jährigen Bestehens des Kreiszie- genzuchtvereins fand gestern eins außerordentliche Generalversammlung des Vereins im Keutzer scheu Saale statt, au O v sich verschiedene Ehrengäste und eine große Anzahl Bereinsmitglieder aus all n Teil n des Kreises eingefunden h tten. Der Do.sitzende, Kul urbau- vberir.spektor Kunz, begrüßte die Erschienenen und gab seiner Freude Ausdruck, daß eine so stattliche Ve'simmlung zustande gekommen sei. Der Redner schilderte hierauf dir Gründung und Entwicklung des Vereins in den zurückliegenden 25 Jahren: Rach dem bereits im Oktober 1901 eine Vorbesprechung stattgefunden, f.i der Verein am 8. Dezember 1901 durch Annahme der Vn ins- satzungen von 33 Mitgliedern aus Lauterbach, von denen die meisten noch am Leben sind und teilweise dem Verein noch angehören, gegründet worden. Der Verein habe s. Z. seine Tätigkeit aus den Trümmern des in den 90er Jahren von dem Pfarrer Scriba und Tierarzt Ruß in Dieder-MooS gegründeten, nach dem Wegzug der Genannten aber wieder zerfallenen -Siegen* zuchtvereins begonnenen und durch rege Einführung reinrafüget Saaner Tiere die Brreins- beltrcbungen gep.kgt und gefördert. Dir Erfolge d.es Vercias bei den Ausstellungen der Deutschen landwirtschaftlichen Gesellschaft. und das Ansch.n, das er tocit über tie Grenzen des Deutschen Reiches hinaus genieße, seien der beste Beweis dafür, daß die Vereinsleitung den richtigen Weg ein- geschlagen habe. Zum Schlüsse sprach der Redner dem Landwirtschaftlichen Ber in, der Stadt Lauterbach und den DezirlLfparkafsen für dir dem Verein seit seinem Bestehen gewährte pekuniäre Llnterstützung Dank aus, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß tu genannten Korporationen dem Verein auch sernertzin ihr Wohlwollen nicht versagen werden. KrriZüirlltor Dr. Michel beglückwünschte den Verein zu seinem heutigen Jubiläum, betonte, daß die Pslege der Ziege. ..der Kuh des kleinen Mannes , schon von sozialem Standpunkt aus bas Jnteres.e aller Dolls- treifr verdiene. Der Zi?genzuchtverem dürfe sich des ferneren Wohlwo.l.ms des Landwirtschaftlichen Vereins versichert halten. Bürgermeister Walz gab mit seinem Glückwunsch zu der Jubiläumsfeier die Erklärung ab, daß die Stadt dem Verein auch für die Zulunft ihre linier- stützung nicht beringen werde. Oefonomicrat St d r e 11 überbrachte die Grüße der Landwirt- schaftskammer und überreichte dem Verein eine Medaille, dem Vorsir nden K u n a und bem Vereinsrechner. Lehrer Meyer, als Anerkennung ihrer 25jährigen Tätigkeit im Interesse des Vereins ein Diplom. Oekonomieral Breidenbach. Dorheim, jpred) die Glückwünsche des Landwirtschaftskammerausschusses für die Provinz Oberhessen aus. Oekvnomierar Glaser gratulierte im Namen des Lcmdwirlschaftsamts Lauterbach. Weitere Glückwünsche brachten: Oberre llehrer Ringshausen von Friedberg für den Ziegsnzuchtverein Friedberg, Landtagsabgeordneter Fenchel von Oderhörgern für den Ziegenzuchtverein Gießen und Oskonomie- ral Stör eil für den Ziegenzuchtverein Alsfeld. Generalsekretär Dr. Wagner von Gießen, der Vorsitzende des Verbandes der Oberhessischen Zie- genzuchlvcreine, fand herzliche Worte der Anerken- mung für das einmütige Zusammenarbeiten der oberhessischen Vereine und verteilte an Vereinsmit- glieder, die sich um die Vereinsbestrebungen besonders verdient gemacht haben, und an gute Bockhalter Medaillen. Alle Redner würdigten die Verdienste, die sich der Vorsitzende K u n z nicht nur um den Verein Lauterbach, sondern auch um die Ziegenzucht in Shessen erworben hat. Am Schluffe des offiziellen Teils der Veranstaltung dankte der Vorsitzende für die dargebrachten Wünsche und gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Verein auf der betretenen Bahn rüstig weiterschreiten möge zum Segen seiner Mitglieder, zum Segen des Kreßes Lauterbach: „Glück auf zum goldenen Jubiläum!" Bei Musik- und Gesangsoorträgen verbrachten du Versammlungsteilnehmer dann noch einige vergnügte Stunden? Rheinhessen. _L Mainz. 6. Dez. Die Evangelische Volksgemeinschaft entfaltet zur Zeit in Rheinhessen eine rege Werbetätigkeit. Neue Ortsgruppen wurden gegründet in Wöllstein, Sprendlingen, Neu-Bamberg, Apisheim, flerr- roetler und Gensingen. Preußen. Kreis Wetzlar. ü Wetzlar, 6. Dez. Der vom hiesigen 23er- kehrsoerein am gestrigen Sonntag erstmalig veranstaltete Berkehrstag, verbunden mit einer Dombeleuchtung, darf in jeder Hinsicht als gelungen bezeichnet werden. Die Straßen waren teils so stark mit Menschen gefüllt, daß an ein Dor- CMMnSlXHBKMIBTmUMflCTBMroiKWMiWBMIII »III IIII IM1 tDärutommen oft nicht zu denken war. Den Hohe- puntt des Tages bildete die um 6.15 Uhr abends einfetzende Beleuchtung unseres alten Wahrzeichens, des Domes. Nach einer feierlichen Weife des Stadrorchesters flammte die Beleuchtung auf, die das mächtige alte Gotteshaus in ein wundervolles Lichtmeer hüllte. Wörend das Mauerwerk in roten und später grünen Farben sich am nächtlichen Himmel abhob, erstrahllen die halfen Fenster mit ihren Figuren und matten Glasscheiben in weißem Lichte, das durch die ge- iamu elektrische Jnnendeleuchtung der Kirche hcr- oorg-rufen war. Die Häuser aut dem Domplatz waren zum größten Teil illuminiert und bildeten einen schönen Rahmen für dos ganze Bild. Der erste Versuch einer Domdeleuchtung darf als gut gelungen bezeichnet werden. Am Bahnhof herrschte zu drn Abendzügen ein furchtbares Gedränge. Glücklicherweise ging alle» ohne Unfälle ab Z Groh-Rechtenbach, 6. Dez. Die hiesige Evangelisch« Gemeinschaft feierte am gestrigen Sonntag in ihrem Berelnshausc das dles- tährrge Iah res fest. Festansprachen hielten Predige? Pflug aus Ehringshausen und Pfarrer Koch. Lützellinden. Zur Verschönerung der Feier trugen durch Musik- und Gesanasoorträge bei her hiesige Posaunenchor, der gemischte Ehor und der Mannerchor. Infolge der ungünstigen Witterung war die Beteiligung, besonders von auswärts, eine verhältnismäßig geringe. <> Dornholzhausen. 6. Dez. Die Bruderschaft „Hüttenberg" des Äung- deutschen Ordens veranstaltete gestern abend in der hiesigen Turnhalle einen jamilien« abend. Großmeister Reuter. Dornholzhausen, sprach über Zweck unb Ziele des Iungdeutschen Ordens. Der Mandolinenklub Niederkleen trug einige Musikstücke vor. Im übrigen war die Feier mit Gedichtvorträgen, Deklamationen und dem gemeinsamen Gesang jungdeutscher Lieder umrahmt. Auch auswärtige Ordensfreunde hatten sich zu der Feier eingefunoen. —Z— Aus dem Hüttenberg, 6. Dez. In den letzten Jahren hat die Gänsezucht in unsrer Gegend einen bedeutenden Ausschwung genommen. Infolge des diesjährigen starken Angebots sind die Preise für fette Gänse verhölmis- mäß'.g niedrig: augenblicflid) werden 90 Pf. bis 1 Mark pro Pftmd bezahlt, jedoch erwartet man zu Weihnachten, der Saison des Jahres, eine Belebung der Preise. Maingau. WSR. Frankfurt a. M., 6. Dez. Die Rcichsbahndireltion meldet: Heute mittag gegen 12.45 Uhr ließ sich zwischen den Stationen Bo» nameS und Derlershllm ein etwa 16jähriger Schuler aus Preungesheim von einem Güterzug überfahren. Der junge Menfch war sofort tot. — Heute nachmittag gegen 5 Uhr ereignete sich auf dem Wendelplay ein schwerer Unglücksfall. Ein löjähciger junger Mann geriet unter einen Straßenbahnwagen der Linie 4, als er noch schnell auf den sich kurz vorher In Bewegung sehenden Straßenbahnwagen springen wollte. Dem Bedauernswerten wurden beide Deine abgefahren. Es handelt sich um den löjähriaen Karl Wannebecker aus Erzhausen. — In der Rächt zum Sonntag st ü r z t e der Metzger Gottlieb Wieland in der Brahmsstraße eine Treppe hinunter. Er wurde in schwerverletztem Zustande morgens gegen 9 Uhr ausgefunden. Im Kran'enhause Ist der Mann seinen Verletzungen erlegen. — Der in der Freitagnacht in der Gr. Fischergasse durch den Arbeiter Albert Dender mit Messer- stichen schwer verletzte Arbeiter Anton Müller ist seinen Verlegungen erlegen. schäft im Lahnkrels innehai und wohl auch mit Recht al- die jvielstärkste Mannschaft angesprochen werden kann. Wenn auch der Sieg nur recht knapp ausfiel, so war er doch vollauf verdient und hat durch den Gewun» der Heiden Punkte eine weitere Verbesserung der Tabellenstellung mit dem Anschluß an die Mittelgruppe herbeigesührt. Unter der guten Leitung des Kasseler Schiedsrichters Coll- mann entwickelte sich ein äußerst ' flottes und forsches Spiel, das Marburg in den ersten zehn Minuten in klarem Vorteil sah. Gießen wehrte jedoch die ungestümen Angriffe ab und übernahm seinerseits halb darauf Has Kommando. In plan- voller Zusammenarbeit aller Mannschastsieile wurde ein Feld!Piel gezeigt, das System erkennen ließ. Den gut gutgebauten Angriffen, vom Sturm in feinem Kombinationsstil oorgetragen, konnten die Bereinigten nur unter Aufwand aller Energie begegnen. Ihre Gegenangriffe brachten das 23. s. B.° Tor nur wenige Male in ernstliche Gefahr, die von der in guter Form befindlichen Hintermannschaft beseitigt wurde. Mit zwei Toren lag D. f. B. bis kurze Zeit vor Schluß in Führung. Gegen Ende kam Marburg nochmals auf und erzielte da» verdiente Ehrentor. Die Spiele der übrigen Mannschaften, außer dem der 1. Jugend, waren „privater Natur". Scfom der« Beachtung verdient der 5 0-Sicg der 1. Jugend über die gleiche von B. C. Wetzlar, die als sehr spielstark bekannt ist. Spielüerehuguna 1900 Metzen. ö. Ein bedeutender Spieksonntag war der vorgestrige. Die „Vereinigten" aus Gteßcn bewiesen, daß eine Formoerbesserung gegen den Beginn der Vcrbandsspicle einqetreten ist. Die 21 l f stand in Wetzlar im Rückspiel dem donigen Ballspiel- clud gegenüber. (Bing das Vorspiel in Gießen 2:0 für Wetzlar gewonnen, so konnten die 1900er diesmal den Spieß umdrehen und mit 4:3 Sieg und Punkte mit nach Gießen führen. Der Stampf war äußerst hart. Der Platzverein suchte seine technische und taktische Unterlegenheit durch äußerst scharfe» Spiel auszugleichen. Zu Beginn des Spiels ließ sich Gießen überrumpeln, und bald führte Wetzlar 3:0! In der letzten halben Stunde vor Spielende konnte 1900 aber nach zähem, hartem Ringen, durch Linksaußen. Halbrechts und Mittelstürmer drei Tore aufholeii und damit den Ausgleich erzielen. Einen in der letzten Minute wegen Unfaimis verhängten Elfmeterftrafstoß verwandelte der Gießener Mittelstürmer zum vierten und Siegestreffer. Die Spieloereinigung 1900 gewann, dank ihres besseren Könnens, verdient. Das Endergebnis hätte für Gießen höher lauten können und ist für den B. C. schmeichelhaft. Der Schiedsrichter hatte bei der Schärfe des Spieles und dem einwirkenden Publikum einen schweren Stand, wurde aber dem Treffen einwandfrei gerecht. 1900 hatte in der Verteidigung Ersatz, der sich aber bestens bewährte. Die 3 a - (L e h r m a n n j ch a f t) trat in A ß « lar der dortigen sehr spielstarken ersten Mannschaft entgegen. Ersatz in den Reihen der Gießener ließ zunächst kein rechtes Zusammenspiel apfkom- men, so daß der Gastgeber bald 2:0 führte. Halbzeit 2:1 für Aßlar. Bis zum Schluß lautete das tor- reiche Treffen aber 5:4 für 1900 Gießen, was bei einem nicht besonders befähigten Schiedsrichter heftige Anstrengungen kostete. Die 1. Jugend gewann zu flau je ihr erstes Diplornloiel der zweiten Serie gegen den Sport- Club Wetzlar-Niedergirmes mit 3.0 und führt damit weiterhin in der 1. Jugendklasse. Das Spiel der 2. Jugend gegen Daubringens 1. Jugend kam nicht zum Auslrag, da der Schiedsrichter ausblisb. Die bis jetzt ungeschlagene 1. Schüler elf errang in Butzbach gegen die Schülermannjchast der Rajenjpieler einen weiteren 8:0-Sieg. Wetzlarer Sport. tz. Am Sonntag waren sämtliche Wetzlarer Rasensportvereine tätig. Den Reigen der Spiele eröffnet am Samstag nachmittag die Wetzlarer Handbailstädte m a n n s ch a s t gegen die Ü1 nivcrsi- tätseli Marburg in Marburg. Die aus Spielern des 2.C., Riederairmea u. F.C.Poli ei zusammen- gesteil.e Städteels W.tziars schlug die Marburger Studenten mit 11:1 Toren aus deren eigenem Platz. Marburg hatte wohl Ersatz in seinen Reihen, tonnte aber gegen d.e Kombinationsmaschine des Wctziarer Angriffs, der mit allen technischen und taktischen Feinheiten ausgestatiet ist, nichts ausrichten. Mit 7:1 bei Halbzeit und obigem Endergebnis waren die W.tzlarer Gäste jederzeit die besseren. 21m Sonntag trafen sich F. C. Iungrnan- nen gegen Gießen 1900 l 10:1. Es ist erfreulich, daß Gießen wieder einen Handballspieibetrieb eingerichtet hat. Deim ersten Spiel fehlt natürlich noch dec Zusammenhang. So kam es, daß die eingespielten Wetzlarer meistens überlegen waren. Ausfällig war die Fangunsicherheit der Gießener, die sich durch den glatten Dali nur z. T. entschuldigen läßt. Mit der nötigen Kleinarbeit wird die Gießener Mannschaft, die das Zeug dazu hat, noch in Form kommen. 3m Ganzen war es ein interesfanter und fairer Kampf, der dem Handballspiel nur Freunde gewinnen konnte. Im Fußballbetrieb stand bas Lokal- trefsen Riedergirmes gegen F. T. 0:2 im Vordergrund. Leider wurde hier nur In der ersten Spie'.hälfte ein schönes Spiel gezeigt. F. E. holte sich Sieg und Punkte und damit Öen fünftletzten Platz In der Tabelle, da D. C. Wetzlar gegen Gießen 1 900 mit 3:4 verlor. Dieses Spiel nahm einen eigenartigen Verlauf. Der D. C. als Platzverein war in der ersten Halbzeit der einwandfrei bessere m t dem Erfolg von drei Toren. Rach dem Wechsel kehrte Gießen den Spieß um, wurde nun leiner- sei s überleben und — waö fein Menfch mehr dach e — es gelang ihnen, nicht nur Ausaleich. sondern Sieg und Punkte mit heim-unehmen. Aus beiden Seiten wurde ein Elfmeter verwandelt. Der für Gießen entschied das Spiel. Im allgemeinen waren beide Mannschaften oleich» wertig. Gießens Läuferreihe war zu schwach und teilweise überhaupt nicht zu !ehen. Auch der Sturm funktionierte erst nach Halbzeit. Turnen, Sport und Spiel Aus dem Äurngau Hessen. —o— Die erste planmäßige u e b u n g S - stunde für Leiter und Leiterinnen von Turncrinnenabteilungen fand am Sonntagnachmittag in der Turnhalle des Männer- turnvereins zu Gießen statt. Es waren 20 Vereine mit rund 60 liebenden vertreten: Alsfeld, Bob» Nauheim 1860, Butzbach, Gießen 1846 und Mto., Gladenbach, Grünberg, Heuchelheim, Hungen, Klein- Linden, Krofdorf, Laubach, Lauterbach, Lich, Marburg Tgm., Nidda, Nieder-Girmes, Treis an der Lumda, Wetter und Wetzlar. Unter der Leitung von Gaufrouenturnwart tRub. Paul (Gießen) wurden zunächst einige Hebungen aus dem Gebiet der Körperschule durchgeturnt. Diese Frriübunaen neuzeitlicher Art werben von wechselnden Llusgangsstellungen her ausgenommen und, nachdem die Hebenden auf sie eingestellt sind, der Selbstübuna der Riege mehr oder weniger überlassen. Sicherlich ist dadurch Gelegenheit geboten, den Körper tüchtig durchzuarbeiten. Bei der früheren Art wurdo durch den allmählichen Aufbau längerer Hebungsgruppen häufig mehr das Gedächtnis belastet, als der Körper in Tätigkeit gefetzt, jetzt wird in kurzer Zeit eine ungleich größere Menge an Hebungen geleistet. Die Rafchlebigkeit unserer Zeit und der erweckte Selbsttätigkeitsdrang unserer Jugend klingen dabei deutlich an. Wenn aber die damit beabsichtigte gesundheitliche Förderung und das notwendige erzlehliche Moment nicht oerlorengshen sollen, muß der Hebungsletter mehr wie je auf methodischer Höhe stehen. Insbesondere bei den Iugenbgruppen besteht immerhin die Gefahr einer oberflächlichen Ausführung, die dann keine turnerischen Werte, weder nach innen noch nach auhen, erzeugt. Die Auflockerung wird auch hier nicht ganz der gesetzmäßigen Führung entbehren dürfen, wenn sie zweckvoll bleiben will. Anschließend wurden von dem Gaufrauenturnwart nach mehrere Gruppen von Keulenübungen in Verbindung mit Schrittbewegungen bis zur Wiedergabe mit Musikbegleitung entwickelt unb bann nach Auf. löfung in Riegen grunblegenbe Hebungen an den Geräten zur Durchführung gebracht. Die Freiübungen zum Kreisturnfest zu Darmstadt im nächsten Sommer wurden van Frl. K asten aus Frankfurt geleitet, die im Turnous- chuß des Mmelrheinkreises an führender Stelle tcht. Ein hervorstechendes Merkmal dieser Massen- reiübungen sind schwunghafte Bewegungen, die mrch ruhigere, zügige Formen allmählich wieder zum Abklingen gebracht werden. Insofern dürste bas gewohnte Bild ber allgemeinen Fretübungen, in anziehender Weise verändert, seine starke Wirkung auf den Zuschauer noch vermehren. Gleichzeitig mit der Gaufrauentumstuitde hielt der Lehrgang au r weiteren sachlichen und methodischen Ausbildung von Vereinslurnwarten und Vorturnern in ber Turnhalle des Turnvereins 1846 zu Gießen seine Schluß prüfung ab. Der Lehrgang, an dem 32 Turner aus der Provinz Dberl)ef|en teil- nahmen, stand unter Leitung des stellv?rtr. Kreis- oberturnwarts Franz Frieds (Frankfurt) bzw. des Gauoberturnwarts Wilh. Will (Gießen) und wurde aus hessischen Staatsmitteln unterstützt. Er begann anfangs November unb würbe an vier Sonntagen einschließlich ber voraufgehenben Sams- tagnachmitrage burchgeführt. Die Prüfung erstreckte sich auf eine schriftliche Ausarbeitung verschiebener Hebungsstoffe unb auf die selbständige Führung von einzelnen Riegen. Die Teilnehmer waren von ber ihnen geworbenen Förderung auf den verschiedenen Gebieten des Turnbetriebes voll befriedigt unb werden ihren Dank an die Veranstalter und Leiter des Lehrganges dadurch zum Ausdruck bringen, daß sie nunmehr in ihren ticreinen zur sachgemäßen Weiterentwicklung der deutschen Turnsache kräftig beitragen. V. s. B. B. f. B. Liga—Vgte. Marburg Liga 2:1. V. f. B. II.-r-Daubringen I. 4:1. V. f. B. Hl—Grünberg I. 9:1. V. f. B. IV.-Großen-Buseck 4:1. 23. s. B. I. Jugend—B. C. Wetzlar 1. Jugend 5:0. 23. f. B. H. Jgd.-Leihqestem i. Igd. 1:3. 23. s. B. III. Igd.—Leihgestern H.Sgd. 0:3. '23. f. B. I. Schüler-Lich I. Schüler 1:0. 23. f. B. II. Schüler—Heuchelheim I. Schüler 0:3. Mit ihrem Sieg über die Marburger Bereinigten hat die Ligamannschaft erneut den Beweis dafür erbracht, daß sie z. Z. tatsächlich die Vorherr- Für Jenen delikaten Geschmack verlangen Sie die echten QuakerQafs Keine anderen Flocken haben diesen feinen Geschmack — das wunderbare Quaker Aroma. Bestens empfohlen von Tausenden Aertzen und von Millionen Müttern, welche das Beste was Geld kaufen kann für ihre Familie haben wollen. 920» 'Al? D- M üK'Ä MZ- .Äijj *wi»j 1900 «ie^h »Mag war h/Cn* US ÄeL J® «r- *" ffUst criSffl* m bor.int J , anb »All ! n\it dies, ton. n luihte IM MÄ*» BsS §S5 D?-r **" unb SieÖ<9t«jler. gervann, bönt jhr« $U5 Gnbergebnls hä„r !*» unb ist |örZ ^"ichter -at,e bti wm einmirftnbtn ®u, b. muri» ab« dem m bet Der. r bt|tens bewahre. Ja 10 trat in «h< W « ersten Mon°. !5 Mn der T.ehrner duiammtnlpiel avjlom. b°ld 2:0 führte, fjalbylt cdM lautete bat |Or. f 1U00 Sieben, war bei Jifiten Tchiebsrichler hef- Zu -auje ihr erster W flege/i ben Sport- firmtf mit 3:0 unb ' 1. Ougenbfljfff, A,§ jen Daudrin^en» M 'Uustra^, da der b\% W un^lagtnt ' Butzbach gegen die en|p'uler einen weiteren r Sport. en sämtliche Wetzlar« rle eröllneie am Sami» )larer Handball« 'gen die ilnioerli« rburg, Sie au5 Spielern §.6.$olLei julommcn» i schlug die Marburger en au! deren eigenem wohl Srlatz in leinen icn die Kombination-« fogdiiS, der mit allen Zrinheilen au-gestatiel 1 7:1 bei Halbzeit und :en die Wetzlarer Säste g> «en Aertz«" ,bä>v,ollti1' M 3.6.3ungmea- ) 110:1. SS iü etfitudtk en Handballlp-elbeilteb ersten Spiel M ”fl* Äff* Ä nöügen Wem« 7 MnnichaN. die id . Aorm komme». 3- lecef'anter und M spiel nut Freunde P °b w t-Ä ä arger. 3-* ,, tU n« •? * >®h!?Ä ®*w i«”. S' ntle * Stet wj ätde em * Spiel, ien entlchnv oe|c&- eideÄanr.I»°^,^ach S* WM! Die Kre^smeltter^rtaflsspielr tm Arbeiter-Turn- und Sportbunö. Gießen gegen X). f. B. Wirsbaben !;2 £ Mm Sonntag standen sich im letzten 3pi.?l der Vorrunde obige ‘Jjlannfdbaften aut dem Gießener Sportplatz Trieb aegenübar. Zahlreiche Zuschauer wohnten dem Spiel bti, bas abernwls_ für die Oie&tntr Mannjcho'l verloren ging. Di« Schuld an der Aiedrriciae i|t dem manchmal fett bUflofen Sturm zuzuschreiben. in dem allerdings drei Erjatzi feilte mitwirkten. Dir übrigen Mannschoftrieile leiteten, wie immer, rinwandjreic Arbeit und tonn^ wn ein ^ührrwsrden de» Resultats verhindern, nur schien die link« Leite der Verteidigung «twos um sicher zu sein (Ersatzmann). auf dellen Konto eine Reihe der zahlreichen Eckbälle zu setzen ist. Wiesbaden zeigt« das, was man sich von der Wanuichast versprach: ein gutes stoche» und durchichiagskros. tiges Patzsptel. Den 3teg haben die Wiesbadener ehrlich verdient, bei einer sich weniger aufopfernden äjintermannldxiit, wie sie die Siebener steUten, wär, er reichlich hoher gewesen. — Der Beginn des Spiels br^chie bald eine Uederrafchung: bei einem fchwunavollen Mngriff der Taste konnte deren f)alb rechter schon noch drei Minuten durch einen scharfen RoUdall da» erste Tor für feine Mannjchasi er- zielen (ßieften legte nunmehr ein lehr scharfe» Tempo vor und konnte demzufolge da» Spiel durch. weg ollen halten. Die teilweise Unsicherheit in der Siebener Verteidigung brachte den Saften in der nächsten Halden Stunde sechs Eckbälle, die sämtlich ohne Erfolg blieben. Angenehm berührte bei deck Tietzenern das frische, flotte Spiel, den zahlreichen Angriffen fehl:« ade. im letzten Moment die not- wendige Entschlossenheit, yn der 31. Minute endlich gelang es dem Gießener Halbrechten nach prachtvollem Alleingang den Ausgleich berzuslellen. Wiesbaden antwortete lofort mit ungestümen Angriffen, Gießen strengte sich ebenfalls aufs äufeerfte an. um einen Vorsprung zu erhalten — umsonst! Diese fünf Minuten waren wohl die' interessantesten. Wiesbaden war jedoch der Glücklichere und konnte in der 30. Minute zum zweitenmal die Führung übernehmen. Bis zur Pause verteiltes Spiel. Noch dem Seitenwechsel drängte Gießen abermals stark auf den Ausgleich, manchmal war es auch nahe daran, scheiterte aber immer im letzten Augenblick an dem geschickten Eingreifen des Wiesbadener Tormanns. Auch Wiesbaden konnte seinen vor- sprung nicht erhöhen, obwohl sie das Spiel immer mehr in der Hand hatten. Die Verteidigung Gießens war merklich besser geworden. Die ganze Ausbeute der zweiten Halbzeit waren beiderseits nur einige Eckbälle, Torerfolge blieben für beide Gegner aus. Der korrekte Schiedsrichter hatte sehr wenig Gelegenheit, gegen Auswüchse beim Spiel einzu- greifen. Wörfelben schlägt v. s. £. Bornheim 2:0. Das mit großer Spannung erwartete Zu» funnnentrctien der beiden Spitzenmannschaften fand am Sonntag in Mörfelden statt und entk'tde mit einem glatten 2:0 - Sieg Mörfeldens. Beide Mannschaften zeigten sich gleichwertig. Die erste Halbzeit endete torlos. Der erste Urfolg Mörfelden- resultierte aus einem mächtigen Schuh non der Mittellinie aufl, der für ben Tormann unerreichbar blieb. Bald dar» auf verschulde e Bornheim einen Elfmeter, der zum zweiten Ersolg sur Mörfelden perwandelt wurde. Ecken 9:4 für Bornheim. Friedberg unterliegt gegen Hanau 1:4. Das Spiel, das am Sou ag auf der Fried» berget erwiese ita t and, zeig e leinen hervorragenden Fußball. 3n der ersten Halbzeit konnte man mit den Leistungen noch zufrieden fein. Dietz änderte sich, als infolge einer reichlich harten Entschniertfanec..... Berliner HaodelsarseUschasi - Commerz- und Pnvai.'L'aut Tarins«, und iRaiiouaUxuit - TeuNche Bank......... Distonio Commandil • . ■ TrcSdnrr Bank ....... 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It 4 t* 6 18 ".7* 0 7573 U.TMtt 0.163 U.72 11. 7335 U.(2 u.U ".725 u 73 0.11 0.0.53 73.23 166,25 162 V 15* >61.5 I3H.62 «77.85 17.3 179 >72 148.5 144 >46 144 j 7.8 7.75 7 85 r 159.^5 158.5 160 171 169 173 2.5 169 112.5 97.6 m Uck 178 168 >73.3 168.63 175 168,.5 174 3 110.13 189 183 197.5 >b- 2-5 114 5 142 5 115 5 141 <5 155 153JS «55.2» 150.3 80.5. :y 79 4 77 5 190 ik: 75 190 1*1.5 137 133.75 138 132.5 III 1'7.25 110.75 KM 129.25 126 75 128.13 I25.2.'i. 210.5 2<5 242.5 232.5 199.5 191 |9» 62 190.5 181.75 174 IM'.4 173.18 99 99 — * 143,5 141.5 144.13 140 5 175 168.75 tia 167 26 167 163 166 162.5 95.5 95 5 — — 132.5 129 05 — — 164 155 164 153.5 — - 112.6 HO - * * 139 115 140 184.16 72 70.1 324 95 H2.5 -25 75 812 134.4 »9.5 131 «30.85 173 170.3 — 161.75 157.5 >60.5 l Äi 7 3 i50 * 167 >X>.5 155 151 154.75 >48.5 IW 153.75 134.7u 113.5 1117.5 106,5 — - 159.75 >53 158 3 >53.5 198.5 192 197 25 192 109 5 106 iio .5 110.25 103.25 99 5 103.5 38 39 39.5 — 53 33.5 53.9 52 ** —> 59.75 37.6 16 IC — 53,2.5 55 * w- 177 173 — — 118 118.5 118 118.5 «. 64.25 64 2.3 3 1 5 3 149 145 119 25 IK. 5 224 .'24 j .29 5 m IM 10-1.9 102.3 105 131 136 128,5 Araukfurter -ldcnvbörse. Frankfurt a. M.. 6. Dez. (TU.) Die Besorgnisse wegen der Cntwi^luna der Gelömarkt- tage gab auch dem Abendgeschüft das Gepräge. Das Angeoot setzte sich fort und führte auf den Aktienmärkten zu neuen, jedoch geringen Rückschlägen. Jarbenaktien weiter schärfer gedrückt, 311 bis 309 bis 310. Bon Dontanaktien gaben Deutsch-Lurembura 2l., P^oz. nach. Sonst betrugen die Rückgänge etwa 1 Pcoz. Die Börse schloß beruhigt, aber kaum erholt. Deutsche Anleihen: 5proz. Reichsanleche 0.758.75, 3proz. dto. 0.83, Schutzgebietsanleihen 15.8, 5proz Goldmexikaner 44. Schilfohrtsaltlen: Hapag 169, Rordd. Lloyd 162.5. Bankaktien: Eommerzbank 189, Danathant 251, Deutsche Bank 179.5, Dis- cvntogesellschalt 167, Dresdner Bank 158. Ms'all- oanl 172, Mitteldcut'che Ereditbank 144. Orstcv- reichische Kreditaktien 7.75. Bergwerksaltkn: Bochumer 166, Buderus 107.5, Dt. Lux 165.5, Gelsenkirchener 168.5, Harpener 183, Kali Aschersleben 141, Mannesmann 183, Mansfeld 132, Tel» lus 99, Phönix 125, Rh Braunkohlen 232, Rheinstahl 189, Riebect 172, Laurahütte 79, Stahlwerke 137.62. Industrieaitien: Adle » werke Kleyer 105.25, AEG. 155, Zement Heidelberg 128.5, Daimler 98.5, Dt. Erdöl 170. Scheideanstalt 171.5, Farbenindustrie 311. Goldschmidt 135, Holzmann 134.25, Lcchmeyer 131.5, Rutgers« werke 129, Schuckert 151.5, Boigt und Häffner 117.5. Zucker Badischer 128.5. Frankenchal 104. Zucker Heilbronn 125.75. Zucker Oifftein 166, Zocker Stuttgart 128.7V Rachbörk« »M’on IM Dt. Luxemburg 166.5 Devisramarkt Berlm —Lr^tsurt a. SL Lelearavd'sch« H u e « o b । u n o 4- T«tLk- i $«6I tmiliex ‘.Raii tun; Saniiif v??n87. >9». . 167.97 ■ftf? t\> n Hi«« rr.i.-tlnnv >.M 1.713 1.« kl 5».41 56.45 58 59 M.5' fiUnfi’i’iv.o >:>*».• v »6 9; 107.21 «06.92 101. lb 11I.'9 >«8.17 >11.81 lU.lV SicsHelni 6ti«na#ori Otel:11.17 >9.814 112,31 10. MI 113.54 10. M»? 8.x: IX. u 16.29 iik» V»«Ub . . - "Xenvort . . 9.31 9.42 0.3dl ».419 1.211 LIU I.2UU) 4.21*.' «JO 16.74 ih.t. «».n >i.iu 1.53 MW »1.» Cua un . rU.98 >4.0» O.» Kl.b «sftVLN . . •Rio bf ,>«n i.w: >.310 .l.V6b •4«2 ..653 1.UH 9.80? Ski in J • Cefi abach 39. U o9.4ü 1*.H ».33 Pr..g •4.44 U.48 ll. K» 12.478 ^tlirob . 7.4>U 7,422 I.K3 7.12 a >.w a.037 1,90 4.»«; 0.873 23 Bul atU-n 3.U37 l'>ffobc-n Tan»«. . ;«.M3 41.393 M.Ü 1 6K -.1.57 M.7? 6173 Sonä mm • 097 2. litt 3.Vitt -.107 llben. . 5 k- » X> j.59 6.61 danaba 4 2V2 4.2-22 4.8. Ü 4.213 Uru uati 4.175 4.18o 1.173 KU5 Cairo 20.893 20.951 2V. 890 W.Sfl Banlnvlen Berlin, 6 Jejbi Mmcrifaniirtif SRoien ..... 4, IW 4.203 Velflifrfic '.Voten ...... 5.1.36 ö-.vo Tauilch, 91 tuen ....... >11.64 112.31 wn»lif*e Noi.n ....... ^rnmöfiich« Wotcn ■ . . 4 • . HoUandUchr Noten...... Ni luniirfK Noten ...... ')lorlPCQl((bf Sloten..... .0. »•!.’> 16.66 «1.443 «6.76 167.61. 16-41 U 2. IW 73 18.33 197.27 Dem ich C. fHrr ,6106 Kronen Stumnnifd.c '.’-Gn.>5 81.73 dbnnhtb 'JluNn....... 8.1.39 63,91 TILcchoilowaiische Noten . . >3,42 12.4< Ungarische 'Jlotcn .... 8.613 A.882 Ar.inkfurtcr Pferdcmarkt. WSR. Frankfurt a. M., 6. Dez. Austrieb: über 700 Stück. Der heutige Pferdcmarlt war mit Pferden aller Gattungen zahlreich beschickt. Der Handel war lebhaft, die Pr.ifc für jüngere Gebrauchspferde stabil, für Schlachtpferde etwas gedrückt. Ausrufer aus dem Rh:inlande hatten größere Transporte Schlachtpferde. Der Berlauf des Marltes ist in Derückfichtigung der Jahreszeit als „gut" zu bezeichnen. Drreinzelt wurde über Avtiz gehandelt. Preise: Bolllährige Pferde leichten Schlages 900 bis 1200 Äm., schweren Schlages 1200 bis 1700 Rm.. Fohlen 300 bis 450 Rin. alte Pferde 150 bis 300 Rm.. Schlachtpferde 60 bis 150 Rm. Berliner Provuktcnbörke. Berlin. 6. Dez. Die Tendenz im Berliner Getveidegeschüft war heute durchweg fester. Allerdings hielten sich die Steigerungen am Weizerr» markt in mäfe gen Grenzen, da vom Weltmarkt uneinheitliche Preismeldungen vorlagen und somit ein auslchlaggebender Einflufe von diesen Seile nicht kam. 3m Lieferungshandel wurde der Weizen per Dezember 0,50 Mark sonst bis 1,50 Mark höher. Dezember-Roggen sogar um 2,25 Mark befestigt. Das Fehlen jeglicher Andienungen hatte die Gebote nach dem Inland nicht nur für lausenden Monat, sondern auch für Frühjahrstermine in die Höhe getrieben, und zwar für März um 1,50 Mark, für Mai um 1 Mark. Gerste ist nach wie oor ruhig und in den Preisen kaum verändert. Hafer still, enielt aber doch ^...i'sgelder von etwa 1 Mark. Weizenmehl erneut vernachlässigt, Reggrnmehl fest. Don Hilssfutter-- stoffen nur ncch Kleie in besserem Geschäft. Es wurden notiert per 1000 Kilo: Weizen, mär!., 272 bis 275; Roggen 232 bis 237; Sommergerste 215 bis 245 W.nteraerste 190 dis 203; Hafer, märt., 178 bis 189; Mais (Ivko Berlin) 195 bis 199; per 100 Kilo: Weizenmehl 35,25 bis 38.50; Roggen mehl 33 bis 34,75; Weizenkleie 12,75 bis 13; Roggenkleie 11,60 bis 12,25; Diktoriaerbsen 54 bis 61; kleine Speiseerbsen 32 bis 34; Futter- erb en 21 bis 24; Peluschken 20 bis 22; Ackerbohnen 21 bis 22; Wicken 22 bis 24, Lupinen (blau) 14 bis 15; Lupinen (gelb) 14,50 bis 15. Fahrpreisermähigung zugunsten der Jugendpflege. Ter preußische Minister für Dollswohlfahrt hat im Benehmen mit der Hauptverwaltung dec ,Deutschen Reichseis^nbahn-Ge.ellschaft ein M e r k blatt herausgegeben, in dem die mafegrbendrn Derwaltungs- und Tarisbestimmungen enthalten sind: Durch die Regierungspräsidenten soll das Merlblatt an alle Dereine für Iugenh- pflege, die zur Inanspruchnahme der Fahrpreisermäßigung berechtigt sind, weitergeleitet werden. Aus dem Merkblatt ist als be sonders wichtig hewor-uheben: Behördliche Anerkennung als Iugendverein muß u. a. den Dereinen, die dem T-rutfchen Reichsausschufe für Leibesübungen angeboren, (also auch allen Dereinen der Deutschen Sportbehörde für Leichtathletik) und die sich darüber ausweifen können, -uerkannt werden. Die bisherigen gelben Ausweiskarten verlieren am 31. Dezember 1926 ihre Gültigkeit. Es sind sofort beim Regierungspräsidenten neue (blaue) Ausweise für bae Jahr 1927 zu beantragen. Der vorgeschriebene Inhalt der Anträge ist aus dem Merkblatt genau zu ersehen. Für größere Dereine können mehrere Ausweise auf Antrag erteilt werden. Die Führerausweise der erwachsenen Degleitprrsoiren muffen neuerdings mit einem Lichtbild versehen sein. Heber die Anforderung der Führerausweise enthält das Merkblatt ebenfalls alles Weitere. Die Deutsche Sportbehörde empfiehlt ihren Dereinen, die Anträge, soweit dies noch nicht ge= lchehen sein sollte, sofort bei der zuständigen Stelle zu stellen. Kirche und Schule. J, 91 i b b a . 6. Dez Die letzte diesjährige Konferenz der Geistlichen de? De kanat- .stibba tagte unter dem Vorsitz de» Petone Scriba. Eickelsdori in her „Iraube". Die Geutlichsn waren fast vollzählig erschienen, auch der Superinknbtiu kür Dberbeiicn. Lderkirchenrot Wagner, uwr anwesend- Nach Eröffnung der Tagung mit 3d)rihte|'.ing und Gebet burcd den flau p treff reuten und Begrüßung durch den Dekan machte dieser eine Reihe geschäftlicher Mitteilungen. Besonders bemerkenswoi t war bi« Mitteilung, daß in Zukunft auch die Geistlichen bei ben Schul Zeugnissen ?l o t e n im Religionsunterricht erteilen müssen. Bon allgemeinem Inieresfe ist der einsttuunige Beschluß der Konferenz, b.ifc Landestirchenamt möge für eine einheitliche Regelung des Konfirmations- termins Sorge tragen. Die Konfirmation an Ostern habe döse Mißstände im Gefolge, der geeignetste Tag sei ber Somilaa nach Ostern. Rach Erlebignng des Geschäftlichen hielt Pfarrer Rau. Wallernh.uisen einen sehr beachtenswerten Lortraa über „Das Wekn ber christlichen Iuaendbewegung , der den einmütigen Beifall der Versammlung fand. Buntes Allerlei. Armenfürsorge Im 16. Jahrhundert. Auch die alte o.tt hat |.,.?it c.a ii'onlfabrt»- weseit und eine Arn^noersor^-mg gehabt Zu Luthers Zeiten htefe „die Orb.tung des ge- meine:, Beutels". Wie cS scheint ein? bsr ältesten Einrichtungen, durch die man der Armut gesetzmäßig zu Hilfe kommen wollte. D.rfe Schrift enthält bemerkenswerter Weise bereits den Satz von einer nicht blofe „bareaukrat.sch oeregeUen ‘Serfotguttg*' der armen Leute, der mit unfern heutigen Wünschen und Beslrebuuaen nahe verwandt ifl. Alm eS anders auszudrücken: Alan sollte nicht alle über einen Leisten schlagen. ES war darin eine gesonderte Prüfung jedes einzelnen Falles vorgesehen und festgesetzt, dafe je vier Bürger, einer auS jedem Stadtteil — die Derordnung geschah in Wittenberg - erwählt werden mußten, von denen zu erwarten stand, dafe sie sich nicht von Lied, oder Haß bei ihren Handlungen leit. n ließen, sondern eben die herrschende Rotdurst berücksichtialen. Man suchte der Derunlreuung der Gelder dadurch vorzubeugen, dafe man die Schlüssel deS „großen KaftenS" an drei verschiede,,e Personen gab — eine Sin- richti.ng, die ähnlich bc. den heatigcn Tresors der Danken getrosten ist und dafe alljährlich eine Kassenrevision statthatte. D c Beratung fand foim- täglich nach der Predigt beim Bürgermeister statt. Es wurde darin entschieden, wem Geld vorzustrecken, wem welches zu schenken war. Die Vorsteher besuchten genau wie heute selber die ärmeren Leute, um Einblick in ihre Lebensführung zu erhalten, und um eine gerechte Verteilung der Gelder in ihrem Bezirk zu erzielen, weil eS auch damals verschämt« Arme gab, die sonst zu kurz gekommen wären. Die „Ordnung" sah auch für MißwachSjahr« den Ankauf von aufzufpeichernden KornPorrüten vor, die den „Habenden" für Geld^ den Kranken um Gottes- Willen gegeben wurden. Rundsunß-Programm. Mittwoch, 8. Dezember: 3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Wunsch- nachmlttag. 5.45 bis 6.05 Uhr: D'e Bücherstunde. 6.15 bis 6.45 Uhr: „Nietzsche als Dichter, Bortrag von Pfarrer Clemens Taesler. 6.45 bis 7 Uhr: Literarisches Preisausschreiben. 7 bis 7.15 Uhr: „Die Entstehung des Lebens", Bortrag von Dr. W. E. Ankel. 8.15 bis 9.15 Uhr: Dpemabenb des Hausorchesters. 9.15 bis 10.15 Uhr: Märsche. Letzte Nachrichten. Die Kontroll- verhandtungen in Paris. Eine neue Feststellung der Botschaftertonferenz. Paris. 6. De;. (IM.) Vie B o I f d) a f 111 - konsereo; hielt heule vormittag erneut eine Sitzung ab. Sie stellte sesk, daß die Beichsreglerung ihre Forderungen, soweit sie die Beseitigungen von Königsberg, ftüffrln und Glogau sowie die 2lussuhr von Kriegsmaterial beträfen, nicht in ausreichendem Maße erfüllt habe, und daß es noch weiterer Zusicherungen der Reichs- reglerung zu diesen beiden Gegenständen bedürfe. Vie Regelung der übrigen Streitfragen wurde als befriedigend anerkannt. Um die Frage der französischen Forderungen bezüglich der Ostbefestigungen und der Ausfuhr von Kriegsmaterial zu klären, befindet sich General von pawels; augenblicklich in Paris. Er berichtete gestern oor dem interalliierten Militärkomi kee in Versailles, das unter dem vo-sih des Marschalls Fach steht, über den Stand der Ausführung der Enlwasf- nungsbeftimmungen in Deutschland. Ls wird mit weiteren Zufammenkünsten gerechnet. Ferner konferierte er mit dem G.'neralsekretär der Botfchasler« konseren; M o s s e g l i, der gestern abend nach Gens adreiste. roo er an den Arbeiten der französischen Delegation im Völkerbund teilnehmen wird. Gönnen Sie sich ÜfierS die 9Vobliai einet OelipomKovfiväsche, dann etfdieinen Tie immer mit einem reinen, Dufiigcn Leidenimar. — ,.»ein anderes Miuel ist wie oa» miihe Heiiponl - ZedeS einschlägige Geschäft. iuelchec> da^> ieit i908 so beliebte vtlipon au ichaven verstebl. führt und empfiehlt eS Brei» 10 «ieuina - zwei Wakchunoeu 9273s« Sind Hämorrhoiden heilbar? Ja unb netnl Wenn ein Hämvrrhoibenlranter dieses wirllich ste Leiben vernachlässigt, wird es ihm immer gxäfeere Qual bc- en. Die anfangs unbedeutenden Knoten am Darm wachsen: sie bern in den Darm hinein und platzen schl.efelich auf. Dann ht die Gefahr, daß Blutge.innsel in die Blutbahnen kommen dort zu sehr gefährlichen Verstopfungen führen. Es kommt dafe die Schmerzen, das Brennen und das Jucken der er- n Teile immer unerträglicher werden und den Kranken körperlich und seelisch zugrunde richten. Schließlich bleibt dem verzweifelten Pattenten nur noch übrig, sich auf dem Wege der Operation unsichere Heilung au verschaisen. Muh daS sein? In Den meisten Fällen: Rein! Denn Hämorrhoiden, rechtzeitig als solche erkannt und sachgemafe behandelt, können mit großer Aussicht auf Erfolg auch ohne Operation beteiligt werden. Reben peinlicher Cauber’elt muh eine geeignete Salbe zur Anwendung kommen, die die Knoten zur Schrumpfung bringt, die Schmerzen lindert, die Entzündungen beteiligt. D e bewährte Humidon - Calle verbindet alle biete Eigenschaften in hervorragendem Mafee. Schon nach ganz kurzer Anwendung läfet das Jucken und Brennen nach. Damit ist schon viel gewonnen, denn fällt der Juckreiz fort, so verringert sich auch die Gefahr toeitergetragener Infektionen. Run erst kann der Heilungsprozefe beginnen. Die Humidvn-Salbe wird seit Jahren midj in verzweifelten Fällen gebraucht und unzählige Kranie bezeugen, dafe sie fast Wunderdienste geleistet hat. Aber die Humidon-Kur ist leine Wundertur, sondern das Resultat einer wissenschaftlich wohldurchdachten Arbeit. In dieser Salbe sind alle Stoffe vereint, die diese tückische Krankheit erfolgreich zu bekämpfen geeignet sind Die Humidon-Gefellschaft will überzeugen und nicht überreden. Sie schiat deshalb jedem unmonst eine ausreichende Probe Humidon nebst ärztlicher Aufklärungsschrift über Hämorrhoidenleiden. Diesen kostenlofen Versuch ist jeder seiner Gesundheit schuldig, und die Humidlm-Gesellschast ist überzeugt davon, daß jeder Versuch ein voller Erfolg wird. Also schreiben Sie sofort, ehe Cie es vergessen, nach Probe und Broschüre an die Humtdon-Gesellfchaft m. b. H., Der- l i n W 8, Block 33 1. 10065 D Dersand erfolgt durch die Apotheke „Zum weifeen Kreuz" 9 Fortsetzung. Nachdruck verboten. gr.iinn>m.HtiiiiiniiniiiinninimifnniiimiinHiTnnTTrnnHiiiiiBiiiir.iihiirirn.inHii»m Köstlicher Geschmack Essen-Stadtwald (Hagelkreuz 44), 5. Dezember 1926 usgiebi 10n66D sind die hervortretenden Eigenschaften von Driesch-Kaffee tu geokev Auswahl w den billigsten Preisen per Pfund Mk. 3.80 7734D Auch Gäste haben Zutritt. otooi D. H.V. Abteilung Bildungswesen Telephon 1414. Neuenweg 28. I0087D guten Film. 9858D 10062c Buchdruckerei Nitschkowskl DF* Emil Jannlngs in seiner besten Rolle Versäumen Sie nicht diesen außergewöhnlichen Mein Auktionslokal ist vor Weihnachten zu jeder Tageszeit geöffnet. [10075D Emil Jannlngs 51aly Delschatt Lya de Pattl Warwick Ward Große Preiswürdigkeit !l Teilzahlung gestattet Boß Seine Frau ... Das fremde Mädchen Artinelli V GumnHbettitoffe hygienische Artikel ' sämtliche Q ummiwcren Drogerie WlnterhofL Kreuzplatz /) V 9 u 10 und Sie werden mein ständiger Kunde sein. J. IUI. 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Lrtsgrwrrdeorrrm Wir fordern unsere Mitglieder auf, den 100700 Klavierabend der leite Miete feiler „Wenn ich Geld erworben hätte und damit etwas beginnen wollte, hätte ich mir einen befferen maitre de plaisir gewußt, als einen Lumpen von Preisboxer." lieber Lolas schönes Gesicht flutete eine zornige Welle und der Blick, mit dem sie ihn maß, barg nicht minder tödliches Gift als die Gase, gegen die er eine lange Nacht hindurch gekämpft hatte. „Ich glaube, ick) werde Nachforschungen im Zentralbureau über feinen weiblichen Bekanntenkreis anftellen müssen", fuhr Elk erbarmungslos fort. „Ich verstehe ja, aus welchen Gründen Sie das Spiel spielen, natürlicherweise, weil das Geld Sie locki. Was ich aber gerne erfahren würde, ist, woher das Geld stammt!" „Das wird nicht das einzige bleiben, was Sie gerne erfahren würden", zischte Lola hervor, ehe sie in die halbgeöffnete Türe des Hauses hineinglitt. Elk stand, wo sie ihn verlassen hatte, still. Sein Gesichl war melancholisch und ohne Ausdruck. Wohl fünf Minuten lang verharrte er so. dann ging er langsam in der Richtung seines bescheidenen Jung- gesellenheims davon. Er wohnte oberhalb eines geschloffenen Zigarrenladens und war der einzige Insasse des Gebäudes. Als er die Gray Inn Straße überquerte, blickte er von ungefähr zu den Fenstern seines Zimmers auf und bemerkte, daß sie überraschenderweise alle geschlossen waren. Aber er stellte noch eine andere erstaunliche Tatsache fest. Jede Glasscheibe war von einer gelb opalisierenden Substanz getrübt. Elk sah die stille Straße hinauf und hinunter. In kurzer Entfernung hatte mah an der Straßenausbesserung gearbeitet. Der Nachtwächter schlummerte vor seinem Feuer und hörte weder Elks Annäherung, noch nahm er fein ungewöhnliches Vorhaben wahr. Der Detektiv suchte aus einem Steinhaufen drei abgeschliffene Kieselsteine heraus und ging mit diesen wieder zu seinem Hause zurück. Mitten in der Straße stehend, warf er Stein um Stein und traf. Glas klirrte und das Fenster zerbrach. Er wartete Mähmaschinen» Reparaturen orelöroen, fachgemäß, schnell. Auf Wunsch konenl.Abüoluna und Lieferung im Stadtgebiet. Singer • Räb- majchinen'A. G. (Micken, Marktplatz 22. Tel. 204. WUD MM, Den 8. NMkl 1926 MlltlllW 2 Ml . versteigere ich Deuenweg 28 im Löwen, 1 zwangsweise gegen Barzahlung: j 3 Diwans, 1 Wäschemangel, 4 Schreibtische, 2 Schreibmaschinen, 2 Pianinos, . 2 Trumeauspiegel, 1 Rauchtisch, zwei Rohrsessel, 3 Oelbilder, 2 Oekonomie- wagen, 1 Friseureinrichtung, 2 Kassen» schränke, 1 Nähmaschine, 1 Fahrrad, 2 Anzüge, 1 Büfett, 1 Kredenz, 2 Lederstühle, 1 Partie Messer und Gabeln. 1 Schreibsekretär, 1 Standuhr, 1 Frei- markenschrank, zwei Ladentheken, eine Waschkommode. 10078D Junker Gerichtsvollzieher in Gießen. Atz reinen „Das ist ein schöner Wagen, Herr Bennett", sagte Elk und betrachtete nachdenklich die Maschine. „Ist das ein Geschenk von Ihrem Herrn Vater?" Die Erwähnung von seines Vaters Namen schien den jungen Mann wesentlich zu ernüchtern. „Nein", schnitt er ab. „Er gehört einem Freunde. — Gute Nacht, Lola!" Er ließ den Wagen an, was ihm nicht sogleich gelang. Der Wagen sprang an und raste dahin. Elk sah ihm nach, bis er ihm aus dem Gesicht verschwand. ,Zch fürchte, er ist in Gefahr, sich seinen Schädel am Mond zu zerschellen. — Haben Sie sich gut amüsiert, Lola?" „Za, warum fragen Sie?" Sie richtete ihre schönen argwöhnischen Augen erwartungsvoll auf ihn. „Sie haben doch nicht etwa das Gas abzudrehen vergessen, ehe Sie weggingen?" „Was meinen Sie mit dem Gas? Ich benütze den Kocher nie." „Dann tut es jemand anderer. Und er hat meinen Freund und mich beinahe gargekocht." Er sah sie die Stirne runzeln. Er war darauf gefaßt, daß sie Schauspielerin sei, da sie ein Weib war. Aber er war fast geneigt, diesmal an ihre Aufrichtigkeit zu glauben. „Es ist ein Gasüberfall in Caverley Haus verübt worden", erklärte er. „Und zwar ist es nicht Kochgas, um das es sich handelt. Sie werden es vermutlich riechen, wenn Sie die Stiegen hinaufgehen." „Giftgas?" fragte sie. Elk nickte. „Aber, wer hat es hierher gebracht — es ausgeleert, oder was man sonst mit Gas macht?" Elk sah sie mit jenem verwunderten Ausdruck an, mit dem er seine Opfer unsicher zu machen liebte. „Wenn ich das wüßte, würde ich bann hier stehen und mit Ihnen darüber sprechen? — Hören Sie, Lola, was treibt dieser junge Bennett?" „Er hat gerade jetzt einen Haufen Geldes verdient und iS) vermute schon, daß er es ein wenig zu toll treibt." Neue (S e n f, 7. 5 ■ gen zwischen do möchte wurden I -er deutsche IW fanben Ur alemann and 2 tzfchen Anisteria I'lalieni scheu Aab Meldung kflfnhir erklärte ' k che Meinung in ■W> die Aush Wen Militär triderte, die Dil knimgSdervslichtw mrihten vorher ; -viel beachtet wi der Dotsch pH im Lause bei s^en Delegation *t«lar v. §chu, 1 -^hingen aus < ( in enc Wuh der 2)i Ek - J’Mra 6iaa RJtn. ober natu ^artigen Alck P*01 Direktiven feer öem 7. De Kleine; Fä Attikes ßjj nndtt, । tSii i A Hauptsorte: Mischung I 4 Mark = 9261a = Tapeten-, Linoleum-, Teppich-Sverialhaus M MemtWd Gesv. 1852 * PloEfivatze 14/16 * Lenrspv. 1636 ■■■■ empfiehlt TsUMche Lrnokeum-Tevvrche VeiLvsvlagen Llnoleum-Vovlagen Selle ÄharselStrsus-OeMen Reße-Derten Seebrndungsstütke Marianne Statt besonderer Anzeige Die glückliche Geburt eines prächtigen Sonntagsmädels zeigen hocherfreut a[n Werner Dickore und Frau Ethelyn geb. Schmidt Farbige Oberhemden Q Qfi aus fein. 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Ella schwieg ihrem Vater gegenüber, aber sie erriet seine innere Unruhe und faßte den Entschluß, etwas zu unternehmen. Am vorhergegangenen Sonntag noch hatte Ray sich bitter über den neuerlichen Gehaltsabzug beklagt. Er war verzweifelt gewesen und hatte wild erregt davon gesprochen, seine Stellung hinzu- werfen und einen neuen Beruf zu suchen. Diese Möglichkeit erfüllte Ella mit Unruhe. Die Familie Bennett lebte kärglich von einem recht beschränkten Einkommen. Das Haus war Bennetts Besitz und die Kosten des Lebensunterhaltes lächerlich billig. Eine Frau aus dem Dorfe kam an jedem Morgen, die schwere Arbeit zu leisten und einmal in der Woche bei der Wäsche zu helfen. Das war der einzige Luxus, den ihres Vaters mageres Einkommen gestattete. Eines Morgens, als Johnson das marmorne Vestibül von Maitlands Haus durchschr^t, sah er eine zarte Gestalt durch die Drehtüre kommen und begann fast zu laufen, um sie einzuholen. „Mein liebes Fräulein Bennett, was für eine wunderschöne Ueberraschung! Ray ist nicht hier, aber vielleicht wollen Sie ein bißchen warten." (Sortierung folgt.) Eine Untersuchung des flachen Daches bestätigte, daß seine Theorie richtig gewesen sei. Sie fanden zehn große leere Gaszyttnder und ein langes Seil, an dem ein Weidenkörbchen befestigt war. Ueberdies war einer der Kamindenkel vorn Dache ans leicht erreichbar. „Der Operateur hat sich ins Haus geschlichen, während der Portier beim Aufzug beschäftigt war. Jemand auf der Straße hat die Zylinder in dem Körbchen befestigt und der Mann hat oom Dache aus eines nach dem andern hinaufgezogen. Sie müssen vorher eine ziemlich sorgfältige Umschau gehalten haben, sonst hätten sie nicht gewußt, welcher Kamin in Ihr Zimmer führt." Die beiden kehrten in die Wohnung zurück. „Glücklicherweise hat mein Diener Ferien," sagte Broad, „sonst wäre er jetzt schon im Himmel." „Hoffentlich!" antwortete Elk fromm. Die Sonne stieg gerade über die Dächer, als er schließlich fortging. Er hörte den Klang lärmender Stimmen, noch ehe er das Vestibül erreicht hatte. Mn großes Auto hielt vor dem Eingang und an dem Lenkrade saß Ray Bennett im Frack. Den Platz neben ihm hatte Lew Brady eingenommen und auf dem Gehsteig stand Lola in einem strahlenden Abendmantel. Ray Bennett hatte getrunken und war der völligen Berauschtheit nahe. „Ach, das ist ja Elk, der Elch der Elche! Mein Kompliment, alleredelster Diebsfänger. Lola, hier siehst du Elk von Elchsburg, den wahrhaftigen Sherlock, den Bluthund des Gesetzes . . ." ,Halt's Maul!" zischte Lew in sein Ohr. Aber Ray war in zu gehobener Stimmung, um so leicht zur Ruhe gebracht werden zu können. „Wo ist dein unschätzbarer Gordon? Sag', Elk! Achte auf Gordon, — achte um meinetwillen auf den armen, lieben Gordon! Meine Schwester mag ihn sehr gerne, den Gordon!" Büro-Möbel Jalousieschränke, Schreibtische, Sessel usw. kaufen Sie sehr günstig in großer Auswahl bei 05S13 E. R. Niederhausen & Co., Gießen Seltersweg 191 (im Schuhhaus Metropol) Fernruf 841 Lichtspielhaus Rahnhofetraße 34 Einladung! Am Mittwoch, dem 8. Dezember, nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr, wird in den „Palast-Lichtspielen" der Film Die Maggiwerke in Singen am Hohentwiel gezeigt. Er gewährt einen umfassenden Einblick in ein großes deutsches Nahrungsmittelwerk; der Besuch der Vorführung wird bestens empfohlen. — Im Anschluß an die Veranstaltungen werden Kostproben von Maggis Erzeugnissen gratis verteilt Ute! LZK i facin touttt-6 I .»n Thck. | betten zur Ero | aun Liege vrr I MetBrkung ! terenz in Po L inzwischen in L infonnieren um tann wieder 0 I genfer Situalrc »natürlich nur «xitr, denn eim I sinnen den Sinn I utib die strittige i ditteren sind dir E Cdriler Michail | 'M der Dotlch I Mg werten V I M eher alliv r gmniM gesvrte | dings dadurch | geringste. Dir I verlangte, ers 1 Lrpflichlungen f Näherung §ra I lollen. Mehr P tun. vor allem I m in ßoejn I nicht Dirklichlc i-.k Entente m bi für Ingen, A j 'nßung faausfr) I 'M Sonst wird s | mit einer Hi I bundSgrdan I schen Mächte vt | lie 1919 nach I c Haden ßurojx Bis einschl. Donnerstag: Variete gefunven S ch laf und damu eilte Mräfttfluna des aan^en Nervensystems erzielen Stenurdurch den ewss erbte« „Baldravin“ Vateniamll.aesch. unter Nr. 342681. Er enthalt sämtliche Ertrakttv- stoffed.Baldr>an- wnrzel In krähta. Südwetn aelöit Alle 'JiacbaUmun- «en, die als eben» foflut nnaeboten tuerbenjveife man entschieden zurück Zn haben in Apotheken u. Droae- rien, bestimmt in . d. Löwendrogerie