Aettag, 5. November 1926 176. Jahrgang Blatt Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm Höhe für Anzeigen vv.l 27 mm Drelle örtlich 8. auswärts 10 Reichspfennig: für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrist 20° 0 mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein: für den Anzeigenteil i. Dertr. H. Beck, fämtlich in Dietzen. Nr. 260 Erstes Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertag». Beilagen: Gießener FamiliendlStter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-vezvgrpreiH: 3 Reichsmark und 20 Retchspfennig für Träger» lohn, auch bei Richter- scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Fernfprechonichlüffe: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe«. Postscheckkonto: Kranlsurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vni« und Verlag: vrühl'lche Univerfit«r-Vuch- und Sleinönidetti S. Lang« in Sittzen. Schristlettung und Seschästsft«!!«: Schnlftratze 7. Vie Ejsendahnattentäter von Leiferde zum Tode verurteilt Vie Verschwörung der katalonischen Separatisten. Garibaldi, Havasagenttir aus Perpignan gefall der Plan der katalonischen die an der französisch-spanischen Wie der meldet wird, des Krieges hat er sich in Verbindung mit dem Ministerialdirektor von Stohrer große Verdienste um die Wahrung der deutschen Interessen in Spanien erworben. Ministerialdirektor Dr. Zech- lin stammt aus einer alten Dramtensamilie und ist Mitglied der sc^ialdemokratischen Partei. Im „M a n ch e st e r Guardian" schreibt der Berliner Berichterstatter des Blattes zum Wechsel in der Leitung der Presseabteilung der Reichsregierung: „Wenn je der rechte Mann am rechten Platz war, so ist es Dr. Zechlin. Während derBejetzung des Ruhrgebiets und während der Separatiften- unruhen im Rheinland war er eine dauernde unschätzbare Kraft für die Zeitungskorrespondenten. Sein Takt und sein Humor versagten nie, selbst nicht in den schwierigsten Umständen. Er wurde von den Franzosen verhaftet und lange gefangen gehalten, aber er verlor nie seinen guten Mut und seine Objektivität. Sein Borgänger Dr. K i e p gewann die Achtung aller Korrespondenten in Lo- carno, wo von ihm gesagt wurde, daß er „der einzige Mann ist, der jedermann, seien es frühere Alliierte ober Feinde, zusammenbrachte." Er Hot einen großen Teil seines Lebens in Großbritannien verbracht, ist Inhaber britischer akademischer Auszeichnungen und sprich« ein perfekt» Englisch. von der französischen Polizei über feine Dczie- hungen zu den italienischere Flüchtlingen verhört worden. Gleichzeitig wurde eine Haussuchung in seiner Wohnung vorgenommen und eine Reihe begeben zu verzüglich verlassen, italienische der als Die Emerbslosensürsorge. Aus den; Sozialansschuß des Reichstags. Berlin, 4. Rov. (VDZ.) Der Reichstags- äusschuß für Soziale Angelegenheiten beschäftigte sich heute erneut mit der Erwerbslosenfürsorge und behandelte zunächst die Anträge auf Erhöhung der Llnterstützungssähe. Die Vorschläge der Regierung nahm der Vorsitzende als Antrag aus, um sie mit zur De- sprechung stellen zu können. Kommunistische und sozialdemokratische Anträge fordern eine Er- 4: 0,3 Millionen Mark; 1. Januar 1925: 13,7 Millionen Mark; 1. Januar 1926: 39,2 Millionen Mark; 30. September auf 63,4 Millionen Mark. *• Der Gießener Konsum verein in Rauhcim. Wie uns aus Dad-Rauheim Schweres Lxplosionsunglück in der J.-G.-Farben-Jnduslrie. Ludwigshafen, 5. Rov. (WTD. _ spruch.) In der I.°G.°Farben-Jndustrie flog bei einer Dersuchsdestillat'on aus unbekannter Hrsache der Deckel der Destillativnsblase ab. 8 Arbeiter wurden verbrüht, von denen drei Die Hochzeitsfeierlichkeiten in Stockholm. Stockholm, 4. Rov. (WTD.) Heute erfolgte in Anwesenheit der Könige von Schweden, Belgien und Dänemark die Z i v i 11 r a u u n g der Prinzessin Astrid und des Kronprinzen Leopold von Belgien. Die Trauung fand im Reichssaal des Königlichen Schlosses statt. Etwa 1200 Gäste wohnten der Feier bei. Der Trauungsakt wurde durch den Bürgermeister von Stockholm vollzogen. Darauf begaben sich ditz Teilnehmer •in den Saal dcs Kronrats, wo den Reuver- mählten die Glückwünsche überbracht wurden. Im Anschluß daran sand ein Galaessen für einige hundert Gäste statt. Das Brautpaar war später bei einer Fahrt durch die Stadt Gegenstand lebhafter Kundgebungen. Der Herr Reichspräsident hat dem König und dem Prinzen Carl von Schweden telegraphisch seine aufrichtigsten Glückwünsche anläßlich der Vermählung der Prinzessin Astrid von Schweden mit dem belgischen Kronprinzen ausgesprochen. ständigen Mandatskommission des Völkerbundes wurde heute vormittag um elf Hhr hier eröffnet. Das außerordentliche Mitglied der Mandatskommission, der Genfer Hniversitätsdirektor Professor R a p p a r d betonte, daß die Mandatskommission ein Instrument des Völkerbunds- rates wäre und nach dessen Instruktionen zu handeln hätte. Hiergegen wandte sich in scharfer Weise der portugiesische Vertreter. Er erklärte im Gegensatz zu den Ausführungen Rappards: Die Mandatskommifiion sei unabhängig. Sie sei im Dölkerbundspatte vorgesehen und unabsetzbar. De Kommission sei in keiner Weise an die Instruktionen des Rates gebunden. Die Debatte hierüber wurde von dem Präfikenten schließlich mit dem Hinweis daraus geschlossen, daß die Hauptaufgabe der Mandatskommission sei, im Völkerbunds rat über alle Mankatssragen ihren Rat und ihr Urteil abzugeben. De Kommission sei ein völlig unabhängiges Instrument des Völker- bunksrates. Der drohende asiatische Völkerbund. London, 5. Rov. (WTD. Funcspruch.) Der Konstanünopeler Li’ lomatische Berichterstatter ter „Times" meldet: Die Tatsache, daß der ch i - nesische Botschafter in Washington, der türkische unj der persische Botschafter in Teheran unD der russische und afghanische Botschafter in der Türkei gegenwärtig in Angora toetiivii errege in politischen und diplomatischen Kreisen der Türlei Aufsehen Trotz eines kürzlich ton der persischen Regierung ver- ■äffentlübten Dementis fei es möglich, daß eine . sein« ft» HM in &n V- &- 61 MW W1”? MS “ ? i ,(l Oktober mrder konmen bessern und suche nun von den Völkern Europas L ö s e g e l d zu verlangen. Diese Spannung muß beseitigt werden, da die Zukunft der Welt von einer besseren Verständigung zwischen Europa und Amerika und von der Mitarbeit Amerikas bei der Losung der wirtschaftlichen Probleme der Welt ab* hängt. Solange man Amerika so wie geschildert sehe, ist aber seine Mitarbeit nicht zu erhoffen. Die Volker Europas müssen zu der Erkenntnis gebracht werden, daß das amerikanische Volk seine Pflicht kennt und daß es bereit ift, das Seine z u tun. Und die Amerikaner müssen sich klar machen, daß die Volker Europas durch unerhörte Leiden gegangen sind und daß sie wirtschaftlichen und sozialen Problemen gegenüberstehen, die sie u n m ö g» li ch allein lösen können. Liga oder ein Vertrag in Aussicht genommen sei, der Persien, die Türkei, Rußland, China und Afghanistan umfassen würde. Sollte sich dieses bewahrheiten, so stehe außer Zweifel, daß die Sowjetregierung hinter dem Plane zu suchen sei. Der P a p st empfing in längerer Privataudienz den deutschen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Herrn v. Bergen und Frau. * Der Führer der deutschen Demokratischen Partei, Reichsminister a. D. Koch, ist auf seiner Amerikareife in Gegenwart des deutschen Botschafters in Washington, Freiherrn v. Maltzahn vom Präsidenten Coolidge empfangen worden. Der neu ernannten Gesandtin Sowjetrußlands in Mexiko, Alexandra K o l l a n t-a tj, die auf dem Wege nach Mexiko durch die Vereinigten Staaten reisen wollte, ist durch den amerikanischen Generalkonsul in Berlin im Einverständnis mit dem Staatsdepartement wegen ihrer Beziehungen zur russischen Kommunistischen Partei und ihrer Zuaehörig- feit zur 3. (kommunistischen) Internationale das amerikanische Visum verweigert worden. Krastpostlinie Gießen - Kleebachtal. Sie Vertreter der Gemeinden des Kleebach- tales, der Stadt Gießen uno des Gießener Dcr- kehrsvereins fanden sich gestern nachmittag mit der Postverwaltung zu einer Sitzung im hiesigen Postamt zusammen, die den P o st a u t o - betrieb der Linie Gießen — Rieder- Kl e e n betraf. Seitens der Gemeindevertreter aus dem Kleebachtal wurde eine Reihe von F a hrplanwünschen vorgebracht. Man würde es begrüben, wenn nc»ch Frühfahrten an den Bahnhof Groß en- Li nden zum Anschluß an den Zug nach Frankfurt, ferner nach Gießen, zum Anschluß an den Frühzug 5.13 nach Köln geführt würden. Weiter wurde gewünscht, den jetzigen Pendelverkehr zwischen Gießen und Klein-Linden nach Bedarf bis Lützellinden weiterzuführen. Für diese neuen Fahrten könnten bisher unrentable Wegfällen. Seitens der Postverwaltung wurde entgegenkommenderweise Prüfung der Wünsche zugesagt; die Entscheidung dürste in nächster Zeit zu erwarten! sein. Im übrigen beschäftigte sich die Konferenz mitfinanziellenAngelegenheitender Linie, da nach dem Ergebnis der beiden ersten Betriebsmvnate ein Zuschuß seitens der Garantiegemeinden erforderlich ist. T^ttervoraussage. Hnruhiges, trübes und regnerisches Wetter. Ein Tiefdruckgebiet, das mit seinem Kern noch westlich von Irland liegt, hat durch das Zuströmen von sehr milder Luft stark an Energie gewonnen und über den britischen Inseln und dem Rordseegebiet außerordentlich starken Baro- meterfaU, verbunden mit stürmischem, stellenweise regnerischem Wetter, verursacht. Der Wirbel zieht unser Gebiet bald in seinen Bereich. Gestrige Tageslemperaturen: Maximum 8,7, Minimum 5,8 Grad Celsius. Heutige Morgentemperatur: 7 Grad Celsius. Vornotizen. — Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 7.30 Uhr, „Week-end" (Uebern Sonntag); Ende gegen 10 Uhr. — FFF. Freiwirtschaftsbund: 8 Uhr, Saalbau Sauer, Vortrag.— V. H. E.: Hotel Hopfeld Mono.tsversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wehe, wenn sie losgelassen". — M u | i f a l i f d) e Q2i d r g e n a u f f u b = r u n g. Es sei noch einmal auf die am kommenden Sonntag, vormittags IIV2 Hhr, in der Reuen Aula stattfindende mrfi alische Morgenaussührung von Irmgard und Vittor Heermann hinae- toiefen. Wie aus der p-eutigen Anzeige ersichtlich ist, wird Irmgard Heermann, die Frau des feit diesem Herbste in unserer Stadt wirkenden Gesanglehrers Victor Heermann, außer einigen Gesängen zum Gedächtnis von Professor Gustav Trautmann Lieder und Gesänge von Brahms, Wolf, Reger und Mahler zu Gehör bringen. Frau Heermann, die aus der Schule ihres Mannes hervorgegangen ist, hat bereits in verschiedenen Städten mit großem Erfolg gelungen und ist insbesondere auch von der Berliner Kritik rühmend anerkannt worden. — Das Konzert des Mandolinen- und Gitarren-Dereins „Reapolita", das am kommenden Sonntag in der Hniversitäts- Aula ftattfinbet, gewinnt — wie man uns schreibt — durch die Mitwirkung des auf dem Gebiete des Gesanges in vortrefflichem Rufe Üehen en Wendlin-Quartetts aus Offenbach besondere Bedeutung. Zum Vortrag kommen seitens des Quartetts Werke von Sonnet, Brückner, Brandt, Wagenblast u. a. Die Schüler» Abteilung des Vereins wird mit einigen beachtenswerten Stücken erstmalig ö/senftihervor- treten. Der aktive Chor wird mit feinen durch eifrige Arbeit geftcigcr.en Leistungen auf dem Plan sein. Man beachte die heut g: Anzeige. Admiral Earl B e a t t y , Erster Lord der Admiralität und Chef des Generalstabs der Marine, hat nach siebenjähriger Amtstätigkeit sein Rück- t r 111 s g e f u d) eingereicht. Wechselfälschungen. In Münster haben Ermittlungen zur Aufdeckung umfangreicher Wechselfälschungen geführt als deren Urheber der Holzgroßhändler Alois Schäfer festgestellt wurde. Schäfer hat Wechsel gefälscht und die Unterschriften hiesiger Bankhäuser unter diese Wechsel gesetzt. Durch die Fälschungen, deren Umfang noch nicht genau festgestellt werden konnte, ist eine große Anzahl auswärtiger Banken und Privatpersonen geschädigt worden. Der Gesamtbetrag des Schadens wird auf 5—700 000 Mark geschätzt. Schäfer ist auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zur Untersuchung seines Geisteszustandes einer Heilanstalt überwiesen worden. Erdrutsch in (Kolumbien. Bei Perevia ereignete sich ein umfangreicher Erdrutsch. Durch die herabstürzenden Ge- steinsmassen wurde der Lauf des Flusses Otun gefberrt, so daß in Perevia eine Heberschwem- mung entstand. Rach den bisher vorliegenden Berichten sind 27 Personen getötet und 40 verletzt worden. Der neue Domier-Superroal. Das neue Gro^ lugooot Dorn.er-Superwal, das in dxn letzten Wochen schon einige kleine Probeslüge erledigte, ist Donnerstag zweimal zu größeren See- und Heberlandflügen aufgestiegen. Das Flugboot nahm am Vormittag 55 Fluggäste an Bord und am Rachmittag sogar 60. Troy dieser starken Belastung, die größer war als das Leergewicht des Flugbootes und trotz des nebligen Wetters wurde eine Durch- schnittsgeschwindigkeit von 195 Kilometer erzielt. Bei einzelnen Zwischenstrecken kam man sogar ohne volle AuSnützung der Motoren aus 210 Kilometer. Der Superwal geht in den Besitz der Deutschen Lulthansa über, die ihn an der Rordseeküste vorläufig stationieren wird. Weitere sechs Superwal-Grohslugboote werden im Frühjahr von der Deutschen Lufthansa in den Dienst gesteift. Gefängnis für Wahllerror. Das Amtsgericht Hamburg verurteilte zwei kommunistische Arbeiter, die angeklagl waren, am 15. Juli beim Volksentscheid auf dem Jungfernstieg in Hamburg zwei deutschnationale Zetteloerteiler mißhandelt zu haben, zu je sechs Wochen Ge- sLngnis. Wöbt, "^lS2s. tal. Kleebach- 'icfiener 2kr« lchmillag mit J un hiesigen Pvitaulo- * Arche von ■Mt Man ^Wahrten an i »um Anschluh in nach Gie° lhzug 5.13 nach urde gevünlcht, zwischen Gie- f bis Lühel- c neuen Fahr- fallm. Seitene mtommenöer- agt; die Ebersgöns, 4. Nov. Die neu gegründete Wiescngenossenschaft hat die G e - nossenschaftsanlagen, die unterhalb des Dorfes nach Niederkleen zu gelegen find, nunmehr vollständig ausbauen lassen. Die Kosten belaufen sich auf einige tausend Mark. Zu ihrer Aufbringung wurde der Genossenschaft vom Staate eine Beihilfe bewilligt. Die Arbeiten sind durch den Unternehmer Hofmann von hier ausgeführt worden. Die Anlagen umfassen eine Fläche von rund 20 Hcltar. Die Aufbringung der durch die Staats- beihilfe nicht gedeckten Kosten erfolgt durch die Erhebung von Beiträgen von den Genossenschaftsmitgliedern. Man will dabei nach der Flächengröße berechnen. töteie Bievenlop?. XX Bieber, 4. Nov. Drei Mühlen klappern am rauschenden Bieberbach overhalb unseres Dorfes, unter denen die erste die Ober« mühle genannt wird. Nicht jedem Wanderer, der hier vorbeikommt, ist es bekannt, daß dieses stattliche Haus die Geburtsstätte eines bedeutsamen K u p s e r st e ch e r s ist, der hier seine Ju- gcndjnhre verlebte. Wir lesen auf de-r an dem Hause angebrachten Gedenktafel: „In diesem Hause erblickte der Kupferstecher Johann Georg Wille, Ritter der Ehrenlegion und Mitglied vieler deutscher Kunstakademien, anno 1715 am 5. N o - Dtmbtr das Licht der Welt. Er starb am 8. Aug. 1808 zu Paris. Was Sterbliches an ihm war, liegt im Pantheon zu Paris begraben." Als besondere Erinnerung an seine Knabenjahre wird erzählt, daß er eines Tages auf der Kammer aus Mühlstaub heimlichk aus dem Boden eine Schlange formte. Die Aehnlichkeit mit einer wirklichen Schlange sei so groß gewesen, daß die Mutter des kleinen Künstlers beim Anblick der Staubschlange mit lautem Geschrei aus der Kammer geflohen sei. Wille lebte als Künstler meistens in Paris. Die berühmtesten französischen Maler vertrauten ihm ihre Werke zum Stiche an. Er führte auch die Stiche älterer Meister aus, zu denen viele zu den hervorragendsten Schöpfungen der Kupferstecherkunst gehören. Wille ward Hofkupferstecher des Königs von Dänemark. Einige seiner Kupferstiche sind heute noch aus der Ober» mühle zu sehen. Maingau. WER. Frankfurt a. M., 4. Rov. Der feit mehreren Jahren die hiesige Ortsgruppe des Reichsbundes der K r i e g s b e s ch ä d i g- t e n leitende Geschäftsführer Wenzel hat sich, wie die , Frankfurter Zeitung" hört, schwere Tlnterschlagungen zuschulden kommen lassen. die gelegentlich einet Revision aufgedeckt wurden. Durch geschickte Manipulationen hatte Wenzel bei früheren Revisionen über t*e Veruntreuungen hinweggetäuscht, so daft die Kasse als stimmend befunden wurde. Er ist sofort fernes Postens enthoben worden. Die Untersuchung ist im Gange. WSR. Hanau, 4. Rov. Ei:cn gemeingefährlichen Schwindler hat die hiesige Kriminalpolizei in der Person des 26jährigen Kaufmanns Max Baumgarten aus Baku (Rußland) hinter schwed sche Gardinen gebracht, bevor er Schaden anrichten konnte. Der äußerst gewandt auftretenbe Schwindler wohnte seit ca. 8 Tagen unter dem Rainen Joseph Malerleiter in einem hiesigen Hotel. Bei näherer Beleuchtung seiner Person stellte sich heraus, daß Daum garten bei einer ganzen Reihe hiesiger Edel- metallfirmen Bestellungen für Zehn - tausende von Mark gemacht hatte, die er mit Schecks, die er angeblich aus Italien von einem Juwelier Raffaele Vincell: in Cassacalanda, als dessen Schwiegersohn er sich ausgab, erwartete, bezahlen wollte. Die angestellten Ermittlungen ergaben, daß Baumgarten in Mannheim falsche Schecks und Wechsel in Austrag gegeben hatte, mit denen er die h er gekauften Edel metalltoaren zu bezahlen cndach'.e. Die weiteren Rachforfchungen haben erg'b.m. daß Baumgarten auch in Pforzheim schon eine R.ihr von Fabrikanten geschädigt hat. Durch d'e Festnahme des Schwindlers ist d'e hiesige Edelmetallindustrie vor größerem Schaden bewahrt worden. WSR. Höchst a. M., 4. Rov. Wie daS „Höchster Kreisblatt" berietet, sind feit Beginn dieser Woche die hiesig.-n M e tz g e r me i st e r in den Streik getre'en. D' ?fe Maßnahme richtet sich allerdings nicht ge'en d e Konsumenten, sondern gegen die Stadt- bzw. die Markt- v e r w a l tu n g. Die Mchaer fühlen sich durch die Zulassung immer zahlreicherer Fleisch Verkäufer auf dem Markt in ihren Jntereften aufs schwerste geschädigt und haben deshalb beschlossen, vorerst feine Schlachtungen mehr im piefigen S ch l a ch,t h o f zu tätigen. Sie haben bereits damit ange'angen und schlacht?n gegenwärtig im Frankfurter Schlacht Hof, während im Höchster Schlachthof allgemeine Ruhe herrscht. Gerichtssaak. Drei Jahre (Be'ängnte für 23 Mark. WSN. Karlsruhe, 4. Nov. Das hiesige Schöffengericht verurteilte den 50jährigen Schreiner Hermann Rau aus Pfprzh.üm, der im Sommer aus der Ladenkasse eines Z^qarrengeschäftes dreiundzwanzig Mark stahl "und die Verkäuferin dabei mit einem Holzlnupp.l bedrohte, zu drei Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust. Rau hat bereits 21 Jahre seines Lebens zwischen Gefängnis- und Zuchthausmauern zugebracht. 07721 Wrlnama'chiiien ui 1 1926er Ernte H.Bennttl! ,Ackil> otoru.^iitor Sclietsroeg 83. 07721 Die ersten Sendungen Konserven (Kronen-Marke) o.9o ; Junge Erbsen Mk. 1.20 la Kalbfleisch verein- statt- Uebernobme von '■ cxfteincrunncn und Berstelgerunasqui, 1’iübel erroüniebt, tne- befonoere neinnnd.te au e Solas, Kleider- schranke, Schceibtisckie nftv ________ ftiidiciimötiEl unö KÜAiiMlt ZU verkaufen 0773u GoeAltt 40 n 9. November, nachm. um 2 Uhr, schlossen auf der Bürgermeisterei reichen, woselbst die Eröffnung findet. Hess. Bürgermeisterei Rödgen. Wagner. sind eingetroffen: Kilo-Dose Bullenverkauf. Ein dienstunbrauchbarer fetter Simmen- thaler Dulle wird auf dem Wege des schriftlichen Angebots verkauft. Angebote sind bis zum 10. d. M., nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureichen. Bedingungen werden daselbst bekanntgegeben. 9104V Leihgestern, den 4 Nov. 1926. Bürgermeisterei. 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November 1926 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen) Nr. 260 Zweites Blatt wirt,ch°,I in R°rd,ch!°-W>g ,»m,. Spru^brrtt Cornelius Petersens Bauernbewegung. f Don unserem nordschleswigschen Mi.arbciter. Vie Aurbreitungsbestrebunaen der Wacholderdrossel im Vogelsberg. Don Karl Rudolf Fischer. Genau entgegengesetzt wie das Dordringen des mediterranen Girlitz, über das ich an Dielet Stelle eingehend berührt habe, vollziehen sich die Ausbreitungsbestrebungen der nordischen Wacholderdrossel. Destritt ich entschieden die besonders von Schuster von Forstner vertretene Ansicht, daß der Girlitz erst in dem letzten Jahrhundert sich bei uns eingebürgert habe, aus vem einfachen Grunde, weil er bereits eine neue, systematisch von der mediterranen «Form deutlich zu unterscheidende deutsche Form gebildet habe, die ihm die von Laubmann aufgestellte Bezeichnung Serinus hortulans germanicus einbrachte, wozu aber wie zur Heranbildung aller Raturvorgänge ein Zeitraum von Jahrhunderten nötig ist, und die Annahme Wahrscheinlichkeit gewinnt, das; seine Einwanderung schon zur Romerzeit und im Gefolge des Obstbaues erfolgt ist, so muh ich aber in bezug aus die Wacholderdrossel sagen, daß sich ihre Ausbreitungsbestrebungen erst im lehtcn Jahrhundert bei uns geltend gemacht haben müssen. Denn sie hat bei uns noch keine eigene, . von der nordischen Ausgangsform verschiedene Subspezies (Unterart, Formenkrcis) gebildet, was sicher geschehen wäre, wenn sich die Wacholderdrossel isoliert in unseren Breiten erhalten hätte uni) schon seit Jahrhunderten oort heimisch gewesen wäre. Tatsächlich reichen die ersten Angaben über ihr Dorkvmmen aber nur 100 Jahre zurück. Rach Floericke hat man sie bis • 1818 in Sachsen und Schlesien nur als Wintergast und regelmäßigen Durchzugsvogel gekannt, so dah es keinem Zweifel unterliegen kann, daß „die Wacholderdrossel erst zu Beginn des vorigen Jahrhunderts von Rordosten aus in die Provinz eingerückt ist. dah sie erst um die Witte des Jahrhunderts als Ristvogel häufiger wurde, und dah sie heute endlich zu den ganz gewöhnlichen Drutvögeln gehört. Interessant ist es ferner, nehmen wollte, um seinem nimmer(aLen eine Befriedigung -u schassen. -211S t jn Eiderstedt geboren ist, und sich für die deutsche Rationalversammlung in Weimar mit auHtcl.cn lieh, sein dänisches Herz in der Abstimmungs- tragen wurden. _ Die Bewegung der Selvstyrepartci muh man in bezug auf das Echo in ganz Dänemark mehr unter dem Gesichtspunkt betrachten, dah es sich nicht um eine echte Selbstverwaltungspropaganda in ganz Dänemark womöglich handelte, vielmehr ist Cornelius Petersen und mit ihm seine Partei von gewissen Kreisen in Dänemark inner- politisch ausgenutzt worden. Es kann ;eht leicht so weit femmen, dah, nachdem Cornelius Petersen völlig die Rerven verloren hat wie auch seine überaus llägliche Rolle vor Gericht beweist, in kurzer Zeit der Rest guter Gedanken, die in dieser Bewegung vorhanden sind, zerrieben werden. Er wird dem Hohngelächter dänischen Parteirummels ausgesetzt sein, und das Ende vom Liede wird sein, dah man die Rot in Rordschleswig nicht nur nicht lindern wird in dem Wahe, wie es wünschenswert wäre, sondern dah man mit Fingern auf die „verrückte" Bewegung weist. s . Die flensburgdänische Presse hat es fertig gebracht, die Selvstyrebewegung nunmehr auch in Zusammenhang zu bringen mit Auseinandersetzungen innerhalb des deutschen ..wchleswigscyen Wählervereins" der großen politischen Organisation der Deutschen im abgetretenen Gebiet. Berichte über eine kürzlich abgehaltene und au- herordentlich stark besuchte Generalversammlung des Dereins haben gezeigt, dah man sich dort i gleichfalls grundsätzlich über die Ziele und Probleme der deutschen Bewegung eingehend ausem- andergeseht hat. Das Ergebnis war, daß die alten Satzungen des „Schleswigschen Wahler- vereins" unverändert ihrem Sinne nach als Programm betrachtet werden. Wenn man an die Stelle des Wortes „Revision" die beiden Worte „neue Entscheidung" seht, so ist das eine llebersetzung und keine Zicländerung. Die dänische Presse hätte gewiß gerne eine Veränderung des Zieles in diesem Augenblick festgestellt, denn | dann jätte sie mit Fingern auf die Deutschen Gegend und verschwindet dann spurlos in den nächsten Jahren, d. h., sie wandert in eine andere Gegend ein. Wenn sich dann solche Kolonien! in einem Landstrich ansiedelten, glaubte man, sie kämen aus dem Rorden: in Wirilichleit tarnen sie aus einem anderen deutschen Landstrich, älnd wir haben schon aus den ältesten Zeiten, in denen eine eigentliche wissenschaftliche Vogelkunde in Deutschland begonnen hat. Rachrichten über Drut- plätze der Wacholderdrossel in Deutschland. In Schlesien ist sie zur Zeit ganz häufig. Warum sie eigentlich urplötzlich eine Gegend verlaht, um sich in einer anderen anzusiedeln, dafür hat man keinen Grund bis jetzt ausfindig machen können. Es trägt mit dazu bei, dah sie gegen Störungen am Ristplah recht empfindlich ist.' Allerdings hat Schuster vollkommen recht, wenn er die Wacholderdrossel wie alle anderen Ornithologen als „Zigeunervvgel" bezeichnet, älnd ich habe gegen die bis hierhin im großen ganzen recht einwandfreien Darlegungen grundsätzlich nur das Eine einzuwenden, daß es doch erst noch bewiesen werden muß, ob auch in älterer Zeit bei uns Krammetsvögel gebrütet haben. Denn bis jetzt sind darüber erstens noch keine Mitteilungen aufgefunden worden, zweitens kann man aber zum mindesten erwarten, dah ein Anerkennung verlangender Forscher bei einem derartig schwerwiegenden Hinweis wie „wir haben schon aus der ältesten Zett Rachrichten über Drutplätze", Ort und Zeit der Beobachtung angibt, denn wir sind gewohnt, jene „älteste Zeit", in der eine eigentliche wissenschaftliche Vogelkunde in Deutschland begonnen hat. von dem Wirken unserer großen Altmeister, wie Brehm und Naumann usw. an zu rechnen, und diese liegt genau 100 Jahre zurück. Zweifellos hat Schuster auch wetterhin recht, wenn er geltend macht, dah das plötzliche Verschwinden des Zigeunervogels aus einem Landstrich ein plötzliches Au stauchen in einer neuen Gegend zur Folge haben muß. Das We'en meiner Kritik liegt aber darin, ein und dieselbe Idee in anderer Beleuchtung zu sehen, und deshalb ist für mich die Schuftersche Folgerung falsch: „Wenn sich Es ist in erster Linie ein Wann für Die llnrußc, die sich in Rordschleswig aeiflt, verantwortlich zu machen, und dieser Wann heißt Cornelius Petersen. Vom deutschen Standpunkt aus hat man einiges über den QUanri ju sagen, das ihn persönlich und damit zum Tcti sein Werk im höchsten Grade verurteilt. Es ist der Wann, der die -Se l b st Verwaltungspartei" gründen wollte,^der Dte^Rch der^L^ d wie sie sich bei diesem Eindringen nach den ihr anfangs noch neuen und ungewohnten Verhältnissen zu richten wußte. Anfänglich nisteten Die Vögel, den in ihrer nordischen Heimat angenommenen Sitten zufolge, überall in großen Kolonien. Mit der Zeit aber wurden diese immer Heiner und ihr Verband immer lockerer, und heute brüten wohl die meisten schlesischen Ziemer in einzelnen Paaren, wenngleich ihre Drut- bezirkc nicht sehr groß und auch nicht so scharf abgegrenzt zu sein brauchen, wie bei anderen Dogclarten." Allerdings trifft diese letzte, für Schlesien als Tatsache feststehende Angabe Floe- liefe», wonach die Krammetsdrosfel dort bereits zum Risten in einzelnen Paaren übergegangen sei, für unsere Verhältnisse noch nicht zu, denn die Wacholderdrossel ist erst in den allerletzten Jahrzehnten bei uns heimisch geworden, wie die älteste oberhessische Angabe von W. Müller beweist, und hat infolgedessen bei uns noch keine eigenen Lebensgewohnheiten herausbilden können. Jedenfalls hat Müller zum ersten Male von ihrem Vorkommen im „hohen" Vogelsberg berichtet und zugleich betont, daß sie „höher als die anderen Drosfelarten" niste. Zu Mayhoffs Zett, also zu Beginn dieses Jahrhunderts, ging sie schon wesentlich tiefer herab, und zwar konnte er 1913 die Beobachtung einer Brutkolonie von etwa 20 Paaren bei Tlllrichstein melden. Diese beiden Angaben sind ein Beweis für die Richtigkeit meiner, im Widerspruch mit dem Erklärungsversuch Schuster von Forstners stehenden Mei» nung. daß die Wacholderdrossel erst ganz spat im Vogelsberg ansässig geworden ist, daß sie wohl aber, wenn wirklich noch ältere Angaben als die genannten über ihr Auftreten vorhanden sein sollten, wie Schuster ohne jede Quellenangabe vorgibt, schon vordem als der übliche Durchzügler und Wintergast vorgekommen sein mag. Denn wenn sie schon länger im Vogelsberg gebrütet hätte, wie Schuster das annimmt, — ich gehe auf seine Ansicht noch näher ein —,bann, müßte auch W. Müller, der 1387 eine „Dogcl- fauna des Großherzvgturns Hessen" im Journal für Ornithologie erscheinen ließ, und die Verhältnisse genau kannte, auch in den unteren Lagen des Gebirges Drutvorkommen gefunden haben wie kürzlich Mavhoff und dürfte erst recht nicht zu der klipp und klar bezeichnenden Anmerkung gekommen sein, sie brüte bei uns höher als die andern Drosseln. Daraus geht nämlich ohne weiteres hervor, daß die Wacholderdrossel, die als Eiszeit- reliktundseitherigerBewohnerdes kalten Rvrdens sich zuerst bei Ausbreitungsbestrebungen in den Gebieten ansiedelt, die ihrer nordisch- heimatlichen Raturbeschaffenheit am nächsten kommen, und das sind die höheren Lagen der Gebirge. Unö wer aus eigener Erfahrung weiß, wie sehr die feinfühligen Vögel für unvorbereiteten Witterungsund Klimawechsel empsindlich sind, wird diese Ansicht verstehen. Ist bei einem Vorstoß des Vogels nach Süden erst einmal der Uebergang zu den neuen Verhältnissen gefunden, so kann auch das Vordringen nach niederen Gebirgslagen erfolgen, und das geschah, wie wir sahen, in jüngster Zeit. Im Gegensatz zu meiner aus natürlicher Betrachtung der Vorgänge gewonnenen Anschauung steht der theoretisch erdachte Erklärungsversuch Schuster von Forstners, dessen neustes, d. h. 1923 erschienenes Werk über „Die Vögel Mitteleuropas" nach seiner Angabe besonders auf hessische Verhältnisse zugeschnitten ist. Um ein durch keinen Meinungsstreit getrübtes Bild zu erhalten, geben wir dem Verfasser selbst das Wort: „Man sagt, diese Drossel sei erst in den letzten 100 Jahren in Deutschland eingewandert, und zwar aus dem Rorden, wo ihr eigentliches Heimat- gebiet ist. Aber dies ist. wie ich nachgewiesen habe, gänzlich falsch. Sie war von jeher ein ureingeborener (man sagt: ein endemischer, autochthoner) Vogel in Deutschland gewesen seit der Eiszeit. Rur wohnt sie meist in einzelnen Päarchen oder kleinen Gesellschaften zerstreut, nicht in Scharen, wie im Rorden. -UnD was besonders in Betracht kommt, sie ist ein Zigeunervvgel. Sie brütet eine Reihe von Jahren tn einer zeigen und behaupten können, daß die deutsche Leitung nunmdjr gerade so wie Cornelius Petersen nebst Anhängern den Kopf verloren hatte. Richts dieser Art ist geschehen! Die Zielsetzung ist genau die gleiche geblieben. Es wird un- verändert auf dem alten Boden weit er gekämpft: man verlangt eine neue Entscheidung und wünscht, daß das dem deutschen Volk zugesagte Selbstbestimmungsrecht auch an der Grenz scheide Dänemark und Deutschland rein unö ge- recht zur Durchführung gebracht wiro^ Das Programm erlemit nicht an. daß das bei der Festsetzung von Dänemarks neuer Südgrenze geschehen sei, und deswegen wird eben eine neue Entscheidung verlangt. Das Programm wird alle diejenigen sammeln, die Wert legen auf die alten Beziehungen zum übrigen Schleswig und die Sonderart des abgetretenen Landesteils. Der Wählerverein tritt ein für das Recht aller nationalen Minderheiten, in Kirche. Schule und allen politischen Angelegenheiten, sich selbst zu verwalten. Der Wählerverein tritt endlich ein für eine kräftige, gesunde Mittelstandspolitik imd eine gerechte, freiheitlich-soziale Gesetzgebung. Man wird nicht fehlgehen in der Annahme, daß die grundsätzliche Auseinandersetzung innerhalb des Wählervrrcins auch die wirtschaftlichen Dinge in 2dordschleswig berührt hat. Die Zukunft wird zeigen, ob ein wirtschaftliches Programm herausgebracht werden kann. Das sollte möglich sein. Denn das Deutschtum ist auf dem Wege, durch Selbsthilfe insbesondere der ungeheueren Kreditnot zu steuern. Es ist endlich wichtig, noch einmal festzustellen, daß die Deutschen in Rordschleswig in ihrer Gesamtheit mit der Selvstyrebewegung nichts zu tun haben, nicht haben können, solange falsche Me- thoden von unmöglichen Vertretern am Werke sind, mit dem Erfolge, Rordschleswig letzten Endes anstatt zu nützen, zu schädigen. Was plant Pilsudski? Von unserem ^-Korrespondenten. Warschau, November 1926. Platz sein. Wenn man sich trotzdem ernsthaft mit der Bewegung, die durch das Auftreten dieses Man- neS entstanden ist. beschäftigen muß. so geschieht es, weil diese Bewegung niemals entftaaoen wäre wenn nicht durch eine nicht wegzulmig- nende Interesselosigkeit der Kopenhagener Zen- tralbehörde die Rot der Landwirtschaft in Rordschleswig solche Formen angenommen hatte Die in Der Tat zeitweilig katastrophalen Umfang anzunehmen drohte. Diese Rot hat an sich rußige nordschleswigsche Bauern nervös werden lassen. Wer aber Schlüsse ziehen will aus der Reugier, mit Der viele nordschleswigsche Dauern in die Versammlungen Cornelius Petersens und seiner Freunde getrieben wurden, daß diese Bewegung vornehmlich aus deutschen Bauern besteht, der ist nicht nur falsch unterrichtet fonbern der spricht nach, was schlaue dänische noto- fchleswigsche Politiker gerne wahr haben mo. Das grotze Würfelspiel (TParfina IDilemar.) Roman von Franz lauer Kappus. pro Liter im Faß KM 1.30 1.40 1.15 ....... 1- ESPANA BODEGA COMPANIA, Frankfurt a. M. Verkaufsstelle: Gießen, J. M. Schulhof Kolonial waren-Feinkost / Ruf 119 Lieferanten für AMlMWMW gesucht. Lchristl. Angebole unt. 9093D an den Gießener Anzeiger erbeten. Alle Schweine, zurück geblieb en e?nd solche mit steifen Deinen, gesunden und 6843V entwickeln fich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes a) Deutsche Faß-Weine St Martiner Hambacher Schloßberg Hainfelder San Anton, roter Naturwein vorüber. Alles geht vorüber. Muhl dich yn'ammen. nehmen. Muht start sein, Kind." Wieder schnellte Martina hoch. Wilemar zuckte die Achseln. „Morgen." ..Was soll morgen noch sein?" „Vielleicht führen sie mich morgen fort" Eine Grimasse wurde Wilemars Lächeln. „Kann man es wiffen? Wahrscheinlich morgen schon." Abermals hob er die Hände, abermals berührte er die Tochter leise. Es war, als ob er tausend zarlliche Worte sprechen wollte. Sekundenlang glätteten sich leine Züge. Ein paarmal schluckte er hintereinander. Aber nur ein Wort brachte er hervor: ,Kind —" Rasch kam der frühere Ausdruck wieder. Sttll und unbeweglich war er dann. Entsetzen überfiel Marttna. Erloschen war, was fie eben gehört hatte. Irgendwo zuckten unglaubliche, wahnwitzige cäpc durch die Erinnerung. Aber da vor ihr: ein Mensch sah do, den sie Vater nannte. „Vater!" ries Martina leise, als wollte sie ihn und sich aufrütteln. Ein Fremder bleckte lange, gelbliche Zähne. Beide Arme warf Martina in die Luft. Beide Arme sanken wieder herab. Wie Blei hing es an ihr. Noch einmal spannte sie alle Kraft an, den Vater an sich zu reihen, sein armes, entstelltes Antlitz zu küssen. Sie vermochte es -nicht Zu weit war der Mensch, der an ihrem Bette saß, unerreicht bar weit, je länger sie ihn anstarrte. „Vater —" lispelte sie nur noch. Mit eckigen Lippen lächelte der Fremde. „Wie olles so kommen konnte' weiß ich es? Worum, jur wen ich es getan habe: soll ich mich ausreden. Soll ich die Schuld auf andere schieben: auf euch vielleicht, auf die Mutter, auf Lily, auf dich? Was nützt das schon, wem nützt das schon? Ich war es ja doch. Nur ich. Ich allein." Dicht an der Wand kauerte Martina. Aufs neue sprach Wilemar, doch sie verstand ihn nicht Wie in einem Käfig liefen ihre Gedanken hin und her. So weit sie sich erinnern konnte — immer war er derselbe gewesen: der Fremde, den sie Vater nannte; alle die vielen Jahre bis tief in die Kindheit Hinern: immer derselbe. Wie das nur zugegangen war: zwei Welten in dem gleichen Hause, der gleiche Tisch, an dem man aß — und doch: immer aneinander vorbei, immer weiter auseinander. | Geringer Nutzen! Daher größte Lelstungstfihigheit und —------ billigste (RcMeB) ßWWWWWWWWWWW« 1 Büfett, 1 Sofa, 1 Schreibtisch, einen Ausziehtisch, gut erhaltene Stühle, 1 Klavier, 1 Vertiko, Betten, Oefen - und Herde, 1 Musikapparat, 1 '/.Geige, Schuhe, Mäntel und Kleider, ein Damenfahrrad, 1 Schreibfischstuhl und noch vieles andere Ludwig Hartmetz Auktionator und Taxator, Aeuenweg 28, Telephon 1414. 9106D 5k Me WWW beginnt ab Montag zu jeder Tageszeit. Spät ging Martina zu Bett. Dennoch meldete sich kein Schlaf. Funken sprühten durch tne Finster nis, wenn man die Augen schloß. 2IU a meeuroieüEli MMÄll i HoitentuM äuherst wirksam Krenz-DrogßPie Bahnhofstr. 5i h, 8988a J Gebrüder Stamm GIESSEN — Am Marktplatz - iioo 15 i 50 10 140 »OS«3 für die Gesellschaft das Theater IHontag, dem 15. 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Derlade- Bahnhöfe für Los 1, 3—5: Abendstern bei Gießen, 7,10 Kilometer: für Los 2 und 7: Wetzlar, 5,7 Kilometer; für Los 6: Fronhausen (Lahn) oder Lollar, 6—7 Kilometer. Nähere Auskunft durch die Hegemeister E ch t e r n a cht m Krofdorf, Praß in Forsthaus Waldhaus (öffentliche Fern- sprechstelle Amt Gießen), Saleck in Salzböden und Förster Wenger in Forsthaus Kirschenwäldchen bei Wetzlar für Försterei Stoppelberg. mögen des Kaufmanns Emil Fischbach zu Gießen, Inhaber der gleichnamigen Firma, wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Das Beste vom Besten! In allen modernen Faröenl 4 PS Motorräder 12 PS Transportwegen | Fanrräder Giessen SCHILLING Fkf.Str.23 HERD UND OFEN Gewähr für eine wirklich fachliche Beratung bieten Ruf und Größe meines Geschäfts. Besuchen Sie ohne jede Verpflichtung meine Ausstellungsräume Die Rückvergütung wird in den Verteilungstellen des Konsumvereins in der Zeit vom 9. bis 30. November ausgezahlt. Nur die Mitglieder, welche sich vom wirtschaftlichen Denken und genossenschaftlicher Treue leiten ließen, finden jetzt ihren Lohn. Mark 104740.75 gelangen zur Auszahlung. Ist das nicht ein schlagender Beweis, daß in dem genossenschaftlichen Zusammenschluß die höchsten Vorteile liegen? — Die Barzahlung In der Genossenschaft bringt dem Verbraucher die niedrigsten Preise und außerdem noch den Anteil, welcher jedem Einzelnen verbleibt an der Ersparnis, die innerhalb der Genossenschaft gemacht wird. Je mehr die Mitglieder genossenschaftlicheTreue üben, je größer der Erfolg am Jahresschluß! DER VORSTAND. 20 200 - 200 Einladung zur ordentlichen Vertreterversammlung »Wtzof e. G. m. H. Nr. 260 Drittes Blatt Freitag, 5. November 1926 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Turnen, 5port und Spiel. Vas Fechten in der Deutschen Lurnerschast. Don Ludwig Stassen, Fechtwart der D. T. Schon John erkannte im Fechten einen der wertvollsten Zweige der Turnkrmst, und hat rn zahlreichen Denlsprüchen dem auch beredten Ausdruck verliehen. Wenn wir die Entwicklung des Fechtens in der D. T. betrachten so folgte den guten Anfängen in einzelnen teilen Deutschlands fast immer verhältnismäßig rasch ein Abflauen, um erst in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts wieder in die Erscheinung zu treten. Auch hier waren es nur wenige Kreise, die dem Fechten Zuneigung entgegenbrachten: doch ent- wickelte sich der Fechtbetrieb fast gar nicht, da man ihn meist als Freiübung auffahte und so dem innersten Wesen dieser Kunst nicht gerecht wurde. Selbst Ende des neunzehnten Jahrhunderts vermochte man sich in Deutschland nur schwer von den alten überlieferten Begriffen frei zu machen. Es bedurfte erst eines Anstoßes aus Italien und des Auftreteirs tüchtiger Meister dieses Landes, um hier Bresche zu schlagen und das Fechten wieder langsam, aber stetig zu dem zu entwickeln, was es ist, zu seiner Hebung für Körper und Deist, die beide gleichmäßig in Anspruch nimmt. Das Ergebnis dieser eifrigen Arbeit ist Gesundheit, Kraft und Schönheit, Beweglichkeit des Körpers und die Entwicklung aller geistigen Fähigkeiten, Mann und Weib, alt und jung zu tüchtigen, entschluhfreudigen Weüschen zu erziehen, denen Anstand und vornehme ritterliche Gesinnung aus dem Wesen der Fechtkunst heraus eine dauernde Gegengabe wrrd. 5>ie Deutsche Turnerschaft hat es sich angelegen fein lassen, für die Fechtkunst einzutreten und in allen ihren Kreisen mit Hilfe ihrer Organisation dem zechten wieder Geltung und Ausdehnungsmöglichkeit zu verschaffen. In allen Kreisen der D. T. blühen Fechtvereine. Raturgemäß wird hierbei der Kreis der Ausübenden nicht die stolze Zahl erreichen können, welche die D. T. mit ihrer I2/3 Million Mitglieder in anderen Hebungsgebieten darstellt: doch bringt es schließlich beim Fechten nicht die Menge feiner Jünger, sondern der wertvolle Zuwachs für die D.T. besteht darin, daß man ihr neue Anhänger zuführt, die durch die Beschäftigung mit der Fechtkunst zu Menschen erzogen werden, welche körperlich und geistig eineft wertvollen Zuwachs für ihre Gemeinschaft bedeuten können. Während noch Anfang dieses Jahrhunderts von einer straffen Fecht-Organisation und einem Blühen nur im rheinischen Turnkreis gesprochen werden konnte, hat das Deutsche Turnfest 1908 für den Fechtgedanken mastig gewirkt und bereits 1913 eine stattliche Anzahl Wettkämpfer bei dem groben Leipziger Turnfeste auf die Kampfbahn gebracht. Die 1912 vorausgegangene Gründung des Fechlerverbandes derD.T. war ein wertvolles HistSmittel für die Werbung neuer Biegen und die Ausvildung von eifrigen Förderern in den einzelnen Kreisen. So ergibt sich heute rückblickend die erfreuliche Tatsache, daß wir im Laute dieser letzten 2ö Jahre von anfänglich 50 Vereinen mit ö bis 700 ausübenden Mitgliedern in einem Kreis auf 18 deutsche Turnkreise blicken können, die straff organisiert 7000 tätige Fechter wöchentlich mindestens zweimal aus dem Fechtboden sehen. Es werden hier absichtlich nur die Zahlen der tätigen Mitglieder genannt, da es für die Fechtkunst in der D. T. wesentlich ist. zu wissen, wer tatsächlich ei rig und rüstig die 5XIinge schwingt, denn es bedeutet gar nichts, große Zahlen als Anhänger aufzusteNen, die mitlaufen. Die D. T. legt bei diesem Zweig der Hebungen Wert daraus, nur solche Mitglieder zu nennen, die tatsächlich auch regelmäßig die Fechtkunst ausüben. Wenn wir nun noch kurz auf den Wettkampsge« danken bei dem Fechten in der D. T. eingehen, jo ist zu sagen, daß jährlich in zahlreichen Wetttampfver- anftaltungcn Einzeliämpse ausgetragen werden, die sinngemäß in den Unterorganisationen der Kreise beginnen, im Ausscheidungsverfahren die besten Kräfte ermitteln, um schließlich in den Kreismeister' schäften das Beste aus den Untergruppen herauszu- holen. Diese Sonderklassen werden jedes 2. Jahr zu der größten Prüfung im Einzelkampf der drei Waf- fen, Florett, leichter Säbel und Degen, herange- zogen, um die 12 Besten jeder Waffe aus den achtzehn Kreisen zu ermitteln, und diesen 12 Besten den Titel „Deutsche Sonderklasse der D.T. im Fechten, Florett, leichten Säbel und Degen" zu verleihen, solange, bis eine neue Prüfung ihnen entweder den Titel durch erneute Kämpfe bestätigt, oder sie zwingt rüstigeren, besseren Kräften diesen Ehrenplatz einzuräumen. Der Beste jeder Waffe erhält außerdem den Titel „Meister der D. T." in der betr. Waffe. Ferner hat man aber noch andere Prüfungen eingeführt, und zwar die „Mannschaftskämpfe". Während bei dem Einzelkampf der Gedanke vorherrscht, daß jeder auf sich angewiesen, unter Einsatz seiner besten Fähigkeiten sich durchzusetzen versucht, ist der Gedanke des Mannschaftskampfes der, zu zeigen, daß in den Vereinen gut gearbeitet wird und daß ein guter Durchschnitt erzielt werden muß. wenn man hier ehrenvoll bestehen will. Es ist ohne weiteres einleuchtend, daß in jedem Verein einige hervorragende Kräfte vorhanden sein können. Für derartige Wettkämpfe aber 4 oder noch besser 6 und mchr Leute heranzubringen, die durch eine möglichst gleichmäßige und sichere Leistung einen Erfolg erringen können, ist schwieriger, aber von dem Tur- ncrschaftsgedanken aus wertvoller. Denn wenn von anderer Seite betont wird, daß die Höchstleistung das Beste und Erstrebenswerte für den Menschen sein soll, so herrscht in der D. T. der meiner Ansicht nach bessere Gedanke vor, daß man das ganze Volk für die Leibesübungen heranziehen soll und daß es höchstes Ziel bleiben muß, möglichst alle Deutschen zu Körperübungen, gleichviel welcher Art, dauernd zu veranlassen, damit aus dieser freudigen, stetig mit Hingabe arbeitenden Masse zwanglos einzelne besonders begabte Kräfte zur Höhe streben können. Ich glaube, gerade darin liegt der machtvolle Gedanke der turnerschaftlichen Organisation, daß sie bewußt betont, mir wollen dem Volksganzen dienen durch die Hebung aller gesunden Leibesübungen und hierbei möglichst alle erfassen, damit jeder nach seinen Neigungen und Fähigkeiten Kraft und Gesundheit erhalten kann. Es ist doch wohl einleuchtend, daß es besser ist, wir bringen eine große Menge Leute, die sich regen, auf unsere llebungsplcitze, anstatt sie zu Schaustellungen heranzuziehen, bei denen sie sich unterhalten lassen, ohne für die eigene körperliche Ertüchtigung etwas zu tun. Wettkämpfe sind uns daher wertvolles Mittel, nicht Selbstzweck. Der Erfolg des Reichsjugendabzeichens. Die Forderung allfe.t ger Ausbildung des Jugendlichen in em2 praktische A-fgabe umzusehen. ist der Zweck des Reichsjugendabzeichens. das gleich b'm Deutschen Turn» und Sportabzeichen ene fünffache Leiftungsprü- fung auf allgemeine Körperbildung darstellt, wobei man die Bedingungen so gewählt hat. daß sie dem Hochbegabten in ihrer Vielgestaltigkeit nicht allzu leicht fallen, dem wenig Begabten bei fleißigem Heben aber erreichbar sind. Durch die geforderten Leistungen entsteht im Jugendlichen das Bild dessen, was Körperkultur b:deutet. Er weih sich nach den klaren Leistungszielen zu richten, und gerade der für Wettkampfs.ege nicht Geeignete .findet hier Würdigung und Auszeichnung. Die Ergebnisse des ersten Jahres, in dem der Deutsche Reichsausschuh das Abzeichen 4600mal verliehen hat. bedeuten immerhin eine erfolgreiche Verwirklichung des bei der Begründung des Abzeichens gesetzten Ziels: bei dieser Zahl muh berücksichtigt werden, daß es immerhin einige Monate dauert, bis eine solche neue Einrichtung in die Oeffentlichkeit dringt, bis alle Fragen behoben sind usw. In den letzten Monaten sind allein etwa 20 0 0 H'fte für Prüfungen bestellt worden. Don den 'ö^O jugendlichen Besitzern sind nicht weniger als 79.4 Proz. Schüler, unter diesen 3t Proz. solche, d'e keine VereinszugehörigkTit haben. 45.4 Proz. solche, die zugleich einem Turn- oder Sportvere'n angeboren. Von diesen ist wieder die Halste der Prüfungen durch d'e Schüler abgenommen worden, meistens den Jugendm tgl'.edern dn: Turnvereine. Don den verbleib ndrn 20.6 Proz. R'.cht- schülern sind 12,7 Proz. Jugendliche der Dwe'ne, während 3,4 Prvz. weder der Schule nvck den Vereinen angehören. Diese Zahlen beweisen zunächst, dah eine bedeutende Anzahl von Schulleitern und Turnlehrern den Ruhen dw ®‘n- richtirng anerkennen. Sie beweisen f-rn-w, dah eine große Zahl von Schülern, die kein Interesse oder keine Gelegenhe't für Svortvarem sieben haben, diese Anrecpingen aufnehmen, während die Sportvereine anscheinend nach d?r Schaffung des Ab- ze'.chens keine besondere Werb"ng d^für ausführten. Die Statistik des R'ich^juge-'dab-ei^e^s bat ergeben, daß es im wesentlichen von Jugendlichen des 15. bis 18. Lebensjahres erworben wirrde. Im Alter von 14 bis 15 Jahren haben sich nur 3 Proz. erfo^nre'ch be^orbm. vor dem 14. Lebensjahre nur 0.4 Proz. Di' Haupt-nw-chl (45.2 Prvz.) entfällt auf das A't-r von 17 bis 18 Jahren. 37 Proz. verteilen sich a"f d e Znt vom 16. bis 17. Lebensjahre. 14,4 Proz. auf die vom 15. bis 16. Lebensjahre. as der 5onitag bringt. BezirksUgavorzchau für Hessen-Hannover. tz. Kurhefsen Kasjel, in Marburg als Gast bei V. f. B. Kurhefsen, wird dort seinen Siegeszug fortsetzen können. Die Marburaer sind zur Zeit kein starker Gegner, und Kurhefsen ver- bessert sich von Spiel zu Spiel. — Borussia Fulda ist Platzoerein gegen Hessen 09 Kas - s e L Auch hier haben die Kasseler mehr Siegesaus- sichten. — Sehr hartnäckige Kämpfe wird es in der Nordgruppe geben, in der in Kassel an einem Tage zwei Lokaltreffen ftattfinben: S p i e l 0. gegen Iura und Sport gegen S C. 03. — Vervollständigt wird das Programm durch den Kampf S. Dg. Göttingen gegen Münden, den Göttingen sicher gewinnt Lahnkreisvorschau. tz. Gießen 1 9 0 0 empfängt den F B. Ockershausen und damit einen der stärksten Vereine des Kreises. Die Marburger, die am Sonntag durch Pech gegen die führenden Germanen verloren, sind nur mit einem gut schießenden Sturm zu schlagen; aber darauf verstehen sich ine 1900er wenigstens bisher nicht jonderlich. — F. C. Wetzlar hat den neuen Ortsrioaien Nieder-Girmes auf eigenem Platz. Trotz der schwachen Leistung des Vor- sonntags erwartet man diesmal den F C. in Front. — Germania Marburg muß sich in Franke n b e r g feinen Vorsprung erhalten, was ihm auch knapp gelingen sollte. — B. C. Wetzlar sollte in Dillenburg ziemlich sicher gewinnen können. — In Butzbach treffen in dem Platzverein und Gladenbach zwei gleichstarke Gegner aufeinander. Spielvereinigung 1900 Gietzen. ö. Don entscheidender Bedeutung für die Spihengruppierung in der Lahnkretsliga ist das Spiel der Ligamannschaften „Spielvereinigung 1 900, Gießen" und „Marburg- Ockershausen" am kommenden Sonntag auf dem 1900er-Sportplatz Trieb. Beide Mannschaften erlitten bis jetzt je fünf Derlustpunkte. und können bei einem weiterhin erfolgreichen Verlauf ihrer Spiele dem Tabellenersten, „Rasensportverein Germania 03"- Marburg, noch gefährlich werden. Tie Gäste verfügen über eine vorzüglich eingespielte Elf. In ihr w fen viele ehemalige Liga» rämpen von dem früheren Sportverein „Kurhefsen"-Marburg mit. Erst im Spiel am Dor- fonntag gegen „Germania" -Marburg bewiesen die Marburger Vorstädter, dah sie ein sehr ernst zu nehmender Gegner sind, denn fie konnten dieses Tressen durchweg überlegen gestalten. Rur mangelnde Schuhsicherheit der Stürmerreihe und ein Eigentor verhalfen dem Gegner zu einem knappen Sieg. 1900 wird sich mächtig anstrengen müssen, sollen ein oder gar beide Punkte in Gießen bleiben. Die Mannschaft mit den besten Rerven wird wohl Sieger bleiben. Don besonderem Interesse dürfte auch das vor dem Qigcfpiel zum Austrag kommende Gesellschaftsspiel einer Sondermannscha t der Spielvereinigung 1 900 gegen die Fußballmannschaft der H n i o e r f i t ä t Gießen sein. Die Mannschaft des Plahvereins seht sich aus jungen Leuten zusammen — zum Teil der Lehrmannschaft entnommen, der Rest Reuerwerbungen — die erstmalig ausprobiert werden sollen. Auch die Hniversität verfügt über sehr gute Kräfte, die zum größten Teil bereits im letzten Semester in der Mannschaft tätig waren. Die Leistungen dieser Mannschaft gegen Darmstadt, Frankfurt und Marburg waren gleichbedeutend mit denen besserer Krnsligamannschasten. Auch die jetzige Mannschaft dürste sehr spielstark fein, so daß der Sieger nicht vorauszusehen ist. Vormittags spielt die 3b-Mannschaft auf eigenem Platze gegen Lollars II. Es dürfte ihr nicht schwer fallen, ©iejf und Punkte hier zu behalten. Die I. Jugend reift nach Marburg zum Spiel mit der dortigen „Germania". Man rechnet mit einem erfolgreichen Abschneiden der Gießener. Die 3. Jugend trägt auf dem Waldsport, plah ihr letztes Diplomspiel der 1. Serie gegen D. s. D. - G i e ß e n 2. Jugend aus, und wird wohl tron der körperlich stärkeren Platzmannschaft eine Niederlage hinnehmen müssen. Die Schülermannschaften beider Vereine tragen das am vorigen Sonntag dem schlechten Wetter zum Opfer gefallene Spiel aus. Aus dem Arbeiter-Turn- und Sportbund. Um die Kreismeisterschast. £ Am Sonntag nehmen die mit Spannung erwarteten Spiele um die Kreismeisterschast ihren Anfang. Der noch nicht festgestellte Meister des 6. Bezirks wird am Samstagnachmittag in einem Entscheidungsspiel zwischen Dorheim und Friedberg, die punktgleich sind, ermittelt. In Gießen findet am Sonntagnachmitlag auf dem Trieb als erstes Kreismeisterschaftsspiel ein Tressen zwischen dem Meister des 3. Bezirks (Gießen) und dem des 4. Bezirks (Hanau) statt. Gießen konnte in dem unentschiedenen Spiel am Sonntag gegen Dilbel, das mit zu den besten Vereinen des 2. Bezirks gehört, beweisen, dah es nicht ganz hoffnungslos den Kampf aufnimmt, und dah es feinen heimatlichen Bezirk würdig vertreten wird. Hanau hat sich innerhalb eines Jahres zum Meister seines Bezirks emporgearbeitet: dieser Umstand zeigt, dah in der Mannschaft ein starker Wille vorhanden ist. Ob er stark genug ist. sich auch in den Kreisspielen durchzusetzeir, muh abgewartet werden. Die Stärke der Mannschaft liegt einmal in ihrer Schnelligkeit, zum andern in den beiden Flügelstürmern und der Verteidigung, die sehr schwer zu überwinden ist. Die Frage nach dem Sieger muh offen bleiben: aller Voraussicht nach ifi's die Mannschaft, die am ruhigsten bleibt, also ihre Rerven am besten in der Gewalt hat. Aus leicht begreiflichen Gründen wünschen wir der Giehener Mannschaft einen wenn auch knappen, aber einwandfreien Sieg. An weiteren Kriesspielen finden statt: Mörfelden (1. Bezirk) gegen Friedberg oder Dorheim (6. Bezirk) in Mörfelden. Der Vertreter des 1. Bezirks wird wohl überlegener Sieger bleiben. In Frankfurt treffen sich der Vertreter des 2. Bezirks (V. f. L. 1913) und V. f. R. Wiesbaden als Dertre.er des 5. Bezirks. Auch in diesem Tressen holt sich der Platzverein (D. f. L. 1913) die Punkte, ohne sich ganz audeeben zu müssen. Vor dem Kreismeisterschaftsspiel in Gießen tragen die zweite Mannschaft Hanaus und die Ilb-Mannschaft Giehens ein Gesellschaftsspiel aus. Heber die Spielstarke der Hanauer ist nichts bekannt, anzunehmen ist, dah Gießen, wenn es seine Mannschaft nicht merklich verstärkt, eine empfindlich Riederlage erleiden wird. Am Vormittag nehmen die Jugend- mannschaften Hanaus und Giehens den Kampf auf. Bei diesem Spiel ist ein anderer Ausgang zu erwarten, denn die Giehener Ju- gendmannschaft be indet sich in ganz vorzüglicher Form und hat schon manchen starken Gegner überwunden. Die letzten DerkandSspiele. Auch in der zweiten Klasse gehen die Der- bandsspiele zu Ende. In Wieseck treffen sich die dortige Zweite und die Erste F r o n h a u » sens. Die letztere Mannschaft hat sich außer» ordentlich gut entwickelt, so dah es feilend Wie- fecks ganz besonderer Anstrengungen bedarf, wenn fie ihr letztes Spiel nicht mit einer empfindlichen Riederlage abschließen will. Vorher spielen die Jugendmannschaften der beiden Vereine. Hier dürfte der Sieg der Wiesecker ganz außer Zweifel stehen. In Daubringen tragen die dortige Erst< und die Ila - M a n n s ch a f t Giehens ihi letztes Verbandsspiel aus. Tritt Gießen komplett an (das Gegenteil ist in anbetracht des Kreis» Meisterschaftsspiels in Gießen leicht möglich), so mühte es eigentlich Sieger bleiben. Bei ersatzgeschwächter Mannschaft hätte Daubringen nicht geringe Aussichten auf den Sieg. LeunI tritt auf eigenem Platz der zweiten Mannschaft Raunheims gegenüber, und wird sich wohl jedenfalls einen mühelosen Sieg holen. Handball. T. V. 1846 Eietzen empfängt am kommenden Sonntag auf dem Wald- fportplaß des Vereins für Bewegungsspiele dic Handballelf des T. u. S p v. Marburg zum fälligen Rückspiel. 46 konnte das Vorspiel mit hohem Ergebnis zu seinen Gunsten entscheiden, jedoch wirk die hiesige Els diesmal eine härtere Nuß tnnrfer müssen, da die Marburger diesen Kainos in stärkste» Aufstellung bestreiten und alles daransetzen werden die Punkte mit nach Hause zu nehmen. Warum nehmen Sie ksine Foys editeSodenGrMinard-Päßillgn? Siesindguf fiir jeden, den Husfen «.Katarrhe oralen i Wirtschaft. • Die amtliche Großhandelsindex- Ziffer. Die auf den Stichtag des 3. November berechnete Großhandelsindexzisfer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber dem 27. Oktober um 0,7 v. j). auf 131,5 zurückgegangen. Von den Haupt» gruppen haben die Agrarerzeugnisse um 0,8 o. H: auf 136,3, die Jndustriestoffe um 0,3 o. H. auf 122,6 nachgegeben. Im Durchschnitt Oktober ist die Gesamtindexziffer gegenüber dem Durchschnitt September um 2,7 v. H. auf 130,2 gestiegen. Die Gruppenindexziffer der Agrarerzeugnisle hat im Durchschnitt Oktober bei gestiegenen Getreide- und Kartoffelprci- sen auf 133,9 angezogen, die Gruppenindexziffer der Ändustriestoffe dagegen bei rückläufigen Preisen für Textilroh- und Halbstoffe auf 123,3 nachgegeben. WSN. Belebung des Siegerländer Erzbergbaues. Von zuständiger Stelle wird mitgeteilt, daß infolge der im Juni dem Siegerländer Erzbergbau gewährten Reichsbeihilfe von 2 Mk. pro Tonne die Förderung im Monat September auf 225 000 Tonnen gestiegen ist. Dabei ist zu beachten, daß die Produktion im Monat Juni nur 70 000 Tonnen betrug, und daß sich die durchschnittliche Produktion nur auf ungefähr 200 000 Tonnen stellt. Durch die Belebung konnte die Zahl der Belegschaft um 4000 erhöht werden. Die Gesamtbelegschaft mochte früher ungefähr 14 000 Mann aus. Sie ging in der Zeit der schweren Erzkrise auf 3000 herunter und ist jetzt wieder auf 7000 gestiegen. Berliner Börse. Berlin, 5. Rod. Bach dem stürmischen Geschäft der letzten Tage trat heute eine we- sentliche Beruhigung ein, die auch zu einem Stillstand der allgemeinen K u r s - st eigerungen führte. Bei Festsetzung der ersten Kurse kam beträchtliches Material in einigen Terminpapieren an den Markt, das nur zu ermäßigten Kursen Aufnahme fand. Die Tendenz war daher anfangs uneinheitlich: die Rückgänge betrugen aber im allgemeinen nicht mehr als zwei Prozent und nur in vereinzelten Fällen, wo ein besonders scharfer Kursauftrieb vorangegangen war, drei bis fünf Prozent. (3. - G.° Farben.) Später konnte sich wieder eine freundlichere Stimmung durchsetzen, als sich heraus- steilte, daß nach Montanaltien (besonders Kohlenwerten) unter Führung von Phönix und Rheinstahl nach wie vor starke Rachfrage vorhanden war. Die Widerstandsfähigkeit fast sämtlicher Rebenmärkte und die flüssige Lage des Geldmarktes bvten Anlaß zu den gegen Ende der ersten Dövsenstunde auftretLn- den Besserungen, die jedoch im allgemeinen klein blieben Lagesgeld stellte sich auf 5 bis 6,5 Prozent, Monatsgeld 6 bis 7 Prozent. 3m Devisenverkehr verursachte die Goldverschiffung nach Deutschland ein stärkeres Anziehen des Dollarkur es, der sich gegen die Reichsmark auf 4,2085 stellte und damit den höchsten Stand seit der variablen Rotierung erreichte. Paris schwächte sich gegen Londvni nach der gestrigen starken Befestigung ab und stellte sich aus 145,75. Mailand gegen London 113.-. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 5. Rov. Tendenz: schwächer. — Rach der gestrigen stürmischen Hausse war die Stimmung heute etwas beruhigter. Die Tlmsatztätigkeit hat sich stark vermindert und nahm nur in einigen Spezial- werten einen etwas größeren Almfang an. Die Tlnficherheit, die sich am Dorabend bemerkbar machte, lieh sich auch heute feststellen, doch war vorbörslich ein fester Unterton der Börse unverkennbar. Die Spekulation disponierte etwas vorsichtiger, indem sie sich ruhig und zurückhaltend verhielt. Das 3nteresse erstreckte sich in der Hauptsache auf 3. G. ° F a r b e n und einige M o n t a n a k t i e n, die weiter leicht gesteigert waren. Das Geschäft in heimischen Anleihen begann unter Führung von Kriegsanleihe aufzuleben, als Ursache für diese Do- wegung wurde auf die stark gesteigerten Kurse der Auslandrenten verwiesen, wodurch ein DClv'.sser Ausgleich der Kursanlagen notwendig geworden sei. Kriegsanleihe zog auf 0,8 an, wäh- rend Schutzgebiet niedriger wurden. Bei Beginn des amtlichen Verkehrs kam es zu einem f TenLenzumschwung infolge von Gewinnsicherungen. Die Baissespekulation unternahm . einen erfolgreichen Vorstoß und suchte Material abzugebrn, was zu einem Kursdruck vcn 3 bis 4 Prozent führte. Bei 3. - G.- Farben wirkte sich der Rückschlag empfindlicher aus. Der Kurs stellte sich auf 373 Prozent bis 370 Prozent (minus etwa 7 Prozent). Montanaktien waren im allgemeinen bis zu 3 Prozent schwächer. Am Elektrvmarkt betrugen die Abschwächungen etwa 2 Prozent. Licht und Kraft konnten um 0,5 Prozent anziehen. Der Dankenmarkt hatte Rückgänge von. 1 bis 3 Prozent auszuweisen. Deut'tcha und Metallb.mk je minus 2 Prozent, Commerz minus 1 Prozent, stärker gedrückt Darmstädter minus 3,62 Prozent. Bayrische Hypotheken gehalten. Schiffahrtsaktien gaben 1 bis 2 Prozent nach. Bon Zellstoffaktien waren Daldhes stärker abgeschwächt (minus 3,5 Prozent), die übrigen Werte dieses Gebietes büßten 1 bis 2 Prozent ein. Auto-Aktren bröckelten ab. Kleyer minus 1,5 Prozent, dagegen konnten sich Hansa-Lloyd um 3 Prozent brs .stigen. Daustoss - und Zuckeraktien schwächer, nur Holzmann gehalten. O e l a k t i e n konnten ihren Kursstand behaupten. Ausländische Renten waren nur wenig verändert. Der weitere Verlaus brachte neue Abschwächungen, später aber eine Erholung bei lrä tiger Aufbesserung der Verluste und lebhafter Almsatztätigkeit. 3. G. Farben konnten sich auf 376 Prozent erholen. Don heimischen Renten wurde Kriegsanleihe stärker gefragt und mit 0,818 gehandelt. Der Geldmarkt ist weiter flüssig. Geld war angeboten. Tagrsgeld 4,5 bis 5 Prozent, Monatsgeld 5,75 bis 7 Prozent je Adresse. Privatdis- tonten 4,62 bis 4,75 Prozent, 3ndustrieak;epte 5,12 Prozent. 3m Devisenverkehr lag der französische Franken nach der gestrigen starken Befestigung erheblich schwächer und stellte sich auf 145,50 gegen daS Pfund. Die Alrsach« hierfür dürste in dem neuen Ausweis der Dank von Frankreich zu suchen fein, der noch immer die Fortdauer der 3nflation zeigt. Delga-Drüssel gegen London 34,85 stabil. Das englische Pfund stellte sich gegen Kabel auf 4,8455 etwas schwächer. Auch die Mark war erneut schwächer mit 4,2075 gegen Kabel. Holland gab gegen die Reichsma^ auf 1,682 nach. Dörsenkrrrle. Datum: Frankfurt a.M. Berlin Sttjluri«! I-Ubr» Stbinfi. Anianä nur» nur» Kur» in-- 4- 11 5.11 4 11. 5 li 5% Deutsche RctchSanletlir 4% Deutsche ReichSanlcihe 3'7,% Deutsche RetchSanleidr 3% Deutsche NcichSanleihe Deutsche Svarprümicnanleihe <°/o Preußische KonlolS - . . 4° o Hessen 3*/i% Hessen 3®/0 Hei,en Deutsche Wertb. Dollar-Sni. d»o Doll -Schov-Anireitug.') 7475 • — 0.70 —» — — 0.72 — 95 — 0.70 — — - * | (9.13 19,20 18,9 — I 45 45 — — - 260 262.5 184.'5 184 184.75 184 5 270 371' 570.5 271 18«. 5 188* 188 189' 170 — 178 178 185 183 184 159 156 154.5 6,25. 8.25 8.25 8.4 77 — 183,75 182 183 120 124 75 119 124.5 180.5 182,75 181.25 183.75 183.75 >84.25 182.75 185' -14. ö 202.75 203,5 202.7' 162.5 —— 162.5 163' 173. ö »71,75 172.75 171.75 85.4 — 85 82 108.5 — 109.5 100.5 >4!) 144.25 139,13 144’ 208.5 207 209,75 207 188.5 >86.5 187 187.25 101 — - 156 12 156.25 156,5 157 184 183.5 181 178 174.5 175.5 174.24 81 • 138 135.5 — 166 5 166.25 168 167,75 — — 100 — — — — — — 373 384.5 374,5' 153 152 152,25 153,25 74 — — 145,5 148.25 145 — 190 173,5 — — 175.9 173.5 174.75 173 174 — 170,75 171 115 — 162.5 157.5 >61.75 160,12 416,75 213.75 212,25 212.25 118 118.25 118 119,75 104.75 104,75 105 105,75 34 — _ 58 — 59.75 — — — 42 — 16 — _ _ 52.25 — — 186.5 185,5 — — 117.25 120 — 67.75 — 64 — 2 — 6 — 218 220 215 5 223 92,75 91 93 — 112,25 101,5 113,5 — Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. 4 Novbr. 6. Novbr. Amtliche Nori run» Amtliche Notierung Keld Briet Geld «rief amft.-iKoti 168,01 168,43 167,04 168.36 Buen-AireL 1.702 1,706 1.704 1.708 Brsi-Anttv 33,53 58,67 58.55 58,6'1 Lbristiania 105,12 105,38 105.19 105.45 .Qoptnbancn ill,76 112,04 111,76 112,04 Stockholm 112,14 112.42 112.16 112,44 HellingforS 10,561 10.606 (0,567 io.6o; Italien. . 18.07 I8.ll 17,96 18,00 London. . 20,364 20,414 20,367 20,417 Vicunort . . 1.2015 4,2115 4,201 4,214 Paris. . . Schwei» . 14,08 14,12 13,76 13,80 81,00 81.20 81.01 61,21 Svanien • 63,64 63, H) 63.57 63,73 Javau . . 'Mio de Jan Wien in ®.. .'.60 2.64 2,065 2,069 >.570 0.572 0.576 0.578 Lest, abgefl 30,28 59,42 59,27 59,41 Prag . . . >2,44 12,48 12,447 12,487 Belgrad • . 7.412 7,432 7,413 7,433 Budapest. - >,885 5.905 3,89 5,91 Bul'arien 3,033 3,043 3,027 3,031 Lissabon 21.525 21,575 -1,575 1,62.) Danna . 81,46 81.66 81,48 81,68 Konst. NttN -.105 2.115 2.095 2,105 Silben 5.29 5,31 5.24 5.26 Canoda. . 1,205 4,215 4.165 1.175 UruauaN 4.155 4.165 4.165 4.175 Banknoten. Berlin. 4 Novbr Geld Brie. Amerikanische Note, ..... Llelgischr Noten ....... Dänische Noten ....... firnoHlthr Noten. ....... Französische Noten ...... Holländische Noten ..... stt^lienlkche Noten...... Nonveatsche Noten • ... Deutsch Oestcrr, a 100 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten ..... Schweizer Noten ..... Svantsche Neuen ...... Tlchechoilowalische Noten . . Unaartsche Noten . . . 1.19 58,35 111.42 20,323 14.08 167,58 18 11 104.94 59.05 2.2.1 111.84 KO. 75 63.46 12,405 5.855 4,21 58,65 UI.98 20,423 14.16 168,42 18.21 105,46 59,35 2,27 112,40 81,15 U3.78 12,465 5.895 o ankfurter GetreiScbörse. Frankfurt a. M., 5. Nov. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29,50 bis 29,75 Mark: Roggen, inländischer, 24 bis 21,50; Sommergerste für Brauzwecke 24,50 bis 27; Hafer, inländischer, 20 bis 20,75; Mais (gelb) 20 bis 20,25: Weizenmehl, inländisches (Spezial 0), 42 bis 43; Noggemehl 35 bis 36; Weizen- und Noggenkleie 11 bis 11,25 Mark. Berlin .Aöuitenbörfe. Berlin, 4. Rov. Die Weltrnarttdepefchen lauteten aus Rordarnerika teilweise höher und auch Liverpool hatte befestigte Preise gemei- öet. Berlin folgte wohl dieser Tendenz und nahm aber doch in weit g.öß.rem Maße s.ine Anregung den rein technischen Momenten im 3nland. Das Weizenangebot auf vrompte Abladung toarredj; klein, so daß bei diesem Mangel die Gebote teilweise erhöht werden mußten. Auch Exportfrage trug mit zur Befestigung bet 3m Zeitgeschäft wurde das Riveau des Vortages um eine halbe Mark erhöht. Beträchtlicher waren | die Steigerungen für Roggen. Die Mühlen können sich in dieser Getreideart nur sehr schwer erwägen und wenn auch das Mehlgeschäft augenblicklich schleppend ist, so wurden doch die gesteigerten Forderungen heute glatt bewilligt. Die ersten Rotierungen waren für vordere Monate 1,50 Mark höher, um sich für spatere Lieferungen bis 2.50 Mark zu steigern Gerste hat bet ruhigem Angebot sehr stilles Geschäft. Auch Hafer ruhig, da die Forderungen unnachgiebig gehalten werden. Gerste und Futtermittel lustlos Es notierten: (1000 Kilogramm). Weizen. märkischer. 271 bis 274 Marl: Roggen, märkischer, 220 bis 225; Sommergerste 220 bis 261; Wintergerste 192 bis 205; Hafer, märkischer. 178 bis 193; Mais, loco Berlin, 201 bis 206; (100 Kilogramm): Weizenmehl 35 75 bis 38,75, Roggenmehl 32 bis 33,75; Weizenkleie 12; Roggenkleie 11,75; Viktoria- er&ren 58 bis 68; kleine Speiseerbsen 40 bis 42 Futtererbsen 22 bis 26; Peluschken 21 bis 22- Ackerbohnen 21 bis 23; Wicken 25 bis 26; Lupinen, blau, 13 bis 14; Lupinen, gelb, 14 bis 15; Rapskuchen 15,80 bis 16; Leinkuchen 20 60 bis 20,80; Trockenschnitzel 9,60 bis 9,80; Soyaschrot 19,40 bis 19,70; Kartoffelflocken 24 bis 24.10. Amtsgericht Gießen. * Gießen, 2. Nov. Ein Milchhändler von hier, der mit einem im gleichen Hause wohnenden Metzger nicht gut steht, hielt einen Lieferanten des letzteren auf der Straße an und teilte ihm „im Vertrauen" mit, er wolle ihn warnen, der Metzger sei wahrscheinlich mit seinen Zahlungen im Rückstand. Verschiedene Lieferanten, die früher gekommen wären, kämen nicht mehr, sie würden ihm nichts mehr liefern, wahrscheinlich, weil sie ihr Geld nicht bekämen. Der Milchhändler suchte die Sache heute so hinzustellen, als ob der Lieferant ihn nach den Ver- yältnissen des Metzgers gefragt hätte, allein er hatte damit keinen Erfolg. Er nahm schließlich seine Aeußerungen mit Bedauern zurück und verpflichtete sich zur Zahlung sämtlicher Kosten. Zu demselben Ergebnis kam man auch bei der Privatklage eines hiesigen Architekten gegen einen feiner Mieter. Zwischen beiden bestanden Meinungsverschiedenheiten wegen eines Mansardenzimmers und eines Gartenanteils. 9m Verlauf des hierüber entstandenen Briefwechsel schrieb der Mieter dem Hausherrn: „9ch kann nur annehmen, daß die eingetretene Hitze es Ihnen unmöglich macht, ein wenig zu denken . . . Nachdem Sie das Geld geschluckt haben, wollen Sie nun mit Ihren Mietern Fußball spielen . . . Daß ich gegen Sie rabiat vor- aehe, haben Sie selbst verschuldet, da es nicht soweit hätte kommen dürfen, wenn Sie ein anständiger Hauswirt gewesen wären . . ." Auch gebrauchte er mit Bezug auf Aeußerungen des Hauswirts die Worte „lügenhafte Verdrehung", die er nachträglich zwar durchstrich, aber nur so, daß man sie trotzdem deutlich lesen konnte. Auch hier wurde ein Vergleich geschlossen, wonach der Mieter seine beleidigenden Aeußerungen mit Bedauern zurückzog und sämtliche Kosten einschließlich des Sonderhonorars des flöge- rischen Vertreters übernahm. /3untes Allerlei. Reue Streiflichter auf Cromwell. Ein englischer Historiker, der die alten Archive der Stadt Genua durchforschte, hat interessante Berichte des Gesandten der Republik Genua in London, Francesco Bernardi, aus den Jahren 1651 bis 1665 gefunden. Er veröffentlicht in den „Times" einige Stellen, die auf Leven und Charakter Cromwells und auf seine Legierung interessante Streiflichter werfen. Man hat viel über die Beziehungen gesprochen und geschrieben, die der rauhe Krieger und fromme Staatsmann zu der Frau des Generals Lanwert unterhalten haben soll. Einer der frühesten Biographen Cromwells, Gregorio Leti, hat daraus einen ganzen Liebesroman gemacht, bei dem Cromwell —. ähnlicb wie König David in der Bibel — den lästigen Ehemann an die Front geschickt haben soll, um sich seiner Frau ungestörter nähern zu können. Der genuesische Gesandte faßte diese Geschichte mehr als eine politische Maßnahme auf, indem sowohl Cromwell wie Lambert die Frau benutzen wollten, um über ihre gegenseitigen Pläne etwas herauszubekommen. „Die Gunst und intime Höflichkeit, mit der Seine Hoheit die Gattin des erwähnten Offiziers behandelte," schreibt Bernardi am 23. Juli 1657 seiner Regierung, „dürste trotz ihrer Schönheit den Zweck haben, die Pläne ihres Gatten zu enthüllen, während er seinerseits seine Frau zu einem solchen Entgegenkommen gegen Seine Hoheit aufmunterte, um seine Pläne zu erkennen, denn Lambert strebte immer zur Herrschaft nach dem Tode Seiner Hoheit. Aber er und all die anderen werden sich täuschen; denn wenn Seine Hoheit erst einmal gekrönt ist — was wohl noch vor Ostern erfolgen wird, wenn er so lange lebt —, dann werden sie aus einem aanz anderen Ton fingen." Die Depeschen des Gesandten beschäftigen sich eingehend mit den Absichten Cromwells auf die Krone, und als cc sich zum Lord-Protektor gemacht hatte, schreibt Bernardi, er strebe nach einem noch höheren Rang. Er selbst buhlt eifrig um die Gunst des allmächtigen Mannes und ist sehr stolz darauf, daß ihm Cromwell Trompeter urrt) Trommler sendet, die zwei „sehr schöne, reich geschmückte Hirsche" ihm zuführen. Seine Begeisterung kühlt sich allerdings ab, als er nachher erfährt, der schwedische Gesandte habe sechs Hirsche bekommen. In den Berichten finden sich viele seltsame Vorkommnisse mit- geteilt, so z. B. die Ankunft eines geheimnisvollen Menschen, der direkt aus dem Meere gestiegen sein soll, oder die De.h indlungen der Amsterdamer Juden mit Cromwell über den Kauf der St. Pauls- Kathedrale für 200 000 Pfund, die als Synagoge dienen sollte. — Cromwell blieb durchaus nicht der starre Purii.mer, der er früher gewesen war, sondern an seinem Hose fanden prachtvolle Festlichkeiten statt. So meldet der Gesandte am 13. September 1657 von einem Bankett zu Hampton Court zu Ehren der Hochzeit feiner Tochter „mit so viel Gängen als Tage im 9ahre sind". „Von den herrlichen Kleidern und Uniformen ist nicht nötig zu sprechen." fährt er fort „da nur die Hemden der Braut aus 12 Dutzend Ellen holländischen Stoffes hergestellt waren, von dem jede Elle 30 bis 40 Psd. kostet, mit den kostbarsten Spitzen besetzt. Nachdem sie sie einen Tag getragen hat, verteil sie sie unter ihre besten Freundinnen." Den Tod Cromwells führt Bernardi bauptsächUch auf den Schmerz über das Hinscheiden seiner zweiten Tochter zurück, „denn er liebte sie so, daß es ihm seine Eingeweide zerriß." Er starb 14 Tage nach ihr am 3. September um drei sihr nachmittags. „Seine Leiche wurde noch in derselben Nacht geöffnet und dann einbalsamiert, aber mpn fand keinen Stein, wie alle Aerzte erwarteten, nur etwas Sand und Entzündung der Leber. Nicht das hat ihn getötet, sondern das heftige Fieber,- das feiner Trauer über den Tod feiner Tochter folgte." Büchertisch. — Hans WolsgangBchm: Welteis und Weltentwicklung. Gemeinverständliche Einführung in die Grundlagen der Welt- eislehre. 48 S. R. Voigtländers Verlag, Leipzig. 1926. — 3n dieser Schrift dos bekannten Ratur- forschers ist in knappster Form eine Vorstellung von dem Lehrgebäude der Welteislehre entwickelt. Richts wird darin vorausgesetzt, alles ist denkbar leicht faßlich behandelt. Somit wendet sich die Schrift an alle Kreise. Besonders aber trägt die Abhandlung dazu bei, die vielfach irrtümlich umlaufenden Anschauungen über die Welteislehre zu zerstreuen. 550 — Ein allerliebstes Bändchen ist der neue Almanach von Velhagen & Klasing. Hier lebt eine fast auZze'torbrne, literarischbibliophile Gattung wieder auf, die dem 18. 3ahr- hundert zugleich Entstehung und hohe Blüte verdankt. Es war ein ebenso aparter, wie origineller Einfall, jedem 3ahresband das Kleid^eivs längst historisch gewordenen Stils zu geben. Der vorjährige Almanach erschien als 5^ mb des Rokoko, sozusagen in Reifrock und Puderperücke. Dieser ist ein D.edermeier-3ahrbuch geworden, innen und außen, so täuschend anmutig und schlicht zugleich, daß man, in zwecklos zurücksiirnende Resignation verloren, den zarten Lavendelduft unwiederbringlicher Jahrzehnte in den schmalen Seiten zu verspüren meint. Starke Stileinheit hält icn 3nhalt geistig zusammen, ob Hohlbaum von Goethes tragikomischer Hundeep.sode erzählt, oder Friede H. Kraze von Ludwig Richters böhmischer Reife; ob Heyck von der Hervcmnvde vor 100 Jahren plaudert, ob Enking ein gemütliches Kleinstadtabenteuer zum Besten gibt, oder Oscar Die einen Brief erdichtet, in dem von den Sonntagsmusiken bei Mendelssohns berichtet wird — es fügt sich alles geheimnisvoll und innerlich zusammen und jxfßt in den äußeren Rahmen hinein, dessen Ausstattung von Erich M. Simon liebevoll und stilsicher überwacht wurde. — Das Düchelchen sei auch zu Gescheitkzwecken angelegentlich empfohlen. 576 — 6. Reihe in der von der Reichszen- trale für Deutsche Verletzrswerbung (Berlin) her- ausgegebenen Sammlung .Deutsche Bilder" erschien die Schrift „R o r d b a y e r n". — Sie bringt zahlreiche, besonders ausgewählte Aufnahmen nordbaherischer Sehenswürdigkeiten. Da sind neben dem berühmtem Stadtbild von Rürn- berg mit seinen zahllosen Giebeln, neben der großartigen Wandelhalle Kifsrngens durch ihre Romantik berühmte Bauwerke, wie die alten Patrizierhäuser in Marktbreit, oder das Schloß des Deutschherrnordens in Ellingen oder der Spih- wegsche Marktplatz in Miltenberg u. v. a. 3n der Bilderreihe wirkt in tadellosen Reproduktionen, die von knappem Sejt kommentiert werden, die behagliche Idylle und Heiterkeit des Frankenlandes auf den Beschauer. Die Ausstattung des Werkes ist gediegen und geschmackvoll. 506 — Der Herzog von Sylt. Ein phantastischer Romen. Von Cd-mund Hveh.e. 193 S. 8". 3. M. Spaeth, Verlag, Berlin 1926. — Der Verfasser schildert hi-r in ^äamlich ausschweifender Phantasie die Verwirklichung des „fjgnal- kühnen Beschlusses einer Skat nacht", die Gründung eines autonomen Friesenstaates im toirt- schaftlich-polit.scheu deutschen Racheriegschaos. 573 Georg Hirschfeld: Lord Dhron: Band XIV der Sammlung „Menschen / Völker / Zeiten". 200 Seiten, 34 Abbildungen. 1926. Verlag Karl König, Wien. — Ein Dichterleben mit allem Glanz von Frauenliebe^ Ruhm und Größe, mit aller Tragik von Verkan^.'ein, Verirrung und frühem Tod. Hirsch; eld hebt das Bild des eigenartigen Genies aus dem umgebenden und verdunkelnden Legenden- un- Anekdotmlabyrinth und zeigt uns einen neuen Byron, wie er aus seiner Zeit und seinen Lebensumständen heraus erwuchs und lebte, schuf und starb. 610 Ernst Zahn: Tito. 3. Eugelhorns Rachf. Stuttgart, 1928. — Cngelhorns Romanbibliothek, die Anfang September das Jubi- täum der Ausgabe des 1000. Bandes feierte, bringt als 10001. Dmd zum ersten Male eine Erzählung von Ernst Zahn. Die heiße Sonne und der glulb'aue Himmel des Tessin stehen übet dieser Liebesgeschichte, die auf Schritt und Tritt die reife Kunst des berühmten Schweizers atmet. Zahn^che Menschen haben stets etwas Aleber- lebensgroßes an sich in ihren Leidenschaften, ihrer Kraft bis ans letzte zu gehen, und so werden wir auch in diesem Buch innerlich gepackt und erschüttert. 607 Rundfunk-Programm des ftrn::f*nrMr Senders. (Aus der „Radio-Umschau".) La ndtag, 6. Rovembrr. 3.30 bis 4: Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45: Konzert des Hausorchesters: P. Tschaikowsky. 5.45 bis 6.05: Die Lesestunde. 6.15 bis 6.45: „3iele und Zwecke der Verwaltungsakademie", Vorlrag von Studenrat Liebmann. 6.45 bis 7.15: Der Briefkasten. 7.15 bis 7.45: Funkhochschule: „®er europäische Roman im 19. und 20. 3afjr- hundert I“, Vortrag von Prof. Dr. Schultz. 7.45 bi$ 8.15: „D.e soziale Stellung der Frau bei den Alrvöllern", Vortrag von 3da Posen. 8.15 bis 9.15: Smsonie-Kon.er:. 9.15 bis 10.15: Konzert te3 Harmonieorchesters les Frank urter Orchester - Vereins Anschließend bis 12.30: Alebertragung von Berlin: Tanzmusik.