Dienstag, 6. Apnl 1926 176. Jahrgang General-Anzeiger für Oberheffen ünwfmtMXttacj: »rühllche Uni-erfiiat»»uch- tm6 SieinOntderti B. Lang« in Meten. Sflriftkttimg und S-schSftgM-: SftfflMe l. Briands Osterei Jur Reichsgesundheitswoche. Berlin, 3. April. (TU.) Zu der im Monat April in zahlreichen Orten des Reiches statt- findenden Reichsgesundheitswoche haben verschiedene Oberpräsidenten der preußischen Provinzen, sowie das anhaitische Staatsministerium gemeinsam mit dem Oberpräsidenten von Sachsen Aufrufe erlassen, in denen auf die große Bedeutung dieser Veranstaltung hingewiesen wird. Der Oberpräsident Siehr und der Landeshauptmann v. B r ü n n e ck von Ostpreußen sagen in ihrem Aufruf: „Wenn wir mit Trauer und Sorge im Herzen die Verwüstungen ansehen, die ein mehr als vierjähriger Krieg und ein Friede voll äußerer Bedruckung und innerer Unruhe in Deutschland angerichtet haben, daim steht als unsere größte Hoffnung für eine bessere Zukunft die im Kern ungebrochene Kraft des deutschen Volkes vor uns. Diese uns zu erhalten, das ist wahrhaft nationale Arbeit für Deutschlands Erneuerung." Der Oberpräsident von Pommern, Lipp- mann, sagt: „Gerade ein Volk wie das unsere, das sein widriges Geschick politisch und wirtschaftlich so tief zu Boden geschlagen hat, bedarf für seinen Wiederaufstieg der körperlichen tote geistigen Kraft und Gesundheit in besonders hohem Maße. An einem fehlt es immer noch bei vielen, an der Erkenntnis, daß ein jeder an seinem Teil die Pflicht hat, sich für sich selbst, für seine Familie und nicht zuletzt für sein Volk und Vaterland gesund zu erhalte n." Der Oberpräsident von Hannover, Roste: „Die Zeit verlangt von jedem einzelnen eine erhöhte Gesundheitspflege. Sie ist nicht Sache der Aerzte allein, sondern Sache des einzelnen, seines Willens. Richt erst, wenn wir krank sind, sollen wir damit beginnen, sondern als ein Stück Erziehung soll sie jeden unserer Tage begleiten und uns zur täglichen Pficht werden. Das sind wir nicht nur uns selbst schuldig, sondern auch der Vollsgesamtheit und dem kommenden Geschlecht." Der Oberpräsident der Rheinprovinz, S u ch s, sagt: „Eine wesentliche Vorbedingung für gesundheitliche Lebensweise ist zwar der Wohlstand, den wir verloren haben, und den wir nur in sicher noch manchen harten Jahren der Arbeit und Rot wieder erringen können. Doch auch unter den gegebenen Verhältnissen, die weite Bevölkerungskreise in drückenden Entbehrungen darben lassen, läßt sich schon vieles auf dem Gebiete der Gesundheitspflege durch einfache Belehrung und Gewöhnung bessern. In jedem einzelnen soll das Gefühl der Pflicht wachgerufen werden, mitzuarbeiten an der Abstellung der groben Gesundheitsnot, um so sich selbst und unser ganzes Volk an Leib und Seele stark und rein zu machen. Demission des Kabinetts Pasitsch Belgrad, 5. April. ($11.) Eine amtliche Mitteilung gibt nunmehr die Demission des gesamten Kabinettes Pasitsch bekannt. Rach den schweren Konflikten mit der Französische Geldsorgen. Das Finanzgesetz vom Senat angenommen Die Friedensverhandlungen mit Abd el Krim. Paris, 6. April. (WTB. Funkspruch.) Wie das „Journal" aus Madrid meldet, veröffentlicht die Regierung eine offiziöse Auslassung über die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen mit Abd elKrim. Die Auslassungen verbergen nicht, daß gewisse Meinungsverschiedenhek- t e n zwischen der französischen und der spanischen Regierung zwar nicht über die Grundsätze des Friedens selbst, wohl aber über de notwendigen Bedingungen bestehen. Die spanische Regierung halte den Ze tpunkt für einen Friedensschluß noch nicht für gekommen, da das Prestige und die Macht Abd el Krims noch nicht genügend niedergeworfen sei. Spanien wünsche ebenso wie Frankreich rasch Frieden zu schließen, wolle jedoch die Sicherheit haben, daß es nicht gezwungen sei, schon bald wieder eine neue militärische Aktion zu unternehmen. sation durchführe und vor allem, wenn man das Land beruhige statt es zu verhetzen. Er habe Der- trauenfürdieZukunft. Alsdann trat der Senat in die Einzelberatung der Steuergesehe ein, wobei auf Grund einer Vereinbarung nur die abgeänderten oder von der Kammer neu eingeführten Artikel erörtert werden. 3n der Einzelberatung wurde die Bestimmung über die eidesstattliche Versicherung bei der Abgabe der Einkommensteuererklärung mit den vorgesehenen Straf- und anderen Bestimmungen angenommen. Weiter wurde angenommen die Besteuerung landwirtschaftlicher Einnahmen in der vom Finanzausschuß des Senats angenommenen Fassung, sowie die Besteuerung beim Verkauf von Wertpapieren und die Einführung des von den Banken für Rechnung jedes Ingbers von Wertpapieren besonders zu führenden Steuerkontrollbuches. Die Weiterberatung wurde darauf vertagt. Pirets Steuergesctze von Kammer und Senat angenommen. Paris, 4. April. Kammer und Senat haben heute morgen ihre Beratungen über die S t e u e r g e fe h e n t w ü r fe Perets beendet. Die Kammer hat das Gesetz mit 365 gegen 145, der Senat mit 220 gegen 16 Stimmen angenommen. ImLause der Nachtsitzung haben sich die beiden Parlamente über die Abänderungen geeinigt, die der Senat an dem Text ber Kammer vorgenommen hatte. Es handelte sich in der Hauptsache darum, ein Kompromiß hinsichtlich der Monopole für Petroleum und Zucker zu finden. Die Kammer schlug vor, durch ein S o n d e r g e s e tz das Petroleummonopol später zu regeln und das Zuckermonopol ganz fallen zu lassen. Mit dieser Einigungsformel hat sich der Senat zufrieden gegeben, doch mußte die Kammer ihrerseits in bezug auf die Tabakpreise ein Zugeständnis machen. Die Kammer hatte den Tabakpreis auf 2,10 Franks für das Kilo festgesetzt, der Senat hatte den Prei > auf 2,50 Franks heran (gesetzt, woran er fcst- hielt. Alle übrigen geringfügigeren Mei- nungoverschiedenheiten wurden ausgeglichen. Es wurde schließlich beschlossen, daß der Senat die Beratung des Haushaltsplanes für 1926 am 12. April im Plenum beginnen soll. Die Kammer vertagte sich bis zum 2 0. April. Sie soll jedoch früher einberufen werden, falls der Senat vorher seine Budgetberatungen beeenden kann. Eine Rede Zerriots. • Paris, 5. April. (WTB.) Kammerpräsident H e r r i o t hat heute auf bem Kongreß der französischen Studenten in Poitiers eine Ansprache gehalten, in der er u. a. sagte: Wenn! man sein Land liebt, wenn man nachdenkt undl beobachtet, wie die Zahl der Einwohner abnimmt, wenn man sieht, w i e neben Frankreich zahlreiche Rationen sich immer stärker entwickeln, ist man sehr darum besorgt, ob Frankreich nicht den Massen, die es beherrschen wollen, diese Suprematie entgegenzusehen hat, die in der Geschichte- seiner beherrschenden Suprematie diejenige der Intelligenz und der Qualität gewesen ist. Die Sache der Studenten verteidigen und vertreten heißt nicht ein Privileg verteidigen. An dem Tage, , an dem das Geld, das heute eine sehr große Macht bildet, alles beherrscht, wird Frankreich zugrunde gehen. lUMÜBt obi luHton für bk lagtsnummer v,s zum Nachmittag vorher. prei» für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspsennig. Platzvorfchrift 20% mehr. Chefredakteur. Dr. Friedr. Will;. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr. H.THyriol; für den übrigen Teil Emst Blumfchein; für den Anzeigenteil 5ans Iüstel, sämtlich in Gießen. Franzöfisch-engUsche Meinungsverschiedenheiten in der syrischen Frage. London, 3. April. (TTl.) Wie der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" berichtet, bestehen zwischen der französischen und und englischen Regierung Meinungsverschiedenheiten in der syrischen Frage. 3n London ist man der Ansicht, daß Frankreich als Mandatsmacht nicht berechtigt ist, ohne Zustimmung des Völkerbundes den neuen französisch - türkischen Vertrag über die syrische Grenze zu ratifizieren. Der Völkerbund, dem das syrische Gebiet eigentlich unterstehe und in dem Frankreich nur als Beauftragter des Völkerbundes die Verwaltung führe, müsse, so verlangt man in amtlichen englischen Kreisen, den Vertrag einer eingehenden Prüfung unterziehen. 3n London erklärt man, daß der Vertrag gewisse territoriale Aenderunge vorsehe, was gegen den Grundsatz verstoße, da eine Mandatsmacht keinerlei Mandatsgebiet oder Teile tiefer ohne Genehmigung des Dökkerbundes abtreten könnte. Der Vertreter Frankreichs im Völkerbund, Paul Boncourt, steht jedoch auf dem Standpunkt, daß die Grenzberichtigungen durch die Klauseln des Angora-Abkommens von 1920 gestattet seien. Auch der Lausanner Vertrag sehe derartige Aenderungen der Grenzlinie vor. Schwere Kämpfe um Mossul. Bagdad. 3. Äpril. (Täl.) Britische Tanks traten gestern vormittag an der Grenze zwischen- Shrien und dem Irakgebiet in Aktion, als große Teile syrische arabischer Stämme einen Stamm des Irakgebietcs angriffen, dem die Verteidigung eines Grenzpostens oblag. Der Feind überschritt mit 20C0 Mann die Grenze des I'rakgebietes. Die britischen Tanks fügten den ein dring enden Stämmen schwere Verluste zu. Als Flugzeuge erschienen, floh der Feind unter Zurücklassung von Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Monatr-Berngspreis: 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Träger- lohn, auch bei Richter- scheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernfprechanschlüsse: Schriftleitung 112, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: Zranffutt am Main 11686. verzeichnen wäre. Das Finanzproblem sei also nicht unlösbar: vor allen Dingen müsse man aber die Währungskrise beseitigen. Es sei bedauerlich, daß die Arbeiten so langsam vorwärts gingen. Den Senat treffe aber dafür keine Schuld. Er empfahl darauf die Annahme des Gesetzentwurfs. Im Laufe der allgemeinen Aussprache, an der sich nur wenige Senatoren beteiligten, ergriff auch M i- n ift er P 6 ret das Wort. Er wies darauf hin, daß die Verzögerung der Verabschiedung des Budgets dem Schatzamt einen monatlichen Schci - den von 875 Millionen Franks zugefügt habe. Nach dem Budgetausgleich müßten vor allen Dingen die interalliierten Schulden geregelt werden, was jeder Währungsstabilisie- rung vorangehen müsse. Der Verständigung hierüber dürfte man jedoch nicht die berechtigten 45 Toten. Die Verluste des Feindes an Verwundeten sind nicht bekannt. Vor dem Eingrmfen der britischen Kräfte hatten die britischen Offiziere Anweisung erhalten, den Irakstmnrn des Scheichs Habil von der Eröffnung von Feindseligkeiten und der Verfolgung des Feindes über die Grenze des Irakgebietes hinaus zurückzuhalten. Ruhe in Kalkutta. London, 6. April. (Sil) 3n Kalkutta ist die Ordnung wie d e rher geste l lt. Bei den ilnruhen wurden 45Personengetote, 500 schwer verletzt und 300 verhaftet. Die am Montag in einigen Blättern verbreitete , Rachricht, daß über Kalkutta der Belagerungszustand verhängt worden'sei, ist unrichtig. Rach einem Reuter-Telegramm aus Kalkutta erwartet man die Wiederaufnahme des normalen Lebens mit Beendigung der Feiertage. gu Hindenburgs Militärjubiläum. Berlin, 3. April. (Wolff.) Anläßlich des 60jährigen Militärjubiläums, das der Reichspräsident am 7. April begehen kann, sind folgende militärische Veranstaltungen vor- gesehen: 9,30 Dorrn, bringt die Kapelle des 9. Inf.-Regts. dem Reichspräsidenten im Garten seines Hauses Morgenmusik dar. Um 11,45 norm, werden durch die Fahnenkompagnie des Wachttegiments Berlin mit Musik die Fahnen -der Regimenter des Generalfeld- mar sch als. nämlich das 3. Garde-Regt. zu Fuß, des Oldenburgischen Inf.»Regts. Rr. 91 und des Inf.-Regts. Generalfeldmarschall von Hindenburg 2. Masurisches) Rr. 147 durch die Wilhelmstraße nach dem Hause des Reichspräsidenten gebracht. Alm 12 älhr findet tm großen Saal des Präsidentenhauses eine militarische Feier statt, an welcher Abordnungen von Offizieren, .UnterOffizieren und Mannschaften der Traditionsttuppenteile borgenannter Regimenter, die Chefs des Heeres- unb der Marineleitung. Vertreter der Reichswehr und der Reichsmarine und der Reichswehrminister teilnehmen werden. Auch der Reichskanzler wird dieser Feier beiwohnen, der Reichswehrminister wird hierbei die Glückwünsche der Wehrmacht darbrinaen. Rach dieser Feier werden die Fahnen rm Arbeitszimmer des Reichspräsidenten ausgestellt, von wo sie am nächsten Tage, am 8. April, mittags 12 Uhr. von der Fahnenkompagnie zur Kaserne des Wachttegiments gebracht werden. DiS in den frühen Morgen des Ostersonntags hinein hat Herr Briand Kammer und Senat durcheinander wttbeln müssen, bevor er sie soweit mürbe hatte, daß sie schließlich über Paris. 3. April. (WB.) Der Senat hat die Finanzvorlagen einen Kompromiß fanden, heute vormittag die Beratung über das Steuer- der eigentlich mehr schlecht als recht ist. Gewiß, gesetz, das von der Kammer verabschiedet wor- rechnerisch ist für den Augenblick das Gleichge- ist, begonnen. Ministerpräsident Briand gewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben her- Finanzminister P 6 ret wohnten der öttiung gestellt, aber was heute noch stimmt, wird in ßci Der Berichterstatter des Finanzausschusses einem Lande der Inflation morgen schon Senats Senator Cheron ergriff das Wort nicht mehr richttg sein. Die Preis steige- I unt> ^gte auseinander, daß der Ausgleich des rung hat im inneren Verkehr vor der Hand Budgets 1926 auf folgenden Grundlagen mog- nicht das Tempo angenommen, daß sie mit dem UH sei: Der Finanzausschuß des Senats habe Sinken des Franken gleichen Schritt hält, &a8 -Ausgabebudget auf 36124 Millionen Mir wissen ja aus eigener Erfahrung, daß es Franks festgesetzt, das sich durch die Aufnahme ziemlich lange dauert, bis Valuta und Preisbil- I gewisser weiterer Beträge auf 37 237 Millionen düng automattsch in Verbindung miteinander Franks erhöhen toü*. An Einnahmen stan- treten Aber die Rachwirkungen müssen kommen: dUr Verfügung: Erstens die von der Kammer Seit die Finanzvorlage eingebracht wurde, ist der bereits für das Budget eingestellten 32 840 Mil- Frank um mehr als ein Viertel seines Wertes n^en Franks, zweitens neue Einnahmequellen gefallen, die Beamten und die Rentner werden ^er die sich Kammer und Senat bereits verdös merken, vor allen Dingen die Beamten ftänbigt hätten im Betrage von 1437 Millionen verlangen mehr Geld, und dann ist das Loch Franks, drittens die von der Kammer bereits im (3tat, das heute schon unsichtbar vorhanden angenommene und heute dem Senat vvrliegen- ist nicht mehr zu verstecken. Zumal da ja der ^^n Zusahsteuern in Höhe von 2354V- Millionen französische Imperialismus ohne Rücksicht auf die Franks und 5. die vom Senat Wer bereits Gewkalamität im eignen Lande seinen Weg toei- angenommenen, von der Kammer aber durud- tergeht. gestellten und jetzt vom Finanzausschuß des Se- Der Krieg in Syrien kostet ein un- natg heute wieder aufgenommene Preiserhöhung heimliches Geld, das Marvkkoabenteuer für Tabak und Steuererhöhungen für Kaffee, verschlingt ungezählte Millionen, und es war Salz und pharmazeutische Spezialitäten im Ge- wohl nur eine Deruhigungspille für die erregten samtbettage von 358V« Millionen Franks, ins- Gemüter der Parlamentarier, wenn gerade in gesamt also Einnahmen in Höhe von 37 535 /« diesem Augenblick die Rachricht lanciert wurde, Millionen Franks, so daß also ein Einnahme- döß Abd el Krim neue Friedensfühler ausgestreckt I Überschuß von rund 296 Millionen Franks zu habe. Er denkt natürlich nicht daran, im Gegen- | verzeichnen wäre. Das T teil, Frankreich wird alle Hände voll zu tun haben, der gefährlichen Bewegung im Rif Herr zu sein, und wenn auch die Karnmer das letzte Mal eine Million von den Krediten für Marokko gestrichen hat, General P 6 t a t n wird sich bar» um nicht kümmern, er wird weiter» Opfer an Geld und Menschen verlangen. Der Finanzweiß nicht woher. Herr Pöret hat am Samstag Minister aber soll die Mittel beschaffen und schon die ersten Aiideutungen gemacht, daß der nächste Etat ein Defizit von 2,5 Milliarden Francs bringen werde. Das ist sehr bescheiden gerechnet; vor allem ist aber übersehen, daß die 40 Milliarden kurzfristiger Anleihen -wie ein Felsblock auf dem Etat lasten und zu einer tötlichen Lawine werden können, in dem Augenblick, wo mit dem wetteren Absacken des _|1V ______ ... .... , Franken auch das Verttauen in die eigene Wäh- I Interessen Frankreichs opfern. Auch dürfe man nicht rung endgültig verloren geht, das heute, wenn vergessen, daß Frankreichs Zahlungsfähigkeit von nicht in Paris, so doch in der Provinz noch den durch Deutschland zu lei st enden Zah- vorhanden ist. Herr Briand hat also eine Schlacht sungenbeeinflußt sein werde. Das letzte Pro- gewonnen, vom endgültigen Sieg aber ist er (,[em |e| das der Amortisation. Die Lage sei soweit entfernt wie je, uird seine Stellung ist nicht verzweifelt. Wenn die Bilanz der doppelt gefährdet, da er durch den Mißerfolg Bank von Frankreich bisweilen Beunruhi- von Genf viel von seinem Presttge verloren hat. gung Hervorrufe, so sei das vollkommen ungerecht- Die Osterruhe in Frankreich wird deshalb nur fertigt. Die Vorschüsse der Bank von Frankreich an kurze Zeit anhalten, dann geht der Ansturm auf den Staat in Höhe von 11 Milliarden Franks be- das Kabinett von neuem los. wegten sich in der gleichen Höhe wie im Vormonat, i-Xfx «_• im übrigen würden in den kommenden Wochen be= DCl -Dl,lunu. deutende Summen zurückgezahlt werden und Vor- Paris, 3. April. (TA.) Wie der „OKatin“ schüssenichtmehrin Frage kommen, lieber die mitteilt, hat Briand gestern nachmittag nicht Währung rege man sich sehr auf. Die von Neuyork nur mit dem deutschen Botschafter, sondern auch kommenden Orders lasteten schwer auf'dem Markte, mit dem englischen Botschafter Lord Crewe aber was könne man gegen das Ende des Monats über die Studienkommission des Völkerbundes I und besonders Ende eines Vierteljahrs für den 3m= verhandelt. Das Blatt glaubt zu wissen, daß port notwendig werdende Devisenbedürfnis tun. der deutsche Botschafter erklärt habe, Dr. Die Spekulation spiele nur eine ganz g e - Strefem ann wünsche genaue Angaben über ringe Rolle. Er glaube nicht, daß es nötig (em., die Zusammensetzung der Kommission und über werde, zur Inflation zu schreiten, wenn man die Stellung der deutschen Mitglieder, die an das Budget ausgleiche und eine vernünftige Amorti- den Arbeiten der Kommission teilnehmen werden. ........ ,TOM. Deutschland wolle ferner wissen, welche Haltung I ---------------------------- Frankreich und England zur Kandidatur Spa- |oIIten bor jeder internationalen Konferenz eine niens und Brasiliens für einen Ratssitz ein- praktische Verständigung über alle Fragen her- nehmen würden, lieber diese Fragen haben stellen. Diese Methode eigne sich jedoch nicht sich, wie das Blatt mitteilt, Briand und Lord Dölkerbundverhandlungen, wo die an» Crewe eingehend unterhalten. Die zwischen dein geschnittenen Fragen frei und offen ohne Dor- deutschen und englischen Botschafter und Bnand urten debattiert werden sollten. eröffneten Verhandlungen über diese Fragen wer- ö[m übrigen würde ein französisch - den während der Osterfeiertage unterbrochen, englisches U e b e r e i n f o m m en ein eng- jedoch gleich nach dem Feste wieder auf genommen s i s ch - a m e r i k a n i s ch e s llebereinfom» werden. Imen ausschliehen und gerade in dieser Französisch-englische Gegensätze S'S in der Enlwaffnungssrage. ftienben Auffassung eine große Wesensverwandt- Sonbon, S. April. (TL, Wi' beu dipl°. d°s (Seifte« -ls auch der Snteteffen. matrsche Korrespondent des „Daily Telegraph" berichtet, hatte Briand nach seiner Untcrre&ung mit von Hösch eine weitere Besprechung mit dem englischen Botschafter. Der Korrespondent sagt, daß diese Unterredung sich weniger mit den vorher zwischen Briand und dem deutschen Botschafter berührten Fragen beschäfttgt habe als vielmehr mit dem Programm der Cntwasf nungs- k o n f e r e n z, die am 18. Mai zusammentreten soll. Bisher hätten Lord Cecil und Paul B o n c o u r, die Hauptdelegierien auf der Ab- rüstungskonserenz, keinerlei Aebereinstim- m u n g in den Hauptpunkten des Programms Herstellen können. Es wäre unwahrscheinlich, daß der von Lord Cu111 che Flugzeuge 12 Bomben tn ter Rahe der Tempel des Ackerbaues ab, wo sich zahlreiche Menschen versammelt hatten, um der alliahrlichen Zeremonie ter Daumpflanzuna beizuwohnen. Die Zuschauer zerstreuten sich in Panik, doch waren keine Verluste an Menschenleben zu verzeichnen. * Wie ter „Star" berichtet, erwägt das diplomatische Korps wegen dieser Vorgänge die Lieber- reichung einer Protestnote. Die Rattonalarmee hat vier Flugzeuge aus Kalgan beordert, um ihrerseits die Verfolgung der Flugzeuge der Verbündeten aufzunehmen. Aus aller Wett. Die Leiche der Iucjewskaja gesunden. Der Leichnam der Sängerin Zinaida Jurjew s k a j a, bie am 3. Dezember v. I. plötzlich iv Andermatt verschwanb, ist, wie aus 21 n b e r m a 11 gemeldet wird, 1 Kilometer unterhalb der Teufelsbrücke von Wachsolbaten des Forts Andermatt aufgefunden und geborgen worden. Außer einer Schnittwunde am linken Handgelenk, die offenbar mit dem seinerzeit aufgefundenen Rasiermesser ausgeführt ist, und Quetschungen an der linken Kopfseite, bie offenbar auf das Aufschlagen nach dem Sprung von der Teufelsbrücke zurückzuführen sind, weist der Körper keine Verletzungen auf. Die Annahme, daß Selbstmord vorliegt, bestätigt sich somit. Der Leichnam war vermutlich bisher im Eise eingefroren und ist nun durch eintretendes Tauwetter freigeworden. Zusammenstoß mit Kommunisten. Aus Düsseldorf wird gemeldet: Als Kleine politische Nachrichten. Rach einer Meldung aus Reuyork ist Kapitän Heinen zum Präsidenten einer soeben gebildeten L uf 1 f ah rt s g ese 11 s ch a f t ernannt Worten. Die Gesellschaft seht sich die Einrichtung neuer Luftfahrtlinien in den Vereinigten Staaten zum Ziel und wird später die Luftverbindungen zwischen Amerika und Europa organisieren. Der päpstliche Pronuntius Kardinal Ceretti hat Paris endgültig verlassen. Aus dem Bahnhof hatten sich fast das gesamte diplomatische Korps sowie Vertreter der verschiedenen französischen Ministerien zur Begrüßung eingefunden. Bis zum Eintreffen des neuen päpstlichen Nuntius ist der Doyen des diplomatischen Korps der spanische Botschafter Quinones de L 6 on. Stadttheater, 6V2 Ahr: „Gräfin Mariza" (Ende 10 Ahr). — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Heiratsschwindler". — Astoria-Lichtspiele: „Das geheimnisvolle Haus". Wettervoraussage. Zunächst noch heiter und trocken bei südlichen Winten, dann kühler bei zunehmender Bewölkung und Riederschlagsneigung. Rach dem Vorübergang eines schwachen Ausläufers eines nordwestlichen Tiefdruckgebietes, der jedoch in unserem Bezirk^ sich nur durch tärkere veränderliche Bewöllung bemerkbar machte, hält die Schönwetterlage zunächst weiter an, doch mehren sich die Aussichten, daß die westlich von den britischen Inseln liegenden Störungen langsam an Raum auf dem Kontinent gewinnen und daß damit unser Bezirk mehr unter ten Einfluß ozeanischer Lust kommt. Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 18,2, Minimum 2,5 Grad Celsius. Heuttge Morgen- temperatur: 6,7 Grad Celsius. Kunst und Wissenschaft. Das Meininger Theaterfest. Meiningen, 4. April. (WTB.) Den Höhepuntt ter Meininger Erinnerungsfeier zu Ehren tes Theaters tes Herzogs Georg II. bildete die unter der Regie des Hofrats Otto Osmarr. Meiningen, stehende Festauffüh - r u n g von Shakespeares „Julius Cäsar" am Ostersamstagabend im Landestheater. Der Ostersonntag brachte im Rahmen einer Morgenfeier einen historischen Lichtbildervortrag Dr. Riessens. Köln, über das reformatorische Werk ter Kunst tes Herzogs und ein Konzert des Wendling-Quartetts, Stuttgart. Gespielt wurde ausschließlich Kammermusik des von Herzog Georg geförderten Max Regers. Das offizielle Fest schloß am Sonntagabend mit dem Rein- Hardt scheu Gastspiel „Der Diener zweier Herren" von Goldont, an dem ebenfalls jüngere von Reinhardt übernommene Meininger Kräfte mitwirkten. Deutsche Kunstgemeinschaft. Berlin, 4. April. (WB.) Die „Deutsche Kunstgemeinschaft" ist nach längeren Vorarbeiten nunmehr mit ihrem Aufruf an die Oeffent- lichkeit getreten. Die durch den Staatssekretär im Reichsministerium tes Innern, Hch. Schulz, ins Leben gerufene gemeinnützige Einrichtung vereinigt Kunstfreunte und Künstler zu gerne in- amer Förderung des Kunstverständ- n i s s e s und zur Ausbreitung des Ku n st- besitzes im deutschen Volke. Sie ermöglicht durch ihre Zahlungseinrichtungen von monatlich wenigen Mark an, daß jedermann Originalwerke ter Kunst im Verlauf von längstens zwei Jahren erwerben kann. Die neue Gemeinschaft richtet zur Zeit im Berliner Schloß eine ständige Kunstausstellung ein und will durch weitere Ausstellungen im ganzen Reich, durch Vorttäge, Veröffentlichungen und gemeinsame Veranstaltungen, sowie durch künstlerische Jahres- gaben ihre wertvollen Aufgaben für die heute ernstlich Rot leitenden Künstler vcrwirllichen. Diese Anbahnung neuer Wege für den Erwerb von Kunstwerlen durch weite Kreise des Volkes, wurde er gewalts am zum Halten gezwungen. Es wurde ihm die Kurbel entrissen und an ten Kopf geworfen, so daß er eine klaffende Wunde davontrug. Die alarmierte Polizei verfolgte die Kommunisten, holle sie ein und nahm vier von ihnen f e st, gegen die voraussichtlich Anzeige wegen Landfriedensbruchs erstattet werden wird. Lin deutscher Schooner gekentert. Wie die Morgenblätter aus Kopenhagen melden, kenterte am Montag srüh der deutsche Schooner „W a h l f a h r t" in ter Rähe der Insel Falster. Die Mannschaft konnte, nachdem sie drei ©tunten an das Wrack geklammert im Wasser ausgehalten hatte, von einer Bornholmer Galeasse gerettet werden mit Ausnahme des Kapitäns, ter kurz, bevor die Rettung kam, ertrunken war. vom Blitz erschlagen. Bei einem Frühlingsgewitter, das in Schweighausen in Baden niederging, wurde die 38jährige Frau des Landwirts Wilhelm Neumeier vom Blitz erschlagen. Auch der bei ihr sitzende Hofhund wurde getötet, dagegen kam der in der Nähe stehende Knecht mit dem Schrecken davon. Lin furchtbarer Selbstmord. Aus Saarbrücken wird gemeldet: Einen furchtbaren Selbstmord beging der Fabrikarbeiter Meinusch von hier, der am Schmelzofen bei der Firma Ehrhardt & Sehmer beschäftigt war. Beim Mittagessen stürzte er sich plötzlich vor den Augen seiner Kollegen oben in den Einwurf des Ofens in die glühende Masse. An eine Rettung war nicht zu denken, da er in der Gluthitze von 13 000 bis 14 000 Grad im Nu von den Flammen verzehrt war. Obwohl der Ofen sogleich geleert wurde, konnte man von der Leiche kein Atom Mehr sehen. Familienerschütterungen sollen den Mann in den Tod getrieben haben. Er hinterläßt eine Frau, mit der er in Scheidung gelebt hat und zwei unmündige Kinder. 32 Personen bei einem Großseuer ums Leben gekommen. Wie aus Kairo gemeldet wirb, sind hier bei einem großen Schadenfeuer 32 Personen ums Leben gekommen. 612 Gebäude wurden zerstört. 4000 Menschen sind obdachlos. Schwerer Strahenbahnunfall in Bukarest. Bukarest, 6. April. (TA.) Gin voll beferer Straßenbahnwagen entgleiste an einer Strahenbiegung und fuhr in einen Konfektionsladen. Bei dem-Anfall wurden drei vorübergehende Personen getötet. Großseuer in Amiens. In Amiens wurde eine große Weberei durch Feuer vollkommen zerstört. Der Schaden ist bedeutend. Notlandung des dänischen Fliegers herschend. Der dänische Flieger Herschend. der von Ko« 1 penhagen nach Tokio unterwegs ist, mußte in Die Heilkraft der Pflanze hat in unserer Zeit wieder stärkste Beachtung getunden. Deshalb empfiehlt heute der Arzt zur Behebung von Darmträgheit und Stuhlverstopfung und zur Blutreinigung ein Mittel, dessen rein pflanzliche Zusammensetzung eine vollständig reizlose und milde und trotzdem sichere Wirkung verbürgt Diese Bedingungen erfüllen die seit 50 Jahren bewährten, in allen Apotheken erhältlichen echten Apoth. Rich. Brandt’s Schweizerpillen Citr. BeL B»l. 1J. F.atr. AoMli. mMch. - Aloe». - AbjynU. " - "Vl. - Gent. Ma OJ>. Pal»- •*-»- Gaat. - Trlf. M» q. e. f. »11. 80 »«k > bis > 18 Ä lö R bU 180bß r6tÜ^ $. b'S 20&$Ql.Qt40, Sen ’fr 20 «ien. Tlen,ii' W'AL '^ssage. Ltzrs acäjÄ - 48*. J«'1« mt AM« *» 'L^L, ■* ^elsius^ L'LÄK-S *SS*^S5 taPÄÄ*“ I- -Oer Besuch her Toi- , A0en jn bekannter - Jiti btr Spoäierganner, Sh " ber engeren Um- oesuch auszuweisen. Sie menUidj tn ben Abend- ^bewältigen, jedoch auch Vagen, insbesondere nach ? A ?'i°^°hn konnte ’t QleidjIoUs Borteil ziehen^ her Verkehr zwar schwach vom Nachmittag ab sehr zu wurde er so stark, das, 8'gen Zügen Vorzüge gellte in allem ist zu lagen: Erwartungen erfüllt, die ms sie gesetzt wurden, und |Q|twirten ein Geschäft ge- nen ist. leren Abfertigung tigen beim Finanz. >sch«n der Gießener Kauf' ), hatte die Handelslam- lmzamt gebeten, für eine der Steuerpflichtigen an sfenhalten mehrerer Schal- Das Finanzamt hat hier- feiner Seite alle zur be- ! notlocnbigen Ma-nah- s hat aber gleichzeitig auch die Kausmaimschasi in Abwicklung des Der- wem von ihr mehr alt isichtspmtte befolgt wer- chlung aus Einkommen., ms- und Umfahsteuer ift .mmer anzugeben, wodurch t Hammfartci vemieden betrag kann durch Dank- mauer Angabe von Steuer« Steuer» oder Sollbuchmim' en was aber so geschehen rzkafse am letzten Fall'g- Jcld Derfügen kam. ö. mittels Zahlte bei bet heckkonw des Finanzanüs N Ar. 2005) erfolgen. M J'ber Einzahlungstag bei er Pserdematttlot- der heMn Anzeige ersch-' ML indierung F Eaniiäts« N. «»“äT'X d« , ferner- w‘..g ®onn „büchet uv Margen s-isB OtertftxntiTttt», der Bademeister bei der Dad- und Kurverwaltung Dad-Rauheim Georg Karn AU Dad-Rauheim zum Oberbademeister. •• Unser ein heimischer Radrennfahrer August Deibel war bei dem gestrigen Radrennen „Quer durch das Ohm- und Lahntal", über dessen Ausgang wir an anderer Stelle des heutigen Blattes berichten, gut in Form und lag ständig in der Spitze. In Als- selb wurde er von einem Konkurrenten an- gefahren und kam dadurch zum Sturz, der aber, abgesehen vom Derbiegcn der Lenkstange, noch gut verlies. An der starken Straßenkurve in G r ü n b e r g wurde Deibel erneut angefahren, dadurch stürzte er abermals, und hierbei erlitt seine Maschine so schwere Beschädigungen, daß sie unbrauchbar wurde und ihr Meister notgedrungen das Rennen aufgeben muhte. Die Fahrer kamen gegen 2 Ahr durch unsere Stadt (Steinst raße, Marburger Straße), von einer zahlreichen Menschenmenge freundlich begrüßt. Wohnungseinbruch. In der Zeit vom Smustag bis Montag wurde ‘in der Ludwigstraße d.chicr ein Einbruchsdiebstahl ausgeführt. Der entwendete etwa 260 Reichsmark Bargeld. Polizeiliche Ermittlungen sind im Gange. ** Fe st genommen wurden hier drei Ausländer wegen Paßvergehens. '• Aufhebung der Hersteller - und Kleinhandels st euer und Ermäßigung der Umsatzsteuer. Durch das Gesetz über Steuermilderungen zur Erleichterung der Wirtschaftslage vom 31. März 1926 ist der Sah der allgemeinen Umsatzsteuer für die Umsätze vom 1. April 1926 an von 1 vom Hundert auf 7> , vom Tausend ermäßigt und die Herstellerund Klei.ihandelssteuer aufgehoben worden. Darüber, ob ein Umsatz vor oder nach dem 1. April 1926 liegt, entscheidet nach den in Kürze er- gehenden Übergangsbestimmungen bei der Der- fteuerung nach vereinnahmten Entgelten (Jst- einnahme) der Zeitpunkt der Vereinnahmung, bei der Versteuerung nach den Leistungen und Lieferungen (Solleinnahme) der Zeitpunkt der bewirkten Leistungen. Die Steuerpflichtigen,^ die zu monatlichen Vorauszahlungen der allgemeinen Umsatzsteuer verpflichtet sind, haben daher erstmals im Mai 1926 für die Umsätze im April, die Steuerpflichtigen, die zu vierteljährlichen Vorauszahlungen der allgemeinen Umsatzsteuer verpflichtet sind, erstmals im Juli 1926 für die Umsätze vom April bis 3uni 1926 die Umsatzsteuer in Höhe von 7-/.- vom Taufend zu entrichten. Dagegen haben sowohl die Monats- als auch die Vierteljahrszahler bei der Vorauszahlung der allgemeinen Umsatzsteuer im April 1926, die sich auf die Umsätze vor dem 1. April 1926 bezieht, noch 1 vom Hundert zu zahlen. Soweit Hersteller- und Kleinhandelssteuerpflichtige nach vereinnahmten Entgelten versteuern, haben sie für alle vor dem 1. April 1926 vereinnahmten Entgelte und nur für diese noch 71/2 vom Hundert zu zahlen, soweit sie nach Lieferungen versteuern, haben sie für alle vor dem 1. April 1926 ausgeführten Lieferungen nur für diese noch 7i/3 vom Hundert zu zahlen. * Oeffentliche Bücherhalle. Im März wurden 1499 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 910, Zeitschriften 127, Jugendschriften 101, Literaturgeschichte 10, Gedichte und Dramen 23, Länder- und Völkerkunde 83, Kulturgeschichte 28, Geschichte und Biographien 68, Kunstgeschichte 12, Naturwissenschaft und Technologie 62, Heer- und Seewesen 7, Haus- und Landwirtschaft 9, Gesundheitslehre 10, Religion und Philosophie 26, Staatswissenschaft 5, Fremdsprachliches 13 Bände. Nach auswärts tarnen 21 Bände. Aus dem Gießener Standesamt s r e g i ft e r. Es verstarben in der Zeit vom 16. bis 31. März: 16. Heinrich Knauh, Rektor i. R., 74 Jahre alt, Schillerstraße 5. Marie Elisabethe Waas, geb. Aletter, 68 Jahre alt, Bahnhofstraße 60. 18. Margarete Schmitt, geb. Koch. Witwe. 85 Jahre alt, Licher Straße 159. Elisabeth Schweitzer, geb. Weber, Witwe, 73 Jahre alt, Maigasse 15. Sarah Korbes, ohne Beruf, 85 Jahre alt, Sicher Straße 74. 19. Caroline Reitschmidt. geb. Binz, Witwe, 79 Jahre alt, Licher Straße 74. 20. Hans Schmidt. 8 Monate alt. Drandgasse 6. 21. Lina Margarete Stritter, geb. Müller, 32 Jahre alt, Reustadt 24. Marie Weimar, geb. Reuter, Witwe, 74 Jahre alt, Licher Sttaße 74. 22. Karl Laub, Former, 49 Jahre alt. Plockstraße 7. 23. Albert Hecker, Eisenbahnschaffner i. R., 87 Jahre alt. Licher Straße 74. 24. Martin Dörr, Schlosser-meister, 65 Jahre alt, Rordanlaae 18. 25. Johanna Tippel, Rentnerin, 66 Jahre alt, Ederstraße 2. 27. Mina Bornheim, ohne Beruf, 88 Jahre alt, Licher Straße 74. Katharine Stieber, geb. Frischholz, Witwe, 58 Jahre alt, Licher Straße 74. Eberhard Kramer, Apotheker, 49 Jahre alt. Lud- wigsplah 10. Luise Plank, geb. Jmbott. Witwe. 88 Jahre alt. Licher Straße 74. 28. Margarete Will, geb. Horrmann, Witwe. 72 Jahre alt, Sonnenstrahe 6. Klara Gaquoin, geb. Voigt, Witwe. 78 Jahre alt. Reuen Baue 22. 30. Dr. Heinrich Platz. Sanilätsrat, 66 Jahre alt, Alice- straße 25. Friedrich Roll, Gärtner. 53 Jahre alt, Mäusburg 15. 31. Pauline Muckh. geb. Finninger, 74 Jahre alt. Asterweg 29. Die Hessische Apothekerkammer hielt ihre 4. Sitzung im Ministerium des Innern in Darmstadt ab. Aus den Verhandlungen ist mitzuteilen, daß dem Voranschlag, der gegen den vom Jahre 1925 um 2700 Mk. herabgesetzt werden konnte, zugestimmt wurde. Die Mitgliederbeiträge. die gestaffelt erhoben werden, können zum größten Teil erheblich ermäßigt werden. Die Kammer nahm den Bericht der Kommission für Bearbeitung der Pachtverträge der Gemeindeapotheken vom Referenten. Apotheker Dornberger- Gießen, entgegen und genehmigte ihn im allgemeinen. Beschlossen wurde, daß in die Sterbekasse weibliche Angehörige von Mitgliedern auf Antrag ausgenommen werden können. Heber die Zulässigkeit von Fertigpräparaten, die Gifte enthalten, fand eine eingehende Aussprache statt: die Sache wurde der Regierung als Material überwiesen, die sie der ihr zuständigen Reichsstelle unterbreiten wird. Betont wurde dabei die Gesahr. die in dem Vorrätighalten dieser gertig- präparate für das Publikum liegt. Ferner wurde u. a. ein Antrag angenommen, in dem gefordert wird, daß dem Apotheker der Ankauf von gebrauchten Arzneibehältern aus sanitären Gründen verboten wird. Der Antrag wird der Regierung zugeleitet. ** 15pr0z. Fohrpreiserhohung bei den Saarbahnen. Die Eisenbahndirektion des Sa. Gebiets teilt mit, daß mit Wirkung vom 1. April ab die Personenfahrpreise bei den Eisenbahnen des Saargebiets um durchschnittlich 15 Prozent erhöht wurden. ** Die Dogtsche Handelsschule in Gießen trat nach Abschluß ihres Schuljahres eine Studienfahrt von sechstägiger Dauer nach Hamburg an, um ihren Schülern und Schülerinnen auch in praktischer Hinsicht einen Einblick in das Wirtschaftsleben zu vermitteln. Eine Rundfahrt im j'ofen mit anschließender Besichtigung des Dampfers „Deutschland" gab den Schülern eine lebhafte Vorstellung von der Bedeutung des internationalen Handelsverkehrs. Das gesamte Hafenbild mit seinen viel verzweigten Hafenanlagen, den Landungsbrücken, Lagerhäusern, Schiffswerften usw. konnte in Augenschein genommen werden. Bei regem Interesse der Schüler wurde eine Dampferfahrt elbaufwärts bis Euxhafen unternommen, um den Verkehr der ein- unb ausfahrenden Schiffe zu beobachten. Zahlreiche Rundgänge diirch die Stadt, sowie Besuche der Ge- treibei unb Wertpapierbörse unb ber großen Hamburger Warenhäuser vervollstänbigten ben Gefamt- embnick ber nicht im Getriebe einer Großstadt ausgewachsenen Schüler. Gute Unterkunft bot bie Hamburger Iugenbherberge. Seinen Abschluß erhielt ber Besuch ber Stabt bürd) eine Alster-Vergnugungs- sahrt im Lichterglanze ber Abenbbeleuchtung. Landkreis Gießen. s. Rödgen, 4. April. Zur Orientierung der ortsfremden Passanten unseres Dorfes ist beim Schulhaus ein Wegweiser mit der deutlichen und weit lesbaren Aufschrift ..Rach Gießen" angebracht wordett. (Derartige Orientierungstafeln wären auch in anderen Gemeinden sehr wünschenswert. D. Red.) — Gegenwärtig wird die Mauer um die Kirche ausgebessert. Ein abgerissener Teil der Mauer soll so wieder errichtet werden, daß dabei eine Verbreiterung der Straße erzielt wird. f Treis a. d. Lda., 3. April. In Wills Saal fand dieser Tage die Ausstellung der in der Schule gefertigten Handarbeiten statt, bei der recht schöne Leistungen zu sehen waren. Die beiden Kochkurse hatten ihre Radelarbeiten in der alten Schule zur Besichtigung ausgestellt und fanden auch mit Recht viele Bewunderer. Die A b s ch i e d s f e i e r n für die aus der Schule zu entlassenden 6 Knaben und 16 Mädchen, die am Freitagabend in der 1. Schule stattfand, nahm unter zahlreicher Beteiligung der Eltern und des Schulvorstandes einen sehr eindrucksvollen Verlauf. Der zweite Kochkurfus schloß am Mittwoch mit der üblichen Prüfung und Kaffee und Kuchen, die den zahlreichen Gästen trefflich mundeten. Oberregierungsrat Dr. Heß und Landtagsabgecrdneter Fenchel nahmen an der Feier teil. v. A l l e r t s h a u s e n. 4. April. Ein s ch w e- rer Unglücksfall ereignete sich heute mittag zwischen hier und Londorf. Der hiesige, 62 Jahre alte Landwirt Johs. Römer wollte zur Kirche nach Londorf, um der Konfirmandenvorstellung seines Enkelkindes beizuwohnen. Er wurde an dem sehr steilen Berg an der Köppernhölle von einem hinter ihm hertommenden Radfahrer, vielleicht durch unglückliche Zufälle, umgefahren. wobei er so schwere Verletzungen davontrug. daß er trotz sofortiger ärztlicher Hilfe nach einigen Stunden starb. Auch der Radfahrer erlitt sehr schwere, wenn auch hoffentlich nicht lebensgefährliche Verletzungen. t Gründer g, 4. Aprll. Die im vorigen Jahre aus dem nahen Warthof durch bie Landwirtschaftskammer angelegte Jungviehweide geht jetzt ihrer Vollendung entgegen. In der abgelaufenen Woche find drei 10 Meter lange, aus Eisenblech hergestellte Tröge zum Tränken aufgestellt worden, deren Tränkvorrich- tung automatisch gestaltet ist. Wenn ersorderlich, soll die Weide später noch vergrößert werden. — Das schöne Wetter der letzten Zeit ist der Frühjahrsfeldarbeit sehr förderlich gewesen. Reben Hafer ist schon ein Teil Gerste gesät Die Winterfrucht läßt leider zu wünschen übrig. Der Klee hat nur stellenweise gut überwintert. Der Raps steht recht gut und verspricht eine reiche Ernte. df. Langsdorf, 3. April. Dor nunmehr einem Jahr hat der hiesige Vorschuß- und Creditverein auf Anregung der Landes- genossenschaftsbank eine Schulsparkafse ein» gerichtet. In den 12 Monaten ihres De- stehens wurden 599,80 Mk. eingelegt. Rach und nach gewinnen Eltern und Kinder immer mehr Zutrauen zu dieser volkswirtschaftlich so wichtigen Einrichtung. Tut doch gerade der Jugend das Sparen so not! Den Kindern macht es Freude, ihre Spargroschen abliefern zu können, die ja andernfalls für unnötige Dinge verausgabt würden und somit verloren wären. — Wie schon berichtet, soll mit dem Dau der Wasserleitung unmitk bar nach Ostern begonnen werden, mit den Absteckungsarbeiten ist schon begonnen. Kreis Friedberg * Friedberg, 4. April. Der auf nächsten Mittwoch, 27 April, festgesetzte Schweine- markt fällt wegen der im Kreise noch herrschenden Maul- und Klauenseuche aus. Kreis Büdingen. _ Dad-Salzhausen. 4. April. Ein Reformweltsingen, das erste dieser Art, veranstaltet der Sängerbund „Mittleres R i d d a t a l" am 16. Mai im Saale des hiesigen Kurhauses. Das Ergebnis der Leistungen jedes Bundesvereins wird in eine Urkunde eingetragen und dem Verein überreicht. Rachmittags soll ein Vortrag von Volksliedern und Massenchören statt- finben. A Aus der nordöstlichen Wetterau, 3. April. Die sonnigen Sage dieser Woche haben die Frühjahrsaussaat ungemein gefördert. Wintergetreide und Klee sind in flottem Wachstum begriffen. Auftlärende Vorträge und selbstgemachte Erfahrungen haben die Landwirte davon überzeugt, daß man in den letzten Jahren zu viel stickstoffreiche Rahrung dem Boden zugeführt hat. was besonders für die Hackfrüchte (Kartoffeln) nicht gerade von Dortell war, da vielfach Acker- und Kellersäule auftrat, die neben der Rässe des Jahres 1925 auf das Konto der überreichen Menge Stickstoff zurückzuführen ist. Hier und da blühen schon einige Frühkirschbäu m e und spenden den Bienen neben Pollen auch schon etwas Rektor. Infolge mehrerer Fluglage im Rachwinter haben sich die kleinen Jn- setten gut gereinigt und sind von der zerstörenden Ruhr verschont geblieben. In den Kleinbasaltwerken wurde während des Winters ununterbrochen gearbeitet, Deckmaterial für die durch den starken Autoverkehr zertrümmerten Strahenoberbau geschaffen und Pfüistersteine für Gemeinden hergestellt. Mancher entlassene Arbeiter der Industrie hat hier einen Rotpfennig verdient. In nächster Zett werden neu eingedeckt und gewalzt die Straßen: Dorheim—Fauerbach und Ranstadt—Rieder-Mockstadt. Echzell, 4. April. Der im vorigen Jahre ins Leben getretene Kleinkaliber-Schühen- verein hat eine geräumige Halle erbaut und einen zum Schießen erforderlichen Scheibenstand mit Fernsprechverbindung einrichten lassen. —Ortenberg, 3. April. Aus Staatsrat Weber, Konradsdorf, wurde in diesen Tagen abends auf der Heimfahrt nach Konradsdorf ein tätlicher Angriff unternommen. Der Täter hat sich an den Wagen des Staatsrates heranaeschlichen und schlug dem Ueber- sallenen zweimal über den Kopst Hierauf ging der Mensch slüchtig. Als Tater kommt ein junger Mann in Betracht, der einen tarierten Anzug und schwarze Gamaschen getragen haben soll. Rach der Tat soll er sich nach dem Weg nach Gedern erkundigt haben. Bereits eine Woche vorher war der Versuch gemacht worden, in der Wohnung des Staatsrates in Konradsdorf einzubrechen, doch wurde diese Absicht durch das Anschlägen des Hundes und das Hinzukommen des Staatsrates vereitelt. Kreis Schotten. • La ubach, 3. April. Eine Abbaugefahr ist für die hiesige Realschule nicht mehr vorhanden. Die Schule bleibt bestehen. Die Aufnahmeprüfungen für das Schuljahr 1926/27 finden am Montag, 19. April, statt. — = Gedern, 3. April. Die auswärtige Schülerzahl der gewerblichen Abteilung der hiesigen Fortbildungsschule betrug im Schul- fahre 1923/24 21 Schüler, in 1924/25 22 und tn 1925/26 35 Schüler, die sich insgesamt auf 17 Gemeinden verteilen. Die Kosten für einen auswärtigen Schüler betrugen in den genannten Schuljahren 14, 11 und 9 Mk. Außer den drei gewerblichen Klassen gliedert sich die hiesige Fortbildungsschule in eine landwirtschaftliche, eine kaufmännische und zwei Mädchenfortbildungsklassen, die insgesamt von zwei hauptarnllichen und 5 nebenamtlichen Lehrkräften imterichtet werden. Preußen. Kreis Wetzlar. L Wetzlar, 4. April. Zu dem am Samstag berichteten tödlichen Unglücksfall in den Duderusschen Eisenwerken erfahren wir noch, daß der Getötete der Arbeiter Heinrich Veit von Donbaden ist. Der Mann wollte kurz vor einem fahrenden Kran in etwa 1 bis I1/2 Meter Entfernung noch die Schienen überqueren, blieb dabei an einer Weichenstange hängen, wurde von dem Vorderrad des Krans erfaßt und zu Boden geworfen, wobei dem Bedauernswerten der Hinterkopf vollständig ab- gequetscht wurde. Der Verunglückte war Witwer: er hinterläßt drei unmündige Kinder. Den Kranführer trifft keine Schuld an dem Unfall. ch. Lützellinden, 3. April. In unserer Gemarkung ist die Aussaat des Sommerae- t r e i d e s bei dem günstigen Wetter der letzten Zeit kräftig vorangeschritten. Auch den Ob ft bäumen ist das schöne Wetter sehr zustatten gekommen. Die Bäume haben guten Fruchansatz, insbesondere ist das von den Birnbäumen zu berichten. Kreis Marburg. sch. Marburg, 4. April. Als der Arbeiter Michel Reusel aus Betziesdorf, der bei dem hiesigen städtischen Gaswerk beschästtgt ist, am Ostersamstag zur Arbeit fuhr, stürzte er mit seinem Rad am Kasernenberg so unglücklich daß ein Herzschlag oder ein Schlaganf a11 seinem Leben ein Ende machte. Man nimmt an. daß der plötzliche Schreck zu diesem tragischer Ende führte. Maingau. WSN. Frankfurt a. M., 5. April. Am ae- ftrigen Ostersonntag ereignete sich im Frankfurter Stadtwald zwischen Neu-Isenburg und Frankfurt ein schwerer Unglücksfall. Aus einer Schneise stieß ein M 010 r r a d mit Beiwagen beim Uederholen gegen ein Personenauto. Dabei wurden zwei Frauen, von denen eine auf dem Soziussitz des Motorrades, die andere im Beiwagen saß, heruntergeschleudert und schwer verletzt. Das Automobil überfuhr dabei noch einen Radfahrer, der neben es fuhr und verletzt« ihn so schwer, daß er bald darauf verstarb. Dixm Henkel'5 Seifenpulver Wer es kennt gebraucht es gern! Bekanntmachung. Betr.: Siraßenbahnbetrieb. Ab 3. ds. Mts. ist der Verkehr zum Reuen Friedhof verlängert worden. Der letzte Wagen fährt ab Friedhof 5.30 Uhr nachmittags. Die Direktion der Ettahenbahn: Stolle. 3103c | Vermietungen] Mvne^siM. Mmer zu vor 111 icien 102362 Landaassc 111. I- ______lNeubaul. Pens. Brandl ÄV.’Sz Zimmer frei. Tel. 10S5. ,.«,l) Mietgesuche] 2 bis 3 Zimmer (mögt, unmöbliert) tn guter Lage b. zeitgemäßer Mete gesucht. Schrtftl. Angeb. u. 3082V an den Gieß. Anzeiger erbeten. Goldschmied sucht geeignete WEM mit Gasanschluß, mögt. Zentrum der Stadt. Schriftliche Angeb. unter 02365 an den Gieß. Anz. Stellenangebote] Junger Gärtnergehilfe kann sofort eintreten Eugen Hubing Gartenbaubetrieb, Schiffend. Weg 53. Tel. 1642. [^D Slukkateur- Lehrling sofort gesucht, [c: 1>:?S _ <*> •C 0 0 bi 3*5 ■q 5 EU des Funkwesens im allgemeinen Vortrag hielt. Die Groffnnngs- reden sowie der musiklüische Teil der Feier wurden durch Lautsprecherübertragung auch einem weiteren Publikum mitgeteilt. Die Ausstellung, die im großen Stadthallensaal und dessen Reben- räumen stattfindet, bietet in übersichtlicher Form durch Ausstellungen der bekanntesten Rundsunk- sirmen den Bewohnern des besetzten Gebietes einen tiefen Einblick in die heutige Technik des Rundfunkwesens. Großes Interesse fand vor allem ein Plan der Rauener Grohfunkstation. Auch ein eigener Senderaum ist hergerichtet worden, in dent alltäglich bis zum 12. April Vorführungen stattfinden. Auch eine vom Mainzer Radioklub veranstaltete Bastlerstube erregt große Aufmerksamkeit. Am ersten Tage der Ausstellung, die um 12 Ähr mittags dem allgemeinen Publikumsbesuch zugänglich war, wurde diese von ungefähr 1500, am zweiten Tage von rund 2500 Personen besucht. Dölkergedanken, jenen Kulturentdeckungen, die bestimmte Völker und Dölkergruppen in eigen- tümlicher Weise machten und fortbildeten, überall in der Darstellung fruchtbar geworden. Aber auch die Lehren feines mehr historisch eingestellten Gegenpols Friedrich Ratzel fanden weitgehende Berücksichtigung, wie es den modernen Anschauungen entspricht, daß sie aus Bastians und Ratzels Meinungen die mittellose Linie zieht. Ratzels Kulturkreislehre wirkt sich gerade in den letzten beiden stark aus, und es ist ein besonderer Vorzug von Duschans Völkerkunde, daß sie die geschichtlichen Seiten der Kulturentwicklung, die Altertümer und die Vorgeschichte, stark heranzieht, um das Heute zu erklären. In erster Linie gilt das von Europa. Vichts konnte den hundertsten Geburtstag Oscar Peschels besser feiern, als das Erscheinen dieses Standwerkes „Die Illustrierte Volker- künde" von Georg Duschan, die einzig in ihrer Art im verarmten Deutschland, und die auch in -em reicheren und daher mit viel größeren Kulturmöglichkeiten begabten Auslande ihresgleichen nicht Hut, wie die zahlreichen in die Wege geleiteten Äebersehungen in die anderen Kultursprachen beweisen. Dr. v. D. Die LahnkanaNsation. WER. L i m b u r g, 5. April. Die Bemühungen des Lahn-Kanalvereins haben nunmehr insofern zu einem greifbaren Erfolge geführt, als das Reichsverkehrsministe- rium die Wirtschaftlichkeit der Pläne des Vereins und die Votwendigkeit der Ausführung derselben anerkannte. Sie gehen bekanntlich dahin, die Lahn vorläufig als erste Etappe von der Mündung bis Limburg so auszubauen, daß sie mit Lasttähnen und Motorschiffen bis zu 200 Tonnen befahren werden kann. Die Strecke ist 66 Kilometer lang. Die Mittel zur Ausführung dieser Arbeiten, die nach dem Anträge des Reichs- ausschusses für Derkehrsangelegenheiten tunlichst zu beschleunigen sind, sollen nach der Absicht der Regierung zum größten Teil aus Mitteln der Erwerbslosenfürsorg^ beschafst werden. Falls jedoch diese Mittel nicht in der geforderten Höhe von dem Reichsarbeits- und dem preußischen Wohlfahrtsministerium zu erlangen seien, käme ihre Beschaffung durch den weiteren Ausbau der Lahnwasserkräfte in Betracht, die dann wohl von der Lahn-Kraftwerke- A.-G. auf ihre Kosten bewerkstelligt würde. Es ist im höchsten Grade erfreulich, daß diese für das ganze Lahntal und die angrenzenden Gebiete so wichtige Angelegenheit endlich, dank dem ziel- bewußten Arbeiten des Lcchn-Kanalvereins, aus dein Stadium der Verhandlungen zu dem des Handelns übergegangen ist. Mainzer Rundfunkausstellung. reichen Schaffenslust dieses Herrschers am ehesten gerecht wird. Denn neben einer bedeutenden zeichnerischen Peranlagung, die ihn befähigte, die Kostüm- und Bühnenbilder bei feinen Theaterinszenierungen selbst entwerfen, neben seinem von tiefem Verständnis getragenen Interesse für die Architektur, von dem manches durch feine Anregung und nach seinen Plänen entstandene Meininger Baudenkmal Kunde gibt, war es vor allem seine eifrige Pflege der Musik, die Meiningen auch als Musik- stadt einen ehrenvollen Platz sicherte. Wohl hatte der Herzog, um seine Kräfte ganz in e i n e m Brennpunkt sammeln zu können, die Oper auflösen müssen. Aber die Meininger Hofkapelle, die unter feiner xrstandnisvollen Förderung neben dem Hof- thcaler wetteifernd emporblühte, sah Männer rote Hans ».Bülow, Richard Strauß, Max Reger c.n ihrer Spitze und ward neben dem Theater ein Mehrer des Ruhmes der neuen Kunststadt. Doch die eigentliche künstlerische Lebensaufgabe Herzogs Georgs, an deren Lösung er seit den Tagen seines Regierungsantritts unermüdlich arbeitete, galt der Schaffung einer Musterbühne, von der die Wiedergeburt der deutschen Schauspielkunst ihren Ausgangspunkt nehmen sollte. Eine einheitliche, stimmungsvolle Darstellung bedeutender Dramen in voller Lebenswahrheit und -echtheit zu erzielen, bei der die Dichtung selber immer das oberste, alles bestimmende Gebot blieb, das war das hohe Streben, war die große Tat der Meininger, die ihnen in ihren besten Schöpfungen gelungen ist. Die ersten ■ "Anregungen zu diesem bühnenresormatorischen Wirken hat der Herzog schon frühzeitig auf feinen Auslandsreisen empfangen, vor allem als ihm in London die bis in die kleinsten Einzelheiten der Dekorationen und Kostüme ftilgetreuen, vom künstlerischen Witten Seans einheitlich geleiteten Verkörperungen Shakespearescher Dramen entgegentraten. Wie anders der Geist, der damals die deutschen Bühnen beherrschte! Prunkendes, den Rahmen des Ganzen sprengendes Pirtuosentum, dem die dumpfe, unbefeelte Masse der anderen Mitspieler gegenüberstand; selbstherrliches Schalten mit den Schöpfungen der Dichter; eine verwilderte Stil- und Regellosigkeit — das waren die Zustände, von denen sich nur wenige, nur die besten Bühnen Deutschlands freizuhalten vermochten. Und da nun, wenige Jahre nachdem Georg II. die Zügel feines Theaters mit fester Hand als fein eigener Regisseur ergriffen hatte, tauchten 1874 in der Hauptstadt des neuen ein Einnahmcaussall also, der sich auf rund 500 Millionen Mark belief, gegenüber einem Ausfall nach dem ursprünglichen Regierungsentwurf von 550 Millionen Warf’ Die Differenz mar als Reserve für die Zwecke der Arbeitslosenunterstützung gedacht. Dabei ist es im wesentlichen aud) geblieben. Die Verhandlungen mit der Sozialdemokratie führten noch zu einigen Aenderungen, so zur Aushebung der S a l 3 ft e u ’e r und zur Beibehaltung der Sekt- st e u e r, welch letztere aber auch von den Regierungsparteien schon in Erwägung gezogen war. Auch hier'war maßgebend nicht das wirtschaftliche, sondern das politische'Motiv. Von Bedeutung war dagegen das Zugeständnis, das man der Sozialdemokratie machen mußte, und das darin bestand, daß die M i e- t e n bis zum 31. März 1 9 2 7 die F r i c = densmieten nicht überschreiten dürfen. Der Deutschen Volkspaktei ist die Zustimmung hierzu recht fd)roer gefallen. Sie widerspricht durd-aus ihrer grundsätzlichen Einstellung, die dahin geht, daß man zwar nicht mit einem Schlage, aber doch i n beschleunigtem Tempo aus der unglückseligen Zwangswirtschaft auf dem Gebiete der Woh- nungswirtschaft herauskommen muh. Die Zustimmung war indessen unvermeidlich, da man die Unterstützung der Sozialdemokratie braudjte, um eine feste Mehrheit für das Steuerprogramm zu schaffen. An und für sich hätte man diese Unterstützung auch von der Rechten erwarten können. Die Deutschnationalen lehnten eine Mitwirkung an der Vorlage auch nicht grundsätzlid; ab. Aber sie trieben die Politik der unmöglichen Bedingungen. So verlangten sie beispielsweise die Senkung der Realsteuern und eine starke Herabsetzung der Hauszinssteuer in dem Augenblick, wo diese Forderungen, deren Berechtigung bis weit in die Reihen der bürgerlichen Linken hinein von niemand bestritten wird, praktisch nicht durchführbar war. Denn zur Durchführung gehörte dieAenderung des Finanzausgleichs, und das ist für jeden Kenner der Verhältnisse eine Aufgabe, die vielleicht in Monaten, aber nicht in Tagen und jedenfalls nicht in dem Zeitpunkt gelöst werden kann, in dem die Länder ihre Etats bereits auf den vorhandenen Grundlagen aufgebaut und, teilweise mit großen Schwierigkeiten, unter Dach und Fach gebracht hatten. Wäre man jetzt daran gegangen, diese Grundlagen plötzlich und überraschend zu ändern, so wäre in den Finanzen der Länder und Gemeinden eine Verwirrung entstanden, für die niemand die Verantwortung hätte übernehmen können. So blieb es denn schließlich bei dem Programm,' nach dem an die Stelle einer Senkung der Umsatzsteuer um 441 Millionen Mark nur eine solche um 276 Millionen Mark trat. Der auf diesem Wege ersparte Betrag wurde benutzt, um die Erleichterungen auf dem Gebiete der Weinsteuer, der Biersteuer und der Salzsteuer sowie die Senkung der Vermögenssteuer in den unteren Stufen durchzuführen. Das ist in kurzen Worten das Ergebnis der Verhandlungen, die über den Entwurf der Reichsregierung geführt worden find. W i r t f dj a f 11 i di stellt dieses Ergebnis insofern eine Verbesserung des Re- gierungscntwurfs dar, als ein kleiner Ausgleich wenigstens auf dem Gebiete der direkten Steuern erzielt worden ist. Dazu kommen nod) gewiße Erleichterungen für die Kleinbetriebe in der Landwirtschaft durch eine Revision der Pauschsäi.e, nach denen diese Betriebe besteuert werden. Im übrigen aber ist ein wesentlicher Teil der Steuererleichterungen, der unsprünglich der Gesamtwirtschaft auf dem Wege über eine stärkere Ermäßigung der Umsatzsteuer zugedacht war, nunmehr aus einzelne Zweige der Wirtschaft verteilt worden. Das und aus welchen Gründen dies geschehen mußte, dem Verständnis weiterer Kreise näherzubringen, war der Zweck dieser Darlegungen. Die Gründe waren im wesentlichen politischer Natur. Wenn darüber Klagen aus der Wirtsd)aft kommen sollten, so möge die Wirtschaft daran denken — und sich zur Mahnung dienen lassen —, daß Politik auch in diesen Fragen sozusagen unser Schicksal ist. Völkerkunde. Oscar P e s ch e l, der große Leipziger Geograph, der vor 100 Jahren in Dresden geboren wurde, hatte, als ihn im August 1875 allzufrüh der Tod aus feinem Wirkungskreise riß, gerade ein Werk vollendet, daß mehr noch als seine früheren Arbeiten dazu berufen war, seinen Vamen in weiteste Kreise zu tragen. In seinem Todesjahr erschien seine „Völkerkunde", ein bahnbrechendes Buch über dieses Wissensgebiet, das. damals im Werden begriffen, in Deutschland von Adolf Bastian, F. Ratzel und Oscar Peschel eigentlich geschaffen wurde. Gerade in der Zeit, als Peschrls „Völkerkunde" an die Oeffentlichkeit trat, war seine Lösung des Problems eine Tat, denn „die Völkerkunde lief damals wie heute Gefahr, zu einem Kampfplatz geistiger Anarchie zu verwildern, indem von beiden Grenzen her hier philosophische Flüchtlinge, dort Aufrührer der Vaturwissenschaften, eine Partei verband, in ihr Gebiet einzudringen versuchten". Vor 50 Jahren war das Material der Ethnologie aber noch so gering, daß selbst eine eingehende erschöpfende Darstellung, wie sie Peschel mit seinem Buche leistete, in einem Bande von etwa 400 Seiten Genüge finden konnte. Es ist nun nicht ohne Reiz, hiermit das heutige Standwerk der Völkerkunde zu vergleichen, wie es uns Dr. Georg Busch an, im Verein mit einer Anzahl anderer Gelehrter, in seiner dreibändigen „Illustrierten Völkerkunde" bietet (Strecker & Schröder, Stuttgart). In diesen 50 Jahren ist eine ungeheure Menge von Einzelheiten gesammelt, große unb moderne Spezialmuseen gegründet worden, vor allem ist dies ethnologische Forschungsgebiet aus dem Wirr- sal tastender Versuche das festgefügte Gebäude einer Wissenschaft geworden, die zwar im einzelnen noch ausgestaltet und umgebaut werden kann, in den großen Grund- und Aufrissen aber feste Gestalt angenommen hat. Schon allein die Tatsache, daß man vor 50 Jahren ein solches Buch ohne Illustrationen herausbrachte, erscheint uns verwunderlich. Die drei neuen Bände der Völkerkunde von Duschan, die ihren ungeheuren Wissensstoff auf 3000 Seiten mftteilen, geben etwa anderthalbtausend Abbildungen und haben außerdem noch 112 Sammeltafeln. And, so wertvoll das Wort ist, erst aus per Abbildung ergibt sich die lebendige, haftende Anschauung. Die verschiedenen Bearbeiter, unter denen Georg Buschan selbst, die Professoren 21. und M. Haberland, W. Volz und W. Krickeberg genannt seien, haben in glücklichster Weise die Schwierigkeiten gemeinsamer Arbeit überwunden. Ohne sich auf die Grundanschauungen des ethnologischen Bahnbrechers Adolf Bastian einseitig festzulegen, sind dessen zwei Lehrsätze von den Elementargedanken ■ im Völkerleben, jenen Kulturgütern, die der Mensch unter allen Umständen und in jeder .Umgebung kommen muß, und den sogenannten Der Künftlerherzog und seine „Meininger". Zum 100. Geburtstag Georgs II. von Sachsen- Meiningen. Von Dr. Hedwig F i s ch m a n n. „Schade, daß er ein kleiner Fürst und nicht ein großer Künstler wird!" Wenn Wilhelm von Kaul- bad) mit diesen ihm zugeschriebenen Worten den 9-egenfah zwischen dem künftigen Lebensweg und her künstleriscyen Begabung des Erbprinzen von ÜTleiningen hatte betonen wollen, so hatte er eines bebei außer acht gelassen: daß die jahrhundertalte Erabition thüringischer Fürstenhöfe, Pflege- und Heimstätte der Kunst zu fein, hier die trennende Schranke zwischen Herrscher und Künstler aufge- I l)-i’bcn hatte. Wie einst ßanbgraf Hermann von Z Thüringen seinen Namen unlöslich mit des Helden- iiiii) Minnesangs stolzesten Trägern verknüpfte und öikloria'Drog.,Marliitt.o dt-Drosnie, Ülenliahi 2S wigSvlatz'Drogene iarälmerie-Seilerswenh SeiknfabriUiäugtnirii* MM. A rn 10. Dai M, nach- . tnirb im Amtsgenchl sfaal 101,1. Obergeschoß uche von Sieben den Karl deuten in Sieben ju 1® e Lnloesen Grohn Stein- 30/100 = 27 qm Grab- 19100 = 161 qm Meile 34/100 - 146 qm Grab- ch nur tot™ ende ideelle Halste. SSL längt 3 April 1026- Gericht- tihnaM ,ii für Tauben. Ä und d>e 1 D ■C u Der Sport an den Feiertagen. Das Training -es Ru-erers. Durch systematische Vorbereitung und Leistungssteigerung für den Moment des Wettkampfes fertig, machen, das ist Training. Dies Fertigmachen ist in zweifacher Beziehung zu verstehen: einmal in der fortschreitenden Stärkung von Herz, Lunge und gesamter Muskulatur, um die höchste Anstrengung ohne Schaden für den Gesamtorganismus überstehen zu können, andererseits in der ständigen Verbesserung der Rudertechnik, um dadurch die größte Nutz. Wirkung für den Fortgang des Bootes zu erzielen. Beides zusammen stellt außerordentliche Anforderungen an die Neroenkraft, und um diese restlos und ohne Schädigung für den Körper erfüllen zu können, ist eine besondere Lebensweise in der Vorbereitungszeit, dem Training, unerläßlich. Der Ruderer, der sich durch ehrenwörtliche Verpflichtung seinem Verein für das Training zur Verfügung stellt, muß sich darüber klar sein, daß das e>O Abschiednehmen von vielen liebgewordenen Lebens- gewohnheiten auf Monate hinaus bedeutet. Eine geregelte Lebensweise, also regelmäßige, kräftige Ernährung, reichlicher Schlaf, Enthaltung von dem Genuß aller Nervenreizmittel, besonders Nikotin und Alkohol, und vor allen Dingen unbedingte Enthaltsamkeit in sexueller Beziehung sind unerläßlich für Trainings. Dazu kommt die bedingungslose Unterordnung unter den Willen und die Anweisungen der Trainers, dem die Mannschaft zur Ausbildung anoertraut ist. Das Aufgeben und Aufgehen des Einzelwillens in dem Gesamtwillen ist die wichtigste, Vorbedingung zur Bildung der „Mannschastsseelc", und diese wieder bietet die beste Gewähr für den Erfolg. Gerade die Mannschaftskämpfe mit ihrer vorbildlichen Disziplin sind das, was der Rudersport vor den meisten anderen Sparten voraus hat. Sie find ein Ernehungsfaktor für die Heranwachsende Jugend, ein Eharatter-Bildungsmittel für den werdenden Menschen. W. K. Turnen. Kunstturnen. r Dor überfülltem Hause fand im Kristallpalast zu Leipzig der 11. Städtekampf im Kunstturnen Berlin—Leipzig—Hamburg statt. Nach hartem Kampfe, der bis zum Schluß spannend blieb, siegte die Hamburger Mannschaft, deren sicheres und exaktes Turnen besonders hervorzuheben ist, mit 2442 Punkten, während es die Leipziger Mannschaft auf 2433 Punkte und die Berliner Mannschaft auf 2292 Punkte brachten. Handball. Der deutsche Handballmeister in Aachen. Der deutsche Handballmeister, Polizeisport- verein Berlin, siegte am Karsamstag über Spielvereinigung 07 Köln mit 8:6. Handball der Turner der D. T. Lvrngesellschast Sachsenhausen 1873—Männerturnverein Gießen (3:0) 7:3. -j- Mit der Verpflichtung der Turngesellschaft Sachsenhausen 1873 stellte sich die erste Mann- schafr der Männerturner eine schwierige Aufgabe, zumal der Gegner im Gaue Turnerschaft Frankfurt Un |?ss • heuE Loft aMstt iiotg. i üß den,®flU - -chlutz t «bang. jrantfurtei taia Aschasstr München 1 Nü 4:2 (0:0). Tennis-Bl Sportverein 2 Jn bem ? Pltaeig fugte Wnl Wacker Di Woereiniq schütz _ Denn tz ?! Nige? der ß L-S ZLr tSniung ; 3 Ms SÄ UND ZURÜCK Oslerseiertage. ligen. Sportspiegel 11.-14. April 1926 Pz D D BP lohnt. -ng- | Trinkt das gute Mainzer Aktien-Bier! Elslahrlk sa«D Telephon 83 Zorn selben Preise wie die einheimischen Exportbiere gegen Rheydter Spiel- gegen F. V. 08 DuiS- gegen Spielvereinigung 641 731 ßO2 942 ab Gießen an 6*Z 922 11L 11*2 1*? 902 8*1 9121110 an Ffm. ab 512 7Z2 E E 11*1 aiajSS Pz Schwarzweih Essen verein 4:0. Fortuna Düsseldorf bürg 4:3. 1. F. V. Nürnberg D BP D D gesetzt, daß sie die Erlaubnis ihres Verbandes zu dieser Reise erhalten. Ihnen will sich auch noch eine Mannschaft der Universität Vale an- schließen. Bekanntlich haben die Deutschen Rademacher und Frölich in Amerika bei Bale-älniverfität die erste Gastfreundschaft ge- nosscn Als Termin ist der Ium in Aussicht genommen worden. Die Amerikaner wollen sich gleichzeitig auch an den englischen Meisterschaften, die ja international ausgeschrieben sind, betei- -Iliedemd Jugend li ) zwar eine äußni lendinannschaftGieheL JugenL zählt zu ta hiesigen Bezirks in! xr mühelos ab, ar ’f einen Gegner, fr tariere war, fönte Leistungen bot Sl Tiederrads war man nut ststen zu jen einen derartige iche Jugend Giehrt and zu erwarten, M il offen hielt, in ihm mrbc und schließlich fr ^den lich, gereicht ih bestimmt sein, mag sie sich auch schwer organisch in diesen eingliedern lassen, dem religiösen Empfinden wird es allezeit entsprechen, ein solches Werk gerade im Rahmen des Gottesdienstes zu hören, wo die Reinheit des Erlebnisses nidyt beeinträchtigt wird durch dein Gedanken, daß es sich um ein Konzert handelt. Umgekehrt kann sich der Leiter der Andacht kaum ein wirksameres Mittel ersinnen, die Augen und Ohren für die Leidensgeschichte zu öffnen, als durch Aufnahme des Schützschen Werkes in seinen Gottesdienst. Dank gebührt allen denen, die der Aufführung ihre Kräfte widmeten und sie so zustande bringen halfen: Dem Dirigenten Knodt und seinem Chor, dem evangelischen Kirchengesangverein, aus dessen Mitte auch die Sänger der Rebenrollen entnommen waren, dem Organisten Simon, der freilich wenig Freude an den Rebengeräuschen seiner Orgel erlebt haben wird, und nicht zuletzt den beiden vorzüglichen Solisten, Adolf Müller, Frankfurt a. M. (Iesus), und Lic. theol Laun, Giehen (Evangelist). Ieder der Beteiligten schenkte dem Werk sein ganzes Können, und die liebevolle Hingabe wurde durch ein restloses Gelingen und die aufmerksame Teilnahme der Besucher des Gottesdienstes aufs schönste be- Aus dem Amtsverkündigungsblatt. * Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 27 vom 1. April enthält: Festsetzung des Gemeindeumlagebedarfs. — April-Miete Die Gast- und Handelsstallungen. — Maul- und Klauenseuche in Grüningen, Lich. Muschenheim, Bellersheim, Lumda, Ctttngshausen und Rönnen- roth. — Dienstnachrichten. Rundfunk-Programm des Frankfurter Senders. (Aus der «Radio-Umschau".) Mittwoch, 7. April. 11.30—12.30 Uhr: Sonderkonzert für die Mainzer Funkausstellung. 3.30—4 Uhr: Die Stunde der Iugend. 4.20—5.20 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Tanzmusik für alt und jung. 5.20—6.10 Uhr: Uebertragung von Darbietungen der Mainzer Funkausstellung. 6.15—6.45 Uhr: „Die Frankfurter Stadtbibliothek, ihre Geschichte und ihre Schätze", Vortrag von Dr. Sarnow, Bibliothekar der Stadtbibliothek. 6.45—7.15 Uhr: „Theater- Film- Funk", ein Dortragszhllus von Dr. Marttn Kunath. dritter Vortrag. 7.15—7.45 Uhr: Stunde des Südwestdeutschen Radioclubs: Vortrag von Dr. P. Lertes: „Mikrophon 1". 7.45—8.15 Uhr: Italienischer Sprachunterricht. 8 15—10.15 Gastspiel des StadttHeaters Offenbach: „Der Dettelstudent", Operette in drei Allen von Karl Millöcker. u. Nervös-Erschöpfte. Spezialknranslalt Hof heim L Tannas bei Frankfurt a M- Prospekte durch Dr. H« Schulze -Kahleyss. Nervenarzt. Evang. Mchengesangverein. Aufführung der Schützschen Matthäuspaffion. Wenn Herr Lic. theol. Laun in seiner vor wenigen Tagen an dieser Stelle niedergelegten eingehenden Würdigung der Mat- thäuspassion von Heinrich Schütz mit öent Gedanken schloß, daß das Schühsche Werk 'icher in seiner Art dazu berufen sei, „den ewigen Sinn der Leidensgeschichte in angemessener Weise zum Ausdruck zu bringen", so wird jeder der zahlreichen Besucher der Karmittwoch-Passions- andacht, in deren Rahmen die Passion zur Ausführung gelangte, die Wahrheit dieses Urteils lebhaft empfunden haben. Denn wie können wir den ewigen Sinn des Leidens Christi, die alliebende Hingabe an und für die Menschheit besser und stärker erfassen als durch die Versenkung in den Opfergang selbst, das aufmerksame Hinhören auf das, was uns der Evangelist berichtet? Und was uns Schütz gibt, ist nichts anderes, als der schlichte Vortrag des ‘ lleberlieserten in gesungenen Worten. An keiner Stelle seines Werkes schiebt sich der Meister zwischen das Geschehen und den, der es vernimmt. Hier wird nicht reflektiert, hier wird auch nicht geklagt, keine Arie hält die Stirn- Frühjahrskur für 5340SS 21. <5. Nürnberg errang in Königsberg einen Sieg von 2:1 (1:0) über den Baltenmeister, den D. f. B. Königsberg. S. C. Preußen Krefeld bereitete dem Spandauer Sportverein eine Niederlage von 3:1 (1:0). Eintracht Frankfurt 0. M. gegen Turu Düsseldorf 1:0. Frankfurter Theater. Harry Pohlmanns vor einigen Wochen am Gießener Stadttheater zur Uraufführung gelangtes, liebenswürdiges Lustspiel «Der Teufel durch Deelzebub". über das damals eingehend berichtet wurde, erzielte nun auch in Frankfurt am Reuen Theater einen durchschlagenden Erfolg. Der Verfasser hat allerdings inzwischen den Titel des Stückes geändert in „Getauschte Ehen"; dadurch ist der eigentliche Konflill etwas stärker gekennzeichnet worden, an dem Stück selbst wurde nicht das Geringste geändert und es zeigte sich bei der Aufführung im Reuen Theater, daß die energische Führung der Handlung mit ihren graziösen Kom- plikattonen, der hübsche Dialog und der feine Humor des Stückes dieselbe starke Wirkung erzielten wie in Giehen. Die Frankfurter Premiere ist insofern noch von besonderer Bedeutung, als sie am 79. Geburtstage Harry Pohlmanns stattfand. Das ist ein Alter, wo m den weitaus meisten Fällen jede schöpferische Tätigkeit aufgehört hat; hier erringt ein Autor an der Schwelle des biblischen Alters die stürmische Huldigung des Publikums für ein anmuttges Lustspiel. Das heiht bewunderungswürdige, geistige Frische! Prachtvoll war die Frankfurter Aufführung in der Besetzung der Herrenrollen; hier standen allerdings drei „Kanonen" zur Verfügung: Otto Wallburg, A. Grohmann und G. Lengbach. L. W. Internationale Ruderregatta in Frankfurt. do. Eine Woche nach der „Großen Grünauer" ist der 26. und 27. Juni der Termin der großen süddeutschen Ruderzentrale Frankfurt a. M., deren Regatta der Frankfurter Regattaverein mit 24 Renn- Ausschreibungen versehen hat. Der Samstag bringt bereits 12 Nennen, darunter den Jubiläumsachter (Sieger 1925 Mainzer R. 33.), den Ruderoerbandsvierer (Sieger 1925 Germania-Frankfurt), den Preis von Frankfurt-Vierer (Sieger 1925 Ulmer R. C. Donau) und den Präsidentenpreis (Doppelzweier 0. St.), den der W. S. V. Godesberg verteidigt. Don den Rennen des Sonntags sind besonders zu erwähnen der Kaiservierer (Sieger 1925 Germania- Frankfurt), der Ernst-Ladenburg-Gedächtnis-Vierer (Sieger 1925 Mainzer R. 23.), der Achilles-Wild-Ge- dächtnis-Einer, den im Vorjahre Mutschler (R. G. Worms) gewann und der Germania-Achter, den ebenfalls der Mainzer R. 33. verteidigt. Durch eine weitere Verbilligung der Einsatzgebühr auch in diesem Jahr hat sich der ausschreibende Regattaverein den Dank der startenden Vereine verdient. Start amerikanischer Schwimmer in Deutschland. vo. Hervorragende amerikanische Schwimmer beabsichtigen im kommenden Sommer Deutschland einen Besuch abzustatten. So wird der amerikanische Rückenrekordschwimmer L a u f f e r-Cin- cinnatt mit seinem Klubkameraden G l a n 0 h die Fahrt über den großen Teich an treten. Voraus- mung fest, die uns überkommt. Ununterbrochen stehen wir von Angesicht zu Angesicht den furchtbaren Tatsachen gegenüber, geleitet nur im Anhören, geistigen Anschauen, Erleben des historischen Vorgangs durch einen, der so vorzutragen weih, dah alles für uns lebt, durch einen, der nicht vorliest, sondern schildert, der mit t>en Mitteln der Musik dramatisch gestaltet und so mit vollem Recht als ein Vorläufer des Musikdramas, als ein „früher Wagner" bezeichnet worden ist. So wächst dann aber auch der musikalische Vortrag über den bloßen Bericht .hinaus, das Gehörte setzt sich auf rätselhafte Weise in plastisch Geschehenes um. und wir leben inmitten dessen, was hier ein Mensch in Erfüllung seiner Sendung erträgt: Vorahnen des Entsetzlichen, Verrat. Schmach, Verhöhnung, Unflat der Gehässigkeit, Einsamkeit, in allen Formen: Kassandra-Einsamkeit des Alleinwissenden, die Dinge Durchdringenden, Einsamkeit des Alleinwachen, der mit seinem Gott ringt, indes um ihn her die Jünger schlafen, Einsamkeit schlieh- lich des Verleugneten, schmählich Verlassenen — bis sich gigantisch, wie das Kreuz selbst sich in den Rachthimmel reckt, das Grauen des Todes erhebt und es verzweifelt in die Lüfte schreit: Mein Gott, warum hast Du mich verlassen? Mag auch musikalisch.historisch betrachtet die Schühsche Passion nicht für den Gottesdienst anh'url'Bonames * ptelvereinigung 1. Feiertag stattsimc jgenö/irf wegen anöe: 5ranlfurler abgesas. wohl die vorgeseht- 2ln Stelle dieses SM den zweiten FeiM errlichr 3*gM nrrmenge aus den M platz gelockt, die e folgte. Bonames 1 Marburg s *1 in lSonaines 4:0. & chauf hwr Dom Anstoß MS riff und konnten dun ^solchen°Gelege^ 'rDiMkseinP^ sEM äSiäti i die S^^Lft (fflic DteWiWA unnötig" endP^n' ..j|. 1:1 MS < Trotzdew» fein müllen- " ■ *rl<ö6* «-I|n W"11:1 vß'«*V=tie*t jel nut der „ ^nc ’ * »5 WA tcn ihlc ÄS rnbar Z/Nk Ä -Sie auch t. * ä; ÄÄ-.i e konnte Nieder!! Ä'Ä ® Ä.K d°i H *"?* II 3:1 (2;0) l'chetten fü -nwandsreien ®A0' dah der Si!' atanffutter fe Wten Seile zeigte, -en e n Men Vön« x Asteigende Fon» M annschaft gleit aus lewem Plag un) $nolg zu einem doll Franksutter wchnv für sich heraus;» ich war, konnten übt Wsl der Sieben«', sie andererseits ben nsspiel des Siebene cenden Auswirkunge 1 gegenwärtigen Qkt Siebener Mannschüf. iilen, für die Segne l überwindendes Hin Einen neuen deut sch en Rek 0 rd im Gewichtheben hat int einarmig Reihen links der Mittelgewichtsklasse H a n s m a n n mit 75\ t Kilo aufgestellt und damit des bisherigen Rekord Köhlers um 1 \ Kilo verbessert. Der Städtekampf im Ringen 'Berlin—Hamburg in Hamburg sah tne Berliner mit 9:5 siegreich. Die Portugalreise des D. f. R. Fürth brachte im ersten Spiel gegen den Lissabonner Fuhball-Meister Bittoria ein 1:1. Zur Deutschen Waldlauf-Meifter* schäft am 11. April in Siegburg sind 34 Ein- zelmeldungen (aus Hamburg, Berlin und vornehmlich Westdeutschland) und 4 Mannschaftsmeldungen abgegeben worden. 07 Köln 2:0 (1:0). Berliner F. C. Preuhen gegen München 1860 4:2. Fuhballfportverein Frankfurt a. M. gegen l. F- C. Freiburg 4:1. Bayern München gegen F. V. Saarbrücken 8:3 (5:0). r c m Spielvereinigung Fürth gegen V. f. R.Mannheim 1:2 (1:1). . Karlsruher Fuhballveretn gegen Frankfurter Fuhballfportverein 1:1. Suru Düsseldorf gegen Middlesex Wanderes London 9:3. Gelsenkirchen 07 gegen Qutck Rtimwegen 7:2. Illford London gegen Duisburger Spielvereinigung 3:2. Deutsche Mannschaften in Paris. Paris, 5. April. Heute nachmittag hat im Rahmen eines von französischen und deutschen Arbeitersportverbänden veranstalteten Fuhball- kampses im Endturnier die Arbeitermannschaft des S. C. Köln die Mannschaft des F. M. Reunkirchen mit 6:1 geschlagen. Hockey. Karfreitag. Die Jugendmannschast von Rot-Weiß Köln unterlag bei dem Osterhockey-Tumier in Hamburg gegen Uhlenhorst mit 5:0, Mannheim gegen Uhlen- horster Klipper 2:4, Orient Kopenhagen gegen Nürnberger H. T. 33. 0:3, Dresdner S. C. gegen Münchener S. C. 0:1, Kopenhagener H. E. gegen Frankfurt 1880 1:6, Grashopper Zürich gegen Essener T. F. C. 0:3. An den Spielen des Internationalen Ostcrhockey- Turniers des T 33. 1860 Frankfurt a. M. in Frankfurt a. M. beteiligen sich 27 Mannschaften. Die Spiele am ersten Tag Karfreitag, brachten folgende Hauptergebnisse: Frankfurter T. V. 1860 gegen Wien 3:0, Griesheim-Elektron gegen S. C. Köln 99 2:1, 1. S. C. Wiesbaden gegen Phönix-Lübeck 2:3, Ser- vette-Genf gegen Eintracht Frankfurt a. M. 2:2. Offerfeiertage. Das Osterhockeyturnier des F. T. V. 1860 in Frankfurt ging gestern nach viertägiger Dauer zu Ende. Am besten abgeschnitten ist der Frankfurter T. V. 1860 mit vier Siegen und keiner Niederlage. Bei den Damen hat die Nürnberger Mannschaft am besten abgeschnitten. Die englische Damenhockey - Ländermannschaft schlug die Berliner Städtemannschaft 8:4 überlegen. Berliner Hockeyclub Alte Herren—Harvestehude Alte Herren 1:3. Damen Hagener Hockeyclub—Uhlenhorst Damen 0:2. London University Occ.—Club zur Vahr 0:3. Dresdner S. C.—Uhlenhorster Klipper 3:3. Rugby. Ofterfeiertagc. Oxford Greyhounds gegen Frankfurter Sportklub von 1880 26:11, Oxford Greyhounds gegen Frankfurter Sportllubs von 1880 (zweites Spiel) 23:5. Waldlaufmeisterschaft. Bei der Waldlaufmeisterschaft im Grünewald siegte im Einzellauf (7,8 Kilometer) Tietz von Friesen-Berlin in 29:49. Im Mannschaftslauf siegte Turn- und Sportverein Schöneberg mit 12 Punkten, dann folgten Friesen-Berlin, Jahn-Biesdorf und Vater Jahn-Hermsdorf mit je 25 Punkten. Im Einzellauf der Turnerinnen siegte Frl. Spindler von Friesen- Berlin in 6:13,8 (1,5 Kilometer). Städteringkampf Hamburg - Berlin. In der Turnhalle der Hamburger Polizeikaserne trafen die Amateurringer-Städtemannschaften Berlin und Hamburg zusammen. Die seit Jahren nicht mehr ausgetragenen Kämpfe, die früher fast stets die Berliner als Sieger sahen, brachten auch in diesem Jahre trotz des Aufschwungs des Hamburger Amateurringsports eine Niederlage für Hamburg. Die Kämpfe im Schwer- und Bantamgewicht ver- oeitere erhöhen. Die Jugendmannschast Wiesecks hat sich ausgezeichnet entwickelt; man ist allgemein auf bas Zusammentreffen mit den Favoriten, Gießens unb Wetzlars Jugendmannschaften, gespannt Heuchelheim I — Vilbel I 5:2 (0:2). Heuchelheim hatte sich am 2. Dftertage die erste Hannschaft des Sportvereins Vilbel verpflichtet. Um 2.30 Uhr stellten sich beide Mannschaften dem kchiedsrichter. Dilbel lag sofort im Angriff und kuckte Heuchelheim in seine Spielhalfte. Schon in kn ersten 20 Minuten mußte Heuchelheims Torhüter zweimal den Ball zur Mitte geben Nach -cilbzeit war das Bild umgekehrt. Die Einheiml- schen hatten umgestellt und konnten kurz darauf jjih erstenmal einsenden und einige Minuten ipater -clchziehen. Dilbel fiel nun ab und mußte zweimal Ln hintereinander den Ball passieren lassen. Kurz tut Schluß erhöhte Heuchelheim seine Torzahl Huf 5. ;* Heuchelheim 11 — Rodheim 1 1:2 (0:0). t Heuchelheim ist im Begriff, eine zweite Mannost auszustellen und hatte sich Rodheim als Geg- r gewählt. Bis Halbzeit konnte keine Partei einen folg buchen. Nach Wiederanstoß Durchbruch idheims; eine Flanke von links und der Torhüter ß den Ball aus der Hand ins leere Tor rollen, nchelheim konnte kurz darauf gleichziehen. Bis m Schluß erhöhte Rodheim das Resultat auf 2:1. ■ riben Mannschaften fehlt noch die Technik. Wetzlarer Spork. tz, Fußballostern ohne Ausnahme! Eine uumiicr- trachene Reihe von Spielen der unteren Mannsbosten und Jugend, wie in den besten Zeiten, hängte sich auf die Dftertage zusammen. Nur daß ter Aufwand in keinem Verhältnis au dem Erfolg jjr die Wetzlarer stand. — Zunächst eröffnen? der Fußball-Club den Reigen der Freuudschasts- Ipide am Karfreitag mit einer Serie von Spielen fegen die S p i c 1 0 g. 1 900 aus Gießen, über lie an anderer Stelle berichtet ist. • Am ersten Feiertage gingen auf dem F. C- Platze 2 Treffen vor sich. F. C. I. Jugend hatte die 'von Vohwinkel zu Gaste, die, körperlich und spielerisch stärker, mit 3:1 als Sieger eine schöne unb annehmbare Gastrolle gab. — Am Nachmittag (tanb der Aufstiegskandidat Germania Marburg als Gegner auf dem F. C.-Platze. Beide Mannhaften hatten zahlreichen Ersatz in ihren Reihen. Trotzdem kam ein schönes, spannendes tpid zustande, in dessen erster Halbzeit sich Wetzlar überraschend gut zurechtfand und auch durch einen gut geschossenen flachen Ball aus 20 Meter Entfernung mit 1:0 führte. Germania glich auf die gleiche Art aus. Halbzeit 1:1. Nach dieser baute der ö". C,° Gturm merklich ab unb die noch viel frischeren Germanen gingen zum Generalangriff über, der ihnen auch einen knappen 2:1-Sieg einbrachte. Bevor ihnen dies gelang, ließ sich Zimmermann im Wetzlarer Tor nicht überwinden. 'Verschiedene schwere Schüsse hielt er durch Werfen glänzend und sicher. Klier hatte als Schiedsrichter ein leichtes Amt und leitete zu aller Zufriedenheit. Der Besuch der Spiele war schlecht in Anbetracht brr verhältnismäßig guten Gesamtleistung. Viele Unregelmäßigkeiten im Wetzlarer Fußballbetrieb hoben das Publikum von den Plätzen zum Teil verscheucht. Nur eine gleichmäßig bleibende eifrige Mannschaft wird sich die Sympathien der Zuschauer miedergewinnen können. Der Westdeutsche Meister. Köln, 5. April. lWB.) Das mit großer Spannung erwartete Spiel zwischen dem Rhein- meister V. f. R. K ö l n - R e ch t s rh e in i s ch und Dallspielverein Mtenessen. dem Meister der Ruhr, wurde gestern im Elberfelder Stadion ausge-- tragen und endete mit einem 2:1-Sieg der Kölner mannfd-.aft. Das entscheidende Tor wurde von vielen Seiten angezweifelt, da nicht sicher festsieht, ob nicht der Ball vorn Pfosten zur Querlatte und dann wieder ins Feld ging. Der Schiedsrichter gab nach Befragen des Linien- richters Tor. — V. f.A. Köln ist nunmehr Tabellenerster und damit Westdeutscher Meister geworden. Fuhball im Reiche. Karfreitag. Frankfurter Verein für Rasensport gegen Viktoria Aschaffenburg 5:2 für Frankfurt. München 1860 unterlag in Berlin Hertha Berlin mit 4:2 (0:0). , s Tennis-Borussia Berlin gegen Hamburger Sportverein 2:2 (1:0). In dem Fußball-Städtespiel Hannover-Braun- chweig siegte Braunschweig mit 2:1 (2:0). Der Sportverein Kassel unterlag gegen den 1. F. C. Dlürnberg in Kassel mit 1:7 (0:3). Wacker München spielte in Essen gegen Essener Sportvereinigung 99 und siegte mit 4:3 (2:0). liefen unentschieden; im übrigen errang Berlin drei Siege, Hamburg einen. Das Resultat war 9:5 für Berlin. Radsport. Das Radrennen quer durch das Ohm- und Lahnlai. Bei prachtvollem Wetter wurde am Ostermontag der Große Preis der Opelwerke, das „Rennen quer durch das Ohm- und L a h n t a l" ausgetragen. Die Strecke führte von Kirchhain über Ziegenhain, Grünberg. Butzbach, Wetzlar, Giehen. Marburg zurück zum Zier nach Kirchhain. 204 Fahrer nahmen am Morgen das Rennen auf. Ergebnisse: 1. Iosef Summ- Frankfurt a. M. 6.44 Stunden, 2. W. Damm- Frankfurt a. M, 6.51 Stunden, 3. F. Schlund- Nürnberg 6.52 Stunden, 4. W. Hundermark-Leipzig 6.53 Stunden, 5. Richard Zeihner-Schweinfurth 6.53,01 Stunden, 6 Düring- Schweinfurt h 6.53,02 Stunden, 7. L. Tomasili- Wiesbaden 6.53,03 Stunden, 8. Kürschner 6.53,09 Stunden, 9. O. Gugau-Frankfurt a. M. 6.53,10 Stunden, 10. Sy Wihak-Hannover 6.53,12 Stunden. Radfahren im Reiche. In der Fernfahrt Berlin —Leipzig wurde Willi Mayer-Leipzig Sieger in 5.25.29.2 Stunden. Die Fernfahrt Berlin —Wittenberg — Berlin über 175 Km. gewann Rudolf Wolke- Berlin in 5.28 Stunden. Im Städtewettkampf Berlin gegen Köln siegte die Kölner Mannschaft mit dem deutschen Meisterfahrer Paul Oszmella. Tennis. Die deutsche Tennismeisterschaft, die am 5. April in Bremen ausgetragen wurde, gewann im Herreneinzelspiel Rehe gegen Spies- Bremen. ♦ * * Hindenburg Protektor der deutschen Kampfspiele 1926. WER. Köln, 5. April. Während seiner Anwesenheit bei der Befreiungsfeier in Köln hat der Reichspräsident v. Hindenburg der Ditte des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen und der Stadt Köln um Tlebernahme des Protektorats über die Deutschen Kampfspiele 1 926 stattgegeben. Der Reichspräsident bekundete dabei seine warme Anteilnahme an dieser großen Veranstaltung. Jur Amerikareise einer D. T.- Riege. vo. Der Turnausschuh der D. T. hat bezüglich der Entsendung einer Turnerriege zum Turnfest des RordamerikanischenTurnerbundes beschlossen, von den gemeldeten Turnern 21 in die engere Wahl zu nehmen und aus ihnen in einem Aus» sche'.dungstumen am 25. April in Leipzig die aus 9 Mann bestehende Riege zur Amerikafahrt zu ermitteln. Tine Autolinie zwischen Metzen und Grünberg? Schon monatelang sind Verhandlungen im Gange über die Errichtung einer Autobuslinie, die von Gießen nach Grünberg führen soll. Rachstehende Orte sollen dabei berührt werden: Annerod, Steinbach, Alba ch, Burkhardsfelden, Hattenrod und Harbach. Es hat sich eine Finna aus Bremen bereit erklärt, den Ausbau der Linie 34 übernehmen, ohnejegliche finanzielle Linker stütz ungen der betreffende n Gemeinden. Der Unternehmer will Wagen uixi) die notwendige Wagenhalle auf eigene Kosten stellen und den Wagen selber fahren. Die Fahrpreise sollen in niedrigen Grenzen gehalten werden, so daß ' auf eine Benutzung, namentlich auch aus Arbeiterkreisen, gerechnet werden könnte. Auch die Stadt Gießen stellte der Errichtung dieser Linie keine größere Schwierigkeiten in den Weg, ausgenommen einige kleinere Bedingungen, deren Erfüllung leicht war. Die Stadt wünschte nämlich als Endstation der Linie den Trieb. Sollte aber die Linie bis zum Gießener Bahnhof durchgeführt werden, so sollte der Fahrpreis innerhalb der Stadt nicht weniger betragen als der geringste Lieberlandpreis. Damit war der Autobus als Konkurrenz der Gießener Straßenbahn ausgeschaltet. Da . die Rcichspost die geplante Linie nicht fahren wollte, so war auch hier auf Genehmigung zu rechnen. Allerdings hielt sich die Reichspost das Recht aus, die gegebene Konzession sofort zu entziehen bei einer etwaigen Llebernahme der "Linie in eigene Verwaltung. Run hat aber das hessische Ministerium, an dem als letzter Instanz die Hauptentscheidung hängt, der Errichtung der Autolinie nicht z u g e st i m m t. Als Begründung wird ins Feld geführt, daß der Strahenunterbau nicht start genug sei, bzw. leide er zu sehr not durch die Benutzung der Straßen mit diesen schweren Wagen. Auch müßte ein solches Llnternehmen, wenn irgend möglich, einer hessischen Firma übertragen werden. Insbesondere aber würde die Deutsche Reichsbahngesellschaft der Errichtung der Linie nicht zustimmen. Die Reichsbahngesellschast befürchtet nämlich die Abwanderung eines Teiles der Eisenbahnfahrgäste in den Autobus und damit die Verminderung ihrer Einnahmen. Man darf aber trotz der ablehnenden Haltung des hessischen Ministeriums das Liniernehmen, noch nicht als endgültig gescheitert ansehen. Wenn nämlich der Antrag auf Errichtung dieser wichtigen Linie erneut gestellt wird, so ist die Reichsbahngesellschaft bereit, in nächster Zeit Erhebungen über den Personenverkehr in dieser Richtung anzustellen. Wie steht es nun in Wirklichkeit mit einer eventuellen Abwanderung der Fahrgäste in den Autobus. Für den zuerst zu berührenden Ort Annerod mit 638 Einwohnern kommt eine Eisenbahnlinie überhaupt nicht in Frage, denn alle von hier nach Gießen reisenden Personen müssen den Weg bis jetzt immer zu Fuß zurücklegen. Das zweite in Betracht kommende Dorf Steinbach mit 1122 Einwohnern schickt ebenfalls viele Personen zu Fuß direkt nach Gießen, so daß also für diese beiden Orte ein Ausfall von Einnahmen aus Fahrkarten überl-aupt nicht oder nur ganz minimal (Steinbach) in Frage kommt. Aehnlich liegen die Verhältnisse in bezug auf A l b a ch. Lind den anderen in Betracht kommenden Dörfern, deren Einwohner alle einen Fußweg von 1/2 Stunde und mehr an die nächste Bahnstation haben, ist eine Verbesserung ihrer Verkehrsverhältnisse dringend zu wünschen. Hoffen wir. daß die Verhandlungen über die Errichtung dieser Linie erneut wieder ausgenommen werden, damit die von jeglichem Verkehr abgeschlossenen Ortschaften doch noch den Segen eines besseren Verkehrmittels genießen dürfen. Wirtschaft. Don den Schlachtviehmärkten. An den deutschen Schlachtviehmärkten der vorigen Woche hat sich die Marktlage für Rinder beträchtlich verschlechtert, während sie bei Kälbern etwa dem Verlaufe der Vorwoche entsprach. Bei Schafen und Schweinen war die Situation gegenüber der Vorwoche weniger günstig. Die Auftriebsziffern erfuhren für Kälber eine wesentliche Zunahme, während bei den übrigen Gattungen eine ebenfalls größere Abnahme zu verzeichnen ist. Die Preise konnten für Kälber überwiegend etwas anziehen, für Rinder waren sie knapp behauptet, für Schafe und Schweine zumeist stärker nachgebend. Auf den nachstehenden Märkten wurden für 1 Pfund Lebendgewicht in Pfennig notiert: Rinder Kalber Schafe Schwein Berlin 18-51 45-84 28-52 70-81 Bremen 28-55 30-90 25-50 65-78 Breslau 20-51 55-92 •35-52 62-77 Chemnitz 24-50 40-86 25-50 67-82 Dortmund 18-58 45-115 30-55 70-80 Dresden 22-51 33-87 30-57 60-80 Düsseldorf 22-60 40-85 45-55 65-82 Elberfeld 20-54 45-80 25-50 65-80 Essen 25-56 42-100 20-55 65-80 FrankfurtM. 17-57 52-86 36-50 65-82 Hamburg 14-54 45-85 — 65-77 Hannover 20-55 30-85 30—55 65-78 Husum — — — —— Karlsruhe 22-58 70-80 — 72-84 Kastel 23-57 50-75 — 72-84 Kiel 19-51 20-117 24-72 49-76 Köln 18-56 40-110 40-52 64-82 Leipzig 20-51 50-85 40-54 73-82 Magdeburg 18-52 30-80 20-45 71-84 Mannheim 14-56 56-90 30-55 66-81 München 15-54 63-84 — 58-80 Stettin 10-50 30-78 15-43 65-80 Stuttgart 12-52 55-80 — 57-79 Zwickau 15-50 40-85 25-60 72-85 * Heinrich Lanz A.-G., Mannheim — R. Wolf A.-G., Magdeburg-Buckau. Die beiden Gesellschaften, die seit 1924 durch eine Interessengemeinschaft verbunden sind, haben eine Aufteilung ihrer Fabrikationsprogramme vorge- nomnien. Die Heinrich Lanz A.-G. übernimmt den gesamten Dreschmaschinen- und Traktorenbau, die R. Wolf A.-G. dagegen den gesamten Lokomobilen- lind stationären Motorenbau. Die bisherige Erzeugung gleichartiger Maschinen an getrennten Pro- duktionsstätten ist dadurch vermieden und damit ein weitgehender Fortschritt in der Rationalisierung beider Werke getan. * D i e Weinheimer „Baden! a" gesichert. Wie verlautet, ist das Fortbestehen der unter Geschäftsaufsicht stehenden Maschinenfabrik „Badcnia" A.-G. in Weinheim gesichert. Die maßgebenden Gläubiger sollen sich mit einem Arrangement auf der Grundlage von 30 bis 40 Proz. einverstanden erklärt haben. Die Gläubiqerversamm- lung wird Mitte d. M. stattfinden. Zur Zeit arbeiten in der Fabrik noch etwa 180 Arbeiter und Angestellte; man hofft, daß nach dem Arrangement wieder 3H0 bis 400 Personen Beschäftigung finden können. Frankfurter Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 6. April. Tendenz: Stetig. Die Effektenbörse eröffnete nach der viertägigen Unterbrechung in ruhiger, aber fester Tendenz. Die in den letzten 14 Tagen andauernd vorherrschende Haussestimmung fand keine wesentliche Förderung, da anregende Momente fehlten und andererseits unkontrollierbare Gerüchte umgingen von der beabsichtigten Aufnahme einer deutschen Anleihe. Da auch der Geldmarkt eine leichte Berstei- sung anzunehmen droht, so war die Kauflust wesentlich geringer als an den Vortagen, und die Stimmung zeigte sich dadurch etwas beeinträchtigt. Trotz der Verstimmung, die aber nur vorübergehend in Erscheinung trat, wurden an den Aktienmärkten neue Kurs st eigerungen, vereinzelt von beträchtlichem Ausmaß, erzielt. Stärkere Nachfrage bestand besonders für Motoren- und Maschinenaktien. Gerüchte über Fusionsbestrebungen, die von einem Zusammenschluß zwischen Daimler und Benz wissen wollten, förderten die stürmische Kaufbewegung in diesen Werten. Kleyer zogen um 6,75 Proz., Daimler um 4,75, Hansa-Lloyd um 5,75 Prozent an. Im F r e i o e r - kehr waren Benz um 4 Prozent gesteigert. Von Maschinenaktien wurden Karlsruher um 5 Prozent und Eßlinger um 7 Prozent höher. Daneben setzten sich die Steigerungen für Zellstoff-, Bau und Maschinenaktien fort. Am M o n t a n m a r k t traten Besserungen von Belang nicht ein. Gut befestigt waren Rheinische Braunkohlen, Rheinstahl und Deutsch-Lux, ferner oberschlesische Werte. Farbwerte waren günstig veranlagt und erzielten eine Besserung von 3,5 Prozent. Elektroaktien lagen ruhig und kaum verändert. Bankaktien fest. Deutsche Renten waren gut gefragt. Ausländische Renten lagen befestigt, ebenso verkehrten Pfandbriefe in fester Haltung. Der Freiverkehr zeigte eben- ft lls feste Tendenz. Becker Stahl 40, Becker Kohle 60, Benz 62, Brown Boveri 70, Entreprise 11, Gro- wag 60, Hansabank 85, Krügershall 106, Petroleum 70, Rastatter Waggon 21, Ufa 54, 5, Usra 78 Proz. Der weitere Verlauf stand im Zeichen größerer Unsicherheit. Einsetzende Realisationen übten e-nen stärkeren Kursdruck aus, so daß Einbußen von 1 bis 1,5 Prozent für führende Werte eintraten. Am Geldmarkt war eine leichte Anspannung zu bemerken. Tagesgeld 5,5 bis 7 Prozent, Monats- 6,75 bis 7 Prozent, Bankdiskonten 5 Prozent, Jn- duftrieakzepte 5,75 bis 6 Prozent. Im Devisen- verkehr waren nennenswerte Veränderungen nicht zu verzeichnen. Paris notierte gegen London 139. Dörsenkurle. Berliner Börse. Frankfurt a.Pi. Berlin Schlug, flurs 1-Ut)t. fiurs Schluh. Kur» Anfang Sure Datum: | 1. 4. | 6.4. l.j 6. 4 5% Deutsche Rcichßanleihe . 0,4387 0.460 0,4325 0,4575 4% Deutsche Rcichsanleihe . B‘/2% Deutsche ReichSanlcthe 3% Deutsche Reichsanleihe . Deutsche Sparprämicnanleihe — — 0,4175 0,570 0,390 — 0,4175 0,550 0,490 0,269 _ 0,5 0,2625 0,530 4% Preußische Konsols . . . 4°/o Hellen........... 0,395 — 0,415 0,470 3'/,''/°. Hellen . . ........ 3% Hellen........... Deutsche Wertb. Dollar-Anl. 0,390 — — — 0,390 _ 0.37 - - 93,25 — 96,5 _ dto- Doll.-Schav-Anwetsng.') 99,6 — 99,35 — 4% Zolltürken......... 11,975 12,4 11,9 _ 5°/o Goldmertkaner..... 40,75 40,5 — Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Prtvat-Bank 153 116- 154,7‘ 116- 153,2* 115- 116- Darmst. und Nationalbank . 140,5* 141- 140,2- 140,5- Deutsche Bank......... 137,1- 137,7- 137- 138,2* Deutsche Bereinsbank .... — — Tisconto Commandit ... 133 134,1* 133,5- 134,5- Metallbank........... 102 103 — Mitteldeutsche Kreditbank. 102- 102,2- 102,2- _ Lesterretchische Creditanstalt. 7,12 7,25 7,12 7,4 Weltbank............ 0,04 0.041 Bochumer Guß...... . 99 _ 98,5' 100,5- Buderus ........ . . 67 67,5 67 70 Caro ............. 50’ — 50- 53,5' Deutsch-Luxemburg...... Gelsenkirchener Bergwerke . . 100.5 105,4' 105,2’ 105' 104,5- 106- 105,9- 106' Harpencr Bergbau ...... 113- 114,7- 113,1- 114.7 Kaliwerke Aschersleben.... 135 — 136’ 137,4" Kaliwerk Westcregelu..... 139,5 —— 143,2* 143,2 Laurahiitte........... Oberbedarf........... 41,75 44 41 42.9 51 52- 53- 52,75’ Phönix Bergbau ...... Rheinstahl........... 86,5- 92,75- 86,75- 93,75- 87,25’ 92,9- 87,25' 94’ Niebeck Montan........ 101,5 - 102 101,7’ Tellus Bergbau. ....... 71,5 - Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd ..... 161,5- 158' 162- 156,2- 161,5’ 158- 161- 157» Cheramische Werke Albin . . 49,25 _ — — Zementwerk Heidelberg . . 105,75 105 Philipp Holzmann...... 86 88 86 Anglo-Cont-Guano..... 96,5 _ 97 97,75 Chemische Mayer Alapin . . _ 9- G. Farbcnindustrie, A.-G- 145,7* 149,2- 146.7- 149,7* Goldschmidt.......... 89 89,9 90 Holzverkohlung ...... . Rütgcrswerke........ Echetdcanstalt......... 80 88 123,5 1 ZI 88 Illi ANg. Elektrizitäts-Gesellschaft 107,2* 107,7- 107,5‘ 109’ Bergmann........... Mamkrastwerke........ 98’ —» 100« 106- 93 _ — Schuckert .......... 94 94,5- 93,75* 95,65- Siemens & Halsk ...... 121,5 — 120- Adlcrwerke Kleyer ...... 58 64,75 59,75 63,5 Daimler Motoren....... 63 67,5 63,5 Hcyliaenstacdt......... Mcguur............. 33 48 — — Motorenwerke Mannheim . — — — — Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . 51 — - — 115,5 91 115 91 _ Schuhiabrik Her; . . .... 46 —- 43 — vichel.............. Zellstoff Woldhof....... 4,5 — — — 128 130 126 Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . 56,5 67,25 67,5- 57,5 — (Eigener Drahtberichl des ..Gießener Anzeigers".) Berlin, 6. April. Wie zu erwnrten war, setzte sich nach der viertägigen Pause die Oster- Hausse auch in der neuen Woche fort. Das Geschäft war nirgends stürmisch, doch waren die Ansangskurse infolge größerer Käufe aus der Provinz fast durchweg weiter befestigt. Die Berichte der preußischen Handelskammern, die eine allgemeine Besserung der Wirtschaftslage feststellten, wirkten stimulierend, weil sie die optimistische Dörsenstimmung für gerechtfertigt erklärten. Die auch weiterhin wenig günstigen Ausführungen über den Eisen- und Kohlenmarkt fielen demgegenüber nicht ins Gewicht. Am Montanmarkt waren besonders Rombacher Hütte stärker bevorzugt und um weitere 2 Prozent höher. In Schiffahrtswerten kam anfangs durch Realisationen etwas mehr Material heraus, das aber im Verlaufe gute Aufnahme fand so daß die schwächeren Anfangskurse sich wieder erholen konnten. Auch am Montanmarkt lagen die ersten Kurse infolge von Abgaben 0,5 bis 1 Prozent niedriger. Am Anleihemarkt hatten Kriegsanleihen lebhaftes Geschäft aufzuweisen. 5proz. Reichsanleihe 0,458. Am Geldmarkt läßt die durch den ■Ultimo hervorgerufene kleine Anspannung wieder nach. Tagesgeld 4,5 bis 6 Prozent. Im Devisenverkehr notierte Paris gegen London 139,75. Brüssel gegen London 130,40. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt