llr. Wl Erstes Blatt 176. Jahrgang Samstag, Mai 1926 Grkch« int täglich, außer Sonntags unb Feiertags. Beilagen: Siebener Famillendlätter Heimat im DiD Di« Scholle mx>nats*B

tend machte. Eni militärisch unterlegenes, finanziell ruiniertes Land wie Deutschland hatte natürlich in den notwendig werdenden Handelsvertragsverhandlungen eine besonders schwierige Stellung. In die gleiche Sackgasie drängt die Ucbcrfättigung des Weltmarktes mit Rohstoffen sowohl wie Fertigwaren, nicht zum wenigsten verursacht durch die Entstehung einer geschlossenen nationalen Wirtschaft von unerhörten Dimensionen in den Vereinigten Staaten und die Emanzipation der Industrien Ostasiens und Südamerikas. Loucheurs Plan zielt nun ursprünglich auf eine europäische Zollunion, also die Niederlegung der inner- europäischen Zollschranken und die Schaffimo eines großen inneren Marktes auf dem euronäildien Kontinent, ähnlich dem des amerikanischen. Diesem, weit in die Zukunft greifenden Gedanken sieben natürlich, abgesehen von den Schwierigkeiten politischer Natur, auch schwerste Hindernisse mirtfrfmf- lieber Art entgegen, eben die von einer Reih" europäischer Staaten noch ungelöste Frage der Wäh ° rungsftabilffierung, mit dem eng z'.isam- menhänat das Problem der internationalen Schulden, womit Amerika als (Blättbiaer und Kreditgeber Europas in den Kreis der unmittelbar Beteiligten tritt und die Möglichkeit erhält, eine ihm unerwünschte wirtschaftliche Union der europäischen Mächte zu verhindern. Auf die gerad- in diesem Zusammenhang für Deutschland grundlegende Bedeutung des Dawesplanes "nd der aus ihm sich folgernden für die deutsche Wirtschaft untraabaren Reparationslasten haben wir vor einigen Tagen schon hingewiesen. Es ift olfo ein ühercus verzwicktes Problem, das den Genfer Wirtschaft-- sachverftändiaen vorge'egt worden ist, für jeden der befeifioten Staaten sprechen Fragen von eminent politischer Bedeutung hinein, deren Entscheidung sich niemand von einer internationalen Konferenz non Sachverständigen aus der Hand nehmen fallen wird. Man rorb daher heule f*on befürchten muffen, daß — sollten di" Sachverftändiaen tntfö.'''- lich auf den Grund der Dinar gehen — hi? (Frreh. nisse ihrer Beratungen als schätzbares Material zu den Akten kommen. Von weit aktuellerer Bedeutung als diese, heute noch recht tfeeoretifchen Erörterungen in Genf, war d>e Berliner Tagung des Industrie- und Handelstages, auf dem neben dem T Wirtschaftsminister Dr. Curtius auch der K-sii- n c 11 s ch e f selbst das Wort zu programmatischen Aeußerungen über die deutsche Wirti'chaf!''polit k ergriff. Beide nahmen erfreulicherweise Stellung zu der ja gerade aus Wirtschaftskreisen immer wiedcr erhobenen Forderung der Verwaltunas- r e f o r m , die eng zufammenhängt mit der B c - freiung des <5taa.es und der Wir' schäft von unproduktiver Arbeit. Mit Recht betonte der Reichswirtschastsminifter, daß es sich dabei nicht um mechanischen Abbau von Be- ,'mten handeln könne — die Spuren des früheren Veamtenabbaugefetzes schrecken — sondern um eme Zurückführung der Täti-Veit der äffe"tischen Körperschaften auf das unbedingt notmenhige Maß, also Abbau des Staatssoziasismris, in dem besonders Länder und Kommunen in den letzten Jahren Er- llecksiches geleistet haben. Eine Neuaborenzuna der ^fufanbenfreife für Reich, Länder und Gemeinden, Vereinfachung des Behördenapparote- von d-n Zentralen aus, Vermeidung b»r heute üblichen Don« pelarbeit durch Reichs- und Länderbehörden, Ratio- nafiRenina des Arbeitsaanaes in der äffentfizfww Verwaltung, das sind in einzelnen Stichworten die Ziele der Verwaltungsreform, wie sie dem Kabinett vor Augen schweben. Auch der R ei ch s k a n z l e r unterstrich in seiner grotzangclegten Rede die Bedeutung einer Verein- fachung der Verwaltung aller Zweige und einer Verminderung der Verwaltungsausgaben in dem Sinne, daß Kapitalien, die aus dem Inland und Ausland der Wirtschaft neu zufließen, im weitestgehenden Maße nur für wirtscha^t - liche Zwecke verwendet werden. In diesem Zusammenhang wäre auch ein Hinweis darauf angebracht gewesen, daß es nicht Sache der öffen^ichen .Körperschaften sein kann, einen Teil der ungeheuren Steuern, die man der Wirtschaft entzog, zur Erwerbung umfangreicher industrieller Unternehmungen zu verwenden, die dann als Staatsbetriebe her steuerzahlenden Privatwirtschaft empfindliche Konkurrenz machen. Das Vorgehen Preußens in der rheinischen Elektrizitätswirtschaft ist hierfür ein warnendes Beispiel. Auch die immer noch viel zu umfangreiche Bankiertätigkeit des Staates ist keineswegs erfreulich. Der Wirtschaft und dem erst sehr langsam wiederauflebenden Kapitalmarkt dürfen nur soviel Gelder in Form von Steuern entzogen werden, als der Staat zur Erfüllung seiner Aufgaben braucht. Daß über dies erforderliche Maß hinaus erhobene Steuern in Form von Staatskrediten wieder an die Wirtschaft zurück- sließen, ist ein wirtschaftliches Unding. Die Verteilung des Kapitols an die einzelnen Zweige der Wirtschaft soll man den privaten Geldinstituten überlassen. Mit besonderem Nachdruck trat der Reichskanzler vor diesem Forum von Industriellen und Kaufleuten für die Not der Landwirtschaft ein. Im Hinblick auf unsere Handelsvertragsverhand- lungen wies er mit gutem Grund auf die enge Verbundenheit von Industrie und Landwirtschaft hin. Es ist nur im Interesse des gesamten Volkes, trenn die Regierung bestrebt ist, die Lage der Landwirtschaft mit allen Mitteln zu bessern, denn es darf nicht allein unser Ziel sein, die Ernährung des deutschen Volkes aus eigenem Boden sicherzustellen, sondern man muß sich auch darüber klar [ein, daß die Landwirtschaft die stärkste Stühe des inneren Marktes für industrielle und gewerbliche Erzeiigniffa darftellt. Um so mehr unsere Ausfuhr aus den oben schon erwähnten Gründen notleidet, um so mehr muß sich unsere Aufmerksamkeit der Hebung des Binnenmarktes und der Förderung der Landwirtschaft als ihres bedeutsamsten Abnehmers zuwenden. Zieht man das Fazit aus den vielerlei Reden, die auf dem Industrie- und Handelstag der Lage der dcutf' ?n Wirtschaft gegolten haben, (o muß man, abgesehen von dem erfreulichen Optimismus, der namentlich bei den Ausführungen des Reichskanz- lers mitschwang, doch feftftellen, es geht wieder vorwärts, wir stehen in der Depression, die jeder schweren Krisis folgt, wie einer der Redner es treffend definierte, noch liegen gewaltige Hemmungen aller Art, namentlich die Arbeitslosigkeit, auf der Wirtschaft, aber der Wiederaufbau scheint sich verwirklichen zu sollen. Das deutsche Volk besinnt sich auf seine alten volkswirtschaftlichen Tugenden, es aroeitet und spart. Wenn man im letzten Jahr mit der Steuerschraube etwas vorsichtiger umgegangen wäre, könnte man sogar von Ansätzen zu neuen Betriebskapitalbildungen sprechen, die uns doch einmal die Möglichkeit geben sollen, die deutsche Wirtschaft von den ausländischen Gläubigern frei zu machen. Daß die Bäume nicht in den Himmel wachsen, dafür sorgt schon der Reparationsagent, der, nach Ablauf der uns in London gewährten Schon- frist, jährlich zweieinhalb Milliarden der Wirtschaft entziehen soll. Die Unsicherheit vor dem, was bann kommt, lastet schwer auf der Wirtschaft, nicht allein, daß die Entziehung einer so gewaltigen Summe dem deutschen Wirtschaftskörper neue, schwere Wunden schlagen muß, ist es auch heute noch ein ungelöstes Problem, wie man sich die Uebertragung .Ä dieser Gelder ins Ausland denkt, ohne die deutsche ' Mark einer neuen Inflation auszusetzen. Hierüber 7 rechtzeitig Klarheit zu schaffen, ist Sache des Staates, Sache der Politik. Die künftige Steuerpolitik. Rcichsfinanzminifter Dr. Reinhold über Finanz- und Vcrlvaltrrnqsreform Hamburg. 30. April. (WB.) 3m Lieber- seeklub Hamburg hielt Reichsfinanzminister Reinhold heute einen Vortrag über Wirtschaftspolitik und Staatsfinanzen. Die Stabilhaltung der Mark bleibt auch weiter die wichtigst» Pflicht der Regierung. Aus diesem Grunde must jede Beeinflussung der Ausgaben durch ein etwaigesV o l k s- begehren zur Reuregelung der A u f w e r - tungsprvbleme entschieden abgelehnt werden, da es die Kreditfähigkeit unserer Wirtschaft gefährdet. 3ebe Agitation rn dieser Richtung ist für den wirtschaftlichen Aufstieg äußerst schädlich. Wie sehr an und für sich die Mark stabil ist, gcht daraus hervor, daß die Regierung demnächst die Freigabe der Devisenwirtschaft anordnen wirb. Die ©teuer belüft u n g muß in Zukunft wieder in ein richtiges Verhältnis zur Steuerkraft gebracht werden. Die zu große Anzahl der öffentlichen Kassen bedeutet eine Gefahr, denn sie verführt zu verschwenderischer Wirtschaft. Die Folge davon sind Erscheinungen wie die finnlofe llebernahme von Betrieben in die öffentliche Hand, die nicht in die öffentliche Hand gehören. Cs ist falsch, daß durch hohe Steuern gesunden Unternehmungen das Geld wieder abgenommen wird, um schwachen LlnternehmunMN zu ilnter- stuhungszwecken zugeführt zu werden. Unbedingt hüten muh man sich vor einer Verbeamtung der Wirtschaft, die durch zu große Geldfülle in den Kassen sehr leicht herbeigeführt werden könnte. Das SteuermilderungSgeseh war dringend nötig. Rur eine gesunde Wirtschaftspolitik kann die Grundlage einer gesunden Finanzpolitik sein. Eine Erleichterung der Realsteuern, die am nächsten lag, war seitens des Reiches nicht möglich, da sie in den Händen von Ländern und Gemeinden liegt. Das Endziel jeglicher Finanzpolitik muh die verwaliungsresorm, die im Sommer ourch- geführt werden soll, fein. Die Verwaltung muh durch Vereinfachung verbilligt werden. Merkwürigerweise hoben sich die Verhältnisse derart umgekehrt, daß heute die Regierung auf eine B e - schränkungderAusgaben bringen muß, bie die Parlamente in oerschwenberischer Weise bewilligen. Für jeden Steuerzahler muß es eine H ö ch st- belastungsgrenze geben. Außerdem sollten [ich die Parlamente an das englische Beispiel erinnern und auf eine Bewilligung über die Regie- t.ingsanträge hinaus verzichten. Die Wiederherstellung und Selb st Verantwortung der £än- Der grötzers Mussolini und das grötzsre Von Dr. Pau! Der stärkste Monn in Frankreich, Herr Briand, hat vor einigen lagen in her Budget-Debatte über die ausw.iniae Politik auf eine Anfrage wegen Italien in einer Weise geantwortet, die darauf fchließen läßt, daß in der Tat aktive italienische Absichten in Afrika bestehen, und daß Mussolini sich bis zu einem gewissen Grade — roie weit ist ist fraglich — dafür das Wohlwollen Frankreichs gesichert yat. Den Anlaß zu der Erklärung gab eine Bemerkung des sozialistischen Abg. Fonlanay, der gesagt hatte, die letzten Reden Mussolinis seien sowohl nach der Seite des Balkan als auch der Mittelmeerländer beunruhigend: die Regierung müsse ihre Haltung dazu darlegen. Darauf antwortete Briond: Die französische Regierung unterhält die besten Beziehungen mit Italien. Dieses Land hot sich aus einem Empfinden der Selbfterhol- tung heraus ein Regime gegeben, das es freiwillig ^gewählt Hot. Dos ist feine eigene Angelegenheit. Die französische Regierung ist immer bestrebt, Mittel zu finden, um sich bas italienische Volk, dos an unserer Seite gekämpft Hot, nicht zu entfremden, sondern sich ihm zu nähern. Dieses Volk ist ein großes Volk, dos [ich jedes Jahr außerordentlich vermehrt. Es ist daher begreiflich, daß es dort gleichsam ständig kocht, und oaß sich der starke Druck nach außen hin Luft zu schaffen sucht. Briand war klug genug, an diese für Italien freundliche und verständnisvolle Erklärung noch eine leise Verwahrung wegen „gewisser öffentlicher Aeußerungen" zu knüpfen, bie an sich „in Erstaunen setzen" könnten, die sich jedoch ..aus den Bedingungen der italienischen Politik", ergäben! Er macht es so wie seinerzeit Lloyd George, als dieser, noch in der Zeit seiner Premierministerschaft, über die Möglichkeit von Handelsbeziehungen mit Rußland sprach: der Bolschewismus fei tadelns- wert, aber das russische Volk sei eine große Nation und seine Regierungsform sei kein Grund, Geschäfte mit ihm abzulehnen. Erfahrene Politiker finden immer eine Form, um Entgegenkommen und Reserve so miteinander zu verbinden, daß sie sich, sobald es vorteilhaft erscheint, auf die letztere zurückziehen können. Der fachliche Inhalt der Briandschen Worte bedeutet soviel wie grundsätzliches, etwas zurückhaltendes Wohlwollen gegenüber den erkennbar werdenden italienischen Ausdehnungsplänen über See. Italien hat nun einmal den Fehler gemacht, daß es sich im Weltkrieg nicht auf die Seite stellte, wo ihm das „zweite Italien" jenseits des Meeres gewinkt hätte, nämlich Tunis, bie alte römische Provinz Africa. Im Altertum war biefe eines der reichsten Mittelmeerlänber unb eine ber Kornkammern Roms; heute leben in ihr an 100 000 Italiener unter französischer Herrschaft. Wäre Tunis heute italienisch, so brauchte Mussolini nicht bloß mit Reben italienische Größe zu markieren, fonbem sie wäre als Tatsache allen sichtbar. Die tripolitanische Sanbbüchse, bie Italien in Ermangelung eines Besseren vor dem Weltkrieg den Türken fortnahm, ist fein Ersatz dafür, sondern nur eine kolonialpolitische Dekoration. Es ist richtig was Briand sagt: das italienische Volk vermehrt sich jedes Jahr außerordentlich. Italien ist etwas über 300 000 Quadratkilometer groß (Deutschland 474 000), und seine Einwohner- zahl beträgt 40 Millionen. Das ist ein Volksdichte von 130 auf den Quadratkilometer, noch etwas mehr als in Deutschland, aber mit geringeren industriellen Hilfsmitteln unb mit einem größeren Prozentsatz von wenig ober gar nicht kulturfähigem Boden. Dazu ist bie nationale Vermehrungsrate höher, das Wachstum der Volkszahl also schneller, Italien. Rohrbach. als in Deutfchland. Hieraus stammen die italicni» [chen Nöte, die durch den Besitz von Tunis auf lange hinaus hätten geheilt werden lönnen. Einen gewissen Anlaß besaß Italien, jolange die Vereinigten Staaten von Amerika Jahr für Jahr unbeschränkt Hunderttaufende von italienischen Einwanderern landen ließen, teils zu vorübergehender, teils zu dauernder Niederlassung. Das hat jetzt aufgehört. Italiener sind bis auf eine geringe Zahl von der Zulassung ausgeschlossen (Mus- folinl hütet sich wohl, gegen diesen Stachel zu löten!), und wenn die amerikanische Regierung für diesen materiell unb moralisch gleich drückenden Ausschluß durch das eben ratifizierte Schuldenabkommen vier Fünftel der italienischen Verpflichtungen vom Kriege her an Amerika gestrichen hat, so ist das zwar ein anständiges Schmerzensgeld, aber es hilft Italien nicht zu einem neuen brauchbaren Auswanderungsgebiet. Südamerika allein reicht auch nicht dazu. Die italienische Politik arbeitet stark in Albanien, doch nach Albanien kann man auch keine italienischen Bauern in größerer Zahl schicken. Sie hat nicht vergessen, daß der südwestliche Teil von Kleinasien mit dem Hafen Adalia mit zu den Brocken gehört, die sie sich aus ber Beute nach dem Weltkrieg hatte versprechen lassen — nur baß die Türken so brutal waren, bie Italiener hinauszuwerfen. Italien besitzt Rhobus unb beobachtet von da dauernd die türkische Küste, aber der Sprung wäre doch sehr gefährlich. Bei diesem Suchen nach einem Objekt für überseeische Expansion ist ber Blick nun roieber auf Abessinien gefallen, wo es den Italienern schon einmal schlecht genug gegangen ist. Am 1. März 1896 erlitt General Ba- ratieri mit seiner 26 000 Mann starken Armee die entscheidende Niederlage gegen die Abessinier bei Slbiin. Abessinien ist ber einzige noch unabhängige afrikanische Staat. Der Kern, bas Hochlanb, aus bem der Blaue Nil unb der Atbara kommen, ist nicht größer als Italien, ober im ganzen umfaßt bas heutige abessinische Reich ßänber vom vierfachen Umfang mit vielleicht 10 Millionen kriegerischer Einwohner unb einem gehörigen Vorrat an Waffen unb Munition. Zu Nachbarn hat es den englischen Suban, das englische Ostafrika unb bas englische Somaülanb. Dazwischen liegen am Roten Meer bie italienische Kolonie Eritrea unb am Jn- bischen Ozean Jtalienisch-Somalilanb, zwei an sich wertlose Bedungen. Am kleinsten, verkehrspoli- tisch aber am wichtigsten unter ben europäischen Nachbarn Abessiniens, ist bie französische Kolonie Obok am südlichen Eingang des Roten Meeres, mit bem Hafen Djibuti. Von hier führt eine von ben Franzosen gebaute unb betriebene Bahn auf bas Hochlanb. Wenn bie Italiener Abessinien angreifen wollen, so werben sie bas jebenfalls von zwei Seiten tun, vom Somalilanb unb von Eritrea her. In ben zugleich gerounbenen unb geschwollenen Reben, bie der Faszistenherzog bisher über seine Absichten von sich gegeben hat, ist natürlich nur von „ökonomischen^ Zielen bie Rede; indes das kennt man. Um eine Basis für ein Vorrücken von Süden zu schaffen, ist ja schon ein Kolonialfeldzug gegen die widerspenstigen Somalis im Gange. Von hier nach Abessinien hineinzukommen, ist aber nur mit den größten Schwierigkeiten möglich, wegen ber. Unwegsamkeit und Wasserlosigkeit des Landes. Auf keinen Fall kann hier eine Armee vorrücken. Von Masfaua, dem italienischen Hauptplatz am Roten Meer, ist es nicht so schwierig, aber auch auf dieser Seite werden die natürlichen Widerstände viel schneller wachsen, als bie vorwärts zu beroegenbe Truppenzahl. Selbst mit Flugzeugen wäre ein abessinischer Krieg ein Unternehmen von ungeheuren Kosten und mit höchst unsicherem Ausgang. ber unb Gemeinden fürihreAusgaben ist ein Schritt zur Besserung ber Verhältnisse. Es müssen biejenigen mit Bewilligungsrecht begabt Werber, bie bie Steuern bezahlen sollen. Bis zum Herbst kann hoffentlich ein neues organisches Steuersystem burchgeführt werben. Es soll in Zukunft möglichst keine Einkommen st eueroorauszah- lungen mehr geben. Geplant ist nach Möglichkeit eine (Ermäßigung ber Sähe ber Einkommensteuer. Die Geschäftsbilanzen sollen wieber mit ben Steuerbilanzen identisch unb zur Grunblage ber Besteuerung werden. Die Steuermoral muß wieder gehoben werden. Nach der Reform ber Finanzen muß bie Verwaltungsreform ein, greifen. Es handelt sich dabei nicht um einen Abbau ber Beamten, fonbem um einen Abbau ber Aufgaben, benn es muß wieber zu bem Grunb- fatz übergegangen werben, daß außerorbentliche Ausgaben' nicht aus bem laufenden Etat, sondern auf dem Anleihewege gedeckt werden. Dabei müssen sich aber die Länder unb Gemeinden bringend vor jedem Mißbrauch des Anleihemarktes hüten. Es besieht begründete Hoffnung auf ein Erstarken des inländischen Kapitalmarktes, da sich die Spartätigkeit erfreulich entwickelt hat. Das sich neu bildende Sparkapital soll nicht für öffentliche Ausgaben, sondern vorwiegend für den Bedarf der Wirtschaft Verwendung finden. Die gegenwärtig« Steuersenkung hat die Reparationsverpflichtungen für das laufende Jahr und die nächsten Jahre bereits berücksichtigt. Bisher war die Belastung des Etats durch Reparationen unerheblich Die Rationalisierung der Wirtschaft muffe ein Torso bleiben, wenn sie nicht durch die Rationalisierung der Verwaltung ergänzt würde. Das Problem der Arbeitslosigkeit lege der Regierung besonders schwere Aufgaben auf. Die Arbeitslosenunterstützung müsse nach und nach in eine Arbeitslosenversicherung umgewandelt werden. Der Tiefpunkt der Wirtschaftskrise fei überschritten. Der Reinigungsprozeß müsse als beendet betrachtet werden. Sturm im Preußischen Landtag. Berlin, 30. April. Im Preußischen Landtag wurde bie 2. Beratung bes Berghaushaltes fortgesetzt. Minister Dr. Schreiber führte aus, baß bie allgemeine schwere Wirtschaftskrise auch auf ben Bergbau nicht ohne Einfluß geblieben fei. Nicht weniger als 38 Zechen unb 11 Kokereien seien im Nuhrrevier zum völligen Erliegen gekommen. Dies habe zur Entlassung von 37 000 Arbeitern unb Angestellten geführt, ohne bie 55 000 Arbeitnehmer, die burch Betriebseinschränkungen ihr Brot verloren. Eine Besserung ber Lage im Bergbau sei erst nach einer allgemeinen Wirtschaftsbesserung zu erwarten. Erfreulicherweise fei aber die sozial-politische Gesamtleistung nach dem Kriege gestiegen. Der völkische Abg. Kaiser, der von der Linken mit bem Zuruf „Zechpreller" begrüßt wirb, wenbet sich gegen bie Bestrebungen zur Förberung ber Auswanderung deutscher Erwerbslosen. Er wird dabei dauernd durch Zurufe ber Linken wegen seiner angeblichen Zechprellerei unterbrochen unb erklärt schließlich zu biefer Angelegenheit, es liege ein Kellnerbetrug vor. Der sozialistische Abg. Otter manbte sich dagegen, baß zum Beraetat immer wieber Leute sprächen, bie bavon nichts verstäuben. Otter erklärte weiter, Herr Kaiser hat von der Zeche am Kurfürstendamm mehr Ahnung als von ben Zechen In ben Bergrevieren. Die Völkischen brangen baraufhin lärmend gegen die Tribüne vor unb als sie ben Rebner zu stark bedrängten, ergriff dieser ein Glas Wasser unb schüttete es ben Demonstranten über ben Kopf. Nun wuchs der Lärm zum Orkan. Der Präsident konnte sich in dem Lärm nicht durchsetzen und gab durch Aufstehen das Zeichen für den Abbruch der Sitzung. Nach etwa 5 Minuten wurde bann bie Sitzung wieber aufgenommen. Präsident Bartels teilt daraus mit, daß der Abg. Otter bas Vorkommnis bebauere. Nachdem noch einige Redner zu bem Etat gesprochen hatten, vertagt sich bas Haus auf Donnerstag 6 Uhr. Die Verhandlungen in lldfchda. Paris. 1. Mai. (WTD. Funkspruch.) Ein Bericht über die für gestern spät abends an* geordnete Sitzung der Friedensunterhändler in Lldsckiüa ist hier nicht eingetroffen, doch erklärt die Agentur Havas, daß, falls die Friedensverhandlungen im Verlaufe der letzten llnterhand- lungem am 30. April nicht zu einer Versündigung führen soliden, die Rifdelegierten Lidschda am 1. Mai vormittags verlassen würden, um sich ins Rifgebiet zu begeben. Don diesem Zeitpunkt ab würden die drei Tage Frist zu laufen beginnen, innerhalb deren die Rif delegierten hinter ihre Linien zurückkehren und Bericht erstatten könnten. Sollten die Rifdelegierten innerhalb der angegebenen Frist nicht mittellen, daß sie die französisch-spani'chen Bedingungen annehmen, so würben die Truppen zur Durchführung der vom Oberkommando geplanten militärischen Maßnahmen schreiten. Rach einer HavasmelLung aus Rabat hat sich die Lage nicht geändert. Dir Rifdrlegierten lehnen es ab, über irgendeine der ihnen gestellten Bedingungen zu verhandeln, abgesehen über die Frage der Entwaffnung. Sie erklärten, daß die internationalen Verträge, die das politische Regime Marolkos festlegten, nicht mehr gü[• t i g seien, und daß die Bildung einer unabhängige nationalen Regierung in Marokko deren Revision nötig mache. Kleine politische Nachrichten. Am Samotagabend um 7.50 Uhr wird der Reichsminister Dr. Stresemann im Rahmen des Programmes der Funksreunde einen Vortrag über den „Berliner Vertrag" hallen. Der Vortrag Dr. Streemanns wird auch über den Königswusterhausener Sender auf Welle 1300 verbreitet werden. Der frühere Di eltor der Firma Krupp A.-G. Essen, Professor Dr. R a u s e n b e r g e r, ist in München gestorben. Der Verstorbene if! als Konstrukteur Der 42er und der Ferngeschütze während des Krieges im In- und Ausland bekannt geworden. Die deutsche Schule in Philippopel (Südbulgarien) hat ihr 25jähriges Jubiläum unter Teilnahme der dortigen Behörden gefeiert. Der deutsche Konsul in üofia überreichte dem Direktor der Schule, Alterberg, das Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes. Rach einer Statistik des Justizministeriums ergibt sich, daß im Dezember 1925 der französischen Ehrenlegion angehörten 58 Personen mit dem Großkreuz, 374 Personen mit dem Kreuz der Großoffiziere, 2256 mit dem Komman- dantenkreuz. 17 745 mit dem Offizierskreuz, 110 505 mit dem Ritterkreuz. Das Oberste Kriegsgericht in Madrid verurteilte von neun Katalanern, die angeklagt waren, ein Bombenattentat auf König Alfons versucht zuhaben, drei zum Tode (im Begnadigungsfalle zu lebenslänglichem Zuchthaus). Die übrigen Angeklagten erhielten mehrere Jahre Zuchthaus. • Der Madrider TlniversitätsProfessor Iimenez Af u a wurde von der Regierung seines Lehramtes und Gehaltes verlustig erklärt und für unbestimmte Zeit nach der marokkanischen Jknfel Chafcrrinas verbannt, well er in der itnt- vmfttät verleumderische aufreizende Reden gegen die Regierung gehalten habe, die zu Ihmipeti und Studentenverhaftungen führten. Aus aller Welt. Der „bllnbe Johann" verhaftet? Dor einiger Zeit haben wir über das Auftauchen einer polnischen Mordbrennerbande im Regierungsbezirk Kaf- s e l berichtet. Als Haupt der Bande war ein einäugiger Pole bezeichnet, der „blinder Johann" genannt wird und ein lange gesuchter mehrfacher Raubmörder ist. Der große Schrei- ken. der in Gestalt des „blinden Johann" die Harz- und kurhessische Gegend beunruhigte, scheint nunmehr sein Ende gefunden zu haben. Die Polizei in Alsleben an der Saale hat auf die Mitteilung zweier Handwerksburschen hin, daß ein Mann, dessen Beschreibung genau auf die des „blinden Johann" paßte, sich an ber Alslebener Brücke herumtreib«, Rachsorschungen angestellt. Die Gegend wurde daraufhin sofort von der dortigen Polizei und Schupo abpatrouilliert, wobei man mit Hilfe eines Polizeihundes in einer Feldscheune den Mann verhaften konnte, auf den das Signalement des „blinden Johann" paßte. Der Mann hat ein blindes Auge und trägt die Schrotnarben auf der Stirn, ebenso die angegebenen Tätowierungen. Der Verhaftete wurde von der Polizei nach Bernburg eingeliefert. Es bleibt abzuwarten, ob die Untersuchung die Identität mit dem „blinden Johann" feststellen wird. Tragödie auf dem Dampfer „Sidl Jetrut“. Paris, 1. Mai. (WTD. Funkspruch.) Die gerichtlich angeordnete Obduktion der eis Lüchen Oer an Bord des Dampfers „Sidi Ferruk" umS Leben gekommenen Araber, die heimlich in den doppelten Böden des Schiffes die äleberfahrt nach Frankreich machten, hat ergeben, daß der Tod auf langsames Ersticken infolge Mangels an frischer Lust und infolge übergroßer Hitz« zurückzuführen sei. Die Staatsanwaltschaft ist der Ansicht, daß die Schiffsgesellschaft verantwortlich sei. Gegen die angeschuldigten Personen wird Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben werden, wahrscheinlich sogar An7lag« wegen Mordes. Dis Fürstenabfindung im Reichstag. Berlin. 30. April. (VDZ.) 3n der Fortsetzung der ersten Beratung des Gesetzentwurfes über die Fürstenabfindung fragt Abg. Dr. Rosenberg (Komm.), wo die Regierung in dieser wichtigen Frage bleibe. Wenn der Reichstag zu einer Entscheidung im Sinne des Volksbegehrens nicht komme, dann sollte er aufgelöst werden, denn dann habe er bewiesen, daß er nicht dem Willensausdruck der Volksmehrheit entspricht. Bei dem Volksbegehren handelt es sich eigenllich gar nicht um eine Enteignung, sondern den Fürsten soll das Volkseigentum wieder genommen werden. Abg. Kube (Völk.) bezeichnet die Zulassung eines Volksbegehrens über die Fürstenenteignung als verfassungswidrig und verlangt die äleberweisung des in diesem Sinne gehaltenen völkischen Antrages an den Rechtsausschuß. Die Sozialdenrokraten hätten sich gar nicht zur Aktion für die Fürstenenteignung auf- geschwungsn, wenn sie nicht von den Demokraten und Kommunisten gedrängt worden wären. Die sozialdemokratischen Inhaber fetter Poften hätten längst den Kampf für oas Proletariat vergessen, wenn sie nicht dauernd von den Kommunisten aufgefordert wurden. (Sine gute Republik ist uns lieber als eine schlechte Monarchie. ES hat aber auch gute Monarchien gegeben, wenn ich in Deutschland von den letzten Jahrzehnten absehe. (Große Heiterkeit und anhaltender Beifall links.) Die gute Republik sind Sie uns aber schuldig geblieben. (Beifall bei den Völkischen, Lachen unb ironische Heileruse bei den Sozialdemokraten.) Ein Brief . cS bayerischen Kronprinzen 2lbg. Leib! (Bayr. Vp.) äußert sich zu einer gestrigen Bemerkung des Abg. Sänger über einen Brief, ben ber bayerische Kronprinz ÄupjM r Welt. mn“ verhastck? en toit über das Auf- llchen MorSbren. rungsbezirk Aas- >t der Lande war ein t, der .blinder Ivhanr' LNge gesuchter wehr- ' ift. Der grohe Lchrel- „blinden Äohann" die ienö beunruhigte, schein! oben -u hoben. -®w in btt fade fal auf anbtDertiburlcQen f.ir Schreibung gern t? ' haßte, V\i) 01 k\ reibe, Rachsorschui- mrbe daraushin lolon mb Schu-o abpattouii- Ift eine- Polizeihundti ne den Mann ntr- 1 das Signalement de' !. Der Mann hat m t die Schrotnarben aul igegebenen Ailotvierun- )urde von der Polizei ;Tt, Es bleibt abzuwar- , die Identität mit dem [(en wird. mpser „SIM JetnC. DDD. FunkspnM bduklion ter els Lrichr« fers ,Sidi Sernir unß • StaatSanvEN ÖÄ SÄ,*’?** *. tal Ä« ltätsvrvseYvr Mnei nitig erklärt und ffo marvtzcrailchen IM tWnte &ten ft * * Mg n führten nabfindung lchstag. • "ÄS Dw» Ä i® &Sj”a auf«® dm» WLfa, w» b° «“g* >°Wb-S^ über um> v^r ngsvldrlg. gur.x feß» i>»£ je 5ur^a Senw^ nicht von or» -rc]L SM *- tfÄ rÄS ^iTwenn % he V?1 811. ”**. cmann^ toitb h~ 'iteitn,ann8 mV11^ *«38#4 feptxt -rstvrben. ^'; H t uÄ^aJ?^ unb «änft ä hl das Of),,.1 1 Kreuzes. ^t(n< recht am 19. Juli 1917 an den damaligen Reichskanzler v. Hertling geschrieben habe. Er sagt dazu: Gras von Hertling war damals nicht Reichskanzler, sondern bayerischer Ministerpräsident. An ihn hat der Kronprinz am 19. Juli 19 17 aus dem Gro ßen Hauptquartier einen Brief gerichtet, dessen wörtliche Abschrift ich hier habe, und der wert ist, Ser Dergangenheit entrissen zu werden. Der Kronprinz schreibt da, daß ihn die Entwicklung der Dinge im Reiche und in bin Ländern mit größter Sorge erfüllt. Er gibt bann eine interessante Schilberung der militärischen Lage, an die er die Bemerkung knüpft. „Es ist deshalb von ausschlaggebender Wich- tigieit, bis zum Herbst mit Rußland einen Frieden zu erlangen unter Verzicht aus irgendwelche Annexionen (hört! und Entschädigungen (hört! hört! links.) Wer unsere militärische Position für die Zukunst verschlechtern würde, ist entschieden zu bekämpfen. Das ist auch die Meinung des deutschen .'l r o n p r i n z e n. (Hört! hört! links. Abg. Mül- i . f, Franken sSoz.s: „Beide Kronprinzen wollten den „Scheidemannfrieden".) Ob der U-Boot- ■■ g mriier solche Erfolge zeitigen wird, wie bis- '.ist zweifelhaft, da die Gegenwirkung immer mehr .n.nt, besonders infolge der Kriegsbeteiligung i ; bereinigten Staaten. (Hört! hört! links.) Die Bombenangriffe gegen London halle ich !iir d'rchaus verfehlt. Sie fordern zu Repressalien liegen deutsche Städte heraus und rufen Erbitterung h raor gerade bei den englischen Arbeitern, die dem Kriegablehnendgegenüberstehen. (Hört! hört! links.) Die amerikanische Hilfe für die Entente ist nicht zu imterschätzen." (Lebhaftes Höri? Hort! links.) Der" Kronprinz schreibt weiter, es müsse ein Friede ohne Annexionen und Entschädigungen erstrebt werden (hort! hört! links). Oesterreich müsse zu gewissen Gebietsabtretungen an Italien oeran- laßt werden. (Hört! hört! links.) Der Kronprinz schreibt dann von dem vollständigen Sieg der Obersten Heeresleitung über den Reichskanzler. Es darf nicht dazu kommen, daß unter dem ausgehängten Schilde des populären Generalfeldmorfchalls von Hindenburg die Heeresleitung auch die Führung der inneren und äußeren Politik übernimmt. Damit ist die erste Beratung der Dorlage beendet. Gs liegen vom Zentrum und den Demokraten Anträge auf Ausschuhüberweisung des GnteignungsentwurseS und der dazu gestellten Antrag« vor. Die Lieberweisung d«S demokratischen Aendc- rungSantrages an den Rechtsausschub wird mit 200 gegen 143 Stimmen beschlossen. Dagegen stimmen die Deutschnationalen, die Deutsche DolkSpartei, die Dö'.kischen und die Kommunisten. — Mit gleicher Mehrheit wird dann die Lieber- Weisung de« CSnteignungs enttourfe« und des dazu vorliegenden Aenderungsantrages des Zentrums an den RechtsauSschuß beschlossen. — Die Lieberweisung der völkischen Anträge an den Ausschuß toitb abgelehnt. 3n namentlicher Abstimmung wird dann mit 230 gegen 147 Stimmen bei einer Stimmenthaltung die Entschließung angenommen, die die schleunige Dorlegung ein«- Gesetzes über d i e Rechtsgrundlage der Privatschulen fordert. Rach &/< Lihr vertagt sich da- Hau« auf DienStag. Ein Regierungsenlwurs zur Fürstenabfindung. Berlin, 30. April. (TU.) Amtlich. Das Reichskabinett bat in seiner heutigen Sitzung einstimmig beschlossen, einen Gesetzentwurf über dl- „vermögensrechtliche Auseinanversetzung mit den ch?mal5 regierenden Fürstenhäusern" auf dem normalen Wege der Gesetzgebung, d.h. über den Reichsrat, einzubringen. Ais Grundlage fallen die konipromißentwürfe der Regierungsparteien dienen. Die Blätter teilen noch mit. daß bl- neue Vortage bereits anfang nächster Woche dem Reichsrat zugeleitet werden soll. Jür den Reichsrat soll bereits eine Zweidrittelmehrheit gesichert fein, da Preußen seine Stimmen für den Entwurf ab- geben werde. Wenn der Entwurf dann an den Reichstag gelangt, so würde hinter ihm die Reichsregierung, der Reichsrat, insbesondere die preußische Regierung einschließlich ihrer sozialdemokratischen Minister stehen. Man erwartet, daß die Zweidrittelmehrheit mit den Stimmen der Sojiawemofraten bann erreicht werden wird. Jur Finanznot der hessischen Landeskirche. Der am 5. Mai in Darmstadt zusammenkom- mende Hessische Landesklrchentag wird eine unangenehme Aufgabe vorsinben. Er muß den Voranschlag für 19 2 6 unter Dach bringen. Die vom Lonbeskirchenamt gemachte Vorlage läßt den ganzen Ernst des Flnanzelends der hessi- ichen Landeskirche erkennen. Die Finanznot ber hessischen Kirche ist durch drei Ursachen bedingt. Durch die Inflation, welche die Kapitalien vernichtet und die Einnahmen aus eigenen Mitteln der Kirche um 500 000 Mark verkürzt hat, durch die Vermehrung der Ausgaben, insbesondere für Gehälter, und endlich durch das geringe Entgegenkommen, das der Staat in bezug auf Erhöhung der wenigen an die Kirche zu leistenden Zuschüsse zeigt. 3m letzten Punkt gehen die Meinungen von Staat und Kirche auseinander. Die Meinung der maßgeblichen Kirwenkreise darf wohl in den Ausfüh- i ngen des Oberkirchenrats D. Emil Vüchler er- ! irft werden, der in feiner Abhandlung „Der Staatszuschuh an die evangelische Landeskirche in r’,;en" den Nachweis führt, daß der sog. „Staats- : -)uh an die Kirche" sich zusammensetzt aus einer .he einzelner Leistungen, die auf bestimmten . jtstiteln ruhten, daß der Kirche gegenüber dem . at ein Rechtsanspruch auf diese Leistungen zu- siche, unb zwar in bem Sinne, wie sie ursprünglich . 2-reinr feien, nämlich, daß die Kirche dadurch in- V. .nb gesetzt werbe, bestimmte kulturelle Leistungen i betätigen (Ausgaben für Oberkonsistorium unb Vrebigerfeminar), und daß ein gewisses Einkorn- mensminimum für die Pfarrer garantiert (ei. Auch bas ber Kirche im Jahre 1874 zugcstanbene Recht der eigenen Steuererhebung habe an biefen rechtlichen Normen nichts geänbert, unb wenn bie Kirche von ihrem Steuerrecht einen angemessenen Gebrauch gemacht habe, ohne ihre Ziele ganz zu erreichen, so habe ber Staat die Verpflichtung, helfend einzugreifen. Demgegenüber steht bie Meinung bes Staates, der einen Rechtsanspruch der Kirche auf irgendwelche Erhöhung ber staatlichen Zuschüsse nicht anerkennen will. Es wirb bem Staat, ber noch auf ein Gutachten ber Iuristenfakultät ber Landesunioersität Gießen wartet, nickt ganz leicht fallen, seinen ablehnenden Standpunkt den klaren Büchlcrschen Ausführungen gegenüber zu behaupten. 3n den Verhandlungen des Lanbeskirchcntages dürfte das Buch von Büchler jedenfalls eine Rolle spielen, unb bie spätere Auseinandersetzung zwischen Kirche unb Staat anbahnen helfen. Von den gegenwärtigen iinanziellcn Schwierigleiten gibt der neue Voranschlag folgenbes Bilb: Bei einem Ausgabebedürfnis von 4 671000 Mark bleibt rin Defizit von 1249 400 Mark, das weder durch Steuereingänge, noch durch Ersparnisse gedeckt werden kann. Um es zu beseitigen, beantragt bie Kirchenregierung, der Lanbesklrckentag wolle einen Ausschlag von 500 000 Mark auf die Kirchen- gemeinden des Landes und Aufnahme eines Dar- lehns beim Staat in Höhe von runb 750 000 Mark beschließen. Eins ist so unerfreulich wie bas andre. Denn das letztere ist keine Losung, sondern bringt eine neue für die Kirche schwer tragbare Schuldenlast. Und bas erstere ist biejenige yorm von Kir- chensteuer, die schon im vorigen Jahre, als sie zum erstenmal auflauchte, bie heftigste Ablehnung im Lande gefunden hatte. Es hatte unter allen Umständen vermieden werden müssen, diese Steuer aufs neue anzubieten. Denn eine gerechte Verteilung der Lasten läßt sich bei dieser Art der Besteuerung, wie bie Erfahrungen gezeigt haben, nicht erreichen. Es hätte möglich gemacht werben müssen, zum wenigsten diesen Betrag von 500 000 Mark noch in die direkte Kirchensteuer aufzunehmen. Dadurch wäre vermieden worden, gleich drei Befteuerungs- arten zu schaffen, unb es wäre bei zweien geblieben. Die Lanbeskirchxnsteuer, auf bie sich allein biese Ausführungen beziehen, soll künftig nicht mehr in einem bestimmten Zuschlag, welcher voriges Jahr 15 Prozent zur Reichsemkommensteuer betrug, erhoben werben, sondern, um einen gerechten Ausgleich zwischen den Gruppen ber Gehalts- unb Lohnempfänger einerseits unb ber Lanbwirtschaft anberfeits herbeizuführen, soll einmal ein Zuschlag von 7 Prozent zur Reichseinkommensteuer und das andre Mal ein Zuschlag von 5 Pf. auf 100 Mark Sicuerratrt des unbebauten Grundbesitzes als Kirchensteuer angefordert werden. Diese Aenderung stellt zweifelsohne eine Verbesserung nach der Seite ber Gerechtigkeit hin dar. Damit soll aber auch dieser Steuerart kein unbedingtes Lob ausgesprochen werden. Wenn bie Kirchenregierung vielmehr einen ernstlichen Versuch gemacht hätte, burch Schaffung eigener Organe einen neuen Weg ber Besteuerung, bie sich bann hätte gerechter gestalten lassen, zu gehen, so würde es ihr dabei an der Zustimmung weiter Kreise nicht gefehlt haben. Man wird die kommenden Verhandlungen des Landesti chentages mit Interesse beobachten, wobei ebenso die Haltuna her Staatsregierung, als auch die Arbeit ber Kirchenvertreter allgemeine Aufmerksamkeit finden wird. —er— Aus der provinzialhauptftadt. Gießen, den 1. Mai 1926. Otto Behaghel. Der Senior der Philosophischen Fakultät unserer Landesuniversität. Geheimerat Professor Dr. Otto Dehaghel, tritt am 3. Mal In sein 73. Lebensjahr dn. Mit der Feier des Geburtstags verbindet er die Feier des Tages, an dem ihm vor 50 Jahren von der Philosophischen Fakultät in Heidelberg die Würde eines Dr. ph i I. verliehen wurde. Der Dame Otto Dehaghel ist als der Rame eines Forschers ersten Ranges todt über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt. Sein Arbeitsgebiet ist die deutsche Philologie im weitesten Llmfcmg, aber er hat über den großen Dereich dieses Fache- häufig hinausgegriffen. 3m Mittelpunkt seines Schaffens steht die Geschichte der Muttersprache von der ältesten Zelt bis zur Gegenwart, bis in die heutigen Mundarten hinein. Kennt ihn die wissenschaftliche Welt besonders als Mdster der deutschen Sprachwissenschaft, so verehren die Gießener in ihm den bedeutenden Lehrer, die lebensprühende Persönlichkeit, den Mann, der im Leben der Llniversität, im wissenschaftlichen Leben der Stadt und des Landes eine führende Stellung dnnimmt. Otto Dehaghel wurde am 3. Mai 1854 in Karlsruhe geboren. Gr studierte von 1873 bis 1876 klassische, germanische und romanische Philologie in Heidelberg, Göttingen und Paris. 3m 3ahre 1876 wurde er promoviert. 3m Wintersemester 1877/78 habilitierte er sich In Heidelberg für germanische und romanische Philologie. 1882 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt Schon im folgenden 3ahre wurde er ordentlicher Professor der deutschen Sprache und Literatur in Da sei. Seit dem 1. Oktober 1888 wirkt er als ordentlicher Professor in Gießen. Ginen Ruf nach Freiburg lehnte er im 3ahre 1893 ab. Dreimal hat er als Rektor an der Spitze der Llniversität gestanden: in den Fahren 1895/96, 1905'6 und int 3ahre der 300jährigen Llniversi« tätSfeier 1906-7. Die Festrede und die Ansprachen des 3ubiläumsrektors in der Reuen Aula haben auf die Teilnehmer einen tiefen Eindruck gemacht. An dem Tag, an dem Dehaghel auf eine 25jährige Lehrtätigkeit an der Llniversität Gießen zuruckfchaute, ehrte ihn die Studentenschaft durch rinen Fackelzug unb einen feierlichen Kommers. 3m Herbst 1925 ließ sich Dehaghel emeritieren. Aber der Professor emerituS befinbd sich nicht etwa „im Ruhestand": er seht seine Lehrtätigkeit fort und arbeitet mit dner Kraft, um die ihn die meisten 3üngeren beneiden können, an großen wissenschaftlichen Aufgaben Mit der Gefchichte der Landesuniversität ist DehaghelS Rame auf8 engste verknüpft. Er hat bei den meisten wichtigen Fragen, die die Llniversität beschäftigt haben, tatkräftig mitgearbeitet. Lim die Begründung und die Leitung der »Gesellschaft der Freunde und Förderer der Llniversität" (Gießener Hochschulgesellschaft) hat er sich die größten Derdienste erworben. 3n einer Reihe von gelehrten Körperschaften entfaltd Dehaghel fdt langem eine fruchtbare Tätigkeit. Weiteren Kreisen der Stadt Dreßen ist er bekannt als Dorsihender des Oberhessischen Geschichtsvereins und der Gießener Ortsgruppe des Deutschen Sprachvereins. Er gehört auch dem Gesamtvorstand des Deutschen Sprachvereins an. Er ist Mitglied des Vorstandes des Römisch- Germanischen Zentralmuseums unb Mitglied der Historischen Kommission für Hessen. 3n dieser letzteren Körperschaft ist er insbesondere der Leiter der Ausschüsse für das Ortsnamenbuch und für bad Südhesflsche Wörterbuch. Die Dav- rische Akademie der Wissenschaften wählte ihn im 3ahre 1912 zu ihrem korrefpondierenden Mitglied. Er ist außerdem Mitglied bet im vorigen 3ahr begründeten Deutschen Akademie, und zwar in der »Sektion für deutsche Sprache. Literatur unb Volkskunde" An seinem 70. Geburtstag wurde .bem verehrten Forscher. Lehrer und Freund" eine Festschrift überreicht (.Beiträge zur german scken Sprachwissenschaft"). Die 3aristifche Fakultät der Landesuniversität ernannte ihn zu ihrem (Sbren- bottor. Die Philosophische Fakultät ließ von Professor Dantzer den charatteristilchen Gelehrtenkopf Otto Dehaghels malen und übergab an dem Tag. an dem Dehaghel von den Pflichten deS Amtes entbunden wurde, das vortrefflich gelungene Dild der Llniversität. Von der bewundernswerten Schaffenskraft V-ehaghels gibt drs Verzeichnis feiner Veröffentlichungen in der Festschrift Kunde. Es zählt nicht weniger als 688 Rummern, dazu ist in den beiden letzten Zähren noch eine ganze Anzahl hinzugekommen. Unter feinen Schriften befinden sich umfangreiche Dächer. Auch nur diese aufzu- zählen, fehlt biet der Raum. 3n weitesten Krrisen bekannt ist fein Doch .Die deutsche Sprache", von dem 1923 die 7. Auflage erschien. Von der „Geschichte der deutsche:, Sprache" tst die 5. Auflage In Vorbereitung. 1923 erschien der 1. Dank) einer großangelegten Deutschen Syntax in geschichtlicher Darstellung: der 2. Band folgte 1924; und schon ist die Handschrift des 3. Dar.des dem Drucker übergeben. Eine kurzgefahtr Deutsche Syntax ist gleichfalls im Druck. Wir wünschen dem schaffenssrohen Gelehrten, der so viel zum Ansehen der Llniversität Gießen beigetragen hat, noch viele 3ahre freudigen Wirkens! ,,Gebote" für Wanderer. Wegweiser kannst bu dreist beschädigen, denn wer nicht Bescheid weih, braucht überhaupt nicht zu wandern. Auch das Versetzen und Vertauschen von Wegtafeln ist ein neckischer Unfug, dessen Folgen viel Spaß bereiten. Frühstückspapier, Konservenbüchsen und Ziga- rettenschachteln, Wurst- und Eierschalen wirf umher, damit man die Spuren deines Erbenwallens verfolgen kann. Rastplätze, Ruhebante unb Aussichtspunkte halte zah unb anbauernb besetzt und nimm nicht etwa in schlapper Weichherzigkeit Rücksicht auf Damen, Gebrechliche unb alte Leute. Kräftiges Singen ober Pfeifen ber neuesten Tanzmelodien und Operettenschlager paßt prächtig in den Waldesfrieden. Das Johlen unb Echorufen dort, wo ein Widerhall nusgeschlossen ist, zeugt von feinster Naturbeobachtung. Abgepflückte Blumen wirs möglichst bald wieder weg, bas Abschlagen von Zweigen, Farrenkräutern und dergleichen ist eine gesunde Hebung. Wozu soll man Unbekannte unterwegs freund- lich grüßen? Was gehn sie dich denn an? Einen dir gebotenen Gruß erwidere so kurz und knapp, baß ber andere die Lust zu solchen plumpen Vertraulichkeiten verliert. Auskunft über Wegrichtung, Entfernung zur nächsten Ortstchaft usw. brauchst du niemandem zu geben; es ist rücksichtslos, dich mit solchen Fragen zu behelligen. Meide die einsamen stillen Wege und folge lieber bem großen Schwall; denn dort hat die Menschheit mehr von dir. Das Werfen mit Steinen in unübersichtlichem Gelände bereitet viel Vergnügen, ebenso das '-inab- rollen von Felsbrocken und Baumstämmen an Abhängen oder Böschungen; es braucht ja niemand so dumm zu sein und unten gerade des Wegs zu laufen. Laß nie die Landschaft auf dich einwirken, sondern ziehe stets Vergleiche mit angeblich groß- artigeren Gegenden und Ländern. Nicht die Natur soll dein Herz erfüllen unb erheben, sondern du mußt dich ihr überlegen dünken. Befolgst du diese „Gebote", dann bist du ein „echter" Wanderer, an dem natürlich die anderen Zeitgenossen so gut wie alles zu tadeln haben. H. L. Steuerfänigfceiten im Mai. 3m Monat M a i werden folgende Steuern fällig: 5. Mai: Steuerabzug vom Arbdtslohn (Lohnsteuer) für die Zeit vom 21. bis 30. April einschließlich ver für die Zeit vom 1. bis 10. April bzw. 11. bis 20. April rinbehattenen, noch nicht abgesührten Driräge ohrre Rücksicht auf deven Höhe. 10. Mai: Llmsie Kftrder wxrden auf Veranlassung und unter Betreuung des städtischen 3ugendamies in die Sommers rische geschickt. Auf Wunsch des 3ugent)amtc8 wurde von der Reichsbahn in berettwillcher Weise ein von Gießen bi« Heubeeq durch geltender l> Zug- Wagen gestellt, so daß die Äxnber unterwegs nicht umzusteigen brauchten. — Gestern wurden auf Veranlassung de« Jugendamtes 15 schwächliche Kinder zu einer Solbadekur nach Dad- R a u h e i m entsandt. •• Zahlreiche Reparaturen an den Asphalt-Dürger st eigen werden feit einigen Tagen in verschiedenen Stadtteilen vorgenommen. Diese Maßnahme der Stadtverwaltung ist sehr zu begrüßen. Hoffentllch folgt die dringend notwendige Pflasterung in manchen weiteren Straßen baB> nach. •• Der Oberhessische Kunstverein eröffnet morgen. Sonntag. 2. Mai. vorm. 11 Lihr, mit einer Einführung eine neue Ausstellung, welche hauptsächlich Porträtdflbnifse W. Trautsch o l d s aus Gießener Prirxrtbesitz enthält. Der genannte Künstler war in der Mitte de« vorigen Jahrhunderts in unforcr Stadt tätig inih hat hier eine größere Zahl trefflicher Dildnisse geschaffen. Von ihm rührt auch da« bekannte Rhe- nanenbild her. Ausgestellt sind weiter Portrait- Dildnisse von Frau Elsa Pfister-Kaufmann in Darmstadt, sowie dnige Landschaften der genannten Künstlerin und solche von 3 u [ i u « Kaufmann, ferner Kinderporträt« der Dild- baucrin Louise Schmidt in Frankfurt a. M., sowie Plastik von 3 o h. K ö d d i n g in Gießen. Die Ausstellung ist wieder Sonntags. Montags, Mittwochs und Freitag« von 11 bi« 1 Lihr, mittwochs auch von 3 biß 5 Lihr geöffnet. (Siehe Anzeige in unserer gestrigen Rümmer ) ♦* Die Habt. Gemäldesammlung mit ber Dr. •^ans«Bo<^-®ebä^^tnis•St^f- t u n g im Neuen Schloß, Eingang Semfenbcrg- strahe, ist von morgen an raieber jeben Sonn- tagvonllbislUhrgeSssnet. Eintritt frei. Kinder haben nur in Begleitung Erwachsener Zu- tritt. Im graphischen Kabinett wurden neu ausge- stellt: Driginalnibieritngcn von E. Bracht, W. Doms, O. H. Engel, 9»t). Fränk, Fr. Kallmorgen und P. Paeschke. In ber Ritgen-Abtriiung würben Aqua- re Ile vom ©leiberg, Schiffenberg, Staufenberg unb Münzenberg eingereiht, sowie noch 8 Motive von der Wartburg. •* Kirchenmusikalifche Abe'nd- andacht in der Stadtkirche. Man schreibt uns: Im Zeichen von Suchers Messe 1526 oer- anstaltet die Männer- und Franenoeremigung der Matthäusgemeinbe am morgigen Sonntag Kantate, 2. Mai, in ber Stabtkirche, abenbs 8 lihr, eine kirchenmusikalische Abenbanbacht. Ihre Mitwirkung haben zugesagt: das Quartett des Herrn Musiktehrer Franz Bauer, die Konzertsängerin Frl. Ida Stammler, Herr Privatdozent Sic. Cann. Das Bauersche Quartett bringt wundervolle Stücke aus den Quartetten von Haydn (D-Dur op. 64). Beethoven (E-Moll op. 18), Tschaikowski (D-Dur op. 11) zu Gehör. Die Veranstaltung ist auf weiteste Kreise berechnet. Der Eintritt ist frei. Jedermann ist herzlich eingeladen. (Siehe gestrige Anzeige.) *• Sonderunterstützung für Sabal* arbeitet. Der Reichsminister der Finanzen hat entschieden, daß bei denjenigen erwerbslosen Tabakarbeitern, die durch da« Gesetz vom 10. August v. 3. erwerbslos geworden sind, die De- dürstigkeitsprüfung für die ganze LlnIerstützungS- öauer, also auch für die ersten 26 Wochen, fort- fällt. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst hierzu mitteilt, ersucht der Preußische Minister für Volkswohlsahrt die nachMvrdneien Behörden, die in Frage kommenden Arbeitsnachweise des jeweiligen Bezirks entsprechend anzuweisen. •• Das Lichts pielhaus, Bahnhofstraße. bringt dn gutes Doppelpnvzixmrm: das Lustspiel „P a t u n d P a t a ch o n im Prater" und den itoch dem glrichnamigen Roman von Rudolf Herzog bearbeiteten Film „®er Abenteurer". Das Lustspiel zeigt Pat und Patachon, die ewig vom Schicksal verfolgten Vagabunden, in bester Form und hält auch sonst ein befriedigendes Aiveau. 9er zweite Film, ..Der Abenteurer", läßt keine Wünsche offen, das Ensemble der Prominenten stellt hier den Erfolg in jeder Beziehung sicher. Rur einige 'Hamen: Harry Liedtke. Erna Mo re na. Mady Christians. Hans Drausewetter. Eduard von CED in ter ft ein, deren Ruf längst gefertigt ist ü. * -I Gardinen abgepaßt und am Stück Stores, abgepaßt und am Stück MadrSS, hell und dunkel abgepaßt und am Stück Köper-Vorhänge abgepaßt und am Stück Damast in verschiedenen Farben Matratzendrelle Markisendrelle Barchent • • o Teppiche Läufer Brücken Bettvorlagen Felle Tischdecken und Chaiselonguedecken Empfehle zu günstigen Preisen in großer Auswahl Ä'taw-Hn Vertreter gesucht!! d LlfllUJÜI RUllll. Ingenieuren, Kaufleuten, Offizieren oder, beschlagnahmefret, Beamten a. D. bleiet fich Gelegenheit zu an in Lauback eOberh.), ' Mietgesuche i ürofleKanzeniflesellschaft (Leben und sämtliche Spartem 5 Für den Verkauf von 03107 3968D gesucht. j Verkäufe^*] W« gejucht. 3985D »MWmkrbllse artotonttnfflü?« MhvrSkELLo. Stetzes. I immer Herrn, evtl. Tbeobald Rust. Münckbausen (Dtllkreis'. SiS. MSW sucht für tagsüber Stellung. Zu erfr in der Geschäftsstelle des Oien- Au-. {03124 Für bessercn, alleinstehenden Herrn wird alt., ordentl. Aelieres, felbitönb. räulciu, auch im Nähen bewandert, sucht Stelle als Haushälterin od. Stütze,evil. auch für tagsüber. Schr. Ang. u.030S3a d.Gst.An». reiz, gelegt zu vermieten bet 3906A Kran E. Pleite, Lauback, Haunst in bess. Hause. Schriftliche An- oebote uni. 03137 an den Gietz. Anzeiger erbeten. Stelle für einen Schuhmacherlehrling Studentin sucht M! MM Laden mit Wobuuug in Landslädtchen, Nähe Giefiens. in beiter Vage, gegen 3 bis 4 Üimm. Wob«, in guter Vage in Giesten zu tauschen gesucht. Schr. Angeb. unter 3 ;17Da d.Gtest.Anz. Wollwarenfabrik richtet in größeren u kleineren Stadien Verkaufsstellen Etagengeschäfte, für ihre crstkl.Fabrikate ein. Kapital nicht er- forderl. Ang. v. nur arbeitssreud.. verh^ in geordne en Ler- liältuisten lebenden Renten, m. gut. Leumund, a. Pofifchltest- sgch 194 n. Weimar i. Tbür. erb M>3D Vier reinrassige schottische Schäfer Möbl. Zimmer sofort zu verm. Risgelpsad 9ü 111. Ml. 5ter ’orett zu verm I031“ Ludwigstr. 6 HL In ruhiger Lage Mwer 30 vekMirikli, Blick in groyen Garten n. Aufenthalt in demi. erlaubt seyD Schiffend. Weg 15. Gartenant. u. zwei Kellern geg 5-Zim. Wobug. tm II. oder Hl. Siock zu tauschen gesucht. Sckr. Angeb. n 03084 an den (Sieh. Anzeiger erbeten. Tausche meine 3-Zimmer Wodu, gegen gleiche, evtl, arvstere. Schrtstl. Angeb. unter 03090 an den Giest. Anz. Taniche 4-Zimmer- Wobu., nahe Bahnhof. od. 3-Zimmer Wobn., nahe Süd- anlage. geg. 5- bis «Zimmer - Wobn. Schr. Angeb. unter 03104 cl d Gien. Anz. Neuzeit!, schöne bil 4 4-Zimmer°Wovun j I St., mit Kammei Boden, Bleichplatz lohnendem Berdienst durch Vertrieb einer erstklassigen Erfindung auf dem Gebiete des Feuerlöschwesens. Fachkenntnisse nicht erforderlich. Einarbeitung durch uns, sofortige Provisionöauszahlung. Näheres: ..Union“ G. m. b. 18., Wiesbaden : »eisbergfiraste 4 ««nz Telephon 4395. Suche s m. Tochter, evgl., 19 Jahre, mit NähkenniniffenStel- lung als Wodjtet evtl, auch z. .Kindern, wo Dienstmädchen vorhanden. Schriftliche An ebote unter 03092 an den Giest. Anzeiger erbeten. Möbl. Zimmer zu vermieten. Sep. Eing, elektr. Licht. ^,,„Moltk-str.20p. Strebsamer MßRtßtWe sucht Stellung. Schr. Auaeb. unter 02930 a. d. Gtest. Anz. erb. Ein tüchtiges ASelMWen das felbitönb. kochen kann und kinderlieb ist, für 15u Mat oder L Juni gefacht. Schrift! Angebote unter 03114 an den Gieh. Anz. erbeten. Ml. MM 8« vermieten .«im Moltkestr. 20 HL Mädchen durchaus selbftänd. in Küche u. Haushalt, zu 2 Personen gesucht. Borzufpr. zwischen 3—5 Uhr u. abends nach 7 Uhr. 3961V accu LeovöÄ map,et Bahnhofftr. 63 1. MrSeWnern, SlMeiöraitt. VkiMSrsA. Aatzksesletzl niro. suche ich einen bei den Landwirten und Fuhrunternehmern vorzüglich eingeführten MrekttgkMiMWWon Siaarö Hubeis. öoBealimDutg I.B. . Zimmer frei. De!. 1085. lwaD - Gut möbl. Wobn- und Schlafzimmer 7 zu verm. [03069 rudwiallr. 57 I. Schön möttrerteS Zimmer an berufstät. Dame iu vermteteu. Nah. t. d. Geschäftsü. des Gies;. Anz. 103065 Steilenangebote] Gewandte jüngere Personllchketl als Stadtreifender für erste Fabrik der Teilzahi.- Branche gesucht: spez. Prio • Kundschaft. Schrift!. Angeb. m gen. Ang, b'.SH. Tä:igk.u.Alter, sow. Zeugn.-Ab'chr. n. Ä)47l)a. d.Gst.Anz ZumEiuführen in genaue Buchführung und Instaudhaliung berfeben von Ge- werbetrelbendem geeignete Perföküichleit gesucht. Schrtstlicbe Anaeir. unter 03134 a. b. (Sten. Anz. erb Set Automobil- befitzern bestens ein- geführter Herr als Betitelet für erstklaff. Auto- artikel gesucht- Schr. Angeb. mit Angabe btsh. Tä'.igk unter 3661 Da. d. Gien-Auz. Schneider- lehrlirig gesucht- 03128 Karl Rikel, Sonnenstraste 8t, HU«r mit 2 Betten a- verm. Babubofstrake 35, b. Becke r. 103132 sofort iu verm. Babnhofftr. 4111. G-iuf.rfrbi. mM. Zimmer zu veralteten SMM-Ve-öSlU. gÜLlSt in gutem bürgerl Haine an Dame od. ruhigen .£«rrn zu vermieten. Schrift!- Angsb. unter 03113 >n den Gieh- Aty. 2 bis 5 Sn eauräume einlchl. Garage in nächster Nähe bei Bahnhof» sofort au uermKien. Schriftliche Angeb. unter 0 >102 an den Gieh. Anzeisxr ^rbejen. Kneipe Durch bauliche Veränderung 1 schöne- istneivsimmer ab- zugeben. Daselbst Fr. b-rarrlichcn MiltagSt'fch. Zu erfragen bei Herio. Plockstr. 5. frTWh hunöe (8 Wochen alt) erster Abstammung, 8v,nh zu verkaufen. Zu erfragen bei Hereo, Blockstr. 5. Rem raff., Deutsche Dogge lStammbaum) zwei Fahre alt, preiswert zu verkaufen. Schr. Angebote uni. 3934D an den Gieh. Anz. 2 junge Dackel Eltern la, scharf im Bau, frischmelkende Ziege, Wasser pumpe, 9 Mir. Tiefgang, zu verkaufen 03143 Leihgestern. Zahl- gaffe 53. B86iktie FM- M SSIsizwsa zu vermieten l03»TJ Goetbcstr. 22 II. Anzui. ö 2-1 Uhr. (9ttt möbliertes Zimmer an soliden Herrn sofort od. 15.Mat z-vm. ,1ZW Loserttr, 20. Gut möbl. frenndl. Olmmkl am liebst, an berufstätige Dame z. verm. Anzusehen 2—8 und 6—8 nachm [00070 Löberstraste 3 II. als Bureau, z. verm. Zu erfr. in d. Gefchst. d. Giest. Anz [03152 mein, was» ans SWiman oder 2 einz. möbl. Zimmer sn verm. Dauerm. bevor-. M M Westaulage 1 I. il6iil.WeMe-e.l9blai- zlmuer mit 2 Betten evilleinz. a- vm. «».v Liebigstr. 8« II. sucht für Oberbessen tüchtige Reisebeamte und Böksverireier geg. zeitgem.Vertragsbedingungen. Erprobte Fachleute, die sowohl iu der Gewinnung von Mitarbeitern, als auch in der persönlichen Werbetätigkeit nachweisl Hervorragendes leisten, werden gebeten, sich zu bewerben unter F. E. M. 146 an Hedoll Messe, Frankiert a. IL3965ss Streng vertraut Behänd1 zugesich. zur felbständ. Führung des Haushalts gesucht. f uh utrii zu verk. mrcbennLlS 103146 ft. d. Gieh. Auz.1 Glestener Anzeiger. Bettstelle m. Matrave u- Ilür. Äleiderfckrauk zu kauf. ges. Schr. Ang. mit Preis u. (KllOS an den Gieh. Anz. Sieötrwtp KiüWiifilßm SinütrOrtt (etiern) m. Matratze, alles fast neu, billig zu verkaufen 03103 Sooögafie 11 p. i- Senkiltzkl WiNtzN» 11 Monate alt. tief schwarz, träft-, schön Tier aus d. Crefel- derSieg.-Stamm, zu verkaufen. 03133 Bismarlkstr. 1011. Achtung! Gebe Bruteier von meiner Svezial- zuchi, sch. ein f.-k. 2)ii- norka ab, il Stück 70 Pf. O. May, <^y, Lana-Göns. Ethrockailzilg neu, 1schl. Figur, eoentL Teilzahlung, billig zu verkaufen. Spreehäjiparal o. T. m. 8 Plauen!85Mk.). Kinderliegew^go (25 Mk.) verkauft 63161 £leWL140. 3« eetW: 1 neuer grüner Herd 1 zwciflammiger Gasherd 2Wafchkeffel,zi3tp- ter und Eisen iTchiebkarren.neu 1 gebrauchtes Damenrad. 03119 Zu erfrag, in d. Ge- schästsst. d. G. Anz. OmiO.0» kann fich an gutgehender Mailing beteiligen. Erfor^ berlt* 2-3000 aiiott TrUWUttfi geübte Ausbesserin, empfiehlt fich. Dieselbe würde auch tagsüber in einen .Haushalt gehen Schr. Ang. unt. 03149 a. d. Giegener Anz. Allein-Verkauf MtMMkl W. K. C. etorwtrS (5rti| Günstig.Teilzahlung A. Ruhl, Klei« - Linden, Pfingstweide. )«2iD Für die Pfingstseter- tage ist noch eine gut neöflegie Musikkapelle (7-9Mann»s. Strelch- oder Blasmusik frei. Schr. Ang. u 03072 an den (»heb. An». EMiewlli in moderner Henzel- Stübingbeute preiswert zu verkaufen. Näheres (Ünautb- ttraste 28 !• OSllt Neuer zweispänner kli'MW «31M auch für ein Pferd geeignet, sowie einen Bauart Lauterbach., a. Federn gearbeitet, billig zu verkaufen. Klein-Linde« Wetzlarer Str. 31. Mehrere Ein gebrauchter, gut erhaliener. ro ei fier ötewöor- KiNÜklMW und ein Babtzkorb zu verkaufen. 03121 Im Wortfeld 2 Gut erhaltener KindttWgtN zu verkaufen. 03120 Licker Str. 29. In meinem WM- ßtiiöergiltkes können nod) einige Kinder aufgenom- me*i werden Anmeldungen täglich v. 9—11 vormittags. Diezttrafie 7. Schiller von Sexta blsTertia des Gymnasiums ob. Realgymnasiums zur gewissenhaften Beauffichtigungaller Schularbeiten ges. Schr. Ang. u 03097 an den Giest. Anz. MW 2 Qckouomiewftft., 1 leichte Chaise u. Jauchefan 03111 zu verkaufen. Licker Straste 19. Zwei Stück SltzWstüM- Wiei6?n «r.: 1 St. 192X123, 1 „ 192X133, billig abzugeb. Carl Röhm, Glaserei, Griiubera iHeffenl. 1 KÜckeuickrank, 1 Svrunarabmen, 1 Kommode, 1 Gummimantel, Kinderbett mit Matratze Kinder schreibnsch Nähmaschine iPfafil wenig gebr., zu verkaufen. Zu erfrag. td-Geschäfts- stelle d. G. A. 03099 Ein sastneuer,starker HMtz. LktiklVWkS bis 8 Ztr. Tragkraft, preiswert zu verkaufen, ev. gegen kleineren zu tauichen osi« Näheres Weferstr. 12 p. Bauland Stadtnähe, etwa 1400 qm, ä Mk L20, unter günstigen Bedingungen zu verk. Schr. Angebote unt. 03155 a d. Giest. Anz. 6-Zylinder- MMl 12/36 P. 8.. Sechs- Sitzer, sehr gut ge> halien, preiswert negen Kassa abz». geben. Schr. Ang. u 3695D an d. G "Anz. IHmilllllllllllllllllllllllllim Gebrauchter schm. ÄgLN 80 — 90 Ztr. Tragkraft, billig zu verkaufen. 03101 Grasten - Buieck, Scheidemühle. Gut erlmliener SlaöetroaoeH sowie Helles MMlisM zu verkaufen. 03089 Wiliouttraste 2 IL Neues elegantes BÜBllttt tGröste 42), f-liwarz- feidenen Staub- mantel «Gröhe 44), Nollwand, 1 Tennisschläger nreiö- roert 35b8D zu verkaufen. Friedrickttr. 10 II. 3'/« m oiflugrfiner Uostüm- oder Anzugstoff »n verkaufen. 8”®D Jberingstr. 7 I. L mit großen Stallungen u. Scheune, woselbst Wohnung frei wird, 0911e zu verkaufen. Sicher Str. 19. Einfamilien-, Etagen- und Geschäftshäuser, Mühlen, 03161 Landhäuser offeriert Schlceu- beef t, Meltkestr. 9. EUWsUiHRS bei 10voü Mk. Anzahlung, gesucht. Schrntl. Angeb. unt. 03150 ft. d. Gieh. Anz. Gebrauchtes Motorrad über 3 P. 8 . gegen bar zu kaufen gesucht. Schr. Preisangebote unt. 03126 an den Gien. Anz. Gut erhaltener tatt zu verkaufen IJ30M Steinstr. 85 II t. Gut erhalt., groher Kinderwagen zu verkaufen 030,1 Doeriugttraste 14. Eine WsWlle ss 1 zu verkamen. 03125 Roouftraste 3411. 20—30 Ztr. prima MMron zu verkaufen. 03133 Heuchelheim Wilhelmstrahe 14 Mer« an der Strahe nach Wthmar, 1300 qm, und an der Marburger Str. 4000 qm zu verpachten. Näheres 03091 Licker Str. 5 v. Neues Landhaus 8!t Std. v. Bahnftat^ 6 Zim., Diele, Balkon, Küche u. Zubehör, sowie elektr. Licht, fof. beziehbar, ans mehrere Jahre zu vermieten. Billen, Geschäfts- und Gtageubäufer sowie Bauplätze in besten Lagen zu verkaufen. Näh. durch G. Katz, °si e Ludwtgstrane45. Fiaschen züge von 2000 tt. 3000 kg Tragkraft, 1—10 m Hubh. verleiht 02885 Heinrich Döring I. BroHea-leieok. iei gegen hohe Zinsen und volle Sicherheit zu lechen gesucht. Schriftl. Angebote unter 03141 an den Giestener Anzeiger. 1. Feingoldhypothek in Höhe von MOtal auf gutes Objekt gesucht. Selbstgeber Borzug. GuteZinsen »ugefichert. Schrtstl Angebote unr 03007 an d. G.A. Gutes Klavier in gute Hände zu vermieten. Schriftl. Angebote unt 03148 an deo Gtest. Auzeig. Personen die Kenntnis von dem Aufenthalt des Karl Noll.'2(Ilen- dorf a. d. Lumda, haben, werden um Mitteilung gebeten. LnflwigNallI .Allen- dorf a. d. Lda. 39,4D Ww , Ende30 Fahre, evattg., mit schönem Heim, wünscht besseren Herrn zwecks späterer Heirat kennen zu lernen. Schriftl. Angeb. unt. 03129 a. d. Gies;. Anz. Gras- $ MN Samenhandlung Eugen Scheel Mänöburg 17.08115 Suche für meinen Nefien, 37 Fabre, evgl., fleinig und nüchtern, mit Gast» wrrifchaft, Geschäft und etwas Land- roiitfdtoft, passendes ttta im Alter von 25 bis 33 Jahren, das gut kochen kann. Etwas Vermög, erwünscht. Schr. Angebote mit Bild unter 39430 an den Gieh. Anz. Chin.Nachtlga'len, vrachtv. Sänger, Hochs, in Farbe, das ganze Jahr singend, gar. Männchen, Stck. nur 7 Mk.,3Stck. 1 '.50 Mk. abge- hörte prima Doppelüberichläoer St. 9 Weibchen Stck. 3 Alk. Afrikanische Prachtfinken, gut singend u. züchtend. Paar 4 9)L, 5 Paar sortiert 16 Mk. Grüne Alexander- Papageien, Lachtanben-Gröfie, leicht sprechen lernend St. 9 Mk. Drollige Spiel- Affen für Kinder St. 50 Mk., zat.me 65 fl)L Jllustr. Preisliste mit Beschreibung über Behändig, der Affen u. Papapeien geg 2o* Akarke. Lebende Ankunft gar. Nachnahme. Lerpackg. 1.50 Mk. Porto 2.10 Mk. Gustav ö!ttl>er,Tler-ßroßdaudlfi.,Eambiirg 31. ^1) W haben vorgemerkte Hauiiiehhaber für Hotels, Wirtschaften. Bäckereien. Metzgereien, Geschäftshäuser jeder Art und bitten um Angebote von verkäuflichen Objekten. 3907A Wolff, Moow & Co., Immobilien Bensheim a. d. B. Bahuhosstraste 26 Telephon 539 Fachmännilcher Rat und Auskunft kostenlos. Montag, den 3. ds. Mts. von vormittags 10 Uhr ab versteigere ich tm Löwen, Neuenweg: Großen Poften Zigarren, Zigaretten und Tabake, sodann: Pfeifen, Zigarret:- u. Zigarettenspitzen, dto. Maschinen, Feuerzeuge, Etuis und vieles andere. Versteigerung bestimmt. L. Alth 0 ff, 3966D Gerichts-Taxator unb Auktionator. Aug. Noll, Kreuz-Dro» , Ludwigsplatz-Drog.u. Neu- stadt-Drog H.Notl,O.Winterhoff Drog.Ki euzp!.9/10 Wima Ickkeiii 1924er Bechtheimer u. 1925er Laubenhet- iner, von 300 Liter an per Liter 60 Pf* Ingelheimer Rotwein, im Oxhoft vor Liter 75 Pf. Vertreter gekuckt. Sckr. Angeb. unter 3962V an den Gieh. Anz. Lebewohl das ärztlich empfohlene Mittel gegen Hühneraugen * ■ und Hornhaut Blechdose (8 Pflaster) 75 Pfg. Lebewohl-Fußbad gegen empfindliche Füße und Fußschweiß (2 Bäder) 50 Pfg. In Drogerien und Apotheken. Sicher zu haben bei: 1001A Aufrichtig! Suche für meine Nichte, 20 Jahre alt, tadelloser Nus und nngen. Aust-,passend Partie, nicht unter 24 Jahren. Ich habe Haus mit Wirtschaft, und fie soll mein Anwesen übernehmen. GewerbSmätz. Vermittlung verbeten. Eltern erwünscht. Schriftl. Ang. mit Bild unter 03085 an den Giest. Anz. erb. Strengste Der sch w. zugesich. u. verlangt. ET F. Montag, 3. Mai, abends 8l/, Uhr: tapt-BstoiH Antreten 8l/< Uhr pünktl. am Spritzenhaus. Anzug: Ar- beitsausrüstuna, Helm. 3059c Das Kommando. Mi« ,HM- SoSiMle' Zichktt LamSlaa, 8. Mai, abends 81/, Uhr. in der Oberreal-cknle kEingarig Bis mar ck- straste): bsm- vklfMKiSW. Tage- Ordnung: 1. Jahres- u. Kaffen- bericht. 2. Enlastun- nen. 3. Mitgliederbelträge,! Neuwahl des Vorstands. 5. Wahl der Ausschust- mttfllfebcr, 6. Verschiedenes. 3912c Der Vorttaud. Suche sür metneVer- wandte, Frau! 20er Jahre, allein, sofort. Erbin eines schönen Anwesens, mittlere® Beamten istaatl bevor».) zw Einheirat Schr. Ang. u. 3932D an den Giest. Anz Raticlah „Germania" ttticsten Sonntag, den 2. Mai Gaufahrt nach Wetzlar. Zusammenkunft 10 Uhr voriwitags im Bereinslokal ae,ic Der Vorstand. W«m. w!M (A. H. u. Aktive) Samstag abend riMsWe. Stadttheater Sountaa, 2. Mai, 28. Bon 7 bis geg- 10Uhr Kmetts Operette in 3 Aki« von Kollo, wfi (Bin title 0)! Es war M Dermefsu rung des $r Heimat! K« berechn Wn Ailanii zu di ^llenschchtiich Sonnen ?leöet aufge luhe Aufgai ^nde, Prose m -Buenos i Avisen m Sutern Ausgaben h Ö8tan, der nunmek ^sdnsZ °useineU SeleA uln 6r «Üb £b8e> -LS W8“ jßon V1 -Jlun Ä-'S JSÄ wenn Slünde o hnndeN'M mar, als I« schluh brach Eie habf Dezember . fr,men* ßi hie nach Ll Spannung Dcutschlano empfunden camo-Sy düng ben der @fl treten das schonloi mit Qt ist n1 Sen festen, sererLage ist weder en ein ’Reutrah iioat' durch ßoeatno zu nicht Bezug ihm angeh- a 11 LrgS abzusch^eße Lerpflichan passen', um etz an. Mn handelt wer die den deuts und Srioeite wurde und - entgegen M nbcrnammen nehmen will. bitle Anlage die, wenn D heit im volle werden brau Die Sßerfl diese deutsch nommen rot ftänblid). 31 dieser tibschl Mgen, möc Deutschland sung von scheu Falle nochmals der Diskusstc in London t Deutschland, reitet hotte, ziehungen ji fahr hm, da wie leint alt jtigl? Goll f?i vorlegen, die hoben wird, i Einigung a u Deutschland ( den Völkerbu Rußland so g heransuh Schritt gebrc anzuerkennen Die anbei kehren, name: daran ist, ro wenn durch bii in Gens eben r len deutsch-nis unter Doch g£ diese Ruckoersi Dölkerbundskot würde. Die z? Öunt lerke 3946c m3.ds.M1s.von 10 Uhr ab ver- n Löwen, Neuen- ind decken MMch Saiten, Sätfereien, «Wfliifer jeder Art nnebote von wrtaub 3907A c Co., Immobilien tu a. d. B. 8 Tkleohon BS : wat unb Auskunft flenlos. I igss ^Nisc Lvirl. ui Joefdjteibuna flbtr «Pavavelen«ess!v «nftflflt Nachnahme. S’W eutn i iften Sigamn, mb Tabake, ifen, Mtzrv,d1o.Md an zeuge, Etuis andere, mg bestimmt. Uhoff, 3966D or und Suktionator. nd ai, ibö- Ühr ;ei" Olt' - in jtif£ oro' ebewohl lieh empfohlene Mittel gejen ühneraugen and Hornhaut Wd »M® Tonntas-dt" . «°.L- s. nfl: W lull' ott; jflÖl , 5. ttt ibe alt. In« itn. er« en- mit an rb- in. gl- <**:>*’ **?SÄ -»«'"Li'U SS öOr4''&öfllL® k^den^ WO WW, - ,i AKI'tt) & abe"bD ose (8 Pflaster) 75 Pfg. ÄÖ5.Ä 50 Ptg. ene» und Apotheke«. Sg za haben bei: «&! jTSM® I Mer Ltchibcimtr * Nr. 101 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Samstag, I. Mai 1926 Außenpolitische Umschau. Bon Prof. Dr. Otto H o e tz s ch, M. d. R. Nun hat endlich das Rätselraten und der Wirrwarr in bezug aus die deutsch-russischen Verhandlungen ein Ende. Der Vertrag ist am 24. April unterzeichnet und danach in den Beratungen des I Auswärtigen Ausschusses von allen Parteien ohne I Unterschied gut geheißen worden. Ueberall war, wenn auch die Voraussetzungen natürlich und die Gründe verschieden waren, die Ueberzeugung vorhanden, daß die Regierung auf dem richtigen Wege war, als sie diese Verhandlungen endlich zum Av- schluß brachte. Sie haben sich ja lange genug hingezogen. 3m | Dezember 1924 hat sie Rußland angeregt, dann kamen die Verhandlungen nach Westen dazwischen, die nach Locarno führten und ohne Zweifel eine Spannung mit Rußland erzeugt haben, auch in * Deutschland als ein Abbiegen von der Rapallo-Linie empfunden wurden. Auch der Anhänger des Locarno-Systems mußte zugeben, daß durch diese Bindung Deutschlands nach dem Westen ein Verschieben der Gleichgewichtslage für Deutschland einge- treten war, das sehr gefährlich werden konnte und das schon logisch nur durch einen derartigen Vertrag mit Rußland ausgeglichen werden konnte. Er ist nicht eine Option für den Osten gegen den Westen, was weder den realen Möglichkeiten unserer Lage noch der Notwendigkeit entspricht. Es ist weder ein Bündnisvertrag noch auch schlechthin ein Neutralitätsvertraa. So wie er gefaßt ist, ist er iwar durchaus unabhängig vom Völkerbund und Uocamo zu denken. 3m Vertrag selbst wird darauf nicht Bezuy genommen, aber der Notenwechsel, der ihm angehängt Ist, zeigt die deutsche Absicht, ihn al« Ergänzung d e s Locarno-Systems abzuschließen, die Verbindung mit Rußland den Verpflichtungen gegen den Völkerbund „anzu- paffen". Und Rußland erkennt das an und nimmt , es an. Man versteht, warum darüber so lange verhandelt werden mußte, ehe eine Fassung herauskam, bie den deutsch-russischen Beziehungen in Vertiefung iunb Erweiterung des Rapallo-Vertrages gerecht wurde und andererseits den Verpflichtungen nicht entgegen fein sollte, die Deutschland in Locarno übernommen hatte und weiterhin in Genf übernehmen will. Naturgemäß sind dadurch und durch biese Anlage auch Verklausulierungen entstanden, Ibie, wenn Deutschland wirklich die Bewegungsfreiheit im vollem Maße hätte, nicht ausgenommen zu werden brauchten. Die Verstimmung oder Verwunderung, mit der ' diese deutsche Aktion bei den Westmächten aufgenommen worden ist, ist eigentlich nicht recht ver- Itändlich. 3st es denn Deutschlands Schuld, daß dieser Abschluß für Deutschland jetzt, was wir begrüßen, möglich war, noch frei von Gens und daß Deutschland in die Lage kommt, seine Auffassung von Artikel 16 gleich in einem praktischen Falle zur Nutzanwendung zu bringen, damit nochmals fe st zulegen und bei neu entstehender Diskussion durchzusetzen? Hat man in Paris und in London ein Recht, sich darüber zu wundern, daß Deutschland, dem man den Fehlschlag von Genf bereitet hatte, nun nicht Monate einfach seine Be^ Ziehungen zu Rußland schlevpen ließ, auf die Ge- sahr hin, daß Rußland anderweit sich orientierte, nie seine aktive Außenpolitik nach ollen Seiten ja zeigt? Soll sich allein Deutschland nicht die Frage Irorlegen, die auch in England und Frankreich erhoben wird, was würde, wenn im September die Giniqung auch nicht gelingt? Erwirbt sich nicht Deutschland eigentlich geradezu ein Verdienst um den Völkerbund, daß es, ohne selbst drin zu sein, Nußland fo gewissermaßen an den Völkerbund heranfuhrt. Rußland zu dem bemerkenswerten ' Schritt gebracht hat, den Schiedsgerichtsgedanken onzuerkennen. Die anderen sollen vor ihrer eigenen Tür kehren, namentlich die englische Politik, die Schuld Daran ist, wenn dieser Wirrwarr eingetreten ist, nenn durch die Ehamberlainsche Haltung der Abschluß in Genf eben nicht erreicht wurde. Wir begrüßen diesen deutsch-russischen Vertrag, der schon längst hätte unter 2)ad) gebracht werden müssen. Wir wollen diese Rückversicherung dagegen, daß Deutschland in Lölkerbundskonflikte mit Rußland hereingezogen würde. Die zentrale Lage Deutschlands erforderte Sebieterisch und von vornherein eine Ergänzung des ocarno-Werkes nach Osten, die eben gleich auch Ein Fahr deutsche Atlantik-Forschung. Don Dr. Werner Kühn. I Es war am 16. April vorigen Jahres, als Das Dermessungsschiff „Meteor" unter der Führung des Fregattenkapitäns Spieß den beut- scheu Heimathafen verließ, um eine auf zwei Jahre berechnete Forschungsreise nach dem südlichen Atlantischen Ozean anzutreten. Die Dorerbeiten zu dieser Fahrt, mit der unsere Reichs- marine noch langen Jahren wieder die Dahn Dissenschastlicher Forschungsarbeit betrat, begannen bereits im Jahre 1919, wurden aber durch die Inflation unterbrochen und konnten erst 1924 . Dieder ausgenommen werden. Der wissenschaftliche Aufgabenkreis der Expedition wurde von dem Direktor des Berliner Instituts für Weeres- lunde, Professor Dr. Merz (der bekanntlich auf der Fahrt, und zwar im Sommer vorigen Jahres, n Buenos Aires vom Tod dahingerafft wurde), mtworfen und ist bisher in systematischer Arbeit mit größtem Erfolg durchgeführt worden. Diese Aufgaben bestanden darin, den Südatlantischen | Ozean, der in seinen Grundzügen schon bekannt rar, nunmehr intensiv zu erforschen und besonders das Problem der Meeresströmungen i -auf einem Gebiet von 20 Grad nördlicher Breite dis zur antarktischen Eiszone auszuklären. Das Arbeitsprogramm sah ferner vor, daß eine Reihe von Querprofilen (insgesamt 14) zwischen der Ostküste Südamerikas und der Westküste Afrikas abgefahren werden sollten. Aus den einzelnen rer 350 Beobachtungsstationen, die sich vuf eine Fahrstrecke von 65 OOO Seemeilen ver- -leilen, sollten hydrographische Vermessungen an- gestellt und Wasser- und Grundbodenproben gekommen werden, wobei noch besonders bemerkt lei, daß auf jeder Beobachtungsstation etwa dreißig Einzelfeststellungen (Tiefe. Temperatur, «Salzgehalt usw.) zu machen sind. Ein Stab von belehrten, bestehend aus vier Hydrographen, tinem Biologen, einem Chemiker, einem Geologen And Meteorologen, nahm an der Fahrt bes -Meteor" teil. Das erste Jahr bet Forschungsreise des .Meteor" hat bereits äußerst wertvolle Er- von vornherein hätte angelegt werden sollen. Und im ganzen begrüßen wir es, daß trotz manches Schwankens und mancher Abneigung in bestimmten deutschen Kreisen die Russenpolitik so geführt war- den ist, vom Oktoberoertrag des vorigen Jahres zu diesem Vertrag und den Verhandlungen über den 300 Millionen Kredit. Was nun mit dem Völkerbund wird, ist nicht unsere Sache. Die deutsche Sozialdemokratie tut sich viel darauf zugute, daß ihre Politik durch- geführt worden sei, nämlich die Vereinbarkeit des Locarnowerkes mit guten und engen Beziehungen zu Rußland. Sie schiebt dabei in den Hintergrund, daß ja das Locarnowerk als solches streng juristisch genommen immer noch in der Luft hängt und daß vor allem seine Verbindung mit dem Völkerbund recht fraglich geworden ist. Denn weiß jemand, ob und was aus der Studienkommis- sivn, die am 10. Mai beginnt, herauskommt? Weder ein Arbeitsprogramm noch gewisse Vorstellungen, was man der Vollversammlung Vorschlägen soll, sind erkennbar. Deshalb ist die Rolle des deut- jchen Vertreters, als welcher unser Botschafter in Paris bestellt ist, außerordentlich schwierig, erfordert sie ungemeinen Takt, Uebersicht und Zurückhaltung, damit Deutschland nicht in unklare und gefährliche Lagen verwickelt wird. ** Ob weiter die Weltwirtschaftskonfe- r c n j, bie in dieser Woche begonnen hat, etwas bringt, ist nicht zu übersehen. Für uns ist wichtiger, daß durch die Dölkerbundserörterung hindurch die eigentlichen A l l i a n z beziehungen der Mächte wie- der lebendiger und stärker geworden sind. Wir sehen, daß im Osten lebhaft hin und her verhandelt wird, von Rußland mit den Randstaaten, von Polen mit Rumänien, die beide ihren Vertrag von 1921 jetzt erneuert haben. Wir sehen, daß man im Süd - offen gleichfalls überlegt, ob man nicht irgendwie so sich Aufammenfinben könne. Wir sehen, daß im englisch - französisch - italienischen Verhältnis mancherlei sich verschiebt, vollständig unberechenbar, weil der Anstoß dazu, die Politik Mussolinis durchaus unberechenbar ist: englisch-italienische Verhandlungen über Afrika, italienische Bemühungen um Kolonien, französischer Arg- wohn und französische Bindung durch die eigene Finanzkrise, sowie die marokkanische und syrische Schwierigkeit. Alles das ergibt für diesen Sommer reichlich diplomatische Arbeit in Europa, bei der Deutschland nicht gerade im Vordergrund steht und bei der Deutschlands Lage gar nicht so ungünstig ist. Und es sieht wieder so aus, als wenn abermals die europäische Politik in ihrem Blick auf Nordamerika davon ausgehen wird, daß eben wieder Wahlen dort in Aussicht sind. In den Jahren mit einer geraden Schlußzahl sind ja die interessanteren Wahlen, dieses Mal zwar nicht die.Präsidentenwahl, wohl aber die Neuwahlen des Kongresses. Man erkennt deutlich, daß die Hauptfragen der großen Politik Nordamerikas: Haager Gerichtshof, Abrüstung, Schuldenab- kommen namentlich mit Frankreich und dergleichen, immer stärker in die innere Politik und die Wahlvorbereitung hereingezogen werden. Unb leiber ist das auch der Fall mit Verhandlungen, die mit der großen Politik direkt nichts zu tun haben, nämlich der Auseinandersetzung über die Freigabe des deutschen Eigentums, die mit der Mills- Bill schon hart vor dem endlichen Abschluß zu stehen schien und durch den demokratischen Angriff auf Mellon und Mills wohl vereitelt worden ist. Es scheint nicht, als würde in dieser Sommer- session die Sache zum Abschluß kommen. Beide Parteien wollen — bas ist bas merkwürbige — bie Freigabe bes deutschen Eigentums. Sie wollen ihren Wählern zeigen, daß sie für die Unverletzlichkeit des Privateigentums im Kriege sind, und daher wieder gut machen wollen, was auch von nordamerikanifcher Seite dagegen verstoßen worden ist. Well aber beide Parteien einander diesen Erfolg nicht gönnen, sucht die Angreifende, die Demokratische, die in diesen Wahlen die in Besitz befindlichen Republikaner zu schwächen hofft, bie Sache a l s Wahlparole auszunutzen. Unb darunter leiden die deutschen Eigentümer, leidet die deutsche Volkswirtschaft, der die Annahme dieser Bill rund eine Milliarde Goldmark wieder zuführen würbe, eine Summe übrigens, die der amerikanischen Wirtschaft gar nicht entzogen würde, weil sie zu einem ganzen Teil entweder schon dort festliegt, ober zum Ankauf von Rohstoffen verwendet würbe. Nicht nur das bebauern wir, sonbern man muß gebnisse geheiligt. Aus einet Abhandlung, die man im Äachlah der verstorbenen Leiters der Expedition, Professor Dr. Merz, fand, geht hervor, daß die Beobachtungen über die Wasserbewegung im Atlantischen Ozean (die schon auf früheren Forschungsfahrten durchzeführt wurden) ihre Bestätigung erhielten. Es handelt sich dabei um das Vorhandensein eines antarktischen Zwischen st romes, der bis zum 32. Grad nördlicher Breite verfolgt werden konnte, eines nordatlantischen Tiefenstromes, der bis in den Wedellsee reicht, sowie eines antarktischen Boden st romes. Diese Strömungen werden allerdings durch die Gestaltung des Meeresbodens erheblich beeinflußt, sodaß sich gewisse Wirbel bilden müssen, was an dem bogenförmigen Auslauf der Strömungen deutlich erkennbar ist. Es konnte fest gestellt werden, daß aus dem nördlichen At- lantif warmes Wasser in großer Tiefe bis zu 2000 Seemeilen südlich des Aequators strömt, wo es wieder an die Oberfläche tritt. In einer anderen Strömung, die vom südlichen Polargebiet nordwärts geht, befinden sich die Weideplätze der Walfische und vieler Fischarten, da diese Strömung reich an Rahrung ist. Die Tiefenforschungen ergaben, daß nirgendwo im südlichen Atlantik Meerestiefen von mehr als 6000 Meter festgestellt werden konnten. Dagegen wurde in etwa 48 Grad südlicher Breite und, 8 Grad östlicher Länge eine Bank am Meeresboden bemerkt, deren geringste Tiefe 560 Meter beträgt, während die Seekarten bisher rund 4500 Meter angaben. Die felsige Beschaffenheit des Meeresbodens an dieser Stelle läßt den Schluß zu, daß diese Dank nicht vulkanischen Ursprungs ist. Auch sonst hat man durch genaue Messungen Tiefen festgestellt, bie wesentlich von den Angaben der Seekarten abweichen. Zwischen den Süd-Shetlands-Inseln und Südgeorgien konnte eine Rinne von mehr als 8000 Metern Tiefe ausgemessen werden. Die Tiefenmessungen werden mit Hilfe des Behm-Echo-Lots ausgeführt, und zwar wie folgt: An der einen Dordsäte des Schiffes wird unter der Wasserlinie durch Explosion einer Patrone ein Knallsignal gelöst. Der Schall breitet überhaupt bebauern, baß bie beginnenben Wohl- kämpfe wieder das Tempo der amerikanischen Europapolitik unb Außenpolitik verlangsamen. Es ist überhaupt reichlich langsam, war in den letzten Jahren langsam unb war nur allmählich etwas schneller unb energischer geworben: in ber Dawes- Politik, in der Abrustungspoltik, in bem Zusammenhang zwilchen Abrüstung unb Schulden unb bergt. Man sieht nicht recht, wie bie großen finanziellen und wirtschaftlichen Probleme Europas in diesem Sommer, worunter wir in erster Linie das Schuldenabkommen zwischen Frankreich und Arne- rika und die Revision des Dawes-Planes für uns verstehen, oorankommen sollen, wenn bie norbamerifanifdje Politik nicht mit Energie und Nachdruck dahinter fein kann. Ohne Zweifel hält Präsident C o o l i d g e an seiner Europapolitik er- freulicherweise fest und er bleibt ja noch einige Zeit im Amt. Aber bie Arbeit wirb ihm schon jetzt burch bie „Unversöhnlichen" im Senat unter ber Leitung von Borah erschwert und kann ihm noch mehr erschwert werden, wenn die Kongreßwahlen eine demokratische Mehrheit bringen sollten. Um so notwendiger ist, daß in den oben bezeich- neten europäischen Problemen auch wirklich von den Staatsmännern Europas europäische Politik gemacht wird. Man kann durchaus sagen, daß das im deutfch-rufsilchen Vertrag geschehen ist. Nun muß die andere Seite, die Völkerbundsseite unb ber Einfluß Frankreichs unb Englanbs barauf zeigen, daß auch sie europäische Politik zu machen gewillt ist, eine wirkliche Friedenspolitik, die Europa endlich etwas Ruhe unb Möglichkeit aufzuatmen bringt Vor Verdun. Don Oberst Immanuel. Ende April unb Anfang Mai 1916 ftanb bie Kam pflöge vor Verdun auf dem Höhepunkt der Entscheidung unb auf ber Stufe aufregender Spannung. Die Franzosen hatten sich nach bem ersten Schrecken empfindlicher Ueberraschung erholt und waren entschlossen, den Platz unter dem Einsatz der größten Opfer zu halten. Iosf re hatte den Befehl erlassen, daß jeder Führer, der an die Räumung von Verdun auch nur mit einem Worte rührte, sofort abgesetzt unb vor bas Kriegsgericht gestellt würde. Sie hatten allerdings Schritt nach Schritt an Boden verloren. Auf dem Westufer ber Maas hatte die deutsche Angriffsfront, 2t Armeekorps unter dem General v. Francois, im März die beherrschende Höhe des „Toten Mann" und den Wald von Avocourt genommen, auch bie Trümmer bes Dorfes Eumi^res mit bem Nabenwalb besetzt unb sich nahe an bie so blutig umkämpfte Kuppe 304 bei Esnes herangearbeitet. Allein noch waren die Franzosen im unbestrittenen Besitz ber Höhenstellungen von Marre, die sich wie ein Riegel um die Kernfestung legte. Auf dem Ostufer der Maas hatten die drei Armeekorps des Generals o. Lochow zwar die von unseren 42-ZenfimeterHaubitzen zerschlagene Panzerieste Douaumont gleich bei Beginn des Angriffs gestürmt, auch den „Pseffer-Rücken", die Werke von Thiaumont und die Waldschluchten beim Dorfe Daux gewonnen, allein noch lagen die überaus starken Werke auf ber Hochfläche „Kalte Erde", bie Panzerfesten Souville und Daux unbezwungen da und sperrten den Zugang zur Innen- feftuna. Ebenso hatten bie beiben Armeekorps der Kampfgruppe v. S t r a n h, bie durch das Flachland ber Woewre-Ebene siegreich vorgedrungen waren, zwar hier unb dort die Steilwand der Maas-Höhen, bie sogenannten cotes lorraines, erklommen, waren aber doch nicht imstande, auf den Höhen selbst durch das Gewirre von Gestrüppwald, Drahtverhau, Felsenschluchten nennenswerten Boden zu gewinnen. Der Kampf um Verdun hatte sich um diesen Zeit- punkt zu höchster Erbitterung gestaltet. Beiderseits warf man Woche um Woche frische Kräfte in die brodelnde, alles Leben fressende Glut. Die Franzosen nannten sie „die Mühle von Derdun", weil ihre Truppen von unserem Angriff stark zermahlen mürben, aber auch unsere Leute trafen das Rechte, wenn sie von der „Hölle von Derdun" sprachen, die unsere Kampfkräfte erheblich, vielleicht nicht minder als bie ber Franzosen, lichtete. Zwei Ansichten standen sich aus deutscher Seite gegenüber, deren jede ihre Berechtigung, aber auch ihre Bedenken hatte, ©enveral v. Falken- hayn. seit der Marneschlacht 1914 GeneralstabS- chef des Feldheeres und sonnt der tatsächlich sich erfahrungsgemäß im Wasser nach allen Seiten hin (und zwar mit einer Geschwindigkeit von 1500 Metern in der Sekunde) aus. Derjenige Schallstrahl, der den Meeresboden trifft, wird (ähnlich wie in der freien Luft) zurückgewvrsen, und mit einem Empfangsmikrvphon wird daS Echo vom Meeresgrund registriert. Aus der Zeitdifferenz zwischen Signalschuß und Rückkehr des Echos kann die Tiefe deS Me.res mit Sicherheit und auf höchst einfache Weise bestimntt werden. Bisher hat der .Meteor" auf diese Weise 35000 Lotungen vorgenommen. Zu diesen Forschungsresultaten kommen noch wertvolle Beobachtungen der Gezeiten (Ebbe und Flut) im südlichen Atlantik, chemische Unter» suchunqen des Meereswassers auf Salz-, Gold- und Eisengehalt, Messungen der Lusttemveratur, des Luftdrucks und der Feuchtigkeit (zum Teil mit Hilfe von Pilotballonaufstiegen), sowie der Luftströmungen. Inter'ssant ist noch die Mitteilung des Fregattenkapitäns Spieß, daß die in den Seekarten verzeichnete Tho mason-Insel (nördlich der Dvuvets-Insel) vyn der Meeresoberfläche verschwunden ist und nirgendwo aufgefunden werden konnte, obgleich „Meteor" tagelang an jener Meeresstelle kreuzte und nach diesem MeereSeiland Ausschau hielt. Das Vermessungsschiff .Meteor" — übrigen» ein Schiff von nur 1000 Tonnen Größe — hat vor einigen Wochen zum zweitenmal Kapstadt angelaufen (nachdem es schon im Juni vorigen Jahres dort zu kurzem Besuch Anker warf und festlich begrüßt wurde) und befindet sich gegenwärtig wieder auf einer neuen Kreuzfahrt nach der südamerikanischen Küste. Welche Beachtung diese deutsche Expedition zur Meeresforschung auch in weiten Kreisen der wissenschaftlichen Welt im Ausland findet, geht au8 einem Urteil des Professors Ekman von der Universität Lund (Schweden) hervor, der erklärte, .daß eine so intensive physikalische Durchforschung noch niemals einem Weltmeer auch nur annähernd so zutell geworden ist, wie bei diesem großen Unternehmen, dem umfangreichsten, daS die deutsche Wissenschaft zur Zeit im Ausland unternimmt" So dürfen wir am Beginn des zweiten Jahres hoffen, daß der .Meteor" auch in der Lcitcr.de d.r Gesamtkr.egshandlung. war der Urheber d-.s Angriffsunlerne.menZ gegen Verdun. ES ist als durchaus unwahr erwiesen. dah persönliche oder ehrgeizige Pläne ihn zum EnSschkrfi des Angriffes aekwach: haßen sollen. Vielmehr sind reinpraktische DeweIgriinbe maf'rofrctfh gewesen, die das UntenK^mv.' gegen Verdun als ausreichend begründet erschttnen ließen Ruß- laich war vorläufig geschlagen, lecher allerdings nicht friedenswillig gemacht worden. Oesterreich- Ungarn leistete gepe i die Itatiener erfolgreichen Widerstand, die Türken kämpften mit Vorteil, Serbien war erobert Bulgarien stand auf unserer Seite, Rumänien schien neutral bleiben zu wollen. Sv tag der Schwerpunkt auf der Westfront. Die Franzosen schienen noch den furch-llnrren Opfern des KriegSjahres 1915 stark auSgebkuter. ihr .farbiges" Heer war noch nidxt da. Das von Kitchencr gebildete englische Msilionenheer konnte unter voller Auswertung der allgemeinen WHr- pslicht kaum vor Ende 1916 auf französischem Boden eingreifen. So war eS gant richtig gerechnet, daß sich Falkenhahn entschloß: .Jetzt e i n großer Sregesschlag gegen die Franzosen und der Krieg wendet sich zu unseren Gunsten!" Verdun war keine falsch? AngriftSwahl. Hatte man den Platz genommen oder ihn wcnigsteirS kNrrch die Gewinnung der Hauptwerke für die Franzosen entwertet, so war oie AngrifsSmögliwke't ves Feindbundes gegen daS für uns mrentbehrliche Eisen gebiet von Loeawy—'Briet) Diedenhvfen auSgeschaltet, dazu noch ein moralischer Erfolg von vielleicht größter Tragweite errungen. Rach glänzenden Anfangserfolgen lief sich unser Angriff Ende April und Anfang llllai fest. Den Derbsidigern von Verdun standen alle Vorteile der ständigen Bcfeftigunat tun ft und des Geländes, des RachschudcS und der technischen Mittel in geradezu unbegrenztem Maße zur Verfügung. während wir unS mit geringen Kräften und mit Behelfen, mit dem Einsatz der morallfchen Triebmittel begnügen mußten. So kam ei, daß jetzt die andere deutsche Ansicht hervorzutreten begann, die vom Annee- oberkommando 5, also vom deutschen Kronprinzen, vertreten wurde, nämlich dem Eingriff mit den erreichten Zielen Halt zu gebieten. Die Oberste Heeresleitung tonnte sich dazu nicht entschließen, da sie im Abbrüchen des Angrisses eine moralische Minderung erblickte, auch davon überzeugt war, daß die noch vorhandene Zeit doch noch zur Bezwingung, mindestens zur Mbmung VerdunS auSreichen würde. Diese Rechnung hat sich, wie allbekannt, nicht alS zutreffend erwiesen. Zwar wurden in der Fvlgszelt Höhe 304, Panzerfeste Vaux, sogar Dors Fleury genommen, dann aber stockte der Angriff und wurde eingestellt, worauf später die planmäßige Zurücknahme der Stellungen eintrat. Rur unrichtige Einschätzung der bewegenden Ursachen in der Kriegführung kann die Behauptung vertreten: „®er Angriff auf Verdun war ein Fehler, die Opfer fielen vergebens, Derdun trägt die Hauptschuld am Verlust deS Krieges!" O nein, fo ist es doch nicht! Daß der Angriff nicht Ö, beweist noch nicht, daß er auf irrigem beruht hat. Moltte, der Sieget 1866 und 1870/71, hat als bester Kennet der Menschen unb Dinar un Kriege gesagt: „Ueber den Ruf eines Feldhervn entschcndet der Erfolg, unb an der Gewalt der Verhältnisse schmiert selbst der beste Mann." Hierin Regt die unwägbare Tragik unseres Angriffes auf Her bim, Mc mit der Tragik deS DefamtkrlegSauSgangeS verschlungen bleibt. Der Angriff war nicht unter oberflächlicher Beurteilung angesetzt, sondern völlig begründet. Wit neigen urt-3 vor dem Schatten ber deutschen Helden, die in den Wäldern, fei den Schluchten, in den Werken vor Derdun gefallen sind. Ehre unb Dankbarkeit ihrem Argedenken 1 reinigt and fftrbt ungleich ohne Kochen alle Stoffe und Kleidungsstücke bequem und billig. Di • ke fon.ern. ErMWich in Droe-.rien usw. Banara—Mmi — <■ m« ~t>rf mm zweiten Hälfte seiner Forschunarreise vom Glück begünstigt bleibt unb im nächsten Frühjahr mit reicher Fracht den deutschen Heimathafen erreicht, nachdem er ber deutschen Wissenschaft nach langer Wartefrist auf dem Gebiet der MreteS- fvrschung die alte Deegeltung zurückervbett hat. Mongolen und Kamele. Rach dem vielen Interesianten, das unS der berühmte rusiische Forschungsr Dr. Frey, sowie der Stadtv. Fischer lDem.) die jetzigen Auswüchse des Messetreibens, durch die das Geld von leichtfertigen Menschen verschleudert wird, gerade als ob wir keine Rot aufzuweisen hätten. Stadtv. Horn (D. Dpt.) bringt die Klagen der G^chästswelt über die unzulässige Konkurrenz durch die Mesfeverkauss- stände infolge deren übermäßig langer Verkaufszeit nachdiÄcklich zur Geltung. Stadtv. Dr. Krausmüller (D. Dpt.) unterstreicht die Be- rechtimrng dieser Klagen. Stadtv. Schmidt (S.) will die Konkurrenz-Beschwerden der Geschäftsleute nicht als berechtigt gelten lassen, und 'erklärt, in den Messebuden erhielten die Käufer die gleichen Waren wie in den Gießener Ge- . schäften zu billigeren Preisen. Dieser Behauptung treten die Stadtv. Horn D. Dpt.) und Leopold Mayer (Dem.) energisch entgegen: Stadtv. Horn spricht dem Stadtv. Schmidt die Sachkenntnis in diesen Dingen ab und bietet sachkundige Kalkulationen der in Betracht kommenden Kaufleute an. Äm die Schutzbestimmungen zu Gunsten der Geschäftswelt in der geplanten Derord- nung recht wirksam zu gestalten, geht die Dorlage, toi* oben erwähnt, schließlich nochmals an den Ausschuß zurück. verschiedenes. Stadtv. Fischer (Dem.) hat eine Anfrage an die Verwaltung gerichtet, in der nach dem Raumbedarf der Volks- und Fortbildungsschulen 1927 bis 1930 und nach einem Schulbauprogramm gefragt wird. Beigeordneter Dr. Seib beantwortet die Anfrage cm Hand zahlreicher Ziffern sehr eingehend. Wir werden über diese bedeutsame Angelegenheit noch besonder- berichten, heute sei aber schon betont, daß die Dringlichkeit des Schulhaus-Reu- baues von keiner Seite bestritten wird, wobei Frau Stadtv. Kramer (Fr. Dgg.) zugleich auch an die üblen Änterkunftsverhältnisse der Kochschule erinnert und Abhilfe fordert. Stadtv. Kurz (Mittelst.-Vg.) wendet sich gegen die Radfahrerplage in den Abendstunden auf dem Seltersweg und fordert, daß zum Schutze der Fußgänger ein völliges, oder mindestens ein auf bestimmte Stunden bemessenes Verbot des Radfahrens auf dem Seltersweg erlassen wird. Mit dieser Kalamität hat sich das Haus schon- vor etwa Jahresfrist besaßt, es sind auch Schritte seitens der Stadtverwaltung beim Polizeiamt erfolgt, bis heute aber ist noch keine Antwort eingetroffen. Run will man nochmals vorstellig werden. Stadtv. Homberger (Soz.) unternimmt bei dieser Gelegenheit eine Attacke gegen den studentischen Bummel auf dem Seltersweg die Stadtv. Pros. Dr. Bor gmann (Fr. Dg.) Viens lvhr, nwinbetr kigtrt: 1 Rief Hw 119 fo, 202 m «8i Sitzung der Stadtverordneten. * Gießen. 30. April 1926. Rach langer Pause trat das Stadtparlament heute wieder zu einer Sitzung zusammen, auf Ccren Tagesordnung aber nur kleinere Angelegenheiten standen. Don Bedeutung war darunter die Vorlage betreffend eine neue Messe- ordnung, die unserer einheimischen Geschäftswelt mehr Schuh als bisher bringen soll. Daß dieses fräftige Eintreten für die Gießener Geschäftsleute und Steuerzahler notwendig und begrüßenswert ist. kann nicht bezweifelt werden. Der Stadtv. Schmidt öürfte mit seiner andersgerichteten, u. E. recht abwegigen Meinung Wohl so ziemlich allein stehen: übrigens hat er seine unten berichtete Behauptung auch gar nicht unter Beweis gestellt. Wir begrüßen das Vorgehen zum Schutze unserer heimischen Geschäftswelt. daS hoffentlich vollen Erfolg zeitigt. Eine sehr ernste Angelegenheit berührte eine Anfrage oes Stadtv. Fischer: Das Schul- hauSbau-Problem. Rachgerade steht man hier vor einem Problem, obwohl die Sachlage selbst, nämlich der Zwang zum Bau, völlig llar zutage liegt. Hosfentllch kommt in die Behandlung dieser Frage nun ein schnelleres Tempo! Im übrigen wird in anderem Zusammenhang zu diesem Thema noch einiges zu sagen sein. Erfreulich war. daß der Stadtv. Kurz die unhaltbaren Verkehrsverhältnisse in den Spätnachmittag- und frühen Abendstunden auf dem Selterswe g wieder anschnitt. Schon fä n g ft hatte hier Abhilfe durch ein Rad- fahr-. Motorrad- uird Autoderbot in den Hauptverkehrsstunden geschaffen werden müssen! ®ie S tadiverwaltung hat sich wiederholt darum bemüht. aber das P olizeiamt hat bis jetzt versagt. Soll die Abhilfe etwa erst kommen, wenn allerlei Änglück geschehen ist. vielleicht sogar Menschenleben dabei verloren gehen? Hoffentlich wird diese sehr dringliche Angelegenheit nun von dem toten Gleis auf dem Polizeiamt hervvrgckholt und so erledigt, wie es den Erfordernissen zum Schutze der Fußgänger im Sel- tersweg entspricht! Sitzungsbericht. Anwesend: Oberbürgermeister Keller, die Beigeordneten Dr. Seib, Dr. Frey, Dr. Hamm, Kommerzienrat K l i n g s p o r, Justiz- rat Dr. Rosenberg und 38 Stadtverordnete. Das Haus erledigt zunächst Baugefudje. Genehmigt werden die Gesuche von Heinr. Pfeil. Grünberger Str.; Georg L i ch. Jhering-- straße: Rühl u. Hof, Wilsonstraße: Stein - b a ch Gartenstratze: Friedr. Möller, Licher Straße: M Abermann, Gnauthstraße: L. W e h r u m, Friedrichstraße: 2R>. Göbel. Auf der Weißerde. Zurückderwiesen an den Bau-Ausschuß werden die Gesuche von K. Guter. Ost- anlage: H Rühl. Licher Straße. Sine neue Ortspolizeiverordnung über die Ausführung von Holzeinfriedigungen (Aenderung der Ortspvluewervrdnung vom 26. Februar 1897) wird genehmigt. Lin 6rbbauoertrag zwischen der ötabt Gießen und der Baugenossenschaft 1 894, in dem eS sich um die von der Genossenschaft auf städtischem Gelände am Kugelberg errichteten Wohnhausbauten handelt, findet di« Zustimmung des Hauses. Der Baugenossenschaft 1894 wird darin das Erbbaurecht auf 70 Jahve zugesprochen. Zur Änterstützvng des Baues eines reichseigenen ZwölfsamMenhaufes am Kugelberg werden der Straßenkostenbeitrag und die Kosten üt die Heranführung der Gas-. Wasser- und elektrischen Leitungen auf die Stadtkasse übernommen. Obdachlose Familien. Zur Unterbringung obdachloser Familien aus zu räumenden bausälllgen Häusern wird em Betrag von 10 000 Mk. zur Verfügung gestellt. Die Familien sollen fetzt in Gasthäusern untergebracht werden. Die neue Anlage vor dem Hotel Kuhn« in der Bahnhofstraße wird nach den Vorschlägen der Verwaltung genehmigt. Der Kredit von 7000 Mk. ist berertgesteNt. Bezirksschule in der Mestanlage. Der Ausbau der Abortanlage in dem Anbau an die Dezirksschule in der Westanlage wird der Firma H Schasfstaedt in Gießen zum Angebotspreise von 5294 Mk. übertragen. Freiwillige Feuerwehr. Dieser wird ein Zuschuß von 300 Mark als Beihilfe zur Beschaffung von Arbeitsblusen gewährt. Lieferungs-Vergebungen. Zur Deschasfung von znei seuecsicheren Plan- chränken für das Stadtbauamt werden 3250 Mk. bewilligt. Lieferant: Friedrich Krogmann, Gießen. 1500 Meter gußeiserne Muffenröhren sollen ür 12 000 Mk. von dem Deutschen Gußrohr- verband für daS GaS- und Wasserwerk bezogen werden. Die Lieferung von etwa 300 Holzmasten für das Elektrizitätswerk wird der Firma Katz & Klumpp in Gernsbach (Baden) übertragen. Kostenpunkt rund 10 000 Mk. Die Reparatur von vier Straßenbahn-Mo- tvrankern wird den SiemenS-Schuckert-Werken übertragen. Kosten 2000 bis 2400 Mk. Der für die Herstellung von Kabelgräben zur Verstärkung deS Stromversorgungsnetzes zur Verfügung gestellte Kredit wird um 1500 Mk. auf 10150 Mk. erhöht. kirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Mahr. JohanneSkirche. 8; Pfarrer Ausfeld. Zugleich Christenlehre für die Reu konfirmierten auS der Johannesgemeinde. 9V,: Pfr. Bechtolsheimer. 11: Kinderkirche für die Lukasgem. Pfr. Bechtolsheimer. 8: Bibelbefprechung im Jobannessaal. Pfr. Becker. Kirchberg. 10.11. heiliges Abendmahl f. die Jugend von Mainzlar, nachmittags 17,: Staufenberg (heil. Abendmahl) 17,: Mainzlar. Watzenborn-Stein» berg. 1: (Kirchenchor) 8' .: Frauenabend. Garben- teich. 9: Beichte anfchl. Gottesdienst und heiliges Abendmahl der Jugend. — Wieseck. 9: Beichte 97,: Missionar Schlaudraff-Gießen, im Anschluß Feier des HeiligenAbendm. Opfer für die Heiden- mrfsion. Der Gießener Voranschlag 1926/27. I. Bai der Herausgabe des städtischen Vor. a n s ch l a g s hat die Stadtverwaltung betont, dieser Haushaltsplan fei nach dem Grundsatz unerbittlicher Sparsamkeit aufgestellt, um „eine im Hinblick auf die herrschende Wirtschaftskrise nicht zu verantwortende Erhöhung der Steuern zu uermciben“. Wer den neuen Voranschlag mit dem vorjährigen ver- gleicht, wird seftftellen können, daß die Stadtverwaltung auch ohne Sparaurschuß und Spardiktator, wie diese anderswo gebräuchlichen modernen Hinter- litzchen genannt werden, die Ausgaben so gewaltig gedrosselt hat, daß einem unheimlich zumute wird, wenn man bei dieser Betrachtung an die drängenden Gegenwart- und die wichtigen Zukunftsaufgaben unseres Gemeinwesens denkt. Trotz starker Lerminderung der Steuereinnahmen (Verlust gegenüber dem Vorjahre 325 000 Mark) und einer neuen drückenden Belastung für die Polizei (Mehrausgabe 105 600 Mark) hat die Verwaltung es fertiggebracht, die Endsumme des Voranschlags von 6 238 436 Mk. auf 5 208 322 Mk. für das Jahr 1926/27 herabzu- brüden. Weiter kann man die Sparsamkeit nicht auf treiben. Betrachtet man diese Entwicklung lediglich vom Standpunkt de» Steuerzahlers aus, so kann man zufrieden sein mit diesem Vorgehen der Stadtverwaltung. Sieht man den neuen Voranschlag aber unter dem Gesichtswinkel einer stetig vorwärts- und aufwärtsstrebenden Kommunalpolitik an, so hat man an ihm sehr viel auszusetzen, denn er schafft auch nicht im entferntesten eine Lage, die man etwa als bescheidenen Anfang von Ellenbogenfreiheit an« sehen konnte. Diese starke, „unerbittliche Sparsamkeit' ist von der Stadtverwaltung natürlich nicht als Dauerzustand gedacht, denn sie sagt ganz offen, daß sie „nur im Hinblick auf die herrschende Wirtschafts- frlfe' so gehandelt habe, womit offensichtlich ange- fünbigt werden soll, die Umkehr von dem jetzigen Wege werde beim Wiederanstieg der Wirtschaft ohne 'Zaudern angetreten. Man ist sich im Stadthaus also darüber klar, daß allzu weitgehendes Sparen und übertriebenes TUeorigalten der Steuersätze um jeden Preis nicht die weiseste Kommunalpolitik, sondern das gerade Gegenteil ist, weil hierdurch der gesunde Fortschritt gehemmt, ja vielleicht sogar getötet wird. Den Schaden davon hat dann letzten Endes jeder Einwohner zu verspüren. Betrachten wir uns zunächst die wichtiasten Einnahmeposten. Die Sleuersenkungsaktion der Neichsregierung hat für unsere Stadt die natürlich nicht unerwartete bittere Folge des Ausfalls von 225 000 Mark Anteil an der Reichseinkommen- unb Körperschaftssteuer gezeitigt. Reichsumsatzsteuer, Vergnügungssteuer und Grundsteuer sind nicht wesentlich verändert. Der Kamps gegen die Getränkesteuer hat dazu geführt, daß die Stadt hier auf bie gute Einnahme von 100 000 Mark verzichten muß. Diesen Zustand können wir wirklich nicht als gerecht ansehen. Besteht keine Möglich- Mt hierin eine Aenderung eintreten zu lasten? Wenn diese Frage zu verneinen ist, bann sollte die Geirtzyebung eingreifen und den Gemeinden diese finanziell beachtenswerte und steuerlich gerechte Ab- gäbe In unanfechtbarer Form wieder zuweisen. Die städtischen Betriebe tragen zu den Kosten der Stadtverwaltung wiederum, wie rm Vorjahre, 325 000 Mark bei, und zwar das Gaswerk 150 000 Mark, da» Elektrizitätswerk 125 000 Mark, das Wasserwerk 50 000 Mark. Dic Waldungen sollen 72 475 Mark, die Gebäude 57 707 Mark Ueberschuß erbringen. Ob au» den Waldungen eine größere Einnahme, als vorgesehen, au erzielen jein wird, natürlich nicht etwa auf Kotten der Waldsubstanz, darüber mögen sich Sachverständige äußern. Nach welchen Mietprozentsätzen die Einnahmen au» den Gebäuden beregnet sind, ist aus dem Voranschlag nicht ersichtlich. Vielleicht könnte hier auf Grund Der seit Anfang dieses Jahres mehrfach gesteigerten Prozentsätze noch mancherlei erzielt werden, falls die Verwaltung . bei der Aufstellung der Doranschlagsberechnung nicht schon höhere Sätze zugrunde gelegt hat. Mit diesen 7 Positionen ist die Einnahmeseite des Voranschlags im wesentlichen erschöpft. Auf der Ausgabenseite erscheint die Wohl- fahrtspsiege mit 944 136 Mk. als größter Zuschuß- »osten des Etats. Es ist bedauersich, daß auch bei diesem Kapitel der Zwang zur Sparsamkeit Herr- schend geworden ist. Erhöhten Aufwendungen für Derwclltungskosten. Jugendfürsorge und Kriegsfolgenhilfe stehen beträchtliche Abstriche in der offenen und geschlossenen Armenpflege und in der Kinderspeisung gegenüber. Ob es im Hinblick auf die Zukunft z. B. richtig ist, die Aufwendungen für die Kinderspeifung von 28 000 Mk. im Vorjahre um 8000 Mk. auf 20 000 Mk. im neuen Jahre herabzu- setzen, erscheint uns zweifelhaft. Gerade die Reichs- gesundheitswoche hat gezeigt, welch' hohen Schatz wir an den Kindern zu betreuen haben, welche Aufgaben hier noch zu lösen sind — einige haben wir in unserem aeftrigen Artikel „Nutzanwendung der Reichegesundbeitswoche" aufgezeigt —, um dermaleinst einer starken Generation die Geschicke der Bolksfamilie in die Hand legen zu können: und da ollten wir an dieser dringendsten Aufgabe sparen? Ins dünkt, daß im (Etat des Wohlfahrtsamtes bie- er und auch noch verschiedene andere Titel einer korrektur nach oben unter,jogen werden müssen. Bei diesem Teil des städtischen Gesamtetats darf es kein Haschen nach Popularität durch finanzielle Abstriche . geben, sondern hier ist die Erfüllung der sachlichen Notwendigkeiten unbedingt erforderlich. Wer möchte da behaupten, daß die Lebensverhältnisse der breiten Volksschichten im Jahre 1926 soviel besser geworden seien als 1925? Wir empfehlen dem Finanzschuß, den Haushalt des Wohlfahrtsamtes trotz aller Sparpflicht noch einmal im Sinne unserer Empfehlungen unter die Lupe zu nehmen. Zusc punkt sstenti Kreisst Tro fffarefte vaucAt und prüft: 2C -------- SElFENPUe Das lachende Haus. Roman von Sophie Kloerß. 7. Fortsetzung. Nachdruck verbalen. Es schien Kultur im Hause. Auch die Diele mit den dunklen Schränken und den farbiaen Wandbehängen zwischen ihnen war ohne Kitsch, ohne aufdringliche Farben und Formen. „Sie wollten sicher den Ihrigen nachgehen. Fräulein Bunsen." „Ich habe nicht wett. Durch den Garten und die Wiesen." „So gestatten Sie. daß ich Sie bi» zur Elbe begleite." Man konnte in guten fünf Minuten den Weg zurücklcgen. die beiden brauchten fast eine halbe Stunde dazu. Aribert von Brockdorf hatte so mancherlei Fragen über die Rosensorten, Jlles Pfleglinge, über die wundervoll gefüllten Tulpen, die er auf Gottesgabe nicht gefunden, geschweige auf den eigenen Gütern. ,Lch sehe, daß mein Gartner ein Idiot ist." Er gab sich so liebenswürdig bei aller Reserve, daß Rose eitel Bewunderung war. Man spürt doch gleich den Aristokraten, dachte sie. Diese Sicherheit, bidc vorbildliche Höflichkeit, dieser Blick für jede allerfeinste Schönheit. „Orchideen haben Sie nicht, Fräulein Lunsen?" „Dazu mühten wir Gewächshäuser haben. Es ist der Wunsch meiner Schwester, eine anzulegen. Bisher hat sie nur zwei kleine Treibhäuser, ober-- und dann hat Ille auch gar kein« Liebe für Orchideen. Sie mag aller Fremdländische nicht/' „Streng national, wie?" Sie wurde unsicher unter seinem kleinen Lächeln. Schien ee nicht ironisch? — „Man sollte doch die kostbarste aller Himmolsgaben, die Schönheit, nicht an die Grenzen eines Landes binden. Jede Gegend hat ihre charak- terlltische Schönheit, in ihren Formen und Farben, in Pslanzen und —" ein leicht streifender Blick über ihre Fuge, „In Menschen. Ganz so findet man das Eigentliche eines Landes in seiner Vollendung an anderem Ort nie wieder. Aber es darum nicht be- wundern, wenn es uns entgegentritt? — — Ich bin ein Fanatiker der Schönheit. Sie scheint mir der Inbegriff alles höchsten Lebens schlechthin, — ich wünsche, Sie könnten einmal sehen, was ich mir an Schönheit zusammengetragen. Fräulein Bunsen. Ich glaube," — her Blick war lebhafter geworden — „wir würden uns gut verstehen. O," — er tat, als spüre er ihre Befangenheit nicht — „diese Ueberfülle von Blüten. Apfelbäume?" „3a, aber wilde." „Wilde? — Wunderlich! Immer wieder schafft die Natur au» der ungebundenen Urkraft heraus ihre schönsten Kinder. Wie man auch sagt, dah die Kinder der Liebe, die weder Namen noch Stand haben, die schönsten und begabtesten seien." Sie standen vor den Bäumen. Rose wußte keine Antwort. Es war so alles gegen ihre Gewohnheit. „Wer diese Herrlichkeit mit sich nehmen könnte'" „O, nehmen Sie doch so viele von den Zweigen, wie Sie mögen. Hebers Jahr ist alle» doppelt nachgewachsen." „Wenn Sie sie mir brechen wollen." Ros« griff unsicher hinein in die Blüten. Diese grauen Augen, ein wenig verschleiert und müde, die nicht von ihr wichen, lähmten sie. Drei Zweige brach sie ab und gab sie ihm. „Tausend Dank, gnädiges Fräulein." Er führte ihre Hand an die Lippen. — Mein Gott, ihr hatte noch niemand die Hand geküßt. „Und nun gestatten Sie, daß ich mich empfehle. Sicher werden Sie von den Ihrigen längst erwartet. Nein, bitte — bemühen Sie sich nicht, den Rückweg durch das Haus finde ich schon. Auf Wiedersehen." Und leiser: ,Lch hoffe, auf recht baldiges Wiedersehen." Mit schnellen Schritten ging er zurück, und wie er in den Flur kam, wo vergessen der große Dlüten- busch auf dem Tisch lag, legte er die drei Zweige mit einem Lächeln dazu. Richt um die Welt wäre er mit ihnen über die Landstraße gegangen. Die hatten ihren Dienst getan, als sie sich von einem errötenden Mädchen pflücken ließen. Immerhin, wenn er auch den Besuch nicht wiederholen würde — das $aus im Auge zu behalten, mochte sich lohnen. Bei Grän fang der Männerchor Euterpe mit viel Begeisterung und Stimmenaufwand: „Das Wandern ist des Müllers Lust, das Wandern--" Der Dirigent stand auf einem Faß, um feine Leute über- sehen zu können, und sooft er beim Taktieren eine kühne Schwenkung machte, griff Ille nach dem Arm der Mutter: „Paß auf, gleich fällt er." Daß sie dabei zweimal einen verkehrten Arm faßte, merkte sie in ihrem Vergnügen nicht, und Iven Lornfen sah keine Veranlassung, sie darauf aufmerksam zu machen. „O Wandern, Wandern, meine Lust, o Wandern —" da verlor der Dirigent tatsächlich das Gleichgewicht und schoß wie eine Ka- nonenkugel — er hatte es dazu — in den Garten- sand. Der Chor mochte an solch Vorkommnis gewöhnt (ein, er setzte nicht eine Sekunde aus .Herr Meisterin und Frau Meisterin, laßt mich in Frieden weilcrziehn und wandern —" Sein gewaltiger Stimmenaufwand übertönte sieghaft das schallende Gelächter des Publikums. Das Schaukelpferd bekam einen Stickanfall, und als es sich endlich besonnen, begann Ille von neuem und riß es wieder mit Der Gesang war verstummt, das Lachen ebbte noch immer ob und stieg wieder an. Man lachte aus reiner Freude am Lachen und am Leben, und nur Frau Kallies, die ihrem Manne zuliebe mitgegangen war, hatte wieder nicht mehr als ein kleines Lächeln um den Mund. Dunsens hatten sich einen Tisch in einer Ecke an der Gartenmauer genommen, mit dem Blick über die Elbe, und dann kamen die alten Kallies und fragten, ob sie sich wohl ein bißchen dazusetzen dürsten, und Doktor Schröders kamen, und sogar Pastors, die Verwandtenlesuch hatten und ihm zeigen wollten, wie es auch hier, fern der Großstadt. an einem Sonntagnachmittag vergnügt zu- gehen könnte. Ein Tisch wurde an den andern gereiht, aber Heider Stessen verstand es, immer wieder neben Thora zu gelangen, obgleich sie ihn gar nicht sonderlich gut behandelte, ihm dringend von Grog abriet und Selterswasser empfahl. „Da kriegt man Flöh' von im Magen", rief das Schaukelpferd dazwischen. „Willst du dich nicht noch etwas deutlicher aus- drücken?'' fragte Ille. „Wenn wir dich mitnehmen, benimm dich." „Mitnehmen? Wieso mitnehmen? Ich schaukel' mich auch allein hierher." Er kannte feinen Spitznamen. „Ja, leider viel zu oft. Grön steckt die halben Einnahmen deines Vaters in die Tasche." Mitten in all das Lachen und Schwatzen hinein kam Rose, hatte warme Farben und versonnene Augen und sah so lieblich und mädchenhaft aus, daß alle chr mit Wohlgefallen entgegenblickten. „Run? Wollt tßr hier den ganz«, RnchmMng versitzen? Ist der Gesang so schön?" „Christian hat sich zu einem Solo gemeldet, er will uns vorsinacn: .Weißt du, wieoiä 6temt«tn stehen an dein blauen Himmelszelt?'" „Ille, laß das Tarren! Oder ich sing' wirkvch." Abcr sie neckten ihn weiter, und er lachte gutmütig, denn er war viel zu dick und bequem, um sich aufzuregen. Frau Tierarzt Dualmann steuert« auf den Tisch los. „Nein, wie haben Sie das hier gemütlich! Ach, Herr Pastor, was haben Sie heute aber einmal schön gepredigt. Ich sagte gleich xu Emil — Emll, wo bist du? — natürlich drüben bei Frau Rendant Pogge; ja, ja, alte Liebe rostet nicht — und da — nee, wie sehen Ihre Töchter wieder reizend au», Frau Bunsen! Und —" ihre '2lugen blieben an Lornfen hangen — ein neues Gesicht! Gewiß roieber einer, den diese Bimjenmädchen eingefangen hatten — ihr Blick befahl förmlich die Vorstellung. Aber Ille, die sie ansah, tat, als verstände sie absolut nicht, und Frau Tlargrit mußte eingreifen: „Herr Lornfen, Frau Kallies' Neffe —" Ach so, der war also mit Kallies' gekommen — na, einerlei, die Ille würde ihn schon rieinfricgen, die hatte solche merkwürdig aufreizende Art die jungen Leute zu behandeln. „Ich würd' mich so gern mit hierhersetzen, aber wir haben drüben Bekannte aus Hamburg. Nur einen Augenblick —" sie schob sich einen Stuhl neben Frau Margrit. „Gott, wie Sie sroh sein können über Ihre Töchter! Zu was Reizendes. Ich sage immer zu meinem Mann, daß die noch nicht weageholt sind —" Kichern — „aber sie sind zu wählerisch", und mit einem Lachen zu Thora hinüber: „Ja, ich sprech' von Ihnen." „Tun Sie sich keinen Zwang an", war die kühle Antwort. Frau Dualmann nahm sie nicht übel. Sie tuschelte weiter, laut genug für alle Umsitzenden „Passen Sie mal auf, liebe Frau Bunsen, eh' da» Jahr um ist, finden wir uns alle bei Ihnen zu einem großen Fest ein. Ich hab' solche Ahnung." „Da ahnst du sehr vorbei , murmelte Ille. „Dich laden wir gewiß nicht ein." Iven Lornsen hatte scharfe Ohren, er verstand das Gemurmel. „Sie mögen die Dame nicht? eie macht einen sehr netten Eindruck." (Fortsetzung folgt.) ÜBERALL FÜP PARKETT U UNOlLUM YBoden- Wachs fu Schuhe u üdfp LttBWmMllaiioMbtiltn Die Installation der wasierzu-und Ent- roäNerungslclhingen an der Bezirks- schule. Westanlage, soll nochmals öffentlich vergeben werden. Die Unterlagen liegen bei uns offen und sind Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, bis zum E röf f nungstermine am Donnerstag. 6. Mai d. vormittags 10 Uhr. an uns einzureichen. — Zuschlaasfrist drei Wochen. 3939B Gießen, 30. April 1926. Stadtbauamt Gießen. Braubach. lrüMzversteigerung 6 32 119 202 48 triften lebten irijten tamrn 2. Kl., 0,92 fm lamm 3. ÄL, 0,98 fm tämme 4. Kl., 29,48 Im tämme 5a-ÄL, 68,51 fm tämme 5b=ÄL, 63,40 fm Fichtenderbstangen 1. Kl., 4,25 fm Fichtennutzscheiter 144 rm Fichtennutzknüppel 114 rm. irijten tämme 3. Kl., 8,06 fm Dienstag, 4. Mai 1926, nachmittags 1 Uhr, wird im Großen-Lindener Ge- meindewald nachstehendes Nutzholz versteigert: 3931D 1 Kiefern 1 Kiefern Bekanntmachung. Die Lieferung von Linfasiungssockeln für Einfafsungsgräber auf dem Neuen Friedhof soll vergeben werden. Angebote sind spätestens bis 10. Mai 1926, vormittags 10 Uhr, an dos Stadtbauamt ab- jugeben. Daselbst sind Angebotsvordrucke erbältlitb. 39388 Zuschlagsfrist drei Wochen. Gießen, 30. April 1926. Stadtbauamt Gießen. Braubach. Zusammenkunft im Distrikt 6ee, Kreuzpunkt Tal- und Hangschneise. Das Holz ist entrindet und lagert in der Nähe der Kreisstraße Gießen—Leihgestern. Großen-Linden. 30. April 1926. Hessische Bürgermeisterei. Lang. Nutzholzversteigenmg Donnerstag. 6. Mal L 3„ von vormittags 9 Uhr ab, werden hn Markwald der Gemeinde Lützellinden aus den Distrikten Schanze, Sandhügel und Schmal- Heck versteigert: 3937V Stämme: Fichte: 3. Kl. 7 Stück, 8,85 fm, 4. Kl. 46 Stück, 40,78 fm, 5a-Kl. 227 Stück, 130,45 fm, 5b-ftl. 198 Stück, 71,31 fm; ferner: Nohscheiter: Fichte: 101,8 rm (3 m lang); Nuhknüppel: 19,5 rm (3 m lang). Sämtliches Holz lagert an guten Ab- fuhrwegen in der Nähe der Kreisstraße Großen-Linden—Gießen. Dorgezeigt wird nur das Holz im Distrikt Schanze. Lützellinden, 29. April 1926. Gemeindevorsteher. Arbeitsvergebung. Die Herstellung von etwa 2250 Meter Kabelgraben soll vergeben werde«. Angebote sind bis zum 12. Mai dieses Jahres, vormittags 10 Uhr, bei der rirettion des Städtischen Elektrizitätswerks einzureichen, woselbst auch die Vordrucke auf Zimmer Ur. 3 erhältlich sind. Freie Auswahl des Unternehmers bleibt Vorbehalten. Gießen, den 29. April 1926. Städtisches Elektrizitätswerk. Stolte. 3009c 18 Küchen eigener Anfertigung sehr preiswert ♦ ♦ ♦ Möbelfabrik Karl Hahn Löberstraße 17 3927a Georg Appel Mieian sts von. u/is QÄrxßn Gießen *»t> Schlaf Ut das beste Heilmittel W U II I a I Jietallbetten für groß and klein, Stahlmatratzen, auch mit Zubehör. frachtfrei an Private. Ueberall eingeführt seit 1911. Bequeme Bedingungen. Katalog 729 frei. Eisenmöbelfabrik Suhl (Thir.) Betten Matratzen Federbetten Steppdecken Bettwäsche C.Röhr&Co. 3911a Auch sie ringe, Eiernudeln. Suppen in Wurstform Jch bekam Zuwachs! Zu meinen Brüdern Erbs, Blumenkohl, Spargel. Grünkern. Tomaten, Filz, Krebs. Ochsenschwanz haben sich vier neue gesellt: Eiersternchen, Eierriebele. Eiergeben. nur in Wasser 20 Minuten gekocht eine über alles Erwarten gute Suppe. Gras-Yersteigemny. Am Freitag, dem 7. Mai lfd. IS.» nachmittags l1/» Ahr, wird in der Gast» wittschast „Zum Treppchen" bei Ferd. Kreiling in Heuchelheim die Grasnutzung der Wiesen an der Lahn aus den Gemarkungen Dießen und Heuchelheim für das laufende Jahr öffentlich loSweile versteigert. 3918V Mainz, den 21. April 1926. Hessisches Wasserbauamt Mainz. Die Köln-Düsseldorfer Rheindampfschiffahrt wird im diesem Jahre unter ähnlichen Bedingungen wie im Vorjahre den Salondampfer UNDINE Länge 67 m, Breite 7,15 m, Personenzahl 1325 zur Vermietung an Vereine, Reisegesellschaften und Schulen in Mainz bereithalten. Anfragen und Bestellungen sind zu richten an die AgenturMainz Q. L Kayser, Telefon Nr. 59. ***0 y Sperrholz Na * •22 in Gaboon, Erleu. Kieker, 3-D mm ■ Breiter und Dielen aller Ciärken, • L schweb, und bayrische Hobelbretter, Svallerlaitcn, Eichen- und Buchen- „ flo schntilwaren liefern in all. Stärken s=s (EugenDflrr&do.,(BleSen 5|__Telephon 149. 3016D rffffrTL Pallabor. a-Puder "■= reinigt u. eatfettet das Haar ' auf trnkeaee Wege, macht » schöne Frisur. Riihiknnf ? ?bes.eeeignet f. DUUlKüpi. g jVJ Bei Tanz und Sport unent- •= y bebrlIch. Zu haben in Dos ■5 • v Mr. 1 an in Frlseurgesch., £ »»ge Part, Drog. und Apotheken. rhein. Schwemmsteine bester Qualität zu billigem Preis E.RübsamenMetzen Fernsprecher 1659. Renforcä, Kretonne Makotuciie und Stickerei Oute Qualitäten und mäßige Preise. L.Teitler, Dammstrasse 25 p. Kein Laden! 03015 bringt ihre bekannt guten Fabrikate in empfehlende (Erinnerung. Neuanfertigung in kürzester Zeit ________in allen Holzarten. 0302- Der richtige Artikel konkurrenzlos, billig, außergewöhnlich in Qualität und Wirrung, in jedem Haushalt gesucht, dielet hoben Gewinn. Besonderes Berkaussfystem dir. v. Aabrifox- ten. Ankragen unter J. L. 1311 an 11 e- dolf Monnc, Berlin - Frledenan, Hh»ln«trafie I». ______3928s» Große Sendung MMIMr eingctroffe«. 3930V Euler, Treis a. d. Lda. tplhhrnnhffpinp|w™eoityitiWtoi'ii| «!"■ 8,14 6Ul-^ tspiel® jn W' W ;ie« lir. 101 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger fnr Gberheffev) Samstag, 1. Mai 1926 Oberhessen. Landkreis Gießet: n. Großen-Linden, 30. April. (Eub* ntlffionSbiaten.) Auf her hiesigen Eisen- jebn*"6talü>n soll ein Heber holungsgeleis ein» r^aut werden. Der Voranschlag für die Erd» «d Maurer»Arbeit bezifferte sich auf 7000 Mart. I, 3 etzt wurden die eingereichten 13 Angebote am Lnte in Gießen eröffnet. Höchste Forderung aar 5809 Mart, niedrigste 1637 Marl. — Aus Airlab der Feldbereinigung wird der stleebach hier an drei verschiedenen Stellen reguliert. Del einem Los sind 8300 Äubtl» n der Erde zu bewegen! Koftenvoranschlag 33 000 rarf. Der Höchst fordernde verlangt 20 Prozent Eer und der Niedrigste 35 Prozent unter dem ^.-stenanschlag. Wie ertlärt man sich diese groben &-ff trennen ? • Lang. Sons. 30. April. Mehrere Eltern Juwi hier hatten in einer Eingabe an die Reichs- ahndirektion in Frankfurt gebeten, mit ILcksicht auf die Schulkinder den Früh zu g ,m Sommer so zu legen, daß die Kinder, die jcfit io er dem Schulbcyinn über eine Stunde in Gießen n umlaufen müssen, später fahren und un» nfctelbar vor dem Schulanfang in Gießen ankom- nan könnten. Ebenso roar gebeten worden, den 'chmittagvaug so einzurichten. daß die linder unmittelbar nach Schulschluß isim kehren tünnten, während sie jeßt über «ei Stundennutzlos in Gießen warten müssen. Es iribeU sich hierbei täglich um mehr als 130 Kinder. Oi j Reichsbahndirektion hat auf die Ein- ;atbe geantwortet, daß dem Wunsche nur durch Ein- (jung eines neuen Zuges entsprochen werden )®ne, dies aber zur Zeit nicht möglich fei, weil die nl gliche Finanzlage der Reichsbahn die äußerste »rückhaltung in der Uebernahme neuer Zug- ,i|tungen fordere. 3m Hinblick daraus könne die scshnleitung dem Ersuchen der Eltern nicht ent» p r e d) e n , sie stelle vielmehr anheim, an die rrHulleitungen heranzutreten mit dem Wunsche, diese näd)te den Schulbeginn dem Fahrplan „passen. So ist auch dieser Versuch, im Inter- die unserer Kinder eine Derbesierung des Schüler- lprplans herbeizuführen, wieder erfolglos ;c6lieben. Dieser Ausgang der Sache wird all- KHteln sehr bedauert. f Grünbera. 30. ttpril. Der Gemeinde- :i t beschloß in seiner jüngsten Sitzung, einige An- Hoffungen für die Freiwillige Feuerwehr dis nach einer Rücksprache des Bürger- ie tsters mit dem Kommandanten der Wehr zu- ncdzustellen. Die Weiterverpachtung stöd- i ffcher G r u n d st ü ck e . die auf unbestimmte Zeit tf, soll nur bis 31. Dezember d. 3. Geltung haben, i )i der Gallusmarktplatz infolge des^Reu- loue9 des Finanzamtes und der Theo-Äoch-Straße kee ngt wird, ist geplant, das Gelände nach der Bahn y einzusäen und den Platz nach dorthin zu ver- röhern. Eingehend beschäftigte man sich weiter mit !tn Wünschen, wieder Wochenmärkte in irinberg abzuhalten. Die Angelegenheit wurde zur eiteren Bearbeitung der Marktkommisston über- wiesen. Der für den 6. M a i in Aussicht genommene ? i e f) m a r M findet voraussichtlich statt. Der Nasterung und Kanalisierung der Hin- I'-paffe soll demnächst nähergetreten werden. ' —. L i ch, 30. April. Die gegenwärtig mehr als 8i Mitglieder zählende Ortsgruppe Lich des sksfifchen Londjugendbundes unter tril Scklufch Ullltai h wi e Darum: 29 4 30 4 29. 4. ! 30 4 5% Deutsche ReichSaMetbe 0.4i)8 0.400 0,3925 , 0,400 4% Deutsche Reichsanlcihe 8V,% Tcutschc Reichsanlcihe 0, <00 0,382 0.380 1 0,395 0.385 3% Deutsche RcichSanleihe 0,480 0,480 — 1 0 475 Deutsche Svarpramieiianlcihe 0,2.)U — 0,2425 0,38."> <°/o Preußische -stoniolö 0.40.) 0.380 0.3825 4% Hessen 0.410 0.410 —- 1 0,400 3'1,Hessen 3°/0 Heise» Deutsche Werlv. Dollar-An!- dto- Doll Schav-Amreilna-'^ — 0,370 — 1 0,39 100 100 1 1 1 96.25 4®/0 Xodttirtcn 5% Äoldmexikaner 12,25 42.75 12.5 43 — 12,12 Berliner Handeisgelellichalt Lommcr;- und Prioat-Bonk 150,75 105.87 151.5 105,37 151,8' 105,4 151,12 150,25 Darnlst. und Narionalbank 126,5 120, > 125,8* 126 Deutsche Saut. . 126 124, 1 125 125 Deutsche Bercinsbanl 87,5 88, ", — — DiSconto Conunandit 121,25 120.7 120,5' 121 Metallbanl 93.75 9 1 — — Mitteldeutsche Crediidank 104 105, — 107.5 Ocste.-reiLllchr Lreditani'talt 7.2 (. 2 7 7 Weltbank — — — 90 90 90,..• 90,5 BudcruS ....... 60.75 00,25 60,12 60.37 55,5 54 55 55 Deutsch Luxemburg ..... Gelsenkirchener Bergwerke. 94.5 97 95,5 97.5 94.5 96,87 95 97,75 Harpener Bergbau Kaliwerke Aschersleben . . 107,5 129 108 128,5 107 131 11'6,5 131,75 132.5 .Kaliwerk Wesieregelll..... 131,75 132,5 132 Laurahütte ..... 38.4 38.75 38.5 38,75 Obervedars . ...... 52,75 78.5 93.87 50,1 2 8 5 52,37 77' 53,5 77.12 92,87 Rheim'iahl ....... 92, 94 94 94,25 TelluS Bergbau ..... 60,6 60 75 — Hamburg Amerika Paket . Norddeutscher Llovd . . 132,5 136 5 133, r 135 132,75 131,7 5 129,6* 131 Lberamtiche Lerke Albin • 49,90 ko — — Zementwerk Heidelberg 93 98,75 — Philipp Holzmann . . 76,5 — 70 Slnglo-Cont -Guano . ■ • 80 ! L> 79 79 Chemische Mäher Alapin ■ — —M — I. 6>. ftarbeninbufiric, A.-G. 150 149,75 148,5* 149,12 85 85,5 _ Holzvcriohlung 66,5 7 — — NiitgerSwerkc...... 80 62 1 0 81 79.5 Scheideanstalt ....... 113,5 113 - —- Allg ElektrUttStS-Grsellschast 105.87 106,25 105.87 105,87 Beraniann ... — 100 100.5 100,75 Mainlraslwerke ...... 99,75 98.5 — Schuckert ....... 93,75 94,5 135 93,75 94,75 Siemens & Halske ..... 129,87 129 134,75 Adlcrwcrkc NI euer...... 61,75 62,5 63,75 Daimler Mororen....... 65,25 64.1 66,12 64,5 öehligcnkaed' ...... 29 29 — - "iffluin. .... 38,5 39 — —- Motorenwerke Mannheim — 53,75 53,75 Frankfurter Armaturen 2d 25 — Konservenfabrik Braun 40,75 40.5 — Metallgesell chaf« fiiranfhirl 108,5 108,5 — — Pet. Union 91. 85 85,5 85,87 8-1.87 Schuh'abrik per< 35.5 35,5 36,75 36,5 Sichel 3,8 — -- Zellston Waldho« . . 126 125, 5 126 126 Zuckerfabrtt g-rankenkhak . . Zuckerfabrik Waghäusel 50,5 59 49.12 58,25 51 59 Banknoten. 29 April. 30 April. Amtliche Noti runa Anrrlichc 9 Oetb Dotierung Brief Geld Brie- Amu-. !Hou 168,71 169.13 168,73 169.15 Buen-'Airee 1,669 1,673 1,68:1 1,68/ Bris.-Äntw 14.47 14,78 14,17 14,21 Lhrsstiania 90,49 90,71 91,38 91,60 .1k open Hagen 109,78 110,06 109,79 110,60 Stockholm 112,28 112.56 112.32 113,57 Helsingfors 10,547 10,587 10,547 10,587 Italien. - 16,855 16,895 16,865 16,90a London. 20,404 20,456 20,40.5 20,457 '-ieuyork - — — — —— Port«. . - 13,84 13,88 13,79 13,83 Schwei; . 81,07 81,27 81,07 81,27 Spanten • 60,67 60,83 60.52 60,68 Japan • . 1.993 1.997 1,986 1,990 ?Hio be Jan 1.603 U.6O5 0.608 0,610 Wien in D-- Oeft- abgcsl 59,25 59,39 59,24 59,38 Prag . - - 12,417 12,457 12,417 12,45, Helzrad . . 7,39 7.41 7,395 7,41a Budapest - 5,865 5,885 5,865 5,885 Pulgaricn 3,0-12 .1,052 3,045 3,05.> V'ffabon 21,425 21,475 21.425 21,4<> Danzig. • 80,92 81,12 80,92 81,12 Konstantin. 2,17 ',18 2,195 2,205 Hthrn 5,24 5,26 5,2-4 5.2*» Tanada. 1,20 4,21 4,199 4,209 Urufluäti 1.305 4,315 4,315 4.325 Berlin, 30 April Geld Brie, Amerikanische VZotew ..... 4,185 4,205 Belgische Noten . . .... Dänische Noten ....... 14,07 109,53 14,15 110,07 Englilche Noten........ 20,365 20,465 Franjönschc Noten ..... 13,83 13.895 Holländische Noten .... 168,28 169,11 sttalienische Noten .... 16,87 16,95 Norwegische Noten . ... Deutsch'Oesterr, ä 100 Kronen 91,17 91,63 59.14 59.44 Rumänische Noten 1,57 1.61 Schwedische Noten 111,99 112,55 Schweller Noten 80,99 81.29 Spanische Noten . . 60,35 60,65 Tschechoslowakische Noten • 12,39 12,45 Ungarische Noten 5,85 5.89 Berliner Produktenbörse. Berlin, 30. April. Die ruhige Geschäftstätigkeit hall im Berliner Produktengeschäft an. Das flaue Amerika sowie schwierigere Exportmöglichkeiten veranlaßten heute eine Ermäßigung Rätsel-Ecke Rußland. Bilder-Rätsel. ge- Diamanträtsel e n p 0 L der Buchstaben ergibt sich A das 1421« Iabr- tote bewährt. Q 4 iini TA a e n s 3 a e n o s n r 3 _L A s s t a d h n r 8 t I n n s a a d h n N6 [QH »lq Bilderrätsel. Beispiele tun ost mehr Als viele Mott' und Lehr'. .Kopfsdhrn.er Mig'ane .Neuralgie Zahnschmerz erstarrtes Wasser oberste Behörde in den Hansestädten Lexikograph nördlid)er Teil Vorderindiens bedeutender Komponist Bei itiwamlle D. R. R Durch Umordnung nachstehend Verzeichnete: Mitlaut logische Formation: 9. Monatsname; 11. scharf» Wind: 15. Handlung: 17. kleiner Wald: 18. Birken» gewächs: 19. sangbares Gedicht: 20. weiblicher Vorname: 21. fruchtbarer Landstrich in der Wüste; 22. Zahlungsmittel: 23. Heilpflanze; 24. japanische Münze; 26. feierliche Versicherung: 28. Fluß in König: 10. andere Bezeichnung für Rundfunk; 12. Kampfplatz; 13. Jünger Christi; 14. holländischer Vorname: 14a. Figur aus der Deutschen Helden-- sage: 16. Teil des Baumes; 17. nordische Gottheit; 20. japanischer Staatsmann; 22. Luftart; 25. Menschenrasse; 27. weiblicher Vorname: 29. deutscher Dichter; 30. griechischer Gesetzgeber; 31. nordisches Sagenbuch; 32. zeitlicher und räumlicher Schluß. Don oben nach unten: 1. Italienische Münze; 2. Hafenstadt am Roten Meere; 3. biblische Person; 4. biblische Person; 5. Gesangstück; 6. Gebäude; 7. wie 31 quer; 8. geo- Eonnraasdieuit b. Herzte u.'Avotlicken am2.5.2 Pros. Dr. Honigmann. Dr. W. Klein. Enqelapotheie ____________Zahnarzt: Dr Fischer._________ AmMIM biente: Loiintag vormtttmn 9' 3 Uhr Sonnkai nachminaaH 4 Uhr.__ Anflösunqen. Silbenumstellungsrätsel. 1. Berger — Gera — Burgwart — Hera — Inka. 2. Gerber — Rage — Wattburg — Rahe — Kain. Regen. Scharaden Mißtrauen. Silbenrätsel. 1. Wermut; 2. Epos; 3. Robe, 4. Kalif; 5. Lumme; 6. Augsburg; 7. Gero; 8. Emil; S. Reu. york; 10. Wurzel; 11. Igel. Wer klagen will, klage fest. Kreuzworträtsel. 0. L \J_ D der Kursforderungen, aus deren Folge für Weizen vereinzelt Realisationen an den Markt gelangten, andererseits aber verhalten sich die Käufer sehr vorsichtig, so daß erneut Kursrückgänge eintraten. Roggen war heute infolge stärkerer Maiangebote, von denen der größte Teil Aufnahme finden durfte, im ganzen matt, doch lag der Markt nicht unter großem Druck. Das Inland- angebot ist gegenüber dem Vortag eher ruhiger geworden. Gerste ruhig, desgleichen Hafer. Mehl behält anhaltend flotten Absatz. Futtermittel finden kaum Bedarf. Im Zeitgeschäft war Weizen und Roggen 2 Mk. niedriger, nur Iuli-Weizen 3 Mk. unter Dottag. Es wurden bezahlt für 1000 Kilo: Weizen, märk. 295 bis 296, Roggen, märt 170 bis 175, Sommergerste 195 bis 210, inländische Gerste 173 bis 190, Hafer, märt 193 bis 203; für 100 Kilo: Weizenmehl 37 bis 39,25, Roggenmehl 24,75 bis 26,25, Weizenkleie 11,25, Roggenkleie 11,90 bis 12,25, Viktoriaerbsen 29 bis 39, Keine Speiseerbsen 24 bis 28, Futtererbsen 22 bis 26, Peluschken 22 bis 25, Ackerbohnen B. E A I £ A 8 D A N A D st E Aus den vorstehenden Silben sind 22 Wörter von folgender Bedeutung zu bilden: 1. Held der karolingischen Sage; 2. Hochtal im Kanton Graubünden; 3. eingelegte Arbeit; 4. zweiter Stammvater des Menschengeschlechts; 5. Knabenrufname; 6. Familie der Sperlingsvögel; 7. belgische Provinz; 8. Feldlazarett. 9. berühmter Schachmeister; 10. Bedeckung für Fußböden; 11. Romanschriftstellerin; 12. längstes Kind der Familie; 13. Leckerbissen; 14. Halbedelstein; 15. Hiebwaffe; 16. Per- sonifikation Deutschlands; 17. Mädchenrufname; 18. Fluß in Nordwestdeutschland; 19. Organ des Gesichtssinnes; 20. Kreisstadt im Regierungsbezirk Magdeburg; 21. italienischer Opernkomponist; 22. Stadt im Regierrmasbezirk Köslin. — Die Anfangsbuchstaben der Wörter, von oben nach unten, und die Endbuchstaben von unten nach oben lesen, ergeben einen Denkspruch von Rückert. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Redaktionstisch. Vorbeugung. Herr Pett ist ein äußerst temperamentvoller Skatspieler. Wenn er einen Grand mit Vieren In die Hand kriegt, dann bringt er es in seiner Erregung fertig . . . Wir werden das gleich sehen. Pett wurde von seinem Freund Mayer zu einer Segelpartie auf dem Wannsee eingeladen. Außer ihm erschien em anderer Herr. Mitten aus dem See wurde die kleine Jolle von einer Flau,« lahmgelegt. Darauf setzten sich die Herren aus Backbord zusammen und begannen, einen Skat zu dreschen. Gleich beim ersten Spiel kriegte Pett ein Blatt mit vier Jungen. Er sagte Grand, Schneider und schwarz an, holte mächtig aus und warf ba* Boot um. Mit Mühe und Rot entzogen sich dir Herren dem nassen Element. Ein paar Wochen später ergab sich die jltidjf Situation. Wieder saßen die Herren auf dem Wafftr fest, wieder wurde die Skatkarte hervorgeholt. Eive Stunde lang geschah nichts Besonderes. Dann, Mayer hatte gerade gegeben, legte plötzlich Peil sein Blatt verdeckt hin, griff in die Tasche, holl« einen Gummiring hervor, blies ihn auf und legi, ihn sich um den Leib. Da sagten die beiden anderen Herren: „Ist schon, gut, Pett, wir bezahlen freiwillig den ®ranb'" („Lustige Blätter.") Der Korb. „Mein Fräulein, würden Sie etwas Unpassem des dabei finden, wenn Ihre Frau Mutter meim Schwiegermutter würde?" „Durchaus nicht, mein Herr ... wenn ich eini Schwester hätte." 22 bis 24, Wicken 28 bis 30, Lupinen, Ma: 11,75 bis 12,75, Lupinen, gelb 14 bis 14,75, Serradelle, alt 24 bis 29, Serradelle, neu 31 bis 40, Rapskuchen 13,90 bis 14,20, Leinkuchr? 18,40 bis 18,60, Trockenschnitzel 9,80 bis 10,10, Soya-Schrot 19,40 bis 19.90, Kartoffelstock« 15,70 bis 16.10 Mk. F Silber,-Rätsel. n _ a — a — ah — am — au — bet — ben — den — beth — bu — chat — che — chen — bebe — ben-3 — bin — bo — e — eb — en — escb — ga — gnu — ge — geh — ger — häk — Hal — hen — in — ka — fer — lanb — lanz — las — le — li — li — ma -r- munb — ne — neft — neu — ni — ni — no — pi — ra — ro — rü — fa — fä — fe — fer — si — struth — tar — tep — tes — li — mal — we — zet. A | £ £ EM L L 26 20 28 22 Von links nach rechts: Teilzahlungen Nebenfluß ber Lahn Mitlaut. Die Mittellinie nennt längs und quer dasselbe. Kreuzworträtsel. 21 27 30 32 23 Henkell JUUL Müller Extra W * I || Xie wiederkehrende Gelegenheit zu billigem Sekt-Bezug! Rheingold D Kabinett Irodcen Grün Die bekannten Marken der führenden deutschen Kellereien sind bis l. Juli in allen Wein und Feinkosthandlungen zu Original-Kellereipreisen ohne Reichssteuer erhältlich. Burgen 4 Co . Hochheim a. M. • Deinhard & Co. Kohlen» • Henkell & Co., Biebridt-WiesbadeiK Chr AdL Kupferberg 4 Co.. Main* • Matheus Möller, Eltville • .Schultz Grünlack*. Rüdeehetm, .Söhnlein Rheingold'. Schierstein. 8HD // 3. Uni /'S ginn neuer Kurst’ ' Vogtsche tnandel8schuleGie3en kann sich an dem in der nächsten kostenlos beteiligen 38041 Photo-Haas Wlnterlioff Kreuzplatz 9 Mk 9.85, 130x160 cm 9.95 10.90 9.90 5.90 2.25 2.75 4.50 2.85 9.75 9.90 22.50 1.75 15.00 2.95 2.90 4.95 4.95 4.95 0.40 0.75 1.25 2.40 8.20 8.85 6.75 8.75 0.50 1.45 1.30 Kiffenbezüge, gion Kiffenbezüge, feit,nt«t.... Kiffenbezüge, bestickt..... Kiffenbezüge mit Einsätzen ML . Mk. 3.45, 3.25, Mk. 5.45, 4.75. . Mk 3.80, 2.95. Sd)lafQH3ÜQC in Zephir u. Perkal, von Mk. 14.50 an Mahanserligung von eleganter Herrenwäsche im eigenen Atelier zu äußersten Preisen Kinderwäsche Nur eigene Anfertigung. Hemden, Beinkleider, Nachtkittel und Nachthemden für Knaben und Mädchen zu billigen Preisen Künstlerdecken,'-' Gardinen Halbstores, *"** Elegante Halbstores Bl0"a Mk. 25.50, 2290, 19.50, Trüb gewordene Leibwäsche, fielen,, trotz bereits ermänifiter Preise mit '0 JiuuulL Herrenwäsche Nur eigene Anfertigung, tadellos in Stoff und Verarbeitung, B ettb ezüg e.IaDamasl, 130X180 cm Mk. 18.75,10.90, Koltertücher .........Mk. 15.20,1120, Garnituren irtschaftswäsche Madras-Garnituren, 10.50 0„ (Etamine, Tüll, Triilalline, Dekorationsstoffe, Nulokoper in großer Auswahl zu äußersten Preisen Anfertigung einfacher und eleganter Fensterdekorationen sowie ganzer Gardinen-Ausstaltungen im eigenen Atelier zu mäßigen Preisen M M MAMe iilfleimdr und AllSslliNmisshlllts 3910a fcelegantttlBarnüuren, „Mets modernste «ussührunci .. roeii unter .preis Taghemden ................ ML 3 95, 3.50, 3.15, Beinkleider................Mr. 4.4a 3^0,3.15, Nachthemden .............Mr. 7.10,5.95,5.7.x Hemdhosen ...............Mr. s.70,5.9a 575, Prinzehröcke ...........®it e.76, , 5.90, Re-nlemen-Baiist mit Hohlsaum ^ascyentucyer, Stück............. Mr. 07a Stückwaren Wäschestoffe in.mir i.« < Perkal, Zephir undTrikoline, Muster in fiiößter Auswahl. Mk. 2.90, 2.10,18ö, 1.50, 130 cm breit, in Streifen- und Blumen» < Damait, muttern......ML 4 95, 4.66 8.65, 2.65, - Bettwäsche (Eigene Anfertigung, beste Stoffe, solideste Verarbeitung Vadetücher, isoxieocm, schwere Ware ML Teegedecke, laHalbleinen mit 6 Servietten ML Kaffeedecken, »c"mE”‘b,t teoaHme- Wote In allen Abteilungen bringen wir vom 1. bis 8. Mai Angebote zu außergewöhnlich billigen Preisen. Als besonders preiswert empfehlen wir: Damenwäsche Nur beste Stoffe, moderne Garnierung, tadellose Verarbeitung voller Ersatz für Maßarbeit Oberhemden mit 2 Kragen, la Perkal ... ML Oberhemden mit 2 Kranen, la Zephir. .. Mk Oberhemden, S Nachthemden * üuä Kinderbadetücher, 100x100=™ °°» mt 2.95 °n Wischtücher, Reinleinen, 60x60 em .. M. 0,05, Küchenhandtücher, Weiße Handtücher, KÄÄ Frottierhandtücher, WS 0.95 Th.Briick, Möbelfabrik Inh.; Th. Weinert GIESSEN Brandplatz (geget’üb.d.Alten Schloß) bringt sich in empfehlende Erinnerung 3945c Ich habe mein BUREAU von Bahnhofstraße 46 in meine Wohnung Seltersweg 35 II. verlegt Telephon 2406 wie bisher. Gießen, den 1. Mai 1926 Rechtsanwalt Justizrat Hamburger. üäötn von Kraftfahrzeugen aller Art übernimmt bei billigster Berechnung W2D Georg Karl Reit, Gießen iin—f Marburger Str. 34:: Telephon 288 Frohe Stimmung, frei von Sorgen, Ist der Kaffee gut am Morgen. Kaffee von Mk. 2.60 bis 4.80 EmmericherWaren-Expedition Gießen, Lindenplatz 1 967D Sie sparen bie xu 90°/o end mehr gegenüber Neuanschaffungen durch die chemische Reinigung Ihrer Garderebe und ZI mm er-An «Haltungen Wir färben exd reinigen eile*, womit Sie »Ich bekleiden und Ihr Helm schmücken. Wir beraten Sie gerne und bedienen Sie rasch und gut Färberei Braubach & Fischer Seltersweg 79 a Fernspr. 627 Post- und Bahnsendungen an die Fabrik in Butzbach erbeten 2233D Drucksachen aSerAN XÄ'ÄÄ tzie »riUHW HnfwrlMts.Sntdtwi, S. tage, •kl«, L. Waschen Sie verehrte Hausfrau.einmal Hände und Gesicht mit Regenwasser; und nehmen Sie zum Vergleich Wasser aus der Leitung. Bei KiCöCJfiäW€St5§€K'-ein weiches wohliges Gefühl auf derHaut und kräftige Schaumbildung bei sparsamstem Seifenverbrauch-- Bei les iui ^Jf-weniger Schaum trotz guter Seife und Mehrverbrauch’ Also: Das weiche Regenwasser braächi weniger, das harte Leitungswasser aber mehr Seife oder Waschmittel.Bedenken Sie. was das bei Ihrer Wäsche ausmacht! Lösen §ie auf jeden EimerWasser den JieturWsdie gebrauchen, vorher eine MMGheMsMWMMls Guf.-Dsmn halben Sie das schöne sie.weiche Wasser. Sie wu? dien spejf. sam.Sie waschen angenehm und kennen keine KalkfEesfoel Umlau»ch Aller Ra*ierklingen wegen die la IMÄlW :> Vfb. H Wit. Damvikäicsabrik, lUeildSbura. , Pflauzenkübci ^aucbc,ässcr Lcüicbkarrcn v iterrooflcn sommeefotn > lüicrei S li Mttr unglaublic'i billig. Carl ? cliunck la < reissaee \\ ell<- mit Kiug- sc'imierlager. . a MI'J l.lati. Gen teil ii Schiebet iseb 50 M so lange Vorrat Carl Schunck Hansa Handelsschule /. Kunzeimann Qießen, fiahnhotstr 60 vorm. Hermes Neue Kursi 3. Mai. \ MLlCili C11X3M kriuslirld*!»! runder b neuen Eine einfache Sache- man muß sie nur kennen- — B ir ■ 3037V StadttheaLer Gietzen Statt Karten Gießen (Ludwigstr. 8II), den 1. Mai 1926 Saalbau Sauer Gießen, 1. Mai 1926 3V»«O Gießen, Lupusheilstätte Billigste Preis« 39401 3973a Für (alle Sorten) Ernst Valentin, Ärosdorser Str. 20, Tel. 830 Aber am @ Kirchner, Vorsitzender. 3922D M (für Garten und Beton) - liefert prompt und billig Berthold Kühne Seltersweg 26 Quiefa als Kaffee! KurtM.Frener Ecke Eichrveg u. Gr.Sleinweg Nähe Katserallee u. Ludwigsplah Dir IVunfdi nach prahlend frtfdien Gardinen und Vorhängen kann fo leidif und einfach erfüllt werden; Nehmen Sie nur LUX Seif en flocken, drücken Sie in deren Schaum die zuvor enfflaubfen und 2-3 mal kalfgefpülten Gardinen auf und nieder, ohne zu reiben; fpüien Sie dann gründlich und bügeln Sie von links noch ehe der Stoff ganz trocken. Und frhon ftrahlt Ihre Wohnung in der neuen ErUche frhmudcer Gardinen. Preis SO Pfg. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und Dreiswert die Brflhl’eche Ooiv.-Drnekerei. ft Lang» Gasthaus zur deutschen Eiche Klein-Linden (prima Qualität) 3967V 'M mi İ- ?lä 2 mir den r, J J mir |( Ole|en lochkund! Für die anläßlich unserer silbernen Hochzeit zahlreich erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir hiermit allen unseren herzlichsten Dank Karl Krebs und Frau Frühjahrs-Neuheiten in Brennabor-Kinder-undKlappwagen sind in großer Auswahl eingetroffen. Bei Bedarf bitte ich um gefl Besichtigung meines Lagers Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Wilhelm Momberger Paula Momberger geb. Pfeil Dr. jur. Franz Merck Regierungsassesfor und Frau Doris Merck geb. Remewald zeigen ihre Vermählung an zu unmofjrid), ab» wölbt [ii . Don wtld Immer miebet lurmen, ®Q Gesamtbild, «fern. Gleic Derg hunder Manischer yrtwipenol Ä,; m^ denn Li MWMll Dieser hohe Preisnachlaß ermöglicht große Ersparnisse für jedermann. niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii | Mainzer Aktien-Bierg Münchener Löwenbräu i ............................................................................................................................... Restaurant „Hessischer Hof“ bis auf weiteres wegen Renovierung »-geschlossen 3969D Frau L. Spuck Witwe. ______________________________________3816I> Samstag, den 1. Mai Sonntag, den 2. Mai abends 8 Uhr Großes Frihlisgsfest mit Konzert und Tanz Eintritt frei! Jazz-Kapeäle! Sonntag, den 2. Mai öffentlicher Tanz wozu freundlichst einlader Franz Rathenow Eintritt frei 3929D Anfang 4 Uhr sind stets vorrätig bei der Generalvertretung Otto Göbel Gießen Schiffenberger Weg 50 Dein Fenfier, das die Sonne fängt, ß Sei wie mit Bfäfenfchnce behängt! 1 Bülow-Pianos Die anerkannte Qualitätsmarke Ohne Anzahlung geg. bequeme Abzahlungen Langjährige Garantie Busch s Musikhaus, Gießen Ecke Kirchen- und Lindenplatz 3901D 5 um 112 M^donner, Ql SJ ^ssen । Ö1 ®(: tia: Frühling, ( hatten mir i über den $ Winter. Die bereich des MiOW ZW SWlller-MöMkMM. Während der Zeit von Mitte Mai bis Mitte September 1926 wird das iH Dad-Vauheim im Kurtheater tätige Ensemble des Gießener StadttheaterS hier etwa 10 Gastspiele veranstalten. Dei diesen Vorstellungen werden mindestens 6 verschiedene Werke gebracht, die weder im vergangenen Spieljahr gegeben wurden, noch in der kommenden Winterspielzeit gegeben werden. Für diese Gastspiele wird ein Vorzugsabonnement aufgelegt, unb ist der Abonnent berechtigt, 6 Vorstellungen nach freier Wahl zu besuchen. Der Preis für die 6 Vorstellungen beträgt für: Logen und 1. Vang Vorderplah .... 12.— 3Ut 1. Sperrsitz und 1. Vang Mitte ... 9.- „ 2. Sperrsitz und 1. Sang Vückplatz. . 6.— „ 3. Sperrsitz und 2. Rang Vorderplatz 4.50 „ Die Ausgabe der Sommerabonnements erfolgt vom 3. bis 8. Mai an der Theaterkasse in der Zeit von 10 bis 12 Uhr vormittags. Gießen, den 27. April 1926. 3783B Der Oberbürgermeister. 3. W: Klingspor. Hardt Terrasse i neu eröffnet! (Mft 216 Montag, den 3. Mat 1926 illPuUlll erhalten Sie in meinem Den 3. M UtllMlIf aller M,UsWrn LICOIAI TBEEIIIQ besser denn je! Ueberall zu haben. Generalvertreter: HERMANN HOSSE, Gießen, Wilhelmstraße 44, Fernsprecher 300 285S Vaillants Gas-Badeöfen zu beziehen durch alle Firmen der Oas- und Wasserbranche lllustr. Katalog Ausgabe 17 U kostenlos. Job. Vaillant <> Remscheid. VlMl!sWl!lk Vellbemerv Der Derkehrrverein beabsichtigt auch in diesem Jahre einen Blumenschmuckwettbewerb mit Prämiierung durchzu. führen und zwar für Fenster-, Vorgärten» und Balkonschmuck. Die erste Besichtigung findet in der zweiten Hälfte des Monats Juni, die zweite Besichtigung Ende August ober Anfang September L 3«. statt. Auf Grund des Grgebnistes der beiden Besichtigungen erfolgt dann die Prämiierung. Die Bürgerschaft wird aufgefordert, sich an diesem Wettbewerb durch wettgehende Anlegung von Blumenschmuck an Fenstern, Balkons und Vorgärten zu beteiligen. Fachmännische Beratung erfolgt berettwilligst durch die Herren Garteninspektor Rehnelt und Gärtnermeister Weber (Vorsitzender der hiesigen Gärtnervereinigung). Der Ausschuß für Blumenschmuckwettbewerb des Verkehrsvereins Bietzen e. D. r am Sonntag (Kant.), den 2. Mai, abend* 8 Uhr, in der Stadtkirche Eintritt frei! 3923D Jedermann ist herzl. eingeladen Gießener Konzertverein Reger-Gesellschaft Dienstag, den 11. Mai 1926, abends 8 Uhr, in der Stadtkirche Reger-Gedächtnisfeier t 11. Mai ISIS Ausführende: Claere von Conta (Gesang) aus Erfurt Adolf Wieher (Orgel) aus Halle Reger 3 Choralfantasien und Lieder. Eintrittskarten: I. Platz (Altar und Empore) Mk. 3—, IL Platz (Vorderschiff) Mk. 2.—, 111. Platz (unnumeriert) M. 1.—, Studeuten- und Schülerkarten 50 Pf., bei Ernst Cballier und abends an der Kasse. — Für Älitglieder des Konzertvereins und der Reoeruesellechaft I. Platz 2 Mk., II. Plata 1 50 Mk. nur im Vorverkauf bis zum 8- Mai. lMÜq Gebildete, vermögende Dame me. Norddeutsche, die vorübergehend in Gießen lebt, eoangel., Ende vierzig, mittclqr., jugendl. symvath Erscheinung, beuereS Gemüt, häuslich, musikalisch mit nettem Heim, möchte da sie zurückgezogen lebt,auf dies. Wege mit einem charaktervollen Herrn gleichen Alter-, In guter gesicherter Stellung, mögitchsi Beamter, Vebrer oder dgl, der dem vorhandenen gut erzogenen 10 jährtgen Jungen ein liebevoller Vater sein möchte, wegen Heirat In Verbindung treten. Ernstgemeinte nichtononym« Zuschriften, möglichst mit Lichtbild, das Aurildflcneben wird, erb. unter 03094 an den Gießener Anzeiger. Verschwiegenheit wc gesichert und verlangt. 34g il°lien'7 verbind^' Zninier men, dem vom * GroZ einen W sichtige"- Noch st dieser Fah verschw'ege sich do! W fast töuschk heran! iln den und |e mächtige" ö die über ! spannen- "n da das S-r- gleichsam du Millionen | düngen em 5o'iut)l Dell des - druck der,, von tieiitei Endlich, S* 9*»« Wann, der gestanden un ongenonimen Halle - er Koster zu w aml gebracht fünf Minutei Tndlich, fertigt und r kann ich mil zu dem gute von da nach sohrtsgesellsck Eines sic Plauderei n lich und güti sich, wenn ir die am ank Amtes wul Fiumes bem »um steinen slawen auaei ist mir diesei Nc Die Fahr! lich gewesen: rode 24 Slun von Eusak at beten wir sch wN yleoe hrnfttW st bem Estland einem Fluh: ein wenig i Und nun ■ SB Lw JwEif?5®^N 5UNLICHT GESELLSCHAFT A.-G. Mannheim-Rheinau kDllks MkistzU» WWeine Kirchenmusikalische Ahendandacht AD! Br Nr. 101 viertes Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) damsiag, 1. Mai 1926 Wandern und Reifen Bäder und Sommerfrischen Reifebrief aus Dalmatien. 6 u f a t, Donnerstag, 25. März 1926. Ich sitze an der hölzernen Brücke, die das jetzt italienische Fiume mit dem südslawischen Susak verbindet, unb warte, warte . . . Immer noch will der Dienstmann nicht kommen, dem ich den Auftrag gegeben, meine Koffer vom Bahnhos Susak zu holen. Ich hatte ihn von Graz aus nach Susak vorausgeschickt, ich wollte noch einen Abstecher machen nach Adelsberg (heute Postumia), um die weltberühmte Höhle zu besichtigen. Noch stehe ich unter dem gewaltigen Eindruck dieser Fahrt in die Unterwelt. Welche geheimen, verschwiegenen Schaffenskräfte der Natur enthüllen sich da! Wie reichen diese Steingebilde vielfach mit fast täuschender Ähnlichkeit an organische Formen heran! Und über all den interessanten, frappierenden und seltsamen Einzelgestaltunaen, die weiten, mächtigen Gewölbe und Hallen dieses Hadesreiches, die über ganze unterirdische Gebirge sich ausspannen. Und diese weihevolle Stille! Nur hie und da das Geräusch eines fallenden Tropfens, in dem gleichsam die Stimme der Jahrtausende und Jahr» Millionen spricht, die nötig wären, um diese Sil- düngen entstehen zu lassen. öo fühlt man sich räumlich wie zeitlich unserer Welt des Tages und der Sonne entrückt: ein Eindruck der „ganz Anderen" von religiöser Macht und von tiefster Eindringlichkeit! .... Endlich, endlich kommt der große, schlanke Gepäckträger heran, meinen — fast einen Zentner wie- genben — Koffer auf bem Rücken tragend! Aber der Zollbeamte an der Brücke, ein alter Mann, der schon lange im österreichischen Diensten gestanden und der sich gütig wie ein Vater meiner angenommen und mir den Dolmetscher gemacht hatte — er ist leider nicht zuständig, auch meinen Koffer zu revidieren. Er muß dazu nach dem Zollamt gebracht werden! Es ist zum Glück nur etwa fünf Minuten entfernt. Endlich, nachdem verschiedene Papiere ausgefertigt und noch mehr Dinare erlegt worden sind, kann ich mit meinem nun frei gegebenen Koffer zu dem guten Alten nach der Brücke zurück unb von da noch dem Dampfer der Iadranska-Schifs- fahrtsgesellschaft kommen. Eines fiel mir übrigens noch auf bei meiner Plauderei mit bem alten Zollwächter. So freunb- lld) unb gütig er sonst war: sein Gesicht verfinsterte fid), wenn wir auf die Italiener zu sprechen kamen, die am anderen Ende der kleinen Brücke ihres Amtes walteten. Daß die Italiener sich noch fiiumes bemächtigt haben, dessen Bevölkerung nur (um kleinen Teil italienisch ist: das hat die 6üb- aroen augenscheinlich tief verwundert. Auch sonst t mir dieser Haß gegen Italien entgegengetreten. Ragusa, Ostersonntag, 4. April 1926. Die Fahrt von Susak hierher ist still und friedlich gewesen, sie dauert mit dem Eilschiff fast gerade 24 Stunden. Bei Beginn der Nacht waren wir von Susak abgefahren. Als der Morgen kam, Ian- beten wir schon auf eine halbe Stunde bei dem rrizend gelegenen Sebeincv. Keine Spur von Seelrankheit! Fast immer geht die Fahri zwischen bem Festland unb den Inseln dahin, ruhig wie auf einem Fluß, nur wo die Inseln fehlen, macht sich ein wenig stärkerer Wellenschlag bemerkbar. Und nun bin ich schon über eine Woche in R a - au f a. Ich habe das dort gefunden, was ich suchte: Frühling, Sonne. Die Wochen in Wien und Graz fjatten mir nur Regen und Schnee gebracht; als ich über den Semmering fuhr, herrschte dort tiefster Winter. Die Seefahrt hat mich dem Herrschaftsbereich des Winters entführt. Ja, in den ersten Sagen glaubte ich mich geradezu in den Sommer versetzt; ein erschlaffend wirkender Schirokko wehte. Aber am Gründonnerstag ist der Frühling gekommen: herb und klar. Wundervolle Tage sind seitdem dahin gegangen. Die „blau e" Adria — ich habe jetzt erlebt, wie wahr dies Wort ist! Geradezu unwahrscheinlich blau ist das Meer, Darüber aber wölbt sich das lichtere Blau des wolkenlosen Himmels. Dazwischen die sonnenbeglänzten hellen Steinmauern Ragusas. Von welcher Seite man es auch betrachtet: immer wieder bietet diese Stadt mit ihren ragenden Türmen, Mauern und Bastionen ein wundervolles Gesamtbild, in dem Kraft und Schönheit wetteifern. Gleich hinter der Stadt erhebt sich der Berg Hunderte von Metern, gefrönt von dem in napoleonischer Zeit von den Franzosen errichteten Fort Imperial. Hie und da hat man auch begonnen, ben Abhang wieder aufzuforsten. Wie herrlich muß Her Anblick erst gewesen sein, als er noch Wälder trug; denn Dubrovnik, der heute wieder offiziell geltende Name Ragusa bedeutet eigentlich „Wald- siadt". Das hat mir ein hier ansässiger pensionierter Professor erklärt, der sich an einem der ersten Abende im Hotel mir vorstellte und seitdem alles tut, um mir den Aufenthalt angenehm zu machen. So hat er mir schon manche verborgene Schönheit der Stadt und der Umgebung gezeigt, die ich ohne diesen sachkundigen Führer nie entdeckt hätte. Er machte mich auch auf den eigenartigen Brauch aufmerksam, der am Karsamstaa auf dem Marktplatz bei der Kathedrale sich abspielt. Als wir hinkamen, war der Platz von Menschen rings bedeckt; in der Mitte aber lief die Zurüstung zu einem Feuerwerk vor den Obstständen hin; als nun um *12 Uhr das Gloria aus der Kathedrale ertönte, wurde das Feuerwerk angezündet: ein Geprassel wie Maschinengewehrfeuer, untermischt mit Kanonendonner, entstand; die Menge schrie und jubelte; von allen Seiten warf man nun Töpfe, Teller, Tassen auf den Markt — „die Scherben" sollen wohl Glück bringen — schließlich arbeitete sich ein Mann durch die Menge mit einem riesigen, tiumengeschmücktem Tongefäh. Er schleuderte es auf den Markt, daß es schmetternd zersprang. Eine Masse Aepfel rollte heraus, über die sich nun die Jungen jubelnd hermachien. So feierte man hier — in echt südlicher Weise — Christi Auferstehung. Aber noch einer anderen Auferstehungsfeier wurde ich an diesem 'Mfcinittag zuteil. Vom lärmenden Markt weg baltMud) mein lieber, alter Professor durch verschwiegene enge Gäßchen hinauf auf die mächtige Stadtmauer geführt. Da saßen wir nun in der Sonne und blickten über das Meer hin, und meine Gedanken schweiften über Meer und Alpen zum Vaterland. Und just eben begann der Professor ein hohes Lied auf Deutschland. Er hat einst in Wien studiert und er hat Deutschland kennen gelernt. Er ist ein Bewunderer deutscher Kultur, vor allem deutscher Musik und deutscher Wisienschast. So kündete er mir denn Auch mit felsenfester Uebergeugung das baldige Wiederauferstehen Deutschlands. Wahrlich, keine bessere Osterbotschaft hätte mir zuteil werden können! Uebrigens habe ich hier nicht selten den Eindruck, in Deutschland zu fein. Fast all die Fremden, die in großer Zahl zu den Oftertagen nach Ragusa gekommen, sind — Deutsche. Deutsch versteht man auch in Gasthöfen, in den Läden, bei den Führern der Barken, Motorboote, Droschken und Autos. Die Zahl der lohnenden Ausflüge zu Land und Wasier ist sehr groß. Mehr als 20 Autos sind heute nach Trebnije gefahren; andere haben die Fremden nach Cetinge und auf den Lovcen mit feiner wundervollen Aussicht geführt. Der Luxusdampfer Kumanowo hat feine gewohnte Sonn- tagsfafjrt nach der Bucht von Cattaro gemacht. Ich bin aber lieber zur stillen Dfterfeier in Ragusa geblieben. Ich gehe sinnend durch die Stadt und freue mich lieber an den herrlichen Bauten, den Zeugen der großen Vergangenheit Ragusas, dieser einst so stolzen, feegewaltigen Stadt. Und dann wandere ich hinauf zum Park Gradac am ragenden Meeresufer mit feinen Palmen und Pinien, Kakteen und Agaven. Und dort sitze ich auf sonniger Bank und schaue aufs blaue Meer hinaus und träume — träume von Auferstehung. A. M. Wir geben im Anschluß an diesen Brief einige (natürlich unverbindliche) praktische Hinweise für reifeluftige Leute, die an die blaue Adria wollen. Verbindungen: Gießen ab 9.49 abends, Frankfurt an 11.03, ab 11.33 (Schlafwagen Frankfurt—München), München an 7.40 morgens, ab 8.30, Triest an 11.10 abends. — Von Triest gehen jeden Dienstag und Freitag, nachmittags 4 Ahr die Dampfer nach Gravofa, dem Hafenort von Dubrovnik (Ragusa). Die Fahrpreise betragen für die Strecke Gießen—Trieft in der 2. Klasse 79,50 Mk. und in der 3. Klasse 51,40 Mk. Dazu kämen noch die Preise für die Schiffsstrecke Triest—Gravosa, die in der 1. Klasse 198 Lire und in der 2. Klasse 132 Lire betragen. Visa: Für diese Reise ist ein italienisches Durchreisevisum, bzw. bei Aufenthalt in Triest ein Einreisevisum, sowie ein jugoslawisches Einreisevisum erforderlich. Zum Aufenthalt in Dubrovnik wird uns die Pension Viktoria und für größere Ansprüche daS Hotel Imperial empfohlen. DaS H a p a g - Reifebureau in Frankfurt ist in der Lage, für diese Hotels Zimmer zu reservieren und Gutscheine auszugeben, die zu einer 25vrozent'gen Fahrpreisermäßigung auf der Dampferstrecke berechtigen; ebenfalls erhält man dort sämtliche erforderlichen Fahrkarten ab Gießen, und auf dem schnellsten Wege die erforderlichen Visen. Durch eine Verordnung des Verkehrsmini- steriums in Belgrad werden den Besuchern deS südslawischen Küstenlandes auch Heuer die Fahrt- begünftigungen wie im Vorjahre zugestan- den. Die Fahrpreisermäßigung beträgt 50 Proz. und gilt während des ganzen Jahres. Doch müssen die Besucher bei der Rückfahrt eine Bescheinigung vorlegen, daß sie mindestens 15 Tage im Küstenland verbracht haben. Die bei der Hinfahrt gelosten vollen Karten gelten auch für die Rückfahrt. Für Reisen ins Binnenland gilt eine Fahrpreisermäßigung von 25 Prozent, bei Gruppen von mindestens 5 Personen von 50 Prozent. Die Reisenden müssen mindestens 500 Kilometer in einer Richtung reifen. Die 15 Tage müssen nicht an einem Orte verbracht werden. Weiter hat das Verkehrsministerium den Besuchern der Laibacher Mustermesse eine 50prozentige Fahrpreisermäßigung zugestanden. Wanderfahrten. Gießen — Coüarer Kops — Dodenburg — Gießen. Der in der Rähe des Hangelsteins befindliche Lollarer Kopf wird auffallenderweife von Gießener Wanderfreunden recht stiefmütterlich behandelt. Sehr mit Anrecht, beim sein Besuch ist überaus lohnend. Wir fahren entweder nach Lollar, von wo der Weg etwa eine Stunde kürzer ist, oder wandern auf der Marburger Straße bis vor die ersten Häuser von Lollar, wo nach rechts ein Feldweg abzweigt, der uns in bequemer Steigung auf den Lollarer Kopf bringt. Don einigen Ruhebänken unterhalb des Gipfels genießen wir eine herrliche Fernsicht, die sich über Gießen und das Lahntal bis zum Taunus erstreckt, während vom Kamm des Berges die Marburger und Gladenbacher Berge sichtbar sind. Bemerkenswert sind die seltenen Pflanzen, die wir auf der Höhe finden, und die natürlich dem Schutze des Publikums dringend empfohlen werden. Leider droht dem Berg durch einen Steinbruch, der immer größere Dimensionen annimmt, in absehbarer Zeit der Untergang. Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Wege wie der Aufstieg bis zur Landstraße, auf der wir bis zum Walde zurückgehen. Hier kommen wir auf blaue Striche, die uns über die Ruine Badenburg, in deren malerischem alten Gemäuer wir uns erfrischen können, bis nach Gießen das Geleite geben. Dauer der Wanderung, mit Gießen als Ausgangspunkt gerechnet. 31 ; Stunden. Bieber — Dünsbcrg — Waidhaus — Krofdorf. Wir fahren mit der Diebertalbahn nach Bieber. An den ersten Häusern beginnt die schwarze Punktmarkierung, die uns durch Feld und Wald in einer Stunde zu dem Beherrscher unserer Gegend, dem 500 Meter hohen Dünsberg führt. Anterwegs überschreiten wir drei noch gut erhaltene Ringwälle aus altgermanischer Zeil. Don dem, vom Dünsbergverein mit erheblichen Kosten unterhaltenen Turm genießt man einen entzückenden Rundblick. Sonntags sind oben Erfrischungen zu haben. Der Abstieg geht nunmehr den roten Keilen nach und ist auf dieser Seite besonders steil, jedoch kurz unb aussichtsreich Nachdem wir ein kurzes Stück auf der Krumbacher Straße gewandert sind, geht die QKar- fierung scharf rechts ab in den ausgedehnten Krofdorser Forst. An anmutigen Waldwegen, an der ehemalig preußisch-hessischen Grenze entlang, gelangen wir in einer Stunde zum Forsthaus Waldhaus. Rach genügender Rast gehen wir durch eines der schon früher beschriebenen Tälchen, Gleibach (gelber Punkt) oder Fohnbach- tal (blauer Strich) nach Krofdorf, das wir in P/t Stunde erreichen. Don hier aus benutzen wir das Postauto. Die rosenrote Stadt. Don Else FrobeniuS. Es gibt Gegenden, die jeder im Schnellzug durchrast hat, die aber niemand kennt. Tausendfältig redet die Vergangenheit aus ihnen. Reich und wechselvoll ist ihre Schönheit. Aber es ist noch keinem großen Sanatorium oder Hotel eingefallen, für sie Reklame zu machen und sie liegen nicht unmittelbar an der Touristenstraße. So geht man an ihnen vorüber. Rur wenige Reisende kennen die Gegend nordöstlich von Frankfurt a. M., das Kinzigtal mit feinen Burgen und alten Städtchen und das rosenrote Gelnhausen. Kein Fremdenverkehr lockt dahin. Zwischen den Ausläufern der Rhön, des Dogelsberges und des Spessarts liegt es eingebettet. Spuren römischer Dergangenheit und mittelalterlichen Glanzes vereinigen sich mit landschaftlichem Reiz. Die Dichtung zieht ihre goldenen Spuren dahin. Seine Blüte aber gehört der Dergangenheit an. Die Gegenwart hat eS vergessen. Kaum eine Stunde vor Frankfurt a. M., nahe vor Hanau fährt der Berliner Schnellzug an Gelnhausen vorüber. Der Romantiker Clemens (Brentano nennt eS im Märchen .Linket, Gockel und ®adeleia“ die „Stadt der Metzger und Zuckerbäcker". Tatsächlich gibt eS noch heute besonders viele Fleischerläden in Gelnhausen und man sagt, daß hier die berühmten „Frankfurter Würstchen" bereitet werden, die bi« nach Amerika gehen. Durch grüne Wiesen fließt die Kinzig m schlängelnden Arabesken, von Erlen umwachsen. Eine Drücke führt in die Stadt, die sich an den rötlichen Dandsteinhang des Dogelsberges lehnt. Hoch über dem Markt schwebt auf steilem Hügel wie eine rosenrote Gralsburg der Dom. Don welcher Seite man die Stadl auch ansehen mag, stets scheint er in ihrem Mittelpunkt zu liegen. Enge Steintreppen zwischen winkligen Hofen mit rissigen bunten Häusern und winzigen Gartenfleckchen führen zu ihm empor. Die drei roten Türme, ein viereckiger und zwei runde, sind mit wundersam vielgestaltigen Fialen und Säulenkapitellen und die Fenster mit unendlich reichem Maßwerk geschmückt. Die Schmiegsamkeit des weichen roten Sandsteins scheint die Künstler zu unerschöpflicher Gestaltung angeregt zu haben. Jahrhundertelang ist an der Kirche gebaut worden, — vom frühen Katholizismus bis zum modernen Protestantismus. ■Unter ihr liegt ein Gewirr spitzer roter Dächer. Seitlich der „Obermarkt", durch eine rote Balustrade in zwei Terrassen gegliedert, die obere mit Kugelarazien, die untere mit Linden eingefaßt, beide durch Treppen miteinander verbunden. Die Türme und Schießscharten, Bastionen und Ausgucke der oberen Stadtmauer sind noch vollständig erhalten. Türme, Häuser, Straßenpflaster sind aus rötlichem Sandstein und sehen froh und festlich aus. Da die Stadt im Laufe der Jahre immer kleiner wurde, sind sogar Felder und Wiesen ins Stadtbild einbezogen. Mitten hn Grünen steht heute die uralte verwitterte Kapelle, die der heiligen Gela gewidmet ist. Man schaut von ihr empor zu den purpurnen Hängen des Dogelsberges und den blauen Höhen des Spessarts. Auf schmalem holprigem Steinweg geht es zwischen hohen Mauern hinab zur Wasserburg, die Barbarossa zu Ehren der Kaiserin Gela, nach der die Stadt benannt ist, auf einer Insel inmitten der Kinzig erbauen ließ. Die rötlichen Mauern ragen unmittelbar aus dem Wasser auf. Heber eine Drücke gelangt man in die dämmernde Eingangshalle, ein romantisches Säulengewölbe mit roten Sandsteinkapitellen, wuchtig und feierlich. An den Wänden lehnen Kapttelle, Fensterbogen und Ornamententrümmer von unerhörtem Reichtum der Erfindung. Aus einem grün umsponnenen Hof schauen smaragdene Rasenflächen und schimmernde Silbertannen herein. Geheimnisvoll raunende Stille herrscht. Auch der ehemalige Festsaal wirkt wie ein Hof. da nur noch die Mauer stehen. Sie sind von glänzendem Efeu umrantt Zwischen den kunstvoll behauenen Quadern quellen Moos und Schlingpflanzen hervor. Zierlich gegliederte romanische Fensteröffnungen schauen hoch aus dunklem Efeugewirr. Ein Kamin ragt aus der Mauer wie eine Kanzel. Als ein Kaiser Barbarossa mit seiner schöne« Gemahlin hier Hoflager hielt, kamen die Geln- häuser und baten ibn um Erhebung Gelnhaufen« zur freien Reichsstadt und um eigenes Wappen. Er stand gerade mit ihr am Fenster und tagte: .Aehrnt, was Ihr seht' 6o nahmen sie ihn und seine Gemahlin in ihr SigiUum auf. — beide mit Krone und Zepter, umgeben von einem romanischen Torbogen. Die seine höfische Kultur der Hohenstaufen- zeit spricht aus den stillen, grün umwachsenen Räumen, in die nur von Zeit xu Zeit daS Rauschen der Kinzig hereintont. Ihr Fluidum ist ebenso unvergänglich wie das der märien- frohen Frömmigkeit, die den Dom erbaute. Burg und Dom wurden zu Ehren von Frauen errichtet — wurden einer Königin und einer Heiligen gewidmet. Darum liegt auch heute noch ein Hauch heiteren Friedens über der rosenroten Stadl, ein Schimmer von Liebe und Glück, den man besonders stark empfindet, wenn im Schein der untergehenden Sonne der Dogeisberg und Türme und Mauern der Stadt in purpurnem Glanze auf strahlen. Reisewinke. Reisekreditbriefe. Größere Summen bei sich herumzutragen. ist auf längeren Reisen aus verschiedenen Gründen nicht ratsam. Hier ist vielmehr die Einrich- tung der Reisekreditbriefe sehr zu empfehlen. Die Reisekreditbriefe sind in jeder beliebigen Währung zu erhalten und können auf fast jedem Ort der Welt ausgestellt werden. Die Einlösung erfolgt auch an Sonn- und Feiertagen. Außerdem genießt der Reisende noch den wesentlichen Dorteil, daß er Geld. Fahrkarten und Auskünfte auf ein und derselben Stelle, nämlich auf der betreffenden Agentur des mitteleuropäischen Reisebureaus erhalten kann. Run mag mancher befürchten, daß er den Reisekreditbrief mit s inem hohen Wert auch vielleicht einmal verlieren könne und dann einen schweren Derlust erlc de. Dieses Bedenken ist aber gegenstandslos, weil bet Derlust des Kreditbriefes infolge besonderer Vorsichtsmaßregeln eine Abhebung durch irgend jemand, der nicht dazu berechtigt ist, nicht geschehen kann. Scßlosibelenchtnngen in Heidelberg. Das Städtische Verkehrsamt in Heidelberg teilt mit, daß noch zwei weitere Schloßbeleuchtungen festgelegt worden sind, und zwar am 20. Juni und 4. Juli. Schloßbeleuchtungen mit Drückenbeleuchtung finden nun an folgenden Tagen statt: 2., 6. und 20. Juni, 1. und 4. Juli, 11. August. Wiedereröffnung der Brockendahu. DaS frühzeitige warme Sommerwetter die'eS Jahres hat schon jetzt erhebliches Anschw eilen des Fremdenverkehrs im Harz zur Holge gehabt. Man ist im Harz mit allen Kräften bemüht, diesem unerwarteten frühen Fremdenzustrom in jeder Hinsicht gerecht zu werden. So hat sich jetzt auch erfreulicherweise die Drockenbahn den an sie gelangenden zahlreichen Wünschen nach früherer Eröffnung ihre- Detriebes nicht verschlossen, und am 30. April hat Vater Brocken zum ersten Male in diesem Jahre wieder den Pfiff der Brockenbahnlokomotive gehört. Der Raturfreund, dem es Al er oder Bequemlichkeit verbieten, auf Schusters Rappen den Ausstieg zu unternehmen, wird die herrlichen Ausblicke von den langsam Den Berg hinanrollenden Wagen der Brockenbahn dem hastenden, jagenden Auto vorziehen. Klostermühle Arnsburg bei Lich (Oberhessem herrlich gelegen? Sommerfrische bei bester verofi gung MMMWeW Reizender Blick von der herrlich gelegenen Terrasse auf die Baumblüte, das junge Grün des Waldes und das prächtige Landfchaftsbild. Saifongetränk Maibowle. Wem hold der Maitrank nie gelacht Don Sd)i|fenbergs Altan, Der kennt nicht deiner Gegend Pracht Mein Gießen an der Lahn. 391 SD Sommerfrische, volle Pension Mk. 5.50. Telephon lb3- Befand re.zend. Aufenthalt auf der Terrasse im Mondenschein. Iugverbindung: 1 *3, 433, 530,6«, gurüdi 7 ■ö Slskl-, Schwefelquellen, Inhe'dorlum, HCheneonm, ■je Sonnenbad m. Soldust he Heilwirkungen bei Rheumalto- mu«, Ischias, Skrofulose und Rachitis. Herrlicher, 5'0lter Park und Wald. Ruhige Lage. VäEige Proto» Prospekt d. Hessische BadetflreUion Bad-Salzhausen. MMWMWWerlW Bost Ostbenn—Nutz! cicb Oberheffen Tcleohon Butzbach Nr 8 Jdnlltsch niif en herrlicher Wälder gelegen. Sommer- Irische, Pension, Zaadqelegenbeii, Prachrausfichl. Gute, bürgerliche Küche — reine 2teine — vrtma Apfelwein — ff. Biere. Aufmerksame Lediemm 1 Zivile Preise. Tchöne Zimmer mit voller Pension imit Zrühstück und Nachmitingstässee- 5.50 Mark. 34401) Der Besitzer- Ernet Kommeriad. NB. Am Himmelsahrtoag dem 13 Mai 1926: ST Konzert and Tanz. Gegen Gicht» Stein- und Stoffwechselleiden! - Auskunft auch über Hauskuren durch die Badeverwaltung, ErmäBlgrte Mittelstandskuren 3 Wochen: Pauschalpreis Bk. 189.—. Erstes Haus: Der neue Badehot Sol- und Moorbäder im Hause. MSV 3rennaborAutomobile der billigste und zuverlässigste deutsche Gebrauchswagen / Günstige Zahlungsbedingungen «710 Vertretung: Adam Kircher, Gießen G.D Bleichstraße 15 Reparaturwerkstätten Telephon 1338 Schreibende Rechen-Maschine Od-Wadp-Bdjt Frankfurt a. M., Kaiserstraße 38 Telephon h 5837 Vertreter an allen Plätzen gesucht bei 16*8. SkWk 5WH- 806 «E-Mkll 37OTD Kiesten Telephon 1283 Sitzmöbel Garderoben m g p l e n Giehen-Kafsel: 20 RM. Iubringerdienst mit Kraftwagen zum Fluavlatz 960 und 1“ ab Ludwigsplatz. Flugscheine werden bei den Agenturen (Möser G. m. b. Sesterswegs und auf dem Flugplatz ausgestellt. 3913C hTmmiimmjmiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiimiiiimuiiiniiiimniihiimimuiiuiuiiiiminiuiinurbiniiTTimiuiniiiHiiinmiii ii ■BECKSTEIN Ii | w e 1 8/32 P. 5.. 6-Sltzer, komplett, mit allem Zubehör 6/20 P. S., 4-Sitzer, komplett, mit allem Zubehör Mk. 6250 Mk. 4700 Aufträge, auch Reparaturen, werden schnell und sachgemäß auSgeMrt. Prospekte und Kostenvoranschläge stehen kostenlos zur Verfügung Bade-Einrichtungen kauft man am besten an ob an ab = | 2* 1“ 1” 12" Die klage Haosfrsn verwendet nw Vernickeln sämtlicherGe- genstände, Vernickeln u. Emaillieren von Fahr- und Motorrädern bosrd Rudolf Rödiger Walltorstraße 35. Brandgasse 4 3035 D 8r I 9“ ab 9“ an 10“ ab Für alte •*.neue Holz-Lade, Lndeumböden heson den awh Möbel. Frankfurt Ä Dietzen !! Die Marke höchster Vollendung!! Alleinige Vertretung für hiesigen Bezirk: Pianohaus R. Schönau Selterswag 91. Reichhaltiges Lager von Pianos und Flügel auch anderer vorzüglicher Fabrikate. Langjährige Garantie. Weitgehendste Zahlungs-Erleichterung. Auf Wunsch ohne Anzahlung bei mäßigen Monatsraten. ia :..i-..n=e Bei Barzahlung höchster Rabatt ■■ Wie MiMZ werd, sachgemäh u. preiswert gestimmt u- revar. S.KVlllmL Gietzell.MlMLl1 Telephon 2403. Askaefnbt. Stlao. u. Harmoniums w EMr am günstigsten bet Karl Jockel, on» Neustadt 14. Moderne Einrichtungen für Gaststätten aller Art! Mtts,ElsschiMe,Tische N.A.G. • Hansa-Lloyd - Hansa Personen-, Last- und Lieferungswagen und die höchsten Glanz gebenden Mefco- nnd Cefka-Wachse. In allen einschlägigen Drogerien erhältlich. Chem. Fabrik Cefka G. m. b H., Biebrich. 2582nz und bei den nachstehenden Geschäften, die mit uns ein Abkommen über Lieferung von Gasgeräten auf Teilzahlung getroffen haben: 2338D Edgar Borrmann, Neustedt 11 Carl Hensel, Walltorstraße 10 Fr. Heydt & Sohn, SeHeraweg 12 Rudolf Rödiger, WalltorstraBe 35 J. B. Häuser, Neustadt 56 Brüder Schmidt, Seltersweg 88 SWches &s- u. Wasserwerk Gießen 08 * I I ist der beste Nnstboden. dauerhaft, fugenlos, fuh- FW warm, schwamm- u. seuerncher, wasserundurchlässig ikllfliällllll S kann auf Beton, alte Dielen, Sandsteinplatten, rtlKIlllllii Ii Sreupenftufen usw. verlegt werden iS18eSlllllllf j eignet sich für Wohnungen. Bureaus Fabrik- VIVmUVMJ räume. Schulen usw. n 1 • I Ift die beste fugenlose Unterlage für Linoleum, Sllite"ESroiute.'«Ä:säi ——- Luftverkehr-A.-G Oberhessen-Lahngau Flugplanmötziger Luftverkehr werktäglich Frankfurt-Giehen-Kasfel und zurück. HÄSSLICH sind Haut juck, Flech. ten, Pickel. Krätze, Hämorrhoiden, Leinschäden. Ausschlag. Daaeg. wirkt schneL sauber, unschädlich „Krätzurgan", 1 OOUOOOfncbbero. TV- Gr. - Pack. Mk. l^a Auch Berld. Drog. Karn, Schulstr. gi!V.!llllilililllfilHfi™i ßlora-vlumenkasten D. H. •. DL 478 76t Vorteile: Ausfallendes Gedeihen der Pflanzen, Kem Anstrich, Kein Verschleißen, billiger alr Holz-, Zinkoder Tonkasten Unbegrenzte Haltbarkeit In jeder Steinimitation und zu jeder Fassade passend lieferbar Krmstfteinfabrik Fl. Eschenauer, Nassau a. d. Lahn Vertreter für Gießen unb Umgebung: Rudolf Weber, Gartenbaubetrieb, Gletzen Schiffenderger Weg 19 —- Telephon 1057 llr lesleuraite, Calle, Betels, Kaslses SSV., sowie Bierausschankanlagen liefert die älteste Speaialfabrtk 9id • Jacob Dies, Frankfurt a.M.13 _________Lan®e*traße 35. Fernspreeher Hansa 2423/29. 11“ an Y Kassel Flugpreise: Gietzen-Frankfurt: 20 RM. d __ Md __ist oft schon in 14 Tagen yS5l durch meine vorzägl Me- dkjB 8 ft. CT EBB thode beseitigt Glänzende Dankbriefe von Aerzten, Lehrern usw. u. amtl. Gutachten. War früh, selbst schw. Stotterer. Jeder kann sich selbst von dem Uebel befreien-Geben Sie kein Geld für wertloseKurse aus, sondern verlangen Sie sofort kestenlee mein Büchlein. L. Warnecke, Hannover« Postfach 163. 2813D Nur 10Tasten Direkte Subtraktion mit Minus-Saldo: 100-101 ----1 er. M lieber 80 Spezialmodelle für alle Zwecke Schnellste Saldiermaschine Vollständig aus Stahl Verlangen Sie kostenlose 3 Jahre 6arantie Jl Unverbindliche VorföhnJn0 Generalvertreter f. d. Volksstaat Hessen, 'A' Provinz Hessen-Nassau, Thüringen und Regierungsbezirk Erfurt: 3906*8 Georg Funcke nm. J. luggll M Fran kf u r Gießener Vernicklungs-u. Emaillier-Anstalt Frankfurter Str. 29 Meiner geschätzten Kundschaft "T zur gefälligen Kenntnis, dah ich unter Rufnummer 721 an dar Fernsprechnetz angeschlossen bin. Ernst Muth Schokoladen- u. Zuckerwaren- k Großhandlung y Lk Ludwigs*. 42 3830V Kkfr» "...-----------a£ nik dah ich unter Rufnummer 809 an daS Fernsprechnetz an' geschlossen bin Wilhelm Glock, Tapeziermeister, Bolsterer und Dekorateur Eichweg 2.