eunmt§'Sv$ Seidel yNn. "heW. bi.e ^ÄlA^.Seradr $ l ,d> ent. 2,nS'leii»rarn ihr sichel« upt -'-b' a®s Öi-Äi: feiner' mäSSS :e den VS ~urn^ftabt äSssc. sä-äS n das Deutschlandlietz » absMm 2603UÄtÄ1utt“- das aK °rJu6rle- gelang N S>eck bom Surni .6er blasse 3 unter 35%, ie9 zu erringen. !en Mückzusührcn ist. Ohne culsche Automobilexpori von lag nicht verschont grblitbcn. ’t darj für sich in Anspruch ah seiner von deutschen Ar- iateriol hergestellten Erzeug, deutschen Ljolkswirtschast in he Gewinne zugesührt zu ills nicht zugesloslen würcn. i, in Japan, in Südamerika, Ändern Europas, überall ist ib Äundendienstorganisation ' deutsche Kraftwagen wieder -AG. Aschaffenburg 'te den Berlustabschlub urJ , 3m laufenden Jahre te trie nad) ben Llusführunpi'- 'art burd) bie Äonhirr.-nj >r gelitten, die lroh il)tes )i)ten WWV W ver- auch m J^rrG^r deut- nn die deutsche Regierung Stellung leisten würde, mdbörse behauptet. 30.Qlug. 3n der » >aegen den Berliner Lchluh Sas Geschäft War etwas ublitum fehlte. AciObm- ch dem Büäschlag nn Wit- roz. erholen und lagen m 075 Proz. Hcr;_,eb? einige andere Montan- , überwogen indessen Aeaii nrw nach und auch Mil Mas ab. Ser bisher Parlamenten machte kemen r i stagnierte nahezu voll- „ Den. Deubef'h 5 0. Lfe 4,10, Deichsb-mk M 0 3® MS. 40,75 b,s 40 93,40, Siemens 141-50. flM d 58-18 74,50 14,5g |6-48 lg'5 ?:« 2J0 ÄJ 81^ n.68 in — st__ ierung 2rid Tw" 52,05 12,485 3,00 170,07 73,17 77,4 74F 14-62 0,897 4,217 58,53 21,63 16,54 81,81 33,88 82-13 0,941 ,326 6,707 13,31 6,276 52.05 12.485 3,063 'S 77,S 75,08 14,645 0,902 4,21 58,46 21.62 16.5« 81-61 33,83 82,11 0,971 0,8.1 6,# 13* 3O.Sfugufl 58.42 n& 14,62 16.515 s I 33-y 15TS TioT 51-95 12,465 3,057 169.73 73,13 77.68 74.« 14,605 0,898 4,209 58,34 21,58 16,495 81-52 33.« 82.« 0,969 0,322 6,693 13,34 ar. 204 Erstes Blatt Mittwoch, 51. August (932 182. Jahrgang Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimatim Bild • DieScholle Monat,-vezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. 8ernfprechanschlüsfe unter Sammelnummer 2251. Anschrift sür Drahtnach» richten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: granffurt am Main 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühl'sche Unwer^tülr-Vuch- und Zleindruckerei H. Lange in Gießen. Sdjriftleitung und Geschäftsstelle: ZchnMaße 7. Annahme von Anzetaen für die Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher. Preis für | mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Ro» Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20', mehr. TheftedaKteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich sür Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton vr.H.Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Max FiUer, sämtlich in Gießen. Wahlrechtsreform auf dem Verordnungsivege in Sicht. Verkleinerung des Reichstages. — Heraufsetzung des Wahlalters. — Eine Erste Kammer neben dem Reichstag. Don unserer Berliner Redaktion. Der Reichstag wird aufgelöst, daran ist nicht mehr zu zweifeln. Die Verfassung schreibt vor, daß spätestens am6 0. Tagenachder Reichstagsau flösung Neuwahl stattzusinden hat. Die Regierung wird sich, wie wir mitteilen können, an diese Verfassungsbestimmungen halten. Sie wird jedoch die neue Reichstagswahl bereits unter einem veränderten Wahlrecht vor sich gehen lassen. Diese Wahlrechtsreform, die vorbehaltlich der nachträglichen Bestätigung durch die neu zu bil» dcnden Körperschaften vom Reichspräsidenten auf dem Verordnungswege erlassen werden wird, sieht die Verkleinerung des Reichstags etwa um die halste der bisherigen Sitze und die Heraufsetzung des Dahlalterv auf 24 Jahre vor. Es wird ferner in Regierungskreisen erwogen, verdienten Persönlichkeiten, wie auch Familienvätern und Müttern, evtl, sogar den ehemaligen Frontsoldaten, eine halbe ober ganze Zusatz st imme zu gewähren. Durch diese Maßnahmen hofft die Regierung, einen aklions- fähigen und entradikalisierten Reichstag zustande zu bringen. Hand in Hand mit diesen behördlichen Maßnahmen wird von führenden Persönlichkeiten des politischen, wirtschaftlichen und geistigen Lebens Deutschlands die Schaffung einer neuen Partei auf strena nationaler, aber privatwirtschastlicher Basis versucht werden. Dieser verkleinerte Reichstag, der etwa Anfang November zu wählen wäre, wird in seinen Befugnissen erheblich eingeschränkt sein. Es wird ihm eine Erste Kammer zur Seite gestellt werden, die teilweise vom Reichsoberhaupt ernannt wird und in die die großen Berufsverbände, wirt- fchaftlichen, kulturellen und ideellen Verbände ihre Vertreter zu entfenben haben. Diese neue Kammer wird ein Vetorecht gegen die Beschlüsse des Reichstags erhalten. Eine Regierung kann nur dann gestürzt werden, wenn ihr von beiden Kammern das Mißtrauen ausgesprochen wird. Es muß abgewartet werden, wie sich die Parteien zu diesen Maßnahmen stellen werden. Bei ben Nationalsozialisten ist man sich im klaren darüber, daß diese Verfassungsreformen das Ende jeder legalen Möglichkeit bedeuten, man vertraut jedoch felsenfest darauf, daß das R e g i e r u n g s p r 0 g r a m m scheitert, und daß dann die Macht automatisch an die Nationalsozialisten fällt. Ferner hat man im Prinzip nichts gegen die ungeheure Machtverstärkung des Reichspräsidenten, da man in der NSDAP, darauf rechnet, daß eines Tages Hitler der Nachfolger Hindenburgs fein werde. Wieder in Berlin. Berlin, 31. Aug. (WTB. Funkspruch.) Reichskanzler von Papen traf heute früh mit dem fahrplanmäßigen Zuge um 7.52 Uhr, aus Neudeck kom- mend, auf dem Bahnhof Friedrichstraße em. pn feiner Begleitung befanden sich Reichsinnenminister Freiherr von ®ai)l, Reichswehrminister General 0. Schleicher und Staatssekretär Dr. M c > ß n e r. Leichte Erkrankung des Reichöwehrministers. Berlin, 31. Aug. (CNB. Funkspruch.) Wie wir erfahren, leidet Reichswehrminister v. Schleicher an einer Erkrankung der Gallenblase. Der Reichs- wehrmtnister wird deshalb morgen eine kurze E r - holungsreisc antreten. Reichskanzler und Reichstag. Noch kein Zeitpunkt für die Programmrcde bestimmt. Berlin, 31. Aug. (CNB. Funkspruch.) Der genaue Zeitpunkt, an dem der Reichskanzler vor dem R e i ch s t a g seine umfassende Programm- r eite halten wird, steht, wie wir von unterrichteter Seite hären, noch nicht fest. Nachdem mit dem Herrn Reichspräsidenten eine grundsätzliche Uebereinstimmung in den großen politischen und wirtschaftlichen Fragen erzielt worden ist, wird der Reichskanzler sich mit dem Herrn Reichsprap- benten über alle politischen Fragen in Fühlung halten und alle Einzelheiten v 0 n F a l l zu Fall mit ihm durchsprechen. Der Ein- druck der aus Pressemeldungen entstehen könnte, als ob der Herr Reichspräsident für alle Einzel- maßnahmen gewissermaßen eine Blanko- vollmacht erteilt habe, ist hiernach nicht richtig, lieber den Termin für Besprechungen zwischen dem Reichskanzler und dem Reichstagspräsidenten zur Festsetzung des Tages der Pro- grammerklärung des Kanzlers kann noch nichts gesagt werden. Die kommende Notverordnung der Reichsregierung. Berlin, 31. Aug. (CAD.) Die Verösfent- lichung der Notverordnung der Reichs- regicrung. die ursprünglich für Samstag vorgesehen war, ist, wie wir von unterrichteter Seite hören, aus Montag verschoben worden, weil man in Regierungskreisen zum Samstag nicht mehr fertig werden zu können glaubt. Keine Entfernung der schwarz-rot- goldenen Fahne im Reichstag. Berlin. 31. Aug. (DDZ.) Der deutschnationale Fraktionsvorsihende hat den Reichstagspräsidenten Döring ersucht, die schwarz-rot-goldene Fahne in der Wandelhalle des Reichstags entfernen zu lassen. Wie das Rachrichtenbureau des DDZ. hört, hat Präsident Döring darauf geantwortet, daß er zur Zeit keinen Anlaß habe, dem deutschnationalen Ersuchen stattzugeben. Der Präsident erinnerte die deutschnationale Fraktion daran, daß auch der deutschnationale Reichstagspräsident Wallrafs vor einigen Jahren die Fahne nicht habe entfernen lassen. preußische Derwaliungsreform noch nicht fertig. Berlin, 31. Aua. (CNB. Funkspruch.) Wie wir erfahren, sind bie Beratungen ber preußischen Staatsregierung über bie V e r w a l t u n g s- reform gestern noch ni ch t zum Abschluß gekommen. Vielmehr werben sie gegen Ende der Woche weitergeführt. Inzwischen sind auch die Akten und sonstigen Unterlagen über das Beuthener Verfahren gegen die SA.-Leute bei der zuständigen Berliner Stelle eingangen und geprüft worben. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, daß bas kommissarische preußische Kabinett am Freitag auch über die Frage der Begnadigung ber zum Tode verurteilten S A.- L e u t e entscheidet. Das Echo des 30. August. Berliner Pressestimmen. Berlin, 31. Aua. (TU.) In ihren Stimmungsbildern über die Eröffnungssitzung des neuen Reichstages weifen die Berliner Blätter allgemein auf das schreckliche Schauspiel der mühsamen Amtsführung der kommunistischen Altersprästdentin hin und betonen, daß die durch die Kommunisten beabsichtigte Herausforderung durch die eiserne Disziplin der nationalsozialistischen Abgeordneten verpufft sei. Zu dem weiteren Verlauf ber Sitzung unb der Wahl des Präsidiums schreibt die „Deutsche Allgemeine Zeitung", klarer hätte nicht herausgestellt werden können, daß die Nationalsozialisten sich den Wünschen der Zentrumspartei, die aus guten Gründen den Parteienstaat retten wolle, vollkommen zur Verfügung stellten. Der „L 0 k a l a n z e i g e r" hebt hervor, daß der gestrige Reichstag mehr Rätsel geknüpft, als gelöst habe. Es sei schade, daß Göring erst in dieser Stunde die von anderer Seite feit Jahr unb Tag ausgestellte Forderung des Zusammenwirkens aller wertvollen Kräfte ausgenommen habe. Die „B ö r f e n 3 e i t u n g" sagt, die Erklärung Görings unb die Tatsache, daß Göring das Zentrum nunmehr in bie nationale Mehrheit bes Reichstages einbezagen habe, zeige, bis zu welchem Grabe bie auf gemeinsames Vorgehen gerichteten Vereinbarungen zwischen Zentrum unb Nationalsozialisten gediehen seien. Die „Deutsche Zeitung" bezeichnet die Eröffnungssitzung als Zwischenakt, die rote Auflösungsmappe hatte aus der Ferne gewirkt. Die „G e r m a n i a" betont, der Reichstag ha.de gezeigt, daß er auch in kritischen Situationen bie Disziplin und die Würde zu wahren wisse. Sein Anfang fei deshalb nicht schlecht gewesen. Die „V 0 f s i s ch e Zeitung" schreibt, die Rede des Präsidenten Göring gebe dem Kanzler Recht, der in Münster von der Scheinkoalition sprach, bei ber ein Partner den anderen nur vernichten wolle. Das Urteil des »DölkischenBeobachter-. München, 21. Aug. (CNB. Funkspruch.) Der .Völkische Beobachter" nennt bie gestrige Eröffnungssitzung des Reichstags einen „großen Tag". Denn gestern [ei der gesamte Marxismus aus einer feiner festesten Stellungen hmausgeworfen wor- den feit 1919 habe Deutschland zum erstenmal em marxistenreines Präsidium im eich s- tage Die NSDAP, habe erneut die politische Schlüsselstellung erobert und werde sie zu gebrauchen wissen. Das Blatt fordert den Rücktritt des Kanzlers. pariser Kommentare. Paris, 31. Aug. (WTB. Funkspruch.) Die Ereignisse, die sich gestern in Deutschland abgespielt haben, in ber Hauptsache die Unterredung auf N e u - deck und die Reichstagssitzung, werden von der französischen Presse als Sieg der Reichsregierung gewertet, der iedoch von den meisten Blättern mit gemischten Gefühlen aufgenommen wird. „I 0 urna l" sagt in einem Sonderbericht aus Berlin, das Zentrum, das, um den Reichskanzler zu Fall zu bringen, zu einem Bündnis mit den Nationalsozialisten bereit sei, habe gegenwärtig zweifellos die Partie verloren. „P e t i t P a r is i e n" erklärt, die Prognose bleibe für Herrn von Papen, der mehr als das „Wettrennen von Neudeck" gewonnen habe, günstig. „Volonts" schreibt: Db man die Politik von Neudeck billigen oder tadeln mag, jedenfalls erregt bie Haltung des deutschen Staatsoberhauptes Sympathie. Reichspräsident von Hindenburg steht als fester Damm da. Jedenfalls wird, ob die Reichstagsauflösung erfolgt ober nicht, das Reich jetzt einen Waffenstillstand erleben, unter dessen Schutz bie Männer unb bie Geister zur Reife gelangen können. Denselben Ton schlägt „E ch 0 de Paris" an. Alles zeige bie Kontinuität zwischen dem Deutschland von heute unb dem Deutschlanb von einst. „E r c N 0 uvell e", bas Hcrriot nahesteht, betrachtet die Dinge sehr einseitig. Die gegenwärtigen Führer Deutschlands, sagt das Blatt, hätten nur eine Sorge: ihrem Lande seine Größe und sein Prestige von einst wiederzugeben, d- h. die Niederlage, ihre Folgen und die letzten Kriegsspuren aus- zulöschen. Gewiß wolle man Deutschland nicht das Recht bestreiten, seinen Wohlstand und seine innere Ordnung wiederherzustellen unb dem innerpolitischen Zwist ein Ende zu bereiten, ferner eine Großmacht zu sein und zu bleiben. Das sei sogar seine Pflicht. Ader was Frankreich beunruhige, seien die Mittel, die Deutschland benutze, um dieses Ziel zu erreichen, unb bie Männer, an bie es appelliere. „2 a Republigue" meint, in Deutschland regiere heute nur die Macht, die durch General von Schleicher repräsentiert werde. Zweifellos werbe Deutschlanb unter seiner Leitung einige Stabilität mieberfinben. Aber das..nationalistische" Deutschland sei für Frankreich beunruhigender als das Hitler- Deutschland. Deutschlands Rüstungsforderungen Reichswehrminister von Schleicher spricht ,u Italien. Bologna. 31. Q1W (WTB. Sutifptu».) Reichsweyrminister v. Schleicher hat dem Berliner Bcrtretcr des „Rcsto del Carsino mne Unterredung gewährt. ^_dre^:age. welches die grundsätzlichen Wunsche unHo berunacn Deutschlands inbcr Ab rüstungsfrage seien, erwiderte der Minister, Deutschland wünsche nach wie vor die allgemeine, entschiedene und schnelle Abrüstung. 3n diesem Wunsche treffe sich Deutschland mit Italien, dessen Staatsmänner wiederholt und überzeugend den gleichen Standpunkt ver- treten hätten. Rach einer kritischen Würdigung des Ergebnisses des ersten Abschnittes der Ab- rustungskonferenz im Sinne des bekannten deut- schen Standpunktes erklärte der Minister, er müsse heute schon mit allem Rachdruck darauf Hinweisen, daß die Schuld für ein etwaiges Scheitern der Abrüstungskonferenz auf jene Staaten falle, die den Zweck der Konferenz nicht in der Herstettung gleicher nationaler Sicherheit aller Dolker durch all- gemeine Abrüstung sahen, sondern m der einseitigen Sicherung und Verewigung einer ungerechten Verteilung von Recht und Macht, die sich im letzten Jahrzehnt als Quelle alles Hebels erwiesen habe. Ie weiter aber die Erfüllung des deutschen Wunsches nach allgemeiner Abrüstung hinausgeschoben werde, um so energischer müsse Deutschland die Anerkennung des Grundsatzes der Gleichberechtigung fordern. Man könne ein 65-Millionen- V 0 lk, das für den kulturellen Fortschritt der Welt unendlich viel geleistet hat, auf die Dauer nicht als Paria behandeln. was hätte Deutschland in einem Völkerbund ju tun, der es unter entwürdigendes Sonderrecht stellt? Ein großes Volk, dessen Selbstbestimmungsrecht auf der Grundlage dcr Kriegsschuldlüge in ben wichtigsten staatlichen Funktionen in un- erträglicher Weise beschränkt worben sei, könne nicht zur Ruhe kommen. Ein Staat, der feinen Bürgern nicht bie Sicherheit gegen äußere Be- brohung gewährleisten könne, bilbe in gewissen nationalen Beziehungen einen Faktor ber ün- sicherheit. Beklagenswerte Erscheinungen im inneren Leben Deutschlands feien zum größten Teil bie natürliche Folge der Fortdauer der Diskriminationen durch daS FriedenSdiktat. Aus die Frage, was der Minister praktisch unter Gleichberechtigung in der R ü - stungssrage verstehe, erwiderte General v 0 n Schleicher u. a.: Deutschland beansprucht in bezug auf die Wehrverfassung, die Organisation und Einteilung seiner Streitkräfte, die Ausstattung mit Waffen, die Landesbesestigung und die Waffenherstellung grundsätzlich die gleichen Rechte, rote sie andere Staaten für sich in Anspruch nehmen. Wenn die anderen Mächte das deutsche Wehr- system nicht nachahmen wollten, wie es im Sinne ihrer Abrüstungsversprechungen liege, dann müßten sie Deutschland den Umbau seiner Wehrmacht nach den Methoden zu- billigen, die sie selbst als unerläßlich für ihre nationale Sicherheit bezeichneten. Das deutsche Heer habe keine Lustwaffe, keine Kampfwagen, keine schwere Artillerie. Flugzeugabwehrgeschütze, die Marine keine U-Boote, Flugzeugträger, großen Kreuzer usw. Diese Waffen seien in Genf, als Verteidigungsmittel erklärt worden, ohne sie könne also auch Deutschland seine nationale Sicherheit nicht erlangen. Auch in den Fragen der Landesbefestigung unb der Waffenherstellung bestehe ein unhaltbarer Widerspruch. Alle Deutschland auferlegten Beschränkungen müßten entweder allgemeine Anwendung finden oder für Deutschland wegfallen. Der Umstand eines Umbaues der Reichswehr hänge also vom Grade des Abrüstungswillens der hochgerüsteten Staaten ab. wobei selbstverständlich der schwierigen Finanzlage des Reiches Rechnung getragen werden müsse. Auf die Frage, welche Folgerungen die deutsche Regierung aus einer Ablehnung ihrer Gleichberechtigungsforderungen ziehen wolle, entgegnete der Minister: Sie wird sich bann nicht mehr an ben Arbeiten ber Abrüstungskonferenz beteiligen, was biete Richtbeieitigung für bie Existenz bes völker- bunbes bebeutet, liegt auf bet fjanb. Die deutsche Regierung wird darüber hinaus durch den Bruch der Abrüstungsversprechungen seitens ihrer Vertragspartner gezwungen sein, die nationale Sicherheit auf nationalem Wege herzustellen, wenn es auf dem internationalen Wege nicht möglich war. Die Koaliiionsverhandlungen Tie Reichslcttttngcn haßen jetzt bao Mort. Berlin, 31. Aug. (TU.) Der Geschäftsführer der Zentrumsfraktion des Preußischen Landtags erklärte einem Vertreter der TU. auf dessen Frage nach dem Stand derKoa - litionsverhandlungen zwischen Rationalsozialisten und Zentrum, daß in diesen Verhandlungen bisher noch keine Einigung erzielt sei. Die Besprechungen gingen jedoch weiter. Gegenwärtig liege die Verhandlungsführung bei den beiderseitigen Reichslei - t u n g c n. Auf die Frage, warum Rationalsozialisten unb Zentrum im Aeltestenrat für eine erneute Vertagung bes Landtages u»H mehr als drei Wochen gestimmt haben, erwiderte Dr. Graß, daß beide Parteien B ew e g u na s f re ihe i t für ihre Verhandlungen haben wollten und daß sie im übrigen ja jederzeit ein früheres Zusammentreten des Landtages beschließen könnten. Die „DAZ." berichtet, daß bereits heute zwischen den Führen, des Zentrums und Adolf Hitler, der noch in Berlin geblieben sei, im Kaiserhof eine Konferenz stattsinden werde. DasThüringerRegierungsprogramm Weimar, 30. Aug. iTU.) Das neueThü- ringer Äa binett stellte am Montag dieRe - gierungserklärung über die Grundsätze auf, nach denen bie Landesverwaltung geführt werden soll. Die Staatsregierung betrachte es als ihre erste und vornehmste Aufgabe, das Zusammenwirken aller wertvollen Kräfte herbeizuführen. Sie bekenne sich dabei rückhaltlos zur nationalen und völki- schen Staatsausfassung. Soziales Verständnis und sozialeGerechtigkeit würden für sie stets selbstverständliche Leitsätze ihres Handelns sein. Die Selbständigkeit des Landes Thüringen soll aus das entschiedenste verteidigt und vertreten werden. Schuh undSicherung von Eigentum und Person, Förderung aller Zweige der Wirtschaft, Beschaffung von Arbeit und Brot werde die Staatsregierung unverzüglich und mit aller Zähigkeit sich angelegen sein lassen. 2Iuf das Entschiedenste bekenne sich die Staatsregierung zur Aufrechterhaltung des Berufs- bcamtentumä. Eingedenk der überragenden Tradition des Landes Thüringen werde die Regierung es weiterhin als ihre größte Pflicht betrachten, den deutschen Gedanken auf allen Gebieten ber Dolkserziehung zum stärksten Ausdruck zu verhelfen. Zinssenkung für amerikanische Giitthaliekrediie. Neuy 0 rk, 30. Aug. (WTB.) Der Vorsitzende des Bankierausschusses für Stillhaltekredite, G 0 0 dhue , gab heute offiziell bekannt, daß der Zinssatz für kurzfristige Kredite an Deut s chlondvonb v. H. auf 5 0. H. gesenkt worben» fei. Die Regelung gilt ab 1. September, Sozialpolitische Probleme und Mtschafisprogramm. Halbamtliche Erklärungen. Berlin, 30. August. (CAD.) lieber die so. zialpolltlscheSeitedesWlrtschafts- Programms hören wir von unterrichteter Sette: Die Reichsregierung hat sich zu einem Generalangriff auf die Arbeitslosigkeit entschlossen. Die Zahlung der Prämie für Arbeitereinstellungen ist gerechtfertigt, weil man dadurch einen Zuschuß für den Arbeitslosenfonds erhält. Der einzelne Arbeitslose kostet das Reich bisher 500 Mari, das Reich gibt 400 Mark Zu. schuß an jeden Arbeitgeber für Reueinstellung einer weiteren Arbeitskraft. Dadurch werden für den Arbeitslosenfürsoraefonds 100 Mark gespart. Das ist eine wesentliche Folge der Prämien- aewährung. Die llnterstühungssähe muhten im Iull stark gesenkt werden, nur weil das Reich sonst mit seinen Mitteln nicht ausgekommen wäre. Für die Wintermonate muh sich die Reichsregierung daher entschließen, gerade für die großen Familien etwas zuzulegen. Darüber hinaus gilt es aber, die Tarife, die an sich gewahrt werden sollen, aufzulockern und zu verfeinern. Wenn ein Arbeitgeber, bet dem die Arbeitszeit zwischen 30 und 40 Stunden beträgt, mehr Arbeitskräfte einstellt, dann soll er gewisse tarifliche Erleichterungen bekommen. Das wesentlichste des Tarifvertrages ist feine Unabdingbarkeit, hieran fall unbedingt fest- gehalten werden. Wenn Abweichungen zugelassen werden, so müssen ganz bestimmteDoraussehungen erfüllt werden. So ist vorgesehen, daß der Mindestlohn für den Arbeiter erhalten bleibt und außerdem, daß für 40 Wochenstunden ein gewisser Abschlag stattfinden kann. Das soll für die Unternehmer ein Ansporn sein, möglichst viele Arbeiter einzustellen. Die tarifmäßigen Entlastungen dürfen nicht dazu beitragen, daß der Gesamtlohn herabgedrückt wird. Vielmehr muß der Gesamtlohn, der aus dem Betriebe heraus, kommt, größer sein, als bisher. Irgendeine Ge. sahr, daß der Tarifaedanke preisgegeben wird, ist absolut ausgeschlossen. Wenn ganz besondere Verhältnisse vorliegen, wenn Betriebe einfach nicht mehr Weiterarbeiten können, wird unter Llmständen der Schlichter nach Anhörung der beiden Tarifparteien eine gewisse Einschränkung des Tarifs zulafsen dürfen. Aber das wird nur möglich sein, wenn vorher die tariflichen Bestimmungen eingehalten worden sind. Die Verfeinerung des Tarifs soll darin gesehen werden, daß die Tarife verschiedene Rücksichten auf die Slandortsverhältnlsfe nehmen, daß sie aufgeteilt werden nach Bezirken und Branchen und daß besondere Verhältnisse 6c. rücksichtigt werden. Dabei sind gewisse Bedenken gegen die automatische Ermäßigung des Tarifs nicht ganz unberechtigt. Darum wird dieser Teil der neuen Bestimmungen nur etwa bis zum 31. März in Kraft gesetzt, um zu sehen, ob der Versuch Erfolg hat. Man ist überzeugt, daß mit den neuen Bestimmungen eine wirklich große Bresche in die Arbeitslosigkeit gelegt wird, und .zwar zur Wiedereinstellung von nicht nur 200 000, sondern von 1 bis 2 Millionen Menschen. Dabei denkt man besonders daran, eine seelische Ent- l a st u n g unseres ganzen Volkes herbeizuführen. Auf dieses psychologische Moment wird ganz besonders Wert gelegt, und man verspricht sich davon auf diese Weise ein leichteres Lieberstehen des Winters. Die Durchführungsbestimmungen der 400-Mark- Prämie sollen zwar im einzelnen noch nicht ganz geregelt sein, doch werde die Prämie für Mehreinstellung von Arbeitskräften auch der Reichsbahn nicht vorenthalten werden. Die Reichsbahn sei ein großer Jaffor in der bei der Reichsregierung aufgestelllen Rechnung. Sie werde durch die Prämie in den Stand gesetzt werden, eine große Anzahl von Arbeitskräften mehr einzustellen. Betriebe, die gegenüber dem Vorjahr zu sehr in Rückstand gekommen sind, können keine Berücksichtigung finden. In die Verordnungen sollen Bestimmungen zur Vorbeugung etwaiger Mißbräuche eingefügt werden. So wird es z. D. unmöglich sein, Arbeitskräfte nur für die fünf Monate bis zum 31. März einzustellen und die 400-Mark-Prämie dafür einzunehmen. Die Prämien werden nämlich nicht sofort gezahlt, sondern in einzelne Raten für das ganze Iahr eingeteilt. Der ganze Plan ist darauf gerichtet, dem produktiven Arbeitsmarkt Arbeitskraft zuzuführen. Es ist daher nicht damit zu rechnen, daß Arbeitsmärkte, die nicht besonders produktiven Zwecken dienen, wie der Arbeitsmarkt der Hausangestellten, in den neuen Plan einbezogen werden. Japan droht dem Völkerbund mit Austritt. Tokio, 30. Aug. (TL1.) Der japanische Außenminister LI s ch i d a erklärte im Parlament auf eine Anfrage bezüglich der Mandschurei. Politik, die Regierung hoffe, daß auch die interessierten Mächte das Mandschurei. Problem in einem für Iapan günstigen Sinne zu lösen bestrebt sein werden. Sollte dies nicht zutreffen, so würde Iapan entsprechende Folgerungen daraus ziehen. Es verlautet, daß die japanische Regierung entschlossen sei, vor dem Austritt aus dem Völkerbund nicht zurückzuschrecken. Aus aller Welt. Stahlhelm-Aufmarsch in Berlin. Man schreibt uns: Die Reichsfrontsoldatenta- gungen, die der Stahlhelm alljährlich veranstaltet, werden im In- und Auslande als die politischen Willenskundgebungen des überparteilichen nationalen Deutschlands sehr beachtet. Der Reichsfrontsoldatentag des Iahres 1931 fand, wie erinnerlich, in Breslau statt und war als Bekenntnis des Stahlhelm zu der deutschen Lebensaufgabe im Osten gedacht. Wenn nun die Dun- desführer in diesem Jahre die Stahlhelm-Kameraden zum 13. Reichsfrontsoldatenappell nach der Reichshauptstadt Berlin befohlen haben, so geschah dies, um in einem besonders ernsten Augenblick den Forderungen des überparteilichen nationalen Deutschland Rach- druck zu verleihen. Der Stahlhelm will zeigen, daß es neben dem Parlamentarismus und der Massendemokratie andere organisch durchgebil- dete und in sich geschlossene Kräfte des Volkes gibt, die zum Einsatz in die Staatspolitik drängen. Es wird wieder die Forderung erhoben werden, daß der soldatische Geist, der nach Ansicht des Stahlhelm allein die Parteizerklüftung in unserem Volke überwinden kann, in Deutschland endlich in seine Rechte eingesetzt wird. Franz S e l d t e, der Gründer und erste Bun- deöführer des Stahlhelm, wird in einer Veranstaltung am 2. September im Berliner Sportpalast eine programmatische Red« halten, um der nationalen Bevölkerung der Reichshauptstadt und allen denen, die über den Stahlhelm unterrichtet sein wollen, von dem Ziel und der Arbeit des größten deutschen Wehrbundes zu berichten. Der 3. September wird die Wehrsport-Veranstaltungen des Stahlhelm im Berliner Stadion bringen, während am Morgen des 4. September der große Reichsfrontsoldatenappell auf dem Tempelhofer Feld stattfindet. Für die Unterbringung und Verpflegung der etwa 100 000 Stahlhelmer, die am 3. und 4. September in Berlin erwartet werden, sind umfangreiche Vorbereitungen getroffen worden. Die einzelnen Landesverbände werden in den verschiedenen Stadtteilen und Vororten von Berlin, sowie in Potsdam, Königswusterhausen und anderen nahegelegenen Städten untergebracht werden. In den einzelnen Standquartieren werden kameradschaftliche Veranstaltungen stattfinden, die die auswärtigen Stahlhelmer mit ihren Berliner Kameraden und mit der Berliner Bevölkerung zusammenführen sollen. Wie verlautet, wird sich in diesem Iahre auch der Rundfunk des Reichsfrontsoldatentages annehmen. Es liegt bereits jetzt die Zusage vor, daß ein großer Teil der Stahlhelm-Deranstaltun- gen auf alle deutschen Sender übertragen wird. 46. Verbandstagung des Kyffhäuferverbander der Vereine Deutscher Studenten. ' Kelbra am Kyffhäuser fand die 46. Der- bandstagung des Kyffhäuserverbandes der Vereine Deutscher Studenten statt. Die Zeitverhält- Nisse Aeboten in diesem Iahre, von festlichen Veranstaltungen Abstand zu nehmen und nur dringende verbandsorganisatorische Fragen zu behandeln. Die Tagung wurde dadurch wesentlich bestimmt. daß die Wehrsportleiter der einzelnen Bunde schon einige Tage vorher zu einer Wehr, schulungstagung versammelt gewesen waren, deren fruchtbarer Verlauf die Verbandstaguna veranlaßte, für alle jüngeren Dundesbrüder die Teil- an einem dreiwöchigen Wehrsportlager ver- dmdlrch zu machen. Auch in den Beratungen über die politische Erziehungsarbeit des Verbandes, die breiten Raum einnahmen, wurde betont, daß eine mehrwöchige Lagererziehung (für die auch Ar. beitslager in Betracht zu ziehen wären) eine säst unentbehrliche Grundlage disziplinierter geistiger Ausbildung sei. Im engen Zusammenhang mit diesen Verhandlungen standen zwei Vorträge von Leutnant a. D. von Deulwitz über „Wesen und Stil des Kampfes" und von General z. D. Voigt über „Wehrpolitische Fragen" die beide sehr lebhaft besprochen wurden. Die Verbands, tagung legte ferner die Richtlinien über die künftige Hochschulpolitik der Vereine Deutscher Studenten fest und beschloß die Fortführung und den Ausbau der vorbildlichen Arbeit der Grenzland, stiftung. Zum Vorort wurde wieder der Verein Deutscher Studenten zu Greifswald gewählt. „Graf Zeppelin" über den kapverdischen Inseln. Dos Luftschiff „Graf Zeppelin" passierte, einem Funkspruch aus Friedrichshafen zufolge, um 23.30 Uhr (MEZ.) die Kapverdischen Inseln. INollison in Reuschottland gelandet. Der Ozeanflieger Mollison ist in Sydney (Reuschottland) gelandet. Die „fliegende Familie" nach Labrador gestartet. Die „fliegende Familie" Hutchinson ist, wie aus Reuhork gemeldet wird, von Ellisbry auf An- tieosti-Land in der Lawrence-Bucht nach Labrador gestartet. Die fliegende Familie besteht aus dem Flieger Hutchinson, seiner Frau und zwei Kindern. Zur Besatzung des Flugzeuges gehören noch ein Bordfunker, ein Ravigator und ein Monteur. Das Flugzeug wird von Hutchinson selbst gesteuert. Kardinal van Rossum f. Kardinal van Rossum ist, . wie aus Maastricht gemeldet wird, in einer der letzten Rächte gestorben. Aufdeckung von Effektenschiebungen In Hamburg. Der Hamburger Zollfahndungsstelle ist es, wie das „Hamburg. Fremdenblatt" von zuverlässiger Seite erfährt, gelungen, einer umfangreichen E f - ^ktenschiebung auf die Spur zu kommen. Es handelt sich um einen Betrag von 200 000 Reichsmark, der in Effekten nach dem Aus- lande verschoben worden ist. Bisher wurden ein Hamburger Kaufmann, der aber nur eine Vermittlerrolle spielte, und ein Bankier verhaf- te t. Ein dritter Mitschuldiger, ebenfalls ein Dan» fier, ist nach dem Auslande geflüchtet. Der Kaufmann ist inzwischen wieder entlassen worden. Bei dem verhafteten Bankier, der bereits ein Geständnis abgelegt hat, handelt es sich um den Inhaber einer Devisenbank, dem auf Grund der entsprechenden Vorschriften besonderes Vertrauen eingeräumt worden war. Grohfeuer bei Stettin. In einer der letzten Nächte brach in der Mühle der Pommerschen Hauptgenossenschaft in dem Vorort Züllchow bei Stettin ein Brand aus, der in den Holzteilen des großen Gebäudekomplexes und in den großen Getreidevorräten reiche Nahrung fand. Obgleich kofort die Feuerwehren mit allen verfügbaren Kräften zur Steile waren, stand in den ersten Morgenstunden bereits ein Flügel der Muhle in Brand. Das Feuer wütete mit ungeheurer Kraft und gefährdete infolge der starken Hitze und des Funkenfluges auch die benachbarten Häuser. Feuergefecht mit Zugräubern. AuS Wittenberge wird gemeldet: Auf der Hamburg—Berliner Strecke versuchten dieser Tage zwei wahrscheinlich aus Berlin stammende Einbrecher einen auf dem Bahnhof Bergendamm haltenden Güterzug zu berauben. Die Täter waren in einen Kurswagen einaedrungen und hatten ihre Deute bereits zum Abtransport bereitgelegt, als sie von mehreren Beamten des Wittenberger äleberwachungsdienstes, die den Zug begleiteten, gestellt wurden. Da die Dahnräuber auf mehrmaligen Anruf nicht stehenblieben, gaben die Beamten mehrere Schüsse auf die Fliehenden ab. Die Einbrecher suchten in einem Gestrüpp Deckung und erwiderten von dort aus das Feuer. Infolge des starken Rebels gelang es den Tätern, unerkannt zu entkommen. Der Prozeß gegen die Postdefraudanlen Steubel und Aumüller. Aus Traunstein (Oberbayern) wird gemeldet: Der Prozeß gegen die Postagentin Anna Steubel und den Postmeister Josef Aumüller hat dieser Tage begonnen. Die beiden Angeklagten haben über 200000 Mark Postgelder unterschlagen. Als die Verfehlungen zu Beginn dieses Jahres aufgsdeckt zu werden drohten, waren die beiden nach der Tschechoslowakei geflüchtet. Dort wurden sie nach wenigen Wochen verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert. Finanzskandal in Oberösterreich. In Wien wurde ein riesiger Finanzskandal aufgedeckt. Rach einer Meldung Berliner Blätter aus Wien wurden dort der Bankier Kommerzialrat Karl Egon Alma und sein Sohn Dr. Herbert Fritz Alma in ihrer Villa verhaf» te t und gegen den zweiten Sohn des Bankiers, Dr. Hans Alma, der sich gegenwärtig in Paris befindet, ein Steckbrief erlassen. Alma und seine Söhne werden beschuldigt, das Land Obe r- österreichumganzungeheuerlicheBe- träge geschädigt zu haben. Wie verlautet, soll die Schadenssumme den Betrag von 30Millionen Schilling erreichen. Finanzausschuß des Hessischen Land» iages in Bad-Nauheim. Bad-Nauheim, 31. August. (WTB. Funkspruch.) Der Finanzausschuß des Heffi- schen Landtags, das Landtagspräfi- dium und Vertreter der Regierung statteten gestern auf Einladung des Finanzminifters Bad- Nauheim einen Besuch ab. Zunächst wurde die Neuanlage des Fernheizwerkes, die Dampfkesselanlagen, sowie Maschinen und anschließend daran die Restaurationsgebäude auf dem Johannesberg, die dem Staate gehören, besichtigt. Dabei wurde festgestellt, daß die jetzigen Räumlichkeiten nicht mehr genügen. Die Absicht, an Stelle der jetzigen Baulichkeiten einen Neubau zu stellen, sobald die Geldmittel es ermöglichen, wurde gutgeheißen. Im Medizinischen Institut für Herzforschung sprach Kurdirektor Meyer über die Entwicklung in Bad- Nauheim, Professor Dr. Weber über die Entwick- hing dieses Instituts. Man war allgemein der Ansicht, daß Landtag und Regierung die Pflicht haben, Bad-Nauheim weiterhin besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Aus der provinzialhauptstadt. Gießen, den 31. August 1932. Oie Sammlerin. Don Peter Bauer. Die Wege im Park des Badeorts sind wie eine verschnörkelte Handschrift in das Grün der Baumund Rasenstücke hingeschrieben. Lleberschweng- liche Kurven und zierliche Schleifen wechseln in kapriziöser Spielerei und gängeln einen bald nach der, bald nach jener Seite. Ohne es zu merken, gerät man aus einem Weg in einen andern, so kraus überschneiden und verzweigen sie sich. Lind man empfindet mit einemmal, wie schön es ist, Zeit zu haben und sich gehen zu lassen, wohin einen die Füße tragen. Da lockt ein Rosenhügel, den der umzirkende Weg zu einer Insel aus Farben und Duft macht, zugänglich allerdings nur zartflügeligen Faltern und Libellen, da ist ein Daylenspalier zu bewundern und von einer Danknische aus bietet sich dem entzückten Auge ein prächtiger Fackelreigen aus rot- und lilablühendem Phlox. Nirgends erreicht einen der Wellenschlag der Eile oder Hast, der draußen in den schnurgeraden Straßen der Stadt zur fortreihenden Strömung wächst. Lind doch haben die meisten der hier wandelnden Menschen auch ein Ziel. Ie tiefer man in die grüne Abgeschiedenheit Les Parks vorstößt, um so öfter schimmert die weiße Fassade des Restaurants durch die windverschobenen Blätterwipfel und schließlich verraten die weit- hinhallenden Klänge eines Marsches, daß das Konzert bereits begonnen hat. In den Wegen um den Pavillon herum sitzen die Musikhungrigen auf Bänken und Stühlen. Die andern, die außerdem noch oder in erster Linie auf realere Dinge Appetit haben, bevorzugen die kleinen gedeckten Tische, die den terrassenförmig gestuften Platz vor dem Restaurant füllen. Kellner In weißen Kitteln und Schürzen flitzen hin und her, Tabletten mit Getränken und Gebäck balancierend. Die dichten Dlätterschirme der Platanen überschatten wohltuend die behaglich Versammelten. Es paßt ganz in das idyllische Bild der — ein jeder auf seine Weise — Zufriedenen, daß Sperlinge und Buchfinken ungestört zwischen den Tischen Hüpfen und flattern und Brosamen picken. Es ist auch für sie noch etwas übrig. Ebenso wie für die Schwäne des Teiches. Wenn sie die schlanken Hälse danach auswerfen und mit gelben und schwarzen Schnäbeln im Grase suchen und schlingen, merkt man, daß die schönen biegsamen Tauchorgane nicht für das flache Land geschaffen find. Die Hälfe stützen sich wie steife Stöcke auf und drücken sich vielfach noch zu einer harten Höckerhaften Schleife über den Körper empor. Zuweilen machen einige Schwalben, die über dem Teich jagen, einen Abstecher, indem sie in flachem Zickzack zwischen den Konzerthörern Hinpfeilen, wovon diese jedoch kaum mehr Rotiz nehmen, als vom Vorbeifächeln eines Luftzugs. Aber plötzlich ist doch das Llngewöhnliche da: Eine jugendliche Schlanke, ein Mädchen der Heilsarmee, schreitet mit einem Sammelbecher — einem bis auf den Einwurf zugelöteten Milchmaß nicht unähnlich — von Tisch zu Tisch. Lind überall zückt man die Geldbeutel vor dem ungewöhnlich hübschen Gesicht, das sich unter dem großen Hut mit seinen Bändern so frisch und froh gehabten hat. Die sanften Augen strahlen zu jeder Bitte und zu jedem Dank. Ihr Glanz haftet an jeder der kleinen Münzen, die klirrend in den Becher fallen. So schön ist Menschenliebe, wenn sie echt und schlicht von Herzen kommt. So bezwingend ist sie. Kaum ein Tisch, an dem nicht oer Blick des Mädchens ein klingendes Echo im Becher weckt. Der Erfolg der Sammlerin läßt ihr Gesicht unter dem großen Hut wie eine Rose glühen. Sie darf sich freuen. Sie hat ein reiches Geschenk im Becher. Sie hat mit jeder kleinen Münze, die einer gab, den Schenkenden froh gemacht. Sie freuen sich alle. Man sieht es den hellen Blicken an, die dem davonhuschenden Mädchen folgen. An einem Rachbartisch spricht man über sie, glaubt man aus ihrem gewandten und anmutigen Aeußern darauf schließen zu dürfen, daß sie besseren Kreisen entstamme. Llm so höher wertet man ihre rührend« Hilfsbereitschaft für die Rrmen. Man fühlt sich allgemein von einer schimmernden Stunde berührt und dankt im stillen dem Mädchen, daß man schenken durfte... Bornotizen. — Tageskalender für Mittwoch: Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „Schanghai Expreß". ~~ „Schanghai-Expre h". Marlene Dietrich wird von heute ab wieder einmal im Lichtspielhaus Bahnhofstraße in einem neuen Groß» a*hn der .,Paramount" zu sehen sein. Der Film „Schanghai-Expreß" führt in die Wirren des Ostens, schildert die gewagte Rolle einer Frau, die als Abenteuerin mit ihren Extravaganzen ihre Umgebung im Atem hält und dabei eine bedeutsame Rolle zu spielen weiß. Der Schauplatz ist ein Schnellzug, in dem für zwei Tage Menschen aller Rationen zusammengewürfelt wurden und durch Gefahren hindurch für eine Fülle der Erlebnisse untereinander verbunden sind. Reben Marlene Dietrich ist auch Anne- Mäy-Wong in einer der Hauptrollen in den Gang der Ereignisse elngeschlossen. Der Regisseur Sternberg hat einen Film geschaffen, der vielen gefallen dürfte. Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. Oirekior Bergen 40 Fahre im Hanse Schaffstaedt. Der kaufmännische Direktor der Firma H. Schaff- flacht G. m. b. H. Gießen, Herr Otto Bergen, kann am morgigen Donnerstag, 1. September, sein 40jähriges Dienstjubiläum begehen. Otto Bergen wurde am 16. Dezember 1873 in unserer Stadt geboren. Er trat nach dem Besuche der damaligen Realschule bei der Firma Gebr. Han- ftein als Lehrling ein, um sich dem kaufmännischen Berufe zu widmen. Nach Verlauf dreier Jahre folgte am 1. September 1892 sein Eintritt in die Firma Heinrich Schaffftaedt, ein damals in der Entwicklungsperiode stehendes Unternehmen. In Verbindung mit der konjunkturell günstigen Wirtschafts- cpoche, während der sich die deutsche Industrie kräftig entwickelte, entfaltete der junge Kaufmann eine außerordentlich rege und vielseitige Tätigkeit, die das Arbeitsgebiet seiner Firma fortgesetzt erweiterte und das Ansehen des Unternehmens im In- und Auslande hob, so daß die Firma heute zu den angesehensten der wärmewirtschaftlichen und gesund- heitstechnischen Branche zählt. Otto Bergens Arbeitskraft ist es in hohem Maße mit zu danken, daß das Haus Schaffftaedt bei Kriegsausbruch über 400 Angestellte und Arbeiter beschäftigte, inmitten eines dichtmaschigen Netzes eigner Filialen und Vertretungen innerhalb des europäischen Festlandes und über dessen Grenzen hinaus. Große Reisen führten Herrn Bergen durch fast alle Länder Europas. Diese Reisen trugen den Charakter des Studiums der Exportmöglichkeiten für die Erzeugnisse der inzwischen weltbekannten Firma. Sie dienten aber auch der Pflege der guten Beziehungen zu Kundschaft und Vertretern, rechneten doch die Verwaltungsbehörden der großen Städte und Staaten, wie z. B. die Handels- und Kriegsmarinen der europäischen Mächte, zum festen Kundenstamm des Hauses Schaffftaedt. Der kürzlich verstorbene Kommerzienrat Schaffftaedt erkannte früh die wertvolle Mitarbeit seines jungen Gehilfen, mit dem ihn allezeit ein freundschaftliches Verhältnis verband. Im Jahre 1903 bestellte er ihn zum Prokuristen, und bei der Umwandlung der Firma in eine G. m. d. H., im Jahre 1909, trat her jetzige Jubilar mit dem Rang des kaumännischen Direktors als persönlich hastenher Gesellschafter in die Firma ein. So ausgezeichnet und vorbildlich die Tätigkeit des Kaufmanns Otto Bergen Ist, so ist auch sein Wirken als Mensch und Mitbürger. Mit großen Geistesgaben und schlagfertiger Beredsamkeit ausgeftattet, dabei freundlich, hilfreich und gut zu jedermann, hat er es verstanden, sich in den weitesten Bevölkerungskreisen Achtung und Wertschätzung zu verschaffen. Dem beliebten und verdienten Mitbürger werden weite Kreils noch viele Jahre erfolgreichen Schaffens in Frische und Gesundheit wünschen. Bauobennspektor i. R.ZakobAttvaierl' Im 84. Lebensjahr verstarb dieser Tage zu Wie- seck der in weiten Kreisen der Bürgerschaft bekannte, in den Iahven 1875 bis 1919 In Diensten des städtischen Bauamtes tätig gewesene Oberbauinspektor Iakob A l t v a t e r. Del der in ber hiesigen Friedhofskapelle stattgefundenen Trauerfeier wurde u. a. erwähnt, daß der Der- storbene bereits im Iahre 1875 als Daubearnter beim städt. Dauamt eintrat. Reben einem Stadt- baumeister wurden dem Verstorbenen zunächst die Aufsicht aller vorkommenden Hoch- und Tiefbauarbeiten übertragen, um nach Eintritt größerer ^^uaufgaben als Bauführer an Schulen, Schlacht- pof. Wasserwerk in Queckborn. tätig zu sein. Spat^hm mit der Dau- und Friedhofsverwaltung betraut, führte er während des Kriegs die Dienstgeschäfte des städtischen Hochbauamtes, um £ann 26000 M. 278143 6 gn 10000 M. 320652 368442 390110 4 e-trriiie« in 6000 Dl. 49130 387678 12 Sctotnne n 3000 ®T. 144963 192746 248382 261616 262178 354689 46 ®roinnt |D 2000 M. 14364 21037 29760 37410 84623 87114 127442 166308 166465 179870 184476 201410 246890 266402 272063 290331 301763 302694 312433 322566 336548 355473 356606 136 ®*»tnne »u 1000 TL 2990 4787 4854 6675 7754 15163 22437 24300 25564 27789 32010 38804 43871 61581 63639 67506 62078 74406 75943 84056 86864 93342 94226 95862 102487 111183 114617 119141 124363 132606 134126 137279 147336 164879 164064 164666 165962 169342 179642 180200 182390 191564 199767 211168 216791 226070 228749 230775 232358 236839 266345 268230 279393 316636 321268 332617 333605 340023 353968 364248 355744 367714 383926 387866 379876 382361 385357 393926 190 ®«totnn* eu 600 TI. 10538 11434 38760 41923 48171 60845 61617 63066 69469 59761 67069 67923 75891 76289 78930 81052 86700 89253 98634 108494 112672 116059 118978 127868 127926 129222 132881 140328 141587 141782 142289 143608 147716 151343 162607 168578 159954 160873 162214 164909 167868 172128 172769 178863 183062 184456 186668 189512 189749 193049 199647 205003 220594 222768 222871 223913 230464 241208 243295 243583 249096 260166 250214 260449 259805 265690 266983 267889 276693 277264 282792 283261 290026 301136 311668 320328 322508 330273 330327 331478 332565 335263 337323 347262 352530 353160 353367 355409 361947 363555 367790 377209 382909 384684 389752 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 4 »ttoura« I» 10000 TL 266979 317060 4 ®t»mne »n 5000 OT. 278709 365955 22 Selnn« in 8060 TL 17353 69162 1 48345 177690 203210 208789 222483 230472 243635 311747 385437 42 »«toinne -u 2000 M. 39249 84387 126635 133550 135126 146511 168208 237024 244522 268947 270617 280061 297045 298410 316071 318634 349170 350864 363336 370784 379508 112 »ftotnne >u 1000 TL 14506 25646 26481 32314 34943 48643 48654 61402 74843 104933 105917 112031 113295 127449 133217 133764 136663 138488 143030 145360 151815 154797 162188 165558 166784 188550 189664 197308 209713 214440 219637 243011 252640 258987 261308 273364 281821 288733 288958 295573 297656 303052 306811 306417 307260 328622 331089 344515 366982 347663 376698 358181 379003 360100 364061 364752 162 ®ttoinne in 600 TI. 2905 6106 7565 14408 26184 27433 31798 33272 39265 49092 56330 57643 57900 60370 65274 68087 71993 83561 99077 99925 100853 125703 127584 133220 143759 146286 146372 146535 161170 163600 166158 166559 166880 188234 202971 208360 210063 215650 218269 226563 231227 232385 239669 247885 251751 252538 252843 267302 272308 272798 274564 275385 281698 283915 286829 288194 288852 289686 299809 301645 306207 310788 311915 323411 323445 331367 344514 347796 351098 358023 361978 373082 376430 387477 387627 391791 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 600000, 100 Schlußprämien zu je 8000, 2 Gewinne zu je 200000, 2 zu je 100000, 2 zu je 75000, 2 zu je 50000, 14 zu je 25000, 78 zu je 10000, 182 zu je 5000, 368 zu je 8000, 1056 zu je 2000, 2130 zu je 1000, 3638 zu je 600, 11030 zu je 400 M. Das ist die neue Spulweisheit: Die Wäsche nach dem Kochen kurze Zeit mit Sil ziehen lassen! Einige Handvoll Sil, kalt angerührt, werden dem ersten heißen Spülwasier beigegeben. Alle Seifenreste, die vom Waschen her noch im Gewebe verblieben, ziehen jetzt fast von selbst heraus, und ein taufrischer Däscheschatz lacht Sie an. 4976V Schöne weiße Zähne schon noch einmaligem Puden mit der herrlich erfrischend ichmeckendin „Thlorodont-Zaynpaste". schreibt uns ein Raucher. Tube 60 Pf. und 80 Pst Denken Sie an Stoffe/ denken Sie an L> tiernard Stottern verbindlich erteilt. 05008 Gießen (Schützenstr. 19), den 31. August 1932. 6118 D Nachruf Gießen (Ederstraße 4), den 30. August 1932. Die Beerdigung findet am Donnerstag. 1. September, nachmittags 61PD 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt 6115 D Andenken bewahren. 6129 d Gießen, den 31. August 1932. 05307 Bahnhofstrasre 61 5759 d Telefon 3860 Aussteuertage Vereine 45-- Pfund Bernard Ette Rheinweinhaus tig der Schweiz 6125 C Eintrittspreise: 1.-, 1.50, 2.-, 3.-, 4.- Mk. Niersteiner Warte p.Ltr. 0.80 Reuter Seltersweg 61 alkoholfrei, 0.80 per Flasche 05010 Sämtliche Preise verstehen sich ohne Glas! 6123 A KnUd. fr. Suhl (ThJ Hochbau, Tiefbau, Stahlbau, Eisenbetonbau, Flugzeug-, Maschinen- u. Autcbnu, Elektro- o. Heizungstechnik. 8e« mesterbeginn Oktober u. April. Speise-Kasino. Progr. freit p. Ltr. 0.55 p. Ltr. 0.65 FaSwelne: Ensheimer .. Niersteiner .. besonders göns anzubieten im 54. Lebensjahre. — Seit 1923 hat er in der Verwaltung an dem Geschick der Genossenschaft mitgearbeitet. Stets kannte er nur das Interesse des Vereins und stellte seine ganze Kraft in selbstloser Weise zur Verfügung. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken be- waren. Gießen, den 30. August 1932. Sonderhaus für Ausstattungen C.0 Seltersweg 3 empfiehlt seine Weine, z T. eig. Wachstums,und bittet um geneigten Zuspruch Fünfziger-Vereinigung 1879-1929.1. A.: Der Vorstand. Es wird um zahlreiche Beteiligung an der am Donnerstag, dem 1. Sept., nachm. 2'/j Uhr, auf dem Neuen Friedhof stattfindenden Trauerfeier gebeten. Vorstand und Aufsichtsrat des Konsumverein Gießen und Umg. e.G.m.b. H. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 1. September, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt laue IwGENiEUR- Schul e uf,. MascfiinenöaaElektro- tecnnimoctr-u.TlBtOaa. Tonindustrie. sotveeoi« Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34, Telephon 4077 Hapag Reisebüro, Seltersweg 89, Telephon 4197 Musikalienhandlung Challier, Neuenweg 10, Tel.2671 Alle Vergünstigungen aufgehoben Man bittet die Karten im Vorverkauf zu lösen, da sehr starke Nachfrage eingesetzt hat Sonntag, den 4. September, 11 Uhr vormittags Einmaliges Sensationsgastspiel 1-2 gut möbl. Zimmer zu vermieten. 04997 Südanlage 14 I. Me-llta Beyer, Ullstein, Favorit, Lyon und Wiener IMMerM sind eingetroffen 6119D Pfeiffersche Buchhandlung Walltorstraße 21 und sein weltberühmtes Orchester (15 Solisten) Die Kapelle Bernard Ett6, eine der besten Kapellen Deutschlands, bekannt durch den Rundfunk und durch Grammophonplatten gibt hier ein einmaliges Gastspiel und befindet sich auf einer Tournee nach INeate Heilerfolge wurden durch Danzeisens Patent- Methode DRP. 423513 und 445991 erzielt, was durch unzählige Dankschreiben belegt werden kann. Auch veraltete Fälle. Keine Berufsstörung. — Verlangen Sie Prospekt von E. Hriss - Danzeisen, Mannheim, Waldparkdamm 1. 6111 v MsklWU« mit ausgesvroch.Werbebegabung (Christ), nicht unter 30 Jahren, zu lohnender Mitarbeit für einige Monate von Mitte Sev- tember an gesucht. Bewerbung mit kurzen Angaben über seitherige Tätigkeit, Alter und mit Lichtbild (wird sofort wieder zurückgesandt) unter F. B. 5978 an Rudolf Masse, GieKen, SchulstraKe 7. 5978V Heilbutt i. Ausschn. Pfund... .1.20^6 Leb.Karvfen Pfund... 1.15-* Tägl. fr. Bückinge. Ab Mittwoch nachmittag 6 Uhr. 6,3fD A. Koch Nacht. Mäusburg 15 — Tel. 3612 1879 - 1929. Am 29. August 1932 verschied nach langem schweren Leiden unser lieber Alterskamerad Herr Heanridi Reh, Budidrudcer« Wir werden ihm allezeit ein treues und ehrendes Nach langem schweren Leiden verschied am 29. August unser Aufsichtsrats-Mitglied Heinrich Reh Nach über zwanzigjähriger Zugehörigkeit zu unserem Betriebe verschied vorgestern der Maschinensetzer Herr Heinrich Reh infolge schwerer Leiden, die ihn seit längerem von seiner Berufstätigkeit zurückbielten. Wir betrauern in dem Heimgegangenen einen tüchtigen Fachmann aus unserem Arbeiterstämme, einen Mitarbeiter von guter Gesinnung. Sein Andenken wird von uns in Ehren gehalten werden. Gießen, den 31. August 1932. Brühl'sche U n i ver sitäts - B u ch - u. Steindruckerei. R. Lange, Gießen. __M31D im Alter von 53 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Reh, geb. Stieglitz. Waschhütten nicht 6120D zusammenfallend Leiterwagen Ersatzräder KfllßreiSommerkorD Bleichstrahe 12 Vom 1. bis 7. September zeigen Ihnen meine Schaufenster eine 100jährige Ausstattung die Wäsche war dauernd im Gebrauch und eine neuzeitliche Ausstattung in beiden Aussteuern ist der Qualitätsbegriff ausschlaggebend — ich benutze diese Gelegenheit, um Ihnen während der Ausstellung Qualitätsware und Ausstattungswäsche Danksagung. Für die vielen Beweise der Teilnahme an unserem schweren Verlust und die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden danken wir herzlichst Wilhelm Rothamel Ernestine Rothamel. Einmalige Sprechtage in Gießen. Am Freitag, dem 2., u. Samstag, dem 3.Sept., v. 9-12 u. 2-6Uhrfinden in Giehen im Hotel Prinz Karl Sprechstunden statt. 26jährige Praxis, viele Tankbriefe liegen in derSvrechstde.zurEinsicht aus. Die Auskunft wird kostenlos und un- m°/ Rabatt auf alle IU /O Aussteuerwäsche Montag, 29. August, entschlief sanft nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, unser Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Reh Lichtspielhaus Gießen Bahnhofstraße Ich bitte, Leidende und Eltern von stotternden Kindern vertrauensvoll zu mir zu kommen. Früher war ich ein starker Stotterer und habe, nachdem ich eine neue Methode erfunden habe, mich selbst von dem Nebel befreit. Professor Böttcher, Tilsit (später in Königsberg wohnhaft), schrieb mir schon vor vielen Jahren: „Ihre Methode mühte einen Ruhmes- u. Siegeszug durch die Welt machen!" 51 ein langsames Sprechen! Keine Atemübungen: Nur das Angstgefühl muh beseitigt werden. Stottern ist kerne Krankheit. Kommen Sie zu mir und überzeugen Sie sich selbst, dah praktischeAerzte, die selbst Stotterer waren und ebenfalls Anstalten ohne Erfolg besucht haben, durch meine Methode in 2—4Woch. dauernd von ihrem Nebel befreit wurden. Ludwig Warnecke Direktor der internation. Svrachheilanstalt Berlin SW 1», Seydelstrake 31a. Ul' Gießen i Freitag, d.2.Sevt.: Monats-Versammlung IbeiHovfeld. eiuD Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere herzensgute, allzeit treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Lina Nagel geb. Kreuder nach kurzem, aber schwerem Leiden im Alter von 69 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Jean Nagel, Postassistent. Niersteiner Kirchberg .. .1 00 Unvergorener süßerTraubensaft Für das Verteilen von Mustern und Prospekten von Haus zu Haus werden Damen (Haus-Propagandistinnen) mit gutem Aeuberen sofort gesucht. Schriftliche Bewerbungen, möglichst unter Beifügung von Zeugnisabschriften und Angabe von Referenzen erbeten unt.S. A. 7995 (6113V) an den Giehener Anzeiger. Ingenieurschule Strelitz Meckl.-Strel. Staatlich anerkannt Reichswehr -Auge - höriger sucht zum 1. Oktober eine Z-älmm.-Woßn. mit Küche. Schrift!. Angeb. unter 05009 an d. Gieff. Anzeig. [Stellenangebote) Strebs. 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Die Vahngcsellschaft weigerte sich, für den Schaden zu hasten, weil Vis zum Jahre 1900 war dieses Rechtsgebiet der Landesgesetzgebung überlassen. In allen großen und auch einigen anderen deutschen Ländern gab es sogenannte Tumultschadengesetze, die infolge der Unruhen im Jahre 1848 entstanden sind: so die Gesetze vom 11. März 1850 in Preußen, vom 12. März 1850 in Bayern, vom 28. August 1849 in Württemberg, vom 3. März 1859 in Hessen. Alle genannten Gesetze setzten grundsätzlich die Hastung der Gemeinden für die sogenannten Tumultschäden fest. Eine Ausnahme bildete nur der Staat Sachsen Dafür war im sächsischen Gesetzbuch bestimmt, daß die Anstifter und Teilnehmer eines Aufruhrs für den entftan- denen Schaden als Gesamtschuldner hafteten auch wenn sie ihn nicht selbst verschuldet hatten. Als 1900 das Bürgerliche Gesetzbuch eingeführt wurde, blieb das Tumultrecht nach Art. 108 des Einführungsgesetzes weiter der Landesqeschgcbung Vorbehalten. Das wurde erst nach der Revolution von 1918 anders. Durch Reichsgesetz vom 12 Mai 1920 über die durch innere Llnruhen verursachten Schäden wurde die Materie für das ganze Reichsgebiet einheitlich geregelt, und zwar wurde das Reich damals für die Tumultschaden haftbar gemocht. Das ist durch die Verordnung der Reichsregierung vom 29. März 1924 dahin geändert worden, daß an Stelle des Reiches die Länder haftbar sind. Durch Lon- desgesetz kann bestimmt werden, daß die Gemeinden für ersatzpflichtig erklärt werden. Das ist bisher noch nicht geschehen. . . _ , , Nach § 1 des Tumultfchadengesehes bestehen Schadenersatzansprüche wegen <^äden, die an beweglichem und unbeweglichem Eigentum 'm Zusammenhänge mit inneren Unruhen durch offene Gewalt oder ihre Abwehr unmittelbar verursacht sind. Objektive Voraussetzungen des Schadenersatzanspruches sind: 1 . Gs muß ein unmittelbarer Sachschaden entstanden fein. . , 2 Der Schaden muh im Zusammenhang mit inneren Unruhen durch offene Gewalt, oder durch ihre Abwehr entstanden sein 3 Der Betroffene muh durch den Schaden m seiner wirtschaftlichen Existenz gefährdet fein Ersetzt werden alle Schaden, die sich strafrechtlich als Folgen von Sachbeschädigungen, Drand- gelmäßig wiederkehrende Ereignis, das den Unfall verursacht hat, war das bei starkem Verkehr immer wieder vorkommende Dorwärtsdrängen der aus der Verkehrsinsel wartenden Personen. Dah es hierbei nicht daraus ankommen kann, ob schon einmal ein Unfall wie der in Rede stehende an dieser oder einer anderen Haltestelle im Betriebe der Straßenbahn vorgekommen ist, liegt aus der Hand. Ausschlaggebend ist allein die Tatsache, daß der gefährliche Andrang, der den Unfall herbeigeführt hat. bei dem Betriebe der Straßenbahn bei starkem Verkehr sich regelmäßig wiederholt hat. Wenn demgegenüber sich die gung fällt ferner ganz fort, wenn triff entließ falsche Angaben bei Aufstellung der Schadens- rechnung gemacht werden. Das Verfahren zur Feststellung der durch Tumulte entstandenen Sachschäden ist durch die Verordnung vom 15. September 1920 mit den Aenderungen der Verordnung t»om 29 März 1924 geregelt. Entscheidende Behörden sind die „Ausschüsse »ur Feststellung von Entschädigungen für Ausruhrschä- den" und das Reichswirtschastsgericht. Die Beisitzer der Ausschüsse sollen Berufsangehörige der Landwirtschaft, des Handels und Gewerbes, de« Handwerks und der Arbeiterschaft, sowie der freien Berufe fein. DaS Reichswirtschaftsgericht entscheidet durch Senate in der Besetzung von einem Vorsitzenden, zwei rechtskundigen und zwei sachverständigen Beisitzern. Der Anspruch ist zur Vermeidung des Ausschlusses binnen 3 Monaten anzumelden Erscheint der Antrag ohne weiteres begründet, so entscheidet der Vorsitzende allein Degen seinen Bescheid kann binnen 2 Wochen die Entscheidung des Ausschusses beantragt werden. Der Ausschuß entscheidet entweder durch Beschluß, oder aus Grund mündlicher Verhandlung. Gegen den Bescheid des Ausschusses ist die Beschwerde an das Reichswirtschastsgericht gegeben Die durch Tumulte entstandenen Personen^ s ch ä d e n werden nach den Vorschriften des Gesetzes über den Ersah der durch den Krieg verursachten Personenschäden vom 15. Juli 1922 in der Fassung vom 22. Dezember 1927 beurteilt. Danach steht den Beschädigten ein Anspruch auf Versorgung in Form einer Rente zu. Diese richtet sich nach dem Reichsversorgungsgeseh vom 12. Mai 1920 in der Fassung vom 22. Dezember 1927. Die Höhe der Rente für Tumultschäden beträgt bei Beschädigten unter 17 Jahren 30, 60 und 80 v. H. der Reichsversorgungsrente und nachher 100 v. H. derselben. Auch hier gilt § 254 DGB. Den Hinterbliebenen steht Sterbegeld zu. Die Kosten der Versorgung tragen grundsätzlich, vorbehaltlich landesgesehlicher Regelung, in Höhe von zwei Drittel das Land und in Höhe von einem Drittel die beteiligte Gemeinde. Heber die Rente entscheiden im Derwaltungs- und Spruchverfahren die Behörden, die für die Feststellung der nach dem Reichsversorgungsgesetz zu gewährenden Ge- bühmisse zuständig sind. Das sind die Versvr- gungsämter und die Dersorgungsgerichte. Das Verfahren richtet sich nach den vor oiefen Behörden maßgebenden Bestimmungen, wie sie das Gesetz über das Verfahren in Versorgungsverfahren vom 10. Januar 1922 in Fassung vom 20. März 1928 enthält. rung von Türen, Schußschäden an Gebäuden). b) Warenplünderungen (Lebensmittelläden, Warenhäuser, Zigarrenläden). c) Bagatellschäden (kleinere Einzelschäden, sog. Kundenschäden, z. B. Schädigung oder Plünderung einer zur Reparatur gegebenen Uhr. Wird Ersah für Schäden an Grundstücken oder Gebäuden zugesprochen, so kann die Zahlung davon abhängig gemacht werden, daß die Wiederherstellung sicheraestellt wird. Für die Feststellung der Höhe des Schadens empfiehlt sich die Anwendung der Ausführungen des Bundesrats zum Gesetz über die Feststellung der Kriegsschäden im Reichsgebiet vom 3. Juli 1916, aus die im Rahmen dieser Arbeit nur verwiesen werden kann. Innere Unruhen sind alle Handlungen innerhalb des Deutschen Reiches, welche die össent- liche Ruhe und Ordnung im Innern von Deutschland stören. Der Zweck kann politisch, sozialpolitisch oder auch rein wirtschaftlich sein. Die zu- fammengcrottcte Menge muß so groß sein, daß sie die öffentliche Ordnung gefährdet. Wann das der Fall ist, ist Tatfrage. Anderseits fallen die Schäden, die durch richtige Straßenkämpfe zwischen Aufrührern und Polizei oder Regierungstruppen entstanden sind, unter die Kategorie der Kriegsschäden und unterliegen daher nicht dem Tumult- schadengesetz. Der Betroffene muß endlich durch den Schaden in seiner wirtschaftlichen Existenz gefährdet sein Auch das ist nicht immer leicht zu entscheiden. Auf jeden Fall werden aber höchstens 75 v. H. des festgestellten Schadens ersetzt. Reben dem Staat haftet natürlich auch der einzelne Täter und Anstifter, soweit er ermittelt wird. Sehr wichtig ist die Bestimmung des tz 5 des Reichsgesetzes. Danach ist bei jedem Schaden das sogenannte konkurrierende Verschulden des Beschädigten zu berücksichtigen d. h. die Verpflichtung zum Ersah, sowie der Umfang des zu leistenden Ersatzes hängt von den Umständen insbesondere davon ab. inwieweit der Schaden vorwiegend von dem einen oder dem anderen verursacht toorben ist. (§ 254 DGB.) Eine Entschädi- toeigerte sich, für den Schaden zi es sich hier um einen Fall d , , Gewal t handele, der nicht als Detriebsgefahr zu werten sei. Hierzu führt das Reichsgericht (9. ZivSen. 6 31) aus, dah nach ständiger Recht- sprechung des Reichsgerichts Ereignisse, die mit einer gewissen Häufigkeit wiederkehren, auch wenn sie bei der Ratur des Betriebes unvermeidlich sind, nicht höhere Gewalt find. Das rc- Das Bürgerliche Gesetzbuch behandelt in den § 504 ff. das zwischen dem Berechtigten und dem Verpflichteten und seinen Erben wirkende Vorkaufsrecht an beweglichen Gegenständen, an denen ein Kauf überhaupt möglich ist. In den § 1094 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches wird das dingliche auch gegen Dritte wirksame Vorkaufsrecht anGrundstücken behandelt. Das Vorkaufsrecht begründet heute das Recht, einen Kaufvertrag, den der Verpflichtete über den Gegenstand des Vorkaufsrechts mit einem Dritten abschließt, unter den gleichen Bedingungen, die der Verpslichtete mit dem Dritten vereinbart hat, ein^ugehen. Das Vorkaufsrecht enthält einen aufschiebend bedingten Kauf. Es beruht entweder auf Gesetz, einem Rechtsgeschäft unter Lebenden, oder einem von Todeswegen (Testament). Ein Beispiel für den ersten Fall bietet das Vorkaufsrecht des Miterben nach § 2034 BGB. Verkauft nämlich ein Miterbe seinen Erbschaftsanteil an einen Dritten, der nicht Miterbe ist, so sind die übrigen Miterben in ihrer Gesamtheit — nicht jeder einzelne — zum Vorkauf berechtigt. Die Frist für dieses auch vererbliche Vorkaufsrecht beträgt zwei Monate. In Ansehung eines Gegenstandes kann der, der zum Vorkauf berechtigt ist, das Vorkaufs- recht ausüben, sobald der Verpflichtete mit einem Dritten einen Kaufvertrag abgeschlossen hat. Eine Schenkung, ein Tausch oder das Einbringen in eine Gesellschaft steht dem Kaufvertrag nicht gleich. Wohl aber ein solcher über einen realen, oder ideellen Anteil. Rach § 505 BGB. erfolgt die Ausübung des Vorkaufsrechts nur gegenüber dem Verpflichteten. Die diesem gegenüber" erfolgte Willenserklärung wird nach § 130 BGB., wenn sie in dessen Abwesenheit ^gegeben Wird, erst in dem Zeitpunkt wirksam, in dem sie ihm zugeht und von ihm wahrgenommen werden muß. Sie wird nicht wirksam, wenn dem anderen vorher oder gleichzeitig ein Widerruf zugeht. Auf die Wirksamkeit der Willenserklärung ist es ohne Einfluß, wenn der Erklärende nach der Abgabe stirbt, oder geschäftsunfähig wird. Mit der Ausübung des Vorkaufsrechts kommt der Kauf zwischen dem Berechtigten und dem Verpflichteten unter den gleichen Bedingungen zustande, die der Verpflichtete mit dem Dritten vereinbart hatte. Hatte hierbei ersterer dem letzteren eine besondere Begünstigung gewährt, so kommt diese auch dem Berechtigten zugute. Das Vorkaufsrecht kann auch dann ausgeübt werden, wenn eine Vereinbarung des Verpflichteten mit dem Dritten vorliegt, durch die der Kauf von der Richtausübung des Vorkaufsrechts abhängig gemacht, oder dem Verpflichteten für den Fall der Ausübung des Vorkaufsrechts der Rücktritt Vorbehalten wird. Sür den Fall, daß sich der Dritte in dem Vertrage mit dem Verpflichteten zu irgendeiner Rebenleistung verpflichtet hat, die der Dorkaufsberechtigte rein persönlich zu be- Die Haftpflicht derVerkehrsunternehmungen. t>on Or. jur. Wilhelm Stifter. Bach dem Reichshaftpflichtgeseh haftet der Unternehmer einer Eisenbahn für Tötungen und Körperverletzungen, die sich bei dem Betrieb der Eisenbahn ereignen. Die Haftung ist unabhängig von einem Verschulden des Unternehmers, oder der Bahnangestellten. Als Eisenbahn im Sinne dieser Bestimmung gilt nicht etwa nur die deutsche Reichsbahn, sondern auch Klein- und Straßenbahnen. Die Haftung der Eisenbahn, wie sie das Reichshaftpflichtgesetz vorschreibt. wird ausgeschlossen, wenn der Unfall durch höhere Ge- walt oder durch eigenes Verschulden des Verletzten verursacht worden ist. Bezüglich dieser Bestimmung steht aber unsere Rechtsprechung (Jur. Wochenschrift 29 32) grundsätzlich auf dem Standpunkt, daß ein Verschulden deS Verletzten keineswegs ohne weiteres die Haftung des Cisenbahnunternehmers ausschließt. Cs steht der Gefährdungshaftung der Bahn aus der Detriebsgefahr die Haftung des Beschädigten für eigenes schuldhaftes Verhalten auf der anderen Seite gegenüber. Deshalb ist ab» ?uwägen, ob das Verschulden des Der- e h t e n derart erheblich ist, daß demgegenüber die Bedeutung der Detriebsgefahr vollkommen zurücktritt. Rur in diesem Falle ist die Haftung der Eisenbahn vollständig ausgeschlossen. In allen anderen Fällen eines nicht ganz unbedeutenden Verschuldens des Verletzten ist abzuwägen wieweit der Unfall vorwiegend durch die Detriebs- gefahr, oder durch das Verhalten des Verletzten erbeigeführt ist. Dabei ist die Schwere des Verschuldens des Verletzten von der Eisenbahnverwaltung zu beweisen. Diese Grundsätze hat das Reichsgericht auf einen Fall angewandt, in dem sich ein Fahrgast trotz des Verbotes aus dem Fenster des fahrenden Zuges hinauslehnte und dabei verletzt wurde. Die Entscheidung unterstellt als richtig, daß hier ein Verschulden des Verletzten vorliegt, weil er gewußt habe, daß das Hinauslehnen des Körpers oder das Hinaushalten einer Hand aus dem Fenster des fahrenden Zuges wegen der damit verbundenen Gefahr verboten ist. Es erklärt aber, daß dieses Verschulden nicht sehr hoch zu bewerten sei, weil die Gefahr einer Verletzung unter den gegebenen Verhältnissen nicht sehr nahe gelegen habe. Zwar bestehe das fragliche Verbot allgemein, es werde aber erfahrungsgemäß so allgemein nur als eine Warnung vor möglichen Gefahren aufgefaßt, die dem Reisenden anheim- gibt, auf etwaige Hindernisse zu achten. Daraus ergebe sich weiterhin, daß ein solches Verhalten des Fahrgastes sich nicht als grobes, die Haftpflicht der Eisenbahn völlig ausschließendes Verschulden des Fahrgastes dorstelle. In einem anderen Falle handelte es sich darum, daß ein Fahrgast aus dem fahrenden Zuge gestürzt war und die Reichsbahn eine Haftpflicht ablehnte, weil ihrer Ansicht nach die Schlösser ter Abteiltüren nicht von selbst aufgehen können und deshalb der Fahrgast die Wagentür verbotswidrig geöffnet haben müsse. Das Reichsgericht hat sich auch in diesem Falle nicht der von der Reichsbahngesellschast vertretenen Ansicht ange- schlossen. In der Entscheidung wird ausgefuhrt, daß der Betriebsunternehmer, also im vorliegenden Falle die Reichsbahngesellschaft, der seine Hastpflicht unter Berufung auf eigenes Verschuld ben des Verletzten ablehnen will, sowohl die Tatsachen, aus denen das eigene Verschulden folgen soll, wie auch den ursächlichen Zusammenhang zwischen diesen Tatsachen und dem Unfall noch- zuweisen habe. Stellt sich das Verhalten des Verletzten nach dem äußeren Hergang und dem gewöhnlichen Lauf der Dinge als schuldhafte Außerachtlassung der durch die Umstande gebotenenVorsicht dar, so braucht der Betriebsunternehmer nicht zu beweisen, daß auch keine besonderen Cntschuldigungsgründe vorgelegen hätten. Das Reichsgericht führt weiter aus, daß es im vorliegenden Falle der Lebenserfahrung nicht entsprechen würde, wollte man annehmen, daß jemand, der aus dem fahrenden Zuge stürzt, selbst die Wagentür verbotswidrig geöffnet haben müsse. Mögen die Schlösser der Ab. teiltürcn auch nicht von selbst aufgehen können und in Ordnung gewesen sein so bleibt doch die Möglichkeit offen, daß die fragliche Abteiltur. durch die der Verunglückte aus dem Zuge stürzte, aus irgendeinem Grunde damals nicht gehörig geschlossen gewesen ist, ohne daß dabei glückten ober einen Bahnbeamten ein Verschulden zu treffen brauchte. Im übrigen steht das Reichsgericht stets auf dem Standpunkt, dah neben dem eigenen verkehrswidrigen Verhalten des auf der Eisenbahn Verletzten auch die e rh öh t e Betriebs ge- fahr als Ursache des Unfalls und damit des etwaigen Schadens zu beachten und zu berücksichtigen ist. In der Rechtsprechung ist allerdings mehrfach dahin erkannt, dah grobes Verschulden des Verletzten insbesondere ein Derstoh gegen gesetzliche Vorschriften über die Regelung des Verkehrs, geeignet sein kann sogar eine gleichfalls als Schadenursache mitwirkende erhöhte De- triebsgesahr völlig zurücktreten zu lassen. Ob das im einzelnen Falle zutrifft, richtet sich aber stets nach den besonderen Umständen. Diese können es auch als gerechtfertigt erscheinen lassen, jene Folgerung nicht zu ziehen. Die Entscheidung ist in erster Linie Sache des Tatrichters. Bei einem anderen interessanten Fall der Haftwirken außerstande ist, so hat letzterer statt der Rebenleistung deren Wert zu ersetzen Die Ausübung des Vorkaufsrechts ist für den Fall ausgeschlossen. daß sich die Rebenleistung in Geld nicht schätzen läßt. Eine vereinbarte Rebenleistung bleibt außer Betracht, wenn der Vertrag mit dem Dritten auch ohne sie abgeschlossen worden wäre. Ist der Gegenstand des Vorkaufsrechts mit anderen Gegenständen zu einem Gesamtpreis von einem Tritten gekauft worden, so wird die Ausübung des Vorkaufsrechts hierdurch nicht beeinträchtigt. Ter Vorkaufsberechtigte kann auf seinem Schein bestehen und hat alsdann nur einen Der- hältnismähigen Anteil des Gesamtpreises zu bezahlen. Der Verpslichtete kann jedoch verlangen, daß sich die Ausübung des Vorkaufs auf alle Sachen erstreckt, die nicht ohne Rachteil für ihn getrennt werden können. Kommt es dieserhalb zwischen dem Berechtigten und dem Verpflichteten zu einem Rechtsstreit, so liegt in diesem die De- weislast dem Verpslichteten ob. Für den Fall, daß der Kaufpreis dem Dritten in einem Vertrag gestundet worden ist. kann der Vorkaussberechtigte die Stundung nur in Anspruch nehmen, wenn er für den gestundeten Betrag Sicherheit leistet. Für letztere finden die Vorschriften in dem § 232 BGB. Anwendung. Ist ein Grundstück Gegenstand des Vorkaufs, fo bedarf es der Sicherheitsleistung insoweit nicht, als für den gestundeten Kaufpreis die Bestellung einer Hypothek an dem Grundstück vereinbart, oder in Anrechnung auf den Kaufpreis eine Schuld, für die eine Hypothek an dem Grundstück besteht, übernommen worden ist. Rach dem Gesetz hat der Verpflichtete die für die Ausübung des Vorkaufsrechts wesentlichen und wichtigen Punkte des mit dem Dritten abgeschlossenen Kaufvertrags unverzüglich dem Dor- kaufsberechtigten mitzuteilen: es genügt jedoch auch die Mitteilung des Dritten. Die Ausübung des Vorkaufsrechts ist bei Grundstücken an eine Frist von zwei Monaten, bei anderen Gegenständen an eine solche von einer Woche nach dem Empfang der Mitteilung geknüpft. Anderweite vertragliche Vereinbarung ist möglich. Ohne Anspruch auf jede Entschädigung ist das Vorkaufsrecht nach § 512 DDB. ausgeschlossen wenn der Verkauf im Wege der Zwangsvollstreckung (Zwangsversteigerung) erfolgt, ober durch den Konkursverwalter beim Konkursverfahren Sinb mehrere gemeinschaftlich vorkaufsberechtigt, so kann es nur im ganzen ausgeübt werden. Ist es für einen Berechtigten erloschen, oder übt einer von ihnen sein Recht nicht aus, so können es die übrigen wiederum im ganzen ausüben. Das Vorkaufsrecht ist nicht übertragbar, kann beispielsweise nicht abgetreten, verpfändet, ober verschenkt werben, und geht nicht auf die Erben des Berechtigten über, sofern nicht etwas anderes vertraglich vereinbart ist. Ist es jedoch auf eine bestimmte Zeit beschränkt, so ist es im Zweifel vererblich. Der Ersah von Tumulischäden Don Landgerichtsrat Or. Bergmann, Halle a. S. Strahenbahngescllsc^aft darauf berief, bah bet Druck der anberen Fahrgäste auf ben Verletzten so heftig gewesen sei, baß er bem nicht wieber- stehen konnte, es sich also beshalb um höhere Gewalt gehanbelt habe, so führt bas Reichsgericht bcmgcgcnübcr aus. daß bei bem Andrängen toartenber Fahrgäste immer mit ber Möglichkeit gerechnet werben müsse, baß auch starker Druck, bem ber einzelne nicht widerstehen kann, aus- geübt wirb, und auch bas ist ein mit einer gewissen Häufigkeit wieberkehrenbes Ereignis, also nicht höhere Gewalt. LigentumSvorbehalt und Faktura. Die Frage, wieweit besondere Kaufabreden auf ber Faktura Gültigkeit haben, ist schon vielfach Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten gewssen.^Jrn allgemeinen haben die Gerichte derartige Fakturenvermerke als nicht rechtsverbindlich bezeichnet, soweit es sich bei ihnen nicht nur um die Bestätigung bereits vorher getroffener mündlicher Abreden handelte, ober soweit nicht über derartige Bedingungen Einverständnis zwischen Käufer unb Verkäufer herrschte. Zu diesem Fragcngebiet hat das Oberkandesgericht München (Jur. Wochenschrift 23/32) jetzt wiederum eine neue, für das kaufmännische 13eben bedeutsame Entscheidung gefällt. Es führt in seiner Entscheidung aus, daß Rechnungen im allgemeinen nur zur Angabe der Warenmenge und des Preises bestimmt sind, der Besteller kann sie insoweit unbeachtet lassen, als sie Vermerke enthalten, die den vereinbarten und als vereinbart geltenden Dertragsbestimmungen widersprechen. Bestimmungen des geschlossenen Vertrages können also durch Vermerke auf Rechnungen nicht einseitig abgeändert werden. Anders ist es aber bezüglich des Abschlusses anderer Verträge, insbesondere bezüglich des im Anschluß an einen Kaufvertrag und auf Grund eines solchen abzuschließenden dinglichen Uebercignungs- Vertrages, bei welchem der Eigentümer der Sache und der Erwerber bei der Uebergabe der Sache darüber einig sein müssen, daß das Eigentum übergehen soll. Erklärt hier ber Verkäufer einer Sache, auch wenn beim Kaufabschluß ein Eigentumsvorbehalt nicht vereinbart wurde, bei der Uebergabe der Sache, daß er sich das Eigentum bis zur Zahlung des Kaufpreises vorbehalten wolle, so begeht er dadurch zwar einen Vertragsbruch, es geht aber mangels seines Willens, daß das Eigentum auf ben Erwerber übergehen soll, bas Eigentum auf ben Besitzerwerber nicht über: Eine Form für eine derartige Erklärung ist nicht vorgeschrieben: es ist auch kein Grund ersichtlich, warum ein derartiger Vorbehalt nicht in einer Rechnung erklärt werden könnte. Voraussetzung ist hierbei jedoch, baß der Verkäufer ben der Uebcreignung als Bedingung beigefügten Eigentumsvorbehalt bem Käufer in aller Form erklärt, baß er eine genügenb deutliche Erklärung abgibt. An dieser Voraussetzung fehlt es aber, wenn beispielsweise auf den Rechnungen der übliche Vermerk „sämtliche Waren bleiben bis zur vollständigen Begleichung unser Eigentum" sich ganz am unteren Rande der Rechnung in allerkleinster Druckschrift angefertigt ist. Diese Art und Weise entspricht nicht mehr bem Erfordernis genügender Deutlichkeit. An dieses Erfordernis muß insbesondere dann ein strenger Maßstab gelegt werden, wenn die Erklärung, wie hier, einen Vertragsbruch enthält: Wer eine Ware ohne Vereinbarung eines Eigentumsoorbehalts kauft, darf darauf vertrauen, daß ihm die Ware auch sofort übereignet wird. Er braucht nicht damit zu rechnen, daß sein Gegner oertragsbrüchig wird, unb kann erwarten, daß ber Vertragsgegner, wenn er ver- tragsbrüchig werden will unb bies auf einer Rechnung erklärt, dies so deutlich tut, daß es bem Käufer sofort ohne langwieriges Suchen in die Augen fällt. Dies gilt nicht nur für gewöhnliche, sondern auch für Handelsgeschäfte: ja gerade weil ein Kaufmann Vermerke über einseitige Dertragsabänderungen un- beachtet lassen darf, der Käufer demnach, wenn sein Kauf für ihn ein Handelsgeschäft wäre, den Vermerk über den Erfüllungsort hätte unbeachtet lassen dürfen, könnte es ihm nicht verdacht werden, wenn er die Ausdehnung einer Prüfung auf den mit diesem unbeachtlichen Vermerk verquickten, hinter ihm sichenden Eigentumsoorbehalt unterlassen hätte. ftiftung, Lieberschwemmung, Diebstahl. Raub Erpressung dar stellen. Hierher gehören: a) Beschädigungen und Zerstörungen von Gebäuden und Mobiliar (Glasschäden. Zertrümme- Nachdruck verboten. 9. Fortsetzung. M Zum Einweichen der Wäsche, zum Weichmachen des Wassers: He nko, Henkel'» Wasch- und Bleich-Soda. Lichtspielhaus»Gießen Zurück! 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Es war ein schwuler, schweigender Sommer- abend, als Dr. Andresen Eva-Marie aus dem Krankenzimmer winkte. „Morgen dürfen Sie auf Urlaub, liebes, gnädiges Fräulein! Es ist Zeit!" sagte er traurig. „Morgen schon?" fragte das Mädchen, und die lieben Augen, die er so gern fröhlich sah, wurden dunkel und feucht von den heitz emporsteigenden Tränen. „Um elf Uhr soll Renate operiert werden!" sagte er. „Wie gern begleitete ich Sie dort hinaus auf das blühende Land. Aber ich soll dabei bleiben, falls mein Bruder benachrichtigt werden muh." „Kann sie dabei sterben?" fragte Eva-Marie trostlos. „Wir wollen es ihr gönnen!" antwortete leise Heinrich Andresen. „Es wäre ihr wohl! Aber ihre Radur ist ja stets stärker gewesen als Rar- kose und Krankheit. Vielleicht hält sie noch einmal durch!" _ Sie schwiegen beide und drückten sich die Hände. „Und gerade jetzt soll ich reisen?" klagte Eva- Marie. „Sie sehnten sich doch nach Ihren Verwandten! meinte der Arzt. „Sie werden sich doch erholen, einmal unter gesunden Menschen leben, und dazu haben Sie ein Recht!" „Gewih sehe ich sie gern einmal wieder, Mama, den Onkel und die anderen! Aber ich kann nicht sagen, datz ich mich jemals von hier fortgesehnt hcche! Renate ist mir soviel, sie ist trotz ihres schweren Leidens immer so gut zu mir! — Ich Die Handlung spielt Im Pullmann-Luxuszug von Peking nach Schanghai. Die Aufnahmen, die während der rasenden Fahrt des Expreßzuges aufgenommen wurden, sind Höhepunkte der Technik. Seine Passagiere, bunt durcheinandergewürfelt, aus aller Herren Länder werden zu Schicksalsgenossen. Liebe, Geld, Hungernach Macht und Sensation undstillesHeldentum ... alle menschlichen Schwächen und Leidenschaften treiben ihrSplel 6124 c Kne i Paris, 3: presse oerösse das sranjösis Abwesenheit 1 Note der Zragede' • erhalten hab Dienstaga^ worden, hei „minolaure' abzugeben, Der Tex! n bourg in sei den! habe t nerstag dem Der Quai rung zur die aus 6r [tätigt w „Nicht zum । für die die essiert. 3m Brüning donaid und 3m 3uii d. herriot vor nisterpraside Augenblick i beschästi hatte das 1 Presse die 3 lands ju ,p der Reid fdjen Bolfdji eine ßenf die Verfass Diese Dentsö 2uai d'Orsag An zuslän' zend ertlärl eine Not fassung Lolschoster dem Reid)« eine Be(prt der Reichsm tebung hab Denkschrift i gleidjjei übermitt wie der Bet Merprasider •n Cherbourc Entrüs habe keinen Mangel gelitten, Herr Doktor, und Sie .. Er nahm ihre Hand und kützte sie. „lind ich, Eva-Marie?" Sie sah ihn voll und herzlich in die Augen. „Sie werden mir sehr fehlen, Herr Doktor! lind nun will ich bitten, wann darf ich einmal telephonisch anfragen, wie es mit Renate steht?" „Dann höre ich wenigstens die Stimme, die mir alle Tage wie eine liebe Heimatglocke llingt!" Er nahm ein Rezeptblatt aus seinem Block und schrieb ihr Amt und Rümmer aus. „Rur der Gedanke quält mich", sagte leise Eva-Marie, „datz ich nie hierher zurückkäme, wenn Renate bei dem Schweren, datz sie durchmachen mutz, ihre Augen schlieht!" „Ich würde Sie auch dann zu finden wissen, liebes Mädchen!" versicherte er voll Hoffnung. „Lassen wir es uns nicht noch schwerer werden, als es der traurige Anlatz unserer Trennung ohnehin schon macht! Lassen Sie uns hoffen, datz diese Trennung nicht von allzu langer Dauer ist. lind dann freuen wir uns auf ein Wiedersehen, gelt, Eva-Marie?" Sie wehrte es ihm nicht, datz er sie beim Vornamen nannte. Er sprach ihn aus wie eine zarte Liebkosung, wie etwas Köstliches, etwas Glückliches. Lächelnd reichte sie ihm noch einmal ihre Hände. „Auf Wiedersehen, Herr Doktor!" Es sah aus, als ob die Sonne durch die Wolken schimmerte, dieses Lächeln mit tränenfeuchtem Blick. Er hätte sie am liebsten gleich an sein Herz genommen, den sützen, lächelnden Mund zu küssen und die Augen, die so klar und fein waren, wie er selten in der grotzen, tollen Stadt Frauen- äugen sah. Aber Schwester Elisabeth klopfte an und sagte mit höhnischen Blicken: „Gnädige Frau wünscht die Gesellschafterin!" „Ich komme!" rief Eva-Marie ohne jede Empfindlichkeit. Sie nickte dem Doktor zu, barg daS Rezept mit der Telephonnummer in ihrer Bluse und ging der Schwester nach. Dort blieb sie bei der kranken Freundin und freute sich, wie ruhig und gefatzt diese war, und datz sie heute einen verhältnismätzig frischen Eindruck machte. Dis die Stunde des Abschieds kam, denn in aller Frühe sollte Renate fortgebracht werden, ohne sich vorher durch Abschiednehmen irgendwie aufregen zu lassen. (Fortsetzung folgt.) „Ich mutz dir eins sagen, Karl!" Dr. Andresen legte seine Hand auf des Bruders Schulter und atmete tief, als würde ihm das Sprechen schwer. „Ich mutz es dir sagen! Der Zustand deiner lieben Frau ist so ernst, datz die Operation nur ein Aufschub ist. Sie mutz aber gemacht werden, um die arme Frau vor den furchtbarsten Schmerzen zu bewahren! Käme dabei das Ende, so wäre ihr Tod leichter, als das, was sie sonst zu erdulden hätte. Fräulein von Diemen Weitz dies nicht so, sie kennt den Zustand nicht, wenngleich sie von der Hoffnungslosigkeit des Leidens Weitz! Aber Schwester Elisabeth kennt ihn, und sie sollte mehr Respekt und Mitgefühl haben vor dem Unabwendbaren, als durch kleinliche Eifersüchteleien Szenen hervorzurufen, die überflüssig sind. Ich kann dir nur raten, tu deiner Frau zuliebe, was in deinen Kräften steht! Gar zu lange wirst du nicht mehr Gelegenheit haben. Hnb nimm ihr um Gottes willen nicht das bitzchen Sonnenschein, das ihr aus Fräulein von Diemens herzensgutem Wesen strahlt. Ob ich sie gern habe oder nicht, das kommt hierbei nicht in Frage! Ebensowenig aber war ich der Meinung, Schwester Elisabeth zu entlassen. Rächste Woche wird die Operation nötig werden. Dann gehen beide auf Urlaub, und sollte unsere Renate gebessert zurückkommen, so wird sich ja alles finden. Es ist wohl ebenso sinnlos wie zwecklos, die Fähigkeiten der beiden Mädchen gegeneinander abzuwägen, da sie auf gänzlich verschiedenen Gebieten liegen! — Guten Abend denn, ich habe mich schon zu lange versäumt!" „Rimm das Auto!" sagte der Bruder. Er sah aschfahl aus. Heinrich schbb alles auf das Schwere, was ihm durch die Operation Renates bevorstand. Er stand noch lange am Fenster, die Hände in die Taschen gesteckt, und sah ins Leere. Ihm war nicht wohl zumute. — Mutzte nun noch ein Mitwisser sein? — Renates Tod, den er lange hatte kommen sehen und längst als etwas Unabwendbares betrachtete, hätte jede Spur seiner Donnerstag, den 1. September d. 3., nachmittags 2 Ahr. versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 28, dahier, zwangsweise gegen Varzahlung: 6128D 3 Trumeauspiegel, 6 Diwans, 13 Sofas, 5 Chaiselongues, 2 Radioanlagen. 5 Schreibmaschinen, 1 Schlafzimmer. 1 Papierstanze. 1 Friseurtoilette, 1 Haarschneidemaschine. 33 750 Bogen verschiedene Sorten Papier, 1 Broschürenheftmaschine, 1 Hobelbank, 4 Schreibtische, 6 Vertikos. 5 Nähmaschinen, 10 Sessel, 6 Kleiderschränke, 5 Tische, 6 Stühle, 1 Teppich. 1 Sekretär, 2 Grammophone, 3 Spiegel. 1 Regulator. 1 Kommode. 1 Spiegelschrank, 4 Büfetts, 1 Warenschrank, 1 Vitrine, 1 Kredenz, 1 Korbmöbelgarnitur. 1 Wanduhr, 1 Bett, 1 Kiste Sargbeschläge Gehrungsstoß- laden, Aluminiumtöpfe, Kaffeekessel, Drahtstifte Nickelschiffe, Kohlenfllller, Transmissionslager, Ofenschirme. Ferner an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im versteigerungslokal): 1 Pferd, 2 Schweine, 2 Horch-Personenwagen, 1 Schärfmaschine, 2 elektrische Kühlschränke. 1 DKW-iDtotorrab, 10pel- Personenwagen. Möll, Gerichtsvollzieher In Gießen Ludwigstraße 331 _ Telephon 3239 Auf einen Posten Herren-, Jünglingsund Knaben-Anzüge und Mäntel Praktische Hausfrauen, die Sil kalt aufgelöst dem ersten heißen Spülwasser beigeben, sind immer wieder entzückt über den schönen klaren, reinen Ton, den Sil der Wäsche verleiht. Machen auch Sie sich dieses einfache Rezept zu eigen Auch zur Pleckentfemung und zum Bleichen grauer, vergilbter Wäsche ist Sil das flinke und schonende Mittel. 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