Zreitag, 50. September 1952 182. Jahrgang Nr. 250 Ws Blaff werden dürse. en b i e Barbaren "w. 6o etwas kann heute 'M London, „Times" sagt konferenz ist Abschluß der französischen Manöver. Paris. 29. Sept. (WTD.) Die französischen Manöver bei Ehalons-sur-Marne sind ober Wettrüsten? 30. September. (DTB. Funkspruch.) in einem Leitartikel, die Abrüstungs- von einem völligen Zusammenbruch in Butzbach. bept< Zum heutige- Stück ausgetrieben. A l bis sechs Wochen c: sechs bis acht Doch vn acht bis 13 Doch- : Handel war rege, r! 1 berstand. in Friedberg. !9. Sept. Beim gckigen V !zahit sür sechs Lochen sechs bis acht Lochen )is zwölf Wochen alt 1! g. : handel wrblitb etn»- iertel. Annahme von Anzeige» für die lagesnnmmcr bis zum Nachmittag vorher. preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für R— Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20* „ mehr. LhefredaKteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Or.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. 1 932 ihren Wohnsitz in der Gemeinde hätten. Der Gemeindewähler müsse, wenn er seine Stimme aus sachlichen Erwägungen heraus ub- geben sollte, eine gewisse Kenntnis der örtlichen Verhältnisse haben, für defen Er- langung die s e ch s m o n a t i g e F r i st des Gemeindewahlgesetzes nicht unterschritten Oie Verwaltungsreform in Preußen. Fraktion der Arbeitsgemeinschaft stimmte auch deren Mitglied Reichsinnenminister Freiherr von G a y l gegen die Vorverlegung der Kommunalwahlen. Nur eine Zweidrittelmehrheit des Landtages kann den Einspruch des Staatsrates gegen die Durchführung der Gemeindewahlen am 6. November wirkungslos machen. Da aber die Mehrheitsverhältnisse im Landtag dahin feststehen, daß einff solche Zweidrittelmehrheit nicht zu erreichen ist, gilt es als unwahrscheinlich, daß das Landtagsplenum wegen dieser Angelegenheit noch einmal vor den Reichstagswahlen zusammenberufen wird. Der Einspruch wird damit begründet, daß der Staatsrat ein Bedürfnis für diese Neuwahlen nicht anerkennen könne. Die Vertretungen der Gemeinden und Gemeindeoerbände hüten nicht nur Aufgaben der Gesetzgebung und Kontrolle zu erfüllen, sondern bei der Vermal- tu na der Gemeinden und Gemeindeverbände mitzuwirken. Dazu sei eine gewisse Stetigkeit erforderlich, die durch die vierjährige Wahlperiode gewährleistet sei. Auflösungen vor Ablauf dieser Frist sollten nur dann erfolgen, wenn die Vertretungen ihre Ausgaben nicht erfüllten. Rücksichten auf die in dieser Zeit schnell wechselnden V o l k s st i m m u n- gen seien nicht geeignet, eine vorzeitige Auflösung zu rechtfertigen. Auch erscheine die Verbindung des Wahltages für die Gemeindevertretungen mit der Reichstagswahl unzweckmäßig. Schließlich bestünden dagegen Bedenken, daß alle über 20 Jahre alten reichsdeutschen Männer und Frauen das Wahlrecht haben sollten, die am 1. Oktober Einspruch gegen die Vorverlegung der Kommunalwahlen in Preußen. Oie Wiederankurbelung der Abrüstungskonferenz Ein plan der kleinen Mächte unter Anlehnung an Hoovers Abrüstungsvorschlag. Don unserem römischen E-Korrespondenten. Rom. Ende September 1932. Paris. 22. Sept. Wie der »Temps" aus Rom erfährt, werde sich Italien in voller Uebereinstimmung mit der englischen Politik halten. Auf jeden Fall ist Italien, so erklärt man in offiziellen Kreisen, nicht in der Lage, Deutschland zu unterstützen. Dazu sei Italien aus politischen und finanziellen Gründen jeder Wiederaufrüstung Deutschlands abgeneigt. In Rom verfolge man mit wachsender Beunruhigung die deutsche Machtpolitik und das Wi ederauf- leben des preußischen Militarismus, der sich anschicke, die Welt nach einmal ins Unglück zu stürzen. So geht die Meldung durch die internationale Presse und wird je nach Sympathien mit aus- reizenden oder abschwächenden Ueberschriften Der- sehen, neutrale Zeitungen kommentieren sie, ihre Kommentare werden von der französischen Presse übernommen, Quelle und Leitung der Rachricht verschwimmen und schließlich kommt das heraus, was man in Paris haben wollte: S o d e n k t Italien. Es ist Zeit, dieser Verfälschung der öffentlichen Meinung, dieser kriegsmäßigen Pressemache ein Ende zu bereiten. Jeder unparteiische Zeitungsleser sollte wissen, daß die römischen Meldungen des „Temps" in Paris bestellt ober fabriziert werden, je nach bem Bebarf des Quai d'Orsay. Nun ist der'Temps allerdings noch immer der Lautsprecher der französischen Regierung, jo, der Großsender, gegen den es keine Selektion zu geben scheint. Um so wichtiger ist es zu wissen, auf welche Weise der Eiffelturm aus Rom erfahrt, was er mit großem Tonaufwonb verbreitet. Druck auf den Knopf: der Romkorrespondent des Temps meldet, daß die italienische Regierung von der deutschen Gleichderech- ttgungsforderung unangenehm überrascht noch gedruckt werden, heute zu Ende gegangen. Die rote Armee, von französischen vornehmlich aus nord afrikanischen Truppen bestehend, war nach längerem Aufmarsch gegen die Stellungen der blauen Armee in T2S4 51,95 12> 5,051 H 14,525 0,$ 4,209 58-y 2b* 16, «I. 34,45 81,82 1,019 s 13,22 58,18 «,00 US Ä 73<0° 2,46 4,45 80,9 34-31 ,266 ;,063 8 4,5J 1,904 „21? 8,46 ,635 6,52 11,27 14,4 81, 1,0N 1,306 13,24 । fooleü- K 3,0« Ä 75,53 wS 14,A o,K 4,217 58,46 21-64 16,Z 81Z 34-51, 11.98 1,021 0,3« 6,30« 13,2« entsprochen werden könne, ohne die Sache der Abrüstung zu schädigen. Die britische Denkschrist zeige die Bereitwilligkeit, Teile des Versailler Vertrages durch eine neue Konvention zu ersetzen. Die Hauptschwierigkeit liege bei Frankreich, das zwischen zwei Wegen wählen müsse, nämlich zwi- jchen einer jetzt oorzunehmenden kontrollier- ten Begrenzung der Rüstungen, die verbunden ist mit gewissen Zugeständnissen an die berechtigten deutschen Forderungen und einem ungeregelte^ Wett r ü ft e n. Die britische Regierung muß jetzt eine Politik for- schlimmer: es wird . „ . Lesern geglaubt, am schlimmsten: sie glauben, auchandere müßten es glauben, vor allem , Italien. Das wollen nun aber die Römer Musso- der Gegend von Dalah vvrgedrimge» Die Stauen R««4 MMtz noch licht W er Beschäftigten noch M “ ;te lediglich eine Ben ■ eschöftigungsruck. ne erhebliche ins Eewnr: st in jüngster Zest So r: chohl aller Beschäftig 23 000 gesunken, md Juli 1930 um MM mher zeigen, wenn auch Verlangsamung des Ron mm die Soisonbeweguni i der Industrie Hal nut wenig verändert, j aus diesen Zahlen Qg onsgüterinbuftrien eben!,, ierindustnen- (6 bl, 11 *■ S“*1 , |ii» libUM ® * * rann,2 ■to wird keine W Kunftfeidnk^ verlause lmm Ä ^3 unbaS hoher. An der das Se. ^audirterr fcur, Don fremden Den- ^leihen blieben gu . 6,?l 5.5. bprozentige^ö! einstahl 67,5, Wir f »A Aku 5Z bii 5erg 54,5 bis 55, 2«S. einische Eleltro Dann- ike 129, Zellstvss Wald- senburg 31,25, Lachs. , Hapag 17,75. linis nicht, sie sind so unhöslich, über das Spiel za lächeln. Sie schauen belufhgt zu. wie die deutschen „®teueltatcn“ exhumiert und wieder exportiert werden, wie man den Popanz des preußischen Militarismus stopft und den blechernen furor teutonicus aufzieht. Das alles schreckt he nicht. Wenn die ..Insormation" Italien beschwört, doch ja nicht das allgemeine Interesse durch die Llnterstühung des deutschen Standpunkte« zu opfern, so fragen sie erstaunt, wieso denn auf einmal das französische Interesse das intercsse generale sei. Es liegt etwas Konstruiertes, etwas eigenartig Mechanisch-Automatisches in der französischen Denkweise: die Interessen Frankreichs sind die Interessen Europas; werden sie bedroht, so wird der Weltfriede bedroht; bedroht sind sie, wenn der Deutsche ebensoviel Luft zum Atmen verlangt wie der Franzose; ärgert man sich in Paris, so hat ... man sich überall zu ärgern. Will man' in Rom mutieren und verkünden, die das in großer Gefahr den Umschwung der mussolinischen Politik, so frat befindliche Prinzip der Rüstungsbegrenzung schützt, ihn der Vertreter des Temps unverzüglich zu liefern. Die italienischen Zeitungen drücken das alles noch erheblich schärfer aus. Der Tevere z. V. spricht vom Delirium der armen Marianne. Sie sei gemeingefährlich geworden, die Luft in Frankreich offensichtlich vergiftet, die Lügenpropaganda hingegen in schönster ‘Blüte, wie die französischen und französisch-tschechischen Kanonenfabriken. Frankreich, so lieft man in den Leitartikeln, kniee auf dem Leib Deutsch- 1 a n d s , drücke ihm aber gleichzeitig heuchlerisch die Hand- Die ganze Unruhe in Europa sei auf nichts anderes als diesen widernatürlichen Zustand zurückzuführen. Kein Friede sei möglich, so lange eine Großmacht und eine Kulturmacht ersten Ranges wie Deutschland die Kugelkette eines Verbrechers nachschleisen müsse. Die Bilder mögen aber noch so drastisch gewählt werden, der römische Vertreter des Temps berichtet weiter so, wie es die Kinder in Frankreich gerne hören. Man sei halt doch in Rom alarmiert über Deutschland. Run ist es der Re- T22 75,30 "4 0 M8 14-15 -l'Z Berlin, 29. oept. (BDZ.) In seiner heutigen Vollsitzung hat der Preußische Staatsrat mit 74 Stimmen aller übrigen Parteien gegen sechs kommuni st ische (die NSDAP, ist im Staatsrat nicht vertreten) beschlossen, Einspruch gegen das vom Preußischen Landtag verabschiedete Gesetz zu erheben, wonach die Kommunalwahlen in Preu- icn zusammen mit der Reichstagswahl am 6. November ftattfinben sollten. Mit der nimmt, daß in den preußischen Staatsministerien die schon feit längerer Zeit angeregte Zusammenfassung nunmehr durch die Beseitigung einiger preußischer Ministerien in die Praxis übergeführt werden soll. Dabei wird man wahrscheinlich darauf abzielen, bestimmte preußische Mini- fterialaufgaben auf die vorhandenen Reichsmini st erien hinüberzunehmen, was vor allem bei der Landwirtschaft und vielleicht auch bei der Volkswohlfahrt in Frage kommen soll. Aus diese Weise wird die Zahl sorgliche Kündigung bezeichnet. In informierten Kreisen wird jedoch erklärt, daß dieses Vorgehen mit der geplanten Derwaltungsreform in den zentralen oberen Instanzen zusammenhängt. Man wird wohl nicht sehlgeyen, wenn man an- > 86; 9 " 66^5 ■ Ntt n?nn ?5 m,' 3- $ niÜI20:2öL- meiner Hinsicht auf eine Verteidigungs- Zwecken dienende Miliz mit den normalen Waffen einer Verteidigungsstreitmacht zu beschränken, deren Gröhe und Zahl genau zu beschränken ei. Es liege kein Beweis dafür vor, daß Deutschland irgend etwas getan habe, was mit diesem Ideal in Widerspruch stehe. In England geht die Meinung überwiegend dahin, daß es unmöglich ist, ein großes Land dauernd in einer untergeordneten Rechts st ellung zu halten. Deutschlands Argument in der Gleichberechtigungsforderung sei im wesentlichen gut und es sei eine dringende Angelegenheit geworden, zu entscheiden, auf welche Weise und bis zu welchem Grade ihm bedroht, wenn das dringende Problem der Rechtsgleich h e i t nicht gelöst werden kann. Für sogenannte Geheimrüstungen Deutschlands scheine kaum Beweismaterial vorzuliegen. Einige der französischen Befürchtungen seien übertrieben. Wenn z. B. 140 000 Polizisten als Reserve erster Klasse hingestellt würden, so wäre dabei vorausgesetzt, daß das Land im Kriegsfälle von Polizei entblößt werden könnte. Ueberdies habe ja j e d e s Land eine Polizeitruppe, die als Reserve gerechnet werden könnte. Ader ganz abgesehen von der Kopf- ftärke, besitze die Reichswehr jedenfalls gegenwärtig die Kriegsmaschinen nicht, die allein einer modernen Armee wirkliche Offensivkraft geben. Das Ideal der Konferenz fei, die Streitkräfte in allge- Genf, 29. Sept. (ERD.) Der dänische Außenminister Dr. M u n ch machte in einer Pressekonferenz Mitteilung über einen Plan zur Aktivierung der Abrüstungskonferenz. Es handele sich, erklärte Dr. Munch, vorläufig um eine Diskussionsgrundlage, die zunächst für Beratungen innerhalb der acht Staaten gedacht sei, die bereits im Sommer verschiedentlich geschlossen in Abrüstungsfragen au f - getreten seien. Diese Staaten sind: Dänemark, Schweden, Rorwegen, Holland, Belgien, die Schweiz, die Tschechoslowakei und Spanien. ES komme jetzt daraus an, einige Hauptgrundsätze auszuftellen und daS Ziel und den Zweck der schrittweisen Abrüstung genau zu präzisieren. Es würden hauptsächlich drei Punkte zur Erörterung gestellt, 1. wirksame Abrüstung gemäß dem Hooverplan auf qualitativem und quantitativem Gebiet, 2. eine Bestimmung des Angreifers, 3. kollektiv« Verträge zurBekämp- fung des Angreifers (das Wort Sanktionen kam in den Ausführungen Munchs nicht vor). Munch betonte noch, daß eine älniversallöfung, die also auch die Vereinigten Staaten umfassen würde, angestrebt werde. Er bemerkte, daß die Schassung einer kleinen internationalen Luftflotte, hauptsächlich zu Investigationszwecken, in Erwägung gezogen werde. Munch hob wiederholt hervor, daß man sich sehr schars an den Hooverplan anlehnen wolle. Von anderer Seite verlautet, der Gedanke der progressiven Abrüstung solle so verwirklicht werden, daß zunächst, und zwar f ü r einen Zeitraum von etwa fünf Jahren, die Staaten sich zu einer etwa 20- prozentigen Herabsetzung ihre sRü - stungsniveaus verpflichten sollen. Von dieser prozentualen Rüstungshcrabsehung sollen aber ausdrücklich die Staaten, deren Rüstungs- fragen durch den Versailler Vertrag geregelt worden sind, ausgenommen werden. Rach einem gewissen Zeitraum, etwa nach fünf Jahren, sollen weitere prozentuale Herabsetzungen vorgenommen werden. Der Hauptausschuh der Abrüstungskonserenz, der voraussichtlich im Rovember zusammentreten wird, soll mit diesen Plänen besaßt werden. Oer Reichsaußenminister über seine Genfer Eindrücke. Berlin, 30. Sept. (CNB. Funkspruch.) Reichs- außenminister Freiherr v. Neurath äußerte sich vor Vertretern der Presse über seine Genfer Tätigkeit. Bei den Arbeiten des Völkerbundes habe der Minister feine besondere Aufmerksamkeit den Wirtschaftsfragen gewidmet. Diese Arbeiten, führte der Minister aus, scheinen mir deswegen von besonderer Bedeutung, weil ja auch der Völkerbund an der kommenden Weltwirtschaftskonferenz und ihrer Vorbereitung besonders beteiligt ist. Ferner habe ich es mir angelegen sein lassen, daß die M i n • derheitenfragen diesmal wieder auf deut- schen Antrag in der 6. Kommission der Bundesver- sammlung zur Sprache kommen und habe Vorberei- lungen getroffen, daß der deutsche Standpunkt dabei sowohl im Rat als auch in der Bundesversamm- hing nachdrücklich zum Ausdruck kommt. Sehr wichtig erscheint mir auch nach meinen Genfer Eindrücken, daß die Frage der Reorganisation der obersten Leitung des Sekretariats in einer Weise gelöst wird, die den Grundsatz der Gleichberechtigung aller Mitgliedsstaaten auch innerhalb des Sekretariats des Völkerbundes besser als bisher verwirklicht. Der deutsche Vertreter in der 4. Kommission wird den Standpunkt vertreten, daß die Reorganisation vor allem nach dem Grundsatz der Sachlichkeit und der Sparsamkeit erfolgen muß. Personalsragen sollten daher nicht in den Vordergrund gestellt werden. Die Frage des Nachfolgers des Generalsekretärs wird erst im November zur Sprache kommen. Der Reichsaußenminister berichtete dann über die Gespräche, die er mit verschiedenen Detegations- ührern über politische Fragen geführt hat, die an ich nicht auf der Tagesordnung der Bundesver- ammlung standen. Times fordert britische Mialive. Will Frankreich Gleichberechtigung ■s Gießener Anzeiger von einzelnen Nummern ZGZ General-Anzeiger für Oberhessen richten: Anzeiger Giehen. v 1 5rann°i?amMain°ii68s. druck und Verlag: vrühl'sche Univer^ütr-Vuch. und 5teiAdnlckerei L Lange i« Siegelt. §chriftlett«g SefchLftrstelle: Zchulstra-e 7. Abbau in den Zentralinstanzeu. gierung zu bunt geworden Sie suhlt sich ver. pflichtet, „ein paar deutliche Worte an lenen Berlin, 30. Sept. (DdZ -^st^/ftrruch.) Irn französischen Presse zu richten, die sich preußischen Wohlsahrts-, Landwirtfchafts' und vergeblich abmüht, Verwirrung anzustiften und Handelsministerium ist sämtlichen Staatsangestell- über öic Haltung Italiens willkürliche Hypo- ten zum 1. April nächsten Jahres gekündigt g^fen zu verbreiten". Jin Leitartikel des nffi- worden. Diese Maßnahme Wirb zwar nur als vor- | aiBycn ®iornaic d'Jtalia erklärt dessen^ Leiter Virginia G a y d a klipp und klar, daß die angeblichen Zeichen einer italienischen Beunruhigung über die politische und wirtschaftliche Wiedergeburt Deutschlands nirgends zu erblicken seien. „Um aber diesen täppischen Dolmetschern des italienischen Standpunktes endgültig jeden Vorwand zu einem gewollten Mißverständnis zu nehmen, wollen wir nocheinmalunzweideu- t i g fest ste11en , daß Italien die nationale Bewegung in Deutschland auf ihrem schnellen Vormarsch zur Läuterung und Reinigung der Ration nicht mit Beunruhigung, sondern im Gegenteil mit Sympathie verfolgt." Weiter: „Die französische Presse streut mit vollen Händen den Samen der Zwietracht .. .. , । und Verdächtigung zwischen die italienische und der preußischen Ministerien von bisher sieben — heische Ration, aber bie'e Methode haben wir außer den Ministerpräsidenten — aus vier bis durchschaut und unsere beiden Rationen fünf herabgesetzt, wahrend man als Ziel öi<,1 AU rc^ unö scharfsichtig, sie der Verwaltungsreform für die restlichen preu- ßabcn ^ch aus langer Erfahrung viel zu viel ßischen Ministerien eine Personalunion mit gc[€rnt, um V\d) in dieses ebenso perverse wie de m Reiche erstrebt. kindische Spiel hineinziehen zu lassen. M i t G e - --------- nugtuung verfolgt vielmehr Italien die in Deutschland geplante neue Jugenderziehung. Wir anerkennen, daß die Frie- densverträge allen Ländern, Siegerstaaten in- I ITl PI Blfr'K o 11A Fl nm begriffen, Die Abrüstung auferlegen, aber wenn Ml Ulvi WI vJ !▼ Hl ♦ ♦ ♦ Frankreich und seine Verbündeten davon nichts J wi'sen wollen, kann man keinem anderen Oie französische Propaganda an der Arbeit-Stimmungsmache gegen Deutschland Staat der Weit das gleiche Recht auf HM,r v Sicherheit verweigern. Italien hat keine wurde. Am nächsten Tag: Der Romkorrespondent Angst vor Deutschland, noch fürchtet es dessen des Temps erfährt, daß sich in der außenpolitischen weitere Entwicklung. Es ist überaus absurd und Auffassung Italiens ein Umschwung anbahnt, grotesk, unter lächerlichen Vorwänden eine große Am dritten Tag: Wie dem Temps aus Rom gc- Ration in einen Mindervertigkeitszustand halten drahtet wird, fürchtet man dort bei einem Eingehen zu wollen, eine Ration, eine Zivilisation, die auf die deutschen Forderungen usw. Siehe oben, auf gleicher Stufe steht und stehen muß wie die Es kommt über die Alpen, wie man’s ruft. Uebri- italienische und französische." gens ein netter Mensch, dieser Vertreter des Temps, Deutlich, sollte man meinen. Aber der TempS er kann nichts dafür. Die italienischen Kollegen be- berichtet auS Rom --- bandeln ihn nicht gerade liebenswürdig, er muß ---------- sich's gefallen lasten, täglich von der römischen Presse Große LustschutzÜbUNg in CRottl. dementiert zu werden. Aber er darf lächelnd _ . , —.... , , » von sich sagen: Je dementierter, um so gedruckter! Rom, 29. Seine Zeitung bringt alles, was sie will. Um so auf «'ne^lb Tage berechnete Luft- dicker er phantasiert, um (a lieber ist ihrs. Wenn >ch.uHubung in der^^italienischen Hauptstadt. D re. ihn Mussolini selber korrigiert, sie deckt ihn. Ein uachtllche Flugzeug angriffe wurden hocherfreuliches Verhältnis zwischen Zeitung unb M inTn h e t unb Korrespondent, gewiß, aber im Palazzo Chigi geJ Licht g e I o f cht „o d e r ab geb lend et unb fällt diese Interessengemeinschaft weniger. Man will f hoi hon firh moArfach fc“s $ ÄÄ ää Die französische Propaganda freilich arbeitet wie wurden Gasschuhübungen durchgeführt, damals, io, als ob Italien noch immer die kleine, Die Flugzeugge'chwader warfen Feuerwerkskör- willensschwache, leicht verführbare sorellina wäre. p?r Qbi die in beträchtlicher Höhe verpufften. Sie In Paris, Io meinen die italienischen Blätter, habe ^lbst waren das Ziel des Uebungsschießens man anscheinend jedes Gefühl dafür verloren, wie der Flugabwehrkanonen. Bei der nächtlichen beleidigend grobe Köderei fei, sonst könnte sich Hebung eines teilnehmenden Bombenflugzeuges nicht ein früherer Minister, der Likörfabrikant ereignete sich ein tödlicher Unfall. DaS Hennessy, hinstellen und mit hohlem Schüler- Flugzeug stieß gegen einen Deleuchtungspfahl pathos deklamieren, Italien habe seine Gloria be- und überschlug sich, wobei ein Fliegerhauptmann gründet, indem es die Welt, unsere Welt (sagt ums Leben tarn. ausdrücklich Monsieur Hennessy im Duotibien) gc-1 -- - - - ----- — gen d i e Barbaren verteidigte, die die Pax romana bedrohten. Eh bien, jetzt sei e s wieder so weit —! zogen sich zunächst etwas zurück. Heute vormittag jedoch lieh der Befehlshaber der Blauen einen Gegenangriff ausführen, der glückte. Durch Flugzeuge wurde das Tal mit künstlichen Wolken verhüllt, und die auf Lastkraftwagen montierten Geschütze und gepanzerten Maschinengewehre rückten unter dem Schutz der künstlichen Nebel vor, obwohl die Nebel durch ziemlich starken Wind bald zerstreut wurden. Die motorisierten Elemente der blauen Armee konnten dann ein starkes Feuer auf die Roten eröffnen, die die Hochebene räumen muhten. Bekanntlich war das Hauptthema der Manöver die Ausprvbierung der motorisierten Elemente der Armee. Der Generalissimus, General W e y g a n d, und der Chef des Generalstabes, General G a m e l i n, wohnten den Ma- növern bei. Nie Reformpläne des Reichskabiuetts. Berlin, 29. Sept. (END. Eigene Meldung.) Wie wir erfahren, beschäftigte sich das Reichskabinett neben dein Vortrag des Reichsauhen- ministers über die außenpolitische Lage mit innerpolitischen Fragen. Dabei behandelte es u. a. die Aufstellung bestimmter Richtlinien für die Laufbahn der Beamten, ein Thema, über das bereits seit sieben Fahren beraten wird und das nun in absehbarer Zeit zu einer Regelung gebracht werden soll. Außerdem spielen bei den Beratungen Fragen der B e r w a l - tungsreform eine Rolle, und zwar Er- sparnismahnahmen, wie sie der Reichskanzler in seiner Rundfunkrede bereits angekün- ldigt hat,' die Verhandlungen hierüber gehen weiter. Zunächst werden sich Ressortbesprechungen über die Einzelheiten anschließen. Ferner hat sich das Kabinett mit dem Arbeitsbeschaf- fungs Programm beschäftigt, das der Präsident des Landgeineindetages, Landrat Dr. G e - re k e, vor »etlichen Wochen bei der Reichsregierung angeregt hat. Es handelt sich dabei um die Nutzbarmachung künftiger Gemeindesteuern für eine zusätzliche Vermehrung der Arbeit. Oie Arbeitsbeschaffung. Die erstenAuswirkungen derNotverordnung B e r l i n, 30. Sept. (WTB. Funkspruch ) Nach den Meldungen, die dem Reichsarbeitsministerium von seinen Schlichtern bis zum 29. September gemeldet werden, konnten in Anwendung der Verordnung über die Vermehrung der Arbeitsgelegenheit rund 13000 Arbeitslose in Dienst und A r - beit treten. Wie viele wegen des betrieblichen Kleinkrieges in Form von wilden St'reiks oder wegen der Drohung mit einem solchen Streik nicht eingestellt werden konnten oder gar wieder ausscheiden mußten, steht nicht fest. Die Behauptung, daß die Gewerkschaften aller Richtungen die Streiks für berechtigt halten, hat sich als unrichtig erwiesen. Es ist anzunehmen, daß der gewaltsame Widerstand gegen die Verordnung an dem Verständigungswillen der Betriebe und ihrer Belegschaften scheitern wird. Jedenfalls steht die Reichsrcgierung nach wie vor auf dem Standpunkt, daß in der Anwendung der Verordnung durch den Arbeitgeber eine Verletzung weder des A r - beitsoertrags noch des Tarifvertrags gefunden werden kann, und daß etwaige gewaltsame Gegenmaßnahmen einer Tarifpartei deshalb eine Verletzung der tariflichen Friedenspflicht darstellt. Feierschichten bei der Reichsbahn. Berlin, 30. Sept. (TU.) 3n den Verhandlungen zwischen der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngesellschaft und den Eisenbahnergewerkschaften wurde ein Feierschichtenabkommen für die Arbeiter in der Bahnunterhaltung abgeschlossen. Die wöchentliche Arbeitszeit soll 40 Stunden betragen. Durch diese Maßnahme kann die Entlassung von 6000 Arbeitern vermieden werden. Die Gleisumbauten, die im Arbeitsbeschaffungsprogramm vorgesehen sind, sollen sofort in Angriff genommen werden, und es besteht dadurch die Möglichkeit, 2 4 000 Eisenbahner für zwei Monate weiter zu beschäftigen. Um die Entlassung von weiteren Eisenbahnern zu vermeiden, mühten Feierschichten im Betriebsdienst eingelegt werden. Eine Entscheidung über diese Frage konnte in den gestrigen Verhandlungen noch nicht herbeigeführt werden. Abreise der deutschen Kontingentierungskommission. Berlin, 29. Sept. (ERB.) Die Kommission, die den Auftrag hat, einer Reihe von ausländischen Regierungen die Notwendigkeit der Kontingentierung der Einfuhr gewisser landwirtschaftlicher Erzeugnisse anzuzeigen, hat ihre Reise heute angetreten. Die Kommission steht unter der Führung von Ministerialrat Walter vom Reichsernährungsministerium; ihr gehören Geheimrat Wiehl vom Auswärtigen Amt und je ein Vertreter des Reichswirtschafts- und des Reichsfinanzministeriums an. Die Reise führt zunächst nach Brüssel, dann weiter nach dem Haag, nach Paris, Rom und Kopenhagen. Sie ist im ganzen aus 14 Tage berechnet. Kleine politische Nachrichten. Nach einer im „Reichsanzeiger" veröffentlichten Verordnung wird die Ausgleichs st euer auf Mineralöle (Mineralölsteuer) für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1932 auf 1 Mk. für einen Doppelzentner festgesetzt. * Baldwin ist als Nachfolger Snowdens zum LordGeheim-Siegelbewahrer ernannt worden und wird weiter gleichzeitig das Amt des Lordpräsidenten des Geheimen Rates ausüben. Ferner wurden Höre - Delisha (National- Liberal) zum Finanzsekretär im Schatzamt ernannt, Bürgin (National-Liberal^ zum Parlamentssekretär im Handelsamt, Lord Plymouth (Konservativ) zum Parlamentssekretär im Kolonialamt, He a dl a n (Konservativ) zum Parlamentssekretär im Derkehrsministerium und Butler (Kons.) zum Hnterstaatssekretär in Indien. * Sir Oswald Mosley, einst Konservativer, dann eines der jüngeren Mitglieder der Arbeiterpartei und zuletzt begeisterter Anhänger Mussolinis, hat sich zum Derkünderdes Faschismus in Großbritannien erklärt. Die „Neue Partei", die er nach seinem Ausscheiden aus der Arbeiterregierung gründete, soll Belgien und Griechenland. Meisterstücke politischer Heuchelei vor und in dem Weltkriege. Don Dr. Gustav Wolost, o. ö. Professor der Geschichte an der Universität Gießen. Mit dem Schlagwort „Heiligkeit der Der- träge" ist im Kriege eine zündende Propaganda gegen Deutschland wegen seines Durchmarsches durch Belgien getrieben worden, und heute noch kehrt dieses Wort mehr oder weniger verschämt in der französischen Presse und den Reden Herriots wieder, wenn es gilt den rechtlich unanfechtbaren Anspruch Deutschlands auf Gleichberechtigung zu bekämpfen. Dabei ist längst erwiesen, daß England, Frankreich und Belgien selbst vor dem Kriege ein bedenkliches Spiel mit der velgischen Neutralität zuungunsten Deutschlands getrieben hatten, und soeben ist ein neues Zeugnis bekannt geworden, daß Frankreich und England ebenfalls die Absicht zum Einmarsch in Belgien gehabt haben — nur mit dem Unterschiede, daß Deutschland zu diesem Mittel in politischer Defensive griff, die andern in politischer Offensive. Ines neue Beweisstück sind die Aufzeichnungen von Marschall Joffre, dem französischen Oberbefehlshaber zu Beginn des Krieges (besprochen von Major o. Wegerer in den „Berliner Monatsheften" Auaust). Daraus ergibt sich, daß in Erörterungen zwischen der englischen und französischen Regierung im Jahre 1912 Belgien selbstverständlich a l s Kriegsschauplatz betrachtet worden ist; Poincarä erklärte, schon eine Konzentration deutscher Truppen bei Aachen gebe den Franzosen das Recht zum sofortigen Einmarsch, und die englische Regierung hatte schon während der Marokkokrisis (1911) Erkundigungen an der belgischen Küste unternehmen lassen, um im Kriegsfälle auch ohne Zustimmung Belgiens Truppen bei Zeebrügge auszuschiffen. Belgien hat sich das ruhig gefallen lassen, also seine Neutralität zum Schaden Deutschlands bloßgestellt. Schließlich hat man in jener Konferenz den Entschluß gefaßt, nicht zuerst in Belgien einzumarschieren, sondern den Deutschen den er st en Schritt zu überlassen, aber nicht aus ethischen Bedenken, aus Respekt vor der garantierten belgischen Neutralität, sondern aus rein opportunistischen Gründen: man erwog daß es bei der öffentlichen Meinung Englands und der Welt einen besseren Eindruck machen werde, wenn man den Deutschen die formale Verletzung der belgischen Neutralität überlasse. Da Deutschland, von zwei Seiten bedroht, voraussichtlich schleunigst nach einer Seite die Offensive ergreifen mußte, konnte man sich ruhig zurückhalten. Aber alle Vorbereitungen zum Einmarsch wurden im Jahre 1914 sofort während der Mobilmachung getroffen; noch ehe die deutsche Regierung ihre Forderung auf Durchmarsch in Brüssel überreicht hatte, hatte Joffre schon seinen linken Flügel zum Einmarsch angesetzt: zweifellos wollte er ihn a u f alle Fälle, mochte Deutschland die Neutralität achten oder nicht, durch Belgien vorgehen lassen. Alle diese Vorgänge lassen die sittliche Entrüstung der Entente über die Vergewaltigung Belgiens als übelste Heuchelei erscheinen, sie hat aber im Kriege in der Behandlung Griechenlands eine praktische Probe ihrer Achtung vor den Rechten der Neutralen gegeben. Auch darüber hat uns eine neue Quelle, ein Band der russischen Dokumente zur Geschichte des Krieges, genau unterrichtet. Griechenland wollte im Weltkriege neutral bleiben: die Entente besetzte nach ihrer Niederlage vor den Dardanellen im Fahre 1915 gewaltsam Saloniki, um von hier aus Serbien zu unterstützen, bald forderte sie sogar Anteilnahme am Kriege; unter Androhung und Durchführung der Hungerblokade machte sie dem König Vorschriften über Winisterernennungen und verhinderte, daß die nach Griechenland flüchtenden Serben, wie es das Völkerrecht verlangte, entwaffnet wurden; die wichtigsten Dahnen und Straßen und die Seepolizei mußten der Entente übergeben werden, mehrere Fnseln wurden beseht, willkürliche Verhaftungen und viele andere Zwangsmaßregeln vorgenommen, die, wie der russische Gesandte in Athen selbst schrieb, „allen Rechten der Neutralität geradewegs zuwider- laufen“. Bald ging man dazu über, den Thron des Königs Konstantin, in dem man den Hauptvertreter der Neutralitätspolitik sah, zu untergraben; zwei Millionen Franken stellte Frankreich dem Ententefreund V e n i s e l o s „für Propagandazwecke in der Armee zur Verfügung". Anstiftung zum Hochverrat und zur Revolution schien den Vertretern der öffentlichen Moral und der Zivilisation ein erlaubtes Mittel zu fein gegen qnen Staat, der im Frieden leben wollte. Als trotzdem die griechische Selbständigkeit nicht sogleich gebrochen werden konnte, weil, wie aste Ententevertreter in Athen wußten, die große Mehrheit der Nation der königlichen Politik zustimmte, schlug im Jahre 1916 Briand vor, Truppen in Athen zu landen, „um König Konstantin in seine Schranken zu weisen". Das war sogar dem Zaren zu viel; er schrieb entrüstet: „ich nenne das eine vollkommene Einmischung in die inneren Angelegenheiten Griechenlands. Ein sehr abschüssiger Weg". Indessen nicht der Zar, sondern Briand setzte schließlich seinen Willen durch. Fast täglich wurden auf Frankreichs Betreiben neue Forderungen gestellt, obgleich sie erfüllt wurden, dauerte die Blockade fort und forderte manche Todesopfer, wozu der französische Gesandte bemerkte, „das sei nur eine Folge der falschen Verteilung der Lebensmittel und das Schicksal der Blockierten könne ihn nicht rühren". Der Zynismus und die Brutalität der französischen Politiker und Militärs setzen niemand in Erstaunen, der ihr Verhalten in Deutschland nach dem Kriege kennt. Obgleich England, Rußland und Italien überzeugt waren, daß Frankreichs Auftreten ebenso „den Begriffen der politischen Moral wie allgemeinen Zweckmäßigkeitsgründen" widerspreche, gaben sie sich doch damit zufrieden und stimmten zu. daß der König unter Androhung einer Beschießung Athens zur Abdankung auf gefordert wurde. Alm seinem Volke dieses Schicksal zu ersparen, hat Konstantin bekanntlich das Land verlassen (Juni 1917): die populären Kundgebungen gegen Frankreich unter den Mündungen der französischen Geschütze zeigten, wie das Volk diesen Vorgang empfand. Natürlich setzte jetzt eine offene französische Gewaltherrschaft ein. Ein Venizelistenterror bildete sich, schrieb der russische Gesandte, und „schwer hat Griechenland unter den „französischen Freiheiten" zu leiden." Die Dokumentensammlung ist ein neuer Beweis, wie souverän die Entente mit der Wahrheit und Dölkerschicksalen umzuspringen gewohnt war, und wie wenig insbesondere in der französischen Politik auf Gerechtigkeit und sittliches Empfinden zu rechnen ist, sobald ihr Interesse in Frage kommt. fortan den Namen „Dritische Union der Faschisten" führen. Die Lohnverhandlungen in der Spinnereiabteilung der Daumwollindustrie in Lanca- f h i r e sind zusammengebrochen. Die Arbeiter sind entschlossen, Widerstand zu leisten, falls die Kürzungen am 15. Oktober in Kraft gesetzt werden sollten. Der ungarische Reichsverweser hat den Verteidigungsminister G ö m b ö s mit der Kabinettsbildung beauftragt. * In R i o deJaneiro verlautet, daß auf Grund der Unterhandlungen zwischen der brasilianischen Bundesregierung und den Aufständischen des Staates Sao Paulo ein Waffenstillstand abgeschlossen worden sei. Kunst und Wissenschaft. Die Dresdener Tagung des Vereins für Sozialpolitik. Die Beratungen - des Vereins für Sozialpolitik behandelten das Thema der Autarkie. Prof. Dr. v. Dietze-Jena und Prof. Dr. Lederer-Berlin lehnten das starre Autarkie-Postulat für Deutschland ab. Prof. Lederer erklärte, Deutschland sei seiner Lage und Geschichte nach von jeher auf einen regen Güteraustausch mit seinen Nachbarstaaten angewiesen. Gegen eine Autarkie sprächen jiid)t nur wirtschaftliche, sondern auch politische, nationale und kulturelle Erwägungen. Professor Brandt- Berlin wies auf die Gefahr übergroßer Ausdehnung gewisser wirtschaftlicher Spezialgebiete hin, die als Folge der Kontingentierung eintreten könnten. Professor Lotz- München warnte vor der Vernichtung des Hauptsteuerträgers, der Industrie. Geheimrat D e m u t h befürchtete ungünstige Wirkungen der Kontingentierung auf den Außenhandel. Unter gewissen Einschränkungen hielten Professor Stucken- Erlangen und Professor Brinkmann- Tübingen die Autarkie in Deutschland gegenwärtig für durch- führungs- und wünschenswert. Nach den Schlußworten der beiden Referenten wurde die Tagung mit einer Ansprache des Vorsitzenden, des Geh.-Rats Prof. Dr. Sombart»Berlin, geschlossen. Aus aller Well. Theaterskandal in Mainz. Ein Theaterskandal ereignete sich dieser Tage im Mainzer Stadttheater bei der Aufführung des Lustspiels „Marguerite: 3" von Fritz S ch w i e f e r t. Als von der Bühne herab Bemerkungen fielen, die an die schwarzen Besahungs- truppen erinnerten, erschollen Schlußrufe. Das Publikum verlangte, daß das Stück abgebrochen werde. Dem Spielleiter gelang es schließlich, die Theaterbesucher zu. beruhigen. Nachdem die peinlichen Stellen übergangen waren, konnte das Stück zu Ende geführt werden. Gewisse Parteien in Mainz kündigen an, daß die Aufführung des Stückes noch ein Nachspiel haben Wird, Oer Maler Emil Orlik f. ■ MU I Professor Emil Orlik, der bekannte Maler und Graphiker, ist, wie bereits gemeldet, im Alter von 62 Jahren in Berlin einem Herzleiden erlegen. Orliks Schaffen war von einer kultivierten Grazie erfüllt, feine großen Bildnisradierungen gehören zu den Meisterleistungen der Graphik. Orliks Tod bedeutet, nach dem Hinscheiden von Slevogt, einen neuen schweren Verlust für die deutsche bildende Kunst. Einbrecherbande unschädlich gemacht. Der Kasseler Kriminalpolizei ist es jetzt gelungen, die beiden letzten einer sechsköpfigen Einbrecherbande — vier der Diebe wurden früher bereits verhaftet — f e st z u n e h m e n. Die Bande hatte seit einem Jahr Kassel und die nähere Umgebung heim- gesucht und zahlreiche Einbrüche in Bureaus, Geschäfte und Gastwirtschaften ausgeführt. Insgesamt können 39 Einbrüche nachgewiesen werden. Die Bande, die auf ganz raffinierte Art arbeitete, konnte längere Zeit ihr unsauberes Handwerk aus« üben. Sie arbeitete mit den modernsten Diebesgeräten Der Wert des zusammengestohlenen Gutes ist erheblich. Sämtliche Verhafteten stammen aus Kassel und sind teilweise erheblich vorbestraft. 108 beladene Färderkörbe einer Drahtseilbahn abgestürzt. An der Drahtseilbahn der Hartsteinwerte Tambach-Dietharz (Thüringen), die den Speicher am Bahnhof mit dem Steinbruch verbindet und etwa 7,5 Kilometer lang ist, r i h aus noch nicht geklärter Ursache unweit der Berladestelle das Förderseil. Alle 108 beladenen Förderkörbe, jeder etwa 12 Zentner schwer, stürzten aus einer Höhe von 40 Metern indieTiefe. Glücklicherweise sind keine Menschenleben zu Schaden gekommen. Ein an der Strecke auf einem Mast arbeitender Aufseher konnte sich im letzten Augen- "llck durch Abspringen retten. Eine Landstrahen- überbrückung wurde von einem der Korbe durchschlagen. Ein Wagen stürzte vor den Augen zweier Touristen nieder, die mit dem Schrecken davonkamen. Der Betrieb ist für einige Tage sttllgelegt. Wetzlars Abschied vomRheinland 0 Wetzlar, 29. Sept. Heute vormittag sand im neuen Kreishaus die letzte Sitzung des Kreisausschusses in seiner jetzigen Zusammensetzung statt. Der Vorsitzende des Kreis- ausschusfes, Landrat M i ß, gedachte der langen Zugehörigkeit des Kreises Wetzlar zur Rheinprovinz und verlas bann folgende Kundgebung des Oberpräsidenten der Rheinprovlnz: Am 1. Oktober scheidet der Kreis Wetzlar von der Rheinprovinz und dem Regierungsbezirk Koblenz, um in die Provinz Hessen-Nassau und den Regierungsbezirk Wiesbaden eingegliebert zu werden. Preußens Staatsbehörden am Rhein haben dem Kreise Wetzlar stets eine besondere Fürsorge angedeihen lassen. Sie entsprang in den ersten 50 Fahren der Zusammengehörigkeit wohl auch dem Wunsche, die Einlebung des neuen, noch von anderen Staaten umschlossenen Landes- teils in das preußische Staatsgefüge zu erleichtern; sie war aber später, als es keine Grenzpfähle mehr zwischen Koblenz und Wetzlar gab, ber Ausdruck einer echten inzwischen gefügten Verbundenheit. Vom Kreise Wetzlar, der während des Rhein- und Ruhrkampfes mir und zahlreichen anderen Beamten gastliche Aufnahme bot, nehme ich heute als Oberpräsident der Rheinprovinz und für das Provinzialschulkollegium, sowie im Namen des Herrn Regierungspräsidenten und der Regierung in Koblenz Abschied. Möge der Weg in eine andere Provinz dem Kreise Wetzlar Glück bringen! Möge vor allem Deutschlands Weg wieder aufwärts gehen, dann werden auch im Kreise Wetzlar erneut die Früchte eines Wohlstandes reifen, der in den letzten 100 Fahren in gemeinsamer Arbeit von Volk und Staat begründet worden ist. Der Oberpräsident der Rheinprovinz. Fuchs. Der Kreisausschuß seinerseits nahm dann mit folgender Kundgebung Abschied von der Rheinprovinz: „Der Kreis Wetzlar hat 117 Fahre zur Rheinprovinz gehört. Diese Berbindung wird durch die Verordnung der preußischen Staatsregierung vom 1. August 1932 gelöst, die den Kreis in die Provinz Hessen-Nassau eingliedert. Der Kreis hat in dieser Zeit seiner Zugehörigkeit zur Rhein- provinz auf allen Gebieten eine bedeutsame Entwicklung erfahren. Heber all, wo diese Entwicklung durch die öffentliche Verwaltung eine Förderung finden konnte, hat die Kreisverwaltung bei den Regierungsstellen und der Provinzial- verwaltung Änterstühung und Rückhalt gefunden. Besonders dankbar erkennt ber Kreisausschuh bie wesentlichen Aufwenbungen an, bie die Provinz in vielen Fahrzehnten im Kreise Wetzlar gemacht hat. Er kann daher den Tag des Ausscheidens des Kreises aus Lrr Rheinprovinz nicht vorübergehen lassen, ohne allen beteiligten Stellen der Rheinprovinz den Dank des Kreises für bie allseitige Förderung zum Ausdruck zu bringen. Mögen auch schon immer starke wirtschaftliche Beziehungen zur Provinz Hessen-Nassau bestanden haben, so hat sich doch in ber Zeit ber Zugehörigkeit zur Rheinprovinz ein gutes inneres Verhältnis ber abseits gelegenen Enklave Wetzlar zur Rheinprovinz entwickelt. Besonders würben bie persönlichen Beziehungen vertieft, als im Fahre 1923 ber Herr Oberpräsident und der Herr Regierungspräsident mit ihrem Verwaltungsstab im Kreise Wetzlar Zuflucht fanden. Die Bewohner des Kreises Wetzlar und seine Verwaltung werden deshalb die Zeit ber Zugehörigkeit zum Rheinlanb gern unb bankbar in Erinnerung behalten. Sie finb sich aber auch bewußt, baß ein höheres staatliches Fntevesse im Rahmen ber großen Verwaltungsreform im Sinne der Verordnung vom 1. August 1932' biefe Zugehörigkeit lösen mußte. Wenn hierburch geschichtlich gewordene Bande gelöst werden, so gibt ber Kreisausschuß ber Hoffnung Ausdruck, bah bies ein Opfer ist, bas dem allgemeinen Wohl gebracht wirb. Möge bie Almgemeinbung sich für ben Kreis wie für Preußen unb für bas Reich segensreich auswirken." Wetzlar, 29. Sept. 1932. Der Kreisausschuh des Kreises Wetzlar. Ab 1. Oktober wirb bis zur neuen Wahl ein provisorischer Kreis au s sch uß, ber noch von bem Herrn Regierungspräsibenten ernannt wirb, bie Derwaltungsgeschäste des Kreises führen. Dem neuen Kreisausschuh werden auch Vertreter ber neu zugeteilten Kreisgebiete angehören. Senkung der Sieuerzinsen. Berlin, 30. Sept. (WTB. Funksvruch.) Der Reichsminister ber Finanzen hat eine Verordnung zur Senkung der Steuerzinsen erlassen. Durch bie Verordnung werden für bie Zeit vom 1. Oktober 1932 ab bie Aufschubzinsen unb bie Stundungszinsen gesenkt. Dei den Aufschubzinsen, bie bei Zöllen unb bei ber Umsahausgleichsteuer erhoben werben, wirb ber Zinsfuß von bisher 8 v.H. auf 5 v.H. jährlich herabgesetzt. Für bie Stundungszinsen, die sich bisher auf 5 bis 8 v.H. beliefen, wird ber Zinsfuß auf 5 v. H. jährlich herabgesetzt. Wettervoraussage. Das westliche Tief hat zwar burch seine Warmluft den hohen Druck über Deutschland wesentlich abgeschwächt und auch 'Bewölkung verursacht, Keint sich aber doch nicht stärker auszuwirken' ?aJ?m5ter Zeigt wieder steigende Tendenz, ■ V1 Hochdruckgebiet erneut aufbauen - Allerdings gleitet noch Warmluft auf, die » ? »ich verschiebt, wodurch Nebelbildungen zustande kommen und auch gelegentlich leichte Niederschlage nicht ausgeschlossen sind. Aussichten für Samstag: Neblig-be- wolkt, zeitweise auch ausheitemd, nur vereinzelt leichtere Niederschläge, noch mild. Aussichten für Sonntag: Weiterhin nebug-bewolkt mit Aufheiterung, keine wesent- lichen Niederschläge. Lufttemperaturen am 29. September: mittags 17,4 Grad Celsius, abends 13,6 Grad; am 30. September: morflens 13,6 Grad. Maximum 17,8 Grad, Minimum 9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. «September: abends 16,4 Grad; am 30. Septem- ber: morgens 13,5 Grad. — Sonnenfcheindauer 6>$ Stunden. “ L 3- bltd emprvvinz. ckil8 nahm dann einer Cigarettenfabrik gelungen ist! ERNTEN 17 BIS 30 ♦ MUSTERCIGARETTEN ♦ MISCHUNGSNUMMER R6 O/M REEMT5MA Der ungewöhnlich zarte und reine Charakter dieser Mischung beruht darauf, daO R6«°/m REEMTSMA CIGARETTENFABRIKEN G.M.B.H. ALTONA-BAHRENFELD WM : wird ausschlleflllchohne us folgenden Distrikten i Diese Cigaretten werden In den neu betriebes In Altona-Bahrenfeld herg atjjjnsanlagen des technischen Muster- e Lieferung Ist zunächst beschränkt. Die vorstehende Skizze des Gelände» auf dem Trieb Die mildeste Cigarette, die jemals zu einem auch nur annähernden Preis nooinj: lahre zur Mn« ung wird durch vlaatsregierung den Kreis in die rt. Der Kreis hat gleit zm Lhein« bedeuliame 6nt« o diese Snttoid« aitung eine För- Kreisverwaliung der Prvvinziai« Walt gesunden, t Kreisausschuh an, die die Pro- i Kreise Mhlar n Tag des Aus- cheinprovinz nicht beteiligten St* f des Kreises lusdruck zu fcm» starke wirtschaft' Hessen-Aassau dein der Zeit der em gutes inneres 7 SnflaPc Wetz' Äeionöecs mut- verlief, M iVxbent Md der ihrem Tntval- Zuflucht sanden, vehlar und seine )ie Zeit der Zu- n und dankbar in d sich aber auch iches Interesse int gsresom im Sinne st ISZ2'diese Zu- hierdurch yW* werden, so gibt Ausdruck, daft i[[gcm halt' einen Kameraden" wird ver Feldgottesdienst sein Ende finden. Unmittelbar anschließend findet auf dem gleichen Platze bie Parade de» Bataillon» statt. Zuerst werden die Fahnen, dann die Schühenkompanien, anschließend der Nachrichten- zug und Vie Maschinengewehrkompanie vor dem Kommandeur vorbcnmarschieren. Zu diesem interessanten militärischen Schauspiel, wie auch zu dem vorhergehenden Feldgottesdienst, werden die Kriegervereine und Wehrverbände mit ihren Fahnen geschlossen als Zuschauer erscheinen. Am Nachmittag werden bann die militärsportlichen Wettkämpfe folgen. Um 14.30 Uhr werden die Staffelläufer in den Vorführungsraum auf demhirite re n Trieb einmarschieren. Dann werden ausgetragen: 5 X 100-Metckr-Staflel, die Nach- richtenstafsette, Hindernislauf, Dodenturnen, Quadrille des Rettervereins, Patrouillenfpringen, Vorführung des schweren Maschinengewehrzuges und am SHluh um 17 Uhr ein moderner Infanteriekampf. sämtllcheTabake zweimal Mundstück hergestellt Dr Djj Akkl Die Cigaretten slr^M^t methoden, die rugMetM MMun. ion um} ^per Fabrikation;« He'jy auf /M gi.WlJlsso|j.k, ^Iten MütätWMW pe ”0 ? Sonntag, den 2. Oktober, geöffnet Fröhliches Wandern Sonntags. 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Hessische Bürgermeisterei. ___________Horn.___________ Will Will«MM! Süße Trauben........4Pfd. 1.00 Aprikosen-Pfirsiche ..3Pf) la Schweinebanchlappen .... 72 la Kalbfleisch auch Bollbraten 66 -- Stets fr. Hackfl. n. Rindswttrst. 60 <5 la Flelschwnrst...........75^ la Fnldaer Preßkopf.......80 z la Plockwnrst............1.— Metzgerei Jakob l Neuenweg 18 Tel. 3160 Für gutes Verkaufsobjekt werd, wirkt. r0Ut. 6842V Vertreter gesucht, denen bewiesen wird, daß trotz schlechter Zeiten Geld zu verdienen ist. Keine Versicherung! KeinVrivatbesuch! Kein Hausieren! Gelegenheit zu versank. Rücksprache bet Herrn Mcnschel, Giehen, Seltersweg 6811 bei Haas, pünktlich 6 Uhr. Wh* suchen für Samstag, 1. Oktober 5 Verkaufskräfte für Textilwaren zur Aushilfe. Sofortige persönliche Vorstellung bei J.SchmückerNachfolger ______________________ 6870 D 3-S Zimmer für Praxis, Büro, Engros-Gesch.pass., allerbeste Lage, zu verm. Schr. Ang. u. 05617 a. d. G. A. Mietgesuche Berufst. Dame sucht sof. frdl. möbl. 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Nimm, vergönnt ist, a ruhebringend fi OerGsenba Anläßlich de Ließen am Gar 2. Oktober der Ilt.W Gieß 2118 Uhr und bürg, Gießen 30 Äinuter Neben ab 22.4 ab 23.30 llhr. bvnlrerhe Friedberg nicht nut am 1. Oktober M narf Dom Poliz« Polizeiinspektc des Herrn M vvm 1. Oktvbe seht worden, am 1. Dezemb Leiamt Gießen war er Leiter ben ausgehvber straße. Atsda, ium Polizeiam Pohzeiinspek Wer, tüchtige Ä. war sei l-andnisvoller, Wer 6er aud M in dienf ö genoß. Mtvr Schm ^Auglichen Cm D°s Polizei ungern schei ^uen. jed^ Merkest«. Groß , ""Schl SD fett ™ ^Ebsbuo *V »•te« «M d-, Sinbtn ö* p Ziel Preuß.-Südd. Klassen-Lotterie! Ziehung 1. Klasse 21. u. 22. Oktober ■ Lose bei den Staat!» Lotterieeinnehmern wwä .5 >s ’5 Xggy 2er VcreiiMn!» am 1.10. Maur. Nälb'ier Vereine« abend am 7.10. in der Stabt Liöi. ien 6an«n Tag, »er Wurst, ee, Kaffee Hag, t. Schoppen Bier ew 12 Pf. usw. ,tra-A"Sel>61 UM. LÜ"L> Oktober t»,,v» ucr-geöffnet 7n Mode Lr-r ^*WESt ios^ 0,50 Mk-0’78, lösen Ä istseid0/1' ^olldeek0’ I * in .Men |g Nr. 250 Sroeites Statt zrettag, 50. September 1932 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für ©bertfefien) Aus Der Provmzialhaupiüaöt. (Sieben, den 30. September 1932. Gommers Abschied im September. Das Leben im Land« ist still geworden, die Luft herber, sie trägt den Duft frifchen Obstes. Auf den Obstbäumen wartet noch manche Frucht der letzten Reife, wartet noch der Septemberfonne, denn gerade fie bringt das Aroma und die Sähe. Auch die Weinreben müssen noch tüchtig Sonne haben, mit den Sonnenstrahlen allein ist's nicht getan, die schaffen es nicht, wenn nicht noch der September nachhilft. Wie herrlich kann doch die Septemberfonne scheinen — nicht mehr fo brennend wie im Hochsommer, sondern mit der gemächlichen steten Wärme, die Behaglichkeit auslöst. Darum liebt auch das Alter die Spätsommertage so sehr, und frisch wie im Frühling wird noch eine Wanderung ins nahe Dorf odet in mäßige Berge gewagt. Wenn der Morgen kühl und hell einfetzt, der Weg uns hinausführt vor di« Stadt, wo die ©arten noch in reichem Blumenschmuck stehen, wenn am Zaun noch di« bunte Winde nickt und die letzten Rosen träumerisch über die Sternen- köps« der Geranien, Astern und Chrysanthemen schauen, dann jubelt die Ratur in den feurigen Farbentönen so lebensbejahend, daß wir wohl den Gesang aus Dogelkehlen im Augenblick nicht vermissen. Hinter der Wiese beginnt die Dorhut deS Waldes. An den Zweigen der Bäume hängen feine weiße Gespinste, die verraten, dah nächtlicherweile zierlicher Besuch hier war: Elfen- schleier wehen im Morgenwind und hängen sich lose an Kleider und Hüte der Wanderer. Unö nun ist der Wald erreicht, die Sonne läßt di« Stelle rot aufleuchten — oder sollte noch der Rachtspuk sich verborgen halten, ist es das Haar der entflohenen Elfen, necken sie hinter den Bäumen? Ein leichtes Knacken, wie wenn ein Fuß auf einen dürren Ast tritt, und nun huscht es um einen Stamm. RoteS Haar! Auf den Baum hat sich ein Kobold geschwungen: da fitzt er und schaut mit seinen roten Aeuglein recht schadenfroh über den Schreck, den er verursachte, herunter: ein Eichhörnchen, das einmal ncch- gesehen, wie es dies Jahr um die Rust- und Ducheckernernt« steht. Feine weiste Gespinste fliegen durch die Luft: „der Altweibersommer!" Unö das ist er, mild und lind wie alte, zärtliche, mütterliche Frauenbünde streicht sein Odem über die Erde, wie ab- ^schtednehmend und doch noch einmal alle Lieb« geb«nd. Rimm, o Mensch, so lange es dir noch vergönnt ist, aus dieser gütigen Hand: es ist ruhebringend für alle Herzen. OerEisenbahnverkehramGrenadiertag Anlästlich des 1. Hessischen Grenadiertags in Diesten am Samstag, dem L, und Sonntag, dem 2. Oktober verkehren die Personenzüge Rr. 474 Diesten — Limburg, Diesten ab 22.18 Uhr und Rr. 1649 Diesten — Dillenburg, Diesten ab 23.00 llfjr, an beiden Tagen 30 Minuten später, mithin Pz. Rr. 474 Diesten ab 22.48 älhr und Pz. Rr. 1649 Diesten ab 23.30 Uhr Sonderpersonenzug 3756 Dietzen- Friedberg, Diesten ab 23.30 Uhr, verkehrt nicht nur am 2. Oktober, sondern auch am 1 011 d b e r 1932. Polizei Inspektor Schaub nach Darmstadt versetzt. Dom Polizeiamt Diesten wird uns mitgeteilt: Dolizeiinspektor Schaub ist zufolge Dersügung des Herrn Ministers des Innern mit Wirkung vom 1. Oktober zum Polizeiamt Darmstadt versetzt worden. Der allseits beliebte Beamte kam cm 1. Dezember 1922 von Darmstadt zum Polizeiamt Diesten. In den Jahren 1922 bis 1930 toar er Leiter des aus organisatorischen Gründen aufgehobenen 3. Polizei-Bezirks in der Kirch- siraste. Alsdann wurde er mit Dienstverrichtung zum Polizeiamt kommandiert. Polizeiinspektor Schaub, ein sehr gewissenhafter, tüchtiger und überaus diensteifriger Beamter, war seinen Untergebenen stets ein verständnisvoller, mit ihren Röten vertrauter Beamter, der auch bei dem Publikum, mit dem er vielfach in dienstliche Berührung kam, hohe Wertschätzung genoß. Auch bei seinen Vorgesetzten war Inspektor Schaub wegen seiner in jeder Weise vorzüglichen Eigenschaften in gutem Ansehen. DaS Polizeiamt sieht den geschätzten Beamten nur ungern scheiden und wünscht ihm an seinem neeuen, jedoch schon bekannten Dienstort, das Allerbeste. Große Zleischdiebstähle im Schlachthaus aufgeklärt. Der heuttge Polizeibericht teilt mit: Seit etwa einem halben Jahre wurden im hiesigen Schlacht, staus in kleineren Zeitabständen _ größere Fleifchmengen, w i e halbe Schweine, Äinderbug stücke usw. gestohlen. Trotz ge- nauer Kontrolle durch die Schlachthausverwaltung wurden am 28. September wieder ein Rinds- und «in Kalbsbug entwendet. Gestern gelang es nun endlich der Kriminalpolizei im Verein mit der Hchlachthausoerwaltung, den Täter zu fasten, der Tod) einen Teil des am Tage vorher entwendeten Fleisches in seinem Betrieb hatte. Es handelt sich im den 21jährigen Metzger W. P. aus Großen- Linden. Vornotizcn. — Tageskalender für Freitag. Ober* Hessischer Kunstoerein: 15 bis 17 Uhr, Turmhaus am Vrandplatz, Ausstellung: Lebendiges Foto. — DHC.: Monatsversammlung bei Hopfeld. — Bildungsver- tanb der Deutschen Buchdrucker, Ortsgruppe Gießen: 20 Uhr, Krausmüllersaal des Ortsgewerbevereins, das Thema „Was lehrt uns die Entwicklung im Buchgewerbe?- — Saal der Christlichen Der- jammlung: 20.15 Uhr, Eoangelisationsoersammlung, Thema: Die Stillen im Lande oder die Treuen der letzten Zeit. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Gitta entdeckt ihr Herz" " Kirchliche Fürbitte am Geburtstag desReichspräsidenten. Das hessische evangelische Landeskirchenomt weist in einem An- schreiben an die evangelischen Pfarrämter und Dekanate auf den 85. Geburtstag des Herrn Reichspräsidenten v. Hindenburg am kommenden Sonntag, 2. Oktober, hin. Es entspricht dem Wunsche des Herrn Reichspräsidenten, daß von allen amtlichen Feiern abgesehen wird. Dagegen hat die Reichsregierung vorgeschlagen und die hessische Staatsregierung diese Anregung befürwortet, dah in allen Kirchen am 2. Oktober des Geburtstages im Gebet fürbittend gedacht wird. Das Landeskirchenamt ordnet in der Uebergeu- gung, dah der Herr Reichspräsident dieser Anregung seiner inneren christlichen Einstellung nach zugestimmt hat, an, dah der Anregung am kommenden Sonntag im evangelischen Gottesdienst entsprochen wird. •* Militärische Platzmusik. Anläßlich de» Geburtstages des Reichspräsidenten von S) i n« toapparal und auf dem Diehmarkt ein braunes Kalb. Sachdienliche Angaben erbittet die Kriminalpolizei, Zimmer 24. G.A.sSport. Aus dem Mittelrheinkreis der OT. Lin bekannter lurnersührer gestorben. In Frankfurt a. M.-Rödelheim ist einer der bekanntesten und verdientesten Lurnerführer des Mittelrheinkreises nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 64 Jahren gestorben: Kaufmann Philipp 2t ö big. Am 1. Oktober findet die Beisetzung unter turnerischen Ehren in Frankfurt a. M. statt, an demselben Tage, an dem ihm aus Anlatz seines 50jährigen Turnerjubiläums besondere Ehrungen zugedacht waren. Der Entschlafene belleidete vis zu seinem Tode in führender Stellung nebeneinander eine ganze Reihe von Ehrenämtern. Seit 1895 ist er Vorsitzender der Tgm. Rödelheim, seit 1910 erster Dau- oertretet des Main-Taunusgaues, seit 1917 KrciL- kassenwart des Mittelrheinkreises der DT Seiner flugcn Finanzpolitik und vorbildlichen Sparsamkeit verdankt es der zweitgrötzte Kreis der D.T., dah er sich in diesen schweren Zeiten wohlgeord- Vom 1. Oktober an erscheint ein neuer Roman im Gießener Anzeiger Das Glück fand den Weg von Gert Rothberg Die Geschichte zweier Einsamer — die Geschichte zweier K&mpfer, die das Schiksal für einander bestimmt — ein Liebea- und Lebensroman von zwingender Folgerichtigkeit Man bestellt den Gießener Anzeiger nebst seinen wertvollen Beilagen bei den Inhabern der 230 örtlichen Vertriebsstellen, bei den Trägerinnen oder in der Geschäftsstelle, Schulstr.7-9 Kostenlose Oktobergabe an alle Bezieher: Das Wlnterfahrplanheft denb urg wird das Musikkorps unseres Bataillons unter der Leitung von Obermusikmeister firaufee am Sonntagmittag von etwa 12 bis 13 Uhr in der Südanlage beim Gymnasium Platzmusik veranstalten. Das Programm enthält einen Choral, bann Armeemärsche und das Deutschland-Lied. •• Der katholische Gottesdienst am Grenadiertag. Anläßlich des 1. Hessischen Grenadiertages wird den katholischen Festteilnehmern am Sonntag, 2. Oktober, um 8 Uhr Gelegenheit zum Besuch der hl. Messe in der Pfarrkirche geboten. Die Predigt wird während des um 10 Uhr beginnenden Feldgottesdicnstes auf dem Trieb gehalten. Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß dort keine hl. Messe ist. ** Die Leuchtfontäne auf dem Trieb vor der Volkshalle wird anläßlich des Grenadier- tages am Samstag und Sonntag jeweils von 20 bis 22 Uhr in Betrieb gefetzt werden. Die Bevölkerung fei besonders darauf aufmerksam gemacht. ** Zur Reitjagd beim Grenadiertag am. morgigen Samstagnachmittag gibt die Leitung des Gießener Flughafens im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß das reitsportliche Ereignis von der Terrasse des Flughafengebäudes aus besonders gut zu sehen sein wird. Interessenten seien auf die An- zeige hingewiesen. *• Ein Fünfundf iebzigjähriger. Schlossermcister Louis Köhlinger, Wetzstein- stratze 4, vollendet am 1. Oktober bei voller De- snndheit sein 75. Lebensjahr. •• Geschäftsjubiläum. Der Friseur- meister Erich S t u h e n st e i n, Reustadt 6, kann am morgigen Samstag auf seine 25jährige Tätigkeit als Geschäftsinhaber zurückblicken. Er hat vor 25 Jahren das Friseurgeschäft von dem da« maligen Inhaber S ch n e ck o übernommen und es seitdem mit großer Gewissenhaftigkeit fortgeführt. Der Jubilar erfreut sich in den Kreisen seiner Kunden allgemeiner Deliebtheit. •• Geschäftsjubiläum. Der Ofensehermeister Philipp Hof, Großer Steinweg 14. kann am morgigen Samstag auf ein 30jähriges Bestehen seines Geschäfts zurückblicken. Der Jubilar erfreut sich allgemeiner Wertschätzung und des Vertrauens seiner Kundschaft. •• Reichspost übernimmt Rund- funkstörungsdienst. Am 1. Oktober geht die Wahrnehmung des Rundfunkstörungsdienstes von den Funkhilfen der Funkstunde ‘Berlin, der Rorddeutschen. Ostdeutschen, Westdeutschen. Süd- westdeutschen, Süddeutschen und Mitteldeutschen Rundfunkgesellschaft sowie der Schlesischen Funk- stnnde auf die Deutsche Rerchspost über. Don die- fern Tage ab werden Meldungen über Rundfunk» störungen von, den Postämtern, Telegraphenämtern und Fernsprechämtern auch durch Fernsprecher entgegen genommen. *• Gestohlen wurden aus einem Garten auf ber Insel eine fünf Meter lange Leiter: aus einem finte rmei Zabrradsättel. ein Boschdynamo, ein Pho- ne ter Dermögensverhältnisse erfreuen kann. Besonders volkstümlich ist PH. Röbig aber als „Da- ter“ des Feldbergfestes geworden. Seit 1903 war er Vorsitzender des Feldbergfest-Ausschusses. Ihm in erster Linie verdanken die Feldbergseste die Wahrung ihres volkstümlichen Charakters. 23cim 78. Feldbergfest 1931 wurde PH. Röbig mit der Ehrenurkunde der D.T., der höchsten turnerischen Auszeichnung, geehrt. Sportabteilung des Turnvereins Wieseck. wieseck I — VfB. III 5:5 (2:1). Am Sonntag wellte die 3. Mannschaft des DfB. Gießen zum fälligen Derbandsspiel in Wieseck. Wie erwartet, lieferten sich beide Mannschaften einen schnellen und hartnäckigen Kamps. In der 18. Minute konnte DfB. die Führung übernehmen. Der Gastgeber schaffte schnell den Ausgleich und konnte kurz vor Halbzeit das zweite Tor schießen. Rach Halbzeit erhöhte der Gastgeber auf 3:1 Toren. Aber die Gäste stellten durch zwei weitere Treffer ihrerseits den Ausgleich wieder her. Run ging der Kampf von neuem los. Wiesecks Stürmer schossen kurz hinter- einander weitere zwei Tore. Es waren noch fünf Minuten zu spielen. Die Wiesecker glaubten schon das Spiel gewonnen zu haben, als die Gäste durch Fehler der Hintermannschaft auf 5:5 aufholten. Wehrspottlamps im Zungdeutschen Orden. Anläßlich der Heimweihe für die jungdeutsche Ordensjugend Gießen, fand am 25. September im Bergwerksgelände ein Wehrsportkampf für die jungdeutschen Bruderschaften Gießens und Umgebung statt. Die Kämpfe wurden bei ausgezeichneten Leistungen von dem einheitlichen Wehrwillen aller getragen. Von den 120 Wettkämpfern geben wir folgende kurze Siegerliste (G = Gießen, W = Wetzlar): Jahrgänge 18 unö älter: 200 Meter Hindernislauf: 1. Dreuth (W): 2. K. H. Krausch (G) und Schäfer (Leihgestern): 3. Merzhäuser (W); 4. Schneider (G): Merzhäuser und Schröder (W) und Fuchs (Mainzlar): 5. Kern (Mainzlar): 6. Becker (G) und Schröder (W). Steinst oß en: 1. Schüler (G), 2. Benzler (Mainzlar): 3. Dreuch (W): 4. Körner (G): 5. Kern (Mainzlar): 6. Krausch (G). Keulenweitwurf: 1. Schüler (G), 57 Meter; 2. Schäfer (Leihgestern), 53 Meter: 3. Benzler (Mainzlar): 4. Dreuth und Schröder (W): 5. Weiß (G). Dreikampf: 1. Dreuth (W): 2 Schäfer (Leihgestern): 3. Benzler (Mainzlar): 4. Krausch (G): 5. Schröder (W): 6. Schneider (G). Mannschaftskampf: 1. Gießen, 17 Punkte; 2. Wetzlar, 22 Punkte. Jahrgänge 15 bis 18: 100-Meter-Lauf: 1. Weiß (G): 2. Greilich (W); 3. Giggenbach (W): 4. Krausch (®); 5. Hennig (G). Stein ft ofeen: 1. Weiß (G); 2. Greilig (W); 3. Krausch (G), 4. Giggenbach (W): 5. Habicht (G). Keulenweitwurf: 1. Greilig (W): 2. Weiß (G): 3. Krausch (G): 4. Heß (W); 5. Txt& (G). Dreikampf: 1. Weiß (G): 2. Greilig ('18); 3. Krausch (G): 4. Giggenbach (W); 5. Heß (W). Den Mannschastskampf gewinnt Gießen vor Wetzlar. Jahrgänge 12 bis 15: 100-Meter-Lauk: 1. Nowotka (W): 2. Zi- dorn (W): 3. Kluge, 4. Dreuth (W): 5. Schäfer (G). S t e i n st o ß e n: 1. Nowotka ('18); 2. Schäfer (G); 3. Dreuth (W). 4. Rein, 5 Kluge. Keu 1 enweit - n>u r f: 1. Dreuth (W): 2. Schäfer (G). 3. No- motla ('18); 4. Kluge (W); 5. Schult (G). Drei« karnpf: 1. Nowotka (W); 2. Dreuth ('18.); 3. Schäfer (G); 4. Kluge (W); 5. Zidorn (W). Den Mannschaftskampf gewann Wetzlar überlegen vor Gießen und Butzbach. Wirtschaft. Berlin abgeschwächt. Berlin, 30. Sept. (WTB. Funkspruch.) Nachdem es bereits gestern gegen Ende des Verkehrs zu teilweise recht empfindlichen Rückgängen gekommen war, hatte sich abends in Frankfurt eine Beruhigung durchgefetzt, die sich auch heute vormittag erhielt Der matte Schluß Neuyorks und di« Preisrückgänge an den Warenmärkten, insbesondere Kaffee war in Amerika stark oerflaut, wirkten sich zu Beginn der Börse kaum aus, da die optimistischen Ausführungen Thyssens auf der gestrigen Phönix-Generalversammlung die Stimmung in günstigem Sinne beeinflußten. Vereinzelt lagen für Spezialpapiere kleine Kauforders vor. Besonders in Montanen herrschte einige Nachfrage, wobei Stahlverein, bei denen Thyssen eine Sanierung nicht für unbedingt notwendig erklärt hatte, die Führung innehatten. Für Bekula bestand ebenfalls etwas Interesse Außerdem setzten Lahmeyer und Schultheiß mit Besserungen bis ju 1% Prozent ein. Anderseits waren Chadeaktien 4 Mark, Schlesisch« Bergbau 2, Bremer Wolle 1K, Mansfelder 1%. Schlesische Gas 2%. Aschaffenburger Zellstoff' 1 >4 und Schubert & Salzer 3 Prozent gedrückt. Auch Siemens fielen fchon anfangs durch schwache Haltung auf. Im Verlaufe wurde es nach einigen Schwankungen — vorübergehend konnten sich sogar Besse- rungen bis zu 1 Prozent durchsetzen — allgemein schwächer. Einerseits verstimmte die unsichere Tendenz der Kunstseideaktien, anderseits kam in Siemens stärker Ware heraus, über deren Ursprung man sich nicht ganz im klaren war. Es hatte den Anschein, als ob eine größere Position aufgelöst würde. Der Kurs ging zeitweilig um TY» Prozent unter die gestrige Schlußnotiz zurück. Deutsche Anleihen lagen nur knapp behauptet, Altbesitz bröckelten im Verlaufe stärker ab. Schutzgebietsanleihe waren mit 5% Prozent recht fest. Ausländer tagen geschäftslos und wenig verändert, Bosnier tendierten fester. Reichsschuldbuchforderun- gen hatten kaum Veränderungen aufzuweisen. Ren« tenwerte lagen im allgemeinen ziemlich freundlich. Auch landwirtschaftliche Pfandbriefe konnten sich etwas erholen, da die Solidarbürgschaft entgegen den Befürchtungen der Börse nicht aufgehoben worden ist. Kommunalobligationen notierten bis zu 1 Prozent höher, auch 3nbuftrieoMigationen waren stärker gebessert. Am Geldmarkt war am heutigen Quartalsultimo natürlich Tagesgeld sehr steif und mit 5 bis 7 Prozent (Monatsgeld ebenfalls 5 bis 7 Prozent) gesucht. Der Ultimo dürste aber, obwohl er Quartals- ultimo ist, doch keine größeren Schwierigkeiten bereiten und glatt überwunden werden. Privatdis. kanten waren weiter angeboten. Nach dem Ultimo glaubt man mit einer weiteren schnellen Geldver- flüffigung rechnen zu dürfen und infolgedessen natürlich mit gesteigerter Nachfrage nach erstklassigen Anlagen. Frankfurt still und schwächer. Frankfurt, 30. Sept. (WTB. Drahtmeldung.) Die Geschäftsstille zu Beginn der Börse war heute etwas stärker ausgeprägt, nachdem sowohl die Banken, als auch die Spekulation zum Ultimo glatt- gestellt haben und infolge Fehlens anregender Momente keine Neigung zu Neuengagements hatten. Die Tendenz neigte unter dem Einfluß der gestrigen matten Neuyorker Börse und dem teilweisen Rückgang der Warenmärkte zur Schwäche. Gegen die leicht erholte Vorwoche ergaben sich Abschwächungen von etwa 0,25 bis 0,75 v. H. mit Ausnahme des Montanmarktes, an dem die Kurse meist behauptet blieben. Die Ausführungen auf der geftri- gen Phönix-GD. wirkten nach, und die Auffassung, daß eine Sanierung des Stahlvereins nicht unbedingt notwendig sei, führte für die Werte der Stahlvereinsgruppe sogar Besserungen von 0,50 bis 1 v. H. herbei. Mannesmann lagen jedoch 1 v. H. schwächer. Durch stärkere Kursverluste fielen Zellstoff und Kunstseidenwerte auf, die von 1,50 bis 2 d. H. nachgaben. Am Elektromarkt eröffneten AEG. und Lahmeyer leicht gebelfert, Bekula und Licht und Kraft lagen etwas niedriger. Siemens litten erneut unter Angebot und verloren 3 o. H. I.G. blieben mit 99 o. H. nur knapp behauptet. Niedriger setzten noch Deutsche Linoleum und Contilinoleum mit je minus 1 v. H., sowie Norddeutscher Lloyd und Holzmann mit je minus 1,50 v. H. ein. Reichsbank eröffneten um 0,75 o. H. freundlicher. 1 v. H. Goldpfandbriefe waren weiter gesucht und 0,5 bis 1 v. H. fester. Dagegen lagen Liquidationspfandbriefe etwas ruhiger. Kommunalobligationen zogen ebenfalls 0,5 bis 1 v. H. an. Deutsche Anleihen bröckelten später weiter ab, ebenso verloren Schutzgebietsanleihen bis zu 0,25 v. H. Reichsschuldbuchforderungen blieben in späten Fälligkeiten mit 64,25 d. H. gut behauptet. Infolge der anhaltenden Gefchäftsstille bröckelten die Kurse im Verlaufe erneut urn 0,5 bis 1 v. H. ab. Siemens waren weiter angeboten unö gaben erneut um etwa 4 v. H. nach, wobei man Tauschoperationen Segen Bekulaaktien, die etwa 1 v. H. höher lagen, eobadjtete. Tagesgeld war zum Ultimo stark gesucht und erfuhr eine Erhöhung um 1 auf 4,5 v. H. 32 111 SN 59—46 6848 V Schirm-Steil Gießen, Kreuzplatz Nr. 6 Gießen, Kreuzplatz Nr- 6 Stück 7.50 tri- 14jährig Salomon Schulstr.4 68MU Wifi •h'UllllUHU Jetzt gibt’s zu jedem Pfd. Sanella Margarine ein schönes buntes Sportbild — auch von der Olympiade. Und zum Einkleben das „Handbuch des Sports66^ ein Nachschlagewerk mit ca. 1740 Stichworten und vielen Rekordtabellen. Zu beziehen von „Sanella66, Postfach 125. 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Denn welches Gegengewicht gegen die zunehmende Veräußerlichung, Verflachung und Mechanisierung des Lebens könnte wirksamer sein, als die lebendigste und volkstümlichste aller Künste? Aber ein Theater, dgs wieder zur Poesie zurückkehrt und damit Tausenden für Geist und Seele Rahrung bietet.' Es ist aber nur möglich, den Geburtstag Fuldas, Hauptmanns und Vj 5 rnsons und vdr allem den 25. Geburtstag uns eres eigenen Theaters den Zeitumständen entsprechend würdig zu feiern, wenn alle Theaterfreunde uns auch in dieser Spielzeit treu bleiben und neue Theaterfreunde Mitarbeiten. DaS Abonnement ist so günstig und bietet eine große Menge Vergünstigung, daß wir nur immer wieder bitten und mahnen können: Erwerben auch Sie ein Abonnement und beteiligen auch Sie sich aktiv am Theaterleben Ihrer Stadt. Die Kasse nimmt während der täglichen Kassenstunden (von 10 bis 13 ilfjt und von 16 bis 17 Uhr) Abonnementsmeldungen für alle Platzgattungen und für alle drei Abonnementstage entgegen. Zrachisreiheii für die Winterhilfe. Wie im vorgien Jahr«, will die Reichsbahn auch in diesem Winter durch Gewährung von Frachtfreiheit für die Winterhilfe zur Linderung der Hot beitragen. Mit Wirkung vom 15. September ab werden Liebesgaben bei Aufgabe als Frachtgut frachtfrei befördert. Zu den Liebesgaben werden Lebensmittel, Kleidungs- und Wäschestück, sowie Heizmaterialien gerechnet, die von bestimmten gemeinnützigen Gesellschaften beschafft oder gesammelt und pon ihnen unentgeltlich an Arm«, Aotleid«nd« oder Bedürftige zum unmittelbaren Gebrauch abgegeben werden. Zur Aufgabe der Sendungen werden von diesen gemeinnützigen Gesellschaften Spezialfrachtbriefe den Absendern zur Verfügung gestellt. Die Dauer dieser Frachtfreiheit ist bei ^derzeitigem Widerruf bis spätestens 31. März 1933 vor- gesehen. __ Die Deutsche Reichsbahn im August. Der Güterverkehr der Deutschen Reichsbahn hielt sich im A u g u st nur etwa auf der Höhe des Vormonats. Die Zahl der für den Gesamt- verkehr im arbeitstäglichen Durchschnitt gestell- ten Wagen betrug im August 96 254 gegen 96 940 im 3uli und 108 950 im August 1931. Der Expreß- gutverkehr konnte sich fast auf der Höhe des Vor- monats halten. 3m Gil- und Frachtgutverkehr war eine leichte Zunahme bemerkbar. Der Personenverkehr war im allgemeinen rechr lebhaft: allerdings erreichte er weder die Höhe des Vormonats, noch die des vorjährigen Äugust. Von Sommerurlaubskarten wurde noch lebhafter Gebrauch gemacht, während der Feriensonderzugverkehr fast zur Bedeutungslosigkeit her- absank. Die Betriebseinnahmen beliefen sich im August auf insgesamt 253,02 Millionen Mark j_j Ronnenroth, 29. Sept. Unter großer Beteiligung wurde der weit über unser Dorf hinaus bekannte Strastenwart i. R. K. Mihler zur letzten Ruhe bestattet. Der Verstorbene hatte ein Alter von beinahe 84 Jahren erreicht. Mit ihm ist der letzte Veteran unseres Dorfes aus dem Kriege 1 870/7 1 abberufen worden. Dom Kriegerverein wurde er mit allen militärischen Ehren beerdigt. Der Vorsitzende widmete ihm einen Rachruf und legte im Ramen des Vereins, wie auch des Kriegervereinsbezirkes einen Kranz nieder. Der Verstorbene hatte bis zu seinem Tode das Amt eines Kirchenvorstandes inne. U Rodheim a. d. Horloff, 29. Sept. Für das durch den Tod des seitherigen Inhabers frei- gewordene Amt des Kirchenrechner s hatten sich vier Bewerber gemeldet. Die Wahl fiel auf den Beigeordneten Landwirt Wilhelm Reichhardt II. — Am 1. Oktober tritt der Or- ganist des hiesigen Kirchspiels, Lehrer i. R. Dersch (Steinheim), von seinem Amte zurück. Der neue Organist ist stud. theol. Gilbacher (Steinheim). Kreis Schotten. D Laubach, 28. Sept. Graf Georg Friedrich z u Solms-Laubach erlegte gestern vormittag am Wintersberg im Laubacher Walddistrtkt II wieder einen kapitalen Hirsch (Kronenzehner). — Am Sonntag hielt der hiesig« Schuh enverein bei guter Beteiligung sein diesjähriges Abschieden ab. Trotz des regnerischen Wetters waren die Schubleistungen gut. Abends trafen sich die Schützen mit ihren Angehörigen im „Schützenhof" zur Preisverteilung, die von dem Veerinsvorsitzenden Bürgermeister Högh nach der Begrüßungsansprache vorgenommen wurde. Schützenkönig wurde Dr. Fritz Roßbach, der bereits im vorigen Jahre diese Würde errungen hatte. Den ersten Ritter erzielte Wilhelm 3ost. Die Verteilung der Preise auf den übrigen Ständen hatte folgendes Ergebnis: T a g e s e h r e n s ch e i b e (100 Meter): 1. Rudolf Justus, 2. Schützenmeister Högy, 3. Arnold Enders; Meisterscheibe (100 Meter): 1. Arnold Enders, 2. Friedrich Döll, 3. Dr. Rohbach; Glück scheibe (100 Meter): 1. Karl Schlörb, 2. Wilhelm Kreicker, 3. Dr. Roßbach, 4. Konrad Ledermann, 5. Friedrich Döll, 6. Wilhelm Kreicker, 7. Schühenmeister Högy, 8. Dr. Roßbach; Allgemeine Preisscheibe(100 Meter): 1. Willy Michel, 2. Arnold Enders, 3. Dr. Rohbach, 4. Karl Poth, 5. Schützenmeister Hogh, 6. Wilhelm 3ost, 7. Friedrich Döll, 8. Karl Schlörb, 9. Adolf Enders, 10. Rudolf 3ustus, 11. Reinhold Göbel, 12. Ludwig Hohmann jun.., 13. Eduard Göbel II., 14. August Schlörb, 15. Konrad Ledermann, 16. Wilhelm Kreicker, 17. Ludwig Hohmann sen., 18. August Braun, 19. Ernst Högy, 20. Georg Tröller, 21. L. Schudt; Kleinkaliber-Ehrenscheibe (60 Meter): 1. Karl Poth, 2. Karl Schlörb; Kleinkaliber-Meisterscheibe (60 Meter): 1. L.' Schudt, 2. Karl Schlörb, 3. Karl Poth, 4. August Schlörb. — Dieser Tage fand im Rathaus die Hauptversammlung des Armenvereins statt. Der Vorsitzende, Dekan i. R. V o lp, gab zunächst einen 3ahresbericht über die von dem Verein geleistete segensreiche Tätigkeit. Die Rechnungslegung ergab einen Kleberschuh. Es wurde be- Oberyeffen. Landkreis Gießen. z Rödgen, 29. Sept. Heut« beging die äl - teste Frau unseres Dorfes, Katharine 3 n - derthal, geb. Schwalb, ihren 88. Geburtstag. Dis vor zwei 3ahren war sie geistig und körperlich noch sehr rüstig, jetzt haben Gesicht und Gehör sehr nachgelassen. Q] Lollar, 29. Sept. Das in den letzten Wochen errichtete H a s s i a - I u g e n d h e i m geht seiner Vollendung entgegen. Die Innenarbeiten sind zur Zeit im Gange, während die Jugendgruppe, die sich schon bei der Anfuhr der Baustoffe und während der Bauarbeiten eifrig betätigte, mit der Errichtung der Einfriedigung beschäftigt ist. Das Gebäude findet das uneingeschränkte Lob aller, die den Bau besichtigt haben. Der Vorstand des Veteranen- und Krieger« Vereins Lollar hat jetzt auf Vorschlag des Bauausschusses für die Einweihung des Gebäudes den Sonntag. 23. Oktober, festgesetzt. Hierzu haben bereits u. a. der 1. Präsident der Kriegerkameradschaft „Hassia" (Landesverband Hessen des Deutschen Reichskriegerbundes „Kyffhäuser), Generalleutnant a. D. von Dibtman (Darmstadt) und der Landesjugendführer Hans Freund (Mainz) ihr Erscheinen zugesagt. * Climbach, 29. Sept. Mit dem 1. Oktober wird Lehrer Schöne, der über 13 3ahre an der hiesigen Schule tätig war, Climbach verlassen und nach Allendors (Lumda) übersiedeln. Aus diesem Anlaß brachten ihm die hiesigen Vereine, Wander- und Mandolinenklub, unter starker Anteilnahme der Einwohner ein Ständchen. Der Vorsitzende L. Stein dankt« dem Lehrer für seine langjährigen treuen Dienste an der hiesigen Schule und erinnerte an das stets gute Einvernehmen zwischen Lehrer und Elternschaft. * Kesselbach, 29. Sept. Dieser Tage ereignete sich im hiesigen Basaltbruch ein Unglücks- fall. Der 54jährige Arbeiter Peter Schultheiß von Geilshausen wurde von herabstürzenden Erd- und Steinmassen getroffen und erlitt dabei einen Unterschenkelbruch des rechten Beines. Man vo . in meinen Besitz über. — Das meiner seitherigen Firma entgegengebrachte Vertrauen bitte ich gefälligst auf mich übertragen zu wollen. Das Ge lch föhre nur erstklassige Waren zu zeitgemäßen Preisen Frau Marie Stell, Gießen, Kreuzplatz 6 l ■-> aiüvwrle' pti darauf Sine iprt was r WZ 1 W ist 0*4. /; MM KZ Uci #r Nnen ge« & 24 wu< he ei" gann war ei r baS Feuer km L Nebenzimmer tz neunte Stunde. MuS sah den A faartt träufelten, ■ die sonnige. J bieg kam. Damal Ledigen Feuer gci l alle sein« M Erfüllung. Die ha | machen gesucht, I.Ich danke Ihn« A *ln ^et Häi vouli 253,12 Mill. Mk.). Die Ausgaben der Betriebsrechnung stellten sich au, 254,03 (250,85) Millionen Mark; einschließlich des Dienstes der Schuldverschreibungen und Anleihen und der festen Lasten ergaben sich Gesamtausgaben von 270,25 (266,14) Millionen Mark. Zuzüglich der sonstigen entstandenen Ausgabeverpflichtungen schließt die Monatsrechnung mit einer das Cin- nahmeergebnis übersteigenden Mehrausgabe von 17 Millionen Mark ab. Der Personalbestand betrug im August 601 882 Köpfe gegenüber 606 318 Köpfe im 3uli. Benzinpreiserhöhung. Berlin, 30. Sept. (WTB. Funkspruch.) Wie WTB.-Handelsdienst von maßgebender Seite erfährt, werden die Zapfstellenpretse für alle Motorentretbstofse (Benzin, Benzol und Gemische) mit Wirkung vom 1. Oktober 1932 im ganzen Reich einheitlich um2Rpf. jeLi lerer- höht. Diese Preiserhöhung ist die unmittelbare Folge der Erhöhung des Beimischunaszwanges durch die am gleichen Tage in Kraft tretende Heraufsetzung der Bezugsquote von 6 auf 10 v. H. schlossen, wie im letzten Herv,l, io auch jetzt zue Winterhilfe aufzurufen. Auf Wunsch des seitherigen Vorsitzenden übernahm Pfarrer Kornmann dieses Amt; Stellvertreter wurde Bürgermeister Högy. Der übrige Vorstand wurde wiedergewählt. KreiS Büdingen. rl. Büdingen, 28. Sept. Die vor einigen Wochen hier eingeleiteten Maßnahmen xur Betreuung der im Bezirk Büdingen tätigen Gruppen des freiwilligen Arbeitsdienstes sind von Erfolg gewesen. Roch im 3uli war nur eine Gruppe betreut und ein Redner tätig. Dank der Werbearbeit des vor vier Wochen im Anschluß an eine Besprechung im Kreisamt Büdingen gebildeten Ausschusses, über den berichtet wurde, sind jetzt im Bezirk schon zehn Redner, die vom Hessischen Heimatwerk in Gießen eingesetzt werden und über die verschiedensten Themen vor Den Arbeitswilligen sprechen. 3n den meisten Fällen nehmen diese den gewünschten Anteil an dieser gewiß noch verbesserungsbedürftigen Einrichtung. Am beliebtesten und erfolgreichsten sind Lichtbildervorträge, die immer dankbare Zuhörer über den Kreis der Arbeitswilligen hinaus haben. preutzen. Kreis Wetzlar. * Vetzberg, 29. Sept. Der von der Gemein de v e r t r e t u n g festgestellte Gemeinde-Haushaltsplan schließt in Einnahme und Ausgabe mit 56 288,12 Mark ab. Als Ge- meindeumlage wurden die vorjährigen Sätze beschlossen: je 250 v. H. der beiden Grundvermögenssteuer- und der beiden Gewerbesteuerarten, als Bürgersteuer das Zweifache des Landessatzes. # Odenhausen, 29.Sept. 3n der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung erfolgte die Festsetzung des Haushaltsplanes f ü r 1 9 32. Der Voranschlag schließt in Einnahme und Ausgabe mit 41 689,22 Mark ab. Als Gemeindeumlage sollen zur Erhebung kommen: 440 v. H. der Grundvermögenssteuer I und» II, 500 v. H. der Gewerbesteuer vom Ertrag und vom Kapital, außerdem an Dürgersteuer das Zweifache des Landessatzes. Cs sind dies die gleichen Sätze wie im 3ahre 1931. I Groß-Rechtenbach, 28. Sept. Lehrer Hermann Gerhards von hier wurde vom 1. Oktober ab endgültig zum Lehrer an der evangelischen Volksschule in Herdorf. Kreis Altenkirchen, ernannt. Die dadurch frei gewordene zweite Lehrerstelle an der hiesigen Schule wurde dem Schulamtsbewerber Theo Langensiepen in Biskirchen, Kreis Wetzlar, auf jederzeitigen Widerruf übertragen. (Schluß des redaktionellen Tests.) 3m Hinblick auf den kommenden Winter gilt es mehr denn je, zwischen den Ansprüchen an Bequemlichkeit und Sauberkeit der Heizung und den verfügbaren Mitteln einen Ausgleich zu finden. Ruhrkohlen werden in Bezug auf Arten und Körnungen in einer von keinem anderen Revier erreichten Vielseitigkeit geliefert. Der Hauptwert aller Ruhrbrennstoffe liegt in ihrer ergiebigen Heizkraft, so daß schon mit geringen Mengen und daher niedriger Kohlenrechnung eine auch schärfster Kälte gewachsene Heizleistung erreicht wird- 6480V Nachdruck verboten !M irtleftunfl -ter Lurd» »tftQnx r* Würger. ^tvurdr^ l9en. ^ednn di H m tinml*? £? H S-ne kurze Spann« Seit", stimmte Andresen । der. d >ilnö doch können Tag«, Wochen, ,a Stun- 1 w uns AU Ewigkeiten werden, wenn toir ae- 1 Urn sind an Körper und Geist. Oder wenn bi« ' im | nb, di« wir lieben." '! Hefcn", antwortet« Klaus versonnen, „ich lege (frei Wert darauf, denn ich würde kein« beisere M finden. Gin« ruhigere vielleicht, aber das ure auch alles. Renat« ist doch tot. Und Sie Wrn doch, waS der Dbruva von den tausend Mren sagt. Warum sollte ich mich also scheiden '« ist aut. dost Sie mich erinnern, warum i» xi mir sind, lieber D kd-r." Der Seemann M« den Brief au« seiner Brieftasche und reichte 'M dem neugewonnenen Freund. „Ich könnt« Men diesen Brief nicht zu lesen geben, wenn M nicht Die wären, Renate verwandt und lieb. Str Sie, ich werde so lang« schweigen. Aber Nii will ich ihn gleich wieder haben und Ihnen Uv,, wie ich mir da« Weitere denk«. Ich be- Mi?e tief, dah ich Ihnen den Glauben an Ihren frltr nehmen muh. ,®6 wäre weit trauriger für mich, wenn mir M Möglichkeit nicht gegeben würde, des braven Machen« Ehre und Gesundheit zu retten", er- » ite Heinrich Andresen. „Denn damit sühne ich M «inen Teil von meines Bruders Schuld. M'S er Ihnen getan, läht sich leider nicht mehr Mnrachen. Ich wünsch« von ganzem Herzen, ich irrte es." ' 5mn war es still im Zimmer, man hörte Ar da« Feuer knistern und eine grohe Uhr au« Kn Rebenzimmer schlug laut und klangvoll Wt i unt« Stunde. Ml LU« sah den Rauchfäden nach, die aus seiner F-aire kräuselten, und dachte an Renate und M ti€ sonnig«, hoffnungsvoll« Seit, ehe der kam. Damal« halt« er auch von dem le- M.digen Feuer gesprochen, das er so liebte. Und Hi: die sein« Wünsche hatte di«se feine Seele Miillung. Wie hatten sie doch einander Freude 6L -t Mn gesucht, zu jeder Stunde." । danke Ihnen." Der Doktor reichte chm den meiften tn Äni»i n stiert KJÄ iw®*8* n 6a6n i. $he Q6na^Sl1!in!ten Itn tatiotm ilUt 2«. 48b jÄDen ln tftttn ei», btt 8amt '5übi?n*^u6 Senates BermOMis Vornan von Hertha Artcke L fett. Der Hauptes : in ihrer etgittyn geringen Menget enb cechnung eine M : Heizleistung erreicht is :te 1882-1932 JAHRE Dienst am Kunden MONTAG, DEN 3.0 KT OBER beginnt mein großer Jubiläums-Verkauf aus Anlaß des 50jährigen Bestehens meines Geschäftes 6566 A Warten Sie mit Ihren Einkäufen, es wird sich lohnen! J-Pfeffer» Marktplatz 6 Morgen erfahren Sie Näheres! Ab 1. Oktober Nrur Kapelle Orchester A. deVaux mit ihren Solisten Dasvornehme Salon-, Stimmungsund Gesangs Quartett gastiert täglich ab 41/« Uhr nachmittags im Bürgerhof Plockstraße 3 Dienstags, Donnerstags und Freitags Hausfrauennachmittage Hierbei: 1 Kännchen Kaffee mitSahne 50 Pf.. 1 Stück Torte oder Kuchen nach Wahl 30 Pf. 05619 Flugplatz Die anläßlich des Grenadiertages am Samstag, dem 30. September 1932 stattfindende Reitjagd beginnt um 14 Uhr auf dem Flugplatz. 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