Ur.203 Kvühausgabe 182. Jahrgang Dienstag, 30. August 1952 Erscheint täglich, autzer Sonntags und Feierlags Beilagen: Die 3üuftnerte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle monats Bejugsprets: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . i .80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschliiste unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Siesten Postscheckkonto: Sranlfurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Drud und Verlag: vrühl'fche Umver^iair-Vuch- und Steinöruderei R. Lange in Stehen. Sdfriftleitung und Geschäflrftelle: Schulttrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Ns» klamean geigen von 70 mm Breite 35 Neichspfenmg, Platzvorschrift 20" . mehr. Chefredakteur Dr. Friedr Wilh. Gange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in «Bienen. Oer Aufmarsch zur Reichstagssitzung. Don unserer Berliner Redaktion. Einen Sommer, angesüllt von solchen schwerwiegenden Politischen Entscheidungen, hat Deutschland seit dem Jahre 1914 nicht mehr erlebt. Don Woche zu Woche haben sich die Ereignisse zugespiht, um in dieser Woche so oder so eine Lösung zu erfahren. Die Rede des Reichskanzlers in Münster hat die Lage zwar geklart und die gegnerischen Fronten abgesteckt, der Kampf selbst aber beginnt erst und ist noch keineswegs entschieden. Don der D e r k ü n d i - gung eines Programmes bis zu seiner Annahme ist ein weiter Weg. und die eigentlichen Schwierigkeiten fangen erst dort an, wo es ?ilt, nun auch das Programm zu verwirk- i ch e n. Der Reichskanzler hat in seiner Rede eine Atmosphäre des Vertrauens gefordert, und diese Vertrauensgrundlage ist die unerläßliche Doraussehung für eine planvolle und auf lange Sicht berechnete Re- gierungstatigkeit. Roch aber gibt es in Deutschland die Parteien als politische Tatsachen und Mächte, und der Verlauf der Woche wird unter Beweis stellen, welche reale Kraft diesen Mächten innewohnt, oder ob inzwischen eine, neue Macht erstanden ist, die sich als stärker erweist, als die der großen politischen Verbände und Organisationen. Die Gegnerschaft der Parteien gegen das Präsidialkabinett, zumindest gegen den Reichskanzler von P a p e n , ist durch die Verkündung des „Zwols-Monats-Plans" nicht überwunden worden. Papen hat von der „Zügellosigkeit" des Hitlerschen Aufrufs gegen das Bouthener Urteil gesprochen. Das Ergebnis ist eine erneute Kampfansage der Nationalsozialisten gegen die Papen-Regierung und ihren Plan. Die Berliner „Nationalpost", das Er- satzblatt für den verbotenen „Angriff", spricht vom „Schritt in die finsterste Reaktion" und dem „ungeheuerlichsten Lohnraub", den das Regierungsprogramm voll,Kehe. Sollten also von Regierungsseite aus Hoffnungen bestanden haben, die Nationalsozialisten auf Grund des Arbeitsbeschaffungsplanes zu einer Tolerierungspolitik zu bewegen, so müssen diese Hoffnungen jetzt endgültig begraben werden. Weder der „Zwölf Monats-Plan", noch die Person des Reichskanzlers können in Zukunft von nationalsozialistischer Seite her auch nur auf das mindeste Entgegenkommen rechnen. Die Haltung der Kommunisten und Sozialdemokraten ist nicht minder klar. Noch am Samstag veröffentlichte der Parteivorsitzende Wels im „Vorwärts" einen Aufruf „Sozialistische Aktion", in dem er die Einheitsfront der Sozialisten aller Parteien zur Errichtung der sozialistischen Planwirtschaft forderte. Das betont privatwirtschaft- liche Bekenntnis der Reichsregierung wird es der Sozialdemokratie erleichtern, für ihre S ozial i° sierungsa n träge im Reichstag eine starke Mehrheit zu finden, zumal auch die nationalsozialistische Gruppe um Gregor Straßer und Re- ventlow zumindest theoretisch für die Soziali- ficruna der Banken und Großbetriebe eintntt. Das Zentrum hat seit Wochen zu erkennen gegeben, daß es durchaus bereit ist, sehr w e 1t - Reichende Politische und wirtschaftliche Reformen durchzufuhren, wenn sich hierfür eine verfassungsmäßige Mehrheit im Parlament findet. Papers Feststellung, er könne an ein Bündnis zwischen Rationalsozialisten und Zentrum nicht glauben weil in einer solchen Koalition die eine girier de andere vernichten wolle, wird -wischen dem Reichskanzler und dem Zentrum die letzte Mog- lichkeit einer Verständigung abgebrochen haben. Der Reichskanzler steht also ganz allein und selbst den Deutschnation al en fcoemt « etwas angst und bange geworden zu sein vor dieses Isolierung. IedenfaW fordert der trauensmann Husbergs, Dr. K r l e g k »n der Scherlpresse die Regierung aus, emen letzten Versuch zu machen, die beiden Parteien der seit herigen nationalen Opposition lur die Regie rungsunterstühung heranzuziehen. -Zuin erstenmal wird von einer Seite, die immerhin der Reg e- rung recht nahestehen dürfte, der Gedanke aus- gesprochen, daß ein E i n b e z i e h e n d e r R a nationalen haben im Verlauf der letzten Woche mehrfach zu erkennen gegeben, daß sie bereit sind^ eine Regierungsbildung au sZ e n t r u in undRatio nalsozialistenimReich hin- zunehmen wenn über einer solchen Regierung Ne Kanzlerschaft eines parteipolitisch nicht gebundenen Mannes ausge- richtet würde, und wenn sie selbst etwa in Gteftalt des preußischen Ministerpräsidenten eine stärkere Machtverankerung in Preußen erfahren könn en Es ist von deutschnationaler Seite m dieser Rich- tuna der Leipziger Oberbürgermeister Dr.G oer- bclcr in Vorschlag gebracht worden. Eine^io- nalsozialistische Stellungnahme zu diesen Vorschla- r, um ein größeres gezwungen sah, den a u m zu steuern. Der indhol; geknickt. Der che Insassen wurden schleudert. Vier der irfonen tourten ins Fracht, wo ein ge» ' Aavensburg halb gen erlag. 3tfa ArmkenhauL nach hier TkrWtfv tiach tiung itetgninbbabn. ransit Corp., die den verkehr betreibt, ist m 1. September sallc, MillionenDvl« en. Aus Deranlassung >hörde wurde die ®c- ingsvervaltung Unternehmens verden War be'iffert. Die In ößten Zusammen- der Deremigten Staa. ^Trnst Blumschein. iner Pola-Negn-Me, n zuerst beinahe mad- Ädiger Routine u°d ich bemerkenswert. < ««»jä, «1» m und Struve ätä ft Inter- » Delhageu, von Umrund ler. t€IL?Ket Advll luM ^ÄchgebtetS'^ SÄ®?1? SKS uns nn,f^rschast bct Aefostl' , univ^l'' Jerl'nMeE -M Aus der Provinzialhauptstadt an Kirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinden. Freitag, den 2. September. Gießen. 6 Uhr: Segensamt. — Cid,. 6.15: Segensmesse. ..^isvouzieher erweitert unb ihre Unabhängig« leit aufrechter halten werden. Degen Schluß der Tagung erfolgte die Wiederwahl des seitherigen Dorstandes. Als nächster Tagungsort wurde Darmstadt bestimmt. Reineck als Falschmünzer überführt. WED. Dillenburg. 29. Aug. Landjägerei, beamte haben nunmehr die Höhle des verhaftet«! Einsiedler- Reineck einer eingehenden Durchsuchung unterzogen. Die Behausung soll in einem furchtbaren Zu st and gewesen sein, dazu voll Ungeziefer. In einer Kautabakdose sand man die halbe Dipsform eines Zweimarkstückes, und zwar die Adlerseite. Durch diesen Fund und den Fund des Die st löffel s dürft« erwiesen sein, Last der Einsiedler sich mit Falschmünzerei beschäftigt hat. Fortuna ordnet ihr Füllhorn. Oie Reformpläne bei der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie. entfernt wurde er durch einen furchtbaren Sturm abgetrieben und gelangte westlich nach dem Davis- Sund unter die Eisberge. 2(1 Stunden lang befand sich das Schiff in größter Gefahr, bis es glücklich nach Reykjawik gelangte. Oer gefilmte Froschsprung. Wir alle haben schon mal einen Frosch springen sehen, aber di« Sache geht so rasch vor sich, daß selbst der aufmerksamste Beschauer die Einzelheiten dieses Dorganges nicht feststellen kann. Jetzt hat man aber mit Zuhilfenahme der Zeitlupe alle Teilbewegungen beim Sprung eine« Frosches im Film festgehalten und ist dabei zu interessanten Erkenntnissen gekommen, wie Dr. Walter Hirsch in dem bei Hugo Dermühler in Ti gur » den letzten Tagen geringe Abweichungen, die vier Buntes Allerlei. Ein süßer Schah im Fußboden. Eine alte Frau in Wülfrath im Rheinland hat aus d«m Fuhboden ihres Schlafzimmers einen sühen Schah von einem halben Zentner garantiert reinen Bienenhonig gehoben. Seit Jahren schon beobachtete bie Frau unter bem Fuß» hoben ihres Schlafzimmers summende Geräusche, denen sie aber keine Beachtung schenkte. Das Gesumme wurde aber von Sommer zu Sommer stärker. Riemand konnte es sich erklären, unb um den Geräuschen auf bie Spur zu kommen, be- schloh man, den Fuhbvdenbelag abzunehmm. Zur großen Heberraschung entdeckte man. dah sich zwischen Fußbodenbelag und ber Decke des barunter- liegenden Zimmers Bienenvölker angefiebelt hatten. Zu- und Abgang fanden die Bienen in den Ritzen des Mauerwerks. Etwa 40 000 Dienen hatten sich hier eingerichtet und Waben von etwa anderthalb Meter Länge angelegt. Der Honig. Vorrat beträgt etwa 50 Pfund. Eine Wiking-Fahrt. In der isländischen Hauptstadt Reykjawik ist, wie von dort gemeldet wird, ber Norweger Folgeroe in einem Schiff angekommen, das „Roald Amundsen" heißt und ganz wie ein altes Wikinger-Schiff gebaut ist. Folgeroe, der wie die Winkinger ohne Log oder Chronometer segelt, verließ mit einer Bemannung von drei Leuten am 4. August St. Johns auf Neufundland, um nach dem Kap Farewell auf Grönland zu segeln, aber 60 Kilometer von der Küste stimmte wieder genau, bie fünfte war mieber in ben letzten lagen ungenau. Von ber sechsten bis zur vierzehnten unb letzten Vorhersage dieses Sommers, die vom 18. bis 28. August reichte, erwies es sich durchweg, daß die Zehnlagevorhersage als Ganzes sich schon im ersten Jahr gut bewährt hat, daß die deutsche Meteorologie einen Fortschritt für sich be- 'ispruchen kann, der einzig dasteht. Wohl als das wichtigste Moment dieses namentlich für die deutsche Landwirtschaft und die Kurorte stift erteilt: 800000 Lose lagen auch bei der gegenwärtigen Ziehung wie schon seit Jahren bereit zum Verkauf, aber 340000 davon sind nicht abgesetzt worden. Die Lotterie-Direktion muh diese Masse selbst spielen, ein bißchen helfen ihr bie Kollekteure habet Zeichen ber Zeit? Gewiß, denn bis zum Anbruch der Weltwirtschafts- und der speziellen deutschen Krise im Jahre 1930 war die Lotterie im großen und ganzen so gut wie ausverkaust: fast alle Lose konnten untergebracht werden. Damals kam die Lotterieverwaltung auf eine Idee. durch die Erhöhung der Lospreise von 120 auf 200 Mark konnte theoretisch der Spielplan verbessert, die Gewinnzahl vermehrt und die Gewinnhöhe aufgestockt werden. Aber — die Arbeitslosigkeit begann immer stärker an- zuschwellen und die Einkommen sanken immer entschiedener. Alsv waren die fünf Mark für ba« Achtellos beinahe allmonatlich zu zahlen, bei vielen spieleifrigen und spielfreudigen Menschen nicht mehr ba; sie mußten auf ihr Los verzichten. Immer mehr stieg bie Zahl ber unverkauften Lose an, gegenwärtig ist beinahe die Hälfte nicht abgesetzt worden. Was nun? Bekanntlich muh in derartig verzweifelten Fällen bei allen Behörden der Welt ebenso wie beim privaten Menschen „etwas geschehen". Hnb wenn ein Derartiger Auftrag erst einmal in ben Instanzenzug eines staatlichen Apparates hineingetutet ist, kann man sich darauf verlassen, bah auch etwas geschieht. Das sehr einfach konstruierte Hirn bes Spielers käme in diesem Falle zu dem Schluß, daß die Lose zu teuer seien; verkäuflich könnte man sie jedoch wieder machen, wenn der Preis den Zeitverhältnissen entsprechend herabgesetzt würde. Dielleicht auf die drei Mark für das übliche Achtel wie in früheren, zum Teil sogar fetten Jahren. Aber nein, dagegen sträubt sich die Behörde mit dem unsäglich langen Ramen, sie besteht auf ihren fünf Mark, denn vier Staatssäckel, die von Preußen, Bayern. Württemberg und Baden sind an den Gewinnen beteiligt, dazu auch noch die Reichskasse, bie ihre Lotterie st euer haben will. Wer selber Spieler ist unb wer nach bem Rezept Doktor Martin Luther bem gemeinen Mann von ber Straße auf bas Maul sieht, ber weih, bah tatsächlich bie hohen Lospreise von ber Beteiligung an ber Lotterie abschrecken. Eine Herabsetzung bes Einsatzes würbe es bestimmt möglich machen, bie Spieler von einst toieber an bie Trommeln her anzuholen. Dah man auf drei Mark nur drei Fünftel des sonst möglichen Gewinnes hereinholen kann, ist jedem Har, der sich mit gütiger Hnterstützung des Herrn Adam Riese einmal über den Spielplcm und seinen Aufbau hermacht. Rach ber Idee von 1930 ist letzt die zweite fällig. Wenn keine 800 000 Lose mehr zu verkaufen sind geben wir eben nur noch 500 000 aus. so wirb gesagt. Darin liegt ber Schlich, wenigstens diese Loszahl sei bestimmt abzusetzen Mit Der- laub, so geht bas nur nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung auf. Der kommende Winter wird auch noch nicht leichter sein als seine Dorgänger, es läßt sich daher eher annehmen, dcch sich die Zahl der Spieler noch weiter vermindern könnte. Gewiß klingt es ganz nett und schön, bah trotz dcr Verminderung ber Lose bie Gewinnchancen gleichbleiben werben — allerdings ist der Spielplan bis jetzt noch nicht abgeschlossen! —, weil man statt wie bisher in zwei Abteilungen nur noch in einer spielen will. Doch damit kann der Spielerstamm nicht erhalten werden, dem die fünf Mark für das AchtelloS knapp und immer knapper werden. Wenn der Staat ein beinahe undurchbrochenes Monopol auf das Lotteriespiel übernimmt, muh er sich dem Spielerwillen einigermaßen anpassen. Denn die Lotteriespieler wollen nicht mehr erzogen werden: sie wünschen — unb das wird am Ende die maßgebenden Herren überraschen — zu gewinnen, rner, wertvollen Fortschritts ist bie Sicherheit unb Weitsicht zu bezeichnen, mit ber bie Witterungsumschläge rechtzeitig erkannt unb in ben Vorhersagen klar unb unzweideutig zum Ausdruck gekommen finb. So würbe, um nur bas markanteste Beispiel zu ermähnen, bas überall Gültigkeit hatte, ber Heber- gang zur längs ri stigen Schönwetter- p e r i o b e im August rechtzeitig oorhergesagt. Von allgemein gültiaen Einzelheiten seien nur bie über ganz Deutschland verbreiteten Gewitter am 21. August genannt, bie mit ber daraus folgenden Abkühlung bereits acht Tage vorher angesagt worben waren. Nach biefem gelungenen ersten öffentlichen Versuch kann bie Staatliche Forschungsstelle für langfristige Witterungsoorhersage jetzt an bie wissenschaftliche Ausgestaltung ihrer Arbeit für ben nächsten Sommer gehen. Zunächst müssen bie Vorhersagen für bie Monate Juli unb August vervollkommnet werben, bie theoretischen unb synoptisch- statistischen Untersuchungen, bie ben Vorhersagen zu- grunbe liegen, werben fortgesetzt, um bie Zuverlässigkeit unb Genauigkeit ber Prognosen noch zu steigern. Daß bies möglich ist unb in welcher Richtung hierzu bie Forschungen noch weiter ausgebaut werben müssen, h°t sich durch bie bisher gewonnene Erfahrung gezeigt. Sinb erst bie Grunb- lagen für bie Monate Juli unb August entsprechend vervollkommnet, so wirb auch an bie Bearbeitung ber Unterlagen für weitere Monate herangegangen werben. Die Staatliche Forschungsstelle trägt sich mit ber Absicht, für bas ganze Vegetationshalbjahr, also bie Monate April bis Oktober, die Unterlagen zu künftigen Zehntagevorhersagen auszuarbeiten. Daten für Ticnctaa, 30 August. 1928: ber Maler unb Bildhauer Franz von Stuck in München gestorben. " DerkeHr - unfa11. Am Ludwigsvlah er. eignete sich gestern gegen 16 Hhr ein schwerer Hnglückssall. Gin Personenkraftwagen, der von der Kaiserallee kam und über den Ludwigsplah in die Ludwigsstraße fahren wollte, geriet an der Ecke Gartenstraße gegen einen schweren, mit Ziegelsteinen beladenen Lastkraftwagen, der eben in die Gartenstraße einbiegen wollte. Der Anprall war so heftig, dah der Fahrer des Privatkraft, wagens durch seine eigene Windschutzscheibe hin- durch gegen den Lastlras twage.i geschleudert wurde Die Freiwillige Sanitätskolonne brachte ihn zur Chirurgischen Klinik. Der Kraftwagenführer, ein Herr zu I e t e l o h aus Gladenbach hat einige allerdings unbedeutende Kopfverletzungen und anscheinend auch eine leichte Gehirnerschütterung erlitten. Das Privatauto wurde erheblich beschädigt. Die Schuldfrage ist noch nicht völlig geflärL " Ehemalige hessische Leibdragoner in Langensalza. 3m Schaukasten des „Gießener Anzeigers" (Schulstrahe) sind gegenwärtig Bilder von dem Besuch des Dereins ehemaliger hessischer Leibdragoner G'.ehen bei der Traditionseskadron in Langensalza zu sehen. •• Zirkus Straßburger in Giehen. Roch jetzt, zur Stunde, hat der Zirkus Straßburger in einer anderen, in einer mitteldeutschen Stadt seine Zelte aufgeschlagen und zieht mit seinen Dorstellungen die Menschen in seinen Dann. Hebet Tag und Rächt aber wird die Zeltstadt hier in Gießen sein und auf dem Oswaldsgarten neu erstehen. Sonderzüge mit vielen Wagen werden hier eintressen. Für kurze Stunden wird auf dem Güterbahnhof unserer Stadt ein hochinteressantes Leben und Treiben herrschen, so lange, bis alles an Ort und Stelle ist. Am Abend deS kommenden Freitags wird dann bereits die erste Dorstellung stattfinden. Der Zirkus Straßburger ist ein Unternehmen, das. so wird uns geschrce- ben, alte, gediegene Zirkuskunst pflegt und mit der Fülle seiner Darbietungen jedermann vieles zu bringen weiß. Erstklassige Künstler, prächti- ges Pferdematerial, eine Anzahl großartiger Raubtiere werden die 'Besucher zu sehen bekommen. Richt weniger denn 500 Menschen dienen dem Unternehmen. Menschen aller Rassey. vereinigen sich im Zirkus und warten mit ihren mannigfachen Künsten auf. Clowns sorgen für den Humor. 50 Musiker konzertieren während der Darbietungen, die sich in rascher Folge in w nege und Rennbahn abspielen werden. Der ZirkuS Straßburger wird sicherlich auch in Dießen ein dankbares Publikum finden. Foffaden-Kletterer an der Arbeit. Bad-Nauheim, 29. Aug. (WSN.) Durch einen Fassadenkletterer wurde in der Nacht zum 28 August ein Gast in einem Bad-Nauheimer Hotel schwer geschädigt. Der Dieb nahm zwei goldene Armbanduhren, eine Damen- und eine Herren- ubr sowie eine Kinderarmbanduhr mit, außerdem fielen dem Einsteigedieb etwa 200 Ma r k i n b a r n die Hände. Wahrfchemlich hat der Fassaden- fetterer einen Morgenschnellzug nach Frankfurt benutzt, um auszureißen. Der Verdächtige wird als ein etwa 30jäf)riger Mann mit grauem Anzug geschildert. 30. Verbandstag hessischer Gerichtsvollzieher. rrn»-77 Friedberg, 29. Aug. Am Samstag- naSag hielt der Landesverband Hessen des Deutschen Gerichtsvollzieherbundes seinen 30. Der- bandstag ab, der mit einer Zeier des 30- iä b r i a e n Bestehens verbunden war Rach Erledigung des geschäftlichen Teils der Tages- Arhmrrm hielt Obergerichtsvollzieher ©laufen mÄ 3nfrm «ftai betoäft-gte er sich At Anstellungs-. Besoldungs- und Ausbildungs- kagen ür Gerichtsvollzieher, .^me,Forderungen ^streckten sich vor allem auf eine gründliche theo- AisÄ und praktische Dorbildung der Anwar. ker. Redner verlangte ferner ausreichende £ » f n r h u n a für die Gerichtsvoll- ?i e h e?und Gleichstellung der Gerichtsvollzieher mll 5en oberen Gerichtsbeamten In dem zweiten Referat wurde die Re u g c ft a 11 u n g ö e r 3i» nilvroießordnung unter besonderer Berücksichtigung des Zwangsvollstreckungswesens be- banbelt ^Dei der Reformierung des ZwanAsvoll- streckungswesenS müßten die Kompetenzen der Ge- SJ.-fpor/ Zniernaiionales Gtromschwimmen „Quer durch $ranffurf//. Giehener Schwimmer erfolgreich. Arn vergangenen Sonntag fand das alljährliche Gerbermühlschwimmen im Main bei Frankfurt statt. 46 Vereine hatten zu diesem großen sportlichen Ereignis ihre Meldungen abgegeben. Die 2500 Meter lange Strecke führte von der Gerbermühle bis zur Maininsel an der neuen Brücke. Trotz des anfänglich schlechten Wetters hatten sich Tausende von Zuschauern auf beiden Mainufern eingefunden. Durchgeführt vom Bezirk Frankfurt des Deutschen Schwimmverbandes, nahm die Veranstaltung den programmäßigen Verlauf. Die Wettkämpfe waren für verschiedene Alters- und Leistungsstufen ausgeschrieben und in Mannschafts- und Einzel-Wettkämpfe gegliedert. Der Gießener Schwimmverein hatte drei Leute zu dem Herreneinzelschwimmen der 3. Klasse gemeldet, die gleichzeitig als Mannschaft bewertet wurden. 3n diesem Rennen, zu dem 61 Meldungen (I) abgegeben worden waren, gelang es A. Zimmer, GSV-, den 2. Platz zu belegen, während Herbert, GSV., 18. und Schorn ber, GSV., 23. wurden. Durch das vorzügliche Schwimmen von Zimmer konnten die Giehener im Mannschaftskampfe dieses Rennens auf den 3. Platz kommen, was bei einer derartigen Veranstaltung einen recht guten Erfolg bedeutet. Stuck schlägtAuvolari und Caracciola.. lm Skilfser-Joch-Rennen. Zum ersten Male wurde am Sonntag auf Europas höchster Paßstraße ein Automobilrennen ausgetragen, bei dem sich ungefähr 30 der besten europäischen Meisterfahrer versuchten. Vor 13 000 Zuschauern verlief das äußerst schwierige Rennen ohne Unfall. Eine wahre Meisterleistung vollbrachte der deutsche Mercedes-Benz-Fahrer Hans v. S t u ck, der seinen schweren Wagen mit größtem Geschick durch die zahlreichen Kurven steuerte und auch noch mit 12:23 nicht nur den <5ieg in seiner Klasse, sondern auch die beste Zeit deS Tages herausholte. Das von ihm erzielte Stundenmittel von 54,6 Kilometer ist wohl der beste Beweis für die schwierige Strecke. Stucks schärfster Gegner Ruvolari hatte Vorderrad-Reifenschaden und der Favorit Caracciola muhte sogar noch dem Italiener Tagini (Alfa Romeo) den Vortritt lassen, der mit nur 2/10 Sekunden hinter Stuck zurückblieb. Deutschland schlägt Oesterreich 15:11. handball-Länderkamps vor 15 000 Zuschauern in Weißenfels. In Weißenfels wurde am Sonntag der siebente Handball - Länderkampf zwischen Deutschland und Oesterreich ausgetragen. Die deutsche Mannschaft war ausgezeichnet zusammengestellt und war zum ersten Male in einem Länderkampf den Oesterreichern klar überlegen. Besonders die Zusammenarbeit des Sturms war nicht zu übertreffen. Es stund schon 5:0, ehe sich die Oesterreicher fanden und den ersten Gegentreffer erzielten. Allerdings mußten die Oesterreicher für einige gute Leute Ersatz einstellen. So war der Torhüter Schnabel durch Maurer ersetzt und im Sturm fehlte der berühmte Per- wein, der sich am Dorsonntag im Länderspiel gegen die Tschechen verletzte. Da aber sowohl der Tor- büter Maurer als auch der Perwein-Ersatz Patleych sehr gut spielten (letzterer schoß allein fünf Tore), kann man von Ersatz eigentlich nicht sprechen. Deutschland hat mit diesem Sieg fünf der Länderspiele gegen Oesterreich gewonnen. Als Leiter des Kampfes fungierte der Wiesbadener Müller in ausgezeichneter Weife. Die deutschen Treffer schossen Feick-Darmstadt (5), Kaundy- nia-Berlin (5), Dossenkaul-Aachen (3) und Sievern- Dortmund (2). Für die Oesterreicher waren Patleych (5), Tauscher (2), Harthum, Meise! und Pfandler verantwortlich. Tom Bulluö Schnellster beim Riesengebirgsrenneri. Zu einem wahren Volksfest gestaltete sich am Sonntag wieder dos Riesengebirgsrennen, das in Echreiberhau schon seine sechste Wiederholung erlebte. 50 000 Zuschauer umsäumten die vier Kilometer lange Rennstrecke. Der Held des Tages war wieder einmal mehr der Engländer Tom B u l l u s , der auf seiner 1000 ccm-NSU die absolut schnellste Zeit des Tages in 2:49,6 (84 Stun- den-Kilom.) herausfuhr und einen neuen Streckenrekord schuf. In der Wagenklasse fuhr Pietsch-Reustadt (Bugatti) in 2:53,8 die beste Zeit. Fabelhaft war der bayrische Seitenwagen- sahrer D a b l - Miesbach (Douglas). Bei den Sport- und Tourenwagen siegte Burggaller- Berlin. ZrankfurierGoeihe-Siaffelausgefallen Die für Sonntag von der Arbeitsgemeinschaft Groß-Frankfurter Turnvereine geplante „Goethe- Staffel", der 9. TurnerStaffellauf „Rund um Frankfurt", konnte nicht ausgetragen werden. Der Regen machte eine glatte Abwicklung der Läufe unmöglich. Die Veranstaltung wurde deshalb abgeblasen und kommt am 4. September mit umgeändertem Programm zum Austrag. Verregnetes Tennisturnier des Gaues Hessen OT. Der am vergangenen Sonntag gegen Mittag einsetzende Regen mochte der Durchführung des Turniers früh ein Ende. Es hotten lediglich einige Spiele der Vorrunde für die ^-Klaffe ausgetragen werden können. Allerdings war infolge des schlechten Wetters der Favorit der Butzbacher Mannschaft, Herr Volk, ausgeblieben. Es ist bei der Fortsetzung der Kämpfe, die in drei Wochen stattfinden soll, auf einen spannenden Endkampf in der Entscheidung zu rechnen. An diesem Tage werden auch die Spiele der anderen Klassen zum Austrag kommen. II. kreisoffene volkstümliche Wettkämpfe des MTV. Line große Veranstaltung auf dem Waldsportplah. Die ersten kreisoffenen volkstümlichen Wettkämpfe des Männerturnvereins Gießen, die im vorigen Jahre ebenfalls auf dem VfB.-Platz stattfanden, waren für den Verein nicht nur ein großer sportlicher, sondern ein ebenso großer ideeller Erfolg. Am 10. unb 11. September findet nun die zweite Auflage dieser Kämpfe statt. Die Einladungen ergingen bereits an alle befreundeten Turn- und Sportvereine. Man rechnet wieder mit einer starken Beteiligung der Leichtathleten unserer Heimat. Die Städte Frankfurt, Darmstadt, Marburg, vielleicht auch Kassel hofft man vertreten zu sehen. Der Veranstaltung liegt ein umfangreiches Programm zugrunde. Wettkämpfe sind augefchrieben für die Jugendturner des Jahrganges 1914 und 1915, für die Jugendturner der Jahrgänge 1916 und jünger, für die Turner-Unterstufe, die zu 7 Wettbewerben antreten (darunter ein Dreikampf, eine Olympische Staffel und eine 4 mol 100-Meter-Staf- fel). Die Mittel st ufe wird in 200-Meter-, 800- Me ter-Lauf, in Weitsprung, Speerwurf und Schleuderbott die Kräfte zu messen Gelegenheit hoben, während die Turner der Oberstufe die größte Anzahl der Wettbewerbe bestreiten können. 100-, 200-, 400-, 800°, 1500- und 3000-Meter-Lauf, Hoch-, Weit- und Stabhochsprung, Kugelstoßen, Diskus- und Speerwurf, ein Dreikampf, eine Schwedenstaffel, eine 10 mal j-Runde-Stoffel und eine Stoffel über 4 mal 100 Meter um den Wanderpreis des Mto. Gießen stellen das umfangreiche Programm dar. Für die Turnerinnen ist ebenfalls genügend Betätigungsmöglichkeit gegeben. Die Wettkämpfe, zu denen auch die der Deutschen Sportbehörde angeschlossenen Leichtathleten zugelassen sind, werden noch den Wettkompfbestimmungen der DT. ausgetragen. Wir kommen auf die Veranstaltung noch zurück. Leichtathletische Gau-Zugendmeisterschasten. Die Iugendmeisterschasten des Gaues Gießen-- Wetzlar nahmen auf dem 1900-Sportplah einen schönen Verlaus. In Anbetracht dessen, daß nicht das beste Athletikwetter herrschte, wurde ein schöner Leistungsdurchschnitt erzielt. Von auswärts wäre eine bessere Beteiligung wünschenswert gewesen. Die 1900er behaupteten ihre Vormachtstellung, indem sie von 22 Wettbewerben nicht weniger als 20 an sich brachten, teils sehr sicher, teils aber auch mit knapper Differenz. Insbesondere redeten die Leute vom Olympischen Sportclub verschiedentlich ein Wort mit. Rach stehend die Ergebnisse. Klasse A (Jahrg. 14/15). 100 Meter: 1. Paulus, 1900, 12,1 Sek.: 2. Herrmann, 1900, 12,2 Sek.: 3. Stroh, OSC., 12,5 Sekunden. 8 0 0 Meter: 1. Salzberg, 1900, 2:17,4 Min.: 2. Berghöfer 1., 1900, 2:17,5 Min.: 3. Simon, OSC., 2:29 Min. 3 0 0 0 Meter: 1. Berghöfer 1900, 10:10 Min.: 2. Bäcker, 1900, 10:16,4 Min.: 3. Wittich 1., 1900. 4 x 100 - Me - ter-Staf fel: 1. Spielvgg 1900, 1. Mannschaft, 50 Sek.: 2. OSC. 51,2 Sek.: 3. Spielvgg. 1900, 2. Mannsch., 53,8 Sek. Hochsprung: 1. Herrmann, 1900, 1,50 Meter: 2. Schellenberg, OSC., 1,45 Meter: 3. Radon, OSC., 1,40 Meter. Weitsprung: 1. Stroh, OSC., 5,38 Meter: 2. Herrmann, 1900, 5,31 Meter: 3. Radon, OSC., 5,21 Meter. Kugelstoßen: 1. von Bülhings» löwen, 1900, 12,11 Meter: 2. Herrmann, 1900, 11,44 Meter: 3. Gaul, Wetzlarer Sportv., 11,17 Meter. Diskuswurf: 1. von Bultzingslö- wen, 1900, 30,94 Meter: 2. Gaul, Wetzlarer SV., 30,24; 3. Salzberg, 1900, 30,10 Meter. Speerwurf: 1. Berghöfer 1., 1900, 42,52 Meter: 2. Gaul, Wetzlarer Sp.-V., 42,47 Meter: 3. Schellenberg, OSC., 37,10 Meter. Klasse B (Iahrg. 16/17). 100 Meter: 1. Berghöfer II., 1900, 13,5 Sek.; 2. Iung, OSC., 13,5 Sek. (Handbr.): 3. Schneider, OSC. 300 Meter: 1. Berghöfer II., 1900, 44,7 Sek.; 2. Iung, OSC., 47,4; 3. Rinn, OSC., 48,4. 4x!00-MeterStoffel: 1. Spielvgg. 1900, 54,8 Sek.; 2. Olymp. SC., 59 Sek. Hoch - sprung: 1. Petsch, 1900, 1,38 Meter; 2. Volk, 1900, 1,35 Meter; 3. Schmitz, 1900, 1,25 Meter. Kugelstoßen: 1. Laudon, OSC., 11,12 Meter; 2. Berghöfer II., 1900, 10,70 Meter; 3. Petsch, 1900, 9,10 Meter. Ballweitwurf: 1. Petsch, 1900, 62,44 Meter; 2. Stecher, OSC., 60,89 Meter; 3. Bonarius, 1900, 60,20 Meter. Klasse C (Iahrg. 18/19). 100 Meter : 1. Link, 1900, 14,2 Sek.; 2. Kröck, 1900 ,15,5 Sek.; 3. Fischer, OSC., 15,6 Sekunden. 4x50-Meter-Staffel: 1. Spielvgg. 1900, 31,5 Sel.; 2. Spielvgg. 1900 (O-Mannsch.), 31,8 Sekunden. Weitsprung: 1. Link, 1900, 4,36 Meter; 2. Ommert, 1900, 3,66 Meter; 3. Kröck, 1900, 3,60 Meter. Kugelstoßen (6 Pfund): 1. Link, 1900, 8,32 Meter; 2. Koch III., 1900,8,27 Meter; 3. Ommert, 1900, 6,34 Meter. Klasse D (Jahrg. 1920 und jünger). 50 Meter: 1. Goß, 1900, 7,7 Sek.; 2. Eisen- Huth, 1900, 8 Sek.; 3. Haibach, 1900, 8,4 Sekund. Weitsprung a. d. Std.: 1. Goß, 1900, 2,23 Meter; 2. Haibach, 1900, 1,86 Meter; 3. Siegmund II., OSC., 1.84 Meter. Dallweit - Wurf: 1. Goß, 1900, 64,24 Meter (I); 2. Eisen- huth, 1900, 50,70 Met.; 3. Siegmund II., OSC., 47,55 Meter. Kußball in Hessen-Hannover. hohe Favoritensiege. Die ersten Derbandsspiele in Hessen/Hannovev waren nicht gerade voyr Wetter begünstigt. Lleberrafchungen blieben im allgemeinen aus. wenn man den hohen Sieg der Kurhessen Kassel über Germania Marburg mit 8:0 Toren und das Tlnentschieden von 1:1, das Tura Kassel in Marburg gegen die dortigen Kurhessen herausholte, nicht als solche bezeichnen will. Sehr sicher bezwang SC. 03 Kassel Göttingen 05 mit 5:1 (3:0) Treffern. Jedenfalls wird man mit Kurhessen Kassel und auch mit SC. 03 Kassel wieder rechnen müssen, die beide in guter Form sind. Kurze Sportnoiizen. Dem Berliner Ruderklub würbe die geplante feierliche Einholuna seiner Olympiasieger verboten, weil ber geplante Autokorso nach Ansicht der Behörben unter das bestehenbe Demonstrationsverbot fällt. Beim Bad Homburger Tennisturnier, das durch den Regen eine Verzögerung erlitt, fielen die ersten Entscheidungen. Im Damen- Einzel besiegte Frl. Krahwinkel Frl. Horn leicht mit 6:1, 6:0. Einen zweiten Erfolg hatte Frl. Krahwinkel zusammen mit Frl. Horn im Damen-Doppel, das sie gegen Schomburgk/Kallmeyer mit 6:3, 6:1 gewannen^ Im Herren-Doppel gewannen die Australier Hopman/Sproule das Endspiel gegen Schorn- burgk/Heitmann mit 6:2, 6:0. * Sex 1 on, der amerikanische Olympiasieger im Kugelstoßen, verbesserte in seiner Heimatstadt Reuyork den Weltrekord im Kugelstoßen abermals auf 16,16 Meter. * Der Deutsche Fußball-Bund verhandelt mit Oesterreich über das Zustandekommen eines neuen Länderkampfes. Wirtschaft. • Rassau ische Landesb ank, Zweigstelle in Wetzlar? Der Landesausschuß des Regierungsbezirkes Wiesbaden hat im Zusammenhang mit der Angliederung des Kreises Wetzlar an den Regierungsbezirk Wiesbaden beschlossen, den Antrag zu stellen, daft der Rassauischen Landesbank, Wiesbaden, die Genehmigung zur Errichtung einer Riederlassung in Wetzlar erteilt wird. Zuversichtliche Stimmung in Berlin. Berlin, 29. Aug. (WTB. Funkspruch.) Das Wirtschaftsprogramm ber Reichsregierung scheint einen guten Einbruck gemacht zu haben. Schon allein die Tatsache, baß überhaupt eine Regierung zum energischenHanbeln entschlossen ist unb ohne Rücksicht auf parteipolitische Bindungen nur den guten Willen zum Helfen hat, verfehlte seine Wirkung nicht. Obwohl man sich über die Durchführung ber einzelnen Maßnahmen noch nicht im klaren ist, war in Wirtschafts- unb Börsenkreisen ziemlich einheitlich Optimismus festzustellen. Die Börse bot ein schon lange nicht gesehenes lebhaftes Bild. Da bei ben Großbanken unb den Privatbankfirmen eine Flut von Kaufauf- trägen des I n - unb Auslandes einge- troffen war, die sich ziemlich gleichmäßig auf Haupt- unb Nebenwerte erstreckte, nahm das Geschäft zu Beginn bes Verkehrs ungewohnte Formen an. Eine ganze Reihe von Papieren erschien zunächst nur mit Plus-Plus-Zeichen, verschiebene anbere eröffneten bis zu 3 vH. über Samstag. Papiere wie Klöckner- werke, Goldschmidt, AEG., Vogeltelegraph, Drenftein, Deutsche Eisenhandel, Holzmann, Bemberg, Stöhr, Aschaffenburg Zellstoff unb Walbhof hatten das beliebte Plus-Plus-Zeichen aufzuweisen. Aber auch sonstige Aufbau- resp. Rohstoffwerte lagen merklich gebessert. Zum Teil trat stärkere Materialknappheit ein, die z. B. bei Ilse einen 7-v. Sy, bei Rheinischen Braunkohlen einen 5,25-v. H.-Gewinn zur Folge hatten. Holzmann wurden 7,75 v. H. über Samstag festgesetzt. Bei ben im Kurse niedriger stehenden Papieren, wie beispielsweise Deutsch- Eisenhandel oder Stöhr, betrugen die Gewinne etwa 10 v. H. bes effektiven Wertes. Eine Ausnahme machten Dortmunder Union, die 2 v. H. schwächer einsetzten. Ueberhaupt lag ber Aktienmarkt im Verläufe vorübergehend etwas ruhiger, die z u v e r - sichtlicheStimmung konnte sich aber erhalten. Ehadeaktien wurden verspätet 4,50 Mark höher festgesetzt. Der Rentenmarkt lag dagegen ziemlich vernachlässigt. Deutsche Anleihen und Reichsbahnvor- zugsaktien lagen zwar bei lebhafterem Geschäft fester, auch Reichsschuldbuchforderungen wurden bis zu 1 v. H. höher gehandelt, Jndustrieobligationen waren aber schon nicht ganz einheitlich (Hoesch schwach, Krupp fest), Pfandbriefe lagen wenig verändert. Größeres Angebot war jedoch trotz der für die nächsten Tage angetünöigten D i s k o n t s e n k u n g nicht festzustellen. Am Geldmarkt machte sich die Ultimoanspannung nunmehr auch in den Sätzen fühlbar. Inges» gelb zog an der unteren Grenze auf 5,5 d. Sy an unb war nur noch vereinzelt mit 5,40 v. Sy erhältlich. Frankfurter Abendbörse weiter fest. Frankfurt a. M., 29. Aug. An der Abendbörse setzte sich die Aufwärtsbewegung der Kurse in mäßigem Tempo fort. Bon der Kundschaft lagen neue kleine Orders vor, so daß gegen die Berliner Schluhkurse meist Erhöhungen von 0,5 bis 1 v. H. eintraten. Das Geschäft war allerdings wesentlich ruhiger, als heute mittag, doch immerhin lebhafter, als an den seitherigen Abendbörsen. Am Elektromarkt beobachtete man kleine Abgabeneigung, so daß einige Werte von 0,5 bis 1 v. H. zurückgingen, so Gesfürel, Schuckert und Siemens. Im Verlaufe traten meist weitere Besserungen von etwa 0,5 v. H. ein. Gegen Schluß der Börse bröckelten die Kurse vereinzelt leicht ab. Gesfürel holten dagegen ihren Anfangsverlust fast völlig auf. Eine gewisse Zurückhaltung verursachte der morgige Parlamentsbeginn. Am Rentenmarkt war es außerordentlich still, und man hörte zunächst nur wenig veränderte, meist gut behauptete Kurse. Später waren Reubesitzanleihe etwas angeboten und gaben 0,25 v. H. nach, während für Schutzgebietsanleihe bei leicht erhöhtem Kurs einiges Interesse bestand. Bon Liquidationspfandbrieseir gaben 5,5proz. Rhein. Hyp.-Liqui. 1 v. H. nach. Reubesitz 5,45 bis 5,40, Altbesih 51,5, Schuhgebietsanleihe 4,20, 5,5proz. Rhein. Hyp.-Liqui- dation 77,25, Reichsbank 134 bis 134,75 bis 134, Gelsenkirchen 38,25, Harpener 71,75, Aschersleben 107, Mannesmann 52, Otavi-Minen 17, Phönix 21V8 bis 207/s, Rheinstahl 60, Stahlverein 191 /8. Aku 52,5, AEG. 39,75, Bemberg 45, Daimler 19V8, Deutsche Erdöl 77,5, Licht & Kraft 88,5, IG.-Farben 93,75 bis 94 (Rachbörse 935/8). Gesfürel 74, Holzmann 57, Lahmeyer 96, Metallgesellschaft 35 bis 35,5, Rütgerswerke 40 bis 39,75 bis 40, Schuckert 77, Siemens 143, Zellstoff Aschaffenburg 28,25, Zellstoff Waldhof 38,25, Reichsbahn-DA. 80, AG. für Verkehrswesen 43, Rordd. Lloyd 17. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H, Lombardzinsfuß 6 o. H. $ranlfurt a. M. Berlin Schluß» tut« Echlußk. Abend» börse Echluß- lurS Schluß!. Miiiaa» börse Oatum 27.8. 29.8. 27.8. 29.8. 6% Dcuyche Retchsanteihe d.19z. 61 61 60,75 61 u% ehcm. 7 %Dt. RelchSanl. v.1929 68 68 67,5 66 5*4% Bvung-Anlcihe von 1930 . 61 62 62 62 Deutsche Anl..Ablöf.>Schuld mit 50,75 51,5 50,75 51.25 AuSlos.-Rechlen...... Desgl. ohne 2lu6(of.»£Rcd)te . - 5,7 5,4 5,7 5,75 6% ehem 8%Heli. Bolksstaat 1929 54,5 56 56 (rftitiatjlb. 102%)...... 57 Oberheilen Provinz-Anleihe mii 47,5 AuSlos^Rechten ..... 48 — — Deutsche Komm. Sammclabl. 47,25 48 47,5 48,4 Anleihe Serie 1...... 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank 68,25 68,25 Goldpie. 15 unkündbar bis 1935 — 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank 67,75 67,75 Golvpic 16 unkündbar bis 1936 • —— 6%% ehem. 4%% Franks.Hhp.- Bank Liqu. Psondbriese . . . 6%% ehem. 4*4% Rheinische 77,25 77 — 77,25 'Hyp-Bank-Liqu.-Goldpje. . 78 • 6% ehem. 8% Pr. Lanvesptand- briesanslab Pfandbriefe R. 19 67,5 67 67 — 6% ehem. 7% Pr. Landcspsand. briesanstali Pfandbriese R. M 68 — — — 4% Oefterreichische Goldreme . 10,25 10,25 9,75 10,13 4,20% Oefterreichische Stlberrenlc — — 1,25 — 4% Ungarische Goldrenle .... 6,2 6,4 6,3 6,45 4% Ungarische Staatsrenle v. 1910 6,2 6,25 6,5 6,4 <*/,% desgl. von 1913..... —- — — 5,5 5% abgest. Goldmexikaner von 99 6,25 7 5,6 — 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe 3,25 3,25 3,35 3,4 Serie I.......... 3,3 3,4 3,4 —— 4% desgl. Serie n...... 3,3 3.4 3,45 — - 6% Rumän. vercinh. Rente v 1903 5,85 5,3 4^%Rumönu>ereinh.Rentev.i91! 9,75 10.7 9,4 10,4 4% Rumänische vereinh. Rente 4,5 4,9 4,3 4,5 2fc% i. Anatolier...... 17,25 17,4 17,2 Frankfurt a.M. Äerlin Schlußkurs Echlußk. Abcnd- börse Schlußkurs Echlußk. Mftlag» börse Oaium 27.8. 29.8. 27.8. 29.8. ^amburg.Amenla Paie. . Hamburg-Südam. Dampsschisj V 14,5 16,4 15 16,25 0 30 31 Hansa Dampsjchiss . . — — 23 Norddeutscher Lloyd .... ( 15,65 17 15,13 16,75 A.G. sür Verkehrswesen Ml. 0 40,25 43 40,25 42,65 Berliner Handelsgesellschast . 4 90 90 89,75 89 Commerz- unb Privat-Bank . Darmstädter und Nationalbank O 53,5 53,5 53,5 53,5 0 18,5 18,5 Deutsche Bank und Disronto-Gesellschast. . . 0 75 75 75 75 Dresdner Bank...... 0 18.5 18,5 18,5 61,75 Reichsbanl ..... 11 130 134 129,5 131 A.C.G......... . 0 35,13 39,75 34,65 39,75 Bergmann........ . 0 — — — — Elektr. Lieserungsgesellschasl. 5 68 — 69 74 Licht und Straft...... 6 80,5 88,5 81 88,5 Fellen L Guilleaume. . . . Gesellschast für Elektrische O 45,5 50,75 46,5 50 Unternehmungen .... Rheinische Elektrizität . . . 4 67,5 74,9 67,4 75 5B 67 72,75 68 72,25 Schuckert L Eo....... O 71,5 77 71,75 77,5 Siemens & Halske..... 9 135,25 143 136.75 143,5 Lahmeyer & lio...... . 10 92,5 96 93,65 95,5 Buderus......... 4 33,5 35 33,9 35,25 Deutsche Erdöl...... b 75,5 77,5 74,75 77,5 Gelsenkirchener...... 8 34,75 38,25 35,25 37,75 Harpener......... O 67,5 71,75 68,5 71,5 Hoesch Eisen........ 6 — —- 31,5 35 Ilse Bergbau....... 10 — — 127,5 134,5 Ilse Bergbau Genüsse . . . 93,25 93,25 —— Rlodncrrocrte....... . 6 26,5 33,25 27 32,75 Mannesmann-Röhren . . . . 6 47 52 47 51,5 Mansseldcr Bergbau .... . O 18,5 16,75 18,5 Oberschlei. Kokswerie . . . . » — 36,9 41,9 Phönix Bergbau...... Rheinische Braunkohlen. . . Rheinstahl........ 4'/, 10 . e 18,5 185 56 20,9 188 60 18,75 182,25 56,25 21,13 188 59,5 Frankfurt a. M. Äerlin Schlußkurs Schluß!. Abend« börse Schluß« kurs Echlußk. Millagbörse Oatum 27.8. 29.8. 27-8- 29.8. Rtebeck Montan...... — — — — Bereinigte Stahlwerke . . . . 0 17 19,13 16,9 19,25 Otavi Akinen....... O 15,5 17 15,25 16,65 Kaliwerke Afcherelebcn . . . 6 100 107 101 106,5 Kaliwerke Westeregeln . . . 6 104 110 104,75 — Kaliwerke Salzdetfurth . . . 9 174 - 180 174.4 179,4 I. G. Farben-Jnbustrte. . . 7 90,75 94 90,5 93,5 Scheideanstalt....... 10 137,5 139,5 — — 25,5 31,25 26,5 32,5 Rütgerswerke....... . 0 37,5 40 37,75 40 Metallgesellschast...... . (1 33 35,5 32,4 35,25 Philipp Holzmann..... . 0 47,5 57 48 56,25 Zementwerk Heidelberg. . . Cementwerk Karlstadt. . . . . 4 . O 44.75 38,75 53 — Wayß & Frcytag..... . 0 4,25 5,75 — — Schultheis Patzenhofer . . . Aku (Allgemeine Kunstseide) 0 0 47,9 52,5 55,13 47,9 58 75 51,75 Bemberg......... 0 43,5 54 44,4 54,5 Zellstoff Waldhof..... c 34,5 38,25 35 37,5 Zellstoff Afchasscnburg . . . c 24 28,25 23 27,5 Dessauer Gas....... . 7 — — 88,25 93 Daimler Motoren..... . C 17 19,13 17,4 18,9 Deutsche Linoleum .... . O 41,5 44,75 40,75 45,75 Orenstein & Koppel .... . 0 — — 30,5 34,75 Leonhard Tietz...... . 6 41 46,5 42,5 47,4 Svenska......... . O — — — —- Ehade.......... 12 167 171 167,5 171 Frankfurter Maschinen . . . Gritzner..... . O . O 18,5 19 18 19 Mmnkrastwerke Höchst a. M.. . 4 1 54,5 57,5 Süddeutscher Zucker .... . 8 111 — Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZU. Banknoten. 27-August 29.August Amtliche Notierung Amtliche Rotieruna meld x5ricf Geld Ärle HelfingsorS . SBient . . . 6,264 51,95 6,276 52,05 6,264 51,95 6,276 52,05 Prag . . . Budapest. . 12,465 12,485 12,465 12,485 —- — Sofia . . . 3,057 3,063 3,057 3,063 Holland . . 169,73 170,07 169,73 170,07 OSlo.... 73,03 73,17 73,03 73,17 Kopenhagen. 77,52 77,68 77,27 77,43 Stockholm 74,73 74,87 74.73 74,87 London. . . 14,57 14,61 14,58 14,62 Buenos Aires 0,893 0,897 0,893 0,897 Reuyork . . 4,209 4,217 4,209 4,217 Brüssel. . . 58,41 58,53 58,41 58,53 Italien. . . 21,59 21,63 21,59 21,63 Paris . . . 16,50 16,54 16,50 16,54 Schweiz . . 81,72 81,88 81,65 81,81 Spanien . . 33,82 33,88 33,82 33,88 Danzig. . . 81,97 82,13 81,97 82,13 Japan . . . Rio de Jan.. 0,949 0,951 0,938 0,941 0,324 0,326 0,324 0,326 Jugoslawien. Lissabon . . 6,693 13,29 6,707 13,31 6,693 13,29 6,707 13,31 Berlin, 29-August Geld ' »rltf ' ' Amerikanische Roten....... 4,20 4,22 Belgische Roten......... 58,25 77,10 58,49 Dänische Roten......... 77,40 Englische Roten......... 14,54 14,60 Französische Roten........ 16,46 16,52 Holländische Roten........ 169,36 170,04 Italienische Roten....... 21,55 21,63 Norwegische Noten........ 72,85 73,15 Deutsch-Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten........ 2,49 2,51 Schwedische Noten ...... Schweizer Noten....... . 74,55 81,47 74,85 81,79 Spanische Noten. ........ 33,68 33,82 Ungarische Noten ........ 9er 1 SO"",Og DieÄ'S ’ Drahts JßSS». , ■Berlin, 30-21^^ sondern für a Ne D bet Dbrnstungs rissen. wenn die fran^d auf dem Umwege barungen über Schi nationale hilseleisll berge sich dahinter sprach auf erneute schasfenen Hegemon stünde auch im B gedanken der ston Hamen trage „konj Beschrankt» . &ncn anderen Weg, ■ Tcrwirklichung g l e chetheii für alle ■ der höchst ge rüst seiiigung des untoür nung der Mächte entmündigte S Maßstäbe crmöc bigung des Er ge Handlungen: einmal halben Jahr für die sodann der Gesichts: Ergebnis dem Grui iigung Rechnung ersten Teil der @nf| aller schmückenden Wunschbild übri Absetzung bet Land-, geführt werden wir! 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