Drvtf vnd verlas: Vrühl'sche Unwerfitats-vuch- und Zteindruckerel H. Lange in Gietzen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstraße 7. Annahme von Anze.gen für die Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20u , mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton vr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in (Siegen. Erscheint täglich,auher Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte (Siebener Familienblätter Heimat im Bild > Die Scholle Monats-vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: grankfnrt am Main 11686. Nr. 255 Kvühaussabe 182. Jahrgang Samstag,29.Oktober 1932 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Vorspiel. Nur noch acht Tage trennen uns von der Reichstagswahl, aber noch wird der Wahlkampf überschattet von dem Spruch des Leipziger Staatsgerichtshofes im Verfassungskonflikt zwischen Preußen und dem Re.ch und seinen praktischen politischen Auswirkungen. Denn daß solche Folgerungen nach irgendeiner Richtung hin gezogen werden müssen, ist unabweisbar, mag man auch der Ansicht sein, daß das Leipziger Urteil die an und für sich schon verworrene innerpolitische Lage Deutschlands noch mehr verwirrt hat. Tatsächlich kann es schwerlich noch ein Zurück hinter den 20. Juli 1932 geben, hinter den Tag, an dem mit dem unheilvollen Dualismus Preußen-Reich durch Einsetzung des Reichskanzlers zum Reichskommissar in Preußen auszuräumen begonnen wurde. Aber auf der anderen Seite besteht auch die selbstverständliche Verpflichtung, der Rcchtserkenntnis des Leipziger Staatsgerichtshofes Genüae zu tun. Mag sich nun in diesem unerfreulichen Kampf jede Partei in diesem oder jenem entscheidenden Punkt als Sieger betrachten, so gebietet das Wohl des Ganzen, daß sich Reichsregierung und Preußenkabinett auf einer Mittellinie finden und durch eine möglichst rasche Verständigung einen Ausweg aus dem Wirr- »warr suchen. Damit allein ist dem gedient. ^Weder durch öde Prinzipienreiterei noch ourch unangebrachtes Kraftmeiertum können Rechtsbewußtsein und Staatsautorität aus einer heillos komplizierten Lage ohne Schaden zu nehmen, dem Volke erhalten werden. Schon in den Verhandlungen vor dem Staats- gerichtshof zeigte der Bevollmächtigte des geschäfts- ührenden preußischen Kabinetts, Ministerialdirektor Brecht, kluge Mäßigung, die vorteilhaft abstach *>on den gereizten Deklamationen der Vertreter der reiden preußischen Landtagsfraktionen, denen der Staatsgerichtshof überdies noch das Recht zur Klage überhaupt abgesprochen hat und sie damit wieder in die Schranken zurückverwiesen hat, die ein überspitzter und zum Selbstzweck gewordener Parlamentarismus zu unser aller Unheil in dem letzten Jahrzehnt allzusehr verwischt hatte. Auch die Erklärung, mit der der geschäftsführende preußische Ministerpräsident Otto Braun namens seines Kabinetts vor der Presse zu dem Leipziger Urteil Stellung nahm, zeigte staatsmännische Besonnenheit und den offenbaren Willen zur Verständigung. Er hat auch richt unterlassen, Andeutungen darüber zu machen, Jie er sich praktisch unter sinngemäßer Fortführung jer an dem kritischen 20. Juli 19.32 in Fluß gekommenen Reichs- und Verwaltungsreform eine Beseitigung oder zumindest eine Milderung des kostspieligen und störenden Dualismus Preußen-Reich denken könnte. Seine Godankengänge laufen anscheinend in wesentlichen Zügen parallel mit dem, was als Absicht der Reichsregierung bisher, wenn auch nur andeutungsweise und unter allem Dor- hehalt, in die Ocffentlichkeit gedrungen ist: Zusammenlegung einer Reihe von preußischen Ministerien ,iit den die gleichen Verwaltungszweige bearbeiten- !.'n Reichsressorts und Ernennung des preußischen Ünifterpräsidenten und der übrigen preußischen Minister der Finanzen, des Unterrichts und des nnern zu Reichsministern ohne Portefeuille. Das wäre ein Weg, der auch unseres Erachtens Zangbar wäre, wenigstens zur Ueberwindung der sunächstliegenden Schwierigkeiten und wir möchten Hoffen, daß keine Seite sich durch voreilige Beschlüsse festlegt, die eine gütliche Ausräumung der Schwierigkeiten unmöglich machen müßte. Jede zu chroffe Betonung des eigenen Standpunktes und der eigenen Machtvollkommenheit aus Gründen des volitischen Prestige könnte gerade in dieser Zeit Jes Wahlkampfes, der das Volk doppelt hellhörig und mißtrauisch macht, leicht in das Gegenteil dessen umschlagen, was man mit seiner Politik der starken Hand bezweckte. Von der Klugheit und Besonnenheit oller Beteiligten wird man erwarten dürfen, daß in der für heute vorgesehenen Besprechung des Herrn Reichspräsidenten mit dem geschäfts- suhrenden preußischen Kabinettschef und dem Reichskanzler eine Mittellinie gefunden wird, die unbeschadet der grundsätzlichen Auffassungen' den praktischen Notwendigkeiten Rechnung trägt. Diese Mittellinie könnte z. B. in der beschleunigten Wahl eines preußischen M i n i st e r p r ä s i d e n - iS bestehen. Wir haben mit Vorbedacht Herrn Otto Braun und sein Kabinett als »g eschaf sfuhr end" bezeichnet. Rur so vird man nam^ch der komplizierten Lage gerecht, S h ?ld)t über dem akuten Versassungs- konflikt die Tatsache aus den Augen verloren wer- den, daß die tiefere Ursache zu den unhaltbaren Verhältnis en die zur Einietzung des Reichskommis, ars geführt haben, die von den damaliam Mehr- heitsparteien noch ,m vor gen preußischen Landtag Durchgedruckte Aenderung der Geschäftwrdnuna war die bestimmte daß die Wahl des Minister? Präsidenten m t absoluter Mehrheit zu ersolaen habe. Mit diesem Kniff wollte man auch bei einer m t Sicherheit zu erwartenden Machtverschiebuna im Pailament der Wahl eines Nationalsozialisten zum Ministerpräsidenten einen Riegel Vorschüben und das Kabinett der Weimarer Koalition als geschäfts- sührende Re-gierung roe;,er am Leben erhalten. Es ist auch im Hinblick auf den Wahlkampf von Wert, sich dieser zurückliegenden Dinge zu entsinnen Denn grade die Z e n t r u m s p a r t e i, die sich heute vor dem Volke mit besonderer Vorliebe in der Rolle des starken Verfassungshorts produziert hat erst durch ihre Zustimmung zu dem oben erwähnten Landtagsbeschluß den Stein ins Rollen gebracht, an dem sie letzt in richtiger Einschätzung der oft erprobten Vergeßlichkeit des Urwählers in allen Wahlversammlungen laut Anstoß nimmt. Es darf weiter nicht vergessen werden, daß es grade die Nationalsozialisten waren, die, mit Oie Verfaffungsresorm -es Reichskabineiis. Reichsinnenminister Freiherr von Gayl über die Pläne zur Reorganisation von Staat und Verwaltung. Berlin, 28. Ott. (WTD.) Der Verein Berliner Presse gab in den Bäumen des Zoo das tvad'.tionelle Jahreobantett zu Ehren der Reichs- regierung. Es waren u. a. erschienen Reichskanzler v. Papen, die Reichsminifter Freiherr h. Traun Freiherr v Gahl, Dr. Eürtner, Freiherr v. Reurath und Schaeffer, Dr. Bracht, mehrere Botschafter, Vertreter deutscher Länder, zahlreiche Vertreter der Politik, der (Beamten» schcHt, der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Kunst. Der 1. Vorsitzende des Vereins Berliner Presse, Dr. Fritz Klein, sprach einen Trinkspruch aus den Reichspräsidenten. Wir Deutsche sind in der glücklichen Lage, so sagte Dr. Klein, ein Staatsoberhaupt zu besitzen, dessen geschichtliches Verdienst und menschlicher Wert hoch über allem Streit der Parteien stehl. Wir bitten die Vorsehung, die ragende Heldengestalt an der Spitze des Reiches dem deutschen Volke noch lange Llcchre gnädig zu er« hcvll.n. Auf Hindenburgs Augen beruht heute der Staat. Reichsminister des Innern Freiherr v. Gayl sprach dann über die Reichs- und Verfassungsreform. Daß die Zustände in Deutschland reform- beoür.tig sino, wirb so allgemein zugegeben, daß ich hierüber keine Worte zu verschwenden brauche. Wir haben uns entschlossen, keine der vorliegenden Lösungen fertig aus der Schublade zu nchmen, so sehr wir den Wert der Dor- arb-----(. zu schätzen wissen. Wir wollen daher unter Benutzung uns zweckmäßig erscheinender Vorschläge anderer einen eigenen Weg gehen. Völlig abwegig wäre es, ausländische Vorbilder auf deutsche Verhältnisse zu übertragen. Wir verzichten bewußt darauf, etwas völlig Reues an Stelle der gegenwärtigen Einrichtungen zu setzen und beschränken uns vernunftgemäß auf den Ersatz mangelhafter Einrichtungen durch bessere, wie sie die Erfahrungen der letzten 13 Zähre fordern. Also nicht Reubau, sondern Ausbau des Staates mit dem Ziel, ihn in den Stand zu versetzen, der Rot der Zeit besser Herr zu werden, als es ihm bisher vergönnt war. Wenn die Ideen der heranziehenden neuen Zeit eine fühlbare Reife gewonnen haben werden, dann erst wird der Zeitpunkt für Reuerungen kommen, zu deren Verwirklichung unsere Gegenwart noch nicht berufen ist. Aus dieser Erkenntnis und Selbstbeschränkung folgt, daß wir das vorhandene ausbauen wollen, und daß grundstürzende Neuerungen unterbleiben werden. Das gilt unter anderen punkten besonders für die Staotsfocm. Ich erinnere an die Worte des Herrn Reichskanzlers am letzten Montag und an meine eigene Antrittsrede im Reichsrat, in der ich mich grundsätzlich als Anhänger der monarchischen Idee bekannte, in der ich aber mit Ernst und Nachdruck ablehnte, eine Aenderung der Staatsform auch nur zu erwägen! Das gilt auch von dem Gedanken des Einheitsstaates. Wer den Versuch gemacht hat, sich ernsthaft in die Geschichte unseres Volkes zu vertiefen, der lehnt trotz Würdigung aller offenbaren Vorteile eines Einheitsstaates und trotz der Erfahrungen aus neuester Zeit diesen Gedanken ab und bekennt sich zu dem B u n d e s st a a t, der heule ist und der solange bleiben wird, bis eine überwältigende Volks- strömung se n Ende fordert. Es steht heute schon fest, daß kein deutsches Land gegen seinen Willen seiner Eigenstaatlichkeit beraubt und einem größeren Reichsgliede zugeteilt werden soll. Es steht ferner fest, daß eine Reueinteilung des Reiches in neue Länder oder Reichs Provinzen nicht in Frage kommt. Auch die Bereinigung der zahlreichen Enklaven auf der Landkarte Deutschlands ist keine vordringliche Angelegenheit. Wir halten fest an dem bundesstaatlichen Charakter desReichs und an der Achtung vor seiner Gliederung und suchen aus der Eigenstaatlichkeit der Länder und den ihnen innewohnenden Kräften, die im Heimatboden wurzeln, das beste für das Gesamtreich zu entwickeln. Sie organische Verbindung von Preußen und Reich Ls ist aber eine durch die Erfahrungen langer Jahre erhärtete Tatsache, daß die bisherige Regelung des Verhältnisses zwischen Reich und Preußen dringend der Neuordnung bedarf im Sinne einer organischen Verbindung zwischen beiden. Entsprechend dem bundesstaatlichen Lharakter des Gesamtreiches soll die Eigenstaatlichkeit Preußens nicht weiter angelastet werden, als das Reichsinteresse erfordert, das ein möglichst reibungsloses Zusammenarbeiten verlangt. Das Reich hat, wie der Staatsgerichtshof soeben in feinem Urteil vom 25. Oktober anerkannt hat, auf einwandfreier Rechtsgrundlage nach pflichtgemäßem Ermessen die Regierung Preußens vorübergehend in die Hand eines Reichskommissars gelegt. Aus der Konstruktion der Weimarer Verfassung hat nun Der Staatsgerichtshof juristisch die Folgerung gezogen, daß die eigene Willensbildung des preußischen Staats gegenüber dem Reich und den eigenen parlamentarischen Körperschaften in der Hand der von den übrigen Staatsgeschäften enthobenen bisherigen Regierung verbleiben muh. Wer versucht, die Dinge vom praktischen Standpunkt des Reichskommissars einerseits und der bisherigen preußischen Regierung anderseits zu durchdenken, der kommt zu der zwingenden Erkenntnis, daß die versuchte Lösung sehr schwer durchführbar ist und daß sie den Keim zu neuen unfruchtbaren Auseinandersetzungen in sich trägt. Das Urteil weist aber selbst darauf hin, daß der Herr Reichspräsident unter bestimmten Voraussetzungen die Maßregeln treffen kann, die zur Erzielung einer einheitlichen Politik im Reich und in Preußen notwendig erscheinen. Unter diesen Verhältnissen hat die Reichsregierung die doppelte Pflicht, sowohl den in Preußen beschrittenen Weg folgerichtig und ohne Schwankenweiterzugehen, als auch alle Kraft daran zu setzen, Die Reichs- und Verfassungsreform rasch zu einer gedeihlichen Lösung zu führen. Die Entwicklung seit Weimar hat praktisch zu einer übertriebenen Zentralisation vieler Verwaltungszweige in Berlin geführt und damit Entscheidungen an die falsche Stelle gelegt. Notwendig ist eine st a r k e Verlagerung der Aufgaben auf Länder und Gemeinden sowie eine Aenderung des Finanzausgleichs mit dem Ziel, daß Länder und Gemeinden wieder die Aufgaben selbständig übernehmen und durchführen können, zu deren Erfüllung bisher Wittel vom Reich erbeten werden mußten, und deren Gewährung durch das Reich dann eine Witwirkung des finanziell nunmehr mitverantwortlich gewordenen Reiches erforderten. Die Vorarbeiten für die Aufhebung entbehrlich werdender Reichsbehörden sind äbgeschlossen. Die Arndsrunzen beziehen sich zunächst auf einen Abbau entbehrlicher Behörden der Finanz- und Postverwaltung. Die Vereinfachung der Sozialbehörden ist in Arbeit. Die Verringerung des Umfangs der Reichsministerien und der Abbau ihres Aufgabenkreises find eingeleitet. Der Wille der Reichsregierung zu einer Derfas- sungsreform hat verschiedene Vermutungen und Befürchtungen ausgelöst, die durchaus gegenstandslos sind. Der schwerste Verdacht war die Behauptung, daß die Regierung sich eine Verfassung auf den Leib schreiben wolle, die einer „hauchdünnen Herrenschicht" die Macht in die Hand spielen wolle unter Herabdrückung der Rechte des Dolles, insbesondere der deutschen Arbeiter. Solche Behauptungen sind nur erklärbar, aus der tief beklagenswerten po litisch en Verhetzung in unserem Volk. Wir haben die Regierung übernommen, berufen auf dem Vertrauen des Herrn Reichspräsidenten und lediglich getrieben von dem einen Willen, unsereVer- antwortung vor unserem Volke zu erfüllen, in dem wir dem Gesamtvolk vollem Recht über diese politische Schiebung großen Stils empört, sich durch den chrer Partei angetzören- den Landtagspräsidenten Kerrl an den Reichskanzler uip Hilfe wandten. Daran ändert auch nichts, daß sie, nachdem ihrem Wunsch durch die Einsetzung des Reichskomrnissars und die Beseitigung des Kabinetts Braun entsprochen war, später auch von dem neuen Kurs in Preußen nicht erbaut waren und zu schärfsten Gegnern des Reichskommissars und seines Bevollmächtigten Dr. Bracht wurden. An diese zu Unrecht schon fast vergessene Vorgeschichte des Konflikts Preußen—Reich zu erinnern, war notwendig, um beide Parteien, Zentrum wie Nationalsozialisten, die zusammen im preußischen Landtag über eine ausreichende Mehrheit verfügen, an ihre aus ihrer Mitbeteiligung an dieser Vorgeschichte herrührende Verantwortung zu mahnen, die ihnen, statt sich in Wahlversammlungen über den Reichskommissar und den „grundlos heraufbeschworenen" Verfassungskonflikt zu alterie- ren, die unabweisbare Pflicht auferlegt, durch schleunige Wahl eines Ministerpräsidenten zu ihrem Teil zur Beilegung des Konflikts beantragen. Beide Parteien haben ja mehrfach erklärt, daß jederzeit die Möglichkeit einer Verständigung über diese Wahl bestehe. Sie haben jetzt Gelegenheit, diese Behauptung in die Tat umzusetzen und unter Beweis zu stellen, daß auch für sie parteitaktische Rücksichten hinter den Staatsnotwendigkeiten zurücktreten. Es ist oft davon die Rede gewesen, daß beide Parteien gesonnen seien, sich auf eine parteipolitisch neutrale Persönlichkeit zu einigen, wobei der Name des gegenwärtigen kommissarischen Innenministers in Preußen Dr. Bracht genannt wurde, der dem rechten Zentrumsslügel nahestand. Eine solche Wahl und Dr. Brachts Ernennung zum Reichsminister ohne Portefeuille wäre natürlich die beste Lösung und zugleich ein Ausblick auf spätere Möglichkeiten eines Näherrückens zwilchen dem Reichs ka binett und dem n e u - gewählten Reichstag. Denn daß eine enge, vertrauensvolle Verbindung von Volk und Staatsführung nicht nur wünschenswert, sondern zwingende Notwendigkeit ist — doppelt notwendig in Zeiten, die auf allen Gebieten des Staatslebens umfassende und einschneidende Reformen erfordern — das dürften nicht zuletzt auch die wohl erkannt haben, die mit uns eine starke unabhängige Staatsführung bejahen und nicht wollen, daß die ersten zarten Knöfpchen einer wirtschaftlichen Gesundung im feuchten Nebel eines sich hemmungslos austobenden, im Formalen und Taktischen fruchtlos verharrenden Parlamentarismus ersticken. Damit stehen wir auch schon bei dem beherrschenden Problem des W a h l k a m p f e s , Den uns eine Kette von unbegreiflichen und bedauerlichen Mißverständnissen zwischen Parlament und Staatsführung sehr zur unrechten Zeit beschert hat, und der erst jetzt eigentlich in Fluß zu kommen scheint. Diese Mißverständnisse sollen nicht bagatellisiert werden, sie greifen ans Grundsätzliche, soweit sie sich auf das richtig ausgewogene Verhältnis zwischen Staatsführung und Parlament beziehen. Aber man sollte sich selbst im Wahlkampf davor hüten, durch Ueberspitzung des Grundsätzlichen den Ast abzubrechen, auf den man sich später vielleicht selber gern einmal niedergelassen hätte. Für die Nationalsozialisten wird unter Umständen die Zeit kommen, in der sie an ihre jetzige Rolle als Verteidiger des parlamentarischen Systems nicht gern zurückdenken werden. Und auch das Zentrum hat in der Aera Brüning an der für eine Hüterin der demokratischen Verfassung verbotenen Frucht der „autoritären Staatsführung" genascht und durchaus Geschmack daran gefunden, denn niemand wird behaupten wollen, daß der Reichstag, auf dessen Vertrauen Der damalige Reichskanzler Dr. Brüning sich stützte, noch Dem Willen Des Volkes entsprach, von Dem nach Der Weimarer Verfassung Die Staatsgewalt ausgeht. Selbst Der So- zialDemokrat Otto 'Braun, Der sich nach mehr als einem Jahrzehnt fast unumschränkten Regierens Den Titel eines Selbstherrschers aller Preußen zu Recht verDient hat, hat für eine autoritäre Staatsführung so lange VerstänDnis gehabt, wie sie in seinen Händen lag. Auf Der anDeren Seite sollte sich Die bürgerliche Rechte zur rechten Zeit Die Folgen klarmachen, Die eine Schmälerung der verfassungsrechtlichen Stellung Des Reichstags zugunsten einer autoritären Staatsführung unter ueränDerten politischen Verhältnissen haben könnte. Der preußische Staatsminister Dr. Schreiber scheint uns Den Finger auf Dem rechten Loch zu haben, wenn er in einer Betrachtung über Parlament und Staatsführung u. a. sagt: „Daß Derartige Pläne (einer Schmälerung Der Rechte Des Reichstags) überhaupt erwogen werben können, erklärt sich nur Daraus, Daß zur Zeit Die Gestalt Hindenburgs unser politisches Leben überschattet. Angesichts des großen Vertrauens, Das Der gegenwärtige Reichspräsident genießt, sehen manche Die Möglichkeit, auch ohne Zusammenarbeit mit Der Volksvertretung eine autoritative Regierung zu führen. Auf Diese zufällige Gegebenheit Der Deutschen Verhältnisse aber eine VerfassungsänDerung stützen zu wollen, ist ein Ding Der Unmöglichkeit. Was unter HinDenburg von weiten Kreisen mit Vertrauen hingenommen roirD, müßte bei jeDem anDern Reichspräsidenten sofort scheitern." Das ist eine Mahnung zur Vorsicht. Die Beachtung verdient, wie wir überhaupt versuchen sollten, von Dem uns allen eigenen, Dem Deutschen Volkscharakter typischen Hang zum Doktrinären loszukommen unD Den Erfordernissen Der praktischen Politik Rechnung zu tragen, wenn Dabei auch einige „Grundsätze" zeitweilig zurückgestellt werden müssen. Sie sind ja Doch nur allzu oft Dazu Da, um vor Den Wählern parteipolitische Taktik unD Eigenbrötelei zu rechtfertigen. Eine wahrhaft staatspolitische Gesinnung wirD in Zeiten, Die wie Die unsrigen Die Nation in hartem Kampf um ihre Lebensrechte nach außen unD um neue ©runDlagen für einen moralischen, staatlichen unD wirtschaftlichen WieDcraufbau im Innern sieht, freudigen Herzens unD unter Zurückstellung persönlicher Wünsche Dem Staate geben, was Des Staates ist: Die ft a r f e Führung, getragen vom Vertrauen Des Volkes. Einen Reichstag zu küren, Der feine Aufgabe erkennt, einer starken unabhängigen Staatsführung im Innern unD nach außen Das feste, im Volke gegrünDete FunDament zu sichern. Das ist Sache Des Deutschen Wählers, wenn er am 6. November zur Urne schreitet. DS W iSnÄt für richtig. das aktive sive Wahl al ter um etwa fünf Jahre heraufzusetzen und den felbftand:- aen Familienernahrern, gleichviel ob Mann oder Frau, und den Kriegstei In eh- 1 pjuni I sammensloß zwischen Nationalsozialisten und Stahl- I Helmern vor einigen Tagen vorgeschlagene „nationale Burgfrieden- ist am Donnerstag mordeten Apfelsinenhändlers. So lost M »Ue, , ®‘*n°Uf;. Nun^°°'s mL E. h Herr Regisseur, können Sie den Stofs gebrauchen^ 2L](I; " „Nee", sagte der dicke, ernste Mann, „den M 8.45 D guten Einmal trifft Paderewsky mit einigen ,t I ein ^,o-l Äd-r-Ld. deinem RN» ritz der Dichter ' 3uai 4-*uuviuu»|i u fmit »rflnrtp er: Welt berühmt!" — Opus ,.Äch der Tasche-, laut erklärte er: „hätte ich dieses Exposä eines wahrhaft packen- den und zeitgemäßen Filmstoffs der Post anoer Ein erfreuliches Beispiel für den Wahlkampf. Hamburg, 28. Oktober. (ERB.) Der von den Hamburger Nachrichten" nach dem blutigen Zugar nicht der richtige Regisseur, sondern Bureaudiener Schulze!" ÄWii; Hans 2i ich nicht gebrauchen." * „Und warum nicht?" zwischen den Führern der in Frage kommenden Gruppen abgeschlossen worden. Die aus der Besprechung vertretenen Führer des Nationalen Deutschen O f f i z i e r v e r b a n d e s, desto h l h e l m s, der N S D A P. und der DNVP. verpflichteten sich, bei völliger Würdigung der sachlichen Gegensätze sich mit ganzer Autorität dafür einzusetzen, daß auf Straßen und öffentlichen Plätzen zwischen diesen Gruppen Friede gehalten werde, daß grobe Störungen in den gegenseitigen Versammlungen unter allen Umständen vermieden werden und in der Presse und .n Flugblättern persönliche Angriffe, Herabsetzungen und Ehrenkränkungen unterbleiben 3n den Vereinigten S t a a t e n htt nach den Schätzungen des Gewerkschaltsver- bandes im September über eine ha lde Million Arbeiter Beschästigung q--' fanden, so daß die Gesamtziffer der Arbeiter,« von 11.46 Millionen auf 10.9 Millionen nutüW Ging. Green befürchtet aber, daß die Gesamtzahl der Arbeitslosen im Januar wieder 13 Millionen erreichen werde. Der in der Tschechoslowakei mit der Kabinettsbildung betraute Präsident deZ Abgeordneten. Hauses M a l y pe t r hat auf Weisung des Vor« standes der tschechischen Agrarpartei mit Auck. sicht auf die Erfolglosigkeit seiner Derhandlun« gen über die Sicherung eines ausgeglichenen Staatshaushalts und die Herabsetzung der jBc« amtengehälter seinen Auftrag jurunj gegeben. Vermutlich wird letzt eine Beamtens reg.erung gebildet werden. ____i Paderewsky-Anekdoten. Geschich en um e neu berühmten Pianisten. Der berühmte Pianist P a d e r e w s k y ist jetzt dabei, seine Memoiren zu schreiben. Das scheint immer noch ein gutes Geschäft zu sein. Paderows.y besitzt einen Vertrag, nach dem ihm ein amerikanischer Verleger eine Million Mark für das Buch zu zahlen gewillt ist, die Hatzte bei Ab- lieferung des Manuskriptes, den Rest bei Drucklegung des Werks. Die amerikanische Presse veröffentlicht bereits Auszüge aus diesen Lebenserinnerungen. Unter anderm die folgenden Anekdoten: wenn pe nicht wahr sein.sollten, sind sie gut ersunden. * Paderewsky erhält eine Einladung zu einem Musik- abend. Ihm ist das überaus peinlich. Der Hausherr schreibt: „Meister, für Sie beson. ders wird meine Frau ihre eigenen Stompo|itionen ' spielen. Meine Tochter wird nur für Sie eigene Lieder singen. Und mein Sohn wird Sie selbst aus der Geige begleiten. ^Danach, um zehn Uhr, wollen wir dann soupieren." . . Paderewsky bedankt sich höflich für die Einladung und schließt mit den Worten: „Also abgemacht — Sie können auf mein Kommen rechnen. Punkt zehn Uhr werde ich dort sein..." M Ü n ch e n, 23. Okt. (TL.) 3n feiner Ansprache vor der Presse am Mittwoch hat der preußische Ministerpräsident Dr. Braun erklärt, daß er kein grundsätzlicher Gegner einer Zusammenlegung gewisser Ministerien im Reich und Preußen gewesen sei. Die Münchener Telegramm;eitung teilt nun mit, wie sich Draun die Beseitigung des Dualis- nms zwischen Reich und Preutzen gedacht hat. Er habe ohne vorherige Bekanntgabe seiner Aosich.en an einem bestimmten Sage den damaligen Reichsfinanzmini st er Dietrich zum p r e u ß i s ch e n F i n a n z m i n l st e r e r n e n n e n wollen. Diese Ernennung habe die letzte Amtshandlung Brauns sein sollen. Er habe dann sofort in den Landtag gehen, als Ministerpräsident zurücltreten und von den in «Zrage kommenden Parteien den Reichs k an z ter Dr. Brüning zum preußischen Ministerpräsidenten wählen l a s s e n wollen. Dieses Verfahren habe Braun — dem Blatt zufolge — dem Reichskanzler Brüning schon vorgeschlagen vor der Landtagswahl in Preußen. Er habe aber auch nach der Wahl den Plan noch als durchführbar angesehen. Lediglich das Zögern D r ü n i n g s, der sich zu raschem und energischen Handeln nicht entschließen konnte und der Regierungswechsel im Reich hätten die Durchführung dieses Braunschen Planes vereitelt. — Das Blatt unterstreicht, daß es diese Mitteilungen von einer Stelle erhalten habe, deren genaue Kenntnis politischer Vorgänge verbürgt sei. Paderewsky wirkt als Pianist bei einem Sympho- niekonzert mit. Uraufführung eines Anfängers. Bei der Generalprobe macht Paderew^y dem Komponisten einige Vorschläge, wie dieses und lenes vielleicht zu ändern sei. _ Der Komponist ist ein sehr eitler Herr. Er erwidert aufgebracht: „Wer hat das komponiert — Sie ... oder ich?" Paderewsky antwortet darauf seelenruhig: nicht — Gott s e i D a n k!" — werbslose Mädchen im Freiwilligen Arbeitsdienst tätig. Man erstrebt, auch sie in geschlossenen W e r k l a g e r n unter- zubringen und dort mit produktiven Arbeiten au bi-chästigen, die für Frauen geeignet sind, ».$. mit Ausbesserungsarbeiten rm Rahmen der Winterhilfe, mit Kultivierung von Kleingartens a n d u,w. Die Mittel für die Beteiligung der weiblichen Er- werbslc en am Freiwilligen Arbeitsdienst sotten von den Gisamtmitteln für diese Zwecke abgezweigt werden. Aieyelssna?unlonpreu°en-Mch Wie Draun sich die Reform gedacht hatte. bcsoldung Vorschub leiste. Gegen die Bestrebungen, Beamte durch im freien Arbeitsverhaltnis beschäftigte Personen zu ersetzen, wurde nachdrücklichst Einspruch eingelegt. Es sollten in allen Zweigen der öffentlichen Verwaltung auch dort, wo das bisher noch nicht der Fall gewesen sei, grundsätzlich im öffentlich - reclstlichen Bearntenverhaltnis stehende Personen Verwendung finden. Da die Notverordnungspolitik in steigendem Maße Eingriffe m ine Beamtenrechte gebracht habe, fei zu fordern, daß dieser Rechtsentwicklung, die die Grundlage des Beamtentumes erschüttere, Einhalt geboten werde. Unbedingt festzuhalten sei an dem Grund atz der Teilnahme der Beamten am staatlichen Leben als Staatsbürger. Bestrebungen, die Beamten durch Beseitigung des Wahlrechtes unter ein Sonderrecht zu stellen, wurde Tier Beamtenbund stärksten Widerstand entgegensetzen. Die klassische Paderewsky Anekdote, die nut dem Namen Clemenceau zusammenhängt, findet in den Memoiren ihre Bestätigung. Paderemsiy kommt als Vertreter Polens aus einen Kongreß in Versailles. Clemenceau sieht sich den Mann genau an. Den Kopf kenne ich doch, denkt der „Tiger . Er fragt: „Sagen Sie, mein Herr, sind Sie nicht der berühmte Mavierkünstler?" Padcrcws.y erwidert stolz: „Das war einmal! Jetzt bin ich Bevollmächtigter der polnischen Re- 0 Worauf Clemenceau den Kopf sch ittelt und sagt: „Was für ein Abstieg, mein Lieber - was jur ein feie«... 2. M. V. „Blut am Faden der Parze." Don Eeoi g Mühren-Echulte. Es war noch ziemlich früh am Tage, als der Dichter die Treppe zu den Bureaus der Chrysopras- Filmgesellschaft emporstieg. . . . Vor der stählernen Entreetur atmete er dreimal Oie Ausdehnung des weiblichen Arbeitsdienstes. Berlin, 28. Oft. (VDZ.) Unter Leitung d^ Reickskommitzor für den Freiwilligen Arbetts- dienst, Dr. S Y r u P , fanden Verhandlungen mit sachverständgen Vertreterinnen aus verschiedenen Wohlfahrtsorganifationen über die Ausdehnung des Freiwilligen Arbeitsdienstes für werbl.che Erwerbslose statt. An den Verhandlungen waren Vertreterinnen sämtlicher maßgebender Organisationen und »war von den konfessionellen Gruppen bis zur Rrbetter- hilfe beteiligt. Cs nahm auch eine Anzahl Av- geordneter an den Besprechungen teil. Verhand- lungsgrundlose war eine bereits ausgearbeitete Vorlage, die den Ausbau und die üundarnen- tierung der Beteiligung der weiblichen Erw.r^- losen am Freiwilligen Arbeits^enst regelt. Es sind bereits b i s h e r rund 1 0 000 er- D^r D'ichter'hob die glühende Pupille vorn Manuskript und sah den dicken, ernsten Mann an. Der dicke ernste Mann hatte eben schüchternseinen Wurstbissen zu zerkauen begonnen, aber unter oer Gewalt des Olympierauges hielt er sofort wieder mn,Die Dinge entwickeln sich nun Wucht einer Lawine", schrie der Dichter. ,^Das Mädchen erwacht aus ferner vorgetaufchten Ohnmacht in der Luruslimoustne ihres Retters Er fuhrt sie auf sein Schloß, wo sie von der Dienerschaft er fahrt, daß er der Bücklingskomg von Norwegen je . Seufzend willigt das arme Mädchen em, ihn zu heiraten. Da, am Vorabend dec Vermahlung, macht das beste Mittel sein, um künftig allzu häufige Reichstagsauflöfungen zu vermeiden. Schließlich sollen Aenderungen der Wahlrechtsbestimmungen in b?r Ber- fai'ung und des Wahlgesetzes vorg: ch.agen werden. Döli-g abwegig ist der Grdan.e die Re- cierung plane eine Aufhebung des allgememen, c suchen, direkten und geheimen Wah.rrch s zmn Rc oder gar die Au Hebung des ©imm- rechts der Frauen und Ersetzung ö.e.er Wah^> bestimmungen durch Einführung eines Zensus. Wir tief „Der Wille vermag alles", redete er sich Mut ein. Der Wille wird mich unangefochten durch diese Stahltür führen. Der Wille wird mich die Phalanx der Burcauschcrgen durchbrechen und bis in oav Zimmer des Regisseurs vSrdringen wssen Der Wille wird mich befähigen, die Worte zu finden, die den Regisseur faszinieren, ihn zwingen, in atem- loser Spannung mitanzuhören, welche verschlungenen Wege ich in meiner Tonfilmfabel gehe ... Hier riß der Dichter die stählerne Entreetur auf, stürmte an dem Schalterfenster dahinter vorbei, lief einen dunklen Gang entlang stockte noch für den Bruchteil einer Sekunde vor dem Zimmer des Re- qisseurs, drang brüsk ein, verneigte sich tief vor dem dicken, ernsten Mann, der an dem «ewo ttgen Schreibtisch sah, und begann mit st'egenbem Atem. .Entschuldigen Sie diesen rücksichtslosen Auftritt, mein Herr, oder entschuldigen S,e ihri nicht — fr« bandelt es sich um Größeres als die Veachtung eines bureaukratischen Zeremoniells Da-, Gerne, mein Herr, ist kein'Wurm, der in geUlupentempo Icineni erbärmlichen Ziel zustrebt. Das Genie ist ein Adler, im kühnen Flug setzt er sich über die Hindernisse des Instanzenzugs hinweg, erkennt mit scharfem Blick die Beute und stoßt.darauf los - ... Der Mann am Schreibtisch schwieg betroffen - - 11 cm Manuskript aus bienen und zwar allen seinen Teilen. Wir würden unsere Psttht gröblich verlAen wenn wir die Dersassungsreform unter dem Gesichtswinlet ein- Zeitiger Vertretung von Standesmterefscn oder Berufs- und Wirtschaftszweigen führen wollten. Mit sehr vielen anderen deutschen Staatsbürgern sehen wir aber die tatsächlich vorhandenen Mängel der Bersasjung so deutlich, daß uns die Pflicht gebietet, an ihrer Befestigung zu arbeiten. Dir sehen den ersten Mangel in einem überfpihen Parlamentarismus. Entscheidungen von ungeheurer Tragweite können heute abhängen von einer Zufallsmehrheit, ohne daß es ein wirksames Gegenmittel gegen diefe Entscheidung gibt, hier muß eine Sicherung eingebaut werden, welche zuverlässig arbeitet. Sie kann i m Ausbau der Rechte des Reichsrats ober im Einbau einer beruf ßftän- bigen Kammer in die Konstrullion der Bolksvertrelung ober in einer Mischung von beiben bestehen. 3eber versuch, auf längere Sicht unb folgerichtig in Deutschlanb etwas zu schaffen, ist bisher an bem st ä n b i g e n D e ch- el der Regierungen gescheitert, bie mitten in bet Arbeit infolge von Mißtrauensvoten ober parlamentarischen Krisen ablreten mußten. Dieser Zustanb ist in gewöhnlichen Zeiten bereits für die ruhige Entwicklung Deutfchlanbs hemmend; er ist in Rotzesten untragbar. Deswegen müssen durch Ab- änberung des Artikels 54 ber Reichsverfassung Hemmungen eingebaut unb bet Gebanke einer gesicherten, vom Parteigelriebe un ab gängigen Regierungsgewalt burchgeselzt werben. Eine Reform in diefet Richtung wirb traut bann wären Tage, Wochen, vielleicht Monate'durch das Glas der Sanduhr geronnen, ehe man in Ihrem Bureau überhaupt nur den Umschlag der Sendung geprüft hätte. Das mußte ich zu vermeiden trachten. Ich mußte den Weg der Selbsthilfe, gegen Autokratie Schematismus und Betternschäftspolitik der maßgeblichen Filmkre e beschreiten, ihn unerbittlich zu Ende gehen, sollte er auch über Berge von Leichen führen. So kam es, daß ich bis zu Ihnen vordrang Hier stehe ich, mein Herr, unb dies ist mein Manuskript; ^ch weide Ihnen den Inhalt kurz schildern, und «>e werden mir zuhören . " Der Dichter warf sein Haar zuruck und klappte sein Heft auf. Stumm saß der dicke, ernste Mann da. In feinem halbgeöffnetem Munde konnte man einen Bissen von einem Wurstbrot bemerken, das vor ihm auf dem Schreibtisch lag. „Blut am Faden der Parze!" donnerte der dicke, ernste Mann zuckte zusammen und um ein Haar hätte er den Wurstdissen ungekaut hin- unt^rgeschluckt.^it^ $ilnis", erklärte der Dichter. Sie werden mir zugeben müssen, daß es ein guter Titel ist. Er steht weit über allem, was die Industrie bisher an Titeln herausgebracht hat. .Blut am Faden der Parze', das ist dunkel und gewaltig das ist schicksalhaft, das stößt einem wie mit dem Messer ins Auge. Jetzt passen Sie °uf. — es geht los! Paris. Tolles Treiben tn einem Apachenkeller. Aber in Wirklichkeit ist es gar kein richtiger Apachen- keller: die Budike ist nur für die Fremden ,o her- gerichtet. Sie verstehn. In dieser Kneipe ersticht einer der Unterweltler das Barmadchen Mercedes Aber er ersticht sie nicht in Wirklichkeit, sondern er tut nur so Einer der Gäste ruft die Polizei an. Drei Uniformierte bringen in bas Lokal und oer- haften den Mörder. In Wirklichkeit sind es gar keine richtigen Polizisten, sondern bloß verkleidete. “«'"S i«»«’! 101 A--A »» % L-w-ck '“'Ä® ft*«*? «Sjs? teS 8-" ■ Ä«** L»’ * fürjtini8' > anlpru#»1'/ ium ' rti 1 er gib weiterhin tarf, dick ut tt'cher Dehoi , Geistlichkeit^ cefunben hübe, zahlreicher ®c' Mnlie für alle iB citlföhiqer ü ?:m Wunsche iiarke Anre Sir Sparge mern eine Zufahstimmezu giwahren,welche d e Bedeutung der Familienernahrer für um er Volk unterstreicht und den Äriegstcilnchmern den Dank des Vaterlandes zum Qlusörud fcr.ngt. Weitere Mängel, wiedasAuf t r e t en kleinster Splitterpartei« n und d-e Auswuch.e des Listenw ah'.rechts sollen bei dieser Gelegen- beit beseitigt werden. W r bosscn, dem Re.chsrat und dem neuen Rr'chstag nach seinem Zusammentritt und damit der Oeffend'/chkeit ein fertiges Programm unter» bre'ten zu können. W.r rechnen zuver, chtlich da- mi-L daß Länder und Vottsvevtretung dieRot- wendigkeit dieser Re formen^ nicht ni^ theoretisch anerkennen, sonoern daß ,.e ehrlich bereit sein werden, an dieser großen Aufgabe mitzuarbeiten. Die 2lrt des Dergehers der Re'.chsregiorung auf d e em Gebiet oangt üon der innrrpolitischen Entwicklung der nächsten Wochen und Monate ab. Darüber aber kann tem Zweifel herrschen, daß die Reichsregierung ^e von ihr klar erkannte und tief empfundene Pflicht zur Reform niemals aufgeben wird. Es gehit um Deutschland! folllen. Hitler zu der Stahlhelm-Veröffentlichung gegen Vrinz August Wilhelm. MÜnche n, 28. Oft (£&.) Adolf Hi Her veröffentlicht folgende Erklärung: „Sie Leitung des „Stahlhelm" hat es für nölig erachtet, u n seren Parteigenossen, ^tinj 2lu fl u ft W l l- Helm von Preußen, dafür, daß dieser sich in die Millionenbewegung derjenigen einreihte, die durch ihre Arbeit die einzige Voraussetzung für eine Volkserhebung schüfen, anzugreif en und zu beschimpfen. Mit diesem erbärmlichen nahm am Freitag — tage - die Abstimmungen über die zahT-ich vorliegenden Anträge vor. So wurde einer En^ schließung fast einstimmig zuaestimmt, m der noch einmal der Grundsatz der parteipolitischen Reutralität des Deutschen Deam- tenbundes mit Rachdruck betont und seine gewissenhafte Befolgung verlangt wird. Diese En.» fchließung hat ihre Grundlage in Vorgängen an- läßlich des Gcwerkschastsausrufes vorn 23.3uh, in deren Verfolg eine Maßregelung und die Amtsenthebung einer Reihe von Personen verlangt wurde. Der von einem Vertreter des Bundes Technischer Zollbeamten eingebrachte Antrag, der Vundesieitung das Vertrauen zu entziehen, würbe mit arof:er Mehrheit abgelehnt. Ferner verfiel der Antrag, der die Entlassung des Dundes- dlrekwrs Lenz und des Hauptstzriftleiters Ketzlein fordert, der Adiehnung. Ein weiterer Antrag, der die Amtsenthebung der für die AnterzeiHnung des Gewercschaftsaufruses vom 20. 3uli verantwortlichen Personen förtert, wurde gleichfalls mit großer Mehrheit abgelehnt. Der Bundestag nahm dann die Wahl des Dundesvorsihenden vor. Das Ergebnis der aeheimen Abstimmung ergab die Wiederwahl des bisherigen Bundesvorsitzeniben Flügel. Bon den 332 abgegebenen Stimmzetteln wärest 272 für die Wiederwahl Flügels. Der Bundestag faßte bann eine große Zahl von Entschließungen zu beamtenpolitischen Fragen. U. a. würbe dann eine grundsätzliche Abkehr von dem Wege erwartet, finanzielle Schwierigkeiten durch Gehaltskürzungen zu behoben. Notwendig sei eine grundsätzliche Einheitlichkeit in der Besoldung und eine gesicherte, von einheitlichen Gesichtspunkten ausgehende Rechtsgrundlage für alte Beamten in Reich, Ländern unb Gemeinden und dementsprechend die Beseit gung aller entgegenstehenden Gesetze und Verordnungen. Weiter wurde die Reichsregierung aufgcfordert, die Dietramszeller Ermächtigung s - B «rordnung schleunigst D«r Reichsminister des 3nnem hat durch eine Verordnung die Landesregierungen ermächtigt, am 1. und 2. November 1932 (Allerheiligen unb Allerseelen) und am 20.November 1932 (Totensonntag) solche Versam Ta lungen unter sreiem Himmel unb Au f- züge zu genehmigen, bie zum Gebenken an bie Toten bes Weltkrieges veraiv staltet werben. 3n ber Magbeburgcr Prvbsteikirche St. Sebastian würbe ber päpstliche Haaslummerer Prä- lät Petrus Segge vom Erzbischos von Padev' Born unter Assistenz des Vischoss von Hildesheim und des Weihbischofs von . Münster zum Bischof von Meißen geweiht. • * 3n Eichstätt fand unter lebhafter Antei!» nähme ber Bevölkerung d.e Konsekration und 3» thronisation des neuernannten D i s ch o s s Dr. Conrad Graf von Preysing statt. Auu-r den Ehrengästen bemerkte man u. a. Mini st ri- Präsident Held und Kultusminister Goldenberger. Versuch ist ber Prinz, dessen uneigennützig» M beit am Aufbau einer beutschen DolksgemeinB schäft wir alle kennen, uns beutschen Männern erst recht anSHerzgewachsen. Die beste Antwort auf biefen Bubenstreich wird die Zukunft geben.- Keine Kontrollmaßnahmen für Radfahrer. Berlin, 28. Ott (WTB. Amtlich.) Durch die Presse ging die Nachricht, daß sich em Konsortium zur Förderung der Radfahrerinteressen bei der Reichsregierung fürdieSinführung eines Nummernschildes, einer Zwangsversicherung gegen Haftpflicht, eines Arsprung- zeugnisses und einer Berwaltungsgebuhr eingesetzt habe. Der ReichSverkehrsmini- st e r teilt hierzu mit. daß er Derartige Bestrebungen n i ch t unterstützen werde, da deren Verwirklichung eine viel zu große Belastung weiter auf das Fahrrad angewiesener Volkskreise mit sich bringen würde. Erst im Jahre 1922 sei zur Erleichterung des Fahrradverkehrs die Radfahrkarte abgcfchafft worden. Kleine poliiische Nachrichten. 3n der Presse ist der Ansicht Ausdruck gegeben worben, daß es sich bei ber Mitteilung, daß Reichskanzler von Palpen bas volle Vertrauen beS Reichspräsidenten besäße, um eine Erklärung der Reichsregierung handele. Hierzu wird ausdrücklich sestgestellt, daß es sich hierbei um eine Erklärung beS Reichspräsibenten gehandelt hat. * ReichSpräsibent v. Hindenburg empfing den Vorsitzenden des thüringischen Staats- ministeriums, Staatsminister S auckel. zur Ent- grgennahme eines Berichtes über bie Notlage im Thüringer Walbgebiett Freunden zusammen. Man unterhält sich angeregt. „Dor zwanzig Jahren , erzählt Rohererofh), ^machte ich plötzlich die Feststellung daß ich nicht die geringste Anlage für Musik besaß. Ich war sehr betrübt darübet" , r , . « JInb was hast du gemacht?" fragt em Freund .Aad sollte ich machen", r*» h,f Achseln. „Zu spät! Ich war doch schon in der ganzen " Don ter Q .iu g.fchr.eb: QH.t Geld, i o.mcn heute egeimabige ur d e haus i':e ßntnabm )rld ist Inaf ilebcrsluh gib f nen gcdeatc Le formen b icänöeit habc 1 ellach nicht i i '4 ju laden. S't V.tüt: e Ziuvtidulig v mg bei Sutd} b'e 3u1 d e hauLlrau kochen unb -ti einmal am 5 um ihren T s^üche oder i zusammen! 6.35: Aon l,!^’ JXorgenfe 10.15: Die ^■i^'ungin* w 'Jätend. 10.30: wn f’ans Pfjhs Millagskoi ? ^gslonjni II. 1 ‘V Gedichte u 19,30. s faÄQrl Sfrti p» Offenburc 2R „Uno warum niegir „ . TO. 7nc « „Ja, sehn Sie, ich bin nämlich in Wirtlich^ 705: r nicht der richtige Regisseur, sondern bloß Bon ©er harinöckige Zuwauer. -Äs hg. Ä;5rül)lo"3< mächtig in die Arme. Nämlich sie ist in WirUch, i teit gar nicht das armselige Barmadchen, fond^ *2?e?Ä Ja - E der Bücklingskönig seiner Braut ein höhnisches> V.-4 ständnis. Er ist in Wirklichkeit gar nicht der richt,M Bücklingskönig, sondern der Pyrenaenrauber: Cor« touche, der den Bücklingskomg im v-Zug Barce-I Iona—Paris überfallen und ermordet hat, um Dani dessen Rolle zu spielen ..." , Vorn Schreibtisch her kam cm leises, mißtönend Geräusch: dem dicken, ernsten Mann war der Bistei aus dem Munde gefallen. „Unb die Parze ipinnt ihren blutigen 3abfl weiter", rief mit hohler Summe ber Dichter. setzt taumelt Mercebes be, ber grausigen Osfe» barung zurück. In b.esem Augenblick öffnet iq eine Tapetentür, unb em lunger, ympathilch'k Mann wucht auf. E, ist denn ber Mann, ben Cartouche erschossen hat, w in Wirklichkeit gar nicht ber richtige Bucklmgskonij fonbern besten väterlicher {jreunb, ein reicht Apfclsinenhänbler aus Barcelona, ber mit ve Gepäck des Bücklingskonigs Dorau9gercift Kaum hat ber Bücklingskomg dcse Sachlage au geklärt, do ergreift Mercedes eine Braten(jabe(, 0. .. ... j . ..„x TRurf innsfm MTagMgdesDeEchenVeamlenbMdes Der Direktor einer Londoner Buhne ei baß ihm jüngst bei ber Aufführung eines Stückes ein Herr in mittleren 3abwnauHicl fast jeben Abend kam. um sich da« ®Mma «nj Lr HelH bas Zimmer seiner Frau Stdtt^^bCT dem Verschwinden des LiebhaberSbetrttt, der durchs Fenster «iha duvongemachthab ® Taoes fragte der Direktor den zahm Zus-a. was ihn denn an bem Stück so interessiere. warte darauf", sagte ber Mami, -daß Abends der Gatte doch etwa« facher emtn mutz, um endlich den Bursche zu bekomme^B dann wird c£ erst einen tüchtigen Spaß geb» — !N Das Leben schreibt Geschichten Der Redner der Ausstellung 'Ctröge scheint am, als an die spendet, kann! selbst zu den schon Küche oder Stube fördert den F milien zusammenhalt und hält besonijrs d'.e er- Run- unkprogramm Sonntag, 30. Oktober. S. 15.00: rkonzert. Mit- Dienstag, 1. November. Tt K ^iq[C Aschen?", Dortrag von Prof. Edmund Sitiig. HO; dürfet: Hörbild. 20.30: Konzert des Rundab >r- TNittwoch, 2. November. 7.05: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.10’ ls Mtagskonzert l des Rundfunk-Orchesters. 1. usbreitung mit zur Steigeaster Ank' ition und L ischofs § statt. He a. Aiinitz. ‘ Selb ist Inapp, aber von dem menen bißchen Ueberfluh gibt jeder gern oder leivt, der täglich ’.nert gebebten L'sch finbet. Dazt kommt, daß ):e Formen der 2d a ch b a r f ch a f!s h i l f e sich zcändert haben. Dem einzelnen st es heute ' elfach nicht mehr möglich, ein K^d an seinen Lisch zu laden. Sie Gieße c: Frauenhilfe will Deshalb in d'esem Jahre in tre terem iimfitge durch Zuwendung von Le^enäm'.t e'n be* Bedölke- rung den Lebenskampf e.le'.Äern. Durch die Zuweisung von Lebens itteln wird cche St. innerer Prä- Hon Padri' von Hilde» ilünster zur H - chten. ’M gege. ■lluH dah Q8 volle Utende- Abonnement als Fremdenvorstellung zu ermäßigten i bis 22.30 Uhr Operettenpreisen, -*w- Bn!-*“4-'— *■ i ... ^urgemh. en Staats« l. zur Snt« -Notlage im erbwslvse Jugend am häuslichen Herd. Die Pfund spende ist deshalb der Einrichtung von Volksküchen, in denen das Essen auch verzehrt wird, vorzuziehen. 2In Lebensmitteln ist alle nicht verderbliche Ware willkommen: Teigwaren, Hülsenfrüchte, Konserven, Fette, Tee, Kakao, Zucker, Backobst und Brot. Verpackung erfolgt zweckmäßig in Psundt'^en mit Aufschrift des Inhalts. D.e G.eßener Frau nhilfe nimmt die Spenden jeden Montag, M.ttwoch, Freitag von 9 bis 12 Uhr in der Alten Klinik, Liebigstraße, entgegen. Auch dürfte es sich empfehlen, die reget* mäß.ge Lieferung dem betreffenden Lebensmittel- Händler zu übertragen. ^ini. Mtebun, Sükr. De. 1' J We Kerkchrz otn. : durch eine ’ emächtigt, i heiligen 1 v Avvembrr ’ersamm« ; ‘ l und Aus« .; • Bedenken ges veran« . \ •SS Wir hoffen, daß dieser 2lppell an den schon io oft bewiesenen Opfermut der Gießener Frauen in weitesten Kreisen Wider- Hal. f:rdet u d wi hrend der W ntermonate recht reichliche Gaben einbringt. njTtn.. '%i^J040: Schulfunk: „Ptolemäus L, Pharao bn - »Ägypten". Geschichtliches^ Hörbild von Alpha. 1P: aaten t oerkschM: ine Hai stigung- | r 2lrbeitsLi • lioncn zuriif >ie SesamlMl c 13 Wionen Wir richten die herzliche Ditte S'eßener HarrSfrau-.r: Helft und ipenoer, dam.t vielen Hungernde.l geholfen werden ung bc3 i der Kabinetts« Abgeordneten« fung des 2s>' rtei mit ®üa* t Jerhandtm« ausgeglichenen 'tzung der 2e» ag iurü<- cine Deawlin^ „Sie Toni aus Wien" von Ste-ffan (Leitung: Inten- oant — Moehl — Bäulke), 18.30 bis 21 Uhr. — Dienstag, 1. November, 5. Vorstellung im Dienstaa- abonnement „Roulette", Lustspiel von Fodor; Spiel- oo iit? e 9 I e r- Gewöhnliche Preise. 20 bis 22 Uhr. — Mittwoch, 2. November, Erstaufführung eenes Stuckes, das gemacht werden soll, von Piran- oello: „Sechs Personen suchen einen Autor": Spiel- le.ltuna Peter F a s s o 11. Gewöhnliche Preise, 20 bis 22 Uhr. — Als 5. Vorstellung im Frettaq- abonnement am 4. November. Wiederholung der Operette „Die Toni aus Wien". Operettenpreise, 22 ** Die Besichtigungszeiten der Mu- s een. Das Oberhesstsfiche Museum im Alten Schloß, °95 .^olkermuseum, sowie das Kriegsmuseum und die städtische Gemäldesammlung im Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet 705: Frühkon.zert auf Schallplatten. 10. idl in iS » H 40: Don Hamburg: Schulfunk: „Auf ei~- IU| v.rfl blOp irfmn 1 *> ÜH. ___’l r ■ Mittagskonzert II auf Schallplatten. 15.15 bis 16.15: Stunde der Äugend. 17.00: Konzert. 18.25: „Dunkel "der Asien", Vortrag von Dr. Karl Klinghardt. 18.50: „Deutsche Landschaft, deutsche Arbeit, deutsche Schrift", Vortrag von W. Fahrenbruch. 19.30: Aus Karlsruhe: Zither-Unterhaltungskonzert. 20.00: Von W'.en: Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hugo von Hofmannthal. 21.00: Konzert. 22.45 bis 24.00: Nachtmusik. Donnerstag, 3. November. 7.05: Frühkonzert auf Schallplatten. 12.00: Mittagskonzert I auf Schallplatten. 13.30: Mittagskon- 3ert II des Rundfuiik-Orch.stcrs. 15.30 bis 16.30: Stunde der Äugend. 17.00: Nachm'tagskonzert freistehender Berufsmufiker. 18.25: „Der Mensch vor der Linse". Unterhaltui-g zwischen Leni Riefenstahl und Dr. Rudolf Arnheim. 18.50: „Das Notprogramm und die Krise des Grundbesitzes", Vortrag von Dr. Köbner, Sl)ndikus der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M. 19.30: Wer ist es? (I). Literarisches Rätsel, aufgegeben von Wolfgang Weyrauch. 20.00: Opern-Konzert. 21.15: Weinlese am Rhein. Hörbericht. Vorlesung von Prof. Fr. K. Roedemeyer. 21.45: St. Hubertus. Von Jagd und Jägern. 23.00: Funkstille. Freitag, 4. November. 7.05: Frühkonzert freistehender Berufsmusiker. 12.00: Von Nürnberg: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II auf Schallplatten. 17.00: Von Wiesbaden: Konzert. 18.25: „England und seine Landwirtschaft", Vortrag von Dr. Emil Stickler. 18.50: „Die deutsche Industrie und die Deutsche Woche", Vortrag von Fabrikant Karl Becker, Offenbach. 19.30: Balalaika-Konzert, gespielt von Bala- laikaorchcster Schulrabe. 20.00: Von Freiburg: Gobineau. Historische Szenen aus der Renaissance. Deutsch von Ludwig Schemann. 20.30: Sympho- nie-Konzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 21.45: Herbftgesarg. Eine Elegie aus Gedichten von Verlaine und Klaviermerken von Chopin, für eine Sprechstimme und Klavier eingerichtet von Wilhelm Locks. 22.45 bis 24 00: Nachtmusik der Tanzkapelle der Stuttgarter Philharmoniker. Samstag, 5. November. 7.05: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.10 bis 10.40: Schulfunk: „Goethegedichte, vertont". 12.00: Mittagskonzert I auf Schallplatten. 13.30 bis 14.40: Mittagskonzert II des Württ. Tonkünstler-Orchesters Stuttgart. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17.00: Von Karlsruhe: Nachmittagskonzert des Philharmonischen Orchesters Karlsruhe. 18.25: Vortrag. 18.50: Vortrag (Zentralverband der Angestellten). 19.30: Die großen Redner. II. Demosthenes. 20.00: Bunter Abend. 22.45 bis 24.00: Nachtmusik. Mw1 Der Inhaber zuckte sehr energisch mit den Achseln. »Dann bebaute ich, wir müssen auf der Anzahlung bestehen." „Aber — ich will ja alles bezahlen!" platzte der Kunde heraus. Er zückte die Brieftasche und zählte eine Unmenge Scheine auf den Tisch. Der Kaufmann sagte nichts mehr. Aber er flüsterte seinem Angestellten etwas ins Ohr, und nach einigen Minuten war die Kriminalpolizei da. Sie behielt den jungen Herrn in Gewahrsam, bis er einwandfrei beweisen konnte, daß er all [ein Geld einwandfrei — geerbt hatte. Ein Zeichen der Zeit! Früher galt der als Hochstapler, der nichts bezah'te. Heute wird man verhaftet, wenn man bezahlen will. Kleine Ursache. . ' z. — Moskau. ©in russischer Reisern der erzählt in einer hiesigen Zeitung eine Geschichte, die sich in einer Eskimo- sieblung auf Rvwaja Sein! ja zugetragen hat. Sie erscheint.uns gewiß amüsant, und ihre Nachwirkungen werben bei uns nicht tragisch genommen. Aber man kann ber Versicherung des Verfassers Glauben schenken, baß sie in ber kleinen Eskimo- fiebhmg wie ein Blitz aus heiterem Himmel gewirkt hat und von ben Eskimos als hochwichtige unb tragische Angelegenheit empfunden wirb. Das Oberhaupt ber (Sieblang ist ein alter, würdiger Herr, von bem man weit unb breit weiß, daß er ein großer Weiberfeinb ist. Er pflegte gerne damit zu prahlen, baß er noch'nie zu einer <3rau zärtlich gewesen sei, es sei denn zu sein.r Mutter. Und das will auch bei den Eskimos viel heißen, bie gar nicht so kaltblütig sinb, wie man eigentlich annehmen sollte. Vor einiger Zeit nun wurde ein großes Fest gefeiert, zu dem auch viele Eskimos aus einer benachbarten Siedlung herbeigefahren kamen. Es ging dabei recht zustig zu, und das junge Volk war ebenso ausgelassen, wie es die Äugend anderswo zu sein pflegt. Mn diskutierte viel über die Behauptung des Alten, daß er noch nie Zärtlichkeiten mit einer Frau ausgetauscht habe. Sie jungen Männer und Frauen steckten Oie Köpfe zusammen, .und Plötzlich erhob sich eine, ber der Schalk aus ben sröh'ichen Augen blitzte, schlich sich von hinten an den Alten heran, bog seinen Kopf zurück unb gab ihm einen Kuß, daß es nur so knallte. Alle freuten sich über ben Scherz. Aber plötzlich verstummte ber Jubel, — ber Alte ftanb auf unb verlieh ben Kreis der Feiernden, ohne auch nur jemanden eines Blickes zu würdigen. Rach einer Weile erschien ein Bote unb forberte die Gäste aus der Rachbarsiedlung im Olamen des Alten auf, nach Hause zu gehen. Äetzt herrscht zwischen ben beiden Orten ber Kriegszustand, unb die Regierung von Leningrad hat einen Kommissar damit beauftragen müssen, die Ruhe wieder herzustellen. So gering uns bie Ursache zu diesem Sturm im Wasserglas erscheinen mag — auch bei uns kann ein Kuß weit- getjenbe Folgen nach sich ziehen. Warum nicht auch bei ben Eskimos, beren Leben so einfach unb Primitiv ist, bah bei’ ihnen bie geringste Kleinigkeit zur großen Staatsaktion wird! Wo sind die sieben Inseln? e» w. — N e u y o r k. 3n Washington traf ein: Prinzessin Dayang. Prinzessin Dayang ist die Tochter des Sultans von «ulii. Der Sultan von Sulu ist der Herrscher über em 13anb in der Südsee. Zu diesem Land in der oublec gehörten einstmals außerdem vierzehn Jn- >eln. Diese vierzehn Inseln wurden der Mutter des sultans von Sulu im Spanisch-Amerikanischen itrieg von den Vereinigten Staaten weggenommen. Zu Unrecht — so behauptet jedenfalls Prinzessin Dayang, deren Großmutter ja sozusagen die Mutter des Sultans von Sulu war. Und jetzt ist sie nach Washington gekommen, um sich diese vierzehn Inseln, die ja eigentlich weit weg in der Südsee liegen, wieder zu holen. Sie hat diese Inseln geerbt, sagt sie, und wenn sie ihr Erbe nicht antreten kann, so will sie es wenigstens in Augenschein nehmen. Das Weiße Haus in Washington rauft sich sein Iparliches Haar. Denn Tag um Tag sitzt diese fürchterliche Prinzessin im Wartezimmer, starr wie ihre tote Großmutter, beharrlich wie ein lebendiger Handlungsreisender. Sie weicht nicht eher, als bis sie ihre vierzehn Inseln hat. Und man traut sich N'cht, ihr zu sagen, daß in den Akten, die Amerika über diesen Fall zur Verfügung hat, nur von fie= ben Inseln die Rede ist. Wo find die anderen sieben Inseln? Fräulein Dayang verlangt energisch Auskunft, die man ihr beim besten Willen nicht geben kann. Jetzt schwebt bloß die Frage: sind diese sieben Inseln davongeschwommen? Haben die Japaner, die ja nach, amerikanischem Urteil zu allem fähig sind, diese sieben Inseln heimlich zusammengekittet und dem Mutterlande einverleibt? Oder hat ein Regisseur, der in diesen Zonen seinen letzten Südsee- 0'ilm drehte, diese sieben Inseln einfach in die Tasche gesteckt und in sein Hollywooder Atelier mitgenommen? Man steht vor einem Rätsel. Vermutlich werden in den nächsten Tagen in allen amerikanischen Zeitungen große Inserate erscheinen, die dem ehrlichen Finder besagter Inseln eine Belohnung von 100 Dollars zusichern ... Acht Kinder? Zu wenig! 1. — Paris. Man würde es dem kleinen unscheinbaren Mann gar nicht zugetraut haben, daß er, wenigstens innerhalb seiner vier Wände, ein solcher Nero sein würde. Jetzt stand er vor den Schranken des Schei- dungsgerichtes, unb neben ihm seine Frau, groß und mächtig, zerfloß in Tränen, offenbar in Erinnerung an fürchterliches Unheil, grausamen Kummer. Ein ums andere Mal beschwört sie den Richter, ihre Ehe zu trennen, sie von diesem entsetzlichen Mann zu erlösen. Was war geschehen? psvndsprnde ber Gießener Frauenhilfe Ein Aufr f Der Gießener Frauen-Win erhilfe. die Hausfrau in ben (Staub gefei, selbst zu kochen unb ' bie Familienmitglieber mindestens SM» >i > ' 4U« yhaäer mirtjd>aj 1 hd)en Kraft hervorgehen mochten. . s Vertreter des Kreisamtes Gießen begrüßte Re- gierungsrat Dr. Krüger die Veranstaltung in unicrer otabt mit Worten des Dankes und der »üÄ^nnung, zugleich würdigte er auch ihren hohen ethischen Wert, der in dem vortrefflichen Anschauungsunterricht dieser Ausstellung sichtbar werde und hoffentlich auch guten volkswirtschaftlichen bringe. Als Vertreter des verhinderten Stadtschulrats Fischer brachte Rektor Reul die bankbare Anerkennung ber Schulleitungen für biese ^yrreiehe Veranstaltung zum Ausbruck. Er stellte weiterhin die Bedeutung des Spargedankens für die Kindeswelt und von dort aus für die Allgemein- Jeit klar heraus und betonte die Wichtigkeit der Arbeit, die nach dieser Richtung hin durch die Zeichnungen ber Frankfurter Kinder in ausgezeichneter Weise geleistet worben ist. Die Besichtigung der Ausstellung offenbart dem ^esucher eine überraschende Fülle an Vielseitigkeit ber kindlichen Gedanken über die Zweckmäßigkeit unb Vorteile des Sparens. Selbstverständlich muß man die Zeichnungen lediglich als Ausdrucksform der kindlichen Gedanken ansehen, aber bie Originalität zahlreicher Einfälle ist so fesselnb, daß man mit ungeminberter Spannung die Ausstellungstaseln abschreitet unb bis zum Schluß interessiert ist. Auf Einzelheiten kann im Rahmen bieser Berichterstattung natürlich nicht eingegangen werden, jedoch muß man als Gesamteindruck feststellen, daß es überaus reizvoll ist, diese Sammlung zu besichtigen und sich Dabei an den humorvollen, oder draufgängerischen, oder kindlich naiven, aber zum Teil auch mit erstaunlicher Schärfe ber (BebanPenonnae angefertigten Arbeiten zu erfreuen. Diese Ausstellung kann nicht nur ben älteren Kindern reiche Anregung geben, sondern sie ist auch geeignet, ben Ernwchser'en Wert-' volles zu bieten unb ihnen in vielfältigster Form ben Segen bes Sparens für ben ein.^’nen unb für bie Gesgmtheit eindringlich vor Augen zu führen. Es muß als ein besonderes Verdienst der Bezirkssparkasse Gießen bezeichnet werden, daß sie diese Ausstellung hierhergebracht hat. Möchte die interessante Schau von vielen besucht werden! Vorn» ii. — Aus dem Stabttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute 20.15 Uhr Vorstellung zu kleinen Preisen: „Der 18. Oktober", Schauspiel'von Walter Erich Schäfer; Spielleitung Peter Fassott, Ende 22.10 Uhr. — Sonntag, 30. Oktober, außer Herr Dulong gehört zu ben besseren Rechtsanwälten in Paris. Er ist stark beschäftigt. Während der 51 Jahre seines Lebens hat er sich ein Vermögen von über zwei Millionen Franks zusammengespart. Seine laufenden Einnahmen sind gut. Demgegenüber stellt die Frau fest, daß sie seit vier Jahren denselben Mantel trage. Ihre Kinder wüchsen aus ifjren Kleidern unb Anzügen heraus. Unb selbst das |o beliebte Tauschsystem in einer kinberreichen Familie, bemzufolge ber Aeltere seinen Anzug an den Nächstjüngeren weitergibt usw., — ist schließlich nicht jahrzehntelang durchzuführen. Eine kinderreiche Familie? Hier erreicht der Gram ber Frau seinen Höhepunkt. Tränenüberftrömt erzäihlt sie, bas sei ja das Schlimmste. Als vor brei Monaten von ihren neun K ndern eines starb, sei ber Vater im Sturmschritt zum nächsten Kinderasyl gegangen, um sich vier Säuglinge auszusuchen, die er sofort adoptierte. Warum er das tat, das wurde nicht ganz klar. Er behauptete, diese vier Säuglinge seien aus dem Süden des Landes, unb er interessiere sich nun einmal für Rassenforschung. Sie behauptete, er hätte es bloß getan, um seinen wirklichen Kindern bas letzte Stück Brot aus bem Munbe zu nehmen. Und überhaupt, er sei ein Unmensch — och! Während dieses merkwürdigen Scheidungsprozesses kam weiter der Umstand ans Tageslicht, daß öer Rechtsanwalt sich seit acht Jahren ausschließlich von Zwiebäcken unb Backpflaumen nährte, unb, was fff/i-immer war, feine Familie zu bieser erbaulichen Diät einfach dadurch zwingen wollte, daß er ihnen bie Mittel für ein normales Essen glatt vorenthielt. Der Richter gab baraufhin Herrn Dulong zu bedenken, daß ein Mann mit diesen, gelinde gesagt, exzentrischen Angewohnheiten vielleicht besser barän täte, seine künftigen ßebenspfabe einsam und für sich unb außerdem ohne Schaden seiner Angehörigen zu wandeln. Die Ehe wurde geschieden unb der Mann dazu verurteilt, seine Familie in Zukunft standesgemäß zu erhalten. Eine halbe Stunde nach bem Ende bes Prozesses bemerkten wir zufällig, wie Frau Dulong mit ihren acht echten Sprößlingen in einer Konditorei über Riesenberge von Kuchen, Schlagsahne unb Pasteten herfiel... Der Bürgermeister und die 15 Aepfcl. a. — London. ©eit dem großen Psundsturz im vorigen Äahr blüht bekanntlich in England die Parole „Buy British!“. Engländer, kaust englische Waren, besucht englische Kurorte! Eßt englische Fische! Wickelt euch in englische Shawls I Alle illustren Männer, die sich in der Eile auf treiben ließen, machten Reifen im ganzen Lande, die Kolonien nicht zu vergessen, und hielten Vortrag auf Vortrag über die Wichtigkeit, die englische Schafzucht durch englische Hammelkotelettes zu unterstützen. Der Prince os Wales, Englands bester Exportartikel, ist ständig unterwegs, vorwiegend in dieser Mission. England erwartet eben heute wie zu Relsons Zeiten, daß jedermann seine Pflicht tut... Seine Pflicht tat auch der Bürgermeister des kleinen Ortes Reigate. Deswegen geht es ihm heute so schlecht. Er liegt nämlich seit über einer Woche an einer Magenverstimmung darnieder. Diese Verstimmung, die man seinem Magen gewiß nicht Übelnehmen darf, ist eine direkte Folge der Aus der provinzlalhaupttiadt. G i e ß e n. den 29. Oktober 1932. „Kinderland und Spargedanke." Unter diesem Geleitwort steht eine Ausstellung von Zeichnungen, die von Kindern im Alter von 10 bis 14 Jahren selbst entworfen und angefertigt wurden unb bie kindlichen Gedanken über die Zweckmäßigkeit des Sparens zum Ausdruck bringen. Die Ausstellung ist vom 29. Oktober bis 2. November in der Turnhalle der Pestalozzischule, Nordanlage 8, zu sehen. Die Urheber der Zeichnungen sind Schüler unb Schülerinnen der Westend-Mittelschule in Frankfurt a. M., die von ihrem Lehrer Schweighöfer zu dieser Arbeit angeregt wurden. Die Ausstellung, bie schon in zahlreichen anderen Städten gezeigt wurde unb dort verdientermaßen große Beachtung fand, ist durch Vermittlung der Bezirkssparlasse Gießen hierhergekommen, uni auch der hiesigen Einwohnerschaft zu zeigen, in welch vielfältiger Weise das Interesse an ber Spartätigkeit lebendig ist. Bei der gestrigen Eröffnung betonte der Leiter der Bezirksspar.aste Gießen, Direktor Zacheis, in seiner Einführungsansprache vor einem Kreis geladener Gäste mit Recht bie volkswirtschaftliche unb erzieherische Notwenbigkeit öer Ausbreitung bes Spargebankens nicht nur unter ben Erwachsenen, sondern auch schon unter den Kindern. Als Zweck ber Ausstellung bezeichnete er, ben Spargedanken in ber Jugend z u wecken unb Eltern unb Lehrerschaft für seine Vertiefung zu gewinnet Ein interessantes unb anschauliches Mittel dazu sei bie anspruchslose Kinberkunst, bie in ben Zeichnungen gum Aufdruck komme unb dartue, wie das Kind Geschautes unb Erlebtes kombiniere, sowie Gegebenes übernehme unb zu seinem Zwecke umgestalte. Er gab weiterhin seiner Genugtuung darüber Ausdruck, daß biese einzigartige Schau bas Interesse zahlreicher Behörbenoertreter, Mäfiner der Schule der Geistlichkeit, des öffentlichei Lebens usw. gefunden habe, das sich durch die Gegenwart zahlreicher Vertreter bekunde. ~ “ dankte für alle Förderung, die »ei ^us-neuung in vielfältiger Weife zuteil gewonen ist unb gab dem Wunsche Ausdruck, daß vi i dieser Schau starke Anregungen zur l des Spargedankens unb d crutarkifchen Tendenzen mit ihren Parolen und ihren Propaganda-Aktionen. Vor kurzem taten sich drei Bürgermeister zusammen, um unter dem Titel: „Engländer, eßt englisches Obst!" eine Dortragsreise durch zahlreiche Orte zu unternehmen. Diese Dorträg.' zeichneten sich dadurch aus, daß während des Vortrages die drei Herren einen großen Korb mit Aep- feln vor sich auf dem Pult stehen hatten, und daß sie während ihrer Reden eine Frucht nach der anderen demonstrativ verschlangen. Den Zuschauern machte diese Propaganda womöglich noch mehr Spaß, als die damit verbundenen feierlichen Reden. Immer wieder kam es vor, daß die Bürgermeister unter stürmischem Applaus dazu aufgefordert wurden, noch und noch und noch einen Apfel zu essen. Run sind Bürgermeister auch Menschen, älnd nicht alle haben die gleiche Konstitution. So begab es sich, daß der arme Bürgermeister von Reigate eines Abends, mitten in der Versammlung, nach Vertilgung seines fünfzehnten Apfels an Leib und Seele zusammenbrach. Es lieh sich nicht verheimlichen, daß ihm von demselben Obst, dessen Interesse er als guter Engländer vertreten sollte, heftig übel geworden war. Mit hohem Fieber wurde er ins nächste Krankenhaus geschafft. Dort liegt er nun und phantasiert von Adam und Eva und den Aepfeln im Paradiese, und daß Adam und Eva auf Grund ihrer cutar» tif !j€n Tendenzen m.t heftigen Tauschmerzen aus dem Garten Eden verjagt worden seien. Dabei stelle man sich vor: der gute Mann hat noch Glück gehabt. Wehe, wenn er etwa eine Propagandareise für englisches Bier, englischen Gummi, englische Stahlfabrikate oder am Ende englische Kohlen unternommen hätte! Hochstapler. o h§. — Wien. Zu einem ber foebeutenbften Möbelhänbler Wiens tarn ein junger Mann, ber sauber, aber ärmlich geneidet war, unb ließ sich Wohnungseinrichtungen zeigen. Der Inhaber bes Geschäfts bediente ihn persönlich, er war ein freundlicher Herr unb zeigte bem Kunden mit viel Gebuld alles Gewünschte, obwohl er doch genau wußte, daß dieser arme Teufel nicht einmal in der Lage sein würde, einen einzigen Stuhl zu kaufen. Der junge Mann ließ sich nicht beirren, er ließ bie Nummern einiger Garnituren notieren, und als er fünf Zimmer beisammen hatte, sagte er dem Inhaber, er möge ihm den ganzen Krempel nach Hause schicken. Der Kaufmann zuckte mit keiner Wimper, aber er war ein höflicher Mann. Er glaubte, ben Herrn darauf aufmerksam machen zu müssen, daß zumindest die Anzahlung, ein Fünftel der Gesamtsumme, so-' gleich zu erledigen sei. Der junge Mann sah den Kaufmann erstaunt an. „Aber. . ." sagte er schüchtern. (»M ocl-l.^urkei: Hörbild. 20.30: Konzert des Run! v ^kunb^stOichZters. 21.30: Der Philosoph am Fenster. E. -stchel von Ha ns A. Joachim. 22.45 bis 24.00: Lel- lonzert. einmal am Tage zu einer toarmi Mahlzeit um ihren T sch zu versammeln, die warme M.t Geld, insbesondere mit größeren Summen, ö-inen heute nur sehr wenige he en. Selbst die egelmähige Hingabe kleinster betrüg' ür d'.e Haushaltskasse wesentlich fühlbi >ie Entnahme von LebensmitteL. Das bare bis sh in n d nvil jjOTTVDurg: oajuifunt: „Äuf einen ut- ondern bW Elchen Kreuzer'. 12.00: Mittagskonzert I. 13.30Mit- tagskonzert II auf Schallplatten. 15.20 bis Ü.50- Hiusfrauen-Nachm ttag. 15.50 bis 16.20: (Bin neuer Hausfrauenberuf", Vortrag von Dr. Uni Diw (riro- 17.00: Mannheim: Mndelssohn-Kckert yLj 18.25: „Das Handwerk unb bie Berufs- unb pch- ,ning ^tfLl X We", Vortrag von Dr. Hugo Knöpp. 18.50: per .'jmmel im November unb Dezember. Wer bett, je Havember-Meteore das siJige Brillant-Feue 'S. Funkno lle von Von der G.eßener Frauen-V nterhilfe wird ms g.schrieben: i hihnisches H 6.35: Von Bremen: Hafenkonzert. 85: Katho- nicht öer WÄ lische Morgenfeier. 9.15: Stunde di Chorge- ^nräuber icr.gs. 10.15: Die Neueinstudierung von Hoffmanns । 0Zug W-\ Erzählungen" im Nassauischen Landepeater in §t Hal um dM Wiesbaden — Einleitender Vortrag Ob:sp.elleiter 1 Friederici. 10.30: Morgenkonzert unter utw rkung je5 ollWcck! von Hans Pfitzner. 11.30: Von Leipzs.- Reichs- /mar bei W1 ienbung: Kantate von Johann Sebafün Bach. . 12.05: Mittagskonzert I: Neue Tanzmuk. 13.05: wutiaen Was Mittagslonzert II. 14.10: Stunde des Lan Tiditer. M blinde der Jugend. 16.00: Breslau: ®?ili ’S- 18.00: Gedichte und ihre Wirkung II. Ep Rund- oifoet liage an unsere Hörer. Veranstaltet n Prof. “ inmMtbiiW Er. Martin Sommerfeld. 18.55: Chinesisck i Natio- Ü^Nft- 19.30: Herr Desroche« ' w nt Franz Karl Serie. 20.00: Aus bem 2)reit r'toVlinastoW Offenburg in Baden: Slbendkonzert des Ichcster- -Vm« Vereins Offenburg. 22.45 bis 24.00: Nachtmusik. >' i,er mi aal TTfonfag, 31. Oktober. r,flUSi cu1 7.05: Frühkonzert auf Schallplatten. 12 ''«^naabel, ch togskonzert I des Rundfunk-Orchcsters. 13.1: Mit- ^slock """ ^gskonzert II auf Schallplatten. 15.20: „Fjuen in ■ 19in Milch' Migewähnlichen Berufen", Vortrag von Lilly ' fonbirt Nölting. 17.00: Nachmittagskonzert. 18.25:1 Juri- bes ek-ltsche Plauderei" von C. Retep. 18.50: Epischer ae - n* all^s ü gprad)unterricht. 19.30: Aus der Siadtkche in M ’JLe feru Wittenberg: Lutherische Vesper. 20.10: dustav b ^bolf. Eine historische Hörfolge von Friedrkoche. .hmudje’' Wien: Kompositionsstunde: Hans ^tzner. ilol! 8^.. tclv 22.45 bis 24.00: Nachtmusik. 3Honn, ’ Ä SSn9 ermäßigten | bis 22.30 Uhr. - Am Samstag, 5. November, 15.45 erfte Wiederholung der Operette Uhr, außer Llbonnement, zweite Schülervorstelluna Wien von strifan kLeit.in^- finfon, V „Der 18. Oktober" von Walter Erich Schäfer. Schülerpreise. Ende 17.45 Uhr. Zum letztenmal gelangt am eonntag, 6. November, als Fremdenvorstelluna Zu ermäßigten Preisen das Lustspiel „Freie Bahn dem Tüchtigen von August Hinrichs zur Aufführung. -spielbauer von 18.30 dis 20.30 Uhr. SJlXfpOTt Pokalspiele beginnen ... VfB- l — Nauborn I (waldsportplah). Am Sonntag begannen die Pokalspiele im Gau Giehen-Wehlar, während der die Gießener Mann- schaffen den verschiedensten Gegnern gegenüber- treten werden. So haben die VfBer mit ihrer 1. Mannschaft ein Spiel gegen die 1. Elf von Nauborn zu bestreiten. Die Gäste gehören der il. Dezirksklasse an und ihre Spielstarke dürfte ungefähr der einer der hiesigen Reservemannschaften entsprechen. Cs sollte außer jedem Zweifel stehen, daß das Spiel die 1. Mannschaft des VfB. gewinnt. Da die Pokalspiele nach dem bekannten System ausgetragen werden: wer verliert scheidet aus — werden die DfBer natürlich 'chon aus der Hut sein müssen, wenn sie nicht eine unrühmliche Rolle spielen wollen. Man wird sich bei dieser Gelegenheit eines Spieles erinnern (VfB. — Watzenborn-Steinberg) das gegen einen Gegner der gleichen Klasse verloren wurde. Einer Üynl chen Situation werden sich die Grün-Weißen kaum aussetzen wollen. Ob der Wald'portplah unter den gegenwärtigen Witterungsverhältnissen als spielfahig bezeichnet werden darf, ist eine große Frage. Die 2. Mannschaft ist spielfrei. Die 3. Elf trägt ein Spiel gegen die I.Elf des FC. 1926 Großen- Buseck aus, das auf dem Platz des Gegners ausgetragen werden muh. Die BfBer sollten, trotzdem sie es hier mit einem nicht ungefährlichen Gegner zu tun haben, das Spiel gewinnen. 1900 I — VfL. wehlar I. Die Blauweißen haben, wenn sie sich zu dem bevorstehenden Spiel auf dem Platz des Gegners nicht sehr anstrengen, Aussicht, die Pokalspielrunde sehr schnell zu überstehen. Den Spielvereinigungsleuten wurde gleich der schwerste Gegner vorgesetzt, der dazu auf eigenem Platze schwer zu schlagen ist. Wenn auch das Können der 1900er dem der Gastgeber gegenüber als mindestens ebenbürtig zu betrachten ist, so ergibt sich gerade daraus, daß eine sichere Chance auf Sieg nicht gegeben ist. Zwar konnten die Wetzlarer bei ihrem letzten Auftreten in Gießen nicht so sehr imponieren, denn sie mußten sich mit 4:1 Toren geschlagen bekennen, das muß aber nicht heißen, daß sich in Wetzlar die gleiche Situation ergeben wird. Die Blauweißen werden gut tun, die Gastgeber erst gar nicht zum Zug kommen zu lassen. Auf den Ausgang des Spieles ist man wie immer gespannt und der Begegnung dürfte auch wieder jener Reiz innewohnen, der bisher immer die Spiel« zwischen Gießen und Wetzlar charakterisierte. Die 1900er treten mit folgender Mannschaft an: G'Hcirb II: Zeiler. Luft; Langsdorf, Hoilmann, Schlarb I; Jäckel, Arnold, Lippert, Göbel, Schmidt. Handball der Sp.-Bq. 1900. Lokalspiel 1900 — OSC. Z'm Dcrbandsrüch ) el empfängt am Sonntag 1900s erste Mannschaft de gleiche d:s Olympischen Snorlclubs Gießen. 2m Vorspiel behielten die Spielvereinigungsleute mit 8:2 Toren die Oberhand. Der OSC. mußte allerdings seinerzeit ohne Mohl oir.'trcten. 2n vollständiger Aufstellung wird er für die 1900er als ein ernst zu necmonder Gegner anzusehen sein. 1900s Sturm, »der durch den Ausfall des Halbrechtem umbesetzt werden muß, wird gut daran tun, von vornherein auf Erfolg zu spielen. 1900s zwei? Mannschaft hat schon am Sonntag dem B L. Wetzlar (1. Mannschaft) das Rückspiel zu liefern. Da die Gießener bei dem am letzten Sonntag stattgehabten Borspiel mit 10:2 die Segel streichen mußten, werden sie auf fremdem Boden kaum ehrenvoller aöschneiden können. Tischtennis. 1900 — Frankfurt-West. Zum ersten Spiel in der neuen Saison sieht sich die Tischtennis-Abteilung der Spielvereinigung 1900 sogleich vor eine äußerst schwere Aufgabe gestellt. Sie fährt kommenden Sonntag zum Rück- Turnier zu dem Tischtennis-Club Frankfurt am Main-West. Die erste Begegnung, die dieses Frühjahr anläßlich des Mannschaftsdreikampfes in Dad-Rauhcim stattfand, sah die Gießener Mannschaft, deutlich, wenn auch nach Kampf, im Vorteil. 3n Frankfurt werden die 1900er einen weit schwereren Stand haben, um so mehr, als sie auf einige ihrer Testen, wie Ost, 2ung. Günther usw. verzichten müssen. Man erwartet aber, daß sich die Mannschaft trotzdem gut aii8 der Affäre zu ziehen versteht. Arbeiter-Turn- und Sporibund. Fußball. Am Sonntag stehen sich in der Kreisklasse auf dem Platz Wieseck Wieseck 1 und Altenstadt I gegenüber. 2m Vorspiel, das unter Protest ausgefochten wurde, konnte Altenstadt knapp Sieger werden. Das Spiel am Sonntag verspricht spannend zu werden. Wieseck wird alles aufbieten müssen, wenn den Anhängern keine Enttäuschung bereitet werden soll. Tor diesem Spiele: Wiesecks Dritte gegen Annerods Erste. Heuchelheim I hat am Sonntag Rieder-Florstadt 1 zu Gast. Zwar ist es sehr schwer, in Heuchelheim Punkte zu holen, doch wi^d man auf Gru?.d ihres be se.en Spieles den Eäst.n den Sieg zusprechen dürfen. Gießen I weilt in Crbstadt-Kaichen und sollte als Sieger heimkehren. 2n Dorheim ist Riederwöllstadt l zu Gast. Die glücklichere Mannschaft dürfte den Sieger stellen. 2n der 1. Dezirksklasseist Gießens Zweite in Marburg zu Gast. Ob es zu einem Siege der Gäste reicht, ist fraglich. Auch Wiesecks Zweite wird in Londorf auf einen hartnäckigen Gegner treffen, der sich nicht leicht schlagen lassen wird. W.ßmar I ist in Lollar zu Gast und wird den Plahbesitzern Sieg und Punk.e lassen müssen. Wetzlar I ist in Kinzenbach zu Gast und wird um den Sieg kämpfen müssen. Rodheim I hat Al- lendorf / zum Gegner. Der Ausgang des Spieles ist offen. Raunheim II ist in Leun zu Gast und sollte als Sieger nach Hause kehren. 2n Großen- Linden empfängt man Saasen I. 2n der 2. Dezirksklasse finden folgende Spiele statt: Wetzlar II — Fellingshausen!; Kinzenbach ll — Tehberg II; Biasbach I — Waldgirmes!; Leun II — Frankenbach l: Launsbach! — Gleiberg!; Wißmar II — Heuchelheim ll; Krofdorf I — Vetzberg I; Gießen III — Lich I; Lang-Gons! — ®tüningen I; Großen-Linden l! — Lich II; Beuern I — Rieder-Ohmen I; Grünbrrg I — Lindenstruth l; Klein-Linden! — Watzenborn!. 9/73 Milliarden Reichsmark Sparkafsen-Emlagen. Die Sparkasseneinlagen bei den deutschen Sparkassen beliefen sich Ende September auf 9730.0 Mill. Mk., gegenüber 9734,88 Mill. Mk. Ende August d. 2. Der Be- richt^monat weist mithin eine Abnahme um 4,88 MM. Mk., gegenüber einer Zunahme um 16,67 Mill. Mk. im Vormonat auf. 2m einzelnen betrugen die Einzahlungen 366,05 (374,84) Mill. Mk., davon aus Auswertung 6.35 (21,32) und aus Zinsgutschriften 1,51 (2,32) MM. Mk. Die Auszahlungen stellten sich auf 370,93 (359,82) Mill. Mk. — Die DepoMen-Giro und Kontokorrent- Einlagen stellen sich am Ende ches Berichtsmonats auf 1183,25 Mill. Mk.. gegenüber 1218,61 Mill. Mk. Ende August. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. 2m abgelaufenen Derichtsabschnitt setzte sich die rückläufige Bewegung an den Getreidemärkten fort, und die Preise erfuhren gegen die Vorwoche eine erhebliche Korrektur. 2n Brotgetreide war das Geschäft äußerst gering. Weizen lag, beeinflußt von dem schleppenden Mehlgeschäft, 7,50 Mark niedriger, während sich Roggen auf der Basis der Vorwoche halten konnte. Das Eosinroggengeschäft geht schlecht, das herauskommende Material findet bei der DGH. in relativ kleinen Mengen Llnterkunst. Es notierten: Weizen 76,5 Kilo Hektolitergewicht, gut, gesund und trocken 207 bis 205 Mark, Roggen 70,5 Kilo Hektolitergewicht, gut, gesund und trocken, 162,50 Mark (Brief). Am Gerstenmarkt sorgte die Malzindustrie für anhaltendes Kaufinteresse. 2n Futter- und 2ndustriegerste zeigte sich einige Rachfrage, die Preise gaben gegen die Vorwoche bis zu 2,50 Mk. nach. Futter- und 2ndustriegerste lag im freien Markt gegen End« der Woche eher ang?boten, der Preis stellte sich auf 177,50 Mark. Sommergerste für Drarnwecke notierte 185 bis 187,50 Mk. Hafer lag bei sehr vorsichtiger Konsumnachfrage in dieser Woche sehr still. Das Angebot von erster Hand hatte eine Zunahme erfahren, Die 3ugenbflaffe hat folgende Spiele auf dem Programm: Launsbach — Gleiberg, Rodheim — Heuchelheim, Dlasbach — Raunheim, Staufenberg — Wieseck, Hachborn — Alten- Duseck, Lollar — Burkhardsfelden. Hanvball. 3n der Handball-Rachrunde des 3.Bezirkes hat am Sonntagvorrnittag Wiesecks Erste Butzbachs Erste zum Gegner. Schon im Vorspiel zeigten die Gäste ein ansprechendes Spiel, doch blieb Wieseck damals verdienter Sieger. 3m kommenden Spiele sollte der Platzvorteil ausschlaggebend sein. Kurze Sportnotizen. Der Wiener Olympiasieger im Stemmen Hans Haas, wird jetzt seinen Sport als Beruf ausüben. Er will gemeinsam mit einem Klubkameraden als Artist in den großen europäischen Varietes auftreten. Walter Reusel, der Besieger von Larry Gains, wird seinen nächsten Kampf am 18. Ro- vember in der Kölner Rheinlandhalle austragen. Sein Gegner wird der Stuttgarter Schwergewichtler Ernst Gühring fein. Eine Alnateur-Do?mannschaft aus Chikago wird demnächst in Europa einige Gastspiele geben. Bis jetzt stehen Starts in Rom und Budapest fest. 3n der süddeutschen Fußballmannschaft, die am 6. Äovember in Saaz gegen Deutschböhmen antritt, werden auf Wunsch des Deutschen Fuhballverbandes in der Tschechoslowakei nur Spieler der bayerischen Ostmark spielen. Der junge norddeutsche Fußball - 3nternationale, Doerfel, ist jetzt nach seinem ergebnislosen Ausflug nach Köln wieder seinem alten Verein, dem Hamburger Sportverein, beigetreten. Auch von seinem Begleiter Roack erwartet man, daß er bald wieder beim HSV. landen wird. Paul de Bruhn, um den es nach seinen häufigen Riederlagen in letzter Zeit recht still geworden ist, will sich wieder aktiv betätigen. Der deutsche Marathonläufer hat für die am 5. Rovernber stattfindende Reuyorker 10-Meilen- Meisterschaft seine Meldung abgegeben. und die Rotiz stellte sich 2,50 Mark niedriger. Hafer, inländischer, 142,50 bis 145 Mark. Der Absatz am Futtermittelmarkt ist schwieriger geworden. Die Landwirtschaft griff zuerst auf ihre Bestände in Hafer und Rüben zurück, was die Geschäftstätigkeit fast lahmlegt. Die Preise waren rückgängig, zum Teil knapp gehalten. Don ölhaltigen Futterartikeln lagen Soyabohnen stark vernachlässigt. Die Preise wurden anfangs der Woche etwas niedriger genannt, später machte sich allerdings bei allen Artikeln eine Erholung bemerkbar. Es notierten: Weizenkleie 7,25, Roggenkleie 7,50, Treber 10,75 bis 11. Sohaschrot 10,75 bis 11, Erdnußkuchen 12 bis 12,25, Leinkuchenmehl 11,75 bis 12,25. Das Mehl gesch äft stockte in dieser Woche vollkommen. Trotz neuerlicher Preisermäßigungen der Mühlenkonventivn trat eine Belebung nicht ein. Weizenmehl, südd. und diio niederrhein. gaben von 0,75 bis 1 Mark nach. Roggenmehl stark vernachlässigt und gleichfalls bis 0,75 Mark niedriger. Die Woche schloß zu folgenden Preisen: Weizenmehl, südd., Spezial 0 mit Austauschweizen 30 bis 31,05, dito niederrhein. Spezial 0 mit Austauschweizen 30 bis 30,80, Roggenmehl, 60- prozentige Ausmahlung 22,75 bis 23,75. 3n Kartoffeln blieb der Absatz schleppend. Obwohl die Zuühren bei dem reg e. schen WeUer kleiner geworden sind, senkten sich die Preise für 3ndustriekartoffeln hiesiger Gegend um 0,05 Mk. per 50 Kilo. Die Woche schloß mit 1,85 bis 1,90 Mk. per 50 Kilo bei Waggonbezug. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviebmarkt. An den Grundlagen des Frankfurter Schlacht- vichrnarktes hat sich in der abgelaufenen Berichtswoche nichts wesentliches geändert. Der Geschäftsgang war im allgemeinen schleppend. Arn Großviehrnarkt war der Auftrieb mit 1471 Stück um 185 Tiere geringer. Rach ruhigem Geschäftsgang verblieb Lieberstand, besonders bei Färsen und Ochsen, während Dullen und Kühe besseren Absatz hatten. Die Preise bewegten sich auf vvrwöchentlicher Basis. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Ochsen al) 29—32, a2) 25 bis 28, bl) 22-24. Dullen a) 27—29, b) 23—26. Wirtschaft. Kühe a) 24-26, b) 20 -23, c) 17-19. d) 14-16. Färsen a) 30-32, b) 26-29, c) 23-25. Am Kälbermarkt war der Auftrieb mit 1400 Stück (1153 Stück in der Vorwoche) etwas größer. Das Geschäft verzeichnete in der ganzen Woche mittelmäßigen Handel bei weichenden Preisen. Am S ch a f m a r 11 erfuhren die Preise eine leichte Abschwächung (um 1 Mk.), der Auftrieb von 731 Stück gegen 545 Stück wurde bei mittelmäßigem Geschäft geräumt. Der Handel am Schweinemarkt verlief in dieser Woche sehr schleppend, so daß bei nachgebenden Preisen «minus 5 Mk.) geringer Lieberstand verblieb. Die Zufuhr war mit 5526 Stück um 297 Tiere geringer. Zum Wochenende wurden folgende Preise feft- ges-ht: Kälber: b) 41-43. c) 37-40. d) 30-36. Schafe: al) 23-25. b) 19-22. c) 15—18. Schweine: b) 41-43, c) 40-42, d) 37-41. e * Don der Fran kf urter Getreidebörse. Der Dorstand der Frankfurter Dör^e. Abteilung Getreide, hat b:'chloren, mit Wirkung ob 1. 11. 32 d e Dör'rnzeit am Montag und Mittwoch auf 12 bis 16 Llhr festzuletzen. Dom gleichen Tage ab finden die amtlichen Rotierun- gen um 13.45 Llhr ftait. Dom gleichen Datum ab werden Sojc chrct, Palmkuchen und Erdnußkuchen am!'.ich notiert, die Dotierungen für Erbsen und Linsen fallen dagegen fort. • Essen nimmt Etadtanleihe von 1 9 2 6* i n Zahlung. Die Stadt E'en hat sich bereit erklärt, von ihren Schuldnern die Essener Stadtanleihe von 1926 zurückzuerwerben, und zwar zu einem Kur'r von 90 Prozent des Rennwerts, den die Stadt 6"'cn bei Erlös der Anleihe erhielt. Die Stadtanleihe von 1926 hat gegenwärtig einen Kursstand von etwa 65 Prozent. Schuldner, die Restkarr* gelber oder Darlehen an die Stadt zu zahlen haben, können also die Anleihe zum TaceÄurs erwerben und zu 90 Prozent an die Siebt E'en zum Ausgleich ihrer Schuld wieder al stoßen. e Aufsichtsratssitzung im Siemen-- Konzern. Gestern sand in Berlin eine gemeinsame Sitzung dec Aussichtsräte der Siemens & H a 1 ske AC. und der S iemens-Schuk- kert-Werke AG. statt, in der die Dorstände den üblichen 3alresbericht über die Geschäftslage und die wesentichsten technischen Arbeiten beS vergangenen G >chäftsjahres erstatteten. Lieber das Voraussicht chc Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres onrle noch keine Mitteilung gemacht werden, di die Abschluharbciten noch nicht genügend fortgechritten sind. Bei den Eiemens- Cchuckert-Werke'. hat die Llmsatzschrumpsung bis in die ersten Ronat« des neuen Geschäftsjahres angehalten. Da.ach trat ein Stillstand ein, dem in der letzten Zeit eine, wenn auch nur ganz klein«, Aufwärsbewegung gefolgt ist. Bei der Siemens & Ha3ke-AG. hatte sich in der Privat- kundscha't der Imsatzrückgang noch etwas länger forlgesetzt, schenk aber jetzt auch zum Stillstand gekommen au ein. Das saisonmäßige Rundfunk- gcschä't führt« zu einer gewissen Belebung in 5er letzten Zit. Sronfurfer Abendbörse fest. Frankfu t a. M., 28. Oft. Die Abendbörse verkehrte in je ster Haltung und verzeichnete infolge Hei er Kundenorder belebteren Geschäftslang. Etwas größere Nachfrage; ertjtett sich Sr OG.-Farben und Gelsenkirchen, die zum erfta Kurs je 0,5 Prozent höher lagen. Die übrigen Kurse bewegten sich etwa 0 5 Prozent über Mttagsbnsis. 3m "Verlaufe nahm das Geschäft ehe an Umfang zu und neue Besserungen im Rahien von 0.5 bis 1 Prozent vermochten sich durchzushen. Siemens gelangten zur Kassa- Rotiz 2 Przent fester zur Rotiz. Der Rertenmarkt lag dagegen geschäftslos, doch wcter freundlich. Altbesitz 48.75, Schutzgebiete 5,50Reichsoank 126,75, Gelsenkirchen 39.60, Harpener 7,75, Rheinstahl 66,50, AKL1. 56.75 bis 57, AG. 32,50. Deutsche Erdöl 73,75, Licht und Kraft 85,25, 3G.-Farben 95,75 bis 96,40, Holzmann '5,50. Siemens 118,50, Schöfferhos- Brauerei >6, AG. für Verkehr 40,50, Rord- deulscher L>Yd 17. Data für Larristag, 29. Oktober. 1790: de Pädagoge Adolf Diesterweg in Siegen geboren; -1918: Auslösung der österreichisch-ungarischen Mnarchie. Dam für Loimlag, 30. Oktober. 1910: enri Dunant, Begründer des Rotea Kreuzes, u Heiden in der Schweiz gestorben. — 1923: die Türkei wird Republik, Mustafa Kemal Pascha ih Präsident. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Öen Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt deichiossenen Dioid nde an. — Retchsdankdiskont 4 o H.. Lombardzivfuß 5 o H. Srantfun a. 271 Serlm frrantiun a.Ul Berlin Arannun a. Dl. Lenin Diisenmarkt Berlin - - Frankfurt a m Schluß» Schluvt- Schluß» Schloßt Mittag, bö Schluß» Schluß«. Abenb» böri Sch uß» Schlugt ani lag» btfr c Schluß» Schluut. Schluß» Scklußt MUiag- bö (e 27. Oktober 28.Okto er bör urs fürs hird fürs börf .uri Amtliche Kotierung Amtliche Kotierung » ku n 27.10. 28.10. 27.10. ! 2810- Datum 27.10. | 28-10- 27.10. 28.10. Saturn 27.10. 28.10. 27.10. 28.10. onr QMIO Ztrie Helslngso . Wien . . 6,024 6,026 6,024 3.036 52.05 6 „ £■ ui di ?lteict)onnieiö u. Ws 70,5 70 69,5 69,5 ViiinDuig.VImetuu '45u. £mmburfl-Sübant. Danwiichisi 1 15.9 16,25 15.65 16,25 Riebed Montan......1, — — — 51 95 52,05 51.95 % ftjem. 7%rt.iHeidioanl.D192! -<4,13 85 84 85 . 0 — 20.75 Bereinigte Stahlwerke . . . . O 22,65 23,5 22,5 23,25 Prag . . Budaoek . 12,465 12,485 12.465 12.435 "1^% ö >iiii>,-Anleihe von 193<> Scutldw Ani.Ablöi. 5 dm ID ml1 70.25 71 70,75 71 tzania Dampfichij 1 Ü — Olavi Minen ..... 0 14,5 14,9 15 15,5 — — Rorddeutscher Lloyd . . 1 — 16,13 16.9 Kaliwerke Äscher leben ... 6 98 100 98 99 Sofia . . 3,057 3,063 3.057 3.063 8tu6lv . 'Hfrfuen .8.5 48,75 48,3 48,5 A.G. für 'Beriehrürocicn Ml. 0 — 39.5 40.75 Kaliwerke Westeregeln ... 6 101 102,75 101,75 102,5 Holland. . 169.63 169.97 169.53 169 87 Desai, i'linr .'lueir1 -Reckte 6,2 6.35 6,2 6,3 Berliner Hanveiogesellschaft 4 89 89 89 89.25 Kaliwerke SaUdetmrth ... 9 - 161 161 161,5 Oslo. . . 70.53 70.67 70,53 70.67 6% ehern s% vi'i' yolMtaat 1929 iSommerv und Prlvai-Bant O d3,5 53.5 53,5 53,5 RcDcnben. 71.88 72.02 71.68 72.02 rüklzurnv 02%) 65.75 65,5 65.5 65,5 TarmfiüDtcr uno 'Jiahonalban 0 Stockbo 71.93 72.07 72,13 72.27 Oberlieuen Proviin Anlecke mh Deuljdie Bank uno J. ®. Karben-Industrie ... 7 94,9 96,4 95 95,4 London. . 13.83 13.87 13.83 13.87 Aueloj -Reckten — — Dlsconu- (veielllchail . O 75 75 75 75 Scheideanstalt.......1( 39,5 139,9 — Buenixire« 0,918 0.922 0,918 0.622 Deutsche Komm Sammelohl Dresdner Bani...... 0 61,75 61.75 61,75 61.75 Soidldimidi. ....... O 25,4 25,75 25,25 26 9ieugo1 . . 4,209 4.217 4.209 4.217 Anteil, Serie i 16,5 46,65 46,5 46,4 Retchsbow ...... 1 125,9 126.75 125 9 126,75 Rütgerswerke........O, 39 40,25 38,25 39,9 Brüssel. . 58,54 58.66 58,54 58.66 6% fhem 8% .vranlf pnp.-Banl 76.25 Met'aUgesellichast.......O 33,75 34,5 - Ztalier. . 21,56 21.60 21.56 21.60 ®r i’ 1 ■ untünDbar ble 1035 76,5 — — A.U.G ....... . 0 31,9 32,5 31.65 32,13 Pari« . . 16.545 16.585 16.535 16.575 g"„ ehem 7% .vranti Hnv Ban! Bernmann........ 0 — — Sckwe . . 81,26 81.42 81.19 81.35 OJvlev 16 vnfünDbar bio 1936 76 76 — • Clelir yiefrrungSgelenftftaft 6 64,5 65 64,5 65,5 BHUWv Hoi.,mmck......O 52.75 55,5 51 54,5 S varn . . 34,53 34.59 34.53 34.59 rtiein 4%% vranil.Hnv.- 79,95 80,4 eicht und firnft 6 84 85,25 83 84.5 Zementwerk Heidelberg.... 4 GementiDcrl Karlstadt.....O 48 49 — Tanzt . . 82.12 82.28 82.12 82.28 !3nn vi i T- u»briete — — .Velten & öluilleaume . . . (Seieliidiaft für t!lettrilche O 52 54,5 53,5 54.5 46 47.5 — • Z ap ai, . . Rio DlOTL. 0,939 0.941 0.9 9 0.931 6Vi°u cbem. 4Yt% ih'beintldtc 80,35 Wayn & frreuiog......O 4,75 4,75 ■— 0,294 0,296 0.294 0.296 '.Mn Vlnu -Moldv e. 80,5 — - Untcmcbntungen . . . tRbelnifdie ßleltnjität . . 4 68.5 70 68 75 70 3ugofoien. 5.594 5.606 5.594 5.606 6% ebem 8% ‘Br. VanDcepfanD. 72.75 72,9 72,9 dB 73 74 73 Liiiad . . 12,74 12.76 12,74 12.76 brieianfn . BfonDbrirfr R. 19 «% ehem. 7i% 'Br. l'unbcupfunb. brieinnfim 'Bfanbbrlefe R. v 73 Sdiudert & Go....... 0 68,5 71 69.25 70,25 Schultbets Patzenhofer ... O — 56,4 57 73,5 73,5 - Siemens & Halste..... Vobmetjer & Go....... s 10 113.5 100.75 118,5 102,5 114 101 116^5 Äku tiUlgemeine ÄunlMtibe' 0 Bemberg. . . ... O Zellstoff Waldhof..... O Zellstoff Aschaffenburg ... O 55 55 57 55 55,13 53,75 55,65 54 Banknoten. 42 43 42,5 43.5 Serlin. 28 Oktober »elb 2Wei 4% Ociterreickilcke tilulorenie 4,20% Oelterrcickilcke SUbrnenti 11,25 11.25 11,4 11,2 ÜUOCllL......... . 4 38 39,25 38 —— 27,65 28 27,75 nmetMticke Roten . . . 4.20 4,22 1,05 1.05 Deutfche Erdöl...... . 6 71 73,75 71.25 72,5 Dessauer Sas .....7 — 19,75 89,5 89,5 Belgoe Roten..... 58,38 58.62 4°o UngarTidw ckoldrente 6,4 6,45 6,4 6,45 Qielfenlirdicner...... . 8 38 39.65 37,75 39 Daimler Motoren .....O 19,25 19 19,5 Tante Roten..... 71.51 71.79 4% Ungarildte Siaatsrente v. 1910 6,2 6,2 6,4 6,45 Harpener......... . O 70,75 73 71,5 72.25 Deutsche Linoleum.....0 43,25 44 42,75 43,5 Sngve Roten..... 13.79 13.85 4^2% oeegi. von 191.3 6.3 6,45 Hoesch Eifen........ . 6 34,25 35.5 Crenfiein & Keppel.....O — — 32.65 33.75 .rrariildK Roten.... 16.49 16.55 6% ab.iesl. Soldmexl.aner von 99 6,25 6.13 6 — (Üle Berabau....... 10 — — Leonbard Tietz.......6 43 44,5 43 43,5 Hoilaische Roten . . . . 169.16 169.84 4% Türkische gollanleihe von 1911 3,3 3,3 3,25 3,3 gife Bergbau Senüffe . . . 96 96 96 Sveneka......... 0 —» 158,5 — — Alaiitsche Roten .... 21.50 21.58 4% lürfifdje Äagdadbabn-Anleth Serif 1 Hlüdninucrtc .... . 6 31 32 31,25 33 ibabe..........U 156 155,5 158 Ror giscke Roten . . . . 70.36 70.64 3,5 3,5 — 3,4 Srannesmann-Rübre« . . . . 6 50,25 52 49,9 51,65 Tetck-Oesterreich, i 1OO kckMing —• 4% t-cSfii. Serie li 5% iHuniiin. ocr inb. Rente v. 1903 3.5 3.4 — 3,3 Mansfelder Bergbau .... . 0 19,5 19,5 19,5 19,5 Rur-nsche Roten .... 2,47 2.49 5,2 5,25 5.1 5,3 Oberichlei. Kokswerte . . . . 8 39,13 40 ,'irankfurter Mascktneu . . . . O - - — kckeorsche Roten .... 71.96 72,24 4S%>Rumdn.Deretnb.Sfntro.l918 8,4 8.4 8,5 Lböntz Bergbau...... *V1 26 27 25,75 27 i-lritzner ......O 26 26 26,4 26,75 Cdrijer Roten..... 81.01 81 .33 4% Rumänische verelnh. Rente 4,5 4.5 4.45 4.5 Rhi. niiche Braunkohlen. . . 10 161 164,5 Mainkraslwerie HöchÜ a.M.. . 4 54,25 54.5 — Lptjcke Roten..... 34,39 34.53 2R% Anatolier 19.75 19,75 19,8 20 Rbeinftahl........ . 6 65,5 66,5 65 66 Süddeutfdrer Zucker.....6 131 130 - 129,25 Unrifche Roten . . .