im N liegt ein mit der Schere, eundlich jump, dl. wenn ihm mal Ppe. leba,ttonWf(L in. 1’ .^te er seine auf L ?us der Lasche dnlle aus seiner Jjf laß, reichte i Denn?1 lLust.U,s eit. {■Lo , 7z 3., *60lD4,b,iA ®"llet j, j'? Sn8«( + 3+ S. iVr/W * NtttZ0; haare schneiden?' schert dem Hunde aulpert er sich: hei müßte er auch nur, wie furchtbar n?“ nter den Arm und ach, zieht ein Palet wascht den winseln- u Zump zurück, lal so hübsch aus?' >e Hundeausstellung errliches Tier. Drei n." fyn? Was für ein •n?" ires fjunbes/' r Freund, das i\\ aren besonders in n und bis 0,5 d.j). nachte sich der bevor- -r bemerkbar. Tage-' n der unteren Greife Adressen nid)t mehr i*r. TrüW u Beginn des °mt Umschwung in der M t wurden, fo h überwieget icht der bevorstehen- RA*»®5 sich von ihren an Magewents ju■ ft fitSHÄIJ roafhcn o®e mitm '"“jW idelberg u & ejn> ;?&n^ eien °-25|^'Ju& ldMS.^ge- gen ^Pfan^' chet- 2cjt>ie Kur«' n-he. Lfter ler Haftentlassung Hammanns erst das Parament zu befragen. Die Haltung der Regierung sei auf parteipolitische Absichten gegründet, um die Stimmverhältnisse zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Ministerialrat Dr. Metz erwidert, die Gnadenpraxis des Sustizministeriums beruhe auf der Beurteilung, ob ein wichtiger Anlaß für den Gefangenen vorliege. Der Abg. Hammann sei nicht aus ehrloser, sondern wegen einer politischen Handlung verurteilt worden. Unbestreitbar liege in der Ausübung eines Abgeordnetenmandats ein wichtiger Grund zur Unterbrechung der Strafvollziehung. Das habe das Gesamt- Ministerium einmütig anerkannt. Abg. S ch ü l (Ztr.) betont, das Ministerium habe in diesem Falle vollkommen gerecht und unparteiisch gehandelt. Das Verlangen der Rationalsozialisten kennzeichne erneut ihre Unlogik. Staatspräsident Adelung erklärt, nach dem alten und dem neuen Amnestie- a n t r a g der Nationalsozialisten hätte dem Abg. Hammann statt Skrafunterbrelyung sogarStraf- sr eibeit gewährt werden müssen. Um im Volke diese Inkonsequenz zu verschleiern, sei der nationalsozialistische Amnestieantrag von der Tagesordnung abgesetzt worden. Abg. Z i n n k a n n (Soz.) betont, in der Vorbesprechung vor Zusammentritt des Landtages habe der nationalsozialistische 2lbg. B e st anerkannt, daß die Strafunterbrechung auch in diesem Falle reine D e r w a 11 u n g s s ä ch e sei, für die die Regierung die Verantwortung trage. Abg. ® alm (SAP.) wirft den Nationalsozialisten Heuchelei vor. Eine Partei, deren Abgeordnete hundertfach hinter den Schutz der Immunität flüchteten, habe kein Recht, einen aus politischen Gründen verhafteten Abgeordneten den gleichen Schutz abzusprechen, nur weil er einer anderen Partei angehöre. Abg. Beutel (Komm.) weist darauf hin, daß Hammann wegen einer Handlung verurteilt wurde, die von den Nationalsozialisten landauf-landab gefordert werde: nämlich Nichtdurchführung der Notverordnungen. Abg. Jung (Natsoz.) sieht in den Ausführungen der Vorredner mir Heuchelei der „Systemparteien". Wegen der Bemerkung „Minister Leuschner besitze lein Schamgefühl mehr" erhält der Abgeordnete zwei Ordnungsrufe. (Lebhafte Unruhe links. Zuruf: Der Lump!) Trotz der Zusicherung des Zentrums, Minister Leuschner werde nach dem 31. Juli nicht mehr amtieren, sitze Herr Leuschner noch immer auf der Ministerbank. Staatspräsident Adelung erhebt gegen die Ausführungen des Abg. Jung Verwahrung. Abg. Hoffmann (Z.) verbittet sich die Unterstellungen des Abg. Jung. Jede Polemik müsse ihre Grenzen haben. Man müsse sich schämen, hessischer Abgeordneter zu sein. Die Snformationen werden selbstverständlich bei der Ueberwachung der politischen Vorgänge verwertet. Ergeben sich bei dieser Ueberwachung Tatsachen, die ein Einschreiten notwendig machen, so erfolgt dieses selbstverständlich toie in allen Fällen, in denen ein polizeiliches ooer strafrechtliches Vorgehen notwendig wird. Tatsachen, die im Zusammenhang mit den er- toabnten Mitteilungen ein polizeiliches Vorgehen möglich oder gar notwendig gemacht hätten, sind in He ssen nicht bekannt geworden. Eine Veröffentlichung solcher Rundschreiben würde ^eweckereDeobachtung der politischen Bewegung und die Gütigkeit der Polizei mindestens er» fcbtoaxH oder gar unmöglich machen. Sch weise alle Angriffe und Verdächtigungen, die im Zu- . m,t -biefem Rundschreiben gegen die hessische Regierung und insbesondere gegen meine vetjon erhoben werden, auf das entschiedenste zurück und werde alle Maßnahmen ergreifen, um einem derartigen unerhörten Vorgehen entgegenzutreten. Staatspräsident Adelung lehnte den Ausnah,nezustand ab, weil in Hessen b^ber auch ohne Ausnahmezustand Ruhe und Ordnung aufrechterhalten worden sei. Wenn man °en nationalsozialistischen Antrag auf Verhaf- mng des Snnenministers durch den Oberreichs- lEe man annehmen, daß die iur,st,,chen Verfasser dieses Antrages noch in üie Kinderschule gingen. Sn emer Verfügung des ^.as, der obersten Parteiführers der RSDAP. 1?31 seien die kommunistischen Anwei,ungen enthalten mit dem Hinweis, daß •Ie 2um Gegenstand der Belehrung bei den unter- Ministerpräsident Herriot sandte an den Reichskanzler ein in warmen Worten gehaltenes Beileidstelegramm, auf das der Reichskanzler geantwortet hat. — Der Präsident des Senats der Freien Stadt Danzig hat dem deutschen Generalkonsul das Beileid Danzigs ausgesprochen. — 2m Auftrage der österreichischen Bundesregierung stattete der österreichische Gesandte Dr. Frank dem ReichFauhenminister einen Besuch ab. — Der japanische Marineminister hat bei der deutschen Botschaft in Tokio persönlich sein Beileid ausgesprochen. Oie Völkerbundsanleihe vor dem Wiener Nationalrat. Wien, 28. Juli. (WTB.) Bundeskanzler Dr. Dollfuß gab im'Nationalrat die mit Spannung erwartete Erklärung über das Lausanner A n l e i h e p r o t o ko l l ab. Er gedachte hierbei besonders des herzlichen Einvernehmens mit den Vertretern der deutschen Reichsregierung und der wertvollen Unterstützung, die diese bei verschiedenen Gelegenheiten den österreichischen Unterhändlern angedeihen ließen. Die Anleihe des Völ- kcrbundes bilde den Ausgangspunkt für die Sanierung der finanziellen und Währungsoerhältnisse nicht nur in Oesterreich, sondern in Mitteleuropa überhaupt. Der Bundeskanzler stellte gegenüber den in der Oeffentlichkeit geäußerten Bedenken und Angriffen fest, daß das Genfer Protokoll vom Jahre 1 922, auf das sich das vorliegende Anleiheprotokoll gründet, sich vollständig mit dem Art. 88 des Friedensvertrages von St. Germain decke. Nicht zu unterschätzen sei die Bedeutung der Bestimmung über den Vertreter des Böller b u n d s r a t e s, der an die Zusammenarbeit mit der Regierung gebunden sei. Die Leitung der Nationalbank nehme in Aussicht, wenn das Lausanner Protokoll angenommen und die damit zusammenhängenden Maßnahmen beschlossen sein werden, eine Ermäßigung der Bankrate vorzunehmen. Die Ablehnung der Anleihe sei nicht nur eine Kabinettsfrage, sondern es würden auch neue und unliebsame Schwierigkeiten vom Auslande her für die österreichische Wirtschaft entstehen. Das Protokoll und das Reformprogramm, erklärte Dr. Dollfuß zum Schluß mit erhobener Stimme, find kein völkischer Verrat, sondern die selbstverständliche Pflicht für die Erhaltung des Deutschtums in Oesterreich. — Die Rede des Bundeskanzlers wurde von den Christlich-Sozialen mit stürmischem Beifall ausgenommen. Von großdeut- scher Seite erschollen st ü r m i s ch e Z w i s ch e n - rufe, so daß einige Zeit großer Lärm herrschte. Sodann wurde beschlossen, die Debatte über das Anleiheprotokoll zu eröffnen. Oie Entpolitisierung der Schule. Ein ernster Appell -es Reichsinnenministers an die Llnterrichisverwaltungen. Berlin, 28. Juli. (ERB.) Der Reichsminister des Innern, Freiherr von Gayl, hat an die Unterrichts Minister der Länder ein Schreiben gerichtet, in dem er auf d i e Bedeutung der deutschen Jugenderziehung für die Wiederaufbauarbeit hinweist. Die Frage des Reichsschulgesetzes harre noch immer der Lösung. Er hoffe, demnächst mit den Ländern di« Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme der Arbeiten an diesem Gesetz klären zu können und dabei.die Erfahrungen der Länder im weitesten Maße her- anzuziehen. Das Schreiben enthält weiterhin eine Darlegung allgemeiner Gesichtspunkte für die Jugenderziehung. Die Erziehung zu Volk und Staat, zur Verantwortung und Opferfähigkeit gegenüber dem Ganzen wird als vornehmste Aufgabe der Schule bezeichnet. In Zukunft werde man d i« sachlichen Anforderungen wieder in allen Schularten steigern müssen, ohne die wertvollen pädagogischen und methodischen Neuerungen des letzten Jahrzehnts preiszugeben. Die volks- und staalspolitifche Lrziehungsauf- gabe der deutschen Schule stehe in scharfem Gegensatz zu der parteipolitischen Beeinflussung der Jugend. Die sch r a n - kenloseverhehung durch parteipoli- tische Organisation en sei schlimm st e Versündigung und das Gegenteil zur Erziehung zu echter Staatsgesinnung. Die bisherigen Maßnahmen zur Entpolitisierung der Schule seien nicht hin- reichend. Leider hätten sichauchdieFührer großer Parteien dem Ruf versagt, auf die parteipolitische Bearbeitung der wahlunmündigen Jugend zu verzichten. Parteiische Einseitigkeiten in der Personalpolitik und der Einführung von Lehrbüchern habe in der Elternschaft ein t i e s e s Mißtrauen gegen die Staatsschule erregt und innerhalb der Lehrerschaft Unsicherheit und parteipolitische Verbitterung hervorgerusen. Lehrer dürfen deshalb keine Parteimänner, sondern müssen Jugenderzieher sein, die in ihrer pädagogischen Haltung den überparteilichen Staatsgedanken verkörpern. Die Erziehung zu echter Staatsgesinnung müsse ergänzt und vertieft werden durch eine deutsche Bildung, die sich auf die geschichtlich- kulturelle Gemeinschaft des deutschen Volkes gründet und ein lebendiges Volksbewußtfein entwickelt. Dieser Gedanke wird in dem Schreiben dann weiterhin mit Bezug auf die einzelnen Schularten entwickelt. Betont wird, daß die Erziehung zur Staatsgesinnung und zum Volksbürgertum ihre stärkste innerliche Kraft aus den Wahrheiten des Christentums empfange. Deshalb werde der Minister es als besondere Pflicht betrachten, die freie Entfaltung der christlichen Schule und die christliche Grundlage aller Erziehung zu sichern. Weiter wird betont, daß die Schule auf die Unterstützung ihrer Arbeit durch Eltern, Staat und Volk angewiesen ist. lieber die Schulerziehung hinaus werde der Minister daher alle Mittel der öffentlichen Kulturpflege der gestellten Aufgabe dienstbar machen. Wo die Jugend sich selbst in ihren Bünden, in den Arbeitslagern, im Freiwilligen Arbeitsdienst usw. Ansätze einer neuen sittlichen Ordnung schaffe, könne sie mit der ganz besonderen Anteilnahme und Förderung, des Ministers rechnen. Zum Schluß des Schreibens erbittet der Minister die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Länderregierungen zu dem Ziele, durch die rechte Erziehung der deutschen Jugend die Zukunft Deutschlands zu sichern. Staatliche Betreuung der Jugendarbeit. AuSbildunqsmöglichkeilen für Unterführer aller Verbände Berlin, 28. Juli. (ERB.) In der Oesfentlich- keit sind irrig« Ansichten über die Absichten der Reichsregierung hinsichtlich der Betreuung der Jugend in sportlicher und sittlicher Beziehung verbreitet. Es ist dabei nicht etwa an die Subventionierung einzelner oder gar an die Bildung neuer Verbände gedacht, sondern vor allem daran, den bestehenden Verbänden durch die Schaffung von Ausbcl» d u ngs m ö g l i ch ke i te n für die Unter- * führer Gelegenheit zu geben, diesportliche Oie Eisenbahukatafirophe in Berlin. > ch •«*» unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Gesundbrunnen im Norden Berlins ereignete sich eine schwere Eisenbahnkatastrophe. Eine Rangierlokomotive fuhr einem von der Ostsee heimkehrenden Ferienzug in die Flanke und stürzte mehrere Personenwagen um Aus den Trümmern wurden zwei Tote und über 50 Verletzte geborgen. Unser Bild zeigt die Unglücksstelle an der Einfahrt in den Bahnhof Gesundbrunnen. und sittliche Ertüchtigung der Jugend nach einheitlichen Richtlinien durchzuführen. Es ist damit zu rechnen, daß die Vorarbeiten für diese Pläne in der nächsten Woche zu einem gewissen Abschluß gelangen werden. Federführend dabei ist das Reichsinnenmini st erium. Für diese Förderung der Jugendarbeit kommen sämtliche Verbände in Frage, die an der Erziehung der Jugend in sportlicher und kultureller Beziehung Mitarbeiten wollen. Ausgeschlossen werden dabei aber die kommunistischen Verbände sein, von denen anzunehmen ist, daß sie auch in ihren Jugendverbänden andere Ziele verfolgen Verbot -er „hessischen Lanoeszeitung" un- ihrer Kopfblätter. Da r m st a d t, 28. Juli. Amtlich wird mitgeteilt: Der hessische Innenminister hat mit sofortiger Wirkung b i s 4. August einschließlich folgende nationalsozialistischen Blätter Hessens verboten: „Hessische Landeszeitung", „Südwestdeutsche Landvolk - Zeitung". „Mainzer Tageszeitung", „Rhein- und Hessebauer", „Niersteiner Rheinwarte", ,L)berhessische Tageszeitung", „Wormser Tageszeitung", „Offenbacher Nachrichten" und sämtliche etwaigen Kopfblätter oder Ersatzblätter des gleichen Verlages. Begründet wird das Verbot mit der bei der Wiedergabe der kommunistischen Dokumente erhobenen Behauptung, die hessische Regierung dulde bewußt Gesetzwidrigkeiten allerschwerster Art. Der verächtlich machende Charakter dieses Vorwurfs muß als B e s ch i m p - fung der hessischen Regierung erachtet werden. Strafantrag gegen Avgeor-nete -er NSDAP. Darmstadt, 28. Juli. Amtlich wird mitgeteilt: Bei der Staatsanwaltschaft des Landgerichts der Provinz Starkenburg hat das hessisch« Gesamtministerium Strafanzeige gestellt gegen die nationalsozialistischen Landtagsabgeordneten Dr. Best, Wassung, Kern und den Gauleiter Lenz, sowie gegen ihre Parteigenossen von Davidson und S t a w i n ck a. Die Anzeige erfolgte wegen wissentlich falscher Anschuldigung und feßt auf der durch die Genannten beim Oberreichsanwalt gegen Minister Leuschner erhobenen Anzeige wegen angeblicher Begünstigung kommunistischer Hoch- und Landesverratsplane. Die schweren Anschuldigungen seien wieder besseres Wissen aufgestellt. Es sei den Beschuldigten bei der Erhebung der Anzeige bekannt gewesen, daß die Vorgänge in der kommunistischen Partei, sich außerhalb Hessens zugetragen haben, und daß deshalb der Innenminister keinerlei Verantwortung für sie trage. Meine politische Nachrichten. Im Reichsratsausschuß ist zwischen der Reichsregierung und den Ländern in der Frage der Neuregelung des Rundfunks eine völlige Einigung zustgnde gekommen. Es wurde eine Reihe von Leitsätzen festgelegt, nach denen in Zukunft der Rundfunk geleitet werden soll. Ministerialrat Erich Scholz vom Reichsministerium des Innern wird heute um 19.35 Uhr, über die Neuregelung des Rundfunks über alle deutschen Sender sprechen. Falls der zum Tode verurteilte Präfidentenmör- >der Gorguloff von der ihm gebotenen Gelegen- beit, innerhalb dreier Tage die Nichtigkeits- v e s ch w e r d e einzureichen, nicht Gebrauch macht, wird die Begnadigungskommission in der zweiten Hälft« des August über seinen Tod bestimmen. Die Hinrichtung dürfte voraussichtlich nicht vor September stattfinden. * Vor dem ständigen Internationalen Gerichtshof im Haag begann die öffentliche Verhandlung über den Antrag der norwegischen Regierung auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung, durch die der d ä n i s ch e n Regierung jedes gewaltsame Vorgehen gegen norwegische Staatsangehörige in dem umstrittenen Gebiet von Südostgrönland untersagt werden soll. Empfindsame Wilwerschast. Von Hans Aatonek. Wenn der Zug sich in Bewegung setzt und di« Taschentücher flattern, gleicht der Bahnsteig einige beklommene Sekunden lang einem einsamen Landungssteg, von wo man dem entschwindenden Schiff nachblickt. Nun ist die Tatsache endgültig: Frau und Kind rollen dahin. Bis zu diesem Augenblick war man heitersten Uedermuts voll. Jetzt erst vollzieht sich ein stiller Lichtwechsel der Seelenszenerie: auf den Strohwitwerhumor des Ehemanns, der eben noch die Witzblattsituation des am Kupeefenfter stehenden, besorgte Ratschläge empfangenden Gatten innerlich belächelte, fällt der Schatten einer gelinden Wehmut, und zögernden Schrittes verläßt man die Bahnhofshalle. Wie ganz anders, wie leer und fremd und ab en- teuerlich kann eine Stadt sein, in der unter einer halben Million gerade zwei, zwei Menschen fehlen! Man treibt ohne Ziel dahin, das Pendel der Häus- lichkeit schlägt nicht mehr. Strohwitwer — ich liebe diese Wort-Zus ammen- stellung nicht, so wenig wie „Schwerenöter". Sie gehören beide dem Witzblatt und sind schal und trivial schon von Geburt an. — Die vorübergehende Trennung von der Familie ist eine Witwerschast ganz seltsamer, zwiespältiger Art. Sie gibt die Freude des Ungebundenseins und weckt gleichzeitig die Unbequemlichkeit und Trauer des ungewohnten Alleinseins. Es ist eine doppelte und dreifache Seelenszenerie; denn zu all dem wird noch ine Freud« des Ungebundenseins rasch enttäuscht durch die Wahrnehmung, daß man nicht mehr so recht fähig ist, ungebunden zu sein. Die leere Staat ohne das gewohnte Familien- zentrum ist fremd und abenteuerlich. Obwohl ich der Zuhausegebliebene bin, ist mir doch, als wäre ich verreist. Auch verreisen ist ein relativer Begriff, und Einstein könnte beweisen, daß sich nicht der Zug, in dem Frau und Kind saßen, fortbewegt hat, sondern der Perron, auf dem ich stand. * Wenn ich im 18. Jahrhundert lebte, würde ich ein empfindsames Tagebuch führen, das etwa so begänne: Kaum zwei Stunden von dir getrennt, fühle ich, wie Trauer mein Herz umschleicht. Ader wie seltsam, meine Augen tun, als ob sie davon nichts wüßten, und mit stärkerem Wohlgefallen denn je mustern sie die weißen Sommerkleider der artigen Frauenzimmer, die die heißen Straßen und jasminduftenden Gärten unserer guten Stadt anmutig beleben; sie fordern heraus, den Vergleich zu wagen, den die bestehen wird, die fern ist . . Urteile darüber nicht zu hart, solange du nicht an dir selber erfahren hast, daß die Wehmut der Einsamkeit ein gar schlimmer Kuppler ist Kehren wir in das zwanzigste Jahrhundert zurück. Der Ehemann als Junggeselle ist plötzlich allen Problemen des leiblichen Unterhalts preisgegeben. Es beginnt die Odyssee durch die Restaurants; auch die eigene Wohnung, hallend vor Leere, ist wie ein unbekanntes Land. Die sonst so ersehnte Stille schlägt einem kalt entgegen. Zögernd geht man auf Entdeckungen aus, Zimmer um Zimmer. Das einzig Lebende sind die Fliegen, die surrend die Situation beherrschen und sich zusehends auf dem unab= geräumten Frühstückstisch vermehren. Verderbliche Motten schwirren in silbrigem Zickzack. Gespenstisch klatschen meine Hände hinter ihnen her. Ich erschrecke vor dem Geräusch, das ich verursache. Wo ist di« Butter, wie schneidet man Brot, wo ist der Tee? Hier liegt ein Zettel, beschrieben von ihrer Hand: „In der Speisekammer ist noch Kompott." Süßes Kompott ... süßerer Zettel; er ist wie ein liebes Vermächtnis ... Hand und Auge streichen über die Möbel wie über etwas Fremdes. Die Stille drängt «inen hinaus. Man bekommt's wie einst als Junggeselle wieder mit der Stubenangst, dieser greulichen Seelenkrankheit schwankender Einsamkeit. Mein Gott, wie schwer ist es, nicht zu vergessen, daß die Jalousien im Schlafzimmer morgens stets herunterzulassen sind. Das Leben ist ein Problem, ob einsam ober zu* zweien. Und im Gitterbettchen liegt der vergessen« Teddybär und hat alle Viere von sich gestreckt ... Badeanzug, gelb und violett. Ein Drama in drei Akten. Von Hans Webau I. Lionel geht mit der kleinen Frau Hanks spazieren. Die Strandpromenade entlang. Und bann, links um bie Ecke, in bie Schaufensterstraße. „Sehen Sie mal", sagt bie kleine Frau Hanks unb zeigt auf einen gelbvioletten, silbern gesäumten Strandanzug, „ist er nicht ein Gebicht?" Lionel füfjlt wie sein Herz klopft. „Natürlich", nickt er, „ein Gebicht, für Sie bestimmt unb für nie- manben anders." Lionel unb bie kleine Frau Hanks betreten den Laben. II. „Der Strandanzug ist leider verkauft", zuckt der Inhaber die Achsel. „Aber, aber —", sagt Lionel, „Sie werden doch nicht nur ein einziges Exemplar davon haben?" „Oh, bitte", lächelt der Inhaber, „es handelt sich um ein Modell. Und Modelle pflegen, das liegt in der Natur der Sache, nur ein einziges Mal angefertigt zu werben." „Wie schabe", flüstert Frau Hanks, „was hat er denn gekostet, und wer hat ihn gekauft?" „Neunzig Mark hat er gekostet", sagt der Inhaber, „und gekauft hat ihn" — unb er wirst einen Blick auf ben angehefteten kleinen weißen Zettel — „ein Herr Hanks." „Aber bas ist ja herrlich!" jubelt die kleine Frau Hanks, „mein Mann! Und da sagt man immer, es gebe keine Romantik mehr." „Gewiß", seufzt Lionel, „hier an der Nordsee gibt es augenscheinlich noch sehr viel Romantik." III. 'Nach dem Mittagessen sitzen in der Strandburg zusammen: Lionel, Frau Lionel, Hanks, Frau Hanks und eine nette alte Dame. „Wollt ihr nicht baden?" schlägt bie nette alte Dame vor. „Einen Augenblick", hebt ba Frau Lionel bie Hanb. „Ich habe noch eine Uederraschung für euch." Unb sie schlägt ben Babemantel zurück unb steht ba in einem gelbvioletten Stranbanzug mit silbern schirnmernben Säumen. „Ein Gelegenheitskauf", lächelt sie, „nur zehn Mark, gerabezu romantisch, was?" — „Kinder", schüttelt bie nette alte Same ben Kopf, „tut mir den einzigen Gefallen und guckt euch nicht so entgeistert an." Der Dubliar. Seitdem es Sitte geworden ist, in jedem Winter einen neuen Tanz einzuführen, ist jeder, der das Tanzbein schwingt, begierig, schon im Sommer zu erfahren, was man tanzen wirb. Das Kleid nach dem neuesten Schnitt macht die Schneiderin in drei Tagen, aber der neue Tanz will geübt fein. Mancher lernt leicht, mancher schwer und mancher nie. Da kam ein Tanzlehrer in Wien, von dem in Tänzerkreisen erzählt wird, daß er das Gras auf dem Parkett wachsen höre, obwohl dort keines wachsen darf, und erzählte, er wisse „aus bester Quelle", man werde „Dubliak" tanzen. Sie kennen doch Dubliak, den alten Nationaltanz aus der Krim? Man kannte, aber man konnte nicht. Und so wurde denn nach jeder beliebigen Foxtrottmelodie Dubliak geübt. Die Tanzschritte waren sehr schwierig, sehr kompliziert und der Unterricht mußte immer weiter ausgedehnt werden. Ser Zufall wollte, daß ein Bewohner der Krim in jenen Zirkel hineinschneite. Weder konnte er, noch kannte er Subliaf, obwohl er ein besonders guter Kenner der Tänze seiner Heimat ist. Sie fleißigen Subliakschüler zogen lange Gesichter, und es verschwand der Mann mit dem Subliat, denn er war ein Schubiak. Tonfilm: „Voruntersuchung". Wir haben das Schauspiel von Max Alsberg, dem bekannten Strafverteidiger, und Otto Ernst Hesse im vorigen Herbst hier im Stadttheater gesehen. Ser Film ist nach dem Stück gedreht; die Abweichungen hn Aufbau sind äußerer Art und ergeben sich zwanglos aus ben Stilgesetzen unb ber Technik der verschiedenen Gattungen. Gemeinsam ist beiden die klare Tendenz: gegen den Indizienbeweis im Strafprozeß und gegen gewisse Methoden der gerichtlichen Voruntersuchungspraxis. Sas wird an einem konkreten Schulfall in einer so geschickten und spannenden Art entwickelt, daß die Problematik ziemlich unauffällig in die Form einer höchst spannenden Kriminalreportage gekleidet wird. Ser Film hat hier naturgemäß rein räumlich bie bessere Chance (bem Bühnenstück gegenüber); er exponiert anbers, aber die Grundlinien laufen parallel. Sie Regie von Robert S i o d m a k ist durch eine hier besonders wirksame Aufnahmetechnik ausgezeichnet, bie nicht nur von Schauplatz zu Schauplatz, sonbern auch von Person zu Person überspringt: in einer zugleich irreführenben, schrittweise aufklärenden und den Handlungsfa^n verknüpfenden Weise; ferner durch ein« pointierte Milieuschilderung und eine bis in kleine Züge hinein markante Besetzung. In deren Mittelpunkt steht Bassermann als Landgerichtsrat Sr. Bienert; er versteht es mit seiner immer wieder bezaubernden, intensiven und vergeistigten Sarstel- lung, sowohl die Beziehungen zwischen der privaten und der juristischen Sphäre dieses Falles ganz unaufdringlich schon früher anzudeuten, als dies im Stück geschah; seiner großen Leistung, die gegen Ende hin immer bezwingender wird, gelingt es, bie hoppelte Problematik bes Falles mit einer beiden Lagern gerecht werdenden Sachlichkeit und menschlichen Haltung zu formulieren. (Sie Pointe und die Lösung sind so zugespitzt, wie das bei derartigen Thesenstücken zu sein pflegt.) Dassermanns wichtigster Gegenspieler ist Gustav Fröhlich (Fritz Bernt), der eine überzeugende und temperamentvolle Leistung zeigt. Ueberhauot ist ber Film, wie wir schon anbeuteten, ausgezeichnet besetzt; wir nennen noch Brausewetter (Walter Bienert), Oscar Sima (Zülke), F a l k e n st e i n (Scherr), Speel manns (Klatte), Bienert (Baumann) und Edith Meinhardt (Mella Ziehr). — Der Film läuft im Lichtspielhaus mit einem hübschen Beiprogramm, in dem bie farbigen Tierbilber von Stellingen nicht nur aus tedmiicfien Gründen bemerkenswert sind, »—i—: Aus der Provinzialhaupiüadt. Gießen, den 29. Juli 1932. Arbeitslager der Studentenschaft. Vom Vorstand der Gießener Studentenschaft wird uns geschrieben: Der Vorstand der Gießener Studentenschaft beabsichtigt, während der großen Ferien ein Arbeitslager zu veranstalten, nachdem es nun- mehr gelungen ist, auch für Studenten, arbeitslose Iungakademiker und Abiturienten vor Beginn des Studiums einen täglichen Förderungssatz von 2 RM. aus Reichsmitteln zu erhalten. Die Gießener Studentenschaft erwartet, daß von dieser Gelegenheit, die heute im Brennpunkt der Frage der Arbeitsbeschaffung steht, von den obengenannten Kreisen reger Gebrauch gemacht wird. Nähere Auskunft erteilt der Referent für Werkstudentendienst der Studentenhilfe e. V. Sprechstun- den täglich von 13.30 bis 14.30 Uhr im Schreib- maschinenraum des neuen Studentenhauses am Leih- gesterner Weg 16. UngehörigkeitimFrankfui-terNundfunk Aus unserem Leserkreise geht und fol- gender Protest zu, den wir nur unterstützen können. D. Red. Am Mittwoch fand über alle deutschen Sender eine eindrucksvolle Trauerfeier für die Toten der „Riobe" statt. Anschließend sandte der Frankfurter Sender programmgemäß eine „burlesque Operette": .Die Tondo- liere". Wie der Ansager meldete, wäre das Stück abgesetzt worden im Hinblick auf bas Unglück, wenn nicht der Schweizer Landessender das Programm übernähme. Meiner Meinung nach ist diese Begründung nicht stichhaltig. Es wäre der für uns alle gestorbenen Helden und des deutschen Volkes würdiger gewesen, man hätte dem Abend einen ernsten Abschluß gegeben, ganz abgesehen von dem besseren Eindruck, den eS dem Ausland gegenüber gemacht hätte I Der Frank- surter Sender hat einen Fehler gemacht, der nicht wieder gutzumachen ist! L. G. Besuch deutscher Kriegergräber in Frankreich. Unter Benutzung der Lage von Trier, nahe der ehemaligen Westfront, hat der Bezirksoerband Trier des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge für Die nächsten Monate ein- und zweitägige »ährten im Gesellschaftswagen zum Besuch deutscher Kriegergräber und Fried- V 0 c ■ Frankreich vorgesehen. Sie werden es Angehörigen und Freunden von Gefallenen ermöglichen, auf kürzestem Wege und unterstützt von sprachkundiger deutscher Seite unmittelbarauf e *~.e ^befUmmten Friedhof zu gelangen. Die eintägigen Fahrten, morgens in Trier be- flinncnö und abends dort wieder endigend, führen Zu den deutschen Friedhöfen in Lothringen, am Priesterwald und dem St. Mihiel-Bogen, an der Cornbres-Höhe, sowie zu den Friedhösen vor Verdun und am Oftrande der Argonnen. Der Fahrpreis beträgt je nach der Länge der Fahrtstrecke 13 bis t rr .ber*^n^' un& Zweitägige Fahrten, ebenfalls ^in Trier beginnend und endigend, führen zu den tNiedhöfen in den Argonnen, der Champagne, bei Reims, an der Aisne, dem Chernin-des-Dames (Damenweg) und bei Laon, sowie zu den Friedhöfen im ehemaligen Etappengebiet hinter diesen Front- , a&tönitten. Der Fahrpreis für diese Fahrten beträgt einschl. Unterkunft und Verpflegung in Frankreich 30 biß 40 Mark. Das Fahrtenprogramm sieht zunächst den Besuch von 79 verschiedenen Friedhöfen vor, darunter mehrere Friedhöfe, auf denen zahlreiche Angehörige hessischer Truppenteile (wie des Inf.- R g t s. 116 und seines Reserve- und Landwehr-Regiments) ruhen. Weitere Fahrten nach den Friedhöfen in den Vogesen, im Somme-Gebiet und bei Arras sind in Aussicht genommen. .Die Durchführung der Gräberfahrten ist dem städtischen Verkehrsamt Trier Übertragen worden, das auf Anfrage jede weitere Auskunft kostenlos erteilt. Die Angabe des Friedhofs, der besucht werden soll, ist hierzu erforderlich. ** Landestrauer in Hessen. Auf Beschluß des hessischen Gesamtministeriums sind zum Zeichen der Trauer anläßlich des Unterganges des Schulschiffes „Niobe" die Dienftgedäude Donnerstag und Freitag halbmast zu flaggen. ** Bauvorhaben des Eisenbahner- H e i rn st ä t t e n o c r e i n s. Nachdem bereits vor einigen Jahren von dem Heimstättenverein auf dem am Wartweg gelegenen größeren Baugrundstück vier Doppelhäuser erbaut wurden, soll nunmehr die Bautätigkeit dort fortgesetzt werden. Für dieses Jahr sollen noch zwei große Wohnhäuser, Ecke Wartweg und Freiligrathstraße, mit insgesamt zehn Woh- nungcn von drei bis vier Zimmern nebst Zubehör zur Ausführung kommen. Die Entwässerungsanlage des gesamten Baugrundstücks ist bereits zur Ausschreibung gebracht. In aller Kürze ist mit der Vergebung der gesamten Bauarbeiten zu rechnen, weil die Roh- bauarbeiten für die Neubauten noch in diesem Jahre zur Vollendung kommen sollen, während die Arbeiten für den inneren Ausbau als Winterarbeiten vorgesehen sind. Im Interesse der Bautätigkeit wäre zu wünschen, daß auch die von den übrigen Bauvereinen geplanten Bauvorhaben alsbald zur Verwirklichung kämen. ** D i e Hindenburg-Spende. Die jetzt bald fünf Jahre bestehende, vom Herrn Reichspräsidenten aus den ihm zu seinem 80. Geburtstag im Jahre 1927 dargebrachten Mitteln errichteten Stiftung „Hindenburg-Spende" hat bis zum l.Iuli 1932 insgesamt 5,2 Millionen Reichsmark an Unterstützungen ausgezahlt. Damit dürste Hindenburgs Schäp- fung zur größten privaten Wohlfahrtseinrichtung der Nachkriegszeit geworden fein. Don den durch Vermittlung der Geschäftsstelle ausgegebenen Beträgen sind an Veteranen Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene im Freistaat Hessen bis zu dem genannten Tage rund 100 170 RM. an Unterstützungen ausgezahlt worden. Langfrisiige Wettervoraussage für Norddeutschland westlich der Oder, West-, Mittelund Süddeutschland (ohne Alpenvorland) für die Zeit vom 29. 3uli bis 7. August. Herausgegeben von der Staatl. Forschungsstelle für langfristige Witterungsvorhersage in Frankfurt a. M. Die Witterung wird in den nächsten 10 Tagen viel- fach freundlich und angenehm roarnr jedoch im ganzen noch nicht beständig sein. Die Neigung zu Ein- brächen ozeanischer Luftmassen bleibt bestehen, so daß mit veränderlichen Störungen, vorwiegend geroitter- Hafter Art, zu rechnen ist. Fort mit der Schwarzarbeit! Wenn ein Volk zur Hälfte arbeitslos und zur anderen Hälfte in seinem Einkommen stark geschmälert ist, dann verführt die verringerte Kauf- kraft trotz aller besseren Einsicht und auch trotz gegnerischer politischer Einstellung das Publikum immer wieder dazu, sich von seinen bisherigen Grundsätzen des soliden Einlaufens abzuwenden und sich von Villigke'ts-Anpreisungen einfangen Zu lassen, Und es hrt den Anschein, als ob daran auch der meist unmittelbar folgende Reinfall nichts ändern könnte. Ein unerfreuliches Kapitel in dieser Richtung ist die Schwarzarbeit. Besonders unerfreu- lich deshalb, weil die Beweggründe, die den Echwarzarbeiter selbst leiten, ber langer Erwerbs- losigkeit menschlich durchaus verständlich sind und dadurch seiner Bekämpfung allzu leicht der Anschein einer gewissen Rücksichtslosigkeit angehängt wird, Und doch muß im Interesse des Arbeitenden selbst, wie seines Auftraggebers und nicht zuletzt wegen der Schäden, die die Ausschaltung des Handwerks volkswirtschaftlich mit sich bringt, von den berufenen Organisationen mit allem Rachdruck auf die Verhinderung der Schwarzarbeit hingearbeitet werden. Doch auch die Besteller selbst sollten sich mehr der Folgen eingedenk sein, die sie mit der Beauftragung unselbständiger Arbeiter anrichten können. Zumeist wird der Anreiz zur Schwarz-Beschäftigung durch einen Dritten verursacht. Man hört gelegentlich, wie der Herr T. V- von dem und dem Arbeiter so gut und für einen ganz niedrigen Lohn irgendeine Arbeit machen ließ. Da man gerade auch so etwas unbedingt machen lassen muh, wird der Mann bestellt. Seine niedrige Forderung läßt ihn gleich sympathischer erscheinen, und Atoar in jeder Hinsicht. Die Arbeit wird gelobt, die verbrauchten Stunden bezahlt und man ist überaus befriedigt, daß man so schön und vorteil- tAU $cr Erledigung der schon lange zurück- .Reparatur oder Erneuerung gekommen 1 * Sch^ubar! Denn wer einmal unbefangen nachrechnet, muh meistens feststellen, daß die verbrauchte Zeit doch eigentlich reichlich gewesen ifl und dann das verarbeitete Material, das man natürlich selbst gekauft hat! Wenn man nun auch noch von dem Herrn Handwerks- öufallig erfahren muh, daß er für die geleistete Arbeitsmenge mit der Hälfte Der ongelchasften Waren gut ausgekommen wäre! ®ie nichtverbrauchten Reste hat man auch noch auch noch dieses oder jenes Arbeitsgerät, das der Mann doch für die 2k- 6e/2% Franks. Hyp.-Bank Liau.- — — — — 10 10 70 69,5 59 68.5 60 69,5 Pfandbriefe......... i>/2% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu. 78,25 78 — — Felten & Guilleaume.... Gesellschaft für Elektrische 6Vr 37 36 36,5 35,75 Goldpfe.......... 8% Pr. Landespfandbriefanstalt, 80 79,75 — — Unternehmungen .... Rheinische Elektrizität . . . 9 . 9 58 64 57,5 64,5 58,4 64 58,5 65 Psandbriese R. 19...... 7% Pr. Landeöpfandbriefanstalt, 68,75 68 68,25 63,25 Schuckert & (So. . ..... Siemens & Halske . • • • • 11 14 62,75 62,25 121 62,5 122 62 120,9 Pfandbriefe R. 10 68 68 — — Lahmeyer L Co.. • • • • • 12 80,25 79,5 — 4% Oesterrelchlsche Koldrenle . . 10,25 10,25 11 10,9 Buderus......... . 4 26,75 25,5 26,65 25,5 4,20% Oeslcrreichische Silberreutc 1,05 1,05 1,05 — Deutsche Erdöl...... . b 68 69,25 68,5 69,65 4% Ungarische Goldrentc . . . . 6 6,05 6 Gelsenkirchener...... . 8 32,25 32,5 32,4 32,75 4% Ungarische Gtaalotentc v. 1910 — 6,5 6,55 6,6 Harpcncr......... . 0 49 49 49,25 49,25 4>:.% desgl. von 1913 — --------- 5,25 Hoesch Eisen........ — 22 21/13 b% abgesl. Aoldmexikaner von 9$ 5,4 4,65 5,25 4,75 Ilse Bergbau....... 10 —— — '28,5 128,5 4% Türkische ftollaiilethc von 1911 4% Türki,che Bagdadbahn-Anleihe 3,25 3,25 3,35 3,35 Ilse Bergbau Genüsse . . . Mlodnerwcrle ..... . 6 22,5 — 92 22 92 21,75 Serie I . . 3,35 3,3 3,3 Mannesmann,Rohren . . . . 6 37,5 36,5 36,75 36 4% desgl. Serie 11....... 3.35 3,3 3,3 3,4 Mansseldcr Bergbau .... . 0 — 11 11 — 5% fliumän. vereinh. Rente v. 1903 3.9 4 । 4,05 Oberfchles. Kokswerke . . . . 8 — —— 29,65 29.25 4^,%Rumän.vereinh.Nentev.lSi: 4% Rumänische verctnh. Rente 7,25 7,4 7,7 7,7 Phönix Bergbau...... iVi 15,25 14,25 14,5 14,4 3,5 3,75 3,7 3,8 Rheinische Braunkohlen. . . 10 174 173 174 173 e<4% 1. Anatolier...... 17,13 1 17,25 17 1 17,3 1 Rheinstahl ....... . 4 47 46,5 47 47 Schluß- kurö Schlußk. Abend- börse Schluß» kurö Schlußk. mittag« börse' 27. Juli 28.3uli Amtliche Notierung Selb | »riet Amtliche Notierung Geld | Brie' Datum 27.7. 28.7 27.7. 28 7- Helsingsor» . Wien. . . . Prag . . . Budapest . . Sofia . . . Holland . . Oslo.... Kopenhagen. Stockholm . London. . - Buenos Aires Neu York . . Brüssel. . . Italien. . . Pari« . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Jan.. Jugoslawien. Lissabon . . 6,374 51,95 12,465 3,057 169,68 74,63 80,17 76,52 14,91 0,923 4,209 58,31 21,45 16,48 81,88 33,62 81,97 1,159 0,325 6,693 13,64 6,386 52,05 12,485 3,063 170,02 74,77 80,33 76,68 14,95 0,927 4,217 58,43 21,49 16,52 82,04 33,68 82,13 1,161 0,327 6.707 13,66 Banfnoten 6,374 51,95 12,465 3,057 169,63 74,28 79,87 76,07 14,81 0,918 4,209 58,30 21,44 16,475 81,84 33,62 81,97 1,159 0,325 6,693 13,59 6.388 52,05 12,485 3,063 169,97 -74,42 80,03 76,23 14,89 0,922 4,217 58,42 21,48 16,515 82,00 33,68 82,13 1,161 0,327 6,707 13,61 Riebeck Monian......V Vereinigte Stahlwerke ... . 4 Otavi Minen......16*/. Kaliwerke Aschersleben ... 10 Kaliwerke Westeregeln ... 10 Kaliwerke Salzdetfurth ... 15 I. G. Farben-Jndustrie... 12 Verein, chem. Industrie Frank- surt .............• Scheideanstalt.......1° Goldschmidt.........O Rütgerswerle........b Metallgesellschaft.......6 Philipp HoUmann......8 Zementwerk Heidelberg. ... 7 Lemenlwerk Karlstadt.....1 Wayb & Freytag......O Schultheis Pabenhoser ... 15 Mu (Allgemeine Kunstseide) ( Bemberg......... < Zellstoss Waldhof.....12 Zellstoff Aschaffenburg ... 6 Deffauer GaS........9 Daimler Motoren......O Deutfche Linoleum ..... 5 Orcnsteln & Koppel.....< Leonhard Tietz.......8 SvenSka...... 15 Ehade............ Frankfurter Maschine« . . . . < Gritzner..........1 Mainkraftwerke Höchst a. SR., . Süddeutscher Zucker . ... Ui 12,5 10 92,25 101 160 87,13 134 16,5 32,5 25 31 36 31 3,9 34,25 30 28 12 30,25 45,25 173 — 17,5 46 106 12 10,5 91 101 159 86,65 133,5 17 32,25 25 31 36 31 34,25 29,5 27,5 18,5 12 30,5 44 172 17 47,5 106 12,9 10,13 92 100 162 87,65 17 32,65 26,13 31 4,5 55,75 34 29,9 27 19,75 84,5 12,4 30 20,75 45,5 173 106,5 12,5 10,65 91,5 100 159 86,9 17,13 32,25 24,25 32 54,75 34 28,75 27 19,75 85 12,4 31,5 21 44,5 169,5 106,5 Berlin, 28.Juli Geld Bries Amerikanische Noten....... Belgische Noten......... Dänische Noten....... • Englische Noten......... Französische Noten........ Holländische Note« ....... Italienische Noten........ Norwegische Noten • ••••••• Deutsch-Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten........ Schwedische Noten........ Schweizer Noten. ........ Spanische Noten ........ 4,20 58,14 79,69 14,77 16,435 169,26 21,40 74,10 2,49 75,90 81,66 33,48 4,22 58,38 80,01 14,83 16,495 169,94 21.48 74.40 2,51 76,20 81,98 33.62