Br. 176 Erste? Blatt 182. Zahrgang Sreitag, 29. Juli 1952 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familiendlätter Heimat im Bild - Die Scholle monats Besngsprtis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 225t. Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Oiehen. Postscheckkonto: Sranffnrt am Main 11686. SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnttk und Verlag: vrühl'sche Univer^ttttr-Vuch. und Ztetndruckerei R. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe r. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20u, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Will). Gange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumsche-n und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Bietzen. Wehrmacht, Volk, Ration. QIm Abend des gleichen Tages, der durch die Schulschiffskatastrophe in der Ostsee die deutsche Wehrmacht unserem Herzen besonders nahe rückte, sprach der Reichswehrminister, General von Schleicher, über die Stellung des Heeres zum Staate und über die zukünftige Aufgabe der deutschen Wehrmacht. Der Reichswehrminister ist als Generalstabsoffizier schon frühzeitig mit dem Getriebe der Politik in Verbindung gekommen. Seit dem Aufbau des Reichsheeres nach der Kapp- krise bestimmte bis heute der jetzige Reichswehrminister den politischen Kurs des Heeres. Rach der Verabschiedung Brünings trat General von Schleicher aus dem Dunkel eines politischen Sachberaters, um den sich bereits ein vieldeutiger Mythos zu ranken begann, hervor, und übernahm als Verantwortlicher die Führung der gesamten deutschen Wehrmacht. Als die Rationalsozialisten vor einigen fahren noch in Opposition zur deutschen Reichswehrführung standen, prägten sie auf General von Schleicher den Begriff des ,Bürogenerals". Wer die Rede des Reichswehrministers gehört hat, ist davon überzeugt, daß weder der Umgang mit den Fragen der Politik noch die nüchterne Arbeit des Generalstäblers die Unmittelbarkeit des Empfindens und die vorbildliche Klarheit des Ausdrucks beeinträchtigt haben. Es ist seit den Tagen Scharnhorsts, Gneisenaus und Clausewitz' im deutschen Heere ein bestimmter Stil des schriftlichen und mündlichen Ausdrucks entstanden. Wir finden diesen Stil in den sprachlich meisterhaften Arbeiten des Generalfeldmarschalls von Moltke und des Generals von Schliessen, er fand in den Heeresberichten des Krieges eine vorbildlich knappe Form, und er begegnet uns in den Büchern des ersten Chefs der deutschen Reichswehr, des Generals von Seeckt ebenso, wie in der Rundfunkrede des Reichswehrministers von Schleicher. Es ist gut so, dah der Reichswehrminister in seiner Rede mit voller Deutlichkeit über Stellung und Ausgabe des Heeres sich ausgesprochen hat. Als uns das Versailler Diktat das Volksheer, jene von keinem Staat der Welt erreichte Schule der deutschen Mannschaft zu den staatstragenden Tugenden der Derantwortungsfreudig- keit, des Opferwillens und der Pflichttreue, zerschlug und die Formen der jetzigen Reichswehr aufzwang, liefen die bösen Worte von der »Prä- torianer.Garde" und der „Söldner-Armee" um. Es war die Zeit, in der Oswald Spengler im zweiten Bande „Vom Untergang des Abendlandes" die Heraufkunft des „Cäsarismus" prophezeite. Das in Jahrhunderten zur Staatsgesinnung und schweigendem Gehorsam erzogene preußische Offi- £' :rkorps hat ebenso wie die politische Besonnenit des deutschen Volkes verhindert, daß aus m Hunderttausend-Mann-Heer eine Prätorianergarde in der Hand machtlüsterner Generale wurde. Cs besteht wahrhaftig ein Unterschied zwischen einem General der deutschen Armee und jenen Führern zusammengewürfelter Truppenverbände südamerikanischer Staaten, die den gleichen Titel tragen. 3n Deutschland wird ein Heer, das vom ältesten Führer bis zum jüngsten Mann keine dere Aufgabe kennt, als die innere und äußere Bereitschaft zur Verteidigung feiner Heimat, niemals zur Söldnerarmee herabsinken. Der deutsche Soldat dient nicht des Soldes wegen, sondern er steht im Dienst des Volkes und er ist das historische Werkzeug seiner Ration. Wie der Staat mehr ist als eine Wohlfahrts- vrganisation des Volkes und den geschichtlichen Willen einer Ration in voller Hoheit und Selbständigkeit gegenüber den anderen Rationen und den eigenen Ständen und Schichten zu verkörpern hat, obliegt der Wehrmacht keine Polizeiaufgabe, sondern sie hat dem außenpolitischen Willen der Ration Rachdruck zu verleihen und die politische Sicherheit des S t a a t e s zu gewährleisten. Darüber hinaus bildet die Wehrmacht den Sammelpunkt all der Teile des Volkes, die über die Schranken der Partei hinaus zu denken verstehen, und im Soldatentum eine Kraftquelle anerkennen, die den schwankenden Gestalten der Tagespolitik nicht aus- geliefert werden darf. Denn das Heer treibt keine Politik, sondern es gestaltet unter der Führung des verantwortlichen Staatsmannes Geschichte. Die Wehrmacht kann niemals pazifistisch sein, aber gerade, weil sie den modernen Krieg kennt, wird sie alles tun, um den Frieden zu erhalten. Sie wacht darüber, daß die Bedingungen dieses Friedens ehrenvolle sind und sie gibt dem Grundsatz des Einzelnen staatliche Gewalt, wonach das Leben lieben nicht heißt, den Tod zu scheuen, wenn höhere Güter geiährdet sind als das Cinzelglück. Der Reichswehrminister von Schleicher hat diese ewigen Wahrheiten des Soldatentums in seiner Rundfunkrede auf die gegenwärtige poli- tische Lage übertragen. Er hat mit dem ganzen Stolz des kriegerischen Berufes, den der echte Soldat- empfindet, die Rolle der Reichswehr als einer Polizeitruppe zurückgewiesen. Wenn er, als der verantwortliche Leiter der Wehrmacht, über einen notwendigen U m b a u des deutschen Reichsheeres sprach, falls der „katastrophale Mißerfolg der Abrüstungskonferenz" andauert, so hat er dies «stimmt nicht ohne das Einverständnis des Rcichötanzlers, des verantwortlichen Leiters der Gesamtpolitik, getan. Es entspricht der deutschen Auffassung des soldatischen Berufes, wenn sich General von Schleicher gegen die Unterstellung verwahrte, die Wehrmacht erstrebe eine Militärdiktatur. Das Heer kann nur dann seine Aufgabe erfüllen, Vorbild und Erzieher des ganzen Volkes zu sein, wenn es unmittelbar im Volke wurzelt und sich ständig aus dem Volk verjüngt. Gefühlsmäßig steht jeder Deutsche, der sich zur Ration Der Reichsiags-Wahlkampf auf dem Höhepunkt. Massenversammlungen im ganzen Reich. - Ein letzter Appell der Parteiführer. Wahlreden im Rundfunk. Deutschnationalc Liolkspartei und Zentrum. Königsberg, 28. Suli. (CRB.) Der deutsch- nationale Parteiführer Dr. Hugenberg sprach von Königsberg aus über alle deutschen Sender. Für die DRVP. sei mcht die Erringung der Macht die Hauptsache, sondern die Ausnuhungder Macht zum Wiederaufbau des Staates und seiner Wirtschaft. Den Rationalsozialisten allein werde die Wahl wie in Preußen auch im Reiche keine Mehrheit bringen. Es müsse eine starke Deutschnationale Volkspartei hinzutreten. Wir wünschen nicht, fuhr Dr. Hugenberg fort, daß der schwarzrote Parteistaat durch einen an de renPartei staatabgelost wird, auch nicht durch einen deutschnationalen oder nationalsozialistischen Parteistaat. Bei dem Reubau Deutschlands sollten wir uns vor aller Rach- ahmung des Ausländischen fernhalten. Das gelte auch für Aeußerlichkeiten, wie Uniformen und Gruß. Der neue Staat muß sich auf der reorganisierten Selbstverwaltung und einer organischen Verbindung zwischen Reich und Preußen aufbauen. Wir brauchen ein gesundes Eigenleben der Länder und eine stetige Regierung, die nicht in jedem Augenblick durch Parlamentsbeschlüsse gefährdet werden kann. Den Parlamenten muß das Recht genommen werden, die Minister abzusetzen. Rach wie vor sind wir zur praktischen Zusammenarbeit mit den R a t ivn a 1 s o zi a- listenbereit. Aber Maßnahmen, wie diese, die sie jetzt dem marxistischen Programm entlehnen, z. B. Verstaatlichung der großen Gesellschaften oder Einsetzung von Staatskommissaren in Betrieben — das klingt sogar nach Sowjetrußland —, machen wir aus unserem Gewissen heraus nicht m i t und würden nötigenfalls auch eine gemeinsame Regierung daran scheitern lassen. Wir glauben an Deutschland und seine Zukunft. Wenn alles wieder gut werden soll, müssen die bisher regie- venden Mächte. Zentrum und Sozialdemokratie, völlig aus der Regierungsgewalt ausgeschaltet werden. Auch das Zentrum. Deutschland wäre verloren, wenn Zentrum und Rationalsozialismus sich finden und gemeinsam Deutschland regieren sollten. Das deutsche Wirtschafts- und Geistesleben ist dann hinüber. Der übrigen Welt gegenüber würden wir bald zum belächelten Richts werden. * Der Vorsitzende der rheinischen und preußischen Zentrumspartei, Justizrat M ö n n i g , betonte in seiner Rundfunkwahlrede, das Zentrum sei heute der unbezwingbare Schuhwall gegenüber den Kräften, die die staatsbürgerliche Freiheit, die soziale Gerechtigkeit und die Freiheit des christlichen Bekenntnisses bedrohen. 3n der Wiederherstellung der inneren Ruhe und Ordnung erblicke das Zentrum die unerläßliche Voraussetzung der Wiedergenesung der deutschen Wirtschaft und die unentbehrliche Grundlage einer Außenpolitik. Retten könne das deutsche Volk nicht eine Diktatur, sondern nur eine Politik, die die Ration im Innern zusammenführe, von klaren Einsichten in die Wirklichkeit ausgeht und sich vor gefährlichen Illusionen hütet. Das Zentrum habe sich nie geweigert, mit den positiven Kräften der Rechten zusammenzuarbeiten, nicht erst Brüning habe sich um die Rechte bemüht. Man könne aber nicht den Kommunismus bekämpfen, indem man die Sozialisten radikalisiert und sie in staatsverneinende Haltung früherer Zeiten zurückdrängt. Dank einer echt konservativen Auffassung von Volk und Staat habe das Zentrum die Sozialisten nicht links liegen lassen, sondern sie zur Mitverantwortung herangezogen. Das Zentrum wende sich gegen jeden Sozialismus, es wende sich aber mit derselben Schärfe gegen einen Liberalismus, der den Eigennutz über das Gemeinwohl stellt. Das Ziel des Zentrums sei die wirkliche und echte nationale Konzentration, die nicht trennt, sondern zusammenführt. Hitler spricht in Frankfurt. Massenversammlungen in der Festhalle und im Haus der Technik F r a n t f u r t a. M., 28. Juli. (WSN.) In einer großen Wahlversammlung der NSDAP, sprach abends Adolf Hitler in der Festhalle. - Seine Rede wurde nach einer Paralleloersammlung im Haus der Technik übertragen, so daß seine Ausführungen ca. 45 000 Menschen übermittelt wurden. Nach dem Aufmarsch von ca. 30 000 SA.-Leuten und einer Begrüßungsa nspra che durch den Gauleiter für Hessen-Nassau-Süd, Sprenger, ergriff Adolf Hitler, lebhaft begrüßt, das Wort. In seinen Ausführungen wandte er sich gegen die „Systemparteien" und stellte es als absurd hin, daß diese jetzt auf einmal von Freiheit, sozialer Wohlfahrt und namentlich von der Beseitigung der Reparationen sprächen, nachdem sie 13 Jahre lang nicht daran gedacht hätten, diese Ziele zu verwirklichen. Wenn eine Partei für sich das Recht in Anspruch nehmen dürfe, zu behaupten, gegen die Reparationen gekämpft und für die Freiheit des deutschen Volkes eingetreten zu sein, dann sei das einzig und allein die NSDAP. Wie könnten die Systemparteien sich gegen die jetzigen Zeitungsverbote aufregen, nachdem sie 13 Jahre lang hunderte von Zeitungen verboten hätten. 13 Jahre hätten den Systemparteien nicht ausgereicht, um dem Volke Freiheit zu geben, aber diese 13 Jahre hätten genügt, um Deutschland dem Zusammenbruch entgegenzuführen. Jetzt sollten diese Parteien nicht so tun, als wollten sie das Versäumte nachholen, denn sie könnten keine Garantie dafür geben, daß sie in den 13 nächsten Jahren etwas Besseres leisten würden. Jetzt noch sei der politische Wille des deuttchen Volkes in 30 Atome zerrissen, und nur die Partei, die diese Zerrissenheit beseitigen und das gesamte deutsche Volk unter einen Hut bringen könne, fei berufen, das Volk einer befferen Zukunft entgegenzuführen. Diese Einheit müsse kommen, denn das deutsche Volk stehe vor so schweren Problemen, die es nur mit g c • mc infamer Kraft überwinden könne. Er habe sich die fanatische Gebensaufgabe gestellt, diese Verschmelzung herbeizuführen; sollte sie sich als unmöglich erweisen, dann sei das deutsche Volk eben dem Untergang geweiht. Nach der Dersammlung begab sich Adolf Hitler im Auto nach Wiesbaden und Mainz, um auch dort in nationalsozialistischen Wahlversammlungen zu sprechen. Vorher hatte er schon in Köln und Aachen gesprochen. DingeldeyauseinerSerlinerKund- gebung derDeutschenVolkspattei. Berlin, 28. Juli. (ERB.) 3n einer gut besuchten Wahlkundgebung der Deutschen Volks- Partei in der Berliner Philharmonie sprach der Parteiführer Dinge ldey. Die Deutsche Volkspartei bekämpfe den Geist der Weimarer Verfassung, in dem sie die eigentliche Ursache für das national« Tlnglück sehe. Sie kämpfe für die Beseitigung der reinen Parteidemokratie und wünsche die Herausstellung des Führerprinzips.d. h. die Tiebertragung einer größeren Machtfülle an den Reichspräsidenten. Außenpolitisch forderte der Redner volle Gleichberechtigung Deutschlands und die Forderung nach nationaler Sicherheit in der Abrüstungsfrage, Inangriffnahme des polnischen Korridorprvblems. Beseitigung der Kriegsschuldlüge, Beseitigung der Handels- und währungspolitischen Hindernisse zur Wiederingang- sehung einer vernünftigen Weltwirtschaftspolitik. Den Rativnalsozialisten machte er u. a. den Dor- tourf, daß sie als Massenbewegung im Begriff seien, die Macht der einen Hälfte des Volkes gegen die andere Hälfte auszuspielen und gegenüber den nationalen Kräften des deutschen Bürgertums Anstand und die vvrauszusetzende Gleichberechtigung zu vergessen. WelcheneurnMehatdasReichskabmett? Oie Fortführung der Verwaltungsreform.-Inangriffnahme wirtschasts- politischer Aufgaben. Don unserer Berliner Redaktion. Die Regierung Papen hat die Aufräumungsarbeiten im wesentlichen hinter sich. Die Positive Arbeit auf den Wegen, auf denen sie d i e ganze Verantwortung zu übernehmen hat, kann beginnen. Die ersten kräftigen Ansätze sind bereits sichtbar geworden. Die Maßnahmen mit dem Ziel der preußischen Der- waltungsreform sind mit einem kurz und schnell gefaßten Entschluß um ein ganz kräftiges Stück vorwärts getrieben worden. Die Ankündigung von weiteren Maßnahmen mit dem Ziel einer Konzentration in der zentralen Instanz lassen die fernere Wegrichtung bereits erkennen. Soweit dabei eine grundsätzliche Reu- regelung über eine Zusammenarbeit und zweckmäßige Verteilung der Aufgaben zwischen Reich und Preußen herbeigeführt werden soll, ist die Doraussehung unerläßlich, daß auch für die Zukunft Sicherheit dafür geschaffen ist, daß stets der gleiche politische Wille im Reich und in Preußen regiert. Eine Personalunion zwischen Kanzler und Ministerpräsidenten dürfte als die beste Grundlage für eine weitgehende Vereinfachung der Verwaltung anzusehen sein. Cs wird jetzt ganz klar ersichtlich, daß die Reichsregierung auf eine parlamentarische Bestätigung des Zustandes hinarbeitet, wie er in der kommissarischen Machtübernahme in Preußen geschaffen wurde. Auf einer anderen Basis wäre es ja kaum denkbar, daß etwa preußische Ministerien mit den entsprechenden Reichsministerten zusammengelegt werden. Eine erhebliche Vereinfachung und Verkleinerung des Verwaltungsapparates schafft aber erst die Möglichkeit, die in der schon veröffentlichten Mitteilung Dr. Brachts angedeutet wurde, die drückenden Steuerlasten wieder zu mildern. Der entscheidende Prüfstein für die neuen Männer liegt aber an einem andern Punkte. Wie sie sich an den großen wirtschafts - politischen Aufgaben bewähren, das wird für ihr Schicksal und für das Schicksal der Ration in erster Linie bestimmend sein. Die Regierung weiß, daß weite Kreise der Öffentlichkeit ihr mit Mißtrauen begegnet sind, daß man in ihr eine Vereinigung von sozialreaktionären Junkern erblickt hat, die die Reste einer Feudalherrschaft wieder zu befestigen trachteten. Das, was bisher an Handlungen der Männer um Papen sichtbar wurde, hat dem Mißtrauen schon bekennt, dem Soldatentum nahe. General von Schleicher hat erkannt und ausgesprochen, daß diese gefühlsmäßigen Bindungen zerrissen würden. falls die Reichswehr „überlebte Wirtschaftsformen oder unhaltbare Desitzverhältnisse decken wolle". Die Schärfe und Klarheit, die aus jedem Wort des Reichswehrministers hervorleuchtete, bietet die Gewähr dafür, daß hinter den Zielen der Reichswehr, wieder zur Volksarmee im Sinne von 1914 zu werden, ein Wille steht, den Leidenschaft des Gefühles wie Kälte der politischen Tlrteilskraft gleichermaßen aus- zeichnen. Mit Tränengas gegen die Veteranen in Washington. Bnndcstruppcn säubernaufBeschlHoovers Die Hauptstadt. Washington, 28. Juli. (WTB.) Die Behörden haben die Einsetzung von Bundes- truppen angeordnet, nachdem der Versuch der Polizei mißlungen war, die hier noch anwesenden, für die Auszahlung des Bonus demonstrierenden Kriegsveteranen zur Räumung des von ihnen als Unterkunft benutzten Hauses zu bewegen. Die Bundestruppen haben die Säuberungsaktion des Regierungsviertels vorläufig erfolgreich durchgeführt. Mit blanker Waffe räumten berittene Truppen die Pennsylvania-Avenue, die das Capitol mit dem Weißen Haus verbindet. Der Kavallerie folgten Tanks und zum Schluß eine Maschinengewehrabteilung. Einige der aufrührerischen Veteranen packten darauf ihr Bündel und machten sich aus dem Staube, andere leisteten dem Befehl zur Räumung keine Folge. Eine Kompanie Infanterie ging mit gefälltem Seitengewehr vor und vertrieb einen Trupp Veteranen von dem von ihnen besetzten Gebiet. Eine Gruppe, die die Infanterie im dichten Hausen vor sich her trieb, weigerte sich, weiterzugehen. Daraufhin schleuderten die Truppen, nachdem sie sich mit Gasmasken ausgerüstet hatten, in die schreiende und johlende Masse Tränengasbomben und trieb sie mit Gewalt weiter. Sie steckten außerdem die auf dem Bundesgelände errichteten Holzbaracken in Brand. Feuerwehr mußte alarmiert werden, um ein Uebergreifen des Feuers auf in der Nähe liegende Gebäude zu verhindern. Die Bundestruppen haben die Veteranen mit Tränengasbomben nicht nur aus ihrem Lager im Herzen der Hauptstadt sondern auch aus ihrem Hauptlager in dem fünf Meilen von der Haupt- stadt entfernten A n a c o st i a vertrieben, wo sich 7000 Veteranen und etwa 500 Frauen und Kinder befanden. Die Lager wurden in Brand gesetzt. Etwa 50 Personen sind verletzt worden. Einige Soldaten erlitten Gasvergiftungen und Brandwunden. — Präsident Hoover betonte, das scharfe Vorgehen der Bundesregierung sei notwendig gewesen, um die Staatsautorität aufrechtzuerhalten. Außerdem seien viele Teilnehmer an dem „Veteranenmarsch nach Walhington" gar keine Kriegsteilnehmer, sondern Kommunisten und vorbestrafte Elemente. Em britischer ZollvergünstigungSplan für die Dominien. London, 28. Juli. (WTB. Funkspruch.) Daily Telegraph will wissen, daß die britische Delegation auf der Reichswirtschaftskonferenz in Ottawa einen 10-Jahres-Plan vorzuschlagen beabsichtige. Er würde darin bestehen, daß der britischen Ausfuhr nach den Dominien eine fortschreitende Verminderung der Zölle gewährt wird und daß Großbritannien als Gegenleistung die Verpflichtung übernehmen würde, Zölle auf alle äus - ländischenErzeugnissezu legen, die den Erzeugnissen der DominienKonkur- r e n z machen. Dieses System würde Len Vorteil haben, daß den Dominien sofortige Hilfe zuteil würde, daß die Störung des Welthandels eine geringere wäre und daß die Welt sich wahrscheinlich veranlaßt sehen würde, bi» Tarifschranken abzubauen. I I viel Boden entzogen. Man kann natürlich in diesem Augenblick noch nicht ein wirtschaftspolitisches Einzelprogramm verlangen. Solche Listen mit Versprechungen kennen wir von früher zur Genüge, und das Volk hat zu ihnen das Vertrauen verloren. Aber was das Kabinett wohl selbst als zweckmäßig empfinden dürfte, das ist Schaffung von Klarheit . llberdiegrundsätzlichenAuffassungen und über die allgemeinen Ziele, denen die kommenden Maßnahmen untergeordnet werden sollen. Man hört, daß sich das Kabinett in dieser Woche auch mit Wirtschaftsfragen beschäftigt hat, und man hält es für möglich, daß noch vor den Wahlen im Sinne der angedeuteten Notwendigkeiten etwas geschieht. Wenn wir recht unterrichtet sind, so werden die wirtschaftspolitischen Pläne durchaus nicht ängstlich an schlagwortartigen Begriffen wie etwa denen des Sozialismus und Kapitalismus kleben, man scheint auch vor neuen Wegen keine 21 n g ft zu haben, die durchaus nicht zurück, die im Gegenteil in wirtschaftliches Neuland führen können. Es wird davon gesprochen, daß in Aussicht genommen würde, die gerade in letzter Zeit stark befestigte Machtposition des Staates in den Schlüsselstellungen der Privatwirtschaft aus- zunutzcn, um die subventionierten und kontrollierten Großbetriebe unter staatlichen Gesichtspunkten zu führen. Damit würde ein stark planwirtschaftlicher Grundzua der neuen Wirtschaftspolitik sichtbar werden. Auch bei der Frage nach Autarkie oder Weltwirtschaft ist es ganz etwas anderes, ob man sich grundsätzlich zur Beschränkung auf dem Binnenmarkt bekennt, oder ob man nur unter Anpassung an unsere Not aus dem Binnenmarkt herausholen will, was herauszuholen ist, ohne die Blickrichtung von der Weltwirtschaft und ihren Möglichkeiten und Notwendigkeiten abzuwen- dcn. Auf den Kurs der neuen Wirtschaftspolitik haben schon Schleichers Worte hingedeutet, nach denen die staatlichen Machtmittel nicht zum Schutz überlebter Besitzverhältnisse eingesetzt werden sollen. Das Kabinett berät. Zinssenkuna. — Betriebe der öffentlichen Hand.—Handelspolitik. Berlin, 29. Juli. (IU.) Am Donnerstag beschäftigte sich das Reichskabinett mit Wirtschaftsfragen. Dabei standen, wie die „Börsenzeitung" erfährt, die Z i n s s e n k u n g e n für in- und ausländische Schulden, die Zusammenfassung der Betriebe der öffentlichen Hand und schließlich die Frage, ob in der deutschen Handelspolitik das System der Meistbegünstigung durch das Kontingentsystems erseht werden soll, zur Erörterung. Die Reichsregierung beabsichtigt, die Frage der Zinssenkung nach Möglichkeit nicht generell und mechanisch durch Zwangseingriffe zu lösen, sondern den versuch zu machen, durch direkte Verhandlungen zwischen Gläubiger und Schuldner eine Zinssenkung zu erreichen, wobei die Reichsregierung bereit sei, durch die Einrichtung von Spruch st eilen den Vermittler und Schiedsrichter zu spielen. In gleicher weise ist beabsichtigt, an die ausländischen Gläubiger heranzu- trelen. was die Zusammenfassung der Betriebe der öffentlichen Hand betreffe, so gehe man von dem Grundsatz aus, daß der Einfluß de» Reiches auf solche Betriebe im Interesse einer planvollen Wirtschaftspolitik zur Anwendung und Wirkung gebracht werden mühte. Bei grundsätzlicher Anerkennung des Prinzips privat- wirtschaftlicher Rentabilität sei die Regierung der Ansicht, daß gewisse Teile der Privatwirtschaft in ihrer Struktur reformbedürftig seien und daß es hier Aufgabe des Reiches sei, seinen wirtschaftlichen Einfluß im Sinne eines Umbaues strukturell reformbedürftiger Wirt- schaftskreise zur Anwendung zu bringen. In der Handelspolitik sei eine Entscheidung darüber, ob mit dem Meistbegünstigungsprinzip zugunsten des kontingentssyslems gebrochen werden soll oder nicht, noch nicht gefallen. Im ganzen gingen die Sympathien der Reichsregierung zweifellos in der Richtung einer Bejahung des fiontin- gentssyftems. Französische Rückfrage wegen der Schleicher-Rede. Das Reichskabinctt mit dem Reichswehrminister einig. Berlin, 29. Juli. (CNB. Funkspruch.) Amtlich werden die Zeitungsmeldungen bestätigt, daß der französische Ministerpräsident h e r r i o t bei dem deutschen Botschafter in Paris Rückfrage wegen der Rundfunkrede des Reichswehrministers gehalten hat. Botschafter von hoesch hat über seine Unterredung mit dem französischen Ministerpräsidenten nach Berlin berichtet. Auch der französische Botschafter in Berlin hat bei seinem Beileidsbesuche beim Reichsaußenministir wegen der „Niobe"°Katastrophe nach der Trag- weite der Rede des Generals von Schleicher gefragt. Die Frage des französischen Botschafters ist offenbar aus persönlicher Initiative und ohne Auftrag der französischen Regierung erfolgt. Dem Botschafter ist zur Antwort gegeben worden, daß das deutsche Kabinett sich darin einig i st, und daß diese Rede auch im überwiegenden Teil der öffentlichen Meinung Deutschlands entspreche. Gtaatsmittelfürparieizwecke? Eine Richtigstellung Tr.Höpker-Aschoffs. Minden, 29. 3uli. (CNB.) Der frühere preußische Finanzminister Dr. Höpker-Aschvff erklärte zu den Beschuldigungen, daß öffentliche Geldmittel für Parteizwecke verwendet worden sein soUen, daß während feiner Amtstätigkeit den politischen Parteien niemals ein Pfennig zur Verfügung gestellt worden sei. Als Mitglied des Vorstandes der Deutschen Staatspartei wisse er, daß diese auch vor der letzten preußischen Land- lag^wahl von der preußischen Staatsregierung irgei, dwelche Mittel nicht erhalten habe. De»-preuhifche Staat habe einige Zeitungen in den Grenzgebieten durch Beteiligung und Darlehen unterstützt. Diese Unterstützungen seien s ch onk onseinem Amtsvorgänger Dr. v.Rich »er eingeleitet worden. Der Eintritt Staates sei nur für staats- politische^ niemals für parteipolitische Zwecke ausgenutzt Wörden. Aus aller Welt. Oie Nachforschungen nach den Toten „btr Aiobe". Kiel, 29. Juli. (WTB. Funkspruch.) Auf die Nachricht von der Sichtung einiger Toten der „Niobe" an der Fehmarn-Küste war noch gestern abend der an der Unfallstelle in Fehmarn-Belt liegende Arsenal-Schlepper „Hunte" in die bezeichneten Gewässer abgegangen, um Nachforschungen anzustellen. Sie sind jedoch ergebnislos verlaufen, heute früh find von Kiel zwei Schnellboote zu dem gleichen Zweck ausgelaufen. Die an Bord der „Hunte" befindlichen Tauchmannschaften haben heute die Arbeit am Wrack wieder ausgenommen. Geheimrat hammerschmidts Beisetzung. In Anwesenheit zahlreicher Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden sowie der Sängerschaft fand im Krematorium des Münchener Ost- friedhofes die Einäscherung Geheimrat Dr. Karl hammerschmidts, des Führers des Deutschen Sängerbundes, statt. Nach der Trauerrede des Geistlichen, der der Entschlossenheit, Herzensgüte, Hilfsbereitschaft, Religiosität und 23ater- landsliebe des Verstorbenen gedachte, sprachen die Vertreter der Trauerabordnung Abschiedsworte für den Verblichenen. Die Feier wurde mit dem Liede „Stumm schläft der Sänger" geschlossen, das von Mitgliedern des Bayerischen Sängerbundes vorgetragen wurde. Die Flugzeugkakastrophe in Farnham. Zu der Flugzeugkatastrophe in Farnham, bei der, wie bereits gemeldet, Graf Otto von Erbach-Für st enau und zwei englische Passagiere tödlich verunglückten, werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Das Anglück ereignete sich unweit von Churt, wo Lloyd George und Viscount Snowden Landhäuser besitzen. Augenzeugen berichten, daß das Flugzeug, eine sogenannte Motte, in beträchtlicher Höhe bei ft ort em Wind inStücke brach und abstürzte. Die drei Insassen fielen heraus, und ihre Körper schlugen in beträchtlicher Entfernung voneinander auf dem Boden auf. Sie konnten erst nach stundenlangem Suchen aufgefunden werden. Die Leiche des Grafen Erbach- Fürstenau wurde mit Hilfe eines bei ihm aufgefundenen Zigaretten-Etuis identifiziert, in das sein Raine eingraviert war. Das Ehrenbürgerrecht für einen verdienten Wirtschaftsführer. Karl Miele sen., der Gründer und Mitinhaber der bekannten Mielewerke AG., wurde wegen seiner Verdienste um die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Gütersloh zum Ehrenbürger ernannt. Die Mielewerke AG. wurde im Iahre 1899 in Herzebrock gegründet und am 1. August 1907 nach Gütersloh verlegt. Am 1. August d. 3. befindet sich das Werk also 25 3ahre in Gütersloh. Zwei Arbeiter durch abstürzenden Felsen getötet. 3m Steinbruch bei Oeschelbronn (Oberamt Waiblingen) löste sich ein überhängender F e l s b l o ck, unter dem Arbeiter während eines Regenschauers Schutz gesucht hatten, und begrub mehrere unter sich. Zwei Arbeiter wurden sofort getötet, während ein fünfjähriger Knabe schwer verletzt dem Krankenhaus zugeführt werden muhte. Sechs Tode bei einer Benzinexplosion in der Tschechoslowakei. In einer Ortschaft im tschechischen Bezirk Kriz ereignete sich eine katastrophale Benzinexplosion, die sechs Todesopfer forderte. In feinem Keller war der Kaufmann Adolf Knöpfelmacher mit | dem (Jin füllen von Benzin beschäftigt, wobei ihm die Ausgießerin behilflich war, die eine brennende Kerze in der Hand hielt. Die entweichenden Benzinaase fingen plötzlich Feuer, und der Benzinbehälter explodierte. Die Folgen waren furchtbar. Die Decke des Hauses stürzte ein. Fensterrahmen und Bauwerk mürben durch die Explosion weit vom Unglücksort weg- geschleudert. Sechs Personen wurden tödlich verletzt, neun schwer und fünfzehn leicht. Absturz in den Bergen. Im Kaisergebirge sind zwei Münchner Bergstei- ger, Fritz Tr e m m e l und Martin Lechner, verunglückt. Tremmel stürzte tödlich ab, während sich Lechner nur leichte Verletzungen zuzog. Die beiden wurden zu Tal gebracht. Die Leiche des Tremmel wird nach München übergeführt. 2Tlit fclbftangefcrtigfem Ruderboot über die Rordsee nach England. In Gravesend sind zwei junge Deutsche eingetroffen, die mit einem f e I b ft angefertigten R u - derdoot die Nordsee überquert haben. Sie sind die Gäste des dortigen Segelklubs. Das Fahrzeug ist ein Flachboot und nur 45 Zentimeter hoch. Zusammenstoß zweier Flugzeuge. Das dreimotorige Junkersflugzeug „Ju 52" der Deutschen Lufthansa, das in dem Schweizer Alpenrundflugwettbewerb für Verkehrsflugzeuge unter Führung des Flugkapitäns Polte den e r ft e n Preis errungen hat, wurde auf dem Rückfluge nach Berlin über dem Flugplatz Schleiß- Heim bei München von einer Flamingo-Sport- maschine der Deutschen Verkehrsfliegerschule g e - rammt. Das linke Fahrgestell der „Ju 52" wurde abgerissen; das Flugzeug mußte in einem Kornfeld landen, wobei die Maschine ziemlich schwer b e« schädigt wurde. Besatzung und Insassen der „Ju 52", insgesamt sechs Personen, blieben unver- sehrt, während der Feührer der Flamingo-Maschine, Flugschüler Kruse, so schwere Verletz un- g e n erlitt; daß er nach wenigen Stunden im Schwabinger Krankenhaus verstarb. Rach 13 Jahren die Sprache wiedergefunden. Ein seltenes Glück hatte der Mannheimer Kriegsteilnehmer Wilhelm Rickolaus der 1919 Sprache und Gehör verloren hat und nun binnen 24 Stunden wieder in den vollen Gebrauch von Sprache und Gehör gekommen ist. Rickolaus machte dieser Tage eine Geschäftsreise nach der Pfalz. 3n Landau übernachtete er in einer als Gastwirtschaft umgebauten Kaserne. Schon den ganzen Tag über fühlte er sich von allerlei Geräuschen und Stimmen verfolgt, in der Rächt konnte er kaum schlafen und hatte ständig einen schmerzhaften Druck im Kopf. Am andern Morgen fuhr er mit dem Zug nach Annweiler und Pirmasens. Plötzlich bemerkte er, daß er im Zuge die Stimmen der anderen Passagiere vernahm. Wie von Sinnen schrie er nun alle möglichen Sähe hinaus, und die nervöse Störung, die als Folge einer Verschüttung im Kriege auftrat, ist seit dieser Zeit völlig behoben. Deutsch-polnisches Gaunerpaar in der Schweiz verhaftet. Die Genfer Polizei hat dieser Tage in einem Hotel ein Gaunerpaar verhaftet, das von den deutschen Behörden wegen einesDieb- st a h l s von 7000 Mk. und 200 Dollar in einem Berliner Hotel gesucht wird. Es handelt sich um den im 3ahre 1901 geborenen Deutschen Alwin K o r b a n i k und um die 1908 geborene Polin Aguija Lehmann. Die Verhafteten haben die Tat einge standen. Ein großer Teil des gestohlenen Geldes konnte bei chnen sichergestellt werden. Berliner Kundgebung der Giaatspariei. Berlin, 28. 3uli. (ERV.) Die Staatsfxrrtei hatte gestern abend zu einer letzten Kundgebung vor der Wahl eingeladen. Die Hauptrede hielt Minister a. D. Dr. Schreiber, der eingehende Kritik an der gegenwärtigen Regierung übte und sich besonders gegen die Einführung der Arbeitsdienst Pflicht wandte. Man überschätzte das Ausmaß der zusätzlichen Arbeit, die man für 500 000 bis 1 000 000 Arbeitsdienstpflich- tige in Deutschland finden könne. Was man machen könne, fei ein dezentralisierter freiwilliger Arbeitsdienst für Arbeitslose bei Bevorzugung der am längsten schon Arbeitslosen. 3m preußischen Handelsministerium sei ein Plan fertig gewesen, Hunderttau- sende von 3ugendlichen für die spätere berufliche Beschäftigung durch eine besondere Schulausbildung zu ertüchtigen. Der Redner wandte sich dann gegen die Behauptung, daß die preußische Regierung einseitig vorgegangen und die Kommunisten geschont habe. Rach Angriffen gegen den Reichskommissar führte der Redner weiter aus, die Staatspartei rufe jetzt d i e freiheitlich gesinnte Bürgerschaft auf, zu beweisen, daß ihr die Freiheit noch etwas wert sei. Die Aussichten der Staatspartei seien keineswegs schlecht. Rach einer Rede von Frau Dr. Lüders erklärte Reichsminister a. D. Reinhold als Schlußredner, die Staatspartei wolle nicht länger die Dinge laufen lassen, sie habe allzu lange und allzu loyal sich in der Verteidigung gehalten, nur im Angriff könne man wieder stark werden. Die Deutsche Staatspartei wolle Deutschland herausführen aus dem Klassen- und Rassenhaß zu Freiheitund Ordnung. Severing in München. Berlin, 28.Juli. (TU.) Der seines Amtes enthobene preußische Innenminister S e d e r i n g sprach in drei überfüllten sozialdemokratischen Kundgebun- gen im Hackerbräu, im Bürgerbräukeller und im Zirkus Krone in München. Severing sagte, er sei von jeher der Auffassung gewesen, daß Privat- armeen, ganz gleich welcher Partei sie dienten, ein Unfug seien. An der letzten Rundfunkrede des Reichswehrministers übte Severing Kritik. Es nütze nichts, mit der Faust auf den Tisch des Rundfunk- Hauses zu schlagen. Das deutsche Volk werde nur dann Gleichberechtigung erlangen, wenn es den Beweis seiner Friedfertigkeit erbringe. Es handele sich am Sonntag darum, die Demokratie, die im Januar 1919 begründet wurde, zu erhalten und auszubauen. An den Wohlfahrtseinrichtungen des deutschen Staates werde die Sozialdemokratie niemals rütteln lassen. Haß gegen die Nationalsozialisten und deren Führer habe er nie gekannt. Wogegen er sich gewendet habe, sei die Untergrabung der Staatsautorität durch die sogenannten Wehroerbände aller Parteien gewesen. Zu den Vorgängen in Preußen bemerkte der Redner, daß er es sich abgewöhnt habe, in seiner 10jährigen Tätigkeit im Staatsdienst auf Dankbarkeit zu rechnen. Aber vielleicht werde man ihn wieder brauchen und rufen müssen. Dr. Wirth in Hamburg. Hamburg, 29. 3uli. (ERB.) 3n einer Zen- trumsversammlung sprach der frühere Reichskanzler Dr. Wirth. Er übte in seiner Rede scharfe Kritik an der heutigen Reichsregierung und am Rationalsozialismus und begründete eingehend die Politik Brünings. Fest stehe, daß seine Rachfolger hinter die Brüninglinie zu- rückgegangen feien. Für Lausanne würden in 5u'u, f. allein seine Rachfolger und die RSDAP., deren Bindungen zum Kabinett nicht zu leugnen seien, die Verantwortung zu tragen haben. Durch Süddeutschland gehe in diesen Tagen und Wochen eine große Erregung. Die Konferenz von S t u t t g a r t sei zu spät gekommen. 3m Zentrum herrsche wieder der Geist Ludwig Windthorsts. Unsere Lage sei nicht dazu angetan, daß man sich den Luxus eines Wahlkampfes leisten könne. Run, da gewählt werden solle, werde der Sonntag der Zahltag fein. Verstärkung der oldenburgischen Polizeibehörde durch SS. und SA. Oldenburg, 29. Juli. (WTB. Funkspruch.) Der oldenburgische Ministerpräsident erklärte, daß sich die oldenburgische Regierung ent- schloffen habe, in Anbetracht der außerordentlichen Ueberlaftung von staatlicher Polizei diese in ihrem Bestand zu d e r ft ä r f e n. Bei der heute vorliegenden Krisenzeit sei es erforderlich gewesen, daß sofort eine Notpolizei ge« schaffen wurde. Diese Notpolizei in Stärke von 230 Mann ist gestern eingestellt worden, und zwar besteht sieausausgesuchtenMännernder SS. und SA. Mißbrauch des Rundfunks zu kommunistischer Propaganda. Berlin, 29. 3uli. (TU.) 3n einer Kundgebung der Kommunisten im Reu.Köllner Stadion am Donnerstagnachmittag hatte nach einer Meldung Berliner Blätter der Dezirksleiter II bricht erklärt, daß noch am Donnerstagabend im Rundfunk der Ruf „Es lebe die kommunistische Partei" ertönen werde, obwohl der Rundfunk für die Kommunisten verboten sei. Die Tatsache einer kommunistischen Störung wurde vom Rundfunk bestätigt. Um 18.15 Uhr las der Schriftsteller Rudolf Wittenberg eine eigene Erzählung. Mitten in der Vorlesung rief es Plötzlich dazwischen: „Es lebe die KPD! Rot-Front! Wählt Liste 3!“ Durch eine Verschärfung der Dienstanweisungen beim Rundfunk sollen in Zukunft solche Zwischenfälle unmog, lich gemacht werden. Oie Völkerbundsanleihe vor -em Wiener Nationalrat. Oie Aussprache. In der Aussprache über die Erklärung des Bundeskanzlers übte Abg. Ellenbogen (Soz.) scharfe Kritik an dem taktischen Vorgehen des Bundeskanzlers in Lausanne und an seiner Darstellung, daß neue politische Bindungen nicht eingegangen chorden feien. Nach der Haager Entscheidung fei ein 20jähriger Anleiheoertrag, der sich auf das Genfer Protokoll von 1922 berufe, ein 20jähriges Anschlußverbot. Die in dem Protokoll verfügte Verwendung der inneren Anleihe und andere finanzielle Bestimmungen stellten zu dem u sla ndsd i k t a t e dar, was eine schwere Schädigung der Staatsinteressen bedeute. Dr. S t r a f f n e r (Großdeuffch) erinnerte öaran, daß Dr. Dollfuß vor seiner letzten Reffe nach Lausanne den Großdeutschen erklärt habe, unter feine n U m ständen das Genfer Protokoll oder ein modifiziertes Protokoll zu unterschreiben und namentlich auch keine Bindungen einzugehen, welche auf eine Donauföderation abzielen. Dennoch habe er das Lausanner Abkommen unterzeichnet, welches eine Verschlechterung des Genfer Protokolls darstelle. Dollfuß habe das Protokoll auch damit zu begründen versucht, daß das Vertrauen des Auslandes für Oesterreich von großer Bedeutung sei. Aus der provinzialhaupiffadt. Gießen, den 29.3uli 1932. Sommerblumen. Langsam in der Entwickelung und viel Sonnenlicht verlangend sind die Sommerblumen herbeigekommen. Bedächtig öffnen sie ihre Blüten, herrlicher Wohlgeruch entftrömt ihren Kelchen. Der Duft steht wie eine Wolke über dem Blumenmeer. Ein unendlicher Zauber geht von den blühenden Blumen aus. Die Sehnsucht der Menschen nach den Wundern der Farbenpracht ließ sie nicht ruhen und rasten. Aus fernen Landern brachten uns die Wel- tenwanderer Samen und Pflanzen mit. Wir pflegten und betreuten sie und freuten uns, daß sie auch in unserm Boden weiterwuchsen und blühten. Von den Ufern des Schwarzen Meeres, aus den tropischen Waldern Südamerikas, aus Japan und Indien, aus allen Erdteilen kamen neue Arten und fanden bei uns Liebhaber. Wer will die Namen all unserer schönen Sommerblumen aufzählen? Es wäre vergebliche Mühe. Wir stehen staunend vor dem Blütenwunder, das uns aus den Gärten entgegenleuchtet. Farbe zu Farbe gesellend, durchrankt vom dunklen Grün der Blätter, so grüßen uns die Blumen. Sie find ein Gut, das uns allen gehört. Auch der ärmste, der traurigste Mensch, kann sich an den Blumen freuen. Die kleinste, unscheinbarste Blüte sollte uns heilig fein. Wir schmücken unser Zimmer mit ihnen. Ein Blumenstrauß auf dem Tisch sollte überall eine SelbstoerstänÄichkeit fein. Ein kleiner Blumenstrauß, ja eine einzige Blüte mit den seidenzarten Blättchen, hat Gewalt über manchen Schatten und über graue Wolken, die uns das Leben verdüstern. Jeder Mensch, der das Leben liebt, liebt auch die Blumen. Sie sprechen zu unserm Herzen. Nicht nur die Farben und den Duft wollen wir bewundern. Schaut die Blume recht genau an! Die vollendete Kraft drückt sich in all ihren Teilen aus. Die Blume kennt keine Ungeduld; denn in der Kraft liegt Geduld. Nur die oberste Blüte ist voll entfaltet. Nun wachsen die zarten Knospen heran, ein ewiges Blühen und Vergehen. Alle Teile werden betreut von der Mutterpflanze. Jede Knospe, jedes Blatt erhält Nahrung aus dem Schoß der Erde, werden vom Sonnenlicht geküßt. Wurzel, Stengel, Blätter und Blüten bilden eine Familie. Die Blumen sollten uns ein Sinnbild der Gemeinschaft fein, sollten uns zur Ruhe und Besinnlichkeit führen und zeigen, daß wir uns auch bei Sturm und schwerem Wetter beugen, dann aber wieder aufrichten können. Wir leben mit den Blumen, wir geben ihnen Schutz, wir freuen uns an ihnen. Mögen sie in jedes Menschenherz ein bißchen Sonnenschein bringen! Wir haben ihn bitter nötig. E—r. Zur Sicherung der unbeeinflußten Wahlentscheidung. Ein Ausschreiben des hessischen Staatspräsidenten an die Kreisämter nimmt Bezug auf Klagen über mangelhafte Abstimmungsschutzvorrichtungen. Namentlich auf dem Lande soll die Schutzvorrichtung vielerorts nicht so sein, daß das Wahlgeheimnis in allen Fällen sichergestellt fei. Nach § 43 der Reichsstimmordnung — so wird in dem Ausschreiben in (Erinnerung gebracht — hat die Bürgermeisterei die Verpflichtung Schutzvorrich- tungen aufzustellen, „damit jeder Stimmberechtigte seinen Stimmzettel unbeobachtet behandeln und in den Umschlag legen kann". Sofern Tische, anstatt der Wahlzelle, verwendet werden, müßen sie mit besonderer Vorrichtung gegen Sicht geschützt sein. Fehlt diese Schutzvorrichtung, bann liegt eine 23er» letzung der erwähnten Vorschrift der Reichsstimmordnung vor, die zur Ungültigteitserflä» r u n g der Wahl führen könnte. Die Schutzvorrichtung (Wahlzelle) bezweckt die Sicherstellung des Wahlgeheimnisses und den Schutz des Stimmberechtigten gegen Wahlbeeinflussungen. Der Abstimmende darf daher auch nicht etwa am Tifche des Abstimmungsvorstandes den Stimmzettel kennzeichnen, sondern er muß sich in die Wahlzelle oder an den mit einer Vorrichtung gegen Sicht geschützten besonderen Tisch begeben, wo er die Kennzeichnung im Stimmzettel vorzunehmen hat. Dem Abstimmungsoorsteher obliegt die Pflicht, hierüber zu wachen. Weigert sich ein Stimmberechtigter beharrlich, trotz der ausdrücklichen Anweisung des Abstimmungsoorstehers, die Abstimmungszelle ober den besonbers geschützten Tisch aufzusuchen, so kann er nach einer Entscheidung bes Wahlprüfungsgerichts beim Reichstag vom 8. Mai 1925 von ber Stimmabgabe z u - rückgewiesen werben. Es besteht bann bie Vermutung, baß ber Stimmberechtigte infolge eines unberechtigten fremben Einflußes bie Wahlzelle ober den geschützten Tisch absichtlich vermieden hat. Wann werden Rundfunkgebühren erlaffen? Es kommt immer Mieder vor, daß Anträge auf Erlaß der Rundfunkgebühren gestellt werden, denen nicht stattgegeben werden kann, weil die Bedingungen nicht erfüllt find. Rach den geltenden Bestimmungen dürfen di« Rundfunkgebühren nur erlassen werden: 1. Blinden, 2. Schwerkriegsbeschädigten und Kranken in bedrängter wirtschaftlicher Lage, 3. Krankenhäusern, Heilanstalten und Heimen der öffentlichen und gemeinnützigen vorbeugenden Armen- und Wohlfahrtspflege, 4. Bestimmten Gruppen von Arbeitslosen. Arbeitslosen werden die Rundfunkgebühren erlassen: a) als Krisenunterstützungsempfänger oder Wohlfahrtsunterstützungs- Empiänger nach der Krisenaussteuerung, b) nach Wegfall der Arbeitslosenunterstützung als Wohl- fcchrtsunterstützungsempfänger, c) als Wohlfahrtsunterstützungsempfänger, wenn sie wegen Mittellosigkeit ihrer Gemeinde vorübergehend keine Unterstützung erhalten, aber eine entsprechende Bescheinigung der Ortsbehörde oorlegen, d) als Empfänger der Zusatzrente gemäß Reichsoersicherungsgesetz nach der Krtsenaussteuerung, e) wenn die versiche- rungsmäßige Arbeitslosenunterstützung nach 216lauf von 36 Tagen sechs Wochen weitergewährt wird, f) wenn sie im freiwilligen Arbeitsdienst stehen mit einer nicht höheren Vergütung, als sie sich aus der Arbeitslosenfürsorge ergeben würde. Bei den Arbeitslosen ist Bedingung, daß sie oder die mit ihnen zusammenlebenden Angehörigen feit dem 1. Januar 1931 mindestens sechs Monate ordnungsgemäß Rundfunkteilnehmer gewesen find. Die Befreiung ist von ihnen zwischen dem 20. und 25. des Monats bei der Zustellpostanstalt schriftlich zu beantragen. Die Gebührenbefreiung gilt immer nur für einen Monat. Bornotizen. ~ £ ageskalender für Frei tag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: »Doruntersuchung". — DieEiserne FrontGießen veranstal. tet heute, Freitag, 20.30 Tlhr. im Cafe Leib eine Wahlkundgebung, in der Staatspräsident Dr. Adelung -Darmstadt und Staatsrat Schneid- m a d l -Wien sprechen werden. ** Unser Landtaasbericht von heute früh ist durch ein technisches Versehen sinn- widrig entstellt worden. Die letzten beiden Absätze der ersten Spalte, die mit den Worten beginnen „Die Informationen werden selbstverständlich ..und die ersten Absätze der zweiten Spalte bis zu der Zeile „... Beschlußfähigkeit des Hauses wird festgestellt", sind in der viert en Spalte nach Schluß des ersten Absatzes einzufügen. Wir bitten unsere Leser höflichst, dieses uns peinliche Versehen zu entschuldigen. Wahlversammlung der Volksrechtpartei. Als erweiterte Mitgliederversammlung hielt die Dolksrechtpartei in Verbindung mit dem Sparer- und Rentnerbund gestern abend im „Hindenburg" eine Wahlversammlung ab, in der zunächst Herr Reiber die Teilnehmer begrüßte und einen Aufruf von Prof. Dr. Däuser, Stuttgart, verlas, in der z>ur Wahl der Kandidaten der Volksrechtpartei ausgesordert wurde. Sodann sprach Herr H. L o r e n z, Gießen, über das Thema: „Ist unsere Währung In Gefahr?" Der Redner ging zunächst auf die von Geheimrat Dr. Hugenberg und Prof. Dr. Roose- I i u S , Bremen, betriebenen Währungspläne ein und legte dar, inwiefern diese Pläne eine Gefahr für unsere gegenwärtige Währung bedeuteten. Er beschäftigte sich ferner mit den a6 nicht weniger gefährlich zu erachtenden Währungsplänen des Rattonalsozialisten Gottfried Feder. Er betonte in Berücksichtigung alles dessen, daß in der Gegen- toart die Gelopolitik der Reichsbank das einzig richtige sei, da es gerade jetzt daraus ankomme, die Ruhe im Volke in bezug auf den Geldwert auf* rechttzuerhalten. Das Wort „Krediterweiterung", das in diesem Zusammenhang immer wieder ausgesprochen werde, sei ein Wort für diejenigen, die nicht alle würden. Es gelte in Wirklichkeit damit nicht Arbeit zu beschaffen, sondern lediglich Geld. Der Zweck aller Währungs-Aenderungs- vorschläge sei die abermalige Entschuldung aller interessierten Kreise auf Kosten des kleinen Spa- rers. Die Reichsregierung habe die Aufgabe, jede Inflation oder auch nur ein Inslatiönchen im Keime zu ersticken. Die Dolksrechtpartei fordere darüber hinaus die Wiederherstellung des Rech- tes und des Dertrauens, wodurch allein die Spartätigkeit wieder angeregt werden könne. Die Dolksrechtpartei halte es für unbedingt notwendig, im Reichstag ihre Stimme erheben zu können, nachdem sich keine der anderen Parteien für die Rechte der Sparer eingesetzt habe. In bezug auf die Tributlasten habe die Dolksrechtpartei immer wieder vor der Aufnahme ausländischer Anleihen zur Schuldenzahlung gewarnt. In Lausanne habe man nun eine Verpflichtung zur Zahlung von 3 Milliarden Mark übernommen. Es dürfe aber nicht vergessen werden, daß noch aus dem Voung- und Dawesplan unabgelöste Verpflichtungen in Höhe von jährlich 1325 Millionen zu erfüllen seien. Es müsse weiter immer wieder betont werden, daß Deutschland schon den dreifachen Betrag dessen an Zahlungen geleistet habe, was zum Wiederaufbau der zerstörten belgischen und französischen Gebiete notwendig gewesen wäre. Die älrsache der Auferlegung der Lasten sei nicht zuletzt in der Lüge von Deutschlands innerer Entschuldung zu sehen. Schließlich sprach der Redner noch über das völlige Fiasko der Genfer 2lb- rüstungskonferenz und über die Vorgänge in Preußen. Weiter verbreitete er sich über die Gründe der Listenoerbindung der volksrecht- partei mit dem Christlich-sozialen Volksdienst. Am jeden Stimmenverlust zu vermeiden, habe sich die Dolksrechtpartei zu diesem Schritte entschlossen. Man habe zwar ursprüngUch mit der RSDAP. verhandelt, die Derhandlungen konnten aber nicht zum Erfolg führen, da es sich zeigte, daß Schuldnergruppen (hauptsächlich au8 den Kreisen der Landwirtschaft) wesentlich anderen Zielen nachstrebten als den Forderungen, die im Interesse der Sparer liegen. Durch die Listenverbindung seien der Dolksrechtpartei einige Mandate gesichert, da durch die Verrechnung auf die Reichsliste keine Stimme verloren gehen könne. Diese Listenverbindung sei nichts anderes als ein taktisches Wahlabkommen, für das man keinerlei politische Zugeständnisse zu machen brauchte. In seinen weiteren Ausführungen ging der Redner noch auf verschiedene politische Fragen allgemeiner Art ein. Don den Rationalsozialisten werde behauptet, daß durch eine neue Binnenwährung die Arbeitslosigkeit gemildert werden könnte. Das könne wohl auch der Fall sein. Die Erleichterung, die sich dadurch bemerkbar machen könnte, werde aber bald den typischen Erscheinungen der Inflation Platz machen müssen. Eine wesentlich wichtigere Maßnahme zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sei die Durchführung des Siedlungsprogramms, das leider von der Regierung Papen bedenklich verwässert worden sei. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland könne nicht allein durch den freiwilligen Arbeitsdienst gemildert werden, sondern nur durch die Einführung der Arbeitsdienstpflicht. Diesen Gedanken unterstützt auch die Dolksrechtpartei. Die Rotverordnungspolitik des Kabinetts von Papen wirke sich schärfer aus, als jede Drüningsche Rotverordnung. Hitler habe einmal gesagt, daß ier im Dritten Reich Schluß machen werde mit der Rotverordnungs- politik, wenn er etwas besseres dafür geben könne. Dieser Satz sei mit Dorsicht zu genießen. Für das Dritte Reich liege die Gefahr nahe, daß das sozialdemokratische Bonzentum durch ein nationalsozialistisches erseht werde. In Zukunft sei es notwendig, daß nicht die Persönlichkeiten der Phrase weiterhin im Dordergrunde stehen, vielmehr mühte den Persönlichkeiten der sachlichen Tat die Möglichkeit gegeben werden, im Interesse der Dolks- gemeinschaft zu wirken. Die Dolksrechtpartei fordere die Durchführung des Siedlungsprogrammes, gerechte Arbeitsverteilung, Schutz des Eigentums, Schutz des Sparers, die Rückkehr zu Treu und Glauben, man bekämpfe jeden Dersuch einer neuen Sparerenteignung, fordere strenge Rachprüfung der verhängnisvollen Aufwertungsgesehgebung und schließlich Freiheit und Recht nach innen und außen. Am kommenden Sonntag müsse man sich entscheiden, ob man die Diktatur wolle, oder den freien Staatsbürger in einem Staate der Gerechtigkeit und der Einheit. Schöffengericht Gießen. * Gießen, 27. Juli. Ein wegen Betrügereien wiederholt vorbestrafter Reisender mußte sich heute wegen eines Zechbetruges verantworten. Er erschien eines Abends in einer Wirtschaft in Friedberg und erklärte, ein gutes Geschäft gemacht zu haben. Dabei ließ er durchblicken, daß er 200 Mark verdient habe. Die in der Wirtschaft Anwesenden lud er ein, mit ihm seinen Geburtstag zu feiern. Er spendierte freigebig Getränke und Rauchwaren. Als man aber aufbrechen wollte, mußte der Wirt scststellen daß sein so freigebig erscheinender Gast ihn schmählich betrogen hatte. Dieser verfügte nämlich über keinerlei Barmittel, trotzdem hatte er es durch sein Auftreten verstanden, dem Wirt seine Zahlungsfähigkeit und seine Zahlungswilligkeit oorzutäuschen. Wegen Rück- fallbetrUgs wurde er zu drei Monat G e f ä n g • n i s verurteilt. Ebenfalls wegen Betrügereien stand ein anderer Reisender unter Anklage, der für eine auswärtige Großhandelsfirma Südfrüchte verkaufte. Einem Kunden schwindelte er einen Betrag von fünf Mark ab, indem er diesem der Wahrheit zuwider vorspiegelte, er habe auf dem Postamt einen größeren Geldbetrag liegen, den er am anderen Morgen ab- heben wolle, er möge ihm bis dahin doch fünf Mark leihen. In Wirklichkeit hatte er weder Geld dort liegen, noch hatte er solches zu erwarten. Einen anderen Kunden betrog er um den Betrag von 1,80 Mark für Backwaren und um 2 Mark in bar. Diesem schwindelte er vor, er sei Teilhaber der Lieferfirma. Das ihm geliehene Geld und das Geld für die Backwaren könne der Kunde an der Rechnung später in Abzug bringen. In Wirklichkeit hatte der Angeklagte keine Verfügungsrechte über die feiner Firma zu- stehenden Forderungen. In anderen Fällen war er beschuldigt, Bestellscheine nachträglich verfälscht zu haben. Insoweit konnte dein Angeklagten eine Urkundenfälschung nicht ausreichend nachgewiesen werden. Wegen Betrugs in zwei Fällen wurde der Angeklagte, der rückfällig war, zu einer Gesamtstrafe von vier Monat zwei Wochen Gefängnis verurteilt. Wettervoraussage. Einerseits hält der Luftdruckanstieg von der Bis- caya her weiter an, anderseits ist über dem Nord- atlantit im Raum zwischen Island und Irland dis Annäherung einer neuen Störung zu erkennen. Deutschland wird durch die so geschaffene Druckverteilung in den Grenzbereich zu liegen kommen, wobei der nördliche Teil des Reiches mehr unter den Störungseinfluß gelangt, während der südliche von hohem Druck beherrscht wird. Für unseren Bezirk steht wohl die Einwirkung des hohen Druckes in Aussicht. Aber trotzdem wird sich ozeanische Luft zeitweilig bei uns einmischen und vorerst Bewölkung, sowie vereinzelte Niederschläge veranlassen. Aussichten für Samstag: Wolkig mit Aufheiterung, wärmer, vereinzelte und na- mentlid) im nördlichen Teil des Bezirks noch Niederschläge. Aussichten für Sonntag: Meist trocken^ wolkig mit Aufheiterung, weitere (Erroärmir.g. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 30. Juli. Vor- abend 7.30 Uhr; morgens 8.30; abends 8.25 und 9.05 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 30. Juli. Freitagabend 7.30 Uhr; Samstagoormittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 9.05. — Wochengottesdienst: morgens-6.30; abends 7.15 Uhr RABATT Gießen, Seltersweg 6 5531 A 2' Mark Elnkauf auf Wunsch statt Marken einen schönen farbigen Becher oder eine 100 gr-Tafel Schokolade oder 20 Pfg. in bar. 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Juli verstarb nach kurzem schweren Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Margarete Dickhardt geb. Emmerich im 78. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Kaiserallee 6), den 28. Juli 1932. Die Beerdigung findet am Samstag, 30. Juli, vormittags 11'/, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 04465 5552 A Jetzt Landhausgardinen, weiß und weiß mit Mk. 0.35, 0.25, farbigen Streifen Englisch Tüll für Spanngardinen, nur Mk. 0.95, 0.75, neue Muster. 0.75 Sämtliche Zubehörteile für Gardinen 0.15 0.50 0.75 die billigen Gardinen!! Stores am Stück, Gittertüll mit breiten Einsätzen und Drillierfranzen, Mk. 1.25,0.95, K'seldene Dekorationsstoffe für Uebergardinen, entzückende Neuheiten, Mk. 1.35, 0.95, Ja, das konnte Onkel Mollig wohl behaupten. Hatte er doch erst vergangenes Jahr seiner Frau eine Spindelpresse geschenkt und auch seiner Schwägerin Luise die andere Presse zum Anschrauben. Von beiden hörte er stets das gleiche Lob. 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August 1932. erscheint der Nachtrag I zum besonderen Tarifheft (Heft B) für den > Binnenverkehr der Kleinbahn Giehen- Bieber. 5542V Nähere Auskunft er- teü.die Dienststellen. Frankfurt (Main), den 28. Juli 1932. Bereinigte Kleinbahnen- Akticng es ellschaft. Ausnahmetag! la Ochsen- und Rindfleisch 70 H la Kalbfleisch, alle Stücke 60 H Metzgerei Jakob Neuenweg 18 Telephon 3160 _____________________________________5550 D Familien-Drucksachen venobungsanxeigen - Vermählungsanzeigen bei Bruhl. Schulstraße Geburtsanzeigen SCHUHHAUT i Moderne Herren- Halbschuhe schwarz, gute Qualität Rest- und Einzelpaare unglaublich billig! 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Dicht vor den Toren jeder Stadt bietet sich Gelegenheit, das Abenteuer zu suchen und zu finden, wenn man es nur versteht, auch dem Alltag seine Aeize abzuaewinnen. Unser Mitarbeiter Karl C y hat seine Ferienzeit zu dem Versuch benutzt, in der weiten Lüneburger Heide das Leben eines Robinsons zu führen. Das* gelingt ihm zwar nicht ganz so, wie er es sich dachte, Aber dafür macht er eine Entdeckung, die ein bürgerliches Vermögen wert gewesen wäre, wenn nicht — Ferien als Robinson. Wenn man eine Urlaubszeit von vier Wochen vor sich liegen hat, auf dem Tisch sich die Däder- reklamen und die Prospekte der Ferienfahrten der Reedereien mit ihrem unwahrscheinlich blauen Meer und der unwahrscheinlich hübschen Dame unter unwahrscheinlich grünen Palmen häufen, durch das offene Fenster der anrüchige aber würzige, fernwehgcschwängerte Duft des Hamburger Hafens dringt und man dann noch nicht weist, ob und wohin man reisen soll, so pflegt das seine Ursachen zu haben. Meistens ist der Grund die mit unzähligen -Zahlen bekritzelte Rückseite eines alten Briefumschlages, dessen Endsumme irgendwie mit unseren Wünschen nicht in Einklang zu bringen ist, und dieser Grund lag auch bei mir vor. Cs war also die zeitgemäste Geldknappheit. aber auch das Verlangen nach einem austergewöhnlichen Erlebnis, das mich zur Ausführung eines langgehegten Vorsatzes Der» anlastte. Einmal einige Wochen inmitten der Heide in der freien Ratur das Leben eines Robinson, mutterseelenallein unter freiem Himmel zu führen. Die weite Heide. Eine Eisenbahnstunde hinter Hamburg beginnt schon die Lüneburger Heide, aber wenn der Zug, der hinter Buchholz nach Bremen oder Lüneburg weiterfährt, von einem naturschwärmerischen Reichsbahnfiskus geradenwegs durch die Heide weitergeführt würde, so müßte er noch zwei gute Stunden gebrauchen, um das tote Land au durchfahren. Das tote Land? 2m volkswirtschaftlichen Sinne vielleicht. Kleine Katendörfer, sandiger Boden unendliche Einöde, unheimliche Täler, verschollene Hünengräber — alles Sachen, die finanzpolitisch nicht gut zu „ergreifen" sind. Sonst aber ist die Heide lebendig genug. Lebendig mit einem vielfältig scheuen Tierleben und in den letzten Jahrzehnten auch mit Wanderern und Touristen, die in dieser einst verpönten Gegend herzbeklemmende Schönheiten entdeckt haben. Vom Reisetagebuch der Madame de Stael, dem toten Land vom Ausmaße eines Herzogstums eine Bevölkerung von wilden Sitten „nommSe Haidnuken" zuschrieb, bis zu dem Dichter der Heide Hermann Löns ist ein weiter Sck)ritt. Die Lüneburger Heide ist modern geworden. Alljährlich lockt sie Tausende aus allen Teilen Deutschlands in ihren Bann. Der Naturschutzpark bei Wilsede zählt zu den zwölf besuchtesten landschaftlichen Schönheilspunkten des Reiches, große Hotels im niedersächsischen Stil bieten den Gästen in Fallingbostel und Walsrode und den anderen Heidezentren den Komfort der Großstadt mit der überwältigenden Schlichtheit der Landschaft. Sonderzüge fahren in die Heideblüte, Touristenautos kriechen über staubige Chausseen, Wandervögel singen ihre Lieder, aus Lokalen ertönt Tanzmusik, aus Strohdachhäu- fern dle Stimme des Lautsprechers mit den Vieh- marklnotierungen. Aber zwischen den fetten Dörfern am Rande der Heide, zwischen den Wegen der Wanderer und Rundfahrtautos liegen noch immer große G e - bietsteile in märchenhafter Einsamkeit, gibt es Komplexe von vielen Quadratkilometern, die kein ausgetretener Weg durchschneidet, die unberührt daliegen, stumm, drohend und lockend zugleich, fernab vom Wege der Heidebesucher und Heidebewohner scheinen sie von vergangenen Zeiten zu träumen. Hier wollte ich versuchen, drei Wochen mein Leben zu fristen, mir selbst ein provisorisches Unterkommen zu errichten und von dem zu existieren, was mir die Heide und der Wald zu bieten hatten, oder was ich ihnen abringen konnte. Um es vorweg zu sagen: Ich fand vieles, was ich suchte, aber auch etwas, was ich nie und nimmer erwartet hätte. Wildwest made in Germany. Wir wollen das Dörfchen Katendorf nennen, das drei Wegstunden von der nächsten Kleinbahnstation mit zäher Kraft auf dem Heidsande wurzelt. Richt seit gestern und heute. Die alten niedrigen Dächer weisen auf eine jahrhundertalte In der Zeit vom 1. bis 3. August wird eine alle Erwartungen übertreffende Zahl von Teilnehmern das 8 0. Stiftungsfest der Verbindung Wingolf begehen und im „alten feuchten Rest", ihrem „Gießen an der Lahn" singen von der alten Burschen Herrlichkeit. Sie wird sein Banner grüßen, das Schwarz und Weist und Gold. Mit Recht hat der Geschichtsschreiber der deutschen Universitäten, K. v. R a u m e r, gesagt, daß die Geschichte des Studententums mit dem Wingolf in eine neue Phase ihrer Entwicklung eingetreten ist. Die Wiederaufnahme des religiösen Verständnisses in das Leben der einzelnen Studenten und ihrer Gemeinschaften, diese Reform ihrer inneren Gesinnung ist die Tat des. Wingolfs; er wollte den lebendigen Beweis liefern, dast es nötig sei, das Christentum in den Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens während der akademischen Zeit zu stellen. Unter Einwirkung des neu erwachten Glaubenlebens und des neu erstandenen Sinnes für geschichtliche Werte ist er naturwüchsig auf dem Boden deutscher Hochschulen emporgeblüht. Das altnordische „Wingolf", literaturgeschichtlich durch K l o p st o ck geworden, bedeutet nach ihm „Tempel der Freundschaft": Den segne Lied, ihn segne beim festlichen Entgegengehn mit Freudenbegrüstungen, der über Wingolfs hohe Schwelle heiter, im Hain gekränzt, hereintritt. Die ganze Lenzflur streute mein Genius, der unfern Freunden rufet, damit wir uns hier in des Wingolfs lichten Hallen unter dem Flügel der Freud umarmen. Existenz Zurück, die durchfurchten Gesichter der Bewohner haben alle denselben Schnitt derselben Sippe, der sich nicht in ein- oder zweihundert wahren entwickeln kann. Jawohl, durchfurchte Gesichter, denn im ganzen Dorf gibt es scheinbar nur alte Männer. Die Jugend ist ausgeflogen. Zwar sind noch flachsköpfige Kinder da — eine ganze Schulklasse voll —, aber der Lehrer erzählte mir in dem stillen Heidekrug, der gleichzeitig der einzige Laden des Ortes ist. dast sic nach der Scbul- cntlaffung fast alle in die größeren fetteren Dörfer in Dienst gingen. 3a, dieser Heidekrug. Woran erinnerte er doch mit seinem rauhen Mobiliar, seiner merkwürdigen Theke, seiner fast völligen Abwesenheit von Bier und den geräumigen Schnapsflaschen? Woran erinnerten doch diese schweigsamen Bauern, die bedächtig tranken, bedächtig sprachen, die Gesichter verwittert, erdgebunden und doch verwegen? War in ihnen nicht etwas von dem zähen Hinterwäldlertum Kentuckys? Rief nicht die Abgelegenheit des Ortes, die dünne Telephonlinie, die von draußen hierher führte, irgendwie Erinnerungen an Grenzlerkaffs des Westens hervor? Ja. einmal an diesem Abend, als wir — der Wirt, der Lehrer und ich — unter der schwelenden Petroleumlampe sahen, brauchte ich nur die Rügen zuzumachen, um mich sechstausend Kilometer nach Westen verseht zu fühlen. Das war, als der Wirt von dem Renomiergast erzählte, dem Mann, der vor zwanzig Jahren die Stabt- bank in H. beraubte, hier in Katendorf zuletzt gesehen wurde und bann in der Heide verschwand, um niemals wieder aufzutauchen. Eine Million habe er geraubt, sagte der Heidkröger, aber solche Summen pflegen ja im Laufe der Jahre immer phantastischer anzuwachsen. (Fortsetzung folgt.) Auf dem Wartburafest des Jahres 1852 hatten, vorn Marburger Wingolf eingeladen, vier Studenten aus Gießen Gelegenheit, die Wingolfs- Sache näher kennenzulernen; voraus ging am Sonntag vor Pfingsten auf der B j be n b u r g ein Treffen ber Marburger mit sieben Gießenern. Begeistert kehrten bie Wartburgfahrer zurück. Ein zunächst gestifteter namenloser Verein von Studierenden zum Zweck religiös-wissenschaftlicher Beschäftigungen und geselliger Unterhaltung an bestimmten Kneipabenden wuchs sehr rasch und stellte als Prinzip im ersten Kränzchen fest ein gemeinsames Streben nach festem christlichem Glauben. Kränzchen (wöchentlich einmal) und Kneipe (wöchentlich zweimal) hatten je einen Präses, dazu je einen Vizepräses; außerdem wurde im Garten von Professor Osann öfter abends gefochten und geturnt. Einer Einladung zum Hallenser Stiftungsfest am 6. Juli folgten zwei, und eine Kommission arbeitete nach dem Muster der Hallenser einen Statutenentwurf für den Gi. W. aus. Bundesprinzip wurde „Glaube an Christum" und damit das Duell und andere damals allgemein eingerissene studentische Unsitten abgelehnt. Die akademischen Behörden machten keine Schwierigkeiten und die Frage, ob zum Farbenband auch Farbenkappen getragen werden sollten, der „Kappenstreit", j wurde nach einem Treffen mit den Marburgern auf der Spiegelslust schnell zugunsten der Farbenkappen entschieden. Vierzehn Tage nach der Gründung am 15. August 1852 erfolgte am Morgen eines trüben und Regen drohenden Sonntags auf dem Gleiberg die Stiftung. Arndts „Sind wir vereint zur guten Stunde" und Luthers „Ein' feste Burg" bereiteten den Akt der feierlichen Verpflichtung auf Statuten und Prinzip des. Wingolfs durch Namensunterschrift und des Anlegens der Bänder vor. In ber Folgezeit bekommt dann bas „Althäuserkolleg" viel bei der großen Zahl ber Füchse zu tun; gerühmt wirb von den Brüdern aus dem Bund bie Frische der Gießener. Ein „Fuchskränzchen" unter dem „Fuchsmajor" wurde errichtet, Sonntagsabendkränzchen im Winter (später „Familienabende") und offizielle Spazierggnge vereinigten immer die ganze Der- bindung. Spezifisch theologische Kränzchen leitete öfter ein Stifter D r. Zöckle r (damals Privatdozent, gestorben 1906 als Professor der Theologie in Greifswald), ebenso ein Missionskränzchen, auch für Nichttheologen. Es gab ein Musikkränzchen, Quartett, Kneipzeitung. Hatte der Gi. W.. ähnlich wie die 1851 entstandene Burschenschaft Germania, unter den bislang das Feld beherrschenden Korps Teutonia, Hassia, Starkenburgia und Rhenania allerlei iln- annehmlichkeiten zu bestehen, so schien 1854 von anderer Seite, dem Disziplinargericht her. seine Existenz gefährdet. Man hielt die enge Verbindung zwischen Aktiven und Alten Herrn („Philistern") für staatsgefährlich und beanstandete das enge Verhältnis zwischen den Verbindungen des Ge- samtwingolfs; da fand er im Lehrkörper der Universität kräftige Fürsprecher. In vollem Wichs zeigte er sich zum erstenmal bei dem feierlichen, Auszug der gesamten Studentenschaft im Jahre 1854, wo ein Student von städtischen Polizeibeamten in das städtische Arresthaus gesteckt wurde. Auf Anregung eines jüngeren Wingolssphilisters bildete sich 1861 ein Zusammenschluß des Wingolf, der Germania und der aus einer Vereinigung von Richtverbindungsstudenten entstandenen Allemannia. der „Präsiden-Konvent" (P. C.), der bis 1863 in allgemein studentischen Angelegenheiten gegen die Korps auf trat. Das 5. Stiftungsfest brachte die Weihe der neuen Fahne. Kneiplokal war von 1852 57 das „Deutsche Haus" (Kunz), von 1857/65 das sogenannte Promenadenhaus an der Lahn, 1865 die Restauration Dramm in der Reustadt. 1866/77 der „Goldene Löwe" im Reuenweg. Unter den 174 Mitgliedern des Gi. W. bis zum S. S. 1872 waren nur 13 Richthessen; auch Hessen besuchten damals nur selten noch andre Hochschulen. 97 Theologen standen in dieser Zeit 77 Richttheologen gegenüber; das „silberne Lahn- bändel" verband eng die beiden hessischen Universitäten und ihre Wingolfe. Ein Gießener Philister gab den Anstoß zur Gründung der Straßburger Argentina, deren Lied nach dem Verlust Elsaß- Lothringens häufiger denn je auf der Kneipe des Gi. W. angestimmt wird. Abhold ber Parteipolitik begnügte sich ber Gi. W. damit, unter stiller Einwirkung des in ihm mal« tenben christlichen Geistes Männer heranzubilben, bie einmal im politischen Leben bie Grunbsätze bes Christentums vertreten sollten. In lebhaften ^Beziehungen stand er zu Ernst Moritz Arndt, dessen Ziel einer inneren Wiedergeburt des gesamten studentischen Lebens durch den sittlichen Geist des germanischen Christentums ja auch sein Ziel war. Wie Vater Arndt, sah auch der Wingolf in Duellen und Trinkgelagen die „alten Erbübel deutscher Universitäten". In seinem Archiv befindet sich als Kleinod das Antwortschreiben des großen Deutschen auf das Glückwunschschreiben des Gi. W. zum 90. Geburtstag: „Liebe Jünglinge! Ihr habt Euch im Wingolf, in ber Freunbeshalle, ein gemeinsames Haus freunbfetiger Genossenschaft unb Freube gebaut. Segne Gott Euer Haus unb lasse nimmer etwas Unreines unb Tückisches über seine Schwelle treten. Ihr gehört einem edlen Stamme an, fast dem glorreichsten in römischen und deutschen Geschichten. Strebet Euren Vätern zu, nicht bloß durch Männlichkeit und Tapferkeit, sondern durch jene Tugend der Strenge und Zucht, wodurch unsere Altvordern schon Männer ersten Ranges in der Weltgeschichte, einen Cäsar und Tacitus, erschreckten, in deren großem Geiste die Gefahren der Zukunft Roms aufdämmerten. Also seid frisch und wach, Ihr 80 Lahre Gießener Wingolf. MG Mel. Original-Roman von Anny von panhuyö. Copyright by Verlag A. Bechthold, Braunschweig. 20 Fort! , Rachdruck verbotenl „Fix und Rix" traten in Paris auf. Lil beherrschte die französische Sprache ebenso, wie sie auch englisch und italienisch beherrschte und Melchior Stampfer! paukte sie ein paar französische Brocken ein, durch die ihre Rümmer noch komischer wurde. Ganz Paris wollte „Fix und Rix" sehen,, so großartig waren die Kritiken nach dem Erstauftreten gewesen. Und hier erwähnte auch eine Zeitung zum erstenmal, der famose Clown Fix wäre ein« ungewöhnlich reizvolle, blonde, junge Dame. Allabendlich war das Variete, darin das Paar auftrat, bis auf den letzten Platz ausverkauft, und von Paris aus'wurde der Ruf der Clownsnummer so laut, daß er bis Amerika drang. Ein Vertrag mit unheimlich hoher Dollargage zog „Fix und Rix" über das Meer. Ein paar Monate später lieh Lil durch einen deutschen Rechtsanwalt in Reuyork alles bezahlen, was chr Vater noch an Schulden hinterlassen hatte. Der Reuyorker Anwalt hatte an Justizrat Stoll in Frankfurt a. M. schreiben müssen, dem ihr Vater immer seine Aufträge gegeben, und mit dem er befreundet gewesen, und der wiederum erkundigte sich an Ort und Stelle, wer noch Forderungen an Eduard Körner hatte, und in welcher Höhe sie waren. Lil konnte die genannten Summen ohne Schwierigkeit bezahlen, denn die Dollargagen füllten rasch ihre Kasse. Sie besaß schon ein annehmbares Konto. Man erfuhr natürlich nun in Frankfurt durch den Iustizrat und die zufriedenen, plötzlich restlos bezahlten Gläubiger Eduard Körners, daß Lil reich geworden sein müsse. Der Reuyorker Anwalt hatte nur geschrieben: „Im Auftrage der Tochter Lil des verstorbenen Bankiers Eduard Körner vermittele ich die Bezahlung der Restsummen." Aber niemand erfuhr, wie die Tochter Eduard Körners in Reuyork lebte, unb ob sie vielleicht verheiratet war. Man nahm das aber als sicher an. Sie sollte mit einem elenden kleinen Wanderzirkus vor etwa mehr als zwei Jahren Frankfurt verlassen haben. Sie mußte sich aber wohl bald wieder ein anderes Unterkommen gesucht und dann irgendwie einen reichen Amerikaner kennengelernt haben. Rur so konnte sie- jetzt bezahlen, wozu das durch den Konkurs eingebrachte Geld nicht gelangt. Richt im entferntesten dachte jemand daran. £i,k#tiinn* als Clown, über den man in einer Wvhltätigkeitsvorstellung allerdings sehr gelacht, soviel Geld verdienen, daß sie den Ramen ihres Vaters frei machen konnte von dem trüben häßlichen Rachruf, er hätte andere um ihr Geld gebracht. Sie war glücklich, als sie, die eben in Chikago jubelnde Erfolge feierte, von dem deutschen Anwalt in Reuyork hörte, es wäre alles erledigt, und sie die Quittungen in Händen hielt. Sie preßte die Papiere an die Lippen: „Run bist du frei von Schuld, Vater, nun darf dich niemand mehr Gauner und Bettüger nennen, niemand!" Ein paar Tränen aus tiefstem Herzensborn fielen auf die Quittungen. Melchior Stampfer! lobte: „Du bist eine Tochter, wie sie sein soll. Herrgott, ich glaube, man kann weit laufen, ehe man wieder so einem Mädel, wie du eins bist, begegnet. Der Mann, um den du dich, wenn du es auch nicht zugeben willst, immer noch grämst, ist ein Rarr. Er hätte dich nicht so blödsinnig behandeln dürfen. Dir sieht man es doch an den Augen an, was für 'ne prachtvolle Sorte von Mensch du bist." In Frankfurt aber verbreitete sich das Gerücht, Lil Körner wäre in Reuyork mit einem steinreichen Amerikaner verheiratet und das Gerücht drang auch in das kleine Haus in der Lindenstraße, deren Bewohner sich, bei oberflächlicher Betrachtung, eigentlich nicht verändert hatten. Blickte man aber aufmerksamer hin, sah man, die Baronin hatte tiefe Schatten unter den Augen und sie ging sehr langsam. Ihr Herz war schon lange nicht mehr allzu widerstandsfähig, und im letzten Jahre machte es ihr unangenehm viel zu schäften. Werner war zuweilen sehr besorgt. Auch Werner selbst schien um viele Jahre älter. Hm seinen Mund tag ein herber, trauriger Zug. Seine Mutter drängte in letzter Zeit sehr, er solle heiraten, sie fühle sich so matt, die kleinen Haushaltungssorgen ermüdeten sie immer überschnell „Es müßte eine junge Frau ins Haus, die sich um alles kümmert", meinte sie eines Tages, „ich möchte entlastet werden. Heirate Celia Kurz- mann", riet sie, „sie ist hübsch, klug und sehr reich, und wenn sie auch Witwe ist, bringt sie dir doch keine Kinder mit.“ Werner schüttelte den Kopf. „Rein, Mutter, ich heirate weder die Gräfin Kurzmann, noch eine andere. Ich heirate überhaupt nicht. Wenn du Entlastung im Haushalt brauchst, was ich eftlsehe, wollen wir eine Dame engagieren, halb Gesellschafterin für dich, halb Hausdame." „Warum willst du denn durchaus nicht heiraten?" fragte di« Baronin verstimmt, „kannst du denn das verdrehte Mädel, die Lil, nicht vergessen. Sie denkt sicher nicht mehr an dich, sie ist ja. toi« man hört, die Frau eines reichen Amerikaners geworden." Er entgegnete abtoehrend: „Ich denke nicht mehr an Lil, aber ich habe kein Verlangen nach einer Lebensgefährtin. Du weißt, di« Zeit, die mir meine Pattenten lassen, gehört schon seit zwei Jahren den Versuchen mit meinem neuen Heilverfahren. Ich brauche aber ein Haus, eine Stätte, wo ich di« Menschen aufnehmen könnte, di« zu mir kommen, sobald ich ruf«. Ich habe meine Methode der Wissenschaft unterbreitet, haße viel Ruhm geerntet, aber auch ein schweres Pack Reid und Anfeindung mit in Kauf nehmen müssen. Doch Reid und Anfeindung stören mich nicht, den Weg zu gehen, den ich für richtig halte. Meine Heilungen werden begeistert gefeiert, aber ich bin so gebunden, kann nur zu wenigen helfen. Linser kleines Vermögen ist schon dabei draufgegangen. Die Blätter beschäfttgen sich bereits mit dem Fall." Es war Monate nach dieser Unterhaltung zwischen Mutter und Sohn. Lil war von Amerika zurückgekehrt und trat gerade in Reapel auf, wo die lebhaften Italiener begeistert der Rum- mer „Fix und Rix" zujubelten, als Lil ein deuftches Blatt in die Hände geriet, das einen Artikel über ein neues Heilverfahren brachte, mit_ dessen Hilfe Menschen, die schon jahrelang gelähmt gewesen, wieder den vollen Gebrauch ihrer Gliedmaßen zurückgewännen. Dr. Baron Sturm in Frankfurt sei der Erfinder des Heil- verfahtens. Leider mangele es an Geldern, um di« Versuch« so auszudehnen, wie es wünschenswert wär« zum Besten der Mitmenschen. Dr. Werner Sturm hätte sein eigenes Vermögen schon dafür hergegeben. Der Schlußsatz lautete: Es ist 3u Höften, es findet sich ein Menschenfreund, der reich genug ist, da helfend einzuspringen.' Lil las das, und ganz eigene Gedanken kamen ihr dabei. 15. Kapitel. G räfin Celias Plan! Die Gräfin Celia Kurzmann war sehr hübsch und von pikantem Reiz, nur ihr Gesicht, das meist so liebenswürdig und harmlos dreinblickte, sah oft, wenn sich Celia unbeobachtet fühlte, gelangweilt und mißmutig aus. Auch war sie hoch- müttg und konnte leicht verächtlich die Rase rümpfen. Celia Kurzmann hatte damals kurz nach Lils heimlichem Verlassen des kleinen Hauses in der Lindensttahe Werner Sturm kennengelernt. Er gefiel ihr und sie nahm jede Gelegenheit wahr, ihn das merken zu lassen. Aber so deutlich sie auch wurde, er schien nicht einmal zu ahnen, was sie von ihm wünschte. Sein Widerstand reizte Celia noch mehr und sie verbohrte sich immer tiefer in die Ide« hinein, feine Frau zu werden. Er war im letzten Jahr« wohl zu einem der gesuchtesten Aerzte der Stadt geworden. Die Kranken kamen schon an den Rachbarstädten zu ihm und auch von weiter her. Er hatte jetzt einen Assistenzarzt, ©eilte Erfolge, aus atmen Gelähmten wieder frohe, hoffnungsvolle und gesunde Menschen zu machen, führten ihm immer neue Patienten zu. Celia wußte durch ihre Tante, Frau von Welp, daß sich Werner Sturm mit dem Gedanken trug, ein eigenes Krankenhaus zu eröffnen, in dem er nur Gelähmte aufnehmcn wollte. Sie wußte aber auch, ihm fehlte das Geld zur Ausführung seines Vorhabens. Das bracht« sie auf rinen Plan. Sie setzte die Idee sofort in die Tat um und telephonierte an Werner Sturm, ob sie ihn nicht heute noch, mindestens aber sehr bald, sprechen könne, es handele sich um das Projekt eines Krankenhauses. Sie habe davon gehört und könne ihm einen guten Rat geben. Werner Sturm stutzte. Celia Kurzmann wollte ihm einen guten Rat wegen dem Krankenhaus geben, das er so gern, so brennend gern zu haben wünschte? Er schüttelte den Kopf, aber er antwortete: „Das Thema ist für mich zur Zeit das wichtigste auf der Welt. Wann darf ich zu Ihnen kommen, Frau Gräfin? Zwischen achtzehn und zwanzig Uhr bin ich frei." Sie gab sofort Antwort, die Zeit passe ihr ausgezeichnet. Jetzt war es erst sechzehn Tlhr, also konnte sie noch die raftinierteste Toilette machen. Unb das tat sie auch. Meta hatte heute nichts zu lachen, denn ihre Herrin war gar nicht zufrieden mit ihr. Richts war ihr recht, nichts gefiel ihr. Drei Kleider zog sie an unb wieder aus, erst das vierte Kleid, mattgrün mit einer Umrandung von weißen Rosen in erhabener Seidenstickerei, hatte ihren Beifall. Dazu schlüpfte sie in Silberschuhchen und steckt« lange Smaragdgehänge in die Ohrläppchen. Sie hatte wundervoll geformte, schmale Hände, die köstlichen Ringe, die sie auf die Finger zo^ lenkten die Blick« sofort auf die feinen SjäiAc, di« toi« herrliche Kunstwerke waren, wie Schirktzereien aus Elfenbein. Celia erinnerte sich, ‘fterner Sturm hatte einmal zu ihr in einer kleinen Gesellschaft gesagt, sie hätte di« vollendetsten Hände, die er jemals gesehen. Sie lächelte. Vielleicht gelang es ihr heute, den zurückhaltenden Mann einzufangen. Sie wollte einen Gatten, der etwas Besonderes war, einen, mit dem man sich in den Zeitungen beschäftigte. Reulich hatte jemand zu ihr geäußert: Dr. Sturm ist im Begriff, eine Berühmtheit zu werden! Wenn ein Mann im Mittelpunkt des Interesses steht, wird auch seine Frau gehuldigt. Sie wollt« einen Mann, von dem man sprach, dessen Bild die Illustrierten brachten, übet den man hin- und fjerftritt, und der gefeiert wurde. Heutzutage ehrte man solche Leute, wie früher kaum einen Fürsten. (Fortsetzung folgt) Wingolfrr, in aL'-n eilen Streuungen und Hoff- nungen für des deutschen Üukrlanbcg fünft tgc I-ihrhundertc! jaultet btn Gedanken alles Großen, Freien und 2-jgferen fest und immer fcfter! Denn nur der feite Gebaute des 5;o(jen macht die ‘IMt. So bildet Euch fest ein, daß jeder r in-tdne an seinem The!! die Welt m:t mnjxn hilft. Das lei Euer gc-trljch-r Wingolf! Bei Äog/j'.nn.'-n hbren täglich und stündlich d'e Unsterblichen und die Golfer ein. "dito sei es! Sa werd ce! So tretet mit fröl)- Lcher Hoffnung und mit tapferen Entschlüssen in das Jahr 1840 ein. In beuildpr Treue Ihr E. M. Arndt aus Rüaen. Bonn II SBinternumb* 1^80" Von feinen 8 Kriegsteilnehmern von 1870.71 starben 2 fürs Vaterland, denen er dos schwarz-weiß- golbne Band in die Gruft gab. Bez-ichnend für das regere Gefühl der Ziilsammengehörigkeit nach diesem Krieg ist die Schaffung der Limburger, später Diezer Konvention (Gießen, Bonn, Marburg) 1873 und des Frankfurter Philistertags 1871, zuerst alle zwei Jahre, ab 1890 jährlich: ein Verband der Gießener Wingolfsphilister wurde gegründet. 1880 die stärkste Verbindung an der Gießener Hochschule (20) hatte er 1877 bis 1881 seine Kneipe im „Lahnstein", 1881 bis 1886 wieder im „Goldenen Löwen", 1886 bis 1891 im Hotel Lenz (Bahnhofstraße) und 1891 bis 1894 im „Deutschen Kaiser" (Grünberger Straße). Am 18. Juli 1894 machte die Einweihung des eigenen Hauses (Wilhelmstraße 40) dem ständigen Wanderleben ein Ende. Das 35. Stiftungsfest brachte dem Gi. W. eine neue prachtvoll gestickte Fahne, das 40. eine kostbare Zezeptionsdecke, das 41. die feierliche Grundsteinlegung: in den Grundstein kam u. a. die Handschriftnachbildung des hier abgedruckten Arndtschen Schreibens. 1900 erreicht? die Verbindung Den bis dahin höchsten Stand von 43 Aktiven. Ums Jahr 1907 setzte nach Beendigung der Prinzipstreitigkeiten im ganzen Wingolfsbund ein äußerer Aufschwung ein; auch im Gi. W. erwachte die Freude an körperlicher Hebung, das Turnen wurde stramm und eifrig betrieben, auch in das Pauken kam ein neuer Zug. Vor Rudern, Wandern, Rodeln und Tennis trat das Kneipleben in den Hintergrund; auch die sozialstudentische Bewegung wurde für den Gi. W. bedeutungsvoll. Unterhaltungsabende dienten der geistigen Anregung und Weiterbildung. Auf der Kneipe wurden alkoholfreie Getränke den alkoholischen grundsätzlich gleichgestellt. In der sexuellen Frage konnte er der vielfach eingerissenen Laxheit gegenüber keinerlei Zugeständnisse machen. 3m Weltkrieg opferte der Gießener Wingolf 14 Philister und 20 Aktive und Inaktive; ihnen wurde am 1. August 1922 ein schlichter Denkstein im Garten des Hauses errichtet. Die in der ersten Nachkriegszeit naturnotwendig eingetretene Lockerung des Korporationswesens bekam auch der Gießener Wingolf zu spüren. Seit 1929 besteht die „Wingolfitische Privathilfskasse Patenschaft", die schon manche Handreichung in dieser Notzeit tun konnte. Für Turnen und Sport waren zeitweilig sechs Stunden in der Woche offiziell, unb bei den akademischen Wettkämpfen, w e bei den Sport kämpf en der alle zwei Jahre stal'f.ndenden Wartburgseste konnte der Gießener Wingolf immer wieder Sieger stellen. Er beteiligt sich selbstverständlich an dem Wehrsport der lluiversität. So wie sich die Verbindung 1920 saß geschlossen der Reichswehr zum Schutz des gedrohten Ostens zur Verfügung stellte, bringt sie weiter den Grenzlandfragen und den Fragen des Deutschtums im Ausland das lebhafteste Interesse entgegen und schickt ihre Teilrrehmer zu den Grenzlandfahrten. Vewußt auf dem Boden eii'.es nationalen Deutschtums stehend, lehnen seine Mitglieder alle internationalen Tendenzen und Bestrebungen ab. Sein Prinzip lautet: „Der Wingolf ist eine Studentenverbindung, die es sich zur Ausgabe macht, den Glauben an Christum, welcher die ganze Menschheit erfüllen soll, zu dem Grunde zu machen, durch welchen sie sowohl das Wissenschaft che Treiben, als auch das persönliche Leben allseitig läutern und durchdringen will." Es bekam schon 1921 den erläuternden Zusatz: „Der Wingolf verlangt von seinen Mitgliedern nationale Gesinnung und erzieht sie im vaterländischen Geist." Die bereits im 8. Jahrgang von Dr. Otto Weimar herausgegebenen, als Handschrift gedruckten Mitteilungen „Aus dem Gießener Wingolf" erfüllen die Aufgabe, den Zusammenhang der Philisterschaft untereinander und mit der Aktiven Verbindung zu pflegen und bilden eine wertvolle Ergänzung zu den „Wingolfsblättern". In Nr. 3 vorn 20. Juli grüßt der 90jährige D. Hermann Marx, Geh. Studienrat i. R. in Hannover-Kleefeld, den 80jährigen Gießener Wingolf: ebenso der in Gießen noch in guter Erinnerung stehende D. Dr. Ferdinand hatten- busch in Halle. Er meint: „Nie hat das Losungswort des Wingolfs, das di’ henos pantal (d. h. „durch Einen (Christus) Alles!") solche Bedeutung gehabt, wie heute." In einer Stärke von 26 Aktiven und 25 Inaktiven grüßt die Verbindung ihre Philister und Gäste. Der Rahmen des Festes ist schlicht und einfach. Zu seinen Höhepunkten wird wieder die ernste Feier an der ehrwürdigen Ruine des Gleibergs im Angesicht der reifen Saat gehören. Solange auf Erden Same und Ernte nicht aufhört, möge auch der Gießener Wingolf bleiben, Frisch! Fromm! Froh! Frei! Und sind wir längst gegangen, vielleicht zur Gruft hinein, mögst du noch blühend prangen, o Wingolf, hehr und rein! SJL-tfport 18. (Stoppe der „Tour de France". Bei der 18. Tagesstrecke der französischen Rad- rundfahrt waren bei schönem Wetter nur 159 Kilometer von Metz nach Charleville zurückzulegen. Da das Ziel schon nahe ist, blieben auch diesmal wieder ernst. gemeinte Borstöße aus. Ein Ausreißversuch der Belgier wurde bald wieder zunichte gemacht. Etappensieger wurde wieder einmal Leducq, der im Endspurt in der Fahrzeit von 5:09,48 Std. vor dem Italiener di Pacco, dem Belgier Sonde, dem Deutschen Stöpel und dem Franzosen Speicher gewann. In den Klassements ergaben sich keine Aenderungen. Kurze Gporinoiizen. Drei Pferde im toten Rennen, ein seltenes Ereignis, gab es am Mittwoch bei den Galopprennen in Krefeld. Im Preis von Krieckenbeck endeten Flügelmann, Wanderin und Völkerbund gemeinsam auf dem ersten Platz. Beim gleichen Renntag gab es im Wilhelmshof- Ausgleich, den Schwarzwald gewann, mit 1309:10 eine Riesenquote. Der Lufthansa-Pilot Willi Polte, der kürzlich eine Gesamtflugstrecke von 1 Million Flugkilometer für sich buchen konnte errang bet dem Schweizer Alpen- rundflug für Verkehrsflugzeuge auf seiner dreimoto- rigen Iunkersmaschine „Ju 52" Den ersten Platz. Auch den zweiten Platz belegte eine deutsche Maschine, nämlich das Dornier-Flugzeug „Do K." Deutscher Triumph beim Alpenrundflug Stadion Los Angeles im Scheinwerserlicht M KM LB Die Ostseite des riesigen Ovals des Stadions, das nun nach seinem Umbau 105 000 Zuschauer aufnehmen kann. Unsere Aufnahme wurde während einer Generalprobe der Beleuchtungsanlagen hergestellt, Die erlauben, Fußballspiele und andere Kampfveranstaltungen des Nachts bei taghellem Licht abzuwickeln. Am Sonntag tritt Aliendorf mit zwei Mannschaften zu Rückspielen In Klein-Linden an. Die Vorspiele am vergangenen Sonntag endeten: 1. Mannschaften 7:2 für Allendors, 2. Mannschaften 6:2 für Klein-Linden. Handball im Gau Hessen (D. T.) TD. Allendors (Lahn) 1. — TD. Wetzlar 1. Die 1. Mannschaft des TV. Allendorf (Lahn) hat für morgen, Samstagabend, ein Propa- gandaspiel mit der kompletten 1. Mannschaft des abgeschlossen, lieber die Spielstärke ber ©äfte, öi€ bereits seit einigen Jahren Kreis- klasse spielen, braucht nichts gesagt zu werden. Allendorf eine Gewinnchance einzuräumen, ist bei dem spielerischen Können des Gegners zwecklos. Es bleibt der einheimischen Mannschaft nichts übrig, als sich anzustrengen, ein ehrenvolles Ergebnis zu erzielen. Handball im Lahn-OünSberg-Gau. Schiedsrlchter-Velehrungsspiele in Hausen. Am Sonntag finden in Hausen Spiele zur Unter- richtung von neuen Mitgliedern der Schiedsrichtergruppe statt. Es sind hieran beteiligt die Mann- ichasten von Hausen II — Steinbach I und Albachl * gegen Hausen I. Giftpflanzen in In unserer heimischen Pflanzenwelt befinden sich nicht weniger als vierzig Arten, die giftige Stoffe enthalten, deren Genuß dem Menschen schwere Krankheit oder gar den Tod bringen kann. Manche rufen, je nach Art und Menge, in der sie genossen werden, durch ihren ätzenden Saft schwere Entzündungen hervor, andere wieder lähmen wichtige innere Organe. Leider kennen di« wenigsten Menschen die bei uns vorkommenden Giftgewächse. Nicht alle sind gleich stark giftig. Während wohl einig« in allen Teilen Giftstoffe enthalten, so finden wir bei anderen etwa nur im Wurzelstock, oder der Zwiebel, oder den Blättern, oder den Blüten, oder in zweien zugleich todbringenden Stoff vor. In folgendem sollen di« wichtigen Vertreter unserer gefährlichsten Giftpflanzen näher gekennzeichnet werden. Wenn noch Schnee und Eis die Erde bedecken, dann entfaltet schon die vielfach in Gärten an- gebaut« Christrose, auch Schneerofe genannt, ihre prächtig schneeweißen Blüten. Sie führt auch noch den Namen Nieswurz. In pulverisiertem Zustande wird die Wurzel zur Herstellung des Schneeberger Schnupftabakes benötigt: daher der Nam«. Wird si« aber irrtümlich gegessen, so kann si« unter Krämpfen und Koliken Den Tod herb«iführ«n. Im zeittgen Frühjahr, oft schon im Monat F«bruar, ist ein kleiner Strauch meist in Gebirgswäldern, aber auch vielfach als Gartenzierpflanz« anzutreffen. Es ist der Seidel- b a st oder Kellerhals. Seine rosaroten Blüten erfreuen unser Auge. Sowohl die roten Früchte, wie auch der scharfe Saft der Rinde enthalten ein starkes, tödlich wirkendes Gift. Wenn der Wonnemonat Mai die Erd« in junges saftiges Grün gekleidet hat, lockt der köstliche Duft des Maiglöckchens den Waldbesucher an. Er kann sie beruhigt pflücken, doch die roten Beeren, die sich später entwickeln, muß er meiden, um nicht schweren gesundheitlichen Schaden zu nehmen. Ein Zeitgenosse dieses Lieblinges der Menschen ist di« Kuh- auch Küchenschelle genannt, «ine Bewohnerin sonniger Hügel und lichter Wälder. Ihre dunkelviolette Blüten gleichen einem Glöckchen. Mitunter können die seidenartigen, silberflaumigen Blätter beim Sammeln anderer Kräuter mitgepflückt werden. Beim etwa unvorsichtigen Genüsse bewirken sie vorübergehende Blindheit und Störungen im Rückenmark und Gehirn. In ähnlicher Weis«, nur in viel stärkerem Maße, wirkt di« Wurzel des Eisen- oder Sturmhutes, dessen Heimat die Alpen, sowie die Mittel- und Süddeutschen Gebirge ist und bei uns in den Gärten gerne gesehen wird. Tritt Vergiftung durch ihn ein, die sich durch Kopfschmerz, Lähmung des Pulsschlages unb derAtmung anzeigt, so ist der Tob oft schon nach wenigen Stun- ben eine unausbleibliche Folge, wenn nicht ärztliche Hilfe raschestens in Anspruch genommen wirb. Sogar bewirkt.ber Sturmhut, im Blumenstrauß getragen, schon ein Anschwellen ber Hanb. Wohl bas gefährlichste Gewächs aller Giftpflanzen unserer Heimat ist Sie Tollkirsche, beren glän- zenbe schwarze Beeren einer Herzkirsche ähneln, leicht deshalb von Kinbern besonbers für eine solche gehalten werben. Beeren unb Wurzel sinb bie giftigsten Teile ber ganzen Pflanze. Fast jeben Sommer fordert sie Opfer, selbst Massenvergiftungen durch sie sinb bekannt. Drei bis vier Beeren genügen, ein Kind zu töten. Amseln unb Drosseln verzehren sie jeboch, untrer Heimat. ohne Schaben zu nehmen. In früheren Jahren benutzte man ben roten Saft ber Beeren in Italien zum Schminken. Unheimlich wirkt bas auf Schutthaufen unb an Wegen wachsenbe Bilsenkraut, ein-, allbekannte, sehr giftige Pflanze mit feinen klebrigen Blättern unb feinen oiolettgeaberten schmutziggelben Blüten, bie einen betäubenben Geruch abgeben. Im Aberglauben spielte bas Bilsenkraut eine große Rolle; sie bitbete einen Hauptbestandteil ber berüchtigten Hexensalbe. Zur gleichen Pflanzengattung, zu ber bie beiben letzten gehörten, nämlich ben Nachtschattengewächsen, gehören weiterbin noch eine ganze Reihe anbere Giftpflanzen. Als nächster Verwanbte unserer nützlichen Kartoffel sinb ber Schwarze unb Bittersüße Nachtschatten zu nennen. Als lästiges Unkraut in ben Gärten unb Felbern enthalten nameotlid) bie schwarzen Beeren ein starkes Gift. Der gefürchtete S t e ch a p f e l ist ein vielfacher Nachbar bes Bilsenkrautes, mit seinem übelriechenben Kraut. Die skächelige Fruchtkapsel enthält bie vielen schwarzen Samen, bie am giftigsten für uns Menschen sind; von Vögeln aber gern als unschäblich verzehrt werben. Wer kennt nicht ben prachtvollen Golbregen, ber in seinen golbgelben Blütentrauben boch ein gern gesehener unb beliebter Zier- ftraud) unserer Gärten unb Parkanlagen ist? Er enthält, besonders aber in ben schotenartigen Früchten, einen sehr scharfen Giftstoff. Gar manches Kind mußte schon sterben, weil es nur an ben Blättern ober Blüten getaut hat. Auf Walbblößen prangt im Sommer ber prächtige rote Fingerhut. Alle Teile bieses stolzen Gewächses verschulden beim Verzehren infolge bes Giftes gleichfalls manche gefährliche Erkrankung. Schlimmer noch als bie im Waldesschatten wachsenbe E i n b e e r e, bie als schwarzblaue Beere, von Kinbern gegessen, verhängnisvoll wirken kann, ist bie Eibe, auch Taxus ober Lebensbaum genannt. Nicht nur die Samen, sondern auch die breiten Nadeln enthalten ein betäubendes Gift, das alle inneren Organe angreift; Herz und Lunge lähmt, so daß der Vergiftete plötzlich erstickt. Weideplätzen und Straßen muß die Eibe ferngehalten werden. Irgendwelches Vieh, das von den Npdeln zu fressen bekommt, muß elend unb unter furchtbaren Schmerzen oereinben. Neben ber Weißen Zaunrübe, deren Wurzel stark giftig ist, darf nicht die große Familie der Sch i e r l i n g e vergessen werden.(Vor kurzem wurden an dieser Stelle die verschiedenen Erscheinungsformen des Schierlings eingehend erörtert.) An Zäunen und Gebüschen klettert die Weiße Zaunrübe empor, die eine sehr stark giftige Wurzel besitzt. Wenn der Herbstwind durch die Stoppeln weht, und die meisten Blumen bereits zur Winterruhe ge-< gangen sind, bann sprießt noch eine sehr giftige auf ber Flur hervor unb gibt ihr ben letzten Schmuck: es ist bie Herb st zeitlose. Nicht nur bie Samen unb Knollen sinb sehr giftig, fonbern auch bie übrigen Pflanzenteile sinb selbst im Heu noch außerordentlich^ schädlich, weshalb sich Weidetiere — außer Schafen —" nicht an ihr vergreifen. Nur fünf Gramm genügen von bem Samen, einen Menscyen innerhalb weniger Tage zu töten. Wie eingangs gesagt, sollen nur Die wichtigsten bei uns vorkommenben Giftpflanzen aufgeführt werben. Wenn sie auch alle dem Menschen als ein gefährlicher unb gefürchteter Feinb erscheinen, so werben sie mitunter aber in ber Hand bes Arztes zu einem wichtigen Wohltäter unb notmen- bigen Heilmittel. B. Wirtschaft. Berlin enttäuscht. Berlin, 29.Juli. (WTB. Funkspruch.) Obwohl man für heute, b. h. zwei Tage vor ben Wahlen, kaum Geschäft erhofft hatte, würbe man doch zu Beginn des Verkehrs durch die Geringfügigkeit der Umsätze überrascht. Auch rein stimmungsmäßig war eine gewisse Enttäuschung festzustellem da man nach dem besseren Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse mit einer etwas freundlicheren Tendenz gerechnet hatte. Es fehlten aber an besonderen Anregungen. Den anziehenden internationalen Warenpreisen stand die Meldung von einer Gefährdung des österreichischen Kabinetts gegenüber, auch verstimmten Gerüchte, die von einer weiteren Zinskonoersion wissen wollten. Man sprach von Neuanlagen englischer Stillhaltegelder, z. B. in Ilse und Bekula. Im großen und ganzen war das Geschäft jedoch weiter sehr klein, so daß Kursveränderungen von Belang nur vereinzelt eintraten. Neben Bekula waren Licht & Kraft, Lahmeyer mehr als 1 v. H. gebessert, während anderseits Rheinische Braunkohlen mit minus 2 v. H., Elektro Schlesien mit minus 3,25 v. H. und Kali Aschersleben mit minus 1,5 o.H. durch schwache Haltung auffielen. Bei Schwankungen bis zu 0,25 v. H. nach beiden Seiten lag der Aktienmarkt auch im Verlause sehr ruhig. Später setzten sich dann allerdings überwiegend leichte Befestigungen von 0,25 bis 0,5 v. H. durch, wobei man Tauschoperationen von Renten i n A k t i e n beobachten wollte. Eine weitere Tauschtransaktion scheint man am Rentenmarkt auch noch in der Form vorzunehmen, daß man daher verzinsliche Werte in weniger verzinsliche wechselt. Auch das Interesse für die Altbesitzanleihe scheint hierin begründet zu sein. Das Geschäft wurde ziemlich lebhaft, und der Kurs zog auf 45 o. H. an. Neubesitz- anleihe und Reichsschulbbuchforderungen lagen vernachlässigt. Von Jnbustrieobligationen hatten bie sechsprozentigen Krupp einen Anfangsgewinn von 1,65 v. H. zu verzeichnen, von bem sie im Verlause mleber 0,5 v. H. abgeben mußten. Auslanbrenten wiesen nur geringe Veränberungen auf. Am Gelbmarkt war bie Situation vor bem Ultimo weiter versteift. Tagesgelb zog auf 5,75 v. H. an unb war nur noch vereinzelt mit 5,65 o. H. erhältlich. Sranffurf still. Frankfurt a. M., 29. Juli. (WTD. Draht- melbung.) Das Näherrückcn des Wahltages lieh das Geschäft weiter merklich einschrump- f e n, da man allgemein stärkste Zurückhaltung an den Tag legte, zumal besondere Anregungen nicht Vorlagen. Die Stimmung wax aber nicht unfreundlich. so daß die Kurse der gestrigen Abendbörse meist unverändert blieben. Die feste Tendenz der gestrigen Neuyorker Börse bot der Börse zwar eine Stütze, vermochte aber keine Belebung des Geschäfts herbeizuführen. Die erjten Kurse eröffneten uneinheitlich, wobei sich die Veränderungen die Waage hielten. Am Elektromarkt lagen ä-hade mit minus 4 Mk. weiter schwach, Siemens eröffneten mit 121 Prozent unverändert. I.-G. lagen mit 86,65 Proz. behauptet, Metallgesellschaft und Rütgerswerke gaben bis zu 0,50 Prozent nach. Don Dergwerksaktien setzten Harpener 1,13 Proz. höher ein, wogegen Stahlverein weiter leicht abbröckelten. Schiffahrtswerte lagen bis zu 0,75 Prozent freundlicher. Reichsbankanteile blieben mit 123,50 Proz. nur knapp gehalten. Am Rentenmarkt herrschte ebenfallsGe- s ch ä f t s st i l l e. Nur Deutsche Anleihen lagen etwas lebhafter und höher, besonders Altbesitz, die im Verlaufe bis zu 1 Proz. anzogen. Reichsschuldbuchforderungen und Reichsbahnvorzugsaktien zogen bis zu 0,50 Proz. an. Goldpfand- briefe waren weiter angeboten und bis zu 0,75 Prozent schwächer, während Liquidationspfandbriefe uneinheitlich lagen. Beim Scheibenschießen erschossen. WER. Marburg, 28. Juli. Im benachbarten Gemünden ist der Arzt Dr. Schütz auf tragische Weise ums Leben gekommen. Er vergnügte sich mit dem bei ihm zu Besuch weilenden 14jährigen Sohn eines Pfarrers aus Hcrsfeld mit S ch e iben schießen, wobei ein Luftgewehr benutzt wurde. Später nahm Dr. Schütz seine Pistole, mit der er ebenfalls einen Schuß auf die Scheibe abgab. Als er die Scheibe nachsehen wollte, ob der Schuß getroffen hat, legte der Jung«, dem er die Pistole zum Halten gegeben hatte, an und schoßden Arzt t o t. Allem Anschein nach hat er mit der Pistole gespielt. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) 0. h. in Gießen. Sie müssen sich an bas Pacht- einigungsamt, b. h. an bas Amtsgericht wenben, bem ersteres eingegliebert ist. Dieses hat zu prüfen, ob es ber Billigkeit entspricht, baß Leistungen, bie unter Den oeränberten allgemeinen wirtschaftlichen Ver- hältnissen nicht mehr gerechtfertigt fine, anberroeit festgesetzt werben. Die wirtschaftlichen Verhältnisse beiber Vertragsteile sinb angemessen zu berücksich- tigen. In erster Linie ist auf einen Vergleich hinzuwirken. Der orbentliche Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gegen bie Entscheibung ist Berufung an bie Berufungsstelle bes Landgerichts zulässig. W. in Gießen. Für ben Sturz, ben jemanb auf einer gebohnerten Treppe erleidet, kommt als haftpflichtig nur ber Hauseigentümer in Frage. Die Schabensersatzpflicht ist Tatfrage, hängt also ganz von ben Umftänbcn ab, unter Denen sich ber Sturz ereignet. Kannte ber Geschäbigte z. B. bie O.ertlich- keit, wußte er, baß bie Treppe bes betr. Hauses ge- bohnert war unb war er noch burch einen Anschlag im Hausflur auf bie Tatsache hingewiesen, so sind die Prozeßausficyten für ben Geschädigten sehr gering. Anders aber liegt der Fall, wenn der Sturz sich auf ber gebohnerten unb nach eingetretener Dunkelheit auf einer unbeleuchteten Treppe ereignete. In letzterem Falle haftet ber Hauseigentümer für den entstandenen Sach- oder Personenschaden. . 55'<4 A 1»!^ Das schlechte Wetter hat mir diesen Streich gespielt. Was ich dabei verliere, kommt Ihnen zu gute. Für die schönen Tage, die wie im vorigen fahre gewiß noch im September kommen, kaufen Sie unverhältnismäßig billig ein hübsches Sommerkleid und im nächsten Jahre werden Sie sich erst recht freuen, daß Sie diese günstige Gelegenheit benutzt haben. 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AN--Z _ 3 3 a> -=*3 O.- — 05 ID "5 c ?*Bo5 xd o ^zrs<. . 23^ 3 S >- -n “ a> C iC5 .2c2 Z -O G :E -b x> 67 3 t 05 3 3 3 S 3 O 53 5*=" 3§2 §3-2? 05 »1(9 a».E 2s 3 c = 5 -E' E ML- 2szS S-"E <= a. 5 3^.2^ a,° °Ä 2 icQ c 5 ® •» m 2 3 a>-£ a E 3 io e m .£> O a> Z Lb A a» 5 — HZ LX5 l- ™ — *c o .E-W ' E ' ~ 3=5 0 3 3- 3 »• -71 o£ 5^- Ä 3 ' L 3 3 O A ■- 3 O 3- :O £ - o 3- 05 2*e N E E (D-° -ZJZ C XD — 2 = a? 3 g,18 7n 3 S I - 1 E 3 5 "3.Ä ö Z c.2tp ‘a. 5 5 G 3 — 3 052 := E EL es "3 a> 's: — 3 "»» .E 3 a'' •e5 Ä.*e JO - 'S " ZZö-ß- S2 I * e ; 1 3 5 cito o »a. o to c SA< ■°3- 2» »-- , . —- 3 L. o = 2£ a- a» O 5**219 »i ■ -t-*3 - L =aj O a> 3 §§Ä ...u^ = G S E 05 ■°SC?Eu 2 3 3 *5 C -n a> a> 'S*.. ^*K — G —• a. 3 jo a> O e<9 ä(9 o ,: 3 a» ^33 *2 3 s ‘—'Sx a> ■= 3 O_ 3 _ ZS.2 ° 85 3 *3 — — - 3 ce"E-”h V c 3 E 3 * 5 »i @E s’-e*' — g ** — »* 3 O 3 •€£ /JGÄ c 3 2 sro-- «. 2? 3 3 »- -n "5 2 3 3'.* o 3- a. =--a 2 2^33-3 — U» Q C-« 19 8 A o 2 a, . 05 Ä 3 5 •e in e 3 *0 3 a. « O 3 •- E a£ c *f~ ’ 5 - ** 3 JO m -8**0 -Z .»> 3 o-§ AL 3 H ‘ 3-q'3*e ö S 6. -- -LZ G 2 ■- v 5 -- <003 o<9 o 2 w * oL 3 a, CC O 3 ®» 3® 5 3-g-: 32^- -- Ä — E , , 05 — ZD tg§ -öKto w 3~ C ■2 g^’T" 8 ^-6*3*= 2 to -lf 3 a, 3 3 at 3 .n 4> sd 3 — — C^-iäE, O 75 .n — 5 a. 4» a» y 0 = ^8= L-S* 03^ 2 -n.E^'C - „ 5-° E D“ * 3A-*b 2 3ä a, 5 3^3X5 c~ *" i- a# X - — 3—2.0.3 E 2 •o 3 3 •ti 3 5 3 -3 0» o 3 3 w -» 3 O ■8 3 •o 3 « 3 3 3 5 3 ® 05 3 O « e=? 3 ® 6i= s'S'C “5^0 9-^ 08 Bä ö 3SÖ s iSg’S 3-ä<= = S« oSÖ .5-8 ro*3* E Sts 53* CflD 3 §s^8 .3 o = o Bös? o3 ex K) 3 E ro g 3 8 «•5 "3 » ?=■§ 3 2 Ö Gl 3 a3 d öoS- D 'S* o & 8 3 cxm 3*3 3e 8 61 A K 5 ex 3 3 •@W3 g.or -.33 K 2 5 r»ftsmca«ös r rs^ 5':_g.'ra 2 « E tS3 3 2. 5 o-3 3 ■ a «8 a®5 ä«3 C=Cfl 3 8 H 3 3 0 3 61 ”303 3 ro S 8cx 3> ÄSGl^n 3§ s 3to 2-3 = 3 c ~1 2 3 iS 5 8 to 2.0 8 3E 3^5 A 3. AS' s.a-S s t2aa = 3 S H- 3 3 S2. 3.8 3 ® 3 3-E 3 —'3 = 3* 3Z. o AS- = '»•?' ■3= Z. 3 5 o> »2. S ö So ro‘ E: 3 -r <3- — I» o “8 5 5 3 3 Uex te 3 3 2 8 O 3 3 5 5 5-6)L2 O 5 = 3 a«g£B aa »= CR 612 8 = = O 61 = Öl 6) e ®a 2 «3 ?a61 £ 3 S £e§ <2)2 A- O E w gs.1^8. 5 5 L2 o $3% »5 61w 3 :3 o h^I - o ro 2. S8 2.3 2 A "9? 3 8 6)~ g 3.® 2 3 3L-3-2 613 3 o L3 ex 5 3- O ry 3 r> => cfl a 2«a- ftoS 6)£ •61 iS ö iS 5 3’ iS S .3 3 o a-c 5 Sa H3 ^STgSSg 8Cfl = öö»=® 3 O I a «3Z 2 8 8 2 61 = aa a 61 -1 - 3 --Y 8§.2 8 a 3 er a 8 3 3 %>ä _, O o o = a 3*2 a y :. H :§ = s "-25 L8 A §.a aaas o vs. H 612 =■3. ~ 8 •■ 80 s 2 55 aa 3 0 Z.2 3- =•<» 2.5 = a o a s a S3 .3-2 Ag = a ro 61 o: iS?» 3 2 « ->C)?2 L> 3=553 2 § 5f« *a» 3 in ro 3 3-3 3'o’Z. 3 5 3 3 61 a a a a 2’ 9 3 5 dfl 3 61 2a 3 2. 5« 8 o ui % 3 5 & o 3 ■& 3 w S 5 y la 3 g 3 3 5 a 61 3 n 3. H «Ä. •'q’3' ÖT 5 £>; ? T' <$t « A 5. W- (S> 5 r> o* ZA" 61 S E OÄ s® •er-TZ. E# E O ö Ö <*> c vt t -Z 5,8 5:ä = iS §3 5 D 3 *1 HD3 - 3^:=C 3 a-—r ra o ' 3* 8#=. o- «a Z » 8 • El s 3 5 'S) 3 2. öl'* 3- »®a 2:' 61= e 3« «1S- 5 3§ S5« 3 ro 3 3-8 8 2 8« ÖF» C 3 ti 3 5® iS 7,2 = a= 2.3 ”3- CÖD Cfl f ö » 8-612 ö(So3-2. uT== ip^ _ 8 e =: 6I2. = 9t Cn E = a ao a 3 3 a»3 a_ ^ca - 2 Z 03 Z.5 =' 8 2-3 2-3 —*1 n 3 c/ A-o Ao Z iS' - ff 8 cu § LA 3 ex 3 61' 5 8 o 2. 5 -a„= 8 5:5 a o-a 61o 3 o 3 2 a> S53" o c/- i- -g'^as -a 2Z-0 ' ro 3 2 a:§”5 2 8 ä = a^= w 5 X-. o :a;2 _ö5f2 3 D<= 5S 3a £• L»-o 3 «=s „_ p-a o a 3 saa{? «> 2 ®g-»l aS aa tZ- 3 D 6ia r9-' 3 61V " 6>a = |.®6ia g 2.a «> 5 tiS(s": = ^">S <3- CX"=? W "0 — 0 2* = 3 —5 :3§.i= * 0 s-61o « aöiaa- ■ 8’5 tyS^s =a ?a e 33'3 5 U> 5.61^^ a o 3 £3 6) E 3 a«CZ |£ = cxag a^ Z = c o 0 er ® 3a<-x 3 o —. o 2 ff) o d- E □$. u er 5 o 61 8'3t o r*n ö D 2. S a§o 3 = 2 2.8«= 5« 2.3? o 613 2- - aoi® 2. Sa= Sr -3 O o o =, B = ■2 o o a p’.-a « ®ao? | = 3-0' OZZ er — 3 2 a Cf) gts S 83r "3 3Z" A, gS-otölq ifflg3 s "* ® o a 3 = E g ‘ 3 o 2.-a - - E -E aa= o S" 3 er 5 S o • o' as.a^ —2 0 3—- O'E'in = ra —• R OC MS"® e s-a3 £ s _ a « 3 3 a§" —O-’’ 3 o’ tlä»f 1 13=6)0 61« aaa Z o -8 aE 2 E o u> -a-° "3 8^ 3 = —033 L 3 A 3 2:0 o a = q Crop3 3 g 3 aaa’ SS-g- = E- 3 2 o 2.® s sa - = 2. a 2 3.0 5 a a - "61o Sa o 3 A « 8 S 8 3:5 £a3 61 2. a. 3 o a-t ui —. -a o o o 0 o-isOo 3 a§ 8 3 3 r-A 3 3 8 3 3 8 8 8 3 8 8 3 8 3 3 8 8 5 8 8 8 61 8 3 ? 5 5 8 3 3 O ögg’ 8 § g. 08 61 3 S- 2. _ a g. AmlsverkündigimgMtt für die provinzialdireklion Obecheffen und für das Kreisami Eießen Rr 52 29. 3uli Rur durch die Post zu beziehen. 1932 Die Wahlvorschläge für die Neichstagswahl am 31. Juli 1932 Amtlicher Teil Bekanntmachung Gemäß § 62 der Reichsstimmordnung gebe ich die vom Kreiswahlausschuß des Wahlkreises Nr. 33 Hessen-Darmstadt in der öffentlichen Sitzung am 20. Juli d. I. zugelastenen und festgesetzten Krciöwahlvorschläge, weiter die vom Verbandswahlausschuß des Wahlverbandes Nr. X Hessen in der öffentlichen Sitzung am 20. Juli b. I. zugelassenen Verbindungs- erklärungc«, ferner die Slnschlußcrklärungeu, samt den in den Anschlußerklärungen bezeichneten Neichswahlvorschlägen hiermit bekannt. Darmstadt, den 25. Juli 1932. Der Kreis- und Vcrbandswahllciter Bornemann. L Kreiswahlvorschläge Nr. 1. Sozialdemokratische Partei Deutschlands 1. Dr. Mieren dorff. Carl, Schriftsteller, Darmstadt, Hügelstraße 65. 2. Ritzel, Heinrich Oberregierungsrat, Gießen, Gailstr. 6 3. Weber, Wilhelm, Gewerkschaftsangestellter, Offenbach a. Main, Karlsstraße 68 4. Stcffan, Jakob, Prokurist, Oppenheim, Mainzerstr. 96 5. Korn, Elisabeth, Hausfrau, Darmstadt, Pankratiuöstr. 4 6. Rink, Georg Aloys, Metallarbeiter, Urberach, August- Bebe l-Straße 27 7. Dr. Gumbel, Konrad, Dipl.-Volkswirt, Gießen, Am Kugelberg 1 8. Lutz, Wunibald, Parteisekretär, Worms, Würdtweinstr. 14 9. Jentzen- Schreiber, Bcrty, Hausfrau, Gießen, Neustadt 32. 10. Lux, Anton, Gastwirt und Bürgermeister, Nieder-Flor- stadt, Altenstädterstraßo 18 11. Ofenloch II., Philipp Jakob, Bauunternehmer, Bürstadt, Mainstraße 91 12. Wittich, Bruno, Parteisekretär, Butzbach, Zipfenweg 20. Nr. 2. Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (hitterbewegung) 1. Lenz, Karl, Schriftsteller und Gauleiter, Darmstadt, Bismarckstrabe 11 2. Kern, Fritz, Fabrikarbeiter, Eberstadt, Alte Darmstädter- straße 45 3. Rosenberg, Alfred, Hauptfchriftleiter, München, Ansprengerstraße 101 4. Ringshausen. Friedrich, Lehrer, Offenbach a Main, Friedrichsring 30 5. Schneiühuber, August, Major a. D., Koblenz-Ehrenbreitstein 6. Dr. Wagner, Richard, Dipl.-Landwirt, Mittelgründau 7. Klähn, Friedrich, Oberpostsekretär, Darmstadt, Teichhausstraße 19 8. Schütze, Johannes, Oberbuchhalter, Dillenburg, Reh- gartcnstraße 7 9. Weiskopf, Wilhelm, Lehrer, Nieder-Wiesen lRhcinh.) 10. Weller, Otto, Müllcrmeister, Schlitz 11. Zehfuß, Johannes, Lehrer, Knoden, Kreis Bensheim 12. Knab, Karl, Pfarrer, Mainz-Gustavsburg,'Darmstädter- Landstraße 77 13. Diehl, Konrad Philipp, Landwirt und Bürgermeister, Hochweifel (Oberh.) 14. Dr. Sochatzy, Konrad, Arzt, Alzey, Spießgasse 16 15. S ch iv i n n , Wilhelm, Gast- u. Landwirt, Ober-Kainsbach 16. Seibel II., Wilhelm, Landwirt, Fauerbach v. d. H. 17. Dr. Müller, Heinrich, Regierungsrat, Alsfeld, Junkergarten 10 18. Claß, Friedrich, Obersteuerinspektor, Darmstadt, Mar- tinsstraße 31 19. 8 en er II., Friedrich, Landarbeiter, Framersheim (Rhh.) 20. Göckel, Heinrich, Landwirt, Langen, Dieburgerstraße 2. Nr. 3. kommunistische Parlei Deutschlands 1. Remmele, Hermann, Metallarbeiter, Berlin-Schöneberg, Luitpoldstraße 47 2. Brenzel, Otto, Schreiner, Frankfurt a. M.-Fechenheim, Am Rütschlehen 6 3. Zeiß, Franz Jakob, Lederarbeiter, Fürth j. Odw. 4. Schmidt, Friedrich Heinrich, Sattler, Offenbach a. M., Bismarckstraße 76 5. Geist, Maria, kaufmännische Angestellte, Frankfurt a. M., Wittclsbacher Allee 143 6. W ö r n e r, Friedrich, Silberschmied, Langendiebach, Mittelstrabe 1 7. Hild, Paul, Elektromonteur, Offenbach a. M., Ludwigs- straße 12 8. Bauer II., Heinrich, Lederarbeiter, Hofheim (Hessen) 9. Wörtge, Fritz, Eisendreher, Darmstadt, Heinhcimerstr.9 10. Koch IV., Philipp, Steinmetz, Neustadt i. Odw. 11. Schmidt, Peter, Hilfsbetriebsasststent, Bickenbach (Hess.j, Pfungstädterstraße 15 12. Rühl, Walter, Sck>losser, Gießen, Schottstraße 27 13. Loth, Josef, Metallarbeiter, Friedberg (Hessen), Klausen- straße 26 14. Reinhard, Martin, Maurer, Groß-Zimmern, Georgen- häuserweg 12 15. Herrschaft, Anna, Fabrikarbeiterin, Sanübach i. Odw. 16. Kronewald, Anton, Stukkateur, Langen, Mainstr. 15 17. Reichardt, Georg, Kraftfahrer, Bingen, Rathausstr. 10 18. Gonöolf, Jakob Albert, Zimmermann, Dieburg, Fried- ruh-Ebert-Straße 23 19. Weber, Berthold, Schlosser, Michelstadt i. Odw., Schul stratze 4. Nr. 4. Deutsche Zenlrumsparlel L ® r ü n t n g , Heinrich, Reichskanzler a. D.. Berlin, Wilhelmsitraße 77 2. Dr. B o ck iu s Fritz, Rechtsanwalt, Mainz, Betzelstraße 14 3. Knoll, Wilhelm, Oberregierungsrat, Darmstadt, Schloß 4. Blank. Sebastian Pankraz, Landwirt, Gaulsheim (Rhh.) 5. Diehl, Lorenz, Stadtratsmitglied, Mainz-Kastel, Carlo- witzstraße 18 6. Herd, Johannes Joseph, Kaufmann, Osfenbach a. Main, Rööernstraße 24 7. ö att einer. Else, Hausfrau, Darmstadt, Hermannstr. 43 8. Gahr, Hans, Lehrer und Generalsekretär der Hessischen Zentrumspartei, Mainz-Kastel, Carlowitzstraße 9 9. Ludwig, Josef, Landwirt, Gonsenheim, Budenheimer- straße 31 10. Schmidt, Ludwig Wendelin, Buchdruckereifaktor, Harheim, Taunusstraße 68 11. Krämer, Adam, Privatbeamter, Offenbach a. M., Dom- straße 72 12. Becker, Johann, Lederarbeiter, Worms, Cornelius-Hcyl- Straße 25 13. Sartorius, Johann. Profesior, Stuöienrat, Mainz, Uferstraße 21 !4. Rupp, Hans, Profesior, Beigeordneter, Heppenheim a. d. B., Graben 11 15. Wesp, Johann, Gewerkschaftssekretär, Darmstadt, Spessartring 7. Nr. 5. Deutschnationale Votkspartei 1. Hugenberg, Alfred, Geheimer Finanzrat und Gutsbesitzer, Rohbraken bei Rinteln 2. Lahr, Karl, Landwirt, Ober-Hilbersheim 3. Dr Meesmann. Paul, Verwaltungsdirektor, Gießen, Leihgesternerweg 20 4. Bauer, Ludwig, Schneidermstr., Darmstadt, Heröweg 62 5. «chell, Otto, evangelischer Pfarrer, Worms-Pfifflighcim, Landgrafenstraßc 83 6. Hoffmann, Heinrich, Feuerwehrmann, Worms, Rosen- gasic 14 7. Sejeune, Theodore, Hausfrau. Bad - Nauheim. Park- straße 34 8. 5t n echt. Georg, Landwirt und Altbürgermeister, Mittelgründau 9. Barth, Joseph, Oberstleutnant a. D., Darmstadt, Hobrechtstraße 30 a 10. Böhm, August, Amtsgerichtsrat, Bad-Nauheim, Goethe- straße 14 11. Nachtigall, Fritz, Schlossermeister, Gießen, Gnauth- straße 4 12. Lucius, Eduard, Rechtsanwalt, Mainz, Stadthausstr. 11. Nr. 5 a. Radikaler Riittelstand 1. Mylius, Helmuth, Schriftsteller, Frankfurt a. M., Musikantenweg 46. Nr. 6. Deutsche Volksparlei 1. Dingelöey, Eduard, Rechtsanwalt, Berlin W, Lützow- platz 13 2. Dr. Niepoth. Friedrich, Bürgermeister, Schlitz 3. Kloos, Anna, Hausfrau, Darmstadt, Mathildenplatz 17 4. Pfeiffer, Richard, Landwirt, Schwabenheim a. d. S. 5. Heyne, Richard, Rechtsanwalt, Offenbach a. M., Bettina- straße 1 6. Ahl, Georg, Polizeiverwaltungssekretär, Darmstadt, Soderstraße 39 7. H e u s o h n , Heinz, städtischer Angestellter, Darmstadt, Liebigstraße 79. Nr. 7. Reichspartei des Deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei) 1. Ludwig, Adolf, Rechtsanwalt, Ober-Ingelheim 2. Reibert, Heinrich, Kaufmann, Neu-Isenburg, Feldberg- straße 38 3. Dr. Walzer, Felix, Arzt und Sanatoriumsbcsitzer Bad Nauheim, Rittcrshausstraße 5. Nr. 8. Deutsche Staatspartei 1. Dr. Reinhold, Peter, Reichsminister a. D., Berlin- Dahlem, Heideweg 7 2. Dr. Weiner, Karl, Oberstudiendirektor, Offenbach a M., Buchrainweg 22. Nr. 11. Christlich-sozialer Volksdienst (Evangelische Bewegung) 1. Beiöt, Karl, Pfarrer, Frankfurt a. M., Taubenstr. 23 2. Dr. Koch, Georg, Professor, Universitätsbibliothekar, Gießen, Moltkestraße 22 3. Kunz, Georg, Oberpostfekretär, Bensheim, Nichard- Wagner-Straße 3 4. Page, Otto, Pfarrer, Mainz-Weisenau, Hopfengartenstraße 22 5. Heßler, Ferdinand, Oberrangiermeister, Bad-Nauheim, Frankfurterstraße 4 6. Schneider, Ludwig, Studienasiesior, Darmstadt, Mathildenstraße 34 7. Götz, Jakob, Angestellter, Worms, Roonstraße 8 8- Carl, Ludwig, Verwaltungsoberinspektor i. R., Bad- Nauheim, Ernst-Ludwig-Ring 21 9. Dr. Georgi, Ernst, Arzt, Nieder-Ramstadt. Nr. 11 a. Volksrecht-Partei 1. Bauser. Adolf, Oberschulrat, Stuttgart, Hölderlinstr. 57 2 Lorenz, Hermann, Bankbeamter, Gießen, Nödgener- straße 16 3. Westphal. Maria, Kleinrentnerin, Offenbach a M., Schloßstraße 10 4. Lindt, Adolf. Justizrat. Darmstadt, Friedrichsstraße 21 5. Teuffert, Elsa, Aeamtenwitwe, Harburg-Wilhelmsburg, Kapellenweg 43 6. Luft, Ferdinand Lorenz. Rentner, Neu-Isenburg, Bansa- straßo 31 7. Naumann. Paul, Mechaniker. Offenbach a. M., Goethe- straße 53 8. B r e n k. Friedrich, Justizrat. Berlin-Tempelhof, Albrechtstraße 100. Nr. 17. Sozialistische Arbeiterpartei 1. Portune, Andreas. Metallschleifer, Frankfurt a. M., Ackermannstraße 33 2. Ohlhof, Fritz, Redakteur, Mainz, Hugo-Preuß-Straße 44 3. Galm, Heinrich, Gewerkschaftsangestellter, Offenbach a. Main, Bachstraße 35 4 Kinkel, Hans, Staatsarbeiter, Darmstadt, Kranich- steinerstraße 24 5. H e b e i s e n. Karl, Schuhmacher, Offenbach a. M., Lili- straße 22. Nr. 20. Deutsche Sozialistische Kampfbewegung 1. von Mücke, Helmuth, Kapitänleutnant a. D. Nieblum auf Föhr, Haus „Deichhof" 2. Oldenburg, HanS-Ulrich, Schriftleiter, Berlin-Char- lottenburg 2, Kantstraße 22 3- Z^ild Gotthard, Packer, Berlin NO. 55, Hufclandstr.28 4. Roth, Georg, Kaufmann, Mayen (Rheinland). Golostr. 19 5. Fischer, Georg. Büroangestellter, Berlin-Reinickendorf O., Becherweg 10 6. Ullmann, Paul, Strumpfwirker, Lößnitz (Erzgebirge), Auerstraße 158. Nr. 24. Kampfgemeinschaft der Arbeiter und Bauern 1. Schneider, Jakob, Metallarbeiter, Dreher, Darmstadt, Gutcnbergstraße 39 2. Will, Friedrick Landwirt. Ueberau 3. Heß I., Jakob, Landwirt, Nackenheim a. Nh. 4- A "er, Susanne, Arbeiterin, Groß-Gerau, Rhcinstraße 30 ,1$ I-' Michael, Landwirt, Biblis, Heinrichsstr. 13 o. Jeck IX., Johannes, Landwirt, Nieder-Licbersbach Kr. Heppenheim 7. Leonhard, Karl. Geschäftsführer. Darmstadt, Blcich- straße 41 8- He i l l., Friedrich, Landwirt, Stockstadt a. Nh. 9. Roh le der, Käthe, Kontoristin. Darmstadt, Barkhausstraße 12 10. Sauer, Friedrich. Wagnermeister, Griedel (Oberhcssen). Nr. 28. Arbeiter- und Bauernpartei Deutschlands, Christlich radikale Volksfront 1. Heller, Vitus, Schriftleiter, Würzburg, Wolframstr. 3 2. Kleffmann, Friedrich, Lehrer. Clieve. Kr. Lippstadt 3. Lieder, Franz, Arbeiter. Düsseldorf-Reisholz, Grau- dcnzcrstraße 33 4- Schirmer, Franz, Schreiner, Schwelm. Bahnhofstr. 71 5. Eckervogt, Heinrich, Schreiner, Dortmund, Missunde- straße 41 6. Weber, Eugen, Elektromonteur, Aachen, Hindenburg, straße 64 7. Streit, Johann, Angestellter, Nieder-Lahnstein, Hochstraße 30 8. Buhl, Leo, Bauer und Bäcker, Fladungen (Rhön> 9. Stahl, Wendelin, Bauer, Soden (Spessart) 10. Ruppert, Franz, Kaufmann, Gambach a. M. Nr. 29. Rationalsozialistische Kleinrentner, Jnflations- geschädigte und Vorkriegsgeldbesiher 1. Beer, Hans, Verleger, Berlin-Lichterfelde, Berlinerstraße 124 2. P reukschat, Erich, Verleger, Berlin SW. 61, Tempelhofer Ufer 16 a 3. Sielmann, Gustav, Rentner, Berlin O., Müncheberger- straße 10. Nr. 30. Hreiwirkschafisbewegung für Heiland, Areigeld, Aestwährung 1. Keidel, Hugo, Oberingenieur, Stettin Friedrich-Ebert- Straße 22 2. Dr. R o t h, August, Volkswirt, Friedberg (Obh.), Städterstraße 3 8. Diep old, Ferdinand, Studienrat, Amberg (Obpf.), Wingershoferstraße 2 4. Kräh, Hugo, Buchdrucker, Obergelpe, Kr. Gummersbach. II. Verbindungserklärungen 1. Nr. 1 Sozialdemokratische Partei Deutschlands des Wahlkreises Nr. 33 mit Nr. 1 Sozialdemokratische Partei Deutschlands des Wahlkreises Nr. 19 2. Nr. 3 Kommunistische Partei Deutschlands des Wahlkreises Nr. 33 mit Nr. 3 Kommunistische Partei Deutschlands des Wahlkreises Nr. 19 3. Nr. 4 Deutsche Zentrumspartei des Wahlkreises Nr. 33 mit Nr. 4 Deutsche Zentrumspartei des Wahlkreises Nr. 19 4. Nr. 5 Deutschnationale Volkspartei des Wahlkreises Nr. 33 u. Nr. 5 a Radikaler Mittelstand des Wahlkreises Nr.33 mit Nr 5 Deutschnationale Volkspartei des Wahlkreises Nr. 19 u. Nr. 5 a Radikaler Mittelstand des Wahlkreises Nr. 19 5. Nr. 6 Deutsche Volkspartei des Wahlkreises Nr. 33 mit Nr. 6 Deutsche Volkspartei des Wahlkreises Nr. 19 6. Nr. 7 Neichspartei des Deutschen Mittelstandes (Wirt- schaftspartei) des Wahlkreises Nr. 33 mit Nr. 7 Reichspartei des Deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei) des Wahlkreises Nr. 19 7. Nr. 8 Deutsche Staatspartei des Wahlkreises Nr. 33 mit Nr. 8 Deutsche Staatspartei des Wahlkreises Nr. 19 8. Nr. 11 Christlich-sozialer Volksdienst (Evangelische Bewegung) des Wahlkreises Nr. 33 mit Nr. 11 Christlich-sozialer Volksdienst (Evangelische Bewegung) des Wahlkreises Nr. 19 9. Nr. 17 Sozialistische Arbeiterpartei des Wahlkreises Nr. 33 mit Nr. 17 Sozialistische Arbeiterpartei des Wahlkreises Nr. 19 10. Nr. 24 Kampfgemeinschaft der Arbeiter und Bauern des Wahlkreises Nr. 33 mit Nr. 24 Kampfgemeinschaft der Arbeiter und Bauern des Wahlkreises Nr. 19 11. Nr. 28 Arbeiter- und Bauernpartei Deutschlands, Christlich radikale Volksfront des Wahlkreises Nr. 33 mit Nr. 31 Arbeiter- und Bauernpartei Deutschlands, Christlich radikale Volksfront des Wahlkreises Nr. 19 12. Nr. 29 Nationalsozialistische Kleinrentner, Jnflations- geschädigte und Vorkriegsgeldbesitzer des Wahlkreises Nr. 33 mit Nr. 32 Kleinrentner, Jnflakionsgeschäöigte und Vorkriegsgeldbesitzer des Wahlkreises Nr. 19 und Nr. 35 Enteigneter Mittelstand des Wahlkreises Nr. 19. III. Anschlutzerklärungen 1. KreiSwahlvorschlag Nr. 1 Sozialdemokratische Partei Deutschlands an den gleichnamigen Reichswahlvorschlag Nr. 1 2. Kreismahlvorschlag Nr. 2 Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (Hitlcrbcwegung) an den gleichnamigen Neichsmahlvorschlag Nr. 2 8. Kreiswahlvorschlag Nr. 3 Kommunistische Partei Deutschlands an den gleichnamigen Neichsmahlvorschlag Nr. 3 4. Kreismahlvorschlag Nr. 4 Deutsche Zentrumspartei an den gleichnamigen Neichsmahlvorschlag Nr. 4 5. KreiSwahlvorschlag Nr. 5 Deutschnationale Volkspartci an den gleichnamigen Ncichswahlvorschlag Nr. 5 6. Krciswahlvorschlag Nr. 5a Radikaler Mittelstand an den Neichsmahlvorschlag Nr. 5 Deutschnationale Bolkspartei 7. Kreismahlvorschlag Nr. 6 Deutsche Volkspartci an den Neichsmahlvorschlag Nr. 5 Deutschnationale Volkspartei 8. Kreismahlvorschlag Nr. 7 Neichspartei des Deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei) an den Neichsmahlvorschlag Nr. 9 Bayerische Volkspartci 9. Kreismahlvorschlag Nr. 8 Deutsche Staatspartei an den gleichnamigen Neichsmahlvorschlag Nr. 8 10. Kreiswahlvorschlag Nr. 11 Christlich-sozialer Volksüienst lEvangclische Bewegung) an den gleichnamigen Neichsmahlvorschlag Nr. 11 11. Kreismahlvorschlag Nr. 11 a Volksrecht-Partei an den Neichsmahlvorschlag Nr. 11 Christlich-sozialer Volksdienst (Evangelische Bewegung) 12. KreiSwahlvorschlag Nr. 17 Sozialistische Arbeiterpartei an den Ncichswahlvorschlag Nr. 3 Kommunistische Partei Deutschlands 13. Kreiswahlvorschlag Nr. 20 Deutsche Sozialistische Kampfbewegung an den gleichnamigen Ncichswahlvorschlag Nr. 20 14. Kreiswahlvorschlag Nr. 24 Kampfgemeinschaft der Arbeiter und Bauern an den gleichnamigen Neichsmahlvorschlag Nr. 24 15. Kreismahlvorschlag Nr. 28 Arbeiter- und Bauernpartei Deutschlands. Christlich radikale Volksfront an den Neichsmahlvorschlag Nr. 3 Kommunistische Partei Deutschlands 16. Kreiswahlvorschlag Nr. 29 Nationalsozialistische Kleinrentner, Jnslationsgcschädigte und Vorkricgsgeldbesitzer an den Ncichswahlvorschlag Nr. 2 Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (Hitlerbewcgung) 17. KreiSwahlvorschlag Nr. 30 Freiwirtschaftsbewcgung für Freiland, Frcigeld, Festwährung an den Reichswahlvorschlag Nr. 25 Freiwirtschaftliche Partei Deutschlands (Partei für krisenfreie Volkswirtschaft). IV. Reichswahlvorschläge Reichswahlvorfchlag Tlx. 1 Parteibczeichnung: Sozialdemokratische Partei Deutschlands 1. Wels, Otto, Parteivorsitzender, Berlin-Friedrichshagen, Rahnsdorfer Straße 23 2. C r i s p i e n, Arthur, Parteivorsitzender, Berlin-Zehlendorf, Hvchwilöpfad 2 3. Bogel, Johann, Parteivorsitzender, Berlin-Friedrichs- Hagen, Turmallee 1 4. Dr. Breitscheid, Rud., Schriftsteller, Berlin-Schöneberg, Haberlandstraße 5 5. Dr. Hilfer ding, Rud., Schriftsteller, Berlin W 15, Lietzcnburger Straße 51 6. Juchacz, Marie, Parteisekretärin, Berlin-Köpenick, Alte Dahlwitzer Straße 83 7. Landsberg, Otto, Rechtsanwalt, Berlin-Wilmersdorf, Schaperstraße 21 8. Dittmann, Wilhelm, Schriftsteller, Berlin-Zehlendorf, Heimat 49 b 9. Reitze, Frau Johanna, Hamburg, Uferstraße 14 10. Stampfer, Friedrich, Schriftsteller, Berlin-Tempclhof, Hohenzollernkvrso 18 c 11. Dr. h. c. Marum, Ludwig, Rechtsanwalt, Karlsruhe B„ Wendtstraße 3 12. Scheffel, Franz, Verbandsvorsitzender, Berlin-Ruh- leben, Brombeerweg 15 13. Tarnow, Fritz, Verbandsvorsitzender, Berlin-Lichterfelde-West, Margarctenstraße 22 B 14. Dr. Bölter, Hans, Gewerkschaftsangestellter, Berlin- Eichkamp, Zikadenwcg 84 15. Scppcl, Max, Obcrpostsekretär, Breslau 21, Hochwaldstr a he 13 16 9V' Hauptlehrerin, München, Kaulbachstraße 17. Bernhard, Nikolaus, Verbandsvorsitzenöer, Berlin- Pankow, Dolomitenstraßc 95 18. Stelling, Johannes, Vorstandsmitglied, Berlin-Köpenick, Dahlwitzer Straße 36 19. Stückten, Daniel, Rcichskommissar, Berlin-Lichterfelde, Theklastraßc 9 20. Gellert, Cornelius, Bundesvorsitzender, Leipzig 8 3, Elisenstraße 127 21. Polenske, Carl, Gewerkschaftsfekretär, Berlin-Treptow, Kiefholzstraße 367 22. Sievers, Max, Verbandsvorsitzender, Berlin-Neukölln, Hasenheide 76 23. Simon, Josef, Verbandsvorsitzender, Nürnberg N, Ziegelsteinstrabe 106 24. P fändner, Christoph, Verbandsvorsitzenöer, Berlin- Kopenick, Straße im Walde 2 25. K a r l, Albin, Verbandsvorsitzender, Hannover, Spilcker- straße 2 26. Schiff, Victor, Redakteur, Berlin-Tempelhof, Kaiser- korio 1 27, ®(5roer6feöct. Bernh., Postschaffner. Berlin-Steglitz, Markelstraße 31 28. Schiffgens, Luise, Berlin SW, Yorkstrahe 10 29. Horlacher, Leonhard, Bczirksleiter, München, Petten- koferstraße 10 a. o. Reichswahlvorschlag Nr. 2 Parteibezeichnung: Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter- Partei (Hitlerbcwcgung) 1. Dr. Frick, Wilhelm, Negierungsrat, München, Hcrzog- Nudolf-Straße 36II 2. Straßer, Gregor, Apotheker, München, Habsburger Straße 3 3. Dr. Goebbels, Josef, Schriftsteller, Berlin, Neichökanz- lerplatz 3 4. Ritter von Epp, Franz, Generalltn. a. D., München, Bauerstr. 36 I 5. Goering. Hermann, Hauptmann a D., Berlin, Kaiserdamm 34 6. Feder, Gottfried, Dipl.-Jng., Murnau 7. Stöhr, Franz, Handl.-Gehilfe, Berlin-Steglitz, Rückert- straße 1 3. Rosenberg, Alfred, Hauptschriftleilcr, Miinchen, An- sprcngcrstraße 101. 9. Graf zu Reventlow, Ernst, Schriftsteller. Potsdam, Gr. Weinmeisterstraße 62 10. Hier!, Konstantin, Oberst a. D., München. Arnulf- straßo 216 II. 11. Buch, Walter, Major a. D., Solln, Wvlfratshauser Str. 38 12. Klagges, Dietrich, Minister, Braunschweig 18. M ü n ch m c y e r, Ludwig, Pfarrer a. D., Düßeldorf. Hum- boldtstraße 51 14. Darrs, Richard Walther, Landwirt, Solln, Hosbrunn- straßo 50 15. Habicht, Theo, Schriftsteller, Solln, Lerchenplatz 2, bei Dr. Reiter. 16. F u n k, Walther, Chefredakteur, Bcrlin-Schlachtensee, Gcorgenstraße 29 17. Dr. Usadel, Georg, Studienrat, Insterburg 18. von Levetzow, Magnus. Konteradmiral a. D., Weimar, Gartenstraße 22 19. vonSchirach, Baldur, Schriftsteller, München, Königin- straßc 31 o. 20. Dr. Schultze-Naumburg, Paul, Professor, Saalcck b. Bad Kösen 21. Dr. von Rentoln, Theodor Adrian, Volkswirt, München, Wilhelm-Düll-Straße 24 22. Bruckmann, Hugo, Verleger, München, Leopold- straße 10III. 23. Schäfer, Karl Georg, Dipl.-Volkswirt, München, Barer- straße 24 I. 24. Rienhardt, Rolf, Rechtsanwalt, München, Von-der- Tann-Straßo 10—0 I. 25. John, Heinz Hugo, Kaufmann, München, Königinstraße 10 0 r. 26. Freiherr von H o l z s ch u h e r, Wilhelm, Gutsbesitzer, München, Ebersbcrger Straße 5—0. 27. Dr.-Jng. Stäbel, Oskar, Stadtrat, Karlsruhe, Klaup- rechtstraße 3 II. 28. Martin, Peter, Oberverwaltungssekretär, München, Destouchestraße 20—2 29. Schöttler, Walter, Apothekerass., Dresden-A. 24, Eifenstückstraße 22 b 30. Gruber, Kurt Paul, Referendar, Diessen a. Ammersec 31. Schulze, Reinhold, R., Dipl.-Jng., Rostock 32. Lücr, Heinrich. Spark.-Rendant, Braunschmeig-L., Wendhausen 50 33. Geißler, Balduin, Kaufmann, Weimar. Friedrich- Ebert-Straße 52 34. Heckeroth, Aug. Joh., kfm. Angest., Berlin-Tempelhof, Konradinstraße 14 35. Friehe, Albert, landw. Schriftleiter, Mölme, Post Hoheneggelsen 36. S t a e b e , Gustav, Schriftsteller, Solln, Buchhi-erlstraße 4 37. von dem Knesebeck. Jürgen, Reg.-Rat. Ratzeburg in Lauenburg 38. Uebelhoer, Friedrich, Kaufmann, Naumburg a. d. S., Buchholzstraßo 48 89. Frey, Kurt, Dipl.-Volkswirt, München, Nymphenburgcr Straße 84 II. 1. 40. Rogausch. Friedrich, Obersteuersekretär, Neustettin, Viktoriastraße 9. Reichswahlvorschlag Rr. 3 Parteibezeichnung: Kommunistische Partei Deutschlands 1. Thälmann, Ernst, Transportarbeiter, Führer d. KPD., Hamburg, Targenbeckstraße 66 2. Nemmele, Hermann, Metallarbeiter, Berlin, Luitpold- straßo 47 3. Pieck, Wilhelm, Geschäftsführer, Berlin-Steglitz, Schadenrute 2 4. Sch ehr, John, Sekretär, Hannover, Escherstraße 21 5. Ulbricht, Walter, Holzarbeiter, Leipzig, Geislerstraße 2 6. Heckert, Friedrich, Redakteur, Berlin, Heilbronner Straße 15 7. Dahlem, Franz, Redakteur, Berlin, Dunckerstraße 42 8. Florin, Wilhelm, Nieter, Essen, Rheinische Straße 21 9. Schulte, Fritz, Angestellter, Leverkusen, Myliusstraße 56 10. Neumann. Heinz. Schriftsteller, Berlin-Charlottenburg, Cauerstraße 4 11. Himmler, Johanna, Angestellte, Chemnitz, Neefestr. .60 12. Hein. Wilhelm, Maschinenformer, Berlin, Turiner Straße 50 II. 13. Becker, Artur, Dreher, Verlin-Nummelsburg, Schlicht- Allee 1 14. Leow, Willi, Tischler, Berlin, Markgrafendamm 28 15. Walter, Paul. Dreher, Berlin-Niederschönhausen, Körnerstraße 15 I 16. Neubauer, Theodor, Redakteur, Berlin-Britz, Lauterberger Straße 15 17. Kayser, Albert. Arbeiter, Berlin, Hennigsdorfer Str. 9 18. Maddalena, Max, Metallarbeiter, Berlin, Heinstr. 28 II. 19. Horseling, Gerhard, Margarinearbeiter, Goch, Blumenplatz 4 20. Voß, Walter, Schlosser, Berlin, Buchstraße 5 21. ©o er nie, Edwin, Schriftsteller, Berlin-Schmargendorf, Charlottenbrunner Straße 45 22. Schlaffer, Josef, Maschinenschlosser, Berlin-Rcinicken- dorf, Huttwielcrwcg 42 23. Wei dauer, Walter, Zimmerer, Leipzig, Zwenkauer Straße 23 24. Schick, Otto. Schlosser, Eisenach, Michelskuppe 23 25. Uriel), Pius, Arbeiter u. Landwirt, Plittersdorf, Hauptstraße 302 26. Schröter, Johannes, Elektromonteur, Zeitz, Schützenstrabe 8 27. N u d i n g, Hermann, Lederarbeiter, Berlin-Lichtenberg, Wilhelmsstraße 33 28. Dr. L ö w e n t h a l. Fritz, Rechtsanwalt, Berlin, Lützow- ufer 24 29. Dr. Wolf, Friedrich, Arzt, Stuttgart, Zeppelinstraße 43 30. Drescher, Karl, Hafenarbeiter, Altona, Breite Str. 761 31. Fischer, Fritz, Schlosser, Königsberg, Unterhaberberger Grund 62 32. Dz ick, Otto. Maurer, Dortmund, Bornstraße 141 33. Marschner, Fritz, Schlosser, Burgstädt, Chemnitzer Straße 27 34. W i t t f o g e l, Karl August, Schriftsteller, Berlin, Afrikanische Straße 144 35. Spital, Kurt, Handlungsgehilfe, Hannover, Leonhardt- straße 1 36. Mittag, Curt, Motorschlosser, Plauen, Meßbacher Straße 36 37. Wille, Willy, Kleingewerbetreibender, Berlin-Neukölln, Steinmetzstraße 16 38. Schwab, Klara, Stepperin, Burg bei Magdeburg, Schul- straße 45 39. Skainira, Willi, Landwirt, Egloffstein, Kreis Landsberg a. d. Warthe 40. Karl, Wilhelm, Fabrikarbeiter, Frankfurt a. M.-Nied An der Wortspitze 5 41. S i e m o n, Fritz, Schlosser, Leipzig, Thomasiusstraße 13 42. Becher, Johannes R., Schriftsteller, Berlin-Zehlendorf, Am Hegewinkel 18 43. Frank, Walter, Dreher, Bochum, Baarestraße 8 44. Fellbaum. Elfriede, Textilarbeiterin. Peterswaldau, Uferstraße 48 45. Stropp, Otto. Staatsarbeiter, Hamburg, Meister- Franke-Straße 26 46. Rentzsch, Oswald, Arbeiter, Dresden, Vöttgcrstraße 49. 47. Viering, Walter, Landwirt, Söhesten Nr. 18 48. Bertram, Lina, Schneiderin, Berlin, Koloniestraße 44a 49. SB c inert, Otto, Gasarbeiter, Berlin-Lichtenberg, Säumcstraße 8 50. Büttner, Franz, Arbeiter. Kötzschen, Schmiedeplan 15. Reichswahlvorfchlag Tlx. 4 Parteibczeichnung: Deutsche Zcntrumspartei 1* Dr. Brüning, Heinrich, Reichskanzler a. D., Berlin W 9, Wilhelmsstraße 77 2. S)r. oaö, Ludwig, Professor, Domkapitular, Trier, Große Eulenpfütz 1 81 Dr Stegerwald, Adam, Reichsminister a. D., Berlin- Dahlem, Zoppoter Straße 62 sDhomas, Gewerbebanküirektor und Genossen- c iÄe.lter', Euskirchen, Uriulin-cnstraße 11 5- Dr. Wirth, Joseph, Reichskanzler a. D., Berlin NW, Bruckenallee 7 6* Ar. B rau ns.Heinrich, Reichsminister a. D., Lindenberg (Allgäu), Nadenbergstraße 26 ßi^tftrnfce n1^ctmaxxtt' Oberlehrer, Ludwigshafen a. Rh., 81 A/- k- c- K l öckner Florian. Industrieller, Dortmund- Luttringhauscn, Hohle Eiche 29 0' dberonbvom, Else, Verbandssekretärin, Düsseldorf, Prinz-Georg-Straße 44 (11) ^0. Fuhnen, Fritz, Gewerkschaftsfekretär, Saarbrücken III, Heimeck 2 11. Winkler, August, Verbandssekretär Köln. Am Zuckerberg 3 12. Dr Bocke l, Heinrich, Generalsekretär, Berlin-Wilmersdorf, Ludwigkirchplatz 12 v. III 13. Petzold, Johannes Artur. Drogist, Charlottenbura 2, Schillerstraße 19 14. Steves, Ferdinand, Landwirt, Mellentin, Kr. Deutsch- Krone 15. Burkart, Frau Agnes, Berlin NW 87. Altonaer Str.27 16. Unterberger, Josef. Töpferobermeister, Stadtrat Breslau, Marienstraßo 4 17. Mauer, Wilhelm, Verbandssekretär, Duisburg, Hinden- burgstraße 2 18. Böhner, Franz, Landwirt, Lichtenau (Wests.) Lange Straße 104 19. Wohlgemuth, Josef, Rcichsbahnassistent, Stuttgart, Knollstraße 10 20. Dr. jur. Siben, Arnold, Bürgermeister und Weingutsbesitzer, Deidesheim, Hauptstraße 32 21. Weber. August, Rektor, Bochum, Kanalstraßv 63 22. F i s ch e r von P o t u r z y n , Friedrich Andreas, Hauptmann a. D., Dessau-Ziebigk, Georgengarten 20 23. Dr. Meller, Otto. Ministerialrat, Darmstadt. Wilhelm- Glässing-Straßo 28 24. G a st, Hubert, Baumeister, Berlin-Wilmersdorf, Uhland- straße 86 25. L e n b a ch , Franz Joseph, Reichsbankinspektor. Berlin- Schöneberg, Gustav-Müller-Straße 43 26. Peine, Johann, Gerichtsreferendar. Berlin-Wilmersdorf, Hanauer Straße 41 27. Dubbe, Otto, städtischer Angestellter, Rostock. Mecklenburg, Augustenstraße 111 28. Lorenz. Gustav, Haupilehrer, Groß-Ottersleben, Bäckerstraße 3 29. Kirsch, Ludwig, kathol. Pfarrer. R^chcnbach i. Vogt!., Amalienstraße 6 30. Wolf, Georg. Heeresanwalt im Wehrkreis II, Stettin, Pölitzer Straße 16 I 31. Ehrtmann, Adolf Jürgen. Geschäftsführer, Lübeck, Amselweg 16 32. Häfne r. 33. Kowalski, Josef, Rcgierungsobersekretär, Frankfurt a. d. Oder, Fürstenwalder Straße 22. Reichswahlvorfchlag Rr. 5 Parteibezeichnung: Deutschnationale Volkspartei 1. Dr. Hugenberg, Alfred. Geheimer Finanzrat, Gutsbesitzer. Rohbraken bei Rinteln a. d. Weser 2. Dr. Mueller-Otfried, Paula, Vorsitzende des Dtsch.- Evangelischen Frauenbundes, Hannover. Wedekindstraße 26 3. Dr. Spahn, Martin, Universitätsprofessor. Berlin-Lichterfelde. Kommandantcnstraße 1 4. Dr. Quaatz, Reinhold Georg, Geh. Reg.-Rat a. D., Rechtsanwalt und Notar, Berlin W 10, Stülerstraße 7 5. vonRestorff, Horst, Rittergutsbesitzer, Lindenau, Kreis Heiligenbeil (Ostpreußen) 6. Graef, Walther, Landgerichtsdirektor. Eifenach, Luisen- straße 7 7. Lehmann, Annagrete, Studienrätin, Berlin-Steglitz, Fritschstraße 6 8. Dr. W i e n b e ck , Erich. Syndikus der Handwerkskammer, Hannover, Dachenhausenstraße 14 9. Herat, Oscar, Staatsminister und Reichsminister a. D., Göttingen, Hainholzweg 42 10. Loge'mann, Dietrich, Landwirt. Rathlosen, Post Sulingen (Hannover) 11. Dr. Oberfohren, Ernst, Studienrat i. e. R., Kiel, Bismarckallee 17 12. Harmony, Gustav, Telegraphendirektor. Berlin-Lichterfelde. Kommandantenstraße 81 13. Dingeldey, Eduard, Rechtsanwalt, Berlin W 62. Lützowplatz 13 14. Dr. Hugo. Otto, Geschäftsleiter der Handelskammer zu Bochum, Bochum, Scharnhorststraße 12 15. Dr. Zapf, Albert, Geheimer Justizrat, Heidelberg, Er- win-Rode-Straße 10 16. Dr. Dr. h. c. von Stauß, Emil Georg. Bankier, Berlin-Dahlem, Cecilienallee 14—16 ~ 17. Morath, Albrecht, Postdirektor, Berlin-Zehlendorf, Teichstraße 16 . .. 18. Dr.M atz, Elsa, Oberstudiendirektonn, Berkn-Charlotten- burg, Oldenburgallce 44 19. Dr. Pfeffer. Friedrich, Berbandsgeschäftsführer, Weimar, Luisenstraße 55 20. Winnefeld. August, Bergmann, Wattenscheid-Günnigfeld, Monstartstraße 5 21. von Hauenschild, Wolfgang, Landwirt, Tscheidt, Kreis Cosel (Obcrschlcsten) 22. Ruth. Heinrich. Landwirt, Langendiebach, Kreis Hanau, Herrnstraßc 9 . 23. Große-Kleimann. Tonius, Landwirt. St. Mauntz- Gelmer bei Münster (Wests.) 24. Ronneburg, Karl. Landwirt, Golben, Kreis Zeitz 25. Schmidt, Otto. Hauptmann a. D., Berlin-Dahlem, Thielallee 20 26. Hembeck, Otto, Fabrikant, Lüdenscheid, Westfalenstr. 29 27. D. v. T i l i n g , Magdalene, Studienrätin, Berlin-Friedenau, Wagnerplatz 2 28. Dr. E v e r l i n g . Friedrich. Rechtsanwalt, Berlin NW 40, In den Zelten 9, Büro: NW 7, Friedrichsstraße 103 29. Dr. Hanemann, Alfred. Landgerichtsdirektor, Heidelberg. Blumenstraße 13 30. Dr. Koch, Wilhelm, Reichsverkehrsminister a. D., Wuppertal-Elberfeld Worringerstraße 75 81. Dr. Schmidt, Erich. Schriftsteller, Eichwalde. Kr. Teltow, Kronprinzenstraße 36 r-18 ""'Mt 15. Partei ’■ ®" «Mi, ’• «ttUtu ” ®"'i» NW. ®’ Einfalt,6 96Men a. Ah er- Dortmundern, Düsicl, arbrücken in, - Am Zucker- ^m-Mlmers, rlottenburg 2, J* Drutsch- lltvnaer Str °>i t« Stadtrat. '^biirg, Hinden- 'Westf.,, Lange ent, Stuttgart, und Weinguts, straßg 63 lndreas, Hauvt- tn 20 'statt, Wilhelm, cstors, Uhland- )ettor. Berlin- ierlin-Wilmers- lostock, Mecklen- !rsleben, Bäckcr- üibach i Vogtl,, reis II. Stettin, hrer, Lübeck, är, Frankfurt olkspartei iinanzrat, Guts- er hende des Dischs Ledekindstraße 26 ijoi, Berlin-Lich- Rcg.-M-r D, -tülerstraße 7 Lindenau, Kreis Eisenach, Luisen- Berlin-Steglih, idwerkskaminer. sminister a. D., ;oSen, Post Sn- l. e. R.. Kiel- Berlin-L'chter- lerlin W 62. nbelskamoier Heidelberg. Bankier. 8et* Zehlendors. rlin-Mrlott-n- «ÄÄ« * * * „t 6t •* sdirektor- * D„ HMl-t. 11. 13. 37. 14. 38. 39. 17. 40. 41. 5. 50. 51. L 52. 2. 13. 53. 3. 14. 54. 55 18. 56. 19. 20. 9. 10. 1L 12. 1. 24. 13. 2. 3. 4. 29. 5. 30. 8 20. 9. 34. 21. 10. 22. 11. 12. 37. 38. 25. L 3. 4. 5. 6. 15. 16. 35. 36. 2. 3. 4. 21. 22. 18. 19. 24. 25. 20. 21. 22. Toepke, Frau Mary, Lübeck, Steinrader Wea 55. Größte, Hermann, Regierungsrat, Berlin-Charlottenburg, Dernburgstrafte 45. Hömberg, Heinrich, Kaufmann, Recklinghausen Breite «trabe 18. Hausler, Johann, Buchbindermeister, Sulzbach, Oberpf. H o l z a m e r, Franz, Tapezierobermcister, Berlin-Charlottenburg, Windscheidstraße 9. Krause, Louis, Holzbildhauermeister, Stadtroda, (Seracr Straße 3. Lu ck e, Ernst, Oberpostinspektor, Chemnitz, Elsässer Str. 19. Pallmann, Carl, Kaufmann, Kaiserslautern, Marktstraße 82. Wiedemann, Anton, Seifensiedermeister, Bad Tölz. Freiöel, Franz, Baumeister, Hannover, Stiftstr. 12. Albrechtskirchinger, Georg, Hauptlehrer. Pasing, Riemerschmidtstraßo 41. Ofer, Johann, Schlosser, Ludwigshafen, Rh., Rohrlach- straße 77 Scheffer, Justus, Bauarbeiter, Bremen, Stefanstor- Stemweg 971 F V uold, Otto, Landwirt, Herbsleben, Th., Bockhaus- gaffe 18 Köster, Emil, Präsident des deutschen Gastwirteverbandes, BerliwSteglitz. Horst-Kohl-Straße 1. Mollath, Jakob Ludwig, Kaufmann, Präsident der Spitzcnvertretung des gewerblichen Kraftverkehrs, Berlin, Biktoriastraße li. Freybe, Carl, Fleischermeister, Stettin, Frauenstr. 34 Drewitz, Hermann, Bäckermeister, Berlin-Mahlsdorf, Langestraße 36. Beninde, Walther. Rechtsanwalt und Notar. Bunzlau, Taemmer Straße 14 Rudolph, Ernst, Generalsekretär, Berlin-Lichterfelde, Hasselfelder Weg 7 Dr. med. Rohrbach, Wilhelm, Arzt, Stadtrat, Kassel, Fürstenstraße 2 Renken, Johannes, Landwirt. Insel Nr. 11 D. Mum m, Reinhardt, Pfarrer, Berlin-Charlottenburg, Reichsstraße 9 v. Keßler, Hans, Generalsuperintendent i. N., Berlin C, Klosterstraße 65—67. Reichswahlvorschlag Rr. 9 Parteibezeichnung: Bayerische Volkspartei. Schup p a n, Paul, Landwirt, Blumberg, Kr. Liebenwerda, Mittelsiraße 43 H ü s l e r, Willi, Maschinenarbeiter, Berlin 0 112, Mainzer Straße 22 Rhode Willi Arbeiter, Brunn, Kr. Randow Höhle, Adam Landwirt, Leichlingen, Oberbüscherhof 8 S ch r ö d e r. Wilhelm, Arbeiter, Ncn-Krenzlin 8 Zurbel, Wilhelm, Landwirt, Burg-Colinie (Spree- wald) 50 R ü ck er t, Frau Anna, Berlin-Chalottenburg, Hertzstr. 7, A n sg. X 57. 58. Reichswahlvorschlag Rr 8 Parteibezeichnung: Deutsche Staatspariei. Dietrich, Hermann, Reichsminister a. D., Berlin-Charlottenburg, Reichskanzlerplatz 4. Lemmer, Ernst, Generalsekretär, Berlin-Zehlendorf, Heimat 38. 23. Harnack, Johann, Tischlermeister, Altona-Stellingen, Stellinger Stcindamm 6. W i n ke lmann . Max, Polizeioberstleutnant a. D., Magdeburg, Klewitzstraße 6 rü^cr' Curt, Oberregierungsund Medizinalrat, Potsdam, Kurfürstenstrafte 19 Llnrcus, Joseph, Malermeister. Berlin-Schöneberg Kolonnenstrafte 18 G i^rn th. Wilhelm, Arbeiter, Duisburg-Meiderich, Sanö- F r c y, Erwin, Zollrat, Pforzheim i. V., Durlacher Str. 13. von Dvmmes, Wilhelm, Gencralmaior a. D.. Potsdam. Kaiser-Wilhelm-Strafte 5. Reichswahlvorschlag Rr. 24 Parlcibczeichnung: Kampfgemeinschaft der Arbeiter und Bauern. 23. 24. Brunk, Ernst, Industrieller, Berlin-Zehlendorf, Beercn- straßo 30 Timm, Erich, Schlossermeister, Berlin-Tempelhos, Berliner Straße 133 II Dr. Lent, Friedrich, Universitätsprofessor, Erlangen Hindcnburgstraße 47 Schmid, Christian Friedrich Carl, Staatssekretär a. D.. Düsseldorf, Goethcstrafte 11 Rartschat, Franz. Klcmpnerobermeister. Königsberg, Pr., Hoffmannstraße 12. Dr. Luppe Hermann, Oberbürgermeister, Nürnberg, Ncutorgrabcn 13. Nuschke, Otto, Schriftleiter, Berlin W. 15. Pariser Straße 51. 'S e r « nn, Heinrich, Wäschereibesitzer, Frankfurt a. M., Am Weingarten 10. Dr. Sch ü t t, Conrad, Generalsekretär, Berlin-Charlottenburg. Neue Kantstraße 10. Dr. Lüders, Frau Marie Elisabeth, Bcrlin-Grunewald, Im Hornisgrund 25. Dr. Dr. h. c. Höpker-Aschoff, Hermann, Staatsmini- stcr a. D., Berlin NW. 40, Schloß Bellevue. R a r t c l d, Adam, Postamtmann, Hannover, Liebigstr. 2. 6 Dr. Reinhold, Peter, Reichsminister a. D., Berlin- Dahlem, Heideweg 7. 7. C o l o s s e r, Otto. Architekt, Berlin-Schöneberg, Stierstraße 14. 14. Hartwig, Emil. Arbeitersekretär. Spandau. Johannes- stift, Frankehaus. 15. Theopold, Arnold, Amtsgerichtsrat, Lemgo, Papen- strafte 48. 16. Dr.-Jng. Sch m ech e l, Max, Architekt, Mannheim, Kal- mitplatz 1. 17. Wolff, Margarete, Verbandsvorsitzende, Berlin-Charlottenburg, Wernigeroder Straße 21. 18. Schmidt, Paul, Schriftleiter, Kassel, Julienstraße 7. 19. M ö b i u s Karl, Verlagsdirektor, Tungendorf. Kieler Landstraße 93. Hitz, Ewald, Arbeitersekretär, Berlin SW 11, Hafcnpl. 2 42. Dr. Kräutle, Karl, Diplom-Landwirt, Bcrlin-^eblen- dorf, Lessingstraße 30 a 7. D. Dr. Graf Posaüowski-Wehner, Staatsminister a. D., Naumburg (Saale), Domplatz 8. 8. Eitner, Frau Gertrud, Breslau, Moritzstraße 7. 2. M u nta u, Johannes, Präsident des Strafvollzugsamts, Celle, Schackstraße 15. 25. 26. 27. 28. 49. D. Traub, Gottfried, Pfarrer a. D.. Schriftsteller, München-Solln, Wolfrathauserstraße 14 o.? r embski, Franziska, Schriftstellerin, Rudolstadt (Thüringen), Sizzostraße 6 Architekt, Professor, Geheimer Hofbaurat. Marksburg bei Braubach a. Rh. ®.r c d e Irmgard, Diplom-Volkswirt, Breslau 9, Kleine Furitcnstraße 3 a Arp, Lilli, Hofbcsltzerin, Brasdorf, Schönberg Land Strothmann, Erich, Arbeiter, Bielefeld, Heinrich-Er- mann-Ltraße 4 23. M ü h l e n h a r d t, Fritz, Landwirt, Bassum-Helldiek, Hcll- d>ek Nr. 7 4. B a u s e r, Adolf, Oberschulrat, Stuttgart, Hölderlinstr. 57. 5. S t r a t h m a n n, Hermann, Universitätsprofeffor, Erlangen, Ratsberger Straße 28. 6. Nippel, Otto, Verlagsdirektor, Hagen lWcstf.», Grünstrabe 35. 7. 8. Nentzs ch, Gustav Emil, Landwirt, Bautzen-Seidau, Sal- zensorster Strafte 133 31. »V r u n 5 f c, Adolf, Fabrikarbeiter, Tahl-Ennepe. Ruhr- Kreis, Selkinghausen 96 ™ Äolisch, .^cvrg, Schlosser, Stettin, Gabelsbergerstrafte 9 33. Will. Friedrich, Landwirt. Ueberau, Kr. Ticburg, Groß- Biebcrauer Strafte 31 32. G o k, Gottfried, Werftdirektor, Altona, Ernst-August- Strafto 1 83. Hintzmann, Ernst, Fregattenkapitän a. D., Bremen, Bürgermeister-Smidt-Straße 71 34. Kuhnke, Karl, Landwirt, Cossin bei Brietzig Kreis Pyritz (Pommern) 35. Ra wenge l. Anna-Therese, Studienprofessorin. Saarbrücken. Petersbergstraße 34 36. von Mach ui, Eberhard, Rittergutsbesitzer, Johnsdorf, Kreis Grottkau (Oberschlesien) Dahm s, Alfred, Revisor, Lichtenberg, Scharnweberstr. 44 15. D l e d e r i ch s, Otto, Maurer, Essen, Flashofstraftc 13 16. Ka l u s, Theodor, Schlosser, Oppeln, Fischerstrafte 81 !7. Oeh mich en, Bruno Arthur, Lehrer, Regis-Brcitingcn, Forsistraße 93 C 1. Bcckendorf, Walter, Hafenarbeiter, Hamburg, Rade- machcrgang 19, Hs. A T oe ri n g. Alwin, Tuchweber, Forst, Lausitz, Schachtstr. 11 Klei st, Otto Hinrich, Landwirt, Helse b. Marne i. Holst. § Reichsbahnbetrieböassistcnt, Ströbitz bei Cottbus. Liebkncchtstraße 11 «djulae Hermann, Arbeiter, Berlin-FriedrichSfclde, Waldersecsiraße 51 H e r b e rg, Emil Ernst, Studiendirektor. Zwickau (Ta.), Römerstraße 2a I. Dr. Schröder, Erich, Staötmedizinalrat, Oberhausen (Rhld.), Düppelstrabe 126, W e i n i t s ch k e. Carl, Kaufmann, Berlin-Lichterfelde, Elisabethstraße 31. Teuffert, Frau Elsa, Harburg-Wilhelmsburg I, Kapellenweg 43. Reichswahlvorschlag Rr. 20 Parteibezeichnung: Deutsche Sozialistische Kampsbemegung. (.Oldenburg. Hans-Ulrich, Schriftleiter, Berlin-Charlottenburg 2. Kantstraße Nr. 22 2. von Mücke, Helmuth, Kapitänleutnant a. D., Nieblum auf Föhr. Haus „Teichhof" 3. Schild. Gotthard, Packer, Berlin NO 55, Huselandstraße Nr. 28 4. Fischer, Georg, Bllroangestellter, Berlin-Reinickendorf- O., Becherweg Nr. 10. 5. Brandes. Otto, Hofbesitzer, Weste. Kr. Uelzen 6. K r ü g e r, Franz, Geschirrführer, Lößnitz (Erzgebirge), Niedergraben Nr. 47 7. Roth Georg, Kaufmann, Mayen (Rheinland), Golo- straße Nr. 19 Reichswahlvorschlag Jtr. 25 Parteibezeichnung: Freiwirtschaftliche Partei Deutschlands (Partei für krisenfreie Volkswirtschaft) 1. G r a s k e, Eugen, Kaufmann, Berlin NO 18, Büschingstr. 8 2. Tr. med. Nordwall. A., Arzt, Norden, Bleicherslohne 7 3. Vogt, Ewald, Fabrikant. Frankfurt, Oder, Grenadierstr. 12 4. Gänserich, Gustav. Musiker und Schriftsteller. Einbeck Hann., Nosenstraße 5 5. B i a l e k. Bernhard. Lehrer Gr.-Merzdorf. Kr. Schweidnitz 6. Sterzing. Karl. Tischler Mühlhausen. Thür., Birken- weg 1 7- Berr. Karl, Reservelokomotivführer, Stolberg, Rhld., Steinwegstr. 2 8. Kilian Richard, Handlungsgehilfe. Halle a. d. S., Auen- straße 4 81 L " "ch^aul Strumpfwirker, Lößnitz (Erzgebirge), «uiuiriuHC jer. lab 9. Preiftncr, Ernst, Stadtrat u Malermeister Hirschberg im Riesengebirge, Wandcrstraße Nr. 6 10. Zeller, Richard, Notariatspraktikant, Balingen (Würt- tcmbcrg), Tübinger Straße Nr. 45 11. Ma I dorf, Kurt. Kaufmann. Lößnitz (Erzgebirge), Nie- dergraben Nr. 43 12. Krause, Emil, Friseur, Leopoldshall-Staßsurt, Charlottenstraße Nr. 33. Leicht. Johann, Domdekan. Bamberg, Karolinenplatz 4. 2. Lana-Brumann, Thusnelda, Hauptlehrerin. München, Zeppelinstraße 67 I. Graf von Quadt-Jsny, Eugen, Rittmeister g D., Unterknörringen, P. Burgau. Schw. Ritter von Lex. Hans, Negierungsrat 1. Kl.. München, Schönfelüstraße 6 II, l. 43. Marsch, Richard, Oberpostsckretär, Liegnitz Rittcrstr. 20 44. Schiller, Gustav Erwin, Landwirt, Rothös bei Angerburg (Ostpreußen). Ansiedlung u 45. Trapp, Jlm-Alcrandcr, Steuerpraktikant, Berlin-Schöneberg, Eisenacher Straße 59 46. Ri esc berg, Carl, Bäckerehrenobermeister, Quedlinburg am Harz, Steinweg 51 47. Dr, O o st r e i ch , Paul, Chefredakteur der „Niederdeutschen Zeitung". Hannover^ Königstraße 11 48- W i sch n övski, Gustav, Verbandsvorsitzender Berlin- Steglitz, Heesestrabe 12 9. Dirscherl, Hans, Schuhmachermeister, Nürnberg. Allens- bergcr «trabe 123. W. S chneidewin d, Karl, Fleischermeister. Köln-Mülheim Berliner Straße 39. Adlhoch, Hans, Arbeitersekretär und Stadtrat. Augsburg. Peutinger Straße I). 95, II. 121 Dr. S chmi d t - H o e p k e, Alfred. Hauptschriftleitcr, Dusseldors, Leoitraye 41. Brandl, Heinrich, Sägewerksbesitzer, Simpering. Gde. Ansdorf. 6. Ludwig, Johann, Schleifer, Magdeburg-Neustadt, Luisenitrafto 1 7 ®ür0‘’ Richard. Landwirt. Freiburg-Haslach. Gutleut- H rnb" Oti 8. 9i i f s m ann, Richard, Tachdeckcrgeselle, Ziclcnzig, Pro- menade 519 ff öfp r 3 i f, ft-raii Eleonore, Hindenburg, Goethestr. 18 10. S ch m idt, Kurt, Straßenbahnarbcitcr, Dortmund, Bvrn- straße 238 1L Wie nk ött er, August, Bergmann, Recklinghausen, Ort- lovjtrabe 96 12- ^Echler, Friedrich Richard, Weber, Chemnitz, Alexander- strafte 25II Schleicher, Otto, Dreher, Jena, Jena - Prießnitzer Straße 15 Marku s. Peter, Händler. Bremen, Kampfhofer Tamm 48 Lehmann, Friedrich. Landwirt, Schwemsal b. Tüben, Mulde. Dübener Strafte 19 Rau, Johannes Heinrich. Landwirt. Beltershausen. Kreis Marburg, Torfstraftc 17 Rlahl, Friedrich, Polsterer. Königsberg i. Pr.. Blumenstraße 3. Reichswahlvorschlag Rr. 11 Parteibezeichnung: Christlich-sozialer Volksdienst (Evangelische Bewegung). Simpfenüörfer, Wilhelm. Reallchrer, Korntal bei Stuttgart, Neuhalüestraße. Behrens, Franz, Vorsitzender, Berlin-Schöneberg, Hauptstraße 34/35. Bausch, Paul, Nechnungsrat, Korntal, Württemberg, Friedrichstraße 50. Druck der Brühl'schen Aniversitäts-Buch. und Steindruckerei. R. Lange, Gieften. fll.1 etifr Sonnt BtlW Siehe Hriin- Dio 01' 0P, ßuf“1 Auch von infoli $< unter Ansch richte üronl in ( Der schwitze, besorg iehibar in die dige u Gösser wenn bruch in dei Die Mitte wachzr bringe litische attrakt „Niese Die Gehirn geword reiz. - den 2 soll es schmuck des D Haus rin F< Straße fähnchc Pslanzl aus. So Fahne einen nichts leiten, imftanöi rechtzeiti sie unu maschine war da Seit D ten gec noch bi angrha Die Mode, kleiner opfern lleberz druck z Fahncr Inhabc allein f ausgcge ai ^Derl ?apen üulda 5crttl nachstehe 8 beehre i, Juli Afafsu Inferenz ff Kid 2l «J? "ai beiden hc ,ammh d>e Dii und o“ Zum Ä b-'l ich; 8um A ^euf; moser E m e Wem ot "rrabr >er 4ris,fN