U.M (Elftes Blafl 182. Jahrgang Zreitag, 29. April 1952 Erf cheint täglich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • DieSchalle Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.S5 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Kernfprechanschlüfie unter Sammelnummer "2251. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Siehe». Pohfd)ed!onto: Krankfurt am Main 11636. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrilkk unö Verlag: vrühl'fche Universttälr-Vuch' nnö Steinöruderci R. Lange in Siehen. zchnftlettung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7. Annahme von Anzeiaen für die Tagesnummcr bi» zum Nachmittag vorher. Preis für l mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Ne- klameanjeigen von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, PIckyvorschrist 20°, n»rhr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wich. Lange. Derantworilich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Reichskanzler Dr. Brüning vor der Weltpresse in Gens. Deutschland fordert Gleichberechtigung. - Ohne Rückkehr des Vertrauens keine wirtschaftliche Erholung. — Oie Krisis fordert ein beschleunigtes Tempo der Hilfsmaßnahmen. — (Schluß mit dem Zwischenzustand zwischen Krieg und Frieden! Gens. 28. April. (311.) Reichskanzler Dr. Brüning empfing am Donnerstagabend im Hotel Metropole die internationale Presse, der der Reichskanzler in deutscher Sprache folgende Erklärungen abgab: Ich habe die Gelegenheit benutzt, nicht nur über die Abrüstungsfrage, sondern auch über eine Reihe anderer, die Welt und uns bewegende Fragen eine große Anzahl von Gesprächen mit den Vertretern der übrigen Länder zu führen. Ich verspreche mir von solchen' Gesprächen immer außerordentlich viel. Und auch diese Gespräche haben zweifellos das eine herdeigeführt, daß das Gelände für eine große Anzahl von Fragen insofern geklärt worden ist, als man di e gegenseitige Stellungnahme schars und deutlich erkennen konnte. Das halte ich für wesentlich, um zu praktischen Lösungen und Erfolgen zu kommen. Ich habe außerordentlich bedauert, daß der französische Ministerpräsident erkrankt ist, und ich habe seinem Vertreter heute meine aufrichtigste Anteilnahme ausgesprochen. Aber ich habe seine Erkrankung auch bedauert, weil die in dieser Woche begonnenen Gespräche nicht mehr fortgesetzt werden können. Die deutsche Stellung hat sich nicht geändert. Wir müssen oom deutschen Standpunkt aus an der Gleichberechtigung und an einer tatsächlichen Abrüstung unter allen Um ff ä n Öen fe ft hallen. Darin ist sich das ganze deutsche Volk, wie groß auch immer die parteipolitischen Gegensätze fein mögen, völlig einig. Ich bin auch der Ansicht, daß man über diese Forderungen Deutschlands durchaus reden kann, denn eS ist la notwendig, die Lage auf diesem Gebiet ebenso, wie in dcn anderen Fragen der Reparationen und der Hilfsmittel zur Beseitigung und Milderung der Weltkrise ganz klar ins Auge au fassen. Alle diese Dinge gehören zu- sammett. Es handelt sich nicht nur um finanz- und wirtschaststechnische Fragen, sondern cs handelt sich auch öafum. die 'psychologische Grundlage zu schassen, daß die Völker wieder eilt stärkeres Vertrauen zu - cinanders assen, weil nur davon diewirisch a f t l i ch c Erholung der Welt nach meiner festen lleberzeugung abhängig ist. Ich bin der Ueberzeugung. daß die Tatsachen üugctiblicflid) in der Welt ein ganz außerordentlich schnelles Tempo angenommen haben, und daß die Beratungen zur Lösung der Schwierigkeiten lediglich in ein schnelleres Tempo kommen müssen und sich der Lage anzupossen haben, falls die Losung nicht zu spät .kommen soll. Deutschland weih, und darin find sich alle Deutschen einig, daß die Probleme nicht nur von Deutschland gelöst werden können, daß man zu einer internationalen Zusammenarbeit kommen muß und daß besonders in diesen kommenden Wochen uttd Monaten eine Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deuts ch- l a n d notwendig ist. Trotz aller nicht zu leugnenden Schwierigkeiten bin ich fest davon überzeugt, daß es möglich sein wird, die Dinge zu meistern. wenn wir Öen Tatsachen ins Auge sehen und Schluß machen mit diesem Zwi - schenzustand zwischen Krieg und 3 r i e b e n und zu einem wirklichen Frieden kommen, der nicht ein Diktat ist, sondern eine freiwillige Verständigung, die zu einem wirklichen Wiederaufbau Europas und der Welt führen wird. Man darf nicht vergessen, daß d i c erregte politische Stimmung in Deutschland zu einem ganz großen Teil auf die unsagbar große wirtschaft- 11 d) e 71 o I und die Leiden zurückgeht, die auf dem deutschen Lande lasten. Aber anderseits möchte ich auch auf die Tatfache Hinweisen, daß Deutschland In der Vergangenheit in poIi - fischer Hinsicht allzu viele Enttäuschungen zugemutet worden sind. Ich fühle mich in völliger Uebercinflimmung mit dem gesamten deutschen Volke, wenn ich betone, daß das deutsche Volk in jeder Beziehung ein friedliebendes Volk ist. Wenn die Welt es versteht, Deutschland Gerechtigkeit und Hilfe zuteil werden zu lasten, dann wird Deutschland noch mehr als bisher ein starker Garant für eine friedliche Entwicklung der Well fein. Letzte Besprechungen des Reichskanzlers. Genf, 28. April. (WTB.) Reichskanzler Dr. Brüning hatte heute eine Besprechung mit Macdonald Die beiden Staatsmänner traten mittags nochmals bei einem großen Frühstück zu- fammen, das Macdonald einer Reihe von führenden Dclegationsmitgliedern gab. Abends nahm der Reichskanzler an einem Diner teil, zu dem S t i m - f o n eingeladen hatte. Die Abreise des Reichskanzlers aus Genf ist für Freitagvormittog festgesetzt. Mit ihm zusammen werden Statssekretär von Bülow, Oberregierungsrat Planck und Reichspressechef Zechlin abreisen. Deutsch-französischer Zusammenstoß im Mnne-AuSschuß. Tic vier Invasionen. G e n s. ^8. April. ($11.) Im Flottenausschuß der Abrüstungskonferenz kam es am Donnerstag zu einer Auseinandersetzung zwischen den Vertretern Deutschlands und Frankreichs. Der frühere Marineminister Dumont erwähnte, daß Frankreich sich in einer besonderen Lage befinde und seine Sichcrheitssorderung besonders berücksichtigt werden müsse. Hierbei kam er auf die Ergebnisse der vier ..Invasionen". die Frankreich während eines Jahrhunderts habe erdulden müssen, zu sprechen und erwähnte ferner die Beschießung ungeschützter französischer Städte in Algier sowie englischer Städte durch die deutschen Kreuzer ..Goeben" und „Breslau". Der deutsche Vertreter Freiherr v. Rheinbaben, trat den französischen Behauptungen Schanghai, 29. April. (WTB. Funkspruch.) Während einer großen Darabe japanischer Truppen im hongkewpark schleuderte e i n Koreaner eine Bombe gegen ben mittleren Teil bet großen Tribüne, auf der eine Anzahl her- oorragenber japanischer Persönlichkeiten versammelt war. Der japanische Gesandte in Ehina, Schigern i t s u , wurde durch die Explosion lebensgefährlich verwundet. General U y e d a der Anfangs die militärischen Operationen in Schanghai geleitet hatte, und General Schira- k a w a, der im Februar bei der Entsendung japanischer Verstärkungen an feiner Stelle zum Oberbefehlshaber ernannt wurde, sind schwer verwundet worben. Auch bet japanische Generalkonsul ist schwer verletzt. Admiral Nomura wurde am Kopf verwundet. Nachdem die japanischen Truppen nach dem Attentat den Park von hongkew abgeriegelt hatten, untersuchten sie Tausende von Zuschauern nach Waffen. Schließlich wurde ei n Wann f e ft - genommen, von dem man glaubt, daß er den Anschlag ausgeführt hat. Außerdem wurden noch sieben Ehinesen verhaftet. Die Truppen hatten große Mühe, die Menge zu hindern, den Attentäter zu lynchen. Berlin, 28. April. (TU.) Am Donnerstag sprach im Landwirtschaftsfunk der Deutschen Welle der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, Schiele, über „Die Agrarpolitik der letzten Jahre". Wir müssen die Agrarpolitik bewußt cinordnen in die große Linie der Staatspolitik. Es ist unerträglich, wenn a. D. der Dutte r z o 1 l, der vielleicht wichtigste Faktor zum Schutze der Deredelungswirtschaft, von den Interessenten gewisser Industriegruppen zum Handelsobjekt gemacht werden soll. In einer Zeit, wo alles nach Siedlungspolitik drängt, verlangen höhere Gesichtspunkte als dieGefchäfts- politik den Schutzdcrländlichen Veredelungswirtschaft, die die Grundlage für jeden Siedler- und Bauernde- trieb bildet. DaS wahre Bild unserer deutschen Wirtschaftslage läßt sich am besten verdeutlichen mit dem Bilde einer belagerten Festung. Wir leben unter dem Druck einer vierfachen Dlok- labe. Auf dem Gebiete der Kredit- und Währungspolitik, der Handelspolitik und der Tributpolitik sind wir vom Auslande blockiert. Der erste Grundsatz für bas Durchhalten einer belagerten Festung ist bie Sicherstellung ber Nahrungsmittel Versorgung. Deshalb ist heute die Agrarpolitik in erster Linie ein Erfordernis der Lrnährungspolitik. Dorf, wo noch unerfchöpfte Produktionsmögtich- feiten mit gesichertem Absatz auf unserem eigenen Binnenmärkte vorhanden find, muh unter Zurückdränguug nicht absolut notwendiger Aussosort mit großem Rachdruck entgegen. Er wies besonders auf die napoleonischen Kriege hin* bei denen die schließliche Besetzung Frankreichs nach allgemein feststehender geschichtlicher Erkenntnis durch einen der größten Angriffe hervorgerufen wurde, die die Weltgeschichte erlebt habe. Zur Beschießung ungeschützter Städte im Weltkriege stellte Freiherr v. Rheinbaben fest, daß sie von bf n deutschen Militärbefehlshabcrn zweisellos in der Annahme vorgenommen wurden. daß es sich um Plätze von militärischer Bedeutung gehandelt habe, oder um solche, die Stützpunkte für militärische Unternehmungen waren. Unabhängig hiervon aber gäbe cs eine so lange Liste von Beschießungen offener, friedlicher Städte auf deutschem Boden durch französische Luftangriffe, daß es wohl zweckmäßiger wäre, diese Frage an dieser Stelle nicht zu vertiefen. Rhcinbabcn schloß mit dem Vorschlag, die Erörterung aller derartiger Dinge im Seeausschuh auch in Zukunft zu unterlassen. da solche Aussprachen im offenen Gegensatz zu den Aufgaben der Sceabrüstung stünden. Die Ausführungen des deutschen Vertreters fanden weitgehendes Verständnis und Anerkennung bei einigen anderen Abordnungen. Dieser ncuerlick-c schwere Zwischenfall »st geeignet, bie Friebensaussichten im Fernen Osten zu verschlechtern, obwohl ber Anschlag von einem Koreaner begangen worben ist. Die Tat, bie in Schanghai gcrabe zu einer Zeit gusgesührt worben ist, wo man auf ben Abschluß eines Waffen st i 11ff anbei hoffen konnte, kann zu einer außerordentlichen Stärkung bes militärischen Geistes in 3 a p a n fuhren: man fürchtet, baß bie Rückwirkung auf bie japanische Bevölkerung sehr heftig fein wirb. Oie Japaner erobern Hailin. 6b ar b in, 29. April. (Reuter. Funkspruch.) An der südöstlichen Front der Mandschurei ist cs zu heftigen Kämpfen zwischen japanischen Truppen und Chinesen gekommen, die sich gegen die neue mandschurische Regierung in Aufruhr befinden. Die japanische Hauptkolounc unter General M u r a i griff die Aufständischen an, die Hailin beseht hielten. Der Kampf dauerte die ganze Rächt von Mittwoch zum Donnerstag an. Die Chinesen, deren Zahl auf 6000 Mann geschäht wurde, hatten 200 Tote zu verzeichnen. Die Japaner, die Hailin beseht haben, erbeuteten einen Panzerzug, zwei Geschütze und anderes Kriegsmaterial. lanbeinfutjren bie heimische Probuk Hon verstärkt werben. Das gilt jetzt namentlich für bie gesamte länbliche Veredelungs- Wirtschaft und für bie beufsche Forstwirtschaft. Erforderlich ist ferner die rationellste Verwendung u n s e re s D ol k s e i n k o m- mens. Jeder Einzelne in feinem Privathaushalt. die öffentliche Hand und die gesamte Volkswirtschaft müssen die konsumtiven Ausgaben, insbesondere für Lususwaren und entbehrliche Auslandserzeugnisse, soweit einschränken, daß größere Teile des Volkseinkommens zur Verstärkung unseres Produktivkapitals in der Volkswirtschaft frei werden. Durch eine nach diesen Grundsätzen ausgestaltete Wirtschafts- und Sozialpolitik werden wir auch die Widerstandskraft von Staat und Volk für das Ringen um unsere außenpolitische Freiheit stärken und neu beleben. Rückblickend auf die letzten Jahre stellte der Minister dann fest, daß es bis auf den heutigen Tag dem zähen Selbstbchauptungswillen unseres Landvolks gelungen sei. das deutsche Volk im wesentlichen selbständig zu ernähren. Unsere Außenpolitik könne einen festen Kurs steuern, ohne Gefahr zu laufen, das Volk dem Hunger auszusetzen. Unsere Rahrungsmittelversorgung fei in ihren Grundbestandteilen auch bann ausreichend gesichert, wenn wir keine Devisen mehr für den Bezug von ausländischen Lebensmitteln zur Verfügung hätten. Bei der Fleischwirtschaft kann damit gerechnet werden, daß ebenso wie bei den Ackerbau- Produkten in absehbarer Zeit ein ausgeglichene s Verhältnis zwischen Broduk- tionskostcn undPrcisen cintritt. Bei den bäucrl id)en Edelprodukten liegt die Ursache des noch bestehenden MibverhältnisscS zwischen Produktionskosten und Preisen in der noch immer unbefriedigenden handelspolitischen Situation. Ein starker Schutz der verebelungswirlschaft fei gerade jetzt erforderlich, da diese in besonders hohem Maße Arbeitskräfte binde, da ferner ihre Rentabilität entscheidend fei für die Gefamtertragsfähigkeit der Landwirtschaft Unb ba schließlich sonst bie Sieblungsplänc ber Reichsregierung zu einem Fehlschlag füljrcn müßten. Wer Hebeln will, muß auch ber Arbeit bes Sieblers ben nötigen hanbelspolitischen Schutz gewähren. Trotz starker Zurückdrängung ber Auslanbcinsuhr in ben letzten Jahren gaben wir gerade für die Beredelungserzeugnifse im ersten Vierteljahr 1932 noch immer aus für bie Einfuhr von Schmalz, Speck, Fleisch usw. 42, Kartenbauprodukte 83, But ter und .üäse 45, Eier, Fische, Wein 57, Holz und Zellstoff 23 Millionen Mark. Der Minister erklärte zum Schluß: 3% Millionen Arbeitslose haben ihr Schicksal dem Versagen des Binnenmarktes zu verdanken. Der Binnenmarkt kann aber nur durch eine konsequente Agrarpolitik zur Kesundung gebracht werben. Deshalb lautet das staatspolitische ceterum censeo: Agrarpolitik unb nochmals Agrarpolitik! Das ist die Forderung, der sich heule keiner mehr entziehen kann. Agrarpolitik ist heute Sache der Nation. VorerftkeineneuenKoalitions- verhandlungen in Heften. Veränderungen in ber Landtagöfrattwn der NSDAP. Darmstadt, 28. Llpril. (TU.) Zu den Ulel- dungen über neue Koalitionsverhandlungen zwischen Zentrum und Rationalsozialisten in Helfen ist zu sagen, daß eS sich zunächst nur um Gerüchte handelt, für die positive Unterlagen nicht vorhanden sind. Es ist kaum anzunehmcn, daß vor der Entscheidung in Preußen Aenberungen in Hessen eintreten werden. Tatsache ist jedoch nach einer Mitteilung der Telegraphen-Union. daß gewisse Veränderungen in der nationalsozialistischen hessischen Landtagsfraktion vorgenommen werden So ist z. B an Stelle des ausgeschiedenen But - 1 e r - Eberstadt der Etadtrat Z u r tz - Darmstadt in das hessische Parlament eingetreten. Weiter verlautet, daß demnächst noch andere Mitglieder der nattonalsozialistischen Landtags fraktion ausgewechselt werden sollen. Io u. a. diejenigen, die schon einmal mit dem Strafgesetz in Konflikt gekommen sind. Auch der Fraktionsführer und Gauleiter Abgeordneter Lenz, der noch dem Reichstag angehört, und infolgedessen stark überlastet ist. soll anderweitig verwendet werden. SchlichUch ist der (Sou- fachberatcr für Kriegsbeschädigtcnangclegenheiten. Weygo 1 dt. der durch seinen Brief an den nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten Oberlindober-München bekannt geworden ist, in dem er scharfe Kritik an der hessischen Landtagsfraktion der RSDAP. übte, infolge dieser Kritik aus der Partei ausgeschlossen worden. Der Thüringer Landtag nahm mit bet ersten Lesung des Haushaltsplans die Plenarsitzun gen wieder auf. Die Nationalsozialisten beantragten die sofortige Beratung ihres Antrages auf 'Auf l ö | u n g des Landtags Der Antrag wurde aber abgelehnt, worauf die nationalsozialistische Frak tion geschlossen den Sitzungssaal verließ. Korporationsverbände und Deutsche Studentenschaft. Berlin, 28. April (TU i Düs Erlanger Der- bändeabkommcn, dem sämtliche nationalen Korporationsverbände angehören, hatte im Januar d. 3. auf einer Tagung in Goslar mit der Leitung des Rationallozialisti- schcn Deutschen Studen k^c nbundes (RSDSTB.) Vereinbarungen getroffen, um bereits vorher vorgekommene Schwierigkeiten zwischen dem RSDSTB und den Studentischen Korporationsverbänden beizulegen und weitere Erschütterungen in der Studentenschaft zu vermeiden Der vom Erlanger Verbändcabkommen eingesetzte Verhandlungsausschuß legt nunmehr einen aus^ jährlichen Bericht über die Vorgänge vor. die zum Ausscheiden mehrerer Amtsträger der Deutschen Studentenschaft aus ihren Aemtern geführt haben Es wird lestgestcllt, daß angesichts der Tatsache, daß der Leiter des RSDSTB. und gleichzeitige Vorsitzende der Deutschen Studentenschaft, Krüger, entschlossen sei, sich der Einhaltung der in Goslar übernommenen Verpflich tungen z u entziehen, es völlig hoffnungslos sei, irgendetwas in bezug auf eine positive Zusammenarbeit zwischen der Gesamtheit der Verbände und dem RSDSTB zu erreichen. Es müsse jedoch festgestellt werden, daß die studentischen Verbände sich nach wie vor zu r Seut- schen Studentenschaft bekennen. Ebenso hätten die Disferenzen mit dem Vorsitzenden ber Deutschen Studentenschaft. Krüger, nichts md ber Einstellung zur nationalsozialistischen Lewe g u n g zu tun. Krüger könne weder mit dieser *wch mit der Deutschen Studentenschaft gleichge, stellt werden. ---------------------------- --------!22L-■JL..,!L___________ Somöendttentflt auf Japaner in Schanghai. Japanische Generäle und Diplomaten schwer verwundet. — Der Täter ein Koreaner. — Ernste Belastung der Friedensverhandlungen. Gesundung des Binnenmarktes durch konsequente Agrarpolitik. Eine Rundfunkrede Reichsminister Schieles. Reue Intervention der Mächte in Kvlvno. Oie Sicherung der Wahlfreiheit in Memel. — Unverschämte Antwort der litauischen Regierung. ft o iv n o , 28. April, (Litauische Telegraphenagen- lur.) Die Vertreter Frankreichs, Groß- Britanniens und Italiens setzten heute den vlinistcr des Aeuhern von der Auffassung ihrer Regierungen hinsichtlich der Wahlen zum Memeler Landtag in Kenntnis, die folgende Punkte betrifft: 1. Die Ernennung und die Tätigkeit der Wahlausschüsse muh unter gerechten Bedingungen gewährleistet werden. 2. Das Recht der Abstimmung darf nur Personen gewährt iverden, die einen f c st e n Wohnsitz im Gebiet von Memel haben. 3. während der Wahlen »nutz Gewähr für Presse- und versa m ml ungsfrei- h e i t bestehen. Der Minister des Aeuhern erklärte, die litauische Regierung stimme mit der Auffassung der Signatarmächte vollkommen überein. Er habe schon vorher alle Mahnahmen c r g r l f f e n , die er für nötig halte, um die A r e i- heit u ii 8 Unverfälschtheit der In einigen Togen stattfindenden Wahlen zu gewährleisten. 3n Berliner amtlichen Kreisen hat die Erklärung des litauischen Auhenministcrv Erstaunen hcr- vorgerufen. Bis jetzt ist nicht beobachtet worden, doh den Forderungen der Signatarmächtc im voraus durch irgendwelche Maßnahmen lilaulscherseils Rechnung getragen worden sei. Die Wahlausschüsse — Wahlkommissionen — sind nach wie vor einseitig mit grohlikouisch eingc st eilten Personen beseht und üben auf dieser Grundlage ihre Tätigkeit aus. Die Einbürgerungen von Litauern aus Grund der bekannten ad hoc erlassenen Verordnungen, welche u. a. die Voraussetzung des einjährigen Wohnsitzes zur Erlangung des Bürgerrechts a b g e s ch a f f t haben, sind nicht rückgängig gemacht worden und geeignet, das normale Wahlbild künstlich zu verändern. Zur Illustrierung der angeblich gewährleisteten Versammlungsfreiheit genügt es, auf die Vorfälle hinzu- weisen, die in den letzten Tagen in Schmalleningken und Memel sich bei den Wahlversammlungen deutsch- memeliändifchcr Parteien abgespielt haben. Gtegerwald über Oie Aufgaben staatlicher Lohnpolitik. Erfurt, 29. April. (TU.) Auf der Neichstaaung des Verbandes der Katholischen Kaufmännischen Vereinigungen hielt Reichsarbeitsminister Dr. h. .c. Stegerwald eine Rede, in der er u. a. aus- führte: ' Von Arbeitgeberseite wird der Reichsarbeitsminister immer stärker bedrängt, im Hinblick auf die sechs Millionen Arbeitslosen den staatlichen Lohn schütz durch Aufhebung der Vorschriften über die Verbindlichkeitserklärung von Schiedssprü- chen zu b e s e i t i g en . Dieses Verlangen läuft darauf hinaus, dos; in einem weltwirtschaftlichen Er- krankungszustand ohnegleichen durch den Staat alles mit Ausnahme der menschlichen Arbeitskraft geschützt und gestützt werden soll. Solange ich Arbeitsminister bin, lehne ich das nach- drücklichst ab. Die staatliche Lohnpolitik kann natürlich den Arbeitern der Binnengewerbe nicht wesentlich höhere Löhne zubilligen als etwa den Gewerben und Industrien, die dem Weltwettbewerb ausgesetzt sind. Die staatliche Lohnpolitik hat während der größten Krisis eines Jahrhunderts die Aufgabe, zu verhindern, daß bei der ungleichen Kräftelagerung der Lohn der breiten Arbeitnehmerschichten nicht ins Uferlose sinkt. Sie hat weiterhin die Ausgabe, die Parteien möglichst weitgehend zu freiwilligen Vereinbarungen zu bringen, das beider- seitige Verantwortungsbewußtsein zu stärken und dafür zu sorgen, daß der wirtschaftlichen Vernunft nicht der Weg verlegt wird. Die gesetzliche Sozialversicherung, insbesondere die Arbeitslosenfürsorge und die Invalidenversicherung, befindet sich gegenwärtig in einer sehr schwierigen Lage.' Für das Jahr 1932 fehlen den Fürsorgeeinrichtungen und Versiche- rungszweigen noch viele Hunderte von Millionen Mark. Mit Beitragserhöhungen und Steuererhöhungen ist dem Fehlbetrag nicht wesentlich beizukommen. Damit würde nur neue Arbeitslosigkeit geschaffen. In den nächsten Wochen muß eine Kombination zwischen Arbeitsbeschaffung und Arbeitslosenfürsorge gefunden werden, mit der wir über das Jahr 1932 hinüberkommen. Auch die Invalidenversicherung muß ins Gleichgewicht gebracht werden. Auf längere Sicht gesehen, werden sich grundlegende Aenderungen der gesetzlichen Sozialversicherung nicht vermeiden lassen. Meines Erachtens kommen wir nicht darum herum, die Sozialversicherung in steigendem Maße den Versicherten a u überantworten Damit würden sowohl oer Streit über die staatliche Sozialpolitik als auch der Streit zwischen Arbeitgebern und Versicherten weitgehend zurückgedrängt werden können. Die Arbeitgeber hätten einen durch Gesetz festzusehenden Beitrag zu entrichten, wofür sie in bestimmten Fragen mitzuentfcheiden hätten, während für den Best des Beitrags die Versicherten selbst aufzukommen hätten, wie ihnen auch die Durchführung der Sozialversicherung bei entsprechender Staatsaufsicht einzuräumen wäre. Tardieus letzte Wahlrede. Appell an die Radikale Partei für Mitarbeit auf breiter Basis. Paris, 28. April. (WTB.) Die letzte Wahlrede des Ministerpräsidenten Tardieu ist heute abend aus dem Handelskammerbankett in Belfort von dem älnterstaatssekretär C a t h a l a zur Verlesung gebracht worden. Tardieu befaßte sich mit einer Kritik an der sozialistischen Politik, die offenbar von dem Wunsche getragen war, d i e Tardieus Halsentzündung. d i e Zur Außenpolitik wird dann in der Rede behauptet die Konferenz zur Herabset- für die A-, B- und L-Klasse ab- Segcben. Der Gießener Tanzklub wird mit feinen esten Tanzpaaren ebenfalls beteiligt sein. In den Turnierpausen und nach den verschiedenen Wettbewerben Habet Ball statt. Für die Gäste wird Gelegeicheit gegeben fein, in einer besonderen Gästcklaflc im Wettbewerb zu tanzen. Die Musik wird von den Iazzfymphonifern Der Kapelle Seih gestellt. Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich — Kino im eigenenHeim. Man schreibt und: Heber dieses Thema spricht am 2. Mai auf Veranlassung der Firma Agfa Herr Dr. Gerd B r i e s e (Berlin). Er zeigt an vielen selbstgedreh- ten Schmalfilmen, welche Freuden dem Schmalfilm-Amateur blühen, wenn er sich und seine Verwandten und Freunde einmal in der Bewegung auf Der Leinwand sieht. Das schönste Porträt löst nicht annähernd so viel Fkeude aus, wie ein kurzer Film, und man staunt, wenn man erfährt, daß Filmen leichter ist, als Photographieren und wie einfach ein solcher Film im Freien und soqar im eigenen Heim herzuftellen ist. Wenn man hort, wie stark die Amateur-Filmerei im Ausland in Klubs. Sportvereinen, Privat- und wissenschaftlichen Kreisen Fuß gefaßt bat, so Ist es zu begrüßen, wenn sie auch uns durch unsere Industrie für verhältnismäßig wenig Geld Zugänglich gemacht wird. RähereS siehe heutige Anzeige. " I u st i z p e r s o n a l i e. Auf Grund des Alters arenzegefetze» tritt am 1. Juni der Obcrflaalsanmah bei der Staatsanwaltichaft am Oberlandesgericht in Darmstadt Geh. Iuftizrat Fron; Joseph Döpper in den Ruhestand •• D ie Dienst stunden der Polizei. DaS Polizeiamt teilt mit: Dienststunden deS Po- lizeiamtS für den Publikumsverkehr ab 1 Mai sind von 7 30 bis 12 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr: SamStagS von 7.30 bis 12 Uhr. Für SamStagnachmittagS ist in Der Zeit von 16 30 biS 17.30 Uhr ein Eildienst eingerichtet, bei dem aber nur Anträge, die unaufschiebbar find, erledigt werden können. "DerStrahenbahnoerkehrnachdem Neuen Friedhof. Dom nächsten Sonntag ab tritt im Fahrplan der Straßenbahn auf der Strecke Marktplatz—Neuer Friedhof eine Aenderung ein, die in einer Bekanntmachung der Straßenbahndirektion im heutigen Anzeigenteil bekanntgegcben wird. *" Maienblafen Am morgigen Samstag wirb daS in unterer Stadt schon fest eingebürgerte Maienblafen wieder seinen Anfang nehmen. Zur gewohnten Stunde, um 19 Uhr. werden vom Turme der Iohanneskirche folgende Weifen erklingen: 1. Lobe Den Herren. Den mächtigen König Der Ehren: 2. Die Ehre Gottes (Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre); 3 Der Mai ist gekommen. Das Maienblafen wird wiederum von dem Verein für christliche Musik ausgeführt *• Fremdenvorstellung im Gießener Stadttheater. Man schreibt uns auS dem Stadttheaterbureau: Die Intendanz hat sich bemüht, allen auswärtigen Besuchern einen ruhigen Genuß der Fremdenvorstellung .Der Hauptmann von Köpenick" am Sonntag, 1. Mai zu sichern. Da die Vorstellung lange dauert, sind Befüochtungen laut geworden, daß auswärtige Gäste nicht mehr ihre Züge erreichen könnten. Entgegenkommender Weise hat sich die DeichS- bahndirektion bereiterklärt, den Zug von Gießen nach Limburg, der sonst 22.13 Uhr fährt, erst 10 Minuten später von Gießen abfahren zu lassen, also ab Gießen 22.23 Uhr. Mit diesem späteren Abfahrtstermin ist allen Theaterbesuchern an jener Strecke die Rückfahrt gesichert. Die Vorstellung wird zu einer Zeit zu Ende fein, die eS jeden, möglich macht, chen Zug zu erreichen. •• Aerztlicher Fortbildungskursus. Die Medizinische Fakultät der Universität Gießen veranstaltet vom 9. biS einschl. 15. Oktober für praktische Aerzte einen allgemeinen FortbildungS- kursuS mit klinischen Besprechungen und praktischen Demonstrationen. Vortragende sind die klinischen Fachvertreter, sowie die Fachvertreter für Physiologie. Sin AuSflug findet nach 'Bad-Rau- heim statt mit Demonstrationen im dortigen Dal- neologijchen Universitätsinstitut. Prospekte und Anfragen durch Professor Georg Herzog, Pathologisches Institut. Klinikstrahe 32g. •• Große- Wanderertressen in Dießen. Der ReichSverband deutscher GebirgS- und Wandervereine veranstaltet für die in ihm t>er-' einigten Wändervereine am Himmelfahrtstage (5. Mai) eine Sternwanderung nach dem Schiffenberg mit anschließendem Besuche Der Provinzialhauptstadt Gießen. Um 13 Uhr wird auf Dem Schiffenberg eine große Kundgebung stattfinden. Einige Stunden später, um 16.30 Uhr beginnend, wird ein Propagandamarsch zur Werbung für das Wandern durch Die Stadt Gießen ausgeführt, bei dem folgende Straßen passiert werden. Schiffen- berger Weg, Gartenstraße. Deuenweg, Seltersweg. Westanlage. Bahnhofstraße, KaplanSgasse. Ärcuv platz, Sonnenstraße. Brandplatz, Landgraf-Phi- lipp-Plah, wo Der Zug der Wanderer um 17.25 Uhr eintreffen Dürfte. Den Abschluß Der Veranstaltung. an Der ettoti 800 bis 1000 WanDerer teilnehmen werden, wird eine kurze Schlußfeier auf dem Landgraf-Philipp-Plah bilden, bei Der den Wandergästen herzlicher Wittkommengruh in unserer Stadt entboten werden wird. •* Großer Brieftaubenabflug. Am kommenden Sonntag gegen 8 Uhr treffen auf Dem hiesigen Bahnhof, abgesandt von westfälischen Brief- taubenzüchter-Dereinigungen, 52 Waggonladungcn Brieftauben ein. Deren Abslug geyen 9 Uhr in der Nähe des Bergwerkswaldcs beginnt. Es werden Tausende von Brieftauben aufgelaffcn. Das interessante Schauspiel kann von dem 'Gelände zwischen dem Klein.Lindener Friedhof und den Bahngleiscn der Frankfurter Strecke aus gut beobachtet werden. *• Versorgungsanwärter und Fach - Prüfungen. Vom Zentralverband der Angestellten wird uns mitgctcilt: Für Kranken* kassenangestellte ist die Erbringung des fachlichen Befähigungsnachweifes durch bestimmte Prüfungen vorgeschrieben. Es handelt sich dabei um eine Anstellungs- und Beförderungsprüfung. Ss ist die Frage aufgetaucht, ob die von den Krankenkassen eingestellten Versorgungsanwärter gleichfalls verpflichtet lind, diele Prüfungen abzulegen. Der preußische Minister für Volkswohlfahrt bat in einem Bescheid vom 1. März 1932 Dazu Stellung genommen. Er hat darin erklärt. Daß die vor den Wehrmachtsfachschulen abgelegten Prüfungen zwar als Ausweis der erforderlichen allgemeinen Bildung angesehen werden können, nicht aber geeignet seien, die Verlor- gungsanwärter von den vorgeschriebenen Fachprüfungen zu befreien. Die Prüfungen müssen nach Den Vorschriften, die für alle Angestellten gelten, auch von den Versorgungsanwärtern abgelegt werden. •" 4. Frankfurter Automesse für gebrauchte Kraftfahrzeuge und Autozubehör. Die 4. Frankfurter Automeffe. die auf Dem FesthallengelänDe in Frankfurt a M. vom 30.2lpril biS 4. Mai stattfindet, erfreut sich — wie man uns schreibt — einer außerordentlich guten Beschickung mit Kraftfahrzeugen aller Art. und sie wird Interessenten günstige Kaufgelegenheiten bieten Die Ausstellung ist von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Man beachte Dia morgige Anzeige. Semeinderatssihung in £i4. h Lich. 25. April. In der jüngsten Sitzung des GemeinderatS feilte Bürgermeister Geil zunächst mit. es habe sich alS notwendig erwiesen, das Gräberfeld B auf dem GemeindefrieDhos alsbald zur Reubelegung einzurichten. Die städtische Bauleitung habe für Die Belegung zwei Pläne auSgearbeitet. die auf der vorderen und Der Hinteren Seite des Feldes je eine Reihe Erb- begräbniSstätten vorsehen Der PlanA umfasse die Einrichtung von etwa 186 Reihengräbern, der Plan B etwa 134 Reihengräber unter Aufteilung deS Felde- durch einen Läng-- und einen Querweg mit den enttprechenden Anlagsn. Der letztere Plan habe an sich eine schönere und würdigere Ausgestaltung des Friedhofes zur Folge, Die Baukommisfion lot jedoch Der Ansicht gewesen, daß sie im Hinblick auf Den Verlust an Nutzfläche diesem Plan nicht zustimmen könne und den Plan A zur Ausführung empfehle. Der Gemeinderat machte sich dahin schlüssig, da- Gräberfeld nach Dem Plan A auszugestalten. Weiterhin erklärte er sich damit einverstanden, daß auf Dem Gräberfeld O auch ferner noch einzelne Grabstätten käuflich abgegeben werden dürfen. Dagegen soll auf Dem neuen Gräberfeld B die Abgabe solcher Grabstätten gänzlich unterbleiben. Sodann befaßte sich Der Gemeinderat mit einer Vorlage über die Bereitstellung von Arbeiten für Den freiwilligen Arbeitsdienst Danach sollen Planierungsarbeiten auf Waldwegen mit zusammen etwa 700 Tagewerken und Die Instandsetzung des Babette- der Wetter an Der Gemarkungsgrenze Lioh-Rieder-Befsingen mit etwa 1100 Tagewerken zur Ausführung gelangen. Die Vornahme letzterer Arbeit mußte bereits in früheren Jahren wegen Mangel- an Mitteln zurückgestellt werben. Der Gemeinderat erklärte sich mit her Vorlage einverstanden und beauftragte Den Bürgermeister, entsprechende Anträge beim Arbeitsamt au stellen. 3m weiteren Verlauf der Sitzung gab der Vorsitzende Kenntnis von her Entscheidung des Jagd- pachternigungsamteS Gießen hinsichtlich DeS Antrag- der 3agdpächter deS 1. und 2 Bezirfe- Dcr Gemarkung Lich auf Pachtermäßigung, und weiterhin davon, daß zwischenzeitlich ein Vermittlungsvdrschlag der Iagdpächter auf gütliche Beilegung der Angelegenheit eingelaufen fei. wonach entsprechend dem Beschluß des Iagd- pachteinigungsamteS für daS Jahr 1931 ein Rachlaß von 15 Prozent auf die Iahrespacht und für da» Jahr 1932 entgegen dem Beschluß ein Rachlaß von 20 Prozent auf die für dieses Jahr um 10 Prozent gestiegene Iahrespacht gefordert wurde. Der Gemeinderat beschloß, für das Jahr 1931 dem Vorschlag zuzustimmen, für das Jahr 1932 aber den Gegenvorschlag zu machen, die Erhöhung her Iahrespacht wegfallen und auf hie Ausgangssähe des Iahrespacht nochmals eine lOprozentige Ermäßigung eintreten zu lassen. Die Gleiche Regelung soll auch für den Iagdpächter es 3. Bezirkes Geltung haben. 3m Anschluß hieran gab der Bürgermeister. eine Verfügung des KreisamteS bekannt, wonach her Staat die noch vorhandenen Rückstände an staatlicher Grund-, Gewerbe» und Sonder- gebäubefteuer her Duhbach-Licher Eisenbahn für 1930 und Vorjahre erlassen werde, sobald die Veranlagungen rechtskräftig sind. Hinsichtlich der Steuer für 1931 sei ein weiteres Entgegenkommen abgclehnt worden. Das Krei-amt empfiehlt eine entsprechende Regelung für die Stadt hinsichtlich der Gemeindeumlagen, der zugestimmt wurde. Die Deckung der im Rechnungsjahr 1932 zu erwartenden Fehlbeträge nahm im weiteren Verlaus der Beratungen einen breiten Raum ein. Der Vorsitzende gab Kenntnis von einer Verfügung des Krei-amtc- an alle Gemeinden, wonach ein umgehender Bericht darüber erstattet werden muß, ob es zum Ausgleich des Voranschlags 1932 notwendig sei, von her Möglichkeit, die Real- steuersätze biS .zum Landesdurchschnitt zu erhöhen, Gebrauch ju machen, ob der Rat die Erhöhung freiwillig beschließen wolle, oder ob sie im Wege der DerwaltungS- anorhnung verfügt werden müsse. Der Vorsitzende legte dar. daß für das letzte Quartal deS Rechnungsjahres 1931 noch von dieser Möglichkeit abgesehen worden sei, da die Verwaltung durch äußerste Einsparungen die im Rechnungsjahre 1931 entstandenen Fehlbeträge annähernd zu decken hoffe. 3m Rechnungsjahr 1932 fei aber gegenüber dem Vorjahre eine Mindereinnahme aus Holzerlös von rund 14 000 Mk eingetreten. Der städtische Anteil an Krisenunterstützung habe sich seit Ende des Vorjahre- von monatlich 250 Mk. auf monatlich rund 1200 Wk. erhöht, was eine jährliche Belastung von etwa 15 000Mk. bedeute. Außerdem entstehen der Stadt durch die Streichung des KreiszuschufseS für Geisteskranke jährlich 7000 Mk. Mehraufwand. Weitere Fehlbeträge feien durch Wenigereingang an Steuern und durch ckhöhte Wohlfahrtsaufwendungen zu erwarten, so daß die Deckung des Voranschlags 1932 lediglich durch Einsparungen völlig aussichtslos "erscheine. Rach kurzer Aussprache fand sich Der OcmcinDerat bereit, soweit zur Deckung deS Voranschlags für 1932 erforderlich, her Erhöhung der Realsteuerfätze bis zum Landesdurchschnitt zuzustimmen. (Schluß de» redaktionellen Teils.) Die Firma Carl Frensdorf, Gießen, bekannt als größtes Spezialhaus Oberhcsfens für Herren«, Knaben und Sportkleidung, hat sich einer Arbeits. gemeinichaft von 60 der größten Fachgeschäfte Deutschlands angeschlossen, welche in eigens errief)- tcten modernsten Fabriken BIG. Fabrikate herstellt. Auch die Stoffe werden eigens für diese 60 Geschäfte gewebt. Diese Selbftfabrikotion ist gleichbedeutend mit einer enormen Leistungssteigerung. 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Nr. iOO Zweites Blatt Wietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhetzeit) Srenag, 29. April 1932 I —1 1 —J Raum für alle. „Solch ein Gewimmel möcht ich sehn — ein freies Volk auf freiem Grundc!" Die faustischen Worte Goethes bergen einen auster- ordentlich starten Anreiz für cm Problem, das an» in dieser Zeit sehr nahe berührt. Da liegen Millionen non arbeitsamen Menschen aus der Straste, sie warten daraus, dast ihnen wieder ihr Brot gegeben wird, das sie sich ja so gern selbst erarbeiten möchten. Der deutsche Arbeit- ichmcr hat zu viel Ehrgefühl im Leibe, als dast ihm eine Situation angenehm sein könnte, in der ihm der Staat oder die Gemeinde ein paar Mark „Unterstützung" in die Hand drücken — .so, nun sieh zu. wie du damit auskommst!" Für die Stellen aber, die diese Betrage zur Auszahlung bringen — auf Grund gesetzlicher Destim- inungen oder moralischer Verpflichtungen — wird i es von Tag zu Tag schwerer, die erforderlichen Mittel bereitzustellen, die den Arbeitslosen nunmehr nach Recht oder Gewohnheit zustehen. Geber und Rehmer suhlen das unsäglich Schwierige dieses Zustandes, und keiner weist zur Zeit, wie tt diesem Dilemma ein Ende bereiten könnte Allmählich aber kommt immer mehr der Allgemeinheit zum Bewußtsein, dast es auch beim .-twaigen Anbruch einer besseren Zeit nicht möglich sein wird, für die mehr als 6 Millionen lahmgelegten Kräfte die Arbeit zu schaffen, die fie ernährt. Unsere Arbeitsmöglichkeiten sind geringer geworden, der Produktionsprozeß der Wirtschaft wurde eingeengt und bleibt verringert, cveil die Konkurrenz des Auslandes zusammen mit der Ueberrationalisierung des Inlandes es nicht mehr dulden, dast genügend Menschenhände beschäftigt werden. Wir müssen uns vertraut machen mit der harten Erkenntnis, dast es besten- salls möglich sein wird, ein Maximum von drei Millionen Menschen in den Arbeitsprozeß wieder cinzugliedern. Die anderen, die Ueberzähli- gcn. bleiben vor den Fabriktoren stehen ... Dars je daran gedacht werden, diese bedauerns- roerten Mitmenschen nun einfach ihrem Schicksal zu überlassen? Das will niemand in Deutschland — es könnte ja auch niemand verantworten. 2Ibcr wer — wie etwa die Gesellschaft zur Förderung der inneren Kolonisation- der aus diesem Tatbestand erwachsenden Ausgabe ernstlich zu Leibe rückt, wird auch Hilfsquellen sinden, damit nicht der Hunger den drei Millionen zunächst einmal „überzähligen" Menschen droht. Der Siedlungsgedanke must endlich verwirklicht werden. Schon einmal haben wir den rechten Augenblick verpastt, damals, nach dem Kriege, als der Taumel des Umsturzes die Menschen aufsässig machte, die an sich bereit waren, unter sehr bescheidenen Verhältnissen sich ihr 3rot von der Scholle zu erarbeiten. Aach üppigen Jahren mit steigender Lohntendenz geht es heute wieder so vielen Menschen schlecht, dast sie' bereit sind, unter Zurückstellung der bisher schon nicht recht vertretbaren Ansprüche in einfachsten Verhältnissen durch ihrer Hände Arbeit ihr Leben zu fristen. Gibt man ihnen jetzt Gelegenheit zum Siedeln, dann kann der grobe Wurf wohl gelingen. zumal da ja -woTge der Tätigkeit des Ost- kommissarS in aller ^ürze bereits Tausende von Morgen Kulturls^dder Siedlung zur Verfügung stehen. Preusten hat sich bisher immer damit gebrüstet. wie groste Arbeiten es auf diesem Gebiete bisher erfolgreich durchgeführt hat. Man denke: 10 000 Sicdlerstcllen wurden einmalig 1931 geschaffen, und wenn die einzelne Stelle noch vor einiger Zeit bis zu 30 000, ja 40 000 Mark gekostet hätte, so würde sie im vergangenen Jahre bereits mit 15 000 Mark zu errichten gc- toefen fein. Ist dieser Stolz berechtigt? Ach nein, e s genügt bei weitern nicht, 10 000 ober gar 50 000 Menschen umzusiedeln: die Aufgabe lautet vielmehr: In aller Kürze sind mindestens eineinhalb Millionen Menschen aus der Stadt auf das Land zu ver- West-östliches Lustspiel. Bemerkungen zu Henry Benraths Roman „Bail ans Lihlos; Aobolnow". Dieses vor kurzem erschienene Buch') ist in Stil und Aufbau so rnteressant, wie cs in seiner Fabel und seinem Zeitgehalt anspruchsvoll und bedeutsam erschernt: der Erzähler macht hier ein Experiment. welches — in der Konsequenz seiner Durchsührung — entschieden ein Aovum in der deutschen Literatur darstellt: er schreibt einen Roman mit aller Anerkennung dessen, was nach den gültigen Gesehen für diese Gattung gefordert wird ... und übernimmt zugleich »ein wesentliches et i kleinen t aus der dramatischen Schwesterkunst. indem er säst die gesamte Hand- lung, den weit überwiegenden Teil seines Textes in Dialog auflöst. Diese Verschwistcrung von epischer und dramatischer Form geht so weit, dast eigentlich alle Partien des Buches, die nicht in direkter Rede erscheinen, nur als unumgängliche Milieu-An- bcutung. Exposition, Aegiebemerkung oder Per- sonalauszug gelten können. Lind auch das nur, soweit es — um nicht in Manier und blobc Spielerei abzugleiten — erforderlich schien: gerade Die- Umwelt und die Persönlichkeiten des Buches sollen ja durch die Unmittelbarkeit und lebendige Acußcrung des Gespräches vorgestellt und charakterisiert werden. Wir haben also hier so etwas wie ein Lustspiel in Buchform, ein Gesellschaftsstuck mit Zcit- beziehung und Hintergründen, mit Scherz. Satire. Ironie und tieferer Bedeutung, einen Ro- inan- aus Gesprächen zusammengesetzt, wie man ihn im 18. Jahrhundert nach berühmten eng- lieben Mustern in Briefen aufzubauen liebte. Auch hier darf vielleicht auf eine noble englische Tradition hingewiesen werden: man fühlt sich mehr als einmal — bei aller Anerkennung her lehr selbständigen geistigen Haltung dieses Romans — an Oscar Wilde erinnert: und die mit dem Autdr identische Zentralfigur im „Ball auf Schloff Kobolnow". Henry Denrath, scheint uns mit dem eleganten und frivolen Raisonneur Lord Henry Wotton im „Dorian Gray" verwandt ’) Henry Denrath: „Da ll auf Schloß K o b o l n o ro“. Roman. 298 Seiten. Drofchiert 3.75 Mark, Leinen 5.25 Mark. Deutsche Verlags- Anstalt, Stuttgart, Berlin. — (69) pflanzen. DaS ist kein Ding der Unmoglufcleil; Griechenland, Ehina haben bereits bewiesen, dah sie noch viel mehr Menschen auf diese Weise zu einer neuen Existenz verhelfen konnten. Lind sie sind gut dabei gefahren. Wir können das auch, wenn wir nur ernstlich wollen. Wir schaffen es. wenn -toir energisch darangehen, zunächst die jungen Leute auS den Groststädten umzusiedeln, die ländlicher Abstammung sind und denen der zutünstige Wirkungskreis gar nicht so neu ist. Aber wird müssen uns zum System der echten Primitivsiedlung bekennen, wir können nur noch . etwa 3000 Mark für die Schaffung jeder neuen Stelle ausgeben. Auch diese Summe ist beträchtlich, wenn man den Umfang der Aufgabe betrachtet: 1.5 Millionen Menschen müssen schleunigst so aufs Land verpflanzt werden, müllen sich wieder ein« gliedern in die bäuerliche Front und damit bewirken. daß für sie Arbeit und für ihre Familien Brot vorhanden ist. und — in Auswirkung der Bedarfssteigerung für die restlichen 1.5 Millionen ebenfalls. Die Städte freilich werden zunächst allerlei gegen diesen Plan einzuwenden haben. Aber es must ihnen doch bereits klar geworden fein, frttb ihrem AuSdehnungsdrang durch die Zeitentwicklung nun ohnehin ein Ziel gesetzt wurde. Mit einer Schrumpfung ihrer Devölke- rungsziffern müssen sie rechnen, weil die Industrien in ihren Mauern nicht mehx die Arbeit pnd das Brot für die Massen beschaffen können. Weil die Entwiclluna so verlaust, darum ist es auch denkbar das, die nicht unbeträchtlichen Mittel für die Siedlung ausgebracht werden können. Den Rahmen liefern schon die jüngsten Rotverordnungen, die das Siedlungswerk zu fördern versprochen haben, die geradezu Ll m s i e d - lung forderten. Vom Reich und von den Ländern können zunächst einmal Mittel bcreitgcftcllt werden Aber auch von den Einkünften der Arbeitslosenversicherung llnd wohl Beträge für die neue Ausgabe abzuzweigen. Das läßt sich vollauf verantworten: denn die Siedlung bringt nach verhältnismäßig kurzer Zeit bereits die Entlastung cs brauchen keine ilnter- stuyungen mehr gezahlt zu werden. Es werden auch nicht mehr Wohllahrtsüntcrstützungssordc- rungen erhoben: die Siebter wollen sich ja selbst Helsen? Lind weiter — die noch immer erheblichen Mittel der Hauszins st euer, soweit sie bem Wohnungsbau .zugeführt werden, können und müssen sehr wohl geschmälc-t werden zugunsten der Siedlung. Die Städte haben damit zu rechnen. daß der Wohnungsbedarf weiter nachläßt: wozu also erst Häufer errichten, die zu Ruinen werden, weil kein Mensch sie verlangt und sie bezahlen kann! Dackn ist der direkte Weg schon der bessere: SiedlersteHen bauen! Denn die Siedlung fördern heißt. in Deutschland Raum für alle seine Bewohner zu schallen. Lind Arbeit und Brot dazu! Auftakt zu den präsideMastswahlen in Amerika. Don unserem H. W. v. l).-Berichterstatter (Rgchdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Reuyork, April 1932 Die Berichte, die sich über die Vorbereitungen der amerikanischen Parteien für die Präsidentschaftswahlen im Rovember dieses Jahres mehren, konzentrieren sich zunächst weniger auf die Wahl an sich, als auf die Tagungen der republikanischen und der demokratischen Partei, die im Juni dieses Jahres, und zwar beide in Chicago, stattfinden. Ganz kommt die amerikanische Wahlmaschine nie zur Ruhe, weil bei dem kurzen, nur Vierjährigen Präsidentschaftsturnus die ersten Vorbereitungen für *bic folgende Wahl schon am Tage getroffen werden, nachdem der neue Präsident gewählt worden ist, d. h. sogar schon einige Monate bevor er sein neues Amt von seinem Vorgänger überhaupt übernommen hat. Die zwischen den Jahren der Präsidentschaftswahl liegende Zeit ist außerdem mit Kongreß-, Staats-, Gouverneurs-, Gemeinde-, Richter- usw. -Wahlen mehr als hinreichend auS- gefüllt, die wiederum ein ständiges Barometer für die politische Stimmung im Lande abgeben. Die bevorstehenden Konventionen der beiden amerikanischen Parteien in Chicago sind deshalb von außerordentlicher Bedeutung, weil auf ihnen diejenigen Kandidaten gewählt werden, die die Parteien ihren Wählern für die eigentliche Präsidentschaftswahl präsentieren. Zunächst dreht sich also der Kampf um die Aufstellung der Präsidentschaftskandidaten innerhalb der beiden Parteien, in denen sich unabhängig voneinander die einzelnen Anwärter bis zum Ende und Ergebnis ihrer Parteitagung mit derselben Erbitterung bekämpfen, wie danach die beiden Parteikandidaten gegenseitig, nur mit der Maßgabe, daß nach der Entscheidung der Konvention der Kampf innerhalb der Partei ruht, und der einmal aufgestellte Kandidat d i e restlose Llnterstühung des gesamten Parteiapparates genießt. Soweit in der Politik überhaupt etwas sicherest, kann man damit rechnen, daß die republikanische Partei Hoover wiederum als ihren -Kandidaten aufftellen wirb, obwohl parteipolitisch mehr als genügende Gründe gegen seine neuerliche Kandidatur sprechen. Die Begeisterung von 1928, die Hoover als den großen Ingenieur und Organt- fator pries, der die mißdeutete .Prosperität'^ des Coolidge-Regimes ausbauen und erweitern würde, ist ins Gegenteil umgeschlagen, nachdem der Präsident jegliche Popularität sowohl beim Volke wie beim Kongreß bis tief in die Reihen seiner eigenen Partei eingebüßt hat. Seine Gegner Wersen ihm vor, niemals ein konstruktiver Ingenieur, sondern immer nur ein «wenn auch geschickter) .Promoter", ein wirtschaftlicher wie politischer Jongleur, gewesen zu sein. Mehr als ein anderes Volk geneigt, den Erfolg eines Mannes ohne Rücksicht auf Ursache- und De- gleitumftänbe zu messen, belastet ihn die amerikanische öffentliche Meinung wenigstens teilweise mit den Mißerfolgen der letzten Jahre. Aber trotz alledem werden ihn die Republikaner voraussichtlich erneut aufstellen, fei es, weil sich sonst niemand aus ihren Reihen, der an internationalem Maßstab gemessen werden kann, dazu bereit findet, in den bevorstehenden, wirtschaftlich ungünstigen Zeiten seine politische Haut zu Markte zu tragen, oder sei es. weil die allmächtige Wall-Street in Hoovers Wiederwahl die beste Gewähr für eine Fortsetzung der schwerkapitalistischen Politik erblickt. Immerhin würde seine Wiederaufstellung als Präsidentschaftskandidat durch die republikanische Partei nur widerwillig erfolgen, um so mehr, als Hoover die Auswahl seiner Kampagneagenten und -managet in scharfem Widersprach zu den Wünschen bet republikanischen Parteiführer getroffen hat, so daß ein Stimmungsumschwung innerhalb der Parteileitung immerhin nicht unmöglich ist. Z 1 °bü^«. LZL^ Ä*s§ ''s NÄ £5» ZSL ftu"b btt Äft für di. ^omm. L^ren Erfolg fl« Spnhvcrlai! aö am 16 Of,r Mfchau^ J?uVie Mg. L^ckun«. h^n Liebhodn. .^N Schluß 6<&°U einen i VMMtt? , 28. 8 für a. an bet . MM über dm rungscharak- »2. Danach muß iit einem trode- Verden. Prosts« : DorauSfage auf. Nachweis, daß die n Weltraum tat« rfen ist, und daß DifterungSerfchei« ngt sich u. a., daß ederfchlagsmengen nmffcdenertremcn hängende Erfchei« jigkeit eintritt, ist und August) zwei linimum in Mit« sogar sehr /roden omienfledenm-. de waschen' ti freien - n:) ec In Deutfchland unehmen, daß der keile Deutfchland; iswahrschcinlichk.4 erhöht, daß injoi- ius Amerika bela« der Ausstrahlung i ift. em Daumen nach April. Dn 2. Profeflor und er hat schon 'Fllr^bige S5avc." rt»t «^rim * si! s*& ten Dieners Äarl noch ein Heine«, t wagte er nichts eine Lakaienseele. i fein hatte. Sie icwaltig geändert, ic Lippe riskieren, er vor den beiden hatten rote W inte Frieda, daS x ist krank und ich aber die ®Ä‘ icn. Jetzt bin ich .„?Aeinetwegem i6r iu uns. 5*1 Stube immer für kranken Mtter. icinte der Stcner ichtlichen Ai-k k" il% jfrt auch. firtU ** in SJL-tfpott Die Rudersaison beginnt jahrelang den Gasten de? Sonntags utwrlrgen und mehrere Male Bezirksmeister des 3. Bezirks war und in dieser Eigenschaft von sich reden machte. Jn den letzten beiden fahren ruckle aber Naunheim bedeutend auf, und im Vorjahre gelang e» den Gästen sogar, den Titel des Kreismeifters zu erringen. Zum ersten Male, nach der Erringung der Bei der (Siebener Rudergesellschaft bedurfte e» nicht lediglich der sonnigen Tage des Wpril; die Ruderer der GRG. lagen, solange der ttlufo, unsere Lahn eisfrei war, nahezu den ganzen Winter auf dem Wasser und haben nach der cigent« l'chen Saison des Jahre«. 1931 bis heule schon über n» Zährten hinter sich, die teils im Achter, teils im Vierer zurückgelegt wurden. Die Mannschasten, die für Rennen in Betracht kommen, befinden sich in« folgedeffen schon in recht ansprechender Form, sie sind schon ..fit", wie man .zu sagen pflegt, und sehen dem offiziellen Beginn der Rennsaison nut aller Zu- verficht entgegen. v3um Training haben sich (hie Verpflichtung liegt Jd)Pn einige 3cit zurück) jns- gejamt und bisher zwölf Mann verpflichtet. Ein Achter und ein Vierer find alfo bisher ficheraestellt. Erwähnenswert ist dabei, dah der Achter, der im vergangenen Jahre verschiedene grofze Erfolge erzielen konnte, bis auf einen Mann auch in diesem Jahre wieder so besetzt ist wie er es war. Das bedeutet das Boot einen besonderen Vorzug, und die Aussichten steigen dadurch beträchtlich. Der Junioren- Vierer befindet sich auch schon in guter Zarin. Die Damen waren ebenfalls nicht mühig und haben flcifng trainiert. Es ist allerdings nicht sicher, ob sich wieder ein Rennvierer der Damen zufammenfinden wird. Vorläufig beschränkt man sich jedenfalls auf Stilrudern. Bei der Gießener Rudergesellschaft steht für dem. nächst ein besonderes Ereignis, ein Taufakt, bevor. Man erwartete ein Ruderboot, einen Rennachter, der bei der Firma Ziegler (Würzburg), einer anerkannten Bootswerft, in Auftrag gegeben war und Deutschlands Iungfliegep auf der Wafferkuppe. Dee große Erfolg, den in den letzten Zähren das Pfingsttreffen der deutschen Iungflieger auf der Wafferkuppe in der Rhon hatte, hat dem Deutschen Lustfahrtoerband Veranlaffung gegeben, auch in die fern Jahre wieder die deutsche Fliegerjugend aus der Wasserkuppe zu sammeln. Mit dem Zungstiegertrcf. fen ist der M ode 11 - We 11 b e w e r b 1 93 2 des Deutschen Lustfahrtverbandes nerbunben. Zugelassen sind alle eegelflugmohelle zwischen 1,50 und 3,50 m Spannweite. Der Wettbewerb, an dem nur Mitglieder des Deutsch, n Lustfahrt-Verbandes tcilneh- men können, findet am Pfingstsonntag auf der Was ferfuppe statt. Bereits für den Samstag. 14 Mai, ist eine Feier am Fliegerdenkmal auf der Wassersuppe vorgesehen. Der Sonntag wird mit einem Gottesdienst eingeleitet Von 9 Uhr morgens ab beginnen dann die sportlichen Wettbewerbe Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Am kommenden Sonntag herrscht auf dem Sportplatz der Spielvercinigung Leihgestern lebhafter Spielbetrieb. Die 1. Mannschaft bat die 1. Els deS Turnverein- Dutenhofen verpflichtet und damit einen beachtenswerten Gegner vor sich. ES dürste ein spannender Kamps zu er- warten sein. Die 2. Mannschaft empfängt die. 2. Mannschaft von Dutenhofen. Die Leihgesterncr toerben sich sehr anftrengen müssen, wenn sie ein beachtliches Ergebnis erzielen wollen. Die Schüler empfangen die Schüler des gleichen Vereins. Die Gastmannschaften dürsten die Leid- gefterner zur Hergabe alle- Könnens hcraus- sordern. Arbeiter-Turn- und (Sporfbunö. Der flrelsmclftcr In Gichcn. Am kommenden Sonntag ist der Äreismeiftcr Raunheim in (Liehen zu Gast Zn den Streifen der Arbeiterfportler sieht man diesem Treffen mit be fonberem Znterefse entgegen. Wenn man die Entwicklung der beiden ersten Mannschaften verfolg!, so wird man sich dessen erinnern, dah Gießen zunächst inzwischen eingetroffen ist. Mit dieser Anschafsung geht gleichzeitig ein lang gehegter Munich der Rennmannschaft in Erfüllung. Für die Erfolge in der lammenden Saison sind hie besten Voraussetzungen gegeben, zudem der Trainer, Herr Schulte, auch fiir diese» Fahr die Trainingsleitung übernommen hat, und die Mannschaften schon wahrend des ganzen Winters betreute. Der Ruderclub „Haffia" ist ebenfalls schon auf tPs beste für die bevorstehende Ruderfaifon ge- nistet. Am vergangenen Sonntag fand die Verpflichtung von etwa 20 Ruderern und gleichzeitig das An- rudern statt. Auherdem hat man fchon über die einzelnen Mannfchaften disponiert. Aus vier Junioren und vier Jungmannen wird man einen junior Achter zusammenstellen Jn dieser Mannschaft befinden sich vier Ruderer, die bereits im vergangenen Jahre zusammen an den Rennen teilnahmen. Die übrigen Mannen sind ebenfalls fehr gut ausgebildet, fo dah man erwarten darf, von der J)a|fia" einen leistungsfähigen Achter auf dem Wasser zu sehen. 21uherbem werden zwei Jungmann-Vierer zu- fammengeftellt, deren Ruberer evtl, auch im Jung- Mann-Achter an ben Start gehen können Ein Leicht- aewichls Vierer unb ein Einer vervollstänbigen den Mannschaftsplan für die Saison 1932. Erwähnenswert ist, dah es sich die Ruberer her „Hassia" angelegen fein liehen, sich auch wahrenb bes Winters ihre körperliche Elastizität zu bewahren. Ein eifriges Spezialtraining würbe in einer hiesigen Schul- lurnhalle betrieben. Richt weniger beim 38 bis 40 Ruberer nahmen regelmäßig daran teil. So sieht man denn auch beim Ruderelub „Hassia" mit ZuKreksmelsterschaft tritt Raunheim nun gegen Sieben an. Dem Ausgang des Treffens sieht man mit Spannung entgegen, t'ie besseren Aussichten haben di? ?launhcimer, denn die Giehener Freien Turner befinden sich zur Zeit nicht gerade in Hochform, zudem sie die Mannschaft in letzter Zeit verlangen muhten. Reben dem Spiel der ersten Mannschaften treffen sich auch noch die Jugend- unb die Schulermann- schaften der beiden Vereine im Wettspiel. Die Spiele finden auf dem Sportplatz der SptelDcreimgung 1900 statt. verficht der kommenden Saison und den Wettkämpfen. die sie bringen wird, entgegen. Der Verein Rudersport 1913 nahm bereits vor längerer Zeit (wir berichteten darüber» die Verpflichtung seiner Mannschaften vor unb verband damit das diesjährige Anrudern. Dem strengen Training haben sich acht Ruderer unterworfen. Der Verein Rudersport wird zunächst einen Junior Vierer, einen Doppel Zweier unb einen Einer trainieren; man hofft jedoch, dah es gelingen werbe, auch noch emen a'abrmildwn Vierer zuiammenzustellen unb späterhin mit einem Achter hervorzutreten, der beif Verein insbesondere im Rennen um den Stabte- Achter vertreten soll Der Verein Rudersport hat sein Bootsmaterial von einem Offenbacher Bootsbauer überholen lassen, so dah jetzt alles in bester Ordnung ist. Das Training der Mannschaften des Vereins Rudersport liegt in Händen von Herrn Weber, der nun schon längere Zeit die Mann- schasten dieses Vereins in (einer Obhut hat Der kommenden Ruderlaison darf man unter den gegebenen Voraussetzungen auch in diesem Jahre wieder mit gespannten Erwartungen entgegen,eben. Wenn auch die wirtschaftlichen Verhätmisie unserer Tage den Besuch auswärtiger Rennen nicht in dem Umfange wie früher gestatten werden, so darf man doch hoffen, dah die Vereine einen lebhaften Sport- betrieb entwickeln, der auch diesmal wieder den '.Warnen unserer Stabt in bestem Sinne über unsere Mauern hinausträgt. Auf der Lahn durfte sich wieder ein umfangreicher Ruderbetrieb entfalten, der manchen Zuschauer in den Abendstunden an die Labn locken wird. Mit „Haarglanz": vollkommene Haarpflege! S • • ' ,v.x:.:;’ Henkel'« ‘«rfwisdhSpul-um die bewährten Henkelsachen! A 300 ® Anzüge gratis! Hv.W inhalls-lleb-' Stammpreise für die gute BIG-Kleidung Besichtigen Sie bitte unser 14. Schaufenster Unsere Spezialität: Bekleidung für korpulente und sehr schlanke Herren Sieben 3041 A SS 99 SS Tanzklub 3341 D Rot-Weih e. V. Gießen 75 93 ö< 90 WM Sen^uwpen neoh auswärts gegen Nachnahme — Umtaeeeb gestattet LMWiiofl! 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April 1952 Wirtschaft IN' den umal es den Menschen an der V,Gießen Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskant 5 v. H, Lombardzinsfuß 6 v. H. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. [CK K«! Banknoten. h Mai Deka Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Utjr, 1b bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen. Ä.rdj- Dekan Laun, Olarbcn, Dekan ® u 6m a nn , berg. Lindens, ruih. Bunvach. und Vogel, Bruchenbrücken, beteiligten. Landkreis Gietzen D Troßen Linden, 2'. April. Am findet in unserer Gemeinde das Teil nastfsseKri'W0 3341 D wieder verwirrt, zumal es den Menschen an der nötigen Stille fehlte (Freizeiten! > Diätetik der Seele fordere (Beratung über Lesestoff, äußere ein angeborener Wandertrieb nirgends Wurzel lallen läßt. Um s,e einem selten Wohnsitz und einer GrocrbBincgli tlcit zuzuwhren. bedarf es gctDilfcnbattcfter. rerständnisvolistcr Arbeit der Helferinnen. 3n den Vordergrund ihrer Ausführungen stellte die zweite Referentm lodann den Dedanlen der Menschenliebe und des Dienens auf dem sich die ganze Arbeit aufbaut. Sie berichtete dabei von einer Fülle der Erlebnisse aus ihrer» Tätigtet, von Kindern. Jugendlichen. Alten. Kranken. Verwahrlosten und entlassenen Sträflingen. d,e ge- Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Israelitische Acligionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge 'Südanlage). Samstag, 'April Vorabend 7.30 Uhr, morgens 8.30; abends 7,55 und 8.35 Uhr preuben. Mvciö Biedenkopf. Rodhcim a. d. Biebcr. 28. April. Für verstorbenen Ortsgerichts vor st eher Philipp Kreiling wurde dessen Sohn Wilhelm Kreiling durch das Amtsgericht Gladenbach als Rachfolger bestätigt. Die frühere Halde der bei Bieder gelegenen Grube ..Eleonore" ist nunmehr für Bauzwecke vermessen worden. Die Grube ..Eleonore", den Gebe Stumm gehörig, war bekanntlich der größte Betrieb unserer Gegend mit einer Belegschaft von weit über 100 Mann. Maingau. WSR. Frankfurt a. M.. 28. April. Seit 14 Tagen wurden hier (Betäubungen von Telephon- und Briefmarlenauto- m a t c n sestgestellt Längere Beobachtungen ergaben, daß eine Kolonne von Jugendlichen, b.c sich ein Auto gemietet hatte, die Telephonhäuschen und Automaten hauptsächlich in den Außenteilen der Stadt plünderte. 3n einem Falle haben sie sogar einen Automaten abge- schraubt, beraubt und in den Main geworfen Es gelang nun. drei junge Burschen im Alter von 18 bis 20 Jahren zu erwischen. Man sand noch eine Anzahl geraubter 'Brief- marken bei ihnen vor zwangen oder freiwillig den Schutz der Bahnhofs- misston aufsuchen, und wenn auch nicht icbcm von ihnen durchgreifend geholfen werden lann. so richtet oft ein verständiger Rat, em gütiges Zureden den Hilfesuchenden wieder auf Die Bah Austritt aus der Hekoga DTR. D a r m st a d 1, 29 April In einer leb haften Dauersitzung beschloß bcuty der 61 a b t r a t auf Antrag der sozialdemokratischen Fraktion, gegen den Widersprach der Verwaltung, der volkspartei lichen und der demokratischen Fraktion den Austritt aus der H e k o g a. Die Deutschnationalen enthielten sich der Stimme. Einstimmige Annahme fand ein dringlicher Antrag, die Gasfern lei. t u n g D a r m st a d I — G r o ß (ü s r a u bc|d)leu nigt zu legen Um die Hessische Flugbe trieb* '21 G weiterführen zu können, genehmigte der Stadtrat eine Jahressubvention von 15 000 Mk. 90 Randsiedlungen für Offenbach. LPD. Offenbach, 29. Aprck. In der Stadt- verordnetcnsitzung am Donnerstag wurde nach tcacr Aussprache die Errichtung von Q 0 st ä d - ingt ii | ü r Erwerbslose beschlossen, deren Finanzierung von der Acichsregierung übernommen worden ist Jede SiedlersteUe wird mit 600 Quadratmeter Land versehen werden Die Sozialistische Arbeiterpartei und die Kommunisten stimmten gegen die Errichtung der Siedlungen. Allgemeiner Deutscher Zrauenverein. Der Allgemeine Deutsche Frauenverein hatte seine Mitglieder in den Saal der „Krippe" eingc- laden. „DieBahnhoss Mission und ihre Bedeutung in Zeiten der Bot" lautete das Thema, über das die beiden Rednerinnen Frl. Dr. Bonnenberg, die Sekretärin der katholischen Bahnhofsmission Freiburg, und die Generalsekretärin der evangelischen Bahnhofs- mission Frl. Reinecke (Berlin), sprachen. Die erste Referentin behandelte das Grundsätzliche und Geschichtliche des über ganz Deutschland, ja, über die ganze Welt verbreiteten Arbeitsgebietes. In den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts begannen der Dercin „Freundinnen junger Mädchen" und später die innere Mission hilfsbcdürstige jugendliche Reisende zu betreuen; auch katholische Organisationen beteiligten sich an der Arbeit, so daß sich bald darauf die beiden Konfessionen zu- sammenschlosfen zur Bahnhofsmission, zu einem großen Liebeswerk. das sich 1890 auf internationale Basis stellte und von nun an seine Hilfe allen Reisenden in Rot, ungeachtet ihrer Konfession und Rationalität, angedeihen läßt. Rach Ansicht der Referentin muh cs grundlegendes Bestreben der Helferinnen auf den Bahnhöfen fein, in den Hilfsbedürftigen, die während der Reise — vielleicht auch überhaupt einsam und losgelöst sind, das Gefühl des Vertrauens und des Beschütztseins zu wecken und ihnen dann zu helfen Frl. Dr. (Bonncnberq teilt in ihrem Vortrag die Schützlinge der Bahnhofsmission in drei Gruppen ein: Zunächst seien cs jugendliche Reisende, die von einer gesicherten Heimat aus einem bestimmten Ziel zustrcben und nur vorübergehend des Schuhes bedürfen. Unter die zweite Gruppe tollen Menschen, die wvhl auch noch in ihrer Hei' mal verwurzelt sind, die aber aus irgendeiner Rotwendigkeit heraus ihren Wohnsitz verlassen müssen und irgendwo in der Welt auf gut Glück ihr Heil versuchen wollen. Ihnen zu helfen und sie an ein sicheres Ziel zu leiten, ist gerade heute durch den Arbeitsmangel und die finanzielle Beschränkung eine schwere und nicht schnell zu erledigende Aufgabe. Am meisten der Fürsorge aber bedarf die dritte Gruppe „die Heimatlosen", die nats - Kirchengesangsvcreinsscst de» Dekanats (Hieben stau Es nehmen daran die .Hird)fngefangi»frcine von Leihgestern, Großen Linden, Allendort (Lahn), .mein Linden und Gießen teil. Man rechnet nut einer starken Beteiligung der Vereine. Die .mswartigen Sängerinnen und Sänger sind Gaste unserer Genu indemitglieder. f Lich, 25. April Die 11 i r d) c n g e f a n g u e r» eine aus dem südöstlichen Bezirk des Dekanats Gießen feiern am > Mai in unserer Stadt ihr dies jähriges D e k a n a t s fe st. (5s nehmen außer den gemischten Chören des Bezirks auch »och die Frauen- (hure von Hausen, Steinbach und Alten 'Bufett an dem Fest teil. Mehr als 4nti Sänger und Sängerinnen weilen an dem Fest in unserer Stadt. — Der hiesige Kirchengefangvereiit, der erst vor entern Jahr gegründet wurde und unter Leitung von Lehrer Stein steht, ist aus fast hun den aktive Sanger und Sängerinnen angewachsen. Berlin fester. B e r l i n. 29. April. (WTD Funkspruch f Rach- [ dem die Abendbörsc weiter leicht rückgängige i Kurse gemeldet hatte, herrschte heute vormittag stärkste Zurückhaltung, und cs sah so aus. als ob die Tendenz eher zur Schwäche neigen tturöc. Zunächst verstimmte »der schwache Schluß der (Heut)ortcr Börse, ferner riefen die Rach- richten auf dem Femen Osten eine gewisse Unsicherheit hervor, denn durch das Bombenaltentat in Shanghai hat sich die Lage sicherlich zugespitzt. Von den großen amerikanischen Gesellschaften waren ebenfalls wenig günstige (Meldungen cingctroffen. Die Vorbörse setzte zunächst 'gtwas leichter ein, doch wurde es noch vor leginn des offiziellen Verkehrs wieder s e st e r, da die Publikumskäufe nicht nachgelassen haben und dem Markt, auch trenn sie nicht so wnsangreich wie gestern waren, doch eine kräftige Stühe holen. Man wollte ferner auch Aus - lanöintcreffe beobachten, denn die Kurssteigerungen der letzten Tage haben dem Auslonde, das Guthaben hier auf Sperrkonto zu legen hat, sicherlich einen gewissen Anreiz gegeben. Das Geschäft war heute ruhiger als gestern, die Kurse konnten zum großen Teil ihre gestrigen Abendverluste wiedeck einholen und ver- schiebens gewonnen darüber hinaus bis zu 1,5 ix H', eine ganze Anzahl lag aber bis zu 1,5 v. H. niedriger. 3m Vordergründe standen wieder Farben, die nach einer vorbörslichen Rokiz von 97 dann mit 98: h eröffneten, sowie Siemens, die sich auf 107,25 erholen konnten. Fest, lagen ferner HEW mit einer 2,75prozentigen Steigerung, sowie Schuckert, Rhein. Braunkohlen, Holzmann und die variablen Jndustricobligationen. Den stärksten Tagesgewinn hak Eintracht Braunkohle zu verzeichneii, die bei Plus-Plus-Rotiz um 8 v. H. anzogcn. Dagegen erschienen Svenfka mit Minus- Minus-Zeichen. Reichsbank. Stöhr. (fltlumula- toren, Gessürel, Kaliwerte und Deutsche Kabel waren bis 1.5 v H. rückgängig, Stolberger Zink verloren 2,25 v. H.. Ehade 3 Mark. Reichsbahn- Vorzüge wurden heute exklusiv Halbjahrcsab- fchlag, d. h. exklusiv 3,15 notiert. Deutsche Anleihen waren wieder f c ft c r, und auch der Rentenmarkt war ausgesprochen freundlich. Reichsschuldbuchforderungen zogen er- 1 ncut an. Im Verlaufe ergaben sich auf Gcwinnmitnah- nten der Spekulation meist Abschläge bis zu 11 v. H., Siemens verloren sogar 2,5 v. H. Am Geldmarkt ist die Situation kurz vor hem Ultimo weiter etwas steifer geworden. Der hossmisfion ist auf engste Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsämtern und den Fürforgeverb-änden angewiesen. um ihren Schützlingen Dauerhilfe spenden zu können Zum Schluß gab die Rednerin dem Wunsch Ausdruck, daß die segensreiche Einrichtung der Bahnhossmission vom ganzen Volke getragen werden möchte Die erste Vorsitzende dankte den beiden Damen für die interessanten Berichts und gab ihrer Freude darüber Ausdruck, daß ein Arbeitsgebiet, das fast ausschließlich im Dereich der Frauen liegt, den Anwesenden nabe- gebracht wurde Eine Besichtigung der „Zuflucht" bildete bci\ Abschluß der gut besuchten Versammlung. e Gesellschaft für chemische Industrie. Basel Die GB. der Gesellschaft für chemische Industrie, Basel, genehmigte den Ab- schluß für das abgelaufene Geschäftsjahr und erteilte der Verwaltung Entlastung Aus einem Reingewinn von 3 433 £45 Franken wird eine Dividende von 15 (17) Prozent ausgeschüttet. 433 645 Franken werden aus neue Rechnung vorgetragen. I Die Verwaltung beantragte zusätzlich, aus Dem genannten Vortrag 50 000 Franken den Arbeitslosen zur Verfügung zu stellen, was ebenfalls einstimmig ggtgeheißen wurde. IW# «’S- [ KRAUSS I" der sich außer dem Vorsitzenden die Pfarrer Sattler, Wiefeck. Äo*. Freiensteinau. Prä- i/riu», Homberg. Schneider Butzbach. H e r r f u r t b, Rodenbach, DöIk. Wirberg. Weck Ober-Eschbach. Dekan Widmann. Gedern. Liz. tirster. Grete M i fi» ben'°" ieniBeiP>'^a,U tat fi* Xj. ^Ltallen, b£bi9ier Kirche und Schule. Superinienventur Konferenz für Oberhessen. Am Mittwoch tagte im Johannessaal zu Gießen die Superintendentur -Konferenz für Oberhesfen. Rach der Eröffnung durch Dekkan S c r i b a • Ridda begrüßte der Vorsitzende. Superintendent Oberkirchenrat I > W a g- ner, mit einem Hinweis auf den Emst der Gegenwart die Versammlung. Der verstorbenen Mitglieder Pfarrer i. R. Kirchenrat Mittel und Pfarrer F r e s e n i u s - Lißberg wurde in üblicher Weise gedacht. In seiner Ansprache versprach der Vorsitzende. Maßnahmen zur Her- beiführung einer Einheitlichkeit bei der Handhabung der Kürzungsvorschriften in den örtlichen Gehältern der Kirchcnbeamtcn und -bediensteten und gab Winke für die Regelung der finanziellen Ansprüche an die bürgerlichen Gemeinden. Dabei warnte er vor zu schneller Einführung von örtlicher Kirchensteuer. Die Vereinigung der verschiedenen hessischen Kirchen zu einer großhefsi- schcn macht, so führte er aus. ebenso wie das schiedsgerichtliche Versahren mit dem Staat nur langsame Fortschritte. Sodann hielt Dekan Dr. U n v e r z a g t - Alsfeld einen Vortrag über: „Di e besonderen Schwierigkeiten der kirchlichen Seelsorge in der Gegenwart". Hauptaufgabe der Seelsorge sei. Menschen innerlich in Ordnung zu bringen. Seelische Zusammenbrüche. Flucht vor sich selbst und Vergnügungen seien heute an der Tagesordnung: neben die nachgesuchte Seelsorge habe die nachgehende Seelsorge zu treten. Seelsorge dürfe nicht ausdringlich werden, sondern müsse abwarten können. Ihre Eindrücke würden I ii 1 C 1 c ?((9" Gütersloh (Wcstj). Ucbcr den Geschastsgang wird mitgctcilt, daß das i 3ohr 1931 mit einem kleinen f'Jcn)i!jn abgeschlossen hat. Der Beschäftigungsgrad ist unter Berücksichti qung der gegenroartiym Wirtschaftslage als gut zu t iezeichnen. Das gilt besonders jur die Fahtradfabt, fntion, so daß das Werk darin bis an die Grenze •einer Leistungsfähigkeit beschäftigt ist Lebensführung. Ideale. Trostgründe und Gebote genügten nicht. Statt der Devise „Alles oder nichts" sei Geduld angebracht, die Gott überlasse. das angefangene gute Werk zu vollenden. Wo Logisches nicht verfange, bestehe Verdacht auf Erkrankung: von Psychoanalyse und Jndividualpsychologie solle der Pfarrer Io viel verstehen, um die Leute an die richtige Adresse zu weisen. Die Hilfe durch fein „Sein" könne weiter eine Wohltat fein. Fehle die Derständigungs- bafis durch Großwerden im religiösen Rihilis- mus, so Helse ein Emstnehmen und Anknüpfen auf den auch im Irrtum versteckten Wahrheitskern: hier müsse der Seelsorger Acbersetzungs- künstler sein, Laie dem Laten werden. Theologisches Gerede werde noch weniger verstanden, als die Sprache Kanaans. Seelsorge könne zum wahren Ringen mit einem Menschen werden. An der Universitätsbildung des Pfarrers dürfe nicht gerüttelt werden. Die Würde des Pfarrers müsse sich mit Ratürlichkeit vertragen. Entlastung von Verwaltungsarbeit u. a. könne dazu Helsen, daß der Pfarrer nicht verbraucht und überreizt diele Arbeit tue. An den mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an, an SlMe »u. kW lallet: in Ls, tung nicht einheitlich, jedoch überwogen Besserungen bis zu 1 Prozent Im Mittelpunkt des Interesses standen Elektroaktien und IG -Farben, die Erhöhungen bis zu 1.5 Prozent verzeichneten Montanwerte lagen lehr ruhig, doch blieben die Kurse der Abendbörle gut behaupte! Schckl- fahrtsaktien gewannen 0 5 bis 1 Prozent wah- renö Reichebahn-Dorzugsakticn unter Berücksichtigung des Dwidendenatckchlages nur knapp gehalten waren Etwas fester eröffneten Salzdetfurth und Holzmann mit je plus 1 Prozent, sowie Metallgefellschaft. dte mit Plus-Plus- Zeichen erschienen und 3.5 Prozent höher lagen. Ausfallend matt tendierten Reichsbank, die zunächst 1 Prozent und später wettere 1 Prozent verloren Von diesem Markt ausgehend wurde öic_ Haltung später etwa- unsicher und die Kurse bröckelten meist 0.5 biS 1 Prozent ab Im Verkaufe war die Haltung lehr ruhig, und die Kurse bröckelten auf Gewinnmitnahmen der Spekulation weiter leicht ab. Von Auslandaktten lagen Svenfka sehr schwach und etwa 5 bis 6 Mk. und Ehade etwa 3 Mk ichwacher. , Am Anleihemarkt hielt sich weiter Interesse für deutsche Anleihen ebenso für Gold- und Ltguidationspfandbricfe Die Kurse lagen überwiegend 0.5 Prozent freundlicher Reichsschuldbuchforderungen lagen mit 52,50 recht fest Von Auslandrenten waren Mexikaner gefragt und etwas höher. Am Geldmarkt war Tagcsgeld mit 4.75 Prozent unverändert. Frankfurter Lchlachtvichmarkt. Sranff urt a. (Hl.. 29. April. Auftrieb: Rin- der 122 Stück. Kälber 1006. Schafe 113, Schweine 855. Es wurden notiert Kälber, beste Mast- und Saugkälber 41—45, mittlere Mast- und Saugkälber 36- 40, geringe Kälber 30- 35. Schafe. Mast- lärnmer und jüngere Masthämmel, Weidemast. 30 bis 32, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 24 29; «Schweine, voll- fleischige Schweine von zirka 240 bis 300 Pfd. Lebendgewicht 34 37, desgl von zirka 200 bis 240 Pfd. Lebendgewicht 34 37, desgl. von zirka 160 bis 200 Pfd. Lebendgewicht 33 36. fleischige Schweine von zirka 120 bis 160 Pfd. Lebendgewicht 30-33. Marktverkauf: Kälber rege. Schafe mittelmäßig, ausverkauft, Schweine ruhig, geräumt. < Frankfurt freundlich Frankf urt a. M.. 29. April. «WTB. Draht- M Meldung, i Rachdem an der Abendbörse auf Gc- I winnmitnahmen der Spekulation weitere Kurs» I rüdgängc bis zu 1 Prozent zu verzeichnen waren I und im heutigen Vorbörsenverkehr auf Grund I des schwachen Schlusses der Reuyorker Börse I stärkere Zurückhaltung herrschte, eröffnete die I amtliche Börse bemerkenswert wider st ands- |, > öhig Vom Publikum lagen wieder kleine W Kauforders vor. so daß auch die Kulisse neue || 9cdüng en vornahm Das Geschäft war aller- * 'ii'ing8 merklich stiller und beschränkte sich nur ■ ciif einige Spezialgebiete, während Rebenwerte nur wenig Beachtung sanden. Bei freundlicher Grundtendenz war die Kursgcstal- «.Üluguft QiHä&Iid) 5 7-^ai 1932 Lagesgeldsatz zog auf 5,75 bis 6,75 v. H. an, für W erste Adressen war Tagesgeld aber noch mit ■ 55 K D. Sy erhältlich. Monatsgeld war nicht zu ■ hören. Itrunuun a. .91. ■Öenin .riaeini 1 Den». (rdnuB- iure i-Uhr- JTur» temiuB- tur# -Umana« nur« für# i-Uhr« 1 nur# | c1. 60 — 60.5 lucnia^ah. . • —- 15.4 15.5 15,25 1% Deullche 9i'ru1i8anleihe v. 1929 63,75 — 63.25 —— vamburfl.2u^r’ Somyfidjifl - — — 38.5 — [ younn-'.’inleihe von 1930 . 52,75 — 52.75 — . <• — — — . Inti die tflnl ?lfk'i.-5diul6 ml! •J.'orDbeuttdiei lllopD .... . - 15.5 16.25 16.5 15.75 9ii6lof.-tRcdi!e:i...... 40.25 40,75 40 40.5 A «. lut Serkrbrc veten Ult. — —— 34 5 33.'3 tifll. vhnc •Jlu-.'luf.-aieditc . . 3,4 3.55 3.25 3.55 -crliner Hanvel»se|eili<1ia|l . p 83 — 33 — Hesi- BoI!.-s!(Ml von 1929 Sommer;- und ■Enrat-Sanf. — —— 21 — ‘ lrütf}ohlb. 102%)...... 54 — — — Jatmftübfet und Ulaticnalban ,> — — —- , [ »erhellen Provinz-Anleihe mit Teetfaie Bank und 38,25 Hueloi.-Sed'tcn .... 32 —— —— — Tircvnto -"-ieuichasl. . . 1. 33,25 — — 2rutfdie 9nmm. Gammclabl. TrednerBank...... f. — — 23 — Anleihe Serie 1 ..... tzronkt. Hnv-Bant «oidpse 37,4 — 37.9 — 114 113 23.25 115 113,5 13 unkündbar bi» 1935 75 — — — •21 C.®........... 28 28 28 ;•* Rranfi. Pov.-Bank («c'.bDfe . — — «nlündbar bi» 1936 3erie 1 >> 74.75 — — — < ektr. Lteteruog?aeieltzck>att. 1" —— 58 58 57,25 Urantt. Hvp.-Banl Vtax- Stanhbnefc... und 6raf: 10 71 — 70,75 70.5 77,5 — — — S i»efeUitfxrf! für E-ekmfche 6': 36.5 37 37 55.5 v i'^% Rbe niicke Hnp -Bank-Lku. «oldpje. - - - - 77,25 — — .... . . . 56 56 56.5 Br. San"-:vfanbhrtefanfialt. tfünbbneie R. 19..... — 'M— 71.25 52.25 73 -w- "3,5 — ..... 11 — 52 50-75 Pr. Lanbe-vtandbricsansial!, 14 106 107 105.75 107.25 tfanbbnefe R. 10 - — — — ..... 1- 77 77 IH Ceftenetdittdic violdrenie - — 9.75 — Budenr» . . ...... . 4 23.5 59.5 23.4 23 Eeftcneidiiid c 2ilbenenr _ —• —• SeurfiK tfrec!...... . 5 59,25 59.5 60 l'-i Ungatiidie v-oldrenie — — 5.9 5.7 ü*c;'i-thnfener...... . ■ 37.5 37.75 37,25 37 , 4'4Unganjd)c etdn: tenteo. 19K be'al. von 1913 _ — 5.55 — varpcnei......... tieefdi Cflen..... . . -i ■3.5 28.5 36.<5 28.5 l’i abpefL (SolPnieyrtauei von W' —- k.5 6.4 — .... 1'.' — — 122 ■ l’ilürltidieScüOTle:?c von 191 i — — 2,3 2.4 H' ""*- rrr.-rte . ...... • r — 26 24.5 1 % Zütltidte Sagbtibbahn.-Ilnletb* 2.4 flÖbl>7 . . . «s _ — 39 38 38 dergi. Serie ii l3«, Suman, verein h. Rente v. 1903 l)4%Shimän .pciein h.'K en: - r. ’ ■1' <’r Sumäntfd’e vereinh. diente __ — — 2.1 ?. .c-rfeIbcT Bergbau .... — — 14.25 14 — _ 4.5 s.75 4.7 . . . . . . i1»fd)cit6t. ........ 0 126.25 20.5 126.5 20.5 — 32 31.5 32,25 31.75 netaUaeieUhfiaft....... 29 32.5 30 36 37 36 37.5 ... ..... — — — — «antzL Frentaa . . . . 0 — — — — cdjulfbei» «a»rnb»tfi ... Lj _ — 62.5 62.65 tu (.11 -.erneute LunAeive) 0 35.75 36.25 35.5 36.5 yernberp ... C 39 — 38.25 38.5 Ar Ifteff Lalkb"«.....13 —- 33 32 . -Ilftofl flid'jHenburg ... 6 — 28.5 2 . -iner — ■_________ 88.5 88 Tatr-Jct «'.•'t.-len ....... — —- 10,25 10 2eutfdie £ .--:c--n ..... 5 — 30 28.75 £Tenf:em 8 lk?ri>ei ..... c — 24.25 24,25 Sesnierb De,.......8 ScenSto .......15 58 — 53,25 53.25 — - 209,5 206,5 Frontntrrer M^^nnen . . . . 0 — Anr-.er .........C - 15 — f.’c ‘r-t'nr—t-i a. 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