Dienstag, 29. Mäy 1952 182. Jahrgang (Er|d)eintiägHd),cu6tr ® flnbie lagtsmlmmcr bis Sonntags und Feiertags. W I zum Nachmittag vorher. Beilogen: Die Illustrierte A ^A A jA »▲ jA Al AA HW ■ Ak. 'W Preis mm höhe Siebener Familien blatt er ■ Ak Wy fill ■■ TY y|>| A }g ■▼ Zs Meyener Anzeiger M von einzelnen Nummern Verantwortlich für Polittk MM General-Anzeiger für Oberhesfen WWZ richten: Anzeiger Lietzen. v Anzeigenteil Mar Filler, $rGn!?urt,«m‘maTn ii68e. vr»«k en» Btrl«e: vriihl'sch« lhti»«rfitäte=Bid>. 1*6 Steiwörutferei «. rangt in Sieben. Lchrchleitung und SkichäftrfteNe: Schulftraße 7. Amtlich in G>.b-N. England lädt zu einer Viermächte-Konserenz über das Donau-Wirffchastsproblem ein. Kurz vor Ostern hat der englische Botschafter der deutschen Regierung die Ginladung zu einerBorkonferenz über daSDonau- Problem nad) London überreicht, die von Deutschland sofort angenommen worden ist. Eine solche Besprechung liegt ja auch durchaus im Rahmen der Gedanken, die bei uns über die Möglichkeiten für eine Hilfe zugunsten der österreichischen Rachfolgestaaten bestehen. Freilich. in Europa bedarf es ja immer einiger Umwege, wenn man auch nur zum nächsten Ziel kommen will: Frankreich hatte vorgeschlagen, das, zunächst die Donau st aaten unter s i ch beraten und einen Entwurf ausarbeiten sollten, der dann nachher erst den Großmächten vorzulegen wäre: wobei Frankreich unter den Großmächten Deutschland erst nach einem unmist- vcrständlichen Wink aus London mit verstehen wollte. Don Berlin aus war die Gegenanregung gekommen, daß alle beteiligten Mächte, also die Großstaaten und die Donauländer zusammen, fich Hinsehen und einen Ausweg suchen sollten. Es war für Frankreich ein Stück Prestige, daß dieser Dorschlag nicht angenommen wurde, da auf der anderen Seite wieder England sich nicht auf die Bahn drängen lassen wollte, die Frankreich in Aussicht genommen hatte, blieb schließlich nur die letzte Alternative übrig, daß zunächst Deutschland, England, Frankreich und Italien beraten, um sich dann erst an die notleidenden Länder zu wenden. Damit hat Frankreich sich auch abgefunden. Italien ist ebenfalls einverstanden, das Zustandekommen der Dorkonferenz ist also gesichert. Ob sie aber auch ein Ergebnis bringen wird? Denn hinter dieser verschiedenen formalen Einstellung liegen auch schwerwiegende sachliche Gegensätze: Frankreich verfolgt in erster Linie politische Ziele, es will die Rachfolgestaaten auf dem Umwege über die Wirtschaft zu einem einheitlichen Block zusammen- schweitzen. der im Gegensatz zu Deutschland steht, und von dem französischen Finanzmonopol abhängig ist. Deutschland will vor allem Helsen, und sieht deshalb die Lösung nur in einem w irisch a f t l i ch e n Entgegenkommen, wobei es nun einmal in der Ratur der Dinge liegt, dast wir dem Balkan auf dem Gebiete des Warenaustausches mehr geben können, als Frankreich. Der Weg zu einer Verständigung ist also noch weit, eben weil er über die Politik geht: das Ende wird wohl zunächst im Genfer Europaausschuh lie gen. Deshalb wäre es schon denkbar, daß Frankreich auch zeitlich dieser Vorkonferenz Schwierigkeiten macht; es trifft sich ungünstig, dast der Kanzler durch die Präsidentenwahl in der Woche bis zum 10. April in Deutschland fest- gehalten wird, dast aber unmittelbar darauf die Genfer Abrüstungskonferenz wieder beginnt und Macdonald wegen der Unterhausnerhandlungen in London unabkömmlich ist. Unter diesen Umständen wird zu erwägen sein, ob nicht der Kanzler sich doch für einige Tage im Wahlkampf frei macht, denn ohne Anwesenheit Macdonalds hätte die Konferenz nur den halben Wert. Es könnte sonst geschehen, dast die europäischen Mächte an dem Bett des Kranken solange beraten, bis der Patient darüber stirbt... Berlin bereit. Berlin, 28. März. (OB.) 3n Berlin ist am Samstag die Einladung der englischen Regierung zu einer Konferenz, auf der zwischen den Vertretern Deutschlands, Englands, Frankreichs und Italiens die Donaufrage besprochen werden soll, eingegangen. 3n maßgebenden Berliner Kreisen steht man der Einladung sympathisch gegenüber. Ort und Termin der geplanten Besprechungen stehen einstweilen noch nicht feft. Gegen London als Konserenzort hätte man nichts ein- juwenden, wenngleich die eine oder andere Macht Bedenken dagegen äuhern könnte, da die Abrüstungskonferenz am 11. April ihre Arbeiten in Genf wieder aufnimmt und die Anwesenheit führender Politiker daselbst notwendig macht. Die Regelung der noch ausstehenden Einzelheiten, insbesondere der Frage des Termins, dürfte sofort nach den Ofterfeiertagen in Angriff genommen werden. Frankreich wünscht Vorbesprechung mit England. Tardieu reist Samstag nach London. Paris, 28. Marz. (111.) Ls ist seht ziemlich sicher, dast Ministerpräsident Tardieu und Finanzminister F l a n d i n sich am Samstag nach London begeben werden, um mit den englischen Staatsmännern sowohl über die Frage des wirtschaftlichen Donaubundes wie über das Kriegsschulden- und Tributproblem vorbereitend zu verhandeln. Line Konferenz der vier Mächte, Deutschland. England. Frankreich, 3 talicn, die über das wirtschaftliche Statut der Donauländer zu verhandeln hätte, würde erst später in Genf nach Wiederaufnahme der Verhandlungen der Ab- rüstungskonserenz beginnen. „Echo de Paris" erklärt. Tardieu sei bereit, Ende der Woche nach London zu reifen, wünsche aber zunächst über d ie Absichten Macdonalds und S i r 3 ohn Simons Bericht zu erhalten. Der französische Botschafter in London sei mit einem entsprechenden Schritt beauftragt worden, habe ihn aber wegen des Osterfestes noch nicht durchführen können, höchstwahrscheinlich werde Dienstag über Tardieus Reise eine Entscheidung fallen. Während die meisten Blätter sich die Auffassung .zu eigen machen, dast Tardieu mit Macdonald anfang April in London allein zusammenkommen und erst spät er eine Ä o n- ferenz zu vieren stattfinden werde, erklärt ..Echo de Paris" ohne Umschweife: Tardieu und Macdonald haben kein tete-ä - tete. Der Londoner Berichterstatter des Blattes bemerkt: „Die englische Regierung wünschte diese von Tardieu erbetene Aussprache viel weniger lebhaft, als man sich vielleicht in Paris eingebildet hatte. Sie Hot deshalb das Mittel ge- London. 29. März. (511.) Die englische Diplomatie ist bemüht, eineDonaukonferenz in London möglichst schon für das kommende Wochenende zustande zu bringen. Der unmittelbare Zweck der Konferenz besteht darin, daß die Dertreter der vier Großmächte durch eine Aussprache Klarheit über d i e Richtlinien gewinnen, die für die weitere Behandlung der Donausroge maßgebend fein sollen. Es bestehl also die Möglichkeit weiterer Konferenzen. Der diplomatische Korrespondent des Obfenier unterstreicht, daß die Einladung des Foreign Office zur Teilnahme an der Konferenz an die deutsche, französische und italienische Regierung zugleich gerichtet wurde. Er wendet sich gegen die Auffassung, daß Macdonald eine Zusammenkunft nur mit Tardieu anregte, oder daß die britische Regierung eine Antwort auf das Memorandum Tardieus abgesandt oder ausgearbeitet habe. Sollte aber Tardieu einen Tag vor der Diermächtekonferenz in London eintreffen, um über öic Lausanner Konferenz zu sprechen, so würde die britische Regierung natürlich bereit fein, zu hören, was er zu sagen hat. In Deutschland kursierende Gerüchte über eine neue französisch-britische Reparationsvereinbarung nennt der Korrespondent völlig unbegründet. Es sei bekannt, daß die brittsche Regierung auch irgendeiner starren gegen Deutschlands Interessen gerichteten regionalen Organisation ober einer irgendwie gestalteten Finanzkontrolle einer Großmacht über die Donaustaaten nicht zustimmen würde. Der Berliner Berichterstatter des Observer weist aus die günstige Aufnahme der britischen Einladung in der deutschen Oessentlichkeit hin und betont die Bereitschaft der deutschen Regierung, mit England. Frankreich und Italien bei der Aufstellung jeder Wirttchastsvereinbarung. die nicht politisch gegen Deutschland gerichtet ist und nicht die deutschen Absätzmöglichkei- t c n von der österreichisch-tschechischen Grenze bis zum Schwarzen Meer behindern würde, zusammenzuarbeiten. Auch Italien nimmt an. Zurückhaltung gegenüber französischen Wünschen. Nom, 28. März. (TU.) Italien bat in London mitgctcilt, daß es die englische Einladung zur Bier- Mächtekonferenz in London an nimmt. Italien wird durch Außenminister Grandi vertreten sein. '.Nachträglich hort man, daß Frankreich versucht hat, die Londoner Baukonferenz aus Frankreich und England zu beschränken und Deutschland und Italien auszuschalten. Das halbamtliche „Giornale d'Italia" erklärt, die Konferenz der vier Mächte scheine nun für öic nächste Woche gesichert zu sein, hingegen sei die ursprünglich vorgeschlagene Konferenz der fünf Donaustaaten offenbar aufgegeben worden. Hinsichtlich der bevorstehenden Londoner Konferenz hält das Blatt Zurückhaltung für geboten, um die ohnehin verwickelte Aufgabe der Diplomaten nicht zu erschweren. Die von Paris aus verbreiteten Meldungen über ein französisch-italienisches Flotten- abkommen sind nach wie vor falsch. An dem Stand der Dinge hat sich nichts geändert, ebensowenig sind zur Zeit irgendwelche Verhandlungen im Gange. Es mag lediglich zutreffen, daß der Pariser italienische Botschafter im Anschluß an die Senatsrede Tardieus mit diesem unverbindlich auch über die Flottenfrage gesprochen hak. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß Italien vor den französischen Wahlen auf die wiederholten französischen Vorschläge eingeht. Uallsajnuvütiche Rede Zatittetia hat m Itafunben. diese Zwiesprache zu vermeiden, indem sie offiziell mitteilte, auch Deutschland und Italien feien cingelaöcn worden Tardieu wird so um den von ihm gewünschten intimen Meinungsaustausch gebracht " Der Außenpolitiker des gleichen Blattes erklärt: „Tardieu wünschte wenigstens, sich nut Macdonald und Sir John Simon vor Eröffnung der Dierer- Derhandlung auszusprechen. Er war also bereit, fich kommenden Freitag zu dieser Begegnung nach London zu begeben, die Macdonald seit Weihnachten -- siehe Schreiben an Laval — erbeten hatte. Tardieu konnte diese Aussprache mit um so größerem Recht verlangen, als in Genf das Einvernehmen zwischen ihm und Sir John Simon über das bezüglich der Donaustaaten einzuschlagende Verfahren so gut wie her- gestellt schien. Er mußte also über das Schwanken seines Partners erstaunt sein. Lind nun die Einladung an Paris, Berlin und Rom! Sie bezweckt, die Reise Tardieus zu neutralisieren. England konnte nicht besser seine Absicht bekunden, jede Sonderentente zu vermeiden, und seinen Willen, Schiedsrichter der Lage zu bleiben." lien augenscheinlich keinen großen Eindruck gemacht. Der „Teuere" erinnert daran, daß Tardieu schon seit vielen Jahren ndn den italienisch-französischen Beziehungen rede. Im übrigen hält das Blatt den Franzosen ein kürzlich erschienenes französisches Buch vor, in dem angebliche Kriegs- absichten Italiens auf Nordafrika ujw. geschildert werden, gleichzeitig aber d c r Wert der italienischen Truppen erheblich an- gezweifelt wird. Das Präferenzsystem. Die Wirtschaftshilfe für Mitteleuropa. Wien, 28. März. lWTB.) Bundesminister Dr. D o l l s u ß gab in der Generalversammlung des Katholischen Dollsvereins für Oesterreich eine umfassende Darstellung der wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Regierung im abgelaufenen Jahre und sprach die Hoffnung aus, daß der Schritt der Regierung tatsächlich die Ausstellung von Richtlinien sür ein organisches System von Präferenzverträgen ergeben wird. Ohne Zweifel steht feft, so fuhr der Minister fort, daß die wichtigste Voraussetzung für diese Handels- und wirtschaftspolitische Reuorientierung die grundsätzliche Zustimmung der Großmächte ist. Welche Staaten dann ein gegenseitiges Präferenzsystem eingehen und welche Gruppierungen sich dabei ergeben, ist eine Frage rein wirtschaftlicher Erwägungen. Voraussetzung für einen Erfolg ist, daß die Präferenzverträge nicht nur die Sicherung des Absatzes, sondern auch eine Preisficherung zum Ziele haben. Dazu muß erstens der Staat, dessen Ex- portbedürfnis durch das Präferenzsystem befriedigt werden soll, in der Lage fein, den getarnten Exportüberschuß des betreffenden Produktionszweiges zu 1 00 Prozent in den verschiedenen Staaten vertraglich unterzubringen. Zweitens aber darf der Staat, der die Präferenzkontingente gewährt, n i e- mals d i e gesamte a 1 0 0 Prozent seines Importbedarfs vergeben, sondern muh sich einen entsprechenden Prozentsatz fürdie Ci n fuhr zum vollen autonomen Zoll frei halten Dieser Rest des zur Bedarfsdeckung noch notwendigen Imports ist es nun. der den Preis bestimmend beeinflußt und aus einer gewissen Höhe stabilisiert, woran auch der Export grundlegend interessiert ist. Deuisch-polnischeZolleinigung teilte Verschärfung des Wirtschafskriegcs. Berlin, 28. März. (WTB.) Die in den letzten Wochen in Warschau geführten Besprechungen zwischen der deutschen und der polnischen Regierung über die deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen sind zum Abschlußgelangt. Das Ziel der Besprechungen, einer weiterenVer- schärf ung des Zollkrieges zwischen beiden Ländern vorzubeugen und die aus der letzten Zeit stammenden neuenBeschränkun- ge n des Handels nach Möglichkeit zu beseitigen. ist erreicht worden. Im großen und ganzen sind die Einfuhrmöglichkeiten des Jahres 1931 beiderseits wiederhergestellt. Polnischerseits werden für diejenigen Waren, für welche nach dem 31. Dezember 1931 neue Einfuhrverbote in Kraft getreten sind. Einfuhrkontingente gewährt, während deutscherseits die Anwendung des Obertarifs gegenüber Polen entsprechend eingeschränkt wird. Die polnische Regierung wird ihrerseits die Anwendung des Maximaltarifs gegenüber Deutschland auf diejenigen Waren beschränken, die bisher Kampfeinfuhrverboten unterworfen waren. Der Vergleich zwischen Preußen und der ASDAP. Aushändigung des beschlagnahmten Materials. Berlin. 26. März. (WTB.) Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: Die Verhandlung vor dem Staatsgerichtshof in Leipzig am 2-1. März hat ergeben, daß der Antrag der RED AP. aus Erlaß einer ein st welligen Verfügung gegen die preußische Regierung durch die vom Herrn preußischen Minister des Inneren von vornherein getroffenen Anordnungen und Maßnahmen g e genta n d s l o s war Die Parteivertreter haben daher folgender, vom Vorsitzenden des Staatsgerichts- hoses. Reichsgerichtspräsidenten Dr. B u m k e, ormulierten F e st st e l l u n g z u g e st i m m t: „Die Antragsteller Haden von dem Wortlaut der Verfügung des Landeskriminalpolizeiamtes Berlin vom 15. 17. März und von der Anordnung des Herrn preußischen Ministers des Innern vom 22. März, auf die in dem Brief des Herrn preußischen Ministers des Innern an Herrn Rechtsanwalt Dr. Frank ll. vom 22. März hingewiesen ist, heute Kenntnis genommen. Sie gehen hiernach davon aus, daß das gesamte über diese Anordnungen hinausgehende. noch in polizeilichem Ge - wahrsavi befindliche Material unverzüglich an die Stellen der RSDAP-, bei denen es ersaßt worden ist, zu- rüdgegeben wird- — Die Antragsgegner stellen fest, daß die Verfügung des Herrn preußischen Ministers vor Zustellung der Klage und unabhängig davon erlassen worden war: sie stellen ferner fest, daß der Sinn dieser Anordnung nur war, aus genaue Beachtung der in der Verfügung des Landeskriminalpolizeiamtes Berlin vom 15. 17. März bezeichneten Grenze nochmals hinzuwirken." Es folgt dann eine umfangreiche Auszählung der zurückzugebenden Schriftstücke usw. Danach heißt es dann- „Die Beteiligten sind sich darüber einig, daß durch diese Erklärungen der Antrag aus Erlaß einer einstweiligen Verfügung vom 19. März erledigt fein soll. Beide Teile behalten sich vor. im Verfahren zur Hauptsache ihre Rechtsauffassung zur Geltung zu bringen und auch nach der tatsächlichen Seite hin mit weiterem Material zu belegen." Oie Reichsführertagung der Hitlerjugend. Braunschweig, 28. März. (TA.) Da die anfangs in Verbindung mit der Tagung der Hit- lerjugendführer geplante Veranstaltung einer größeren Kundgebung der RSDAP. infolge der Stellungnahme des Rcichsinnenministers und mit Rücksicht auf den Osterburgfrieden nicht durchgeführt werden konnte, fand nur eine interne Arbeitstagung der Führer der Hitlerjugend statt, und zwar unter Ausschluß der Oessentlichkeit und der Presse. Diele Zusammenkunft ist, wie von nationalsozialistischer Seite mitgeteilt wird, p r o- grammgemäh und i n voller Ruhe verlaufen. Hitler, der bei der beabsichtigten Kundgebung sprechen sollte, ist unter den veränderten Umständen nicht nach Braunschweig gekommen. Die Stadt zeigte an beiden Ostertagen ganz das gewohnte Bild, ohne daß es zu irgendwelchen Vorfällen besonderer Art gekommen wäre. An der Reichsführertagung der Hitlerjugend und des nationalsozialistischen Schülerbundes nahmen alle Gebiets-, Gauverbands- und Gauführer der Hitlerjugend und des RSS. teil. Staatsminister Klagges hob die Schwierigkeiten hervor, die sich bei der Durchführung dieser Reichssührer« tagung ergeben hätten. Die braunschweiger Regierung habe gegen die Verordnung des Oster- friedens die Klage beim Staatsgerichtshof eingereicht, um alle verfassungsrechtlichen Mittel anzuwenden gegen die Knebelung des politischen Freiheitskampfes Die Berichte der Mitglieder der Reichsleitung der Hitlerjugend und des RS- Schülerbundes wurden bis in die späten Rachmittagsstunden fortgesetzt. Daran schloß sich eine Aussprache. Den Abschluß der Tagung bildete die Weihe von 22 Gaufahnen in dem Garten des Tagungslokals. Japan und der Völkerbund. Tokio droht erneut mit dem Austritt. Tokio. 28- März. (Reuter.) Wie verlautet, soll der Minister des Auswärtigen eine Erklärung abgegeben haben, wonach Japan aus dem Völkerbund auszuscheiden gedenke, falls wider Erwarten der neue mandschurische Staat nicht bis zur nächsten Völkerbundstagung anerkannt sei. Im übrigen sei man der Ansicht, daß Japan durch sein Ausscheiden aus dem Völkerbund viel gewinnen und so gut w i e nichts verlieren werde, denn dann, so argumentiere man. würden die augenblicklichen Meinungsverschiedenheiten zwischen Japan und dem Völkerbund ein Ende nehmen, die nach japanischer Anschauung zu einer Untergrabung des Weltfriedens bei trügen; des weiteren würde die „unnötige Einmischung" des Völkerbundes in den chinesisch-japanischen Konflikt aufhören, und Ehina müsse die dringende Rntwendigkeit anerkennen, auf dem Boden der bestehenden Tat- jachen direkt m;12apa.nznveLhanLelge Keine sranzösisch-engiische VorverständigiW. Macdonald wünscht Zweideutigkeiten zu vermeiden. „Das Reich hält zu Ostpreußen." Reichswehrminister Groener wamt Polen und Litauer. Königsberg, 28. März. (TU.) Die „Königsberger Allgemeine Zeitung" brachte in ihrer Osterausgabe eine hochbedeutsame Erklärung des Reichs- wehrministers Groener unter der Ueberschrift: „Das Reich hält zu O st preuße n." Der Minister erklärt dann, die memelländische Frage sei eine Angelegenheit, der man mit heißem Herzen, aber klarem Kopf gegenüberstehe. Deshalb werde eine friedliche Lösung gesucht. Aber unsere friedliche Einstellung sei keineswegs ein Eingeständnis der Schwäche. Die deutsche Politik werde, wie es Brüning kürzlich unzweideutig zum Ausdruck gebracht habe, in ihrem Kampf um das Recht keinen Schritt zurückweichen. Sie werde im Einklang mit Gesetz und Vernunft ihre ganze Kraft dafür einsetzen, daß Ostpreußen dem Reich erhalten bleibe. Der Minister fuhr dann fort: Ich verstehe das Gefühl der Vereinsamung und Bedrohung, das in Ostpreußen angesichts seiner isolierten Lage und angesichts des ungeheuren Mißverhältnisses zwischen unserer militärischen Macht und den Rüstungen unserer Rachbarn herrscht. Ich weiß, daß gerade in letzter Zeit die Besorgnis um sich gegriffen hat. Ostpreußens Bedrohung steige von Tag zu Tag. Ich unterschütze diese Defa h r nicht. Aber auch hier gilt es. ruhig Blut zu bewahren, denn wir wissen, Ostpreußen ist nicht schutzlos fremden Machtgelüsten preisgegeben. Für diese Provinz sorgt zunächst der dort stehende Teil des deutschen Reichsheeres. Deren Schuh und der gesicherten Verbindung mit dem Reich dient ferner die R e i ch s m a r i n e. unterstützt von einer Bevölkerung, die Gut und Blut für die Verteidigung der Heimaterde einzusetzen bereit ist. Auf jeden Fall bedeutet die Abwehrkraft O st Preußens für jeden Angreifer ein starkes Risiko des Mißerfolgs. Denn darüber soll Klarheit herrschen: Ein feindlicher Einbruch in O st Preußen, unter welchem Vorwand er auch erfolgen mag. stößt nicht auf passiven, sondern auf aktiven Widerstand und dieser Widerstand beschränkt sich nicht auf den Osten, sondern er wird getragen sein von der ganzen moralischen und materiellen Kraft des deutschenVol- k e s, das in dieser Lebensfrage der Ration über alle Partei schranken hinaus einig zusammenhält. Das ist auch der Sinn der Erklärung des Herrn Reichspräsidenten, die er vor Monatsfrist an den Provinzialausschuß gegeben hat." Das Oirschauer deutsche Gymnasium unterdrückt. D i r s ch a u , 28. März. (WTD.) Eine Öfter» Überraschung besonderer Art hat das polnische Kultusministerium der deutschen Bevölkerung in Dirschau und Umgebung bereitet. Auf den Einspruch des Direktoriums gegen die Schließung des deutschen Gymnasiums in Dirschau hat jetzt das Kultusministerium als letzte Derwaltungsinstanz dem Direktor durch das Thor- ner Kuratorium einen endgültigen abschlägigen Bescheid zukommen lassen. Die letzte Hoffnung der deutschen Eltern ist jetzt die Beschwerde beim Völkerbund, die in dieser Angelegenheit bereits anhängig gemacht worden ist. Das Britische Weltreich. Irland. Republikanische Osterkundgebungen gegen die englische Herrschaft. Dublin, 28. März. (Reuter.) Zur Erinnerung an den Auf st and von 1916 fanden am Ostersonntag in allen größeren Städten des irischen Freistaates große Kundgebungen der irischen republikanischen Armee statt, an denen jedoch keine irischen Regierungsmitglieder teilnahmen. In Dublin allein beteiligten sich an den Kundgebungen 15 000 Personen. Sie marschierten in militärischen Formationen mit Offizieren an der Spitze jeder Abteilung. Auf die republikanische Armee folgten die republikanischen Pfadfinder und anschließend die republikanischen Frauenverbände. Tausende von Menschen sahen dem Schauspiel zu. Auch in Allster wurde eine geheime Kundgebung ab- aehalten, obgleich die nordirische Regierung sie streng verboten hatte. Auf allen Veranstaltungen wurde eine Kundmachung des republikanischen Armeerates verläsen, die sich in scharfen Worten gegen die englische Herrschaft wendet und die Errichtung einer freien irischen Republik fordert. Die Rotwendigkeit für das Bestehen der republikanischen Armee, so heißt es in der Kundmachung u. a., sei so lange gegeben, wie Irland gezwungen sei, ein Mitglied des englischen Weltreiches zu bleiben. Cs sei die Pflicht aller Republikaner, den englisch-irischen Vertrag zu beseitigen. Die Jugend wird aufgefordert, die Führung zu ergreifen, die Verbindung mit dem mörderischen Imperialismus zu durchbrechen und die Macht den Händen derjenigen zu entreißen, die diesen Imperialismus verewigen mochten. De Vglera hat dasWeekend in Dublin verbracht und die Antwort an die britische Regierung entworfen. Wie verlautet, wird er darin erklären, daß die irische Regierung den Treueid gegenüber dem König von England als eine rein inländische, sozusagen häusliche Angelegenheit ansehe, und daß seine Abschaffung keineswegs eine Verletzung des Vertrages mit England bedeuten würde. Indessen besteht Grund zu glauben, daß man hinsichtlich der Iahreszah- l u n g e n zu einem Kompromiß gelangen werde. Malta. Verstimmung übereine italienischeDrohrede Malta, 25. März. (WTB.) Eine Rede des italienischen Unterstaatssekretärs des Innern G i u n t a hat in hiesigen enalischen Kreisen Erregung hervorgerufen. In der Ansprache, die Giunta vor An- gehör säender maltesischen Faschisten- organisation hielt, sagte er, offensichtlich unter Bezugnahme auf den Entschluß der britischen Regierung, Italienisch als Lehrfach in den Gemeindeschulen aufzugeben, ipß England den Faden nicht zu sehr anspannen sollte; sonst würde er reißen, und alle Kanonen der Welt, alle Flotten und alles Geld würden nicht ausreichen, die Erhebung eines Volkes zu verhindern. „Einst, als ich noch ein Junge war", so fuhr er fort, „sah mich ein alter Mann die Fenster eines österreichischen Gebäudes in Triest durch Steinwürfe zertrümmern. Er riet mir, von meinem Vorhaben abzustehen, denn Italien habe keine Flolle, keine Soldaten und kein Geld, um Krieg zu führen, und Oesterreich-Ungarn sei zu stark. Niemand war damals da, ihm zu sagen, daß innerhalb von 14 Jahren dieses Reich verschwinden würde." Aus aller Welt legt. 2m einzelnen hat sich die Regierung bereite erklärt, den Theatern in Paris ein Drittel und m der Provinz einViertelihrerStaats- steuern zu erlassen, was 5,5 bzw. 3 v. H. der Gesamtsteuerlasten ausmacht. Die Lichtspieltheater ihrerseits erhalten einen Kredit von 12 Mill. Franken, der unter die in Schwierigkeiten geratenen Unternehmungen verteilt werden soll. Die den Theatern gewährten Erleichterungen beziehen sich auch auf die Konzertunternehmungen, wahrend die Kabaretts und Varietes nicht berücksichtigt worden sind. Diese von Tardieu bewilligten Maßnahmen bedürfen noch der Zustimmung der Kammer. Erdbeben in Serajewo. Serajewo (Bosnien) ereigneten sich am Ostersonntag im Verlauf von mehreren Stunden ' uu/ f.chw ere Erdstöße. Die Erdstöße wa° ren schließlich so stark, daß die Bevölkerung in Angst auf die Straße stürzte, um sich int Sicherheit zu bringen. Außer zahlreichen Sprüngen und Rissen in den Mauern wurde jedoch kein Schaden angerichtet. Der Herd des Erdbebens li^t ungefähr 20 Kilometer nördlich von Sera- jetoD. Bund ongeslellier Akademiker lechnisch-nalurwissenschaftlicher Berufe. . Ze*: "^d angestellter Akademiker technisch-na- ttrrwissenschaftlicher Berufe E V. hielt dieser Sage in De^in seine 13. ordentliche Sprecher- hnmnVL q5l^Ftiaaat Dr. Wankelmuth ßom Relchsarbeitsmimsterium gab einen Äeber- blick über die gesamte Sozialversicherung unter ^twrhebung der Probleme, die für den angestell- ten Akademiker von besonderer Bedeutung sind. Der Korreferent Dr. Ruben behandelte vor allem die Fragen, ine für den vom Bunde vertretenen Derufskrers von aktuellstem Interesse geworden st"ö. Dre angestellten Akademiker fordern ihre grundsätzliche Herausnahme aus der gesetzlichen §I?^nversicherungspflicht; die Zulassung von Ersatzkassen für die akademischen Berufe, und für Me Angestelltenverslcherung vordringlich eine an- B^fex?*rabrc$un9 der geltenden Verfiche- fvrdert dringend eine befriedigende Reugö- „(Braf Zeppelin" auf bet Rückreise. Wie die Hamburg - Amerika - Linie mitteilt, passierte das Luftschiff „Graf Zeppelin" auf ferner Rückfahrt von Pernambuco Dienstagmorgen um 8 Uhr (MEZ.) Kap de Creus, nordöstlich von Barcelona. Rach einer soeben aus Buenos Aires bei der Deutschen Lufthansa in Berlin eingetroffenen Meldung ist die Post des „Graf Zeppelin" in Pernambuco von ?em..’™t.,I’er Lufthansa in Verbindung stehenden brasilianischen Condor-Syndikat übernommen und rn durchgehendem Tag- und Rächt- entlang der südamerikanischen Küste nach Buenos Aires befördert worden. Die Landung des Condor-Flugzeuges erfolgte am Freitag um 15.30 Uhr, so daß sich also für p t e $ o ft 5 u ft e H u n g auf der Strecke Deutschland-Buenos Aires die neue Rekordbeförde- rungszeit von 4V2 Tagen ergibt. Schweres Verkehrsunglück in Hamburg. ■Samstag versuchten Kommunisten in Eimsbüttel 3u demonstrieren. Beim Hellkamp wurden Beamte dec Staatspolizei hart bedrängt. Herbeieilende Ord- nungspoliz.sten zerstreuten die Ansammlung. An der Ecke Osterstraße und Schulweg ereignete sich ein soigenichwerer Unfall. Auf noch nicht geklärte Weise wurden hier mehrere Personen, und zwar Bolgh und deren zehnjähriger Sohn, wohnhaft Eichenstraße, sowie eine Schwester der Frau Bolgh durch einen Streifenwagen der Ordnungspolizei, dessen Besatzung den Kriminalbeamten zur Hilfe zu kommen hchte a n - ?/f x ^„^"jöhrige Sohn und die Schwe- ster der Frau Bolgh wurden getötet. Der Ehemann Bolgh erlitt schwere innere Verletzungen, während Frau Bölgh anscheinend unverletzt blieb. Bei dem starken Bremsen des Polizeiautos stürzte der Oberwachtmeister Vaul- sen vom Trittbrett und erlitt so schwere Verletzun- aen, daß er auf dem Transport in ein Kranken- Haus starb. Eine eingehende Untersuchung ist im Gang. kein Thealerskreik in Frankreich. Der für den 29. März angekündigte Gene- rnNtreik der französischen Theater und Lichtspielhäuser ist in letzter Stunde a b g e b l a s e n toorbem Zwischen der Regierung und den interessierten Kreisen wurde nach langen Verhandlungen ein provisorisches Abkommen getroffen, das den Konflikt wenigstens vorläufig bei- staltung des Patentgesetzes, das Verbot entschädi- gungsloser Konkurrenzklauseln und gesetzliche Maßnahmen gegen unberechtigte Eingriffe in laufende Individualverträge; Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten für die stellungslosen technischen Akademiker und den akademischen Rachwuchs sowie Eindämmung des unnatürlichen Zustroms zu den Hochschulen und Universitäten durch verschärfte Auslese schon auf den Unterstufen der höheren Schulen und eine zweckmäßige Reform des Hochschulwesens. Beim Boxkampf getötet 2n Aalborg wurde bei einem internationalen Boxkampf der finnische Leichtgewichtsmeister Wäkewä getötet. Sein Tod dürste auf einen Kinnhaken zurückzuführen sein. Line Zuschauertribüne während eines Rugbyspieles eingeäschert. Am Karfreitag wurde die große Tribüne auf dem berühmten Headingley-Fußball- platz bei Leeds während eines Rubyspieles innerhalb einer Stunde völlig in Asche gelegt 300 Menschen muhten sich in größter Eile in Sicherheit bringen. 13 000 Menschen sahen dem Schauspiel zu. Cs gelang, eine Panik zu verhindern. Das Spiel mußte schließlich abgebrochen werden. Lin Schmuggler erschossen. Als am Morgen des ersten Ostertages b ci Strählen (Reg.-Bez. Düsseldorf) ein verdächtiges ^vchmugglerauto trotz verschiedener Halte- signale die Fahrt fortsetzte, wurde es von Zollbeamten beschossen. Die Beamten setzten dann dem Auto auf Rädern nach und fanden es etwa einen Kilometer entfernt haltend. Vor dem Auto lag ein junger Mann tot, durchbohrt von den Kugeln der Gendarmen. Der zweite Fahrer hatte sich davongemacht. Im Wagen wurden etwa zehn Zentner aus Holland eingeschmuggelter Kaffee und Tabak gefunden. Auf der Spur des Lindbergh-Vabys. „Rew Vork Rews" weiß zu melden, daß ein Pastor mit den Entführern des jungen Lindbergh in Verbindung stehe. Das Kind soll sich an Bord eines Dampfers, der vor Rorfolk liegt, befinden. Eine ägyptische Schule eingeflürzt. In Shebinelkvm stürzte das Dach einer Schule ein. 32 Schüler und Schülerinnen wurden unter den Trümmern begraben. Dis jetzt wurden drei von ihnen als Leichen geborgen. Viele wurden schwer verletzt. In den Flammen ums Leben gekommen. In Desingheim (Württemberg) brach in einem Zweifamilienhaus ein Brand aus, bei dem die 32 Jahre alte Frau des Arbeiters R. Joos, die Mutter von sechs Kindern ist, in den Flammen ums Leben kam. 19 Todesopfer des Osterverkehrs in Frankreich. Der starke Ausflugsverkehr an den Osterfeier- tagen hat wie alljährlich in ganz Frankreich zahlreiche Verkehrsunfälle zur Folge gehabt. Rach den bisherigen Meldungen sind 19 Personen ums Leben gekommen und 60 schwer verletzt worden. Am Gartenzaun aufgespieht. In W i e s b a d e n ist der zwölfjährige Schüler rxranz Pfau beim Ueberklettern eines Zaunes des Vorgartens ausgerutscht und in eine Stocketenspitze gestürzt, die den bedauernswerten Jungen regelrecht aufspießte. Schwerverletzt wurde der Verunglückte nach dem Krankenhaus ge- bracht. « Bor Antritt seines Urlaubs quittierte Sator drtt von der Post übernommene größere Summe, di» nacb München Überwiesen werden sollte. Di» Rückbestätigung an die Post von München aus. die in der Zeit der Abwesenheit Sators hätto erfolgen müssen, blieb aber aus. Aus diese Weise kamen die Unterschlagungen ans Licht. Eine Reihe von Leuten soll dem Sator eine große Zahl Gefälligkeitswechsel im Laufe der letzten Jahre unterschrieben haben, die bei Verfall immer wieder prolongiert wurden. Zuletzt bestand aber diese Prolongation und auch die Diskontmöglichkeit nicht mehr, so daß man annimmt, daß Sator au« diesem Grunde die Unterschlagungen beging. Die Summe von 50 000 Mark soll übrigens aus vielen einzelnen Unterschlagungen herrühren, die zum Teil schon längere Zeit zurückliegen. Kunst und Wissenschaft. Abschluß der Goelhe-Gedächlniswoche in Weimar. Mit einer der bereits zur Tradition gewordenen „ Faust"-Aufführungen unter der Spielleitung des Generalintendanten Dr. F. Tllbrich sand die Goethe-Gedächtnis-Woche am zweiten Osterfeiertag ihren Abschluß. Dis zuletzt wurden die Veranstaltungen, sowohl den^^eatervorstel- lungen als auch den Vorträgen, dieser Huldigung für Deutschlands größten Dichter, lebhaftes Interesse entgegengebracht, wie der in unverminderter Stärke anhaltende Fremdenzustrom beweist. Drei Höhepunkte ragen vor allem hervor: die Gastspiele „Tasso" des Wiener Burgtheaters, „Die natürliche Tochter" der Dresdener und der „Faust" des Deutschen Rationaltheaters in Weimar. haydn-Feier in Rohrau an bet Leith. „Die Reihe der in Oesterreich geplanten Feierlichkeiten anläßlich der 200. Wiederkehr des Geburtstages Joseph Haydns wurde von der Bundesregierung und den beiden Ländern R i e- derö st erreich und Burgenland mit einer Feier in Rohrau an der Leith, dem Ge - burtsort Haydns, eingeleitet. Rach einem Festgottesdienst begaben sich die Teilnehmer zum Geburtshaus Joseph Haydns, wo Bundespräsident Miklas in einer Ansprache das fünft* tusche Schaffen Joseph Haydns charakterisierte. Dann folgte die Enthüllung eines Porträtreliefs am Geburtshaus Haydns. Hierauf sprach Bundeskanzler Dr. Bure sch im Rarnen der österreichischen Bundesregierung. Rach einer Ansprache des Tlnterrichtsministers begaben sich die Festteilnehmer vor das Denkmal Joseph Haydns, wo der Bundespräsident im Ramen der Republik Oesterreich einen Kranz niederlegte. Der hat bas Pyramibon erfunben? Aus Anlaß einer Meldung, in der der verstorbene Professor Karl Spiro als Erfinder des Pyramidons bezeichnet wurde, weist die I. -G. - Farbenindustrie A. - G. darauf. hin, daß das Pyramidon nicht von Profess or Spiro, sondern von dem Chemiker Dr. Friedrich Stolz erfunden worden ist, der diese Erfindung als Angestellter der damaligen Farbwerke vorm. Meister, Lucius und Brüning gemacht hat. Dr. Stolz lebt gegenwärtig in Frankfurt a. M.-Höchst im Ruhestand. — Prof. Spiro hat sich mit Geheimrat Fi lehne seinerzeit mit der pharmakologischen Prüfung der Stolzschen Erfindung befaßt, und diese Herren haben sich hierbei, wie auch bei der Einführung des Pyramidons, sehr verdient gemacht. Zusammenstoß zwischen Eisenbahnzug und Lastkrastwagen. Sonntag, gegen 4 Uhr, für ein Auto mit Anhänger durch die unverschlossene Schranke in die Rähe der Station Emmendingen. Der Lastkraftwagen wurde von der Lokomotive eines von Freiburg kommenden Zuges 'erfaßt und vollständig z e r t r ü m m e r t. Der Wagenführer May wurde schwer verletzt, der Beifahrer Aug. Kaufmann auf der Stelle getötet. May wurde in die Freiburger Klinik geschafft, ist aber bald nach feiner Einlieferung gestorben. Der Schrankenwärter. der die Schranke nicht geschlossen hatte wurde verhaftet. Der Walfischfang in der Elbmünbung. Am Karfreitag wurde, wie bereits kurz berichtet, >n der Elbmündung ein Walfisch von über 8 Meter Länge gefangen, der das stattliche Gewicht von etwa 12 000 Psund ausweist. Der Koloß wurde nachHamburg weitergeschleppt, wo er von Tausenden von Zuschauern erwartet am Samstagmorgen eintraf. Es handelt sich um ein mittelgroßes Exemplar des Blau- oder Finnwals, der sich nur äußerst selten bis in die Gewässer der Nordsee verirrt. Taucher Sievers, der die Bergung des Wales vorgenommen hatte, trat sofort mit der Hamburger Fischereidirektion, chwie mit den Firmen Hagenbeck und Umlauf in Verbindung. Bisher sind jedoch Abschlüsse über die Verwertung des Wales noch mit keinem der Interessenten getätigt worden. Der Wal wird zunächst abgehäutet werden, um später das Gerippe präparieren zu können. Der Erfinder der Ansichtspostkarte gestorben. In Göttingen ist der Buch- und Papierhändler Heinrich Lange, der älteste Buchdrucker der Stadt, im Alter von 84 Jahren gestorben, nachdem er bis in die letzten Tage sein Geschäft gemeinsam mit seinem Sohn geleitet hat. Das „Göttinger Tageblatt" bemerkt dazu: „Nicht alle Göt- tiger wissen, daß der Verstorbene der Vater der Ansichtspostkarte war. Als Generalpostmeister Stephan die Postkarte in der Reichspost emfuhrte, war Heinrich Lange der erste, der die Postkarte mit Bildern und Glückwünschen zu den verschiedenen Anlässen versah. Er hat damit eine Industrie ins Leben gerufen, die esnen ungeheueren Aufschwung erhielt und unge- zahlten Tausenden in der ganzen Welt Arbeit und Verdienst verschaffte." Schwere Unterschlagungen eines Reichsbankvorstandes. Fnlenbcrrs am Main wurde der 38 Jähre alte verheiratete Reichsbankvorstand r 2** vator verhaftet und ins Unter- suchungsgesangnis des Landgerichts Aschaffen- & Summe be- S bisherigen Stellungen auf Mark. Sator ist als Reichsbank- beamter feit dem Jahre 1919 in der Reichsbank- ft in 2KiIten6erg tätig, der er als Amts- letter Vorstand. Die Aufdeckung der Hnterfchla- Mngen erfolgte in der Abwesenheit des Beamten. Gr hatte vor fünf Wochen einen vierwöchigen er vor acht Tagen zuruck- cchrt, wurde er svfvrt vom Dienst suSpenl^ert. Oie Wetterlage. in»»- .Mn Mayen. W 737 Seydisfjord Wflst 5? 0 0, 55 ,«wik' tackt S o 755 7—E fordoyan Mag /' Montag, tön 2S- Marz 8 ---1-----------------c------------- 555= Tours *7 /fc-O-j Oivorkenros. ® netter, o naib bedeckt ©wofkig, • bedeckt •Reöf’K * Schnee a graupeln a Nebel K Gewitter.©windstille. «O> seht leichter Ost. y massiger Südsüdwest q stürmischer Nordwest Oie Pfeile fliegen mit dem winde Die beiden Stationen stehenden Zahlt" oeben die Temperatur an. Die Limen verbinden Orte mit gleichens aut Meeresniveau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Der durch das Atlantiktief über West- und Mitteldeutschland vollzogene Witterungsumschlag dehnt sich auch auf den östlichen Teil des Reiches aus. Vorerst dauert der Störungseinfluß noch fort, denn eine weitere Staffel milder ozeanischer Luft mit Niederschlägen bringt vor. Der Warmluft folgt später etwas kühlere nach, in deren Begleitung der Wit- terungscharakter wechselhaft bleibt und die Bewölkung teilweise zurückgeht. Unter mehr westlichen Winden wird dann wieder leichte Auffrischung einsetzen und Niederschläge werden mehr die Form von Schauern annehmen. Aussichten für Mittwoch: Bei südwestlichen Winden mildes, meist neblig-wolkiges Wetter mit zeitweisen Niederschlägen. Aussichten für Donnerstag: Wechselnd wolkig mit kurzer Aufheiterung, noch mild, aber im ganzen etwas frischer, Regenschauer, um West drehende Winde. Lufttemperaturen am 28. Mürz: mittags 7,9 Grad Alsius, abends 5,7 Grad; am 29. März: morgen» 4,1 ©rab. Maximum 8,2 Grad, Minimum 4,1. — er&tempcraturen in 10 cm Tiefe am 28. März: Abends 4,9 Grad; am 29. März: morgen- 4A Grad CelstuL, Ä MederichKg« 1F mvr» ” W Aus der Provinzialhauptüadt. Sichen, den 29.März 1932. Hygiene in der Küche. Don Dr. med. Curt ttayfer. Für die Hygiene in der Küche ist ein gewisses liebevolles Verständnis notwendig, zumal ja heutzutage vielfach die Küche nicht nur ihrem eigentlichen Zweck dienen kann, sondern oft genug gleichzeitig al- Wohnraum benutzt werden muh. Oberster Grundsatz aller Hygiene ist Sauberkeit. Deshalb suche man vor allem unnötige Staubfänger, wie die von alterSher überkommenen Küchenspitzen, Wandkrüge usw. au beseitigen. Der Fußboden der Küche soll möglichst aus Was- serundurchläffigem und Uid)t zu reinigendem Material bestehen. Da man dies meist nicht selbst ouSsuchen kann, empfiehlt sich für die Küche ein Fuhbvdenbelag von Linoleum, der bei Behänd- lung mit ölgetränkten Tüchern etwaige Staubbakterien am besten bindet, Ueberhaupt darf in der Küche nie trocken auSgesegt. sondern es muh stets feucht aufgewischt werden. Sehr wichtig ist ferner die Sorge für gute und reine Luft. Häufige« Lüften und sorgfältiges Bedecken aller Speisen ist troimfiten. Auf diese Weise wird man auch der Fliegengefahr am besten obhalsen, die nicht gering veranschlagt werden sollte. Kann doch durch Fliegen, die sich auf die fertigen Speisen setzen, mitunter schwerste Krankheit übertragen werden. Krankheitskeime sind es auch, die durch un- hygienisches Geschirrspülen dem Körper zugcsührt werden können. Das Ghgeschtrr wird meist gedankenlos in eine mit lauem Wasser gefüllte Abwaschfchüsfel getan und dann mit einem Lappen abgerieben. Ein so gereinigter Teller ist durchaus nicht rein! Es Haftel ihm vielmehr eine, wenn auch für daS blohe Auge nicht sichtbare Fettschicht an. die unter Umständen tausende von krankmachcnden Bakterien beherbergen und ernähren kann. Auch wer besonders sorgfältig zu sein glaubt und das Ehgeschirr mit heißem Soda- oder Seisenwosser abwäscht, handelt hygienisch noch nicht richtig, denn bei diesem Der- sahren gehen noch ganz erhebliche Mengen Soda und Seife bei der Wiederbenuhung in die Speisen und damit in den Körper über, wo sie krankhaste Schädigungen hervorzurufen vermögen. Heißes Soda- oder Seifenwasser soll man zwar zum Reinigen von Eß- und Trinkgeschirren benutzen, aber man veraesse nie dabei, mit heißem, klaren Wasser nochAuspülenl Heber oller dieser, mehr sachlichen Hygiene darf die Hausfrau die persönliche nicht ganz vergessen. Daß man Speisen und Geräte nur mit sauberen Händen onfassen darf, ist wohl selbstverständlich. Eine schöne, saubere Küchenschürze wird der Hausfrau zur Zierde und der Hygiene zum Ruhen gereichen, diese Schürze darf man aber nicht in kritischen Augenblicken von kleinen Kindern als Taschentuch benutzen lassen oder sich selbst, z. B. wenn plötzlich Besuch kommt, die Hände daran abtrockncn. Sehr wichtig ist natürlich für die Hausfrau auch die Gesunderhaltung ihrer eigenen Person. CS sei hierbei nur an den Wert praktischer Arbeitseinteilung, an Bermeidung unnötiger Wege und unnötigen Stehens bei Arbeiten erinnert, die sich, wie etwa das Gemüsepuhen, oder das Kartoffelschälen, bequem auch im Sitzen erledigen lassen. Mit dem Hin- und Herschleppen schwerer Kochtöpfe werden häufig nutzlos Körperkräfte vergeudet. In den meisten Fällen tut es auch ein leichter Aluminium-Kochtopf, der neben der Kräfteerfparnis auch anderen, wichtigen Forderungen der Hygiene zu genügen vermag und selbst hygienisch völlig einwandfrei ist. Die Behauptung, daß Aluminiumtöpfe bei längerem Kochen kleine Mengen Metall an die Speisen abgeben, die der Gesundheit schaden könnten, ist durch einwandfreie wissenschaftliche Untersuchungen auch deS deutschen ReichsgesundheitS- amtes alS falsch erwiesen worden. So ließe sich noch eine ganze Reihe von Ratschlägen zur Hygiene in der Küche geben, allein den meisten Hausfrauen dürfte cs kaum schwersal- len, gröbere Derstöße zu vermeiden, wenn sie nur im entscheidenden Moment in der Küche nicht an die Regeln der Hygiene zu denken vergessen. Neuregelung der Bierpreise. Die Gastwirte beschweren sich über ungerechte Behandlung. WSR. Der Reichskommissar für Preisüberwachung hat seinen Beauftragten für Hessen und Hessen-Rassau ersucht, die von ihm erlassene allgemeine Bierpreissenkungs - Verordnung in denjenigen Bezirken restlos durchzuführen, die noch der von demDr- auftragtcn für Hessen und Hessen-Rassau getroffenen Einteilung nicht unter die notleidenden Weinbaugebiete fallen. Für letztere ist der Beauftragte für Hessen und Hessen-Rassau, zu einer Sonderregelung mit der Maßgabe ermächtigt worden, daß er die von ihm bereits vor einiger Zeit vorgenommenc Bierpreissenkung um den vollen Betrog der Biersteuerfenkung zu erweitern hat. Auf Grund dieser Direktiven hat der Beauftragte für Hessen und Hessen-Rassau jetzt eine neueBierpreisonordnung getroffen, die für die Brauereien am Ostcrsamstag, für die Gastwirte am Osterdicnstog in Kraft tritt. Die Anordnung des Reichskommissors betr. die Senkung der Bierpreise sindet Anwendung auf die im Rcgierunqsbezirk Kassel, mit Ausnahme des Stadt- und Landkreises Hanau, sowie auf die in dev Provinz Oberhessen befindlichen Brauereien für Dollbicr, sowie auf die im Regierungsbezirk Kassel, mit Ausnahme des Stadt- und Landkreises Hanau, und auf die in der Provinz Oberhessen befindlichen G a ft ft ä t • t e n. Die gebundenen und nicht gebundenen Preise der Brauereien für Bier mit mehr als 11 Prozent Stammwürzegehalt im Regierungsbezirk Wiesbaden, im Stadt- und Landkreis Hanau, sowie in den Provinzen Starkenburg und _ Rheinhessen werden mit Wirkung vorn 26. März 1932 gegenüber dem Stande vom 8. Dezember 1931 über die nach der Verordnung des Reichspräsidenten vom 19. März 1932 eingetretene Steuerermäßigung hinaus um 1 Mark pro Hektoliter gesenkt. Die Brauereien dürfen bisher gewährte Rabatte oder Vergütungen auf die vorgcschriebene Ermäßigung nur in Anrechnung bringen, wenn die Rabatte oder Rückver- gütungen aus einem bestimmten Anlaß gegeben worden sind, und dieser Anlaß fortgefallen ist. Unter die Rabatte ist nicht die Derlegerspanne als solche zu rechnen. Die Ausschankpreise der Gaststätten senken sich je nach der Größe des Gefäßes um 1 bis 8 Pfennig. Die Flaschenbier- ZAHLEN IN MILLIONEN __SJk. MOLKEREI PRODUKTE KARTOFFELN 6k FRcIDEvRElS GEWÜRZE HULSENFRÜCHTE FLEIcCII SCHMALZ ZUCKER ALKOh. . GETRÄNKE KAFFEE .TEE, KAKAO GEMÜSE und OBST 3m Jahre 1931 hat Deutschland insgesamt für mehr als 2,6 Milliarden Mark Nahrung s- und Genvßmittel aus dem Ausland bezogen. Obwohl diese Summen weniaer als die Hälfte des deutschen Nahrungsmittel-Importes im Jahre 1928 ausmacht, ist sie noch etwa sechsmal so groß wie die gesamte deutsche Lebensmittel'-Au sf u h r. Eine günstigere Gestaltung dieses Verhältnisses kann sich erst ergeben, wenn die Verbraucher mehr als bisher die im Inland erzeugten Waren bevorzugen. preise ermäßigen sich mit Wirkung vom 29. < März anteilig um den Betrag, um den die Steuern für das Hektoliter gemäß der Verordnung des Reichspräsidenten vom 19. März 1932 ermäßigt worden sind. Der Vorstand der Dastwirte-Innung Hessefn, Sitz Darmstadt, gibt in einer Erklärung bekannt, daß die Gastwirte nicht in der Lage sind, die beabsichtigte Bierpreissenkung durchzuführen. Die Gastwirte seien bereit gewesen, sich gleichmäßig mit den Brauereien an dem Preisabschlag au beteiligen. Runmehr habe der Preiskommissar für Hessen angeordnet, daß die Brauerei- en von dem verfügten Abschlag nur eine Mark, die Wirte hingegen bis ju 8 60 Mark zu tragen haben. Diese ungerechte Behandlung veranlasse die Gastwirte zu scharfen Gegenmaßnahmen. Abg. Or.Niepoth über diepolitischeLage Die Deutsche Dolkspartei, Ortsgruppe Gießen, hielt am Mittwochabend im Gasthaus „Hindenburg" ihre 3ahrcs-Hauptver- sammlung ab. Der Ortsgruppenvorsihende, Oberreallehrer Appel, erstattete zunächst den Tätigkeitsbericht von 1931, aus dem ein reges Wirken der Ortsgruppe ersichtlich war. Weiter gab er bekannt, daß der Ortsgruppen- und Provinzgeschäftsführer Heinemann seinen hiesigen Posten verlassen werde, um einem Rufe des Parteiführers Dingeldeh als Generalsekretär für den Wahlkreis Westfalen-Süd zu folgen. Der Ortsgruppenvorsihende und der Landesvorsitzende der DVP. in Hessen, Abg. Bürgermeister Dr. R i e p o t h, Schlitz, dankten dem scheidenden Geschäftsführer mit herzlichen Worten unter voller Anerkennung seiner hingebungsvollen Arbeit im Dienste der DVP. 'm Gießen und in Oberhessen. Sodann erstattete der Rechner, Bankdirektor Mattern, den Rechnungsbericht, aus dem ein günstiger Stand der Ortsgruppenkasse hervorging. Dem Rechner wurde mit Dankesworten für seine ausgezeichnete Kassenführung einstimmig Entlastung erteilt. Die Dorstandswahl erbrachte die einstimmige Wiederwahl der bisherigen Mitglieder des Orts- gruppenvorstandeS. Hierauf sprach der Landesvorsihende, Abg. Bürgermeister Dr. R i e p o t h, über die politische Lage. Er begrüßte das Ergebnis der Reichs- präsidentenwayl vom 13. März, das er als einen Sieg der politischen Vernunft bezeichnete. Hit- l e r habe den historischen Augenblick versäumt, als er nach dem Scheitern der vom Reichskanzler Dr. Brüning angeregten Wiederwahl Hindenburgs durch den Reichstag Hindenburg nicht von sich aus zur Wiederwahl vor- geschlagen habe. Der Redner wies besonders darauf hin, daß Hitler sich zunächst — wie Dinaeldey in Koblenz öffentlich erklärt habe — auch für Hindenburg aussprach, dann aber nach den Beratung n mit seinen Unterführern und mit Hugenberg umschwenkte. Hugenberg als treibende Kraft habe verhindert, daß Deutschland in dieser wichtigen Angelegenheit endlich einmal einig wurde. Hugenberg gelte die Parteipolitik mehr als das Wohl Deutschlands. Der Redner sprach sich entschieden für die Aufrechterhaltung und die Stärkung des Wehrgedankens und des Wehrwillens aus, forderte vom Stahlhelm strengste Ucberparteilichkeit und lehnte dessen einseitige politische Tendenz ab. Er betonte, daß Deutschland keinen Parteipolitiker als Reichspräsidenten brauchen könne. Das deutsche Volk habe in seiner Mehrheit am 13. März bei der Entscheidung für Hindenburg den richtigen politischen Instinkt gehabt. Die Wahl Hitlers, so erklärte der Redner, würde zu schwersten innerpolitischen Verwickelungen geführt haben, weil er sein Parteiprogramm nur mit aller Rücksichtslosigkeit im Gegensatz zu allen übrigen Parteien werde durchführen können und dadurch der Kampf des deutschen Volkes gegeneinander ausgelöst werde. Daran müsse die deutsche Wählerschaft bei der zweiten Reichspräsidentenwahl denken, und sie müsse sich noch stärker als bisher zu Hindenburg bekennen. Die Deutsche Dolkspartei werde diesen Weg weiterhin mit Entschiedenheit gehen, dabei aber in klarer politischer Opposition gegen Brüning bleiben. Der Redner besprach dann die bekannten Gründe der Deutschen Volksparkei für ihre Parole: für Hindenburg, gegen Brüning. Er forderte sodann, die REDAP. unter allen Umständen in die politische Verantwortung zu zwingen, damit sie durch Teilnahme an der Regierung in realpoliti- fcher Weise handeln müsse Sodann beschäftigte sich der Redner mit der Absplitterung von der DVP. in Westfalen-Süd. die er als Entlastung für die Gesamtpartei bezeichnete, da sie einen einseitigen schwcrindustriellen Druck fortnehme, dem sich die Partei niemals werde beugen können. Der zweite Teil seine- Referats galt der Besprechung der jüngsten politischen Entwicklung in Hessen, wobei er sich entschieden gegen die bisherige Tätigkeit der Rationalsozialisten im Landtage wandte. Gr wies befonber« auf die bekannten Anträge der RSDAP. im Landtage hin, die er in eingehender Besprechung samt und sonders als reine Aaitattonsanträge charakterisierte, und besprach sodann daS Boxheimer Dokument, daS ungeschminkten Bolschewismus enthalte. Zum Schlüsse sprach sich der Redner für eine Politik der Besonnenheit und der ernstesten Verantwortlichkeit aus, die stets nur auf daS Wohl des Staates und des ganzen Volkes gerichtet sein müsse, auch wenn tne Partei zu einer Regierung in Opposition stehe. 3m Anschluß an den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag fand eine längere Aussprache statt. Gießener Wochenmarktpreise. • Gießen, 29. März. Es kosteten auf dem heutigen Wvchenmarkt: Kochbutter 100, Süßrahmbutter 130, Landbutter 120, Matte 25—30 Pf. das Pfund, Gier 8, Käse 5—10 Pf. das Stück, Wirsing (gelb) 15—20, (grün) 25, Weißkraut 10, Rotkraut 12—15, Gelbe Rüben 10—12, Rote Rüben 10—12, Spinat 25—30, Unter-Kohlrabi 5—8, Grünkohl 15-20, Rosenkohl 25-30, Feldsalat 100 bis 120, Tomaten 50—60, Zwiebeln 20—22, Meerrettich 30—60, Schwarzwurzeln 25—35, Kartoffeln 4,5, Aepfel 8-15, Birnen 10-12, Dörrobst 25- 30, Honig 40—45, Rüsse 35—40, Zunge Hähne 80—90, Suppenhühner 70-80 Pf. das Pfund, Tauben 60 bis 70, Blumenkohl 30—70, Galat 25—30, Endivien 15-30, Ober-Kohlrabi 8-10, Lauch 5-10, Rettich 10-15, Sellerie 10—40 Pf. das Stuck, Radieschen 15—20 Pf. daS Bund, Kartoffeln 3,80 bis 4,00, Weißkraut 6,00-6,50, Wirsing (gelb) 12,00-15,00, (grün) 20,00-22,00, Rotkraut 8,00 bis 9,00 Mk. per Zentner. Bornotizen. — TageSkalender für Dienstag. Stadltheater: .Romeo und 3ulia", 20 bis gegen 23 Uhr. — Cafö Leib, 20.30 Uhr, Vortrag über „Gas und Feuer im Motor". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Meine Cousine aus Warschau" und „Rango". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, die Neuinszenierung des Trauerspiels „Romeo und Julia" von William Shakespeare. Spielleitung: der Intendant. In den Titelrollen Beatrice Doering und Raimund S ch e l ch e r. Eine neuartige, für die Drehbühne eingerichtete Aufführung. 24. Vorstellung im Dienstagabonnement. Morgen, Mittwoch, bleibt das Theater wegen Vorbereitung der großen Operettenpremiere am Donnerstag, 31. März, geschloffen. — Donnerstag, 19,30 Uhr, als 24. Vorstellung im Mittwochabonnement „Morgen geht's uns gut!" Schlagcroperette von Hans Müller, Musik von Ralph Dcnatzki, dem Komponisten von „Meine Schwester und ich". In den Hauptrollen Heinrich Hub, der auch die Spielleitung hat, und Eva Herms als Gast. Musikalische Leitung Walter Moehl, tänzerische Gesamtleitung Ewald Däulke. Girls: Tanzgruppe Däulke, Solo: Ewald und Anni Bäulke. 3m Programm ist als Reuheit für Gießen eine Frühjahrsmodenschau geplant. Beginn 19.30 Uhr, Ende nach 22 Uhr. Operettenpreise. * • Die Po st beziehet des Gießener Anzeigers erhalten die „3llustrierte" erst heute. *' D i e Ofterfeiertage erfüllten am ersten Sage mit feinem schönen Frühlingswetter die Erwartungen, die man hinsichtlich des Ausslugs- verkchrs allgemein an die Feiertage geknüpft hatte. Dagegen brachte der gestrige zweite Sag, nach dem Witterungsumschlag in der vorhergehenden Rächt, den von den Landwirten und Gärtnern herbcigesehnten Frühlingsregen, für die Ausflugslustigen und die 3nhaber der Ausflugs- gaftorte aber eine Enttäuschung da bei dem regnerischen Wetter der rege Wandererverkehr vom ersten Feiertage keine Fortsetzung fand. 3n den Kirchen waren die Gottesdienste an beiden Feiertagen gut besucht. Der Reiseverkehr auf der Reichsbahn war vor dem Feste am Gründonnerstag lebhaft, dann flaute er ab und erreichte erst am gestrigen zweiten Feiertag abend wieder größeren Umfang. Die Züge wurden verstärkt gefahren. Vollkommenen Ofterfrieben hatte erfreulicherweise auch die Polizei zu verzeichnen, ebenso die Eanitätswache, Die an keinem der Feiertage in Anspruch genommen wurden. ' Personalien. Auf Grund der hessischen Sparverordnung tritt am 1. April der Ministerialdirektor im,Ministerium für Kultus und Dil- dungswesen, Otto Ur st ad t, in den Ruhestand. Auf Grund des Altersgrenzegesetzes toirb am 1. Mai der Kreisdirektor Leopold d. W e r n e t in Grbach ebenfalls in den Ruhestand treten. ee Mandatsveränderung im Stadt» rat. An Stelle deS verstorbenen Stadtratsmit- gliedeS Redakteur Friedrich Vetters ist Frau Helene K r ö ck als neues Mitglied in den Gießener Stadtrat eingetreten. " Dienstjubiläen bei der Reichsbahn. Dieser Tage konnten Reichsbahnzugführer Gottfried Loh beim Bahnhof Gießen, wohnhaft in Dutenhofen, auf eine 35jährige. Reichsbahn- sekretär Philipp Pauly bet der Güterabfertigung Gießen, wohnhaft in Gießen, Reichsbahn- assistent Friedrich 3 u n g beim Bahnhof Gießen, wohnhaft in Klein-Linden. Reichsbahnassistent Wilhelm Lang beim Bahnhof Gießen, wohnhaft in Watzenborn-Steinberg, und Reichsbahnzugschaffner Heinrich HeibertShausen beim Bahnhof Gießen, wohnhaft in Daubringen, auf eine 25jährige Dienstzeit bei der Reichsbahn zurückblicken. Die Reichsbahnverwaltung ließ den 3ubilarcn von den Leitern des Bahnhofs und der Güterabfertigung Glückwunschschreiben überreichen. Von den Mitarbeitern wurden den 3ubi- laren zahlreiche Ehrungen zuteil. •• Die Zigarrenpreise können nicht mehr gesenkt werden. Vom ReichSver- band Deutscher Zigarrenhersteller, Bezirksgruppe Hessen-Unterfranken, wird uns mitgeteilt: 'Der Preiskommissar hat die Zigarrenpreise nachkontrolliert. Mit einem Brief vom 22. März an den Reichsverband Deutscher Zigarrenhersteller G.V. stellt Dr. Goerdeler fest, daß er sich nach eingehender Prüfung der Sachlage entschlossen habe, keinerlei Maßnahmen zur Senkung der Preise für Zigarren durchzuführen. Das ist eine amtliche Bestätigung, daß die Zigarrenpreise an ihrem niedrigsten Stand angelangt sind und daß mit einem weiteren Dilligerwerden der Zigarren nicht zu rechnen ist. Großfeuer in Grebenau. • Grebenau (Kreis Alsfeld), 29. März. (Eigener Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Eine gewaltige Feuersbrunst, der drei Wohnhäuser und zwei Scheunen zum Opfer fielen, brach heute gegen 5 Uhr in unserem Orte aus. Die Flammen, deren Ausgangspunkt bis jetzt noch nicht genau bekannt ist, verbreiteten sich mit ungeheurer Schnelligkeit über das Wohnhaus und die Scheune deS Landwirts Heinrich Spohr, das Wohnhaus und die Scheune des Landwirts Georg Müller und über das Wohnhaus des Schneidermeisters Kranz. Sämtliche Gebäude, die einen zusammenhängenden Baublock bilden, brannte n vollständig nieder. Am schwersten betroffen wurde der Landwirt Müller, dem mit dem Wohnhaus auch das gesamte Mobiliar verbrannte, während es der Familie selbst nur mit Mühe gelang, gerade noch das nackte Leben zu retten. Mit den Scheunen der Landwirte Spohr und Müller sind die Heu - und Strohvorräte und die in den Scheunen untevgebrachten landwirtschaftlichen Maschinen den Flammen zum Opfer gefallen, ferner vecbr nnten von dem Viehbestand deS Landwirts Müller eine Ziege und sämtliche Kaninchen, während eine Kuh so schwer zu Schaden kam, daß sie aller Wahrscheinlichkeit nach auch eingehen wird. DaS Mobiliar des Schneidermeisters Kranz und des Landwirts Spohr konnte gerettet werden, ebenso der Viehbesitz des Landwirts Spohr. Dagegen sind dem Schneidermetster Kranz sämtliche Hühner und der ganze Bestand seiner Kanarienzucht in den Flammen umgekommen. Zur Bekämpfung deS gewaltigen Brandes waren neben der Ortsfeuerwehr die Wehren von Dieben, Wallersdorf und GulerSdorf, sowie die Motorspritze von Alsfeld am Brandherd. Gegen 8 Uhr war es gelungen, den Brand zu lokalisieren. Der Schaden ist sehr groß. Die Entstehungsursache des Feuers ist bis jetzt noch nicht bekannt. Straßenbau im freiwilligen Arbeitsdienst. I Ober-ßaiS, 26. März. Der freiwillige Arbeitsdienst soll nun auch in unserer Gemeinde in Gang kommen. Mit seiner Hilfe soll ein seit 3ahren gehegter Plan, der wegen Mangel an Mitteln immer wieder zurückgestellt werden mußte, endlich zur Durchführung kommen. Es handelt sich um die Chaussierung der „Hohen Straß e“, die auf dem Höhenrücken zwischen Lais- und Hillersbachtal hinzieht und ein Stück einer uralten Fernverbindung Frankfurt— Fulda—Thüringen darstellt. Die Chaussierung dieser Straße wird nicht nur den anliegenden Grundbesitzern aus Ober-Lais und Glashütten zugutekommen, sondern auch eine neue, wertvolle Verbindung beider Orte mit Ortenberg Herstellen. Zur Ausführung der Arbeit, als deren Trager die Gemeinde Ober-Lais und daS hessische F o r ft a m t Konradsdorf gemeinsam erscheinen, haben sich bereits 44 Leute gemeldet. Rundfunkprogranim. Mittwoch, 30. März. 7.20 Uhr: Frühkonzert. 10.20 bis 10.50: Schul- fünf. 12.05: Konzert auf Schallolatten. 13.05 (von Köln): Mittagskonzert. 15.15 bis 16: Stunde der Jugend. 17: Baden-Baden: Konzert des Städtischen Orchesters. 18.40: „Der Iugendstiel ist nicht mehr lächerlich", Vortrag von Dr. Hermann Gunders- Heimer vom Kunstgewerbemuseum Frankfurt a. M. 19.05: Mannheim: „Rechenknisse, luftiges und vorteilhaftes Rechnen", Vortrag von Dr. Karl Men- ninger, Heppenheim a. d. B. 19.35: Unterhaltungskonzert. 20.05: Länder-Querschnitt: Italien. 21.35: Der tapfere Kassian, Singfpicl in einem Aufzug von Arthur Schnitzler. 22.15 (von Berlin): Zeitbericht. Die Arbeitslosigkeit in USA. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Mittwoch, 30. März. 19.30 bis 22.30: ,A)thello". — Donnerstag, 31., 20 bis gegen 23: „Hoffmanns Erzählungen". — Freitag: 1. April: Geschlossen. — Samstag, 2., 19 bi« nach 22.45: „Der Rosenkavalier". Schauspielhaus. Mittwoch, 30. März, 19 bis 23 30: „Faust", 1. Teil. — Donnerstag, 31M 19 bis nach 23: „Wallenstein". — Freitag, 1. April, 20 bis gegen 22.30: „Caramba! oder Dolores und die Parallelen". — Samstag, 2., 20 bis gegen 23: „Der Raub der Sabinerinnen", Gießen (Nordanlage 24), 29. März 1932. Ruf 2145/2146. 1538 A Herr Moritz Sommer 2467V im 67. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Mathilde Sommer Witwe. Lieh (Oberstadt 11), den 28. März 1932. 2466 D WFDRFD RUCKSACHEN B KeBrühl’sche Druckerei Einladung! Marktplatz. 69 > v ZJMSilbeifflestedie &iir ZlnterHaltung ist Bestens gesorgt/- Eintrittfrei! SKauffjaus 8358 A - wertbeständig - Die Beerdigung findet Mittwoch, 30. März, nachmittags 31/, Uhr, vom Sterbehaus aus statt. — Kranzspenden dankend verbeten. , Mittwoch, den 30. IHän 1932, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich dahier, Neuenweg 28 „Zum Löwen", zwangsweise gegen Barzahlung: Büfetts, Kredenzen, Chaiselongues, Nähmaschinen, Warenfchränke, Schreibtische, Kleiderschränke, Schreibmaschinen, Nachtschränkchen, Ausziehtische, Inlett, Herrenstoffe, Futterstoffe, Anzugstoffe, Wattierleinen, 2 Registrierkassen, 3 Pianinos, 6 Lederstühle, 1 Ausziehtisch, 1 Spiegelschrank, 2 Betten, 1 Rauchtisch, 1 Waschkommode, 1 Ständerlampe, 1 Kaffeeverkaufsständer, 2 Drehbänke, Ruderkähne, 1 Rind, 1 Drogenschrank, Kameras, Schwämme, 1 Bohrmaschine, 1 Pürschbüchse, 2 Schäftesteppmaschinen, 200 Mistbeetfenster, 2 nußbaumpolierte Heute entschlief sanft nach längerem, mit Geduld ertragenem Leiden mein unvergeßlicher Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater. Großvater, Schwager und Onkel Dieter* DrnMzmm Gerichtsvollzieher in Gießen, Wiesecker Weg 16 — Telephon 3383. ft. Filets 1 Pfd. von 35 4 an ff.Kochfische Pfd. von 30 <5 an Fischhaus Cuxhaven Marktstr. 23. Tel. 2417. Tische mit Wachstuch. Junker In tiefer Trauer: Familie Wilhelm Heinrich Grölz Familie Karl Grölz nebst allen Angehörigen. Daubringen, den 29. März 1932. Die Beerdigung findet Mittwoch, 30. März, nachm. 3% Uhr statt. ___•_______________01904 In tiefer Trauer: Frau Luise Xuhn Wwe., geb. Sommerlad Margarete Nuhn nebst Bräutigam Heinrich Nuhn. Karl Nnhn Käthe Eichhorn. Treis, Beuern, Burkhardsfelden, den 28. März 1932. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 30. März, nachm. 4 Uhr statt. ------------------- '469 D Künstliche Augen fertigt naturgetreu am 6. April in (Meßen, Hotel Viktoria ebrüder Müller-Welt, Stuttgart Ermäßigte Preise. 2458 v In tiefer Trauer: Die Hinterbliebenen. J. B. HAUSER, Qi ESS EN AM OS WAL DSC AR TEN »irtall Möiingtr Am« i empfiehlt billigst Hch.Trechsler Steinstr. 73. Tel.3581. Am Samstagabend 9 Uhr entschlief sanft unsere hebe, herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Frau Marie PietschWw. geb. Schild im Alter von 81 Jahren. Jung und frisch bis ins höchste Alter durch unseren aus bulg.Knoblauchzwiebeln hergestellten „ERES" Knoblauchsast Er verjüngt den ganz. Körper, reinigt Blut und Darm, schafft gesunde Säfte, scheidet Harnsäure und Darmgifte aus, beseitigt Fäulnis und Gärungen im Darm, setzt den Blutdruck herunter und ist bei Arterienverkalkung Herzleiden, Hämorrhoiden, Blutwallungen Blutandrang zum Kopf und Herz, Wechseljahrsbeschwerden sowie bei Darm-, Magen-, Gallen-, Leber-, Blasen- und Nierenleiden, Gicht, Rheumatismus und Zuckerkrankheit ein stets bewährtes Naturmittel. 206J v Preis p. Doppelflasche RM. 2.- Zu haben bei: Vlktoria-Dreg., Marktstraße 5; Löwen-Drogerie, Seltersw. 79a Drogerie Bornemann, Bahnhofstraße 17. massiv Silber 800 gesL. weiterhin Bestecke mit toOer Silberaullage, t B. komplette 72teillge Garnitur M. 115.-. Vornehmste Ausführung, SO Jahre schriftl Garantie. Langfristig. Ratenzahlung direkt an Private. Utitofl e. 81L adert ttsteate. Besteck-MMk HOEUiftS » co- SOUN6DL Unterfertigter erfüllt hiermit die traurige Pflicht von dem Ableben unseres lieben A. H„ des Kirchenrats Reinhard Hickel aktiv 1865 geziemend Kenntnis zu geben. Der Gießener Wingolf. Im Namen und Auftrag: Rudolf Rühl F.V. _________________________________________________________01899 Am 1. Osterfeiertag, 11 Uhr vormittags, starb unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Wilhelm Grölz Eisenbahn-Unterassistent L R. im 77. Lebensjahre. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. 0i%3